0047/2026
Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume - Strategie zur Entwicklung des Öffentlichen Raums.
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Anlage - 1 Broschüre Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume
29540 Zeichen
Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume Strategie zur Entwicklung des Öffentlichen Raums der Stadt Köln 2 3 Inhaltsverzeichnis Grußwort 5 1. Köln.Gestaltet. Profil6 2. Wandel als Auftrag10 2.1. Köln.Gestaltet. Zusammenarbeit 8 3. Köln.Gestaltet. Strategie14 3.1. Die Aufgabenfelder 16 3.2. Unsere Arbeitsweise und Leistungsspektrum 22 4. Was gewinnt die Stadt?24 Kontakt und Impressum 26 Botschaft Im Schulterschluss für den Öffentlichen Raum. Der öffentliche Raum ist das Gesicht unserer Stadt. Er ist Ort des Alltags, der Begegnung und des gesellschaftlichen Mit- einanders – und zugleich Spiegel der großen Veränderungen unserer Zeit. Klimaanpassung, soziale Teilhabe und Nut- zungsgerechtigkeit stellen neue und komplexe Anforderun- gen an Planung, Gestaltung und Steuerung des öffentlichen Raums in Köln. Unsere Erfahrung in den kleinen und großen Räumen unse- rer Stadt hat uns deutlich gezeigt: Nur mit klaren Zustän- digkeiten, effizienten Prozessen und einer gemeinsamen Vorstellung davon, was guten öffentlichen Raum ausmacht, können bedeutsame Stadträume entstehen. Um dies in aktuellen und insbesondere zukünftigen Entwicklungen stärker zu verankern, schafft die Stadt Köln mit „Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume. “ eine strategische Grundlage. Sie bündelt Kompetenzen, stärkt die Koordination innerhalb der Verwaltung und unterstützt dabei, die Themen unseres öffentlichen Raums zielgerichtet zu bearbeiten. Die neue Abteilung „Öffentlicher Raum“ im Stadtplanungsamt über- nimmt hierbei eine wichtige Rolle. Sie trägt dazu bei, dass fachliche Qualität, langfristige städtebauliche Ziele und gesellschaftliche Anforderungen zusammengeführt und zu tragfähigen Konzepten und Planungen entwickelt werden können. Diese Broschüre gibt Einblick in die Haltung, Aufgaben und Arbeits- weise von „Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume.“ . Denn nur im Schulterschluss aller Beteiligten entstehen Lösungen, die den Her- ausforderungen unserer Zeit gerecht werden und einen spürbaren Mehrwert für das Leben in unserer Stadt schaffen. Markus Greitemann Beigeordneter für Planen und Bauen 4 Botschaft Im Schulterschluss für den Öffentlichen Raum. Unsere Öffentlichen Räume sind viel mehr als nur Ver- kehrsflächen: Wie wir die Straßen, Plätze und Wege Kölns gestalten, entscheidet maßgeblich über die Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Hier konkretisiert sich, wie wir gute Antworten auf globale Trends und lokale Herausforderungen - wie die Gestaltung der Mobilität, die Herstellung der Barrierefreiheit, oder die Anpassung an das sich verändernde Klima - formulieren und diese in konkreten Maßnahmen umsetzen. Damit einhergehend sind auch die Anforderungen an bauli- che Umsetzungen in erheblichem Maße gestiegen, während unsere städtischen Flächen und Ressourcen begrenzt bleiben. Die sich uns stellenden Rahmenbedingungen machen ein gut koordiniertes Vorgehen aller Akteure unerlässlich. Auch ver- bindliche Standards sind dabei kein Selbstzweck – sondern das Fundament für ein einheitliches, hochwertiges Erscheinungsbild unserer Stadt. Daher begrüße ich sehr, dass im Stadtplanungsamt die neue Abtei- lung Öffentlicher Raum geschaffen wurde, welche insbesondere mit guten Standards und zielgerichteten Planungen mit uns gemeinsam dafür Sorge trägt, dass Projekte nicht nur qualitätsvoller, sondern vor allem ressourcenschonender und effizienter umsetzbar sind. Nur im Schulterschluss mit unseren Partner*innen können wir den sich uns stellenden Herausforderungen mit Entschlossenheit begegnen. Denn eine zukunftsfähige Entwicklung des öffentlichen Raums gelingt uns nur dann, wenn Planung und Umsetzung best- möglich ineinandergreifen. Ascan Egerer Beigeordneter für Mobilität 5 1. Köln.Gestaltet. Profil Der öffentliche Raum prägt das Leben in unserer Stadt maßgeblich. Er ist Ort des täglichen Lebens, der Begegnung und zugleich Raum in dem sich Wandel und Herausforderungen wie Mobilitätswende und Klimaschutz zeigen. Die Qualität des öffentlichen Raums beeinflusst das Erscheinungsbild ebenso wie das Zusammenleben in Köln. Um diesen Raum langfristig qualitätsvoll, gerecht und zukunftsfähig zu gestalten, braucht es klare Zuständigkeiten, verläss- liche Strukturen und eine gemeinsame Vorstellung davon, was guten öffentlichen Raum ausmacht. „Köln.Gestaltet. Öffent- liche Räume“ ist eine neue Einheit im Stadtplanungsamt, in welchem die dortigen Kompetenzen und Verantwortungen für den öffentlichen Raum hierzu gebündelt werden. Das Team der