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V/0872/2008

Erweiterung Feuerwache 1 / Neubau Leitstelle und Rechenzentrum citeq

Vorlagen 03.11.2008

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 25.03.2009, TOP 8.7

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 1 Raumprogramm

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Ansehen

Anlage 3 Kostenprognose

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Ansehen

Anlage 2 Lageplan

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Ansehen

Beschlussvorlage

19687 Zeichen

V/0872/2008 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Feuerwehr 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Erweiterung Feuerwache 1 / Neubau Leitstelle und Rechenzentrum citeq 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
10.12.2008 Rat Einbringung 
21.01.2009 Werksausschuss der citeq Vorberatung 
10.02.2009 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
03.03.2009 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung 
18.03.2009 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 
25.03.2009 Hauptausschuss Vorberatung 
25.03.2009 Rat Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
 
I. Sachentscheidung: 
 
 
1.   Die Stadt Münster errichtet auf Grundlage des beschriebenen Raumprogramms (Anlage 1) 
1.1  einen Erweiterungsbau am Standort der Feuerwache 1 (Anlage 2 - Lageplan), in dem 
 insbesondere folgende Funktionsbereiche untergebracht werden: 
1.1.1 Integrierte Leitstelle für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz, 
1.1.2 Stabsräume für eine Einsatzleitung, 
1.1.3 Stabsräume für einen Krisenstab, 
1.1.4 Fahrzeughalle zur Einstellung von Einsatzfahrzeugen,  
1.2 in dem Erweiterungsbau ein Rechenzentrum der citeq und 
1.3 im Bestand der Feuerwache 1 einen neuen Sozial- und Kantinenbereich. 
 
 
2.   Die Verwaltung wird beauftragt, nach Verabschiedung des Haushaltsplanes 2009 durch den 
Rat der Stadt Münster 
2.1 das VOF-Verfahren zur gemeinsamen Vergabe der Architektenleistungen und Planungs-
leistungen zur technischen Gebäudeausrüstung vorzubereiten,  
2.2  eine Entwurfsplanung mit Kostenberechnung nach DIN 276 zu erstellen und  
2.3  auf Grundlage der Entwurfsplanung den Baubeschluss herbeizuführen.  
Vorlagen-Nr.: 
V/0872/2008 
Auskunft erteilt: 
Herr Dr. Langenberg 
Ruf: 
20 25  84 00 
E-Mail: 
LangenbergJ@stadt-muenster.de  
Datum: 
20.11.2008 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0872/2008 
II. Kosten/Folgekosten 
 
3.  Es wird zur Kenntnis genommen, dass voraussichtlich Investitionskosten in Höhe von    
8.790.000 Euro entstehen. Die Folgekosten werden zum Baubeschluss ermittelt. 
 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
4.  Die erforderlichen Mittel werden - vorbehaltlich der Beschlussfassung des Rates zu Haus-
haltssatzung 2009 - gemäß der nachfolgenden Tabelle zur Verfügung gestellt.  
Der am 12.03.2008 im Rahmen der Beschlussfassung zur Haushaltssatzung 2008 durch den 
Rat gefasste Sperrvermerk zur Investitionsmaßnahme 4100 „Erweiterung Feuerwache 1 / 
Neubau Leitstelle und Rechenzentrum citeq“ wird aufgehoben. 
 
Auszahlungen 
 Nr. Bezeichnung Haushaltsjahr Betrag Bemerkungen 
Produkt-
gruppe 
0209 Brandschutz und  
feuerwehrtechnische Hilfeleistung 
   
Investitions-
maßnahme 
4100 Erweiterung Feuerwache 1 / Neubau 
Leitstelle und Rechenzentrum citeq 
   
  Auszahlung für Baumaßnahmen 2008        50.000  
   2009   1.000.000  
   2010   4.000.000 VE 3.000.000 
   2011   3.610.000 VE 3.610.000 
  Auszahlung für den Erwerb von be-
weglichem Anlagevermögen 
2011      130.000  
Insgesamt      8.790.000  
 
