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V/0567/2023

Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Nikolaischule

Vorlagen 19.09.2023

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Beschlussvorlage

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Ansehen

Bewerbung_ Diakonie Münster_OGS Nikolaischule 2024

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Ansehen

Bewerbung_Mütterzentrum_OGS Nikolaischule 2024

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Ansehen

Bewerbung_Outlaw_OGS Nikolaischule 2024

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Anlage 1_OGS-Kriterienkatalog

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Anlage A

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Beschlussvorlage

10003 Zeichen

V/0567/2023 
V/0567/2023 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Nikolaischule Wolbeck 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   14.11.2023 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 
   21.11.2023 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 
   28.11.2023 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit 
und Ordnung 
Vorberatung 
   30.11.2023 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   06.12.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung 
   13.12.2023 Hauptausschuss Vorberatung 
   13.12.2023 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der Nikolai-
schule Wolbeck, Am Wigbold 11, zum Schuljahr 202 4/2025 ab dem 01.08.2024 dem Kinder- und 
Jugendhilfeträger Outlaw gGmbH. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
 
Teilergebnisplan 
 
 Nr. Bezeichnung  Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen  
 
Produktgruppe  Kinder- und Jugendarbeit    
Zeile 11 
15 
Personalaufwendungen 
Transferaufwendungen 
2024 334.460 Ab dem 01.08.2024 
   2025 ff 733.700  
 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
30.10.2023 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Schild 
Telefon: 492-5143 
schildk@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0567/2023 
Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplanentwurf 2024 in der o. g. 
Produktgruppe veranschlagt.  
 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
Der Rat der Stadt Münster hat mit der Vorlage V/0330/2020 die sukzessive Überleitung der Offenen 
Ganztagsschulen zu den Trägern der freien Jugendhilfe beschlossen. Die freien Jugendhilfeträger 
haben seitdem die Möglichkeit, ihr grundsätzliches und verbindliches Interesse an einer Übernahme 
der Trägerschaft einer oder mehrerer Offener Ganztagsschulen in Münster zu bekunden. Über die 
jeweils konkrete Überleitung einer Schule werden diese Träger informiert und können sich schul-
scharf bewerben. 
 
Um die Schul - und Elternbeteiligung sicherzustellen, wird das Ergebnis der Trägerauswahl in der 
Schulkonferenz vor den politischen Gremien vorgestellt. Der anschließende Schulkonferenzbeschluss 
ist Bestandteil dieser Beschlussvorlage. 
 
 
2. Nikolaischule 
Die katholische Nikolaischule Wolbe ck befindet sich im Stadtteil Wolbeck, Stadtbezirk Südost. Die 
Aufnahmekapazität der Schule ist aktuell formal auf drei Eingangsklassen festgelegt, sie wird voraus-
sichtlich auf zwei Eingangsklassen reduziert, wenn die Erweiterung des Grundschulangebots im Um-
feld der Schule abgeschlossen ist. 
Von den 342 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2022/23 besuchten 247 Kinder in neun Grup-
pen die OGS (72,2%) und 46 Kinder die Bis-Mittag-Betreuung (BMB, 13,5%). Die Schule wird zum SJ 
2023/24 erstmals 10 OGS-Gruppen bilden. 
Das multiprofessionelle Team besteht zurzeit aus neun Fachkräften, sieben Unterstützungs-, 13 Nied-
rigteilzeitkräften und einem Erzieher in der praxisintegrierten Ausbildung (PIA). 
 
 
3. Bewerbungen 
Im August 2023 wurden alle interessierten Träger über die Absicht, die Nikolaischule zum 01.08.2024 
an einen Träger der freien Jugendhilfe überzuleiten, schriftlich informiert. Die Träger hatten bis zum 
31.08.2023 die Möglichkeit, ihr Konzept anhand des in der Anlage 1 angefügten Kriterienkatalogs 
einzureichen. Folgende Träger haben sich beworben: 
 
 Diakonie Münster 
Die Kinder-, Jugend und Familiendienste GmbH ist ein etablierter diakonischer Jugendhilfeträger mit 
den unterschiedlichsten Angebots- und Hilfeformen im Rahmen des SGB VIII an 20 Standorten in 
Münster und Umgebung. Die vielfältigen Tätigkeiten umfassen allgemeine präventive und ambulante 
Jugendhilfeangebote von der offenen Kinder- und Jugendarbeit und Schulsozialarbeit sowie aufsu-
chenden Jugendsozialarbeit bis hin zu Regelwohngruppen und lntensivhilfen. Es besteht eine Koope-
ration mit der Schule durch die im benachbarten Sozialraum ansässige heilpädagogische Tagesgrup-
pe des Trägers und seinem Kinderheim „Blaukreuzwäldchen“. Der Träger ist darüber hinaus seit dem 
Schuljahr 2021/2022 Träger der außerunterrichtlichen Angebote an der Grundschule am Kinderbach 
und der Marienschule Roxel.

- 3 - 
V/0567/2023 
 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Das Mütterzentrum ist ein anerkannter Träger der Jugendhilfe. Es arbeitet überkonfessionell und 
überparteilich und ist ebenso wie sein Gesellschafter „Mütterzentrum Beckum e.V.“ dem Paritätischen 
angeschlossen. Seit der Vereinsgründung im Jahr 1987 hat sich das Mütterzentrum Beckum von ei-
nem anfänglich reinen Selbsthilfeträger zu einem professionellen Anbieter sozialer Arbeit entwic kelt 
und unterhält als anerkannter Träger der Jugendhilfe mehrere Einrichtungen und Beratungsstellen. 
Insbesondere im Bereich der Schulkind -Betreuung im Rahmen der Offenen Ganztagsschulen kann 
das Mütterzentrum auf umfangreiche Erfahrungen zurückblicken. D erzeit befinden sich 29 Betreu-
ungsstandorte überwiegend im Kreis Warendorf in Trägerschaft des Mütterzentrums. Als OGS-Träger 
ist es an einer Schule des LWL in Münster tätig. 
 
 Outlaw gGmbH 
Die Outlaw gGmbH ist ein anerkannter Jugendhilfeträger und in der klassischen Kinder- und Jugend-
hilfe in Wohngruppen, in ambulanten Betreuungsformen, in der Kindertagesbetreuung, in Kinder- und 
Jugendeinrichtungen und in der Schulsozialarbeit tätig. In Münster betreibt Outlaw zurzeit sieben Kin-
dertageseinrichtungen. Darüber hinaus ist Outlaw seit dem Schuljahr 2023/2024 OGS-Träger an der 
Bodelschwinghschule und der Marienschule Hiltrup. 
  
Die Verwaltung und die Schulleitung haben die eingereichten Konzepte gesichtet. Für die Auswahl  
der Bewerbungen waren hierbei die in der Anlage 1 beigefügten Kriterien handlungsleitend. Von allen 
Bewerbern werden die vom Rat der Stadt Münster beschlossenen OGS-Qualitätsstandards akzeptiert 
und in ihren Konzeptionen umgesetzt. Alle Träger haben ein Konzept vorgelegt, das die wesentlichen 
Eckpunkte ihrer pädagogischen Ausrichtung darlegt: 
 
- Pädagogisches Grundverständnis / Leitbild 
- Gesundheitsförderung 
- Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern 
- Kinderschutz 
- Querschnittsaufgaben der Jugendhilfe 
- Sozialraumorientierung 
- Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
 
 
4. Auswahlverfahren 
Nach dem Bewerbungsschluss und der Sichtung der eingereichten Unterlagen wurde durch die 
Schulleitung, der OGS-Koordinatorin und der Verwaltung entschieden, die Diakonie Münster und die 
Outlaw gGmbH für ein Bewerbungsgespräch einzuladen. 
 
Im September 2023 wurde mit beiden Trägern jeweils auf Grundlage des Kriterienkatalogs ein struk-
turiertes Bewerbungsgespräch geführt. Die gemeinsame Aufgabe von Verwaltung und Schulleitung 
bestand darin, aus den beiden Bewerbungen und den sich anschließenden Gesprächen unter gleich-
wertiger Würdigung der Fachlichkeit einen Beschlussvorschlag für die Schulkonferenz zu erstellen. 
 
 
5. Gesamtbewertung / Fazit 
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen im Konsens vor, Outlaw gGmbH die Trägerschaft für 
die Offene Ganztagsschule in der Nikolaischule zu übertragen. Der Vorschlag wurde von der Schul-
konferenz am 25.09.2023 beschlossen; der Schulkonferenzbeschluss liegt der Verwaltung vor.

- 4 - 
V/0567/2023 
Der Träger hat ein umf assendes, pädagogisches Konzept vorgelegt. Der Träger verfügt über Erfah-
rungen im Bereich der Offenen Ganztagsschulen im benachbarten Sozialraum Hiltrup und sichert 
eine Kooperation der Schulen wie beispielsweise eine Vertretungsregelung bei Personalausfäl len 
sowie eine bedarfsorientierte Ferienbetreuung zu. Der Träger hat darüber hinaus im Bewerbungsver-
fahren seine Leistungen im Sozialraum der Schule überzeugend präsentiert und insbesondere ein 
passgenaues Konzept für die Nikolaischule erläutert. Die Trägerübernahme durch Outlaw eröffnet der 
Nikolaischule die Möglichkeit, die bereits vorhandene Kooperation mit der kinderpädagogischen Ein-
richtung „Bauspieltreff-Holtrode“ weiter auszubauen.  
Die Schule gewinnt mit der Überleitung der ganztägigen außerschulisc hen Angebote an die Outlaw 
gGmbH eine verlässliche und überaus engagierte Partnerin in der Jugendhilfe, die, die Zustimmung 
des Rates vorausgesetzt, in Münster die dritte Trägerschaft einer Offenen Ganztagsschule über-
nimmt. 
 
 
5. Gesamtbewertung / Fazit 
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen im Konsens vor, Outlaw gGmbH  die Trägerschaft für 
die Offene Ganztagsschule in der Nikolaischule zu übertragen. Der Vorschlag wurde von der Schul-
konferenz am 25.09.2023 beschlossen und liegt der Verwaltung vor. 
 
Der Träger hat ein umfassendes, pädagogisches Konzept vorgelegt. Der Träger verfügt inzwischen 
über Erfahrungen im Bereich der Offenen Ganztagsschulen im benachbarten Sozialraum Hiltrup und 
sichert eine Kooperation der Schulen wie beispielsweise eine Vertret ungsregelung bei Personalaus-
fällen sowie eine bedarfsorientierte Ferienbetreuung zu. Der Träger  hat darüber hinaus im Bewer-
bungsverfahren seine Leistungen im Sozialraum der Schule  überzeugend präsentiert und insbeson-
dere ein passgenaues Konzept für die Nikolaischule erläutert. Die Trägerübernahme durch Outlaw 
eröffnet der Nikolaischule die Möglichkeit, die bereits vorhandene Kooperation mit der Kinder - und 
Jugendeinrichtung „Bauspieltreff-Holtrode“ weiter auszubauen.  
Die Schule gewinnt mit der Überleitung der ganztägigen außerschulischen Angebote an die Outlaw 
gGmbH eine verlässliche und überaus engagierte Partnerin in der Jugendhilfe, die damit i n Münster 
die dritte Trägerschaft einer Offenen Ganztagsschule übernimmt.  
 
 
 
In Vertretung 
 
Gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
 
Anlagen: 
Anlage A 
Anlage 1 Kriterienkatalog 
Anlage 2 Bewerbungen 
 
Hinweis: 
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlage 2) stehen ausschließlich als 
pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download  unter der Vorlagennummer 
V/0567/2023 zur Verfügung.

Bewerbung_ Diakonie Münster_OGS Nikolaischule 2024

53314 Zeichen

Konzeption 
für das außerschulische Angebot 
der Offenen Ganztagsschule (OGS) 
der Nikolaischule Wolbeck 
 
der Kinder-, Jugend- und Familiendienste gGmbH 
der Diakonie Münster e.V. 
 
im Rahmen der Überleitung der OGS 
in freie Trägerschaft

Inhalt  
 
1 Einleitung ........................................................................................................................................... 1 
1.1 Trägerbeschreibung ......................................................................................................................... 1 
1.2 Schulbeschreibung ........................................................................................................................... 2 
2 Ziele .................................................................................................................................................... 2 
2.1 Unsere Leitlinien und Ziele .............................................................................................................. 2 
2.2 Zielgruppe.......................................................................................................................................... 2 
2.3 Übergeordnete Ziele ........................................................................................................................ 2 
2.4 Rechtliche Grundlagen ..................................................................................................................... 3 
3 Struktur des offenen Ganztags ....................................................................................................... 3 
3.1 Anzahl der Plätze .............................................................................................................................. 3 
3.2 Betreuungszeiten .............................................................................................................................. 3 
3.3 Teamstruktur ..................................................................................................................................... 3 
3.4 Räumliche Ausstattung .................................................................................................................... 4 
3.5 Tagesablauf Nikolaischule ............................................................................................................... 4 
3.6 Außerschulische Aktivität – KinderUni ........................................................................................... 5 
3.7 Ferienangebote ................................................................................................................................. 6 
3.8 Sanfter Übergang – ein Konzept für Schule und Ganztag .......................................................... 6 
4 Ganzheitliche Bildung ...................................................................................................................... 6 
4.1 Spiel und Bewegung......................................................................................................................... 7 
4.2 Gestaltung und Kreativität ............................................................................................................... 7 
4.3 Musisch-künstlerische Förderung .................................................................................................. 7 
4.4 Emotionale und soziale Bildung ..................................................................................................... 7 
4.5 Diversität und Integration ................................................................................................................ 8 
4.6 Gender ................................................................................................................................................ 9 
4.7 Mediale Kompetenzen/Digitalisierung .......................................................................................... 9 
4.8 Ökologie und Nachhaltigkeit .......................................................................................................... 9 
5 Individuelle Förderung ..................................................................................................................... 9 
6 Inklusion ...........................................................................................................................................10 
6.1 Inklusion von Kindern mit Behinderungen/Entwicklungsrückständen ....................................10 
6.2 Ausblick: Bildung eines Inklusions(fach)kräftepools ..................................................................10 
7 Partizipation .....................................................................................................................................11 
7.1 Kinder ...............................................................................................................................................11

7.2 Eltern/Personensorgeberechtigte .................................................................................................11 
8 Kooperation und Vernetzung .......................................................................................................12 
8.1 Multiprofessionelle Kooperation in der Schule ..........................................................................12 
8.2 Vernetzung im Sozialraum ............................................................................................................13 
8.3 Kooperation mit kommunalen Trägern .......................................................................................13 
9 Kinderschutz ....................................................................................................................................13 
10 Qualitätsmanagement ....................................................................................................................14 
10.1 Qualitätssicherungsgrundsätze .....................................................................................................14 
10.2 Qualitätssicherung ..........................................................................................................................14 
10.3 Qualitätsentwicklung ......................................................................................................................15 
11 Personal ............................................................................................................................................15 
11.1 Integration, Inklusion und Gender ...............................................................................................15 
11.2 Fort- und Weiterbildungen ...........................................................................................................16 
11.3 Vereinbarkeit von Familie und Beruf ............................................................................................16 
11.4 Mitarbeitendenbindung/Benefits .................................................................................................16 
12 Besondere Trägermerkmale ..........................................................................................................17

Diakonie Münster 
Kinder-, Jugend- und Familiendienste gGmbH 
  
1 
1 Einleitung 
Familien sehen sich heutzutage mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. 
Gesellschaftliche Veränderungsprozesse erfordern mehr denn je die stetige Anpassung 
an unsere Umwelt. Migration wegen Krieg oder Armut, Veränderung der Lebensgrund-
lage bspw. durch Digitalisierung der Arbeitswelt oder eine Pandemie sind nur einige Bei-
spiele dafür, wie sich unsere Welt ständig verändert. Hinzu kommen Themen der Alltags-
bewältigung wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, gesunde  Lebensführung, die 
finanzielle Situation, die Veränderung von medialen Kommunikations- und Spielformen 
oder eine pädagogisch angemessene Freizeitbeschäftigung. 
Die Diakonie Münster will als sozial er Dienst der evangelischen Kirche dazu beitragen, 
die vielfältigen Herausforderungen zu meistern. 
1.1 Trägerbeschreibung 
Die Diakonie Münster ist mit über 1.100 Mitarbeitenden in Münster und über 75 Jahren 
Erfahrung einer der großen sozialen Dienstleister. 
Die Kinder-, Jugend- und Familiendienste GmbH der Diakonie Münster sind mit über 200 
Mitarbeitenden vielschichtig im Aufgabengebiet der Jugendhilfe tätig. Die Angebote rei-
chen von den Hilfen zur Erziehung über die offene Kinder- und Jugendarbeit bis hin zur 
Schulsozialarbeit. In konzeptionell ausdifferenzierten Angebots formen und Bereichen 
werden mehr als 300 Kinder, Jugendliche sowie junge Erwachsene und Familien stationär, 
teilstationär und ambulant betreut und gefördert. Hinzu kommt die Trägerschaft der OGS 
an der Marienschule Roxel und der Grundschule am Kinderbach  in Kinderhaus mit 500 
Schüler:innen. 
Im Rahmen der Holdingstruktur innerhalb der Diakonie Münster besteht eine enge Ko-
operation mit dem Beratungs - und BildungsCentrum (BBCe). Gemeinsam biete n wir  
Menschen Hilfestellung bei einer Vielzahl von konkreten Fragestellungen des Alltags, in 
persönlichen Umbruch- und Krisensituationen.

Diakonie Münster 
Kinder-, Jugend- und Familiendienste gGmbH 
  
2 
1.2 Schulbeschreibung 
Die Nikolaischule Wolbeck ist eine zwei- bis dreizügige katholische Grundschule der 
Stadt Münster. Zentral im Stadtteil gelegen, wurde die 1953 erbaute Schule fortlaufend 
erweitert. Derzeit werden hier über 340 Kinder unterrichtet. 
2 Ziele 
2.1 Unsere Leitlinien und Ziele 
Der offene Ganztag der Nikolaischule Wolbeck hat den Anspruch, allen Kindern, in enger 
Kooperation mit der Schule, einen an regenden, ihrem individuellen Entwicklungsstand 
entsprechenden Lern- und Lebensort zu bieten. 
In einer wertschätzenden Atmosphäre sollen Kinder spielerisch positive Lernerfahrungen 
durch Freispiel sowie einzel- und gruppenpädagogische Angebote sammeln, ihre moto-
rischen Kompetenzen, ihre Sprach- und Ausdrucksfähigkeit und ihre sozialen Kompeten-
zen erweitern und so in ihrem Selbstwirksamkeitserleben gestärkt werden. 
Dies ist eine Voraussetzung f ür die gelingende, selbstbestimmte Teilhabe am gesell-
schaftlichen Leben. Durch aktive Beteiligung sollen Kinder ein Bewusstsein für demokra-
tische Prozesse und Selbstwirksamkeit entwickeln. 
Im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung können die Kinder ihre individuellen Lernkom-
petenzen wie Konzentration, Motivation und Leistungsfähigkeit steigern.  Um die Nach-
haltigkeit der Lernprozesse zu erhöhen, streben die Fachkräfte der OGS eine Erziehungs- 
und Bildungspartnerschaft mit den Personensorgeberechtigten und den Lehrkräften an. 
Besondere Berücksichtigung finden Kinder m it Problemstellungen, wie sozio ökonomi-
schen Herausforderungen, Sprachbarrieren oder Fluchterfahrungen. Ein professionelles, 
möglichst multikulturelles Team soll dabei helfen, alle Kinder bestmöglich zu unterstüt-
zen und vor allem Kinder (und ihre Eltern) aus anderen Kulturen zu integrieren. 
Gerade Kinder mit (Teil-)Leistungsstörungen sowie Behinderungen sind im besonderen 
Maße zu fördern und in die Gemeinschaft zu inkludieren. 
Gemeinsam mit der Schule und den Kooperationspartnern wie Vereinen, anderen sozia-
len Trägern und Therapeut:innen im Stadtteil, besteht eine Verzahnung, die allen Kindern 
ein entwicklungsförderndes Setting bietet, Chancengleichheit fördert und Teilhabe er-
möglicht. 
2.2 Zielgruppe 
 Grundschulkinder der katholischen Nikolaischule Wolbeck 
 Personensorgeberechtigte der o.g. Grundschulkinder 
 Kooperationspartner 
2.3 Übergeordnete Ziele 
 Verbesserung der Bildungsqualität und der individuellen Entwicklung 
 Vereinbarkeit von Schule und Beruf für Eltern/Personensorgeberechtigte 
 Vielfältige und kooperative Ganztagsangebote unter dem Dach der Schule  
(vgl. Qualitätsstandards der offenen Ganztagsschule, Stadt Münster)

Diakonie Münster 
Kinder-, Jugend- und Familiendienste gGmbH 
  
3 
2.4 Rechtliche Grundlagen 
 § 9 Absatz 3 Schulgesetz 
 Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 23.12.2010; 
(ABl. NRW. 01/11 S. 38, berichtigt 02/11 S. 85) 
 Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 16.02.2018; 
Erlass 12-63 Nr.2 
 Runderlass des Ministeriums für Schule und Bildung vom 14.12.2020; 
(ABl. NRW. 12/20) Erlass 11-02 Nr. 37 
 Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschule in Münster der Stadt Münster 
3 Struktur des offenen Ganztags 
Die Ganztagsbetreuung der Nikolaischule Wolbeck  arbeitet nach einem halboffenen 
Konzept. Das bedeutet, dass die Kinder festen Gruppen zugeteilt sind, aber zu bestimm-
ten Zeiten die Möglichkeit haben, ihren Tagesablauf selbstständig und eigenverantwort-
lich zu gestalten und Angebote auch gruppenübergreifend zu wählen. Auf diese Weise 
können sie ihren Interessen nachgehen, frei spielen  sowie jahrgangsübergreifende 
Freundschaften knüpfen und pflegen. 
3.1 Anzahl der Plätze 
Im Schuljahr 2022/2023 besuchten etwa 40 Kinder die Bis-Mittag-Betreuung (BMB) und 
247 Schülerinnen und Schüler den Offenen Ganztag. Im Schuljahr 2023/2024 werden 9 
OGS-Gruppen gebildet. (Stand: August 2023) 
3.2 Betreuungszeiten 
Grundsätzlich gibt es zwei Betreuungsformen: 
In der BMB werden die Kinder von 11:50 Uhr bis 13:30 Uhr in schulischen Räumlichkeiten 
betreut. 
Im Offenen Ganztag werden die Kinder - je nach Bedarf - von 11:50 Uhr bis 15:00 Uhr 
oder bis 16:00 Uhr betreut. 
Eine Betreuung an beweglichen Ferientagen und bei Schulkonferenzen ist von 8:00 Uhr 
bis 16:00 Uhr nach vorheriger Abfrage und Anmeldung sichergestellt. 
Randzeiten 
Eine Ausweitung der Betreuungszeiten von 7:00 Uhr bis 17:00 Uhr zur Verbesserung der 
Vereinbarkeit von Familie und Beruf richtet sich nach den Bedarfen vor Ort. 
3.3 Teamstruktur 
Die Teamstruktur sieht entsprechend der Anzahl an Kindern 
 eine Koordination (Sozialpädagog:in), 
 8 Gruppenleitungen (Erzieher*innen oder vergleichbare Qualifikation) sowie 
 bis zu 8 Unterstützungskräfte vor. 
Unterstützt wird das Kernteam des Offenen Ganztags von Lehrkräften, Niedrigteilzeit-
kräften und Hauswirtschaftskräften.

Diakonie Münster 
Kinder-, Jugend- und Familiendienste gGmbH 
  
4 
Dem Team stehen derzeit eine Heilpädagogin und ein Schulhund zur tiergestützten The-
rapie (im Rahmen der Förderinsel) zur Seite. 
Durch die Ergänzung von Mitarbeitenden im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes o-
der Jahrespraktikant:innen sind kurzfrist ige Krankheitsvertretungen zur Sicherstellung 
der Betreuungs- und Angebotsstruktur vorgesehen. 
Längerfristige Erkrankungen sollten möglichst über temporäre Stundenerhöhung von in-
teressierten Mitarbeitenden aus der Mitarbeiterschaft des Trägers oder über befristete 
Einstellungen ausgeglichen werden. 
3.4 Räumliche Ausstattung 
Aufgrund des halboffenen  Konzeptes werden an der Nikolaischule als erster Anknüp-
fungspunkt für die Kinder die derzeit fünf festen OGS-Räume genutzt. Drei weitere OGS-
Gruppen werden in multifunktionaler Nutzung in Klassenräumen betreut. Darüber hinaus 
stehen den Kindern der Schulhof, die anderen OGS-Gruppenräume, der Musikraum und 
die Turnhalle zum Spielen zur Verfügung. 
3.5 Tagesablauf Nikolaischule 
Nach dem Unterricht melden sich die Kinder zunächst in ihren Gruppen an. 
Je nach Unterrichtsschluss folgt danach die erste Freispielphase. So können die Kinder 
ihre Interessen allein, zu zweit oder mit mehreren Kindern nach ihren individuellen und 
tagesaktuellen Wünschen ausleben und sich von den Anf orderungen des Vormittages 
erholen. Bei Bedarf können sich die Kinder auch zurückziehen und entspannen. 
Mittagessen 
Ab 12:00 Uhr erhalten die Kinder ein warmes Mittagessen i n der Mensa  oder in ihrem 
Gruppenraum. Die Nutzung wird halbjährlich gewechselt, damit die Kinder abwechselnd 
in den Genuss kommen, in der Mensa zu speisen. Dabei werden die Kinder bei der Aus-
gabe und beim Essen von unserem OGS -/Hauswirtschaftsteam begleitet. Bei der Zube-
reitung der Speisen werden individuelle Belange wie Allergien, Unverträglichkeiten oder 
kulturelle Erfordernisse berücksichtigt. Der Hauptteil unserer Speisen wird von Apetito 
geliefert. 
Ergänzt werden die Mahlzeiten durch Salate und Nachspeisen, die von einem regionalen 
Caterer bezogen werden. Zudem werden nachmittags noch gesunde Snacks, wie Obst 
und Rohkost bereitgestellt. 
Den Kindern steht während des Aufenthaltes im Ganztag durchgehend Wasser (still und 
kohlensäurehaltig) zur Verfügung. Zudem haben die Kinder auch die Möglichkeit, ihre 
Getränkeflaschen wieder aufzufüllen.

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5 
Hausaufgaben 
Die Hausaufgabenzeit beginnt um 14:10 Uhr. 
Die Kinder erledigen die Hausaufgaben i n 
der Regel in ihren Klassenräumen  und wer-
den dabei von ein bis zwei pädagogischen 
Kräften begleitet und unterstützt. Idealer-
weise betreuen diese die Kinder von der ers-
ten bis zur vierten Klasse gemeinschaftlich 
mit den Lehrkräften.  
 
