V/0921/2018
Bericht zur Lage der Stadtteilkultur
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Anlage A
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Anlage A zur V/0921/2018 Kurzüberblick Bericht über die Lage der Stadtteilkultur mit einer ersten Bedarfsanalyse differenziert nach Stadt- bezirken auf der Basis einer Bestandsaufnahme, die unter Beteiligung der Bezirksverwaltungs- stellen erstellt wurde. Mit dieser ersten Bestandaufnahme und Analyse wird vor dem Hintergrund der eingeschränkten Personalressourcen im Bereich Stadtteilkultur kein Anspruch auf Vollstän- digkeit erhoben. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi- ckeln: mit hoher Umwelt- und Naturqualität mit breitem Freizeit- und Sportangebot mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft Wir werden Münster auf der Basis unserer Geschichte und des Prinzips von „Toleranz durch Dialog“ zu einer weltoffenen Stadt weiterentwickeln. Ziel im Haushaltsplan: Kulturelle Aktivitäten „für den Stadtteil und aus dem Stadtteil“ werden in den dafür von öffentlicher Hand sowie bürgerschaftlich/ehrenamtlich betriebenen Einrichtungen ermöglicht und in verschie- denen Stadtteilen aufrechterhalten. Die Zielerreichung wird exemplarisch gemessen an der Ver- teilung der Aufwendungen auf sowohl kommunal als auch bürgerschaftlich/frei betriebene Einrich- tungen. Es wird angestrebt, in allen Stadtteilen ein eigenes Kulturangebot aufrecht zu erhalten bzw. es auszubauen. Finanzierung Keine Auswirkungen Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja Nein Bereits veranschlagt? Ja Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig x vollständig frei- willig
Berichtsvorlage
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V/0921/2018 V/0921/2018 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Bericht zur Lage der Stadtteilkultur Beratungsfolge 06.11.2018 Bezirksvertretung Münster-Mitte Bericht 06.11.2018 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 06.11.2018 Bezirksvertretung Münster-Südost Bericht 08.11.2018 Bezirksvertretung Münster-Ost Bericht 15.11.2018 Bezirksvertretung Münster-West Bericht 22.11.2018 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Bericht 28.11.2018 Kulturausschuss Bericht Bericht: In seiner Sitzung am 23.11.2017 hat der Kulturausschuss die Kulturverwaltung gebeten, im Laufe des Jahres 2018 einen Bericht zur Lage der Stadtteilkultur vorzulegen. Hintergrund war ein Etatantrag der SPD -Fraktion zur Stärkung der Stadtteilkultur durch u.a . die Ei n- richtung der Stelle eines Stadtteilkoordinators im Kulturamt sowie einer Haushaltsstelle Stadtteilkultur, der mehrheitlich abgelehnt wurde. In derselben Sitzung wurde auf Antrag der FDP einstimmig beschlossen, zum Haushalt 2018 das Produkt 040104 – Stadtteilkultur dahingehend zu ergänzen, dass „angestrebt wird, in allen Stadtteilen ein eigenes Kulturangebot aufrecht zu erhalten bzw. es auszubauen“. Der Kulturausschuss empfahl zudem, folgenden Antrag in den Rat einzubringen: „Beim Neubau ö f- fentlicher Gebäude in den Stadtteilen wird bei der Planung im Schul - oder Sportbereich mitbedacht, ob eine Mehrzwecknutzung für die Stadtteilkulturarbeit möglich gemacht werden kann.“ Mit dem hier vorgelegten Bericht zur Lage der Stadtteilkultur und der Bestandsaufnahme, die in enger Abstimmung mit den Bezirksverwaltungen erstellt wurde, wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erho- ben. Die Bewertung und Analyse erfolgt auf der Basis eines infolge der Personaleinsparungen eing e- schränkten Kenntnisstandes (s.u.). Kulturamt 11.10.2018 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Schnell Telefon: 492-4100 Schnell@stadt-muenster.de - 2 - V/0921/2018 1. Ausgangslage: Genese, Ziele und Bedeutung der Stadtteilkultur in einer wachsenden Stadt Mit der Einrichtung der Stelle eines Stadtteilkoordinators wurde auf die sich mit Beginn der 90er Jahre verstärkt auch in den Stadtteilen formierenden Initiative n reagiert. Basierten die Prozessbegleitungen und Aufgaben des Stadtteilkoordinators anfänglich noch auf einem weiten Kulturbegriff im Sinne von „alles, was die Menschen im Stadtteil bewegt“ (d.h. alle sozialen, kulturellen, stadtplanerischen und gesellschaftlichen Belange), konzentrierten sich die Unterstützungsleistungen ab 2008 in ergänze n- der Arbeitsteilung mit den Bezirksverwaltungen insbesondere auf Initiativen und Projekte der Kunst, Kultur und Heimatpflege im engeren Sinne. Grundlegend ist die Überze ugung, dass gerade die Kultur eine wichtige Basisarbeit für das Zusa m- menleben der Menschen leistet, zu verbindenden Gemeinschaftserlebnissen und -erleben beiträgt, identitätsstiftend und integrierend wirkt und insgesamt ein Klima des Austausches und der Be geg- nung, der Toleranz und des Dialogs begünstigt. Dies nicht nur zentral in der Innenstadt vorzuhalten, sondern lokale und niedrigschwellige Zugänge des kulturellen Erlebens und Wirkens für möglichst alle Bevölkerungsgruppen in den Stadtteilen zu erreichen und für eine gerechte Teilhabe am kulturellen Leben zu sorgen, war Maßgabe der in enger Abstimmungen mit den jeweiligen Bezirksverwaltungsleitungen realisierten Stadtteilkultur. Gefolgt wird dabei den Leitideen: - Stadtteilkultur fördert bürgerschaftliches Engagement - Stadtteilkultur schafft Lebensqualität - Stadtteilkultur schafft Identifikation - Stadtteilkultur ist Teil des lebenslangen Lernens - Stadtteilkultur verhindert Ausgrenzung und schafft Begegnungen Münster ist eine wachsende und zunehmend heterogene S tadt. In der Fortschreibung der Kleinrä u- migen Bevölkerungsprognose (KBP) 2015 -2025 – Basisvariante: Dynamischer Wissenschafts - und Wirtschaftsstandort wird gerade für die Außenbezirke der Stadt Münster ein Wachstum von 7,3 % prognostiziert. Zudem leben in einigen Stadtteilen der Außenbezirke überproportional viele Menschen mit Migrationsvorgeschichte sowie Menschen mit Fluchterfahrungen. Für zahlreiche Stadtteile ist dementsprechend die Erarbeitung und Umsetzung von Stadtteilentwicklungskonzepten und Z u- kunftswerkstätten vorgesehen bzw. in Umsetzung. Es ist vorgesehen, hierfür auch die zuständigen Bezirksvertretungen, die ehrenamtlichen Akteure, die Bürgerinnen und Bürger sowie die jeweiligen Fachämter stärker als bisher in den Prozess der Umsetzung einzubind en und zu koordinieren. Ko n- krete Anlässe dazu bieten aktuell die Planungen zu den Kasernengebieten in Gremmendorf und Gi e- venbeck sowie die Entwicklung einer tragfähigen Nutzungskonzeption des Hauses Münsterland in Handorf. Die erforderliche Lobby -, Gremien- und Netzwerkarbeit zur Sicherung und Entwicklung einer ang e- messenen kulturellen Infrastruktur und Programmgestaltung unter Berücksichtigung der vielfälti gen Initiativen und kulturellen Bedürfnisse vor Ort erfährt damit aktuell eine deutlich steigende Relevanz. - 3 - V/0921/2018 2. Bestandsaufnahme 2.1 Infrastruktur, Akteure und Projekte in den Außenbezirken Im Zusammenspiel kommunalen Engagements mit den in den jeweiligen Stadtteilen vorhandenen, initiierten und/oder aktivierten Eigenkräften, Begabungen und Besonderheiten sind jeweils unte r- schiedlich ausgeprägte „Kulturlandschaften“ entstanden. Von zentraler Bedeutung sind die Bürge r- häuser und Begegnungszentren in