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V/0566/2023

Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Clemensschule und Paul-Gerhardt-Schule

Vorlagen 19.09.2023

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Anlage 1_OGS-Kriterienkatalog

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Ansehen

Caritasverband_Bewerbung Überleitung PGS und Clemensschule

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Anlage A

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Ansehen

Mütterzentrum_Bewerbung Überleitung PGS und Clemensschule

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Beschlussvorlage

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Anlage 1_OGS-Kriterienkatalog

3208 Zeichen

Stand, 01.08.2023 
 
    Interessensbekundungsverfahren 
    für die außerunterrichtlichen Angebote der  
    Offenen Ganztagsschulen (OGS) 
 
 
Die Fachlichkeit des Trägers und sein pädagogisches  Konzept werden anhand der nachfol- 
genden Auswahlkriterien ausgewertet. Den Kriterien sind jeweils zu beachtende Standards 
und Orientierungsrahmen zugrunde gelegt: 
 
 Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschule in M ünster 
 
 Entsprechende Erlasse des Landes NRW in den aktuel l gültigen Fassungen 
 
Pädagogisches Konzept/Leistungsbeschreibung  
Das Konzept, das die gesetzlichen Grundlagen (BASS) , aktuelle gesellschaftlichen Erforder- 
nisse und die Grundhaltung des Trägers sowie dessen Arbeitsweisen verdeutlicht, muss vor- 
liegen und ist Grundvoraussetzung für die Trägerschaft einer OGS. 
 
Querschnittsaufgaben 
Der Zuzug und die Integration von Migrantinnen und Migranten stellen an Träger der OGS 
besondere Anforderungen. Sprachliche und kulturelle Barrieren müssen gemeistert, schnelle 
und kompetente Integrationsangebote erarbeitet und entwickelt werden. Gleiches gilt für die 
Themen der Inklusion von Kindern mit Behinderungen und der Genderthematik.  
Informelle und soziale Bildung als Querschnittsthem a ist grundsätzlich enthalten. Zentrales 
Ziel von Bildung ist die Befähigung des Kindes, ein  selbstbestimmtes und eigenverantwortli- 
ches Leben zu führen und umfassend am sozialen und ökonomischen Leben und der gesell- 
schaftlichen Entwicklung partizipieren zu können.  
 
Mitbestimmung  
Der freie Träger der OGS soll ein beteiligungsorientiertes, pädagogisches Konzept mit einem 
angemessenen Maß an Partizipation darlegen. 
 
Kooperationsstrukturen 
Bereits vorhandene räumliche Bezüge zu bestehenden Einrichtungen im Sozialraum der Ein- 
richtung ermöglichen die Nutzung von Synergien, die  die Wirtschaftlichkeit einer OGS erhö- 
hen. Sozialraumbezogene Angebote werden bedarfsgerecht aufeinander abgestimmt und wei- 
terentwickelt, wenn die Akteure des Sozialraums sich hierzu entsprechend vernetzen. 
 
Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Die Anforderungen an Träger der Offenen Ganztagsschulen befinden sich, analog zur gesell- 
schaftlichen Entwicklung, laufend im Wandel. Neue Herausforderungen sind kontinuierlich mit 
neuen Antworten und Konzepten zu begegnen. Aus dies em Grund ist eine funktionierende 
und sich weiterentwickelnde Trägerstruktur eine not wendige Voraussetzung für den Betrieb 
einer OGS. 
Implementierte Qualitätsentwicklungs- und Sicherung sprozesse mit inkludierten Verfahrens-
abläufen in Bezug auf den Kinderschutz und die Zusa mmenarbeit mit der städtischen OGS-
Fachberatung ist ein notwendiger Standard. 
 
Besondere Merkmale des Trägers 
Bei diesem Kriterium können weitere besondere Angebote des Trägers in die Bewertung ein- 
fließen, die über die zuvor benannten Kriterien und Orientierungsrahmen nicht abgedeckt wer- 
den, jedoch eine Bereicherung für die Angebote der OGS darstellen. Gleichzeitig kann der 
Punkt der gewünschten Trägerpluralität/Trägervielfalt in Münster in der Bewertung berücksich- 
tigt werden sowie besondere Anforderungen, welche a us den Bedarfen der Schule und des 
Stadtteils entstehen.

Caritasverband_Bewerbung Überleitung PGS und Clemensschule

6139 Zeichen

caritas-ms.de  
 
Bewerbung um die Trägerschaft der Offenen Ganztage an der Paul-Gerhard-
Schule und Clemensschule in Hiltrup 
Die Caritas Münster ist 2014 in die heilpädagogische Arbeit an Grundschulen in Münster 
eingestiegen. An der Paul-Gerhardt-Schule hat sich seitdem eine gute fachliche und kollegiale 
Arbeitsbeziehung entwickelt. 
 
Seit 2016 arbeiten wir auch als Träger von Of fenen Ganztagen an Schulen und haben uns im 
Laufe der Zeit zu einem Träger entwickelt, der schulnahe Jugendhilfe vollumfänglich anbieten 
kann. Insbesondere der fachliche Auf- und Ausbau des Bereichs der „Schulbegleitung“ ist in den 
letzten 5 Monaten vorang eschritten, ganz im Sinne unseres Zielbildes „1 Schule – 1 Träger“, 
welches wir an einigen Schulen seit diesem Schuljahr umsetzen können. Zu unserem Umfang an 
Trägerschaft und Fachberatung gehört ebenso die Schulsozialarbeit. 
 
Aufgrund des breitschichtigen  Angebots entstehen Synergieeffekte  wie feste 
Ansprechpartner:innen, pädagogische Fachlichkeit und Haltungen, gemeinsame Fortbildungen, 
Kooperationen und Projekte, Kontinuität über den gesamten Tag. Diese eröffnen nicht nur dem 
Offenen Ganztag einen erheblichen Vorteil sondern auch allen weiteren beteiligten Akteuren an 
der Schule.  
Perspektivisch streben wir die Umsetzung dieses Modell s an allen Schulstandorten, an denen 
wir tätig sind, an. 
 
Wir bewerben uns auf beide Schulen, weil wir hier die besondere Chance sehen, zwei Systeme 
miteinander im besten Sinne zu verknüpfen: eine möglichst intensive Kooperation und 
Zusammenarbeit unter Bewahrung der jeweiligen Eigenständigkeit. 
Konzeptionell können wir uns vorstellen, mit beiden Standorten ein gemeinsames kooperatives 
Leitungsmodell zu erarbeiten, mit zwei starken pädagogischen Leitungen, die jeweils ihr eigenes 
Team leiten, sich andere Verantwortungen aber aufteilen könnten. 
Zum Beispiel: 
• eine gemeinsame Ferienbetreuung, von einer hauptverantwortlichen Person geplant 
(anstatt an zwei Standorten jeweils eine Ferienbetreuung zu konzipieren).  
• der AG-Plan kann miteinander abgestimmt und genutzt werden 
• Vertretungen im Krankheitsfall können besser aufgefangen werden  
 
Wir möchten gerne mit den Teams an einer gemeinsamen Vision arbeiten und die Ideen, die es 
vor Ort ohne Zweifel geben wird, gerne aufgreifen und zusammen weiterentwickeln.  Dabei ist 
uns bewusst, dass Verände rungsprozesse sowohl Energien freisetzen als auch Ängste und 
Widerstände auslösen können. Es ist uns wichtig zu betonen, dass wir sensibel mit den Themen 
„Veränderung“ und „Bewahrung von Stabilität“ umgehen werden. 
 
In Hiltrup verfügt die Caritas über eine  gut ausgestattete und breit aufgestellt Beratungsstelle, 
die als Anlaufstelle für Familien, Eltern und Kinder dienen kann, wenn sich im Laufe der 
Grundschulzeit Themen ergeben oder in der Zusammenarbeit deutlich werden, die an der Schule  
nicht aufgefangen werden können.

Die Kolleg:innen der Erziehungsberatungsstelle können mit beteiligten Personen der Schule (z.B. 
OGS-Leitung, päd. Fachkräfte, Schulleitung, Schulsozialarbeit)  Ideen entwickeln, wie sie die 
Teams vor Ort mit ihrem Wissen unterstützen können. 
 
