APS/068/2025
Förderprojekt KreativRaum D - Teilbaustein Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt Innenstadt
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1. Schlüsselraum Zukunft Innenstadt
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Zukunft Innenstadt Legende: siehe Karte S.5 Meerbusch Zukunft Innenstadt Allein die Bedeutung der Innenstadt für Düssel - dorf und die Region, der hohe internationale Bekanntheitsgrad, die Vielfalt und besondere Charakteristik der einzelnen Bereiche wie Scha - dowstraße, Königsallee, Altstadt oder Carlstadt, dies alles in direkter Nachbarschaft mit dem Re - gierungsviertel, die linksrheinischen Stadtteile be - sonderer Prägung und Eigenständigkeit sowie die direkte Lage am Rhein als Stadt- und landschafts - bildprägendes Element begründet die Aufnahme als Schlüsselraum im Raumwerk D. Dabei sind vielfältige Herausforderungen für eine lebendige und zukunftsfähige Innenstadt nicht erst durch die COVID-19 Pandemie präsent. So haben der Strukturwandel des Einzelhandels und die teilweise Verlagerung zum Online Handel auch in Düsseldorf bereits zuvor stark zugenommen. Das Risiko einer monofunktionalen auf Einkaufs- erlebnisse ausgerichteten City ist durch die Pan - demie verstärkt deutlich geworden. Hier besteht weiter Handlungsbedarf, ergänzend dazu sind die Bedeutung der sozialen Aspekte und Funktionen (wie zum Beispiel der Bedarf an Begegnungs-, Aufenthalts- und Erholungsräumen) sowie der Umgang mit den globalen Herausforderungen, wie des Klimawandels in der zukünftigen Entwick- lung, zu berücksichtigen. Diese Vielzahl an Fragestellungen versucht der Schlüsselraum im Sinne der Grundwerte, des Raumgerüstes sowie der Strukturpläne zu beant- worten. Schlüsselraum Zukunft Innenstadt 9 Anlage 1 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 Auszug aus Raumwerk D (2022) Zukunft Innenstadt: der Schlüsselraum im Überblick Lewenhaus (ältestes Haus Düsseldorfs) Heinrich Heine Denkmal Benrather Straße Bastionstraße Luegallee Oberkasseler Brücke Heinrich-Heine-Allee Königsallee Rheinkniebrücke Markt- platz Burg- platz Ton- halle deutsche Oper Düsseldorfer Schauspielhaus Kaiser- Wilhelm- Ring Haroldstraße Rhein Altstadt Carls- platz Schadowstraße 3 Illustration: MUST | dtp | STELLWERK | ARUP Illustration: M UST | dtp | STELLW ERK | ARUP Illustration: cityförster | urbanegestalt | SHP Ingenieure Südlich Haroldstraße Hochhausrahmenplan: Schutzzone ohne Hochhausentwicklungen Verlängerung der Rheinuferpromenade Umgestaltung Heinrich-Heine-Platz Standortalternativen für die neue Oper Nachnutzung Kaufhof Wehrhahn Dialogverfahren „Zukunft der Kö“ Erweiterung Kunstakademie Raumwerk D 8 7 6 5 4 3 2 1 1 2 Die dichte Stadt bioklimatisch umbauen Erhöhung der Alltagslebendigkeit in der Innenstadt durch Aufstockungen und Umbauten für Wohnnutzungen und andere gemeinschaftsfördernde Nutzungen Die Rheinbrücken als szenische Promenaden stärken 4 5 5 6 7 8 10 Zukunft Innenstadt Legende Altstadt Zentrale Kernbereiche mit unterschiedlichen Nutzungen (Dienstleistung, Wohnen, Einzelhandel, Kultur) Wasserfläche Grünfläche Blaugrüne Verbindungsräume Düsselring Rheinufer-Promenade Fuß- und Radverkehrsachsen, Begrünung (in Abstimmung mit Mobilitätsplan D) Rheinboulevard (aufbauend auf der städtebaulichen Studie des Forums Stadt-Marketing) Bestehende Planungen esonderMögliche He Orte derochhausen Kultur und Bildungtwicklung (nach Hochhausrahmenplan) Glaubenseinrichtung Bildungseinrichtung Kultureinrichtung Museum Denkmal / besonderer Ort Handlungsempfehlungen Milieuvielfalt und Lebendigkeit in der Altstadt und in Oberkassel; sichern weniger wertschöpfungstar - ker Erdgeschossnutzungen und kultureller Räume; Ermöglichen von Popup-Aktivitäten; Nachtökonomie und Gastronomie unterstützen und bei Nutzungskon - flikten Lösungen im Dialog finden; Erhalt von Flächen des Düsseldorfer Brauchtums (zum Beispiel der Rhein - wiese für die Rheinkirmes) Kreativwirtschaft in der Innenstadt beispielsweise durch die Entwicklung spezieller Themenimmobilien stärken, aktive Unterstützung kreativer Milieus Neuausrichtung der Schadowstraße als zentrale Ach - se der Innenstadt: Erhöhen des Wohnanteils in den Obergeschossen, Entwickeln neuer städtebaulicher Highlights und Stärken von Gastronomieangeboten Städtebauliche Charakteristika und der typischen Nutzungen in den Räumen mit besonderer Bedeutung für die Stadtidentität (Altstadt, Schaufenster der Moderne rund um das Dreischeibenhaus und Little Tokyo) sichern; Vermeiden von Projekten, die den Charakter dieser Orte in Frage stellen; Etablieren von einer qualitätssichernden Zusammenarbeit in den drei Stadträumen Die Altstadt städtebaulich sichern und behutsam weiterentwickeln: Stadtraum Carschhaus aufwerten, Fußgängerzonen modernisieren, mutige Neubau - akzente mit höchster Architekturqualität in Lücken umsetzen, Barrierefreiheit sicherstelle Erhöhung der Alltagslebendigkeit durch Aufstockung und Umbauten für Wohnnutzungen und gemein - schaftsfördernde Nutzungen Die Rheinbrücken als wichtigste Bindeglieder der beiden Rheinseiten modernisieren und ausbauen (zum Beispiel Stärkung der Fuß- und Radwegeverbindun - gen) und szenische Promenaden stärken Im Stadtraum um die Königsallee Fußgängerräume erweitern, abgängige Gebäude durch hochwertige, innovative Architektur ersetzen, „Dritte Orte“ durch Nutzungsanreicherung etablieren, kleinteilige Charak - teristik der Königsallee bewahren (siehe Ergebnisse Dialogverfahren „Zukunft der Kö“) Das Kulturband am Rhein weiter entwickeln (Ehren - hof – Tonhalle – Kunstakademie – Grabbeplatz): Vernetzung mit der Innenstadt und Qualifikation der öffentlichen Räume Altstadt und Schadowstraße über die Königsallee als im Zusammenhang erlebbaren Rheinboulevard (Forum Stadtmarketing) entwickeln Entwicklung eines zusammenhängend erlebba - ren Kulturraums entlang des Blaugrünen Rings (Spee´scher Graben - Schwanenspiegel - Stadtgraben - Düssel - Rhein): Fördern kultureller Angebote durch Neuordnen öffentlicher Räume und Vernetzen von Kultur- und Gastronomie Möglichkeiten zur stadträumlichen Inszenierung des Kulturraums Schloss Jägerhof / Malkasten beispiels- weise durch Aufwertung der grünen Freiräume unter - suchen; Möglichkeit zur Öffnung des Malkasten-Parks untersuchen Stadtanker Hofgarten : Öffnung und Anreichern des Parksaums an der Jägerhof- und Kaiserstraße mit punktuellen Treffpunkten (zum Beispiel Sitzanlagen), Gestaltung urbaner Erlebnisräume Grünes Netz entwickeln und den Düsselring erlebbar machen: Stärken der Grünverbindung vom Hofgar - ten über die Königsallee bis zum Schwanenspiegel; Zugänglichkeit des Kö-Grabens durch barrierefreien Zugang erhöhen Die dichte Stadt bioklimatisch umbauen : Reduzieren der Hitzeentwicklung zwischen Breite Straße und Ber - liner Allee sowie südlich der Graf-Adolf-Straße durch intensives Begrünen von Fassaden und des öffentli- chen Raums, Wasser im Stadtraum etablieren Die Klimafunktion der Rheinlandschaft schützen Hoch- und Regenwasser bewältigen: westlich der Königsallee regenabflussmindernde Maßnahmen an Gebäuden fördern, öffentliche Räume entsiegeln Freiraumgerechtigkeit erhöhen: In der östlichen Innenstadt und der Friedrichstadt Innenhöfe als Po - cketparks öffnen, Begegnungsorte aller Generationen im öffentlichen Raum schaffen; Gemeinschaftlich oder öffentlich nutzbare Dachgärten ermöglichen Soziale Vielfalt sichern: Erhöhen des Wohnanteils in der Innenstadt durch Umnutzung, Neubau und Auf - stockung; Sichern der sozialen Vielfalt und Zugäng - lichkeit in den Wohnquartieren der Altstadt und der nördlichen Friedrichstadt Carlstadt und Stadtmitte zwischen Königsallee, Ost - straße, Graf-Adolf-Straße und Schadowstraße zum multifunktionalen Aufenthaltsraum machen: Neu- ordnung der Stellplätze im öffentlichen Raum durch Schaffen von Alternativen (zum Beispiel Quartiers - garagen); temporäre Erprobung autofreier Straßen in Abstimmung mit den Anliegern, Stärkung der fuß- und radorientierten Erreichbarkeit vom Hauptbahnhof aus (siehe Mobilitätsplan D) B 11
Beschlussvorlage
