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V/0921/2018

Bericht zur Lage der Stadtteilkultur

Vorlagen 11.10.2018

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Nächste Beratung: Kulturausschuss, Sitzung am 28.11.2018, TOP 15

Anlage A

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Berichtsvorlage

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Anlage 1 zu V_0921_2018 Überblick Stadtteilkultur

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Ansehen

Anlage A

2001 Zeichen

Anlage A zur V/0921/2018 
Kurzüberblick 
 
Bericht über die Lage der Stadtteilkultur mit einer ersten Bedarfsanalyse differenziert nach Stadt-
bezirken auf der Basis einer Bestandsaufnahme, die unter Beteiligung der Bezirksverwaltungs-
stellen erstellt wurde. Mit dieser ersten Bestandaufnahme und Analyse wird vor dem Hintergrund 
der eingeschränkten Personalressourcen im Bereich Stadtteilkultur kein Anspruch auf Vollstän-
digkeit erhoben. 
 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
 
 Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi-
ckeln: 
 mit hoher Umwelt- und Naturqualität 
 mit breitem Freizeit- und Sportangebot 
 mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft 
 Wir werden Münster auf der Basis unserer Geschichte und des Prinzips von „Toleranz durch 
Dialog“ zu einer weltoffenen Stadt weiterentwickeln. 
 
Ziel im Haushaltsplan: 
Kulturelle Aktivitäten „für den Stadtteil und aus dem Stadtteil“ werden in den dafür von öffentlicher 
Hand sowie bürgerschaftlich/ehrenamtlich betriebenen Einrichtungen ermöglicht und in verschie-
denen Stadtteilen aufrechterhalten. Die Zielerreichung wird exemplarisch gemessen an der Ver-
teilung der Aufwendungen auf sowohl kommunal als auch bürgerschaftlich/frei betriebene Einrich-
tungen. Es wird angestrebt, in allen Stadtteilen ein eigenes Kulturangebot aufrecht zu erhalten 
bzw. es auszubauen. 
 
 
Finanzierung   Keine Auswirkungen 
Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja  Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja  Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja  Nein   
 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
x vollständig frei-
willig

Berichtsvorlage

34267 Zeichen

V/0921/2018 
V/0921/2018 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Bericht zur Lage der Stadtteilkultur 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   06.11.2018 Bezirksvertretung Münster-Mitte Bericht 
   06.11.2018 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 
   06.11.2018 Bezirksvertretung Münster-Südost Bericht 
   08.11.2018 Bezirksvertretung Münster-Ost Bericht 
   15.11.2018 Bezirksvertretung Münster-West Bericht 
   22.11.2018 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Bericht 
   28.11.2018 Kulturausschuss Bericht 
 
 
Bericht: 
 
In seiner Sitzung am 23.11.2017 hat der Kulturausschuss die Kulturverwaltung gebeten, im Laufe des 
Jahres 2018 einen Bericht zur Lage der Stadtteilkultur vorzulegen. 
Hintergrund war ein Etatantrag der SPD -Fraktion zur Stärkung der Stadtteilkultur durch u.a . die Ei n-
richtung der Stelle eines Stadtteilkoordinators im Kulturamt sowie einer Haushaltsstelle Stadtteilkultur, 
der mehrheitlich abgelehnt wurde. 
In derselben Sitzung wurde auf Antrag der FDP einstimmig beschlossen, zum Haushalt 2018 das 
Produkt 040104 – Stadtteilkultur dahingehend zu ergänzen, dass „angestrebt wird, in allen Stadtteilen 
ein eigenes Kulturangebot aufrecht zu erhalten bzw. es auszubauen“. 
Der Kulturausschuss empfahl zudem, folgenden Antrag in den Rat einzubringen: „Beim Neubau ö f-
fentlicher Gebäude in den Stadtteilen wird bei der Planung im Schul - oder Sportbereich mitbedacht, 
ob eine Mehrzwecknutzung für die Stadtteilkulturarbeit möglich gemacht werden kann.“ 
Mit dem hier vorgelegten Bericht zur Lage der Stadtteilkultur und der Bestandsaufnahme, die in enger 
Abstimmung mit den Bezirksverwaltungen erstellt wurde, wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erho-
ben. Die Bewertung und Analyse erfolgt auf der Basis eines infolge der Personaleinsparungen eing e-
schränkten Kenntnisstandes (s.u.). 
 
Kulturamt 
 
11.10.2018 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Frau Schnell 
Telefon: 492-4100 
Schnell@stadt-muenster.de

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1. Ausgangslage: Genese, Ziele und Bedeutung der Stadtteilkultur in einer wachsenden 
Stadt 
 
Mit der Einrichtung der Stelle eines Stadtteilkoordinators wurde auf die sich mit Beginn der 90er Jahre 
verstärkt auch in den Stadtteilen formierenden Initiative n reagiert. Basierten die Prozessbegleitungen 
und Aufgaben des Stadtteilkoordinators anfänglich noch auf einem weiten Kulturbegriff im Sinne von 
„alles, was die Menschen im Stadtteil bewegt“ (d.h. alle sozialen, kulturellen, stadtplanerischen und 
gesellschaftlichen Belange), konzentrierten sich die Unterstützungsleistungen ab 2008 in ergänze n-
der Arbeitsteilung mit den Bezirksverwaltungen insbesondere auf Initiativen und Projekte der Kunst, 
Kultur und Heimatpflege im engeren Sinne. 
Grundlegend ist die Überze ugung, dass gerade die Kultur eine wichtige Basisarbeit für das Zusa m-
menleben der Menschen leistet, zu verbindenden Gemeinschaftserlebnissen und -erleben beiträgt, 
identitätsstiftend und integrierend wirkt und insgesamt ein Klima des Austausches und der Be geg-
nung, der Toleranz und des Dialogs begünstigt. 
Dies nicht nur zentral in der Innenstadt vorzuhalten, sondern lokale und niedrigschwellige Zugänge 
des kulturellen Erlebens und Wirkens für möglichst alle Bevölkerungsgruppen in den Stadtteilen zu 
erreichen und für eine gerechte Teilhabe am kulturellen Leben zu sorgen, war Maßgabe der in enger 
Abstimmungen mit den jeweiligen Bezirksverwaltungsleitungen realisierten Stadtteilkultur. 
Gefolgt wird dabei den Leitideen: 
- Stadtteilkultur fördert bürgerschaftliches Engagement 
- Stadtteilkultur schafft Lebensqualität 
- Stadtteilkultur schafft Identifikation 
- Stadtteilkultur ist Teil des lebenslangen Lernens 
- Stadtteilkultur verhindert Ausgrenzung und schafft Begegnungen 
 
Münster ist eine wachsende und zunehmend heterogene S tadt. In der Fortschreibung der Kleinrä u-
migen Bevölkerungsprognose (KBP) 2015 -2025 – Basisvariante: Dynamischer Wissenschafts - und 
Wirtschaftsstandort wird gerade für die Außenbezirke der Stadt Münster ein Wachstum von 7,3 % 
prognostiziert. Zudem leben in einigen Stadtteilen der Außenbezirke überproportional viele Menschen 
mit Migrationsvorgeschichte sowie Menschen mit Fluchterfahrungen. Für zahlreiche Stadtteile ist 
dementsprechend die Erarbeitung und Umsetzung von Stadtteilentwicklungskonzepten und Z u-
kunftswerkstätten vorgesehen bzw. in Umsetzung. Es ist vorgesehen, hierfür auch die zuständigen 
Bezirksvertretungen, die ehrenamtlichen Akteure, die Bürgerinnen und Bürger sowie die jeweiligen 
Fachämter stärker als bisher in den Prozess der Umsetzung einzubind en und zu koordinieren. Ko n-
krete Anlässe dazu bieten aktuell die Planungen zu den Kasernengebieten in Gremmendorf und Gi e-
venbeck sowie die Entwicklung einer tragfähigen Nutzungskonzeption des  Hauses Münsterland in 
Handorf. 
Die erforderliche Lobby -, Gremien- und Netzwerkarbeit zur Sicherung und Entwicklung einer ang e-
messenen kulturellen Infrastruktur und Programmgestaltung unter Berücksichtigung der vielfälti gen 
Initiativen und kulturellen Bedürfnisse vor Ort erfährt damit aktuell eine deutlich steigende Relevanz.