Die Hausaufgabenzeit beträgt für die ersten und zweiten Klassen 30 Minuten, für die 
dritten und vierten Klassen 45 Minuten. Die Kinder erledigen ihre Hausaufgaben eigen-
ständig und an einem festen Arbeitsplatz. Nach Beendigung ihrer Aufgaben bleiben die 
Kinder bis zum Ende der Hausaufgabenzeit in ihrem Klassenraum. Freitag ist hausaufga-
benfrei.  
Freispiel und AG-Konzept 
Nach den Hausaufgaben folgt die zweite Freispielphase.  Darüber hinaus legt die OGS 
großen Wert darauf, dass die Kinder die Möglichkeit erhalten, Neues auszuprobieren und 
eigene Fähigkeiten und Interessen zu erkennen und zu entwickeln. Daher bietet der Of-
fene Ganztag am Nachmittag zwischen 14: 45 Uhr und 16:00 Uhr ein breit gefäche rtes 
Angebot an Aktivitäten aus dem sportlichen, kreativen, naturkundlichen und musischen 
Bereich. Das kann zum Beispiel Einrad- und Waveboardfahren, Theaterspielen, Clownerie, 
Töpfern, Kochen und Backen, Experimente durchführen, den Lebensraum Wald kennen-
lernen und vieles mehr sein. Die AGs werden von Mitarbeitenden der OGS, Lehrkräften, 
Kooperationspartnern wie dem Bauspieltreff Holtrode und externen Kräften wie Sport -
übungsleiter:innen, Musikleiter:innen sowie Kunstpädagog:innen durchgeführt und da-
bei immer wieder verändert und durch Kurzprojekte ergänzt. 
Wochenabschluss 
Freitags nutzen wir die Zeit, um individuelle Angebote im Rahmen der jeweiligen Grup-
pen anzubieten, Themen zu besprechen, Geburtstage der Kinder zu feiern oder im Kin-
derrat zu diskutieren. 
3.6 Außerschulische Aktivität – KinderUni 
Die Westfälische Wilhelms -Universität Münster bietet jedes Semester Vorlesungen für 
Kinder an (KinderUni). Organisiert wird die “Kinder-Uni Münster” von der Westfälischen-
Wilhelms-Universität und den “Westfälischen-Nachrichten”. 
Diese finden etwa einmal im Monat freitags von 16:15 Uhr bis 17:00 Uhr in einem Hörsaal 
der Universität zu wechselnden Themen statt.  
Unterstützt durch den Förderverein haben die Kinder die Möglichkeit , zu allen angebo-
tenen Vorlesungen mit einem angemietete n Bus, begleitet durch eine Lehrkraft , gegen 
ein Entgelt von 2€ zur KinderUni zu fahren.

Diakonie Münster 
Kinder-, Jugend- und Familiendienste gGmbH 
  
6 
3.7 Ferienangebote 
Kinder mit einem Platz in der OGS, haben einen Anspruch auf Ferienbetreuung von ins-
gesamt 6 Wochen im Jahr. 
Hierbei bieten wir den Kindern ein ansprechendes und abwechslungsreiches Angebot im 
Rahmen von Wochenthemen wie z.B. Weltraum, Tiere oder Sport und damit verbunde-
nen Ausflügen zum Planetarium, Zoo oder zum Kettelerhof an. 
 
Nach Möglichkeit sollten Mitarbeitende der OGS entsprechend ihrer individuellen Situa-
tion wählen können, ob sie die Ferienbetreuung mitgestalten wollen oder in den Ferien 
frei haben. 
3.8 Sanfter Übergang – ein Konzept für Schule und Ganztag 
Wir haben den Anspruch, den Kindern den Übergang von der Kita in die Grundschule zu 
erleichtern. Hier arbeitet die Nikolaischule im Rahmen der Erziehungs- und Bildungspart-
nerschaften eng mit den umliegenden Kitas zusammen. Die Eltern der zukünftigen Schul-
kinder erhalten durch das Kommunale Integrationszentrum (KI) einen Informationsflyer, 
übersetzt in die verschiedensten Sprachen. Hierin ist eine Zeitschiene mit den verschie-
denen Angeboten in  Kita und Grundschule für einen sanften Übergang in die Grund-
schule abgebildet. In kleinen Gruppen besuchen die zukünftigen Erstklässler bereits vor 
der Einschulung mehrmals die Schule und bekommen Einblicke in den Schulalltag. 
 
Im Rahmen der OGS kann der sanfte Übergang unterstützt werden durch: 
 Kennenlernen der Räumlichkeiten des Offenen Ganztags von Kindern durch Mitar-
beitende der OGS. 
 Präsentation der Mitarbeitenden der OGS und der Klassenlehrkräfte am ersten Eltern-
abend vor den Sommerferien als Team. I nformation der Eltern über den Ablauf und 
das Programm der OGS. 
 Teilnahme der Hausaufgabenbetreuenden der OGS am Kennenlernnachmittag, der 
vor den Sommerferien stattfindet. An diesem Nachmittag lernen die Kinder ihre zu-
künftige Klassenleitung (sowie die Hausaufgabenbetreuenden aus der OGS kennen). 
 Informationen der Eltern, deren Kinder den Offenen Ganztag besuchen im Klassen-
verband zum organisatorischen Ablauf in der OGS am Einschulungstag. 
 Sofern die Kinder nicht in den Klassenräumen verbleiben, Abholung d er Kinder aus 
ihren Klassenräumen nach dem Unterricht und Begleitung in der OGS-Bereich in den 
ersten Tagen sowie engmaschige Betreuung   
 
Darüber hinaus bietet die Schule individuelle Beratungsgespräche zum Übergang (Schu-
leingangsphase) sowie zum Übergang in die weiterführende Schule. 
4 Ganzheitliche Bildung 
Wir verstehen Bildung als Auftrag zur ganzheitlichen Betrachtung der Kinder in ihren Le-
benswelten und unter Beachtung ihrer Bezugssysteme einschließlich ihrer Kultur und ih-
res Sozialraumes. Wir wollen die Kinder gemeinsam mit den Eltern/Personensorgebe-
rechtigten und den Lehrkräften in ihrer Persönlichkeitsentwicklung fördern.

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7 
Dabei haben wir die Entwicklungsthemen im Blick und betrachten vor allem die unter-
schiedlichen Voraussetzungen und individuellen Ressourcen der Kinder  (Kompetenz- 
statt Defizitansatz). Dieser Prozess wird von den Mitarbeitenden bewusst begleitet. 
4.1 Spiel und Bewegung 
Kinder wollen sich ausprobieren und ihre Fähigkeiten erweitern. Gerade der motorischen 
Entwicklung kommt im Grundschulalter eine besondere Bedeutung zu. Daher bieten wir 
zahlreiche Spiel- und Bewegungsangebote. Das können sowohl AG-Angebote aus dem 
sportlichen Bereich wie Handball, Fußball, Floorball, Schwimmen, Akrobatik und Tanzen, 
als auch Spielmöglichkeiten auf dem Schulhof wie zum Beispiel Turnstangen, Hüpfstan-
gen, Springseile, Pedalos, Roller, Fußball, Tischtennis, Hockey, Stelzen etc. sein. 
 
Zudem fördern wir die Lernprozesse durch erlebnispädagogische Elemente. Hier stehen 
uns eigene Canadier für Paddelabenteuer un d das kindgerechte Großgrundstück am 
Blaukreuzwäldchen mit Seilfähre, Großkettcars, einem  Rasenfußballplatz, eine kleine 
Turnhalle und ein kleines Wäldchen für Outdoorerfahrungen und Erlebnissport zur Ver-
fügung. 
4.2 Gestaltung und Kreativität 
Zur Förderung der Individualität und Gestaltungskompetenz bieten wir zahlreiche Krea-
tivangebote, wie z.B.: 
Basteln (Malen, Ausschneiden, Aufkleben); Bügelperlenbilder; Handarbeiten wie zum Bei-
spiel Häkeln, Armbänder knüpfen, Webrahmen und P erlenarmbänder anfertigen; Puz-
zeln; Spielen mit Lego; AG-Angebote wie Laubsägen, Holzarbeiten und Töpfern. Das An-
gebot wird regelmäßig angepasst und erweitert. 
4.3 Musisch-künstlerische Förderung 
 
Die musische Bildung liegt uns sehr am 
Herzen. Daher kooperieren wir hier eng 
mit der Musikschule Wolbeck und bie-
ten eigene AG-Gruppen wie z.B. Theater 
an. 
4.4 Emotionale und soziale Bildung 
Kinder wollen geliebt und gelobt werden. Sie brauchen Bestätigung und Anerkennung 
und gleichzeitig Führung in schwierigen Situationen. 
Wir fühlen uns der Aufgabe verpflichtet, die Kinder darin zu unterstützen, ihre Entwick-
lungsthemen zu bewältigen.

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8 
Emotionale Kompetenzen 
Durch einen wertschätzenden Umgang, eine klare Struktur und einen nachvollziehbaren 
Regelrahmen schaffen wir ein verlässliches Umfeld, das den Kindern die Sicherheit bietet, 
die es braucht, um sich unbekümmert entwickeln zu können. 
Die Kinder sollen durch zahlreiche Angebote die Gelegenheit bekommen, vielfältige Er-
fahrungen zu sammeln. Die permanente Erweiterung ihrer Kompetenzen soll die Kinder 
in ihrem Selbstbewusstsein stärken, um ihre individuelle Resilienz zu steigern. 
Soziale Kompetenzen 
Das Zusammenspiel von verschiedenen Kindern in einer Gemeinschaft und die Auslotung 
eigener und fremder Interessen muss gelernt, pädagogisch geführt und trainiert werden. 
Grundlage einer Gemeinschaft ist der respektvolle und gewaltfreie Umgang miteinander. 
Die gemeinsam mit den Kindern erarbeiteten Regeln bilden das Fundament des Zusam-
menlebens in der OGS . Dennoch gehören Konflikte untereinander dazu. Gründe dafür 
sind u.a. noch nicht ausgereiftes Empathievermögen oder kommunikative Missverständ-
nisse. Daher begleiten wir diese Konflikte und geben den beteiligten Kinder n die Gele-
genheit, ihre Wahrnehmung und Emotionen gegenseitig darzustellen  und eine Lösung 
zu besprechen. Dabei gilt das Prinzip der Wiedergutmachung statt Strafe. So fördern wir 
die Selbstlösekompetenz, das Annehmen anderer Wahrnehmungen und damit auch die 
Teamfähigkeit. Bei Bedarf werden die Eltern/Personensorgeberechtigten und ggf. Lehr-
kräfte beteiligt. 
Gerade im Bereich der emotionalen und sozialen Bildung  bringen wir als Träger der Ju-
gendhilfe unsere pädagogische Expertise und Methodenkompetenz im besonderen 
Maße ein. 
4.5 Diversität und Integration 
Das f riedliche und tolerante Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Weltan-
schauungen ist uns ein großes Anliegen. Seit Juni 2021 ist die Nikolaischule auch offiziell 
“Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” und damit Teil des deutschlandweiten 
Schulnetzwerkes gegen Ausgrenzung. 
Um allen Kindern die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, unterstützen 
wir die Integration von Kindern mit Migrationserfahrung unter Beachtung ihrer eigenen 
kulturellen Identität. So finden neben traditionellen und christlichen Feiertagen auch un-
terschiedliche kulturelle Feste und ihre Hintergründe im Rahmen überkonfessioneller Bil-
dung im Alltag der OGS Beachtung. 
Eine wesentliche Grundlage zur Teilhabe ist die Überwindung von Sprachbarrieren und 
der Kontakt zu anderen Kindern. 
Daher versuchen wir geflüchteten Kindern - je nach individuellen Erfordernissen - bei der 
Schulanmeldung einen Platz im Offenen Ganztag anzubieten. Dadurch wollen wir dazu 
beitragen, dass diese Kinder schnell Kontakte zu anderen Kindern knüpfen und zudem 
mit der deutschen Sprache vertraut werden. Die Eltern erhalten eine Beschreibung des 
strukturierten Tagesablaufs der OGS möglichst in ihrer Sprache. Das gibt ihnen eine Vor-
stellung davon, was auf ihre Kinder zukommt.

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9 
Die Kinder werden engmaschig von den Mitarbeitenden des Offenen Ganztages betreut 
und unterstützt. Zurzeit (August 2023) besuchen 6 geflüchtete Kinder den offenen Ganz-
tag der Nikolaischule. Als Träger der Inobhutnahme unbegleiteter minderjähriger Aus-
länder (UmA) haben wir eine besondere Expert ise für diese Klientel und verfügen über 
ein großes Netzwerk, insbesondere zum Jugendmigrationsdienst (JMD) der Diakonie 
Münster und zur Migrationsberatung aber auch zu allen anderen Beratungsdiensten wie 
der Erziehungs- oder Schuldnerberatung.  
4.6 Gender 
Wir achten auf die Gleichstellung unterschiedlicher Geschlechter. 
Dabei ist der angemessene Sprachgebrauch ein Lernfeld, mit dem wir uns im Alltag aus-
einandersetzen. Besondere Bedeutung kommt dem Vorleben von Rollenbildern durch 
die Mitarbeitenden der OGS zu. In speziellen Angeboten für Mädchen und Jungen the-
matisieren wir dies und regen die Kinder zum Austausch dazu an. 
4.7 Mediale Kompetenzen/Digitalisierung 
Die Digitalisierung und der angemessene Umgang mit digitalen Kommunikationsformen 
und Medien fordert Kinder im besonderen Maße heraus. Daher unterstützen wir die Kin-
der in diesem Lernfeld durch Auseinandersetzung mit den Themen Internet, Messenger, 
PC-, Konsolen- und Handyspiele. 
Zudem wollen wir Kindern im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung die Möglichkeit bie-
ten, bei entsprechender Aufgabenstellung eine begleitete Internetrecherche durchzufüh-
ren und so ihre Handlungskompetenz zu erweitern. 
4.8 Ökologie und Nachhaltigkeit 
Das Kennenlernen von Natur und Umwelt 
und Entdecken von Zusammenhängen un-
tereinander ist Voraussetzung für einen 
achtsamen Umgang mit den Ressourcen , 
die uns unser Planet bietet. 
Wir fördern ein ökologisches Bewuss tsein 
durch Vorleben und Thematisieren ressour-
censchonender Verhaltensweisen. 
Verschiedene Projekte wie z.B. ein Naturfor-
scher-Projekt, eine Garten -AG etc. machen 
diesen Ansatz lebendig. 
 
5 Individuelle Förderung 
Besondere Beachtung benötigen entwicklungsverzögerte oder benachteiligte Kinder, so-
wie Kinder mit Lerndefiziten. Daher gibt es im Nachmittagsbereich das Angebot der „För-
derinsel“. Kinder, die Unterstützung in den Bereichen Wahrnehmung, Motorik, Konzent-
ration und/oder im sozialen Miteinander benötigen, finden hier durch die Begleitung ei-
ner Heilpädagogin die nötige Förderung.  Die Förderung erfolgt auch hier, wie bei den 
anderen Fördermaßnahmen an der Schule, in Absprache mit Eltern, OGS-Mitarbeitenden, 
Lehrkräften und der Schulleitung. Die Förderung findet als Begleitung im Schulalltag oder 
als Einzel- bzw. Gruppenförderung im Nachmittagsbereich statt.

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10 
Bei der individuellen Förderung legen wir besonderen Wert auf den fachlichen Austausch 
und die Kooperation aller Professionen, die mit den Kindern arbeiten.  
Das schließt die Lehrkräfte, Sonderpädagog:innen, Schulsozialarbeiter:innen, die Sprach-
förderung, I-Kräfte und weitere Disziplinen mit ein. 
Dies unterstreichen wir auch bei trägerdifferenten Anbietern von OGS und Förderinsel. 
6 Inklusion 
6.1 Inklusion von Kindern mit Behinderungen/Entwicklungsrückständen 
Die Inklusion von Kindern mit Behinderungen oder Entwicklungsrückständen in die Ge-
meinschaft, ist ein erklärtes Ziel der Kinder-, Jugend- und Familiendienste. Dazu werden 
in Absprache mit der Schule und den Eltern die Bedarfe dieser Kinder ermittelt und ge-
meinsam entschieden, wie die Kinder im Rahmen der OGS unterstützt werden sollen. 
Wir verstehen Inklusion als Haltung. Diese Haltung ist auch mit den Kindern, die die OGS 
besuchen, zum Thema zu machen und aktiv vorzuleben , um ein Bewusstsein dafür zu 
schaffen, dass jedes Kind etwas Besonderes ist. Im Rahmen des Programms „Meine Stär-
ken – Deine Stärken“ wollen wir den Blick nicht auf die Behinderung oder Einschränkung, 
sondern auf die Fähigkeiten aller Kinder lenken, um dazu beizutragen, Spielpartnerschaf-
ten von Kindern mit und ohne Einschränkungen zu begünstigen. 
Bei Kindern, die im Rahmen der OGS nicht durch I -Kräfte begleitet werden, ist uns eine 
Vernetzung mit den I -Kräften aus dem Vormittag  wichtig, um bei Bedarf tagesaktuelle 
Absprachen zu den entsprechenden Kindern treffen und die Kinder gut in die OGS über-
leiten zu können. Durch die enge Kooperation mit der Schule und der Hospitation der 
OGS-Mitarbeitenden in den Klassen sollen die Kommunikationswege verkürzt werden. 
6.2 Ausblick: Bildung eines Inklusions(fach)kräftepools 
Die Erfahrungen der letzten Jahre zum Thema Inklusion zeig en, dass die von der Politik 
beschlossenen Maßnahmen zur Inklusion häufig unzureichend sind. 
Um den Kindern einen reibungslosen Übergang von der Schule in die OGS zu ermögli-
chen, wünschen wir uns nicht nur eine st rukturelle, sondern auch eine personelle Ver-
knüpfung von Vor- und Nachmittag. 
Im Rahmen eines Inklusions(fach)kräftepools befürworten wir den Ansatz, jede Klasse mit 
einer zusätzlichen (Fach-)Kraft auszustatten. Über diese (Fach-)Kraft wäre, je nach indivi-
duellem Inklusionsbedarf, die parallele Begleitung mehrerer Kinder im Schulalltag mög-
lich. Mit dem Wissen um die aktuellen Themenstellungen der Kinder aus dem Vormittag 
wäre ein Transfer in den Nachmittag leichter möglich. Kinder, die an ein em Tag beson-
dere Herausforderungen zu meistern haben, könnten so störungsfreier in der OGS ange-
dockt und bei Bedarf begleitet werden. Die Gefahr von Konflikten mit anderen Kindern 
und die damit verbundenen Misserfolgserfahrungen ließen sich so reduzieren. 
Zudem unterstützen wir dieses Modell, um Mitarbeitenden, gerade im Bereich der OGS, 
attraktivere Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf anbieten zu können 
und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. 
Dazu setzen wir uns mit Entscheidungsträger n zusammen und wollen gemeinsam eine 
Lösung erarbeiten.

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11 
7 Partizipation 
Wir verstehen Partizipation als umfassenden Lernprozess zur Teilhabe und Mitgestaltung 
der Welt, in der wir leben. 
7.1 Kinder 
Nicht nur die UN-Kinderrechtskonvention sieht vor, Kinder entsprechend ihres Entwick-
lungsstandes an allen sie betreffenden Themenfeldern zu beteiligen.  
In der OGS sichern wir dies durch den OGS-Kinder-Rat. Hier können Themen besprochen 
und diskutiert werden. Dabei gilt , dass jede Stimme zählt und unterschiedliche Stand-
punkte und Meinungen gehört und ernst genommen werden. 
Im Rahmen der Hausaufgabengruppen wählen die Kinder jeweils zwei Kinder aus, die für 
sie sprechen und ihre Standpunkte vertreten können. Die gewählten  Kinder treffen sich 
einmal im Monat mit der Koordinatorin und besprechen Themen aus dem OGS -Alltag, 
die ihnen wichtig sind. Sorgen, Wünsche und Anregungen der Kinder können in diesem 
Rahmen eingebracht werden. Die Ergebnisse werden für alle Kinder sichtbar präsentiert. 
So wollen wir ein Bewusstsein für demokratische Prozesse wecken und fördern. 
Um allen Kindern ein Gefühl der Selbstwirksamkeit in einer Gemeinschaft zu geben, wol-
len wir regelmäßige altersgerechte Interessensbefragungen durchführen. Darüber hinaus 
haben die Kinder die Möglichkeit, sich mit ihren Sorgen und mit Kritik an zwei von ihnen 
aus dem Kollegium der OGS-Mitarbeitenden gewählte Vertrauenspersonen zu wenden. 
Diese sollten paritätisch besetzt werden. 
Da es vorkommen kann, dass Kinder sich (zunächst) nicht trauen, einen Erwachsenen an-
zusprechen, bieten wir Kindern die Möglichkeit, uns auch anonym zu kontaktieren. 
Über unsere VIB-Kästen können uns die Kinder Verbesserungsvorschläge, Informationen 
oder auch Beschwerden zukommen lassen. Jede Eingabe wird bearbeitet. Beschwerden 
werden gesondert gesammelt und im Rahmen des trägerinternen Beschwerdemanage-
ments dokumentiert und ausgewertet. 
7.2 Eltern/Personensorgeberechtigte 
Die Beteiligung von Eltern ist uns ein großes Anliegen. 
Um die Kinder bestmöglich begleiten und fördern zu können, ist eine enge Kooperation 
zwischen Eltern, Lehrkräften, Schulsozialarbeiter:innen, I-Kräften und der OGS erforder-
lich. Information, Transparenz und eine akzeptierende Haltung bilden die Grundlage ei-
ner positiven Beziehungsgestaltung mit den Eltern. Dies entspricht unserer systemischen 
Sichtweise und unserem ganzheitlichen Bildungsverständnis. 
Im Herbst, wenige Wochen vor der Schulanmeldung, findet ein Informationsabend für 
die Eltern der zukünftigen Lernanfänger:innen statt. An diesem Elternabend nehmen Mit-
arbeitende des Offenen Ganztags teil. 
Am Tag der offenen Tür haben die Eltern die Möglichkeit, sich bei den Mitarbeite nden 
bezüglich der Struktur des Offenen Ganztags zu informieren und die Räumlichkeiten ge-
meinsam mit ihren Kindern anzuschauen und kennenzulernen.  
Etwa sechs Wochen nach der Einschulung findet ein erster Elternabend für die Eltern des 
ersten Jahrgangs statt.

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12 
Über grundsätzliche Veränderungen und Neuerungen, die die Konzeption oder Räum-
lichkeiten betreffen, werden die Eltern aller Jahrgänge auf einem Elternabend informiert. 
Es besteht jederzeit die Möglichkeit für einen kurzen Austausch mit den Mitarbeitenden. 
Im Rahmen der Elternarbeit können individuelle Gesprächstermine auch kurzfristig ver-
einbart werden.  
Auf einer Elterninfo-Wand im Eingangsbereich finden die Eltern unter anderem Informa-
tionen zur Ferienbetreuung oder zu Veranstaltungen und Vorträgen zu bestimmten The-
men, die sie interessieren könnten. Dort hängt eine Übersicht über alle AGs, die im Rah-
men des Offenen Ganztags stattfinden. Diese Übersicht wird fortlaufend aktualisiert, so-
dass die Eltern sich jederzeit einen Überblick darüber verschaffen können, welche Ange-
bote es gibt oder geplant werden. 
Bei Veranstaltungen, Festen und Feiern der Schule sind die Mitarbeitenden des Offenen 
Ganztags präsent und bringen sich aktiv ein. 
Darüber hinaus haben die Eltern über die Elternvertreter :innen der Schule die Möglich-
keit, Anregungen, Wünsche und Kritik einzubringen und die OGS mitzugestalten.  
Im Rahmen des Beteiligungs- und Beschwerdemanagements des Trägers können sich 
Eltern aber auch einzeln an die OGS -Koordination oder die zuständige Bereichsleitung 
des Trägers wenden. Ein festgelegtes Verfahren regelt den Umgang mit entsprechenden 
Eingaben und Beschwerden. Bei Problemen werden gemeinsam Lösungsmöglichkeiten 
besprochen und festgelegt. 
8 Kooperation und Vernetzung 
8.1 Multiprofessionelle Kooperation in der Schule 
Die gute Zusammenarbeit und enge Verzahnung zwischen der Schulleitung, den Lehr-
kräften, der Schulsozialarbeit, der Förderinsel, den I-Kräften und dem Team des Offenen 
Ganztags ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche, pädagogische Arbeit. Das 
gemeinsame Ziel ist eine enge Verknüpfung zwischen Vor- und Nachmittag und ein mul-
tiprofessioneller Blick auf die Themenstellungen der Kinder: 
 Die OGS-Koordination arbeitet eng mit der Schulleitung zusammen und steht mit ihr 
in regelmäßigem Austausch. Sie nimmt an den Sitzungen der Lehrerkonferenz, der 
Schulpflegschaft und der Schulkonferenz teil. 
 Mitarbeitende der OGS übernehmen die OGS-Kinder bei Unterrichtsschluss und för-
dern somit einen sanften Übergang in den Nachmittag.  
 Die Schule verfügt über Lehr kraftstunden für den Offenen Ganztag. Die Lehrer sind 
überwiegend in der Hausaufgabenbetreuung eingesetzt, wenn möglich in ihrer eige-
nen Klasse. Einzelne Lehrkräfte können eine AG am Nachmittag anbieten. 
 Die Teams aus Klassenleitung und Hausaufgabenbetreuung bleiben nach Möglich-
keit konstant. 
 Im Rahmen eines wöchentlichen multiprofessionellen Teamgespräches können Prob-
lemlagen benannt und gemeinsam Lösungen erarbeitet werden. 
 Individuelle Problemlagen von Kindern können durch gute Kooperation mit der 
Schulsozialarbeit bearbeitet werden. 
 Gemeinsame Fortbildungen tragen zu einer gelungenen Zusammenarbeit bei. 
 Wir fördern eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft statt Verinselung.

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13 
8.2 Vernetzung im Sozialraum 
Sowohl die Kinder-, Jugend- und Familiendienste als auch die OGS der Nikolaischule sind 
über jeweils eigene Strukturen vielfältig im Sozialraum eingebunden. Gemeinsam verfü-
gen wir nicht nur im Sozialraum, sondern auch in der sonstigen Hilfe - und Trägerland-
schaft über ein Netzwerk mit a nderen Vereinen, (Bildungs -)Trägern, Institutionen, wie 
dem Kommunalen Sozialdienst der Stadt Münster, der schulpsychologischen Beratungs-
stelle, der Kinderschutzambulanz, der Tagesklinik und weiteren Leistungserbringern, das 
dem Unterstützungsbedarf der Familien und ihrer Kinder Rechnung tragen und sie mög-
lichst zielgerichtet und umfassend zu unterstützen vermag. 
Zudem ist die Nikolaischule Mitglied im Arbeitskreis Wolbeck und beteiligt sich an den 
regelmäßigen Sitzungen des Arbeitskreises. 
8.3 Kooperation mit kommunalen Trägern 
Aufgrund der engen Verzahnung von Diakonie, OGS und Schule und den damit verbun-
denen Themenfeldern ist eine funktionale Kooperation zwischen dem Träger der OGS 
und den städtischen Ämtern und Behörden unerlässlich. Gemeinsam mit dem Amt für 
Schule und Weiterbildung, dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien und allen wei-
teren Behörden sind aktuelle Entwicklungen und Bedarfslagen zu besprechen und Lö-
sungen zu erarbeiten.  Dazu nutzen wir als langjährig erfahrener und bekannter Träger 
die vorhandenen Strukturen. 
9 Kinderschutz 
Der Schutz von Kindern stellt eine besondere Anforderung dar. Bei Verdacht auf eine 
Kindeswohlgefährdung ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und OGS erfor-
derlich. Daher sind die Verfahren zur Sicherung des Kindeswohls über eine Vereinbarung 
klar geregelt (§ 8a SGB VIII in Verbindung mit § 42 Abs. 6 SchulG, NRW). 
So ist in Abstimmung mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien und ggf. unter 
Beteiligung der trägereigenen Kinderschutzfachkräfte eine Gefährdungsbeurteilung nach 
den mit der Stadt Münster ver einbarten Standards durchzuführen. Die Ergebnisse sind 
den Eltern/Personensorgeberechtigten mitzuteilen und gemeinsam mit dem zuständi-
gen Kommunalen Sozialdienst Lösungen zur Abwendung der Gefährdung zu bespre-
chen. 
Kindeswohlgefährdung zu erkennen ist mitunter schwierig. Ein achtsamer Blick der Fach-
kräfte kann dazu beitragen diese aufzudecken und somit abzuwenden. Im Rahmen von 
Inhouse-Schulungen sollen alle Fachkräfte der OGS zu dieser Thematik geschult werden. 
Darüber hinaus bieten unsere trägereigenen Ki nderschutzfachkräfte bereits im Vorfeld 
die Möglichkeit einer Fallberatung zur ersten Einschätzung und ggf. frühzeitigen Bera-
tung zur Vermeidung einer Gefährdungslage. 
Bei der Einstellung verlangen wir von allen Mitarbeitenden (auch Ehrenamtlichen) ein 
erweitertes Führungszeugnis nach § 72a SGB VIII und überprüfen dies in regelmäßigen 
Abständen.