öffentlicher und/oder freier Trägerschaft, die den passenden Raum für kreatives bürgerschaftliches Engagement, für Vernetzung und Eigeninitiative und ein vielfältiges (und niveauvolles) Bildungs- und Kulturprogramm bieten können. Neben den städtisch getragenen und geführten Begegnungshäusern (Begegnungszentrum Meerwi e- se und Kap. 8 im Bürgerhaus Kinderhaus) sowie de n kommunalen Kinder- und Jugendeinrichtungen (Fachwerk und La Vie in Gievenbeck, Wuddi im Bürgerhaus Kinderhaus, Lorenz Süd in Berg Fidel, 37 Grad in Hiltrup) existiert das Modell eines städtischen Hauses in Trägerschaft eines Vereins (Kulturfo- rum Nienberge, Mehrzweckhalle Gelmer, Haus der Begegnung in Albachten) sowie der rein ehre n- amtlich unterhaltenden und betriebenen Einrichtungen (Hof Hesselmann in Mecklenb eck, Kultu r- bahnhof in Hiltrup). Zur kulturellen Infrastruktur in den Stadtteilen gehören zudem di e Zweigstellen der Stadtbücherei, die kirchlichen Büchereien, Kinder - und Jugendtreffs sowie sonstigen Begegnungsräume, die privaten Musikschulen sowie weitere trägerbetriebene Jugend - und Freizeiteinrichtungen, die hier nicht G e- genstand einer vertiefenden Betrachtung sein können. Die vorhandenen Begegnungsräume in den Stadtteilen bilden häufig den zentralen Nährboden und im Ideal den Ankerpunkt für ein reges Vereinsleben, für vielfältige Nutzergruppen sowie für die U m- setzung eines niveauvollen Freizeit - und Kulturprogramms „aus dem Stadtteil für den Stadtteil“ und/oder auch eines ausgewählten Gastspielprogramms. Mit den ehemals zur Verfügung stehenden Stadtteilfördermitteln im Kulturamt ist es gelungen, in ein i- gen Stadtteilen profilbildende Veranstaltungen zu entwickeln, die z.T. bis heute Bestand haben (z.B. Familientheaterreihe „KiKu-Hiltrup“). Im Folgenden wird eine erste Bedarfsanalyse differenziert nach Stadtbezirken vorgenommen . Die Basis dafür ist eine Bestandsaufnahme, die als Anlage 1 vorliegt. Die Kenntnisse und Daten kommen vom Kulturamt und den Bezirksverwaltungen, liegen jedoch in manchen Bereichen aufgrund der g e- ringen personellen Ressourcen nur eingeschränkt vor. Zentrale demografische und stadtplanerische Entwicklungsfaktoren finden Berücksichtigung. 2.1.1 Stadtbezirk West Im Stadtbezirk West verfügen vier der insgesamt sechs Stadtteile über Bürgerhäuser /Begegnungszentren, die eine zentrale Ankerfunktion für verschiedene kulturelle Vereine, Initiativen und eine kulturinteressierte Bürgerschaft einnehmen. Im Stadtteil Gievenbeck werden die Möglichkeiten der kommunal getragenen, generationsübergre i- fenden Angebote der Einrichtungen „La Vie“ und „Fachwerk Gievenbeck“ ergänzt durch die Nutzung des Veranstaltungssaales der Waldorfschule, die insbesond ere durch die Aktivitäten des ehrenamtl i- chen Vereins „KULTUR erLEBEN“ erschlossen wird. Der Grad der Umsetzung der im Rahmen der - 4 - V/0921/2018 Etatberatungen 2018 bewilligten Maßnahmen zur technischen Modernisierung und Sanierung des Saales sowie die intendierte Mitgliederakquise zur Stärkung des Vereins sind nicht bekannt. Eine neue Herausforderung entsteht durch die Wohnflächenerweiterung und den deutlichen Bevölk e- rungszuwachs im Rahmen der Erschließung der Oxford-Kaserne. Im Stadtteil Mecklenbeck dient das Bürgerzentrum „Hof Hesselmann“ als Kultur - und Bildungszent- rum, als Veranstaltungsort für private Feiern sowie als Treffpunkt für Vereine und Gruppen. Der Hof wurde vom „Bürgerverein für Mecklenbeck e.V.“ von der Stadt Münster gepachtet und wird ehrenamt- lich bewirtsc haftet. Die entstehenden Sachkosten werden hauptsächlich durch die Vermietung der Räume im Untergeschoss erwirtschaftet. Nach Angaben des ehrenamtlichen Trägervereins sind hier circa 30 Gruppen, Vereine und Institutionen aus Mecklenbeck zusammengeschlossen . Im Sinne e i- nes Generationswechsels hat sich der ehrenamtliche Vereinsvorstand in den vergangenen Jahren neu aufgestellt. Aktuell hat er bezüglich der wirtschaftlichen Belastung und Grenzen des ehrenamtl i- chen Engagements Gesprächsbedarf angemeldet. Im Stadtteil Albachten hat sich das ursprünglich als Forum für die zahlreichen kulturellen Veransta l- tungen des Stadtteils konzipierte Haus der Begegnung seit seiner Eröffnung im Jahr 2007 zu einem Veranstaltungszentrum mit überregionalem Einzugsbereich entwickel t. Das multifunktionale städt i- sche Gebäude mit großem Veranstaltungsraum und weiteren Mehrzweckräumen dient sowohl als Forum für die Schule als auch als kultureller Treffpunkt und Kultur- und Veranstaltungszentrum insbe- sondere für die aktive Musikszene des Stadtteils. Verwaltet wird das Forum vom „Trägerverein Haus der Begegnung Albachten e.V.“, der aus einer Initiative engagierter Albachtener Bürger im Jahr 1990 hervorging. Der Trägerverein erhielt im Jahr 2007 alle Rechte und Pflichten zum eigenständigen, eh- renamtlichen Betrieb des Forums. Im Rahmen der Zukunftswerkstatt, die 2017/18 in Albachten durchgeführt wurde, wurde von Vertretern des Hauses der Begegnung sowie der Musikschule eine Erhöhung der Raumkapazitäten gefordert. Geschuldet ist dies der zuneh menden Schülerzahl und Nachmittagsbetreuung an der Grundschule, wodurch der Musikschule weniger Räume für ih re Arbeit zur Verfügung stehen. Im Stadtteil Nienberge gab es seit 1997 Bemühungen kulturinteressierter Bürger, die Anregungen der Stadt zur Bereich erung der Stadtteilkultur durch ein „Kulturforum Nienberge“ umzusetzen. Ziel war, die beiden Gebäudeteile der Grundschule durch einen multifunktionalen Raum zu verbinden, um den Wünschen der Schule, der Musikschule und weiterer Kulturträger des Ortes Rechnung zu tragen. Auch hier können unter dem Aspekt der Öffnung von Schule Proben, Konzerte, Musicals, Theaterauf- führungen, Ausstellungen, Lesungen, Workshops, Filmreihen, Podiumsdiskussionen, Vorträge etc. stattfinden. 1999 wurde der Verein „Kulturforum Nien berge e.V.“ gegründet, dessen Vorstand von einem Kuratorium fachlich beraten wird. Nach Rückmeldung der Bezirksverwaltung besteht in diesen vier Stadtteilen ein reges Vereinsleben und kulturelles Engagement mit immer wieder auch neuen Akteuren und Antragstellern auf Fördermit- tel der BV West. Es ist zudem gelungen, profilbildende und über den jeweiligen Stadtteil hinauswi r- kende Veranstaltungsreihen, wie z.B. die Kindertheaterreihen „Spielzeit Münsterland“ in Albachten, „Theaterzauber“ in Gievenbeck sowie die Rüschhauskonzerte in Nienberge mit zusätzlicher Förd e- rung durch das Kulturamt aufrecht zu erhalten. In den Stadtteilen Roxel und Sentrup sind keine vergleichbaren Bürgerhäuser vorhanden. Auch die Zahl der kulturellen Akteure, Initiativen und Projekte hat hier in den vergangenen Jahren abgeno m- men. Ehemals profilbildende Veranstaltungen wie z.B. die Kabarettreihe RuKoLa in Roxel werden aktuell nicht mehr durchgeführt. - 5 - V/0921/2018 Konkret benannte Herausforderungen in diesem Stadtbezirk bestehen in den zusätzlichen Be- darfen an kultureller Infrastruktur in den lebendigen und wachsenden Stadtteilen Gievenbeck und Albachten, der stärkeren Absicherung und ggf. Begleitung des ehrenamtlichen Engag e- ments (z.B. in Mecklenbeck) sowie den prognostizierten demografischen Veränder ungen und ihren möglichen Konsequenzen für die Akteure und Angebote der Kultur vor Ort (z.B. Gefahr der Überalterung in Nienberge). Die genauen Bedarfe und Potentiale in den Stadtteilen Roxel und Sentrup lassen sich mit aktuellem Kenntnisstand nicht einschätzen. 