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2. Bestandsaufnahme  
 
2.1 Infrastruktur, Akteure und Projekte in den Außenbezirken 
 
Im Zusammenspiel kommunalen Engagements mit den in den jeweiligen Stadtteilen vorhandenen, 
initiierten und/oder aktivierten Eigenkräften, Begabungen und Besonderheiten sind jeweils unte r-
schiedlich ausgeprägte „Kulturlandschaften“ entstanden. Von zentraler Bedeutung sind die Bürge r-
häuser und Begegnungszentren in öffentlicher und/oder freier Trägerschaft, die den passenden Raum 
für kreatives bürgerschaftliches Engagement, für Vernetzung und Eigeninitiative und ein vielfältiges 
(und niveauvolles) Bildungs- und Kulturprogramm bieten können. 
Neben den städtisch getragenen und geführten Begegnungshäusern (Begegnungszentrum Meerwi e-
se und Kap. 8 im Bürgerhaus Kinderhaus) sowie de n kommunalen Kinder- und Jugendeinrichtungen 
(Fachwerk und La Vie in Gievenbeck, Wuddi im Bürgerhaus Kinderhaus, Lorenz Süd in Berg Fidel, 37 
Grad in Hiltrup) existiert das Modell eines städtischen Hauses in Trägerschaft eines Vereins (Kulturfo-
rum Nienberge, Mehrzweckhalle Gelmer, Haus der Begegnung in Albachten) sowie der rein ehre n-
amtlich unterhaltenden und betriebenen Einrichtungen (Hof Hesselmann in Mecklenb eck, Kultu r-
bahnhof in Hiltrup). 
Zur kulturellen Infrastruktur in den Stadtteilen gehören zudem di e Zweigstellen der Stadtbücherei, die 
kirchlichen Büchereien, Kinder - und Jugendtreffs sowie sonstigen Begegnungsräume, die privaten 
Musikschulen sowie weitere trägerbetriebene Jugend - und Freizeiteinrichtungen, die hier nicht G e-
genstand einer vertiefenden Betrachtung sein können. 
Die vorhandenen Begegnungsräume in den Stadtteilen bilden häufig den zentralen Nährboden und 
im Ideal den Ankerpunkt für ein reges Vereinsleben, für vielfältige Nutzergruppen sowie für die U m-
setzung eines niveauvollen Freizeit - und Kulturprogramms „aus dem Stadtteil für den Stadtteil“ 
und/oder auch eines ausgewählten Gastspielprogramms. 
Mit den ehemals zur Verfügung stehenden Stadtteilfördermitteln im Kulturamt ist es gelungen, in ein i-
gen Stadtteilen profilbildende Veranstaltungen zu entwickeln, die z.T. bis heute Bestand haben (z.B. 
Familientheaterreihe „KiKu-Hiltrup“). 
Im Folgenden wird eine erste Bedarfsanalyse differenziert nach Stadtbezirken vorgenommen . Die 
Basis dafür ist eine Bestandsaufnahme, die als Anlage 1 vorliegt. Die Kenntnisse und Daten kommen 
vom Kulturamt und den Bezirksverwaltungen, liegen jedoch in manchen Bereichen aufgrund der g e-
ringen personellen Ressourcen nur eingeschränkt vor. Zentrale demografische und stadtplanerische 
Entwicklungsfaktoren finden Berücksichtigung. 
 
2.1.1 Stadtbezirk West 
 
Im Stadtbezirk West verfügen vier der insgesamt sechs Stadtteile über Bürgerhäuser 
/Begegnungszentren, die eine zentrale Ankerfunktion für verschiedene kulturelle Vereine, Initiativen 
und eine kulturinteressierte Bürgerschaft einnehmen. 
Im Stadtteil Gievenbeck werden die Möglichkeiten der kommunal getragenen, generationsübergre i-
fenden Angebote der Einrichtungen „La Vie“ und „Fachwerk Gievenbeck“ ergänzt durch die Nutzung 
des Veranstaltungssaales der Waldorfschule, die insbesond ere durch die Aktivitäten des ehrenamtl i-
chen Vereins „KULTUR erLEBEN“ erschlossen wird. Der Grad der Umsetzung der im Rahmen der

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Etatberatungen 2018 bewilligten Maßnahmen zur technischen Modernisierung und Sanierung des 
Saales sowie die intendierte Mitgliederakquise zur Stärkung des Vereins sind nicht bekannt. 
Eine neue Herausforderung entsteht durch die Wohnflächenerweiterung und den deutlichen Bevölk e-
rungszuwachs im Rahmen der Erschließung der Oxford-Kaserne. 
Im Stadtteil Mecklenbeck dient das Bürgerzentrum „Hof Hesselmann“ als Kultur - und Bildungszent-
rum, als Veranstaltungsort für private Feiern sowie als Treffpunkt für Vereine und Gruppen. Der Hof 
wurde vom „Bürgerverein für Mecklenbeck e.V.“ von der Stadt Münster gepachtet und wird ehrenamt-
lich bewirtsc haftet. Die entstehenden Sachkosten werden hauptsächlich durch die Vermietung der 
Räume im Untergeschoss erwirtschaftet. Nach Angaben des ehrenamtlichen Trägervereins sind hier 
circa 30 Gruppen, Vereine und Institutionen aus Mecklenbeck zusammengeschlossen . Im Sinne e i-
nes Generationswechsels hat sich der ehrenamtliche Vereinsvorstand in den vergangenen Jahren 
neu aufgestellt. Aktuell hat er bezüglich der wirtschaftlichen Belastung und Grenzen des ehrenamtl i-
chen Engagements Gesprächsbedarf angemeldet. 
Im Stadtteil Albachten hat sich das ursprünglich als Forum für die zahlreichen kulturellen Veransta l-
tungen des Stadtteils konzipierte Haus der Begegnung seit seiner Eröffnung im Jahr 2007 zu einem 
Veranstaltungszentrum mit überregionalem Einzugsbereich entwickel t. Das multifunktionale städt i-
sche Gebäude mit großem Veranstaltungsraum und weiteren Mehrzweckräumen dient sowohl als 
Forum für die Schule als auch als kultureller Treffpunkt und Kultur- und Veranstaltungszentrum insbe-
sondere für die aktive Musikszene des  Stadtteils. Verwaltet wird das Forum vom „Trägerverein Haus 
der Begegnung Albachten e.V.“, der aus einer Initiative engagierter Albachtener Bürger im Jahr 1990 
hervorging. Der Trägerverein erhielt im Jahr 2007 alle Rechte und Pflichten zum eigenständigen,  eh-
renamtlichen Betrieb des Forums. Im Rahmen der Zukunftswerkstatt, die 2017/18 in Albachten 
durchgeführt wurde, wurde von Vertretern des Hauses der Begegnung sowie der Musikschule eine 
Erhöhung der Raumkapazitäten gefordert. Geschuldet ist dies der zuneh menden Schülerzahl und 
Nachmittagsbetreuung an der Grundschule, wodurch der Musikschule weniger Räume für ih re Arbeit 
zur Verfügung stehen. 
Im Stadtteil Nienberge gab es seit 1997 Bemühungen kulturinteressierter Bürger, die Anregungen 
der Stadt zur Bereich erung der Stadtteilkultur durch ein „Kulturforum Nienberge“ umzusetzen. Ziel 
war, die beiden Gebäudeteile der Grundschule durch einen multifunktionalen Raum zu verbinden, um 
den Wünschen der Schule, der Musikschule und weiterer Kulturträger des Ortes Rechnung zu tragen. 
Auch hier können unter dem Aspekt der Öffnung von Schule Proben, Konzerte, Musicals, Theaterauf-
führungen, Ausstellungen, Lesungen, Workshops, Filmreihen, Podiumsdiskussionen, Vorträge etc. 
stattfinden. 1999 wurde der Verein „Kulturforum Nien berge e.V.“ gegründet, dessen Vorstand von 
einem Kuratorium fachlich beraten wird. 
Nach Rückmeldung der Bezirksverwaltung besteht in diesen vier Stadtteilen ein reges Vereinsleben 
und kulturelles Engagement mit immer wieder auch neuen Akteuren und Antragstellern auf Fördermit-
tel der BV West. Es ist zudem gelungen, profilbildende und über den jeweiligen Stadtteil hinauswi r-
kende Veranstaltungsreihen, wie z.B. die Kindertheaterreihen „Spielzeit Münsterland“ in Albachten, 
„Theaterzauber“ in Gievenbeck sowie die  Rüschhauskonzerte in Nienberge mit zusätzlicher Förd e-
rung durch das Kulturamt aufrecht zu erhalten. 
In den Stadtteilen Roxel und Sentrup sind keine vergleichbaren Bürgerhäuser vorhanden. Auch die 
Zahl der kulturellen Akteure, Initiativen und Projekte hat hier in den vergangenen Jahren abgeno m-
men. Ehemals profilbildende Veranstaltungen wie z.B. die Kabarettreihe RuKoLa in Roxel werden 
aktuell nicht mehr durchgeführt.

