V/0787/2015
Trägerausschreibung für die Kindertageseinrichtungen an der Malteserstraße (Hiltrup), Bohlweg (Innenstadt) und Josef-Beckmann-Straße (Kinderhaus)
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage 3.6 Konzept DRK Josef-Beckm.-Str.
43172 Zeichen
DRK- Münster Sozialwerk gGmbH
Zumsandestraße 25/27
48145 Münster
August 2015
Pädagogische Konzeption
zur Bewerbung als Träger der
Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-
Straße, Münster-Kinderhaus
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 2
Inhaltsverzeichnis
Leitbild und Konzeption der DRK-Kindertageseinrichtungen ................................ ...................... 3
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit ............................. 4
Der situationsorientierte Ansatz ................................ ................................ ................................ .. 5
Das Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße ........................... 6
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten ................................ ... 6
Jahresöffnungszeiten ................................ ................................ ................................ ................. 6
Pädagogische Ziele ................................ ................................ ................................ .................... 7
Bewegung ................................ ................................ ................................ .............................. 7
Spielen und Gestalten ................................ ................................ ................................ ............ 8
Sprache und Sprachförderung ................................ ................................ ................................ 8
Musischer Bereich ................................ ................................ ................................ .................. 9
Natur und Umwelt ................................ ................................ ................................ ................... 9
Interkulturelle Erziehung (Migration) ................................ ................................ ....................... 9
Integrative Erziehung (Inklusion) ................................ ................................ .......................... 10
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern ................................ .............................. 11
Bildungsdokumentation und Portfolio ................................ ................................ ....................... 11
Mahlzeiten ................................ ................................ ................................ ................................ 11
Frühstück ................................ ................................ ................................ ............................. 11
Mittagessen ................................ ................................ ................................ .......................... 12
Ruhephasen ................................ ................................ ................................ ............................. 12
Raumkonzept der Kindertagesstätte Josef-Beckmann-Straße................................ .................. 12
Elternarbeit ................................ ................................ ................................ ............................... 13
Zusammenarbeit des Teams ................................ ................................ ................................ .... 14
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen ................................ ..................... 15
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt ................................ ................................ ...................... 15
Zusammenarbeit mit anderen DRK- Kindertageseinrichtungen ................................ ................ 15
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen................................ .......... 16
Zusammenarbeit mit Fachdiensten ................................ ................................ .......................... 16
Unsere Zielsetzungen für die DRK-Kindertageseinrichtung ................................ ...................... 17
Josef-Beckmann-Straße ................................ ................................ ................................ ........... 17
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 3
Leitbild und Konzeption der DRK-Kindertageseinrichtungen
Die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen in NRW erfolgt auf der Grundlage des
Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Die dort genannten
Anforderungen bilden die rechtliche Basis für die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen des
Deutschen Roten Kreuzes. Neben den gesetzlichen Bemühungen bilden die Grundsätze des
Roten Kreuzes eine Leitlinie in unserer pädagogischen Arbeit. Die Auseinandersetzung mit
diesen Grundsätzen wirkt sich zum einen auf die Persönlichkeit, das Selbstverständnis und das
Verhalten der Erzieherin / des Erziehers aus, zum anderen ergeben sich Konsequenzen für die
inhaltliche Arbeit.
Unsere pädagogische Arbeit ist auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes angelegt, um ihre
Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen, das Sprach- und Sachvermögen sowie ihre Kreativität
zu fördern. Dabei werden die individuellen Kompetenzen jedes Kindes berücksichtigt werden.
Zum Erlangen dieser Kompetenzen bieten wir umfassende Entwicklungsmöglichkeiten auch im
weiteren Umfeld der Familie an. Für unter dreijährige Kinder stellt die Kindertageseinrichtung oft
der Ort für erste Erfahrungen außerhalb des Elternhauses dar.
Erziehung, Bildung und Betreuung gehören zum familienergänzenden und
familienunterstützenden Angebot einer jeden DRK -Kindertageseinrichtung. Die DRK-
Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft des D RK-Kreisverbandes Münster e.V. kooperieren
mit allen Institutionen und Personen, die bei der Erfüllung der Ziele und Aufgaben hilfreich s ind.
Die Öffnung der Einrichtung zum Gemeinwesen spiegelt die Einstellung wider, dass sich die
Lebenswelten der Kinder und ihrer Familien in allen ihren Facetten in der Einrichtung
wiederfinden sollen.
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 4
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit
Menschlichkeit Der Grundsatz der Menschlichkeit hat für die pädagogische Arbeit und ihre
Umsetzung die größte Bedeutung. Kinder sind von Beginn an unverwechselbare individuelle
und soziale Persönlichkeiten. Sie haben alle Kompetenzen, die sie brauchen, um die nächsten
ihnen wichtigen Entwicklungsschritte zu initiieren. Auf ihrem Entwicklungsweg brauche n sie
immer wieder Hilfestellungen. Das Maß der Hilfe können sie jedoch selbst artikulieren. Alle
Kinder sind neugierig und wollen die Welt, die sie umgibt, erfahren und begreifen. Dabei legen
sie selbst fest, was ihre Neugierde, ihr Interesse weckt. Unser e Aufgabe ist es, ihnen dafür
Raum und Sicherheit zu geben, ihnen Erfahrungsräume zu öffnen und sie in ihrer Entwicklung
begleitend und ermutigend zu unterstützen. Akzeptanz und Wertschätzung prägen dabei die
pädagogische Grundhaltung. Die Kindertageseinri chtung bietet den Ort, Achtung und
Verständnis für andere zu entwickeln und freundschaftliche Beziehungen aufzubauen.
Unparteilichkeit Die Vielfalt der Lebensentwürfe von Familien, die geprägt sind von kulturellen
Einflüssen, aber auch durch ihre soziale n Bedingungen, bieten große Chancen für die
pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen. Hier treffen viele Kinder zusammen, die
aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Verfassung, aber auch durch unterschiedliche
Familienkulturen individuelle Beding ungen mitbringen. Es gehört zur Aufgabe des Teams,
dieses Zusammenleben als wechselseitiges Lernen aller Beteiligten aktiv zu unterstützen.
Neutralität Die Vielfalt der Lebensbedingungen und der Wertevorstellungen, an denen sich
Familien orientieren, werden durch die Mitarbeiterinnen in unseren Einrichtungen beobachtend
und bewertungsfrei wahrgenommen. Die Einnahme einer neutralen Position macht es möglich,
Vertrauen zu bilden, Vermittlungsversuche zu initiieren und Konfliktlösungen zu erarbeiten.
Diese n eutrale Haltung bildet die Grundlage dafür, dass alle Kinder und Erwachsenen, die
unsere Einrichtung besuchen oder in ihr arbeiten, das Gefühl entwickeln können, ernst
genommen zu werden.
Unabhängigkeit Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und Rahmenb edingungen
bewahren wir uns das Maß an Eigenständigkeit, das uns gestattet, jeweils nach den
Grundsätzen des Roten Kreuzes Erziehungs - und Bildungsarbeit zu gewährleisten. Eigene
Aufnahmekriterien und ein selbst entwickeltes Konzept dokumentieren dies.
Freiwilligkeit Wir ermöglichen den Kindern Partizipation: das heißt, Kinder werden
entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Fragen und Entscheidungen
beteiligt.
Einheit Unser Team besteht aus vielen pädagogischen Mitarbeitern, die i hre eigene
Persönlichkeit und Individualität einbringen. Diese Vielseitigkeit wird in gemeinsame Ziele
gefasst. Das von uns erstellte Konzept dient als Grundlage für unser einheitliches
pädagogisches Handeln. Zwischen Eltern und Erzieherinnen besteht eine
Erziehungspartnerschaft, bei der sie sich gegenseitig als Erziehungsexperten akzeptieren und
in der die jeweiligen Unterschiede ihre Wertschätzung finden.
Universalität Wir sind durch unsere Konzeption ideell und aktiv in die universelle Gemeinschaft
des DRK eingebunden. Lebensbedingungen anderer Menschen werden den Kindern in
geeigneter Form nahe gebracht und sie werden zu Offenheit, Akzeptanz und Hilfsbereitschaft
motiviert.
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 5
Der situationsorientierte Ansatz
Unter den derzeit praktizierten methodis chen Richtungen in der Pädagogik der
Kindertageseinrichtungen biete n sich zur Verwirklichung unserer Grundwerte und der
formulierten pädagogischen Ziele die Grundaussagen des situationsorientierten Ansatzes an.
Den pädagogischen Fachkräften der Einrichtun g fällt in diesem Zusammenhang die Aufgabe
zu, ausgehend von ihren Beobachtungen und Schlussfolgerungen, das, was die Kinder an
Fragen, Problemen und Informationen einbringen, aufzugreifen und die darin enthaltenen
Lernmöglichkeiten und Erfahrungsräume zu erschließen. Die Ziel - und Inhaltsfindung dieser
sozialpädagogischen Arbeit in Kindertageseinrichtungen erfolgt aus der Alltagspraxis und ist
lebensnahes Lernen in und aus alltäglichen Situationen. Der Grundsatz des
situationsorientierten Ansatzes lautet: „Lernen in Zusammenhängen“. Hierbei werden alle
Dimensionen des Wahrnehmens und Erlebens (kognitiv, sinnlich, körperlich, psychisch -
emotional, individuell und sozial) und des Ausdrucks (sprachlich, motorisch, musisch und
kreativ) einbezogen. Kinder können sich freiwillig, selbst - und auch fremdmotiviert ohne
Leistungsdruck mitgestaltend einbringen. Dieses soll durch ein individuelles Betreuungskonzept
ermöglicht werden. Unser Betreuungskonzept basiert auf dem grundlegenden Erziehungs -,
Betreuungs- und Bildu ngsauftrag und ermöglicht eine modulare Erweiterung des Angebots.
Dazu zählen beispielsweise:
Modulare Angebote des DRK-Kreisverbandes Münster e.V.:
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 6
Das Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße
In der heutigen Zeit müssen die Angebote in der Kinderbetreuung den Bedürfnissen der Eltern
und des Sozialraum angepasst werden, um junge Familien bei der Vereinbarkeit von Familie
und Beruf zu unterstützen. Unsere Betreuungszeiten richten sich nach diesem Grundsatz und
werden in Kooperation mit den Eltern und den Mitarbeitern festgelegt.
Bei der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-
Straße wird es sich um ein e DRK-
Kindertagesstätte mit dem konzeptionelle n
Schwerpunkt der Vereinbarkeit von Familie und
Beruf handeln.
Die Kindertageseinrichtung verfügt insgesamt über
4 Gruppen mit 75 Plätzen für Kinder im Alter von
0-6 Jahren.
Zwei Gruppen haben 20 Plätze für 2 -6 jährige
Kinder, eine Gruppe hat 10 Plätze für Kinder im
Alter von 0 -3 Jahren und eine weitere Gruppe
betreut 25 Kinder im Alter von 3 -6 Jahren. Alle 75
Kita-Plätze verfügen über eine Betreuungszeit von
45 Stunden pro Woche und ein bedarfsgerechtes zusätzliches Angebot im Rahmen der
Extrazeit.
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten
Die Kernbetreuungszeiten richten sich nach den Grundlagen des Kinderbildungsgesetzes und
liegen in der Zeit zwischen 07:00 bis 17:00 Uhr. Darüber hinaus wird eine tägliche Öffnung szeit
von 6:00 bis 19:00 Uhr angeboten, die sich nach den jeweiligen Elternbedarfen zur besseren
Vereinbarkeit von Familie und Beruf richtet. Die Planung der flexiblen und erweiterten
Öffnungszeiten erfolgt unter Berücksichtigung der Bedarfe der Kinder, Eltern und eventuell
entsprechender Firmen.
Jahresöffnungszeiten
Mögliche Schließungszeiten in den Schulferienzeiten bzw. eine durchgängige jährliche
Öffnungszeit der Kindertageseinrichtung werden ebenfalls mit den jeweiligen Eltern über
Bedarfsabfragen ermittelt und abgestimmt.
Das DRK kann durch seine vielfältigen be reits bestehenden Angebotsstrukturen bei Bedarf den
Eltern weitere Betreuungsmöglichkeiten anbieten, beispielsweise durch die Vermittlung unserer
DRK Partner-Kindertageseinrichtungen in Münster. Außerdem streben wir Partnerschaften mit
den umliegenden Kindertageseinrichtungen an, wie wir es auch bereits mit unseren
bestehenden Kindertageseinrichtungen in den anderen Stadtteilen in Münster erfolgreich
umsetzen.
Die flexiblen und ergänzenden Betreuungszeiten werden die bestehenden Öffnungszeiten
passgenau ergänzen. Ein dadurch entstehender zusätzlicher Personalbedarf kann zeitnah
bedient werden, so dass das Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stets erreicht wird.
Der Einsatz von qualifiziertem Betreuungspersonal ist für uns von besonderer Bedeutung, um in
der pädagogischen Arbeit zum Wohle des Kindes, insbesondere des Kleinstkindes
Beziehungsaufbau, Betreuungsqualität und Bildungsansprüche sicherstellen zu können.
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 7
Eine gute Balance zwischen der von den Eltern gewünschten Flexibilität, dem Recht des Kindes
auf eine gesunde Entwicklung und der Kindertageseinrichtung, die Betreuungs - und
Bildungsansprüche garantiert, ist Grundvoraussetzung für eine gute Qualität unserer
pädagogischen Arbeit.
Pädagogische Ziele
Als wichtigste Basis in unserer pädagogis chen Arbeit sehen wir eine vertrauensvolle und
liebevolle Beziehung zu jedem Kind.
Jedes Kind soll sich in seiner Einzigartigkeit angenommen und sich in unserer Einrichtung wohl
fühlen.
Als grundlegende Ziele sehen wir darüber hinaus die:
• Stärkung des Selbstvertrauens und Selbstbewusstseins
• Förderung zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Handeln
• Vermittlung von Lebensfreude
• Förderung des Sozialverhaltens, wie z.B. Rücksichtnahme
• Förderung und Weiterentwicklung der kognitiven und kreativen Fähigkeiten
• Förderung der motorischen Entwicklung
• Förderung und Weiterentwicklung des Sprach- und Sprechverhaltens
Unsere formulierten Ziele finden sich in den
vorgeschriebenen Bildungsbereichen wieder:
1. Bewegung
2. Spielen und Gestalten
3. Sprache und Sprachförderung
4. Musischer Bereich
5. Natur und Umwelt
6. Interkulturelle Erziehung
Bewegung
Die Kinder bekommen täglich die Möglichkeit und den Raum sich im Innen - und Außenbereich
auf vielfältige Weise ihren Bedürfnissen entsprechend zu bewegen.
Im (angeleiteten) Turnangebot in der Turnhalle unserer Kita können die Kinder verschiedene
Turngeräte ausprobieren und kennen lernen. Kletter- und Schaukelmöglichkeiten, sowie
Anregungen zur Gestaltung verschiedener Bewegungslandscha ften mit Kä sten, Bänken,
Matten als auch Musik- und Rhythmikutensilien laden die Kinder dabei zum kreativen und
bewegungsfreudigem Spiel ein.
Im großen und abwechslungsreichen
Außenspielbereich haben die Kinder
die Möglichkeit, verschiedene
Spielgeräte, Rutschen, Schaukeln,
Fahrzeuge und Sandspiel- und
Rasenflächen zu nutzen. Auch im
Außengelände werden Spielflächen
für Rollen- und Theaterspiele
geschaffen. Die Kinder sollen durch
unser pädagogisches Angebot ihre
Körperwahrnehmung gefördert
bekommen, um auch so ihren Körper
besser zu spüren und einzuschätzen
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 8
zu können.
Spielerische Bewegung ermöglicht allen Kindern gemeinsame Erfahrungen jenseits
sprachlicher, kultureller und sozialer Barrieren.
Spielen und Gestalten
Durch eine offene Raumgestaltung und ein vielfä ltiges Angebot von anregenden
Spielmaterialien möchten wir das freie, kreative Spielen fördern und unterstützen.
Besonders das freie Spiel bietet Raum für die Verwirklichung und Entwicklung eigener Ideen
und Kreativität der Kinder.
Beim angeleiteten Spi elen wie zum Beispiel Stuhlkreisspiele und Gesellschaftsspiele werden
Regeln erlernt und Sozialkompetenzen vermittelt.
Genauso wie beim freien Spiel wollen wir den
Kindern beim bildnerischen Gestalten durch
vielseitige Materialien kreatives Schaffen
ermöglichen. Kinder malen, kritzeln und matschen
nach ihren eigenen individuellen Vorstellungen
und Fertigkeiten.
Für uns steht nicht das Produkt im Vordergrund,
sondern die Freude kreativ tätig zu sein und sich
auszudrücken. Vorgegebene Schablonen werden
von uns bewusst selten eingesetzt.
Sprache und Sprachförderung
Eine Sprache zu erlernen ist für jedes Kind eine wichtige Herausforderung in seiner
Persönlichkeitsentwicklung, denn Sprache ist das wichtigste Werkzeug im Umgang mit anderen
Menschen. Mit Sprache äußern Kinder ihre Wünsche, sie stellen Fragen, geben Antworten, sie
treten in Kontakt mit anderen Kindern und bauen
Beziehungen auf. Sprache ermöglicht jedem einzelnen
Kind sich weiterzuentwickeln und seine sozialen
Kompetenzen auszubauen.
In der Kind ertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße
werden auch zahlreiche Kinder im Alter von unter 3 Jahren
betreut. In diesem Alter der Kinder ist die
Sprachentwicklung ein besonders sensibler Bereich.
Darum wird ein besonderer Fokus unserer pädagogischen
Arbeit a uf dem Thema Sprachentwicklung liegen.
Sprachförderung passiert in jeder Alltagssituation und im
täglichen Miteinander - bei gemeinsamen Aktionen, beim
Singen und Vorlesen, Erzählen von Geschichten und
Erlebnissen, im Dialog in der Klein -und Gesamtgruppe.
Besonders das vorbildhafte Sprechverhalten der Erzieherin
ist hier von großer Bedeutung.
Folgende Ziele stehen für uns dabei im Vordergrund:
• die Freude am Sprechen wecken
• den Grundwortschatz zu erweitern
• das Sprachverständnis der Kinder und die
Ausdrucksfähigkeit zu fördern
• die Sprache als Kommunikationsmittel zu erleben
• das grammatikalische Verständnis erweitern
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 9
Diese geschieht durch Bewegungs - und Rollenspiele, Kreisspiele und Lieder, bei kreativen
angeboten, Bild- und Bilderbuchbetrachtungen, Tastspielen usw..
Musischer Bereich
Durch rhythmisches Sprechen, Spielen in Verbindung mit Musik und Singen von Liedern im
täglichen Stuhlkreis fördern wir die Musikalität.
Die Freude an Geräuschen und Klängen fördern wir durch den Einsat z von verschiedenen
Musikinstrumenten.
Natur und Umwelt
Kinder entdecken täglich ihr unmittelbares Umfeld.
Wir unterstützen die Kinder in ihrer kindlichen Neugier, indem wir ihnen Raum und Materialien
zum Entdecken, Beobachten und Experimentieren geben. Die Kinder werden so vertraut
gemacht mit naturwissenschaftlichen Phänomenen. Durch Ausflüge in den Wald, in die
Bücherei, zur Polizei, zur Bäckerei usw. erkunden die Kinder ihre nähere und weitere
Umgebung und werden so mit verschiedenen Themen vertraut und erweitern ihr Sachwissen.
Interkulturelle Erziehung (Migration)
Da unsere Einrichtung von Kindern unterschiedlicher Kulturen besucht wird, deren Eltern aus
unterschiedlichen Ländern kommen, lernen wir häufig neue Sitten und Bräuche kennen.
Entsprechend den Gr undsätzen des Deutschen Roten Kreuzes verstehen wir es als unsere
Aufgabe, d en Kindern und Familien eine
Betreuung anzubieten, die ihre kulturellen
und individuellen Vorerfahrungen
berücksichtigt.
Auch der Einsatz in unseren
Kindertageseinrichtungen von jungen
Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
über das Programm des
Freiwilligendienstes „Grenzgänger“ trägt
zur multikulturellen Verständigung
zwischen Kindern und Erwachsenen auf
besonders gelungene Weise bei.
So wird eine wichtige Weiche für eine
dauerhaft gelingende Integration von
Familien mit unterschiedlichen kulturellen
Hintergründen gelingen.
Im pädagogischen Alltag trägt das Konzept MAKATON wesentlich dazu bei, die Kommunikation
zwischen den deutsch- und nicht deutschsprachigen Kindern zu unterstützen.
Die Kinder, die mit wenigen Deutschkenntnissen in die Kindertageseinrichtung besuchen,
werden spielerisch an die deutsche Sprache heranführt.
Über das Konzept MAKATON werden Alltagsbegriffe über farbige Symbole, die sich im
gesamten Kindergartenbereich wiederfinden und selbsterklärende Gebärden, die von den
Kindern und Erzieher/innen gleichermaßen angewendet und verstanden werden, den Kind ern
altersgerecht nahegebracht.
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 10
So werden Sprach - und Kommunikationsbarrieren im täglichen Miteinander spielerisch
überwunden und tragen zu einem sehr lernfreudigen Kindergartenalltag von Kindern mit
multikulturellen familiären Hintergründen bei.
Integrative Erziehung (Inklusion)
In der gemeinsamen Erziehung behinderter ( und von Behinderung bedrohter) und nicht
behinderter Kinder werden Kinder mit Entwicklungsve rzögerungen, Behinderungen und/ oder
sozialen Auffälligkeiten betreut und unterstützt. Ein Ziel der integrativen Arbeit im Kindergarten
ist die Vermittlung von sozialen, emotionalen, kognitiven und motorischen Fertigkeiten/
Fähigkeiten.
Die Kinder erleben im Kindergartenalltag wie sie sich gegenseitig unterstützen und ergänzen
können damit ein soziales miteinander entsteht. Sie sind Spielpartner und geben sich wichtige
Lernimpulse.
Ein wichtiges Anliegen in der integrativen
Arbeit besteht darin, Kinder zu befähigen, mit
unterschiedlichen Fähigkeiten einander zu
respektieren. Die Kinder nehmen
Entwicklungsauffälligkeiten, Behinderungen
aber auch Ressourcen wahr und lernen
damit umzugehen. In diesem
Zusammenhang sollen alle Kinder ihre
eigenen Stärken und Schwächen und die der
Anderen erfahren. Wir möchten die
Vorurteilslosigkeit der Kinder nutzen, um
Toleranz und Akzeptanz zu fördern und zu
stärken.
Die integrativ zu betreuenden K inder erfahren in der Kindergartengruppe eine kontinuierliche
Spielbegleitung von einer Integrationsfachkraft und den Erzieherinnen.
Bei Aktivitäten wie z.B. Psychomotorik, Bilderbuchbetrachtungen in der Gruppe und anderen
Projekten entsteht ein gemeinsamer Prozess von behinderten und nicht behinderten Kindern.
Alle Kinder sollen ge stärkt werden und wichtige Entwicklungsreize bekommen, damit sie ihr
Potenzial entfalten können.
Die Anerkennung der Vielfalt der Lebenslagen und der Lebensentwürfe von Kindern und ihren
Familien ist die Voraussetzung zur Entwicklung einer inklusiven Ha ltung, einer inklusiven
Konzeption sowie einer inklusiven Handlungspraxis in einer Kindertageseinrichtung. Die
Einrichtungen und Angebote stehen damit vor der Herausforderung, für alle Formen und Inhalte
dieser Vielfalt offen zu sein und Angebote zu eröffn en, in denen sich Menschen in ihren
Lebensbezügen diskriminierungsfrei wiederfinden und an denen sie barrierefrei teilhaben
können.
Grundlage für eine inklusive Pädagogik in DRK-Kindertageseinrichtungen sind neben den
Grundsätzen des Roten Kreuzes und Rote n Halbmondes die verschiedenen
menschenrechtlichen Konventionen, u.a. die UN -Kinderrechtskonvention, die UN -
Behindertenrechtskonvention und weitere Menschenrechtsabkommen der Vereinten Nationen
sowie die EU-Grundrechtecharta und das Grundgesetz.
Hieraus lä sst sich die umfassende Bedeutung von Inklusion als langfristige gesellschaftliche
Aufgabe zur Umsetzung des Menschenrechts auf Nichtdiskriminierung ablesen. Wir verstehen
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 11
dieses als eine besondere konzeptionelle Herausforderung für unsere pädagogische Arb eit in
der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße.
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern
Die gesamte Kindergartenzeit ist auch Vorbereitung auf die Schulzeit und führt die Kinder in
ihrer Entwicklung zur Schulfähigkeit. Die Fähigkei t zu sozialem Verhalten und zur
Selbstständigkeit wird ganzheitlich in ihrer Entwicklung gefördert. Diese Förderung findet
individuell im Freispiel und in Kleingruppen auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt statt.
Durch gezielte Beobachtungen wird die E ntwicklung jedes Kindes eingeschätzt und in
Elterngesprächen besprochen.
Im letzten Kindergartenjahr wird bei diesen Beobachtungen dann besonders auf die
Entwicklung der Fähigkeiten geachtet, die für die Einschulung notwendige Voraussetzung sind,
wie zum B eispiel Konzentration, Aufgabenverständnis, Sprachverhalten,
Durchsetzungsvermögen, etc..
Durch ein gemeinsames Übernachtungsfest mit den Vorschulkindern und Erzieherinnen wird
der Ausklang der Kindergartenzeit deutlich.
Zusätzlich arbeiten wir besonders eng mit de n umliegenden Grundschulen zusammen. Diese
Aktivitäten werden in regelmäßigen Abständen reflektiert und neu geplant.
Bildungsdokumentation und Portfolio
Kontinuierlich stehen wir mit den Eltern in Kontakt, um die Bildungs - und Entwicklungsprozesse
ihrer Kinder mit Ihnen zu besprechen und die sich daraus ableitenden weiteren Bildungswege
vereinbaren zu können. Wir gestalten die Bildungsarbeit transparent, damit eine gemeinsame
Gestaltung der Kindergartenzeit von Eltern, Kindern und dem pädagogi schen Team in
vielfältiger Weise und an den individuellen Bedarfen des Kindes orientiert realisierbar wird.
Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Eltern für ihre Kinder eine
Bildungsdokumentation ausgehändigt. Inhalt dieser Dokumentation ist eine Zus ammenfassung
der Entwicklung in den verschiedenen Bereichen, wie kognitiver, motorischer, sozialer und
sprachlicher Bereich. In diesem Bericht geben wir Empfehlungen für die weitere Förderung, die
individuell für jedes Kind als sinnvoll gesehen wird. Durch die Miteinbeziehung des einzelnen
Kindes in sein eigenes Portfolio, können die Kinder ihre eigene Entwicklung verfolgen und ihre
Ich-Kompetenz damit stärken. Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Kinder den
Ordner mit nach Hause.
Mahlzeiten
Frühstück
Jedes Kind bringt von zu Hause sein eigenes
Frühstück mit. Hierbei wird auf ein gesundes
und ausgewogenes Frühstück wertgelegt.
Getränke wie Wasser und Früchtetee stehen
in den Gruppen zur Verfügung.
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 12
Bis 10.00 Uhr können die Kinder das offene Frühst ücksangebot wahrnehmen. So haben sie
täglich die Möglichkeit zu entscheiden wann und mit welchen Freunden sie gemeinsam essen
möchten.
Mittagessen
Unsere Hauswirtschaftskraft bereitet täglich ein ausgewogenes Mittagessen für die
Tagesstättenkinder zu, welches zum größten Teil frisch zubereitet wird. An einigen Tagen wird
es durch vorbereitete Tiefkühlkost ergänzt.
Die Kinder der beiden Gruppen essen in der Zeit von 11.30 bis 13.00 Uhr . Sie werden in den
jeweiligen Gruppen von zwei Erzieherinnen beim Ess en begleitet. An einem von den Kindern
schön gedeckten Tisch werden die Mahlzeiten eingenommen.
Die Mahlzeiten werden mit frischem Salat, Rohkost oder Gemüse ergänzt. Zum Nachtisch
erhalten die Kinder frisches Obst, Joghurt oder eine Quarkspeise. Auf kulturelle und religiöse
Besonderheiten im Umgang mit Nahrungsmitteln wird selbstverständlich Rücksicht genommen.
Ruhephasen
Nach dem Mittagessen und dem Zähneputzen beginnt
für die Kinder die Ruhephase.
In dieser Zeit werden in de n Gruppe oder de n
Nebenräumen altersentsprechend Geschichten und
Musik zur Entspannung gehört. Die Kinder können sich
auf Decken und Kissen ausruhen und zwei
Erzieherinnen begleiten die Phase, um eine
gemütliche und ruhige Atmosphäre zu schaffen.
Raumkonzept der Kindertagesstätte Josef-Beckmann-Straße
Die Räume in der Kindertageseinrichtung sind hell und bewegungsfreundlich für die Kinder
eingerichtet.
In großen Nebenräumen befinden sich z.B. ein Bällebad, sowie eine Sprossenwand und eine
Hängematte.
Zur Förderung der Bewegung und Wahrnehmung steh en in allen Räumlichkeiten
bewegungsanregende Spielelemente und Mobiliar, die die Kinder zum experimentieren anregen
werden, zur Verfügung.
Im Gruppenraum befinden sich z. B. Bau- und Konstruktionsbereiche, sowie Rollenspiel - und
Kreativbereiche.
In vier Gruppen können die Kinder durch spielen, ausprobieren und wahrnehmen Erfahrungen
mit unterschiedlichen Materialien, Formen und Größen sammeln.
Im Schlafraum befinden sich Kinderbetten, die jedes Kind individuell mit Kissen, Sto fftieren,
Spieluhren etc., einrichten kann. Garderobe, Eigentumsfächer, sowie Bereiche des
Waschraumes sind mit Fotos der Kinder gekennzeichnet, so dass sie sich stets eigenständig
zurecht finden.
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 13
Geplant sind für diese vier Gruppen- Einrichtung folgende Räumlichkeiten:
- 4 Gruppenräume, incl. Garderobenbereiche
- 4 Nebenräume
- 4 Wasch-WC-Räume mit Wickelbereiche
- 1 Duschbereich
- 4 Abstellräume
- 4 Schlaf- bzw. Differenzierungsräume
- 1 Mehrzweckraum plus Abstellraum
- 1 Personalraum
- 1 Personal-WC incl. Dusche
- 1 Beratungsraum
- 1 Büro
- 1 Küche incl. Abstellraum
- eine Gesamtfläche von ca. 800 qm
- ein weiträumiges Außengelände
Elternarbeit
In unseren Kindertageseinrichtungen ist gegenseitiges Vertrauen z wischen Eltern und
Erzieherinnen von großer Bedeutung und unseren pädagogischen Fachkräften ein besonderes
Anliegen. Auch der stetige Austausch z. B. über die heutige Schlaf- oder Essensituationen der
Kinder ist besonders wichtig. Da gerade die jüngeren K inder ihren Gemütszustand aufgrund
ihres Alters nicht immer verbal äußern können, ist es uns wichtig, über für das Kind bedeutende
Geschehnisse informiert zu werden.
In der Eingewöhnungsphase:
Bei der Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren bedarf es einer b esonders behutsamen und
individuellen Eingewöhnungszeit. Dabei spielt das langsame Heranführen an den Gruppenalltag
und die Unterstützung der Eltern eine wichtige Rolle.
In unserer Einrichtung bekommen die Kinder keine „Bezugserzieherin“ zugewiesen, da di e
Kinder die Möglichkeit haben sollen, sich ihre Bezugspersonen selbst auszuwählen. Dies wird
meist nach sehr kurzer Zeit deutlich. Die nun ausgewählte Erzieherin des Kindes ist ab jetzt für
die weitere Eingewöhnungszeit und als Hauptansprechpartnerin der Eltern zuständig.
In kleinen, weiteren Schritten wird das Kind durch die Anfangszeit begleitet, dabei werden die
einzelnen Schritte der Eingewöhnungsphase individuell auf das Kind abgestimmt.
Dies bedeutet, dass Tageszeit, Dauer der Anwesenheit usw. am A nfang der Kindergartenzeit
jeden Tag neu abgesprochen wird.
Besonders wichtig ist der Austausch zwischen Eltern und Erzieherinnen gerade in der
Anfangsphase. Nach Abschluss der Eingewöhnungsphase erfolgt eine behutsame Entwicklung
der Selbstständigkeit des Kindes.
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und dem Kindergartenteam schafft eine optimale
Basis für gutes pädagogisches Handeln, die Offenheit und gegenseitiges Vertrauen mit
einschließt. Dadurch wird eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zugunsten de r Kinder
ermöglich.
Elternarbeit bedeutet für uns, Eltern zu begleiten, ihnen ggf. Erziehungshilfen anzubieten und
sensibel zu sein für ihre jeweilige Situation. Die Mitarbeiter /innen sind Ansprechpartner für
Fragen zur Entwicklung des Kindes.
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 14
In einer aktiven Zusammenarbeit mit den Eltern ist es uns daher sehr wichtig, eine ganzheitliche
Erziehung und Förderung zum Wohle des Kindes zu gewährleisten, in der die familiäre
Situation und die Stärken und Defizite des Kindes berücksichtigt werden.
Um eine mögli chst umfangreiche gemeinsame Grundlage für die Erziehung der Kinder zu
gewährleisten, informieren wir die Eltern umfassend über unsere Arbeit.
Dies geschieht durch:
• Aufnahmegespräche
• Hospitationen
• Elternsprechtage / Elternabende
• Tür- und Angelgespräche
• Hausbesuche
Wir ermöglichen den Eltern einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit durch:
• Infowände im Eingangsbereich
• Infowände vor den Gruppen
• Elternbriefe
• Fotodokumentationen über einzelne Projekte / Ausflüge
• Faltblatt mit Informationen über die jeweilige Gruppe
Gemeinsam erleben wir:
• Elternnachmittage
• Feste
• Ausflüge
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt in unserer Elternarbeit liegt in der engen Zusammenarbeit
mit den gewählten Elternvertretern, die im Elternrat und im Elternbeirat vertreten sind. Hierzu
werden zu Beginn des Kindergartenjahres jeweils zwei Elternvertreter pro Gruppe in der
Elternvollversammlung gewählt.
In diesen Gremien werden Eltern über unsere aktuellen Inhalte und die pädagogische Arbeit
informiert. Zusätz lich bekommen die Eltern die Möglichkeit aktiv das Kindergartenleben
mitzugestalten.
Zusammenarbeit des Teams
Unsere Arbeit basiert auf den 7 Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes, die in den
Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung enthalten sind:
• Menschlichkeit
• Unparteilichkeit
• Neutralität
• Unabhängigkeit
• Freiwilligkeit
• Einheit
• Universalität
Diese Leitlinie bestimmt sowohl unser pädagogisches Handeln al s auch das Miteinander in
einem multikulturell besetzten Team. Teamarbeit ist die Grundlage für eine gute pädagogische
Arbeit innerhalb der Einrichtung. Gegenseitige Unterstützung, Flexibilität, Offenheit,
Verlässlichkeit, genaue Absprachen und gegenseitige Akzeptanz halten wir für unerlässlich.
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 15
Wöchentlich treffen sich alle Mitarbeiter /innen zu einer gemeinsamen Teamsitzung. Alles
Wichtige, die Vor - und Nachbereitung sämtlicher Aktivitäten, Fallanalysen und das Abstimmen
von Terminen werden dann besprochen.
Regelmäßig werden 2-3 Konzeptionstage im Jahr durchgeführ t. An diesen Tagen ist die
Einrichtung für die Kinder geschlossen. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, im Gesamtteam
wesentliche Grundlagen pädagogischer Arbeit zu planen oder unter Beteiligung der
Bereichsleiterin oder eines externen Referenten relevante Themen zu erarbeiten.
Regelmäßig finden einmal wöchentlich Kleinteamsitzungen in den einzelnen Gruppen statt.
Diese dienen dem Austausch und der Reflexion des Gruppengeschehens und der weiteren
Planung.
Fortbildungen, Fachtagungen und Supervision werden regelmäßig von den Mitarbeiter /innen
z.B. über die DRK-Kinderschutzambulanz des DRK-Kreisverbandes Münster wahrgenommen.
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen
In Übereinstimmung mit geltendem Landesrecht sorgt der Träger für die E inhaltung
quantitativer und qualitativer Standards . Er ist verantwortlich für die Einstellung,
Weiterqualifizierung, Fortbildung, Fachberatung und Supervision der pädagogischen
MitarbeiterInnen.
In Zusammen arbeit mit dem Träger erfolgt die Abstimmung der p ädagogischen und
organisatorischen Arbeit. Dazu ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Leitung und
Bereichsleitung über wichtige Belange der Arbeit in der Einrichtung notwendig. Auch
Hilfestellungen bei administrativen Aufgaben sowie bei der Unterstützung und Förderung des
Personals gehören zur gemeinsamen Zusammenarbeit.
Selbstverständlich profitieren wir auch von weiteren Arbeitsfeldern des DRK-Kreisverbandes
Münster wie zum Beispiel der Ärztlichen Kinderschutzambulanz oder des Autismus -
Therapiezentrums, deren Dienste wir bei Bedarf in Anspruch nehmen.
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
Als übergeordnete Behörde unterstützt uns das örtliche Jugendamt bei der Einhaltung aller
gesetzlichen Vorgaben und der Umsetzung des Bildungsauftrages.
Zusammenarbeit mit anderen DRK- Kindertageseinrichtungen
Die Kindertageseinrichtungen und Familienzentren in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes
Münster stehen im regelmäßigen Dialog miteinander und den weiteren Einrichtungen des DRK-
Kreisverbandes. Sie unterstützen sic h gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihres
pädagogischen Angebotes. Hilfestellungen erfahren sie dabei auch durch die Bereichsleitung
des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. in Form von individuellen Beratungsterminen,
Personalentwicklungsgesprächen, Leiter/innentagungen, Fortbildungen und Begleitung bei QM-
Prozessen.
Ab Anfang 2016 werden alle Kindertageseinrichtungen des DRK -Kreisverbandes Münster e.V.
und der DRK Münster Sozialwerk gGmbH mit Ihrer Bereichsleiterin Anne Westendorf an einem
2-jährigen Zertifizierungsprogramm durch das Institut PädQUIS teilnehmen.
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 16
Die Leiterinnen und stellv. Leiterinnen unserer Einrichtungen werden unter Einbeziehung des
„Nationalen Kriterienkatalogs“ und unter Anleitung der PädQUIS -Referenten wesentliche
Bestandteile der Kita -Konzepte und die fachliche Umsetzung der pädagogischen A rbeit
einrichtungsbezogen reflektieren und mit den jeweiligen Teams und der Bereichsleiterin
bedarfsweise neu ausrichten.
Eigene Bildungsangebote, die direkt über den DRK -Kreisverband für die pädagogischen
Mitarbeiter/innen konzipiert und angeboten werd en, erfahren darüber hinaus einen deutlichen
Ausbau.
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen
Auch die im Stadtteil vertretenen Kindertageseinrichtungen arbeiten trägerübergreifend
zusammen. Das geschieht zum ei nem in einem Arbeitskreis auf Leitungsebene und zum
anderen im pädagogischen Arbeitskreis, wo alle Institutionen vertreten sind, die im Stadtteil in
pädagogischer Hinsicht zusammenarbeiten. Dabei werden die kulturellen, sozialen un d alle
anderen Einrichtungen im Umfeld der Kita als Erfahrungsorte für die Kinder zusammengeführt
und genutzt.
Zusammenarbeit mit Fachdiensten
Wir arbeiten regelmäßig mit verschiedenen Fachdiensten zusammen, die wir als wertvolle
Unterstützung unserer Arbeit ansehen:
• den Kinderärzten
• den Logopäden
• den Ergotherapeuten
• der Frühförderstelle
• dem Kommunalen Sozialdienst ( KSD )
• der Hebammensprechstunde
• der DRK-Kinderschutzambulanz
Unsere DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster präsentieren sich gemeinsam mit unsere m
DRK- Kreisverband Münster e.V. und den dazugehörigen Einrichtungen auf unserer Homepage
im Internet unter www.DRK-muenster.de.
DRK-Kita Schatzkiste (Gremmendorf)
DRK-Kita Horstmarer Landweg
DRK-Kita Lummerland (Hiltrup)
DRK-Kita Meerwiese (Coerde)
DRK-Kita Wolkenburg (Gievenbeck)
DRK-Kita Oxford (Gievenbeck)
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 17
Unsere Zielsetzungen für die DRK-Kindertageseinrichtung
Josef-Beckmann-Straße
(Fotos: DRK; Text: Anne Westendorf, Bereichsleiterin Kinder, Jugend und Familie)
Familien-
nahe
Beratungs-
angebote
selbstbe-
wusst
agierende
Kinder
multipro-
fessionelles
Team
fördernde
Bildungs-
angebote
alters-
gerechte
päd.
Konzepte
kindgerechte
pädago-
gische
Übergänge
Zielsetzung
der DRK-
Kindertageseinrichtung
Josef-Beckmann-Straße
familien-
unter-
stützende
Netzwerke
Vereinbar-
keit von
Familie und
Beruf
Anlage 3.5 Angebot DRK Josef-Beckm.-Str.
1260 Zeichen
Aus Liebe DRK Münster Sozialwerk gemeinnützige GmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Frau Anna Pohl Hafenstraße 30 48127 Münster Münster, den 24.9.2015 Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung in Kinderhaus, Josef-Beckmann-Straße Angebot zur Übernahme der Trägerschaft Ihr Zeichen: 51 12 0011 Sehr geehrte Frau Pohl, für Ihr Interesse an unserer Bewerbung und das freundliche Gespräch am 01.09.2015 herzlichen Dank. Die DRK Münster Sozialwerk gGmbH ist gerne bereit, die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung Kinderhaus, Josef-Beckmann-Straße, zu übernenmen und einen Trägeranteil von 1 % zu leisten. Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung Mit freundlichen Grü en Deutsches Rotes Kreuz zum Menschen. Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gemeinnützige GmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Tel. 0251 37 880 Fax 0251 37 88 55 www.DRK-muenster.de info@DRK-muenster.de Geschäftsführerin Gudrun Stumm Tel. 0251 / 37 88.27 Fax 0251 / 37 88 55 9.sturm@DRK-muenster.de Vorsitzender des Aufsichtsrates: Werner Kampmann Handelsregister HRB 14637 Amtsgericht Münster IBAN DEO04 400501500000551432 BIC WELADED1MST
Anlage 3.4 Konzept DRK Bohlweg
47500 Zeichen
DRK- Münster Sozialwerk gGmbH
Zumsandestraße 25/27
48145 Münster
August 2015
Pädagogische Konzeption
zur Bewerbung als Träger der
Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 2
Inhaltsverzeichnis
Leitbild und Konzeption der DRK-Kindertageseinrichtungen ................................ ...................... 3
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit ............................. 4
Der situationsorientierte Ansatz ................................ ................................ ................................ .. 5
Das Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung Bohlweg ................................ ................... 6
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten ................................ ... 6
Jahresöffnungszeiten ................................ ................................ ................................ ................. 6
Quartiersbezug Erpho-Bogen und Münster-Mitte................................ ................................ ........ 7
Pädagogische Ziele ................................ ................................ ................................ .................... 9
Bewegung ................................ ................................ ................................ .............................. 9
Spielen und Gestalten ................................ ................................ ................................ .......... 10
Sprache und Sprachförderung ................................ ................................ .............................. 10
Musischer Bereich ................................ ................................ ................................ ................ 11
Natur und Umwelt ................................ ................................ ................................ ................. 11
Interkulturelle Erziehung (Migration) ................................ ................................ ..................... 11
Integrative Erziehung (Inklusion) ................................ ................................ .......................... 12
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern ................................ .............................. 13
Bildungsdokumentation und Portfolio ................................ ................................ ....................... 13
Mahlzeiten ................................ ................................ ................................ ................................ 13
Frühstück ................................ ................................ ................................ ............................. 13
Mittagessen ................................ ................................ ................................ .......................... 14
Ruhephasen ................................ ................................ ................................ ............................. 14
Raumkonzept der Kindertagesstätte Bohlweg ................................ ................................ .......... 14
Elternarbeit ................................ ................................ ................................ ............................... 15
Zusammenarbeit des Teams ................................ ................................ ................................ .... 16
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen ................................ ..................... 17
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt ................................ ................................ ...................... 17
Zusammenarbeit mit anderen DRK- Kindertageseinrichtungen ................................ ................ 17
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen................................ .......... 18
Zusammenarbeit mit Fachdiensten ................................ ................................ .......................... 18
Unsere Zielsetzungen für die DRK-Kindertageseinrichtung Bohlweg ................................ ........ 19
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 3
Leitbild und Konzeption der DRK-Kindertageseinrichtungen
Die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen in NRW erfolgt auf der Grundlage des
Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Die dort genannten
Anforderungen bilden die rechtliche Basis für die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen des
Deutschen Roten Kreuzes. Neben den gesetzlichen Bemühungen bilden die Grundsätze des
Roten Kreuzes eine Leitlinie in unserer pädagogischen Arbeit. Die Auseinandersetzung mit
diesen Grundsätzen wirkt sich zum einen auf die Persönlichkeit, das Selbstverständnis und das
Verhalten der Erzieherin / des Erziehers aus, zum anderen ergeben sich Konsequenzen für die
inhaltliche Arbeit.
Unsere pädagogische Arbeit ist auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes angelegt, um ihre
Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen, das Sprach- und Sachvermögen sowie ihre Kreativität
zu fördern. Dabei werden die individuellen Kompetenzen jedes Kindes berücksichtigt werden.
Zum Erlangen dieser Kompetenzen bieten wir umfassende Entwicklungsmöglichkeiten auch im
weiteren Umfeld der Familie an. Für unter dreijährige Kinder stellt die Kindertageseinrichtung oft
der Ort für erste Erfahrungen außerhalb des Elternhauses dar.
Erziehung, Bildung und Betreuung gehören zum familienergänzenden und
familienunterstützenden Angebot einer jeden DRK -Kindertageseinrichtung. Die DRK-
Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. kooperieren
mit allen Institutionen und Personen, die bei der Erfüllung der Ziele und Aufgaben hilfreich s ind.
Die Öffnung der Einrichtung zum Gem einwesen spiegelt die Einstellung wider, dass sich die
Lebenswelten der Kinder und ihrer Familien in allen ihren Facetten in der Einrichtung
wiederfinden sollen.
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 4
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit
Menschlichkeit Der Grundsatz der Menschlichkeit hat für die pädagogische Arbeit und ihre
Umsetzung die größte Bedeutung. Kinder sind von Beginn an unverwechselbare individuelle
und soziale Persönlichkeiten. Sie haben alle Kompetenzen, die sie brauchen, um die nächsten
ihnen wichtigen Entwicklungsschritte zu initiieren. Auf ihrem Entwicklungsweg brauchen sie
immer wieder Hilfestellungen. Das Maß der Hilfe können sie jedoch selbst artikulieren. Alle
Kinder sind neugierig und wollen die Welt, die sie umgibt, erfahren und begreif en. Dabei legen
sie selbst fest, was ihre Neugierde, ihr Interesse weckt. Unsere Aufgabe ist es, ihnen dafür
Raum und Sicherheit zu geben, ihnen Erfahrungsräume zu öffnen und sie in ihrer Entwicklung
begleitend und ermutigend zu unterstützen. Akzeptanz und Wertschätzung prägen dabei die
pädagogische Grundhaltung. Die Kindertageseinrichtung bietet den Ort, Achtung und
Verständnis für andere zu entwickeln und freundschaftliche Beziehungen aufzubauen.
Unparteilichkeit Die Vielfalt der Lebensentwürfe von Fami lien, die geprägt sind von kulturellen
Einflüssen, aber auch durch ihre sozialen Bedingungen, bieten große Chancen für die
pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen. Hier treffen viele Kinder zusammen, die
aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Ve rfassung, aber auch durch unterschiedliche
Familienkulturen individuelle Bedingungen mitbringen. Es gehört zur Aufgabe des Teams,
dieses Zusammenleben als wechselseitiges Lernen aller Beteiligten aktiv zu unterstützen.
Neutralität Die Vielfalt der Lebens bedingungen und der Wertevorstellungen, an denen sich
Familien orientieren, werden durch die Mitarbeiterinnen in unseren Einrichtungen beobachtend
und bewertungsfrei wahrgenommen. Die Einnahme einer neutralen Position macht es möglich,
Vertrauen zu bilden, Vermittlungsversuche zu initiieren und Konfliktlösungen zu erarbeiten.
Diese neutrale Haltung bildet die Grundlage dafür, dass alle Kinder und Erwachsenen, die
unsere Einrichtung besuchen oder in ihr arbeiten, das Gefühl entwickeln können, ernst
genommen zu werden.
Unabhängigkeit Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und Rahmenbedingungen
bewahren wir uns das Maß an Eigenständigkeit, das uns gestattet, jeweils nach den
Grundsätzen des Roten Kreuzes Erziehungs - und Bildungsarbeit zu gewährleisten. Eigen e
Aufnahmekriterien und ein selbst entwickeltes Konzept dokumentieren dies.
Freiwilligkeit Wir ermöglichen den Kindern Partizipation: das heißt, Kinder werden
entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Fragen und Entscheidungen
beteiligt.
Einheit Unser Team besteht aus vielen pädagogischen Mitarbeitern, die ihre eigene
Persönlichkeit und Individualität einbringen. Diese Vielseitigkeit wird in gemeinsame Ziele
gefasst. Das von uns erstellte Konzept dient als Grundlage für unser einhe itliches
pädagogisches Handeln. Zwischen Eltern und Erzieherinnen besteht eine
Erziehungspartnerschaft, bei der sie sich gegenseitig als Erziehungsexperten akzeptieren und
in der die jeweiligen Unterschiede ihre Wertschätzung finden.
Universalität Wir sind durch unsere Konzeption ideell und aktiv in die universelle Gemeinschaft
des DRK eingebunden. Lebensbedingungen anderer Menschen werden den Kindern in
geeigneter Form nahe gebracht und sie werden zu Offenheit, Akzeptanz und Hilfsbereitschaft
motiviert.
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 5
Der situationsorientierte Ansatz
Unter den derzeit praktizierten methodischen Richtungen in der Pädagogik der
Kindertageseinrichtungen biete n sich zur Verwirklichung unserer Grundwerte und der
formulierten pädagogischen Ziele die Grundaussagen des situationsorientierten Ansatzes an.
Den pädagogischen Fachkräften der Einrichtung fällt in diesem Zusammenhang die Aufgabe
zu, ausgehend von ihren Beobachtungen und Schlussfolgerungen, das, was die Kinder an
Fragen, Problemen und Informationen einbringen, a ufzugreifen und die darin enthaltenen
Lernmöglichkeiten und Erfahrungsräume zu erschließen. Die Ziel - und Inhaltsfindung dieser
sozialpädagogischen Arbeit in Kindertageseinrichtungen erfolgt aus der Alltagspraxis und ist
lebensnahes Lernen in und aus alltä glichen Situationen. Der Grundsatz des
situationsorientierten Ansatzes lautet: „Lernen in Zusammenhängen“. Hierbei werden alle
Dimensionen des Wahrnehmens und Erlebens (kognitiv, sinnlich, körperlich, psychisch -
emotional, individuell und sozial) und des Au sdrucks (sprachlich, motorisch, musisch und
kreativ) einbezogen. Kinder können sich freiwillig, selbst - und auch fremdmotiviert ohne
Leistungsdruck mitgestaltend einbringen. Dieses soll durch ein individuelles Betreuungskonzept
ermöglicht werden. Unser Bet reuungskonzept basiert auf dem grundlegenden Erziehungs -,
Betreuungs- und Bildungsauftrag und ermöglicht eine modulare Erweiterung des Angebots.
Dazu zählen beispielsweise:
Modulare Angebote des DRK-Kreisverbandes Münster e.V.:
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 6
Das Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung Bohlweg
In der heutigen Zeit müssen die Angebote in der Kinderbetreuung den Bedürfnissen der Eltern
und des Sozialraum genau angepasst werden, um junge Familien bei der Vereinbarkeit von
Familie und Beruf zu unterst ützen. Unsere Betreuungszeiten richten sich nach diesem
Grundsatz und werden in Kooperation mit den Eltern und den Mitarbeitern festgelegt.
Bei der Kindertageseinrichtung auf dem Ge lände
des Erpho -Bogens in Münster -Mitte wird es sich
um ein e DRK-Kindertagesstätte mit dem
konzeptionellen Schwerpunkt der Vereinbarkeit
von Familie und Beruf und des Quartiersbezugs
handeln.
Die Kindertageseinrichtung verfügt insgesamt über
2 Gruppen mit 30 Plätzen für Kinder im Alter von
0-6 Jahren.
Eine Gruppe ha t 20 P lätze für 2 -6 jährige Kinder
und eine weitere Gruppe 10 Plätze für Kinder im
Alter von 0 -3 Jahren. Alle 30 Kita-Plätze verfügen
über eine Betreuungszeit von 45 Stunden pro
Woche und ein bedarfsgerechtes zusätzliches Angebot im Rahmen der Extrazeit.
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten
Die Kernbetreuungszeiten richten sich nach den Grundlagen des Kinderbildungsgesetzes und
liegen in der Zeit zwischen 07:00 bis 17:00 Uhr. Darüber hinaus wird eine tägliche Öffnung szeit
von 6:00 bis 19:00 Uhr angeboten, die sich nach den jeweiligen Elternbedarfen zur besseren
Vereinbarkeit von Familie und Beruf richtet. Die Planung der flexiblen und erweiterten
Öffnungszeiten erfolgt unter Berücksichtigung der Bedarfe der Kinder, Eltern und eventuell
entsprechender Firmen.
Jahresöffnungszeiten
Mögliche Schließungszeiten in den Schulferienzeiten bzw. eine durchgängige jährliche
Öffnungszeit der Kindertageseinrichtung werden ebenfalls mit den jeweiligen Eltern über
Bedarfsabfragen ermittelt und abgestimmt.
Das DRK kann durch seine vielfältigen bereits bestehenden Angebotsstrukturen bei Bedarf den
Eltern weitere Betreuungsmöglichkeiten anbieten, beispielsweise durch die Vermittlung unserer
DRK Partner-Kindertageseinrichtungen in Münster. Auß erdem streben wir Partnerschaften mit
den umliegenden Kindertageseinrichtungen an, wie wir es auch bereits mit unseren
bestehenden DRK-Kindertageseinrichtungen in den anderen Stadtteilen in Münster erfolgreich
umsetzen.
Die flexiblen und ergänzenden Betreuungszeiten werden die bestehenden Öffnungszeiten
passgenau ergänzen. Ein dadurch entstehender zusätzlicher Personalbedarf kann zeitnah
bedient werden, so dass das Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stets erreicht wird.
Der Einsatz von qualifiziertem Betreuungspersonal ist für uns von besonderer Bedeutung, um in
der pädagogischen Arbeit zum Wohle des Kindes, insbesondere des Kleinstkindes
Beziehungsaufbau, Betreuungsqualität und Bildungsansprüche sicherstellen zu können.
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 7
Eine gute Balance zwischen der von den Eltern gewünschten Flexibilität, dem Recht des Kindes
auf eine gesunde Entwicklung und der Kindertageseinrichtung, die Betreuungs - und
Bildungsansprüche garantiert, ist Grundvoraussetzung für eine gute Qualität unserer
pädagogischen Arbeit.
Quartiersbezug Erpho-Bogen und Münster-Mitte
Auf dem ehemaligen Gelände der Firma Winkhaus am Bohlweg entsteht das neue
Wohnquartier „Erpho-Bogen“ mit einem breit gefächerten Angebot unterschiedlicher
Wohnformen von rund 250 Wohnungen. Investoren und Bauherren sind BM Planbau aus Telgte
und CM Immobilien aus Münster. Die neuen Wohnungen zwischen Bohlweg und
Niedersachsenring sollen in verschiedenen Größen und für unterschiedliche Nutzer angeboten
werden. Barrierefreie Wohnungen für Familien und ältere Me nschen gehören ebenso dazu wie
Appartements für Studierende.
Der Name des Viertels und die Ecklage zwischen Bohlweg und Niedersachsenring haben beim
Quartiersnamen Erpho-Bogen Pate gestanden.
Wo bis vor kurzer Zeit noch Schließtechnik der Fa. Winkhaus hergestellt wurde, werden
Studentenapartments, Seniorenwohnungen, Stadtvillen und barrierefreie Eigentumswohnungen
neues Leben in das innenstadtnahe, 14.200 Quadratmeter umfassende Gebiet bringen .
Ergänzend werden schöne, überschaubare Gewerbe - und Praxisflä chen in dem markanten
siebengeschossigen Turm am Bohlweg einen Platz finden.
Ein modernes Seniorenwohnkonzept mit betreutem Wohnen g ibt dem Erpho -Bogen den
besonderen Charakter als generationsübergreifendes Wohnobjekt. Die Zielgruppe der Senioren
werden wir ebenfalls bei unserer Angebotsstruktur, z.B. durch Sport- und Gymnastikangebote in
den späten Nachmittagsstunden in der Kindertageseinrichtung mit aufnehmen.
Durch die Innenstadt nahe Lage und die räumliche Nähe u a. zur Fachhochschule,
Zahnärztekammer und Steuerberaterkammer werden wir ein bedarfsgerechtes Betreuungs- wie
auch Bildungsangebot für berufstätige Familien, sowie alleinerziehende und studierende Eltern
besonders ins Auge fassen.
Die Quartiersangebote unserer Einrichtung sollen besonders dazu beitragen, Kontakte mit
anderen Eltern und Bewohnern des Erphobogens und des Viertels knüpfen zu können . Wir
werden Familienbildungsangebote wie beispielsweise generationsübergreifende Musik - und
Bewegungsprojekte anbieten und damit auch die Auseinand ersetzung mit dem eigenen
Familienleben beleben und die Erziehungskompetenz von Eltern und Großeltern stärken.
Darüber hinaus werden diese Projekte die Vernetzung von Familien mit deren unmittelbaren
Nachbarschaft unterstützen.
Unsere Leitorientierung zum Quartiersbezug lässt sich wie folgt zusammenfassen:
Umsetzung eines standortorientierten Konzepts mit allen im Sozialraum möglichen
externen Partner und den umliegenden DRK-Einrichtungen
Konzipierung von konkreten familienorientierten Leistungen in Kooperation mit
externen Partnern
Aufbau, Pflege und Stabilisierung eines sozialen Netzwerks im neuen Quartier
Erpho-Bogen
Brückenfunktion zu Ämtern und Institutionen z. B. durch Beratungsangebote
intensive Gemeinwesen- und Öffentlichkeitsarbeit
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 8
Vor dem Hin tergrund einer angestrebten sozialräumlichen Angebotsverknüpfung werden wir
uns in Kooperation mit unserem DRK -Familienzentrum Schatzkiste und den weiteren
umliegenden DRK -Kindertageseinrichtungen auf die Vernetzung von Familien im
nachbarschaftlichen Umfe ld u. a. durch niedrigschwellige Begegnungs - oder
Familienbildungsangebote fokussieren. Diese können u. a. in der Mehrzweckhalle im Anschluss
an den Regelbetrieb der Einrichtung stattfinden.
Hierfür bringt der DRK -Kreisverband Münster e.V. mit seinen multiprofessionellen Fachkräften
zusätzliche Kompetenzen in das Einrichtungsteam ein. Der Fokus liegt stets darauf, Angebote
auf Grundlage der Bedarfe der Kinder und Eltern und auch der Bewohner des neuen Viertels zu
entwickeln. Die Bereichsleitung für Kinder , Jugend und Familien wird diese Angebote
maßgeblich inhaltlich ausrichten, koordinieren und deren Weiterentwicklung sicherstellen.
