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V/0093/2022

Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Gottfried-von-Cappenberg-Schule

Vorlagen 04.02.2022

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 06.04.2022, TOP 26.4

Anlage A

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Ansehen

Anlage 1 OGS-Kriterienkatalog

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Schule, Jugend, Kids und Co OGS-Konzept_Gottfried-von-Cappenberg-Schule

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AWO OGS-Konzept_Gottfried-von-Cappenberg-Schule

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Outlaw OGS-Konzept_Gottfried-von-Cappenberg-Schule

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Beschlussvorlage

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Beratungsstelle Südviertel OGS-Konzept_Gottfried-von-Cappenberg-Schule

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Ansehen

Anlage A

3874 Zeichen

Anlage A zur V/0093/2022
Kurzüberblick
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit dem Schulkonferenzbeschluss einstimmig vor,
der Beratungsstelle Südviertel e.V. die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der
Gottfried-von-Cappenberg-Schule zum Schuljahr 2022/2023 zu übertragen.
Ziele/Teilziele/Zielerreichung
Die Verwaltung wurde mit dem Antrag A-R/0039/2016 „Qualitätsoffensive die gute (offene)
Ganztagsschule“ beauftragt, ein Gesamtkonzept der Offenen Ganztagsschulen zu entwickeln und
mehr als 25% der Offenen Ganztagsschulen in die Trägerschaft anerkannter freier Träger der
Jugendhilfe überzuleiten. Der Rat hat daraufhin in seiner Sitzung vom 26.08.2020 mit der Vorlage
V/330/2020 beschlossen, alle Offenen Ganztagsschulen sukzessive in die freie Trägerschaft zu
überführen.
Mit dem Erreichen dieser Werte werden wir die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden
Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und „Wir werden
Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln.
Die Verwaltung und die Gottfried-von-Cappenberg-Schule schlagen vor, der Beratungsstelle
Südviertel e.V. die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule zum Schuljahr 2022/23 zu
übertragen.
Weitere Detailplanungen (Dienstvereinbarung) werden in Kooperation mit dem Träger, der
Schulleitung und der Verwaltung vor der Übernahme getroffen.
Finanzierung
Produktgruppe: 0602 Kinder- und Jugendarbeit
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein
Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein
Im Haushaltsplan 2022 enthalten? X Ja Nein teilw.
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja Nein
Bereits veranschlagt? X Ja Nein
Pflichtigkeitsgrad
Die Maßnahme/Leistung ist vollständig
pflichtig X
überwiegend
pflichtig
überwiegend
freiwillig
vollständig
freiwillig
„Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sind verpflichtet, Plätze für die Kinder und Jugendlichen
im schulpflichtigen Alter bedarfsgerecht in T ageseinrichtungenund in Kindertagespflege
vorzuhalten (§24 Absatz 4 SGB III).
Die Kommune kann diese Verpflichtung auch durch entsprechende Angebote an Schulen erfüllen,
soweit die Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote nach den Grundsätzen des SGB VIII
gestaltet werden (§5 Absatz 1 KiBiz).“ RdErl. D. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v.
23.12.2010 (ABI.NRW.01/11 S.38, berichtigt 02/11 S.85)

Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
Münster gehört zu den am stärksten wachsende Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke
Flüchtlingszuzüge
im Basisszenario „Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort“ auf 326.000 Einwohner
steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachstum
noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die
wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der
sich Münster stellen muss.
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil des
weiteren Ausbaus der Offenen Ganztagsschule (OGS). Alle Maßnahmen zum Ausbau der OGS
orientieren sich an der kleinräumigen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf
ausgerichtet, eine familienfreundliche Stadtentwicklung zu fördern.
Dazu trägt insbesondere der bedarfsgerechte Ausbau der OGS bei. Im Rahmen der
unterschiedlichen Arbeitsfelder der OGS werden wichtige Aspekte wie Barrierefreiheit, Inklusion,
Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksichtigt und unterstützen eine
familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der quantitative und qualitative
Ausbau von Angeboten der Offenen Ganztagsschulen im Einklang mit der Ausrichtung als
führender Wirtschaftsstandort.

Anlage 1 OGS-Kriterienkatalog

3167 Zeichen

Kriterienkatalog 
für die außerunterrichtlichen Angebote der  
Offenen Ganztagsschulen (OGS) 
 
Die Fachlichkeit des Trägers und sein pädagogisches  Konzept werden anhand der nachfol- 
genden Auswahlkriterien ausgewertet. Den Kriterien sind jeweils zu beachtende Standards 
und Orientierungsrahmen zugrunde gelegt: 
 
 Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschule in M ünster 
 
 Entsprechende Erlasse des Landes NRW in den aktuel l gültigen Fassungen 
 
Pädagogisches Konzept/Leistungsbeschreibung  
Das Konzept, das die gesetzlichen Grundlagen (BASS) , aktuelle gesellschaftlichen Erforder- 
nisse und die Grundhaltung des Trägers sowie dessen Arbeitsweisen verdeutlicht, muss vor- 
liegen und ist Grundvoraussetzung für die Trägerschaft einer OGS. 
 
Querschnittsaufgaben 
Der Zuzug und die Integration von Migrantinnen und Migranten stellen an OGS-Träger beson- 
dere Anforderungen. Sprachliche und kulturelle Barr ieren müssen gemeistert, schnelle und 
kompetente Integrationsangebote erarbeitet und entwickelt werden. Gleiches gilt für die The- 
men der Inklusion von Kindern mit Behinderungen und  der Genderthematik. Informelle und 
soziale Bildung als Querschnittsthema ist grundsätzlich enthalten. Zentrales Ziel von Bildung 
ist die Befähigung des Kindes, ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zu füh- 
ren und umfassend am sozialen und ökonomischen Leben und der gesellschaftlichen Entwick- 
lung partizipieren zu können.  
 
Mitbestimmung  
Der OGS-Träger soll ein beteiligungsorientiertes, p ädagogisches Konzept mit einem ange- 
messenen Maß an Partizipation darlegen. 
 
Kooperationsstrukturen 
Bereits vorhandene räumliche Bezüge zu bestehenden Einrichtungen im Sozialraum der Ein- 
richtung ermöglichen die Nutzung von Synergien, die  die Wirtschaftlichkeit einer OGS erhö- 
hen. Sozialraumbezogene Angebote werden bedarfsgerecht aufeinander abgestimmt und wei- 
terentwickelt, wenn die Akteure des Sozialraums sich hierzu entsprechend vernetzen. 
 
Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Die Anforderungen an Träger der Offenen Ganztagsschulen befinden sich, analog zur gesell- 
schaftlichen Entwicklung, laufend im Wandel. Neue Herausforderungen sind kontinuierlich mit 
neuen Antworten und Konzepten zu begegnen. Aus dies em Grund ist eine funktionierende 
und sich weiterentwickelnde Trägerstruktur eine not wendige Voraussetzung für den Betrieb 
einer OGS. 
Implementierte Qualitätsentwicklungs- und Sicherung sprozesse mit inkludierten Verfahrens-
abläufen in Bezug auf den Kinderschutz und die Zusa mmenarbeit mit der städtischen OGS-
Fachberatung ist ein notwendiger Standard. 
 
Besondere Merkmale des Trägers 
Bei diesem Kriterium können weitere besondere Angebote des Trägers in die Bewertung ein- 
fließen, die über die zuvor benannten Kriterien und Orientierungsrahmen nicht abgedeckt wer- 
den, jedoch eine Bereicherung für die Angebote der OGS darstellen. Gleichzeitig kann der 
Punkt der gewünschten Trägerpluralität/Trägervielfalt in Münster in der Bewertung berücksich- 
tigt werden sowie besondere Anforderungen, welche a us den Bedarfen der Schule und des 
Stadtteils entstehen. 
Stand: 02/2022

Schule, Jugend, Kids und Co OGS-Konzept_Gottfried-von-Cappenberg-Schule

64021 Zeichen

„Gute OGS muss keine Glückssache sein.“ 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
 
 
 
1996 - 2021 
25 Jahre 
Vorstand    Geschäftsstelle  Darlehnskasse Münster  Eintrag im Vereinsregister: 
Michael Fiege & Lennart von Kannen (Vorsitz) Harkor tstraße 13  IBAN DE86 4006 0265 0018 4882 01 Amtsge richt Münster unter Nr. 3796 
Dr. Stefan Schöppner, Simone Rahms  48163 Münster  BIC: GENODEM1DKM  Steuer Nr. 336 0067 4400   
Yvonne Rutz, Dr. Andreas Wagner   Tel:  0251 74 76 702      Anerkannter Träger der freien  
 
Münster, den 30.11.2021 
 
 
Motivationsschreiben auf die Ausschreibung der Gottfried-von-Cappenberg-Schule Münster 
„Gute OGS muss keine Glückssache sein.“ 
 
Sehr geehrte Damen und Herren, 
gute OGS muss keine Glückssache sein. Als gewachsen er freier Träger der offenen Ganztagsbetreuung 
möchten wir mit Ihnen den Weg einer qualitativ hoch wertigen außerschulischen Betreuung weiterge- 
hen und reichen hiermit unser Motivationsschreiben sowie das Konzept für die außerschulische Betreu- 
ung an der Gottfried-von-Cappenberg-Schule Münster ein. 
Bereits in der Vergangenheit hatten wir als größter  Anbieter der Ganztagsferienbetreuung in Münster 
verschiedene Berührungspunkte mit der Gottfried-von -Cappenberg Schule Münster (z.B. Nutzung von 
Schulräumen, Gespräche mit der Schulleitung und OGS -Koordinatorin). Die Schulleiterin Frau Ludwig 
durften wir zudem im Rahmen einer Vertretungszeit an der Grundschule Loevelingloh, die sich in unse- 
rer Trägerschaft befindet, näher kennenlernen.  
Wir möchten darauf hinweisen, dass das eingereichte OGS-Konzept lediglich einen konzeptionellen Rah- 
men für eine mögliche Ausgestaltung der OGS bietet. Es liegt nicht in unserem Interesse, bereits beste- 
hende Betreuungsstrukturen und inhaltliche Konzepti onen zu verändern. Ganztagsarbeit bedeutet 
Teamarbeit. Daher geht es vielmehr darum, als mögli cher Träger des offenen Ganztages an der Gott- 
fried-von-Cappenberg-Schule Münster sowohl die Kinder und Mitarbeiter/innen der Teams als auch das 
pädagogische sowie schulische Personal dort abzuholen, wo sie stehen, um gemeinsam den Weg guter 
OGS weiter zu gehen. Uns ist bewusst, dass eine Übernahme des offenen Ganztages durch einen neuen 
Träger oftmals eine Herausforderung für die Mitarbe iter/innen darstellt und vielfältige Gedanken und 
Reaktionen auslöst. Dies nehmen wir wahr und möchte n gemeinsam mit den Beschäftigten Lösungen 
erarbeiten.  
Die Gestaltung des Konzeptes erfolgte in Anlehnung an die Ausschreibungskriterien der Stadt Münster 
für den jeweiligen Schulstandort. 
Die Gottfried-von-Cappenberg Schule Münster ist für  uns als Träger des offenen Ganztages besonders 
ansprechend, da wir im Sinne der Sozialraumorientierung bereits Träger der offenen Ganztagsbetreuung 
an der nahe gelegenen Peter-Wust Schule sowie der Grundschule Loevelingloh Münster sind. Es ist uns 
als Träger der OGS ein Anliegen, die von uns betreuten Schulen als einen Schulverbund zu sehen. Dies

„Gute OGS muss keine Glückssache sein.“ 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
 
 
 
1996 - 2021 
25 Jahre 
Vorstand    Geschäftsstelle  Darlehnskasse Münster  Eintrag im Vereinsregister: 
Michael Fiege & Lennart von Kannen (Vorsitz) Harkor tstraße 13  IBAN DE86 4006 0265 0018 4882 01 Amtsge richt Münster unter Nr. 3796 
Dr. Stefan Schöppner, Simone Rahms  48163 Münster  BIC: GENODEM1DKM  Steuer Nr. 336 0067 4400   
Yvonne Rutz, Dr. Andreas Wagner   Tel:  0251 74 76 702      Anerkannter Träger der freien  
 
Seite – 2 – Motivationsschreiben Gottfried-von-Cappenberg-Schule Münster 
 
ermöglicht es uns, Synergien optimal nutzen und ressourcensparend agieren zu können (Umsetzung von 
AGs, Vertretungspool, Einsatz des Inklusionsteams, kurze Wege).  
Der Sozialraum der Gottfried-von-Cappenberg Schule ist uns zudem bekannt, da wir bis zum Jahr 2020 
an zwei Standorten freizeitpädagogische Angebote für die Kinder mit Fluchterfahrung durchgeführt ha- 
ben.  
„Was bringt SJK Kids & Co e. V. für die Gottfried-von-Cappenberg-Schule Münster mit?“ 
- Erster OGS Träger in Münster seit 2006, seitdem kontinuierliche Weiterentwicklung 
- Denken im Schulverbund von aktuell acht OGS Standorten 
- Schulübergreifendes multiprofessionelles Inklusions team, teilweise im Vormittagsbereich ein- 
setzbar 
- Schulübergreifende hauptamtliche Beschäftigte für AGs 
- Vertretungspool  
- Partizipation auf allen Ebenen 
- Internes Weiterbildungsprogramm 
- Kontinuierliche Qualitäts- und Teamentwicklung 
- Erfahrung in Übernahmeprozessen  
- Übernahme des Personals zu optimierten Konditionen möglich 
- Personal Benefits wie Krankenzusatzversicherung, Sport & Gesundheitsförderung, betriebliche 
Altersvorsorge, kostenlose E-Bikes 
- Intensive Auseinandersetzung mit dem Thema „Fachkräftegewinnung“ 
- Nutzung aller materiellen und technischen Ressourcen  
- Trägersitz in Münster, kurze Wege, gutes Netzwerk zu der Stadtverwaltung auf allen Ebenen 
- Nachhaltiges Denken und Handeln  
- Übernahme von Verwaltungsaufgaben 
Für weiterführende Informationen verweisen wir auf das beiliegende Konzept sowie unsere Homepage: 
www.jugend-ms.de.  
Wir hoffen, dass wir Ihr Interesse geweckt haben un d freuen uns auf das gemeinsame Bewerbungsge- 
spräch.  
Herzliche Grüße,  
 
Natalia Mamaeva   Dr. Sarah Honemann   Michael Fieg e  
OGS Fachberatung   Leitung OGS Inklusionsteam  Vors tand

Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Unsere Visionen – Unsere Aufträge 
 
Konzept für die außerschulische Betreuung  
an der  
Gottfried-von-Cappenberg-Schule Münster

Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Vorwort 
Gute OGS darf keine Glückssache sein.  
Zum einen geht es bei der Frage danach, was eine gu te offene Ganztagsschule ausmacht 
darum, Eltern eine verlässliche Betreuungsperspekti ve zu geben und zum anderen mit Blick 
auf die Kinder bessere Teilhabechancen und den Abbau bestehender Bildungsungleichheit zu 
ermöglichen. 
Der Verein Schule Jugend Kids & Co e. V. hat sich d aher zum Ziel gesetzt, auf der Grundlage 
seiner Prinzipen („Förderung von Kindern und Famili en“, Stärkung von Familien“, Sozial- und 
Lebensraumorientierung“, „Werteorientierung“, „Part izipation“ und „Netzwerkarbeit“) 
Kinder im außerschulischen Bereich ganzheitlich zur  fördern und ihnen eine sichere, 
strukturierte und vielfältige Umgebung zu bieten.  
Durch die langjährige Erfahrung und kontinuierliche  Weiterentwicklung in der 
außerschulischen Betreuung ist es dem Träger Schule  Jugend Kids & Co e.V. möglich, sein 
Konzept flexibel an die Gegebenheiten und Bedürfnisse der Gottfried-von-Cappenberg-Schule 
Münster anzupassen. Es ist der Wunsch des Trägers, gemeinsam mit den Verantwortlichen 
der Gottfried-von-Cappenberg-Schule Münster die bes tmögliche Gestaltung des offenen 
Ganztages zu erarbeiten und diese stetig zu verbessern und anzupassen.  
Gerade im Hinblick auf den Rechtsanspruch auf eine ganztätige Betreuung im Jahr 2026 bedarf 
es einer dynamischen und kontinuierlichen Qualitäts analyse, um den wachsenden 
Herausforderungen gerecht zu werden. Gemeinsam mit dem schulischen und pädagogischen 
Team möchte der Verein Schule Jugend Kids & Co e.V. sich diesen Herausforderungen stellen 
und den Kindern eine qualitativ hochwertige Betreuung ermöglichen.

Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Inhaltsverzeichnis  
1.  Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V.  ...................................................................... 1 
1.1  Das pädagogisches Konzept von Schule Jugend Ki ds & Co e.V. ..................................... 1 
2.  Das OGS-Konzept  ........................................................................................................... 3 
2.1  Die Kooperation zwischen schulischem und außer schulischem Personal ..................... 4 
2.2  Betreuungsumfang ............................. ............................................................................ 4 
2.3.  Tagesablauf ................................. .................................................................................... 5 
2.3.1  Gemeinsames Mittagessen .................... ........................................................................ 5 
2.3.2  Lernzeit ................................... ........................................................................................ 5 
2.3.3  Arbeitsgemeinschaften (AGs) ................ ......................................................................... 5 
2.3.4  Freispiel .................................. ........................................................................................ 7 
2.4  Räumlichkeiten ............................... ................................................................................ 7 
2.5  Eigene Fußballliga ........................... ................................................................................ 8 
3.  Die Kinder  ....................................................................................................................... 8 
3.1.  Konzept für den Übergang von der Kita in die OGS ....................................................... 8 
4.  Das Personal  ................................................................................................................... 9 
4.1  Fachkräftegewinnung und Ausbildung bei Schule Jugend Kids & Co e.V. ................... 10  
4.2.  Zusammensetzung der Teams ................... ................................................................... 11  
4.3  Das Inklusionsteam ........................... ............................................................................ 11  
4.4.  Ausblick: Bildung eines Sport- und Bewegungst eams ................................................. 11  
5.  Partizipation  ................................................................................................................. 12  
5.1.  Eltern/ Erziehungsberechtigte ............... ....................................................................... 12  
5.2  Kinder........................................ .................................................................................... 12  
5.3  Mitarbeiter/innen ............................ ............................................................................. 13  
6.  Integration und Inklusion  ............................................................................................ 13  
6.1  Das Inklusionskonzept von Schule Jugend Kids &  Co e.V. ............................................ 13  
7.  Qualitätsmanagement  ................................................................................................. 14  
7.1  Teamentwicklung .............................. ........................................................................... 14  
7.2  Fort- und Weiterbildungen .................... ....................................................................... 15  
7.3.  Supervision ................................. .................................................................................. 15  
7.4  Dokumentation und Evaluation ................. .................................................................. 15  
7.5.  Kinderschutz ................................ ................................................................................. 16  
7.6  FAQs ......................................... ..................................................................................... 16  
8.  Gesundheitsförderung und Nachhaltigkeit  ................................................................ 17

Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
8.1  Kinder........................................ .................................................................................... 17  
8.2  Personal ..................................... ................................................................................... 17  
9.  Querschnittsaufgaben  ................................................................................................. 18  
10.  Vernetzung  ................................................................................................................... 18  
11.  Was macht den Verein Schule Jugend Kids & Co e .V. aus?  ........................................ 19  
11.1  Prinzipien eines gemeinnützigen Vereins ..... ............................................................... 19  
11.2.  Entstehungsgeschichte und Entwicklung von Sc hule Jugend Kids & Co e.V. ............... 19  
11.3  Teamstruktur und Teamentwicklung ............ ............................................................... 19  
11.4  Inhaltliche Schwerpunkte .................... ......................................................................... 19  
11.5  Materielle Ausstattung ...................... ........................................................................... 20

1 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
1. Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Der Grundstein für den Verein wurde 1995 von einer Gruppe Jugendlicher gelegt, die 
gemeinsam mit ehrenamtlichen Mitarbeitenden einen T reffpunkt in einem alten Bauwagen 
organisiert haben. 
Aus dieser Initiative gründete sich bereits ein Jah r später ein Verein, der 1997 als Träger der 
freien Jugendhilfe für die Stadt Münster anerkannt wurde. Dieser setze sich das Ziel, die offene 
Kinder- und Jugendarbeit in Münster-Mecklenbeck zu fördern. Der Verein erweiterte 2005 
sein Angebotsfeld um die Betreuung der Offenen Ganz tagsschule 
1. Dieses entwickelt der 
Träger seitdem sowohl qualitativ als auch quantitat iv konsequent weiter, so dass die 
Betreuung der Kinder im Rahmen der OGS aktuell das Herzstück des Trägers ist. Im Jahr 2009 
erfolgte eine Umbenennung des Vereins in „Schule Ju gend Kids & Co. e. V. 2“, der inzwischen 
in ganz Münster und dem Umland aktiv ist. 
Aktuell arbeitet der Träger schwerpunktmäßig in folgenden Bereichen: 
 Schulkinderbetreuung im Rahmen der OGS an vier Grun dschulen der Stadt Münster und 
vier Grundschulen in der Gemeinde Senden 
 Bis-Mittags-Betreuung (BMB) in drei Grundschulen der Stadt Münster, vier Grundschulen 
der Gemeinde Senden 
 Förderinsel an der Peter-Wust Schule 
 Schulsozialarbeit in den Grundschulen der Gemeinde Senden 
 Integrationshelfer und Schulbegleiter in den OGS Grundschulen der Stadt Münster 
 Ferienangebote an ca. vier Standorten in Münster und vier Grundschulen in Senden 
 Kinder- und Jugendangebote wie das Spielmobil, der Jugendtreff am Skaterplatz in 
Mecklenbeck sowie der Jugendtreff in Gelmer 
 Firmenservice 
 Das Angebot „Kinder- und Jugendarbeit in Schule“ 
 Einzelprojekte und Aktionen für Familien, Kinder und Jugendliche (www.jugend-ms.de) 
1.1 Das pädagogisches Konzept von Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Die Offene Ganztagsgrundschule stellt sich dem Wandel der Gesellschaft. Die Bedingungen für 
Familien, Lebensgemeinschaften, Sorgeberechtigte un d Kinder, ihren Alltag zu bewältigen, 
ändern sich stetig. Diesen Herausforderungen stellt  sich die Ganztagsgrundschule und bietet 
einen verlässlichen Ort mit einem strukturierten Ta gesablauf, um Kinder ganzheitlich zu 
fördern und fordern. Dies spiegelt sich in den Leitlinien des Trägers wieder. Die Angebote von 
Schule Jugend Kids & Co e.V. richten ihren Fokus au f die individuellen Interessen und 
                                                      
1 Zum besseren Verständnis wird im folgenden Text „Offene Ganztagsschule“ durch das Kurzwort „OGS“ 
ersetzt.  
2 „Schule Jugend Kids & Co e.V.“ wird teilweise durch „SJK & Co e.V.“ ersetzt.

2 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Bedürfnisse der uns anvertrauten Kinder, Jugendlich en und Familien. Um dies zu erreichen, 
basiert unsere Arbeit auf den folgenden wesentlichen Punkten: 
Förderung von Kindern und Jugendlichen 
Mit den vielfältigen Angebotsstrukturen unterstützt der Träger die Persönlichkeitsentwicklung 
und Lebensbewältigung von Heranwachsenden. Neben de r formellen Bildung als Teil des 
offenen Ganztages, umspannen die Tätigkeitsfelder e benfalls den Bereich der informellen 
Bildung. 
Stärkung von Familie 
Der Träger möchte Familien in ihren unterschiedlich en Lebenslagen unterstützen und eine 
bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Dies gilt sowohl für die Kunden, als 
auch die Belegschaft des Trägers. 
Sozial- und Lebensraumorientierung 
Schule Jugend Kids & Co e. V. orientiert sich mit s einer Arbeit an den unterschiedlichen 
Gegebenheiten vor Ort und knüpft an die Bedürfnisse  der Lebenswelt von Kindern, 
Jugendlichen und Familien an. 
Werteorientierung 
Die Angebotsstruktur des Trägers ist frei von sämtl icher politischer, religiöser und sexueller 
Weltanschauung. Hierzu zählen unter anderem Hautfar be, Sprache sowie nationale und 
soziale Herkunft. Auf diesem Grundverständnis basie rend wird ein alters-, geschlechts- und 
ethnisch sensibler Umgang gelebt und darüber hinaus an unsere Kunden weitergegeben. 
Partizipation  
Begründet durch den Aufbau und die Struktur eines eingetragenen Trägers, wie Schule Jugend 
Kids & Co e.V., ist ein wichtiger Bestandteil der Partizipation bereits gegeben. Alle Zielgruppen 
sind Teil der Angebote. Durch deren aktive Beteiligung und Einbeziehung wird die Realisierung 
der oben genannten Punkte eins bis vier sowie ein lebensweltbezogenes Arbeiten erreicht. 
Netzwerkarbeit 
Der Träger sieht sich als Teil eines ganzheitlichen  Netzwerkes verschiedenster 
Interessengruppen und Behörden sowie der öffentlich en und freien Jugendhilfe. Ein 
partnerschaftlicher Austausch innerhalb des Netzwer kes zählt zu den Grundsätzen und dem 
Selbstverständnis des Trägers. 
Eine ausgewogene Belegschaft und die Unterstützung, Förderung und Pflege des Ehrenamtes 
ist für den Träger von zentraler Bedeutung und stellt die Grundlage zur Erfüllung der Leitlinien 
dar.

3 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
1.2 Organisationsstruktur 
Schule Jugend Kids & Co e.V. wird den steigenden Ansprüchen einer ganzheitlichen Förderung 
der Kinder im Rahmen der OGS durch sein multiprofes sionelles Team (siehe 4. Personal) 
gerecht. Flache Hierarchien ermöglichen eigenverant wortliches Arbeiten sowie Transparenz 
und kurze Kommunikationswege unter den Mitarbeiter/ innen sowohl innerhalb als auch 
zwischen den OGS-Teams. 
2. Das OGS-Konzept 
Jede offene Ganztagsschule ist individuell und soll te auch so gestaltet werden. SJK & Co e.V. 
stellt im Folgenden seine Grundlagen und eine mögli che Gestaltung des offenen Ganztages 
vor.  
SJK & Co e.V. gestaltet den offenen Ganztag seiner Schulen anhand folgender Leitlinien: 
 Abbau bestehender Bildungsungleichheit 
 Verbesserung der Teilhabechancen für Kinder 
 Ganzheitliche Förderung der Kinder 
 Erwerb sozialer und emotionaler Kompetenzen  
 Erweiterung von musischen, sportlichen und kreativen Fähigkeiten und Fertigkeiten 
 Förderung der Selbstorganisation und die Partizipation der Kinder 
 Integration von Kindern mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung 
 Inklusive Gestaltung der Betreuung 
 Verlässliche Betreuungsperspektive

4 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
 Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
 Erziehungspartnerschaft mit den Eltern 
 Gendersensibilität 
 Kinderschutz 
 Rhythmisierung des Tagesablaufs  
 Ganztagsarbeit bedeutet Teamarbeit: vertrauensvolle  Zusammenarbeit mit der 
Schulleitung und der Lehrerschaft auf Augenhöhe, um  eine optimale Nutzung von 
Synergien zu ermöglichen und den Kindern so einen r eibungslosen Übergang vom Vor- 
zum Nachmittag zu ermöglichen. 
Die Mitarbeiter/innen von SJK & Co e.V. versuchen stets jedes Kind als Individuum mit seinen 
eigenen Bedürfnissen, Stärken und Schwächen wahrzun ehmen. Jedes Kind soll sich im 
Ganztag wohl und angenommen fühlen. Das Bildungs- u nd Betreuungsangebot der Offenen 
Ganztagsschule wird auf Basis der gesetzlichen Regelungen gestaltet. Es richtet sich nach den 
Vorgaben des Schulgesetzes des Landes Nordrhein-Wes tfalens und des dazugehörigen 
Grundlagenerlasses. 
2.1 Die Kooperation zwischen schulischem und außerschulischem Personal 
Die OGS wird von zwei unterschiedlichen Bildungspar tnerinnen bestimmt: der Schule am 
Morgen und der Jugendhilfe im Anschluss an den Unte rricht. Beide Systeme basieren auf 
eigenständigen Bildungsverständnissen und beruflich en Traditionen. Ihre Mitarbeitenden 
haben in ihren Bereichen unterschiedlich viel Gesta ltungsfreiraum und Möglichkeiten. Die 
außerschulische Betreuung im Ganztag gibt den Kindern die Möglichkeit, leistungsunabhängig 
und wertungsfrei Erfolgserlebnisse zu erleben. Dies e wirken sich positiv auf die Entwicklung 
des Selbstvertrauens und des Selbstwertgefühls der Kinder aus. Dabei spielen die Prinzipien 
der Freiwilligkeit und Partizipation eine entscheidende Rolle.  
Erklärtes Ziel des Trägers sind das gemeinsame Handeln aller Akteure, die den Schulalltag der 
Kinder gestalten und begleiten: Lehrer/innen, Schul sozialarbeiter/innen, Schulassistenten/ 
Schulassistentinnen, Lernhelfer/innen, Förderpädago gen/Förderpädagoginnen sowie allen 
weiteren Kooperationspartnerschaften der OGS (Sozia lraum). Nur so kann für die Kinder der 
optimale Raum geschaffen werden, damit sie sich entsprechend ihrer Begabungen, Neigungen 
und Möglichkeiten entwickeln können. Dabei spielen Transparenz, Kommunikation und 
Absprachen zwischen den Akteuren eine entscheidende Rolle für das Gelingen. 
2.2 Betreuungsumfang 
Den Familien der Ganztagskinder wird eine verlässli che Betreuung an fünf Tagen der Woche 
geboten. Die Betreuung beginnt unmittelbar nach dem  Unterrichtsende und endet, je nach 
Bedürfnissen der Kinder und Eltern, um 15:00 Uhr bz w. 16:00 Uhr. Eine Betreuung an den 
beweglichen Ferientagen und an Konferenztagen ist von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr gegeben.

5 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Für Eltern, die aus beruflichen Gründen eine länger e Betreuung wünschen, kann eine 
Betreuung bis 17:00 Uhr eingeführt werden.  
Zudem kann eine ganztägige Ferienbetreuung vom Träg er angeboten werden. Diese 
Betreuung ist offen für alle Kinder. 
 