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 Konkret benannte Herausforderungen in diesem Stadtbezirk bestehen in den zusätzlichen Be-
darfen an kultureller Infrastruktur in den lebendigen und wachsenden Stadtteilen Gievenbeck 
und Albachten, der stärkeren Absicherung und ggf. Begleitung des ehrenamtlichen Engag e-
ments (z.B. in Mecklenbeck) sowie den prognostizierten demografischen Veränder ungen und 
ihren möglichen Konsequenzen für die Akteure und Angebote der Kultur vor Ort (z.B. Gefahr 
der Überalterung in Nienberge). Die genauen Bedarfe und Potentiale in den Stadtteilen Roxel 
und Sentrup lassen sich mit aktuellem Kenntnisstand nicht einschätzen. 
 
2.1.2 Stadtbezirk Nord 
 
In Münsters Norden leben überdurchschnittlich viele Menschen unterschiedlicher Nationalitäten. Mit 
einem Bevölkerungsanteil mit Migrationsvorgeschichte von 52,2 % in Coerde sowie 39,9% in Kin-
derhaus sind beide Stadtteile besonders „bunt“ und interkulturell geprägt. Beide Stadtteile verfügen 
mit den kommunalen Einrichtungen „Begegnungszentrum Meerwiese“ in Coerde sowie dem K ap.8 
und Wuddi im Bürgerzentrum Kinderhaus über hoch frequentierte und stark a usgelastete Orte der 
Begegnung, Bildung und Kultur für eine Vielzahl von Vereinen, Initiativen und Kulturinteressierten. Die 
Einrichtungen werden jeweils im Dialog mit der Bevölkerung und zentralen Partnern weiterentwickelt 
und sind wichtige Netzwerkpartne r sowie Initiatoren und Koordinatoren für profilbildende und ident i-
tätsstiftende Veranstaltungen wie z.B. „Kunst am Rand“ in Kinderhaus oder die Kindertheaterreihe 
„Winterpunsch“ in der Meerwiese. 
Nach Rückmeldung der Bezirksverwaltung gab es auf der Basis  gewachsener Angebote und Akteure 
in den vergangenen Jahren wenig Veränderung in Umfang und Art der Antragstellung auf Fördermi t-
tel. Hintergrund dafür könnte auch ein Informationsdefizit über die Fördermöglichkeiten der BV sein. 
Möglicherweise inspiriert d urch den im Jahr 2017 gestarteten Stadtteilentwicklungsprozess, haben 
sich in Coerde neue Initiativen mit eigenem Kulturprogramm gebildet, die aktuell einen Raumbe darf 
vor allem im Abendbereich angemeldet haben (Kulturinitiative Coerde e.V.) und verstärkt interkulturel-
le Zielsetzungen verfolgen wollen (z.B. Iriba Brunnen e.V.). 
Auch im Stadtteil Kinderhaus führt die „ausgedünnte Gastronomie“ immer wieder zu Bedarfsanme l-
dungen erweiterter Öffnungszeiten und zusätzlicher gastronomischer Angebote im Bürgerhaus  Kin-
derhaus. 
Eine vergleichbar „bunte“ Bevölkerungsstruktur, impulsgebende Infrastruktur sowie kulturelle A k-
teursdichte scheint es im Stadtteil Sprakel nicht zu geben. 
 Konkret benannte Bedarfe bestehen in Münsters Norden neben den fehlenden Gastronomi e-
angeboten insbesondere in den zusätzlichen (Frei -)Räumen für Begegnung und kulturelle 
Nutzungen vor allem im Abendbereich. 
 
2.1.3 Stadtbezirk Ost 
 
Im Gegensatz zu Münsters „buntem“ Norden ist der Anteil an wohnberechtigter Bevölkerung mit Mi g-
rationsvorgeschichte in allen Stadtteilen des Bezirks Ost mit ca. 17,9 % gemessen an der Gesamtb e-
völkerung in Münster unterdurchschnittlich. Durch vorgesehene großflächige Siedungserweiterungen 
werden die Stadtteile Handorf und Gelmer (mit Mariendorf und Sudmühle) in den kommende n Jah-
ren voraussichtlich überproportional wachsen. 
Die Infrastruktur für kulturelle und bürgerschaftliche Nutzung ist jedoch in den letzten Jahren deutlich 
rückläufig. Einzig im Stadtteil Gelmer besteht mit der Mehrzweckhalle ein Zentrum für das gesel l-

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schaftliche Leben. An der Finanzierung sowie der weiteren Unterhaltung beteiligten bzw. beteiligen 
sich die Stadt, das Bistum und die Vereine a us Gelmer. Die Halle dient als Pfarrheim, als Versam m-
lungsort für Vereine oder als Spielstätte. Nach eigenen Angaben finden dort durchschnittlich an 300 
Tagen im Jahr Veranstaltungen statt. Bei der in den 70er Jahren gebauten und „in die Jahre geko m-
menen“ Halle besteht konkreter Sanierungsbedarf. 
Bedingt durch die schleichende Abnahme der örtlichen Gastronomie mit den do rt verfügbaren Veran-
staltungsräumen (z.B. Gaststätte „Schöne Aussicht“, Saal des Wersehofs, „Deutscher Vater“) sowie 
jüngst des Hauses Münsterland, stehen aktuell im Stadtteil Handorf keine Veranstaltungs- und Be-
gegnungsräumlichkeiten mehr zur Verfügung. 
In welchem Umfang im Stadtteil Mauritz-Ost Begegnungsräumlichkeiten von der kath. Kircheng e-
meinde vorgehalten bzw. öffentlich zugänglich sind, ist nicht bekannt. 
Vor dem Hintergrund der schwindenden Infrastruktur sowie den personellen Einsparungen in der 
städtischen Verwaltung zur Mobilisierung und Begleitung interessierter Vereine und Akteure sind die 
kulturellen und bürgerschaftlichen Aktivitäten in dem Stadtbezirk Ost in den vergangenen Jahren 
deutlich zurückgegangen. Auch die ehemals verbindende und prof ilbildende Musikveranstaltung „Mu-
sicO“, die alle zwei Jahre Amateur- und Profimusikern mit Wohnsitz im Ostbezirk Münster eine Bühne 
bot, kann nicht mehr realisiert werden. Potentiale wie die „WerseKunst“ könnten nach Aussage der 
Bezirksverwaltung mit zusätzlicher personeller Unterstützung und Begleitung wieder aktiviert werden. 
Seit 2015 entwickelt sich unabhängig von städtischer Förderung oder Leistung der BV das Kultu r-
quartier Münster auf der Grenze Stadtbezirk Ost / Mitte. In den Stadtbezirk wirkende Kooperationen 
gibt es bisher nicht. 
 Neben der offenkundig sehr geringen und zunehmend schwindenden Infrastruktur für kulture l-
le Zwecke im engeren Sinne sowie für Austausch und Begegnung im weiteren Sinne, fehlt o f-
fensichtlich auch die Moderation, Vermittlung, Beratung und Unterstützung bei Projektplanu n-
gen und -durchführungen bürgerschaftlicher und kultureller Initiativen. 
 
2.1.4 Stadtbezirk Südost 
 
Auch im Stadtbezirk Südost besteht eine geringe und ebenfalls in den vergangenen Jahren sinkende 
kulturelle Infrastruktur. Neben zielgruppenspezifischen Einrichtungen z.B. für Jugendliche (Bahnhof 
Wolbeck) oder klar definierten Kultureinrichtungen (z.B. Museum Gallitzin Haus oder die kath. öffen t-
liche Bücherei in Angelmodde) gibt es kaum (Frei -)Räume für niederschwellige und offene kulturelle 
Angebote und Begegnung. Mit dem Verlust des Drostenhofs in Wolbeck ist ein zentraler und über 
den Stadtteil hinauswirkender Veranstaltungsort weggefallen. Kulturelle Angebote und niederschwe l-
lige Begegnungsangebote können in diesen Stadtteilen derzeit nur in kirchlichen Räumen oder in der 
Gastronomie stattfinden. 
Dies korrespondiert wenig mit dem prognostizierten Bevölkerungszuwachs, der mit 9,4 % im Stadtteil 
Angemodde überproportional stark ist und nach Erschließung der Y ork-Kaserne auch im Stadtteil 
Gremmendorf mit zusätzlichen ca. 1.750 Wohneinheiten erheblich sein wird. Es sind bereits Stadttei-
lentwicklungskonzepte in Planung bzw. in Umsetzung, innerhalb derer auch eine notwendige soziale 
und kulturelle Infrastruktur und Nutzung bedarfsgerecht entwickelt werden soll. 
Nach Einschätzung der Bezirksverwaltung bestehen insbesondere in Wolbeck einige aktive bürge r-
schaftliche Initiativen, die ein anspruchsvolles Jahresprogramm realisieren. Quantität und Qualität 
eines stadttei lkulturellen Engagements in Gremmendorf und Angelmodde können derzeit nicht b e-

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lastbar eingeschätzt werden. Es bestehen in diesem Bezirk offensichtlich keine profilbildenden 
und/oder vernetzenden Veranstaltungen außerhalb der Traditionsfeierlichkeiten im Ra hmen von Z i-
BoMo. 
 Vor diesem Hintergrund lassen sich infrastrukturelle Defizite und Herausforderungen im Ra h-
men der Stadtteilentwicklungsprozesse für alle Stadtteile dieses Bezirks benennen. Für eine 
darüber hinausgehende Einschätzung der Bedarfe und Potent iale eines stadteilkulturellen 
bürgerschaftlichen Engagements fehlen belastbare Kenntnisse. 
 