Aus Erfahrung wissen wir, dass die Entwicklung und breite Annahme des Offenen Ganztags 
Herausforderungen birgt. Immer mehr Kinder werden am Nachmittag begleitet und betreut, die 
noch kein oder nur wenig Deutsch sprechen. Auch das Aufeinandertreffen von unterschiedlichen 
kulturellen Erfahrungen ist nicht immer konfliktfrei. Manche Eltern können nur wenig oder 
teilweise gar nicht beim Bearbeiten von Lerninhalten unterstützen. Andere können durch eigene 
Erkrankungen ihren Kindern nicht immer die nötige Struktur und Stabilität geben. Wir versuchen, 
den Bedarf der Kinder und Eltern zu ermitteln und mit unseren Ressourcen abzugleichen, um 
herauszufinden, wie eine gute Unterstützung im Offenen Ganztag gestaltet werden kann, die die 
Entwicklung und Themen der Kinder im Blick hat.  
Es werden Wege probiert, auch Eltern zu erreichen, die an der Schule keine große Präsenz zeigen. 
Hier können wir zum Beispiel mit Kolleg:innen der Erziehungsberatungsstellen, des 
Migrationsdienstes oder der Jugend - und Familienhilfen ko operieren. Alternative Wege zur 
Aktivierung von Eltern können entwickelt und ausprobiert werden. 
Bezüglich der Dynamiken von Kindern am Nachmittag können über teilnehmende 
Beobachtungen individuelle Lösungen für Situationen gefunden werden. Über Team - und 
unterschiedliche fachliche Fortbildungen stärken wir die Mitarbeiter:innen. 
Das Team kann sich so weiter sensibilisieren, das vorhandene Wissen und die eigene Haltung 
schärfen, um sich weiterhin und auch in herausfordernden Situationen als hilfreich, kompetent 
und selbstwirksam erleben zu können. 
 
Über unser eigenes Bildungszentrum bieten wir  Fortbildungen für Mitarbeitende an . Dabei 
greifen wir die Wünsche und Bedarfe der Kolleg:innen an den verschiedenen Standorten auf und 
beteiligen sie an der Auswahl der Themen.  
Dieser Bereich befindet sich in der Entwicklung und soll perspektivisch auch die 
Weiterqualifizierung von Unterstützungskräften beinhalten, damit sie fachlich gut geschult mehr 
Verantwortung übernehmen können und sich bezüglich der Bezahlung weiterentwickeln können. 
 
Dem Caritasverband Münster ist die physische und psychische Gesundheit der Mitarbeitenden 
sehr wichtig. Das betriebliche Gesundheitsmanagement sorgt für verschiedenste Angebote im 
Bereich der Entspannung, Entlastung, aber auch Kräfti gung des Körpers und der Seele. 
Regelmäßige Gesundheitstage können zur Überprüfung der eigenen Gesundheit und Fitness 
genutzt werden. 
 
Ein wichtiges Thema für die Mitarbeiter:innen im Offenen Ganztag sind Arbeitsverträge mit 
möglichst auskömmlichen Stundenumfängen. Diese können wir anbieten z.B. über die Mitarbeit 
in der Ferienbetreuung oder die Übernahme von Schulbegleitungen am Vormittag. 
Neben umfangreicheren Verträgen für die Mitarbeiter:innen wird dadurch auch die Kooperation 
zwischen Vormittags- und Nachmittagsteam gestärkt, die Kinder erleben eine Kontinuität in den 
Beziehungen zu Pädagog:innen über den ganzen Tag.

Anlage A

4085 Zeichen

Anlage A zur V/0566/2023 
Kurzüberblick 
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit den jeweiligen mehrheitlich getroffenen Schul-
konferenzbeschlüssen vor, dem Träger Caritasverband für die Stadt Münster e.V. für die außer-
unterrichtlichen Angebote (OGS) in der Clemensschule und Paul-Gerhardt-Schule zum Schuljahr 
2024/2025 zu übertragen. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Die Verwaltung wurde mit dem Antrag A-R/0039/2016 „Qualitätsoffensive die gute (offene) Ganz-
tagsschule“ beauftragt, ein Gesamtkonzept der Offenen Ganztagsschulen zu entwickeln und 
mehr als 25% der Offenen Ganztagsschulen in die Trägerschaft anerkannter fre ier Träger der 
Jugendhilfe überzuleiten. Der Rat hat daraufhin in seiner Sitzung vom 26.08.2020 mit der Vorlage 
V/330/2020 beschlossen, alle Offenen Ganztagsschulen sukzessive in die freie Trägerschaft zu 
überführen.  
 
Mit dem Erreichen dieser Werte werden folgende ISM Leitziele verfolgt: 
 
„Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts -, Forschungs- und Entwicklungsstan-
dorte in Europa“  
 
„Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln“ 
 
Die Verwaltung und die Clemens- und Paul-Gerhardt-Schule schlagen deshalb gemeinsam vor, 
dem Träger Caritasverband für die Stadt Münster e.V. die Trägerschaft für beide Offenen 
Ganztagsschulen zum 01.08.2024 zu übertragen. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0602 Kinder- und Jugendarbeit 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im Haushaltsplanentwurf 2024 enthalten? X Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? X Ja  Nein   
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 
X 
überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
„Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sind verpflichtet, Plätze für die Kinder und Jugendlichen 
im schulpflichtigen Alter bedarfsgerecht in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege vorzuhal-
ten (§ 24 Absatz 4 SGB III). Die Kommune kann diese Verpflichtung auch durch entsprechende 
Angebote an Schulen erfüllen, soweit die Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote nach 
den Grundsätzen des SGB VIII gestaltet werden (§ 5 Absatz 1 KiBiz).“  
RdErl. D. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 23.12.2010 (ABI.NRW.01/11 S.38, berichtigt 02/11 
S.85)

Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen 
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzü-
ge 
im Basisszenario „Dynamischer Wissenschafts - und Wirtschaftsstandort“ auf 326.000 Einwoh-
ner*innen steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das 
Wachstum noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner*innen 
zählen. Die wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforde-
rung, der sich Münster stellen muss. 
 
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil des weite-
ren Ausbaus der Offenen Ganztagsschule (OGS). Alle Maßnahmen zum Ausbau der OGS orien-
tieren sich an der kleinräumigen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf aus-
gerichtet, eine familienfreundliche Stadtentwicklung zu fördern. 
 
Dazu trägt insbesondere der bedarfsgerechte Ausbau der OGS bei. Im Rahmen der unterschied-
lichen Arbeitsfelder der OGS werden wichtige Aspekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachför-
derung und Qualifizierung differenziert berücksichtigt und unterstützen eine famil ienfreundliche 
Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der quantitative und qualitative Ausbau von Angeboten 
der Offenen Ganztagsschulen im Einklang mit der Ausrichtung als führender Wirtschaftsstandort 
und mit Blick auf den ab 2026 bestehenden Rechtsanspr uch auf eine ganztägige Betreuung für 
Kinder an Grund- und Förderschulen.

Mütterzentrum_Bewerbung Überleitung PGS und Clemensschule

40258 Zeichen

Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH • Wilhelmstr. 41 • 59269 Beckum 
Tel: 02521 – 82 44 90 100 • kienzle@muetterzentrum-beckum.de 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung 
Offene Ganztagsschule

1 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Trägerorganisation 
Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 TRÄGERORGANISATION ...................................................................................................... 2 
 SELBSTVERSTÄNDNIS UND PÄDAGOGISCHE GRUNDGEDANKEN ....................................... 3 
 IN DER SCHNITTSTELLE VON KOMMUNE, SCHULE UND JUGENDHILFE ............................. 4 
 AUSGESTALTUNG EINER OFFENEN GANZTAGSSCHULE ...................................................... 6 
 INHALTE UND GRUNDSÄTZE DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE ........................................ 7 
 Betreuung .................................................................................................................................................. 7 
 Bildung ....................................................................................................................................................... 8 
 Förderung ................................................................................................................................................... 9 
 Jugendhilfe ............................................................................................................................................... 11 
 Elternarbeit .............................................................................................................................................. 13 
 Partizipation ............................................................................................................................................. 13 
 Gesundheitsförderung und Ernährung .................................................................................................... 14 
 Inklusion, Integration und Chancengleichheit ......................................................................................... 14 
 Kinderschutz............................................................................................................................................. 15 
 STRUKTUR UND AUSSTATTUNG DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE ................................ 16 
 Organisation der gemeinsamen Umsetzung ............................................................................................ 16 
 Das pädagogische Team ........................................................................................................................... 18 
 Qualitätsmerkmale .................................................................................................................................. 19 
 Finanzierung einer Offenen Ganztagsschule ........................................................................................... 20 
 UNSERE VERNETZUNG IN DER REGION ............................................................................ 21

2 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Trägerorganisation 
 Trägerorganisation 
 
Das Mütterzentrum Soziales Netzwerk ist ein anerkannter Träger der Jugendhilfe. Es arbeitet 
überkonfessionell und überparteilich und ist ebenso wie sein Gesellschafter Mütterzentrum Beckum 
e.V. dem Paritätischen Wohlfahrtsverband angeschlossen.  
Seit der Vereinsgründung im Jahr 1987 hat sich das Mütterzentrum Beckum von einem anfänglich 
reinen Selbsthilfeträger zu einem professionellen Anbieter Sozialer Arbeit entwickelt und unterhält 
als Träger der Jugendhilfe mehrere Einrichtungen und Beratungsstellen. 
 