Abteilung „Öffentlicher Raum“ setzt sich aus erfahrenen Mitarbei- ter*innen zusammen, die seit vielen Jahren an bedeutsamen Stadträumen, Standards und Konzepten der Stadt Köln arbeiten – von stadtweit geltenden Standards bis in die konkreten Projekte vor Ort. Diese Erfahrung bildet unsere Grundlage für eine fachlich fundierte, praxisnahe und zugleich strategische Herangehensweise. Mit dem Ziel, Prozesse im öffentlichen Raum effizienter zu gestalten, unterstützt die in Folge eines Change-Prozesses im Stadt- planungsamt geschaffene Abteilung eine ressourcenorientierte Weiterentwicklung des Öffentlichen Raums in Köln. Unser Anspruch ist es, komplexe An- forderungen zu strukturieren, unterschied- liche Interessen zusammenzuführen und und effiziente Lösungen für die Planung und Gestaltung des öffentlichen Raums zu schaffen. Damit unterstützten wir eine qualitätsvolle Weiterentwicklung – als gemeinsame Aufgabe von Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft. 6 7 Wir tragen zu einem bedeutsamen und zukunftsfähigen Öffentlichen Raum in Köln bei. Abb. 1: Das Team verfügt über interdisziplinäre Expertise mit Schwerpunkten in Architektur, Stadtplanung und Freiraumplanung, Raumplanung und Urbanistik. 2. Wandel als Auftrag Vielfältige Dynamiken finden in unserem öffentlichen Raum buch- stäblich Stadt – vom Zentrum bis in die Stadtteile, von der interna- tionalen Zone bis in die Nachbarschaften. Der Wandel verlangt nach einer Gestaltung, die Ästhetik und Funktion, Ort und Mobilität, Kom- munikation und Kompetenz, Preis und Leistung frühzeitig zusam- menführt. Der öffentliche Raum ist längst nicht mehr nur Verkehrsfläche oder Aufenthaltsort, sondern ein zentraler Austragungsort gesellschaftlicher, ökologischer und städte- baulicher Veränderungen. Themen wie Klimaanpassung, Mobilitätswende, soziale Teilhabe und Nutzungsgerechtigkeit treffen hier unmittelbar aufeinander und müssen gleichzeitig berücksichtigt werden. Mit diesem Wandel gehen steigende und vielfältigere Anforderungen einher. Der Nutzungsdruck auf die öffentlichen Flächen nimmt zu, während zugleich die Erwartun- gen an Qualität, Gestaltung und Funktio- nalität wachsen. Öffentliche Räume sollen klimafest, barrierefrei, sicher, lebendig und wirtschaftlich nutzbar sein. Unterschiedliche Interessen von Anwoh- nenden, Gewerbetreibenden, Besuche- rinnen und Besuchern sowie weiteren Akteur*innen treffen dabei auf begrenzte Flächen und erfordern sorgfältige Ab- wägung, Beteiligung und Transparenz. Diese Veränderungen führen zu einer deutlich erhöhten Komplexität im Verwal- tungshandeln. Immer mehr Akteure sind beteiligt, fachliche Anforderungen werden anspruchsvoller und Abstimmungsprozesse umfangreicher. Entscheidungen im öffent- lichen Raum betreffen häufig mehrere Dezernate und Fachämter zugleich und ste- hen im öffentlichen und politischen Fokus. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an nachvollziehbare Verfahren, klare Kommu- nikation und verlässliche Ergebnisse. Diese sich permanent wandelnden Rahmenbedingungen stellen auch das städtische Handeln vor neue Aufgaben, um Reibungsverluste, Unsicherheiten und Missverständnisse zu vermeiden. Es bedarf klarer Zuständigkeiten und trans- parenter Prozesse, um die unterschied- lichen Anforderungen dauerhaft und unter gezieltem Einsatz begrenzter Ressourcen in Einklang zu bringen. 8 Abb. 2 & 3: Der Wandel verlangt nach einer Gestaltung, die Themen wie Barrierefreiheit, Klimawandel, Sicher- heit und Teilhabe bestmöglich mit einem gezielten Einsatz begrenzter Ressourcen in Einklang bringt. 9 2. Wandel als Auftrag Somit gilt es, den hoheitlichen Aufgaben der Stadt im Öffentlichen Raum gerecht zu werden und diesen fortwährend für die Allgemeinheit zugänglich und nutzbar zu machen. Dies beinhaltet insbesondere eine sozial- und klimagerechte sowie sichere und qualitätsvoll gestaltete bauliche Umwelt. Bündelt man also globale Trends, lokale Herausforderungen und hoheitliche Planungsaufgaben in Köln, so lassen sich folgende Aspekte festhalten, die es zu gestalten gilt: › Köln.Gestaltet.Wandel sozialgerecht, weil der Nutzungsdruck im öffentlichen Raum wächst und wir Orte schaffen müssen, die für alle Bürger*innen glei- chermaßen nutzbar und zugänglich sind. › Köln.Gestaltet.Wandel klimagerecht, weil Hitze, Starkregen und Versiegelung vor allem die Stadt treffen und wir Räume gestalten, die kühlen, schützen und aufnehmen. › Köln.Gestaltet.Wandel räumlich, weil wir eine angemessene Aufenthaltsqualtät in unserer gebauten Umwelt sicherstellen müssen. › Köln.Gestaltet.Wandel verkehrstech- nisch, weil Mobilität sich verändert, der Verkehr neu geordnet wird und Straßen wieder Raum für Bewegung, Aufenthalt und Sicherheit für alle bieten müssen. › Köln.Gestaltet.Wandel digital, weil Daten, Planungstools und digitale Services neue Wege eröffnen, Stadträume verständlich, zugänglich und gestaltbar zu machen. › Köln.Gestaltet.Wandel energetisch, weil urbane Räume künftig zugleich Lebens- raum und Energiesystem sind – und wir eine Gestaltung finden müssen, die auf unsere verfügbaren Ressourcen achtet. Vor diesem Hintergrund ist „Köln. Gestaltet. Öffentliche Räume.