2.1.5 Stadtbezirk Hiltrup 
 
In dem in seiner Sozialstruktur sehr heterogenen Stadtbezirk Hiltrup wirken sowohl kommunal als 
auch ehrenamtlich getragene Einrichtungen als offene Orte für Begegnung und Kommunikation und 
bieten ein vielfältiges Angebot für alle Altersgruppen. 
Insbesondere in dem Stadtteil Hiltrup mit der Stadthalle Hiltrup, der Jugendeinrichtung 37 Grad, dem 
Heimatmuseum sowie dem in den vergangenen Jahren eh renamtlich entwickelten und betriebenen 
Kulturbahnhof Hiltrup liegt eine zunehmend differenzierte Infrastruktur vor. Nach einer Kernsanierung 
im Jahr 2014 steht der Hiltruper Bahnhof nicht nur für Theater, Ausstellungen und Konzerte, sondern 
auch für kleinere Tagungen und Events zur Verfügung. Er wird von einem Team von 40 Ehrenamtl i-
chen betrieben, die in der Stadtteiloffensive Hiltrup organisiert sind. Nach Angaben der Bezirksverwal-
tung ist die Stadtteiloffensive bzw. die von ihr betriebene Kulturbühne akt iver und erfolgreicher A n-
tragsteller auf Fördermittel der BV. 
Mit verschiedenen Partnern (Stadthalle, 37 Grad etc.) ist es zudem gelungen, die profilbildende Ve r-
anstaltung und Initiative KiKuHiltrup für ein hochwertiges Theater für die ganze Familie aufrec ht zu 
erhalten. 
Mit einem Anteil von insgesamt 51,6 % liegt der Anteil der wohnberechtigten Bevölkerung mit Migrat i-
onshintergrund in dem Stadtteil Berg Fidel besonders hoch. Zentraler Ort der Begegnung und Net z-
werkpartner ist die städtisch betriebene Einri chtung Lorenz Süd mit einem Schwerpunkt im Bereich 
der Jugendarbeit. Bürgerinitiativen wie „Wir vo m Berg Fidel“ e.V. und der Förderverein „Alte Post – 
Berg Fidel“ halten trotz der Veränderungen des ehrenamtlichen Engagements bzw. der Überalterung 
ein Angebot aufrecht. 
Im Stadtteil Amelsbüren besteht neben einer Jugendeinrichtung keine Infrastruktur. Der aktive Ku l-
turverein nutzt für seine Angebote die ortsansässige Gastronomie bzw. organisiert v or allem Fahrten 
und Radtouren für ein interessiertes Publikum. 
 Die Infrastruktur dieses auch in seiner Bevölkerungsstruktur sehr heterogenen Bezirks unte r-
scheidet sich zwischen den Stadtteilen erheblich. Insbesondere die aktuelle Lage und mögl i-
chen Bedarfe in den Stadtteilen Berg Fidel und Amelsbüren lassen sich  nicht belastbar ei n-
schätzen.

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2.2 Angebote der Kulturellen Bildung des Kulturamts in den Stadtteilen 
 
Für eine chancengerechte soziale und kulturelle Teilhabe aller Menschen, unabhängig ihrer ethn i-
schen Herkunft und sozialen Lage, kommt dem Bereich der Kultur ellen Bildung eine besondere B e-
deutung zu. Mit u.a. den dezentralen Angeboten der Westfälischen Schule für Musik in i.d.R. Schu l-
räumlichkeiten sowie den Zweigstellen der Stadtbücherei und dem Bücherbus werden stadtweit wo h-
nortnahe kommunale Angebote vorgeh alten, dessen Bedarfsabgemessenheit h ier nicht bewertet 
werden kann. 
Auch das Kulturamt verfolgt im Rahmen der Landesprogramme „Kultur und Schule“ sowie „Kultu r-
rucksack NRW“ einen sozialräumlichen Ansatz, nachdem einzelne Maßnahmen und Angebote insb e-
sondere auch in den Stadtteilen erfolgen sollen, in denen ein höherer Anteil bildungsferner Schichten 
und/oder ein höher Anteil an Menschen mit Migrationsvorgeschichte zu verzeichnen ist. Im Rahmen 
der jährlichen Evaluation wird die Beteiligung der (Schulen der)  Stadtteile in den Außenbezirken s o-
wie die Anzahl interkultureller Projekte bzw. Gruppenzusammensetzungen differenziert erfasst (s. 
dazu Bericht zum Integrationsmonitoring 2017). Im Ergebnis beteiligen sich und profitieren insbeso n-
dere diejenigen Stadtteile, in denen ein hoher Anteil an Kindern und Jugendlichen mit Migrationsvo r-
geschichte (Kinderhaus, Coerde, Berg Fidel) lebt. Eine starke und erfolgreiche Beteiligung erfolgt 
zudem aus den Stadtteilen Hiltrup, Roxel und Wolbeck. Deutlich weniger aktiv und in  der Antragstel-
lung erfolgreich ist die Beteiligung aus Gremmendorf, Angelmodde, Gievenbeck, Handorf und Gelmer 
die perspektivisch gestärkt werden sollte. 
 
2.3 Dezentrale und mobile Kulturangebote aus dem Zentrum in die Stadtteile 
 
Münster verfügt über eine üb erdurchschnittliche starke freie Szene, die gemeinsam mit den komm u-
nalen Angeboten bereits eine hohe Relevanz für eine stadtweite qualifizierte Angebotsstruktur im B e-
reich der kulturellen Bildung besitzt (s.o.). Im Sinne einer gegenseitigen „win -win“-Situation ist es dar-
über hinaus erstrebenswert, kulturelle Angebote und Programme der freien Szene sowie der komm u-
nalen Einrichtungen in die Stadtteile wirken zu lassen bzw. mobil vorzuhalten. Während die Stadtteile 
von den professionellen Kulturakteuren profit ieren und neue Impulse erhalten, eröffnen sich für die 
freien Kulturakteure im idealen Fall weitere Präsentationsmöglichkeiten. 
Dies setzt allerdings adäquate Rahmenbedingungen an den Veranstaltungsorten (Räumlichkeit und 
Ausstattung, technische Voraussetzungen, Öffentlichkeitsarbeit etc.) sowie ein zusätzliches Engag e-
ment im Bereich der Vernetzung, Vermittlung sowie ggf. Beratung und Qualifizierung etc. voraus. 
In der Sitzung am 25.04.2017 hat der Kulturausschuss beschlossen, dass das Theater Münster g e-
meinsam mit dem Kulturamt zur Spielzeit 2018/2019 ein Konzept entwickelt, wie auch Stadtteile mit 
entsprechenden Bühnen (z.B. Coerde, Kinderhaus, Albachten, Hiltrup) mit mobilen Stücken bespielt 
werden können. Die konkreten Umsetzungsmodalitäten eines solchen  Konzepts werden derzeit g e-
prüft und können ggf. Modellcharakter für entsprechende Förderkonzeptionen in anderen Sparten 
haben. Ziel ist es, damit das lokale kulturelle Engagement und Programm in den Stadtteilen substa n-
tiell zu ergänzen, ggf. vor Ort vorha ndenen Defiziten zu begegnen und neue Vernetzunge n und K o-
operationen anzustoßen.