2.3. Tagesablauf 
Die Kinder werden im Anschluss an den Unterricht vo m Team des Ganztages in Empfang 
genommen. Zu Beginn haben sie die Möglichkeit sich auszutauschen, frei zu spielen oder sich 
auszuruhen. Der weitere Tagesablauf der OGS setzt s ich aus den folgenden Grundelementen 
zusammen: 
2.3.1 Gemeinsames Mittagessen 
Den Kindern wird eine warme, abwechslungsreiche und  kindgerechte Mahlzeit serviert. 
Zudem stehen täglich Rohkost, Obst und Wasser zur V erfügung. Spezielle 
Nahrungsmittelunverträglichkeiten, einzuhaltende Di äten, vegetarisches Essen oder 
muslimische Kost können mit den Fachkräften der OGS  abgesprochen werden. Da das 
Mittagessen eine wichtige pädagogische Interaktion im Tagesablauf darstellt, wird es durch 
die Pädagogen der OGS begleitet. Hierbei wird auf O rdnungs- und Umgangsregeln sowie auf 
die Förderung sozialer Kompetenzen besonderer Wert gelegt. Dabei wird versucht, die 
Essenszeiten möglichst angenehm zu gestalten. Tisch gruppen von 5 Kindern ermöglichen 
Gespräche und Austausch. Das Benehmen am Tisch und das Essen mit Besteck wird mit den 
Kindern eingeübt. Nach dem Essen wird der Tag bespr ochen, AGs angekündigt und aktuelle 
Dinge besprochen. Die Kinder helfen der Küchenkraft  bei der Arbeit. Sie räumen ab, reinigen 
die Tische und decken diese neu ein.  
Die Kosten werden direkt vom Träger eingezogen. Akt uell werden die von SJK & Co e.V. 
betreuten Schulen von Schnitkamp & Hesse aus Münste r beliefert. Eine Übernahme des 
aktuellen Caterers ist selbstverständlich möglich. 
2.3.2 Lernzeit 
Die Lernzeit ist ein elementarer Bestandteil der pä dagogischen Arbeit in der OGS. Sie stellt 
eine wichtige Schnittstelle zwischen dem Unterricht  am Morgen und der Betreuung im 
Rahmen des Ganztages dar. 
SJK & Co e.V. hat sich intensiv mit der Gestaltung der Lernzeit auseinandergesetzt. Das 
Lernzeiten-Konzept von SJK & Co e.V. kann bei Interesse im Anhang gesichtet werden (Anhang 
A). 
2.3.3 Arbeitsgemeinschaften (AGs) 
Das OGS Team bietet vielfältige und wechselnde Arbe itsgemeinschaften (AGs) an. Bei der 
Gestaltung werden die vorhandenen Ressourcen im Stamm-Team genutzt und gefördert. Die

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AGs finden in Kleingruppen statt. Sie werden nach d en Interessen der Kinder konzipiert und 
ausgerichtet (siehe 5.2). Die Kinder sollen auf die se Weise in ihrem eigenen Handeln 
unterstützt und ihre Kompetenzen gefördert werden. Darüber hinaus werden AGs angeboten, 
die aktuellen Entwicklungen Rechnung tragen wie bsp w. der zunehmenden Digitalisierung 
(„Video-AG“, „Bau und Einsatz einer Drohne“) oder d em Thema Nachhaltigkeit 
(„Schulgarten“). 
SJK & Co e.V. stellt zusätzlich die Mitarbeiter/innen des Inklusionsteams zur Verfügung (siehe 
4.3). Diese bieten AGs in ihrem jeweiligen Arbeitsf eld an (z.B. „Theater-AG“) an. Darüber 
hinaus werden externe spezialisierte Fachkräfte bzw . Kooperationspartner angefragt wie 
beispielsweise Hundetherapeuten oder Reittherapeuten.  
Der Träger SJK & Co e.V. verfügt darüber hinaus über reichhaltige materielle Ressourcen, wie 
verschiedenen Bauwagen, Theaterausstattung, eine Drohne und vieles mehr. 
Bei der Gestaltung der AG-Pläne wird darauf Wert ge legt, AGs im Schulverbund anzubieten 
und so die vorhandenen Ressourcen optimal nutzen zu können. 
Im Folgenden wird exemplarisch eine Auswahl an AGs dargestellt. 
 Theater-AG 
 Kreativ AG 
 Kochen und Backen 
 Diverse Sportangebote in der Turnhalle, z. B. Fußball AG, Judo AG 
 Filme-AG 
 Hunde AG  
 Segel-AG 
 Reit AG 
 Entspannungs-AG, Yoga-AG 
Es gibt Arbeitsgemeinschaften die den sportlichen ( z. B. Reiten, Fußball, Volleyball, Tanzen) 
sowie den kreativen Bereich (z. B. Filzen, Film, Th eater, Nähen) abdecken. Spiel- und 
Spaßangebote stehen neben Forschen und Lernen ebenf alls fest im AG-Plan. Mit der Filme-
AG sollen spielerisch die medialen Kompetenzen der Kinder gestärkt werden. Jedes Kind erhält 
die Möglichkeit zur Teilnahme an den Arbeitsgemeins chaften. Je nach Angebot finden diese 
als geschlossene und offene Angebote statt. Es wird  auf eine Mischung der Angebote 
geachtet, um den verschiedenen Interessen und Begabungen der Kinder Rechnung zu tragen. 
Es wird beachtet, dass den Kindern neben Lernzeiten , Mittagessen und 
Arbeitsgemeinschaften noch Zeit für das wichtige und oft unterschätzte Freispiel (siehe 2.3.4) 
bleibt. 
Ganz im Sinne der OGS werden die Inhalte des Vormit tags und des Nachmittags eng 
miteinander verknüpft. Eine fachliche Verknüpfung e rgibt sich durch die Erledigung der 
Hausaufgaben und die fachlichen Förderstunden der Lehrkräfte im Rahmen der OGS.

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Konzept für die außerschulische Betreuung 
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Vormittag Nachmittag 
Unterricht in den Kernfächern 
Sachunterricht 
Förderunterricht 
LRS-Förderung 
Hausaufgaben 
OGS-Förderstunden 
LRS-Förderunterricht 
Weitere, teilweise auch fächerübergreifende Verknüp fungen, ergeben sich durch die AG-
Arbeit in der OGS.  
Vormittag Nachmittag 
Arbeitsplan Deutsch 
Theater AG 
Lese AG 
OGS Parlament 
Arbeitsplan Sport 
Sportangebote in der Turnhalle 
Fußball AG 
Volleyball AG 
Zirkus AG 
Tanz AG 
Arbeitsplan Sachunterricht Garten AG/ Natur AG 
2.3.4 Freispiel 
Dem Freispiel kommt eine enorme Bedeutung zu. Insbe sondere in der heutigen Zeit, in der 
die kindliche Entwicklung häufig von einer Vielzahl  an Verpflichtungen in Form von 
Freizeitaktivitäten und zunehmender Digitalisierung geprägt ist. 
Im Freispiel wird Kindern die Möglichkeit gegeben, selbstbestimmt zu handeln und sich als 
selbstwirksam zu erleben (siehe 5.2). In Abhängigkeit der täglichen Verfassung können Kinder 
frei wählen. Freispiel bietet Raum zur Entschleunig ung und zum Rückzug. Zudem werden 
Kinder im Freispiel nicht unmittelbar beobachtet. 
2.4 Räumlichkeiten 
Für die Betreuung der Kinder sollten ansprechende Gruppenräume zur Verfügung stehen. Die 
Räume sollten kindgerecht und gemütlich eingerichte t sein. Die Ausstattung bietet den 
Kindern die Möglichkeit, sich mit unterschiedlichem  Spiel-, Lese- und Bastelmaterial zu 
beschäftigen. Weitere Klassenräume werden für die E rledigung der Hausaufgaben genutzt. 
Angebote und Projekte finden in den jeweiligen Räum en statt. Der Schulhof wird mit seinen 
diversen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten, wie Spi elplatz, Tischtennisplatte, Turnstangen 
und einer großen Spielwiese genutzt. Hier können sich die Kinder frei entfalten. Eine Turnhalle 
ist ein wichtiger Bestandteil der OGS Betreuung und  sollte den Kindern an allen Tagen zur

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Konzept für die außerschulische Betreuung 
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Verfügung stehen. Zudem verfügt SJK & Co e.V. über zwei umgebaute Bauwagen 3, die für 
bestimmte Zeiträume den Schulen zur Verfügung stehe n. Der Träger ist erfahren in der 
Projektbegleitung von Neu- und Umbauten von OGS Räu men sowie deren funktionaler 
Innenausstattung. 
2.5 Eigene Fußballliga 
In jeder Schule findet eine Fußball AG statt. Die a ngemeldeten Fußballkids trainieren 
wöchentlich und treten in einem Schuljahr in einer Fußballmeisterschaft gegeneinander an. 
Die Kinder werden mit unseren Vereins-Fahrzeugen zu den jeweiligen Schulen befördert. Am 
Ende des Schuljahres wird mit allen Kindern eine Fußballmeisterfeier veranstaltet.  
3. Die Kinder 
Für immer mehr Kinder wird die OGS zu einem neuen L ebensmittelpunkt, an dem sie den 
größten Teil ihres Tages verbringen. Schule als Ort  des Lebens uns Lernens gewinnt 
zunehmend an Bedeutung. Mit dem Rechtsanspruch für einen Platz in der 
Ganztagesbetreuung ab 2026 wird diese Tendenz vermutlich weiter zunehmen. Das bedeutet, 
dass ein Weiterdenken der Betreuung im schulischen Kontext erfolgen muss, um den 
vielfältigen Bedürfnissen und der Diversität der Ki nder gerecht werden können. Bei der 
Beantwortung der Frage, was guten Ganztag ausmacht,  ist es von großer Bedeutung, die 
Kinderperspektive zu berücksichtigen. Kinder sind d ie Experten, wenn es um die Frage geht, 
in welcher Umgebung sie sich wohl und aufgehoben fühlen.  
Der Vor- und Nachmittagsbereich sollte an Ganztagss chulen fließend ineinander übergehen 
und Synergien optimal genutzt werden. Bildung und E rziehung müssen in Ganztagsschulen 
ganzheitlich erfolgen und neben der formellen Bildu ng die informelle Bildung unter der 
besonderen Berücksichtigung der sozialen und emotionalen Bildung in den Fokus rücken, um 
dem Erziehungsauftrag gerecht zu werden. Ziel ist i mmer die ganzheitliche Förderung der 
anvertrauten Kinder.  
Ganztagsschule bietet benachteiligten Kindern die M öglichkeit, am gesellschaftlichen Leben 
teilzuhaben und die bestmögliche Förderung zu erhalten. Die Kinder haben die Möglichkeit im 
Anschluss an den Unterricht in einer strukturierten  und sicheren Umgebung zu lernen und 
ihren Neigungen und Interessen spielerisch nachzugehen.  
3.1. Konzept für den Übergang von der Kita in die OGS 
Dem Wechsel von der Kita in die Grundschule sieht e in Großteil der Vorschulkinder mit 
Spannung, Neugierde und freudiger Erwartung entgege n. Nichtsdestotrotz handelt es sich 
                                                      
3 Zu diesem Zweck wurden von Schule Jugend Kids & Co e.V. 2019 zwei Bauwagen angeschafft, die als 
Entspannungs- und Lego / Werkbauwagen ausgebaut wurden. Diese mobilen Räume sind im Rahmen des 
Schulverbundes aller OGS Standorten von SJK & Co e.V. im Wechsel monatsweise an den Schulen stationiert.

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Konzept für die außerschulische Betreuung 
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beim Übergang vom geschützten und spielerisch geprä gten Kita-Alltag in die Schule um ein 
kritisches Ereignis für Kinder, das es zu bewältigen gilt.  
Die große Schule, viele neue und oftmals unbekannte  Kinder, neue Bezugspersonen, andere 
und festere Strukturen fordern die Kinder heraus. U mso wichtiger ist es, die Kinder dort 
abzuholen, wo sie aktuell stehen. Dies gilt in glei chem Maße für den Morgen, wie auch den 
Nachmittag, den die Kinder im offenen Ganztag verbr ingen. Entscheidend für das Gelingen 
der Eingewöhnung ist es, die Kinder offen und herzl ich aufzunehmen und ihnen eine sichere 
Umgebung zu bieten. Nur, wenn Kinder sich wohl und sicher fühlen, können sie sich 
bestmöglich entfalten. Dies ist ein zentrales Anliegen von SJK & Co e.V. 
Sollte es nötig sein, werden die Teams in den Schul en zu Beginn eines neuen Schuljahres 
personell verstärkt.  
Um den Übergang von der Kita in die Schule zu erlei chtern, können die Kinder beim Tag der 
offenen Tür die Schule und den Ganztagsbereich geme insam mit ihren Eltern und Freunden 
erkunden und schon die Räumlichkeiten und ersten neuen Gesichter kennen lernen. 
Für die Eltern werden, neben dem „Tag der offenen Tür“, Elternabende angeboten, an denen 
sie die pädagogische Leitung sowie die Teams der Sc hulen kennen lernen, die Konzepte von 
SJK & Co e.V vorgestellt und von den Eltern Fragen gestellt werden können. 
4. Das Personal 
SJK & Co e.V. als Träger des offenen Ganztages besc häftigt aktuell ca. 120 Mitarbeiter/innen 
in seinen Ganztagsschulen. Bei der Zusammensetzung der Teams werden sowohl die fachliche 
Qualifikation als auch für die Betreuung von Kinder n erforderliche Soft Skills berücksichtigt. 
Denn nur ein beständiges, motiviertes und harmonisches Team kann seinem Erziehungs- und 
Bildungsauftrag gerecht werden. Die erforderlichen Qualifikationen und Zusammensetzung 
der Teams richten sich nach den gesetzlichen Vorgab en. Einstellungen werden nur bei 
entsprechender fachlicher Qualifikation vorgenommen . Die Stellen für geringfügig 
Beschäftigte werden mit Studierenden der sozialen A rbeit oder des Lehramtsstudiums sowie 
pädagogisch erfahrenem Personal besetzt. Alle Mitarbeitenden von „Schule Jugend Kids & Co 
e. V.“ legen vor Aufnahme der Tätigkeit ein erweite rtes polizeiliches Führungszeugnis nach 
§72a SGBVIII vor. 
Der Träger ist verantwortlich für die Personalverwa ltung sowie die Fach- und Dienstaufsicht. 
Praktikanten und FSJler werden von den Koordinatoren angeleitet.

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Konzept für die außerschulische Betreuung 
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4.1 Fachkräftegewinnung und Ausbildung bei Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Der Träger SJK & Co e.V. steht gemeinsam mit weiter en freien Trägern und der städtischen 
Trägerschaft vor der Herausforderung pädagogisch qu alifiziertes Fachpersonal in Zeiten des 
Fachkräftemangels und des rasant steigenden Bedarfs an schulischer Ganztagesbetreuung für 
sich zu gewinnen. Ab dem Inkrafttreten des Rechts-Anspruchs auf einen OGS-Platz 2026 wird 
sich die Situation noch verschärfen. Diesem Trend v ersucht der Träger bereits jetzt 
entgegenzuwirken.   
Daher bildet das Thema der Fachkräftegewinnung und Ausbildung einen Themenschwerpunkt 
bei SJK & Co e.V.  
Die neuen Mitarbeiter/innen von SJK & Co e.V. werden von erfahrenen Kräften eingearbeitet 
und ins Team eingeführt. Es besteht die Möglichkeit  sowohl das Team als auch die Schule zu 
wechseln, sollte dies gewünscht und sinnvoll sein.  
Die Struktur von SJK & Co e.V. ist durch flache Hie rarchien und kurze Kommunikationswege 
gekennzeichnet. 
Die fest angestellten Mitarbeiter/innen von SJK & C o e.V. profitieren von einer betrieblichen 
arbeitgeberfinanzierten Altersvorsorge, betrieblich er Krankenzusatzversicherung, dem 
betrieblich geförderten Sport- und Gesundheitsprogramm, Mitarbeitervergünstigungen sowie 
weiteren Personalbenefits. Zudem bietet SJK & Co e. V. seinen Mitarbeiter/innen ein eigenes 
Fortbildungsprogramm an (siehe 7.2). 
Die Teams des Trägers weisen eine geringe Fluktuation auf. 
SJK & Co e.V. bietet seit dem Sommer 2020 für die e igenen Unterstützungskräfte eine 
Praxisintegrierte Ausbildung zum/r Erzieher/in an. Durch das Projekt „Fachkräfte Offensive“ 
der Stadt Münster und anderen Städten wurde die Aus bildung für Erzieher/innen neu im 
beruflichen Markt etabliert. Diese Ausbildung dient  dazu das eigene pädagogisch erfahrene, 
jedoch offiziell unausgebildete Personal fortzubild en und auf die OGS Aufgaben optimaler 
vorzubereiten. Dieser Bildungsgang vermittelt eine fachschulische Ausbildung in Verbindung 
mit einer vergüteten Anstellung in einer sozialpädagogischen Einrichtung den Berufsabschluss 
„Staatlich anerkannte Erzieherin/ Staatlich anerkan nter Erzieher“ über die Praxisintegrierte 
Ausbildung (PiA). Die Ausbildungsdauer beläuft sich  auf insgesamt 3 Jahre. Eine 
Personalübernahme nach einem erfolgreichen Abschlus s der Ausbildung wird vom Träger 
Schule Jugend Kids & Co. e. V. gewünscht. Durch die  Ausbildung hat die Belegschaft die 
Möglichkeit sich weiter fortzubilden, einen zertifizierten Abschluss zu erhalten und im Offenen 
Ganztag als Gruppenleitung, mit mehr Verantwortung, tätig zu werden.  
Ausbildungen bei SJK & Co e.V. werden von der trägerinternen Ausbildungsleiterin begleitet. 
Aktuell begibt sich der Träger mit einem Kooperatio nspartner auf den Weg, Menschen mit 
Down-Syndrom eine berufliche Perspektive bei SJK & Co e. V. zu ermöglichen.

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Konzept für die außerschulische Betreuung 
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4.2. Zusammensetzung der Teams 
Die Koordinationsstelle des Ganztages wird mit eine r Erziehungs- bzw. sozialpädagogischen 
Fachkraft besetzt. Je nach Größe der OGS werden Gru ppenleitungen, Unterstützungskräfte 
und Niedrigteilzeitkräfte im Team eingesetzt. Für d ie Essensausgabe und das 
Küchenmanagement gibt es separate Küchenkräfte. 
Bei der Erstellung der Personalpläne wird die Verei nbarkeit von Familie und Beruf 
berücksichtigt. 
Die Arbeitszeiten der Mitarbeiter/innen orientieren sich an der Anzahl der Kinder in der OGS. 
Eine Gruppengröße von 25 Kindern wird von einer Fac hkraft sowie einer Ergänzungskraft 
begleitet. Zu den Aufgaben gehören unter anderem, d ie Kinder jeden Tag willkommen zu 
heißen, das Begleiten des Mittagessens und der Lernzeit, die Gestaltung des Freispiels und das 
Leiten von AGs. 
4.3 Das Inklusionsteam 
SJK & Co e.V. beschäftigt zudem ein multiprofession elles Team - das sogenannte 
Inklusionsteam. Das Inklusionsteam unter der Leitung einer promovierten Diplom-Psychologin 
besteht aus einer weiteren Psychologin (B.Sc.), ein em Heilpädagogen und einer 
Heilpädagogin, einer Theater-/Zirkuspädagogin, eine r Orthopädagogin (zurzeit in Elternzeit), 
sowie einem Motopäden zusammen. Diese unterstützen das OGS-Personal schulscharf. Die 
trägerinternen Psychologinnen stehen den Teams vor Ort beratend zur Seite. Zudem nehmen 
die Psychologinnen bei Bedarf am Unterricht im Vormittagsbereich teil.  
Die Zirkuspädagogin bietet bspw. in verschiedenen S chulen eine Zirkus-/Theater AG an und 
bereitet halbjährig mit den Kindern eine Aufführung  vor. Dazu werden Eltern, Geschwister 
und Freunde eingeladen und ein kleines Fest gefeier t. Die Psychologin (B.Sc.) wird aktuell in 
zwei Schulen eingesetzt, um die Kinder vor Ort spez ifisch zu fördern und zu unterstützen. Sie 
ist ausschließlich für die persönliche Förderung der Kinder zuständig und nimmt nicht an den 
Lernzeiten oder Arbeitsgemeinschaften teil.  
Die Mitarbeiter/innen des Inklusion-Teams stehen da rüber hinaus im Bedarfsfall als 
Vertretungskräfte für den laufenden Betrieb zur Verfügung. 
4.4. Ausblick: Bildung eines Sport- und Bewegungsteams 
Die zunehmende Digitalisierung, Bewegungsmangel und  ungesunde Ernährung führen zu 
einer zunehmend ungesunden kindlichen Entwicklung. Diese Entwicklung wurde durch die 
Corona-Pandemie verstärkt. Um dieser entgegenzuwirk en und Kindern die Freude an 
Bewegung (wieder-) entdecken zu lassen, arbeitet de r Träger aktuell an der Bildung eines 
Sport- und Bewegungsteams, das gezielt zur motorisc hen Förderung der Kinder eingesetzt 
wird. In gleichem Maße wird der Fokus auf soziale L ernprozesse gerichtet, die automatische 
in Mannschafts- bzw. Gruppensituationen entstehen. Zudem bieten Sport und Bewegung die

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Möglichkeit, sprachliche Barrieren abzubauen. 
5. Partizipation 
Die Partizipation aller Beteiligten stellt für den Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. als 
gemeinnützigem Verein ein Grundprinzip dar (siehe 1.1). 
5.1. Eltern/ Erziehungsberechtigte 
Die Zusammenarbeit mit den Eltern bzw. Erziehungsbe rechtigten ist ein wesentlicher 
Bestandteil des Offenen Ganztags. Das Personal und die Eltern/ Erziehungsberechtigten 
stehen nach Möglichkeit in ständigem Kontakt und Au stausch. Den Eltern/ 
Erziehungsberechtigten werden Einzelgespräche angeb oten. Einzelgespräche bieten die 
Möglichkeit sich intensiv über das Kind auszutauschen und mit Eltern/ Erziehungsberechtigten 
einen besonderen Handlungsbedarf festzustellen und zu erarbeiten. Zudem werden 
gemeinsame Beratungsgespräche mit dem OGS Personal,  den Lehrkräften, der Schulleitung 
und den Schulsozialarbeitern/innen durchgeführt. Ziele der Elternarbeit sind die partizipative 
Förderung der Zusammenarbeit, der Informationsausta usch sowie die Unterstützung der 
Eltern in Betreuungs- und Erziehungsaufgaben. Insbe sondere soll die Elternarbeit eine Hilfe 
zur Selbsthilfe ermöglichen. 
Es erfolgt regelmäßig eine Abfrage zum Bedarf an Ferienbetreuungsangeboten. 
5.2 Kinder 
Die Rechte von Kindern sind ein elementarer Baustein der Arbeit von SJK & Co e.V. Kinder sind 
die Experten für die Beantwortung der Frage, was eine gute offene Ganztagsschule ausmacht. 
Kinderpartizipation ist daher ein wichtiges Mittel,  um die OGS im Sinne der Kinder zu 
gestalten. Kinderpartizipation an der OGS ist ein z udem wichtiges Instrument auf dem Weg, 
Kinder zu Verantwortung und Selbstständigkeit zu er ziehen. Die Kinder sollen erfahren, dass 
sie ihre Umgebung mitgestalten können. Die Kinder m üssen darüber mitentscheiden dürfen, 
wie sie ihre Zeit gestalten möchten. In einigen unserer OGS Schulen wurden Kinderparlamente 
eingeführt, in denen die Kinder mit dem betreuenden  Personal gemeinsam über Regeln, 
Verhalten, Arbeitsgemeinschaften, Mittagessen, Projekte, Ausflüge u. v. m. sprechen und Ihre 
Bedürfnisse äußern. Zudem existieren Wunsch-/Mecker briefkästen, in denen die Kinder ihre 
Kritik zum OGS Ablauf benennen können. Diese werden  dann gemeinsam mit dem 
betreuenden Personal vor Ort diskutiert und in den OGS Tagesablauf integriert. Zu 
verschiedenen Zeitpunkten werden Interviews mit den  Kindern geführt, um ihre Wünsche 
wahrzunehmen.

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Konzept für die außerschulische Betreuung 
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5.3 Mitarbeiter/innen 
Das OGS Personal ist partizipativ in die Organisati onsstruktur des Trägers eingebunden. In 
regelmäßigen Teamsitzungen werden Anliegen der Mita rbeiter/innen besprochen und 
gemeinsam Lösungsmöglichkeiten erarbeitet. 
6. Integration und Inklusion 
Ein inklusives Leitbild ist für uns ebenso eine Sel bstverständlichkeit wie die Integration aller 
Kinder, mit besonderem Augenmerkt auf Kinder mit Mi grationshintergrund. Der offene 
Ganztag bietet die Möglichkeit, spielerisch Kontakt mit anderen Kindern aufzunehmen und so 
sowohl sprachliche als auch kulturelle Barrieren zu überwinden. 
Ein Herzstück des pädagogischen Konzepts von SJK & Co e.V. ist das für die Schulen 
entwickelte Inklusions-Konzept. Dieses wird im Folgenden dargestellt. 
6.1 Das Inklusionskonzept von Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Auf der Grundlage der Ratifizierung der UN-Konventi on über Rechte von Menschen mit 
Behinderungen und der Verpflichtung zur Entwicklung  eines inklusiven Erziehungs- und 
Bildungssystems (Artikel 24, 2009), entwickelt SJHK  & Co e.V. Konzepte zur ganzheitlichen 
Betreuung und Förderung aller uns anvertrauten Kinder. 
Inklusion bedeutet, jedes Kind mit seiner Persönlic hkeit und individuellen Geschichte 
vorurteilsfrei willkommen zu heißen. Inklusive und integrative Betreuung zielt nicht allein auf 
Kinder mit Behinderungen oder definiertem Förderbed arf im Sinne der AO-SF, sondern auch 
auf jene mit Lernschwierigkeiten, Fluchthintergrund  und sozialen oder emotionalen 
Schwierigkeiten. Jedes Kind wird mit seinen persönlichen Voraussetzungen und Bedürfnissen 
vorurteilsfrei angenommen, begleitet und gefördert. 
Grundlegend für das Gelingen einer optimalen Begleitung und Förderung im Ganztag ist eine 
enge Zusammenarbeit mit dem schulischen Team, das d ie Kinder am Morgen begleitet. Nur 
durch gelebte Kontinuität über den gesamten Schulta g der Kinder, kann der Raum für eine 
vertrauensvolle Atmosphäre sowie die bestmögliche Unterstützung geschaffen werden. 
Um den vielfältigen Belangen und Bedürfnissen der a nvertrauten Kinder gerecht zu werden, 
gehört zu unserem Verein ein multiprofessionelles T eam aus psychologischen, 
heilpädagogischen, motopädischen, familientherapeut ischen, sozialpädagogischen und 
theaterpädagogischen Fachkräften. Diese werden schulscharf eingesetzt, um die Kolleginnen 
und Kollegen vor Ort als zusätzliches Personal zu u nterstützen. Geleitet wird das 
Inklusionsteam von einer promovierten Diplom-Psycho login, die das OGS-Team sowie die 
Lehrer/innen vor Ort bei Bedarf (auch im Vormittagsbereich) unterstützt (siehe 4.3). 
Folgende Einstellungen und Methoden zur Weiterentwicklung der individuellen Förderung der 
Kinder prägen die pädagogische Arbeit von SJK & Co e.V.:

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Konzept für die außerschulische Betreuung 
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 Gelebte Akzeptanz und Toleranz 
 Wertfreier und leistungsunabhängiger Blick auf die Kinder 
 Gemeinsame Verantwortung für die ganzheitliche Förderung aller Kinder 
 Individuelle Förderpläne 
 Arbeiten an festgelegten Zielen anhand der Förderpl äne. Diese werden regelmäßig 
überprüft und überarbeitet. 
 Therapeutische Unterstützung (z.B. Motopädie) 
 Gezielter Einsatz von multiprofessionellen Fachkräften 
 Individuelle Handlungsempfehlungen für die beteiligten Personen vom Inklusionsteam 
von SJK & Co e.V. 
 Festgelegter Personalbedarf „über den Nachmittag“ ( Heilpädagogen, Erziehende, 
Mentoren, Intensivbetreuer/innen) 
 Vertraute Begleitung für den Übergang von Vor- zu Nachmittag inkl. kurzem Austausch 
der beteiligten Akteure 
 Nutzen von Synergieeffekten zwischen Vor- und Nachmittagsbereich 
 Multiprofessionelle Teamsitzungen 
 Zusammenarbeit mit (heilpädagogischen) Einrichtungen und Diensten am Ort 
 Bedarfsgerechtes und differenziertes Angebot für die betreffenden Kinder, aber keine 
Exklusion 
 Ressourcenorientierter Umgang mit den Kindern 
 Ermöglichung der Teilnahme an allen Angeboten, AGs und Kursen der OGS 
 Angepasstes Spiel- und Sportmaterial 
 Angepasste Räume (kleine Gruppenräume, Snoezele-Räu me, Lesezimmer, reizarme 
Räume, Bewegungsräume, Werk- und Kunsträume usw.)  
 Eltern werden in die Planung und Unterstützung in d er OGS für das Kind mit 
einbezogen soweit es zeitlich möglich und von ihnen zu leisten ist 
7. Qualitätsmanagement 
Um seinem Erziehungs- und Bildungsauftrag gerecht z u werden und die Qualität der 
Betreuung zu sichern, legt der Träger SJK & Co e.V.  großen Wert auf ein vielschichtiges 
Qualitätsmanagement. SJK & Co e.V. orientiert sich an den Qualitätsstandards der Stadt 
Münster. 
Es finden regelmäßige Treffen innerhalb und zwischen den Teams sowie den Mitarbeitenden 
der Fachberatung, interne und externe Weiterbildung en, Supervisionen sowie 
Dokumentation und Evaluation statt. Zudem nimmt der  Träger an kommunalen und 
bezirksbezogenen Qualitätszirkeln teil. 
Die Fachberatung für die Mitarbeiter/innen wird durch qualifizierte Fachkräfte sichergestellt. 
7.1 Teamentwicklung

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Der Träger SJK & Co e.V. legt großen Wert auf fachl ich qualifizierte, beständige und 
harmonische Teams. Durch flache Hierarchien wird de n Teams Gestaltungsspielraum 
zugestanden, um auf die individuellen Bedürfnisse vor Ort eingehen zu können. Regelmäßige 
Teamsitzungen der OGS-Leitungskräfte und den Gruppe nleitungen ermöglichen den 
Austausch von Informationen sowie die Klärung von F ragestellungen und organisatorischen 
Aspekten.  
Regelmäßig finden zudem Teamsitzungen mit dem gesam ten pädagogischen OGS-Personal 
der Schulen statt. Diese dienen zum Austausch, Refl exion und Organisation. Vor 
Schuljahresbeginn wird an Teamtagen die Konzeption überprüft und überarbeitet. Die 
Koordinatoren nehmen wöchentlich an Lehrer/innen-Konferenzen und Dienstbesprechungen 
teil, um die Vernetzung mit dem Vormittag zu gewährleisten.  
Jährliche Personalgespräche zwischen Bereichsleitun g, Projektleitung, OGS-Leitungskräften 
und Gruppenleitern dienen der Überprüfung und Festlegung von Zielen  
Im Rahmen der trägerinternen Qualitätssicherung wer den monatliche 
Qualitätszirkel/Leitungsrunden der OGS-Leitungskräfte sowie der Leitung des Inklusionsteams 
unter Beteiligung der pädagogischen Geschäftsführun g durchgeführt. Diesen dienen dem 
kollegialen Austausch und der Beratung. Zudem werde n bei den Leitungsrunden besondere 
Aktionen und ähnliches geplant.  
Das Inklusionsteam (siehe 4.3) trifft sich ebenfall s monatlich zum Austausch und der 
kollegialen Fallberatung. 
Die Fachaufsicht obliegt der pädagogischen Geschäftsführung.  
Das hauptamtliche Personal nimmt im Sinne des Wirks amkeitsdialogs an internen und 
externen Arbeitskreisen teil. Aktuell werden an reg elmäßigen Treffen von zwei Teams FAQs 
für die Mitarbeiter/innen und die Elternschaft erarbeitet. 
7.2 Fort- und Weiterbildungen 
Die Mitarbeiter/innen von SJK & Co e.V. haben die M öglichkeit sowohl interne als auch 
externe Fortbildungen zu relevanten Themen zu besuc hen. Darüber hinaus nehmen die 
Mitarbeitenden des Trägers regelmäßig am trägerinte rnen Fortbildungsprogramm teil (z.B. 
Präventionsweiterbildung, Entwicklungspsychologie, Corona & Schule).  
7.3. Supervision 
Allen Teams stehen im Rahmen des Fortbildungsbudgets eine Möglichkeit zur Supervision zu. 
Im Zuge der aktuellen Qualitätsentwicklung des Träg ers wird ab 2020 eine ständige 
Supervision durch ein Institut aus Münster vorgehalten.  
7.4 Dokumentation und Evaluation

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Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Die Mitarbeiter/innen des Ganztages werden in der F ührung von Dokumentations- und 
Beobachtungsbögen geschult. 
Dokumentation: 
 Führen von Dokumentations- und Beobachtungsbögen  
 Protokollierte Teamsitzungen 
 Mitarbeit an den Schulprogrammen der Schulen 
 Anwesenheitslisten 
 Unfallbögen 
Evaluation: 
 Regelmäßiger Austausch zwischen den Lehrkräften & d en Mitarbeiter/innen des 
Ganztages 
 Elternbefragungen 
7.5. Kinderschutz 
Der Träger weist eine zertifizierte Kinderschutzfac hkraft vor. Die interne 
Kinderschutzbeauftragte steht allen Schulen zur Ver fügung und greift bei Verdacht auf 
Kindeswohlgefährdung ein und unterstützt die Leitungskraft vor Ort.  
Bei Fällen von Kindeswohlgefährdung findet in Abspr ache mit der Schulleitung und 
Lehrkräften ein protokolliertes Verfahren nach § 8a SGB VIII statt. Hierbei arbeitet der Träger 
eng mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien zusammen.  
Im Rahmen der Personaleinstellungen wird besonders auf die Einhaltung der Vorgaben nach 
§ 72 a SGB VIII geachtet. So ist die Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses 
für alle Mitarbeitenden des Trägers (auch Praktikan ten und Ehrenamtliche) verpflichtend. 
Zusätzlich unterschreibt jeder Mitarbeitende eine S elbstverpflichtungserklärung zur 
Prävention von Beziehungsmissbrauch mit Personen, die von „Schule Jugend Kids & Co e. V.“ 
betreut werden. Alle Mitarbeitende sind verpflichte t an einer eintägigen, internen Schulung 
zum Thema Kinderschutz teilzunehmen. 
7.6 FAQs 
Aktuell arbeiten die OGS-Leitungskräfte unter Betei ligung der Geschäftsleitung an zwei FAQ-
Katalogen (FAQs der Eltern, FAQs der Mitarbeiter/innen).