Angedacht sind generationsübergreifende Veranstaltungen wie z. B. Lesungen,
Seniorengymnastik, Fremdsprachenkurse, allgemeine Beratungsangebote, etc..
Baugebiet Winkhaus / Bohlweg (blau markiert)
(Quelle: http://www.muenster.de/stadt/stadtplanung/baugebiete.html#plan544)
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 9
Pädagogische Ziele
Als wichtigste Basis in unserer pädagogischen Arbeit sehen wir eine vertrauensvolle und
liebevolle Beziehung zu jedem Kind.
Jedes Kind soll sich in seiner Einzigartigkeit angenommen und sich in unserer Einrichtung wohl
fühlen.
Als grundlegende Ziele sehen wir darüber hinaus die:
• Stärkung des Selbstvertrauens und Selbstbewusstseins
• Förderung zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Handeln
• Vermittlung von Lebensfreude
• Förderung des Sozialverhaltens, wie z.B. Rücksichtnahme
• Förderung und Weiterentwicklung der kognitiven und kreativen Fähigkeiten
• Förderung der motorischen Entwicklung
• Förderung und Weiterentwicklung des Sprach- und Sprechverhaltens
Unsere formulierten Ziele finden sich in den
vorgeschriebenen Bildungsbereichen wieder:
1. Bewegung
2. Spielen und Gestalten
3. Sprache und Sprachförderung
4. Musischer Bereich
5. Natur und Umwelt
6. Interkulturelle Erziehung
Bewegung
Die Kinder bekommen täglich die Möglichkeit und den Raum sich im Innen - und Außenbereich
auf vielfältige Weise ihren Bedürfnissen entsprechend zu bewegen.
Im (angeleiteten) Turnangebot in der Turnhalle unserer Kita können die Kinder verschiedene
Turngeräte ausprobieren und kennen lernen. Kletter- und Schaukelmöglichkeiten, sowie
Anregungen zur Gestaltung verschiedener Bewegungslandscha ften mit Kästen, Bänken,
Matten als auch Musik- und Rhythmikutensilien laden die Kinder dabei zum kreativen und
bewegungsfreudigem Spiel ein.
Im großen und abwechslungsreichen Außenspielbereich haben die Kinder die Möglichkeit,
verschiedene Spielgeräte, Rutschen, Schaukeln, Fahrzeuge und Sandspiel- und Rasenflächen
zu nutzen. Auch im Außengelände werden Spielflächen für Rollen- und Theaterspiele
geschaffen. Die Kinder sollen durch
unser pädagogisches Angebot ihre
Körperwahrnehmung gefördert
bekommen, um auch so ihren Körper
besser zu spüren und einzuschätzen
zu können.
Die naheliegende Promenade mit
ihren zahlreichen Spielplätzen und der
Wienburgpark im Kreuzviertel laden
ebenfalls zu besonders schönen
Spaziergängen und unzähligen
Bewegungsmöglichkeiten ein.
Spielerische Bewegung ermöglicht allen Kindern gemeinsame Erfahrungen jenseits
sprachlicher, kultureller und sozialer Barrieren.
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 10
Spielen und Gestalten
Durch eine offene Raumgestaltung und ein vielfältiges Angebot von anregenden
Spielmaterialien möchten wir das freie, kreative Spielen fördern und unterstützen.
Besonders das freie Spiel bietet Raum für die Verwirklichung und Entwicklung eigener Ideen
und Kreativität der Kinder.
Beim angeleiteten Spielen wie zum Beispi el Stuhlkreisspiele und Gesellschaftsspiele werden
Regeln erlernt und Sozialkompetenzen vermittelt.
Genauso wie beim freien Spiel wollen wir den
Kindern beim bildnerischen Gestalten durch
vielseitige Materialien kreatives Schaffen
ermöglichen. Kinder malen, kritzeln und matschen
nach ihren eigenen individuellen Vorstellungen
und Fertigkeiten.
Für uns steht nicht das Produkt im Vordergrund,
sondern die Freude kreativ tätig zu sein und sich
auszudrücken. Vorgegebene Schablonen werden
von uns bewusst selten eingesetzt.
Sprache und Sprachförderung
Eine Sprache zu erlernen ist für jedes Kind eine wichtige Herausforderung in seiner
Persönlichkeitsentwicklung, denn Sprache ist das wichtigste Werkzeug im Umgang mit anderen
Menschen. Mit Sprache äußern Kinder ih re Wünsche, sie stellen Fragen, geben Antworten, sie
treten in Kontakt mit anderen Kindern und bauen Beziehungen auf. Sprache ermöglicht jedem
einzelnen Kind sich weiterzuentwickeln und seine sozialen Kompetenzen auszubauen.
In der Kindertageseinrichtung Bohlweg werden überwiegend Kinder im Alter von unter 3 Jahren
betreut. In diesem Alter der Kinder ist die Sprachentwicklung ein besonders sensibler Bereich.
Darum wird ein besonderer Fokus unserer pädagogischen
Arbeit auf dem Thema Sprachentwicklung liegen.
Sprachförderung passiert in jeder Alltagssituation und im
täglichen Miteinander - bei gemeinsamen Aktionen, beim
Singen und Vorlesen, Erzählen von Geschichten und
Erlebnissen, im Dialog in der Klein -und Gesamtgruppe.
Besonders das vorbildhafte Sprechverhalten der Erzieherin
ist hier von großer Bedeutung.
Folgende Ziele stehen für uns dabei im Vordergrund:
• die Freude am Sprechen wecken
• den Grundwortschatz zu erweitern
• das Sprachverständnis der Kinder und die
Ausdrucksfähigkeit zu fördern
• die Sprache als Kommunikationsmittel zu erleben
• das grammatikalische Verständnis erweitern
Diese geschieht durch Bewegungs - und Rollenspiele,
Kreisspiele und Lieder, bei kreativen angeboten, Bild - und
Bilderbuchbetrachtungen, Tastspielen usw..
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 11
Musischer Bereich
Durch rhythmisches Sprechen, Spielen in Verbindung mit Musik und Singen von Liedern im
täglichen Stuhlkreis fördern wir die Musikalität.
Die Freude an Geräuschen und Klängen fördern wir durch den Einsatz von verschiedenen
Musikinstrumenten.
Natur und Umwelt
Kinder entdecken täglich ihr unmittelbares Umfeld.
Wir unterstützen die Kinder in ihrer kindlichen Neugier, indem wir ihnen Raum und Materialien
zum Entdecken, Beobachten und Experimentieren geben. Die Kinder werden so vertraut
gemacht mit naturwissenschaftlichen Phänomenen. Durch Ausflüge in den Wald, in die
Bücherei, zur Polizei, zur Bäckerei usw. erkunden die Kinder ihre nähere und weitere
Umgebung und werden so mit verschiedenen Themen vertraut und erweitern ihr Sachwissen.
Interkulturelle Erziehung (Migration)
Da unsere Einrichtung von Kindern unterschiedlicher Kulturen besucht wird, deren Eltern aus
unterschiedlichen Ländern kommen, lernen wir häufig neue Sitten und Bräuche kennen.
Entsprechend den Grundsätzen des Deutschen R oten Kreuzes verstehen wir es als unsere
Aufgabe, d en Kindern und Familien eine
Betreuung durch unser multikulturell
geprägtes pädagogisches Team
anzubieten, die ihre kulturellen und
individuellen Vorerfahrungen
berücksichtigt.
Auch der Einsatz in unseren
Kindertageseinrichtungen von jungen
Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
über das Programm des
Freiwilligendienstes „Grenzgänger“ trägt
zur multikulturellen Verständigung
zwischen Kindern und Erwachsenen auf
besonders gelungene Weise bei.
So wird eine wic htige Weiche für eine
dauerhaft gelingende Integration von
Familien mit unterschiedlichen kulturellen
Hintergründen gelingen.
Im pädagogischen Alltag trägt das Konzept MAKATON wesentlich dazu bei, die Kommunikation
zwischen den deutsch- und nicht deutschsprachigen Kindern zu unterstützen.
Die Kinder, die mit wenigen Deutschkenntnissen in die Kindertageseinrichtung besuchen,
werden spielerisch an die deutsche Sprache heranführt.
Über das Konzept MAKATON werden Alltagsbegriffe über farbige Symbole, die sich im
gesamten Kindergartenbereich wiederfinden und selbsterklärende Gebärden, die von den
Kindern und Erzieher/innen gleichermaßen angewendet und verstanden werden, den Kindern
altersgerecht nahegebracht.
So werden Sprach - und Kommunikationsbarrieren im täglichen Miteinander spielerisch
überwunden und tragen zu einem sehr lernfreudigen Kindergartenalltag von Kindern mit
multikulturellen familiären Hintergründen bei.
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 12
Integrative Erziehung (Inklusion)
In der gemeinsamen Erziehung behinderter ( und von Be hinderung bedrohter) und nicht
behinderter Kinder werden Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen und/ oder
sozialen Auffälligkeiten betreut und unterstützt. Ein Ziel der integrativen Arbeit im Kindergarten
ist die Vermittlung von sozialen, em otionalen, kognitiven und motorischen Fertigkeiten/
Fähigkeiten.
Die Kinder erleben im Kindergartenalltag wie sie sich gegenseitig unterstützen und ergänzen
können damit ein soziales miteinander entsteht. Sie sind Spielpartner und geben sich wichtige
Lernimpulse.
Ein wichtiges Anliegen in der integrativen Arbeit besteht darin, Kinder zu befähigen, mit
unterschiedlichen Fähigkeiten einander zu respektieren. Die Kinder nehmen
Entwicklungsauffälligkeiten, Behinderungen aber auch Ressourcen wahr und lernen dam it
umzugehen. In diesem Zusammenhang sollen alle Kinder ihre eigenen Stärken und Schwächen
und die der Anderen erfahren. Wir möchten die Vorurteilslosigkeit der Kinder nutzen, um
Toleranz und Akzeptanz zu fördern und zu stärken.
Die integrativ zu betreuend en K inder erfahren in der Kindergartengruppe eine kontinuierliche
Spielbegleitung von einer Integrationsfachkraft und den Erzieherinnen.
Bei Aktivitäten wie z.B. Psychomotorik, Bilderbuchbetrachtungen in der Gruppe und anderen
Projekten entsteht ein gemeinsamer Prozess von behinderten und nicht behinderten Kindern.
Alle Kinder sollen gestärkt werden und wichtige Entwicklungsreize bekommen, damit sie ihr
Potenzial entfalten können.
Die Anerkennung der Vielfalt der Lebenslagen und der Lebensentwürfe von K indern und ihren
Familien ist die Voraussetzung zur Entwicklung einer inklusiven Haltung, einer inklusiven
Konzeption sowie einer inklusiven Handlungspraxis in einer Kindertageseinrichtung. Die
Einrichtungen und Angebote stehen damit vor der Herausforderung, für alle Formen und Inhalte
dieser Vielfalt offen zu sein und Angebote zu
eröffnen, in denen sich Menschen in ihren
Lebensbezügen diskriminierungsfrei
wiederfinden und an denen sie barrierefrei
teilhaben können.
Grundlage für eine inklusive Pädagogik i n
DRK-Kindertageseinrichtungen sind neben
den Grundsätzen des Roten Kreuzes und
Roten Halbmondes die verschiedenen
menschenrechtlichen Konventionen, u.a. die
UN-Kinderrechtskonvention, die UN -
Behindertenrechtskonvention und weitere
Menschenrechtsabkommen d er Vereinten
Nationen sowie die EU-Grundrechtecharta und
das Grundgesetz.
Hieraus lässt sich die umfassende Bedeutung von Inklusion als langfristige gesellschaftliche
Aufgabe zur Umsetzung des Menschenrechts auf Nichtdiskriminierung ablesen. Wir verstehen
dieses als eine besondere konzeptionelle Herausforderung für unsere pädagogische Arbeit in
der Kindertageseinrichtung Bohlweg.
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 13
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern
Die gesamte Kindergartenzeit ist auch Vorbereitung auf die Schulzeit und führt die Kinder in
ihrer Entwicklung zur Schulfähigkeit. Die Fähigkeit zu sozialem Verhalten und zur
Selbstständigkeit wird ganzheitlich in ihrer Entwicklung gefördert. Diese Förderung findet
individuell im Freispiel und in Kleingruppen auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt statt.
Durch gezielte Beobachtungen wird die Entwicklung jedes Kindes eingeschätzt und in
Elterngesprächen besprochen.
Im letzten Kindergartenjahr wird bei diesen Beobachtungen dann besonders auf die
Entwicklung der Fähigkeiten geachtet, die für die Einschulung notwendige Voraussetzung sind,
wie zum Beispiel Konzentration, Aufgabenverständnis, Sprachverhalten,
Durchsetzungsvermögen, etc..
Durch ein gemeinsames Übernachtungsfest mit den Vorschulkindern und Erzieherinnen wird
der Ausklang der Kindergartenzeit deutlich.
Zusätzlich arbeiten wir besonders eng mit de n umliegenden Grundschulen zusammen. Diese
Aktivitäten werden in regelmäßigen Abständen reflektiert und neu geplant.
Bildungsdokumentation und Portfolio
Kontinuierlich stehen wir mit den Eltern in Kontakt, um die Bildungs - und Entwicklungsprozesse
ihrer Kinder mit Ihnen zu besprechen und die sich daraus ableitenden weiteren Bildungswege
vereinbaren zu können. Wir gestalten die Bildungsarbeit transparent, damit eine gemei nsame
Gestaltung der Kindergartenzeit von Eltern, Kindern und dem pädagogischen Team in
vielfältiger Weise und an den individuellen Bedarfen des Kindes orientiert realisierbar wird.
Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Eltern für ihre Kinder eine
Bildungsdokumentation ausgehändigt. Inhalt dieser Dokumentation ist eine Zusammenfassung
der Entwicklung in den verschiedenen Bereichen, wie kognitiver, motorischer, sozialer und
sprachlicher Bereich. In diesem Bericht geben wir Empfehlungen für die weitere Förderung, die
individuell für jedes Kind als sinnvoll gesehen wird. Durch die Miteinbeziehung des einzelnen
Kindes in sein eigenes Portfolio, können die Kinder ihre eigene Entwicklung verfolgen und ihre
Ich-Kompetenz damit stärken. Zum Ende der Kindergart enzeit bekommen die Kinder d iese
Dokumentation mit nach Hause.
Mahlzeiten
Frühstück
Jedes Kind bringt von zu Hause sein eigenes
Frühstück mit. Hierbei wird auf ein gesundes und
ausgewogenes Frühstück wertgelegt. Getränke wie
Wasser und Früchtetee stehe n in den Gruppen zur
Verfügung. Bis 10.00 Uhr können die Kinder das
offene Frühstücksangebot wahrnehmen. So haben sie täglich die Möglichkeit zu entscheiden
wann und mit welchen Freunden sie gemeinsam essen möchten.
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 14
Mittagessen
Unsere Hauswirtschaftskraft bereitet täglich ein ausgewogenes Mittagessen für die
Tagesstättenkinder zu, welches zum größten Teil frisch zubereitet wird. An einigen Tagen wird
es durch vorbereitete Tiefkühlkost ergänzt.
Die Kinder der beiden Gruppen essen in der Zeit von 11.30 bis 13.00 Uhr. Sie werden in den
jeweiligen Gruppen von zwei Erzieherinnen beim Essen begleitet. An einem von den Kindern
schön gedeckten Tisch werden die Mahlzeiten eingenommen.
Die Mahlzeiten werden mit frischem Salat, Rohkost oder Gemüse ergänzt. Zum Nach tisch
erhalten die Kinder frisches Obst, Joghurt oder eine Quarkspeise. Auf kulturelle und religiöse
Besonderheiten im Umgang mit Nahrungsmitteln wird selbstverständlich Rücksicht genommen.
Ruhephasen
Nach dem Mittagessen und dem Zähneputzen
beginnt für die Kinder die Ruhephase.
In dieser Zeit werden in de n Gruppe oder de n
Nebenräumen altersentsprechend Geschichten und
Musik zur Entspannung gehört. Die Kinder können
sich auf Decken und Kissen ausruhen und zwei
Erzieherinnen begleiten die Phase, um ein e
gemütliche und ruhige Atmosphäre zu schaffen.
Raumkonzept der Kindertagesstätte Bohlweg
Die Räume in der Kindertageseinrichtung im Erpho-Bogen sind hell und bewegungsfreundlich
für die Kinder eingerichtet.
In schön gestalteten Nebenräumen befinden si ch z.B.
ein kleines Bällebad, sowie Bausteine und eine
Hängematte.
Zur Förderung der Bewegung und Wahrnehmung
stehen in allen Räumlichkeiten bewegungsanregende
Spielelemente und Mobiliar, die die Kinder zum
experimentieren anregen werden, zur Verfügung.
Im Gruppenraum befinden sich z. B. Bau- und
Konstruktionsbereiche, sowie ein Rollenspiel- und
Kreativbereich.
In beiden Gruppen können die Kinder durch spielen,
ausprobieren und wahrnehmen Erfahrungen mit
unterschiedlichen Materialien, Formen und Größe n
sammeln.
Im Schlafraum befinden sich Kinderbetten, die jedes
Kind individuell mit Kissen, Stofftieren, Spieluhren etc.,
einrichten kann. Garderobe, Eigentumsfächer, sowie
Bereiche des Waschraumes sind mit Fotos der Kinder
gekennzeichnet, so dass sie sich stets eigenständig
zurecht finden.
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 15
Geplant sind für diese zwei Gruppen- Einrichtung folgende Räumlichkeiten:
- 2 Gruppenräume, incl. Garderobenbereiche
- 2 Nebenräume
- 2 Wasch-WC-Räume mit Wickelbereiche
- 1 Duschbereich
- 2 Abstellräume
- 2 Schlaf- bzw. Differenzierungsräume
- 1 Mehrzweckraum plus Abstellraum
- 1 Personalraum / Büro
- 1 Personal-WC incl. Dusche
- 1 Küche incl. Abstellraum
- eine Gesamtfläche von ca. 380 qm
- ein weiträumiges Außengelände
Elternarbeit
In unseren Kindertageseinrichtungen ist gegenseitiges Vertrauen zwischen Eltern und
Erzieherinnen von großer Bedeutung und unseren pädagogischen Fachkräften ein besonderes
Anliegen. Auch der stetige Austausch z. B. über die heutige Schlaf- oder Essensituationen der
Kinder ist besonders wichtig. Da gerade die jüngeren Kinder ihren Gemütszustand aufgrund
ihres Alters nicht immer verbal äußern können, ist es uns wichtig, über für das Kind bedeutende
Geschehnisse informiert zu werden.
In der Eingewöhnungsphase:
Bei der Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren bedarf es einer besonders behutsamen und
individuellen Eingewöhnungszeit. Dabei spielt das langsame Heranführen an den Gruppenalltag
und die Unterstützung der Eltern eine wichtige Rolle.
In unserer Einrichtung bekom men die Kinder keine „Bezugserzieherin“ zugewiesen, da die
Kinder die Möglichkeit haben sollen, sich ihre Bezugspersonen selbst auszuwählen. Dies wird
meist nach sehr kurzer Zeit deutlich. Die nun ausgewählte Erzieherin des Kindes ist ab jetzt für
die weitere Eingewöhnungszeit und als Hauptansprechpartnerin der Eltern zuständig.
In kleinen, weiteren Schritten wird das Kind durch die Anfangszeit begleitet, dabei werden die
einzelnen Schritte der Eingewöhnungsphase individuell auf das Kind abgestimmt.
Dies bedeutet, dass Tageszeit, Dauer der Anwesenheit usw. am Anfang der Kindergartenzeit
jeden Tag neu abgesprochen wird.
Besonders wichtig ist der Austausch zwischen Eltern und Erzieherinnen gerade in der
Anfangsphase. Nach Abschluss der Eingewöhnungsphase erf olgt eine behutsame Entwicklung
der Selbstständigkeit des Kindes.
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und dem Kindergartenteam schafft eine optimale
Basis für gutes pädagogisches Handeln, die Offenheit und gegenseitiges Vertrauen mit
einschließt. Dadu rch wird eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zugunsten der Kinder
ermöglich.
Elternarbeit bedeutet für uns, Eltern zu begleiten, ihnen ggf. Erziehungshilfen anzubieten und
sensibel zu sein für ihre jeweilige Situation. Die Mitarbeiter /innen sind Ansprechp artner für
Fragen zur Entwicklung des Kindes.
In einer aktiven Zusammenarbeit mit den Eltern ist es uns daher sehr wichtig, eine ganzheitliche
Erziehung und Förderung zum Wohle des Kindes zu gewährleisten, in der die familiäre
Situation und die Stärken und Defizite des Kindes berücksichtigt werden.
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 16
Um eine möglichst umfangreiche gemeinsame Grundlage für die Erziehung der Kinder zu
gewährleisten, informieren wir die Eltern umfassend über unsere Arbeit.
Dies geschieht durch:
• Aufnahmegespräche
• Hospitationen
• Elternsprechtage / Elternabende
• Tür- und Angelgespräche
• Hausbesuche
Wir ermöglichen den Eltern einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit durch:
• Infowände im Eingangsbereich
• Infowände vor den Gruppen
• Elternbriefe
• Fotodokumentationen über einzelne Projekte / Ausflüge
• Faltblatt mit Informationen über die jeweilige Gruppe
Gemeinsam erleben wir:
• Elternnachmittage
• Feste
• Ausflüge
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt in unserer Elternarbeit liegt in der engen Zusammenarbeit
mit den g ewählten Elternvertretern, die im Elternrat und im Elternbeirat vertreten sind. Hierzu
werden zu Beginn des Kindergartenjahres jeweils zwei Elternvertreter pro Gruppe in der
Elternvollversammlung gewählt.
In diesen Gremien werden Eltern über unsere aktuell en Inhalte und die pädagogische Arbeit
informiert. Zusätzlich bekommen die Eltern die Möglichkeit aktiv das Kindergartenleben
mitzugestalten.
Zusammenarbeit des Teams
Unsere Arbeit basiert auf den 7 Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes, die in den
Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung enthalten sind:
• Menschlichkeit
• Unparteilichkeit
• Neutralität
• Unabhängigkeit
• Freiwilligkeit
• Einheit
• Universalität
Diese Leitlinien bestimmen sowohl unser pädagogisches Handeln al s auch das Miteinander in
einem multikulturell besetzten Team. Teamarbeit ist die Grundlage für eine gute pädagogische
Arbeit innerhalb der Einrichtung. Gegenseitige Unterstützung, Flexibilität, Offenheit,
Verlässlichkeit, genaue Absprachen und gegenseitige Akzeptanz halten wir für unerlässlich.
Wöchentlich treffen sich alle Mitarbeiter /innen zu einer gemeinsamen Teamsitzung. Alles
Wichtige, die Vor - und Nachbereitung sämtlicher Aktivitäten, Fallanalysen und das Abstimmen
von Terminen werden dann besprochen.
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 17
Regelmäßig werden 1-2 Konzeptionstage im Jahr durchgeführt. An diesen Tagen ist die
Einrichtung für die Kinder geschlossen. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, im Gesamtteam
wesentliche Grundlagen pädagogischer Arbeit zu planen und unter Beteiligung der
Bereichsleiterin oder eines externen Referenten relevante Themen zu erarbeiten.
Regelmäßig finden einmal wöchentlich Kleinteamsitzungen in den einzelnen Gruppen statt.
Diese dienen dem Austausch und der Reflexion des Gruppengeschehens und der weiteren
Planung.
Fortbildungen, Fachtagungen und Supervision werden regelmäßig von den Mitarbeiter /innen
z.B. über die DRK-Kinderschutzambulanz des DRK-Kreisverbandes Münster wahrgenommen.
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen
In Übereinstimmu ng mit geltendem Landesrecht sorgt der Träger für die Einhaltung
quantitativer und qualitativer Standards . Er ist verantwortlich für die Einstellung,
Weiterqualifizierung, Fortbildung, Fachberatung und Supervision der pädagogischen
MitarbeiterInnen.
In Zus ammenarbeit mit dem Träger erfolgt die Abstimmung der pädagogischen und
organisatorischen Arbeit. Dazu ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Leitung und
Bereichsleitung über wichtige Belange der Arbeit in der Einrichtung notwendig. Auch
Hilfestellungen bei administrativen Aufgaben sowie bei der Unterstützung und Förderung des
Personals gehören zur gemeinsamen Zusammenarbeit.
Selbstverständlich profitieren wir auch von weiteren Arbeitsfeldern des DRK-Kreisverbandes
Münster wie zum Beispiel der Ärztlichen K inderschutzambulanz oder des Autismus -
Therapiezentrums, deren Dienste wir bei Bedarf in Anspruch nehmen.
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
Als übergeordnete Behörde unterstützt uns das örtliche Jugendamt bei der Einhaltung aller
gesetzlichen Vorgaben und der Umsetzung des Bildungsauftrages.
Zusammenarbeit mit anderen DRK- Kindertageseinrichtungen
Die Kindertageseinrichtungen und Familienzentren in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes
Münster stehen im regelmäßigen Dialog miteinander und den weiteren Einrichtungen des DRK-
Kreisverbandes.
Sie unterstützen sich gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihres pädagogischen Angebotes.
Hilfestellungen erfahren sie dabei auch durch die Bereichsleitung des DRK -Kreisverbandes
Münster e.V. in Form von individuellen Beratungsterminen, Personalentwicklungsgesprächen,
Leiter/innentagungen, Fortbildungen und Begleitung bei QM-Prozessen.
Ab Anfang 2016 werden alle Kindertageseinrichtungen des DRK -Kreisverbandes Münster e.V.
und der DRK Münster Sozialwerk gGmbH mit Ihrer Bereichsleiterin Anne Westendorf an einem
2-jährigen Zertifizierungsprogramm durch das Institut PädQUIS teilnehmen.
Die Leiterinnen und stellv. Leiterinnen unserer Einrichtungen werden unter Einbeziehung des
„Nationalen Kriterienkatalogs“ und unter Anlei tung der Päd QUIS-Referenten wesentliche
Bestandteile der Kita -Konzepte und die fachliche Umsetzung der pädagogischen Arbeit
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 18
einrichtungsbezogen reflektieren und mit den jeweiligen Teams und der Bereichsleiterin
bedarfsweise neu ausrichten.
Eigene Bildun gsangebote, die direkt über den DRK -Kreisverband für die pädagogischen
Mitarbeiter/innen konzipiert und angeboten werden, erfahren darüber hinaus einen deutlichen
Ausbau.
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen
Auch die im Stadtteil vertretenen Kindertageseinrichtungen arbeiten trägerübergreifend
zusammen. Das geschieht zum einem in einem Arbeitskreis auf Leitungsebene und zum
anderen im pädagogischen Arbeitskreis, wo alle Institutionen vertreten sind, die im Stadtteil in
pädagogischer Hinsicht zusammenarbeiten. Dabei werden die kulturellen, sozialen un d alle
anderen Einrichtungen im Umfeld der Kita als Erfahrungsorte für die Kinder zusammengeführt
und genutzt.
Zusammenarbeit mit Fachdiensten
Wir arbeiten regelmäßig mit verschiedenen Fachdiensten zusammen, die wir als wertvolle
Unterstützung unserer Arbeit ansehen:
• den Kinderärzten
• den Logopäden
• den Ergotherapeuten
• der Frühförderstelle
• dem Kommunalen Sozialdienst ( KSD )
• der Hebammensprechstunde
• der DRK-Kinderschutzambulanz
Unsere DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster präsentieren sich gemeinsam mit unserem
DRK- Kreisverband Münster e.V. und den dazugehörigen Einrichtungen auf unserer Homepage
im Internet unter www.DRK-muenster.de.
DRK-Kita Schatzkiste (Gremmendorf)
DRK-Kita Horstmarer Landweg
DRK-Kita Lummerland (Hiltrup)
DRK-Kita Meerwiese (Coerde)
DRK-Kita Wolkenburg (Gievenbeck)
DRK-Kita Oxford (Gievenbeck)
DRK-Münster Sozialwerk gGmbH
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 19
Unsere Zielsetzungen für die DRK-Kindertageseinrichtung Bohlweg
(Fotos: DRK; Text: Anne Westendorf, Bereichsleiterin Kinder, Jugend und Familie)
Familien-
nahe
Beratungs-
angebote
selbstbe-
wusst
agierende
Kinder
Bildungs-
angebote
Quartiers-
bezug
alters-
gerechte
päd.
Konzepte
kindgerechte
pädago-
gische
Übergänge
Zielsetzung
der DRK-
Kindertageseinrichtung
Bohlweg
familien-
unter-
stützende
Netzwerke
Vereinbar-
keit von
Familie und
Beruf
Anlage 5.3 Konzept Outlaw Malteserstr Kita+More
57352 Zeichen
GRUNDKONZEPT KITA&MORE STAND: FEBRUAR 2015 Grundkonzept Kita&More 2 GLIEDERUNG Kita&More – Spielend lernen! 3 1 Angebot und Rahmenbedingungen 4 1.1 Gesetzliche Grundlagen 4 1.2 Ziele 5 1.3 Kontextbezogene Konzeption 5 2 Konzeptionelle und methodische Grundsätze 7 2.1 Das Bild vom Kind 7 2.2 Selbstbildungsprozesse – Spielend lernen! 7 2.3 Individualität und Heterogenität 9 2.4 Partizipation 10 2.5 Sozialraumorientierung 10 2.6 Integration und Inklusion 11 2.7 Geschlechterorientierung 12 2.8 Beobachtung und Dokumentation 13 2.9 Gestaltung von Übergängen 14 2.10 Raumgestaltung 14 2.11 Bildungs- und Erziehungspartnerschaften 15 3 Rolle und Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte 17 4 Sicherung des Kindeswohls 19 5 Qualität 20 5.1 Inhaltliche Qualität 20 5.2 Strukturelle Qualität 22 5.3 Ergebnisqualität 23 Schlusswort 24 Grundkonzept Kita&More 3 KITA&MORE – SPIELEND LERNEN! Spielend lernen!, so heißt ein Standpunkt der OUTLAW gGmbH für den Fachbereich Kita&More. Er ist zugleich handlungsleitend für unsere pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Ausgestal - tung ihres Arbeitsbereiches als auch fachliche Positionierung in der anhaltenden politischen Bildungs - debatte. Aus der Entwicklungspsychologie wissen wir um die Bedeutung des Spiels in der kindl ichen Entwick- lung. Kinder haben in ihrem Kindsein das Recht darauf, das was sie ausmacht, zu sein: Kinder, die den Herausforderungen des Lebens spielerisch begegnen. Das, was sie brauchen, um sich zu entwickeln, sollen sie in unseren Einrichtungen bekomme n: Ausreichend Freiräume, ihrem selbstbestimmten Tun nachzufolgen. Basis ist unser tiefes Vertrauen in das uneingeschränkte Bedürfnis des Kindes zu lernen und sich entwi - ckeln zu wollen. Jedes Kind lernt anders - das macht es für uns nicht unbedingt einfa ch in der Ausge- staltung der pädagogischen Arbeit, aber es ist auch die Sicherheit zugleich, dass jedes Kind seinen Weg im Leben gehen wird, wenn wir es zugewandt und mit unserem fachlichen Wissen begleiten. Diese Grundhaltung zieht sich wie ein roter Fad en durch das Grundkonzept des Fachbereiches Kita&More, in dem wir die Arbeit der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschreiben und definieren. Dies erfolgt in dem Bewusstsein, dass wir jeden Tag neu daran arbeiten müssen, Kin - dern die bestmögliche Förderung auch unter den sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen in der bundesweiten Kitalandschaft zu ermöglichen. Das Kind als Individuum steht für uns nicht alleine im Fokus. Es lebt in seinem familiären Kontext und innerhalb seines Sozialraumes. Es ist unsere Aufgabe, das Kind nicht nur innerhalb der Kita zu betrach- ten, sondern immer im Kontext, in dem es lebt. Wenn wir das alles tun, dann unterstützen wir die Kinder darin, eine kindgerechte Kindheit zu haben und zuversichtlich in neue Herausforderungen zu gehen! Die OUTLAW gGmbH hat mit Kita&More 2009 einen eigenen Fachbereich geschaffen, zu der neben der Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen auch die Kindertagespflege sowie die Betreu - ung von Schulkindern im außerschulischen Bereich und Familienzentren gehören. Grundkonzept Kita&More 4 1 ANGEBOT UND RAHMENBEDINGUNGEN Kita&More umfasst alle Angebote frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung. Alle Kita&More- Einrichtungen sind Orte für Kinder und ihre Familien, in denen sie sich akzeptiert und respektiert fühlen. Wir verstehen die Arbeit unserer Einrichtungen als einen Teil der gesellschaftlichen Verantwortung. Unter Kita&More haben sich neben Kindertageseinrichtungen weitere Angebote entwickelt und eta - bliert: die Betreuung und Begleitung von Kindertagespflege Familienzentren die Betreuung von Schulkindern gemäß der Landesgesetzgebung die Vernetzung mit anderen Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe z. B. offene Kinder- und Jugendarbeit, Beratungsstellen etc. Diese Angebote wirken in den Sozialraum hinein und orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Eltern. Wir beziehen in unsere Arbeit die Lebenswelt der Menschen und ihre soziale Bezüge ein. Kita&More ist Partner von Eltern, Kommunen und anderen Einrichtungen , engagiert sich im Sozialraum und arbeitet in Netzwerken und Gremien mit. Die aktuellen Fachdiskussionen fließen in unsere Arbeit und Konzepte mit ein. Wir stehen für eine fachlich qualifizierte Frühkindpädagogik. 1.1 GESETZLICHE GRUNDLAGEN Die rechtlichen Grundlagen sind im SGB VIII vera nkert. § 22 regelt die Grundsätze der Förderung in Tageseinrichtungen und der Kindertagespflege. In ihm ist der Auftrag zur Bildung, Erziehung und Be - treuung geregelt (Absatz 3). Die jeweiligen Länder regeln die spezifische Kitagesetzgebung vor Ort. Die gesetzlichen Bestimmungen und Vorgaben zum Kindesschutz (vgl. § 8a SGB VIII; Bundeskinder - schutzgesetz) werden in besonderer Weise berücksichtigt. Auf der Basis des Bundeskinderschutzge - setzes werden Maßnahmen gemäß der rechtlichen Vorgaben ergriffen, um den Schutz des Kindes - wohles zu sichern. Die UN-Kinderrechtskonvention und die UN-Menschenrechtskonvention sind die verbindliche Grund- lage zur Wahrung der Grundrechte der Familien. Grundkonzept Kita&More 5 1.2 ZIELE Wir erfüllen unseren Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung, in dem wir aus Sicht der Kinder ihrer Entwicklung entsprechend und spielerisch auf das Leben vorbereiten. Wir unterstützen jedes Kind darin, sich zu einer selbstständigen, verantwortungsbewussten, gemeinschafts - und entscheidungsfä- higen Persönlichkeit entwickeln zu können und wirken somit Benachteiligung entgegen. Unsere Angebote orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien. Wir unterstützen die Mütter und Väter in ihren Erziehungsaufgaben und stehen mit unserem Fachwissen und unse ren Beobachtungen und Erkenntnissen in der Erziehung ihrer Kinder begleitend zur Seite. Durch unser Angebot ermöglichen wir den Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Unsere Kitas sind für alle Kinder und Familien offen, unabhängig von ihrer sozialen, kulturellen, ethni - schen oder religiösen Herkunft. Dort, wo Rahmenbedingungen es ermöglichen, arbeiten wir integrativ und betreuen Kinder mit Förderbedarf. 1.3 KONTEXTBEZOGENE KONZEPTION Die Kita&More-Einrichtungen in den verschiedenen OUTLAW-Regionen verteilen sich auf Standorte, die durch teils sehr unterschiedliche Gegebenheiten gekennzeichnet sind. Für die pädagogischen Mitar - beiterinnen und Mitarbeiter bedeutet das, sich auf die Besonderheiten des Sozialraumes einzulassen und diese aktiv in die Konzeption und die pädagogische Tätigkeit aufzunehmen. Die Bedarfe der Kin - der und ihrer Familien, die dort leben, werden bei der Planung der pädagogischen und organisatori - schen Arbeit einbezogen. Aus diesem Grund ist es für jede Kita&More-Einrichtung unerlässlich über eine kontextbezogene Ein- richtungskonzeption zu verfügen und den verschiedenen Zielgruppen (Eltern, Jugendamt, Öffentlich - keit, pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) als Orientierung zugänglich zu machen. Die kon - zeptionellen Planungen sind dabei immer zielgerichtet auf die Kompetenzerweiterung der Kinder und basieren daher auf einem hohen Maß an Offenheit, die Wünsche, Ideen und Bedürfnisse der Kinder wertzuschätzen und partizipativ aufzugreifen. Innerhalb des Einrichtungskonzeptes werden Schwerpunkte und spezifische Zielsetzungen der päda - gogischen Arbeit verdeutlicht. Durch die jeweiligen Lebenssituationen der Familien sowie durch die rechtlichen, politischen, sozialräumlichen und lebensweltlichen Rahmenbedingungen begründe t sich die konkrete Ausgestaltung dieser konzeptionellen Schwerpunkte und Zielsetzungen. Bei der Ausgestaltung der kontextbezogenen Konzeption berücksichtig en wir, dass diese keine Spe - zialisierung anstrebt. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Unsere Ein richtungen müssen ein größtmögli - ches Maß an Wahlmöglichkeiten und Verwirklichungsoptionen auf der Basis der konzeptionellen Grundlagen, Grundprinzipien und Haltungen gewährleisten. Somit ist gesichert, dass bedarfsangemes - sene Angebote basierend auf einem gemeinsamen Wertekanon vor Ort zur Verfügung gestellt werden können. Grundkonzept Kita&More 6 Besonderen Wert legen wir auf die für alle Zielgruppen verständliche Verschriftlichung der Einrich - tungskonzeption sowie auf die regelmäßige Fortschreibung. Grundkonzept Kita&More 7 2 KONZEPTIONELLE UND METHODISCHE GRUNDSÄTZE 2.1 DAS BILD VOM KIND Die Lebensphase Kindheit hat eine eigenständige Bedeutung. Für uns steht das Kind mit seinen indivi - duellen und aktuellen Bedürfnissen und Entwicklungserfordernissen im Vordergrund. Wir bereiten die Kinder auf das weitere Leben vor. Jedes Kind lernt von sich aus und benötigt eine bestimmte, individuelle Unterstützung zur Entfaltung seiner Potentiale. Da s setzt jedoch voraus, dass diese Potentiale erkannt, wertgeschätzt und nutzbar gemacht werden. Hierfür muss das Kind von den Fachkräften in seiner Sicht des Erlebten ernst ge - nommen werden. Das Kind als Akteur seiner Selbst braucht für seine Entwicklung Gelegenheiten, mit allem, was das Zu - sammenleben ausmacht, in Berührung zu kommen, um sich ein Bild von der Welt zu konstruieren. Ein zentrales Feld für Bildungserfahrungen sind die Beziehungen der Kinder untereinander. Das Sich - Arrangieren mit gleichberechtigten Anderen, das Aushandeln von Gruppenregeln, Gruppenstatus und der Umgang mit Konflikten enthalten zentrale Lern- und Bildungsgelegenheiten, für die der erforderliche Freiraum bereitgestellt werden muss. Kindheit ist heute in einem hohen Maß institu tionalisiert. Kinder brauchen Orte und Räume für eigenständige Erfahrungen. Unsere Einrichtungen sind pädagogische Orte, die es ermöglichen, dem Bedürfnis der Kinder nach Selbsttätigkeit und freiem Spiel mit Gleichalt - rigen nachzukommen und dafür ausreichend Anlässe bereitstellen. Jedes Kind muss die Möglichkeit haben, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden und zu gestalten. Bildung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass dies gelingen kann. Kinder haben ein unmittelbares Recht auf Bildung als Grund voraussetzung für Chancengleichheit. Die Bildungschancen der Kinder hän - gen jedoch von biologischen, psychischen und sozialen wie gesellschaftlichen, politischen und struk - turellen Faktoren und Voraussetzungen ab. Diese unterschiedlichen Voraussetzungen in ihrer hohen Varianz erfordern eine direkte Berücksichtigung im pädagogischen Alltag, um nicht stigmatisierend und benachteiligend zu wirken. Unsere Einrichtungen haben durch den ihnen zugesprochenen Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung die Verpfli chtung, allen Kindern entsprechend der rechtlichen Rah - menbedingungen vor Ort die bestmögliche Förderung zukommen zu lassen. 2.2 SELBSTBILDUNGSPROZESSE – SPIELEND LERNEN! Spiel ist die Hauptaneignungstätigkeit der Kinder von Geburt an. Kinder werden mit Entdec ker- und Forscherdrang geboren, sie wollen lernen und ihre Welt erkunden. Die sie (an)treibenden Kräfte sind ihre Neugier und Eigenaktivität. Grundkonzept Kita&More 8 Eine entscheidende Voraussetzung für gelingendes Lernen in unseren Einrichtungen ist eine anre - gende, freundliche und wertschätzende Atmosphäre, die bewusst durch alle Mitar beiterinnen und Mitarbeiter gestaltet wird. Viele Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, auf die es im Leben ankommt, eignen Kinder sich durch ein auf eigenen Erfahrungen basiertes Lernen an. Kinder lernen besser, wenn sie sich sicher und geborgen fühlen. Dazu brauchen sie Spiel - und Lernräume, die ihnen Entdeckungen ermöglichen so - wie Erfolgserlebnisse. So erfahren sie, dass Lernen Freude macht. Je intensiver Kinder freudige Ereig - nisse mit Le rnen verbinden, desto umfangreicher werden sie dazu befähigt, selbstbewusst und ziel - strebig an die Lösung von Problemen heranzugehen. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstehen Bildung daher als sozialen Prozess, dem das Bild eines kompe tenten Kindes zugrunde liegt, das seine Lernumwelt aktiv konstruiert. Die von Geburt an vorhandenen Eigenschaften des Kindes, wie Neugier, Interesse, Begeisterung und Mut ste - hen im Mittelpunkt und bilden die Basis für jegliches Entdecken und Forschen. Selbstwirksamkeitserfahrungen („ich kann das“) über das freie Spielen, die Freude am Tun und am Ge - lingen schaffen eine nachhaltige Motivation bei den Kindern, Dinge auszuprobieren, Mut zu Neuem zu entwickeln und konzentriert bei der Sache zu bleiben. Wenn Kinder die Möglichkeit haben, immer wieder eigene Lösungsmöglichkeiten für die selbst gestellten Aufgaben entwickeln zu können, entwi - ckeln sie Handlungskompetenz auch für Aufgaben, die sich in der Zukunft stellen werden. Erleben Kinder in der frühen Kind heit dabei Erwachsene, die ihr Spiel mit Interesse begleiten, die die Wichtig - keit der kindlichen Aktivität sehen, die die Kinder ermuntern und anregen, so erleben Kinder Freude und Bestätigung. Spielen und Lernen sind insbesondere in den ersten Lebensjahren identisch - Spielzeit ist Bildungszeit. Das Spiel erlaubt dem Kind, neue Fertigkeiten zu erproben, Lösungen und Strategien für immer kom - plexere Herausforderungen und Probleme zu (er)finden und emotionale Konflikte zu bewältigen. Für die Arbeit der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heißt das, die Kinder im Spiel zunächst bewusst und aufmerksam zu beobachten. Auf dieser Basis gilt es dann, die Spiele der Kinder zu ent - decken und gegebenenfalls auch mitzuspielen. Die Spielideen der Kinder werd en aufgegriffen und andere Kinder angeregt, über die Bedeutung des jeweiligen Spiels ihrem Entwicklungsstand angemes - sen zu reflektieren. Kinder bleiben nur dann Entdecker, wenn ihnen die Möglichkeit zu selbstbestimmtem Lernen gegeben wird. Trotz Anstrengung und gelegentlicher Frustration wird das Spiel für das Kind zu einer unersetz - baren Quelle von Zufriedenheit, Selbstsicherheit und positivem Selbstwertgefühl. Fördern lässt sich dieser Prozess dadurch, dass in unseren Einrichtungen Spiel - und Erfahru ngsräume sowie Gele - genheiten geschaffen werden, in denen Kinder sich selbst, ihre Grenzen und Möglichkeiten erproben können. Diese Räume und Gelegenheiten bieten auch ausreichend Platz für Fehler und unangemessene Selbsteinschätzungen. Kinder der heutigen Gesellschaft sind einer sich schnell wandelnden Umgebung ausgesetzt, die mit komplexen und vielfältigen Anforderungen verbunden ist . Auch das müssen die Fachkräfte im päda - Grundkonzept Kita&More 9 gogischen Alltag berücksichtigen. Sie müssen sich darauf einstellen und entsprechen de Angebote machen. Ob Sprachen lernen, Vermittlung kognitiven Lernens oder der Umgang mit Medien – Kinder wollen vieles verstehen und begreifen. Nicht als reine Wissensvermittlung, sondern eingebettet in Krea- tivität und Projekte. Das, was erfahren und be obachtet wird, kann mit den unterschiedlichsten Metho - den und Materialien festgehalten werden, vom gemalten Bild bis zur selbst gestalteten Fotocollage. Gleichzeitig nimmt der Stress unter Kindern zu. Das Pendant zu diesem schnellen Lernen muss die gezielte Entspannung sein, das lustvolle „Sich -hängen-lassen“ auf der Schaukel, in der Hängematte oder das Träumen über dem Bilderbuch. Lernen findet in einem Zusammenspiel von emotionalen, sozialen und kognitiven Aktivitäten statt. Für erfolgreiches Lernen ist d ie Erfahrung vieler komplexer Situationen erforderlich: Lernen in Kindertages - einrichtungen vollzieht sich meist in einer Kindergruppe. Kinder können so schon früh voneinander lernen, miteinander agieren, Probleme aufwerfen und gemeinsam nach Lösungen such en, ohne dabei die Hilfe von Erwachsenen in Anspruch zu nehmen. Den pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommt die Aufgabe zu, die vorgenannten Akti - vitäten als Voraussetzung für gelingende Lernprozesse mit Interesse und Empathie zu verfolgen. Hierzu müssen sie in Teamsitzungen und anderen Besprechungssettings ihre Haltung zu Lernprozessen von Kindern sowie die eigene Lernweise reflektieren und weiterentwickeln. 2.3 INDIVIDUALITÄT UND HETEROGENITÄT Unsere Einrichtungen sind Orte der Begegnung, die von Toleranz und Verständnis geprägt sind. Kin - dern und Eltern ist es möglich, Menschen aus verschiedenen Kulturen zu begegnen, sich kennen zu lernen und in den Austausch zu gehen. Die Vielfalt, die sich den Kindern in unseren Einrichtungen bietet, wird ihne n in alltäglichen Situationen und in gezielten pädagogischen Projekten näher gebracht. Verschiedene Lebensformen, Kulturen und Sprachen erleben die Kinder als selbstverständlich und Bereicherung. Kinder beobachten und erkunden ihr Lebensumfeld und setzen sich mit der eigenen Identität und der Vielfalt in ihrem Sozialraum auseinander. Jedes Kind wird bei der persönlichen Entwicklung des indivi - duellen Lebensstils unterstützt, ohne dabei den Blick auf die Akzeptanz anderer Lebensstile zu verlie - ren. Die päda gogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestalten die Erlebnis - und Erfahrungsräume, in denen die Kinder ihre eigene Herkunft vorstellen können und die individuellen Lebenswelten der an - deren Kinder aktiv miterleben können. Durch die Reflektion der gewo nnenen Eindrücke mit Kindern durch die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfahren die Kinder den Reichtum der ver- schiedenen Lebenswelten der Familien und können Unterschiedlichkeiten feststellen, einordnen und akzeptieren. Durch eine intensiv e Begleitung der Erwachsenen entwickeln sie dabei parallel eine Vor - stellung der eigenen Individualität, die ihr Selbstvertrauen stärkt. Grundkonzept Kita&More 10 Um ein soziales Miteinander entstehen zu lassen, werden Regeln für das Zusammenleben in der Gruppe gemeinsam mit den p ädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelt. Die ver - schiedenen Meinungen und Bedürfnisse, die in den Kindergruppen zusammenfließen, erfordern ein konstruktives Konfliktverhalten, eine Auseinandersetzung und stetige Abstimmung, um einen gemei n- samen Konsens zu entwickeln. Die Kinder lernen, die eigenen Bedürfnisse, Interessen und ihre Meinung zu vertreten sowie die Bedürfnisse, Meinungen und Interessen der anderen Kinder und Erwachsenen zu respektieren. Kinder lernen in diesen Zusammenhängen, die eigenen Interessen mit denen aus ihrer Gemeinschaft zu vereinen und verantwortlich zu handeln. 2.4 PARTIZIPATION Teilhabe an demokratischen Prozessen zur Ausgestaltung der eigenen Lebenswelt gehört zu den Grundrechten eines jeden Menschen. Die Kinder in un seren Einrichtungen sollen ihrem Entwicklungs - stand entsprechend in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, beteiligt werden. Den pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommt hierbei eine wichtige Aufgabe zu: Sie müssen ihrer Haltung entsprechen d den Kindern vorleben und verdeutlichen, dass sie ihre Meinung äußern und sich aktiv in die Gestaltung ihres Tagesablaufes mit einbringen sollen! Es geht vor allem darum, Kinder zu befähigen, ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse und die der/des anderen wa hr- zunehmen und im zweiten Schritt, diese gegenüber Kindern und Erwachsenen zu äußern. Gemeinsam geht es dann darum, in einem Aushandlungsprozess Lösungen und Strategien für das gemeinsame Kitaleben zu finden und umzusetzen. So erlebt sich das Kind als wic htiger Teil einer Gemeinschaft und erkennt, welchen Einfluss es selbst auf die Gestaltung seiner Umgebung nehmen kann. Schließlich lernt das Kind, wie Aushandlungspro - zesse zwischen den eigenen und den Bedürfnissen der anderen gestaltet werden können. Partizipation findet in unseren Einrichtungen je nach Entwicklungsstand in verschiedenen Bereichen statt, wie z. B.: Gestaltung von Angeboten und Projekten Gestaltung der Umgebung (Außengelände, Gruppenräume etc.) Gestaltung von Regeln des Zusammenlebens Verteilung von Ressourcen (Material, Geld, Zeit…) 2.5 SOZIALRAUMORIENTIERUNG OUTLAW steht für eine sozialräumliche Kinder - und Jugendhilfe. Insbesondere Kita&More bietet vor diesem konzeptionellen Hintergrund eine besonders umfassende Wirkfläche: Unsere Einric htungen sind elementarer Bestandteil der jeweiligen Sozialräume. Sie sind fester Bestandteil des öffentlichen Lebens und gleichzeitig geschützte Räume für Kinder. Die gesamte Bandbreite familiärer und gesell - Grundkonzept Kita&More 11 schaftlich bedingter Herausforderungen, Probleme und Fragen, sowie Chancen und Ressourcen sind präsent und repräsentiert. Die Einrichtungen sind demnach Sozialisationsfelder, die ein Abbild, einen Ausschnitt des jeweiligen Sozialraumes, in dem sie sich befinden, zur Verfügung stellen. Es gehört zu den Aufgaben der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Kinder mit ihrer räumlichen Umgebung vertraut und diese für sie altersgerecht begreifbar zu machen. Für die Lebenswelt der Kin - der ist zweierlei von großer Bedeutung: zum einen die Kenntnis de s Sozialraums und zum anderen das Wissen um die Ressourcen. Unsere Einrichtungen vernetzen sich in ihren jeweiligen Sozialräumen mit anderen Einrichtungen wie Sportvereinen, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen und weiteren Institutionen. Auch Kinder - und Fami- lienzentren schaffen Ressourcen im Sozialraum, indem sie niedrigschwellige Hilfen zur Erziehung direkt in unseren Einrichtungen integrieren. Die Sozialraumorientierung hat unter anderem Empowerment (Befähigung, Ermutigung) zum Ziel. Empowerment meint, den Grad an Selbstbestimmung und Autonomie durch Ermächtigung von Men - schen zu erhöhen und auf einem individuell erreichbaren Niveau zu maximieren. Dies betrifft sowohl die Kinder in unseren Einrichtungen, aber auch die Eltern und Familienangehörigen. Hie r wird ein problemorientierter Blick auf diese Menschen überwunden, und durch einen ressourcen - und fähig- keitsorientierten Ansatz ersetzt. Im Kern geht es um die Befähigung von Menschen, ihr Leben selbstbe - stimmt zu gestalten und eigene Entscheidungen zu treffen. Lebensweltorientierung bei Kita&More heißt, die individuelle Ausgestaltung des Lebens der Kinder, aber auch der Eltern und Familien, zu berücksichtigen und zu respektieren. Die Lebenswelten hängen dabei auch von Lebensverhältnissen ab, die ihrers eits wiederum durch den Sozialraum geprägt oder bestimmt sein können. Darüber hinaus fordert Lebensweltorientierung aber auch die strikte Orientie - rung an Bedürfnissen, Wünschen und Bedarfen sowie Ideen und Vorstellungen zur und von der eige - nen Lebensgestaltung und den Respekt vor dem freien Willen der Kinder, Eltern und Familien. 2.6 INTEGRATION UND INKLUSION Sowohl Integration als auch Inklusion sind wichtige Grundlagen der pädagogischen Arbeit und Haltung bei Kita&More. Das Grundverständnis von In tegration bei OUTLAW basiert schon immer auf inklusiven Gedanken und Haltungen. Integration beschreibt dabei die unbedingte Notwendigkeit, die Menschen, die ausgeschlossen und ausgegrenzt werden, wieder einzubeziehen. Diese Ausgrenzung, diese Segregation, basiert auf der Wahrnehmung von Unterschiedlichkeit und Andersartigkeit. Diese Andersartigkeit kann sich sowohl in physischen, psychischen wie sozialen Dimensionen zeigen. Sie definiert sich beispielsweise über Ka - tegorien wie Geschlecht, Herkunft, Sprache, kognitive und emotionale Fähigkeiten, körperliche Voraus- setzungen, Gesundheit, Krankheit und Behinderung oder Religion. Inklusion beschreibt die Grundlage der umfassenden Akzeptanz dieser konstruierten Andersartigkeit und der Anerkennung einer nicht -kategorial gedachten und gelebten Vielfalt. Ein inklusives System Grundkonzept Kita&More 12 macht Integration überflüssig. So lange jedoch segregiert und kategorisiert wird, ist Integration unbe - dingt erforderlich und Inklusion das Ziel. Auch Kinder schließen aus, sie (re)konstruier en Unterschiede und Unterschiedlichkeit, definieren ihr Selbstbild auch über die Konstituierung von Andersartigkeit und Gleichheit - wenn auch häufig auf eine andere Art und Weise, als Erwachsene dies tun. Aber auch Kinder haben Vorurteile und (be)urteilen andere anhand von kategorialen Merkmalen. Das erfordert eine pädagogische Haltung, die vorurteils - bewusst ausgestaltet sein muss. Eine derart ausgestaltete vorurteilsbewusste und integrative Pädagogik akzeptiert Kinder in ihrer Persön- lichkeit, in ihren emotionalen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen grundlegend und ist nicht stigmatisierend. Sie muss auch in der Lage sein, Kindern diese Haltung zu vermitteln und dort, wo Kinder ausschließen und vorverurteilen, einzugreifen und integrativ zu wirken. Unsere Einrichtungen sind Orte für alle Kinder und sollen den Kindern die Möglichkeiten bieten, ge - meinsam in respektvollem Miteinander aufzuwachsen. So ist es jedem Kind möglich, eine individuelle Entwicklung vor dem Hintergrund der jeweiligen biologischen, psychischen und sozialen Vorausset - zungen zu durchlaufen. Andersartigkeit und Unterschiedlichkeit werden dabei zur Normalität. Dies erfordert pädagogisch die Wahrnehmung von individuellen Voraussetzungen, Ressourcen, Inte - ressen, Fähigkeiten und Möglichkeiten sowie gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen. Auch die vorurteils- und segregationssensible Beobachtung der sozialen Interaktionen der Kinder untereinander sind eine grundlegende Voraussetzung für das Gelingen einer inklusiven Pädagogik. In der Elternarbeit müssen diese Aspekte umfassend berücksichtigt werden. 2.7 GESCHLECHTERORIENTIERUNG Unsere Einrichtungen sind Orte, die die Mädchen und Jungen bei der Entwicklung ihrer Identität be - einflussen. Sie sind Orte, die bestehende Geschlechterverhältnisse sowohl reproduzieren als auch mitgestalten. Unsere geschlechterdifferenzierte Pädagogik bietet Möglichkeiten, die eigene Ge - schlechteridentität kennen zu lernen und Rollenklischees zu hinterfragen. Das soziale Miteinander in der K indertageseinrichtung eröffnet neue Interaktionsfelder, Lebens - und Bildungsräume, die Mädchen und Jungen aktiv mitgestalten, individuell nutzen und für sich erfahrbar machen. Für die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gilt es, sowohl sensibel mit Unterschiedlichkeiten umzugehen - zum Beispiel in Bezug auf Herkunft oder Geschlecht - als auch unterschiedliche Ressourcen von Jungen und Mädchen wahrzunehmen, um entsprechende Bildungschancen für alle anzubieten. Die Kindertageseinrichtung ist eine vor allem weibliche geprägte Domäne in Bezug auf erwachsene Vorbilder und Bezugspersonen. Deshalb streben wir einen deutlich höheren Anteil von männlichen Fachkräften in unseren Einrichtungen an. Grundkonzept Kita&More 13 Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lassen di e Geschlechterthemen der Entwicklung der Kinder entsprechend in Projekte einfließen. Die dort stattfindenden Prozesse werden beobachtet, dokumentiert und reflektiert. Diese Reflexion erfolgt, je nach Entwicklungsstand und individueller Vo - raussetzung, insbesondere auch mit den Kindern zusammen. Anscheinend selbstverständliche Rollen - vorstellungen und -verinnerlichungen treten so an die Oberfläche und können auch im Team der Mit - arbeiterinnen und Mitarbeiter konstruktiv thematisiert und reflektiert werden. Die kindliche Sexualität spielt eine wichtige Rolle. Im geeigneten Zusammenhang greifen wir Fragen, Erfahrungen usw. behutsam auf und gehen altersentsprechend darauf ein. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter treffen eine gezielte Medien -, Büc her- und Lie- derauswahl, damit Kinder moderne Rollenverteilungen und -möglichkeiten kennen lernen. Informationen für Eltern richten sich bewusst an Mütter und Väter, denn beide sind für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich und werden zur Mitarbeit im Rahmen der Erziehungs- und Bildungspartner- schaft motiviert. 2.8 BEOBACHTUNG UND DOKUMENTATION Beobachtung und Dokumentation sind wichtige Elemente der pädagogischen Planung für das einzelne Kind sowie Gruppen von Kindern. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen un d Mitarbeiter gewinnen daraus wichtige Informationen über die individuellen und zielgerichteten Bildungs -, Lern- und Entwick- lungsprozesse von Kindern. Hierzu ist das Erkennen und Wahrnehmen der Ressourcen jedes Kindes sowie das Beobachten und Beurteilen s einer Fähigkeiten und Kompetenzen vor dem Hintergrund des jeweiligen Entwicklungsstandes eine wichtige Grundlage. Im Vordergrund der Bildungsbegleitung steht daher für die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitar - beiter das Entdecken und Forschen: Es geht darum, begreifen zu wollen, welche Wünsche, Bedürf - nisse, Interessen und Impulse das Kind bewegen. Auch die jeweiligen Bewertungen dieser Aspekte und die Zuschreibungen des Kindes müssen fester Bestandteil dieses Blickes sein. Ein weiterer Aspekt umfasst d abei die Rekonstruktion der individuell von den Kindern konstruierten und rekonstruierten Vorstellung von Alltag, Welt und Sinngebung. Die Kinder müssen darüber hinaus dazu angeregt und unterstützt werden, sich auf Neues einzulassen, darauf zuzugehen, eige ne Grenzen zu erkennen, sich heranzutasten und gegebenenfalls auch zu überschreiten. Um verantwortlich mit diesen Aspekten der kindlichen Entwicklung umgehen zu können sowie die Bildungs-, Lern- und Entwicklungsprozesse des einzelnen Kindes und der Gruppe zu erfassen, verfü- gen die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über ein grundlegendes Wissen über syste - matische Beobachtung und Dokumentation. Der Ausgangspunkt jeder Beobachtung muss ein differenzierter Blick auf die Fähigkeiten und Stärken des Kindes vor dem Hintergrund der Reflektion der eigenen Haltung sein. Hier benötigen die pädago - gischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine vorurteilsbewusste Sicht, die Fähigkeit und ein Interesse daran, sich dem Kind mit Offenheit zuzuwenden. Grundkonzept Kita&More 14 Im Prozess der Bildungsdokumentation für jedes einzelne Kind werden die regelmäßigen Beobachtun- gen des Entwicklungs - und Bildungsprozesses schriftlich festgehalten und dienen als Grundlage für einen professionellen und differenzierten Austausch im Team sowie innerhalb der Bildungs- und Erzie- hungspartnerschaft mit den Eltern, um mit diesen weitere Schritte zur Unterstützung der Bildungs -, Lern- und Entwicklungsprozesse ihres Kindes zu beraten. Die aus unseren Beobachtungen gewonnenen Erkenntnisse und deren Dokument ation sollen dem Entwicklungsstand der Kinder entsprechend mit ihnen besprochen werden und Maßnahmen ermögli - chen, die anschließend in die pädagogische Planung einfließen. 