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V/0921/2018 
2.4 Bestehende Ressourcen in der Verwaltung für den Bereich Stadtteilkultur 
 
Die Kulturverwaltung hatte letztmalig in der Sitzung am 1.10.2014 anlässlich der Konsolidierung der 
Stelle des Stadtteilkoordinators im Kulturamt über die Lage der Stadtteilkultur berichtet 
(V/0685/2014). Mit Umsetzung dieser letzten Maßnahme in Folge des Rödl-Gutachtens endete die im 
Jahr 1997 im Kulturamt eingerichtete Beratungs - und Koordinationsfunktion stadtteilspezifischer A n-
liegen und Akteure seitens des Kulturamtes. Das aktuell vorgehaltene Serviceangebot besteht im 
Wesentlichen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit für die Stadtteilkultur (Newsletter, Homepage des 
Kulturamtes etc.) und der Informa tion zu relevanten Fragen - und Themenkomplexen (Ge ma, KSK, 
Fortbildungsangebote). 
Im Zuge des Konsolidierungsprogramms 2012 bis 2015 wurden auch die Stadtteilkulturfördermittel in 
Höhe von 22.500 € gestrichen. Sie dienten sowohl dafür, stadtteilspezifische  Programme und Projek-
te zu fördern als auch stadtteilübergreifende Aktionen und/oder Wirkungen anzuregen. Projektförd e-
rungen seitens des Kulturamts kommen weiterhin bei Veranstaltungen und Projekten mit Wirkung 
über den Stadtteil hinaus in Betracht und wer den auf der Basis bestehender Förderkriterien der in s-
gesamt beim Kulturamt eingereichten Förderanträge behandelt. Stadtteilspezifische Projektanträge 
können an die Bezirksvertretungen gerichtet werden, die sich dann ggf. stärker für die Kulturarbeit  in 
den Stadtteilen engagieren. 
Im Zuge der Fusion der ehemaligen Ämter 01 „Amt des Rates und des Oberbürgermeisters“ und 33 
„Amt für Bürgerangelegenheiten“ zu dem „Amt für Bürger und Ratsservice“ erfolgte im Jahr 2013 eine 
Einsparung von zwei Personalstellen in den Bezirksverwaltungen. Nach neuer Zuständigkeit sind die 
zwei Bezirksverwaltungsleitungen seitdem für zwei Außenbezirke mit jeweils einer 0,5 -Stelle zustän-
dig. Die Schwerpunktaufgaben konzentrieren sich damit auf den Ratsservice und das Bürgerbüro. 
Weiterhin vorgesehen ist die Beteiligung und z.T. Moderation von Stadtteilarbeitskreisen, während 
eine Begleitung von einzelnen Einrichtungen und Initiativen, Netzwerken und Projekten nicht mehr 
bzw. auch hier kaum noch geleistet werden kann. 
 
3. Fazit und Ausblick 
 
Ziel der Stadtteilkultur ist die Förderung des kulturellen Lebens, das in einer Balance zwischen Inn o-
vation und Tradition breite Bevölkerungsgruppen erreicht, Integration ermöglicht und dadurch einen 
wichtigen Beitrag zu einer solidarischen Stadtgesellschaft und zum sozialen Frieden leistet. Stadttei l-
kultur ist damit auch ein wichtiges Element der Stadtentwicklung und Plattform gelebter Demokratie, 
mit der sich verschiedenste Formen bürgerschaftlichen Engagements und Gelegenheiten zur Übe r-
nahme von Verantwortung erproben lassen. 
Stadtteilkultur überwindet Segregation und Segmentierung über Altersgrenzen, Schichten, Milieus 
und Nationalitäten/Ethnien hinweg und dient der Belebung von Wohnquartieren. Sie trägt somit zur 
Lebensqualität der Bevölkerung bei und bietet Chancen zur Erweiterung von Erfahrungsräumen. 
In einer gerade auch in den Außenbezirken wachsenden Stadt steigt die Bedeutung ausreichender 
Infrastruktur und flankierender Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement und kulture l-
le Initiativen in den Stadtteilen. Die dafür erforderlichen personellen und finanziellen Ressourcen sind 
jedoch in den vergangenen Jahren durch Konsolidierung deutlich gesunken. 
Mit dem vorliegenden Bericht kann eine erste Bestandsaufnahme des komplexen Bereichs der Stadt-
teilkultur in den Außenbezirken mit folgendem Fazit und Ausblick geleistet werden:

- 10 - 
V/0921/2018 
1. Wie für die „Stadt-Kultur“ im Allgemeinen gilt für die Stadtteilkultur im Besonderen, dass sie im 
hohen Maße von den sozioökonomischen, demografischen, infr astrukturellen Rahmenbedin-
gungen auf der einen sowie den kulturellen „Begabungen“ und Bedürfnissen, dem bürge r-
schaftlichen Engagement, der Dynamik und der lokalen Akteursdichte auf der anderen Seite 
abhängig ist. Die Ausprägung der Stadtteilkultur und die ermittelten Bedarfe gestalten sich in 
Münsters Bezirken höchst unterschiedlich. 
 
2. Nach erster Erfassung und Einschätzung besteht in einigen Stadtteilen der Außenbezirke ein 
respektabler infrastruktureller Grundstock sowie eine lebendige Vereins- und Kulturlandschaft. 
Festzuhalten ist jedoch, dass sich die Rahmendaten  – mit wenigen Ausnahmen – in den ver-
gangenen Jahren deutlich verschlechtert haben. Hintergrund dafür ist eine vielerorts zu ve r-
zeichnende Abnahme und/oder Veränderung des ehrenamtlichen Engageme nts sowie der 
z.T. hohe Altersdurchschnitt in einigen der bürgerschaftlich betriebenen Einrichtungen und Ini-
tiativen, der sich nicht überall durch eine geeignete Nachfolge regeln lässt. 
 
3. Insbesondere in den gewachsenen Stadtteilen dominiert eine eher tradi tionelle Stadtteilkultur 
mit alt eingesessenen Vereinen und Akteuren. Seit Wegfall der Stelle des Stadteilkoordinators 
haben sich in einigen Stadtbezirken keine neuen Initiativen und/oder Projekte entwickelt bzw. 
sind rückläufig. Einige der profilbildenden  und vernetzenden Veranstaltungen können nicht 
mehr realisiert werden. 
 
4. Starke Begegnungshäuser und Ankerpunkte haben für die Dynamik und das Angebot vor Ort 
eine hohe Relevanz. In einigen Stadtteilen – insbesondere in den Bezirken Osten und Südo s-
ten – fehlt eine geeignete Infrastruktur. Selbst alternative Nutzungsoptionen, z.B. in Gaststä t-
ten, sind dort in den vergangenen Jahren vollständig weggebrochen. 
 
5. Das prognostizierte Bevölkerungswachstum für Münster gerade in den Außenbezirken erfo r-
dert zusätzlichen Handlungsbedarf in der Stadtteilkulturarbeit. Lobby - und Gremienarbeit und 
Mitwirkung bei den int egrierten Stadtteilentwicklungskonzepten sind die Voraussetzung dafür, 
dass eine den wachsenden Bedarfen angemessene soziale und kulturelle Infrastruktur ent wi-
ckelt und gesichert werden kann. 
 
6. Im Bereich der Kulturellen Bildung bestehen aufgrund der jeweils erfolgten Evaluationen in 
den Programmen „Kultur und Schule“ sowie „Kulturrucksack NRW“ mit den Bezügen zum 
Querschnittsthema Migration und Integration kla re Hinweise auf Optimierungsmöglichkeiten 
und Handlungserfordernisse in einigen Stadtteilen, denen mit den vorhandenen personellen 
Ressourcen im Kulturamt jedoch nicht begegnet werden kann. Wünschenswert wäre zudem 
eine weitere Initiierung bzw. Fortschreib ung des „Kommunalen Gesamtkonzepts für kulturelle 
Bildung“ unter besonderer Berücksichtigung der Stadtteile. 
 
7. Es ist sinnvoll und erstrebenswert, die im Innenstadtbereich vorhandene qualifizierte freie und 
kommunale Kultur über den Bereich der kulturellen Bildung hinaus stärker in die Stadtteile 
wirken zu lassen, um neue Impulse zu setzen und ein wohnortnahes qualifiziertes Kulturpr o-
gramm vorzuhalten bzw. zu ergänzen. Die entsprechenden Voraussetzungen werden aktuell 
an dem Pilotprojekt „Kindertheater“ gepr üft und müssen ggf. en twickelt und geschaffen we r-
den.

- 11 - 
V/0921/2018 
Die derzeitige Personalressource ist nicht ausreichend, um den Bedarfen und Herausforderungen  zu 
begegnen und eine substanzielle Weiterentwicklung der Stadtteilkultur durch Information, Qualifizi e-
rung, Austausch und Wissenstransfer, Partizipationsverfahren und Vernetzung sowie die Entwicklung 
kluger Nutzungs- und Betriebskonzepte zu erzielen. Es ist daher beabsichtigt, einen Antrag auf Ste l-
lenmehrung im Umfang von 1,0 Stellen zum Stellenplan 2020 zu stellen. Zur Stärkung der Eigenkräfte 
und Projekte vor Ort, Initiierung neuer profilbildender und vernetzender Veranstaltungen, Unterstü t-
zung neuer Kooperationsmodelle sowie der Bereitstellung der erforderlichen Eigenmittel zur Akquise 
öffentlicher Bundes - und Landesfördermittel (z.B. „Kultur macht stark“, Regionale Kulturförderung, 
Heimatfonds und Heimatcheck, Stadtviertel -Förderung des NRW Kultursekretariats) werden – in An-
lehnung an den für den Kulturetat ab 2018 beschlossenen Fördertopf „Impuls -, Struktur- und Weiter-
entwicklung“ – zusätzliche Finanzmittel in Höhe von 40.000 € benötigt. 
 