Das Mütterzentrum Soziales Netzwerk wirkt als freier Träger in folgenden Bereichen der Sozialen 
Arbeit: 
 
 Offene Ganztagsschule/Betreuung 
 Schulbegleitung/Eingliederungshilfe  
 Fachdienst Jugend- und Familienhilfe 
 Kindertagespflege/Großtagespflege 
 Kinder- und Jugendhaus 
 Wohngruppen für unbegleitete minderjährige Asylbewerber 
 Schulsozialarbeit 
 Kommunale Flüchtlingsbetreuung  
 Fachstelle Ambulante Hilfen für Senioren und Menschen in besonderen Lebenslagen 
 
Insbesondere im Bereich der Schulkindbetreuung im Rahmen des Offenen Ganztags bzw. flexibler 
Betreuungslösungen kann das Mütterzentrum auf umfangreiche Erfahrungen zurückblicken. Derzeit 
befinden sich 32 Betreuungsstandorte in Trägerschaft des Mütterzentrums.

3 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Selbstverständnis und Pädagogische Grundgedanken 
 Selbstverständnis und Pädagogische Grundgedanken 
 
Das Mütterzentrum stellt ein bedarfsgerechtes Betreuungs-, Unterstützungs- und Förderangebot für 
Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren bereit und trägt somit wesentlich zu einer Verbesserung 
der Lebenssituationen von Familien bei. Dabei richtet der Träger seine Arbeit auf der Grundlage eines 
umfassenden Familienbegriffs bei gleichzeitiger Berücksichtigung veränderter Familienstrukturen 
aus. 
 
Unser Leitbild „Individuell für Menschen“ kennzeichnet unsere Trägerhaltung und ist die Grundlage 
für die Ausrichtung unserer verschiedenen Angebote. Es ist uns wichtig, die Individualität des 
Einzelnen zu berücksichtigen und die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei schaffen ein 
wertschätzender Umgang und offene transparente Kommunikationsformen Vertrauen und 
Verlässlichkeit. Mit unserer Arbeit wollen wir dazu beitragen, dass Menschen befähigt werden, ihre 
individuellen Möglichkeiten zu nutzen, um so unter Wahrung ihrer persönlichen Lebenswirklichkeit 
ein selbstbestimmtes Leben gestalten zu können. 
Mit den in unserem Leitbild verankerten Grundsätzen Selbstbestimmung, Bedarfsorientierung, 
Niederschwelligkeit, Vernetzung von Selbsthilfe und Professionalität, Prävention und Partizipation 
schaffen wir individuelle Zugänge für die verschiedenen Zielgruppen und erreichen so tatsächlich die 
Menschen mit ihren jeweiligen Anliegen. 
Durch unsere langjährigen Erfahrungen sind wir mit vielfältigen Lebensentwürfen von Kindern, 
Jugendlichen, Eltern und Senioren befasst. Besonders durch viele Kontakte in unserem 
Mehrgenerationenhaus erhalten wir Rückmeldungen über individuelle Bedingungen und 
Lebenssituationen von Familien. Ausgehend von diesen Erkenntnissen haben wir unsere Arbeit 
bedarfsgerecht konzipiert, was zu einer hohen Akzeptanz der Angebote und Hilfen führt. 
 
Aus unserer grundsätzlich ressourcen- und bedarfsorientierten Trägerhaltung leitet sich das 
Grundverständnis unserer pädagogischen Arbeit mit Kindern und Familien ab. So liegt jedem 
pädagogischen Handeln stets die Frage zugrunde, ob es der Nutzung und dem Ausbau der eigenen 
Ressourcen und Möglichkeiten dient und ob es die Weiterentwicklung von Selbst-, Sach-, und Sozial-
kompetenz von Kindern ermöglicht. 
Kinder sind selbstbestimmte Persönlichkeiten mit individuell verschiedenen und gleichermaßen 
wertvollen Charakterprägungen. Ein situationsorientierter Ansatz lässt jedem Kind Raum zur freien 
Entfaltung. Erlebnisse, die aus eigener Motivation und eigenem Interesse heraus entstehen, 
ermöglichen vielfältige Lernerfahrungen und befähigen das Kind zu selbstbestimmtem Handeln.

4 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
In der Schnittstelle von Kommune, Schule und Jugendhilfe 
Wir verstehen unseren pädagogischen Auftrag darin, Kinder auf ihrem persönlichen Weg zu stärken, 
Erfahrungsräume bereitzustellen und Kinder darin zu begleiten ihre Bedürfnisse und Interessen zu 
erkennen. Hierbei nehmen wir die Besonderheiten, Gefühle und Bedürfnisse aller Kinder ernst und 
leben unter dieser Voraussetzung gegenseitige Achtung und Akzeptanz vor.  
Die Vermittlung von grundlegenden Werten und Gemeinschaftsgefühl liegt jeder pädagogischen 
Handlung zugrunde. Die Stärkung des Selbstwerts, die Wertschätzung der Individualität und die 
Ermöglichung gleicher Chancen nehmen einen hohen Stellenwert ein.  
 
 
 In der Schnittstelle von Kommune, Schule und Jugendhilfe 
 
Schule bestimmt den Alltag von Kindern maßgeblich. Einerseits beansprucht Schule mit ihren 
Angeboten aber auch Verpflichtungen einen nicht zu unterschätzenden Teil der Tageszeit; 
andererseits ermöglicht Schule Kindern Erlebnisse und Beziehungen, die in anderen 
Lebensbereichen so nicht erfahrbar sind. Schule bietet einen festen Rahmen, um sich in der 
Gleichaltrigengruppe zu sozialisieren, Gemeinschaft zu erleben und Verantwortung für sich und 
andere zu erlernen und Stück für Stück zu übernehmen.  
 
Seit Herausgabe des Grundlagenerlasses „Gebundene und offene Ganztagsschulen sowie 
außerunterrichtliche Ganztags- und Betreuungsangebote in Primarbereich und Sekundarstufe I“ 
entwickelt sich die Ausgestaltung von Schule als Lern- und Lebensort immer mehr zu einer 
Gemeinschaftsaufgabe von Schule, Kommune und öffentlicher wie auch freier Jugendhilfe. 
So ist eine engere Vernetzung von Jugendhilfe und Schule vor dem Hintergrund veränderter 
gesellschaftlicher und familiärer Bedingungen notwendig und lässt sich rückblickend auf das 
vergangene Jahrzehnt nicht nur gesellschaftspolitisch, sondern vor allem auch pädagogisch 
begründen. Durch die Formulierung gemeinsamer Ziele im Bereich der Förderung von Kindern, 
Jugendlichen und Familien konnte das Aufgabenfeld ‚Offener Ganztag‘ fortlaufend und 
bedarfsorientiert mit Inhalten gefüllt und weiterentwickelt werden.  
 
Diese Kooperation von Schule und Jugendhilfe führt zu einer Zusammenführung von Angeboten und 
Maßnahmen am Lebensort Schule, die etwa von Professionellen und anderen Beteiligten aus den 
Bereichen von Familienbildung und -beratung, Gesundheitsförderung, Hilfen zur Erziehung, 
inklusiver Förderung, Begabungsförderung und offener Jugendarbeit dargeboten werden.  
Die verschiedenen Lebensbereiche von Kindern stehen so in gelungenem Austausch, verstehen 
Erziehung und Bildung als gemeinsame Aufgabe und können sich im Bedarfsfall ergänzen und 
unterstützen.

5 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
In der Schnittstelle von Kommune, Schule und Jugendhilfe 
Die Kooperationsbeziehungen zwischen Schule, Träger und OGS-Team ermöglichen eine 
zielbewusste und bedarfsangemessene Ausgestaltung des Angebots, indem unterschiedliche 
Kompetenzen genutzt und fachliche Ressourcen gebündelt werden.  
Erfahrungsgemäß werden durch eine transparente und vertrauensvolle Netzwerkarbeit zielgenaue 
und innovative Maßnahmen für eine optimale Förderung von Schüler und Schülerinnen und deren 
Familien ermöglicht. 
 
 
 
 
 
 
  
Schule 
OGS-Team
Träger
gemeinsame Gestaltung des 
Ganztagsangebotes 
gemeinsame Entwicklung des 
schuleigenen 
OGS-Konzeptes 
Qualitätssicherung, 
Netzwerkarbeit, 
fachlicher Austausch

6 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Ausgestaltung einer Offenen Ganztagsschule 
 Ausgestaltung einer Offenen Ganztagsschule 
 
Ausgehend vom Grundlagenerlass sowie den bisherigen Erfahrungen als Träger offener 
Ganztagseinrichtungen stellen sich verschiedene Aufgabenfelder, die in den einzelnen 
Schulsystemen dem jeweiligen Bedarf angemessen mit grundlegenden Inhalten und zusätzlichen 
Angeboten und Maßnahmen gefüllt werden.  
Grundsätzlich verstehen wir das Angebot im Rahmen der Offenen Ganztagsschule als 
entwicklungsoffenes Bausteinsystem. Dieses Verständnis ermöglicht eine situationsangemessene, 
gemeinsame Planung und Ausgestaltung des Angebotes im gegenseitigen Austausch mit 
Schulleitung, kommunalen Verantwortlichen, Kollegium und Team.  
 