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APS/068/2025 X öffentlich nicht öffentlich Beschlussvorlage Betrifft: Förderprojekt KreativRaum D - Teilbaustein Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt Innenstadt - Erarbeitungsprozess und Zwischenergebnisse Fachbereich: 61 - Stadtplanungsamt Dezernentin / Dezernent: Beigeordnete Cornelia Zuschke Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Bezirksvertretung 3 24.06.2025 Anhörung Bezirksvertretung 4 25.06.2025 Anhörung Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung 25.06.2025 Vorberatung Kulturausschuss 26.06.2025 Kenntnisnahme Bezirksvertretung 1 27.06.2025 Anhörung Haupt- und Finanzausschuss 30.06.2025 Vorberatung Rat 10.07.2025 Entscheidung Seite 2 Sitzung des APS am 25.06.2025 Vorlage Nr. APS/068/2025 Förderprojekt KreativRaum D: Teilbaustein Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt Innenstadt hier: Erarbeitungsprozess und Zwischenergebnisse - Beschluss Beschlussentwurf: BV 3 Die Bezirksvertretung 3 wird hiermit zu den Inhalten der Vorlage angehört und empfiehlt dem Rat der Stadt eine vorlagegemäße Beschlussfassung. BV 4 Die Bezirksvertretung 4 wird hiermit zu den Inhalten der Vorlage angehört und empfiehlt dem Rat der Stadt eine vorlagegemäße Beschlussfassung. BV 1 Die Bezirksvertretung 1 wird hiermit zu den Inhalten der Vorlage angehört und empfiehlt dem Rat der Stadt eine vorlagegemäße Beschlussfassung. KUA Der Kulturausschuss nimmt die Inhalte der Vorlage als Grundlage für die weitere Projektarbeit zur Kenntnis. APS Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung nimmt die Inhalte der Vorlage als Grundlage für die weitere Projektarbeit zur Kenntnis und empfiehlt dem Rat eine vorlagegemäße Beschlussfassung. HFA Der Haupt - und Finanzausschuss empfiehlt dem Rat der Stadt im Rahmen seiner Vorberatung eine vorlagegemäße Beschlussfassung. Rat Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung den Erarbeitungsprozess (2.2 & 3.) auf der Grundlage der dargestellten Zwischenergebnisse weiter als Teilbaustein des Förderprojekts „KreativRaum D“ fortzuführen. Seite 3 Sachdarstellung: 1. Das Förderprojekt: KreativRaum D Der Rat der Stadt Düsseldorf beauftragte die Verwaltung im März 2022 mit der Teilnahme am Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (siehe Vorlage APS/013/2022). Das von der Verwaltung entwickelte Projekt „KreativRaum D“ wurde im Oktober 2022 zur Förderung ausgewählt und in der Folge mit dem Fördermittelgeber (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung) weiterqualifiziert. Primäres Ziel des Projekts „KreativRaum D“ ist einen Beitrag für eine zukunftsfähige Transformation der Zentren zu leisten, um langfristig eine resiliente, nutzungsgemischte Zentrenstruktur zu entwickeln. Durch neue Denkansätze, Handlungskonzepte, Unterstützungsleistungen sowie Kooperationen sollen die innerstädtischen Potenziale für neue Akteur*innen aus Kultur- und Kreativwirtschaft, Kunst, Subkultur und Zivilgesellschaft sowie des (Kunst-) Handwerks und der urbanen Produktion aktiviert werden. Bis zum Ende des Bewilligungszeitraums 30.11.2025 wird vom Bund die Fördersumme von 1.170.358,89 € für das Gesamtprojekt zur Verfügung gestellt. Bei einer Förderquote von 75 % verbleibt ein städtischer Anteil von 390.119,63 € nebst zusätzlichen maßnahmengebundenen Eigenmitteln von 236.200,65. In dem weiterentwickelten Förderantrag sind verschiedenen Bausteine – die alle auf das oben beschriebene Ziel einzahlen – miteinander verknüpft. Konkret arbeitet die Verwaltung im Projekt „KreativRaum D“ derzeit an - einer Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt/ Innenstadt (Arbeitstitel und Gegenstand dieser Vorlage) - dem Reallabor Worringer Platz des „KreativRaum D“-Teams (siehe Vorlage: Kulturausschuss, KUA/079/2025, 26.06.2025) - der Entwicklung einer Strategie und Aufbau einer Prozessstruktur zur Erschließung von Leerständen und temporären Nutzungen. (siehe Vorlage: Ausschuss für Wirtschaftsförderung, internationale und regionale Zusammenarbeit, AWIR/015/2025, 17.06.2025) Bis Ende des Bewilligungszeitraums Ende 2025 wird der Projektbaustein zur Erarbeitung der Umsetzungsstrategie ZUKUNFT Altstadt/Innenstadt mit ca. 180.000 Euro Fördersumme (inklusive städtischen Eigenanteils) gefördert. Davon entfallen ca. 140.000 € auf die Erarbeitung der Umsetzungsstrategie zuzüglich Sachkosten. Seite 4 2. Teilbaustein: Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt Innenstadt Als Teil des Förderprojekts KreativRaum D zielt die Umsetzungsstrategie auf die integrierte zukunftsfähige Entwicklung der Alt- und Innenstadt ab. 2.1. Inhaltliche Grundlagen Die Umsetzungsstrategie entwickelt und konkretisiert den Schlüsselraum „Zukunft Innenstadt“ (Anlage 1) aus dem Raumwerk D weiter und berücksichtigt den Auftrag an die Verwaltung gemäß Ratsbeschlusses zur „Quartiersentwicklung Düsseldorfer Altstadt“ (RAT/314/2023). Das Raumwerk D und der Beschluss heben auf eine ganzheitliche und themenübergreifende Betrachtung der Düsseldorfer Altstadt sowie eine integrierte Planung ab. Die Umsetzungsstrategie nimmt die Inhalte des Ratsbeschlusses auf und verschneidet diese mit den Handlungsempfehlungen des Schlüsselraums Zukunft Innenstadt. Dieser ist die wesentliche inhaltliche Grundlage und definiert zudem die Abgrenzung des Projektgebietes. Damit ist die Umsetzungsstrategie auch als erster Anschlussprozess des Raumwerk D zu verstehen. Mit der Umsetzungsstrategie soll Vorhandenes (Potenziale) und darüber hinaus verbleibende Handlungsbedarfe (Lücken) aufgezeigt werden. Bereits erfolgreich laufende Projekte der Fachstellen und ihren Projektpartner*innen werden bei der Erarbeitung neuer integrierter Projekte einbezogen und mitgedacht. (Anlage 2) Der wesentliche Baustein der Umsetzungsstrategie ist die Erarbeitung integrierter Zukunftsprojekte: Ein Zukunftsprojekt ist ein umsetzungsorientiertes Projekt mit ganzheitlichem Ansatz, das mehrere Themen wie Kultur, Wirtschaft, Mobilität und Aufenthaltsqualität verknüpft. Es soll breit getragen, förderfähig und an zentrale Herausforderungen der Innenstadtentwicklung angepasst sein. Ziel ist es, eine spürbare nachhaltige Veränderung für die Düsseldorfer Innenstadt zu bewirken. Die Bestandteile der Umsetzungsstrategie werden sein: - Projektschau (Übersicht über laufende Projekte, Prozesse und benannte Ideen der Fachverwaltung und ihren Partner*innen) - Agenda für die Alt- und Innenstadt (Identifiziert Herausforderungen und Lücken) - Integrierte Zukunftsideen und -projekte - Fahrplan (Zeithorizont, Meilensteine, Aufgabenverteilung, Budget) Seite 5 2.2. Erarbeitungsprozess Die Umsetzungsstrategie wird in mehreren Teilschritten erarbeitet. Dabei galt es zuerst laufende Projekte sowie Herausforderungen für die Alt- und Innenstadt zu identifizieren (Sammeln und Aufzeigen). Im Anschluss sind diese Projekte im Abgleich mit den identifizierten Herausforderungen verschnitten worden, um zu erkennen, welche Herausforderungen bereits durch Projekte bedient werden und welche darüber hinaus noch weiterer planerischer Antworten bedürfen (Herausforderungen und Lücken identifizieren). Auf dieser Basis wurde ein Pool vorhandener Projektansätze identifiziert, der unter Berücksichtigung der offenen Herausforderung zu ersten Projektideen führte. Diese gilt es im nächsten Schritt zu konkretisieren. Das Auswählen und Entwickeln der Zukunftsprojekte ist der derzeitige Arbeitsschritt (Teilschritt: Zukunftsprojekte entwickeln und auswählen). Eine einordnende Zukunftsidee bietet den übergeordneten Rahmen dafür. Die ersten Arbeitsschritte Sammeln und Aufzeigen bestehender Projekte, Herausforderungen und Lücken identifizieren sowie Projekte filtern sind somit bereits durchgeführt. Wesentliche Bausteine dieser Arbeitsschritte waren mehrere Beteiligungsformate, deren Ergebnisse durch das beauftragte Planungsbüro Urbanista im Nachgang jeweils planungsfachlich ergänzt und für das Folgeformat aufbereitet wurden. Bereits durchgeführte Formate sind: o Zwei Fachämtertermine (Oktober 2024 & Januar 2025) o Politischer Steuerungskreis (Februar 2025) o Ein erster Akteursworkshop (März 2025) o Eine vierwöchige Onlinebeteiligung (März – April 2025) Seite 6 Fachämtertermine Ziel der Fachämtertermine war das Sammeln und Filtern bereits laufender Projektideen und -ansätze der Fachverwaltung sowie die Identifikation offener Herausforderungen. Im Ergebnis sind über 60 laufenden Projekte (Anlage 2) in unterschiedlichen Umsetzungsständen (Idee, In Diskussion, Beschlossen, In Umsetzung) benannt worden. Auf dieser Basis fand im nächsten Schritt die Fokussierung auf 34 Projektideen statt (Anlage 2 – Dort hervorgehobene Projekte). Die Auswahl dieser Projektideen basierte auf verschiedenen Auswahlkriterien, wie z.B. Integrierbarkeit (Thematisch verknüpfbar mit weiteren/ anderen Maßnahmen oder Projekten) oder auch Akteursoffenheit (Möglichkeit zukünftig weitere Akteure einzubeziehen). Zudem wurden 10 noch offene Herausforderungen für eine zukunftsfähige Entwicklung der Alt- und Innenstadt identifiziert (Anlage 2). Diese Herausforderungen bildeten gemeinsam mit den 34 Projektideen die Grundlage für den 1. Akteursworkshop. Politischer Steuerungskreis Raumwerk D Der im Raumwerk D initiierte politische Steuerungskreis ist im Rahmen der Umsetzungsstrategie reaktiviert und erweitert worden. Er ist besetzt mit planungspolitischen Sprecher*innen und anderen Vertreter*innen der Ratsfraktionen sowie Vertreter*innen der betroffenen Bezirksvertretungen 1, 3 und 4. Im Steuerungskreis wurden die Prozessschritte und der aktuelle Projektstand erläutert und diskutiert. Bürger*innenvertretung Um – in Ergänzung zur Onlinebeteiligung - eine weitere Einbindung der Bürgerschaft in den Prozess zu gewährleisten, wurde eine Bürger*innenvertretung initiiert. Diese besteht aus zwei Jugendlichen sowie zwei Erwachsenen. Das Auswahlverfahren fand über einen öffentlichen Aufruf mit der Möglichkeit zur Bewerbung und einem anschließenden Losverfahren unter juristischer Aufsicht statt. Gelost wurde je ein*e Hauptvertreter*in sowie jeweils zwei Stellvertretungen. Die Bürger*innenvertretung nimmt an den Akteursworkshops teil und vertritt dabei die Perspektive der Bürgerschaft. Durch die kontinuierliche Mitwirkung kann die öffentliche Perspektiven in den Prozess eingebracht werden. 