2.9 GESTALTUNG VON ÜBERGÄNGEN Die Gestaltung von Übergängen zwischen Familie und Bildungseinrichtungen, aber auch innerhalb einer Einrichtung (Gruppenwechsel) und insbesondere der Übergang von einer Kindertageseinrichtung in die Grundschule und die außerschulische Betreuung (Hort, OGS etc.) haben eine wichtige Bedeutung. Übergänge werden von allen Kindern und ihren Eltern in unterschiedlicher Intensität er- und gelebt und sind mit verschiedenen Emotionen, wie z. B. Unsicherheit, Angst, Neugierde, besetzt. Die Einschätzun- gen und Bedürfnisse aller Beteiligten werden dabei von den pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr ernst genommen. Geschaffene Sicherheiten, gewohnte Abläufe, Strukturen und Ritu - ale sind Ausgangsbedingungen, die die Öffnung zu Neuem erleichtern können. Grundlage ist das ge - naue Beobachten der Kinder, die gewonnen Erkenntnisse aus Entwicklungsgesprächen mit den Eltern und konkrete Reflexionen im Team. Sämtliche Übergangsprozesse werden von den pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern individuell begleitet. Im engen Austausch mit den Eltern wird die Basis für eine vertrauensvolle Zusam- menarbeit gelegt. Trotz der Sorge um das Wohl des Kindes und der elterlichen Unsicherheiten, Fragen und Bedenken, werden Übergänge für alle Beteiligten als Bereicherung erlebt; dies ist eine Vorausset - zung dafür, dass diese positive Grundhaltung (un)bewusst von den Eltern auf ihr Kind übertragen wird. Wenn sich die Kinder sicher und geborgen fühlen, verfügen sie über eine wesentliche Grundlage für gelingende Bildungs- und Entwicklungsprozesse. So lernen Kinder, freudig und zuversichtlich auf neue Gruppen zuzugehen, veränderte Lebenssituationen auch als Lernchancen zu erfahren und diese für ihre eigene Weiterentwicklung zu nutzen. 2.10 RAUMGESTALTUNG Die Räume in unsere Einrichtungen sind Lebensräume, Spielräume, Erfahrungsräume, Rückzug sräume und Bildungsräume für Kinder. Kinder und pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbringen den Großteil des Tages gemein- sam. Ein Innen - sowie Außenraum und dessen Ausgestaltung stellen eine wesentliche Ressource für seelisches, körperliches und geistiges Wohlbefinden dar. Grundkonzept Kita&More 15 Kinder nehmen ihre Umwelt mit allen Sinnen auf. Daher ist es bei der Raumplanung wesentlich, dass alle Wahrnehmungsbereiche angesprochen und diese bei der Möblierung und der Gestaltung be- achtet werden. Neben der Gruppe und den pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird der Raum oft als dritte/r ErzieherIn bezeichnet, der eine Wirkung auf die Kinder hat. Er muss Kindern daher entwick - lungsangemessen vielfältige Anregungen, Mitgestaltungsmöglichkeiten und Bildungsanr eize bieten. Bei der Raumgestaltung achten die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf ausreichend Rück - zugsmöglichkeiten für die Kinder sowie Nischen, die den Kindern ein ungestörtes Spiel ermöglichen. Eine Reizüberflutung durch zu viele Materi alien oder Dekoration wird von den pädagogischen Mitar - beiterinnen und Mitarbeiter vermieden. Auch in Hinblick auf die Selbstbildungsprozesse der Kinder ist eine durchdachte Raumgestaltung von Bedeutung. Räume sind so ausgestattet, dass sie Kindern die Mög lichkeit der Selbstbildung durch Be - greifen, Erleben und Erfahren ermöglichen. Die Gestaltung der Räume nach unterschiedlichen Schwerpunkten berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse der Kinder. Damit haben die Kinder die Gelegenheit, entweder zur Ruhe und Entspannung zu kommen oder sich Aktivitäten hinzugeben, wie Bewegung, kreatives Gestalten, Entdecken, For - schen, Experimentieren oder Rollenspiel. Wir schaffen für die Kinder großzügige Spielflächen, die mit anregenden Spielmaterialien ausgestattet sind. Ein gelungenes Raumkonzept ist die Umsetzung dieser Grundlagen in die Praxis. Alle Planungen zur sinnvollen Raumgestaltung basieren auf der Haltung, dass das Spiel die wesentliche Ausdrucks - und Erlebnisform der Kinder darstellt. Da Kinder sich ihre Umw elt über das Spiel aneignen, ist eine spiel - freundliche Umgebung somit gleichzeitig auch immer eine lernfreundliche Umgebung. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Aufgabe, die Kinder ihrem Entwick - lungsstand entsprechend aktiv in di e Raumgestaltung einzubeziehen. So können sich die Kinder die Räume der Kita in Begleitung der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und dann zuneh - mend alleine erschließen. Dies gilt sowohl für alle Räume der Kita als auch für das Außengelände al s eigenständiger pädagogischer Raum. 2.11 BILDUNGS- UND ERZIEHUNGSPARTNERSCHAFTEN Primär sind die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich. Eine enge Zusammenarbeit mit ih - nen ist für uns daher selbstverständlich und für eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspartnerschaft unerlässlich. Bei den unterschiedlichen Lebensbedingungen der Familien ist es uns wichtig, die Eltern zu stärken und ihnen zu verdeutlichen, dass wir uns als Partner in Fragen der Erziehung und Bildung ihrer Kinder verstehen. Wir arbeiten mit den Eltern zum Wohle der Kinder zusammen. Die Einbeziehung und Mitwirkung der Eltern ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die pädagogi - sche Arbeit in unseren Einrichtungen. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet und unte r- stützt werden. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen nicht al - Grundkonzept Kita&More 16 leine, z. B. bei Erkrankung ihrer Kinder, ungewöhnlichen Arbeitszeiten oder prekären familiären Situatio- nen: Wir vermitteln z. B. zwischen den Eltern, die sich gegenseitig Hilfestellungen bei der Betreuung von Kindern außerhalb der Öffnungszeit der Kita geben können und unterstützen bei der Suche nach Beratungsstellen. Wir orientieren uns an den Bedürfnissen der Familien und entsprechen nach Möglichkeit den Wün- schen und Bedarfen hinsichtlich der Gestaltung des Angebotes. Von unserem Angebot profitieren also nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern. Es ist es für uns von großer Bedeutung, jedes Kind und seine Lebenssituation zu kennen und individuell zu berücksichtigen. Dafür sind regelmäßige Elterngespräche notwendig. Die Eltern haben dabei die Möglichkeit, Fragen zur Entwicklung ihres Kindes zu stellen. Gemeinsam können dann Vereinbarungen getroffen werden, die zur positiven Entwicklung des Kinde s beitragen. Jederzeit haben die Eltern die Möglichkeit über die aktiv geführte Dokumentation der Bildungsprozesse zu sprechen. Im Elterngre - mium haben die Eltern ihre Vertretung. Von dort sollen Impulse ausgehen und in die Einrichtung wir - ken. In gemeinsamen Aushandlungsprozessen mit der engagierten Elternschaft im Stadtteil gilt es, diese individuellen Ressourcen einzubinden und einzufordern. Die Eltern werden motiviert, das Leben in "ihrer Kindertageseinrichtung" mitzugestalten. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft verstehen wir als aktive Teilhabe von Eltern aktives Zusammenwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern Familienberatung und Familienbildung Unterstützung im Aufbau und Nutzung von Netzwerken Grundkonzept Kita&More 17 3 ROLLE UND AUFGABE DER PÄDAGOGISCHEN FACHKRÄFTE Je nach Landesgesetzgebung sind im Fachbereich Kita&More Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unterschiedlichen Berufsabschlüssen tätig. Die staatlich anerkannten Erzieheri nnen und Erzieher arbei- ten gemeinsam mit Sozialpädagoginnen und -pädagogen sowie Heilpädagoginnen und -pädagogen (Diplom, Bachelor, Master), qualifizierten Tagespflegepersonen sowie KinderpflegerInnen und SozialassistentInnen zusammen im Team. Die Interdisziplinarität innerhalb eines Hauses ermöglicht allen pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen weiter gefassten Blick auf pädagogische Inhalte, deren Umsetzung und Reflektion. Pädagogisches Fachwissen der Mitarbeiterinnen und Mitar - beiter aus den unterschiedlichen P erspektiven wird auf diese Weise gebündelt und mündet in einer differenzierten und vielfältigen Wahrnehmung und Umsetzung vor Ort. Unsere pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügen über Kompetenzen, die eine Päda - gogik entsprechend unserer im Trägerkonzept formulierten Grundprinzipien ermöglichen. Ihre Aufgabe ist es, Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten. Sie unterstützen und geben Anregungen wenn es not - wendig ist und halten sich zurück wo es möglich ist. Dabei ist es wichtig, dass sie aut hentisch und empathisch sind und sich auf Beziehungen zu den Kindern soweit einlassen, wie es die Kinder fordern und erlauben. Sie nehmen die Bedürfnisse und Belange der Kinder wahr und reagieren der Situation angemessen. Hierfür müssen sie ein hohes Maß a n Flexibilität, Reflexionsfähigkeit und Engagement für das einzelne Kind mitbringen. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben viele verschiedene und vielfältige Rollen in unseren Einrichtungen zu gestalten und selbstbewusst zu leben: Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen Beziehungen mit Kindern ein Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen sich aktiv als Bezugspersonen zur Verfügung. Sie akzeptieren, mit wem die Kinder in Beziehung treten möchten, wem sie sich anvertrauen möchten. Kinder jeden Alters suchen sich ihre Bezugsperson selbst aus. Kita&More ist mit einer stabilen und möglichst kontinuierlichen personellen Ausstattung verse - hen, um so einen kontinuierlichen und langfristigen Beziehungsaufbau zu ermöglichen. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Expertinnen/Experten für frühkindli - ches Lernen! Es ist Aufgabe der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kinder in ihren Entwick - lungs- und Selbstbildungsprozessen kompetent zu begleiten und zu unterstützen. Mit ihrem Fachwissen stellen sie sicher, dass alle entwicklungs - und lernförderlichen Faktoren im Einklang stehen und Beachtung finden. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern! Grundkonzept Kita&More 18 Gemeinsam mit Eltern begeben sich die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ei- nen Lernprozess, dessen Ziel es ist, herauszufinden, wie für das Kind die bestmöglichen Ent - wicklungschancen geschaffen und genutzt werden kö nnen. Sie hören zu, beraten und ver - mitteln an Beratungs - oder Frühförderstellen, Kinderärzte etc. falls andere Fachkompetenzen erforderlich sind. Zum Wohle des Kindes und seiner Familie arbeiten sie kooperativ mit den genannten Institutionen zusammen. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beobachten und dokumentieren! Gemäß der Bildungscurricula der verschiedenen Bundesländer nehmen sie sich viel Zeit, die Kinder zu beobachten und diese Beobachtungen zu dokumentieren. Hierdurch gelingt es ih - nen, in die Welt der Kinder einzutauchen, die kindliche Denkweise und das daraus resultie - rende Handeln zu begreifen. Es ist wichtig, dass sie, trotz aller nötigen Gewissenhaftigkeit, ge - lassen den Alltag mit Kindern gestalten. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind NetzwerkerInnen! Unsere Einrichtungen sind Zentren für Familien. Dieser Gedanke wird von unseren pädagogi - schen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelebt, indem sie Kontakte im sozialräumlichen Um - feld zu anderen Institutionen, wie etwa Schulen, Seniorenheimen, Vereinen etc. aufbauen und pflegen. Das Wohl der Kinder und Familien steht bei allen Kooperationen und Kontakten immer im Mittelpunkt. In dieser Vielfalt schaffen sie Bedingungen für Kinder, in denen sie sich entsprechend i hrer Bedürfnisse, ihrer individuellen Fähigkeiten und im Rahmen ihrer sozialen und kulturellen Umwelt entwickeln können. Sie verstehen sich als Fachkräfte für Erziehung, Bildung und Betreuung. Sie verfügen über ein erzie - hungswissenschaftliches und erziehungspraktisches Fundament, vor dessen Hintergrund sie das Erzie - hungs- und Bildungsgeschehen kritisch bedenken und entsprechend gestalten. Um die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor dem Hintergrund der vielfältigen und anspruchsvollen Anforderungen in ihrer Tätigkeit zu unterstützen, bieten wir ihnen regelmäßige Gele - genheit zum fachlichen Austausch z. B. auf den bundesweit stattfindenden Tagungen sowie Leitungs - konferenzen und regionalen Beratungstagen. Grundkonzept Kita&More 19 4 SICHERUNG DES KINDESWOHLS Nach § 8a SGB VIII sind alle Träger der freien Jugendhilfe verpflichtet, für den organisatorischen Rah - men des Schutzauftrages hinsichtlich einer Kindeswohlgefährdung zu sorgen. Die OUTLAW gGmbH hat eine Dienstanweisung auf dieser Grundlage erstellt, die die genaue Vorgehensweise bei Kindeswohl- gefährdung regelt. Sie gilt für alle pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die regelmäßig Kontakt mit Kindern, Jugendlichen und Familien haben. Jede neue Mitarbeiterin und jeder neuer Mitar - beiter erhält die Dienstan weisung mit dem Arbeitsvertrag und im ersten Monat der Tätigkeit eine Be - lehrung zur Dienstanweisung durch dafür verantwortliche Leitungskräfte. In jeder Einrichtung ist die Dienstanweisung zugänglich. Das Verfahren der internen Dienstanweisung berücksicht igt dabei die jeweils gültigen Vereinbarungen gemäß SGB VIII § 8a mit den öffentlichen Trägern der Jugendhilfe. OUTLAW stellt innerbetrieblich insoweit erfahrene Fachkräfte, die im Verdachtsfall eine Beratung mit den beteiligten Fachkräften durchführen. Dabei wird das Gefährdungsrisiko abgeschätzt, der Einbezug der Beteiligten besprochen und weitere Handlungsschritte werden festgelegt. Gerade der Umgang mit der Thematik Kindeswohlgefährdung bedarf eines abgestimmten, adäquaten Verfahrens zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. Das interne Verfahren bei dem Verdacht einer Kindeswohlgefährdung sieht vor, dass die verantwortl iche Leitungskraft von der pädagogischen Mitar - beiterin/dem pädagogischen Mitarbeiter informiert wird, sobald Hinweise auf eine Kindeswohlgefähr - dung vorliegen. Gemeinsam wird die Situation reflektiert und es erfolgt eine Einschätzung darüber, welcher Hand lungsbedarf besteht. Bestätigt sich der Verdacht, wird eine entsprechende Beratung nach § 8a durch die pädagogische Fachkraft organisiert, die den Hinweis erhalten hat bzw. durch eine damit beauftragte Person. In der Beratung erfolgt begleitet durch die in soweit erfahrene Fachkraft eine Gefährdungsabschätzung sowie die daraus resultierende Planung des weiteren Vorgehens. Weiterhin sind regelmäßige Erfolgskontrollen in Form von Beratungen durch mehrere Fachkräfte durchzuführen, bis die Gefährdung abgewendet ist. Der sachgerechte Umgang mit Kindeswohlgefährdung erfordert eine sorgfältige Dokumentation. Diese dient der professionellen Bearbeitung sowie der rechtlichen Überprüfbarkeit. Grundkonzept Kita&More 20 5 QUALITÄT Die Verpflichtung und Anforderungen zur Qualitätsentwicklung und -sicherung für Einrichtungen, die zum Fachbereich Kita&More gehören, sind auf Landes- und kommunaler Ebene geregelt und werden von unseren Einrichtungen entsprechend umgesetzt. Qualitätsentwicklung ist in sämtliche Strukturen und Abläufe im Fachbereich in tegriert und eine fortlau - fende Aufgabe sämtlicher Führungskräfte und aller weiteren Fachkräfte, die an den relevanten Prozes - sen beteiligt sind. Qualitätsentwicklung bei Kita&More ist unmittelbarer Bestandteil und Fokus der pädagogischen und organisatorischen Arbeit und Verantwortung. Qualitätsentwicklung hat dabei immer kurzfristige und unmittelbare, wie auch mittel- und langfristige Perspektiven und Ansätze und ist auf allen hierarchischen Ebenen fest verankert. Zentrale Aussagen und Setzungen zur Quali tät sind integrale Bestandteile aller Konzepte und konzep - tionellen Ansätze. Demnach ist der Anspruch an die Konzepte bei Kita&More, die relevanten Pro - zesse, Herangehensweisen, Sichtweisen und Ansätze deutlich hervorzuheben und zu beschreiben. Dies ist in sbesondere notwendig, da Qualität in diesem Sinne immer der Pädagogik als Ganzem zu dienen hat und sie sich demnach an den in diesem Konzept beschriebenen Grundlagen ausrichten muss. Aus diesen Grundlagen lassen sich Qualitätsstandards ableiten, die in die sem Kapitel beschrie- ben werden. Es ist eine wesentliche Aufgabe, die Umsetzung dieser Standards sicherzustellen. Dies erfordert die Interpretation vor dem Hintergrund des jeweiligen Einzelfalles sowie die Nutzbarmachung für den pädagogischen Alltag und die Konkretisierung. Die Einrichtungskonzepte müssen entsprechend ausge- staltet sein. Die übergreifenden Qualitätsstandards bei Kita&More sind in drei Dimensionen gegliedert und werden jeweils durch Qualitätsmerkmale konkretisiert. 5.1 INHALTLICHE QUALITÄT Konzept – Es existiert für alle Angebote bei Kita&More ein schlüssiges, begründetes, fachli - ches, handlungsleitendes, überprüfbares und verbindliches Konzept. Alle Einrichtungskon - zepte orientieren sich verbindlich am Grundkonzept. Die in diesem Konzept beschri ebenen Grundlagen zu Menschenbild, Haltungen und pädagogischem Ansatz und werden verbindlich in allen Einrichtungen umgesetzt. Die Einrichtungskonzepte beschreiben Ziele, Methoden und die Schwerpunkte des jeweiligen Angebotes und begründen den Zusammenhang zwischen Bedarfslage und pädagogischer Leistung. Die Konzepte werden kontinuierlich fortgeschrieben, regelmäßig evaluiert und überprüft. Dabei erfolgt ein Abgleich von Konzept und pädagogi- scher Praxis und daraus folgend gegebenenfalls Anpassungen. Steuerung über Zielvereinbarungen – Die in den Einrichtungskonzepten festgeschriebenen Ziele werden in Jahres - und Projektplanungen operationalisiert und mit entsprechenden Indi - Grundkonzept Kita&More 21 katoren zur Zielerreichung untersetzt. Diese operationalisierten Ziele bilden die Grundlage für die jährlichen Zielvereinbarungen. Zielvereinbarungen werden sowohl mit den Teams der je - weiligen Einrichtung als auch mit den einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geschlossen. Teamorientierung – Die pädagogische Arbeit ist in Teams or ganisiert. Die Teamarbeit ist elementarer Bestandteil aller Angebote und betrifft alle Tätigkeiten, die zur Umsetzung der je - weiligen Angebote notwendig sind. Sie dient der Planung und Weiterentwicklung des ge - meinsamen pädagogischen Angebots. Die individu ellen Kompetenzen, Qualifikationen und Fähigkeiten sind den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der jeweiligen Teams bekannt. Sie wer - den sinnvoll eingesetzt. Benötigte Ressourcen für eine gelingende Teamorientierung werden bereitgestellt. Das sind in erster Linie Zeit und Mittel zur Reflektion, Teamberatung, Supervision und Fortbildung. Fachberatung – Unsere Einrichtungen erhalten Fachberatung durch die BereichsleiterInnen, die auch die Fachaufsicht sicherstellen; ein Austausch zwischen den Bereichsleitung en findet in regelmäßigen Abständen sowie im Einzelfall nach Bedarf statt. Beschwerdemanagement – Wir gewährleisten die alters - und entwicklungsgerechte Informa - tion von Kindern und ihren Familien/Sorgeberechtigten über bestehende Beschwerderechte und -möglichkeiten. Informationsmaterial über Rechte, Möglichkeiten und konkrete Ansprech - partnerinnen und Ansprechpartner sind in unseren Angeboten und Einrichtungen verfügbar und zugänglich. Es besteht ein einheitlicher Verfahrensstandard zur Annahme und Bearbeitung von Beschwerden. In unseren Einrichtungen und Angeboten fördern wir darüber hinaus infor - melle Beschwerdewege und -möglichkeiten. Sicherung des Kindeswohls – Zum Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII setzen alle Mitarbeiterin - nen und Mitarbeiter der OUTLAW gGmbH eine Dienstanweisung um, die die genaue Vorge - hensweise bei Kindeswohlgefährdung regelt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten jährlich und unmittelbar mit Beginn des Arbeitsverhältnisses eine Belehrung zur Dienstanwei - sung. In jeder Einri chtung ist die Dienstanweisung zugänglich und das Ablaufschema bei Ver- dacht auf Kindeswohlgefährdung hängt aus. OUTLAW stellt innerbetrieblich insoweit erfahrene Fachkräfte zur Verfügung, die im Verdachtsfall eine Beratung mit den beteiligten Fachkräften durchführen. Dabei wird eine Gefährdungseinschätzung vorgenommen, der Einbezug der Beteiligten besprochen und weitere Handlungsschritte werden festgelegt. Alle Mitarbeiterin - nen und Mitarbeiter haben ein erweitertes Führungszeugnis vorgelegt. Eine Einstell ung erfolgt nur dann, wenn das erweiterte Führungszeugnis bereits vorliegt. Sozialräumlichkeit – Sozialräumlichkeit und Sozialraumorientierung realisieren sich über ver - schiedene Zugänge und Methoden, die in den Einrichtungskonzepten kontextbezogen konkretisiert werden. Dies umfasst beispielsweise: Die Beteiligung in Gremien, die Einmischung in Diskussionen und Auseinandersetzungen auf verschiedenen gesellschaftlichen und politi- schen Ebenen, das bewusste Agieren im und Gestalten des Sozialraumes, die deutliche Posi- tionierung zu Themen und Entwicklungen. Wir leiten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, den Sozialraum auch über den einzelnen Fall hinaus wahrzunehmen, ihn zu kennen sowie Grundkonzept Kita&More 22 darüber zu informieren. Die Ressourcen des Sozialraumes werde n aktiv in die pädagogische Arbeit eingebunden und einbezogen, Netzwerke werden aufgebaut und genutzt. Interkulturalität – Unsere Angebote sind grundsätzlich offen für Interkulturalität. Menschen aller Nationen, Kulturen und Sprachen sind in unseren Angebo ten willkommen. Unsere Mitarbeite - rinnen und Mitarbeiter verfügen über interkulturelle Kompetenzen und leisten kulturelle Über - setzungsarbeit. Wir schaffen Angebote, die konkrete Lernfelder schaffen, um sich mit unter - schiedlichen Lebensentwürfen, Kulturen und Haltungen auseinanderzusetzen. Eine differen - zierte Betrachtung ethnischer, kultureller und sozialer Bedingungen und Konflikte wird geför - dert. Geschlechterorientierung – Geschlechtsspezifische Lebenslagen und Bedürfnisse werden in den Einrichtungskonzepten angemessen berücksichtigt. Die Angebote lassen individuelle Un - terschiede zwischen Mädchen und Jungen zu, ohne dass daraus Benachteiligungen entste - hen. 5.2 STRUKTURELLE QUALITÄT Personal – Alle pädagogisch tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind als pädagogische Fachkräfte qualifiziert. Das Fachkräftegebot und Qualifikationsanforderungen von Aufsichtsbe - hörden sowie die geltenden Fachstandards werden berücksichtigt. Dies umfasst insbesondere eine entsprechende Berufsausbildung bzw. ein entsprechendes Hochschulstudium, aber auch eine regelmäßige Fort- und Weiterbildung. Auch Berufserfahrung sowie weitere in der Person liegende Eigenschaften, Erfahrungen und Ressourcen finden hierbei Berücksichtigung. Dienst- und Fachaufsicht – Die Dienst- und Fachaufsicht wird inhaltlich, personell und strukturell durch die Führungskräfte auf den verschiedenen Ebenen sichergestellt. Klare Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten der verschiedenen Führungsebenen sowie transparente Vertre - tungsregelungen sind sichergestellt. Anstellungs- und Arbeitsbedingungen – Es gibt ein professionelles Bewerbungs - und Auswahlverfahren für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Alle Mitarbeiterinnen und Mitar - beiter sind in der Regel zu in Betriebsvereinbarungen festgeschriebenen Be dingungen ange- stellt. Fachlicher Austausch – Regelmäßig stattfindende Bereichsleitungskonferenzen, Ausschuss - sitzungen, Bundestagungen sowie der fachliche Austausch ggf. über elektronische Kommuni - kationssysteme (z. B. Telefonkonferenzen) stellen einen kontinuierlichen, wie auch zeitnahen und direkten Austausch zu aktuellen fachlichen Herausforderungen, Themen, päda gogischen Ansätzen und notwendigen Klärungen in pädagogischen Prozessen sicher. Supervision, Fortbildung – Das personelle Anforderungsprofil ist über den fachlich -kollegialen Austausch, fortlaufende Qualifikation und Weiterbildung stetig weiterzuentwickeln. Supervision steht den Teams bzw. Fachkräften bei Bedarf zur Verfügung. Sie dient der fortlaufenden Re - Grundkonzept Kita&More 23 flektion von Prozessen, um eigene Ha ltungen, Herangehensweisen und pädagogische Ideen und Konzepte überprüfen und anpassen zu können. Fort- und Weiterbildung werden nicht nur durch flexible Freistellungen und finanzielle Zuwendungen gefördert, sondern auch er - wartet, da sie Voraussetzung für stetige inhaltliche Entwicklung sind und somit der Erweiterung der Angebotsvielfalt in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit dienen. 5.3 ERGEBNISQUALITÄT Selbstevaluation – Wir verstehen uns als lernende Organisation und haben einen nachhaltigen Verbesserungsprozess in Form einer kontinuierlichen Selbstevaluation installiert. Beobachtung und Dokumentation – Die Beobachtung und Dokumentation von Entwicklungs- prozessen stellen eine Grundlage für die Auswertung der pädagogischen Arbeit sicher. Sie dient als Grundlage für die Evaluation von pädagogischen Prozessen und Konzepten. Qualitätsziele – Die Einrichtungen entwickeln auf der Basis des Grundkonzeptes Qualitätsziele, legen Maßnahmen zur Erreichung der Ziele fest, setzen diese um und werten die Ergebnisse aus. Die Qualitätsziele werden in Schlüsselprozessen operationalisiert. Daraus werden über - prüfbare Indikatoren abgeleitet, die in einem Soll-Ist-Abgleich prozesshaft fortlaufend evaluiert werden. Zielerreichung und Evaluation – Die erarbeiteten Indikatoren zu r Zielerreichung werden mit geeigneten Instrumenten überprüft. Die Methoden der Evaluation orientieren sich an der je - weiligen Einrichtung und der Zielgruppe. Die Ergebnisse werden zur zielgerichteten Beeinflus - sung der Arbeitsprozesse und zur Entwicklung neuer und weiterführender Ziele genutzt. In diesem Zusammenhang werden auch die Adressatinnen und Adressaten sowie die öffent li- chen Träger aktiv in den Evaluationsprozess einbezogen. Grundkonzept Kita&More 24 SCHLUSSWORT Das Grundkonzept Kita&More wurde von Fach - und Leitungskräften aus verschiedenen Standorten erarbeitet. Unter Berücksichtigung der konzeptionellen Grundlagen und unserer Werte bündelt es die vielfältigen und umfangreichen Erfahrungen unserer Arbeit im Feld der frühkindlichen Erziehung. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an der Erarbeitung mitgewirkt haben, sei an dieser Stelle ge - dankt. Rückmeldungen, Gedanken und Anregungen sind uns willkommen, um die gewünschte Leben - digkeit des Austausches zwischen den Fachkräften zu Konzepttheorie und Praxis zu fördern.
Anlage 5.0 Deckblatt Outlaw
44 Zeichen
Anlage 5 Bewerbungs- unterlagen Outlaw
Anlage 1.0 Deckblatt ASB
41 Zeichen
Anlage 1 Bewerbungs- unterlagen ASB
Anlage 3.2 Konzept DRK Malteserstr
52231 Zeichen
DRK- Kreisverband Münster e. V.
Zumsandestraße 25/27
48145 Münster
August 2015
Pädagogische Konzeption
zur Bewerbung als Träger der
Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup
DRK-Kreisverband Münster e. V.
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 2
Inhaltsverzeichnis
Leitbild und Konzeption der DRK-Kindertageseinrichtungen ................................ ...................... 3
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit ............................. 4
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten ................................ ... 7
Jahresöffnungszeiten ................................ ................................ ................................ ................. 7
Das Bildungs- und Lernkonzept nach Reggio Emilia ................................ ................................ .. 8
Projektarbeit ................................ ................................ ................................ ........................... 9
Bewegung ................................ ................................ ................................ .............................. 9
Spielen und Gestalten ................................ ................................ ................................ .......... 10
Sprache und Sprachförderung ................................ ................................ .............................. 10
Musischer Bereich ................................ ................................ ................................ ................ 11
Natur und Umwelt ................................ ................................ ................................ ................. 11
Interkulturelle Erziehung (Migration) ................................ ................................ ..................... 11
Integrative Erziehung (Inklusion) ................................ ................................ .......................... 12
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern ................................ .............................. 13
Dokumentation von Selbstbildungsprozessen nach Reggio Emilia ................................ ........... 13
Mahlzeiten ................................ ................................ ................................ ................................ 14
Frühstück ................................ ................................ ................................ ............................. 14
Mittagessen ................................ ................................ ................................ .......................... 14
Ruhephasen ................................ ................................ ................................ ............................. 14
Raumkonzept der Kindertagesstätte Malteserstraße ................................ ................................ 15
Elternarbeit ................................ ................................ ................................ ............................... 16
Zusammenarbeit des Teams ................................ ................................ ................................ .... 17
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen ................................ ..................... 18
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt ................................ ................................ ...................... 18
Zusammenarbeit mit anderen DRK- Kindertageseinrichtungen ................................ ................ 18
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen................................ .......... 19
Zusammenarbeit mit Fachdiensten ................................ ................................ .......................... 19
Unsere Zielsetzungen für die DRK-Kindertageseinrichtung Malteserstraße .............................. 20
DRK-Kreisverband Münster e. V.
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 3
Leitbild und Konzeption der DRK-Kindertageseinrichtungen
Die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen in NRW erfolgt auf der Grundlage des
Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Die dort genannten
Anforderungen bilden die rechtliche Basis für die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen des
Deutschen Roten Kreuzes. Neben den gesetzlichen Bemühungen bilden die Grundsätze des
Roten Kreuzes eine Leitlinie in unserer pädagogischen Arbeit. Die Auseinandersetzung mit
diesen Grundsätzen wirkt sich zum einen auf die Persönlichkeit, das Selbstverständnis und das
Verhalten der Erzieherin / des Erziehers aus, zum anderen ergeben sich Konsequenzen für die
inhaltliche Arbeit.
Unsere pädagogische Arbeit ist auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes angelegt, um ihre
Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen, das Sprach- und Sachvermögen sowie ihre Kreativität
zu fördern. Dabei werden die individuellen Kompetenzen jedes Kindes berü cksichtigt werden.
Zum Erlangen dieser Kompetenzen bieten wir umfassende Entwicklungsmöglichkeiten auch im
weiteren Umfeld der Familie an. Für unter dreijährige Kinder stellt die Kindertageseinrichtung oft
der Ort für erste Erfahrungen außerhalb des Elternhauses dar.
Erziehung, Bildung und Betreuung gehören zum familienergänzenden und
familienunterstützenden Angebot einer jeden DRK -Kindertageseinrichtung. Die DRK-
Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. kooperieren
mit allen Institutionen und Personen, die bei der Erfüllung der Ziele und Aufgaben hilfreich s ind.
Die Öffnung der Einrichtung zum Gemeinwesen spiegelt die Einstellung wider, dass sich die
Lebenswelten der Kinder und ihrer Familien in allen ihren Facetten in de r Einrichtung
wiederfinden sollen.
DRK-Kreisverband Münster e. V.
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 4
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit
Menschlichkeit Der Grundsatz der Menschlichkeit hat für die pädagogische Arbeit und ihre
Umsetzung die größte Bedeutung. Kinder sind von Beginn an unverwechselbare individuelle
und soziale Persönlichkeiten. Sie haben alle Kompetenzen, die sie brauchen, um die nächsten
ihnen wichtigen Entwicklungsschritte zu initiieren. Auf ihrem Entwicklungsweg brauchen sie
immer wieder Hilfestellungen. Das Maß der Hilfe können sie jedoch selbst artikulieren. Alle
Kinder sind neugierig und wollen die Welt, die sie umgibt, erfahren und begreifen. Dabei legen
sie selbst fest, was ihre Neugierde, ihr Interesse weckt. Unsere Aufgabe ist es, ihnen dafür
Raum und Sicherheit zu geben, ihnen Erfahrungsräume zu öffnen und sie in ihrer Entwicklung
begleitend und ermutigend zu unterstützen. Akzeptanz und Wertschätzung prägen dabei die
pädagogische Grundhaltung. Die Kindertageseinrichtung bietet den Ort, Achtung und
Verständnis für andere zu entwickeln und freundschaftliche Beziehungen aufzubauen.
Unparteilichkeit Die Vielfalt der Lebensentwürfe von Familien, die geprägt sind von kulturellen
Einflüssen, aber auch durch ihre sozialen Bedingungen, bieten große Chancen für die
pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen. Hier treffen viele Kinder zusammen, die
aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Verfassung, aber auch durch unterschiedliche
Familienkulturen individuelle Bedingungen mitbringen. Es gehört zur Aufgabe des Team s,
dieses Zusammenleben als wechselseitiges Lernen aller Beteiligten aktiv zu unterstützen.
Neutralität Die Vielfalt der Lebensbedingungen und der Wertevorstellungen, an denen sich
Familien orientieren, werden durch die Mitarbeiterinnen in unseren Einric htungen beobachtend
und bewertungsfrei wahrgenommen. Die Einnahme einer neutralen Position macht es möglich,
Vertrauen zu bilden, Vermittlungsversuche zu initiieren und Konfliktlösungen zu erarbeiten.
Diese neutrale Haltung bildet die Grundlage dafür, dass alle Kinder und Erwachsenen, die
unsere Einrichtung besuchen oder in ihr arbeiten, das Gefühl entwickeln können, ernst
genommen zu werden.
Unabhängigkeit Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und Rahmenbedingungen
bewahren wir uns das Maß an Eigenstän digkeit, das uns gestattet, jeweils nach den
Grundsätzen des Roten Kreuzes Erziehungs - und Bildungsarbeit zu gewährleisten. Eigene
Aufnahmekriterien und ein selbst entwickeltes Konzept dokumentieren dies.
Freiwilligkeit Wir ermöglichen den Kindern Partiz ipation: das heißt, Kinder werden
entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Fragen und Entscheidungen
beteiligt.
Einheit Unser Team besteht aus vielen pädagogischen Mitarbeitern, die ihre eigene
Persönlichkeit und Individualität ein bringen. Diese Vielseitigkeit wird in gemeinsame Ziele
gefasst. Das von uns erstellte Konzept dient als Grundlage für unser einheitliches
pädagogisches Handeln. Zwischen Eltern und Erzieherinnen besteht eine
Erziehungspartnerschaft, bei der sie sich gegens eitig als Erziehungsexperten akzeptieren und
in der die jeweiligen Unterschiede ihre Wertschätzung finden.
Universalität Wir sind durch unsere Konzeption ideell und aktiv in die universelle Gemeinschaft
des DRK eingebunden. Lebensbedingungen anderer Mens chen werden den Kindern in
geeigneter Form nahe gebracht und sie werden zu Offenheit, Akzeptanz und Hilfsbereitschaft
motiviert.
DRK-Kreisverband Münster e. V.
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 5
Der pädagogische Ansatz nach Reggio Emilia:
Ein Kind ist aus hundert gemacht.
Ein Kind hat hundert Sprachen, hundert Hände,
hundert Gedanken, hundert Weisen zu denken, zu
spielen und zu sprechen. Immer hundert Weisen
zuzuhören, zu staunen und zu lieben, hundert
Weisen zu singen und zu verstehen, hundert Welten
zu erfinden, hundert Welten zu träumen.
Ein Kind hat hundert Sprachen, doch es werden
ihm neunundneunzig geraubt. Die Schule
und die Umwelt trennen ihm den Kopf vom
Körper. Sie bringen ihm bei, ohne Hände zu
denken, ohne Kopf zu handeln, ohne Vergnügen
zu verstehen, ohne Sprechen zuzuhören,
nur Ostern und Weihnachten zu lieben
und zu staunen.
Sie sagen ihm, dass die Welt bereits entdeckt
ist, und von hundert Sprachen rauben sie
dem Kind neunundneunzig.
Sie sagen ihm, dass das Spielen und die Arbeit,
die Wirklichkeit und die Phantasie, die
Wissenschaft und die Vorstellungskraft, der
Himmel und die Erde, die Vernunft und der
Traum Dinge sind, die nicht zusammengehören.
Sie sagen also, dass es die hundert Sprachen
nicht gibt.
Das Kind sagt: "Aber es gibt sie doch."
Loris Malaguzzi, Reggio Emilia 1985,
übersetzt von A. Dreier
DRK-Kreisverband Münster e. V.
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 6
1981/82 stellte Prof. Malaguzzi die Erfolge der Reggio Pädagogik mittels der Ausstellung
"Hundert Sprachen hat das Kind" in Schweden vor. Die Ausstellung bot einen Einblick in die
Arbeit der Einrichtungen. In Schweden wurde dieser neue pädagogische Ansatz sofort
verstanden und begeistert aufgenommen.
Von dort aus reiste die Ausstellung in viele europäische Länder und nach Amerika.
Sie war mittlerweile mehrfach auch in Deutschland zu sehen, zuletzt 1997 in Düsseldorf.
Bisheriger Höhepun kt der Entwicklung war die Auszeichnung im Jahre 1991 durch die
amerikanische Zeitschrift Newsweek. Zehn Kindertagesstätten aus Reggio Emilia wurden als
beste vorschulische Einrichtungen der Welt gewürdigt. Bis heute ist es der Reggio Pädagogik
gelungen, mit ca.25 Ländern auf der ganzen Welt in Kontakt zu treten, insbesondere mit den
USA und den skandinavischen Ländern.
In der Reggio Pädagogik gehen Herausforderungen, Anregungen und Aufgabenstellungen,
wenn die Erzieher/innen sie formulieren, immer von den Fragen und den Erkenntnisständen der
Kinder aus. Sie knüpfen jeweils an ihren Stärken und der freudigen Zuwendung der Kinder zu
den Themen an. Das Vertrauen der Erwachsenen in die eigenständige Entwicklungs - und
Bildungslust der Kinder hat zur Konsequen z, dass die Kindern weder festgelegten,
vorgegebenen Fördertrainings oder sc hablonierten Lernprogrammen ausgesetzt werden, noch
dass sie bei ihren Forschungen und Experimenten alleine gelassen werden. Vielmehr
beobachten die Erzieher/innen die Kinder bei i hrem Tun, versuchen im Dialog mit ihnen ihre
Beweggründe zu erfahren und bieten eine unaufdringliche, begleitende Unterstützung an.
Dieser Hilfe können sich Kinder bedienen oder auch auf sie verzichten.
Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist die Mögl ichkeit, dass Fehler gemacht werden oder
dass ein erwartetes Ergebnis nicht eintritt. Kinder stellen sich Herausforderungen und
benennen Hypothesen oder Ziele, die sich aber möglicherweise nicht bestätigen. Sie
analysieren dann die Fehlerquelle und erhalte n dabei wesentliche Erkenntnisse über
Zusammenhänge. In Reggio - Einrichtungen sind Fehler nicht peinlich, sondern bilden wichtige
Erkenntnisschritte und sind daher erwünscht (Prinzip von Versuch und Irrtum).
Das Rote Kreuz und die Reggio Pädagogik verbin det vor allem ein gleiches
Menschenbild.
Für beide steht im Vordergrund, der Würde eines jeden Menschen Respekt zu zollen und
Achtung zu verschaffen - unterschiedslos seiner sozialen und nationalen Herkunft, seiner
Religiosität und Werthaltung, seiner Interessen und Entscheidungen. Die Menschenwürde eines
Kindes hat dabei den gleichen Stellenwert wie die eines Erwachsenen. Aus dieser Sichtweise
entwickelt sich das Verständnis, dass Kinder eigene Rechte haben und diese Rechte von den
Erwachsenen geachtet werden müssen.
Wir sehen die Kinder unserer Kindertagesstätte als:
Erforscher, Erfinder und Lösungssucher
Selbstständige und selbstbewusste Menschen, die Entscheidungen treffen,
Verantwortung übernehmen und Konsequenzen tragen
Kompetente, fähige und absic htsvolle Persönlichkeiten, die sich prozesshaft entwickeln
und im dialogischen Austausch mit Dingen und Verhältnissen auseinandersetzen
Menschen, die sich an Vorbildern orientieren (Kindern oder Erwachsenen)
Aktive Menschen, die Phantasie -, Gefühls -, Gedan ken-, Deutungs - und
Konfliktlösungsarbeit leisten
DRK-Kreisverband Münster e. V.
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 7
Das Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung Malteserstraße
In der heutigen Zeit müssen die Angebote in der Kinderbetreuung den Bedürfnissen der Eltern
und des Sozialraum angepasst werden, um junge Fam ilien bei der Vereinbarkeit von Familie
und Beruf zu unterstützen. Unsere Betreuungszeiten richten sich nach diesem Grundsatz und
werden in Kooperation mit den Eltern und den Mitarbeitern festgelegt.
Bei der Kindertageseinrichtung Malteserstraße in
Hiltrup wird es sich um ein e DRK-
Kindertagesstätte mit de n Schwerpunkten der
Vereinbarkeit von Familie und Beruf und der
Umsetzung des Bildungs- und Lernkonzeptes nach
Reggio Emilia handeln.
Die Kindertageseinrichtung verfügt insgesamt über
5 Gruppen mit 95 Plätzen für Kinder im Alter von
0-6 Jahren.
Drei Gruppen haben 20 Plätze für 2 -6 jährige
Kinder, eine Gruppe hat 10 Plätze für Kinder im
Alter von 0-3 Jahren und in einer weiteren Gruppe
werden 25 Kinder im Alter von 3-6- Jahren betreut.
Alle 95 Kita-Plätze verfügen über eine Betreuungszeit von 45 Stunden pro Woche und ein
bedarfsgerechtes zusätzliches Angebot im Rahmen der Extrazeit.
Zwei dieser Gruppen, insgesamt 40 Kinder im Alter von 2 -6 Jahren, werden bereits seit
dem 01.01.2016 in der Dependance unserer DRK-Kindertageseinrichtung Lummerland in
Hiltrup betreut. Diese beiden Gruppen werden zukünftig in den Neubau Malteserstraße
einziehen. Die drei weiteren Gruppen werden dann ebenfalls mit Leben gefüllt werden.
Die Erzieher und Erzieherinnen der be reits bestehenden zwei Gruppen begleiten diesen
Standortwechsel und werden den Grundstock für den weiteren Teamaufbau der
Einrichtung bilden.
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten
Die Kernbetreuungszeiten richten sich na ch den Grundlagen des Kinderbildungsgesetzes und
liegen in der Zeit zwischen 07:00 bis 17:00 Uhr. Darüber hinaus wird eine tägliche Öffnung szeit
von 6:00 bis 19:00 Uhr angeboten, die sich nach den jeweiligen Elternbedarfen zur besseren
Vereinbarkeit von Fa milie und Beruf richtet. Die Planung der flexiblen und erweiterten
Öffnungszeiten erfolgt unter Berücksichtigung der Bedarfe der Kinder, Eltern und eventuell
entsprechender Firmen.
Jahresöffnungszeiten
Mögliche Schließungszeiten in den Schulferienzeite n bzw. eine durchgängige jährliche
Öffnungszeit der Kindertageseinrichtung werden ebenfalls mit den jeweiligen Eltern über
Bedarfsabfragen ermittelt und abgestimmt.
Das DRK kann durch seine vielfältigen bereits bestehenden Angebotsstrukturen bei Bedarf d en
Eltern weitere Betreuungsmöglichkeiten anbieten, beispielsweise durch die Vermittlung unserer
DRK Partner-Kindertageseinrichtungen in Münster-Hiltrup, DRK-Kita Lummerland.
DRK-Kreisverband Münster e. V.
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 8
Außerdem streben wir Partnerschaften mit den umliegenden Kindertageseinrichtungen an, wie
wir es auch bereits mit unseren bestehenden Kindertageseinrichtungen in den anderen
Stadtteilen in Münster erfolgreich umsetzen.
Die flexiblen und ergänzenden Betreuungszeiten werden die bestehenden Öffnungszeiten
passgenau ergänzen. Ein dadurch entstehender zusätzlicher Personalbedarf kann zeitnah
bedient werden, so dass das Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stets erreicht wird.
Der Einsatz von qualifiziertem Betreuungspersonal ist für uns von besonderer Bedeutung, um in
der pädagogis chen Arbeit zum Wohle des Kindes, insbesondere des Kleinstkindes
Beziehungsaufbau, Betreuungsqualität und Bildungsansprüche sicherstellen zu können.
Eine gute Balance zwischen der von den Eltern gewünschten Flexibilität, dem Recht des Kindes
auf eine gesu nde Entwicklung und der Kindertageseinrichtung, die Betreuungs - und
Bildungsansprüche garantiert, ist Grundvoraussetzung für eine gute Qualität unserer
pädagogischen Arbeit.
Das Bildungs- und Lernkonzept nach Reggio Emilia
Im Zentrum des Bildungs - und L ernkonzepts der Reggio -Pädagogik steht die wechselseitige
Durchdringung von Wahrnehmung, Beziehungsaufbau, Kommunikation, gegenständlicher
Produktion (Gestaltung) und Dokumentation, z.B. der Lebewesen, Gegenstände und Prozesse,
die dem Lernenden bedeutungsvoll sind.
Mit diesem Konzept ist die Reggio -Pädagogik nicht einer ganz bestimmten Lerntheorie
verpflichtet. Sie reflektiert vielmehr intensi v lerntheoretische Ansätze , soweit sie mit dem
reggianischen Bild vom Kind vereinbar und miteinander kompatibel sind, z. B.:
Lernen wird verstanden als menschliches Bedürfnis nach Verstehen der Lebenswirklichkeit
und nach wirkungsvollem Handeln in realen Lebensbezügen.
Lernen wird interpretiert als aktive Auseinandersetzung mit der gegenständlichen und
sozialen Umwelt. Dabei bildet der Wunsch nach dem Lösen der kleinen und großen Probleme
des Alltags eine wesentliche Triebkraft. Daraus resultiert die Bereitschaft, sich neuen und
fremden Strukturen anzupassen.
Lernen ist zu einem großen Teil entdeckendes un d forschendes Lernen, mit Hilfe dessen
Beziehungen zwischen Objekten, Personen, Strukturen und Prozessen gedeutet werden.
Lernen in Projekten und deren Dokumentation sind ein wesentlicher Bestandteil der Reggio -
Pädagogik.
Lernen ist nie fertiges, sondern nur vorläufiges Wissen, das immer wieder neuer Deutungen
bedarf. In den "Forschungsprozessen" der Kinder in reggianischen Kindereinrichtungen geht es
daher nicht um den Erwerb "richtigen" Wissens, sondern um die Erprobung von Strategien für
die Annäherung an Wahrheit.
Als wichtige Basis in unserer pädagogischen Arbeit sehen wir eine besonders wertschätzende
und vertrauensvolle Beziehung zu jedem Kind.
Jedes Kind soll sich in seiner Einzigartigkeit angenommen und sich in unserer Einrichtung
besonders wohl fühlen.
Als grundlegende Ziele sehen wir darüber hinaus die:
• Stärkung des Selbstvertrauens und Selbstbewusstseins
• Förderung zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Handeln
• Vermittlung von Lebensfreude
• Förderung des Sozialverhaltens, wie z.B. Rücksichtnahme
• Förderung und Weiterentwicklung der kognitiven und kreativen Fähigkeiten
• Förderung der motorischen Entwicklung
• Förderung und Weiterentwicklung des Sprach- und Sprechverhaltens
DRK-Kreisverband Münster e. V.
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 9
Unsere formulierten Ziele finden sich in den
vorgeschriebenen Bildungsbereichen wieder:
1. Bewegung
2. Spielen und Gestalten
3. Sprache und Sprachförderung
4. Musischer Bereich
5. Natur und Umwelt
6. Interkulturelle Erziehung
Projektarbeit
In der Reggio-Pädagogik spielen Projekte als Handlungsf orm zur Gewinnung von
alltagsbezogenen Fertigkeiten und vor allem von Selbst - und Weltverständnis eine zentrale
Rolle.
Projekte sind keine Sonderveranstaltungen in unserer Kindertageseinrichtung. Sie gehören zu
den Alltäglichkeiten der Kita-Praxis. Sie entwickeln sich aus Spielhandlungen, Gesprächen oder
Beobachtungen der Kinder. I m Morgenkreis kann über mögliche Projektthemen diskutiert und
entschieden werden; auch Erzieherinnen können verbal oder über mitgebrachte Gegenstände
Impulse für Projekte vermitteln.
Insgesamt vereinigen sich in Projekten immer wieder aufs Neue folgende Aktivitätsformen:
sinnliche Wahrnehmung
exploratives, erkundend-experimentelles Handeln,
Deuten von Beobachtungen
Nachdenken über Wirkungszusammenhänge
Aktivieren von Emotionen
Aktualisieren von Erinnerungen an ähnliche Situationen
Vernetzen von Wahrnehmungen und inneren Bildern
Kommunikation über Beobachtungen, Handlungen, Hypothesen und Gefühle
Gestalten oder Verändern von Gegenständen
Auch die folgenden Bildungsbereiche, die in der Bildungsvereinbarung NRW für
Kindertageseinrichtungen erläutert werden, sind in unserem täglichen pädagogischen Tun eine
wichtige Basis:
Bewegung
Die Kinder bekommen als Entdecker und Forscher täglich die Möglichkeit und den Raum sich
im Innen - und Außenbereich auf vielfältige Weise ihren Bedürfnissen entsprechend zu
bewegen.
Im (angeleiteten) Turnangebot in der Turnhalle unserer Kita können die Kinder verschiedene
Turngeräte ausprobieren und kennen lernen. Kletter- und Schaukelmöglichkeiten, sowie
Anregungen zur Gestaltung verschiedener Bewegungslandscha ften mit Kästen, Bänken,
Matten als auch Musik- und Rhythmikutensilien laden die Kinder dabei zum kreativen und
bewegungsfreudigem Spiel ein.
Im großen und abwechslungsreichen Außenspielbereich haben die Kinder die Möglichkeit,
verschiedene Spielgeräte, Rutschen, Schaukeln, Fahrzeuge und Sandspiel- und Rasenflächen
zu nutzen. Auch im Außengelände werden Spielflächen für Rollen- und Theaterspiele
geschaffen. Die Kinder sollen durch unser pädagogisches Angebot ihre Körperwahrnehmung
gefördert bekommen, um auch so ihren Körper besser zu spüren und einzuschätzen zu können.
DRK-Kreisverband Münster e. V.
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 10
Spielerische Bewegung ermöglicht allen Kindern gemeinsame Erfahrungen jenseits
sprachlicher, kultureller und sozialer Barrieren.
Spielen und Gestalten
Durch eine offene Raumgestaltung und ein vielfältiges Angebot von anregenden
Spielmaterialien möchten wir das freie, kreative Spielen fördern und unterstützen.
Besonders das freie Spiel bietet Raum für die Verwirklichung und Entwic klung eigener Ideen
und Kreativität der Kinder.
Beim angeleiteten Spielen wie zum Beispiel Stuhlkreisspiele und Gesellschaftsspiele werden
Regeln erlernt und Sozialkompetenzen vermittelt.
Genauso wie beim freien Spiel wollen wir den
Kindern beim bildner ischen Gestalten durch
vielseitige Materialien kreatives Schaffen
ermöglichen. Kinder malen, kritzeln und matschen
nach ihren eigenen individuellen Vorstellungen
und Fertigkeiten.
Für uns steht nicht das Produkt im Vordergrund,
sondern die Freude kreativ tätig zu sein und sich
auszudrücken. Vorgegebene Schablonen werden von uns bewusst nicht eingesetzt.
Sprache und Sprachförderung
Eine Sprache zu erlernen ist für jedes Kind eine wichtige
Herausforderung in seiner Persönlichkeitsentwicklung,
denn Sprache ist das wichtigste Werkzeug im Umgang mit
anderen Menschen.
Mit Sprache äußern Kinder ihre Wünsche, sie stellen
Fragen, geben Antworten, sie treten in Kontakt mit anderen
Kindern und bauen Beziehungen auf. Sprache ermöglicht
jedem einzelnen Kind sich wei terzuentwickeln und seine
sozialen Kompetenzen auszubauen.
In der Kindertageseinrichtung Malteserstraße werden 95
Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren betreut , davon
insgesamt 38 Kinder im Alter unter 3 Jahren . In diesem
Alter der Kinder ist die Sprachentwi cklung ein besonders
sensibler Bereich. Darum wird ein besonderer Fokus
unserer pädagogischen Arbeit auf dem Thema
Sprachentwicklung liegen.
Sprachförderung passiert in jeder Alltagssituation und im
täglichen Miteinander - bei gemeinsamen Aktionen, beim
Singen und Vorlesen, Erzählen von Geschichten und
Erlebnissen, im Dialog in der Klein -und Gesamtgruppe. Das vorbildhafte Sprechverhalten der
Erzieher/innen ist hier von großer Bedeutung.
DRK-Kreisverband Münster e. V.
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 11
Folgende Ziele stehen für uns dabei im Vordergrund:
• die Freude am Sprechen wecken
• den Grundwortschatz zu erweitern
• das Sprachverständnis der Kinder und die Ausdrucksfähigkeit zu fördern
• die Sprache als Kommunikationsmittel zu erleben
• das grammatikalische Verständnis erweitern
Dieses geschieht durch Bewegungs - und Rollenspiele, Kreisspiele und Lieder, bei kreativen
Angeboten, Bild- und Bilderbuchbetrachtungen, Tastspielen usw..
Musischer Bereich
Durch rhythmisches Sprechen, Spielen in Verbindung
mit Musik und Singen von Liedern im täglichen
Stuhlkreis fördern wir die Musikalität der Kinder.
Die Freude an Geräuschen und Klängen durch den
Einsatz von verschiedenen Musikinstrumenten ist bei
den meisten Kindern selbstverständlich.
Die Lust an Klangexperimenten, vielfältigen
Lautäußerungen mit dem eigenen Körper und i hrer
Stimme ist bei ihnen sehr lebendig und eine
Ausdrucksmöglichkeit ihrer Gefühle.
Rhythmisches Sprechen und Gesang unterstützen
dabei ganz natürlich die Sprachentwicklung der
Kinder.
Natur und Umwelt
Kinder entdecken täglich ihr unmittelbares Umfeld neu.
Wir unterstützen die Kinder in ihrer kindlichen Neugier, indem wir ihnen Raum und Materialien
zum Entdecken, Beobachten und Experimentieren geben. Die Kinder werden so vertraut
gemacht mit naturwissenschaftlichen Phänomenen. Durch Ausflüge in den Wald , in die
Bücherei, zur Polizei, zur Bäckerei usw. erkunden die Kinder ihre nähere und weitere
Umgebung und werden so mit verschiedenen Themen vertraut und erweitern ihr Sachwissen.
Interkulturelle Erziehung (Migration)
Da unsere Einrichtung von Kindern
unterschiedlicher Kulturen besucht wird,
deren Eltern aus unterschiedlichen Ländern
kommen, lernen wir häufig neue Sitten und
Bräuche kennen.
Entsprechend den Grundsätzen des
Deutschen Roten Kreuzes verstehen wir es
als unsere Aufgabe, d en Kindern und
Familien eine Betreuung anzubieten, die ihre
kulturellen und individuellen Vorerfahrungen
berücksichtigt.
Auch der Einsatz in unseren
Kindertageseinrichtungen von jungen
Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
über das Programm des Freiwilligendienstes
DRK-Kreisverband Münster e. V.
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 12
„Grenzgänger“ trägt zur multikulturellen Verständigung zwischen Kindern und Erwachsenen auf
besonders gelungene Weise bei.
So wird eine wichtige Weiche für eine dauerhaft gelingende Integration von Familien mit
unterschiedlichen kulturellen Hintergründen gelingen.
Im pädagogischen Alltag trägt das Konzept MAKATON wesentlich dazu bei, die Kommunikation
zwischen den deutsch- und nicht deutschsprachigen Kindern zu unterstützen.
Die Kinder, die mit wenigen Deutschkenntnissen in die Kindertageseinrichtung besuchen,
werden spielerisch an die deutsche Sprache heranführt.
Über das Konzept MAKATON werden Alltagsbegriffe über farbige Symbole, die sich im
gesamten Kindergartenbereich wiederfinden und selbsterklärende Gebärden, die von den
Kindern und Erzieher/innen gleichermaßen angewendet und verstanden werden, den Kindern
altersgerecht nahegebracht.
So werden Sprach - und Kommunikationsbarrieren im täglichen Miteinander spielerisch
überwunden und tragen zu einem sehr lernfreudigen Kindergartenalltag von Kindern mit
multikulturellen familiären Hintergründen bei.
Integrative Erziehung (Inklusion)
In der gemeinsamen Erziehung behinderter ( und von Behinderung bedrohter) und nicht
behinderter Kinder werden Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen und/ oder
sozialen Auffälligkeiten betreut und unterstützt. Ein Ziel der integrativen Arbeit im Kindergarten
ist die Vermittlung von sozialen, emotionalen, kognitiven und motorischen Fertigkeiten/
Fähigkeiten.
