V/0729/2014
Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide: Jahresbericht 2013
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Anlage 1 zur Vorlage V_0729_2014
2072 Zeichen
Anteil Stadt (Mindest-) Anteil
Projektträger
1.04 Weiterentwicklung der Kooperationsvereinbarung
1.05 Nachbarschaftsstärkung und Mieter/innenschulung 1.000,00 € -
1.06 Das Quartier spart Strom x
HF 2 „Öffentlicher Raum“ 2.02 Spiel- und Freizeitzone 6.000,00 € -
3.01 Wertstoffe / Sperrgut x
3.02 Aktiv für Arbeit im Stadtteil
1) x
4.01 Mädchenprojekt `Unser Alltag - unsere Sorgen´ 1. 080,00 € 120,00 €
4.02 Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-, Beratungs- und
Koordinationsstelle 36.000,00 € 4.000,00 €
4.03 Gewaltprävention x
5.01 Wir verstehen uns 30.000,00 € -
5.02 Elternkompetenz stärken x
5.04 Gesund aufwachsen in Kinderhaus 10.000,00 € -
5.06 Kontinuierliche Praxistage zum Übergang Schule- Beruf x
6.01 Schuldnerberatung vor Ort 36.000,00 € 4.000,00 €
6.02 Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM e.V. 2.000,00 € 200,00 €
6.04 Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt 1.080,00 € 120 ,00 €
6.05/6.06 Integrative Jugendsozialarbeit / Mobile Ju gendarbeit 15.750,00 € -
6.07 Sport und Bewegung 3.300,00 € -
6.08 Drogenprävention 2.750,00 € 330,00 €
7.01 Projektkoordination / Gebietsmoderation 1.950,00 € -
7.02 Quartiersfonds 2.000,00 € -
148.910,00 € 8.770,00 €
Anlage 1 zur Vorlage V/0729/2014
Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide - Finanzierungsübersicht 2013
Haushaltsansatz: 150.000,- €
HF 6 „Sicherung sozialer
Netze und Infra-
strukturen in Zeiten
knapper öffent-
licher Haushalte“
HF 7 „Gebiets-
moderation“
HF 3 "Lokale Ökonomie"
HF 4 „Integration
zugewanderter
Menschen fördern“
kein Finanzierungsbedarf HF 1 "Wohnen"
Handlungsfeld (HF)
1) Das Projekt 3.02 ist im Jahr 2013 zum Maßnahmekanon des Programms hinzugekommen und wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds u. Mitteln der Gewinnausschüttung der
Sparkasse Münsterland-Ost finanziert.
SUMME
HF 5 „Bewältigung der
Herausforderungen
für das Bildungs-
wesen“
verstetigt
außerhalb
des Programms
bereitgestellte Mittel
Projekt-
Nr. Titel
Anlagen 2 und 3 zur Vorlage V_0729_2014
220016 Zeichen
Jahresbericht 2013
für das Wohngebiet
„Münster/Kinderhaus-Brüningheide“
- Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“ -
- Oktober 2014 -
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung; Vermessungs- u. Katasteramt
Anlage 2 zur Vorlage V/0729/2014
Jahresbericht 2013 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung ii
Stadt Münster
- Amt für Stadtentwicklung,
Stadtplanung, Verkehrsplanung -
Simone Peuling-Heerstraß
48127 Münster
stadtplanung@stadt-muenster.de
Unter Verwendung der Projektberichte
der Projektverantwortlichen und der Handlungsfeldverantwortlichen
des „Maßnahmeprogramms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“
Jahresbericht 2013 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung iii
Gliederung
1 Das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus – Brüningheide“ .....................5
1.1 Förderphase 2007- 2010 („Soziale Stadt“): Programmsystematik und
Gesamtbilanz ...........................................................................................................5
1.1.1 Programmsystematik ........................................................................................5
1.1.2 Gesamtbilanz ....................................................................................................8
1.2 Verstetigungsphase I der „Sozialen Stadt“ 2011 - 2013 .........................................8
2 Zielstellung und Grundlagen des Berichts .................................................................11
2.1. Zielstellung des Berichts: Ergebnisübersicht 2013 ................................................11
2.2. Kontextdaten zur Entwicklung des Wohngebiets „Kinderhaus-Brüningheide“ .......12
2.3. Aufbau des Jahresberichts 2013............................................................................12
3 Kinderhaus-Brüningheide: Rahmensetzende Aktivitäten und Projekte in 2013 .....13
3.1 Perspektivgutachten für das Gebiet „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide ......13
3.2 Stadtteilentwicklungskonzept für den Stadtteil Kinderhaus....................................14
3.3 Zentrumserweiterung Idenbrockplatz.....................................................................16
4 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 1: „Verbesserung der
Wohnsituation“..............................................................................................................18
5 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 2: „Öffentlicher Raum“...................22
6 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 3: „Lokale Ökonomie“....................24
7 Ergebnisse und Wirkungen Handlungsfeld 4: „Integration zugewanderter
Menschen fördern“ .......................................................................................................25
8 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 5: „Bewältigung der Heraus-
forderungen für das Bildungswesen“ .........................................................................29
9 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 6: „Sicherung sozialer Netze
und Infrastrukturen in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte“................................37
10 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 7: „Gebietsmoderation“ .................55
11 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ (Handlungsfeld 8) ......................................58
11.1 Beobachtung der Zielerreichung..................... .......................................................58
11.2 Kontextdatenmonitor „Kinderhaus Brüningheide 2013“ .........................................58
12 Resümee und Ausblick............................... ..................................................................60
12.1 Zielerreichung 2013 unter Berücksichtigung der Projektziele ................................60
12.2 Zielerreichung 2013 unter Berücksichtigung der Programmziele ..........................65
12.3 Ausblick auf das „Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“
ab 2014 (Verstetigungsphase II).................... ........................................................67
13 Anhang ...........................................................................................................................69
Jahresbericht 2013 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung iv
• Anhang 1: Karte „Projektstandorte Kinderhaus Brüningheide - Verstetigungskonzept /
2013“
• Anhang 2: Karte „Projektstandorte Kinderhaus Brüningheide Verstetigungskonzept II /
2014“
• Darüber hinaus ist die Anlage 3 zur Vorlage V/0729 /2014 „Kontextdatenmonitor 2013“ Be-
standteil des Berichts (inklusive Grafiken zur Entwicklung ausgewählter Kontextdaten der
Stadtteilentwicklung)
Jahresbericht 2013 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 5
1 Das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus – Brüningheide“
1.1 Förderphase 2007- 2010 („Soziale Stadt“): Progr ammsystematik und
Gesamtbilanz
Mit Beschluss vom 13.12.2006 hat der Rat der Stadt Münster die Verwaltung beauftragt, das
Programm „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“ auf der Grundlage eines integrierten
Handlungskonzepts in den Jahren 2007 bis 2010 umzusetzen (vgl. Vorlage V/0927/2006,
V/0927/2006 E1). Das Integrierte Handlungskonzept war Kernelement der Programmdurch-
führung und bündelte als strategisches Planungs- und Steuerungsinstrument der (sozialen)
Stadtentwicklung gebietsbezogen Aktivitäten, Projekte und Maßnahmen unterschiedlicher
Akteure aus verschiedenen Handlungsfeldern, um Ressourcen möglichst effektiv einzuset-
zen und Aktivitäten so aufeinander abzustimmen, dass sie synergetische Wirkung entfalten.
1.1.1 Programmsystematik
Insgesamt wurden im Förderzeitraum zwischen 2007 und Ende 2010 im Wohngebiet Kinder-
haus-Brüningheide im Rahmen des Programms „Soziale Stadt NRW“ über 30 Projekte in 8
Handlungsfeldern mit Zuwendungen des Bundes und des Landes zur Stadterneuerung und
einem städtischen Eigenanteil umgesetzt. Hierüber wurde dem Rat der Stadt Münster mit
den Jahresberichten 2007/2008, 2008, 2009 und 2010 berichtet (vgl. Vorlagen V/0347/2008,
V/0297/2009, V/0291/2010, V/0601/2011).
HF 1 „Wohnen“
Projekt 1.01 Energetische Gebäudesanierung
Projekt 1.02 Marktanpassung des Wohnbestandes
Projekt 1.03 Wohnzukunft für ältere und behinderte
Menschen
Projekt 1.04 Weiterentwicklung der
Kooperationsvereinbarung
Projekt 1.05 Nachbarschaftsstärkung und
Mieter/innenschulung
Projekt 1.06 Das Quartier spart Strom
Projekt 1.07 Solares Kinderhaus
Projekt 1.08 Alternative Flächennutzung - baulich und
sozial
HF 2 „Öffentlicher Raum“
Projekt 2.01 Städtebauliches und
lokales Maßnahmenkonzept
Projekt 2.02 Spiel- und Freizeitzone
(Umsetzung ab 2009)
HF 3 „Lokale Ökonomie“
Projekt 3.01 Wertstoffe/Sperrgut
Projekt 3.02 Expertise „Lokale Ökonomie“
Projekt 3.03 Projektfamilie „Stärken vor Ort“
(Umsetzung ab 2009)
HF 4 „Integration zugewanderter Menschen
fördern“
Projekt 4.01 Mädchenprojekt `Unser Alltag -
unsere Sorgen´
Projekt 4.02 Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-,
Beratungs- und Koordinationsstelle
Projekt 4.03 Gewaltprävention
HF 5 „Bewältigung der Herausforderungen für das
Bildungswesen“
Projekt 5.01 Wir verstehen uns (zusammengeführt mit
Projekt 5.03 Stadtteileltern in KiTas)
Projekt 5.02 Elternkompetenz stärken
Projekt 5.04 Gesund aufwachsen in Kinderhaus
Projekt 5.06 Kontinuierliche Praxistage zum Übergang
Schule-Beruf
Projekt 5.07 Kinderhauser Jugendkultur
HF 6 „Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in
Zeiten knapper öffentlicher Haushalte“
Projekt 6.01 Schuldnerberatung vor Ort
Projekt 6.02 Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM
e.V.
Projekt 6.03 Bürgerbeteiligung / Moderation
Projekt 6.04 Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt
Projekt 6.05 Integrative Jugendsozialarbeit
Projekt 6.06 Mobile Jugendarbeit
Projekt 6.07 Sport und Bewegung
Projekt 6.08 Drogenprävention
HF 7 „Gebietsmoderation“
Projekt 7.01 Quartiersmanagement
Projekt 7.02 Quartiersfonds
HF 8 „Selbstevaluation“
Projekt 8.01 Zielentwicklung und
Beobachtung Zielerreichung
Projekt 8.02 Entwicklung und Auswertung
von Kontextindikatoren
Programmsystematik 2007- 2010
Integriertes Handlungsprogramm
33 Projekte in 8 Handlungsfeldern
Jahresbericht 2013 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 6
Die Handlungsfelder 1-7 haben einen direkten Einfluss auf die inhaltliche Zielerreichung. Das
Handlungsfeld 8 „Selbstevaluation“ dient der strategischen Programm- und Projektunterstüt-
zung. Innerhalb der Handlungsfelder sind jeweils Ansprechpartner/innen (Handlungsfeldver-
antwortliche) der Verwaltung mit fachlicher Verantwortung für die Koordination benannt wor-
den. Zur Organisationsstruktur des Programms Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide ge-
hörte auch die Einrichtung eines Quartiersmanagements (Gebietsmoderation), bestehend
aus einem fünfköpfigen unentgeltlich arbeitenden Team mit beruflichem Bezug zum Wohn-
gebiet. Dessen Arbeit trug zur bereichsübergreifenden Vernetzung der in den Handlungsfel-
dern initiierten Aktivitäten und dem Herstellen einer soliden Beteiligungsbasis der Bewohner-
schaft bei. Darüber hinaus wurde der Beirat „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“ als
beratendes Gremium zur Profilentwicklung des Programms eingerichtet, der sich aus Vertre-
terinnen und Vertretern des Rates, der Bezirksvertretung Nord, des damaligen Ausländerbei-
rats bzw. heutigen Integrationsrats, der Verwaltung sowie der Initiativen und Kooperations-
partner vor Ort zusammensetzte.
Um die Programmsteuerung instrumentell zu unterstützen und um auch die Erfolge des Pro-
gramms identifizieren zu können, wurde bereits ab Beginn der Förderphase ein konsistentes
System messbarer Ziele auf Programm-, Handlungsfeld- und Projektebene entwickelt und
umgesetzt. Sowohl handlungsleitende Grundlage für die Programmsteuerung als auch kon-
zeptioneller Rahmen für die verpflichtende prozessbegleitende Selbstevaluation war das auf
der nächsten Seite dargestellte Zielsystem, das in einem kooperativen Verfahren mit den
Projektakteuren und mit Unterstützung von Univation - Institut für Evaluation (Köln) im Rah-
men des Teilprojekts 8.01 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ entwickelt wurde.
