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V/0787/2015

Trägerausschreibung für die Kindertageseinrichtungen an der Malteserstraße (Hiltrup), Bohlweg (Innenstadt) und Josef-Beckmann-Straße (Kinderhaus)

Vorlagen 27.10.2015

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Anlage 3.6 Konzept DRK Josef-Beckm.-Str.

43172 Zeichen

DRK- Münster Sozialwerk gGmbH 
Zumsandestraße 25/27 
48145 Münster 
 
August 2015 
                                                                                            
 
 
                            
  
 
 
 
 
 
 
 
 
Pädagogische Konzeption  
 
zur Bewerbung als Träger der 
Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-
Straße, Münster-Kinderhaus

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 2 
Inhaltsverzeichnis 
 
Leitbild und Konzeption der DRK-Kindertageseinrichtungen ................................ ...................... 3 
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit ............................. 4 
Der situationsorientierte Ansatz ................................ ................................ ................................ .. 5 
Das Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße ........................... 6 
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten ................................ ... 6 
Jahresöffnungszeiten ................................ ................................ ................................ ................. 6 
Pädagogische Ziele ................................ ................................ ................................ .................... 7 
Bewegung ................................ ................................ ................................ ..............................  7 
Spielen und Gestalten ................................ ................................ ................................ ............ 8 
Sprache und Sprachförderung ................................ ................................ ................................  8 
Musischer Bereich ................................ ................................ ................................ .................. 9 
Natur und Umwelt ................................ ................................ ................................ ................... 9 
Interkulturelle Erziehung (Migration) ................................ ................................ ....................... 9 
Integrative Erziehung (Inklusion) ................................ ................................ .......................... 10 
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern ................................ ..............................  11 
Bildungsdokumentation und Portfolio ................................ ................................ ....................... 11 
Mahlzeiten ................................ ................................ ................................ ................................  11 
Frühstück ................................ ................................ ................................ ............................. 11 
Mittagessen ................................ ................................ ................................ .......................... 12 
Ruhephasen ................................ ................................ ................................ ............................. 12 
Raumkonzept der Kindertagesstätte Josef-Beckmann-Straße................................ .................. 12 
Elternarbeit ................................ ................................ ................................ ...............................  13 
Zusammenarbeit des Teams ................................ ................................ ................................ .... 14 
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen ................................ ..................... 15 
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt ................................ ................................ ...................... 15 
Zusammenarbeit mit anderen DRK- Kindertageseinrichtungen ................................ ................ 15 
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen................................ .......... 16 
Zusammenarbeit mit Fachdiensten ................................ ................................ .......................... 16 
Unsere Zielsetzungen für die DRK-Kindertageseinrichtung ................................ ...................... 17 
Josef-Beckmann-Straße ................................ ................................ ................................ ........... 17

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 3 
Leitbild und Konzeption der DRK-Kindertageseinrichtungen 
 
Die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen in NRW erfolgt auf der Grundlage des 
Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Die dort genannten 
Anforderungen bilden die rechtliche Basis für die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen des 
Deutschen Roten Kreuzes.  Neben den gesetzlichen Bemühungen bilden die Grundsätze des 
Roten Kreuzes eine Leitlinie in unserer pädagogischen Arbeit. Die Auseinandersetzung mit 
diesen Grundsätzen wirkt sich zum einen auf die Persönlichkeit, das Selbstverständnis und das 
Verhalten der Erzieherin / des Erziehers aus, zum anderen ergeben sich Konsequenzen für die 
inhaltliche Arbeit.  
 
 
 
Unsere pädagogische Arbeit ist auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes angelegt, um ihre 
Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen, das Sprach- und Sachvermögen sowie ihre Kreativität 
zu fördern. Dabei werden  die individuellen Kompetenzen jedes Kindes berücksichtigt werden. 
Zum Erlangen dieser Kompetenzen bieten wir umfassende Entwicklungsmöglichkeiten auch im 
weiteren Umfeld der Familie an. Für unter dreijährige Kinder stellt die Kindertageseinrichtung oft 
der Ort für erste Erfahrungen außerhalb des Elternhauses dar. 
 
Erziehung, Bildung und Betreuung gehören zum familienergänzenden und 
familienunterstützenden Angebot einer jeden DRK -Kindertageseinrichtung. Die DRK-
Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft des D RK-Kreisverbandes Münster e.V. kooperieren 
mit allen Institutionen und Personen, die bei der Erfüllung der Ziele und Aufgaben hilfreich s ind. 
Die Öffnung der Einrichtung zum Gemeinwesen spiegelt die Einstellung wider, dass sich die 
Lebenswelten der Kinder und ihrer Familien in allen ihren Facetten in der Einrichtung 
wiederfinden sollen.

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 4 
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit  
 
Menschlichkeit Der Grundsatz der Menschlichkeit hat für die pädagogische Arbeit und ihre 
Umsetzung die größte Bedeutung. Kinder sind von Beginn an unverwechselbare individuelle 
und soziale Persönlichkeiten. Sie haben alle Kompetenzen, die sie brauchen, um die nächsten 
ihnen wichtigen Entwicklungsschritte zu initiieren. Auf ihrem Entwicklungsweg brauche n sie 
immer wieder Hilfestellungen. Das Maß der Hilfe können sie jedoch selbst artikulieren. Alle 
Kinder sind neugierig und wollen die Welt, die sie umgibt, erfahren und begreifen. Dabei legen 
sie selbst fest, was ihre Neugierde, ihr Interesse weckt. Unser e Aufgabe ist es, ihnen dafür 
Raum und Sicherheit zu geben, ihnen Erfahrungsräume zu öffnen und sie in ihrer Entwicklung 
begleitend und ermutigend zu unterstützen. Akzeptanz und Wertschätzung prägen dabei die 
pädagogische Grundhaltung. Die Kindertageseinri chtung bietet den Ort, Achtung und 
Verständnis für andere zu entwickeln und freundschaftliche Beziehungen aufzubauen.  
 
Unparteilichkeit Die Vielfalt der Lebensentwürfe von Familien, die geprägt sind von kulturellen 
Einflüssen, aber auch durch ihre soziale n Bedingungen, bieten große Chancen für die 
pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen. Hier treffen viele Kinder zusammen, die 
aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Verfassung, aber auch durch unterschiedliche 
Familienkulturen individuelle Beding ungen mitbringen. Es gehört zur Aufgabe des Teams, 
dieses Zusammenleben als wechselseitiges Lernen aller Beteiligten aktiv zu unterstützen.  
 
Neutralität Die Vielfalt der Lebensbedingungen und der Wertevorstellungen, an denen sich 
Familien orientieren, werden durch die Mitarbeiterinnen in unseren Einrichtungen beobachtend 
und bewertungsfrei wahrgenommen. Die Einnahme einer neutralen Position macht es möglich, 
Vertrauen zu bilden, Vermittlungsversuche zu initiieren und Konfliktlösungen zu erarbeiten. 
Diese n eutrale Haltung bildet die Grundlage dafür, dass alle Kinder und Erwachsenen, die 
unsere Einrichtung besuchen oder in ihr arbeiten, das Gefühl entwickeln können, ernst 
genommen zu werden.  
 
Unabhängigkeit Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und Rahmenb edingungen 
bewahren wir uns das Maß an Eigenständigkeit, das uns gestattet, jeweils nach den 
Grundsätzen des Roten Kreuzes Erziehungs - und Bildungsarbeit zu gewährleisten. Eigene 
Aufnahmekriterien und ein selbst entwickeltes Konzept dokumentieren dies.  
 
Freiwilligkeit Wir ermöglichen den Kindern Partizipation: das heißt, Kinder werden 
entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Fragen und Entscheidungen 
beteiligt.  
 
Einheit  Unser Team besteht aus vielen pädagogischen Mitarbeitern, die i hre eigene 
Persönlichkeit und Individualität einbringen. Diese Vielseitigkeit wird in gemeinsame Ziele 
gefasst. Das von uns erstellte Konzept dient als Grundlage für unser einheitliches 
pädagogisches Handeln. Zwischen Eltern und Erzieherinnen besteht eine 
Erziehungspartnerschaft, bei der sie sich gegenseitig als Erziehungsexperten akzeptieren und 
in der die jeweiligen Unterschiede ihre Wertschätzung finden.  
 
Universalität Wir sind durch unsere Konzeption ideell und aktiv in die universelle Gemeinschaft 
des DRK eingebunden. Lebensbedingungen anderer Menschen werden den Kindern in 
geeigneter Form nahe gebracht und sie werden zu Offenheit, Akzeptanz und Hilfsbereitschaft 
motiviert.

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 5 
Der situationsorientierte Ansatz  
 
Unter den derzeit praktizierten methodis chen Richtungen in der Pädagogik der 
Kindertageseinrichtungen biete n sich zur Verwirklichung unserer Grundwerte und der 
formulierten pädagogischen Ziele die Grundaussagen des situationsorientierten Ansatzes an.  
Den pädagogischen Fachkräften der Einrichtun g fällt in diesem Zusammenhang die Aufgabe 
zu, ausgehend von ihren Beobachtungen und Schlussfolgerungen, das, was die Kinder an 
Fragen, Problemen und Informationen einbringen, aufzugreifen und die darin enthaltenen 
Lernmöglichkeiten und Erfahrungsräume zu erschließen. Die Ziel - und Inhaltsfindung dieser 
sozialpädagogischen Arbeit in Kindertageseinrichtungen erfolgt aus der Alltagspraxis und ist 
lebensnahes Lernen in und aus alltäglichen Situationen. Der Grundsatz des 
situationsorientierten Ansatzes lautet: „Lernen in Zusammenhängen“. Hierbei werden alle 
Dimensionen des Wahrnehmens und Erlebens (kognitiv, sinnlich, körperlich, psychisch -
emotional, individuell und sozial) und des Ausdrucks (sprachlich, motorisch, musisch und 
kreativ) einbezogen. Kinder können sich freiwillig, selbst - und auch fremdmotiviert ohne 
Leistungsdruck mitgestaltend einbringen. Dieses soll durch ein individuelles Betreuungskonzept 
ermöglicht werden. Unser Betreuungskonzept basiert auf dem grundlegenden Erziehungs -, 
Betreuungs- und Bildu ngsauftrag und ermöglicht eine modulare Erweiterung des Angebots. 
Dazu zählen beispielsweise:  
 
Modulare Angebote des DRK-Kreisverbandes Münster e.V.:

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 6 
Das Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße 
 
In der heutigen Zeit müssen die Angebote in der Kinderbetreuung den Bedürfnissen der Eltern 
und des Sozialraum angepasst werden, um junge Familien bei der Vereinbarkeit von Familie 
und Beruf zu unterstützen. Unsere Betreuungszeiten richten sich nach diesem Grundsatz und 
werden in Kooperation mit den Eltern und den Mitarbeitern festgelegt.  
 
Bei der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-
Straße  wird es sich um ein e DRK-
Kindertagesstätte mit dem  konzeptionelle n 
Schwerpunkt der Vereinbarkeit von Familie   und 
Beruf handeln.  
 
Die Kindertageseinrichtung verfügt insgesamt über 
4 Gruppen mit 75 Plätzen für Kinder im Alter von 
0-6 Jahren.  
 
Zwei Gruppen haben 20 Plätze für 2 -6 jährige 
Kinder, eine  Gruppe hat 10 Plätze für Kinder im 
Alter von 0 -3 Jahren  und eine weitere Gruppe 
betreut 25 Kinder im Alter von 3 -6 Jahren. Alle 75 
Kita-Plätze verfügen über eine Betreuungszeit von 
45 Stunden  pro Woche und ein bedarfsgerechtes zusätzliches Angebot im Rahmen der  
Extrazeit.  
 
 
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten 
 
Die Kernbetreuungszeiten richten sich nach den Grundlagen des Kinderbildungsgesetzes und 
liegen in der Zeit zwischen 07:00 bis 17:00 Uhr. Darüber hinaus wird eine tägliche Öffnung szeit 
von 6:00 bis 19:00 Uhr angeboten, die sich nach den jeweiligen  Elternbedarfen zur besseren  
Vereinbarkeit von Familie und Beruf  richtet. Die Planung der flexiblen und erweiterten 
Öffnungszeiten erfolgt unter Berücksichtigung der Bedarfe der Kinder, Eltern und eventuell 
entsprechender Firmen.  
 
 
Jahresöffnungszeiten 
 
Mögliche Schließungszeiten in den Schulferienzeiten bzw. eine durchgängige jährliche 
Öffnungszeit der Kindertageseinrichtung  werden ebenfalls mit den jeweiligen Eltern über 
Bedarfsabfragen ermittelt und abgestimmt.  
Das DRK kann durch seine vielfältigen be reits bestehenden Angebotsstrukturen bei Bedarf den 
Eltern weitere Betreuungsmöglichkeiten anbieten, beispielsweise durch die Vermittlung unserer 
DRK Partner-Kindertageseinrichtungen in Münster. Außerdem streben wir Partnerschaften mit 
den umliegenden Kindertageseinrichtungen an, wie wir es auch bereits mit unseren 
bestehenden Kindertageseinrichtungen in den anderen Stadtteilen in Münster erfolgreich 
umsetzen.  
Die flexiblen und ergänzenden Betreuungszeiten werden die bestehenden  Öffnungszeiten 
passgenau ergänzen. Ein dadurch entstehender zusätzlicher Personalbedarf kann zeitnah 
bedient werden, so dass das Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stets erreicht wird. 
Der Einsatz von qualifiziertem Betreuungspersonal ist für uns von besonderer Bedeutung, um in 
der pädagogischen Arbeit zum Wohle des Kindes, insbesondere des Kleinstkindes 
Beziehungsaufbau, Betreuungsqualität und Bildungsansprüche sicherstellen zu können.

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 7 
Eine gute Balance zwischen der von den Eltern gewünschten Flexibilität, dem Recht des Kindes 
auf eine gesunde Entwicklung und der Kindertageseinrichtung, die Betreuungs - und 
Bildungsansprüche garantiert, ist Grundvoraussetzung für eine gute Qualität unserer 
pädagogischen Arbeit. 
 
 
Pädagogische Ziele 
 
Als wichtigste Basis in unserer pädagogis chen Arbeit sehen wir eine vertrauensvolle und 
liebevolle Beziehung zu jedem Kind. 
Jedes Kind soll sich in seiner Einzigartigkeit angenommen und sich in unserer Einrichtung wohl 
fühlen.  
Als grundlegende Ziele sehen wir darüber hinaus die: 
• Stärkung des Selbstvertrauens und Selbstbewusstseins 
• Förderung zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Handeln 
• Vermittlung von Lebensfreude 
• Förderung des Sozialverhaltens, wie z.B. Rücksichtnahme  
• Förderung und Weiterentwicklung der kognitiven und kreativen Fähigkeiten 
• Förderung der motorischen Entwicklung 
• Förderung und Weiterentwicklung des Sprach- und Sprechverhaltens 
 
Unsere formulierten Ziele finden sich in den 
vorgeschriebenen Bildungsbereichen wieder:  
 
1. Bewegung 
2. Spielen und Gestalten      
3. Sprache und Sprachförderung 
4. Musischer Bereich  
5. Natur und Umwelt 
6. Interkulturelle Erziehung 
 
 
Bewegung 
Die Kinder bekommen täglich die Möglichkeit und den Raum sich im Innen - und Außenbereich 
auf vielfältige Weise ihren Bedürfnissen entsprechend zu bewegen. 
Im (angeleiteten) Turnangebot in der Turnhalle unserer Kita können die Kinder verschiedene 
Turngeräte ausprobieren und kennen lernen.  Kletter- und Schaukelmöglichkeiten, sowie 
Anregungen zur Gestaltung verschiedener Bewegungslandscha ften mit Kä sten, Bänken, 
Matten als auch  Musik- und Rhythmikutensilien  laden die Kinder  dabei zum kreativen und 
bewegungsfreudigem Spiel ein.  
Im großen und abwechslungsreichen 
Außenspielbereich haben die Kinder 
die Möglichkeit,  verschiedene 
Spielgeräte, Rutschen, Schaukeln, 
Fahrzeuge und Sandspiel- und 
Rasenflächen zu nutzen. Auch im 
Außengelände werden Spielflächen 
für Rollen- und Theaterspiele 
geschaffen. Die Kinder sollen durch 
unser pädagogisches Angebot ihre 
Körperwahrnehmung gefördert 
bekommen, um auch so ihren Körper 
besser zu spüren und einzuschätzen

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 8 
zu können.  
Spielerische Bewegung ermöglicht allen Kindern gemeinsame Erfahrungen jenseits 
sprachlicher, kultureller und sozialer Barrieren. 
 
 
Spielen und Gestalten 
Durch eine offene Raumgestaltung und ein vielfä ltiges Angebot von anregenden 
Spielmaterialien möchten wir das freie, kreative Spielen fördern und unterstützen.  
Besonders das freie Spiel bietet Raum für die Verwirklichung und Entwicklung eigener Ideen 
und Kreativität der Kinder.  
Beim angeleiteten Spi elen wie zum Beispiel Stuhlkreisspiele und Gesellschaftsspiele werden 
Regeln erlernt und Sozialkompetenzen vermittelt.  
Genauso wie beim freien Spiel wollen wir den 
Kindern beim bildnerischen Gestalten durch 
vielseitige Materialien kreatives Schaffen 
ermöglichen. Kinder malen, kritzeln und matschen 
nach ihren eigenen individuellen Vorstellungen 
und Fertigkeiten.  
Für uns steht nicht das Produkt im Vordergrund, 
sondern die Freude kreativ tätig zu sein und sich 
auszudrücken. Vorgegebene Schablonen werden 
von uns bewusst selten eingesetzt.  
 
 
Sprache und Sprachförderung 
Eine Sprache zu erlernen ist für jedes Kind eine wichtige Herausforderung in seiner 
Persönlichkeitsentwicklung, denn Sprache ist das wichtigste Werkzeug im Umgang mit anderen 
Menschen. Mit Sprache äußern Kinder ihre Wünsche, sie stellen Fragen, geben Antworten, sie 
treten in Kontakt mit anderen Kindern und bauen 
Beziehungen auf. Sprache ermöglicht jedem einzelnen 
Kind sich weiterzuentwickeln und seine sozialen 
Kompetenzen auszubauen. 
In der Kind ertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße 
werden auch zahlreiche Kinder im Alter von unter 3 Jahren 
betreut. In diesem Alter der Kinder ist die 
Sprachentwicklung ein besonders sensibler Bereich.  
Darum wird ein besonderer Fokus unserer pädagogischen 
Arbeit a uf dem Thema  Sprachentwicklung liegen. 
Sprachförderung passiert in jeder Alltagssituation und im 
täglichen Miteinander - bei gemeinsamen Aktionen, beim 
Singen und Vorlesen, Erzählen von Geschichten und 
Erlebnissen, im Dialog in der Klein -und Gesamtgruppe. 
Besonders das vorbildhafte Sprechverhalten der Erzieherin 
ist hier von großer Bedeutung. 
 
Folgende Ziele stehen für uns dabei im Vordergrund: 
• die Freude am Sprechen wecken 
• den Grundwortschatz zu erweitern 
• das Sprachverständnis der Kinder und die     
            Ausdrucksfähigkeit zu fördern 
• die Sprache als Kommunikationsmittel zu erleben 
• das grammatikalische Verständnis erweitern

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 9 
Diese geschieht durch Bewegungs - und Rollenspiele, Kreisspiele und Lieder, bei kreativen 
angeboten, Bild- und Bilderbuchbetrachtungen, Tastspielen usw.. 
 
 
Musischer Bereich 
Durch rhythmisches Sprechen, Spielen in Verbindung mit Musik und Singen von Liedern im 
täglichen Stuhlkreis fördern wir die Musikalität. 
Die Freude an Geräuschen und Klängen fördern wir durch den Einsat z von verschiedenen 
Musikinstrumenten. 
 
 
Natur und Umwelt 
Kinder entdecken täglich ihr unmittelbares Umfeld. 
Wir unterstützen die Kinder in ihrer kindlichen Neugier, indem wir ihnen Raum und Materialien 
zum Entdecken, Beobachten und Experimentieren geben. Die Kinder werden so vertraut 
gemacht mit naturwissenschaftlichen Phänomenen. Durch Ausflüge in den Wald, in die 
Bücherei, zur Polizei, zur Bäckerei usw. erkunden die Kinder ihre nähere und weitere 
Umgebung und werden so mit verschiedenen Themen vertraut und erweitern ihr Sachwissen.  
 
 
Interkulturelle Erziehung (Migration) 
Da unsere Einrichtung von Kindern unterschiedlicher Kulturen besucht wird, deren Eltern aus 
unterschiedlichen Ländern kommen, lernen wir häufig neue Sitten und Bräuche kennen.  
Entsprechend den Gr undsätzen des Deutschen Roten Kreuzes verstehen wir es als unsere 
Aufgabe, d en Kindern und Familien eine 
Betreuung anzubieten, die ihre kulturellen 
und individuellen Vorerfahrungen 
berücksichtigt.  
 
Auch der Einsatz in unseren 
Kindertageseinrichtungen von jungen 
Menschen mit Zuwanderungsgeschichte 
über das Programm des 
Freiwilligendienstes „Grenzgänger“ trägt 
zur multikulturellen Verständigung 
zwischen Kindern und Erwachsenen auf  
besonders gelungene Weise bei. 
So wird eine wichtige Weiche für eine 
dauerhaft gelingende Integration von 
Familien mit unterschiedlichen kulturellen 
Hintergründen gelingen.  
 
Im pädagogischen Alltag trägt das Konzept MAKATON wesentlich dazu bei, die Kommunikation 
zwischen den deutsch- und nicht deutschsprachigen Kindern zu unterstützen.  
Die Kinder, die mit wenigen Deutschkenntnissen in die Kindertageseinrichtung besuchen, 
werden spielerisch an die deutsche Sprache  heranführt.  
 
Über das Konzept MAKATON werden Alltagsbegriffe über farbige Symbole, die sich im 
gesamten Kindergartenbereich wiederfinden und selbsterklärende Gebärden, die von den 
Kindern und Erzieher/innen gleichermaßen angewendet und verstanden werden, den Kind ern 
altersgerecht nahegebracht.

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 10 
So werden Sprach - und Kommunikationsbarrieren im täglichen Miteinander spielerisch 
überwunden und tragen zu einem sehr lernfreudigen Kindergartenalltag von Kindern mit 
multikulturellen familiären Hintergründen bei. 
 
 
Integrative Erziehung (Inklusion) 
In der gemeinsamen Erziehung behinderter  ( und von Behinderung bedrohter)  und nicht 
behinderter Kinder werden Kinder mit Entwicklungsve rzögerungen, Behinderungen und/ oder 
sozialen Auffälligkeiten betreut und unterstützt. Ein  Ziel der integrativen Arbeit im Kindergarten 
ist die Vermittlung von sozialen, emotionalen, kognitiven und motorischen Fertigkeiten/ 
Fähigkeiten. 
Die Kinder erleben  im Kindergartenalltag wie sie sich gegenseitig unterstützen und ergänzen 
können damit ein soziales miteinander entsteht. Sie sind Spielpartner und geben sich wichtige 
Lernimpulse. 
 
Ein wichtiges Anliegen in der integrativen 
Arbeit besteht darin, Kinder zu befähigen, mit 
unterschiedlichen Fähigkeiten einander zu 
respektieren. Die Kinder nehmen 
Entwicklungsauffälligkeiten, Behinderungen 
aber auch Ressourcen wahr und lernen 
damit umzugehen. In diesem 
Zusammenhang sollen alle Kinder ihre 
eigenen Stärken und Schwächen und die der 
Anderen erfahren. Wir möchten die 
Vorurteilslosigkeit der Kinder nutzen, um 
Toleranz und Akzeptanz zu fördern und zu 
stärken. 
 
Die integrativ zu betreuenden K inder erfahren in der Kindergartengruppe eine kontinuierliche  
Spielbegleitung von einer Integrationsfachkraft und den Erzieherinnen. 
Bei Aktivitäten wie z.B. Psychomotorik, Bilderbuchbetrachtungen in der Gruppe und anderen 
Projekten entsteht ein gemeinsamer Prozess von behinderten und nicht behinderten Kindern. 
Alle Kinder sollen ge stärkt werden und wichtige Entwicklungsreize bekommen, damit sie ihr 
Potenzial entfalten können.  
 
Die Anerkennung der Vielfalt der Lebenslagen und der Lebensentwürfe von Kindern  und ihren 
Familien ist die Voraussetzung zur Entwicklung einer inklusiven Ha ltung, einer inklusiven 
Konzeption sowie einer inklusiven Handlungspraxis in einer Kindertageseinrichtung.  Die 
Einrichtungen und Angebote stehen damit vor der Herausforderung, für alle Formen und Inhalte 
dieser Vielfalt offen zu sein und Angebote zu eröffn en, in denen sich Menschen in ihren 
Lebensbezügen diskriminierungsfrei wiederfinden und an denen sie barrierefrei teilhaben 
können. 
 
Grundlage für eine inklusive Pädagogik in  DRK-Kindertageseinrichtungen sind neben den 
Grundsätzen des Roten Kreuzes und Rote n Halbmondes die verschiedenen 
menschenrechtlichen Konventionen, u.a. die UN -Kinderrechtskonvention, die UN -
Behindertenrechtskonvention und weitere Menschenrechtsabkommen der Vereinten Nationen 
sowie die EU-Grundrechtecharta und das Grundgesetz.  
 
Hieraus lä sst sich die umfassende Bedeutung von Inklusion als langfristige gesellschaftliche 
Aufgabe zur Umsetzung des Menschenrechts auf Nichtdiskriminierung ablesen.  Wir verstehen

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 11 
dieses als eine besondere konzeptionelle Herausforderung für unsere pädagogische Arb eit in 
der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße. 
 
 
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern 
 
Die gesamte Kindergartenzeit ist auch Vorbereitung auf die Schulzeit und führt die Kinder in 
ihrer Entwicklung zur Schulfähigkeit. Die Fähigkei t zu sozialem Verhalten und zur 
Selbstständigkeit wird ganzheitlich in ihrer Entwicklung gefördert. Diese Förderung findet 
individuell im Freispiel und in Kleingruppen auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt statt. 
Durch gezielte Beobachtungen wird die E ntwicklung jedes Kindes eingeschätzt und in 
Elterngesprächen besprochen. 
Im letzten Kindergartenjahr wird bei diesen Beobachtungen dann besonders auf die 
Entwicklung der Fähigkeiten geachtet, die für die Einschulung notwendige Voraussetzung sind, 
wie zum B eispiel Konzentration, Aufgabenverständnis, Sprachverhalten, 
Durchsetzungsvermögen, etc.. 
Durch ein gemeinsames Übernachtungsfest mit den Vorschulkindern und Erzieherinnen wird 
der Ausklang der Kindergartenzeit deutlich. 
 
Zusätzlich arbeiten wir besonders eng mit de n umliegenden Grundschulen zusammen. Diese 
Aktivitäten werden in regelmäßigen Abständen reflektiert und neu geplant. 
 
 
 
Bildungsdokumentation und Portfolio 
 
Kontinuierlich stehen wir mit den Eltern in Kontakt, um die Bildungs - und Entwicklungsprozesse 
ihrer Kinder mit Ihnen zu besprechen und die sich daraus ableitenden weiteren Bildungswege 
vereinbaren zu können.  Wir gestalten die Bildungsarbeit transparent, damit eine gemeinsame 
Gestaltung der Kindergartenzeit von Eltern, Kindern und dem pädagogi schen Team in 
vielfältiger Weise und an den individuellen Bedarfen des Kindes orientiert realisierbar wird. 
 
Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Eltern für ihre Kinder eine 
Bildungsdokumentation ausgehändigt. Inhalt dieser Dokumentation ist eine Zus ammenfassung 
der Entwicklung in den verschiedenen Bereichen, wie kognitiver, motorischer, sozialer und 
sprachlicher Bereich. In diesem Bericht geben wir Empfehlungen für die weitere Förderung, die 
individuell für jedes Kind als sinnvoll gesehen wird. Durch die Miteinbeziehung des einzelnen 
Kindes in sein eigenes Portfolio, können die Kinder ihre eigene Entwicklung verfolgen und ihre 
Ich-Kompetenz damit stärken. Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Kinder den 
Ordner mit nach Hause. 
 
 
 
Mahlzeiten 
 
Frühstück 
Jedes Kind bringt von zu Hause sein eigenes 
Frühstück mit. Hierbei wird auf ein gesundes 
und ausgewogenes Frühstück wertgelegt. 
Getränke wie Wasser und Früchtetee stehen 
in den Gruppen zur Verfügung.

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 12 
Bis 10.00 Uhr können die Kinder das offene Frühst ücksangebot wahrnehmen. So haben sie 
täglich die Möglichkeit zu entscheiden wann und mit welchen Freunden sie gemeinsam essen 
möchten. 
 
 
Mittagessen 
Unsere Hauswirtschaftskraft bereitet täglich ein ausgewogenes Mittagessen für die 
Tagesstättenkinder zu,  welches zum größten Teil frisch zubereitet wird. An einigen Tagen wird 
es durch vorbereitete Tiefkühlkost ergänzt. 
 
Die Kinder der beiden Gruppen essen in der Zeit von 11.30 bis 13.00 Uhr . Sie werden in den 
jeweiligen Gruppen von zwei Erzieherinnen beim Ess en begleitet. An einem von den Kindern 
schön gedeckten Tisch werden die Mahlzeiten eingenommen.  
 
Die Mahlzeiten werden mit frischem Salat, Rohkost oder Gemüse ergänzt. Zum Nachtisch 
erhalten die Kinder frisches Obst, Joghurt oder eine Quarkspeise. Auf kulturelle und religiöse 
Besonderheiten im Umgang mit Nahrungsmitteln wird selbstverständlich Rücksicht genommen.  
 
 
 
Ruhephasen 
 
Nach dem Mittagessen und dem Zähneputzen beginnt 
für die Kinder die Ruhephase.  
In dieser Zeit werden in de n Gruppe oder de n 
Nebenräumen altersentsprechend  Geschichten und 
Musik zur Entspannung gehört. Die Kinder können sich 
auf Decken und Kissen ausruhen und zwei 
Erzieherinnen begleiten die Phase, um eine 
gemütliche und ruhige Atmosphäre zu schaffen. 
 
 
 
Raumkonzept der Kindertagesstätte Josef-Beckmann-Straße 
 
Die Räume in der Kindertageseinrichtung sind hell und bewegungsfreundlich für die Kinder 
eingerichtet. 
In großen Nebenräumen befinden sich z.B. ein Bällebad, sowie eine Sprossenwand und eine 
Hängematte.  
Zur Förderung der Bewegung und Wahrnehmung steh en in allen Räumlichkeiten 
bewegungsanregende Spielelemente und Mobiliar, die die Kinder zum experimentieren anregen 
werden, zur Verfügung.  
Im Gruppenraum befinden sich z. B. Bau- und Konstruktionsbereiche, sowie  Rollenspiel - und 
Kreativbereiche. 
 
In vier Gruppen können die Kinder durch spielen, ausprobieren und wahrnehmen Erfahrungen 
mit unterschiedlichen Materialien, Formen und Größen sammeln.  
Im Schlafraum befinden sich Kinderbetten, die jedes Kind individuell mit Kissen, Sto fftieren, 
Spieluhren etc., einrichten kann. Garderobe, Eigentumsfächer, sowie Bereiche des 
Waschraumes sind mit Fotos der Kinder gekennzeichnet, so dass sie sich stets eigenständig 
zurecht finden.

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 13 
Geplant sind für diese vier Gruppen- Einrichtung folgende Räumlichkeiten: 
 
- 4 Gruppenräume, incl. Garderobenbereiche 
- 4 Nebenräume  
-    4 Wasch-WC-Räume mit Wickelbereiche  
-    1 Duschbereich  
-          4 Abstellräume 
- 4 Schlaf- bzw. Differenzierungsräume 
- 1 Mehrzweckraum plus Abstellraum 
- 1 Personalraum 
-          1 Personal-WC incl. Dusche   
-          1 Beratungsraum 
- 1 Büro 
- 1 Küche incl. Abstellraum 
- eine Gesamtfläche von ca. 800 qm 
- ein weiträumiges Außengelände  
 
 
 
Elternarbeit 
 
In unseren Kindertageseinrichtungen  ist gegenseitiges Vertrauen z wischen Eltern und 
Erzieherinnen von großer Bedeutung und unseren pädagogischen Fachkräften ein besonderes 
Anliegen. Auch der stetige Austausch z.  B. über die heutige Schlaf- oder Essensituationen der 
Kinder ist besonders wichtig. Da gerade die jüngeren K inder ihren Gemütszustand aufgrund 
ihres Alters nicht immer verbal äußern können, ist es uns wichtig, über für das Kind bedeutende 
Geschehnisse informiert zu werden.  
 
In der Eingewöhnungsphase: 
Bei der Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren bedarf es einer b esonders behutsamen und 
individuellen Eingewöhnungszeit. Dabei spielt das langsame Heranführen an den Gruppenalltag 
und die Unterstützung der Eltern eine wichtige Rolle.  
In unserer Einrichtung bekommen die Kinder keine „Bezugserzieherin“ zugewiesen, da di e 
Kinder die Möglichkeit haben sollen, sich ihre Bezugspersonen selbst auszuwählen. Dies wird 
meist nach sehr kurzer Zeit deutlich. Die nun ausgewählte Erzieherin des Kindes ist ab jetzt für 
die weitere Eingewöhnungszeit und als Hauptansprechpartnerin der Eltern zuständig.  
 
In kleinen, weiteren Schritten wird das Kind durch die Anfangszeit begleitet, dabei werden die 
einzelnen Schritte der Eingewöhnungsphase individuell auf das Kind abgestimmt. 
Dies bedeutet, dass Tageszeit, Dauer der Anwesenheit usw. am A nfang der Kindergartenzeit 
jeden Tag neu abgesprochen wird. 
Besonders wichtig ist der Austausch zwischen Eltern und Erzieherinnen gerade in der 
Anfangsphase. Nach Abschluss der Eingewöhnungsphase erfolgt eine behutsame Entwicklung 
der Selbstständigkeit des Kindes. 
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und dem Kindergartenteam schafft eine optimale 
Basis für gutes pädagogisches Handeln, die Offenheit und gegenseitiges Vertrauen mit 
einschließt. Dadurch wird eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zugunsten de r Kinder 
ermöglich. 
 
Elternarbeit bedeutet für uns, Eltern zu begleiten, ihnen ggf. Erziehungshilfen anzubieten und 
sensibel zu sein für ihre jeweilige Situation. Die Mitarbeiter /innen sind Ansprechpartner für 
Fragen zur Entwicklung des Kindes.

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 14 
In einer aktiven Zusammenarbeit mit den Eltern ist es uns daher sehr wichtig, eine ganzheitliche 
Erziehung und Förderung zum Wohle des Kindes zu gewährleisten, in der die familiäre 
Situation und die Stärken und Defizite des Kindes berücksichtigt werden. 
Um eine mögli chst umfangreiche gemeinsame Grundlage für die Erziehung der Kinder zu 
gewährleisten, informieren wir die Eltern umfassend über unsere Arbeit. 
 
Dies geschieht durch: 
• Aufnahmegespräche 
• Hospitationen 
• Elternsprechtage /  Elternabende 
• Tür- und Angelgespräche 
• Hausbesuche 
 
Wir ermöglichen den Eltern einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit durch: 
• Infowände im Eingangsbereich 
• Infowände vor den Gruppen 
• Elternbriefe 
• Fotodokumentationen über einzelne Projekte / Ausflüge 
• Faltblatt mit Informationen über die jeweilige Gruppe 
 
 
Gemeinsam erleben wir: 
• Elternnachmittage 
• Feste 
• Ausflüge 
 
 
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt in unserer Elternarbeit liegt in der engen Zusammenarbeit 
mit den gewählten Elternvertretern, die im Elternrat und im Elternbeirat vertreten sind. Hierzu 
werden zu Beginn des Kindergartenjahres jeweils zwei Elternvertreter pro Gruppe in der 
Elternvollversammlung gewählt. 
In diesen Gremien werden Eltern über unsere aktuellen Inhalte und die pädagogische Arbeit 
informiert. Zusätz lich bekommen die Eltern die  Möglichkeit aktiv das Kindergartenleben 
mitzugestalten. 
 
 
Zusammenarbeit des Teams 
 
Unsere Arbeit basiert auf den 7 Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes, die in den 
Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung enthalten sind: 
• Menschlichkeit 
• Unparteilichkeit 
• Neutralität 
• Unabhängigkeit 
• Freiwilligkeit 
• Einheit 
• Universalität 
 
Diese Leitlinie bestimmt sowohl unser pädagogisches Handeln al s auch das Miteinander in 
einem multikulturell besetzten Team. Teamarbeit ist die Grundlage für eine gute pädagogische 
Arbeit innerhalb der Einrichtung. Gegenseitige Unterstützung, Flexibilität, Offenheit, 
Verlässlichkeit, genaue Absprachen und gegenseitige Akzeptanz halten wir für unerlässlich.

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 15 
Wöchentlich treffen  sich alle Mitarbeiter /innen zu einer gemeinsamen Teamsitzung. Alles 
Wichtige, die Vor - und Nachbereitung sämtlicher Aktivitäten, Fallanalysen und das Abstimmen 
von Terminen werden dann besprochen. 
 
Regelmäßig werden 2-3 Konzeptionstage im Jahr durchgeführ t. An diesen Tagen ist die 
Einrichtung für die Kinder geschlossen. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, im Gesamtteam 
wesentliche Grundlagen pädagogischer Arbeit zu planen oder unter Beteiligung der 
Bereichsleiterin oder eines externen Referenten relevante Themen zu erarbeiten. 
 
Regelmäßig finden einmal wöchentlich Kleinteamsitzungen in den einzelnen Gruppen statt. 
Diese dienen dem Austausch und der Reflexion des Gruppengeschehens und der weiteren 
Planung. 
 
Fortbildungen, Fachtagungen und Supervision werden regelmäßig von den Mitarbeiter /innen 
z.B. über die DRK-Kinderschutzambulanz des DRK-Kreisverbandes Münster wahrgenommen.  
 
 
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen 
 
In Übereinstimmung mit geltendem Landesrecht sorgt der Träger für die E inhaltung 
quantitativer und qualitativer Standards . Er ist verantwortlich für die Einstellung, 
Weiterqualifizierung, Fortbildung, Fachberatung und Supervision der pädagogischen 
MitarbeiterInnen. 
In Zusammen arbeit mit dem Träger erfolgt die Abstimmung der p ädagogischen und 
organisatorischen Arbeit. Dazu ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Leitung  und 
Bereichsleitung über wichtige Belange der Arbeit in der Einrichtung notwendig. Auch 
Hilfestellungen bei administrativen Aufgaben sowie bei der Unterstützung  und Förderung des 
Personals gehören zur gemeinsamen Zusammenarbeit. 
Selbstverständlich profitieren wir auch von weiteren Arbeitsfeldern des DRK-Kreisverbandes 
Münster wie zum Beispiel der Ärztlichen Kinderschutzambulanz oder des Autismus -
Therapiezentrums, deren Dienste wir bei Bedarf in Anspruch nehmen. 
 
 
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt 
 
Als übergeordnete Behörde unterstützt uns das örtliche Jugendamt bei der Einhaltung aller 
gesetzlichen Vorgaben und der Umsetzung des Bildungsauftrages. 
 
 
Zusammenarbeit mit anderen DRK- Kindertageseinrichtungen 
 
Die Kindertageseinrichtungen  und Familienzentren  in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes 
Münster stehen im regelmäßigen Dialog miteinander und den weiteren Einrichtungen des DRK-
Kreisverbandes. Sie unterstützen sic h gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihres 
pädagogischen Angebotes. Hilfestellungen erfahren sie dabei auch durch die Bereichsleitung  
des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. in Form von individuellen Beratungsterminen, 
Personalentwicklungsgesprächen, Leiter/innentagungen, Fortbildungen und Begleitung bei QM-
Prozessen. 
 
Ab Anfang 2016 werden alle Kindertageseinrichtungen des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. 
und der DRK Münster Sozialwerk gGmbH mit Ihrer Bereichsleiterin Anne Westendorf an einem 
2-jährigen Zertifizierungsprogramm durch das Institut PädQUIS teilnehmen.

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 16 
Die Leiterinnen und stellv. Leiterinnen unserer Einrichtungen werden unter Einbeziehung des 
„Nationalen Kriterienkatalogs“ und unter Anleitung der PädQUIS -Referenten wesentliche 
Bestandteile der Kita -Konzepte und die fachliche Umsetzung der pädagogischen A rbeit 
einrichtungsbezogen reflektieren und mit den jeweiligen Teams und der Bereichsleiterin 
bedarfsweise neu ausrichten.   
 
Eigene Bildungsangebote, die direkt über den DRK -Kreisverband für die pädagogischen 
Mitarbeiter/innen konzipiert und angeboten werd en, erfahren darüber hinaus einen deutlichen 
Ausbau. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen 
 
Auch die im Stadtteil vertretenen Kindertageseinrichtungen arbeiten trägerübergreifend 
zusammen. Das geschieht zum ei nem in einem Arbeitskreis auf Leitungsebene und zum 
anderen im pädagogischen Arbeitskreis, wo alle Institutionen vertreten sind, die im Stadtteil in 
pädagogischer Hinsicht zusammenarbeiten. Dabei werden die kulturellen, sozialen un d alle 
anderen Einrichtungen im Umfeld der Kita als Erfahrungsorte für die Kinder zusammengeführt 
und genutzt. 
 
 
Zusammenarbeit mit Fachdiensten 
 
Wir arbeiten regelmäßig mit verschiedenen Fachdiensten zusammen, die wir als wertvolle 
Unterstützung unserer Arbeit ansehen: 
 
• den Kinderärzten 
• den Logopäden 
• den Ergotherapeuten 
• der Frühförderstelle 
• dem Kommunalen Sozialdienst ( KSD ) 
• der Hebammensprechstunde 
• der DRK-Kinderschutzambulanz  
 
 
 
Unsere DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster präsentieren sich gemeinsam mit unsere m 
DRK- Kreisverband Münster e.V. und den dazugehörigen Einrichtungen auf unserer Homepage 
im Internet unter www.DRK-muenster.de. 
 
DRK-Kita Schatzkiste (Gremmendorf) 
DRK-Kita Horstmarer Landweg 
DRK-Kita Lummerland (Hiltrup) 
DRK-Kita Meerwiese (Coerde) 
DRK-Kita Wolkenburg (Gievenbeck) 
DRK-Kita Oxford (Gievenbeck)

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße, Münster-Kinderhaus 17 
 
Unsere Zielsetzungen für die DRK-Kindertageseinrichtung 
Josef-Beckmann-Straße 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(Fotos: DRK; Text: Anne Westendorf, Bereichsleiterin Kinder, Jugend und Familie)  
Familien-
nahe 
Beratungs-
angebote  
 
selbstbe-
wusst 
agierende 
Kinder 
 
multipro-
fessionelles 
Team 
 
fördernde 
Bildungs-
angebote 
alters-
gerechte 
päd. 
Konzepte 
 
kindgerechte 
pädago-
gische 
Übergänge 
Zielsetzung 
der DRK- 
Kindertageseinrichtung  
Josef-Beckmann-Straße 
familien-
unter-
stützende 
Netzwerke  
Vereinbar- 
keit von 
Familie und 
Beruf

Anlage 3.5 Angebot DRK Josef-Beckm.-Str.

1260 Zeichen

Aus Liebe

DRK Münster Sozialwerk gemeinnützige GmbH
Zumsandestraße 25/27 48145 Münster

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Frau Anna Pohl

Hafenstraße 30

48127 Münster

Münster, den 24.9.2015

Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung
in Kinderhaus, Josef-Beckmann-Straße

Angebot zur Übernahme der Trägerschaft

Ihr Zeichen: 51 12 0011

Sehr geehrte Frau Pohl,

für Ihr Interesse an unserer Bewerbung und das freundliche Gespräch
am 01.09.2015 herzlichen Dank.

Die DRK Münster Sozialwerk gGmbH ist gerne bereit, die Trägerschaft für

die Kindertageseinrichtung Kinderhaus, Josef-Beckmann-Straße, zu übernenmen
und einen Trägeranteil von 1 % zu leisten.

Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung

Mit freundlichen Grü en

Deutsches
Rotes
Kreuz

zum Menschen.

Deutsches Rotes
Kreuz Münster
Sozialwerk
gemeinnützige GmbH

Zumsandestraße 25/27
48145 Münster

Tel. 0251 37 880

Fax 0251 37 88 55
www.DRK-muenster.de
info@DRK-muenster.de

Geschäftsführerin
Gudrun Stumm

Tel. 0251 / 37 88.27
Fax 0251 / 37 88 55
9.sturm@DRK-muenster.de

Vorsitzender des
Aufsichtsrates:
Werner Kampmann

Handelsregister HRB 14637
Amtsgericht Münster

IBAN

DEO04 400501500000551432
BIC

WELADED1MST

Anlage 3.4 Konzept DRK Bohlweg

47500 Zeichen

DRK- Münster Sozialwerk gGmbH 
Zumsandestraße 25/27 
48145 Münster 
 
                                                                                            
 
 
                            
  
 
 
 
 
 
 
 
 
August 2015 
Pädagogische Konzeption  
 
zur Bewerbung als Träger der 
Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 2 
Inhaltsverzeichnis 
 
Leitbild und Konzeption der DRK-Kindertageseinrichtungen ................................ ...................... 3 
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit ............................. 4 
Der situationsorientierte Ansatz ................................ ................................ ................................ .. 5 
Das Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung Bohlweg ................................ ................... 6 
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten ................................ ... 6 
Jahresöffnungszeiten ................................ ................................ ................................ ................. 6 
Quartiersbezug Erpho-Bogen und Münster-Mitte................................ ................................ ........ 7 
Pädagogische Ziele ................................ ................................ ................................ .................... 9 
Bewegung ................................ ................................ ................................ ..............................  9 
Spielen und Gestalten ................................ ................................ ................................ .......... 10 
Sprache und Sprachförderung ................................ ................................ ..............................  10 
Musischer Bereich ................................ ................................ ................................ ................ 11 
Natur und Umwelt ................................ ................................ ................................ ................. 11 
Interkulturelle Erziehung (Migration) ................................ ................................ ..................... 11 
Integrative Erziehung (Inklusion) ................................ ................................ .......................... 12 
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern ................................ ..............................  13 
Bildungsdokumentation und Portfolio ................................ ................................ ....................... 13 
Mahlzeiten ................................ ................................ ................................ ................................  13 
Frühstück ................................ ................................ ................................ ............................. 13 
Mittagessen ................................ ................................ ................................ .......................... 14 
Ruhephasen ................................ ................................ ................................ ............................. 14 
Raumkonzept der Kindertagesstätte Bohlweg ................................ ................................ .......... 14 
Elternarbeit ................................ ................................ ................................ ...............................  15 
Zusammenarbeit des Teams ................................ ................................ ................................ .... 16 
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen ................................ ..................... 17 
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt ................................ ................................ ...................... 17 
Zusammenarbeit mit anderen DRK- Kindertageseinrichtungen ................................ ................ 17 
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen................................ .......... 18 
Zusammenarbeit mit Fachdiensten ................................ ................................ .......................... 18 
Unsere Zielsetzungen für die DRK-Kindertageseinrichtung Bohlweg ................................ ........ 19

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 3 
Leitbild und Konzeption der DRK-Kindertageseinrichtungen 
 
Die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen in NRW erfolgt auf der Grundlage des 
Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Die dort genannten 
Anforderungen bilden die rechtliche Basis für die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen des 
Deutschen Roten Kreuzes.  Neben den gesetzlichen Bemühungen bilden die Grundsätze des 
Roten Kreuzes eine Leitlinie in unserer pädagogischen Arbeit. Die Auseinandersetzung mit 
diesen Grundsätzen wirkt sich zum einen auf die Persönlichkeit, das Selbstverständnis und das 
Verhalten der Erzieherin / des Erziehers aus, zum anderen ergeben sich Konsequenzen für die 
inhaltliche Arbeit.  
 
 
 
Unsere pädagogische Arbeit ist auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes angelegt, um ihre 
Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen, das Sprach- und Sachvermögen sowie ihre Kreativität 
zu fördern. Dabei werden die individuellen Kompetenzen jedes Kindes berücksichtigt werden. 
Zum Erlangen dieser Kompetenzen bieten wir umfassende Entwicklungsmöglichkeiten auch im 
weiteren Umfeld der Familie an. Für unter dreijährige Kinder stellt die Kindertageseinrichtung oft 
der Ort für erste Erfahrungen außerhalb des Elternhauses dar. 
 
Erziehung, Bildung und Betreuung gehören zum familienergänzenden und 
familienunterstützenden Angebot einer jeden DRK -Kindertageseinrichtung. Die DRK-
Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. kooperieren 
mit allen Institutionen und Personen, die bei der Erfüllung der Ziele und Aufgaben hilfreich s ind. 
Die Öffnung der Einrichtung zum Gem einwesen spiegelt die Einstellung wider, dass sich die 
Lebenswelten der Kinder und ihrer Familien in allen ihren Facetten in der Einrichtung 
wiederfinden sollen.

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 4 
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit  
 
Menschlichkeit Der Grundsatz der Menschlichkeit hat für die pädagogische Arbeit und ihre 
Umsetzung die größte Bedeutung. Kinder sind von Beginn an unverwechselbare individuelle 
und soziale Persönlichkeiten. Sie haben alle Kompetenzen, die sie brauchen, um die nächsten 
ihnen wichtigen Entwicklungsschritte zu initiieren. Auf ihrem Entwicklungsweg brauchen sie 
immer wieder Hilfestellungen. Das Maß der Hilfe können sie jedoch selbst artikulieren. Alle 
Kinder sind neugierig und wollen die Welt, die sie umgibt, erfahren und begreif en. Dabei legen 
sie selbst fest, was ihre Neugierde, ihr Interesse weckt. Unsere Aufgabe ist es, ihnen dafür 
Raum und Sicherheit zu geben, ihnen Erfahrungsräume zu öffnen und sie in ihrer Entwicklung 
begleitend und ermutigend zu unterstützen. Akzeptanz und  Wertschätzung prägen dabei die 
pädagogische Grundhaltung. Die Kindertageseinrichtung bietet den Ort, Achtung und 
Verständnis für andere zu entwickeln und freundschaftliche Beziehungen aufzubauen.  
 
Unparteilichkeit Die Vielfalt der Lebensentwürfe von Fami lien, die geprägt sind von kulturellen 
Einflüssen, aber auch durch ihre sozialen Bedingungen, bieten große Chancen für die 
pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen. Hier treffen viele Kinder zusammen, die 
aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Ve rfassung, aber auch durch unterschiedliche 
Familienkulturen individuelle Bedingungen mitbringen. Es gehört zur Aufgabe des Teams, 
dieses Zusammenleben als wechselseitiges Lernen aller Beteiligten aktiv zu unterstützen.  
 
Neutralität Die Vielfalt der Lebens bedingungen und der Wertevorstellungen, an denen sich 
Familien orientieren, werden durch die Mitarbeiterinnen in unseren Einrichtungen beobachtend 
und bewertungsfrei wahrgenommen. Die Einnahme einer neutralen Position macht es möglich, 
Vertrauen zu bilden,  Vermittlungsversuche zu initiieren und Konfliktlösungen zu erarbeiten. 
Diese neutrale Haltung bildet die Grundlage dafür, dass alle Kinder und Erwachsenen, die 
unsere Einrichtung besuchen oder in ihr arbeiten, das Gefühl entwickeln können, ernst 
genommen zu werden.  
 
Unabhängigkeit Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und Rahmenbedingungen 
bewahren wir uns das Maß an Eigenständigkeit, das uns gestattet, jeweils nach den 
Grundsätzen des Roten Kreuzes Erziehungs - und Bildungsarbeit zu gewährleisten. Eigen e 
Aufnahmekriterien und ein selbst entwickeltes Konzept dokumentieren dies.  
 
Freiwilligkeit Wir ermöglichen den Kindern Partizipation: das heißt, Kinder werden 
entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Fragen und Entscheidungen 
beteiligt.  
 
Einheit  Unser Team besteht aus vielen pädagogischen Mitarbeitern, die ihre eigene 
Persönlichkeit und Individualität einbringen. Diese Vielseitigkeit wird in gemeinsame Ziele 
gefasst. Das von uns erstellte Konzept dient als Grundlage für unser einhe itliches 
pädagogisches Handeln. Zwischen Eltern und Erzieherinnen besteht eine 
Erziehungspartnerschaft, bei der sie sich gegenseitig als Erziehungsexperten akzeptieren und 
in der die jeweiligen Unterschiede ihre Wertschätzung finden.  
 
Universalität Wir sind durch unsere Konzeption ideell und aktiv in die universelle Gemeinschaft 
des DRK eingebunden. Lebensbedingungen anderer Menschen werden den Kindern in 
geeigneter Form nahe gebracht und sie werden zu Offenheit, Akzeptanz und Hilfsbereitschaft 
motiviert.

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 5 
Der situationsorientierte Ansatz  
 
Unter den derzeit praktizierten methodischen Richtungen in der Pädagogik der 
Kindertageseinrichtungen biete n sich zur Verwirklichung unserer Grundwerte und der 
formulierten pädagogischen Ziele die Grundaussagen des situationsorientierten Ansatzes an.  
Den pädagogischen Fachkräften der Einrichtung fällt in diesem Zusammenhang die Aufgabe 
zu, ausgehend von ihren Beobachtungen und Schlussfolgerungen, das, was die Kinder an 
Fragen, Problemen und Informationen einbringen, a ufzugreifen und die darin enthaltenen 
Lernmöglichkeiten und Erfahrungsräume zu erschließen. Die Ziel - und Inhaltsfindung dieser 
sozialpädagogischen Arbeit in Kindertageseinrichtungen erfolgt aus der Alltagspraxis und ist 
lebensnahes Lernen in und aus alltä glichen Situationen. Der Grundsatz des 
situationsorientierten Ansatzes lautet: „Lernen in Zusammenhängen“. Hierbei werden alle 
Dimensionen des Wahrnehmens und Erlebens (kognitiv, sinnlich, körperlich, psychisch -
emotional, individuell und sozial) und des Au sdrucks (sprachlich, motorisch, musisch und 
kreativ) einbezogen. Kinder können sich freiwillig, selbst - und auch fremdmotiviert ohne 
Leistungsdruck mitgestaltend einbringen. Dieses soll durch ein individuelles Betreuungskonzept 
ermöglicht werden. Unser Bet reuungskonzept basiert auf dem grundlegenden Erziehungs -, 
Betreuungs- und Bildungsauftrag und ermöglicht eine modulare Erweiterung des Angebots. 
Dazu zählen beispielsweise:  
 
Modulare Angebote des DRK-Kreisverbandes Münster e.V.:

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 6 
Das Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung Bohlweg 
 
In der heutigen Zeit müssen die Angebote in der Kinderbetreuung den Bedürfnissen der Eltern 
und des Sozialraum genau angepasst werden, um junge Familien bei der Vereinbarkeit von 
Familie und Beruf zu unterst ützen. Unsere Betreuungszeiten richten sich nach diesem 
Grundsatz und werden in Kooperation mit den Eltern und den Mitarbeitern festgelegt.  
 
Bei der Kindertageseinrichtung auf dem Ge lände 
des Erpho -Bogens in Münster -Mitte wird es sich 
um ein e DRK-Kindertagesstätte mit dem  
konzeptionellen Schwerpunkt der Vereinbarkeit 
von Familie und Beruf  und des Quartiersbezugs 
handeln.  
 
Die Kindertageseinrichtung verfügt insgesamt über 
2 Gruppen mit 30 Plätzen für Kinder im Alter von 
0-6 Jahren.  
 
Eine Gruppe ha t 20 P lätze für 2 -6 jährige Kinder  
und eine  weitere Gruppe 10 Plätze für Kinder im 
Alter von 0 -3 Jahren. Alle 30 Kita-Plätze verfügen 
über eine Betreuungszeit von 45 Stunden  pro 
Woche und ein bedarfsgerechtes zusätzliches Angebot im Rahmen der Extrazeit.  
 
 
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten 
 
Die Kernbetreuungszeiten richten sich nach den Grundlagen des Kinderbildungsgesetzes und 
liegen in der Zeit zwischen 07:00 bis 17:00 Uhr. Darüber hinaus wird eine tägliche Öffnung szeit 
von 6:00 bis 19:00 Uhr angeboten, die sich nach den jeweiligen Elternbedarfen zur besseren  
Vereinbarkeit von Familie und Beruf  richtet. Die Planung der flexiblen und erweiterten 
Öffnungszeiten erfolgt unter Berücksichtigung der Bedarfe der Kinder, Eltern und eventuell 
entsprechender Firmen.  
 
 
Jahresöffnungszeiten 
 
Mögliche Schließungszeiten in den Schulferienzeiten bzw. eine durchgängige jährliche 
Öffnungszeit der Kindertageseinrichtung werden ebenfalls mit den jeweiligen Eltern über 
Bedarfsabfragen ermittelt und abgestimmt.  
Das DRK kann durch seine vielfältigen bereits bestehenden Angebotsstrukturen bei Bedarf den 
Eltern weitere Betreuungsmöglichkeiten anbieten, beispielsweise durch die Vermittlung unserer 
DRK Partner-Kindertageseinrichtungen in Münster. Auß erdem streben wir Partnerschaften mit 
den umliegenden Kindertageseinrichtungen an, wie wir es auch bereits mit unseren 
bestehenden DRK-Kindertageseinrichtungen in den anderen Stadtteilen in Münster erfolgreich 
umsetzen.  
Die flexiblen und ergänzenden Betreuungszeiten werden die bestehenden  Öffnungszeiten 
passgenau ergänzen. Ein dadurch entstehender zusätzlicher Personalbedarf kann zeitnah 
bedient werden, so dass das Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stets erreicht wird. 
Der Einsatz von qualifiziertem Betreuungspersonal ist für uns von besonderer Bedeutung, um in 
der pädagogischen Arbeit zum Wohle des Kindes, insbesondere des Kleinstkindes 
Beziehungsaufbau, Betreuungsqualität und Bildungsansprüche sicherstellen zu können.

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 7 
Eine gute Balance zwischen der von den Eltern gewünschten Flexibilität, dem Recht des Kindes 
auf eine gesunde Entwicklung und der Kindertageseinrichtung, die Betreuungs - und 
Bildungsansprüche garantiert, ist Grundvoraussetzung für eine gute Qualität unserer 
pädagogischen Arbeit. 
 
 
Quartiersbezug Erpho-Bogen und Münster-Mitte 
 
Auf dem ehemaligen Gelände der Firma Winkhaus am Bohlweg entsteht das neue  
Wohnquartier „Erpho-Bogen“ mit einem breit gefächerten Angebot unterschiedlicher 
Wohnformen von rund 250 Wohnungen. Investoren und Bauherren sind BM Planbau aus Telgte 
und CM Immobilien aus Münster. Die neuen Wohnungen zwischen Bohlweg und 
Niedersachsenring sollen in verschiedenen Größen und für unterschiedliche Nutzer angeboten 
werden. Barrierefreie Wohnungen für Familien und ältere Me nschen gehören ebenso dazu wie 
Appartements für Studierende.  
 
Der Name des Viertels und die Ecklage zwischen Bohlweg und Niedersachsenring haben beim 
Quartiersnamen Erpho-Bogen Pate gestanden. 
Wo bis vor kurzer Zeit noch Schließtechnik der Fa. Winkhaus hergestellt wurde, werden 
Studentenapartments, Seniorenwohnungen, Stadtvillen und barrierefreie Eigentumswohnungen 
neues Leben in das innenstadtnahe, 14.200 Quadratmeter umfassende Gebiet bringen . 
Ergänzend werden schöne, überschaubare Gewerbe - und Praxisflä chen in dem markanten 
siebengeschossigen Turm am Bohlweg einen Platz finden.  
 
Ein modernes Seniorenwohnkonzept mit betreutem Wohnen g ibt dem Erpho -Bogen den 
besonderen Charakter als generationsübergreifendes Wohnobjekt. Die Zielgruppe der Senioren 
werden wir ebenfalls bei unserer Angebotsstruktur, z.B. durch Sport- und Gymnastikangebote in 
den späten Nachmittagsstunden in der Kindertageseinrichtung mit aufnehmen.  
Durch die Innenstadt nahe Lage und die räumliche Nähe u a. zur Fachhochschule, 
Zahnärztekammer und Steuerberaterkammer werden wir ein bedarfsgerechtes Betreuungs- wie 
auch Bildungsangebot für berufstätige Familien, sowie alleinerziehende und studierende Eltern 
besonders ins Auge fassen.  
 
Die Quartiersangebote unserer Einrichtung sollen besonders dazu beitragen, Kontakte mit 
anderen Eltern und Bewohnern des Erphobogens und des Viertels knüpfen  zu können . Wir 
werden Familienbildungsangebote wie beispielsweise generationsübergreifende Musik - und 
Bewegungsprojekte anbieten und damit auch die Auseinand ersetzung mit dem eigenen 
Familienleben beleben und die Erziehungskompetenz von Eltern und Großeltern  stärken. 
Darüber hinaus werden diese Projekte die Vernetzung von Familien mit deren unmittelbaren 
Nachbarschaft unterstützen. 
 
 
Unsere Leitorientierung zum Quartiersbezug lässt sich wie folgt zusammenfassen:  
 Umsetzung eines standortorientierten Konzepts mit allen im Sozialraum möglichen 
externen Partner und den umliegenden DRK-Einrichtungen 
 Konzipierung von konkreten familienorientierten Leistungen in Kooperation mit 
externen Partnern  
 Aufbau, Pflege und Stabilisierung eines sozialen Netzwerks im neuen Quartier 
Erpho-Bogen 
 Brückenfunktion zu Ämtern und Institutionen z. B. durch Beratungsangebote 
 intensive Gemeinwesen- und Öffentlichkeitsarbeit

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 8 
Vor dem Hin tergrund einer angestrebten sozialräumlichen Angebotsverknüpfung werden wir 
uns in Kooperation mit unserem DRK -Familienzentrum Schatzkiste und den weiteren 
umliegenden DRK -Kindertageseinrichtungen auf die Vernetzung von Familien im 
nachbarschaftlichen Umfe ld u. a. durch niedrigschwellige Begegnungs - oder 
Familienbildungsangebote fokussieren. Diese können u. a. in der Mehrzweckhalle im Anschluss 
an den Regelbetrieb der Einrichtung stattfinden. 
 
Hierfür bringt der DRK -Kreisverband Münster e.V. mit seinen multiprofessionellen Fachkräften  
zusätzliche Kompetenzen in das Einrichtungsteam ein. Der Fokus liegt stets darauf, Angebote  
auf Grundlage der Bedarfe der Kinder und Eltern und auch der Bewohner des neuen Viertels zu 
entwickeln. Die Bereichsleitung für Kinder , Jugend und Familien wird diese Angebote 
maßgeblich inhaltlich ausrichten, koordinieren und deren Weiterentwicklung sicherstellen. 
Angedacht sind generationsübergreifende Veranstaltungen wie z. B. Lesungen, 
Seniorengymnastik, Fremdsprachenkurse, allgemeine Beratungsangebote, etc..  
 