2.1.2 Stadtbezirk Nord In Münsters Norden leben überdurchschnittlich viele Menschen unterschiedlicher Nationalitäten. Mit einem Bevölkerungsanteil mit Migrationsvorgeschichte von 52,2 % in Coerde sowie 39,9% in Kin- derhaus sind beide Stadtteile besonders „bunt“ und interkulturell geprägt. Beide Stadtteile verfügen mit den kommunalen Einrichtungen „Begegnungszentrum Meerwiese“ in Coerde sowie dem K ap.8 und Wuddi im Bürgerzentrum Kinderhaus über hoch frequentierte und stark a usgelastete Orte der Begegnung, Bildung und Kultur für eine Vielzahl von Vereinen, Initiativen und Kulturinteressierten. Die Einrichtungen werden jeweils im Dialog mit der Bevölkerung und zentralen Partnern weiterentwickelt und sind wichtige Netzwerkpartne r sowie Initiatoren und Koordinatoren für profilbildende und ident i- tätsstiftende Veranstaltungen wie z.B. „Kunst am Rand“ in Kinderhaus oder die Kindertheaterreihe „Winterpunsch“ in der Meerwiese. Nach Rückmeldung der Bezirksverwaltung gab es auf der Basis gewachsener Angebote und Akteure in den vergangenen Jahren wenig Veränderung in Umfang und Art der Antragstellung auf Fördermi t- tel. Hintergrund dafür könnte auch ein Informationsdefizit über die Fördermöglichkeiten der BV sein. Möglicherweise inspiriert d urch den im Jahr 2017 gestarteten Stadtteilentwicklungsprozess, haben sich in Coerde neue Initiativen mit eigenem Kulturprogramm gebildet, die aktuell einen Raumbe darf vor allem im Abendbereich angemeldet haben (Kulturinitiative Coerde e.V.) und verstärkt interkulturel- le Zielsetzungen verfolgen wollen (z.B. Iriba Brunnen e.V.). Auch im Stadtteil Kinderhaus führt die „ausgedünnte Gastronomie“ immer wieder zu Bedarfsanme l- dungen erweiterter Öffnungszeiten und zusätzlicher gastronomischer Angebote im Bürgerhaus Kin- derhaus. Eine vergleichbar „bunte“ Bevölkerungsstruktur, impulsgebende Infrastruktur sowie kulturelle A k- teursdichte scheint es im Stadtteil Sprakel nicht zu geben. Konkret benannte Bedarfe bestehen in Münsters Norden neben den fehlenden Gastronomi e- angeboten insbesondere in den zusätzlichen (Frei -)Räumen für Begegnung und kulturelle Nutzungen vor allem im Abendbereich. 2.1.3 Stadtbezirk Ost Im Gegensatz zu Münsters „buntem“ Norden ist der Anteil an wohnberechtigter Bevölkerung mit Mi g- rationsvorgeschichte in allen Stadtteilen des Bezirks Ost mit ca. 17,9 % gemessen an der Gesamtb e- völkerung in Münster unterdurchschnittlich. Durch vorgesehene großflächige Siedungserweiterungen werden die Stadtteile Handorf und Gelmer (mit Mariendorf und Sudmühle) in den kommende n Jah- ren voraussichtlich überproportional wachsen. Die Infrastruktur für kulturelle und bürgerschaftliche Nutzung ist jedoch in den letzten Jahren deutlich rückläufig. Einzig im Stadtteil Gelmer besteht mit der Mehrzweckhalle ein Zentrum für das gesel l- - 6 - V/0921/2018 schaftliche Leben. An der Finanzierung sowie der weiteren Unterhaltung beteiligten bzw. beteiligen sich die Stadt, das Bistum und die Vereine a us Gelmer. Die Halle dient als Pfarrheim, als Versam m- lungsort für Vereine oder als Spielstätte. Nach eigenen Angaben finden dort durchschnittlich an 300 Tagen im Jahr Veranstaltungen statt. Bei der in den 70er Jahren gebauten und „in die Jahre geko m- menen“ Halle besteht konkreter Sanierungsbedarf. Bedingt durch die schleichende Abnahme der örtlichen Gastronomie mit den do rt verfügbaren Veran- staltungsräumen (z.B. Gaststätte „Schöne Aussicht“, Saal des Wersehofs, „Deutscher Vater“) sowie jüngst des Hauses Münsterland, stehen aktuell im Stadtteil Handorf keine Veranstaltungs- und Be- gegnungsräumlichkeiten mehr zur Verfügung. In welchem Umfang im Stadtteil Mauritz-Ost Begegnungsräumlichkeiten von der kath. Kircheng e- meinde vorgehalten bzw. öffentlich zugänglich sind, ist nicht bekannt. Vor dem Hintergrund der schwindenden Infrastruktur sowie den personellen Einsparungen in der städtischen Verwaltung zur Mobilisierung und Begleitung interessierter Vereine und Akteure sind die kulturellen und bürgerschaftlichen Aktivitäten in dem Stadtbezirk Ost in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Auch die ehemals verbindende und prof ilbildende Musikveranstaltung „Mu- sicO“, die alle zwei Jahre Amateur- und Profimusikern mit Wohnsitz im Ostbezirk Münster eine Bühne bot, kann nicht mehr realisiert werden. Potentiale wie die „WerseKunst“ könnten nach Aussage der Bezirksverwaltung mit zusätzlicher personeller Unterstützung und Begleitung wieder aktiviert werden. Seit 2015 entwickelt sich unabhängig von städtischer Förderung oder Leistung der BV das Kultu r- quartier Münster auf der Grenze Stadtbezirk Ost / Mitte. In den Stadtbezirk wirkende Kooperationen gibt es bisher nicht. Neben der offenkundig sehr geringen und zunehmend schwindenden Infrastruktur für kulture l- le Zwecke im engeren Sinne sowie für Austausch und Begegnung im weiteren Sinne, fehlt o f- fensichtlich auch die Moderation, Vermittlung, Beratung und Unterstützung bei Projektplanu n- gen und -durchführungen bürgerschaftlicher und kultureller Initiativen. 2.1.4 Stadtbezirk Südost Auch im Stadtbezirk Südost besteht eine geringe und ebenfalls in den vergangenen Jahren sinkende kulturelle Infrastruktur. Neben zielgruppenspezifischen Einrichtungen z.B. für Jugendliche (Bahnhof Wolbeck) oder klar definierten Kultureinrichtungen (z.B. Museum Gallitzin Haus oder die kath. öffen t- liche Bücherei in Angelmodde) gibt es kaum (Frei -)Räume für niederschwellige und offene kulturelle Angebote und Begegnung. Mit dem Verlust des Drostenhofs in Wolbeck ist ein zentraler und über den Stadtteil hinauswirkender Veranstaltungsort weggefallen. Kulturelle Angebote und niederschwe l- lige Begegnungsangebote können in diesen Stadtteilen derzeit nur in kirchlichen Räumen oder in der Gastronomie stattfinden. Dies korrespondiert wenig mit dem prognostizierten Bevölkerungszuwachs, der mit 9,4 % im Stadtteil Angemodde überproportional stark ist und nach Erschließung der Y ork-Kaserne auch im Stadtteil Gremmendorf mit zusätzlichen ca. 1.750 Wohneinheiten erheblich sein wird. Es sind bereits Stadttei- lentwicklungskonzepte in Planung bzw. in Umsetzung, innerhalb derer auch eine notwendige soziale und kulturelle Infrastruktur und Nutzung bedarfsgerecht entwickelt werden soll. Nach Einschätzung der Bezirksverwaltung bestehen insbesondere in Wolbeck einige aktive bürge r- schaftliche Initiativen, die ein anspruchsvolles Jahresprogramm realisieren. Quantität und Qualität eines stadttei lkulturellen Engagements in Gremmendorf und Angelmodde können derzeit nicht b e- - 7 - V/0921/2018 lastbar eingeschätzt werden. Es bestehen in diesem Bezirk offensichtlich keine profilbildenden und/oder vernetzenden Veranstaltungen außerhalb der Traditionsfeierlichkeiten im Ra hmen von Z i- BoMo. Vor diesem Hintergrund lassen sich infrastrukturelle Defizite und Herausforderungen im Ra h- men der Stadtteilentwicklungsprozesse für alle Stadtteile dieses Bezirks benennen. Für eine darüber hinausgehende Einschätzung der Bedarfe und Potent iale eines stadteilkulturellen bürgerschaftlichen Engagements fehlen belastbare Kenntnisse. 