 
 
  
BetreuungVerlässliche BetreuungFerienbetreuungMittagstisch
BildungHausaufgaben-betreuungFreizeitangebote im kreativen, sportlichen und musischen BereichProjekte in verschiedenen Erfahrungsbereichen
FörderungErzieherische Unterstützung                   im Bereich der Selbstorganisation, Kooperation und Persönlichkeits-entwicklungFreizeitangebote z.B. zur Förderung der sozialen, emotionalen, sprachlichen                oder motorischen EntwicklungPlanung und Umsetzung von Methoden des sozialen Lernens       in der Gruppe
JugendhilfeWeitergehende Hilfeangebote zur professionellen Begleitung individueller Entwicklungs-prozesseIntensive Elternbegleitung   und  -beratungFallbezogene Netzwerkarbeit zur Unterstützung des Erreichens individueller Ziele

7 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Betreuung  
 
In Ergänzung zu Schulvormittag und Familienerziehung übernimmt der Nachmittagsbereich der 
Offenen Ganztagsschule die verlässliche Schulkindbetreuung über den Unterricht hinaus sowie in 
den Ferien.  
Häufig stehen berufstätige Eltern oder alleinerziehende Elternteile vor der schwierigen Frage, wie ihr 
Schulkind nach Schulschluss betreut werden kann. Hier sind Eltern auf verlässliche Betreuungszeiten 
angewiesen. Diese Betreuungsangebote stellen somit eine wichtige Grundlage für die Vereinbarkeit 
von Familie und Beruf dar und tragen zur finanziellen Sicherung von Familien bei. 
 
 
  
  
 
  
Verlässliche Betreuung  Implementierung einer festen Tagesstruktur im Gruppenalltag  Betreuungszeiten von Unterrichtsschluss bis 17 Uhr an fünf Wochentagen  Randzeitenbetreuung ab 7 Uhr   Feste Abholzeiten ab 15 Uhr  Zusätzliches Betreuungsangebot nach Unterrichtsschluss bis 13:20 
Ferienbetreuung 
 Betreuungszeiten in den Herbst- und Frühjahrsferien (je 2 Wochen) sowie in den Sommer-
ferien (3 Wochen)  
 Betreuung an beweglichen Ferientagen und schulinternen, unterrichtsfreien Tagen 
 Flexible Abholzeiten 
Mittagstisch 
 Gemeinsames Mittagessen in der Ganztagsgruppe 
 Kindgerechte Mahlzeiten von regionalen Anbietern der Schulkindverpflegung 
 Ökologische, regionale und saisonale Produktauswahl seitens des Anbieters 
 Zusätzliches Angebot gesunder Zwischenmahlzeiten (insbesondere Obst und Rohkost) 
 Geregelte und digitale Buchungs- und Abrechnungsmodalitäten seitens des Anbieters der 
Schulkindverpflegung

8 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Bildung 
 
Bildung endet nicht mit Unterrichtsschluss, sondern ist spätestens seit Inkrafttreten des KiBiz 
(Kinderbildungsgesetz) in NRW erklärte Aufgabe der Kindertagesbetreuung und somit auch des 
Nachmittagsbereiches einer Offenen Ganztagsschule.  
Im Fokus steht der Baustein ‚Hausaufgabenbetreuung/Lernzeiten‘, der die schulischen Inhalte in den 
Ganztag trägt und die offensichtliche Schnittmenge von Schule und Nachmittag im Bereich Bildung 
darstellt.  
Darüber hinaus verstehen wir unter Bildung im Kontext des Ganztags alles, was Erfahrungen 
ermöglicht und Horizonte erweitert. In den 29 Ganztagsbereichen, die in Trägerschaft des 
Mütterzentrums geführt werden, findet sich eine Vielfalt an außerunterrichtlichen 
Bildungsangeboten in Form von Arbeitsgemeinschaften und Projekten.  
 
 
  
  
 
Hausaufgabenbetreuung/ Lernzeiten 
 Erledigung der schriftlichen Hausaufgaben in Kleingruppen 
 Bereitstellung einer positiven Arbeitsatmosphäre (Ruhe, Reizarmut,  
organisierter Arbeitsplatz) 
 Erziehung zur Selbstständigkeit und zum organisierten Arbeiten 
 Rückmeldung an Eltern und Lehrkräfte zum Leistungsverhalten einzelner Schülerinnen 
und Schüler sowie zur Angemessenheit von Niveau und Umfang der Hausaufgaben 
Freizeitangebote im kreativen, musischen und sportlichen Bereich 
 Arbeitsgemeinschaften im Nachmittag (z.B. Koch-AG, Mädchen-/Jungen-AG,  
Fußball-AG, Foto-AG, Chor-AG, Forscher-AG etc.) 
 Interne wie auch externe AG-LeiterInnen zur Abdeckung verschiedener                                            
Interessensbereiche 
 Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen, Einrichtungen und ÜbungsleiterInnen 
Projekte in verschiedenen Erfahrungsbereichen 
 Thematische Ausrichtung der Ferienwochen in Form von Projektwochen/-tagen 
 Trägerbeteiligung an der Initiative „Haus der kleinen Forscher“ 
 Kooperationen im Bereich Sport  
 Beteiligung an Schulprojekten (z.B. Zirkusprojekte, Themenwochen etc.)

9 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Förderung 
 
Eine auf die individuellen Bedürfnisse von Kindern abgestimmte Förderung ist eine wichtige 
Voraussetzung für eine spätere selbst bestimmte Lebensführung. Hierbei ist es wichtig, dass Kinder 
neben einem adäquaten Freizeitverhalten auch die Einbindung in soziale Bezüge erleben und dass 
sie Erfahrungen im Bereich der sozialen Gruppenarbeit machen. Diese Erfahrungen bilden den 
Einstieg zum sozialen Lernen, zur Einhaltung von Regeln und zum Erlangen sozialer Kompetenzen, 
die langfristig auch auf andere Gruppenkontexte übertragen werden können.  
 
 
 
 
Erzieherische Unterstützung im Bereich der Selbstorganisation, Kooperation  
und Persönlichkeitsentwicklung 
 Kleinschrittige und altersangemessene Anleitung zur Bewältigung von Entwicklungsaufga-
ben (z.B. An- und Auskleiden, Schuhe binden, Verhalten am Essenstisch, Körperpflege, 
etc.) 
 Begleitung im Freispiel (Umgang mit MitschülerInnen, Umgang mit Material, Motivation 
zum Spiel, etc.) 
 Unterstützung in der Organisation der Arbeitsmittel im Rahmen der Hausaufgabenbe-
treuung 
Freizeitangebote z.B. zur Förderung der sozialen, emotionalen, sprachlichen  
oder motorischen Entwicklung 
 Die Angebote im Rahmen der Arbeitsgemeinschaften werden bewusst so gesetzt, dass sie 
die Kinder entsprechend ihren Fähigkeiten in verschiedenen Entwicklungsbereichen her-
ausfordern und zu neuen Lernerfahrungen anregen 
 Das pädagogische Team entscheidet gemeinsam mit den Eltern, welches Angebot für ein 
Kind hilfreich sein kann

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 
 
 
  
 
Freispielphasen bieten ein hohes pädagogisches Potential: 
 Permanente Erprobung persönlicher, handlungspraktischer und vor allem sozialer Kom-
petenzen 
 Soziale Lernerfahrungen (aufeinander zugehen, Kontakt zu anderen Kindern aufnehmen, 
sich durchsetzen, helfen oder teilen) 
 Berücksichtigung gemeinsam erarbeiteter Gruppen- und Spielregeln  
 Entstehung und Pflege von Freundschaften  
 Zutrauen neuer Handlungen, Erproben von Alternativen und Erlernen eines Umgangs mit 
Erfolg oder Misserfolg  
 Förderung von Konzentration, Ausdauer und Gedächtnis  
 Nutzung verschiedenen Aktionsräume (Funktionsbereiche, Außenbereich, Ruhebereiche) 
etc. 
Planung und Umsetzung von Methoden des sozialen Lernens in der Gruppe (optional) 
 
 Beispielsweise Trainings sozialer Kompetenzen oder gezielte Inhalte zum Umgang mit 
Medien, Konflikten, Freundschaft etc. 
 Ziele der Trainings können z.B. sein:  
 Auseinandersetzung mit der Selbst- und Fremdwahrnehmung 
 Stärkung des Selbstbewusstseins 
 Förderung der sinnlichen Wahrnehmung 
 Auseinandersetzung mit und Verbesserung der Kommunikation untereinander  
 Entwicklung alternativer Konfliktlösungen 
 Übernahme von Verantwortung  
 Kooperation und Vertrauen 
 Erarbeitung, Einübung und Akzeptanz von Regeln und Konsequenzen etc.