Zur formalen Absicherung der Selbstevaluation wurden zu Beginn der Programmdurchfüh-
rung von der Programmkoordination (Sozialamt) Vereinbarungen mit den Trägern der Pro-
jekte abgeschlossen, in denen Ziele, Inhalte, Leistungsumfang, Qualitätsanforderungen, ein-
gesetzte Ressourcen, Finanzierung sowie Berichts- und Nachweispflichten festgelegt sind
(vgl. Vorlage V/0877/2007). Zur Beobachtung der Zielerreichung der einzelnen Projekte ent-
wickelten die Projektakteure zudem projektbezogene Indikatoren und Monitoringbögen. So-
mit wurde von den beteiligten Akteuren der „Sozialen Stadt“ die Grundlage geschaffen, die
Umsetzung der eigenen Projekte im Sinne der Selbstevaluation systematisch und datenba-
siert zu bewerten und in den jährlichen Projektberichten der Projektträger bzw. der Hand-
lungsfeldverantwortlichen zu dokumentieren (vgl. Jahresberichte 2007- 2010).
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 7
Programmziele
Münster-Kinderhaus/
Brüningheide
Ziele des
Handlungsfeldes
7.3.
Die Gebietsmoderation
entwickelt bis Ende März 2008
Kriterien und Verfahrensgrund-
ätze zur Vergabe der Mittel aus
dem Quartiersfonds.
Information und Vernetzung Aktivierung und Beteiligung Mittelvergabe Quartiersf onds
7.1.5.
Die Gebietsmod. tauscht mit
allen Projektträgern mindes-
tens 1 x / Hj., mit allen
Handlungsfeldverantwortl.
mind. 1 x / J. mdl. Informa-
tionen, Bewertungen und
weitere Perspektiven aus.
7.2.1
Die Gebietsmoderation sorgt
für die Durchführung von
jährlich mindestens 6 „kleinen
Aktionen“, an denen jeweils
wenigstens drei Bewohner/
innen ohne Projektträger-
funktion teilnehmen.
7.2.2.
Die Gebietsmoderation
bildet bis Ende 2008
einen Kreis fester
Ansprechpartner/innen
für Aktivitäten der
Sozialen Stadt.
7.1.1.
Die Gebietsmoderation
ist an allen relevanten
Veranstaltungen präsent
7.1.2
Bis 30.06.2008 wird eine
Internetpräsenz der Sozialen
Stadt Kinderhaus
- Brüning-
heide unter Beteiligung von
Jugendlichen des Stadtteils
vorbereitet und eingerichtet.
7.1.3.
An fünf Standorten im
Stadtteil sind ab 31.01.2008
Info-Kästen angebracht.
Die Aktualität der Auslagen
wird mindestens
14-tägig überprüft.
7.1.4.
Alle im Programmzusam-
menhang geförderten lfd.
Projekte präsentieren
sich mit eigenen Inform.
in den Info- Kästen während
ihrer Laufzeit mind. 1 x / Hj.
4.3
Förderung des interkulturellen
und sozialen Zusammenlebens
4.4
Erhöhung der Bildungschancen/
Bildungsniveaus
Handlungsfeld 1 :
Verbesserung der Wohnsituation
1.1
Optimierung und Sicherung des
Wohnungsbestandes für die Zukunft
1.2
Sicherung bezahlbaren Wohnens
(durch Reduzierung der privaten
Energiekosten)
1.3
Verbesserung und Schaffung
langfristig sozial stabiler
Bewohnerstrukturen
Handlungsfeld 2 :
Gestaltung des öffentlichen Raums
für einen sicheren und lebendigen
Stadtteil
2.1
Aktivierung der Bewohnerschaft
2.2
Durchführung von Aktionen
und Maßnahmen
Handlungsfeld 6 :
Sicherung sozialer Netze und
Infrastrukturen in Zeiten
knapper öffentlicher Haushalte
6. 1
Reduzierung der
Verschuldungsproblematik
6.2
Förderung der
interkulturellen Verständigung
6.3
Aktivierung von bisher nicht
erreichten Personengruppen
6.4
Verbesserung von
Motorik und Bewegung
6.5
Förderung eines
gewaltfreien Umgangs
6.6
Verbesserung der kulturellen -,
Freizeit- und Bildungssituation
6.7
Verstärkung der Drogenprävention
Handlungsfeld 4 :
Integration zugewanderter
Menschen fördern
Die Lebenschancen durch Vermittlung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen erhöhen Die physischen Wohn- und Lebensbedingungen sowie
die wirtschaftliche Basis in den Stadtteilen stabilisieren und verbessern
Handlungsfeld 7: Quartiersmanagement
Handlungsfeld 5 :
Bewältigung der Herausforderungen
für das Bildungswesen
5.a Erhöhung der Chancengerechtigkeit
durch eine Erhöhung der Bildungsbeteili-
gung für Familien mit Sprachdefiziten
- Zieldimension A: Stärkung der Bildungsinfrastruktur
- Zieldimension B: Verbesserung der Sprachfähigkeiten
- Zieldimension C: Verbesserung der schul. Leistungen
- Zieldimension D: Verbesserung der Elternbeteiligung
5.b
Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit von
über 15-jährigen Schulentlassenen und Er-
wachsenen mit erheblichen Sprachdefiziten
5.c
Nachhaltige Institutionalisierung von
Förderangeboten im Sprachbereich für Eltern
5.d
Verbesserung der gesundheitlichen
Situation von Kindern und Jugendlichen
5.e
Erhöhung der Übergangsquote in Ausbildung
und Arbeit an den beteiligten Schulen
5.f
Aufbau eines schulformübergreifenden Ju-
gendtheaterensembles Kinderhaus zur Stär-
kung d. Identifizierung mit Stadtteil u. Schule
3.3
Unterstützung der sozialen u. beruflichen
Integration v. Frauen mit Problemen beim
Einstieg/
Wiedereinstieg ins Erwerbsleben
3.4
Verbesserung der sozialen Infrastruktur f.
Jugendliche, junge Erwachsene u. Frauen
durch lokale Aktivitäten u. Kooperationen
Leitzielbereiche
2.3
Entwicklung von Konzepten zur
Verschönerung des Stadtteils
Handlungsfeld 3 :
Stärkung der lokalen Ökonomie und
der Beschäftigungssituation
Programm Soziale Stadt Münster-Kinderhaus/Brüningheide, Übersicht "Abgestimmte Ziele" (Stand 20.03.2008 / erg. 25.03.2010)
Identifikation mit den Quartieren, Stadtteilöffentlichkeit und das Gebietsimage stärken
Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfeldsituation
Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet
Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche
Ziele Bund-
Länder-Programm
"Soziale Stadt"
3.1
Durchführung von Analysen,
Entwicklung von Konzepten
3.2
Unterstützung der sozialen und beruf-
lichen Integration von Jugendlichen
und jungen Erwachsenen
5.g
Langfristige Verstetigung der Bildungs-
beteiligung durch entwickelte Netzwerke
4.1
Unterstützung der Selbst-
organisation von Migranten/-innen
4.2
Gewaltfreies Miteinander fördern/
Verbesserung der Konfliktvermittlung
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 8
1.1.2 Gesamtbilanz
Bereits im Laufe der Förderphase haben die Aktivitäten und Projekte zu einer Imageverbes-
serung des Quartiers beigetragen. Das Leben in Kinderhaus-Brüningheide stellte sich nach
Aussagen von Projektbeteiligten und Bewohnerschaft lebendiger und friedfertiger dar, das
Wohnumfeld sowie das Wohnen selbst wurden lebenswerter. Eine ausführlichere Darstel-
lung der Ergebnisse mit Blick auf die Zielerreichung auf der Programmebene ist im Jahres-
bericht 2010 erfolgt (vgl. Vorlage V/0601/2011, Anlage 2). Dieser angestoßene Prozess wur-
de durch weitere Investitions- und Fördermittel in erheblichem Umfang, insgesamt mehr als
2,85 Millionen €, in Form baulich-investiver Maßnahmen unterstützt. Trotz dieser vielfältigen
und nachhaltigen Erfolge musste nach Abschluss der Förderung Ende 2010 konstatiert wer-
den, dass die wohnungswirtschaftlichen Probleme, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund
der städtebaulichen Struktur, nach wie vor ganz deutlich im Fokus der Bürger und Bürgerin-
nen sowie der vor Ort agierenden Träger standen. Innerhalb des gegebenen Programmzu-
schnitts und in der Förderlaufzeit konnte eine räumlich-bauliche Aufwertung des Wohngebie-
tes insgesamt nicht erreicht werden (u.a. durch Mängel im Wohnungsbaubestand, wech-
selnde bzw. fehlende Ansprechpartner/innen auf Seiten zweier Wohnungseigentümer, keine
investiven Maßnahmeansätze in den Bereichen Infrastruktur, Immobilien und Wohnumfeld).
Zur Frage der Fortsetzung der Bundes-/Landesförderung der Sozialen Stadt über das Jahr
2010 hinaus wurde am 15.12.2009 ein Gespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern des
Ministeriums für Bauen und Verkehr (MBV) des Landes NRW, der Bezirksregierung und der
Stadt Münster geführt, in dem deutlich wurde, dass das MBV das umgesetzte Maßnahme-
konzept als ausfinanziert wertet, jedoch gleichzeitig eine Verstetigung des Programms er-
wartet.
In der Gesamtbilanz zur Förderphase hält der Jahresbericht 2010 fest, dass innerhalb des
Förderzeitraumes eine solide Ausgangslage für eine weiterhin erfolgversprechende Umset-
zung ausgewählter Projekte in der Verstetigung erreicht wurde (V/0601/2011, Anlage 2). Im
Mittelpunkt der Verstetigungsüberlegungen stand somit die Frage, wie die erreichten positi-
ven Veränderungen (Erfolge) und die für die Funktionsfähigkeit des Quartiers relevanten
aufgebauten Angebots- und Vernetzungsstrukturen im Programmgebiet angesichts weiter
bestehender Handlungsbedarfe auch über das Ende der Förderung hinaus zu stabilisieren
und zu sichern sind.
1.2 Verstetigungsphase I der „Sozialen Stadt“ 2011 - 2013
Das Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide (Verstetigungsprogramm)
wurde gemäß Verstetigungskonzept seit dem 01.01.2011 zunächst befristet für drei Jahre
mit einer städtischen Förderung in Höhe von 150.000,- € im Jahr umgesetzt, sodass Kern-
projekte des Programms Soziale Stadt ohne wesentliche Substanzänderung bis Ende 2013
fortgeführt werden konnten (vgl. Vorlagen V/0291/2010, V/0291/2010/1, Ratsbeschluss vom
08.12.2010).
Um die integrative Ausrichtung des Programms beizubehalten (Vorlage V/0291/2010), erfolg-
te die Verstetigung weiterhin auf der Grundlage des in der Förderphase entwickelten und
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 9
umgesetzten Programmprofils (vgl. Pkt. 1.1.1). So wurden sowohl die im Rahmen des Pro-
gramms Soziale Stadt aufgebauten Entscheidungsstrukturen und netzförmigen Kooperati-
onsbeziehungen zwischen den an der Durchführung Beteiligten fortgesetzt als auch die Zu-
sammensetzung und Aufgaben des Beirats im Wesentlichen beibehalten, ungeachtet seiner
neuen Bezeichnung „Beirat Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“. Ebenso war die Ge-
bietsmoderation weiterhin koordinierendes Bindeglied zwischen den Handlungsfeldern und
den Einzelmaßnahmen. Grundlage der Erfolgsmessungen der Aktivitäten im Programmzu-
sammenhang war weiterhin das in den Jahren 2007 bis 2009 von den durchführenden Ak-
teuren entwickelte Zielsystem mit seinen Einzelzielen auf Programm-, Handlungsfeld- und
Projektebene inklusive Indikatorenbildung sowie Erhebungstechniken und Dokumentation
(Teilprojekt Prozessbegleitende Selbstevaluation). Die Erstellung des vorliegenden Berichts
über die Verstetigung im Jahr 2013 erfolgt auf dieser Grundlage.
Die Verstetigung führte teilweise zu Modifizierungen sowie auch zur Reduzierung und Kon-
zentration der Projekte. Von den 33 Projekten des Programms „Soziale Stadt“ im letzten
Förderjahr 2010 wurden im ersten Jahr der Verstetigung 2011 25 Projekte mit unterschiedli-
chen finanziellen Dotierungen und zum Teil auch aus Mitteln außerhalb des Verstetigungs-
budgets weiter fortgeführt. Im Jahr 2012 waren es noch 23 Projekte (Beschluss des Beirats
„Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“ vom 15.11.2011 auf der Grundlage des Ratsbe-
schlusses vom 07.07.2010, V/0291/2010).
Im dritten Jahr der Verstetigung (2013) wurden insgesamt 24 Projekte umgesetzt
: 18 Projek-
te wurden über das Maßnahmeprogramm finanziert bzw. waren ohne Finanzierungsbedarf.