2.1.5 Stadtbezirk Hiltrup In dem in seiner Sozialstruktur sehr heterogenen Stadtbezirk Hiltrup wirken sowohl kommunal als auch ehrenamtlich getragene Einrichtungen als offene Orte für Begegnung und Kommunikation und bieten ein vielfältiges Angebot für alle Altersgruppen. Insbesondere in dem Stadtteil Hiltrup mit der Stadthalle Hiltrup, der Jugendeinrichtung 37 Grad, dem Heimatmuseum sowie dem in den vergangenen Jahren eh renamtlich entwickelten und betriebenen Kulturbahnhof Hiltrup liegt eine zunehmend differenzierte Infrastruktur vor. Nach einer Kernsanierung im Jahr 2014 steht der Hiltruper Bahnhof nicht nur für Theater, Ausstellungen und Konzerte, sondern auch für kleinere Tagungen und Events zur Verfügung. Er wird von einem Team von 40 Ehrenamtl i- chen betrieben, die in der Stadtteiloffensive Hiltrup organisiert sind. Nach Angaben der Bezirksverwal- tung ist die Stadtteiloffensive bzw. die von ihr betriebene Kulturbühne akt iver und erfolgreicher A n- tragsteller auf Fördermittel der BV. Mit verschiedenen Partnern (Stadthalle, 37 Grad etc.) ist es zudem gelungen, die profilbildende Ve r- anstaltung und Initiative KiKuHiltrup für ein hochwertiges Theater für die ganze Familie aufrec ht zu erhalten. Mit einem Anteil von insgesamt 51,6 % liegt der Anteil der wohnberechtigten Bevölkerung mit Migrat i- onshintergrund in dem Stadtteil Berg Fidel besonders hoch. Zentraler Ort der Begegnung und Net z- werkpartner ist die städtisch betriebene Einri chtung Lorenz Süd mit einem Schwerpunkt im Bereich der Jugendarbeit. Bürgerinitiativen wie „Wir vo m Berg Fidel“ e.V. und der Förderverein „Alte Post – Berg Fidel“ halten trotz der Veränderungen des ehrenamtlichen Engagements bzw. der Überalterung ein Angebot aufrecht. Im Stadtteil Amelsbüren besteht neben einer Jugendeinrichtung keine Infrastruktur. Der aktive Ku l- turverein nutzt für seine Angebote die ortsansässige Gastronomie bzw. organisiert v or allem Fahrten und Radtouren für ein interessiertes Publikum. Die Infrastruktur dieses auch in seiner Bevölkerungsstruktur sehr heterogenen Bezirks unte r- scheidet sich zwischen den Stadtteilen erheblich. Insbesondere die aktuelle Lage und mögl i- chen Bedarfe in den Stadtteilen Berg Fidel und Amelsbüren lassen sich nicht belastbar ei n- schätzen. - 8 - V/0921/2018 2.2 Angebote der Kulturellen Bildung des Kulturamts in den Stadtteilen Für eine chancengerechte soziale und kulturelle Teilhabe aller Menschen, unabhängig ihrer ethn i- schen Herkunft und sozialen Lage, kommt dem Bereich der Kultur ellen Bildung eine besondere B e- deutung zu. Mit u.a. den dezentralen Angeboten der Westfälischen Schule für Musik in i.d.R. Schu l- räumlichkeiten sowie den Zweigstellen der Stadtbücherei und dem Bücherbus werden stadtweit wo h- nortnahe kommunale Angebote vorgeh alten, dessen Bedarfsabgemessenheit h ier nicht bewertet werden kann. Auch das Kulturamt verfolgt im Rahmen der Landesprogramme „Kultur und Schule“ sowie „Kultu r- rucksack NRW“ einen sozialräumlichen Ansatz, nachdem einzelne Maßnahmen und Angebote insb e- sondere auch in den Stadtteilen erfolgen sollen, in denen ein höherer Anteil bildungsferner Schichten und/oder ein höher Anteil an Menschen mit Migrationsvorgeschichte zu verzeichnen ist. Im Rahmen der jährlichen Evaluation wird die Beteiligung der (Schulen der) Stadtteile in den Außenbezirken s o- wie die Anzahl interkultureller Projekte bzw. Gruppenzusammensetzungen differenziert erfasst (s. dazu Bericht zum Integrationsmonitoring 2017). Im Ergebnis beteiligen sich und profitieren insbeso n- dere diejenigen Stadtteile, in denen ein hoher Anteil an Kindern und Jugendlichen mit Migrationsvo r- geschichte (Kinderhaus, Coerde, Berg Fidel) lebt. Eine starke und erfolgreiche Beteiligung erfolgt zudem aus den Stadtteilen Hiltrup, Roxel und Wolbeck. Deutlich weniger aktiv und in der Antragstel- lung erfolgreich ist die Beteiligung aus Gremmendorf, Angelmodde, Gievenbeck, Handorf und Gelmer die perspektivisch gestärkt werden sollte. 2.3 Dezentrale und mobile Kulturangebote aus dem Zentrum in die Stadtteile Münster verfügt über eine üb erdurchschnittliche starke freie Szene, die gemeinsam mit den komm u- nalen Angeboten bereits eine hohe Relevanz für eine stadtweite qualifizierte Angebotsstruktur im B e- reich der kulturellen Bildung besitzt (s.o.). Im Sinne einer gegenseitigen „win -win“-Situation ist es dar- über hinaus erstrebenswert, kulturelle Angebote und Programme der freien Szene sowie der komm u- nalen Einrichtungen in die Stadtteile wirken zu lassen bzw. mobil vorzuhalten. Während die Stadtteile von den professionellen Kulturakteuren profit ieren und neue Impulse erhalten, eröffnen sich für die freien Kulturakteure im idealen Fall weitere Präsentationsmöglichkeiten. Dies setzt allerdings adäquate Rahmenbedingungen an den Veranstaltungsorten (Räumlichkeit und Ausstattung, technische Voraussetzungen, Öffentlichkeitsarbeit etc.) sowie ein zusätzliches Engag e- ment im Bereich der Vernetzung, Vermittlung sowie ggf. Beratung und Qualifizierung etc. voraus. In der Sitzung am 25.04.2017 hat der Kulturausschuss beschlossen, dass das Theater Münster g e- meinsam mit dem Kulturamt zur Spielzeit 2018/2019 ein Konzept entwickelt, wie auch Stadtteile mit entsprechenden Bühnen (z.B. Coerde, Kinderhaus, Albachten, Hiltrup) mit mobilen Stücken bespielt werden können. Die konkreten Umsetzungsmodalitäten eines solchen Konzepts werden derzeit g e- prüft und können ggf. Modellcharakter für entsprechende Förderkonzeptionen in anderen Sparten haben. Ziel ist es, damit das lokale kulturelle Engagement und Programm in den Stadtteilen substa n- tiell zu ergänzen, ggf. vor Ort vorha ndenen Defiziten zu begegnen und neue Vernetzunge n und K o- operationen anzustoßen. - 9 - V/0921/2018 2.4 Bestehende Ressourcen in der Verwaltung für den Bereich Stadtteilkultur Die Kulturverwaltung hatte letztmalig in der Sitzung am 1.10.2014 anlässlich der Konsolidierung der Stelle des Stadtteilkoordinators im Kulturamt über die Lage der Stadtteilkultur berichtet (V/0685/2014). Mit Umsetzung dieser letzten Maßnahme in Folge des Rödl-Gutachtens endete die im Jahr 1997 im Kulturamt eingerichtete Beratungs - und Koordinationsfunktion stadtteilspezifischer A n- liegen und Akteure seitens des Kulturamtes. Das aktuell vorgehaltene Serviceangebot besteht im Wesentlichen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit für die Stadtteilkultur (Newsletter, Homepage des Kulturamtes etc.) und der Informa tion zu relevanten Fragen - und Themenkomplexen (Ge ma, KSK, Fortbildungsangebote). Im Zuge des Konsolidierungsprogramms 2012 bis 2015 wurden auch die Stadtteilkulturfördermittel in Höhe von 22.500 € gestrichen. Sie dienten sowohl dafür, stadtteilspezifische Programme und Projek- te zu fördern als auch stadtteilübergreifende Aktionen und/oder Wirkungen anzuregen. Projektförd e- rungen seitens des Kulturamts kommen weiterhin bei Veranstaltungen und Projekten mit Wirkung über den Stadtteil hinaus in Betracht und wer den auf der Basis bestehender Förderkriterien der in s- gesamt beim Kulturamt eingereichten Förderanträge behandelt. Stadtteilspezifische Projektanträge können an die Bezirksvertretungen