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10 Qualitätsmanagement 
Der Erfolg pädagogischer Arbeit ist von unterschiedlichsten Faktoren abhängig. 
Diese möglichst umfassend zu erfassen und zielgerichtete Verbesserungsmaßnahmen zu 
erarbeiten, ihr Ergebnis zu bewerten, zu überprüfen und ggf. anzupassen, ist der Zweck 
des Qualitätsmanagements  (QM). In Qualitätsmanagementhandbuch (QMH) werden 
Prozesse in QM-Zirkeln, bestehend aus Bereichsleitung, Mitarbeitenden und Qualitäts-
managementbeauftragten, beschrieben, Handlungsableitungen festgeschrieben und Zu-
ständigkeiten klar geregelt. 
10.1 Qualitätssicherungsgrundsätze 
Ein Grundsatz zur Sicherung der Qualität im pädagogischen Handlungsfeld besteht in 
der Vielschichtigkeit der Professionen sowie deren Vernetzung und Klärung von Koope-
rations- und Kommunikationsstrukturen. 
Eine enge Verzahnung von Schule und OGS wird sowohl durch regelmäßige Gespräche 
zwischen Schulleitung, Bereichsleitung und OGS-Koordination, als auch durch die Teil-
nahme der OGS-Koordination an Lehrenden- und Schulkonferenzen sowie an Sitzungen 
der Schulpflegschaft sichergestellt. 
Nach Absprache mit Schulleitung und OGS nutzen wir das Bundesrahmenhandbuch Bil-
dung und Betreuung für junge Menschen im Ganztag der Diakonie Deutschland. 
10.2 Qualitätssicherung 
Zur Sicherung der Qualität dienen neben klaren Prozessbeschreibungen, insbesondere 
im schnelllebigen pädagogischen Handlungsfeld, klar definierte und zielgerichtete Kom-
munikationsstrukturen. Dies beinhaltet unter anderem Regelungen zu Teamgesprächen 
und Fachberatungen. 
Dazu trifft sich das Team der hau ptamtlichen OGS-Mitarbeitenden einmal wöchentlich 
für 1,5 Stunden und das gesamte Team einmal im Monat für 2 Stunden zu einer Team-
sitzung. Zuvor wird eine Tages ordnung erstellt. Absprachen werden ergebnisorientiert 
protokolliert. 
Darüber hinaus finden regelmäßig trägerinterne, fachbereichsbezogene Teamkoordina-
tionsgespräche statt. 
Bei Bedarf besteht die Möglichkeit der kollegialen Fallberatung, der regelmäßigen Fach-
beratung und bei komplexeren teaminternen Themen der Supervision über trägereigene 
oder externe Supervisor*innen. 
Über das Beratungs- und BildungsCentrum der Diakonie Münster kann ein kostenloses 
Beratungsangebot bei individueller psychischer Belastung und bei Krisen in Anspruch 
genommen werden. 
(Die Inhalte unterliegen den Anforderungen des Datenschutzes. Der Arbeitgeber erhält 
keine Kenntnisse zu Gesprächs- und Beratungsinhalten.)

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10.3 Qualitätsentwicklung 
Personalentwicklung 
Wir setzen auf hohe Fachlichkeit durch Fort- und Weiterbildungen. 
Zudem bieten wir unseren Mitarbeitenden regelmäßige, strukturierte Mitarbeitendenge-
spräche nach festgesetzten Standards an. Diese dienen dem gegenseitigen Feedback, zur 
Vereinbarung von Fortbildungen und ggf. Zielvereinbarungen und vor allem der Sicher-
stellung einer guten und möglichst langen Zusammenarbeit. 
Konzeptfortschreibung 
Eine bedarfsgerechte Fortschreibung unserer Konzepte und Anpassung an aktuelle Er-
fordernisse als ständiger Verbesserungsprozess ist Teil unserer Philosophie. Das betrifft 
in besonderer Weise auch das hier vorgelegte Konzept, das mit dem Beginn der Träger-
schaft den Bedürfnissen der Mitarbeitenden und den bestehenden pädagogischen An-
sätzen und Angeboten gemeinsam angepasst werden muss. 
Darüber hinaus beteiligen wir uns als Träger an den Treffen der Arbeitsgemeinschaften 
nach §78 SGB VIII, am stadtweiten OGS-Treffen sowie im Sozialraum am Arbeitskreis Wol-
beck. Ergebnisse dieser Gremien finden sich in der Weiterentwicklung der Konzepte, Me-
thoden und Angebote wieder. 
Thinktank 
Im Rahmen einer aus unterschiedlichen diakonischen Fachkräften des Beratungs - und 
BildungsCentrums und der Kinder-, Jugend- und Familiendienste bestehenden Arbeits-
gruppe „Entwicklung“ betrachten wir Schnittstellen zwischen Hilfen , entwickeln Ange-
bote weiter und erschließen ggf. neue Handlungsfelder im Bereich von Angeboten für 
Kinder, Jugendliche und Familien. 
11 Personal 
Gutes, qualifiziertes und motiviertes Personal mit einer langfristigen Beschäftigungsper-
spektive bildet die wichtigste Grundlage für die Erfüllung des gesetzlichen Auftrages zur 
Betreuung und Versorgung von Kindern im Rahmen der OGS. Der Stellenschlüssel und 
die Qualifikation richten sich nach den gesetzlichen Vorgaben für die OGS.  Sofern kein 
ausdrücklicher Sachgrund, wie eine Elternzeitvertretung, besteht, werden alle Stellen un-
befristet ausgeschrieben und besetzt. 
11.1 Integration, Inklusion und Gender 
Die Kinder-, Jugend- und Familiendienste streben in ihrer Mitarbeiterschaft ein Abbild 
der Gesellschaft an. Dies beinhaltet auch die Vielfalt unterschiedlicher Lebensentwürfe 
und Glaubensrichtungen. Daher fördern wir bewusst die Einstellung von Menschen mit 
Migrationserfahrung. Die Mitgliedschaft in einer (christlichen) Kirche ist nicht erforder-
lich. Unsere Angebote zur Auseinandersetzung mit Glaubensfragen bestehen für alle Mit-
arbeitenden, eine „Missionierung“ findet jedoch nicht statt. 
Als ökumenisch denkender Träger freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit der katho-
lischen Grundschule.

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Die universellen Werte wie Gerechtigkeit und Toleranz, Verlässlichkeit und Solidarität so-
wie Mitmenschlichkeit und Verantwortlichkeit sich selbst, den Mitmenschen und der Um-
welt gegenüber, sind Voraussetzung für eine Tätigkeit in der Einrichtung. 
Schwerbehinderte Personen werden bei gleicher Eignung bevorzugt beschäftigt. 
Darüber hinaus wird die paritätische Verteilung der Geschlechter (unter Berücksichtigung 
diverser Geschlechteridentitäten) angestrebt. 
11.2 Fort- und Weiterbildungen 
Als großer Träger sozialer Dienstleistungen mit langjähriger Erfahrung im Bereich der 
Bildung und Betreuung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familiensystemen, wissen 
wir um die hohe Bedeutung fachlichen Handelns. Neben den gesetzlichen Vorgaben zur 
Förderung von Fort- und Weiterbildungen bieten wir sowohl individuelle Fort- und Wei-
terbildungsmöglichkeiten, als auch einrichtungsweite Veranstaltungen im Rahmen von 
themenbezogenen Inhouse-Schulungen. So werden alle hauptamtlich tätigen Mitarbei-
tenden u.a. im Deeskalationstraining nach PART© und Erster Hilfe am Kind geschult. Dar-
über hinaus streben wir regelmäßige Schulungen zum Kinderschutz an. 
Zudem fördern wir systemische Sichtweisen. 
Im Rahmen der OGS besteht d ie Möglichkeit, hauptamtliche Mitarbeitende in der Hal-
tung der „Neuen Autorität“, nach Haim Omer und Arist von Schlippe zu schulen. Diese 
beinhaltet den Ansatz der elterlichen Präsenz und der Erziehungspartnerschaft von El-
tern, Lehrenden und sozialpädagogischen Fachkräften. 
11.3 Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
Die Kinder-, Jugend- und Familiendienste unterstützen die Vereinbarkeit von Familie und 
Beruf. Um Mitarbeitenden in Niedrigteilzeitbeschäftigungsverhältnissen individuellere 
berufliche Möglichkeiten anbieten zu können und das Berufsfeld OGS attraktiver zu ge-
stalten, haben wir die Vision der Verknüpfung von Integrationsangebot im schulischen 
Vormittag und Ganztagsbetreuung bis zum Nachmittag. In Verbindung mit erweiterten 
Betreuungszeiten ergibt sich so ein breites Spektrum an individuellen Arbeitszeitmodel-
len. So haben die Mitarbeitenden auch die Wahlmöglichkeit, an der Ferienbetreuung mit-
zuwirken oder über ein Arbeitszeitkonto in den Schulferien frei zu haben. 
11.4 Mitarbeitendenbindung/Benefits 
Die Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden liegt uns sehr am Herzen.  Und ist durch sehr 
gute Umfrageergebnisse der Mitarbeitendenbefragung auch belegt! 
Neben einer leistungsgerechten Bezahlung nach dem Tarifvertrag BAT-KF mit einer sehr 
guten betrieblichen Altersvorsorge und einem Kinderzuschlag bieten wir unseren Be-
schäftigten: 
 Kinderferienbetreuung (3 Wochen in den Sommerferien, ausschließlich für Mitarbei-
tende der Diakonie) 
 Teamtag (2 mal im Jahr) 
 Große Dienstbesprechung (2 mal im Jahr) 
 Mitarbeiterversammlung (1 mal im Jahr)

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17 
 ein Betriebsfest (alle 2 Jahre) und im Wechsel 
 einen Betriebsausflug (alle 2 Jahre) 
 regelmäßige Newsletter zur Entwicklung der KJFD 
 individuelle E-Mail-Adresse 
 
Zudem unterstützen wir eine aktive und engagierte Mitarbeitervertretung einschließlich 
Freistellung. 
Wie oben angesprochen, beteiligt sich die Diakonie Münster an wiederkehrenden Mitar-
beitendenbefragungen, z.Zt. durch Great Place to Work©. 
Die Ergebnisse der Befragungen werden im Rahmen einer Arbeitsgruppe aus freiwilligen 
Mitarbeitenden, Interessensvertretung und Arbeitgebervertretung analysiert. Gemein-
sam werden Maßnahmen und Handlungsschritte zur Erhöhung der Mitarbeitendenzu-
friedenheit und Arbeitsorganisation entwickelt, abgestimmt und umgesetzt. 
12 Besondere Trägermerkmale 
Als großer Träger von Angeboten aus dem Bereich stationärer Wohnformen, der Heilpä-
dagogischen Tagesgruppen, der Sozialpädagogischen Familienhilfe und der Erziehungs-
beistandschaft, der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie der aufsuchenden Jugend-
sozialarbeit und der sozialen Gruppenarbeit verfügen wir über langjährige Erfahrungen 
und Fachwissen insbesondere in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien aus 
prekären Verhältnissen und mit besonderen Problemstellungen. 
Darüber hinaus sind wir seit vielen Jahren im Bereich der Schulsozialarbeit/BuT an meh-
reren Schulen im Stadtgebiet tätig und haben Erfahrung in der Über -Mittag-Betreuung 
an einer weiterführenden Schule. Im Rahmen unseres Jugendzentrums „Mobile“ bieten 
wir OGS-Kindern im Stadtteil Angelmodde eine ansprechende, abwechslungsreiche und 
verlässliche Ferienbetreuung. 
Durch die Ambulanten Hilfen zur Erziehung sind wir in Münster nahezu im gesamten 
Stadtgebiet tätig. Hier begleiten und beraten wir Familiensysteme in herausfordernden 
Lebenslagen und unterstützen Kinder und Jugendliche mit individuellen Bedarfen. 
Besonders hervorzuheben ist die Heilpädagogische Tagesgruppe (HTG) Süd/Ost, die seit 
über 10 Jahren hilfesuchende Familien in Angelmodde und den angrenzenden Stadttei-
len wie Gremmendorf, Wolbeck und Hiltrup Unterstützung bietet. Die HTG -Süd/Ost ist 
Teil eines weitverzweigten und hochprofessionellen Netzwerks im Stadtteil, das Familien 
individuelle und passgenaue Hilfe bietet und in der Vergangenheit Eltern im Rahmen des 
Kurses: „Starke Eltern – Starke Kinder“ zu allgemeinen Erziehungsthemen geschult hat. 
Darüber hinaus besteht eine enge Verknüpfung zum Beratungs - und BildungsCentrum 
(BBCe) der Diakonie Münster. Dies bietet ratsuchenden Mitarbeitenden und Eltern unbü-
rokratisch und zeitnah Unterstützung in vielfältigen Bereichen wie Partnerschaft- und Le-
bensberatung, Familien- und Erziehungsberatung, Schwangerschaftsberatung, Schuld-
nerberatung, Suchtberatung, Rechtliche Betreuungen sowie bei Fragestellungen zu Mig-
ration und Integration oder bei Wohnungsnot.

Diakonie Münster 
Kinder-, Jugend- und Familiendienste gGmbH 
  
18 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Impressum  
Diakonie Münster 
Kinder-, Jugend- und Familiendienste gGmbH 
Fliednerstraße 15 
48149 Münster 
 
Stand: 18.08.2023

Bewerbung_Mütterzentrum_OGS Nikolaischule 2024

40258 Zeichen

Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH • Wilhelmstr. 41 • 59269 Beckum 
Tel: 02521 – 82 44 90 100 • kienzle@muetterzentrum-beckum.de 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung 
Offene Ganztagsschule

1 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Trägerorganisation 
Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 TRÄGERORGANISATION ...................................................................................................... 2 
 SELBSTVERSTÄNDNIS UND PÄDAGOGISCHE GRUNDGEDANKEN ....................................... 3 
 IN DER SCHNITTSTELLE VON KOMMUNE, SCHULE UND JUGENDHILFE ............................. 4 
 AUSGESTALTUNG EINER OFFENEN GANZTAGSSCHULE ...................................................... 6 
 INHALTE UND GRUNDSÄTZE DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE ........................................ 7 
 Betreuung .................................................................................................................................................. 7 
 Bildung ....................................................................................................................................................... 8 
 Förderung ................................................................................................................................................... 9 
 Jugendhilfe ............................................................................................................................................... 11 
 Elternarbeit .............................................................................................................................................. 13 
 Partizipation ............................................................................................................................................. 13 
 Gesundheitsförderung und Ernährung .................................................................................................... 14 
 Inklusion, Integration und Chancengleichheit ......................................................................................... 14 
 Kinderschutz............................................................................................................................................. 15 
 STRUKTUR UND AUSSTATTUNG DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE ................................ 16 
 Organisation der gemeinsamen Umsetzung ............................................................................................ 16 
 Das pädagogische Team ........................................................................................................................... 18 
 Qualitätsmerkmale .................................................................................................................................. 19 
 Finanzierung einer Offenen Ganztagsschule ........................................................................................... 20 
 UNSERE VERNETZUNG IN DER REGION ............................................................................ 21

2 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Trägerorganisation 
 Trägerorganisation 
 
Das Mütterzentrum Soziales Netzwerk ist ein anerkannter Träger der Jugendhilfe. Es arbeitet 
überkonfessionell und überparteilich und ist ebenso wie sein Gesellschafter Mütterzentrum Beckum 
e.V. dem Paritätischen Wohlfahrtsverband angeschlossen.  
Seit der Vereinsgründung im Jahr 1987 hat sich das Mütterzentrum Beckum von einem anfänglich 
reinen Selbsthilfeträger zu einem professionellen Anbieter Sozialer Arbeit entwickelt und unterhält 
als Träger der Jugendhilfe mehrere Einrichtungen und Beratungsstellen. 
 
Das Mütterzentrum Soziales Netzwerk wirkt als freier Träger in folgenden Bereichen der Sozialen 
Arbeit: 
 
 Offene Ganztagsschule/Betreuung 
 Schulbegleitung/Eingliederungshilfe  
 Fachdienst Jugend- und Familienhilfe 
 Kindertagespflege/Großtagespflege 
 Kinder- und Jugendhaus 
 Wohngruppen für unbegleitete minderjährige Asylbewerber 
 Schulsozialarbeit 
 Kommunale Flüchtlingsbetreuung  
 Fachstelle Ambulante Hilfen für Senioren und Menschen in besonderen Lebenslagen 
 
Insbesondere im Bereich der Schulkindbetreuung im Rahmen des Offenen Ganztags bzw. flexibler 
Betreuungslösungen kann das Mütterzentrum auf umfangreiche Erfahrungen zurückblicken. Derzeit 
befinden sich 32 Betreuungsstandorte in Trägerschaft des Mütterzentrums.

3 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Selbstverständnis und Pädagogische Grundgedanken 
 Selbstverständnis und Pädagogische Grundgedanken 
 
Das Mütterzentrum stellt ein bedarfsgerechtes Betreuungs-, Unterstützungs- und Förderangebot für 
Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren bereit und trägt somit wesentlich zu einer Verbesserung 
der Lebenssituationen von Familien bei. Dabei richtet der Träger seine Arbeit auf der Grundlage eines 
umfassenden Familienbegriffs bei gleichzeitiger Berücksichtigung veränderter Familienstrukturen 
aus. 
 
Unser Leitbild „Individuell für Menschen“ kennzeichnet unsere Trägerhaltung und ist die Grundlage 
für die Ausrichtung unserer verschiedenen Angebote. Es ist uns wichtig, die Individualität des 
Einzelnen zu berücksichtigen und die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei schaffen ein 
wertschätzender Umgang und offene transparente Kommunikationsformen Vertrauen und 
Verlässlichkeit. Mit unserer Arbeit wollen wir dazu beitragen, dass Menschen befähigt werden, ihre 
individuellen Möglichkeiten zu nutzen, um so unter Wahrung ihrer persönlichen Lebenswirklichkeit 
ein selbstbestimmtes Leben gestalten zu können. 
Mit den in unserem Leitbild verankerten Grundsätzen Selbstbestimmung, Bedarfsorientierung, 
Niederschwelligkeit, Vernetzung von Selbsthilfe und Professionalität, Prävention und Partizipation 
schaffen wir individuelle Zugänge für die verschiedenen Zielgruppen und erreichen so tatsächlich die 
Menschen mit ihren jeweiligen Anliegen. 
Durch unsere langjährigen Erfahrungen sind wir mit vielfältigen Lebensentwürfen von Kindern, 
Jugendlichen, Eltern und Senioren befasst. Besonders durch viele Kontakte in unserem 
Mehrgenerationenhaus erhalten wir Rückmeldungen über individuelle Bedingungen und 
Lebenssituationen von Familien. Ausgehend von diesen Erkenntnissen haben wir unsere Arbeit 
bedarfsgerecht konzipiert, was zu einer hohen Akzeptanz der Angebote und Hilfen führt. 
 
Aus unserer grundsätzlich ressourcen- und bedarfsorientierten Trägerhaltung leitet sich das 
Grundverständnis unserer pädagogischen Arbeit mit Kindern und Familien ab. So liegt jedem 
pädagogischen Handeln stets die Frage zugrunde, ob es der Nutzung und dem Ausbau der eigenen 
Ressourcen und Möglichkeiten dient und ob es die Weiterentwicklung von Selbst-, Sach-, und Sozial-
kompetenz von Kindern ermöglicht. 
Kinder sind selbstbestimmte Persönlichkeiten mit individuell verschiedenen und gleichermaßen 
wertvollen Charakterprägungen. Ein situationsorientierter Ansatz lässt jedem Kind Raum zur freien 
Entfaltung. Erlebnisse, die aus eigener Motivation und eigenem Interesse heraus entstehen, 
ermöglichen vielfältige Lernerfahrungen und befähigen das Kind zu selbstbestimmtem Handeln.

4 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
In der Schnittstelle von Kommune, Schule und Jugendhilfe 
Wir verstehen unseren pädagogischen Auftrag darin, Kinder auf ihrem persönlichen Weg zu stärken, 
Erfahrungsräume bereitzustellen und Kinder darin zu begleiten ihre Bedürfnisse und Interessen zu 
erkennen. Hierbei nehmen wir die Besonderheiten, Gefühle und Bedürfnisse aller Kinder ernst und 
leben unter dieser Voraussetzung gegenseitige Achtung und Akzeptanz vor.  
Die Vermittlung von grundlegenden Werten und Gemeinschaftsgefühl liegt jeder pädagogischen 
Handlung zugrunde. Die Stärkung des Selbstwerts, die Wertschätzung der Individualität und die 
Ermöglichung gleicher Chancen nehmen einen hohen Stellenwert ein.  
 
 
 In der Schnittstelle von Kommune, Schule und Jugendhilfe 
 
Schule bestimmt den Alltag von Kindern maßgeblich. Einerseits beansprucht Schule mit ihren 
Angeboten aber auch Verpflichtungen einen nicht zu unterschätzenden Teil der Tageszeit; 
andererseits ermöglicht Schule Kindern Erlebnisse und Beziehungen, die in anderen 
Lebensbereichen so nicht erfahrbar sind. Schule bietet einen festen Rahmen, um sich in der 
Gleichaltrigengruppe zu sozialisieren, Gemeinschaft zu erleben und Verantwortung für sich und 
andere zu erlernen und Stück für Stück zu übernehmen.  
 
Seit Herausgabe des Grundlagenerlasses „Gebundene und offene Ganztagsschulen sowie 
außerunterrichtliche Ganztags- und Betreuungsangebote in Primarbereich und Sekundarstufe I“ 
entwickelt sich die Ausgestaltung von Schule als Lern- und Lebensort immer mehr zu einer 
Gemeinschaftsaufgabe von Schule, Kommune und öffentlicher wie auch freier Jugendhilfe. 
So ist eine engere Vernetzung von Jugendhilfe und Schule vor dem Hintergrund veränderter 
gesellschaftlicher und familiärer Bedingungen notwendig und lässt sich rückblickend auf das 
vergangene Jahrzehnt nicht nur gesellschaftspolitisch, sondern vor allem auch pädagogisch 
begründen. Durch die Formulierung gemeinsamer Ziele im Bereich der Förderung von Kindern, 
Jugendlichen und Familien konnte das Aufgabenfeld ‚Offener Ganztag‘ fortlaufend und 
bedarfsorientiert mit Inhalten gefüllt und weiterentwickelt werden.  
 
Diese Kooperation von Schule und Jugendhilfe führt zu einer Zusammenführung von Angeboten und 
Maßnahmen am Lebensort Schule, die etwa von Professionellen und anderen Beteiligten aus den 
Bereichen von Familienbildung und -beratung, Gesundheitsförderung, Hilfen zur Erziehung, 
inklusiver Förderung, Begabungsförderung und offener Jugendarbeit dargeboten werden.  
Die verschiedenen Lebensbereiche von Kindern stehen so in gelungenem Austausch, verstehen 
Erziehung und Bildung als gemeinsame Aufgabe und können sich im Bedarfsfall ergänzen und 
unterstützen.

5 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
In der Schnittstelle von Kommune, Schule und Jugendhilfe 
Die Kooperationsbeziehungen zwischen Schule, Träger und OGS-Team ermöglichen eine 
zielbewusste und bedarfsangemessene Ausgestaltung des Angebots, indem unterschiedliche 
Kompetenzen genutzt und fachliche Ressourcen gebündelt werden.  
Erfahrungsgemäß werden durch eine transparente und vertrauensvolle Netzwerkarbeit zielgenaue 
und innovative Maßnahmen für eine optimale Förderung von Schüler und Schülerinnen und deren 
Familien ermöglicht. 
 
 
 
 
 
 
  
Schule 
OGS-Team
Träger
gemeinsame Gestaltung des 
Ganztagsangebotes 
gemeinsame Entwicklung des 
schuleigenen 
OGS-Konzeptes 
Qualitätssicherung, 
Netzwerkarbeit, 
fachlicher Austausch

6 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Ausgestaltung einer Offenen Ganztagsschule 
 Ausgestaltung einer Offenen Ganztagsschule 
 
Ausgehend vom Grundlagenerlass sowie den bisherigen Erfahrungen als Träger offener 
Ganztagseinrichtungen stellen sich verschiedene Aufgabenfelder, die in den einzelnen 
Schulsystemen dem jeweiligen Bedarf angemessen mit grundlegenden Inhalten und zusätzlichen 
Angeboten und Maßnahmen gefüllt werden.  
Grundsätzlich verstehen wir das Angebot im Rahmen der Offenen Ganztagsschule als 
entwicklungsoffenes Bausteinsystem. Dieses Verständnis ermöglicht eine situationsangemessene, 
gemeinsame Planung und Ausgestaltung des Angebotes im gegenseitigen Austausch mit 
Schulleitung, kommunalen Verantwortlichen, Kollegium und Team.  
 
 
 
  
BetreuungVerlässliche BetreuungFerienbetreuungMittagstisch
BildungHausaufgaben-betreuungFreizeitangebote im kreativen, sportlichen und musischen BereichProjekte in verschiedenen Erfahrungsbereichen
FörderungErzieherische Unterstützung                   im Bereich der Selbstorganisation, Kooperation und Persönlichkeits-entwicklungFreizeitangebote z.B. zur Förderung der sozialen, emotionalen, sprachlichen                oder motorischen EntwicklungPlanung und Umsetzung von Methoden des sozialen Lernens       in der Gruppe
JugendhilfeWeitergehende Hilfeangebote zur professionellen Begleitung individueller Entwicklungs-prozesseIntensive Elternbegleitung   und  -beratungFallbezogene Netzwerkarbeit zur Unterstützung des Erreichens individueller Ziele

7 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Betreuung  
 
In Ergänzung zu Schulvormittag und Familienerziehung übernimmt der Nachmittagsbereich der 
Offenen Ganztagsschule die verlässliche Schulkindbetreuung über den Unterricht hinaus sowie in 
den Ferien.  
Häufig stehen berufstätige Eltern oder alleinerziehende Elternteile vor der schwierigen Frage, wie ihr 
Schulkind nach Schulschluss betreut werden kann. Hier sind Eltern auf verlässliche Betreuungszeiten 
angewiesen. Diese Betreuungsangebote stellen somit eine wichtige Grundlage für die Vereinbarkeit 
von Familie und Beruf dar und tragen zur finanziellen Sicherung von Familien bei. 
 