 
 
 
i.V. 
 
 
gez. 
Wilkens 
Stadträtin 
 
 
 
Anlage 1: Überblick Stadtteilkultur in den Außenbezirken

Anlage 1 zu V_0921_2018 Überblick Stadtteilkultur

17307 Zeichen

Anlage 1 zur Vorlage V/0921/2018 
    Überblick Stadtteilkultur in den Außenbezirken 
 
1 
 
Anlage 1: Überblick Stadtteilkultur in den Außenbezirken  
Stadtbezirk West 
 
Stadtteil  Infrastruktur  
 
Initiativen – 
Akteure vor Ort 
Förderung / 
Projekte 
Stadtteilentwicklung / 
Demografie / Migration 
Gievenbeck  Fachwerk Gievenbeck (städt. 
Stadtteilhaus und Jugendzentrum) 
La Vie - Treffpunkt (städt. 
Stadtteilhaus) 
Waldorfschule Theatersaal 
KÖB* St. Michael 
Stadtbücherei Zweigstelle im LaVie 
 
(* KÖB =Katholische öffentliche 
Bücherei)  
KULTUR erLEBEN e.V. 
Talent e.V. 
Förderer d. Vocalkreises Münster e.V. 
Förderverein der Tanzgarde KG 
Weitere kulturellen Aktivitäten von 
Vereinen und anderen Gesellschaften 
wie z.B. Schützenverein Gievenbeck 
von 1864 e.V. , Initiativen “Kunst im 
Kreisel”, Multikulturelles Frauenforum, 
Musikzug Gievenbeck 
Westfälische Schule für Musik 
 
Nach Rückmeldung der BV 
sind Art und Zahl der Antrag-
steller sowie die jeweils 
beantragten Zwecke über die 
Jahre wechselhaft. Es gibt 
immer wieder neue 
Antragsteller und andere 
Zielsetzungen einer 
beantragten Förderung im 
Vergleich zu den ver-
gangenen Jahren. 
 
Zu den Antragstellern bei der 
BV West gehören auch 
regelmäßig die verschied-
enen Stadtteileinrichtungen 
bzgl. sowohl der 
Instandhaltung und 
(technischen) Ausstattung als 
auch bzgl. der 
Veranstaltungen/ Programme 
 
Zentrale / profilbildende 
Veranstaltungen sind z.B.  
Kindertheaterreihe „Spielzeit 
Münsterland“ in Albachten 
Kindertheaterreihe „Theater-
zauber“ in Gievenbeck 
Rüschhauskonzerte in 
Nienberge 
 
Keine Teilnahme mehr an 
Der Anteil der wohnberech-
tigen Bevölkerung mit 
Migrationsvorgeschichte an 
der wohnberechtigten 
Gesamtbevölkerung liegt in 
Münsters Westen mit 25,2 % 
im Mittelfeld. Im Gegensatz zu 
allen anderen Stadtbezirken 
ist die Zahl der wohnberech-
tigten Bevölkerung mit 
Migrationsvorgeschichte in 
diesem Bezirk seit 2005 leicht 
rückläufig. Differenziert liegt 
sie bei 31,1 % in Gievenbeck, 
17,6 % in Sentrup, 20,8 % in 
Mecklenbeck, 27,4 % in 
Albachten, 24, 9 % in Roxel 
und 20,0 % in Nienberge.  
 
Im Stadtbezirk West besteht 
durch Nachverdichtung ein 
erhebliches Wachstum in den 
nächsten 5 bis 10 Jahren, was 
sich auf die Infrastruktur 
auswirken wird. (Stichwort; 
Wohnsiedlungsflächenkonzept 
2030 / Fortschreibung des 
Einzelhandels- und Zentren-
konzeptes). Aus diesem 
Grund werden derzeit in 
einigen Stadtteilen 
Entwicklungskonzepte / 
Sentrup  De Bockwindmüel De Bockwindmüel e.V. 
Sternfreunde Münster 
(Initiative Stadtteilkultur Sentruper 
Höhe nicht mehr aktiv) 
 
Mecklenbeck  Bürgerzentrum Hof Hessemann 
Paulushof St. Anna 
KÖB St. Anna 
Bücherbus der Stadtbücherei 
Kulturzentrum für Gehörlose 
Bürgerverein Mecklenbeck 
Mecklenbecker Geschichts- und 
Heimatkreis 
Frauenchor Tender Gender 
Jugendchor Martin-Luther 
Männergesangsverein Concordia 
St. Annen-Chor 
Weitere Akteure wie z.B. Verein zur 
Förderung der off. Jugendarbeit 
Schule, Jugend, Kids & Co e.V. 
Spielmannszug und 
Schützenbruderschaft St. Lamberti

Anlage 1 zur Vorlage V/0921/2018 
    Überblick Stadtteilkultur in den Außenbezirken 
 
2 
 
Albachten Haus der Begegnung Albachten 
Musikschule Albachten e.V. 
Bücherbus der Stadtbücherei 
Ev. Johannes Kirche  
KÖB St. Ludgerus 
Musik-Kultur Albachten 
Bläservereinigung Albachten 
Frauenchor Albachten 1972 
Männergesangverein 1968  
Mozart-Orchester, Volkstanzgruppe 
Chor und More 
Kinderchor der Musikschule 
AcArthur Dancers 
Plattdeutsche Spielgemeinschaft 
Lach män lück 
Plattdütske Krink Albachten 
Weitere Akteure wie z.B. 
Spielmannszug Gut Schlag 
Schützenbruderschaft St. Gisela 
Schützenverein St. Hubertus 
 
dem regionalen Musikprojekt 
„Trompetenbaum  & 
Geigenfeige“ sowie 
Beendigung RuKoLa 
 
Kulturelle Bildung: 
aktive Beteiligung an dem 
Landesprogramm „Kultur und 
Schule“ sowie „Kultur-
rucksack NRW“ in Roxel. 
Geringe/gar keine Beteili-
gung bzw. keine erfolgreiche 
Antragstellung in Albachten 
und Gievenbeck 
Zukunftswerkstätten durch-
geführt (Albachten) bzw. sind 
in Planung (Nienberge-Häger, 
Roxel). 
 
Zudem befindet sich die 
Oxford-Kaserne in 
Gievenbeck in Planung. 
 
Aufgrund derzeit fehlender 
Wohnbauentwicklungsflächen 
wird für Nienberge ein 
Bevölkerungsrückgang bis 
2025 um 9,3 % prognostiziert. 
Dies ist der höchste 
prognostizierte negative Wert 
der Bevölkerungsentwicklung 
aller Außenbezirke Münsters. 
Dies hat Auswirkungen auf die 
demografische Entwicklung 
(höherer und wachsender 
Anteil der 60+Jährigen). 
 
 
Roxel Jugendzentrum Anne-Jakobi-Haus 
Bücherbus der Stadtbücherei  
KÖB St. Pantaleon 
Aula des Schulzentrums Roxel 
(Gastronomie Kortmann und Hotel 
Brintrup) 
 
Heimat- und Kulturkreis e.V. 
Forum Roxel e.V.  
Schützenbruderschaft Dt. Pantaleon 
Schützenverein Roxel 
Musikschule Roxel 
 
Nienberge  Kulturforum Nienberge 
Gemeinschaftsraum St. Aloysius 
Häger 
Musikschule Nienberge   
Bücherbus der Stadtbücherei 
KÖB St. Sebastian 
Annette von Droste-Hülshoff-
Gesellschaft 
Kulturforum Nienberge e.V. 
Kulturkreis Nienberge 
Musikschule Nienberge e.V. 
Trägerverein Gemeinschaftsraum St. 
Aloysius Häger 
Heimatverein Nienberge 
Kammerorchester Nienberge 
Chorgemeinschaft St. Sebastian 
Bläsergruppe Nienberge 
Musikzug Nienberge 
Jagdhornbläsergruppe - Rüschhaus 
St. Aloysius Schützenbruderschaft 
Schützenverein St. Jacobi und St. 
Sebastian

Anlage 1 zur Vorlage V/0921/2018 
    Überblick Stadtteilkultur in den Außenbezirken 
 
3 
 
 
Stadtbezirk Nord 
 
Stadtteil  Infrastruktur  
 
Initiativen – 
Zentrale Akteure vor Ort 
Förderung / 
Projekte 
Stadtteilentwicklung  
Coerde  Städt. Begegnungszentrum 
Meerwiese 
Zweigstelle Stadtbücherei 
Ev. Andreas Gemeinde  
Franziskus Gemeinde 
Kulturinitiative Coerde e.V. 
Coerde mittendrin e.V.  
Kultur- und Bildungsverein Coerde 
Coerde pur 
Bürgerinitiative Hamannplatz 
Iriba Brunnen e.V. 
Arbeitskreis Coerde 
Kath. Frauengemeinschaft St. Norbert 
Coerder Carnevals Club u. Tanzcorps 
Westfälische Schule für Musik  
Nach Rückmeldung der BV 
lässt sich für den Bezirk Nord 
mit Blick auf die Entwicklung 
der letzten Jahre keine Ver-
änderung in Bezug auf die 
Anzahl der Zuschussanträge, 
die regelmäßig an die BV 
gerichtet werden, feststellen. 
Auch die Höhe der 
Bezuschussung hat sich nicht 
in eine bestimmte Richtung 
verändert. Die Antragsteller 
und die jeweiligen Zwecke 
sind vielmehr seit einigen 
Jahren nahezu unverändert. 
 