Die Kinder erleben im Kindergartenalltag wie sie sich gegenseitig unterstützen und ergänzen
können, damit ein soziales miteinander entsteht. Sie sind Spielpartner und geben sich wichtige
Lernimpulse.
Ein wichtiges Anliegen in der integrativen
Arbeit besteht darin, Kinder zu befähigen,
mit unterschiedlichen Fähigkeiten
einander zu respektieren. Die Kind er
nehmen Entwicklungsauffälligkeiten,
Behinderungen aber auch Ressourcen
wahr und lernen damit umzugehen. In
diesem Zusammenhang sollen alle Kinder
ihre eigenen Stärken und Schwächen und
die der Anderen erfahren. Wir möchten die
Vorurteilslosigkeit der Ki nder nutzen, um
Toleranz und Akzeptanz zu fördern und zu
stärken.
Die integrativ zu betreuenden K inder
erfahren in der Kindergartengruppe eine kontinuierliche Spielbegleitung von einer
Integrationsfachkraft und den Erzieherinnen.
Bei Aktivitäten wie z.B. Psychomotorik, Bilderbuchbetrachtungen in der Gruppe und anderen
Projekten entsteht ein gemeinsamer Prozess von behinderten und nicht behinderten Kindern.
Alle Kinder sollen gestärkt werden und wichtige Entwicklungsreize bekommen, damit sie ihr
Potenzial vollständig entfalten können.
Die Anerkennung der Vielfalt der Lebenslagen und der Lebensentwürfe von Kindern und ihren
Familien ist die Voraussetzung zur Entwicklung einer inklusiven Haltung, einer inklusiven
Konzeption sowie einer inklusiven Handlungspr axis in einer Kindertageseinrichtung. Die
DRK-Kreisverband Münster e. V.
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 13
Einrichtungen und Angebote stehen damit vor der Herausforderung, für alle Formen und Inhalte
dieser Vielfalt offen zu sein und Angebote zu eröffnen, in denen sich Menschen in ihren
Lebensbezügen diskriminierungsfre i wiederfinden und an denen sie barrierefrei teilhaben
können.
Grundlage für eine inklusive Pädagogik in DRK-Kindertageseinrichtungen sind neben den
Grundsätzen des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes die verschiedenen
menschenrechtlichen Konventionen, u.a . die UN -Kinderrechtskonvention, die UN -
Behindertenrechtskonvention und weitere Menschenrechtsabkommen der Vereinten Nationen
sowie die EU -Grundrechtecharta und das Grundgesetz. Hieraus lässt sich die umfassende
Bedeutung von Inklusion als langfristige ges ellschaftliche Aufgabe zur Umsetzung des
Menschenrechts auf Nichtdiskriminierung ablesen. Wir verstehen dieses als eine besondere
konzeptionelle Herausforderung für unsere pädagogische Arbeit in der Kindertageseinrichtung
Malteserstraße.
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern
Die gesamte Kindergartenzeit ist auch Vorbereitung auf die Schulzeit und führt die Kinder in
ihrer Entwicklung zur Schulfähigkeit. Die Fähigkeit zu sozialem Verhalten und zur
Selbstständigkeit wird ganzheitlich in ihre r Entwicklung gefördert. Diese Förderung findet
individuell im Freispiel und in Kleingruppen auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt statt.
Durch gezielte Beobachtungen wird die Entwicklung jedes Kindes eingeschätzt und in
Elterngesprächen besprochen.
Im letzten Kindergartenjahr wird bei diesen Beobachtungen dann besonders auf die
Entwicklung der Fähigkeiten geachtet, die für die Einschulung notwendige Voraussetzung sind,
wie zum Beispiel Konzentration, Aufgabenverständnis, Sprachverhalten,
Durchsetzungsvermögen, etc..
Durch ein gemeinsames Übernachtungsfest mit den Vorschulkindern und Erzieherinnen wird
der Ausklang der Kindergartenzeit deutlich.
Zusätzlich arbeiten wir besonders eng mit de n umliegenden Grundschulen zusammen. Diese
Aktivitäten werden in regelmäßigen Abständen reflektiert und neu gemeinsam geplant.
Dokumentation von Selbstbildungsprozessen nach Reggio Emilia
Kontinuierlich stehen wir mit den Eltern in Kontakt, um die Bildungs - und Entwicklungsprozesse
ihrer Kinder zu besprechen und die sich daraus ableitende n weiteren Bildungswege
vereinbaren zu können. Wir arrangieren unsere Bildungsarbeit transparent, damit eine
gemeinsame Gestaltung der Kindergartenzeit von Eltern, Kindern und dem pädagogischen
Team in vielfältiger Weise und an den in dividuellen Bedarfen des Kindes orientiert realisierbar
wird. Wir dokumentieren Projekte oder bemerkenswerte Situationen, an denen auch ganze
Kindergruppen beteiligt waren und die Aufschluss über einen Bildungsprozess der Kinder
geben. Diese Erkenntnisse werden in unserer Kita den Eltern zur Ansicht präsentiert.
Die Neugierde der Erwachsenen auf die 100 Sprachen ihres Kindes soll durch diese
Dokumentationen in unserer Kita geweckt werden.
Zu den Bestandteilen der Dokumentation gehören Kinderarbeiten, Kind eräußerungen, Fotos
oder auch Videos, die den Aktionsprozess der Kinder darstellen, Überschriften und kurze
Kommentare.
Die Erzieher /innen sind für Materialauswahl und Gestaltung der Dokumentationen
verantwortlich.
DRK-Kreisverband Münster e. V.
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 14
Vielfach werden die Kinder an der Dokumentationserstellung beteiligt. Gestärkt werden dadurch
ihre Eigenverantwortlichkeit und Identifikation mit ihren Handlungsprozessen und deren
Dokumentation. Sie vermittelt den Kindern Wertschätzung, Rückmeldung, Anlässe zum sich
Erinnern. Auch für Erzieher /innen und Eltern stellen die Projektdokumentationen wichtige
Informationsquellen über das Denken, Fühlen und Können ihrer Kinder und deren Entwicklung
dar.
Für die Kinder ist die Dokumentation eine wertvolle Gelegenheit zur Erkenntnis, Reflexion und
Interpretation, vor allem aber zur Veranschaulichung eigener Erkenntnisprozesse. Indem die
Dokumentation das Gedächtnis stützt, bietet sie den Kindern die Gelegenheit sich
wiederzusehen, sich zu kommentieren und sich kommentiert zu sehen.
Zum Ende der Kinderg artenzeit bekommen die Eltern diese Dokumentationen ausgehändigt.
Durch die Miteinbeziehung des einzelnen Kindes in sein eigenes Portfolio, können die Kinder
ihre eigene Entwicklung verfolgen und ihre Ich-Kompetenz stärken.
Mahlzeiten
Frühstück
Jedes Kind bringt von zu Hause sein eigenes
Frühstück mit. Hierbei wird auf ein gesundes
und ausgewogenes Frühstück wertgelegt.
Getränke wie Wasser und Früchtetee stehen
in den Gruppen zur Verfügung.
Bis 10.00 Uhr können die Kinder das offene
Frühstücksangebot wahrnehmen. So haben sie täglich die Möglichkeit zu entscheiden , wann
und mit welchen Freunden sie gemeinsam essen möchten.
Mittagessen
Unsere Hauswirtschaftskraft bereitet täglich ein ausgewogenes Mittagessen für die
Tagesstättenkinder zu, welches zum größten Teil frisch zubereitet wird. An einigen Tagen wird
es durch vorbereitete Tiefkühlkost ergänzt.
Die Kinder der beiden Gruppen essen in der Zeit von 11.30 bis 13.00 Uhr . Sie werden in den
jeweiligen Gruppen von zwei Erzieherinnen beim Essen begleitet. An einem von den Kindern
schön gedeckten Tisch werden die Mahlzeiten eingenommen.
Die Mahlzeiten werden mit frischem Salat, Rohkost oder Gemüse ergänzt. Zum Nachtisch
erhalten die Kinder frisches Obst, Joghurt oder eine Quarkspeise. Auf kulturelle und r eligiöse
Besonderheiten im Umgang mit Nahrungsmitteln wird selbstverständlich Rücksicht genommen.
Ruhephasen
Nach dem Mittagessen und dem Zähneputzen
beginnt für die Kinder die Ruhephase.
In dieser Zeit werden in de n Gruppen oder de n
Nebenräumen alte rsentsprechend Geschichten und
Musik zur Entspannung gehört. Die Kinder können
sich auf Decken und Kissen ausruhen und zwei
Erzieherinnen begleiten die Phase, um eine
gemütliche und ruhige Atmosphäre zu schaffen.
DRK-Kreisverband Münster e. V.
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 15
Raumkonzept der Kindertagesstätte Malteserstraße
Der Raum erfüllt als „dritter Erzieher“ nach Reggio Emilia für Kinder zwei Hauptaufgaben:
Er vermittelt ihnen Geborgenheit und zugleich Herausforderungen.
Räume übernehmen im Sinne der Reggio-Pädagogik verschiedene „Rollen“.
Die Räume sollen
eine aktivierende Atmosphäre des Wohlbefindens schaffen
die Kommunikation in der Einrichtung stimulieren
gegenständliche Ressourcen für Spiel- und Projektaktivitäten bereitstellen
Impulse geben für die Wahl der Kinderaktivitäten
Die Räume in der Kindertageseinrichtung Malteserstraße sind hell und bewegungsfreundlich für
die Kinder eingerichtet und überwiegend mit Schwerpunktfunktionen ausgestaltet, also als
Kinderrestaurant, Atelier, Bauraum, Rollenspiel- oder Forscherraum gestaltet.
In großen Nebenräumen befinden sich zudem ein Bällebad, sowie eine Sprossenwand und eine
Hängematte.
Zur Förderung der Bewegung und Wahrnehmung steh en in allen Räumlichkeiten
bewegungsanregende Spielelemente und Mobiliar, die die Kinder zum experimentieren anregen
werden, zur Verfügung.
Im Gruppenraum befinden sich z. B. Konstruktionsbereiche und Kreativbereiche.
In fünf Gruppen können die Kinder durch spielen, ausprobieren und wahrnehmen Erfahrungen
mit unterschiedlichen Materialien, Formen und Größen sammeln.
Im Schlafraum befinden sich Kinderbetten, die jedes Kind individuell mit Kissen, Stofftieren,
Spieluhren etc., einrichten kann. Garderobe, Eigentumsfächer, sowie Bereiche des
Waschraumes sind mit Fotos der Kinder gekennzeichnet, so dass sie sich stets eigenständig
zurecht finden.
Geplant sind für diese fünf Gruppen - Einrichtung folgende Räumlichkeiten:
- 5 Gruppenräume, incl. Garderobenbereiche
- 5 Nebenräume mit Kreativbereichen und Ateliercharakter
- 5 Wasch-WC-Räume mit Wickelbereiche
- 1 Duschbereich
- 5 Abstellräume
- 5 Schlaf- bzw. Differenzierungsräume
- 1 Mehrzweckraum plus Abstellraum
- 1 Personalraum
- 1 Personal-WC incl. Dusche
- 1 Beratungsraum
- 1 Büro
- 1 Küche incl. Abstellraum
- eine Gesamtfläche von ca. 1000 qm
- ein weiträumiges Außengelände
DRK-Kreisverband Münster e. V.
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 16
Elternarbeit
In unseren Kindertageseinrichtungen ist gegenseitiges Vertrauen zwischen Eltern und
Erzieherinnen von großer Bedeutung und unseren pädagogischen Fachkräften ein besonderes
Anliegen. Auch der stetige Austausch z. B. über die heutige Schlaf- oder Essensituationen der
Kinder ist besonders wichtig. Da gerade die jüngeren Kinder ihren Gemütszustand aufgrund
ihres Alters nicht immer verbal äußern können, ist es uns wichtig, über für das Kind bedeutende
Geschehnisse informiert zu werden.
In der Eingewöhnungsphase:
Bei der Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren bedarf es einer besonders behutsamen und
individuellen Eingewöhnungszeit. Dabei spielt das langsame Heranführen an den Gruppenalltag
und die Unterstützung der Eltern eine wichtige Rolle.
In unserer Einrichtung bekommen die Kinder keine „Bezugserzieherin“ zugewiesen, da die
Kinder die Möglichkeit haben sollen, sich ihre Bezugspersonen selbst auszuwählen. Dies wird
meist nach sehr kurzer Zeit deutlich. Die nun ausgewählte Erzieherin des Kindes ist ab jetzt für
die weitere Eingewöhnungszeit und als Hauptansprechpartnerin der Eltern zuständig.
In kleinen, weiteren Schritten wird das Kind durch die Anfangszeit begleitet, dabei werden die
einzelnen Schritte der Eingewöhnungsphase individuell auf das Kind abgestimmt.
Dies bedeutet, dass Tageszeit, Dauer der Anwesenheit usw. am Anfang der Kindergartenzeit
jeden Tag neu abgesprochen wird.
Besonders wichtig ist der Austausch zwischen Eltern und Erzieherinnen gerade in der
Anfangsphase. Nach Abschluss der Eingewöhnungsphase erfolgt eine behutsame Entwicklung
der Selbstständigkeit des Kindes.
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und dem Kindergartenteam schafft eine optimale
Basis für gutes pädagogisches Handeln, die Offenheit u nd gegenseitiges Vertrauen mit
einschließt. Dadurch wird eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zugunsten der Kinder
ermöglich.
Elternarbeit bedeutet für uns, Eltern zu begleiten, ihnen ggf. Erziehungshilfen anzubieten und
sensibel zu sein für ihre jeweilige Situation. Die Mitarbeiter /innen sind Ansprechpartner für
Fragen zur Entwicklung des Kindes.
In einer aktiven Zusammenarbeit mit den Eltern ist es uns daher sehr wichtig, eine ganzheitliche
Erziehung und Förderung zum Wohle des Kindes zu gewährleisten, in der die familiäre
Situation und die Stärken und Defizite des Kindes berücksichtigt werden.
Um eine möglichst umfangreiche gemeinsame Grundlage für die Erziehung der Kinder zu
gewährleisten, informieren wir die Eltern umfassend über unsere Arbeit.
Dies geschieht durch:
• Aufnahmegespräche
• Hospitationen
• Elternsprechtage / Elternabende
• Tür- und Angelgespräche
• Hausbesuche
Wir ermöglichen den Eltern einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit durch:
• Infowände im Eingangsbereich
• Infowände vor den Gruppen
• Elternbriefe
• Fotodokumentationen über einzelne Projekte / Ausflüge
• Faltblatt mit Informationen über die jeweilige Gruppe
DRK-Kreisverband Münster e. V.
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 17
Gemeinsam erleben wir:
• Elternnachmittage
• Feste
• Ausflüge
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt in unserer Elternarb eit liegt in der engen Zusammenarbeit
mit den gewählten Elternvertretern, die im Elternrat und im Elternbeirat vertreten sind. Hierzu
werden zu Beginn des Kindergartenjahres jeweils zwei Elternvertreter pro Gruppe in der
Elternvollversammlung gewählt.
In d iesen Gremien werden Eltern über unsere aktuellen Inhalte und die pädagogische Arbeit
informiert. Zusätzlich bekommen die Eltern die Möglichkeit aktiv das Kindergartenleben
mitzugestalten.
Zusammenarbeit des Teams
Unsere Arbeit basiert auf den 7 Grundsä tzen des Deutschen Roten Kreuzes, die in den
Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung enthalten sind:
• Menschlichkeit
• Unparteilichkeit
• Neutralität
• Unabhängigkeit
• Freiwilligkeit
• Einheit
• Universalität
Diese Leitlinie besti mmt sowohl unser pädagogisches Handeln al s auch das Miteinander in
einem multikulturell besetzten Team. Teamarbeit ist die Grundlage für eine gute pädagogische
Arbeit innerhalb der Einrichtung. Gegenseitige Unterstützung, Flexibilität, Offenheit,
Verlässlichkeit, genaue Absprachen und gegenseitige Akzeptanz halten wir für unerlässlich.
Wöchentlich treffen sich alle Mitarbeiter /innen zu einer gemeinsamen Teamsitzung. Alles
Wichtige, die Vor - und Nachbereitung sämtlicher Aktivitäten, Fallanalysen , pädagogis che
Weiterentwicklungen und Grundsatzthemen sowie das Abstimmen von Terminen werden dann
besprochen.
Regelmäßig werden 2-3 Konzeptionstage im Jahr durchgeführt. An diesen Tagen ist die
Einrichtung für die Kinder geschlossen. Dadurch ist die Möglichkeit ge geben, im Gesamtteam
wesentliche Grundlagen pädagogischer Arbeit zu planen oder unter Beteiligung der
Bereichsleiterin oder eines externen Referenten relevante Themen zu erarbeiten.
Regelmäßig finden einmal wöchentlich Kleinteamsitzungen in den einzelnen Gruppen statt.
Diese dienen dem Austausch und der Reflexion des Gruppengeschehens und der weiteren
gruppeninternen Planung.
Fortbildungen, Fachtagungen und Supervision werden regelmäßig von den Mitarbeiter /innen
des DRK -Kreisverbandes Münster wahrgenommen. Unsere Mitarbeiter -/innen werden
fortlaufend für die Umsetzung der Reggio -Pädagogik und zu weiteren aktuellen pädagogischen
Themen qualifiziert.
DRK-Kreisverband Münster e. V.
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 18
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen
In Übereinstimmung mit geltendem Landesrecht sorg t der Träger für die Einhaltung
quantitativer und qualitativer Standards . Er ist verantwortlich für die Einstellung,
Weiterqualifizierung, Fortbildung, Fachberatung und Supervision der pädagogischen
MitarbeiterInnen.
In Zusammen arbeit mit dem Träger erfolg t die Abstimmung der pädagogischen und
organisatorischen Arbeit. Dazu ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Leitung und
Bereichsleitung über wichtige Belange der Arbeit in der Einrichtung notwendig. Auch
Hilfestellungen bei administrativen Aufgaben sowie bei der Unterstützung und Förderung des
Personals gehören zur gemeinsamen Zusammenarbeit.
Selbstverständlich profitieren wir auch von weiteren Arbeitsfeldern des DRK-Kreisverbandes
Münster wie zum Beispiel der Ärztlichen Kinderschutzambulanz oder des Auti smus-
Therapiezentrums, deren Dienste wir bei Bedarf in Anspruch nehmen.
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
Als übergeordnete Behörde unterstützt uns das örtliche Jugendamt bei der Einhaltung aller
gesetzlichen Vorgaben und der Umsetzung des Bildungsauftrages.
Zusammenarbeit mit anderen DRK- Kindertageseinrichtungen
Die Kindertageseinrichtungen und Familienzentren in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes
Münster stehen im regelmäßigen Dialog miteinander und den weiteren Einrichtungen des DRK-
Kreisverbandes. Sie unterstützen sich gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihres
pädagogischen Angebotes. Hilfestellungen erfahren sie dabei auch durch die Bereichsleitung
des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. in Form von individuellen Beratungsterminen,
Personalentwicklungsgesprächen, Leiter/innentagungen, Fortbildungen und Begleitung bei QM-
Prozessen.
Ab Anfang 2016 werden alle Kindertageseinrichtungen des DRK -Kreisverbandes Münster e.V.
und der DRK Münster Sozialwerk gGmbH mit Ihrer Bereichsleiterin Anne Westendorf an einem
2-jährigen Zertifizierungsprogramm durch das Institut PädQUIS teilnehmen.
Die Leiterinnen und stellv. Leiterinnen unserer Einrichtungen werden unter Einbeziehung des
„Nationalen Kriterienkatalogs“ und unter Anleitung der PädQUIS -Referenten wesentliche
Bestandteile der Kita -Konzepte und die fachli che Umsetzung der pädagogischen Arbeit
einrichtungsbezogen reflektieren und mit den jeweiligen Teams und der Bereichsleiterin
bedarfsweise neu ausrichten.
Eigene Bildungsangebote, die direkt über den DRK -Kreisverband für die pädagogischen
Mitarbeiter/innen konzipiert und angeboten werden, erfahren darüber hinaus einen deutlichen
Ausbau.
DRK-Kreisverband Münster e. V.
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 19
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen
Auch die im Stadtteil vertretenen Kindertageseinrichtungen arbeiten trägerübergreifend
zusammen. Das geschieht zum einem in einem Arbeitskreis auf Leitungsebene und zum
anderen im pädagogischen Arbeitskreis, wo alle Institutionen vertreten sind, die im Stadtteil in
pädagogischer Hinsicht zusammenarbeiten. Dabei werden die kulturellen, sozialen un d alle
anderen Einrichtungen im Umfeld der Kita als Erfahrungsorte für die Kinder zusammengeführt
und genutzt.
Zusammenarbeit mit Fachdiensten
Wir arbeiten regelmäßig mit verschiedenen Fachdiensten zusammen, die wir als wertvolle
Unterstützung unserer Arbeit ansehen:
• den Kinderärzten
• den Logopäden
• den Ergotherapeuten
• der Frühförderstelle
• dem Kommunalen Sozialdienst ( KSD )
• der Hebammensprechstunde
• der DRK-Kinderschutzambulanz
Unsere DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster präsentieren sich gemeinsam mit unserem
DRK- Kreisverband Münster e.V. und den dazugehörigen Einrichtungen auf unserer Homepage
im Internet unter www.DRK-muenster.de.
DRK-Kita Schatzkiste (Gremmendorf)
DRK-Kita Horstmarer Landweg
DRK-Kita Lummerland (Hiltrup)
DRK-Kita Meerwiese (Coerde)
DRK-Kita Wolkenburg (Gievenbeck)
DRK-Kita Oxford (Gievenbeck)
DRK-Kreisverband Münster e. V.
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 20
Unsere Zielsetzungen für die DRK-Kindertageseinrichtung Malteserstraße
(Fotos: DRK; Text: Anne Westendorf, Bereichsleiterin Kinder, Jugend und Familie)
Familien-
nahe
Beratungs-
angebote
selbstbe-
wusst
agierende
Kinder
multipro-
fessionelles
Team
fördernde
Bildungs-
angebote
alters-
gerechte
päd.
Konzepte
kindgerechte
pädago-
gische
Übergänge
Zielsetzung
der DRK-
Kindertageseinrichtung
Malteserstraße
familien-
unter-
stützende
Netzwerke
Vereinbar-
keit von
Familie und
Beruf
Anlage 4.1 Angebot Educcare Malteserstr
1086 Zeichen
educcare educcare + Alter Markt 36-42 + 50667 Köln KON w Dos Stadt Münster — j RAAS Amt für Kinder Jugendliche und Familien 5 . A a Hafenstraße 30 48127 Münster Köln, 25. September 2015 Bewerbung Trägerschaft Kindertagesstätte Maiterserstraße in Münster Hiltrup Sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank für das Gespräch. Hiermit bewerben wir uns verbindlich für die Trägerschaft der Kindertagesstätte Malteserstraße in Münster Hiltrup. educcare benötigt bei Übernahme der Trägerschaft eine öffentliche Förderung von 99% der Betriebskosten nach Kibiz Mit freundf@iten Grüßen Geschäftsführung educcare Bildungskindertagesstätten g5mbH educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH » Alter Markt 36-42 - 50667 Köln + Telefon 0 221 466 194 00 + Fax 0 221 466 194 99 + Email info@educcare.de Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn + BLZ 370 501 98 » Konto 144 862 950 Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axel Thelen - AG Köln HRB 48030 + USt-kinr DE226823572 + Beirat: Prof. Gisela Lück, Fiona Stollmann, Dr. Patrick Adenauer, Dr. Günter Bulk, Dr. Ronald Bernecker, Prof. Dr. Henning Wode
Anlage 2.1 Angebot CVJM Bohlweg
7366 Zeichen
cvijmmünster Sozialwerk gGmbH CVJM Münster . Merschkamp 23 . 48155 Münster CVJM Münster Christlicher Verein junger Menschen Sozialwerk gGmbH Merschkamp 23 48155 Münster Tel, 0251/31 43 83 An das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Zu Händen Frau Eschert www.cvjmmuenster.de Hafenstraße 30 48127 Münster Münster, 19. September 2015 Trägerschaft der Kindertageseinrichtung ‚Bohlweg' - verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft Sehr geehrte Damen und Herren, mit diesem Schreiben geben wir unser verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft der Kindertageseinrichtung ‚Bohlweg‘ab. Da die Kita ‚Bohlweg‘ dauerhaft als 2-Gruppen-Einrichtung geplant ist und der CVJM Münster die Kita ‚Alte Mauritzschule‘ in unmittelbarer Nähe der geplanten Einrichtung betreibt, sieht unsere fachliche Konzeption — bei entsprechender Entscheidung über die Trägerschaft - vor, beide Einrichtungen als Verbundeinrichtung mit einer Leitung zu betreiben. Im Folgenden möchten wir die vielschichtigen fachlichen Grundlagen hierfür gerne beschreiben. Dabei werden wir zunächst auch auf die Übergangseinrichtung ‚Alte Mauritzschule‘ eingehen und hier Zusammenhänge aufzeigen, die in unserer Auffassung in die Entscheidung mit einfließen sollten. Kita ‚Alte Mauritzschule‘ Die Kindertageseinrichtung ‚Alte Mauritzschule‘ liegt in der Warendorfer Str. 66 und damit in unmittelbarer Nähe der neu zu bauenden Kindertageseinrichtung ‚Bohlweg‘. Seit dem Jahr 2012 betreibt der CVJM Münster die Übergangskita ‚Alte Mauritzschule‘, deren Betrieb zunächst nur bis zur Fertigstellung der neuen Kita am Merschkamp im Jahr 2013 geplant war. Bankverbindung: KD-Bank Dortmund, BIC GENODED1DKD Seite 1 von 4 Sozialwerk Iban DE 45 350 601 902 100 139 01 cvjmmünster Sozialwerk gGmbH Die große Nachfrage nach Kindertagesstättenplätzen im Innenstadtbereich hat dazu geführt, dass die Übergangskita bis zum heutigen Tage weitergeführt wird. Ohne dass wesentliche Umbaumaßnahmen erfolgten, betreuen hier seither unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine U3-Gruppe und eine U3-Gruppe im Rahmen einer 2- gruppigen Kindertageseinrichtung. Die Sondergenehmigung des Landesjugendamtes ist zunächst bis 2016 befristet — ob eine Verlängerung möglich sein wird, ist bisher nicht geklärt. Wir sind sehr dankbar, dass es gelungen ist, ein Team zusammenzustellen, dass mit großer Begeisterung in dieser besonderen Situation eine Arbeit gestaltet, die auch die Eltern die Übergangssituation der Kita ‚Alte Mauritzschule‘ akzeptieren lässt. Zwar wurde dem Team und den Eltern zwischenzeitlich von Seiten des Jugendamtes mitgeteilt, dass es nach 2016 auf jeden Fall weitergeht — konkrete Lösungsansätze sind aber im Moment noch nicht vorhanden. Das führt auch zu einer Unsicherheit bei Eltern und Team. Die Übernahme der Trägerschaft der Kita ‚Bohlweg‘ durch den CVJM Münster würde somit diese städtische Zusage absichern - auch wenn eine Weiterführung der Übergangskita ‚Alte Maurtizschule‘ bis zur Fertigstellung eines Neubaus von Seiten des Landesjugendamtes nicht genehmigt würde. Ersatzbau für die Kita ‚Alte Mauritzschule‘ Zwischenzeitlich ist von Seiten der Stadt die Entscheidung gefallen, dass die Sanierung der Alten Mauritzschule und die Bebauung des dazu gehörenden Geländes von der Wohn- und Stadtbau geplant und realisiert werden soll. Allerdings ist hier aufgrund der starken Arbeitsbelastung der Wohn- und Stadtbau nicht mit einer Planung vor 2016 zu rechnen. Dies würde zu einem frühesten Baustart 2017 und zu einer frühesten Fertigstellung 2018 führen. Sollte die Genehmigung des Landesjugendamtes erfolgen, dass die Überganskita an dieser Stelle bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung weiterbetreiben werden darf, so ist der CVJM Münster als Träger dazu bereit, ohne weitere bauliche Veränderungen seine Arbeit in den bisherigen Räumlichkeiten - und damit sehr kostengünstig fortzuführen. Durch die Vergabe der Trägerschaft der Kindertageseinrichtung ‚Bohlweg‘ an den CVJM Münster erhält die Stadt den Spielraum, bis zur Fertigstellung der Kita ‚Bohlweg‘ im Frühjahr 2017 den Fortbestand der Notkita ‚Alte Mauritzschule‘ in Ruhe zu klären. Seite 2 von 4 - 19.09.2015 cvjmmünster Sozialwerk gGmbH Kindertageseinrichtung ‚Bohlweg‘ - ‚Alte Mauritzschule‘ als Verbundeinrichtung Die Kindertageseinrichtung ‚Bohlweg' ist als 2-Gruppen-Einrichtung geplant. Im KiBiz sind 2- Gruppen-Einrichtungen tendenziell schwieriger zu führen als größere Einheiten. Inhaltlich sind die Synergie-Effekte einer Verbundeinrichtung groß. Sie dienen den Angeboten und damit den betreuten Kindern und den Familien. Der CVJM Münster sieht daher eine Chance, bei einer Zusage der Trägerschaft für die neue Kita ‚Bohlweg' die beiden in unmittelbarer Nähe liegenden Innenstadtkitas als Verbundeinrichtung unter einer für diese Aufgabe freigestellten Leitung zu betreiben. Zusammen mit der Notkita ‚Alte Mauritzschule‘ würde so für die Übergangszeit ein Verbund aus insgesamt 4 Gruppen entstehen, für die Zeit nach Fertigstellung der neu zu bauenden Kita ‚Alte Mauritzschule‘, die — so unsere bisherigen Informationen - als 3-Gruppen- Einrichtung geplant wird, ein Verbund aus 5 Gruppen. Beides sind Einheiten, die jeweils die Freistellung einer Leitung garantieren und die zum Wohle der betreuten Kinder und wirtschaftlich gut zu führen sind. Durch einen Verbund der beiden Innenstadtkitas wird eine aus organisatorischer und fachlicher Sicht sinnvolle Verbundeinheit geschaffen, die Kindern und Familien optimal dient. Konzeption Der CVJM Münster e.V. ist mit seinen Kindertageseinrichungen ‚Alte Mauritzschule‘, ‚Anne- Jakobi-Haus‘, ‚Auf dem Dorn‘, Janusz-Korczak-Haus‘ und ‚Johannes-Busch-Haus‘ in der Stadt Münster bekannt. Unsere Einrichtungen arbeiten grundsätzlich nach einem teiloffenen Konzept. Es ist uns aber wichtig, dass die einzelnen Teams unter Berücksichtigung der Bedarfe von Kindern und Familien in den verschiedenen Stadtteilen sehr differenzierte Konzeptionen erstellen. Der CVJM Münster ist ein ökumenischer, christlicher Träger. Unsere Arbeit ist darum immer von den christlichen Grundgedanken geprägt, eine Mitgliedschaft von Eltern und Kindern in einer Kirche ist jedoch keine Voraussetzung und spielt im Rahmen der Vergabe von Kindertagesstättenplätzen keine Rolle. Seite 3 von 4 - 19.09.2015 cvjmmünster Sozialwerk gGmbH Die Bedarfe der Familien haben bei uns höchste Priorität. Öffnungszeiten werden so festgelegt, dass alle Eltern die Betreuungszeiten erhalten, die sie aufgrund ihrer beruflichen Gegebenheiten benötigen. An dem Modellversuch ‚Extrazeit‘ hat der CVJM von Anfang an teilgenommen. Dieser Bewerbung legen wir die Konzeption der Einrichtung ‚Alte Mauritzschule‘ als ein Beispiel bei, das bei einem Betrieb der beiden genannten Einrichtungen als Verbund-Kita als Grundlage dienen und entsprechend weiter entwickelt würde. Trägeranteil Der CVJM Münster e.V. ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein auf Stadtebene, der keinerlei Zuschüsse aus Kirchensteuermitteln oder von anderer Seite zu seiner Grundfinanzierung erhält. In den Möglichkeiten zur Finanzierung von Trägeranteilen sind wir daher sehr begrenzt und auf Fundraising und Stiftungsmittel angewiesen. Wir können daher für den Betrieb der Kita ‚Bohlweg‘ dauerhaft einen Trägeranteil von 1% bieten. u. Stephan Degen, Geschäftsführer Seite 4 von 4 - 19.09.2015
Anlage 4.0 Deckblatt Educcare
46 Zeichen
Anlage 4 Bewerbungs- unterlagen Educcare
Anlage 3.0 Deckblatt DRK
41 Zeichen
Anlage 3 Bewerbungs- unterlagen DRK
Anlage 3.3 Angebot DRK Bohlweg
1825 Zeichen
Deutsches Rotes Kreuz zum Menschen. DRK Münster Sozialwerk gemeinnützige GmbH Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk Stadt Münster FIEFOE Amt für Kinder, Jugendliche und Familien gemeinnützige GmbH Frau Anna Pohl Zumsandestraße 25/27 Hafenstraße 30 48145 Münster 48127 Münster Tel. 0251 37880 Fax 0251 37 8855 www.DRK-muenster.de info@DRK-muenster.de Geschäftsführerin Gudrun Sturm Münster, den 24.9.2015 Tel. 0251 / 37 88.27 Fax 0251 / 37 8855 9.sturm@DRK-muenster.de Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung j in Münster-Mitte, Bohlweg Yorsitzender des Angebot zur Übernahme der Trägerschaft ufsichtsrates: Werner Kampmann Ihr Zeichen: 51 12 0011 Handelsregister HRB 14637 Amtsgericht Münster Sehr geehrte Frau Pohl, IBAN DEO4 400501500000551432 BIC für Ihr Interesse an unserer Bewerbung und das freundliche Gespräch WELADEDIMST am 01.09.2015 herzlichen Dank. Die DRK Münster Sozialwerk gGmbH ist gerne bereit, die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung Münster-Mitte, Bohlweg, zu übernehmen und einen Trägeranteil von 2,5 % zu leisten. Am Standort der Kindertageseinrichtung Bohlweg beabsichtigen wir zudem zukünftig eine Seniorenwohngruppe für Demenzkranke im „Erpho-Bogen" zu betreiben. Beide Angebote würden sich in einem Gebäude befinden und hervorragende Synergieeffekte wie z. B. Seniorensportangebote in der Mehrzweckhalle der Kindertageseinrichtung und generationsübergreifende Projekte zu Ernährungs- und Gesundheitsthemen, für Senioren, Eltern und Kinder zulassen. Für dieses Vorhaben liegt uns exklusiv ein Letter of Intent des Investors CM Immobilien-Entwicklung GmbH vor. Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung Geschäftsführerin Anlage: päd. Konzeption Kindertageseinrichtung Bohlweg
Beschlussvorlage
41054 Zeichen
1
V/0787/2015
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Betrifft
Trägerausschreibung für die Kindertageseinrichtungen an der Malteserstraße (Hiltrup), Bohlweg
(Innenstadt) und Josef-Beckmann-Straße (Kinderhaus)
Beratungsfolge
17.11.2015 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung
17.11.2015 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung
19.11.2015 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung
02.12.2015 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung
09.12.2015 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung
16.12.2015 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaften für die oben genannten Kindertagesein-
richtungen wie folgt (siehe Begründung zu Ziffer 3):
1.1. Dem Kinder- und Jugendhilfeträger OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe
gGmbH wird die Betriebsträgerschaft für die fünfgruppige Kindertageseinrichtung an der
Malteserstraße im Stadtbezirk Hiltrup übertragen.
Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im August 2017.
1.2. Dem Kinder- und Jugendhilfeträger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH
(DRK) wird die Betriebsträgerschaft für die zweigruppige Kindertageseinrichtung am Bohl-
weg im Stadtbezirk Innenstadt übertragen.
Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im ersten Halbjahr 2017.
1.3. Dem Kinder- und Jugendhilfeträger Arbeiter-Samariter-Bund, Regionalverband Müns-
terland e.V. (ASB) wird die Betriebsträgerschaft für die viergruppige Kindertageseinrich-
tung an der Josef-Beckmann-Straße im Stadtbezirk Kinderhaus übertragen.
Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im Februar 2017.
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinba-
rungen entsprechend der nachfolgenden Punkte getroffen:
Vorlagen-Nr.:
V/0787/2015
Auskunft erteilt:
Frau Eschert, Herr Philipp,
Frau Kratz-Trutti
Ruf:
492-5616
E-Mail:
EschertM@stadt-muenster.de
Datum:
28.10.2015
Öffentliche Beschlussvorlage
2
V/0787/2015
2.1. Für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße werden vertragliche Regelungen zur
Trägerschaft (Leistungsvereinbarung) zwischen dem Träger OUTLAW Gesellschaft für Kinder-
und Jugendhilfe gGmbH und der Stadt Münster getroffen.
Mietvertragliche Regelungen werden zwischen der Stadt Münster (Vermieter) und dem Träger
OUTLAW Gesellschaft für Kinder- Jugendhilfe gGmbH (Mieter) getroffen.
2.2. Für die Kindertageseinrichtung am Bohlweg werden vertragliche Regelungen zur Träger-
schaft (Leistungsvereinbarung) zwischen dem Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozial-
werk gGmbH und der Stadt Münster getroffen.
Mietvertragliche Regelungen werden zwischen dem Investor CM Wohnwerte Bohlweg GmbH
Co. KG (Vermieter) und dem Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH (Mie-
ter) getroffen.
2.3. Für die Kindertageseinrichtung an der Josef-Beckmann-Straße werden vertragliche Rege-
lungen zur Trägerschaft (Leistungsvereinbarung) zwischen dem Träger Arbeiter-Samariter-
Bund, Regionalverband Münsterland e.V. und der Stadt Münster getroffen.
Mietvertragliche Regelungen werden zwischen den Eheleuten Heike und Norbert Siemann
(Vermieter) und dem Träger Arbeiter-Samariter-Bund, Regionalverband Münsterland e.V. (Mie-
ter) getroffen.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den B e-
triebskostenzuschüssen)
Zu 1. Betriebsträgerschaft für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße/OUTLAW
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße betragen auf der Grund-
lage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen
für August bis Dezember 2017 = 389.000,00 €
für 2018ff. = 939.300,00 €
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf:
Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. Anteil
BKZ gesamt Gesamt
Land Stadt Gesamt, ge-
setzlicher
Trägeranteil
Angebot Stadt
(Erforderlicher
Zuschuss)
1 2 3 4 5 6 7
Outlaw 91,00% 36,00 % 55,00 % 9,00% 3,25% 5,75% 60,75%
August-Dezember 2017 2018
Träger Trägeranteil Städtischer
Anteil
gesamt
Trägeranteil Städtischer
Anteil BKZ
gesamt
Angebot Stadt (erfor-
derlicher
Zuschuss)
Angebot Stadt (erfor-
derlicher Zu-
schuss)
5 6 7 5 6 7
Outlaw 12.642,50 € 22.367,50 € 236.317,50 € 30.527,25 € 54.009,75 € 570.624,75 €
3
V/0787/2015
Zu 2. Betriebsträgerschaft für die Kindertageseinrichtung am Bohlweg/DRK
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Bohlweg betragen auf der Grundlage der unter
Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen
für 2017ff. = 380.050,00 €
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf:
Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. Anteil
BKZ gesamt Gesamt
Land Stadt Gesamt ge-
setzlicher
Trägeranteil
Angebot Stadt
(Erforderlicher
Zuschuss)
1 2 3 4 5 6 7
DRK 91,00% 36,00% 55,00% 9,00% 2,50% 6,50% 61,50%
2017
Träger Trägeranteil Städtischer
Anteil
gesamt
Angebot Stadt (erfor-
derlicher
Zuschuss)
5 6 7
DRK 9.501,25 € 24.703,25 € 233.730,75 €
Zu 3. Betriebsträgerschaft für die Kindertageseinrichtung an der Josef-Beckmann-Straße/ASB
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Josef -Beckmann-Straße betragen auf der
Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen
für März bis Dezember 2017 = 615.800,00 €
für 2018ff. = 738.100,00 €
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf:
Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt. Anteil
BKZ gesamt Gesamt
Land Stadt Gesamt ge-
setzlicher
Trägeranteil
Angebot Stadt
(Erforderlicher
Zuschuss)
1 2 3 4 5 6 7
ASB 91,00% 36,00% 55,00% 9,00% 4,00% 5,00% 60,00%
März – Dezember 2017 2018
Träger Trägeranteil Städtischer
Anteil
gesamt
Trägeranteil Städtischer
Anteil BKZ
gesamt
Angebot Stadt (erfor-
derlicher
Zuschuss)
Angebot Stadt (erfor-
derlicher Zu-
schuss)
5 6 7 5 6 7
ASB 24.632,00 € 30.790,00 € 369.480,00 € 29.524,00 € 36.905,00 € 442.860,00 €
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung
Die o. g. Sachentscheidung wird durch freiwillige städtische Zuschüsse (FwZ) zum Trägeranteil an
den Betriebskosten wie folgt finanziert:
4
V/0787/2015
Teilergebnisplan - Aufwendungen
Nr. Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 0601 Förderung von Kindern in T a-
gesbetreuung
Zeile 15 Transferaufwendungen
1.1 FWZ Kita Malteserstraße 2017
2018ff.
22.370
54.000
1.2 FWZ Kita Bohlweg 2017ff. 24.700
1.2 FWZ Kita Josef-Beckmann-Str. 2017
2018ff.
30.790
36.900
Insgesamt 2017
2018ff.
77.860
115.600
193.460
Die notwendigen Aufwandsermächtigungen sind in der Haushaltsplanung vorgesehen.
Begründung:
1. Ausgangslage
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser drei neuen Kindertagesein-
richtungen beschlossen:
Malteserstraße: Vorlage V/0036/2015
Bohlweg: Vorlage V/0626/2014 und V/0626/2014/1
Josef-Beckmann-Straße: Vorlage V/0955/2014 und V/0955/2014/1
Diese Kindertageseinrichtungen beginnen zunächst mit folgenden Gruppen.
Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße
3 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1)
1 Gruppe für je 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2)
1 Gruppe für je 20 Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3)
Kindertageseinrichtung am Bohlweg
1 Gruppe für je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1)
1 Gruppe für je 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2)
Kindertageseinrichtung an der Josef-Beckmann-Straße
2 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1)
1 Gruppe für je 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2)
1 Gruppe für je 20 Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3)
Die jeweiligen Gruppenstrukturen werden auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden
Rahmenstrukturen bedarfsgerecht weiterentwickelt.
Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls e lterliche
Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit Übermittag s-
betreuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten.
5
V/0787/2015
Im Rahmen der oben genannten Errichtungsbeschlüsse hat der Rat der Stadt Münster beschlos-
sen, die Trägerschaft für diese Einrichtungen an geeignete freie Träger der Kinder- und Jugendhil-
fe zu vergeben.
Im Rahmen der Trägerausschreibung wurden die Träger darauf hingewiesen, dass abhängig von
den Bedarfen, Angebote des Modellprojektes ExtraZeit zu prüfen sind, um so den Eltern die Mög-
lichkeit zu geben, flexible Öffnungszeiten der KiTa wahrzunehmen.
2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft
Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem.
§ 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 21.07.2015 über die Pla-
nungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtungen und über das Ausschreibungsverfah-
ren für die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 21.08.2015 ihr Interesse an einer
Übernahme der Trägerschaft mitzuteilen. Diesbezüglich erfolgte eine Pressemitteilung am
24.07.2015. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 01.09.2015 und
04.09.2015 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 ge-
nannten Kriterien dar.
Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 25.09.2015.
Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer
Reihenfolge):
Arbeiter-Samariter-Bund, Regionalverband Münsterland e.V., Gustav-Stresemann-Weg 62,
48155 Münster
○ für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße, Hiltrup
○ für die Kindertageseinrichtung an der Josef-Beckmann-Straße, Kinderhaus
Christlicher Verein junger Menschen Münster Sozialwerk gGmbH, Merschkamp 23, 48155
Münster
○ für die Kindertageseinrichtung am Bohlweg, Innenstadt
Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH, Zumsandestraße 25/27, 48145 Münster
○ für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße, Hiltrup
○ für die Kindertageseinrichtung an der Josef-Beckmann-Straße, Kinderhaus
○ für die Kindertageseinrichtung am Bohlweg, Innenstadt
Educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH, Alter Markt 36-42, 50667 Köln
○ für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße, Hiltrup
OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH, An der Germaniabrauerei 6-8,
48159 Münster
○ für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße, Hiltrup
3. Trägerauswahl
3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag
Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die den Anlagen 1-5 zu entnehmen
sind.
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche an Hand der nachfolgen-
den Kriterien geführt.
6
V/0787/2015
Kriterium: Referenzen der Träger bezüglich vergleichbarer Einrichtungen
Erfahrungen des Trägers auf dem Gebiet der Kindertagesbetreuung
Betrieb von Kindertageseinrichtungen durch den Träger
Durch die gesetzlichen Vorgaben des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) müssen Träger hohe Anfor-
derungen im Rahmen der Kindertagesbetreuung erfüllen. Die Kenntnis der Anforderungen an
frühkindliche Pädagogik, das Vorhalten von qualifizierter Fachberatung und die Flexibilität zwi-
schen mehreren Einrichtungen (z. B. Personalflexibilisierung bei Ausfallzeiten etc.) sind heute
wichtige Voraussetzungen, um diese gesetzlichen Standards erfüllen zu können. Für den Betrieb
einer Einrichtung ist das Vorhalten aktueller Referenzeinrichtungen deshalb ein wesentliches Krite-
rium.
Bei Trägern, die bereits Kitas in Münster betreiben, liegen zusätzlich Rückmeldungen von Eltern
vor. Erfahrungen in der Kooperation mit dem Träger liegen dem öffentlichen Jugendhilfeträger
ebenfalls vor.
Kriterium: Fachliches Konzept:
Fachliche Konzepte für die Kindertagesbetreuung,
Aussagen zu flexiblen Kindertagesbetreuungsangeboten
Fachliche Konzepte, die sich an aktuellen gesellschaftlichen Erfordernissen und einem umfassen-
den Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag ausrichten, sind Grundvoraussetzung für den
Betrieb einer Einrichtung.
Aussagen wie z.B. zu Möglichkeiten von flexiblen Kindertagesbetreuungsangeboten oder aber
Erfahrungen eines Trägers in diesem Bereich ermöglichen Eltern eine bessere Vereinbarkeit von
Familie und Beruf und fließen als Entscheidungskriterium mit ein.
Kriterium: Einbeziehung der Stadtteilakteure und ihrer Ressourcen:
Bereitschaft, die Arbeit an den Bedürfnissen der Kinder und Eltern im Sozialraum unter Berüc k-
sichtigung und Einbeziehung vorhandener Infrastrukturangebote auszurichten,
Kooperationsbezüge und Vernetzungsbestrebungen im Stadtteil, und zu anderen Profess ionen
( z.B. Grundschulen, Gesundheitswesen u.a. ),
Einbeziehung gewachsener Strukturen und anderer Anbieter aus dem Stadtteil,
Bedarfsgerechte und abgestimmte Weiterentwicklung der stadtteilbezogenen Angebote
Bereits vorhandene räumliche Bezüge zu bestehenden Einrichtungen ermöglichen die Nutzung
von Synergien, die die Wirtschaftlichkeit einer Einrichtung erhöhen (siehe auch Wirtschaftlichkeit).
Stadtteilbezogene Angebote werden bedarfsgerecht ausgebaut und weiterentwickelt, wenn die
Akteure des Stadtteils sich hierzu entsprechend regelmäßig vernetzen. Vernetzung kann u.a. in
Stadtteilarbeitskreisen oder auch Familienzentren erfolgen.
Bereits vorhandene Erfahrungen in der Konzeptentwicklung von Kitas zu Familienzentren verdeut-
lichen ergänzend ein hohes Interesse im Bereich der Vernetzung.
Kriterium: Wirtschaftlichkeit:
verbindliche Aussagen über den zu erwartenden Trägeranteil für den Betrieb der Einrichtung.
Unter dem aktuellen Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit des Haushaltes der Stadt Müns-
ter sind Aussagen zur Höhe des zu erwartenden Trägeranteiles ein Kriterium zur Entscheidung für
einen Träger.
Daneben entstehen Synergien in diesem Bereich bei Trägern, die mehrere Kitas in Münster betrei-
ben. Dann können beispielsweise gemeinsame Fortbildungen und Fachberatungen der Erzieher
vor Ort stattfinden. Im Krankheitsfall von Erziehern können hohe Vertretungskosten vermieden
werden (KiBiz-Budget). Personal kann flexibel eingesetzt werden. Vorhandene Synergien können
finanziell einen Ausgleich zu nominal höheren Trägeranteilen bieten.
7
V/0787/2015
Kriterium: Migration:
Bereitschaft, die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund im pädagogischen Alltag zu
begleiten,
Aussagen zu den konzeptionellen und inhaltlichen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Ki n-
dern und Eltern mit Migrationshintergrund,
Aussagen zu personellen und sprachlichen Ressourcen und der Zusammenarbeit mit Kooper a-
tionspartnern zum Thema Migration
Der Zuzug von Migranten stellt auch an Träger von Kindertageseinrichtungen besondere Anforde-
rungen. Sprachliche Barrieren müssen gemeistert werden, schnelle und kompetente Betreuungs-,
Beratungs- und Unterstützungsmaßnahmen erarbeitet und ein bestehendes oder zu entwickelndes
Netzwerk etabliert werden. Träger, die bereits Erfahrungen, Konzepte und Personal für dieses
Segment haben, können qualifiziert und gut auf den Bedarf reagieren
8
V/0787/2015
3.2. Detaillierte Übersicht über die trägerbezogene Kriterienerfüllung
Arbeiter Samariter Bund Regionalverband Münsterland e.V.
Bewerbung für Malteserstraße und Josef-Beckmann-Straße
1. Kriterium:
Referenzen
2. Kriterium:
Fachliches Konzept
3. Kriterium:
Synergien im Stadtteil
4. Kriterium:
Wirtschaftlichkeit
5. Kriterium:
Migration
Kitas in Münster
Bisher keine Kita in
Münster
Der ASB ist in ande-
ren Regionen als
Kitaträger bekannt.
Rückmeldungen der
Eltern
Keine, da in Münster
noch nicht tätig
Kooperation mit der
Stadt Münster
Keine Referenzen im
Kitabereich, da in
Münster nicht als
Träger tätig
Gute Erfahrung in
anderen Bereichen in
der Zusammenarbeit
mit der Stadt Münster
Fachliche Ausrichtung
Alle fachlichen Anforderungen
werden im Konzept darge-
stellt. Der Träger will die ASB
Fachberatung anderer Regio-
nen zum Aufbau der Kita in
Anspruch nehmen.
Öffnungszeiten
Regelöffnungszeiten:
7:30-17:00 Uhr
Randzeiten und flexible Ang e-
bote
6:30-20:00 Uhr nach Abspra-
che für eine Gruppe von 10
Kindern möglich
Kooperation Kita und Schule
Kontakt mit Grundschulen und
Berufskollegs werden aufge-
baut
Kooperationsbezüge im Stadt-
teil und Einbeziehung ge-
wachsener Strukturen und
anderer Anbieter aus dem
Stadtteil
Josef-Beckmann-Straße: Der
ASB hat eine eigene Sozial-
station in Kinderhaus.
Weiterentwicklung der stadt-
teilbezogenen Angebote
Der ASB strebt eine Weiter-
entwicklung von Angeboten
an, er wird sich an Stadtteilar-
beitskreisen beteiligen.
Trägeranteil
4 % Malteserstraße
4 % Josef-Beckmann-Straße
Synergien durch
Bislang keine Kita in Münster,
als Träger anderer Maßnah-
men im Sozial- und Gesund-
heitsbereich in Münster be-
kannt
Der ASB unterhält Kitas in
anderen Städten.
Der ASB hat es sich zur Auf-
gabe gesetzt, bei der Integra-
tion anderer Kulturkreise aktiv
mitzuwirken.
Es liegen Erfahrungen durch
den Betrieb der Flüchtlingsun-
terkünfte in der Yorkkaserne
und Wartburgschule vor.
9
V/0787/2015
Christlicher Verein junger Menschen Sozialwerk gGmbH
Bewerbung für Bohlweg
1. Kriterium:
Referenzen
2. Kriterium:
Fachliches Konzept
3. Kriterium:
Synergien im Stadtteil
4. Kriterium:
Wirtschaftlichkeit
5. Kriterium:
Migration
Kitas in Münster
Vier Kitas
Rückmeldungen der
Eltern
Gute Rückmeldung
der Eltern
Kooperation mit der
Stadt Münster
Gute Erfahrungen in
Zusammenarbeit mit
der Stadt Münster
Fachliche Ausrichtung
Alle fachlichen Anforderungen
umfassend erfüllt,
Verbundeinrichtung mit Kita
Alte Mauritzschule denkbar
Öffnungszeiten
Regelöffnungszeiten:
7:00-16:30 Uhr
Randzeiten und flexible Ang e-
bote
Teilnahme des CVJM am Mo-
dellprojekt ExtraZeit,
bedarfsorientierte Betreuung
wird umgesetzt
Kooperation Kita und Schule
Erfahrung in der Kooperation
mit der Grundschule St. Ma u-
ritz und verschiedenen B e-
rufskollegs.
Kooperationsbezüge im Stadt-
teil und Einbeziehung ge-
wachsener Strukturen und
anderer Anbieter aus dem
Stadtteil
Gut vernetzt durch die Kita
Alte Mauritzschule, bestehe n-
de Kooperationen im Stadtteil
mit Familienbildungszen trum,
Frühförderstelle, Schulen,
Mutterhaus der Franzis kane-
rinnen
Weiterentwicklung der stadt-
teilbezogenen Angebote
Träger hat bereits mehrere
umfangreiche Konzepte zur
Weiterentwicklung von Kitas
zu Familienzentren entw ickelt
und strebt weitere Entwicklu n-
gen oder Mitarbeit im Verbund
an.
Mitarbeit in Stadtte ilarbeits-
kreisen wird durchgeführt
Trägeranteil
1 % Bohlweg
Synergien durch
Gemeinsame Fortbildun-
gen für Erzieher und
Fachberatung vor Ort
Vermeidung hoher Vertr e-
tungskosten im Kran kheitsfall
von Erzieher/ -innen (KiBi z-
budgets) durch flexiblen Pe r-
sonaleinsatz
Erfahrungen und Konzeptio-
nen
Es liegen Erfahrungen durch
die Arbeit in Flüchtlingseinrich-
tungen und den Betrieb von
Jugendhäusern vor.
Außerdem wird in der Kita
Anne-Jakobi-Haus bilingual
(spanisch) gearbeitet.
10
V/0787/2015
Deutsches Rotes Kreuz Münster, Sozialwerk gGmbH
Bewerbung für Malteserstraße, Bohlweg und Josef-Beckmann-Straße
1. Kriterium:
Referenzen
2. Kriterium:
Fachliches Konzept
3. Kriterium:
Synergien im Stadtteil
4. Kriterium:
Wirtschaftlichkeit
5. Kriterium:
Migration
Kitas in Münster
Sechs Kitas
Rückmeldungen der
Eltern
Gute Rückmeldung
der Eltern
Kooperation mit der
Stadt Münster
Gute Erfahrungen in
Zusammenarbeit mit
der Stadt Münster
Fachliche Ausrichtung
Alle fachlichen Anforderungen
umfassend erfüllt,
Ausbau von Familienbildung,
Zusammenarbeit mit Pädquis
(einem pädagogischen Quali-
täts- Informationssystem)
Malteserstraße:
Konzept mit Reggiopädagogik
Bohlweg:
Vernetzung Altenarbeit und
Kita angestrebt
Öffnungszeiten
Regelöffnungszeiten:
07:00-17:00 Uhr
Randzeiten und flexible An ge-
bote
Träger bietet Modellprojet Ext-
raZeit und FlexiZeit an.
Diese Angebote sollen auch in
den neuen Einrichtungen reali-
siert werden (6:00-19:00 Uhr).
Schließzeiten bzw jährliche
Öffnungszeiten nach Abstim-
mung mit Elternbedarf
Kooperation Kita und Schule
Erfahrung in der Kooperation
Kooperationsbezüge im Stadtteil und
Einbeziehung gewachsener Struktu-
ren und anderer Anbieter aus dem
Stadtteil
Malteserstraße:
Synergien in Zusammenhang mit der
Kita Lummerland, dadurch vertreten
in der Stadtteilkonferenz
Vorhandene Zusammenarbeit mit
Träger 37 Grad
Bohlweg:
Kooperation mit Seniorenwoh nheim;
passgenaue Bildungsang ebote für
Familien sollen geschaffen werden
Josef-Beckmann-Straße:
Kooperation mit Beratung sstellen
werden angestrebt
Weiterentwicklung der stadtteilbezo-
genen Angebote
Träger hat bereits mehrere umfan g-
reiche Konzepte zur Weiterentwic k-
lung von Kitas zu Familienzentren
entwickelt und strebt weitere En t-
wicklungen oder Mitarbeit im Ve r-
bund an
Mitarbeit in Stadtteilarbeit skreisen
wird durchgeführt
Trägeranteil
2,5 % Malteserstraße
2,5 % Bohlweg
1,0 % Josef-Beckmann-
Straße
Synergien durch
Gemeinsame Fortbil-
dungen für Erzieher
und
Fachberatung vor Ort
Vermeidung hoher Ve r-
tretungskosten im Kran k-
heitsfall von Erzieher/ -
innen (KiBizbudgets)
durch flexiblen P ersonal-
einsatz
Erfahrungen und Konzeptio-
nen
Personal zur Sprachförderung
ist vorhanden (auch Gebär-
densprache)
Es bewerben sich auch Men-
schen mit Zuwanderungsge-
schichte beim DRK, dadurch
multikulturelle Erzieherteams.
Das DRK beteiligt sich am
Programm Grenzgänger und
hat FSJler mit Migrationshin-
tergrund.
Das DRK hat die Kinder-
schutzambulanz in eigener
Trägerschaft und ein Autis-
muszentrum und kann beson-
dere Bedarfe hierdurch abde-
cken.