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8. Gesundheitsförderung und Nachhaltigkeit 
Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. legt großen  Wert auf Gesundheitsförderung und 
Nachhaltigkeit. Beispielsweise setzt der Träger im Punkt Mobilität auf E-Bikes sowie E-Autos 
und verfügt über ein eigenes Lastenrad. Als Träger der OGS mit Sitz in Münster und weiteren 
Schulen in Münster, die bereits in der Trägerschaft von SJK & Co e.V. sind, sind nur kurze Wege 
zurück zu legen. Dies leistet einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz der Stadt Münster. 
8.1 Kinder 
Es ist ein zentrales Anliegen des Trägers, Kindern den wertschätzenden Umgang mit Nahrung 
und Material zu vermitteln. Dazu gehört bspw. der U mgang mit Nahrungsmitteln beim 
Mittagessen. Der Wunsch des Trägers ist es, Essen passend zu bestellen und ggf. am nächsten 
Tag aufzubereiten. Schulgärten, die im Rahmen des offenen Ganztags gepflegt werden, sollen 
ebenfalls für das Thema „Ernährung“ sensibilisieren  und dabei unterstützen, es ganzheitlich 
wahrzunehmen. 
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Thema Sport u nd Bewegung. Gerade angesichts der 
zunehmenden Nutzung von digitalen Medien, dem oft d amit einhergehenden 
Bewegungsmangel und falschen Ernährungsgewohnheiten  spielen die Faktoren Sport und 
Bewegung eine entscheidende Rolle für die gesunde E ntwicklung von Kindern. Verstärkt 
wurde diese Dynamik im Verlauf der Corona-Pandemie. 
Bei der Programm-Planung und Materialauswahl des Tr ägers werden diese Aspekte 
berücksichtigt.  
Zudem ist eine Sport- und Bewegungsteam antizipiert . Der Aufbau des Teams wird von der 
Leitung des Inklusionsteams geplant und durchgeführ t, die fundierte sportpsychologische 
Kenntnisse aufweist. 
Selbstverständlich gehören zu einer gesunden Entwic klung die Stärkung sozialer und 
emotionaler Kompetenzen. Dies geschieht im Alltag d er offenen Ganztagsbetreuung durch 
eine wertschätzende und werte-vermittelnde Betreuun g durch die Mitarbeiter/innen. 
Darüber hinaus ist das multiprofessionelle Inklusio nsteam zur individuellen Förderung und 
Stärkung der Kinder in den verschiedenen Bereichen zuständig. 
8.2 Personal 
Nur gesunde und motivierte Mitarbeiter/innen können  sich optimal der Betreuung der uns 
anvertrauten Kinder widmen. Daher legt der Träger g roßen Wert auf ein angenehmes 
Arbeitsklima. Dazu gehören die Vereinbarkeit von Fa milie und Beruf, die Möglichkeit zu 
regelmäßigem Austausch im Team sowie die Möglichkei t, Ideen einzubringen und an 
Entscheidungen beteiligt zu werden.

18 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Im Rahmen von Fortbildungen werden Team-Fortbildung en angeboten, um die 
Zusammenarbeit und den Zusammenhalt im Team zu opti mieren. Zudem ist eine 
Weiterbildung zum Thema „Stressmanagement“ geplant. 
Die Mitarbeiter/innen von SJK & Co e.V. profitieren  von einem umfangreichen betrieblich 
geförderten Sport- und Bewegungsprogramm. Dazu zähl en bspw. die betriebliche 
Krankenzusatzversicherung, die Nutzung eines E-Bikes oder die Übernahme der Kosten für ein 
Fitness-Studio (siehe 4.1). 
9. Querschnittsaufgaben 
Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. stellt bei Bedarf Schulbegleiter/innen an den 
Standorten in Münster sowie Schulsozialarbeiter/innen.  
Zudem ist der Verein SJK & Co e.V. in der offenen Kinder- und Jugendarbeit aktiv (Jugendarbeit 
in Schule, Kinder- und Jugendtreff bspw. am Skaterp latz in Mecklenbeck, Kinder- und 
Jugendmobil, Angebote für Kinder mit Fluchterfahrung). 
Eine verlässliche Ferienbetreuung an verschiedenen Standorten sowie ein Firmenservice 
gehören ebenfalls zu den Angeboten von Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Zudem bietet der Träger SJK & Co e.V. im Rahmen der  Elternarbeit die Möglichkeit eines 
vertrauensvollen Erstkontakts bei Beratungswünschen . Der Träger verweist dann weiter an 
spezialisierte Institutionen. 
10. Vernetzung 
Der Träger arbeitet eng mit den Sozialakteuren am j eweiligen Standort zusammen. An allen 
OGS Standorten werden enge Kooperationen mit den ör tlichen Sportvereinen (z.B. Reiterhof 
Stuft, SC-Hansa), städtischen und kirchlichen Einri chtungen, Vereinen (z.B. Lebenshilfe 
Münster), heilpädagogischen Tagesgruppen und Kindertagesstätten gepflegt.  
Im Rahmen der Qualitätsentwicklung ist für „Schule Jugend Kids & Co. e.V.“ sehr wichtig, eine 
gute Zusammenarbeit mit den Schulträgern, Schulleit ungen und anderen Akteuren rund um 
die Schulverwaltung zu führen. Die Teilnahme an örtlichen und überörtlichen Qualitätszirkeln 
ist hier ein elementarer Baustein. Selbstverständli ch ist für ein Träger der freien Jugendhilfe 
die Kooperation mit dem Amt für Kinder, Jugendliche  und Familien ebenfalls ein wichtiger 
Bestandteil zum Wohle der zu betreuenden Kinder und deren Familien. 
Des Weiteren besteht durch regelmäßige Teamsitzungen auf und zwischen den 
verschiedenen Ebenen eine enge Vernetzung innerhalb des Vereins.

19 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
11. Was macht den Verein Schule Jugend Kids & Co e.V. aus? 
11.1 Prinzipien eines gemeinnützigen Vereins 
Als gemeinnützigem Verein ist das Grundprinzip von Schule Jugend & Co e.V. das Wohl der 
(Schul-) Gemeinschaft zu fördern. Dabei stehen selbstverständlich die Kinder im Mittelpunkt. 
Aber auch ihre Eltern/ Erziehungsberechtigten, die Betreuer/innen und das weitere 
pädagogische sowie schulische Team gehören zur Schu lgemeinschaft. Schule Jugend Kids & 
Co e.V. richtet den Fokus auf die Interessen und Be dürfnisse der Schulgemeinschaft mit dem 
Ziel die bestmögliche Betreuung für die Kinder im Rahmen der OGS zu realisieren. 
Die Mitarbeitenden von SJK & Co e.V. können dem Verein auf Wunsch beitreten. 
11.2. Entstehungsgeschichte und Entwicklung von Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. hat sich vo n der Idee eine Jugendtreffs in Münster-
Mecklenbeck über die Zeit zu einem erfahrenen und e tablierten freien Träger der 
außerschulischen Betreuung in Münster und dem Umland entwickelt. SJK & Co e.V. profitiert 
von der schrittweisen Annäherung an das Thema der o ffenen Ganztagsschule und dem 
dadurch erworbenen Erfahrungsschatz. Inzwischen ist  die Offene Ganztagsschule zum 
Herzstück des Trägers geworden, an der SJK & Co e.V. kontinuierlich weiterarbeitet 
Der Träger „Schule Jugend Kids & Co. e. V.“ kann ei ne 17-jährige Erfahrung im OGS Bereich 
aufweisen. Am 01.08.2006 wurde die erste Trägerscha ft einer OGS Schule in Münster 
übernommen. Seitdem ist der Verein stetig gewachsen . Mittlerweile werden acht OGS 
Grundschulen vom Träger betreut. Dem Träger ist es wichtig, die Individualität jeder Schule zu 
bewahren, so dass das vorliegende Konzept jederzeit  in Absprache mit der Schulleitung und 
dem pädagogischen Team vor Ort angepasst werden kann.  
Aufgrund der Erfahrungen bei Trägerwechsel verfügt der Träger über ausreichend Knowhow 
bei der Übernahme des vorhandenen Personals. Falls nötig bzw. gewünscht kann 
selbstverständlich neues Personal gestellt werden. 
11.3 Teamstruktur und Teamentwicklung 
Schule Jugend Kids & Co e.V. ist ein gewachsener Ve rein, der durch flache Hierarchien und 
Flexibilität gekennzeichnet ist. Durch regelmäßige Teamsitzungen innerhalb und zwischen den 
OGS-Teams sowie auf unterschiedlichen Ebenen besteht eine enge Verzahnung zwischen den 
Teams der Schulen und ein effizienter Erfahrungstau sch. Zudem werden regelmäßig 
Weiterbildungen zu relevanten Themen angeboten. 
11.4 Inhaltliche Schwerpunkte 
Der Verein SJK & Co e.V. unterliegt als gemeinnütziger Verein den Grundprinzipien eines 
solchen (siehe 1.1 und 11.1).

20 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Darüber hinaus setzt der Träger Schwerpunkte in den Bereichen Inklusion und Integration 
(siehe 4.3 und 6.), Sport und Bewegung (siehe 4.4) sowie Partizipation (siehe 5.). 
11.5 Materielle Ausstattung 
Der Träger verfügt über eine Vielzahl an materiellen Ressourcen (z.B. Lego- und Snoezle-
Bauwagen, Bullis, Theater- und Zirkusequipment, digitale Ausstattung), die 
schulübergreifend eingesetzt werden.

21 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Anhang A 
Das Lernzeitenkonzept von Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Um ein ruhiges Umfeld zu schaffen, lernen die Kinde r nach Möglichkeit in Gruppen mit ca. 
zehn Kindern derselben Altersstufe und haben feste Bezugspersonen. Erledigte Aufgaben 
werden von den Mitarbeitenden stichprobenartig auf ihre Sorgfalt überprüft, abgehakt und 
unterschrieben. Die Kontrolle der Richtigkeit der H ausaufgaben liegt aber weiterhin bei der 
Lehrkraft und den Eltern. Schafft es ein Kind nicht , die Hausaufgaben innerhalb des 
vorgesehenen Zeitraums zu erledigen, erfolgt eine R ückmeldung an die zuständige Lehrkraft 
und die Eltern über das Hausaufgabenheft. Hierbei w ird auch festgehalten, ob die 
Hausaufgaben für das Kind zu schwer bzw. zu umfangr eich waren oder, ob es auch an der 
Arbeitshaltung des Kindes lag. Kinder, die eine int ensivere Unterstützung während der 
Lernzeit benötigen, werden durch Lehrer/innen im Rahmen von Lehrerstunden unterstützt. 
Die Hausaufgabenbetreuung soll die Eltern so weit w ie möglich entlasten, aber nicht aus der 
Verantwortung entlassen. Dies bedeutet, dass die El tern weiterhin für eine inhaltliche 
Überprüfung der Hausaufgaben sowie für Beratungsges präche mit den Lehrkräften bei 
Lernschwierigkeiten zuständig sind. 
Die Lehrkräfte 
 unterstützen die Kinder drei Stunden (bei einer Gru ppengröße von 25 Kindern) in der 
Woche im OGS Förderunterricht.  
 schauen täglich ins Hausaufgabenheft, um die Notizen der Erziehungskräfte zu lesen. 
 stehen im regelmäßigen Austausch mit den Erziehungskräften. 
 
Die Erziehungskräfte der OGS 
 sorgen für einen ruhigen Arbeitsplatz und eine positive Lernatmosphäre. 
 geben bei Bedarf Starthilfe. 
 achten auf eine sorgfältige und übersichtliche Heftführung. 
 vergewissern sich, dass alle Aufgaben erledigt wurden. 
 geben den Lehrkräften und Eltern eine qualifizierte Rückmeldung über die Bearbeitung 
der Aufgaben und den dabei beobachteten Besonderheiten. 
Die Kinder 
 notieren sich die Hausaufgaben. 
 arbeiten konzentriert und stören die anderen Kinder nicht. 
 bemühen sich selbständig zu arbeiten. 
 achten auf eine sorgfältige und übersichtliche Heftführung. 
 holen nicht erledigte und unvollständige Hausaufgaben nach. 
 
Die Eltern/Erziehungsberechtigten

22 
Konzept für die außerschulische Betreuung 
© November 2021 Schule Jugend Kids & Co e.V. 
 schauen täglich ins Hausaufgabenheft, um die Notizen der Erziehungskräfte zu lesen. 
 sollen mit dem Kind die Hausaufgaben durchschauen, um so die Arbeit der Kinder 
wertzuschätzen und um Kenntnis über den Lern- und L eistungsstand des Kindes zu 
erhalten. 
 entscheiden, ob die Hausaufgaben, die in der Hausau fgabenzeit nicht vollständig 
erledigt wurden, zu Hause nachgearbeitet werden sollen. 
 erledigen die Leseaufgaben mit ihrem Kind. 
 
Die OGS Kinder sollen durch die Lehrkräfte eine spe zielle, auf die Bedürfnisse der Kinder 
zugeschnittene Förderung nutzen können. In diesen F örderstunden werden durch die 
Lehrkräfte Leistungsdefizite und Inhalte des Vormit tags vertieft und gefestigt. Zudem gibt es 
die Möglichkeit, eine Lernunterstützung durch das B ildungs- und Teilhabepaket zu 
beantragen. Auch hier unterstützen die Koordinatore n der OGS sowie sozial-pädagogische 
Fachkräfte der Schule die Eltern. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schule Jugend Kids & Co e.V. 
Harkortstraße 13 
48163 Münster 
Telefon: 0251 74 76 702 
Web: www.jugend-ms.de 
Mail: info@jugend-ms.de

AWO OGS-Konzept_Gottfried-von-Cappenberg-Schule

31288 Zeichen

BEREICH SCHULE
OGS-Konzeptz
Gottfried-von-Cappenberg-Schulez 
Münsterz 
Konzept für das außerschulische Angebot    
der Offenen Ganztagsschule (OGS) im Rahmen
der Überleitung der OGS in freie Trägerschaft

KONZEPT FÜR DAS AUSSERSCHULISCHE ANGEBOT DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE (OGS) DER GOTTFRIED-VON-CAPPENBERG-SCHULE
2      
INHALT
1.  Einleitung .............................................2
1.1  Rahmenbedingungen ..............................2
1.2.  Vorstellung der Arbeiterwohlfahrt
       Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen ....2
1.2.1 Das Leitbild der AWO ................................2
1.2.2 Die Anerkennung als freier Träger 
 der Jugendhilfe ......................................3
1.3.  Die Gottfried-von-Cappenberg-Schule......... 3
2. Die Struktur im Offenen Ganztag ................ 3
2.1  Tagesablauf ...........................................3
2.2  Räumlichkeiten ......................................4
2.3  Öffnungszeiten .......................................4
2.4  Ferienangebote ......................................4
2.5  Anmeldeverfahren ..................................4
2.6  Übergang von der Kita in die OGS ...............4
3. Pädagogische Ausrichtung der AWO .............4
3.1  Inklusion .............................................. 4
3.2  Kinder mit Fluchthintergrund ....................5
3.3  Kinderschutz.......................................... 5
3.4  Elternarbeit ...........................................5
3.5  Beschwerdemanagement ......................... 5
3.6  Genderthematik .....................................5
4. Partizipation .......................................... 5
4.1  Kinder ..................................................5
4.2  Eltern/Sorgeberechtigte ............................5
4.3  Personal ............................................... 5
5. Qualitätsentwicklung ............................... 6
6. Kommunikationsstruktur .......................... 6
7. Zumsammenwirken unterschiedlicher
  Professionen ..........................................6
7.1  Das Team der AWO ...................................6
7.2  Innerschulische Kooperation .....................6
7.3  Außerschulische Kooperation .....................7
7.4  Vernetzung im Sozialraum ........................ 7
8. Personalentwicklung ............................... 7
8.1  Fachkräftegewinnung und -ausbildung .......7
8.2  Bindung von 
	 Mitarbeiter*innen/Corporate	Benefits .......... 7
8.3  Fortbildungen ........................................7
9. Die AWO Unterbezirk 
	 Münsterland-Recklinghausen-Spezifika ....... 7
10. Anlagen ................................................ 7
 Qualitätshandbuch
KONTAKT
AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen
Miriam Maiburg (Bereichsleiterin Schule)
Wildermannstraße 69
45659 Recklinghausen  
Telefon: 02361 93167-51
m.maiburg@awo-msl-re.de
1. Einleitung
Die OGS ist ein Ort, an dem sich die Kinder angenommen 
und wohl fühlen sollen. Dies ist die Grundlage für individu-
elle Entfaltung, für Gemeinschaftserleben und Lernmotiva-
tion. Um einen solchen Ort zu gestalten, sind alle Akteure 
mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten, ihrer Fachlichkeit 
und ihrer Persönlichkeit gefragt. Die OGS als gemeinsamer 
Lern- und Lebensraum soll dazu beitragen, dass die Kin-
der in ihrem Sozialverhalten gestärkt werden, lernen, ihre 
Bedürfnisse zu erkennen und zu benennen, und Möglichkei-
ten erhalten, sich einzubringen und mitzugestalten. Erzie-
hung, Bildung und Betreuung kann aber nur im Sinne der 
Kinder gelingen, wenn Eltern, schulische Akteure und auch 
externe Partner*innen mit einbezogen werden. Daher ist es 
uns ein besonderes Anliegen, unsere OGS-Teams mit fach-
licher Expertise, bestmöglichen Rahmenbedingungen und 
gemeinsamer Qualitätsentwicklung in ihrer täglichen Pra-
xis und ihren vielfältigen Aufgaben zu unterstützen.
1.1 Rahmenbedingungen
Die gesetzlichen Vorgaben für die Offene Ganztagsschule 
(OGS) regelt der Grundlagenerlass „Gebundene und offene 
Ganztagsschulen sowie außerunterrichtliche Ganztags- und 
Betreuungsangebote in Primarbereich und Sekundarstufe 
I“ des Landes NRW vom 23.12.2010 in der aktualisierten 
Fassung vom 16.02.2018. Der Runderlass fordert eine Öff-
nung von Schule, die sich in der Beteiligung von außer-
schulischen Partnern, der Einbeziehung von unterschied-
lichen Professionen in die pädagogische Arbeit und in der 
Erschließung und Nutzung des Sozialraums widerspiegelt.
1.2 Vorstellung der Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk 
Münsterland-Recklinghausen
Die Arbeiterwohlfahrt im Unterbezirk Münsterland-Reck-
linghausen ist bunt und vielfältig. In den Kreisen Reckling-
hausen, Coesfeld und Borken ist der Unterbezirk seit Jah-
ren Kooperationspartner der Kommunen beim Ausbau des 
Ganztagsbetriebs im Primarbereich sowie an den weiterfüh-
renden Schulen. An 68 Schulen werden in enger Abstim-
mung mit der Schulleitung ganztägige Lernarrangements 
erarbeitet, um das pädagogische Leitbild der (Offenen) 
Ganztagsschule zu einer neuen Lernkultur umzusetzen.
In der Stadt Münster ist die AWO seit vielen Jahren als 
Kooperationspartnerin für die Schulsozialarbeit an drei 
Grundschulen sowie an einer weiterführenden Schule tätig. 
Neben Trägerschaften im Bereich Schule bietet die AWO 
zahlreiche Angebote in Münster und Umgebung, dazu 
gehören neben Seniorenwohnstätten ebenso Kitas, Jugend-
treffs, integrative Angebote oder Begegnungsstätten und 
diverse Hilfsangebote.
1.2.1 Das Leitbild der AWO
Die pädagogische Arbeit in der OGS orientiert sich am Leit-
bild der Arbeiterwohlfahrt. Die Grundwerte der AWO sind 
Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit, Toleranz und Soli-
darität. Dies bedeutet, dass die nationale oder konfessio-
nelle Zugehörigkeit bei den Zugangsvoraussetzungen zu

KONZEPT FÜR DAS AUSSERSCHULISCHE ANGEBOT DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE (OGS) DER GOTTFRIED-VON-CAPPENBERG-SCHULE
3      
den Einrichtungen der AWO keine Rolle spielt. Kulturelle 
Vielfalt gehört zu den Tatsachen unserer Gesellschaft und 
ist auch in der OGS ausdrücklich willkommen. Im sozialen 
Miteinander lernen die Kinder einander kennen und respek-
tieren. Die gemeinsamen Interessen der Kinder stehen im 
Mittelpunkt. Die AWO setzt sich dabei aktiv für das Errei-
chen von Chancengleichheit ein, indem sie die Inklusion in 
ihren Einrichtungen fördert und darüber hinaus zusätzli-
che Angebote zum Ausgleich von Benachteiligungen ent-
wickelt und anbietet.
1.2.2 Die Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe
Die Anerkennung des AWO Unterbezirks Münsterland-
Recklinghausen als Träger der Jugendhilfe existiert seit den 
60er Jahren und ist eine Anerkennung der Verbände der 
Freien Wohlfahrtspflege mit ihren Gliederungen. Für die 
AWO im Bezirk Westliches-Westfalen (seit dem 18. April 
1966) erstreckt sich die Anerkennung auf „ihre gegenwärtig 
und zukünftig angehörenden regionalen Untergliederun-
gen (Unterbezirke, Kreisverbände, Stadtverbände, Ortsver-
eine) im Lande Nordrhein-Westfalen“ (Bek. d. Ministeri-
ums für Arbeit, Gesundheit und Soziales v. 28.5.1990 - IV 
B 2 - 6104.0 (ab 29.7.2010 MFKJKS). Die Anerkennung 
ist auf der Website des Ministerium des Inneren des Lan-
des Nordrhein-Westfalen unter folgendem Link zu errei-
chen: https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_text_anzeigen?v_
id=61020161014172262530.
1.3 Die Gottfried-von-Cappenberg-Schule in Münster
An der Thomas-Morus-Schule werden zur Zeit 265 Schü-
ler*innen in 12 Klassen unterrichtet. Von ihnen besuchen 
199 Schüler*innen die Offene Ganztagsschule, 45 Kin-
der nehmen an der Bis-Mittag-Betreuung teil. Die Schule 
befindet sich um Stadtteil Duesberg, in der direkten Nach-
barschaft befinden sich das Clemenshospital, eine Senio-
renwohnanlage sowie der Duesberg-Park mit zahlreichen 
Spielmöglichkeiten. Besonders am pädagogischen Kon-
zept der Gottfried-von-Cappenberg-Schule ist sicherlich die 
Unterstützung durch einen Schulhund sowie „Mitarbeit“ 
von zwei Hühnern, die auch im AG-Angebot der OGS eine 
Rolle spielen.
2. Die Struktur im Offenen Ganztag
Um ein optimales Bildungs- und Betreuungsangebot im 
Rahmen der Offenen Ganztagsschule zu bieten, haben sich 
bei der AWO bestimmte Strukturen etabliert:
2.1 Tagesablauf
Der Tagesablauf der Schüler*innen im Offenen Ganztag 
wird im Wesentlichen durch das gemeinsame Mittagessen, 
die Erledigung der Hausaufgaben, das Freispiel und die AG-
Angebote strukturiert. Jeder dieser Bestandteile ist Teil des 
pädagogischen Konzeptes und erfährt demnach eine ent-
sprechende Ausgestaltung.
Mittagessen
Das gemeinsame Mittagessen ist die elementare Grund -
lage für das Wohlbefinden der Kinder. Jedes Kind hat das 
Recht auf eine warme Mahlzeit am Tag. Bei der AWO wird 
diesem Recht entsprochen, indem das Mittagessen als ver-
pflichtender und elementarer Bestandteil der OGS ausge -
staltet wird. Denn der tägliche Mittagstisch dient nicht 
nur der reinen Nahrungsaufnahme, vielmehr hat er für 
das soziale Lernen einen hohen Stellenwert. Die Kinder 
lernen verbindliche Tischregeln kennen, werden angehal-
ten, Rücksicht zu nehmen, zu teilen und sich gegenseitig 
zu helfen. Beim Mittagessen wird eine Esskultur vermit -
telt, bei der neben der Gemeinschaft auch eine gesunde 
und ausgewogene Ernährung eine wichtige Rolle spielt. 
Die Mahlzeiten sind kindgerecht und ausgewogen. Die 
Essenssituation bietet Raum für kommunikativen Aus -
tausch und sollte in gemütlicher Atmosphäre eingenom -
men werden.
Hausaufgaben
Die Rahmenbedingungen für die Hausaufgaben sind größ-
tenteils gesetzlich geregelt. Das gilt für den zeitlichen 
Umfang sowie für die Unterstützung durch Lehrerstunden. 
Grundsätzlich gelten bei der AWO Unterbezirk Münster-
land-Recklinghausen folgende Grundsätze für die pädago-
gische Hausaufgabenbegleitung:
- Die Anfertigung der Hausaufgaben erfolgt in einem 
separaten (Klassen-)Raum in ruhiger Arbeitsatmosphäre.
- Die Hausaufgabenbegleitung ist keine Nachhilfe. 
Die Kinder werden angeleitet, ihre Hausaufgaben 
eigenständig zu erledigen.
- Lernen und Lesen finden zu Hause statt.
- Die Eltern tragen die letzte Verantwortung für die 
Erledigung der Hausaufgaben.
Über diese Grundsätze hinaus werden standortspezifische 
Absprachen zu Räumlichkeiten, Gruppengröße, Perso-
nal, Materialeinsatz sowie Regeln getroffen. Jeder Stand-
ort erstellt dadurch ein eigenes Hausaufgabenkonzept, wel-
ches allen Beteiligten bekannt gemacht wird. Dabei ist ein 
Dialog über Erwartungshaltungen, Umfang und Zielsetzung 
der Hausaufgaben unerlässlich.

KONZEPT FÜR DAS AUSSERSCHULISCHE ANGEBOT DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE (OGS) DER GOTTFRIED-VON-CAPPENBERG-SCHULE
4      
AG-Angebote und ganzheitliche Bildung
Die AGs finden in Zusammenarbeit mit Übungsleiter*innen 
und unterschiedlichen Institutionen (z.B. Musikschule oder 
Sportvereine) statt. Die Bandbreite der AGs reicht von Com-
puterkursen bis hin zu kreativen, musikalischen und sport-
lichen oder ökologischen Angeboten und richtet sich nach 
den Bedarfen und Interessen der Schüler*innen.
Freispiel
Neben den festen, angeleiteten Angeboten haben die Kin-
der auch immer die Möglichkeit, ihre Zeit frei zu gestal-
ten. Während des Freispiels werden die Kinder zu intensiver 
Kommunikation untereinander ermutigt. Neben der Kom-
munikation ist auch die Bewegung ein wichtiger Baustein 
in der sozialen Interaktion.
Darüber hinaus ist das angeleitete Freispiel ein wichtiger 
Bestandteil der pädagogischen Arbeit, bei dem der Rahmen 
der gewählten Aktivität vom Betreuungspersonal gesetzt 
wird. Hierzu gehören beispielsweise Spiele im Freien, Koch- 
und Backaktivitäten oder ähnliches.
2.2  Räumlichkeiten
Die Kinder werden in der OGS der Gottfried-von-Cappen-
berg-Schule in acht festen Gruppen betreut, sodass auch 
acht Gruppenräume zur Verfügung stehen. Das Mittages-
sen wird im Speiseraum eingenommen und die Klassen-
räume werden ebenfalls für die Erledigung der Hausauf-
gaben genutzt. Weitere Räumlichkeiten (z.B. Musikraum, 
Werkraum, Aula, Sporthalle) sind ebenso für die Nutzung 
im Nachmittagsbereich vorgesehen.
2.3 Öffnungszeiten
Die OGS-Öffnungszeiten sind per Erlass geregelt. Danach 
beginnt die Zeit im Offenen Ganztag nach Unterrichts-
schluss, spätestens aber um 11:30 Uhr und endet um 16:00 
Uhr, frühestens aber um 15:00 Uhr. Es wird erwartet, dass 
die Kinder in der Regel an fünf Wochentagen teilnehmen. 
Ausnahmen sind erlaubt, müssen jedoch von der Schullei-
tung im Voraus genehmigt werden. Die AWO hat dabei feste 
Entlasszeiten um 15:00 Uhr und um 16:00 Uhr zum Wohl 
der Kinder bereits konzeptionell verankert. Eine ganztägige 
Öffnung der OGS kann in Ausnahmen wie bei Lehrerausflü-
gen oder Ganztagsfortbildungen der Lehrer*innen erfolgen. 
Auf Wunsch kann eine Frühbetreuung vor Schulbeginn 
ergänzt werden. Eine Randzeitenbetreuung von 7:00 Uhr 
und/oder bis 17:00 Uhr richtet sich nach den Bedarfen vor 
Ort, ebenso die Einrichtung einer Bis-Mittag-Betreuung.
2.4 Ferienangebote
Auch bei der Ferienbetreuung stehen die Bedarfe der Kin-
der im Vordergrund. Das bedeutet, dass umfassende Betreu-
ungszeiten mit attraktiven Ferienprogrammen angeboten 
werden. Neben gemeinsamen Aktivitäten steht den Kin-
dern genügend Freiraum zur Verfügung, um sich mit eige-
nen Ideen zu entfalten und auch Ruhephasen zu genießen. 
Die Ferien dienen dem zwanglosen Entdecken, dem Spiel 
und der Entspannung. Die Ferienbetreuung für die Kinder 
der OGS wird in der Regel mit Ausnahme von drei Wochen 
in den Sommerferien und der Zeit zwischen Weihnachten 
und Neujahr in allen Schulferien und an beweglichen Feri-
entagen angeboten. Sie findet an den Werktagen in der Zeit 
von 8:00-16:00 Uhr statt und kann individuell in Anspruch 
genommen werden.
Der Ferientag beinhaltet neben einer gestalteten Früh-
stückszeit und dem gemeinsamen Mittagessen pädagogi-
sche Angebote, die einem Ferienmotto folgen. Als Träger 
stehen wir aber auch neuen Konzepten, die sich für den 
Schulstandort bewährt haben, offen gegenüber. 
Auch eine trägerübergreifende Lösung mit anderen 
Standorten ist denkbar, sodass die Eltern die Möglichkeit 
erhalten, die Ferienbetreuung z.B. mit den Betreuungszei-
ten der Geschwisterkinder in Kindertagesstätten o.ä. abzu-
stimmen. 
2.5 Anmeldeverfahren
In der Regel sollten die Neuanmeldungen für das kommende 
Schuljahr bis Ende Mai abgeschlossen sein. Soweit noch 
OGS-Plätze frei geblieben sind, haben Nachrücker*innen bis 
zum 15.10. Zeit, sich für das laufende Schuljahr anzumel-
den. Sollte eine begrenzte Raumkapazität vorliegen, kön-
nen in Kooperation mit der Stadt Aufnahmekriterien festge-
legt werden. Wird während des Schuljahres ein Platz in  der 
OGS frei, erfolgt ein Nachrückverfahren. Die Verträge sol-
len von den Eltern direkt mit der AWO geschlossen werden.
2.6 Übergang von der Kita in die OGS
Der Übergang von der Kita in die Offene Ganztags-
schule bedeutet zunächst den Wechsel von einem vertrau-
ten Lebensumfeld in einen neuen und fremden Lebens-
abschnitt. Ziel der OGS ist es dabei, Vorfreude zu wecken 
sowie Ängsten und Überforderungen vorab entgegenzuwir-
ken. Ein besonders Augenmerk liegt oftmals bei den Kin-
dern mit besonderen Förderbedarfen.
3. Pädagogische Ausrichtung der AWO
Unter Bildung verstehen wir mehr als nur die Vermittlung 
und Verarbeitung positiven Wissens. Bildungsprozesse sind 
nur dann erfolgreich, wenn ein umfassendes und ganzheit-
liches Bildungsverständnis Grundlage des pädagogischen 
Handelns ist. Die Offene Ganztagsschule ist dabei eine 
Kombination von Schule und klassischen Angeboten der 
Jugendhilfe. Die pädagogische Ausrichtung ist ressourcen-
orientiert und darauf bedacht, den Kindern eine Teilnahme 
am OGS-Alltag zu ermöglichen, die positiv besetzt ist und 
die Kinder in der jeweiligen Entwicklung fördert. Der Pro-
zess der Inklusion ist damit bereits in unserem Grundver-
ständnis von OGS angelegt und wird stetig vorangetrieben.
3.1 Inklusion
Gemäß dem Index für Inklusion (Tony Booth und Mel Ain-
scow, 2003) ist es notwendig, die individuellen Barrieren 
für die Teilhabe zu erkennen und klar zu benennen, um 
sie im Anschluss auf ein Minimum zu reduzieren oder zu 
beseitigen. Diese Analyse ist auch bei der AWO ein ständi-