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Jugendhilfe 
 
Um darüberhinausgehenden Förderbedarfen gerecht zu werden, hat das Mütterzentrum in 
Zusammenarbeit mit den Jugendämtern des Kreises Warendorf individuelle Förderangebote in die 
Arbeit der OGS-Teams integriert. Aufgrund der vielfältigen positiven Erfahrungen in 
Fördermaßnahmen versteht der Träger die zusätzliche Arbeit mit Kindern und Eltern im Rahmen der 
Hilfen zur Erziehung als wichtige Ergänzung zur Betreuung und allgemeinen Förderung in der OGS.  
Die Förderung wird über zusätzliche Stundenbudgets durch das pädagogische Fachpersonal des OGS-
Teams umgesetzt. Es zeigt sich, dass die kontinuierliche Beziehungsarbeit zwischen Fachkraft und 
Kind maßgeblich zum Erfolg der Hilfe beiträgt. Die OGS bietet einen optimalen Erfahrungsraum, um 
soziale und personelle Kompetenzen einzuüben und zu festigen. Die Maßnahme beruht somit auf 
einem integrativen Ansatz. Die Förderkinder nehmen die strukturierenden Angebote der OGS wie 
Mittagessen, Gruppenalltag und Hausaufgabenbetreuung wahr und erhalten darüber hinaus in 
bestimmten Handlungsbereichen eine intensive Unterstützung durch die Bezugsperson.  
 
 
 
Weitergehende Hilfeangebote zur professionellen Begleitung individueller  
Entwicklungsprozesse 
 
Durch eine zusätzliche intensive Förderung sollen die GrundschülerInnen befähigt werden: 
 Regeln und Normen zu akzeptieren 
 Soziale Kompetenzen zu erwerben 
 Angemessene Reaktionen in Konfliktsituationen zu zeigen 
 Kommunikationsformen zu entwickeln 
 Soziale Gruppenprozesse zu erfahren 
Inhalte und Angebote: 
 Sozialpädagogische Förderangebote 
 Soziale Gruppenarbeit, Kleingruppenarbeit und Einzelförderung 
 Integrativer Ansatz durch Bezugspersonen im regulären Geschehen des Offenen Ganztags

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 
 
 
 
  
Intensive Elternbegleitung und -beratung 
 
 Wahrnehmen und Umsetzen eines gemeinsamen Erziehungs- und Bildungsauftrags von 
Familie und Schule 
 Regelmäßige Elterngespräche zur Entwicklung des Kindes und zu Themen, die das Erzie-
hungsverhalten/Familienleben betreffen 
 Beratung nach einem systemischen Grundverständnis 
 Austausch über mögliche Anliegen oder Unterstützungsbedarfe und Vermittlung in mögli-
che Hilfen innerhalb und außerhalb von Schule 
Fallbezogene Netzwerkarbeit zur Unterstützung des Erreichens individueller Ziele 
 
 Intensiver und transparenter Austausch zwischen den Professionen innerhalb der Schule 
unter Voraussetzung des Einbezugs der Familie 
 Zielorientierte Kooperation mit weiteren Institutionen und Akteuren im Sozialraum

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Elternarbeit 
 
Bei der Erziehung, Förderung und Bildung jedes Kindes versteht sich das Team des Offenen Ganztags 
als unmittelbarer Partner der Erziehungsberechtigten. Die Entwicklung des Kindes findet 
gleichermaßen im häuslichen Umfeld wie auch in der Einrichtung statt. Ein steter 
Informationsaustausch ist somit obligatorisch, um die Erziehungs- und Betreuungsarbeit wertvoll 
gestalten zu können.  
Darüber hinaus halten wir tragfähige Beziehungen zwischen Eltern und Fachkräften für beidseitig 
bereichernd und wissen aus Erfahrung, dass sie in bestimmten Situationen hilfreich und entlastend 
sein können.  
 
 Partizipation 
 
Mitbestimmung, Mitgestaltung und die Möglichkeit Einfluss auf Entscheidungen zu nehmen, sind ein 
Grundverständnis und Kernelement unserer Arbeit (Empowerment, Vermittlung von 
Selbstwirksamkeit). Unser situationsorientierter Arbeitsansatz bietet viele Möglichkeiten, Kinder 
entsprechend ihres Alters und Entwicklungsstandes in die Gestaltung des Gruppenalltags und ihres 
persönlichen Entwicklungsprozesses einzubeziehen. Die Beteiligung der Kinder an Entscheidungen 
und Veränderungen verstehen wir als selbstverständlich und darüber hinaus als zusätzlichen Anlass, 
ein demokratisches und zugleich respektvolles Gruppenverhalten zu erlernen.  
Neben regelmäßig stattfindenden Kinderkonferenzen bietet die OGS-Leitung in geregelten 
Abständen eine Sprechstunde an. Ein „Kummerkasten“ bzw. „Box für Vorschläge“ steht den Kindern 
für anonyme Angelegenheiten zur Verfügung. Jedes Bedürfnis und jede Beschwerde werden ernst 
genommen und schnellstmöglich in einer Teamsitzung thematisiert. Die Ergebnisse und 
Lösungsvorschläge werden je nach Bedürfnis/Beschwerdeanliegen mit dem Kind individuell 
besprochen bzw. in der Konferenz unter Partizipation aller Kinder einer Gruppe vorgestellt und 
festgelegt.  
Als Einrichtung möchten wir ebenso bedarfsgerecht auf die Wünsche und Ideen der Familien 
eingehen und bitten auch Eltern, an der Weiterentwicklung und Ausgestaltung des Angebots 
teilzuhaben.

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Gesundheitsförderung und Ernährung 
 
Gesund aufzuwachsen ist Bedingung für eine lebenswerte und selbstbestimmte Zukunft.  
Gesundheit wird mit zunehmendem Alter immer mehr zur Eigenverantwortung eines Jeden. Wir 
unterstützen Kinder bei der Entwicklung gesundheitsrelevanter Verhaltensweisen, stärken 
Ressourcen und entwickeln relevante Kompetenzen gemeinsam mit Kindern und Familien. Die 
Fachkräfte achten im Alltag auf die Gestaltung eines gesundheitsbewussten Lebens- und 
Arbeitsumfelds und gehen mit modellhaftem Verhalten voraus. 
In der Ausrichtung des pädagogischen Mittagstischs arbeiten wir mit Partnern zusammen, die die 
Schulkindverpflegung unter ökologischen und ernährungswissenschaftlichen Aspekten kindgerecht 
umsetzen. Die detaillierten Qualitätsstandards für Schulverpflegung der Deutschen Gesellschaft für 
Ernährung werden eingehalten. Religiöse Speisevorschriften werden ebenso wie Vorgaben durch 
Allergien oder Unverträglichkeiten berücksichtigt. Zusätzlich zur täglichen Mittagsmahlzeit bietet das 
Team sowohl im Offenen Ganztagsangebot als auch in der Betreuung von 8-13 Uhr regelmäßig 
gesunde Snacks z.B. in Form von Rohkost oder Obst an. Beim Einkauf wird auf biologische Qualität 
sowie die Auswahl regionaler und saisonaler Produkte geachtet.  
 
 Inklusion, Integration und Chancengleichheit 
 
Die Schule ist ein Ort an dem jedes Kind entsprechend seinen Bedürfnissen und Besonderheiten 
Anerkennung und Zugewandtheit erfährt. Wir nehmen jedes Kind unvoreingenommen an und 
orientieren unser Angebot an seinen individuellen Fähigkeiten. 
Jeder Mensch unterscheidet sich von den anderen. Wir erleben diese Vielfalt als hohes Gut in unserer 
Gesellschaft und als große Ressource im gemeinsamen Miteinander. Inklusion entspricht in erster 
Linie dieser Haltung und kann nicht nur als Handlung verstanden werden. Allein durch die Einnahme 
und Vermittlung dieser Haltung ermöglicht sich ein annehmendes, einschließendes und 
unvoreingenommenes Handeln, das Kinder am Vorbild erfahren und im Umgang mit ihren 
Mitmenschen erproben können.  
Die Fachkraft ist beauftragt die Berücksichtigung dieser Haltung in jedem pädagogischen Handeln 
und in jeder strukturellen Frage zu prüfen, Ausschluss zu verhindern und Vielfalt zu ermöglichen. 
Auch vor diesem Hintergrund kommt einer altersangemessenen Vermittlung von Kinderrechten eine 
große Bedeutung zu. 
Jede OGS ist ebenso den Grundsätzen der geschlechtergerechten Schule verpflichtet. Aufgrund des 
erweiterten Zeitrahmens, der außerunterrichtlichen Aktivitäten sowie der Kooperation mit 
außerschulischen Partnern bietet die OGS ein besonderes Potenzial für gendersensible 
Ganztagsangebote. Durch eine entsprechende Gestaltung von förderlichen Rahmenbedingungen 
können unterschiedliche Ansprüche und Lebenslagen aufgegriffen und die Schülerinnen und Schüler 
bei ihren Identitäts- und Sozialisationsprozesse unterstützt werden. Ziel ist es, die Chancengleichheit 
für Jungen und Mädchen zu erhöhen und damit Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern zu 
beseitigen.