 
 
Begründung: 
 
Zu 1. Raumbedarf 
 
Bedarf / Raumprogramm der Feuerwehr 
 
(1.) Leitstelle und Stabsräume 
Die heutige Leitstelle der Feuerwehr Münster ist in Räumlichkeiten untergebracht, welche 1965 
geplant und 1970 in Betrieb genommen wurden. Zu diesem Zeitpunkt umfasste die Stadt Münster 
nur knapp 200.000 Einwohner auf einer Fläche von 74 km². In der Leitstelle der Feuerwehr wurden 
jährlich ca. 16.000 Einsätze disponiert. Die Organisation der Gefahrenabwehr bei Katastrophen lag 
in der Verantwortung eines eigenständigen Amtes (38) für Zivil- und Katastrophenschutz. Das Amt 
38 verfügte über umfangreiche Räumlichkeiten für eine Katastrophenschutzleitung (KSL) im Ge-
bäude der ehemaligen Weißenburg-Kaserne sowie über einen bebunkerten Ausweichsitz der KSL 
unter dem Schulzentrum Kinderhaus. Nach der kommunalen Neuordnung im Jahr 1975 wuchs die 
Stadt Münster auf eine Fläche von 302 km² mit heute rund 280.000 Einwohnern. Das Amt 38 wur-
de im Jahr 1986 aufgelöst. Die Aufgaben gingen auf das Amt 37 über, ohne dass im Bereich der 
Feuerwehr neue Funktionsflächen geschaffen wurden. Zwischenzeitlich wurden sowohl die Räum-
lichkeiten der KSL in der ehemaligen Weißenburg-Kaserne, als auch der bebunkerte Ausweichsitz 
der KSL in den Räumen unterhalb des Schulzentrums Kinderhaus aufgegeben. Im Jahr 2007 wur-
den in der Leitstelle der Feuerwehr 37.000 Einsätze disponiert. 
Auch nach der Erweiterung der Feuerwache 1 im Jahr 1994 konnte nur ein geringer Teil der ehe-
maligen Funktionsflächen der KSL im neu geschaffenen Raumvolumen untergebracht werden. 
Das Gesetz über den Feuerschutz und die Hilfeleistung im Land Nordrhein-Westfalen weist den