gerichtet werden, die sich dann ggf. stärker für die Kulturarbeit in den Stadtteilen engagieren. Im Zuge der Fusion der ehemaligen Ämter 01 „Amt des Rates und des Oberbürgermeisters“ und 33 „Amt für Bürgerangelegenheiten“ zu dem „Amt für Bürger und Ratsservice“ erfolgte im Jahr 2013 eine Einsparung von zwei Personalstellen in den Bezirksverwaltungen. Nach neuer Zuständigkeit sind die zwei Bezirksverwaltungsleitungen seitdem für zwei Außenbezirke mit jeweils einer 0,5 -Stelle zustän- dig. Die Schwerpunktaufgaben konzentrieren sich damit auf den Ratsservice und das Bürgerbüro. Weiterhin vorgesehen ist die Beteiligung und z.T. Moderation von Stadtteilarbeitskreisen, während eine Begleitung von einzelnen Einrichtungen und Initiativen, Netzwerken und Projekten nicht mehr bzw. auch hier kaum noch geleistet werden kann. 3. Fazit und Ausblick Ziel der Stadtteilkultur ist die Förderung des kulturellen Lebens, das in einer Balance zwischen Inn o- vation und Tradition breite Bevölkerungsgruppen erreicht, Integration ermöglicht und dadurch einen wichtigen Beitrag zu einer solidarischen Stadtgesellschaft und zum sozialen Frieden leistet. Stadttei l- kultur ist damit auch ein wichtiges Element der Stadtentwicklung und Plattform gelebter Demokratie, mit der sich verschiedenste Formen bürgerschaftlichen Engagements und Gelegenheiten zur Übe r- nahme von Verantwortung erproben lassen. Stadtteilkultur überwindet Segregation und Segmentierung über Altersgrenzen, Schichten, Milieus und Nationalitäten/Ethnien hinweg und dient der Belebung von Wohnquartieren. Sie trägt somit zur Lebensqualität der Bevölkerung bei und bietet Chancen zur Erweiterung von Erfahrungsräumen. In einer gerade auch in den Außenbezirken wachsenden Stadt steigt die Bedeutung ausreichender Infrastruktur und flankierender Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement und kulture l- le Initiativen in den Stadtteilen. Die dafür erforderlichen personellen und finanziellen Ressourcen sind jedoch in den vergangenen Jahren durch Konsolidierung deutlich gesunken. Mit dem vorliegenden Bericht kann eine erste Bestandsaufnahme des komplexen Bereichs der Stadt- teilkultur in den Außenbezirken mit folgendem Fazit und Ausblick geleistet werden: - 10 - V/0921/2018 1. Wie für die „Stadt-Kultur“ im Allgemeinen gilt für die Stadtteilkultur im Besonderen, dass sie im hohen Maße von den sozioökonomischen, demografischen, infr astrukturellen Rahmenbedin- gungen auf der einen sowie den kulturellen „Begabungen“ und Bedürfnissen, dem bürge r- schaftlichen Engagement, der Dynamik und der lokalen Akteursdichte auf der anderen Seite abhängig ist. Die Ausprägung der Stadtteilkultur und die ermittelten Bedarfe gestalten sich in Münsters Bezirken höchst unterschiedlich. 2. Nach erster Erfassung und Einschätzung besteht in einigen Stadtteilen der Außenbezirke ein respektabler infrastruktureller Grundstock sowie eine lebendige Vereins- und Kulturlandschaft. Festzuhalten ist jedoch, dass sich die Rahmendaten – mit wenigen Ausnahmen – in den ver- gangenen Jahren deutlich verschlechtert haben. Hintergrund dafür ist eine vielerorts zu ve r- zeichnende Abnahme und/oder Veränderung des ehrenamtlichen Engageme nts sowie der z.T. hohe Altersdurchschnitt in einigen der bürgerschaftlich betriebenen Einrichtungen und Ini- tiativen, der sich nicht überall durch eine geeignete Nachfolge regeln lässt. 3. Insbesondere in den gewachsenen Stadtteilen dominiert eine eher tradi tionelle Stadtteilkultur mit alt eingesessenen Vereinen und Akteuren. Seit Wegfall der Stelle des Stadteilkoordinators haben sich in einigen Stadtbezirken keine neuen Initiativen und/oder Projekte entwickelt bzw. sind rückläufig. Einige der profilbildenden und vernetzenden Veranstaltungen können nicht mehr realisiert werden. 4. Starke Begegnungshäuser und Ankerpunkte haben für die Dynamik und das Angebot vor Ort eine hohe Relevanz. In einigen Stadtteilen – insbesondere in den Bezirken Osten und Südo s- ten – fehlt eine geeignete Infrastruktur. Selbst alternative Nutzungsoptionen, z.B. in Gaststä t- ten, sind dort in den vergangenen Jahren vollständig weggebrochen. 5. Das prognostizierte Bevölkerungswachstum für Münster gerade in den Außenbezirken erfo r- dert zusätzlichen Handlungsbedarf in der Stadtteilkulturarbeit. Lobby - und Gremienarbeit und Mitwirkung bei den int egrierten Stadtteilentwicklungskonzepten sind die Voraussetzung dafür, dass eine den wachsenden Bedarfen angemessene soziale und kulturelle Infrastruktur ent wi- ckelt und gesichert werden kann. 6. Im Bereich der Kulturellen Bildung bestehen aufgrund der jeweils erfolgten Evaluationen in den Programmen „Kultur und Schule“ sowie „Kulturrucksack NRW“ mit den Bezügen zum Querschnittsthema Migration und Integration kla re Hinweise auf Optimierungsmöglichkeiten und Handlungserfordernisse in einigen Stadtteilen, denen mit den vorhandenen personellen Ressourcen im Kulturamt jedoch nicht begegnet werden kann. Wünschenswert wäre zudem eine weitere Initiierung bzw. Fortschreib ung des „Kommunalen Gesamtkonzepts für kulturelle Bildung“ unter besonderer Berücksichtigung der Stadtteile. 7. Es ist sinnvoll und erstrebenswert, die im Innenstadtbereich vorhandene qualifizierte freie und kommunale Kultur über den Bereich der kulturellen Bildung hinaus stärker in die Stadtteile wirken zu lassen, um neue Impulse zu setzen und ein wohnortnahes qualifiziertes Kulturpr o- gramm vorzuhalten bzw. zu ergänzen. Die entsprechenden Voraussetzungen werden aktuell an dem Pilotprojekt „Kindertheater“ gepr üft und müssen ggf. en twickelt und geschaffen we r- den. - 11 - V/0921/2018 Die derzeitige Personalressource ist nicht ausreichend, um den Bedarfen und Herausforderungen zu begegnen und eine substanzielle Weiterentwicklung der Stadtteilkultur durch Information, Qualifizi e- rung, Austausch und Wissenstransfer, Partizipationsverfahren und Vernetzung sowie die Entwicklung kluger Nutzungs- und Betriebskonzepte zu erzielen. Es ist daher beabsichtigt, einen Antrag auf Ste l- lenmehrung im Umfang von 1,0 Stellen zum Stellenplan 2020 zu stellen. Zur Stärkung der Eigenkräfte und Projekte vor Ort, Initiierung neuer profilbildender und vernetzender Veranstaltungen, Unterstü t- zung neuer Kooperationsmodelle sowie der Bereitstellung der erforderlichen Eigenmittel zur Akquise öffentlicher Bundes - und Landesfördermittel (z.B. „Kultur macht stark“, Regionale Kulturförderung, Heimatfonds und Heimatcheck, Stadtviertel -Förderung des NRW Kultursekretariats) werden – in An- lehnung an den für den Kulturetat ab 2018 beschlossenen Fördertopf „Impuls -, Struktur- und Weiter- entwicklung“ – zusätzliche Finanzmittel in Höhe von 40.000 € benötigt. i.V. gez. Wilkens Stadträtin Anlage 1: Überblick Stadtteilkultur in den Außenbezirken
Anlage 1 zu V_0921_2018 Überblick Stadtteilkultur
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Anlage 1 zur Vorlage V/0921/2018
Überblick Stadtteilkultur in den Außenbezirken
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Anlage 1: Überblick Stadtteilkultur in den Außenbezirken
Stadtbezirk West
Stadtteil Infrastruktur
Initiativen –
Akteure vor Ort
Förderung /
Projekte
Stadtteilentwicklung /
Demografie / Migration
Gievenbeck Fachwerk Gievenbeck (städt.