Inbegriffen sind hier auch die Projekte der „Prozessbegleitenden Selbstevaluation“ zur Steu-
erungsunterstützung (HF 8).
Projekte 2013, die über das Maßnahmeprogramm finanziert
werden bzw. ohne Finanzierungsbedarf sind
(laut Beschluss Beirat „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ am 06.11.2012 und
30.04.2013 auf der Grundlage des Ratsbeschlusses vom 07.07.2010,
V/0291/2010)
Handlungsfelder
Nr. Titel
1.04 Weiterentwicklung der Kooperationsvereinbarung * HF 1 „Wohnen“
1.05 Nachbarschaftsstärkung und Mieter/innenschulun g
HF 2 „Öffentlicher
Raum“
2.02 Spiel- und Freizeitzone
4.01 Mädchenprojekt `Unser Alltag - unsere Sorgen´ HF 4 „Integration zu-
gewanderter Menschen
fördern“
4.02 Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-, Beratungs - und Koordinati-
onsstelle
HF 5 „Bewältigung der
Herausforderungen für
5.01 Wir verstehen uns
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 10
das Bildungswesen“ 5.04 Gesund aufwachsen in Kinderhaus
6.01 Schuldnerberatung vor Ort
6.02 Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM e.V
6.04 Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt
6.05 /
6.06
Integrative Jugendsozialarbeit /
Mobile Jugendarbeit
6.07 Sport und Bewegung
HF 6 „Sicherung sozia-
ler Netze und Infra-
strukturen in Zeiten
knapper öffentlicher
Haushalte“
6.08 Drogenprävention
7.01 Quartiersmanagement HF 7 „Gebietsmodera-
tion“
7.02 Quartiersfonds
8.01 Zielentwicklung und Beobachtung Zielerreichung* HF 8 „Prozessbeglei-
tende Selbstevaluation“
8.02 Entwicklung und Auswertung von Kontextindikato ren*
*ohne Finanzierungsbedarf
6 Projekte haben eine anderweitige Förderung erhalten bzw. sind mittlerweile Bestandteil der
laufenden Verwaltungsarbeit geworden.
Verstetigte Projekte 2013, die eine anderweitige Förderung er-
halten bzw. Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit gewor-
den sind (laut Beschluss Beirat „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ am
06.11.2012 und 30.04.2013 auf der Grundlage des Ratsbeschlusses vom
07.07.2010, V/0291/2010)
Handlungsfelder
Nr. Titel
HF 1 „Wohnen“ 1.06 Das Quartier spart Strom
3.01 Wertstoffe/Sperrgut HF 3 „Lokale Ökonomie“
NEU 3.02 Aktiv für Arbeit
HF 4 „Integration zuge-
wanderter Menschen
fördern“
4.03 Gewaltprävention
5.02 Elternkompetenz stärken HF 5 „Bewältigung der
Herausforderungen für
das Bildungswesen“ 5.06 Kontinuierliche Praxistage zum Übergang Schule -Beruf
Neu zum Maßnahmekanon des Programms dazugekommen ist in 2013 das aus Mitteln des
Europäischen Sozialfonds sowie aus Mitteln aus der Gewinnausschüttung der Sparkasse
Münsterland-Ost geförderte Projekt 3.02 „Aktiv für Arbeit im Wohngebiet Kinderhaus-
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 11
Brüningheide“, welches organisatorisch bei der Bezirksverwaltung Münster-Nord angesiedelt
ist (Projektzeitraum: 15.05.2013 bis 14.05.2015).
Wenngleich ein Teil der Projekte außerhalb des Maßnahmeprogramms fortgeführt wurde
und die Netzanbindung für diese Projekte seit Anfang 2011 insoweit lockerer geworden ist,
lag das Bemühen nach wie vor darin, das Programm in der Verstetigung weiterhin als ein
integratives Programm umzusetzen. Einen Überblick über die einzelnen Projektstandorte des
Verstetigungsjahres 2013 gibt Anlage 2, Anhang 1 zur Vorlage V/0729/2014.
2 Zielstellung und Grundlagen des Berichts
2.1. Zielstellung des Berichts: Ergebnisübersicht 2 013
Die Verwaltung ist gehalten, dem Beirat „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“, der Be-
zirksvertretung Münster-Nord, den beteiligten Fachausschüssen, den Gremien des Rates
einschließlich dem Integrationsrat sowie dem Rat jährlich über Verlauf und Ergebnisse der
im Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide durchgeführten Maßnahmen und Projekte zu be-
richten. Der vorliegende Jahresbericht zum Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide“ (ehemals „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“, 2007-2010) kommt dem
Ratsauftrag nach (vgl. V/0291/2010).
Der Bericht skizziert den Projektverlauf und die Projektergebnisse des dritten Verstetigungs-
jahres 2013. Er steht grundsätzlich in der Kontinuität der vorherigen Jahresberichte, lässt
jedoch aufgrund eines in Teilen modifizierten und angepassten Programms sowie einer Re-
duzierung der verstetigten Projekte nur eingeschränkt Vergleiche zu den Ergebnissen der
Vorjahre zu.
Die Inhalte des Jahresberichts, insbesondere die Aussagen zur Zielerreichung, stellen wich-
tige Orientierungsgrundlagen für die Programmsteuerung und Projektdurchführung bereit
und sollen die Entscheidungen des Rates zur weiteren Programmgestaltung unterstützen.
Die Darstellung der Projektergebnisse des Jahres 2013 erfolgt in einer tabellarischen Über-
sicht
, die eine ergebnisorientierte, konzentrierte und lesefreundliche Form der Berichterstat-
tung darstellt.
Die Ergebnisdarstellung in den Kapiteln 4 – 10 umfasst alle 24 Projekte, die laut der Be-
schlüsse des Beirates „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ vom 06.11.2012 und
30.04.2013 im Jahre 2013 verstetigt werden sollten. Sie konzentriert sich jedoch bei der Be-
wertung der Zielerreichung auf die 16 Projekte, die im Jahr 2013 aus dem Maßnahmenpro-
gramm gefördert wurden und mit einem direkten Einfluss auf die inhaltliche Zielerreichung
sind, d.h. die zwei Projekte zur prozessbegleitenden Selbstevaluation (HF 8) fließen hier
nicht mit ein. Die 6 Projekte, die 2013 anderweitig gefördert wurden bzw. Bestandteil der
laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind, werden somit lediglich nachrichtlich aufgeführt.
Die Berichterstattung erfolgt auf der Basis der von den Projektträgern bzw. Handlungsfeld-
verantwortlichen im Rahmen der Selbstevaluation verfassten Projektberichte und anschlie-
ßenden Querauswertung der Berichte.
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 12
2.2. Kontextdaten zur Entwicklung des Wohngebiets „ Kinderhaus-Brüningheide“
Zur Unterstützung der Selbstevaluation hat das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung,
Verkehrsplanung in Anlehnung an die Indikatorenliste des Städtenetzes Soziale Stadt NRW /
MBV NRW/ ILS NRW (2008) in einem „Kontextdatenmonitor“ wesentliche Daten zur Stadt-
teilentwicklung bereit gestellt. Die Kontextdatenmonitore, die neben den Daten auch Karten
mit Projektstandorten umfassen, sind fester Bestandteil der Jahresberichte. Laut Versteti-
gungskonzept (Vorlage V/0291/2010, Anlage 3) wurde die Fortsetzung der Aufbereitung von
Kontextdaten als Bestandteil der prozessbegleitenden Selbstevaluation auch für die Jahre
2011-2013 beschlossen.
Die Kontextdatenmonitore verdeutlichen, unter welchen demographischen und sozioökono-
mischen Rahmenbedingungen die Projekte der Sozialen Stadt durchgeführt wurden. Sie sind
jedoch ausdrücklich keine Wirkungsanalyse der Projekte, sondern stellen vielmehr Rahmen-
daten zur Stadtteilentwicklung dar. Die Konzeption, die Inhalte und die Verwendung des
Kontextdatenmonitors werden in Kapitel 11 erläutert. Die Daten des Kontextdatenmonitors
für das Projektjahr 2013 sind in Anlage 3 zur Vorlage V/0729/2014 zu finden. Ausgewählte
Kontextdaten der Jahre 2007-2013 wurden in den jeweiligen Sitzungen des Beirats „Soziale
Stadt“ vorgestellt und dort als sehr hilfreich zur Einschätzung der Quartiersentwicklung an-
gesehen.
2.3. Aufbau des Jahresberichts 2013
Nach einem Überblick über die Entwicklung der Programmsystematik und die Zielstellung
des Berichts in den einführenden Kapiteln 1 und 2 gibt das Kapitel 3 einen Einblick in weitere
das Programm bzw. das Programmgebiet beeinflussende Aktivitäten und Planungen in Kin-
derhaus Brüningheide sowie darüber hinaus auch im gesamten Stadtteil Kinderhaus.
Kernstück der Berichterstattung sind die Kapitel 4-10, in denen die Projektergebnisse 2013
nach Handlungsfeldern in tabellarischen Übersichten aufgeführt werden. Die Darstellung der
Ergebnisse berücksichtigt die Bedeutung einer geschlechterdifferenzierten Betrachtung (vgl.
Vorlage V/0927/2006). Die Übersichten sind folgendermaßen aufgebaut:
• Handlungsfeldverantwortliche und Projektträger
• Projekt-Nummer und Projektname
• Projekt-Ziele
• Indikatoren (für die Handlungsfelder mit Schlüssel projekten)
• Ergebnisse 2013 (auf Basis der Projektberichte der Projektakteure, vgl. Quellenangaben)
• Zielerreichung
Ergänzend zu den in den Kapiteln 4-10 dargestellten tabellarischen Übersichten der Projekt-
ergebnisse 2013 werden in Kapitel 11 Hinweise zu den Aktivitäten im Rahmen der „Pro-
zessbegleitenden Selbstevaluation“ sowie die Konzeption und Inhalte des Kontextdatenmo-
nitors erläutert. Grafiken zur Entwicklung ausgewählter Kontextdaten sowie eine Karte mit
den Projektstandorten in 2013 und 2014, sind in Anlage 2, Anhang 1 und 2 zur Vorlage
V/0729/2014 dokumentiert.
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 13
In einem bilanzierenden Kapitel 12 wird zum einen ein Überblick zur Erreichung der gesetz-
ten Projektziele in 2013 gegeben. Darüber hinaus werden die Ergebnisse des Jahres 2013
noch einmal in knapper Form unter Berücksichtigung des integrierten Programmgebietsan-
satzes zusammengefasst. Abschließend gibt das Kapitel einen Ausblick auf die bereits be-
gonnenen bzw. geplanten Aktivitäten und der Verstetigungsphase II ab 2014.
3 Kinderhaus-Brüningheide: Rahmensetzende Aktivitäten und Projekte in
2013
Dieses Kapitel gibt einen Einblick in weitere Aktivitäten und Planungen in Kinderhaus, die
einen Einfluss auf die bauliche und infrastrukturelle Weiterentwicklung des Quartiers sowie
die Integration der dort ansässigen Bevölkerung in den Stadtteil Kinderhaus haben. Bewusst
wird der Fokus dabei nicht nur auf das Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide gelegt, son-
dern - wenn zielführend - der gesamte Stadtteil betrachtet.
3.1 Perspektivgutachten für das Gebiet „Soziale Sta dt Kinderhaus-Brüningheide
Am 07.07.2010 wurde zusätzlich zum Verstetigungskonzept die Erarbeitung des Perspektiv-
gutachtens für das Gebiet „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“ (V/0422/2010) vom Rat
der Stadt Münster beschlossen. Dieses soll die Zukunftsperspektiven des Wohngebiets ins-
besondere unter wohnungswirtschaftlichen und städtebaulichen Gesichtspunkten prüfen und
geeignete Handlungsempfehlungen entwickeln. Das Perspektivgutachten wurde in mehreren
Abschnitten bearbeitet.
Nachdem in 2010 bereits in einem ersten Abschnitt der Gebäudebestand (u.a. die Gebäude-
substanz und Gebäudeinfrastruktur), die wohnungswirtschaftlichen und finanziellen Rah-
menbedingungen sowie die Qualität der Wohnungen in Bezug auf zukünftige gesellschaftli-
che Herausforderungen untersucht und im Zusammenhang mit grundsätzlichen baulichen
Optionen zu verschiedenen Entwicklungsvarianten verdichtet wurden, erhielt die Stadt Müns-
ter in 2011 durch das zuständige Fachministerium den Auftrag, ein städtebauliches und
wohnungswirtschaftliches Realisierungskonzept zu erstellen. Die Beauftragung hierzu erfolg-
te zum August 2011.
Erste Ergebnisse hierzu sollten dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Wohnen, Bauen
und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen ursprünglich im Herbst 2012 vorgestellt wer-
den, verzögerten sich jedoch aufgrund der Zwangsversteigerung einer „Schlüsselimmobilie“
(Wohnobjekt „Killingstraße 1-7“) im Rahmen der quartiersbezogenen Fortentwicklung. Inner-
halb des Zwangsversteigerungsverfahrens konnte die Firma Sahle Wohnen aus Greven im
April 2012 den Wohnungsbestand ersteigern.