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V/0872/2008 
Kreisen und kreisfreien Städten als untere Katastrophenschutzbehörden die Leitung und Koordi-
nierung aller Gefahrenabwehrmaßnahmen bei Großschadensereignissen, im Katastrophenfall so-
wie bei Lagen nach dem Zivilschutzgesetz zu. Die derzeitigen Räumlichkeiten der Feuerwehr 
Münster reichen nicht aus, um alle Aufgaben und Funktionen des Krisenstabes, der Feuerwehr-
Einsatzleitung sowie einer integrierten Leitstelle für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastro-
phenschutz nach dem heutigen Stand der Technik wahrzunehmen.  
Eigene Erfahrungen aus größeren Schadenslagen der jüngeren Vergangenheit (Unwetter in den 
Jahren 2005, 2007 und 2008) sowie die planerische Vorbereitung auf Großschadensereignisse 
haben deutlich gemacht, dass eine stabsmäßige Führung sowohl im Bereich der Feuerwehr-
Einsatzleitung, als auch im Bereich des Krisenstabes (bzw. des Stabes für außergewöhnliche Er-
eignisse – SAE) der Stadt Münster in den derzeitigen Räumen nur unzureichend realisiert werden 
kann. Eine Auswertung der Notrufe bei den genannten Unwetterlagen ergab zudem, dass einge-
hende Notrufe z.T. nicht angenommen werden konnten, da die Notrufabfragekapazitäten in der 
derzeitigen Leitstelle nicht ausreichen. 
Die geplanten, neuen Räume für die Leitstelle bieten nun die Möglichkeit, die Funktionalitäten zu 
erweitern. Neben einer Erhöhung der Zahl der Einsatzleitplätze soll die Möglichkeit geschaffen 
werden, Sonderlagen aus dem übrigen Leitstellenbereich herauslösen zu können, um sie in An-
bindung an die Räume der Feuerwehr-Einsatzleitung separat zu führen.  
Ferner wird in unmittelbarem Anschluss an die Leitstelle ein Raum geschaffen, in dem die Abfrage 
von Notrufen an Not-Abfrage-Plätzen möglich wird, die auch von Personal bedient werden können, 
welches nicht zu Leitstellen-Disponenten ausgebildet wurde.  
Neben der Leitstelle ist ein Raum für die Feuerwehreinsatzleitung vorgesehen, welcher das 
stabsmäßige Führen gemäß Feuerwehr-Dienstvorsch rift 100 („Führen und Leiten im Einsatz“) 
möglich macht.  
Im gleichen Gebäude sollen ferner Räume für den Krisenstab der Stadt Münster in unmittelbarer 
räumlicher Nähe zur Leitstelle sowie zur Feuerw ehr-Einsatzleitung geschaffen werden. Der Raum 
für den Krisenstab soll im Alltag der Feuerwehr als Schulungs- und Versammlungsraum genutzt 
werden. Nebenräume für die Systemadministration, für den Leitstellenschichtführer sowie für den 
Sozialbereich der Beschäftigten der Leitstelle ergänzen die Funktionsräume. 
Die Maße und Eckdaten ergeben sich dabei aus den funktionalen Erfordernissen (z.B. Anordnung 
und Zahl der Leitstellentische; Anzahl der Sitzplätze in den Stabsräumen); sie lehnen sich an an-
dere Leitstellenneubauten der jüngeren Zeit in Kommunen vergleichbarer Größe an.  
 
(2.) Büroraum 
Die Erweiterung der Feuerwache 1 umfasst neben der Leitstelle auch die Bereitstellung zusätzli-
cher Büroräume, deren Bedarf sich aus den nachfolgenden Erfordernissen ergibt: 
- Aufgabenerweiterung und Personalzusetzung seit der Erweiterung im Jahr 1994, insbesondere in 
den Bereichen Einsatzplanung, Ausbildung, Rettungsdienst, Technik und Vorbeugender Brand-
schutz. 
- Rückführung von Büroflächen in den Kantinen- und Sozialbereich (siehe (3.)) 
- Auflösung von überbelegten Büros. 
- Einrichtung eines Kraftraumes / Rückenschulungsraumes mit Angliederung an die Sporthalle, um 
das Angebot für den Dienstsport ausweiten zu können. 
Insgesamt ergibt sich für die vorstehend genannten Funktionen im Erweiterungsbau außerhalb des 
Leitstellenbereiches ein Flächenbedarf im Umfang von 12 Büros. 
 
(3.) Kantinen- und Sozialbereich 
Die Verlagerung von Büro- und Funktionsräumen aus dem jetzigen Baukörper in den geplanten 
Neubau schafft die Voraussetzung für eine Neugestaltung des Kantinen- und Sozialbereiches der 
Hauptfeuerwache. Hierzu ist festzustellen, dass im Jahr 1992 im Zuge von Baumaßnahmen Sozi-
albereiche in Büros umgewandelt wurden. Der Mitarbeiterschaft wurde damals zugesagt, nach 
Abschluss der Baumaßnahmen die Sozialbereiche wieder in der ursprünglichen Größe verfügbar 
zu machen. Aufgrund der Ausweitung des Aufgaben- und Personalbereiches im Amt 37 konnte 
diese Zusage bis zum heutigen Datum nicht eingelöst werden. Seitens der Mitarbeiterschaft be-
steht der dringende Wunsch, zumindest die bis 1992 verfügbare Fläche wieder zurückzuerhalten.