Stadtteilhaus und Jugendzentrum)
La Vie - Treffpunkt (städt.
Stadtteilhaus)
Waldorfschule Theatersaal
KÖB* St. Michael
Stadtbücherei Zweigstelle im LaVie
(* KÖB =Katholische öffentliche
Bücherei)
KULTUR erLEBEN e.V.
Talent e.V.
Förderer d. Vocalkreises Münster e.V.
Förderverein der Tanzgarde KG
Weitere kulturellen Aktivitäten von
Vereinen und anderen Gesellschaften
wie z.B. Schützenverein Gievenbeck
von 1864 e.V. , Initiativen “Kunst im
Kreisel”, Multikulturelles Frauenforum,
Musikzug Gievenbeck
Westfälische Schule für Musik
Nach Rückmeldung der BV
sind Art und Zahl der Antrag-
steller sowie die jeweils
beantragten Zwecke über die
Jahre wechselhaft. Es gibt
immer wieder neue
Antragsteller und andere
Zielsetzungen einer
beantragten Förderung im
Vergleich zu den ver-
gangenen Jahren.
Zu den Antragstellern bei der
BV West gehören auch
regelmäßig die verschied-
enen Stadtteileinrichtungen
bzgl. sowohl der
Instandhaltung und
(technischen) Ausstattung als
auch bzgl. der
Veranstaltungen/ Programme
Zentrale / profilbildende
Veranstaltungen sind z.B.
Kindertheaterreihe „Spielzeit
Münsterland“ in Albachten
Kindertheaterreihe „Theater-
zauber“ in Gievenbeck
Rüschhauskonzerte in
Nienberge
Keine Teilnahme mehr an
Der Anteil der wohnberech-
tigen Bevölkerung mit
Migrationsvorgeschichte an
der wohnberechtigten
Gesamtbevölkerung liegt in
Münsters Westen mit 25,2 %
im Mittelfeld. Im Gegensatz zu
allen anderen Stadtbezirken
ist die Zahl der wohnberech-
tigten Bevölkerung mit
Migrationsvorgeschichte in
diesem Bezirk seit 2005 leicht
rückläufig. Differenziert liegt
sie bei 31,1 % in Gievenbeck,
17,6 % in Sentrup, 20,8 % in
Mecklenbeck, 27,4 % in
Albachten, 24, 9 % in Roxel
und 20,0 % in Nienberge.
Im Stadtbezirk West besteht
durch Nachverdichtung ein
erhebliches Wachstum in den
nächsten 5 bis 10 Jahren, was
sich auf die Infrastruktur
auswirken wird. (Stichwort;
Wohnsiedlungsflächenkonzept
2030 / Fortschreibung des
Einzelhandels- und Zentren-
konzeptes). Aus diesem
Grund werden derzeit in
einigen Stadtteilen
Entwicklungskonzepte /
Sentrup De Bockwindmüel De Bockwindmüel e.V.
Sternfreunde Münster
(Initiative Stadtteilkultur Sentruper
Höhe nicht mehr aktiv)
Mecklenbeck Bürgerzentrum Hof Hessemann
Paulushof St. Anna
KÖB St. Anna
Bücherbus der Stadtbücherei
Kulturzentrum für Gehörlose
Bürgerverein Mecklenbeck
Mecklenbecker Geschichts- und
Heimatkreis
Frauenchor Tender Gender
Jugendchor Martin-Luther
Männergesangsverein Concordia
St. Annen-Chor
Weitere Akteure wie z.B. Verein zur
Förderung der off. Jugendarbeit
Schule, Jugend, Kids & Co e.V.
Spielmannszug und
Schützenbruderschaft St. Lamberti
Anlage 1 zur Vorlage V/0921/2018
Überblick Stadtteilkultur in den Außenbezirken
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Albachten Haus der Begegnung Albachten
Musikschule Albachten e.V.
Bücherbus der Stadtbücherei
Ev. Johannes Kirche
KÖB St. Ludgerus
Musik-Kultur Albachten
Bläservereinigung Albachten
Frauenchor Albachten 1972
Männergesangverein 1968
Mozart-Orchester, Volkstanzgruppe
Chor und More
Kinderchor der Musikschule
AcArthur Dancers
Plattdeutsche Spielgemeinschaft
Lach män lück
Plattdütske Krink Albachten
Weitere Akteure wie z.B.
Spielmannszug Gut Schlag
Schützenbruderschaft St. Gisela
Schützenverein St. Hubertus
dem regionalen Musikprojekt
„Trompetenbaum &
Geigenfeige“ sowie
Beendigung RuKoLa
Kulturelle Bildung:
aktive Beteiligung an dem
Landesprogramm „Kultur und
Schule“ sowie „Kultur-
rucksack NRW“ in Roxel.
Geringe/gar keine Beteili-
gung bzw. keine erfolgreiche
Antragstellung in Albachten
und Gievenbeck
Zukunftswerkstätten durch-
geführt (Albachten) bzw. sind
in Planung (Nienberge-Häger,
Roxel).
Zudem befindet sich die
Oxford-Kaserne in
Gievenbeck in Planung.
Aufgrund derzeit fehlender
Wohnbauentwicklungsflächen
wird für Nienberge ein
Bevölkerungsrückgang bis
2025 um 9,3 % prognostiziert.
Dies ist der höchste
prognostizierte negative Wert
der Bevölkerungsentwicklung
aller Außenbezirke Münsters.
Dies hat Auswirkungen auf die
demografische Entwicklung
(höherer und wachsender
Anteil der 60+Jährigen).
Roxel Jugendzentrum Anne-Jakobi-Haus
Bücherbus der Stadtbücherei
KÖB St. Pantaleon
Aula des Schulzentrums Roxel
(Gastronomie Kortmann und Hotel
Brintrup)
Heimat- und Kulturkreis e.V.
Forum Roxel e.V.
Schützenbruderschaft Dt. Pantaleon
Schützenverein Roxel
Musikschule Roxel
Nienberge Kulturforum Nienberge
Gemeinschaftsraum St. Aloysius
Häger
Musikschule Nienberge
Bücherbus der Stadtbücherei
KÖB St. Sebastian
Annette von Droste-Hülshoff-
Gesellschaft
Kulturforum Nienberge e.V.
Kulturkreis Nienberge
Musikschule Nienberge e.V.
Trägerverein Gemeinschaftsraum St.