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Kinderschutz 
 
Als Jugendhilfeträger haben wir in der gesetzlichen Verpflichtung und unter Berücksichtigung 
unseres Leitbildes fachliche und trägerspezifische Standards entwickelt, um so in Form eines 
abgestimmten Frühwarnsystems notwendige Steuerungsprozesse gestalten zu können. In unserer 
Verantwortlichkeit als Träger von 29 Offenen Ganztagsschulen, dem Kinder- und Jugendhaus, zwei 
Jugendwohngruppen und weiteren Einrichtungen und Beratungsstellen nimmt die Frage des 
Kinderschutzes für uns seit Jahren einen zentralen Stellenwert ein. Dies hat dazu geführt, dass wir 
gemeinsam mit unseren MitarbeiterInnenteams eine deutliche und transparente Haltung zu Fragen 
von Kindeswohlgefährdung entwickelt haben. 
 
 Trägerinterne Ausbildung und Zertifizierung von Kinderschutzfachkräften durch die fachpool 
gGmbH, Gesellschaft für Fortbildung und Beratung 
 Trägerinternes Schutzkonzept inklusive Selbstverpflichtungs- und Selbstauskunftserklärung 
sowie Beschwerdemanagement 
 Facharbeitskreis zum kollegialen Austausch und zur Sicherung von Standards innerhalb des 
Trägers 
 Teamsupervision der Kinderschutzfachkräfte im Rahmen der Facharbeitskreistreffen  
 Erarbeitung und Weiterentwicklung von trägerinternen Dokumentationsstandards und Hand-
lungsempfehlungen 
 Orientierung an den Vorgaben und Empfehlungen des jeweiligen kommunalen Hand-
buchs/Handlungsrahmens bezüglich „Frühe Hilfen und Schutz“ 
 Teilnahme an regionalen Netzwerktreffen zum Thema „Frühe Hilfen und Schutz“

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Struktur und Ausstattung der Offenen Ganztagsschule 
 Struktur und Ausstattung der Offenen Ganztagsschule 
 Organisation der gemeinsamen Umsetzung 
 
Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Schule, Träger und pädagogischem Team ist grundlegend 
für den Erfolg und die Qualität der Arbeit im Nachmittagsbereich. Konkrete Formen der 
Zusammenarbeit zeigen sich z.B. durch: 
 
 Einstellung der MitarbeiterInnen im Einvernehmen von Schulleitung und Träger 
 Absprache inhaltlicher und organisatorischer Zielvereinbarungen 
 Gemeinsame Planung von Betreuungs- und Förderstrukturen 
 Gemeinsame Elternabende sowie gemeinsame Projekte im Bereich der Elternbildung 
 Erstellung gemeinsamer Informationsmaterialien (Elternbriefe, Flyer, Aushänge) 
 Regelmäßige Arbeitstreffen zwischen Schule, Träger und TeamkoordinatorIn 
 Eine Informations- und Kommunikationskultur der „kurzen Wege“  
 
 
Die Schule und der Träger verstehen sich als gleichberechtigte Kooperationspartner und sind in 
gemeinsamer Verantwortung und somit in enger Verbindung von Schule und Träger der Jugendhilfe 
für die Umsetzung der Offenen Ganztagsschule zuständig. Die Kooperationspartnerschaft erfordert 
einen engen Austausch zwischen Schule und Träger, der in Form feststehender und regelmäßig 
stattfindender Kontakte und Arbeitstreffen organisiert wird.  
Die Verantwortlichkeiten verteilen sich idealerweise folgendermaßen: 
 
  
 
Die Schule 
 
 ist grundsätzlich für das Raumangebot zuständig, übernimmt die räumliche Ausgestaltung 
und plant weiteren Raumbedarf wie z.B. Belegung der Sporthalle im Nachmittag 
 übernimmt die inhaltliche Planung und Durchführung schulischer Fördereinheiten außer-
halb des regulären Schulunterrichtes 
 informiert die Elternschaft über die Angebote und Leistungen der Offenen Ganztagsschule 
 garantiert für eine Transparenz innerhalb des Lehrerkollegiums und in der Elternschaft

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Struktur und Ausstattung der Offenen Ganztagsschule 
 
 
 
  
Das Mütterzentrum 
 
 ist für die fachliche, personelle, finanzielle und organisatorische Ausgestaltung der Ange-
bote im außerschulischen Bereich zuständig 
 plant die entsprechenden Förderangebote in Kooperation mit weiteren Trägern im Bereich 
von Jugendhilfe, Sport, Kultur und Gesundheitsförderung 
 ist für die Organisation eines Mittagstisches zuständig 
 garantiert eine Betreuung an unterrichtsfreien Tagen und organisiert eine bedarfsgerechte 
Ferienbetreuung 
 stellt im Rahmen des Ehrenamts weitere Beteiligte als Ergänzung im Freizeit- und Förder-
angebot zur Verfügung 
 bietet Unterstützung und Beratung für Eltern an  
 verwendet die Mittel transparent nach bewährtem Verfahren

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Struktur und Ausstattung der Offenen Ganztagsschule 
 Das pädagogische Team 
 
Alle in der Einrichtung tätigen Fach- und Ergänzungskräfte verstehen sich als Vorbild und führen ihre 
Rolle jeweils authentisch und mit Bedacht auf die zu vermittelnden Werte aus. Allein durch diese 
Grundhaltung geben sie dem Kind Impulse zur selbstinitiierten Moralentwicklung und bieten 
exemplarisch Verhaltensmuster an, die zur Bewältigung von Aufgaben und Herausforderungen im 
Gruppenalltag, aber auch in anderen Kontexten ein Vorbild sein können. Dies bezieht sich nicht nur 
auf das pädagogische Handeln im Einrichtungsalltag, sondern auch im Innenverhältnis auf ein hohes 
Maß an Kollegialität, Kommunikation und Wertschätzung im Team. 
Das Team reflektiert die Arbeit mit den Kindern im stetigen Austausch, in fachberaterischen 
Kontexten, Supervisionen und Fortbildungszusammenhängen und entwickelt die konzeptionelle 
Ausrichtung der Einrichtung im ständigen Prozess weiter. Das Team nutzt das gemeinsame 
Fachwissen zur Optimierung der Entwicklungs- und Bildungsprozesse jedes einzelnen Kindes.  
 
Zur Durchführung des Angebots wird ein multiprofessionelles Team eingesetzt, dessen gesamte Stun-
denzahl sich nach der Größe der OGS richtet. Das Mütterzentrum setzt auf eine hohe Kontinuität und 
eine möglichst stabile Bindung von MitarbeiterInnen an einzelne Schulsysteme. Die Bezahlung erfolgt 
nach TVöD-SuE – Sozial und Erziehungsdienst. Die Identifikation der MitarbeiterInnen mit der jewei-
ligen Schule erhöht die Motivation und verbessert die Qualität der Zusammenarbeit maßgeblich. 
 
Als Leitung wird eine pädagogische Fachkraft zur Koordination des Teams und des Ganztags 
möglichst in Vollzeit eingestellt. Er/Sie ist für die inhaltliche Ausrichtung und organisatorische Arbeit 
zuständig und verantwortlich und ist direkte Ansprechperson für Schulleitung, Lehrkräfte, Eltern und 
Trägerleitung.  
Des Weiteren sind pädagogische MitarbeiterInnen wie auch pädagogische Zweitkräfte jeweils im 
Tandem im Gruppengeschehen eingesetzt. Pädagogische Zweitkräfte nehmen an einer internen 
Grund- und Vertiefungsqualifizierung teil.  
Im Bereich der Mittagessensverpflegung beschäftigt das Mütterzentrum hauswirtschaftliche 
MitarbeiterInnen. 
 
Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen weisen ein unbedenkliches Führungszeugnis und den 
notwendigen Masernimpfschutz nach. Mitarbeitende mit Verantwortlichkeit für den Mittagstisch 
sind gemäß §35 Infektionsschutz belehrt. 
 
Weiterhin können wir auf Erfahrungen in der Umsetzung einer Betriebsübernahme gemäß §613a 
BGB zurückgreifen. Wir kennen die Rechte und Pflichten im Rahmen eines solchen Rechtsgeschäfts 
und setzen diese entsprechend um.

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Struktur und Ausstattung der Offenen Ganztagsschule 
 Qualitätsmerkmale 
 
Vor dem Hintergrund der bisherigen Erfahrungen und der positiven Kooperationsbeziehungen mit 
Schulen im Kreis Warendorf und im Kreis Soest garantiert das Mütterzentrum eine hohe Kompetenz 
und pädagogische Qualität der inhaltlichen und organisatorischen Arbeit im Rahmen einer Offenen 
Ganztagsschule. 
 