KONZEPT FÜR DAS AUSSERSCHULISCHE ANGEBOT DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE (OGS) DER GOTTFRIED-VON-CAPPENBERG-SCHULE
5      
ger Arbeitsprozess, aus dem sich die weiteren Schritte auf 
unterschiedlicher Ebene ergeben:
Haltung/Wertvermittlung: Vermittlung gemeinschaftsfördern-
der Werte verbunden mit der Förderung der positiven Hal-
tung zu Inklusion.
Pädagogisches Konzept: Stetige Auseinandersetzung mit dem 
pädagogischen Konzept, um Bedürfnissen und Erfordernis-
sen gerecht zu werden.
Kommunikationsstrukturen/Vernetzung: Einrichtung und Aus-
bau eines multiprofessionellen Austauschs zur Etablierung 
einer verlässlichen Regelkommunikation
Fachwissen/Erfahrung: Effektiver pädagogischer Austausch 
und Fachberatungen
Qualitätsentwicklung: Kleinschrittige Vorgehensweise beim 
Abbau von Barrieren, um Arbeitsprozesse zu verbessern.
3.2 Kinder mit Fluchthintergrund
Kinder mit Fluchthintergrund sind durch ihre Flucht-
geschichte in besonderer Weise geprägt, müssen sich in 
Deutschland mit einer völlig neuen Lebenswelt zurechtfin-
den und verfügen dazu über keinerlei Deutschkenntnisse. 
Mit ihren unterschiedlichen Sozialisationswegen und reli-
giösen Prägungen bereichern die Kinder die OGS-Gruppe, 
indem sie die Neugierde anderer Kinder wecken und ihre 
Hilfsbereitschaft fördern. Innerhalb der AWO kann auf 
Erfahrungen und Materialien aus einem Zusatzprogramm 
für geflüchtete Kinder in Marl und Recklinghausen zurück-
gegriffen werden. Somit ist es möglich, schnelle und kom-
petente Integrationsangebote, auch mit Hilfe der Schulsozi-
alarbeit vor Ort, zu erarbeiten und umzusetzen. 
3.3 Kinderschutz
Das Thema Kinderschutz hat einen besonderen Stellenwert 
bei der AWO. Alle Teamleitungen und pädagogischen Fach-
kräfte werden zu dem Thema geschult und sind mit dem 
Verfahren im Falle einer Kindeswohlgefährdung vertraut. 
Neben der fachlichen Qualifizierung wird so eine hohe Sen-
sibilisierung für den Kinderschutz gewährleistet. Unsere 
Stabstelle für Gewaltprävention steht dabei mit insofern 
erfahrenen Fachkräften für die Beratung und Begleitung 
unserer Mitarbeiter*innen zur Seite. Alle notwendigen Pro-
zesse und Formulare zur Umsetzung des Schutzauftrages 
bei Kindeswohlgefährdung sind auf der Homepage der AWO 
im internen Bereich hinterlegt und stehen den Mitarbei-
ter*innen jederzeit zur Verfügung.
3.4 Elternarbeit
Die Zusammenarbeit mit den Eltern in der OGS ist für den 
Erziehungsprozess der Kinder von großer Bedeutung. Unser 
Ziel ist es, Transparenz herzustellen, indem die Eltern Ein-
blick in die pädagogische Arbeit erhalten. Für uns ist es 
selbstverständlich, offen und ohne Vorurteile auf die Eltern 
einzugehen.
3.5 Beschwerdemanagement
Beschwerden werden in der AWO sehr ernst genommen 
und sorgfältig bearbeitet. In der Beschwerde liegt eine 
Chance, gemeinsam nach tragfähigen Lösungen zu suchen. 
Ein Prozess zum Beschwerdemanagement ist daher fest 
implementiert.
3.6 Genderthematik
Das Leitbild der AWO steht für Vielfalt in allen Bereichen. 
Aus diesem Grund bemüht sich die AWO um eine viel-
faltssensible Sprache. Diese umfasst einen geschlechter-
neutralen Sprachgebrauch, der zur Gleichberechtigung der 
Geschlechter und zu einer inklusiven Sprache aller sexu-
ellen und geschlechtlichen Identitäten beiträgt. In den 
Offenen Ganztagsschulen werden zu den koedukativen 
Angeboten auch spezielle Jungen- und Mädchenprojekte 
angeboten. Die Mitarbeiter*innen, die als Vorbilder fungie-
ren, fördern damit den Austausch und sensibilisieren die 
Kinder für dieses Thema.
4. Partizipation
Damit der OGS-Alltag gelingen kann und alle Bedürfnisse 
berücksichtigt werden können, liegt uns das Miteinbeziehen 
aller Beteiligten sehr am Herzen.
4.1 Kinder
Kinder haben mitunter eine andere Wahrnehmung als 
Erwachsene und dadurch auch andere Bedarfe, die sich dem 
pädagogischen Betreuungspersonal nicht immer auf direk-
tem Wege erschließen. Aus diesem Grund ist die Partizipa-
tion der Kinder in Form von Frage-Antwort-Runden oder 
in einem OGS-Parlament ein wesentlicher Bestandteil der 
pädagogischen Arbeit vor Ort. So ist sichergestellt, dass die 
Bedarfe z.B. beim AG-Angebot, bei der Essensauswahl oder 
auch bei der Raumgestaltung berücksichtigt werden kön-
nen.
4.2 Eltern
Damit die Eltern einen Einblick in die pädagogische Arbeit 
der OGS bekommen, ist ein Elternabend, an dem das päda-
gogische Betreuungspersonal teilnimmt, obligatorisch. Dort 
wird über das pädagogische Konzept informiert und es gibt 
Gelegenheit, die Räumlichkeiten anzuschauen. Über Neu-
erungen und Änderungen informieren die Teamleitungen 
im Verlauf des Schuljahres durch schriftliche Elternmittei-
lungen. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, einen Termin 
für ein Elterngespräch mit der Teamleitung zu vereinbaren. 
Selbstverständlich sind auch Tür-und-Angel-Gespräche bei 
Abholung der Kinder mit der Gruppenleitung möglich.
4.3 Personal
Auch die Miteinbindung der Bedarfe der Mitarbeiter*in-
nen ist uns ein Anliegen. So soll das pädagogische Betreu-
ungspersonal je nach persönlichen Interessen AG-Ange-
bote planen und durchführen. Das Team bekommt dann 
die Möglichkeit, zusätzliche AG-Angebote durch externe 
Kooperationspartner anbieten zu können, falls die eigenen 
Mitarbeiter*innen nicht über die Qualifikation verfügen.

KONZEPT FÜR DAS AUSSERSCHULISCHE ANGEBOT DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE (OGS) DER GOTTFRIED-VON-CAPPENBERG-SCHULE
6      
5. Qualitätsentwicklung
Die Qualitätsentwicklung hat einen großen Stellenwert bei 
der AWO ist sowohl strukturell durch den Qualitätszirkel 
und seine Unterarbeitsgruppen verankert als auch ständi-
ger Teil der entsprechenden Sitzungen innerhalb des Berei-
ches Schule (Koordinationssitzung, Teamleitungsrunden, 
Teambesprechungen, Arbeitskreise mit pädagogischen 
Themenschwerpunkten). Neben der AWO-internen Quali-
tätsentwicklung nehmen die OGS-Koordinator*innen und 
Teamleitungen auch an kommunalen Qualitätszirkeln teil. 
Dabei geht es insbesondere um die Fortschreibung von 
Konzepten, Personalentwicklung sowie Entwicklung von 
Vernetzungen. Ein Qualitätshandbuch für den Bereich Offe-
nen Ganztagsschulen wurde bereits 2019 entwickelt und 
steht jeder Einrichtung und jedem*r Mitarbeiter*in zur Ver-
fügung. Das Qualitätshandbuch wird fortlaufend durch die 
Ergebnisse der unterschiedlichen Qualitätszirkel ergänzt, 
vervollständigt und aktualisiert.
6. Kommunikationsstruktur
Die Regelkommunikation dient dem fachlichen Austausch, 
der Informationsweitergabe, einer reibungslosen Organi-
sation und der Qualitätsentwicklung. Im Bereich Schule 
umfasst die Regelkommunikation intern die Fachbereichs-
leitungsebene, die Koordinationsebene, die Ebene der 
Teamleitungen sowie die Teamsitzungen in der OGS vor Ort. 
Somit sind alle Mitarbeiter*innen des Bereiches durch die 
Kommunikationsstruktur vernetzt. Die Informationen und 
Bedarfe aus allen Gremien werden im Qualitätszirkel auf-
gegriffen und sind Grundlage für den Prozess der Quali-
tätsentwicklung. So ist gewährleistet, dass die Qualitätsent-
wicklung auf echte Bedarfe aus der Praxis vor Ort reagiert.
7. Zusammenwirken 
unterschiedlicher Professionen
Um eine optimale Betreuung im Offenen Ganztag sicherzu-
stellen, ist ein Zusammenwirken unterschiedlicher Profes-
sionen unumgänglich. Diese soll vor allem die Verzahnung 
des Vor- und Nachmittags zum Ziel haben, um ein ganz-
heitliches Bildungsangebot zu gewährleisten.
7.1 Das Team der AWO
Alle pädagogischen Mitarbeiter*innen des OGS-Teams sind 
bei der AWO angestellt. Zum pädagogischen Team in der Ein-
richtung zählen die OGS-Teamleitung, die pädagogischen 
Fachkräfte sowie die pädagogischen Ergänzungskräfte. Der 
Stundenumfang richtet sich gemäß OGS-Finanzierungs-
konzept der Stadt Münster nach den Qualitätsstandards 
der Offenen Ganztagschulen in Münster (V/0766/2018 vom 
14.09.2018), welche von Trägerseite vollumfänglich unter-
stützt und umgesetzt werden. Erweitert werden kann das 
Team im Rahmen der vorgegebenen Finanzierung durch 
sonstige Kräfte wie Berufspraktikant*innen, FSJler*innen 
oder Bundesfreiwilligendienstler*innen. Mitarbeiter*innen 
in der Funktion einer Team- oder Gruppenleitung müs-
sen eine pädagogische Fachausbildung nachweisen. Für die 
Ergänzungskräfte sind eine pädagogische Weiterbildung 
oder Vorkenntnisse wünschenswert. 
7.2 Innerschulische Kooperation
Für eine gelungene innerschulische Kooperation wird 
immer eine gleichberechtigte, multiprofessionelle Zusam-
menarbeit auf Augenhöhe angestrebt. Die Schule ist ein 
wichtiger Bestandteil der Kinder, daher ist es von großer 
Bedeutung, beide Systeme als Einheit zu betrachten und 
entsprechend zu handeln. Durch die Festlegung im Erlass 
des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Lehrer-
stunden im Ganztag einzusetzen, wird das Ziel der Verzah-
nung von Vor- und Nachmittag gestärkt. Unterstützt wird 
diese Verzahnung neben der gemeinsamen Konzepterarbei-
tung auch durch gemeinsame Fortbildungen oder wechsel-
seitigen Austausch durch die Teilnahme von OGS-Personal 
an Konferenzen bzw. von Lehrer*innen an Teamsitzungen. 
Der Umgang mit der   
Corona-Pandemie in der OGS
Die aktuelle Situation, hervorgerufen durch den pan -
demischen Ausbruch des Corona-Virus, betrifft alle 
Lebensbereiche und stellt insbesondere auch alle im 
Umfeld von Schule tätigen Personen vor neue Heraus-
forderungen. Diesen stellen wir uns im AWO Unter -
bezirk Münsterland-Recklinghausen täglich auf allen 
Ebenen.
Der Schutz der uns anvertrauten Kinder, unserer 
Mitarbeiter*innen sowie aller weiteren Beteiligten der 
OGS und der 8-1-Betreuung ist unser oberstes Gebot. 
Daher haben wir mit Beginn der Pandemie im Frühjahr 
2020 für alle relevanten Bereiche Hygiene-, Pande -
mie- und Notfallpläne entwickelt. Diese werden unter 
Maßgabe der jeweils geltenden Gesetze und Vorschrif-
ten fortlaufend aktualisiert und unseren Einrichtungen 
zentral zur Verfügung gestellt. 
Durch die enge Kooperation von Schulverwaltung, 
Schulleitungen und Betreuungsteams sowie unsere 
transparente Kommunikation mit den Eltern ist sicher-
gestellt, dass alle beteiligten Akteure über die Maß -
nahmen informiert sind. Ein informativer Austausch 
mit dem Gesundheitsamt ist für uns ebenso selbstver-
ständlich wie die digitale Ausstattung der Teams vor 
Ort mit Laptops inklusive Programmen für die digitale 
Kommunikation, um einrichtungsübergreifende Kon -
takte zu reduzieren.

KONZEPT FÜR DAS AUSSERSCHULISCHE ANGEBOT DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE (OGS) DER GOTTFRIED-VON-CAPPENBERG-SCHULE
7      
Gemeinsame Gespräche über den Entwicklungsstand sind 
dabei für die Förderung der Vernetzung unerlässlich. Die 
Kommunikation innerhalb des Gesamtgefüges ist von zen-
traler Bedeutung. Dabei ist ein täglicher Austausch insbe-
sondere von Schulleitung und Teamleitung oder ein Infor-
mationsgespräch mit festem Termin für Klassen- und 
Gruppenleitungen sinnvoll.
7.3 Außerschulische Kooperation
Die Kooperation der Offenen Ganztagsschule mit Jugend-
hilfe und außerschulischen Bildungspartnern ist ein wich-
tiger Bestandteil ihres Bildungsauftrags. Die Kooperationen 
mit dem Jugendamt, dem familienunterstützenden Dienst 
und den Beratungsstellen ist demnach ebenso selbstver-
ständlich wie mit Kindertagesstätten oder Familienzentren 
oder diversen Freizeiteinrichtungen der Jugendhilfe.
7.4 Vernetzung im Sozialraum
Die außerschulische Verzahnung in den Sozialraum fördert 
zusätzlich die Akzeptanz des regionalen Umfeldes für den 
Offenen Ganztag und bietet den Kindern eine Einbindung 
in kommunale Einrichtungen und Vereine, die auch Basis 
für eine langfristige Verbindung sein kann. Die AWO Müns-
terland-Recklinghausen ist dabei im Stadtgebiet Müns-
ter bereits stark engagiert: Neben dem Begegnungszent-
rum „Coerde mittendrin“, in dem Raum zum Austausch, zur 
Vernetzung und für Gruppenangebote gegeben ist, ist die 
AWO ebenfalls Trägerin der Schulsozialarbeit an drei wei-
teren Grundschulen und an einer weiterführenden Schule. 
8. Personalentwicklung
Die AWO sieht sich – auch im Hinblick auf den akuten 
Fachkräftemangel – in der Verantwortung, den Mitarbei-
ter*innen ein Arbeitsfeld zu bieten, in dem sie sich wohl-
fühlen und weiterentwickeln können.
8.1 Fachkräftegewinnung und –ausbildung
Um dem Fachkräftemangel auch zukünftig entgegenwirken 
zu können, engagiert sich die AWO auch als Kooperations-
partnerin von Hochschulen und Berufskollegs. In den dua-
len Studiengängen „Soziale Arbeit“ und „Kindheitspädago-
gik“ der IU Münster kann die Offene Ganztagsschule als 
Praxisort ebenso fungieren wie in den PIA-Ausbildungs-
gängen der regionalen Berufskollegs. Die überregional 
eingerichtete Stellenbörse der AWO ermöglicht die Perso-
nalgewinnung im gesamten Bundesgebiet. Die Veröffent-
lichungen von Stellenanzeigen auf kommunalen Portalen, 
sozialen Netzwerken und in verschiedenen Printmedien und 
die gute regionale Vernetzung gewährleistet nach wie vor 
eine optimale Stellenbesetzung.
8.2 Bindung von Mitarbeiter*innen/Corporate Benefits
Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter*innen ist uns ein 
besonderes Anliegen und hat einen besonderen Stellenwert 
bei der AWO. Neben einer tariflichen Bezahlung und Mög-
lichkeiten zur kollegialen Fall- und Fachberatung haben die 
Mitarbeiter*innen bei der AWO die Möglichkeit, von zahl-
reichen Corporate Benefits für den Freizeitbereich zu profi-
tieren. Auch die Gelegenheit zur Nutzung eines „Jobbikes“ 
ist gegeben und wird durch die Mitarbeiter*innen gerne 
angenommen.
8.3 Fortbildungen
Die Fortbildung der Mitarbeiter*innen im Offenen Ganztag 
ist auf der einen Seite ein wichtiger Baustein der Quali-
tätsentwicklung, auf der anderen Seite tragen individuelle 
Entwicklungsmöglichkeiten zum Wohlbefinden der Mitar-
beiter*innen bei. Bei der Themenwahl und der Organisa-
tion der Fortbildungen werden die Bedarfe der OGS-Kin-
der und der Mitarbeiter*innen sowie die Besonderheiten der 
einzelnen Schulstandorte und Schulprofile berücksichtigt. 
Die AWO verfügt mit dem Lotte-Lemke-Bildungswerk mit 
Sitz im Lucy-Romberg-Haus in Marl über ein eigenes Fort- 
und Weiterbildungswerk, sodass hier die Möglichkeit einer 
engen Kooperation besteht und gewünschte Fortbildungs-
themen aufgenommen und zeitnah umgesetzt werden kön-
nen. Ergänzt wird das Fortbildungsangebot durch ein gutes 
Netzwerk und die enge Zusammenarbeit mit externen Refe-
rent*innen. Tandemfortbildungen von OGS-Mitarbeiter*in-
nen und Lehrer*innen sind ausdrücklich erwünscht, da diese 
zur weiteren Verzahnung von Schule und OGS beitragen.
9. AWO Unterbezirk Münsterland- 
Recklinghausen-Spezifika
Für die Trägerschaft der Offenen Ganztagsschule der Gott-
fried-von-Cappenberg-Schule ist die Arbeiterwohlfahrt als 
große Trägerin von zahlreichen Angeboten optimal geeig-
net. Die AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen ist 
nicht nur bildlich ein Träger „mit offenem Herzen“, sondern 
möchte mit allen Beteiligten die Trägerschaft der Offenen 
Ganztagsschule als Herzensangelegenheit zum Wohle der 
Kinder und Familien erfüllen.
10. Anlagen
- Qualitätshandbuch „OGS in Vielfalt“
V.I.S.D.P.
Melanie Queck (Geschäftsführerin)
AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen
Clemensstraße 2-4
45699 Herten
FOTOS
istockphoto.com [2]: davidf, martin-dm
Stand: 12-2021

awo-msl-re.de

Outlaw OGS-Konzept_Gottfried-von-Cappenberg-Schule

81006 Zeichen

KONZEPT  
 
OGS  
GOTTFRIED VON CAPPEN- 
BERG SCHULE 
 
 
 
 
Stand: November 2021

SEITE 1 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
INHALTSVERZEICHNIS 
1 EINLEITUNG ...................................... ................................................................................................. 3 
2 TRÄGER .......................................... ..................................................................................................... 3 
2.1 Angebotsvielfalt .............................. ........................................................................................... 3 
2.2 „Outlaw macht Schule“ – Referenzen ............ ........................................................................ 4 
3 PÄDAGOGISCHE ARBEIT ............................. .................................................................................... 5 
3.1 Grundkonzept „Kita & More“..................... ............................................................................... 5 
3.2 Bild vom Kind ................................. .............................................................................................. 6 
3.3 Kinderrechte .................................. .............................................................................................. 6 
3.4 Partizipation ................................. ............................................................................................... 7 
3.5 Kinderkonferenz ............................... .......................................................................................... 7 
3.6 Integration/Inklusion ......................... ........................................................................................ 8 
3.7 Interkulturalität ............................. .............................................................................................. 8 
4 BIS-MITTAG-BETREUUNG ............................ .................................................................................... 8 
5 STRUKTUR DES OFFENEN GANZTAGS ................... ...................................................................... 8 
5.1 Tagesablauf außerhalb der Ferien (Regelbetrieb)  .............................................................. 8 
5.2 Hausaufgabenbetreuung ......................... ................................................................................ 9 
5.3 Fördergruppen ................................. ........................................................................................ 11 
5.4 AGs ........................................... ................................................................................................... 11 
5.5 Freizeitangebote im Alltag .................... ................................................................................ 12 
5.6 Ferienprogramm ................................ ...................................................................................... 13 
5.7 Gestaltung von Übergängen ..................... ............................................................................ 13 
5.8 Mittagessen ................................... ........................................................................................... 14 
6 PERSONAL ........................................ .............................................................................................. 15 
6.1 OGS-Koordinator*in ............................ .................................................................................... 15 
6.2 Angestellte Mitarbeiter*innen ................. ............................................................................ 16 
6.3 Freie Mitarbeiter*innen ....................... .................................................................................. 17 
6.4 Hauswirtschaftskräfte ......................... ................................................................................... 17 
6.5 Fachgebietsleitung ............................ ...................................................................................... 17 
6.6 Teamsitzungen ................................. ........................................................................................ 17 
6.7 Fortbildung ................................... ............................................................................................ 18 
6.8 Ausbildungsort ................................ ......................................................................................... 19

SEITE 2 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
7 ZUSAMMENARBEIT MIT DER SCHULE ................... .................................................................... 19 
7.1 Schulleitung .................................. ............................................................................................ 19 
7.2 Lehrerkollegium ............................... ........................................................................................ 19 
8 ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSPARTNERSCHAFT ........... ........................................................ 19 
8.1 Elternarbeit .................................. ............................................................................................. 20 
8.2 Elternversammlungen ........................... ................................................................................. 21 
8.3 Anlassbezogene Elternabende ................... .......................................................................... 21 
9 VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF ............. ............................................................... 21 
9.1 Öffnungszeiten ................................ ........................................................................................ 22 
10 QUALITÄTSMANAGEMENT ............................ .............................................................................. 22 
10.1 Beschwerdemanagement ......................... ............................................................................ 22 
10.2 Kinderschutz ................................. ............................................................................................ 23 
11 NETZWERKARBEIT UND KOOPERATION ................. ................................................................ 24 
12 ANSPRECHPARTNER*INNEN .......................... ............................................................................ 25 
13 ORGANIGRAMM MÜNSTER ............................ ............................................................................. 26

SEITE 3 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
1 EINLEITUNG 
Das Kind steht im Mittelpunkt unseres pädagogischen  Handelns. Für ein gutes pädagogisches Han- 
deln sehen wir es für wichtig an, die offene Ganztagsschule als Institution im System Schule zu be- 
trachten. An diesem Ort soll ein (Zeit-) Raum erschaffen werden, der sich ganz nach den  Bedürfnis- 
sen der Kinder richtet, in dem sie sich frei entfalten können und Beziehungen zu anderen Kindern 
und den pädagogischen Fachkräften knüpfen.  
Um dies zu erreichen, braucht es (Zeit-)Räume zum Spielen, zum Träumen und zum kreativen Ver- 
wirklichen, in dem Kinder, ganz ohne Leistungsdruck die Welt spielerisch entdecken. Genau zu solch 
einem (Zeit-) Raum wollen wir, gemeinsam mit allen Akteuren im System Schule, allen voran den Kin- 
dern, die Offenen Ganztagsschule gestalten. Eine enge Zusammenarbeit und Kooperation mit den 
Lehrer*innen, der Schulleitung und weiterem Schulpersonal ist dabei für uns grundlegend.  
2 TRÄGER 
„Outlaw“ – so hieß der Zweimastschoner, mit dem alles begann und der als Namensgeber für unser 
1987 gegründetes Unternehmen fungierte. Auf dem Schiff und in zwei Wohngruppen im Münster- 
land wurden damals als besonders schwierig geltende Jugendliche betreut. Der Name steht seit Be- 
ginn für unser Bemühen, Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien zu ihrem Recht zu verhel- 
fen. Und zwar gerade dann, wenn sie sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Gewachsen 
aus dem Tätigkeitsfeld der erzieherischen Hilfen hat sich so ein breites Angebotsspektrum entwi- 
ckelt.  
Die Outlaw gGmbH ist ein freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im Paritätischen 
Wohlfahrtsverband. Dezentral über mehrere Bundeslän der organisiert bieten wir an den einzelnen 
Standorten sozialräumliche und flexibel organisierte Angebote an – konfessionell und weltanschau- 
lich unabhängig. Rund 2000 Mitarbeiter*innen arbeiten in verschiedensten Bereichen. Ob familien- 
analoge Wohngruppen, sozialpädagogische Lebensgemei nschaften und Erziehungsstellen, ob klassi- 
sche Kinder- und Jugendhilfe in Wohngruppen oder am bulante Betreuung, ob Kindertagesbetreu- 
ungsangebote, Jugendzentren, Schulverweigerungsproj ekte, Horte oder Mehrgenerationenpro- 
jekte – unser Ziel ist es immer, den Menschen, dort wo sie leben, so viele Chancen wie möglich zu 
eröffnen.  
2.1  Angebotsvielfalt 
An den einzelnen Standorten bieten wir sozialräumli che und flexibel organisierte Angebote. In 
Münster sind wir vielfältig aufgestellt. Hilfen zur Erziehung, Schulprojekte, Kitas, Familienzentren, 
freizeitpädagogische Arbeit mit Familien mit Flucht erfahrung, Fansozialarbeit, Streetwork, Interkul- 
turelle Angebote, Offene Kinder- und Jugendarbeit u nd auch enge Kooperationen mit Grundschu- 
len im Bereich der OGS. 
Hilfen zur Erziehung  von Outlaw greifen genau dort, wo sie gebraucht werden: In den Anlaufstel- 
len und Wohngemeinschaften, zu Hause in der Familie, in familienanalogen Wohngruppen, sozialpä- 
dagogischen Lebensgemeinschaften und Erziehungsstellen. In Münster bieten wir eine Mädchen- 
wohngruppe, Außenwohnplätze und eine Mädchen-Inobhu tnahmestelle an. Wir bieten Hilfen zur 
Erziehung aus einer Hand und reagieren so auf sich ändernde Bedürfnisse junger Menschen, ohne 
dass es, wenn möglich, zu einem Wechsel der Einrichtung oder der Betreuungspersonen kommen. 
Kita & More 
Jedes Kind hat das Recht auf eine glückliche Kindheit und eine individuelle Förderung seiner Fähig- 
keiten und Potenziale – unabhängig von äußeren Rahm enbedingungen, Herkunft, Geschlecht, Woh- 
nort, Weltanschauung etc. Dafür stehen wir ein!  In Münster sind wir Träger für acht bestehende

SEITE 4 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
Kitas und zwei weitere sind derzeit im Aufbau. Unsere Kitas sind alle Familienzentren, und wir bie- 
ten im Rahmen unseres Konzeptes in jeder Kita auch Kitasozialarbeit an. 
Kultur, Bildung, Freizeit 
Ob in der Schule, im Freizeittreff oder auf den Straßen und Plätzen: Wir gehen dorthin, wo die Kids 
und ihre Familien sind. In ihrem direkten Lebensumfeld möchten wir ihnen so viele Chancen wie 
möglich eröffnen – ob in der offenen Arbeit, in Jugend- und Stadtteilzentren, in Schulprojekten und 
Kooperationen, in der Mehrgenerationenarbeit, in klassischer mobiler und aufsuchender Arbeit und 
mit Ferien- und Begegnungsangeboten. Wir sind überzeugt, dass alle ein Recht auf Teilhabe und 
Entwicklung haben und betrachten die offene Kinder- und Jugendarbeit als Pflichtaufgabe gemäß § 
11 des SGB VIII - nicht als eine freiwillige Leistung.  
Wann immer möglich, setzen wir hier auch gezielt eigene Ressourcen ein. Gleichzeitig ist es unser 
Ziel, uns bei jugendhilfepolitischen Entscheidungen, Haushaltsdebatten und Prozessen der Jugend- 
hilfeplanung einzubringen, uns zu positionieren und diese im Sinne der Kinder, Jugendlichen und 
Familien zu gestalten. 
In Münster sind wir Träger von zwei Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der sozial- 
pädagogischen Fananlaufstelle von Preußen Münster, sowie Schulsozialarbeit an vier Schulstandor- 
ten. Unsere Angebote erstrecken sich von Jugendzentrums- und Bauspielplatzarbeit, und Fansozial- 
arbeit über Schulsozialarbeit und verlässlichen Kooperationsangeboten im OGS-Bereich bis hin zu 
außerschulischen Bildungsarbeit an den unterschiedlichsten Standorten in Münster. Wir bieten frei- 
zeitpädagogische Angebote für Familien mit Fluchterfahrung und sind in vielen Stadtteilen sehr ak- 
tiv.  
Diese Vielfalt der unterschiedlichen Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe bedeutet für 
die verschiedenen Standorte und für unsere Mitarbei ter*innen eine bereichsübergreifende Vernet- 
zung, die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlichster Fachrichtung und da- 
her für unsere Klient*innen vor Ort die bestmöglichste Betreuung der Familien zu gewährleisten 
und die Qualität der pädagogischen Arbeit am jeweiligen Standort zu bereichern. 
2.2    „Outlaw macht Schule“ – Referenzen 
Ob Stärkung der Sozialkompetenz, individuelle schul ische Förderung, erlebnispädagogische Ange- 
bote, Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten o der Vermeidung von Schulabbrüchen: Mit 
unseren vielfältigen, bundesweiten Schulprojekten a rbeiten wir an der Schnittstelle von Schule und 
Jugendhilfe. Ziel ist es immer, den Kindern und Jugendlichen in ihrer schulischen Entwicklung so 
viele Chancen wie möglich zu eröffnen. 
NRW  
 Offene Ganztagsschulen: 
Seit dem 01. August 2010 betreibt die Outlaw gGmbH die OGS Regenbogenschule in Bo- 
chum-Höntrop und seit August 2015 sind wir Träger von insgesamt sechs OGS Standorten in 
Bochum. 
 
Münster 
 Kooperationsangebote mit zwei offenen Ganztagsschul en in Münster. Seit vielen Jahren 
sind wir mit dem Jugendzentrum Sprakel und auch dem  Bauspieltreff Holtrode Wolbeck in 
einer engen Kooperation mit den Grundschulen im Stadtteil verbunden und bieten wö- 
chentliche (bis zu vier Angebote pro Woche), in unserer Einrichtung an. Wir sind verlässlicher 
Partner, wenn es um Randzeiten bzw. Brückentagsbetreuungen geht. Ebenfalls können wir 
auf viele Jahre OGS-Ganztagsferienbetreuung zurückblicken.