“ ein Beitrag, um passende Antworten auf die veränder- ten Anforderungen an den öffentlichen Raum. Die Strategie setzt genau dort an, wo sich die Herausforderungen bündeln, und unterstützt ein koordiniertes, transparentes und qualitätsvolles Verwaltungshandeln. Die Strategie versteht im Zuge der Heraus- forderungen und Aufgaben in unseren öffentlichen Räumen auch die Belange einer gendergerechten Stadtentwicklungs- politik als integralen Bestandteil einer fairen, inklusiven und sorgenden Stadtentwicklung. Sie bildet damit die Brücke zwischen den aktuellen Herausforderungen und einer zukunftsfähigen Gestaltung des öffentli- chen Raums in Köln. 10 Abb. 4: Vielfältige Dynamiken finden in unserem öffentlichen Raum buchstäblich Stadt – vom Zentrum bis in die Stadtteile. 11 Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume bildet die Brücke zwischen den aktuellen Herausforderungen und einer zukunftsfähigen Gestaltung des öffentlichen Raums in Köln. Wandel findet Stadt Köln.Gestaltet. Wandel sozialgerecht Köln.Gestaltet. Wandel klimagerecht Köln.Gestaltet. Wandel räumlich Köln.Gestaltet. Wandel verkehrs- technisch Köln.Gestaltet. Wandel digital Köln.Gestaltet. Wandel energetisch 2. Wandel als Auftrag 2.1. Köln.Gestaltet. Zusammenarbeit im öffentlichen Raum In den öffentlichen Räumen unserer Stadt bilden sich nicht nur die bedeutenden Themen des Wandels ab, sondern auch eine Vielzahl unterschiedlicher Ansprüche und Zuständigkeiten. In der folgenden Abbildung ist dahingehend beispielhaft illustriert, welche Themenbereiche unseres öffentlichen Raums bei welchen unter- schiedlichen federführenden Stellen ver- ankert sind. Mobilität: Straßen- und Radwegebau, Lichtsignalanlagen, Parkraumbewirt- schaftung, Stadtbahnstrecken, Bahn- und Bushaltestellen, Beschilderung, Stadtbeleuchtung, Möbilierung, Platzflächen Allgemeine Verwaltung & Ordnung: Temporäre Veranstaltungen/ Sonder- nutzungserlaubnis: u. a. Wochen- märkte, Veranstaltungen / Feste, Außengastronomie, Sicherheit und Kriminalprävention Grünflächen: Stadtgrün, Baumbestand, Straßenbegleitgrün, Spielplätze. 12 13 Planen & Bauen: Brunnenanlagen, Denkmalschutz / Historische Belange, Bauleitplanung, Gestaltungssatzungen Stadtentwicklung: Fördermittel- zugänge, Städtebauförderung Ver- und Entsorgung: Leitungsträger und Telekommunikation, Kanalsysteme, Wasserleitungen, Gas/Fernwärme Weitere Stakeholder: KVB, KEP-Dienst- leister (z.B. Post/DHL), Anlieger, Vereine, Einzelhandel, Feuerwehr, Polizei, Stadt- reinigung (AWB), Handwerk Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume: Entwicklung stadtweiter Standards, Koordination umsetzungsfähiger Konzepte und Planungen. 3. Köln.Gestaltet. Strategie Mit der Strategie „Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume“ wird ein Beitrag geleistet, um den Wandel im öffentlichen Raum aktiv zu gestalten. Die Strategie steht für eine integrierte Arbeitsweise, die klare Zuständigkeiten, dialogorientierte Prozesse und eine gemeinsame Haltung zur Qualität des öffentlichen Raums mit- einander verbindet. „Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume.“ ist dabei mehr als ein einzelnes Projekt oder ein Regelwerk. Es ist ein strategisches System, das unterschiedliche Themen, Maßstabsebenen und Akteure zusammen- führt und zugleich Raum für Weiterentwick- lung lässt. Die Strategie bündelt fachliche Kompetenz, in einer neuen Abteilung im Stadtplanungsamt , deren Auftrag es ist, komplexe Anforderungen und Zuständig- keiten in Einklang zu bringen um hierdurch effizienter und zielgerichteter gute Lösun- gen für die Öffentlichen Räume Kölns zu entwickeln. Das folgende Kapitel dient der Erläuterung der Aufgabenfelder und Arbeitsweise für die „Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume“ steht. › Köln.Gestaltet. Standards und Konzepte L eitlinien, Konzepte und Standards setzen den Rahmen für einen lebenswerten Stadtraum – verlässlich, qualitätsorientiert, stadtweit. › Köln.Gestaltet. Bedeutsame Stadträume V on temporärer Aufwertung bis zur langfristigen Umgestaltung bringen wir Projekte im Öffentlichen Raum zur Umsetzungsfähigkeit. › Köln.Gestaltet. Dialog Be teiligung, Kommunikation und Wissens- transfer – transparente Verfahren und ein gemeinsames Verständnis von Qualität. 