11
V/0787/2015
Educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH
Bewerbung für Malteserstraße
1. Kriterium:
Referenzen
2. Kriterium:
Fachliches Konzept
3. Kriterium:
Synergien im Stadtteil
4. Kriterium:
Wirtschaftlichkeit
5. Kriterium:
Migration
Kitas in Münster
Eine B etriebskita in
Münster (BASF)
Pädagogischer
Coach berät Kita
Rückmeldungen der
Eltern
Gute Rückmeldung
der Eltern
Kooperation mit der
Stadt Münster
Gute Erfahrungen in
Zusammenarbeit mit
der Stadt Münster in
Zusammenhang mit
der bestehenden be-
trieblichen Kita
Fachliche Ausrichtung
Alle fachlichen Anforderungen
umfassend erfüllt
Öffnungszeiten
45 h wöchentliche Öffnungs-
zeit wird angeboten, Erhöhung
auf 50 h wöchentlich wird mit
Elternbedarfen geprüft
Randzeiten und flexible Ang e-
bote
flexible Betreuung, sofern
Qualitätsstandards eingehal-
ten werden
Kooperation Kita und Schule
Erfahrung in der Kooperation
Kooperationsbezüge im Stadt-
teil und Einbeziehung ge-
wachsener Strukturen und
anderer Anbieter aus dem
Stadtteil
Kooperationen mit Stiftung
Kriminalprävention und Kon-
flikttraining, bestehende Ko-
operation mit Schulen und
Vereinen im Stadtteil, sowie
Universität
Weiterentwicklung der stadt-
teilbezogenen Angebote
Träger strebt die weitere Ent-
wicklung von Kooperationen
im Stadtteil an
Trägeranteil
1 % Malteserstraße
Synergien
Gemeinsame Fortbildungen
für Erzieher
Räumliche Nähe zu bestehen-
der Kita in Hiltrup, dadurch
Personal- und auch Erfah-
rungsaustausch an diesem
Standort möglich
Erfahrungen und Konzeptio-
nen
Träger arbeitet mit einem
Sprachförderprogramm und
hat damit gute Erfahrungen
gemacht
Kulturelle Feste und Feste der
Begegnung werden initiiert
Gespräche mit Dolmetschern,
Elterngespräche werden in
Muttersprache angestrebt
12
V/0787/2015
Outlaw Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH
Bewerbung für Malteserstraße
1. Kriterium:
Referenzen
2. Kriterium:
Fachliches Konzept
3. Kriterium:
Synergien im Stadtteil
4. Kriterium:
Wirtschaftlichkeit
5. Kriterium:
Migration
Kitas in Münster
Fünf Kitas zzgl. neue
Kita Hensenstraße
Gievenbeck
Rückmeldungen der
Eltern
Gute Rückmeldung
der Eltern
Kooperation mit der
Stadt Münster
Gute Erfahrungen in
Zusammenarbeit mit
der Stadt Münster
Fachliche Ausrichtung
Alle fachlichen Anforderungen
umfassend erfüllt
Öffnungszeiten
Regelöffnungszeiten
7:00-17:00 Uhr
Randzeiten und flexible Ang e-
bote
Ganzjährige bedarfsgerechte
Öffnung,
Träger bietet Modellprojekt
ExtraZeit und FlexiZeit an
Diese Angebote sollen auch in
der neuen Einrichtung reali-
siert werden. (6:00-19:00 Uhr)
Kooperation Kita und Schule
Erfahrung in der Kooperation
Dokumentation und Gesta l-
tung von Übergängen
Kooperationsbezüge im Stadt-
teil und Einbeziehung ge-
wachsener Strukturen und
anderer Anbieter aus dem
Stadtteil
Träger will sich aktiv beteiligen
und verweist auf die gute K o-
operation in Wolbeck und a n-
deren Stadtteilen
Weiterentwicklung der stadt-
teilbezogenen Angebote
Träger hat bereits mehrere
umfangreiche Konzepte zur
Weiterentwicklung von Kitas
zu Familienzentren entw ickelt
und strebt weitere Entwicklu n-
gen oder Mitarbeit im Verbund
an
Mitarbeit in Stadtteilarbeit s-
kreisen wird durchgeführt
Trägeranteil
3,25 % Malteserstraße
Synergien durch
Gemeinsame Fortbildun-
gen für Erzieher und
Fachberatung vor Ort
Vermeidung hoher Vertr e-
tungskosten im Kran kheitsfall
von Erzieher/ -innen (KiBi z-
budgets) durch flexiblen Pe r-
sonaleinsatz
Erfahrungen und Konzeptio-
nen
Mehrsprachigkeit des Teams
liegt vor. Migration ist in allen
Kitas in Münster tägliche Pra-
xis
Insbesondere das Thema
Trauma wird von Outlaw bear-
beitet. Hier können Synergien
durch die Zusammenarbeit mit
der Outlaw Koordinierungs-
stelle für Flüchtlinge in Osnab-
rück genutzt werden.
Breites Erfahrungsspektrum
durch die Betreuung Jugendli-
cher Migranten in Sprakel und
Wolbeck vorhanden
- 13 -
V/0787/2015
3.2.1. Analyse der Wirtschaftlichkeit
Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb
einer Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Ei n-
richtungen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt.
Kita an der Malteserstraße
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote:
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden
Tabelle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für
den gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskosten-
zuschuss + freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten
Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt.
Anteil BKZ
gesamt
Gesamt
Land Stadt Gesamt,
gesetzlicher
Trägeranteil
Angebot Stadt
(erforderlicher
Zuschuss)
1 2 3 4 5 6 7
ASB
91,0% 36,0 % 55,0 % 9,0%
4,00% 5,00% 60,00%
OUTLAW 3,25% 5,75% 60,75%
DRK 2,50% 6,50% 61,50%
Educcare 1,00% 8,00% 63,00%
Die jährlichen Betriebskosten für Kindertageseinrichtung Malteserstraße betragen ab 2018ff.
939.300,00 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf:
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ
Jährliche Kosten ab 2018 ff
Träger Trägeranteil Städtischer
Anteil BKZ
gesamt
Angebot Stadt (FWZ)
% € % € % €
5 6 7
ASB 4,00% 37.572,00 5,0% 46.965,00 60,0% 563.580,00
OUTLAW 3,25% 30.527,25 5,75% 54.009,75 60,75% 570.624,75
DRK 2,50% 23.482,50 6,5% 61.054,50 61,5% 577.669,50
Educcare 1,00% 9.393,00 8,0% 75.144,00 63,0% 591.759,00
Rein rechnerisch bietet der Träger ASB mit 4% den höchsten Trägeranteil an, gefolgt von Outlaw
(3,25%) und dem DRK (2,5%). Den geringsten Trägeranteil bietet Educcare mit 1%. Zwischen den
zwei höchsten Angeboten von ASB und Outlaw liegt eine Differenz von 7.044,75 €.
Zusätzlich zum Trägeranteil sind erzielte Synergieeffekte der Träger zu berücksichtigen.
Synergieeffekte sind unter anderem bei der flexiblen Nutzung von Personal, insbesondere auch
bei kurzfristigem Personalausfall, sowie in der Nutzung von Fachberatung des Trägers vor Ort zu
sehen.
Bezogen auf die Kindertageseinrichtung Malteserstraße sind Synergien insbesondere durch die
räumliche Nähe folgender Träger gegeben:
- 14 -
V/0787/2015
- DRK Sozialwerk gGmbH zur bestehenden Trägerschaft der Kindertageseinrichtung Lummerland
in Hiltrup,
- Educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH zur bestehenden Betriebsträgerschaft der Kita
BASF in Hiltrup und
- OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH zur bestehenden Trägerschaft der
Kindertageseinrichtung OUTLAW Holtrode in Wolbeck.
Damit bieten die Träger
DRK Sozialwerk gGmbH,
Educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH und
OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH
umfangreiche Synergien durch bereits vorhandene Trägerschaften in Münster.
Kita am Bohlweg
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote:
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden
Tabelle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der Betrag für den gesam-
ten städtischen Zuschussanteil dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzu-
schuss + freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten
Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt.
Anteil BKZ
gesamt
Gesamt
Land Stadt Gesamt,
gesetzlicher
Trägeranteil
Angebot Stadt
(erforderlicher
Zuschuss)
1 2 3 4 5 6 7
DRK
91,00% 36,00 % 55,00 % 9,00%
2,5% 6,5% 61,5%
CVJM 1,0% 8,0% 63,0%
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Bohlweg betragen ab 2017ff.
380.050,00 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf:
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ
Jährliche Kosten ab 2017 ff
Träger Trägeranteil Städtischer
Anteil BKZ
gesamt
Angebot Stadt (FWZ)
% € % € % €
5 6 7
DRK 2,5% 9.501,25 6,5% 24.703,25 61,5% 233.730,75
CVJM 1,0% 3.800,50 8,0% 30.404,00 63,0% 239.431,50
Rein rechnerisch bietet der Träger DRK mit 2,5% den höchsten Trägeranteil an, gefolgt vom CVJM
mit 1,0%. Das entspricht einer Differenz von 5.700,75 €.
Zusätzlich zum Trägeranteil sind erzielte Synergieeffekte der Träger zu berücksichtigen.
- 15 -
V/0787/2015
Synergieeffekte sind unter anderem bei der flexiblen Nutzung von Personal, insbesondere auch
bei kurzfristigem Personalausfall, sowie in der Nutzung von Fachberatung des Trägers vor Ort zu
sehen.
Bezogen auf die Kindertageseinrichtung Bohlweg sind Synergien insbesondere durch die räumli-
che Nähe folgender Träger gegeben:
- DRK Sozialwerk gGmbH zur bestehenden Trägerschaft der Kindertageseinrichtung An der
Meerwiese in Coerde und
- Christlicher Verein junger Menschen Sozialwerk gGmbH zur bestehenden Trägerschaft der Ki n-
dertageseinrichtung in der Alten Mauritzschule.
Damit bieten die Träger
DRK Sozialwerk gGmbH und
Christlicher Verein junger Menschen Sozialwerk gGmbH
umfangreiche Synergien durch bereits vorhandene Trägerschaften in Münster.
Kita an der Josef-Beckmann-Straße
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote:
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden
Tabelle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der Betrag für den gesam-
ten städtischen Zuschussanteil dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzu-
schuss + freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten
Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt.
Anteil BKZ
gesamt
Gesamt
Land Stadt Gesamt,
gesetzlicher
Trägeranteil
Angebot Stadt
(erforderlicher
Zuschuss)
1 2 3 4 5 6 7
ASB
91,0% 36,0 % 55,0 % 9,0%
4,0% 5,0% 60,0%
DRK 1,0% 8,0% 63,0%
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Josef-Beckmann-Straße betra-
gen ab 2018ff. 738.100,00 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf:
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Ges amtanteil BKZ
Jährliche Kosten ab 2018 ff
Träger Trägeranteil Städtischer
Anteil BKZ
gesamt
Angebot Stadt (FWZ)
% € % € % €
5 6 7
ASB 4,0% 29.524,00 5,0% 36.905,00 60,0% 442.860,00
DRK 1,0% 7.381,00 8,0% 59.048,00 63,0% 465.003,00
Rein rechnerisch bietet der Träger ASB mit 4% den höchsten Trägeranteil an, gefolgt vom DRK mit
1,0%. Das entspricht einer Differenz von 22.143,00 €.
Zusätzlich zum Trägeranteil sind erzielte Synergieeffekte der Träger zu berücksichtigen.
- 16 -
V/0787/2015
Synergieeffekte sind unter anderem bei der flexiblen Nutzung von Personal, insbesondere auch
bei kurzfristigem Personalausfall, sowie in der Nutzung von Fachberatung des Trägers vor Ort zu
sehen.
Bezogen auf die Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße sind Synergien insbesondere
durch die räumliche Nähe des folgenden Trägers gegeben:
- DRK Sozialwerk gGmbH zur bestehenden Trägerschaft der Kindertageseinrichtung An der
Meerwiese in Coerde.
Damit bietet der Träger
DRK Sozialwerk gGmbH
umfangreiche Synergien durch bereits vorhandene Trägerschaften in Münster.
4. Gesamtbewertung
4.1. Kita an der Malteserstraße
Die Träger
Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH,
OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH und
Educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH
sind in Münster als Träger von Kindertageseinrichtungen bekannt und geschätzt. Sie haben um-
fangreiche Konzepte vorgelegt, die die hervorragende Tätigkeit darlegen.
Zusätzlich verfügen die Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH und OUTLAW
Gesellschaft für Kinder und Jugendhilfe gGmbH bereits über Erfahrungen im Bereich der flexiblen
Betreuung durch die Teilnahme an dem Modellprojekt ExtraZeit und FlexiZeit. Die Träger beteili-
gen sich in Kooperation mit dem Amt für Kinder, Jugendlic he und Familien an der Weiterentwic k-
lung der Kindertagesbetreuung in Münster.
Der Träger Arbeiter Samariter Bund, Regionalverband Münsterland e.V ist bislang nicht als
Träger von Kindertageseinrichtungen tätig, aber bekannt und geschätzt als Träger im Soz ial-
und Gesundheitswesen. Er unterhält Kitas in anderen Städten.
Wie unter 3.2. dargestellt bietet der Träger OUTLAW Gesellschaft für Kinder - und Jugendhilfe
gGmbH mit 3,25 % den zweithöchsten Trägeranteil in Verbindung mit umfassenden Synergien an.
Unter dem aktuellen Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit des Haushaltes der Stadt Müns-
ter ist dieser hohe Trägeranteil, in Verbindung mit den umfassend erfüllten Kriterien, entsche i-
dungsleitend für die Vergabe der Trägerschaft der Kita an der Malteserstraße.
4.2. Kita am Bohlweg
Die zwei Träger
Christlicher Verein junger Menschen Münster Sozialwerk gGmbH und
Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH
sind in Münster als Träger von Kindertageseinrichtungen bekannt und geschätzt. Sie haben um-
fangreiche Konzepte vorgelegt, die die hervorragende Tätigkeit darlegen. Sie beteiligen sich in
Kooperation mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien an der Weiterentwicklung der Kin-
dertagesbetreuung in Münster. Zusätzlich verfügen die Träger bereits über Erfahrungen im Bereich
der flexiblen Betreuung durch die Teilnahme an dem Modellprojekt ExtraZeit.
Der Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH fügt seiner Bewerbung ein en „let-
ter of intent“ des Vorhabenträgers CM Immobilien hinzu, in dem die CM Immobilien die Träge r-
schaft des Deutschen Roten Kreuz Münster empfiehlt. Diese Befürwortung des Investors kann
jedoch nicht als Kriterium für die Vergabe einer Einrichtung berücksichtigt werden.
- 17 -
V/0787/2015
Der Christliche Verein junger Menschen Münster Sozialwerk gGmbH verweist auf weitere Planu n-
gen im Zusammenhang mit dem Standort der Kita Alte Mauritzschule. Das Amt für Kinder, Jugend-
liche und Familien ist mit allen Beteiligten bezüglich ei ner weiteren Nutzung dieses Standortes im
Gespräch. Sobald dauerhafte Perspektivp lanungen für diesen Standort entscheidungsreif sind,
wird den politischen Gremien hierzu berichtet werden.
Der Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH bietet mit einem Trägeranteil
von 2,5% den höchsten Trägeranteil in Verbindung mit umfassenden Synergien an.
Unter dem aktuellen Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit des Haushaltes der Stadt Müns-
ter ist dieser hohe Trägeranteil, in Verbindung mit den umfa ssend erfüllten Kriterien, entsche i-
dungsleitend für die Vergabe der Trägerschaft der Kita am Bohlweg.
4.3. Kita an der Josef-Beckmann-Straße
Der Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH ist in Münster als Träger von Kin-
dertageseinrichtungen bekannt und geschätzt. Er hat umfangreiche Konzepte vorgelegt, die die
hervorragende Tätigkeit darlegen. Er beteiligt sich in Kooperation mit dem Amt für Kinder, Jugend-
liche und Familien an der Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung in Münster.
Der Träger Arbeiter -Samariter-Bund, Regionalverband Münsterland e.V. ist in Münster b ekannt
und geschätzt, jedoch bislang nicht im Kitabereich tätig. Er möchte sich neu an diesem Aufgabe n-
bereich beteiligen.
Der Träger Arbeiter Samariter Bund, Regionalverband Münsterland e.V. bietet einen Träge ranteil
von 4% an.
Unter dem aktuellen Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit des Haushaltes der Stadt Müns-
ter ist die hohe Differenz im Trägeranteil der beiden Bewerber entscheidungsleitend für die Verg a-
be der Trägerschaft der Kita an der Josef-Beckmann-Straße.
5. Fazit
Die Verwaltung schlägt daher abschließend vor,
dem Träger OUTLAW Gesellschaft für Kinder - und Jugendhilfe gGmbH die Träge r-
schaft für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße,
dem Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH die Trägerschaft für
die Kindertageseinrichtung am Bohlweg und
dem Träger Arbeiter Samariter Bund, Regionalverband Münsterland e.V. die Träger-
schaft für die Kindertageseinrichtung an der Josef-Beckmann-Straße
zu übertragen.
Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtungen ein Träger gefunden,
so dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden
können.
Das Verfahren zeigt das Interesse fre ier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser Stadt.
Gleichzeitig zeigt das Verfahren auch, dass neue Träger mit einem hohen Tr ägeranteil bereit sind,
sich zu engagieren.
Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem eine hohe Fachlichkeit der Träger, d ie sich a b-
schließend für eine Trägerschaft verbindlich beworben haben.
- 18 -
V/0787/2015
Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus fünf Bewerbern für drei Standorte unter Würd i-
gung der Fachlichkeit und Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Dabei ist nicht nur ein
Kriterium ausschlaggebend gewesen, sondern auch die standort- und trägerbezogene Auswertung
der Kriterien. Mit dem Vorschlag der Verwaltung wird weiterhin eine Trägervielfalt in Münster s i-
chergestellt.
I. V.
Gez.
Thomas Paal
Stadtrat
Anlagen: Bewerbungsschreiben und Konzeptunterlagen der Träger
1. Arbeiter Samariter Bund Regionalverband Münsterland e.V., Gustav-Stresemann-Weg 62,
48155 Münster
○ für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße, Hiltrup
○ für die Kindertageseinrichtung an der Josef-Beckmann-Straße, Kinderhaus
2. Christlicher Verein junger Menschen Münster, Merschkamp 23, 48155 Münster
○ für die Kindertageseinrichtung am Bohlweg, Innenstadt
3. Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH, Zumsandestraße 25/27, 48145 Münster
○ für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße, Hiltrup
○ für die Kindertageseinrichtung am Bohlweg, Innenstadt
○ für die Kindertageseinrichtung an der Josef-Beckmann-Straße, Kinderhaus
4. Educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH, Alter Markt 36-42, 50667 Köln
○ für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße, Hiltrup
5. OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH, An der Germaniabrauerei 6-8,
48159 Münster
○ für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße, Hiltrup
Anlage 1.3 Angebot ASB Josef-Beckm.-Str.
1575 Zeichen
222 Wirhelfen © NSY,
;:,hier-und jetzt:
Arbeiter-Samariter-Bund
Regionalverband
Münsterland e.V.
ASB-RV Münsterland e.V. - Gustav-Stresemann-Weg 62 : 48155 Münster
Stadt Münster Gustav-Stresemann-Weg 62
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 48155 Münster
Zentrale: 0251 / 2897 - 0
Hafenstraße 30 Fax: 0251 12897 - 219
48153 Münster Verwaltung: 0251/2897 - 100
» Fax: 0251 / 2897 - 119
Mail: info@asb-muenster.de
Internet: www,asb-muenster.de
Ihr Zeichen Unser Zeichen Telefon Durchwahl Datum
51 12 0022 0251-2897-301 22.09.2015
Sehr geehrte Damen und Herren,
bezugnehmend auf unser Gespräch vom 01.09.2015 teilen wir Ihnen verbindlich mit das wir
unser Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung
Kinderhaus Josef-Beckmann-Straße aufrechterhalten.
Für den Betrieb dieser Kindertageseinrichtung erklären wir verbindlich Trägeranteile von 4%
zu übernehmen.
Für Rückfragen steht Ihnen Frau Martina Brosch unter der oben genannten Durchwahl
gerne zur Verfügung.
Freundliche Grüße
irk Winter
Geschäftsführer
Bank für Sozialwirtschaft BIC: BFSWDE33XXX / IBAN: DE28 3702 0500 0007 2723 00
Sparkasse Münsterland-Ost BIC.: WELADED1MST / IBAN: DE67 4005 0150 0000 2903 38 D
Steuernummer: 336 / 5754 / 4041 - IK-Nummer: 500 552 690 MIGUEL Mm
Vorstand ($ 26 BGB): Andr& Weber (Vorstandsvorsitzender), Clemens Schröder (stellv. Vorsitzender), MIBARITATISCHEN
Ingo Schild (Technischer Leiter), Alexander Schmidt (Finanzvorstand), Dr. Thorsten Klüsener {Regionalverbandsarzt) Kerr
- eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Münster: VR 3984 -
Anlage 4.2 Konzept Educcare Malteserstr
60703 Zeichen
Kurzkonzept
educcare Bildungs- und Betreuungskonzept
Kurzfassung für Eltern
2
3
INHALT
1. educcare – Selbstverständnis und Verantwortung
1.1 Zweites Zuhause für Kinder und Eltern 8
1.2 Elementare Bildungseinrichtung 9
2. Erziehungs- und Bildungsziele
2.1 Definition und Verständnis 10
2.2 Schatzkiste der Kompetenzen 10
2.3 Klassische Bildungsbereiche 15
3. Wege zum Ziel
3.1 Wie Kinder die Welt erfassen 22
3.2 Methodisches Vorgehen 25
3.3 Exkurs – eine von vielen Möglichkeiten 29
4. Wege sicherstellen
4.1 educcare Bildungskindertagesstätten –
Qualität und Gewissheit 30
4.2 educcare als Träger –
Verbindlichkeit und Sicherheit 34
4.3 educcare und Eltern –
gemeinsam Verantwortung tragen 36
5. Dynamik der Konzeption 37
6. Kontakt und Verantwortlichkeiten 38
4
EIN KIND IST,
WAS IN IHM STECKT
5
EINIGE WORTE VORWEG
Kinder sind Forscher, Erfinder, Entdecker, Dichter, Musiker und Maler, Wortak-
robaten und Philosophen, Physiker und Mathematiker. Sie stellen eine Menge
an, ihren Wissensdurst zu stillen und stürzen sich mit Wagemut und einge-
schaltetem Turbo in das tägliche Abenteuer der Entd eckung ihrer Welt. Eine
Vorstellung von Ursache und Wirkung erhalten bereit s Säuglinge, wenn sie
eine Rassel durch Strampeln in Bewegung bringen. Wa hre Höchstleistungen
vollbringen sie, aus den unzähligen Lauten der ande ren sinnvolle Silben- und
Wortkombinationen zu erfinden. Vergnüglich kommenti eren sie Flugbahnen
und Fallgeschwindigkeiten, wenn sie Dinge durch die Gegend werfen. In ihren
Köpfen führen Versuch und Irrtum zu immer neuen Her ausforderungen.
Spielend sammeln sie Erkenntnisse in der Badewanne zu Schwimmen und
Sinken und - nicht immer zum Vergnügen der Erwachse nen - zur Wasserver-
drängung. Mit Leidenschaft nehmen sie einen Wecker auseinander oder
unterziehen die neue Puppe einer dringenden Operati on. Kinder lieben es,
Dinge in ihre Bestandteile zu zerlegen, sie zu unte rsuchen und aus ihren
Forschungsergebnissen überraschende und überzeugend e Schlussfolgerun-
gen zu ziehen. Sie demonstrieren uns täglich: „Hier bin ich und so ist die Welt!“
Und all dies tun sie ab ihrem ersten Schrei unabläs sig auf ihre ganz individuelle
Art und Weise – so vielfältig und unterschiedlich w ie Kinder nun mal sind.
Einfach nicht vergleichbar.
Dieses Bild vom Kind ist eine Herausforderung für u ns Erwachsene. Es
verlangt von uns, die Individualität eines jeden Ki ndes bedingungslos anzuer-
kennen und ihr gerecht zu werden. Wir müssen mit ih m ab Geburt auf die
rasante Entdeckungsreise gehen und gleichzeitig Lie be und Schutz gewähren,
damit es sich von den „Strapazen“ des Weltentdecken s immer wieder in
unseren Armen erholen kann.
Eine großartige und verantwortungsvolle Aufgabe für alle Beteiligten - für Eltern
und das educcare Team gemeinsam.
Mit dem vorliegenden educcare Bildungs- und Betreuu ngskonzept möchten wir
Ihnen unser Verständnis darlegen, welches Bild wir von den Kindern haben,
welche Bedeutung wir der frühkindlichen Bildung für eine glückliche und selbst-
bestimmte Zukunft beimessen und welche Verantwortun g wir für uns daraus
ableiten.
Damit wollen wir Sie bei der wichtigen Entscheidung unterstützen, ob educcare
der richtige Partner für Ihr einzigartiges Kind und Sie ist.
Hier bin ich und so
ist die Welt
6
1 EDUCCARE - SELBSTVERSTÄNDNIS UND VERANTWORTUNG
Kinder, Eltern, Erzieherinnen, engagierte Arbeitgeb er sowie innovative
Jugendämter stellen berechtigterweise hohe Anforder ungen an Kindertages-
stätten. Diese Anforderungen begründen unser Selbstverständnis:
educcare Bildungskindertagesstätten sind für Kinde r und Eltern ein
zweites Zuhause
sie verstehen sich als elementare Bildungseinricht ung
sie unterstützen Eltern partnerschaftlich bei der Erziehung und der
Vereinbarkeit von Beruf und Familie
sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Aufwert ung und
Weiterentwicklung des Erzieherinnenberufes
sie tragen gesellschaftspolitische / gemeindliche Verantwortung
Das den educcare Bildungskindertagesstätten zugrund eliegende Bildungs- und
Betreuungskonzept basiert auf dem aktuellen Stand d er Bildungsforschung und
der besten Praxis in nationalen und internationalen Kindertagesstätten. Dies
bedeutet, dass die Bestandteile des Konzeptes wisse nschaftlich gesichert und
in der Praxis erfolgreich erprobt sind. Theoretisch e Grundlagen bilden z. B.
aktuelle entwicklungspsychologische
und lerntheoretische Erkenntnisse aus
der Neurobiologie und Neurophysiologie sowie aus de n Erziehungswissen-
schaften.
Die Tatsache, dass Kinder zwischen 2.500 und 10.000 wache Stunden bis zur
Einschulung in der Tagesstätte verbringen und in ih ren ersten sechs
Lebensjahren vielfältige und in Teilen einmalige En twicklungsmöglichkeiten
und –chancen haben, unterstreicht die Notwendigkeit fundierter Praxis.
Wir verstehen die Vorschulzeit ausdrücklich als prä gende Bildungszeit und
schätzen sie in ihrer Bedeutung für das spätere Leb en und Lebensglück
mindestens ebenso hoch ein wie die darauf folgenden (Bildungs)Jahre.
Gerade vor dieser Bedeutung setzt sich educcare – u nterstützt von seinem Bei-
rat – für einen Zugang unabhängig von Herkunft, Ein kommen und Religion ein.
Hochwertige Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten müssen allen Kindern
offen stehen.
Die Tatsache, dass
Kinder bis zu 10.000
Stunden in der Tages-
stätte verbringen
unterstreicht die Not-
wendigkeit fundierter
Praxis
Hochwertige Bildungs-
und Entwicklungs-
möglichkeiten müssen
allen Kindern
zugänglich sein
7
Das educcare Konzept ist ein verbindlicher Orientie rungsrahmen für die
pädagogische Arbeit in der einzelnen educcare Bildu ngskindertagesstätte.
Damit wird Sicherheit für alle Beteiligten erzeugt – für Kinder und Eltern, für
Erzieherinnen und für den Träger.
Beispiele für die Verbindlichkeit sind die laufende Beobachtung und Dokumen-
tation der Entwicklung eines jeden Kindes, der kont inuierliche Austausch mit
den Eltern über die individuelle Entwicklung und di e pädagogischen Angebote
sowie auf Mitarbeiterseite regelmäßige Entwicklungs gespräche und intensive
Fort- und Weiterbildung.
Dem einzelnen engagierten educcare Bildungskinderta gesstättenteam wird
damit eine solide Basis für eine professionelle päd agogische Arbeit geschaffen.
Die Umsetzung und Ausgestaltung der Arbeit, d.h. An passung an die
spezifischen Gegebenheiten vor Ort, liegt bei eben diesem Team
. Damit
ermöglicht das Konzept den notwendigen Freiraum, de r genutzt werden kann
für Individualität, Flexibilität und Kreativität.
Zur Verwirklichung dieser Vorstellungen bedarf es – gemäss des partnerschaft-
lichen Verständnisses - von den beteiligten Eltern dreierlei:
des gemeinsamen aktiven Gestaltens mit dem educcar e Team
der umgehenden und offenen Rückmeldung, sofern etw as besonders gut
läuft oder verbessert werden kann
der anfänglichen Geduld, da wir hier gemeinsam etw as Neues aufbauen
und dies aufgrund der Komplexität seine Zeit benötigt
Ein verbindlicher
Orientierungsrahmen
bedeutet Sicherheit
für alle Beteiligten
8
1.1 Zweites Zuhause für Kinder und Eltern
Der Duft von Äpfeln, die Schmusedecke, auf einem Sc hoß einschlafen, Opas
Sessel, mit jemandem Gespenster vertreiben oder zum Mond fliegen, eine
Kissenschlacht, ein englisches Schlaflied, ein ital ienischer Reim, durchgekitzelt
werden, jemand, der zuhört, sich ein Loch in die Mü tze freuen, ein großer
Schokoladenmund, ein Platz für sich allein, trösten de Worte in mein Ohr
geflüstert, Buchstabensuppe, Lärm machen, träumen, die Lieblingsgeschichte
dreimal hintereinander hören, ...
Fügen Sie Ihre eigenen Bilder hinzu und Sie werden sehen: So individuell und
verschieden sie sind, so einig zeigen sie sich in i hrer (Be)Deutung, was für ein
zweites Zuhause gefordert und notwendig ist:
eine Atmosphäre der Geborgenheit
Beachtung, Zuwendung und Anerkennung
die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse
Wir gehen davon aus, dass das einzelne Kind nur dan n das Vertrauen und die
Sicherheit gewinnt, um sich mit der weiteren Welt p ositiv auseinander zu
setzen, wenn es sich rundherum wohlfühlt und die Ki ndertagesstätte als
zweites Zuhause empfindet. Dafür übernehmen wir Verantwortung.
Im Tagesstättenablauf bedeutet diese besondere Aufgabe für uns
liebevolle, individuelle und sorgfältige Eingewöh nung in die neue
Umgebung „Kindertagesstätte“ für jedes einzelne Kin d sicherstellen
täglich herzliche und authentische Begrüßung und V erabschiedung der
Kinder und Eltern
das einzelne Kind so annehmen, wie es ist und es i n seinen Handlungen
bedingungslos wertschätzen
durch die Teilhabe am Geschehen seine Mitwirkung u nd die Übernahme
von Verantwortung ermöglichen
dem Kind eine sichere Ausgangsbasis für die Erkund ung der Welt bieten
Zuhause ist der Duft von
Äpfeln, die Lieblings-
geschichte ...
9
1.2 Elementare Bildungseinrichtung
Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung, und zwar von Geburt an.
Verstehen wir Bildung als Begriff, der eine bestimm te Qualität von
Lernprozessen beschreibt, heißt Bildung in educcare Tagesstätten:
Selbstbildung – die auch soziales Miteinander, akt ive Anregung und
Unterstützung benötigt
dem Lernen einen persönlichen Sinn geben
eigene Wege finden und gehen
Denken, Handeln, Fühlen, Werte mit sich und andere n in Einklang
bringen
Selbstbilder und Weltbilder entwickeln und verknüp fen
Kinder sind in hohem Maße lernbegierig und eignen s ich mit dem Einsatz ihrer
ganzen Person neues Wissen über die Welt an. Sie fo lgen ihrer Neugier und
bringen in individuellen Bildungsprozessen Handeln, Empfinden, Fühlen,
Denken und Werte in für sie sinnvolle Zusammenhänge . Sie sind offen für und
in Teilen angewiesen auf Lernimpulse von Erwachsene n als auch von anderen
Kindern.
Sie entwickeln sich mit einer scheinbaren Selbstver ständlichkeit, die uns
beeindruckt, uns in Atem hält und im gleichen Augen blick herausfordert, es
ihnen gleich zu tun. Als Weggefährten und Wegbereit er von Kindern stellen wir
uns gemeinsam der Entdeckung der Welt, muten ihnen Abenteuer, Fragen und
Antworten zu und erleben ihre Begeisterung an ungla ublichen, phantastischen
und realen Lösungsideen. Zumuten heißt für uns vertrauen, fordern und fördern
- nicht überfordern. Es heißt: „Ich weiß, dass du d as schaffst. Und ich bin da.“
educcare berücksichtigt mit diesem Verständnis das hohe Selbstbildungspo-
tenzial von Kindern und bezieht gleichzeitig die No twendigkeit professioneller
Begleitung durch Erzieherinnen ein. Kindern Raum zu r Eigenentfaltung zu
geben, ihrer Einzigartigkeit Rechnung zu tragen und ihnen vielfältige
Erfahrungsräume zu öffnen, ist Aufgabe von frühkind licher Bildung und
Erziehung. Diesem Verständnis von Bildung nicht zu entsprechen bedeutet,
individuelle Entwicklungsmöglichkeiten einzuschränken.
Bildung heißt Selbst-
bildung mit aktiver
verantwortlicher
Begleitung
10
2 ERZIEHUNGS - UND BILDUNGSZIELE
2.1 Definition und Verständnis
Ziele beschreiben grundsätzlich einen angestrebten, zukünftigen Zustand der
Entwicklung, Verhaltensweisen oder Tätigkeiten von Kindern. Sie sind Leit-
normen, die auf den Lern- und Erziehungsprozess aus gerichtet sind und sie
sind Voraussetzung für geplantes und reflektiertes pädagogisches Handeln.
educcare beschreibt Ziele als „Muss“ in der pädagog ischen Arbeit mit dem kon-
sequenten Blick „vom Kind aus“. Ziele sind Vorausse tzung, damit Bildungs-
arbeit, d.h. die Entwicklung von Kindern hin zu wel toffenen, fröhlichen,
selbstbewussten Menschen sowie zu verantwortungsvol len Mitgliedern einer
Gemeinschaft, stattfinden und gelingen kann.
Zu sein, was in einem steckt, ist Grundverständnis aller Zielformulierungen.
2.2 Die Schatzkiste der Kompetenzen
Jedes Kind – unabhängig von Kultur, Religion, sozia lem Status - muss die
Möglichkeit haben, sich umfassend zu entfalten und seine Persönlichkeit sowie
individuellen Potenziale unbeschwert zu entwickeln. Vertrauen in das eigene
Können, Kreativität und die prägenden Erfahrungen v on Selbstwirksamkeit sind
die angestrebten Grundlagen, die das Kind befähigen , das eigene Leben aktiv
zu gestalten. Sie fühlen sich sicher durch ein Bewu sstsein der Zugehörigkeit
und in dem Wissen, dass sie einen wertwollen Beitra g zur Welt darstellen. Die
Vielfalt der Erfahrungen, der Umgang mit Versuch un d Irrtum sowie die
Fähigkeit der Selbstmotivation sind ein unschätzbar er innerer Reichtum, auch
oder gerade in einer schnelllebigen, sich ständig verändernden Welt.
Verstehen wir Kompetenz als eine sich lebenslang fü llende Schatzkiste, finden
wir in ihr die Gesamtheit an Einsichten und Fertigk eiten, über die ein Mensch
verfügt. „Einsichten“ bedeutet ein Stück Wirklichke it begreifen und
„Fertigkeiten“ der aktive Umgang mit ihnen.
Zu sein was in einem
steckt, ist Grund-
verständnis aller
Zielformulierungen
11
Zu den einzelnen „Juwelen“ in dieser Schatzkiste ge hören
Lernkompetenzen (das Lernen lernen)
und Lebenskompetenzen (die Entwicklung grundlegend er sozialer und
emotionaler Fähigkeiten)
sowie die „Perlen“ aus den klassischen Bildungsbere ichen
Bewegung und Körpererfahrung
Sprache und Kommunikation
Kunst und Musik
Natur und ihre Phänomene
Medien und Technik
12
2.2.1 Das Lernen lernen
Kinder jeden Alters finden täglich neue Wege, in di e Welt des Wissens
aufzubrechen. Das, was vorrangig spielerisch ersche int, wird bei näherer
Beobachtung systematisch, konzentriert und
unbeirrbar konsequent. Der
„heilige Ernst“, mit dem Kinder lernen und ihre - m itunter widersprüchlichen -
Erfahrungen in neuen Zusammenhängen anwenden, finde t sein Gegenüber im
mit-forschenden, mit-konstruierenden Erwachsenen . Die individuellen „Wege
des Lernens“ stellen eine eigene Qualität dar, sind niemals falsch oder
unvollständig und auch keine „Primitivform“ des erw achsenen Denkens. Sie
geben Einblick in die Art und Weise, wie Kinder ler nen und ihre Eindrücke nach
außen tragen. Im Wechselspiel mit dem begleitenden Erwachsenen finden die
Kinder heraus, dass sie lernen, was sie lernen, wie sie lernen und wie sie es
sinnbringend nutzen können.
Auf lernmethodische Kompetenz zurückgreifen zu könn en bedeutet, sich auf
neue Situationen, veränderte Anforderungen und/oder Rahmenbedingungen in
Alltags- und später im Berufsleben kurzfristig eins tellen zu können und kreativ
zu (re)agieren.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
Unterstützung individueller Lernformen und -wege
Fähigkeit, das eigene Lernen einzuschätzen und erf olgreich
anzuwenden
Wissen zu erwerben und zu organisieren
Entwicklung von Handlungsstrategien
Fähigkeit, Wissen und Erfahrungen kreativ zur Lösu ng von Problemen
einzusetzen
Eine effiziente und nachhaltige Vermittlung dieser Kompetenzen setzt
voraus, dass Kinder Wissen von Anfang an in lebens nahen, sozialen und
fachübergreifenden Kontexten erwerben und anwenden können.
Schwerpunkte der ersten Lebensjahre bilden die Entf altung aller Sinne,
Wahrnehmung und Bewegung. Erfahrungen mit der Leben sumwelt, und
Selbsterfahrung in sozialen Bezügen sind eingebette t in ganzheitliche
Lernangebote. Dies findet eine besondere Ausprägung in internationalen
Kindertagesstätten, deren tägliche Arbeit die versc hiedenen Kulturen, die
in der Einrichtung vertreten sind, einbindet und widerspiegelt.
Die individuellen Wege
des Lernens sind eine
eigene Qualität
13
2.2.2 Lebenskompetenzen (Ich-sein-wollen und Du-sein-können)
Kinder benötigen grundlegende Kompetenzen im sozial en und emotionalen
Bereich, um besonderen Anforderungen gewachsen zu s ein. Der Entwicklung
von „Lebenskompetenzen“ ist eines der zentralen Zie le, Kinder nicht nur im
Hier-und-Jetzt zu unterstützen, sondern sie auch au f ein Bestehen in der
„Gesellschaft von morgen“ vorzubereiten.
Entwicklung von Lebenskompetenzen richtet sich auf individuumsbezogene
Kompetenzen (persönlich, kognitiv, emotional) und Kompetenzen zum
Handeln im sozialen Kontext.
Einen besonderen Schwerpunkt bilden interkulturelle Erziehung und
Beteiligung von Kindern als Lernfeld für gelebte De mokratie (z. B.
Kinderkonferenzen).
Die Entwicklung interkultureller Kompetenz betrifft Kinder und Erwachsene.
Sie ist Grundlage für ein konstruktives und friedli ches Miteinander von
Individuen, Gruppen und Gruppierungen mit unterschi edlichen kulturellen und
sprachlichen Traditionen. Anders-Sein als Chance un d Bereicherung
anzuerkennen ist notwendig zur Entwicklung einer kulturellen Identität.
Wir verstehen interkulturelle Kompetenz als komplex en Entwicklungsprozess,
der auf verschiedenen Ebenen – Wissen, Einstellunge n, Emotionen und
Handlungen - angesiedelt ist. Er lässt Widersprüche zu und befähigt durch den
Wechsel der Perspektiven, mit verschiedenen Erwartu ngen und Normen
konstruktiv umzugehen. Kinder entwickeln ein Bewuss tsein für unterschiedliche
Lebensformen und für selbstverständliches Zusammenl eben unterschiedlicher
Kulturen.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
Entwicklung bzw. Verstärkung eines positiven Selbs tkonzeptes (positive
Selbsteinschätzung, Selbstvertrauen und -wirksamkei t, kulturelle
Identität)
Fähigkeit zur Selbstregulation (eigene Fähigkeiten und Möglichkeiten
nutzen, etwas ausdenken und verwirklichen, sich ent scheiden und
organisieren, zurückblicken können ...)
Soziale Fähigkeiten (Verantwortungsbewusstsein und –übernahme für
sich selbst, für andere, für Natur und Umwelt, geschärftes Bewusstsein
Die Entwicklung von
Lebens-kompetenz ist
die Voraussetzung für
das Bestehen in der
Zukunft
14
für kulturelle Unterschiede, Kontakt mit den eigenen Gefühlen und
Erlebnissen, Einfühlungsvermögen und Perspektivenwechsel, stabile
emotionale Beziehungen zu Bezugspersonen, positive Beziehungen zu
Gleichaltrigen, Interessen zurückstellen und kooperieren können ...)
Kommunikations- und Konfliktfähigkeit (Nutzung ver baler und non-
verbaler Ausdrucksformen, zuhören, erzählen, eigene Ideen zum
Ausdruck bringen, konstruktives Denken, Problembewusstsein, Konflikte
gewaltfrei bewältigen, Mehrsprachigkeit...)
Kreativität und Explorationslust (gedankliche und gestalterische
Spielräume einsetzen, Blickwinkel verändern, Positi onen wechseln,
etwas herausfinden, hinterfragen und auf den Grund gehen können...)
15
2.3 Klassische Bildungsbereiche
2.3.1 Von der Stelle kommen
(Bewegung und Körpererfahrung)
Kinder entdecken und erforschen ihre Umwelt, indem sie sich bewegen. Sie
erhalten zahlreiche Informationen über die Sinnessy steme und den Körper und
machen dadurch Erfahrungen über sich selbst und ihr e Umgebung. Sie erleben
durch ihre Aktivität, dass sie imstande sind, etwas zu leisten und etwas zu
bewirken. Sie erfahren, dass sie durch körperliche Handlungen Selbstständig-
keit und damit auch Unabhängigkeit erreichen können.
Bewegung und Wahrnehmung sind die ersten Instrument e zur Bildung des
Selbstkonzeptes und mithin auch die prägendsten Erf ahrungen für die
Identitätsentwicklung. Damit ist Bewegung nicht nur Grundvoraussetzung für
eine körperliche Entwicklung, sondern auch für die geistige und emotionale
Entfaltung.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
Die Förderung der Grobmotorik umfasst unter anderem
Entwicklung des Körperschemata (den eigenen Körper spüren und
wahrnehmen, sich seiner Relation zur Umwelt bewusst sein, innere
Empfindungen spüren...)
Einsatz und Steuerung des Körpers in unterschiedli chen Situationen (Ko-
ordination verschiedener Körperteile, Anspannung-En tspannung, zielge-
richteter Einsatz der Muskulatur, balancieren, den Ball werfen, rückwärts
laufen...)
Die Förderung der Feinmotorik umfasst unter anderem
Förderung der Fingerfertigkeit / Handgeschicklichk eit (gezieltes be-
wegen, greifen-loslassen, Handhabung unterschiedlic her Gegenstände
und Materialien, Klavier spielen, jonglieren, beidh ändig zeichnen,
Mandelsplitter auf einem Kuchen dekorieren....)
Auge-Hand-Koordination (einen Faden in die Nadel f ädeln, Flüssigkeit in
unterschiedliche Gefäße schütten, einen Ball aus der Luft fangen...)
Vorfreude auf alles, was ein Mensch lebenslang han dhaben kann
Bewegung und Wahr-
nehmung sind die
ersten Instrumente zur
Bildung des
Selbstkonzeptes
16
2.3.2 Spielzeug Sprache
(Kommunikation und Sprache)
Kommunikation umfasst die verbale und auch die nonv erbale Kommunikation,
wie Gestik, Mimik, Körpersprache, Tonfall, Rhythmus . Besonders im frühen
Alter der Kinder besitzt die nonverbale Kommunikati on eine nochmals
gesteigerte Bedeutung.
Dem Kind vermittelt sich die Sprache (solange es no ch nicht lesen und
schreiben kann) nur über das Ohr. Es sind die Wörte r der anderen, die das
Kind wahrnimmt und nachahmt. Es versucht, die Bedeu tung zu verstehen und
ihren Gebrauch zu übernehmen. Es brabbelt und lallt nach, bis es irgendwann
das erste Wort formt. Damit hat Spracherwerb als „P roduktion von Lauten“
etwas Spielerisches, Experimentelles und in gleichem Maße Sinnstiftendes.
Sprache als ein Mittel der Kommunikation erfordert ein komplexes
Zusammenspiel geistiger und motorischer Fähigkeiten:
die Sprache ist eine motorische Höchstleistung. Si e ist demnach
Bewegung
sie ermöglicht Verständigung
sie erweitert körpersprachliche Möglichkeiten wie Gebärden, Mimik und
Gestik. Sprache macht unabhängig von Raum und Zeit
Sprache ermöglicht es, unsere Gedanken zu zentrier en und uns mit
einer Sache besonders auseinander zu setzen. Sprach e steuert, lenkt
und zentriert die Aufmerksamkeit
Sprache ermöglicht es, über unsere eigene Person, unser Denken,
unser Handeln und seine Auswirkungen nachzudenken. Sprache schafft
bewusstes Sein - Bewusstsein
Sprache fasst zusammen, ermöglicht Assoziationen u nd Generali-
sierungen. Sprache strukturiert das Denken – die Ko gnition
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
Korrekter, bewusster und kritischer Umgang mit der deutschen
Sprache und - in einigen educcare Tagesstätten - ei ner zweiten
Sprache
Vergrößerung des allgemein angewandten Wortschatze s
Sprache ermöglicht
Verständigung und
schafft bewusstes Sein
17
altersgemäße grammatikalische Kompetenz
Stärken des einzelnen Kindes in seiner Beziehung z ur Welt (Erfahrungen
und Gedanken verbal ausdrücken und andere verstehen können)
Sprache ist – im Unterschied zu Krabbeln, Laufen, K lettern, ... – die einzige
Fähigkeit die nur im beständigen, unmittelbaren Kon takt zu einem Menschen
gelernt und verfestigt werden kann. Kinder finden i n educcare Tagesstätten
daher gute Vorbilder, die sie freundlich und anerke nnend unterstützen, ihre
Sprechfreude anregen, Artikulation, Wortschatz und Grammatik durch ihre
Sprechweise vermitteln und Kritik sowie Nichtachtung vermeiden.
Bilingualität – Let’s have some fun .… Bienvenue … Merhaba ....
Eine zweite Sprache ist ein Geschenk. Sie schafft Z ugang zu anderen
Menschen und Kulturen. Sie ist der Anfang von Inter nationalität. Gerade in den
ersten Lebensjahren sind die Möglichkeiten eines sp ielerischen Spracherwerbs
so gut wie nie wieder. Dies gilt es den Kindern zu ermöglichen. Ferner
eröffnen gute Sprachkenntnisse den Menschen Chancen in der persönlichen
Entwicklung.
Im Kindergartenalter ist es eine Hauptaktivität der Kinder neue Worte, Sätze
und Wendungen zu entschlüsseln. Damit stellt das Le ben in der Tagesstätte
auch für den Zweitspracherwerb eine ideale Vorausse tzung dar. Gelernt wird
im sog. „Sprachbad“, durch Hören, Nachahmen, beglei tende Aktivität.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
spielerisches natürliches Kennenlernen, Verstehen und Gebrauchen der
zweiten Sprache
Zweitspracherwerb nach den selben Prinzipien wie d as Erlernen der
ersten Sprache (Verständnis der Situation durch die Aktivität)
Unterstützung des Selbstbildungspotenzials von Kin dern, indem kreative
Strategien der Kinder aufgegriffen werden, die es i hnen erleichtern, sich
im „Dschungel“ fremder Laute und Worte zurechtzufin den
ausschließliche Nutzung von Fähigkeiten, über die Kinder ohnehin
verfügen
Eine zweite Sprache
schafft Zugang zu
anderen Menschen
und Kulturen
18
2.3.3 Manchmal fliegt eine Kuh vorbei
(Kunst und Musik)
Kinder kommen mit einer Fülle von Phantasie und Vor stellungskraft auf die
Welt. Ihre Entwicklung lebt von Sinneserfahrungen u nd ist eng verknüpft mit
dem Drang nach Ausdruck, Gestaltung und Kommunikation.
Der Aufbau von musischen und künstlerischen Fähigke iten ist ästhetische
Bildung. Sie schafft Vertrauen zu sich selbst und d urch das musische
Zusammenspiel auch zu anderen Kindern.
Vor diesem Hintergrund räumen educcare Tagesstätten den Kindern den
größtmöglichen Spielraum für die eigene Phantasie e in. Sie stellen den Kinder
Materialien bereit, mit denen sie wirklich gut arbe iten können und schaffen
ihnen den Platz, der ihrem kindlichen Bedürfnis nac h persönlichem Ausdruck
und raumgreifender Aktivität Rechnung trägt. Kunst und Musik als „Sprache der
Emotion“ ist ein schöpferischer Prozess, in dem die Kinder Empfindungen,
Gefühlen, Beziehungen, Problemen, vorübergehenden T heorien, Ideen von
etwas Möglichem wie offensichtlich Unmöglichem Gestalt geben.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
aktives gestalterisches Lernen
genussvolles Spiel mit Zeichen, Symbolen, Farben, Formen, Materialien,
dem eigenen Körper...
experimenteller Umgang mit unterschiedlichen Ausdr ucksformen
Spuren hinterlassen
Entwicklung einer persönlichen Bildersprache (auf Papier, in Ton/Stein,
aus Klang, als Bewegung...)
Erweiterung der Lebenskompetenzen
In besonderer Weise werden die Sinne unterstützt. D ie integrative Kunst- und
Musikförderung betrifft
den Gehörsinn (z. B. Fähigkeit Laute differenziert zu hören, Entwicklung
von Sprachrhythmus und -melodie)
den Sehsinn (z. B. Raumorientierung, Wahrnehmung v on Strukturen,
visuelles Gedächtnis)
Mit Phantasie über-
fliegen Kinder Grenzen,
mit Ihren Erfahrungen
sammeln Sie Wissen an,
aus der Verknüpfung
ziehen sie tiefe
Befriedigung
19
den Tast-, Spür- und Gleichgewichtssinn (z. B. Bew egungswahrnehm-
ung, taktile Wahrnehmung, Orientierung und räumlich es Vorstellungs-
vermögen)
Kreative Medien haben in educcare Tagesstätten eine n hohen Stellenwert. Sie
verbinden Spaß, Genuss und Erkenntnisgewinn auf bes ondere Weise. Mit Ihrer
Phantasie überfliegen Kinder Grenzen, mit ihrer Erf ahrung sammeln sie
Wissen an, aus der Verknüpfung ziehen sie tiefe Befriedigung.
Und machen (von) sich ein neues Bild...
20
2.3.4 Am Anfang ist das Staunen
(Natur und ihre Phänomene)
Kinder haben starkes Interesse an Fragen und Antwor ten aus dem Bereich der
Natur. Sie wollen die Zusammenhänge ihres lebenswel tlichen Umfeldes
ergründen. Dieses Interesse gilt es aufzunehmen und Raum für Entfaltung und
Ergründung zu schaffen. Den Kindern werden in ihrer experimentellen
Forschertätigkeit naturwissenschaftliche Fragen bew usst, aus denen sie mit
Hilfe der Erwachsenen für sie einleuchtende und nat urwissenschaftlich
stimmige Erklärungen ableiten.
Ein besonderer Schwerpunkt wird in educcare Tagesst ätten auf den Bereich
der unbelebten Natur gelegt. Mit der experimentelle n Einführung der
Phänomene eröffnen sich den Kindern vielfältige Deu tungsmöglichkeiten.
Staunen - als Ausgangspunkt - regt die Neugier an, weckt den „Forschergeist“
und unterstützt die Kinder, ihr intuitives Wissen o der die diffuse Kenntnis von
„etwas“ zu überprüfen. Ihre Deutungen und Erkenntni sse übertragen sie auf
andere Phänomene, um ihr Wissen weiter aufzubauen.
Die Systematik ihrer Vorgehensweise finden die Kind er in beispielhaften
Versuchsreihen wieder. Auswahlkriterium für die unt erschiedlichen
Experimente ist stets das Interesse der Kinder, ihr (intuitives) Wissen und der
hohe Alltagsbezug.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
Einbettung naturwissenschaftlicher Themen in die pädagogische Arbeit, wie:
Lichtspiele und Seh-Abenteuer (Versuche mit Licht und Schatten,
Linsen, Lupen...)
Experimente mit Luffffffffffffft (Taucherglocke, L öschen einer Kerze durch
Sauerstoffentzug, den Wind fangen...)
Schwimmen und Sinken (Erfahrungen zur Dichte von S toffen)
Kraftspiele (Versuche mit Magneten, Kompass, Schwerkraft...)
Staunen ist der Aus-
gangspunkt für
Forschung
21
2.3.5 Mit Knopf und Maus ein Stück von Welt
(Medien und Technik)
Kinder wachsen von Geburt an mit Medien und Technik auf. Sie zeigen Inter-
esse an Funktionen und Verwendung. Bereits von Anfa ng an begeistern sie
sich für das Telefon, den
Cassettenrecorder oder den Kühlschrank. Ihre ersten
Kontrollerfahrungen machen sie, indem sie Geräte ei n- und ausschalten,
Knöpfe drücken und sehen, was passiert. Sie haben u nterschiedlichen Zugang
zu Fernsehern, Computern und Videospielen und nicht s verschließt sich ihrer
Neugier. Entsprechend verantwortungsbewusst müssen Erwachsene planen,
agieren und reagieren.
Kinder verstehen die Bedeutung unterschiedlicher t echnischer Geräte am
besten, wenn sie sie als nützliches Werkzeug im All tag erfahren. Radio, CD-
Player, Cassettenrecorder, Telefon, Kamera, PC sind nur einige Beispiele aus
der Informations- und Kommunikationstechnik, mit de nen Kinder heute selbst-
verständlich aufwachsen. Medien und Technik müssen als Bestandteile kind-
licher Erfahrenswelten in die pädagogische Arbeit integriert werden.
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen:
spielerisch-forschender Zugang zu Medien und Techn ik
Vermittlung eines sachgerechten, selbstbestimmten und verantwort-
lichen Umgangs mit technischen Geräten und Medien
Förderung der Kommunikation und Kooperation durch die gemeinsame
Auseinandersetzung mit Technik und deren Nutzung
Entwicklung altersentsprechender Medienkompetenz i n den Bereichen
o Druckmedien (Bücher, Zeitungen, Briefe...),
o Hörmedien (Radio, Cassettenrecorder...)
o visuelle Medien (Dias, overhead-Projektionen...)
o audiovisuelle Medien (Fernsehen, Film, Computer... )
Medien und Technik
gehören zu den
Erfahrungswelten
von Kindern
22
3 WEGE ZUM ZIEL
3.1 Wie Kinder die Welt erfassen
3.1.1 ALLE SINNE AUF EMPFANG
Bis zum sechsten Lebensjahr bildet sich die Grunds truktur der Nervenverbin-
dungen im Kopf eines neuen Erdenbürgers. In den ers ten zwei Jahren wird
nahezu alles mit allem verdrahtet und im Kopf eines Säuglings können bis zu
zwei Millionen neue Kontakte entstehen - und zwar p ro Sekunde. Alle Sinne
sind ausgerichtet, die Welt möglichst unmittelbar und umfassend zu erkunden.
Individuelles Denken und Fühlen bildet sich zwischen dem dritten und siebten
Lebensjahr aus. Dann wird im Kopf sortiert. Nervenv erbindungen, die häufig
gefordert werden, verstärken sich, wenig genutzte V erbindungen werden
teilweise unwiederbringbar „eingeschmolzen“. So ent stehen und verschwinden
Möglichkeiten.
Kenntnisse hierüber erachten wir als notwendige Vor aussetzung für hoch-
wertiges pädagogisches Planen und Handeln. Langewei le und Unterforderung
beeinträchtigen die gesunde Entwicklung des Gehirns.
Lernangebote und Anregungen erfordern darüber hinau s eine enge Anbindung
an Gefühle. Was nicht berührt, hat keine Dauer. Je mehr Sinne angesprochen
und miteinander verknüpft werden, umso nachhaltiger ist der Effekt des
Lernens und Verstehens, des Behaltens und Erinnerns . Die Abbildung eines
Feuers beeindruckt kaum, im Vergleich zum praktisch en Tun des
Feuermachens. Die Flammen zu sehen, die Wärme zu sp üren, den Rauch
riechen, das Knistern zu hören und vielleicht noch einer Geschichte in der
Gemeinschaft zu lauschen, bedeutet eine eigene Erlebnisqualität.
In einer Sekunde
entstehen bis zu
zwei Millionen neue
Nervenverbindungen
Nur was durch die Sinne
geht, ist von Dauer
23
3.1.2 Individualität als erzieherische Herausforderung
Jedes Kind hat innerhalb seines genetischen Rahmens „sein Entwicklungs-
potenzial“. Diese individuelle Ausprägung schafft d ie Grundvoraussetzungen,
damit sich Fähigkeiten und Verhaltensweisen ausbild en können. Um sie zum
Ausdruck zu bringen, zu erproben und weiter zu entw ickeln, ist die Umwelt
erforderlich.
educcare Tagesstätten sind „Orte des Lernens und de r Entwicklung“. Sie sind
aufregende Werkstätten, in denen Kinder - und zwar stets individuell und damit
dem jeweiligen Entwicklungsschritt und der -geschwi ndigkeit angemessen -
Selbst- und Weltbilder entwerfen. Sie schöpfen aus einer Vielzahl von
Möglichkeiten, in der jede Frage und jede Antwort e ine Anregung zum
Weiterdenken bedeutet.
Es gibt kein Entwicklungsmerkmal, das bei gleichalt rigen Kindern gleich ausge-
prägt wäre. Die Vielfalt bei gleichaltrigen Kindern entsteht, weil Eigenschaften
und Fähigkeiten von Kind zu Kind unterschiedlich an gelegt sind und unter-
schiedlich rasch ausreifen. Nicht das Alter ist ent scheidend für die Förderung,
sondern die individuelle Entwicklung des Kindes. Er ziehung
zur Individualität
bedeutet folglich: Das Kind kann seine Stärken entf alten und lernt, seine
Schwächen anzunehmen.
Damit Kinder umfassend lernen und sich entwickeln k önnen, finden sie in
educcare Bildungskindertagestätten eine vorbereitet e, zum Entdecken einla-
dende Umgebung und Weggefährten, die Verantwortung übernehmen für eine
kindorientierte, individuelle Ausgestaltung der pädagogischen Arbeit vor Ort.
Das Kind kann seine
Stärken entfalten und
lernt sein Schwächen
anzunehmen
24
3.1.3 Exkurs - wie Lernen nicht sein sollte
Es gab einmal eine Zeit, da hatten die Tiere einen Kindergarten. Das
Bildungsprogramm bestand aus Rennen, Klettern, Flie gen und Schwimmen
und alle Tiere wurden in allen Fächern gebildet.
Die Ente war gut im Schwimmen, besser sogar als die Erzieher. Im Fliegen war
sie durchschnittlich, aber im Rennen war sie ein be sonders
hoffnungsloser Fall.
Da sie in diesem Bereich so schlecht war, musste si e immer wieder rennen, um
das Rennen zu üben, und durfte nicht mit zum Schwim men gehen. Das tat sie
so lange, bis sie auch im Schwimmen nur noch durchs chnittlich war.
Durchschnittlich war aber akzeptabel, deshalb macht e sich niemand Gedanken
darüber - nur die Ente.
Das Kaninchen war zuerst im Laufen an der Spitze de r Gruppe, aber es bekam
einen Nervenzusammenbruch und musste vom Kindergart en
abgemeldet
werden – wegen der vielen Förderstunden im Schwimme n.
Das Eichhörnchen war Bester im Klettern, aber der E rzieher ließ die
Flugstunden des Eichhörnchens am Boden beginnen sta tt im Baumwipfel. Das
Eichhörnchen bekam Muskelkater durch Überanstrengun g bei den
Startübungen und wurde immer schlechter im Klettern und im Rennen.
Die mit Sinn fürs Praktische begabten Präriehunde g aben ihre Jungen zum
Dachs in die Gruppe, als die Bildungskommission es ablehnte, das Buddeln in
die Bildungsvereinbarung aufzunehmen.