SEITE 5 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
 Bildungsarbeit an Schulen: Cybermobbing@fairer Umgang im Netz (Münster). Das Projekt 
Cybermobbing findet zurzeit regelmäßig in der Realschule Wolbeck, dem Johann-Conrad-
Schlaun Gymnasium, der Gesamtschule Münster Mitte und dem Pascalgymnasium wie auch 
dem Schillergymnasium statt. Andere Schulen in Münster und Umgebung können das Pro- 
jekt buchen. 
 Außerschulische Bildungsangebote Programmierschmied e: In der Programmierschmiede 
lernen Kinder spielerisch den Umgang mit Computern. Mit Programmen wie Scratch oder 
Lego Mindstorms entdecken sie, was für Möglichkeiten Computerprogramme schaffen. Da- 
bei fertigen sie kleine Filme, Spiele oder programmieren einen Roboter so, dass er ge- 
wünschte Aufgaben bewerkstelligen kann. 
 AG-Angebote an der Hauptschule Münster Wolbeck: An zwei Nachmittagen in der Woche 
bieten Mitarbeiter*innen der Outlaw gGmbH und verschiedene Kooperationspartner AGs 
aus verschiedenen Bereichen (Sport, Musik, kreatives Gestalten etc.) an. Alle Schüler*innen 
der Hauptschule Wolbeck nehmen verpflichtend an ein em Angebot teil. 
 Übermittagsbetreuung an der Realschule Wolbeck und Erich-Klausener-Realschule: Montags 
bis donnerstags von 13:20 Uhr bis 15:20 Uhr betreuen bis zu sieben pädagogische Mitarbei- 
ter*innen von Outlaw die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 8 der Realschule Wol- 
beck und Erich-Klausener-Realschule. Nach einem gemeinsamen Mittagessen können die 
Kinder zwischen einem kurzen kreativen, sportlichen, entspannenden oder aktiven Angebot 
wählen. Danach werden sie eine Stunde lang bei den Hausaufgaben begleitet. 
3 PÄDAGOGISCHE ARBEIT 
Die Offene Ganztagsschule stellt ein Bildung-, Erziehungs- und Betreuungsangebot für Grundschul- 
kinder dar. Die pädagogische Arbeit verfolgt das Ziel, Kinder in ihrer Selbst-, Sozial-, Sach- und Wer- 
tekompetenz zu fördern und zu stärken. Die Eltern erhalten durch die OGS ein zuverlässiges Betreu- 
ungsangebot, sowie eine Ergänzung und Unterstützung  in ihrer Erziehungsarbeit. Die pädagogische 
Gruppenarbeit, die Begleitung der Hausaufgaben, das gemeinsame Mittagessen sowie vielfältige 
AGs und Projekte aus verschiedenen Bildungsbereichen sind wichtige Bausteine unserer Arbeit. Un- 
ter Einbeziehung des sozialen und kulturellen Umfeldes der Schule unterstützen wir die Persönlich- 
keitsentwicklung eines jeden einzelnen Kindes. Die OGS soll ein geschützter Raum sein, in der die 
Kinder gemeinsam Lernen und ein friedvolles Miteina nder von allen Beteiligten vorgelebt bekom- 
men. Füreinander da sein, auf den anderen zu achten und niemanden auszugrenzen bilden die Basis 
unserer pädagogischen Arbeit in der OGS. 
3.1    Grundkonzept „Kita & More“  
Die Rahmenbedingungen für die Arbeit mit Kindern sind in Deutschland sehr unterschiedlich. Um 
dennoch in all unseren Einrichtungen eine gleich hohe Betreuungsqualität und die Beachtung der 
Outlaw-Prinzipien und -Werte zu garantieren, arbeiten alle Einrichtungen nach dem einheitlichen 
"Grundkonzept Kita & More". Dieses Konzept garantiert, dass die Qualität der Arbeit ständig gesi- 
chert, überprüft und weiterentwickelt wird. Wir erfüllen unseren Auftrag zur Bildung, Erziehung und 
Betreuung, indem wir jedes Kind unterstützen, sich zu einer selbstständigen, verantwortungsbe- 
wussten, gemeinschafts- und entscheidungsfähigen Persönlichkeit zu entwickeln – und wirken da- 
mit jeder Benachteiligung entgegen. An oberster Stelle steht die Sicherung des Kindeswohls. 
 
Unsere Prinzipien 
 
Spielend lernen!  Bei uns finden alle Mädchen und Jungen vielfältige Bildungsanregungen, die ihre 
natürliche Freude am Entdecken und Lernen wecken.

SEITE 6 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern:  Eltern sind Teil der kontinuierlichen Erzie- 
hung und Bildung ihrer Kinder und somit unsere "natürlichen" Bildungs- und Erziehungspartner.  
 
Sozialraum-Bezug:  Eine konsequente sozialräumliche Orientierung dien t der Verbesserung der Le- 
bensbedingungen für Kinder, Jugendliche und Familien. 
 
Integration und Inklusion:  Sowohl Integration als auch Inklusion sind wichtig e Grundlagen der pä- 
dagogischen Arbeit und Haltung bei Kita & More und bei Outlaw. Wo Menschen ausgegrenzt wer- 
den, ist Integration unbedingt erforderlich und Inklusion das Ziel.  
 
Geschlechterorientierung:  Unsere geschlechterdifferenzierte Pädagogik bietet Möglichkeiten, die 
eigene Geschlechteridentität kennenzulernen und Rol lenklischees zu hinterfragen.  
 
Partizipation und Kooperation:  Die Kinder in unseren Einrichtungen sollen ihrem Entwicklungs- 
stand entsprechend in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, beteiligt werden. 
 
Gestaltung von Übergängen: Sämtliche Übergangsprozesse werden von den pädagogi schen Mitar- 
beiterinnen und Mitarbeitern individuell begleitet - im engen Austausch mit den Eltern wird die Ba- 
sis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gelegt. 
 
Strukturelle und inhaltliche Qualität:  Wir legen Wert auf bestmögliche Aus- und Weiterbil dung 
unserer pädagogischen Fachkräfte, regelmäßigen fachlichen Austausch und Fachberatungen, team- 
orientiertes Arbeiten, ein klar definiertes Beschwerdemanagement und vieles mehr! 
3.2  Bild vom Kind 
Im Mittelpunkt steht das einzelne Kind mit seinen i ndividuellen Bedürfnissen, Interessen, Erfahrun- 
gen, Wünschen, Fähigkeiten und Schwächen. Hierbei lernt es auf seine spezielle Art und Weise und 
benötigt individuelle Unterstützung durch die Fachkräfte. 
Wir sehen Kinder als eigenständige Persönlichkeiten mit individuellen Eigenschaften und Fähigkei- 
ten und geben ihnen Impulse, damit sie die Möglichkeit haben, ihr eigenständiges Handeln zu entwi- 
ckeln. Sie bekommen von uns genügend Zeit, um sich in ihrem Selbstkonzept entfalten zu können. 
Wir stehen dem Kind begleitend zur Seite und schaffen den Rahmen, damit sich die Kinder zu eigen- 
ständigen Persönlichkeiten entfalten können. Kern unserer Arbeit liegt dabei im Beobachten, Zuhö- 
ren, Anregen, Herausfordern und Begleiten. Ziel mus s sein: jedes Kind hat Zugang zu einem auf sich 
selbst passenden Angebot 
3.3  Kinderrechte 
Kinderrechte sind Menschenrechte. Dieser Grundsatz sollte für alle Kinder auf der Welt gelten. Die 
Vereinten Nationen haben sich das zum Ziel gesetzt und die Rechte der Kinder in der Kinderrechts- 
konvention festgelegt. Das Abkommen wurde am 20. November 1989 von der Generalversammlung 
der Vereinten Nationen verabschiedet und ist am 2. September 1990 in Kraft getreten. 
Jedes Kind hat das Recht auf eine glückliche Kindheit und eine individuelle Förderung seiner Fähig- 
keiten und Potenziale – unabhängig von äußeren Rahm enbedingungen, Herkunft, Geschlecht, Woh- 
nort, Weltanschauung etc. Dafür stehen wir ein! 
Das von Outlaw selbst entwickelte Bilderbuch 
Mein Recht – in echt!  vermittelt den Kindern ihre 
Rechte. Das Bilderbuch ist fester Bestandteil aller Outlaw OGSen. Jedes Kind bekommt ein 
Exemplar mit nach Hause und die Einrichtungen greifen das Thema immer wieder in Projekten, aber 
auch im Alltag (z.B. durch unsere Kinderrechtetafeln) auf.

SEITE 7 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
3.4  Partizipation 
Partizipation ist bei Outlaw keine Aufgabe, sondern eine Frage der Haltung. Wir sind grundsätzlich 
Partizipativ organisiert. Wir verstehen Partizipation als unabdingbar im Kontext der Demokratisie- 
rung unserer heranwachsenden Generation. In unseren  Einrichtungen schaffen die Fachkräfte die 
Voraussetzungen und geben Kindern den Raum, sich im  Alltag aktiv zu beteiligen und mitzubestim- 
men. Auf diese Weise lernen sie, ihr Leben eigenverantwortlich und gemeinschaftsfähig zu gestal- 
ten. Unser Ziel ist es alle Kinder zu mündigen Individuen auszubilden. Dabei werden alle Kinder ent- 
sprechend ihres Alters- und Entwicklungsstandes mit einbezogen. Wir arbeiten nach dem vier Stu- 
fen Model nach R. Schröder, R. Hart und W. Gernert.  
 Informiert werden 
 Gehört werden 
 Mitbestimmen  
 Selbstbestimmen  
Sie lernen, eigene Wünsche und Interessen wahrzunehmen und zu formulieren. Gleichzeitig lernen 
sie, die Interessen der Gruppe zu beachten und zu akzeptieren. Die Gestaltung von solidarischen 
Entscheidungsprozessen wird den Kindern vermittelt. Ritualisierte Vorgehensweisen bspw. bei 
Mehrheitsentscheidungen gibt den Kindern die notwendige Sicherheit. 
Bei uns findet Partizipation unter anderem statt: 
 Mitgestaltung der OGS 
 Gestaltung von Regeln des Zusammenlebens 
 Verteilung von Ressourcen (Material, Geld, Zeit, etc.) 
 “Wo möchte ich spielen?”, “Mit wem möchte ich spielen?” 
 Auswahl des Mittagsessens 
 Entscheidungen über das eigene festgelegte Kinderbu dget 
 Kinderkonferenz 
 Thema der Ferienbetreuungswochen 
 Mitbestimmung bei der Auswahl der Ausflugsorte für z.B. Ferien 
 AGs – Inhalte & Teilnahme 
 
3.5  Kinderkonferenz 
Ein weiteres Instrument, Kinder an basisdemokratischen Prozessen zu beteiligen und somit aktiv im 
Alltag der OGS zu partizipieren, ist die Kinderkonferenz. Gerne würden wir diese in der OGS der 
Gottfried von Cappenberg Schule einführen und einmal monatlich stattfinden lassen. Wir begrüßen 
die städtischen Strukturen des Jugendrates in Münster, sowie die bestehenden Beteiligungsstruktu- 
ren in unseren Kitas, die wir gerne für den Schulalltag übertragen möchten. Wir können uns vorstel- 
len, die Teilnehmer*innen des Jugendrates des Stadtbezirkes in das Programm mit ein zu binden, 
um Schüler*innen auf eben diese tolle demokratische Möglichkeit aufmerksam zu machen und zu 
zeigen, was für Kinder und Jugendliche in Münster Mitbestimmung bedeuten kann.  
Über die gewählten Vertreter*innen der OGS wird zu Beginn des Schuljahres z.B. in einem vorange- 
gangenen Wahlkampf mit Steckbriefen und anschließen der Stimmabgabe samt Auswertung, ent- 
schieden.  
Der/Die Vertreter*innen der Kinderkonferenz bilden das Sprachrohr und reden aktiv mit: 
 Feedback zum OGS-Alltag 
 Entscheidungen über Ressourcen (Zeit, Angebote, Mat erialien) 
 Ferienvorplanung

SEITE 8 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
 AG-Inhalte 
 uvm. 
 
3.6  Integration/Inklusion 
Wir verstehen Inklusion als eine Frage der Haltung unserer Mitarbeiter*innen. In unserer Einrichtung 
begegnen sich Mitarbeiter*innen, Kinder und Familie n und mit den unterschiedlichsten Biographien 
und Erfahrungen. Ziel ist es, dass die Kinder sich unabhängig von ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten 
entwickeln, die sie für das soziale und kulturelle Leben in unserer Gesellschaft benötigen. Daher 
brauchen Kinder Erwachsene als Vorbild. Kinder sind von Geburt an vorurteilsfrei und sehen „An- 
dersartigkeit“ als normale Gegebenheit an. So erleben sie die Mitarbeiter*innen als unterschiedlich 
und divers, akzeptierend und weltoffen. Offenheit, Akzeptanz, Einfühlungsvermögen, Toleranz, Res- 
pekt und Wertschätzung gegenüber vielfältigen Leben seinstellungen und –formen bilden für uns 
die Grundlage.  
3.7  Interkulturalität 
Kinder, Familien und Fachkräfte aus unterschiedlichen Kulturen, Alters, Herkunft und Sprache prä- 
gen das Bild in unseren Einrichtungen, in der sich vielfältige Persönlichkeiten täglich begegnen. Wir 
erleben dieses als Bereicherung für das gemeinsame Leben in der OGS. Dieses erfordert Offenheit 
und ein respektvolles Miteinander aller Beteiligten.  
Die Mitarbeiter*innen spiegeln dieses in ihrer Haltung wieder und sind somit Wegbereiter*innen für 
Kinder, sich in einer multikulturellen Gesellschaft zu integrieren. Eine Outlaw OGS ist ein Ort, an 
dem Offenheit und die Achtung vor anderen Kulturen gelebt und die eigene kulturelle und religiöse 
Identität gewahrt wird. 
4 BIS-MITTAG-BETREUUNG 
Im Rahmen der Trägerschaft übernehmen wir die Organisation der Bis-Mittag-Betreuung ebenfalls. 
Hier wird das bestehende Personal der OGS durch zusätzliche Mitarbeiter*innen (NTK´s, Aushilfen 
usw.) ergänzt. Im Falle der Gottfried von Cappenberg Schule gehen wir von ca. 40 Bis-Mittag-Kin- 
dern aus. Um diesen Kindern eine gute Zeit zu gestalten, werden sie mit den OGS Kindern gemein- 
sam betreut. Dies ist aus pädagogischer, organisatorischer und auch räumlicher Sicht sinnvoll. Die 
Betreuungszeit für Kinder in diesem Rahmen ist für Eltern nach den üblichen (durch die Kommune) 
festgelegten Gebühren kostenpflichtig. Darüber hinaus können sich Eltern z.B. bei Brückentagsan- 
geboten anmelden (kostenpflichtig). Hier halten wir  ein buntes Programm aus freizeitpädagogi- 
schen Angeboten und Ausflügen an unterschiedlichen Standorten vor. An diesen Tagen würden wir 
Kooperationsangebote mit Akteuren im Stadtteil konzipieren. 
5 STRUKTUR DES OFFENEN GANZTAGS 
Um einen Überblick der Offenen Ganztagsschule zu bekommen, wird im Folgenden der Ablauf und 
die Struktur dargestellt. Dies umfasst schulische Aktivitäten, Freizeitangebote und AGs.  
5.1  Tagesablauf außerhalb der Ferien (Regelbetrieb) 
Für die OGS in der Gottfried von Cappenberg Schule könnte der Tagesablauf folgendermaßen aus- 
sehen:

SEITE 9 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
Unterrichtsschluss bis Mittagessen 
Lehrer*innen und Gruppenleiter*innen begleiten den Übergang und tauschen sich über Themen und 
Konflikte aus. Jüngere Kinder werden begleitet und ältere Kinder kommen selbstständig in die 
Räume der OGS. Bis zum Mittagessen haben die Kinder Zeit für freies Spiel. Die Mitarbeiter*innen 
bieten in verschiedenen Räumen und auf dem Hof kleine, kurzweilige und freiwillige Angebote an. 
Mittagessen 
Es wird in Gruppen gegessen. Diese Gruppen werden entsprechend der Teilnehmer*innenanzahl an- 
gepasst. Unsere Mitarbeiter*innen begleiten die Kinder beim Essen. 
Lernzeit 
Direkt nach dem Mittagessen (zu einer festen Zeit) findet die Lernzeit (Hausaufgabenzeit) durch 
feste Mitarbeiter*innen (Absprachen mit den Lehrer* innen) z.B. im Klassenraum statt. 
Freizeit 
Während der Betreuungszeit in der OGS haben die Kinder, außerhalb der verpflichtenden Angebote 
wie Hausaufgaben, die Möglichkeit, die verschiedenen (Funktions-)Bereiche zu nutzen, sich an freien 
Angeboten zu beteiligen oder zu spielen. Besonders wichtig ist uns, dass die Kinder viel Zeit drau- 
ßen verbringen. So sind täglich, unabhängig vom Wetter, immer ausreichend Angebote im Freien 
fest eingeplant. 
AGs 
Die AGs beginnen ab ca. 14:00 Uhr, und die Kinder nehmen, nach ihrer freiwilligen Wahl, an diesen 
verbindlich für ein Schulhalbjahr teil.  
Abholzeit 
Ab 15:00 Uhr besteht die Möglichkeit, die Kinder nach Hause zu entlassen. Absprachen bezüglich 
fester Abholzeiten zwischen 15:00 und 16:00 Uhr müs sen gemeinsam mit den Eltern und nach einer 
Standortanalyse getroffen werden. Die Eltern haben die Zeiten den Mitarbeiter*innen schriftlich 
oder gegebenenfalls auch kurzfristig telefonisch mitgeteilt.  
Nach der OGS- Zeit 
Um 16:00 Uhr endet der Betreuungstag der Kinder in der OGS. Im Anschluss an die OGS Zeit bieten 
wir Eltern eine Randzeitbetreuung an. Diese kann in Kooperation mit Einrichtungen im Stadtteil 
(Übergänge schaffen) oder in den Räumlichkeiten der Schule durch das Personal der OGS gestellt 
werden. Hierzu wird mit der Schulleitung je nach Bedarf der Kinder und ihren Eltern ein jährlich zu 
überprüfendes schulbezogenes Konzept erstellt. Einzelne Angebote können im Bereich der Rand- 
zeitenbetreuung kostenpflichtig sein. Eine enge Kooperation mit dem Förderverein der Schule wäre 
hier wünschenswert. Die Mitarbeiter*innen der OGS w erden durch die trägereigene Fundraisingab- 
teilung bei der Einwerbung von Drittmitteln für den Schulstandort unterstützt.  
5.2  Hausaufgabenbetreuung 
Fester Bestandteil und weiterer Baustein im Alltag der OGS ist die Hausaufgabenbegleitung. Die 
Hausaufgabenzeit bietet den Schüler*innen ein intensives Lernfeld. Sie erhalten hierbei die Möglich- 
keit, sich im Bereich des eigenständigen und selbstverantwortlichen Lernens zu üben und weiterzu- 
entwickeln. Hierfür sind klare Organisationstrukturen und Rituale zwischen allen Bildungsakteuren 
abzusprechen.

SEITE 10 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
Während der Hausaufgabenzeit übernehmen Schüler*inn en Verantwortung für rücksichtsvolles Ar- 
beiten und stärken ihr Sozialverhalten. Sie lernen zügig, ordentlich und strukturiert zu arbeiten. Sie 
erlangen Routine und Kontinuität bei der Erledigung der Hausaufgaben. Schüler*innen erlernen 
Techniken zur Selbstkontrolle, erlangen Sicherheit in der Handlungsplanung und entwickeln Ver- 
trauen in sich selbst. 
Die fachliche Begleitung und Unterstützung in diese m komplexen Lernprozess obliegt den Leh- 
rer*innen und den OGS-Kräften. Hierfür ist eine transparente Aufgabenverteilung und Klärung der 
gegenseitigen Erwartungshaltung unabdingbar. Hierzu sind Absprachen hinsichtlich räumlicher, 
zeitlicher, organisatorischer, personenbezogener Ressourcen, sowie zum allgemeinen Regelver- 
ständnis während der Hausaufgabenzeit gemeinsam zu treffen und mit allen Beteiligten, besonders 
natürlich mit den Schüler*innen und Eltern die Rahmenbedingungen zu kommunizieren. 
Uns ist es besonders wichtig, dass die Hausaufgabenzeit von qualifizierten Mitarbeiter*innen, ent- 
weder mit sozialpädagogischer Ausbildung oder einschlägiger Weiterbildung im Bereich Hausaufga- 
ben, übernommen wird. Sie haben ein pädagogisches Wissen über den Entwicklungsstand der jewei- 
ligen Alters- und Lernstufe, kennen die Formen möglicher Unterstützung und wenden diese an. Im 
besten Fall werden die Hausaufgaben durch den/die Lehrer*in durchgeführt und über die eingeplan- 
ten Lehrerstunden abgedeckt. Weiter sollen die Kind er Kontinuität während der Hausaufgabenbe- 
treuung erfahren, sodass ein ständiger Wechsel der Fachkräfte hierdurch weitgehend vermieden 
werden könnte. 
Unsere OGS-Hausaufgabenkräfte leisten im individuel len Lernprozess der Schüler*innen Hilfe zur 
Selbsthilfe und schaffen den Rahmen, in dem die Hausaugaben erledigt werden können. Ihr Aufga- 
benbereich sieht u.a. folgende Aufgaben vor: 
 Durch Einfühlungsvermögen sorgen für eine ruhige un d positive Arbeitsatmosphäre, in der 
die Kinder selbständig arbeiten können, geben bei Bedarf Impulse zur Problemlösung und 
leisten Hilfestellung bei Verständnisfragen. Sie motivieren die Kinder fortlaufend und be- 
aufsichtigen die Lerngruppe. 
 Sie achten darauf, dass die Hausaufgabenzeit pünktlich beginnt und eingehalten wird. 
 Sie leiten die Kinder zu einem ordentlichen Arbeitsumfeld an, achten auf eine individuell 
sinnvolle Zeiteinteilung und sorgen dafür, dass die Kinder mit dem Material pfleglich umge- 
hen. 
 Die Einhaltung des friedvollen Miteinanders wird um gesetzt, die Regeln werden von allen 
Beteiligten eingehalten und auf Störungen von außen wird entgegengewirkt. 
 Sie fördern die Kinder in ihrer Selbständigkeit, sprechen wertschätzendes Lob und Anerken- 
nung zu den gezeigten Leistungen aus und unterstützen die sozialen Beziehungen unterei- 
nander. 
 Die Erledigung der Aufgaben werden von den OGS-Kräften im genutzten Medium (Wochen-
Planer, Aufgabenheft, o.Ä.) dokumentiert. 
 
Eine Gruppengröße von ca. 15 Kindern ist wünschensw ert, und im besten Fall sind die Gruppen im 
Klassenverbund organisiert und finden im Klassenrau m statt. Wir halten es für sinnvoll, dass die er- 
brachten Leistungen während der Hausaufgabenzeit in  einem zentralen Medium wie z.B. Wochen- 
planer, Rückmeldeheft, usw. dokumentiert werden. Dadurch wird für alle Beteiligten transparent, 
wie die Hausaufgabenzeit genutzt werden konnte.  
Da Schüler*innen in den unterschiedlichsten Bereichen immer durch Erwachsene bewertet werden, 
ist unser Selbstverständnis der Bewertung bei den Hausaufgaben aus der Perspektive des Kindes 
gedacht, und wir legen Wert darauf, die individuelle Leistung des Kindes abzubilden und somit die 
individuelle Entwicklung aller Schüler*innen einzeln zu fördern. Die Schüler*innen sollen die Mög- 
lichkeit haben, sich selbst einzuschätzen und sich in einem großen Maße selbst zu reflektieren. Die- 
ser Reflexionsrahmen wird durch gemeinsame Gespräche mit der Hausaufgabenbetreuer*in

SEITE 11 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
begleitet. Unsere Mitarbeiter*innen nehmen sich die Zeit, mit jeder/jedem Schüler*in ein kurzes re- 
flexives Gespräch zu den Hausaufgaben zu führen. 
Wir bevorzugen ein Bewertungssystem, in dem die Schüler*innen sich zu folgenden Leitfragen äu- 
ßern können, ein: 
- Bin ich mit meiner Leistung zufrieden? 
- Habe ich meine Aufgaben erfüllen können? 
- Was war für mich leicht?  
- Was hat mich gefordert? 
- Was hat mir besonders Spaß gemacht?  
- Was war für mich nicht gut? 
- Wo möchte ich mich verbessern? 
- Was könnte mich unterstützen, um mein Vorhaben zu erreichen? 
 
Diese Leitfragen bieten den Schüler*innen die Möglichkeit, ihr eigenes Arbeiten bei den Hausaufga- 
ben zu reflektieren und zu bewerten. Es lässt sie selbst einschätzen, was sie schon gut können und 
in welchen Bereichen ihre eigenen Talente liegen.  
 
Die Form der Darstellung dieser o.g. Rückmeldung de r Schüler*innen darf durch ein Stempelsystem 
oder Ausformulierungen oder auch ein Ankreuzsystem durch die Schüler selbst entschieden wer- 
den. Hierzu stehen den Kindern verschiedene Methode n zur Verfügung. 
 
Eine zusätzliche Hausaufgaben-Lernzeit von ca. 15 Minuten wäre für uns, in Absprache mit den Leh- 
rer*innen nach der regulären Lernzeit vorstellbar um einzelne Schüler*innen gezielt und individuell 
fördern zu können. 
Wir präferieren gemeinsame Gesprächssettings mit dem Lehrerkolleg*innen, die in einem festge- 
legten Rhythmus stattfinden sollte, damit ein regelmäßiger Austausch und Feedback zur Hausauf- 
gabenzeit entstehen kann. Unsere OGS-Hausaufgabenkräfte sollen hierbei ihre Erfahrungen zurück- 
melden, um eventuell notwendige erforderliche Veränderungsprozesse gemeinsam zu initiieren. 
Sofern es erwünscht ist, teilen wir unsere Erfahrungen mit einzelnen Schüler*innen gerne in ge- 
meinsamen Gesprächen mit den Eltern mit. Wiederkehrende Probleme mit den Hausaufgaben soll- 
ten unbedingt in einem gemeinsamen Gespräch zwischen Lehrer*innen, OGS-Fachkräften und Eltern 
besprochen werden, um Lösungswege aufzudecken und erforderliche Vereinbarungen zu treffen. 
5.3  Fördergruppen 
In Absprache mit dem Lehrerkolleg*innen besteht die Möglichkeit, dass im Vormittags- bzw. im frü- 
hen Mittagsbereich auch einzelne Schüler*innen in verschiedenen Bereichen auch von OGS-Kräften 
begleitet oder gefördert werden. Besonders die Vernetzung von Vormittags- und Nachmittagsper- 
sonal ist wünschenswert. 
5.4  AGs 
Die Arbeitsgemeinschaften (AGs) sind ein wichtiger Bestandteil der OGS-Arbeit am Nachmittag. Im 
Zeitraum von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr, mit eventuell unterschiedlicher Anfangs- und Endzeit, finden 
unsere AGs statt. Wir achten bei der Auswahl der AGs auf Vielfältigkeit und binden die Kinder bei 
der Auswahl partizipativ mit ein, indem sie ihre Wünsche für mögliche AG-Inhalte uns vorab mittei- 
len und später aus der aufgestellten Angebotsliste frei wählen können. Die AGs werden von kompe- 
tenten freien Mitarbeiter*innen, den OGS-Kräften, den Lehrer*innen sowie von externen Kooperati- 
onspartnern geleitet. Wir achten auf ein gutes Maß von Kooperationen und eigenen Mitarbeitern, 
um eine möglichst hohe Vielfalt in den Angeboten (Sozialraumgedanke) und auch ein Höchstmaß 
der Verlässlichkeit zu generieren. Die Kinder und Familien erhalten eine Übersicht der

SEITE 12 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
verschiedenen AGs. Die Angebote sind breit gefächer t und reichen von Kunst-AGs bis hin zu ver- 
schiedenen Sportarten und lebenspraktischen Aktivitäten, wie beispielsweise Kochen, Werken und 
Forschen.  
Die Kinder können gemeinsam mit ihrer Familie und m it Unterstützung des OGS-Teams die AGs aus- 
wählen, an denen sie teilnehmen möchten. Die Lernanfänger entscheiden über ihre AG-Teilnahme 
erst nach der Eingewöhnungszeit in der OGS, entweder nach den Herbstferien oder zum Beginn des 
2. Schulhalbjahres. Für die Jahrgangsstufen Eins und Zwei und für alle neuen AGs ist ein Ausprobie- 
ren (Schnuppern) vorgesehen.  
Nach der Standortanalyse, selbstverständlich unter Einbeziehung der Kinder, entscheiden wir über 
die Laufzeiten der AGs. Die Teilnahme an den AGs erfolgt durch die Bestätigung der Eltern und ist 
für das Schulhalbjahr verbindlich. 
Mögliches AG-Programm der OGS Gottfried von Cappenberg Schule: 
 Fußball-AG (Blau Weiß Aasee, Fanport Preußen) 
 Kegel-AG (im Lorenz Süd) 
 Garten-AG (Pflege der Hühner) 
 Kreativ-AG 
 Schach-AG 
 Schwimm-AG 
 Spiele- und Bewegungs-AG 
 Turn-AG 
 Tanz-AG 
 Werk-AG 
 Basketball AG 
 Forscherwerkstatt 
 Skate-AG 
 Naturspiele-AG Düsbergpark, Sternbuschpark 
 Programmierschmiede   
 
Die Aufzählungen sind Ideen für mögliche Kooperatio nen. Die bestehenden Kooperationen bleiben 
bestehen und werden durch unsere Ideen nach Bedarf und Möglichkeit ergänzt.  
5.5  Freizeitangebote im Alltag 
Einen hohen Stellenwert nimmt im Alltag der OGS die Förderung der Freizeitgestaltung ein. In die- 
ser Zeit erhalten Kinder selbstbestimmt die Möglichkeit, vielfältige Spiel- und Handlungserfahrun- 
gen zu sammeln und gleichzeitig ihre Sozialkompeten z zu erweitern. Sie entscheiden selbständig 
über Spielpartner, Spielort und Spielmaterial. In den Freispielphasen beachten und leben die Kinder 
die Regeln des sozialen Miteinanders. Sie übernehmen Verantwortung für sich selbst und andere. 
Die Mitarbeiter*innen erhalten gerade in der Freispielzeit die Möglichkeit, die Stärken und Schwä- 
chen der einzelnen Kinder zu beobachten. Aus den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich Rück- 
schlüsse ziehen, aus denen die Mitarbeiter*innen Impulsangebote kreieren, bei denen die Kinder 
individuell gefördert werden können.  
Während der Freispielzeit stehen den Kindern in verschiedenen (Funktions) Räumen der OGS, sowie 
dem Außengelände verschiedene Impulsangebote zur Ve rfügung. Die Kinder erhalten hierbei die 
Möglichkeit zum jahrgangsübergreifenden Lernen, und es entstehen viele spontane altersunabhän- 
gige Spielgruppen und gemeinsame Aktivitäten.