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V/0872/2008 
Die Erweiterung der Feuerwache 1 würde den tatsächlichen Bedarf befriedigen und das aus dem 
bisherigen Mangel erwachsene Konfliktpotential dauerhaft beseitigen. 
Unabhängig von allen Umbauplänen machen aktuelle Entwicklungen der Lebensmittelhygiene eine 
Sanierung des Kantinenbereiches erforderlich. Diese Baumaßnahme sollte aus wirtschaftlichen 
Gründen im Zuge der vorgenannten Baumaßnahmen erfolgen.  
 
(4.) Fahrzeughalle 
Die weitergehende Spezialisierung der Feuerwehr  hat in den zurückliegenden Jahren zu einer 
Ausweitung des Fahrzeugparks, insbesondere von Wechselaufbauten mit Spezialgerät geführt. 
Diese Entwicklung geht auch auf neue Aufgabenzuweisungen des Landes und der Bezirksregie-
rung zurück, aufgrund derer beispielsweise Abrollbehälter für die Versorgung einer Vielzahl von 
Verletzten, der Dekontamination von Personen oder für die Logistik bei überörtlichen Einsätzen 
vorgehalten werden müssen. Auf Grund der begrenzten Platzverhältnisse in den Fahrzeughallen 
müssen seit Jahren neben Kleinfahrzeugen auch Spezialgeräte im Freien abgestellt werden. Hier-
durch leidet nicht nur die Substanz, sondern auch die sichere Verfügbarkeit des Gerätes. Dringen-
der Bedarf besteht daher für 10 weitere multifunktional nutzbare Hallenplätze, die zur Hälfte als 
direkte Alarmausfahrten zum York-Ring nutzbar sein sollen. 
 
Das Raumprogramm zu den Punkten (1.) - (4.) ist als Anlage 1 beigefügt. Dabei ist zu berücksich-
tigen, dass neben den Flächen- und Höhenanforderungen auch komplexe Funktionsbeziehungen 
der Räume untereinander bestehen, die im Rahmen der Machbarkeitsstudie (siehe unten) berück-
sichtigt wurden. Dies betrifft die Lage von Leitstellenräumen untereinander (Arbeitsablauf bei 
Großschadenslagen), aber auch die Anordnung der Räume des Erweiterungsbaus in Bezug auf 
den Altbestand (ebenengleiche, minimierte Alarmwege). 
 
Bedarf der citeq
 
Das technische IT-Konzept der citeq sieht für die Stadt Münster einen dezentralen Betrieb der IT-
Infrastruktur in miteinander vernetzten Rechenzentren (IT-Systemräume) an verschiedenen 
Standorten vor. An den Standorten sind IT-Systemräumlichkeiten ohnehin schon für die Bereit-
stellung der Gebäudenetzinfrastruktur zur Versorgung der Büroräume als Teil der gesamten IT-
Infrastruktur unverzichtbar.  
Bei Ausfall eines Standortes kann über die anderen Rechenzentren-Standorte ein - wenn auch 
reduzierter Betrieb - sichergestellt werden. Daher birgt das Konzept neben sicherheits- und sys-
temtechnischen auch wirtschaftliche Vorteile gegenüber dem Betrieb eines zentralen Rechenzent-
rums.  
Die Kapazitäten der vorhandenen Rechenzentren reichen u. a. hinsichtlich Platz, Energie-
versorgung, Klimatisierungstechnik nicht mehr aus. Erweiterungsmöglichkeiten sind an den beste-
henden Standorten nicht gegeben, daher ist die Schaffung eines zusätzlichen Rechenzentrums für 
die Stadt Münster unbedingt erforderlich.  
Die aktuell geplante Baumaßnahme zur Erweiterung der Leitstelle der Feuerwehr bietet der Stadt 
Münster die einmalige Chance, ein Rechenzentrum zu erhalten, bei dessen Planung die aktuellen 
baulichen wie sicherheitstechnischen Anforderungen von vornherein berücksichtigt werden kön-
nen. Ähnlich gelagerte Ansprüche in Bezug auf Sicherheit, Verfügbarkeit, Risikominimierung und 
Gefahrenabwehr, begünstigen das Bauvorhaben mit der Feuerwehr in einem erheblichen Maße 
auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.  
 