14 Standards und Konzepte Bedeutsame Stadträume Dialog Köln. Gestaltet. Abb. 5: Die drei Aufgabenfelder der Strategie für gut gestalteten öffentlichen Raum in Köln. 15 Durch maßgeschneiderte Formate binden wir die Akteure vor Ort eng in die Prozesse ein und entwickeln gemeinsam Lösungen. Dialog Aufbauend auf Qualifizierungsverfahren erarbeiten wir mit externen Büros umsetzungsfähige Planungen in den Leistungsphase 1-3 für die Stadträume Kölns. Bedeutsame Stadträume Standards Wir entwickeln planerische Standards, die Qualitäten für den öffentlichen Raum der gesamten Stadt sichern. So sparen wir Ressourcen und stellen den Einbezug von Aspekten wie Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit oder Instandhaltung sicher. Konzepte Mit städtebaulichen Konzepten erstellen wir räumliche Zielbilder und Entwicklungsstrategien für Bereiche der Stadt, die sämtliche Anforderungen an den Raum bündeln und konkrete Maßnahmen definieren. Abb. 6: Visualisierung Zuständigkeiten & Aufgabenfelder Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume 3. Köln.Gestaltet. Strategie 16 3.1. Die Aufgabenfelder Köln.Gestaltet. Standards und Konzepte Standards & Konzepte dienen dazu, einer- seits eine s tadtweit einheitliche Qualität in der Umsetzung sicherzustellen und ande- rerseits, den planerischen Zielsetzungen Teilräume der Stadt zu konkretisieren. Themen wie Klimaanpassung, Mobilität, Barrier efreiheit und Nutzungsgerechtigkeit werden dabei integriert betrachtet und sys- tematisch in den Standards und Konzepten verankert. Ziel ist es Verlässlichkeit und Effizienz in Planung und Entscheidungs- findung zu stärken. Die folgenden Beispiele veranschaulichen, wie diese L eistungen im Stadtgebiet ange- wendet werden: › Das Gestaltungshandbuch (1120/2017) ha t verbindliche Qualitätsmaßstäbe und Gestaltungsprinzipien für Planung und Herstellung des Öffentlichen Raums im städtischen Handeln etabliert. Neue Standards werden durch Köln.Gestaltet. bedarfsabhängig und in enger Einbindung von Akteuren und Stadtgesellschaft in alleinstehenden Kapiteln erarbeitet, wie z.B. durch die Standards Außengastro- nomie (3408/2024) oder Bodenbeläge (3470/2024). Neue Standards sind somit v erbindlich anzuwenden und sichern eine konsistente, qualitätsvolle Gestaltung des öffentlichen Raums. › Mit dem Höhenentwicklungskonzept (3029/2024) werden klare Rahmen- bedingungen für die Höhenentwicklung in Köln definiert. Es ermöglicht eine nachvollziehbare Einordnung von Bau- vorhaben im städtebaulichen Kontext, setzt klare Höhenkategorien für die Stadt als Leitplanken und formuliert klare Pro- zessschritte für neue Vorhaben und ver- bessert so die städtische Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit. › Der städtebauliche Masterplan Köln (5681/2008) formuliert langfristige, r äumliche Entwicklungsziele für die Innere Stadt und dient als Orientierungsrahmen für hierin entstehende Planungen und Projekte. Er bündelt und integriert ins- besondere die verschiedenen fachlichen Anforderungen, die sich in den komplexen Teilräumen des Masterplans. Standards sichern eine konsistente Qualität im s tadtweiten öffentlichen Raum während Konzepte dazu dienen, die Entwicklungs- ziele für konkrete Räume zu konkretisieren. 17 Abb. 7: Weiterentwicklung des Gestaltungshandbuchs z.B. das Kapitel Boden- beläge Abb. 8: Städtebaulicher Masterplan Innenstadt, Stadt Köln Abb. 9: Entwicklung der verbindlichen Vorgaben und Standards für die Kölner Außengastronomie in den Köln.Gestaltet Studios 3. Köln.Gestaltet. Strategie | 3.1. Die Aufgabenfelder Köln.Gestaltet. Bedeutsame Stadträume Köln.Gestaltet. hat zum Ziel, überall in Köln bedeutsame S tadträume zu ermöglichen und liefert hierfür integrierte, umsetzungs- fähige Planungen. Im Mittelpunkt steht die Durchführung und Begleitung von Qualifi- zierungsverfahren für neue Vorhaben sowie die Erarbeitung der planerischen Leistungs- phasen 1-3 nach HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure). Wettbewerbe, Werkstattverfahren oder ander e dialogorientierte Formate werden hierbei durchgeführt, um höchste inhalt- liche Qualität und breite Abstimmung zu gewährleisten. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die weitere Planung und Realisierung. Die Leistungsphasen 1-3 beinhalten ins- besonder e die Analyse und Bewertung von Stadträumen, die Entwicklung von Leitbildern und Nutzungskonzepten sowie die Ausarbeitung konkreter räumlicher Entwürfe und Gestaltungsansätze. Dabei werden unterschiedliche Anforderungen – etwa aus Mobilität, Klima, Nutzung und Gestaltung – integriert und in tragfähige Lösungen übersetzt. Die folgenden Projekte veranschaulichen beispielha ft, wie diese Leistungen im Stadt- raum angewendet werden: › Die Planung für die Via Culturalis ver- bindet auf einer Strecke von 800m zwischen Dom und St. Maria im Kapitol über den öffentlichen Raum die vielen einzigartigen Kulturbausteine und macht so die rund 2.000 Jahre Stadtgeschichte für Kölner*innen und die