 
  
  
 
  
Verlässliche Betreuung  Implementierung einer festen Tagesstruktur im Gruppenalltag  Betreuungszeiten von Unterrichtsschluss bis 17 Uhr an fünf Wochentagen  Randzeitenbetreuung ab 7 Uhr   Feste Abholzeiten ab 15 Uhr  Zusätzliches Betreuungsangebot nach Unterrichtsschluss bis 13:20 
Ferienbetreuung 
 Betreuungszeiten in den Herbst- und Frühjahrsferien (je 2 Wochen) sowie in den Sommer-
ferien (3 Wochen)  
 Betreuung an beweglichen Ferientagen und schulinternen, unterrichtsfreien Tagen 
 Flexible Abholzeiten 
Mittagstisch 
 Gemeinsames Mittagessen in der Ganztagsgruppe 
 Kindgerechte Mahlzeiten von regionalen Anbietern der Schulkindverpflegung 
 Ökologische, regionale und saisonale Produktauswahl seitens des Anbieters 
 Zusätzliches Angebot gesunder Zwischenmahlzeiten (insbesondere Obst und Rohkost) 
 Geregelte und digitale Buchungs- und Abrechnungsmodalitäten seitens des Anbieters der 
Schulkindverpflegung

8 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Bildung 
 
Bildung endet nicht mit Unterrichtsschluss, sondern ist spätestens seit Inkrafttreten des KiBiz 
(Kinderbildungsgesetz) in NRW erklärte Aufgabe der Kindertagesbetreuung und somit auch des 
Nachmittagsbereiches einer Offenen Ganztagsschule.  
Im Fokus steht der Baustein ‚Hausaufgabenbetreuung/Lernzeiten‘, der die schulischen Inhalte in den 
Ganztag trägt und die offensichtliche Schnittmenge von Schule und Nachmittag im Bereich Bildung 
darstellt.  
Darüber hinaus verstehen wir unter Bildung im Kontext des Ganztags alles, was Erfahrungen 
ermöglicht und Horizonte erweitert. In den 29 Ganztagsbereichen, die in Trägerschaft des 
Mütterzentrums geführt werden, findet sich eine Vielfalt an außerunterrichtlichen 
Bildungsangeboten in Form von Arbeitsgemeinschaften und Projekten.  
 
 
  
  
 
Hausaufgabenbetreuung/ Lernzeiten 
 Erledigung der schriftlichen Hausaufgaben in Kleingruppen 
 Bereitstellung einer positiven Arbeitsatmosphäre (Ruhe, Reizarmut,  
organisierter Arbeitsplatz) 
 Erziehung zur Selbstständigkeit und zum organisierten Arbeiten 
 Rückmeldung an Eltern und Lehrkräfte zum Leistungsverhalten einzelner Schülerinnen 
und Schüler sowie zur Angemessenheit von Niveau und Umfang der Hausaufgaben 
Freizeitangebote im kreativen, musischen und sportlichen Bereich 
 Arbeitsgemeinschaften im Nachmittag (z.B. Koch-AG, Mädchen-/Jungen-AG,  
Fußball-AG, Foto-AG, Chor-AG, Forscher-AG etc.) 
 Interne wie auch externe AG-LeiterInnen zur Abdeckung verschiedener                                            
Interessensbereiche 
 Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen, Einrichtungen und ÜbungsleiterInnen 
Projekte in verschiedenen Erfahrungsbereichen 
 Thematische Ausrichtung der Ferienwochen in Form von Projektwochen/-tagen 
 Trägerbeteiligung an der Initiative „Haus der kleinen Forscher“ 
 Kooperationen im Bereich Sport  
 Beteiligung an Schulprojekten (z.B. Zirkusprojekte, Themenwochen etc.)

9 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Förderung 
 
Eine auf die individuellen Bedürfnisse von Kindern abgestimmte Förderung ist eine wichtige 
Voraussetzung für eine spätere selbst bestimmte Lebensführung. Hierbei ist es wichtig, dass Kinder 
neben einem adäquaten Freizeitverhalten auch die Einbindung in soziale Bezüge erleben und dass 
sie Erfahrungen im Bereich der sozialen Gruppenarbeit machen. Diese Erfahrungen bilden den 
Einstieg zum sozialen Lernen, zur Einhaltung von Regeln und zum Erlangen sozialer Kompetenzen, 
die langfristig auch auf andere Gruppenkontexte übertragen werden können.  
 
 
 
 
Erzieherische Unterstützung im Bereich der Selbstorganisation, Kooperation  
und Persönlichkeitsentwicklung 
 Kleinschrittige und altersangemessene Anleitung zur Bewältigung von Entwicklungsaufga-
ben (z.B. An- und Auskleiden, Schuhe binden, Verhalten am Essenstisch, Körperpflege, 
etc.) 
 Begleitung im Freispiel (Umgang mit MitschülerInnen, Umgang mit Material, Motivation 
zum Spiel, etc.) 
 Unterstützung in der Organisation der Arbeitsmittel im Rahmen der Hausaufgabenbe-
treuung 
Freizeitangebote z.B. zur Förderung der sozialen, emotionalen, sprachlichen  
oder motorischen Entwicklung 
 Die Angebote im Rahmen der Arbeitsgemeinschaften werden bewusst so gesetzt, dass sie 
die Kinder entsprechend ihren Fähigkeiten in verschiedenen Entwicklungsbereichen her-
ausfordern und zu neuen Lernerfahrungen anregen 
 Das pädagogische Team entscheidet gemeinsam mit den Eltern, welches Angebot für ein 
Kind hilfreich sein kann

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 
 
 
  
 
Freispielphasen bieten ein hohes pädagogisches Potential: 
 Permanente Erprobung persönlicher, handlungspraktischer und vor allem sozialer Kom-
petenzen 
 Soziale Lernerfahrungen (aufeinander zugehen, Kontakt zu anderen Kindern aufnehmen, 
sich durchsetzen, helfen oder teilen) 
 Berücksichtigung gemeinsam erarbeiteter Gruppen- und Spielregeln  
 Entstehung und Pflege von Freundschaften  
 Zutrauen neuer Handlungen, Erproben von Alternativen und Erlernen eines Umgangs mit 
Erfolg oder Misserfolg  
 Förderung von Konzentration, Ausdauer und Gedächtnis  
 Nutzung verschiedenen Aktionsräume (Funktionsbereiche, Außenbereich, Ruhebereiche) 
etc. 
Planung und Umsetzung von Methoden des sozialen Lernens in der Gruppe (optional) 
 
 Beispielsweise Trainings sozialer Kompetenzen oder gezielte Inhalte zum Umgang mit 
Medien, Konflikten, Freundschaft etc. 
 Ziele der Trainings können z.B. sein:  
 Auseinandersetzung mit der Selbst- und Fremdwahrnehmung 
 Stärkung des Selbstbewusstseins 
 Förderung der sinnlichen Wahrnehmung 
 Auseinandersetzung mit und Verbesserung der Kommunikation untereinander  
 Entwicklung alternativer Konfliktlösungen 
 Übernahme von Verantwortung  
 Kooperation und Vertrauen 
 Erarbeitung, Einübung und Akzeptanz von Regeln und Konsequenzen etc.

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Jugendhilfe 
 
Um darüberhinausgehenden Förderbedarfen gerecht zu werden, hat das Mütterzentrum in 
Zusammenarbeit mit den Jugendämtern des Kreises Warendorf individuelle Förderangebote in die 
Arbeit der OGS-Teams integriert. Aufgrund der vielfältigen positiven Erfahrungen in 
Fördermaßnahmen versteht der Träger die zusätzliche Arbeit mit Kindern und Eltern im Rahmen der 
Hilfen zur Erziehung als wichtige Ergänzung zur Betreuung und allgemeinen Förderung in der OGS.  
Die Förderung wird über zusätzliche Stundenbudgets durch das pädagogische Fachpersonal des OGS-
Teams umgesetzt. Es zeigt sich, dass die kontinuierliche Beziehungsarbeit zwischen Fachkraft und 
Kind maßgeblich zum Erfolg der Hilfe beiträgt. Die OGS bietet einen optimalen Erfahrungsraum, um 
soziale und personelle Kompetenzen einzuüben und zu festigen. Die Maßnahme beruht somit auf 
einem integrativen Ansatz. Die Förderkinder nehmen die strukturierenden Angebote der OGS wie 
Mittagessen, Gruppenalltag und Hausaufgabenbetreuung wahr und erhalten darüber hinaus in 
bestimmten Handlungsbereichen eine intensive Unterstützung durch die Bezugsperson.  
 
 
 
Weitergehende Hilfeangebote zur professionellen Begleitung individueller  
Entwicklungsprozesse 
 
Durch eine zusätzliche intensive Förderung sollen die GrundschülerInnen befähigt werden: 
 Regeln und Normen zu akzeptieren 
 Soziale Kompetenzen zu erwerben 
 Angemessene Reaktionen in Konfliktsituationen zu zeigen 
 Kommunikationsformen zu entwickeln 
 Soziale Gruppenprozesse zu erfahren 
Inhalte und Angebote: 
 Sozialpädagogische Förderangebote 
 Soziale Gruppenarbeit, Kleingruppenarbeit und Einzelförderung 
 Integrativer Ansatz durch Bezugspersonen im regulären Geschehen des Offenen Ganztags

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 
 
 
 
  
Intensive Elternbegleitung und -beratung 
 
 Wahrnehmen und Umsetzen eines gemeinsamen Erziehungs- und Bildungsauftrags von 
Familie und Schule 
 Regelmäßige Elterngespräche zur Entwicklung des Kindes und zu Themen, die das Erzie-
hungsverhalten/Familienleben betreffen 
 Beratung nach einem systemischen Grundverständnis 
 Austausch über mögliche Anliegen oder Unterstützungsbedarfe und Vermittlung in mögli-
che Hilfen innerhalb und außerhalb von Schule 
Fallbezogene Netzwerkarbeit zur Unterstützung des Erreichens individueller Ziele 
 
 Intensiver und transparenter Austausch zwischen den Professionen innerhalb der Schule 
unter Voraussetzung des Einbezugs der Familie 
 Zielorientierte Kooperation mit weiteren Institutionen und Akteuren im Sozialraum

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Elternarbeit 
 
Bei der Erziehung, Förderung und Bildung jedes Kindes versteht sich das Team des Offenen Ganztags 
als unmittelbarer Partner der Erziehungsberechtigten. Die Entwicklung des Kindes findet 
gleichermaßen im häuslichen Umfeld wie auch in der Einrichtung statt. Ein steter 
Informationsaustausch ist somit obligatorisch, um die Erziehungs- und Betreuungsarbeit wertvoll 
gestalten zu können.  
Darüber hinaus halten wir tragfähige Beziehungen zwischen Eltern und Fachkräften für beidseitig 
bereichernd und wissen aus Erfahrung, dass sie in bestimmten Situationen hilfreich und entlastend 
sein können.  
 
 Partizipation 
 
Mitbestimmung, Mitgestaltung und die Möglichkeit Einfluss auf Entscheidungen zu nehmen, sind ein 
Grundverständnis und Kernelement unserer Arbeit (Empowerment, Vermittlung von 
Selbstwirksamkeit). Unser situationsorientierter Arbeitsansatz bietet viele Möglichkeiten, Kinder 
entsprechend ihres Alters und Entwicklungsstandes in die Gestaltung des Gruppenalltags und ihres 
persönlichen Entwicklungsprozesses einzubeziehen. Die Beteiligung der Kinder an Entscheidungen 
und Veränderungen verstehen wir als selbstverständlich und darüber hinaus als zusätzlichen Anlass, 
ein demokratisches und zugleich respektvolles Gruppenverhalten zu erlernen.  
Neben regelmäßig stattfindenden Kinderkonferenzen bietet die OGS-Leitung in geregelten 
Abständen eine Sprechstunde an. Ein „Kummerkasten“ bzw. „Box für Vorschläge“ steht den Kindern 
für anonyme Angelegenheiten zur Verfügung. Jedes Bedürfnis und jede Beschwerde werden ernst 
genommen und schnellstmöglich in einer Teamsitzung thematisiert. Die Ergebnisse und 
Lösungsvorschläge werden je nach Bedürfnis/Beschwerdeanliegen mit dem Kind individuell 
besprochen bzw. in der Konferenz unter Partizipation aller Kinder einer Gruppe vorgestellt und 
festgelegt.  
Als Einrichtung möchten wir ebenso bedarfsgerecht auf die Wünsche und Ideen der Familien 
eingehen und bitten auch Eltern, an der Weiterentwicklung und Ausgestaltung des Angebots 
teilzuhaben.

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Gesundheitsförderung und Ernährung 
 
Gesund aufzuwachsen ist Bedingung für eine lebenswerte und selbstbestimmte Zukunft.  
Gesundheit wird mit zunehmendem Alter immer mehr zur Eigenverantwortung eines Jeden. Wir 
unterstützen Kinder bei der Entwicklung gesundheitsrelevanter Verhaltensweisen, stärken 
Ressourcen und entwickeln relevante Kompetenzen gemeinsam mit Kindern und Familien. Die 
Fachkräfte achten im Alltag auf die Gestaltung eines gesundheitsbewussten Lebens- und 
Arbeitsumfelds und gehen mit modellhaftem Verhalten voraus. 
In der Ausrichtung des pädagogischen Mittagstischs arbeiten wir mit Partnern zusammen, die die 
Schulkindverpflegung unter ökologischen und ernährungswissenschaftlichen Aspekten kindgerecht 
umsetzen. Die detaillierten Qualitätsstandards für Schulverpflegung der Deutschen Gesellschaft für 
Ernährung werden eingehalten. Religiöse Speisevorschriften werden ebenso wie Vorgaben durch 
Allergien oder Unverträglichkeiten berücksichtigt. Zusätzlich zur täglichen Mittagsmahlzeit bietet das 
Team sowohl im Offenen Ganztagsangebot als auch in der Betreuung von 8-13 Uhr regelmäßig 
gesunde Snacks z.B. in Form von Rohkost oder Obst an. Beim Einkauf wird auf biologische Qualität 
sowie die Auswahl regionaler und saisonaler Produkte geachtet.  
 
 Inklusion, Integration und Chancengleichheit 
 
Die Schule ist ein Ort an dem jedes Kind entsprechend seinen Bedürfnissen und Besonderheiten 
Anerkennung und Zugewandtheit erfährt. Wir nehmen jedes Kind unvoreingenommen an und 
orientieren unser Angebot an seinen individuellen Fähigkeiten. 
Jeder Mensch unterscheidet sich von den anderen. Wir erleben diese Vielfalt als hohes Gut in unserer 
Gesellschaft und als große Ressource im gemeinsamen Miteinander. Inklusion entspricht in erster 
Linie dieser Haltung und kann nicht nur als Handlung verstanden werden. Allein durch die Einnahme 
und Vermittlung dieser Haltung ermöglicht sich ein annehmendes, einschließendes und 
unvoreingenommenes Handeln, das Kinder am Vorbild erfahren und im Umgang mit ihren 
Mitmenschen erproben können.  
Die Fachkraft ist beauftragt die Berücksichtigung dieser Haltung in jedem pädagogischen Handeln 
und in jeder strukturellen Frage zu prüfen, Ausschluss zu verhindern und Vielfalt zu ermöglichen. 
Auch vor diesem Hintergrund kommt einer altersangemessenen Vermittlung von Kinderrechten eine 
große Bedeutung zu. 
Jede OGS ist ebenso den Grundsätzen der geschlechtergerechten Schule verpflichtet. Aufgrund des 
erweiterten Zeitrahmens, der außerunterrichtlichen Aktivitäten sowie der Kooperation mit 
außerschulischen Partnern bietet die OGS ein besonderes Potenzial für gendersensible 
Ganztagsangebote. Durch eine entsprechende Gestaltung von förderlichen Rahmenbedingungen 
können unterschiedliche Ansprüche und Lebenslagen aufgegriffen und die Schülerinnen und Schüler 
bei ihren Identitäts- und Sozialisationsprozesse unterstützt werden. Ziel ist es, die Chancengleichheit 
für Jungen und Mädchen zu erhöhen und damit Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern zu 
beseitigen.

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Kinderschutz 
 
Als Jugendhilfeträger haben wir in der gesetzlichen Verpflichtung und unter Berücksichtigung 
unseres Leitbildes fachliche und trägerspezifische Standards entwickelt, um so in Form eines 
abgestimmten Frühwarnsystems notwendige Steuerungsprozesse gestalten zu können. In unserer 
Verantwortlichkeit als Träger von 29 Offenen Ganztagsschulen, dem Kinder- und Jugendhaus, zwei 
Jugendwohngruppen und weiteren Einrichtungen und Beratungsstellen nimmt die Frage des 
Kinderschutzes für uns seit Jahren einen zentralen Stellenwert ein. Dies hat dazu geführt, dass wir 
gemeinsam mit unseren MitarbeiterInnenteams eine deutliche und transparente Haltung zu Fragen 
von Kindeswohlgefährdung entwickelt haben. 
 
 Trägerinterne Ausbildung und Zertifizierung von Kinderschutzfachkräften durch die fachpool 
gGmbH, Gesellschaft für Fortbildung und Beratung 
 Trägerinternes Schutzkonzept inklusive Selbstverpflichtungs- und Selbstauskunftserklärung 
sowie Beschwerdemanagement 
 Facharbeitskreis zum kollegialen Austausch und zur Sicherung von Standards innerhalb des 
Trägers 
 Teamsupervision der Kinderschutzfachkräfte im Rahmen der Facharbeitskreistreffen  
 Erarbeitung und Weiterentwicklung von trägerinternen Dokumentationsstandards und Hand-
lungsempfehlungen 
 Orientierung an den Vorgaben und Empfehlungen des jeweiligen kommunalen Hand-
buchs/Handlungsrahmens bezüglich „Frühe Hilfen und Schutz“ 
 Teilnahme an regionalen Netzwerktreffen zum Thema „Frühe Hilfen und Schutz“

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Struktur und Ausstattung der Offenen Ganztagsschule 
 Struktur und Ausstattung der Offenen Ganztagsschule 
 Organisation der gemeinsamen Umsetzung 
 
Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Schule, Träger und pädagogischem Team ist grundlegend 
für den Erfolg und die Qualität der Arbeit im Nachmittagsbereich. Konkrete Formen der 
Zusammenarbeit zeigen sich z.B. durch: 
 
 Einstellung der MitarbeiterInnen im Einvernehmen von Schulleitung und Träger 
 Absprache inhaltlicher und organisatorischer Zielvereinbarungen 
 Gemeinsame Planung von Betreuungs- und Förderstrukturen 
 Gemeinsame Elternabende sowie gemeinsame Projekte im Bereich der Elternbildung 
 Erstellung gemeinsamer Informationsmaterialien (Elternbriefe, Flyer, Aushänge) 
 Regelmäßige Arbeitstreffen zwischen Schule, Träger und TeamkoordinatorIn 
 Eine Informations- und Kommunikationskultur der „kurzen Wege“  
 
 
Die Schule und der Träger verstehen sich als gleichberechtigte Kooperationspartner und sind in 
gemeinsamer Verantwortung und somit in enger Verbindung von Schule und Träger der Jugendhilfe 
für die Umsetzung der Offenen Ganztagsschule zuständig. Die Kooperationspartnerschaft erfordert 
einen engen Austausch zwischen Schule und Träger, der in Form feststehender und regelmäßig 
stattfindender Kontakte und Arbeitstreffen organisiert wird.  
Die Verantwortlichkeiten verteilen sich idealerweise folgendermaßen: 
 
  
 
Die Schule 
 
 ist grundsätzlich für das Raumangebot zuständig, übernimmt die räumliche Ausgestaltung 
und plant weiteren Raumbedarf wie z.B. Belegung der Sporthalle im Nachmittag 
 übernimmt die inhaltliche Planung und Durchführung schulischer Fördereinheiten außer-
halb des regulären Schulunterrichtes 
 informiert die Elternschaft über die Angebote und Leistungen der Offenen Ganztagsschule 
 garantiert für eine Transparenz innerhalb des Lehrerkollegiums und in der Elternschaft

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Struktur und Ausstattung der Offenen Ganztagsschule 
 
 
 
  
Das Mütterzentrum 
 
 ist für die fachliche, personelle, finanzielle und organisatorische Ausgestaltung der Ange-
bote im außerschulischen Bereich zuständig 
 plant die entsprechenden Förderangebote in Kooperation mit weiteren Trägern im Bereich 
von Jugendhilfe, Sport, Kultur und Gesundheitsförderung 
 ist für die Organisation eines Mittagstisches zuständig 
 garantiert eine Betreuung an unterrichtsfreien Tagen und organisiert eine bedarfsgerechte 
Ferienbetreuung 
 stellt im Rahmen des Ehrenamts weitere Beteiligte als Ergänzung im Freizeit- und Förder-
angebot zur Verfügung 
 bietet Unterstützung und Beratung für Eltern an  
 verwendet die Mittel transparent nach bewährtem Verfahren

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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Struktur und Ausstattung der Offenen Ganztagsschule 
 Das pädagogische Team 
 
Alle in der Einrichtung tätigen Fach- und Ergänzungskräfte verstehen sich als Vorbild und führen ihre 
Rolle jeweils authentisch und mit Bedacht auf die zu vermittelnden Werte aus. Allein durch diese 
Grundhaltung geben sie dem Kind Impulse zur selbstinitiierten Moralentwicklung und bieten 
exemplarisch Verhaltensmuster an, die zur Bewältigung von Aufgaben und Herausforderungen im 
Gruppenalltag, aber auch in anderen Kontexten ein Vorbild sein können. Dies bezieht sich nicht nur 
auf das pädagogische Handeln im Einrichtungsalltag, sondern auch im Innenverhältnis auf ein hohes 
Maß an Kollegialität, Kommunikation und Wertschätzung im Team. 
Das Team reflektiert die Arbeit mit den Kindern im stetigen Austausch, in fachberaterischen 
Kontexten, Supervisionen und Fortbildungszusammenhängen und entwickelt die konzeptionelle 
Ausrichtung der Einrichtung im ständigen Prozess weiter. Das Team nutzt das gemeinsame 
Fachwissen zur Optimierung der Entwicklungs- und Bildungsprozesse jedes einzelnen Kindes.  
 
Zur Durchführung des Angebots wird ein multiprofessionelles Team eingesetzt, dessen gesamte Stun-
denzahl sich nach der Größe der OGS richtet. Das Mütterzentrum setzt auf eine hohe Kontinuität und 
eine möglichst stabile Bindung von MitarbeiterInnen an einzelne Schulsysteme. Die Bezahlung erfolgt 
nach TVöD-SuE – Sozial und Erziehungsdienst. Die Identifikation der MitarbeiterInnen mit der jewei-
ligen Schule erhöht die Motivation und verbessert die Qualität der Zusammenarbeit maßgeblich. 
 
Als Leitung wird eine pädagogische Fachkraft zur Koordination des Teams und des Ganztags 
möglichst in Vollzeit eingestellt. Er/Sie ist für die inhaltliche Ausrichtung und organisatorische Arbeit 
zuständig und verantwortlich und ist direkte Ansprechperson für Schulleitung, Lehrkräfte, Eltern und 
Trägerleitung.  
Des Weiteren sind pädagogische MitarbeiterInnen wie auch pädagogische Zweitkräfte jeweils im 
Tandem im Gruppengeschehen eingesetzt. Pädagogische Zweitkräfte nehmen an einer internen 
Grund- und Vertiefungsqualifizierung teil.  
Im Bereich der Mittagessensverpflegung beschäftigt das Mütterzentrum hauswirtschaftliche 
MitarbeiterInnen. 
 
Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen weisen ein unbedenkliches Führungszeugnis und den 
notwendigen Masernimpfschutz nach. Mitarbeitende mit Verantwortlichkeit für den Mittagstisch 
sind gemäß §35 Infektionsschutz belehrt. 
 
Weiterhin können wir auf Erfahrungen in der Umsetzung einer Betriebsübernahme gemäß §613a 
BGB zurückgreifen. Wir kennen die Rechte und Pflichten im Rahmen eines solchen Rechtsgeschäfts 
und setzen diese entsprechend um.

1
9 
Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Struktur und Ausstattung der Offenen Ganztagsschule 
 Qualitätsmerkmale 
 
Vor dem Hintergrund der bisherigen Erfahrungen und der positiven Kooperationsbeziehungen mit 
Schulen im Kreis Warendorf und im Kreis Soest garantiert das Mütterzentrum eine hohe Kompetenz 
und pädagogische Qualität der inhaltlichen und organisatorischen Arbeit im Rahmen einer Offenen 
Ganztagsschule. 
 
Als Träger hat die Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH innovativ und unter Berücksichtigung 
bedarfsorientierter und sozialer Erfordernisse ein soziales Netzwerk von Leistungen im Bereich der 
Familien- und Jugendhilfe aufgebaut, die mit einem hohen Ausmaß an Fachlichkeit, Kompetenz und 
Qualität in selbstbestimmter Trägerschaft geführt werden. Auch die Leistungen des Fachbereiches 
Offene Ganztagsschule unterliegen diesen Qualitätsstandards und entsprechen dem Leitbild des 
Vereins. 
 
Weitere Qualitätsmerkmale garantieren die Fachlichkeit der Arbeit: 
 Bereitstellung eines Pools von MitarbeiterInnen mit unterschiedlichen pädagogischen 
Professionen 
 Durchführung einer Grund- und Vertiefungsqualifikation für pädagogische Zweitkräfte 
 Regelmäßiges Angebot von internen und externen Fortbildungs- und Weiterbildungs-
maßnahmen für alle MitarbeiterInnen 
 Teilnahme der MitarbeiterInnen an Fachtagen und Fachberatungen 
 Engagement in Aus- und Weiterbildung (Duales Studium, Praxisintegrierte Ausbildung, 
Anerkennungsjahr, Praktikum) 
 Austausch und Beratung in Leitungstreffen der Teamkoordinatoren, Facharbeitskreisen 
sowie Klausurtagungen 
 Fachliche Begleitung und Beratung im Einzelfall sowie grundsätzliche Fachaufsicht durch 
den Träger 
 Kooperation mit Trägern der öffentlichen Jugendhilfe 
 Vernetzung mit ortsansässigen Einrichtungen, Vereinen und Trägern zur Ausgestaltung des 
Angebotes und zur Schaffung sozialer Ressourcen für Kinder und Familien am Wohnort 
 Hohe Fachlichkeit im Bereich des Kinderschutzes (§8a, SGB VIII) 
 Ausbildung in Erste Hilfe, Brandschutz und Arbeitssicherheit

2
0 
Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Struktur und Ausstattung der Offenen Ganztagsschule 
 Finanzierung einer Offenen Ganztagsschule 
 
Grundsätzlich ist die Finanzierung einer OGS Schule von der Anzahl der angemeldeten Schüler und 
den diesbezüglichen Landeszuweisungen und kommunalen Pflichtanteilen abhängig. Zuzüglich 
ergeben sich erhöhte Landespauschalen für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf und für 
festgestellte Flüchtlingskinder. 
Festgesetzte monatliche Elternbeiträge für die Betreuung von 8-13 Uhr sind dem hinzuzurechnen. 
Die Kosten für hauswirtschaftliche MitarbeiterInnen werden der Kommune gesondert in Rechnung 
gestellt, sodass diese den Gesamtetat der OGS-Schule nicht belasten. 
 