1. Akteursworkshop Ziel des 1. Akteursworkshop war das integrierte und akteursübergreifende Diskutieren der identifizierten Herausforderungen und darauf aufbauend die Entwicklung erster Ansätze für integrierte Zukunftsideen. Inhaltliche Seite 7 Grundlage waren die Ergebnisse der Fachämtertermine und die auf dieser Basis erarbeiteten 34 Projektideen und zehn Herausforderungen (Anlage 2). Durch die Workshopmethodik konnte zudem die Perspektiven der sehr diversen Alt- und innerstädtischen Akteurslandschaft ergänzt werden. Onlinebeteiligung für die Öffentlichkeit In Ergänzung zum 1. Akteursworkshop fand in der Zeit vom 20.03. bis 18.04.2025 eine vierwöchige Onlinebeteiligung statt. Ziel war die Bewertung und Diskussion der 34 vorliegenden Projektideen sowie der zehn ermittelten offenen Herausforderungen durch die Öffentlichkeit. Zu den dargestellten 34 Projektideen beteiligten sich 393 Teilnehmer*innen. Dabei gab es über 300 Kommentare, mehr als 3.300 positive Bewertungen/ Zustimmungen und 11 negative Bewertungen. Die meisten positiven Bewertungen erhielten Klimabezogene Themen (u.a. Entsiegelung & Begrünung Straßen und Plätze, Klimaanpassung Straßen- und Platzräume oder auch Bioklimatische Anpassung der Innenstadt, siehe ausführlich in Anlage 3). Zu den dargestellten Herausforderungen gab es ca. 101 Teilnehmer*innen, knapp 60 Kommentare, über 300 positive Bewertungen/Zustimmungen und zwei negative Bewertungen. Die meisten Zustimmungen erhielten hier unter anderem Herausforderungen und Lücken im Kontext Klima wie „Stadtklimaanpassungen“ und „Ruhige und erholsame Orte“, die Themen „Alltagslebendigkeit und Tauglichkeit“ und „Dritte Orte in der Nachbarschaft“, aber auch Mobilitätsthemen wie „Erreichbarkeit & Aufenthalt im Stadtraum“ (siehe Anlage 3). 2. Akteursworkshop Am 04.06 findet der zweite Akteursworkshop statt. Auch hier nimmt die Bürger*innenvertretung teil. Ziel ist die Qualifizierung und Konkretisierung der Entwürfe der integrierten Zukunftsideen (Vgl. Kapitel 2.3). Zudem gilt es erste Zuständigkeiten/Verantwortlichkeiten für die Umsetzung einzelner möglicher Zukunftsprojekte zu finden. Dabei können hier alle Akteure*innen Interesse für die Arbeit an den Zukunftsideen äußern. Die zu besprechenden integrierten Zukunftsideen sind auf Basis der Ergebnisse des 1. Akteursworkshops sowie der Onlinebeteiligung erarbeitet worden. Seite 8 2.3. Aktueller Arbeitsstand Derzeit befindet sich die Umsetzungsstrategie in der Entwurfsphase für die integrierten Zukunftsideen. Auf Basis der Ergebnisse des 1. Akteursworkshops sowie der Onlinebeteiligung ist ein Pool integrierter Zukunftsideen erarbeitet worden. Diese werden im Rahmen des 2. Akteursworkshops konkretisiert. Eine integrierte Zukunftsidee ist eine ganzheitliche, langfristig umsetzbare Idee, die mehrere Themen wie Kultur, Wirtschaft, Mobilität und Aufenthaltsqualität verknüpft. Sie soll breit getragen, förderfähig und an zentrale Herausforderungen der Innenstadtentwicklung angepasst sein. Ziel ist es, eine nachhaltige Veränderung für die Düsseldorfer Innenstadt zu bewirken. Der Pool der integrierten Zukunftsideen ist die inhaltliche Grundlage für den weiteren Erarbeitungsprozess: Düsseldorf Active (Bewegung & Sport | Pop-Up-Aktivitäten fördern) Düsseldorfs ruhige Orte (Grün- & Freiräume | Wasserlagen qualifizieren) Stadtzimmer (Dritte Orte & Nachbarschaft | Dialog | Alltagstauglichkeit schaffen) Kühle Köpfe. Starke Stadt (Stadtklimaanpassung & Alltagstauglichkeit optimieren) Erlebnisraum Rheinboulevard (Vitale Düsseldorfer Mitte | Handel & Stadtraum aktivieren) Kreativ.Mit.te.machen (Kreative Milieus | Kulturkonzepte & Veranstaltungen ermöglichen) G.R.O.W (Wohnraumentwicklung | Alltagslebendigkeit | Nachbarschaftnutzungen fördern) Plattform Mitte (Vernetzung & Kooperation | CitymanagementPlus | Partizipation aktivieren) Pilotstraßen & Multiplätze 24/7 (Erreichbarkeit & Aufenthalt im Stadtraum sichern) SicherNight (Sicherheit | Sauberkeit | Nachbarschaft | Nachtökonomie stärken) Im Folgenden werden die derzeitigen integrierten Zukunftsideen mit ihren Ansätzen kurz vorgestellt: Düsseldorf Active Düsseldorfs Mitte soll durch temporäre und flexible Sport- und Kulturangebote belebt werden. Denkbar sind Projekte aus den Bereichen Kultur, Sport oder kreative Experimente - zum Beispiel ein temporärer Skatepark, eine mobile Urban-Gardening- Fläche oder ein Open-Air-Kunstprojekt. Diese temporären Angebote können Seite 9 regelmäßig den Standort wechseln und machen Sport und Kultur für viele spontan erlebbar. Dachflächen können als ungenutztes Potenzial für urbane Sport- und Freizeitangebote besser erschlossen werden und bieten neue Bewegungs- und Freizeitmöglichkeiten mitten in der Stadt. Dabei können Instrumente weiterentwickelt werden, die gezielt Flächen identifizieren und bereitstellen sowie kreative und innovative Pop-Up-Aktivitäten anregen und fördern. Wichtig ist, dass die Initiativen von lokalen Akteuren getragen und von der Stadt agil und unbürokratisch unterstützt werden. So können starke Impulse entstehen, die das urbane Leben in Düsseldorf enorm bereichern. Düsseldorfs ruhige Orte Im Rahmen der Initiative „Düsseldorfs ruhige Orte“ könnten Rückzugsräume wie Innenhöfe, halb private Flächen und ausgewählte Grünanlagen qualifiziert werden. Sie dienen als Orte zum Durchatmen und zur Erholung – als Ausgleich zu überhitzten, stark frequentierten oder eventisierten Bereichen der Innenstadt. Bestehende positive Orte wie der Hofgarten und der Schwanenspiegel werden durch diese neuen Oasen ergänzt. Die Orte könnten beispielsweise so umgestaltet werden, dass sie ganzjährig nutzbar sind – mit saisonalen Angeboten wie kleiner Gastronomie, ruhigen Kulturveranstaltungen, Märkten oder Bewegungsmöglichkeiten. Verbesserungen bei Sauberkeit und Sicherheit fördern das Gefühl von Willkommen sein. Gleichzeitig tragen Maßnahmen zur Aufwertung, Klimaanpassung und Biodiversität zu einer nachhaltigen Entwicklung bei. Düsseldorfs innerstädtische Grün- und Freiräume sollen barrierefrei, inklusiv und im Alltag gut erreichbar sein – als ruhige Orte im lebendigen Stadtraum. Im Rahmen der Erarbeitung der Umsetzungsstrategie hat sich der Alte Hafen als wichtiger Raum im Projektgebiet herauskristallisiert. Die Zukunftsidee der „Ruhigen Orte“ legt die programmatische Grundlage für die Entwicklung des Alten Hafens. Stadtzimmer Die Düsseldorfer Mitte soll mehr offene Treffpunkte für die Nachbarschaft bekommen. Barrierefrei und ohne Konsumzwang bieten diese „Dritten Orte“ Raum für Begegnung, Bildung und Freizeitgestaltung. Durch die Vernetzung mit bestehenden Angeboten entstehen nachbarschaftliche Stadtzimmer im Innen- und Außenraum, die kulturelle Vielfalt erlebbar machen und Teilhabe ermöglichen. Beispiele sind die neue Oper oder der Platz vor dem Stadtmuseum, das Wilhelm- Marx-Haus oder auch ehemalige Kaufhäuser und kleinere Leerstände, vor und in denen solche offenen Räume gezielt geschaffen werden könnten. Hier könnte ein Elterncafé entstehen – ein offener Treffpunkt für Familien und Kinder. Es bietet Seite 10 Raum für Austausch und Spiel sowie einen geschützten, familienfreundlichen Rückzugsort mitten in der Stadt. Aber auch zum Beispiel für Senioren und Menschen mit Behinderungen, soll es niedrigschwellige Aufenthaltsorte in der Düsseldorfer Mitte geben. Für Menschen, deren Lebensmittelpunkt die Straße ist, sind für die Innenstadt verträgliche Orte zu identifizieren. Kühle Köpfe. Starke Stadt Die Düsseldorfer Innenstadt soll grüner, klimaresistenter und fit für das 21. Jahrhundert werden. Versiegelte Flächen sollen – dort wo möglich – aufgebrochen, Straßen, Plätze, Dächer und Fassaden gezielt begrünt werden. Dazu gehört auch die intelligente Sammlung und Ableitung von Regenwasser, um lokale Überschwemmungen zu vermeiden und Wasser nachhaltig zu nutzen. Vorrangig soll eine geeignete Fläche in der Innenstadt identifiziert und ein erstes Pilotprojekt als Positivbeispiel initiiert werden. Es soll zeigen, wie Plätze und andere urbane Räume nachhaltig und klimaangepasst gestaltet werden können. Im Zentrum können künftig mehr lebenswerte Räume entstehen, in denen sich