Als Träger hat die Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH innovativ und unter Berücksichtigung 
bedarfsorientierter und sozialer Erfordernisse ein soziales Netzwerk von Leistungen im Bereich der 
Familien- und Jugendhilfe aufgebaut, die mit einem hohen Ausmaß an Fachlichkeit, Kompetenz und 
Qualität in selbstbestimmter Trägerschaft geführt werden. Auch die Leistungen des Fachbereiches 
Offene Ganztagsschule unterliegen diesen Qualitätsstandards und entsprechen dem Leitbild des 
Vereins. 
 
Weitere Qualitätsmerkmale garantieren die Fachlichkeit der Arbeit: 
 Bereitstellung eines Pools von MitarbeiterInnen mit unterschiedlichen pädagogischen 
Professionen 
 Durchführung einer Grund- und Vertiefungsqualifikation für pädagogische Zweitkräfte 
 Regelmäßiges Angebot von internen und externen Fortbildungs- und Weiterbildungs-
maßnahmen für alle MitarbeiterInnen 
 Teilnahme der MitarbeiterInnen an Fachtagen und Fachberatungen 
 Engagement in Aus- und Weiterbildung (Duales Studium, Praxisintegrierte Ausbildung, 
Anerkennungsjahr, Praktikum) 
 Austausch und Beratung in Leitungstreffen der Teamkoordinatoren, Facharbeitskreisen 
sowie Klausurtagungen 
 Fachliche Begleitung und Beratung im Einzelfall sowie grundsätzliche Fachaufsicht durch 
den Träger 
 Kooperation mit Trägern der öffentlichen Jugendhilfe 
 Vernetzung mit ortsansässigen Einrichtungen, Vereinen und Trägern zur Ausgestaltung des 
Angebotes und zur Schaffung sozialer Ressourcen für Kinder und Familien am Wohnort 
 Hohe Fachlichkeit im Bereich des Kinderschutzes (§8a, SGB VIII) 
 Ausbildung in Erste Hilfe, Brandschutz und Arbeitssicherheit

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Struktur und Ausstattung der Offenen Ganztagsschule 
 Finanzierung einer Offenen Ganztagsschule 
 
Grundsätzlich ist die Finanzierung einer OGS Schule von der Anzahl der angemeldeten Schüler und 
den diesbezüglichen Landeszuweisungen und kommunalen Pflichtanteilen abhängig. Zuzüglich 
ergeben sich erhöhte Landespauschalen für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf und für 
festgestellte Flüchtlingskinder. 
Festgesetzte monatliche Elternbeiträge für die Betreuung von 8-13 Uhr sind dem hinzuzurechnen. 
Die Kosten für hauswirtschaftliche MitarbeiterInnen werden der Kommune gesondert in Rechnung 
gestellt, sodass diese den Gesamtetat der OGS-Schule nicht belasten. 
 
Als Träger führen wir sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben der jeweiligen Schule auf einer 
separaten Kostenstelle. Die Sachkosten errechnen sich je nach Anzahl der Kinder, die die OGS bzw. 
die Bis-Mittag-Betreuung besuchen (OGS: 60,00€/ Jahr/ Kind, BMB: 20,00€/ Jahr/ Kind). 15% der 
Personalkosten werden als Overheadkosten (allgemeine Verwaltungskosten) veranschlagt. Alle 
weiteren Einnahmen werden für Personalkosten aufgewandt. 
Zum Ende des Schuljahres wird von uns als Träger ein entsprechender Verwendungsnachweis mit 
einer detaillierten Aufstellung von Einnahmen und Ausgaben sowie ein Sachbericht über die erfolgte 
Arbeit erstellt.

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Unsere Vernetzung in der Region 
 Unsere Vernetzung in der Region 
 
Als freier Träger sind wir fester Bestandteil des sozialen Netzwerks in der Region. Durch unsere 
Aktivitäten im Bereich der Familien- und Jugendhilfe sowie durch unsere Angebote im Rahmen des 
Mehrgenerationenhauses und der Kindertagespflege sind wir vielen Familien in den zugehörigen 
Landkreisen bekannt und erleben Akzeptanz und Zuspruch für unsere alltägliche Arbeit. Wir erfüllen 
die uns anvertrauten Aufgaben professionell, bedarfsorientiert für Familien und in wertvoller 
Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen.  
Durch unsere Mitwirkung in Facharbeitskreisen, Gremien und Ausschüssen gestalten wir die 
Unterstützungs- und Angebotslandschaft der Region mit. 
 
Unsere Vernetzungspartner sind unter anderem 
 
 Städte und Kommunen 
 Jugend- und Sozialämter der Kommunen in der Region und darüber hinaus 
 Tageseinrichtungen, allgemeinbildende Schulen, Berufskollegs und Hochschulen 
 Initiativen und Vereine vor Ort in den Städten und Gemeinden 
 Kinderärzte, Therapeuten, Kliniken und Beratungsstellen 
 Arbeitsämter und Jobcenter der Kommunen  
 Institute im Auftrag der qualitativen Weiterentwicklung der pädagogischen Praxis (z.B. 
ISA Münster) 
 Fort- und Weiterbildungsträger 
 Externe Supervisoren und Coaches 
 Landesweite Facharbeitsgremien des Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW 
 Kreisgruppe des Paritätischen Wohlfahrtsverbands des Kreises Warendorf

Beschlussvorlage

10513 Zeichen

V/0566/2023 
V/0566/2023 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Clemensschule und Paul-Gerhardt-
Schule 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   09.11.2023 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 
   21.11.2023 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 
   28.11.2023 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit 
und Ordnung 
Vorberatung 
   30.11.2023 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   06.12.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung 
   13.12.2023 Hauptausschuss Vorberatung 
   13.12.2023 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der Clemens-
schule und der Paul -Gerhardt-Schule zum Schulhalbjahr 2024/2025, ab dem 01.08.2024 dem Ju-
gendhilfeträger Caritasverband für die Stadt Münster e.V. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Clemensschule 
 
Teilergebnisplan 
 
 Nr. Bezeichnung  Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen  
 
Produktgruppe 0602 Kinder- und Jugendarbeit    
Zeile 11 
15 
Personalaufwendungen 
Transferaufwendungen 
2024  114.480 Ab 01.08.2024 
   2025 ff 251.440  
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
30.10.2023 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Schild 
Telefon: 492-5143 
schildk@stadt-muenster.de

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V/0566/2023 
Paul-Gerhardt-Schule 
 
Teilergebnisplan 
 
 Nr. Bezeichnung  Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen  
 
Produktgruppe 0602 Kinder- und Jugendarbeit    
Zeile 11 
15 
Personalaufwendungen 
Transferaufwendungen 
2024  253.610 Ab 01.08.2024 
   2025 ff. 556.400  
 
Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen für die Clemensschule und die Paul-Gerhardt-
Schule sind im Haushaltsplanentwurf 2024 in der o. g. Produktgruppe veranschlagt. 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
Der Rat der Stadt Münster hat mit der Vorlage V/0330/2020 die sukzessive Überleitung der Offenen 
Ganztagsschulen zu den Trägern der freien Jugendhilfe beschlossen. Die freien Jugendhilfeträger 
haben seitdem die Möglichkeit, ihr grundsätzliches und verbindliches Interesse an einer Übernahme 
der Trägerschaft einer oder mehrerer Offener Ganztagsschulen in Münster zu bekunden. Über die 
jeweils konkrete Überleitung einer, in diesem Fall zweier Schulen, werden die Träger informiert und 
können sich darauf bewerben. 
 
Um die Schul- und Elternbeteiligung sicherzustellen, wird das Ergebnis der Trägerauswahl, hier bei-
der Schulkonferenzen, vor den politischen Gremien vorgestellt. Die anschließenden Schulkonferenz-
beschlüsse sind Bestandteil dieser Beschlussvorlage. 
 
Die katholische Clemensschule Hiltrup und die als Gemeinschaftsgrundschule geführte Paul -
Gerhardt-Schule Hiltrup befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft im Stadtbezirk Hiltrup, Stadtbe-
zirk Hiltrup-Mitte. Auf der Grundlage der Vorlage V/0845/2017/1 hat der Rat die Erweiterung der bei-
den Grundschulen unter Einbindung der ehemaligen Johannesschule Hiltrup insgesamt zur 6 -
Zügigkeit beschlossen. Die Clemenssc hule Hiltrup soll weiterhin für die Jahrgänge 1 und 2 zusam-
men vier Eingangsklassen (2-zügig) und die Paul-Gerhardt-Schule Hiltrup künftig im 1. Jahrgang vier 
Eingangsklassen (4-zügig) bilden können. Die Mittagsverpflegung soll in gemeinsamer Verantwortung 
und gemeinsamen Räumen erfolgen. Die beiden Schulen haben sich im Vorfeld deshalb mit der Ver-
waltung darüber verständigt, einen gemeinsamen OGS-Träger auszuwählen.  
 