Gäste der Stadt erlebbar. Für das Projekt Via Culturalis wurde im Rahmen des Bundesprogramms 18 „Nationale Projekte des Städtebaus“ Fördermittel eingeholt. Das Projekt Via Culturalis wurde im Rahmen des Bundes- programms „Nationale Projekte des Städtebaus“ bis 2025 gefördert. Hierdurch konnten konkrete Projekte wie der Kurt- Hackenberg-Platz, die neue Freitreppe an St. Maria im Kapitol (0930/2019) und die N eugestaltung der Gürzenichstraße realisiert werden. › Am Ebertplatz wird entsprechend des politischen Auftrags eine laufende Zwi- schennutzung (0744/2022) mit Platzpro- gramm koordiniert, während parallel die Planungen zur langfristigen Umgestaltung (1939/2020) erarbeitet werden. Aufgabe is t hier insbesondere die enge Einbindung der Akteure vor Ort und der Anwohner*in- nen und die Erarbeitung integrierter Lösungen für die künftige Gestaltung des Ebertplatzes. ›Im Herzen Kölns gelegen nimmt der W aidmarkt eine Sonderstellung sowohl in Geschichte als auch Entwicklung der Stadt ein. Seit dem tragischen Einsturz des His- torischen Archivs 2009 steht das Projekt sinnbildlich sowohl für Verlust als auch die Chance eines neuen Anfangs. Das Projekt Waidmarkt bündelt somit in Teilprojekten die städtische Zielsetzung, den Ausbau der Nord-Süd-Stadtbahn fertigzustellen, einen Kultur- und Erinnerungsort zu errichten und somit einen lebenswerten Stadtraum zu entwickeln. Hierfür koordinieren wir temporäre Gestaltungen ebenso wie die Entstehung einer langfristig umsetzbaren Planung für den Ort (0820/2025). Ziel ist es, umsetzungsfähige Lösungen für die E ntstehung bedeutsamer Stadträume zu entwickeln. 19 Abb. 10: Neugestaltung der Gürzenichstraße Abb. 11: Revitalisierung Neue Mitte Porz Abb. 12: Freitreppe an St. Maria im Kapitol, Via Culturalis Abb. 14: Aufwertung des Naumannplatzes in Köln- Riehl Abb. 16: Umgestaltung Liverpooler Platz in Köln-Chorweiler Abb. 13: Zwischennutzung am Ebertplatz Abb. 15: Eröffnung des Kurt-Hackenberg-Platzes Abb. 17: Künstlerische Intervention am Waidmarkt 20 3. Köln.Gestaltet. Strategie | 3.1. Die Aufgabenfelder Köln.Gestaltet. Dialog Mit dem Aufgabenfeld Dialog wird ver- ankert, dass Planungs- und Entwicklungs- prozesse im öffentlichen Raum transparent, nachvollziehbar und offen gestaltet werden. Die Abteilung entwickelt und organisiert geeignete Formate des Austauschs, der Beteiligung und der fachlichen Beratung. So wird die Grundlage für tragfähige Entscheidungen im Zusammenspiel von Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft geschaffen. Die Leistungen umfassen insbesondere die Konzeption und Durchführung dialogorien- tierter Verfahren und Beteiligungsformate, die Moderation von Abstimmungsprozes- sen sowie die fachliche Beratung zu Frage- stellungen des öffentlichen Raums. Konkret werden mit Formaten wie Studios, Workshops, Konsultationskreisen und Kon- ferenzen projektspezifische Dialogräume geschaffen, in denen fachliche Inhalte gemeinsam erarbeitet, diskutiert und quali- fiziert werden. Diese Formate ermöglichen eine gezielte Vertiefung komplexer Frage- stellungen und unterstützen die Entwick- lung abgestimmter Lösungen. Die folgenden Beispiele veranschaulichen, wie diese Leistungen umgesetzt werden: › Mit dem Format „Studio“ wurden Politik, Verwaltung, Interessensvertretungen und Stadtgesellschaft eng in die Erarbei- tung neuer Standards „Köln.Gestaltet. Außengastronomie“ (3408/2024) ein- gebunden. Durch einen transparenten und strukturierten Dialogprozess konnten unterschiedliche Anforderungen zusam- mengeführt und in eine abgestimmte Regelung überführt werden. › Die Lenkungsgruppe Masterplan (4568/2012) dient als kontinuierliches Austausch- und Beratungsformat für zentrale Projekte des öffentlichen Raums. Hier werden aktuelle Vorhaben vorgestellt, fachlich eingeordnet und gemeinsam mit Politik und externen Expert*innen diskutiert. › In einem Fachsymposium wurden die Ergebnisse des Höhenentwicklungs- konzepts (3029/2024) vorgestellt und von renommierten Expert*innen in Podiumsrunden diskutiert. Im Publikum waren Verwaltung, Politik, Baubranche und Stadtgesellschaft vertreten. Ziel ist es, durch ein dialogorientiertes Vorgehen und enge Einbindung Erarbei- tungsprozesse, belastbare Planungs- und Entscheidungsgrundlage zu schaffen, die gleichwohl gut nachvollziehbar in die Stadt- gesellschaft vermittelt werden können. 