Als Träger führen wir sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben der jeweiligen Schule auf einer 
separaten Kostenstelle. Die Sachkosten errechnen sich je nach Anzahl der Kinder, die die OGS bzw. 
die Bis-Mittag-Betreuung besuchen (OGS: 60,00€/ Jahr/ Kind, BMB: 20,00€/ Jahr/ Kind). 15% der 
Personalkosten werden als Overheadkosten (allgemeine Verwaltungskosten) veranschlagt. Alle 
weiteren Einnahmen werden für Personalkosten aufgewandt. 
Zum Ende des Schuljahres wird von uns als Träger ein entsprechender Verwendungsnachweis mit 
einer detaillierten Aufstellung von Einnahmen und Ausgaben sowie ein Sachbericht über die erfolgte 
Arbeit erstellt.

2
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Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Unsere Vernetzung in der Region 
 Unsere Vernetzung in der Region 
 
Als freier Träger sind wir fester Bestandteil des sozialen Netzwerks in der Region. Durch unsere 
Aktivitäten im Bereich der Familien- und Jugendhilfe sowie durch unsere Angebote im Rahmen des 
Mehrgenerationenhauses und der Kindertagespflege sind wir vielen Familien in den zugehörigen 
Landkreisen bekannt und erleben Akzeptanz und Zuspruch für unsere alltägliche Arbeit. Wir erfüllen 
die uns anvertrauten Aufgaben professionell, bedarfsorientiert für Familien und in wertvoller 
Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen.  
Durch unsere Mitwirkung in Facharbeitskreisen, Gremien und Ausschüssen gestalten wir die 
Unterstützungs- und Angebotslandschaft der Region mit. 
 
Unsere Vernetzungspartner sind unter anderem 
 
 Städte und Kommunen 
 Jugend- und Sozialämter der Kommunen in der Region und darüber hinaus 
 Tageseinrichtungen, allgemeinbildende Schulen, Berufskollegs und Hochschulen 
 Initiativen und Vereine vor Ort in den Städten und Gemeinden 
 Kinderärzte, Therapeuten, Kliniken und Beratungsstellen 
 Arbeitsämter und Jobcenter der Kommunen  
 Institute im Auftrag der qualitativen Weiterentwicklung der pädagogischen Praxis (z.B. 
ISA Münster) 
 Fort- und Weiterbildungsträger 
 Externe Supervisoren und Coaches 
 Landesweite Facharbeitsgremien des Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW 
 Kreisgruppe des Paritätischen Wohlfahrtsverbands des Kreises Warendorf

Bewerbung_Outlaw_OGS Nikolaischule 2024

87747 Zeichen

KONZEPT  
 
OGS  
NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
 
 
Stand: August 2023

SEITE 1 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
INHALTSVERZEICHNIS 
1 UNSERE MOTIVATION ............................... ................................................... ............................ 3 
1.1 Warum passt Outlaw gut als Träger zur Nikolaisc hule? ................................................ 3 
2 TRÄGER .......................................... ................................................... ........................................... 4 
2.1 Angebotsvielfalt .............................. ................................................... .................................. 4 
2.2 „Outlaw macht Schule“ – Referenzen ............ ................................................... ................ 5 
3 PÄDAGOGISCHE ARBEIT ............................. ................................................... ........................... 6 
3.1 Grundkonzept „Kita & More“ .................... ................................................... ...................... 6 
3.2 Bild vom Kind ................................. ................................................... .................................... 7 
3.3 Kinderrechte .................................. ................................................... .................................... 8 
3.4 Partizipation ................................. ................................................... ...................................... 8 
3.5 Kinderkonferenz................................ ................................................... ................................ 9 
3.6 Integration/Inklusion ......................... ................................................... ............................... 9 
3.7 Interkulturalität ............................. ................................................... .................................... 9 
4 BIS-MITTAG-BETREUUNG ............................ ................................................... ........................ 10 
5 STRUKTUR DES OFFENEN GANZTAGS ................... ................................................... ........... 10 
5.1 Tagesablauf außerhalb der Ferien (Regelbetrieb)  ....................................................... 10 
5.2 Hausaufgabenbetreuung ......................... ................................................... ...................... 11 
5.3 Fördergruppen ................................. ................................................... ............................... 13 
5.4 AGs ........................................... ................................................... .......................................... 13 
5.5 Freizeitangebote im Alltag .................... ................................................... ........................ 14 
5.6 Ferienprogramm ................................ ................................................... ............................. 14 
5.7 Gestaltung von Übergängen ..................... ................................................... .................... 15 
5.8 Mittagessen.................................... ................................................... .................................. 16 
6 PERSONAL......................................... ................................................... ..................................... 17 
6.1 OGS-Koordinator:in............................. ................................................... ............................ 17 
6.2 Angestellte Mitarbeiter:innen ................. ................................................... ..................... 19 
6.3 Freie Mitarbeiter:innen ....................... ................................................... ........................... 19 
6.4 Hauswirtschaftskräfte ......................... ................................................... ........................... 19 
6.5 Fachgebietsleitung ............................ ................................................... ............................. 20 
6.6 Teamsitzungen ................................. ................................................... ............................... 20 
6.7 Fortbildung ................................... ................................................... .................................... 20

SEITE 2 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
6.8 Ausbildungsort ................................ ................................................... ................................ 21 
7 ZUSAMMENARBEIT MIT DER SCHULE ................... ................................................... ............ 22 
7.1 Schulleitung .................................. ................................................... ................................... 22 
7.2 Lehrkräfte .................................... ................................................... ..................................... 22 
8 ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSPARTNERSCHAFT ........... ...................................................  22 
8.1 Elternarbeit .................................. ................................................... .................................... 23 
8.2 Elternmitgestaltung ........................... ................................................... ............................ 24 
8.3 Anlassbezogene Elternabende ................... ................................................... .................. 24 
9 VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF ............. ................................................... ....... 24 
9.1 Öffnungszeiten................................. ................................................... ............................... 25 
10 QUALITÄTSMANAGEMENT ............................ ................................................... ..................... 25 
10.1 Feedbackmanagement ........................... ................................................... ........................ 25 
10.2 Kinderschutz ................................. ................................................... ................................... 26 
11 NETZWERKARBEIT UND KOOPERATION ................. ................................................... ........ 27 
12 ANSPRECHPARTNER:INNEN .......................... ................................................... ..................... 29 
13 ORGANIGRAMM MÜNSTER ............................ ................................................... ..................... 30

SEITE 3 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
1 UNSERE MOTIVATION 
Das Kind steht im Mittelpunkt unseres pädagogischen  Handelns. Für ein gutes pädagogisches Han- 
deln sehen wir es für wichtig an, die offene Ganztagsschule als Institution im System Schule zu be- 
trachten. An diesem Ort soll ein (Zeit-) Raum erschaffen werden, der sich ganz nach den  Bedürfnis- 
sen der Kinder richtet, in dem sie sich frei entfalten können und Beziehungen zu anderen Kindern 
und den pädagogischen Fachkräften knüpfen. Um dies zu erreichen, braucht es (Zeit-)Räume zum 
Spielen, zum Träumen und zum kreativen Verwirklichen, in dem Kinder, ganz ohne Leistungsdruck 
die Welt spielerisch entdecken. Genau zu solch einem (Zeit-) Raum wollen wir, gemeinsam mit allen 
Akteuren im System Schule, allen voran den Kindern, die Offene Ganztagsschule gestalten. Eine 
enge Zusammenarbeit und Kooperation mit den Lehrer:innen, der Schulleitung und weiterem Schul- 
personal ist dabei für uns grundlegend.  
1.1  Warum passt Outlaw gut als Träger zur Nikolaischule? 
Für uns als Träger ist die Trägerschaft einer OGS in Münster noch recht neu. Seit dem 1.8. sind wir an 
zwei Standorten mit der Trägerschaft gestartet. Wir können auf vielfältige Erfahrungen im OGS Be- 
reich (großes Ag-Angebot und jahrelange Erfahrung im Bereich der Ferienbetreuung in Münster und 
Trägerschaften im Ruhrgebiet) blicken. Genau aus diesem Grund sehen wir es als eine besondere 
Chance an, gemeinsam mit uns als frischer und neuer Träger, die gut laufende OGS weiter zu entwi- 
ckeln. Wir sind offen für Neues und Innovatives und wünschen uns eine gemeinsam entwickelte 
Struktur für die OGS.  
Besonders das Personal sehen wir als wichtigste Ressource und sind bestrebt, gute, sichere und at- 
traktive Stellen zu entwickeln. Wir sind kreativ bei der Gestaltung von Stellenzusammenschnitten 
und können uns zum Beispiel die Kombination mit Schulbegleitung (Absprachen mit den bestehen- 
den Trägern) sehr gut vorstellen. Wir verstehen die Schule als Lebensraum der Kinder und stellen 
uns offene außerschulische Bildungsangebote in enge r Kooperation mit unserer Einrichtung der of- 
fenen Kinder- und Jugendarbeit (BauSpielTreff) auch am Schulstandort vor. Besonders dieser Be- 
reich kann (Drittmittelfinanziert) für eine Aufstockung der einzelnen Fachkraftstellen sorgen. Es 
braucht aus unserer Sicht eine individuelle Lösung für jede Schule und jede/n Mitarbeiter:in, die wir 
gerne gemeinsam entwickeln. Wir blicken auch hier auf viele Erfahrungen in Münster zurück und 
können den Mitarbeiter:innen gute Angebote machen.  
Wir streben eine gute Vernetzung im Stadtteil an. Der Sozialraum der Nikolaischule liegt im Herzen 
von Wolbeck und ist uns als Träger bestens bekannt. Wir betreiben in Wolbeck den BauSpielTreff 
und sind Träger für verschiedene Schulsozialarbeitsstellen an drei Schulen im Stadtteil. Wir konnten 
im Rahmen von AG´s oder z.B. Klassentagen auch in der Vergangenheit schon sehr gute Kooperati- 
onsangebote mit der Nikolaischule durchführen.  
Wir haben verschiedene Teams (auch in der Innenstad t), die mit Honorarkräften, GFB´S und Übungs- 
leiter:innen wie auch freien Mitarbeiter:innen arbeiten und in den unterschiedlichsten Einrichtungen 
AG´s  und Projekte anbieten, die wir auch auf die Nikolaischule ausweiten können.  
Unser Träger verfügt über verschiedene interne Services, die allen Einrichtungen zur Verfügung ste- 
hen. Neben der pädagogischen Begleitung  durch Fachgebietsleitung wird also auch durch die jewei- 
ligen Fachabteilungen (Grafik, Marketing, Finanzbuchhaltung, Fundraising, Personalverwaltung,

SEITE 4 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
Qualität etc.) eine fachlich organisierte Begleitung gewährleistet und sorgt dafür, dass die Mitarbei-
ter:innen in den Einrichtungen mehr Zeit für die pädagogische Arbeit mit dem Kind zur Verfügung 
haben.  
Im weiteren Verlauf des Dokumentes können Sie unsere konzeptionellen Grundlagen für die OGS 
lesen. Uns ist wichtig, dass diese grundsätzlich als Ideen zu verstehen sind. Jede Schule ist einzigar- 
tig und uns ist es ein Anliegen, die OGS als Teamaufgabe zu verstehen und die Individualität zu wah- 
ren. Aus diesem Grunde sind wir uns bewusst, dass mit einer Trägerübernahme die bestehenden Be- 
treuungsstrukturen und Konzeptionen bestand haben u nd sich nur dort sachbezogen verändern 
dürfen, wo sich das Team eine Veränderung wünscht.   
2 TRÄGER 
„Outlaw“ – so hieß der Zweimastschoner, mit dem alles begann und der als Namensgeber für unser 
1987 gegründetes Unternehmen fungierte. Auf dem Schiff und in zwei Wohngruppen im Münster- 
land wurden damals als besonders schwierig geltende Jugendliche betreut. Der Name steht seit Be- 
ginn für unser Bemühen, Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien zu ihrem Recht zu verhel- 
fen. Und zwar gerade dann, wenn sie sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Gewachsen 
aus dem Tätigkeitsfeld der erzieherischen Hilfen hat sich so ein breites Angebotsspektrum entwi- 
ckelt.  
Die Outlaw gGmbH ist ein freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im Paritätischen 
Wohlfahrtsverband. Dezentral über mehrere Bundeslän der organisiert bieten wir an den einzelnen 
Standorten sozialräumliche und flexibel organisierte Angebote an – konfessionell und weltanschau- 
lich unabhängig. Rund 2000 Mitarbeiter:innen arbeiten in verschiedensten Bereichen. Ob familien- 
analoge Wohngruppen, sozialpädagogische Lebensgemei nschaften und Erziehungsstellen, ob klassi- 
sche Kinder- und Jugendhilfe in Wohngruppen oder am bulante Betreuung, ob Kindertagesbetreu- 
ungsangebote, Jugendzentren, Schulverweigerungsproj ekte, Horte oder Mehrgenerationenpro- 
jekte – unser Ziel ist es immer, den Menschen, dort wo sie leben, so viele Chancen wie möglich zu 
eröffnen.  
2.1  Angebotsvielfalt 
An den einzelnen Standorten bieten wir sozialräumli che und flexibel organisierte Angebote. In 
Münster sind wir vielfältig aufgestellt. Hilfen zur Erziehung, Schulprojekte, Kitas, Familienzentren, 
freizeitpädagogische Arbeit mit Familien mit Flucht erfahrung, Fansozialarbeit, Streetwork, Interkul- 
turelle Angebote, Offene Kinder- und Jugendarbeit u nd zwei Offene Ganztagsschulen (Marien- 
schule Hiltrup und Bodelschwinghschule) wie auch enge Kooperationen mit Grundschulen im Be- 
reich der Schnittstelle OKJA und OGS (Sprakel und W olbeck). 
Hilfen zur Erziehung von Outlaw greifen genau dort, wo sie gebraucht werden: In den Anlaufstellen 
und Wohngemeinschaften, zu Hause in der Familie, in  familienanalogen Wohngruppen, sozialpäda- 
gogischen Lebensgemeinschaften und Erziehungsstellen. In Münster bieten wir eine Mädchenwohn- 
gruppe, Außenwohnplätze und eine Mädchen-Inobhutnahmestelle an. Wir bieten Hilfen zur Erzie- 
hung aus einer Hand und reagieren so auf sich ändernde Bedürfnisse junger Menschen, ohne dass 
es, wenn möglich, zu einem Wechsel der Einrichtung oder der Betreuungspersonen kommt.

SEITE 5 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
Kita & More 
Jedes Kind hat das Recht auf eine glückliche Kindheit und eine individuelle Förderung seiner Fähig- 
keiten und Potenziale – unabhängig von äußeren Rahm enbedingungen, Herkunft, Geschlecht, Woh- 
nort, Weltanschauung etc. Dafür stehen wir ein! In Münster sind wir Träger für acht bestehende 
Kitas und zwei weitere sind derzeit im Aufbau. Unsere Kitas sind alle Familienzentren, und wir bie- 
ten im Rahmen unseres Konzeptes in jeder Kita auch Kitasozialarbeit an. 
Kultur, Bildung, Freizeit 
Ob in der Schule, im Freizeittreff oder auf den Straßen und Plätzen: Wir gehen dorthin, wo die Kin- 
der und ihre Familien sind. In ihrem direkten Lebensumfeld möchten wir ihnen so viele Chancen wie 
möglich eröffnen – ob in der offenen Arbeit, in Jugend- und Stadtteilzentren, in Schulprojekten und 
Kooperationen, in der Mehrgenerationenarbeit, in klassischer mobiler und aufsuchender Arbeit und 
mit Ferien- und Begegnungsangeboten. Wir sind überzeugt, dass alle ein Recht auf Teilhabe und 
Entwicklung haben und betrachten die offene Kinder- und Jugendarbeit als Pflichtaufgabe gemäß § 
11 des SGB VIII - nicht als eine freiwillige Leistung.  
Wann immer möglich, setzen wir hier auch gezielt eigene Ressourcen ein. Gleichzeitig ist es unser 
Ziel, uns bei jugendhilfepolitischen Entscheidungen, Haushaltsdebatten und Prozessen der Jugend- 
hilfeplanung einzubringen, uns zu positionieren und diese im Sinne der Kinder, Jugendlichen und 
Familien zu gestalten. 
In Münster sind wir Träger von zwei Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der sozial- 
pädagogischen Fananlaufstelle von Preußen Münster, sowie Schulsozialarbeit an fünf Schulstandor- 
ten. Unsere Angebote erstrecken sich von Jugendzentrums- und Bauspielplatzarbeit und Fansozial- 
arbeit über OGS-Betreuung, Schulsozialarbeit und verlässlichen Kooperationsangeboten im OGS-
Bereich bis hin zu außerschulischen Bildungsarbeit an den unterschiedlichsten Standorten in Müns- 
ter. Wir bieten freizeitpädagogische Angebote für Familien mit Fluchterfahrung und sind in vielen 
Stadtteilen sehr aktiv.  
Diese Vielfalt der unterschiedlichen Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe bedeutet für 
die verschiedenen Standorte und für unsere Mitarbei ter:innen eine bereichsübergreifende Vernet- 
zung, die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlichster Fachrichtung und da- 
her für unsere Klient:innen vor Ort die bestmöglichste Betreuung der Familien zu gewährleisten und 
die Qualität der pädagogischen Arbeit am jeweiligen Standort zu bereichern. 
2.2    „Outlaw macht Schule“ – Referenzen 
Ob Stärkung der Sozialkompetenz, individuelle schul ische Förderung, erlebnispädagogische Ange- 
bote, Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten o der Vermeidung von Schulabbrüchen: Mit 
unseren vielfältigen, bundesweiten Schulprojekten a rbeiten wir an der Schnittstelle von Schule und 
Jugendhilfe. Ziel ist es immer, den Kindern und Jugendlichen in ihrer schulischen Entwicklung so 
viele Chancen wie möglich zu eröffnen. 
NRW 
 Offene Ganztagsschulen: 
Seit dem 01. August 2010 betreibt die Outlaw gGmbH die OGS Regenbogenschule in Bo- 
chum-Höntrop und seit August 2015 sind wir Träger von insgesamt sechs OGS Standorten in 
Bochum.

SEITE 6 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
Münster 
 Seit dem 1.8. Träger der offenen Ganztagsschulen Marienschule Hiltrup und Bodelschwingh- 
schule. 
 Kooperationsangebote mit zwei offenen Ganztagsschul en in Münster: Seit vielen Jahren 
sind wir mit dem Jugendzentrum Sprakel und auch dem  Bauspieltreff Holtrode Wolbeck in 
einer engen Kooperation mit den Grundschulen im Stadtteil verbunden und bieten wö- 
chentliche Angebote (bis zu sechs pro Woche) in unserer Einrichtung an. Wir sind verlässli- 
cher Partner, wenn es um Randzeiten bzw. Brückentag sbetreuungen geht. Ebenfalls können 
wir auf viele Jahre OGS-Ganztagsferienbetreuung zurückblicken. 
 Bildungsarbeit an Schulen: Cybermobbing@fairer Umgang im Netz (Münster). Das Projekt 
Cybermobbing findet zurzeit regelmäßig in der Realschule Wolbeck, dem Johann-Conrad-
Schlaun Gymnasium, der Gesamtschule Münster Mitte und dem Pascalgymnasium wie auch 
dem Schillergymnasium statt. Andere Schulen in Münster und Umgebung können das Pro- 
jekt buchen. 
 Außerschulische Bildungsangebote Programmierschmied e: In der Programmierschmiede 
lernen Kinder spielerisch den Umgang mit Computern. Mit Programmen wie Scratch oder 
Lego Mindstorms entdecken sie, was für Möglichkeiten Computerprogramme schaffen. Da- 
bei fertigen sie kleine Filme, Spiele oder programmieren einen Roboter so, dass er ge- 
wünschte Aufgaben bewerkstelligen kann. 
 Übermittagsbetreuung an der Realschule Wolbeck und Erich-Klausener-Realschule: Montags 
bis donnerstags von 13:20 Uhr bis 15:20 Uhr betreuen bis zu sieben pädagogische Mitarbei- 
ter:innen von Outlaw die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 8 der Realschule Wol- 
beck und Erich-Klausener-Realschule. Nach einem gemeinsamen Mittagessen können die 
Kinder zwischen einem kurzen kreativen, sportlichen, entspannenden oder aktiven Angebot 
wählen. Danach werden sie eine Stunde lang bei den Hausaufgaben begleitet. 
 
3 PÄDAGOGISCHE ARBEIT 
Die Offene Ganztagsschule stellt ein Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot für Grundschul- 
kinder dar. Die pädagogische Arbeit verfolgt das Ziel, Kinder in ihrer Selbst-, Sozial-, Sach- und Wer- 
tekompetenz zu fördern und zu stärken. Die Eltern erhalten durch die OGS ein zuverlässiges Betreu- 
ungsangebot, sowie eine Ergänzung und Unterstützung  in ihrer Erziehungsarbeit. Die pädagogische 
Gruppenarbeit, die Begleitung der Hausaufgaben, das gemeinsame Mittagessen sowie vielfältige 
AGs und Projekte aus verschiedenen Bildungsbereichen sind wichtige Bausteine unserer Arbeit. Un- 
ter Einbeziehung des sozialen und kulturellen Umfeldes der Schule unterstützen wir die Persönlich- 
keitsentwicklung eines jeden einzelnen Kindes. Die OGS soll ein geschützter Raum sein, in der die 
Kinder gemeinsam Lernen und ein friedvolles Miteina nder von allen Beteiligten vorgelebt bekom- 
men. Füreinander da sein, auf den anderen zu achten und niemanden auszugrenzen bilden die Basis 
unserer pädagogischen Arbeit in der OGS. 
3.1    Grundkonzept „Kita & More“  
Die Rahmenbedingungen für die Arbeit mit Kindern sind in Deutschland sehr unterschiedlich. Um 
dennoch in all unseren Einrichtungen eine gleich hohe Betreuungsqualität und die Beachtung der 
Outlaw-Prinzipien und -Werte zu garantieren, arbeiten alle Einrichtungen nach dem einheitlichen 
"Grundkonzept Kita & More". Dieses Konzept garantiert, dass die Qualität der Arbeit ständig

SEITE 7 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
gesichert, überprüft und weiterentwickelt wird. Wir erfüllen unseren Auftrag zur Bildung, Erziehung 
und Betreuung, indem wir jedes Kind unterstützen, sich zu einer selbstständigen, verantwortungs- 
bewussten, gemeinschafts- und entscheidungsfähigen Persönlichkeit zu entwickeln – und wirken 
damit jeder Benachteiligung entgegen. An oberster Stelle steht die Sicherung des Kindeswohls. 
 
Unsere Prinzipien 
: 
 
Spielend lernen!  Bei uns finden alle Mädchen und Jungen vielfältige Bildungsanregungen, die ihre 
natürliche Freude am Entdecken und Lernen wecken.  
 
Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern:  Eltern sind Teil der kontinuierlichen Erzie- 
hung und Bildung ihrer Kinder und somit unsere "natürlichen" Bildungs- und Erziehungspartner.  
 
Sozialraum-Bezug:  Eine konsequente sozialräumliche Orientierung dien t der Verbesserung der Le- 
bensbedingungen für Kinder, Jugendliche und Familien. 
 
Integration und Inklusion:  Sowohl Integration als auch Inklusion sind wichtig e Grundlagen der pä- 
dagogischen Arbeit und Haltung bei Kita & More und bei Outlaw. Wo Menschen ausgegrenzt wer- 
den, ist Integration unbedingt erforderlich und Inklusion das Ziel.  
 
Geschlechterorientierung:  Unsere geschlechterdifferenzierte Pädagogik bietet Möglichkeiten, die 
eigene Geschlechteridentität kennenzulernen und Rol lenklischees zu hinterfragen.  
 
Partizipation und Kooperation:  Die Kinder in unseren Einrichtungen sollen ihrem Entwicklungs- 
stand entsprechend in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, beteiligt werden. 
 
Gestaltung von Übergängen: Sämtliche Übergangsprozesse werden von den pädagogi schen Mitar- 
beiterinnen und Mitarbeitern individuell begleitet - im engen Austausch mit den Eltern wird die Ba- 
sis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gelegt. 
 
Strukturelle und inhaltliche Qualität:  Wir legen Wert auf bestmögliche Aus- und Weiterbil dung 
unserer pädagogischen Fachkräfte, regelmäßigen fachlichen Austausch und Fachberatungen, team- 
orientiertes Arbeiten, ein klar definiertes Beschwerdemanagement und vieles mehr! 
 
3.2  Bild vom Kind 
Im Mittelpunkt steht das einzelne Kind mit seinen i ndividuellen Bedürfnissen, Interessen, Erfahrun- 
gen, Wünschen, Fähigkeiten und Schwächen. Hierbei lernt es auf seine spezielle Art und Weise und 
benötigt individuelle Unterstützung durch die Fachkräfte. 
Wir sehen Kinder als eigenständige Persönlichkeiten mit individuellen Eigenschaften und Fähigkei- 
ten und geben ihnen Impulse, damit sie die Möglichkeit haben, ihr eigenständiges Handeln zu entwi- 
ckeln. Sie bekommen von uns genügend Zeit, um sich in ihrem Selbstkonzept entfalten zu können. 
Wir stehen dem Kind begleitend zur Seite und schaffen den Rahmen, damit sich die Kinder zu eigen- 
ständigen Persönlichkeiten entfalten können. Kern unserer Arbeit liegt dabei im Beobachten, Zuhö- 
ren, Anregen, Herausfordern und Begleiten. Ziel mus s sein: jedes Kind hat Zugang zu einem auf sich 
selbst passenden Angebot

SEITE 8 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
3.3  Kinderrechte 
Kinderrechte sind Menschenrechte. Dieser Grundsatz sollte für alle Kinder auf der Welt gelten. Die 
Vereinten Nationen haben sich das zum Ziel gesetzt und die Rechte der Kinder in der Kinderrechts- 
konvention festgelegt. Das Abkommen wurde am 20. November 1989 von der Generalversammlung 
der Vereinten Nationen verabschiedet und ist am 2. September 1990 in Kraft getreten. 
Jedes Kind hat das Recht auf eine glückliche Kindheit und eine individuelle Förderung seiner Fähig- 
keiten und Potenziale – unabhängig von äußeren Rahm enbedingungen, Herkunft, Geschlecht, Woh- 
nort, Weltanschauung etc. Dafür stehen wir ein! 
Das von Outlaw selbst entwickelte Bilderbuch Mein Recht – in echt! vermittelt den Kindern ihre 
Rechte. Das Bilderbuch ist fester Bestandteil aller Outlaw Einrichtungen. Jedes Kind bekommt ein 
Exemplar mit nach Hause und die Einrichtungen greifen das Thema immer wieder in Projekten, aber 
auch im Alltag (z.B. durch unsere Kinderrechtetafeln) auf. 
 