Synergieeffekte
 
Einsparungspotenziale bei einer Realisierung der Leitstelle der Feuerwehr gemeinsam mit dem 
Rechenzentrum der citeq ergeben sich nach einem Gutachten der Fa. LITCOS 
(1.) durch Verzicht auf ein zweites Gebäude (Einsparungen beim Grundstückserwerb sowie in der 
Erschließung, Baustelleneinrichtung, Baukonstruktion, usw.), 
(2.) durch die in der Machbarkeitsstudie aufgezei gte Möglichkeit, alle Technikräume von Rechen-
zentrum und Leitstelle auf einer Gebäudeebene zu realisieren (gemeinsame Nutzung der Doppel-
bodenanlage sowie baulichen und organisatorischen Zugangsregelungen durch die ständig be-
setzte Leitstelle der Feuerwehr),

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V/0872/2008 
(3.) durch den reduzierten Flächenbedarf für folgende technischen Anlagen: 
Elektrotechnische Einrichtungen wie Mittelspannungsanlage, Transformatoren, Niederspannungs-
hauptverteilung, unterbrechungsfreie Stromversor gung einschließlich Batterieanlage, Notstromer-
satzanlage mit nur einfach ausgelegtem Kraftstofftank; Kälte- und Klimatechnik; Löschmittelraum 
und Sicherheitstechnik; Gefahren- und Störmeldeanlagen als einheitliche in die Leitstelle integrier-
te Sicherheitsleitzentrale, 
(4.) durch die verringerte Dimensionierung für folgende technischen Anlagen: 
Mittelspannungsanlage, Transformator, Niederspannungshauptverteilung, unterbrechungsfreie 
Stromversorgung einschließlich Batterieanlage, Notstromersatzanlage, Auslegung des Kraftstoff-
tankes für die Notstromersatzanlage in Verbindung mit der vorhandenen Tankstelle sowie Blitz-, 
Überspannungs- und Erdungsschutz, Kälte- / Klimatechnik einschließlich Pumpenstation, Ein-
bruchsmeldetechnik und Videoüberwachung, Brandschutztechnik und Feuerlöschanlage. 
Für die Punkte (3.) und (4.) kalkuliert die Fa. LITCOS Synergieeffekte i.H.v. ca. 300.000 Euro. 
 
Neben den finanziellen Aspekten ergeben sich für die Gefahrenabwehr der Stadt Münster strategi-
sche Vorteile bei der Realisierung des Rechenzentrums im Gebäude der Leitstelle: So ist auch bei 
Großschadenslagen und in Krisenzeiten eine sichere Verfügbarkeit städtischer IT-Anwendungen in 
Form einer „Insellösung“ für die Leitstelle, aber auch für den Krisenstab der Stadt Münster sicher-
gestellt. Die Auswirkungen selbst eines umfassenden Ausfalls von Infrastruktur (großflächiger 
Stromausfall; Ausfall von Kabeltrassen und -netzen) können auf diese Weise abgefedert werden.  
 