SEITE 13 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
5.6  Ferienprogramm 
Ein weiterer wichtiger Baustein in der OGS ist die verlässliche Ferienbetreuung. Es ist die Zeit, in der 
die Kinder ohne den täglichen „Schulstress“ ihren Interessen und Neigungen nachgehen können. 
Das spannende und abwechslungsreiche Programm wird von den Mitarbeiter*innen, teils auch 
vorab partizipativ mit den Kindern, geplant und vorbereitet. Unser Ziel ist es, gerade auch in der Fe-
rienbetreuung, den Kindern den Sozialraum zu eröffnen, um ihnen die vielfältigen und kostenfreien 
Freizeitmöglichkeiten in ihrer direkten Umgebung näher zu bringen. Die Eltern erhalten alle erfor- 
derlichen Informationen zur Ferienbetreuung rechtzeitig und melden ihre Kinder zur Teilnahme 
schriftlich an. Die Ferienbetreuung wird von den NTK´s, GFB und Übungsleitern durchgeführt. Sie 
wird im Vorfeld der Ferien gemeinsam mit dem hauptamtlichen Personal organisiert und vorberei- 
tet. Als Träger können wir auf viele Jahre Erfahrung in diesem Bereich zurückgreifen. Speziell im di- 
rekten Sozialraum sind Absprachen mit anderen Anbietern von Ferienbetreuungen unabdingbar. 
Wir gehen aktiv auf die derzeitigen Akteure zu und ergänzen die schon bestehenden Angebote.  
Einzelne Projekte und Themenwochen werden auf die Bedürfnisse der Kinder hin abgestimmt. 
Spiele, Ausflüge und unterschiedliche Aktionen dürfen hierbei nicht fehlen, wobei im Vorfeld immer 
ein alternatives „Regenprogramm“ vorbereitet wird. Während der Schulferien ist die Betreuung der 
Kinder von 07:30 Uhr (Vereinbarkeit von Familie und  Beruf) bis min. 16:00 Uhr sichergestellt. Im An- 
schluss der Betreuung begleiten wir Übergänge in An gebote anderer Stadtteilakteure.  
Gestartet wird jeden Morgen mit dem Freispiel (bis 9:00 Uhr). Im Anschluss gibt es den gemeinsa- 
men Start in den Tag mit dem gemeinsamen Frühstück. In der Regel bringen die Kinder ihr Frühstück 
selber mit. Generell wird Obst und Rohkost den Kindern zum Frühstück angeboten. Anschließend 
haben die Kinder die Möglichkeit, die vorbereiteten Angebote interessensbezogen zu wählen und 
daran teilzunehmen. Jede Betreuungswoche steht bei uns unter einem Motto (z.B. Zirkus oder Pira- 
ten). Das Mittagessen wird gegen 12:30 Uhr gemeinsa m eingenommen. Die Abholzeiten ändern sich 
ggf. während der Ferienbetreuung auf Wunsch der Elternschaft. Einen Tag in der Woche macht die 
Gesamtgruppe einen größeren Tagesausflug. Exkursionen und kleine Ausflüge (z.T. in Kleingruppen) 
im Stadtteil dürfen selbstverständlich im Ferienprogramm nicht fehlen. Die Angebote und Ausflüge 
sind für die OGS Eltern grundsätzlich kostenlos.  
Mögliche Tagesausflüge: 
 Erlebnisbauernhof Bauer Bernd Borgholzhausen/Heupferdchen Lüdinghausen 
 Ketteler Hof 
 Wildfreigehege Saerbeck 
 Maxipark Hamm 
 Indoorspielplätze in der näheren Umgebung. 
 Planetarium 
 Zoo 
 Mühlenhof 
 Spielplatztage (z.B. an der Sentruper Höhe) 
 
5.7  Gestaltung von Übergängen 
Die Gestaltung von Übergängen zwischen Familie und Bildungseinrichtungen, aber auch innerhalb 
einer Einrichtung (Wechsel des Gebäudes) und insbesondere der Übergang von einer Kindertages- 
einrichtung in die Grundschule und die außerschulis che Betreuung der OGS haben eine wichtige Be- 
deutung. 
Übergänge werden von allen Kindern und ihren Eltern in unterschiedlicher Intensität er- und gelebt 
und sind mit verschiedenen Emotionen, wie z. B. Unsicherheit, Angst, Neugierde, besetzt. Die Ein- 
schätzungen und Bedürfnisse aller Beteiligten werde n dabei von den pädagogischen

SEITE 14 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
Mitarbeiter*innen sehr ernst genommen. Geschaffene Sicherheiten, gewohnte Abläufe, Strukturen 
und Rituale sind Ausgangsbedingungen, die die Öffnung zu Neuem erleichtern können. Grundlage 
ist das genaue Beobachten der Kinder und konkrete Reflexionen im Team. 
In der OGS Gottfried von Cappenberg Schule könnten wir in der ersten Jahreshälfte den Informati- 
onsabend für die Eltern der zukünftigen Lernanfänger*innen durchführen, oder mit den Familien im 
Einzelkontakt ein Erstgespräch, mit gleichzeitiger Unterstützung beim Ausfüllen der Verträge und 
weiterer erforderlicher Dokumente, führen. 
Im Sommer des Jahres, kurz vor den Ferien kann ein Kennenlern-Nachmittag, gerne auch in Koope- 
ration mit der Grundschule, stattfinden. Die Kinder haben die Möglichkeit, die Räumlichkeiten und 
das Team der OGS kennenzulernen und verschaffen sic h einen ersten Überblick. Besonders wichtig 
ist es uns, dass die Kinder auch individuelle Kennlernangebote wahrnehmen können. Hierzu verein- 
baren die Mitarbeiter*innen mit den Eltern individu elle Termine zum „reinschnuppern“. Wir stellen 
uns hier eine enge Kooperation mit den örtlichen Kindertagesstätten vor. 
Am ersten Betreuungstag in der OGS werden alle neuen Kinder von den Mitarbeiter*innen der OGS 
begrüßt. Jedes Kind erhält ein Namensschild, damit sie jederzeit angesprochen werden können. In- 
tensiv werden Ihnen die verschiedenen Spiel- und Lernbereiche vorgestellt, Regeln und Rituale der 
OGS vermittelt und die Möglichkeit gegeben, anzukom men. Ab der Einschulung werden die Lernan- 
fänger*innen in den ersten Wochen von Mitarbeiter*i nnen der OGS täglich, nach dem Unterricht, in 
den Klassen abgeholt und in die OGS begleitet.  
Wir favorisieren das Paten-Modell. Hier übernehmen Kinder der dritten oder vierten Klasse die Pa- 
tenschaft für einen Lernanfänger. Der Aspekt der hi erdurch erlernbaren soziale Kompetenzen steht 
dabei ebenso im Fokus wie das gute Ankommen der neuen Schüler*innen. 
Die Übergangsgestaltung der Viertklässler*innen zur weiterführenden Schule wird jedes Jahr mit 
einer großen Abschlussparty gefeiert. Die Schüler*innen werden in den Planungsprozess integriert. 
Umgesetzt wird dieses, in Rücksprache mit dem/der Klassenlehrer*innen, kurz vor den Sommerfe- 
rien. Nach Möglichkeit bauen wir eine enge Kooperation mit den weiterführenden Schulen im Stadt- 
teil auf, um den Schüler*innen ein begleitendes Kennenlernen der neuen Schulen zu ermöglichen.   
5.8  Mittagessen 
Die Mittagsverpflegung dient nicht nur der Nahrungsaufnahme, sondern fördert die soziale Ent- 
wicklung der Kinder. Das Decken und Abräumen des Ti sches wird gemeinsam mit den Kindern durch- 
geführt. Eine angenehm gestaltete Umgebung, ohne Störungen von außen sorgt für ein entspann- 
tes und genussvolles Essen ohne Zeitdruck. Die Kinder bedienen sich selbst und lernen dadurch 
Mengen einzuschätzen. Begleitet werden hierbei die Kinder von ein bis zwei Fachkräften. Diese 
schaffen unter anderem Raum für gemeinsame Tischgespräche und Informationsaustausch, unter- 
stützen die Kinder beim selbständigen Essen mit Messer und Gabel und geben, sofern erforderlich, 
Hilfestellung. 
Gesunde Ernährung ist für uns selbstverständlich. Zum einen verstehen wir unter gesund, dass es 
abwechslungsreich sein muss und zum anderen, dass das bereitgestellte Mittagessen durch täglich 
wechselndes Obst und Rohkost ergänzt wird. Ganztägi g steht den Kindern an der Getränkestation 
Mineralwasser und Tee zur Verfügung. Im Nachmittags bereich steht den Schüler*innen eine kleine 
Snackrunde, zudem es ebenfalls Obst und Rohkost gibt, zur Verfügung. 
Um sie an der Planung ihrer Ernährung teilhaben zu lassen, werden die Kinder an der Menüplanung 
aktiv beteiligt, hierzu gilt es ein tragfähiges Konzept mit den Kooperationspartnern innerhalb der 
Mensa zu erstellen. Wir stellen uns vor, dass die Kinder an einem oder zwei Tagen in der Woche mit- 
bestimmen können.

SEITE 15 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
Selbstverständlich beachten wir religiöse Hintergründe und Lebensmittelunverträglichkeiten in un- 
serem Speiseangebot. 
6 PERSONAL 
Gutes Personal kann auch gute Arbeit machen. Wir sehen unsere Mitarbeiter*innen als wichtigste 
Ressource. Aus diesem Grund ist die qualifizierte Besetzung für uns ein wichtiges und zentrales 
Qualitätsmerkmal. Wir setzen auf qualifizierte Mitarbeiter*innen und legen viel Wert auf stetige 
Fort- und Weiterbildung. 
6.1  OGS-Koordinator*in 
Die Stelle der OGS-Koordinator*innen erfordert mindestens eine abgeschlossene Ausbildung 
zum/zur staatlich anerkannten Erzieher*in oder ein sozialpädagogisches Studium. Die gesetzlichen 
Regelungen des Landes NRW sind zu wahren. Betriebsw irtschaftliches Grundverständnis sowie ein- 
schlägige Berufserfahrung innerhalb des Arbeitsfeldes oder einer vergleichbaren Einrichtung, in der 
die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten erworben wurden, sind erforderlich. Um Abwesenhei- 
ten und Krankheiten abzusichern, ist eine Vertretung trägerseits festgelegt. Diese wird in Abspra- 
che mit den Leiter*innen der Münsteraner Einrichtungen im gesamten Fachgebiet gesichert und ge- 
meinsam vereinbart (z.B. Tandemregelung).  
Die Aufgabenbereiche umfassen die Säulen der Netzwe rkarbeit, Führungsverantwortung, Personal- 
entwicklung, Pädagogik, Elternarbeit, Zusammenarbei t mit der Schule und die administrative Tätig- 
keiten. 
Führungsverantwortung 
Hier besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Fachg ebietsleitung und der/des OGS-Koordina- 
tor*in. Sie repräsentiert den Träger und vertritt dessen Haltung und Werte nach außen. Sie setzt das 
Grundkonzept Kita & More sowie das Konzept der OGS um und lebt das Führungsleitbild mit seinen 
Grundsätzen („Wertschätzung und Kritikfähigkeit - essentiell für unser Miteinander“ oder „Unsere 
Beziehungen – Konstruktiv und vertrauensvoll“) aktiv. Trägerinterne Belehrungen (Kinderschutz, 
Hygiene, IfSG, usw.) setzt sie um und achtet darauf, dass alle Mitarbeiter*innen diese einhalten. Ge- 
meinsam mit der Fachgebietsleitung beteiligt sich der/die OGS-Koordinator*in an der Personalaus- 
wahl. 
Personalentwicklung 
Mit dem Ziel einer konstruktiven Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team sorgt die OGS Ko- 
ordinator*in für eine positive Teamatmosphäre und schafft hierdurch den erforderlichen Rahmen, 
um sich gemeinsam kritisch mit der pädagogischen Ar beit auseinanderzusetzen. Die Motivation der 
Mitarbeiter*innen, gerade auch hinsichtlich Fort- und Weiterbildung, obliegt ihrem Verantwortungs- 
bereich. Sie koordiniert die (pädagogischen) Abläufe aller Mitarbeiter*innen, plant und führt regel- 
mäßige Teambesprechungen durch und interveniert bei  eventueller Konfliktsituation, auch unter 
Einbeziehung der Fachgebietsleitung, professionell. Jährlich führt sie die trägerseits geforderten 
Mitarbeiter*innen-Gespräche und legt gemeinsam mit dem Mitarbeiter individuelle Zielvereinbarun- 
gen fest. 
Pädagogischer Aufgabenbereich 
Die Mitarbeit im OGS-Alltag ist für die OGS-Koordinator*in wichtig, damit sie einen Eindruck erhal- 
ten kann, wie die Pädagogik praktisch von den Mitarbeiter*innen umgesetzt wird und in welchen 
Bereichen mögliche Umstrukturierungen oder Veränderungen sinnvoll wären. Dadurch wird ein ge- 
meinsames Planen der Bildungsarbeit sichergestellt. Weiter ist der/die OGS-Koordinator*in für die 
Sicherstellung der Aufsichtspflicht verantwortlich und klärt erforderliche Maßnahmen (z.B. Minder- 
besetzung des Personals wegen Krankheit) mit der Fachgebietsleitung ab. Die Weiterentwicklung

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der Konzeption, gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen, gehört ebenfalls in ihren Aufgabenbereich. 
Elternzusammenarbeit als wichtige Säule der OGS versteht sie als Selbstverständlichkeit und be- 
zieht die Eltern in die Arbeit der OGS mit ein. Die Bildung eines Elternbeirates ist hier wünschens- 
wert und förderlich. Regelmäßige Elternbriefe und andere Arten der Informationsweitergabe ma- 
chen den Auftrag der OGS für die Eltern transparent und unterstützen eine gelungene Kommunika- 
tion.  
Zusammenarbeit mit der Schule 
Der/Die OGS-Koordinator*in steht im engen und regel mäßigen Austausch mit der Schulleitung. Täg- 
liche Kurzabsprachen werden geführt. Die Teilnahme an Konferenzen ist ein wichtiger Bestandteil in 
der Zusammenarbeit. Gemeinsam werden Aktionen und F estlichkeiten geplant und umgesetzt. 
Sie/Er informiert die Schulleitung regelmäßig zu OGS-Abläufen und bezieht sie in ihre Planungen 
mit ein. Wenn es erwünscht ist, nimmt sie/er an Elterngesprächen teil. 
Administrative Tätigkeiten 
Das Führen der Barkasse und des Kassenbuches und di e betriebswirtschaftliche Verantwortung des 
OGS-Budgets obliegen der OGS-Koordinator*in. Sie/Er  fertigt die Betreuungsverträge an, An- und 
Abmeldungen der Schüler*innen, sowie das Pflegen der Warteliste (bei Bedarf) führt sie/er durch. 
Unterstützt wird sie/er durch die internen Services (Personalverwaltung, Finanzbuchhaltung, 
Rechtsabteilung usw.) des Trägers. Anfragen seitens des Schulverwaltungsamtes werden durch 
der/die Koordinator*in bearbeitet. Freie Plätze werden auch kurzfristig neu vergeben. Der/Die OGS-
Koordinator*in gestaltet den Dienstplan, unter Berücksichtigung der gesetzlichen Auflagen und or- 
ganisiert die Urlaubsplanung aller Mitarbeiter*innen. 
Netzwerkarbeit 
Die Pflege der Kontakte im Sozialraum und darüber hinaus, genauso wie das Repräsentieren der 
OGS in der Öffentlichkeit (Stadtteilfeste) und die Teilnahme an Sozialraumkonferenzen, ist unab- 
dingbar für eine erfolgreiche Arbeit der OGS und li egt daher im Aufgabenbereich der OGS-Koordina- 
tor*in. Sie nimmt an allen relevanten AGs und AKs teil. 
Unterstützt wird der/die OGS-Koordinator*in bei der Wahrung und Umsetzung ihrer Aufgaben 
durch die Fachgebietsleitung des Trägers. Regelmäßig nimmt sie/er an den internen Leitungsrunden 
der Region NRW/NN bzw. Standort Münster teil und tauscht sich dort mit Leiter*innen anderer Ein- 
richtungen, aus den Bereichen OKJA, Schule und Fansozialarbeit, aus. 
6.2  Angestellte Mitarbeiter*innen 
Unsere Mitarbeiter stellen für uns die wichtigste Ressource dar. Wir achten auf Mitarbeiterpflege 
und legen bei unseren Mitarbeitern Wert auf Reflexi on und Austausch lokal aber auch überregional. 
Teamtage, Supervision und regelmäßige (auch fachbereichsübergreifende) Austauschtreffen sind 
für uns selbstverständlich und zählen als Qualitätsmerkmal. 
Wir beschäftigen an unseren aktuellen OGS-Standorten Mitarbeiter*innen mit den unterschiedlichs- 
ten beruflichen Professionen und beruflichen Stationen. Sozialpädagogische Fachkräfte und Erzie- 
her*innen, Ergänzungskräfte, Mitarbeiter*innen als Quereinsteigerinnen ohne einschlägige Berufs- 
ausbildung in einem sozialpädagogischen Bereich.  
Wir erwarten von unseren Mitarbeiter*innen die Umse tzung des Trägergrundkonzeptes Kita & More 
und der OGS. Sie identifizieren sich mit den Werten und Haltungen des Trägers, füllen diese im All- 
tag in der OGS mit Leben, begegnen und begleiten Kinder auf ihrem Lebensweg mit Engagement 
und Leidenschaft.

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6.3  Freie Mitarbeiter*innen 
Die Übernahme und Durchführung verschiedener AG´s w ird unter anderem von freien Mitarbei- 
ter*innen durchgeführt. Freie Mitarbeiter*innen haben einen Honorarvertrag mit dem Träger. Un- 
sere AG-Kräfte bringen verschiedene berufliche Facetten und Biographien mit, studieren zurzeit 
noch an der Universität/Fachhochschule, oder sind bereits aus dem aktiven Berufsleben ausgeschie- 
den. Die OGS-Koordinator*innen trifft die Auswahl und die Beschäftigung der AG-Kräfte vor Ort. Die 
Inhalte der AG werden mit ihnen abgesprochen und reflektiert. Alle an der OGS tätigen Personen 
müssen ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Je nach den Bedarfen werden jährlich neue freie 
Mitarbeiter*innen für AGs eingestellt bzw. die AG-Kräfte weiter beschäftigt. 
6.4  Hauswirtschaftskräfte 
Unsere Hauswirtschaftskräfte übernehmen in der OGS den Bereich der Vor- und Nachbereitung der 
Küche, halten die Hygienestandards ein und organisi eren das Mittagessen. Auch berufsfremde Mit- 
arbeiter*innen sind uns als Küchenkräfte willkommen. Bestehende Systeme können gut genutzt 
und ergänzt werden. 
6.5  Fachgebietsleitung 
Die Dienst- und Fachaufsicht über alle Einrichtungen der OGS, Schulsozialarbeit, Fansozialarbeit und 
OKJA in Münster wird vor Ort von einer Fachgebietsleitung übernommen. Dies bringt ein fachbe- 
reichsübergreifendes Austauschgremium auf Leitungsebene mit sich. Gemeinsamkeiten und Syner- 
gien können auch kurzfristig erkannt und gearbeitet werden. Die Stelle der Fachgebietsleitung 
dient der übergeordneten, eigenständigen Leitung un d Steuerung der Einrichtungen, ist Teil des 
mittleren Managements bei Outlaw und ist im engen Kontakt mit der Bereichsleitung in Münster 
sowie der regionalen Geschäftsleitung. Die Fachgebietsleitung ist die direkte Ansprechperson für 
die Einrichtungsleitungen. Sie nimmt punktuell an den Teamsitzungen der OGS teil und unterstützt 
bspw. in Krisensituationen den/die OGS-Koordinator*in und das Team. Weiter ist sie für die be- 
triebswirtschaftliche Auswertung (BWA) und Budgetverwaltung verantwortlich. Auch die Personal- 
gewinnung und Einstellung, gemeinsam mit der Schull eitung, übernimmt die Fachgebietsleitung mit 
der Koordinator*in, sie steht im regelmäßigen Kontakt, genauso wie der/die OGS-Koordinator*in, 
zur Schulleitung. In Abwesenheitszeiten des/der Koordinator*in übernimmt die Fachgebietsleitung 
vertretend die Zuständigkeiten und stellt die Rückkopplung zum Träger sicher. 
6.6   Teamsitzungen 
Gemeinsame Teamsitzungen tragen zu einem positiven Miteinander bei und steigern die qualitative  
Arbeit innerhalb der OGS. Wir streben die Durchführ ung wöchentlicher Kurzteambesprechungen (1 
Stunde) und einmal im Monat eine Langteambesprechun g (2,5 Stunden) an. Thematisiert werden in 
den Sitzungen u. a. folgende Inhalte: 
 Kollegiale Beratung 
 Fallbesprechungen 
 Dienstplanung  
 Planung des Ferienprogramms 
 Implementierung von Fort- und Weiterbildungen 
 Gemeinsame Zielsetzungen zur zukünftigen Ausrichtun g der OGS 
 Umsetzung gemeinsamer Aktivitäten mit den Eltern 
 Rückmeldung verschiedener Informationen von den Schulkonferenzen 
 Terminplanung

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Im Schuljahr werden ein bis zwei ganztägige Konzeptionstage stattfinden. Themen hierbei sind so- 
wohl trägerseits vorgegeben, als auch teamintern gewünscht. Vorbereitet werden diese in der Re- 
gel von der OGS-Koordinator*innen und Fachgebietsleitung. Inhalte in der Vergangenheit waren 
bspw. Kinderrechte, Raumgestaltung, Schlüsselprozesse, Partizipationsmethoden und konzeptionel- 
les Weiterdenken uvm. 
6.7  Fortbildung 
Der Träger legt besonderen Wert darauf, dass sich die Fachkräfte regelmäßig weiter- und fortbil- 
den. Die Bereitschaft hierzu wird bereits durch den geschlossenen Arbeitsvertrag von den Mitarbei- 
ter*innen abverlangt. Jede/r Mitarbeiter*in hat ein Fortbildungsetat zur Verfügung, welches nach 
Absprache mit der OGS-Koordinator*innen und Fachgebietsleitung ausgeschöpft werden soll. 
Akademie Lernbar: 
Unsere Mitarbeiter*innen genießen die Vorzüge einer internen Fortbildungs-Akademie, welche ein 
breites Spektrum an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt. 
Die Akademie Lernbar bietet u.a. folgende Fortbildungsinhalte an: 
 Kinderrechte, Kinderschutz, Partizipation für Kitas, OGS und Hilfen zur Erziehung 
 Interkulturalität in den unterschiedlichsten Kontexten der Kinder- und Jugendhilfe 
 Führen & Leiten 
 Kommunikation & Gesprächsführung 
 Methoden der Sozialen Arbeit 
 Kollegiale Beratung 
 Zertifikatskurs Kinderschutz §8a 
 Umgang mit digitalen Medien 
 
Um die pädagogischen Mitarbeiter*innen vor dem Hintergrund der vielfältigen und anspruchsvollen 
Anforderungen in ihrer Tätigkeit zu unterstützen, bieten wir ihnen regelmäßige Gelegenheit zum 
fachlichen Austausch z. B. auf den bundesweit stattfindenden Tagungen sowie Leitungskonferen- 
zen und regionalen Fachtagen, wie z.B. Kinderrechte, Marte Meo, usw.  
Die Mitarbeiter*innen erhalten hierdurch die Möglichkeit, durch Best Practice-Beispiele anderer 
Fachbereiche ihr eigenes Fachwissen zu erweitern. Jedes Team hat die Möglichkeit, individuelle 
Teamfindungsprozesse durch innovative erlebnispädagogische Angebote zu initiieren, um dadurch 
die Zusammenarbeit im Team zu fördern. 
Nicht jeder Teamfindungsprozess verläuft reibungslos und ohne die eine oder andere Schwierigkeit 
ab. Daher haben die Teams an unseren Standorten die  Möglichkeit, von der BMC-Ambulanz der 
Fachhochschule Münster in diesem Prozess begleitet und unterstützt zu werden. 
Die BMC-Ambulanz ist in Deutschland bislang einzigartig. Sie bietet den Teams die Möglichkeit, 
durch fortgeschrittene berufs- und lebenserfahrende Studierende des weiterbildenden Masterstu- 
diengangs M.A. Beratung Mediation Coaching (BMC) in  Bezug auf das individuelle Anliegen eine Be- 
ratung, Mediation oder ein Coaching zu erhalten. Lehrende der Fachhochschule Münster begleiten 
die Studierenden eng, um einen qualitativ hochwertigen Prozess sicherzustellen. 
Teamcoaching, Teambildung und Konfliktklärung in den Teams sind dabei mögliche Einsatzgebiete 
der BMC-Ambulanz. Das Angebot der BMC-Ambulanz steh t exklusiv den Mitarbeiter*innen der Out- 
law gGmbH und einem anderen Träger der Kinder- und Jugendhilfe zur Verfügung.

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6.8  Ausbildungsort 
Die OGS als Ausbildungsort sehen wir als zentrales Instrument, die zukünftige Generation der Fach- 
kräfte zu fördern. Qualifizierte Mitarbeiter*innen übernehmen hierbei die Anleitung und stehen im 
engen Austausch mit den weiterführenden Schulen bzw . Fachschulen für Sozialpädagogik. Besonde- 
res Augenmerk liegt auch auf die Ausbildung angehender Sozialpädagog*innen im Rahmen eines 
Hochschulstudiums. Hier arbeiten wir eng mit den verschiedenen Fachbereichen der IU, FH und Ka- 
tho Münster zusammen. Die Ausbildung von Erzieher*i nnen im Berufsanerkennungsjahr ist uns be- 
sonders wichtig. Zeitgleich werden maximal zwei Praktikant*innen aufgenommen. Über die Auswahl 
wird gemeinsam mit der Schulleitung entschieden. 
7 ZUSAMMENARBEIT MIT DER SCHULE 
Die OGS stellt im Schulsystem eine zentrale Schnittstelle dar. Wir begleiten Kinder und Familien ak- 
tiv im Bildungsprozess und stellen ihnen die erforderlichen Ressourcen für ein erfolgreiches Lernen 
zur Verfügung. Zentrale Aufgabe ist es, dass alle Bildungsakteure entsprechende Ziele für ein ge- 
meinsames Schulleben verfolgen und Maßnahmen zur Fö rderung einer positiven Atmosphäre, wie 
z.B. gemeinsame Aktivitäten und Feierlichkeiten umsetzen. 
7.1  Schulleitung 
Ein vertrauensvoller und wertschätzender Umgang ist für die Zusammenarbeit der/die OGS-Koordi- 
nator*in mit der Schulleitung unabdingbar. Ein regelmäßiger Austausch, sei es in „Tür- und Angel-
Gesprächen“ und zu terminierten Besprechungen, sind  die Basis für eine gut funktionierende Arbeit 
im Schulbetrieb und in der OGS. Der/Die OGS-Koordinator*in verständigt sich fortlaufend mit allen 
zum Schulleben gehörenden Akteuren und transportier t die Informationen an die Mitarbeiter*innen 
der OGS. Ebenso werden die Informationen der OGS zu r Schulleitung und zum Lehrerkollegium wei- 
tergegeben. Die Teilnahme an Lehrer- und Schulkonferenzen ist selbstverständlich. Für eine gelun- 
gene Zusammenarbeit sehen wir die sporadische Teilnahme der Schulleitung an den Teambespre- 
chungen der OGS als förderlich an. Gerne führen wir gemeinsame Gespräche hinsichtlich erforderli- 
cher Personaleinstellungen und halten Rücksprache b ei der Aufnahme etwaiger Praktikanten*innen 
in der OGS. Der Informationsabend der neuen Lernanfänger*innen wird in Kooperation und gemein- 
schaftlicher Vorbereitung durchgeführt. 
7.2  Lehrerkollegium 
Ein gemeinsamer Austausch und gegenseitige Unterstützung prägen die Zusammenarbeit der OGS-
Mitarbeiter*innen und den Lehrerkolleg*innen. Sofer n es erforderlich sein sollte, nehmen die päda- 
gogischen Mitarbeiter*innen gerne an Elterngesprächen mit den Lehrer*innen teil. Die Durchfüh- 
rung der Hausaufgabenbetreuung erfolgt in Kooperati on mit den Lehrer*innen. Klare Absprachen, 
wie z.B. die Hausaufgabenbetreuung umzusetzen ist, sorgen bei Mitarbeiter*innen und Kindern für 
Struktur und geben Sicherheit. 
Sonderpädagog*innen und Schulsozialarbeiter*innen s ind weitere wichtige Kooperationspersonen 
im OGS Alltag und daher ist eine enge Zusammenarbeit äußerst wichtig. Ein regelmäßiger Aus- 
tausch z.B. zum Lernfortschritt einzelner Schüler*innen sollte erfolgen, und es könnten Absprachen 
hinsichtlich gemeinsamer Förderungsmöglichkeiten getroffen werden. 
8 ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSPARTNERSCHAFT 
Primär sind die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich. Eine enge Zusammenarbeit mit 
ihnen ist für uns daher selbstverständlich und für eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspart- 
nerschaft unerlässlich. Bei den unterschiedlichen Lebensbedingungen der Familie ist es uns wichtig,

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die Eltern zu stärken und ihnen zu verdeutlichen, dass wir uns als Partner in Frage der Erziehung und 
Bildung ihrer Kinder verstehen. Wir arbeiten mit den Eltern zum Wohle der Kinder zusammen. 
Die Einbeziehung und Mitwirkung der Eltern ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die pädago- 
gische Arbeit in der OGS. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet uns unterstützt wer- 
den. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen nicht alleine.  
Wir orientieren uns an den Bedürfnissen der Familie und entsprechen nach Möglichkeiten den Wün- 
schen und Bedarf hinsichtlich der Gestaltung des Angebotes. Von unserem Angebot profitieren also 
nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern. 
Es ist für uns von großer Bedeutung, jedes Kind und seine Lebenssituation zu kennen und individuell 
zu berücksichtigen. Dafür sind regelmäßige Elterngespräche notwendig. Den Eltern soll ermöglicht 
werden, Fragen und Anregungen zu äußern. Gemeinsam können Vereinbarungen getroffen werden, 
die zur positiven Entwicklung des Kindes beitragen. 
8.1  Elternarbeit 
Eine vertrauensvolle und transparente Zusammenarbeit mit den Familien ist uns besonders wichtig. 
Ein enger Austausch, geprägt von Offenheit und Ehrlichkeit, bildet die notwendige Vertrauensbasis, 
um die bestmögliche Förderung für das Kind zu gewährleisten. Wir verstehen uns als familienergän- 
zende Einrichtung, in der die Familien im Bereich Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder un- 
terstützt werden. Wechselseitiger Respekt, Achtung und ein wertschätzender Umgang miteinander 
sind die Grundvoraussetzung für eine gelungene Erziehungs- und Bildungspartnerschaft. 
Die Einbeziehung und Mitwirkung der Eltern ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die pädago- 
gische Arbeit in unseren Einrichtungen. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet und 
unterstützt werden. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen 
nicht alleine, z. B. bei der Suche nach Beratungsstellen. Unsere Vielfalt an unterschiedlichen Einrich- 
tungen lässt uns bei vielen Beratungsthemen innerhalb unseres eigenen Trägers auf bestehende 
Angebote zurückgreifen.  
Unsere bestehenden Kooperationen: 
 Amt für Kinder, Jugendliche und Familien – Fachabteilungen Kindertagespflege, Jugendför- 
derung, OGS-Fachdienst 
 Haus der Familie Münster  
 Katholisches Bildungsforum im Stadtdekanat Münster e.V. 
 Diakonie Münster e.V. 
 Verein für Mototherapie und psychomotorische Entwic klungsförderung e.V. 
 Schulpsychologische Beratungsstelle 
 Fanport Preußen Münster 
 
Selbstverständlich werden die schon bestehenden Koo perationen gerne weitergeführt und durch 
unsere Ideen ergänzt. Es ist für uns von großer Bedeutung, jedes Kind und seine Lebenssituation zu 
kennen und individuell zu berücksichtigen. Dafür ist ein regelmäßiger Austausch wichtig. Im Eltern- 
gremium haben die Eltern ihre Vertretung. Von dort sollen Impulse ausgehen und in die OGS wirken. 
Wir wünschen und freuen uns über die Mitarbeit der Familien in unserer Einrichtung im Rahmen ih- 
rer Ressourcen und Möglichkeiten. 
Erziehungs- und Bildungspartnerschaft verstehen wir als aktive Teilhabe von Eltern, aktives Zusam- 
menwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern, Familienberatung und Familienbildung und 
Unterstützung im Aufbau und Nutzung von Netzwerken.

SEITE 21 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
Modelle der Elternarbeit an unseren Standorten: 
 Planung und Durchführung verschiedener Feste 
 Familien-/Eltern-Café 
 Elternbriefe 
 “Neues aus der OGS” – Elternpost als Newsletter (mind. alle drei Monate) 
 Nachmittag der offenen OGS 
 Präsentation verschiedenen AGs 
 Elternbeirat 
 Beratungsangebote (in Präsenz und Digital) 
 Elterninformationsabende 
8.2  Elternversammlungen 
Einmal jährlich findet meist im September, nach Beginn des neuen Schuljahres, die Elternvollver- 
sammlung  statt. Inhalte der Vollversammlung sind u.a. die Termine des 1. Schulhalbjahres, wichtige 
pädagogische Informationen zum OGS-Geschehen und di e Wahl dem/der Elternvertreter*innen. 
Der  Elternbeirat  besteht aus ein bis zwei Eltern pro Jahrgang. Er trifft sich alle zehn bis zwölf Wo- 
chen, bei Bedarf auch häufiger, und fungiert als Sprachrohr zwischen Elternschaft und OGS. 
8.3  Anlassbezogene Elternabende 
Thematische Informationsveranstaltungen, mit Theori e- und Praxisanteilen, ergänzen unser Ange- 
bot einer gewinnbringenden Elternarbeit. Verschiedene interessante Themen, die die Lebenswelt 
der Familien beschäftigen, werden von uns initiiert, aber auch durch Rückmeldungen des Elternbei- 
rates hin ausgesucht, vorbereitet und durchgeführt. Die Angebote sind grundsätzlich Kostenlos und 
können je nach Bedarf in Präsenz und Digital stattfinden. 
Unsere Beispiele für Elterninformationsabende: 
 Informationsabend für die neuen Lernanfänger*innen 
 Selbstbehauptung 
 Medienkonsum 
 Tischspiele neu entdeckt 
 Angemessene Freizeitgestaltung für Kinder im Grundschulalter 
 Taschengeld – wie mache ich es richtig. 
 Kinderrechte 
 
9 VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF 
Unser Angebot orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien und ermöglicht 
den Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Orientiert an den jeweiligen 
Standort reagieren wir, nach Auswertung regelmäßiger Bedarfsabfragen, in vorheriger Rücksprache 
mit der Schulleitung und dem Schulverwaltungsamt, und passen die Öffnungszeiten der OGS an.  
Flexibilität ist unsere Stärke – Randzeiten und Extrazeit sowie Frühbetreuung sind für uns grund- 
sätzlich selbstverständlich. Gerne bieten wir auch kurzfristig verlässliche Betreuungssettings für die 
Eltern an.