Am Ende des Jahres hielt ein anormaler Aal, der gut schwimmen und etwas
rennen, klettern und fliegen konnte, die Schlussansprache in zwei Sprachen.
(Verfasser unbekannt)
Die Ente musste immer
wieder rennen, um das
Rennen zu üben und
durfte nicht mit zum
Schwimmen gehen
25
3.2 Methodisches Vorgehen
3.2.1 Spielen, spielen, spielend lernen
Das spielerische Treiben macht – und das ist wicht ig – für das Kind Sinn.
Was dem unbeteiligten Erwachsenen oftmals wie ein z ielloses oder will-
kürliches Hantieren mit Dingen und Materialien ersc heint, ist für das Kind eine
ernste und wichtige Angelegenheit, und zwar unabhän gig von seinem Alter.
Das Kind arbeitet. Es forscht, probiert aus, unters ucht, spielt mit seinen
Möglichkeiten. Das Erkunden von Gegenständen über M und, Hände und
Augen gibt z. B. Aufschluss über Größe, Formen und Eigenschaften. Dem
wiederholten Herunterwerfen von Dingen kann das The ma „Flugdauer“
zugrunde liegen und ein ausdauernd im Kreis laufend es Kind setzt sich
möglicherweise gerade mit Körper und Raum auseinand er. Wichtig bleibt: die
Handlung an sich und die Erfahrungen, die das Kind beim Spielen sammelt,
machen den Sinn seines Spiels aus.
Es übt Verhaltensweisen ein.
Es erwirbt Fähigkeiten.
Es eignet sich Wissen an.
Spielen ist universal. Der Ausdruck des Spiels jedoch ist zeit- und kulturge-
bunden und damit verschieden von Generation zu Generation und von Gesell-
schaft zu Gesellschaft.
Dieses Verständnis schafft die Basis für eine hohe Wertschätzung kindlichen
Spielverhaltens.
In educcare Tagesstätten wird der kindliche Spiel- und Erkundungstrieb alters-
entsprechend unterstützt durch:
eine Tages- und Zeitstruktur,
die Raum für „freies“ Spielen ausdrücklich betont
ein anregendes Raumangebot,
das dem Kind ermöglicht, seine spielerischen Aktivi täten frei zu
wählen, selbstständig aufzunehmen, zu initiieren un d zu
genießen
Spielen ist „heiliger
Ernst“ und unendlicher
Spaß
26
durch „Spielsachen“
und damit gemeint sind alle Dinge, die sich zum Spi elen
eignen. Hierfür haben wir die profiliertesten Exper ten an
unserer Seite: die Kinder
durch Erwachsene, die „aktiv mitspielen“,
indem sie sich - wie im „freien Spiel“ - einlassen und vom Kind
führen lassen. Initiative und Kontrolle bleiben beim Kind oder
indem sie - wie in geplanten Angeboten - aktiv Vera ntwortung
für die Steuerung des Prozesses übernehmen. Die Met hodik
„Spiel“ wird zur Unterstützung individueller Entwic klungsschritte
und Interessen oder zur Realisierung von Zielvorste llungen
genutzt
Während des „freien Spiels“ kommen der Haltung der Erzieherin im Sinne der
„aktiven Begleiterin“ verschiedene Bedeutungen zu:
Sie ist Beobachterin
Ihre Aufmerksamkeit und ihr „detektivischer Spürsin n“, entspringen
dem echten Interesse, das Kind näher kennen und ver stehen zu
lernen. Es gibt keine unwichtigen Fragen oder Theme n, sondern nur
intensive und sinnvolle Lernprozesse. Was genau int eressiert das
Kind? Was hat es vor und wie geht es vor? Wie drückt es sich aus?
Sie ist „ Weggefährtin und Wegbereiterin“
Sie begleitet, agiert, reagiert unter der „Regie“ d es Kindes. Sie mutet
dem Kind Herausforderungen zu. Sie setzt Impulse un terschiedlicher
Art, die die Engagiertheit von Kindern fördert und erhöht. Sie belehrt
nicht. Sie teilt mit dem Kind Interesse und Erstaunen.
Sie ist Zuhörerin
Sie ist da für Kinder, die in unterschiedlichen Sit uationen Rat und
Unterstützung benötigen.
Es gibt keine
unwichtigen Fragen
27
3.2.2 Gezielte / strukturierte Angebote
Die Planung konkreter Aktivitäten verfolgt das Ziel , das einzelne Kind und/oder
eine (Teil)Gruppe im jeweiligen Entwicklungsprozess zu bestärken. Ein
besonderes Augenmerk ist dabei gerichtet auf:
die Unterstützung individueller Interessen und Stä rken
die gezielte Förderung von Entwicklungseinheiten u nd Kompetenzen
das Aufgreifen gruppenspezifischer Themen und Unte rstützung der
Kinder bei der Verwirklichung
Beteiligung an Entscheidungsprozesses, Lernen in e iner lebendigen
Demokratie (z. B. Kinderkonferenzen)
die Einbindung präventiver Interventionen (z. B. i n Themen Motorik,
Sprache, Gesundheit, Konfliktfähigkeit, Ich-Stärkung...)
educcare hat in seinem Bildungs- und Betreuungskonz ept konkrete Ziele
festgelegt, die sich aus der Verantwortung für eine gesunde Entwicklung des
Kindes ableiten. Der Erwerb bestimmter Lebenskompet enzen und die
Erfahrungen des Lernens in unterschiedlichen Bildun gsbereichen sollen Kinder
befähigen, Schritt für Schritt der selbstbestimmten Gestaltung ihres Lebens
näher zu kommen.
Kinder lernen bei educcare in komplexen realen Lebe nssituationen. Daher sind
Überschneidungen in den Bildungsbereichen notwendig und gewollt. Gezielte
Angebote zeichnen sich durch den Direktbezug zu den Interessen der Kinder
und durch die Fokussierung auf das aktuelle Thema a us. Ob das Erforschen in
altersgemischten, in alters- oder entwicklungshomog enen Gruppen stattfindet
wird je nach Ziel, Thema und Vorkenntnissen entschieden.
Im pädagogischen Alltag bedeutet dies:
das einzelne Kind benennt / die Kinder benennen „i hr“ Thema und er-
fahren die Unterstützung des Erwachsenen auf dem We g der Weiter-
entwicklung und Verwirklichung
die ErzieherInnen formulieren ein Angebot aufgrund von Beobachtung
und Auswertung
die Erzieherinnen formulieren ein Angebot aus den vereinbarten
Entwicklungs- und Bildungszielen
äußere Anlässe (der Bagger vor der Tür, ein Gebur tstag, kulturelle
Anlässe...) schaffen ein Thema von Interesse und be gründen gezielte
Angebote
Kinder lernen in
komplexen realen
Lebenssituationen
28
3.2.3 Projektarbeit
In der pädagogischen Arbeit gibt es Ziele, die für alle gelten, aber es gibt kein
„Programm“, das für alle gleich ist. Projekte, die beim Interesse der Kinder
gestartet und individuell weiter auf-/ausgebaut werden, sind fester Bestandteil.
Auf- und Ausbau machen deutlich, dass Projekte läng erfristig angelegt sind,
um eine vertiefende Auseinandersetzung mit den jewe iligen Themen zu
ermöglichen. Projektarbeit ist ausdrücklich prozess orientiert. Nicht nur das
Verständnis, die Fertigkeit oder der erstellte Gege nstand stehen im Vorder-
grund, sondern auch der Weg dorthin besitzt höchste Bedeutung.
Dies schließt ein:
Untersuchungen (z. B. von Beschaffenheiten, Strukt uren, Größen)
systematische Planung (z. B. Entwicklung von Handl ungsstrategien,
aufeinander aufbauende Arbeitsschritte, Organisatio n von Material,
unterstützende Ressourcen.... )
Erprobung unterschiedlicher (Lösungs)Wege
Abstecher in analoge Bereiche (beispielweise kann ein Projekt „Mein
Weg zum Kindergarten“ für Kinder interessante Exkur se einbetten z. B.
zu Licht und Schatten - Sonne, Ampel, Scheinwerfer - zu
Bodenbeschaffenheiten - Teer, Pflaster, Lehm - zu m athematischen
Größen und Vorstellungen von Geschwindigkeit... usw.)
Lernen durch forschendes Tun und lernen durch Wisse n finden in Projekten
eine ideale Ergänzung.
Entsprechend ist die Vorgehensweise der Erzieherinnen in der Projektarbeit ein
andauerndes, dialogisches Wechselspiel zwischen Kin dern und Erwachsenen.
Jedes Problem, jede Frage verdient Respekt und Beac htung. Dafür gibt es kein
vorgeschriebenes Lerntempo.
Die Erziehung von „Welt-Erkundern“ macht jede Erzie herin unweigerlich selber
zur Forscher- und Entdeckerin. Es gilt zum einem da s Interesse der Kinder
aufzugreifen und zum anderen - aus der Fürsorgepfli cht heraus - in wichtigen
Bereichen, die Kinder nicht erkennen können, dieses Interesse zu erzeugen.
Das ist mitunter anstrengend, aber der Spaß, „das gute Gefühl“, ist - sofern
man sich darauf einlässt - garantiert, auf beiden Seiten.
Jedes Problem, jeder
Gedanke, jede Frage
verdient Respekt
29
3.3 Exkurs - eine von vielen Möglichkeiten
Stellen Sie sich vor, Ihr Kind entdeckt eines Morge ns auf dem Weg zum
Kindergarten einen Stein.
Oder einen schillernden Knopf.
Oder eine Schneckenschleimspur.
Sie kennen das gut. Kinder entdecken unaufhörlich ä ußerst wichtige Dinge. Sie
forschen, experimentieren, stellen Vermutungen an u nd fragen uns zuweilen
Löcher in den Bauch. Sie lachen, streiten, versöhne n sich, sind aktiv und voll
unbändiger Neugier. Mit enormer Energie und unbestr eitbarem Vergnügen
widmen sie sich der Auseinandersetzung mit ihrer Um welt, mit Menschen und
Dingen. Ihre Wirklichkeit ist spannend, ihr Ausdruc k vielschichtig. Und Kinder
überraschen uns - immer wieder neu.
Mit diesem Bild vom Kind leben und lernen Kinder in den educcare-
Bildungskindertagesstätten, indem wir sie nehmen un d lassen, wie sie sind.
Darauf haben sie ein Recht. Und es bleibt die ausdr ückliche Verantwortung der
Erzieherinnen vor Ort, den Kindern auf ihren „eigen willigen“ (Lern)Wegen zu
folgen, Erfahrungen zu ermöglichen und die Entfaltu ng und Ausschöpfung ihrer
individuellen Potenziale sicher zu stellen.
Wir sind überzeugt: Wenn Kinder ihre Vorstellungen in Taten und persönliche
Werke umsetzen können, verhilft ihnen dies zu einem großen Glücksgefühl. Es
bestätigt ihre Zuversicht, auf der Welt zu sein, um sie zu gestalten.
Diese Vielfalt in ihrem ganzen Ausmaß zu kennen und als biologische Realität
zu akzeptieren ist eine grundlegende Voraussetzung dafür, den individuellen
Bedürfnissen und Eigenschaften der Kinder gerecht werden zu können.
Es ist daher kein Zufall, wenn
der Stein Ihres Kindes vielleicht die ganze Kindert agesstättengruppe
schnurstracks zum Steinmetz führt,
der Knopf plötzlich zum Auge eines Drachens wird,
die Schneckenschleimspur ausgedehnte Experimente mi t Schmierseife auslöst
– und dies zum Glück für Sie nicht zu Hause, sonder n in der Tagesstätte.
Und das ist garantiert erst der Anfang...
Wenn Kinder ihre
Vorstellungen in Taten
und persönliche Werke
umsetzen können,
verhilft ihnen dies zu
großen Glücksgefühlen
30
4 WEGE SICHERSTELLEN
4.1 educcare - Bildungskindertagesstätten TM - Qualität und
Gewissheit
Gelingen im Umgang mit Kindern bedeutet für uns, wi e Kinder zu sein.
Unbefangen, neugierig, ausdauernd und selbstkritisc h zu entdecken und zu
erforschen - und zwar die uns anvertrauten Kinder. Ausgangspunkt bildet daher
das „verstehen wollen“ der Individualität des Kinde s, dessen Stärken,
Eigenheiten, Geschwindigkeiten, Potenziale und Ängste.
Auf der Basis dieser wertvollen Entdeckungen wird d ann die Schatzkiste der
Kompetenzen für jedes Kind durch individuell passen des pädagogisches
Handeln gefüllt.
Das pädagogische Handeln schließt ab mit der konzen trierten und
selbstkritischen Überprüfung, ob wirklich funktioni ert, was wir erreichen wollten
und wie wir Dinge verbessern können. Unsere Erfahru ngen sind damit zugleich
Beginn neuer Entdeckungen.
Um diesen Weg verlässlich und erfolgreich gehen zu können, bestehen bei
educcare:
Strukturen, in denen die pädagogische Arbeit statt findet
Prozesse, die die Qualität der pädagogischen Arbei t flankieren
ein Umfeld, in das die pädagogische Arbeit eingebe ttet ist
4.1.1 Der Individualität auf der Spur
Individualität als ein Erfolgsfaktor für Glück und Weiterentwicklung ist
Ausgangspunkt der Bildungs- und Betreuungsarbeit in den educcare
Tagesstätten. Um sie aufzuspüren, zu lesen, zu begr eifen und wirklich zu
verstehen bedarf es professioneller Vorgehensweisen.
Wahrnehmung und Beobachtung sind daher wichtiges Ha ndlungswerkzeug
und Entscheidungsbasis bei der pädagogischen Planun g, Lenkung und
Entwicklung individueller Lernangebote.
Die Auswertung der verschiedenen Beobachtungen muss zu einer
Einschätzung des Kindes führen, wo es in den einzel nen
Entwicklungsbereichen steht, wo individuelle Intere ssen, Stärken und
Schwächen existieren.
Strukturen und
Prozesse garantieren
Verlässlichkeit und
Qualität pädagogischer
Arbeit
31
Nahezu täglich treffen ErzieherInnen Entscheidungen , die sich auf Verhaltens-
beurteilungen gründen. Deshalb gehört die Fähigkeit zum systematischen
Beobachten und Beurteilen zu den unverzichtbaren Gr undkompetenzen jeder
pädagogischen Fachkraft in educcare Tagesstätten. D er kollegiale Austausch
im Team stellt darüber hinaus sicher, dass untersch iedliche Beobachtungen,
Wahrnehmungen und Sichtweisen in die Beurteilung des Kindes einfließen.
Beobachtung ist in educcare Tagesstätten systematis iert. Dabei wird Beob-
achtung nicht als Kontrolle verstanden, sondern aus drücklich als (Be)Achtung
dessen, was ein Kind tut, wie es sich verhält, was es sagt. educcare
Erzieherinnen wollen das Kind in seiner Einzigartigkeit verstehen.
Emotionales Wohlbefinden und Engagiertheit des Kind es sind
– entsprechend dem Ziel „zweites Zuhause“ – zu Beg inn vorrangige
Beobachtungsaspekte. Deren positive Einschätzung is t Grundlage für weiteres
Lernen und die Formulierung erster differenzierter Bildungsziele.
Die Beobachtungsbögen wurden entwickelt, um Erziehe rinnen zu unterstützen,
die Entwicklung von Kindern deutlich nachvollziehen und durch die schriftliche
Dokumentation laufend überprüfen zu können. Eine ze ntrale Stellung in der
Beobachtung nehmen die Fragen ein:
wo steht das Kind mit seinen individuellen Fähigke iten, Interessen und
Stärken in den einzelnen Entwicklungsbereichen?
entwickelt sich das Kind weiter?
welche Folgerungen leiten sich ab für die pädagogi sche Arbeit?
4.1.2 Planen und handeln
Sich auf den Weg machen heißt bei educcare, individ uelle Ausgangs-
situationen mit den pädagogischen Zielen des Konzep tes und den aktuellen
Notwendigkeiten zu verbinden.
Im Zentrum der Planung steht die „Schatzkiste anges trebter Kompetenzen“.
Die Aneignung von Fähigkeiten, Wissen, Strukturen, Einstellungen und
Umsetzungsformen bilden die Grundelemente, an denen sich Angebote
orientieren – entsprechend den Standards der Intern ationalen Baccalaureate
Organisation (IBO).
Die Fähigkeit zum
systematischen
Beobachten und
Beurteilen gehört zu
den unverzichtbaren
Grundkompetenzen
jeder pädagogischen
Fachkraft
32
Die Planung erfordert eine enge Zusammenarbeit der Erzieherinnen
untereinander als auch verbindliche Schlüsselfragen , die Klarheit über das Ziel
und die Wege zum Ziel bringen.
Beispiele solcher Schlüsselfragen sind
was wollen wir erforschen, herausfinden, lernen, erreichen?
wie können wir überprüfen, dass wir erfolgreich war en? Wie wissen wir,
was wir gelernt haben?
wie können wir es am besten verwirklichen? Wie woll en wir vorgehen?
Welche Methoden, Medien, Menschen, Orte... unterstützen uns?
wie können wir andere daran teilhaben lassen, es fe iern,
demonstrieren?
Die Kinder sind - entwicklungsentsprechend - in die Planung aktiv
eingebunden. Sie erfahren so, dass sie kompetent si nd, dass sie Einfluss
nehmen, Dinge in Bewegung bringen und Richtungen steuern können.
Es ist die Bestätigung, mit jeder Ansicht und jeder Idee wichtig zu sein und
kleine als auch große Welten gestalten zu können.
Es ist lebendiges Lernen in einer lebendigen Demokratie.
4.1.3 Reflexion und tatendurstig auf ein Neues
Die Auswertung der pädagogischen Arbeit bezieht sic h auf den konkreten
Verlauf des Angebotes, auf methodische als auch per sönliche Kompetenzen
und die Überprüfung, welche Ziele erreicht wurden.
Rundes Gelingen macht Lust auf Wiederholung. Und we nn das nicht gelingt,
erhöhen Umwege immerhin die Ortskenntnis und werden als bedeutsame
Erfahrung für die nächste, ebenso spannende Forschungsreise gewertet.
Beides garantiert, zu verstehen wie man lernt.
Beispiele für Schlüsselfragen sind:
waren die Kinder engagiert beteiligt?
waren die Methoden, Strukturen, Vorgehensweisen angemessen?
welche „Juwelen“ aus der „Schatzkiste der Kompetenz en“ waren
besonders angesprochen?
Reflexion heißt, Erfolge,
Umwege und Fehler
gleichermaßen für neue
Wege zu nutzen
33
was hat am meisten beeindruckt? Was war wichtig?
was war von gegenwärtiger, zukünftiger oder exempla rischer
Bedeutung?
welche Entwicklungen sind erfolgt, welche Möglichke iten haben sich
eröffnet?
wie können wir weiter lernen?
4.1.4 Dokumentation
educcare versteht Dokumentation als „anschaulichen Beweis“ pädagogischer
Praxis. Sie bezieht sich auf alle Ebenen der Arbei t als auch auf das einzelne
Kind.
Für Kinder ist es eine unbändige Lust zu demonstrie ren, was sie gelernt haben.
Dafür steht ihnen Aktionsraum (Erzählkreis, Atelier , Bewegungsraum...), eben-
so wie Dokumentationsraum (Wände, Regale, „Schau-Fe nster“) zur Verfügung.
Präsentationen in den Räumen der Einrichtung (Werke der Kinder, Fotos,
begleitende Texte...)
wertschätzen die Kinder in ihrem Tun und ihrer Ent wicklung
regen an zu Kommunikation, zu Auseinandersetzung m it Gewesenem,
zu Wiederholung und Veränderung
vermitteln Eltern (und Besuchern der Einrichtung) Anregungen und
Transparenz über das Geschehen in der Gruppe
spiegeln die vielfältigen Verantwortungen und Aufg aben der
Erzieherinnen
Ein wichtiges Instrument der Dokumentation der Fort schritte ist das „Ich-Buch“,
das individuelle Portfolio des Kindes. Hier sind We rke des Kindes, Fotos,
Episoden, Ergebnisse und „Schritte“ gesammelt, die für das Kind und seine
Entwicklung von Bedeutung sind. Lernen Kinder ihr „ Ich-Buch“ als eine
Sammlung von Kostbarkeiten kennen, wählen sie gezie lt aus, was einen Platz
darin erhalten soll. Entscheidungskriterien sind au sschließlich die persönliche
Bedeutung des Ergebnisses für das Kind und der Wert, den es ihm zumisst.
Dokumentation ist
Wertschätzung
34
4.1.5 Aufzeichnungssysteme in der pädagogischen Arbeit
educcare hat ein aufeinander aufbauendes System ent wickelt, das
Erzieherinnen fortlaufend bei der Dokumentation von Entwicklung und ihrer
Auswertung unterstützt:
Tagebuchaufzeichnungen erzählen ein Stück Alltag a us spontaner oder
zielgerichteter Beobachtung
Der individuelle Entwicklungsbogen dokumentiert di e altersgemäße
Entwicklung des Kindes an konkreten, beobachtbaren Fähigkeiten in den
verschiedenen Entwicklungsbereichen. Er bedeutet fü r Eltern Sicherheit,
dass alle Entwicklungsschritte ihres Kindes beachtet werden
Die schriftliche Einschätzung des Kindes fasst die individuelle
Entwicklung, besondere Interessen, Stärken und pote ntielle
Entwicklungsdefizite des Kindes zusammen und beschr eibt pädag-
ogische Folgerungen und mit Eltern gemeinsam getrof fene
Vereinbarungen
Die regelmäßige Dokumentation hat darüber hinaus da s Ziel, Kontinuität auch
bei Personalwechsel sicherzustellen.
4.2 educcare als Träger - Verbindlichkeit und Sicherheit
educcare trägt Verantwortung für verlässliche Rahme nbedingungen, die die
pädagogische Arbeit der Fachkräfte maximal unterstü tzen. Dazu gehören u. a.
Gruppenstruktur und Strukturen des Tagesablaufs sow ie Raumkonzepte und
professionelles Personalmanagement.
4.2.1 Familienvergleichbare Strukturen
educcare verfolgt den Stammgruppenansatz. Das bedeu tet, jedes Kind hat
eine feste Gruppenzugehörigkeit und hier stabile Be ziehungen zu Kindern und
Erzieherinnen. So entsteht ein „familien-vergleichb ares Umfeld“.
Der Betreuungsablauf in den educcare Bildungskindertagesstätten
TM ist entlang
der elementaren Bedürfnisse der Kinder strukturiert . Durch Bringzeiten,
Essenzeiten, Entspannungszeiten und eventuelle Schl afzeiten sowie
Abholzeiten ist die Grundstruktur festgelegt. Sie g ibt Kindern und Eltern
verlässliche Orientierung und Sicherheit.
Laufende schriftliche
Aufzeichnungen
schaffen die Basis für
fundierte Einschätzun-
gen, für Transparenz
und Sicherheit
35
4.2.2 Verantwortung für Mitarbeiter
Begleitung der Kinder in den wichtigsten Bildungsja hren erfordert mehr als
Intuition - es erfordert absolute Professionalität bei den Erzieherinnen. Dies ist
eine Grundvoraussetzung um den Kindern und Eltern g erecht zu werden. Der
Träger hat - unserer Meinung nach - durch entsprech ende Rahmenbedingun-
gen sicherzustellen, dass diese Professionalität en tstehen und sich permanent
weiterentwickeln kann.
Hierzu zählen genaue Auswahl der Kolleginnen anhand authentischer
Begeisterung für die Arbeit mit Kindern, dem erkenn baren Willen zur
Weiterentwicklung, Bereitschaft und Fähigkeit zur S elbstverantwortung sowie
Ergänzung des Team hinsichtlich Persönlichkeit und pädagogischer
Schwerpunkte.
Wofür educcare verantwortlich zeichnet:
laufende Mitarbeiter-Entwicklungsgespräche mit kla ren Zielen und
vereinbarten Fortbildungsmaßnahmen
intensive Schulung in den für alle Mitarbeiterinne n obligatorischen
Bereichen: educcare Konzept, Beobachtung, Dokumenta tion,
Elterngespräche, Angebotsplanung
laufendes pädagogisches Coaching durch Träger Fach beratung
Möglichkeiten der Mitwirkung bei der Weiterentwick lung der jeweiligen
educcare Bildungskindertagesstätte
Übernahme von übergreifender Themenverantwortung
Entlastung von administrativen Tätigkeiten
4.2.3 Räume bilden
Die Räume in den Kindertagesstätten sind als Erfahr ungswelten konzipiert und
stellen so die Betätigungsmöglichkeiten sicher, die Kinder für ihre Bildungs-
prozesse brauchen. Sie unterstützen die Eigenaktivi tät von Kindern, Selbstbe-
stimmung und Verantwortung. Mit ihrem hohen Aufford erungscharakter haben
sie die Funktion eines „dritten Erziehers“.
Damit entlasten die Räume auch zugleich die „realen “ Erzieherinnen und
schaffen Ihnen Freiraum für die Beobachtung oder fü r die Durchführung von
Angeboten.
Begleitung der Kinder
in den wichtigsten
Bildungsjahren
erfordert mehr
als Intuition - es
erfordert absolute
Professionalität
Räume als dritter
Erzieher schaffen
Freiraum für die realen
Erzieherinnen
36
4.3 educcare und Eltern – gemeinsam Verantwortung t ragen
Eltern sind die Experten ihrer Kinder. Sie sind her zlich willkommen und in das
Leben der Kindertagesstätte und die Arbeit der Erzieherinnen einbezogen.
Um das einzelne Kind verstehen und fördern zu könne n und ihm in der
Einrichtung das Gefühl einer zweiten Familie zu ver mitteln, ist die enge und
vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern eine entscheidende
Voraussetzung. Erforderliche Basis ist gegenseitige Akzeptanz und Vertrauen.
Der unkomplizierte und ehrliche Umgang, das authent ische Interesse an dem
einzelnen Kind, eine offene Atmosphäre und Zeit sch affen diese Grundlage.
Der Austausch beginnt bei der Eingewöhnung und setz t sich sowohl „beim
spontanen Kaffee“ als auch bei den institutionalisi erten Elterngesprächen und –
abenden fort. Die regelmäßigen Elterngespräche zur Entwicklung ihres Kindes
erfolgen im Abstand von 3 Monaten.
Verbindlichkeit und absolute Vertraulichkeit gegenü ber gemeinsam getroffenen
Vereinbarungen ist selbstverständlich.
Eltern sollen sich - wie ihre Kinder - in der Tages stätte wohlfühlen. Bring- und
Abholzeiten laufen deshalb ohne Stress. Auch Eltern haben ein Recht, in
educcare Tagesstätten ein zweites Zuhause zu finden und Zeiten, sich zu
entspannen. Mit einer Weinprobe vielleicht zum Elte rnabend, Beteiligung an
Arbeitsgruppen sowie der Öffnung für den Besuch der Großeltern soll dem
zweiten Zuhause für Eltern Rechnung getragen werden.
Der unkomplizierte und
ehrliche Umgang, das
authentische Interesse
an dem einzelnen Kind,
eine offene Atmosphäre
und Zeit schaffen
gegenseitige Akzeptanz
und Vertrauen
37
5 Dynamik der Konzeption
Unsere Konzeption wird laufend überprüft und angepa sst. Sobald gesicherte
Erkenntnisse über Verbesserungspotentiale vorliegen , fließen diese ins
Konzept und über ein gesichertes Realisierungsvorge hen auch in die tägliche
Arbeit ein.
Die Überprüfung und die nachhaltige Verbesserung er folgen anhand
bestimmter Prozesse. Akteure sind sowohl interne Mi tarbeiter als auch externe
Berater und Organisationen. Den Austausch mit den E xperten der
Jugendbehörden sehen wir ebenfalls als unerlässlich an.
Ferner unterstützt der educcare Beirat die weitere Entwicklung von educcare.
Den educcare Beirat bilden herausragende Personen, die ein ernstgemeintes
Interesse an der Zukunft unserer Kinder und unserer Gesellschaft verbindet.
Zum jetzigen Zeitpunkt gehören dazu:
Prof. Dr. Gisela Lück, Professorin an der Universi tät Bielefeld, mit dem
Forschungsschwerpunkt Naturwissenschaftsvermittlung im Vorschulalter
Fiona Stollmann, engagierte Bürgerin und Initiator in von Bildungs-
projekten für Kinder und Jugendliche
Dr. Patrick Adenauer, engagierter Unternehmer
Dr. Günter Bulk, Experte für Qualitätsmanagementsy steme
Dr. Traugott Schöfthaler, Generalsekretär der UNES CO Deutschland
Prof. Dr. Henning Wode, Begründer und langjähriger Leiter des
„Zentrums für Mehrsprachigkeit und Sprachkontakt“ d er Universität Kiel
38
6 Kontakt und Verantwortlichkeiten
Geschäftsführung:
Axel Thelen
Marcus H. Bracht
educcare Bildungskindertagesstätten gemGmbH
Alter Markt 36 - 42
50667 Köln
Fon: 0221/ 46619400
Fax: 0221/ 46619499
E-Mail:
info@educcare.de
Anlage 1.4 Konzept ASB Josef-Beckm.-Str.
42100 Zeichen
Verfasst von: A. Vieren/ M. Brosch
Pädagogische Konzeption
Arbeiter – Samariter - Bund
Regionalverband Münsterland e.V.
ASB Kindertageseinrichtung
Seite 1 von 20
Vorwort
Der Arbeiter -Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. ist anerkannter Träger in
der Kinder - und Jugendhilfe und betreibt mit dieser Einrichtung erstmalig eine
Kindertageseinrichtung
Dieses Konzept wird bei jeder Veränderung angepasst.
Konzept
1.0 Träger
Träger der Einrichtung Kindertageseinrichtung………… ist seit dem ……….. der
Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V.
Gustav-Stresemann-weg 62
48155 Münster
Tel.: 0251-2897-0
Fax: 0251-297-118
Homepage: www.asb-muenster.de
E-Mail: m.brosch@asb-muenster.de
1.1 Allgemeines Leitbild des Arbeiter-Samariter-Bundes
Der Arbeiter -Samariter-Bund ist eine Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband. Er ist eine
gemeinnütziger Verein mit Vorsitz des Bundesvorstandes, dessen Mitglieder die Entwicklung
mitbestimmen und kontrollieren.
Der ASB setzt sich aus dem Bundesverband, Land esverbänden sowie Kreis- und Ortverbände
zusammen.
Humanitäre und demokratische Grundsätze bilden die Basis der Arbeit des ASB im In - und
Ausland.
Der ASB war, ist un d bleibt eine parteipolitische neutrale und konfessionelle ungebundene
Organisation, die Menschen in Not helfen ohne Ansehen ihrer politischen, rassischen,
nationalen oder religiösen Zugehörigkeit.
Da wir eine Einrichtung des Arbeiter -Samariter-Bundes sind arbeiten wir a m Leitbild der
Gesamtorganisation orientiert.
1.2 Lage
Die Kindertagesstätte liegt im Norden der Stadt Münster im Stadtteil Kinderhaus…
1.3. Aufnahmekriterien
Wir entscheiden bei der Aufnahme nicht nach Nationalität, Konfession, politischer
Einstellung oder ethnischer Zugehörigkeit. Sondern wir entscheiden bei der Aufnahme nach
sozialen Kriterien.
Aufnahmekriterien:
● Kinder aus dem Einzugsgebiet
Seite 2 von 20
● Kinder berufstätiger Eltern
● Geschwisterkinder
1.4 Gruppen/Gruppenstruktur
In der Kindertagesstätte werden
● in 2 Gruppen je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren betreut
● in einer Gruppe 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren betreut
● in einer Gruppe 20-25 Kinder im Alter von 3-6 Jahren betreut
1.5 Team und Personalstruktur
Die personelle Besetzung richtet sich nach der Vereinbarung zu den Grundsätzen über die
Qualifikation und den Personalschlüssel nach § 26 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes zur frühen
Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Zu unserem Selbstverst ändnis gehört es,
innerhalb unserer Einrichtung Praktikanten während ihrer Ausbildung praxisnah zu begleiten
und anzuleiten.
Ein partnerschaftliches Miteinander, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung sind
Grundlagen einer guten Zusammenarbeit in unserem Team Ein kollegialer Austausch,
gruppenübergreifendes Arbeiten und der Einsatz der eigenen Persönlichkeit sind ebenso
gefordert, wie das Engagement und die Offenheit gegenüber der gesamten Arbeit.
Gemeinsame Zielabsprachen und ein aufgabenorientier tes Aufeinander -Zuarbeiten und
Transparenz sind für eine erfolgreiche Teamarbeit unabdingbar.
In unserem Team arbeiten:
1 freigestellte Einrichtungsleitung
pro Gruppe 1 Erzieher/in als Gruppenleitung sowie 1 weitere Fachkraft
1 weitere Fachkraft gruppenübergreifend
1 Auszubildende in der praxisintegrierten Ausbildung zur Erzieherin
1 Küchenkraft
1 Schreibkraft
Nach Möglichkeit stellen wir jemanden für ein Freiwilliges Soziales Jahr und/oder ein/e
Anerkennungspraktikant/in ein.
Die Aufgabe als Leitung wahren wir durch einen partnerschaftlichen Leitungsstil; dazu zählen
Teamgespräche, Einzelgespräche, fachliche Anleitung und Beratung, Delegation von
Aufgaben und Übertragen von Verantwortung.
Wertschätzung, Offenheit und Kritikfähigkeit sind Voraussetzungen für eine gute
Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern, dem Träger und anderen Partnern.
Seite 3 von 20
1.6 Öffnungszeiten
Unter Berücksichtigung des Wohles der Kinder, der berechtigten Belange der
Ehrziehungsberechtigten sowie der personellen und örtlichen Gegebenheiten, setzt der
Träger nach Anhörung des Elternrates die Öffnungszeiten fest (§ 9 Abs. 4 KiBiz).
Unsere Öffnungszeiten lauten (45 Std.):
Montag bis Donnerstag 7:30 Uhr – 17:00 Uhr
Freitag 7:30 Uhr – 15:30 Uhr
Für eine Gruppe von 10 Kindern sollen nach Absprache mit dem Jugendamt und nach
Anhörung des Elternrats erweiterte Öffnungszeit en von
Montag bis Freitag 6:30 Uhr – 20:00 Uhr angeboten werden.
2.0 Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze
Für die Kindertagesbetreuung relevanten Paragrafen:
Sozialgesetzbuch, Achtes Buch, Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII)
§ 22a - 25 SGB VIII Angebote zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen
Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz - KiBiz) –
Viertes Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes SGB VIII
Personalvereinbarung der Trägerzusammenschlüsse der freien und öffentlichen
Jugendhilfe
Die Rechte der Kinder
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern
Die Erziehungsberechtigten haben laut § 90 SGB VIII, entsprechend ihrer wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit, monatlich öffentlich -rechtliche Beiträge zu den Jahres -Betriebskosten zu
entrichten.
Für die Teilnahme eines Kindes am Mittagstisch (12:00 Uhr) ist ein zusätzlicher Beitrag an
den Träger der Einrichtung zu entrichten. Bei regelmäßiger Teilnahme wird ein fester, nach
Alter gestaffelter Beitrag monatlich erhoben (unabhängig von den Schließzeiten):
bis 3 Jahre 35,00€
bis Schuleintritt 40,00 €
Pro Einzelmahlzeit ist ein Beitrag von z. Zt. 3,00 € an den Träger der Einrichtung zu zahlen.
Seite 4 von 20
3.0 Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des Arbeiter-Samariter-Bundes
Als ASB -Einrichtungen haben wir einen sozialen und wertschätzenden Auftrag, der unser
Handeln prägt und beeinflusst.
Unsere Kindertagesstätte ist ein Platz an dem die Kinder sich mit Hilfe der Erzieher/innen
individuell entfalten und entwickeln können. Hier können die Kinder Freunds chaften
schließen, sich gegenseitig motivieren Neues zu lernen.
Die pädagogische Konzeption der Kindertagesstätte basiert auf dem Grundverständnis, dass
die Kindertagesstätte Lebens - und Erfahrungsraum für alle Kinder und Familien mit ihren
individuellen Bedürfnissen ist.
Mit dem Ziel für alle Kinder ein partnerschaftliches, demokratisches, tolerantes und
gleichberechtigtes Miteinander zu erlernen.
Durch die gemeinsame Erziehung bekommen alle Kinder vielfältige Entwicklungsanreize und
können im Zusammenleben Unterschiede und Ähnlichkeiten erleben, wodurch sich eine
Atmosphäre sozialer Toleranz entwickelt, die jedem Kind ungeachtet seiner Fähigkeiten ein
positives Selbstwertgefühl vermittelt.
Grundlage der pädagogischen Arbeit ist die Überzeugung, dass jedes Kind die Potentiale zu
einer konstruktiven Entwicklung in sich trägt.
Ganzheitliches Lernen, ausgerichtet auf das Erleben der Kinder, d.h. Vorbereitung auf
gegenwärtige und zukünftige Lebenssituationen und Befähigung, diese zu bewältigen
Ressourcenorientiertes Arbeiten anhand der Stärken und Fähigkeiten
Entlastung und Unterstützung der Familien durch Schaffun g eines sozialen
Netzwerkes
Toleranz, Vielfalt und Offenheit im Zusammenleben von unterschiedlichen Menschen
als Grundlage für ein Miteinander
3.1 Fachlichkeit
Um die Arbeit mit einem bunt gemischtem Klientel in der Einrichtung qualitativ gut zu
gestalten, bedarf es eine hohe Fachlichkeit der Mitarbeiter, die regelmäßige Fort - und
Weiterbildungen, Fachtagungen und Supervision voraussetzt.
Die Erziehungsberechtigten sind hauptverantwortlich für die Erziehung des Kindes . Die
Begegnung und Zusammenarbeit ist wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Die
Einrichtungen sind Orte für das Entstehen sozialer Kontakte und bieten den
Erziehungsberechtigten pädagogische Unterstützung durch Elternabende, Gesprächskreise,
Vorträge und Beratung an.
Grundlage geeigneter fachspezifischer Maßnahmen und Zielsetzung ist die ganzheitliche
Sichtweise. Eines unserer Ziele ist es, dass die Kinder gegenwärtige und zukünftige
Situationen mit größtmöglicher Selbständigkeit bewältigen können
Seite 5 von 20
3.2 Selbstverständnis
Wir beobachten kontinuierlich die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Entwicklung der Kinder
angelehnt an den Situationsorientierter Ansatz . Wir erkennen im ständigen Diskurs mit
Kindern, Erziehungsberechtigten und anderen Erwachsenen lebensgeschichtlich bedeutsame
Situationen, analysieren und gestalten auf dieser Grundlage ganzheitliche Lernprozesse.
Die Erziehungsberechtigte und wir gehen eine vertrauensvolle, partnerschaftliche Beziehung
zugunsten der Betreu ung, Bildung und Erziehung der Kinder ein. Sie umfasst die Ergänzung
und Unterstützung des Kindes und dessen sozialen Netzwerkes durch Information und
Beratung der Erziehungsberechtigten.
Die Kinder haben die Möglichkeit ihre eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu finden.
Kinder lernen mit- und voneinander. Deshalb ermöglichen wir den Kindern, im gemeinsamen
Tun ihre vielfältigen Erfahrungen und Kompetenzen aufeinander zu beziehen. Entsprechend
ihrer Entwicklung werden die individuellen Bedürfnisse und Entwicklungsaufgaben erkannt
und der Bildungsauftrag gezielt und altersentsprechend berücksichtigt und umgesetzt.
In erster Linie werden die Kinder, entsprechend ihrer Möglichkeiten, aktiv an der
pädagogischen Planung beteiligt „Was sie selbst tun k önnen, wird ihnen zugetraut und
zugemutet.“
Um den Kindern die Gelegenheit zu geben, sich im Spiel mit ihrer Lebenswelt auseinander
setzen zu können, schaffen wir ein anregendes, vielfältiges pädagogisches Umfeld. Wir
eröffnen den Kindern Lern - und Erfah rungsräume, die über ihre bis dahin gemachten
Erfahrungen hinausgehen und bieten ihnen neue Entwicklungsmöglichkeiten. Neugier,
Interesse, Entdeckerlust und Experimentierfreude der Kinder werden unterstützt, so dass
vielseitige Wahrnehmun gs- und Ausdrucks möglichkeiten -Selbstbildungspotentiale-
gefördert werden.
Das Zusammenleben von Kindern mit verschiedenen Herkunfts -, Entwicklungs - und
Leistungsvoraussetzungen bietet uns die Möglichkeit, anhand von vielfältigen
Lernsituationen das Selbstvertrauen aller Kinder zu stärken, sowie ihre besondere Begabung
und das Verständnis untereinander zu fördern.
Wir vernetzen uns im Rahmen der Familienzentrumsarbeit mit unterschiedlichen
Einrichtungen, Vereinen und Institutionen des Gemeinwesens.
Kontinuierlich reflek tieren wir sowohl die gesellschaftliche als auch die kindliche
Entwicklung.
Die Einrichtungskonzeption wird fortlaufend im Team überdacht und die pädagogische
Arbeit evaluiert.
Seite 6 von 20
3.3 Partizipation
Partizipation ist ein grundlegendes Recht der Menschen (Artikel 1 und 2 Grundgesetz) und
als Auftrag der Tageseinrichtung gesetzlich festgelegt im Sozialgesetzbuch (SGB).
Im Wesentlichen geht es darum, Kindern und Eltern die Mitsprache bei Planungs -,
Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen zu ve rschaffen, die direkten oder auch indirekten
Einfluss auf ihre Lebenswelten haben.
Durch frühes Einbeziehen in Entscheidungen entwickeln Kinder Problemlösungsstrategien
und üben sich in deren Umgang umso das Gefühl zu entwickeln selbstwirksam zu sein. Durc h
die Übernahme von kleinen Verantwortlichkeiten und Aufgaben und deren erfolgreiche
Bewältigung entwickeln sie Vertrauen in eigene Fähigkeiten, lernen eigenverantwortliches
Handeln und erhalten Respekt vor anderen Personen.
Partizipation ermöglicht:
Kindern Mitbestimmung und Mitverantwortung zu erlernen und zu tragen
Kindern die Auswirkungen ihres Engagements zu sehen, nachzuvollziehen und sich
damit identifizieren zu können.
Kindern und Erzieherinnen gemeinsam Entscheidungen und Lösungen für Proble me
zu finden
Wir legen besonderes Augenmerk auf die Motivation der Kinder und auf die Auswahl der
Methoden der Beteiligung. Partizipation soll Spaß machen, da sie sonst schnell ihre
Anziehungskraft verliert.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Partizi pation ist, dass die Erwachsenen die Äußerungen
aller Kinder wertschätzend beachten, sie ernst nehmen und sie auf der Suche nach eigenen
Lösungen unterstützen. Kinder erhalten so die Chance, sich zu starken individuellen
Persönlichkeiten, engagierten und k ritischen Bürgern/innen in einer demokratischen
Gesellschaft zu entwickeln.
In unserer Einrichtung sind unterschiedliche Formen der Partizipation vorhanden, z.B. :
Teilhabe an einfachen dialogischen Gespräch ssituationen (Spiel-und Gesprächskreisen) ,
spontane Gesprächs runden, Bewältigung von Ko nfliktsituationen, Wahl des Elternrates,
Freispiel, Elternversammlungen, Frühstücksbuffet.
3.3.1 Beschwerdemanagement für Kinder
Die Kinder haben die Möglichkeit zu jeder Zeit ihre Bedürfnisse, Wünsche sowie
Beschwerden zu äußern. Sie können und dürfen sich an einen ihnen vertrauten Mitarbeiter
wenden. Im morgendlichen Sing - und Gesprächskreis haben die Kinder z.B. die Möglichkeit
sich und ihre Beschwerde vorzubringen. Ebenso können sie im persönlichen Gespräch ihre
Anliegen formulieren.
Hier werden alle Kinder ernst genommen und unterstützt das Vorgebrachte umzusetzen.
Die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein werden damit gestärkt.
Kommunikationsfähigkeit und Vertrauen wird gefördert, Achtung vor dem Anderen und
Wertschätzung erlernt.
Seite 7 von 20
Kinder nutzten je nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen unterschiedliche Formen der
Beschwerde z.B.: Nonverbale-, Ermöglichungs-, Verhinderungs-, Spontan-, Indirekte- sowie
Einzelbeschwerde.
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen
Die verschiedenen Interessen und Bedürfnisse der Kinder in den inklusiven altersgemischten
Gruppen sind eine Bereicherung für das Gruppenleben. Durch das Zusammenleben der
Kinder werden soziale Verhaltensweisen, wie Rücksichtnahme, Toleranz und Verantwortung
besonders unterstützt.
Die Altersmischung in unseren Gruppen ermöglicht eine individuelle Betreuung der
einzelnen Kinder, weil sich durch diese Mischung die Entwicklun gs- und
Betreuungsansprüche der Kinder ergänzen.
Die schwierige Phase der Eingewöhnung ist durch die ausgewogene Altersstruktur
erleichtert.
Die inklusiven a ltersgemischten Gruppen bieten eine anregungsreiche Atmosphäre: Die
jüngeren Kinder lernen von den „Großen“ wodurch Eigenaktivität, Selbstständigkeit und
Sprache angeregt werden. Die älteren Kinder können im gemeinsamen Spiel mit den
Jüngeren Fertigkeiten und Fähigkeiten erproben und vertiefen, indem sie ihnen Dinge
zeigen, Sachverhalte erklären und bei alltäglichen Schwierigkeiten helfen.
Alle Kinder können leichter ihren Platz in der Kindergemeinschaft finden und ihr
Selbstwertgefühl stärken. Die Kinder lernen Kompromisse einzugehen und kommunikative
Mittel einzusetzen, damit ein gemeinsames Spiel möglich ist.
Mit steigendem Alter können die Kinder sich eher gleichaltrigen Spielpartnern zuwenden, die
gleiche Interessen haben. Hierbei werden die Kinder vor andere Herausforderungen gestellt,
Konflikte werden gleichrangig und gleichberechtigt ausgetragen.
Kinder im Alter von 0 -3 Jahren brauchen entsprechend ihrem Entwicklungsstand mehr
Zuwendung, Pflege, Aufmerksamkeit und Nähe als ältere Kinder.
Geborgenheit und Vertrauen als positive Lebensgrundstimmung, sowie eine kontinuierliche
Betreuung sind für die Gesamtentwicklung des Kindes von entscheidender Bedeutung.
Das unmittelbare und sensible Eingehen auf die Bedürfnisse des Kindes gibt diesem eine
Lebenssicherheit, eine Reserve an positiven Erfahrungen, die hilft Enttäuschungen und
Belastungen besser zu bewältigen.
D. h. für uns als Tageseinrichtung ist eine erste Kontaktaufnahme des Kindes zu einer festen
Bezugsperson wichtig. Diese kümmert sich in der Eingewöhnungszeit -in Anwesenheit einer
familiären Bezugsperson- bevorzugt um das Kind, wickelt es, füttert es und bringt es ins Bett
(vgl. Eingewöhnung und Aufnahme).
Die daraus gewonnene Sicherheit ermöglicht dem Kind, intensivere Kontakte zu weiteren
Bezugspersonen aufzubauen.
Seite 8 von 20
Für Erziehungsberechtigte die wieder ins Berufsleben zurückkehr en, ist die Betreuung des
Kindes innerhalb unserer Kindertagesstätte eine professionelle, konstante Institu tion der
Erziehung und Bildung.
Ziel der inklusiven Arbeit ist es daher, ein Förderangebot zu gestalten, dass Potentiale weckt
und Entwicklungsprozes se anbahnt und zulässt. Unsere Gruppen sind umfassende
Lernsituation für K inder, ein Lebens - und Erfahrungs raum, der kein Kind ausschließt. Jedes
Kind wird in seiner Individualität und Einzigartigkeit wahrgenommen und respektiert.
Das Zusammenleben im Alltag, sprich das Miteinander, ist von großem Wert und bietet allen
Beteiligten ein breites Lernspektrum.
Kinder machen früh die Erfahrung, dass ein Anderssein nicht ein besser oder schlechter
bedeutet, sondern mit Individualität und Persönlichkeit einhergeht.
3.5 Regeln
Um den Interessen und Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden und ein
partnerschaftliches Miteinander zu schaffen, gehören Regeln zur päd. Arbeit. Die Regeln gibt
es aus unterschiedlichen Gründen, z.B. Schutz der körperlichen und seelischen
Unversehrtheit, Partizipation, Lernen, Wertvorstellung und um den Tagesablauf zu
strukturieren.
Einige Richtlinien sind verbindlich, z. B. „Der Gruppenraum darf nicht ohne das Wissen und
die Erlaubnis der Erzieherin verlassen werden“.
Zudem gi bt es Regeln, die situationsabhängig und altersentsprechend von den Kindern
selbständig aufgestellt werden, z. B. einigen sich die Kinder auf eine bestimmte Zahl von
Mitspielern innerhalb eines Spielbereiches.
Darüber hinaus können im Rahmen der Selbständ igkeitserziehung Regeln individuell in
Abhängigkeit von Alter, Tagesform und Verhalten der Kinder abgewandelt werden.
Regeln und Rituale geben sowohl sichere Orientierung, als auch Halt.
3.6 Freispiel
Die Freispielzeit ist ein wichtiges Element im Kind ertagesstättenalltag. Das Kind entscheidet
in den Freispielphasen - selbstinitiierte Lernprozesse -, je nach seinen Interessen und
Bedürfnissen
was
wann und wie lange
wo
wie
und mit wem es spielt.
Die Zeit für das Freispiel wird im Alltag durch die Erzieher /innen ermöglicht. Im freien Spiel
werden Normen und Strategien des Zusammenlebens ausprobiert, Konkurrenz und Streit,
Solidarität und Kooperation sowie Integration und Ausgrenzung können erfahren werden.
Seite 9 von 20
Durch Eigenini tiative und auch durch Beobachtung von anderen findet ein kindlicher
Lernprozess statt. Im gemeinsamen Spiel lernt das Kind, Konflikte zu lösen, eigene Interessen
zu verfolgen aber auch konkurrierende Interessen zu respektieren, Kompromisse zu
schließen, zu teilen, zu kooperieren, selbstbewusst zu werden.
Diese Entscheidungsmöglichkeiten bieten dem Kind Freiräume, die in so starkem Ausmaß im
späteren Leben (Schulzeit) nicht immer gegeben werden.
Durch die verschiedenen zur Verfügung stehenden Spiel - Bastelmaterialien und gesetzten
Spielimpulse kann das Kind konstruktiv, kreativ und schöpferisch tätig sein.
Bereits erfahrene Eindrücke/Erlebnisse werden verarbeitet, z. B. beim Nachspielen von
Alltagssituationen im Rollenspiel.
Kinder lernen bei jedem Spiel.
„Alle Momente, die effizientes Lernen ausmachen, sind im Spiel vorhanden. Das Spiel ist die
ideale Form des Lernens, weil die Kinder dabei in höchstem Maße aktiv sind, mit Intensität
und Eifer aus eigenem Antrieb sich spontan damit beschäftigen, was si e gerne können
möchten. Ihr Lernen ist im Spiel individuell und freiwillig.
Es dauert so lange, bis ein Lernprozess abgeschlossen oder die Lust an etwas verloren
gegangen ist.
Solches Lernen ist nicht planbar. Es ist im Kind selbst angelegt. Das Kind weiß sich die
Situation im Spiel so ein zu richten, dass es Schwierigkeiten, die eintreten können, selbst
meistern kann. Es verfügt über Muster der Wirklichkeitsbewältigung, mit denen es sich in
seiner Fortentwicklung selbst hervorbringen kann.“
(Zitat: G. Schäfer, 1989)
3.7 Projekte und AGs
Im Laufe eines Kindergartenjahres werden unterschiedliche Themen in Form von
gruppeninternen und/oder gruppenübergreifenden Projekten bearbeitet.
Durch die Erweiterung des Umfeldes bedeutet die Projektarbeit eine ganzheitliche
Wissensvermittlung und entspricht dem Anliegen des Bildungsauftrages.
Teil des Projektes ist neben dem Prozess selbst, die abschließe nde Präsentation der
Ergebnisse.
AGs sind Arbeitsgemeinschaften, an denen die Kinder, je nach ihren persönlichen Interessen,
teilnehmen und in denen sie an die unterschiedlichsten Lebensbereiche herangeführt
werden. In den AGs werden Schwächen abgebaut und die Stärken einzelner Kinder, ebenso
wie die Gemeinschaft untereinander, gefördert.
Abhängig vom Angebot und dessen Ergebnis, gib t es offene und geschlossene AG s, die zu
festen Zeitpunkten und Wochentagen stattfinden.
Durch das gruppenübergreifende Angebot ist die Begegnung vielschichtiger Kulturen und
Altersstufen möglich.
Seite 10 von 20
In den AG-Stunden lernen die Kinder, kurzfristige Ziele zu verfolgen. AGs können nach Bedarf
auch an ein Projekt angegliedert werden.
3.8 Bildung/päd. Arbeit
Lernen ist der dauerhafte Erwerb einer neuen oder Veränderung einer schon vorhandenen
Fähigkeit, Fertigkeit oder Einstellung. Lernen kann jeder Mensch nur selbst.
Bildung ist mehr als Lernen. Bildung beschreibt eine gewisse Qualität von Lernprozessen -
nicht nur die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten - ein Lernen mit allen Sinnen, bei dem
die ganze Breite der Selbstbildungspotentiale der Kinder zum Tragen kommt.
Begleitung, Förderung und Herausforderung der Kinder insbesondere in den sensorischen,
motorischen, emotionalen ästhetischen, kognitiven, sprachlichen und mathematischen
Entwicklungsbereichen.
Das Lernen untereinander ist geprägt von: Unsicherheiten abbauen, Akzeptanz,
Kompromissbereitschaft, Rücksichtnahme, Entwicklung von Selbständigkeit, Kennenlernen
der eigenen Grenzen, Selbstbehauptung und Disziplin, Einordnung - und
Durchsetzungsfähigkeit, Übernahme von Verantwortu ng für sich, das Spielmaterial und
schließlich auch für andere Kinder.
3.9 Kommunikation und Sprache
Der Einsatz verbaler und nonverbaler Ausdrucksmöglichkeiten ist ein grundlegendes
Bedürfnis jedes Menschen.
Die Sprache entwickelt sich auf der Grundlage wechselseitiger Beeinflussung von
Bewegungserfahrungen, Sinneserfahrungen, kognitiven und sozial-emotionalen Prozessen.
Die körperliche und geistige Entwicklung und die Bildung eines Kindes lassen sich nicht von
Sprache trennen, da diese ein wich tiges Werkzeug ist, um Entwicklungsprozesse in Gang zu
setzen.
Sprache wird nicht nur benutzt, um eigene Emotionen, Gedanken, Pläne und Wünsche
auszudrücken, sondern auch, um andere Menschen verstehen zu können und damit
Beziehungsstrukturen zu bilden.
Einige wichtige Ziele im Sprachbereich sind: Dinge und Sachverhalte benennen zu können,
Gefühle auszudrücken, Freude am Sprechen und Erzählen zu entdecken, verbale
Aufgabenstellungen zu verstehen und umzusetzen und zuhören zu können.
Sprache wird in jeglichen Alltagssituationen erprobt, erforscht und gefördert.
Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf wir mit einer erfolgt dieser in Kooperation mit
einer Frühförderstelle
Seite 11 von 20
3.10 Bewegung
Es liegt in der Natur eines jeden Kindes sich zu bewegen.
Wir bieten den Kinder Raum und Zeit sich selbst darin zu fördern was ihnen zurzeit Spaß
bereitet. Spezielle Möbel unterstützen die Lernprozesse der Kinder.
Durch altersentsprechendes Spielmaterial, angeleitete Bewegungseinheiten, Sing - und
Bewegungsspiele fordern wir die Kinder spielerisch dazu auf ihre bereits erlernten
Fähigkeiten zu vertiefen und zu erweitern.
3.11 Maxi-Gruppe
Die Förderung von Schulfähigkeit beginnt - ebenso wie die Bildung - nicht erst im letzten
Kindergartenjahr. „Bildung beginnt mit der Geburt .“ (Zitat Schäfer, 2003 Literaturliste:
Bildung beginnt mit der Geburt, Gerd Schäfer, Beltz Verlag ) Wir unterstützen die
Erziehungsberechtigten ab Kindergarteneintritt in der Förderung und Entwicklung ihrer
Kinder.
Die Kinder werden sprachl ich, emotional, geistig und körperlich auf den Übergang von der
Kindertageseinrichtung zur Schule vorbereitet.
Wichtig ist uns, dass ein Kind nach Möglichkeit vor Schuleintritt über folgende Kompetenzen
verfügt:
Vermitteln von Lernkompetenz (das Lernen l ernen, Selbständigkeit, Orientierungs -
und Lernfähigkeit)
Förderung von Sozialkompetenz (Selbstvertrauen und Selbstsicherheit)
Sprachförderung (Sich über Erlebtes und Erfahrenes in vielfältiger Form ausdrücken)
Logisches, mathematisches sowie räumliches Denken (Zahlenverständnis im
Zahlenraum bis 10 sowie geometrische Formen)
Stärkung der Konzentration und Ausdauer (mehrfach Aufträge erledigen)
Intensivierung des selbständigen Han delns und der Eigenverant wortlichkeit
(zuhören, sich mitteilen, die eigene Meinung vertreten, sich mit anderen
Auffassungen auseinandersetzen)
Abbau von Ängsten/Hemmungen vor dem Schuleintritt (Enttäuschung und
Misserfolge verkraften)
Spezielle Schulung der Fein- und Grobmotorik (Stifthaltung, Kraftdosierung,etc.)
Seite 12 von 20
Verkehrserziehung (geltende Regeln verstehen und situationsangemessen
anwenden und ggf. verändern)
In der Maxi -Gruppe werden die Kinder, zusätzlich zu ihrer individuellen Förderung in der
Gruppe, zielbewusst in Hinbli ck auf die Schulreife gefördert . Alle Kinder, die im
darauffolgenden Jahr eingeschult werden, dürfen teilnehmen.
Die Maxi-Gruppe befasst sich mit Kindern der Altersstufe von 5 – 7 Jahren.
In der Regel findet die Maxi-Gruppe einmal wöchentlich vormittags statt.
Anhand von Aktionen un d Exkursionen lernen die Kinder bei altersgerechtem Tempo,
miteinander Aufgaben zu lösen, die speziell auf sie, ihren momentanen Entwicklungsstand
und ihre speziellen Wünschen zugeschnitten sind.
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme
Um einen für Kinder und Erziehungsberechtigten gleichermaßen erfolgreichen und positiv
erlebten Start in die neue Lebensphase zu ermöglichen, sind die Eingewöhnung und das
Aufnahmeverfahren von besonderer Bedeutung.
Jedes Kind wird individuell eingewöhnt.
In unserer Einrichtung ist das Kind der Akteur seiner Eingewöhnung.
Sollte ein Kind mehr Zeit brauchen um sich von den Erziehungsberechtigte zu lösen erhält es
diese. Kinder, die sich leichter von ihren Erziehungsberechtigten trennen können, haben
somit eine kurze Eingewöhnungsphase.
Hierin liegt die Basis sowohl für das dauerhafte Wohlbefinden der Kinder, als auch für den
Erfolg unserer pädagogischen Arbeit.
In der Eingewöhnungsphase sammeln die Kinder neue soziale, emotio nale und kognitive
Erfahrungen. Diese beinhalten einen neuen Tagesablauf, viele neue Menschen und Räume,
neue Spielmöglichkeiten und Materialien sowie Regeln. Auf Grund der Individualität eines
jeden Kindes wird von uns in dieser Phase viel Zeit, Geduld, V erständnis und eine besondere
Aufmerksamkeit erbracht.