 
2.  a) Clemensschule 
Der Unterricht an der Clemensschule Hiltrup wird in der Schuleingan gsphase jahrgangsübergreifend 
erteilt. Die Schule kann in den Jahrgängen 1 und 2 insgesamt vier Eingangsklassen und für alle vier 
Jahrgänge insgesamt acht Klassen bilden.  
Von den insgesamt 166 Schülerinnen und Schülern der Clemensschule besuchten 89 Kinder in drei 
Gruppen die OGS (53,6%) und 41 die Bis -Mittag-Betreuung (BMB, 24,7%). Im Schuljahr 2023/24 
werden erstmals vier OGS Gruppen gebildet. Das multiprofessionelle Team besteht zurzeit aus vier 
Fachkräften, zwei Unterstützungs-, acht Niedrigteilzeitkräften und einem Erzieher im Berufsanerken-
nungsjahr.

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V/0566/2023 
2. b) Paul-Gerhardt-Schule 
Der Unterricht an der Paul -Gerhardt-Schule Hiltrup wird jahrgangsbezogen erteilt. Die Aufnahmeka-
pazität für den 1. Jahrgang hat der Rat auf zwei Eingangsklassen festgelegt, so dass die Schule ak-
tuell ebenfalls insgesamt acht Klassen bilden kann.  
Im Schuljahr 2022/2023 besuchten von den insgesamt 219 Schülerinnen und Schülern der PG -
Schule 180 Kinder in sieben Gruppen die OGS (82,2%) und 28 Kinder die BMB (12,8%).  
Das multiprofessionelle Team besteht derzeit aus acht Fachkräften, sechs Unterstützungs-, 13 Nied-
rigteilzeitkräften und einer Erzieherin im Berufsanerkennungsjahr. 
 
 
3. Bewerbungen 
Im August 2023 wurden alle interessierten Träger über die Absicht, beide Schulen gemeinsam zum 
01.08.2024 an einen Träger der freien Jugendhilfe überzuleiten, schriftlich informiert. Die Träger hat-
ten bis zum 31.08.2023 die Möglichkeit, ihr Konzept anhand des in der Anlage 1 angefügten Kriteri-
enkatalogs einzureichen. Folgende Träger haben sich beworben: 
 
 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Das Mütterzentrum ist ein anerkannter Träger der Jugendhilfe. Es arbeitet überkonfessionell und 
überparteilich und ist ebenso wie sein Gesellschafter „Mütterzentrum Beckum e.V.“ dem Paritätischen 
angeschlossen. Seit der Vereinsgründung im Jahr 1987 hat sich das Mütterzentrum Beckum von ei-
nem anfänglich reinen Selbsthilfeträger zu einem professionellen Anbieter sozialer Arbeit entwickelt 
und unterhält als anerkannter Träger der Jugendhilfe mehrere Einrichtungen und  Beratungsstellen. 
Insbesondere im Bereich der Schulkind -Betreuung im Rahmen der Offenen Ganztagsschulen kann 
das Mütterzentrum auf Erfahrungen zurückblicken. Derzeit befinden sich 29 Betreuungsstandorte 
überwiegend im Kreis Warendorf in Trägerschaft des Mütterzentrums. Als OGS-Träger ist es in Müns-
ter in einer Förderschule des LWL tätig. 
 
 Caritasverband für die Stadt Münster e.V. 
Der Caritasverband für die Stadt Münster e.V. wurde 1969 gegründet und ist anerkannter Jugendhil-
feträger. Der Verband unterhält ein breites Hilfe- und Beratungsangebot, um die Menschen in Müns-
ter in den unterschiedlichsten Lebenslagen zu unterstützen. Die Hilfen werden stadtteilorientiert in 
sieben Beratungsstellen vor Ort angeboten, davon eine in Hiltrup. Der Träger ist mit dem 01.02.2024 
an sieben Offenen Ganztagsschulen als Träger der außerunterrichtlichen Angebote tätig.  Darüber 
hinaus ist er mit einem breit aufgestellten Fachbereich „Schulnahe Jugendhilfe“ als Träger an seinen 
Schulstandorten mit den Förderinseln, der Schulsozialarbeit und der Schulbegleitung beauftragt. 
 
 
Die Verwaltung und die Schulleitung haben die eingereichten Konzepte gesichtet. Für die Auswahl 
der Bewerbungen waren hierbei die in der Anlage 1 beigefügten Kriterien handlungsleitend. Von bei-
den Bewerbern werden die vom Rat der Stadt Münster beschlossenen OGS -Qualitätsstandards ak-
zeptiert und in ihren Konzeptionen umgesetzt. Beide Träger haben ein Konzept vorgelegt, das die 
wesentlichen Eckpunkte ihrer pädagogischen Ausrichtung darlegt: 
 
- Pädagogisches Grundverständnis / Leitbild 
- Gesundheitsförderung 
- Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern 
- Kinderschutz 
- Querschnittsaufgaben der Jugendhilfe 
- Sozialraumorientierung

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V/0566/2023 
- Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
 
 
4. Auswahlverfahren 
Nach dem Bewerbungsschluss und der Sichtung der eingereichten Unterlagen wurde von beiden 
Schulleitungen, beiden OGS-Koordinatorinnen und –Koordinatoren und der Verwaltung entschieden, 
den Caritasverband für die Stadt Münster e.V. für ein Bewerbungsgespräch einzuladen. 
 
Im September 2023 wurde mit dem Träger auf Grundlage des Kriterienkatalogs ein strukturiertes Be-
werbungsgespräch geführt. 
 
 
5. Gesamtbewertung / Fazit 
Die Verwaltung und die Schulleitungen schlagen gemeinsamen vor, dem Caritasverband für die Stadt 
Münster e.V. die gemeinsame Trägerschaft für die außerunterrichtlichen Angebote (OGS) in der Paul-
Gerhardt-Schule und der Clemensschule zu übertragen. Diesem Vorschlag wurde in den jeweiligen 
Schulkonferenzen beider Schulen am 05.09.2023 in der Clemensschule und 11.09.2023 in der Paul-
Gerhardt-Schule mehrheitlich gefolgt. Beide Schulkonferenzbeschlüsse liegen der Verwaltung vor. 
 
Der Träger hat im Bewerbungsverfahren seine hohe Kompetenz im Bereich der OGS sehr fundiert 
dargestellt, seine Leistungen überzeugend präsentiert und insbesondere seine hohe Motivation über-
zeugend dargestellt, ein OGS-Konzept mit beiden Schulen gemeinsam zu entwickeln, unter Berück-
sichtigung der jeweiligen Schulprogramme und -profile. Beide Schulen führen bereits seit einigen Jah-
ren die Mittagsverpflegung der Kinder in gemeinsamer Verantwortung durch. Auf der Grundlage der 
Vorlage V/0845/2017/1 ist auch zukünftig eine gemeinsame Küche und Mensa für beide Schulen ge-
plant. Es wird ein vereinendes Angebot für die Kinder beider Schulen entstehen.  
Mit der Arbeit der seit vielen Jahren im Stadtteil ansässigen Beratungsstelle des Caritasverbandes 
erhoffen sich beide Schulen eine enge Kooperation mit passgenauen Angeboten für die Kinder und 
Familien beider Schulen. 
 
Die Trägerübernahme durch den Caritasverband für die Stadt Münster e.V. eröffnet den Schulen eine 
engere Zusammenarbeit wie z.B. ein gemeinsames und gegenseitiges Vertretungskonzept bei Per-
sonalausfällen und an unterrichtsfreien Tagen. Der Träger sichert darüber hinaus eine  verlässliche 
OGS-Ferienbetreuung im Sozialraum. 
  
Beide Schulen gewinnen mit der Überleitung der ganztägigen außerschulischen Angebote an den 
Caritasverband e.V. einen verlässlichen und überaus engagierten Partner mit einem inzwischen ho-
hen Erfahrungswissen als Kooperationspartner von Offenen Ganztagsschulen in Münster. Die Zu-
stimmung des Rates vorausgesetzt, ist der Caritasverband damit zum 01.08.2024 OGS -Träger an 
neun Offenen Ganztagsschulen in Münster. 
 
 
In Vertretung 
Gez. 
 
 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
Anlagen:

- 5 - 
V/0566/2023 
Anlage A 
Anlage 1 Kriterienkatalog 
Anlage 2 Bewerbungen 
 
Hinweis: 
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der beiden Träger (Anlage 2) stehen ausschließlich als 
pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download unter der Vorlagennummer 
V/0566/2023 zur Verfügung.

Beratungsverlauf (7)

09.11.2023 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 5.6 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
21.11.2023 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 6 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
28.11.2023 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit und Ordnung
TOP 11 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
30.11.2023 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 8 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
06.12.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 6.20 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
13.12.2023 Hauptausschuss
TOP 17.2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
13.12.2023 Rat
TOP 24.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Wilhelmstraße 41

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Details

Aktenzeichen
V/0566/2023
Typ
Vorlagen
Datum
19.09.2023
Erstellt
19.09.2023 18:50