Mandari Insight

V/0839/2014

Bericht zum Unwetter am 28.07.2014

Vorlagen 05.11.2014

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Berichtsvorlage

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V_839_2014_Anlage7

1953 Zeichen

Anlage 7 zur Vorlage V/0839/2014 
 
Bisherige Finanzierungen von Kitas und Eltern-Kind-Gruppen aus städtischen 
Mitteln/Spenden (Stand 20.08.2014)  
 
 
1. Diese Kitas von Elterninitiativen erhalten einen Finanzzuschuss in folgender Höhe: 
 
• Elterninitiative „Die Krokodile“, 
Carl-Neuendorff-Weg 17-21, Schaden i.H.v. 35.000,00  € 
abzüglich Zuschuss BV-West (erwartet) i.H.v.  20.000,00 € = 15.000,00 €  
• Elterninitiative „Grünhaus“, 
Grevener Straße 403, (Kinderhaus)    = 20.000,00 €   
• Elterninitiative „Die Glühwürmchen“, 
Grevener Straße 403, (Kinderhaus)    = 45.000,00 €  
• Elterninitiative „Die Minis“, 
Coermühle 9, (Sprakel)      =   7.000,00 €  
• Als Sonderfall erhält die Outlaw-Kita „Kinderbacht al“, 
Idenbrockplatz, (Kinderhaus) aufgrund der besonderen 
Schwere der Schäden einen Zuschuss i.H.v.  40.000,0 0 € 
abzüglich Zuschuss BV-Nord (erwartet) i.H.v. 10.000 ,00 € = 30.000,00 €  
 
städtischer Gesamtzuschuss ohne BV-Mittel         =       117.000,00 € 
 
2. Spendenmittel verausgabt/Weiterleitung von Spenden 
 
• Elterninitiative Grünhaus       10.000,00 € 
      FC Bayern München 
3. Offene Anträge/eventuelle Spendenhilfe 
 
• Eltern-Kind-Gruppe Nord                  3.000,00 € 
• Heinrich-Piepmeyer-Haus, Schaden 13.200,00 € 
Vorschlag: Finanzierung aus Mitteln Unwetterhilfe Münster    5.000,00 € 
• Großtagespflege Breul, Schaden 2.400,00 € 
Vorschlag: Finanzierung aus Mitteln Unwetterhilfe Münster    2.400,00 € 
• Eltern-Kind-Gruppen Dickmadame und Zappelmann    3.000,00 € 
    Kleine Riesen      3.000,00 € 
    Kotenbeis       3.000,00 € 
    Knirpse       3.000,00 € 
Vorschlag: Alle Finanzierungen aus Mitteln Unwetterhilfe Münster 
 
•         Gesamt: 22.400,00 € 
 
 
Die Kosten werden über Verwendungsnachweise abgerec hnet. Eine Vorort Inaugen- 
scheinnahme des Schadens wurde vorgenommen.  
 
Für den Schaden des Wuddi in Höhe von 197.000 € ist  eine private Spende in Höhe von 
100.000 € eingegangen.

V_839_2014_Anlage3

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Anlage 3  zur Vorlage V/0839/2014 
Stromausfälle

V_839_2014_Anlage2

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Anlage 2 zur Vorlage V/0839/2014 
Einsätze der Feuerwehr

V_839_2014_Anlage4

178 Zeichen

Anlage 4 zur Vorlage V/0839/2014 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
24stündige Niederschlagssummenkarte von Montag, 28. 07.2014, 8 Uhr bis Dienstag, 
29.07.2014, 8 Uhr MESZ , Quelle MeteoGroup

Berichtsvorlage

129764 Zeichen

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DER OBERBÜRGERMEISTER 
Dezernate OB, I, II, III, IV, V 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Bericht zum Unwetter am 28.07.2014 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
13.11.2014 Bezirksvertretung Münster-West Bericht 
13.11.2014 Bezirksvertretung Münster-Ost Bericht 
13.11.2014 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Bericht 
18.11.2014 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 
18.11.2014 Bezirksvertretung Münster-Südost Bericht 
19.11.2014 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht 
19.11.2014 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 
20.11.2014 Sportausschuss Bericht 
20.11.2014 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und 
 Arbeitsförderung Bericht 
25.11.2014 Ausschuss für Liegenschaften, Wirtschaft und strategisches 
 Flächenmanagement Bericht 
26.11.2014 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Bericht 
26.11.2014 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Bericht 
27.11.2014 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und 
 E-Government Bericht 
02.12.2014 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Bericht 
02.12.2014 Bezirksvertretung Münster-Mitte Bericht 
03.12.2014 Haupt- und Finanzausschuss Bericht 
10.12.2014 Rat Bericht 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0839/2014 
Auskunft erteilt: 
Herr Heuer 
Ruf: 
492-7010 
E-Mail: 
wolfgang.heuer@stadt-muenster.de 
Datum: 
05.11.2014 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
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Bericht: 
 
1. Einleitung 
2. Ereignis 
3. Auswirkungen 
4. Maßnahmen 
 Gefahrenabwehr 
 Einsatzleitung 
 Überörtliche Einsatzkräfte 
 Krisenstab 
 Entwässerung/ Kanalisation 
 Grünflächen, Wege und Gewässer 
     Abfallentsorgung 
 Stromversorgung/Stadtwerke Münster 
 Information der Bevölkerung und Medienarbeit 
5. Unterstützungsleistungen 
 Finanzielle Soforthilfe 
 Trocknungsgeräte 
 Versorgung mit Wohnraum 
     Gesundheitsschutz 
 Facebook-Hilfegruppen 
 Finanzielle Spenden 
6. Schadensbilanz 
 Städtische Gebäude 
 Abfallwirtschaft 
 Entwässerung/ Kanalisation 
 Grünflächen 
 Stadtwerke Münster  
 Sportanlagen 
 Städtisches Personal 
 IT-Dienstleistungen 
 Finanzielle Folgen für die Stadt Münster  
7. Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen 
 Kapazität der Notrufabfrage 
 Infrastruktur des Katastrophenschutzes 
 Information für Bürgerschaft und Mediennutzung 
 Klimaanpassungskonzept 
 Hochwasserrisiko-Management 
 Entwässerungssystem 
 Telefonzentrale 
8. Schluss 
 
 
Anlagen

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1. Einleitung 
 
Nach dem Orkan „Kyrill“ im Januar 2007, den extremen Witterungsverhältnissen im Wi n-
ter 2010/11 und dem Pfingststurm „Ela“ in diesem Jahr, hat mit dem extremen Starkr e-
gen am 28. Juli 2014 binnen kurzer Zeit ein weiteres Unwetterereignis das münstersche 
Stadtgebiet ereilt, das in den Schadensdimensionen allerdings weit über den zuvor G e-
nannten einzuordnen ist.  Am Abend des 28. Juli hat es in Münster das seit Beginn der 
Wetteraufzeichnungen im Jahre 1891  eines der stärksten, je in Deutschland g emesse-
nen Regenereignisse gegeben: An einer Mess-Stelle wurde der Rekordwert von 292 l/m² 
innerhalb von sieben Stunden gemeldet  (siehe Anlage 1) . Die gemessene Niede r-
schlagsmenge ist damit fast viermal so hoch wie der langjährige Mittelwert für den g e-
samten Monat Juli (76 l/m²). 
  
Das somit auch im deutschlandweiten Vergleich sehr ungewöhnliche Unwetter hat in un-
serer Stadt zwei Menschenleben gekostet und privates Eigentum sowie öffentliche Infr a-
struktur in außerordentlichem Maße geschädigt: Der Ausnahmezus tand  am Abend des 
28. Juli und der folgenden Nacht verursachte großflächige Zerstörungen und Verwüstun-
gen in nahezu allen Stadtteilen  Münsters. Tausende vollgelaufene Keller, hunderte u n-
bewohnbare Wohnungen und Häuser,  24.000 Haushalte ohne Strom,  fassungslose 
Menschen, die ihr Hab und Gut verloren haben und  zum Teil wohnungslos geworden 
sind. 
  
Dass aus dieser schockierenden Situation kein Chaos entstanden ist, ist in besonderem 
Maße den unmittelbar eingeleiteten Maßnahmen der Gefahrenabwehr und der Hilfe leis-
tung zu verdanken . In vielen Bereichen der Stadt Münster  und darüber hinaus haben 
Einsatzkräfte, Mitarbeiter/innen unterschiedlicher Behörden und Einrichtungen sowie 
Freiwillige tagelang und oft bis an die Grenzen der Belastbarkeit gegen die Folgen des  
Unwetters gearbeitet - obwohl viele von ihnen zu Hause auch selbst von den Folgen des 
Unwetters betroffen waren. In der Nachbetrachtung haben die für extreme Gefahrensit u-
ationen vorgesehenen Abwehrmechanismen in unserer Stadt – und darüber hinaus - 
sehr gut funktioniert. Zudem wurde durch das Engagement von freiwilligen, nicht an O r-
ganisationen gebundenen Helfer/innen, die sich zum großen Teil über das Internet org a-
nisiert haben, ein weiterer und so nicht zu erwartender wichtiger Beitrag zur Hilfe und zur 
Begrenzung der Schäden geleistet.  
 
Für den hervorragenden Einsatz und die Vielfalt der schnell  geleisteten Hilfe hat die 
Stadt Münster mit dem Oberbürgermeister an der Spitze allen Beteiligten auf unte r-
schiedlichem Wege Dank ausgesprochen: Ein von der Stadt am 7. September 2014 aus-
gerichtetes Helferfest auf dem Prinzipalmarkt richtete sich an alle Helferinnen und Helfer, 
wobei der Fokus insbesondere auch auf der großen Zahl nicht Organisierter lag, die ent-
weder in einer besonderen Form der Nachbarschaftshilfe oder initiiert durch Aktionen wie 
„Regen in Münster“  einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung der Folgen des Unwe t-
ters geleistet haben. 
 
Der vorliegende Bericht soll nunmehr mit einem gewissen zeitlichen Abstand noch ei n-
mal das Geschehen des 28. Juli  und der Wochen danach darstellen, die wesentlichen 
Handlungsfelder der Gefahrenabwehr und der Hilfeleistung aufzeigen, eine Schadensb i-
lanz darlegen und nicht zuletzt Handlungsempfehlungen skizzieren, die möglicherweise 
für zukünftige Gefahrenlagen vorbeug ende Wirkung haben. Die Darstellungen beruhen 
zum größten Teil auf Textbeiträgen der verschiedenen städtischen Ämter und Einric h-

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tungen; sie können in einigen Bereichen allerdings nur einen vorläufigen Stand wieder 
geben.   
 
An unterschiedlicher Stelle in d ieser Berichtsvorlage finden sich Hinweise zu notwend i-
gen finanziellen oder personellen Ressourcen, um auf die Folgen des Unwetters zu re a-
gieren. Entscheidungen hierzu müssen an anderer Stelle – im Rahmen der Haushaltsbe-
ratungen – getroffen werden. Grundsä tzlich sollte klar sein: S icherheit ohne Aufwand ist 
nicht zu haben und das Bewusstsein für die Verletzlic hkeit unserer Lebensweise ist seit 
dem 28. Juli 2014 auch in Münster größer geworden. 
 
 
 
2. Ereignis 
 
Am 28. Juli 2014 wurde die Stadt Münster von ein em Extremwetterereignis getroffen, 
dessen Ausprägung insbesondere aus einem lang anhaltenden Starkregen bestand, der 
in einigen Stadtteilen anfänglich durch einen orkanartigen Wind begleitet wurde. 
 
Mit Niederschlägen von 292 l/qm im Zeitraum zwischen 17.0 0 Uhr und 24.00 Uhr  (regis-
triert auf der Hauptkläranlage) , bei einem Maximum von 220 l/qm innerhalb eines Zei t-
raumes von nur 1,5 Stunden (19.45 Uhr bis 21.20 Uhr), gehört das Unwetter vom 
28.07.2014 in Münster zu den extremsten, seit Beginn der Wetteraufze ichnung im Jahre 
1891 registrierten Regenereignissen in Deutschland. 
 
Etwa gegen 15.00 Uhr wurde das Stadtgebiet von Südosten her von einer ersten Rege n-
front erreicht, die in nordwestlicher Richtung über das Stadtgebiet zog. Begleitet wurde 
die Regenfront von zum Teil heftigen Windböen, die etwa gegen 16.00 Uhr im Bereich 
der Stadtmitte (Aasee) die Heftigkeit einer Windhose bzw. eines Tornados annahmen. 
Nach einer kurzen Wetterberuhigung gegen 17.00 Uhr (bezogen auf die Stadtmitte) bi l-
deten sich nachfolgend kontinuierlich neue, sehr heftige Regen - bzw. Gewitterzellen un-
mittelbar östlich des Stadtgebietes und zogen dann ebenfalls in nordwestlicher Richtung 
über das Stadtgebiet. Extreme Niederschlagsmengen trafen dabei gegen 19.00 Uhr die 
östlichen Stadtgebiet e (Mauritz) und gegen 20.00 Uhr den Norden der Stadt (Kinde r-
haus). 
 
Die unwetterartigen Niederschläge endeten etwa gegen 24.00 Uhr. Betroffen war nahezu 
das gesamte Stadtgebiet. Ausgenommen von den extremen Auswirkungen war ledi glich 
der äußerste Westen de s Stadtgebietes (Roxel).  Neben dem Gebiet der Stadt Münster 
war insbesondere auch die Stadt Greven im Kreis Steinfurt von dem gleichen Unwetter 
extrem betroffen. 
 
 
 
3. Auswirkungen  
Die extrem hohen Windgeschwindigkeiten in der Anfangsphase des Unwetters habe n zu 
massiven Schäden am Baumbestand geführt. Teilweise stürzten Bäume oder große Äste 
auf Fahrzeuge, in denen sich auch Personen aufhielten. An der Himmelreichallee im B e-
reich des Aasees durchschlug ein schwerer Ast die Windschutzscheibe eines parkenden 
PKW, wobei eine weibliche Person im Fahrzeug sehr schwer verletzt wurde. Im Bereich 
der Sentruper Straße begrub ein umstürzender Baum einen PKW unter sich, in dem sich

5 
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eine Familie befand. Hier wurden glücklicherweise keine Personen verletzt.  Durch um-
stürzende Bäume und herabfallende Äste wurden zahlreiche Straßen,  insbesondere 
im Bereich Aasee, Schlossplatz und nördlicher Ring blockiert, wodurch auch der Verkehr 
streckenweise zum Stillstand kam. 
 
Die extrem intensiven Niederschläge führten im gesamten Stad tgebiet nahezu fläche n-
deckend zu Überflutungen, die weder von der Kanalisation, noch von den Vorflutern au f-
genommen werden konnten. Als Folge wurden zahlreiche Keller sowie tieferliegende G e-
ländeflächen überflutet. Auf den Straßen wurden an vielen Stellen des Stadtgebietes  
auch die Bordsteine überspült, so dass das Wasser auch die Erdgeschosse bzw. Ke l-
lereinläufe der Gebäude erreichte. Bei einigen Gebäuden in Geländesenken wurden 
auch die Erdg eschossbereiche geflutet. Besondere Gefahrensituationen und Schäd en 
entstanden in Tiefparterre- bzw. Kellerbereichen. 
Insbesondere in der zweiten Welle des Starkregens (ab ca. 19.45 Uhr) stieg das Wasser 
so schnell an, dass in verschiedenen Gebäuden, insbesondere im Bereich von Soute r-
rainwohnungen, Personen vom Wasser e ingeschlossen wurden, da sie Zimmer - bzw. 
Wohnungstüren gegen den Wasserdruck nicht mehr öffnen konnten. In vielen dieser Fä l-
le reichte die Hilfe von beherzten Angehörigen bzw. Nachbarn, um die Notsituation zu 
beseitigen, in einigen Fällen konnten die Pers onen jedoch erst durch Einsatzkräfte in S i-
cherheit gebracht werden. Insgesamt konnten so acht Personen gerettet werden. 
In einigen Fällen gerieten auch Fußgänger und Fahrradfahrer in Gefahr, als sie die in 
Münster zahlreich vorhandenen Unterführungen trotz  Überflutung noch nutzen wollten. 
Vereinzelt konnten sie sich nur noch schwimmend retten. 
 
Als Folge des Unwetters haben zwei Personen ihr Leben verloren. In einem Fall wurde 
eine ältere männliche Person im Keller eines Wohnhauses in Kinderhaus vermutlich auf-
grund eines plötzlich geborstenen Kellerfensters von den hereinbrechenden  Wasser-
massen erfasst. Dem Mann gelang es nicht, sich selbst in Sicherheit zu bringen. Ta ucher 
der Feuerwehr konnten den Mann am späten Abend des 28.07.2014 nur noch tot be r-
gen. In einem zweiten Fall wurde  am Vormittag des 29.07.2014 auf der Grenze zwischen 
Nienberge und Kinderhaus ein  von der Fahrbahn gespülter Pkw gefunden, in dem sich 
noch eine ältere männliche Person befand, bei der ebenfalls nur noch der Tod festg e-
stellt werden konnte. 
 
Im Bereich des städtischen Baumbestandes wurden ca. 450 Bäume geschädigt. 250 d a-
von mussten gefällt werden, da von ihnen eine potentielle Gefahr ausging. Teilweise lag 
die Ursache in dem durch die massiven Niederschläge extrem aufgeweichten Unte r-
grund, der den Bäumen nicht mehr den erforderlichen Halt bieten konnte. Durch die 
Überflutung insbesondere zahlreicher Kellerräume wurden zahlreiche Heizöllagerstätten 
beschädigt. Teilweise kam es zum Austritt größerer Heizölmengen, wodurch eine U m-
weltgefährdung eintrat bzw. befürchtet werden musste. 
 
Auf dem Gelände der rekultivierten Zentraldeponie I. kam es zu zwei großfläch igen Ab-
rutschungen der Deponieabdeckung (Erdreich mit Bepflanzung). Hie rdurch wurden auf 
der Nord- und Südböschung Teile der Depon ie bis auf die Tonmineralabdichtung freig e-
legt und im Bereich der Nordböschung zugleich die Z uwegung ins Entsorgungszentrum 
und zur Hauptkläranlage teilweise verschüttet. 
 
Weite Bereiche des städtischen Straßennetzes wurden durch die  Niederschläge unmi t-
telbar überflutet, da die enormen Wassermassen über die Straßenabläufe nicht abgelei-

6 
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tet werden konnten. Teilweise entstanden Überflutungen im Straßenbereich jedoch auch 
durch einen Rückstau in der Kanalisation, der zum Austritt von Wasser aus den Abläufen 
der Straßenkanalisation führte. In Einzelfällen wurden sogar Kanaldeckel durch den 
Wasserdruck angehoben und fortgespült, wodurch neue Gefahrenstellen entstanden. 
 
Die extremen Niederschlagsmengen konnten vom Abwassersystem der Stadt Münster 
insgesamt nicht aufgenommen und abgeleitet werden. Hinzu kam, dass ein Teil der 
Schmutzwasserpumpwerke selbst durch Überflutung oder Stromausfälle temporär au s-
gefallen war oder nur eingeschränkt arbeiten konnte. Durch Überflutung der zentralen 
EDV-Steuerung im Bereich der  Hauptkläranlage konnten teilweise dezentrale Pumpwer-
ke nicht mehr zentral gesteuert werden, sondern mussten manuell bedient werden. 
 
Die Überflutung der Verkehrswege hat in weiten Bereichen des Stadtgebietes zu Ve r-
kehrsstörungen geführt, die an vielen Ste llen zu einem völligen Erliegen des Straßenve r-
kehrs führten. Im Bereich von Unterführungen und Senken stand das Wasser auf den 
Straßen so hoch, dass Fahrzeuge umspült wurden bzw. teilweise in den Wassermassen 
versanken. In einzelnen Fällen mussten Personen  aus den PKW aus unmittelbarer G e-
fahr gerettet werden. Von den Überflutungen waren auch Hauptverkehrsachsen betro f-
fen, wie z.B. die Umgehungsstraße.  
Durch den zum Erliegen gekommenen Fahrzeugverkehr war auch das Fortkommen der 
Einsatzkräfte mit Einsatzfah rzeugen massiv behindert. Straßenabschnitte, bei denen die 
Überflutung so massiv war, dass auch allradgetriebene Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr 
diese Stellen nicht mehr passieren konnten, sind im Schadenkataster der Stadtverwa l-
tung dokumentiert.  
Auch im B ereich der Deutschen Bahn kam es zu Beeinträchtigungen des Betriebes, da 
Bahnstrecken überflutet oder unterspült wurden und die Funktionsfähigkeit der Strecken 
erst überprüft werden musste. 
Die Verkehrsbehinderungen hatten auch zur Folge, dass zahlreiche e hrenamtliche Ein-
satzkräfte, die von ihren Arbeitsstätten oder aus der Freizeit heraus alarmiert worden 
waren, die Feuerwehrgerätehäuser bzw. Unterkünfte der Hilfsorganisationen nicht bzw. 
nur verzögert erreichen konnten. Gleiches galt für die teilweise von  auswärts anrücken-
den Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, die aus ihrer Freizeit heraus zusätzlich alarmiert 
wurden, oder für städtische Beschäftigte, die z.B. im Rahmen von Rufbereitschaften in 
den Dienst gerufen wurden. 
 