 
 
 
Baugebiet Winkhaus / Bohlweg (blau markiert) 
(Quelle: http://www.muenster.de/stadt/stadtplanung/baugebiete.html#plan544)

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 9 
Pädagogische Ziele 
 
Als wichtigste Basis in unserer pädagogischen Arbeit sehen wir eine vertrauensvolle und 
liebevolle Beziehung zu jedem Kind. 
Jedes Kind soll sich in seiner Einzigartigkeit angenommen und sich in unserer Einrichtung wohl 
fühlen.  
Als grundlegende Ziele sehen wir darüber hinaus die: 
• Stärkung des Selbstvertrauens und Selbstbewusstseins 
• Förderung zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Handeln 
• Vermittlung von Lebensfreude 
• Förderung des Sozialverhaltens, wie z.B. Rücksichtnahme  
• Förderung und Weiterentwicklung der kognitiven und kreativen Fähigkeiten 
• Förderung der motorischen Entwicklung 
• Förderung und Weiterentwicklung des Sprach- und Sprechverhaltens 
 
Unsere formulierten Ziele finden sich in den 
vorgeschriebenen Bildungsbereichen wieder:  
 
1. Bewegung 
2. Spielen und Gestalten      
3. Sprache und Sprachförderung 
4. Musischer Bereich  
5. Natur und Umwelt 
6. Interkulturelle Erziehung 
 
 
Bewegung 
Die Kinder bekommen täglich die Möglichkeit und den Raum sich im Innen - und Außenbereich 
auf vielfältige Weise ihren Bedürfnissen entsprechend zu bewegen. 
Im (angeleiteten) Turnangebot in der Turnhalle unserer Kita können die Kinder verschiedene 
Turngeräte ausprobieren und kennen lernen.  Kletter- und Schaukelmöglichkeiten, sowie 
Anregungen zur Gestaltung verschiedener Bewegungslandscha ften mit Kästen, Bänken, 
Matten als auch  Musik- und Rhythmikutensilien  laden die Kinder  dabei zum kreativen und 
bewegungsfreudigem Spiel ein.  
Im großen und abwechslungsreichen Außenspielbereich haben die Kinder die Möglichkeit,  
verschiedene Spielgeräte, Rutschen, Schaukeln, Fahrzeuge und Sandspiel- und Rasenflächen 
zu nutzen. Auch im Außengelände werden Spielflächen für Rollen- und Theaterspiele 
geschaffen. Die Kinder sollen durch 
unser pädagogisches Angebot ihre 
Körperwahrnehmung gefördert 
bekommen, um auch so ihren Körper 
besser zu spüren und einzuschätzen 
zu können.  
Die naheliegende Promenade mit 
ihren zahlreichen Spielplätzen und der 
Wienburgpark im Kreuzviertel laden 
ebenfalls zu besonders schönen 
Spaziergängen und unzähligen 
Bewegungsmöglichkeiten ein. 
 
Spielerische Bewegung ermöglicht allen Kindern gemeinsame Erfahrungen jenseits 
sprachlicher, kultureller und sozialer Barrieren.

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 10 
 
Spielen und Gestalten 
Durch eine offene Raumgestaltung und ein vielfältiges Angebot von anregenden 
Spielmaterialien möchten wir das freie, kreative Spielen fördern und unterstützen.  
Besonders das freie Spiel bietet Raum für die Verwirklichung und Entwicklung eigener Ideen 
und Kreativität der Kinder.  
Beim angeleiteten Spielen wie zum Beispi el Stuhlkreisspiele und Gesellschaftsspiele werden 
Regeln erlernt und Sozialkompetenzen vermittelt.  
Genauso wie beim freien Spiel wollen wir den 
Kindern beim bildnerischen Gestalten durch 
vielseitige Materialien kreatives Schaffen 
ermöglichen. Kinder malen, kritzeln und matschen 
nach ihren eigenen individuellen Vorstellungen 
und Fertigkeiten.  
Für uns steht nicht das Produkt im Vordergrund, 
sondern die Freude kreativ tätig zu sein und sich 
auszudrücken. Vorgegebene Schablonen werden 
von uns bewusst selten eingesetzt.  
 
 
Sprache und Sprachförderung 
Eine Sprache zu erlernen ist für jedes Kind eine wichtige Herausforderung in seiner 
Persönlichkeitsentwicklung, denn Sprache ist das wichtigste Werkzeug im Umgang mit anderen 
Menschen. Mit Sprache äußern Kinder ih re Wünsche, sie stellen Fragen, geben Antworten, sie 
treten in Kontakt mit anderen Kindern und bauen Beziehungen auf. Sprache ermöglicht jedem 
einzelnen Kind sich weiterzuentwickeln und seine sozialen Kompetenzen auszubauen. 
In der Kindertageseinrichtung Bohlweg werden überwiegend Kinder im Alter von unter 3 Jahren 
betreut. In diesem Alter der Kinder ist die Sprachentwicklung ein besonders sensibler Bereich.  
Darum wird ein besonderer Fokus unserer pädagogischen 
Arbeit auf dem Thema  Sprachentwicklung liegen. 
Sprachförderung passiert in jeder Alltagssituation und im 
täglichen Miteinander - bei gemeinsamen Aktionen, beim 
Singen und Vorlesen, Erzählen von Geschichten und 
Erlebnissen, im Dialog in der Klein -und Gesamtgruppe. 
Besonders das vorbildhafte Sprechverhalten der Erzieherin 
ist hier von großer Bedeutung. 
 
Folgende Ziele stehen für uns dabei im Vordergrund: 
• die Freude am Sprechen wecken 
• den Grundwortschatz zu erweitern 
• das Sprachverständnis der Kinder und die     
            Ausdrucksfähigkeit zu fördern 
• die Sprache als Kommunikationsmittel zu erleben 
• das grammatikalische Verständnis erweitern 
 
Diese geschieht durch Bewegungs - und Rollenspiele, 
Kreisspiele und Lieder, bei kreativen angeboten, Bild - und 
Bilderbuchbetrachtungen, Tastspielen usw..

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 11 
Musischer Bereich 
Durch rhythmisches Sprechen, Spielen in Verbindung mit Musik und Singen von Liedern im 
täglichen Stuhlkreis fördern wir die Musikalität. 
Die Freude an Geräuschen und Klängen fördern wir durch den Einsatz von verschiedenen 
Musikinstrumenten. 
 
 
Natur und Umwelt 
Kinder entdecken täglich ihr unmittelbares Umfeld. 
Wir unterstützen die Kinder in ihrer kindlichen Neugier, indem wir ihnen Raum und Materialien 
zum Entdecken, Beobachten und Experimentieren geben. Die Kinder werden so vertraut 
gemacht mit naturwissenschaftlichen Phänomenen. Durch Ausflüge in den Wald, in die 
Bücherei, zur Polizei, zur Bäckerei usw. erkunden die Kinder ihre nähere und weitere 
Umgebung und werden so mit verschiedenen Themen vertraut und erweitern ihr Sachwissen.  
 
 
Interkulturelle Erziehung (Migration) 
Da unsere Einrichtung von Kindern unterschiedlicher Kulturen besucht wird, deren Eltern aus 
unterschiedlichen Ländern kommen, lernen wir häufig neue Sitten und Bräuche kennen.  
Entsprechend den Grundsätzen des Deutschen R oten Kreuzes verstehen wir es als unsere 
Aufgabe, d en Kindern und Familien eine 
Betreuung durch unser multikulturell 
geprägtes pädagogisches Team 
anzubieten, die ihre kulturellen und 
individuellen Vorerfahrungen 
berücksichtigt.  
Auch der Einsatz in unseren  
Kindertageseinrichtungen von jungen 
Menschen mit Zuwanderungsgeschichte 
über das Programm des 
Freiwilligendienstes „Grenzgänger“ trägt 
zur multikulturellen Verständigung 
zwischen Kindern und Erwachsenen auf  
besonders gelungene Weise bei. 
So wird eine wic htige Weiche für eine 
dauerhaft gelingende Integration von 
Familien mit unterschiedlichen kulturellen 
Hintergründen gelingen.  
 
Im pädagogischen Alltag trägt das Konzept MAKATON wesentlich dazu bei, die Kommunikation 
zwischen den deutsch- und nicht deutschsprachigen Kindern zu unterstützen.  
Die Kinder, die mit wenigen Deutschkenntnissen in die Kindertageseinrichtung besuchen, 
werden spielerisch an die deutsche Sprache  heranführt.  
 
Über das Konzept MAKATON werden Alltagsbegriffe über farbige Symbole, die sich im 
gesamten Kindergartenbereich wiederfinden und selbsterklärende Gebärden, die von den 
Kindern und Erzieher/innen gleichermaßen angewendet und verstanden werden, den Kindern 
altersgerecht nahegebracht.  
 
So werden Sprach - und Kommunikationsbarrieren im täglichen Miteinander spielerisch 
überwunden und tragen zu einem sehr lernfreudigen Kindergartenalltag von Kindern mit 
multikulturellen familiären Hintergründen bei.

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 12 
Integrative Erziehung (Inklusion) 
In der gemeinsamen Erziehung behinderter  ( und von Be hinderung bedrohter)  und nicht 
behinderter Kinder werden Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen und/ oder 
sozialen Auffälligkeiten betreut und unterstützt. Ein  Ziel der integrativen Arbeit im Kindergarten 
ist die Vermittlung von sozialen, em otionalen, kognitiven und motorischen Fertigkeiten/ 
Fähigkeiten. 
Die Kinder erleben im Kindergartenalltag wie sie sich gegenseitig unterstützen und ergänzen 
können damit ein soziales miteinander entsteht. Sie sind Spielpartner und geben sich wichtige 
Lernimpulse. 
 
Ein wichtiges Anliegen in der integrativen Arbeit besteht darin, Kinder zu befähigen, mit 
unterschiedlichen Fähigkeiten einander zu respektieren. Die Kinder nehmen 
Entwicklungsauffälligkeiten, Behinderungen aber auch Ressourcen wahr und lernen dam it 
umzugehen. In diesem Zusammenhang sollen alle Kinder ihre eigenen Stärken und Schwächen 
und die der Anderen erfahren. Wir möchten die Vorurteilslosigkeit der Kinder nutzen, um 
Toleranz und Akzeptanz zu fördern und zu stärken. 
Die integrativ zu betreuend en K inder erfahren in der Kindergartengruppe eine kontinuierliche  
Spielbegleitung von einer Integrationsfachkraft und den Erzieherinnen. 
Bei Aktivitäten wie z.B. Psychomotorik, Bilderbuchbetrachtungen in der Gruppe und anderen 
Projekten entsteht ein gemeinsamer Prozess von behinderten und nicht behinderten Kindern. 
Alle Kinder sollen gestärkt werden und wichtige Entwicklungsreize bekommen, damit sie ihr 
Potenzial entfalten können.  
 
Die Anerkennung der Vielfalt der Lebenslagen und der Lebensentwürfe von K indern und ihren 
Familien ist die Voraussetzung zur Entwicklung einer inklusiven Haltung, einer inklusiven 
Konzeption sowie einer inklusiven Handlungspraxis in einer Kindertageseinrichtung.  Die 
Einrichtungen und Angebote stehen damit vor der Herausforderung, für alle Formen und Inhalte 
dieser Vielfalt offen zu sein und Angebote zu 
eröffnen, in denen sich Menschen in ihren 
Lebensbezügen diskriminierungsfrei 
wiederfinden und an denen sie barrierefrei 
teilhaben können. 
 
Grundlage für eine inklusive Pädagogik i n 
DRK-Kindertageseinrichtungen sind neben 
den Grundsätzen des Roten Kreuzes und 
Roten Halbmondes die verschiedenen 
menschenrechtlichen Konventionen, u.a. die 
UN-Kinderrechtskonvention, die UN -
Behindertenrechtskonvention und weitere 
Menschenrechtsabkommen d er Vereinten 
Nationen sowie die EU-Grundrechtecharta und 
das Grundgesetz.  
 
Hieraus lässt sich die umfassende Bedeutung von Inklusion als langfristige gesellschaftliche 
Aufgabe zur Umsetzung des Menschenrechts auf Nichtdiskriminierung ablesen.  Wir verstehen 
dieses als eine besondere konzeptionelle Herausforderung für unsere pädagogische Arbeit in 
der Kindertageseinrichtung Bohlweg.

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 13 
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern 
 
Die gesamte Kindergartenzeit ist auch Vorbereitung auf die Schulzeit und führt die Kinder in 
ihrer Entwicklung zur Schulfähigkeit. Die Fähigkeit zu sozialem Verhalten und zur 
Selbstständigkeit wird ganzheitlich in ihrer Entwicklung gefördert. Diese Förderung findet 
individuell im Freispiel und in Kleingruppen auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt statt. 
Durch gezielte Beobachtungen wird die Entwicklung jedes Kindes eingeschätzt und in 
Elterngesprächen besprochen. 
Im letzten Kindergartenjahr wird bei diesen Beobachtungen dann besonders auf die 
Entwicklung der Fähigkeiten geachtet, die für die Einschulung notwendige Voraussetzung sind, 
wie zum Beispiel Konzentration, Aufgabenverständnis, Sprachverhalten, 
Durchsetzungsvermögen, etc.. 
Durch ein gemeinsames Übernachtungsfest mit den Vorschulkindern und Erzieherinnen wird 
der Ausklang der Kindergartenzeit deutlich. 
 
Zusätzlich arbeiten wir besonders eng mit de n umliegenden Grundschulen zusammen. Diese 
Aktivitäten werden in regelmäßigen Abständen reflektiert und neu geplant. 
 
 
 
Bildungsdokumentation und Portfolio 
 
Kontinuierlich stehen wir mit den Eltern in Kontakt, um die Bildungs - und Entwicklungsprozesse 
ihrer Kinder mit Ihnen zu besprechen und die sich daraus ableitenden weiteren Bildungswege 
vereinbaren zu können.  Wir gestalten die Bildungsarbeit transparent, damit eine gemei nsame 
Gestaltung der Kindergartenzeit von Eltern, Kindern und dem pädagogischen Team in 
vielfältiger Weise und an den individuellen Bedarfen des Kindes orientiert realisierbar wird. 
 
Zum Ende der Kindergartenzeit bekommen die Eltern für ihre Kinder eine 
Bildungsdokumentation ausgehändigt. Inhalt dieser Dokumentation ist eine Zusammenfassung 
der Entwicklung in den verschiedenen Bereichen, wie kognitiver, motorischer, sozialer und 
sprachlicher Bereich. In diesem Bericht geben wir Empfehlungen für die weitere Förderung, die 
individuell für jedes Kind als sinnvoll gesehen wird. Durch die Miteinbeziehung des einzelnen 
Kindes in sein eigenes Portfolio, können die Kinder ihre eigene Entwicklung verfolgen und ihre 
Ich-Kompetenz damit stärken. Zum Ende der Kindergart enzeit bekommen die Kinder d iese 
Dokumentation mit nach Hause. 
 
 
Mahlzeiten 
 
Frühstück 
Jedes Kind bringt von zu Hause sein eigenes 
Frühstück mit. Hierbei wird auf ein gesundes und 
ausgewogenes Frühstück wertgelegt. Getränke wie 
Wasser und Früchtetee stehe n in den Gruppen zur 
Verfügung. Bis 10.00 Uhr können die Kinder das 
offene Frühstücksangebot wahrnehmen. So haben sie täglich die Möglichkeit zu entscheiden 
wann und mit welchen Freunden sie gemeinsam essen möchten.

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 14 
Mittagessen 
Unsere Hauswirtschaftskraft  bereitet täglich ein ausgewogenes Mittagessen für die 
Tagesstättenkinder zu,  welches zum größten Teil frisch zubereitet wird. An einigen Tagen wird 
es durch vorbereitete Tiefkühlkost ergänzt. 
Die Kinder der beiden Gruppen essen in der Zeit von 11.30 bis 13.00 Uhr. Sie werden in den 
jeweiligen Gruppen von zwei Erzieherinnen beim Essen begleitet. An einem von den Kindern 
schön gedeckten Tisch werden die Mahlzeiten eingenommen.  
 
Die Mahlzeiten werden mit frischem Salat, Rohkost oder Gemüse ergänzt. Zum Nach tisch 
erhalten die Kinder frisches Obst, Joghurt oder eine Quarkspeise. Auf kulturelle und religiöse 
Besonderheiten im Umgang mit Nahrungsmitteln wird selbstverständlich Rücksicht genommen.  
 
 
Ruhephasen 
 
Nach dem Mittagessen und dem Zähneputzen 
beginnt für die Kinder die Ruhephase.  
In dieser Zeit werden in de n Gruppe oder de n 
Nebenräumen altersentsprechend  Geschichten und 
Musik zur Entspannung gehört. Die Kinder können 
sich auf Decken und Kissen ausruhen und zwei 
Erzieherinnen begleiten die Phase, um ein e 
gemütliche und ruhige Atmosphäre zu schaffen. 
 
 
Raumkonzept der Kindertagesstätte Bohlweg 
 
Die Räume in der Kindertageseinrichtung im  Erpho-Bogen sind hell und bewegungsfreundlich 
für die Kinder eingerichtet. 
In schön gestalteten Nebenräumen befinden si ch z.B. 
ein kleines Bällebad, sowie Bausteine  und eine 
Hängematte.  
Zur Förderung der Bewegung und Wahrnehmung 
stehen in allen Räumlichkeiten bewegungsanregende 
Spielelemente und Mobiliar, die die Kinder zum  
experimentieren anregen werden, zur Verfügung.  
Im Gruppenraum befinden sich z. B. Bau- und 
Konstruktionsbereiche, sowie ein Rollenspiel- und 
Kreativbereich. 
 
In beiden Gruppen können die Kinder durch spielen, 
ausprobieren und wahrnehmen Erfahrungen mit 
unterschiedlichen Materialien, Formen und Größe n 
sammeln.  
 
Im Schlafraum befinden sich Kinderbetten, die jedes 
Kind individuell mit Kissen, Stofftieren, Spieluhren etc., 
einrichten kann. Garderobe, Eigentumsfächer, sowie 
Bereiche des Waschraumes sind mit Fotos der Kinder 
gekennzeichnet, so dass sie sich stets eigenständig 
zurecht finden.

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 15 
Geplant sind für diese zwei Gruppen- Einrichtung folgende Räumlichkeiten: 
 
- 2 Gruppenräume, incl. Garderobenbereiche 
- 2 Nebenräume  
-    2 Wasch-WC-Räume mit Wickelbereiche  
-    1 Duschbereich  
- 2 Abstellräume 
- 2 Schlaf- bzw. Differenzierungsräume 
- 1 Mehrzweckraum plus Abstellraum 
- 1 Personalraum / Büro 
-          1 Personal-WC incl. Dusche   
- 1 Küche incl. Abstellraum 
- eine Gesamtfläche von ca. 380 qm 
- ein weiträumiges Außengelände  
 
 
 
Elternarbeit 
 
In unseren Kindertageseinrichtungen  ist gegenseitiges Vertrauen zwischen Eltern und 
Erzieherinnen von großer Bedeutung und unseren pädagogischen Fachkräften ein besonderes 
Anliegen. Auch der stetige Austausch z.  B. über die heutige Schlaf- oder Essensituationen der 
Kinder ist besonders wichtig. Da gerade die jüngeren Kinder ihren Gemütszustand aufgrund 
ihres Alters nicht immer verbal äußern können, ist es uns wichtig, über für das Kind bedeutende 
Geschehnisse informiert zu werden.  
 
In der Eingewöhnungsphase: 
Bei der Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren bedarf es einer besonders behutsamen und 
individuellen Eingewöhnungszeit. Dabei spielt das langsame Heranführen an den Gruppenalltag 
und die Unterstützung der Eltern eine wichtige Rolle.  
In unserer Einrichtung bekom men die Kinder keine „Bezugserzieherin“ zugewiesen, da die 
Kinder die Möglichkeit haben sollen, sich ihre Bezugspersonen selbst auszuwählen. Dies wird 
meist nach sehr kurzer Zeit deutlich. Die nun ausgewählte Erzieherin des Kindes ist ab jetzt für 
die weitere Eingewöhnungszeit und als Hauptansprechpartnerin der Eltern zuständig.  
 
In kleinen, weiteren Schritten wird das Kind durch die Anfangszeit begleitet, dabei werden die 
einzelnen Schritte der Eingewöhnungsphase individuell auf das Kind abgestimmt. 
Dies bedeutet, dass Tageszeit, Dauer der Anwesenheit usw. am Anfang der Kindergartenzeit 
jeden Tag neu abgesprochen wird. 
Besonders wichtig ist der Austausch zwischen Eltern und Erzieherinnen gerade in der 
Anfangsphase. Nach Abschluss der Eingewöhnungsphase erf olgt eine behutsame Entwicklung 
der Selbstständigkeit des Kindes. 
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und dem Kindergartenteam schafft eine optimale 
Basis für gutes pädagogisches Handeln, die Offenheit und gegenseitiges Vertrauen mit 
einschließt. Dadu rch wird eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zugunsten der Kinder 
ermöglich. 
 
Elternarbeit bedeutet für uns, Eltern zu begleiten, ihnen ggf. Erziehungshilfen anzubieten und 
sensibel zu sein für ihre jeweilige Situation. Die Mitarbeiter /innen sind Ansprechp artner für 
Fragen zur Entwicklung des Kindes. 
In einer aktiven Zusammenarbeit mit den Eltern ist es uns daher sehr wichtig, eine ganzheitliche 
Erziehung und Förderung zum Wohle des Kindes zu gewährleisten, in der die familiäre 
Situation und die Stärken und Defizite des Kindes berücksichtigt werden.

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 16 
Um eine möglichst umfangreiche gemeinsame Grundlage für die Erziehung der Kinder zu 
gewährleisten, informieren wir die Eltern umfassend über unsere Arbeit. 
 
Dies geschieht durch: 
• Aufnahmegespräche 
• Hospitationen 
• Elternsprechtage /  Elternabende 
• Tür- und Angelgespräche 
• Hausbesuche 
 
Wir ermöglichen den Eltern einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit durch: 
• Infowände im Eingangsbereich 
• Infowände vor den Gruppen 
• Elternbriefe 
• Fotodokumentationen über einzelne Projekte / Ausflüge 
• Faltblatt mit Informationen über die jeweilige Gruppe 
 
 
Gemeinsam erleben wir: 
• Elternnachmittage 
• Feste 
• Ausflüge 
 
 
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt in unserer Elternarbeit liegt in der engen Zusammenarbeit 
mit den g ewählten Elternvertretern, die im Elternrat und im Elternbeirat vertreten sind. Hierzu 
werden zu Beginn des Kindergartenjahres jeweils zwei Elternvertreter pro Gruppe in der 
Elternvollversammlung gewählt. 
In diesen Gremien werden Eltern über unsere aktuell en Inhalte und die pädagogische Arbeit 
informiert. Zusätzlich bekommen die Eltern die  Möglichkeit aktiv das Kindergartenleben 
mitzugestalten. 
 
 
Zusammenarbeit des Teams 
 
Unsere Arbeit basiert auf den 7 Grundsätzen des Deutschen Roten Kreuzes, die in den 
Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung enthalten sind: 
• Menschlichkeit 
• Unparteilichkeit 
• Neutralität 
• Unabhängigkeit 
• Freiwilligkeit 
• Einheit 
• Universalität 
 
Diese Leitlinien bestimmen sowohl unser pädagogisches Handeln al s auch das Miteinander in 
einem multikulturell besetzten Team. Teamarbeit ist die Grundlage für eine gute pädagogische 
Arbeit innerhalb der Einrichtung. Gegenseitige Unterstützung, Flexibilität, Offenheit, 
Verlässlichkeit, genaue Absprachen und gegenseitige Akzeptanz halten wir für unerlässlich.  
 
Wöchentlich treffen sich alle Mitarbeiter /innen zu einer gemeinsamen Teamsitzung. Alles 
Wichtige, die Vor - und Nachbereitung sämtlicher Aktivitäten, Fallanalysen und das Abstimmen 
von Terminen werden dann besprochen.

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 17 
Regelmäßig werden 1-2 Konzeptionstage im Jahr durchgeführt. An diesen Tagen ist die 
Einrichtung für die Kinder geschlossen. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, im Gesamtteam 
wesentliche Grundlagen pädagogischer Arbeit zu planen und unter Beteiligung der 
Bereichsleiterin oder eines externen Referenten relevante Themen zu erarbeiten. 
 
Regelmäßig finden einmal wöchentlich Kleinteamsitzungen in den einzelnen Gruppen statt. 
Diese dienen dem Austausch und der Reflexion des Gruppengeschehens und der weiteren 
Planung. 
 
Fortbildungen, Fachtagungen und Supervision werden regelmäßig von den Mitarbeiter /innen 
z.B. über die DRK-Kinderschutzambulanz des DRK-Kreisverbandes Münster wahrgenommen.  
 
 
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen 
 
In Übereinstimmu ng mit geltendem Landesrecht sorgt der Träger für die Einhaltung 
quantitativer und qualitativer Standards . Er ist verantwortlich für die Einstellung, 
Weiterqualifizierung, Fortbildung, Fachberatung und Supervision der pädagogischen 
MitarbeiterInnen. 
In Zus ammenarbeit mit dem Träger erfolgt die Abstimmung der pädagogischen und 
organisatorischen Arbeit. Dazu ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Leitung  und 
Bereichsleitung über wichtige Belange der Arbeit in der Einrichtung notwendig. Auch 
Hilfestellungen bei administrativen Aufgaben sowie bei der Unterstützung und Förderung des 
Personals gehören zur gemeinsamen Zusammenarbeit. 
Selbstverständlich profitieren wir auch von weiteren Arbeitsfeldern des DRK-Kreisverbandes 
Münster wie zum Beispiel der Ärztlichen K inderschutzambulanz oder des Autismus -
Therapiezentrums, deren Dienste wir bei Bedarf in Anspruch nehmen. 
 
 
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt 
 
Als übergeordnete Behörde unterstützt uns das örtliche Jugendamt bei der Einhaltung aller 
gesetzlichen Vorgaben und der Umsetzung des Bildungsauftrages. 
 
 
Zusammenarbeit mit anderen DRK- Kindertageseinrichtungen 
 
Die Kindertageseinrichtungen  und Familienzentren  in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes 
Münster stehen im regelmäßigen Dialog miteinander und den weiteren Einrichtungen des DRK-
Kreisverbandes.  
Sie unterstützen sich gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihres pädagogischen Angebotes. 
Hilfestellungen erfahren sie dabei auch durch die Bereichsleitung  des DRK -Kreisverbandes 
Münster e.V. in Form von individuellen Beratungsterminen, Personalentwicklungsgesprächen, 
Leiter/innentagungen, Fortbildungen und Begleitung bei QM-Prozessen. 
 
Ab Anfang 2016 werden alle Kindertageseinrichtungen des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. 
und der DRK Münster Sozialwerk gGmbH mit Ihrer Bereichsleiterin Anne Westendorf an einem 
2-jährigen Zertifizierungsprogramm durch das Institut PädQUIS teilnehmen.  
 
Die Leiterinnen und stellv. Leiterinnen unserer Einrichtungen werden unter Einbeziehung des 
„Nationalen Kriterienkatalogs“ und unter Anlei tung der Päd QUIS-Referenten wesentliche 
Bestandteile der Kita -Konzepte und die fachliche Umsetzung der pädagogischen Arbeit

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 18 
einrichtungsbezogen reflektieren und mit den jeweiligen Teams und der Bereichsleiterin 
bedarfsweise neu ausrichten.   
 
Eigene Bildun gsangebote, die direkt über den DRK -Kreisverband für die pädagogischen 
Mitarbeiter/innen konzipiert und angeboten werden, erfahren darüber hinaus einen deutlichen 
Ausbau. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen 
 
Auch die im Stadtteil vertretenen Kindertageseinrichtungen arbeiten trägerübergreifend 
zusammen. Das geschieht zum einem in einem Arbeitskreis auf Leitungsebene und zum 
anderen im pädagogischen Arbeitskreis, wo alle Institutionen vertreten sind, die im Stadtteil in  
pädagogischer Hinsicht zusammenarbeiten. Dabei werden die kulturellen, sozialen un d alle 
anderen Einrichtungen im Umfeld der Kita als Erfahrungsorte für die Kinder zusammengeführt 
und genutzt. 
 
 
Zusammenarbeit mit Fachdiensten 
 
Wir arbeiten regelmäßig mit  verschiedenen Fachdiensten zusammen, die wir als wertvolle 
Unterstützung unserer Arbeit ansehen: 
 
• den Kinderärzten 
• den Logopäden 
• den Ergotherapeuten 
• der Frühförderstelle 
• dem Kommunalen Sozialdienst ( KSD ) 
• der Hebammensprechstunde 
• der DRK-Kinderschutzambulanz  
 
 
 
Unsere DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster präsentieren sich gemeinsam mit unserem 
DRK- Kreisverband Münster e.V. und den dazugehörigen Einrichtungen auf unserer Homepage 
im Internet unter www.DRK-muenster.de. 
 
DRK-Kita Schatzkiste (Gremmendorf) 
DRK-Kita Horstmarer Landweg 
DRK-Kita Lummerland (Hiltrup) 
DRK-Kita Meerwiese (Coerde) 
DRK-Kita Wolkenburg (Gievenbeck) 
DRK-Kita Oxford (Gievenbeck)

DRK-Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Bohlweg, Münster-Mitte 19 
 
Unsere Zielsetzungen für die DRK-Kindertageseinrichtung Bohlweg 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(Fotos: DRK; Text: Anne Westendorf, Bereichsleiterin Kinder, Jugend und Familie)  
Familien-
nahe 
Beratungs-
angebote  
 
selbstbe-
wusst 
agierende 
Kinder 
 
Bildungs-
angebote 
 
 
Quartiers-
bezug 
alters-
gerechte 
päd. 
Konzepte 
 
kindgerechte 
pädago-
gische 
Übergänge 
Zielsetzung 
der DRK- 
Kindertageseinrichtung 
Bohlweg 
familien-
unter-
stützende 
Netzwerke  
Vereinbar- 
keit von 
Familie und 
Beruf

Anlage 5.3 Konzept Outlaw Malteserstr Kita+More

57352 Zeichen

GRUNDKONZEPT 
KITA&MORE 
 
 
 
STAND: FEBRUAR 2015

Grundkonzept Kita&More  2 
 
GLIEDERUNG 
 
Kita&More – Spielend lernen!        3 
 
1 Angebot und Rahmenbedingungen       4 
1.1 Gesetzliche Grundlagen        4 
1.2 Ziele           5 
1.3 Kontextbezogene Konzeption        5 
 
2 Konzeptionelle und methodische Grundsätze     7 
2.1 Das Bild vom Kind         7 
2.2 Selbstbildungsprozesse – Spielend lernen!      7 
2.3 Individualität und Heterogenität        9 
2.4 Partizipation          10 
2.5 Sozialraumorientierung         10 
2.6 Integration und Inklusion        11 
2.7 Geschlechterorientierung        12 
2.8 Beobachtung und Dokumentation       13 
2.9 Gestaltung von Übergängen        14 
2.10 Raumgestaltung         14 
2.11 Bildungs- und Erziehungspartnerschaften      15 
 
3 Rolle und Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte    17 
 
4 Sicherung des Kindeswohls        19 
 
5 Qualität           20 
5.1 Inhaltliche Qualität         20 
5.2 Strukturelle Qualität         22 
5.3 Ergebnisqualität         23 
 
Schlusswort           24

Grundkonzept Kita&More  3 
 
KITA&MORE – SPIELEND LERNEN! 
Spielend lernen!, so heißt ein Standpunkt der OUTLAW gGmbH für den Fachbereich Kita&More. Er ist 
zugleich handlungsleitend für unsere  pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Ausgestal -
tung ihres Arbeitsbereiches als auch fachliche Positionierung in der anhaltenden politischen Bildungs -
debatte. 
Aus der Entwicklungspsychologie wissen wir um die Bedeutung des Spiels in der kindl ichen Entwick-
lung. Kinder haben in ihrem Kindsein das Recht darauf, das was sie ausmacht, zu sein: Kinder, die den 
Herausforderungen des Lebens spielerisch begegnen. Das, was sie brauchen, um sich zu entwickeln, 
sollen sie in unseren Einrichtungen bekomme n: Ausreichend Freiräume, ihrem selbstbestimmten Tun 
nachzufolgen.  
Basis ist unser tiefes Vertrauen in das uneingeschränkte Bedürfnis des Kindes zu lernen und sich entwi -
ckeln zu wollen. Jedes Kind lernt anders - das macht es für uns nicht unbedingt einfa ch in der Ausge-
staltung der pädagogischen Arbeit, aber es ist auch die Sicherheit zugleich, dass jedes Kind seinen 
Weg im Leben gehen wird, wenn wir es zugewandt und mit unserem fachlichen Wissen begleiten.  
Diese Grundhaltung zieht sich wie ein roter Fad en durch das Grundkonzept des Fachbereiches 
Kita&More, in dem wir die Arbeit der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschreiben 
und definieren. Dies erfolgt in dem Bewusstsein, dass wir jeden Tag neu daran arbeiten müssen, Kin -
dern die bestmögliche Förderung auch unter den sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen in der 
bundesweiten Kitalandschaft zu ermöglichen. 
Das Kind als Individuum steht für uns nicht alleine im Fokus. Es lebt in seinem familiären Kontext und 
innerhalb seines Sozialraumes. Es ist unsere Aufgabe, das Kind nicht nur innerhalb der Kita zu betrach-
ten, sondern immer im Kontext, in dem es lebt. 
Wenn wir das alles tun, dann unterstützen wir die Kinder darin, eine kindgerechte Kindheit zu haben 
und zuversichtlich in neue Herausforderungen zu gehen! 
Die OUTLAW gGmbH hat mit Kita&More 2009 einen eigenen Fachbereich geschaffen, zu der neben 
der Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen auch die Kindertagespflege sowie die Betreu -
ung von Schulkindern im außerschulischen Bereich und Familienzentren gehören.

Grundkonzept Kita&More  4 
 
1 ANGEBOT UND RAHMENBEDINGUNGEN 
Kita&More umfasst alle Angebote frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung. Alle Kita&More-
Einrichtungen sind Orte für Kinder und ihre Familien, in denen sie sich akzeptiert und respektiert fühlen. 
Wir verstehen die Arbeit unserer Einrichtungen als einen Teil der gesellschaftlichen Verantwortung. 
Unter Kita&More haben sich neben Kindertageseinrichtungen weitere Angebote entwickelt und eta -
bliert: 
 die Betreuung und Begleitung von Kindertagespflege 
 Familienzentren 
 die Betreuung von Schulkindern gemäß der Landesgesetzgebung 
 die Vernetzung mit anderen Angeboten  der Kinder- und Jugendhilfe z. B. offene Kinder- und 
Jugendarbeit, Beratungsstellen etc. 
Diese Angebote wirken in den Sozialraum hinein und orientieren sich an den  Bedürfnissen der Kinder 
und ihrer Eltern. Wir beziehen in unsere Arbeit die Lebenswelt der Menschen und ihre soziale Bezüge 
ein. 
Kita&More ist Partner von Eltern, Kommunen und anderen Einrichtungen , engagiert sich im Sozialraum 
und arbeitet in Netzwerken und Gremien mit. Die aktuellen Fachdiskussionen fließen in unsere Arbeit 
und Konzepte mit ein. Wir stehen für eine fachlich qualifizierte Frühkindpädagogik. 
1.1 GESETZLICHE GRUNDLAGEN  
Die rechtlichen Grundlagen sind im SGB VIII vera nkert. § 22 regelt die Grundsätze der Förderung in 
Tageseinrichtungen und der Kindertagespflege. In ihm ist der Auftrag zur Bildung, Erziehung und Be -
treuung geregelt (Absatz 3). 
Die jeweiligen Länder regeln die spezifische Kitagesetzgebung vor Ort. 
Die gesetzlichen Bestimmungen und Vorgaben zum Kindesschutz (vgl. §  8a SGB VIII; Bundeskinder -
schutzgesetz) werden in besonderer Weise berücksichtigt. Auf der Basis des Bundeskinderschutzge -
setzes werden Maßnahmen gemäß der rechtlichen Vorgaben ergriffen, um den  Schutz des Kindes -
wohles zu sichern.  
Die UN-Kinderrechtskonvention und die UN-Menschenrechtskonvention sind die verbindliche Grund-
lage zur Wahrung der Grundrechte der Familien.

Grundkonzept Kita&More  5 
 
1.2 ZIELE 
Wir erfüllen unseren Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung, in dem wir aus Sicht der Kinder ihrer 
Entwicklung entsprechend und spielerisch auf das Leben vorbereiten. Wir unterstützen jedes Kind 
darin, sich zu einer selbstständigen, verantwortungsbewussten, gemeinschafts - und entscheidungsfä-
higen Persönlichkeit entwickeln zu können und wirken somit Benachteiligung entgegen. 
Unsere Angebote orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien.  Wir unterstützen 
die Mütter und Väter in ihren Erziehungsaufgaben und stehen mit unserem Fachwissen und unse ren 
Beobachtungen und Erkenntnissen in der Erziehung ihrer Kinder begleitend zur Seite. Durch unser 
Angebot ermöglichen wir den Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 
Unsere Kitas sind für alle Kinder und Familien offen, unabhängig von  ihrer sozialen, kulturellen, ethni -
schen oder religiösen Herkunft. Dort, wo Rahmenbedingungen es ermöglichen, arbeiten wir integrativ 
und betreuen Kinder mit Förderbedarf. 
1.3 KONTEXTBEZOGENE KONZEPTION 
Die Kita&More-Einrichtungen in den verschiedenen OUTLAW-Regionen verteilen sich auf Standorte, die 
durch teils sehr unterschiedliche Gegebenheiten gekennzeichnet sind. Für die pädagogischen Mitar -
beiterinnen und Mitarbeiter bedeutet das, sich auf die Besonderheiten des Sozialraumes einzulassen 
und diese aktiv in die Konzeption und die pädagogische Tätigkeit aufzunehmen. Die Bedarfe der Kin -
der und ihrer Familien, die dort leben, werden bei der Planung der pädagogischen und organisatori -
schen Arbeit einbezogen. 
Aus diesem Grund ist es für jede Kita&More-Einrichtung unerlässlich über eine kontextbezogene Ein-
richtungskonzeption zu verfügen und den verschiedenen Zielgruppen (Eltern, Jugendamt, Öffentlich -
keit, pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) als Orientierung zugänglich zu machen. Die kon -
zeptionellen Planungen sind dabei immer zielgerichtet auf die Kompetenzerweiterung der Kinder und 
basieren daher auf einem hohen Maß an Offenheit, die Wünsche, Ideen und Bedürfnisse der Kinder 
wertzuschätzen und partizipativ aufzugreifen.  
Innerhalb des Einrichtungskonzeptes werden Schwerpunkte und spezifische Zielsetzungen der päda -
gogischen Arbeit verdeutlicht. Durch die jeweiligen Lebenssituationen der Familien sowie durch die 
rechtlichen, politischen, sozialräumlichen und lebensweltlichen Rahmenbedingungen begründe t sich 
die konkrete Ausgestaltung dieser konzeptionellen Schwerpunkte und Zielsetzungen.  
Bei der Ausgestaltung der kontextbezogenen Konzeption berücksichtig en wir, dass diese keine Spe -
zialisierung anstrebt. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Unsere Ein richtungen müssen ein größtmögli -
ches Maß an Wahlmöglichkeiten und Verwirklichungsoptionen auf der Basis der konzeptionellen 
Grundlagen, Grundprinzipien und Haltungen gewährleisten. Somit ist gesichert, dass bedarfsangemes -
sene Angebote basierend auf einem gemeinsamen Wertekanon vor Ort zur Verfügung gestellt werden 
können.

Grundkonzept Kita&More  6 
 
Besonderen Wert legen wir auf die für alle Zielgruppen verständliche Verschriftlichung der Einrich -
tungskonzeption sowie auf die regelmäßige Fortschreibung.

Grundkonzept Kita&More  7 
 
2 KONZEPTIONELLE UND METHODISCHE 
GRUNDSÄTZE 
2.1 DAS BILD VOM KIND 
Die Lebensphase Kindheit hat eine eigenständige Bedeutung. Für uns steht das Kind mit seinen indivi -
duellen und aktuellen Bedürfnissen und Entwicklungserfordernissen im Vordergrund. Wir bereiten die 
Kinder auf das weitere Leben vor.  
Jedes Kind lernt von sich aus und benötigt eine bestimmte, individuelle Unterstützung zur Entfaltung 
seiner Potentiale. Da s setzt jedoch voraus, dass diese Potentiale erkannt, wertgeschätzt und nutzbar 
gemacht werden. Hierfür muss das Kind von den Fachkräften in seiner Sicht des Erlebten ernst ge -
nommen werden.  
Das Kind als Akteur seiner Selbst braucht für seine Entwicklung Gelegenheiten, mit allem, was das Zu -
sammenleben ausmacht, in Berührung zu kommen, um sich ein Bild von der Welt zu konstruieren.  
Ein zentrales Feld für Bildungserfahrungen sind die Beziehungen der Kinder untereinander. Das Sich -
Arrangieren mit gleichberechtigten Anderen, das Aushandeln von Gruppenregeln, Gruppenstatus und 
der Umgang mit Konflikten enthalten zentrale Lern- und Bildungsgelegenheiten, für die der erforderliche 
Freiraum bereitgestellt werden muss. Kindheit ist heute in einem hohen Maß institu tionalisiert. Kinder 
brauchen Orte und Räume für eigenständige Erfahrungen. Unsere Einrichtungen sind pädagogische 
Orte, die es ermöglichen, dem Bedürfnis der Kinder nach Selbsttätigkeit und freiem Spiel mit Gleichalt -
rigen nachzukommen und dafür ausreichend Anlässe bereitstellen. 
Jedes Kind muss die Möglichkeit haben, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden und zu gestalten. 
Bildung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass dies gelingen kann. Kinder haben ein unmittelbares 
Recht auf Bildung als Grund voraussetzung für Chancengleichheit. Die Bildungschancen der Kinder hän -
gen jedoch von biologischen, psychischen und sozialen wie gesellschaftlichen, politischen und struk -
turellen Faktoren und Voraussetzungen ab. Diese unterschiedlichen Voraussetzungen in  ihrer hohen 
Varianz erfordern eine direkte Berücksichtigung im pädagogischen Alltag, um nicht stigmatisierend und 
benachteiligend zu wirken. Unsere Einrichtungen haben durch den ihnen zugesprochenen Auftrag zur 
Bildung, Erziehung und Betreuung die Verpfli chtung, allen Kindern entsprechend der rechtlichen Rah -
menbedingungen vor Ort die bestmögliche Förderung zukommen zu lassen. 
2.2 SELBSTBILDUNGSPROZESSE – SPIELEND LERNEN! 
Spiel ist die Hauptaneignungstätigkeit der Kinder von Geburt an. Kinder werden mit Entdec ker- und 
Forscherdrang geboren, sie wollen lernen und ihre Welt erkunden. Die sie (an)treibenden Kräfte sind 
ihre Neugier und Eigenaktivität.

Grundkonzept Kita&More  8 
 
Eine entscheidende Voraussetzung für gelingendes Lernen in unseren Einrichtungen ist eine anre -
gende, freundliche und wertschätzende Atmosphäre, die bewusst durch alle Mitar beiterinnen und 
Mitarbeiter gestaltet wird.  
Viele Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, auf die es im Leben ankommt, eignen Kinder sich 
durch ein auf eigenen Erfahrungen basiertes Lernen an. Kinder lernen besser, wenn sie sich sicher und 
geborgen fühlen. Dazu brauchen sie Spiel - und Lernräume, die ihnen Entdeckungen ermöglichen so -
wie Erfolgserlebnisse. So erfahren sie, dass Lernen Freude macht. Je intensiver Kinder freudige Ereig -
nisse mit Le rnen verbinden, desto umfangreicher werden sie dazu befähigt, selbstbewusst und ziel -
strebig an die Lösung von Problemen heranzugehen. 
Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstehen Bildung daher als sozialen Prozess, dem 
das Bild eines kompe tenten Kindes zugrunde liegt, das seine Lernumwelt aktiv konstruiert. Die von 
Geburt an vorhandenen Eigenschaften des Kindes, wie Neugier, Interesse, Begeisterung und Mut ste -
hen im Mittelpunkt und bilden die Basis für jegliches Entdecken und Forschen. 
Selbstwirksamkeitserfahrungen („ich kann das“) über das freie Spielen, die Freude am Tun und am Ge -
lingen schaffen eine nachhaltige Motivation bei den Kindern, Dinge auszuprobieren, Mut zu Neuem zu 
entwickeln und konzentriert bei der Sache zu bleiben. Wenn  Kinder die Möglichkeit haben, immer 
wieder eigene Lösungsmöglichkeiten für die selbst gestellten Aufgaben entwickeln zu können, entwi -
ckeln sie Handlungskompetenz auch für Aufgaben, die sich in der Zukunft stellen werden. Erleben 
Kinder in der frühen Kind heit dabei Erwachsene, die ihr Spiel mit Interesse begleiten, die die Wichtig -
keit der kindlichen Aktivität sehen, die die Kinder ermuntern und anregen, so erleben Kinder Freude 
und Bestätigung. 
Spielen und Lernen sind insbesondere in den ersten Lebensjahren identisch - Spielzeit ist Bildungszeit. 
Das Spiel erlaubt dem Kind, neue Fertigkeiten zu erproben, Lösungen und Strategien für immer kom -
plexere Herausforderungen und Probleme zu (er)finden und emotionale Konflikte zu bewältigen. Für 
die Arbeit der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heißt das, die Kinder im Spiel zunächst 
bewusst und aufmerksam zu beobachten. Auf dieser Basis gilt es dann, die Spiele der Kinder zu ent -
decken und gegebenenfalls auch mitzuspielen. Die Spielideen der Kinder werd en aufgegriffen und 
andere Kinder angeregt, über die Bedeutung des jeweiligen Spiels ihrem Entwicklungsstand angemes -
sen zu reflektieren. 
Kinder bleiben nur dann Entdecker, wenn ihnen die Möglichkeit zu selbstbestimmtem Lernen gegeben 
wird. Trotz Anstrengung und gelegentlicher Frustration wird das Spiel für das Kind zu einer unersetz -
baren Quelle von Zufriedenheit, Selbstsicherheit und positivem Selbstwertgefühl. Fördern lässt sich 
dieser Prozess dadurch, dass in unseren Einrichtungen Spiel - und Erfahru ngsräume sowie Gele -
genheiten geschaffen werden, in denen Kinder sich selbst, ihre Grenzen und Möglichkeiten erproben 
können. Diese Räume und Gelegenheiten bieten auch ausreichend Platz für Fehler und unangemessene 
Selbsteinschätzungen. 
Kinder der heutigen  Gesellschaft sind einer sich schnell wandelnden Umgebung ausgesetzt, die mit 
komplexen und vielfältigen Anforderungen verbunden ist . Auch das müssen die Fachkräfte im päda -

Grundkonzept Kita&More  9 
 
gogischen Alltag berücksichtigen. Sie müssen sich darauf einstellen und entsprechen de Angebote 
machen. Ob Sprachen lernen, Vermittlung kognitiven Lernens oder der Umgang mit Medien – Kinder 
wollen vieles verstehen und begreifen. Nicht als reine Wissensvermittlung, sondern eingebettet in Krea-
tivität und Projekte. Das, was erfahren und be obachtet wird, kann mit den unterschiedlichsten Metho -
den und Materialien festgehalten werden, vom gemalten Bild bis zur selbst gestalteten Fotocollage. 
Gleichzeitig nimmt der Stress unter Kindern zu. Das Pendant zu diesem schnellen Lernen muss die 
gezielte Entspannung sein, das lustvolle „Sich -hängen-lassen“ auf der Schaukel, in der Hängematte 
oder das Träumen über dem Bilderbuch. 
Lernen findet in einem Zusammenspiel von emotionalen, sozialen und kognitiven Aktivitäten statt. Für 
erfolgreiches Lernen ist d ie Erfahrung vieler komplexer Situationen erforderlich: Lernen in Kindertages -
einrichtungen vollzieht sich meist in einer Kindergruppe. Kinder können so schon früh voneinander 
lernen, miteinander agieren, Probleme aufwerfen und gemeinsam nach Lösungen such en, ohne dabei 
die Hilfe von Erwachsenen in Anspruch zu nehmen. 
Den pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommt die Aufgabe zu, die vorgenannten Akti -
vitäten als Voraussetzung für gelingende Lernprozesse mit Interesse und Empathie zu verfolgen. Hierzu 
müssen sie in Teamsitzungen und anderen Besprechungssettings ihre Haltung zu Lernprozessen von 
Kindern sowie die eigene Lernweise reflektieren und weiterentwickeln. 
2.3 INDIVIDUALITÄT UND HETEROGENITÄT 
Unsere Einrichtungen sind Orte der Begegnung, die von  Toleranz und Verständnis geprägt sind. Kin -
dern und Eltern ist es möglich, Menschen aus verschiedenen Kulturen zu begegnen, sich kennen zu 
lernen und in den Austausch zu gehen.  
Die Vielfalt, die sich den Kindern in unseren Einrichtungen bietet, wird ihne n in alltäglichen Situationen 
und in gezielten pädagogischen Projekten näher gebracht. Verschiedene Lebensformen, Kulturen und 
Sprachen erleben die Kinder als selbstverständlich und Bereicherung. 
Kinder beobachten und erkunden ihr Lebensumfeld und setzen sich mit der eigenen Identität und der 
Vielfalt in ihrem Sozialraum auseinander. Jedes Kind wird bei der persönlichen Entwicklung des indivi -
duellen Lebensstils unterstützt, ohne dabei den Blick auf die Akzeptanz anderer Lebensstile zu verlie -
ren.  
Die päda gogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestalten die Erlebnis - und Erfahrungsräume, in 
denen die Kinder ihre eigene Herkunft vorstellen können und die individuellen Lebenswelten der an -
deren Kinder aktiv miterleben können. Durch die Reflektion der gewo nnenen Eindrücke mit Kindern 
durch die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfahren die Kinder den Reichtum der ver-
schiedenen Lebenswelten der Familien und können Unterschiedlichkeiten feststellen, einordnen und 
akzeptieren. Durch eine intensiv e Begleitung der Erwachsenen entwickeln sie dabei parallel eine Vor -
stellung der eigenen Individualität, die ihr Selbstvertrauen stärkt.

Grundkonzept Kita&More  10 
 
Um ein soziales Miteinander entstehen zu lassen, werden Regeln für das Zusammenleben in der 
Gruppe gemeinsam mit den p ädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelt. Die ver -
schiedenen Meinungen und Bedürfnisse, die in den Kindergruppen zusammenfließen, erfordern ein 
konstruktives Konfliktverhalten, eine Auseinandersetzung und stetige Abstimmung, um einen gemei n-
samen Konsens zu entwickeln. Die Kinder lernen, die eigenen Bedürfnisse, Interessen und ihre Meinung 
zu vertreten sowie die Bedürfnisse, Meinungen und Interessen der anderen Kinder und Erwachsenen 
zu respektieren. Kinder lernen in diesen Zusammenhängen, die eigenen Interessen mit denen aus ihrer 
Gemeinschaft zu vereinen und verantwortlich zu handeln. 
2.4 PARTIZIPATION 
Teilhabe an demokratischen Prozessen zur Ausgestaltung der eigenen Lebenswelt gehört zu den 
Grundrechten eines jeden Menschen. Die Kinder in un seren Einrichtungen sollen ihrem Entwicklungs -
stand entsprechend in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, beteiligt werden.  
Den pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommt hierbei eine wichtige Aufgabe zu: Sie 
müssen ihrer Haltung entsprechen d den Kindern vorleben und verdeutlichen, dass sie ihre Meinung 
äußern und sich aktiv in die Gestaltung ihres Tagesablaufes mit einbringen sollen! Es geht vor allem 
darum, Kinder zu befähigen, ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse und die der/des anderen wa hr-
zunehmen und im zweiten Schritt, diese gegenüber Kindern und Erwachsenen zu äußern. Gemeinsam 
geht es dann darum, in einem Aushandlungsprozess Lösungen und Strategien für das gemeinsame 
Kitaleben zu finden und umzusetzen. 
So erlebt sich das Kind als wic htiger Teil einer Gemeinschaft und erkennt, welchen Einfluss es selbst 
auf die Gestaltung seiner Umgebung nehmen kann. Schließlich lernt das Kind, wie Aushandlungspro -
zesse zwischen den eigenen und den Bedürfnissen der anderen gestaltet werden können. 
Partizipation findet in unseren Einrichtungen je nach Entwicklungsstand in verschiedenen Bereichen 
statt, wie z. B.: 
 Gestaltung von Angeboten und Projekten 
 Gestaltung der Umgebung (Außengelände, Gruppenräume etc.) 
 Gestaltung von Regeln des Zusammenlebens 
 Verteilung von Ressourcen (Material, Geld, Zeit…) 
2.5 SOZIALRAUMORIENTIERUNG 
OUTLAW steht für eine sozialräumliche Kinder - und Jugendhilfe. Insbesondere Kita&More bietet vor 
diesem konzeptionellen Hintergrund eine besonders umfassende Wirkfläche: Unsere Einric htungen 
sind elementarer Bestandteil der jeweiligen Sozialräume. Sie sind fester Bestandteil des öffentlichen 
Lebens und gleichzeitig geschützte Räume für Kinder. Die gesamte Bandbreite familiärer und gesell -

Grundkonzept Kita&More  11 
 
schaftlich bedingter Herausforderungen, Probleme  und Fragen, sowie Chancen und Ressourcen sind 
präsent und repräsentiert. Die Einrichtungen sind demnach Sozialisationsfelder, die ein Abbild, einen 
Ausschnitt des jeweiligen Sozialraumes, in dem sie sich befinden, zur Verfügung stellen. Es gehört zu 
den Aufgaben der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Kinder mit ihrer räumlichen 
Umgebung vertraut und diese für sie altersgerecht begreifbar zu machen. Für die Lebenswelt der Kin -
der ist zweierlei von großer Bedeutung: zum einen die Kenntnis de s Sozialraums und zum anderen 
das Wissen um die Ressourcen. 
Unsere Einrichtungen vernetzen sich in ihren jeweiligen Sozialräumen mit anderen Einrichtungen wie 
Sportvereinen, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen und weiteren Institutionen. Auch Kinder - und Fami-
lienzentren schaffen Ressourcen im Sozialraum, indem sie niedrigschwellige Hilfen zur Erziehung direkt 
in unseren Einrichtungen integrieren.  
Die Sozialraumorientierung hat unter anderem Empowerment (Befähigung, Ermutigung) zum Ziel. 
Empowerment meint, den Grad an Selbstbestimmung und Autonomie durch Ermächtigung von Men -
schen zu erhöhen und auf einem individuell erreichbaren Niveau zu maximieren. Dies betrifft sowohl 
die Kinder in unseren Einrichtungen, aber auch die Eltern und Familienangehörigen. Hie r wird ein 
problemorientierter Blick auf diese Menschen überwunden, und durch einen ressourcen - und fähig-
keitsorientierten Ansatz ersetzt. Im Kern geht es um die Befähigung von Menschen, ihr Leben selbstbe -
stimmt zu gestalten und eigene Entscheidungen zu treffen.  
Lebensweltorientierung bei Kita&More heißt, die individuelle Ausgestaltung des Lebens der Kinder, 
aber auch der Eltern und Familien, zu berücksichtigen und zu respektieren. Die Lebenswelten hängen 
dabei auch von Lebensverhältnissen ab, die ihrers eits wiederum durch den Sozialraum geprägt oder 
bestimmt sein können. Darüber hinaus fordert Lebensweltorientierung aber auch die strikte Orientie -
rung an Bedürfnissen, Wünschen und Bedarfen sowie Ideen und Vorstellungen zur und von der eige -
nen Lebensgestaltung und den Respekt vor dem freien Willen der Kinder, Eltern und Familien. 
2.6 INTEGRATION UND INKLUSION 
Sowohl Integration als auch Inklusion sind wichtige Grundlagen der pädagogischen Arbeit und Haltung 
bei Kita&More. Das Grundverständnis von In tegration bei OUTLAW basiert schon immer auf inklusiven 
Gedanken und Haltungen.  
Integration beschreibt dabei die unbedingte Notwendigkeit, die Menschen, die ausgeschlossen und 
ausgegrenzt werden, wieder einzubeziehen. Diese Ausgrenzung, diese Segregation,  basiert auf der 
Wahrnehmung von Unterschiedlichkeit und Andersartigkeit. Diese Andersartigkeit kann  sich sowohl in 
physischen, psychischen wie sozialen Dimensionen zeigen. Sie definiert sich beispielsweise über Ka -
tegorien wie Geschlecht, Herkunft, Sprache, kognitive und emotionale Fähigkeiten, körperliche Voraus-
setzungen, Gesundheit, Krankheit und Behinderung oder Religion. 
Inklusion beschreibt die Grundlage der umfassenden Akzeptanz dieser konstruierten Andersartigkeit 
und der Anerkennung einer nicht -kategorial gedachten und gelebten Vielfalt. Ein inklusives System

Grundkonzept Kita&More  12 
 
macht Integration überflüssig. So lange jedoch segregiert und kategorisiert wird, ist Integration unbe -
dingt erforderlich und Inklusion das Ziel.  
Auch Kinder schließen aus, sie (re)konstruier en Unterschiede und Unterschiedlichkeit, definieren ihr 
Selbstbild auch über die Konstituierung von Andersartigkeit und Gleichheit - wenn auch häufig auf eine 
andere Art und Weise, als Erwachsene dies tun. Aber auch Kinder haben Vorurteile und (be)urteilen  
andere anhand von kategorialen Merkmalen. Das erfordert eine pädagogische Haltung, die vorurteils -
bewusst ausgestaltet sein muss.  
Eine derart ausgestaltete vorurteilsbewusste und integrative Pädagogik akzeptiert Kinder in ihrer Persön-
lichkeit, in ihren emotionalen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen 
grundlegend und ist nicht stigmatisierend. Sie muss auch in der Lage sein, Kindern diese Haltung zu 
vermitteln und dort, wo Kinder ausschließen und vorverurteilen, einzugreifen und integrativ zu wirken. 
Unsere Einrichtungen sind Orte für alle Kinder und sollen den Kindern die Möglichkeiten bieten, ge -
meinsam in respektvollem Miteinander aufzuwachsen. So ist es jedem Kind möglich, eine individuelle 
Entwicklung vor dem Hintergrund der jeweiligen biologischen, psychischen und sozialen Vorausset -
zungen zu durchlaufen. Andersartigkeit und Unterschiedlichkeit werden dabei zur Normalität. 
Dies erfordert pädagogisch die Wahrnehmung von individuellen Voraussetzungen, Ressourcen, Inte -
ressen, Fähigkeiten und Möglichkeiten sowie gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen. Auch die 
vorurteils- und segregationssensible Beobachtung der sozialen Interaktionen der Kinder untereinander 
sind eine grundlegende Voraussetzung für das Gelingen einer inklusiven Pädagogik. In der Elternarbeit 
müssen diese Aspekte umfassend berücksichtigt werden. 
2.7 GESCHLECHTERORIENTIERUNG 
Unsere Einrichtungen sind Orte, die die Mädchen und Jungen bei der Entwicklung ihrer Identität be -
einflussen. Sie sind Orte, die bestehende Geschlechterverhältnisse sowohl reproduzieren als auch 
mitgestalten. Unsere geschlechterdifferenzierte Pädagogik bietet Möglichkeiten, die eigene Ge -
schlechteridentität kennen zu lernen und Rollenklischees zu hinterfragen.  
Das soziale Miteinander in der K indertageseinrichtung eröffnet neue Interaktionsfelder, Lebens - und 
Bildungsräume, die Mädchen und Jungen aktiv mitgestalten, individuell nutzen und für sich erfahrbar 
machen.  
Für die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gilt es,  sowohl sensibel mit 
Unterschiedlichkeiten umzugehen - zum Beispiel in Bezug auf Herkunft oder Geschlecht  - als auch 
unterschiedliche Ressourcen von Jungen und Mädchen wahrzunehmen, um entsprechende 
Bildungschancen für alle anzubieten. Die Kindertageseinrichtung ist eine vor allem weibliche geprägte 
Domäne in Bezug auf erwachsene Vorbilder und Bezugspersonen. Deshalb streben wir einen deutlich 
höheren Anteil von männlichen Fachkräften in unseren Einrichtungen an.

Grundkonzept Kita&More  13 
 
Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lassen di e Geschlechterthemen der Entwicklung 
der Kinder entsprechend in Projekte einfließen. Die dort stattfindenden Prozesse werden beobachtet, 
dokumentiert und reflektiert. Diese Reflexion erfolgt, je nach Entwicklungsstand und individueller Vo -
raussetzung, insbesondere auch mit den Kindern zusammen. Anscheinend selbstverständliche Rollen -
vorstellungen und -verinnerlichungen treten so an die Oberfläche und können auch im Team der Mit -
arbeiterinnen und Mitarbeiter konstruktiv thematisiert und reflektiert werden.  
Die kindliche Sexualität spielt eine wichtige Rolle. Im geeigneten Zusammenhang greifen wir Fragen, 
Erfahrungen usw. behutsam auf und gehen altersentsprechend darauf ein. 
Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter treffen eine gezielte Medien -, Büc her- und Lie-
derauswahl, damit Kinder moderne Rollenverteilungen und -möglichkeiten kennen lernen. 
Informationen für Eltern richten sich bewusst an Mütter und Väter, denn beide sind für die Erziehung 
ihrer Kinder verantwortlich und werden zur Mitarbeit im Rahmen der Erziehungs- und Bildungspartner-
schaft motiviert. 
2.8 BEOBACHTUNG UND DOKUMENTATION 
Beobachtung und Dokumentation sind wichtige Elemente der pädagogischen Planung für das einzelne 
Kind sowie Gruppen von Kindern. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen un d Mitarbeiter gewinnen 
daraus wichtige Informationen über die individuellen und zielgerichteten Bildungs -, Lern- und Entwick-
lungsprozesse von Kindern. Hierzu ist das Erkennen und Wahrnehmen der Ressourcen jedes Kindes 
sowie das Beobachten und Beurteilen s einer Fähigkeiten und Kompetenzen vor dem Hintergrund des 
jeweiligen Entwicklungsstandes eine wichtige Grundlage. 
Im Vordergrund der Bildungsbegleitung steht daher für die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitar -
beiter das Entdecken und Forschen: Es geht darum, begreifen zu wollen, welche Wünsche, Bedürf -
nisse, Interessen und Impulse das Kind bewegen. Auch die jeweiligen Bewertungen dieser Aspekte 
und die Zuschreibungen des Kindes müssen fester Bestandteil dieses Blickes sein. Ein weiterer Aspekt 
umfasst d abei die Rekonstruktion der individuell von den Kindern konstruierten und rekonstruierten 
Vorstellung von Alltag, Welt und Sinngebung. Die Kinder müssen darüber hinaus dazu angeregt und 
unterstützt werden, sich auf Neues einzulassen, darauf zuzugehen, eige ne Grenzen zu erkennen, sich 
heranzutasten und gegebenenfalls auch zu überschreiten. 
Um verantwortlich mit diesen Aspekten der kindlichen Entwicklung umgehen zu können sowie die 
Bildungs-, Lern- und Entwicklungsprozesse des einzelnen Kindes und der Gruppe zu erfassen, verfü-
gen die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über ein grundlegendes Wissen über syste -
matische Beobachtung und Dokumentation. 
Der Ausgangspunkt jeder Beobachtung muss ein differenzierter Blick auf die Fähigkeiten und Stärken 
des Kindes vor dem Hintergrund der Reflektion der eigenen Haltung sein. Hier benötigen die pädago -
gischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine vorurteilsbewusste Sicht, die Fähigkeit und ein Interesse 
daran, sich dem Kind mit Offenheit zuzuwenden.