Aloysius Häger
Heimatverein Nienberge
Kammerorchester Nienberge
Chorgemeinschaft St. Sebastian
Bläsergruppe Nienberge
Musikzug Nienberge
Jagdhornbläsergruppe - Rüschhaus
St. Aloysius Schützenbruderschaft
Schützenverein St. Jacobi und St.
Sebastian
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Stadtbezirk Nord
Stadtteil Infrastruktur
Initiativen –
Zentrale Akteure vor Ort
Förderung /
Projekte
Stadtteilentwicklung
Coerde Städt. Begegnungszentrum
Meerwiese
Zweigstelle Stadtbücherei
Ev. Andreas Gemeinde
Franziskus Gemeinde
Kulturinitiative Coerde e.V.
Coerde mittendrin e.V.
Kultur- und Bildungsverein Coerde
Coerde pur
Bürgerinitiative Hamannplatz
Iriba Brunnen e.V.
Arbeitskreis Coerde
Kath. Frauengemeinschaft St. Norbert
Coerder Carnevals Club u. Tanzcorps
Westfälische Schule für Musik
Nach Rückmeldung der BV
lässt sich für den Bezirk Nord
mit Blick auf die Entwicklung
der letzten Jahre keine Ver-
änderung in Bezug auf die
Anzahl der Zuschussanträge,
die regelmäßig an die BV
gerichtet werden, feststellen.
Auch die Höhe der
Bezuschussung hat sich nicht
in eine bestimmte Richtung
verändert. Die Antragsteller
und die jeweiligen Zwecke
sind vielmehr seit einigen
Jahren nahezu unverändert.
Zentrale / profilbildende
Veranstaltungen sind z.B. :
„Kunst am Rand“
(ehemals „Kunst trifft Kohl“)
des KAP. 8 in Kinderhaus
Theaterreihe „Winterpunsch“
im der Meerwiese“
Kulturelle Bildung:
Sehr starke und erfolgreiche
Beteiligung am Programm
„Kultur u. Schule“ sowie
„Kulturrucksack NRW“ in
Kinderhaus und Coerde.
Beteiligung am Kultur-
rucksack auch in Sprakel.
Münster Nord ist der
Stadtbezirk mit dem höchsten
Anteil an wohnberechtigter
Bevölkerung mit
Migrationsvorgeschichte.
Nach aktueller Monitoring
(2017) ist der Anteil in den
letzten fünf Jahren weiter
gestiegen und liegt nun bei
40,6 %.
Der Stadtteil Coerde hat mit
52,2 % münsterweit den
höchsten Anteil. Ebenfalls
recht hoch ist er in
Kinderhaus mit 39, 9 %. In
Sprakel liegt er bei 23,0 %.
Ziel des im Jahr 2017
gestarteten Stadtteilent-
wicklungskonzept in Coerde
ist es, die Lebensqualität in
Coerde sowohl in sozialer als
auch in räumlich-
gestalterischer Hinsicht zu
verbessern. Einbezogen
werden auch Bevölkerungs-
gruppen mit Migrations-
vorgeschichte. Zentrale
Bedeutung hat die Stärkung
des Stadtteilzentrums am
Hamannplatz.
Kinderhaus Städt. Bürgerhaus Kinderhaus mit
Kap.8 (Kultur am Platz)
und Wuddi (Zentrum für Kinder und
Jugendliche.)
Internationales Kulturverein Atrium
Bürgerzentrum Kinderhaus
Jugendtreff St. Josef Kinderhaus
Heimatmuseum / Lepramuseum
Zweigstelle Stadtbücherei
Ev. Markus Kirche
Kath. St. Josef Gemeinde
Weggefallen:
Veranstaltungsgaststätte „Zum
Krug“
Bürgervereinigung Kinderhaus e.V.
Kulturverein Atrium e.V.
Musikvereinigung Münster -
Kinderhaus
Männergesangverein Cäcilia 1890
e.V.
Weitere Akteure wie:
Spielmannszug St. Wilhelmi
Schützenbruderschaft St. Wilhelmi
Schützenbruderschaft St. Josef
Kameradschaft Kinderhaus von 1898
e.V.
Westfälische Schule für Musik
Sprakel Heimathaus Sandrup, Coerde,
Sprakel
Kinder- und Jugendhaus Sprakel
(Zentrum für Kinder und
Jugendliche)
Bücherbus der Stadtbücherei
KÖB St. Marien
Heimtverein Sandrup-Sprakel-Coerde
Kameradschaft Sprakel-Sandrup-
Coerde
St. Martins-Bruderschaft Sandrup
Landfrauenverband e.V. - Sprakel
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Stadtbezirk Ost
Stadtteil Infrastruktur
Initiativen –
Zentrale Akteure vor Ort
Förderung /
Projekte
Stadtteilentwicklung
Mauritz-Ost Kath. Kirchengemeinde St. Mauritz
KOT St. Mauritz (Jugendtreff,
Partys, Kurse in Mauritz)
Initiative „Älter werden in Mauritz-Ost“
Initiative „Gutes Leben in Mauritz-Ost“
Westfälische Schule für Musik
Antragsteller sind regelmäßig
links genannte Initiativen/
Akteure sowie das Kuratorium
der Mehrzweckhalle Gelmer.
Bedingt auch durch die zu-
nehmend schwindende Infra-
struktur sowie personelle Ein-
sparungen (0,5-Stelle in der
BV) sind einige Projekte und
Initiativen weggebrochen.
Seit 2015 entwickelt sich un-
abhängig von städt. Förder-
ung/Leistung der BV das
Kulturquartier auf der Grenze
Stadtbezirk Ost/Mitte. In den
Stadtbezirk wirkende Koope-
rationen gibt es bisher nicht.
Zentrale / profilbildende
Veranstaltungen sind z.B. :
Das ehemals sehr erfolg-
reiche Musikfest MusicO
konnte nicht fortgesetzt
werden.
Kulturelle Bildung:
Keine/sehr geringe Beteili-
gung an „Kultur und Schule“
und „Kulturrucksack“ aus
Gelmer, Handorf, Mauritz-Ost
Der Anteil an wohn-
berechtigter Bevölkerung mit
Migrationsvorgeschichte ist
auch im Stadtbezirk Ost in
den vergangenen fünf Jahren
leicht gestiegen, liegt aber mit
17,9 % unter Münsters
Durchschnitt von ca. 20 %.
Er ist somit in allen
Stadtteilen des Bezirks wie in
fast allen Stadtteilen des
Bezirks Mitte
unterdurchschnittlich.
(differenziert: Mauritz-Ost hat
16,5 %, Gelmer hat 20,0 und
Handorf 18,7 %).
Für den Stadtteil Handorf und
für Gelmer sind z.T. groß-
flächige Wohnsiedlungs-
erweiterungen vorgesehen.
Vorgesehen ist ein
Stadtentwicklungskonzept für
Handorf im/ab 2019 (ggf.
erweitert um den
Gesamtbereich (Gelmer,
Mariendorf, Sudmühle).
Gelmer Mehrzweckhalle Gelmer
(Kuratorium aus Feuerwehr,
Männergesangverein, Sportverein,
Schützenverein)
Bücherbus der Stadtbücherei
KÖB St. Josef
Chorgemeinschaft des MGV
Constantia Gelmer von 1881/ Chor-
und Theatergemeinschaft
Frauenchor Gelmer ´94
Naturhornbläser Gelmer
Schützenbruderschaft St. Josef
Gelmer 1865 e.V.
Plattdeutsches Theater
Heimatgruppe „Leben in Gelmer“
Westfälische Schule für Musik
Handorf Heimathaus
Bücherbus der Stadtbücherei
KÖB St. Petronilla
Weggefallen:
Veranstaltungsgaststätte „Haus
Münsterland“
Gaststätte „Schöne Aussicht“
Saal des Wersehofs und
„Deutscher Vater“
Heimatverein Handorf e.V.
Förderverein Münster-Ost
Männergesangsverein Cäcilia 1887
Impulsechor Handorf-Gelmer
Handorfer Kantorei e.V.
„Handorfer Hoflerchen“ Chor am
Seniorenzentrum Handorfer Hof
Diakonie Münster mit Kulturprojekt
„Handorfer Hofkultur“
Landfrauen Handorf
Bürgerschützen Handorf e.V.