Mit Einsetzen des Unwetters stieg die Zahl der Anrufe auf dem Notruf 112 der Feuerwehr 
extrem an. Eine nachträgliche Prüfung des Notrufes 112 durch die Telekom ergab, dass 
in dem Zeitraum vom 28.07.2014 um 15:30 Uhr bis zum 29.07.2014 um 02:00 Uhr ca. 
13.000 Anrufversuche auf dem Notruf 11 2 registriert wurden. Hiervon konnten im gle i-
chen Zeitraum ca. 1.700 Anrufe entgegengenommen werden.  
Um die Abfragekapazität des Notrufes zu erhöhen, wurde kurzfristig ein Löschfahrzeug 
der Berufsfeuerwehr personell außer Dienst genommen und die Mannschaf t auf Notruf -
Notannahmeplätzen eingesetzt. Parallel wurden die dienstfreien Leitstellenbeamten aus 
der Freizeit heraus alarmiert und in den Dienst gerufen. An der Feuerwache 2 wurde die 
Ausweich-Leitstelle zusätzlich in Betrieb genommen. Der Amtsanschluss der Feuerwehr 
Münster (2025-0) wurde gebündelt und auf eine Sammelrufnummer außerhalb der Lei t-
stelle umgeleitet, wo die Anrufe durch weitere (zivile) Bedienstete des Amtes 37 abg e-
fragt wurden.

7 
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Insgesamt konnten im Zeitraum vom 28.07.2014, 15:30 Uhr, bis zu m 31.07.2014, 10:00 
Uhr, ca. 20.000 Anrufversuche auf dem Notruf 112 registriert werden. Im gleichen Zei t-
raum wurden 3.663 Notrufe angenommen und disponiert. Es kann unterstellt werden, 
dass in vielen Fällen der Notruf mehrmals angewählt werden musste, bev or eine Abfrage 
möglich war. Obwohl davon ausgegangen werden muss, dass in den ersten Stunden des 
Unwetters die überwiegende Zahl der Anrufer /innen, die den Notruf 112 gewählt haben, 
die Leitstelle nicht  auf Anhieb  erreichen konnten, kann festgestellt werd en, dass offe n-
sichtlich in allen Fällen, in denen die Hilfe der Feuerwehr zur Rettung von Menschenl e-
ben erforderlich war, der Notruf die Feuerwehr auch erreicht hat. Dies muss angesichts 
des enormen Aufkommens an Notrufen als glücklicher Umstand gewertet werden. 
Die Einsatzorte der disponierten Einsatzstellen sind im Schadenkataster der Stadtverwal-
tung dokumentiert (siehe Anlage 2). 
Durch Wassereintritt in mehreren technischen Einrichtungen, wie Umspannwerke und 
Trafostationen, sowie Baugruben traten auch in der Infrastruktur der Stadtwerke Münster 
Störungen und Ausfälle auf. Über Telefon, Email sowie das Komm unikationscenter gin-
gen mehrere hundert Meldungen über Stromausfälle bei der zentralen Meldestelle der 
Stadtwerke ein. Besonders betroffen waren die Or tsteile: Kinderhaus, Handorf, Wie n-
burg, Coerde, Mauritz, Nienberge und Amelsbüren. Durch Stromausfall in mehreren Tr a-
fostationen sowie Störungen der Hausinstallation waren kurzzeitig bis zu 24.000 Hau s-
halte betroffen. Ab der Unwetternacht lag daher ein Schwerpunkt der Arbeit auf der Inbe-
triebnahme von Stromversorgungsanschlüssen in Zusammenarbeit mit und nach Übe r-
prüfung der Anschlüsse durch private Elektrofirmen. Ferner mussten weitere Stromve r-
sorgungsanlagen auf Beschädigung durch Wassereintritt überprüft  sowie defekte Strom-
zähler ausgetauscht werden. 
 
Im Bereich der privaten Telekommunikations anbieter traten teilweise Störungen durch 
Überflutung der Technik oder Stromausfall auf. Die Störungen konnten in Teilen des 
Stadtgebietes erst mehrere Wochen nach dem Unwetter endgültig behoben werden. 
 
 
 
4. Maßnahmen 
 
Gefahrenabwehr 
 
Die Organisation der Gefahrenabwehr der Stadt Münster bei Großschadensereignissen 
bzw. Katastrophen entspricht den zentralen Vorgaben des Landes NRW und sieht vor, 
dass eine Einsatzleitung  (als operativ -taktische Komponente) gebildet wird, in der alle 
organisierten Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie der Hilfsorganisationen unter der Le i-
tung der Berufsfeuerwehr Münster geführt werden. Parallel zur Einsatzleitung wird der 
Krisenstab (als administrativ-organisatorische Komponente) einberufen, in dem das Ve r-
waltungshandeln der Stadt Münster als Katastrophenschutzbehörde insgesamt abg e-
stimmt und koordiniert wird. Im Krisenstab arbeiten alle zur Bewältigung der Schadenl a-
ge notwendigen bzw. zuständigen Ämter der eigenen Verwaltung, anderer Behörden und 
Dritte mit besonderen Kenntnissen mit. Der Krisenstab bündelt die gesamte Kompetenz 
der Verwaltung nach der Gemeindeordnung NRW und ist - wie auch die Einsatzleitung - 
dem Hauptverwaltungsbeamten zugeordnet.

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Einsatzleitung 
 
Aufgrund der Vielzahl der Notrufe und Hilfeersuchen aus nahezu allen Teilen des Stad t-
gebietes wurde durch den diensthabenden A -Dienst (Gesamteinsatzleiter)  der Beruf s-
feuerwehr um 16.29 Uhr der Ausnahmezustand festgestellt, womit di e reguläre Alarm - 
und Ausrückeordnung außer Kraft gesetzt wird. Gleichzeitig wurde die Leitstelle pers o-
nell verstärkt, um insbesondere die (vier) Notruf -Notabfrageplätze zu besetzen. Um 
16.42 Uhr wurde Vollalarm für alle 20 Löschzüge der Freiwilligen Feuer wehr Münster 
ausgelöst. Um 16.57 Uhr erfolgte die Alarmierung aller dienstfreien Einsatzleiter der B e-
rufsfeuerwehr der Führungsebenen des A - und B -Dienstes, um zusätzliche Führung s-
funktionen besetzen zu können. Die regulär drei Führungsfunktionen der Beruf sfeuer-
wehr konnten so auf 16 erhöht werden. Die Leitstelle konnte durch die aus der Freizeit 
herbeigeeilten Beamten der Berufsfeuerwehr im Verlauf des Abends von regulär 5 auf 16 
Funktionen verstärkt werden. Die Abl ösung der in dieser Erstphase alarmierten  Kräfte 
konnte überwiegend erst am 29.07.2015 gegen 15.00 Uhr erfolgen. 
Um 17.04 Uhr erfolgte die Alarmierung des Ortsverbandes Münster der Bundesanstalt 
Technisches Hilfswerk (THW) sowie die Alarmierung der Sanitätsorganisationen Arbe i-
ter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter -Unfall-Hilfe (JUH) 
und Malteser Hilfsdienst (MHD) um den Rettungsdienst zu verstärken bzw. Beamte der 
Berufsfeuerwehr aus dem Rettungsdienst herauslösen um sie für technische Funktionen 
freizustellen. Ferner er hielten die Hilfsorganisationen den Auftrag, zwei Betreuungsste l-
len einzurichten, in denen eventuell zu evakuierende Personen vorübergehend unterg e-
bracht und betreut werden sollten. Weitere Einsatzkräfte der o. g. Hilfsorganisationen 
wurden zur Erkundung v on Schadenstellen sowie zur Organisation der Kräftesamme l-
stellen für überörtlich anrückende Einsatzkräfte eingesetzt. In einer späteren Einsatzph a-
se wu rden auch Helferinnen und Helfer der Deutschen Lebens -Rettungs-Gesellschaft 
(DLRG) zur Unterstützung der Sanitätsorganisationen eingesetzt.  
Um 17.50 Uhr wurde auf der Feuer - und Rettungswache 2 eine Abschnittsführungsstelle 
eingerichtet, der etwa die Hälfte der verfügbaren Einheiten unterstellt wurde mit dem Ziel, 
im Schwerpunkt die Einsatzstellen im Süden und Osten des Stadtgebietes abzuarbeiten.  
Um 18.06 Uhr wurde die Pressearbeit der Feuerwehr Münster eingestellt, da hierfür ke i-
ne Ressourcen mehr verfügbar waren. 
Um 18.50 Uhr wurde das Innenministerium NRW mittels Sofortmeldung über die beso n-
dere Einsatzs ituation in Münster in Kenntnis gesetzt. Zugleich wurde überörtliche Hilfe 
zur Unterstützung der lokalen Einsatzkräfte angefordert. Als erste externe Einheit traf um 
19.17 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Sendenhorst in Münster ein und wurde in das Ei n-
satzgeschäft eingebunden. Etwa ab 22.00 Uhr trafen erste Kräfte in der Formation von 
Feuerwehr-Bereitschaften, teilweise aus anderen Regierungsbezirken, in Münster ein. 
Die letzten überörtlich angerückten Feuerwehreinheiten konnten am 3 0.07.2014 um 
24.00 Uhr aus dem Einsatzgeschäft herausgelöst und an ihre Heimatstandorte entlassen 
werden. 
Über den Meldekopf des THW-Ortsverbandes Münster wurden Spezialkräfte des THW in 
großem Umfang aus dem gesamten Land NRW und darüber hinaus  angefordert und der 
Einsatzleitung de r Feuerwehr Münster unterstellt. Als letzte überörtliche Einheit verließ 
am 05.08.2014 eine Pumpeneinheit des THW die Stadt Münster.  
 
Eine Eskalation der Lage ergab sich am 28.07.2014 etwa gegen 21.00 Uhr, nachdem 
eine zweite, sehr extreme Starkregenfront  - begleitet durch ein sehr heftiges Gewitter - 
das Stadtgebiet überzog. Aus den nochmals verstärkten Niederschlägen entstanden e r-

9 
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neut bedrohliche Situationen für Menschen, die von den Wassermassen eingeschlo ssen 
zu werden drohten. Parallel gingen (vermutl ich aufgrund von Überspannungen info lge 
der Blitzeinschläge) mehrere automatische Brandmeldungen aus verschiedenen Obje k-
ten bei der Feuerwehr ein.  
Da ein Ende des Unwetters nicht absehbar schien, wurde um 23.50 Uhr auch Alarm für 
die dienstfreie Wachabtei lung der Berufsfeuerwehr ausgelöst, die erst am Morgen des 
28.07.2014 nach einer 24-h-Schicht in die Freischicht gegangen war. 
 
Aufgrund der Vielzahl von Hilfeersuchen mit hoher Priorität, die sofort bedient werden 
mussten, sowie aufgrund der extremen Wett erverhältnisse gelang es bis Mitternacht 
nicht, eine systematische Übersicht über die Situation im gesamten Stadtgebiet zu erha l-
ten. Dies gelang erst in den frühen Morgenstunden des 29.07.2014, nachdem die Ni e-
derschläge aufgehört hatten und das Tageslicht eine großräumige Erkundung ermöglich-
te. 
 
 
Überörtliche Einsatzkräfte 
 
Bereits in einer frühen Phase des Einsatzes wurde deutlich, dass diese Einsatzlage die 
Dimension einer Katastrophe hatte und mit eigenen, lokalen Kräften allein nicht zu be-
herrschen war. Bereits um 18:50 Uhr am 28.07.2014 wurden daher über die Bezirksr e-
gierung Münster zwei Feuerwehr -Bereitschaften (Personalstärke insgesamt 300 Einsat z-
kräfte) gemäß dem Konzept der „Vorgeplanten überörtlichen Hilfe“ (VüH) angefordert. Im 
Laufe der Nacht und  des folgenden Tages wurde deutlich, dass der Bedarf an überörtl i-
cher Unterstützung länger andauern würde. Daher wurde wiederum über die Bezirksr e-
gierung Münster um dauerhafte Zuweisung überörtlicher Kräfte im Umfang von vier Fe u-
erwehr-Bereitschaften gebet en. Darüber hinaus wurde zur Unterstützung und Ablösung 
der Einsatzleiter in den Abschnittsführungsstellen auf den Feuerwachen 1 und 2 die M o-
bile Führungsunterstützung Westfalen (MoFüst Westfalen) angefordert.  
 
Neben den Kräften der kommunalen Feuerwehren  wurden auch Einheiten des Techn i-
schen Hilfswerk (THW) in großem Umfang angefordert. Das große Portfolio des THW an 
schwerem technischem Gerät sowie die Fachkenntnisse der Einsatzkräfte waren von 
großem Wert.  Neben den sehr leistungsstarken Pumpen des THW kamen auch zwei 
Hochleistungspumpsysteme der Werkfeuerwehr BP Gelsenkirchen sowie der Fe uerwehr 
Osnabrück um Einsatz. 
 
Insgesamt waren im Zeitraum vom 28.07. bis 31.07.2014 in Münster 3.456 Einsatzkräfte 
der verschiedenen Organisationen im Einsatz, davon: 
 ca.    900  Einsatzkräfte der Feuerwehr Münster, 
 ca.      90  Einsatzkräfte des THW, Ortsverband Münster, 
 ca.    300  Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen (ASB, DRK, JUH, MHD, DLRG), 
 ca. 1.600  externe Einsatzkräfte der Feuerwehren aus NRW, 
 ca.    560  externe Einsatzkräfte des THW aus zwei Landesverbänden.    
 
 
Krisenstab 
 
Eine erste Besprechung des Oberbürgermeisters mit dem für den Bereich Feuerwehr 
zuständigen Beigeordneten (als Leiter des Krisenstabes) sowie dem Leiter der Feue r-
wehr (als Leiter der Ei nsatzleitung) erfolgte am 28.07.2014 gegen 22.00 Uhr in der Lei t-

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stelle der Feuerwehr, nachdem zuvor (18.57 Uhr) eine telefonische Kontaktaufnahme zur 
Sicherstellung der gegenseitigen Erreichbarkeit erfolgt war. Gegen 22.15 Uhr erfolgte 
eine erste telefonische Abstimmung zwischen dem Leiter der Feuerwehr, dem Leiter des 
Amtes für Grünflächen - und Umweltschutz sowie dem Leiter des Tiefbauamtes, um die 
weitere Entwicklung der Niederschläge und Wasserstände, insbesondere der Aa im B e-
reich der innerstädtischen W ohnbebauung, zu kalkulieren. Als Ergebnis der Einschä t-
zungen wurde festgelegt, das Stauwehr an der Badestraße auf die maximal mögliche 
Stauhöhe einzustellen, um den Abfluss des Wassers in die Aa unterhalb des Stauwehres 
zu verringern und damit den Wasserstand der Aa im Bereich der innerstädtischen Woh n-
bebauung so niedrig wie unter den gegebenen Umständen möglich zu halten. Da die 
Fernsteuerung des Wehres von der Leitwarte des Tiefbauamtes an der Zentraldeponie 
aus wegen Überflutung der Elektronik nicht mögl ich war, wurde ein Bediensteter des 
Tiefbauamtes durch die Polizei zum Wehr an der Badestraße gefahren, um die Einste l-
lung manuell vorzunehmen. 
 
Am Morgen des 29.07.2014 um 11.00 Uhr tagte der Verwaltungsvorstand, ergänzt um 
die bereits in der Nacht in die  Gefahrenabwehr einbezogenen Ämter des Krisenstabes. 
Hier erfolgte die Festlegung, dass der Krisenstab nachfolgend täglich um 11.00 Uhr in 
der Feuerwache 1 tagt. 
  
Der Krisenstab der Stadt Münster setzt sich regulär aus den folgenden Ämtern zusa m-
men: 
 Amt 13, Presse- und Informationsamt 
 Amt 32, Ordnungsamt 
 Amt 37, Feuerwehr 
 Amt 53, Amt für Gesundheit, Veterinär- und Lebensmittelangelegenheiten 
 Amt 66, Tiefbauamt 
 Amt 67, Amt für Grünflächen und Umweltschutz 
 Citeq 
Ferner gehören dem Krisenstab als ständige ext erne Mitglieder jeweils ein Vertreter der 
Polizei, der Stadtwerke Münster sowie der Hilfsorganisationen an. 
 
Ereignisbezogen wurde der Krisenstab um folgende städtische Ämter erweitert: 
 Amt 10, Personal- und Organisationsamt 
 Amt 23, Amt für Immobilienmanagement 
 Amt 50, Sozialamt 
 Amt 64, Amt für Wohnungswesen 
 AWM, Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
Ferner nahmen der Stadtkämmerer , der Dezernent des Oberbürgermeisters und die De-
zernentin für Bildung, Familie,  Jugend, Kultur und Sport  regelmäßig an den Sitzunge n 
des Krisenstabes teil. 
 
Der Krisenstab tagte am 30. und 31. Juli sowie am 01. und 02. August 2014. Nachdem 
die im Krisenstab getroffenen Vereinbarungen gegriffen hatten und der tägliche Koord i-
nierungsbedarf zurückgegangen war, tagte der Krisenstab nochma ls am 06. August 
2014. Am 08. August erfolgte dann nochmals eine gemeinsame Sitzung des Verwa l-
tungsvorstandes sowie einiger zentraler Ämter des Krisenstabes. Danach wurde das 
Verwaltungshandeln im Rahmen und mit den Instrumenten der regulären Verwaltungsa r-
beit abgewickelt.

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Durch die konzertierte und intensive Arbeit des Krisenstabes konnten die Erkenntnisse 
aus den verschiedenen Verwaltungsbereichen zeitnah zusammengeführt und ein ko n-
zentriertes Verwaltungshandeln zeitnah abgestimmt werden. Dabei wurden be sonders 
folgende Maßnahmen erörtert und unter den Beteiligten abgestimmt: 
 
 Unterstützung der Stadtwerke bei der Wiederherstellung der Stromversorgung bis 
zu den Hausanschlüssen, 
 Unterstützung der Maßnahmen der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster bei der A b-
fallentsorgung, besonders der Abfuhr von Sperrgut, 
 Maßnahmen des Sozialamtes und des Job centers sowie des Amtes für Wo h-
nungswesen bei der Unterstützung obdachloser oder mittelloser Personen, 
 Information der B evölkerung über mögliche Gesundheitsgefahren, beso nders im 
Zusammenhang mit der Schmutzwasser- und Abfallproblematik, 
 Zusammenarbeit bzw. Abstimmung von Maßnahmen mit privaten Initiativen (z. B. 
„Regen in Münster“), 
 Bestandsaufnahme über Schäden an städtischen Liegenschaften und Einrichtu n-
gen, 
 Sicherung bzw. Instandsetzung kritischer Infrastrukturen, 
 Bereitstellung und Zuweisung der notwendigen personellen und finanziellen Re s-
sourcen sowie 
 Information der Bevölkerung über Maßnahmen und Hilfen der Stadtverwaltung, 
einschließlich der ereignisbezogenen Pressearbeit. 
 
 
Entwässerung/ Kanalisation 
 
Am Abend des 28. Juli wurde auf der Hauptkläranlage der Rekordwert von 292 l/m² i n-
nerhalb von sieben Stunden gemeldet. Die gemessene Niederschlagsmenge ist damit 
fast viermal so hoch wie der langjährige Mittelwert für den gesamten Monat Juli (76 l/m²). 
Innerhalb von sieben Stunden gingen rund 40 Millionen Kubikmeter Wasser auf das 
Stadtgebiet nieder. Diese gewaltige Wassermenge überschritt bei Weitem das  Fas-
sungsvermögen der Kanalisation und der Gewässer. Zur Einschätzu ng dieser Menge ist 
zu erwähnen, dass die Summe aller Rückhalteräume in der münsterschen Kanalisation 
und in den Gewässern rund 1,5 Millionen Kubikmeter aufweist. 
 
Dies führte dazu, dass das gesamte Stadtgebiet mit Ausnahme des Stadtteils Roxel 
temporär üb erflutet wurde. Zahlreiche Keller und Straßenunterführungen standen unter 
Wasser. Besonders betroffen waren alle Niederungen und Siedlungsbereiche in unmi t-
telbarer Gewässernähe wie Kinderhaus (Igelbach, Kinderbach), Kanalstraße (Aa), von -
Morrienstraße/ Can isiusweg (Canisiusgraben), und Waltruper Weg  (Hunnebecke). In 
diesen Gebieten traten besonders massive Schäden auf, da in etlichen Gebäuden das 
Erdgeschoss überflutet wurde. 
 