Die Arbeiten am Realisierungskonzept fanden ihre Fortsetzung zum Ende des Jahres 2012.
Aufgrund der unterschiedlichen Eigentümerstrukturen und deren verschiedene Geschäfts-
modelle war ein Ziel für das Realisierungskonzept, ein möglichst synchronisiertes Ergebnis
hinsichtlich der Planungen aller beteiligten Eigentümer bzw. Eigentümervertreter vorzulegen.
So sollten im Kern auch die Planungen des Investmentfonds BGP für den eigenen Immobi-
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 14
lienbestand im Quartier (630 WE) innerhalb des Konzeptes Berücksichtigung finden. Für
diese Planungen beauftragte der verantwortliche Assetmanager ein Architekturbüro, das
einen entsprechenden Entwurf als integralen Bestandteil des Konzeptes fertigen sollte.
Im April 2013 fand ein Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Eigentü-
mer, der Fachverwaltung und dem Büro Prof. Huke-Schubert Berge Architekten aus Ham-
burg, das die Veranstaltung vorbereitet und moderiert hat, statt. Dieser Workshop sollte dazu
dienen, gemeinsame Ziele für die zukünftige Entwicklung des Wohnquartiers zu definieren
und diese auch im städtebaulichen und wohnungswirtschaftlichen Kontext zu begründen.
Eine entsprechende Zusammenfassung der Ergebnisse wurde durch das Büro Huke-
Schubert Berge Architekten gefertigt und an die Teilnehmer/innen zwecks Ergänzungen ver-
schickt. Sie werden dann als abgestimmtes Ergebnis aller Beteiligten in das Gutachten ein-
geflochten.
Die im Jahr 2012 von der Firma Sahle ersteigerte Immobilie Killingstraße 1-7 weist erhebli-
che bausubstanzielle Mängel auf. Dieser Gebäudekomplex soll in Gänze rückgebaut und
durch eine neue Bebauung ersetzt werden. Das Land NRW fördert den Abriss und den an-
schließenden Neubau mit öffentlichen Mitteln in Höhe von rund 8,5 Mio. Euro. Entsprechend
der Förderbedingungen hat sich auch die Planung des Neubaukonzeptes angepasst. Das
bedeutet, dass zukünftig eine aufgelockerte und niedrigere Bebauungsstruktur den neu zu
entwickelnden Bereich kennzeichnen wird. In den Wohngebäuden entstehen in ihrer Struktur
kleine, barrierefreie, öffentlich-geförderte Wohnungen für Ein- und Zwei-Personen-Haus-
halte.
3.2 Stadtteilentwicklungskonzept für den Stadtteil Kinderhaus
Ziel des vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung geförderten Stadt-
teilentwicklungskonzeptes für den Stadtteil Münster-Kinderhaus als Pilotprojekt der Nationa-
len Stadtentwicklungspolitik war es, unterschiedliche Bewohner- und Interessengruppen –
insbesondere auch die weniger beteiligungsgeübten Bürgerinnen und Bürger – anzuspre-
chen und zu beteiligen.
Im Vordergrund des bereits im Jahr 2012 begonnenen Stadtteilentwicklungskonzepts stand
in 2013 schwerpunktmäßig die Beteiligungsarbeit. Das vom Büro Frauns und der Stadt
Münster in enger Kooperation entwickelte Beteiligungsverfahren wurde im Zeitraum Septem-
ber 2012 bis Dezember 2013 durchgeführt.
Die Verwaltung hat der Bezirksvertretung Münster-Nord und dem Ausschuss für Stadtpla-
nung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft (ASSVW) vor Beginn der einzelnen Arbeits-
schritte über den Ablaufplan der Teilabschnitte berichtet (vgl. Vorlagen V/0139/2011 sowie
V/0017/2012 und V/0017/2012 /1, 21.03.2012 Rat). Des Weiteren wurde zu Beginn des Ver-
fahrens ein interfraktioneller Arbeitskreis mit jeweils einem Mitglied aus der Bezirkvertretung
Münster-Nord, dem Bezirksbürgermeister und dem Bezirksstellenleiter eingerichtet, um ei-
nen intensiven Austausch zwischen der Politik vor Ort, dem Büro Frauns und der Verwaltung
herzustellen. Mündliche Sachstandberichte in den Gremien erfolgten nach Projektfortgang.
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 15
Knapp ein Jahr lang gab es für alle Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Vereine und
die Politik vor Ort vielfältige Möglichkeiten, sich an der gemeinsamen Arbeit zur Stadtteilent-
wicklung aktiv zu beteiligen und Perspektiven und Chancen für die weitere Entwicklung des
Stadtteils zu erarbeiten und zu kommunizieren. Im Laufe des Verfahrens gab es insgesamt
folgende durchgeführte Mitgestaltungsangebote:
- Schlüsselpersonengespräche im September und Oktob er 2012
- Auftaktveranstaltung am 22. November 2012
- Kinderhaus-Tagebuch vom 17. Dezember 2012 bis 28. Januar 2013
- Zielgruppengespräche am 25. Februar und 19. März 2013
- Zwischenbilanz am 11. Juli 2013
- Ausstellung der Zwischenergebnisse vom 10. bis 27 . September 2013
- Planungswerkstätten am 24. und 30. September sowi e am 11. und 15. Oktober 2013
- Vorstellung der Ergebnisse aus den Planungswerkst ätten am 11. Dezember 2013
Inhaltlich orientierte sich die Arbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern an den Themen:
o Verkehr | Mobilität
o Einzelhandel | Dienstleistungen | Gastronomie
o Freizeit | Kultur | Sport
o Grün- und Freiflächen
o Wohnen
o Sicherheit | Sauberkeit
Im Laufe des Verfahrens kristallisierten sich vier räumliche Entwicklungsschwerpunkte her-
aus:
o Zentrum Idenbrockplatz
o Geschäftsbereich Nordmark
o Kinderbachtal
o Potenzialfläche Wangeroogeweg
Im Rahmen der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürge r aus Kinderhaus wurden räumliche
Entwicklungsschwerpunkte und die bedeutenden Themen für die Zukunft des Stadtteils her-
ausgearbeitet und mit konkreten Maßnahmenvorschläge n versehen. Diese sind zum Teil
bereits von den Fachämtern der Verwaltung reflektie rt worden; dabei wurden vor allem
grundsätzliche Realisierungschancen abgeschätzt. Di e Erarbeitung eines Maßnahmenkon-
zeptes wird 2014 im Mittelpunkt stehen. Im weiteren Bearbeitungsprozess gilt es, die Ergeb-
nisse des Beteiligungsverfahrens vollständig und de zidiert auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen.
Dabei werden neben aktuellen Beschlusslagen und ges etzlichen Vorgaben auch die Abwä-
gung unterschiedlicher Belange, die Finanzierung de r Maßnahmen und der Zeithorizont für
deren Umsetzung eine Rolle spielen. Das Ergebnis wi rd eine Liste mit realisierbaren Maß-
nahmen aus allen Bürgerbeteiligungsschritten sein. Hier werden auch die Ergebnisse des
unabhängig von der Arbeit am Stadtteilentwicklungsk onzept erstellten städtebaulichen und
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 16
wohnungswirtschaftlichen Realisierungskonzeptes (vg l. Pkt. 3.1) für das Wohngebiet Brü-
ningheide eingebunden.
Auf der Grundlage dieser Maßnahmenliste werden Planungsleitsätze formuliert und ein Ent-
wurf für das Stadtteilentwicklungskonzept für den gesamten Stadtteil Kinderhaus in Textform
und in Plandarstellungen angefertigt. Darin enthalten sein wird eine mit der Politik abge-
stimmte Prioritätenliste der zu realisierenden Maßnahmen, in der auch Informationen über
Zuständigkeiten, zu erwartende Kosten und Kostenträger, Umsetzungszeitraum und mögli-
che Förderungen enthalten sein werden. Das Stadtteilentwicklungskonzept einschließlich der
Prioritätenliste wird mit dem Interfraktionellen Arbeitskreis abgestimmt und im Anschluss den
parlamentarischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt.
Abschließend sollen die Kinderhauser Bürgerinnen und Bürger über das Stadtteilentwick-
lungskonzept, das bei allen künftigen Planungen und Maßnahmen zu Grunde zu legen sein
wird, noch einmal - auch in Form einer Broschüre - informiert werden. Das erarbeitete Maß-
nahmenkonzept stellt einen Leitfaden für die Politik, Verwaltung und Bürgerschaft dar, um
die Lebensqualität im Stadtteil Kinderhaus als attraktiven Wohnstandort nachhaltig zu
verbessern.
3.3 Zentrumserweiterung Idenbrockplatz
Die Erweiterung des Zentrums Kinderhaus war in den vergangenen Jahren ein stark disku-
tiertes Thema im Stadtteil. In seiner Sitzung am 24.06.2009 hat der Rat der Stadt Münster
die notwendigen Beschlüsse gefasst, damit Kinderhaus im Zentrum neue Einzelhandelsflä-
chen und Wohnungen bekommt. Mit der Erweiterung des Zentrums Kinderhaus soll sowohl
eine leistungsfähige Ergänzung der bestehenden Einzelhandelsstruktur geschaffen werden,
als auch ein attraktiver Standort für barrierefreies Wohnen.
Die Zentrumserweiterung schließt im Norden und im Süden an das bestehende Zentrum am
Idenbrockplatz an. Auf diese Weise werden beide Bereiche eng miteinander verzahnt, so
dass die Geschäfte, Büros und öffentlichen Einrichtungen im gesamten Zentrum zu Fuß zu
erreichen sind. Das neue Zentrum mit mehreren Ladenlokalen und 95 barrierefreien Woh-
nungen entsteht auf einem insgesamt rund 10.000 Quadratmeter großen Grundstück.
Die Hochbauarbeiten auf dem südlichen Teil der Baustelle wurden 2013 abgeschlossen. Der
Bauteil Süd umfasst Einzelhandelsflächen von 1.250 Quadratmetern (Lidl und drei weitere
Läden) im Erdgeschoss sowie im Obergeschoss 27 Ein- bis Zwei-Personen-Wohnungen, die
in 2013 bezugsfertig wurden. Alle Wohnungen werden durch Aufzüge erschlossen. Im Ge-
bäudekomplex ist zudem ein Pflegedienst ansässig, der bei Bedarf für hilfsbedürftige Mieter
zur Verfügung steht.
Im nördlichen Baukörper, der den Abschluss der Erweiterung entlang der Kristiansandstraße
bildet, gibt es 2.700 Quadratmeter Verkaufsfläche (u.a. Kaufpark, DM-Drogeriemarkt). Hinzu
kommen eine Apotheke, ein weiterer Laden und ein Kiosk. In den Obergeschossen entste-
hen 68 Ein- bis Zwei-Personen-Wohnungen (35 davon öffentlich gefördert) mit Betreuungs-
stützpunkt sowie bis zu vier Praxen und eine städtische Ganztags-Kita für Kinder 70 Kinder
unter drei Jahren .
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 17
Zwischen südlichem und nördlichem Bauteil entstand ein Parkplatz mit 125 Besucher-
Stellplätzen. Im Zusammenhang mit der Zentrumserweiterung Kinderhaus wurden außerdem
Pläne für die Gestaltung des an den Idenbrockplatz angrenzenden Platzes entwickelt. Die
neuen Flächen wurden Mitte 2014 zeitgleich mit der Zentrumserweiterung fertig gestellt.
Aus Anlass des 30-jährigen Bestehens des Zentrums Kinderhaus und seiner Erweiterung
fand vom 29. bis 31. August 2014 ein Fest unter dem Motto „Münsters Norden feiert“ statt.
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 18
4 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 1: „Ver besserung der Wohnsituation“
Handlungsfeld-
verantwortliche
Frau Regenitter Amt für Wohnungswesen (64)
Projektträger Projekt 1.04, 1.05: Amt für Wohnungswesen (64)
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektberichten) Zielerreichung
Anzahl und Inhalte un-
terschiedlicher Netz-
werktreffen
- Wie in den Vorjahren gab es in 2013 unter der Leitu ng bzw. Mitwirkung
des städtischen Amtes für Wohnungswesen einen regen Informations-
austausch und eine grundsätzlich gute Zusammenarbeit zwischen den
Wohnungsunternehmen, dem Internationalen Kulturvere in Atrium e.V.,
dem Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V., den Vertr auensmie-
tern, dem Amt für Wohnungswesen und in Einzelfällen a uch mit weite-
ren örtlichen Institutionen.
- 24 Netzwerktreffen in 2013 belegen einen intensiven Austausch (2009
= 12 Treffen, 2010 = 22 Treffen, 2011 = 25 Treffen, 2012 = 21). Hinzu
kommen statistisch nicht erfasste Einzelgespräche mit den Beteiligten
und weiteren Einrichtungen.