3.4  Partizipation 
Partizipation ist bei Outlaw keine Aufgabe, sondern eine Frage der Haltung. Wir sind grundsätzlich 
Partizipativ organisiert. Wir verstehen Partizipation als unabdingbar im Kontext der Demokratisie- 
rung unserer heranwachsenden Generation. In unseren  Einrichtungen schaffen die Fachkräfte die 
Voraussetzungen und geben Kindern den Raum, sich im  Alltag aktiv zu beteiligen und mitzubestim- 
men. Auf diese Weise lernen sie, ihr Leben eigenverantwortlich und gemeinschaftsfähig zu gestal- 
ten. Unser Ziel ist es, alle Kinder zu mündigen Individuen auszubilden. Dabei werden alle Kinder ent- 
sprechend ihres Alters- und Entwicklungsstandes mit einbezogen. Wir arbeiten nach dem vier Stu- 
fen Model nach R. Schröder, R. Hart und W. Gernert.  
 Informiert werden 
 Gehört werden 
 Mitbestimmen  
 Selbstbestimmen  
Sie lernen, eigene Wünsche und Interessen wahrzunehmen und zu formulieren. Gleichzeitig lernen 
sie, die Interessen der Gruppe zu beachten und zu akzeptieren. Die Gestaltung von solidarischen 
Entscheidungsprozessen wird den Kindern vermittelt. Ritualisierte Vorgehensweisen bspw. bei 
Mehrheitsentscheidungen gibt den Kindern die notwendige Sicherheit. 
Bei uns findet Partizipation unter anderem statt: 
 Mitgestaltung der OGS 
 Gestaltung von Regeln des Zusammenlebens 
 Verteilung von Ressourcen (Material, Geld, Zeit, etc.) 
 “Wo möchte ich spielen?”, “Mit wem möchte ich spielen?” 
 Auswahl des Mittagsessens 
 Entscheidungen über das eigene festgelegte Kinderbu dget 
 Kinderkonferenz 
 Thema der Ferienbetreuungswochen 
 Mitbestimmung bei der Auswahl der Ausflugsorte für z.B. Ferien 
 AGs – Inhalte & Teilnahme

SEITE 9 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
3.5  Kinderkonferenz 
Beteiligung der Kinder ist uns ein zentrales Anliegen. In unseren Einrichtungen nutzen wir Kinder- 
konferenzen als Instrument um Kinder an basisdemokr atischen Prozessen zu beteiligen. Gerne wür- 
den wir diese sofern gewünscht einführen und einmal monatlich stattfinden lassen. Die bestehen- 
den Beteilligungsstrukturen werden wir selbstverständlich beibehalten und prüfen, welche Teile 
ergänzt werden können. Wir begrüßen die städtischen Strukturen des Jugendrates in Münster, so- 
wie z.B. die bestehenden Beteiligungsstrukturen in unseren Kitas oder Jugendzentren, die wir 
gerne für den Schulalltag übertragen möchten. Wir können uns vorstellen, die Teilnehmer:innen des 
Jugendrates des Stadtbezirkes in das Programm mit ein zu binden, um Schüler:innen auf eben diese 
tolle demokratische Möglichkeit aufmerksam zu machen und zu zeigen, was für Kinder und Jugend- 
liche in Münster Mitbestimmung bedeuten kann.  
Über die gewählten Vertreter:innen der OGS wird zu Beginn des Schuljahres in einem vorangegan- 
genen Wahlkampf mit Steckbriefen und anschließender Stimmabgabe samt Auswertung entschie- 
den.  
Der/Die Vertreter:innen der Kinderkonferenz bilden das Sprachrohr und reden aktiv mit: 
 Feedback zum OGS-Alltag 
 Entscheidungen über Ressourcen (Zeit, Angebote, Mat erialien) 
 Ferienvorplanung 
 AG-Inhalte 
 uvm. 
 
 
3.6  Integration/Inklusion 
Wir verstehen Inklusion als eine Frage der Haltung unserer Mitarbeiter:innen. In unserer Einrichtung 
begegnen sich Mitarbeiter:innen, Kinder und Familien mit den unterschiedlichsten Biographien und 
Erfahrungen. Ziel ist es, dass die Kinder sich unabhängig von ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten ent- 
wickeln, die sie für das soziale und kulturelle Leben in unserer Gesellschaft benötigen. Daher brau- 
chen Kinder Erwachsene als Vorbild. Kinder sind von Geburt an vorurteilsfrei und sehen „Andersar- 
tigkeit“ als normale Gegebenheit an. So erleben sie die Mitarbeiter:innen als unterschiedlich und di- 
vers, akzeptierend und weltoffen. Offenheit, Akzeptanz, Einfühlungsvermögen, Toleranz, Respekt 
und Wertschätzung gegenüber vielfältigen Lebenseinstellungen und –formen bilden für uns die 
Grundlage.  
3.7  Interkulturalität 
Kinder, Familien und Fachkräfte aus unterschiedlichen Kulturen, Alters, Herkunft und Sprache prä- 
gen das Bild in unseren Einrichtungen, in der sich vielfältige Persönlichkeiten täglich begegnen. Wir 
erleben dieses als Bereicherung für das gemeinsame Leben in der OGS. Dieses erfordert Offenheit 
und ein respektvolles Miteinander aller Beteiligten.  
Die Mitarbeiter:innen spiegeln dieses in ihrer Haltung wieder und sind somit Wegbereiter:innen für 
Kinder, sich in einer multikulturellen Gesellschaft zu integrieren. Eine Outlaw OGS ist ein Ort, an 
dem Offenheit und die Achtung vor anderen Kulturen gelebt und die eigene kulturelle und religiöse 
Identität gewahrt wird.

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4 BIS-MITTAG-BETREUUNG 
Im Rahmen der Trägerschaft übernehmen wir die Organisation der Bis-Mittag-Betreuung ebenfalls. 
Hier wird das bestehende Personal der OGS durch zusätzliche Mitarbeiter:innen (NTK´s, Aushilfen 
usw.) ergänzt. Im Falle der Nikolaischule gehen wir  von einigen Kinder in der Bis-Mittag-Betreuung 
aus. Um diesen Kindern eine gute Zeit zu gestalten, schlagen wir vor, sie mit den OGS Kindern ge- 
meinsam zu betreuen. Dies ist aus pädagogischer, organisatorischer und auch räumlicher Sicht sinn- 
voll. Die Betreuungszeit für Kinder in diesem Rahmen ist für Eltern nach den üblichen (durch die 
Kommune) festgelegten Gebühren kostenpflichtig. Darüber hinaus können sich Eltern z.B. bei Brü- 
ckentagsangeboten der OGS ebenfalls anmelden (kostenpflichtig). Hier halten wir ein buntes Pro- 
gramm aus freizeitpädagogischen Angeboten und Ausfl ügen an unterschiedlichen Standorten vor. 
An diesen Tagen würden wir Kooperationsangebote mit  anderen Institutionen oder Einrichtungen 
im Stadtteil konzipieren. 
5 STRUKTUR DES OFFENEN GANZTAGS 
Um einen Überblick der Offenen Ganztagsschule zu bekommen, werden im Folgenden der Ablauf 
und die Struktur dargestellt. Dies umfasst schulische Aktivitäten, Freizeitangebote und AGs.  
5.1  Tagesablauf außerhalb der Ferien (Regelbetrieb) 
Für die OGS könnte der Tagesablauf folgendermaßen aussehen: 
Unterrichtsschluss bis Mittagessen 
Lehrer:innen und Gruppenleiter:innen begleiten den Übergang und tauschen sich über Themen und 
Konflikte aus. Jüngere Kinder können begleitet werden und ältere Kinder kommen selbstständig in 
die Räume der OGS. Die Übergänge in die ausgelagerten Räumlichkeiten werden durch einen/ eine 
Mitarbeiter:in verbindlich begleitet. Bis zum Mittagessen haben die Kinder Zeit für freies Spiel. Die 
Mitarbeiter:innen bieten in verschiedenen Räumen un d auf dem Hof kleine, kurzweilige und freiwil- 
lige Angebote an. 
Mittagessen 
Es wird in Gruppen gegessen. Diese Gruppen werden entsprechend der Teilnehmer:innenanzahl an- 
gepasst. Unsere Mitarbeiter:innen begleiten die Kin der beim Essen. 
Lernzeit 
Direkt nach dem Mittagessen (zu einer festen Zeit) findet die Lernzeit (Hausaufgabenzeit) durch 
feste Mitarbeiter:innen (Absprachen mit den Lehrer:innen) z.B. im Klassenraum statt. 
Freizeit 
Während der Betreuungszeit in der OGS haben die Kinder, außerhalb der verpflichtenden Angebote 
wie Hausaufgaben, die Möglichkeit, die verschiedenen (Funktions-)Bereiche zu nutzen, sich an freien 
Angeboten zu beteiligen oder zu spielen. Besonders wichtig ist uns, dass die Kinder viel Zeit drau- 
ßen verbringen. So sind täglich, unabhängig vom Wetter, immer ausreichend Angebote im Freien 
fest eingeplant.

SEITE 11 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
AGs 
Die AGs beginnen ab ca. 14:00 Uhr, und die Kinder nehmen, nach ihrer freiwilligen Wahl, an diesen 
verbindlich für ein Schulhalbjahr teil.  
Abholzeit 
Ab 15:00 Uhr besteht die Möglichkeit, die Kinder nach Hause zu entlassen. Absprachen bezüglich 
fester Abholzeiten zwischen 15:00 und 16:00 Uhr müs sen gemeinsam mit den Eltern und nach einer 
Standortanalyse getroffen werden. Die Eltern haben die Zeiten den Mitarbeiter:innen schriftlich o- 
der gegebenenfalls auch kurzfristig telefonisch mit geteilt.  
Nach der OGS-Zeit 
Um 16:00 Uhr endet der Betreuungstag der Kinder in der OGS. Im Anschluss an die OGS Zeit bieten 
wir Eltern eine Randzeitbetreuung an. Diese kann in Kooperation mit Einrichtungen im Stadtteil 
(Übergänge schaffen) oder in den Räumlichkeiten der Schule durch das Personal der OGS gestellt 
werden. Hierzu wird mit der Schulleitung je nach Bedarf der Kinder und ihren Eltern ein jährlich zu 
überprüfendes schulbezogenes Konzept erstellt. Einzelne Angebote können im Bereich der Rand- 
zeitenbetreuung kostenpflichtig sein. Die Mitarbeiter:innen der OGS werden durch die trägereigene 
Fundraisingabteilung bei der Einwerbung von Drittmitteln für den Schulstandort unterstützt.  
5.2  Hausaufgabenbetreuung 
Fester Bestandteil und weiterer Baustein im Alltag der OGS ist die Hausaufgabenbegleitung. Die 
Hausaufgabenzeit bietet den Schüler:innen ein intensives Lernfeld. Sie erhalten hierbei die Möglich- 
keit, sich im Bereich des eigenständigen und selbstverantwortlichen Lernens zu üben und weiterzu- 
entwickeln. Hierfür sind klare Organisationstrukturen und Rituale zwischen allen Bildungsakteuren 
abzusprechen. 
Während der Hausaufgabenzeit übernehmen Schüler:inn en Verantwortung für rücksichtsvolles Ar- 
beiten und stärken ihr Sozialverhalten. Sie lernen zügig, ordentlich und strukturiert zu arbeiten. Sie 
erlangen Routine und Kontinuität bei der Erledigung der Hausaufgaben. Schüler:innen erlernen 
Techniken zur Selbstkontrolle, erlangen Sicherheit in der Handlungsplanung und entwickeln Ver- 
trauen in sich selbst. 
Die fachliche Begleitung und Unterstützung in diese m komplexen Lernprozess obliegt den Leh- 
rer:innen und den OGS-Kräften. Hierfür sind eine transparente Aufgabenverteilung und Klärung der 
gegenseitigen Erwartungshaltung unabdingbar. Hierzu sind Absprachen hinsichtlich räumlicher, 
zeitlicher, organisatorischer, personenbezogener Ressourcen, sowie zum allgemeinen Regelver- 
ständnis während der Hausaufgabenzeit gemeinsam zu treffen und mit allen Beteiligten, besonders 
natürlich mit den Schüler:innen und Eltern, die Rahmenbedingungen zu kommunizieren. 
Uns ist es besonders wichtig, dass die Hausaufgabenzeit von qualifizierten Mitarbeiter:innen, ent- 
weder mit sozialpädagogischer Ausbildung oder einschlägiger Weiterbildung im Bereich Hausaufga- 
ben, übernommen wird. Sie haben ein pädagogisches Wissen über den Entwicklungsstand der jewei- 
ligen Alters- und Lernstufe, kennen die Formen möglicher Unterstützung und wenden diese an. Im 
besten Fall werden die Hausaufgaben durch den/die Lehrer:in durchgeführt und über die eingeplan- 
ten Lehrerstunden abgedeckt. Weiter sollen die Kind er Kontinuität während der

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Hausaufgabenbetreuung erfahren, sodass ein ständiger Wechsel der Fachkräfte hierdurch weitge- 
hend vermieden werden könnte. 
Unsere OGS-Hausaufgabenkräfte leisten im individuel len Lernprozess der Schüler:innen Hilfe zur 
Selbsthilfe und schaffen den Rahmen, in dem die Hausaugaben erledigt werden können. Ihr Aufga- 
benbereich sieht u.a. folgende Aufgaben vor: 
 Durch Einfühlungsvermögen sorgen sie für eine ruhig e und positive Arbeitsatmosphäre, in 
der die Kinder selbständig arbeiten können, geben bei Bedarf Impulse zur Problemlösung 
und leisten Hilfestellung bei Verständnisfragen. Sie motivieren die Kinder fortlaufend und 
beaufsichtigen die Lerngruppe. 
 Sie achten darauf, dass die Hausaufgabenzeit pünktlich beginnt und eingehalten wird. 
 Sie leiten die Kinder zu einem ordentlichen Arbeitsumfeld an, achten auf eine individuell 
sinnvolle Zeiteinteilung und sorgen dafür, dass die Kinder mit dem Material pfleglich umge- 
hen. 
 Die Einhaltung des friedvollen Miteinanders wird um gesetzt, die Regeln werden von allen 
Beteiligten eingehalten und auf Störungen von außen wird entgegengewirkt. 
 Sie fördern die Kinder in ihrer Selbständigkeit, sprechen wertschätzendes Lob und Anerken- 
nung zu den gezeigten Leistungen aus und unterstützen die sozialen Beziehungen unterei- 
nander. 
 Die Erledigungen der Aufgaben werden von den OGS-Kräften im genutzten Medium (Wo- 
chen-Planer, Aufgabenheft, o.Ä.) dokumentiert. 
 
Eine kleine Gruppengröße ist wünschenswert, und im besten Fall sind die Gruppen im Klassenver- 
bund organisiert und finden im eigenen Klassenraum statt. Wir überprüfen regelmäßig ob die Ver- 
teilung der Hausaufgabengruppen angemessen ist und passen den Personalschlüssel an die Bedarfe 
an. Wir halten es für sinnvoll, dass die erbrachten Leistungen während der Hausaufgabenzeit in ei- 
nem zentralen Medium wie z.B. Wochenplaner, Rückmeldeheft, usw. dokumentiert werden. 
Dadurch wird für alle Beteiligten transparent, wie die Hausaufgabenzeit genutzt werden konnte.  
Da Schüler:innen in den unterschiedlichsten Bereichen immer durch Erwachsene bewertet werden, 
ist unser Selbstverständnis der Bewertung bei den Hausaufgaben aus der Perspektive des Kindes 
gedacht, und wir legen Wert darauf, die individuelle Leistung des Kindes abzubilden und somit die 
individuelle Entwicklung aller Schüler:innen einzeln zu fördern. Die Schüler:innen sollen die Möglich-
keit haben, sich selbst einzuschätzen und sich in einem großen Maße selbst zu reflektieren. Dieser 
Reflexionsrahmen wird durch gemeinsame Gespräche mi t der Hausaufgabenbetreuer:in begleitet. 
Unsere Mitarbeiter:innen nehmen sich die Zeit, mit jeder/jedem Schüler:in ein kurzes reflexives Ge- 
spräch zu den Hausaufgaben zu führen. 
Wir bevorzugen ein Bewertungssystem, in dem die Schüler:innen sich zu folgenden Leitfragen äu- 
ßern können, ein: 
- Bin ich mit meiner Leistung zufrieden? 
- Habe ich meine Aufgaben erfüllen können? 
- Was war für mich leicht?  
- Was hat mich gefordert? 
- Was hat mir besonders Spaß gemacht?  
- Was war für mich nicht gut? 
- Wo möchte ich mich verbessern? 
- Was könnte mich unterstützen, um mein Vorhaben zu erreichen?

SEITE 13 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
Diese Leitfragen bieten den Schüler:innen die Möglichkeit, ihr eigenes Arbeiten bei den Hausaufga- 
ben zu reflektieren und zu bewerten. Es lässt sie selbst einschätzen, was sie schon gut können und 
in welchen Bereichen ihre eigenen Talente liegen.  
Die Form der Darstellung dieser o.g. Rückmeldung de r Schüler:innen darf durch ein Stempelsystem 
oder Ausformulierungen oder auch ein Ankreuzsystem durch die Schüler selbst entschieden wer- 
den. Hierzu stehen den Kindern verschiedene Methode n zur Verfügung. 
Eine zusätzliche Hausaufgaben-Lernzeit von ca. 15 Minuten wäre für uns, in Absprache mit den Leh- 
rer:innen nach der regulären Lernzeit vorstellbar, um einzelne Schüler:innen gezielt und individuell 
fördern zu können. 
Wir präferieren gemeinsame Gesprächssettings mit dem Lehrerkolleg:innen, die in einem festgeleg- 
ten Rhythmus stattfinden sollten, damit ein regelmäßiger Austausch und Feedback zur Hausaufga- 
benzeit entstehen kann. Unsere OGS-Hausaufgabenkräfte sollen hierbei ihre Erfahrungen zurück- 
melden, um eventuell notwendige erforderliche Veränderungsprozesse gemeinsam zu initiieren. 
Sofern es erwünscht ist, teilen wir unsere Erfahrungen mit einzelnen Schüler:innen gerne in gemein- 
samen Gesprächen mit den Eltern mit. Wiederkehrende Probleme mit den Hausaufgaben sollten un- 
bedingt in einem gemeinsamen Gespräch zwischen Lehr er:innen, OGS-Fachkräften und Eltern be- 
sprochen werden, um Lösungswege aufzudecken und erforderliche Vereinbarungen zu treffen. 
5.3  Fördergruppen 
In Absprache mit dem Lehrer:innen besteht die Mögli chkeit, dass im Vormittags- bzw. im frühen Mit- 
tagsbereich auch einzelne Schüler:innen in verschiedenen Bereichen von OGS-Kräften begleitet o- 
der gefördert werden. Besonders die Vernetzung von Vormittags- und Nachmittagspersonal ist 
wünschenswert. In Fällen von individuellen Lernanforderungen von einzelnen besonders herausfor- 
dernden Kindern ist auch eine Beschulung in den Räumlichkeiten des Jugendzentrums denkbar.  
 
5.4  AGs 
Die Arbeitsgemeinschaften (AGs) sind ein wichtiger Bestandteil der OGS-Arbeit am Nachmittag. Im 
Zeitraum von 14:00 bis 16:00 Uhr, mit eventuell unterschiedlicher Anfangs- und Endzeit, finden un- 
sere AGs statt. Wir achten bei der Auswahl der AGs auf Vielfältigkeit und binden die Kinder bei der 
Auswahl partizipativ mit ein, indem sie ihre Wünsche für mögliche AG-Inhalte uns vorab mitteilen 
und später aus der aufgestellten Angebotsliste frei wählen können. Die AGs werden von kompeten- 
ten freien Mitarbeiter:innen, den OGS-Kräften, den Lehrer:innen sowie von externen Kooperations- 
partnern geleitet. Wir achten auf ein gutes Maß von Kooperationen und eigenen Mitarbeiter:innen, 
um eine möglichst hohe Vielfalt in den Angeboten (Sozialraumgedanke) und auch ein Höchstmaß 
der Verlässlichkeit zu generieren. Die Kinder und Familien erhalten eine Übersicht der verschiede- 
nen AGs. Die Angebote sind breit gefächert und reic hen von Kunst-AGs bis hin zu verschiedenen 
Sportarten und lebenspraktischen Aktivitäten, wie beispielsweise Kochen, Werken und Forschen.  
Die Kinder können gemeinsam mit ihrer Familie und m it Unterstützung des OGS-Teams die AGs aus- 
wählen, an denen sie teilnehmen möchten. Die Lernanfänger entscheiden über ihre AG-Teilnahme 
erst nach der Eingewöhnungszeit in der OGS, entweder nach den Herbstferien oder zum Beginn des 
2. Schulhalbjahres. Für die Jahrgangsstufen Eins und Zwei und für alle neuen AGs ist ein Ausprobie- 
ren (Schnuppern) vorgesehen.

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Nach der Standortanalyse, selbstverständlich unter Einbeziehung der Kinder, wird über die Laufzei- 
ten der AGs abgestimmt. Die Teilnahme an den AGs erfolgt durch die Bestätigung der Eltern und ist 
für das Schulhalbjahr verbindlich.  
Mögliches AG-Programm der OGS: 
 Fußball-AG 
 Garten-AG 
 Kreativ-AG 
 Schach-AG 
 Spiele- und Bewegungs-AG 
 Turn-AG 
 Tanz-AG 
 Werk-AG 
 Forscher-AG 
 Trendsport-AG 
 Naturspiele-AG 
 Programmier-AG 
 
Die Aufzählungen sind Ideen für mögliche Kooperatio nen. Die bestehenden Kooperationen bleiben 
bestehen und werden durch unsere Ideen nach Bedarf und Möglichkeit ergänzt.  
5.5  Freizeitangebote im Alltag 
Einen hohen Stellenwert nimmt im Alltag der OGS die Förderung der Freizeitgestaltung ein. In die- 
ser Zeit erhalten Kinder selbstbestimmt die Möglichkeit, vielfältige Spiel- und Handlungserfahrun- 
gen zu sammeln und gleichzeitig ihre Sozialkompeten z zu erweitern. Sie entscheiden selbständig 
über Spielpartner, Spielort und Spielmaterial. In den Freispielphasen beachten und leben die Kinder 
die Regeln des sozialen Miteinanders. Sie übernehmen Verantwortung für sich selbst und andere. 
Die Mitarbeiter:innen erhalten gerade in der Freispielzeit die Möglichkeit, die Stärken und Schwä- 
chen der einzelnen Kinder zu beobachten. Aus den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich Rück- 
schlüsse ziehen, aus denen die Mitarbeiter:innen Impulsangebote kreieren, bei denen die Kinder in- 
dividuell gefördert werden können.  
Während der Freispielzeit stehen den Kindern in verschiedenen (Funktions-) Räumen der OGS, sowie 
dem Außengelände verschiedene Impulsangebote zur Ve rfügung. Die Kinder erhalten hierbei die 
Möglichkeit zum jahrgangsübergreifenden Lernen, und es entstehen viele spontane altersunabhän- 
gige Spielgruppen und gemeinsame Aktivitäten. 
5.6  Ferienprogramm 
Ein weiterer wichtiger Baustein in der OGS ist die verlässliche Ferienbetreuung. Es ist die Zeit, in der 
die Kinder ohne den täglichen „Schulstress“ ihren Interessen und Neigungen nachgehen können. 
Das spannende und abwechslungsreiche Programm wird von den Mitarbeiter:innen, teils auch vorab 
partizipativ mit den Kindern, geplant und vorbereitet. Unser Ziel ist es, gerade auch in der Ferienbe-
treuung, den Kindern den Sozialraum zu eröffnen, um ihnen die vielfältigen und kostenfreien Frei- 
zeitmöglichkeiten in ihrer direkten Umgebung näher zu bringen. Die Eltern erhalten alle erforderli- 
chen Informationen zur Ferienbetreuung rechtzeitig und melden ihre Kinder zur Teilnahme schrift- 
lich an. Die Ferienbetreuung wird von den NTK´s, GFB und Übungsleiter:innen durchgeführt. Sie 
wird im Vorfeld der Ferien gemeinsam mit dem hauptamtlichen Personal organisiert und

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vorbereitet. Als Träger können wir auf viele Jahre Erfahrung in Sprakel und Wolbeck zurück blicken. 
In Zusammenarbeit mit den Teams unserer Einrichtungen sind viele verschiedene Aktionen in gro- 
ßen Zeiträumen denkbar. Wir gehen aktiv auf die derzeitigen Akteure in den jeweiligen Ferien zu 
und ergänzen die schon bestehenden Angebote passgenau für den Sozialraum. 
Einzelne Projekte und Themenwochen werden auf die Bedürfnisse der Kinder hin abgestimmt. 
Spiele, Ausflüge und unterschiedliche Aktionen dürfen hierbei nicht fehlen, wobei im Vorfeld immer 
ein alternatives „Regenprogramm“ vorbereitet wird. Während der Schulferien ist die Betreuung der 
Kinder von 07:30 Uhr (Vereinbarkeit von Familie und  Beruf) bis min. 16:00 Uhr sichergestellt. Im An- 
schluss der Betreuung begleiten wir (sofern gewünscht) Übergänge in z.B. die Angebote der nahe- 
gelegenen offenen Angebote der anderen Stadtteilakt eure. 
Gestartet wird jeden Morgen mit dem Freispiel (bis 9:00 Uhr). Im Anschluss gibt es den gemeinsa- 
men Start in den Tag mit dem gemeinsamen Frühstück. In der Regel bringen die Kinder ihr Frühstück 
selber mit. Generell wird Obst und Rohkost den Kindern zum Frühstück angeboten. Anschließend 
haben die Kinder die Möglichkeit, die vorbereiteten Angebote interessensbezogen zu wählen und 
daran teilzunehmen. Jede Betreuungswoche steht bei uns unter einem Motto (z.B. Zirkus oder Pira- 
ten). Das Mittagessen wird gegen 12:30 Uhr gemeinsa m eingenommen. Die Abholzeiten ändern sich 
ggf. während der Ferienbetreuung auf Wunsch der Elternschaft. Einen Tag in der Woche macht die 
Gesamtgruppe einen größeren Tagesausflug. Exkursionen und kleine Ausflüge (z.T. in Kleingruppen) 
im Stadtteil dürfen selbstverständlich im Ferienprogramm nicht fehlen. Die Angebote und Ausflüge 
sind für die OGS Eltern grundsätzlich kostenlos.  
Mögliche Tagesausflüge: 
 Erlebnisbauernhof Bauer Bernd Borgholzhausen/Heupferdchen Lüdinghausen 
 Ketteler Hof 
 Wildfreigehege Saerbeck 
 Maxipark Hamm 
 Indoorspielplätze in der näheren Umgebung. 
 Planetarium 
 Zoo 
 Mühlenhof 
 Spielplatztage (z.B. an der Sentruper Höhe) 
 
5.7  Gestaltung von Übergängen 
Die Gestaltung von Übergängen zwischen Familie und Bildungseinrichtungen, aber auch innerhalb 
einer Einrichtung (z.B. Wechsel der Einrichtung in offene Einrichtungen wie Jugendzentren) und ins- 
besondere der Übergang von einer Kindertageseinrichtung in die Grundschule und die außerschuli- 
sche Betreuung der OGS haben eine wichtige Bedeutun g. 
Übergänge werden von allen Kindern und ihren Eltern in unterschiedlicher Intensität er- und gelebt 
und sind mit verschiedenen Emotionen, wie z. B. Unsicherheit, Angst, Neugierde, besetzt. Die Ein- 
schätzungen und Bedürfnisse aller Beteiligten werde n dabei von den pädagogischen Mitarbeiter:in- 
nen sehr ernst genommen. Geschaffene Sicherheiten, gewohnte Abläufe, Strukturen und Rituale 
sind Ausgangsbedingungen, die die Öffnung zu Neuem erleichtern können. Grundlage ist das ge- 
naue Beobachten der Kinder und konkrete Reflexionen im Team.