Die Situation an den abwassertechnischen Anlagen stellte sich wie folgt dar:  Die Haupt-
kläranlage ist rund um die Uhr mit drei Personen besetzt. Schon bei dem ersten Regen 
gegen 16:30 Uhr wurden alle Rufbereitschaften (insgesamt 7 Personen) alarmiert. Als 
sich gegen 19:00 Uhr das extreme Ausmaß andeutete , wurden Mitarbeiter/innen telef o-
nisch aus Freizeit, Urlaub und Elternzeit zum Dienst geholt   Am frühen Morgen waren 25 
Personen aktiv. Die Arbeit wurde durch eine Überflutung des Kellers des Betriebsgebä u-
des mit dem Ausfall der Telefonanlage und der Überwachungssoftware der Kläranlagen

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und des Hauptpumpwerkes erschwert.  Alle Kläranlagen sind jedoch ständig gelaufen. 
Kleinere starkregentypische Störungen haben teilweise zu leicht geminderten Rein i-
gungsleistungen geführt. 
 
Außergewöhnliche Probleme gab es durch den stundenweisen Ausfall vo n Schmutzwas-
serpumpwerken. Gründe waren Überflutungen der Pumpenräume durch Oberfläche n-
wasser und kurzzeitiger Stromausfall, der teilweise über Notstromaggregate ausgegl i-
chen werden konnte. 
 
Die ausgefallenen Schmutzwasserpumpwerke sind zu folgenden Zeitpunkten mindestens 
mit einer Pumpe wieder in Betrieb gegangen: 
Nienkamp   29.07. ca. 12 Uhr 
Wolbecker Straße  29.07. ca. 17 Uhr 
Waltruper Weg  29.07. ca. 22 Uhr 
Heitmannsweg  29.07. ca. 23 Uhr 
Hessenbusch  30.07. ca. 17 Uhr 
Der Ausfall dieser Pumpwerke hatte  keine Auswirkungen auf die Überflutungen von Kel-
ler- und Erdgeschossräumen über die Straßen und Gärten. 
 
 
Grünflächen, Wege und Gewässer 
 
Im Zusammenhang mit den intensiven Regenfällen traten auch - örtlich begrenzt - hef-
tigste Fallböen auf, die zusätzlic he Schäden, besonders an Bäumen, hervorgerufen h a-
ben. Zahlreiche Straßen und Wege wurden durch umgestürzte Bäume oder abgebroch e-
ne Äste blockiert. Besonders betroffen waren die Bereiche Promenade und Aasee. Diese 
waren schon durch den Pfingststurm „Ela“ st ark vorgeschädigt. Sie mussten für den 
Fußgänger- und den Fahrradverkehr weiträumig gesperrt werden. Darüber hinaus gab es 
an Einzelbäumen im gesamten Stadtgebiet Schäden. Insgesamt mussten rund 100 u m-
gestürzte oder stark beschädigte Bäume geräumt bzw. sof ort gefällt werden. Um die A r-
beiten zu beschleunigen, wurden neben dem eigenen Personal auch Fremdfirmen ei n-
gesetzt. 
  
Durch den intensiven Niederschlag, die hohen Abflussmengen und die Überschwe m-
mungen hat es fast im gesamten Stadtgebiet Schäden an Wegen,  Kinderspielplätzen 
und Grünflächen aller Art gegeben. Zunächst wurde die Priorität auf die Beseitigung der 
gravierendsten Schäden zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit der wichtigsten 
Verbindungen gelegt. 
 
Auf den Friedhöfen ist es durch den intens iven Niederschlag zu Senkungen und Weg e-
schäden gekommen. Auch hier gab es zahlreiche Baumschäden, besonders auf dem 
Waldfriedhof Lauheide. Die Bestattungen konnten aber nach den unmittelbar eingeleit e-
ten Aufräumarbeiten schon am Folgetag ungehindert stattfinden. 
 
Um die Verunreinigung der Gewässer und des Bodens durch ausgelaufenes Öl, Benzin 
oder anderer Schadstoffe nach Möglichkeit zu minimieren und bei eingehenden Meldu n-
gen hinsichtlich Gewässerverunreinigungen direkt am Telefon beraten zu können, wurde 
die Leitstelle der Feuerwehr zusätzlich mit Mitarbeitern der Unteren Wasserbehörde b e-
setzt. Darüber hinaus wurde die ständige Rufbereitschaft des Amtes für Grünflächen und 
Umweltschutz personell verstärkt und intensiv in die Schadenserkundung und -
beseitigung eingebunden. Aufgeschwommene Heizöltanks in überfluteten Kellern und

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ausgelaufenes Benzin von Kraftfahrzeugen in überfluteten Tiefgaragen waren zunächst 
die Einsatzschwerpunkte. 
  
In den 14 Tagen nach dem Unwetter wurden sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
des Regiebetriebes zu Sicherungs - und Aufräumarbeiten sowie zur Instandsetzung der 
Schäden eingesetzt. Darüber hinaus wurden auch private Firmen beauftragt, um mö g-
lichst rasch die Funktionsfähigkeit der Anlagen wieder herzustellen. Zeitweise waren zum 
Beispiel bis zu sieben Hubsteiger zur Beseitigung der Schäden in den Baumbeständen 
eingesetzt. 
 
Schwerpunkte der Einsätze in den Baumbeständen waren die Promenade im Bereich 
Ludgeristraße bis zum Schloss und die Adenauerallee, die Bismarckallee, sowie Berei-
che am Aasee und auch in Handorf. Die abgesperrten Bereiche in der Promenade und 
am Aasee konnten nach einer Woche wieder freigegeben werden. Allerdings war die A k-
zeptanz für die Absperrungen (trotz massiver Absperrungen mit Barken oder Bauzäunen 
und entsprechender Hinweisschilder) gering. Zum Teil mussten die laufenden Arbeiten 
aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden, weil Passanten und Radfahrer in die A r-
beitsbereiche hinein gegangen bzw. gefahren sind. 
  
Die Schäden in den Grünanlagen wurden durch die heftigen Niederschläge vor allem an 
wassergebundenen Wegebelägen verursacht. Dies betraf vor allem Wege am Aasee, in 
Mecklenbeck, Kinderhaus, Nienberge und Teilbereiche des Wersewanderweges. Zur 
Herstellung der Verkehrssicherheit wurden die ausge spülten Bereiche zunächst nur pr o-
visorisch mit Schotter gefüllt. Dadurch konnten die abgesperrten Bereiche relativ schnell 
wieder freigegeben werden. Auf vielen Spielplätzen waren die Sandflächen überflutet 
und mussten zum Teil aus hygienischen Gründen gereinigt bzw. ausgewechselt werden. 
Durch den sofortigen, intensiven Arbeitseinsatz konnten viele Schäden soweit abgearbei-
tet werden, dass die Straßen, Wege, Waldflächen und Grünanlagen in kurzer Zeit wieder 
nutzbar waren. 
  
In der ersten Woche nach dem Unwe tter war rund um die Uhr jeweils ein Mitarbeiter der 
Unteren Wasserbehörde als Fachberater in die Feuerwehr -Einsatzleitung in der Leit -
stelle der Feuerwehr abgeordnet. Zusätzlich waren weitere Mitarbeiter der Unteren Wa s-
serbehörde in der operativen Tätigkeit vor Ort eingesetzt. Im diesem Stab wurden grund-
sätzliche Entscheidungen über Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr getroffen und die 
operative Tätigkeit vor Ort koordiniert. 
 
In dieser Zeit wurden 55 Einsätze mit direkter Vor -Ort-Beteiligung durch die Untere Was-
serbehörde abgearbeitet. Bei 20 Einsätzen war die Beteiligung von Ölwehren nötig. A u-
ßerdem war die Untere Wasserbehörde bei unzähligen Einsätzen der Feuerwehr sowie 
des Technischen Hilfswerk beratend und unterstützend tätig. 
 
Durch Verunreinigungen b esonders betroffen waren die Gewässer: Kinderbach, die 
Münstersche Aa mit verschiedenen namenlosen Nebengewässern sowie der Brockbach 
mit Einmündung in den Edelbach und die Werse. Hier war es erforderlich, an verschi e-
denen Stellen Ölsperren zu errichten, d ie teilweise über mehrere Wochen in den Gewä s-
sern verbleiben und gewartet werden mussten. Die Verunreinigungen in den Gewässern 
resultierten im Wesentlichen aus geborstenen Heizöltankanlagen sowie ausgetretenen 
Kfz-Betriebsstoffen durch überflutete Tiefgaragen und abgestellte Fahrzeuge.

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Im Einzugsbereich der von Verunreinigungen am stärksten betroffenen Gewässer sind 
weitere 80 Heizöllageranlagen ermittelt worden, die einer direkten Sanierung und Nac h-
sorge bedurften. Einige von diesen Tankanlagen wurden du rch Überflutung vollständig 
zerstört. 
 
Die tatsächliche ausgetretene Menge an Schadstoffen lässt sich nur schwer abschätzen. 
Auf Grundlage der gemeldeten Überflutungen und Tankbrüche muss davon ausgega n-
gen werden, dass Heizöl und weitere Schadstoffe im fün fstelligen Literbereich in die 
Umwelt freigesetzt wurden. 
 
Aufgrund der hohen Wasserstände in Verbindung mit de n gesteigerten Strömungsg e-
schwindigkeiten ist es dabei in der Regel jedoch nur zu geringen Verweilzeiten der 
Schadstoffe gekommen. D.h., die Scha dstoffkonzentrationen sind durch die Wasse r-
mengen wohl deutlich verdünnt und schnell mit dem abfließenden Wasser abtransportiert 
worden. Insofern kann nach den derzeitigen Erkenntnissen davon ausgegangen werden, 
dass es zu keinen signifikanten Bodenverunreinigungen gekommen ist. 
 
Schon unmittelbar nach dem Schadensereignis war der Informationsbedarf der Bevölk e-
rung groß. Deshalb hat die Verwaltung vielfältige Informationen und Hilfen für Unwette r-
geschädigte bereitgestellt. Das Amt für Grünflächen und Umwelt schutz ist Mitglied im 
Schimmelnetzwerk Münster und hat zusammen mit den Experten des Netzwerkes (Pool 
von Fachkundigen) vielfältige konkrete Hilfen (Information, Beratung, Besichtigungen vor 
Ort) angeboten. Diese Angebote wurden durch Pressemitteilungen und das Unwetterpor-
tal der Stadtverwaltung veröffentlicht. 
  
Zusätzlich wurden aktuelle Informationen auf der Homepage des Amtes für Grünflächen 
und Umweltschutz angeboten. Ein Schwerpunkt lag auf der Vermeidung von Schimme l-
bildung, weil nach einem Wassersc haden warme Temperaturen und eine Raumluft mit 
hoher Luftfeuchtigkeit ein hohes Risiko für ein schnelles Anwachsen von Schimmelpilzen 
bergen. Wenn dann nicht ausreichend getrocknet wird, wachsen Schimmelpilze und Bak-
terien häufig lange Zeit unbemerkt im Verborgenen. 
 
Für konkrete Informationen zum Umgang mit durchfeuchteten Materialien und Gebä u-
den, dem richtigen Trocknen und Lüften, den Maßnahmen zur Schimmelvorbeugung und 
den Handlungsmöglichkeiten, wenn der Schimmel bereits wächst, hat die Umweltber a-
tung der Stadt Münster als erste Anlaufstelle für Unwettergeschädigte informiert und E x-
pertenberatung - z. T. auch Vorort - organisiert. 
 
 
Abfallentsorgung 
 
Durch die massiven Überschwemmungen in Wohnungen , Kellern, Garagen und anderen 
Objekten ist eine Vielza hl von Gegenständen nass und unbrauchbar geworden. Der so 
entstandene Sperrmüll wurde von den Bürgerinnen und Bürgern größtenteils in oder an 
den öffentlichen Straßenraum gestellt. Um Schäden oder Gefahren, die von den so en t-
standenen Ansammlungen hätten a usgehen können, zu vermeiden, war Ziel der Abfal l-
wirtschaftsbetriebe Münster (AWM), für eine möglichst zeitnahe Abfuhr der entstandenen 
Müllansammlungen zu sorgen. 
 
Normalerweise fallen pro Jahr in Münster 6.000 Tonnen Sperrgut an. In Folge des U n-
wetters vom 28. Juli haben die Abfallwirtschaftsbetriebe in der Rekordzeit von nur drei

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Wochen rund 10.000 Tonnen abgefahren. Ohne Sondereinsätze und die massive Unter-
stützung aus anderen Kommunen wie Hamm, Wuppertal, Dortmund, Recklinghausen, 
Duisburg, Herten und Ahlen sowie von privaten Unternehmen und vielen Freiwilligen w ä-
re diese Mammutaufgabe nicht so schnell zu bewältigen gewesen. 
  
Um die  möglichst zügige Abfuhr der enormen Sperrgutmengen sicher zu stellen, wurden 
an allen regulären Arbeitstagen die Kapazit äten auf das drei - bis vierfache in der Sper r-
gutabfuhr erhöht. Daneben unterstützten Fremdfirmen mit Baggern und LKW -
Sattelzügen die Abfallabfuhr. An drei Wochenenden wurde auch am Samstag und Son n-
tag Sperrgut g efahren. Hierbei erhielten die Abfallwirtscha ftsbetriebe Münster an zwei 
Wochenenden die o.g. interkommunale Unterstützung, so dass an diesen Tagen bis zu 
35 Sperrgutfahrzeuge inkl. Personal eingesetzt wurden. Insgesamt waren an diesen T a-
gen pro Tag bis zu 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz. 
 
Für die im Zeitraum vom 29.07. bis 30.08.14 stattgefundene zusätzliche Entsorgung von 
9.290 Tonnen Sperrgut in Fremdanlagen und in der mechanisch biologischen Restabfal l-
behandlungsanlage Münster sind erhebliche Aufwendungen entstanden.  
Zudem unterstützten Fremdfirmen und das Technische Hilfswerk die Abfallwirtschaftsb e-
triebe Münster bei der Entsorgung des Sperrgutes durch die Gestellung von Personal 
(Fahrer und Mülllader) und Material (Sperrgutfahrzeuge, Abrollkipper, Container, Bagger, 
Sattelzüge). 
  
Im Bereich der beschädigten Zentraldeponie I waren die AWM aus Gründen der Gefa h-
renabwehr gezwungen, Sofortmaßnahmen zur Sicherung der Deponiezufahrtsstraße und 
gegen weitere akut auftr etende Bodenausspülungen zu ergreifen. Begleitet wurden und 
werden diese Sofort- bzw. Sicherungsmaßnahmen von einem öffentlich bestellten Sac h-
verständigen für Deponiebau. 
  
Weitere Finanzmittel werden für die Sanierung der rekultivierten Zentraldeponie Münster 
I im Stadtteil Coerde benötigt. Im Verlauf des Unwetters rutscht en am 28. Juli 2014 auf 
der Süd- und auf der Nordseite der Deponie jeweils rund 5.000 m 2 der sog. Dränmatte 
und der darüber  liegenden Rekultivierungsschicht ab. Es steht nunmehr z wingend das 
erforderliche Wiederauffüllen der Böschungen und Wiederherstellen  des Dränsystems 
an. Sollte auch die unter der Rekultivierungsschicht lagernde Tonschicht in Mitleide n-
schaft gezogen sein oder zusätzliche Sanierungsmaßnahmen, die weit über die eigentl i-
chen Schadensflächen hinausgehen, erforderlich werden, wäre mit noch h öherem Auf-
wand zu rechnen. Aufschluss hierüber muss noch ein geologisches Gutachten geben. 
Die Ausnahmesituation nach dem 28. Juli erzeugte einen stark erhöhten Informationsb e-
darf. Insbesondere bei den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern und natürlich auch  bei 
den Medien. Als direkter Draht  zum Bürger ist der „Kundenservice“ der AWM Ansprech-
partner für alle Anfragen per Telefon oder Mail. Umgehend nach dem Unwetter wurde 
deshalb der Einsatzplan des Teams ausgeweitet. Dennoch waren die Telefonleitungen 
zwangsläufig dauerbelegt. Über 26.300 Anrufe gingen in den vier Wochen nach dem 
Unwetter während der Geschäftszeiten ein. Über 10.600 Anrufe konnten die Mitarbei-
ter/innen annehmen. Zum Vergleich: Gehen an „normalen“ Tagen durchschnittlich 300 
Anrufe während der Geschäftszeiten beim AWM-Kundenservice ein, lag der Wert am 29. 
Juli bereits bei 1600 und am 30. Juli bei über 8.500 Anrufen. 
  
Unmittelbar am Tag nach dem Unwetter und in den folgenden vier Wochen haben die 
AWM über die lokalen Medien und ihren Internet auftritt ( www.awm.muenster.de) über 
alle relevanten Fragen tagesaktuell informiert. Täglich ab 17.00 Uhr wurden die Sonde r-

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sperrguttouren und Öffnungszeiten der Recyclingh öfe für den kommenden Tag auf der 
Startseite der Homepage veröffentlicht. 
  
Als wichtige Plattform zur Gewinnung und Organisation ehre namtlicher Hilfe hat sich in 
dieser Zeit auch das soziale Netzwerk „Facebook“ gezeigt. Die von einer Person gegrü n-
dete Facebook-Gruppe „Regen in Münster“ wuchs schne ll auf rund 6.000 Mitglieder an. 
Viele von ihnen waren wochenlang als Fluthelfer im Einsatz. Die AWM und das Presse - 
und Informationsamt haben sich aktiv in diese Facebookgruppe eingebracht . Die AWM 
haben dort  immer auch außerhalb der regulären Dienstzeit en informiert und Fragen b e-
antwortet. Verstärkt durch die zahlreichen Multiplikatoren – die die AWM-News auf ihren 
persönlichen Facebook -Seiten geteilt haben – konnten so nicht nur schnell viele Me n-
schen informiert we rden. Innerhalb weniger Tage entstand a ußerdem ein „Wir -Gefühl“. 
Daraus wuchs die Motivation, die Mitarbeiter aus der Abfuhr bei der Beseitigung des U n-
wettersperrguts zu unterstützen. Koordiniert über die AWM -Pressestelle und die Leitste l-
le der Gruppe „Regen in Münster“ haben so zahlreiche Frei willige Sperrgut vom Straßen-
rand bis zum Müllwagen getragen bzw. große Container damit beladen.  
 
 
Stromversorgung/Stadtwerke Münster 
 
Am 28. Juli sind bei den Stadtwerken Münster mehrere Hundert Meldungen über Stro m-
ausfälle eingegangen. Kurzzeitig waren b is zu 24.000 Haushalte betroffen. Grund für die 
Stromausfälle war Wassereintritt in mehreren technischen Einrichtungen (Umspannwe r-
ke, Trafostationen). 
 
Die Stadtwerke haben daraufhin einen technischen Krisenstab eingerichtet und alles ve r-
fügbare Personal eingesetzt, um die Stromversorgung so schnell wie möglich flächend e-
ckend wiederherzustellen. Unter anderem in Abstimmung mit der Feuerwehr und dem 
städtischen Krisenstab wurden dafür Prioritäten zur Abarbeitung der Schäden festgelegt. 
Nachdem die Versorgung snetze repariert waren oder defekte Stellen durch Umschalten 
umgangen werden konnten, verschob sich der Fokus der Aktivitäten auf die Hausinstalla-
tionen: Durch das Hochwasser wurden Stromzähler und/oder die Hausverkabelung b e-
schädigt. Um auch diese Schäden  schnellstmöglich zu beseitigen, haben die Stadtwerke 
eng mit den lokalen Handwerksbetrieben zusammengearbeitet und die Inbetriebnahme 
der Stromversorgungsanschlüsse nach Überprüfung durch Elektriker ermöglicht. Auch 
defekte Zähler wurden mit eigenen Mitar beitern und von Elektrofirmen überprüft und g e-
tauscht. Gleichzeitig haben die Stadtwerke mit erhöhtem Personalaufwand weitere 
Stromversorgungsanlagen auf mittelbare Beschädigung durch Wassereintritt geprüft und 
wo nötig entstört. 
 
Während des Unwetters und  der folgenden Nacht war die 24 -Stunden-Störungsstelle 
Strom aufgrund der großen Anzahl an Anrufern telefonisch nahezu durchgehend überlas-
tet. Informationen zur aktuellen Situation wurden ab dem Abend des Unwetters über die 
Presse und die Online -Kanäle kommuniziert. Ab dem auf das Unwetter folgenden Mo r-
gen erfolgte eine Umleitung der Störungs -Rufnummer auf die Service -Rufnummer 694 -
1234, um dort die Anlaufstelle für Störungsmeldungen und Kundenrückfragen anzusi e-
deln und eine größtmögliche Erreichbarkeit sic herzustellen. Unter anderem wurden die 
Anrufer  dort auch über sicherheitsrelevante Fragen wie die Verhaltensregeln bei Wa s-
sereinbrüchen in Verbindung mit Stromanschlüssen informiert. Ab dem auf das Unwetter 
folgenden Abend hatte sich die Situation außerha lb der Servicezeiten soweit entspannt,

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dass in der Störungsstelle selbst wieder Anrufe entgegengenommen werden konnten. 
Zusätzlich wurden am Wochenende die Servicezeiten ausgedehnt. 
  