- Die wichtigsten Themen und Aktionen in den unterschiedlichen Netz-
werktreffen waren 2013: Verbesserung der Vermietungssituation allge-
mein, Einhaltung der Hausordnung, osteuropäische Leiharbeiter, Erstel-
len der Broschüre „Mein Kinderhaus“, Blumenaktion der Wohnungswirt-
schaft, Sicherheit und Ordnung in Kinderhaus, Parksituation, Nebenkos-
tenabrechnungen, rechtliche Schulung der Mieterschaft, Ehrung lang-
jähriger Mieter, Internationales Sommerfest, Weihnachtsmarkt.
1.04
Weiterentwicklung
der Kooperation
zur Verbesserung
der Wohnverhält-
nisse im Quartier
Nordwestschleife
1.3.1 Das bestehende
Netzwerk "Wohnen in
Kinderhaus/Brüningheide"
arbeitet regelmäßig.
Ergebnisse der Aktivitä-
ten des Netzwerks
- Zu Beginn des Jahres 2013 konnte wieder eine regelmäßige Zusam-
menarbeit mit Vertretern der Hermes Hausverwaltung erreicht werden.
Spätestens seit dem 15.08.2013 kann mit Auszug der letzten osteuropä-
ischen Leiharbeiter wieder von einer engen Zusammenarbeit im Sinne
der schriftlich verfassten Kooperationsvereinbarung zwischen allen ört-
lich ansässigen Wohnungsunternehmen und dem Amt für Wohnungs-
wesen gesprochen werden. Der in 2012 und 2013 durchgeführte Perso-
nalwechsel im Bereich der Neuvermietung und Mieterbetreuung bei der
Hermes Hausverwaltung sorgte für eine verbesserte Zusammenarbeit
und ein besseres Belegungskonzept, das ebenfalls Grundlage der un-
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 19
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektberichten) Zielerreichung
1.04
Weiterentwicklung
der Kooperation
zur Verbesserung
der Wohnverhält-
nisse im Quartier
Nordwestschleife
terschriebenen Kooperationsvereinbarung ist.
- Durch die ohnehin gute und enge Zusammenarbeit mit den örtlich bzw.
regional ansässigen Wohnungsunternehmen konnte in 2013 eine De-
ckungslücke i. H. v. 2.500 € bei der Finanzierung der Broschüre „Mein
Kinderhaus“ durch alle beteiligten Wohnungsunternehmen beseitigt
werden. Den größten Anteil hatte hierbei die Hermes Hausverwaltung
GmbH als Verwalterin des Wohnungsbestandes im Eigentum von BGP
übernommen.
- Mehrfachengagement von Bewohnerinnen und Bewohnern in unter-
schiedlichen Arbeitskreisen oder Einrichtungen vor Ort: AK Vertrauens-
mieter, Imagewerkstatt Schleife, Begegnungszentrum Sprickmannstra-
ße e. V., Münster-Tafel, örtliche Feste
- Die regelmäßige Teilnahme einzelner Vertrauensmieter an den Sitzun-
gen der Imagewerkstatt Schleife und die vermehrte Zusammenarbeit
mit dem Begegnungszentrum Sprickmannstraße e. V. unterstützte eine
zunehmende Vernetzung örtlicher Institutionen und der Mieterschaft in
2013.
Anzahl der Mieterhaus-
halte
1.3.2 Eine Veranstaltungsreihe
zur rechtlichen Schulung der
örtlichen Mieterschaft wird in
2013 eine für die Mieterhaus-
halte kostenlose Neuauflage
erfahren (wie bereits in 2009 an
vier Abenden)
Aushang in allen Miet-
reihenhäusern
- Die rechtliche Schulung der Mieterschaft zu den wichtigen Fragen des
Mietrechtes sollte mit einer Juristin an vier Abenden durchgeführt wer-
den. Bereits nach dem zweiten Abend am 06.06.2013 musste jedoch
trotz zahlreicher persönlicher Anschreiben und umfangreicher Plakat-
aushänge die Schulungsreihe wegen mangelnder Beteiligung vorzeitig
beendet werden. Pro Termin nahmen jeweils nur 3 Haushalte das An-
gebot wahr.
Projektziel teilweise
erreicht
1.05
Nachbarschafts-
stärkung und
Mieter/-innen-
schulung
1.3.3 Den Bewohnern wird die
Möglichkeiten geben, sich aktiv
an der Verbesserung der
Wohnsituation zu beteiligen
und/oder sich vor Ort hierzu
auszutauschen
Anzahl der öff. Veran-
staltungen, an denen
Vertrauensmieter teil-
nehmen
- Der Kreis der Vertrauensmieter vergrößerte sich in 2013 weiter und
verfügte über etwa interessierte 40 Personen, die sich zu den Belangen
der Mieter austauschen (2011 = 30, 2012 = 35).
- Am 28.05.2013 kam der AK Vertrauensmieter zu einem Treffen mit Ver-
tretern von Sahle Wohnen, der Hermes Hausverwaltung und FairGuard
zusammen. Persönliche Anschreiben und umfangreiche Plakataushän-
ge gingen der Veranstaltung voraus, um die Mieterschaft für die Teil-
nahme und weitere Mitarbeit zu sensibilisieren. Themen:
- die von Sahle Wohnen erworbenen Wohnungsbestände von
Nau/Berlin (Beendigung der bestehenden Mietverhältnisse, Abriss
des bestehenden Gebäudes und anschließender Neubau, geplante
Neuvermietung mit Vermietungsgarantien an bisherige Mieter, zeitli-
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 20
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektberichten) Zielerreichung
1.05
Nachbarschafts-
stärkung und
Mieter/-
innenschulung
che Vorgaben, allgemeiner Planungsstand).
- Fragen und Vorwürfe aus der Mieterschaft zum Wohnungsbestand
von BGP (Beendigung der Vermietung an osteuropäische Leiharbei-
ter, aktuelle Parkplatzsituation, problematische Nebenkostenabrech-
nungen, defekte Aufzüge und Warmwasseraufbereitung, Sauberkeit
im Quartier und die Einhaltung der Hausordnung, Einsatz von Fair-
guard-Mitarbeitern).
- Zudem wirkten zahlreiche Mieter/innen bei folgenden Aktivitäten mit:
- Regelmäßige Mitwirkung der Vertrauensmieter/innen in den 8 Sit-
zungen der Imagewerkstatt Schleife.
- Vorbereitung und Durchführung des Internationalen Sommerfestes
am 06. / 07.07.2013 und des Weihnachtsmarktes am 06.12.2013.
Zum Weihnachtsmarkt wurden persönliche Einladungen der Woh-
nungsunternehmen an die neu zugezogenen Mieter versandt, eben-
so gab es zahlreiche Plakataushänge.
- Durchführung der jährlichen Blumenaktion der Wohnungswirtschaft
(06.05.2013), bei der erstmalig von allen Wohnungsunternehmen
Topfblumen an Mieterhaushalte verschenkt wurden.
- Die Initiative der Imagewerkstatt Schleife, langjährige Mieter des
Quartiers mit einem Rahmenprogramm zu ehren (12.06.2013), ist
auf eine sehr positive Resonanz gestoßen. Alle Wohnungsunterneh-
men beteiligten sich organisatorisch und finanziell daran.
- Entwicklung der Broschüre „Mein Kinderhaus“ durch die Imagewerk-
statt Schleife mit finanziellen Mitteln der Stadt Münster und der betei-
ligten Wohnungswirtschaft. Insbesondere neu zugezogene Mie-
ter/innen haben die Möglichkeit, sich rasch in ganz Kinderhaus zu
orientieren, z. B. zu Fragen nach Kindertagesbetreuung, soziale Be-
ratung und Unterstützung und einiges mehr.
- Bei den o. a. Veranstaltungen waren die Frauen im Regelfall stärker
vertreten als die Männer: im AK Vertrauensmieter lag der Frauenan-
teil bei etwa 67% (2012 = 75%, 2011 = 70%), bei größeren Veran-
staltungen bei 50-60%.
- Geschätzter Anteil der Personen mit Migrationsvorgeschichte: bei grö-
ßeren Veranstaltungen ca. 60 %, im AK Vertrauensmieter bei 25%
(2012 = 30%)
Quelle: Projektberichte Amt für Wohnungswesen (64): Projekte 1.04, 1.05
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 21
Ergänzende Informationen zu Projektaktivitäten 2013 für verstetigte Projekte, die außerhalb des Maßnahmenprogramms gefördert werden bzw. Be-
standteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind und bei der Messung der Zielerreichung nicht berücksichtigt werden:
Projekt 1.06 „ Das Quartier spart Strom“:
Das außerhalb des Maßnahmenprogramms verstetige Projekt wird nach wie vor vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz (67) betreut. Mit dem Projektziel,
einkommensschwache Haushalte zum Thema Stromsparen und Energieeinsparhilfen zu beraten, gibt es jährlich – so auch in 2013 - zum Sommerfest und Weih-
nachtsmarkt einen Infostand zum Thema Strom sparen und Stromsparcheck in Kooperation mit der gemeinnützigen SKM GmbH Münster.
(Quelle: Amt für Grünflächen und Umweltschutz, 67)
Ergänzende Informationen zum nicht innerhalb des Maßnahmeprogramms verstetigten
Projekt 1.01 „ Energetische Gebäudesanierung“ (Förderphase
2007-2010):
Das Projekt gehört seit 2011 laut Beschluss des Beirats vom 16.11.2010 nicht mehr zu den verstetigten Projekten innerhalb des Maßnahmeprogramms, wird
aber nach wie vor Amt für Wohnungswesen betreut. Folgende Aktivitäten zum Projektziel “Fortführung und Abschluss von energetischen Dämmmaßnahmen am
Wohnungsbestand der WohnSieGer GbR / Übertragung von energetischen Maßnahmen auf die bisher nicht sanierten Gebäudebestände Nau und BGP“ wurden
in 2013 weitergeführt:
- Die von der WohnSieGer GbR seit 2009 sukzessive durchgeführten Dämmputzarbeiten mit neuer Farbgestaltung an Teilen des Gebäudebestandes wurden in
2013 unterbrochen, da in der Zeit von Mai bis September 2013 ein Zweirohrheizungssystem in den Gesamtbestand mit einer Investitionssumme von rd. 420.000
€ installiert wurde.
- Die Wohn+Stadtbau GmbH investierte in 2013 in die Modernisierung aller Bäder in der Josef-Beckmann-Straße 13 - 23 und Langebusch 32 – 40. Die Komplett-
erneuerung von 65 Bädern einschließlich der Installation von feuchtegeführter elektronischer Abluftanlagen und der Einbau von 60 neuen Wohnungseingangstü-
ren in der Zeit von Mai - Dezember kosteten rd. 1. Mio €.
- Der von Sahle Wohnen erworbene Wohnungsbestand des Rechtsanwaltes Nau/Berlin wurde nach einer Vollvermietung ab Mitte 2013 wieder schrittweise leer
gezogen, um ab Sommer 2014 mit dem Abriss und dem anschließenden Neubau einer Mietwohnanlage nach aktuellen energetischen Standards zu beginnen.
- Die Hermes Hausverwaltung veranlasste im Auftrag von BGP die Erneuerung der Dachabdichtung inklusive Dämmung der Dachflächen für Brüningheide 69
und 71.
(Quelle: Amt für Wohnungswesen, 64).
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 22
5 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 2: „Öff entlicher Raum“
Handlungsfeldver-
antwortliche
Herr Goldbeck Amt für Grünflächen und Umweltschutz (67)
Projektträger Projekt 2.02: Amt für Grünflächen und Umweltschutz (67)
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Ergebnis 2013 (laut Projektberichten) Zielerreichung
2.1.1 Bis zum Projektende hat sich eine Gruppe von Bewohnern/-innen
etabliert, die auch in Zukunft Aktionen in der Schleife organisiert. Die
Mitglieder der Gruppe sollten unterschiedlichen Gruppierungen angehö-
ren, um eine breite Akzeptanz für die Aktivitäten zu erreichen.
- 2013 betreute ein fester Kern von Personen mit Migrati-
onshintergrund auch außerhalb der Projekttage die
Parkanlage und fühlt sich für die Grünschleife verant-
wortlich.
- Eine weitere „abgespeckte“ Betreuung durch das Amt
für Grünflächen und Umweltschutz ist jedoch noch zur
Erhaltung des Engagements notwendig.
Projektziel er-
reicht
2.1.2 Die Bereitschaft der Bewohnerschaft, an der Pflege und Gestaltung
des Wohnumfeldes aktiv mitzuwirken, ist bis zum Projektende weiter
gestärkt worden.
- Das Anliegen, Anwohner der „Grünschleife“ für Aktivitä-
ten zu gewinnen, ist durch verschiedene Aktionen seit
2008 erfolgreich umgesetzt worden. Auch 2013 hat das
Amt für Grünflächen und Umweltschutz mit vielen Akti-
ven im Stadtteil Kinderhaus eine weitere Offensive ge-
startet.