In der Eingewöhnungsphase stellen wir folgende Punkte in den Vordergrund unserer Arbeit:
Beachtung der aktuellen Familiensituation und Lebensumstände
Berücksichtigung des Alters und Entwicklungsstandes der Kinder
Schnuppertage zum Kennenlernen
Information über den Geburtsverlauf
Wir achten darauf - wenn möglich - das die Gruppen ausgewogen zusammengesetzt
werden, damit die Kinder weder unterfordert noch überfordert werden.
Seite 13 von 20
3.13. Interkulturelle Orientierung
Die K indertagesstätte versteht sich als Begegnungsstätte zur Auseinandersetzung und
Integration unterschiedlicher Kulturen und sozialer Gefüge.
Da immer mehr Nationalitäten in den Stadtteilen zusammen leben, ist im Kontext der
Chancenangleichung der betreuten Kinder die Sensibilisierung für eigene und
fremdländische Kulturen unausweichlich.
Wir legen den Grundstein für ein demokratisches Zusammenleben und wecken die Neugier
Einblick in verschiedene Kulturen zu nehmen.
Verständnisvolles und friedliches Miteinander begünstigt die Entwicklung zum weltoffenen
toleranten Menschen.
Ausgehend von unserer Leitorientierung versteht sich die Umsetzung der genannten Ziele
zunächst als Haltung aller am Erziehung-Bildung-und Betreuungsprozess Beteiligten.
Daraus leitet sich die Kontinuität in der Auseinandersetzung ab, lässt aber auch genügend
Raum aktuelle Anlässe, Feste und Feiern im Jahreskreis zum interkulturellen pädagogischen
Programm zu erklären. Beteiligung an dem ges amten Prozess erwarten wir von allen
sozialpädagogischen Fachkräften wünschen uns diese aber auch von den
Erziehungsberechtigten und anderen Interessierten aus den Gemeinden.
3.14 Ernährung
Die meisten Kinder unserer Einrichtung verbringen einen Großteil des Tages in der
Kindertagesstätte. Montag bis Freitag werden mit Frühstück, Mittagessen und dem
Nachmittag-Snack drei Mahlzeiten gereicht.
Die Einnahme der Mahlzeiten erfolgt in der Gemeinschaft mit den Kindern und uns.
Daraus leitet sich eine besondere Verantwortung ab. Wir bieten eine gesunde, ausgewogene
und kindgerechte Ernährung, welche die Entwicklung, Leistungsfähigkeit und das
Wohlbefinden der Kinder unterstützt.
Unter Berücksichtigung der Vorlieben und Abneigung en der Kinder und den Ansprüchen der
Erziehungsberechtigten, sorgen wir im ständigen Team -Dialog für ein e abwechslungsreiche
Ernährung angelehnt an die Anforderungen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung
e.V.).
Vielfalt und Selbstbestimmung zeichnen das Konzept (Partizipation) des Frühstücksbüfetts
aus. Die Kinder können selbst entscheiden, was und wann (8:00 h – 9:30 h) sie essen
möchten. Die Kinder erlernen hier sich bei der Zubereitung ihres Frühstücks frei zu entfalten
und üben ihre Selbstständig keit. Ebenso lernen sie welche Lebensmittel zu einer vielseitigen
Ernährung gehören. Das Mittagessen wird in der Regel so gereicht, dass alle Kinder einer
Gruppe als Gemeinschaft essen.
Bei der Gestaltung der Mahlzeiten ergibt es sich gelegentlich dass die Kinder einbezogen
werden. So wird elementares Erleben ermöglicht um die Nahrungsmittel in unverarbeiteter
Form kennen zu lernen. Es ist uns wichtig, dass man nicht nur zu Tisch geht, um etwas zu
essen, sondern auch, um sich anderen mitzuteilen und Gemeinschaft zu erleben.
Gemeinsame Mahlzeiten erfordern zudem Rücksichtnahme auf andere und die Einhaltung
von Regeln.
Seite 14 von 20
4.0 Räume
Kinder wollen sich und anderen begegnen, sich selbst und den Raum entdecken und
verändern, etwas nach außen sichtbar machen, malen, gestalten, sich bewegen und zur
Ruhe kommen.
Uns ist es wichtig, innerhalb der Einrichtung eine angenehme, an regungsreiche und
gemütliche Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder altersentsprechend entfalten können,
in der ihre Selbständigkeit und Eigenaktivität gefördert werden, sie sich in einer
Gemeinschaft erleben und ihr Sozialverhalten entsprechende Unterstützung erfährt.
Die übersichtlichen Gruppenräume sind in Funktionsbereiche unterteilt, lassen jedoch
bewusst Freiräume zur flexiblen U mgestaltung offen. Rücksichtnahme, Selbstachtung und
das Selbstbewusstsein der Kinder werden gestärkt.
Die Erfahrung unterschiedlicher Raumaufteilungen, Ebenen und Bodenbeschaffenheiten
ermöglicht vielfältiges Lernen, z.B. mal das Gruppengeschehen aus eine r anderen
Perspektive zu verfolgen.
Durch gesonderte Nebenräume und Teilbereiche, wie Kuschelecke, Schlafraum, Lese - und
Sitzecke, können sich die Kinder jederzeit zurückziehen.
Im situationsorientierten A nsatz wird die Gestaltung der Räume selbstverständlich an den
Bedürfnissen und Interessen der Kinder angepasst.
Die Gruppenräume sind altersentsprechend und anregend möbliert. Tische, Schrän ke und
Regale, Stühle, Podeste, Teppiche, Freiflächen und Kuschelnester laden zum Verweilen ein
und fordern die Kinder auf, die Unterschiedlichsten Materialien im Kreativ -, Bewegungs -,
Konstruktions-, Rollenspiel - und Entspannungsbereich zu nutzten. Sowohl diese
differenzierte Materialien als auch die Gegenstände des tägliche n Lebens werden immer
wieder kindgemäß präsentiert und entsprechend den Bedürfnissen, Erfordernissen und
Wünschen der Kinder ausgewechselt und gepflegt. Thematische Raumdekorationen spiegeln
wieder, womit die Kinder sich gerade beschäftigen.
Ihrem Bewegun gsdrang können die Kinder speziell im Mehrzweckraum durch Nutzung
unterschiedlicher Materialien, wie Bewegungsmodule, Matten, Bälle, Seile, Sprossenwand
oder Trampolin, etc. nachkommen.
Die Flurbereiche dienen der Information sowie Dokumentation der Einrichtungsarbeit.
Die Eltern nutzen bei Bedarf den Flurbereich als Wartezone sowie zum Info -Austausch mit
anderen Eltern.
In der hauseigenen Bücher- und Spielebibliothek können sich die Kinder mit den Erziehern zu
ihren jeweiligen Interessen und Themen entsp rechende Bücher, Spiele oder Puzzle
ausleihen.
Seite 15 von 20
Die Pflegebedürfnisse der Kinder werden in Sanitärräumen mit Wickelbereich, individuellen
Pflegeartikeln, Eigentumsfächern und Kinderbetten erfüllt.
Im Foyer und den Fluren laden diverse Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein.
Familienzentrumsaktivitäten z.B. Beratung, Unterstützung, Bi ldung, Austausch und
gemütliches Beisammensein kann hier in unterschiedlichen Räumen wahrgenommen bzw.
angeboten werden . Dazu bieten sich folgende Räum an: Mehrzweckraum, Personalraum
sowie die Differenzierungsräume (jeweils am Ende der Flure).
Die Kleiderbörse kann nach Absprache im Personalraum aufgesucht werden.
Musik- und Rhythmik Instrumente sowie verschiedene Medienträger stehen zur Verfügung.
4.1 Raum Plan
Das derzeitige Raumkonzept der Einrichtung entspricht den allgemeinen Empfehlungen und
gesetzlichen Bestimmungen.
Die Flurbereiche werden als Spiel- und Bewegungsräume mit einbezogen.
2 Außengelände bis zur Fertigstellung
Die Einrichtung verfügt …
5.0 Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation
Für eine optimale Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern sowie der Unterstützung
und Förderung von Familien ist eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen
Fachkräften und Institutionen nötig. Kontakt und Austausch mit Pädagogen, Therapeuten,
Ärzten, Psychologen sowie einer institutionellen Kooperation von Frühförderstellen und
Behörden, Kliniken sowie familienentlastenden sozialen Diensten gehören zu unseren
täglichen Aufgaben.
Mit den Lehrern der Grund -, Sonderschulen stehen wir, soweit die E rziehungsberechtigten
uns dieses genehmigt haben, im Rahmen der Einschulung in Kontakt.
Besuche in den Schulen und umgekehrt gehören zum Angebot unserer Arbeit. In dem
Arbeitskreis (AK) Grundschule und Kita werden Konzeptionen erörtert sowie Übergänge von
Kita zur Grundschule und gemeinsame Veranstaltungen geplant.
Zu den Fachschulen für Sozialpädagogik und den Regel - und Weiterführenden Schulen
pflegen wir im Rahmen der regelmäßigen Praktikantenbe treuung und Praktikantenanleitung
einen regen Austausch in Form von Besuchen der Praxis leitertreffen, Praxisbesuchen der
Lehrkräfte, Hospitationen der Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen usw..
Seite 16 von 20
5.1 Öffentlichkeitsarbeit
Unter Öffentlichkeitsarbeit verstehen wir alle Formen der Präsentation der Einrichtung in
Bild und Schrift sowie im Rahmen von öffentlichen Auftritten.
Außenstehende können so das Kinderhaus kennen lernen und erhalten ein Bild der Arbeit
und des Einrichtungsprofils.
Im Rahmen dessen werden
Materialien zur Präsentation der Einrichtung wie Flyer, Projektmappen , Info-
Stände, Qualitätshandbuch erstellt und nach Absprache mit dem Träger
veröffentlicht
Artikel in der Mitarbeiterzeitschrift des Arbeiter-Samariter-Bund veröffentlicht
Plakate und Aushänge zu besonderen Veranstaltungen, z. B. dem
Kinderhaus-Sommerfest verteilt, sowie die Presse informiert und eingeladen
Exkursionen und Ausflüge veranstaltet
Beteiligungen an Planungen von gemeinsamen Aktionen mit anderen Tagesstätten,
Einrichtungen und Verbänden vorgenommen ( vgl. Interdisziplinäre
Zusammenarbeit)
Einladungen an andere soziale Einrichtungen ausgesprochen
6.0 Qualitätsmanagement
s. Qualitätshandbuch
Dieses ist mit den zukünftigen Mitarbeitern noch zu erstellen, ein Beauftragter für das
Qualitätsmanagement ( QB) ist zu benennen.
6.1 Hygiene
Alle Maßnahmen, die der Gesundheit von Kindern, Erziehungsberechtigten, Besuchern und
Mitarbeitern sowie der Prävention von Erkrankungen dienen, werden unter dem Begriff
„Hygiene“ verstanden. Grundlegende Ziele der Einrichtung sind:
Technische und bauliche Anforderungen bezüglich der allgemeinen
Hygienevorschriften öffentlicher Einrichtungen werden erfüllt
Allgemeine Hygienevorschriften sind den Mitarbeiter /innen bekannt und werden zur
bestmöglichen Vorsorge beachtet
Mögliche Gefahrenquellen und deren gesundheitlichen Auswirkungen werd en den
Kindern vermittelt.
Bei der Aufnahme in unsere Einrichtung ist eine Eingangsuntersuchung für alle Kinde r durch
einen Arzt erforderlich. Bei ansteckenden Krankheiten wie z. B. Röteln wird das
Gesundheitsamt sofort von uns informiert. Erkrankte Kinde r können unsere Einrichtung erst
wieder besuchen, wenn durch eine ärztliche Bescheinigung eine Ansteckung anderer
ausgeschlossen wird.
Seite 17 von 20
Mit den Kindern werden allgemeine Maßnahmen hygienischer Vorsorge erarbeitet, wie z. B.
Händewaschen nach dem Aufsuchen der Toilette.
Die Mitarbeiter /innen werden regelmäßig über Hygienevorschriften und
Hygienemaßnahmen belehrt. Regelmäßige Begehungen stellen sicher, dass technische und
bauliche Einrichtungen den hygienischen Anforderungen entsprechen . Alle
Mitarbeiter/innen wissen um die Bedeutung von möglichen und sinnvollen
Vorsorgemaßnahmen, um gesundheitliche Schäden bzw. eine mögliche Ausbreitung zu
verhindern.
Mitgeltende Unterlagen
Infektionsschutzgesetz
Bestimmungen des Gesundheitsamtes
7 Prävention und Sicherheit
Sicherheit umfasst alle Vorsorgemaßnahmen, die dem Schutz der Kinder und
Mitarbeiter/innen in uns erer Einrichtung dienen. Wir lassen uns von den grundlegenden
Zielen leiten:
Kinder, Mitarbeiterinnen, Erziehungsberechtigte und Besucher vor Verletzu ngen
zu bewahren
Potentielle Gefahrenquellen vorausschauend zu erkennen und rechtzeitig zu
beheben
Bestmögliche Hilfestellung bei Unfällen zu bieten und durch gezielte Maßnahmen
zur Abhilfe eine Wiederholungsgefahr zu vermeiden
Bei der Aufnahme der Kinder wird zwischen der Einrichtung und den Erziehungsberechtigten
vereinbart, wer befugt ist das Kind abzuholen.
In der Bring - und Abholsituation wird durch verlässliche Regelungen eine sichere Übergabe
des Kindes gewährleistet.
Die Erzieher/innen stellen im gesamten Tagesablauf die not wendige Aufsichtspflicht sicher.
Eine regelmäßige Gebäude - und Außengelände begehung findet mit und ohne die
Sicherheitsbeauftragte der Einrichtung statt. Die dabei festgestellten Sicherheitsmängel
werden umgehend behoben . Die Sicherheitsbeauftragte besucht entsprechende Seminare
und leitet Vorgaben an das Team weiter.
Die Kinder werden regelmäßig wiederkehrend über mögliche Gefahrenquellen i m Haus und
im Garten informiert. Gemeinsam mit den Kindern werden Verhaltensregeln für potentiell
gefährliche Bereiche erarbeitet.
Für die Kinder frei verfügbare Materialien werden so untergebracht, dass für die Kinder kein
Sicherheitsrisiko entsteht.
Im Bereich der Ersten Hilfe nimmt das Personal regelmäßig an entsprechenden Schulungen
teil.
Neue Mitarbeiter /innen werden im Hinblick auf Sicherheits -, Gesundheits - und
Notfallmaßnahmen eingearbeitet.
Seite 18 von 20
Gemeinsam achten alle Mitarbeiter /innen darauf, dass sich sämtliche Personen, die unsere
Einrichtung betreten, auch gefahrlos in ihr bewegen können.
Mitgeltende Unterlagen:
Vorschriften der zuständigen Unfallversicherung
Vorgaben der Sicherheitsbeauftragten
Gewährleistung der Aufsichtspflicht
Checkliste Gefährdungsbeurteilung mit dazugehörigen Gesetzestexten
Seite 19 von 20
8. Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1. Träger Seite 1
1.1 Allgemeines Leitbild Seite 1
1.2 Lage Seite 1
1.3 Aufnahmekriterien Seite 1
1.4 Gruppen/ Gruppenstruktur Seite 2
1.5 Team und Personalstruktur Seite 2
1.6 Öffnungszeiten Seite 3
2. Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze Seite 3
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern Seite 3
3. Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des Seite 4
Arbeiter-Samariter-Bundes
3.1 Fachlichkeit Seite 4
3.2 Selbstverständnis Seite 5
3.3 Partizipation Seite 6
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen Seite 7
3.5 Regeln Seite 8
3.6 Freispiel Seite 8
3.7 Projekte und AGs Seite 9
3.8 Bildung/ päd. Arbeit Seite 10
3.9 Kommunikation und Sprache Seite 10
3.10 Bewegung Seite 11
3.11 Maxi- Gruppe Seite 11
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme Seite 12
3.13 Interkulturelle Orientierung Seite 13
3.14 Ernährung Seite 13
4. Räume Seite 14
4.1 Raumplan Seite 15
4.2 Außengelände bis Fertigstellung Seite 15
5. Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation Seite 15
5.1 Öffentlichkeitsarbeit Seite 16
6. Qualitätsmanagement Seite 16
Seite 20 von 20
6.1 Hygiene Seite 16
7.0 Prävention und Sicherheit Seite 17
8.0 Inhaltsverzeichnis Seite 19
Anlage 1.1 Angebot ASB Malteserstr
1571 Zeichen
2° Wirhelfen. AS 5 her und;jetzt. | Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. ASB-RV Münsterland e.V. : Gustav-Stresemann-Weg 62 : 48155 Münster Stadt Münster . Gustav-Stresemann-Weg 62 Amt für Kinder, Jugendliche und Familien ı 48155 Münster © Zentrale: 0251/2897 -0 Hafenstraße 30 . Fax 0251 / 2897 - 219 48153 Münster Verwaltung: 0251 / 2897 - 100 “Fax 0251 / 2897 - 119 Mail: info@asb-muenster.de Internet: www.asb-muenster.de Ihr Zeichen Unser Zeichen Telefon Durchwahl Datum 51 12 0022 0251-2897-301 22.09.2015 Sehr geehrte Damen und Herren, bezugnehmend auf unser Gespräch vom 01.09.2015 teilen wir Ihnen verbindlich mit das wir unser Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung Hiltrup Malteserstraße aufrechterhalten. Für den Betrieb dieser Kindertageseinrichtung erklären wir verbindlich Trägeranteile von 4% zu übernehmen. Für Rückfragen steht Ihnen Frau Martina Brosch unter der oben genannten Durchwahl gerne zur Verfügung. Freundliche Grüße An Dirk‘Winter Geschäftsführer Bank für Sozialwirtschaft BIC: BFSWDE33XXX / IBAN: DE28 3702 0500 0007 2723 00 Sparkasse Münsterland-Ost BIC.: WELADED1MST / IBAN: DE67 4005 0150 0000 2903 38 Steuernummer: 336 / 5754 /4041 - IK-Nummer: 500 552 690 MTELED) wm Vorstand ($ 26 BGB): Andre Weber (Vorstandsvorsitzender), Clemens Schröder (stellv. Vorsitzender), IMIPARITATISCHEN RS Ingo Schild (Technischer Leiter), Alexander Schmidt (Finanzvorstand), Dr. Thorsten Klüsener (Regionalverbandsarzt) - eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Münster: VR 3984 -
Anlage 5.1 Angebot Outlaw Malteserstr
3063 Zeichen
Wir finden den Weg. Gemeinsam, law Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe s5mbH Regionale Geschäftsführung An der Germania Brauerei 6 - 8 48159 Münster Tel.: 02 51/28 92 38-0 Fax: 02 51 /28 92 38-69 Wwww.outiaw-jugendhilfe.de resion-west@outlaw-jiugendhilfe.de OUTLAW gGmbH - An der Germania Brauerei 6 - 8. 48139 Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Frau Pohl Hafenstraße 30 48153 Münster Ergänzende Informationen zu unserer Trägerschaftsbewei ür die KiTa Malteserstraße Unser Gespräch vom 01.09.2015 Münster, 22.09.2015 Sehr geehrte Frau Pohl, vielen Dank für das angenehme Gespräch mit Ihnen und den Kollegen bezüglich unserer Bewerbung zur Trägerschaftvergabe für die geplante Kindertagesstätte an der Malteserstraße in Hiltrup. Wie vereinbart lasse ich Ihnen im Nachgang noch folgende ergänzende Informationen unsererseits zukommen: ® Zum Thema Qualitätsmanagement bzw. -sicherung lege ich diesem Schreiben das Outlaw-Grundkonzept zu Kindertageseinrichtungen bei. Auf den Seiten 20ff finden sie umfassende Informationen über die Bearbeitung dieses Themas in unserem Unternehmen. Die hier niedergelegten Standards würden - wie in allen unseren Münsterander KiTas - auch in einer möglichen Outlaw-Einrichtung an der Malteserstrasse Anwendung finden. @ Bezüglich des Themas Randzeitenbetreuung können wir zusätzlich zu dem In unserer schriftlichen Bewerbung aufgeführten Konzept der „ExtraZeit” auch den Ihnen aus unserer KiTa Uppenberg bekannten Baustein „FlexiZeit" anbieten. Mit diesem Baustein können wir für die Kindertageseinrichtung eine deutlich erweiterte Regelöffnungszeit (z.B. 7:00 Uhr bis 18:00 Uhr ggf. 19:00Uhr) einrichten. Eltern erhalten so die Möglichkeit, im Rahmen der erweiterten Regelöffnungszeit die Betreuungszeiten ihres Kindes flexibel zu gestalten, ohne die gebuchte wöchentliche Betreuungszeit insgesamt zu überschreiten. Kinder können in diesem Zuge an unterschiedlichen Tagen zu unterschiedlichen Zeiten betreut werden. Hierbei ist stets darauf zu achten, dass die Bedürfnisse des jeweiligen Kindes nach Kontinuität, Verlässlichkeit und Vertrautheit ebenso bedacht werden, wie die Umsetzung der Bildungsstandards. Wechselnde! Betreuungszeiten der Kinder im Wochenverlauf bedürfen einer sorgfältigen Planung der Angebote für die Kinder und einer genauen Abstimmung zwischen Eltern und Erzieherinnen. Je flexibler Kinder betreut werden, desto wichtiger sind der regelmäßige Austausch über das Kind und verlässliche Absprachen zwischen Erzieherinnen und Eltern. @ Nach eingehender interner Beratung können wir Ihnen mitteilen, dass wir für diese Einrichtung einen Trägeranteil in Höhe von 3,25 % übernehmen würden. Für weitere Informationen und Gespräche stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Mit freundlichem Gruß, Markus Wensing Regionaler Geschäftsführeg, Geschäftsführer: Ralf Evers, Dr. Friedhelm Höfener u Ä Amtsgericht Steinfurt - Handelsregisternummer: HRB 2853 en DER PARITÄTISCHE Bankverbindung: Bank für Sozialwirtschaft Köln - BLZ 370 205 00 - Kto. 7082 100 UNSER SPITZENVERBAND
Anlage 5.2 Konzept Outlaw Malteserstr
19540 Zeichen
Pädagogisches Konzept Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup 2 Inhaltsverzeichnis 1. Vorstellung des Trägers Seite 3 1.1 Die OUTLAW gGmbH Seite 3 1.2 Kita&More Seite 3 2. Pädagogisches Konzept Seite 5 2.1 Situationsorientierter Ansatz Seite 5 2.2 Partizipation Seite 5 2.3 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft Seite 6 2.4 Eingewöhnung und Gestaltung von Übergängen Seite 6 2.5 Integration/Inklusion Seite 7 2.6 Sprachförderung Seite 8 2.7 Spielend lernen Seite 8 2.8 Bewegung Seite 9 2.9 Sozialraumorientierung Seite 9 2.10 Geschlechterorientierung Seite 10 3. Flexible Betreuungszeiten Seite 10 4. Raumkonzept Seite 11 Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup 3 1. Vorstellung des Trägers 1.1 OUTLAW gGmbH Die OUTLAW gGmbH – das sind bundesweit mehr als 150 Teams und Einrichtungen der Kinder - und Jugendhilfe, in denen über 3.500 Kinder Jugendliche und Familien Unterstützung und Beratung erfahren. „OUTLAW“ – so hieß der Zweimastschoner, mit dem alles begann und der als Namensgeber für unser 1987 gegründetes Unternehmen fungierte. Auf dem Schiff – und in zwei Wohngruppen im Raum Greven – wurden damals als besonders schwierig geltende Jugendliche betreut. Der Name steht seit Beginn für unser Bemühen, Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien zu ihrem Recht zu verhelfen. Und zwar gerade dann, wenn sie sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Gewachsen aus dem Tätigkeitsfeld der Erzieherischen Hilfen hat sich eine Firmengruppe m it einem breiten Angebotsspektrum entwickelt, deren weitere tragende Säule die Kindertages - betreuungsangebote sind. Ein Blick auf die aktuellen Angebote zeigt, dass die Einrichtung seit ihrer Gründung mit d ynamischen Entwicklungs- und Veränderungsprozessen lebt. In diese Prozesse sind sowohl die Erfahrungen eingeflossen, die die MitarbeiterInnen in ihrer Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien gemacht haben, als auch veränderte gesellschaftliche Bedingungen und daraus resultierende Anford erungen an di e Kinder - und Jugendhilfe, die Einflüsse auf die Rahmenbedingungen der Arbeit haben. Die OUTLAW gGmbH ist ein bundesweit anerkannter freier Träger der Kinder - und Jugendhilfe und Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. 1.2 Kita&More Die Angebote im Bereich der Kindertagesbetreuung sind bei OUTLAW unter der Überschrift Kita&More zusammen gefasst. In der Region West begann unser Engagement im Bereich der Kindertagesbetreuung im Jahr 2007 mit der Übernahme der Kita Gescherweg in Münster. Seith er ist dieses Arbeitsfeld kontinuierlich gewachsen durch die Übernahme weiterer Kitas und den Bau neuer Einrichtungen in OUTLAW Trägerschaft. Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup 4 In Nordrhein -Westfalen sind wir an fol genden Standorten vertreten: Münster, Ochtrup, Altenberge, Nordwalde., Burgsteinfurt, Ostbevern, Telgte, Bochum, Hamm und Duisburg. Unsere Angebote beziehen sich immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort, also auf die Bedarfe der Kinder und Eltern, den Sozialraum, die Vorstellung der Partner in Politik, Wirtschaft und Verwaltung, die Kooperationsmöglichkeiten, die unterschiedlichen Traditionen, die es in der Kindertagesbetreuung gibt. Kita & More steht nicht nur für die Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen, sondern umfasst alle Angebote frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung. Diese Angebote wirken in den Sozialraum hinein und richten sich konsequent nach den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Eltern. Kita & More unterstützt Familien bei Problemen nach individuellen Lösungen zu suchen und begleitet deren Umsetzung. Kita & More ist Partner für Eltern, Kommunen und andere Einrichtungen. Im Vordergrund steht für uns die Lösung von Problemen, im Sinne der Erfüllung von Bedarfen, gleichgültig wer die Unterstützung anbietet. Kita & More engagiert sich im Sozial raum und arbeitet in Netzwerken und Gremien mit. Die aktuellen Fachdiskussionen fließen in unsere Arbeit mit ein. Wir stehen für eine fachlich qualifizierte Frühkindpädagogik. Kita & More steht für eine moderne Kinderbetreuung. Bei Planung und Finanzierun g von neuen Einrichtungen kennen wir uns aus, Baumaßnahmen führen wir in Kooperation mit den Kommunen und anderen zu beteiligenden Institutionen so eigenständig wie möglich durch. Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup 5 2. Pädagogisches Konzept Die pädagogische Arbeit in unseren Einrichtungen orientiert sich an den gesetzlichen Grundlagen gemäß KiBiz und an der Bildungsvereinbarung NRW. Die dort beschriebenen Inhalte und Bildungsbereiche fließen in unsere Arbeit ein und finden Berücksichtigung bei der Konzeptentwicklung. Das pädagogische Konzept einer Kindertageseinrichtung ist für uns ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Es spiegelt die pädagogische Grundorientierung der Einrichtung wider, mit der sie dem Bildungs -, Erziehungs- und Betreuungsauftrag besondere Wirkung verleiht. 2.1 Situationsorientierter Ansatz Wir arbeiten in unseren Kindertageseinrichtungen gemäß des Situationsorientierten Ansatzes. Bei dem Situationsorientierten Ansatz steht für uns das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Die Er zieherInnen beobachten das Kind in seinen sensiblen Entwicklungsphasen und stimmen die pädagogischen Angebote darauf ab. Aus diesen Beobachtungen entwickeln sich Projekte, die thematisch in der Gruppe erarbeitet werden. Sach - und Fachgebiete werden auf die se Weise vertieft und dem Kind nahe gebracht. Unter der Einbeziehung der verschiedenen Komp etenzen (Sachkompetenz, Sozialkompetenz und Selbstkompetenz), der Sprache, mathematischer Grundlagen sowie von Wahrnehmung und Motorik wird die ganzheitliche Förderung des einzelnen Kindes unterstützt, begleitet und gesichert. Durch diesen Ansatz lernen die Kinder, Erlebnisse und Erfahrungen aus ihrem Alltag zu verstehen und zu verarbeiten. In künftigen Lebenssituationen sind sie in der Lage, diese mit Kompetenz und Verantwortungsgefühl zu bewältigen. 2.2 Partizipation Eine konsequente Beteiligung der Kinder und Mitbestimmungsmöglichkeiten für sie sind zentrale Anliegen in unseren Kitas. Beteiligungsprozesse fördern die Entscheidungsfähigkeit, das Verantwortungsbewusstsein, die Kommunikationsfähigkeit und die Problemlösekompetenz. Partizipation bedeutet im Kita -Alltag immer wieder eine Herausforderung, weil unterschiedliche Interessen verhandelt werden müssen und Grenzen neu festgelegt werden müssen. Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup 6 Die Aushandlungsprozesse stärken das Gemei nschaftsgefühl und bringen den Mädchen und Jungen demokratisches Handeln näher. 2.3 Bildungs- und Erziehungspartnerschaften Das Ziel der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern ist das gemeinsame Engagement für das Ki nd, der vereinte Blick auf die Entwicklung und den Bildungsstand des Kindes und der regelmäßige Austausch mit ihnen und allen beteiligten Fachkräften. Dies soll ermöglichen, die Kompetenzen und das Wohl des Kindes optimal zu unterstützen. Wir achten besond ers darauf, die elterliche Kompetenz nicht mit unserem professionellen Erziehungs - und Bildungsauftrag und unseren fachlichen pädagogischen Kompetenzen in Konkurrenz zu setzen. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet und unterstützt werden. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen (z.B. bei Erkrankung der Kinder, ungewöhnlichen Arbeitszeiten oder prekären familiären Situationen) nicht alleine. Wir orientieren uns an den Bedürfni ssen der Familien und entspr echen nach Möglichkeit den Wünschen und Bedarfen hinsichtlich der Gestaltung der Angebote. Eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspartnerschaft bedeutet für uns: Aktive Teilhabe von Eltern Aktives Zusammenwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern Familienberatung und Familienbildung Aufbau und Nutzung von Netzwerken 2.4 Eingewöhnung und Gestaltung von Übergängen Jeder Übergangsprozess bedeutet für das Kind und seine Familie eine große Herausforderung. Es müssen Strategien entwickelt werden, um mi t dem Neuen, Unbekannten umgehen zu können. Folgende Übergänge sind innerhalb unserer Einrichtungen relevant: Von der Familie in die Kindertageseinrichtung Von der Kindertagespflege in die Kindertageseinrichtung Innerhalb der Kindertageseinrichtung in eine andere (Alters-)Gruppe Von der Kindertageseinrichtung in die Schule Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup 7 Für viele Kinder und Eltern ist der Eintritt in die Kita oftmals die erste Trennungserfahrung, die sie machen. Deshalb ist es uns wichtig, für einen guten, sicheren Start in die neue Lebensphase der Kinder zu sorgen. An Schnuppertagen können sich Eltern, die auf der Suche nach einer Kita sind, unsere Einrichtungen ansehen. Der Eingewöhnungszeit wird besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet. Mit Respekt, Anerkennung und Wertschätzung des Ki ndes und seiner Familie wenden sich die ErzieherInnen den „neuen“ Kindern in der Kita zu. Sicherheit, das Gefühl angenommen zu sein, Geborgenheit und Vertrauen sowie ein geregelter Tagesablauf und Rituale helfen den Kindern, sich auf Neues einzulassen und sich die Welt anzueignen. Während der gesamten Eingewöhnungszeit werden die Kinder und ihre Eltern/ Bezugspersonen kontinuierlich von einer/m ErzieherIn begleitet. Wir arbeiten dabei mit dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“. Neben dem Wechsel innerhalb der E inrichtung, von dem Kinder ebenfalls betroffen sein können, ist der Übergang von der Tageseinrichtung in die Grundschule ein weiterer bedeutender Prozess, dem wir viel Beachtung zukommen lassen. Im Mittelpunkt steht dabei das Kind mit seiner individue llen Entwicklungs- und Bildungsbiografie, mit seinen Kompetenzen und Stärken. Daher halten wir eine enge, kontinuierliche Kooperation mit der jeweils zuständigen Grundschule diesbezüglich für unerläs slich. In unseren Augen nutzt die Grundschule idealer Weise di e Informationen, die sie aus der Bildungsdokumentation, dem Austausch mit Fachkräften der Einrichtung sowie den Eltern gewinnen kann und setzt mit der Förderung und Begleitung des weiteren Lernprozesses an dieser Stelle an. 2.5 Integration/Inklusion Die i ntegrative pädagogische Arbeit und Haltung hat bei OUTLAW eine lange Tradition. Schon die ersten Projekte basierten auf dem Grundwert, angemessene Teilhabe zu ermöglichen. Im Alltag unserer Kindertagseinrichtungen begegnen sich Kinder unterschiedlichen Al ters und Geschlechts, Kinder mit und ohne Behinderung sowie unterschiedlicher Kulturen, Religionen, sozialer und ethnischer Herkunft und Nationalität. Die Mädchen und Jungen erleben im täglichen Miteinander ganz selbstverständlich, dass Menschen verschiede n sind. Das Erleben von Unterschiedlichkeiten ist von unschätzbarem Wert für ihre Entwicklung. In der frühen Sozialisation werden die Grundsteine gelegt für den Umgang mit Vielfalt, für den Respekt gegenüber Menschen, die sich von uns unterscheiden, für die Entdeckung von Gemeinsamkeiten. Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup 8 Dafür ist eine Pädagogik unabdingbar, die die Teilhabe aller Kinder, ihre individuellen Ausgangslagen und Lernstrategien sowie ihre gemeinsame Sozialisation mit anderen Kindern im Auge hat. 2.6 Sprachförderung Sprachförderung ist ein selbstverständlich in die alltägliche pädagogische Arbeit integriertes Element und kommt allen Kindern zugute und nicht nur den Kindern, die einer weite ren Unterstützung und besonderer Förderung ihres Sprachvermögens bedürfen. Sie verlangt eine differenzierte Vorgehensweise, die individuelle Unterschiede der Kinder berücksichtigt und Besonderheiten des Lebensumfeldes mit beachtet. Dies bedeutet für uns, dass die Ansatzpunkte zur Sprachförderung von Kind zu Kind unterschiedlich sein können. Anknüpfungspunkte hierfür bekommen die ErzieherInnen, indem sie viel Wissen über die aktuelle und allgemeine Lebenssituation eines Kindes gewinnen. Erfahren Kinder ein echtes Interesse an ihren Bedürfnissen, Fragen, Entdeckungen und Erfahrungen, werden sie sich mitteilen wollen und dabei zugleich Sprache üben. Daher ist uns besonders wichtig, dass die ErzieherInnen eine vertrauensvolle Beziehung zu den Kindern aufbauen, die es den Mädchen und Jungen ermöglicht und motiviert, ihren Wortschatz zu erweitern, um noch besser verstanden zu werden. Dass Sprachförderung für uns ein wichtiges Anliegen ist, zeigt sich auch daran, dass u nsere Münsteraner Kitas Gescherweg, Sprakel und Holtrode Teile der Bundesinitiative „Schwerpunkt Kita Sprache & Integration“ sind. Die Kita Gescherweg hat sich darauf aufbauend erfol greich als „Konsultationskita“ beworben und dient damit anderen Einrichtungen als Modell für die bewusste Gestaltung der sprachpädagogischen Arbeit mit Kindern im Alter bis zu drei Jahren. 2.7 Spielend lernen Wir fördern alle Kinder in der Entwicklung zu eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten, indem wir ihnen entsprechende Spiel -, Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten anbieten. Hierzu zä hlen großzügig gestaltete Spiel - und Erprobungsräume sowi e gruppenübergreifende und ergänzende Angebote. Durch das Spi el werden Lernprozesse angeregt und Kompetenzen, wie z.B. Kommunik ationsfähigkeit, Selbstbewusstsein, Entscheidungsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Konfliktfähigkeit gestärkt. Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup 9 In diesem Sinne begreifen wir das Spiel als eine Form von Bildung. Die kognitive und sozial-emotionale Entwicklung sowie die Kreativität und Sprachentwicklung des Ki ndes werden von der Vielfältigkeit der Spielmöglichkeiten entscheidend beeinflusst. Kinder brauchen B edingungen, die ihnen ein intensives Spielen erlauben , und Menschen, die sich als aktive MitspielerI nnen von Kindern verstehen. Beides bieten wir den Mädchen und Jungen in unseren Kindertagseinrichtungen. 2.8 Bewegung Das Kind erschließt sich seine Welt d urch Bewegung. Bewegung hat grundlegenden Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Mädchen und Jungen: Bewegen fördert die Intelligenz und hat auch Auswirkungen auf Sprachentwicklung, Denkfähigkeit und Psychomotorik. Bewegungserziehung ist nicht nur auf ein e Förderung der motorischen Entwicklung ausgerichtet, sondern sie unterstützt das Kind in seiner emotionalen, sozialen, geistigen und körperlichen Entwicklung. Gerade weil wir wissen, dass Kinder heute mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen und Vorerfahrungen in die Kindertageseinrichtung kommen, wie z.B. Bewegungsarmut, fehlende Freiräume, ausschweifender Medienkonsum, unausgewogene Ernährung, sehen wir uns im Sinne einer umfasse nden Gesundheitsprävention verpflichtet , Bedingungen zu schaffen, die Kinder zur Bewegung anregen und somit in allen Entwicklungsbereichen fördern. Wir bieten den Kindern eine angemessene Umgebung, um ihrem Bewegungsdrang nachzukommen. Zum Bewegungskreislauf gehört neben Anspannung auch Entspannung. Die Kinder können si ch jederzeit zurückziehen und Entspannung erleben, z.B. in Traumstundenzeiten oder bei Körperwahrnehmungsspielen. 2.9 Sozialraumorientierung Ausgehend von inhaltlichen, konzeptionellen und strukturellen Grundsätzen zeichnet sich OUTLAW insbesondere durch das Prinzip kontextbezogener Konzeption aus. Dies bedeutet, dass sich unsere Angebote immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort beziehen. Die sozialräumliche Orientierung ist uns wichtig, da die Kindertageseinrichtungen und deren Angebote in ihrem jewei ligen Stadtviertel verortet sind. Es gehört zu unseren Aufgaben, die Kinder mit ihrer räumlichen Umgebung vertraut und diese altersgerecht begreifbar zu machen. Die Ressourcen des Stadtteils sind dabei ein wichtiger Baustein der Arbeit. Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup 10 Wir verstehen unser e Kindertageseinrichtungen als moderne Service -Zentren für Familien. So gibt es Eltern-Cafés, Elternberatung, Kinder -Elternnachmittage, Workshops und Kurse zu familienspezifischen Themen, Familientrödel usw. 2.10 Geschlechterorientierung Wir fördern die Gleichstellung von Mädchen und Jungen und berücksichtigen die spezifischen Entwicklungsaufgaben. Geschlechterdifferenzierte Pädagogik bietet Möglichkeiten, die eigene Geschlechteridentität kennen zu lernen und Rollenklischees zu hinterfragen. Um dies zu ge währleisten, streben wir einen deutlich höheren Anteil von männlichen Fachkräften als üblich an. Informationen für Eltern richten sich bewusst an Mütter und Väter, denn sie sind beide für die Erziehung ihrer Kinder zuständig und eingeladen, die Arbeit und den Alltag in der Kindertagseinrichtung mitzugestalten. 3. Flexible Betreuungszeiten In unseren Einrichtungen richten wir die Betreuungs - und Öffnungszeiten am Bedarf der Familien und gleichzeitig am Kindeswohl aus. Allen Kindern und Familien gewährleiste n wir ein fachlich .- pädagogisches Betreuungsangebot mit guter Qualität, unabhängig von der gebuchten Betreuungszeit. Wir bieten den Eltern flexible Buchungsmöglichkeiten und ein verlässliches Betreuungsangebot, dass es ihnen ermöglicht , Beruf und Familie gut miteinander zu vereinbaren. Darüber hinaus können die Eltern in unseren Einrichtungen die sogenannte „Extrazeit“ buchen. Diese ist an vier Tagen in der Woche ab 16:30 Uhr halbstündig bis 18:00 Uhr für 3,00 € je halbe Stunde buchbar. Die Extrazeit kann regelmäßig, aber auch sehr kurzfristig in Anspruch genommen werden. Auf diese Weise sollen Eltern im Bedarfsfall in der Organisation der Betreuung ihrer Kinder entlastet werden. Die Kita wird ganzjährig geöffnet sein. A uch während der Ferienzeit halten wir eigene Feriengruppen vor. Gleichwohl legen wir viel Wert darauf, dass jedes Kind im Verlauf des Jahres mindestens zwei Wochen Urlaub von der Kita hat. Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup 11 4. Raumkonzept Für die Kinder ist die Tageseinrichtung ein täglicher Lebensraum, in dem sie spielen, essen, mit Freunden zusammen sind oder einen persönlichen Rückzugsraum finden. Bei der Förderung frühkindlicher Bildungsprozesse spielt die räumliche Umgebung ei ne wesentliche Rolle, d enn Räume, sowohl Innen - wie auch Außenräume, wirken auf Kinder unmittelbar und nachhaltig. Wenn Gestaltung und Ausstattung kindliche Bedürfnisse berücksichtigen, können sie die Entwicklung der Mädchen und Jungen fördern, Neugier wec ken und vielfältige Anregungen geben. Gleichzeitig können Räume eine angenehme Atmosphäre vermitteln, die den Kinder n Schutz und Geborgenheit bietet. Um zu erreichen, dass die Räume allen Lebensbedürfnissen gerecht werden, müssen sie einerseits bestimmten Funktionen Rechnung tragen, andererseits aber Flexibilität, etwa durch bewegliche Elemente ermöglichen. So können sie z.B. an die mit d em Alter veränderten Interessen oder auch für Kinder mit einem Handicap angepasst können. Sie sollten übersichtlich sein, aber doch Vielfalt ermöglichen. Sie soll ten geschützte Bereiche (Nischen) für die Jüngsten, für ihre Einzelaktivitäten und Spiele zu zweit oder dritt bieten, die anspruchsvollen Tätigkeiten der älteren Kinder von Störungen abschirmen und gleichzeitig auch Raum für die gesamte Gruppe geben. Diese Anforderungen berücksichtigen wir bei der Gestaltung unserer Kindertageseinrichtungen.
Anlage 2.2 Konzept CVJM Bohlweg
24951 Zeichen
Konzeption Kita ‚Alte Mauritzschule‘ als Konzeptgrundlage für eine Verbundeinrichtung Kita ‚Bohlweg-Alte Mauritzschule‘ Die Einrichtung stellt sich vor Öffnungszeiten Personal Räumliche Bedingungen Das soziale Umfeld Anmeldung und Aufnahmeverfahren Selbstverständnis und Haltung der pädagogischen Fachkräfte Unsere pädagogische Arbeit Bild vom Kind Ziele unserer pädagogischen Arbeit Bildungsarbeit Sprache und Kommunikation Bewegung Spielen und Gestalten Natur und kulturelle Umwelten Religiöse und ethische Bildung Rechte der Kinder Partizipation Situationsorientierter Ansatz Bildungsdokumentation Qualitätssicherung Eingewöhnung Unser Alltag Unsere Tagesstruktur 2-6 Jahre Freispiel Projekte Rituale und Regeln Unsere Tagesstruktur 0-2 Jahre Zusammenarbeit mit den Eltern Elternbeirat und Rat der Tageseinrichtung Partizipation Beschwerdemanagment Zusammenarbeit mit anderen Institutionen Die Einrichtung stellt sich vor Öffnungszeiten Unsere Kindertageseinrichtung ist von montags bis freitags von 7.00 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet. Die Eltern haben die Möglichkeit zwischen zwei verschiedenen Stundenkontingenten zu wählen. 35 Stunden: 7.30 Uhr bis 14.30 Uhr 45 Stunden: 7.00 Uhr bis 16.30 Uhr Personal Das Team der Kita Alte Mauritzschule besteht aus 7 Fachkräften. Es stellt sich aus Sozialpädagogen/Sozialpädagoginnen, Erziehern/Erzieherinnen und Kinderkrankenschwestern zusammen. In jeder Gruppe arbeiten mindestens drei pädagogische Fachkräfte. Im Rahmen der Aufnahme von Kindern mit besonderem Förderbedarf stellen wir für die inklusive Erziehung zusätzliche Fachkräfte ein. Räumliche Bedingungen Am 01.08.2013 eröffnete unsere Kita in den Räumen der ehemaligen Mauritzschule. 34 Kinder werden in zwei Gruppen, der Hummelgruppe und der Froschgruppe, von insgesamt 7 Fachkräften betreut. In der Hummelgruppe 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren. In der Froschgruppe 24 Kinder im Alter von 3-6 Jahren. Als ehemaliges Schulgebäude bieten die großzügigen, hellen Räume ideale Möglichkeiten zum Spielen, Toben und Entspannen. Der ehemalige Schulhof bildet das ausgedehnte Außengelände, das den Kindern viel Platz zum Dreirad-, Roller- und Bobbycarfahren bietet, im großen Sandkasten befindet sich für die unterschiedlichen Altersgruppen jeweils ein Klettergerüst mit Rutsche. Das soziale Umfeld Die Kita Alte Mauritzschule befindet sich an der Warendorfer Straße im Stadtteil St. Mauritz. Der Stadtteil St. Mauritz gehört zu einem der beliebtesten Stadtteile in Münster. Die Kindertageseinrichtung liegt im Schatten der St.-Mauritz-Kirche und ist von Wohn- und Geschäftshäusern umgeben. In unmittelbarer Nähe befinden sich zwei weitere Kindergärten sowie eine Grundschule. Gerne nutzen wir die Spielplätze, die fußläufig zu erreichen sind, und die Parkanlage des Mutterhauses der Franziskanerinnen. Die Kindertageseinrichtung liegt in einer guten Infrastruktur. Für Ausflüge nutzen wir die Busse, welche direkt vor unserer Haustür abfahren. Anmeldung und Aufnahmeverfahren Der Rat der Tageseinrichtung beschließt die Kriterien zur Aufnahme der Kinder. Dabei können das Einzugsgebiet, ältere Geschwisterkinder, das Alter des Kindes, soziale Gründe und das gewünschte Stundenkontingent Berücksichtigung finden. Die Kinder können bis Ende Januar eines Jahres für das kommende Kindergartenjahr angemeldet werden. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über das online- Vormerkprogramm der Stadt Münster: Kita-Navigator. Sie haben jeden Dienstag in der Zeit von 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr die Möglichkeit unsere Räumlichkeiten zu besichtigen, Fragen zu stellen und einen ersten Eindruck von der Einrichtung zu bekommen. Die Platz-Zusagen erfolgen in der Regel bis Mitte März per Telefon oder per Mail. Die Absagen erhalten Sie über den Kita-Navigator der Stadt Münster. Selbstverständnis und Haltung der pädagogischen Fachkräfte Als pädagogische Fachkräfte wollen wir den Kindern in erster Linie Begleiter, Unterstützer aber auch Beschützer sein. Kinder so anzunehmen, wie sie sind und ihnen ein Gefühl der Geborgenheit und Wärme zu vermitteln, ist uns ebenso wichtig, wie sie in ihrer Selbstkompetenz zu fördern, ihre Stärken zu erkennen und auf diesen aufzubauen. Auch möchten wir ressourcenorientiert arbeiten und uns Zeit für aktuelle Themen, welche die Kinder beschäftigen und interessieren, nehmen. „Hilf mir, es selbst zu tun!“, nach dem Grundsatz Maria Montessoris wollen wir die Kinder da abholen, wo sie stehen und gemeinsam mit ihnen in ihrem Tempo die Welt entdecken. Die Partizipation der Kinder bei der Wahl der Themen ist uns ebenso ein Anliegen, wie ihre Kreativität zu unterstützen und die Kinder selbst ausprobieren und experimentieren zu lassen. Damit wir die Ressourcen und Bedürfnisse der Kinder erkennen, ist es unser Anspruch, gute Beobachter zu sein und das Gesehene und Erlebte in einer strukturierten Dokumentation festzuhalten. Neben unserem Wunsch als Spielpartner der Kinder zu agieren, ist es auch unser Auftrag, den Kindern als „Schiedsrichter“ einen respektvollen und toleranten Umgang mit Groß und Klein zu vermitteln, ihnen beim Einhalten von Regeln und Strukturen zu helfen und auch klare Grenzen zu setzten. Wir wollen für die Kinder, aber auch für die Erwachsenen Vorbilder sein. Dies wollen wir sowohl als mitverantwortliche Teammitglieder vorleben als auch als Erziehungs- und Ansprechpartner für die Eltern. Als Vertrauenspersonen und familienergänzende Bezugspersonen wollen wir nie aus den Augen verlieren, Kindern und Eltern wertschätzend und empathisch gegenüberzutreten und letztere als Experten für ihre Kinder wahrzunehmen. Nicht zuletzt ist es unser Anspruch, den christlichen Glauben in unserer Einrichtung zu leben, zu vermitteln und zu teilen. Dabei ist es uns wichtig, andere Wertvorstellungen stets zu respektieren. Wir wünschen uns ein wertschätzendes und kreatives Miteinander in dem Dreieck aus Kindern, Eltern und pädagogischen Fachkräften. Unsere pädagogische Arbeit Bild vom Kind Bild vom Kind Kreativität unvorein- genommen Sensibilität eigene Persönlichkeit aktiv + bewegungsfreudig Individuell soziale Kompetenz Akteur seiner Entwicklung Erfinder, Forscher, Entdecker Selbständigkeit neugierig eigene Interessen und Bedürfnisse Ziele unserer pädagogischen Arbeit Bildungsarbeit Sprache und Kommunikation Sprache als wichtigstes Kommunikationsmittel hilft uns zur Verständigung mit anderen Menschen und um uns mitzuteilen. Die Sprachentwicklung von Kindern vollzieht sich parallel zu deren kognitiver, sozialen und motorischen Entwicklung und ist eng mit dieser verbunden. Die Ziele der Sprachförderung in der Kindertageseinrichtung beziehen sich entsprechend auf die Förderung der Sprechfreude der Kinder, die Erweiterung ihres Wortschatzes, auf die Motivation zum Sprechen in ganzen Sätzen sowie auf das Kennenlernen verschiedener Sprachformen (Lieder, Fingerspiele, Vorlesen). Die Umsetzung dieser Sprachförderung erfolgt durch sprachbegleitetes Handeln, durch Sprechspiele und Lieder sowie durch einen allgemein achtsamen Umgang mit Sprache im Spiel und Alltag. Bewegung Ziele unserer pädagogi- schen Arbeit Selbstbewusstsein und Selbstwert entwickeln Erziehung zum Verantwortungs- bewusstsein Toleranz und Akzeptanz erleben und erlernen Entfaltung der Persönlichkeit Erziehung zum selbstständigen Menschen Ressourcen stärken eigene Bedürfnisse und Gefühle erkennen, wahrnehmen und ausdrücken Bindung und Vertrauen aufbauen und erfahren Vermittlung christlicher Werte Erziehung zur Kritikfähigkeit Entwicklung der eigenen Identität Bildungs- arbeit Strukturen und Grenzen erfahren Von Geburt an haben Kinder den Drang sich zu bewegen. Durch Laufen, Springen, Toben, Rennen etc. erleben Kinder Bewegung, fördern ihre kognitiven und körperlichen Fähigkeiten und trainieren ihre Fein- und Grobmotorik sowie ihre Geschicklichkeit. Sie lernen ihren Körper und dessen Fähigkeiten kennen und einzuschätzen und sie entdecken ihre körperliche Grenzen. Im Kindergarten bieten wir den Kindern verschiedene Möglichkeiten um ihren Bewegungsdrang ausleben zu können. Dadurch können sie die Fähigkeiten ihres Körpers entdecken und entwickeln. Neben einem Bewegungsraum steht den Kindern ein Bällebad zur Verfügung. Im Außenbereich finden sich viele, verschiedene Fahrzeuge, eine Rutsche mit Klettergerüst und ein großer Sandkasten. Zusätzlich besuchen wir die Spielplätze und die Parkanlage in unserer Nachbarschaft. Spielen und Gestalten, Medien Spielerisch wird das Kind unterstützt neue Fähigkeiten zu erwerben. Kinder drücken ihre Erfahrungen in unterschiedlicher Art und Weise aus. Wir geben ihnen hierzu Gelegenheit beim Malen, Basteln, Werken, Musizieren und Konstruieren. Hierfür haben sie unterschiedliche Materialien und Räumlichkeiten zur freien Verfügung, welche von den Erziehern/Erzieherinnen organisiert und vorbereitet werden. So werden am Maltisch Bastelmaterialien bereitgestellt, eine Verkleidungskiste für Rollenspiele, Konstruktionsspielzeug, ein Bauteppich sowie wechselnde Bücher zur Bilderbuchbetrachtung zur Verfügung gestellt. Durch diese Angebote werden Kinder dazu angeregt eigene Spielimpulse zu entwickeln und zu entfalten. Ebenso wird durch das Malen, Basteln und Gestalten die Kreativität der Kinder sowie deren Fein- und Grobmotorik gefördert und durch das Spielen in Kleingruppen das Sozialverhalten der Kinder unterstützt. Natur und kulturelle Umwelten Jedes Kind ist ein Forscher und Entdecker und lernt durch Ausprobieren sich den Alltag zu erklären. Sie lernen untereinander und voneinander, es geht um selbständiges Forschen, darum Erfahrungen zu sammeln und sich aktiv und kreativ mit der Umwelt auseinander zu setzen. Das Experimentieren gehört daher zum Alltag und zum festen Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Dazu führen wir in verschiedenen Projekten und Bereichen Experimente durch. So können Kinder in ihrem Selbständigkeitsstreben unterstützt werden. Religiöse und ethische Bildung Kinder aus unterschiedlichen Kulturkreisen besuchen unsere Einrichtung. Somit begegnen sie anderen Religionen und Traditionen. Im täglichen Miteinander erleben die Kinder Vielfältigkeit und Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten und übereinstimmende Werte, wie zum Beispiel Achtung und Respekt vor dem anderen Menschen. Wir möchten den Kindern Grundsätze des christlichen Glaubens vermitteln, dazu gehören Vertrauen, Vergebung, Hoffnung und Liebe. Sie sollen bei uns Geborgenheit, Verlässlichkeit und Sicherheit erfahren. Wir begleiten sie bei der Suche nach Antworten zu Fragen des Lebens und des Glaubens. Rechte der Kinder Kinder haben Rechte. Das pädagogische Fachpersonal der Kindertageseinrichtung Alte Mauritzschule kennt die Kinderrechte der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Besonders die nachfolgenden Rechte finden in unserem täglichen Umgang mit den Kindern Berücksichtigung: Gleichheit – alle Kinder sind gleich geliebt und angenommen. Gesundheit – jedes Kind hat ein Recht auf seine Gesundheit, physisch und psychisch, dazu gehört auch auf die Gesundheit der anderen zu achten. Bildung – jedes Spiel, allein oder mit vielen anderen, ist ein Bildungsprozess, wir unterstützen die Kinder darin und geben Impulse. Spiel und Freizeit – Kinder dürfen auch mal „nur“ Spielen. Freie Meinungsäußerung und Beteiligung – Kinder dürfen gerne ihre Meinung sagen und werden nach Möglichkeit in Entscheidungen einbezogen. Gewaltfreie Erziehung – wir leben eine gewaltfreie Erziehung, sowohl körperlich als auch seelisch. Besondere Fürsorge und Förderung bei Behinderung – wir nehmen jedes Kind so an wie es ist und fördern es bestmöglich. Partizipation Im Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) unter § 8 steht: „Kinder und Jugendliche sind entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Entscheidungen (...)zu beteiligen.“ An Prozessen mitzuwirken stärkt die Beziehungen zwischen Kindern und Erwachsenen und bedeutet, dass Kinder mitbestimmen, gehört werden, teilhaben und ernst genommen werden. Die Wertschätzung der Meinung des Einzelnen ist ein zentraler Punkt der Partizipation. Gleich ob es sich um eigene Interessen oder die der Gruppe handelt, ist es wichtig, dass alle Kinder zu Wort kommen und ausreden dürfen. In unserer Kindertagesstätte wird Partizipation gelebt, indem die Kinder sich an Abstimmungen beteiligen, Ideen im Stuhlkreis einbringen, Aktivitäten, Feste und Veranstaltungen mitplanen und Ideen und Wünsche äußern können. Bei diesen Beteiligungsmöglichkeiten stehen folgende Aspekte im Vordergrund: Verantwortung: die eigenen Interessen vertreten ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln und stärken verbindliche Absprachen wahrnehmen und einhalten gemeinsame Entscheidungen akzeptieren und tragen Selbstbestimmung Meinungen bilden und äußern Wünsche und Ideen formulieren Mündigkeit erfahren Entscheidungsmut bekommen sich selbstwirksam erleben (Ich kann etwas bewegen und verändern.) demokratische Grundsätze kennenlernen Die Aufgabe für das pädagogische Fachpersonal besteht darin, die Kinder zu begleiten, sie als Experten ihres eigenen Lebens ernst zu nehmen, ihnen offen und interessiert gegenüber zu treten und sich von ihren Meinungen, Ansichten, Ideen und Wünschen inspirieren zu lassen. Die Suche nach Informationen und das Aufzeigen von Beispielen, Möglichkeiten und Alternativen, sind wichtig, da Kindern häufig Vergleichserfahrungen fehlen. Wir begleiten Aushandlungsprozesse, die zu einem Ergebnis führen, denn Partizipation heißt auch Verbindlichkeit. Der Dialog und Austausch sind wichtige Bestandteile innerhalb einer Partizipation und das pädagogische Fachpersonal bringt ebenso Meinungen und Erfahrungen ein und zeigt Möglichkeiten und Probleme auf. Situationsorientierter Ansatz Wir arbeiten nach dem situationsorientierten Ansatz. Das heißt, dass die Lebenssituation der Kinder und deren aktuellen Erlebnisse im Mittelpunkt stehen. Der Ansatz geht davon aus, dass die aktuellen Ausdrucksformen der Kinder aus zurückliegenden Erfahrungen und Erlebnissen resultieren. Die Gegenwart ist also ein Abbild der Vergangenheit. Kinder entwickeln ihre emotional-soziale Kompetenz dadurch, dass sie ihre individuell gemachten Erfahrungen und Erlebnisse verarbeiten und verstehen können. Die Themen der Kinder stehen deshalb im Mittelpunkt unserer Arbeit und werden zum Beispiel in Projekten erarbeitet. Bildungsdokumentation Von Beginn der Kindergartenzeit bis hin zum Schuleintritt führen die pädagogischen Fachkräfte kontinuierlich Beobachtungen der Kinder durch. Diese werden in schriftlicher Form festgehalten und ausgewertet. Die Bildungsdokumentationen dienen dazu jedes Kind optimal und individuell in seiner Entwicklung begleiten und fördern zu können. Sie zeigen die verschiedenen Interessen und Ressourcen eines Kindes auf; mit welchem Thema beschäftigt sich das Kind, welche Stärken und Interessen hat das Kind etc. Außerdem bilden die Bildungsdokumentationen die Grundlage für den regelmäßigen Austausch mit den Eltern. Sie werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Mit Abschluss der Kindergartenzeit werden die Dokumentationen an die Eltern ausgehändigt, diesen steht es frei die Bildungsdokumentationen an die Schule weiterzugeben. Qualitätssicherung Die Mitarbeiter/innen können verschiedene Instrumente wie Eltern- und Mitarbeiterbefragungen, Beobachtungen, Planungstage und Evaluationen verwenden, um die Qualität der Arbeit zu überprüfen, weiterzuentwickeln und Verbesserungen sicherzustellen. Eine Fachberatung steht für Qualitätsentwicklungsmaßnahmen zur Verfügung. Durch regelmäßig stattfindende Treffen aller Leitungen der Kindertageseinrichtungen des CVJM Münster befinden wir uns in gutem Austausch über konzeptionelle Entwicklungen in den einzelnen Einrichtungen und haben so auch immer wieder Gelegenheit die Qualität unserer Arbeit zu vergleichen und zu überprüfen. Eingewöhnung Die Eingewöhnung ist für jedes Kind eine aufregende und manchmal auch schwierige Zeit. Wir möchten diese Zeit für die Kinder so angenehm wie möglich gestalten und eine gute Grundlage für die Betreuung in unserer Einrichtung schaffen. Je nach Temperament, Verhalten und erlebten Bindungserfahrungen des Kindes hat jede Eingewöhnung ihr eigenes Tempo, das vom Kind bestimmt wird. Die Belastung, die eine Trennung für ein Kind darstellt, wird durch eine langsame Eingewöhnung gemindert. Für die Kinder ist es eine große Herausforderung sich an die neue Umgebung zu gewöhnen und eine Beziehung zu fremden Personen aufzubauen. Wir arbeiten nach dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“ nach infans (Laewen, Andres & Hedevari), das sich auf die Bindungstheorie von John Bowlby stützt. Die Grundlage des Modells ist die Bindung des Kindes an seine Eltern. Deshalb ist es wichtig, dass die Kinder während der Eingewöhnung von einem Elternteil begleitet werden. Das Modell unterteilt sich in verschiedene Phasen. In der Grundphase werden die Kinder von den Eltern in die Einrichtung begleitet. So können die Kinder die neue Umgebung kennenlernen und haben gleichzeitig eine Bezugsperson, an die sie sich wenden können. Nach einigen Tagen können erste Trennungsversuche durchgeführt werden, die je nach dem Verhalten des Kindes während der Trennung bis zu maximal 30 Minuten dauern sollten. In der Stabilisierungsphase wird, unter Beachtung der Reaktion des Kindes, der Zeitraum der Trennung immer weiter ausgedehnt. In der Schlussphase hat das Kind die Erzieher/Erzieherinnen als neue Bezugspersonen akzeptiert. Die Eltern halten sich somit nur noch kurz in der Kita auf. Während der Eingewöhnungsphase sind die Erzieher/Erzieherinnen im stetigen Austausch mit den Eltern, um die Eingewöhnung bestmöglich für das Kind und die Eltern zu gestalten. Unser Alltag Unsere Tagestruktur 3-6 Jahre In der Froschgruppe werden 24 Kinder im Alter von 3-6 Jahren betreut. Die Kinder können zwischen 7.00 und 8.45 Uhr gebracht werden. In dieser Zeit können sie ankommen, sich in das Gruppengeschehen einfinden und sich auf den Kita- Alltag einstellen. Um 9.00 Uhr beginnen wir den Tag gemeinsam mit einem Morgenkreis, indem verschiedene Lieder gesungen, Fingerspiele und Kreisspiele gespielt werden. Befindlichkeiten werden ausgetauscht und der Tag wird besprochen. Im Anschluss findet ein gemeinsames Frühstück statt. Der Vormittag bietet neben individueller, pädagogischer Arbeit Raum für Freispiel, Kreativangebote, Bewegungsangebote und der Nutzung des Außengeländes. Hierzu setzen wir Erzieher/Erzieherinnen verschiedene Impulse. Um 12.00 Uhr findet das Mittagessen statt. Nach dem Mittagessen beginnt die Ruhephase, in der die Möglichkeit besteht einen Mittagschlaf zu halten. Ausgeschlafen und ausgeruht starten wir mit einem Mittagssnack in die zweite Hälfte des Kitatages, welcher individuell und situationsorientiert gestaltet wird. Freispiel Spielen ist der Beruf des Kindes. Spielen steht im Mittelpunkt unserer Arbeit, weil es die Entwicklung der Kinder von selbst fördert. Kinder lernen eigene Bedürfnisse und die der Spielpartner kennen. Spielen macht Kinder klüger und anpassungsfähiger. Sie entwickeln Ziele und Kompetenzen, lernen Entscheidungen zu fällen und Probleme zu lösen. Das alles sind Gründe, warum das Freispiel bei uns einen hohen Stellenwert einnimmt. Projekte In unserer Kindertageseinrichtung halten wir Projekte für einen geeigneten Rahmen und eine kindgerechte Methode um wechselnde Themen aufzugreifen und zu bearbeiten. Die Auswahl der Themen orientiert sich dabei an den Interessen der Kinder, zum Beispiel: Tiere, Feuerwehr, Märchen etc., der Jahreszeit, der Gruppensituation oder Entwicklungs- und Förderschwerpunkten. Die Projektform bietet die Möglichkeit ein Thema mit den Kindern vertiefend zu behandeln und Wissen zu vermitteln. Im Rahmen von Projekten werden Ausflüge oder andere kleine Veranstaltungen angeboten, bei denen die Mitarbeit der Eltern gerne angenommen wird. Regeln und Rituale Kinder suchen und finden Halt und Orientierung in festen, wiederkehrenden Strukturen und Ritualen. Ein geregelter Tagesablauf bietet Sicherheit in einer für sie anfangs ungewohnten Umgebung. Aus diesem Grund legen wir Wert darauf den Kindern einen strukturierten Kita-Alltag bieten zu können. Auch feste Regeln sind für die Kinder wichtige Anhaltspunkte für ihr Handeln im Alltag. Diese können sich auf den sozialen Umgang beziehen oder auch auf das Verhalten im Kindergarten generell. Unsere Tagesstruktur 0-3 Jahre In der U3-Gruppe werden 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren betreut. Wir passen den Tagesablauf dem Rhythmus der Kinder an und orientieren uns an den Bedürfnissen der Kinder. Bis 8.45 Uhr sollen alle Kinder gebracht werden, damit wir den Tag gemeinsam mit einem Morgenkreis beginnen können. Wir singen gemeinsam, spielen kleine Fingerspiele oder sprechen gemeinsam kleine Reime. Danach frühstücken wir alle gemeinsam, jedes Kind bringt sein eigenes Frühstück mit, dazu gibt es Obst. Anschließend beginnt eine Phase, in der wir ein vielfältiges Angebot an Spielmaterial Bewegungsmöglichkeiten, Impulsen und Aktivitäten anbieten und altersentsprechend umsetzen – gegebenenfalls werden die Kinder dazu aufgeteilt. Um etwa 11.45 Uhr beginnt das Mittagessen. Nach dem Mittagessen folgt die Schlafenszeit, in der wir die Kinder individuell begleiten. Wenn alle Kinder aufgestanden sind, versammeln sich alle um gemeinsam einen kleinen Mittagssnack zu essen. Die Nachmittagszeit gestalten wir situationsorientiert. Zusammenarbeit mit den Eltern Die Zusammenarbeit mit den Eltern als zentrale Bezugspersonen der Kinder nimmt einen hohen Stellenwert in unserer Kita ein. Wenn es um das Schaffen von optimalen Entwicklungsbedingungen der Kinder geht, gelten Eltern als unsere direkten Ansprechpartner. Die Erzieher/Erzieherinnen stehen jederzeit für Elterngespräche zur Verfügung; ein kurzer Austausch kann auch während der Bring- und Abholphase stattfinden. Auf regelmäßigen Elternabenden besteht die Möglichkeit des Informationsaustausches und des Berichtens über Erfahrungen und Einschätzungen. Elternbeirat und Rat der Tageseinrichtung Jährlich findet eine Elternversammlung statt, bei der ein Elternrat, bestehend aus jeweils zwei Eltern einer Gruppe, gewählt wird. Die gewählten Eltern haben die Aufgabe die Kooperation zwischen Träger, Eltern und Erziehern/Erzieherinnen zu fördern und die Interessen der Elternschaft zu vertreten. Alle Elternvertreter bilden zusammen den Elternbeirat der Kindertageseinrichtung. Dieser hat ein Informationsrecht über alle wichtigen Belange der Kindertageseinrichtung. Der Rat der Tageseinrichtung bildet sich aus der Leitung der Einrichtung, zwei pädagogischen Fachkräften, einem Trägervertreter und dem Elternbeirat. Partizipation Nicht nur in der Arbeit mit Kindern legen wir Wert auf Partizipation. Auch den Eltern soll dieses Recht zustehen. Durch das Stimmrecht in der Elternversammlung, die aktive Mitarbeit im Elternbeirat, die Teilnahme am Rat der Einrichtung, Befragungen zu verschiedenen Themen oder Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften besteht die Möglichkeit sich in die Arbeit der Kindertageseinrichtung einzubringen. Beschwerdemanagment Uns ist es wichtig den Eltern vertrauensvoll gegenüber zu treten und Gesprächsbereitschaft zu signalisieren. Für Anregungen, Lob und Kritik haben wir stets ein offenes Ohr. In unseren Kontakten mit den Eltern signalisieren wir, dass wir ihre Wünsche, Sorgen und Anregungen ernstnehmen. Wir nutzen diese dazu, uns mit unserer pädagogischen Arbeit immer wieder auseinander zu setzen. Wir bieten den Eltern durch einen Briefkasten, der im Eingangsbereich der Kindertagesstätte aufgehängt wurde, die Möglichkeit Lob, Anregungen und Kritik anonym zu äußern. Wir freuen uns aber stets darüber, wenn ein persönliches Gespräch zu diesen Themen stattfindet. Auch die Mitglieder des Elternbeirates sind als Ansprechpartner und Übermittler jederzeit für die Eltern da. Ein Austausch per Mail zwischen der Einrichtungsleitung und den Mitgliedern des Elternbeirates über aktuelle Entwicklungen und wichtige Themen findet regelmäßig statt. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen Auch die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen spielt eine große Rolle. Die Kita Alte Mauritzschule arbeitet mit folgenden Institutionen zusammen: Familien-Bildungszentrum Amt für Kinder, Jugendliche und Familie Frühförderstelle Mutterhaus der Franziskanerinnen Kindertageseinrichtungen des CVJM Münster Grundschule St. Mauritz Verschiedene Berufskollegen
Anlage 1.2 Konzept ASB Malteserstr
42050 Zeichen
Verfasst von: A. Vieren/ M. Brosch
Pädagogische Konzeption
Arbeiter – Samariter - Bund
Regionalverband Münsterland e.V.