die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer gerne aufhalten und wohlfühlen. Ein neu entwickeltes und gezieltes Förderprogramm wie „Klimaanpassung für die Altstadt“ könnte die Stadt und die Eigentümer*innen bei der Transformation unterstützen. Erlebnisraum Rheinboulevard Vom Rhein bis zur neuen Oper und vom K21 bis zur Kunstakademie soll ein durchgängiger, attraktiver Stadtraum entstehen. Durch eine abgestimmte Gestaltung, hochwertige Möblierung und gezielte Begrünung der angrenzenden Straßen und Plätze entsteht der urbane „Erlebnisraum Rheinboulevard“, der zum Flanieren, Verweilen und Entdecken einlädt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Einkaufsstraßen, die eine punktuelle Anpassung erfahren könnten: Neben modernem Einzelhandel kann der Wohnanteil gezielt erhöht werden, um die Straßen lebendiger, vielfältiger und unverwechselbarer zu machen. Gleichzeitig sind innovative Erdgeschossnutzungen und Geschäftsideen aus den Bereichen Handel, Kultur und Gastronomie denkbar. Neue städtebauliche Akzente wie die Neue Oper können das Straßenbild weiter aufwerten und den Rheinboulevard zu einem modernen Stadtraum mit eigenem Charakter machen. Kreativ.Mit.te.machen Coole Pop -ups, interaktive Aktionen und kreative Events laden Düsseldorferinnen und Düsseldorfer sowie Besu cherinnen und Besucher ein, d ie Innenstadt zu entdecken und aktiv mitzugestalten. Die Erdgeschosszonen sollen nicht nur für Einzelhandel, Gastronomie oder Büros, sondern auch für vielfältige und lebendige Seite 11 öffentliche Nutzungen geöffnet werden. Weniger wertschöpfungsintensive, aber se hr bereichernde Konzepte aus den Bereichen Kultur und Kreativwirtschaft können verstärkt Eingang in den Alltag und das Stadtbild der Düsseldorfer Innenstadt finden. Mutige und innovative Geschäftsideen sowie kreative Milieus und Existenzgründungen können gezielt gefördert werden. Spezielle Themenimmobilien und Experimentierräume können Raum für Kunst und Design bieten. Plätze und Freiräume könnten verstärkt als Kulturräume für kreative Veranstaltungen unter Einbeziehung der umliegenden Kultureinrichtungen genutzt werden. Bestehende Veranstaltungen können durch neue kreative Impulse sowie das Engagement und Mitmachen lokaler Akteur*innen ergänzt werden. G.R.O.W. GROW (Green Rent Oh! Work) steht für Nutzungsmischung und fördert eine lebendige Stadt, in dem Wohnen, Arbeiten und nachbarschaftliche Begegnungen im Alltag miteinander verknüpft werden. In der dicht bebauten Innenstadt sind freie und bezahlbare Flächen rar. Deshalb könnten durch Aufstockungen und Umbauten zusätzliche Wohn- und Geschäftsräume geschaffen werden, die zu mehr Alltagslebendigkeit beitragen. Wohn- und Geschäftsräume in der Mitte sollten nachhaltig entwickelt und Nutzungskonflikte vermieden werden. Dafür sollen Leerstände besser erfasst und neue Nutzungsmöglichkeiten geprüft, um Flächen besser auszuschöpfen. Langfristig ist das Ziel eine ausgewogenere Mischung von Wohnnutzungen und gewerblichen Angeboten in der Mitte zu erreichen. Plattform Mitte Die „Plattform Mitte“ könnte künftig die zentrale Anlaufstelle für viele Akteure und Branchen in der Düsseldorfer Mitte sein. Sie fungiert als neues, integriertes, dialogisches Stadtnetzwerk und Austauschformat mit erweitertem Teilnehmerkreis. Ziel ist es, die Vernetzung und Kooperation der Innenstadtakteure weiter zu stärken, z.B. durch verbesserte und intensivere Austauschformate. Der Fokus liegt auf Netzwerkarbeit, Sofortmaßnahmen und einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit. Die neue Plattform soll gezielt an bestehende Netzwerke anknüpfen, z.B. Altstadt- Gemeinschaft, Stadtteilkonferenz, Citymanagement, Forum Stadtmarketing. Mit der neuen Plattform, die auf analogen und digitalen Instrumenten aufbaut, könnten die Maßnahmen der verschiedenen Akteur*innen künftig noch besser koordiniert werden, um die Düsseldorfer Mitte langfristig attraktiver, vielfältiger und dialogischer zu gestalten. Pilotstraßen & Multiplätze 24/7 Straßen könnten künftig so gestaltet werden, dass sie für alle Seite 12 Verkehrsteilnehmenden gut nutzbar bleiben und gleichzeitig mehr Aufenthaltsqualität bieten. Intelligente Lösungen wie Quartiersgaragen können den Parksuchverkehr reduzieren. Reallabore und KI Technologie in der Mobilität von Innenstädten sollen zeigen, wie Räume auch abseits des Verkehrs vielfältiger genutzt werden können. Ziel ist es, attraktivere Räume für alle Verkehrsteilnehmenden zu schaffen. Straßenräume und Plätze könnten nicht nur reine Verkehrsflächen sein, sondern Orte, an denen sich die Menschen gerne aufhalten. Eine Maßnahme ist, die Straßenräume frischer, grüner und letztlich für alle schöner zu machen. Kleine Pocket-Parks, entsiegelte Flächen und schattenspendende Bäume verbessern nicht nur das lokale Stadtklima. So können angenehme Aufenthaltsräume entstehen, in denen sich die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer wohlfühlen. SicherNight Mit dem erfolgreichen Projekt „SiDi – Sicherheit in der Düsseldorfer Innenstadt“ ist bereits ein wichtiger Schritt für die Sicherheit und das soziale Miteinander getan. Die gestärkte Zusammenarbeit zwischen Polizei und Ordnungsamt, das Intensivieren von Streetwork, das Beleuchtungskonzept, der Masterplan Veranstaltungen, Regelungen für das Abstellen von E-Scootern sowie Vorkehrungen im Kontext von Autoposern haben hier erkennbare Besserungen erreicht. Hieran kann mit der Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt Innenstadt angeknüpft werden. Dabei gilt es für die offenen Herausforderungen passende Maßnahmen und Projekte im Kontext Sicherheit zu erarbeiten, um an den Erfolg des Projektes „SiDi“ anzuknüpfen und diesen darüber hinaus zu multiplizieren. 3. Weitere Arbeitsschritte Anknüpfend an die in Kapitel 2.2 dargestellten und teilweise bereits durchgeführten Arbeitsschritte Sammeln und Aufzeigen bestehender Projekte, Herausforderungen und Lücken identifizieren, Projekte filtern und erste Ansätze für Zukunftsideen erarbeiten, werden im nächsten Schritt die integrierten Zukunftsideen weiter konkretisiert. Der 2. Akteursworkshop ist hierfür ein wichtiger Meilenstein. Es sind weitere Formate zur Schärfung der Zukunftsideen und -projekte geplant. Dazu gehören unter anderem bilaterale Gespräche mit der Akteurslandschaft aber auch eine öffentliche Pop-Up Beteiligung zur erneuten Einbindung der Öffentlichkeit. Ende 2025 erfolgt die Abgabe des Abschlussberichts an den Fördermittelgeber. Inhaltliche Anpassungen und Ergänzungen sind auch nach Abgabe des Abschlussberichtes an den Fördermittelgeber möglich. Seite 13 Im Frühjahr 2026 erfolgt die Eingabe einer Beschlussvorlage in die Politik. Damit einhergehend wird auch die Einbindung des politischen Steuerungskreises weitergeführt. Zielsetzung ist der Beschluss der Umsetzungsstrategie Zukunft Altstadt Innenstadt mit den oben genannten Bestandteilen (vgl. Kap. 2.1) einschließlich der entwickelten Zukunftsideen und Zukunftsprojekten für eine resiliente und nachhaltige Alt- und Innenstadt Düsseldorfs durch den Rat der Stadt. Die Umsetzung der Zukunftsideen und Projekte erfolgt im weiteren Prozessverlauf abhängig von Ressourcen und je nach Erforderlichkeit auf Basis weiterer Beschlüsse. Anlagen: 1. Schlüsselraum Zukunft Innenstadt 2. Sammlung_Herausforderungen und Projekte (002) 3. Ergebnisse der Onlinebeteiligung
3. Ergebnisse der Onlinebeteiligung
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Anlage 3 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 1 Stand 26.05.25, Anlage 3 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 Ergebnisse der Onlinebeteiligung (20.03 bis 18.04.2025) Zusammenfassung der Ergebnisse zu den 34 Projektideen (vgl. Anlage 2, darin: Hervorgehobene Projektideen) Viele Teilnehmer*innen wünschen sich mehr Grünflächen, Bäume und Sitzgelegenheiten, um die Innenstadt lebenswerter zu gestalten. Zudem gibt es eine starke Unterstützung für die Schaffung von „Dritten Orten“ als offene Treffpunkte ohne Konsumzwang. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Förderung von autofreien Zonen und die Verbesserung der Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer. Viele Teilnehmer*innen sprechen sich für eine Reduzierung des motorisierten Verkehrs in der Innenstadt aus und wünschen sich mehr sichere und attraktive Räume für Fußgänger und Radfahrer. Die Neuausrichtung der Schadowstraße wird kontrovers diskutiert. Es gibt auch eine starke Unterstützung für kreative und temporäre Nutzungen wie Pop-up- Aktivitäten. Die Förderung kreativer Milieus und Start-ups wird ebenfalls als wichtig angesehen. Einige Nutzer äußern Bedenken bezüglich großer Bauprojekte wie dem Neubau des Opernhauses im Vergleich zu dringend benötigtem Wohnraum. Die Altstadtsanierung wird als notwendig erachtet, um den Charakter der Altstadt zu bewahren und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Insgesamt zeigt sich Interesse an einer nachhaltigen Stadtentwicklung, die sowohl ökologische als auch soziale Aspekte berücksichtigt. Zusammenfassung der Ergebnisse zur den identifizierten offenen Herausforderungen (Anlage 2, darin: Herausforderungen): Viele Beiträge thematisieren die Herausforderungen durch steigende Mieten, Leerstände und die Verdrängung von Kultur- und Kreativräumen zugunsten von teurem Wohnraum oder Einzelhandel. Die Bedeutung von Kulturorten als sozialer Kitt und für die Identität ganzer Viertel wird betont, während der Verlust solcher Orte als Ursache für den Rückgang urbaner Lebendigkeit gesehen wird. Im Bereich Mobilität und öffentlicher Raum gibt es eine intensive Debatte zwischen über eine Umverteilung des Straßenraums zugunsten von Rad-, Fuß- und ÖPNV-Verkehr gegenüber möglichen negativen Auswirkungen auf den Autoverkehr, Handwerk und Wirtschaft. Klimaanpassung ist ein weiteres zentrales Thema: Es wird eine konsequente Entsiegelung, Begrünung (z.B. Fassaden, Dächer, Schulhöfe), mehr schattenspendende Bäume und die Umnutzung von Parkflächen für Anlage 3 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 2 Stand 26.05.25, Anlage 3 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 Aufenthaltsqualität und Klimaschutz gefordert. Auch die Einbindung der Bevölkerung bei Begrünungsmaßnahmen (z.B. Balkone, Vorgärten) wird vorgeschlagen. Der Wunsch nach mehr „drittenOrten“ – also konsumfreien Treffpunkten für Begegnung, Kultur und Nachbarschaft – findet sich in mehreren Beiträgen. Gefordert werden mehr Sitzgelegenheiten, niedrigschwellige Angebote, Bezug zur lokalen Bevölkerung und Kultur sowie sichere, gepflegte Aufenthaltsorte mit Zugang zu Wasser, Snacks und Toiletten. Im Bereich Sport und Bewegung wird bemängelt, dass es in der Innenstadt an niedrigschwelligen, barrierefreien Sportflächen fehlt. Es werden mehr Streetball-, Boule- oder Bolzplätze sowie Treffpunkte für Familien vorgeschlagen. Auch die Inklusion von Menschen mit Behinderung wird als verbesserungswürdig angesehen. Für Oberkassel wird betont, dass der Naturcharakter der Rheinwiesen erhalten bleiben sollte. Gleichzeitig gibt es Vorschläge für punktuelle Angebote wie Kioske, Mini-Festivals oder Sportevents – jedoch ohne großflächige Kommerzialisierung. Schließlich wird immer wieder auf die Notwendigkeit eines verbindlichen Dialogs und echter Beteiligung aller Gruppen hingewiesen, um die unterschiedlichen Bedürfnisse in der Stadtmitte auszubalancieren.
2. Sammlung_Herausforderungen und Projekte (002)
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Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 1 Stand 26.05.25, Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 Sammlung: Herausforderungen und Projekte Herausforderungen Ruhige und erholsame Orte Düsseldorf ist eine lebendige Großstadt – doch manchmal sehnt man sich nach einer Pause vom Trubel. Gerade in der Mitte. Ob der Hofgarten, die Rheinwiesen oder versteckte Innenhöfe in der Altstadt: Einige ruhige Orte gibt es. Mehr grüne Rückzugsorte und gut erreichbare Erholungsräume wären eine Bereicherung. Wie und wo können Orte geschaffen werden, an denen die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer abschalten und genießen können – mitten in der Stadt? Urbane Sport- & Bewegungsangebote Joggen im Park, Skaten am Rhein - Düsseldorf bietet viele Möglichkeiten, sich im Freien zu bewegen. Was fehlt, sind niedrigschwellige Angebote direkt in der Mitte. Gerade im dicht bebauten Herzen der Stadt brauchen die Menschen Platz für Bewegung im Alltag. Wie kann Düsseldorf noch sportlicher werden? Räume für Kultur- & Kreativwirtschaft Düsseldorf ist eine bedeutende Kulturstadt und kreatives Zentrum – doch gerade Atelier- und Proberäume für Musik und Kleinkunst werden knapp. Steigende Mieten und zu wenig Räume in der Düsseldorfer Mitte setzen Kreative und Kulturschaffende unter Druck. Wo gibt es Räume, die helfen könnten, die Szene in der Stadt zu halten? Welche weiteren Ideen zur Unterstützung der lokalen Kultur- und Kreativwirtschaft gibt es? Vitale Düsseldorfer Mitte Düsseldorfs Mitte verändert sich: Leerstände, steigende Mieten und Online-Shopping machen dem Handel zu schaffen. Welche Nutzungsmischung und Vielfalt braucht es, um die verschiedenen Funktionen der Innenstadt, wie Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und Begegnung zu stärken? Wie gelingt eine multifunktionale und zukunftsfähige Mischung für die Innenstadt? Sprung über den Rhein Oberkassel ist mehr als ein schickes Wohnviertel – aber viele Angebote konzentrieren sich auf die rechte Rheinseite. Orte für Gastronomie, Erholung oder Kultur sind hier weniger zahlreich, dafür aber sehr spezifisch. Wie kann der Sprung über den Rhein“ gelingen, ohne dass Oberkassel seinen besonderen Charme und eigenständigen Charakter verliert? Alltagslebendigkeit & -tauglichkeit Düsseldorf wächst – doch wie bleibt die Stadt im Alltag zugänglich, erlebnisreich und funktional? Klar ist: es sind kluge Lösungen für das Wohnen in der Mitte gefragt. Wie gelingt es in Düsseldorfs Mitte Wohnen, Arbeiten und Erleben optimal miteinander zu verbinden? Dialog & Netzwerk „Mitte“ Die Düsseldorfer Innenstadt ist für alle da – aber wer bestimmt mit, wie sie genutzt wird? Ein guter und verbindlicher Dialog könnte helfen, das Zentrum lebendig und gleichzeitig verträglich zu halten. Braucht es z.B. Plattformen, auf denen die Stadt gemeinsam gestaltet werden kann? Wie kann eine Mitte entstehen, die möglichst vielen unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht wird? Stadtklimaanpassungen (Hitze, Starkregen, Hochwasser) Die Sommer werden heißer, die Regenfälle heftiger - Düsseldorf muss sich wappnen. Ob lokale Experimentierräume, temporäre Pilotprojekte oder Luxus, sondern eine Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 2 Stand 26.05.25, Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 Notwendigkeit – wie kann die Düsseldorfer Innenstadt klimaresilient werden und damit weiterhin lebenswert bleiben? Erreichbarkeit & Aufenthalt im Stadtraum Die Düsseldorfer Mitte soll für alle erreichbar sein – ob mit der Bahn, dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem Auto. Dabei ist der öffentliche Raum häufig augenscheinlich durch fahrende und parkende Autos dominiert, Radwege sind nicht durchgängig oder Fußgängerbereiche nicht immer einladend gestaltet. Wie kann in Düsseldorfs Mitte ein barrierearmer Stadtraum entstehen, in dem man sich gerne aufhält, aber auch gut und sicher vorankommt? Dritte Orte & Nachbarschaft Nicht das Zuhause, nicht der Arbeitsplatz – sondern sogenannte "dritte Orte" sind wichtige Treffpunkte in der städtischen Nachbarschaft. In der Düsseldorfer Mitte fehlen solche niedrigschwelligen Orte ohne Konsumpflicht oft. Wie können wir mehr solcher Treffpunkte ermöglichen, z.B. in öffentlichen Gebäuden und was sind die Anforderungen an diese Orte Projekte Hinweis: Die 34 Projektideen, die dem 1. Akteursworkshop und der Onlinebeteiligung zu Grunde lagen, sind innerhalb der Handlungsfelder jeweils zu Beginn ausformuliert aufgeführt. Nicht ausformulierte und lediglich mit Spiegelstrichen/ Stichpunkten versehene Projektansätze sind Teil der Projektschau aller durch die Fachämter in den Prozess eingebrachten Projekte. Nutzungsmischung & Alltagslebendigkeit Alltagslebendigkeit durch Aufstockung & Umbauten Nutzungsmischung fördert eine lebendige Stadt, in dem Wohnen, Arbeiten und nachbarschaftliche Begegnungen im Alltag miteinander verknüpft werden. In der dicht bebauten Innenstadt sind freie und bezahlbare Flächen rar. Deshalb könnten durch Aufstockungen und Umbauten zusätzliche Wohn- und Geschäftsräume geschaffen werden, die zur Belebung der Innenstadt und zu mehr Alltagslebendigkeit beitragen. Schöner Nebeneffekt: Der vorhandene Raum wird effizient genutzt, ohne neue Flächen zu versiegeln. Projektstatus: Idee Strategien für nachhaltige Wohnraumentwicklung & Leerstandsmanagement Wohn- und Geschäftsräume in der Mitte sollten nachhaltig entwickelt werden. Dafür sollen Leerstände besser erfasst und neue Nutzungsmöglichkeiten geprüft, um Flächen besser auszuschöpfen. Eine Registrierungspflicht für Wohnraum ist im Gespräch, um ungenutzten Wohnraum sichtbarer zu machen, spekulativem Leerstand zu verhindern und Kurzzeitvermietungen zu regulieren. Langfristig ist das Ziel eine ausgewogenere Mischung von Wohnnutzungen und gewerblichen Angeboten in der Mitte zu erreichen. Projektstatus: Idee Erlebnisraum Rheinboulevard Der Rheinboulevard soll die Königsallee, die Altstadt und die Schadowstraße zu einem zusammenhängenden Erlebnisraum in West-Ost-Richtung verbinden. Durch eine verbesserte und abgestimmte Gestaltung, Möblierung und Begrünung der Straßen und Plätze soll eine durchgängige und attraktive Achse entstehen, die zum