Die Versorgung mit Fernwärme und Erdgas  sowie die Gewinnung von und Vers orgung 
mit Trinkwasser war weder während des Unwetters noch in den folgenden Tagen beei n-
trächtigt. 
 
Mehrere Erzeugungsanlagen sind während des Unwetters beeinträchtigt worden:  Der 
Betrieb des Heizkraftwerkes konnte bestimmungsgemäß geführt werden. Es war lediglich 
ein Wassereinbruch und Ansammlung von Regenwasser im Keller zu verzeichnen. 
Durch transportable Pumpen konnte das Wasser abgepumpt werden, so dass keine we i-
teren Maßnahmen nötig waren und keine Schäden aufgetreten sind. Um Probleme auch 
in der Zuk unft zu vermeiden, wird eine feste Pumpe installiert.  In der Bioabfallverg ä-
rungsanlage gab es einen Wassereinbruch mit Ansammlung  von Regenwasser in einem 
Messschacht. Zusätzliche transportable Pumpen haben das Wasser abgepumpt. Im Bü r-
gerzentrum Ki nderhaus wurden zwei BHKW (je 50 kW Leistung) überflutet und gingen 
außer Betrieb. Beide Module sind ein Totalschaden. Das BHKW Idenbrockplatz wurde 
ebenfalls überflutet. Bei der im Bau befindlichen W indenergieanlage Amelsbüren an der 
Thierstraße wurde das Fundame nt überflutet und dadurch der Bau verzögert.  An drei 
Photovoltaikanlagen der Stadtwerke sind Wechselrichter und/oder Elektrik durch Wa s-
sereintritt ausgefallen, alle Anlagen konnten repariert werden. 
  
Beim Hochwasser wurde der Keller des Rhenusspeichers etwa einen Meter hoch übe r-
flutet. Zu diesem Zeitpunkt waren die Ausbauarbeiten fast abgeschlossen. Estrich und 
Stahltüren müssen ausgetauscht werden. An den haustechnischen Anlagen ist ebenfalls 
ein Schaden entstanden. Die Inbetriebnahme der Kellerräume (Pro bebühne) durch das 
Wolfgang-Borchert-Theater wird sich dadurch um ca. zwei Monate verzögern. In den wei-
teren stadtwerkeeigenen Gebäuden entstanden ebenfalls. Schäden , die durch  Pers o-
naleinsatz für Trockenlegung und Reinigung der entsprechenden Bereiche behoben 
werden konnten . Durch den intensiven Personaleinsatz während und direkt nach dem 
Unwetter konnten größere Überflutungen in den Verwaltungsgebäuden und im Stadthaus 
III vermieden werden. Im Stadthaus III wurden Aktenräume im Keller in Mitleidenschaft 
gezogen. 
 
Aufgrund zahlreicher Straßenüberflutungen und -sperrungen sind am Abend des Unwe t-
ters auf allen Buslinien Umleitungen aufgetreten. Zeitweise hat die Polizei die Verkehr s-
steuerung der Busse von der Stadtwerke -Leitstelle übernommen. Bereits am folg enden 
Vormittag sind jedoch nahezu alle Linien wieder auf den regulären Linienwegen gefa h-
ren. Schäden sind im Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Münster GmbH nicht zu verzeic h-
nen gewesen. 
 
 
Information der Bevölkerung und Medienarbeit 
 
Das Presse - und Informat ionsamt, zuständig für die Kommunikation der Stadt, hat 
schnell, umfassend, transparent  und zuverlässig über alle wichtigen Sachverhalte im 
Zusammenhang mit dem Unwetter und seinen Folgen informiert. Dies ist größtenteils auf 
den etablierten Kanälen geschehen (Internet, Presseberichte, Presseanfragen, Web 2.0, 
Infoblätter etc.). Es ist gelungen, damit die Bürgerschaft direkt sowie mittelbar über M e-
dien und über Multiplikatoren zu erreichen.

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Hier hatte sich die von der Startseite des Portals muenster.de zu gängliche Infoseite 
"Münster nach dem Unwetter" (www.muenster.de/stadt/unwetterfolgen.html) bewährt. Die 
Seite wurde am 30. Juli freigeschaltet und in der Folgezeit laufend aktualisiert und e r-
gänzt. Die Infoseite wurde noch am 30./31. Juli 3173 Mal aufgerufen, für August weist die 
Statistik 23.421 Seitenaufrufe aus. 
 
Parallel nutzte das Presseamt die etablierte zentrale Facebook -Seite der Stadt als zu -
sätzliche Kommunikationsplattform. Es stellte dort ab dem 29. Juli fortlaufend die Infor -
mationen über Hilf en, Hinweise und Beratung aus allen Bereichen der Stadtverwaltung 
ein – von „A“ wie Abfall bis „Z“ wie Zulassungsstelle. 
 
Für Personen, die aus technischen oder Zeitgründen keinen Zugang zu Printmedien oder 
zum Onlineportal muenster.de hatten, wurde ein In foblatt mit den wichtigsten Hinweisen 
der Internetseite "Münster nach dem Unwetter" einschließlich Telefonkontakten zusa m-
mengestellt und an Ämter und Einrichtungen zur Verteilung gegeben. Nach Rückme l-
dung der betreffenden Ämter war die Resonanz auf das Inf oblatt seitens der Bürgerinnen 
und Bürger positiv. 
 
Durch den zeitweiligen Ausfall der UKW -basierten Ausstrahlung des Programms von 
„Antenne Münster“ stand dieser Informationskanal auch für Mitteilungen des Krisenst a-
bes temporär nicht zur Verfügung. 
 
 
 
5. Unterstützungsleistungen 
 
Finanzielle Soforthilfe  
 
Viele Menschen hatten in der Unwetternacht erhebliche wirtschaftliche Schäden erlitten, 
ohne eine Versicherung oder eigene ausreichende Mittel zu haben, um sich selbst  mit 
dem für das Leben Nötigsten zu vers orgen. Um diesen Menschen zu helfen und unmit-
telbar mit den fehlenden finanziellen Mitteln zu versorgen , wurde eine finanzielle Sofor t-
hilfe eingerichtet. In der Zeit vom 31.07. bis 15.08.2014 wurde im Sozialamt und im Jo b-
center die Soforthilfe für die vom Unwetter betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner 
ausgezahlt. Besonders vom Unwetter betroffen waren Menschen aus dem nördlichen 
Stadtgebiet von Münster (Kinderhaus, Coerde und angrenzende Stadtteile), Bewohn e-
rinnen und Bewohner von Souterrain- und Erdgeschosswohnungen. Viele Menschen hat-
ten zudem Schäden in Form von in Kellern gelagerter Winterbekleidung sowie Haus -
haltsmaschinen zu beklagen. 
 
In Ermangelung von Räumen, die für derartige Sondersituationen zur Verfügung stan -
den, wurde die Soforthilfe in den vorhandenen Büroräumen von Sozialamt und Jobcenter 
abgewickelt. Die Aufnahme und Bearbeitung der Anträge erfolgte im Jobcenter für die 
dort bereits im Leistungsbezug nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) st e-
henden Leistungsempfänger und Leistungsempfängerinnen. 
 
Das Sozialamt war zuständig für alle weiteren Personen, d.h. neben den Bürgerinnen 
und Bürgern, die im Leistungsbezug nach dem Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB 
XII) st ehen, auch für die Einwohnerinnen und Einwohner, die weder Leistung en nach 
dem SGB II noch nach dem SGB XII beziehen. Bei der letztgenannten Personengruppe, 
die ca. 90 % der Antragstellerinnen und Antragsteller beim Sozialamt ausmachte, b e-

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stand die Schwierigkeit, dass beim Sozialamt keinerlei Daten zu den finanziellen und  
persönlichen Verhältnissen vorhanden waren. Um das Ziel der Soforthilfe einer schnellen 
und unbürokrat ischen Unterstützung der Betroffenen zu erreichen, waren die Angaben 
der Antragstellerinnen und Antragsteller in der Kürze der Zeit nur bedingt objektivierbar. 
 
Am 31.07.2014 wurde nach einer Erörterung im Krisenstab durch die Verwaltungsleitung 
festgelegt, dass sich die Einmalzahlungen der Soforthi lfe an den Sätzen orientieren, die 
auch Sozialhilfeempfänger in vergleichbaren Notlagen erhalten: 
 
Hausratbeihilfen bei Hausratschäden in der Wohnung /im Keller 
 bis zu 1.380  € für einen Ein-Personen-Haushalt mit eigener Wohnung 
 für jede weitere Person in der Wohnung bis zu 349  € 
 bei Wasserschäden im Keller bis zu 1.000  € 
Bekleidungsbeihilfe bei Verlust der Bekleidung 
 bei Erwachsenen bis zu 320  € 
 bei Jugendlichen von 6 bis 17 Jahren bis zu 330  €  
 bei Kindern bis 5 Jahre bis zu 270  €. 
Es war ausdrücklich vorgesehen, dass bei Vorliegen mehrerer Tatbestände die Leistu n-
gen nebeneinander gewährt werden konnten. 
 
Für den Antrag auf Soforthilfe - vereinfachte Antragstellung mit Scheckausgabe - musste 
der Personalausweis vorgelegt werden. Ferner unterschrieb der Antragsteller/die Antra g-
stellerin eine Erklärung, dass er/sie den Schaden aus eigenen Mitteln, besonders aus 
dem Einkommen und Vermögen sowie aus Versicherungs leistungen, nicht beseitigen 
kann und wahrheitsgemäße und vollständige Angaben macht. Die zu unterschreibende 
Erklärung enthielt einen Hinweis auf die Rückzahlungsverpflichtung bei fehlerhaften A n-
gaben und/oder späterem Erhalt ausreichender Versicherungsle istungen. Zu diesem 
Zeitpunkt gab es keine belastbaren Einschätzungen zur Größe des betroffenen Pers o-
nenkreises. Auch konnte wegen der Notwendigkeit der schnellen Umsetzung keine ne n-
nenswerten Vorbereitungen organisatorischer Art getroffen werden. 
 
Das Jobcenter hatte bereits unmittelbar nach dem Unwetterereignis reagiert und Rege -
lungen zum Umgang mit Anträgen auf Erstausstattung getroffen. Im Wege einer be -
schleunigten Einzelfallprüfung wurden bereits in der Woche nach dem Unwetter Anträge 
auf Hilfeleistu ngen bearbeitet und Leistungen ausgezahlt. Zu diesem Zweck wurde der 
Ermittlungsdienst des Jobcenters personell verstärkt, damit eine unmittelbare Schaden s-
feststellung erfolgen konnte. Den Betroffenen wurden – im Regelfall – binnen einer W o-
che (von Antrags tellung bis Auszahlung) Leistungen z. B. für Erstausstattung gewährt. 
Bei besonderer Betroffenheit wurden auch Schecks ausgegeben. 
 
Am Freitag, den 01.08.2014 setzte dann die sog. Soforthilfe ein. Bereits am ersten Tag 
der Auszahlung  wurden 150 Anträge auf  Soforthilfe bewilligt.  Nach dem Wochenende 
versuchte eine unerwartet große Zahl von Menschen in den beiden Ämtern die Soforthi l-
fe zu erlangen. Der Andrang war so groß, dass sich erhebli -che Warteschlangen bild e-
ten. Um die Sicherheit der Wartenden gewährle isten zu kön-nen, wurden bis zu acht Mit-
arbeiter des Ordnungsamtes sowie private Sicherheitskräfte auch in den nächsten Tagen 
eingesetzt. Ferner wurde der Straßenabschnitt direkt vor dem Sozialamt gesperrt, um 
Gefährdungen der Wartenden auszuschließen. Die  (Warte-)Situation vor dem Stadthaus 
2 sowie dem benachbarten Sozialamt an der Hafenstraße stellte für die meisten Me n-

20 
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schen und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine erhebliche zusätzliche Bela s-
tung dar. 
 
Durch die Terminvergabe entspannte sich di e Lage dann merklich. Nach einer Verstä r-
kung des Personals aus anderen städtischen Ämtern konnten pro Amt rund 300 Anträge 
täglich bearbeitet werden. Bereits am Dienstag, den 05.08 wurde seitens des Jobcenters 
damit begonnen die Warteschlangen zu teilen und die Kunden mit fortlaufenden Bearbei-
tungsnummern zu versehen und so erste Entzerrungen zu erreichen. Im Verlauf der er s-
ten Woche wurde das Zugangsverfahren noch mehrfach angepasst. Das Verteilen von 
verbindlichen Ter-minzetteln (150 vormittags, 150 nachm ittags, 300 für Freitagvormittag) 
für die Folgetage und Postieren von „Frühdiensten“ zur Zettelverteilung führte zu einem 
geordneten Warteverhalten und machte die starke Nachfrage der Kunden beherrschbar. 
Ebenfalls im Verlauf der Woche wurde mit Barrieren versucht, den dann noch zwar redu-
zierten aber bestehenden Kundenstrom in geordnete Bahnen zu lenken. Am Donnerstag, 
07.08.2014, konnte das Sozialamt die Zahl der Bewill igungen nochmals auf rund 400 pro 
Tag steigern.  Ablehnungen erfolgten in der Regel mündl ich. Durch intensive Ber atung 
wurde zudem erreicht, dass Anträge entweder nicht gestellt oder zurückgezogen wurden. 
Gleichzeitig wurden in hunderten Telefonaten die Antrag sbedingungen erläutert und alle 
Fragen rund um das Thema Rekord -Regen beantwortet. Im Verlauf der zweiten Woche 
entspannte sich die Situation zusehends. Es konnte beobachtet werden, dass nun auch 
vermehrt Menschen vorsprachen, die sich zuvor vor dem Andrang fürchteten (Ältere, g e-
sundheitlich Beeinträchtigte, Mütter/Väter mit kleinen Kindern). 
  
Nach dem aktuellen Stand unter Berücksichtigung der zurückgeforderten oder freiwillig 
zurückgezahlten Soforthilfe wurden in der Zeit vom 01.08. bis zum 15.08 .2014 in beiden 
Ämtern an 5.518 betroffene Haushalte insgesamt 4.993.593  € ausgezahlt, die sich wie 
folgt aufteilten: 
 
 Haushalte Auszahlung Leistung pro Haushalt 
Sozialamt 3.188 3.175.793 € 996 € 
Jobcenter 2.330 1.817.800 € 780 € 
Gesamt 5.518 4.993.593 € 905 € 
 
Dokumentiert wurden die Bewilligungen pro Haushalt. Im Jobcenter haben dabei deutlich 
mehr Ein- und Zweipersonenhaushalte die Leistungen beantragt und erhalten als im S o-
zialamt. Beim Sozialamt wurde beobachtet, dass überwiegend Familien, also M ehrper-
sonenhaushalte, die Soforthilfen in Anspruch genommen haben. Aus diesem Grund sind 
die Ausgaben pro Haushalt im Sozialamt höher als im Jobcenter. 
  
Da schon in den ersten Tagen in Einzelfällen Zweifel an der Bedürftigkeit während des 
Beratungsgespräches oder durch Adressabgleich nicht ausgeräumt werden konnten, 
wurde durch unangemeldete Besuche vor Ort die Richtigkeit der Angaben überprüft. Nur 
bei einer sehr geringen Zahl der Antragstellerinnen und Antragsteller führte dies dazu, 
dass gezahlte Gelder wieder zurückgefordert und Strafanzeigen gestellt wurden. Bis zum 
30.09.2014 wurden Mittel in Höhe von 46.661,32 € zurückgezahlt. 
 
Durch die erforderliche persönliche Antragstellung ist nach den Beratungsgesprächen 
nach vorsichtiger Schätzung davon auszugehen, dass bei ca. 50% der Antragstellerinnen 
und Antragsteller der entstandene Schaden durch die gewährte Soforthilfe abgedeckt 
werden konnte. Dies wurde jedoch nicht dokumentiert.

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Nach dem 15.08.2014 wurde die Sonderarbeitsgruppe „Unwetter“  von Sozialam t und 
Jobcenter eingerichtet und weitere Hilfen wurden im Rahmen eines geregelten Antrag s-
verfahrens nach dem SGB II und dem (SGB XII) bearbeitet. 
 
Eine Mitarbeiterin des Sozialamtes und ein Mitarbeiter des Jobcenters wurden zunächst 
mit einem Stundenumfang  von 41 Stunden pro Woche in der Arbeitsgruppe eing esetzt 
und leiten diese gemeinsam. Die Arbeitsgruppe umfasst e zeitweise bis zu 10 weit ere 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die befristet für diese Aufgabe eingestellt wu rden. Bis 
zum 15.10.2014 wurden in dieser Arbeitsgruppe 1.383 Anträge abschließend bearbe itet 
und Leistungen in Höhe von 274.290,45 € bewilligt. 
 
Die Anträge w urden noch bis zum 15.10.2014 bei der Sonderarbeitsgruppe ange -
nommen und bearbeitet. Danach erfolgt die Antragstellung bei den zuständigen Sachb e-
arbeiterinnen und Sachbearbeitern im Jobcenter und im Sozialamt. 
 
Die Summe aller Hilfeleistungen mit Stand 15.10.2014 beträgt: 
 
Zeitraum Haushalte Leistungen 
01.08. - 15.08.2014 
(Soforthilfen) 5.518 4.993.593 € 
18.08. – 15.10.2014 
(Geregeltes Antragsverfahren) 1.383 274.290 € 
Summe 6.901 5.267.883 € 
 
Zur Bewältigung der Aufgaben war  neben dem zusätzlich zugewiesenen Personal (Aus-
zubildende und wechselnde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Ämter) vor allem 
Personal des Sozialamtes  und des Jobcenters  eingesetzt. Insgesamt hat das Sozialamt 
2.182 Stunden durch eigene Mitarbeiterin nen und Mitarbeiter aufgewendet, um die S o-
forthilfen abzuw ickeln. Legt man die Jahresarbeitszeit eines Beamten mit einer 41 -
Stunden-Woche nach Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement 
(KGSt) zu Grunde, so en tspricht dies 1,3 Vollzeitstellen pro Jahr. Es waren in der ersten 
Woche vom 04.08. bis 08.08.2014 täglich im Durchschnitt 30 Mitarbeiterinnen und Mita r-
beiter und in der 2. Woche vom 11.08. bis 15.08.2014 täglich im Durchschnitt 20 Mita r-
beiterinnen und Mitarbeiter nur mit der Bearbeitung der Soforthilfeanträge beschäftigt. 
 
Im Jobcenter wurden insgesamt 2.566 Stunden durch eigene Mitarbeiterinnen und Mita r-
beiter zur Abwicklung der Soforthilfen aufgewendet. Dazu gehörte neben der Regelung 
der Besucherströme vor und im Haus (Verteilen von Ter minzetteln, Ei nlasssteuerung, 
Regelung des Zustroms in den Wartebereichen, Früh - und Spätdienste) die abteilung s-
übergreifende Entgegennahme und Bearbeitung von Anträgen (Unterstützung des E r-
mittlungsdienstes zur Prüfung/Entscheidung in unklaren Fällen, Bew illigung und Gewä h-
rung von Unwetterhilfen, Scheckausgabe). In der Zeit vom 04. -15.08.2014 kam dadurch 
sowie durch die Auswirkungen des Unwetters in der Geschäftsstelle Nord, das Tagesg e-
schäft im Jobcenter nahezu zum Erliegen. 
 
Auszahlungspraxis: 
Die Ankünd igungen zur Höhe der Leistungen im Einzelfall und eines unbürokratischen 
Verfahrens hat eine unerwartete Nachfrage und Erwartungshaltung bei den vom Unwe t-
ter betroffenen Personen geweckt. Hierauf waren die Ämter weder organisatorisch noch 
ausstattungsmäßig vorbereitet.

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Die Umstellung des Verfahrens auf eine bedarfsorientierte Prüfung von Ansprüchen nach 
dem SGB II führt zu geringeren Leistungsansprüchen im Einzelfall (siehe Aufstellung). 
Die Ausschöpfung der zusätzlich bereitgestellten Mittel wurde von den  Betroffenen nicht 
als ausreichendes Kriterium akzeptiert. Das hatte zahlreiche Beschwerden und formelle 
Rechtsbehelfe zur Folge. 
 