SEITE 16 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
In der OGS würden wir in der ersten Jahreshälfte einen ausführlichen Informationsabend für die El- 
tern der zukünftigen Lernanfänger:innen durchführen . Auch Einzeltermine für Familien, mit gleich- 
zeitiger Unterstützung beim Ausfüllen der Verträge und weiterer erforderlicher Dokumente, sind 
denkbar. 
Im Sommer, kurz vor den Ferien kann ein Kennenlern- Nach-/Vormittag, gerne auch in Kooperation 
mit der Grundschule, stattfinden. Die Kinder haben die Möglichkeit, die Räumlichkeiten und das 
Team der OGS kennenzulernen und verschaffen sich einen ersten Überblick. Besonders wichtig ist 
es uns, dass die Kinder auch individuelle Kennlernangebote wahrnehmen können. Hierzu vereinba- 
ren die Mitarbeiter:innen mit den Eltern individuel le Termine zum „reinschnuppern“. Wir stellen uns 
hier eine enge Kooperation mit den örtlichen Kindertagesstätten vor. 
Am ersten Betreuungstag in der OGS werden alle neuen Kinder von den Mitarbeiter:innen der OGS 
begrüßt. Jedes Kind erhält ein Namensschild, damit sie jederzeit angesprochen werden können. In- 
tensiv werden Ihnen die verschiedenen Spiel- und Lernbereiche vorgestellt, Regeln und Rituale der 
OGS vermittelt und die Möglichkeit gegeben, anzukom men. Ab der Einschulung werden die Lernan- 
fänger:innen in den ersten Wochen von Mitarbeiter:innen der OGS täglich, nach dem Unterricht, in 
den Klassen abgeholt und in die OGS begleitet.  
Wir favorisieren das Paten-Modell. Hier übernehmen Kinder der dritten oder vierten Klasse die Pa- 
tenschaft für einen Lernanfänger. Der Aspekt der hi erdurch erlernbaren soziale Kompetenzen steht 
dabei ebenso im Fokus wie das gute Ankommen der neuen Schüler:innen. 
Die Übergangsgestaltung der Viertklässler:innen zur weiterführenden Schule wird jedes Jahr mit 
einer großen Abschlussparty gefeiert. Die Schüler:innen werden in den Planungsprozess integriert. 
Umgesetzt wird dieses, in Rücksprache mit dem/der Klassenlehrer:innen, kurz vor den Sommerfe- 
rien. Nach Möglichkeit bauen wir eine enge Kooperation mit üblichen weiterführenden Schulen z.B. 
im Stadtteil Kinderhaus auf, um den Schüler:innen ein begleitendes Kennenlernen der neuen Schu- 
len zu ermöglichen.   
5.8  Mittagessen 
Die Mittagsverpflegung dient nicht nur der Nahrungsaufnahme, sondern fördert die soziale Ent- 
wicklung der Kinder. Das Decken und Abräumen des Ti sches werden gemeinsam mit den Kindern 
durchgeführt. Eine angenehm gestaltete Umgebung, ohne Störungen von außen sorgt für ein ent- 
spanntes und genussvolles Essen ohne Zeitdruck. Die Kinder bedienen sich selbst und lernen 
dadurch Mengen einzuschätzen. Begleitet werden hierbei die Kinder von ein bis zwei Fachkräften. 
Diese schaffen unter anderem Raum für gemeinsame Tischgespräche und Informationsaustausch, 
unterstützen die Kinder beim selbständigen Essen mit Messer und Gabel und geben, sofern erfor- 
derlich, Hilfestellung. 
Gesunde Ernährung ist für uns selbstverständlich. Zum einen verstehen wir unter gesund, dass es 
abwechslungsreich sein muss und zum anderen, dass das bereitgestellte Mittagessen durch täglich 
wechselndes Obst und Rohkost ergänzt wird. Ganztägi g steht den Kindern an der Getränkestation 
Mineralwasser und Tee zur Verfügung. Im Nachmittags bereich steht den Schüler:innen eine kleine 
Snackrunde, zudem es ebenfalls Obst und Rohkost gibt, zur Verfügung.

SEITE 17 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
Um sie an der Planung ihrer Ernährung teilhaben zu lassen, werden die Kinder an der Menüplanung 
aktiv beteiligt, hierzu gilt es ein tragfähiges Konzept mit den Kooperationspartnern innerhalb der 
Mensa zu erstellen. Wir stellen uns vor, dass die Kinder an einem oder zwei Tagen in der Woche mit- 
bestimmen können. Selbstverständlich beachten wir r eligiöse Hintergründe und Lebensmittelunver- 
träglichkeiten in unserem Speiseangebot. 
An der Auswahl des bestehenden Caterers halten wir fest und gehen davon aus, dass, das beste- 
hende Konzept viel Wert auf Nachhaltigkeit legt und dem „Zero Waste“ Gedanken nachkommt.  
Um die Abrechnung der Kosten für das Mittagessen kümmern wir uns mit unserer trägerinternen 
Finanzbuchhaltung. Die Gelder werden von uns als Träger direkt von den Eltern eingezogen und ver- 
waltet. 
 
6 PERSONAL 
Gutes Personal kann auch gute Arbeit machen. Wir sehen unsere Mitarbeiter:innen als wichtigste 
Ressource. Aus diesem Grund ist die qualifizierte Besetzung für uns ein wichtiges und zentrales 
Qualitätsmerkmal. Wir setzen auf qualifizierte Mitarbeiter:innen und legen viel Wert auf stetige 
Fort- und Weiterbildung.  
Wir bieten unseren Mitarbeiter:innen einen unbefristeten Arbeitsplatz, 30 Tage Urlaub, ein Vergü- 
tungssystem mit Stufenautomatik angelehnt an den TV öD mit den gleichen Gruppen und Stufen so- 
wie einer betrieblichen Altersvorsorge (arbeitgeberfinanziert).  
Darüber hinaus können unsere Mitarbeiter:innen attraktive und individuelle Weiterbildungs- und 
Entwicklungsmöglichkeiten, u.a. in unserem hausinternen Schulungszentrum (akademie lernbar) im 
Rahmen eines jährlichen festen Budgets für jede/n Mitarbeiter:in, nutzen. Bei uns ist es möglich, 
Corporate Benefits zu nutzen, und es gibt die Möglichkeit, ein BusinessBike zu leasen. 
 
6.1  OGS-Koordinator:in 
Die Stelle der OGS-Koordinator:innen erfordert mindestens eine abgeschlossene Ausbildung 
zum/zur staatlich anerkannten Erzieher:in oder ein sozialpädagogisches Studium. Die gesetzlichen 
Regelungen des Landes NRW sind zu wahren. Betriebsw irtschaftliches Grundverständnis sowie ein- 
schlägige Berufserfahrung innerhalb des Arbeitsfeldes oder einer vergleichbaren Einrichtung, in der 
die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten erworben wurden, sind erforderlich. Um Abwesenhei- 
ten und Krankheiten abzusichern, ist eine Vertretung trägerseits festgelegt. Diese wird in Abspra- 
che mit den Leiter:innen der Münsteraner Einrichtungen im gesamten Fachgebiet gesichert und ge- 
meinsam vereinbart (z.B. Tandemregelung).  
Die Aufgabenbereiche umfassen die Säulen der Netzwe rkarbeit, Führungsverantwortung, Personal- 
entwicklung, Pädagogik, Elternarbeit, Zusammenarbei t mit der Schule und die administrativen Tä- 
tigkeiten. 
Führungsverantwortung 
Hier besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der Fachgebietsleitung und der/des OGS-Koordi- 
nator:in. Sie repräsentiert den Träger und vertritt dessen Haltung und Werte nach außen. Sie setzt

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das Grundkonzept Kita & More sowie das Konzept der OGS um und lebt das Führungsleitbild mit sei- 
nen Grundsätzen („Wertschätzung und Kritikfähigkeit - essentiell für unser Miteinander“ oder „Un- 
sere Beziehungen – Konstruktiv und vertrauensvoll“) aktiv. Trägerinterne Belehrungen (Kinder- 
schutz, Hygiene, IfSG, usw.) setzt sie um und achtet darauf, dass alle Mitarbeiter:innen diese einhal-
ten. Gemeinsam mit der Fachgebietsleitung und der Schulleitung beteiligt sich der/die OGS-Koordi- 
nator:in an der Personalauswahl. 
Personalentwicklung 
Mit dem Ziel einer konstruktiven Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team sorgt die OGS Ko- 
ordinator:in für eine positive Teamatmosphäre und schafft hierdurch den erforderlichen Rahmen, 
um sich gemeinsam kritisch mit der pädagogischen Ar beit auseinanderzusetzen. Die Motivation der 
Mitarbeiter:innen, gerade auch hinsichtlich Fort- und Weiterbildung, obliegt ihrem Verantwortungs- 
bereich. Sie koordiniert die (pädagogischen) Abläufe aller Mitarbeiter:innen, plant und führt regel- 
mäßige Teambesprechungen durch und interveniert bei  eventueller Konfliktsituation, auch unter 
Einbeziehung der Fachgebietsleitung, professionell. Jährlich führt sie die trägerseits geforderten 
Mitarbeiter:innen-Gespräche und legt gemeinsam mit dem Mitarbeiter individuelle Zielvereinbarun- 
gen fest. 
Pädagogischer Aufgabenbereich 
Die Mitarbeit im OGS-Alltag ist für die OGS-Koordinator:in wichtig, damit sie einen Eindruck erhalten 
kann, wie die Pädagogik praktisch von den Mitarbeiter:in umgesetzt wird und in welchen Bereichen 
mögliche Umstrukturierungen oder Veränderungen sinn voll wären. Dadurch wird ein gemeinsames 
Planen der Bildungsarbeit sichergestellt. Weiter ist der/die OGS-Koordinator:in für die Sicherstel- 
lung der Aufsichtspflicht verantwortlich und klärt erforderliche Maßnahmen (z.B. Minderbesetzung 
des Personals wegen Krankheit) mit der Fachgebietsleitung ab. Die Weiterentwicklung der Konzep- 
tion, gemeinsam mit den Mitarbeiter:innen, gehört ebenfalls in ihren Aufgabenbereich. Elternzu- 
sammenarbeit als wichtige Säule der OGS versteht sie als Selbstverständlichkeit und bezieht die El- 
tern in die Arbeit der OGS mit ein. Die Bildung eines Elternbeirates ist hier wünschenswert und för- 
derlich. Regelmäßige Elternbriefe und andere Arten der Informationsweitergabe machen den Auf- 
trag der OGS für die Eltern transparent und unterstützen eine gelungene Kommunikation. 
Zusammenarbeit mit der Schule 
Der/Die OGS-Koordinator:in steht im engen und regelmäßigen Austausch mit der Schulleitung. Täg- 
liche Kurzabsprachen werden geführt. Die Teilnahme an Konferenzen ist ein wichtiger Bestandteil in 
der Zusammenarbeit. Gemeinsam werden Aktionen und F estlichkeiten geplant und umgesetzt. 
Sie/Er informiert die Schulleitung regelmäßig zu OGS-Abläufen und bezieht sie in ihre Planungen 
mit ein. Wenn es erwünscht ist, nimmt sie/er an Elterngesprächen teil. 
Administrative Tätigkeiten 
Das Führen der Barkasse und des Kassenbuches und di e betriebswirtschaftliche Verantwortung des 
OGS-Budgets obliegen der OGS-Koordinator:in. Sie/Er fertigt die Betreuungsverträge an, An- und 
Abmeldungen der Schüler:innen, sowie das Pflegen der Warteliste (bei Bedarf) führt sie/er durch. 
Unterstützt wird sie/er durch die internen Services (Personalverwaltung, Finanzbuchhaltung, 
Rechtsabteilung usw.) des Trägers. Anfragen seitens des Schulverwaltungsamtes werden durch 
der/die Koordinator:in bearbeitet. Freie Plätze werden auch kurzfristig neu vergeben. Der/Die OGS-
Koordinator:in gestaltet den Dienstplan, unter Berücksichtigung der gesetzlichen Auflagen und or- 
ganisiert die Urlaubsplanung aller Mitarbeiter:innen.

SEITE 19 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
Netzwerkarbeit 
Die Pflege der Kontakte im Sozialraum und darüber hinaus, genauso wie das Repräsentieren der 
OGS in der Öffentlichkeit (Stadtteilfeste) und die Teilnahme an Sozialraumkonferenzen, ist unab- 
dingbar für eine erfolgreiche Arbeit der OGS und li egt daher im Aufgabenbereich der OGS-Koordina- 
tor:in. Sie nimmt an allen relevanten AGs und AKs teil. 
Unterstützt wird der/die OGS-Koordinator:in bei der Wahrung und Umsetzung ihrer Aufgaben durch 
die Fachgebietsleitung des Trägers. Regelmäßig nimm t sie/er an den internen Leitungsrunden der 
Region NRW/NN bzw. Standort Münster teil und tauscht sich dort mit Leiter:innen anderer Einrich- 
tungen, aus den Bereichen OKJA, Schule und Fansozialarbeit, aus. 
6.2  Angestellte Mitarbeiter:innen 
Unsere Mitarbeiter:innen stellen für uns die wichtigste Ressource dar. Wir achten auf Mitarbeiter:in- 
nenpflege und legen bei unseren Mitarbeiter:innen Wert auf Reflexion und Austausch lokal aber 
auch überregional. Teamtage, Supervision und regelm äßige (auch fachbereichsübergreifende) Aus- 
tauschtreffen sind für uns selbstverständlich und zählen als Qualitätsmerkmal. 
Wir beschäftigen an unseren aktuellen OGS-Standorten Mitarbeiter:innen mit den unterschiedlichs- 
ten beruflichen Professionen und beruflichen Stationen. Sozialpädagogische Fachkräfte und Erzie- 
her:innen, Ergänzungskräfte, Mitarbeiter:innen als Quereinsteiger:innen ohne einschlägige Berufs- 
ausbildung in einem sozialpädagogischen Bereich.  
Wir erwarten von unseren Mitarbeiter:innen die Umsetzung des Trägergrundkonzeptes Kita & More 
und der OGS. Sie identifizieren sich mit den Werten und Haltungen des Trägers, füllen diese im All- 
tag in der OGS mit Leben, begegnen und begleiten Kinder auf ihrem Lebensweg mit Engagement 
und Leidenschaft. 
Die Ausgestaltung der Stellen verstehen wir partizipativ. Orientiert an den persönlichen Ressourcen 
eines/einer Mitarbeiter:in sind wir offen für individuelle Stellenzuschnitte. Es ist möglich, neben der 
Tätigkeit in der OGS auch noch weitere Aufgaben bei m Träger (oder auch Extern) zu übernehmen, 
um möglichst ansprechende Stellen zu schaffen und langfristig zu sichern. 
6.3  Freie Mitarbeiter:innen 
Die Übernahme und Durchführung verschiedener AGs wi rd unter anderem von freien Mitarbeiter:in- 
nen durchgeführt. Freie Mitarbeiter:innen haben ein en Honorarvertrag mit dem Träger. Unsere AG-
Kräfte bringen verschiedene berufliche Facetten und  Biographien mit, studieren zurzeit noch an der 
Universität/Fachhochschule, oder sind bereits aus dem aktiven Berufsleben ausgeschieden. Die/Der 
OGS-Koordinator:in trifft die Auswahl und die Beschäftigung der AG-Kräfte vor Ort. Die Inhalte der 
AG werden mit ihnen abgesprochen und reflektiert. J e nach den Bedarfen werden jährlich neue 
freie Mitarbeiter:innen für AGs eingestellt bzw. die AG-Kräfte weiter beschäftigt. 
6.4  Hauswirtschaftskräfte 
Unsere Hauswirtschaftskräfte übernehmen in der OGS den Bereich der Vor- und Nachbereitung der 
Küche, halten die Hygienestandards ein und organisi eren das Mittagessen. Auch berufsfremde Mit- 
arbeiter:innen sind uns als Küchenkräfte willkommen . Bestehende Systeme werden genutzt und nur 
dort ergänzt, wo es nötig ist.

SEITE 20 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
6.5  Fachgebietsleitung 
Die Dienst- und Fachaufsicht über alle Einrichtungen der OGS, Schulsozialarbeit, Fansozialarbeit und 
OKJA in Münster wird vor Ort von einer Fachgebietsleitung übernommen. Dies bringt ein fachbe- 
reichsübergreifendes Austauschgremium auf Leitungsebene mit sich. Gemeinsamkeiten und Syner- 
gien können auch kurzfristig erkannt und genutzt we rden. Die Stelle der Fachgebietsleitung dient 
der übergeordneten, eigenständigen Leitung und Steuerung der Einrichtungen, ist Teil des mittle- 
ren Managements bei Outlaw. Sie steht im engen Kontakt mit Geschäftsführung in Münster. Die 
Fachgebietsleitung ist die direkte Ansprechperson für die Einrichtungsleitungen sowie die Koordi- 
nator:innen. Sie nimmt punktuell an den Teamsitzungen der OGS teil und unterstützt bspw. in Kri- 
sensituationen den/die OGS-Koordinator:in und das Team. Weiter ist sie für die betriebswirtschaftli- 
che Auswertung (BWA) und Budgetverwaltung verantwor tlich. Auch die Personalgewinnung und 
Einstellung (gemeinsam mit der Schulleitung) überni mmt die Fachgebietsleitung gemeinsam mit der 
Koordinator:in. Sie steht im regelmäßigen Kontakt, zur Schulleitung. In Abwesenheitszeiten des/der 
Koordinator:in übernimmt die Fachgebietsleitung vertretend die Zuständigkeiten und stellt die 
Rückkopplung zum Träger sicher. 
6.6   Teamsitzungen 
Gemeinsame Teamsitzungen tragen zu einem positiven Miteinander bei und steigern die qualitative 
Arbeit innerhalb der OGS. Wir streben die Durchführ ung wöchentlicher Kurzteambesprechungen (1 
Stunde) und einmal im Monat eine Langteambesprechun g (2,5 Stunden) an. Thematisiert werden in 
den Sitzungen u. a. folgende Inhalte: 
 Kollegiale Beratung 
 Fallbesprechungen 
 Dienstplanung  
 Planung des Ferienprogramms 
 Implementierung von Fort- und Weiterbildungen 
 Gemeinsame Zielsetzungen zur zukünftigen Ausrichtun g der OGS 
 Umsetzung gemeinsamer Aktivitäten mit den Eltern 
 Rückmeldung verschiedener Informationen von den Schulkonferenzen 
 Terminplanung 
 
Im Schuljahr werden ein bis zwei ganztägige Konzeptionstage stattfinden. Themen hierbei sind so- 
wohl trägerseits vorgegeben, als auch teamintern gewünscht. Vorbereitet werden diese in der Re- 
gel von der OGS-Koordinator:innen und Fachgebietsleitung. Inhalte in der Vergangenheit waren 
bspw. Kinderrechte, Raumgestaltung, Schlüsselprozesse, Partizipationsmethoden und konzeptionel- 
les Weiterdenken uvm. 
6.7  Fortbildung 
Der Träger legt besonderen Wert darauf, dass sich die Fachkräfte regelmäßig weiter- und fortbil- 
den. Die Bereitschaft hierzu wird bereits durch den geschlossenen Arbeitsvertrag von den Mitarbei- 
ter:innen abverlangt. Jede/r Mitarbeiter:in hat einen Fortbildungsetat zur Verfügung, welches nach 
Absprache mit der OGS-Koordinator:innen und Fachgebietsleitung ausgeschöpft werden soll. 
Akademie Lernbar: 
Unsere Mitarbeiter:innen genießen die Vorzüge einer internen Fortbildungs-Akademie, welche ein 
breites Spektrum an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt.

SEITE 21 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
Die Akademie Lernbar bietet u.a. folgende Fortbildungsinhalte an: 
 Kinderrechte, Kinderschutz, Partizipation für Kitas, OGS und Hilfen zur Erziehung 
 Interkulturalität in den unterschiedlichsten Kontexten der Kinder- und Jugendhilfe 
 Führen & Leiten 
 Kommunikation & Gesprächsführung 
 Methoden der Sozialen Arbeit 
 Kollegiale Beratung 
 Zertifikatskurs Kinderschutz §8a 
 Umgang mit digitalen Medien 
 
Um die pädagogischen Mitarbeiter:innen vor dem Hintergrund der vielfältigen und anspruchsvollen 
Anforderungen in ihrer Tätigkeit zu unterstützen, bieten wir ihnen regelmäßige Gelegenheit zum 
fachlichen Austausch z. B. auf den bundesweit stattfindenden Tagungen sowie Leitungskonferen- 
zen und regionalen Fachtagen, wie z.B. Kinderrechte, Marte Meo, usw.  
Die Mitarbeiter:innen erhalten hierdurch die Möglichkeit, durch Best Practice-Beispiele anderer 
Fachbereiche ihr eigenes Fachwissen zu erweitern. Jedes Team hat die Möglichkeit, individuelle 
Teamfindungsprozesse durch innovative erlebnispädagogische Angebote zu initiieren, um dadurch 
die Zusammenarbeit im Team zu fördern. 
Nicht jeder Teamfindungsprozess verläuft reibungslos und ohne die eine oder andere Schwierigkeit 
ab. Daher haben die Teams an unseren Standorten die  Möglichkeit, von der BMC-Ambulanz der 
Fachhochschule Münster in diesem Prozess begleitet und unterstützt zu werden. 
Die BMC-Ambulanz ist in Deutschland bislang einzigartig. Sie bietet den Teams die Möglichkeit, 
durch fortgeschrittene berufs- und lebenserfahrende Studierende des weiterbildenden Masterstu- 
diengangs M.A. Beratung Mediation Coaching (BMC) in  Bezug auf das individuelle Anliegen eine Be- 
ratung, Mediation oder ein Coaching zu erhalten. Lehrende der Fachhochschule Münster begleiten 
die Studierenden eng, um einen qualitativ hochwertigen Prozess sicherzustellen. 
Teamcoaching, Teambildung und Konfliktklärung in den Teams sind dabei mögliche Einsatzgebiete 
der BMC-Ambulanz. Das Angebot der BMC-Ambulanz steh t exklusiv den Mitarbeiter:innen der Out- 
law gGmbH und einem anderen Träger der Kinder- und Jugendhilfe zur Verfügung. 
6.8  Ausbildungsort 
Die OGS als Ausbildungsort sehen wir als zentrales Instrument, die zukünftige Generation der Fach- 
kräfte zu fördern. Qualifizierte Mitarbeiter:innen übernehmen hierbei die Anleitung und stehen im 
engen Austausch mit den weiterführenden Schulen bzw . Fachschulen für Sozialpädagogik. Besonde- 
res Augenmerk liegt auch auf die Ausbildung angehender Sozialpädagog:innen im Rahmen eines 
Hochschulstudiums. Hier arbeiten wir eng mit den verschiedenen Fachbereichen der IU, FH und Ka- 
tho Münster zusammen. Die Ausbildung von Erzieher:i nnen im Berufsanerkennungsjahr ist uns be- 
sonders wichtig. Zeitgleich werden maximal zwei Praktikant:innen aufgenommen. Über die Auswahl 
wird gemeinsam mit der Schulleitung entschieden.

SEITE 22 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
7 ZUSAMMENARBEIT MIT DER SCHULE 
Die OGS stellt im Schulsystem eine zentrale Schnittstelle dar. Wir begleiten Kinder und Familien ak- 
tiv im Bildungsprozess und stellen ihnen die erforderlichen Ressourcen für ein erfolgreiches Lernen 
zur Verfügung. Zentrale Aufgabe ist es, dass alle Bildungsakteure entsprechende Ziele für ein ge- 
meinsames Schulleben verfolgen und Maßnahmen zur Fö rderung einer positiven Atmosphäre, wie 
z.B. gemeinsame Aktivitäten und Feierlichkeiten umsetzen. 
7.1  Schulleitung 
Ein vertrauensvoller und wertschätzender Umgang ist für die Zusammenarbeit der/die OGS-Koordi- 
nator:in mit der Schulleitung unabdingbar. Ein regelmäßiger Austausch, sei es in „Tür- und Angel-
Gesprächen“ und zu terminierten Besprechungen, sind  die Basis für eine gut funktionierende Arbeit 
im Schulbetrieb und in der OGS. Der/Die OGS-Koordinator:in verständigt sich fortlaufend mit allen 
zum Schulleben gehörenden Akteuren und transportier t die Informationen an die Mitarbeiter:innen 
der OGS. Ebenso werden die Informationen der OGS zu r Schulleitung und zum Lehrerkollegium wei- 
tergegeben. Die Teilnahme an Lehrer- und Schulkonferenzen ist selbstverständlich. Für eine gelun- 
gene Zusammenarbeit sehen wir die sporadische Teilnahme der Schulleitung an den Teambespre- 
chungen der OGS als förderlich an. Die Schulleitung hat bei der Personalauswahl ein Mitsprache- 
recht. Gerne führen wir gemeinsame Gespräche hinsichtlich erforderlicher Personaleinstellungen 
und halten Rücksprache bei der Aufnahme etwaiger Praktikanten:innen in der OGS. Der Informati- 
onsabend der neuen Lernanfänger:innen wird in Kooperation und gemeinschaftlicher Vorbereitung 
durchgeführt. 
 
7.2  Lehrkräfte 
Ein gemeinsamer Austausch und gegenseitige Unterstützung prägen die Zusammenarbeit der OGS-
Mitarbeiter:innen und den Lehrer:innen. Sofern es erforderlich sein sollte, nehmen die pädagogi- 
schen Mitarbeiter:innen gerne an Elterngesprächen mit den Lehrer:innen teil. Die Durchführung der 
Hausaufgabenbetreuung erfolgt in Kooperation mit den Lehrer:innen. Klare Absprachen, wie z.B. 
die Hausaufgabenbetreuung umzusetzen ist, sorgen bei Mitarbeiter:innen und Kindern für Struktur 
und geben Sicherheit. 
Sonderpädagog:innen und Schulsozialarbeiter:innen s ind weitere wichtige Kooperationspersonen 
im OGS Alltag und daher ist eine enge Zusammenarbeit äußerst wichtig. Ein regelmäßiger Aus- 
tausch z.B. zum Lernfortschritt einzelner Schüler:innen sollte erfolgen, und es könnten Absprachen 
hinsichtlich gemeinsamer Förderungsmöglichkeiten getroffen werden. 
8 ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSPARTNERSCHAFT 
Primär sind die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich. Eine enge Zusammenarbeit mit 
ihnen ist für uns daher selbstverständlich und für eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspart- 
nerschaft unerlässlich. Bei den unterschiedlichen Lebensbedingungen der Familie ist es uns wichtig, 
die Eltern zu stärken und ihnen zu verdeutlichen, dass wir uns als Partner in Frage der Erziehung und 
Bildung ihrer Kinder verstehen. Wir arbeiten mit den Eltern zum Wohle der Kinder zusammen.