Grundkonzept Kita&More  14 
 
Im Prozess der Bildungsdokumentation für jedes einzelne Kind werden die regelmäßigen Beobachtun-
gen des Entwicklungs - und Bildungsprozesses schriftlich festgehalten und dienen als Grundlage für 
einen professionellen und differenzierten Austausch im Team sowie innerhalb der Bildungs- und Erzie-
hungspartnerschaft mit den Eltern, um mit diesen weitere Schritte zur Unterstützung der Bildungs -, 
Lern- und Entwicklungsprozesse ihres Kindes zu beraten. 
Die aus unseren Beobachtungen gewonnenen Erkenntnisse und deren Dokument ation sollen dem 
Entwicklungsstand der Kinder entsprechend mit ihnen besprochen werden und Maßnahmen ermögli -
chen, die anschließend in die pädagogische Planung einfließen. 
2.9 GESTALTUNG VON ÜBERGÄNGEN 
Die Gestaltung von Übergängen zwischen Familie und Bildungseinrichtungen, aber auch innerhalb einer 
Einrichtung (Gruppenwechsel) und insbesondere der Übergang von einer Kindertageseinrichtung in 
die Grundschule und die außerschulische Betreuung (Hort, OGS etc.) haben eine wichtige Bedeutung. 
Übergänge werden von allen Kindern und ihren Eltern in unterschiedlicher Intensität er- und gelebt und 
sind mit verschiedenen Emotionen, wie z. B. Unsicherheit, Angst, Neugierde, besetzt. Die Einschätzun-
gen und Bedürfnisse aller Beteiligten werden dabei von den pädagogischen Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeitern sehr ernst genommen. Geschaffene Sicherheiten, gewohnte Abläufe, Strukturen und Ritu -
ale sind Ausgangsbedingungen, die die Öffnung zu Neuem erleichtern können. Grundlage ist das ge -
naue Beobachten der Kinder, die gewonnen Erkenntnisse aus Entwicklungsgesprächen mit den Eltern 
und konkrete Reflexionen im Team. 
Sämtliche Übergangsprozesse werden von den pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 
individuell begleitet. Im engen Austausch mit den Eltern wird die Basis für eine vertrauensvolle Zusam-
menarbeit gelegt. Trotz der Sorge um das Wohl des Kindes und der elterlichen Unsicherheiten, Fragen 
und Bedenken, werden Übergänge für alle Beteiligten als Bereicherung erlebt; dies ist eine Vorausset -
zung dafür, dass diese positive Grundhaltung (un)bewusst von den Eltern auf ihr Kind übertragen wird. 
Wenn sich die Kinder sicher und geborgen fühlen, verfügen sie über eine wesentliche Grundlage für 
gelingende Bildungs- und Entwicklungsprozesse. So lernen Kinder, freudig und zuversichtlich auf neue 
Gruppen zuzugehen, veränderte Lebenssituationen auch als Lernchancen zu erfahren und diese für 
ihre eigene Weiterentwicklung zu nutzen. 
2.10 RAUMGESTALTUNG 
Die Räume in unsere Einrichtungen sind Lebensräume, Spielräume, Erfahrungsräume, Rückzug sräume 
und Bildungsräume für Kinder. 
Kinder und pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbringen den Großteil des Tages gemein-
sam. Ein Innen - sowie Außenraum und dessen Ausgestaltung stellen eine wesentliche Ressource für 
seelisches, körperliches und geistiges Wohlbefinden dar.

Grundkonzept Kita&More  15 
 
Kinder nehmen ihre Umwelt mit allen Sinnen auf. Daher ist es bei der Raumplanung wesentlich, dass 
alle Wahrnehmungsbereiche angesprochen und diese bei der Möblierung und der Gestaltung be-
achtet werden. 
Neben der Gruppe und den pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird der Raum oft als 
dritte/r ErzieherIn bezeichnet, der eine Wirkung auf die Kinder hat. Er muss Kindern daher entwick -
lungsangemessen vielfältige Anregungen, Mitgestaltungsmöglichkeiten und Bildungsanr eize bieten. Bei 
der Raumgestaltung achten die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf ausreichend Rück -
zugsmöglichkeiten für die Kinder sowie Nischen, die den Kindern ein ungestörtes Spiel ermöglichen. 
Eine Reizüberflutung durch zu viele Materi alien oder Dekoration wird von den pädagogischen Mitar -
beiterinnen und Mitarbeiter vermieden. 
Auch in Hinblick auf die Selbstbildungsprozesse der Kinder ist eine durchdachte Raumgestaltung von 
Bedeutung. Räume sind so ausgestattet, dass sie Kindern die Mög lichkeit der Selbstbildung durch Be -
greifen, Erleben und Erfahren ermöglichen. 
Die Gestaltung der Räume nach unterschiedlichen Schwerpunkten berücksichtigt die individuellen 
Bedürfnisse der Kinder. Damit haben die Kinder die Gelegenheit, entweder zur Ruhe und Entspannung 
zu kommen oder sich Aktivitäten hinzugeben, wie Bewegung, kreatives Gestalten, Entdecken, For -
schen, Experimentieren oder Rollenspiel. Wir schaffen für die Kinder großzügige Spielflächen, die mit 
anregenden Spielmaterialien ausgestattet sind. 
Ein gelungenes Raumkonzept ist die Umsetzung dieser Grundlagen in die Praxis. Alle Planungen zur 
sinnvollen Raumgestaltung basieren auf der Haltung, dass das Spiel die wesentliche Ausdrucks - und 
Erlebnisform der Kinder darstellt. Da Kinder sich ihre Umw elt über das Spiel aneignen, ist eine spiel -
freundliche Umgebung somit gleichzeitig auch immer eine lernfreundliche Umgebung. 
Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Aufgabe, die Kinder ihrem Entwick -
lungsstand entsprechend aktiv in di e Raumgestaltung einzubeziehen. So können sich die Kinder die 
Räume der Kita in Begleitung der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und dann zuneh -
mend alleine erschließen. Dies gilt sowohl für alle Räume der Kita als auch für das Außengelände al s 
eigenständiger pädagogischer Raum. 
2.11 BILDUNGS- UND ERZIEHUNGSPARTNERSCHAFTEN 
Primär sind die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich. Eine enge Zusammenarbeit mit ih -
nen ist für uns daher selbstverständlich und für eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspartnerschaft 
unerlässlich. Bei den unterschiedlichen Lebensbedingungen der Familien ist es uns wichtig, die Eltern 
zu stärken und ihnen zu verdeutlichen, dass wir uns als Partner in Fragen der Erziehung und Bildung 
ihrer Kinder verstehen. Wir arbeiten mit den Eltern zum Wohle der Kinder zusammen. 
Die Einbeziehung und Mitwirkung der Eltern ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die pädagogi -
sche Arbeit in unseren Einrichtungen. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet und unte r-
stützt werden. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen nicht al -

Grundkonzept Kita&More  16 
 
leine, z. B. bei Erkrankung ihrer Kinder, ungewöhnlichen Arbeitszeiten oder prekären familiären Situatio-
nen: Wir vermitteln z.  B. zwischen den Eltern, die sich gegenseitig Hilfestellungen bei der Betreuung 
von Kindern außerhalb der Öffnungszeit der Kita geben können und  unterstützen bei der Suche nach 
Beratungsstellen. 
Wir orientieren uns an den Bedürfnissen der Familien und entsprechen nach Möglichkeit den Wün-
schen und Bedarfen hinsichtlich der Gestaltung des Angebotes. Von unserem Angebot profitieren 
also nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern.  
Es ist es für uns von großer Bedeutung, jedes Kind und seine Lebenssituation zu kennen und individuell 
zu berücksichtigen. Dafür sind regelmäßige Elterngespräche notwendig. Die Eltern haben dabei die 
Möglichkeit, Fragen zur Entwicklung ihres Kindes zu stellen. Gemeinsam können dann Vereinbarungen 
getroffen werden, die zur positiven Entwicklung des Kinde s beitragen. Jederzeit haben die Eltern die 
Möglichkeit über die aktiv geführte Dokumentation der Bildungsprozesse zu sprechen. Im Elterngre -
mium haben die Eltern ihre Vertretung. Von dort sollen Impulse ausgehen und in die Einrichtung wir -
ken. In gemeinsamen Aushandlungsprozessen mit der engagierten Elternschaft im Stadtteil gilt es, diese 
individuellen Ressourcen einzubinden und einzufordern. Die Eltern werden motiviert, das Leben in 
"ihrer Kindertageseinrichtung" mitzugestalten. 
Erziehungs- und Bildungspartnerschaft verstehen wir als  
 aktive Teilhabe von Eltern  
 aktives Zusammenwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern 
 Familienberatung und Familienbildung  
 Unterstützung im Aufbau und Nutzung von Netzwerken

Grundkonzept Kita&More  17 
 
3 ROLLE UND AUFGABE DER PÄDAGOGISCHEN 
FACHKRÄFTE 
Je nach Landesgesetzgebung sind im Fachbereich Kita&More Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit 
unterschiedlichen Berufsabschlüssen tätig. Die  staatlich anerkannten Erzieheri nnen und Erzieher arbei-
ten gemeinsam mit Sozialpädagoginnen und -pädagogen sowie Heilpädagoginnen und  
-pädagogen (Diplom, Bachelor, Master), qualifizierten Tagespflegepersonen sowie KinderpflegerInnen 
und SozialassistentInnen zusammen im Team. Die Interdisziplinarität innerhalb  eines Hauses ermöglicht 
allen pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen weiter gefassten Blick auf pädagogische 
Inhalte, deren Umsetzung und Reflektion. Pädagogisches Fachwissen der Mitarbeiterinnen und Mitar -
beiter aus den unterschiedlichen P erspektiven wird auf diese Weise gebündelt und mündet in einer 
differenzierten und vielfältigen Wahrnehmung und Umsetzung vor Ort. 
Unsere pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügen über Kompetenzen, die eine Päda -
gogik entsprechend unserer im Trägerkonzept formulierten Grundprinzipien ermöglichen. Ihre Aufgabe 
ist es, Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten. Sie unterstützen und geben Anregungen wenn es not -
wendig ist und halten sich zurück wo es möglich ist. Dabei ist es wichtig, dass sie aut hentisch und 
empathisch sind und sich auf Beziehungen zu den Kindern soweit einlassen, wie es die Kinder fordern 
und erlauben. Sie nehmen die Bedürfnisse und Belange der Kinder wahr und reagieren der Situation 
angemessen. Hierfür müssen sie ein hohes Maß a n Flexibilität, Reflexionsfähigkeit und Engagement für 
das einzelne Kind mitbringen.  
Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben viele verschiedene und vielfältige Rollen in 
unseren Einrichtungen zu gestalten und selbstbewusst zu leben: 
 Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen Beziehungen mit Kindern ein 
Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen sich aktiv als Bezugspersonen zur 
Verfügung. Sie akzeptieren, mit wem die Kinder in Beziehung treten möchten, wem sie  sich 
anvertrauen möchten. Kinder jeden Alters suchen sich ihre Bezugsperson selbst aus. 
Kita&More ist mit einer stabilen und möglichst kontinuierlichen personellen Ausstattung verse -
hen, um so einen kontinuierlichen und langfristigen Beziehungsaufbau zu ermöglichen. 
 Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Expertinnen/Experten für frühkindli -
ches Lernen! 
Es ist Aufgabe der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kinder in ihren Entwick -
lungs- und Selbstbildungsprozessen kompetent zu begleiten und zu unterstützen. Mit ihrem 
Fachwissen stellen sie sicher, dass alle entwicklungs - und lernförderlichen Faktoren im Einklang 
stehen und Beachtung finden. 
 Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern die  Erziehungs- und 
Bildungspartnerschaft mit Eltern!

Grundkonzept Kita&More  18 
 
Gemeinsam mit Eltern begeben sich die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ei-
nen Lernprozess, dessen Ziel es ist, herauszufinden, wie für das Kind die bestmöglichen Ent -
wicklungschancen geschaffen und genutzt werden kö nnen. Sie hören zu, beraten und ver -
mitteln an Beratungs - oder Frühförderstellen, Kinderärzte etc. falls andere Fachkompetenzen 
erforderlich sind. Zum Wohle des Kindes und seiner Familie arbeiten sie kooperativ mit den 
genannten Institutionen zusammen. 
 Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beobachten und dokumentieren! 
Gemäß der Bildungscurricula der verschiedenen Bundesländer nehmen sie sich viel Zeit, die 
Kinder zu beobachten und diese Beobachtungen zu dokumentieren. Hierdurch gelingt es ih -
nen, in die Welt der Kinder einzutauchen, die kindliche Denkweise und das daraus resultie -
rende Handeln zu begreifen. Es ist wichtig, dass sie, trotz aller nötigen Gewissenhaftigkeit, ge -
lassen den Alltag mit Kindern gestalten. 
 Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind NetzwerkerInnen! 
Unsere Einrichtungen sind Zentren für Familien. Dieser Gedanke wird von unseren pädagogi -
schen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelebt, indem sie Kontakte im sozialräumlichen Um -
feld zu anderen Institutionen, wie etwa Schulen, Seniorenheimen, Vereinen etc. aufbauen und 
pflegen. Das Wohl der Kinder und Familien steht bei allen Kooperationen und Kontakten immer 
im Mittelpunkt. 
In dieser Vielfalt schaffen sie Bedingungen für Kinder, in denen sie sich entsprechend i hrer Bedürfnisse, 
ihrer individuellen Fähigkeiten und im Rahmen ihrer sozialen und kulturellen Umwelt entwickeln können. 
Sie verstehen sich als Fachkräfte für Erziehung, Bildung und Betreuung. Sie verfügen über ein erzie -
hungswissenschaftliches und erziehungspraktisches Fundament, vor dessen Hintergrund sie das Erzie -
hungs- und Bildungsgeschehen kritisch bedenken und entsprechend gestalten. 
Um die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor dem Hintergrund der vielfältigen und 
anspruchsvollen Anforderungen in ihrer Tätigkeit zu unterstützen, bieten wir ihnen regelmäßige Gele -
genheit zum fachlichen Austausch z.  B. auf den bundesweit stattfindenden Tagungen sowie Leitungs -
konferenzen und regionalen Beratungstagen.

Grundkonzept Kita&More  19 
 
4 SICHERUNG DES KINDESWOHLS 
Nach § 8a SGB VIII sind alle Träger der freien Jugendhilfe verpflichtet, für den organisatorischen Rah -
men des Schutzauftrages hinsichtlich einer Kindeswohlgefährdung zu sorgen. Die OUTLAW gGmbH hat 
eine Dienstanweisung auf dieser Grundlage erstellt, die die genaue Vorgehensweise bei Kindeswohl-
gefährdung regelt. Sie gilt für alle pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die regelmäßig 
Kontakt mit Kindern, Jugendlichen und Familien haben. Jede neue Mitarbeiterin und jeder neuer Mitar -
beiter erhält die Dienstan weisung mit dem Arbeitsvertrag und im ersten Monat der Tätigkeit eine Be -
lehrung zur Dienstanweisung durch dafür verantwortliche Leitungskräfte. In jeder Einrichtung ist die 
Dienstanweisung zugänglich. Das Verfahren der internen Dienstanweisung berücksicht igt dabei die 
jeweils gültigen Vereinbarungen gemäß SGB VIII § 8a mit den öffentlichen Trägern der Jugendhilfe. 
OUTLAW stellt innerbetrieblich insoweit erfahrene Fachkräfte, die im Verdachtsfall eine Beratung mit 
den beteiligten Fachkräften durchführen. Dabei wird das Gefährdungsrisiko abgeschätzt, der Einbezug 
der Beteiligten besprochen und weitere Handlungsschritte werden festgelegt.  
Gerade der Umgang mit der Thematik Kindeswohlgefährdung bedarf eines abgestimmten, adäquaten 
Verfahrens zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. Das interne Verfahren bei dem Verdacht einer 
Kindeswohlgefährdung sieht vor, dass die verantwortl iche Leitungskraft von der pädagogischen Mitar -
beiterin/dem pädagogischen Mitarbeiter informiert wird, sobald Hinweise auf eine Kindeswohlgefähr -
dung vorliegen. Gemeinsam wird die Situation reflektiert und es erfolgt eine Einschätzung darüber, 
welcher Hand lungsbedarf besteht. Bestätigt sich der Verdacht, wird eine entsprechende Beratung 
nach § 8a durch die pädagogische Fachkraft organisiert, die den Hinweis erhalten hat bzw. durch eine 
damit beauftragte Person. In der Beratung erfolgt begleitet durch die in soweit erfahrene Fachkraft eine 
Gefährdungsabschätzung sowie die daraus resultierende Planung des weiteren Vorgehens. Weiterhin 
sind regelmäßige Erfolgskontrollen in Form von Beratungen durch mehrere Fachkräfte durchzuführen, 
bis die Gefährdung abgewendet ist.  
Der sachgerechte Umgang mit Kindeswohlgefährdung erfordert eine sorgfältige Dokumentation. Diese 
dient der professionellen Bearbeitung sowie der rechtlichen Überprüfbarkeit.

Grundkonzept Kita&More  20 
 
5 QUALITÄT 
Die Verpflichtung und Anforderungen zur Qualitätsentwicklung und  -sicherung für Einrichtungen, die 
zum Fachbereich Kita&More gehören, sind auf Landes- und kommunaler Ebene geregelt und werden 
von unseren Einrichtungen entsprechend umgesetzt. 
Qualitätsentwicklung ist in sämtliche Strukturen und Abläufe im Fachbereich in tegriert und eine fortlau -
fende Aufgabe sämtlicher Führungskräfte und aller weiteren Fachkräfte, die an den relevanten Prozes -
sen beteiligt sind. 
Qualitätsentwicklung bei Kita&More ist unmittelbarer Bestandteil und Fokus der pädagogischen und 
organisatorischen Arbeit und Verantwortung. Qualitätsentwicklung hat dabei immer kurzfristige und 
unmittelbare, wie auch mittel- und langfristige Perspektiven und Ansätze und ist auf allen hierarchischen 
Ebenen fest verankert.  
Zentrale Aussagen und Setzungen zur Quali tät sind integrale Bestandteile aller Konzepte und konzep -
tionellen Ansätze. Demnach ist der Anspruch an die Konzepte bei Kita&More, die relevanten Pro -
zesse, Herangehensweisen, Sichtweisen und Ansätze deutlich hervorzuheben und zu beschreiben. 
Dies ist in sbesondere notwendig, da Qualität in diesem Sinne immer der Pädagogik als Ganzem zu 
dienen hat und sie sich demnach an den in diesem Konzept beschriebenen Grundlagen ausrichten 
muss. Aus diesen Grundlagen lassen sich Qualitätsstandards ableiten, die in die sem Kapitel beschrie-
ben werden. 
Es ist eine wesentliche Aufgabe, die Umsetzung dieser Standards sicherzustellen. Dies erfordert die 
Interpretation vor dem Hintergrund des jeweiligen Einzelfalles sowie die Nutzbarmachung für den 
pädagogischen Alltag und die Konkretisierung. Die Einrichtungskonzepte müssen entsprechend ausge-
staltet sein. Die übergreifenden Qualitätsstandards bei Kita&More sind in drei Dimensionen gegliedert 
und werden jeweils durch Qualitätsmerkmale konkretisiert. 
5.1 INHALTLICHE QUALITÄT 
 Konzept – Es existiert für alle Angebote bei Kita&More ein schlüssiges, begründetes, fachli -
ches, handlungsleitendes, überprüfbares und verbindliches Konzept. Alle Einrichtungskon -
zepte orientieren sich verbindlich am Grundkonzept. Die in diesem Konzept beschri ebenen 
Grundlagen zu Menschenbild, Haltungen und pädagogischem Ansatz und werden verbindlich 
in allen Einrichtungen umgesetzt. Die Einrichtungskonzepte beschreiben Ziele, Methoden und 
die Schwerpunkte des jeweiligen Angebotes und begründen den Zusammenhang  zwischen 
Bedarfslage und pädagogischer Leistung. Die Konzepte werden kontinuierlich fortgeschrieben, 
regelmäßig evaluiert und überprüft. Dabei erfolgt ein Abgleich von Konzept und pädagogi-
scher Praxis und daraus folgend gegebenenfalls Anpassungen.  
 Steuerung über Zielvereinbarungen  – Die in den Einrichtungskonzepten festgeschriebenen 
Ziele werden in Jahres - und Projektplanungen operationalisiert und mit entsprechenden Indi -

Grundkonzept Kita&More  21 
 
katoren zur Zielerreichung untersetzt. Diese operationalisierten Ziele bilden die Grundlage für 
die jährlichen Zielvereinbarungen. Zielvereinbarungen werden sowohl mit den Teams der je -
weiligen Einrichtung als auch mit den einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geschlossen. 
 Teamorientierung – Die pädagogische Arbeit ist in Teams or ganisiert. Die Teamarbeit ist 
elementarer Bestandteil aller Angebote und betrifft alle Tätigkeiten, die zur Umsetzung der je -
weiligen Angebote notwendig sind. Sie dient der Planung und Weiterentwicklung des ge -
meinsamen pädagogischen Angebots. Die individu ellen Kompetenzen, Qualifikationen und 
Fähigkeiten sind den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der jeweiligen Teams bekannt. Sie wer -
den sinnvoll eingesetzt. Benötigte Ressourcen für eine gelingende Teamorientierung werden 
bereitgestellt. Das sind in erster  Linie Zeit und Mittel zur Reflektion, Teamberatung, Supervision 
und Fortbildung.  
 Fachberatung –  Unsere Einrichtungen erhalten Fachberatung durch die BereichsleiterInnen, die 
auch die Fachaufsicht sicherstellen; ein Austausch zwischen den Bereichsleitung en findet in 
regelmäßigen Abständen sowie im Einzelfall nach Bedarf statt. 
 Beschwerdemanagement – Wir gewährleisten die alters - und entwicklungsgerechte Informa -
tion von Kindern und ihren Familien/Sorgeberechtigten über bestehende Beschwerderechte 
und -möglichkeiten. Informationsmaterial über Rechte, Möglichkeiten und konkrete Ansprech -
partnerinnen und Ansprechpartner sind in unseren Angeboten und Einrichtungen verfügbar 
und zugänglich. Es besteht ein einheitlicher Verfahrensstandard zur Annahme und Bearbeitung 
von Beschwerden. In unseren Einrichtungen und Angeboten fördern wir darüber hinaus infor -
melle Beschwerdewege und -möglichkeiten.  
Sicherung des Kindeswohls – Zum Schutzauftrag nach §  8a SGB VIII setzen alle Mitarbeiterin -
nen und Mitarbeiter der OUTLAW gGmbH eine Dienstanweisung um, die die genaue Vorge -
hensweise bei Kindeswohlgefährdung regelt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten 
jährlich und unmittelbar mit Beginn des Arbeitsverhältnisses eine Belehrung zur Dienstanwei -
sung. In jeder Einri chtung ist die Dienstanweisung zugänglich und das Ablaufschema bei Ver-
dacht auf Kindeswohlgefährdung hängt aus. OUTLAW stellt innerbetrieblich insoweit erfahrene 
Fachkräfte zur Verfügung, die im Verdachtsfall eine Beratung mit den beteiligten Fachkräften 
durchführen. Dabei wird eine Gefährdungseinschätzung vorgenommen, der Einbezug der 
Beteiligten besprochen und weitere Handlungsschritte werden festgelegt. Alle Mitarbeiterin -
nen und Mitarbeiter haben ein erweitertes Führungszeugnis vorgelegt. Eine Einstell ung erfolgt 
nur dann, wenn das erweiterte Führungszeugnis bereits vorliegt. 
 Sozialräumlichkeit – Sozialräumlichkeit und Sozialraumorientierung realisieren sich über ver -
schiedene Zugänge und Methoden, die in den Einrichtungskonzepten kontextbezogen 
konkretisiert werden. Dies umfasst beispielsweise: Die Beteiligung in Gremien, die Einmischung 
in Diskussionen und Auseinandersetzungen auf verschiedenen gesellschaftlichen  und politi-
schen Ebenen, das bewusste Agieren im und Gestalten des Sozialraumes, die deutliche Posi-
tionierung zu Themen und Entwicklungen. Wir leiten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
an, den Sozialraum auch über den einzelnen Fall hinaus wahrzunehmen, ihn zu kennen sowie

Grundkonzept Kita&More  22 
 
darüber zu informieren. Die Ressourcen des Sozialraumes werde n aktiv in die pädagogische 
Arbeit eingebunden und einbezogen, Netzwerke werden aufgebaut und genutzt. 
 Interkulturalität – Unsere Angebote sind grundsätzlich offen für Interkulturalität. Menschen aller 
Nationen, Kulturen und Sprachen sind in unseren Angebo ten willkommen. Unsere Mitarbeite -
rinnen und Mitarbeiter verfügen über interkulturelle Kompetenzen und leisten kulturelle Über -
setzungsarbeit. Wir schaffen Angebote, die konkrete Lernfelder schaffen, um sich mit unter -
schiedlichen Lebensentwürfen, Kulturen  und Haltungen auseinanderzusetzen. Eine differen -
zierte Betrachtung ethnischer, kultureller und sozialer Bedingungen und Konflikte wird geför -
dert. 
 Geschlechterorientierung – Geschlechtsspezifische Lebenslagen und Bedürfnisse werden in 
den Einrichtungskonzepten angemessen berücksichtigt. Die Angebote lassen individuelle Un -
terschiede zwischen Mädchen und Jungen zu, ohne dass daraus Benachteiligungen entste -
hen. 
5.2 STRUKTURELLE QUALITÄT 
 Personal – Alle pädagogisch tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind als pädagogische 
Fachkräfte qualifiziert. Das Fachkräftegebot und Qualifikationsanforderungen von Aufsichtsbe -
hörden sowie die geltenden Fachstandards werden berücksichtigt. Dies umfasst insbesondere 
eine entsprechende Berufsausbildung bzw. ein entsprechendes Hochschulstudium, aber auch 
eine regelmäßige Fort- und Weiterbildung. Auch Berufserfahrung sowie weitere in der Person 
liegende Eigenschaften, Erfahrungen und Ressourcen finden hierbei Berücksichtigung. 
 Dienst- und Fachaufsicht – Die Dienst- und Fachaufsicht wird inhaltlich, personell und strukturell 
durch die Führungskräfte auf den verschiedenen Ebenen sichergestellt. Klare Zuständigkeiten 
und Verantwortlichkeiten der verschiedenen Führungsebenen sowie transparente Vertre -
tungsregelungen sind sichergestellt.  
 Anstellungs- und Arbeitsbedingungen  – Es gibt ein professionelles Bewerbungs - und 
Auswahlverfahren für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Alle Mitarbeiterinnen und Mitar -
beiter sind in der Regel  zu in Betriebsvereinbarungen festgeschriebenen Be dingungen ange-
stellt.  
 Fachlicher Austausch  – Regelmäßig stattfindende Bereichsleitungskonferenzen, Ausschuss -
sitzungen, Bundestagungen sowie der fachliche Austausch  ggf. über elektronische Kommuni -
kationssysteme (z. B. Telefonkonferenzen) stellen einen kontinuierlichen, wie auch zeitnahen 
und direkten Austausch zu aktuellen fachlichen Herausforderungen, Themen, päda gogischen 
Ansätzen und notwendigen Klärungen in pädagogischen Prozessen sicher. 
Supervision, Fortbildung – Das personelle Anforderungsprofil ist über den fachlich -kollegialen 
Austausch, fortlaufende Qualifikation und Weiterbildung stetig weiterzuentwickeln. Supervision 
steht den Teams bzw. Fachkräften bei Bedarf zur Verfügung. Sie dient der fortlaufenden Re -

Grundkonzept Kita&More  23 
 
flektion von Prozessen, um eigene Ha ltungen, Herangehensweisen und pädagogische Ideen 
und Konzepte überprüfen und anpassen zu können. Fort- und Weiterbildung werden nicht 
nur durch flexible Freistellungen und finanzielle Zuwendungen gefördert, sondern auch er -
wartet, da sie Voraussetzung für stetige inhaltliche Entwicklung sind und somit der Erweiterung 
der Angebotsvielfalt in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit dienen. 
5.3 ERGEBNISQUALITÄT 
 Selbstevaluation – Wir verstehen uns als lernende Organisation und haben einen nachhaltigen 
Verbesserungsprozess in Form einer kontinuierlichen Selbstevaluation installiert.  
 Beobachtung und Dokumentation  – Die Beobachtung und Dokumentation von Entwicklungs-
prozessen stellen eine Grundlage für die Auswertung der pädagogischen Arbeit sicher. Sie 
dient als Grundlage für die Evaluation von pädagogischen Prozessen und Konzepten. 
 Qualitätsziele – Die Einrichtungen entwickeln auf der Basis des Grundkonzeptes Qualitätsziele, 
legen Maßnahmen zur Erreichung der Ziele fest, setzen diese um und werten die Ergebnisse 
aus. Die Qualitätsziele werden in Schlüsselprozessen operationalisiert. Daraus werden über -
prüfbare Indikatoren abgeleitet, die in einem Soll-Ist-Abgleich prozesshaft fortlaufend evaluiert 
werden.  
 Zielerreichung und Evaluation  – Die erarbeiteten Indikatoren zu r Zielerreichung werden mit 
geeigneten Instrumenten überprüft. Die Methoden der Evaluation orientieren sich an der je -
weiligen Einrichtung und der Zielgruppe. Die Ergebnisse werden zur zielgerichteten Beeinflus -
sung der Arbeitsprozesse und zur Entwicklung neuer und weiterführender Ziele genutzt. In 
diesem Zusammenhang werden auch die Adressatinnen und Adressaten sowie die öffent li-
chen Träger aktiv in den Evaluationsprozess einbezogen.

Grundkonzept Kita&More  24 
 
SCHLUSSWORT 
Das Grundkonzept Kita&More wurde von Fach - und Leitungskräften aus verschiedenen Standorten 
erarbeitet. Unter Berücksichtigung der konzeptionellen Grundlagen und unserer Werte bündelt es die 
vielfältigen und umfangreichen Erfahrungen unserer Arbeit im Feld der frühkindlichen Erziehung. Allen 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an der Erarbeitung mitgewirkt haben, sei an dieser Stelle ge -
dankt. Rückmeldungen, Gedanken und Anregungen sind uns willkommen, um die gewünschte Leben -
digkeit des Austausches zwischen den Fachkräften zu Konzepttheorie und Praxis zu fördern.

Anlage 5.0 Deckblatt Outlaw

44 Zeichen

Anlage 5 
 
Bewerbungs-
unterlagen 
 
Outlaw

Anlage 1.0 Deckblatt ASB

41 Zeichen

Anlage 1 
 
Bewerbungs-
unterlagen 
 
ASB

Anlage 3.2 Konzept DRK Malteserstr

52231 Zeichen

DRK- Kreisverband Münster e. V. 
Zumsandestraße 25/27 
48145 Münster 
 
 
                            
  
 
 
 
 
 
 
 
 
August 2015 
 
 
Pädagogische Konzeption  
 
zur Bewerbung als Träger der 
Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup

DRK-Kreisverband Münster e. V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 2 
Inhaltsverzeichnis 
 
Leitbild und Konzeption der DRK-Kindertageseinrichtungen ................................ ...................... 3 
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit ............................. 4 
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten ................................ ... 7 
Jahresöffnungszeiten ................................ ................................ ................................ ................. 7 
Das Bildungs- und Lernkonzept nach Reggio Emilia ................................ ................................ .. 8 
Projektarbeit ................................ ................................ ................................ ........................... 9 
Bewegung ................................ ................................ ................................ ..............................  9 
Spielen und Gestalten ................................ ................................ ................................ .......... 10 
Sprache und Sprachförderung ................................ ................................ ..............................  10 
Musischer Bereich ................................ ................................ ................................ ................ 11 
Natur und Umwelt ................................ ................................ ................................ ................. 11 
Interkulturelle Erziehung (Migration) ................................ ................................ ..................... 11 
Integrative Erziehung (Inklusion) ................................ ................................ .......................... 12 
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern ................................ ..............................  13 
Dokumentation von Selbstbildungsprozessen nach Reggio Emilia ................................ ........... 13 
Mahlzeiten ................................ ................................ ................................ ................................  14 
Frühstück ................................ ................................ ................................ ............................. 14 
Mittagessen ................................ ................................ ................................ .......................... 14 
Ruhephasen ................................ ................................ ................................ ............................. 14 
Raumkonzept der Kindertagesstätte Malteserstraße ................................ ................................  15 
Elternarbeit ................................ ................................ ................................ ...............................  16 
Zusammenarbeit des Teams ................................ ................................ ................................ .... 17 
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen ................................ ..................... 18 
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt ................................ ................................ ...................... 18 
Zusammenarbeit mit anderen DRK- Kindertageseinrichtungen ................................ ................ 18 
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen................................ .......... 19 
Zusammenarbeit mit Fachdiensten ................................ ................................ .......................... 19 
Unsere Zielsetzungen für die DRK-Kindertageseinrichtung Malteserstraße ..............................  20

DRK-Kreisverband Münster e. V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 3 
Leitbild und Konzeption der DRK-Kindertageseinrichtungen 
 
Die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen in NRW erfolgt auf der Grundlage des 
Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Die dort genannten 
Anforderungen bilden die rechtliche Basis für die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen des 
Deutschen Roten Kreuzes.  Neben den gesetzlichen Bemühungen bilden die Grundsätze des 
Roten Kreuzes eine Leitlinie in unserer pädagogischen Arbeit. Die Auseinandersetzung mit 
diesen Grundsätzen wirkt sich zum einen auf die Persönlichkeit, das Selbstverständnis und das 
Verhalten der Erzieherin / des Erziehers aus, zum anderen ergeben sich Konsequenzen für die 
inhaltliche Arbeit.  
 
 
 
Unsere pädagogische Arbeit ist auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes angelegt, um ihre 
Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen, das Sprach- und Sachvermögen sowie ihre Kreativität 
zu fördern. Dabei werden die individuellen Kompetenzen jedes Kindes berü cksichtigt werden. 
Zum Erlangen dieser Kompetenzen bieten wir umfassende Entwicklungsmöglichkeiten auch im 
weiteren Umfeld der Familie an. Für unter dreijährige Kinder stellt die Kindertageseinrichtung oft 
der Ort für erste Erfahrungen außerhalb des Elternhauses dar. 
 
Erziehung, Bildung und Betreuung gehören zum familienergänzenden und 
familienunterstützenden Angebot einer jeden DRK -Kindertageseinrichtung. Die DRK-
Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. kooperieren 
mit allen Institutionen und Personen, die bei der Erfüllung der Ziele und Aufgaben hilfreich s ind. 
Die Öffnung der Einrichtung zum Gemeinwesen spiegelt die Einstellung wider, dass sich die 
Lebenswelten der Kinder und ihrer Familien in allen ihren Facetten in de r Einrichtung 
wiederfinden sollen.

DRK-Kreisverband Münster e. V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 4 
Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes in der pädagogischen Arbeit  
 
Menschlichkeit Der Grundsatz der Menschlichkeit hat für die pädagogische Arbeit und ihre 
Umsetzung die größte Bedeutung. Kinder sind von Beginn an  unverwechselbare individuelle 
und soziale Persönlichkeiten. Sie haben alle Kompetenzen, die sie brauchen, um die nächsten 
ihnen wichtigen Entwicklungsschritte zu initiieren. Auf ihrem Entwicklungsweg brauchen sie 
immer wieder Hilfestellungen. Das Maß der Hilfe können sie jedoch selbst artikulieren. Alle 
Kinder sind neugierig und wollen die Welt, die sie umgibt, erfahren und begreifen. Dabei legen 
sie selbst fest, was ihre Neugierde, ihr Interesse weckt. Unsere Aufgabe ist es, ihnen dafür 
Raum und Sicherheit zu geben, ihnen Erfahrungsräume zu öffnen und sie in ihrer Entwicklung 
begleitend und ermutigend zu unterstützen. Akzeptanz und Wertschätzung prägen dabei die 
pädagogische Grundhaltung. Die Kindertageseinrichtung bietet den Ort, Achtung und 
Verständnis für andere zu entwickeln und freundschaftliche Beziehungen aufzubauen.  
 
Unparteilichkeit Die Vielfalt der Lebensentwürfe von Familien, die geprägt sind von kulturellen 
Einflüssen, aber auch durch ihre sozialen Bedingungen, bieten große Chancen für die 
pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen. Hier treffen viele Kinder zusammen, die 
aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Verfassung, aber auch durch unterschiedliche 
Familienkulturen individuelle Bedingungen mitbringen. Es gehört zur Aufgabe des Team s, 
dieses Zusammenleben als wechselseitiges Lernen aller Beteiligten aktiv zu unterstützen.  
 
Neutralität Die Vielfalt der Lebensbedingungen und der Wertevorstellungen, an denen sich 
Familien orientieren, werden durch die Mitarbeiterinnen in unseren Einric htungen beobachtend 
und bewertungsfrei wahrgenommen. Die Einnahme einer neutralen Position macht es möglich, 
Vertrauen zu bilden, Vermittlungsversuche zu initiieren und Konfliktlösungen zu erarbeiten. 
Diese neutrale Haltung bildet die Grundlage dafür, dass  alle Kinder und Erwachsenen, die 
unsere Einrichtung besuchen oder in ihr arbeiten, das Gefühl entwickeln können, ernst 
genommen zu werden.  
 
Unabhängigkeit Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und Rahmenbedingungen 
bewahren wir uns das Maß an Eigenstän digkeit, das uns gestattet, jeweils nach den 
Grundsätzen des Roten Kreuzes Erziehungs - und Bildungsarbeit zu gewährleisten. Eigene 
Aufnahmekriterien und ein selbst entwickeltes Konzept dokumentieren dies.  
 
Freiwilligkeit Wir ermöglichen den Kindern Partiz ipation: das heißt, Kinder werden 
entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Fragen und Entscheidungen 
beteiligt.  
 
Einheit  Unser Team besteht aus vielen pädagogischen Mitarbeitern, die ihre eigene 
Persönlichkeit und Individualität ein bringen. Diese Vielseitigkeit wird in gemeinsame Ziele 
gefasst. Das von uns erstellte Konzept dient als Grundlage für unser einheitliches 
pädagogisches Handeln. Zwischen Eltern und Erzieherinnen besteht eine 
Erziehungspartnerschaft, bei der sie sich gegens eitig als Erziehungsexperten akzeptieren und 
in der die jeweiligen Unterschiede ihre Wertschätzung finden.  
 
Universalität Wir sind durch unsere Konzeption ideell und aktiv in die universelle Gemeinschaft 
des DRK eingebunden. Lebensbedingungen anderer Mens chen werden den Kindern in 
geeigneter Form nahe gebracht und sie werden zu Offenheit, Akzeptanz und Hilfsbereitschaft 
motiviert.

DRK-Kreisverband Münster e. V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 5 
Der pädagogische Ansatz nach Reggio Emilia: 
 
 
Ein Kind ist aus hundert gemacht. 
 
Ein Kind hat hundert Sprachen, hundert Hände, 
hundert Gedanken, hundert Weisen zu denken, zu 
spielen und zu sprechen. Immer hundert Weisen 
zuzuhören, zu staunen und zu lieben, hundert 
Weisen zu singen und zu verstehen, hundert Welten 
zu erfinden, hundert Welten zu träumen. 
 
Ein Kind hat hundert Sprachen, doch es werden 
ihm neunundneunzig geraubt. Die Schule 
und die Umwelt trennen ihm den Kopf vom 
Körper. Sie bringen ihm bei, ohne Hände zu 
denken, ohne Kopf zu handeln, ohne Vergnügen 
zu verstehen, ohne Sprechen zuzuhören, 
nur Ostern und Weihnachten zu lieben 
und zu staunen. 
 
Sie sagen ihm, dass die Welt bereits entdeckt 
ist, und von hundert Sprachen rauben sie 
dem Kind neunundneunzig. 
 
Sie sagen ihm, dass das Spielen und die Arbeit, 
die Wirklichkeit und die Phantasie, die 
Wissenschaft und die Vorstellungskraft, der 
Himmel und die Erde, die Vernunft und der 
Traum Dinge sind, die nicht zusammengehören. 
 
Sie sagen also, dass es die hundert Sprachen 
nicht gibt. 
 
Das Kind sagt: "Aber es gibt sie doch." 
 
Loris Malaguzzi, Reggio Emilia 1985, 
übersetzt von A. Dreier

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 6 
1981/82 stellte Prof. Malaguzzi die Erfolge der Reggio Pädagogik  mittels der  Ausstellung 
"Hundert Sprachen hat das Kind" in Schweden vor. Die Ausstellung  bot einen Einblick in die 
Arbeit der Einrichtungen. In Schweden wurde dieser  neue pädagogische Ansatz sofort 
verstanden und begeistert aufgenommen.  
 
Von dort aus reiste die Ausstellung in viele europäische Länder und nach Amerika. 
Sie war mittlerweile mehrfach auch in Deutschland zu sehen, zuletzt 1997  in Düsseldorf.  
Bisheriger Höhepun kt der Entwicklung war die Auszeichnung im Jahre 1991  durch die 
amerikanische Zeitschrift Newsweek. Zehn Kindertagesstätten aus  Reggio Emilia wurden als 
beste vorschulische Einrichtungen der Welt gewürdigt.  Bis heute ist es der Reggio Pädagogik 
gelungen, mit ca.25 Ländern auf  der ganzen Welt in Kontakt zu treten, insbesondere mit den 
USA und den skandinavischen Ländern.   
 
In der Reggio Pädagogik gehen Herausforderungen, Anregungen und Aufgabenstellungen,  
wenn die Erzieher/innen sie formulieren, immer von den Fragen und den Erkenntnisständen der 
Kinder aus. Sie knüpfen jeweils an ihren Stärken  und der freudigen Zuwendung der Kinder zu 
den Themen an.  Das Vertrauen der Erwachsenen in die eigenständige Entwicklungs - und 
Bildungslust der Kinder hat zur Konsequen z, dass die Kindern weder festgelegten,  
vorgegebenen Fördertrainings oder sc hablonierten Lernprogrammen ausgesetzt  werden, noch 
dass sie bei ihren Forschungen und Experimenten alleine  gelassen werden. Vielmehr 
beobachten die Erzieher/innen die Kinder bei i hrem Tun, versuchen im Dialog mit ihnen ihre 
Beweggründe zu erfahren und bieten  eine unaufdringliche, begleitende Unterstützung an. 
Dieser Hilfe können sich Kinder bedienen oder auch auf sie verzichten. 
 
Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist die Mögl ichkeit, dass Fehler gemacht  werden oder 
dass ein erwartetes Ergebnis nicht eintritt. Kinder stellen sich Herausforderungen  und 
benennen Hypothesen oder Ziele, die sich aber möglicherweise  nicht bestätigen. Sie 
analysieren dann die Fehlerquelle und erhalte n dabei wesentliche Erkenntnisse über 
Zusammenhänge. In Reggio - Einrichtungen sind Fehler nicht peinlich, sondern bilden wichtige 
Erkenntnisschritte und sind daher erwünscht (Prinzip von Versuch und Irrtum).  
 
Das Rote Kreuz und die Reggio Pädagogik verbin det vor allem ein gleiches  
Menschenbild.  
 
Für beide steht im Vordergrund, der Würde eines jeden Menschen  Respekt zu zollen und 
Achtung zu verschaffen - unterschiedslos seiner  sozialen und nationalen Herkunft, seiner 
Religiosität und Werthaltung, seiner Interessen und Entscheidungen. Die Menschenwürde eines 
Kindes hat dabei den gleichen Stellenwert wie die  eines Erwachsenen. Aus dieser Sichtweise 
entwickelt sich das Verständnis,  dass Kinder eigene Rechte haben und diese Rechte von den 
Erwachsenen geachtet werden müssen. 
 
Wir sehen die Kinder unserer Kindertagesstätte als: 
 
 Erforscher, Erfinder und Lösungssucher 
 Selbstständige und selbstbewusste Menschen, die Entscheidungen treffen,  
Verantwortung übernehmen und Konsequenzen tragen 
 Kompetente, fähige und absic htsvolle Persönlichkeiten, die sich prozesshaft  entwickeln 
und im dialogischen Austausch mit Dingen und Verhältnissen auseinandersetzen 
 Menschen, die sich an Vorbildern orientieren (Kindern oder Erwachsenen) 
 Aktive Menschen, die Phantasie -, Gefühls -, Gedan ken-, Deutungs - und 
Konfliktlösungsarbeit leisten

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 7 
Das Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung Malteserstraße 
 
In der heutigen Zeit müssen die Angebote in der Kinderbetreuung den Bedürfnissen der Eltern 
und des Sozialraum angepasst werden, um junge Fam ilien bei der Vereinbarkeit von Familie 
und Beruf zu unterstützen. Unsere Betreuungszeiten richten sich nach diesem Grundsatz und 
werden in Kooperation mit den Eltern und den Mitarbeitern festgelegt.  
 
Bei der Kindertageseinrichtung Malteserstraße in 
Hiltrup  wird es sich um ein e DRK-
Kindertagesstätte mit de n  Schwerpunkten der 
Vereinbarkeit von Familie und Beruf  und der 
Umsetzung des Bildungs- und Lernkonzeptes nach 
Reggio Emilia handeln.  
 
Die Kindertageseinrichtung verfügt insgesamt über 
5 Gruppen mit 95 Plätzen für Kinder im Alter von 
0-6 Jahren.  
 
Drei Gruppen haben 20 Plätze für 2 -6 jährige 
Kinder, eine Gruppe hat 10 Plätze für Kinder im 
Alter von 0-3 Jahren und in einer weiteren Gruppe 
werden 25 Kinder im Alter von 3-6- Jahren betreut. 
Alle 95 Kita-Plätze verfügen über eine Betreuungszeit von 45 Stunden  pro Woche und ein 
bedarfsgerechtes zusätzliches Angebot im Rahmen der Extrazeit.  
 
Zwei dieser Gruppen, insgesamt 40 Kinder im Alter von 2 -6 Jahren, werden bereits seit 
dem 01.01.2016 in der Dependance unserer DRK-Kindertageseinrichtung Lummerland in 
Hiltrup betreut. Diese beiden Gruppen  werden zukünftig in den Neubau Malteserstraße 
einziehen. Die drei weiteren Gruppen werden dann ebenfalls mit Leben gefüllt werden. 
Die Erzieher und Erzieherinnen der be reits bestehenden zwei Gruppen begleiten diesen 
Standortwechsel und werden den Grundstock für den weiteren Teamaufbau der 
Einrichtung bilden. 
 
 
Tägliche Regel-Öffnungszeiten und flexible erweiterte Betreuungszeiten 
 
Die Kernbetreuungszeiten richten sich na ch den Grundlagen des Kinderbildungsgesetzes und 
liegen in der Zeit zwischen 07:00 bis 17:00 Uhr. Darüber hinaus wird eine tägliche Öffnung szeit 
von 6:00 bis 19:00 Uhr angeboten, die sich nach den jeweiligen Elternbedarfen zur besseren  
Vereinbarkeit von Fa milie und Beruf  richtet. Die Planung der flexiblen und erweiterten 
Öffnungszeiten erfolgt unter Berücksichtigung der Bedarfe der Kinder, Eltern und eventuell 
entsprechender Firmen.  
 
 
Jahresöffnungszeiten 
 
Mögliche Schließungszeiten in den Schulferienzeite n bzw. eine durchgängige jährliche 
Öffnungszeit der Kindertageseinrichtung  werden ebenfalls mit den jeweiligen Eltern über 
Bedarfsabfragen ermittelt und abgestimmt.  
Das DRK kann durch seine vielfältigen bereits bestehenden Angebotsstrukturen bei Bedarf d en 
Eltern weitere Betreuungsmöglichkeiten anbieten, beispielsweise durch die Vermittlung unserer 
DRK Partner-Kindertageseinrichtungen in Münster-Hiltrup, DRK-Kita Lummerland.

DRK-Kreisverband Münster e. V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 8 
Außerdem streben wir Partnerschaften mit den umliegenden Kindertageseinrichtungen an, wie 
wir es auch bereits mit unseren bestehenden Kindertageseinrichtungen in den anderen 
Stadtteilen in Münster erfolgreich umsetzen.  
Die flexiblen und ergänzenden Betreuungszeiten werden die bestehenden  Öffnungszeiten 
passgenau ergänzen. Ein dadurch  entstehender zusätzlicher Personalbedarf kann zeitnah 
bedient werden, so dass das Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stets erreicht wird. 
Der Einsatz von qualifiziertem Betreuungspersonal ist für uns von besonderer Bedeutung, um in 
der pädagogis chen Arbeit zum Wohle des Kindes, insbesondere des Kleinstkindes 
Beziehungsaufbau, Betreuungsqualität und Bildungsansprüche sicherstellen zu können.  
Eine gute Balance zwischen der von den Eltern gewünschten Flexibilität, dem Recht des Kindes 
auf eine gesu nde Entwicklung und der Kindertageseinrichtung, die Betreuungs - und 
Bildungsansprüche garantiert, ist Grundvoraussetzung für eine gute Qualität unserer 
pädagogischen Arbeit. 
 
 
Das Bildungs- und Lernkonzept nach Reggio Emilia 
 
Im Zentrum des Bildungs - und L ernkonzepts der Reggio -Pädagogik steht die wechselseitige 
Durchdringung von Wahrnehmung, Beziehungsaufbau, Kommunikation, gegenständlicher 
Produktion (Gestaltung) und Dokumentation, z.B. der Lebewesen, Gegenstände und Prozesse, 
die dem Lernenden bedeutungsvoll sind. 
 
Mit diesem Konzept ist die Reggio -Pädagogik nicht einer ganz bestimmten Lerntheorie 
verpflichtet. Sie reflektiert vielmehr intensi v lerntheoretische Ansätze , soweit sie mit dem 
reggianischen Bild vom Kind vereinbar und miteinander kompatibel sind, z. B.: 
 
    Lernen wird verstanden als  menschliches Bedürfnis nach Verstehen der Lebenswirklichkeit 
und nach wirkungsvollem Handeln in realen Lebensbezügen. 
    Lernen wird interpretiert als aktive Auseinandersetzung mit der gegenständlichen und 
sozialen Umwelt. Dabei bildet der Wunsch nach dem Lösen der kleinen und großen Probleme 
des Alltags eine wesentliche Triebkraft. Daraus resultiert die Bereitschaft, sich neuen und 
fremden Strukturen anzupassen. 
    Lernen ist zu einem großen Teil entdeckendes un d forschendes Lernen, mit Hilfe dessen 
Beziehungen zwischen Objekten, Personen, Strukturen und Prozessen gedeutet werden. 
   Lernen in Projekten und deren Dokumentation sind ein wesentlicher Bestandteil der Reggio -
Pädagogik. 
    Lernen ist nie fertiges, sondern nur vorläufiges Wissen, das immer wieder neuer Deutungen 
bedarf. In den "Forschungsprozessen" der Kinder in reggianischen Kindereinrichtungen geht es 
daher nicht um den Erwerb "richtigen" Wissens, sondern um die Erprobung von Strategien für 
die Annäherung an Wahrheit. 
 
Als wichtige Basis in unserer pädagogischen Arbeit sehen wir eine besonders wertschätzende 
und vertrauensvolle Beziehung zu jedem Kind. 
Jedes Kind soll sich in seiner Einzigartigkeit angenommen und sich in unserer Einrichtung 
besonders wohl fühlen.  
 
Als grundlegende Ziele sehen wir darüber hinaus die: 
• Stärkung des Selbstvertrauens und Selbstbewusstseins 
• Förderung zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Handeln 
• Vermittlung von Lebensfreude 
• Förderung des Sozialverhaltens, wie z.B. Rücksichtnahme  
• Förderung und Weiterentwicklung der kognitiven und kreativen Fähigkeiten 
• Förderung der motorischen Entwicklung 
• Förderung und Weiterentwicklung des Sprach- und Sprechverhaltens

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 9 
 
Unsere formulierten Ziele finden sich in den 
vorgeschriebenen Bildungsbereichen wieder:  
 
1. Bewegung 
2. Spielen und Gestalten      
3. Sprache und Sprachförderung 
4. Musischer Bereich  
5. Natur und Umwelt 
6. Interkulturelle Erziehung 
 
 
Projektarbeit 
In der Reggio-Pädagogik spielen Projekte als Handlungsf orm zur Gewinnung von 
alltagsbezogenen Fertigkeiten und vor allem von Selbst - und Weltverständnis eine zentrale 
Rolle.  
Projekte sind keine Sonderveranstaltungen in unserer Kindertageseinrichtung. Sie gehören zu 
den Alltäglichkeiten der Kita-Praxis. Sie entwickeln sich aus Spielhandlungen, Gesprächen oder 
Beobachtungen der Kinder. I m Morgenkreis kann über mögliche Projektthemen diskutiert und 
entschieden werden; auch Erzieherinnen können verbal oder über mitgebrachte Gegenstände 
Impulse für Projekte vermitteln. 
Insgesamt vereinigen sich in Projekten immer wieder aufs Neue folgende Aktivitätsformen: 
 
 sinnliche Wahrnehmung 
 exploratives, erkundend-experimentelles Handeln, 
 Deuten von Beobachtungen 
 Nachdenken über Wirkungszusammenhänge 
 Aktivieren von Emotionen 
 Aktualisieren von Erinnerungen an ähnliche Situationen 
 Vernetzen von Wahrnehmungen und inneren Bildern 
 Kommunikation über Beobachtungen, Handlungen, Hypothesen und Gefühle 
 Gestalten oder Verändern von Gegenständen  
 
 
Auch die folgenden Bildungsbereiche, die in der Bildungsvereinbarung NRW für 
Kindertageseinrichtungen erläutert werden, sind in unserem täglichen pädagogischen Tun eine 
wichtige Basis:  
 
Bewegung 
Die Kinder bekommen als Entdecker und Forscher täglich die Möglichkeit und den Raum sich 
im Innen - und Außenbereich auf vielfältige Weise ihren Bedürfnissen entsprechend zu 
bewegen. 
Im (angeleiteten) Turnangebot in der Turnhalle unserer Kita können die Kinder verschiedene 
Turngeräte ausprobieren und kennen lernen.  Kletter- und Schaukelmöglichkeiten, sowie  
Anregungen zur Gestaltung verschiedener Bewegungslandscha ften mit Kästen, Bänken, 
Matten als auch  Musik- und Rhythmikutensilien  laden die Kinder  dabei zum kreativen und 
bewegungsfreudigem Spiel ein.  
Im großen und abwechslungsreichen Außenspielbereich haben die Kinder die Möglichkeit,  
verschiedene Spielgeräte, Rutschen, Schaukeln, Fahrzeuge und Sandspiel- und Rasenflächen 
zu nutzen. Auch im Außengelände werden Spielflächen für Rollen- und Theaterspiele 
geschaffen. Die Kinder sollen durch unser pädagogisches Angebot ihre Körperwahrnehmung 
gefördert bekommen, um auch so ihren Körper besser zu spüren und einzuschätzen zu können.

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 10 
 
Spielerische Bewegung ermöglicht allen Kindern gemeinsame Erfahrungen jenseits 
sprachlicher, kultureller und sozialer Barrieren. 
 
 
Spielen und Gestalten 
Durch eine offene Raumgestaltung und ein vielfältiges Angebot von anregenden 
Spielmaterialien möchten wir das freie, kreative Spielen fördern und unterstützen.  
Besonders das freie Spiel bietet Raum für die Verwirklichung und Entwic klung eigener Ideen 
und Kreativität der Kinder.  
 
Beim angeleiteten Spielen wie zum Beispiel Stuhlkreisspiele und Gesellschaftsspiele werden 
Regeln erlernt und Sozialkompetenzen vermittelt.  
Genauso wie beim freien Spiel wollen wir den 
Kindern beim bildner ischen Gestalten durch 
vielseitige Materialien kreatives Schaffen 
ermöglichen. Kinder malen, kritzeln und matschen 
nach ihren eigenen individuellen Vorstellungen 
und Fertigkeiten.  
 
Für uns steht nicht das Produkt im Vordergrund, 
sondern die Freude kreativ tätig zu sein und sich 
auszudrücken. Vorgegebene Schablonen werden von uns bewusst nicht eingesetzt.  
 
 
Sprache und Sprachförderung 
Eine Sprache zu erlernen ist für jedes Kind eine wichtige 
Herausforderung in seiner Persönlichkeitsentwicklung, 
denn Sprache ist das wichtigste Werkzeug im Umgang mit 
anderen Menschen.  
 
Mit Sprache äußern Kinder ihre Wünsche, sie stellen 
Fragen, geben Antworten, sie treten in Kontakt mit anderen 
Kindern und bauen Beziehungen auf. Sprache ermöglicht 
jedem einzelnen Kind sich wei terzuentwickeln und seine 
sozialen Kompetenzen auszubauen. 
 
In der Kindertageseinrichtung Malteserstraße werden  95 
Kinder im Alter von 0 bis 6  Jahren betreut , davon 
insgesamt 38 Kinder im Alter unter 3 Jahren . In diesem 
Alter der Kinder ist die Sprachentwi cklung ein besonders 
sensibler Bereich.  Darum wird ein besonderer Fokus 
unserer pädagogischen Arbeit auf dem Thema  
Sprachentwicklung liegen.  
 
Sprachförderung passiert in jeder Alltagssituation und im 
täglichen Miteinander - bei gemeinsamen Aktionen, beim 
Singen und Vorlesen, Erzählen von Geschichten und 
Erlebnissen, im Dialog in der Klein -und Gesamtgruppe. Das vorbildhafte Sprechverhalten der 
Erzieher/innen ist hier von großer Bedeutung.

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 11 
Folgende Ziele stehen für uns dabei im Vordergrund: 
• die Freude am Sprechen wecken 
• den Grundwortschatz zu erweitern 
• das Sprachverständnis der Kinder und die Ausdrucksfähigkeit zu fördern 
• die Sprache als Kommunikationsmittel zu erleben 
• das grammatikalische Verständnis erweitern 
 
Dieses geschieht durch Bewegungs - und Rollenspiele, Kreisspiele und Lieder, bei kreativen 
Angeboten, Bild- und Bilderbuchbetrachtungen, Tastspielen usw.. 
 
 
Musischer Bereich 
Durch rhythmisches Sprechen, Spielen in Verbindung 
mit Musik und Singen von Liedern im täglichen 
Stuhlkreis fördern wir die Musikalität der Kinder.  
Die Freude an Geräuschen und Klängen durch den 
Einsatz von verschiedenen Musikinstrumenten ist bei 
den meisten Kindern selbstverständlich. 
Die Lust an Klangexperimenten, vielfältigen  
Lautäußerungen mit dem  eigenen Körper und i hrer 
Stimme ist bei ihnen sehr lebendig und eine  
Ausdrucksmöglichkeit ihrer Gefühle.  
Rhythmisches Sprechen und  Gesang unterstützen  
dabei ganz natürlich  die Sprachentwicklung  der 
Kinder. 
 
 
Natur und Umwelt 
Kinder entdecken täglich ihr unmittelbares Umfeld neu. 
Wir unterstützen die Kinder in ihrer kindlichen Neugier, indem wir ihnen Raum und Materialien 
zum Entdecken, Beobachten und Experimentieren geben. Die Kinder werden so vertraut 
gemacht mit naturwissenschaftlichen Phänomenen. Durch Ausflüge in den Wald , in die 
Bücherei, zur Polizei, zur Bäckerei usw. erkunden die Kinder ihre nähere und weitere 
Umgebung und werden so mit verschiedenen Themen vertraut und erweitern ihr Sachwissen.  
 
 
Interkulturelle Erziehung (Migration) 
Da unsere Einrichtung von Kindern 
unterschiedlicher Kulturen besucht wird, 
deren Eltern aus unterschiedlichen Ländern 
kommen, lernen wir häufig neue Sitten und 
Bräuche kennen.  
Entsprechend den Grundsätzen des 
Deutschen Roten Kreuzes verstehen wir es 
als unsere Aufgabe, d en Kindern und 
Familien eine Betreuung anzubieten, die ihre 
kulturellen und individuellen Vorerfahrungen 
berücksichtigt.  
 
Auch der Einsatz in unseren 
Kindertageseinrichtungen von jungen 
Menschen mit Zuwanderungsgeschichte 
über das Programm des Freiwilligendienstes

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 12 
„Grenzgänger“ trägt zur multikulturellen Verständigung zwischen Kindern und Erwachsenen auf  
besonders gelungene Weise bei. 
So wird eine wichtige Weiche für eine dauerhaft gelingende Integration von Familien mit 
unterschiedlichen kulturellen Hintergründen gelingen.  
 
Im pädagogischen Alltag trägt das Konzept MAKATON wesentlich dazu bei, die Kommunikation 
zwischen den deutsch- und nicht deutschsprachigen Kindern zu unterstützen.  
Die Kinder, die mit wenigen Deutschkenntnissen in die Kindertageseinrichtung besuchen, 
werden spielerisch an die deutsche Sprache  heranführt.  
 
Über das Konzept MAKATON werden Alltagsbegriffe über farbige Symbole, die sich im 
gesamten Kindergartenbereich wiederfinden und selbsterklärende Gebärden, die von den 
Kindern und Erzieher/innen gleichermaßen  angewendet und verstanden werden, den Kindern 
altersgerecht nahegebracht.  
 
So werden Sprach - und Kommunikationsbarrieren im täglichen Miteinander spielerisch 
überwunden und tragen zu einem sehr lernfreudigen Kindergartenalltag von Kindern mit 
multikulturellen familiären Hintergründen bei. 
 
 
Integrative Erziehung (Inklusion) 
In der gemeinsamen Erziehung behinderter  ( und von Behinderung bedrohter)  und nicht 
behinderter Kinder werden Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen und/ oder 
sozialen Auffälligkeiten betreut und unterstützt. Ein  Ziel der integrativen Arbeit im Kindergarten 
ist die Vermittlung von sozialen, emotionalen, kognitiven und motorischen Fertigkeiten/ 
Fähigkeiten. 
Die Kinder erleben im Kindergartenalltag wie sie sich gegenseitig unterstützen und ergänzen 
können, damit ein soziales miteinander entsteht. Sie sind Spielpartner und geben sich wichtige 
Lernimpulse. 
 
Ein wichtiges Anliegen in der integrativen 
Arbeit besteht darin, Kinder zu befähigen, 
mit unterschiedlichen Fähigkeiten 
einander zu respektieren. Die Kind er 
nehmen Entwicklungsauffälligkeiten, 
Behinderungen aber auch Ressourcen 
wahr und lernen damit umzugehen. In 
diesem Zusammenhang sollen alle Kinder 
ihre eigenen Stärken und Schwächen und 
die der Anderen erfahren. Wir möchten die 
Vorurteilslosigkeit der Ki nder nutzen, um 
Toleranz und Akzeptanz zu fördern und zu 
stärken. 
Die integrativ zu betreuenden K inder 
erfahren in der Kindergartengruppe eine kontinuierliche  Spielbegleitung von einer 
Integrationsfachkraft und den Erzieherinnen. 
Bei Aktivitäten wie z.B. Psychomotorik, Bilderbuchbetrachtungen in der Gruppe und anderen 
Projekten entsteht ein gemeinsamer Prozess von behinderten und nicht behinderten Kindern. 
Alle Kinder sollen gestärkt werden und wichtige Entwicklungsreize bekommen, damit sie ihr 
Potenzial vollständig entfalten können.  
 