SEITE 22 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
9.1  Öffnungszeiten 
Eine Sicherstellung der Betreuungszeiten an der OGS Gottfried von Cappenberg Schule würde zu 
folgenden Zeiten vorgehalten werden: 
 OGS-Betreuung:  ab 11:15 Uhr bis 16:00 Uhr (je nach  Unterrichtsschluss) 
 Bis-Mittag-Betreuung:   ab 11:15 Uhr bis 13:30 Uhr (je nach Unterrichtsschluss) 
 Extrazeit    so wie Eltern einen Bedarf anmelden. 
 
Die Extrazeit kann z.B. durch eigenes Personal abgesichert werden. Denkbar sind für uns aber auch 
Kooperationsangebote mit und an anderen Einrichtung en (z.B. der Kinder- und Jugendarbeit) an 
den jeweiligen anderen Standorten. Hier würden wir den Übergang durch unser Personal verlässlich 
begleitet gestalten.  
 
 
10   QUALITÄTSMANAGEMENT 
Die Outlaw gGmbH verfügt über ein zentrales Qualitä tsmanagement, das hinsichtlich der strategi- 
schen Planung und Umsetzung unmittelbar der Geschäftsführung zugeordnet ist. Es gibt jährliche 
arbeitsfeldspezifische Qualitätszirkel, die Grundlage sind Verfahrensweisen und Standards zu entwi- 
ckeln und Prozesse zu überprüfen und kontinuierlich  zu verbessern. Durch die dezentrale Struktur 
des Unternehmens kann so auf unterschiedliche regionale Rahmenbedingungen und interne Anfor- 
derungen sowie ggf. externe Vorgaben zur QE flexibel passgenau reagiert werden.  
Als Teil der übergeordneten Qualitätsentwicklung wu rden u.a. entwickelt: 
 Trägerkonzept 
 Grundkonzepte für die pädagogischen Arbeitsfelder 
 Schlüsselprozesse für die pädagogischen Arbeitsfelder 
 Internes Evaluationssystem für die Umsetzung von Sc hlüsselprozesse 
 Stellenprofile 
 Führungsleitbild 
 Personalentwicklungskonzept 
 Standards zur Einarbeitung von neuen Mitarbeiter*innen 
 Partizipationsstandards für Mitarbeiter*innen (Feedbackmanagement) 
 Partizipationsstandards für Adressat*innen (Beschwerdemanagement) 
 Standards zum Kinderschutz (Dienstanweisungen) 
 Jahresplanung/Zielvereinbarungen 
 Mitarbeiter*innen-Befragung 
 
10.1   Beschwerdemanagement 
Für alle Einrichtungen der Outlaw gGmbH wurde bundesweit ein Mindeststandard für Beschwerde- 
möglichkeiten entwickelt. Individuelle und informel le Beschwerdemöglichkeiten werden zusätzlich 
weiterhin als Option vorgehalten. Der Mindeststandard besteht aus einem Beschwerdeflyer für Kin- 
der bzw. ihren Familien und dem Bilderbuch Mein Recht-in echt!  Der Beschwerdeflyer nennt interne 
sowie externe Beschwerdestellen, an die die Kinder und ihre Familien sich bei Beschwerden wenden 
können. Das Bilderbuch erklärt den Kindern und ihren Familien, welche Rechte Kinder haben. Beide 
Broschüren erhalten die Familien mit der Begrüßungsmappe zur Aufnahme in die OGS und liegen an 
einem jederzeit für die Kinder und ihren Familien zugänglichen Ort aus. Eine Verfahrensbeschrei- 
bung regelt den Prozess der Beschwerdebearbeitung. Alle Beschwerden werden turnusmäßig aus- 
gewertet; die Ergebnisse fließen in Planungsprozesse ein.

SEITE 23 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
Wir verstehen Beschwerden als ein wichtiges Instrument zur Sicherung bzw. Überprüfung der Quali- 
tät der pädagogischen Prozesse und als unverzichtba ren Bestandteil der professionellen Arbeitsbe- 
ziehung zwischen Fachkräften, Eltern und Kindern. Oberstes Ziel dabei ist, die Belange ernst zu neh- 
men, den Beschwerden nachzugehen, diese möglichst abzustellen und Lösungen zu finden, die alle 
mittragen können. Beschwerden können von Eltern und Mitarbeiter*innen in Form von Kritik, Ver- 
besserungsvorschlägen, Anregungen oder Anfragen wei tergegeben werden.  
Wir schaffen bewusste Gesprächsmöglichkeiten, die z um einem im direkten Gespräch mit der jewei- 
ligen Fachkraft oder OGS-Koordinator*innen jederzeit möglich ist und zum anderen auch Gruppen- 
angebote (Elternbeiratssitzungen) sein können. Ebenso können Anliegen an die Elternvertreter*in- 
nen oder die Fachgebietsleitung weitergeleitet werden. Selbstverständlich kann auch ein möglicher 
vorhandener Briefkasten für Anliegen jeder Art genu tzt werden.  
Besonderen Wert legen wir darauf, dass die Kinder eine Stimme bekommen. Wir schaffen auch hier  
bewusst Gesprächsanlässe und die Kinder haben die Möglichkeit, mit der Unterstützung der Fach- 
kräfte ihre Anliegen in der Kinderkonferenz anzubringen. 
10.2   Kinderschutz 
Eine besondere Anforderung stellt der Schutz von Kindern dar. Daher ist es wichtig, dass die Kinder 
gut beaufsichtigt sind, ihnen zugehört wird und sie ernst genommen werden. Falls es zu einem Ver- 
dacht oder Verfahren kommt, werden sie bis zum Ende durch unsere Mitarbeiter*innen begleitet. 
Kindeswohlgefährdung zu erkennen, kann sehr schwierig sein. Ein achtsamer Blick der Fachkräfte 
kann dazu beitragen eine Kindeswohlgefährdung aufzudecken und somit abzuwenden. Durch trä- 
gerinterne, spezielle Schulungen, werden alle unsere Mitarbeiter*innen der OGS jährlich speziell zu 
dieser Thematik geschult.  
Nach § 8a SGB VIII sind alle Träger der freien Jugendhilfe verpflichtet, für den organisatorischen 
Rahmen des Schutzauftrages hinsichtlich einer Kindeswohlgefährdung zu sorgen. Vor jeder Einstel- 
lung, wird ein erweitertes Führungszeugnis nach § 72a SGB VIII von allen Mitarbeitenden verlangt. 
Dies wird auch nach der Einstellung, in regelmäßigen Abständen überprüft. Die Outlaw gGmbH hat 
eine Dienstanweisung auf dieser Grundlage erstellt, die die genaue Vorgehensweise bei Kindes- 
wohlgefährdung regelt. Sie gilt für alle pädagogisc hen Mitarbeiter*innen, die regelmäßig Kontakt 
mit Kindern, Jugendlichen und Familie haben.  Jede/r neue Mitarbeiter/in erhält die Dienstanwei- 
sung mit dem Arbeitsvertrag und im ersten Monat der  Tätigkeiten eine Belehrung zur Dienstanwei- 
sung durch dafür verantwortliche Leitungskräfte. In jeder Einrichtung ist die Dienstanweisung zu- 
gänglich. Das Verfahren der internen Dienstanweisung berücksichtigt dabei die jeweilig gültigen 
Vereinbarungen gemäß SGB VIII § 8a mit den öffentli chen Trägern der Jugendhilfe. 
Outlaw stellt innerbetrieblich erfahrene Fachkräfte, die im Verdachtsfall eine Besprechung mit den 
beteiligten Fachkräften durchführen. Dabei wird das Gefährdungsrisiko abgeschätzt, der Einbezug 
der Beteiligten besprochen und weitere Handlungsschritte werden festgelegt. 
Gerade der Umgang mit der Thematik Kindeswohlgefährdung bedarf eines abgestimmten, adäqua- 
ten Verfahrens zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. Das interne Verfahren bei dem Verdacht 
einer Kindeswohlgefährdung sieht vor, dass die verantwortliche Leitungskraft von der/dem pädago- 
gischen Mitarbeiter/in informiert wird, sobald die Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung vorlie- 
gen. Gemeinsam wird die Situation reflektiert, und es erfolgt eine Einschätzung darüber, welcher 
Handlungsbedarf besteht. Bestätigt sich der Verdach t, wird eine entsprechende Beratung nach § 8a 
durch die pädagogische Fachkraft organisiert, die den Hinweis erhalten hat bzw. durch eine damit 
beauftrage Person. In der Beratung erfolgt - begleitet durch die insoweit erfahrene Fachkraft - eine 
Gefährdungsabschätzung, sowie die daraus resultierende Planung des weiteren Vorgehens. Weiter- 
hin sind regelmäßige Erfolgskontrollen in Form von Beratungen durch mehrere Fachkräfte durchzu- 
führen, bis die Gefährdung abgewendet ist.

SEITE 24 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
Der sachgerechte Umgang mit Kindeswohlgefährdung erfordert eine sorgfältige Dokumentation. 
Diese dient der professionellen Bearbeitung, sowie der rechtlichen Überprüfbarkeit.    
11   NETZWERKARBEIT UND KOOPERATION 
Outlaw steht für eine sozialräumliche Kinder- und Jugendhilfe. Unsere Einrichtungen sind elementa- 
rer Bestandteil der jeweiligen Sozialräume. Sie sind fester Bestandteil des öffentlichen Lebens und 
gleichzeitig geschützte Räume für Kinder. Es gehört zu den Aufgaben der pädagogischen Mitarbei- 
ter*innen, die Kinder mit ihrer räumlichen Umgebung vertraut und diese für sie altersgerecht be- 
greifbar zu machen. Für die Lebenswelt der Kinder ist zweierlei von großer Bedeutung: Zum einen 
die Kenntnis des Sozialraums und zum anderen das Wissen um die Ressourcen. Die Lebensweltori- 
entierung der Kinder in den Fokus zu nehmen heißt, die individuelle Ausgestaltung des Lebens der 
Kinder, aber auch der Eltern und Familien, zu berücksichtigen und zu respektieren. Die Lebenswel- 
ten hängen dabei auch von Lebensverhältnissen ab, die ihrerseits wiederum durch den Sozialraum 
geprägt oder bestimmt sein können. Unsere Kinder un d Familien profitieren von der Vernetzung im 
Stadtteil und von dem Zusammenschluss verschiedener  Kooperationspartner*innen. Verschiedene 
Fachdienste unterschiedlicher Profession lassen einen breiten Blickwinkel zu und helfen allen betei- 
ligten Akteuren, zum Wohle des Kindes und dessen Familien. bspw. durch kurzfristiges Intervenie- 
ren in Krisensituationen oder Installieren vielfältiger Unterstützungsangebote für die Familie. 
Der Ausbau unserer Netzwerke für die OGS Gottfried von Cappenberg ist elementarer Bestandteil 
und wird angestrebt. 
Mögliche Netzwerke & Kooperationen: 
 
 Trägerinterne Leitungsrunde 
 Jugendamt der Stadt Münster - Sozialer Dienst – Jugendförderung 
 Arbeitskreise im Stadtteil 
 Lorenz Süd 
 Beratungsstellen Südviertel  
 Preußen Münster 
 Borussia 07 Münster 
 Blau Weiß Aasee 
 Fanport Preußen Münster 
 Erna de Vries Realschule 
 KrikelKrakel Actionpainting 
 Stadtteilbücherei 
 St. Gottfried Gemeinde 
 
Die Vernetzung im stadtweiten Trägertreffen ist eine Selbstverständlichkeit. Unsere Mitarbeiter*in- 
nen bringen sich mit der Teilnahme an verschiedenen Arbeitskreisen der Stadt bzw. dem Stadtteil 
ein.

SEITE 25 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
12   ANSPRECHPARTNER*INNEN 
Wir freuen uns, wenn Sie Rückfragen, Ergänzungen oder Wünsche zu unseren in diesem Konzept 
verschriftlichten Inhalten haben. 
Das Konzept wurde von der Fachgebietsleitung Sebastian Geeraedts, in Zusammenarbeit und Ab- 
sprache mit der Gesamtleitung Juliane Wieching erarbeitet. 
 
Fachgebietsleitung - Sebastian Geeraedts 
Outlaw gGmbH 
Idenbrockplatz 27 
48159 Münster  
 
Mobil 0176 22 81 77 10 
sebastian.geeraedts@outlaw-ggmbh.de  
 
 
Gesamtleitung – Juliane Wieching 
Outlaw gGmbH 
Idenbrockplatz 27 
48159 Münster 
 
Mobil 0171 78 71 12 6 
juliane.wieching@outlaw-ggmbh.de  
 
 
Outlaw gGmbh 
Johann-Krane-Weg 18 
48149 Münster 
 
Tel. 0251  3835660 
Fax. 0251  38356699 
info@outlaw-ggmbh.de  
www.outlaw-ggmbh.de

SEITE 26 KONZEPT – GOTTFRIED VON CAPPENBERG SCHULE  
 
 
13  ORGANIGRAMM MÜNSTER

Beschlussvorlage

9167 Zeichen

V/0093/2022
V/0093/2022
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Gottfried-von-Cappenberg-Schule
Beratungsfolge
22.03.2022 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung
22.03.2022 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung
29.03.2022 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit
und Ordnung
Vorberatung
31.03.2022 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung
05.04.2022 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung
06.04.2022 Hauptausschuss Vorberatung
06.04.2022 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der
städtischen, katholischen Gottfried-von-Cappenberg-Schule, Glatzer Weg 9, zum Schuljahr 2022/
2023 ab dem 01.08.2022 der Kinder- und Jugendhilfeträgerin Beratungsstelle Südviertel e.V.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Derzeit sind Personalaufwendungen im städtischen Haushalt in Höhe von 107.790 Euro jährlich
veranschlagt. Für den Fall des Betriebsübergangs werden anstelle der Personalaufwendungen
Sachaufwendungen in gleicher Höhe anfallen.
Amt für Kinder, Jugendliche
und Familien
28.02.2022
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Paschert
T elefon:492-5890
paschert@stadt-muenster.de
Frau Schild
T elefon:492-5143
schildk@stadt-muenster.de

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V/0093/2022
Begründung:
1. Ausgangslage
Der Rat der Stadt Münster hat mit der Vorlage V/0330/2020 die sukzessive Überleitung der Offenen
Ganztagsschulen zu den Trägern der freien Jugendhilfe beschlossen.
Den freien Jugendhilfeträgern wurde auf einer Informationsveranstaltung im Oktober 2020 das
Konzept des sogenannten „Interessenbekundungsverfahrens“ vorgestellt. Sie hatten anschließend
die Möglichkeit, dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien ihr grundsätzliches und verbindliches
Interesse an einer Übernahme der Trägerschaft einer oder mehrerer Offener Ganztagsschulen in
Münster zu bekunden.
2. Gottfried-von-Cappenberg-Schule
Die städtische, katholische Gottfried-von-Cappenberg-Schule befindet sich im südlichen T eil des
Stadtbezirks Mitte, im Stadtteil Düesberg. Die Aufnahmekapazität der Schule ist auf drei
Eingangsklassen festgelegt, eine Erweiterung ist nicht geplant.
Seit Beginn des Schuljahres 2005/2006 wird die Schule als Offene Ganztagsschule (OGS) geführt. Im
Schuljahr 2021/2022 zählt die Schule insgesamt 265 Schüler*innen in 12 Klassen, wovon 199 Kinder
die OGS Angebote (75,09% in acht Gruppen) und 48 Kinder (18,11%) die sogenannte Bis-Mittag-
Betreuung (BMB) besuchen.
Das multiprofessionelle OGS-T eambesteht aus
- acht Fachkräften,
- einer PIA-Auszubildenden (Praxisintegrierte Ausbildung)
- einer Erzieher*in im Anerkennungsjahr,
- sechs Unterstützungskräften und
- 11 Niedrigteilzeitkräften.
3. Bewerbungen
Im Oktober 2021 wurden alle interessierten Träger über die Absicht, die Gottfried-von-Cappenberg-
Schule zum 01.08.2022 an einen Träger der freien Jugendhilfe überzuleiten, schriftlich informiert. Die
Träger hatten bis zum 03.12.2021 die Möglichkeit, ihr Konzept auf der Grundlage des in der Anlage 1
beigefügten Kriterienkatalogs einzureichen.
Folgende Träger haben sich beworben:
 AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen
Die AWO ist als anerkannte Trägerin der freien Jugendhilfe seit vielen Jahren in der Schulkind-
Betreuung engagiert und verfügt hier über vielfältige Erfahrungen. In den Kreisen Recklinghausen,
Coesfeld und Borken betreut sie über 7.000 Schüler/innen an 67 Standorten im Rahmen der Offenen
Ganztagsschulen und der verlässlichen Bis-Mittag-Betreuung. Daneben begleitet sie an 24 Schulen
Schüler*innen im Rahmen der Sekundarstufe I Projekte. An vier Münsteraner Schulen ist sie Trägerin
der Schulsozialarbeit. Sie ist derzeit nicht als Trägerin einer OGS in Münster tätig.

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V/0093/2022
 Beratungsstelle Südviertel e.V.
Seit 1975 befindet sich die Einrichtung im Südviertel des Stadtbezirks Mitte. Seit 1981 bietet die
Heilpädagogische T agesgruppe im Südviertel intensive erzieherische Hilfen für Kinder im
Grundschulalter an. Die Beratungsstelle Südviertel verfolgt das Ziel, soziale Einrichtungen im Sinne
der Kinder und deren Familien im Stadtteil zusammen zu bringen und zu vernetzen. 2001 wurde das
Kooperationsmodell Schule-Jugendhilfe im Südviertel entwickelt. Die Beratungsstelle ist inzwischen
Trägerin von Förderinseln und Schulsozialarbeit an insgesamt 10 Grundschulen im näheren
Sozialraum. Seit 2013 existiert das Südviertelprojekt „GanS“, einer Kooperation der Schulen mit den
Jugendeinrichtungen und weiteren Trägern der Jugendhilfe im Südviertel, die Projekte für
Schüler*innen im Sozialraum anbietet. Die Beratungsstelle ist derzeit nicht als Trägerin einer OGS in
Münster tätig.
 Outlaw gGmbH
Der Träger ist ein anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe und in der klassischen Kinder- und
Jugendhilfe in Wohngruppen, in ambulanten Betreuungsformen, in der Kindertagesbetreuung, in
Jugendzentren und in Schulprojekten tätig. In Münster betreibt Outlaw zurzeit sieben
Kindertageseinrichtungen. Darüber hinaus verfügt der Träger über Erfahrungen in Trägerschaften der
Offenen Ganztagsschulen in Bochum. Er ist derzeit nicht als Träger einer OGS in Münster tätig.
 Schule, Jugend, Kids & Co e.V.
Aus einer Initiative Jugendlicher gründete sich der Verein ursprünglich mit dem Ziel, offene Kinder-
und Jugendarbeit in Münster-Mecklenbeck anzubieten. Im Jahr 2005 übernahm der Träger die Offene
Ganztagsschule an der Peter-Wust-Schule und ist seit 2009 OGS-Träger an der Pleisterschule. Seit
2017 ebenfalls OGS-Träger der Grundschule Loevelingloh sowie an vier Schulen in Senden im Kreis
Coesfeld. Am 01.08.2021 hat der Träger die OGS-Trägerschaft der Martin-Luther-Schule
übernommen. Der Träger zeichnet sich darüber hinaus seit vielen Jahren durch seine stadtweiten,
ganztägigen Ferienangebote an mehreren Grundschulen im Stadtgebiet aus, so auch im südlichen
T eildes Stadtbezirks Mitte.
Von allen Bewerbern werden die vom Rat der Stadt Münster beschlossenen OGS-Qualitätsstandards
akzeptiert und in ihren Konzeptionen umgesetzt. Alle Träger haben ein Konzept auf der Grundlage
des Kriterienkataloges vorgelegt, das die wesentlichen Eckpunkte ihrer pädagogischen Ausrichtung
beschreibt.
- Pädagogisches Grundverständnis /Leitbild
- Gesundheitsförderung
- Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern
- Kinderschutz
- Querschnittsaufgaben der Jugendhilfe
- Sozialraumorientierung
- Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen
4. Auswahlverfahren
Nach dem Bewerbungsschluss am 03.12.2021 und der Sichtung der eingereichten Unterlagen
wurden von der Schulleitung, der OGS-Koordinator*in und der Verwaltung die Beratungsstelle
Südviertel e.V. sowie Schule, Jugend, Kids und Co für das weitere Verfahren ausgewählt.

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V/0093/2022
Ende Januar 2022 wurde mit beiden Trägern jeweils ein strukturiertes Bewerbungsgespräch geführt.
Die gemeinsame Aufgabe von Verwaltung und Schulleitung bestand darin, aus den beiden
Bewerbungen und den sich anschließenden Gesprächen unter gleichwertiger Würdigung der
Fachlichkeit einen Vorschlag zu erstellen und einen Schulkonferenzbeschluss herbeizuführen.
5. Gesamtbewertung / Fazit
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit einem hohen Konsens abschließend vor, der
Beratungsstelle Südviertel e.V. die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der städtischen,
katholischen Gottfried-von-Cappenberg-Schule zu übertragen. Dem Vorschlag wurde am 11.02.2022
mit einem Schulkonferenzbeschluss gefolgt.
Die Trägerin hat ein umfassendes, pädagogisches Konzept vorgelegt. Sie verfügt über vielfältige
Erfahrungen im Bereich der Kooperation von Jugendhilfe und Schule. Sie hat darüber hinaus im
Bewerbungsverfahren ihre langjährige Erfahrung in Kooperation mit der Schule und ihre hohe
Kompetenz als Jugendhilfeträgerin im Sozialraum sehr fundiert dargestellt und überzeugend
präsentiert.
Die Trägerübernahme durch die Beratungsstelle Südviertel e.V. eröffnet der Schule die Möglichkeit,
von den vielfältigen Kooperationen der Trägerin im Südviertel sowie ihres Beratungsangebotes für
Kinder und Familien und ihrer heilpädagogischen Einrichtung im Sozialraum zu profitieren. Die
Trägerin sichert eine verlässliche Ferienbetreuung zu und stellt eine erfahrene Fachberatung, die
bereits seit vielen Jahren in Kooperation mit der Schule tätig ist, zur Verfügung. Darüber hinaus ist sie
seit einigen Jahren verantwortlich für die Förderinsel an der Schule.
Die Beratungsstelle ist auch an der Johannisschule als Trägerin vorgeschlagen und könnte auch
dadurch ein gegenseitiges Vertretungskonzept sicherstellen und weitere Synergien nutzen.
Die Schule gewinnt mit der Beratungsstelle Südviertel e.V. eine langjährige und zuverlässige
Kooperationspartnerin für die Trägerschaft der OGS.
i.V.
gez.
Thomas Paal
Stadtdirektor
Anlagen:
Anlage A
Anlage 1: Kriterienkatalog
Anlage 2: Konzepte der Bewerbungen
Hinweis:
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlage 2) stehen ausschließlich als
pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download unter der Vorlagennummer
V/0093/2022 zur Verfügung.

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V/0093/2022

Beratungsstelle Südviertel OGS-Konzept_Gottfried-von-Cappenberg-Schule

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Konzept 
zur Beantragung der Trägerschaft der  
außerunterrichtlichen Angebote der Offenen Ganztagsschule 
für die 
Gottfried-von-Cappenberg-
Schule Münster

1 
 
Inhalt 
 
 
1. Einleitung 
 
2. Historie und Leitbild des Trägervereins Beratungsstelle Südviertel e.V. 
2.1. Geschichte des Vereins 
2.2. Leitbild des Vereins 
 
3. Orientierung und Arbeitsprinzipien des Trägers in der Offenen Ganztagsschule 
3.1. Partizipation  
3.2. Niedrigschwelligkeit und Elternarbeit 
3.3. Ressourcen- und Lösungsorientierung  
3.4. Lebenswelt- und Bedürfnisorientierung  
3.5. Multiperspektivität  
3.6. Inklusion  
3.7. Vielfaltssensibilität 
3.8. Vernetzung und Verortung im Sozialraum 
3.9. Kooperation in der OGS 
3.10. Bildung in der OGS 
3.11. Multiprofessionalität in der OGS 
 
4. Ganztagsstruktur 
4.1. Öffnungszeiten 
4.2. Leitung und Team  
4.3. Hausaufgabenbetreuung 
4.4. Arbeitsgemeinschaften 
4.5. Ferienbetreuung 
 
5. Bis-Mittag-Betreuung / Verlässliche Grundschule 
 
6. Qualitätsstandards  
6.1. Teamsitzungen  
6.2. Kinderschutz 
6.3. Gestalteter Übergang von der Kita in die OGS 
6.4. Räumlichkeiten und Ausstattung 
6.5. Projekte und Förderungen 
  
7. Fachkräfte der OGS 
7.1. Leitung der OGS 
7.2. Mitarbeiterführung und -fürsorge 
7.3. Fort- und Weiterbildung 
 
8. Ausblick

2 
 
1. Einleitung 
 
 
Der Verein Beratungsstelle Südviertel e.V. hat den Anspruch, sich flexibel an den Bedarfen von 
Kindern, Jugendlichen und Familien im ansässigen Sozialraum zu orientieren und auf 
Veränderungen zu reagieren. Die Bewerbung auf die Trägerschaft der außerunterrichtlichen 
Angebote der Offenen Ganztagschule an der Gottfried-von-Cappenberg-Schule ist für uns ein 
Schritt dahin, Kinder und ihre Familien dort zu begleiten, wo die Kinder einen großen Teil ihres 
Alltags verbringen. Die Offene Ganztagsschule ist für die meisten Grundschulkinder im Südviertel 
Münsters ein Lebensort, an dem sie sich täglich mehrere Stunden aufhalten, den sie mitgestalten 
und entdecken wollen. Dem Träger ist es ein Anliegen, dass junge Menschen in die Lage versetzt 
werden, als handelnde Akteure ihr Leben, aber auch das Leben der jeweiligen Gemeinschaft, zu 
gestalten und mitzugestalten. Wir wollen es den Kindern ermöglichen, ihre Interessen und Ideen in 
den Alltag der OGS 1 einzubringen und sich dadurch auch als selbstwirksam zu erleben. 
Der Verein Beratungsstelle Südviertel will die Lebenswelten der Kinder mit der Übernahme der 
Trägerschaft gut in den Blick nehmen und diese erweitern und bereichern. 
Bewusst wendet sich dieses Konzept an Grundschulen, die sich im Sozialraum Südviertel befinden. 
Dies begründet sich aus der Haltung und der Tradition des Trägers. In den folgenden 
Qualitätsmerkmalen des Vereins finden sich diese wieder: 
• Die Fachexpertise der 
Mitarbeiter*innen des 
Beratungsstelle Südviertel 
e.V. wird kontinuierlich 
reflektiert, ausgebaut und 
angepasst. Wir schulen immer 
wieder den besonderen Blick 
auf die aktuellen und 
zukünftigen Bedarfe von 
Kindern und Familien. 
• Der Verein Beratungsstelle 
Südviertel folgt den Prinzipien 
der Partizipation in allen 
Lebensbereichen. 
Partizipation ist der Kern 
einer demokratieorientierten, 
pädagogischen Arbeit in der 
Kinder- und Jugendhilfe. Die 
Ermöglichung vielfältiger 
Bildungszugänge, 
Demokratiebildung, 
Resilienzförderung, Inklusion 
und Kinderschutz sind nur 
einige Begründungen für eine 
intensive Auseinandersetzung 
mit dem Thema. Für die 
Kinder und Jugendlichen ist 
 
1 Im Folgenden wird die Abkürzung OGS für die Offene Ganztagsschule verwendet

3 
 
die Erfahrung wichtig, informiert zu sein, mitzuentscheiden, als Mensch mit Rechten ernst 
genommen und wertgeschätzt zu werden. Dann erleben die Kinder ihre Teilnahme an der 
Offenen Ganztagsschule als einen Ort, an dem sie sich sicher fühlen und der sie unterstützt. 
Ein partizipativer Zugang ist also gleichzeitig Schlüssel zu Bildung und Demokratiebildung. 
• Der Verein hält vielfältige trägerinterne Institutionen und Angebote für Kinder, Eltern und 
Familien im Sozialraum der Gottfried-von-Cappenberg-Schule vor. Im Sinne einer 
integrativen Arbeit wird angestrebt, alle in der Schule arbeitenden Jugendhilfe-Dienste wie 
Förderinsel, Schulsozialarbeit und Inklusionskräfte beim Verein zu verorten. 
• Sozialraumorientierung ist seit jeher ein wichtiger Bestandteil der Trägerarbeit. Diese wird 
aktiv umgesetzt und sorgt für ständige Vernetzung zum Wohle der Familien im Sozialraum 
Südviertel und Berg Fidel. Hierzu gehören Teilnahme, Organisation und auch 
Sprecherfunktionen in verschieden lokalen Arbeitskreisen. 
• Mitarbeiter*innen des Beratungsstelle Südviertel e.V. sind aufgefordert, sich einzubringen 
und mitzugestalten. Gleichzeitig sorgt der Verein für eine möglichst familienfreundliche 
Stellengestaltung, eine Kultur der Wertschätzung und der offenen Kommunikation sowie 
für Supervision und Fortbildungen. 
Grundlage sind die geltenden Rahmenbedingungen „Qualitätsstandards der Offenen 
Ganztagsschulen in Münster“ (Stand 2018, Hrsg.: Stadt Münster, Amt f. Kinder Jugendliche und 
Familien in Koop. mit dem Schulamt). Diese Rahmenvorgaben sind in einem intensiven 
Gesprächsprozess zwischen Kommune, Schulamt, Schulen und Elternvertretung entstanden Der 
Anspruch des Vereins Beratungsstelle Südviertel ist es, bei der Übernahme der Trägerschaft die 
Qualität und gute Strukturen der OGS zu festigen, aber auch neue Ideen aufzugreifen und 
kontinuierlich an der Verbesserung der OGS-Arbeit in enger Abstimmung mit der Schule zu 
arbeiten.

4 
 
2. Historie und Leitbild  
des Trägervereins Beratungsstelle Südviertel e.V.   
 
 
2.1. Geschichte des Vereins  
Die Anfänge des Vereins liegen 1970 in der Gründung des 
„Vereins zur Förderung der psychologischen 
Beratungstätigkeit“ mit Sitz im Bahnhofsviertel in Münster, 
Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband. Die damals 
formulierte Grundhaltung der Beratungsarbeit findet sich 
auch heute noch im Leitbild (s. Punkt 1.2), nämlich 
erreichbare und nützliche psychologische Beratung für sozial 
benachteiligte und arme Menschen anzubieten.  
Mit der (Weiter-) Entwicklung präventiver und stadtteilbezogener Angebote verlegte man den 
Verein - in Abstimmung mit der Jugendhilfeplanung des kommunalen Jugendamtes - in das 
Südviertel. Das sozialräumliche Arbeitskonzept führte zu einer stärkeren Vernetzung der 
Beratungsstelle mit den Kindertageseinrichtungen und Schulen als institutionelle Alltagsorte der 
Kinder sowie anderen Einrichtungen und sozialen Diensten im Südviertel. Dies führte 1981 zur 
Umbenennung des Vereins in „Beratungsstelle Südviertel für Kinder, Jugendliche und Erwachsene“.  
Als zentrales Steuerungsinstrument für die stadtteilbezogene Arbeit gibt es seit 1976 den 
Arbeitskreis Südviertel. Alle Einrichtungen und Dienste im Südviertel, die mit Kindern, Jugendlichen 
und Familien arbeiten, vernetzen sich dort und pflegen Kooperationen. 
Daraus entstanden in Trägerschaft des Vereins u.a. 
• die Heilpädagogische Tagesgruppe (intensive erzieherische Hilfen für Kinder im 
Grundschulalter),  
• das „Kooperationsmodell Schule-Jugendhilfe im Südviertel“ mit den Bausteinen  
• „Pro B Klasse“ zur Re-Integration von Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe der 
Hauptschulen sowie dem 
• „JuGS Projekt“ (Jugendhilfe an Grundschulen).  
 