Auswirkungen auf die ausgezahlten Beträge haben Rückforderungen und bereits gelei s-
tete Rückzahlungen, die u. a. von Menschen erbracht werden, die (irrtümlich) sowohl im 
Sozialamt, als auch im Jobcenter Leistungen beantragt und erhalten haben. Bislang wu r-
den seitens des Jobcenters ca. 40 Leistungsbeziehende schriftlich angehört, die entw e-
der bei beiden Ämtern Leistungen erhalten haben oder bei denen sich nachträglich he r-
ausgestellt hat, dass der angegebene Sachverhalt nicht stimmte. So konnten Zahlungs-
eingänge bzw. Ratenzahlungsvereinbarungen über einen Betrag i. H. v. etwa 9.000 € 
verzeichnet werden. 
 
Anonyme Hinweise, Fälle von Betrugsversuchen ohne entstandenen Schaden und Fälle, 
in denen eine Rückzahlung der Leistungen erfolgt (ist) werden nicht weiter verfolgt. 
 
 
Trocknungsgeräte 
 
Das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Münster e.V., hatte kurzfristig mehrere hundert 
Trocknungsgeräte zur Verfügung gestellt. Im Sozialamt und im Amt für Wohnungswesen 
wurden ab Montag, 04.08.2014, Berechtigungsscheine für das Ausleihen eines Troc k-
nungsgerätes ausgegeben. Hierdurch wurde sichergestellt, dass nur Bedürftige diese 
Geräte ausleihen konn ten. Es wurden insgesamt 449 Berechtigungsscheine in beiden 
Ämtern ausgegeben. 
 
 
Versorgung mit Wohnraum 
 
Durch das Unwetter mussten kurzfristig insgesamt zwölf Personen in Hotels und in der 
Sparkassenakademie, die ihre Hilfe angeboten hatte, untergebracht  werden, weil ihre 
Wohnungen unbewohnbar waren. Drei weitere Familien mit Kindern wurden durch das 
Sozialamt mit Wohnraum in Gebäuden für besondere soziale Bedarfe versorgt und drei 
weiteren Einzelpersonen wurde über eine so genannte ordnungsbehördliche Ei nweisung 
Wohnraum im Stadtgebiet zur Verfügung gestellt. Für drei Personen steht eine dauerha f-
te Lösung immer noch aus. 
 
Betroffen waren aber auch soziale Betreuungseinrichtungen. Besonders dramatisch stell-
te sich die Lage für die Mieter und Mieterinnen de r Maximilianstraße 13 dar. In diesem 
Wohnhaus, das speziell für Menschen konzipiert ist, die auf einen Rollstuhl angewiesen 
sind, waren der Aufzug, die gesamte Elektrik und die Heizung durch das Hochwasser 
ausgefallen. Das Haus war ab dem Unwetter für alle  24 Mietparteien unbewohnbar. Die 
Bewohnerinnen und Bewohner, die nicht bei Verwandten und Freunden aufgenommen 
werden konnten, mussten am 30.07.2014 anderweitig versorgt werden. 11 Bewohneri n-
nen und Bewohner, die zum Teil umfangreiche Pflege und Unterstüt zung benötigen, 
wurden durch Vermittlung des Sozialamtes in verschiedenen Münsteraner Pflegeeinric h-
tungen aufgenommen. Das Sozialamt sicherte die Kostenübernahme zu. Am 01.09.2014 
konnten die Bewohnerinnen und Bewohner, deren Wohnungen im Erdgeschoss geleg en

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sind, wieder ihre Wohnungen beziehen. Alle anderen Bewohnerinnen und Bewohner sind 
nach wie vor anderweitig untergebracht. Erst nach Einbau des Aufzuges kann eine 
Rückkehr erfolgen. 
 
 
Gesundheitsschutz 
 
In den auf das Unwetter folgenden Wochen zeigte si ch ein erhöhter Beratungsbedarf der 
Bürgerinnen und Bürger zu den Themen 
 
- Schimmelpilzbelastungen und Gesundheitsgefahren, 
- Gefahren durch überschwemmte und verkeimte Trinkwasser-
Brunnensysteme, 
- Infektionsgefahren durch Abwasser/verschmutztes Wasser im Kell er und 
durch vermehrten Ungeziefer- und Rattenbefall. 
 
Neben telefonischen und persönlichen Auskünften wurden durch das Amtes für Gesun d-
heit, Veterinär- und Lebensmittelangelegenheiten Hilfestellungen zur Gesundheit bei der 
Schadensbeseitigung, zum Testen der Trinkwasserbrunnen und zur Vermeidung von 
Schimmelpilzgefahren veröffentlicht.   
 
Der Sozialpsychiatrische Dienst wurde von Betroffenen selbst, von Verwandten und 
Nachbarn, von der Facebook -Gruppe "Regen in Münster" und von anderen Ämtern und 
Institutionen mehrfach um psychosoziale Unterstützung im Einzelfall gebeten. Entspr e-
chende Hilfen und Schutzmaßnahmen wurden im Bedarfsfall eingeleitet. Darüber hinaus 
war die persönliche Erreichbarkeit des Amtes auch am Wochenende sichergestellt . Der 
Krisennotdienst  war auf möglicherweise vermehrte Anfragen und Einsätze in Folge des 
Unwetters vorbereitet.  
 
 
Facebook-Hilfegruppen 
 
Noch in der Unwetternacht gründeten engagierte Bürgerinnen und Bürger die Facebook -
Gruppe "Regen in Münster", die binnen 24 Stunden auf mehr als 3.000  und im Maximum 
auf 7.000 Mitglieder anwuchs. Aus dieser Gruppe entwickelte sich eine telefonisch e r-
reichbare „Leitstelle“, in der private Hilfen über Facebook und per Telefon koordiniert 
wurden. Nach Angaben der Initiative führten in der S pitze bis zu 3.000 Aktive (nicht nur 
aus Münster) weit über 3.000 Hilfseinsätze durch. Ein Kern von etwa 150 Freiwilligen war 
demnach nahezu täglich im Einsatz. 
  
Parallel wurden über eine zweite Facebook -Gruppe in einer durch ein privates Unte r-
nehmen zur Verfügung gestellten Halle in Handorf Sachspenden wie Möbel und Elektr o-
kleingeräte gesammelt und an Bedürftige ausgegeben. Auch Elektrogroßgeräte und 
Kleiderspenden konnten mit Hilfe einer  Facebook -Gruppe direkt von Spendern an B e-
dürftige vermittelt werden. 
  
Als Online -Anlaufstelle für Betroffene, Helfende sowie Menschen, die finanziell etwas 
beitragen wollten, schuf die Initiative "Regen in Münster" die Homepage www.regen-in-
muenster.de. Auf dieser Plattform wurde über Hilfsangebote, Tipps und Adressen i nfor-
miert, außerdem konnten dort Sachspenden eingestellt werden. Auf Facebook vollzog 
sich die Hilfe im weiteren Verlauf unter anderem in den Gruppen "Regen in Münster",

24 
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"Regen in Münster - Sonstiges", "Sachspenden für 'Regen in Münster'", "Regen in Mün s-
ter - Ohren für Helfer". 
  
Größenordnung und Wert dieser Spontanhilfe für Unwetteropfer sind auch nach Ei n-
schätzung der Stadtverwaltung hoch zu veranschlagen . Engagierte  Bürgerinnen und 
Bürger haben bewiesen, dass sie Internet und Facebook effizient zur Sel bstorganisation 
von Unwetterhilfen einsetzen können. Vergleichbare Erfahrungen haben in der jüngeren 
Vergangenheit auch andere von Extremwetterlagen betroffene Städte in Deutschland 
(und and erenorts) gemacht . Hier wurde das Potenzial der sich selbst organi sierenden 
"Spontanhilfe" jenseits der etablierten professionellen und ehrenamtlichen, hierarchisch 
strukturierten Hilfsorganisationen und -einrichtungen deutlich. Je nach Art der Notlage 
oder Katastrophe und der erforderlichen Hilfeleistung differiert dieses Potenzial. 
  
Kommunen, Hilfsorganisationen und auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und 
Katastrophenhilfe suchen derzeit nach Wegen, um im Miteinander von notwendig hiera r-
chischen Hilfestrukturen und nicht -hierarchischer Spontanhilfe für die Gesell schaft 
größtmöglichen Nutzen zu erzielen. In einem Auswertungsgespräch von städtischer Kr i-
senstabs- und Einsatzleitung mit Vertretern der o.g. münsterschen Facebook -Gruppen 
wurde u.a. der Wunsch nach  einer Anlaufstelle in der Kommune laut, die kompetent und 
schnell die Anliegen der Spontanhelfer/innen beantwortet und klärt. Wichtige Fragestel-
lungen für zukünftige Fälle sind zudem die Vernetzung mit professionellen Akteuren, die 
Medienarbeit und verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten durch Kommune und Hilf s-
organisationen. Außerdem wurde die Frage eines möglichen Versicherungsschutzes für 
Helfer/innen aufgeworfen. 
 
 
Finanzielle Spenden 
 
Kurze Zeit nach dem Unwetter richtete die Stadt Münster ein Spendenkonto unter dem 
Stichwort „Unwetterhilfe Münster“ ein. D ie Westfälischen Nachrichten riefen ebenfalls 
zusammen mit der Sparkasse Münsterland -Ost zu Spenden auf. Die auf diesen Spe n-
denkonten eingegangenen Spenden wurden unter Einbeziehung der von den Kirchen 
und der Caritas gesammelten Spenden nach einheitlichen  Kriterien „aus einer Hand“ 
vergeben. Die Spendenanträge wurden in einer Steuerungsgruppe aus Vertretern der 
Wohlfahrtsverbände, städtischer Ämter und der Geschäftsstelle der Kommunalen Sti f-
tungen bearbeitet. Die Vergabe der Spendenmittel erfolgte überwieg end an private 
Haushalte. 
 
Auf den vier Spendenkonten gingen insgesamt rund 852.000,00 Euro ein, die zum Zeit -
punkt der Vorlagenerstellung bis auf einen Betrag von etwa 20.000 Euro ausgezahlt wu r-
den. Die Vergabe der Spendenmittel wurde durch die Geschäftss telle der Kommunalen 
Stiftungen organisiert. 
 
 
 
6. Schadensbilanz 
 
Am stärksten betroffen durch die Folgen des Unwetters waren die Privathaushalte. 
Durch die Wassermassen wurden vorwiegend Kellergeschosse, zum Teil auch Erdg e-
schosse überflutet. Dadurch wurde in vielen Fällen die komplette Einrichtung der Räume 
zerstört oder unbrauchbar. Weiterhin wurden die in der Regel  in den Kellergeschossen

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untergebrachten Heizungsanlagen und Stromverteilungen stark beschädigt oder völlig 
zerstört.  In vielen Fällen kam es sogar zu einer schweren Beschädigung der Gebäudes-
ubstanz. Im schlimmsten Fall konnten Wohnungen oder Häuser über Wochen nicht g e-
nutzt werden. Laut den zwei größten in Münster niedergelassenen Versicherungsgesel l-
schaften beläuft sich die Schadenssumme, bei rund 10.000 Schadensfällen, auf rund 80 
Millionen Euro. 
 
Die untere Wasserbehörde musste bei insgesamt 55 Einsatzstellen mit zerstörten Hei z-
ölanlagen vor Ort fachlich unterstützen. In 20 Fällen war die Ölwehr erforderlich. 
 
 
Städtische Gebäude 
 
Das Unwetter am 28.07. 2014 ereignete sich außerhalb der Dienstzeit. Erste Schaden s-
meldungen wurden daher direkt der Rufbereitschaft des Amtes für Immobilienmanag e-
ment gemeldet, die 24 Stunden besetzt ist. Durch die Vielzahl der eingehenden Meldu n-
gen sowie der wei testgehend unklaren Schadenslage war die Rufbereitschaft  gezwu n-
gen, die Aktivitäten im Schwerpunkt darauf zu beschränken, die Schäden zunächst au f-
zunehmen und je nach beschriebener Sachlage an die Leitstelle der Feuerwehr weiter zu 
geben. 
  
Am 29.07.2014 wurde seitens der Amtsleitung  des Amtes für Immobilienmanagement  
unmittelbar ein interner Krisenstab gebildet, in dem zunächst erste Schadensmeldungen 
zusammengefasst wurden. Die Arbeitsfähigkeit wurde dadurch erschwert, dass auch das 
Stadthaus 3, sitzt des Amtes, selbst einen Wasserschaden hatte, durch den die zentralen 
Datenserver und auch die Telefonanlage ausgefallen waren. Somit war die Erreichbarkeit 
seitens geschädigter Nutzer (Schulen, Kindertageseinrichtungen, Verwaltungsstellen 
etc.) nur eingeschr änkt über die bekannten Mobiltelefonnummern oder über die Hotline 
möglich. Die Verbindung zum Datennetz (E -Mail) konnte im Laufe des Vormittags, die 
Telefonanlage erst am Nachmittag wieder hergestellt werden. 
 
Zur raschen Schadenserhebung und -begrenzung an öffentlichen Infrastruktureinrichtun-
gen ist zudem ein Krisenstab im Dezernat f ür Bildung, Familie, Jugend, Kultur und Sport 
eingerichtet worden. Mit der von ihm wahrgenommenen Steuerung der Hilfsmaßnahmen 
insbesondere für Schulen und Kindertagesstätten, Sport- und Kultureinrichtungen kon n-
ten Folgeschäden erheblich begrenzt werden. 
 
Zur Begutachtung der gemeldeten Schäden wurde das urlaubsbedingt reduzierte Pers o-
nal unmittelbar zu ersten systematischen Schadensbesichtigungen und zur Organisation 
erster Schadensbeseitigungsmaßnahmen eingesetzt. Mit steigender Zahl der Meldungen 
und ersten Erkenntnissen zum Ausmaß der Schäden wurde zusätzliches Personal (vo r-
zeitiger Urlaubsabbruch) zusammengezogen. Die Schadensbeurteilung erfolgte örtlich 
und g etrennt in die  Bereiche Haustechnik (Heizung, Lüftung, Elektrotechnik, Sanitär) 
und Gebäudeschäden. 
  
Im Rahmen der Möglichkeiten wurden Sofortmaßnahmen unmittelbar eingeleitet und b e-
gleitet. Dies erfolgte primär vor dem Hintergrund, den Schadensumfang einzudämmen 
und weitere Folgeschäden zu verhindern. 
 
Auf Grund der Menge der betroffenen Standorte (im Ergebnis Schäden an 104 städt i-
schen Einrichtungen) und der damit im Einzelfall verbundenen unterschiedlichen Sch a-

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densbeseitigungsmaßnahmen sowohl für die Bereiche „Gebäud e“ als auch „Ausstattung 
und Inventar“ wurde in Abstimmung mit den Bedarfsämtern entschieden, 
 
 dass das Amt für Immobilienmanagement die unmittelbaren Gebäudeschäden 
aufnimmt, die Schadensbeseitigungsmaßnamen vorbereitet und durchführt 
 und die jeweiligen B edarfsämter und betroffenen Einrichtungen dies für den B e-
reich der  Ausstattungen und des Inventars übernehmen.  
Die Gebäudeschäden wurden jeweils dokumentiert und zusammengefasst, die Sch a-
densbilder beschrieben und Zug um Zug mit den zur Schadensbehebung geschätzten 
Kosten, soweit dies aufgrund der Schadenslage möglich war, bereits beziffert. 
  
Im Ergebnis beläuft sich der Schaden nach aktuellem Stand auf rd. 7,4 Mio. €. 
  
Es ist jedoch auf Grund bisher noch nicht erkennbarer Folgeschäden nicht auszuschli e-
ßen, dass diese Schadenssumme nicht abschließend ist. 
  
Das Amt für Immobilienmanagement hat auf Grund der Vielzahl an Schäden und der 
Notwendigkeit, diese schnellstmöglich zu beseitigen, die Personalressourcen für Ba u-
maßnahmen, die für 2014 vorgesehen und noch nicht begonnen waren, rekrutiert. Die 
planmäßig vorgesehenen Maßnahmen wurden soweit als möglich in die Zeit gesetzt. Zur 
Abarbeitung der eing etretenen Unwetter - und Folgeschäden und der verschobenen 
Maßnahmen sind befristet Personalkapazitäten erforderlich. Eine Verschiebung von la u-
fenden Maßnahmen ist aufgrund der komplexen Abhängigkeiten nicht möglich. Die b e-
troffenen Einrichtungen werden hie rüber informiert, ebenso die Bezirksvertretungen im 
Rahmen ihrer Zuständigkeit. 
 
Ob sich über die oben beschriebenen Handlungsanforderungen h inaus weitere Erforder-
nisse für die Zukunft ergeben, ist von einer jeweiligen Einschätzung der örtlichen Geg e-
benheiten abhängig. Hieraus könnten sich gegebenenfalls bauliche Anpassungen oder 
zum Beispiel auch grundlegende Überlegungen zu Raumnutzungen in Untergeschossen 
ergeben. 
 
 
Schulen 
 
An 56 Schulstandorten sind Schäden in unterschiedlicher Größenordnung entstanden . 
Im Wesentlichen waren von den Unwetterauswirkungen Räume in den Untergeschossen 
betroffen. Hierdurch kam es zu Schäden an der Gebäudesubstanz und den technischen 
Anlagen. Bei den technischen Anlagen waren es zumeist Schäden an den Elektroverte i-
lungen und den Heizungs- und Regelanlagen. 
 
Die Bandbreite der Schadenshöhen liegt zwischen einigen Tausend Euro für die Troc k-
nung, Müllentsorgung und anschließenden Beseitigung kleinerer baulicher Schäden bis 
zu massiven Gebäudeschäden. Durch erhebliche Anstrengung en aller Beteiligten ist es 
gelungen, bis zum Ende der Sommerferien, wenn auch mit Einschränkungen, den 
Schulbetrieb in allen städtischen Schulen wieder aufzunehmen. 
 
Die vorläufig ermittelten Schadenshöhen an Schulgebäuden ab 50.000 €: 
 
Geschwister-Scholl-Gymnasium           250.000,00 
€

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Waldschule Kinderhaus           250.000,00 
€ Fürstin-von-Gallitzin-Schule             80.000,00 
€  Mauritzschule Stiftsstr. 19             80.000,00 
€  Pötterhoekschule             60.000,00 
€  Erich-Klausener-Schule             55.000,00 
€  Albert-Schweitzer-Schule             50.000,00 
€  Wilhelm-Emmanuel-von-Ketteler-Berufskolleg              50.000,00 
€  Wilhelm-Hittorf-Gymnasium             50.000,00 
€   
Die Schadenshöhen bis 50.000 € verteilen sich auf weitere Standorte mit  einer 
voraussichtlichen Schadenssumme: 
 
47              weitere Schulstandorte              460.000  
 
 
Kindergärten 
 
Im Bereich der Kindertagesstätten sind nur an wenigen Gebäuden massive Schäden 
entstanden, da die meisten Kindertagesstät ten nicht unterkellert sind. Dennoch kam es 
auch in den Erdgeschossbereichen, im Dach/ Deckenbereich oder in Estrichkonstrukti o-
nen zu Schäden. 
 
Die neu eröffnete Kita Kinderbachtal (am Bürgerhaus Kinderhaus) wurde im Erdg e-
schoss völlig überflutet. Hier lie gt der entstanden Schaden bei zurzeit geschätzten 
500.000 €. 
 
Die vorläufig ermittelten Schadenshöhen an Kindertagesstätten ab 10.000 €: 
 
Kita Am Edelbach  40.000,00   
Kita An der Meerwiese  70.000,00   
Kita Brüningheide  30.000,00   
Kita Kinderbachtal  500.000,00  
Kita Mariä-Himmelfahrt  10.000,00  
Kita Nienberge Häger  20.000,00  
Kita Rumphorst 20.000,00  
 
Die Schadenshöhen bis 10.000 € verteilen sich auf weitere Standorte mit  einer 
voraussichtlichen Schadenssumme: 
 
4          weitere Kita-Standorte 16.000,00  
 
Darüber hinaus sind für die Beseitigung von Schäden an Kitas von Elterninitiativen und 
Eltern-Kind-Gruppen städtische Mittel und Spenden zur Verfügung gestellt worden (s. 
Anlage). 
 
 
Sonstige Gebäude 
 
Auch städtische Dienstgebäude wurden dur ch die Wassermassen beschädigt. In den 
Stadthäusern 1-3 sind zwar keine großen baulichen Schäden entstanden, aber auch hier

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gab es Schäden an Einrichtungsgegenständen bis hin zu durchnässten Akten. Allein die 
Aktentrocknung der Liegenschaftsakten des Amtes  für Immobilienmanagement wird ca. 
30.000 € kosten. 
 
Die angemietete Zulassungsstelle an der Rudolf-Diesel-Straße musste nach dem Unwet-
terschaden komplett geräumt werden und wurde vorübergehend im Stadthaussaal unte r-
gebracht. Dort wurden bis Ende Oktober s ämtliche Dienstleistungen erbracht. Ähnlich 
wie bei der vorübergehenden Verlagerung des Bürgerbüros Kinderhaus nach Coerde 
war dies nur mit erheblichen Anstrengungen der Mitarbeiter/innen erfolgreich machbar.  
Am Standort Stühmerweg des Amtes für Gesundheit, Veterinär- und Lebensmittelange-
legenheiten wurde das Untergeschoss überflutet, auch hier sind die Schäden erheblich. 
 