Die Anerkennung der Vielfalt der Lebenslagen und der Lebensentwürfe von Kindern  und ihren 
Familien ist die Voraussetzung zur Entwicklung einer inklusiven Haltung, einer inklusiven 
Konzeption sowie einer inklusiven Handlungspr axis in einer Kindertageseinrichtung.  Die

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 13 
Einrichtungen und Angebote stehen damit vor der Herausforderung, für alle Formen und Inhalte 
dieser Vielfalt offen zu sein und Angebote zu eröffnen, in denen sich Menschen in ihren 
Lebensbezügen diskriminierungsfre i wiederfinden und an denen sie barrierefrei teilhaben 
können. 
 
Grundlage für eine inklusive Pädagogik in  DRK-Kindertageseinrichtungen sind neben den 
Grundsätzen des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes die verschiedenen 
menschenrechtlichen Konventionen, u.a . die UN -Kinderrechtskonvention, die UN -
Behindertenrechtskonvention und weitere Menschenrechtsabkommen der Vereinten Nationen 
sowie die EU -Grundrechtecharta und das Grundgesetz. Hieraus lässt sich die umfassende 
Bedeutung von Inklusion als langfristige ges ellschaftliche Aufgabe zur Umsetzung des 
Menschenrechts auf Nichtdiskriminierung ablesen.  Wir verstehen dieses als eine besondere 
konzeptionelle Herausforderung für unsere pädagogische Arbeit in der Kindertageseinrichtung 
Malteserstraße. 
 
 
Die pädagogische Arbeit mit schulpflichtigen Kindern 
 
Die gesamte Kindergartenzeit ist auch Vorbereitung auf die Schulzeit und führt die Kinder in 
ihrer Entwicklung zur Schulfähigkeit. Die Fähigkeit zu sozialem Verhalten und zur 
Selbstständigkeit wird ganzheitlich in ihre r Entwicklung gefördert. Diese Förderung findet 
individuell im Freispiel und in Kleingruppen auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt statt. 
Durch gezielte Beobachtungen wird die Entwicklung jedes Kindes eingeschätzt und in 
Elterngesprächen besprochen. 
Im letzten Kindergartenjahr wird bei diesen Beobachtungen dann besonders auf die 
Entwicklung der Fähigkeiten geachtet, die für die Einschulung notwendige Voraussetzung sind, 
wie zum Beispiel Konzentration, Aufgabenverständnis, Sprachverhalten, 
Durchsetzungsvermögen, etc.. 
Durch ein gemeinsames Übernachtungsfest mit den Vorschulkindern und Erzieherinnen wird 
der Ausklang der Kindergartenzeit deutlich. 
 
Zusätzlich arbeiten wir besonders eng mit de n umliegenden Grundschulen zusammen. Diese 
Aktivitäten werden in regelmäßigen Abständen reflektiert und neu gemeinsam geplant. 
 
 
Dokumentation von Selbstbildungsprozessen nach Reggio Emilia 
 
Kontinuierlich stehen wir mit den Eltern in Kontakt, um die Bildungs - und Entwicklungsprozesse 
ihrer Kinder zu besprechen und die sich daraus ableitende n weiteren Bildungswege  
vereinbaren zu können.  Wir arrangieren unsere Bildungsarbeit transparent, damit eine 
gemeinsame Gestaltung der Kindergartenzeit von Eltern, Kindern und dem pädagogischen 
Team in vielfältiger Weise und an den in dividuellen Bedarfen des Kindes orientiert realisierbar 
wird. Wir dokumentieren Projekte oder bemerkenswerte Situationen, an denen  auch ganze 
Kindergruppen beteiligt waren und die Aufschluss über einen Bildungsprozess der Kinder 
geben. Diese Erkenntnisse werden in unserer Kita den Eltern zur Ansicht präsentiert.  
Die Neugierde der Erwachsenen auf die 100 Sprachen ihres Kindes soll durch  diese 
Dokumentationen in unserer Kita geweckt werden. 
 
Zu den Bestandteilen der Dokumentation gehören Kinderarbeiten, Kind eräußerungen, Fotos 
oder auch Videos, die den Aktionsprozess der Kinder darstellen, Überschriften und kurze 
Kommentare.  
Die Erzieher /innen sind für Materialauswahl und Gestaltung der Dokumentationen 
verantwortlich.

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 14 
Vielfach werden die Kinder an der Dokumentationserstellung beteiligt. Gestärkt werden dadurch 
ihre Eigenverantwortlichkeit und Identifikation mit ihren Handlungsprozessen und deren 
Dokumentation. Sie vermittelt den Kindern Wertschätzung, Rückmeldung, Anlässe zum sich 
Erinnern. Auch für Erzieher /innen und Eltern stellen die Projektdokumentationen wichtige 
Informationsquellen über das Denken, Fühlen  und Können ihrer Kinder und deren Entwicklung 
dar. 
 
Für die Kinder ist die Dokumentation eine wertvolle Gelegenheit zur Erkenntnis, Reflexion und 
Interpretation, vor allem aber zur Veranschaulichung  eigener Erkenntnisprozesse. Indem die 
Dokumentation das Gedächtnis  stützt, bietet sie den Kindern die Gelegenheit sich 
wiederzusehen, sich zu kommentieren und sich kommentiert zu sehen. 
 
Zum Ende der Kinderg artenzeit bekommen die Eltern diese Dokumentationen ausgehändigt. 
Durch die Miteinbeziehung des einzelnen Kindes in sein eigenes Portfolio, können die Kinder 
ihre eigene Entwicklung verfolgen und ihre Ich-Kompetenz stärken.  
 
 
Mahlzeiten 
 
Frühstück 
Jedes Kind bringt von zu Hause sein eigenes 
Frühstück mit. Hierbei wird auf ein gesundes 
und ausgewogenes Frühstück wertgelegt. 
Getränke wie Wasser und Früchtetee stehen 
in den Gruppen zur Verfügung.  
Bis 10.00 Uhr können die Kinder das offene 
Frühstücksangebot wahrnehmen. So haben sie täglich die Möglichkeit zu entscheiden , wann 
und mit welchen Freunden sie gemeinsam essen möchten. 
 
Mittagessen 
Unsere Hauswirtschaftskraft bereitet täglich ein ausgewogenes Mittagessen für die 
Tagesstättenkinder zu,  welches zum größten Teil frisch zubereitet wird. An einigen Tagen wird 
es durch vorbereitete Tiefkühlkost ergänzt. 
Die Kinder der beiden Gruppen essen in der Zeit von 11.30 bis 13.00 Uhr . Sie werden in den 
jeweiligen Gruppen von zwei Erzieherinnen beim Essen begleitet.  An einem von den Kindern 
schön gedeckten Tisch werden die Mahlzeiten eingenommen.  
 
Die Mahlzeiten werden mit frischem Salat, Rohkost oder Gemüse ergänzt. Zum Nachtisch 
erhalten die Kinder frisches Obst, Joghurt oder eine Quarkspeise. Auf kulturelle und r eligiöse 
Besonderheiten im Umgang mit Nahrungsmitteln wird selbstverständlich Rücksicht genommen.  
 
 
Ruhephasen 
 
Nach dem Mittagessen und dem Zähneputzen 
beginnt für die Kinder die Ruhephase.  
 
In dieser Zeit werden in de n Gruppen oder de n 
Nebenräumen alte rsentsprechend Geschichten und 
Musik zur Entspannung gehört. Die Kinder können 
sich auf Decken und Kissen ausruhen und zwei 
Erzieherinnen begleiten die Phase, um eine 
gemütliche und ruhige Atmosphäre zu schaffen.

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 15 
Raumkonzept der Kindertagesstätte Malteserstraße 
 
Der Raum erfüllt als „dritter Erzieher“ nach Reggio Emilia für Kinder zwei Hauptaufgaben:  
 
Er vermittelt ihnen Geborgenheit und zugleich Herausforderungen. 
 
Räume übernehmen im Sinne der Reggio-Pädagogik verschiedene „Rollen“.  
 
Die Räume sollen 
 eine aktivierende Atmosphäre des Wohlbefindens schaffen 
 die Kommunikation in der Einrichtung stimulieren 
 gegenständliche Ressourcen für Spiel- und Projektaktivitäten bereitstellen 
 Impulse geben für die Wahl der Kinderaktivitäten 
 
Die Räume in der Kindertageseinrichtung Malteserstraße sind hell und bewegungsfreundlich für 
die Kinder eingerichtet und  überwiegend mit Schwerpunktfunktionen ausgestaltet, also als 
Kinderrestaurant, Atelier, Bauraum, Rollenspiel- oder Forscherraum gestaltet. 
In großen Nebenräumen befinden sich zudem ein Bällebad, sowie eine Sprossenwand und eine 
Hängematte.  
 
Zur Förderung der Bewegung und Wahrnehmung steh en in allen Räumlichkeiten 
bewegungsanregende Spielelemente und Mobiliar, die die Kinder zum experimentieren anregen 
werden, zur Verfügung.  
Im Gruppenraum befinden sich z. B. Konstruktionsbereiche und Kreativbereiche. 
 
In fünf Gruppen können die Kinder durch spielen, ausprobieren und wahrnehmen Erfahrungen 
mit unterschiedlichen Materialien, Formen und Größen sammeln.  
Im Schlafraum  befinden sich Kinderbetten, die jedes Kind individuell mit Kissen, Stofftieren, 
Spieluhren etc., einrichten kann. Garderobe, Eigentumsfächer, sowie Bereiche des 
Waschraumes sind mit Fotos der Kinder gekennzeichnet, so dass sie sich stets eigenständig 
zurecht finden.  
 
Geplant sind für diese fünf Gruppen - Einrichtung folgende Räumlichkeiten: 
 
- 5 Gruppenräume, incl. Garderobenbereiche 
- 5 Nebenräume mit Kreativbereichen und Ateliercharakter 
-    5 Wasch-WC-Räume mit Wickelbereiche  
-    1 Duschbereich  
- 5 Abstellräume 
- 5 Schlaf- bzw. Differenzierungsräume 
- 1 Mehrzweckraum plus Abstellraum 
- 1 Personalraum 
-          1 Personal-WC incl. Dusche   
-          1 Beratungsraum 
- 1 Büro 
- 1 Küche incl. Abstellraum 
- eine Gesamtfläche von ca. 1000 qm 
- ein weiträumiges Außengelände

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 16 
Elternarbeit 
 
In unseren Kindertageseinrichtungen  ist gegenseitiges Vertrauen zwischen Eltern und 
Erzieherinnen von großer Bedeutung und unseren pädagogischen Fachkräften ein besonderes 
Anliegen. Auch der stetige Austausch z.  B. über die heutige Schlaf- oder Essensituationen der 
Kinder ist besonders wichtig. Da gerade die jüngeren Kinder ihren Gemütszustand aufgrund 
ihres Alters nicht immer verbal äußern können, ist es uns wichtig, über für das Kind bedeutende 
Geschehnisse informiert zu werden.  
 
In der Eingewöhnungsphase: 
Bei der Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren bedarf es einer besonders behutsamen und 
individuellen Eingewöhnungszeit. Dabei spielt das langsame Heranführen an den Gruppenalltag 
und die Unterstützung der Eltern eine wichtige Rolle.  
In unserer Einrichtung bekommen die Kinder keine „Bezugserzieherin“ zugewiesen, da die 
Kinder die Möglichkeit haben sollen, sich ihre Bezugspersonen selbst auszuwählen. Dies wird 
meist nach sehr kurzer Zeit deutlich. Die nun ausgewählte  Erzieherin des Kindes ist ab jetzt für 
die weitere Eingewöhnungszeit und als Hauptansprechpartnerin der Eltern zuständig.  
 
In kleinen, weiteren Schritten wird das Kind durch die Anfangszeit begleitet, dabei werden die 
einzelnen Schritte der Eingewöhnungsphase individuell auf das Kind abgestimmt. 
Dies bedeutet, dass Tageszeit, Dauer der Anwesenheit usw. am Anfang der Kindergartenzeit 
jeden Tag neu abgesprochen wird. 
Besonders wichtig ist der Austausch zwischen Eltern und Erzieherinnen gerade in der 
Anfangsphase. Nach Abschluss der Eingewöhnungsphase erfolgt eine behutsame Entwicklung 
der Selbstständigkeit des Kindes. 
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und dem Kindergartenteam schafft eine optimale 
Basis für gutes pädagogisches Handeln, die Offenheit u nd gegenseitiges Vertrauen mit 
einschließt. Dadurch wird eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zugunsten der Kinder 
ermöglich. 
 
Elternarbeit bedeutet für uns, Eltern zu begleiten, ihnen ggf. Erziehungshilfen anzubieten und 
sensibel zu sein für ihre jeweilige  Situation. Die Mitarbeiter /innen sind Ansprechpartner für 
Fragen zur Entwicklung des Kindes. 
In einer aktiven Zusammenarbeit mit den Eltern ist es uns daher sehr wichtig, eine ganzheitliche 
Erziehung und Förderung zum Wohle des Kindes zu gewährleisten, in  der die familiäre 
Situation und die Stärken und Defizite des Kindes berücksichtigt werden. 
Um eine möglichst umfangreiche gemeinsame Grundlage für die Erziehung der Kinder zu 
gewährleisten, informieren wir die Eltern umfassend über unsere Arbeit. 
 
Dies geschieht durch: 
• Aufnahmegespräche 
• Hospitationen 
• Elternsprechtage /  Elternabende 
• Tür- und Angelgespräche 
• Hausbesuche 
 
Wir ermöglichen den Eltern einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit durch: 
• Infowände im Eingangsbereich 
• Infowände vor den Gruppen 
• Elternbriefe 
• Fotodokumentationen über einzelne Projekte / Ausflüge 
• Faltblatt mit Informationen über die jeweilige Gruppe

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 17 
Gemeinsam erleben wir: 
• Elternnachmittage 
• Feste 
• Ausflüge 
 
 
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt in unserer Elternarb eit liegt in der engen Zusammenarbeit 
mit den gewählten Elternvertretern, die im Elternrat und im Elternbeirat vertreten sind. Hierzu 
werden zu Beginn des Kindergartenjahres jeweils zwei Elternvertreter pro Gruppe in der 
Elternvollversammlung gewählt. 
In d iesen Gremien werden Eltern über unsere aktuellen Inhalte und die pädagogische Arbeit 
informiert. Zusätzlich bekommen die Eltern die Möglichkeit aktiv das Kindergartenleben 
mitzugestalten. 
 
 
Zusammenarbeit des Teams 
 
Unsere Arbeit basiert auf den 7 Grundsä tzen des Deutschen Roten Kreuzes, die in den 
Statuten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung enthalten sind: 
• Menschlichkeit 
• Unparteilichkeit 
• Neutralität 
• Unabhängigkeit 
• Freiwilligkeit 
• Einheit 
• Universalität 
 
Diese Leitlinie besti mmt sowohl unser pädagogisches Handeln al s auch das Miteinander in 
einem multikulturell besetzten Team. Teamarbeit ist die Grundlage für eine gute pädagogische 
Arbeit innerhalb der Einrichtung. Gegenseitige Unterstützung, Flexibilität, Offenheit, 
Verlässlichkeit, genaue Absprachen und gegenseitige Akzeptanz halten wir für unerlässlich.  
 
Wöchentlich treffen sich alle Mitarbeiter /innen zu einer gemeinsamen Teamsitzung. Alles 
Wichtige, die Vor - und Nachbereitung sämtlicher Aktivitäten, Fallanalysen , pädagogis che 
Weiterentwicklungen und Grundsatzthemen sowie das Abstimmen von Terminen werden dann 
besprochen. 
 
Regelmäßig werden 2-3 Konzeptionstage im Jahr durchgeführt. An diesen Tagen ist die 
Einrichtung für die Kinder geschlossen. Dadurch ist die Möglichkeit ge geben, im Gesamtteam 
wesentliche Grundlagen pädagogischer Arbeit zu planen oder unter Beteiligung der 
Bereichsleiterin oder eines externen Referenten relevante Themen zu erarbeiten. 
 
Regelmäßig finden einmal wöchentlich Kleinteamsitzungen in den einzelnen Gruppen statt. 
Diese dienen dem Austausch und der Reflexion des Gruppengeschehens und der weiteren 
gruppeninternen Planung. 
 
Fortbildungen, Fachtagungen und Supervision werden regelmäßig von den Mitarbeiter /innen  
des DRK -Kreisverbandes Münster wahrgenommen. Unsere Mitarbeiter -/innen werden 
fortlaufend für die Umsetzung der Reggio -Pädagogik und zu weiteren aktuellen pädagogischen 
Themen qualifiziert.

DRK-Kreisverband Münster e. V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 18 
Zusammenarbeit mit dem Träger und anderen Institutionen 
 
In Übereinstimmung mit geltendem Landesrecht sorg t der Träger für die Einhaltung 
quantitativer und qualitativer Standards . Er ist verantwortlich für die Einstellung, 
Weiterqualifizierung, Fortbildung, Fachberatung und Supervision der pädagogischen 
MitarbeiterInnen. 
 
In Zusammen arbeit mit dem Träger erfolg t die Abstimmung der pädagogischen und 
organisatorischen Arbeit. Dazu ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Leitung  und 
Bereichsleitung über wichtige Belange der Arbeit in der Einrichtung notwendig. Auch 
Hilfestellungen bei administrativen Aufgaben sowie  bei der Unterstützung und Förderung des 
Personals gehören zur gemeinsamen Zusammenarbeit. 
 
Selbstverständlich profitieren wir auch von weiteren Arbeitsfeldern des DRK-Kreisverbandes 
Münster wie zum Beispiel der Ärztlichen Kinderschutzambulanz oder des Auti smus-
Therapiezentrums, deren Dienste wir bei Bedarf in Anspruch nehmen. 
 
 
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt 
 
Als übergeordnete Behörde unterstützt uns das örtliche Jugendamt bei der Einhaltung aller 
gesetzlichen Vorgaben und der Umsetzung des Bildungsauftrages. 
 
 
Zusammenarbeit mit anderen DRK- Kindertageseinrichtungen 
 
Die Kindertageseinrichtungen  und Familienzentren  in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes 
Münster stehen im regelmäßigen Dialog miteinander und den weiteren Einrichtungen des DRK-
Kreisverbandes. Sie unterstützen sich gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihres 
pädagogischen Angebotes. Hilfestellungen erfahren sie dabei auch durch die Bereichsleitung  
des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. in Form von individuellen Beratungsterminen, 
Personalentwicklungsgesprächen, Leiter/innentagungen, Fortbildungen und Begleitung bei QM-
Prozessen. 
 
Ab Anfang 2016 werden alle Kindertageseinrichtungen des DRK -Kreisverbandes Münster e.V. 
und der DRK Münster Sozialwerk gGmbH mit Ihrer Bereichsleiterin Anne Westendorf an einem 
2-jährigen Zertifizierungsprogramm durch das Institut PädQUIS teilnehmen.  
 
Die Leiterinnen und stellv. Leiterinnen unserer Einrichtungen werden unter Einbeziehung des 
„Nationalen Kriterienkatalogs“ und unter Anleitung der PädQUIS -Referenten wesentliche 
Bestandteile der Kita -Konzepte und die fachli che Umsetzung der pädagogischen Arbeit 
einrichtungsbezogen reflektieren und mit den jeweiligen Teams und der Bereichsleiterin 
bedarfsweise neu ausrichten.   
 
Eigene Bildungsangebote, die direkt über den DRK -Kreisverband für die pädagogischen 
Mitarbeiter/innen konzipiert und angeboten werden, erfahren darüber hinaus einen deutlichen 
Ausbau.

DRK-Kreisverband Münster e. V. 
 
 
 
                                                                                                                  
 
Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 19 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtteilbezogene Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen 
 
Auch die im Stadtteil vertretenen Kindertageseinrichtungen arbeiten trägerübergreifend 
zusammen. Das geschieht zum einem in einem Arbeitskreis auf Leitungsebene und zum 
anderen im pädagogischen Arbeitskreis, wo alle Institutionen vertreten sind, die im Stadtteil in 
pädagogischer Hinsicht zusammenarbeiten. Dabei werden die kulturellen, sozialen un d alle 
anderen Einrichtungen im Umfeld der Kita als Erfahrungsorte für die Kinder zusammengeführt 
und genutzt. 
 
 
Zusammenarbeit mit Fachdiensten 
 
Wir arbeiten regelmäßig mit verschiedenen Fachdiensten zusammen, die wir als wertvolle 
Unterstützung unserer Arbeit ansehen: 
 
• den Kinderärzten 
• den Logopäden 
• den Ergotherapeuten 
• der Frühförderstelle 
• dem Kommunalen Sozialdienst ( KSD ) 
• der Hebammensprechstunde 
• der DRK-Kinderschutzambulanz  
 
 
Unsere DRK-Kindertageseinrichtungen in Münster präsentieren sich  gemeinsam mit unserem 
DRK- Kreisverband Münster e.V. und den dazugehörigen Einrichtungen auf unserer Homepage 
im Internet unter www.DRK-muenster.de. 
DRK-Kita Schatzkiste (Gremmendorf) 
DRK-Kita Horstmarer Landweg 
DRK-Kita Lummerland (Hiltrup) 
DRK-Kita Meerwiese (Coerde) 
DRK-Kita Wolkenburg (Gievenbeck) 
DRK-Kita Oxford (Gievenbeck)

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Bewerbung als Träger der Kindertageseinrichtung Malteserstraße, Hiltrup 20 
 
Unsere Zielsetzungen für die DRK-Kindertageseinrichtung Malteserstraße 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(Fotos: DRK; Text: Anne Westendorf, Bereichsleiterin Kinder, Jugend und Familie)  
Familien-
nahe 
Beratungs-
angebote  
 
selbstbe-
wusst 
agierende 
Kinder 
 
multipro-
fessionelles 
Team 
 
fördernde 
Bildungs-
angebote 
alters-
gerechte 
päd. 
Konzepte 
 
kindgerechte 
pädago-
gische 
Übergänge 
Zielsetzung 
der DRK- 
Kindertageseinrichtung 
Malteserstraße 
familien-
unter-
stützende 
Netzwerke  
Vereinbar- 
keit von 
Familie und 
Beruf

Anlage 4.1 Angebot Educcare Malteserstr

1086 Zeichen

educcare

educcare + Alter Markt 36-42 + 50667 Köln KON w Dos
Stadt Münster — j RAAS

Amt für Kinder Jugendliche und Familien 5 . A a
Hafenstraße 30

48127 Münster

Köln, 25. September 2015

Bewerbung

Trägerschaft Kindertagesstätte Maiterserstraße in Münster Hiltrup
Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für das Gespräch.

Hiermit bewerben wir uns verbindlich für die Trägerschaft der Kindertagesstätte Malteserstraße in
Münster Hiltrup.

educcare benötigt bei Übernahme der Trägerschaft eine öffentliche Förderung von 99% der
Betriebskosten nach Kibiz

Mit freundf@iten Grüßen

Geschäftsführung
educcare Bildungskindertagesstätten g5mbH

educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH » Alter Markt 36-42 - 50667 Köln + Telefon 0 221 466 194 00 + Fax 0 221 466 194 99 + Email info@educcare.de
Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn + BLZ 370 501 98 » Konto 144 862 950

Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axel Thelen - AG Köln HRB 48030 + USt-kinr DE226823572 + Beirat: Prof. Gisela Lück, Fiona Stollmann, Dr. Patrick Adenauer,
Dr. Günter Bulk, Dr. Ronald Bernecker, Prof. Dr. Henning Wode

Anlage 2.1 Angebot CVJM Bohlweg

7366 Zeichen

cvijmmünster
Sozialwerk gGmbH

CVJM Münster . Merschkamp 23 . 48155 Münster CVJM Münster

Christlicher Verein junger Menschen
Sozialwerk gGmbH

Merschkamp 23

48155 Münster

Tel, 0251/31 43 83

An das
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Zu Händen Frau Eschert

www.cvjmmuenster.de

Hafenstraße 30
48127 Münster

Münster, 19. September 2015

Trägerschaft der Kindertageseinrichtung ‚Bohlweg' - verbindliches Angebot zur
Übernahme der Trägerschaft

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben geben wir unser verbindliches Angebot zur Übernahme der
Trägerschaft der Kindertageseinrichtung ‚Bohlweg‘ab.

Da die Kita ‚Bohlweg‘ dauerhaft als 2-Gruppen-Einrichtung geplant ist und der CVJM
Münster die Kita ‚Alte Mauritzschule‘ in unmittelbarer Nähe der geplanten Einrichtung
betreibt, sieht unsere fachliche Konzeption — bei entsprechender Entscheidung über die
Trägerschaft - vor, beide Einrichtungen als Verbundeinrichtung mit einer Leitung zu
betreiben.

Im Folgenden möchten wir die vielschichtigen fachlichen Grundlagen hierfür gerne
beschreiben.

Dabei werden wir zunächst auch auf die Übergangseinrichtung ‚Alte Mauritzschule‘ eingehen
und hier Zusammenhänge aufzeigen, die in unserer Auffassung in die Entscheidung mit
einfließen sollten.

Kita ‚Alte Mauritzschule‘

Die Kindertageseinrichtung ‚Alte Mauritzschule‘ liegt in der Warendorfer Str. 66 und damit in
unmittelbarer Nähe der neu zu bauenden Kindertageseinrichtung ‚Bohlweg‘.

Seit dem Jahr 2012 betreibt der CVJM Münster die Übergangskita ‚Alte Mauritzschule‘,
deren Betrieb zunächst nur bis zur Fertigstellung der neuen Kita am Merschkamp im Jahr
2013 geplant war.

Bankverbindung:

KD-Bank Dortmund, BIC GENODED1DKD
Seite 1 von 4 Sozialwerk Iban DE 45 350 601 902 100 139 01

cvjmmünster
Sozialwerk gGmbH

Die große Nachfrage nach Kindertagesstättenplätzen im Innenstadtbereich hat dazu geführt,
dass die Übergangskita bis zum heutigen Tage weitergeführt wird.

Ohne dass wesentliche Umbaumaßnahmen erfolgten, betreuen hier seither unsere
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine U3-Gruppe und eine U3-Gruppe im Rahmen einer 2-
gruppigen Kindertageseinrichtung. Die Sondergenehmigung des Landesjugendamtes ist
zunächst bis 2016 befristet — ob eine Verlängerung möglich sein wird, ist bisher nicht geklärt.
Wir sind sehr dankbar, dass es gelungen ist, ein Team zusammenzustellen, dass mit großer
Begeisterung in dieser besonderen Situation eine Arbeit gestaltet, die auch die Eltern die
Übergangssituation der Kita ‚Alte Mauritzschule‘ akzeptieren lässt.

Zwar wurde dem Team und den Eltern zwischenzeitlich von Seiten des Jugendamtes
mitgeteilt, dass es nach 2016 auf jeden Fall weitergeht — konkrete Lösungsansätze sind aber
im Moment noch nicht vorhanden. Das führt auch zu einer Unsicherheit bei Eltern und Team.

Die Übernahme der Trägerschaft der Kita ‚Bohlweg‘ durch den CVJM Münster würde
somit diese städtische Zusage absichern - auch wenn eine Weiterführung der
Übergangskita ‚Alte Maurtizschule‘ bis zur Fertigstellung eines Neubaus von Seiten
des Landesjugendamtes nicht genehmigt würde.

Ersatzbau für die Kita ‚Alte Mauritzschule‘

Zwischenzeitlich ist von Seiten der Stadt die Entscheidung gefallen, dass die Sanierung der
Alten Mauritzschule und die Bebauung des dazu gehörenden Geländes von der Wohn- und
Stadtbau geplant und realisiert werden soll.

Allerdings ist hier aufgrund der starken Arbeitsbelastung der Wohn- und Stadtbau nicht mit
einer Planung vor 2016 zu rechnen. Dies würde zu einem frühesten Baustart 2017 und zu
einer frühesten Fertigstellung 2018 führen.

Sollte die Genehmigung des Landesjugendamtes erfolgen, dass die Überganskita an dieser
Stelle bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung weiterbetreiben werden darf, so ist der CVJM
Münster als Träger dazu bereit, ohne weitere bauliche Veränderungen seine Arbeit in den
bisherigen Räumlichkeiten - und damit sehr kostengünstig fortzuführen.

Durch die Vergabe der Trägerschaft der Kindertageseinrichtung ‚Bohlweg‘ an den
CVJM Münster erhält die Stadt den Spielraum, bis zur Fertigstellung der Kita
‚Bohlweg‘ im Frühjahr 2017 den Fortbestand der Notkita ‚Alte Mauritzschule‘ in Ruhe
zu klären.

Seite 2 von 4 - 19.09.2015

cvjmmünster
Sozialwerk gGmbH

Kindertageseinrichtung ‚Bohlweg‘ - ‚Alte Mauritzschule‘ als Verbundeinrichtung

Die Kindertageseinrichtung ‚Bohlweg' ist als 2-Gruppen-Einrichtung geplant. Im KiBiz sind 2-
Gruppen-Einrichtungen tendenziell schwieriger zu führen als größere Einheiten. Inhaltlich
sind die Synergie-Effekte einer Verbundeinrichtung groß. Sie dienen den Angeboten und
damit den betreuten Kindern und den Familien.

Der CVJM Münster sieht daher eine Chance, bei einer Zusage der Trägerschaft für die neue
Kita ‚Bohlweg' die beiden in unmittelbarer Nähe liegenden Innenstadtkitas als
Verbundeinrichtung unter einer für diese Aufgabe freigestellten Leitung zu betreiben.

Zusammen mit der Notkita ‚Alte Mauritzschule‘ würde so für die Übergangszeit ein Verbund
aus insgesamt 4 Gruppen entstehen, für die Zeit nach Fertigstellung der neu zu bauenden
Kita ‚Alte Mauritzschule‘, die — so unsere bisherigen Informationen - als 3-Gruppen-
Einrichtung geplant wird, ein Verbund aus 5 Gruppen.

Beides sind Einheiten, die jeweils die Freistellung einer Leitung garantieren und die zum
Wohle der betreuten Kinder und wirtschaftlich gut zu führen sind.

Durch einen Verbund der beiden Innenstadtkitas wird eine aus organisatorischer und
fachlicher Sicht sinnvolle Verbundeinheit geschaffen, die Kindern und Familien
optimal dient.

Konzeption

Der CVJM Münster e.V. ist mit seinen Kindertageseinrichungen ‚Alte Mauritzschule‘, ‚Anne-
Jakobi-Haus‘, ‚Auf dem Dorn‘, Janusz-Korczak-Haus‘ und ‚Johannes-Busch-Haus‘ in der
Stadt Münster bekannt.

Unsere Einrichtungen arbeiten grundsätzlich nach einem teiloffenen Konzept.

Es ist uns aber wichtig, dass die einzelnen Teams unter Berücksichtigung der Bedarfe von
Kindern und Familien in den verschiedenen Stadtteilen sehr differenzierte Konzeptionen
erstellen.

Der CVJM Münster ist ein ökumenischer, christlicher Träger. Unsere Arbeit ist darum immer
von den christlichen Grundgedanken geprägt, eine Mitgliedschaft von Eltern und Kindern in
einer Kirche ist jedoch keine Voraussetzung und spielt im Rahmen der Vergabe von
Kindertagesstättenplätzen keine Rolle.

Seite 3 von 4 - 19.09.2015

cvjmmünster
Sozialwerk gGmbH

Die Bedarfe der Familien haben bei uns höchste Priorität. Öffnungszeiten werden so
festgelegt, dass alle Eltern die Betreuungszeiten erhalten, die sie aufgrund ihrer beruflichen
Gegebenheiten benötigen.

An dem Modellversuch ‚Extrazeit‘ hat der CVJM von Anfang an teilgenommen.
Dieser Bewerbung legen wir die Konzeption der Einrichtung ‚Alte Mauritzschule‘ als ein

Beispiel bei, das bei einem Betrieb der beiden genannten Einrichtungen als Verbund-Kita als
Grundlage dienen und entsprechend weiter entwickelt würde.

Trägeranteil

Der CVJM Münster e.V. ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein auf Stadtebene, der
keinerlei Zuschüsse aus Kirchensteuermitteln oder von anderer Seite zu seiner
Grundfinanzierung erhält.

In den Möglichkeiten zur Finanzierung von Trägeranteilen sind wir daher sehr begrenzt und
auf Fundraising und Stiftungsmittel angewiesen.

Wir können daher für den Betrieb der Kita ‚Bohlweg‘ dauerhaft einen Trägeranteil von 1%
bieten.

u.

Stephan Degen, Geschäftsführer

Seite 4 von 4 - 19.09.2015

Anlage 4.0 Deckblatt Educcare

46 Zeichen

Anlage 4 
 
Bewerbungs-
unterlagen 
 
Educcare

Anlage 3.0 Deckblatt DRK

41 Zeichen

Anlage 3 
 
Bewerbungs-
unterlagen 
 
DRK

Anlage 3.3 Angebot DRK Bohlweg

1825 Zeichen

Deutsches
Rotes
Kreuz

zum Menschen.

DRK Münster Sozialwerk gemeinnützige GmbH

Zumsandestraße 25/27 48145 Münster Deutsches Rotes

Kreuz Münster

Sozialwerk
Stadt Münster FIEFOE
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien gemeinnützige GmbH
Frau Anna Pohl Zumsandestraße 25/27
Hafenstraße 30 48145 Münster
48127 Münster Tel. 0251 37880

Fax 0251 37 8855
www.DRK-muenster.de
info@DRK-muenster.de

Geschäftsführerin
Gudrun Sturm

Münster, den 24.9.2015
Tel. 0251 / 37 88.27

Fax 0251 / 37 8855
9.sturm@DRK-muenster.de

Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung j
in Münster-Mitte, Bohlweg Yorsitzender des
Angebot zur Übernahme der Trägerschaft ufsichtsrates:

Werner Kampmann

Ihr Zeichen: 51 12 0011
Handelsregister HRB 14637
Amtsgericht Münster

Sehr geehrte Frau Pohl, IBAN
DEO4 400501500000551432
BIC

für Ihr Interesse an unserer Bewerbung und das freundliche Gespräch WELADEDIMST

am 01.09.2015 herzlichen Dank.

Die DRK Münster Sozialwerk gGmbH ist gerne bereit, die Trägerschaft für
die Kindertageseinrichtung Münster-Mitte, Bohlweg, zu übernehmen und einen
Trägeranteil von 2,5 % zu leisten.

Am Standort der Kindertageseinrichtung Bohlweg beabsichtigen wir zudem
zukünftig eine Seniorenwohngruppe für Demenzkranke im „Erpho-Bogen" zu
betreiben. Beide Angebote würden sich in einem Gebäude befinden und
hervorragende Synergieeffekte wie z. B. Seniorensportangebote in der
Mehrzweckhalle der Kindertageseinrichtung und generationsübergreifende
Projekte zu Ernährungs- und Gesundheitsthemen, für Senioren, Eltern und
Kinder zulassen.

Für dieses Vorhaben liegt uns exklusiv ein Letter of Intent des Investors CM
Immobilien-Entwicklung GmbH vor.

Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung

Geschäftsführerin

Anlage: päd. Konzeption Kindertageseinrichtung Bohlweg

Beschlussvorlage

41054 Zeichen

1 
 
V/0787/2015 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Trägerausschreibung für die Kindertageseinrichtungen an der Malteserstraße (Hiltrup), Bohlweg 
(Innenstadt) und Josef-Beckmann-Straße (Kinderhaus) 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
17.11.2015 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 
17.11.2015 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
19.11.2015 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 
02.12.2015 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
09.12.2015 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
16.12.2015 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaften für die oben genannten Kindertagesein-
richtungen wie folgt (siehe Begründung zu Ziffer 3): 
 
1.1. Dem Kinder- und Jugendhilfeträger OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe 
gGmbH wird die Betriebsträgerschaft für die fünfgruppige Kindertageseinrichtung an der 
Malteserstraße im Stadtbezirk Hiltrup übertragen. 
Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im August 2017. 
 
1.2. Dem Kinder- und Jugendhilfeträger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH 
(DRK) wird die Betriebsträgerschaft für die zweigruppige Kindertageseinrichtung am Bohl-
weg im Stadtbezirk Innenstadt übertragen. 
Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im ersten Halbjahr 2017. 
 
1.3. Dem Kinder- und Jugendhilfeträger Arbeiter-Samariter-Bund, Regionalverband Müns-
terland e.V. (ASB) wird die Betriebsträgerschaft für die viergruppige Kindertageseinrich-
tung an der Josef-Beckmann-Straße im Stadtbezirk Kinderhaus übertragen. 
Voraussichtlicher Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im Februar 2017. 
 
 
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinba-
rungen entsprechend der nachfolgenden Punkte getroffen:  
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0787/2015 
Auskunft erteilt: 
Frau Eschert, Herr Philipp,  
Frau Kratz-Trutti 
Ruf: 
492-5616 
E-Mail: 
EschertM@stadt-muenster.de  
Datum: 
28.10.2015 
Öffentliche Beschlussvorlage

2 
 
V/0787/2015 
2.1. Für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße werden vertragliche Regelungen zur 
Trägerschaft (Leistungsvereinbarung) zwischen dem Träger OUTLAW Gesellschaft für Kinder- 
und Jugendhilfe gGmbH und der Stadt Münster getroffen.  
Mietvertragliche Regelungen werden zwischen der Stadt Münster (Vermieter) und dem Träger 
OUTLAW Gesellschaft für Kinder- Jugendhilfe gGmbH (Mieter) getroffen. 
 
2.2. Für die Kindertageseinrichtung am Bohlweg werden vertragliche Regelungen zur Träger-
schaft (Leistungsvereinbarung) zwischen dem Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozial-
werk gGmbH und der Stadt Münster getroffen. 
Mietvertragliche Regelungen werden zwischen dem Investor CM Wohnwerte Bohlweg GmbH 
Co. KG (Vermieter) und dem Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH (Mie-
ter) getroffen. 
 
2.3. Für die Kindertageseinrichtung an der Josef-Beckmann-Straße werden vertragliche Rege-
lungen zur Trägerschaft (Leistungsvereinbarung) zwischen dem Träger Arbeiter-Samariter-
Bund, Regionalverband Münsterland e.V. und der Stadt Münster getroffen. 
Mietvertragliche Regelungen werden zwischen den Eheleuten Heike und Norbert Siemann 
(Vermieter) und dem Träger Arbeiter-Samariter-Bund, Regionalverband Münsterland e.V. (Mie-
ter) getroffen. 
 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den B e-
triebskostenzuschüssen) 
 
 
Zu 1. Betriebsträgerschaft für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße/OUTLAW 
 
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße betragen auf der Grund-
lage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen 
 für August bis Dezember 2017 = 389.000,00 € 
 für 2018ff. =  939.300,00 € 
 
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: 
 
Träger Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil Städt. Anteil 
BKZ gesamt Gesamt 
 
Land Stadt Gesamt, ge-
setzlicher 
Trägeranteil 
Angebot Stadt 
(Erforderlicher 
Zuschuss) 
 1 2 3 4 5 6 7 
Outlaw 91,00% 36,00 % 55,00 % 9,00% 3,25% 5,75% 60,75% 
 
 August-Dezember 2017 2018 
Träger Trägeranteil Städtischer  
Anteil  
gesamt 
Trägeranteil Städtischer  
Anteil  BKZ 
gesamt 
Angebot Stadt (erfor-
derlicher 
Zuschuss) 
Angebot Stadt (erfor-
derlicher Zu-
schuss) 
 5 6 7 5 6 7 
Outlaw 12.642,50 € 22.367,50 € 236.317,50 € 30.527,25 € 54.009,75 € 570.624,75 €

3 
 
V/0787/2015 
Zu 2. Betriebsträgerschaft für die Kindertageseinrichtung am Bohlweg/DRK 
 
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Bohlweg betragen  auf der Grundlage der unter 
Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen 
 für 2017ff. =  380.050,00 € 
 
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: 
 
Träger Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil Städt. Anteil 
BKZ gesamt Gesamt 
 
Land Stadt Gesamt ge-
setzlicher 
Trägeranteil 
Angebot Stadt  
(Erforderlicher 
Zuschuss) 
 1 2 3 4 5 6 7 
DRK 91,00% 36,00% 55,00% 9,00% 2,50% 6,50% 61,50% 
 
 2017 
Träger Trägeranteil Städtischer  
Anteil  
gesamt 
Angebot Stadt (erfor-
derlicher 
Zuschuss) 
 5 6 7 
DRK 9.501,25 € 24.703,25 € 233.730,75 € 
 
 
Zu 3. Betriebsträgerschaft für die Kindertageseinrichtung an der Josef-Beckmann-Straße/ASB 
 
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Josef -Beckmann-Straße betragen  auf der 
Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen 
 für März bis Dezember 2017 = 615.800,00 €  
 für 2018ff. =  738.100,00 € 
 
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: 
 
Träger Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil Städt. Anteil 
BKZ gesamt Gesamt 
 
Land Stadt Gesamt ge-
setzlicher 
Trägeranteil 
Angebot Stadt  
(Erforderlicher 
Zuschuss) 
 1 2 3 4 5 6 7 
ASB 91,00% 36,00% 55,00% 9,00% 4,00% 5,00% 60,00% 
 
 März – Dezember 2017 2018 
Träger Trägeranteil Städtischer  
Anteil  
gesamt 
Trägeranteil Städtischer  
Anteil BKZ 
gesamt 
Angebot Stadt (erfor-
derlicher 
Zuschuss) 
Angebot Stadt (erfor-
derlicher Zu-
schuss) 
 5 6 7 5 6 7 
ASB 24.632,00 € 30.790,00 € 369.480,00 € 29.524,00 € 36.905,00 € 442.860,00 € 
 
 
 
 
 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die o. g. Sachentscheidung wird durch freiwillige städtische Zuschüsse (FwZ) zum Trägeranteil an 
den Betriebskosten wie folgt finanziert:

4 
 
V/0787/2015 
Teilergebnisplan - Aufwendungen 
 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgruppe 0601 Förderung von Kindern in T a-
gesbetreuung 
   
Zeile 15 Transferaufwendungen    
  1.1 FWZ Kita Malteserstraße 2017 
2018ff. 
22.370 
54.000 
 
  1.2 FWZ Kita Bohlweg 2017ff. 24.700 
 
 
1.2 FWZ Kita Josef-Beckmann-Str. 2017 
2018ff. 
30.790 
36.900 
Insgesamt   2017 
2018ff. 
77.860 
115.600 
 
    193.460  
 
Die notwendigen Aufwandsermächtigungen sind in der Haushaltsplanung vorgesehen. 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser drei neuen Kindertagesein-
richtungen beschlossen: 
Malteserstraße: Vorlage V/0036/2015 
Bohlweg: Vorlage V/0626/2014 und V/0626/2014/1 
Josef-Beckmann-Straße: Vorlage V/0955/2014 und V/0955/2014/1 
 
Diese Kindertageseinrichtungen beginnen zunächst mit folgenden Gruppen.  

Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße 
 3 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 
 1 Gruppe für je 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 
 1 Gruppe für je 20 Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3) 
 
Kindertageseinrichtung am Bohlweg 
 1 Gruppe für je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 
 1 Gruppe für je 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 
 
Kindertageseinrichtung an der Josef-Beckmann-Straße 
 2 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren (G1) 
 1 Gruppe für je 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren (G2) 
 1 Gruppe für je 20 Kinder im Alter von 3-6 Jahren (G3) 
 
Die jeweiligen Gruppenstrukturen werden auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden 
Rahmenstrukturen bedarfsgerecht weiterentwickelt.  
Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls e lterliche 
Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit Übermittag s-
betreuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten.

5 
 
V/0787/2015 
Im Rahmen der oben genannten Errichtungsbeschlüsse hat der Rat der Stadt Münster beschlos-
sen, die Trägerschaft für diese Einrichtungen an geeignete freie Träger der Kinder- und Jugendhil-
fe zu vergeben. 
Im Rahmen der Trägerausschreibung wurden die Träger darauf hingewiesen, dass abhängig von 
den Bedarfen, Angebote des Modellprojektes ExtraZeit zu prüfen sind, um so den Eltern die Mög-
lichkeit zu geben, flexible Öffnungszeiten der KiTa wahrzunehmen. 
 
 
 
2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft 
 
Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem.  
§ 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 21.07.2015 über die Pla-
nungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtungen und über das Ausschreibungsverfah-
ren für die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 21.08.2015 ihr Interesse an einer 
Übernahme der Trägerschaft mitzuteilen. Diesbezüglich erfolgte eine Pressemitteilung am 
24.07.2015. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 01.09.2015 und 
04.09.2015 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 ge-
nannten Kriterien dar. 
Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 25.09.2015. 
 
Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer 
Reihenfolge): 
 
 Arbeiter-Samariter-Bund, Regionalverband Münsterland e.V., Gustav-Stresemann-Weg 62, 
48155 Münster 
○ für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße, Hiltrup 
○ für die Kindertageseinrichtung an der Josef-Beckmann-Straße, Kinderhaus 
 
 Christlicher Verein junger Menschen Münster Sozialwerk gGmbH, Merschkamp 23, 48155 
Münster 
○ für die Kindertageseinrichtung am Bohlweg, Innenstadt 
 
 Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH, Zumsandestraße 25/27, 48145 Münster 
○ für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße, Hiltrup 
○ für die Kindertageseinrichtung an der Josef-Beckmann-Straße, Kinderhaus 
○ für die Kindertageseinrichtung am Bohlweg, Innenstadt 
 
 Educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH, Alter Markt 36-42, 50667 Köln 
○ für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße, Hiltrup 
 
 OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH, An der Germaniabrauerei 6-8, 
48159 Münster 
○ für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße, Hiltrup 
 
 
 
3. Trägerauswahl 
 
3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag  
 
Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die den Anlagen 1-5 zu entnehmen 
sind. 
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche an Hand der nachfolgen-
den Kriterien geführt.

6 
 
V/0787/2015 
Kriterium: Referenzen der Träger bezüglich vergleichbarer Einrichtungen 
 Erfahrungen des Trägers auf dem Gebiet der Kindertagesbetreuung  
 Betrieb von Kindertageseinrichtungen durch den Träger 
 
Durch die gesetzlichen Vorgaben des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) müssen Träger hohe Anfor-
derungen im Rahmen der Kindertagesbetreuung erfüllen. Die Kenntnis der Anforderungen an 
frühkindliche Pädagogik, das Vorhalten von qualifizierter Fachberatung und die Flexibilität zwi-
schen mehreren Einrichtungen (z. B. Personalflexibilisierung bei Ausfallzeiten etc.) sind heute 
wichtige Voraussetzungen, um diese gesetzlichen Standards erfüllen zu können. Für den Betrieb 
einer Einrichtung ist das Vorhalten aktueller Referenzeinrichtungen deshalb ein wesentliches Krite-
rium. 
Bei Trägern, die bereits Kitas in Münster betreiben, liegen zusätzlich Rückmeldungen von Eltern 
vor. Erfahrungen in der Kooperation mit dem Träger liegen dem öffentlichen Jugendhilfeträger 
ebenfalls vor. 
 
Kriterium: Fachliches Konzept: 
 Fachliche Konzepte für die Kindertagesbetreuung, 
 Aussagen zu flexiblen Kindertagesbetreuungsangeboten 
 
Fachliche Konzepte, die sich an aktuellen gesellschaftlichen Erfordernissen und einem umfassen-
den Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag ausrichten, sind Grundvoraussetzung für den 
Betrieb einer Einrichtung. 
Aussagen wie z.B. zu Möglichkeiten von flexiblen Kindertagesbetreuungsangeboten oder aber 
Erfahrungen eines Trägers in diesem Bereich ermöglichen Eltern eine bessere Vereinbarkeit von 
Familie und Beruf und fließen als Entscheidungskriterium mit ein. 
 
Kriterium: Einbeziehung der Stadtteilakteure und ihrer Ressourcen: 
 Bereitschaft, die Arbeit an den Bedürfnissen der Kinder und Eltern im Sozialraum unter Berüc k-
sichtigung und Einbeziehung vorhandener Infrastrukturangebote auszurichten, 
 Kooperationsbezüge und Vernetzungsbestrebungen im Stadtteil, und zu anderen Profess ionen 
( z.B. Grundschulen, Gesundheitswesen u.a. ), 
 Einbeziehung gewachsener Strukturen und anderer Anbieter aus dem Stadtteil, 
 Bedarfsgerechte und abgestimmte Weiterentwicklung der stadtteilbezogenen Angebote 
 
Bereits vorhandene räumliche Bezüge zu bestehenden Einrichtungen ermöglichen die Nutzung 
von Synergien, die die Wirtschaftlichkeit einer Einrichtung erhöhen (siehe auch Wirtschaftlichkeit). 
Stadtteilbezogene Angebote werden bedarfsgerecht ausgebaut und weiterentwickelt, wenn die 
Akteure des Stadtteils sich hierzu entsprechend regelmäßig vernetzen. Vernetzung kann u.a. in 
Stadtteilarbeitskreisen oder auch Familienzentren erfolgen. 
Bereits vorhandene Erfahrungen in der Konzeptentwicklung von Kitas zu Familienzentren verdeut-
lichen ergänzend ein hohes Interesse im Bereich der Vernetzung. 
 
Kriterium: Wirtschaftlichkeit: 
 verbindliche Aussagen über den zu erwartenden Trägeranteil für den Betrieb der Einrichtung. 
 
Unter dem aktuellen Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit des Haushaltes der Stadt Müns-
ter sind Aussagen zur Höhe des zu erwartenden Trägeranteiles ein Kriterium zur Entscheidung für 
einen Träger. 
Daneben entstehen Synergien in diesem Bereich bei Trägern, die mehrere Kitas in Münster betrei-
ben. Dann können beispielsweise gemeinsame Fortbildungen und Fachberatungen der Erzieher 
vor Ort stattfinden. Im Krankheitsfall von Erziehern können hohe Vertretungskosten vermieden 
werden (KiBiz-Budget). Personal kann flexibel eingesetzt werden. Vorhandene Synergien können 
finanziell einen Ausgleich zu nominal höheren Trägeranteilen bieten.

7 
 
V/0787/2015 
 
Kriterium: Migration: 
 Bereitschaft, die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund im pädagogischen Alltag zu 
begleiten, 
 Aussagen zu den konzeptionellen und inhaltlichen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Ki n-
dern und Eltern mit Migrationshintergrund, 
 Aussagen zu personellen und sprachlichen Ressourcen und der Zusammenarbeit mit Kooper a-
tionspartnern zum Thema Migration 
 
Der Zuzug von Migranten stellt auch an Träger von Kindertageseinrichtungen besondere Anforde-
rungen. Sprachliche Barrieren müssen gemeistert werden, schnelle und kompetente Betreuungs-, 
Beratungs- und Unterstützungsmaßnahmen erarbeitet und ein bestehendes oder zu entwickelndes 
Netzwerk etabliert werden. Träger, die bereits Erfahrungen, Konzepte und Personal für dieses 
Segment haben, können qualifiziert und gut auf den Bedarf reagieren

8 
 
V/0787/2015 
3.2. Detaillierte Übersicht über die trägerbezogene Kriterienerfüllung  
 
Arbeiter Samariter Bund Regionalverband Münsterland e.V.  
Bewerbung für Malteserstraße und Josef-Beckmann-Straße 
 
1. Kriterium: 
Referenzen 
2. Kriterium: 
Fachliches Konzept 
3. Kriterium: 
Synergien im Stadtteil 
4. Kriterium: 
Wirtschaftlichkeit 
5. Kriterium: 
Migration 
Kitas in Münster 
Bisher keine Kita in 
Münster  
 
Der ASB ist in ande-
ren Regionen als 
Kitaträger bekannt. 
Rückmeldungen der 
Eltern 
 
Keine, da in Münster 
noch nicht tätig 
 
Kooperation mit der 
Stadt Münster 
Keine Referenzen im 
Kitabereich, da in 
Münster nicht als 
Träger tätig 
Gute Erfahrung in 
anderen Bereichen in 
der Zusammenarbeit 
mit der Stadt Münster 
Fachliche Ausrichtung 
Alle fachlichen Anforderungen 
werden im Konzept darge-
stellt. Der Träger will die ASB 
Fachberatung anderer Regio-
nen zum Aufbau der Kita in 
Anspruch nehmen. 
 
Öffnungszeiten 
Regelöffnungszeiten:  
7:30-17:00 Uhr 
 
Randzeiten und flexible Ang e-
bote 
6:30-20:00 Uhr nach Abspra-
che für eine Gruppe von 10 
Kindern möglich 
 
Kooperation Kita und Schule 
Kontakt mit Grundschulen und 
Berufskollegs werden aufge-
baut 
 
Kooperationsbezüge im Stadt-
teil und Einbeziehung ge-
wachsener Strukturen und 
anderer Anbieter aus dem 
Stadtteil 
Josef-Beckmann-Straße: Der 
ASB hat eine eigene Sozial-
station in Kinderhaus. 
 
Weiterentwicklung der stadt-
teilbezogenen Angebote 
Der ASB strebt eine Weiter-
entwicklung von Angeboten 
an, er wird sich an Stadtteilar-
beitskreisen beteiligen. 
 
Trägeranteil 
4 % Malteserstraße 
4 % Josef-Beckmann-Straße 
 
 
Synergien durch 
Bislang keine Kita in Münster, 
als Träger anderer Maßnah-
men im Sozial- und Gesund-
heitsbereich in Münster be-
kannt 
Der ASB unterhält Kitas in 
anderen Städten. 
 
 
 
Der ASB hat es sich zur Auf-
gabe gesetzt, bei der Integra-
tion anderer Kulturkreise aktiv 
mitzuwirken. 
Es liegen Erfahrungen durch 
den Betrieb der Flüchtlingsun-
terkünfte in der Yorkkaserne 
und Wartburgschule vor.

9 
 
V/0787/2015 
 
 
 
Christlicher Verein junger Menschen Sozialwerk gGmbH  
Bewerbung für Bohlweg 
 
1. Kriterium: 
Referenzen 
2. Kriterium: 
Fachliches Konzept 
3. Kriterium: 
Synergien im Stadtteil 
4. Kriterium: 
Wirtschaftlichkeit 
5. Kriterium: 
Migration 
Kitas in Münster 
Vier Kitas  
 
Rückmeldungen der 
Eltern 
Gute Rückmeldung 
der Eltern 
 
Kooperation mit der 
Stadt Münster 
Gute Erfahrungen in 
Zusammenarbeit mit 
der Stadt Münster  
 
Fachliche Ausrichtung 
Alle fachlichen Anforderungen 
umfassend erfüllt, 
Verbundeinrichtung mit Kita 
Alte Mauritzschule denkbar 
Öffnungszeiten 
Regelöffnungszeiten:  
7:00-16:30 Uhr 
 
Randzeiten und flexible Ang e-
bote 
Teilnahme des CVJM am Mo-
dellprojekt ExtraZeit, 
bedarfsorientierte Betreuung 
wird umgesetzt 
Kooperation Kita und Schule 
Erfahrung in der Kooperation 
mit der Grundschule St. Ma u-
ritz und verschiedenen B e-
rufskollegs. 
 
 
 
Kooperationsbezüge im Stadt-
teil und Einbeziehung ge-
wachsener Strukturen und 
anderer Anbieter aus dem 
Stadtteil 
Gut vernetzt durch die Kita 
Alte Mauritzschule, bestehe n-
de Kooperationen im Stadtteil 
mit Familienbildungszen trum, 
Frühförderstelle, Schulen, 
Mutterhaus der Franzis kane-
rinnen 
 
Weiterentwicklung der stadt-
teilbezogenen Angebote 
Träger hat bereits mehrere 
umfangreiche Konzepte zur 
Weiterentwicklung von Kitas 
zu Familienzentren entw ickelt 
und strebt weitere Entwicklu n-
gen oder Mitarbeit im Verbund 
an. 
Mitarbeit in Stadtte ilarbeits-
kreisen wird durchgeführt 
 
Trägeranteil 
1 % Bohlweg 
 
Synergien durch 
 Gemeinsame Fortbildun-
gen für Erzieher und 
 Fachberatung vor Ort 
Vermeidung hoher Vertr e-
tungskosten im Kran kheitsfall 
von Erzieher/ -innen (KiBi z-
budgets) durch flexiblen Pe r-
sonaleinsatz  
 
 
Erfahrungen und Konzeptio-
nen 
Es liegen Erfahrungen durch 
die Arbeit in Flüchtlingseinrich-
tungen und den Betrieb von 
Jugendhäusern vor. 
Außerdem wird in der Kita 
Anne-Jakobi-Haus bilingual 
(spanisch) gearbeitet.

10 
 
V/0787/2015 
Deutsches Rotes Kreuz Münster, Sozialwerk gGmbH  
Bewerbung für Malteserstraße, Bohlweg und Josef-Beckmann-Straße 
1. Kriterium: 
Referenzen 
2. Kriterium: 
Fachliches Konzept 
3. Kriterium: 
Synergien im Stadtteil 
4. Kriterium: 
Wirtschaftlichkeit 
5. Kriterium: 
Migration 
 
Kitas in Münster 
Sechs Kitas  
Rückmeldungen der 
Eltern 
Gute Rückmeldung 
der Eltern 
 
Kooperation mit der 
Stadt Münster 
 
Gute Erfahrungen in 
Zusammenarbeit mit 
der Stadt Münster  
 
Fachliche Ausrichtung 
Alle fachlichen Anforderungen 
umfassend erfüllt, 
Ausbau von Familienbildung, 
Zusammenarbeit mit Pädquis 
(einem pädagogischen Quali-
täts- Informationssystem) 
 
Malteserstraße: 
Konzept mit Reggiopädagogik 
 
Bohlweg: 
Vernetzung Altenarbeit und 
Kita angestrebt 
Öffnungszeiten 
Regelöffnungszeiten:  
07:00-17:00 Uhr   
Randzeiten und flexible An ge-
bote 
Träger bietet Modellprojet Ext-
raZeit und FlexiZeit an.  
Diese Angebote sollen auch in 
den neuen Einrichtungen reali-
siert werden (6:00-19:00 Uhr). 
Schließzeiten bzw jährliche 
Öffnungszeiten nach Abstim-
mung mit Elternbedarf 
Kooperation Kita und Schule 
Erfahrung in der Kooperation  
Kooperationsbezüge im Stadtteil und 
Einbeziehung gewachsener Struktu-
ren und anderer Anbieter aus dem 
Stadtteil 
 
Malteserstraße: 
Synergien in Zusammenhang mit der 
Kita Lummerland, dadurch vertreten 
in der Stadtteilkonferenz 
Vorhandene Zusammenarbeit mit 
Träger 37 Grad 
 
Bohlweg: 
Kooperation mit Seniorenwoh nheim; 
passgenaue Bildungsang ebote für 
Familien sollen geschaffen werden 
 
Josef-Beckmann-Straße: 
Kooperation mit Beratung sstellen 
werden angestrebt 
 
Weiterentwicklung der stadtteilbezo-
genen Angebote 
Träger hat bereits mehrere umfan g-
reiche Konzepte zur Weiterentwic k-
lung von Kitas zu Familienzentren 
entwickelt und strebt weitere En t-
wicklungen oder Mitarbeit im Ve r-
bund an 
Mitarbeit in Stadtteilarbeit skreisen 
wird durchgeführt 
Trägeranteil 
2,5 % Malteserstraße  
2,5 % Bohlweg 
1,0 % Josef-Beckmann-
Straße 
Synergien durch 
 Gemeinsame Fortbil-
dungen für Erzieher 
und 
 Fachberatung vor Ort 
Vermeidung hoher Ve r-
tretungskosten im Kran k-
heitsfall von Erzieher/ -
innen (KiBizbudgets) 
durch flexiblen P ersonal-
einsatz  
 
 
 
 
 
 
Erfahrungen und Konzeptio-
nen 
Personal zur Sprachförderung 
ist vorhanden (auch Gebär-
densprache) 
Es bewerben sich auch Men-
schen mit Zuwanderungsge-
schichte beim DRK, dadurch 
multikulturelle Erzieherteams. 
Das DRK beteiligt sich am 
Programm Grenzgänger und 
hat FSJler mit Migrationshin-
tergrund. 
Das DRK hat die Kinder-
schutzambulanz in eigener 
Trägerschaft und ein Autis-
muszentrum und kann beson-
dere Bedarfe hierdurch abde-
cken.

11 
 
V/0787/2015 
 
 
 
 
Educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH  
Bewerbung für Malteserstraße 
 
1. Kriterium: 
Referenzen 
2. Kriterium: 
Fachliches Konzept 
3. Kriterium: 
Synergien im Stadtteil 
4. Kriterium: 
Wirtschaftlichkeit 
5. Kriterium: 
Migration 
 
Kitas in Münster 
Eine B etriebskita in 
Münster (BASF) 
Pädagogischer 
Coach berät Kita 
Rückmeldungen der 
Eltern 
Gute Rückmeldung 
der Eltern 
 
Kooperation mit der 
Stadt Münster 
Gute Erfahrungen in 
Zusammenarbeit mit 
der Stadt Münster in 
Zusammenhang mit 
der bestehenden be-
trieblichen Kita 
Fachliche Ausrichtung 
Alle fachlichen Anforderungen 
umfassend erfüllt 
 
Öffnungszeiten 
45 h wöchentliche Öffnungs-
zeit wird angeboten, Erhöhung 
auf 50 h wöchentlich wird mit 
Elternbedarfen geprüft 
 
Randzeiten und flexible Ang e-
bote 
flexible Betreuung, sofern  
Qualitätsstandards eingehal-
ten werden 
 
Kooperation Kita und Schule 
Erfahrung in der Kooperation  
Kooperationsbezüge im Stadt-
teil und Einbeziehung ge-
wachsener Strukturen und 
anderer Anbieter aus dem 
Stadtteil 
Kooperationen mit Stiftung 
Kriminalprävention und Kon-
flikttraining, bestehende Ko-
operation mit Schulen und 
Vereinen im Stadtteil, sowie 
Universität 
 
Weiterentwicklung der stadt-
teilbezogenen Angebote 
Träger strebt die weitere Ent-
wicklung von Kooperationen 
im Stadtteil an 
 
 
 
Trägeranteil 
1 % Malteserstraße 
 
Synergien 
Gemeinsame Fortbildungen 
für Erzieher  
Räumliche Nähe zu bestehen-
der Kita in Hiltrup, dadurch 
Personal- und auch Erfah-
rungsaustausch an diesem 
Standort möglich 
 
Erfahrungen und Konzeptio-
nen 
Träger arbeitet mit einem 
Sprachförderprogramm und 
hat damit gute Erfahrungen 
gemacht  
Kulturelle Feste und Feste der 
Begegnung werden initiiert  
Gespräche mit Dolmetschern, 
Elterngespräche werden in 
Muttersprache angestrebt

12 
 
V/0787/2015 
 
Outlaw Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH  
Bewerbung für Malteserstraße 
 
1. Kriterium: 
Referenzen 
2. Kriterium: 
Fachliches Konzept 
3. Kriterium: 
Synergien im Stadtteil 
4. Kriterium: 
Wirtschaftlichkeit 
5. Kriterium: 
Migration 
Kitas in Münster 
Fünf Kitas zzgl. neue 
Kita Hensenstraße 
Gievenbeck 
 
Rückmeldungen der 
Eltern 
Gute Rückmeldung 
der Eltern 
 
Kooperation mit der 
Stadt Münster 
Gute Erfahrungen in 
Zusammenarbeit mit 
der Stadt Münster  
 
 
 
 
Fachliche Ausrichtung 
Alle fachlichen Anforderungen 
umfassend erfüllt 
 
Öffnungszeiten 
Regelöffnungszeiten 
7:00-17:00 Uhr 
 
Randzeiten und flexible Ang e-
bote 
Ganzjährige bedarfsgerechte 
Öffnung, 
Träger bietet Modellprojekt 
ExtraZeit und FlexiZeit an  
Diese Angebote sollen auch in 
der neuen Einrichtung reali-
siert werden. (6:00-19:00 Uhr) 
 
Kooperation Kita und Schule 
Erfahrung in der Kooperation 
Dokumentation und Gesta l-
tung von Übergängen  
 
 
Kooperationsbezüge im Stadt-
teil und Einbeziehung ge-
wachsener Strukturen und 
anderer Anbieter aus dem 
Stadtteil 
Träger will sich aktiv beteiligen 
und verweist auf die gute K o-
operation in Wolbeck und a n-
deren Stadtteilen 
 
Weiterentwicklung der stadt-
teilbezogenen Angebote 
Träger hat bereits mehrere 
umfangreiche Konzepte zur 
Weiterentwicklung von Kitas 
zu Familienzentren entw ickelt 
und strebt weitere Entwicklu n-
gen oder Mitarbeit im Verbund 
an 
Mitarbeit in Stadtteilarbeit s-
kreisen wird durchgeführt 
 
 
Trägeranteil 
3,25 % Malteserstraße 
 
 Synergien durch 
 Gemeinsame Fortbildun-
gen für Erzieher und 
 Fachberatung vor Ort 
Vermeidung hoher Vertr e-
tungskosten im Kran kheitsfall 
von Erzieher/ -innen (KiBi z-
budgets) durch flexiblen Pe r-
sonaleinsatz  
 
Erfahrungen und Konzeptio-
nen 
Mehrsprachigkeit des Teams 
liegt vor. Migration ist in allen 
Kitas in Münster tägliche Pra-
xis 
Insbesondere das Thema 
Trauma wird von Outlaw bear-
beitet. Hier können Synergien 
durch die Zusammenarbeit mit 
der Outlaw Koordinierungs-
stelle für Flüchtlinge in Osnab-
rück genutzt werden.  
Breites Erfahrungsspektrum 
durch die Betreuung Jugendli-
cher Migranten in Sprakel und 
Wolbeck vorhanden

- 13 - 
 
V/0787/2015 
3.2.1. Analyse der Wirtschaftlichkeit  
 
Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb 
einer Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Ei n-
richtungen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt.  
 