Diese und folgende Einrichtungen befinden sich aktuell in der Trägerschaft des Vereins:  
• Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familien (Friedrich-Ebert-Str. 125)  
o Familienberatung und Erziehungsberatung 
o Thematische Gruppenangebote für Kinder, Jugendliche und Eltern  
o Insbesondere Angebote für psychisch erkrankte Menschen und ihre Angehörigen  
o Patenprojekt Rückenwind 
• Familientreff Viertelchen (Hammer Str.78)  
o JumP (Junge Mamas und Papas)  
o Stadtteilkoordination Frühe Hilfen  
o Offene Angebote für Familien mit Kindern von 0-6 Jahren im Familientreff  
• Förderinseln an Grundschulen im Südviertel und darüber hinaus        
• Schulsozialarbeit an Grundschulen im Südviertel und darüber hinaus

5 
 
 
Nach wie vor ist es der Anspruch des Vereins, Beratung für Kinder, Jugendliche und Familien aus 
allen Bevölkerungsschichten leicht erreichbar und flexibel zur Verfügung zu stellen und sie immer 
wieder den veränderten Bedarfslagen und Anfragen der Menschen anzupassen.  
Die aktive Teilnahme an Arbeitskreisen, die zu familienbezogenen Themen arbeiten (z.B. AK 
Beratung, Runder Tisch FamFG, AK Medien- und Onlinesucht, AK Alleinerziehende, Kommunale 
Arbeitsgemeinschaften nach §78 SGB VIII) ist für uns selbstverständlich und sorgt auch für einen 
guten Informationsfluss und schnelle Reaktionen bei veränderten Bedarfslagen der Familien. 
Die Bewerbung auf die Trägerschaft der Offenen Ganztage an den Grundschulen im Südviertel ist 
die Konsequenz aus den Zielen und dem bisherigen Handeln des Vereins Beratungsstelle Südviertel. 
 
 
2.2. Leitbild des Vereins  
 
1. Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Menschen in ihren Beziehungen und 
Lebenswelten und im Spannungsfeld mit den jeweils zeitgeschichtlichen Veränderungen, 
den politischen Entwicklungen und den sozial-kulturellen Bedingungen.  
 
2. Als Einrichtung der Jugendhilfe arbeiten wir im Rahmen des demokratischen Werte- und 
Rechtssystems auf der Grundlage der Bestimmungen des SGB VIII (KJHG), der Richtlinien für 
die Beratungsstellen und der jeweils gültigen Beschlüsse des Rates der Stadt Münster.  
 
3. Als Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes teilen wir die Grundwerte 
unseres Verbandes: Parität, Toleranz, Offenheit und Vielfalt.  
 
4. Unseren Angeboten liegt ein humanistisches Menschenbild zugrunde:  
• Der Mensch ist im Kern gemeinschafts- und lernfähig. Die Befriedigung von 
körperlichen, psychischen Grundbedürfnissen vorausgesetzt, ist jedem Menschen 
die Entfaltung seiner individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten, Wachstum und 
Reife möglich.  
• Wir achten die Menschen in ihrer Subjekthaftigkeit und Selbstzuständigkeit. Wir 
begegnen Klienten achtsam, respektvoll und wertschätzend.  
 
5. Unsere Zusammenarbeit basiert auf Gleichwertigkeit, Akzeptanz, Transparenz, 
Wertschätzung, gegenseitigem Respekt, offener Kommunikation. Wir begrüßen 
Unterschiedlichkeiten und eine hohe Methodenvielfalt in unseren Teams. Konflikte werden 
zur Klärung von Beziehungen und Strukturen willkommen geheißen.  
 
6. Die Strukturen des Vereins sind klar definiert. In den jeweiligen 
Zuständigkeitsbereichen von Vorstand, Leitung, Fachteams, 
Gesamtteam und Verein sichern die MitarbeiterInnen die 
Umsetzung des Grundauftrags der Einrichtung.  
Die Teams des Beratungsstelle Südviertel e.V. sichern ihre fachliche Qualität 
durch Fort- und Weiterbildung, Supervision bzw. Fachberatung.

6 
 
3. Orientierung und Arbeitsprinzipien 
          des Trägers in der Offenen Ganztagsschule 
 
 
 
3.1. Partizipation  
Kinder und Jugendliche sind Expert*innen in eigener Sache und werden von den Fachkräften als 
Solche in die Arbeit mit einbezogen. Sie können und sollen in Gestaltungsprozessen mitwirken und 
ihre eigenen Bedarfe ausdrücken und einfordern. Durch eine umfassende Partizipation findet ein 
Austausch mit den Schüler*innen in der OGS auf Augenhöhe statt. Kinder haben einen 
ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Die OGS soll Kinder 
ermutigen, diesem zu folgen und sie bei der 
Einforderung ihrer Rechte unterstützen. 
Partizipation befähigt die Kinder zu mehr 
Selbstbestimmung und stärkt ihre Resilienz. 
Damit die Beteiligung der Kinder gelingt, 
muss diese allerdings nicht nur gewollt, 
sondern auch gekonnt sein – Kinder und 
Jugendliche lernen, dass sie ein Recht auf 
Beteiligung haben und wie Beteiligung 
praktisch funktioniert, indem sie sich 
beteiligen. Voraussetzung dafür ist, dass es 
im Alltag der OGS immer wieder 
Möglichkeiten gibt, sich zu äußern, 
Meinungen zu bilden und einzubringen und für 
sich oder mit anderen zu entscheiden. Um der 
Mitgestaltung und Abstimmungen einen Rahmen zu 
geben, wird die Bildung von Kinderparlamenten in den 
OGS-Gruppen angestrebt. 
 
3.2. Niedrigschwelligkeit und Elternarbeit 
Die Mitarbeiter*innen der OGS sind durch ihre Anwesenheit bei Abholsituationen, in Sprechzeiten 
oder bei Projekten im Nachmittagsbereich für Eltern ansprechbar. Die Elternarbeit erfolgt in 
Zusammenarbeit mit den Klassenlehrer*innen, um bei Problemen ein gemeinsames 
Lösungskonzept abzusprechen. 
Der Kontakt zu den Eltern wird von den Mitarbeiter*innen der OGS gesucht. Die Partizipation der 
Eltern und deren Kooperationsbereitschaft sind wichtige Säulen in der Kommunikation und in der 
Durchführung der OGS. Die Einbindung der Eltern im Rahmen von Festen, regelmäßigen Elterncafés 
oder Gesprächsangeboten sollen dazu beitragen.

7 
 
3.3. Ressourcen- und Lösungsorientierung  
In der Arbeit mit den Schüler*innen steht stets die Lösung der dargelegten Probleme im Fokus. 
Dazu nehmen die Mitarbeiter*innen der OGS die vorhandenen Ressourcen wahr und nutzen diese, 
um gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten. Dies gilt sowohl im Gruppenalltag als auch in 
Einzelsituationen.  
Die weiteren trägerinternen Angebote für Kinder, Eltern und Familien stehen den Kindern und ihren 
Angehörigen offen. Aufgrund der institutionellen und räumlichen Nähe ist die Annahme dieser 
Angebote bei Bedarf leicht möglich. 
 
3.4. Lebenswelt- und 
Bedürfnisorientierung  
Die verschiedenen Lebenswelten der 
Schüler*innen und Eltern, wie Schule, Peergroup, 
Familie oder Medienlandschaft bestimmen deren 
wichtige und aktuelle Themen und haben Einfluss 
auf Interessen und Bedürfnisse, an denen sich 
auch die OGS orientiert.  
Neben der Wahrnehmung der subjektiven 
Bedürfnisse haben die Mitarbeiter*innen immer 
auch die strukturellen und soziokulturellen 
Gegebenheiten der Lebenswelten im Blick und 
unterstützen die Kinder dabei, sich selbstständig und 
kompetent in diesen zu bewegen. 
 
3.5. Multiperspektivität  
Das Arbeitsprinzip der Multiperspektivität entspricht der grundlegenden Haltung der OGS. Die 
Sichtweise einer/s jeden hat ihren Grund und ihre Berechtigung. In Konfliktsituationen wird nur 
dann Partei ergriffen, wenn dies unbedingt erforderlich ist, zum Beispiel im Kinderschutzfall. Die 
OGS steht in erster Linie für die Interessen der Kinder ihrer Schule ein.  
Die OGS arbeitet systemorientiert und unter der Berücksichtigung von Vielfalt, Toleranz und 
Akzeptanz als Gegebenheiten des Schullebens, des Lebens der Kinder und Jugendlichen und ihrer 
Familien. 
 
3.6. Inklusion  
Grundschule ist eine Schule für alle Kinder. Die Arbeit mit allen Kindern in der OGS soll inklusiv, 
möglichst vielseitig und individuell gestaltet werden. Kinder sind anderen Kindern gegenüber 
grundsätzlich aufgeschlossen. Dies soll die OGS nutzen, um Teilhabe für alle zu ermöglichen und 
eventuelle Diskriminierungen abzubauen. Diese grundsätzliche Haltung wird auch von den

8 
 
Fachkräften in der OGS erwartet und unter den Mitarbeitenden gelebt. Für eine gelingende 
Inklusion ist die stadtteilorientierte Vernetzung besonders wichtig. 
Die Gottfried-von-Cappenberg-Schule besuchen auch Kinder mit sonderpädagogischem 
Förderbedarf. Selbstverständlich ist auch die OGS offen für die Förderung aller Kinder. Hier bedarf 
es einer guten Absprache mit den Lehr- und Förderkräften, die im Vormittag eingesetzt sind. Auch 
der Austausch in multiprofessionellen Teams in den schulnahen Diensten des Vereins trägt dazu 
bei, voneinander zu lernen und die Anliegen der Inklusion voranzubringen. 
 
3.7. Vielfaltssensibilität 
Der Umgang in der OGS mit Schüler*innen mit 
Unterschieden, wie beispielsweise mit 
Migrationserfahrungen, soll von einem hohen Maß 
an Sensibilität gekennzeichnet sein. Mögliche 
Barrieren erfordern eine kontinuierliche 
Reflexion der eigenen Haltung und die 
Auseinandersetzung mit interkulturellen 
Themen. Im Alltag der OGS kann das 
bedeuten, dass man bewusst Freundschaften 
und Kontakte unter den Kindern fördert und 
Sprachförderung alltagsnah einbaut.  
Die OGS ist gendersensibel und offen für 
Konstruktionen, die über die bestehenden 
Definitionen von Mann und Frau hinaus gehen. Die 
OGS diskutiert grundsätzlich offen und kontrovers den 
Stellenwert der Geschlechtsidentität. Tradierte 
Geschlechtsrollen können Mädchen und Jungen sowie divers 
geschlechtliche junge Menschen in ihrer Entwicklung behindern. Diese Diskussion und die 
unterschiedlichen Sichtweisen nimmt die OGS in ihre Arbeit auf. 
 
3.8. Vernetzung und Verortung im Sozialraum 
Seit der Gründung des Vereins Beratungsstelle Südviertel e.V. liegt ein Hauptaugenmerk im 
sozialräumlichen Denken. Dafür ist der Verein seit langem bekannt und als „Motor“ für Vernetzung 
tätig. Schulen sind ein (be-)ständiger Lebensort für Kinder im Sozialraum. Die Entwicklung und die 
inhaltliche Gestaltung schulnaher Angebote in der Trägerschaft des Vereins Beratungsstelle 
Südviertel für das Südviertel von Münster sind ein wichtiger Bestandteil des Vereins. Neben der 
fallbezogenen Zusammenarbeit, die schon in den 2000er Jahren aktiviert wurde und der 
Kooperation im AK Südviertel seit den 80er Jahren ist durch die Entwicklung des 
Kooperationsvertrages GANS (Ganztagsangebote der Jugendhilfe im Südviertel) seit 2016 auch ein 
vertraglicher Rahmen für die Zusammenarbeit von Angeboten der Jugendarbeit / Jugendhilfe in 
Kooperation mit den Lehrer*innen und Fachkräften der OGS geschaffen worden.

9 
 
Die Vernetzung und Kooperationen des Trägers mit Partnern aus Jugendhilfe, Sozialarbeit und 
Bildung ist traditionell Bestandteil der Arbeit des Trägers und soll auch im Kontext der OGS gepflegt 
werden. Es besteht eine besondere Vertrautheit mit dem Sozialraum Berg Fidel, aus dem viele 
Schüler*innen der Gottfried-von Cappenberg-Schule kommen. Hier gibt es langjährige 
Kooperationen mit Institutionen (z.B. Stadtteilkoordination Frühe Hilfen Berg Fidel, AK Berg Fidel, 
Alte Post, beide Familienzentren in Berg Fidel). 
Die OGS gestaltet sich im Sozialraum sichtbar und nach außen offen. Hierdurch soll der Sozialraum 
für die Kinder erlebbar gemacht werden und deren Lebenswelt erweitern. Dies kann durch die 
konkrete Erschließung des Sozialraums durch AG‘s geschehen oder z.B. durch den Besuch in 
ansässigen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, z.B. Lorenz Süd, Kindertreff St. Gottfried, 
Sportvereine. Diese Kooperationen können auch die Ferienbetreuung bereichern. 
Die Kooperation mit der Stadtteilkoordination der Frühen Hilfen im Bezirk Mitte und im Stadtteil 
Berg Fidel sorgt dafür, dass auch Übergänge von der Kita in die Grundschule zielführend für die 
Familien gestaltet werden können. Hierbei ist der „Arbeitskreis Kindertageseinrichtungen und 
Grundschulen im Südviertel“ ebenso ein verlässliches Netzwerk wie der „Arbeitskreis Südviertel“ 
und der „Arbeitskreis Berg Fidel“, in dem sich regelmäßig alle Einrichtungen der Kinder- und 
Jugendhilfe vernetzen. 
 
3.9. Kooperation in der OGS 
Die langjährig bestehende gute Kooperation mit der Gottfried-von-Cappenberg-Schule ermöglicht 
es dem Träger in guter Abstimmung und in einem von Vertrauen geprägtem Verhältnis die 
Übernahme der OGS an dieser Schule angehen zu können. Der Verein Beratungsstelle Südviertel 
hat die Schule bereits vier Jahre mit einer Schulsozialarbeiterin unterstützt und ist seit 2014 Träger 
der Förderinsel an dieser Schule. Regelmäßig wurden und werden Angebote des Beratungsstelle 
Südviertel e.V. an der Schule durchgeführt (z.B. Elternabende, soziale Gruppenarbeit). 
Mit Blick auf die Kinder, auf die Eltern und die Mitarbeiter*innen wird in enger Absprache mit der 
Schule geklärt, wie die bisherige Umsetzung der Kooperation 
intensiviert werden und auch die OGS die 
trägerspezifischen Leistungen in vollem Umfang nutzen 
kann. 
 
3.10. Bildung in der OGS 
Zum Bildungsauftrag der OGS zählen auch die 
Persönlichkeits- und Identitätsbildung. Diese 
komplexen und vielfältigen Bildungsprozesse 
wollen wir im Kontext der Angebote der OGS 
fördern, indem wir Angebote mit Kindern 
gemeinsam entwickeln und durchführen. Wir 
wollen es den Kindern ermöglichen, ihre Interessen 
und Ideen in den Alltag der OGS einzubringen und sich 
dadurch auch als selbstwirksam zu erleben. Dafür

10 
 
brauchen Kinder Freiraum zum Entdecken und Befragen ihrer Umwelt. Fragen der Kinder werden 
aufgegriffen, als Bildungsthemen quasi "ausgepackt" und in Arbeitsgemeinschaften aufgegriffen. 
Wir knüpfen hiermit auch an den Situationsansatz der Kitas an. 
 
3.11. Multiprofessionalität im OGS 
Die kollegiale Kooperation mit allen an der Schule beschäftigten Fachkräften, wie Schulleitung, 
OGS-Leitung, Lehrkräften, Schulsozialarbeit, Förderinsel, etc. ist Grundlage einer erfolgreichen 
Arbeit und wird vorausgesetzt und gepflegt.  
Die Expertise und das Fachwissen der multiprofessionellen Fachkräfte im Träger stehen den OGS-
Mitarbeiter*innen selbstverständlich zur Verfügung. Diese sollen langfristig in einen trägerinternen 
Fachbereich für bildungsnahe Dienste mit einem eigenen multiprofessionellen Fachteam und 
eigener Bereichsleitung angebunden sein. Bei Bedarf kann leicht zu themenspezifischen Angeboten 
des Vereins, zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten für belastete Kinder oder Eltern 
vermittelt werden. Selbstverständlich ist auch eine regelmäßige Fachberatung in den Teams und 
ein trägerinterner Wissenstransfer. 
 
 
 
4. Ganztagsstruktur  
 
 
An der Gottfried-von-Cappenberg-Grundschule 
bestehen aktuell acht Ganztagsgruppen (OGS) und eine 
Bis-Mittag-Gruppe (BiMi). Beim Wechsel der 
Trägerschaft wird an die bestehende Struktur 
angeknüpft und so eine möglichst hohe Verlässlichkeit 
gewährleistet. Die Koordinationsfachkraft entwickelt in 
enger Kooperation mit ihrem Team, dem Träger und den 
Akteuren an der Schule die Strukturen weiter. Hierbei 
werden die aktuellen Bedarfslagen der Familien 
berücksichtigt. Dies gilt auch für Randzeiten, bewegliche 
Ferientage und die Ferienbetreuung. 
 
4.1. Öffnungszeiten 
Die aktuell bestehenden Öffnungszeiten der OGS an der 
Gottfried-von-Cappenberg-Schule sind: 
• OGS: Montag-Freitag 11:30 - 16:00 Uhr 
• BiMi: Montag-Freitag 11:30 - 13:30 Uhr

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4.2. Leitung und Team 
Der Offene Ganztag der Gottfried-von-Cappenberg-Schule wird durch eine pädagogische Fachkraft 
geleitet. Im Team mit den Gruppenleitungen und weiteren Kräften entwickelt und sichert sie die 
Angebotsstruktur entsprechend der gültigen Vorgaben der Stadt Münster bzw. des Landes NRW.  
Pro offener Ganztagsgruppe stehen zusätzlich Lehrkräfte stundenweise zur Verfügung. Über den 
Einsatz (z.B. bei Hausaufgabenbetreuung oder Leitung einer AG) oder die mögliche Kapitalisierung 
der Stunden soll gemeinsam (Schulleitung, Lehrkraft, OGS-Leitung, Träger) entschieden werden. 
 
4.3. Hausaufgabenbetreuung 
Die Hausaufgabenbetreuung findet in Absprache mit der Schulleitung und den Lehrkräften in 
angemessenen zeitlichen Rahmen für jeden Jahrgang statt. Die Hausaufgabenbetreuung ist so 
angelegt, dass die Kinder diese zu Hause nicht mehr bearbeiten müssen. Um dies zu gewährleisten 
und die Lernstände der Kinder im Blick zu haben, stehen die Lehrkräfte und die pädagogischen 
Fachkräfte der OGS in engem Austausch. Einzelne Stunden in der Hausaufgabenbetreuung können 
die Lehrkräfte im Rahmen der dafür vorgesehenen Stunden übernehmen (s. 4.2). 
 
4.4.   Arbeitsgemeinschaften 
Arbeitsgemeinschaften (AG‘s) sind in der OGS ein wichtiger 
Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Hier werden 
Bildungsangebote durchgeführt, die den Schüler*innen die 
Möglichkeit geben, im Nachmittagsbereich ihre 
individuellen Kompetenzen auszubauen und sich je nach 
Interessen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen zu 
bilden und sich weiterzuentwickeln.  An der Auswahl und 
Ausgestaltung der Angebote beteiligen sich die Kinder (s. 3.1).  
Es besteht eine langjährige aktive Kooperation zwischen der 
Gottfried-von-Cappenberg-Schule und dem Sportverein Blau 
Weiß Aasee. Auch im kreativen Bereich finden regelmäßig 
AG‘s statt, die oft von externen Honorarkräften durchgeführt 
werden. Die Koordinierungsfachkraft des OGS entwickelt 
und überprüft zusammen mit den pädagogischen 
Fachkräften der OGS und den Kindern regelmäßig das 
Angebot der AG‘s und ist zuständig für die Einbindung der 
Angebote in den OGS-Alltag. 
 
4.5.   Ferienbetreuung 
Die Kinder der OGS haben ein Recht auf insgesamt sechs Wochen 
Ferienbetreuung. Deshalb organisiert der Träger in Absprache mit anderen Anbietern von 
Ferienbetreuungsangeboten, vor allem aber mit den Anbietern im Sozialraum und dem Jugendamt, 
die Ferienbetreuung für 6 Wochen pro Schuljahr für die OGS Kinder. 
Die Umsetzung der Ferienbetreuung an der Gottfried-von-Cappenberg-Schule wird sich mit der 
Übernahme der Trägerschaft konkretisieren lassen. Diese soll hauptsächlich in den Räumlichkeiten

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der Schule stattfinden. Die Durchführung und Konzeption der Ferienbetreuung organisiert die 
Leitung der OGS mit ihrem Team. Die Gestaltung der Ferienbetreuung bezieht den Sozialraum der 
Kinder mit ein. 
 
 
5. Bis-Mittag-Betreuung  
 
 
Die Bis -Mittag-Betreuung (BiMi ) bietet den Familien eine verlässliche tägliche Schulzeit. Sie wird 
überwiegend von Kindern aus den Klassen 1 -3 besucht. Ab der 4. Klasse sinkt der Bedarf wegen 
längerer Unterrichtszeiten und erhöhter Selbstständigkeit der Kinder. In der BiMi besteht für die 
Schüler*innen die Möglichkeit zu spielen, zu basteln und ggf. selbstständig ihre Hausaufgaben zu 
machen. Eine feste Hausaufgabenzeit ist nicht vorgesehen.  
Die BiMi ist ein zeitlich begrenztes Betreuungsangebot der Stadt Münster. Die BiMi befindet sich an 
der Schnittstelle von Schule und OGS. Hier ist es wichtig, dass Zuständigkeiten und Absprachen 
geklärt sind. Dies soll im Rahmen der Übernahme der Trägerschaft konkret geklärt werden. 
 
  
6. Qualitätsstandarts 
 
 
6.1. Teamsitzungen 
Regelmäßige Teamsitzungen aller OGS 
Mitarbeiter*innen dienen dazu, sich auszutauschen, die 
Verzahnung mit dem Vormittagsbereich zu organisieren, 
Fallbesprechungen durchzuführen und die aktuellen Bedarfe 
der Kinder in den Blick zu nehmen. Außerdem soll hier  die 
Überprüfung und Entwicklung von Bildungsangeboten stattfinden. Die gegenseitige Teilnahme von 
Schulleitung und OGS-Leitung an Teamsitzungen bzw. Lehrerkonferenzen kann bei übergreifenden 
Themen hilfreich sein. Auch wichtige Themen der Mitarbeiter*innen untereinander sollen hier Platz 
haben. 
Die Teamsitzungen werden von der Koordinierungsfachkraft geleitet, ein Protokoll zur 
Qualitätssicherung soll verfasst werden. Die Dauer, Regelmäßigkeit und Zusammensetzung der 
Sitzungen richten sich nach der Anzahl der Mitarbeiter*innen und deren Aufgabengebieten.

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6.2. Kinderschutz 
Bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung sind die Schulleitung und der Träger zu informieren 
und weitere Schritte in enger Absprache einzuleiten. Die gültigen Vereinbarungen zum 
Kinderschutzverfahren im schulischen Kontext, sowie die beim Träger etablierten Schutzkonzepte 
und schriftlichen Verfahrensabläufe, die den aktuellen Vereinbarungen mit dem örtlichen Amt für 
Kinder, Jugendliche und Familien entsprechen, gelten auch für die OGS. Der Träger verfügt über 
eigene insoweit erfahrenen Fachkräfte nach §8 a (SGB VIII). 
Die Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses bei der Neueinstellung von 
Fachkräften ist selbstverständlich und verpflichtend. Die gesetzlichen Vorgaben nach §72 a (SGB VIII) 
zum Tätigkeitsausschluss werden umgesetzt. 
 
6.3. Gestalteter Übergang von der Kita in die OGS 
Der „Arbeitskreis Kindertageseinrichtungen und Grundschule im Südviertel“ und der Elternabend für 
Eltern der vierjährigen Kinder werden seit einigen Jahren durch eine Fachkraft des Trägers moderiert. 
Im Arbeitskreis wird ein guter Übergang der Kinder im Sozialraum von der Kita in die Schule 
vorbereitet.  Der Arbeitskreis hat einen Flyer für Eltern veröffentlicht m it Kriterien für eine gute 
Vorbereitung auf den Übergang Kita-Grundschule. 
 
6.4. Räumlichkeiten und Ausstattung 
Der Rat der Stadt Münster hat mit der Vorlage V70328/2017 ein Musterraumprogramm für die 
Grundschulen beschlossen. Dies gilt auch für die OGS. Die Mitarbeiter*innen in der OGS werden 
dabei unterstützt, die Räumlichkeiten der OGS zu gestalten, damit alle eine 
gute Spiel- und Arbeitsatmosphäre vorfinden. 
 
6.5. Projekte und Förderungen 
Die Weiterentwicklung des Vereins Beratungsstelle 
Südviertel beruht auch auf der erfolgreichen 
Beantragung von Projektgeldern und Fördermitteln 
zur Unterstützung und Etablierung neuer Angebote 
im Bereich Kinder - und Jugendhilfe und im Bereich 
Schule (z.B. JuGS, Familientreff Viertelchen). Dies 
soll auch im OGS Ber eich aktiv verfolgt werden, um 
dort die (Bildungs -)Angebote für die Kinder zu 
erweitern.

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7. Fachkräfte der OGS 
 
 
7.1. Leitung der OGS 
Die Leitung des Offenen Ganztages orientiert sich 
hinsichtlich des Einsatzes und der Freistellung an den 
Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschulen für 
Münster (s.o.). Neben den bereits im Konzept genannten 
Aufgaben der OGS -Leitung ist sie verantwortlich für die 
Beteiligung an Personaleinstellungen, die hauptverantwortliche 
Koordination von Einsatzplänen,  Budget sowie für die Organisation und 
Leitung der Ferienbetreuungsangebote. 
 
7.2. Mitarbeiterführung und -fürsorge 
Regelmäßige Mitarbeiter*innen -Gespräche mit Leitungspersonen sind ein Standard des Trägers. 
Diese Gespräche sollen dazu dienen, Mitarbeiter* innen zu beteiligen und die Qualität der 
pädagogischen Arbeit zu sichern, sowie Arbeitszufriedenheit, Perspektiven und Ideen zu besprechen. 
Die Beteiligung von Menschen in ihren Lebens- und Arbeitsbereichen ist auch der Anspruch im Verein 
Beratungsstelle S üdviertel. Im Verein sind viele Mitarbeiter*innen auch Vereinsmitglieder. 
Mitarbeiter*innen-Vertretungen sitzen im Vorstand. Die hohe Arbeitszufriedenheit und die relativ 
geringe Fluktuation unter den jetzigen Mitarbeiter*innen des Beratungsstelle Südviert el e.V. ist 
neben der guten Kultur sicher auch dieser partizipativen und demokratischen Vereinsstruktur 
geschuldet. 
Der Verein Beratungsstelle Südviertel begegnet seinen Mitarbeiter*innen seit jeher mit 
Wertschätzung, offener Kommunikation und als familien freundlicher Arbeitgeber. Regelmäßige 
Gesamtteamtreffen, teamübergreifende AGs und Projekte, Betriebsausflüge, interne 
Fortbildungstage etc. sorgen für gemeinsame Erlebnisse und ein gegenseitiges Kennenlernen, nicht 
nur in Bezug auf die verschiedenen Arbeitsbereiche innerhalb des Trägers. 
Die Etablierung der Ferienbetreuung an der Schule und somit in der OGS, ermöglicht es dem Träger, 
den Mitarbeiter*innen im Offenen Ganztag eine Erhöhung des Stellenumfangs anzubieten. Der 
Träger bietet den Beschäftigten eine zusätzliche betriebliche Altersvorsorge an. 
Die Möglichkeit im Rahmen eines Gestellungsvertrages weiterhin bei der Stadt beschäftigt zu sein ist 
für die jetzigen OGS -Mitarbeiter*innen gegeben. Es besteht für Mitarbeiter*innen die Möglich keit 
eines Betriebsübergangs zum Verein Beratungsstelle Südviertel e.V. Langfristig ist angestrebt, alle 
Arbeitsverhältnisse der OGS-Fachkräfte in die Trägerschaft des Vereins zuzuführen.

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7.3. Supervision, Fort- und Weiterbildungen 
Fachberatung, Supervision, Fort - und Weiterbildungen für Mitarbeiter*innen des Vereins 
Beratungsstelle Südviertel sind regelmäßig vorgesehen. Diese sollen u.a. die Qualität der 
pädagogischen und sozialpädagogischen Arbeit in der OGS sichern. Da der Verein auf einen großen 
Pool interner Fachkräfte zugreifen kann, sind auch kurzfristig Fall - und Fachberatungen sowie 
Fortbildungen für die Fachkräfte der OGS möglich. Darüber hinaus hält das Münsteraner Amt für 
Kinder, Jugendliche und Familien ein attraktives Fo rt- und Weiterbildungsprogramm für OGS -
Fachkräfte vor. 
 
 
 
8. Ausblick 
 
Bei den Umsetzungen und Planungen des OGS -Betriebs soll von Anfang an berücksichtigt werden, 
dass ein Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz für jedes Schulkind voraussichtlich ab dem 
Schuljahr 2026/2027 bestehen wird. Dies wird für die zukünftige Ausstatt ung der OGS mit Räumen 
und Fachkräften berücksichtigt.  
Die Umsetzung dieser Konzeption wird eine gute Offene Ganztagsschule als Bildungs- und 
Lebensort ermöglichen. In der Praxis wird dieses nur durch das Miteinander von Fachkräften, 
Kindern und deren Familien gelingen. Die Kinder sollen später sagen können, dass sie eine gute Zeit 
in der Offenen Ganztagsschule hatten. Das soll unser gemeinsames handlungsleitendes Ziel sein.   
Beratungsstelle Südviertel e.V. 
Friedrich-Ebert-Str. 125 I 48153 Münster 
Tel: 0251 77466 I Fax: 0251 797960 
mail@beratungsstelle-suedviertel.de 
www.beratungsstelle-suedviertel.de 
Impressum 
Verantwortlich: Felix Braun (Geschäftsleitung) 
Vorstand: Prof. Dr. Luise Hartwig 
Satz/Gestaltung: Björn Hinrichs    © 2021

Beratungsverlauf (7)

22.03.2022 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 6.13 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
22.03.2022 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 9 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
29.03.2022 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit und Ordnung
TOP 15 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
31.03.2022 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 13.4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
05.04.2022 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 7.11 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
06.04.2022 Hauptausschuss
TOP 19.4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
06.04.2022 Rat
TOP 26.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (10)

  • Harkortstraße 13
  • Friedrich-Ebert-Straße 125
  • Hammer Straße
  • Glatzer Weg 9
  • Idenbrockplatz 27
  • Johann-Krane-Weg 18
  • Sentruper Höhe
  • Loevelingloh
  • Düesberg
  • Holtrode

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Details

Aktenzeichen
V/0093/2022
Typ
Vorlagen
Datum
04.02.2022
Erstellt
04.02.2022 08:59