Machbarkeitsstudie
 
Um die Realisierbarkeit des Raum- und Funktionsprogramms am Standort der Feuerwache 1 zu 
überprüfen und um eine fundierte Kostenschätzung zu erhalten, wurde von der Verwaltung unter 
Hinzuziehung externer Fachplaner für Architektur und die technische Gebäudeausrüstung eine 
Machbarkeitsstudie erstellt. In enger Abstimmung mit der Feuerwehr und der citeq wurden dabei 
sowohl nutzerspezifische, bauliche und versorgungstechnische als auch stadtplanerische Aspekte 
diskutiert und berücksichtigt. Es wurde deutlich, dass aufgrund der Rahmenbedingungen des Be-
standes und der planungsrechtlichen Festsetzungen eine Realisierung nur in einem Baukörper an 
der Ecke York Ring / Koburger Weg mit Anbindung zum Bestandsgebäude möglich ist (s. Anlage 2 
- Lageplan). Mit der Machbarkeitsstudie wurde die Realisierungsmöglichkeit des Raumprogramms 
in einem Baukörper, dessen Kubatur den städtebaulichen Vorgaben folgt (Aufnahme der Traufhö-
hen des vorhandenen viergeschossigen Bestandsgebäudes zum York-Ring, Baugrenze zum Ko-
burger Weg) überprüft. Eine Realisierung des Raumpr ogramms ist an dieser Stelle möglich. Zur 
Bebauung dieses Standortes müssen das vorhandene Übergangswohnheim der Stadt Münster 
und das Trafogebäude der Stadtwerke zurückgebaut werden. Die derzeit in dem Übergangs-
wohnheim untergebrachten Personen können nach Planung des Sozialamtes sukzessive anderen 
bestehenden Einrichtungen zugeordnet werden.  
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden Belange des Amtes für Stadtentwicklung, Stadt-
planung, Verkehrsplanung, des Bauordnungsamtes, des Amtes für Immobilienmanagement, der 
Feuerwehr, der citeq, des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz und des Sozialamtes berück-
sichtigt. 
 
Zu 2. - Planungsverfahren
 
Die Höhe der vorberechneten Netto-Honorarsummen sowohl für die Architektenleistungen als 
auch für die Planungsleistungen zur Technischen Gebäudeausrüstung liegen über dem Schwellen-
wert für eine verpflichtende Anwendung der VOF (Verdingungsordnung für freiberufliche Leistun-
gen, netto 207.000,00 Euro). Es ist deshalb ein europaweites VOF-Verfahren durchzuführen. Da 
durch die spezifischen Nutzungen als Rechenzentrum und als Leitstelle die Planung der techni-
schen Gebäudeausrüstung eine besondere Bedeutung im Bauvorhaben erhält und ein hohes Maß 
an Abstimmung bei der Gebäudeplanung erforderlich ist, wird es notwendig, diese Planungsleis-
tungen gemeinsam an ein Planungsbüro / -team zu vergeben. 
Im Vorfeld zur Veröffentlichung sind die Bewertungskriterien (u.a. Referenzen für gleichartige Pla-
nungsaufgaben, etc.) aufzustellen und deren Wichtung für die Bewertung festzulegen. In einem 
Europa-weiten Bewerbungsverfahren werden dann mindestens 3 Planungsbüros / -teams ermittelt

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V/0872/2008 
mit denen Verhandlungsgespräche zu Ihrer Eignung geführt werden. Abschließend wird das am 
besten bewertete Büro zur Vergabe vorgeschlagen. Das Erarbeiten von Planungsentwürfen, die in 
die Bewertung eingehen, ist innerhalb des VOF-Verfahrens nicht vorgesehen, da aufgrund der äu-
ßerst engen Rahmenbedingungen die Bandbreite der zu erwartenden Lösungsmöglichkeiten sehr 
eingeschränkt ist. Das VOF-Verfahren schließt mit der Beauftragung eines Planungsbüros / -teams 
ab. Anschließend wird von dem Planungsbüros / -team unter Mitwirkung aller anderen Planungs-
beteiligten eine Entwurfsplanung erstellt, auf deren Grundlage der Baubeschluss herbeigeführt 
werden soll. 
 
Zu 3. - Kosten
 
Die Gesamtsumme der Investitionsmaßnahme beträgt 8.790.000 Euro (siehe Anlage 3 -  
Kostenprognose).  
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden Teilkosten für den Neubau des Leitstellengebäudes 
mit dem Rechenzentrum der citeq in Höhe von insgesamt 8.210.000 Euro ermittelt. Hierin enthal-
ten sind die Errichtungskosten des Rechenzentrums der citeq in einer Größenordnung von ca. 
2.000.000 Euro. Für die Erneuerung des Kantinen- und Sozialbereiches im Bestand werden vom 
Amt für Immobilienmanagement Kosten i. H. v. 580.000 Euro angesetzt. 
 