Kita an der Malteserstraße  
 
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: 
 
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden 
Tabelle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für 
den gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskosten-
zuschuss + freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).  
 
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten 
 
Träger Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil Städt. 
Anteil BKZ 
gesamt 
Gesamt 
 
Land Stadt Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil 
Angebot Stadt 
(erforderlicher 
Zuschuss) 
 1 2 3 4 5 6 7 
ASB 
91,0% 36,0 % 55,0 % 9,0% 
4,00% 5,00% 60,00% 
OUTLAW 3,25% 5,75% 60,75% 
DRK 2,50% 6,50% 61,50% 
Educcare 1,00% 8,00% 63,00% 
 
Die jährlichen Betriebskosten für Kindertageseinrichtung Malteserstraße betragen ab 2018ff.  
939.300,00 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: 
 
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ  
 
 Jährliche Kosten ab 2018 ff 
Träger Trägeranteil Städtischer  
Anteil BKZ 
gesamt 
Angebot Stadt (FWZ) 
% € % € % € 
 5 6 7 
ASB 4,00%  37.572,00    5,0% 46.965,00    60,0%  563.580,00    
OUTLAW 3,25%  30.527,25    5,75% 54.009,75    60,75%  570.624,75    
DRK 2,50%  23.482,50    6,5% 61.054,50    61,5%  577.669,50    
Educcare 1,00%  9.393,00    8,0% 75.144,00    63,0%  591.759,00    
 
Rein rechnerisch bietet der Träger ASB mit 4% den höchsten Trägeranteil an, gefolgt von Outlaw 
(3,25%) und dem DRK (2,5%). Den geringsten Trägeranteil bietet Educcare mit 1%. Zwischen den 
zwei höchsten Angeboten von ASB und Outlaw liegt eine Differenz von 7.044,75 €. 
 
Zusätzlich zum Trägeranteil sind erzielte Synergieeffekte der Träger zu berücksichtigen. 
Synergieeffekte sind unter anderem bei der flexiblen Nutzung von Personal, insbesondere auch 
bei kurzfristigem Personalausfall, sowie in der Nutzung von Fachberatung des Trägers vor Ort zu 
sehen. 
 
Bezogen auf die Kindertageseinrichtung Malteserstraße sind Synergien insbesondere durch die 
räumliche Nähe folgender Träger gegeben:

- 14 - 
 
V/0787/2015 
- DRK Sozialwerk gGmbH zur bestehenden Trägerschaft der Kindertageseinrichtung Lummerland 
in Hiltrup, 
 
- Educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH zur bestehenden Betriebsträgerschaft der Kita 
BASF in Hiltrup und  
 
- OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH zur bestehenden Trägerschaft der 
Kindertageseinrichtung OUTLAW Holtrode in Wolbeck. 
 
Damit bieten die Träger  
 DRK Sozialwerk gGmbH, 
 Educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH und 
 OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH  
umfangreiche Synergien durch bereits vorhandene Trägerschaften in Münster. 
 
Kita am Bohlweg 
 
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: 
 
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden 
Tabelle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der Betrag für den gesam-
ten städtischen Zuschussanteil dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzu-
schuss + freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).  
 
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten 
 
Träger Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil Städt. 
Anteil BKZ 
gesamt 
Gesamt 
 
Land Stadt Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil 
Angebot Stadt 
(erforderlicher 
Zuschuss) 
 1 2 3 4 5 6 7 
DRK 
91,00% 36,00 % 55,00 % 9,00% 
2,5% 6,5% 61,5% 
CVJM 1,0% 8,0% 63,0% 
 
 
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Bohlweg betragen ab 2017ff. 
380.050,00 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: 
 
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ  
 
 Jährliche Kosten ab 2017 ff 
Träger Trägeranteil Städtischer  
Anteil BKZ 
gesamt 
Angebot Stadt (FWZ) 
% € % € % € 
 5 6 7 
DRK 2,5%  9.501,25    6,5% 24.703,25    61,5% 233.730,75    
CVJM 1,0%  3.800,50    8,0% 30.404,00    63,0% 239.431,50    
 
Rein rechnerisch bietet der Träger DRK mit 2,5% den höchsten Trägeranteil an, gefolgt vom CVJM 
mit 1,0%. Das entspricht einer Differenz von  5.700,75 €. 
 
Zusätzlich zum Trägeranteil sind erzielte Synergieeffekte der Träger zu berücksichtigen.

- 15 - 
 
V/0787/2015 
Synergieeffekte sind unter anderem bei der flexiblen Nutzung von Personal, insbesondere auch 
bei kurzfristigem Personalausfall, sowie in der Nutzung von Fachberatung des Trägers vor Ort zu 
sehen. 
 
Bezogen auf die Kindertageseinrichtung Bohlweg sind Synergien insbesondere durch die räumli-
che Nähe folgender Träger gegeben: 
 
- DRK Sozialwerk gGmbH zur bestehenden Trägerschaft der Kindertageseinrichtung An der 
Meerwiese in Coerde und 
 
- Christlicher Verein junger Menschen Sozialwerk gGmbH zur bestehenden Trägerschaft der Ki n-
dertageseinrichtung in der Alten Mauritzschule. 
 
Damit bieten die Träger 
 DRK Sozialwerk gGmbH und 
 Christlicher Verein junger Menschen Sozialwerk gGmbH 
umfangreiche Synergien durch bereits vorhandene Trägerschaften in Münster. 
 
 
Kita an der Josef-Beckmann-Straße 
 
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: 
 
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden 
Tabelle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der Betrag für den gesam-
ten städtischen Zuschussanteil dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzu-
schuss + freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).  
 
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten 
 
Träger Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil Städt. 
Anteil BKZ 
gesamt 
Gesamt 
 
Land Stadt Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil 
Angebot Stadt 
(erforderlicher 
Zuschuss) 
 1 2 3 4 5 6 7 
ASB 
91,0% 36,0 % 55,0 % 9,0% 
4,0% 5,0% 60,0% 
DRK 1,0% 8,0% 63,0% 
 
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Josef-Beckmann-Straße betra-
gen ab 2018ff. 738.100,00 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: 
 
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Ges amtanteil BKZ  
 
 Jährliche Kosten ab 2018 ff 
Träger Trägeranteil Städtischer  
Anteil BKZ 
gesamt 
Angebot Stadt (FWZ) 
% € % € % € 
 5 6 7 
ASB 4,0% 29.524,00 5,0%  36.905,00    60,0%  442.860,00    
DRK 1,0% 7.381,00 8,0%  59.048,00    63,0%  465.003,00    
 
Rein rechnerisch bietet der Träger ASB mit 4% den höchsten Trägeranteil an, gefolgt vom DRK mit 
1,0%. Das entspricht einer Differenz von 22.143,00 €. 
 
Zusätzlich zum Trägeranteil sind erzielte Synergieeffekte der Träger zu berücksichtigen.

- 16 - 
 
V/0787/2015 
Synergieeffekte sind unter anderem bei der flexiblen Nutzung von Personal, insbesondere auch 
bei kurzfristigem Personalausfall, sowie in der Nutzung von Fachberatung des Trägers vor Ort zu 
sehen. 
 
Bezogen auf die Kindertageseinrichtung Josef-Beckmann-Straße sind Synergien insbesondere 
durch die räumliche Nähe des folgenden Trägers gegeben: 
 
- DRK Sozialwerk gGmbH zur bestehenden Trägerschaft der Kindertageseinrichtung An der 
Meerwiese in Coerde. 
 
Damit bietet der Träger 
 DRK Sozialwerk gGmbH 
umfangreiche Synergien durch bereits vorhandene Trägerschaften in Münster.  
 
 
4. Gesamtbewertung 
 
4.1. Kita an der Malteserstraße 
 
Die Träger  
 Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH, 
 OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH und 
 Educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH  
sind in Münster als Träger von Kindertageseinrichtungen bekannt und geschätzt. Sie haben um-
fangreiche Konzepte vorgelegt, die die hervorragende Tätigkeit darlegen.  
Zusätzlich verfügen die Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH und OUTLAW 
Gesellschaft für Kinder und Jugendhilfe gGmbH bereits über Erfahrungen im Bereich der flexiblen 
Betreuung durch die Teilnahme an dem Modellprojekt ExtraZeit und FlexiZeit. Die Träger beteili-
gen sich in Kooperation mit dem Amt für Kinder, Jugendlic he und Familien an der Weiterentwic k-
lung der Kindertagesbetreuung in Münster.  
 Der Träger Arbeiter Samariter Bund, Regionalverband Münsterland e.V ist bislang nicht als 
Träger von Kindertageseinrichtungen tätig, aber bekannt und geschätzt als Träger im Soz ial-
und Gesundheitswesen. Er unterhält Kitas in anderen Städten. 
 
Wie unter 3.2. dargestellt bietet der Träger OUTLAW Gesellschaft für Kinder - und Jugendhilfe 
gGmbH mit 3,25 % den zweithöchsten Trägeranteil in Verbindung mit umfassenden Synergien an.  
Unter dem aktuellen Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit des Haushaltes der Stadt Müns-
ter ist dieser hohe Trägeranteil, in Verbindung mit den umfassend erfüllten Kriterien, entsche i-
dungsleitend für die Vergabe der Trägerschaft der Kita an der Malteserstraße.  
 
 
4.2. Kita am Bohlweg 
 
Die zwei Träger  
 Christlicher Verein junger Menschen Münster Sozialwerk gGmbH und 
 Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH 
sind in Münster als Träger von Kindertageseinrichtungen bekannt und geschätzt. Sie haben um-
fangreiche Konzepte vorgelegt, die die hervorragende Tätigkeit darlegen. Sie beteiligen sich in 
Kooperation mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien an der Weiterentwicklung der Kin-
dertagesbetreuung in Münster. Zusätzlich verfügen die Träger bereits über Erfahrungen im Bereich 
der flexiblen Betreuung durch die Teilnahme an dem Modellprojekt ExtraZeit. 
Der Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH fügt seiner Bewerbung ein en „let-
ter of intent“ des Vorhabenträgers CM Immobilien hinzu, in dem die CM Immobilien die Träge r-
schaft des Deutschen Roten Kreuz Münster empfiehlt. Diese Befürwortung des Investors kann 
jedoch nicht als Kriterium für die Vergabe einer Einrichtung berücksichtigt werden.

- 17 - 
 
V/0787/2015 
Der Christliche Verein junger Menschen Münster Sozialwerk gGmbH verweist auf weitere Planu n-
gen im Zusammenhang mit dem Standort der Kita Alte Mauritzschule. Das Amt für Kinder, Jugend-
liche und Familien ist mit allen Beteiligten bezüglich ei ner weiteren Nutzung dieses Standortes im 
Gespräch. Sobald dauerhafte Perspektivp lanungen für diesen Standort entscheidungsreif sind, 
wird den politischen Gremien hierzu berichtet werden.  
 
Der Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH  bietet mit einem Trägeranteil 
von 2,5% den höchsten Trägeranteil in Verbindung mit umfassenden Synergien an.  
Unter dem aktuellen Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit des Haushaltes der Stadt Müns-
ter ist dieser hohe Trägeranteil, in Verbindung mit den umfa ssend erfüllten Kriterien, entsche i-
dungsleitend für die Vergabe der Trägerschaft der Kita am Bohlweg.   
 
 
4.3. Kita an der Josef-Beckmann-Straße 
 
Der Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH ist in Münster als Träger von Kin-
dertageseinrichtungen bekannt und geschätzt. Er hat umfangreiche Konzepte vorgelegt, die die 
hervorragende Tätigkeit darlegen. Er beteiligt sich in Kooperation mit dem Amt für Kinder, Jugend-
liche und Familien an der Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung in Münster. 
 
Der Träger Arbeiter -Samariter-Bund, Regionalverband Münsterland e.V. ist in Münster b ekannt 
und geschätzt, jedoch bislang nicht im Kitabereich tätig. Er möchte sich neu an diesem Aufgabe n-
bereich beteiligen. 
 
Der Träger Arbeiter Samariter Bund, Regionalverband  Münsterland e.V. bietet einen Träge ranteil 
von 4% an.  
Unter dem aktuellen Gebot der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit des Haushaltes der Stadt Müns-
ter ist die hohe Differenz im Trägeranteil der beiden Bewerber entscheidungsleitend für die Verg a-
be der Trägerschaft der Kita an der Josef-Beckmann-Straße.   
 
 
5. Fazit 
 
Die Verwaltung schlägt daher abschließend vor,  
 
 dem Träger OUTLAW Gesellschaft für Kinder - und Jugendhilfe gGmbH  die Träge r-
schaft für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße, 
 
 dem Träger Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH die Trägerschaft für 
die Kindertageseinrichtung am Bohlweg und 
 
 dem Träger Arbeiter Samariter Bund, Regionalverband Münsterland e.V. die Träger-
schaft für die Kindertageseinrichtung an der Josef-Beckmann-Straße 
 
 
zu übertragen. 
 
Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtungen ein Träger gefunden, 
so dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden 
können. 
Das Verfahren zeigt das Interesse fre ier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser Stadt.  
Gleichzeitig zeigt das Verfahren auch, dass neue Träger mit einem hohen Tr ägeranteil bereit sind, 
sich zu engagieren. 
Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem eine hohe Fachlichkeit der Träger, d ie sich a b-
schließend für eine Trägerschaft verbindlich beworben haben.

- 18 - 
 
V/0787/2015 
Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus fünf Bewerbern für drei Standorte unter Würd i-
gung der Fachlichkeit und Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Dabei ist nicht nur ein 
Kriterium ausschlaggebend gewesen, sondern auch die standort- und trägerbezogene Auswertung 
der Kriterien. Mit dem Vorschlag der Verwaltung wird weiterhin eine Trägervielfalt in Münster s i-
chergestellt.  
 
 
 
 
I. V. 
 
Gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtrat 
 
 
Anlagen: Bewerbungsschreiben und Konzeptunterlagen der Träger 
 
1. Arbeiter Samariter Bund Regionalverband Münsterland e.V., Gustav-Stresemann-Weg 62, 
48155 Münster 
○ für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße, Hiltrup 
○ für die Kindertageseinrichtung an der Josef-Beckmann-Straße, Kinderhaus 
 
2. Christlicher Verein junger Menschen Münster, Merschkamp 23, 48155 Münster 
○ für die Kindertageseinrichtung am Bohlweg, Innenstadt 
 
3. Deutsches Rotes Kreuz Münster Sozialwerk gGmbH, Zumsandestraße 25/27, 48145 Münster 
○ für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße, Hiltrup 
○ für die Kindertageseinrichtung am Bohlweg, Innenstadt 
○ für die Kindertageseinrichtung an der Josef-Beckmann-Straße, Kinderhaus 
 
4. Educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH, Alter Markt 36-42, 50667 Köln 
○ für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße, Hiltrup 
 
5. OUTLAW Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH, An der Germaniabrauerei 6-8, 
48159 Münster 
○ für die Kindertageseinrichtung an der Malteserstraße, Hiltrup

Anlage 1.3 Angebot ASB Josef-Beckm.-Str.

1575 Zeichen

222 Wirhelfen © NSY,
;:,hier-und jetzt:

Arbeiter-Samariter-Bund

Regionalverband
Münsterland e.V.

ASB-RV Münsterland e.V. - Gustav-Stresemann-Weg 62 : 48155 Münster

Stadt Münster Gustav-Stresemann-Weg 62
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 48155 Münster
Zentrale: 0251 / 2897 - 0
Hafenstraße 30 Fax: 0251 12897 - 219
48153 Münster Verwaltung: 0251/2897 - 100
» Fax: 0251 / 2897 - 119
Mail: info@asb-muenster.de
Internet: www,asb-muenster.de
Ihr Zeichen Unser Zeichen Telefon Durchwahl Datum
51 12 0022 0251-2897-301 22.09.2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

bezugnehmend auf unser Gespräch vom 01.09.2015 teilen wir Ihnen verbindlich mit das wir
unser Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung

Kinderhaus Josef-Beckmann-Straße aufrechterhalten.

Für den Betrieb dieser Kindertageseinrichtung erklären wir verbindlich Trägeranteile von 4%
zu übernehmen.

Für Rückfragen steht Ihnen Frau Martina Brosch unter der oben genannten Durchwahl
gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüße

irk Winter
Geschäftsführer
Bank für Sozialwirtschaft BIC: BFSWDE33XXX / IBAN: DE28 3702 0500 0007 2723 00
Sparkasse Münsterland-Ost BIC.: WELADED1MST / IBAN: DE67 4005 0150 0000 2903 38 D
Steuernummer: 336 / 5754 / 4041 - IK-Nummer: 500 552 690 MIGUEL Mm
Vorstand ($ 26 BGB): Andr& Weber (Vorstandsvorsitzender), Clemens Schröder (stellv. Vorsitzender), MIBARITATISCHEN
Ingo Schild (Technischer Leiter), Alexander Schmidt (Finanzvorstand), Dr. Thorsten Klüsener {Regionalverbandsarzt) Kerr

- eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Münster: VR 3984 -

Anlage 4.2 Konzept Educcare Malteserstr

60703 Zeichen

Kurzkonzept 
 
 
educcare Bildungs- und Betreuungskonzept  
Kurzfassung für Eltern

2

3    
INHALT  
 
 
1. educcare – Selbstverständnis und Verantwortung    
1.1 Zweites Zuhause für Kinder und Eltern    8 
1.2 Elementare Bildungseinrichtung    9 
 
2. Erziehungs- und Bildungsziele    
2.1 Definition und Verständnis   10 
2.2  Schatzkiste der Kompetenzen  10 
2.3 Klassische Bildungsbereiche  15 
 
3. Wege zum Ziel       
3.1 Wie Kinder die Welt erfassen  22 
3.2 Methodisches Vorgehen   25 
3.3 Exkurs – eine von vielen Möglichkeiten  29 
 
4. Wege sicherstellen    
4.1 educcare Bildungskindertagesstätten –  
     Qualität und Gewissheit   30 
4.2 educcare als Träger –  
      Verbindlichkeit und Sicherheit  34 
4.3 educcare und Eltern – 
      gemeinsam Verantwortung tragen  36 
 
5. Dynamik der Konzeption   37 
 
6. Kontakt und Verantwortlichkeiten   38

4    
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
               EIN KIND IST,  
              WAS IN IHM STECKT

5    
EINIGE WORTE VORWEG  
Kinder sind Forscher, Erfinder, Entdecker, Dichter,  Musiker und Maler, Wortak-
robaten und Philosophen, Physiker und Mathematiker.  Sie stellen eine Menge 
an, ihren Wissensdurst zu stillen und stürzen sich mit Wagemut und einge-
schaltetem Turbo in das tägliche Abenteuer der Entd eckung ihrer Welt. Eine 
Vorstellung von Ursache und Wirkung erhalten bereit s Säuglinge, wenn sie 
eine Rassel durch Strampeln in Bewegung bringen. Wa hre Höchstleistungen 
vollbringen sie, aus den unzähligen Lauten der ande ren sinnvolle Silben- und 
Wortkombinationen zu erfinden. Vergnüglich kommenti eren sie Flugbahnen 
und Fallgeschwindigkeiten, wenn sie Dinge durch die  Gegend werfen. In ihren 
Köpfen führen Versuch und Irrtum zu immer neuen Her ausforderungen. 
Spielend sammeln sie Erkenntnisse in der Badewanne zu Schwimmen und 
Sinken und - nicht immer zum Vergnügen der Erwachse nen - zur Wasserver-
drängung. Mit Leidenschaft nehmen sie einen Wecker auseinander oder 
unterziehen die neue Puppe einer dringenden Operati on. Kinder lieben es, 
Dinge in ihre Bestandteile zu zerlegen, sie zu unte rsuchen und aus ihren 
Forschungsergebnissen überraschende und überzeugend e Schlussfolgerun-
gen zu ziehen. Sie demonstrieren uns täglich: „Hier  bin ich und so ist die Welt!“  
Und all dies tun sie ab ihrem ersten Schrei unabläs sig auf ihre ganz individuelle 
Art und Weise – so vielfältig und unterschiedlich w ie Kinder nun mal sind. 
Einfach nicht vergleichbar.  
Dieses Bild vom Kind ist eine Herausforderung für u ns Erwachsene. Es 
verlangt von uns, die Individualität eines jeden Ki ndes bedingungslos anzuer-
kennen und ihr gerecht zu werden. Wir müssen mit ih m ab Geburt auf die 
rasante Entdeckungsreise gehen und gleichzeitig Lie be und Schutz gewähren, 
damit es sich von den „Strapazen“ des Weltentdecken s immer wieder in 
unseren Armen erholen kann. 
Eine großartige und verantwortungsvolle Aufgabe für  alle Beteiligten - für Eltern 
und das educcare Team gemeinsam. 
 
Mit dem vorliegenden educcare Bildungs- und Betreuu ngskonzept möchten wir 
Ihnen unser Verständnis darlegen, welches Bild wir von den Kindern haben, 
welche Bedeutung wir der frühkindlichen Bildung für  eine glückliche und selbst-
bestimmte Zukunft beimessen und welche Verantwortun g wir für uns daraus 
ableiten. 
Damit wollen wir Sie bei der wichtigen Entscheidung  unterstützen, ob educcare 
der richtige Partner für Ihr einzigartiges Kind und Sie ist.  
 
 
 
Hier bin ich und so  
ist die Welt

6    
1 EDUCCARE - SELBSTVERSTÄNDNIS UND VERANTWORTUNG  
 
Kinder, Eltern, Erzieherinnen, engagierte Arbeitgeb er sowie  innovative 
Jugendämter stellen berechtigterweise hohe Anforder ungen an Kindertages-
stätten. Diese Anforderungen begründen unser Selbstverständnis: 
 educcare Bildungskindertagesstätten sind für Kinde r und Eltern ein 
zweites Zuhause 
 sie verstehen sich als elementare Bildungseinricht ung 
 sie unterstützen Eltern partnerschaftlich bei der Erziehung und der 
Vereinbarkeit von Beruf und Familie  
 sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Aufwert ung und 
Weiterentwicklung des Erzieherinnenberufes 
 sie tragen gesellschaftspolitische / gemeindliche Verantwortung  
 
Das den educcare Bildungskindertagesstätten zugrund eliegende Bildungs- und 
Betreuungskonzept basiert auf dem aktuellen Stand d er Bildungsforschung und 
der besten Praxis in nationalen und internationalen  Kindertagesstätten. Dies 
bedeutet, dass die Bestandteile des Konzeptes wisse nschaftlich gesichert und 
in der Praxis erfolgreich erprobt sind. Theoretisch e Grundlagen bilden z. B. 
aktuelle entwicklungspsychologische 
 und lerntheoretische Erkenntnisse aus 
der Neurobiologie und Neurophysiologie sowie aus de n Erziehungswissen-
schaften.    
 
Die Tatsache, dass Kinder zwischen 2.500 und 10.000  wache Stunden bis zur 
Einschulung in der Tagesstätte verbringen und in ih ren ersten sechs 
Lebensjahren vielfältige und in Teilen einmalige En twicklungsmöglichkeiten 
und –chancen haben, unterstreicht die Notwendigkeit  fundierter Praxis.  
Wir verstehen die Vorschulzeit ausdrücklich als prä gende Bildungszeit und 
schätzen sie in ihrer Bedeutung für das spätere Leb en und Lebensglück 
mindestens ebenso hoch ein wie die darauf folgenden (Bildungs)Jahre. 
Gerade vor dieser Bedeutung setzt sich educcare – u nterstützt von seinem Bei-
rat – für einen Zugang unabhängig von Herkunft, Ein kommen und Religion ein. 
Hochwertige Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten  müssen allen Kindern 
offen stehen.  
 
 
 
 
 
Die Tatsache, dass 
Kinder bis zu 10.000 
Stunden in der Tages- 
stätte verbringen 
unterstreicht die Not- 
wendigkeit fundierter 
Praxis 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hochwertige Bildungs- 
und Entwicklungs-
möglichkeiten müssen 
allen Kindern 
zugänglich sein

7    
Das educcare Konzept ist ein verbindlicher Orientie rungsrahmen für die 
pädagogische Arbeit in der einzelnen educcare Bildu ngskindertagesstätte. 
Damit wird Sicherheit für alle Beteiligten erzeugt – für Kinder und Eltern, für 
Erzieherinnen und für den Träger.  
Beispiele für die Verbindlichkeit sind die laufende  Beobachtung und Dokumen-
tation der Entwicklung eines jeden Kindes, der kont inuierliche Austausch mit 
den Eltern über die individuelle Entwicklung und di e pädagogischen Angebote 
sowie auf Mitarbeiterseite regelmäßige Entwicklungs gespräche und intensive 
Fort- und Weiterbildung. 
 
Dem einzelnen engagierten educcare Bildungskinderta gesstättenteam wird 
damit eine solide Basis für eine professionelle päd agogische Arbeit geschaffen. 
Die Umsetzung und Ausgestaltung der Arbeit, d.h. An passung an die 
spezifischen Gegebenheiten vor Ort, liegt bei eben diesem Team 
. Damit 
ermöglicht das Konzept den notwendigen Freiraum, de r genutzt werden kann 
für Individualität, Flexibilität und Kreativität. 
 
Zur Verwirklichung dieser Vorstellungen bedarf es –  gemäss des partnerschaft-
lichen Verständnisses - von den beteiligten Eltern dreierlei:  
 des gemeinsamen aktiven Gestaltens mit dem educcar e Team 
 der umgehenden und offenen Rückmeldung, sofern etw as besonders gut 
läuft oder verbessert werden kann 
 der anfänglichen Geduld, da wir hier gemeinsam etw as Neues aufbauen 
und dies aufgrund der Komplexität seine Zeit benötigt  
 
 
Ein verbindlicher 
Orientierungsrahmen  
bedeutet Sicherheit 
für alle Beteiligten

8    
1.1 Zweites Zuhause für Kinder und Eltern 
 
Der Duft von Äpfeln, die Schmusedecke, auf einem Sc hoß einschlafen, Opas 
Sessel, mit jemandem Gespenster vertreiben oder zum  Mond fliegen, eine 
Kissenschlacht, ein englisches Schlaflied, ein ital ienischer Reim, durchgekitzelt 
werden, jemand, der zuhört, sich ein Loch in die Mü tze freuen, ein großer 
Schokoladenmund, ein Platz für sich allein, trösten de Worte in mein Ohr 
geflüstert, Buchstabensuppe, Lärm machen, träumen, die Lieblingsgeschichte 
dreimal hintereinander hören,  ... 
 
Fügen Sie Ihre eigenen Bilder hinzu und Sie werden sehen: So individuell und 
verschieden sie sind, so einig zeigen sie sich in i hrer (Be)Deutung, was für ein 
zweites Zuhause gefordert und notwendig ist: 
 eine Atmosphäre der Geborgenheit 
 Beachtung, Zuwendung und Anerkennung 
 die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse 
 
Wir gehen davon aus, dass das einzelne Kind nur dan n das Vertrauen und die 
Sicherheit gewinnt, um sich mit der weiteren Welt p ositiv auseinander zu 
setzen, wenn es sich rundherum wohlfühlt und die Ki ndertagesstätte als 
zweites Zuhause empfindet. Dafür übernehmen wir Verantwortung. 
 
Im Tagesstättenablauf  bedeutet diese besondere Aufgabe für uns 
 liebevolle,  individuelle und sorgfältige Eingewöh nung in die neue 
Umgebung „Kindertagesstätte“ für jedes einzelne Kin d sicherstellen  
 täglich herzliche und authentische Begrüßung und V erabschiedung der 
Kinder und Eltern 
 das einzelne Kind so annehmen, wie es ist und es i n seinen Handlungen 
bedingungslos wertschätzen 
 durch die Teilhabe am Geschehen seine Mitwirkung u nd die Übernahme 
von Verantwortung ermöglichen 
 dem Kind eine sichere Ausgangsbasis für die Erkund ung der Welt bieten 
 
 
 
Zuhause ist der Duft von  
Äpfeln, die Lieblings- 
geschichte ...

9    
1.2 Elementare Bildungseinrichtung 
 
Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung, und zwar von Geburt an. 
 
Verstehen wir Bildung als Begriff, der eine bestimm te Qualität von 
Lernprozessen beschreibt, heißt Bildung in educcare Tagesstätten: 
 Selbstbildung – die auch soziales Miteinander, akt ive Anregung und 
Unterstützung benötigt 
 dem Lernen einen persönlichen Sinn geben 
 eigene Wege finden und gehen 
 Denken, Handeln, Fühlen, Werte mit sich und andere n in Einklang 
bringen 
 Selbstbilder und Weltbilder entwickeln und verknüp fen 
 
Kinder sind in hohem Maße lernbegierig und eignen s ich mit dem Einsatz ihrer 
ganzen Person neues Wissen über die Welt an. Sie fo lgen ihrer Neugier und 
bringen in individuellen Bildungsprozessen Handeln,  Empfinden, Fühlen, 
Denken und Werte in für sie sinnvolle Zusammenhänge . Sie sind offen für und 
in Teilen angewiesen auf Lernimpulse von Erwachsene n als auch von anderen 
Kindern. 
 
Sie entwickeln sich mit einer scheinbaren Selbstver ständlichkeit, die uns 
beeindruckt, uns in Atem hält und im gleichen Augen blick herausfordert, es 
ihnen gleich zu tun. Als Weggefährten und Wegbereit er von Kindern stellen wir 
uns gemeinsam der Entdeckung der Welt, muten ihnen Abenteuer, Fragen und 
Antworten zu und erleben ihre Begeisterung an ungla ublichen, phantastischen 
und realen Lösungsideen. Zumuten heißt für uns vertrauen, fordern und fördern 
- nicht überfordern. Es heißt: „Ich weiß, dass du d as schaffst. Und ich bin da.“ 
 
educcare berücksichtigt mit diesem Verständnis das hohe Selbstbildungspo-
tenzial von Kindern und bezieht gleichzeitig die No twendigkeit professioneller 
Begleitung durch Erzieherinnen ein. Kindern Raum zu r Eigenentfaltung zu 
geben, ihrer Einzigartigkeit Rechnung zu tragen und  ihnen vielfältige 
Erfahrungsräume zu öffnen, ist Aufgabe von frühkind licher Bildung und 
Erziehung. Diesem Verständnis von Bildung nicht zu entsprechen bedeutet, 
individuelle Entwicklungsmöglichkeiten einzuschränken. 
 
 
 
 
 
 
Bildung heißt Selbst- 
bildung mit aktiver  
verantwortlicher  
Begleitung

10    
2 ERZIEHUNGS - UND BILDUNGSZIELE  
 
2.1 Definition und Verständnis 
 
Ziele beschreiben grundsätzlich einen angestrebten,  zukünftigen Zustand der 
Entwicklung, Verhaltensweisen oder Tätigkeiten von Kindern. Sie sind Leit-
normen, die auf den Lern- und Erziehungsprozess aus gerichtet sind und sie 
sind Voraussetzung für geplantes und reflektiertes pädagogisches Handeln. 
 
educcare beschreibt Ziele als „Muss“ in der pädagog ischen Arbeit mit dem kon-
sequenten Blick „vom Kind aus“. Ziele sind Vorausse tzung, damit Bildungs-
arbeit, d.h. die Entwicklung von Kindern hin zu wel toffenen, fröhlichen, 
selbstbewussten Menschen sowie zu verantwortungsvol len Mitgliedern einer 
Gemeinschaft, stattfinden und gelingen kann.  
 
Zu sein, was in einem steckt, ist Grundverständnis aller Zielformulierungen. 
 
2.2 Die Schatzkiste der Kompetenzen  
 
Jedes Kind – unabhängig von Kultur, Religion, sozia lem Status - muss die 
Möglichkeit haben, sich umfassend zu entfalten und seine Persönlichkeit sowie 
individuellen Potenziale unbeschwert zu entwickeln.  Vertrauen in das eigene 
Können, Kreativität und die prägenden Erfahrungen v on Selbstwirksamkeit sind 
die angestrebten Grundlagen, die das Kind befähigen , das eigene Leben aktiv 
zu gestalten. Sie fühlen sich sicher durch ein Bewu sstsein der Zugehörigkeit 
und in dem Wissen, dass sie einen wertwollen Beitra g zur Welt darstellen. Die 
Vielfalt der Erfahrungen, der Umgang mit Versuch un d Irrtum sowie die 
Fähigkeit der Selbstmotivation sind ein unschätzbar er innerer Reichtum, auch 
oder gerade in einer schnelllebigen, sich ständig verändernden Welt. 
 
Verstehen wir Kompetenz als eine sich lebenslang fü llende Schatzkiste, finden 
wir in ihr die Gesamtheit an Einsichten und Fertigk eiten, über die ein Mensch 
verfügt. „Einsichten“ bedeutet ein Stück Wirklichke it begreifen und 
„Fertigkeiten“ der aktive Umgang mit ihnen. 
  
 
 
 
 
 
 
 
Zu sein was in einem 
steckt, ist Grund- 
verständnis aller  
Zielformulierungen

11    
Zu den einzelnen „Juwelen“ in dieser Schatzkiste ge hören  
 Lernkompetenzen (das Lernen lernen)  
 und Lebenskompetenzen (die Entwicklung grundlegend er sozialer und 
emotionaler  Fähigkeiten) 
 
sowie die „Perlen“ aus den klassischen Bildungsbere ichen  
 Bewegung und Körpererfahrung 
 Sprache und Kommunikation 
 Kunst und Musik 
 Natur und ihre Phänomene 
 Medien und Technik

12    
2.2.1 Das Lernen lernen  
Kinder jeden Alters finden täglich neue Wege, in di e Welt des Wissens 
aufzubrechen. Das, was vorrangig spielerisch ersche int, wird bei näherer 
Beobachtung systematisch, konzentriert und 
 unbeirrbar konsequent. Der 
„heilige Ernst“, mit dem Kinder lernen und ihre - m itunter widersprüchlichen - 
Erfahrungen in neuen Zusammenhängen anwenden, finde t sein Gegenüber im 
mit-forschenden, mit-konstruierenden Erwachsenen . Die individuellen „Wege 
des Lernens“ stellen eine eigene Qualität dar, sind  niemals falsch oder 
unvollständig und auch keine „Primitivform“ des erw achsenen Denkens. Sie 
geben Einblick in die Art und Weise, wie Kinder ler nen und ihre Eindrücke nach 
außen tragen. Im Wechselspiel mit dem begleitenden Erwachsenen finden die 
Kinder heraus, dass sie lernen, was sie lernen, wie  sie lernen und wie sie es 
sinnbringend nutzen können. 
 
Auf lernmethodische Kompetenz zurückgreifen zu könn en bedeutet, sich auf 
neue Situationen, veränderte Anforderungen und/oder  Rahmenbedingungen in 
Alltags- und später im Berufsleben kurzfristig eins tellen zu können und kreativ 
zu (re)agieren.  
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 Unterstützung individueller Lernformen und -wege 
 Fähigkeit, das eigene Lernen einzuschätzen und erf olgreich 
anzuwenden 
 Wissen zu erwerben und zu organisieren 
 Entwicklung von Handlungsstrategien 
 Fähigkeit, Wissen und Erfahrungen kreativ zur Lösu ng von Problemen 
einzusetzen 
 
Eine effiziente und nachhaltige Vermittlung dieser Kompetenzen setzt 
voraus, dass  Kinder Wissen von Anfang an in lebens nahen, sozialen und 
fachübergreifenden Kontexten erwerben und anwenden können. 
Schwerpunkte der ersten Lebensjahre bilden die Entf altung aller Sinne, 
Wahrnehmung und Bewegung. Erfahrungen mit der Leben sumwelt, und 
Selbsterfahrung in sozialen Bezügen sind eingebette t in ganzheitliche 
Lernangebote. Dies findet eine besondere Ausprägung  in internationalen 
Kindertagesstätten, deren tägliche Arbeit die versc hiedenen Kulturen,  die 
in der Einrichtung vertreten sind, einbindet und widerspiegelt.  
 
Die individuellen Wege 
des Lernens sind eine 
eigene Qualität

13    
2.2.2 Lebenskompetenzen (Ich-sein-wollen und Du-sein-können)  
 
Kinder benötigen grundlegende Kompetenzen im sozial en und emotionalen 
Bereich, um besonderen Anforderungen gewachsen zu s ein. Der Entwicklung 
von „Lebenskompetenzen“ ist eines der zentralen Zie le, Kinder nicht nur im 
Hier-und-Jetzt zu unterstützen, sondern sie auch au f ein Bestehen in der 
„Gesellschaft von morgen“ vorzubereiten. 
 
Entwicklung von Lebenskompetenzen richtet sich auf individuumsbezogene 
Kompetenzen (persönlich, kognitiv, emotional) und  Kompetenzen zum 
Handeln im sozialen Kontext. 
Einen besonderen Schwerpunkt bilden interkulturelle  Erziehung und 
Beteiligung von Kindern als Lernfeld für gelebte De mokratie (z. B. 
Kinderkonferenzen). 
 
Die Entwicklung interkultureller Kompetenz betrifft Kinder und Erwachsene.  
Sie ist Grundlage für ein konstruktives und friedli ches Miteinander von 
Individuen, Gruppen und Gruppierungen mit unterschi edlichen kulturellen und 
sprachlichen Traditionen. Anders-Sein als Chance un d Bereicherung 
anzuerkennen ist notwendig zur Entwicklung einer kulturellen Identität.  
Wir verstehen interkulturelle Kompetenz als komplex en Entwicklungsprozess, 
der auf verschiedenen Ebenen – Wissen, Einstellunge n, Emotionen und 
Handlungen - angesiedelt ist. Er lässt Widersprüche  zu und befähigt durch den 
Wechsel der Perspektiven, mit verschiedenen Erwartu ngen und Normen 
konstruktiv umzugehen. Kinder entwickeln ein Bewuss tsein für unterschiedliche 
Lebensformen und für selbstverständliches Zusammenl eben unterschiedlicher 
Kulturen. 
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 Entwicklung bzw. Verstärkung eines positiven Selbs tkonzeptes (positive 
Selbsteinschätzung, Selbstvertrauen und -wirksamkei t, kulturelle 
Identität) 
 Fähigkeit zur Selbstregulation (eigene Fähigkeiten  und Möglichkeiten 
nutzen, etwas ausdenken und verwirklichen, sich ent scheiden und 
organisieren, zurückblicken können ...) 
 Soziale Fähigkeiten (Verantwortungsbewusstsein und  –übernahme für 
sich selbst, für andere, für Natur und Umwelt, geschärftes Bewusstsein  
 
 
 
 
Die Entwicklung von 
Lebens-kompetenz ist 
die Voraussetzung für 
das Bestehen in der 
Zukunft

14    
für kulturelle Unterschiede, Kontakt mit den eigenen Gefühlen und 
Erlebnissen, Einfühlungsvermögen und Perspektivenwechsel, stabile 
emotionale Beziehungen zu Bezugspersonen, positive Beziehungen zu 
Gleichaltrigen, Interessen zurückstellen und kooperieren können ...)  
 Kommunikations- und Konfliktfähigkeit (Nutzung ver baler und non-
verbaler Ausdrucksformen, zuhören, erzählen, eigene Ideen zum 
Ausdruck bringen, konstruktives Denken, Problembewusstsein, Konflikte 
gewaltfrei bewältigen, Mehrsprachigkeit...) 
 Kreativität und Explorationslust (gedankliche und gestalterische 
Spielräume einsetzen, Blickwinkel verändern, Positi onen wechseln, 
etwas herausfinden, hinterfragen und auf den Grund gehen können...)

15    
2.3 Klassische Bildungsbereiche 
 
2.3.1 Von der Stelle kommen  
(Bewegung und Körpererfahrung) 
 
Kinder entdecken und erforschen ihre Umwelt, indem sie sich bewegen. Sie 
erhalten zahlreiche Informationen über die Sinnessy steme und den Körper und 
machen dadurch Erfahrungen über sich selbst und ihr e Umgebung. Sie erleben 
durch ihre Aktivität, dass sie imstande sind, etwas  zu leisten und etwas zu 
bewirken. Sie erfahren, dass sie durch körperliche Handlungen Selbstständig-
keit und damit auch Unabhängigkeit erreichen können.  
Bewegung und Wahrnehmung sind die ersten Instrument e zur Bildung des 
Selbstkonzeptes und mithin auch die prägendsten Erf ahrungen für die 
Identitätsentwicklung. Damit ist Bewegung nicht nur  Grundvoraussetzung für 
eine körperliche Entwicklung, sondern auch für die geistige und emotionale 
Entfaltung. 
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
Die Förderung der Grobmotorik umfasst unter anderem  
 Entwicklung des Körperschemata (den eigenen Körper  spüren und 
wahrnehmen, sich seiner Relation zur Umwelt bewusst  sein, innere 
Empfindungen spüren...) 
 Einsatz und Steuerung des Körpers in unterschiedli chen Situationen (Ko-
ordination verschiedener Körperteile, Anspannung-En tspannung, zielge-
richteter Einsatz der Muskulatur, balancieren, den Ball werfen, rückwärts 
laufen...) 
 
Die Förderung der Feinmotorik umfasst unter anderem  
 Förderung der Fingerfertigkeit / Handgeschicklichk eit (gezieltes be-
wegen, greifen-loslassen, Handhabung unterschiedlic her Gegenstände 
und Materialien, Klavier spielen, jonglieren, beidh ändig zeichnen, 
Mandelsplitter auf einem Kuchen dekorieren....) 
 Auge-Hand-Koordination (einen Faden in die Nadel f ädeln, Flüssigkeit in 
unterschiedliche Gefäße schütten, einen Ball aus der Luft fangen...) 
 Vorfreude auf alles, was ein Mensch lebenslang han dhaben kann 
 
 
 
 
 
Bewegung und Wahr-
nehmung sind die 
ersten Instrumente zur 
Bildung des 
Selbstkonzeptes

16    
2.3.2 Spielzeug Sprache 
(Kommunikation und Sprache) 
 
Kommunikation umfasst die verbale und auch die nonv erbale Kommunikation, 
wie Gestik, Mimik, Körpersprache, Tonfall, Rhythmus . Besonders im frühen 
Alter der Kinder besitzt die nonverbale Kommunikati on eine nochmals 
gesteigerte Bedeutung.  
 
Dem Kind vermittelt sich die Sprache (solange es no ch nicht lesen und 
schreiben kann) nur über das Ohr. Es sind die Wörte r der anderen, die das 
Kind wahrnimmt und nachahmt. Es versucht, die Bedeu tung zu verstehen und 
ihren Gebrauch zu übernehmen. Es brabbelt und lallt  nach, bis es irgendwann 
das erste Wort formt. Damit hat Spracherwerb als „P roduktion von Lauten“ 
etwas Spielerisches, Experimentelles und in gleichem Maße Sinnstiftendes. 
 
Sprache als ein Mittel der Kommunikation erfordert ein komplexes 
Zusammenspiel geistiger und motorischer Fähigkeiten: 
 die Sprache ist eine motorische Höchstleistung. Si e ist demnach 
Bewegung 
 sie ermöglicht Verständigung 
 sie erweitert körpersprachliche Möglichkeiten wie Gebärden, Mimik und 
Gestik. Sprache macht unabhängig von Raum und Zeit 
 Sprache ermöglicht es, unsere Gedanken zu zentrier en und uns mit 
einer Sache besonders auseinander zu setzen. Sprach e steuert, lenkt 
und zentriert die Aufmerksamkeit 
 Sprache ermöglicht es, über unsere eigene Person, unser Denken, 
unser Handeln und seine Auswirkungen nachzudenken. Sprache schafft 
bewusstes Sein -  Bewusstsein 
 Sprache fasst zusammen, ermöglicht Assoziationen u nd Generali-
sierungen. Sprache strukturiert das Denken – die Ko gnition 
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 Korrekter, bewusster und kritischer Umgang mit der  deutschen 
Sprache und - in einigen educcare Tagesstätten - ei ner zweiten 
Sprache  
 Vergrößerung des allgemein angewandten Wortschatze s 
 
 
Sprache ermöglicht 
Verständigung und 
schafft bewusstes Sein

17    
 altersgemäße grammatikalische Kompetenz  
 Stärken des einzelnen Kindes in seiner Beziehung z ur Welt (Erfahrungen 
und Gedanken verbal ausdrücken und andere verstehen können) 
 
Sprache ist – im Unterschied zu Krabbeln, Laufen, K lettern, ... – die einzige 
Fähigkeit die nur im beständigen, unmittelbaren Kon takt zu einem Menschen 
gelernt und verfestigt werden kann. Kinder finden i n educcare Tagesstätten 
daher gute Vorbilder, die sie freundlich und anerke nnend unterstützen, ihre 
Sprechfreude anregen, Artikulation, Wortschatz und Grammatik durch ihre 
Sprechweise vermitteln und Kritik sowie Nichtachtung vermeiden. 
 
Bilingualität – Let’s have some fun .… Bienvenue   …  Merhaba .... 
Eine zweite Sprache ist ein Geschenk. Sie schafft Z ugang zu anderen 
Menschen und Kulturen. Sie ist der Anfang von Inter nationalität. Gerade in den 
ersten Lebensjahren sind die Möglichkeiten eines sp ielerischen Spracherwerbs 
so gut wie nie wieder. Dies gilt es den Kindern zu ermöglichen.  Ferner 
eröffnen gute Sprachkenntnisse den Menschen Chancen  in der persönlichen 
Entwicklung.  
 
Im Kindergartenalter ist es eine Hauptaktivität der  Kinder neue Worte, Sätze 
und Wendungen zu entschlüsseln. Damit stellt das Le ben in der Tagesstätte 
auch für den Zweitspracherwerb eine ideale Vorausse tzung dar. Gelernt wird 
im sog. „Sprachbad“, durch Hören, Nachahmen, beglei tende Aktivität.  
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 spielerisches natürliches Kennenlernen, Verstehen und Gebrauchen der 
zweiten Sprache 
 Zweitspracherwerb nach den selben Prinzipien wie d as Erlernen der 
ersten Sprache  (Verständnis der Situation durch die Aktivität) 
 Unterstützung des Selbstbildungspotenzials von Kin dern, indem kreative 
Strategien der Kinder aufgegriffen werden, die es i hnen erleichtern, sich 
im „Dschungel“ fremder Laute und Worte zurechtzufin den 
 ausschließliche Nutzung von Fähigkeiten, über die Kinder ohnehin 
verfügen 
 
 
 
 
 
 
 
 
Eine zweite Sprache 
schafft Zugang zu 
anderen Menschen  
und Kulturen

18    
2.3.3 Manchmal fliegt eine Kuh vorbei  
(Kunst und Musik) 
 
Kinder kommen mit einer Fülle von Phantasie und Vor stellungskraft auf die 
Welt. Ihre Entwicklung lebt von Sinneserfahrungen u nd ist eng verknüpft mit 
dem Drang nach Ausdruck, Gestaltung und Kommunikation. 
Der Aufbau von musischen und künstlerischen Fähigke iten ist ästhetische 
Bildung. Sie schafft Vertrauen zu sich selbst und d urch das musische 
Zusammenspiel auch zu anderen Kindern.  
 
Vor diesem Hintergrund räumen educcare Tagesstätten  den Kindern den 
größtmöglichen Spielraum für die eigene Phantasie e in. Sie stellen den Kinder 
Materialien bereit, mit denen sie wirklich gut arbe iten können und schaffen 
ihnen den Platz, der ihrem kindlichen Bedürfnis nac h persönlichem Ausdruck 
und raumgreifender Aktivität Rechnung trägt. Kunst und Musik als „Sprache der 
Emotion“ ist ein schöpferischer Prozess, in dem die  Kinder Empfindungen, 
Gefühlen, Beziehungen, Problemen, vorübergehenden T heorien, Ideen von 
etwas Möglichem wie offensichtlich Unmöglichem Gestalt geben.  
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 aktives gestalterisches Lernen  
 genussvolles Spiel mit Zeichen, Symbolen, Farben, Formen, Materialien, 
dem eigenen Körper... 
 experimenteller Umgang mit unterschiedlichen Ausdr ucksformen 
 Spuren hinterlassen 
 Entwicklung einer persönlichen Bildersprache (auf Papier, in Ton/Stein, 
aus Klang, als Bewegung...) 
 Erweiterung der Lebenskompetenzen 
 
In besonderer Weise werden die Sinne unterstützt. D ie integrative Kunst- und 
Musikförderung betrifft  
 
 den Gehörsinn (z. B. Fähigkeit Laute differenziert  zu hören, Entwicklung 
von Sprachrhythmus und -melodie) 
 den Sehsinn (z. B. Raumorientierung, Wahrnehmung v on Strukturen, 
visuelles Gedächtnis) 
 
 
 
Mit Phantasie über-
fliegen Kinder Grenzen, 
mit Ihren  Erfahrungen 
sammeln Sie Wissen an, 
aus der Verknüpfung 
ziehen sie tiefe 
Befriedigung

19    
 den Tast-, Spür- und Gleichgewichtssinn (z. B. Bew egungswahrnehm-
ung, taktile Wahrnehmung, Orientierung und räumlich es Vorstellungs-
vermögen) 
 
Kreative Medien haben in educcare Tagesstätten eine n hohen Stellenwert. Sie 
verbinden Spaß, Genuss und Erkenntnisgewinn auf bes ondere Weise. Mit Ihrer 
Phantasie überfliegen Kinder Grenzen, mit ihrer Erf ahrung sammeln sie 
Wissen an, aus der Verknüpfung ziehen sie tiefe Befriedigung.  
Und machen (von) sich ein neues Bild...

20    
2.3.4 Am Anfang ist das Staunen  
(Natur und ihre Phänomene) 
 
Kinder haben starkes Interesse an Fragen und Antwor ten aus dem Bereich der 
Natur. Sie wollen die Zusammenhänge ihres lebenswel tlichen Umfeldes 
ergründen. Dieses Interesse gilt es aufzunehmen und  Raum für Entfaltung und 
Ergründung zu schaffen. Den Kindern werden in ihrer  experimentellen 
Forschertätigkeit naturwissenschaftliche Fragen bew usst, aus denen sie mit 
Hilfe der Erwachsenen für sie einleuchtende und nat urwissenschaftlich 
stimmige Erklärungen ableiten. 
 
Ein besonderer Schwerpunkt wird in educcare Tagesst ätten auf den Bereich 
der unbelebten Natur gelegt. Mit der experimentelle n Einführung der 
Phänomene eröffnen sich den Kindern vielfältige Deu tungsmöglichkeiten. 
Staunen - als Ausgangspunkt - regt die Neugier an, weckt den „Forschergeist“ 
und unterstützt die Kinder, ihr intuitives Wissen o der die diffuse Kenntnis von 
„etwas“ zu überprüfen. Ihre Deutungen und Erkenntni sse übertragen sie auf 
andere Phänomene, um ihr Wissen weiter aufzubauen. 
 
Die Systematik ihrer Vorgehensweise finden die Kind er in beispielhaften 
Versuchsreihen wieder. Auswahlkriterium für die unt erschiedlichen 
Experimente ist stets das Interesse der Kinder, ihr  (intuitives) Wissen und der 
hohe Alltagsbezug. 
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
Einbettung naturwissenschaftlicher Themen in die pädagogische Arbeit, wie: 
 Lichtspiele und Seh-Abenteuer (Versuche mit Licht und Schatten, 
Linsen, Lupen...) 
 Experimente mit Luffffffffffffft (Taucherglocke, L öschen einer Kerze durch 
Sauerstoffentzug, den Wind fangen...) 
 Schwimmen und Sinken (Erfahrungen zur Dichte von S toffen) 
Kraftspiele (Versuche mit Magneten, Kompass, Schwerkraft...) 
 
 
 
 
Staunen ist der Aus-
gangspunkt für 
Forschung

21    
2.3.5 Mit Knopf und Maus ein Stück von Welt  
(Medien und Technik) 
 
Kinder wachsen von Geburt an mit Medien und Technik  auf. Sie zeigen Inter-
esse an Funktionen und Verwendung. Bereits von Anfa ng an begeistern sie 
sich für das Telefon, den 
 Cassettenrecorder oder den Kühlschrank. Ihre ersten  
Kontrollerfahrungen machen sie, indem sie Geräte ei n- und ausschalten, 
Knöpfe drücken und sehen, was passiert. Sie haben u nterschiedlichen Zugang 
zu Fernsehern, Computern und Videospielen und nicht s verschließt sich ihrer 
Neugier. Entsprechend verantwortungsbewusst müssen Erwachsene planen, 
agieren und reagieren. 
 
Kinder verstehen die  Bedeutung unterschiedlicher t echnischer Geräte am 
besten, wenn sie sie als nützliches Werkzeug im All tag erfahren. Radio, CD-
Player, Cassettenrecorder, Telefon, Kamera, PC sind  nur einige Beispiele aus 
der Informations- und Kommunikationstechnik, mit de nen Kinder heute selbst-
verständlich aufwachsen. Medien und Technik müssen als  Bestandteile kind-
licher Erfahrenswelten in die pädagogische Arbeit integriert werden.  
 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 spielerisch-forschender Zugang zu Medien und Techn ik 
 Vermittlung eines sachgerechten, selbstbestimmten und verantwort-
lichen Umgangs mit technischen Geräten und Medien 
 Förderung der Kommunikation und Kooperation durch die gemeinsame 
Auseinandersetzung mit Technik und deren Nutzung 
 Entwicklung altersentsprechender Medienkompetenz i n den Bereichen  
o Druckmedien (Bücher, Zeitungen, Briefe...),  
o Hörmedien (Radio, Cassettenrecorder...) 
o visuelle Medien (Dias, overhead-Projektionen...) 
o audiovisuelle Medien (Fernsehen, Film, Computer... )   
 
 
 
Medien und Technik 
gehören zu den 
Erfahrungswelten 
von Kindern

22    
3 WEGE ZUM ZIEL  
 
3.1  Wie Kinder die Welt erfassen 
 
3.1.1  ALLE SINNE AUF EMPFANG   
Bis zum sechsten Lebensjahr bildet  sich die Grunds truktur der Nervenverbin-
dungen im Kopf eines neuen Erdenbürgers. In den ers ten zwei Jahren wird 
nahezu alles mit allem verdrahtet und im Kopf eines  Säuglings können bis zu 
zwei Millionen neue Kontakte entstehen - und zwar p ro Sekunde. Alle Sinne 
sind ausgerichtet,  die Welt möglichst unmittelbar und umfassend zu erkunden. 
 
Individuelles  Denken und Fühlen bildet sich zwischen dem dritten  und siebten 
Lebensjahr aus. Dann wird im Kopf sortiert. Nervenv erbindungen, die häufig 
gefordert werden, verstärken sich, wenig genutzte V erbindungen werden 
teilweise unwiederbringbar „eingeschmolzen“. So ent stehen und verschwinden 
Möglichkeiten.  
 
Kenntnisse hierüber erachten wir als notwendige Vor aussetzung für hoch-
wertiges pädagogisches Planen und Handeln. Langewei le und Unterforderung 
beeinträchtigen die gesunde Entwicklung des Gehirns.  
 
Lernangebote und Anregungen erfordern darüber hinau s eine enge Anbindung 
an Gefühle. Was nicht berührt, hat keine Dauer. Je mehr Sinne angesprochen 
und miteinander verknüpft werden, umso nachhaltiger  ist der Effekt des 
Lernens und Verstehens, des Behaltens und Erinnerns . Die Abbildung eines 
Feuers beeindruckt kaum, im Vergleich zum praktisch en Tun des 
Feuermachens. Die Flammen zu sehen, die Wärme zu sp üren, den Rauch 
riechen, das Knistern zu hören und vielleicht noch einer Geschichte in der 
Gemeinschaft zu lauschen, bedeutet eine eigene Erlebnisqualität.  
 
 
 
 
 
In einer Sekunde  
entstehen bis zu  
zwei Millionen neue 
Nervenverbindungen 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nur was durch die Sinne 
geht, ist von Dauer

23    
3.1.2 Individualität als erzieherische Herausforderung 
 
Jedes Kind hat innerhalb seines genetischen Rahmens  „sein Entwicklungs-
potenzial“. Diese individuelle Ausprägung schafft d ie Grundvoraussetzungen, 
damit sich Fähigkeiten und Verhaltensweisen ausbild en können.  Um sie zum 
Ausdruck zu bringen, zu erproben und weiter zu entw ickeln, ist die Umwelt 
erforderlich. 
 
educcare Tagesstätten sind „Orte des Lernens und de r Entwicklung“. Sie sind 
aufregende Werkstätten, in denen Kinder - und zwar stets individuell und damit 
dem jeweiligen Entwicklungsschritt und der -geschwi ndigkeit angemessen - 
Selbst- und Weltbilder entwerfen. Sie schöpfen aus einer Vielzahl von 
Möglichkeiten, in der jede Frage und jede Antwort e ine Anregung zum 
Weiterdenken bedeutet.  
 
Es gibt kein Entwicklungsmerkmal, das bei gleichalt rigen Kindern gleich ausge-
prägt wäre. Die Vielfalt bei gleichaltrigen Kindern  entsteht, weil Eigenschaften 
und Fähigkeiten von Kind zu Kind unterschiedlich an gelegt sind und unter-
schiedlich rasch ausreifen. Nicht das Alter ist ent scheidend für die Förderung, 
sondern die individuelle Entwicklung des Kindes. Er ziehung 
 zur Individualität 
bedeutet folglich: Das Kind kann seine Stärken entf alten und lernt, seine 
Schwächen anzunehmen. 
 
Damit Kinder umfassend lernen und sich entwickeln k önnen, finden sie in 
educcare Bildungskindertagestätten eine vorbereitet e, zum Entdecken einla-
dende Umgebung und Weggefährten, die Verantwortung übernehmen für eine 
kindorientierte, individuelle Ausgestaltung der pädagogischen Arbeit vor Ort. 
 
 
Das Kind kann seine 
Stärken entfalten und 
lernt sein Schwächen 
anzunehmen

24    
3.1.3 Exkurs - wie Lernen nicht sein sollte  
 
Es gab einmal eine Zeit, da hatten die Tiere einen Kindergarten. Das 
Bildungsprogramm bestand aus Rennen, Klettern, Flie gen und Schwimmen 
und alle Tiere wurden in allen Fächern gebildet. 
 
Die Ente war gut im Schwimmen, besser sogar als die  Erzieher. Im Fliegen war 
sie durchschnittlich, aber im Rennen war sie ein be sonders 
 hoffnungsloser Fall. 
Da sie in diesem Bereich so schlecht war, musste si e immer wieder rennen, um 
das Rennen zu üben, und durfte nicht mit zum Schwim men gehen. Das tat sie 
so lange, bis sie auch im Schwimmen nur noch durchs chnittlich war. 
Durchschnittlich war aber akzeptabel, deshalb macht e sich niemand Gedanken 
darüber - nur die Ente. 
Das Kaninchen war zuerst im Laufen an der Spitze de r Gruppe, aber es bekam 
einen Nervenzusammenbruch und musste vom Kindergart en 
 abgemeldet 
werden – wegen der vielen Förderstunden im Schwimme n.  
Das Eichhörnchen war Bester im Klettern, aber der E rzieher ließ die 
Flugstunden des Eichhörnchens am Boden beginnen sta tt im Baumwipfel. Das 
Eichhörnchen bekam Muskelkater durch Überanstrengun g bei den 
Startübungen und wurde immer schlechter im Klettern und im Rennen. 
Die mit Sinn fürs Praktische begabten Präriehunde g aben ihre Jungen zum 
Dachs in die Gruppe, als die Bildungskommission es ablehnte, das Buddeln in 
die  Bildungsvereinbarung aufzunehmen.  
Am Ende des Jahres hielt ein anormaler Aal, der gut  schwimmen und etwas 
rennen, klettern und fliegen konnte, die Schlussansprache in zwei Sprachen. 
(Verfasser unbekannt) 
 
 
 
Die Ente musste immer 
wieder rennen, um das 
Rennen zu üben und 
durfte nicht mit zum 
Schwimmen gehen

25    
3.2 Methodisches Vorgehen 
 
 
3.2.1 Spielen, spielen, spielend lernen  
 
Das spielerische Treiben macht  – und das ist wicht ig – für das Kind Sinn.  
Was dem unbeteiligten Erwachsenen oftmals wie ein z ielloses oder will-
kürliches Hantieren mit Dingen und Materialien ersc heint, ist für das Kind eine 
ernste und wichtige Angelegenheit, und zwar unabhän gig von seinem Alter. 
Das Kind arbeitet. Es forscht, probiert aus, unters ucht, spielt mit seinen 
Möglichkeiten. Das Erkunden von Gegenständen über M und, Hände und 
Augen gibt z. B. Aufschluss über Größe, Formen und Eigenschaften. Dem 
wiederholten Herunterwerfen von Dingen kann das The ma „Flugdauer“ 
zugrunde liegen und ein ausdauernd im Kreis laufend es Kind setzt sich 
möglicherweise gerade mit Körper und Raum auseinand er. Wichtig bleibt: die 
Handlung an sich und die Erfahrungen, die das Kind beim Spielen sammelt, 
machen den Sinn seines Spiels aus.  
 