Schlendern, Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 3 Stand 26.05.25, Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 Sightseeing und Verweilen einlädt. Dabei werden auch der Schadow- und der Heinrich- Heine-Platz in die Gestaltung einbezogen, um die Aufenthaltsqualität und Erreichbarkeit der Mitte weiter zu verbessern. Projektstatus: Idee Neuausrichtung Schadowstraße Die Schadowstraße soll als zentrale Achse der Innenstadt gestärkt werden. Neben modernem Einzelhandel soll der Wohnanteil in den Obergeschossen nach Möglichkeit gezielt erhöht werden, um die Straße lebendiger, vielfältiger und unverwechselbarer zu machen. Gleichzeitig sollen innovative Erdgeschossnutzungen und Geschäftsideen in den Bereichen Handel, Kultur und Gastronomie gefördert werden. Neue städtebauliche Akzente können das Straßenbild weiter aufwerten und die Schadowstraße zu einem modernen Stadtraum mit eigenem Charakter machen. Projektstatus: Idee Vielfältige Erdgeschossnutzungen Die Erdgeschosszonen sollen nicht nur für Einzelhandel, Gastronomie oder Büros, sondern auch für vielfältige und lebendige Nutzungen für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Weniger wertschöpfungsintensive, aber sehr bereichernde Konzepte aus den Bereichen Kultur und Kreativwirtschaft sollen verstärkt Eingang in den Alltag und das Stadtbild der Düsseldorfer Mitte finden, insbesondere dort, wo Leerstand zu verzeichnen ist. Mutige und innovative Geschäftsideen sollen durch Instrumente gezielt gefördert werden. Damit soll auch Vielfalt und Lebendigkeit in der Altstadt und in Oberkassel gefördert werden. Projektstatus: Idee Multifunktionale Straßenräume für Viele Straßen sollten so gestaltet werden, dass sie für alle Verkehrsteilnehmenden gut nutzbar bleiben und gleichzeitig mehr Aufenthaltsqualität bieten. Intelligente Lösungen wie Quartiersgaragen können den Parksuchverkehr reduzieren. Ziel soll sein, lokale Verkehrsströme zu beruhigen und gleichzeitig attraktivere Räume für Verkehrsteilnehmende wie Fußgängerinnen und Fußgänger oder Radfahrerinnen und Radfahrer zu schaffen. Projektstatus: Idee Neue Nutzungen und Begrünung für Flachdächer Viele innerstädtische Flachdächer bleiben heute oft ungenutzt. Sie könnten nach Möglichkeit durch städtische und private Initiativen begrünt und versickerungsfähig gemacht werden. Dadurch kann das lokale Stadtklima verbessert und dem Wärmeinseleffekt entgegengewirkt werden. Begrünte Dächer bieten somit mehr Naturflächen in der Stadt und schaffen lebenswerte und klimafreundliche Räume für Menschen, Tiere und Pflanzen. Projektstatus: Idee Registrierungspflicht Wohnraum − Regulierung und bessere Überwachung illegaler Kurzzeitvermietung in der Innenstadt − Projektstatus: Idee Städtebau & Stadtraum Opernhaus-Neubau Düsseldorf soll ein neues, modernes Opernhaus und einen architektonischen Leuchtturm erhalten. Geplant ist ein offener Kulturbau mit einem großen Saal für rund 1.300 Zuschauerinnen und Zuschauer sowie einer Studiobühne mit rund 400 Plätzen. Neben Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 4 Stand 26.05.25, Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 hochkarätigen kulturellen Darbietungen soll das Gebäude auch einen „dritten Ort“ beherbergen - einen offenen Raum für die Nachbarschaft, für Bildung und Austausch. Dieser kann an heißen Tagen auch als „Climate Shelter“ dienen, d.h. als öffentlicher und leicht zugänglicher kühler Rückzugsort. Die an das Gebäude angrenzenden Freiflächen sollen einladend gestaltet werden, um das Opernhaus harmonisch in das Stadtbild zu integrieren. Projektstatus: Planungswettbewerb läuft Transformation Deutsche Oper (nach Aufgabe der aktuellen Opernnutzung) Nach Aufgabe der bisherigen Opernnutzung soll das städtebaulich wertvolle Gebäude einer neuen, vielfältigen Nutzung zugeführt werden. Ziel ist es, ein innovatives Nutzungsprogramm zu entwickeln, das für die Öffentlichkeit von hohem Wert ist und dem Standort gerecht wird. Die notwendige Sanierung erfolgt unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes, um die architektonische und historische Bedeutung des Gebäudes zu erhalten. Projektstatus: Idee Aufwertung Alter Hafen Der Alte Hafen ist einzigartig und trotz seiner Lage mitten in der Altstadt – ein ruhiger Ort. Er könnte zu einem gut erreichbaren und attraktiven Stadtraum der Erholung umgestaltet werden. Dieser Ort kann als Übergang zwischen der belebten Altstadt und dem Rhein (Kasematten) dienen und gleichzeitig als ein Ort, am dem die Menschen zur Ruhe kommen können. Gleichzeitig sollen Sauberkeit und Sicherheit verbessert werden, damit sich alle dort wohlfühlen. Gezielte Maßnahmen zur Klimaanpassung und Biodiversität sollten ebenfalls geplant werden, um mehr Grün und eine nachhaltige und eigenständige Entwicklung dieses Stadtraums zu ermöglichen. Eine besondere Rolle kommt dabei den Wasserflächen zu, die qualifiziert und sinnvoll in die Umgestaltung einbezogen werden. Projektstatus: Idee Leitlinien Stadtidentität Düsseldorf soll seinen unverwechselbaren Charakter als weltoffene Metropole am Rhein bewahren. Dazu sollen verständliche und umsetzbare Leitlinien entwickelt werden, die klare Vorgaben für die Gestaltung und Nutzung städtischer Räume machen, z.B. bei Architekturwettbewerben oder Stadtumbaumaßnahmen. Ziel ist es, charakteristische Merkmale des Stadtbildes zu erhalten und gleichzeitig eine qualitätssichernde Zusammenarbeit zu etablieren. Neue Entwicklungen sollen sich harmonisch in das Stadtbild einfügen und gleichzeitig die Identität der Stadt langfristig stärken. Projektstatus: Idee Städtebauliche Aufwertung Stadtmitte & Stadtraum Carsch-Haus Die Stadtmitte rund um das Carsch-Haus soll attraktiver und besser erlebbar werden. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu steigern und den Stadtraum durch eine verbesserte Gestaltung, modernisierte Fußgängerzonen und eine bessere Zugänglichkeit aufzuwerten. Das Carsch-Haus als architektonisches Wahrzeichen spielt dabei eine zentrale Rolle. Durch das Sanierungsprojekt Festung könnten historische Elemente behutsam in die moderne Stadtentwicklung integriert werden. So entsteht eine lebendige und gleichzeitig geschichtsbewusste Innenstadt, die urbanes Flair mit kultureller Identität verbindet. Projektstatus: in Umsetzung/ Idee Südlich Haroldstraße − Schaffung zweier Hochpunkte − Umsetzung Baustein blaugrüner Ring − Verlagerung Motorisierter Individualverkehr/Busverkehr auf neue Parallelfahrbahn − Projektstatus: in Umsetzung Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 5 Stand 26.05.25, Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 Dialogverfahren „Zukunft der Kö“ − mehrstufiger Workshop-Prozess − Auseinandersetzung mit dem Wandel der Kö − Projektstatus: in Umsetzung Umsetzung weiterer mutiger Neubauakzente − mit höchster Architekturqualität − unter Beachtung des Hochhausrahmenplanes − Qualitätssichernde Verfahren begleitet durch Beirat für Baukultur − Projektstatus: Idee Neubauvorhaben Kö-Tower − Büro, Einzelhandel, Tiefgarage (Mobilitätskonzept) − Projektstatus: in Umsetzung Neubauvorhaben Dreifeldsporthalle − mit Tribüne, Gymnastikraum und Tonsaal − Projektstatus: in Umsetzung Umbau Behrensbau − Museum mit Gastronomie, Verwaltung/ Büro, Veranstaltung − Projektstatus: in Umsetzung Erweiterung des Kaufhofes − Erweiterung der Verkaufsstätte, − Abriss Parkhaus und − Errichtung von Büroflächen mit Tiefgarage − Projektstatus: in Umsetzung Umbau Carsch-Haus − Verkaufsstätte mit neuem Eingangsbereich Tiefhof auf dem HHP und Gastronomie im 5.OG − Projektstatus: in Umsetzung Wirtschaft & Handel Förderung Kreative Milieus Düsseldorf soll gezielt kreative Milieus und Start-ups stärken – gerade in der Mitte. Hier können spezielle Themenimmobilien und Experimentierräume Raum für Kunst, Design, innovative Konzepte und Geschäftsideen bieten. Durch aktive Vernetzung und Beratung werden Kreativwirtschaft und Gründungen unterstützt - sei es bei Verwaltungsverfahren, Genehmigungen oder der Umsetzung neuer Projekte. Als Kooperationspartner für Veranstaltungen und Qualifizierungsangebote sowie eine bedarfsgerechte Infrastruktur trägt die Stadt dazu bei, Potenziale sichtbar zu machen und kreative Milieus gezielt zu fördern. Projektstatus: in Umsetzung Zentrenmanagement Friedrichstraße Die Friedrichstraße soll als lebendiger Standort für Einkaufen, Handel und Wohnen nachhaltig gestärkt und revitalisiert werden. Ein aufsuchendes Zentrenmanagement soll gezielt Leerstände abbauen und die Aufenthaltsqualität ausgewählter Stadträume verbessern. Durch die Förderung lokaler Netzwerke und die Einrichtung eines zentralen Ansprechpartners („Kümmerer“) werden Maßnahmen koordiniert, um die Friedrichstraße langfristig attraktiver und vielfältiger zu gestalten. Projektstatus: in Umsetzung Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 6 Stand 