230739
Große Anfrage der SPD: Nachhaltige Wasserversorgung für die Wasserläufe und Brunnen
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Große Anfrage öffentlich 230739 —— Fragesteller/in: SPD Bezirksfraktion Bad Godesberg Dr. Uli Barth 12.04.23 gez. Jansen Große Anfrage der SPD: Nachhaltige Wasserversorgung für die Wasserläufe und Brunnen Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 03.05.2023 Kenntnisnahme Fragestellung 1. Die Stadtverwaltung wird gebeten darzustellen, wie die geplanten Wasserläufe und Brunnen nach derzeitigem Planungsstand mit Wasser versorgt werden sollen, wie die Instandhaltung dieser Anlagen sichergestellt werden soll und welche Kosten für Wasser und für Instandhaltung jährlich anfallen werden. 2. Welche Möglichkeiten gibt es, eine passive Wasserversorgung mit fließendem Wasser aus dem Godesberger Bach mittels einer – offenen oder geschlossenen – Zuleitung zu realisieren, bei der das Wasser weiter oben am Bachlauf abgegriffen wird? Mit welchen Kosten für Wasser und Instandhaltung wäre bei einer solchen Ausgestaltung zu rechnen? 3. Wie hoch schätzt die Stadtverwaltung die Baukosten für die baulichen Anlagen, die für die Wasserversorgung nach dem derzeitigen Planungsstand erforderlich sind (Zisternen, Pumpen, Filter, Leitungen usw.)? Wie hoch wären die Baukosten für eine alternative Versorgung mit Wasser aus dem Godesberger Bach (Leitungen, Filter usw.)? Begründung Nach bisherigem Planungsstand sollen die Wasserläufe, die in der Bad Godesberger Fußgängerzone geplant sind, grundsätzlich mit Trinkwasser versorgt werden, das teilweise rückgewonnen und in einer größeren Zisterne gespeichert werden soll. Bau und Betrieb dieser Anlage sind mit erheblichen Kosten verbunden. Angesichts der Defizite beim Betrieb der vorhandenen Brunnen bestehen Zweifel, ob die Stadtverwaltung – anders als bei den bisherigen Brunnen – in der Lage sein wird, den Unterhalt der neuen Anlagen über deren Lebenszeit gewährleisten und diesen Aufwand vor allem auch dauerhaft sicherstellen kann. Aus diesem Grunde, aber auch aus Gründen der Nachhaltigkeit mit Blick auf den Trinkwasserverbrauch, stellt sich die Frage, ob eine Versorgung mit Wasser aus dem Godesberger Bach nicht ökologischer und womöglich sogar Seite 1 von 2 Seite 2 —— wirtschaftlicher wäre. Aufgrund des Gefälles wäre vermutlich eine Zuleitung aus dem Bereich der Kirche im Marienforster Tal erforderlich. Diese könnte möglicherweise in Teilen offen – wie etwa bei den Waalen in Südtirol üblich – oder als Rohrleitung geführt werden. Die Versorgung der Wasserläufe in der Innenstadt mit Bachwasser würde zugleich die Möglichkeit eröffnen, Bäume und Pflanzungen mit Brauchwasser zu versorgen, um in Trockenperioden nicht auf Trinkwasser für die Bewässerung zurückgreifen zu müssen. Ein solches Modell wird beispielsweise in manchen süddeutschen Städten praktiziert, indem offene Wasserläufe genutzt werden, um daraus angeschlossene Bewässerungsanlagen zu versorgen. Gerade mit Blick auf die absehbare Klimaentwicklung könnte sich dies als vorausschauend erweisen. Anlage/n Keine Seite 2 von 2
Beratungsverlauf (10)
Beschluss: zurückgezogen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- 230739
- Typ
- Große Anfrage
- Datum
- 12.04.2023
- Erstellt
- 18.01.2026 04:40