Es übt Verhaltensweisen ein. 
Es erwirbt Fähigkeiten.  
Es eignet sich Wissen an. 
 
Spielen ist universal. Der Ausdruck  des Spiels jedoch ist zeit- und kulturge-
bunden und damit verschieden von Generation zu Generation und von Gesell-
schaft zu Gesellschaft. 
 
Dieses Verständnis schafft die Basis für eine hohe Wertschätzung kindlichen 
Spielverhaltens.  
In educcare Tagesstätten wird der kindliche Spiel- und Erkundungstrieb alters-
entsprechend unterstützt durch: 
 eine Tages- und Zeitstruktur,  
die Raum für „freies“ Spielen ausdrücklich betont 
 ein anregendes Raumangebot,  
das dem Kind ermöglicht, seine spielerischen Aktivi täten frei zu 
wählen, selbstständig aufzunehmen, zu initiieren un d zu 
genießen 
 
 
 
Spielen ist „heiliger 
Ernst“ und unendlicher 
Spaß

26    
 durch „Spielsachen“  
und damit gemeint sind alle Dinge, die sich zum Spi elen 
eignen. Hierfür haben wir die profiliertesten Exper ten an 
unserer Seite: die Kinder 
 durch Erwachsene, die „aktiv mitspielen“, 
indem sie sich - wie im „freien Spiel“ - einlassen und vom Kind 
führen lassen. Initiative und Kontrolle bleiben beim Kind oder 
indem sie - wie in geplanten Angeboten - aktiv Vera ntwortung 
für die Steuerung des Prozesses übernehmen. Die Met hodik 
„Spiel“ wird zur Unterstützung individueller Entwic klungsschritte 
und Interessen oder zur Realisierung von Zielvorste llungen 
genutzt 
 
Während des „freien Spiels“ kommen der Haltung der Erzieherin im Sinne der 
„aktiven Begleiterin“ verschiedene Bedeutungen zu: 
 Sie ist Beobachterin 
Ihre Aufmerksamkeit und ihr „detektivischer Spürsin n“, entspringen 
dem echten Interesse, das Kind näher kennen und ver stehen zu 
lernen. Es gibt keine unwichtigen Fragen oder Theme n, sondern nur 
intensive und sinnvolle Lernprozesse. Was genau int eressiert das 
Kind? Was hat es vor und wie geht es vor? Wie drückt es sich aus? 
 Sie ist „ Weggefährtin und Wegbereiterin“ 
Sie begleitet, agiert, reagiert unter der „Regie“ d es Kindes. Sie mutet 
dem Kind Herausforderungen zu. Sie setzt Impulse un terschiedlicher 
Art, die die Engagiertheit von Kindern fördert und erhöht. Sie belehrt 
nicht. Sie teilt mit dem Kind Interesse und Erstaunen. 
 Sie ist Zuhörerin 
Sie ist da für Kinder, die in unterschiedlichen Sit uationen Rat und 
Unterstützung benötigen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Es gibt keine 
unwichtigen Fragen

27    
3.2.2 Gezielte / strukturierte Angebote 
 
Die Planung konkreter Aktivitäten verfolgt das Ziel , das einzelne Kind und/oder 
eine (Teil)Gruppe im jeweiligen Entwicklungsprozess  zu bestärken. Ein 
besonderes Augenmerk ist dabei gerichtet auf: 
 die Unterstützung individueller Interessen und Stä rken  
 die gezielte Förderung von Entwicklungseinheiten u nd Kompetenzen  
 das Aufgreifen gruppenspezifischer Themen und Unte rstützung der 
Kinder bei der Verwirklichung  
 Beteiligung an Entscheidungsprozesses, Lernen in e iner lebendigen 
Demokratie (z. B. Kinderkonferenzen)  
 die Einbindung präventiver Interventionen (z. B. i n Themen  Motorik, 
Sprache, Gesundheit, Konfliktfähigkeit, Ich-Stärkung...)  
 
educcare hat in seinem Bildungs- und Betreuungskonz ept konkrete Ziele 
festgelegt, die sich aus der Verantwortung für eine  gesunde Entwicklung des 
Kindes ableiten. Der Erwerb bestimmter Lebenskompet enzen und die 
Erfahrungen des Lernens in unterschiedlichen Bildun gsbereichen sollen Kinder 
befähigen, Schritt für Schritt der selbstbestimmten  Gestaltung ihres Lebens 
näher zu kommen.  
Kinder lernen bei educcare in komplexen realen Lebe nssituationen. Daher sind 
Überschneidungen in den Bildungsbereichen notwendig  und gewollt. Gezielte 
Angebote zeichnen sich durch den Direktbezug zu den  Interessen der Kinder 
und durch die Fokussierung auf das aktuelle Thema a us. Ob das Erforschen in 
altersgemischten, in alters- oder entwicklungshomog enen Gruppen stattfindet 
wird je nach Ziel, Thema und Vorkenntnissen entschieden.  
Im pädagogischen Alltag bedeutet dies: 
 das einzelne Kind benennt / die Kinder benennen „i hr“ Thema und er-
fahren die Unterstützung des Erwachsenen auf dem We g der Weiter-
entwicklung und Verwirklichung 
 die ErzieherInnen formulieren ein Angebot aufgrund  von Beobachtung 
und Auswertung 
 die Erzieherinnen formulieren ein Angebot aus den vereinbarten 
Entwicklungs- und Bildungszielen 
  äußere Anlässe (der Bagger vor der Tür, ein Gebur tstag, kulturelle 
Anlässe...) schaffen ein Thema von Interesse und be gründen gezielte 
Angebote 
 
 
 
 
Kinder lernen in 
komplexen realen 
Lebenssituationen

28    
3.2.3 Projektarbeit 
 
In der pädagogischen Arbeit gibt es Ziele, die für alle gelten, aber es gibt kein 
„Programm“, das für alle gleich ist. Projekte, die beim Interesse der Kinder 
gestartet und individuell weiter auf-/ausgebaut werden, sind fester Bestandteil. 
 
Auf- und Ausbau machen deutlich, dass Projekte läng erfristig angelegt sind, 
um eine vertiefende Auseinandersetzung mit den jewe iligen Themen zu 
ermöglichen. Projektarbeit ist ausdrücklich prozess orientiert. Nicht nur das 
Verständnis, die Fertigkeit oder der erstellte Gege nstand stehen im Vorder-
grund, sondern auch der Weg dorthin besitzt höchste Bedeutung.  
 
Dies schließt ein: 
 Untersuchungen (z. B. von Beschaffenheiten, Strukt uren, Größen) 
 systematische Planung (z. B. Entwicklung von Handl ungsstrategien, 
aufeinander aufbauende Arbeitsschritte, Organisatio n von Material, 
unterstützende Ressourcen.... ) 
 Erprobung unterschiedlicher (Lösungs)Wege 
 Abstecher in analoge Bereiche (beispielweise kann ein Projekt „Mein 
Weg zum Kindergarten“ für Kinder interessante Exkur se einbetten z. B. 
zu Licht und Schatten - Sonne, Ampel, Scheinwerfer - zu 
Bodenbeschaffenheiten - Teer, Pflaster, Lehm - zu m athematischen 
Größen und Vorstellungen von Geschwindigkeit... usw.)  
 
Lernen durch forschendes Tun und lernen durch Wisse n finden in Projekten 
eine ideale Ergänzung. 
 
Entsprechend ist die Vorgehensweise der Erzieherinnen in der Projektarbeit ein 
andauerndes, dialogisches Wechselspiel zwischen Kin dern und Erwachsenen. 
Jedes Problem, jede Frage verdient Respekt und Beac htung. Dafür gibt es kein 
vorgeschriebenes Lerntempo. 
 
Die Erziehung von „Welt-Erkundern“ macht jede Erzie herin unweigerlich selber 
zur Forscher- und Entdeckerin. Es gilt zum einem da s Interesse der Kinder 
aufzugreifen und zum anderen - aus der Fürsorgepfli cht heraus - in wichtigen 
Bereichen, die Kinder nicht erkennen können, dieses  Interesse zu erzeugen. 
Das ist mitunter anstrengend, aber der Spaß,  „das gute Gefühl“,  ist - sofern 
man sich darauf einlässt - garantiert, auf beiden Seiten. 
 
Jedes Problem, jeder 
Gedanke, jede Frage 
verdient Respekt

29    
3.3 Exkurs - eine von vielen Möglichkeiten  
 
 
Stellen Sie sich vor, Ihr Kind entdeckt eines Morge ns auf dem Weg zum 
Kindergarten einen Stein.  
Oder einen schillernden Knopf. 
Oder eine Schneckenschleimspur. 
 
Sie kennen das gut. Kinder entdecken unaufhörlich ä ußerst wichtige Dinge. Sie 
forschen, experimentieren, stellen Vermutungen an u nd fragen uns zuweilen 
Löcher in den Bauch. Sie lachen, streiten, versöhne n sich, sind aktiv und voll 
unbändiger Neugier. Mit enormer Energie und unbestr eitbarem Vergnügen 
widmen sie sich der Auseinandersetzung mit ihrer Um welt, mit Menschen und 
Dingen. Ihre Wirklichkeit ist spannend, ihr Ausdruc k vielschichtig. Und Kinder 
überraschen uns - immer wieder neu.  
 
Mit diesem Bild vom Kind leben und lernen Kinder in  den educcare-
Bildungskindertagesstätten, indem wir sie nehmen un d lassen, wie sie sind. 
Darauf haben sie ein Recht. Und es bleibt die ausdr ückliche Verantwortung der 
Erzieherinnen vor Ort, den Kindern auf ihren „eigen willigen“ (Lern)Wegen zu 
folgen, Erfahrungen zu ermöglichen und die Entfaltu ng und Ausschöpfung ihrer 
individuellen Potenziale sicher zu stellen.  
Wir sind überzeugt: Wenn Kinder ihre Vorstellungen in Taten und persönliche 
Werke umsetzen können, verhilft ihnen dies zu einem  großen Glücksgefühl. Es 
bestätigt ihre Zuversicht, auf der Welt zu sein, um sie zu gestalten.  
Diese Vielfalt in ihrem ganzen Ausmaß zu kennen und  als biologische Realität 
zu akzeptieren ist eine grundlegende Voraussetzung dafür, den individuellen 
Bedürfnissen und Eigenschaften der Kinder gerecht werden zu können.  
 
Es ist daher kein Zufall, wenn  
der Stein Ihres Kindes vielleicht die ganze Kindert agesstättengruppe 
schnurstracks zum Steinmetz führt,  
der Knopf plötzlich zum Auge eines Drachens wird,  
die Schneckenschleimspur ausgedehnte Experimente mi t Schmierseife auslöst 
– und dies zum Glück für Sie nicht zu Hause, sonder n in der Tagesstätte.  
 
Und das ist garantiert erst der Anfang...  
 
 
 
 
Wenn Kinder ihre 
Vorstellungen in Taten 
und persönliche Werke 
umsetzen können, 
verhilft ihnen dies zu 
großen Glücksgefühlen

30    
4 WEGE SICHERSTELLEN  
 
4.1 educcare - Bildungskindertagesstätten TM  - Qualität und 
Gewissheit  
 
Gelingen im Umgang mit Kindern bedeutet für uns, wi e Kinder zu sein. 
Unbefangen, neugierig, ausdauernd und selbstkritisc h zu entdecken und zu 
erforschen - und zwar die uns anvertrauten Kinder. Ausgangspunkt bildet daher 
das „verstehen wollen“ der Individualität des Kinde s, dessen Stärken, 
Eigenheiten, Geschwindigkeiten, Potenziale und Ängste.  
Auf der Basis dieser wertvollen Entdeckungen wird d ann die Schatzkiste der 
Kompetenzen für jedes Kind durch individuell passen des pädagogisches 
Handeln gefüllt.  
Das pädagogische Handeln schließt ab mit der konzen trierten und 
selbstkritischen Überprüfung, ob wirklich funktioni ert, was wir erreichen wollten 
und wie wir Dinge verbessern können. Unsere Erfahru ngen sind damit zugleich 
Beginn neuer Entdeckungen. 
 
Um diesen Weg verlässlich und erfolgreich gehen zu können, bestehen bei 
educcare: 
 Strukturen, in denen die pädagogische Arbeit statt findet 
 Prozesse, die die Qualität der pädagogischen Arbei t flankieren 
 ein Umfeld, in das die pädagogische Arbeit eingebe ttet ist 
 
4.1.1 Der Individualität auf der Spur 
Individualität als ein Erfolgsfaktor für Glück und Weiterentwicklung ist 
Ausgangspunkt der Bildungs- und Betreuungsarbeit in  den educcare 
Tagesstätten. Um sie aufzuspüren, zu lesen, zu begr eifen und wirklich zu 
verstehen bedarf es professioneller Vorgehensweisen.  
 
Wahrnehmung und Beobachtung sind daher wichtiges Ha ndlungswerkzeug 
und Entscheidungsbasis bei der pädagogischen Planun g, Lenkung und 
Entwicklung individueller Lernangebote.  
Die Auswertung der verschiedenen Beobachtungen muss  zu einer 
Einschätzung des Kindes führen, wo es in den einzel nen 
Entwicklungsbereichen steht, wo individuelle Intere ssen, Stärken und 
Schwächen existieren.   
 
 
 
 
 
 
Strukturen und  
Prozesse garantieren 
Verlässlichkeit und 
Qualität pädagogischer 
Arbeit

31    
Nahezu täglich treffen ErzieherInnen Entscheidungen , die sich auf Verhaltens-
beurteilungen gründen. Deshalb gehört die Fähigkeit  zum systematischen 
Beobachten und Beurteilen zu den unverzichtbaren Gr undkompetenzen jeder 
pädagogischen Fachkraft in educcare Tagesstätten. D er kollegiale Austausch 
im Team stellt darüber hinaus sicher, dass untersch iedliche Beobachtungen, 
Wahrnehmungen und Sichtweisen in die Beurteilung des Kindes einfließen.  
 
Beobachtung ist in educcare Tagesstätten systematis iert. Dabei wird Beob-
achtung nicht als Kontrolle verstanden, sondern aus drücklich als (Be)Achtung 
dessen, was ein Kind tut, wie es sich verhält, was es sagt. educcare 
Erzieherinnen wollen das Kind in seiner Einzigartigkeit verstehen.  
 
Emotionales Wohlbefinden und Engagiertheit des Kind es sind 
 – entsprechend dem Ziel „zweites Zuhause“ – zu Beg inn vorrangige 
Beobachtungsaspekte. Deren positive Einschätzung is t Grundlage für weiteres 
Lernen und die Formulierung erster differenzierter Bildungsziele. 
 
Die Beobachtungsbögen wurden entwickelt, um Erziehe rinnen zu unterstützen, 
die Entwicklung von Kindern deutlich nachvollziehen  und durch die schriftliche 
Dokumentation laufend überprüfen zu können. Eine ze ntrale Stellung in der 
Beobachtung nehmen die Fragen ein: 
 wo steht das Kind mit seinen individuellen Fähigke iten, Interessen und 
Stärken in den einzelnen Entwicklungsbereichen? 
 entwickelt sich das Kind weiter? 
 welche Folgerungen leiten sich ab für die pädagogi sche Arbeit? 
 
4.1.2 Planen und handeln 
 
Sich auf den Weg machen heißt bei educcare, individ uelle Ausgangs-
situationen mit den pädagogischen Zielen des Konzep tes und den aktuellen 
Notwendigkeiten zu verbinden.  
 
Im Zentrum der Planung steht die „Schatzkiste anges trebter Kompetenzen“. 
Die Aneignung von Fähigkeiten, Wissen, Strukturen, Einstellungen und 
Umsetzungsformen bilden die Grundelemente, an denen  sich Angebote 
orientieren – entsprechend den Standards der Intern ationalen Baccalaureate 
Organisation (IBO). 
Die Fähigkeit zum 
systematischen 
Beobachten und 
Beurteilen gehört zu 
den unverzichtbaren 
Grundkompetenzen 
jeder pädagogischen 
Fachkraft

32    
Die Planung erfordert eine enge Zusammenarbeit der Erzieherinnen 
untereinander als auch verbindliche Schlüsselfragen , die Klarheit über das Ziel 
und die Wege zum Ziel bringen. 
Beispiele solcher Schlüsselfragen sind 
 was wollen wir erforschen, herausfinden, lernen, erreichen? 
 wie können wir überprüfen, dass wir erfolgreich war en? Wie wissen wir, 
was wir gelernt haben? 
 wie können wir es am besten verwirklichen? Wie woll en wir vorgehen? 
Welche Methoden, Medien, Menschen, Orte... unterstützen uns? 
 wie können wir andere daran teilhaben lassen, es fe iern, 
demonstrieren? 
 
Die Kinder sind - entwicklungsentsprechend - in die  Planung aktiv 
eingebunden. Sie erfahren so, dass sie kompetent si nd, dass sie Einfluss 
nehmen, Dinge in Bewegung bringen und Richtungen steuern können. 
Es ist die Bestätigung, mit jeder Ansicht und jeder  Idee wichtig zu sein und 
kleine als auch große Welten gestalten zu können.  
Es ist lebendiges Lernen in einer lebendigen Demokratie. 
 
4.1.3 Reflexion und tatendurstig auf ein Neues 
Die Auswertung der pädagogischen Arbeit bezieht sic h auf den konkreten 
Verlauf des Angebotes, auf methodische als auch per sönliche Kompetenzen 
und die Überprüfung, welche Ziele erreicht wurden. 
 
Rundes Gelingen macht Lust auf Wiederholung. Und we nn das nicht gelingt, 
erhöhen Umwege immerhin die Ortskenntnis und werden  als bedeutsame 
Erfahrung für die nächste, ebenso spannende Forschungsreise gewertet. 
Beides garantiert, zu verstehen wie man lernt. 
  
Beispiele für Schlüsselfragen sind: 
 waren die Kinder engagiert beteiligt? 
 waren die Methoden, Strukturen, Vorgehensweisen angemessen? 
 welche „Juwelen“ aus der „Schatzkiste der Kompetenz en“ waren 
besonders angesprochen? 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Reflexion heißt, Erfolge, 
Umwege und Fehler 
gleichermaßen für neue 
Wege zu nutzen

33    
 was hat am meisten beeindruckt? Was war wichtig? 
 was war von gegenwärtiger, zukünftiger oder exempla rischer 
Bedeutung?  
 welche Entwicklungen sind erfolgt, welche Möglichke iten haben sich 
eröffnet? 
 wie können wir weiter lernen? 
 
 
4.1.4 Dokumentation 
  
 
educcare versteht Dokumentation als „anschaulichen Beweis“ pädagogischer 
Praxis.  Sie bezieht sich auf alle Ebenen der Arbei t als auch auf das einzelne 
Kind. 
 
Für Kinder ist es eine unbändige Lust zu demonstrie ren, was sie gelernt haben. 
Dafür steht ihnen Aktionsraum (Erzählkreis, Atelier , Bewegungsraum...), eben-
so wie Dokumentationsraum (Wände, Regale, „Schau-Fe nster“) zur Verfügung.  
 
Präsentationen in den Räumen der Einrichtung (Werke  der Kinder, Fotos, 
begleitende Texte...)   
 wertschätzen die Kinder in ihrem Tun und ihrer Ent wicklung  
 regen an zu Kommunikation, zu Auseinandersetzung m it Gewesenem, 
zu Wiederholung und Veränderung   
 vermitteln Eltern (und Besuchern der Einrichtung) Anregungen und 
Transparenz  über das Geschehen in der Gruppe 
 spiegeln die vielfältigen Verantwortungen und Aufg aben der 
Erzieherinnen 
 
Ein wichtiges Instrument der Dokumentation der Fort schritte ist das „Ich-Buch“, 
das individuelle Portfolio des Kindes. Hier sind We rke des Kindes, Fotos, 
Episoden, Ergebnisse und „Schritte“ gesammelt, die für das Kind und seine 
Entwicklung von Bedeutung sind. Lernen Kinder ihr „ Ich-Buch“ als eine 
Sammlung von Kostbarkeiten kennen, wählen sie gezie lt aus, was einen Platz 
darin erhalten soll. Entscheidungskriterien sind au sschließlich die persönliche 
Bedeutung des Ergebnisses für das Kind und der Wert, den es ihm zumisst. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dokumentation ist 
Wertschätzung

34    
4.1.5 Aufzeichnungssysteme in der pädagogischen Arbeit 
 
educcare hat ein aufeinander aufbauendes System ent wickelt, das 
Erzieherinnen fortlaufend bei der Dokumentation von  Entwicklung und ihrer 
Auswertung unterstützt:  
 Tagebuchaufzeichnungen erzählen ein Stück Alltag a us spontaner oder 
zielgerichteter Beobachtung 
 Der individuelle Entwicklungsbogen dokumentiert di e altersgemäße 
Entwicklung des Kindes an konkreten, beobachtbaren Fähigkeiten in den 
verschiedenen Entwicklungsbereichen. Er bedeutet fü r Eltern Sicherheit, 
dass alle Entwicklungsschritte ihres Kindes beachtet werden 
 Die schriftliche Einschätzung des Kindes fasst die  individuelle 
Entwicklung, besondere Interessen, Stärken und pote ntielle 
Entwicklungsdefizite des Kindes zusammen und beschr eibt pädag-
ogische Folgerungen und mit Eltern gemeinsam getrof fene 
Vereinbarungen 
 
Die regelmäßige Dokumentation hat darüber hinaus da s Ziel, Kontinuität auch 
bei Personalwechsel sicherzustellen. 
 
 
4.2 educcare als Träger - Verbindlichkeit und Sicherheit 
 
educcare trägt Verantwortung für verlässliche Rahme nbedingungen, die die 
pädagogische Arbeit der Fachkräfte maximal unterstü tzen. Dazu gehören u. a. 
Gruppenstruktur und Strukturen des Tagesablaufs sow ie Raumkonzepte und 
professionelles Personalmanagement. 
 
4.2.1 Familienvergleichbare Strukturen   
educcare verfolgt den Stammgruppenansatz. Das bedeu tet,  jedes Kind hat 
eine feste Gruppenzugehörigkeit und hier stabile Be ziehungen zu Kindern und 
Erzieherinnen. So entsteht ein „familien-vergleichb ares Umfeld“. 
Der Betreuungsablauf in den educcare Bildungskindertagesstätten 
TM  ist entlang 
der elementaren Bedürfnisse der Kinder strukturiert . Durch Bringzeiten, 
Essenzeiten, Entspannungszeiten und eventuelle Schl afzeiten sowie 
Abholzeiten ist die Grundstruktur festgelegt. Sie g ibt Kindern und Eltern 
verlässliche Orientierung und Sicherheit.  
 
 
Laufende schriftliche 
Aufzeichnungen 
schaffen die Basis für  
fundierte Einschätzun-
gen, für Transparenz 
und Sicherheit

35    
4.2.2 Verantwortung für Mitarbeiter  
Begleitung der Kinder in den wichtigsten Bildungsja hren erfordert mehr als 
Intuition - es erfordert absolute Professionalität bei den Erzieherinnen. Dies  ist 
eine Grundvoraussetzung um den Kindern und Eltern g erecht zu werden. Der 
Träger hat - unserer Meinung nach - durch entsprech ende Rahmenbedingun-
gen sicherzustellen, dass diese Professionalität en tstehen und sich permanent 
weiterentwickeln kann.  
Hierzu zählen genaue Auswahl der Kolleginnen anhand  authentischer 
Begeisterung für die Arbeit mit Kindern, dem erkenn baren Willen zur 
Weiterentwicklung, Bereitschaft und Fähigkeit zur S elbstverantwortung sowie 
Ergänzung des Team hinsichtlich Persönlichkeit und pädagogischer 
Schwerpunkte.  
 
Wofür educcare verantwortlich zeichnet:  
 laufende Mitarbeiter-Entwicklungsgespräche mit kla ren Zielen und 
vereinbarten Fortbildungsmaßnahmen  
 intensive Schulung in den für alle Mitarbeiterinne n obligatorischen 
Bereichen: educcare Konzept, Beobachtung, Dokumenta tion, 
Elterngespräche, Angebotsplanung 
 laufendes pädagogisches Coaching durch Träger Fach beratung 
 Möglichkeiten der Mitwirkung bei der Weiterentwick lung der jeweiligen 
educcare Bildungskindertagesstätte 
 Übernahme von übergreifender Themenverantwortung  
 Entlastung von administrativen Tätigkeiten 
 
 
4.2.3 Räume bilden  
Die Räume in den Kindertagesstätten sind als Erfahr ungswelten konzipiert und 
stellen so die Betätigungsmöglichkeiten sicher, die  Kinder für ihre Bildungs-
prozesse brauchen. Sie unterstützen die Eigenaktivi tät von Kindern, Selbstbe-
stimmung und Verantwortung. Mit ihrem hohen Aufford erungscharakter haben 
sie die Funktion eines „dritten Erziehers“. 
Damit entlasten die Räume auch zugleich die „realen “ Erzieherinnen und 
schaffen Ihnen Freiraum für die Beobachtung oder fü r die Durchführung von 
Angeboten.   
 
 
 
Begleitung der Kinder  
in den wichtigsten 
Bildungsjahren 
erfordert mehr  
als Intuition - es 
erfordert absolute 
Professionalität  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Räume als dritter 
Erzieher schaffen 
Freiraum für die realen 
Erzieherinnen

36    
4.3 educcare und Eltern – gemeinsam Verantwortung t ragen 
 
Eltern sind die Experten ihrer Kinder. Sie sind her zlich willkommen und in das 
Leben der Kindertagesstätte und die Arbeit der Erzieherinnen einbezogen. 
Um das einzelne Kind verstehen und fördern zu könne n und ihm in der 
Einrichtung das Gefühl einer zweiten Familie zu ver mitteln, ist die enge und 
vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern eine entscheidende 
Voraussetzung. Erforderliche Basis ist gegenseitige  Akzeptanz und Vertrauen. 
Der unkomplizierte und ehrliche Umgang, das authent ische Interesse an dem 
einzelnen Kind, eine offene Atmosphäre und Zeit sch affen diese Grundlage. 
Der Austausch beginnt bei der Eingewöhnung und setz t sich sowohl „beim 
spontanen Kaffee“ als auch bei den institutionalisi erten Elterngesprächen und –
abenden fort. Die regelmäßigen Elterngespräche zur Entwicklung ihres Kindes 
erfolgen im Abstand von 3 Monaten.  
Verbindlichkeit und absolute Vertraulichkeit gegenü ber gemeinsam getroffenen 
Vereinbarungen ist selbstverständlich. 
 
Eltern sollen sich - wie ihre Kinder - in der Tages stätte wohlfühlen. Bring- und 
Abholzeiten laufen deshalb ohne Stress. Auch Eltern  haben ein Recht, in 
educcare Tagesstätten ein zweites Zuhause zu finden  und Zeiten, sich zu 
entspannen. Mit einer Weinprobe vielleicht zum Elte rnabend, Beteiligung an 
Arbeitsgruppen sowie der Öffnung für den Besuch der  Großeltern soll dem 
zweiten Zuhause für Eltern Rechnung getragen werden. 
 
 
 
Der unkomplizierte und 
ehrliche Umgang, das 
authentische Interesse 
an dem einzelnen Kind, 
eine offene Atmosphäre 
und Zeit schaffen 
gegenseitige Akzeptanz 
und Vertrauen

37    
5 Dynamik der Konzeption 
 
Unsere Konzeption wird laufend überprüft und angepa sst. Sobald gesicherte 
Erkenntnisse über Verbesserungspotentiale vorliegen , fließen diese ins 
Konzept und über ein gesichertes Realisierungsvorge hen auch in die tägliche 
Arbeit ein. 
Die Überprüfung und die nachhaltige Verbesserung er folgen anhand 
bestimmter Prozesse. Akteure sind sowohl interne Mi tarbeiter als auch externe 
Berater und Organisationen. Den Austausch mit den E xperten der 
Jugendbehörden sehen wir ebenfalls als unerlässlich an. 
 
Ferner unterstützt der educcare Beirat die weitere Entwicklung von educcare. 
Den educcare Beirat bilden herausragende Personen, die ein ernstgemeintes 
Interesse an der Zukunft unserer Kinder und unserer  Gesellschaft verbindet. 
Zum jetzigen Zeitpunkt gehören dazu: 
 Prof. Dr. Gisela Lück, Professorin an der Universi tät Bielefeld, mit dem 
Forschungsschwerpunkt Naturwissenschaftsvermittlung im Vorschulalter 
 Fiona Stollmann, engagierte Bürgerin und Initiator in von Bildungs-
projekten für Kinder und Jugendliche 
 Dr. Patrick Adenauer, engagierter Unternehmer 
 Dr. Günter Bulk, Experte für Qualitätsmanagementsy steme  
 Dr. Traugott Schöfthaler, Generalsekretär der UNES CO Deutschland 
 Prof. Dr. Henning Wode, Begründer und langjähriger  Leiter des 
„Zentrums für Mehrsprachigkeit und Sprachkontakt“ d er Universität Kiel

38    
6 Kontakt und Verantwortlichkeiten 
Geschäftsführung:  
Axel Thelen 
Marcus H. Bracht 
 
educcare Bildungskindertagesstätten gemGmbH 
Alter Markt 36 - 42 
50667 Köln 
Fon: 0221/ 46619400 
Fax: 0221/ 46619499 
E-Mail: 
info@educcare.de

Anlage 1.4 Konzept ASB Josef-Beckm.-Str.

42100 Zeichen

Verfasst von: A. Vieren/ M. Brosch 
 
Pädagogische Konzeption    
Arbeiter – Samariter - Bund 
Regionalverband Münsterland e.V. 
 
ASB Kindertageseinrichtung

Seite 1 von 20 
 
Vorwort 
 
Der Arbeiter -Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. ist anerkannter Träger in 
der Kinder - und Jugendhilfe und betreibt mit dieser Einrichtung erstmalig eine 
Kindertageseinrichtung 
Dieses Konzept  wird  bei jeder  Veränderung angepasst. 
 
Konzept  
 
1.0 Träger 
 
Träger der Einrichtung Kindertageseinrichtung………… ist seit dem ……….. der 
 
Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. 
Gustav-Stresemann-weg 62 
48155 Münster 
Tel.: 0251-2897-0 
Fax: 0251-297-118 
Homepage: www.asb-muenster.de 
E-Mail: m.brosch@asb-muenster.de  
 
1.1 Allgemeines Leitbild des Arbeiter-Samariter-Bundes 
 
Der Arbeiter -Samariter-Bund ist eine Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband. Er ist eine 
gemeinnütziger Verein mit Vorsitz des Bundesvorstandes,  dessen Mitglieder die Entwicklung 
mitbestimmen und kontrollieren. 
Der ASB setzt sich aus dem Bundesverband, Land esverbänden sowie Kreis- und Ortverbände 
zusammen. 
Humanitäre und demokratische Grundsätze bilden die Basis der Arbeit des ASB im In - und 
Ausland. 
Der ASB war, ist un d bleibt eine parteipolitische neutrale und konfessionelle ungebundene 
Organisation, die Menschen in Not helfen ohne Ansehen ihrer politischen, rassischen, 
nationalen oder religiösen Zugehörigkeit. 
Da wir eine Einrichtung des Arbeiter -Samariter-Bundes sind arbeiten wir a m Leitbild der 
Gesamtorganisation orientiert. 
 
1.2 Lage 
 
Die Kindertagesstätte liegt im Norden der Stadt Münster im Stadtteil Kinderhaus… 
 
1.3. Aufnahmekriterien 
 
Wir entscheiden bei der Aufnahme nicht nach Nationalität, Konfession, politischer 
Einstellung oder ethnischer Zugehörigkeit. Sondern wir entscheiden bei der Aufnahme nach 
sozialen Kriterien.  
Aufnahmekriterien: 
 
       ● Kinder aus dem Einzugsgebiet

Seite 2 von 20 
 
       ● Kinder berufstätiger Eltern 
● Geschwisterkinder 
1.4 Gruppen/Gruppenstruktur 
 
In der Kindertagesstätte werden 
● in 2 Gruppen je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren betreut 
● in einer Gruppe 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren betreut 
● in einer Gruppe 20-25 Kinder im Alter von 3-6 Jahren betreut 
 
1.5 Team und Personalstruktur 
 
Die personelle Besetzung richtet sich nach der Vereinbarung zu den Grundsätzen über die 
Qualifikation und den Personalschlüssel nach § 26 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes zur frühen 
Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Zu unserem Selbstverst ändnis gehört es, 
innerhalb unserer Einrichtung Praktikanten während ihrer Ausbildung praxisnah zu begleiten 
und anzuleiten. 
 
Ein partnerschaftliches Miteinander, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung sind 
Grundlagen einer guten Zusammenarbeit in unserem Team  Ein kollegialer Austausch, 
gruppenübergreifendes Arbeiten und der Einsatz der eigenen Persönlichkeit sind ebenso 
gefordert, wie das Engagement und die Offenheit gegenüber der gesamten Arbeit. 
Gemeinsame Zielabsprachen und ein aufgabenorientier tes Aufeinander -Zuarbeiten und 
Transparenz sind für eine erfolgreiche Teamarbeit unabdingbar. 
 
In unserem Team arbeiten: 
 
1 freigestellte Einrichtungsleitung  
pro Gruppe 1 Erzieher/in als Gruppenleitung sowie 1 weitere Fachkraft 
1 weitere Fachkraft gruppenübergreifend  
1 Auszubildende in der praxisintegrierten Ausbildung zur Erzieherin  
1 Küchenkraft 
1 Schreibkraft  
 
Nach Möglichkeit stellen wir jemanden für ein Freiwilliges Soziales Jahr  und/oder ein/e 
Anerkennungspraktikant/in ein. 
 
Die Aufgabe als Leitung wahren wir durch einen partnerschaftlichen Leitungsstil; dazu zählen 
Teamgespräche, Einzelgespräche, fachliche Anleitung und Beratung, Delegation von 
Aufgaben und Übertragen von Verantwortung. 
Wertschätzung, Offenheit und Kritikfähigkeit sind Voraussetzungen für eine gute 
Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern, dem Träger und anderen Partnern.

Seite 3 von 20 
 
1.6 Öffnungszeiten 
  
Unter Berücksichtigung des Wohles der Kinder, der  berechtigten Belange der 
Ehrziehungsberechtigten sowie der personellen und örtlichen Gegebenheiten, setzt der 
Träger nach Anhörung des Elternrates die Öffnungszeiten fest (§ 9 Abs. 4 KiBiz).   
Unsere Öffnungszeiten lauten (45 Std.): 
Montag bis Donnerstag  7:30 Uhr – 17:00 Uhr 
Freitag     7:30 Uhr – 15:30 Uhr 
Für eine Gruppe von 10 Kindern sollen nach Absprache mit dem Jugendamt und nach 
Anhörung des Elternrats  erweiterte Öffnungszeit en von  
Montag bis Freitag     6:30 Uhr – 20:00 Uhr angeboten werden. 
 
2.0 Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze 
 
Für die Kindertagesbetreuung relevanten Paragrafen:  
  
 Sozialgesetzbuch, Achtes Buch, Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII)  
 § 22a - 25 SGB VIII Angebote zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen 
 Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz - KiBiz) – 
Viertes Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes SGB VIII 
 Personalvereinbarung der Trägerzusammenschlüsse der freien und öffentlichen 
Jugendhilfe  
 Die Rechte der Kinder  
 
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern 
 
Die Erziehungsberechtigten haben laut § 90 SGB VIII, entsprechend ihrer wirtschaftlichen 
Leistungsfähigkeit, monatlich öffentlich -rechtliche Beiträge zu den Jahres -Betriebskosten zu 
entrichten.  
 
Für die Teilnahme  eines Kindes am Mittagstisch (12:00 Uhr) ist ein zusätzlicher Beitrag  an 
den Träger der Einrichtung  zu entrichten. Bei regelmäßiger Teilnahme wird ein fester, nach 
Alter gestaffelter Beitrag monatlich erhoben (unabhängig von den Schließzeiten): 
 
 bis 3 Jahre 35,00€ 
 bis Schuleintritt 40,00 €  
Pro Einzelmahlzeit ist ein Beitrag von z. Zt. 3,00 € an den Träger der Einrichtung zu zahlen.

Seite 4 von 20 
 
 
3.0 Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des Arbeiter-Samariter-Bundes 
 
Als ASB -Einrichtungen haben wir einen sozialen und wertschätzenden Auftrag, der unser 
Handeln prägt und beeinflusst. 
 
Unsere Kindertagesstätte ist ein Platz an dem die Kinder sich mit Hilfe der Erzieher/innen 
individuell entfalten und entwickeln  können. Hier können die Kinder Freunds chaften 
schließen, sich gegenseitig motivieren Neues zu lernen. 
Die pädagogische Konzeption der Kindertagesstätte  basiert auf dem Grundverständnis, dass 
die Kindertagesstätte Lebens - und Erfahrungsraum für alle Kinder und Familien mit ihren 
individuellen Bedürfnissen ist.  
Mit dem Ziel für alle Kinder ein partnerschaftliches, demokratisches, tolerantes und 
gleichberechtigtes Miteinander zu erlernen.  
Durch die gemeinsame Erziehung bekommen alle Kinder vielfältige Entwicklungsanreize und 
können im Zusammenleben Unterschiede und Ähnlichkeiten erleben, wodurch sich eine 
Atmosphäre sozialer Toleranz entwickelt, die jedem Kind ungeachtet seiner Fähigkeiten ein 
positives Selbstwertgefühl vermittelt. 
 
Grundlage der pädagogischen Arbeit ist die Überzeugung, dass jedes Kind die Potentiale zu 
einer konstruktiven Entwicklung in sich trägt.  
 
 Ganzheitliches Lernen, ausgerichtet auf das Erleben der Kinder, d.h. Vorbereitung auf 
gegenwärtige und zukünftige Lebenssituationen und Befähigung, diese zu bewältigen  
 
 Ressourcenorientiertes Arbeiten anhand der Stärken und Fähigkeiten 
 
 Entlastung und Unterstützung der Familien durch Schaffun g eines sozialen 
Netzwerkes 
 
 Toleranz, Vielfalt und Offenheit im Zusammenleben von unterschiedlichen Menschen 
als Grundlage für ein Miteinander 
 
3.1 Fachlichkeit  
 
Um die Arbeit mit einem  bunt gemischtem Klientel in der Einrichtung  qualitativ gut zu 
gestalten, bedarf es eine hohe Fachlichkeit der Mitarbeiter, die regelmäßige Fort - und 
Weiterbildungen, Fachtagungen und Supervision voraussetzt. 
 
Die Erziehungsberechtigten sind hauptverantwortlich für die Erziehung des Kindes . Die 
Begegnung und Zusammenarbeit ist wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Die 
Einrichtungen sind Orte für das Entstehen sozialer Kontakte und bieten den 
Erziehungsberechtigten pädagogische Unterstützung durch Elternabende, Gesprächskreise, 
Vorträge und Beratung an. 
 
Grundlage geeigneter fachspezifischer Maßnahmen und Zielsetzung ist die ganzheitliche 
Sichtweise. Eines unserer Ziele ist es, dass die Kinder gegenwärtige und zukünftige 
Situationen mit größtmöglicher Selbständigkeit bewältigen können

Seite 5 von 20 
 
 
3.2 Selbstverständnis 
  
Wir beobachten kontinuierlich die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Entwicklung der Kinder  
angelehnt an den Situationsorientierter Ansatz . Wir erkennen im ständigen Diskurs mit 
Kindern, Erziehungsberechtigten und anderen Erwachsenen lebensgeschichtlich bedeutsame 
Situationen, analysieren und gestalten auf dieser Grundlage ganzheitliche Lernprozesse. 
 
Die Erziehungsberechtigte und wir gehen eine vertrauensvolle, partnerschaftliche Beziehung 
zugunsten der Betreu ung, Bildung und Erziehung der Kinder ein. Sie umfasst die Ergänzung 
und Unterstützung des Kindes und dessen sozialen Netzwerkes durch Information und 
Beratung der Erziehungsberechtigten.  
 
Die Kinder haben die Möglichkeit ihre eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu finden. 
 
Kinder lernen mit- und voneinander. Deshalb ermöglichen wir den Kindern, im gemeinsamen 
Tun ihre vielfältigen Erfahrungen und Kompetenzen aufeinander zu beziehen. Entsprechend 
ihrer Entwicklung werden die individuellen Bedürfnisse  und Entwicklungsaufgaben erkannt 
und der Bildungsauftrag gezielt und altersentsprechend berücksichtigt und umgesetzt. 
  
In erster Linie werden die Kinder, entsprechend ihrer Möglichkeiten, aktiv an der 
pädagogischen Planung beteiligt „Was sie selbst tun k önnen, wird ihnen zugetraut und 
zugemutet.“ 
  
Um den Kindern die Gelegenheit zu geben, sich im Spiel mit ihrer Lebenswelt auseinander 
setzen zu können, schaffen wir ein anregendes, vielfältiges pädagogisches Umfeld. Wir 
eröffnen den Kindern Lern - und Erfah rungsräume, die über ihre bis dahin gemachten 
Erfahrungen hinausgehen und bieten ihnen  neue Entwicklungsmöglichkeiten. Neugier, 
Interesse, Entdeckerlust und Experimentierfreude der Kinder werden unterstützt, so dass 
vielseitige Wahrnehmun gs- und Ausdrucks möglichkeiten -Selbstbildungspotentiale- 
gefördert werden. 
 
Das Zusammenleben von Kindern mit verschiedenen Herkunfts -, Entwicklungs - und 
Leistungsvoraussetzungen bietet uns die Möglichkeit, anhand von vielfältigen 
Lernsituationen das Selbstvertrauen aller  Kinder zu stärken, sowie ihre besondere Begabung 
und das Verständnis untereinander zu fördern. 
 
Wir vernetzen uns im Rahmen der Familienzentrumsarbeit mit unterschiedlichen 
Einrichtungen, Vereinen und Institutionen des Gemeinwesens.  
Kontinuierlich reflek tieren wir sowohl die gesellschaftliche als auch die kindliche 
Entwicklung.  
Die Einrichtungskonzeption wird fortlaufend im Team überdacht und die pädagogische 
Arbeit evaluiert.

Seite 6 von 20 
 
3.3 Partizipation  
   
Partizipation ist ein grundlegendes Recht der Menschen (Artikel 1 und 2 Grundgesetz) und  
als Auftrag der Tageseinrichtung  gesetzlich festgelegt im Sozialgesetzbuch (SGB).   
Im Wesentlichen geht es darum, Kindern und Eltern die Mitsprache bei Planungs -, 
Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen zu ve rschaffen, die direkten oder auch indirekten 
Einfluss auf ihre Lebenswelten haben.  
 
Durch frühes Einbeziehen in Entscheidungen entwickeln Kinder Problemlösungsstrategien 
und üben sich in deren Umgang umso das Gefühl zu entwickeln selbstwirksam zu sein. Durc h 
die Übernahme von kleinen Verantwortlichkeiten und Aufgaben und deren erfolgreiche 
Bewältigung entwickeln sie Vertrauen in eigene Fähigkeiten, lernen eigenverantwortliches 
Handeln und erhalten Respekt vor anderen Personen. 
Partizipation ermöglicht: 
  
 Kindern Mitbestimmung und Mitverantwortung zu erlernen und zu tragen  
 Kindern die Auswirkungen ihres Engagements zu sehen, nachzuvollziehen und sich 
damit identifizieren zu können.  
 Kindern und Erzieherinnen gemeinsam Entscheidungen und Lösungen für Proble me 
zu finden    
 
Wir legen besonderes Augenmerk auf die Motivation der Kinder und auf die Auswahl der 
Methoden der Beteiligung. Partizipation soll Spaß machen, da sie sonst schnell ihre 
Anziehungskraft verliert. 
 
Voraussetzung für eine erfolgreiche Partizi pation ist, dass die Erwachsenen die Äußerungen 
aller Kinder wertschätzend beachten, sie ernst nehmen und sie auf der Suche nach eigenen 
Lösungen unterstützen. Kinder erhalten so die Chance, sich zu starken individuellen 
Persönlichkeiten, engagierten und k ritischen Bürgern/innen in einer demokratischen 
Gesellschaft zu entwickeln.  
 
In unserer Einrichtung sind unterschiedliche Formen der Partizipation  vorhanden, z.B. :  
Teilhabe an einfachen dialogischen Gespräch ssituationen (Spiel-und Gesprächskreisen) , 
spontane Gesprächs runden, Bewältigung von Ko nfliktsituationen, Wahl des Elternrates,  
Freispiel, Elternversammlungen, Frühstücksbuffet. 
        
 
3.3.1 Beschwerdemanagement für Kinder 
 
Die Kinder haben die Möglichkeit zu jeder Zeit ihre Bedürfnisse, Wünsche sowie 
Beschwerden zu äußern. Sie können und dürfen  sich an einen ihnen vertrauten Mitarbeiter 
wenden. Im morgendlichen Sing - und Gesprächskreis haben die Kinder z.B. die Möglichkeit 
sich und ihre Beschwerde vorzubringen.  Ebenso können sie im persönlichen Gespräch ihre 
Anliegen formulieren.  
Hier werden alle Kinder ernst genommen und unterstützt das Vorgebrachte umzusetzen.  
Die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein werden damit gestärkt. 
Kommunikationsfähigkeit und Vertrauen wird gefördert,  Achtung vor dem Anderen und 
Wertschätzung erlernt.

Seite 7 von 20 
 
Kinder nutzten je nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen unterschiedliche Formen der 
Beschwerde z.B.: Nonverbale-, Ermöglichungs-, Verhinderungs-, Spontan-, Indirekte-  sowie 
Einzelbeschwerde. 
 
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen 
 
Die verschiedenen Interessen und Bedürfnisse der Kinder in den  inklusiven altersgemischten 
Gruppen sind eine Bereicherung für das Gruppenleben. Durch das Zusammenleben der 
Kinder werden soziale Verhaltensweisen, wie Rücksichtnahme, Toleranz und Verantwortung 
besonders unterstützt. 
 
Die Altersmischung in unseren Gruppen ermöglicht eine individuelle Betreuung der 
einzelnen Kinder, weil sich durch diese Mischung die Entwicklun gs- und 
Betreuungsansprüche der Kinder ergänzen.  
 
Die schwierige Phase der Eingewöhnung ist durch die ausgewogene Altersstruktur 
erleichtert.  
 
Die inklusiven a ltersgemischten Gruppen bieten eine anregungsreiche Atmosphäre: Die 
jüngeren Kinder lernen von den „Großen“ wodurch Eigenaktivität, Selbstständigkeit und 
Sprache angeregt werden. Die älteren Kinder können im gemeinsamen Spiel mit den 
Jüngeren Fertigkeiten und Fähigkeiten erproben und vertiefen, indem sie ihnen Dinge 
zeigen, Sachverhalte erklären und bei alltäglichen Schwierigkeiten helfen. 
 
Alle Kinder können leichter ihren Platz in der Kindergemeinschaft finden und ihr 
Selbstwertgefühl stärken. Die Kinder lernen Kompromisse einzugehen und kommunikative 
Mittel einzusetzen, damit ein gemeinsames Spiel möglich ist. 
  
Mit steigendem Alter können die Kinder sich eher gleichaltrigen Spielpartnern zuwenden, die 
gleiche Interessen haben. Hierbei werden die Kinder vor andere Herausforderungen gestellt, 
Konflikte werden gleichrangig und gleichberechtigt ausgetragen. 
 
Kinder im Alter von 0 -3 Jahren brauchen entsprechend ihrem Entwicklungsstand mehr 
Zuwendung, Pflege, Aufmerksamkeit und Nähe als ältere Kinder. 
    
Geborgenheit und Vertrauen als positive Lebensgrundstimmung, sowie eine kontinuierliche 
Betreuung sind für die Gesamtentwicklung des Kindes von entscheidender Bedeutung.  
Das unmittelbare und sensible Eingehen auf die Bedürfnisse des Kindes gibt diesem eine 
Lebenssicherheit, eine Reserve an positiven Erfahrungen, die hilft Enttäuschungen und 
Belastungen besser zu bewältigen. 
 
 D. h. für uns als Tageseinrichtung ist eine erste Kontaktaufnahme des Kindes zu einer festen 
Bezugsperson wichtig. Diese kümmert sich in der Eingewöhnungszeit -in Anwesenheit einer 
familiären Bezugsperson-  bevorzugt um das Kind, wickelt es, füttert es und bringt es ins Bett 
(vgl. Eingewöhnung und Aufnahme).  
Die daraus gewonnene Sicherheit ermöglicht dem Kind, intensivere Kontakte zu weiteren 
Bezugspersonen aufzubauen.

Seite 8 von 20 
 
Für Erziehungsberechtigte die wieder ins Berufsleben zurückkehr en, ist die Betreuung des 
Kindes innerhalb unserer Kindertagesstätte eine professionelle, konstante Institu tion der 
Erziehung und Bildung. 
Ziel der inklusiven Arbeit ist es daher, ein Förderangebot zu gestalten, dass Potentiale weckt 
und Entwicklungsprozes se anbahnt und zulässt. Unsere Gruppen sind umfassende 
Lernsituation für K inder, ein Lebens - und Erfahrungs raum, der kein Kind ausschließt. Jedes 
Kind wird in seiner Individualität und Einzigartigkeit wahrgenommen und respektiert. 
 
Das Zusammenleben im Alltag, sprich das Miteinander, ist von großem Wert und bietet allen 
Beteiligten ein breites Lernspektrum. 
Kinder machen früh die Erfahrung, dass ein Anderssein nicht ein besser oder schlechter 
bedeutet, sondern mit Individualität und Persönlichkeit einhergeht.  
 
3.5 Regeln 
 
Um den Interessen und Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden und ein 
partnerschaftliches Miteinander zu schaffen, gehören Regeln zur päd. Arbeit. Die Regeln gibt 
es aus unterschiedlichen Gründen, z.B. Schutz der körperlichen und seelischen 
Unversehrtheit, Partizipation, Lernen, Wertvorstellung und um den Tagesablauf zu 
strukturieren. 
 
Einige Richtlinien sind verbindlich, z. B. „Der Gruppenraum darf nicht ohne das Wissen und 
die Erlaubnis der Erzieherin verlassen werden“. 
 
Zudem gi bt es Regeln, die situationsabhängig und altersentsprechend von den Kindern 
selbständig aufgestellt werden, z. B. einigen sich die Kinder auf eine bestimmte Zahl von 
Mitspielern innerhalb eines Spielbereiches. 
 
Darüber hinaus können im Rahmen der Selbständ igkeitserziehung Regeln individuell in 
Abhängigkeit von Alter, Tagesform und Verhalten der Kinder abgewandelt werden. 
 
Regeln und Rituale geben sowohl  sichere Orientierung, als auch Halt. 
 
3.6 Freispiel 
 
Die Freispielzeit ist ein wichtiges Element im Kind ertagesstättenalltag. Das Kind entscheidet 
in den Freispielphasen - selbstinitiierte Lernprozesse -, je nach seinen Interessen und 
Bedürfnissen 
 
 was  
 wann und wie lange  
 wo  
 wie  
 und mit wem es spielt. 
 
Die Zeit für das Freispiel  wird im Alltag durch die Erzieher /innen ermöglicht. Im freien Spiel 
werden Normen und Strategien des Zusammenlebens ausprobiert, Konkurrenz und Streit, 
Solidarität und Kooperation sowie Integration und Ausgrenzung können erfahren werden.

Seite 9 von 20 
 
 
Durch Eigenini tiative und auch durch Beobachtung von anderen findet ein kindlicher 
Lernprozess statt. Im gemeinsamen Spiel lernt das Kind, Konflikte zu lösen, eigene Interessen 
zu verfolgen aber auch konkurrierende Interessen zu respektieren, Kompromisse zu 
schließen, zu teilen, zu kooperieren, selbstbewusst zu werden. 
 
Diese Entscheidungsmöglichkeiten bieten dem Kind Freiräume, die in so starkem Ausmaß im 
späteren Leben (Schulzeit) nicht immer gegeben werden.  
 
Durch die verschiedenen zur Verfügung stehenden Spiel - Bastelmaterialien und gesetzten 
Spielimpulse kann das Kind konstruktiv, kreativ und schöpferisch tätig sein. 
Bereits erfahrene  Eindrücke/Erlebnisse werden verarbeitet, z. B. beim Nachspielen von 
Alltagssituationen im Rollenspiel.  
 
Kinder lernen bei jedem Spiel. 
 
„Alle Momente, die effizientes Lernen ausmachen, sind im Spiel vorhanden. Das Spiel ist die 
ideale Form des Lernens, weil die Kinder dabei in höchstem Maße aktiv sind, mit Intensität 
und Eifer aus eigenem Antrieb sich spontan damit beschäftigen, was si e gerne können 
möchten. Ihr Lernen ist im Spiel individuell und freiwillig.  
Es dauert so lange, bis ein Lernprozess abgeschlossen oder die Lust an etwas verloren 
gegangen ist. 
Solches Lernen ist nicht planbar. Es ist im Kind selbst angelegt. Das Kind weiß  sich die 
Situation im Spiel so ein zu richten, dass es Schwierigkeiten, die eintreten können, selbst 
meistern kann. Es verfügt über Muster der Wirklichkeitsbewältigung, mit denen es sich in 
seiner Fortentwicklung selbst hervorbringen kann.“ 
(Zitat: G. Schäfer, 1989)  
 
 
3.7 Projekte und AGs 
 
Im Laufe eines Kindergartenjahres werden unterschiedliche Themen in Form von 
gruppeninternen und/oder gruppenübergreifenden Projekten bearbeitet. 
 
Durch die Erweiterung des Umfeldes bedeutet die Projektarbeit eine ganzheitliche 
Wissensvermittlung und entspricht dem Anliegen des Bildungsauftrages. 
 
Teil des Projektes ist neben dem Prozess selbst, die abschließe nde Präsentation der 
Ergebnisse.  
AGs sind Arbeitsgemeinschaften, an denen die Kinder, je nach ihren persönlichen Interessen, 
teilnehmen und in denen sie an die unterschiedlichsten Lebensbereiche herangeführt 
werden. In den AGs werden Schwächen abgebaut und die Stärken einzelner Kinder, ebenso 
wie die Gemeinschaft untereinander, gefördert. 
Abhängig vom Angebot und dessen Ergebnis, gib t es offene und geschlossene AG s, die zu 
festen Zeitpunkten und Wochentagen stattfinden. 
Durch das gruppenübergreifende Angebot ist die Begegnung vielschichtiger Kulturen und 
Altersstufen möglich.

Seite 10 von 20 
 
In den AG-Stunden lernen die Kinder, kurzfristige Ziele zu verfolgen. AGs können nach Bedarf 
auch an ein Projekt angegliedert werden. 
 
 
3.8 Bildung/päd.  Arbeit 
 
Lernen ist der dauerhafte Erwerb einer neuen oder Veränderung einer schon vorhandenen 
Fähigkeit, Fertigkeit oder Einstellung. Lernen kann jeder Mensch nur selbst. 
 
Bildung ist mehr als Lernen. Bildung beschreibt eine gewisse Qualität von Lernprozessen - 
nicht nur die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten - ein Lernen mit allen Sinnen, bei dem 
die ganze Breite der Selbstbildungspotentiale der Kinder zum Tragen kommt. 
 
Begleitung, Förderung und Herausforderung der Kinder insbesondere in den sensorischen, 
motorischen, emotionalen ästhetischen, kognitiven, sprachlichen  und mathematischen  
Entwicklungsbereichen. 
 
Das Lernen untereinander ist geprägt von: Unsicherheiten abbauen, Akzeptanz, 
Kompromissbereitschaft, Rücksichtnahme, Entwicklung von Selbständigkeit, Kennenlernen 
der eigenen Grenzen, Selbstbehauptung und Disziplin, Einordnung - und 
Durchsetzungsfähigkeit, Übernahme von Verantwortu ng für sich, das Spielmaterial und 
schließlich auch für andere Kinder. 
 
3.9 Kommunikation und Sprache 
 
Der Einsatz verbaler und nonverbaler Ausdrucksmöglichkeiten ist ein grundlegendes 
Bedürfnis jedes Menschen.  
 
Die Sprache entwickelt sich auf der Grundlage wechselseitiger Beeinflussung von 
Bewegungserfahrungen, Sinneserfahrungen, kognitiven und sozial-emotionalen Prozessen. 
Die körperliche und geistige Entwicklung und die Bildung eines Kindes lassen sich nicht von 
Sprache trennen, da diese ein wich tiges Werkzeug ist, um Entwicklungsprozesse in Gang zu 
setzen.  
Sprache wird nicht nur benutzt, um eigene Emotionen, Gedanken, Pläne und Wünsche 
auszudrücken, sondern auch, um andere Menschen verstehen zu können und damit 
Beziehungsstrukturen zu bilden.  
 
Einige wichtige Ziele im Sprachbereich sind: Dinge und Sachverhalte benennen zu können, 
Gefühle auszudrücken, Freude am Sprechen und Erzählen zu entdecken, verbale 
Aufgabenstellungen zu verstehen und umzusetzen und zuhören zu können.  
 
Sprache wird in jeglichen Alltagssituationen erprobt, erforscht und gefördert. 
 
Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf  wir mit einer erfolgt dieser in Kooperation mit 
einer Frühförderstelle

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3.10 Bewegung 
 
Es liegt in der Natur eines jeden Kindes sich zu bewegen.  
Wir bieten den Kinder Raum und Zeit sich selbst darin zu fördern was ihnen zurzeit Spaß 
bereitet. Spezielle Möbel unterstützen die Lernprozesse der Kinder.   
 
Durch altersentsprechendes Spielmaterial, angeleitete Bewegungseinheiten, Sing - und 
Bewegungsspiele fordern wir die Kinder spielerisch dazu auf ihre bereits erlernten 
Fähigkeiten zu vertiefen und zu erweitern.  
 
3.11 Maxi-Gruppe 
 
Die Förderung von Schulfähigkeit beginnt - ebenso wie die Bildung - nicht erst im letzten 
Kindergartenjahr. „Bildung beginnt  mit der Geburt .“ (Zitat Schäfer, 2003  Literaturliste: 
Bildung beginnt mit der Geburt, Gerd Schäfer, Beltz Verlag ) Wir unterstützen die 
Erziehungsberechtigten ab Kindergarteneintritt in der Förderung und Entwicklung ihrer 
Kinder.  
Die Kinder werden sprachl ich, emotional, geistig und körperlich auf den Übergang von der 
Kindertageseinrichtung zur Schule vorbereitet. 
 
Wichtig ist uns, dass ein Kind nach Möglichkeit vor Schuleintritt über folgende Kompetenzen 
verfügt: 
 
 Vermitteln von Lernkompetenz (das Lernen l ernen, Selbständigkeit, Orientierungs - 
und Lernfähigkeit) 
 
 Förderung von Sozialkompetenz (Selbstvertrauen und Selbstsicherheit)  
 
 Sprachförderung (Sich über Erlebtes und Erfahrenes in vielfältiger Form ausdrücken) 
 
 Logisches, mathematisches sowie räumliches Denken  (Zahlenverständnis im 
Zahlenraum bis 10 sowie geometrische Formen) 
 
 Stärkung der Konzentration und Ausdauer (mehrfach Aufträge erledigen) 
 
 Intensivierung des selbständigen Han delns und der Eigenverant wortlichkeit 
(zuhören, sich mitteilen,  die eigene Meinung vertreten, sich mit anderen 
Auffassungen auseinandersetzen) 
 
 Abbau von Ängsten/Hemmungen vor dem Schuleintritt  (Enttäuschung und 
Misserfolge verkraften) 
 
 Spezielle Schulung der Fein- und Grobmotorik (Stifthaltung, Kraftdosierung,etc.)

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 Verkehrserziehung (geltende Regeln verstehen und situationsangemessen 
anwenden und ggf. verändern) 
 
In der Maxi -Gruppe werden die Kinder, zusätzlich zu ihrer individuellen Förderung in der 
Gruppe, zielbewusst in Hinbli ck auf die Schulreife gefördert . Alle Kinder, die im 
darauffolgenden Jahr eingeschult werden, dürfen  teilnehmen.  
Die Maxi-Gruppe befasst sich mit Kindern der Altersstufe von 5 – 7 Jahren.  
 
In der Regel findet die Maxi-Gruppe einmal wöchentlich vormittags statt. 
Anhand von Aktionen un d Exkursionen lernen die Kinder bei altersgerechtem Tempo, 
miteinander Aufgaben zu lösen, die speziell auf sie,  ihren momentanen Entwicklungsstand 
und ihre speziellen Wünschen zugeschnitten sind. 
 
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme 
 
Um einen für Kinder und   Erziehungsberechtigten gleichermaßen erfolgreichen und positiv 
erlebten Start in die neue Lebensphase zu ermöglichen,  sind die Eingewöhnung und das 
Aufnahmeverfahren von besonderer Bedeutung. 
 
Jedes Kind wird individuell eingewöhnt.  
 
In unserer Einrichtung ist das Kind der Akteur seiner Eingewöhnung.  
Sollte ein Kind mehr Zeit brauchen um sich von den Erziehungsberechtigte zu lösen erhält es 
diese. Kinder, die sich leichter von ihren Erziehungsberechtigten trennen können, haben 
somit eine kurze Eingewöhnungsphase. 
 
Hierin liegt die Basis sowohl für das dauerhafte Wohlbefinden der Kinder, als auch für den 
Erfolg unserer pädagogischen Arbeit. 
  
In der Eingewöhnungsphase sammeln die Kinder neue soziale, emotio nale und kognitive 
Erfahrungen. Diese beinhalten einen neuen Tagesablauf, viele neue Menschen und Räume, 
neue Spielmöglichkeiten und Materialien sowie Regeln. Auf Grund der Individualität eines 
jeden Kindes wird von uns in dieser Phase viel Zeit, Geduld, V erständnis und eine besondere 
Aufmerksamkeit erbracht. 
In der Eingewöhnungsphase stellen wir folgende Punkte in den Vordergrund unserer Arbeit: 
 
 Beachtung der aktuellen Familiensituation und Lebensumstände 
 Berücksichtigung des Alters und Entwicklungsstandes der Kinder  
 Schnuppertage zum Kennenlernen  
 Information über den Geburtsverlauf 
 
Wir achten darauf - wenn möglich -  das die Gruppen ausgewogen zusammengesetzt  
werden, damit die Kinder weder unterfordert noch überfordert werden.

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3.13. Interkulturelle Orientierung 
 
Die K indertagesstätte versteht sich als Begegnungsstätte zur Auseinandersetzung und 
Integration unterschiedlicher Kulturen und sozialer Gefüge. 
Da immer mehr Nationalitäten in den Stadtteilen zusammen leben, ist im Kontext der  
Chancenangleichung der betreuten Kinder die Sensibilisierung für eigene und 
fremdländische Kulturen unausweichlich. 
Wir legen den Grundstein für ein demokratisches Zusammenleben und wecken die Neugier 
Einblick in verschiedene Kulturen zu nehmen. 
Verständnisvolles und friedliches Miteinander begünstigt die Entwicklung zum weltoffenen 
toleranten Menschen. 
 