Zentrale / profilbildende 
Veranstaltungen sind z.B. : 
„Kunst am Rand“ 
(ehemals „Kunst trifft Kohl“) 
des KAP. 8 in Kinderhaus 
Theaterreihe „Winterpunsch“ 
im der Meerwiese“  
 
Kulturelle Bildung: 
Sehr starke und erfolgreiche  
Beteiligung am Programm 
„Kultur u. Schule“ sowie 
„Kulturrucksack NRW“ in 
Kinderhaus und Coerde. 
Beteiligung am Kultur-
rucksack auch in Sprakel. 
Münster Nord ist der 
Stadtbezirk mit dem höchsten 
Anteil an wohnberechtigter 
Bevölkerung mit 
Migrationsvorgeschichte. 
Nach aktueller Monitoring 
(2017) ist der Anteil in den 
letzten fünf Jahren weiter 
gestiegen und liegt nun bei 
40,6 %. 
Der Stadtteil Coerde hat mit 
52,2 % münsterweit den 
höchsten Anteil. Ebenfalls 
recht hoch ist er in 
Kinderhaus mit 39, 9 %. In 
Sprakel liegt er bei 23,0 %. 
 
Ziel des im Jahr 2017 
gestarteten Stadtteilent-
wicklungskonzept in Coerde 
ist es, die Lebensqualität in 
Coerde sowohl in sozialer als 
auch in räumlich-
gestalterischer Hinsicht zu 
verbessern. Einbezogen 
werden auch Bevölkerungs-
gruppen mit Migrations-
vorgeschichte. Zentrale 
Bedeutung hat die Stärkung 
des Stadtteilzentrums am 
Hamannplatz. 
 
Kinderhaus  Städt. Bürgerhaus Kinderhaus mit 
Kap.8 (Kultur am Platz) 
und Wuddi (Zentrum für Kinder und 
Jugendliche.) 
Internationales Kulturverein Atrium 
Bürgerzentrum Kinderhaus 
Jugendtreff St. Josef Kinderhaus 
Heimatmuseum / Lepramuseum 
Zweigstelle Stadtbücherei  
Ev. Markus Kirche 
Kath. St. Josef Gemeinde 
 
Weggefallen: 
Veranstaltungsgaststätte „Zum 
Krug“ 
Bürgervereinigung Kinderhaus e.V. 
Kulturverein Atrium e.V. 
Musikvereinigung Münster - 
Kinderhaus 
Männergesangverein Cäcilia 1890 
e.V. 
Weitere Akteure wie: 
Spielmannszug St. Wilhelmi  
Schützenbruderschaft St. Wilhelmi 
Schützenbruderschaft St. Josef 
Kameradschaft Kinderhaus von 1898 
e.V. 
Westfälische Schule für Musik 
 
Sprakel  Heimathaus Sandrup, Coerde, 
Sprakel 
Kinder- und Jugendhaus Sprakel 
(Zentrum für Kinder und 
Jugendliche) 
Bücherbus der Stadtbücherei 
KÖB St. Marien 
Heimtverein Sandrup-Sprakel-Coerde 
Kameradschaft Sprakel-Sandrup-
Coerde 
St. Martins-Bruderschaft Sandrup 
Landfrauenverband e.V. - Sprakel

Anlage 1 zur Vorlage V/0921/2018 
    Überblick Stadtteilkultur in den Außenbezirken 
 
4 
 
 
Stadtbezirk Ost 
 
Stadtteil  Infrastruktur  
 
Initiativen – 
Zentrale Akteure vor Ort  
Förderung / 
Projekte 
Stadtteilentwicklung  
Mauritz-Ost Kath. Kirchengemeinde St. Mauritz 
KOT St. Mauritz (Jugendtreff, 
Partys, Kurse in Mauritz) 
 
Initiative „Älter werden in Mauritz-Ost“ 
Initiative „Gutes Leben in Mauritz-Ost“ 
Westfälische Schule für Musik 
 
Antragsteller sind regelmäßig 
links genannte Initiativen/ 
Akteure sowie das Kuratorium 
der Mehrzweckhalle Gelmer. 
 
Bedingt auch durch die zu-
nehmend schwindende Infra-
struktur sowie personelle Ein-
sparungen (0,5-Stelle in der 
BV) sind einige Projekte und 
Initiativen weggebrochen. 
 
Seit 2015 entwickelt sich un-
abhängig von städt. Förder-
ung/Leistung der BV das 
Kulturquartier auf der Grenze 
Stadtbezirk Ost/Mitte. In den 
Stadtbezirk wirkende Koope-
rationen gibt es bisher nicht. 
 
Zentrale / profilbildende 
Veranstaltungen sind z.B. : 
Das ehemals sehr erfolg-
reiche Musikfest MusicO 
konnte nicht fortgesetzt 
werden. 
 
Kulturelle Bildung: 
Keine/sehr geringe Beteili-
gung an „Kultur und Schule“ 
und „Kulturrucksack“ aus 
Gelmer, Handorf, Mauritz-Ost 
Der Anteil an wohn-
berechtigter Bevölkerung mit 
Migrationsvorgeschichte ist 
auch im Stadtbezirk Ost in 
den vergangenen fünf Jahren 
leicht gestiegen, liegt aber mit 
17,9 % unter Münsters 
Durchschnitt von ca. 20 %. 
Er ist somit in allen 
Stadtteilen des Bezirks wie in 
fast allen Stadtteilen des 
Bezirks Mitte 
unterdurchschnittlich. 
(differenziert: Mauritz-Ost hat 
16,5 %, Gelmer hat 20,0 und 
Handorf 18,7 %). 
 
Für den Stadtteil Handorf und 
für Gelmer sind z.T. groß-
flächige Wohnsiedlungs-
erweiterungen vorgesehen. 
Vorgesehen ist ein 
Stadtentwicklungskonzept für 
Handorf im/ab 2019 (ggf. 
erweitert um den 
Gesamtbereich (Gelmer, 
Mariendorf, Sudmühle). 
Gelmer Mehrzweckhalle Gelmer 
(Kuratorium aus Feuerwehr, 
Männergesangverein, Sportverein, 
Schützenverein) 
Bücherbus der Stadtbücherei 
KÖB St. Josef 
 
Chorgemeinschaft des MGV 
Constantia Gelmer von 1881/ Chor- 
und Theatergemeinschaft 
Frauenchor Gelmer ´94 
Naturhornbläser Gelmer 
Schützenbruderschaft St. Josef 
Gelmer 1865 e.V. 
Plattdeutsches Theater 
Heimatgruppe „Leben in Gelmer“ 
Westfälische Schule für Musik 
 
Handorf  Heimathaus  
Bücherbus der Stadtbücherei 
KÖB St. Petronilla 
 
Weggefallen: 
Veranstaltungsgaststätte „Haus 
Münsterland“  
Gaststätte „Schöne Aussicht“ 
Saal des Wersehofs und 
„Deutscher Vater“ 
 
Heimatverein Handorf e.V. 
Förderverein Münster-Ost 
Männergesangsverein Cäcilia 1887 
Impulsechor Handorf-Gelmer 
Handorfer Kantorei e.V. 
„Handorfer Hoflerchen“ Chor am 
Seniorenzentrum Handorfer Hof 
Diakonie Münster mit Kulturprojekt 
„Handorfer Hofkultur“ 
Landfrauen Handorf 
Bürgerschützen Handorf e.V. 
Bürgerschützenverein Sudmühle 
1920 e.V. 
MC „Liederhort“ Sudmühle 
Westfälische Schule für Musik