21 Abb. 18: Podiumsdiskussion im Rahmen des 2. Fachsymposiums zum Höhenentwicklungskonzept Abb. 19: Via Culturalis Forum 2023 Abb. 20: Entwicklung der verbindlichen Vorgaben und Standards für die Kölner Außengastronomie 3. Köln.Gestaltet. Strategie 22 3.2. Unsere Arbeitsweise und Leistungsspektrum Die Strategie „Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume. “ definiert nicht nur, was bearbeitet wird, sondern auch, wie gearbeitet wird. Zentrales Anliegen ist es, aus klaren Auf- trägen nachvollziehbare und anwendbare Ergebnisse zu entwickeln. Beauftragung und Einordnung Zielgerichtete Aufträge entstehen auf unterschiedlichen Wegen – etwa durch politische Beschlüsse oder verwaltungs- interne Handlungsbedarfe. Arbeitsaufträge innerhalb unseres Aufgabenspektrums ordnen wir ein und formulieren zielgerich- tete Prozesse und festigen diese durch politische Beschlüsse. Hierbei bildet u. A. die Einordnung in städtische Arbeitspro- gramme und ein Monitoring mitsamt Prio- risierung über die Projektliste Öffentlicher Raum (1693/2024), die Grundlage für ein passgenaues Vorgehen. Erarbeitung im integrierten Prozess Die Bearbeitung erfolgt zielgerichtet und dialogorientiert. Je nach Thema werden Politik, Fachämter, Interessengruppen und Stadtgesellschaft eng in die Erarbeitung eingebunden. Unterschiedliche Perspekti- ven werden frühzeitig zusammengeführt, Ziele gemeinsam geschärft und Lösungs- räume ausgelotet. Klare Prozessschritte, dokumentierte Zwischenergebnisse und zugängliche Kommunikation sorgen dafür, dass Entscheidungen nachvollziehbar bleiben. Ergebnisse mit Wirkung Am Ende stehen konkrete, anwendbare Ergebnisse: verbindliche Standards, umsetzungsfähige Konzepte, strategische Leitlinien oder fundierte fachliche Stel- lungnahmen. Diese Ergebnisse sind so aufbereitet, dass sie im Verwaltungsalltag genutzt werden können und gleicherweise Orientierung für Politik und Stadtgesell- schaft bieten. So entsteht ein konsistentes Leistungs- spektrum, das von der strategischen Grundsatzarbeit über konkrete Projekte bis hin zur qualitätssichernden Beratung reicht. „Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume. “ macht damit sichtbar, wofür die Abteilung zuständig ist, wie Themen bearbeitet wer- den und welchen Beitrag sie zur Entwick- lung des öffentlichen Raums in Köln leistet. 23 Zielgerichtete Aufträge Beauftragung durch politischen Beschluss oder verwaltungsinternen Auftrag im Rahmen der Aufgabenfelder. Einordnung Arbeitsprogramm Einordnung & Priorisierung in die städtischen Arbeitsprogramme. Start der Erarbeitung durch einleitenden Beschluss. Erarbeitungsprozess Erarbeitung des Auftrags im dialogorientierten Prozess. Erstellung eines Endprodukts und Einreichung als Beschlussvorlage. Ergebnis mit Wirkung Beschlossene Ergebnisse werden als städtischer Standard im öffentlichen Raum angewandt bzw. konkrete Planungen werden in die Umsetzung überführt. Zentrales Anliegen ist es, aus klaren Aufträgen nachvollziehbare und anwendbare Ergebnisse zu entwickeln. 4. Was gewinnt die Stadt? Mit „Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume“ etabliert die Stadt Köln eine neue Abteilung im Stadtplanungsamt, die sich gezielt Themen des öffentlichen Raums widmet. Diese hat nicht nur eine gestalterische Kompetenz, sondern übernimmt dabei eine koordinierende Rolle und unterstützt, unterschiedliche Zuständigkeiten, Interessen und Anfor- derungen effizient im städtischen Handeln zusammenzuführen. Die Abteilung bündelt Kompetenzen in klar definierten Aufgabenfeldern – von der Entwicklung stadtweiter Standards und Konzepte über die Planung bedeut- samer Stadträume bis hin zur Gestaltung von Dialog- und Beteiligungsprozessen. Ziel ist es, Planungs- und Entwicklungs- prozesse im öffentlichen Raum besser zu strukturieren und effizienter zu gestalten. „Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume“ ermöglicht es, Themen frühzeitig einzuord- nen, betroffene Akteure direkt einzubinden und unterschiedliche fachliche Perspek- tiven zusammenzuführen. So können zielgerichtete Aufträge in ressourcenge- rechte Prozesse und Planungen für unsere Öffentlichen Räume zu übersetzt werden. Die Abteilung „Öffentlicher Raum“ ver- steht sich dabei als verbindendes Element innerhalb der Verwaltung sowie im Zusam- menspiel mit Politik und Stadtgesellschaft. Sie unterstützt, gemeinsame Ziele zu klä- ren, Prozesse abzustimmen und Projekte im Rahmen der jeweiligen Zuständigkeiten koordiniert voranzubringen. Damit stärkt sie in enger Zusammenarbeit mit den ausführenden Fachstellen und Akteuren die zielgerichtete Erarbeitung neuer Standards und Konzepte und damit der Entstehung bedeutsamer Stadträume in Köln. Die vorliegende Broschüre zeigt, welchen Beitrag „Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume“ zur positiven Gestaltung unseres Öffentlichen Raums leisten kann. Eine zukunftsfähige Entwicklung dessen bleibt jedoch eine Aufgabe, die nur im gemein- samen Zusammenwirken von Politik, Ver- waltung und Stadtgesellschaft erfolgreich gestaltet werden kann. 24 Abb. 21: Brunneneröffnung Ebertplatz Abb. 22: Künstlerische Intervention zur Einweihung der neu gestalteten Freitreppe an St. Maria im Kapitol 25 https:/ /www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/ stadtentwicklung-stadtplanung/oeffentlicher-raum Stadtplanungsamt Abteilung Öffentlicher Raum 615-oeffentlicher-raum@stadt-koeln.de Gestaltung Urban Media Project GmbH & Co. KG Bildnachweis Titelgrafik – Urban Media Project Porträt Markus Greitemann & Ascan Egerer – Andreas Dobslaff Abb.1,4,5,7,9, 19, 20, 22 – Urban Media Project Abb. 2, 3 – Costa Belibasakis Abb. 8 – Unternehmer für die Region e. V. / Albert Speer & Partner GmbH Abb. 10 – Senta-Claire Verroul Abb. 11 – modernestadt Abb. 12 – Martin Gaissert Abb. 13 – Helle Habenicht Abb. 14 – Stadt Köln Abb. 15 – Stadt Köln, Almuth Elhardt Abb. 16 – Ulrich Kaifer Abb. 17 – Observatorium Rotterdam Abb. 18 – Sabine Große-Wortmann Abb. 21 – Astrid Piethahn 13-615/Stadtplanungsamt/1. Auflage/April.2026
Mitteilung Ausschuss
8200 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VI/61/615 Vorlagen-Nummer 0047/2026 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 04.05.2026 Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit 07.05.2026 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 07.05.2026 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 07.05.2026 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 07.05.2026 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 11.05.2026 Gestaltungsbeirat 19.05.2026 Mobilitätsausschuss 16.06.2026 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 18.06.2026 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 18.06.2026 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 22.06.2026 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 22.06.2026 Bezirksvertretung 7 (Porz) 23.06.2026 Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume - Strategie zur Entwicklung des Öffentlichen Raums. Anlass Der öffentliche Raum der Stadt Köln steht vor wachsenden Herausforderungen. Themen wie Mobilitätswende, Klimaanpassung und Barrierefreiheit erhöhen den Druck auf die begrenzten Flächen der Stadt. Zugleich treffen vielfältige und teilweise konkurrierende Nutzungsansprüche aufeinander. Planung, Gestaltung und Steuerung des öffentlichen Raums werden dadurch zu- nehmend komplexer. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, braucht es klare Zuständigkeiten, effiziente Pro- zesse und ein gemeinsames Verständnis für die Entwicklung unserer Öffentlichen Räume. Dies erfordert ebenso Anpassungen im städtischen Handeln und in den zugrunde liegenden Verwal- tungsstrukturen. 2 Um die Entwicklung des öffentlichen Raums stärker zu strukturieren, organisatorisch zu veran- kern und effizientereLösungen zu unterstützen, legt das Stadtplanungsamt die Strategie „Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume.“ vor. Mit der vorliegenden Mitteilung wird die Strategie, die im Detail anhand der beiliegenden Bro- schüre (Anlage 1) nachvollzogen werden kann, in Kürze dargestellt. Die Strategie „Köln.Gestaltet.Öffentliche Räume“ Mit „Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume.“ schafft das Stadtplanungsamt eine neue organisatori- sche und fachliche Struktur zur Koordination von Prozessen und Schnittstellen im öffentlichen Raum. Die Strategie umfasst die neu geschaffene Abteilung „Öffentlicher Raum“, drei klar defi- nierte Aufgabenfelder sowie eine Arbeitsweise, die auf Transparenz und eine abgestimmte, di- alogorientierte Bearbeitung ausgerichtet ist. Abteilung Öffentlicher Raum Das Fundament der Strategie ist die neu gegründete Abteilung „Öffentlicher Raum“ im Stadt- planungsamt. Die Abteilung besteht aus erfahrenen Mitarbeiter*innen, die seit vielen Jahren an bedeutsamen Stadträumen, strategischen Konzepten und dem städtischen Dialog zum Öffent- lichen Raum arbeiten. An der Schnittstelle unterschiedlicher Zuständigkeiten und Anforderun- gen übernimmt die Abteilung eine koordinierende und strukturierende Funktion in der Bearbei- tung von Themen des öffentlichen Raums. Aufgabenfelder Die Abteilung hinter „Köln.Gestaltet.Öffentliche Räume“ erarbeitet in in den folgenden drei Handlungsfeldern anwendbare und umsetzungsfähige Ergebnisse für den Öffentlichen Raum: Standards & Konzepte: Standards & Konzepte dienen dazu eine stadtweit einheitliche Qualität und Effizienz in der Herstellung des öffentlichen Raums zu und andererseits, pla- nerische Zielsetzungen für Teilräume der Stadt zu konkretisieren.Von städtebaulichen Konzepten wie dem städtebaulichen Masterplan für die Innere Stadt (5681/2008) oder dem Höhenentwicklungskonzept (3029/2024) bis hin zu verbindlichen Standards wie dem Gestaltungshandbuch (1120/2017) entstehen fachliche Grundlagen, die Orientierung für Einzelvorhaben und verbindliche Maßstäbe für die bauliche Umsetzung setzen. Dies spart Planungsressourcen und sorgt gleichermaßen für eine konsistente Qualität im Stadtraum. Daneben ermöglicht es, Themen wie