Ausgehend von unserer Leitorientierung versteht sich die Umsetzung der genannten Ziele 
zunächst als Haltung aller  am Erziehung-Bildung-und Betreuungsprozess Beteiligten. 
Daraus leitet sich die Kontinuität in der Auseinandersetzung ab, lässt aber auch genügend 
Raum aktuelle Anlässe, Feste und Feiern im Jahreskreis zum interkulturellen pädagogischen 
Programm zu erklären. Beteiligung an dem  ges amten Prozess erwarten wir von allen 
sozialpädagogischen Fachkräften wünschen uns diese  aber auch von den 
Erziehungsberechtigten und anderen Interessierten aus den Gemeinden.  
 
 3.14 Ernährung 
 
Die meisten Kinder unserer Einrichtung verbringen einen  Großteil des Tages in der 
Kindertagesstätte. Montag bis Freitag werden mit Frühstück,  Mittagessen und dem 
Nachmittag-Snack drei Mahlzeiten gereicht. 
Die Einnahme der Mahlzeiten erfolgt in der Gemeinschaft mit den Kindern und uns.  
Daraus leitet sich eine besondere Verantwortung ab. Wir bieten eine gesunde, ausgewogene 
und kindgerechte Ernährung, welche die Entwicklung, Leistungsfähigkeit und das 
Wohlbefinden der Kinder unterstützt.  
Unter Berücksichtigung der Vorlieben und Abneigung en der Kinder und den Ansprüchen der 
Erziehungsberechtigten, sorgen wir im ständigen Team -Dialog für ein e abwechslungsreiche 
Ernährung angelehnt an die Anforderungen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung 
e.V.). 
Vielfalt und Selbstbestimmung zeichnen  das Konzept  (Partizipation) des Frühstücksbüfetts 
aus. Die Kinder können selbst entscheiden, was und wann  (8:00 h – 9:30 h)  sie essen 
möchten. Die Kinder erlernen hier sich bei der Zubereitung ihres Frühstücks frei zu entfalten 
und üben ihre Selbstständig keit. Ebenso lernen sie welche Lebensmittel zu einer vielseitigen 
Ernährung gehören. Das Mittagessen wird in der Regel so gereicht, dass alle Kinder einer 
Gruppe als Gemeinschaft essen. 
Bei der Gestaltung der Mahlzeiten  ergibt es sich gelegentlich dass die  Kinder einbezogen 
werden. So wird  elementares Erleben ermöglicht um die Nahrungsmittel in unverarbeiteter 
Form kennen zu lernen. Es ist uns wichtig, dass man nicht nur zu Tisch geht, um etwas zu 
essen, sondern auch, um sich anderen mitzuteilen und Gemeinschaft zu erleben.  
Gemeinsame Mahlzeiten erfordern zudem Rücksichtnahme auf andere und die Einhaltung 
von Regeln.

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4.0 Räume 
 
Kinder wollen sich und anderen begegnen, sich selbst und den Raum entdecken und 
verändern, etwas nach außen sichtbar machen, malen, gestalten, sich bewegen und zur 
Ruhe kommen. 
 
Uns ist es wichtig, innerhalb der  Einrichtung eine angenehme, an regungsreiche und 
gemütliche Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder altersentsprechend entfalten können, 
in der ihre Selbständigkeit und Eigenaktivität gefördert werden, sie sich in einer 
Gemeinschaft erleben und ihr Sozialverhalten entsprechende Unterstützung erfährt. 
 
Die übersichtlichen Gruppenräume sind in Funktionsbereiche unterteilt, lassen jedoch 
bewusst Freiräume zur flexiblen U mgestaltung offen. Rücksichtnahme, Selbstachtung und 
das Selbstbewusstsein der Kinder werden gestärkt. 
Die Erfahrung unterschiedlicher Raumaufteilungen, Ebenen und Bodenbeschaffenheiten 
ermöglicht vielfältiges Lernen, z.B. mal das Gruppengeschehen aus eine r anderen 
Perspektive zu verfolgen. 
Durch gesonderte Nebenräume und Teilbereiche, wie Kuschelecke, Schlafraum, Lese - und 
Sitzecke, können sich die Kinder jederzeit zurückziehen. 
 
Im situationsorientierten A nsatz wird die Gestaltung der Räume selbstverständlich an den 
Bedürfnissen und Interessen der Kinder angepasst. 
 
Die Gruppenräume sind altersentsprechend und anregend möbliert. Tische, Schrän ke und 
Regale, Stühle, Podeste, Teppiche, Freiflächen und Kuschelnester  laden zum Verweilen ein 
und fordern die Kinder auf, die Unterschiedlichsten Materialien im Kreativ -, Bewegungs -, 
Konstruktions-, Rollenspiel - und Entspannungsbereich zu nutzten. Sowohl diese 
differenzierte Materialien als auch die Gegenstände des tägliche n Lebens werden immer 
wieder kindgemäß präsentiert und entsprechend den Bedürfnissen, Erfordernissen und 
Wünschen der Kinder ausgewechselt und gepflegt. Thematische Raumdekorationen spiegeln 
wieder, womit die Kinder sich gerade beschäftigen. 
 
Ihrem Bewegun gsdrang können die Kinder speziell im Mehrzweckraum durch Nutzung 
unterschiedlicher Materialien, wie Bewegungsmodule, Matten, Bälle, Seile, Sprossenwand  
oder Trampolin, etc. nachkommen. 
 
Die Flurbereiche dienen der Information sowie Dokumentation der Einrichtungsarbeit. 
Die Eltern nutzen bei Bedarf den Flurbereich als Wartezone sowie zum Info -Austausch mit 
anderen Eltern. 
 
In der hauseigenen Bücher- und Spielebibliothek können sich die Kinder mit den Erziehern zu 
ihren jeweiligen Interessen und Themen entsp rechende Bücher, Spiele oder Puzzle 
ausleihen.

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Die Pflegebedürfnisse der Kinder werden in Sanitärräumen mit Wickelbereich, individuellen 
Pflegeartikeln, Eigentumsfächern und Kinderbetten erfüllt.  
 
Im Foyer und den Fluren laden diverse Sitzmöglichkeiten  zum Verweilen ein. 
Familienzentrumsaktivitäten  z.B. Beratung, Unterstützung, Bi ldung, Austausch und 
gemütliches Beisammensein kann hier in unterschiedlichen Räumen wahrgenommen bzw. 
angeboten werden . Dazu bieten sich folgende Räum an: Mehrzweckraum, Personalraum 
sowie die Differenzierungsräume (jeweils am Ende der Flure).  
Die Kleiderbörse kann nach Absprache im Personalraum aufgesucht werden.  
 
Musik- und Rhythmik Instrumente sowie verschiedene Medienträger stehen zur Verfügung.  
 
 
4.1 Raum Plan  
 
Das derzeitige Raumkonzept der Einrichtung entspricht den allgemeinen Empfehlungen und 
gesetzlichen Bestimmungen.  
 
Die Flurbereiche werden als Spiel- und Bewegungsräume mit einbezogen.  
  
 
2 Außengelände bis zur Fertigstellung 
 
Die Einrichtung verfügt … 
 
  
5.0 Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation 
 
Für eine optimale Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern sowie der Unterstützung 
und Förderung von Familien ist eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen 
Fachkräften und Institutionen nötig. Kontakt und Austausch mit Pädagogen, Therapeuten, 
Ärzten, Psychologen sowie einer institutionellen Kooperation von Frühförderstellen und 
Behörden, Kliniken sowie familienentlastenden sozialen Diensten gehören zu unseren 
täglichen Aufgaben. 
 
Mit den Lehrern der Grund -, Sonderschulen stehen wir, soweit die E rziehungsberechtigten 
uns dieses genehmigt haben, im Rahmen der  Einschulung in Kontakt. 
Besuche in den Schulen und umgekehrt gehören zum Angebot unserer Arbeit. In dem 
Arbeitskreis (AK) Grundschule und Kita werden Konzeptionen erörtert sowie Übergänge von 
Kita zur Grundschule und gemeinsame Veranstaltungen geplant. 
 
Zu den Fachschulen für Sozialpädagogik und den Regel - und Weiterführenden Schulen 
pflegen wir im Rahmen der regelmäßigen Praktikantenbe treuung und Praktikantenanleitung 
einen regen Austausch in Form von Besuchen der Praxis leitertreffen, Praxisbesuchen der 
Lehrkräfte, Hospitationen der Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen usw..

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5.1 Öffentlichkeitsarbeit 
 
Unter Öffentlichkeitsarbeit verstehen wir alle Formen der Präsentation der Einrichtung in 
Bild und Schrift sowie im Rahmen von öffentlichen Auftritten. 
Außenstehende können so das Kinderhaus kennen lernen und erhalten ein Bild der Arbeit 
und des Einrichtungsprofils.  
 
Im Rahmen dessen werden 
 
 Materialien zur Präsentation der Einrichtung wie Flyer, Projektmappen , Info-
Stände, Qualitätshandbuch erstellt und  nach Absprache mit dem Träger 
veröffentlicht  
 Artikel in der Mitarbeiterzeitschrift des Arbeiter-Samariter-Bund veröffentlicht  
 Plakate und Aushänge zu besonderen Veranstaltungen, z. B. dem  
           Kinderhaus-Sommerfest verteilt, sowie die Presse informiert und eingeladen 
 Exkursionen und Ausflüge veranstaltet 
 Beteiligungen an Planungen von gemeinsamen Aktionen mit anderen Tagesstätten, 
Einrichtungen und Verbänden vorgenommen ( vgl. Interdisziplinäre 
Zusammenarbeit) 
 Einladungen an andere soziale Einrichtungen ausgesprochen 
 
6.0 Qualitätsmanagement 
 
s. Qualitätshandbuch 
 Dieses ist mit den zukünftigen Mitarbeitern noch zu erstellen, ein Beauftragter für das 
Qualitätsmanagement ( QB) ist zu benennen. 
 
6.1 Hygiene 
 
Alle Maßnahmen, die der Gesundheit von Kindern, Erziehungsberechtigten, Besuchern und 
Mitarbeitern sowie der Prävention von Erkrankungen dienen, werden unter dem Begriff  
„Hygiene“ verstanden. Grundlegende Ziele der Einrichtung sind: 
 
 Technische und bauliche Anforderungen bezüglich der allgemeinen 
Hygienevorschriften öffentlicher Einrichtungen werden erfüllt 
 Allgemeine Hygienevorschriften sind den Mitarbeiter /innen bekannt und werden zur 
bestmöglichen Vorsorge beachtet 
 Mögliche Gefahrenquellen und deren gesundheitlichen Auswirkungen werd en den 
Kindern vermittelt. 
 
Bei der Aufnahme in unsere Einrichtung ist eine Eingangsuntersuchung für alle Kinde r durch 
einen Arzt erforderlich. Bei ansteckenden Krankheiten wie z. B. Röteln wird das 
Gesundheitsamt sofort von uns informiert. Erkrankte Kinde r können unsere Einrichtung erst 
wieder besuchen, wenn durch eine ärztliche Bescheinigung eine Ansteckung anderer 
ausgeschlossen wird.

Seite 17 von 20 
 
Mit den Kindern werden allgemeine Maßnahmen hygienischer Vorsorge erarbeitet, wie z. B. 
Händewaschen nach dem Aufsuchen der Toilette. 
 Die Mitarbeiter /innen werden regelmäßig über Hygienevorschriften und 
Hygienemaßnahmen belehrt. Regelmäßige Begehungen stellen sicher, dass technische und 
bauliche Einrichtungen den hygienischen Anforderungen entsprechen .  Alle 
Mitarbeiter/innen wissen um die Bedeutung von möglichen und sinnvollen 
Vorsorgemaßnahmen, um gesundheitliche Schäden bzw. eine mögliche Ausbreitung zu 
verhindern.  
 
Mitgeltende Unterlagen 
 
 Infektionsschutzgesetz 
 Bestimmungen des Gesundheitsamtes 
  
7 Prävention und Sicherheit 
 
Sicherheit umfasst alle Vorsorgemaßnahmen, die dem Schutz  der Kinder und 
Mitarbeiter/innen in uns erer Einrichtung dienen. Wir lassen uns von den grundlegenden 
Zielen leiten: 
 
 Kinder, Mitarbeiterinnen, Erziehungsberechtigte und Besucher vor Verletzu ngen  
zu bewahren 
 Potentielle Gefahrenquellen vorausschauend zu erkennen und rechtzeitig zu 
beheben  
 Bestmögliche Hilfestellung bei Unfällen zu bieten und durch gezielte Maßnahmen 
zur Abhilfe eine Wiederholungsgefahr zu vermeiden 
 
Bei der Aufnahme der Kinder wird zwischen der Einrichtung und den Erziehungsberechtigten 
vereinbart, wer befugt ist das Kind abzuholen.  
In der Bring - und Abholsituation wird durch verlässliche Regelungen eine sichere Übergabe 
des Kindes gewährleistet. 
  
Die Erzieher/innen stellen im gesamten Tagesablauf die not wendige Aufsichtspflicht sicher. 
Eine regelmäßige Gebäude - und Außengelände begehung findet mit und ohne die 
Sicherheitsbeauftragte der Einrichtung statt. Die dabei festgestellten Sicherheitsmängel 
werden umgehend behoben . Die Sicherheitsbeauftragte besucht entsprechende Seminare 
und leitet Vorgaben an das Team weiter. 
 
Die Kinder werden regelmäßig wiederkehrend über mögliche Gefahrenquellen i m Haus und 
im Garten informiert. Gemeinsam mit den Kindern  werden Verhaltensregeln für potentiell 
gefährliche Bereiche erarbeitet. 
Für die Kinder frei verfügbare Materialien werden so untergebracht, dass für die Kinder kein 
Sicherheitsrisiko entsteht. 
 
Im Bereich der Ersten Hilfe nimmt das Personal regelmäßig an entsprechenden Schulungen 
teil.  
Neue Mitarbeiter /innen werden im Hinblick auf Sicherheits -, Gesundheits - und 
Notfallmaßnahmen eingearbeitet.

Seite 18 von 20 
 
Gemeinsam achten alle Mitarbeiter /innen darauf, dass sich sämtliche Personen, die unsere 
Einrichtung betreten, auch gefahrlos in ihr bewegen können. 
 
Mitgeltende Unterlagen: 
 
 Vorschriften der zuständigen Unfallversicherung 
 Vorgaben der Sicherheitsbeauftragten 
 Gewährleistung der Aufsichtspflicht 
 Checkliste Gefährdungsbeurteilung mit dazugehörigen Gesetzestexten

Seite 19 von 20 
 
 
 
8. Inhaltsverzeichnis 
 
 Vorwort 
 
1. Träger         Seite  1 
1.1 Allgemeines Leitbild       Seite  1 
1.2 Lage         Seite  1 
1.3 Aufnahmekriterien       Seite  1 
1.4 Gruppen/ Gruppenstruktur      Seite  2 
1.5 Team und Personalstruktur      Seite  2 
1.6 Öffnungszeiten       Seite  3 
 
2. Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze    Seite  3 
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern     Seite  3 
 
3. Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des  Seite  4 
Arbeiter-Samariter-Bundes 
3.1 Fachlichkeit        Seite  4 
3.2 Selbstverständnis       Seite  5 
3.3 Partizipation        Seite  6 
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen     Seite  7 
3.5 Regeln         Seite  8 
3.6 Freispiel        Seite 8 
3.7 Projekte und AGs       Seite 9 
3.8 Bildung/ päd. Arbeit       Seite 10 
3.9 Kommunikation und Sprache      Seite 10 
3.10 Bewegung        Seite 11 
3.11 Maxi- Gruppe        Seite 11 
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme     Seite 12 
3.13 Interkulturelle Orientierung      Seite 13 
3.14 Ernährung        Seite 13 
             
4. Räume         Seite 14 
4.1 Raumplan        Seite 15 
4.2 Außengelände bis Fertigstellung     Seite 15 
5. Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation   Seite 15 
5.1 Öffentlichkeitsarbeit       Seite 16 
 
6. Qualitätsmanagement      Seite 16

Seite 20 von 20 
 
6.1 Hygiene        Seite 16 
 
         
7.0  Prävention und Sicherheit      Seite 17 
 
8.0  Inhaltsverzeichnis        Seite 19

Anlage 1.1 Angebot ASB Malteserstr

1571 Zeichen

2° Wirhelfen. AS 5
her und;jetzt. |

Arbeiter-Samariter-Bund

Regionalverband
Münsterland e.V.

ASB-RV Münsterland e.V. : Gustav-Stresemann-Weg 62 : 48155 Münster

Stadt Münster .  Gustav-Stresemann-Weg 62
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien ı 48155 Münster
© Zentrale: 0251/2897 -0
Hafenstraße 30 . Fax 0251 / 2897 - 219
48153 Münster Verwaltung: 0251 / 2897 - 100
“Fax 0251 / 2897 - 119
Mail: info@asb-muenster.de
Internet: www.asb-muenster.de
Ihr Zeichen Unser Zeichen Telefon Durchwahl Datum
51 12 0022 0251-2897-301 22.09.2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

bezugnehmend auf unser Gespräch vom 01.09.2015 teilen wir Ihnen verbindlich mit das wir
unser Angebot zur Übernahme der Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung

Hiltrup Malteserstraße aufrechterhalten.

Für den Betrieb dieser Kindertageseinrichtung erklären wir verbindlich Trägeranteile von 4%
zu übernehmen.

Für Rückfragen steht Ihnen Frau Martina Brosch unter der oben genannten Durchwahl
gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüße

An

Dirk‘Winter
Geschäftsführer

Bank für Sozialwirtschaft BIC: BFSWDE33XXX / IBAN: DE28 3702 0500 0007 2723 00
Sparkasse Münsterland-Ost BIC.: WELADED1MST / IBAN: DE67 4005 0150 0000 2903 38

Steuernummer: 336 / 5754 /4041 - IK-Nummer: 500 552 690 MTELED) wm
Vorstand ($ 26 BGB): Andre Weber (Vorstandsvorsitzender), Clemens Schröder (stellv. Vorsitzender), IMIPARITATISCHEN
RS

Ingo Schild (Technischer Leiter), Alexander Schmidt (Finanzvorstand), Dr. Thorsten Klüsener (Regionalverbandsarzt)
- eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Münster: VR 3984 -

Anlage 5.1 Angebot Outlaw Malteserstr

3063 Zeichen

Wir finden den Weg. Gemeinsam,

law

Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe s5mbH

Regionale Geschäftsführung
An der Germania Brauerei 6 - 8

48159 Münster
Tel.: 02 51/28 92 38-0

Fax: 02 51 /28 92 38-69
Wwww.outiaw-jugendhilfe.de
resion-west@outlaw-jiugendhilfe.de

OUTLAW gGmbH - An der Germania Brauerei 6 - 8. 48139 Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Frau Pohl

Hafenstraße 30

48153 Münster

Ergänzende Informationen zu unserer Trägerschaftsbewei ür die KiTa Malteserstraße

Unser Gespräch vom 01.09.2015

Münster, 22.09.2015
Sehr geehrte Frau Pohl,

vielen Dank für das angenehme Gespräch mit Ihnen und den Kollegen bezüglich unserer Bewerbung zur
Trägerschaftvergabe für die geplante Kindertagesstätte an der Malteserstraße in Hiltrup. Wie vereinbart lasse ich
Ihnen im Nachgang noch folgende ergänzende Informationen unsererseits zukommen:

® Zum Thema Qualitätsmanagement bzw. -sicherung lege ich diesem Schreiben das Outlaw-Grundkonzept zu
Kindertageseinrichtungen bei. Auf den Seiten 20ff finden sie umfassende Informationen über die Bearbeitung
dieses Themas in unserem Unternehmen. Die hier niedergelegten Standards würden - wie in allen unseren
Münsterander KiTas - auch in einer möglichen Outlaw-Einrichtung an der Malteserstrasse Anwendung finden.

@ Bezüglich des Themas Randzeitenbetreuung können wir zusätzlich zu dem In unserer schriftlichen Bewerbung
aufgeführten Konzept der „ExtraZeit” auch den Ihnen aus unserer KiTa Uppenberg bekannten Baustein
„FlexiZeit" anbieten. Mit diesem Baustein können wir für die Kindertageseinrichtung eine deutlich erweiterte
Regelöffnungszeit (z.B. 7:00 Uhr bis 18:00 Uhr ggf. 19:00Uhr) einrichten. Eltern erhalten so die Möglichkeit, im
Rahmen der erweiterten Regelöffnungszeit die Betreuungszeiten ihres Kindes flexibel zu gestalten, ohne die
gebuchte wöchentliche Betreuungszeit insgesamt zu überschreiten. Kinder können in diesem Zuge an
unterschiedlichen Tagen zu unterschiedlichen Zeiten betreut werden. Hierbei ist stets darauf zu achten, dass
die Bedürfnisse des jeweiligen Kindes nach Kontinuität, Verlässlichkeit und Vertrautheit ebenso bedacht
werden, wie die Umsetzung der Bildungsstandards. Wechselnde! Betreuungszeiten der Kinder im
Wochenverlauf bedürfen einer sorgfältigen Planung der Angebote für die Kinder und einer genauen
Abstimmung zwischen Eltern und Erzieherinnen. Je flexibler Kinder betreut werden, desto wichtiger sind der
regelmäßige Austausch über das Kind und verlässliche Absprachen zwischen Erzieherinnen und Eltern.

@ Nach eingehender interner Beratung können wir Ihnen mitteilen, dass wir für diese Einrichtung einen
Trägeranteil in Höhe von 3,25 % übernehmen würden.

Für weitere Informationen und Gespräche stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß,

Markus Wensing
Regionaler Geschäftsführeg,

Geschäftsführer: Ralf Evers, Dr. Friedhelm Höfener
u Ä Amtsgericht Steinfurt - Handelsregisternummer: HRB 2853
en DER PARITÄTISCHE Bankverbindung: Bank für Sozialwirtschaft Köln - BLZ 370 205 00 - Kto. 7082 100
UNSER SPITZENVERBAND

Anlage 5.2 Konzept Outlaw Malteserstr

19540 Zeichen

Pädagogisches Konzept  
 Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup

Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup  2 
 
Inhaltsverzeichnis 
 
1. Vorstellung des Trägers       Seite 3 
1.1 Die OUTLAW gGmbH        Seite 3 
1.2 Kita&More         Seite 3 
 
2. Pädagogisches Konzept       Seite 5 
2.1 Situationsorientierter Ansatz       Seite 5 
2.2 Partizipation         Seite 5 
2.3 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft      Seite 6 
2.4 Eingewöhnung und Gestaltung von Übergängen     Seite 6 
2.5 Integration/Inklusion        Seite 7 
2.6 Sprachförderung        Seite 8 
2.7 Spielend lernen         Seite 8 
2.8 Bewegung         Seite 9 
2.9 Sozialraumorientierung        Seite 9 
2.10 Geschlechterorientierung       Seite 10 
 
3. Flexible Betreuungszeiten       Seite 10 
 
4. Raumkonzept         Seite 11

Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup  3 
 
1. Vorstellung des Trägers 
1.1 OUTLAW gGmbH 
Die OUTLAW gGmbH – das sind bundesweit mehr als 150 Teams und Einrichtungen der Kinder - und 
Jugendhilfe, in denen über 3.500 Kinder Jugendliche und Familien Unterstützung und Beratung 
erfahren.  
„OUTLAW“ – so hieß der Zweimastschoner, mit dem alles begann und der als Namensgeber für unser 
1987 gegründetes Unternehmen fungierte. Auf dem Schiff – und in zwei Wohngruppen im Raum 
Greven – wurden damals als besonders schwierig geltende Jugendliche betreut. Der Name steht seit 
Beginn für unser Bemühen, Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien zu ihrem Recht zu verhelfen. 
Und zwar gerade dann, wenn sie sich in schwierigen Lebenssituationen befinden.  
Gewachsen aus dem Tätigkeitsfeld der Erzieherischen Hilfen hat sich eine Firmengruppe m it einem 
breiten Angebotsspektrum entwickelt, deren weitere tragende Säule die Kindertages -
betreuungsangebote sind. Ein Blick auf die aktuellen Angebote zeigt, dass die Einrichtung seit ihrer 
Gründung mit d ynamischen Entwicklungs- und Veränderungsprozessen lebt. In diese Prozesse sind 
sowohl die Erfahrungen eingeflossen, die die MitarbeiterInnen in ihrer Arbeit mit Kindern, Jugendlichen 
und Familien gemacht haben, als auch veränderte gesellschaftliche Bedingungen und daraus 
resultierende Anford erungen an di e Kinder - und Jugendhilfe, die Einflüsse auf die 
Rahmenbedingungen der Arbeit haben.  
Die OUTLAW gGmbH ist ein bundesweit anerkannter freier Träger der Kinder - und Jugendhilfe und 
Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. 
 
1.2 Kita&More 
Die Angebote im Bereich der Kindertagesbetreuung sind bei OUTLAW unter der Überschrift Kita&More 
zusammen gefasst. In der Region West begann unser Engagement im Bereich der 
Kindertagesbetreuung im Jahr 2007 mit der Übernahme der Kita Gescherweg in Münster. Seith er ist 
dieses Arbeitsfeld kontinuierlich gewachsen durch die Übernahme weiterer Kitas und den Bau neuer 
Einrichtungen in OUTLAW Trägerschaft.

Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup  4 
 
In Nordrhein -Westfalen sind wir an fol genden Standorten vertreten: Münster, Ochtrup, Altenberge, 
Nordwalde., Burgsteinfurt, Ostbevern, Telgte, Bochum, Hamm und Duisburg. 
Unsere Angebote beziehen sich immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort, also auf 
 die Bedarfe der Kinder und Eltern, 
 den Sozialraum, 
 die Vorstellung der Partner in Politik, Wirtschaft und Verwaltung, 
 die Kooperationsmöglichkeiten, 
 die unterschiedlichen Traditionen, die es in der Kindertagesbetreuung gibt. 
 
Kita & More  steht nicht nur für die Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen, sondern 
umfasst alle Angebote frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung. Diese Angebote wirken in den 
Sozialraum hinein und richten sich konsequent nach den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Eltern.  
Kita & More unterstützt Familien bei Problemen nach individuellen Lösungen zu suchen und begleitet 
deren Umsetzung.  
Kita & More ist Partner für Eltern, Kommunen und andere Einrichtungen. Im Vordergrund steht für uns 
die Lösung von Problemen, im Sinne der Erfüllung von Bedarfen, gleichgültig wer die Unterstützung 
anbietet.  
Kita & More engagiert sich im Sozial raum und arbeitet in Netzwerken und Gremien mit. Die aktuellen 
Fachdiskussionen fließen in unsere Arbeit mit ein. Wir stehen für eine fachlich qualifizierte 
Frühkindpädagogik.  
Kita & More steht für eine moderne Kinderbetreuung. Bei Planung und Finanzierun g von neuen 
Einrichtungen kennen wir uns aus, Baumaßnahmen führen wir in Kooperation mit den Kommunen und 
anderen zu beteiligenden Institutionen so eigenständig wie möglich durch.

Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup  5 
 
2. Pädagogisches Konzept 
Die pädagogische Arbeit in unseren Einrichtungen  orientiert sich an den gesetzlichen Grundlagen 
gemäß KiBiz und an der Bildungsvereinbarung NRW.  Die dort beschriebenen Inhalte und 
Bildungsbereiche fließen in unsere Arbeit ein und finden Berücksichtigung bei der 
Konzeptentwicklung. 
Das pädagogische Konzept einer Kindertageseinrichtung ist für uns ein wesentliches Qualitätsmerkmal. 
Es spiegelt die pädagogische Grundorientierung der Einrichtung wider, mit der sie dem Bildungs -, 
Erziehungs- und Betreuungsauftrag besondere Wirkung verleiht.  
 
2.1 Situationsorientierter Ansatz 
Wir arbeiten in unseren Kindertageseinrichtungen gemäß des Situationsorientierten Ansatzes. Bei dem 
Situationsorientierten Ansatz steht für uns das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt 
der pädagogischen Arbeit. Die Er zieherInnen beobachten das Kind in seinen sensiblen 
Entwicklungsphasen und stimmen die pädagogischen Angebote darauf ab. Aus diesen 
Beobachtungen entwickeln sich Projekte, die thematisch in der Gruppe erarbeitet werden. Sach - und 
Fachgebiete werden auf die se Weise vertieft und dem Kind nahe gebracht. Unter der Einbeziehung 
der verschiedenen Komp etenzen (Sachkompetenz, Sozialkompetenz und Selbstkompetenz), der 
Sprache, mathematischer Grundlagen sowie von Wahrnehmung und Motorik  wird die ganzheitliche 
Förderung des einzelnen Kindes unterstützt, begleitet und gesichert. 
Durch diesen Ansatz lernen die Kinder, Erlebnisse und Erfahrungen aus ihrem Alltag zu verstehen und 
zu verarbeiten. In künftigen Lebenssituationen sind sie in der Lage, diese mit Kompetenz und 
Verantwortungsgefühl zu bewältigen. 
 
2.2 Partizipation 
Eine konsequente Beteiligung der Kinder und Mitbestimmungsmöglichkeiten für sie sind zentrale 
Anliegen in unseren Kitas.  Beteiligungsprozesse fördern die Entscheidungsfähigkeit, das 
Verantwortungsbewusstsein, die Kommunikationsfähigkeit und die Problemlösekompetenz. 
Partizipation bedeutet im Kita -Alltag immer wieder eine Herausforderung, weil unterschiedliche 
Interessen verhandelt werden müssen und Grenzen neu festgelegt werden müssen.

Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup  6 
 
Die Aushandlungsprozesse stärken das Gemei nschaftsgefühl und bringen den Mädchen und Jungen 
demokratisches Handeln näher. 
 
2.3 Bildungs- und Erziehungspartnerschaften 
Das Ziel der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern ist das gemeinsame Engagement für 
das Ki nd, der vereinte Blick auf die Entwicklung und den Bildungsstand des Kindes und der 
regelmäßige Austausch mit ihnen und allen beteiligten Fachkräften. Dies soll ermöglichen, die 
Kompetenzen und das Wohl des Kindes optimal zu unterstützen. Wir achten besond ers darauf, die 
elterliche Kompetenz nicht mit unserem professionellen Erziehungs - und Bildungsauftrag und unseren 
fachlichen pädagogischen Kompetenzen in Konkurrenz zu setzen. 
Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet und unterstützt werden. Wir beraten sie in 
Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen (z.B. bei Erkrankung der Kinder, 
ungewöhnlichen Arbeitszeiten oder prekären familiären Situationen) nicht alleine. Wir orientieren uns 
an den Bedürfni ssen der Familien und entspr echen nach Möglichkeit den Wünschen und Bedarfen 
hinsichtlich der Gestaltung der Angebote.  
Eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspartnerschaft bedeutet für uns: 
 Aktive Teilhabe von Eltern 
 Aktives Zusammenwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern 
 Familienberatung und Familienbildung 
 Aufbau und Nutzung von Netzwerken 
 
2.4 Eingewöhnung und Gestaltung von Übergängen 
Jeder Übergangsprozess bedeutet für das Kind und seine Familie eine große Herausforderung. Es 
müssen Strategien entwickelt werden, um mi t dem Neuen, Unbekannten umgehen zu können. 
Folgende Übergänge sind innerhalb unserer Einrichtungen relevant: 
 Von der Familie in die Kindertageseinrichtung 
 Von der Kindertagespflege in die Kindertageseinrichtung 
 Innerhalb der Kindertageseinrichtung in eine andere (Alters-)Gruppe 
 Von der Kindertageseinrichtung in die Schule

Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup  7 
 
Für viele Kinder und Eltern ist der Eintritt in die Kita oftmals die erste Trennungserfahrung, die sie 
machen. Deshalb ist es uns wichtig, für einen guten, sicheren Start in die neue Lebensphase der Kinder 
zu sorgen. An Schnuppertagen können sich Eltern, die auf der Suche nach einer Kita sind, unsere 
Einrichtungen ansehen. Der Eingewöhnungszeit wird besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet. Mit 
Respekt, Anerkennung und Wertschätzung des Ki ndes und seiner Familie  wenden sich die 
ErzieherInnen den „neuen“ Kindern in der Kita zu. Sicherheit, das Gefühl angenommen zu sein, 
Geborgenheit und Vertrauen sowie ein geregelter Tagesablauf und Rituale helfen den Kindern, sich auf 
Neues einzulassen und sich die Welt anzueignen. Während der gesamten Eingewöhnungszeit werden 
die Kinder und ihre Eltern/ Bezugspersonen kontinuierlich von einer/m ErzieherIn begleitet. Wir arbeiten 
dabei mit dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“. 
Neben dem Wechsel innerhalb der E inrichtung, von dem Kinder ebenfalls betroffen sein können, ist 
der Übergang von der Tageseinrichtung in die Grundschule ein weiterer bedeutender Prozess, dem 
wir viel Beachtung zukommen lassen. Im Mittelpunkt steht dabei das Kind mit seiner individue llen 
Entwicklungs- und Bildungsbiografie, mit seinen Kompetenzen und Stärken. Daher halten wir eine enge, 
kontinuierliche Kooperation mit der jeweils zuständigen Grundschule diesbezüglich für unerläs slich. In 
unseren Augen nutzt die Grundschule idealer Weise di e Informationen, die sie aus der 
Bildungsdokumentation, dem Austausch mit Fachkräften der Einrichtung sowie den Eltern gewinnen 
kann und setzt mit der Förderung und Begleitung des weiteren Lernprozesses an dieser Stelle an. 
 
2.5 Integration/Inklusion 
Die i ntegrative pädagogische Arbeit und Haltung hat bei OUTLAW eine lange Tradition. Schon die 
ersten Projekte basierten auf dem Grundwert, angemessene Teilhabe zu ermöglichen.  
Im Alltag unserer Kindertagseinrichtungen begegnen sich Kinder unterschiedlichen Al ters und 
Geschlechts, Kinder mit und ohne Behinderung sowie unterschiedlicher Kulturen, Religionen, sozialer 
und ethnischer Herkunft und Nationalität. Die Mädchen und Jungen erleben im täglichen Miteinander 
ganz selbstverständlich, dass Menschen verschiede n sind. Das Erleben von Unterschiedlichkeiten ist 
von unschätzbarem Wert für ihre Entwicklung. In der frühen Sozialisation werden die Grundsteine 
gelegt für den Umgang mit Vielfalt, für den Respekt gegenüber Menschen, die sich von uns 
unterscheiden, für die Entdeckung von Gemeinsamkeiten.

Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup  8 
 
Dafür ist eine Pädagogik unabdingbar, die die Teilhabe aller Kinder, ihre individuellen Ausgangslagen 
und Lernstrategien sowie ihre gemeinsame Sozialisation mit anderen Kindern im Auge hat.  
 
2.6 Sprachförderung 
Sprachförderung ist ein selbstverständlich in die alltägliche pädagogische Arbeit integriertes Element 
und kommt allen Kindern zugute und nicht nur den Kindern, die einer weite ren Unterstützung und 
besonderer Förderung  ihres Sprachvermögens bedürfen. Sie verlangt eine differenzierte 
Vorgehensweise, die individuelle Unterschiede der Kinder berücksichtigt und Besonderheiten des 
Lebensumfeldes mit beachtet. Dies bedeutet für uns, dass die Ansatzpunkte zur Sprachförderung von 
Kind zu Kind unterschiedlich sein können.  
Anknüpfungspunkte hierfür bekommen die ErzieherInnen, indem sie viel Wissen über die aktuelle und 
allgemeine Lebenssituation eines Kindes gewinnen. Erfahren Kinder ein echtes Interesse an ihren 
Bedürfnissen, Fragen, Entdeckungen und Erfahrungen, werden sie  sich mitteilen wollen und dabei 
zugleich Sprache üben. Daher ist uns besonders wichtig, dass die ErzieherInnen eine vertrauensvolle 
Beziehung zu den Kindern aufbauen, die es den Mädchen und Jungen ermöglicht und motiviert, ihren 
Wortschatz zu erweitern, um noch besser verstanden zu werden. 
Dass Sprachförderung für uns ein wichtiges Anliegen ist, zeigt sich auch daran, dass u nsere 
Münsteraner Kitas Gescherweg, Sprakel und Holtrode Teile der Bundesinitiative „Schwerpunkt Kita 
Sprache & Integration“  sind. Die  Kita Gescherweg hat sich  darauf aufbauend erfol greich als 
„Konsultationskita“ beworben und dient  damit anderen Einrichtungen als Modell für die bewusste 
Gestaltung der sprachpädagogischen Arbeit mit Kindern im Alter bis zu drei Jahren. 
 
2.7 Spielend lernen 
Wir fördern alle Kinder in der Entwicklung zu eigenständigen und gemeinschaftsfähigen 
Persönlichkeiten, indem wir ihnen entsprechende Spiel -, Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten 
anbieten. Hierzu zä hlen großzügig gestaltete Spiel - und Erprobungsräume sowi e 
gruppenübergreifende und ergänzende Angebote. Durch das Spi el werden Lernprozesse angeregt  
und Kompetenzen, wie z.B. Kommunik ationsfähigkeit, Selbstbewusstsein, Entscheidungsfähigkeit, 
Verantwortungsbewusstsein und Konfliktfähigkeit gestärkt.

Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup  9 
 
In diesem Sinne begreifen wir das Spiel als eine Form von Bildung. Die kognitive und sozial-emotionale 
Entwicklung sowie die Kreativität und Sprachentwicklung des Ki ndes werden von der Vielfältigkeit der 
Spielmöglichkeiten entscheidend beeinflusst. Kinder brauchen B edingungen, die ihnen ein intensives 
Spielen erlauben , und Menschen, die sich als aktive MitspielerI nnen von Kindern verstehen. Beides 
bieten wir den Mädchen und Jungen in unseren Kindertagseinrichtungen. 
 
2.8 Bewegung 
Das Kind erschließt sich seine Welt d urch Bewegung. Bewegung hat grundlegenden Einfluss auf die 
Gesamtentwicklung der Mädchen und Jungen: Bewegen fördert die Intelligenz und hat auch 
Auswirkungen auf Sprachentwicklung, Denkfähigkeit und Psychomotorik.  
Bewegungserziehung ist nicht nur auf ein e Förderung der motorischen Entwicklung ausgerichtet, 
sondern sie unterstützt das Kind in seiner emotionalen, sozialen, geistigen und körperlichen 
Entwicklung. Gerade weil wir wissen, dass Kinder heute mit unterschiedlichen körperlichen 
Voraussetzungen und  Vorerfahrungen in die Kindertageseinrichtung kommen, wie z.B. 
Bewegungsarmut, fehlende Freiräume, ausschweifender Medienkonsum, unausgewogene Ernährung, 
sehen wir uns im Sinne einer umfasse nden Gesundheitsprävention verpflichtet , Bedingungen zu 
schaffen, die Kinder zur Bewegung anregen und somit in allen Entwicklungsbereichen fördern.  Wir 
bieten den Kindern eine angemessene Umgebung, um ihrem Bewegungsdrang nachzukommen. 
Zum Bewegungskreislauf gehört neben Anspannung auch Entspannung. Die Kinder können si ch 
jederzeit zurückziehen und Entspannung erleben, z.B. in Traumstundenzeiten oder bei 
Körperwahrnehmungsspielen. 
 
2.9 Sozialraumorientierung 
Ausgehend von inhaltlichen, konzeptionellen und strukturellen Grundsätzen zeichnet sich OUTLAW 
insbesondere durch das Prinzip kontextbezogener Konzeption aus. Dies bedeutet, dass sich unsere 
Angebote immer auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort beziehen. 
Die sozialräumliche Orientierung ist uns wichtig, da die Kindertageseinrichtungen und deren Angebote 
in ihrem jewei ligen Stadtviertel verortet sind. Es gehört zu unseren Aufgaben, die Kinder mit ihrer 
räumlichen Umgebung vertraut und diese altersgerecht begreifbar zu machen. Die Ressourcen des 
Stadtteils sind dabei ein wichtiger Baustein der Arbeit.

Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup  10 
 
Wir verstehen unser e Kindertageseinrichtungen als moderne Service -Zentren für Familien. So gibt es 
Eltern-Cafés, Elternberatung, Kinder -Elternnachmittage, Workshops und Kurse zu familienspezifischen 
Themen, Familientrödel usw.  
 
2.10 Geschlechterorientierung 
Wir fördern die Gleichstellung von Mädchen und Jungen und berücksichtigen die spezifischen 
Entwicklungsaufgaben. Geschlechterdifferenzierte Pädagogik bietet Möglichkeiten, die eigene 
Geschlechteridentität kennen zu lernen und Rollenklischees zu hinterfragen. Um dies zu ge währleisten, 
streben wir einen deutlich höheren Anteil von männlichen Fachkräften als üblich an. 
Informationen für Eltern richten sich bewusst an Mütter und Väter, denn sie sind beide für die 
Erziehung ihrer Kinder zuständig und eingeladen, die Arbeit und den Alltag in der 
Kindertagseinrichtung mitzugestalten. 
 
3. Flexible Betreuungszeiten 
In unseren Einrichtungen richten wir die Betreuungs - und Öffnungszeiten am Bedarf der Familien und 
gleichzeitig am Kindeswohl aus. 
Allen Kindern und Familien gewährleiste n wir ein fachlich .- pädagogisches Betreuungsangebot mit 
guter Qualität, unabhängig von der gebuchten Betreuungszeit. Wir bieten den Eltern flexible 
Buchungsmöglichkeiten und ein verlässliches Betreuungsangebot, dass es ihnen ermöglicht , Beruf und 
Familie gut miteinander zu vereinbaren. Darüber hinaus können die Eltern in unseren Einrichtungen die 
sogenannte „Extrazeit“ buchen. Diese ist an vier Tagen in der Woche  ab 16:30 Uhr halbstündig bis 
18:00 Uhr für 3,00 € je halbe Stunde buchbar. Die Extrazeit kann regelmäßig, aber auch sehr kurzfristig 
in Anspruch genommen werden. Auf diese Weise sollen Eltern im Bedarfsfall in der Organisation der 
Betreuung ihrer Kinder entlastet werden.  
Die Kita wird ganzjährig geöffnet sein. A uch während der Ferienzeit halten wir eigene Feriengruppen 
vor. Gleichwohl legen wir viel Wert darauf, dass jedes Kind im Verlauf des Jahres mindestens zwei 
Wochen Urlaub von der Kita hat.

Kindertageseinrichtung in Münster-Hiltrup  11 
 
4. Raumkonzept 
Für die Kinder ist die Tageseinrichtung ein täglicher Lebensraum, in dem sie spielen, essen, mit 
Freunden zusammen sind oder einen persönlichen Rückzugsraum finden. 
Bei der Förderung frühkindlicher Bildungsprozesse spielt die räumliche Umgebung ei ne wesentliche 
Rolle, d enn Räume, sowohl Innen - wie auch Außenräume, wirken auf Kinder unmittelbar und 
nachhaltig. Wenn Gestaltung und Ausstattung kindliche Bedürfnisse berücksichtigen, können sie die 
Entwicklung der Mädchen und Jungen fördern, Neugier wec ken und vielfältige Anregungen geben. 
Gleichzeitig können Räume eine angenehme Atmosphäre vermitteln, die den Kinder n Schutz und 
Geborgenheit bietet. 
Um zu erreichen, dass die Räume allen Lebensbedürfnissen gerecht werden, müssen sie einerseits 
bestimmten Funktionen Rechnung tragen, andererseits aber Flexibilität, etwa durch bewegliche 
Elemente ermöglichen. So können sie z.B. an die mit d em Alter veränderten Interessen oder auch für 
Kinder mit einem Handicap angepasst  können. Sie sollten übersichtlich sein,  aber doch Vielfalt 
ermöglichen. Sie soll ten geschützte Bereiche (Nischen) für die Jüngsten, für ihre Einzelaktivitäten und 
Spiele zu zweit oder dritt bieten, die anspruchsvollen Tätigkeiten der älteren Kinder von Störungen 
abschirmen und gleichzeitig  auch Raum  für die gesamte Gruppe  geben. Diese Anforderungen 
berücksichtigen wir bei der Gestaltung unserer Kindertageseinrichtungen.

Anlage 2.2 Konzept CVJM Bohlweg

24951 Zeichen

Konzeption  
 
Kita ‚Alte Mauritzschule‘ 
 
als Konzeptgrundlage für eine 
Verbundeinrichtung 
 
Kita  
‚Bohlweg-Alte Mauritzschule‘

Die Einrichtung stellt sich vor 
Öffnungszeiten 
Personal 
Räumliche Bedingungen 
Das soziale Umfeld 
Anmeldung und Aufnahmeverfahren 
 
Selbstverständnis und Haltung der pädagogischen Fachkräfte 
 
Unsere pädagogische Arbeit 
Bild vom Kind 
Ziele unserer pädagogischen Arbeit 
Bildungsarbeit 
 Sprache und Kommunikation 
 Bewegung 
 Spielen und Gestalten 
 Natur und kulturelle Umwelten 
 Religiöse und ethische Bildung 
 Rechte der Kinder 
 Partizipation 
Situationsorientierter Ansatz 
Bildungsdokumentation 
Qualitätssicherung 
Eingewöhnung 
 
Unser Alltag 
Unsere Tagesstruktur 2-6 Jahre 
 Freispiel 
 Projekte 
 Rituale und Regeln 
Unsere Tagesstruktur 0-2 Jahre 
 
Zusammenarbeit mit den Eltern 
Elternbeirat und Rat der Tageseinrichtung 
Partizipation 
Beschwerdemanagment 
 
Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Die Einrichtung stellt sich vor 
 
Öffnungszeiten 
Unsere Kindertageseinrichtung ist von montags bis freitags von 7.00 Uhr bis 16.30 Uhr 
geöffnet. 
Die Eltern haben die Möglichkeit zwischen zwei verschiedenen Stundenkontingenten zu 
wählen. 
   35 Stunden: 7.30 Uhr bis 14.30 Uhr 
45 Stunden: 7.00 Uhr bis 16.30 Uhr 
 
Personal 
Das Team der Kita Alte Mauritzschule besteht aus 7 Fachkräften. 
Es stellt sich aus Sozialpädagogen/Sozialpädagoginnen, Erziehern/Erzieherinnen und 
Kinderkrankenschwestern zusammen. 
In jeder Gruppe arbeiten mindestens drei pädagogische Fachkräfte. Im Rahmen der 
Aufnahme von Kindern mit besonderem Förderbedarf stellen wir für die inklusive Erziehung 
zusätzliche Fachkräfte ein. 
 
Räumliche Bedingungen 
Am 01.08.2013 eröffnete unsere Kita in den Räumen der ehemaligen Mauritzschule. 
34 Kinder werden in zwei Gruppen, der Hummelgruppe und der Froschgruppe, von 
insgesamt 7 Fachkräften betreut. 
 
In der Hummelgruppe 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren.  
In der Froschgruppe 24 Kinder im Alter von 3-6 Jahren. 
 
Als ehemaliges Schulgebäude bieten die großzügigen, hellen Räume ideale Möglichkeiten 
zum Spielen, Toben und Entspannen. 
Der ehemalige Schulhof bildet das ausgedehnte Außengelände, das den Kindern viel Platz 
zum Dreirad-, Roller- und Bobbycarfahren bietet, im großen Sandkasten befindet sich für die 
unterschiedlichen Altersgruppen jeweils ein Klettergerüst mit Rutsche. 
 
Das soziale Umfeld 
Die Kita Alte Mauritzschule befindet sich an der Warendorfer Straße im Stadtteil St. Mauritz. 
Der Stadtteil St. Mauritz gehört zu einem der beliebtesten Stadtteile in Münster. 
Die Kindertageseinrichtung liegt im Schatten der St.-Mauritz-Kirche und ist von Wohn- und 
Geschäftshäusern umgeben. In unmittelbarer Nähe befinden sich zwei weitere Kindergärten 
sowie eine Grundschule. 
Gerne nutzen wir die Spielplätze, die fußläufig zu erreichen sind, und die Parkanlage des 
Mutterhauses der Franziskanerinnen.  
Die Kindertageseinrichtung liegt in einer guten Infrastruktur. Für Ausflüge nutzen wir die 
Busse, welche direkt vor unserer Haustür abfahren.

Anmeldung und Aufnahmeverfahren 
Der Rat der Tageseinrichtung beschließt die Kriterien zur Aufnahme der Kinder. Dabei 
können das Einzugsgebiet, ältere Geschwisterkinder, das Alter des Kindes, soziale Gründe 
und das gewünschte Stundenkontingent Berücksichtigung finden. 
Die Kinder können bis Ende Januar eines Jahres für das kommende Kindergartenjahr 
angemeldet werden. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über das online- 
Vormerkprogramm der Stadt Münster: Kita-Navigator. 
Sie haben jeden Dienstag in der Zeit von 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr die Möglichkeit unsere 
Räumlichkeiten zu besichtigen, Fragen zu stellen und einen ersten Eindruck von der 
Einrichtung zu bekommen. 
Die Platz-Zusagen  erfolgen in der Regel bis Mitte März per Telefon oder per Mail. Die 
Absagen erhalten Sie über den Kita-Navigator der Stadt Münster. 
 
Selbstverständnis und Haltung der pädagogischen Fachkräfte 
 
Als pädagogische Fachkräfte wollen wir den Kindern in erster Linie Begleiter, Unterstützer 
aber auch Beschützer sein. Kinder so anzunehmen, wie sie sind und ihnen ein Gefühl der 
Geborgenheit und Wärme zu vermitteln, ist uns ebenso wichtig, wie sie in ihrer 
Selbstkompetenz zu fördern, ihre Stärken zu erkennen und auf diesen aufzubauen. Auch 
möchten wir ressourcenorientiert arbeiten und uns Zeit für aktuelle Themen, welche die 
Kinder beschäftigen und interessieren, nehmen. 
 
„Hilf mir, es selbst zu tun!“, nach dem Grundsatz Maria Montessoris  wollen wir die Kinder 
da abholen, wo sie stehen und gemeinsam mit ihnen in ihrem Tempo die Welt entdecken. 
Die Partizipation der Kinder bei der Wahl der Themen ist uns ebenso ein Anliegen, wie ihre 
Kreativität zu unterstützen und die Kinder selbst ausprobieren und experimentieren zu 
lassen.  
 
Damit wir die Ressourcen und Bedürfnisse der Kinder erkennen, ist es unser Anspruch, gute 
Beobachter zu sein und das Gesehene und Erlebte in einer strukturierten Dokumentation 
festzuhalten. 
 
Neben unserem Wunsch als Spielpartner der Kinder zu agieren, ist es auch unser Auftrag, 
den Kindern als „Schiedsrichter“ einen respektvollen und toleranten Umgang mit Groß und 
Klein zu vermitteln, ihnen beim Einhalten von Regeln und Strukturen zu helfen und auch 
klare Grenzen zu setzten. Wir wollen für die Kinder, aber auch für die Erwachsenen 
Vorbilder sein. 
Dies wollen wir sowohl als mitverantwortliche Teammitglieder vorleben als auch als 
Erziehungs- und Ansprechpartner für die Eltern. Als Vertrauenspersonen und 
familienergänzende Bezugspersonen wollen wir nie aus den Augen verlieren, Kindern und 
Eltern wertschätzend und empathisch gegenüberzutreten und letztere als Experten für ihre 
Kinder wahrzunehmen. 
Nicht zuletzt ist es unser Anspruch, den christlichen Glauben in unserer Einrichtung zu 
leben, zu vermitteln und zu teilen. Dabei ist es uns wichtig, andere Wertvorstellungen stets 
zu respektieren. 
Wir wünschen uns ein wertschätzendes und kreatives Miteinander in dem Dreieck aus 
Kindern, Eltern und pädagogischen Fachkräften.

Unsere pädagogische Arbeit 
 
Bild vom Kind 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bild 
vom 
Kind 
Kreativität 
unvorein-
genommen 
Sensibilität 
eigene 
Persönlichkeit 
aktiv + 
bewegungsfreudig 
Individuell 
 soziale 
Kompetenz 
 Akteur seiner 
Entwicklung 
Erfinder, 
Forscher, 
Entdecker 
Selbständigkeit 
neugierig 
eigene Interessen 
und Bedürfnisse

Ziele unserer pädagogischen Arbeit 
 
 
 
Bildungsarbeit 
 
Sprache und Kommunikation 
Sprache als wichtigstes Kommunikationsmittel hilft uns zur Verständigung mit anderen 
Menschen und um uns mitzuteilen. Die Sprachentwicklung von Kindern vollzieht sich parallel 
zu deren kognitiver, sozialen und motorischen Entwicklung und ist eng mit dieser 
verbunden. Die Ziele der Sprachförderung in der Kindertageseinrichtung beziehen sich 
entsprechend auf die Förderung der Sprechfreude der Kinder, die Erweiterung ihres 
Wortschatzes, auf die Motivation zum Sprechen in ganzen Sätzen sowie auf das 
Kennenlernen verschiedener Sprachformen (Lieder, Fingerspiele, Vorlesen). Die Umsetzung 
dieser  Sprachförderung erfolgt durch sprachbegleitetes Handeln, durch Sprechspiele und 
Lieder sowie durch einen allgemein achtsamen Umgang mit Sprache im Spiel und Alltag. 
 
Bewegung 
Ziele 
unserer 
pädagogi-
schen 
Arbeit 
Selbstbewusstsein 
und Selbstwert 
entwickeln 
Erziehung zum 
Verantwortungs-
bewusstsein 
Toleranz und 
Akzeptanz erleben 
und erlernen 
Entfaltung der 
Persönlichkeit 
Erziehung zum 
selbstständigen 
Menschen 
Ressourcen  
stärken 
eigene Bedürfnisse 
und Gefühle 
erkennen, 
wahrnehmen und 
ausdrücken 
Bindung und 
Vertrauen 
aufbauen und 
erfahren 
Vermittlung 
christlicher 
Werte 
Erziehung zur 
Kritikfähigkeit 
Entwicklung 
der eigenen 
Identität 
Bildungs-
arbeit 
Strukturen 
und 
Grenzen 
erfahren

Von Geburt an haben Kinder den Drang sich zu bewegen. Durch Laufen, Springen, Toben, 
Rennen etc. erleben Kinder Bewegung, fördern ihre kognitiven und körperlichen Fähigkeiten 
und trainieren ihre Fein- und Grobmotorik sowie ihre Geschicklichkeit. 
Sie lernen ihren Körper und dessen Fähigkeiten kennen und einzuschätzen und sie 
entdecken ihre körperliche Grenzen. 
Im Kindergarten bieten wir den Kindern verschiedene Möglichkeiten um ihren 
Bewegungsdrang ausleben zu können. Dadurch können sie die Fähigkeiten ihres Körpers 
entdecken und entwickeln. Neben einem Bewegungsraum steht den Kindern ein Bällebad 
zur Verfügung. Im Außenbereich finden sich viele, verschiedene Fahrzeuge, eine Rutsche mit 
Klettergerüst und ein großer Sandkasten. Zusätzlich besuchen wir die Spielplätze und die 
Parkanlage in unserer Nachbarschaft. 
   
Spielen und Gestalten, Medien 
Spielerisch wird das Kind unterstützt neue Fähigkeiten zu erwerben. Kinder drücken ihre 
Erfahrungen in unterschiedlicher Art und Weise aus. Wir geben ihnen hierzu Gelegenheit 
beim Malen, Basteln, Werken, Musizieren und Konstruieren. Hierfür  haben sie 
unterschiedliche Materialien und Räumlichkeiten zur freien Verfügung, welche von den 
Erziehern/Erzieherinnen organisiert und vorbereitet werden. So werden am Maltisch 
Bastelmaterialien bereitgestellt, eine Verkleidungskiste für Rollenspiele, 
Konstruktionsspielzeug, ein Bauteppich sowie wechselnde Bücher zur Bilderbuchbetrachtung 
zur Verfügung gestellt. Durch diese Angebote werden Kinder dazu angeregt eigene 
Spielimpulse zu entwickeln und zu entfalten. Ebenso wird durch das Malen, Basteln und 
Gestalten die Kreativität der Kinder sowie deren Fein- und Grobmotorik gefördert und durch 
das Spielen in Kleingruppen das Sozialverhalten der Kinder unterstützt. 
 
Natur und kulturelle Umwelten 
Jedes Kind ist ein Forscher und Entdecker und lernt durch Ausprobieren sich den  Alltag zu 
erklären. Sie lernen untereinander und voneinander, es geht um selbständiges Forschen, 
darum Erfahrungen zu sammeln und sich aktiv und kreativ mit der Umwelt auseinander zu 
setzen. Das Experimentieren gehört daher zum Alltag und zum festen Bestandteil unserer 
pädagogischen Arbeit. Dazu führen wir in verschiedenen Projekten und Bereichen 
Experimente durch. So können Kinder in ihrem Selbständigkeitsstreben unterstützt werden. 
 
Religiöse und ethische Bildung 
Kinder aus unterschiedlichen Kulturkreisen besuchen unsere Einrichtung. Somit begegnen 
sie anderen Religionen und Traditionen. Im täglichen Miteinander erleben die Kinder 
Vielfältigkeit und Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten und übereinstimmende Werte, 
wie zum Beispiel Achtung und Respekt vor dem anderen Menschen. Wir möchten den 
Kindern Grundsätze des christlichen Glaubens vermitteln, dazu gehören Vertrauen, 
Vergebung, Hoffnung und Liebe. 
Sie sollen bei uns Geborgenheit, Verlässlichkeit und Sicherheit erfahren. 
Wir begleiten sie bei der Suche nach Antworten zu Fragen des Lebens und des Glaubens.

Rechte der Kinder 
Kinder haben Rechte. Das pädagogische Fachpersonal der Kindertageseinrichtung Alte 
Mauritzschule kennt die  Kinderrechte der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. 
Besonders die nachfolgenden Rechte  finden in unserem täglichen Umgang mit den Kindern 
Berücksichtigung: 
Gleichheit – alle Kinder sind gleich geliebt und angenommen. 
Gesundheit – jedes Kind hat ein Recht auf seine Gesundheit, physisch und psychisch, dazu 
gehört auch auf die Gesundheit der anderen zu achten. 
Bildung – jedes Spiel, allein oder mit vielen anderen, ist ein Bildungsprozess, wir 
unterstützen die Kinder darin und geben Impulse. 
Spiel und Freizeit – Kinder dürfen auch mal „nur“ Spielen. 
Freie Meinungsäußerung und Beteiligung – Kinder dürfen gerne ihre Meinung sagen und 
werden nach Möglichkeit in Entscheidungen einbezogen. 
Gewaltfreie Erziehung – wir leben eine gewaltfreie Erziehung, sowohl körperlich als auch 
seelisch. 
Besondere Fürsorge und Förderung bei Behinderung – wir nehmen jedes Kind so an wie es 
ist und fördern es bestmöglich. 
 
Partizipation 
Im Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) unter § 8 steht: „Kinder und Jugendliche sind 
entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Entscheidungen (...)zu 
beteiligen.“ 
An Prozessen mitzuwirken stärkt die Beziehungen zwischen Kindern und Erwachsenen und 
bedeutet, dass Kinder mitbestimmen, gehört werden, teilhaben und ernst genommen 
werden. Die Wertschätzung der Meinung des Einzelnen ist ein zentraler Punkt der 
Partizipation. Gleich ob es sich um eigene Interessen oder die der Gruppe handelt, ist es 
wichtig, dass alle Kinder zu Wort kommen und ausreden dürfen.  
In unserer  Kindertagesstätte wird Partizipation gelebt, indem die Kinder sich an 
Abstimmungen beteiligen, Ideen im Stuhlkreis einbringen, Aktivitäten, Feste und 
Veranstaltungen mitplanen und Ideen und Wünsche äußern können. 
 
Bei diesen Beteiligungsmöglichkeiten stehen folgende Aspekte im Vordergrund: 
Verantwortung: 
 die eigenen Interessen vertreten 
 ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln und stärken 
 verbindliche Absprachen wahrnehmen und einhalten 
 gemeinsame Entscheidungen akzeptieren und tragen  
 
Selbstbestimmung 
 Meinungen bilden und äußern 
 Wünsche und Ideen formulieren 
 Mündigkeit erfahren 
 Entscheidungsmut bekommen 
 sich selbstwirksam erleben (Ich kann etwas bewegen und verändern.)

 demokratische Grundsätze kennenlernen 
 
Die Aufgabe für das pädagogische Fachpersonal besteht darin, die Kinder zu begleiten, sie als  
Experten ihres eigenen Lebens ernst zu nehmen, ihnen offen und interessiert gegenüber zu 
treten und sich von ihren Meinungen, Ansichten, Ideen und Wünschen inspirieren zu lassen. 
Die Suche nach Informationen und das Aufzeigen von Beispielen, Möglichkeiten und 
Alternativen, sind wichtig, da Kindern häufig Vergleichserfahrungen fehlen. Wir begleiten 
Aushandlungsprozesse, die zu einem Ergebnis führen, denn Partizipation heißt auch 
Verbindlichkeit.  
Der Dialog und Austausch sind wichtige Bestandteile innerhalb einer Partizipation und das 
pädagogische Fachpersonal bringt ebenso Meinungen und Erfahrungen ein und zeigt 
Möglichkeiten und Probleme auf.  
 
Situationsorientierter Ansatz 
Wir arbeiten nach dem situationsorientierten Ansatz. Das heißt, dass die Lebenssituation der 
Kinder und deren aktuellen Erlebnisse im Mittelpunkt stehen. 
Der Ansatz geht davon aus, dass die aktuellen Ausdrucksformen der Kinder aus 
zurückliegenden Erfahrungen und Erlebnissen resultieren. Die Gegenwart ist also ein Abbild 
der Vergangenheit.  
Kinder entwickeln ihre emotional-soziale Kompetenz dadurch, dass sie ihre individuell 
gemachten Erfahrungen und Erlebnisse verarbeiten und verstehen können. Die Themen der 
Kinder stehen deshalb im Mittelpunkt unserer Arbeit und werden zum Beispiel in Projekten 
erarbeitet. 
 
Bildungsdokumentation 
Von Beginn der Kindergartenzeit bis hin zum Schuleintritt führen die pädagogischen 
Fachkräfte kontinuierlich Beobachtungen der Kinder durch. Diese werden in schriftlicher 
Form festgehalten und ausgewertet. 
Die Bildungsdokumentationen dienen dazu jedes Kind optimal und individuell in seiner 
Entwicklung begleiten und  fördern zu können. Sie zeigen die verschiedenen Interessen und 
Ressourcen eines Kindes auf;  mit welchem Thema beschäftigt sich das Kind, welche Stärken 
und Interessen hat das Kind etc. 
Außerdem bilden die Bildungsdokumentationen die Grundlage für den regelmäßigen 
Austausch mit den Eltern. Sie werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte 
weitergegeben. Mit Abschluss der Kindergartenzeit werden die Dokumentationen an die 
Eltern ausgehändigt, diesen steht es frei die Bildungsdokumentationen an die Schule 
weiterzugeben. 
 
Qualitätssicherung 
Die Mitarbeiter/innen können verschiedene Instrumente wie Eltern- und 
Mitarbeiterbefragungen, Beobachtungen, Planungstage und Evaluationen verwenden, um 
die Qualität der Arbeit zu überprüfen, weiterzuentwickeln und Verbesserungen 
sicherzustellen.  
Eine Fachberatung steht für Qualitätsentwicklungsmaßnahmen zur Verfügung.

Durch regelmäßig stattfindende Treffen aller Leitungen der Kindertageseinrichtungen des 
CVJM Münster befinden wir uns in gutem Austausch über konzeptionelle Entwicklungen in 
den einzelnen Einrichtungen und haben so auch immer wieder Gelegenheit die Qualität 
unserer Arbeit zu vergleichen und zu überprüfen. 
 