Zu 4. - Finanzierung / Mittelbereitstellung
 
Die Investitionsmaßnahme gehört inhaltlich sowohl in die Produktgruppen 0209 - "Brandschutz 
und feuerwehrtechnische Hilfeleistung" sowie 0210 - "Rettungsdienst" als auch im oben genannten 
Umfang zur citeq (Rechenzentrum). Zur besseren Ü bersichtlichkeit wird die Investitionsmaßnahme 
aber vollständig in der Produktgruppe 0209 "Brandschutz und feuerwehrtechnische Hilfeleistung" 
abgebildet. Die mit der Investition verbundenen Aufwendungen (Abschreibungen, Unterhaltungs-
aufwand etc.) werden entsprechend der tatsächlichen Nutzung aufgeteilt. Der rettungsdienstliche 
Investitionsanteil (voraussichtlich 40 % der auf die Feuerwehr zu beziehenden Kosten) wird über 
Gebühreneinnahmen refinanziert. 
 
 
 
gez. 
 
Dr. Heinrichs 
 
 
 
 
Anlagen: 
 
Anlage 1 - Raumprogramm 
Anlage 2 - Lageplan 
Anlage 3 - Kostenprognose

Anlage 1 Raumprogramm

2699 Zeichen

Anlage 1 - Raumprogramm 
 
Leitstelle   Für die Funktionsräume: Klimatisierung, blend- 
freie Beleuchtung, Schallschutzmaßnahmen 
ähnlich Call-Center, 2. baulicher Rettungsweg 
Leitstellenraum 200 qm  ca. 4,5 m 
lichte Höhe +
 
Doppelboden 
Funktionsbeziehungen zum Kommunikations-
raum und zum Raum mit zusätzlichen Notrufab- 
frageeinrichtungen 
Kommunikationsraum  
für Großschadenslagen   60 qm 
  Funktionsbeziehungen zum Leitstellenraum und 
zum Führungsraum 
Führungsraum  
der Einsatzleitung 
110 qm 
 ca. 4 m  
lichte Höhe 
im Bereich 
Medienfläche 
Funktionsbeziehung zum Kommunikationsraum 
Raum mit zusätzlichen 
Notrufabfrageeinrichtungen   50 qm 
  Funktionsbeziehung zum Leitstellenraum 
Büro Schichtführer   20 qm    
Büro Systemadministration   20 qm    
Technikraum   10 qm    
Küchenzeile   10 qm    
Aufenthaltsraum   30 qm    
Loggia   20 qm    
Ruheraum   15 qm    
2. Ruheraum   15 qm    
WC   15 qm    
Krisenstabsraum 165 qm  
 
ca. 3,5 m  
lichte  
Raumhöhe 
Ca. 120 Stühle, 30 Tische, Medientechnik, multi- 
funktionale Nutzung als Tagungs- u. Schulungs- 
raum mit 2/3-Teilung über Falttrennwand. Klima- 
tisierung aus Sicht der Feuerwehr erforderlich. 
Stuhllager   10 qm    
Serverraum der  
Leitstelle und Rechen-
zentrum der citeq 
   