Der am schlimmsten betroffene öffentliche Gebäudekomplex ist jedoch das Bürgerhaus 
Kinderhaus mit dem Hallenbad Kinderhaus , der Stadtbücherei, dem KAP8, dem Wu ddi 
und der Bezirksverwaltung Nord mit dem Bürgerbüro . Alle Räume des Sockel - und Kel-
lergeschosses sind durch Wasser und Schlamm massiv geschädigt worden. Ein Betrieb 
der öffentl ichen Einrichtungen ist bis heute nicht möglich. Im Bü rgerhaus wurde sofort 
nach dem Leerpumpen mit der Entkernung der zerstörten Bereiche, besonders der K e-
gelbahnen, der Schießbahn und dem Jugendbereich Wuddi, begonnen. Alle Elektrove r-
teilungen und das Notstromaggregat wurden zerstört, eine teilweise Wiederinbetrieb-
nahme erfolgte Ende Oktober. Die Heizzentrale und die Blockheizkraftwerk -Module der 
Stadtwerke Münster wurden ebenfalls zerstört. Die Heizkessel sind bereits durch die 
Stadtwerke erneuert worden; die Heizung im Bürgerhaus ist seit einigen Wochen wi eder 
in Betrieb. Die Gebäudeschäden werden in Absprache mit den Nutzerämtern in den 
nächsten M onaten behoben. Nach Wiederherstellung der Stromversorgung können die 
nicht überfluteten Bereiche wieder in Betrieb genommen werden. 
 
Die vorläufig ermittelten Schadenshöhen ab 50.000 €: 
 
Amt für Gesundheit, Veterinär - und Lebensmittelan-
gelegenheiten, Stühmerweg 8  80.000,00  
Halle Münsterland  60.000,00  
Hallenbad Ost  70.000,00  
Stadion an der Hammer Straße 130.000,00  
Bürgerhaus Kinderhaus  2.250.000,00  
Hallenbad Kinderhaus 2.250.000,00  
 
Der Schaden Zulassungsstelle Rudolf -Diesel-Straße wird aufgrund einer Anmietung 
durch den Eigentümer reguliert.  
  
Die Schadenshöhen bis 50.000 € verteilen sich auf weitere Standorte mit  einer 
voraussichtlichen Schadenssumme: 
 
4          weitere Standorte „Sonstige Gebäude“ 140.000,00  
 
Das Hallenbad in Kinderhaus wurde durch die Überflutung besonders stark beschädigt. 
Die Wassermassen haben im Kellergeschoss die gesamte Technik zerstört, die Räume 
waren bis zur Decke ge flutet. Auch der im Kellerbereich untergebrachte Sozialtrakt des 
Bades wurde völlig  zerstört. Im Schwimmbad und den angrenzenden Umkleidebere i-
chen ist das Wasser bis zu einer Höhe von ca. 1,20 m eingedrungen. Unmittelbar nach

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dem Schadensereignis wurde  nach dem Leerpumpen durch das T echnische Hilfswerk 
mit den Aufräum- und Reinigungsarbeiten begonnen. 
 
Inzwischen sind die Becken und Umkleidebereiche vom Schlamm befreit und gereinigt 
worden. Die baulichen Schäden können aber erst nach eingehender Prüfung be urteilt 
werden, hierzu ist ein externes Planungsbüro mit der Erstellung eines Schadenskatasters 
beauftragt worden. 
 
In den Technikbereichen im Kellergeschoss wurden zerstörte Anlagenkomponenten d e-
montiert. Zur Versorgung des Objektes wurde eine Baustellenb eleuchtung und provisori-
sche Stromversorgung erstellt. Die Heizungsanlage wurde für eine Baustellenbeheizung 
ertüchtigt und befindet sich in provisorischem Betrieb. 
 
Bereits vor dem Wassereinbruch war eine Dachsanierung geplant, die aus der statischen 
Überprüfung des Hallenbades resultierte. Die für das Jahr 2015 veranschlagten Kosten 
belaufen sich auf rund 1,45 Mio. €. Für die Wiederherstellung der technischen Anlagen 
im Kellergeschoss werden nach vorläufigen Schätzungen 900.000 € veranschlagt. 
 
Die Kosten z ur Wiederherstellung der bisher noch nicht untersuchten Bauteile können 
erst nach Vorliegen des Schadenskatasters benannt werden. 
 
 
Abfallwirtschaft 
 
Für die im Zeitraum vom 29.07.14 bis 30.08.14 stattgefundene zusätzliche Entsorgung 
von 9.290 Tonnen Sperr gut in Fremdanlagen und in der mechanisch biologischen 
Restabfallbehandlungsanlage Münster sind Gesamtkosten in Höhe von 1.630.000 € ent-
standen. 
 
Um die  möglichst zügige Abfuhr der enormen Sperrgutmengen sicher zu stellen, wurden 
an allen regulären Arbeitstagen die Kapazitäten auf das drei - bis vierfache in der Sper r-
gutabfuhr erhöht. Daneben unterstützten Fremdfirmen mit Baggern und LKW-
Sattelaufliegern die Abfallabfuhr. An drei Wochenenden wurde auch am Samstag und 
Sonntag Sperrgut gefahren. Hierbei erhielten die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster an 
zwei Wochenenden die o ben genannte interkommunale Unterstützung, so dass an di e-
sen Tagen bis zu 35 Sperrgutfahrzeuge inklusive Personal eingesetzt wurden. Insgesamt 
waren an diesen Tagen pro Tag bis zu 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz.  
Die Kosten für die Nutzung der interkommunalen Leistungen betragen  rd. 212.000 €. 
Zudem unterstützten Fremdfirmen und das T HW die A WM bei der Entsorgung des 
Sperrgutes durch die Gestellung von Personal (Fahrer und Mülllader) sowie die Geste l-
lung von Material (Sperrgutfahrzeuge, Abrollkipper, Container, Bagger, Sattelzüge). Für 
diesen Bereich fielen nochmals Kosten in Höhe von ca. 252.000 € an.  Die zusätzlichen 
Logistikkosten (Personal und Material) zur Abholung des Sperrgutes durch die A WM be-
laufen sich auf ca. 210.000 €. 
 
Insgesamt entstanden somit  Logistikaufwendungen zur Abholung des Sperrgutes in Hö-
he von ca. 674.000 €. 
 
Darüber hinaus waren die AWM gezwungen, Sofortmaßnahmen zur Sicherung der D e-
poniezufahrtsstraße und gegen weitere akut auftretende Bodenausspülungen zu ergre i-
fen. Begleitet wurden und werden diese Maßnahmen von ei nem öffentlich bestellten

30 
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Sachverständigen für Deponiebau. Die Kosten für den Gutachter und die ergriffenen S o-
fortmaßnahmen belaufen sich auf rund 205.000 €. 
 
Weitere Finanzmittel werden für die Sanierung der rekultivierten Zentraldeponie Münster 
I benötigt. Das zwingend erforderliche Wiederauffüllen der Böschungen und Wiederhe r-
stellen des Dränsystems wird mit brutto 1.200.000 € veranschlagt. Sollte auch die unter 
der Rekultivierungsschicht lagernde Tonschicht in Mitleidenschaft gezogen worden sein 
oder zus ätzliche Sanierungsmaßnahmen  erforderlich werden, wäre mit noch höheren 
Kosten zu rechnen (Gutachten). 
 
Somit belaufen sich die Gesamtkosten nach den jetzt vorliegenden Informationen auf 
3.709.000 Euro. 
 
 
Entwässerung/ Kanalisation 
 
Im Bereich Stadtentwäss erung sind konsumtiv ca.  400.000 € (z.B.  für Reparaturen, 
Gasspeichermiete) und investiv ca. 1.300.000 € (z.B. 800.000 für Erneuerung Gasspe i-
cher, 240.000 € Erneuerung Schaltschränke) erforderlich. 
 
Im Bereich der Straßen sind konsumtiv rund 460.000 € er forderlich, wobei die Instan d-
setzung der Straße „Am-Max-Klemens-Kanal“ rund 400.000 € kosten wird. 
 
Die Kosten für die zusätzlichen und neuen Maßnahmen (siehe unter Kapitel „Schlussfo l-
gerungen für zukünftiges Handeln“) werden jeweils noch ermittelt und sin d in den oben 
genannten Summen nicht enthalten. 
 
 
Grünflächen 
 
Bezogen auf die Bäume stellt sich die endgültige Schadensbilanz wie folgt dar: 
Anzahl der gefällten Bäume   
Grünanlagen/Straßen  ca. 100 
Wald  Stadt    ca. 100 
Wald  Stadtwerke        < 50 
Anzahl der stark geschädigten Bäume   
Grünanlagen/Straßen  ca. 200 
Wald  Stadt    ca. 200 
Wald  Stadtwerke        < 50   
   
Maßnahmen nach Meldungen aus der Bevölkerung:  166  
Zusätzliche Maßnahmen auf Grund von Kontrollen:  200  
Stand Erledigung Anfang Oktober:    ca. 99% 
 
Eine Vielzahl an kleineren Astbrüchen muss noch im Rahmen der "normalen" Baumpfl e-
ge nachgeschnitten werden. Dies führt allerdings in der Bevölkerung zum Teil zu Unve r-
ständnis und weckt auch Befürchtungen, die aber aus fachlicher Sicht nicht begründet 
sind.  
 
Auf Grund der Schäden und dem zusätzlichen Aufwand, der schon im Zusammenhang 
mit dem Pfingstunwetter Ela entstanden ist, musste die "normale" Grünflächenunterha l-

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tung deutlich reduziert werden, weil die Schadensaufarbeitung Priorität hatt e. Auch b e-
auftragte Firmen haben im Zusammenhang mit Ela Pflegerückstände erzeugt, weil sie 
die beau ftragten Arbeiten nicht oder nur teilweise durchgeführt haben. Die Schäden in 
Folge von Ela waren zu einem großen Teil noch nicht beseitigt als der Starkreg en neue 
Schäden hervorgerufen hat. Deshalb war die gesamte Grünflächenunterhaltung doppelt 
betroffen. 
 
Die Überprüfung von Heizöllagerstätten läuft noch weiter. Unter Berücksichtigung der im 
Datenbestand der Unteren Wasserbehörde befindlichen ca. 1.000 Hei zöllageranlagen in 
den betroffenen Unwetterschwerpunkten, muss davon ausgegangen werden, dass durch 
das Unwetter eine weitaus größere Anzahl an Heizöllageranlagen beschädigt worden ist, 
von denen die Untere Wasserbehörde jedoch bisher keine Kenntnis erlang t hat. Aus die-
sem Grund sind im Nachgang mehrfach entsprechende Presseinformationen herausg e-
geben worden. 
 
Folgende Tabelle stellt die Schadenssummen bzw. den zusätzlichen Aufwand im Z u-
sammenhang mit dem Unwetter dar: 
Art der Schäden / Kosten 
Grün- und Freiflächen 
Forstwirtschaft  
 Summen in €, 
gerundet  
Unternehmereinsatz / Maschine neinsatz zur 
Schadensbeseitigung 95.000  
Baumersatz, Flurschäden 483.000  
Forsten, Wiederaufforstung und Flurschäden 10.000  
Schäden auf Spielplätzen  57.000  
Zusätzliche Vergaben wegen Aufarbe itung 
der Sturmfolgen durch eigenes Personal 122.000  
Erholungswege - Entschlammen, Scho ttern, 
Böschungserneuerung, Verschleißschicht 292.000  
Ersatz div. Einrichtungen, Brücken, Durc h-
lässe (soweit 67), sonstige Reparaturen 50.000  
Entsorgungskosten 15.000  
Schäden an Reitwegen 10.000  
Schäden an Kleingärten 12.000  
Schäden an im Bau befindlichen Objekten 31.000  
Gesamt: 1.177.000 
Friedhöfe   
Einsenkungen/Absackungen in Grabfeldern / 
Wegen / Flächen  44.000  
Gewässer   
Einsätze Ölwehr, Sofortmaßna hmen,  
Ersatzvornahmen 60.000  
Gesamt Amt für Grünflächen und U m-
weltschutz 1.281.000 
Von der Gesamtsumme wurden 1.098.000 € zum Nachtragshaushalt 2014 beantragt. Die 
Restsumme konnte durch Mitteleinsparungen an anderer Stelle und E insatz eigenen 
Personals erbracht werden.

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Feuerwehr Münster 
 
Durch „Wasserschlag“ (Ansaugen von Wasser über die Luftfilter des Motors) h aben vier 
Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr einen irreparablen Motorschaden erlitten. Da es sich in 
allen vier Fällen um äl tere Einsatzfahrzeuge handelte, entstand jeweils ein wirtschaftl i-
cher Totalschaden. Alle vier Einsatzfahrzeuge standen in den Jahren 2015 bzw. 2016 
ohnehin zur Ersatzbeschaffung an, so dass sich der Schaden auf den bei einer Veräuß e-
rung reduzierten Verkauf swert beschränkt. Der Ei nnahmeverlust sum-miert sich für alle 
vier Fahrzeuge auf insgesamt ca. 20.000 €. 
 
Durch die Kontamination mit Mineralöl und Fäkalien wurde ein Teil der Schutzkle idung 
der Einsatzkräfte der Feuerwehr so geschädigt, dass sie nicht meh r gereinigt werden 
kann. Der Schaden beläuft sich hier auf etwa 100.000 €. 
 
In geringem Umfang mussten auch Schäden finanziert werden, die anderen Hilfe leiste n-
den Organisationen und Einheiten entstanden sind. 
 
 
Stadtwerke Münster  
 
Ab sofort berücksichtig en die Stadtwerke bei der Standortauswahl für neue Infrastruktur 
auch die Hochwassergefährdung, insbesondere bei der Stromversorgung. Außerdem 
überprüfen sie die vorhandenen Krisenpläne und passen sie wenn nötig an. 
 
Die entstandenen Kosten, die nicht durc h Versicherungen abgedeckt sind, belaufen sich 
in diesem Bereich auf rund 1,578 Mio. Euro. Die Summe setzt sich zusammen aus 1,276 
Mio. Euro für Versorgungsnetze, 252.000 Euro für Zähler (Stand Ende September) und 
50.000 Euro für Thermokonzeptanlagen. Die Kosten im Bereich Zähler können noch a n-
steigen, da immer noch Rechnungen von Installationsfirmen eingehen. 
 
Im Bereich der Erzeugungsanlagen sind folgende Schäden entstanden: 
 
Bioabfallvergärungsanlage (BVA) 
In der BVA gab es einen Wassereinbruch mit Ansam mlung von Regenwasser in einem 
Messschacht. Für die Reparaturen haben die Stadtwerke rund 20.000 Euro aufgewe n-
det. 
 
Blockheizkraftwerke (BHKW) 
Im Bürgerzentrum Kinderhaus wurden zwei BHKW (je 50 kW Leistung) überflutet und 
gingen außer Betrieb. Beide Modul e sind ein Totalschaden, nicht durch Versicherungen 
gedeckte Kosten liegen bei 40.000 Euro. Das BHKW Idenbrockplatz wurde ebenfalls 
überflutet, die mögliche Reparatur kostet ca. 35.000 Euro. 
 
Windenergieanlagen (WEA) 
Bei der im Bau befindlichen WEA Amelsbü ren an der Thierstraße wurde das Fundament 
überflutet und dadurch der Bau verzögert. Die nicht durch Versicherungen gedeckten 
Kosten liegen bei 5.000 Euro

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Photovoltaikanlagen 
An drei Photovoltaikanlagen sind Wechselrichter und/oder Elektrik durch Wasse reintritt 
ausgefallen, alle Anlagen konnten repariert werden. Die nicht durch Versicherungen g e-
deckten Kosten liegen bei 250 Euro. 
 
Beim Hochwasser wurde der Keller des Rhenusspeichers etwa einen Meter hoch übe r-
flutet. Der Schaden in Höhe von ca. 200.000, - € wird jedoch überwiegend durch die 
Bauwesenversicherung abgedeckt. 
 
In den weiteren stadtwerkeeigenen Gebäuden entstand ein Schaden von rund 30.000 
Euro. Im Stadthaus III wurden Aktenräume im Keller in Mitleidenschaft gezogen, so dass 
hier Kosten für die Aktentrocknung entstanden sind. 
 
 
Sportanlagen 
 
Ebenfalls betroffen durch das Unwetter waren zahlreiche Sportanlagen, Sporthallen und 
Sportsonderanlagen im gesamten Stadtgebiet. Von städtischer Seite waren dabei in er s-
ter Linie zahlreiche Turnhallen, die beiden Sportaußenanlagen in Hiltrup und an der Se n-
truper Höhe und die Hallenbäder Kinderhaus, Mitte und Ost betroffen. Die dort entsta n-
denen Schäden sind in den Darstellungen zu den städtischen Gebäuden enthalten. 
  
Darüber hinaus sind zahlreiche vereinsei gene Anlagen oder an Vereine überlassene  
städtische Anlagen betroffen gewesen. 
 
Eine komplette Übersicht mit der Art der Schäden ist als Anlage beigefügt. 
 
 
Städtisches Personal 
 
Für städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kam es zu Mehrarbeit/ Überst unden zum 
einen im unmittelbaren Katastropheneinsatz und zum anderen in der Beseitigung der 
Folgeschäden. Diese Arbeitseinsätze bezogen sich im Schwerpunkt auf die Zahlbarm a-
chung von finanziellen Leistungen für von Unwetter geschädigten Menschen und auf di e 
Behebung von Infrastrukturschäden. Die Überstunden/ Mehrarbeit sind dabei auf Grund 
ihrer Unvorhersehbarkeit und Einzigartigkeit des auslösenden Grundes finanziell abg e-
golten worden. 
 
Im Einzelnen sind nach Ämtern und Einrichtungen dargestellt folgende S tunden ang e-
ordnet worden: 
 
Amt/Einrichtung Gesamtstunden 
Amt für Immobilienmanagement (23) 50 
Ordnungsamt (32) – Zulassungsstelle 72 
Amt für Bürger- und Ratsservice (33) – Telefonzentrale 25 
Feuerwehr 1685 
Amt für Schule und Weiterbildung (40) – Schulhausmeister 20 
Stadtmuseum (45) 32 
Jobcenter (59) ca. 1.500 
Tiefbauamt (66), Fachstelle 43 u. 44 200 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster – Telefonzentrale 110

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Abfallwirtschaftsbetriebe Münster – Sperrmüllabfuhr ca. 2.000 
Gesamt: ca. 5.694 
 
Die finanzielle Abgeltung der vorstehend genannten angeordneten Stunden verursachte 
Kosten in Höhe von ca. 67.27 0 €, mit Ausnahme der angefallenen Stunden für die Ämter 
37 und 59. Die dort entstandenen Personalkosten sind in die unten genannte Anmeldung 
zum Nachtragshaushalt eingeflossen. 
 
Darüber hinaus ist es in vielen weiteren Ämtern und Einrichtungen, wie z.B. u nd vor a l-
lem im Sozialamt und im Amt für Schule und Weiterbildung, durch das Unwetter zu e i-
nem massiven Aufbau von Überstunden (allein bei den Schulhausmeistern mit ann ä-
hernd 400 Überstunden) gekommen, die in  den folgenden Monaten möglichst durch  
Freizeit ausgeglichen werden sollen.  
 
Für mehrwöchige Einsätze sind sehr kurzfristig 19 Hilfskräfte für das Amt für Schule und 
Weiterbildung (Sicherung des Schulbetriebs), 12 Mitarbeiterinnen/  Mitarbeiter für das 
Nothilfe-Team Sozialamt/ Jobcenter, eine Aushilfe für die citeq, 5 Aushilfen im Amt für 
Immobilienmanagement und 8 Aushilfen für die AWM eingestellt oder deren Arbeitszeit 
erhöht worden. Die Aufwendungen für die citeq und die AWM sind durch die dortigen 
Wirtschaftspläne abzudecken. 
 
Durch Dringlichkeitsentscheidung V/0585/2014 wurde die Verwaltung ermächtigt, für die 
kurz- und mittelfristige Behebung der Unwetterschäden befristet für bis zu zwei Jahren 
zusätzliche Personalkapazitäten zu schaffen.  Es sind derzeit 5 befristete Stellen für Mi t-
arbeiterinnen/Mitarbeiter (Ingenieurinnen/Ingenieure und Technikeri nnen/Techniker) für 
das Amt für Immobilienmanagement ausgeschrieben, um die vielfält igen Schäden an 
städtischen Gebäuden zu beheben. Der Einsatz dieser Kräfte wird voraussichtlich Pe r-
sonalkosten im Umfang von ca. 350.000 € pro Jahr zur Folge haben. 
 