26.05.25, Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 Citymanagement Das Citymanagement ist zentrale Anlaufstelle für viele Akteure und Branchen in der Mitte. Als Sprachrohr der Standortgemeinschaft bringt es beispielsweise Anliegen in die Verwaltung ein und sorgt für eine verstärkte Zusammenarbeit. Die Schwerpunkte liegen auf Netzwerkarbeit, Sofortmaßnahmen und einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit. Zukünftig soll die Vernetzung und Kooperation der Innenstadtakteure weiter gestärkt werden, z.B. durch verbesserte und intensivere Austauschformate. Projektstatus: in Umsetzung Veranstaltungsformate Düsseldorf Düsseldorfs Mitte ist bereits eine Bühne für zahlreiche Events – und genau daran soll angeknüpft werden. Bestehende Veranstaltungsformate sollen weiterentwickelt und mit neuen kreativen Impulsen ergänzt werden. Coole Pop-ups, interaktive Aktionen und kreative Events laden Düsseldorferinnen und Düsseldorfer sowie Besuchende ein, die Innenstadt zu entdecken und aktiv mitzugestalten. Auch Akteure aus Einzelhandel, Gastronomie sowie Kultureinrichtungen und bestehende Veranstaltungen werden gezielt eingebunden. Abwechslungsreiche und attraktive Erlebnisse und Events können so Düsseldorf weiter als lebendige und kreative Metropole positionieren. Projektstatus: in Umsetzung Immobilien- und Standortgemeinschaft Graf-Adolf-Straße − Einrichtung einer Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG); − Durchführung von Maßnahmen zur Aufwertung eines Teilbereichs der Graf-Adolf- Straße − Projektstatus: in Umsetzung Retail & DUS − Zukunftsfähige, digitale Geschäftsmodelle entwickeln − Erlebnisorte für Zukunftstechnologien Retail − Projektstatus: in Umsetzung Leerstands- und Ansiedlungsmanagement − Entwicklung einer Strategie und Prozessstruktur zur Erschließung von Leerständen und temporären Nutzungen − Kontaktaufnahme mit Immobilieneigentümerinnen und -eigentümern zur Klärung potenzieller Nutzungsmöglichkeiten − Vereinfachung von Genehmigungsprozessen durch transparente und kommunizierte Abläufe. − Stärkung der Attraktivität der Innenstadt und der Stadtteilzentren durch reduzierte Leerstände − Projektstatus: in Umsetzung Jugend, Soziales & Bewegung Elterncafé als „Dritter Ort“ im ehemaligen Kaufhof oder Oper Im Rahmen der Nachnutzung des Kaufhofs Wehrhahn oder der geplanten neuen Oper sollte in der Mitte ein Elterncafé entstehen – ein offener Treffpunkt für Familien und Kinder. Hier gibt es Raum zum Austauschen, Stillen, Ausruhen und Spielen, ohne Konsum- oder Verzehrzwang. Als „Dritter Ort“ bietet es einen geschützten Rückzugsraum mitten in der Stadt und schafft eine familienfreundliche Umgebung. Projektstatus: Idee Pop-up Sport- und Kulturangebote Düsseldorfs Mitte soll durch temporäre und flexible Sport- und Kulturangebote lebendiger werden. Mobile Anlagen wie 3x3-Basketballfelder, Skateparks, Calisthenics-Stationen Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 7 Stand 26.05.25, Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 oder Pop-up-Tanzflächen können neue Freizeitmöglichkeiten schaffen, besonders für Jugendliche. Diese temporären Angebote können regelmäßig den Standort wechseln und machen Kultur und Sport für alle spontan erlebbar. Projektstatus: Idee Dachnutzungen Sport Dachflächen könnten als ungenutztes Potenzial für urbane Sport- und Freizeitangebote besser erschlossen werden. Sie können z.B. für Aktivitäten wie Yoga, Tanz oder Fitness flexibel gestaltet werden und bieten neue Bewegungsmöglichkeiten mitten in der Stadt. Gerade in der dicht bebauten Düsseldorfer Innenstadt entstehen so auf den Dächern wertvolle Freiräume und gut nutzbare Orte für Sport und gemeinschaftliche Aktivitäten. Projektstatus: Idee Sport-Ponton auf dem Wasser Ein schwimmendes Sport-Ponton könnte als flexible und schwimmende Trainings- und Spielfläche z.B. auf dem Rhein eingesetzt werden. Die mobile Struktur kann prinzipiell an verschiedene Standorte versetzt werden und so unterschiedliche Abschnitte des Rheinufers oder Gewässer in Grünanlagen beleben. So entsteht eine innovative und nachhaltige Möglichkeit, Sportangebote direkt in der Stadt und auf dem Wasser zu integrieren und diese Flächen als aktive Stadträume erlebbar zu machen. Projektstatus: Idee Spielflächen Burgplatz – Hauptbahnhof Entlang der Achse Burgplatz bis Hauptbahnhof sollen mehr Spielangebote für Kinder entstehen, um die Innenstadt familien- und kinderfreundlicher zu gestalten. Dabei sollen die neuen Spielflächen nicht nur gut erreichbar, sondern auch abwechslungsreich und sicher sein. Da die Suche nach verfügbaren Flächen in der dicht bebauten Innenstadt eine große Herausforderung darstellt, soll die Spielplatzsatzung als verbindliche Grundlage für Neu- und Umbauten dienen, um eine gute Versorgung mit Spielflächen und eine kindgerechte Gestaltung der Innenstadt zu erreichen. Projektstatus: Idee aXept! Altstadt-Streetwork & Zusammenarbeit − Aufsuchende Soziale Arbeit – Information über passgenaue soziale Angebote (Gesundheits- und Suchthilfe etc.) − Vermittlung und ggfs. Begleitung – gemeinwesenorientierter Ansatz − Projektstatus: in Umsetzung Altstadt Armenküche e.V. Düsseldorf − Versorgung mit gesundem und nahrhaftem Essen − Soziale Beratung und Begleitung mit dem Ziel der Vermittlung in Hilfesysteme − Öffentlicher Einsatz für die Rechte und Interessen Obdachloser und Bedürftiger − Projektstatus: in Umsetzung Diakonie Düsseldorf, Shelter − Niederschwelliges Angebot für Wohnungslose − Betrieb einer Tagesstätte in der Altstadt − Projektstatus: in Umsetzung Generation Rauchfrei − Schutz heutiger und zukünftiger Generationen vor den Folgen des Rauchens und Passivrauchens − Projektstatus: in Umsetzung Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 8 Stand 26.05.25, Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 Umwelt, Klima & Grün Bioklimatische Anpassung der Innenstadt Düsseldorfs Mitte soll sich besser an das sich verändernde Klima angepasst werden. Straßen und Plätze werden gezielt entsiegelt und bepflanzt. Begrünte Fassaden, Dächer und Wasserelemente sorgen für lokale Kühlung und bessere Versickerung. Ziel ist es, Hitzeinseln und Schäden durch Starkregenereignisse vor allem im dicht bebauten Stadtgebiet zu reduzieren. So wird die Mitte auch an heißen Tagen angenehmer und lebenswerter. Projektstatus: beschlossen Entsiegelung & Begrünung Straßen und Plätzen Die Düsseldorfer Innenstadt soll grüner und klimaresistenter werden. Versiegelte Flächen sollten aufgebrochen, Straßen und Plätze gezielt begrünt werden. Eine intelligente Sammlung und Ableitung von Regenwasser gehört ebenso dazu, um lokale Überschwemmungen zu vermeiden und Wasser nachhaltig zu nutzen. Zu diesem Zweck sollte eine geeignete Fläche im Zentrum identifiziert und ein erstes Pilotprojekt als positives Beispiel zeigen, wie Plätze und Freiräume zukunftsfähig und klimaangepasst gestaltet werden können. Projektstatus: Idee Freiraumgerechtigkeit, Barrierefreiheit & Zugänglichkeit Grünräume In der Düsseldorfer Mitte sollten Grünräume, Parks und Orte am Wasser für alle Menschen einfach erreichbar sein. Deshalb sollen vermehrt barrierefreie Zugänge und Wege geschaffen werden, damit die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer ihre Erholungsräume erleben und genießen können. Innenhöfe oder kleine Plätze könnten als Pocket-Parks geöffnet und Dachgärten verstärkt gemeinschaftlich genutzt werden. So entstehen inklusive und im Alltag gut erreichbare Frei- und Grünflächen, insbesondere auch für weniger mobile Menschen. Projektstatus: Idee Renaturierung Rheinufer − Renaturierung & Begrünung zum Schutz und Erhalt der klimatischen Funktion − Schutz vor Überbauung − Projektstatus: Idee Energetische Sanierung von öffentlichen Gebäuden − Sanierung der Gebäudehülle: Erneuerung von Fassade, Dach, Fenstern und Türen zur Steigerung der Energieeffizienz und des Witterungsschutzes. − Technische Gebäudeausrüstung (TGA): Modernisierung von Heizung, Lüftung, Klima und Sanitäranlagen. − z.B. Kunsthalle, Tonhalle − Projektstatus: in Umsetzung Kommunale Wärmeplanung − Ausbau Fernwärme und klimaneutrale Heizsysteme in der Innenstadt − Optimierung Baustellenmanagement − Projektstatus: in Umsetzung Erhaltung und Entwicklung der garten- und stadthistorisch bedeutsamen Grünanlagen − Zyklische Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen im Umfeld der Gartenkunst − Berücksichtigung der Entwicklungsziele der Parkpflegewerke und Grünordnungspläne − Projektstatus: Idee Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 9 Stand 26.05.25, Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 Hofgarten – Sanierung und Entwicklung Sonderbereiche − Wiederherstellung der gartenkünstlerischen Raumkomposition und Ausstattung − Verbesserung der gartenkünstlerischen Qualität sowie der Aufenthaltsqualität − Projektstatus: beschlossen Stärkung