Serverraum der Leitstelle 100 qm  ca. 4 m Roh-
deckenhöhe 
 
Rechenzentrum der citeq 200 qm  ca. 4 m Roh-
deckenhöhe 
Synergien durch unmittelbar angrenzende Lage 
innerhalb eines Geschosses 
Büroräume    
Büros 11 Büros   Anschluss des neuen Bürobereiches an den 
bestehenden Bürotrakt im 3. Obergeschoss 
erforderlich. Einzelbedarfe:  
Entfall durch Kantinen- und Sozialbereich (3), 
Entfall durch Rückenschulungsraum (1),  
Rettungsdienst-Ausbilder (1), 
Büro-Zusetzung für die Abt. 3 und 4 (4), 
Schreibraum für Anwärter (Größe von 2 Büros) 
Büro Krankenwagenhallen-
Meister 1 Büro 
  Anbindung an die Fahrzeughalle (EG) 
Schulungsraum Rettungs- 
dienst 45 qm 
  Anbindung an den neuen Bürobereich  
erforderlich 
Kantinen- und  
Sozialbereich 
Fläche:  
derzeitige 
Kantine zzgl. 
Rückführung 
von 3 Büros. 
Umbau im Bestand. Küche für Essensausgabe von 100 Perso- 
nen in kurzer Folge, Spülküche, Lebensmittellager, Speiseraum 
für den Einsatzdienst und das diensthabende Tagesdienstper- 
sonal, Aufenthaltsraum und Sozialbereich, Selbstbedienungsbe- 
reich außerhalb der Küchenzeiten, WC / Umkleidebereich / Büro 
für die Kantinenverwaltung; Stellplätze für Essensspinde 
 
Fahrzeughalle    
10 Stellplätze, 
 5 Alarmausfahrten 
Stellplatz- 
breite gemäß 
 
DIN 14092 
Torhöhe  
gemäß  
DIN 14092 
Anschluss an die bestehende Fahrzeughalle 
erforderlich, Stellplatzlängen entsprechend  
Altbestand (Fortführung der Alarmwege)

Anlage 3 Kostenprognose

1098 Zeichen

Anlage 3 
Amt für Immobilienmanagement 13.10.2008 
23.41.0012 
KOSTENERMITTLUNG Kostenprognose 
Erweiterung Feuerwache 1 - Neubau Leitstelle / Rechenzentrum citeq 
KOSTENERMITTLUNG 
KG 100 Grundstück 0,00 €
KG 200 Herrichten+Erschließen 150.000,00 € inclusive  100.000,00 für Rückbau 
KG 300 Bauwerk - Baukonstruktion 3.800.000,00 € Kostenermittlung Ingenbleek v. 30.09.08 
KG 400 Bauwerk - TGA 2.357.299,56 € Kostenermittlung E-Projekt v. 06.10.08 
KG 500 Aussenanlagen 300.000,00 €
KG 600 Ausstattung 100.000,00 €
KG 700 Baunebenkosten 1.416.178,90 € Honorare + VOF-Verfahrenskosten + Machbarkeitsstudie 
KG 100 - 700 SUMME 8.123.478,46 €
Unvorhersehbares und zur Rundung 86.521,54 €
GESAMT 8.210.000,00 €
Feuerwache 1- Erneuerung Kantinen- und Sozialbereich 
KOSTENERMITTLUNG 
KG 100 Grundstück 0,00 €
KG 200 Herrichten+Erschließen 0,00 €
KG 300 Bauwerk - Baukonstruktion 179.494,50 €
KG 400 Bauwerk - TGA 260.000,00 €
KG 600 Ausstattung 30.000,00 €
KG 700 Baunebenkosten 79.109,01 €
SUMME 548.603,51 €
Unvorhersehbares und zur Rundung 31.396,49 €
GESAMT 580.000,00 €
GESAMTKOSTEN 8.790.000,00 €

Anlage 2 Lageplan

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Beratungsverlauf (7)

10.12.2008 Rat
TOP 9.1 Einbringung Entscheidung

Beschluss: eingebracht

Zur Sitzung
21.01.2009 Werksausschuss der citeq
TOP 4.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
10.02.2009 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
03.03.2009 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen
TOP 4.2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
18.03.2009 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 6.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
25.03.2009 Hauptausschuss
TOP 6.7 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
25.03.2009 Rat
TOP 8.7 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • York-Ring
  • Koburger Weg
  • Kinderhaus

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0872/2008
Typ
Vorlagen
Datum
03.11.2008
Erstellt
06.10.2020 14:37