Für das Tiefbauamt wurde bereits eine Elektrikerstelle, EGr 07,  für das Hauptklärwerk  
befristet eingerichtet. Zusätzlich sind für notwendige und dringende Maßnahmen folge n-
de Stellen befristet für maximal 2 Jahre zu besetzen: 
 
1,00 EGr. 11 Ingenieur/-in 
1,00 EGr. 9V Techniker/-in 
1,00 EGr. 10 Geoinformatiker/-in 
2,00 EGr. 6  Technische/-r Zeichner/-in 
 
Die Personalaufwendungen für das Tiefbauamt belaufen sich insgesamt auf ca. 360.000 
€. Die erforderlichen Stellen werden in die Ergänzung zum Stellenplanentwurf 2015 au f-
genommen und der finanzielle Mehrbedarf wird über Veränd erungsblätter zum Haushalt 
2015 angemeldet. Die Stellen sollen so weit wie möglich gegenfinanziert werden. 
Um die während der Soforthilfeleist ungen im Sozialamt und Jobcenter entstandenen 
Rückstände abarbeiten zu können, wurden für das Sozialamt und für das Jobcenter j e-
weils 3 Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter befristet eingestellt.  
 
Zum Nachtragshaushalt 2014 mussten zusätzliche Personalkosten angemeldet werden:  
Katastropheneinsatz Berufsfeuerwehr   20.390 € 
Zusatzkräfte Amt für Schule und Weiterbildung 18.640 € 
Nothilfe-Team Sozialamt/ Jobcenter               155.730 €

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In insgesamt 28 Fällen wurde Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch das Per sonal- und 
Organisationsamt aufgrund der privat erlittenen Folgen des Unwetters ein Vorschuss 
entsprechend den Richtlinien von bis zu 2.560,00 € gezahlt. Insgesamt beläuft sich die 
Summe der Vorschüsse auf 63.460,00 €. Darüber hinaus sind städtischen Mitar bei-
tern/innen Sachschäden im niedrigen vierstelligen Bereich entstanden, deren Erstattung 
noch bearbeitet wird. 
 
 
IT-Dienstleistungen 
 
Die durch das Unwetter entstandene Situation war eine besondere Herausforderung 
auch für die Sicherstellung der städtischen IT-Dienstleistungen. Schäden, die an der über 
das gesamte Stadtgebiet verteilten IT - und Telefon - Infrastruktur aufgetreten waren, 
mussten aufgenommen und bewertet, Entstörungsmaßnahmen koordiniert werden. Im 
Gesamtergebnis lässt sich feststellen, dass wesentliche zentrale IT-Services nicht betrof-
fen waren; zu punktuellen Einzelstörungen wurden die gestörten IT -Services wieder b e-
reitgestellt oder zeitnah Ersatzlösungen angeboten. 
 
Schwerpunkte im Rahmen von Ausfällen und Störungen waren: 
 
 Zulassungsstelle (Ausfall aller vor Ort befindlichen Rechnersysteme durch 
Wasserschäden) 
o Aufbau einer temporären Zulassungsstelle im Stadthaussaal und B e-
reitstellung von Ersatzhardware 
 Hauptkläranlage (Ausfall von Mess - und Regelservern durch Wassersch ä-
den) 
o Bereitstellung von Ersatzhardware  
 Jobcenter (Ausfall der alten Telefonanlage durch Wasserschäden im BKI) 
o Kurzfristige Umstellung auf VOIP Telefonie 
 Bürgerhaus Kinderhaus (Ausfall der alten Telefonanlage, Ausfall aller 
Rechnersysteme, zeitweise Störungen der Lichtwellenverteiltechnik im Sys-
temraum) 
o Reinigung und Trocknung der LWL -Verteiler zur Nutzung der hinter 
dem BKI angebundenen Verwaltungsstellen und Schulen 
o Amt für Gesundheit, Veterinär - und Lebensmittelangelegenheiten  (zeitwei-
ser Ausfall der Telefonanlage, Feuchtigkeitsschäden im Systemraum) 
Die finanzielle Schadenshöhe beläuft sich - bezogen auf defekte Hardware, ohne B e-
rücksichtigung der entstandenen personellen Aufwände – auf ca. 7.500 Euro. 
 
 
Finanzielle Folgen für die Stadt Münster 
 
Als Folge des Unwetters vo m 28.07.2014 wurden von den Ämtern der Kernverwaltung 
zusätzliche finanzielle Bedarfe beziehungsweise Belastungen für 2014 in Höhe von 
 
 14,0 Mio. € für die laufende Geschäftstätigkeit der Verwaltung sowie in Höhe von 
 
 3,0 Mio. € für Investitionen 
 
angemeldet und über den  1. Nachtragshaushalt 2014 zur Verfügung gestellt.

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Die finanziellen Belastungen der laufenden Geschäftstätigkeit der Verw altung entfallen 
im Wesentlichen auf 
 
 3,2 Mio. € für die finanzielle Soforthilfe des Sozialamtes 
 3,0 Mio. € für die finanzielle Soforthilfe des Jobcenters 
 2,3 Mio. € für die Instandhaltung an Gebäuden 
 2,1 Mio. € für außerplanmäßige Abschreibungen auf Gebäude 
 1,2 Mio. € für den Großeinsatz der Feuerwehr und anderer Hilfskräfte 
 1,1 Mio. € für die Schadensbeseitigung an Grünanlagen 
 0,6 Mio. € für Aufwendungen im Schulbereich 
 0,28 Mio. € für Aufwendungen der Müllentsorgung (ohne AWM), Reinigung und 
Aktentrocknung 
 0,20 Mio. € für zusätzliche Personalaufwendungen 
 
Die finanziellen Belastungen durch Investitionen ergeben sich im Wesentlichen aus 
 
 2,25 Mio. € für die Sanierung des Bürgerhaus Kinderhaus – ohne Hallenbad  
 0,50 Mio. € für die Sanierung der KiTa Kinderbachtal 
 0,17 Mio. € für Ersatzbeschaffungen für durch das Unwetter zerstörtes Mobiliar 
und unbrauchbar gewordene Ausstattungsgegenstände 
 0,13 Mio. € für die Erneuerung des Notstromaggregates für das Stadion Hammer 
Straße. 
 
Diesen Belastungen des städtischen Haushalts in 2014 stehen erwartete 
 
 3,5 Mio. € Zuweisungen des Landes zur Finanzierung der Unwetterschäden 
 
und 
 
 0,77 Mio. € Erträge aus der Auflösung von bilanziellen Sonderposten für das Ha l-
lenbad Kinderhaus sowie für die KiTa Kinderbachtal, insgesamt somit 
 
 4,3 Mio. € Entlastungen des städtischen Haushalts gegenüber. 
 
Welche finanziellen Belastungen infolge des Unwetters vom 28.07.2014 der Haushalt 
2015 zu tragen haben wird, war zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Vorlage noch nicht 
abschließend bekannt. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die Belastu n-
gen im konsumtiven und investiven Bereich zusammen deutlich im einstelligen Millionen -
Bereich liegen werden. Über die konkreten Belastungen wird die Verwaltung im Rahmen 
der Etat-Beratungen 2015 durch Veränderungsblätter informieren. 
 
 
 
7. Schlussfolgerungen für zukünftiges Handeln 
 
Bei der Frage, welche Konsequenzen aus dem Ereignis zu ziehen sind, muss zunächst 
konstatiert werden, dass das Unwetter objektiv eine außerordentliche Intensität hatte,  die 
nicht nur in Münster jenseits der bisherigen Kalkulationen eines hundertjährigen Erei g-
nisses stand.

37 
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Die Messwerte des Unwetters vom 28.07.2014 können daher nicht als genereller Maß-
stab für Vorsorgemaßnahmen herangezogen werden, gleichwohl sollten die  Eindrücke 
von den Geschehnissen die Aufmerksamkeit für Vorsorge - und Gefahrenabwehrma ß-
nahmen schärfen. Auch ein zukünftiges Starkregenereignis, das nicht die Intensität des 
Unwetters vom 28.07.2014 aufweist, wird die Infrastruktur der Stadt Münster erneut  an 
ihre Grenzen bringen oder auch übersteigen. Diese Erkenntnis sollte bei der Stadtpl a-
nung sowie der Entwicklung der (kritischen) städtischen Infrastruktur und Gefahrena b-
wehr berücksichtigt werden. 
 
 
Kapazität der Notrufabfrage 
 
Das Unwetter führte nahez u im gesamten Stadtgebiet fast gleichzeitig zu objektiv geg e-
benen oder subjektiv empfundenen Notlagen. Dem daraus resultierenden „Massenanfall 
an Notrufen“ konnte in der bei diesem Ereignis besonders intensiven Ausprägung mit der 
vorhandenen Infrastruktur der Leitstelle der Feuerwehr weder technisch noch personell 
entsprochen werden. 
 
Auch nach Inbetriebnahme der neuen Leitstelle -  mit nahezu verdoppelter Technik – 
werden die Kapazitäten nicht ausreichen, um bei einem vergleichbaren Ereignis alle No t-
rufe zeitnah abzufragen. Die personelle Besetzung der Leitstelle bleibt zudem unverä n-
dert und ist zur Ausschöpfung der zukünftig erweiterten technischen Möglichkeiten noch 
mehr als bisher auf die Bereitschaft der Feuerwehrbeamten angewiesen, auch außerhalb 
der D ienstzeiten erreichbar zu sein und bei Bedarf unverzüglich den Dienst aufzune h-
men. 
 
 
Infrastruktur des Katastrophenschutzes 
 
Die Räumlichkeiten der Leitstelle der Feuerwehr sowie für die Feuerwehreinsatzleitung 
und den Krisenstab der Stadt Münster am Stand ort der Feuer- und Rettungswache 1 am 
York-Ring haben sich erneut als zu klein herausgestellt. Mit den bereits im Bau befindl i-
chen neuen Räumlichkeiten wird sich die Situation ab Mitte 2015 deutlich verbessern. 
 
Die Ausfälle bzw. Einschränkungen bei System en der kommunalen Infrastruktur (Stro m-
versorgung, Abwasser, Telekommunikation etc.) haben die Bedeutung deren sicherer 
Verfügbarkeit mehr als deutlich gemacht. Um hier auf noch gravierendere Ereignisse, wie 
z.B. einem großflächigen Ausfall der Stromversorg ung, vorbereitet zu sein, bedarf es e i-
ner systematischen Erfassung von kritischen Infrastrukturen . Hierzu zählt unter anderem 
die Erfassung der bei Stromausfall an Leib und Leben gefährdeten Bürgerinnen und Bü r-
ger. Hier sei insbesondere auf die derzeit noc h unbekannte Zahl von Beatmungspatie n-
ten verwiesen, die zuhause betreut werden und bei denen ein Stromausfall sehr schnell 
zu lebensbedrohlichen Situationen führen kann. Die Kenntnis um die Zahl und Wohnorte 
erleichtert es der Stadt Münster als Katastrophenschutzbehörde, im Ereignisfall adäquate 
Hilfe leisten zu können. 
 
In Erweiterung des bereits vorhandenen Einsatzleitrechners der Feuerwehr soll ein M o-
dul erworben werden, mit dem die georeferenzierte Darstellung der Notrufadressen s o-
wie der Standorte der Einsatzfahrzeuge zeitnah dargestellt werden kann („automatisierte 
Lagedarstellung“). Es zeichnet sich ab, dass die Reserven an Schutzkleidung, Notstro m-
aggregaten, Schmutzwasserpumpen und Sandsäcken aufgestockt werden sollten, um

38 
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Ausfälle und Verluste zukün ftig auch während eines Großschadensereignisses kompe n-
sieren zu können.  
 
 
Information für Bürgerschaft und Mediennutzung 
 
In der Arbeit des Presse - und Informationsamtes hat sich bestätigt , dass Medienmonit o-
ring in schwierigen Situationen unverzichtbar is t. Neben den klass ischen Medien gilt die 
Aufmerksamkeit den Online -Medien einschließlich Sozialen Medien, über die sich Info r-
mationen und Stimmungen, aber auch Missverständnisse, offene Fragen und Falsc h-
meldungen sehr schnell und rund um die Uhr ve rbreiten können. Eine Kommune muss 
bei Bedarf jederzeit einen "Input" mit korrekten, sachlichen Informati onen leisten.  Hier 
sind neue Anforderungen an die etablierten Akteure erwachsen, die Fragen nach Pers o-
nal- und Sachressourcen aufwerfen. 
 
Innerhalb der Verwalt ung ist zu gewährleisten, dass an frequentierten Infotelefonen und 
bei den Service- und Beratungsstellen alle vorhandenen Informationen auf dem aktuellen 
Stand vorliegen. Diese Stellen, deren Zusammensetzung je nach Anlass variiert, sind 
kontinuierlich über einen verwaltungsinternen Verteiler zu bedienen ; Ziel sollte u.a. eine 
möglichst einheitliche Informationslage sein . Das Presseamt wird seinen Verteiler au s-
bauen, damit in künftigen Ausnahmesituationen auch alle fraglichen internen Stellen i m-
mer auf dem aktuellen Informationsstand sind. 
 
Darüber hinaus sollte für den Krisenfall die Einrichtung einer zentralen Kontakt - und Ko-
ordinierungsstelle geprüft werden, die autorisierte Ansprechstelle für Initiativen und Hilf s-
angebote ist. 
 
 
Klimaanpassungskonzept 
 
Unabhängig von der jetzigen Betroffenheit der Stadt Münster ist festzustellen, dass sich 
Wetterlagen, die das Entstehen solcher massiven Regenereignisse möglich machen, in 
Folge des Klimawandels erheblich häufen werden. Aber auch schon in den letzten 20 
Jahren haben sich Unwetterereignisse gehäuft. Nicht nur Starkregen sondern auch ande-
re extreme Wettererscheinungen werden zunehmen - auch im Münsterland - so die Ein-
schätzungen des Deutschen Wetterdienstes.  
 
Vor diesem Hintergrund hat das Amt für Grünflächen  und Umweltschutz 2013 Bunde s-
fördermittel für die Erstellung eines sogenannten Klimaanpassungskonzeptes beantragt 
und bewilligt bekommen. Der AUB hat in seiner Sitzung am 25.03.2014 die Erstellung 
des Klimaanpassungskonzeptes für Münster beschlossen. 
 
Die Ziele des Konzeptes sind: Die Verletzlichkeit (Vulnerabilität) der Stadt für den Klim a-
wandel herauszuarbeiten unter Berücksichtigung der Aspekte: Schutz der Bevölkerung, 
Katastrophenschutz, Wasserhaushalt, Hochwasserschutz, Boden, Biologische Vielfalt 
und Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Planungs- und Baubereich, Infrastruktur s o-
wie Industrie und Gewerbe. Es wird eine Klimaanpassungsstrategie und ein Maßna h-
menkatalog erarbeitet. 
 
Die Erarbeitung wird innerhalb der Verwaltung federführend vom Amt für Grünflächen 
und Umweltschutz betreut. Querschnittsorientiert sind zahlreiche Ämter sowie externe

39 
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Beteiligte  (wie z. B. die Umweltverbände oder die Katastrophenschutzorganisationen) 
beteiligt. Die Bearbeitung ist im Frühjahr 2014 gestartet. Eine Arbeitsgru ppe beschäftigt 
sich im Schwerpunkt mit den Themen Hochwasser -, Überflutungs-  und  Katastrophe n-
schutz. In dieser Arbeitsgruppe wird auch das aktuelle Unwetter aufgearbeitet. 
 
 
Hochwasserrisiko-Management 
 
Im Rahmen des auf Ebene der Europäischen Union für  alle Mitgliedstaaten verbindlich 
vorgeschriebenen „Hochwasserrisiko-Managements“ wurden im Zeitraum zwischen 2011 
und 2013 auch in Münster Hochwassergefahrenkarten sowie  Hochwasserrisikokarten 
erstellt. 
 
In den Hochwassergefahrenkarten werden die bei vers chiedenen Wasserständen durch 
die Oberflächengewässer überfluteten Bereiche dargestellt. In den Hochwasserrisikoka r-
ten werden die Überflutungsbereiche mit den jeweiligen Nutzungen der überfluteten Fl ä-
chen verknüpft, woraus Risiken abgeleitet werden können.  Die Mitgliedstaaten der EU 
sind nun aufgefordert, bis 2015 Hochwasserrisiko -Managementpläne zu erarbeiten, in 
denen die erkannten Risiken bewertet und gegebenenfalls planerische, organisatorische 
oder technische Maßnahmen zur Risikobegrenzung festgelegt werden.   
 
Auch wenn die Hochwasserrisikokarten in erster Linie die Überflutungsbereiche darste l-
len, die sich durch ansteigende Oberflächengewässer ergeben, so konnten die Karten 
doch auch beim Starkregenereignis vom 28.07.2014 zur Identifizierung besonders  ge-
fährdeter Bereiche herangezogen werden. Auf Basis der Auswertung der entspreche n-
den Karte für den Bereich der Aa innerhalb der bebauten Innenstadt erfolgte so z.B. auch 
die Entscheidung, das entsprechende Wehr an der Badestraße in eine maximale Sta u-
position zu ziehen. 
 
Die vorhandenen Hochwassergefahren sowie Hochwasserrisikokarten für den Bereich 
der Stadt Münster sollten um die besonderen Erkenntnisse aus dem Starkregenereignis 
vom 28.07.2014 ergänzt werden. Bei den noch zu erstellenden Hochwasserrisiko -
Managementplänen sollten die Bereiche, die sich unabhängig von vorhandenen Oberfl ä-
chengewässern als (durch R egen) überflutungsgefährdet erwiesen haben, in gleicher 
Weise berücksichtigt und bewertet werden. 
 
Die Erkenntnisse aus den Hochwasserrisikokarten müssen in die Raumplanung sowie 
Flächennutzungsplanung der Stadt Münster einfließen, da die Möglichkeiten der techn i-
schen Gefahrenabwehr begrenzt sind. Hier muss „Gefahrenabwehr durch Raumplanung“ 
betrieben werden. 
 
 
Entwässerungssystem 
 
Grundlagen 
 
Die Ableitung des Regenwassers in Münster geschieht über ein weit verzweigtes Fließ-
gewässersystem von rund 613 Kilometer Länge. Hauptsächlich handelt es sich um kleine 
Bäche, die sich überwiegend auf die Einzugsgebiete der Aa und der Werse aufteilen. 
Von den 604 Kilometern unterhält die Stadt 195 Kilometer und die fünf Wasser - und Bo-
denverbände die  übrigen 418 Kilometer. Zusätzlich zu diesen Fließgewässern gibt es

40 
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eine Vielzahl von offenen Gräben zur Entwässerung der unbefestigten Flächen im A u-
ßenbereich, die von den jeweiligen Grundstückseigentümern zu unterhalten sind. 
Ein hydraulischer Nachweis i st für größere Fließgewässer erforderlich. Hier gilt es s i-
cherzustellen, dass ein Abflussereignis mit einer Wiederkehrzeit von hundert Jahren 
(sog. hundertjähriges Hochwasser) im Siedlungsbereich schadlos durchgeleitet werden 
kann. Im Außenbereich gelten j e nach Nutzung geringere Anforderungen (20 - bzw. 50- 
jährige Wiederkehrzeit).  Für die Aa und für die Werse wurden diese Berechnungen in 
2012 durch die Bezirksregierung im Rahmen der Umsetzung der europäischen Hoc h-
wasserrisikomanagement-Richtlinie durchgefü hrt und veröffentlicht. Aufgrund der Au s-
wirkungen für die Aa in der Innenstadt hat das Tiefbauamt in 2013 detailliertere Berec h-
nungen einschließlich der Konzeption für Hochwasserschutzmaßnahmen in Auftrag g e-
geben (V/0588/2013). B elastbare Ergebnisse hierzu  werden voraussichtlich im ersten 
Quartal 2015 vorliegen.  Für die nachgeordneten Gewässer (Kinderbach, Getterbach, 
Emmerbach, Erdelbach, Meckelbach, Lohausbach) wurden diese Berechnungen im La u-
fe der letzten Jahre durch das Tiefbauamt durchgeführt und der unteren Wasserbehörde 
vorgelegt. 
 