des Grünen Netzes & Lückenschluss Düsselring − Stärkung des Grünnetzes − Lückenschluss Düsselring − Denkmalgerechter Lückenschluss „1. Grüner Ring“ am Graf-Adolf-Platz − Projektstatus: Idee Spee‘scher Graben mit Diemantstein Bastion − Ufersicherung und Vegetationsentwicklung − Sanierung der Bestandsgefährdeten Bastion Diemantstein − Projektstatus: beschlossen Ständehauspark mit Fischerhausterrasse − Ufersicherung und Vegetationsentwicklung − Sicherung und ggf. Wiederherstellung der historischen Wegeanlagen − vollständige Sanierung Fischerhausterrasse − Projektstatus: beschlossen Kultur & Erleben Art:walk Düsseldorf Der heute bestehende Art:walk Düsseldorf ist ein markierter städtischer Rundgang, der die sechs größten Museen und Ausstellungshäuser der Innenstadt fußläufig miteinander verbindet. Dieser soll in Zukunft ausgebaut und um neue Institutionen und Orte erweitert werden. In einem Pilotprojekt wird dazu ein neues Wegeleitsystem entwickelt, das sowohl inhaltlich als auch visuell modernisiert wird. So wird das reiche Kunst- und Kulturleben als der Stadtraum Mitte für die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, aber auch für Besucherinnen und Besucher noch intensiver erfahrbar. Projektstatus: Idee, in Umsetzung Straße der Romantik und Revolution Auf der Bilker Straße, zwischen Benrather Straße und Bastionsstraße, soll ein multifunktionaler Aufenthaltsraum in der Carlstadt erprobt werden. Die temporäre Umgestaltung bietet Raum für Begegnung und Kultur und ermöglicht eine Diskussion über die zukünftige Nutzung des Stadtraums. Es wird geprüft, ob und wie eine dauerhafte Veränderung umgesetzt werden kann, um die Straße und die angrenzenden Kultureinrichtungen (Heinrich-Heine-Institut, Schumann-Haus) attraktiver miteinander zu verbinden. Projektstatus: Idee Schaffung "Dritter Orte" in Kulturinstitutionen Düsseldorfs Kulturhäuser können mehr sein als Räume für Kunstausstellungen, Theater, Konzerte, Lesungen und Workshops – sie sollen vermehrt als offene Treffpunkte für die Nachbarschaft dienen. Barrierefrei und ohne Konsumzwang bieten sie Raum für Begegnung, Bildung und Austausch. Durch die Vernetzung mit bestehenden Angeboten entstehen Orte, die kulturelle Vielfalt erlebbar machen und Teilhabe ermöglichen. Ein Beispiel ist die geplante Sanierung der Kunsthalle oder des Theatermuseums, wo solche offenen Räume gezielt geschaffen werden könnten. Projektstatus: Idee, teilweise beschlossen Pop-up-Aktivitäten Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 10 Stand 26.05.25, Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 Temporäre Nutzungen und Experimentierräume sollten deutlich mehr Raum in der Stadt bekommen. Dazu sollen gezielt Flächen identifiziert und bereitgestellt werden. Auch sollen Instrumente entwickelt werden, die kreative und innovative Pop-up-Aktivitäten anregen und fördern. Denkbar sind Projekte aus den Bereichen Kultur, Sport, Klimaanpassung oder kreative Experimente – etwa ein temporärer Skatepark, eine mobile Urban-Gardening-Fläche oder ein Open-Air-Kunstprojekt. Wichtig ist, dass die Initiativen von lokalen Akteuren getragen und von der Stadt agil und unbürokratisch unterstützt werden. So können starke Impulse entstehen, die das städtische Leben in Düsseldorf enorm bereichern. Projektstatus: Idee Grabbeplatz | Strike a pose 2025 Der Grabbeplatz soll verstärkt als Kultur- und Experimentierraum für kreative Veranstaltungen genutzt werden. Pop-up-Aktivitäten und Events bieten Raum für neue Formate, die insbesondere die kreativen Milieus der umliegenden Kultureinrichtungen stärker einbinden. Das bereits etablierte Wochenendfestival „Strike a Pose“ könnte in diesem Rahmen erweitert werden, so dass der gesamte Platz zur Bühne für Kunst, Tanz und Performance wird. So entsteht mitten in der Stadt ein lebendiger und einzigartiger Ort des kulturellen Austauschs und der kreativen Begegnung. Projektstatus: Idee Rheinwiese - Flächen des Düsseldorfer Brauchtums − Sicherung als Veranstaltungsort für die Rheinkirmes − Weiterentwicklung wichtiger Brauchtumsflächen − Projektstatus: Idee Gesamtsanierung Tonhalle − Sanierung der Außenhülle der Tonhalle (zuletzt 1978 saniert) − Beseitigung der Undichtigkeiten und Feuchteschäden im Verwaltungstrakt − Erneuerung der veralteten und stark sanierungsbedürftigen Beleuchtung und Technik − Neugestaltung des Mendelsohn-Saals − Durchführung zeitgemäßer technischer Anpassungen − Projektstatus: in Umsetzung Verkehr & Mobilität Altstadtsanierung Die Düsseldorfer Altstadt ist ein Juwel im Zentrum und soll durch gezielte Sanierungsmaßnahmen noch schöner werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Schaffung attraktiver Eingangsbereiche in die Altstadt, die Besucherinnen und Besucher willkommen heißen. Zu einer einladenden Gestaltung des öffentlichen Raums gehören auch gezielte Begrünungselemente und insgesamt eine bessere Beleuchtung. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, dass sich die Menschen gerne in der Altstadt aufhalten und sich dort sicher fühlen. Projektstatus: Idee Klimaanpassung Straßen- und Platzräume Straßenräume und Plätze sollten nicht nur reine Verkehrsflächen sein, sondern Orte, an denen sich die Menschen gerne aufhalten. Eine Maßnahme ist, die Straßenräume für alle frischer, grüner und letztlich schöner zu machen. Durch kleine Pocket-Parks, entsiegelte Flächen und schattenspendende Bäume wird nicht nur das lokale Stadtklima verbessert. Es soll angenehme Räume in der Mitte geschaffen werden, in denen die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer verweilen und sich wohlfühlen. Projektstatus: Idee Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 11 Stand 26.05.25, Anlage 2 zur Vorlage Nr. APS/068/2025 Rheinbrücken − Modernisierung der Rheinbrücken − Ausbau von szenischen Promenaden für Fuß- und Radverkehr − Projektstatus: Idee Fahrradachse Schadowstr.-Liesegangstr.-Klosterstr.-Immermannstr.-Martin- Luther-Platz-Königstr. − Entschärfung der Nutzungskonkurrenz zwischen Fuß- und Radverkehr − Erstellung einer Straße mit hoher Aufenthaltsqualität und attraktiver Verkehrsnutzung − Projektstatus: Idee Aufwertung Fahrradstraße – Bismarckstraße − Aufwertung der Fahrradstraße, der Gehwege, Platzflächen mit Aufenthaltsqualität für Fußgängerinnen und Fußgänger − Klima-Anpassungsmaßnahme − Projektstatus: beschlossen Ordnung & Sicherheit Hilfsangebot „Luisa ist hier!“ „Luisa ist hier!“ bietet Frauen und Mädchen, die von sexueller Belästigung oder Gewalt betroffen sind, schnelle und diskrete Hilfe. Das niederschwellige Angebot ermöglicht es, sich in Bars, Clubs oder anderen öffentlichen Orten unauffällig Unterstützung zu holen. Die Initiative wird durch eine enge Zusammenarbeit von Behörden, Ämtern und gesellschaftlichen Gruppen begleitet, um präventive Maßnahmen zu stärken und ein sicheres Umfeld zu schaffen. Diese Zusammenarbeit gilt es zu erhalten und auszubauen. Projektstatus: in Umsetzung Sicherheit in der Düsseldorfer Innenstadt (SIDI) & Streetwork Um die Sicherheit in der Innenstadt zu erhalten und weiter zu stärken, wird die Präsenz von Ordnungsamt und Polizei an wichtigen Hotspots beibehalten und kontinuierlich den Bedarfen angepasst. Gleichzeitig wird die wertvolle Sozialarbeit fortgeführt und nach Möglichkeit ausgebaut: U.a. sind Institutionen wie die „KohleG“, „aXept! Altstadt- Streetwork & Kooperation“ sowie die „Altstadt-Armenküche“ im Zentrum aktiv, um Menschen in schwierigen Lebenssituationen gezielt zu unterstützen. So wird auch in Zukunft ein sicheres und soziales Miteinander gefördert. Projektstatus: in Umsetzung Dialog & Nachtökonomie Ein neues Dialogforum sollte Anwohnerinnen und Anwohner, Gewerbetreibende und Stadtverwaltung zusammenbringen, um gemeinsam an der Herausforderung einer lebendigen Innenstadt zu arbeiten. Ziel soll sein, eine vielfältige Nachtkultur zu fördern, Konflikte wie Lärm oder Müll frühzeitig anzusprechen, Lösungsvorschläge zu diskutieren und Maßnahmen gezielt und schnell umzusetzen. So bleibt die Düsseldorfer Innenstadt ein attraktiver Ort für Nachtleben, Wohnen und Erholung gleichermaßen. Projektstatus: Idee Ordnungs- und Servicedienst & Verkehrsüberwachung − Erhöhung der ordnungsbehördlichen Präsenz von Ordnungs- und Servicedienst (OSD) und Verkehrsüberwachung (VÜ) − Überwachung der Einhaltung der Düsseldorfer Straßenordnung (DStO) und der Straßenverkehrsordnung (StVO) − Projektstatus: in Umsetzung
Beratungsverlauf (7)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: Empfehlung einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: Empfehlung einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Empfehlung einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: Empfehlung einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- APS/068/2025
- Typ
- Beschlussvorlage
- Datum
- 06.06.2025
- Erstellt
- 20.05.2025 14:56