ASB Kindertageseinrichtung
Seite 1 von 20
Vorwort
Der Arbeiter -Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. ist anerkannter Träger in
der Kinder - und Jugendhilfe und betreibt mit dieser Einrichtung erstmalig eine
Kindertageseinrichtung
Dieses Konzept wird bei jeder Veränderung angepasst.
Konzept
1.0 Träger
Träger der Einrichtung Kindertageseinrichtung………… ist seit dem ……….. der
Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V.
Gustav-Stresemann-weg 62
48155 Münster
Tel.: 0251-2897-0
Fax: 0251-297-118
Homepage: www.asb-muenster.de
E-Mail: m.brosch@asb-muenster.de
1.1 Allgemeines Leitbild des Arbeiter-Samariter-Bundes
Der Arbeiter -Samariter-Bund ist eine Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband. Er ist eine
gemeinnütziger Verein mit Vorsitz des Bundesvorstandes, dessen Mitglieder die Entwicklung
mitbestimmen und kontrollieren.
Der ASB setzt sich aus dem Bundesverband, Land esverbänden sowie Kreis- und Ortverbände
zusammen.
Humanitäre und demokratische Grundsätze bilden die Basis der Arbeit des ASB im In - und
Ausland.
Der ASB war, ist un d bleibt eine parteipolitische neutrale und konfessionelle ungebundene
Organisation, die Menschen in Not helfen ohne Ansehen ihrer politischen, rassischen,
nationalen oder religiösen Zugehörigkeit.
Da wir eine Einrichtung des Arbeiter -Samariter-Bundes sind arbeiten wir a m Leitbild der
Gesamtorganisation orientiert.
1.2 Lage
Die Kindertagesstätte liegt im Süden der Stadt Münster im Stadtteil Hiltrup …
1.3. Aufnahmekriterien
Wir entscheiden bei der Aufnahme nicht nach Nationalität, Konfession, politischer
Einstellung oder ethnischer Zugehörigkeit. Sondern wir entscheiden bei der Aufnahme nach
sozialen Kriterien.
Aufnahmekriterien:
● Kinder aus dem Einzugsgebiet
Seite 2 von 20
● Kinder berufstätiger Eltern
● Geschwisterkinder
1.4 Gruppen/Gruppenstruktur
In der Kindertagesstätte werden
● in drei Gruppen je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren betreut
● in einer Gruppe 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren betreut
● in einer Gruppe 20-25 Kinder im Alter von 3-6 Jahren betreut
1.5 Team und Personalstruktur
Die pe rsonelle Besetzung richtet sich nach der Vereinbarung zu den Grundsätzen über die
Qualifikation und den Personalschlüssel nach § 26 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes zur frühen
Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Zu unserem Selbstverständnis gehört es,
innerhalb unserer Einrichtung Praktikanten während ihrer Ausbildung praxisnah zu begleiten
und anzuleiten.
Ein partnerschaftliches Miteinander, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung sind
Grundlagen einer guten Zusammenarbeit in unserem Team Ein kollegi aler Austausch,
gruppenübergreifendes Arbeiten und der Einsatz der eigenen Persönlichkeit sind ebenso
gefordert, wie das Engagement und die Offenheit gegenüber der gesamten Arbeit.
Gemeinsame Zielabsprachen und ein aufgabenorientiertes Aufeinander -Zuarbeiten und
Transparenz sind für eine erfolgreiche Teamarbeit unabdingbar.
In unserem Team arbeiten:
1 freigestellte Einrichtungsleitung
pro Gruppe 1 Erzieher/in als Gruppenleitung sowie 1 weitere Fachkraft
1 weitere Fachkraft gruppenübergreifend
1 Auszubildende in der praxisintegrierten Ausbildung zur Erzieherin
1 Küchenkraft
1 Schreibkraft
Nach Möglichkeit stellen wir jemanden für ein Freiwilliges Soziales Jahr und/oder ein/e
Anerkennungspraktikant/in ein.
Die Aufgabe als Leitung wahren wir durch einen partnerschaftlichen Leitungsstil; dazu zählen
Teamgespräche, Einzelgespräche, fachliche Anleitung und Beratung, Delegation von
Aufgaben und Übertragen von Verantwortung.
Wertschätzung, Offenheit und Kritikfähigkeit sind Voraussetzungen für eine gute
Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern, dem Träger und anderen Partnern.
Seite 3 von 20
1.6 Öffnungszeiten
Unter Berücksichtigung des Wohles der Kinder, der berechtigten Belange der
Ehrziehungsberechtigten sowie der personellen und örtlichen Gegebenheiten, setzt der
Träger nach Anhörung des Elternrates die Öffnungszeiten fest (§ 9 Abs. 4 KiBiz).
Unsere Öffnungszeiten lauten (45 Std.):
Montag bis Donnerstag 7:30 Uhr – 17:00 Uhr
Freitag 7:30 Uhr – 15:30 Uhr
Für eine Gruppe von 10 Kindern sollen nach Absprache mit dem Jugendamt und nach
Anhörung des Elternrats erweiterte Öffnungszeit en von
Montag bis Freitag 6:30 Uhr – 20:00 Uhr angeboten werden.
2.0 Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze
Für die Kindertagesbetreuung relevanten Paragrafen:
Sozialgesetzbuch, Achtes Buch, Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII)
§ 22a - 25 SGB VIII Angebote zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen
Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz - KiBiz) –
Viertes Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes SGB VIII
Personalvereinbarung der Trägerzusammenschlüsse der freien und öffentlichen
Jugendhilfe
Die Rechte der Kinder
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern
Die Erziehungsberechtigten haben laut § 90 SGB VIII, entsprechend ihrer wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit, monatlich öffentlich -rechtliche Beiträge zu den Jahres -Betriebskosten zu
entrichten.
Für die Teilnahme eines Kindes am Mittagstisch (12:00 Uhr) ist ein zusätzlicher Beitrag an
den Träger der Einrichtung zu entrichten. Bei regelmäßiger Teilnahme wird ein fester, nach
Alter gestaffelter Beitrag monatlich erhoben (unabhängig von den Schließzeiten):
bis 3 Jahre 35,00€
bis Schuleintritt 40,00 €
Pro Einzelmahlzeit ist ein Beitrag von z. Zt. 3,00 € an den Träger der Einrichtung zu zahlen.
Seite 4 von 20
3.0 Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des Arbeiter-Samariter-Bundes
Als ASB -Einrichtungen haben wir einen sozialen und wertschätzenden Auftrag, der unser
Handeln prägt und beeinflusst.
Unsere Kindertagesstätte ist ein Platz an dem die Kinder sich mit Hilfe der Erzieher/innen
individuell entfalten und entwickeln können. Hier können die Kinder Freundschaften
schließen, sich gegenseitig motivieren Neues zu lernen.
Die pädagogische Konzeption der Kindertagesstätte basiert auf dem Grundverständnis, dass
die Kindertagesstätte Lebens - und Erfahrungsraum für alle Kinder und Familien mit ihren
individuellen Bedürfnissen ist.
Mit dem Ziel für alle Kinder ein partnerschaftliches, demokratisches, tolerantes und
gleichberechtigtes Miteinander zu erlernen.
Durch die gemeinsame Erziehung bekommen alle Kinder vielfältige Entwicklungsanreize und
können im Zusammenleben Unterschiede und Ähnlichkeiten erleben, wodurch sich eine
Atmosphäre sozialer Toleranz entwickelt, die jedem Kind ungeachtet seiner Fähigkeiten ein
positives Selbstwertgefühl vermittelt.
Grundlage der pädagogischen Arbeit ist die Überzeugung, dass jedes Kind die Potentiale zu
einer konstruktiven Entwicklung in sich trägt.
Ganzheitliches Lernen, ausgerichtet auf das Erleben der Kinder, d.h. Vorbereitung auf
gegenwärtige und zukünftige Lebenssituationen und Befähigung, diese zu bewältigen
Ressourcenorientiertes Arbeiten anhand der Stärken und Fähigkeiten
Entlastung und Unterstützung der Familien durch Schaffung eines sozialen
Netzwerkes
Toleranz, Vielfalt und Offenheit im Zusammenleben von unterschiedlichen Menschen
als Grundlage für ein Miteinander
3.1 Fachlichkeit
Um die Arbeit mit einem bunt gemischtem Klientel in der Einrichtung qualitativ gut zu
gestalten, bedarf es eine hohe Fachlichkeit der Mitarbeiter, die regelmäßige Fort - und
Weiterbildungen, Fachtagungen und Supervision voraussetzt.
Die Erziehungsberechti gten sind hauptverantwortlich für die Erziehung des Kindes . Die
Begegnung und Zusammenarbeit ist wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Die
Einrichtungen sind Orte für das Entstehen sozialer Kontakte und bieten den
Erziehungsberechtigten pädagogische Unt erstützung durch Elternabende, Gesprächskreise,
Vorträge und Beratung an.
Grundlage geeigneter fachspezifischer Maßnahmen und Zielsetzung ist die ganzheitliche
Sichtweise. Eines unserer Ziele ist es, dass die Kinder gegenwärtige und zukünftige
Situationen mit größtmöglicher Selbständigkeit bewältigen können
Seite 5 von 20
3.2 Selbstverständnis
Wir beobachten kontinuierlich die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Entwicklung der Kinder
angelehnt an den Situationsorientierter Ansatz . Wir erkennen im ständigen Diskurs mit
Kindern, Erziehungsberechtigten und anderen Erwachsenen lebensgeschichtlich bedeutsame
Situationen, analysieren und gestalten auf dieser Grundlage ganzheitliche Lernprozesse.
Die Erziehungsberechtigte und wir gehen eine vertrauensvolle, partnerschaftliche Beziehung
zugunsten der Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder ein. Sie umfasst die Ergänzung
und Unterstützung des Kindes und dessen sozialen Netzwerkes durch Information und
Beratung der Erziehungsberechtigten.
Die Kinder haben die Möglichkeit ihre eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu finden.
Kinder lernen mit- und voneinander. Deshalb ermöglichen wir den Kindern, im gemeinsamen
Tun ihre vielfältigen Erfahrungen und Kompetenzen aufeinander zu bezieh en. Entsprechend
ihrer Entwicklung werden die individuellen Bedürfnisse und Entwicklungsaufgaben erkannt
und der Bildungsauftrag gezielt und altersentsprechend berücksichtigt und umgesetzt.
In erster Linie werden die Kinder, entsprechend ihrer Möglichkei ten, aktiv an der
pädagogischen Planung beteiligt „Was sie selbst tun können, wird ihnen zugetraut und
zugemutet.“
Um den Kindern die Gelegenheit zu geben, sich im Spiel mit ihrer Lebenswelt auseinander
setzen zu können, schaffen wir ein anregendes, viel fältiges pädagogisches Umfeld. Wir
eröffnen den Kindern Lern - und Erfahrungsräume, die über ihre bis dahin gemachten
Erfahrungen hinausgehen und bieten ihnen neue Entwicklungsmöglichkeiten. Neugier,
Interesse, Entdeckerlust und Experimentierfreude der Kin der werden unterstützt, so dass
vielseitige Wahrnehmun gs- und Ausdrucksmöglichkeiten -Selbstbildungspotentiale-
gefördert werden.
Das Zusammenleben von Kindern mit verschiedenen Herkunfts -, Entwicklungs - und
Leistungsvoraussetzungen bietet uns die Möglich keit, anhand von vielfältigen
Lernsituationen das Selbstvertrauen aller Kinder zu stärken, sowie ihre besondere Begabung
und das Verständnis untereinander zu fördern.
Wir vernetzen uns im Rahmen der Familienzentrumsarbeit mit unterschiedlichen
Einrichtungen, Vereinen und Institutionen des Gemeinwesens.
Kontinuierlich reflektieren wir sowohl die gesellschaftliche als auch die kindliche
Entwicklung.
Die Einrichtungskonzeption wird fortlaufend im Team überdacht und die pädagogische
Arbeit evaluiert.
Seite 6 von 20
3.3 Partizipation
Partizipation ist ein grundlegendes Recht der Menschen (Artikel 1 und 2 Grundgesetz) und
als Auftrag der Tageseinrichtung gesetzlich festgelegt im Sozialgesetzbuch (SGB).
Im Wesentlichen geht es darum, Kindern und Eltern die Mitsprache bei Planungs -,
Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen zu ve rschaffen, die direkten oder auch indirekten
Einfluss auf ihre Lebenswelten haben.
Durch frühes Einbeziehen in Entscheidungen entwickeln Kinder Problemlösungsstrategien
und üben sich in deren Umgang umso das Gefühl zu entwickeln selbstwirksam zu sein. Durch
die Übernahme von kleinen Verantwortlichkeiten und Aufgaben und deren erfolgreiche
Bewältigung entwickeln sie Vertrauen in eigene Fähigkeiten, lernen eigenverantwortliches
Handeln und erhalten Respekt vor anderen Personen.
Partizipation ermöglicht:
Kindern Mitbestimmung und Mitverantwortung zu erlernen und zu tragen
Kindern die Auswirkungen ihres Engagements zu sehen, nachzuvollziehen und sich
damit identifizieren zu können.
Kindern und Erzieherinnen gemeinsam Entscheidungen und Lösungen für Probleme
zu finden
Wir legen besonderes Augenmerk auf die Motivation der Kinder und auf die Auswahl der
Methoden der Beteiligung. Partizipation soll Spaß machen, da sie sonst schnell ihre
Anziehungskraft verliert.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Partizipation ist, dass die Erwachsenen die Äußerungen
aller Kinder wertschätzend beachten, sie ernst nehmen und sie auf der Suche nach eigenen
Lösungen unterstützen. Kinder erhalten so die Chance , sich zu starken individuellen
Persönlichkeiten, engagierten und kritischen Bürgern/innen in einer demokratischen
Gesellschaft zu entwickeln.
In unserer Einrichtung sind unterschiedliche Formen der Partizipation vorhanden, z.B. :
Teilhabe an einfachen dialogischen Gespräch ssituationen (Spiel-und Gesprächskreisen) ,
spontane Gesprächs runden, Bewältigung von Ko nfliktsituationen, Wahl des Elternrates,
Freispiel, Elternversammlungen, Frühstücksbuffet.
3.3.1 Beschwerdemanagement für Kinder
Die Kinde r haben die Möglichkeit zu jeder Zeit ihre Bedürfnisse, Wünsche sowie
Beschwerden zu äußern. Sie können und dürfen sich an einen ihnen vertrauten Mitarbeiter
wenden. Im morgendlichen Sing - und Gesprächskreis haben die Kinder z.B. die Möglichkeit
sich und ihre Beschwerde vorzubringen. Ebenso können sie im persönlichen Gespräch ihre
Anliegen formulieren.
Hier werden alle Kinder ernst genommen und unterstützt das Vorgebrachte umzusetzen.
Die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein werden damit gestärkt.
Kommunikationsfähigkeit und Vertr auen wird gefördert, Achtung vor dem Anderen und
Wertschätzung erlernt.
Seite 7 von 20
Kinder nutzten je nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen unterschiedliche Formen der
Beschwerde z.B.: Nonverbale-, Ermöglichungs-, Verhinderungs-, Spontan-, Indirekte- sowie
Einzelbeschwerde.
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen
Die verschiedenen Interessen und Bedürfnisse der Kinder in den inklusiven altersgemischten
Gruppen sind eine Bereicherung für das Gruppenleben. Durch das Zusammenleben der
Kinder werden soziale Verhaltensweisen, wie Rücksichtnahme, Toleranz und Verantwortung
besonders unterstützt.
Die Altersmischung in unseren Gruppen ermöglicht eine individuelle Betreuung der
einzelnen Kinder, weil sich durch diese Mischung die Entwicklun gs- und
Betreuungsansprüche der Kinder ergänzen.
Die schwierige Phase der Eingewöhnung ist durch die ausgewogene Altersstruktur
erleichtert.
Die inklusiven a ltersgemischten Gruppen bieten eine anregungsreiche Atmosphäre: Die
jüngeren Kinder lernen von den „Großen“ wodurch Eigenaktivität, Selbstständigkeit und
Sprache angeregt werden. Die älteren Kinder können im gemeinsamen Spiel mit den
Jüngeren Fertigkeiten und Fähigkeiten erproben und vertiefen, indem sie ihnen Dinge
zeigen, Sachverhalte erklären und bei alltäglichen Schwierigkeiten helfen.
Alle Kinder können leichter ihren Platz in der Kindergemeinschaft finden und ihr
Selbstwertgefühl stärken. Die Kinder lernen Kompromisse einzugehen und kommunikative
Mittel einzusetzen, damit ein gemeinsames Spiel möglich ist.
Mit steigendem Alter können die Kinder sich eher gleichaltrigen Spielpartnern zuwenden, die
gleiche Interessen haben. Hierbei werden die Kinder vor andere Herausforderungen gestellt,
Konflikte werden gleichrangig und gleichberechtigt ausgetragen.
Kinder im Alter von 0 -3 Jahren brauchen entsprechend ihrem Entwicklungsstand mehr
Zuwendung, Pflege, Aufmerksamkeit und Nähe als ältere Kinder.
Geborgenheit und Vertrauen als positive Lebensgrundstimmung, sowie eine kontinuierliche
Betreuung sind für die Gesamtentwicklung des Kindes von entscheidender Bedeutung.
Das unmittelbare und sensible Eingehen auf die Bedürfnisse des Kindes gibt diesem eine
Lebenssicherheit, eine Reserve an positiven Erfahrungen, die hilft Enttäuschungen und
Belastungen besser zu bewältigen.
D. h. für uns als Tageseinrichtung ist eine erste Kontaktaufnahme des Kindes zu einer festen
Bezugsperson wichtig. Diese kümmert sich in der Eingewöhnungszeit -in Anwesenheit einer
familiären Bezugsperson- bevorzugt um das Kind, wickelt es, füttert es und bringt es ins Bett
(vgl. Eingewöhnung und Aufnahme).
Die daraus gewonnene Sicherheit ermöglicht dem Kind, intensivere Kontakte zu weiteren
Bezugspersonen aufzubauen.
Seite 8 von 20
Für Erziehungsberechtigte die wieder ins Berufsleben zurückkehr en, ist die Betreuung des
Kindes innerhalb unserer Kindertagesstätte eine professionelle, konstante Institu tion der
Erziehung und Bildung.
Ziel der inklusiven Arbeit ist es daher, ein Förderangebot zu gestalten, dass Potentiale weckt
und Entwicklungsprozes se anbahnt und zulässt. Unsere Gruppen sind umfassende
Lernsituation für K inder, ein Lebens - und Erfahrungs raum, der kein Kind ausschließt. Jedes
Kind wird in seiner Individualität und Einzigartigkeit wahrgenommen und respektiert.
Das Zusammenleben im Alltag, sprich das Miteinander, ist von großem Wert und bietet allen
Beteiligten ein breites Lernspektrum.
Kinder machen früh die Erfahrung, dass ein Anderssein nicht ein besser oder schlechter
bedeutet, sondern mit Individualität und Persönlichkeit einhergeht.
3.5 Regeln
Um den Interessen und Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden und ein
partnerschaftliches Miteinander zu schaffen, gehören Regeln zur päd. Arbeit. Die Regeln gibt
es aus unterschiedlichen Gründen, z.B. Schutz der körperlichen und seelischen
Unversehrtheit, Partizipation, Lernen, Wertvorstellung und um den Tagesablauf zu
strukturieren.
Einige Richtlinien sind verbindlich, z. B. „Der Gruppenraum darf nicht ohne das Wissen und
die Erlaubnis der Erzieherin verlassen werden“.
Zudem gi bt es Regeln, die situationsabhängig und altersentsprechend von den Kindern
selbständig aufgestellt werden, z. B. einigen sich die Kinder auf eine bestimmte Zahl von
Mitspielern innerhalb eines Spielbereiches.
Darüber hinaus können im Rahmen der Selbständ igkeitserziehung Regeln individuell in
Abhängigkeit von Alter, Tagesform und Verhalten der Kinder abgewandelt werden.
Regeln und Rituale geben sowohl sichere Orientierung, als auch Halt.
3.6 Freispiel
Die Freispielzeit ist ein wichtiges Element im Kind ertagesstättenalltag. Das Kind entscheidet
in den Freispielphasen - selbstinitiierte Lernprozesse -, je nach seinen Interessen und
Bedürfnissen
was
wann und wie lange
wo
wie
und mit wem es spielt.
Die Zeit für das Freispiel wird im Alltag durch die Erzieher /innen ermöglicht. Im freien Spiel
werden Normen und Strategien des Zusammenlebens ausprobiert, Konkurrenz und Streit,
Solidarität und Kooperation sowie Integration und Ausgrenzung können erfahren werden.
Seite 9 von 20
Durch Eigenini tiative und auch durch Beobachtung von anderen findet ein kindlicher
Lernprozess statt. Im gemeinsamen Spiel lernt das Kind, Konflikte zu lösen, eigene Interessen
zu verfolgen aber auch konkurrierende Interessen zu respektieren, Kompromisse zu
schließen, zu teilen, zu kooperieren, selbstbewusst zu werden.
Diese Entscheidungsmöglichkeiten bieten dem Kind Freiräume, die in so starkem Ausmaß im
späteren Leben (Schulzeit) nicht immer gegeben werden.
Durch die verschiedenen zur Verfügung stehenden Spiel - Bastelmaterialien und gesetzten
Spielimpulse kann das Kind konstruktiv, kreativ und schöpferisch tätig sein.
Bereits erfahrene Eindrücke/Erlebnisse werden verarbeitet, z. B. beim Nachspielen von
Alltagssituationen im Rollenspiel.
Kinder lernen bei jedem Spiel.
„Alle Momente, die effizientes Lernen ausmachen, sind im Spiel vorhanden. Das Spiel ist die
ideale Form des Lernens, weil die Kinder dabei in höchstem Maße aktiv sind, mit Intensität
und Eifer aus eigenem Antrieb sich spontan damit beschäftigen, was si e gerne können
möchten. Ihr Lernen ist im Spiel individuell und freiwillig.
Es dauert so lange, bis ein Lernprozess abgeschlossen oder die Lust an etwas verloren
gegangen ist.
Solches Lernen ist nicht planbar. Es ist im Kind selbst angelegt. Das Kind weiß sich die
Situation im Spiel so ein zu richten, dass es Schwierigkeiten, die eintreten können, selbst
meistern kann. Es verfügt über Muster der Wirklichkeitsbewältigung, mit denen es sich in
seiner Fortentwicklung selbst hervorbringen kann.“
(Zitat: G. Schäfer, 1989)
3.7 Projekte und AGs
Im Laufe eines Kindergartenjahres werden unterschiedliche Themen in Form von
gruppeninternen und/oder gruppenübergreifenden Projekten bearbeitet.
Durch die Erweiterung des Umfeldes bedeutet die Projektarbeit eine ganzheitliche
Wissensvermittlung und entspricht dem Anliegen des Bildungsauftrages.
Teil des Projektes ist neben dem Prozess selbst, die abschließe nde Präsentation der
Ergebnisse.
AGs sind Arbeitsgemeinschaften, an denen die Kinder, je nach ihren persönlichen Interessen,
teilnehmen und in denen sie an die unterschiedlichsten Lebensbereiche herangeführt
werden. In den AGs werden Schwächen abgebaut und die Stärken einzelner Kinder, ebenso
wie die Gemeinschaft untereinander, gefördert.
Abhängig vom Angebot und dessen Ergebnis, gib t es offene und geschlossene AG s, die zu
festen Zeitpunkten und Wochentagen stattfinden.
Durch das gruppenübergreifende Angebot ist die Begegnung vielschichtiger Kulturen und
Altersstufen möglich.
Seite 10 von 20
In den AG-Stunden lernen die Kinder, kurzfristige Ziele zu verfolgen. AGs können nach Bedarf
auch an ein Projekt angegliedert werden.
3.8 Bildung/päd. Arbeit
Lernen ist der dauerhafte Erwerb einer neuen oder Veränderung einer schon vorhandenen
Fähigkeit, Fertigkeit oder Einstellung. Lernen kann jeder Mensch nur selbst.
Bildung ist mehr als Lernen. Bildung beschreibt eine gewisse Qualität von Lernprozessen -
nicht nur die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten - ein Lernen mit allen Sinnen, bei dem
die ganze Breite der Selbstbildungspotentiale der Kinder zum Tragen kommt.
Begleitung, Förderung und Herausforderung der Kinder insbesondere in den sensorischen,
motorischen, emotionalen ästhetischen, kognitiven, sprachlichen und mathematischen
Entwicklungsbereichen.
Das Lernen untereinander ist geprägt von: Unsicherheiten abbauen, Akzeptanz,
Kompromissbereitschaft, Rücksichtnahme, Entwicklung von Selbständigkeit, Kennenlernen
der eigenen Grenzen, Selbstbehauptung und Disziplin, Einordnung - und
Durchsetzungsfähigkeit, Übernahme von Verantwortu ng für sich, das Spielmaterial und
schließlich auch für andere Kinder.
3.9 Kommunikation und Sprache
Der Einsatz verbaler und nonverbaler Ausdrucksmöglichkeiten ist ein grundlegendes
Bedürfnis jedes Menschen.
Die Sprache entwickelt sich auf der Grundla ge wechselseitiger Beeinflussung von
Bewegungserfahrungen, Sinneserfahrungen, kognitiven und sozial-emotionalen Prozessen.
Die körperliche und geistige Entwicklung und die Bildung eines Kindes lassen sich nicht von
Sprache trennen, da diese ein wichtiges W erkzeug ist, um Entwicklungsprozesse in Gang zu
setzen.
Sprache wird nicht nur benutzt, um eigene Emotionen, Gedanken, Pläne und Wünsche
auszudrücken, sondern auch, um andere Menschen verstehen zu können und damit
Beziehungsstrukturen zu bilden.
Einige wichtige Ziele im Sprachbereich sind: Dinge und Sachverhalte benennen zu können,
Gefühle auszudrücken, Freude am Sprechen und Erzählen zu entdecken, verbale
Aufgabenstellungen zu verstehen und umzusetzen und zuhören zu können.
Sprache wird in jeglichen Alltagssituationen erprobt, erforscht und gefördert.
Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf wir mit einer erfolgt dieser in Kooperation mit
einer Frühförderstelle
Seite 11 von 20
3.10 Bewegung
Es liegt in der Natur eines jeden Kindes sich zu bewegen.
Wir bieten den Kinder Raum und Zeit sich selbst darin zu fördern was ihnen zurzeit Spaß
bereitet. Spezielle Möbel unterstützen die Lernprozesse der Kinder.
Durch altersentsprechendes Spielmaterial, angeleitete Bewegungseinheiten, Sing - und
Bewegungsspiele fordern wir die Kinder spielerisch dazu auf ihre bereits erlernten
Fähigkeiten zu vertiefen und zu erweitern.
3.11 Maxi-Gruppe
Die Förderung von Schulfähigkeit beginnt - ebenso wie die Bildung - nicht erst im letzten
Kindergartenjahr. „Bildung beginnt mit der Geburt .“ (Zitat Schäfer, 2003 Literaturliste:
Bildung beginnt mit der Geburt, Gerd Schäfer, Beltz Verlag ) Wir unterstützen die
Erziehungsberechtigten ab Kindergarteneintritt in der Förderung und Entwicklung ihrer
Kinder.
Die Kinder werden sprachl ich, emotional, geistig und körperlich auf den Übergang von der
Kindertageseinrichtung zur Schule vorbereitet.
Wichtig ist uns, dass ein Kind nach Möglichkeit vor Schuleintritt über folgende Kompetenzen
verfügt:
Vermitteln von Lernkompetenz (das Lernen l ernen, Selbständigkeit, Orientierungs -
und Lernfähigkeit)
Förderung von Sozialkompetenz (Selbstvertrauen und Selbstsicherheit)
Sprachförderung (Sich über Erlebtes und Erfahrenes in vielfältiger Form ausdrücken)
Logisches, mathematisches sowie räumliches Denken (Zahlenverständnis im
Zahlenraum bis 10 sowie geometrische Formen)
Stärkung der Konzentration und Ausdauer (mehrfach Aufträge erledigen)
Intensivierung des selbständigen Han delns und der Eigenverant wortlichkeit
(zuhören, sich mitteilen, die eigene Meinung vertreten, sich mit anderen
Auffassungen auseinandersetzen)
Abbau von Ängsten/Hemmungen vor dem Schuleintritt (Enttäuschung und
Misserfolge verkraften)
Spezielle Schulung der Fein- und Grobmotorik (Stifthaltung, Kraftdosierung,etc.)
Verkehrserziehung (geltende Regeln verstehen und situationsangemessen
anwenden und ggf. verändern)
Seite 12 von 20
In der Maxi -Gruppe werden die Kinder, zusätzlich zu ihrer individuellen Förderung in der
Gruppe, zielbewusst in Hinbli ck auf die Schulreife gefördert . Alle Kinder, die im
darauffolgenden Jahr eingeschult werden, dürfen teilnehmen.
Die Maxi-Gruppe befasst sich mit Kindern der Altersstufe von 5 – 7 Jahren.
In der Regel findet die Maxi-Gruppe einmal wöchentlich vormittags statt.
Anhand von Aktionen und Exkur sionen lernen die Kinder bei altersgerechtem Tempo,
miteinander Aufgaben zu lösen, die speziell auf sie, ihren momentanen Entwicklungsstand
und ihre speziellen Wünschen zugeschnitten sind.
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme
Um einen für Kinder und Erziehungsberechtigten gleichermaßen erfolgreichen und positiv
erlebten Start in die neue Lebensphase zu ermöglichen, sind die Eingewöhnung und das
Aufnahmeverfahren von besonderer Bedeutung.
Jedes Kind wird individuell eingewöhnt.
In unserer Einrichtung ist das Kind der Akteur seiner Eingewöhnung.
Sollte ein Kind mehr Zeit brauchen um sich von den Erziehungsberechtigte zu lösen erhält es
diese. Kinder, die sich leichter von ihren Erziehungsberechtigten trennen können, haben
somit eine kurze Eingewöhnungsphase.
Hierin liegt die Basis sowohl für das dauerhafte Wohlbefinden der Kinder, als auch für den
Erfolg unserer pädagogischen Arbeit.
In der Eingewöhnungsphase sammeln die Kinder neue soziale, emotionale und kognitive
Erfahrungen. Diese beinhalten einen neue n Tagesablauf, viele neue Menschen und Räume,
neue Spielmöglichkeiten und Materialien sowie Regeln. Auf Grund der Individualität eines
jeden Kindes wird von uns in dieser Phase viel Zeit, Geduld, Verständnis und eine besondere
Aufmerksamkeit erbracht.
In der Eingewöhnungsphase stellen wir folgende Punkte in den Vordergrund unserer Arbeit:
Beachtung der aktuellen Familiensituation und Lebensumstände
Berücksichtigung des Alters und Entwicklungsstandes der Kinder
Schnuppertage zum Kennenlernen
Information über den Geburtsverlauf
Wir achten darauf - wenn möglich - das die Gruppen ausgewogen zusammengesetzt
werden, damit die Kinder weder unterfordert noch überfordert werden.
Seite 13 von 20
3.13. Interkulturelle Orientierung
Die K indertagesstätte versteht sich als Begegnungsstätte zur Auseinandersetzung und
Integration unterschiedlicher Kulturen und sozialer Gefüge.
Da immer mehr Nationalitäten in den Stadtteilen zusammen leben, ist im Kontext der
Chancenangleichung der betreuten Kinder die Sensibilisierung für eige ne und
fremdländische Kulturen unausweichlich.
Wir legen den Grundstein für ein demokratisches Zusammenleben und wecken die Neugier
Einblick in verschiedene Kulturen zu nehmen.
Verständnisvolles und friedliches Miteinander begünstigt die Entwicklung zum we ltoffenen
toleranten Menschen.
Ausgehend von unserer L eitorientierung versteht sich die Umsetzung der genannten Z iele
zunächst als Haltung aller am Erziehung-Bildung-und Betreuungsprozess Beteiligten.
Daraus leitet sich die Kontinuität in der Auseinandersetzung ab, lässt aber auch genügend
Raum aktuelle Anlässe, Feste und Feiern im Jahreskreis zum interkulturellen pädagogischen
Programm zu erklären. Beteiligung an dem gesamten Prozess erwarten wir von allen
sozialpädagogischen Fachkräften wüns chen uns diese aber auch von den
Erziehungsberechtigten und anderen Interessierten aus den Gemeinden.
3.14 Ernährung
Die meisten Kinder unserer Einrichtung verbringen einen Großteil des Tages in der
Kindertagesstätte. Montag bis Freitag werden mit Frühstück, Mittagessen und dem
Nachmittag-Snack drei Mahlzeiten gereicht.
Die Einnahme der Mahlzeiten erfolgt in der Gemeinschaft mit den Kindern und uns.
Daraus leitet sich eine besondere Verantwortung ab. Wir bieten eine gesunde, ausgewogene
und kindgerechte Ernährung, welche die Entwicklung, Leistungsfähigkeit und das
Wohlbefinden der Kinder unterstützt.
Unter Berücksichtigung der Vorlieben und Abneigungen der Kinder und den Ansprüchen der
Erziehungsberechtigten, sorgen wir im ständigen Tea m-Dialog für ein e abwechslungsreiche
Ernährung angelehnt an die Anforderungen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung
e.V.).
Vielfalt und Selbstbestimmung zeichnen das Konzept (Partizipation) des Frühstücksbüfetts
aus. Die Kinder können selbst entsche iden, was und wann (8:00 h – 9:30 h) sie essen
möchten. Die Kinder erlernen hier sich bei der Zubereitung ihres Frühstücks frei zu entfalten
und üben ihre Selbstständigkeit. Ebenso lernen sie welche Lebensmittel zu einer vielseitigen
Ernährung gehören. Das Mittagessen wird in der Regel so gereicht, dass alle Kinder einer
Gruppe als Gemeinschaft essen.
Bei der Gestaltung der Mahlzeiten ergibt es sich gelegentlich dass die Kinder einbezogen
werden. So wird elementares Erleben ermöglicht um die Nahrungsmittel in unverarbeiteter
Form kennen zu lernen. Es ist uns wichtig, dass man nicht nur zu Tisch geht, um etwas zu
essen, sondern auch, um sich anderen mitzuteilen und Gemeinschaft zu erleben.
Gemeinsame Mahlzeiten erfordern zudem Rücksichtnahme auf andere und die Einhaltung
von Regeln.
Seite 14 von 20
4.0 Räume
Kinder wollen sich und anderen begegnen, sich selbst und den Raum entdecken und
verändern, etwas nach außen sichtbar machen, malen, gestalten, sich bewegen und zur
Ruhe kommen.
Uns ist es wichtig, innerhalb der Einrichtung eine angenehme, an regungsreiche und
gemütliche Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder altersentsprechend entfalten können,
in der ihre Selbständigkeit und Eigenaktivität gefördert werden, sie sich in einer
Gemeinschaft erleben und ihr Sozialverhalten entsprechende Unterstützung erfährt.
Die übersichtlichen Gruppenräume sind in Funktionsbereiche unterteilt, lassen jedoch
bewusst Freiräume zur flexiblen Umgestaltung offen. Rücksichtnahme, Selbstachtung und
das Selbstbewusstsein der Kinder werden gestärkt.
Die Erfahrung unterschiedlicher Raumaufteilungen, Ebenen und Bodenbeschaffenheiten
ermöglicht vielfältiges Lernen, z.B. mal das Gruppengeschehen aus einer anderen
Perspektive zu verfolgen.
Durch gesonderte Nebenräume und Teilbereiche, wie Ku schelecke, Schlafraum, Lese - und
Sitzecke, können sich die Kinder jederzeit zurückziehen.
Im situationsorientierten A nsatz wird die Gestaltung der Räume selbstverständlich an den
Bedürfnissen und Interessen der Kinder angepasst.
Die Gruppenräume sind altersentsprechend und anregend möbliert. Tische, Schrän ke und
Regale, Stühle, Podeste, Teppiche, Freiflächen und Kuschelnester laden zum Verweilen ein
und fordern die Kinder auf, die Unterschiedlichsten Materialien im Kreativ -, Bewegungs -,
Konstruktions-, Rollenspiel- und Entspannungsbereich zu nutzten. Sowohl diese
differenzierte Materialien als auch die Gegenstände des täglichen Lebens werden immer
wieder kindgemäß präsentiert und entsprechend den Bedürfnissen, Erfordernissen und
Wünschen der Kinder ausgewechselt und gepflegt. Thematische Raumdekorationen spiegeln
wieder, womit die Kinder sich gerade beschäftigen.
Ihrem Bewegungsdrang können die Kinder speziell im Mehrzweckraum durch Nutzung
unterschiedlicher Materialien, wie Bewegungsmodule, Matten, Bäl le, Seile, Sprossenwand
oder Trampolin, etc. nachkommen.
Die Flurbereiche dienen der Information sowie Dokumentation der Einrichtungsarbeit.
Die Eltern nutzen bei Bedarf den Flurbereich als Wartezone sowie zum Info -Austausch mit
anderen Eltern.
In der hauseigenen Bücher- und Spielebibliothek können sich die Kinder mit den Erziehern zu
ihren jeweiligen Interessen und Themen entsprechende Bücher, Spiele oder Puzzle
ausleihen.
Die Pflegebedürfnisse der Kinder werden in Sanitärräumen mit Wickelbereich, ind ividuellen
Pflegeartikeln, Eigentumsfächern und Kinderbetten erfüllt.
Seite 15 von 20
Im Foyer und den Fluren laden diverse Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein.
Familienzentrumsaktivitäten z.B. Beratung, Unterstützung, Bi ldung, Austausch und
gemütliches Beisammensein kann hier in unterschiedlichen Räumen wahrgenommen bzw.
angeboten werden . Dazu bieten sich folgende Räum an: Mehrzweckraum, Personalraum
sowie die Differenzierungsräume (jeweils am Ende der Flure).
Die Kleiderbörse kann nach Absprache im Personalraum aufgesucht werden.
Musik- und Rhythmik Instrumente sowie verschiedene Medienträger stehen zur Verfügung.
4.1 Raum Plan
Das derzeitige Raumkonzept der Einrichtung entspricht den allgemeinen Empfehlungen und
gesetzlichen Bestimmungen.
Die Flurbereiche werden als Spiel- und Bewegungsräume mit einbezogen.
2 Außengelände bis zur Fertigstellung
Die Einrichtung verfügt …
5.0 Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation
Für eine optimale Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern sowie der Unterstützung
und Förderung von Familien ist eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen
Fachkräften und Institutionen nötig. Kontakt und Austausch mit Pädagogen, Therapeuten,
Ärzten, Psychologen sowie einer institutionellen Kooperatio n von Frühförderstellen und
Behörden, Kliniken sowie familienentlastenden sozialen Diensten gehören zu unseren
täglichen Aufgaben.
Mit den Lehrern der Grund -, Sonderschulen stehen wir, soweit die E rziehungsberechtigten
uns dieses genehmigt haben, im Rahmen der Einschulung in Kontakt.
Besuche in den Schulen und umgekehrt gehören zum Angebot unserer Arbeit. In dem
Arbeitskreis (AK) Grundschule und Kita werden Konzeptionen erörtert sowie Übergänge von
Kita zur Grundschule und gemeinsame Veranstaltungen geplant.
Zu den Fachschulen für Sozialpädagogik und den Regel - und Weiterführenden Schulen
pflegen wir im Rahmen der regelmäßigen Praktikantenbetreuung und Praktikantenanleitung
einen regen Austausch in Form von Besuchen der Praxis leitertreffen, Praxisbesuchen der
Lehrkräfte, Hospitationen der Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen usw..
5.1 Öffentlichkeitsarbeit
Unter Öffentlichkeitsarbeit verstehen wir alle Formen der Präsentation der Einrichtung in
Bild und Schrift sowie im Rahmen von öffentlichen Auftritten.
Außenstehende können so das Kinderhaus kennen lernen und erhalten ein Bild der Arbeit
und des Einrichtungsprofils.
Seite 16 von 20
Im Rahmen dessen werden
Materialien zur Präsentation der Einrichtung wie Flyer, Projektmappen , Info-
Stände, Qualitätshandbuch erstellt und nach Absprache mit dem Träger
veröffentlicht
Artikel in der Mitarbeiterzeitschrift des Arbeiter-Samariter-Bund veröffentlicht
Plakate und Aushänge zu besonderen Veranstaltungen, z. B. dem
Kinderhaus-Sommerfest verteilt, sowie die Presse informiert und eingeladen
Exkursionen und Ausflüge veranstaltet
Beteiligungen an Planungen von gemeinsamen Aktionen mit anderen Tagesstätten,
Einrichtungen und Verbänden vorgenommen ( vgl. Interdisziplinäre
Zusammenarbeit)
Einladungen an andere soziale Einrichtungen ausgesprochen
6.0 Qualitätsmanagment
s. Qualitätshandbuch
Dieses ist mit den zukünftigen Mitarbeitern noch zu erstellen , ein Beauftragter für das
Qualitätsmanagement ( QB) ist zu benennen.
6.1 Hygiene
Alle Maßnahmen, die der Gesundheit von Kindern, E rziehungsberechtigten, Besuchern und
Mitarbeitern sowie der Prävention von Erkrankungen dienen, werden unter dem Begriff
„Hygiene“ verstanden. Grundlegende Ziele der Einrichtung sind:
Technische und bauliche Anforderungen bezügli ch der allgemeinen
Hygienevorschriften öffentlicher Einrichtungen werden erfüllt
Allgemeine Hygienevorschriften sind den Mitarbeiter /innen bekannt und werden zur
bestmöglichen Vorsorge beachtet
Mögliche Gefahrenquellen und deren gesundheitlichen Auswirkungen werden den
Kindern vermittelt.
Bei der Aufnahme in unsere Einrichtung ist eine Eingangsuntersuchung für alle Kinde r durch
einen Arzt erforderlich. Bei ansteckenden Krankheiten wie z. B. Röteln wird das
Gesundheitsamt sofort von uns informiert . Erkrankte Kinder können unsere Einrichtung erst
wieder besuchen, wenn durch eine ärztliche Bescheinigung eine Ansteckung anderer
ausgeschlossen wird.
Mit den Kindern werden allgemeine Maßnahmen hygienischer Vorsorge erarbeitet, wie z. B.
Händewaschen nach dem Aufsuchen der Toilette.
Seite 17 von 20
Die Mitarbeiter /innen werden regelmäßig über Hygienevorschriften und
Hygienemaßnahmen belehrt. Regelmäßige Begehungen stellen sicher, dass technische und
bauliche Einrichtungen den hygienischen Anforderungen entspreche n. Alle
Mitarbeiter/innen wissen um die Bedeutung von möglichen und sinnvollen
Vorsorgemaßnahmen, um gesundheitliche Schäden bzw. eine mögliche Ausbreitung zu
verhindern.
Mitgeltende Unterlagen
Infektionsschutzgesetz
Bestimmungen des Gesundheitsamtes
7.0 Prävention und Sicherheit
Sicherheit umfasst alle Vorsorgemaßnahmen, die dem Schutz der Kinder und
Mitarbeiter/innen in uns erer Einrichtung dienen. Wir lassen uns von den grundlegenden
Zielen leiten:
Kinder, Mitarbeiterinnen, Erziehungsberechtigte und Besucher vor Verletzungen
zu bewahren
Potentielle Gefahrenquellen vorausschauend zu erkennen und rechtzeitig zu
beheben
Bestmögliche Hilfestellung bei Unfällen zu bieten und durch gezielte Maßnahmen
zur Abhilfe eine Wiederholungsgefahr zu vermeiden
Bei der Aufnahme der Kinder wird zwischen der Einrichtung und den Erziehungsberechtigten
vereinbart, wer befugt ist das Kind abzuholen.
In der Bring - und Abholsituation wird durch verlässliche Regelungen eine sichere Übergabe
des Kindes gewährleistet.
Die Erzieher/innen stellen im gesamten Tagesablauf die not wendige Aufsichtspflicht sicher.
Eine regelmäßige Gebäude - und Außengelände begehung findet mit und ohne die
Sicherheitsbeauftragte der Einrichtung statt. Die dabei festgestellten Sicherheitsmängel
werden umgehend behoben . Die Sicherheitsbeauftragte besucht entsprechende Seminare
und leitet Vorgaben an das Team weiter.
Die Kinder werden regelmäßig wiederkehrend über mögliche Gefahrenquellen i m Haus und
im Garten informiert. Gemeinsam mit den Kindern werden Verhaltensregeln für potentiell
gefährliche Bereiche erarbeitet.
Für die Kinder frei verfügbare Materialien werden so untergebracht, dass für die Kinder kein
Sicherheitsrisiko entsteht.
Im Bereich der Ersten Hilfe nimmt das Personal regelmäßig an e ntsprechenden Schulungen
teil.
Neue Mitarbeiter /innen werden im Hinblick auf Sicherheits -, Gesundheits - und
Notfallmaßnahmen eingearbeitet.
Gemeinsam achten alle Mitarbeiter /innen darauf, dass sich sämtliche Personen, die unsere
Einrichtung betreten, auch gefahrlos in ihr bewegen können.
Seite 18 von 20
Mitgeltende Unterlagen:
Vorschriften der zuständigen Unfallversicherung
Vorgaben der Sicherheitsbeauftragten
Gewährleistung der Aufsichtspflicht
Checkliste Gefährdungsbeurteilung mit dazugehörigen Gesetzestexten
Seite 19 von 20
9. Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1. Träger Seite 1
1.1 Allgemeines Leitbild Seite 1
1.2 Lage Seite 1
1.3 Aufnahmekriterien Seite 1
1.4 Gruppen/ Gruppenstruktur Seite 2
1.5 Team und Personalstruktur Seite 2
1.6 Öffnungszeiten Seite 3
2. Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze Seite 3
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern Seite 3
3. Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des Seite 4
Arbeiter-Samariter-Bundes
3.1 Fachlichkeit Seite 4
3.2 Selbstverständnis Seite 5
3.3 Partizipation Seite 6
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen Seite 7
3.5 Regeln Seite 8
3.6 Freispiel Seite 8
3.7 Projekte und AGs Seite 9
3.8 Bildung/ päd. Arbeit Seite 10
3.9 Kommunikation und Sprache Seite 10
3.10 Bewegung Seite 11
3.11 Maxi- Gruppe Seite 11
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme Seite 12
3.13 Interkulturelle Orientierung Seite 13
3.14 Ernährung
4. Räume Seite 14
4.1 Raum Plan Seite 15
4.2 Außengelände bis Fertigstellung Seite 15
5. Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation Seite 15
5.1 Öffentlichkeitsarbeit Seite 15
6. Qualitätsmanagement Seite 16
6.1 Hygiene Seite 16
Seite 20 von 20
7. Prävention und Sicherheit Seite 17
8. Inhaltsverzeichnis Seite 19
Anlage 3.1 Angebot DRK Malteserstr
1723 Zeichen
Deutsches Rotes Kreuz Avs Liebe zum Menschen. DRK-Kreisverband Münster e.V. Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Frau Anna Pohl Hafenstraße 30 48127 Münster Münster, 24.09.2015 Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung in Hiltrup, Malteserstraße Angebot zur Übernahme der Trägerschaft Ihr Zeichen: 51 12 0011 Sehr geehrte Frau Pohl, für Ihr Interesse an unserer Bewerbung und das freundliche Gespräch am 01.09.2015 herzlichen Dank. Der DRK-Kreisverband Münster ist gerne bereit, die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung in Hiltrup, Malteserstraße, zu übernehmen und einen Trägeranteil von 2,5 % zu leisten. DRK-Kreisverband Münster e.V. Die Kreisgeschäftsführerin Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Tel. 0251 37880 Fax 0251 37 88 55 www.DRK-muenster.de info@DRK-muenster.de Bearbeiterin Gudrun Sturm Tel. 0251 37 8827 Fax 0251 37 8855 9.stum@DRK-muenster.de Vereinsregister VR1456 ‚Amtsgericht Münster IBAN DE10 4005 0150 0000 0571 09 BIC WELADED1MST Für die neue Kindertageseinrichtung Malteserstraße in Hiltrup bietet sich die DRK-Trägerschaft im besonderen Maße an, da zwei Kita-Gruppen (40 Kinder im Alter von 2-6 Jahren) der insgesamt 5 Gruppen bereits ab Anfang 2016 am Rilkeweg in der bestehenden DRK-Kindertageseinrichtung Lummerland in Hiltrup untergebracht sein werden. Hier ist eine besondere Verbindlichkeit gegenüber den Eltern, Kindern und Mitarbeiter/innen bezüglich einer weiteren DRK-Trägerschaft ab 2017 an dem neuen Standort Malteserstraße von hoher Bedeutung. Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Anlage: Pädagogische Konzeption Kita Malteserstraße
Anlage 2.0 Deckblatt CVJM
42 Zeichen
Anlage 2 Bewerbungs- unterlagen CVJM
Beratungsverlauf (6)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (19)
- Malteserstraße 2017
- Josef-Beckmann-Straße 2017
- Zumsandestraße 25
- Hafenstraße 30
- Warendorfer Straße 66
- Bohlweg 1
- Niedersachsenring
- Gustav-Stresemann-Weg 62
- Merschkamp 23
- Rilkeweg
- Auf dem Dorn
- An der Germania Brauerei 6
- Horstmarer Landweg
- An der Meerwiese
- Hensenstraße
- Kinderhaus 2
- Promenade
- Gescherweg
- Holtrode
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0787/2015
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 27.10.2015
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37