Klimaanpassung oder Barrierefreiheit im Öffentlichen Raum systematisch zu verankern. Bedeutsame Stadträume: Köln.Gestaltet. hat zum Ziel, überall in Köln bedeutsame Stadt- räume zu ermöglichen und erarbeitetet hierfür umsetzungsfähige Planungen. Im Fokus steht dabei die Erarbeitung der planerischen Leistungsphasen 1–3 und Durchführung von Qualifizierungsverfahren für Vorhaben. Die Umsetzung selbst erfolgt durch die jeweils zu- ständigen Fachämter im Rahmen der verfügbaren Ressourcen. Von der Via Culturalis (0930/2019) über die Neue Mitte Porz (3060/2025) bis hin zu Quartiersplätzen wie dem Naumannplatz (0293/2022) werden Planungen entwickelt, die zur Entstehung bedeutsa- mer Stadträume beitragen. Dialog: Mit dem Aufgabenfeld Dialog wird verankert, dass Planungs- und Entwicklungspro- zesse im öffentlichen Raum transparent, nachvollziehbar und offen gestaltet werden. So wird die Grundlage für tragfähige Entscheidungen im Zusammenspiel von Politik, Verwal- tung und Stadtgesellschaft geschaffen. In Gremien wie der Lenkungsgruppe zum städte- baulichen Masterplan Innenstadt (4568/2012) oder projektspezifischen Formaten werden unterschiedliche Perspektiven und Zuständigkeiten zusammengeführt, um gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Darüber hinaus werden Beratungsleistungen, etwa in der An- wendung städtischer Standards oder zu konkreten Maßnahmen im öffentlichen Raum, an- geboten. Die Strategie „Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume.“ beschreibt, wie aus konkreten Aufträgen um- setzbare und anwendbare Ergebnisse entstehen. Aufträge ergeben sich aus politischen Be- 3 schlüssen oder verwaltungsinternen Bedarfen, werden unter anderem über die Projektliste Öf- fentlicher Raum (1693/2024) eingeordnet. Denn hierüber wird transparent und steuerbar, wie die Umsetzung von Planungen gesamtstädtisch priorisiert wird. Die Bearbeitung erfolgt integriert und dialogorientiert unter Einbindung relevanter Akteurinnen und Akteure. So werden unterschiedliche Anforderungen frühzeitig zusammengeführt und trag- fähige Lösungen entwickelt. Im Ergebnis entstehen verbindliche Standards, umsetzungsfähige Konzepte und fundierte Entscheidungsgrundlagen. Diese sind so aufbereitet, dass sie im Verwaltungshandeln wirk- sam angewendet werden können und Orientierung für Politik und Stadtgesellschaft bieten. Fazit Mit „Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume.“ stärkt die Stadt Köln ihre Fähigkeit, bedeutsame Stadt- räume sowie Konzepte und Standards dialogorientiert, koordiniert und zukunftsfähig weiterzu- entwickeln. Die Strategie bündelt Kompetenzen im Stadtplanungsamt und unterstützt eine effizientere Or- ganisation städtischer Aufgaben im öffentlichen Raum. Die Abteilung „Öffentlicher Raum“ ver- steht sich dabei als verbindendes Element innerhalb der Verwaltung sowie im Zusammenspiel mit Politik und Stadtgesellschaft. Sie trägt dazu bei, gemeinsame Ziele zu klären, Prozesse abzustimmen und Projekte koordiniert voranzubringen. Die vorliegende Mitteilung zeigt auf, wie "Köln.Gestaltet. Öffentliche Räume" einen Beitrag zu den Herausforderungen im öffentlichen Raum der Stadt liefern will. Denn die Entwicklung un- seres Öffentlichen Raums ist eine Aufgabe, die nur in Gemeinschaft von Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft getragen und umgesetzt werden kann. Ausblick Neben projektspezifischen Vorlagen sind für das Jahr 2026 in den Aufgabenfeldern Beschluss- vorlagen im Rahmen von „Köln.Gestaltet.Öffentliche Räume“ geplant: Aktualisierung Gestaltungshandbuch: Hiermit wird die Methodik zur Erarbeitung von Stan- dards für die Gestaltung des öffentlichen Raums in Köln vorgestellt, mit der bereits das „Köln.Gestaltet. Außengastronomie“ erarbeitet wurde. Projekte im Öffentlichen Raum: Hiermit wird ein Informations- und Entscheidungsinstrument als Projektliste vorgelegt, welches konkrete Projekte und Maßnahmen im Öffentlichen Raum priorisiert und transparenten Einblick in das städtische Handeln gibt. Lenkungsgruppe Städtebaulicher Masterplan Innenstadt: Hiermit wird das etablierte Gre- mium als Dialogformat zur gemeinsamen Diskussion und Arbeit an Themen des öffentlichen Raums für Politik, Verwaltung und externen Expert*innen weiterentwickelt. Die genannten Vorlagen sind Bausteine, um die im Rahmen dieser Mitteilung dargestellte Stra- tegie zukzessive zu verfestigen und das städtische Handeln im öffentlichen Raum fortzuentwi- ckeln. Gez. Greitemann
Beratungsverlauf (14)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: verwiesen in nachfolgende Gremien (ohne Rücklauf)
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: vertagt
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0047/2026
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 21.04.2026
- Erstellt
- 07.01.2026 15:28