- Die Bürgerbeteiligung ist stetig wachsend, die Grünan-
lage zeigt sich sehr attraktiv und ist ein Ort sozialer Ge-
meinschaft geworden.
- Das Engagement der Anwohnerinnen und Anwohner
fand nach dem bereits in 2012 erhaltenen Umweltpreis
in Gold der Bürgerstiftung eine weitere Honorierung und
positive Resonanz in der Öffentlichkeit durch den im
November 2013 verliehenen Sparda Umweltpreis.
Projektziel er-
reicht
2.02
Spiel- und Freizeitzone
2.2. In 2013 haben zwei weitere Projekttage mit jeweils mindestens 50
Personen aus dem Quartier stattgefunden.
- Die mittlerweile längst etablierten Projekttage fanden
2013 am 8. Juni und 14. September statt. Es erschie-
nen an beiden Tagen zusammen insgesamt bis zu 150
Kinder, Jugendliche und Erwachsene, um tatkräftig mit
anzupacken (2012: 100-120 Personen).
- Neben den alljährlich anfallenden Pflegearbeiten stand
das Anlegen eines öffentlichen neuen Gemüsebeetes
Projektziel er-
reicht
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 23
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Ergebnis 2013 (laut Projektberichten) Zielerreichung
2.02
Spiel- und Freizeitzone
im Vordergrund. Hier konnten die Anwohner das ganze
Jahr über pflegen, gießen und auch ernten. Es fand kei-
nerlei Vandalismus statt.
- In der gesamten Parkanlage wurden auch zahlreiche
neue Beete mit Rosen und Lavendel sowie eine Wild-
blumenwiese angelegt und neue Sitzgelegenheiten ge-
schaffen.
- Das Laub wurde sukzessive im Oktober bis Dezember
von allen Rasenflächen entfernt.
- Im November wurden hunderte von Narzissenzwiebeln
in die Randbereiche der Hecken eingepflanzt.
- Das Gesamtprojekt wird nun auf einer mit vielen Fotos
versehenen Eingangstafel dargestellt und ruft zur Betei-
ligung auf.
- Neben Arbeiten während der Projekttage wurden im
gesamten Jahresverlauf fast täglich Arbeiten in der
Grünschleife durchgeführt.
Quelle: Projektbericht Amt für Grünflächen und Umweltschutz (67) - Projekt 2.02
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 24
6 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 3: „Lok ale Ökonomie“
Informationen zu Projektaktivitäten 2013 für verstetigte Projekte, die außerhalb des Maßnahmenprogramms gefördert werden bzw. Bestandteil der
laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind und bei der Messung der Zielerreichung nicht berücksichtigt werden:
Projekt 3.01 „Wertstoffe / Sperrgut“:
Mit dem Projektziel, die berufliche Integration von Langzeitarbeitslosen zu unterstützen, reinigt ein seit 2011 ein unbefristet beschäftigter Mitarbeiter der AWM im
Bereich der Großwohnanlage die öffentlichen Flächen. Hierbei werden Restabfälle, falsches oder zum falschen Zeitpunkt herausgestelltes Sperrgut beseitigt.
Darüber hinaus werden Wertstoffe erfasst und Problemabfälle werden einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt. Das Projekt hat auf das Stadtbild im Be-
reich Kinderhaus eine äußerst positive Wirkung.
Quelle: Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM)
Projekt 3.02 „Aktiv für Arbeit im Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“:
Zum weiteren Maßnahmekanon des Programms Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ gehört das aus ESF-Mitteln (Europäischer Sozialfonds) und
Mitteln aus der Gewinnausschüttung der Sparkasse Münsterland-Ost geförderte Programm „Aktiv für Arbeit im Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“. Das Pro-
gramm soll in den zehn arbeitspolitisch förderungswürdigsten städtischen Problemgebieten NRW´s aus den Bund-Länder-Programmen Soziale Stadt NRW und
Stadtumbau West erproben, was eine kleinräumig ausgerichtete Arbeitsmarktstrategie bewirken kann (Projektzeitraum: 15. 05.2013 bis 14.05.2015).
So soll das organisatorisch bei der Bezirksverwaltung Münster-Nord angesiedelte Projekt im Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide gemeinsam mit lokalen Akteu-
ren ein sogenanntes "arbeitsmarktpolitisches Netzwerkcoaching" entwickeln. Die Akteursnetzwerke sollen in den Feldern Arbeitsmarkt und Soziales mit Beglei-
tung durch eine städtische Mitarbeiterin (Netzwerkcoach) aus ihren Angeboten und Leistungen auf die Situation erwerbsfähiger Menschen im Wohngebiet zuge-
schnittene Ansätze entwickeln, die sie auf dem Weg der Arbeitsmarktintegration weiterbringen. Ferner umfassen die Aktivitäten im Programmzusammenhang
sog. kleinere Maßnahmen mit Bewohnerinnen und Bewohnern, die auch in Zukunft durchgeführt werden sollen.
Die drei neu geschaffenen Netzwerke sind thematisch wie folgt aufgestellt:
- Netzwerk I: Verbesserung berufsbezogener Sprachke nntnisse
- Netzwerk II: Jugendliche auf dem Weg in Ausbildun g und Job
- Netzwerk III: Wege in Erwerbstätigkeit
Durch die Einrichtung eines sich noch im Aufbau befindenden virtuellen Netzes haben die am Projekt beteiligten Akteure darüber hinaus die Möglichkeit, Informa-
tionen unmittelbar und tagesaktuell auszutauschen. Aufgabe des installierten "Netzwerkcoaches" ist es in erster Linie, die Kontakte zu Unternehmen herzustellen
sowie Fortbildungen zu organisieren. Der Einbezug aller relevanten Akteure des Stadtteils wird auch durch das aktive Mitwirken unter anderem der Beschäftigten
des Quartiersmanagements und des Begegnungszentrums Sprickmannstraße sichergestellt. Eine Auftaktveranstaltung fand am 26.09.2013 statt und ist in einer
Broschüre dokumentiert. Ziel ist die Verstetigung des Netzwerkes nach zwei Jahren.
Quelle: Bezirksverwaltung Nord (33)
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 25
7 Ergebnisse und Wirkungen Handlungsfeld 4: „Integr ation zugewanderter Menschen fördern“
Handlungsfeldver-
antwortliche
Herr Heise Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Projektträger Projekt 4.01, 4.02: Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. (BGZ)
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
4.2.1 Das interkulturelle Zusam-
menleben wird gefördert und der
Gemeinsinn gestärkt.
Umfang der Beteiligung an den
Freizeitaktivitäten der Gruppe
- Die seit 2008 bestehende Gruppe hatte 2013 zehn aktive
Teilnehmerinnen (2012 = keine Angabe, 2011 = 11), die
größtenteils seit Beginn des Projektes teilnehmen.
- Die seit Jahren kontinuierliche Teilnahme der Mädchen
zeigt, wie wichtig dieser Bezugspunkt für die Mädchen
geworden ist.
- In der Regel fanden 2 Treffen im Monat im Umfang von je
3 Stunden statt, insgesamt 19 Treffen in 2013 (2012 =
keine Angabe, 2011 = 23) statt, an denen pro Termin
durchschnittlich vier bis fünf Mädchen teilnahmen (2012 =
keine Angabe, 2011 = 8).
- Die Mädchen/jungen Frauen sind mittlerweile 18 bi s 20
Jahre alt und haben alle eine Migrationsvorgeschichte.
- Im Jahr 2013 haben sie großteils eine Ausbildung oder ein
Studium begonnen
.
Projektziel erreicht
4.3.1 Die Mädchen entwickeln
neue Interessen und sind offen
gegenüber anderen Formen der
Freizeitgestaltung.
Art und Umfang der Freizeitakti-
vitäten in der Gruppe unter
Berücksichtigung von Wün-
schen der Mädchen
- Gemeinsame Aktivitäten 2013:
Erfahrungsaustausch über
Praktika, Schule, Ausbildung, Backen, Basteln, Spie le- u.
Videoabende, internationales Kochen, Stadtbesichtig un-
gen Dortmund und Essen, Fotografieren etc.
- Alle wichtigen Lebensbereiche der Mädchen (Schule,
Ausbildung, Familie, Kultur, Freundschaft, Tagesabla uf)
wurden thematisiert. Die Themen Berufswahl und Le-
benswegplanung traten bei Älterwerden zunehmend in e n
Vordergrund.
Projektziel erreicht
4.01
Mädchenprojekt `Unser
Alltag - unsere Sorgen´
4.3.2 Bereitschaft der Mädchen,
Altersgenossinnen bei der Bewäl-
tigung von Alltagskonflikten zu
helfen, steigt.
Art und Umfang des Sozialver-
haltens (z.B. Fragen nach
Gründen für Alltagskonflikte,
zeigen Interesse, bringen Ideen
zur Lösung)
-
Da die Mädchengruppe über mehrere Jahre zusammen
war, bot sie für jedes einzelne Mädchen Stabilität und
Rückzugsmöglichkeit sowie (gegenseitige) Unterstützu ng
in Ausbildungs- und Lebenswegplanung.
- Der Erfahrungsaustausch über Praktika, Schule, Ausbi l-
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 26
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
dung verhalf den einzelnen Mädchen, vielseitige Pers pek-
tiven und unterschiedliche Möglichkeiten für die Zu kunft
kennenzulernen. Dies betrifft sowohl die beruflichen als
auch familiären Zukunftsperspektiven der Mädchen. Sie
haben differenzierte berufliche Ziele entwickelt und er-
reicht.
4.1.1 Die Zahl der Personen mit
Migrationsvorgeschichte, die im
Wohngebiet Brüningheide oder in
unmittelbarer Nachbarschaft zum
Wohngebiet wohnen und sich
gesellschaftlich engagieren,
nimmt zu.
Anzahl engagierter Personen
mit Migrationsvorgeschichte
- Die Anzahl der Personen mit Migrationsvorgeschich te, die
sich im Stadtteil engagieren, nimmt seit Projektbeginn
kontinuierlich zu: 80 Personen in 2013 (72 Personen in
2012, 65 Personen 2011, Steigerung zu 2012 um ca.
11%), 72% weiblich.
Projektziel erreicht
4.02
Integrationsarbeit vor
Ort: Anlauf-, Beratungs-
und Koordinationsstelle
4.1.2 Gemeinschaftlich initiierte
Aktivitäten wie Veranstaltungen,
Seminare, Feste zwischen inter-
kulturellen Gruppen und Men-
schen mit unterschiedlicher
Migrationsvorgeschichte nehmen
zu.
Anzahl, Art, Dauer des Beste-
hens der initiierenden Organisa-
tion und TN-Zahlen interkulturel-
ler / nachbarschaftlicher Aktivi-
täten in Eigeninitiative
- Die Anzahl der selbstorganisierten interkulturellen Initiati-
ven hat sich seit Projektbeginn von 20 auf 33 in 2013
(2012 = 27, 2011 = 25) erhöht.
- Die Zusammenarbeit mit den bestehenden 33 Gruppen ist
weiterhin sehr gut. Sie treffen sich wöchentlich im Begeg-
nungszentrum. Einige Gruppen sind im Vergleich zu 2012
noch aktiver und mobiler geworden. Sie unternahmen
Ausflüge und besuchten Veranstaltungen auch außerha lb
Münsters. 2013 bildeten sich im Begegnungszentrum
zwei neue Gruppen: die kroatische und die arabische
Gruppe.
- Die Anzahl der in 2013 durchgeführten Veranstaltungen
lag bei 38 Aktionen (2012 u. 2011 = je 31, 2010 = 21),
Steigerung zum Vorjahr um 23%. Hiervon waren 19 An-
gebote kultureller, freizeitbezogener Art (z.B. Clean Kin-
derhaus, Buddhistisches Neujahresfest, Sommerfest, etc).
und 19 Informations- und Bildungsveranstaltungen (z.B.
PC Kurs, Bewerbungstraining, Gesundheitsprophylaxe,
etc.).
- Ca. 2.350 Einzelpersonen sowie ca. 100 Familien als
Teilnehmende bei den vom Begegnungszentrum Sprick-
mannstraße e.V. (BGZ) organisierten bzw. initiierten Ver-
anstaltungen (2012 = 1.992, 2011 = 2.500, 2010 = 2.650),
- Von den 2.350 Teilnehmenden waren ca. 1.500 Personen
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 27
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
mit Migrationsvorgeschichte (ca. 65%, 2011 = 65%), von
den Familien hatten 70% einen Migrationshintergrund,
geschätzter Frauenanteil aller Teilnehmenden ca. 75 %.
- Unter Einbeziehung aller selbstorganisierten Aktivitäten
der einzelnen Gruppen unter dem Dach des BGZ liegt die
Anzahl der Teilnehmenden wie im Vorjahr bei ca. 3.900
Personen.