SEITE 23 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
Die Einbeziehung und Mitwirkung der Eltern ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die pädago- 
gische Arbeit in der OGS. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet und unterstützt wer- 
den. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen nicht alleine.  
Wir orientieren uns an den Bedürfnissen der Familie und entsprechen nach Möglichkeiten den Wün- 
schen und Bedarf hinsichtlich der Gestaltung des Angebotes. Von unserem Angebot profitieren also 
nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern. 
Es ist für uns von großer Bedeutung, jedes Kind und seine Lebenssituation zu kennen und individuell 
zu berücksichtigen. Dafür sind regelmäßige Elterngespräche notwendig. Den Eltern soll ermöglicht 
werden, Fragen und Anregungen zu äußern. Gemeinsam können Vereinbarungen getroffen werden, 
die zur positiven Entwicklung des Kindes beitragen. 
8.1  Elternarbeit 
Eine vertrauensvolle und transparente Zusammenarbeit mit den Familien ist uns besonders wichtig. 
Ein enger Austausch, geprägt von Offenheit und Ehrlichkeit, bildet die notwendige Vertrauensbasis, 
um die bestmögliche Förderung für das Kind zu gewährleisten. Wir verstehen uns als familienergän- 
zende Einrichtung, in der die Familien im Bereich Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder un- 
terstützt werden. Wechselseitiger Respekt, Achtung und ein wertschätzender Umgang miteinander 
sind die Grundvoraussetzung für eine gelungene Erziehungs- und Bildungspartnerschaft. 
Die Einbeziehung und Mitwirkung der Eltern ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die pädago- 
gische Arbeit in unseren Einrichtungen. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet und 
unterstützt werden. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen 
nicht alleine, z. B. bei der Suche nach Beratungsstellen. Unsere Vielfalt an unterschiedlichen Einrich- 
tungen lässt uns bei vielen Beratungsthemen innerhalb unseres eigenen Trägers auf bestehende 
Angebote zurückgreifen.  
Unsere bestehenden Kooperationen: 
 Amt für Kinder, Jugendliche und Familien – Fachabteilungen Kindertagespflege,  
Jugendförderung, OGS-Fachdienst 
 Caritasberatungsstelle 
 Zartbitter 
 Kinderschutzbund 
 Arbeitskreis Soziale Bildung 
 Jobcenter 
 
Selbstverständlich werden die schon bestehenden Koo perationen weitergeführt und durch unsere 
Ideen ergänzt. Es ist für uns von großer Bedeutung, jedes Kind und seine Lebenssituation zu kennen 
und individuell zu berücksichtigen. Dafür ist ein regelmäßiger Austausch wichtig. Im Elterngremium 
haben die Eltern ihre Vertretung. Von dort sollen Impulse ausgehen und in die OGS wirken. Wir wün- 
schen und freuen uns über die Mitarbeit der Familien in unserer Einrichtung im Rahmen ihrer Res- 
sourcen und Möglichkeiten. 
Erziehungs- und Bildungspartnerschaft verstehen wir als aktive Teilhabe von Eltern, aktives Zusam- 
menwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern, Familienberatung und Familienbildung und 
Unterstützung im Aufbau und Nutzung von Netzwerken.

SEITE 24 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
Modelle der Elternarbeit an unseren Standorten: 
 Planung und Durchführung verschiedener Feste 
 Familien-/Eltern-Café 
 Elternbriefe 
 “Neues aus der OGS” – Elternpost als Newsletter (mind. alle drei Monate) 
 Nachmittag der offenen OGS 
 Präsentation verschiedener AGs 
 Elternbeirat (Kooperation mit der Schulpflegschaft) 
 Beratungsangebote (in Präsenz und Digital) 
 Elterninformationsabende 
 
8.2  Elternmitgestaltung 
Für uns ist eine gute Elternarbeit geprägt von deren Mitgestaltungsmöglichkeiten. Für uns sind ei- 
genständige Elternversammlung denkbar, um besonders die Belange der OGS zu besprechen. In der 
Praxis muss dies auf Sinnhaftigkeit geprüft werden und eng mit Schulleitung und Schulpflegschaft 
abgesprochen sein, um nicht doppelte Strukturen zu schaffen. Wir stellen uns vor, dass einmal jähr- 
lich (meist im September bzw. nach Beginn des neuen  Schuljahres) eine Elternversammlung stattfin- 
det. Inhalte der Vollversammlung sind u.a. die Termine des 1. Schulhalbjahres, wichtige pädagogi- 
sche Informationen zum OGS-Geschehen und die Wahl dem/der Elternvertreter:innen (sofern nötig) 
und auch um Raum für Ideen und Kritik zu geben (nicht alle Eltern, die in der Schulpflegschaft sind 
haben ihre Kinder in der OGS angemeldet).  
 
8.3  Anlassbezogene Elternabende 
Thematische Informationsveranstaltungen, mit Theori e- und Praxisanteilen, ergänzen unser Ange- 
bot einer gewinnbringenden Elternarbeit. Verschiedene interessante Themen, die die Lebenswelt 
der Familien beschäftigen, werden von uns initiiert, aber auch durch Rückmeldungen des Elternbei- 
rates hin ausgesucht, vorbereitet und durchgeführt. Die Angebote sind grundsätzlich Kostenlos und 
können je nach Bedarf in Präsenz und Digital stattfinden. 
Unsere Beispiele für Elterninformationsabende: 
 Informationsabend für die neuen Lernanfänger:innen 
 Selbstbehauptung 
 Medienkonsum 
 Tischspiele neu entdeckt 
 Angemessene Freizeitgestaltung für Kinder im Grundschulalter 
 Taschengeld – wie mache ich es richtig. 
 Kinderrechte 
 
9 VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF 
Unser Angebot orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien und ermöglicht 
den Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Orientiert an den jeweiligen 
Standort reagieren wir, nach Auswertung regelmäßiger Bedarfsabfragen, in vorheriger Rücksprache 
mit der Schulleitung und dem Schulverwaltungsamt, und passen die Öffnungszeiten der OGS an.

SEITE 25 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
Flexibilität ist unsere Stärke – Randzeiten und Extrazeit sowie Frühbetreuung sind für uns grund- 
sätzlich selbstverständlich. Gerne bieten wir auch kurzfristig verlässliche Betreuungssettings für die 
Eltern an. 
9.1  Öffnungszeiten 
Eine Sicherstellung der Betreuungszeiten an der OGS Nikolaischule würde zu folgenden Zeiten vor- 
gehalten werden: 
 OGS-Betreuung:  ab 11:15 Uhr bis 16:00 Uhr (je nach  Unterrichtsschluss) 
 Bis-Mittag-Betreuung:   ab 11:15 Uhr bis 13:30 Uhr (je nach Unterrichtsschluss) 
 Extrazeit    so wie Eltern einen Bedarf anmelden. 
 
Die Extrazeit kann z.B. durch eigenes Personal abgesichert werden. Denkbar sind für uns aber auch 
Kooperationsangebote mit und an anderen Einrichtung en (z.B. der Kinder- und Jugendarbeit) an 
den jeweiligen anderen Standorten. Hier würden wir den Übergang durch unser Personal verlässlich 
begleitet gestalten.  
 
10   QUALITÄTSMANAGEMENT 
Die Outlaw gGmbH verfügt über ein zentrales Qualitä tsmanagement, das hinsichtlich der strategi- 
schen Planung und Umsetzung unmittelbar der Geschäftsführung zugeordnet ist. Jeder Standort 
hat eine Qualitätsbeauftragte, die in den Einrichtungen gemeinsam mit der Fachgebietsleitung die 
Qualitätsprozesse aktiv begleitet. Es gibt jährliche arbeitsfeldspezifische Qualitätszirkel, die Grund- 
lage sind Verfahrensweisen und Standards zu entwickeln und Prozesse zu überprüfen und kontinu- 
ierlich zu verbessern. Durch die dezentrale Struktur des Unternehmens kann so auf unterschiedliche 
regionale Rahmenbedingungen und interne Anforderung en sowie ggf. externe Vorgaben zur QE fle- 
xibel passgenau reagiert werden.  
Als Teil der übergeordneten Qualitätsentwicklung wurden u.a. entwickelt: 
 Trägerkonzept 
 Grundkonzepte für die pädagogischen Arbeitsfelder 
 Schlüsselprozesse für die pädagogischen Arbeitsfelder 
 Internes Evaluationssystem für die Umsetzung von Sc hlüsselprozesse 
 Stellenprofile 
 Führungsleitbild 
 Personalentwicklungskonzept 
 Standards zur Einarbeitung von neuen Mitarbeiter:innen 
 Partizipationsstandards für Mitarbeiter:innen (Feedbackmanagement) 
 Partizipationsstandards für Adressat:innen (Beschwe rdemanagement) 
 Standards zum Kinderschutz (Dienstanweisungen) 
 Jahresplanung/Zielvereinbarungen 
 Mitarbeiter:innen-Befragung 
 
10.1  Feedbackmanagement  
Wir betrachten Rückmeldungen als eine wichtige Mögl ichkeit für Kinder, Jugendliche und ihre Ange- 
hörigen, die in unseren Einrichtungen und Angeboten betreut und begleitet werden, ihre Rechte zu

SEITE 26 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
verwirklichen. Gleichzeitig gilt jede Rückmeldung als ein zentrales Instrument zur Sicherung und 
Weiterentwicklung der Qualität unserer pädagogischen Prozesse und als unverzichtbarer Bestand- 
teil der professionellen Arbeitsbeziehung zwischen Fachkräften und den Kindern und Jugendlichen 
sowie deren Angehörigen.  
Für Kinder, Jugendliche und Angehörige besteht als erste Option immer sich direkt vor Ort in der 
Einrichtung zu melden und eine Rückmeldung jeglicher Form zu geben. Es besteht die Möglichkeit 
diese entweder in einem persönlichen Gespräch oder auch schriftlich zu übermitteln. Hierzu könnte 
eigens einen Briefkasten, der für alle frei zugänglich und gut sichtbar ist, montiert werden. Zusätz- 
lich werden für alle Kinder und Jugendlichen bewusst Gesprächsmöglichkeiten geschaffen sowohl in 
Einzelkontakten aber auch übergreifend im Rahmen ei ner Kinderkonferenz. Diese bietet die Mög- 
lichkeit an der Gestaltung des OGS Alltages aktiv mitzuwirken, Rückmeldungen in Form von Be- 
schwerden, Verbesserungsvorschlägen oder Wünsche zu äußern und gemeinsam Entscheidungen zu 
treffen. Somit bietet die Kinderkonferenz nicht nur Raum die eigene Meinung äußern zu können 
und gehört zu werden, sie soll auch dazu ermutigen für die eigenen Interessen einzutreten, Selbst- 
wirksamkeit zu erleben und gemeinsam Lösungen und Z iele zu erarbeiten. 
Neben den Möglichkeiten direkt vor Ort Kontakt zu den Mitarbeitenden zu suchen, verfügt Outlaw 
über die Hintbox, ein digitales Feedbackmanagement. Hier können nicht nur Kinder und Jugendliche 
sowie deren Angehörige eine Rückmeldung geben, sond ern auch Mitarbeitende sowie externe Per- 
sonen wie zum Beispiel Kooperationspartner:innen.  
Die Hintbox lässt sich über die Homepage von Outlaw  oder zukünftig ganz einfach über einen QR 
Code erreichen. Sie bietet damit einen niederschwelligen Zugang für alle Personengruppen mit Zu- 
gang zum Internet. Schritt für Schritt wird die Person durch die Seite geführt und kann das Anliegen, 
egal ob Beschwerde, Lob oder Verbesserungsvorschlag, anbringen. Zudem bietet die Hintbox die 
Möglichkeit das Anliegen auch komplett anonym zu übermitteln. Ein verbindlicher Verfahrensablauf 
stellt sicher, dass alle Anliegen unabhängig und zeitnah bearbeitet werden. 
Neben der Bereitstellung verschiedener Feedback-Möglichkeiten, darf aber auch die Information 
über diese und die zu Grunde liegenden Rechte nicht fehlen. Eigens hierfür hat Outlaw ein Buch ent- 
wickelt „Mein Recht in echt“. Die Vermittlung der Rechte ist ein zentraler Baustein in der Arbeit mit 
Kindern und Jugendlichen und ein fester Bestandteil  der Kinderkonferenz. Weiterführende Projekte 
lassen sich in die Struktur der OGS einbinden. Für Eltern und Angehöre gibt es entsprechende 
Rechtebroschüren und Flyer mit Beschwerdemöglichkei ten. 
Nicht zuletzt ist das Recht auf Beschwerde und die neutrale Bearbeitung dieser auch eine präven- 
tive Maßnahme, um Kinder und Jugendliche vor pädagogischem Fehlverhalten, Grenzüberschreitun- 
gen und allen Formen der Gewalt zu schützen.), welche über die Homepage einfach zu erreichen ist. 
Es gibt Beschwerdeflyer für Kinder bzw. ihre Familien und ein Bilderbuch Mein Recht-in echt! Der 
Beschwerdeflyer nennt interne sowie externe Beschwe rdestellen, an die die Kinder und ihre Fami- 
lien sich bei Beschwerden wenden können. Das Bilderbuch erklärt den Kindern und ihren Familien, 
welche Rechte Kinder haben.  
10.2  Kinderschutz 
Eine besondere Anforderung stellt der Schutz von Kindern dar. Daher ist es wichtig, dass die Kinder 
gut beaufsichtigt sind, ihnen zugehört wird und sie ernst genommen werden. Falls es zu einem

SEITE 27 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
Verdacht oder Verfahren kommt, werden sie bis zum Ende durch unsere Mitarbeiter:innen beglei- 
tet. Kindeswohlgefährdung zu erkennen, kann sehr sc hwierig sein. Ein achtsamer Blick der Fach- 
kräfte kann dazu beitragen, eine Kindeswohlgefährdu ng aufzudecken und somit abzuwenden. 
Durch trägerinterne, spezielle Schulungen, werden alle unsere Mitarbeiter:innen der OGS jährlich 
speziell zu dieser Thematik geschult.  
Nach § 8a SGB VIII sind alle Träger der freien Jugendhilfe verpflichtet, für den organisatorischen 
Rahmen des Schutzauftrages hinsichtlich einer Kindeswohlgefährdung zu sorgen. Vor jeder Einstel- 
lung wird ein erweitertes Führungszeugnis nach § 72a SGB VIII von allen Mitarbeitenden verlangt. 
Dies wird auch nach der Einstellung in regelmäßigen Abständen überprüft. Die Outlaw gGmbH hat 
eine Dienstanweisung auf dieser Grundlage erstellt, die die genaue Vorgehensweise bei Kindes- 
wohlgefährdung regelt. Sie gilt für alle pädagogisc hen Mitarbeiter:innen, die regelmäßig Kontakt 
mit Kindern, Jugendlichen und Familie haben.  Jede/r neue Mitarbeiter:in erhält die Dienstanwei- 
sung mit dem Arbeitsvertrag und im ersten Monat der  Tätigkeiten eine Belehrung zur Dienstanwei- 
sung durch dafür verantwortliche Leitungskräfte. In jeder Einrichtung ist die Dienstanweisung zu- 
gänglich. Das Verfahren der internen Dienstanweisung berücksichtigt dabei die jeweilig gültigen 
Vereinbarungen gemäß SGB VIII § 8a mit den öffentli chen Trägern der Jugendhilfe. 
Outlaw stellt innerbetrieblich erfahrene Fachkräfte, die im Verdachtsfall eine Besprechung mit den 
beteiligten Fachkräften durchführen. Dabei wird das Gefährdungsrisiko abgeschätzt, der Einbezug 
der Beteiligten besprochen und weitere Handlungsschritte werden festgelegt. 
Gerade der Umgang mit der Thematik Kindeswohlgefährdung bedarf eines abgestimmten, adäqua- 
ten Verfahrens zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. Das interne Verfahren bei dem Verdacht 
einer Kindeswohlgefährdung sieht vor, dass die verantwortliche Leitungskraft von der/dem pädago- 
gischen Mitarbeiter/in informiert wird, sobald die Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung vorlie- 
gen. Gemeinsam wird die Situation reflektiert, und es erfolgt eine Einschätzung darüber, welcher 
Handlungsbedarf besteht. Bestätigt sich der Verdach t, wird eine entsprechende Beratung nach § 8a 
durch die pädagogische Fachkraft organisiert, die den Hinweis erhalten hat bzw. durch eine damit 
beauftrage Person. In der Beratung erfolgt - begleitet durch die insoweit erfahrene Fachkraft - eine 
Gefährdungsabschätzung, sowie die daraus resultierende Planung des weiteren Vorgehens. Weiter- 
hin sind regelmäßige Erfolgskontrollen in Form von Beratungen durch mehrere Fachkräfte durchzu- 
führen, bis die Gefährdung abgewendet ist.  
Der sachgerechte Umgang mit Kindeswohlgefährdung erfordert eine sorgfältige Dokumentation. 
Diese dient der professionellen Bearbeitung sowie der rechtlichen Überprüfbarkeit.    
11   NETZWERKARBEIT UND KOOPERATION 
Outlaw steht für eine sozialräumliche Kinder- und Jugendhilfe. Unsere Einrichtungen sind elementa- 
rer Bestandteil der jeweiligen Sozialräume. Sie sind fester Bestandteil des öffentlichen Lebens und 
gleichzeitig geschützte Räume für Kinder. Es gehört zu den Aufgaben der pädagogischen Mitarbei- 
ter:innen, die Kinder mit ihrer räumlichen Umgebung vertraut und diese für sie altersgerecht be- 
greifbar zu machen. Für die Lebenswelt der Kinder ist zweierlei von großer Bedeutung: Zum einen 
die Kenntnis des Sozialraums und zum anderen das Wissen um die Ressourcen. Die Lebensweltori- 
entierung der Kinder in den Fokus zu nehmen heißt, die individuelle Ausgestaltung des Lebens der 
Kinder, aber auch der Eltern und Familien, zu berücksichtigen und zu respektieren. Die

SEITE 28 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
Lebenswelten hängen dabei auch von Lebensverhältnis sen ab, die ihrerseits wiederum durch den 
Sozialraum geprägt oder bestimmt sein können. Unsere Kinder und Familien profitieren von der 
Vernetzung im Stadtteil und von dem Zusammenschluss  verschiedener Kooperationspartner:innen. 
Verschiedene Fachdienste unterschiedlicher Professi on lassen einen breiten Blickwinkel zu und hel- 
fen allen beteiligten Akteuren, zum Wohle des Kindes und dessen Familien. bspw. durch kurzfristi- 
ges Intervenieren in Krisensituationen oder Installieren vielfältiger Unterstützungsangebote für die 
Familie. 
Der Ausbau unserer Netzwerke für die OGS ist elemen tarer Bestandteil unserer Arbeit und wird 
fortlaufend erweitert. 
Mögliche Netzwerke & Kooperationen: 
 Beratungsstellen 
 Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit 
 Familienzentrumsverbund im Stadtteil  
 Jugendamt der Stadt Münster  
 Kitas im Stadtteil  
 Arbeitskreise im Sozialraum 
 Sozialdienst für Flüchtlinge – Flüchtlingsunterkunft in der Nähe 
 Sportvereine im Sozialraum 
 Kirchengemeinden in der Nähe 
 Vereine im Sozialraum 
 
Die Vernetzung im stadtweiten Trägertreffen ist eine Selbstverständlichkeit. Unsere Mitarbeiter:in- 
nen bringen sich mit der Teilnahme an verschiedenen Arbeitskreisen der Stadt bzw. dem Stadtteil 
ein.

SEITE 29 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
12  ANSPRECHPARTNER:INNEN 
Wir freuen uns, wenn Sie Rückfragen, Ergänzungen oder Wünsche zu unseren in diesem Konzept 
verschriftlichten Inhalten haben. 
Das Konzept wurde von der Fachgebietsleitung Sebastian Geeraedts erarbeitet. 
 
Fachgebietsleitung - Sebastian Geeraedts 
Outlaw gGmbH 
Idenbrockplatz 27 
48159 Münster  
 
Mobil 0160-92 11 53 40 
sebastian.geeraedts@outlaw-ggmbh.de  
 
 
 
Geschäftsführung – Friedhelm Höfener  
Outlaw gGmbH 
Johan Krane Weg 18 
48149 Münster 
 
Telefon: 0251-3835660 
friedhelm.hoefener@outlaw-ggmbh.de   
 
 
 
Träger 
Outlaw gGmbh 
Johann-Krane-Weg 18 
48149 Münster 
 
Tel. 0251  3835660 
Fax. 0251  38356699 
info@outlaw-ggmbh.de  
www.outlaw-ggmbh.de

SEITE 30 KONZEPT – NIKOLAISCHULE WOLBECK 
 
 
13  ORGANIGRAMM MÜNSTER

Anlage 1_OGS-Kriterienkatalog

3208 Zeichen

Stand, 01.08.2023 
 
    Interessensbekundungsverfahren 
    für die außerunterrichtlichen Angebote der  
    Offenen Ganztagsschulen (OGS) 
 
 
Die Fachlichkeit des Trägers und sein pädagogisches  Konzept werden anhand der nachfol- 
genden Auswahlkriterien ausgewertet. Den Kriterien sind jeweils zu beachtende Standards 
und Orientierungsrahmen zugrunde gelegt: 
 
 Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschule in M ünster 
 
 Entsprechende Erlasse des Landes NRW in den aktuel l gültigen Fassungen 
 
Pädagogisches Konzept/Leistungsbeschreibung  
Das Konzept, das die gesetzlichen Grundlagen (BASS) , aktuelle gesellschaftlichen Erforder- 
nisse und die Grundhaltung des Trägers sowie dessen Arbeitsweisen verdeutlicht, muss vor- 
liegen und ist Grundvoraussetzung für die Trägerschaft einer OGS. 
 
Querschnittsaufgaben 
Der Zuzug und die Integration von Migrantinnen und Migranten stellen an Träger der OGS 
besondere Anforderungen. Sprachliche und kulturelle Barrieren müssen gemeistert, schnelle 
und kompetente Integrationsangebote erarbeitet und entwickelt werden. Gleiches gilt für die 
Themen der Inklusion von Kindern mit Behinderungen und der Genderthematik.  
Informelle und soziale Bildung als Querschnittsthem a ist grundsätzlich enthalten. Zentrales 
Ziel von Bildung ist die Befähigung des Kindes, ein  selbstbestimmtes und eigenverantwortli- 
ches Leben zu führen und umfassend am sozialen und ökonomischen Leben und der gesell- 
schaftlichen Entwicklung partizipieren zu können.  
 
Mitbestimmung  
Der freie Träger der OGS soll ein beteiligungsorientiertes, pädagogisches Konzept mit einem 
angemessenen Maß an Partizipation darlegen. 
 
Kooperationsstrukturen 
Bereits vorhandene räumliche Bezüge zu bestehenden Einrichtungen im Sozialraum der Ein- 
richtung ermöglichen die Nutzung von Synergien, die  die Wirtschaftlichkeit einer OGS erhö- 
hen. Sozialraumbezogene Angebote werden bedarfsgerecht aufeinander abgestimmt und wei- 
terentwickelt, wenn die Akteure des Sozialraums sich hierzu entsprechend vernetzen. 
 
Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Die Anforderungen an Träger der Offenen Ganztagsschulen befinden sich, analog zur gesell- 
schaftlichen Entwicklung, laufend im Wandel. Neue Herausforderungen sind kontinuierlich mit 
neuen Antworten und Konzepten zu begegnen. Aus dies em Grund ist eine funktionierende 
und sich weiterentwickelnde Trägerstruktur eine not wendige Voraussetzung für den Betrieb 
einer OGS. 
Implementierte Qualitätsentwicklungs- und Sicherung sprozesse mit inkludierten Verfahrens-
abläufen in Bezug auf den Kinderschutz und die Zusa mmenarbeit mit der städtischen OGS-
Fachberatung ist ein notwendiger Standard. 
 
Besondere Merkmale des Trägers 
Bei diesem Kriterium können weitere besondere Angebote des Trägers in die Bewertung ein- 
fließen, die über die zuvor benannten Kriterien und Orientierungsrahmen nicht abgedeckt wer- 
den, jedoch eine Bereicherung für die Angebote der OGS darstellen. Gleichzeitig kann der 
Punkt der gewünschten Trägerpluralität/Trägervielfalt in Münster in der Bewertung berücksich- 
tigt werden sowie besondere Anforderungen, welche a us den Bedarfen der Schule und des 
Stadtteils entstehen.

Anlage A

3757 Zeichen

Anlage A zur V/0567/2023 
Kurzüberblick 
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit dem Schulkonferenzbeschluss vor, dem Träger 
Outlaw gGmbH die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der Nikolaischule Wolbeck 
zum Schuljahr 2024/2025 zu übertragen. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Die Verwaltung wurde mit dem Antrag A-R/0039/2016 „Qualitätsoffensive die gute (offene) Ganz-
tagsschule“ beauftragt, ein Gesamtkonzept der Offenen Ganztagsschulen zu entwickeln und 
mehr als 25% der Offenen Ganztagsschulen in die Trägerschaft anerkannter freier Träger der 
Jugendhilfe überzuleiten. Der Rat hat daraufhin in seiner Sitzung vom 26.08.2020 mit der Vorlage 
V/330/2020 beschlossen, alle Offenen Ganztagsschulen sukzessive in die freie Trägerschaft zu 
überführen. 
 
Mit dem Erreichen dieser Werte verfolgen wir die ISM Leitziele: 
„Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts -, Forschungs- und Entwicklungsstan-
dorte in Europa“   
„Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln“. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0602 Kinder- und Jugendarbeit 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja x Nein   
Im Haushaltsplanentwurf 2024 enthalten? x Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? x Ja  Nein   
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
x überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
„Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sind verpflichtet, Plätze für die Kinder und Jugendlichen 
im schulpflichtigen Alter bedarfsgerecht in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege vorzuhal-
ten (§ 24 Absatz 4 SGB III). Die Kommune kann diese Verpflich tung auch durch entsprechende 
Angebote an Schulen erfüllen, soweit die Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote nach 
den Grundsätzen des SGB VIII gestaltet werden (§ 5 Absatz 1 KiBiz).“ RdErl. des Ministeriums für 
Schule und Weiterbildung v. 23.12.201 0 (ABI.NRW.01/11 S.38, berichtigt 02/11 S.85)  
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)  
Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen 
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzü-
ge im Basisszenario „Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort“ auf 326.000 Einwoh-
ner*innen steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüch tlingszuwanderungen könnte das 
Wachstum noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner*innen 
zählen. Die wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforde-
rung, der sich Münster stellen muss. 
 
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil des weite-
ren Ausbaus der Offenen Ganztagsschule (OGS). Alle Maßnahmen zum Ausbau der OGS orien-
tieren sich an der kleinräumigen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und s ind darauf aus-

gerichtet, eine familienfreundliche Stadtentwicklung zu fördern. 
Dazu trägt insbesondere der bedarfsgerechte Ausbau der OGS bei. Im Rahmen der unterschied-
lichen Arbeitsfelder der OGS werden wichtige Aspekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachför-
derung und Qualifizierung differenziert berücksichtigt und unterstützen eine familien -freundliche 
Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der quantitative und qualitative Ausbau von Angeboten 
der Offenen Ganztagsschulen im Einklang mit der Ausrichtung als führender Wirtschaftsstandort 
mit Blick auf den ab 2026 geltenden Rechtsanspruch auf eine ganztägige Betreuung von Kindern 
an Grund- und Förderschulen.

Beratungsverlauf (7)

14.11.2023 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 4.3 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
21.11.2023 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 7 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
28.11.2023 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit und Ordnung
TOP 12 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
30.11.2023 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 9 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
06.12.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 6.21 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
13.12.2023 Hauptausschuss
TOP 17.3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
13.12.2023 Rat
TOP 24.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (9)

  • Fliednerstraße 15
  • Wilhelmstraße 41
  • Idenbrockplatz 27
  • Johann-Krane-Weg 18
  • Am Wigbold 11
  • Am Blaukreuzwäldchen
  • Sentruper Höhe
  • Kinderhaus
  • Holtrode

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Details

Aktenzeichen
V/0567/2023
Typ
Vorlagen
Datum
19.09.2023
Erstellt
19.09.2023 18:54