Bürgerschützenverein Sudmühle
1920 e.V.
MC „Liederhort“ Sudmühle
Westfälische Schule für Musik
Anlage 1 zur Vorlage V/0921/2018
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Stadtbezirk Südost
Stadtteil Infrastruktur
Initiativen –
Zentrale Akteure vor Ort
Förderung /
Projekte
Stadtteilentwicklung
Gremmendorf
Haus Heukmann (Gaststätte mit
Kulturveranstaltungen)
KOT St. Ida (Jugendtreff,
Pfadfinder, Partys in Gremmendorf)
Friedenskapelle am Friedenspark
Janusz-Korczak-Haus
Bücherbus der Stadtbücherei
KÖB St. Ida
„Kultur vor Ort“ (Heukmann)
Männerchor Sängerbund 1897 e.V.
Männerchor Gremmendorf 1931
Karnevalsgesellschaft Pängelanton
e.V. (Förderverein Denkmallok e.V.)
mit Niederdeutscher Heimatbühne
Orts- und Schützenverein Gremmen-
dorf von 1923 e.V.
Westfälische Schule für Musik
Nach Rückmeldung der BV
bestehen gut funktionierende
Initiativen vor Ort (z.B. Kultur
vor Ort e.V., offener Kultur-
kreis Wolbeck), die mit
finanzieller Unterstützung der
BV ein anspruchsvolles
Jahresprogramm realisieren.
Daneben gibt es einzelne
Projektanträge der links
gelisteten Initiativen bzw.
Akteure vor Ort.
Es fehlt jedoch an geeigneten
Räumlichkeiten, so dass die
Angebote in kirchlichen
Räumen oder in der
Gastronomie stattfinden
müssen.
Zentrale / profilbildende
Veranstaltungen sind z.B. :
Nicht vorhanden
Kulturelle Bildung:
aktive Beteiligung an dem
Landesprogramm „Kultur und
Schule“ sowie „Kultur-
rucksack NRW“ in Wolbeck.
Geringe/gar keine Beteili-
gung bzw. keine erfolgreiche
Antragstellung in Angelmodde
und Gremmendorf
Der Anteil der wohn-
berechtigen Bevölkerung mit
Migrationsvorgeschichte an
der wohnberechtigten
Gesamtbevölkerung liegt in
Münsters Südosten mit 26,8
% im Mittefeld.
(Gremmendorf-West hat 37,6
%, Gremmendorf-Ost 17,5 %,
Angelmodde 34,2 % und
Wolbeck 19,9 %)
In der Fortschreibung der
Kleinräumigen Bevölkerungs-
prognose wird ein Wachstum
der Bevölkerung im Stadtteil
Angelmodde um 9,4 %
prognostiziert. Dieser Wert
liegt über dem prognosti-
zierten Wert aller Außen-
bezirke Münsters mit 7,3 %.
Zudem soll in den nächsten
Jahren im direkt angrenzen-
den Stadtteil Gremmendorf
auf dem Gelände der ehe-
maligen York-Kaserne ein
großes Wohnquartier ent-
stehen. Auch hier sind Stadt-
teilentwicklungskonzepte
sowie Beteiligungsformate in
Planung bzw. in Umsetzung.
Gefordert wird u.a. ein „Be-
gegnungshaus“ im alten
Kasinogebäude der Kaserne.
Angelmodde
Gallitzin Haus (Museum)
KÖB St. Bernhard / St. Agatha
Treffpunkt Waldsiedlung e.V.
Bücherbus der Stadtbücherei
Heimatfreunde Angelmodde e.V.
Seniorengemeinschaft St. Bernhard
Schützenverein Hubertus
Angelmodde 1951 e.V.
(Spielmannszug)
Westfälische Schule für Musik
Wolbeck Bahnhof Wolbeck (Jugend- und
Kulturzentrum im Stadtteil Wolbeck)
Kath. St. Nikolaus Kirche
Ev. Gemeindezentrum
AWO-Treff Wolbeck
Bücherbus der Stadtbücherei
KÖB St. Nikolaus
Weggefallen:
Drostenhof
Kultur vor Ort e.V. (ehem. Förderkreis
Drostenhof)
Bürgerforum Wolbeck e.V.
Offener Kulturkreis Wolbeck
AWO-Wolbeck
Arbeitskreis „Älter werden in
Wolbeck“ i.A. „Caritas vor Ort“
KG ZiBoMo Wolbeck e.V.
Kath. Kirchengemeinde St. Nikolaus
Anlage 1 zur Vorlage V/0921/2018
Überblick Stadtteilkultur in den Außenbezirken
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Stadtbezirk Hiltrup
Stadtteil Infrastruktur
Initiativen –
Zentrale Akteure vor Ort
Förderung /
Projekte
Stadtteilentwicklung
Berg Fidel Lorenz Süd (städt. Stadtteilhaus in
Berg Fidel)
Bücherbus der Stadtbücherei
Förderverein „Alte Post – Berg Fidel“
e.V.
„Wir vom Berg Fidel“ e.V.
Sehr aktive Antragsstellung
und Projektumsetzung durch
Kulturbühne und
Kulturbahnhof.
Zentrale / profilbildende
Veranstaltungen sind z.B.
KiKu – Familientheaterreihe
in der Stadthalle Hiltrup
Kulturelle Bildung:
aktive Beteiligung an dem
Landesprogramm „Kultur und
Schule“ sowie „Kultur-
rucksack NRW“ in Berg Fidel
und Hiltrup.
Geringe/gar keine Beteili-
gung in Amelsbüren
Der Anteil der wohnberech-
tigten Bevölkerung mit
Migrationsvorgeschichte liegt
im Stadtbezirk Hiltrup mit 27,4
% im Mittefeld. Mit einem
sehr hohen Anteil von 51,6 %
in Berg Fidel und geringen bis
mittleren Anteilen von 18,1 %
in Hiltrup-Ost, 21,6 % in
Hiltrup-Mitte und 28,3 % in
Hiltrup-West sowie 22,0 % in
Amelsbüren ist dieser
Stadtbezirk sehr heterogen.
Vor dem Hintergrund einer
drohenden Überalterung im
Stadtteil Hiltrup-Ost soll ein
Stadtteilentwicklungskonzept
erarbeitet werden, dass die
langfristige städtebauliche
Integration der Wohnbau-
flächenpotenziale in die
vorhandenen städtebaulichen
Strukturen sichert, zusätzliche
Infrastruktur für einen attrak-
tiven Stadtteil ermittelt sowie
die demografische
Entwicklung berücksichtigt.
Im Stadtteil Berg Fidel wird im
1. Quartal 2019 mit einem
Handlungskonzept begonnen.
Hiltrup Stadthalle Hiltrup (Stadt)
37 Grad (städt. Jungen- und
Mädchentreff in Hiltrup)
Jugendheim St. Clemens (Hiltruper
Treffpunkt für Jugendliche)
Kulturbahnhof Hiltrup
Kinder- und Jugendzirkus Alfredo
Heimatmuseum Hiltrup
Bücherbus der Stadtbücherei
KÖB St. Clemens
Kulturbühne Hiltrup
Stadtteiloffensive Hiltrup e.V.
VorLeseClub Hiltrup
Kinder- und Jugendzirkus Alfredo e.V.
Westfälische Schule für Musik
Weitere kulturelle Aktivitäten von
Vereinen und anderen
gesellschaftlichen Akteuren (z.B.
MGV Hiltrup 1848, Chorisma)
Amelsbüren
Black Bull (Jungen- und
Mädchentreff in Amelsbüren)
Bücherbus der Stadtbücherei
KÖB St. Sebastian
Kulturverein Amelsbüren e.V.
Heimatfreunde Amelsbüren
Westfälische Schule für Musik
Weitere kulturelle Aktivitäten von
Vereinen und anderen
gesellschaftlichen Akteuren (z.B.
Gewerbe- und Handwerksverein
Amelsbüren, AKG
Emmerbachgeister)
Beratungsverlauf (7)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (2)
- Sentruper Höhe
- Kinderhaus
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Details
- Aktenzeichen
- V/0921/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 11.10.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37