Die Abwasserkanäle in Münster haben eine Gesamtlänge von rund 1.700 km (Rege n-
wasser 770 km, Schmutzwasser 660 km, Mischwasser 110 km, Druckrohrleitungen 160 
km).  Flächenmäßig werden ca. 20 % des Stadtgebietes im Mischsyst em und ca. 80 % 
im Trennsystem entwässert. Beide Systeme haben verschiedene Vor - und Nachteile, die 
bei einem derartigen Starkregen jedoch keine Auswirkungen haben. Höhenunterschiede 
werden über ca. 250 Kleinpumpwerke und  77 Schmutzwasserpumpwerke überwun den. 
Nach den aktuellen Regelwerken sind für neue Kanalnetze Überflutungsnachweise zu 
erbringen, woraus hervorgeht, dass das Niederschlagswasser in der Regel für ein R e-
genereignis mit einer Wiederkehrzeit von mehr als zehn Jahren von der Straßenfläche 
nicht ausufert. Dieser Standard ist in einigen vorhanden Stadtgebieten (Mauritz, Gre m-
mendorf, Albachten)  aufgrund der topographischen Gegebenheiten nicht vorhanden. Bei 
größeren Niederschlägen und Abflüssen können sich  die Rohrleitungen und Schächte 
bis zur Straßenoberkante füllen. Alle Räume unterhalb dieser Ebenen müssen daher von 
den Grundstückseigentümern vor Rückstau gesichert werden. 
 
 
Weiteres Vorgehen 
 
Das Unwetter am 28.07.2014  hat deutlich gezeigt, dass die größten Schäden in Bere i-
chen unmittelbar a n Gewässern und in historischen Gewässerniederungen aufgetreten 
sind. Technisch können für derartige Regenmengen , wie sie am 28.07. niedergingen , 
Abwasserkanäle und Gewässer nicht bemessen und gebaut werden. Ende 2012 wurde 
von Fachleuten des BWK (Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und 
Kulturbau) und der DWA (Deutsche Vereinigung für Abwasser, Abfall und Wasserwir t-
schaft) ein „Praxisleitfaden zur Überflutungsvorsorge“ erarbeitet.  In ihm werden ve r-
schiedene Vorsorgemaßnahmen auf komm unaler und privater Ebene beschrieben. Die 
Stadt Münster wird an Hand dieses Leitfadens verschiedene Optimierungen prüfen.  Wie 
im Leitfaden erläutert, ist eine Vergrößerung der unterirdischen Leitungskapazitäten für 
die schadlose Ableitung der Extremnieder schläge aus wirtschaftlichen und technischen 
Gründen nicht zielführend. Die hydraulische Sanierung in Münster wird auf der Grundl a-
ge des Standes der Technik zur Risikominimierung  und Verbesserung des Überfl u-
tungsschutzes erfolgen.

41 
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Bei der Bewältigung der  Aufgaben  im Zusammenhang mit dem Unwetter wird das Tief-
bauamt auch die Erkenntnisse aus der Teilnahme am Forschungsvorhaben „ Schritte zu 
einem anpassungsfähigen Management des urbanen Wasserhaushalts (SAMUWA) des 
Bundesministeriums für Bildung und Forsc hung nutzen. Ziel dieses Forschungsvorh a-
bens sind  u nter anderem die Auswirkungen des Klimawandels auf die Stadtentwäss e-
rung zu behandeln. 
 
In der Bauleitplanung wird der Hochwasserschutz stärker berücksichtigt werden. Zudem 
soll versucht werden , freie Flächen, zum Beispiel Straßen und Grünflächen, als Rege n-
rückhalteraum planerisch vorzusehen.  In Zukunft soll der Grundsatz „mehr Raum für die 
Gewässer“ konsequenter in der Bauleitplanung umgesetzt werden. 
 
Besonders an den zeitweise ausgefallenen Pumpwerken u nd am Betriebsgebäude der 
Hauptkläranlage sind einzelne Schwachstellen aufgefallen, die aufgearbeitet und verbe s-
sert werden müssen.  Es ist Ziel , die abwassertechnischen Einrichtungen hochwassersi-
cherer und somit betriebssicherer zu machen.  Die hydraulischen Berechnungen und S i-
mulationen für alle Regenwassernetze, für die nach den aktuellen Ansätzen noch keine 
Berechnung vorliegt, sollen ergänzt werden. Ziel ist die Aufdeckung von Schwachstellen 
und die Priorisierung von Maßnahmen. 
 
Der zerstörte Gasspeicher auf der Hauptkläranlage wird erneuert. 
 
Der Bau des „Mediendükers Wolbecker Str./DEK“ wird zur Erhöhung der Entsorgungss i-
cherheit des Einzugsgebietes Mauritz/ Wolbecker Str. vorgezogen. 
 
Die Kanaldatenbank wird kurzfristig um die Module „Sinkkasten“ und  „Gewässer“ zur 
schnelleren Informationshandhabe und zur besseren Verwaltung und Dokumentation von 
Unterhaltungs- und Wartungsarbeiten ergänzt. 
 
Neben verschiedenen Einzelfällen sind besonder s in folgenden vier Fällen großflächige 
Überflutungen von Erdgeschossflächen durch Gewässer eingetreten: 
 
 Hunnebecke - Baugebiet Waltruper Weg 
Als Sofortmaßnahme hat Straßen.nrw den Schutzrechen vor dem Durchlass der 
B54 optimiert. Alle weiteren Maßnahmen werden in einem Arbeitskreis mit b e-
troffenen Grundstückseigentümern abgestimmt, insbesondere die detaillierte hy d-
raulische Nachrechnung durch ein Fachbüro, das von den Anliegern vorgeschl a-
gen wurde. Der Auftrag hierzu ist bereits im Oktober erfolgt. Ergebnisse sollen Mit-
te 2015 vorliegen. 
 
 Igelbach - Kinderhaus 
In mehreren Gesprächen vor Ort wurde mit Anliegern die Situation besprochen. 
Das Tiefbauamt hat ein Ingenieurbüro mit der hydraulischen Nachrechnung des 
Einzugsgebietes beauftragt. 
 
 Canisiusgraben -  Mecklenbeck 
Ein zusätzlicher Vorrechen wird eingebaut.  Es wird geprüft ob der Durchlass an 
der Mecklenbecker Straße optimiert werden sollte.  
 
 Aa – Kanalstraße 
Die Ergebnisse der in 2013 beauftragten hydraulischen Nachrechnung liegen An-

42 
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fang 2015 vor. Die Erhöhung des Radweges wird geplant und ein Bau für 2015 
vorbereitet. 
 
Zudem gibt es eine Vielzahl weiterer kleinerer Bereiche , bei denen im Kontakt mit den 
Betroffenen die Sachlage besprochen wird und wo sinnvoll und möglich Optimierungen 
umgesetzt werden. 
 
Die hydraulischen Nachweise der noch nicht berechneten Gewässe r zur Risikoanalyse 
und zur Aufdeckung von Schwachstellen und g egebenenfalls Erarbeitung von Verbesse-
rungskonzeptionen werden erstellt.  Zudem wird kurzfristig das IT -gestützte Gewässe r-
modul zur schnelleren Informationshandhabe und zur besseren Verwaltung u nd Dok u-
mentation von Unterhaltungs- und Wartungsarbeiten eingeführt. 
 
Alle Gewässerdurchlasse und Einlaufgitter werden mit dem Ziel , die problematischen 
Einlaufgitter zu ersetzen, analysiert. Eventuell sollen Gewässerdurchlässe zur Verbesse-
rung der hydraul ischen Leistungsfähigkeit mit gleichzeitiger ökologischer Verbesserung 
der Durchgängigkeit vergrößert werden. Diese Vorgehensweise verbindet die Erforde r-
nisse der europäischen Hochwasserrisikomanagement -Richtlinie mit den ökologischen 
Zielvorgaben der europäischen Wasserrahmenrichtlinie.  Für diese Maßnahmen können 
unter bestimmten Voraussetzungen Zuwendungen des Landes aus dem Programm „l e-
bendige Gewässer“ in Anspruch genommen werden. 
 
Die Hochwasserschutzmaßnahmen aus de n zurzeit laufenden Berechnungen für  die 
Münstersche Aa werden umgesetzt.  Die Mindestanzahl der Straßenablaufreinigungen 
wurde von einmal auf zweimal jäh rlich erhöht. Die Reparatur der Straße „Am -Max-
Klemens-Kanal“ ist für 2015 vorgesehen. 
 
Jeder Grundstückseigentümer kann mit angemessenem f inanziellem Aufwand seine G e-
bäude vor Sturzfluten schützen, z.B. durch Nachrüstung oder Erneuerung der Rücksta u-
sicherung, sofern Entwässerungsgegenstände unterhalb der Rückstauebene betri eben 
werden. Hochgezogene Kellerlichtschächte, überflutungssichere Fe nster für Souterrai n-
wohnungen, Hochwasserschutzwände vor der Terrassentür oder Vorbeileiten des Obe r-
flächenwassers sind beispielhafte Maßnahmen zum Objektschutz gegen Überfl utung von 
oben. Das Tiefbauamt wird zu diesen Themen die Öffentlichkeitsarbeit verstärken. Schon 
seit Jahren bietet es z.B. eine kostenlose Rückstauberatung vor Ort an. 
 
 
Telefonzentrale 
 
Wie bei der planerischen Vorbereitung auf Großschadensereignisse bzw. Katastrophen 
erwartet, haben sich auch anlässlich des Unwetters zahlreiche Bürger innen und Bürger 
an die Telefonzentrale der Stadtverwaltung gewandt, um Informationen zu erhalten oder 
Mitteilungen bzw. Schadensmeldungen zu geben. 
 
Mit der derzeit im Aufbau befindlichen neuen Telefonanlage soll die Möglichkeit gescha f-
fen werden, dass di e Amtsnummer der Stadtverwaltung (492 -0) zukünftig über die im 
Amt für Bürger- und Ratsservice vorhandenen sechs Arbeitsplätze , die im Schichtbetrieb 
mit 4,27  Stellen bedient werden, hinaus an weiteren Plätzen abgefragt und vermittelt 
werden kann. Die kur zfristige personelle Verstärkung auf bis zu 12 Mitarbeiter/innen ist 
durch das Amt 33 unter gleichzeitiger temporärer und bedarfsorientierter Aufst ockung 
des Personals durch das Personal - und Organisationsamt zu realisieren. Hierzu ist es

43 
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unentbehrlich, durch geeignete Schulungsmaßnahmen  ausreichendes und im Bedarf s-
fall verfügbares Personal im Vorfeld zu qualifizieren . Eine Zusammenfassung der städt i-
schen Telefonzentrale mit der A bfrage der bundeseinheitlichen Behördennummer 115 in 
Münster ist gegeben. Es ist b eabsichtigt, auch für das Info -Telefon der Feuerwehr die 
Möglichkeit einer Umschaltung auf diese Arbeitsplätze einzurichten. 
 
Zur Sicherstellung eines einheitlichen Informationsstandes in der Stadtverwaltung sowie 
einer einheitlichen Informationsweitergabe durch die Stadtverwaltung soll im Intranet eine 
eigene, auf das jeweilige Ereignis bezogene Informations - und Auskunftsplattform aufge-
baut werden.  Darüber hinaus ist die Verknüpfung mit weiteren Informationszentralen 
(Stadtwerke, Bahn, Polizei etc.) zu prüfen. 
 
Im Übrigen müssen  wesentliche Einrichtungen der Infrastruktur der Stadt Münster, ange-
fangen bei der Telefonanlage über die bereitgestellte IT -Technik bis hin zur Gewährlei s-
tung einer Notstromversorgung wesentlicher Funktionsbereiche der Stadtv erwaltung ei-
ner kritischen Prüfung unterzogen werden. 
 
 
8. Schluss 
 
Der 28. Juli 2014 wird im Gedächtnis Münsters haften bleiben. Das Unwetter dieses T a-
ges fo rderte Menschenleben, zerstörte Existenzen und schädigte in außerordentlichem 
Maße privates wie öf fentliches Vermögen. Gleichzeitig bestätigten sich im Schadense r-
eignis die konzeptione llen, organisatorischen und verfahrensmä ßigen Vorkehrungen für 
ein effektives und effizientes Krisenmanagement. Für verschiedene Bereiche der Stad t-
verwaltung empfiehlt sich dennoch die Erarbeitung von weiteren Vorkehrungen im Sinne 
eines Notfallmanagements (etwa bei einem Stromausfall). 
 
Auch wenn die besondere Intensität des Unwetters vom 28. Juli nicht als genereller 
Maßstab für zukünftige Vorsorgema ßnahmen heran gezogen  werden kann, wird die 
Stadt Münster die vorliegenden E rkenntnisse bei der Stadtplanung, bei der Entwicklung 
der städtischen Infrastruktur und der Gefahrenabwehr nutzen. Insoweit stellt der vorli e-
gende Bericht lediglich eine vorläufige Bestandsaufnahme dar. 
 
In Vertretung 
 
gez. 
Wolfgang Heuer 
Stadtrat 
 
 
Anlagen: 
 Anlage 1: Graphik – Niederschlagsverlauf am 28.07.2014 
 Anlage 2: Graphik – Einsätze der Feuerwehr 
 Anlage 3: Graphik – Stromausfälle 
 Anlage 4: Graphik – Regenmengen 
 Anlage 5: Fotos 
 Anlage 6: Liste der Unwetterschäden im Sportbereich 
 Anlage 7: Finanzierungen von Kitas und Eltern-Kind-Gruppen aus städtischen       
    Mitteln/Spenden

V_839_2014_Anlage5

454 Zeichen

Anlage 5 zur Vorlage V/0839/2014 
   Hallenbad Kinderhaus 
 
   Entsorgung des Sperrmülls durch die AWM 
   
   Kellergeschoss Bürgerhaus Kinderhaus

- 2 - 
 
   Warteschlange vor dem Sozialamt im Rahmen der Soforthilfe 
 
   Aufräumarbeiten in der Promenade 
 
   Überflutete Straße in Handorf

- 3 - 
 
   Einsatzfahrzeug der Feuerwehr an der Bahnbrücke Hafenstraße 
 
   Zerstörter Fußboden in einem privaten Wohngebäude 
 
   Sitzung des Krisenstabes

V_839_2014_Anlage6

4249 Zeichen

Anlage 6 zur Vorlage V/0839/2014
Unwetterschäden im Sportbereich 
Lfd. 
Nr. Sportstätte/-anlage Verein/Stadt Schäden 
A
1 Middelfeldhalle - Zweifachhalle kommunal 
Wasserschäden an Boden, Prallschutz, 
Tribüne, Turngeräten 
2 Dreifachhalle Ludwig-Erhard-Schule kommunal 
Wasserschäden - Verzögerung der regulären 
Sanierungsarbeiten 
3 Dreifachsporthalle Kinderhaus kommunal Wasserschäden am Hallenboden 
4 Zweifachsporthalle Kinderhaus kommunal Wasserschäden 
5 Turnhalle Waldschule Kinderhaus kommunal Wasserschäden am Hallenboden 
6 Turnhalle Mauritzschule kommunal Wasserschäden am Hallenboden 
7 Turnhalle Wilhelm-Hittorf-Gymn. kommunal Wasserschäden 
8
Zweifachhalle Norbert Grundschule 
Kinderhaus kommunal Wasserschäden 
9
Turnhalle Eichendorffschule 
Angelmodde kommunal Wasserschäden 
10 
Zweifachhalle Immanuel-Kant 
Gymnasium kommunal Wasserschäden 
11 
Zweifachhalle Grundschule 
Kinderhaus West kommunal Wasserschäden 
12 Turnhalle Paul-Schneider Schule kommunal Wasserschäden 
13 Turnhalle Pötterhoekschule kommunal Wasserschäden 
14 Dreifachhalle Hans-Böckler-Schule kommunal Wassersc häden 
B
B.a. kommunale Sportanlagen 
1 Sportpark Sentruper Höhe kommunal Baumschäden, Reinigungsarbeiten 
2 Sportanlage Hiltrup-Süd kommunal Wasserschäden am Container 
B
B.b. 
1 Sportanlage Im Draum SC Sprakel 1930 Wassereintritt in Umkleiden und Duschen 
2 Sportanlage Im Draum SC Sprakel 1930 Laufbahn - Erdabsackung 
3 Sportanlage Im Draum SC Sprakel 1930 Überschwemmung der Beachvolleyballanlage 
4 Sportanlage Coppenrathsweg 
DJK SV Mauritz 
(Germania Mauritz) Überschwemmung der kompletten Anl age 
5 Sportanlage Coppenrathsweg 
DJK SV Mauritz 
(Germania Mauritz) 
Defekt/Beschädigung von Computer, 
Kühlschränken und Mobiliar 
6 Sportanlage Heriburgstraße TSV Handorf Überschwemmung der Sportplätze 
7 Sportanlage Siemensstraße ESV Münster Beläge der Zugangswege abgespült 
8 Sportanlage  Wangeroogeweg 
SC Westfalia 
Kinderhaus 
Wasserschäden - Umkleiden, Technik, 
Heizung, Stromversorgung 
9 Sportanlage Coerheide SV Teutonia Coerde Wasserschäden am Gebäude 
Sporthallen 
Sportaußenanlagen 
kommunale an den Verein überlassene Sportanlagen 
Sportaußenanlagen

Anlage 6 zur Vorlage V/0839/2014
Seite 2 
Lfd. 
Nr. Sportstätte/-anlage Verein/Stadt Schäden 
C
1
Sportanlage Wangeroogeweg, 
Kellergeschoß des Vereinshauses 
Billard-Gesellschaft 
Münster 
Totalschaden der Vereinsräume, der 
Einrichtung, 
der Billardtische, der Sportgeräte 
Sportanlage Wangeroogeweg, 
Tennisanlage 
SC Westfalia 
Kinderhaus Verschlammung der Drainage 
2 Sportanlage Hammer Straße SC Preußen Münster Kasse etc. 
3 Segelhafen, Mecklenbecker Straße 
Segelclub Hansa 
Münster 
Wasserschäden im Keller = 
Reparaturwerkstatt 
4 Segelhafen, Mecklenbecker Straße 
Segelclub Hansa 
Münster Schäden im/am Hafen 
5 Segelhafen, Mecklenbecker Straße 
Segelclub Hansa 
Münster Schäden am 4 m x 6 m Sonnenschirm 
6 Sportanlage Schifffahrter Damm 
DJK SV Mauritz 
(Germania Mauritz) Defekt der Heizungsanlage 
7 Schießsporthallen, Coerheide 47 
Coerder 
Bürgerschützen 
diverse Wasserschäden in den Räumen inkl. 
Einrichtung (Wände, Deckenverkleidung, 
Treppe, Mobiliar) 
8 Reitanlage Amelsbüren 
ZRG St. Sebastian 
Amelsbüren 
Schäden an Hof, Stallungen, Reithalle, 
Außenreitplätzen 
9 Bootshaus an der Werse Paddelsport Münster 
Schäden an Parkplatz, Außenanlagen und 
dem Dach des Bootshauses 
10 Tennisanlage Steinfurter Str. TC Union Münster 
Wasserschäden im Clubhaus, den Umkleiden 
und einer Tennishalle 
11 
Sporthalle CVJM Münster, 
Johannes-Busch-Haus, Merschkamp 
23 CVJM Münster 
Wasserschäden in der Sporthalle 
(Hallenboden, Boden der Nebenräume) 
12 Reitanlage Sprakel 
Reit- und Fahrverein 
Münster Sprakel 
Wasserschäden an der gesamten Anlage 
- Reitboden der 2 Reithallen 
13 
Sportanlage Siemensstraße - 
Kegelhalle ESV Münster 
Wasserschäden am Außenmauerwerk - 
Isolierung 
D Bäder 
1 Hallenbad Kinderhaus kommunal Totalschaden 
2 Hallenbad Ost kommunal 
diverse Schäden (Aufzüge, Technik Sole, 
Keller, 
Pumpen, Türen, Dachabflüsse) 
3 Hallenbad Mitte kommunal 
diverse Schäden (Keller, Haupteingang 
Rampe, Pflasterung) 
4 Freibad Stapelskotten kommunal 
Überschwemmung der Liegewiese, 
Streifenfundament 
vereinseigene Sportanlagen/-einrichtungen

V_839_2014_Anlage1

72 Zeichen

Anlage 1 zur Vorlage V/0839/2014 
 
 
Niederschlagsverlauf am 28.07.2014

Beratungsverlauf (17)

13.11.2014 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 5.5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
18.11.2014 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 3.6 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
18.11.2014 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 6.5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
19.11.2014 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
20.11.2014 Sportausschuss
TOP 3.8 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
20.11.2014 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
25.11.2014 Ausschuss für Liegenschaften, Wirtschaft und strategisches Flächenmanagement
TOP 8.4 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
26.11.2014 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 6 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
26.11.2014 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen
TOP 10.2 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
02.12.2014 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe
TOP 12 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

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02.12.2014 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 6.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

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04.12.2014 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 4.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

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15.01.2015 Bezirksvertretung Münster-Ost
TOP 4.2 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

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27.01.2015 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen
TOP 5.7 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

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03.02.2015 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und E-Government
TOP 6 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

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11.02.2015 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 5 Bericht Entscheidung

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11.02.2015 Rat
TOP 14 Bericht Entscheidung

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Details

Aktenzeichen
V/0839/2014
Typ
Vorlagen
Datum
05.11.2014
Erstellt
06.10.2020 14:37