- Es besteht auch weiterhin eine gute Kooperation mit dem
Familienzentrum KiTa Killingstraße, der Schuldnerbera-
tung, KAI, der Gebietsmoderation, den Mieterschutzverei-
nen und dem IKA e.V. Das Projekt „Grünschleife“ wird
ebenfalls vom Begegnungszentrum unterstützt.
4.02
Integrationsarbeit vor
Ort: Anlauf-, Beratungs-
und Koordinationsstelle
4.2.3 Die Zahl der durch die Kon-
fliktmoderation bearbeiteten Fälle
steigt ab 2009 jährlich um 20%
an, unter der Voraussetzung,
dass die Beratungskapazitäten zu
100% zur Verfügung stehen
NEU: Die Zahl der durch die Kon-
fliktmoderation bearbeiteten Fälle
bleibt konstant, bzw. sinkt .
.
Anzahl der durch die Konflikt-
moderation bearbeiteten Fälle
- Die Zahl der durch die Konfliktmoderation bearbeitet en
Fälle liegt mit 60 bearbeiteten Fällen in 2013 in et wa auf
dem Vorjahresniveau (2012 = 63, 2011 = 55). Ein hier -
durch zum Ausdruck kommender stagnierender bzw. rück-
läufiger Hilfebedarf ist in diesem Fall als positiv zu werten.
- 2013 konnte zusätzlich eine Fachkraft beim Ausfülle n von
Formularen unterstützend eingesetzt werden.
- Die regelmäßigen Sprechstunden der Anlauf-, Beratun gs-
und Koordinationsstelle wurden sehr gut angenommen,
durchgehend wurden Termine unter der Woche vergeben.
Nach eigenen Angaben empfinden es die Bewohner/innen
als sehr positiv, dass es feste interkulturelle Ans prechper-
sonen gibt, die täglich zu erreichen sind.
- Die Hauptberatungsthemen waren identisch zum Jahr
2012: u.a. Beratung zur Wohnsituation, ALG II; GEZ; hohe
Verschuldung (hier besteht eine sehr gute Kooperation mit
der Schuldnerberatung); Schule; Arbeitsplatzsuche.
- Die Altersgruppe der Klienten, die die Sprechstunden
nutzen, hat sich im Vergleich zum Jahr 2012 nur gering
geändert (bis 25 J. = ca. 3%, 25-49 J. = ca. 54%, ab 50 J.
= ca. 43%). Tendenziell kommen zunehmend jüngere
Erwachsene in die Sprechstunde, die auf der Suche nach
einer Lehrstelle sind. Die Zahl älterer Menschen, die Prob-
leme haben, ist nach wie vor sehr hoch. Sie leben an der
Armutsgrenze.
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 28
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
4.5.1 15 Bildungsangebote für
Menschen mit Migrationsvorge-
schichte sind bis 2009 entwickelt
und werden bis Ende 2013 umge-
setzt.
Anzahl/Art von Angeboten für
die Unterstützung von Personen
mit Migrationsvorgeschichte
- Durchführung von 19 Informations- und Bildungsveranstal-
tungen in 2013 (2012 u. 2011 = je 16, 2010 = 8).
- Themen: Gesundheitsprophylaxe, PC Kurs für Anfänger
Modul I u. II, MIMI Gesund Leben im Alter, Bewerbungs-
training, Rhetorik Kurs, Intern. Streitschlichter, Schwimm-
kurs, Fahrradkurs, Nähkurs, Deutsche Sprache erlernen,
Internationaler Kreis (Themenabende), Weiterbildung Ge-
sundheitsmediatorinnen.
- Die beste Resonanz finden nach wie vor niederschwellige
Angebote. Der auf Initiative der Bürgerinnen aus Kinder-
haus entstandene Schwimmkurs ist immer noch sehr ge-
fragt. Deshalb wird nach Möglichkeiten gesucht, einen
zweiten Kurs zu initiieren.
Projektziel erreicht
4.02
Integrationsarbeit vor
Ort: Anlauf-, Beratungs-
und Koordinationsstelle
4.5.2 Der Anteil von Personen mit
Migrationsvorgeschichte, die an
Bildungsmaßnahmen teilnehmen,
steigt jährlich um mindestens 25%
an
NEU: Der Anteil von Personen mit
Migrationsvorgeschichte, die an
Bildungsmaßnahmen teilnehmen,
steigt jährlich um 10% an
Anzahl der Personen mit Migra-
tionsvorgeschichte an Bildungs-
angeboten
Die Anzahl der teilnehmenden Personen mit Migrationsvor-
geschichte an Bildungsangeboten konnte mit 297 Personen
in 2013 um 2,5 % gesteigert werden ( 2012 = 290, 2011 =
276), davon ca. 79 % weiblich.
Projektziel annä-
hernd erreicht
Quelle: Projektbericht Begegnungszentrum Sprickmannstraße (BGZ), Projekt: 4.1, 4.02
Ergänzende Informationen zu Projektaktivitäten 2013 für verstetigte Projekte, die außerhalb des Maßnahmenprogramms gefördert werden bzw. Be-
standteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind und bei der Messung der Zielerreichung nicht berücksichtigt werden:
Projekt 4.03 „Gewaltprävention“: Für das vom Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51) betreute Projekt liegt kein Projektbericht vor.
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 29
8 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 5: „Bew ältigung der Herausforderungen für das
Bildungswesen“
Handlungsfeldver-
antwortliche
Herr Philipp
Frau Dr. Schwarte
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Gesundheitsamt (53)
Projektträger
Projekt 5.01: Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Projekt 5.04: Gesundheitsamt (53)
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
5.01
Wir verstehen uns
5.a.1
Erhöhung der Chancengleichheit durch
eine Erhöhung der Bildungsbeteiligung
für Familien mit Sprachdefiziten.
(Verbesserung der Sprachfähigkeit der
Erwachsenen und der Kinder)
Anzahl der Sprach- und Nachhilfekurse
für Schüler/innen und Anzahl Teilneh-
mende
-Anzahl der Erwachsenenkurse und An-
zahl der erwachsenen Sprachkursteil-
nehmer
-Zusammenarbeit mit Kooperationspart-
nern
- KAI e.V. hat sich als pädagogische Einrichtung
und wohnortnaher Ort der Bildung etabliert wie
die kontinuierlich hohe Anzahl an Interessierten
auf den Wartelisten sowohl für die Deutsch-
Sprachkurse als auch für die Einzelnachhilfe, die
sehr gute Akzeptanz seitens der Kooperations-
partner, die stetig steigende Anzahl an neuen,
konstruktiven Vernetzungen im Stadtteil und in
der Stadt verdeutlichen.
Sprachkurse für Erwachsene KAI
: Alphabetisie-
rungskurse und Deutsch als Fremdsprache
- Im 1. Halbjahr 2013 drei Projektgruppen mit
insgesamt 24 UStd. wöchentlich; parallel fand
eine Kinderbetreuung statt.
- Viele Interessierte mussten auf eine Warteliste
gesetzt werden, deshalb im 2. Halbjahr zusätz-
lich vierte Projektgruppe mit 8 UStd. wöchent-
lich; ohne Kinderbetreuung, da Bedarf zeit-
gleich stark zurückgegangen.
- 2013 wurden verstärkt Ausflüge und Exkursio-
nen in die Erwachsenen-Kurse integriert. Ziel:
Verbesserung der Deutschkenntnisse, Auswei-
tung des Wortschatzes, Gelerntes in der Praxis
ausprobieren und anwenden (Busticket kaufen,
nach dem Weg fragen, etc., kennenlernen
noch unbekannter Seiten des Wohnorts.
- Anzahl und Zusammensetzung der Teilneh-
Projektziel
erreicht
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 30
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
5.01
Wir verstehen uns
menden:
- Anzahl Erwachsene: 96 (2012 = 79, 2011 =
79, 2010 = 59), davon 80 Frauen, 100% ha-
ben eine Migrationsvorgeschichte (2012 =
87%),
- Anzahl Kinder: 4 (2 männlich, 2 weiblich)
(2012 = 8).
- Sprach- und Nachhilfekurse für Schüler/innen :
Stärkung der Sozial- und Sprachkompetenz für
Schüler/innen der Sekundarstufen 1 + 2, vor-
wiegend Schüler der weiterführenden Schulen
von der 5. bis zur 10. Klassenstufe
- Die Förderung der gezielten Einzelnachhilfe
durch qualifizierte Nachhilfelehrer wurde 2013
fortgesetzt. Aufgrund der begrenzten Fördermit-
tel konnten bedauerlicherweise nicht alle Nach-
fragen berücksichtigt werden.
- Die Betreuung erfolgt in einem Umfang von ca. 2
Std./Wo/Schüler/in.
- Kooperationen mit den Schulen sowie mit den
Schulsozialarbeiter/innen wurden kontinuierlich
weiter entwickelt.
- Ende 2013 wurden 50 Schüler/innen (2012 = 91,
2011 = 86, 2010 = 101) über die Hausaufgaben-
und Nachhilfe bei KAI e.V. von 34 Nachhilfeleh-
rer/innen betreut. Der Rückgang der Teilnahme-
zahlen erklärt sich dadurch, dass zum einen
2012 insg. mehr Nachhilfestunden durchgeführt
wurden, als letztlich aus den Fördermitteln fi-
nanziert werden konnten. 2013 mussten daher
die Nachhilfestunden reduziert werden. Hinzu
kam, dass 2013 viele Nachhilfelehrer ihr Abitur
machten u. daher aus dem Nachhilfeprojekt
ausstiegen, da sie zeitlich oder örtlich nicht mehr
zur Verfügung standen.
- 78% der Schüler/innen haben eine Migrations-
vorgeschichte (2012 = 89%, 2011 = 95 %).
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 31
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern
- Die Kooperationen mit anderen Bildungsträgern,
wichtigen sozialen Einrichtungen und Institutio-
nen u.v.a. wurden verstetigt: Haus der Familie
Münster, andere Bildungsträger, Jobcenter, Ar-
beitsagentur, Stadt Münster, Schuldnerberatung,
wichtige Einrichtungen im Stadtteil u.a.m..
-
Regelmäßige konzeptionelle Überlegungen und
Konzepterarbeitung mit den Vertretern der
Schulen haben sich etabliert. Der Kontakt zu
den Schulsozialarbeiter/innen der Schulen ist
sehr intensiv (bspw. regelmäßige Teilnahme an
den Teamsitzungen).
- Beteiligte Schulen: GS-West, GS am Kinder-
bach, Paul-Schneider-Schule, Uppenbergschu-
le, Waldschule, Geschwister-Scholl-Realschule,
GS-Gymnasium, Erich-Kästner-Schule, Anne-
Frank-Berufskolleg, Hansaschule, Geistschule,
Bernhard-Stahm-Schule u.a.
- Weitere Kooperationen: KSD, Erziehungsbera-
tungsstelle, Schulpsychologische Beratungsstel-
le, Bildungsberatung, Schulsozialarbeit, Begeg-
nungszentrum Sprickmannplatz, Jugendsalon,
Wuddi, Westfalia Kinderhaus, CJG St. Josef,
Feez, CVJM, Bürgerhaus, Bezirksverwaltungs-
stelle, Stiftung „Mitmachkinder“, „Courage“ u.a.
5.01
Wir verstehen uns
Einbeziehung und Beteiligung der Eltern
bei den Sprachförder- und Nachhilfean-
geboten der Kinder
- Die Eltern wurden regelmäßig bei der Anmel-
dung, der Zeugnisvergabe und Auffälligkeiten
konsequent miteinbezogen, informiert und nach
Erfahrungen und Bedürfnisse gefragt. Zusätzlich
fanden telefonische Kontaktgespräche statt. An-
sonsten wird bei Klärungsbedarf Kontakt aufge-
nommen.
- Bei Elterngesprächen in der Schule wurde Un-
terstützung angeboten.
- Bei Bedarf fachliche soziale Begleitung und
Beratung durch Sozialarbeiterin von KAI e.V.
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
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Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
oder Weitervermittlung zu anderen Stellen.
- Die Eigenverantwortung der Eltern ist gestärkt
worden.
- Aufgrund der vielen Elterngespräche hat sich
auch das Sprachvermögen der Eltern teilweise
verbessert.
Anzahl der Eltern, die Angebote in An-
spruch genommen haben
Entsprechend der Anzahl der teilnehmenden
Schüler/innen = 50 Eltern (2012 = 91, 2011 = 86 )
Umfang der Bereitschaft unter den Eltern,
weitere Angebote anzunehmen
- Insgesamt entwickeln viele Eltern eine größere
Einsicht in die Bedeutung von Lernen
- Die Eltern der Schüler/innen nehmen das Ange-
bot sehr gut an und motivieren auch andere,
sich anzumelden.