Eingewöhnung 
Die Eingewöhnung ist für jedes Kind eine aufregende und manchmal auch schwierige Zeit. 
Wir möchten diese Zeit für die Kinder so angenehm wie möglich gestalten und eine gute 
Grundlage für die Betreuung in unserer Einrichtung schaffen. 
Je nach Temperament, Verhalten und erlebten Bindungserfahrungen des Kindes hat jede 
Eingewöhnung ihr eigenes Tempo, das vom Kind bestimmt wird. Die Belastung, die eine 
Trennung für ein Kind darstellt, wird durch eine langsame Eingewöhnung gemindert. 
Für die Kinder ist es eine große Herausforderung sich an die neue Umgebung zu gewöhnen 
und eine Beziehung zu fremden Personen aufzubauen. 
Wir arbeiten nach dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“ nach infans (Laewen, Andres & 
Hedevari), das sich auf die Bindungstheorie von John Bowlby stützt. 
Die Grundlage des Modells ist die Bindung des Kindes an seine Eltern. Deshalb ist es wichtig, 
dass die Kinder während der Eingewöhnung von einem Elternteil begleitet werden. 
Das Modell unterteilt sich in verschiedene Phasen. 
In der Grundphase werden die Kinder von den Eltern in die Einrichtung begleitet. So können 
die Kinder die neue Umgebung kennenlernen und haben gleichzeitig eine Bezugsperson, an 
die sie sich wenden können. Nach einigen Tagen können erste Trennungsversuche 
durchgeführt werden, die je nach dem Verhalten des Kindes während der Trennung bis zu 
maximal 30 Minuten dauern sollten. 
In der Stabilisierungsphase wird, unter Beachtung der Reaktion des Kindes, der Zeitraum der 
Trennung immer weiter ausgedehnt. 
In der Schlussphase hat das Kind die Erzieher/Erzieherinnen als neue Bezugspersonen 
akzeptiert. Die Eltern halten sich somit nur noch kurz in der Kita auf. 
Während der Eingewöhnungsphase sind die Erzieher/Erzieherinnen im stetigen Austausch 
mit den Eltern, um die Eingewöhnung bestmöglich für das Kind und die Eltern zu gestalten. 
 
Unser Alltag 
 
Unsere Tagestruktur 3-6 Jahre 
In der Froschgruppe werden 24 Kinder im Alter von 3-6 Jahren betreut. 
Die Kinder können zwischen 7.00 und 8.45 Uhr gebracht werden. In dieser 
Zeit können sie ankommen, sich in das Gruppengeschehen einfinden und sich auf den Kita-
Alltag einstellen. 
Um 9.00 Uhr beginnen wir den Tag gemeinsam mit einem Morgenkreis, indem  
verschiedene Lieder gesungen, Fingerspiele und Kreisspiele gespielt werden. 
Befindlichkeiten werden ausgetauscht und der Tag wird besprochen. 
Im Anschluss findet ein gemeinsames Frühstück statt.

Der Vormittag bietet neben individueller, pädagogischer Arbeit Raum für Freispiel, 
Kreativangebote, Bewegungsangebote und der Nutzung des Außengeländes. 
Hierzu setzen wir Erzieher/Erzieherinnen verschiedene Impulse. 
Um 12.00 Uhr findet das Mittagessen statt. 
Nach dem Mittagessen beginnt die Ruhephase, in der die Möglichkeit besteht einen 
Mittagschlaf zu halten. 
Ausgeschlafen und ausgeruht starten wir mit einem Mittagssnack in die zweite Hälfte des 
Kitatages, welcher individuell und situationsorientiert gestaltet wird. 
 
Freispiel 
Spielen ist der Beruf des Kindes. Spielen steht im Mittelpunkt unserer Arbeit, weil es die 
Entwicklung der Kinder von selbst fördert. Kinder lernen eigene Bedürfnisse und die der 
Spielpartner kennen. Spielen macht Kinder klüger und anpassungsfähiger. Sie entwickeln 
Ziele und Kompetenzen, lernen Entscheidungen zu fällen und Probleme zu lösen. Das alles 
sind Gründe, warum das Freispiel bei uns einen hohen Stellenwert einnimmt. 
 
Projekte 
In unserer Kindertageseinrichtung halten wir Projekte für einen geeigneten Rahmen 
und eine kindgerechte Methode um wechselnde Themen aufzugreifen und zu bearbeiten. 
Die Auswahl der Themen orientiert sich dabei an den Interessen der Kinder, zum Beispiel: 
Tiere, Feuerwehr, Märchen etc., der Jahreszeit, der Gruppensituation oder Entwicklungs- 
und Förderschwerpunkten. 
Die Projektform bietet die Möglichkeit ein Thema mit den Kindern vertiefend zu behandeln 
und Wissen zu vermitteln. 
Im Rahmen von Projekten werden Ausflüge oder andere kleine Veranstaltungen angeboten, 
bei denen die Mitarbeit der Eltern gerne angenommen wird. 
 
Regeln und Rituale 
Kinder suchen und finden Halt und Orientierung in festen, wiederkehrenden Strukturen und 
Ritualen. Ein geregelter Tagesablauf bietet Sicherheit in einer für sie anfangs ungewohnten 
Umgebung. 
Aus diesem Grund legen wir Wert darauf den Kindern einen strukturierten Kita-Alltag 
bieten zu können. 
Auch feste Regeln sind für die Kinder wichtige Anhaltspunkte für ihr Handeln im Alltag. Diese 
können sich auf den sozialen Umgang beziehen oder auch auf das Verhalten im Kindergarten 
generell. 
   
Unsere Tagesstruktur 0-3 Jahre 
In der U3-Gruppe werden 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren betreut. Wir passen den 
Tagesablauf dem Rhythmus der Kinder an und orientieren uns an den Bedürfnissen der 
Kinder.

Bis 8.45 Uhr sollen alle Kinder gebracht werden, damit wir den Tag gemeinsam mit einem 
Morgenkreis beginnen können. Wir singen gemeinsam, spielen kleine Fingerspiele oder 
sprechen gemeinsam kleine Reime. Danach frühstücken wir alle gemeinsam, jedes Kind 
bringt sein eigenes Frühstück mit, dazu gibt es Obst. 
Anschließend beginnt eine Phase, in der wir ein vielfältiges Angebot an Spielmaterial 
Bewegungsmöglichkeiten, Impulsen und Aktivitäten anbieten und altersentsprechend 
umsetzen – gegebenenfalls werden die Kinder dazu aufgeteilt. 
Um etwa 11.45 Uhr beginnt das Mittagessen. 
Nach dem Mittagessen folgt die Schlafenszeit, in der wir die Kinder individuell begleiten. 
Wenn alle Kinder aufgestanden sind, versammeln sich alle um gemeinsam einen kleinen 
Mittagssnack zu essen. 
Die Nachmittagszeit gestalten wir situationsorientiert.  
 
Zusammenarbeit mit den Eltern 
 
Die Zusammenarbeit mit den Eltern als zentrale Bezugspersonen der Kinder nimmt einen 
hohen Stellenwert in unserer Kita ein. Wenn es um das Schaffen von optimalen 
Entwicklungsbedingungen der Kinder geht, gelten Eltern als unsere direkten 
Ansprechpartner. Die Erzieher/Erzieherinnen stehen jederzeit für Elterngespräche zur 
Verfügung; ein kurzer Austausch kann auch während der Bring- und Abholphase stattfinden. 
Auf regelmäßigen Elternabenden besteht die Möglichkeit des Informationsaustausches und 
des Berichtens über Erfahrungen und Einschätzungen.  
 
Elternbeirat und Rat der Tageseinrichtung 
Jährlich findet eine Elternversammlung statt, bei der ein Elternrat, bestehend aus jeweils 
zwei Eltern einer Gruppe, gewählt wird. Die gewählten Eltern haben die Aufgabe die 
Kooperation zwischen Träger, Eltern und Erziehern/Erzieherinnen zu fördern und die 
Interessen der Elternschaft zu vertreten. 
Alle Elternvertreter bilden zusammen den Elternbeirat der Kindertageseinrichtung. Dieser 
hat ein Informationsrecht über alle wichtigen Belange der Kindertageseinrichtung. 
Der Rat der Tageseinrichtung bildet sich aus der Leitung der Einrichtung, zwei pädagogischen 
Fachkräften, einem Trägervertreter und dem Elternbeirat. 
 
Partizipation 
Nicht nur in der Arbeit mit Kindern legen wir Wert auf Partizipation. Auch den Eltern soll 
dieses Recht zustehen.  
Durch das Stimmrecht in der Elternversammlung, die aktive Mitarbeit im Elternbeirat, die 
Teilnahme am Rat der Einrichtung, Befragungen zu verschiedenen Themen oder Teilnahme 
an Arbeitsgemeinschaften besteht die Möglichkeit sich in die Arbeit der 
Kindertageseinrichtung einzubringen. 
 
Beschwerdemanagment

Uns ist es wichtig den Eltern vertrauensvoll gegenüber zu treten und Gesprächsbereitschaft 
zu signalisieren. Für Anregungen, Lob und Kritik haben wir stets ein offenes Ohr.  In unseren 
Kontakten mit den Eltern signalisieren wir, dass wir ihre Wünsche, Sorgen und Anregungen 
ernstnehmen. Wir  nutzen diese dazu, uns mit unserer pädagogischen Arbeit immer wieder 
auseinander zu setzen. 
Wir bieten den Eltern durch einen Briefkasten, der im Eingangsbereich der Kindertagesstätte 
aufgehängt wurde, die Möglichkeit Lob, Anregungen und Kritik anonym zu äußern. Wir 
freuen uns aber stets darüber, wenn ein persönliches Gespräch zu diesen Themen 
stattfindet.  
Auch die Mitglieder des Elternbeirates sind als Ansprechpartner und Übermittler jederzeit 
für die Eltern da. Ein Austausch per Mail zwischen der Einrichtungsleitung und den 
Mitgliedern des Elternbeirates über aktuelle Entwicklungen und wichtige Themen findet 
regelmäßig statt. 
 
Zusammenarbeit mit anderen Institutionen 
 
Auch die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen spielt eine große Rolle. 
Die Kita Alte Mauritzschule arbeitet mit folgenden Institutionen zusammen: 
 Familien-Bildungszentrum 
 Amt für Kinder, Jugendliche und Familie 
 Frühförderstelle 
 Mutterhaus der Franziskanerinnen 
 Kindertageseinrichtungen des CVJM Münster 
 Grundschule St. Mauritz 
 Verschiedene Berufskollegen

Anlage 1.2 Konzept ASB Malteserstr

42050 Zeichen

Verfasst von: A. Vieren/ M. Brosch 
 
Pädagogische Konzeption    
Arbeiter – Samariter - Bund 
Regionalverband Münsterland e.V. 
 
ASB Kindertageseinrichtung

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Vorwort 
 
Der Arbeiter -Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. ist anerkannter Träger in 
der Kinder - und Jugendhilfe und betreibt mit dieser Einrichtung erstmalig eine 
Kindertageseinrichtung 
Dieses Konzept  wird  bei jeder  Veränderung angepasst. 
 
Konzept  
 
1.0 Träger 
 
Träger der Einrichtung Kindertageseinrichtung………… ist seit dem ……….. der 
 
Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. 
Gustav-Stresemann-weg 62 
48155 Münster 
Tel.: 0251-2897-0 
Fax: 0251-297-118 
Homepage: www.asb-muenster.de 
E-Mail: m.brosch@asb-muenster.de  
 
1.1 Allgemeines Leitbild des Arbeiter-Samariter-Bundes 
 
Der Arbeiter -Samariter-Bund ist eine Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband. Er ist eine 
gemeinnütziger Verein mit Vorsitz des Bundesvorstandes,  dessen Mitglieder die Entwicklung 
mitbestimmen und kontrollieren. 
Der ASB setzt sich aus dem Bundesverband, Land esverbänden sowie Kreis- und Ortverbände 
zusammen. 
Humanitäre und demokratische Grundsätze bilden die Basis der Arbeit des ASB im In - und 
Ausland. 
Der ASB war, ist un d bleibt eine parteipolitische neutrale und konfessionelle ungebundene 
Organisation, die Menschen in Not helfen ohne Ansehen ihrer politischen, rassischen, 
nationalen oder religiösen Zugehörigkeit. 
Da wir eine Einrichtung des Arbeiter -Samariter-Bundes sind arbeiten wir a m Leitbild der 
Gesamtorganisation orientiert. 
 
1.2 Lage 
 
Die Kindertagesstätte liegt im Süden der Stadt Münster im Stadtteil Hiltrup … 
 
1.3. Aufnahmekriterien 
 
Wir entscheiden bei der Aufnahme nicht nach Nationalität, Konfession, politischer  
Einstellung oder ethnischer Zugehörigkeit. Sondern wir entscheiden bei der Aufnahme nach 
sozialen Kriterien.  
Aufnahmekriterien: 
 
       ● Kinder aus dem Einzugsgebiet

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       ● Kinder berufstätiger Eltern 
● Geschwisterkinder 
1.4 Gruppen/Gruppenstruktur 
 
In der Kindertagesstätte werden 
● in drei Gruppen je 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren betreut 
● in einer Gruppe 10 Kinder im Alter von 0-3 Jahren betreut 
● in einer Gruppe 20-25 Kinder im Alter von 3-6 Jahren betreut 
 
1.5 Team und Personalstruktur 
 
Die pe rsonelle Besetzung richtet sich nach der Vereinbarung zu den Grundsätzen über die 
Qualifikation und den Personalschlüssel nach § 26 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes zur frühen 
Bildung und Förderung von Kindern (KiBiz). Zu unserem Selbstverständnis gehört es, 
innerhalb unserer Einrichtung Praktikanten während ihrer Ausbildung praxisnah zu begleiten 
und anzuleiten. 
 
Ein partnerschaftliches Miteinander, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung sind 
Grundlagen einer guten Zusammenarbeit in unserem Team  Ein kollegi aler Austausch, 
gruppenübergreifendes Arbeiten und der Einsatz der eigenen Persönlichkeit sind ebenso 
gefordert, wie das Engagement und die Offenheit gegenüber der gesamten Arbeit. 
Gemeinsame Zielabsprachen und ein aufgabenorientiertes Aufeinander -Zuarbeiten und 
Transparenz sind für eine erfolgreiche Teamarbeit unabdingbar. 
 
In unserem Team arbeiten: 
 
1 freigestellte Einrichtungsleitung  
pro Gruppe 1 Erzieher/in als Gruppenleitung sowie 1 weitere Fachkraft 
1 weitere Fachkraft gruppenübergreifend  
1 Auszubildende in der praxisintegrierten Ausbildung zur Erzieherin  
1 Küchenkraft 
1 Schreibkraft  
 
Nach Möglichkeit stellen wir jemanden für ein Freiwilliges Soziales Jahr  und/oder ein/e 
Anerkennungspraktikant/in ein. 
 
Die Aufgabe als Leitung wahren wir durch einen partnerschaftlichen Leitungsstil; dazu zählen 
Teamgespräche, Einzelgespräche, fachliche Anleitung und Beratung, Delegation von 
Aufgaben und Übertragen von Verantwortung. 
Wertschätzung, Offenheit und Kritikfähigkeit sind Voraussetzungen für eine gute 
Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern, dem Träger und anderen Partnern.

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1.6 Öffnungszeiten 
  
Unter Berücksichtigung des Wohles der Kinder, der  berechtigten Belange der 
Ehrziehungsberechtigten sowie der personellen und örtlichen Gegebenheiten, setzt der 
Träger nach Anhörung des Elternrates die Öffnungszeiten fest (§ 9 Abs. 4 KiBiz).   
Unsere Öffnungszeiten lauten (45 Std.): 
Montag bis Donnerstag  7:30 Uhr – 17:00 Uhr 
Freitag     7:30 Uhr – 15:30 Uhr 
Für eine Gruppe von 10 Kindern sollen nach Absprache mit dem Jugendamt und nach 
Anhörung des Elternrats  erweiterte Öffnungszeit en von  
Montag bis Freitag     6:30 Uhr – 20:00 Uhr angeboten werden. 
 
2.0 Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze 
 
Für die Kindertagesbetreuung relevanten Paragrafen:  
  
 Sozialgesetzbuch, Achtes Buch, Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII)  
 § 22a - 25 SGB VIII Angebote zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen 
 Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz - KiBiz) – 
Viertes Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes SGB VIII 
 Personalvereinbarung der Trägerzusammenschlüsse der freien und öffentlichen 
Jugendhilfe  
 Die Rechte der Kinder  
 
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern 
 
Die Erziehungsberechtigten haben laut § 90 SGB VIII, entsprechend ihrer wirtschaftlichen 
Leistungsfähigkeit, monatlich öffentlich -rechtliche Beiträge zu den Jahres -Betriebskosten zu 
entrichten.  
Für die Teilnahme eines Kindes am Mittagstisch (12:00 Uhr) ist ein zusätzlicher Beitrag  an 
den Träger der Einrichtung  zu entrichten. Bei regelmäßiger Teilnahme wird ein fester, nach 
Alter gestaffelter Beitrag monatlich erhoben (unabhängig von den Schließzeiten): 
 
 bis 3 Jahre  35,00€ 
 bis Schuleintritt 40,00 €  
Pro Einzelmahlzeit ist ein Beitrag von z. Zt. 3,00 € an den Träger der Einrichtung zu zahlen.

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3.0 Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des Arbeiter-Samariter-Bundes 
 
Als ASB -Einrichtungen haben wir einen sozialen und wertschätzenden Auftrag, der unser 
Handeln prägt und beeinflusst. 
 
Unsere Kindertagesstätte ist ein Platz an dem die Kinder sich mit Hilfe der Erzieher/innen 
individuell entfalten und entwickeln  können. Hier können die Kinder Freundschaften 
schließen, sich gegenseitig motivieren Neues zu lernen. 
Die pädagogische Konzeption der Kindertagesstätte  basiert auf dem Grundverständnis, dass 
die Kindertagesstätte Lebens - und Erfahrungsraum für alle Kinder und Familien mit ihren 
individuellen Bedürfnissen ist.  
Mit dem Ziel für alle Kinder ein partnerschaftliches, demokratisches, tolerantes und 
gleichberechtigtes Miteinander zu erlernen.  
Durch die gemeinsame Erziehung bekommen alle Kinder vielfältige Entwicklungsanreize und 
können im Zusammenleben Unterschiede und Ähnlichkeiten erleben, wodurch sich eine 
Atmosphäre sozialer Toleranz entwickelt, die jedem Kind ungeachtet seiner Fähigkeiten ein 
positives Selbstwertgefühl vermittelt. 
 
Grundlage der pädagogischen Arbeit ist die Überzeugung, dass jedes Kind die Potentiale zu 
einer konstruktiven Entwicklung in sich trägt.  
 
 Ganzheitliches Lernen, ausgerichtet auf das Erleben der Kinder, d.h. Vorbereitung auf 
gegenwärtige und zukünftige Lebenssituationen und Befähigung, diese zu bewältigen  
 
 Ressourcenorientiertes Arbeiten anhand der Stärken und Fähigkeiten 
 
 Entlastung und Unterstützung der Familien durch Schaffung eines sozialen 
Netzwerkes 
 
 Toleranz, Vielfalt und Offenheit im Zusammenleben von unterschiedlichen Menschen 
als Grundlage für ein Miteinander 
 
3.1 Fachlichkeit  
 
Um die Arbeit mit einem  bunt gemischtem Klientel in der Einrichtung  qualitativ gut zu 
gestalten, bedarf es eine hohe Fachlichkeit der Mitarbeiter, die regelmäßige Fort - und 
Weiterbildungen, Fachtagungen und Supervision voraussetzt. 
 
Die Erziehungsberechti gten sind hauptverantwortlich für die Erziehung des Kindes . Die 
Begegnung und Zusammenarbeit ist wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Die 
Einrichtungen sind Orte für das Entstehen sozialer Kontakte und bieten den 
Erziehungsberechtigten pädagogische Unt erstützung durch Elternabende, Gesprächskreise, 
Vorträge und Beratung an. 
 
Grundlage geeigneter fachspezifischer Maßnahmen und Zielsetzung ist die ganzheitliche 
Sichtweise. Eines unserer Ziele ist es, dass die Kinder gegenwärtige und zukünftige 
Situationen mit größtmöglicher Selbständigkeit bewältigen können

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3.2 Selbstverständnis 
  
Wir beobachten kontinuierlich die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Entwicklung der Kinder  
angelehnt an den Situationsorientierter Ansatz . Wir erkennen im ständigen Diskurs mit 
Kindern, Erziehungsberechtigten und anderen Erwachsenen lebensgeschichtlich bedeutsame 
Situationen, analysieren und gestalten auf dieser Grundlage ganzheitliche Lernprozesse. 
 
Die Erziehungsberechtigte und wir gehen eine vertrauensvolle, partnerschaftliche Beziehung 
zugunsten der Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder ein. Sie umfasst die Ergänzung 
und Unterstützung des Kindes und dessen sozialen Netzwerkes durch Information und 
Beratung der Erziehungsberechtigten.  
 
Die Kinder haben die Möglichkeit ihre eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu finden. 
 
Kinder lernen mit- und voneinander. Deshalb ermöglichen wir den Kindern, im gemeinsamen 
Tun ihre vielfältigen Erfahrungen und Kompetenzen aufeinander zu bezieh en. Entsprechend 
ihrer Entwicklung werden die individuellen Bedürfnisse und Entwicklungsaufgaben erkannt 
und der Bildungsauftrag gezielt und altersentsprechend berücksichtigt und umgesetzt. 
  
In erster Linie werden die Kinder, entsprechend ihrer Möglichkei ten, aktiv an der 
pädagogischen Planung beteiligt „Was sie selbst tun können, wird ihnen zugetraut und 
zugemutet.“ 
  
Um den Kindern die Gelegenheit zu geben, sich im Spiel mit ihrer Lebenswelt auseinander 
setzen zu können, schaffen wir ein anregendes, viel fältiges pädagogisches Umfeld. Wir 
eröffnen den Kindern Lern - und Erfahrungsräume, die über ihre bis dahin gemachten 
Erfahrungen hinausgehen und bieten ihnen  neue Entwicklungsmöglichkeiten. Neugier, 
Interesse, Entdeckerlust und Experimentierfreude der Kin der werden unterstützt, so dass 
vielseitige Wahrnehmun gs- und Ausdrucksmöglichkeiten -Selbstbildungspotentiale- 
gefördert werden. 
 
Das Zusammenleben von Kindern mit verschiedenen Herkunfts -, Entwicklungs - und 
Leistungsvoraussetzungen bietet uns die Möglich keit, anhand von vielfältigen 
Lernsituationen das Selbstvertrauen aller Kinder zu stärken, sowie ihre besondere Begabung 
und das Verständnis untereinander zu fördern. 
 
Wir vernetzen uns im Rahmen der Familienzentrumsarbeit mit unterschiedlichen 
Einrichtungen, Vereinen und Institutionen des Gemeinwesens.  
Kontinuierlich reflektieren wir sowohl die gesellschaftliche als auch die kindliche 
Entwicklung.  
Die Einrichtungskonzeption wird fortlaufend im Team überdacht und die pädagogische 
Arbeit evaluiert.

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3.3 Partizipation  
   
Partizipation ist ein grundlegendes Recht der Menschen (Artikel 1 und 2 Grundgesetz) und  
als Auftrag der Tageseinrichtung  gesetzlich festgelegt im Sozialgesetzbuch (SGB).   
Im Wesentlichen geht es darum, Kindern und Eltern die Mitsprache bei Planungs -, 
Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen zu ve rschaffen, die direkten oder auch indirekten 
Einfluss auf ihre Lebenswelten haben.  
 
Durch frühes Einbeziehen in Entscheidungen entwickeln Kinder Problemlösungsstrategien 
und üben sich in deren Umgang umso das Gefühl zu entwickeln selbstwirksam zu sein. Durch 
die Übernahme von kleinen Verantwortlichkeiten und Aufgaben und deren erfolgreiche 
Bewältigung entwickeln sie Vertrauen in eigene Fähigkeiten, lernen eigenverantwortliches 
Handeln und erhalten Respekt vor anderen Personen. 
Partizipation ermöglicht: 
  
 Kindern Mitbestimmung und Mitverantwortung zu erlernen und zu tragen  
 Kindern die Auswirkungen ihres Engagements zu sehen, nachzuvollziehen und sich 
damit identifizieren zu können.  
 Kindern und Erzieherinnen gemeinsam Entscheidungen und Lösungen für Probleme 
zu finden    
 
Wir legen besonderes Augenmerk auf die Motivation der Kinder und auf die Auswahl der 
Methoden der Beteiligung. Partizipation soll Spaß machen, da sie sonst schnell ihre 
Anziehungskraft verliert. 
 
Voraussetzung für eine erfolgreiche Partizipation ist, dass die Erwachsenen die Äußerungen 
aller Kinder wertschätzend beachten, sie ernst nehmen und sie auf der Suche nach eigenen 
Lösungen unterstützen. Kinder erhalten so die Chance , sich zu starken individuellen 
Persönlichkeiten, engagierten und kritischen Bürgern/innen in einer demokratischen 
Gesellschaft zu entwickeln.  
 
In unserer Einrichtung sind unterschiedliche Formen der Partizipation  vorhanden, z.B. :  
Teilhabe an einfachen dialogischen Gespräch ssituationen (Spiel-und Gesprächskreisen) , 
spontane Gesprächs runden, Bewältigung von Ko nfliktsituationen, Wahl des Elternrates,  
Freispiel, Elternversammlungen, Frühstücksbuffet. 
        
 
3.3.1 Beschwerdemanagement für Kinder 
 
Die Kinde r haben die Möglichkeit zu jeder Zeit ihre Bedürfnisse, Wünsche sowie 
Beschwerden zu äußern. Sie können und dürfen  sich an einen ihnen vertrauten Mitarbeiter 
wenden. Im morgendlichen Sing - und Gesprächskreis haben die Kinder z.B. die Möglichkeit 
sich und ihre Beschwerde vorzubringen.  Ebenso können sie im persönlichen Gespräch ihre 
Anliegen formulieren.  
Hier werden alle Kinder ernst genommen und unterstützt das Vorgebrachte umzusetzen.  
Die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein werden damit gestärkt.  
Kommunikationsfähigkeit und Vertr auen wird gefördert,  Achtung vor dem Anderen und 
Wertschätzung erlernt.

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Kinder nutzten je nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen unterschiedliche Formen der 
Beschwerde z.B.: Nonverbale-, Ermöglichungs-, Verhinderungs-, Spontan-, Indirekte-  sowie 
Einzelbeschwerde. 
 
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen 
 
Die verschiedenen Interessen und Bedürfnisse der Kinder in den  inklusiven altersgemischten 
Gruppen sind eine Bereicherung für das Gruppenleben. Durch das Zusammenleben der 
Kinder werden soziale Verhaltensweisen, wie Rücksichtnahme, Toleranz und Verantwortung 
besonders unterstützt. 
 
Die Altersmischung in unseren Gruppen ermöglicht eine individuelle Betreuung der 
einzelnen Kinder, weil sich durch diese Mischung die Entwicklun gs- und 
Betreuungsansprüche der Kinder ergänzen.  
 
Die schwierige Phase der Eingewöhnung ist durch die ausgewogene Altersstruktur 
erleichtert.  
 
Die inklusiven a ltersgemischten Gruppen bieten eine anregungsreiche Atmosphäre: Die 
jüngeren Kinder lernen von den „Großen“ wodurch Eigenaktivität, Selbstständigkeit und 
Sprache angeregt werden. Die älteren Kinder können im gemeinsamen Spiel mit den 
Jüngeren Fertigkeiten und Fähigkeiten erproben und vertiefen, indem sie ihnen Dinge 
zeigen, Sachverhalte erklären und bei alltäglichen Schwierigkeiten helfen. 
 
Alle Kinder können leichter ihren Platz in der Kindergemeinschaft finden und ihr 
Selbstwertgefühl stärken. Die Kinder lernen Kompromisse einzugehen und kommunikative 
Mittel einzusetzen, damit ein gemeinsames Spiel möglich ist. 
  
Mit steigendem Alter können die Kinder sich eher gleichaltrigen Spielpartnern zuwenden, die 
gleiche Interessen haben. Hierbei werden die Kinder vor andere Herausforderungen gestellt, 
Konflikte werden gleichrangig und gleichberechtigt ausgetragen. 
 
Kinder im Alter von 0 -3 Jahren brauchen entsprechend ihrem Entwicklungsstand mehr 
Zuwendung, Pflege, Aufmerksamkeit und Nähe als ältere Kinder. 
    
Geborgenheit und Vertrauen als positive Lebensgrundstimmung, sowie eine kontinuierliche 
Betreuung sind für die Gesamtentwicklung des Kindes von entscheidender Bedeutung.  
Das unmittelbare und sensible Eingehen auf die Bedürfnisse des Kindes gibt diesem eine 
Lebenssicherheit, eine Reserve an positiven Erfahrungen, die hilft Enttäuschungen und 
Belastungen besser zu bewältigen. 
 
 D. h. für uns als Tageseinrichtung ist eine erste Kontaktaufnahme des Kindes zu einer festen 
Bezugsperson wichtig. Diese kümmert sich in der Eingewöhnungszeit -in Anwesenheit einer 
familiären Bezugsperson-  bevorzugt um das Kind, wickelt es, füttert es und bringt es ins Bett 
(vgl. Eingewöhnung und Aufnahme).  
Die daraus gewonnene Sicherheit ermöglicht dem Kind, intensivere Kontakte zu weiteren 
Bezugspersonen aufzubauen.

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Für Erziehungsberechtigte die wieder ins Berufsleben zurückkehr en, ist die Betreuung des 
Kindes innerhalb unserer Kindertagesstätte eine professionelle, konstante Institu tion der 
Erziehung und Bildung. 
Ziel der inklusiven Arbeit ist es daher, ein Förderangebot zu gestalten, dass Potentiale weckt 
und Entwicklungsprozes se anbahnt und zulässt. Unsere Gruppen sind umfassende 
Lernsituation für K inder, ein Lebens - und Erfahrungs raum, der kein Kind ausschließt. Jedes 
Kind wird in seiner Individualität und Einzigartigkeit wahrgenommen und respektiert. 
 
Das Zusammenleben im Alltag, sprich das Miteinander, ist von großem Wert und bietet allen 
Beteiligten ein breites Lernspektrum. 
Kinder machen früh die Erfahrung, dass ein Anderssein nicht ein besser oder schlechter 
bedeutet, sondern mit Individualität und Persönlichkeit einhergeht.  
 
3.5 Regeln 
 
Um den Interessen und Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden und ein 
partnerschaftliches Miteinander zu schaffen, gehören Regeln zur päd. Arbeit. Die Regeln gibt 
es aus unterschiedlichen Gründen, z.B. Schutz der körperlichen und seelischen 
Unversehrtheit, Partizipation, Lernen, Wertvorstellung und um den Tagesablauf zu 
strukturieren. 
 
Einige Richtlinien sind verbindlich, z. B. „Der Gruppenraum darf nicht ohne das Wissen und 
die Erlaubnis der Erzieherin verlassen werden“. 
 
Zudem gi bt es Regeln, die situationsabhängig und altersentsprechend von den Kindern 
selbständig aufgestellt werden, z. B. einigen sich die Kinder auf eine bestimmte Zahl von 
Mitspielern innerhalb eines Spielbereiches. 
 
Darüber hinaus können im Rahmen der Selbständ igkeitserziehung Regeln individuell in 
Abhängigkeit von Alter, Tagesform und Verhalten der Kinder abgewandelt werden. 
 
Regeln und Rituale geben sowohl  sichere Orientierung, als auch Halt. 
 
3.6 Freispiel 
 
Die Freispielzeit ist ein wichtiges Element im Kind ertagesstättenalltag. Das Kind entscheidet 
in den Freispielphasen - selbstinitiierte Lernprozesse -, je nach seinen Interessen und 
Bedürfnissen 
 
 was  
 wann und wie lange  
 wo  
 wie  
 und mit wem es spielt. 
 
Die Zeit für das Freispiel  wird im Alltag durch die Erzieher /innen ermöglicht. Im freien Spiel 
werden Normen und Strategien des Zusammenlebens ausprobiert, Konkurrenz und Streit, 
Solidarität und Kooperation sowie Integration und Ausgrenzung können erfahren werden.

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Durch Eigenini tiative und auch durch Beobachtung von anderen findet ein kindlicher 
Lernprozess statt. Im gemeinsamen Spiel lernt das Kind, Konflikte zu lösen, eigene Interessen 
zu verfolgen aber auch konkurrierende Interessen zu respektieren, Kompromisse zu 
schließen, zu teilen, zu kooperieren, selbstbewusst zu werden. 
 
Diese Entscheidungsmöglichkeiten bieten dem Kind Freiräume, die in so starkem Ausmaß im 
späteren Leben (Schulzeit) nicht immer gegeben werden.  
 
Durch die verschiedenen zur Verfügung stehenden Spiel - Bastelmaterialien und gesetzten 
Spielimpulse kann das Kind konstruktiv, kreativ und schöpferisch tätig sein. 
Bereits erfahrene  Eindrücke/Erlebnisse werden verarbeitet, z. B. beim Nachspielen von 
Alltagssituationen im Rollenspiel.  
 
Kinder lernen bei jedem Spiel. 
 
„Alle Momente, die effizientes Lernen ausmachen, sind im Spiel vorhanden. Das Spiel ist die 
ideale Form des Lernens, weil die Kinder dabei in höchstem Maße aktiv sind, mit Intensität 
und Eifer aus eigenem Antrieb sich spontan damit beschäftigen, was si e gerne können 
möchten. Ihr Lernen ist im Spiel individuell und freiwillig.  
Es dauert so lange, bis ein Lernprozess abgeschlossen oder die Lust an etwas verloren 
gegangen ist. 
Solches Lernen ist nicht planbar. Es ist im Kind selbst angelegt. Das Kind weiß  sich die 
Situation im Spiel so ein zu richten, dass es Schwierigkeiten, die eintreten können, selbst 
meistern kann. Es verfügt über Muster der Wirklichkeitsbewältigung, mit denen es sich in 
seiner Fortentwicklung selbst hervorbringen kann.“ 
(Zitat: G. Schäfer, 1989)  
 
 
3.7 Projekte und AGs 
 
Im Laufe eines Kindergartenjahres werden unterschiedliche Themen in Form von 
gruppeninternen und/oder gruppenübergreifenden Projekten bearbeitet. 
 
Durch die Erweiterung des Umfeldes bedeutet die Projektarbeit eine ganzheitliche 
Wissensvermittlung und entspricht dem Anliegen des Bildungsauftrages. 
 
Teil des Projektes ist neben dem Prozess selbst, die abschließe nde Präsentation der 
Ergebnisse.  
AGs sind Arbeitsgemeinschaften, an denen die Kinder, je nach ihren persönlichen Interessen, 
teilnehmen und in denen sie an die unterschiedlichsten Lebensbereiche herangeführt 
werden. In den AGs werden Schwächen abgebaut und die Stärken einzelner Kinder, ebenso 
wie die Gemeinschaft untereinander, gefördert. 
Abhängig vom Angebot und dessen Ergebnis, gib t es offene und geschlossene AG s, die zu 
festen Zeitpunkten und Wochentagen stattfinden. 
Durch das gruppenübergreifende Angebot ist die Begegnung vielschichtiger Kulturen und 
Altersstufen möglich.

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In den AG-Stunden lernen die Kinder, kurzfristige Ziele zu verfolgen. AGs können nach Bedarf 
auch an ein Projekt angegliedert werden. 
 
 
3.8 Bildung/päd.  Arbeit 
 
Lernen ist der dauerhafte Erwerb einer neuen oder Veränderung einer schon vorhandenen 
Fähigkeit, Fertigkeit oder Einstellung. Lernen kann jeder Mensch nur selbst. 
 
Bildung ist mehr als Lernen. Bildung beschreibt eine gewisse Qualität von Lernprozessen - 
nicht nur die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten - ein Lernen mit allen Sinnen, bei dem 
die ganze Breite der Selbstbildungspotentiale der Kinder zum Tragen kommt. 
 
Begleitung, Förderung und Herausforderung der Kinder insbesondere in den sensorischen, 
motorischen, emotionalen ästhetischen, kognitiven, sprachlichen  und mathematischen  
Entwicklungsbereichen. 
 
Das Lernen untereinander ist geprägt von: Unsicherheiten abbauen, Akzeptanz, 
Kompromissbereitschaft, Rücksichtnahme, Entwicklung von Selbständigkeit, Kennenlernen 
der eigenen Grenzen, Selbstbehauptung und Disziplin, Einordnung - und 
Durchsetzungsfähigkeit, Übernahme von Verantwortu ng für sich, das Spielmaterial und 
schließlich auch für andere Kinder. 
 
3.9 Kommunikation und Sprache 
 
Der Einsatz verbaler und nonverbaler Ausdrucksmöglichkeiten ist ein grundlegendes 
Bedürfnis jedes Menschen.  
 
Die Sprache entwickelt sich auf der Grundla ge wechselseitiger Beeinflussung von 
Bewegungserfahrungen, Sinneserfahrungen, kognitiven und sozial-emotionalen Prozessen. 
Die körperliche und geistige Entwicklung und die Bildung eines Kindes lassen sich nicht von 
Sprache trennen, da diese ein wichtiges W erkzeug ist, um Entwicklungsprozesse in Gang zu 
setzen.  
Sprache wird nicht nur benutzt, um eigene Emotionen, Gedanken, Pläne und Wünsche 
auszudrücken, sondern auch, um andere Menschen verstehen zu können und damit 
Beziehungsstrukturen zu bilden.  
 
Einige wichtige Ziele im Sprachbereich sind: Dinge und Sachverhalte benennen zu können, 
Gefühle auszudrücken, Freude am Sprechen und Erzählen zu entdecken, verbale 
Aufgabenstellungen zu verstehen und umzusetzen und zuhören zu können.  
 
Sprache wird in jeglichen Alltagssituationen erprobt, erforscht und gefördert. 
 
Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf  wir mit einer erfolgt dieser in Kooperation mit 
einer Frühförderstelle

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3.10 Bewegung 
 
Es liegt in der Natur eines jeden Kindes sich zu bewegen.  
Wir bieten den Kinder Raum und Zeit sich selbst darin zu fördern was ihnen zurzeit Spaß 
bereitet. Spezielle Möbel unterstützen die Lernprozesse der Kinder.   
 
Durch altersentsprechendes Spielmaterial, angeleitete Bewegungseinheiten, Sing - und 
Bewegungsspiele fordern wir die Kinder spielerisch dazu auf ihre bereits erlernten 
Fähigkeiten zu vertiefen und zu erweitern.  
 
3.11 Maxi-Gruppe 
 
Die Förderung von Schulfähigkeit beginnt - ebenso wie die Bildung - nicht erst im letzten 
Kindergartenjahr. „Bildung beginnt  mit der Geburt .“ (Zitat Schäfer, 2003  Literaturliste: 
Bildung beginnt mit der Geburt, Gerd Schäfer, Beltz Verlag ) Wir unterstützen die 
Erziehungsberechtigten ab Kindergarteneintritt in der Förderung und Entwicklung ihrer 
Kinder.  
Die Kinder werden sprachl ich, emotional, geistig und körperlich auf den Übergang von der 
Kindertageseinrichtung zur Schule vorbereitet. 
 
Wichtig ist uns, dass ein Kind nach Möglichkeit vor Schuleintritt über folgende Kompetenzen 
verfügt: 
 
 Vermitteln von Lernkompetenz (das Lernen l ernen, Selbständigkeit, Orientierungs - 
und Lernfähigkeit) 
 
 Förderung von Sozialkompetenz (Selbstvertrauen und Selbstsicherheit)  
 
 Sprachförderung (Sich über Erlebtes und Erfahrenes in vielfältiger Form ausdrücken) 
 
 Logisches, mathematisches sowie räumliches Denken  (Zahlenverständnis im 
Zahlenraum bis 10 sowie geometrische Formen) 
 
 Stärkung der Konzentration und Ausdauer (mehrfach Aufträge erledigen) 
 
 Intensivierung des selbständigen Han delns und der Eigenverant wortlichkeit 
(zuhören, sich mitteilen,  die eigene Meinung vertreten, sich mit anderen 
Auffassungen auseinandersetzen) 
 
 Abbau von Ängsten/Hemmungen vor dem Schuleintritt  (Enttäuschung und 
Misserfolge verkraften) 
 
 Spezielle Schulung der Fein- und Grobmotorik (Stifthaltung, Kraftdosierung,etc.) 
 
 Verkehrserziehung (geltende Regeln verstehen und situationsangemessen 
anwenden und ggf. verändern)

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In der Maxi -Gruppe werden die Kinder, zusätzlich zu ihrer individuellen Förderung in der 
Gruppe, zielbewusst in Hinbli ck auf die Schulreife gefördert . Alle Kinder, die im 
darauffolgenden Jahr eingeschult werden, dürfen  teilnehmen.  
Die Maxi-Gruppe befasst sich mit Kindern der Altersstufe von 5 – 7 Jahren.  
 
In der Regel findet die Maxi-Gruppe einmal wöchentlich vormittags statt. 
Anhand von Aktionen und Exkur sionen lernen die Kinder bei altersgerechtem Tempo, 
miteinander Aufgaben zu lösen, die speziell auf sie,  ihren momentanen Entwicklungsstand 
und ihre speziellen Wünschen zugeschnitten sind. 
 
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme 
 
Um einen für Kinder und   Erziehungsberechtigten gleichermaßen erfolgreichen und positiv 
erlebten Start in die neue Lebensphase zu ermöglichen,  sind die Eingewöhnung und das 
Aufnahmeverfahren von besonderer Bedeutung. 
 
Jedes Kind wird individuell eingewöhnt.  
 
In unserer Einrichtung ist das Kind der Akteur seiner Eingewöhnung.  
Sollte ein Kind mehr Zeit brauchen um sich von den Erziehungsberechtigte zu lösen erhält es 
diese. Kinder, die sich leichter von ihren Erziehungsberechtigten trennen können, haben 
somit eine kurze Eingewöhnungsphase. 
 
Hierin liegt die Basis sowohl für das dauerhafte Wohlbefinden der Kinder, als auch für den 
Erfolg unserer pädagogischen Arbeit. 
  
In der Eingewöhnungsphase sammeln die Kinder neue soziale, emotionale und kognitive 
Erfahrungen. Diese beinhalten einen neue n Tagesablauf, viele neue Menschen und Räume, 
neue Spielmöglichkeiten und Materialien sowie Regeln. Auf Grund der Individualität eines 
jeden Kindes wird von uns in dieser Phase viel Zeit, Geduld, Verständnis und eine besondere 
Aufmerksamkeit erbracht. 
In der Eingewöhnungsphase stellen wir folgende Punkte in den Vordergrund unserer Arbeit: 
 
 Beachtung der aktuellen Familiensituation und Lebensumstände 
 Berücksichtigung des Alters und Entwicklungsstandes der Kinder  
 Schnuppertage zum Kennenlernen  
 Information über den Geburtsverlauf 
 
Wir achten darauf - wenn möglich -  das die Gruppen ausgewogen zusammengesetzt  
werden, damit die Kinder weder unterfordert noch überfordert werden.

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3.13. Interkulturelle Orientierung 
 
Die K indertagesstätte versteht sich als Begegnungsstätte zur Auseinandersetzung und 
Integration unterschiedlicher Kulturen und sozialer Gefüge. 
Da immer mehr Nationalitäten in den Stadtteilen zusammen leben, ist im Kontext der 
Chancenangleichung der betreuten Kinder die Sensibilisierung für eige ne und 
fremdländische Kulturen unausweichlich. 
Wir legen den Grundstein für ein demokratisches Zusammenleben und wecken die Neugier 
Einblick in verschiedene Kulturen zu nehmen. 
Verständnisvolles und friedliches Miteinander begünstigt die Entwicklung zum we ltoffenen 
toleranten Menschen. 
 
Ausgehend von unserer L eitorientierung versteht sich die Umsetzung der genannten Z iele 
zunächst als Haltung aller  am Erziehung-Bildung-und Betreuungsprozess Beteiligten. 
Daraus leitet sich die Kontinuität in der Auseinandersetzung ab, lässt aber auch genügend  
Raum aktuelle Anlässe, Feste und Feiern im Jahreskreis zum interkulturellen pädagogischen 
Programm zu erklären. Beteiligung an dem  gesamten Prozess erwarten wir von allen 
sozialpädagogischen Fachkräften wüns chen uns diese  aber auch von den 
Erziehungsberechtigten und anderen Interessierten aus den Gemeinden.  
 
 
 3.14 Ernährung 
 
Die meisten Kinder unserer Einrichtung verbringen einen  Großteil des Tages in der 
Kindertagesstätte. Montag bis Freitag werden mit Frühstück,  Mittagessen und dem 
Nachmittag-Snack drei Mahlzeiten gereicht. 
Die Einnahme der Mahlzeiten erfolgt in der Gemeinschaft mit den Kindern und uns.  
Daraus leitet sich eine besondere Verantwortung ab. Wir bieten eine gesunde, ausgewogene  
und kindgerechte Ernährung, welche die Entwicklung, Leistungsfähigkeit und das 
Wohlbefinden der Kinder unterstützt.  
Unter Berücksichtigung der Vorlieben und Abneigungen der Kinder und den Ansprüchen der 
Erziehungsberechtigten, sorgen wir im ständigen Tea m-Dialog für ein e abwechslungsreiche 
Ernährung angelehnt an die Anforderungen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung 
e.V.). 
Vielfalt und Selbstbestimmung zeichnen das Konzept  (Partizipation) des Frühstücksbüfetts 
aus. Die Kinder können selbst entsche iden, was und wann  (8:00 h – 9:30 h)  sie essen 
möchten. Die Kinder erlernen hier sich bei der Zubereitung ihres Frühstücks frei zu entfalten 
und üben ihre Selbstständigkeit. Ebenso lernen sie welche Lebensmittel zu einer vielseitigen 
Ernährung gehören. Das  Mittagessen wird in der Regel so gereicht, dass alle Kinder einer 
Gruppe als Gemeinschaft essen. 
Bei der Gestaltung der Mahlzeiten  ergibt es sich gelegentlich dass die Kinder einbezogen 
werden. So wird  elementares Erleben ermöglicht um die Nahrungsmittel  in unverarbeiteter 
Form kennen zu lernen. Es ist uns wichtig, dass man nicht nur zu Tisch geht, um etwas zu 
essen, sondern auch, um sich anderen mitzuteilen und Gemeinschaft zu erleben.  
Gemeinsame Mahlzeiten erfordern zudem Rücksichtnahme auf andere und die Einhaltung 
von Regeln.

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4.0 Räume 
 
Kinder wollen sich und anderen begegnen, sich selbst und den Raum entdecken und 
verändern, etwas nach außen sichtbar machen, malen, gestalten, sich bewegen und zur 
Ruhe kommen. 
 
Uns ist es wichtig, innerhalb der  Einrichtung eine angenehme, an regungsreiche und 
gemütliche Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder altersentsprechend entfalten können, 
in der ihre Selbständigkeit und Eigenaktivität gefördert werden, sie sich in einer 
Gemeinschaft erleben und ihr Sozialverhalten entsprechende Unterstützung erfährt. 
 
Die übersichtlichen Gruppenräume sind in Funktionsbereiche unterteilt, lassen jedoch 
bewusst Freiräume zur flexiblen Umgestaltung offen. Rücksichtnahme, Selbstachtung und 
das Selbstbewusstsein der Kinder werden gestärkt. 
Die Erfahrung unterschiedlicher Raumaufteilungen, Ebenen und Bodenbeschaffenheiten 
ermöglicht vielfältiges Lernen, z.B. mal das Gruppengeschehen aus einer anderen 
Perspektive zu verfolgen. 
Durch gesonderte Nebenräume und Teilbereiche, wie Ku schelecke, Schlafraum, Lese - und 
Sitzecke, können sich die Kinder jederzeit zurückziehen. 
 
Im situationsorientierten A nsatz wird die Gestaltung der Räume selbstverständlich an den 
Bedürfnissen und Interessen der Kinder angepasst. 
 
Die Gruppenräume sind altersentsprechend und anregend möbliert. Tische, Schrän ke und 
Regale, Stühle, Podeste, Teppiche, Freiflächen und Kuschelnester laden zum Verweilen ein 
und fordern die Kinder auf, die Unterschiedlichsten Materialien im Kreativ -, Bewegungs -, 
Konstruktions-, Rollenspiel- und Entspannungsbereich zu nutzten. Sowohl diese 
differenzierte Materialien als auch die Gegenstände des täglichen Lebens werden immer 
wieder kindgemäß präsentiert und entsprechend den Bedürfnissen, Erfordernissen und 
Wünschen der Kinder ausgewechselt und gepflegt. Thematische Raumdekorationen spiegeln 
wieder, womit die Kinder sich gerade beschäftigen. 
 
Ihrem Bewegungsdrang können die Kinder speziell im Mehrzweckraum durch Nutzung 
unterschiedlicher Materialien, wie Bewegungsmodule, Matten, Bäl le, Seile, Sprossenwand  
oder Trampolin, etc. nachkommen. 
 
Die Flurbereiche dienen der Information sowie Dokumentation der Einrichtungsarbeit. 
Die Eltern nutzen bei Bedarf den Flurbereich als Wartezone sowie zum Info -Austausch mit 
anderen Eltern. 
 
In der hauseigenen Bücher- und Spielebibliothek können sich die Kinder mit den Erziehern zu 
ihren jeweiligen Interessen und Themen entsprechende Bücher, Spiele oder Puzzle 
ausleihen.  
 
Die Pflegebedürfnisse der Kinder werden in Sanitärräumen mit Wickelbereich, ind ividuellen 
Pflegeartikeln, Eigentumsfächern und Kinderbetten erfüllt.

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Im Foyer und den Fluren laden diverse Sitzmöglichkeiten  zum Verweilen ein. 
Familienzentrumsaktivitäten  z.B. Beratung, Unterstützung, Bi ldung, Austausch und 
gemütliches Beisammensein kann hier in unterschiedlichen Räumen wahrgenommen bzw. 
angeboten werden . Dazu bieten sich folgende Räum an: Mehrzweckraum, Personalraum 
sowie die Differenzierungsräume (jeweils am Ende der Flure).  
Die Kleiderbörse kann nach Absprache im Personalraum aufgesucht werden.  
 
Musik- und Rhythmik Instrumente sowie verschiedene Medienträger stehen zur Verfügung.  
 
 
4.1 Raum Plan  
 
Das derzeitige Raumkonzept der Einrichtung entspricht den allgemeinen Empfehlungen und 
gesetzlichen Bestimmungen.  
 
Die Flurbereiche werden als Spiel- und Bewegungsräume mit einbezogen.  
  
2 Außengelände bis zur Fertigstellung 
 
Die Einrichtung verfügt … 
  
5.0 Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation 
 
Für eine optimale Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern sowie der Unterstützung 
und Förderung von Familien ist eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen 
Fachkräften und Institutionen nötig. Kontakt und Austausch mit Pädagogen, Therapeuten, 
Ärzten, Psychologen sowie einer institutionellen Kooperatio n von Frühförderstellen und 
Behörden, Kliniken sowie familienentlastenden sozialen Diensten gehören zu unseren 
täglichen Aufgaben. 
 
Mit den Lehrern der Grund -, Sonderschulen stehen wir, soweit die E rziehungsberechtigten 
uns dieses genehmigt haben, im Rahmen der  Einschulung in Kontakt. 
Besuche in den Schulen und umgekehrt gehören zum Angebot unserer Arbeit. In dem 
Arbeitskreis (AK) Grundschule und Kita werden Konzeptionen erörtert sowie Übergänge von 
Kita zur Grundschule und gemeinsame Veranstaltungen geplant. 
 
Zu den Fachschulen für Sozialpädagogik und den Regel - und Weiterführenden Schulen 
pflegen wir im Rahmen der regelmäßigen Praktikantenbetreuung und Praktikantenanleitung 
einen regen Austausch in Form von Besuchen der Praxis leitertreffen, Praxisbesuchen  der 
Lehrkräfte, Hospitationen der Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen usw.. 
 
 
5.1 Öffentlichkeitsarbeit 
 
Unter Öffentlichkeitsarbeit verstehen wir alle Formen der Präsentation der Einrichtung in 
Bild und Schrift sowie im Rahmen von öffentlichen Auftritten. 
Außenstehende können so das Kinderhaus kennen lernen und erhalten ein Bild der Arbeit 
und des Einrichtungsprofils.

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Im Rahmen dessen werden 
 
 Materialien zur Präsentation der Einrichtung wie Flyer, Projektmappen , Info-
Stände, Qualitätshandbuch erstellt und nach Absprache mit dem Träger 
veröffentlicht  
 Artikel in der Mitarbeiterzeitschrift des Arbeiter-Samariter-Bund veröffentlicht  
 Plakate und Aushänge zu besonderen Veranstaltungen, z. B. dem  
           Kinderhaus-Sommerfest verteilt, sowie die Presse informiert und eingeladen 
 Exkursionen und Ausflüge veranstaltet 
 Beteiligungen an Planungen von gemeinsamen Aktionen mit anderen Tagesstätten, 
Einrichtungen und Verbänden vorgenommen ( vgl. Interdisziplinäre 
Zusammenarbeit) 
 Einladungen an andere soziale Einrichtungen ausgesprochen 
 
6.0 Qualitätsmanagment 
 
s. Qualitätshandbuch 
 Dieses ist mit den zukünftigen Mitarbeitern noch zu erstellen , ein Beauftragter für das 
Qualitätsmanagement ( QB) ist zu benennen. 
 
6.1 Hygiene 
 
Alle Maßnahmen, die der Gesundheit von Kindern, E rziehungsberechtigten, Besuchern und 
Mitarbeitern sowie der Prävention von Erkrankungen dienen, werden unter dem Begriff  
„Hygiene“ verstanden. Grundlegende Ziele der Einrichtung sind: 
 
 Technische und bauliche Anforderungen bezügli ch der allgemeinen 
Hygienevorschriften öffentlicher Einrichtungen werden erfüllt 
 Allgemeine Hygienevorschriften sind den Mitarbeiter /innen bekannt und werden zur 
bestmöglichen Vorsorge beachtet 
 Mögliche Gefahrenquellen und deren gesundheitlichen Auswirkungen werden den 
Kindern vermittelt. 
 
Bei der Aufnahme in unsere Einrichtung ist eine Eingangsuntersuchung für alle Kinde r durch 
einen Arzt erforderlich. Bei ansteckenden Krankheiten wie z. B. Röteln wird das 
Gesundheitsamt sofort von uns informiert . Erkrankte Kinder können unsere Einrichtung erst 
wieder besuchen, wenn durch eine ärztliche Bescheinigung eine Ansteckung anderer 
ausgeschlossen wird.  
Mit den Kindern werden allgemeine Maßnahmen hygienischer Vorsorge erarbeitet, wie z. B. 
Händewaschen nach dem Aufsuchen der Toilette.

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Die Mitarbeiter /innen werden regelmäßig über Hygienevorschriften und 
Hygienemaßnahmen belehrt. Regelmäßige Begehungen stellen sicher, dass technische und 
bauliche Einrichtungen den hygienischen Anforderungen entspreche n.  Alle 
Mitarbeiter/innen wissen um die Bedeutung von möglichen und sinnvollen 
Vorsorgemaßnahmen, um gesundheitliche Schäden bzw. eine mögliche Ausbreitung zu 
verhindern.  
 
Mitgeltende Unterlagen 
 
 Infektionsschutzgesetz 
 Bestimmungen des Gesundheitsamtes 
  
7.0 Prävention und Sicherheit 
 
Sicherheit umfasst alle Vorsorgemaßnahmen, die dem Schutz  der Kinder und 
Mitarbeiter/innen in uns erer Einrichtung dienen. Wir lassen uns von den grundlegenden 
Zielen leiten: 
 
 Kinder, Mitarbeiterinnen, Erziehungsberechtigte und Besucher vor Verletzungen  
zu bewahren 
 Potentielle Gefahrenquellen vorausschauend zu erkennen und rechtzeitig zu 
beheben  
 Bestmögliche Hilfestellung bei Unfällen zu bieten und durch gezielte Maßnahmen 
zur Abhilfe eine Wiederholungsgefahr zu vermeiden 
 
Bei der Aufnahme der Kinder wird zwischen der Einrichtung und den Erziehungsberechtigten 
vereinbart, wer befugt ist das Kind abzuholen.  
In der Bring - und Abholsituation wird durch verlässliche Regelungen eine sichere Übergabe 
des Kindes gewährleistet. 
  
Die Erzieher/innen stellen im gesamten Tagesablauf die not wendige Aufsichtspflicht sicher. 
Eine regelmäßige Gebäude - und Außengelände begehung findet mit und ohne die 
Sicherheitsbeauftragte der Einrichtung statt. Die dabei festgestellten Sicherheitsmängel 
werden umgehend behoben . Die Sicherheitsbeauftragte besucht entsprechende Seminare 
und leitet Vorgaben an das Team weiter. 
 
Die Kinder werden regelmäßig wiederkehrend über mögliche Gefahrenquellen i m Haus und 
im Garten informiert. Gemeinsam mit den Kindern werden Verhaltensregeln für potentiell 
gefährliche Bereiche erarbeitet. 
Für die Kinder frei verfügbare Materialien werden so untergebracht, dass für die Kinder kein 
Sicherheitsrisiko entsteht. 
 
Im Bereich der Ersten Hilfe nimmt das Personal regelmäßig an e ntsprechenden Schulungen 
teil.  
Neue Mitarbeiter /innen werden im Hinblick auf Sicherheits -, Gesundheits - und 
Notfallmaßnahmen eingearbeitet.  
Gemeinsam achten alle Mitarbeiter /innen darauf, dass sich sämtliche Personen, die unsere 
Einrichtung betreten, auch gefahrlos in ihr bewegen können.

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Mitgeltende Unterlagen: 
 
 Vorschriften der zuständigen Unfallversicherung 
 Vorgaben der Sicherheitsbeauftragten 
 Gewährleistung der Aufsichtspflicht 
 Checkliste Gefährdungsbeurteilung mit dazugehörigen Gesetzestexten

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9. Inhaltsverzeichnis 
 
Vorwort 
 
1. Träger         Seite  1 
1.1 Allgemeines Leitbild       Seite  1 
1.2 Lage         Seite  1 
1.3 Aufnahmekriterien       Seite  1 
1.4 Gruppen/ Gruppenstruktur      Seite  2 
1.5 Team und Personalstruktur      Seite  2 
1.6 Öffnungszeiten       Seite  3 
 
2. Gesetzliche Grundlagen und Grundsätze    Seite  3 
2.1 Finanzielle Beiträge der Eltern     Seite  3 
 
3. Fachleitbild und pädagogische Arbeit der Tagesstätten des  Seite  4 
Arbeiter-Samariter-Bundes 
3.1 Fachlichkeit        Seite  4 
3.2 Selbstverständnis       Seite  5 
3.3 Partizipation        Seite  6 
3.4 Inklusive altersgemischte Gruppen     Seite  7 
3.5 Regeln         Seite  8 
3.6 Freispiel        Seite 8 
3.7 Projekte und AGs       Seite 9 
3.8 Bildung/ päd. Arbeit       Seite 10 
3.9 Kommunikation und Sprache      Seite 10 
3.10 Bewegung        Seite 11 
3.11 Maxi- Gruppe        Seite 11 
3.12 Eingewöhnung und Aufnahme     Seite 12 
3.13 Interkulturelle Orientierung       Seite 13 
3.14 Ernährung 
         
4. Räume         Seite 14 
4.1 Raum Plan        Seite 15 
4.2 Außengelände bis Fertigstellung     Seite 15 
5. Interdisziplinäre und institutionelle Kooperation   Seite 15 
5.1 Öffentlichkeitsarbeit       Seite 15 
 
6. Qualitätsmanagement      Seite 16 
6.1 Hygiene         Seite 16

Seite 20 von 20 
 
7. Prävention und Sicherheit       Seite 17 
  
8. Inhaltsverzeichnis       Seite 19

Anlage 3.1 Angebot DRK Malteserstr

1723 Zeichen

Deutsches
Rotes
Kreuz

Avs Liebe zum Menschen.

DRK-Kreisverband Münster e.V. Zumsandestraße 25/27 48145 Münster

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Frau Anna Pohl

Hafenstraße 30

48127 Münster

Münster, 24.09.2015

Ausschreibung der Trägerschaft für eine neue Kindertageseinrichtung
in Hiltrup, Malteserstraße

Angebot zur Übernahme der Trägerschaft

Ihr Zeichen: 51 12 0011

Sehr geehrte Frau Pohl,

für Ihr Interesse an unserer Bewerbung und das freundliche Gespräch
am 01.09.2015 herzlichen Dank.

Der DRK-Kreisverband Münster ist gerne bereit, die Trägerschaft für
die Kindertageseinrichtung in Hiltrup, Malteserstraße, zu

übernehmen und einen Trägeranteil von 2,5 % zu leisten.

DRK-Kreisverband
Münster e.V.

Die Kreisgeschäftsführerin

Zumsandestraße 25/27
48145 Münster

Tel. 0251 37880

Fax 0251 37 88 55
www.DRK-muenster.de
info@DRK-muenster.de

Bearbeiterin
Gudrun Sturm

Tel. 0251 37 8827
Fax 0251 37 8855
9.stum@DRK-muenster.de

Vereinsregister VR1456
‚Amtsgericht Münster

IBAN

DE10 4005 0150 0000 0571 09
BIC

WELADED1MST

Für die neue Kindertageseinrichtung Malteserstraße in Hiltrup bietet sich die
DRK-Trägerschaft im besonderen Maße an, da zwei Kita-Gruppen (40 Kinder im
Alter von 2-6 Jahren) der insgesamt 5 Gruppen bereits ab Anfang 2016 am
Rilkeweg in der bestehenden DRK-Kindertageseinrichtung Lummerland in

Hiltrup untergebracht sein werden.

Hier ist eine besondere Verbindlichkeit gegenüber den Eltern, Kindern und
Mitarbeiter/innen bezüglich einer weiteren DRK-Trägerschaft ab 2017 an dem

neuen Standort Malteserstraße von hoher Bedeutung.

Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Anlage: Pädagogische Konzeption Kita Malteserstraße

Anlage 2.0 Deckblatt CVJM

42 Zeichen

Anlage 2 
 
Bewerbungs-
unterlagen 
 
CVJM

Beratungsverlauf (6)

17.11.2015 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 3.6 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
17.11.2015 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.7 Anhörung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung
19.11.2015 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 6.2 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
20.01.2016 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 10 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
17.02.2016 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 14 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
17.02.2016 Rat
TOP 21 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (19)

  • Malteserstraße 2017
  • Josef-Beckmann-Straße 2017
  • Zumsandestraße 25
  • Hafenstraße 30
  • Warendorfer Straße 66
  • Bohlweg 1
  • Niedersachsenring
  • Gustav-Stresemann-Weg 62
  • Merschkamp 23
  • Rilkeweg
  • Auf dem Dorn
  • An der Germania Brauerei 6
  • Horstmarer Landweg
  • An der Meerwiese
  • Hensenstraße
  • Kinderhaus 2
  • Promenade
  • Gescherweg
  • Holtrode

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0787/2015
Typ
Vorlagen
Datum
27.10.2015
Erstellt
06.10.2020 14:37