Anlage 1 zur Vorlage V/0921/2018 
    Überblick Stadtteilkultur in den Außenbezirken 
 
5 
 
Stadtbezirk Südost 
 
Stadtteil  Infrastruktur  
 
Initiativen – 
Zentrale Akteure vor Ort  
Förderung / 
Projekte 
Stadtteilentwicklung  
Gremmendorf 
 
Haus Heukmann (Gaststätte mit 
Kulturveranstaltungen) 
KOT St. Ida (Jugendtreff, 
Pfadfinder, Partys in Gremmendorf) 
Friedenskapelle am Friedenspark 
Janusz-Korczak-Haus 
Bücherbus der Stadtbücherei 
KÖB St. Ida 
 
„Kultur vor Ort“ (Heukmann) 
Männerchor Sängerbund 1897 e.V. 
Männerchor Gremmendorf 1931 
Karnevalsgesellschaft Pängelanton 
e.V.  (Förderverein Denkmallok e.V.) 
mit Niederdeutscher Heimatbühne 
Orts- und Schützenverein Gremmen-
dorf von 1923 e.V.  
Westfälische Schule für Musik  
 
Nach Rückmeldung der BV 
bestehen gut funktionierende 
Initiativen vor Ort (z.B. Kultur 
vor Ort e.V., offener Kultur-
kreis Wolbeck), die mit 
finanzieller Unterstützung der 
BV ein anspruchsvolles 
Jahresprogramm realisieren. 
Daneben gibt es einzelne 
Projektanträge der links 
gelisteten Initiativen bzw. 
Akteure vor Ort. 
Es fehlt jedoch an geeigneten 
Räumlichkeiten, so dass die 
Angebote in kirchlichen 
Räumen oder in der 
Gastronomie stattfinden 
müssen. 
 
Zentrale / profilbildende 
Veranstaltungen sind z.B. : 
Nicht vorhanden 
 
Kulturelle Bildung: 
aktive Beteiligung an dem 
Landesprogramm „Kultur und 
Schule“ sowie „Kultur-
rucksack NRW“ in Wolbeck. 
Geringe/gar keine Beteili-
gung bzw. keine erfolgreiche 
Antragstellung in Angelmodde 
und Gremmendorf 
 
Der Anteil der wohn-
berechtigen Bevölkerung mit 
Migrationsvorgeschichte an 
der wohnberechtigten 
Gesamtbevölkerung liegt in 
Münsters Südosten mit 26,8 
% im Mittefeld.  
(Gremmendorf-West hat 37,6 
%, Gremmendorf-Ost 17,5 %, 
Angelmodde 34,2 % und 
Wolbeck 19,9 %) 
 
In der Fortschreibung der 
Kleinräumigen Bevölkerungs-
prognose wird ein Wachstum 
der Bevölkerung im Stadtteil 
Angelmodde um 9,4 % 
prognostiziert. Dieser Wert 
liegt über dem prognosti-
zierten Wert aller Außen-
bezirke Münsters mit 7,3 %. 
Zudem soll in den nächsten 
Jahren im direkt angrenzen-
den Stadtteil Gremmendorf 
auf dem Gelände der ehe-
maligen York-Kaserne ein 
großes Wohnquartier ent-
stehen. Auch hier sind Stadt-
teilentwicklungskonzepte 
sowie Beteiligungsformate in 
Planung bzw. in Umsetzung.  
Gefordert wird u.a. ein „Be-
gegnungshaus“ im alten 
Kasinogebäude der Kaserne. 
Angelmodde 
 
Gallitzin Haus (Museum) 
KÖB St. Bernhard / St. Agatha 
Treffpunkt Waldsiedlung e.V. 
Bücherbus der Stadtbücherei 
 
Heimatfreunde Angelmodde e.V.  
Seniorengemeinschaft St. Bernhard 
Schützenverein Hubertus 
Angelmodde 1951 e.V. 
(Spielmannszug) 
Westfälische Schule für Musik 
 
Wolbeck  Bahnhof Wolbeck (Jugend- und 
Kulturzentrum im Stadtteil Wolbeck) 
Kath. St. Nikolaus Kirche 
Ev. Gemeindezentrum 
AWO-Treff Wolbeck 
Bücherbus der Stadtbücherei 
KÖB St. Nikolaus 
 
Weggefallen: 
Drostenhof 
Kultur vor Ort e.V. (ehem. Förderkreis 
Drostenhof) 
Bürgerforum Wolbeck e.V. 
Offener Kulturkreis Wolbeck 
AWO-Wolbeck 
Arbeitskreis „Älter werden in 
Wolbeck“ i.A. „Caritas vor Ort“ 
KG ZiBoMo Wolbeck e.V. 
Kath. Kirchengemeinde St. Nikolaus

Anlage 1 zur Vorlage V/0921/2018 
    Überblick Stadtteilkultur in den Außenbezirken 
 
6 
 
 
Stadtbezirk Hiltrup 
 
Stadtteil  Infrastruktur  
 
Initiativen – 
Zentrale Akteure vor Ort  
Förderung / 
Projekte 
Stadtteilentwicklung  
Berg Fidel Lorenz Süd (städt. Stadtteilhaus in 
Berg Fidel) 
Bücherbus der Stadtbücherei 
 
Förderverein „Alte Post – Berg Fidel“ 
e.V. 
„Wir vom Berg Fidel“ e.V. 
 
 
 
Sehr aktive Antragsstellung 
und Projektumsetzung durch 
Kulturbühne und 
Kulturbahnhof. 
 
 
 
 
 
 
 
Zentrale / profilbildende 
Veranstaltungen sind z.B.  
KiKu – Familientheaterreihe  
in der Stadthalle Hiltrup  
 
Kulturelle Bildung: 
aktive Beteiligung an dem 
Landesprogramm „Kultur und 
Schule“ sowie „Kultur-
rucksack NRW“ in Berg Fidel 
und Hiltrup. 
Geringe/gar keine Beteili-
gung in Amelsbüren 
 
 
Der Anteil der wohnberech-
tigten Bevölkerung mit 
Migrationsvorgeschichte liegt 
im Stadtbezirk Hiltrup mit 27,4 
% im Mittefeld. Mit einem 
sehr hohen Anteil von 51,6 % 
in Berg Fidel und geringen bis 
mittleren Anteilen von 18,1 % 
in Hiltrup-Ost, 21,6 % in 
Hiltrup-Mitte und 28,3 % in 
Hiltrup-West sowie 22,0 % in 
Amelsbüren ist dieser 
Stadtbezirk sehr heterogen. 
 
Vor dem Hintergrund einer 
drohenden Überalterung im 
Stadtteil Hiltrup-Ost soll ein 
Stadtteilentwicklungskonzept 
erarbeitet werden, dass die 
langfristige städtebauliche 
Integration der Wohnbau-
flächenpotenziale in die 
vorhandenen städtebaulichen 
Strukturen sichert, zusätzliche 
Infrastruktur für einen attrak-
tiven Stadtteil ermittelt sowie 
die demografische 
Entwicklung berücksichtigt. 
 
Im Stadtteil Berg Fidel wird im 
1. Quartal 2019 mit einem 
Handlungskonzept begonnen.  
Hiltrup  Stadthalle Hiltrup (Stadt) 
37 Grad (städt. Jungen- und 
Mädchentreff in Hiltrup) 
Jugendheim St. Clemens (Hiltruper 
Treffpunkt für Jugendliche) 
Kulturbahnhof Hiltrup  
Kinder- und Jugendzirkus Alfredo 
Heimatmuseum Hiltrup  
Bücherbus der Stadtbücherei 
KÖB St. Clemens 
 
Kulturbühne Hiltrup 
Stadtteiloffensive Hiltrup e.V. 
VorLeseClub Hiltrup 
Kinder- und Jugendzirkus Alfredo e.V. 
Westfälische  Schule für Musik 
Weitere kulturelle Aktivitäten von 
Vereinen und anderen 
gesellschaftlichen Akteuren (z.B. 
MGV Hiltrup 1848, Chorisma) 
Amelsbüren  
Black Bull (Jungen- und 
Mädchentreff in Amelsbüren) 
Bücherbus der Stadtbücherei 
KÖB St. Sebastian 
Kulturverein Amelsbüren e.V. 
Heimatfreunde Amelsbüren 
Westfälische Schule für Musik 
Weitere kulturelle Aktivitäten von 
Vereinen und anderen 
gesellschaftlichen Akteuren (z.B. 
Gewerbe- und Handwerksverein 
Amelsbüren, AKG 
Emmerbachgeister)

Beratungsverlauf (7)

06.11.2018 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 6.3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
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Details

Aktenzeichen
V/0921/2018
Typ
Vorlagen
Datum
11.10.2018
Erstellt
06.10.2020 14:37