Umfang der Fehlzeiten von Schüler/innen
- Kaum unentschuldigte Fehlzeiten, Absprachen
zwischen Lehrern und Schülern funktionieren
und werden eingehalten. Entschuldigte Fehlzei-
ten wg. Krankheit, Schulveranstaltung o.ä. wer-
den rechtzeitig mitgeteilt.
5.01
Wir verstehen uns
5.b.1
Fast alle Teilnehmenden verbessern ihr
Sprachvermögen in Deutsch und ihre
Alltagskompetenzen
Zieldimension:
Verbesserung/Stabilisierung der schuli-
schen Leistungen
Verbesserung der sozialen Integration
Anzahl der positiven Rückmeldungen von
/ zu teilnehmenden Kindern
- Das Interesse an der Stärkung der Sprach- und
Sozialkompetenz der Kinder und Jugendlichen
in Form der gezielten Einzelnachhilfe war und ist
sehr hoch.
- Das Lern- und das Sozialverhalten der Schü-
ler/innen haben sich verbessert.
- Stabilisierung bzw. Verbesserung der schuli-
schen Leistungen.
- Der Übergang in weiterführende Schulen ist
gelungen. So konnten durch die intensive indivi-
duelle Förderung 7 Grundschüler erfolgreich
beim Schulwechsel auf die weiterführende
Schule begleitet werden (ein Wechsel auf das
Gymnasium, fünf Wechsel auf eine Realschule
und ein Wechsel auf die Hauptschule).
- Die Schüler/innen nehmen das Angebot sehr gut
an und motivieren auch andere, sich anzumel-
den.
Projektziel
erreicht
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 33
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
- Die Schulen vermitteln verstärkt als Ergänzung
zum Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) zu un-
seren Angeboten.
- Die kontinuierliche Elternarbeit unterstützt die
Angebote der mindestens 1 x wöchentlich statt-
findenden qualifizierten Einzelnachhilfe.
- Förderung von Toleranz und Akzeptanz bei den
Kindern und Jugendlichen verbessert die soziale
Integration.
Förderung der Nachhilfelehrer, Abbau von
Vorurteilen und Stärkung der Sozialkom-
petenz
- Pro Halbjahr fand jeweils eine Fortbildungsver-
anstaltung mit den Nachhilfelehrern/-lehrerinnen
statt.
- Die Nachhilfelehrer/innen erweitern ihren kultu-
rellen Horizont und lernen, offen zu sein für an-
dere Kulturen, Religionen und Lebensgewohn-
heiten. Sie schulen ihre Lehr- und Vermittlungs-
qualitäten.
- Das Projekt trägt zur Allgemeinbildung aller Be-
teiligten bei und fördert die gegenseitige Akzep-
tanz und die soziale Integration.
- Die Nachhilfelehrer/innen erhalten außerdem
eine Bescheinigung über ihr soziales Engage-
ment, die bei der Bewerbung um einen Ausbil-
dungs- oder Studienplatz hilfreich ist.
Noten in Deutsch der geförderten Nachhil-
feschüler
NEU: Noten der Nachhilfefächer jedes/r
Schülers/in
- Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen an
der Bildungsmaßnahme konnten ihre Chancen-
gleichheit deutlich erhöhen.
- Bei 40% der Nachhilfeschüler/innen haben sich
die schulischen Noten in den Nachhilfefächern
verbessert, 50% der Schüler/innen wurden be-
fähigt, ihre Leistungen in den Nachhilfefächern
konstant zu halten.
5.01
Wir verstehen uns
Regelmäßige Teilnahme an
Sprachkursen
für Erwachsene
- Regelmäßige Aufnahmegespräche, Abschluss-
gespräche, regelmäßige Teilnahme an den Kur-
sen und regelmäßige begleitende Sozialarbeit
waren auch in 2013 obligatorisch.
- Die regelmäßige Teilnahme in 2013 unter-
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 34
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
streicht das Interesse der Teilnehmenden an
diesen Bildungsveranstaltungen.
- In Absprache mit dem Jobcenter wurden Ein-
gliederungsvereinbarungen über den regelmä-
ßigen Besuch der Kurse getroffen. Außerdem
wurde vereinbart, dass halbjährlich eine Rück-
meldung zum Leistungsstand der vom Jobcenter
zugewiesenen Teilnehmer an die jeweiligen
Jobcoaches erfolgt.
5.01
Wir verstehen uns
Anzahl der positiven Rückmeldungen von
/ zu teilnehmenden Erwachsenen
- Aufgrund der zielgruppenbezogenen Themen,
Materialien und Medien gelang eine sehr gute
methodische Aufarbeitung und dadurch eine gu-
te Mitarbeit und Eigeninitiative der Teilnehmen-
den.
- Erhöhung der Chancengleichheit in unserer
Gesellschaft durch: Stärkung der Alltagskompe-
tenzen, Verbesserung des Sprachniveaus und
der Kontakte untereinander, Ausweitung des
Wortschatzes, soziale Vernetzung, Kennenler-
nen des Stadtteils und der wichtigen Institutio-
nen und Vermittlung in weiterführende Sprach-
kurse, Kontakte zum persönlichen Ansprech-
partner des Jobcenters, Unterstützung bei Stel-
lensuche und Bewerbungen.
- Insbesondere Frauen mit Migrationsvorge-
schichte aus dem Stadtteil, die meist nie eine
Schule besucht haben, nehmen das niedrig-
schwellige, wohnortnahe und ihnen zeitlich ent-
gegenkommende Angebot sehr gut an.
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 35
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
Weitervermittlung in weiterführende Kurse
(mindestens 1%)
- Eine Weitervermittlung in weiterführende Kurse,
z.B. Integrationskurse, erfolgte bei 3 Teilneh-
mer/innen (= 3%) (2012 = 21%).
- Viele Teilnehmende kommen mit sehr geringen
Vorkenntnissen in die Kurse und brauchen häu-
fig längere Zeit, Alltagssprachkompetenzen zu
entwickeln. Insbesondere bei Frauen, die nie
eine Schule besucht haben und mehrere Kinder
haben, kann der Besuch eines Integrationskur-
ses nur auf lange Sicht angestrebt werden.
5.d.1
Die regelmäßige Inanspruchnahme der
Schwangerschaftsvorsorgen nimmt zu
Anzahl der Mütter in Hebammenbetreu-
ung
- In 2013 wurden in den beteiligten Kitas 116
Sprechstunden angeboten (2012 = 86, 2011 =
110, 2010 = 117).
- Die Sprechstunden wurden gut angenommen,
Schwangere melden sich frühzeitig bei den
Hebammen oder in der Kita, um Kontakt und
Betreuung zu erhalten. Im Durchschnitt werden
ca. 3-5 Frauen pro Sprechstunde beraten.
- Zudem findet ein reger Austausch mit den Er-
zieherinnen statt.
- Zusätzlich erfolgten 159 Hausbesuche (2012 =
180, 2011/2010 = je 120).
- Die Hebammen nahmen 4x an Sprachkursen
teil und informierten die Teilnehmerinnen dort
zu speziellen Themen.
- Mitarbeiterinnen der Abteilung Kinder- u. Ju-
gendgesundheit beteiligten sich an drei Info-
veranstaltungen in Kitas und im Begegnungs-
zentrum.
Projektziel
erreicht
5.04
Gesund aufwachsen in
Kinderhaus
5.d.2
Der Vorsorgestatus der Kinder im ersten
Lebensjahr verbessert sich
Anzahl der Vorsorgeuntersuchungen bei
Kindern bis Schuleintritt
- In 2013 hatten 79 % der Kinder 8 oder 9 Vor-
sorgeuntersuchungen (2012 = 90%, 2011 =
91%, 2010 = 67%), 21% der Einschulungskin-
der hatten weniger als 8 Vorsorgen (2012 =
10%, 2011 = 8%, 2010 = 33%).
- Die Inanspruchnahme der Vorsorgen ist leider
in diesem Wohngebiet aufgrund der Lücken in
der Vollständigkeit des Vorsorgestatus immer
Projektziel
teilweise er-
reicht
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 36
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
noch auffällig. Durch die Betreuung und per-
sönliche Ansprache der Hebammen wird den
Müttern die Bedeutung der Vorsorgen sehr
ans Herz gelegt. Dies ist besonders bei sozial
benachteiligten Familien extrem wichtig, die
durch staatliche Zwangsmaßnahmen nur
schwer erreicht werden können. Wenn es ge-
lingt, Eltern wirklich zu überzeugen, dann steigt
auch die Wahrscheinlichkeit für die Inan-
spruchnahme der späteren Vorsorgen.
5.04
Gesund aufwachsen in
Kinderhaus
5.d.4
Die Fertigkeiten der Eltern mit geringem
Einkommen, eine gesunde Lebensweise
ihrer Kinder zu fördern, werden gestärkt .
Anteil positiver Rückmeldungen bei TN-
Befragungen
- Durch die Einbeziehung des Themas Gesund-
heit in Sprachkurse und offene Gruppenange-
bote in Absprache/nach Bedarf der Betroffe-
nen, gelang es, Eltern gezielt zu unterstützen
und in ihren Kompetenzen zu stärken. In
Rückmeldungen beschreiben es die Eltern als
positiv, dass wohnortnah individuell auf ihre
Bedürfnisse eingegangen wird.
- Die gewählten Maßnahmen sind geeignet, El-
tern in ihren Kompetenzen zu stärken und da-
mit Säuglingen/Kindern bessere Chancen für
ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen.
Projektziel
erreicht
Quelle: Kinderhauser Arbeitslosen Initiative - KAI - e.V.: Projekt 5.01; Gesundheitsamt (53): Projekt 5.04
Ergänzende Informationen zu Projektaktivitäten 2013 für verstetigte Projekte, die außerhalb des Maßnahmenprogramms gefördert werden bzw. Be-
standteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind und bei der Messung der Zielerreichung nicht berücksichtigt werden:
Projekte 5.02 „Elternkompetenz stärken“ und 5.06 „Kontinuierliche Praxistage zum Übergang Schule-Beruf“: Für die vom Amt für Schule und Weiterbil-
dung (40) betreuten und außerhalb des Maßnahmeprogramms verstetigten Projekte liegt kein Projektbericht vor.
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 37
9 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 6: „Sic herung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten
knapper öffentlicher Haushalte“
Handlungsfeldver-
antwortliche
Herr Heise Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Projektträger
Projekt 6.01: Ev. Beratungsdienste gGmbH (Schuldnerberatung)
Projekt 6.02: Internationaler Kulturverein ATRIUM e.V. (IKA e.V.)
Projekte 6.04: Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. (BGZ)
Projekte 6.05/6.06, 6.07: Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Projekt 6.08: INDRO e.V.
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.01
Schuldnerberatung
vor Ort
6.1.1 Umfassende Hilfestellung für Ratsu-
chende mit einer Verschuldungsproblema-
tik (junge Menschen, Erwachsene, Migran-
ten/-innen) wird gegeben in mindestens 20
neuen Fällen
Anzahl der Beratungen unterteilt
nach Beratungsformen (z.B. Insol-
venz, allg. Schuldnerberatung, Kurz-
beratung zu spez. Themen, präven-
tive Beratung)
- Mit 49 in 2013 neu hinzukommenden Fällen
(Ziel: 20 Fälle) wurde eine umfassende Hilfe-
stellung zur Verschuldungsproblematik auf
ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr nachge-
fragt. (2012 = 50 Fälle, 211= 42 Fälle, 2010 =
47 Fälle). Anzumerken ist, dass die Beratungs-
intensität in den einzelnen Fällen unterschied-
lich hoch ist.
- Durch intensive Beratung und engmaschige
Betreuung wurden in 2013 insgesamt 50 Fälle
(8 aus 2011; 20 aus 2012 und 22 aus 2013)
erfolgreich beendet .
- 6 Fälle aus 2013 mussten aus unterschiedli-
chen Gründen abgebrochen werden.
- 21 Fälle aus 2013 müssen in 2014, allerdings
mit geringerer Bearbeitungsintensität als bei
Neufällen, abschließend bearbeitet werden.
Von den 28 aus 2012 stammenden Fällen wur-
den 20 erfolgreich beendet und 8 sind noch
offen (ebenfalls geringere Bearbeitungsintensi-
tät in 2014). Es sind somit Ende 2013 noch
insgesamt 29 Familien bzw. Einzelpersonen in
Projektziel er-
reicht
Zielkennzahl wur-
de deutlich über-
troffen
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 38
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.01
Schuldnerberatung
vor Ort
laufender Betreuung (2012: 36).
- Bei den „Langläufern“ aus 2012 und 2013
handelte es sich wie im Vorjahr ausschließlich
um Familien mit Migrationshintergrund, bei de-
nen mangels fehlender Deutschkenntnisse ei-
ne deutlich längere Betreuung oder sogar ein
„zweiter Anlauf“ erforderlich ist.
- Eine Verweisung von Klienten an andere Be-
ratungsstellen wurde, wenn möglich, durchge-
führt. Dies löst aber das Problem nicht, auch
deshalb, weil andere Beratungsstellen mit War-
telisten arbeiten.
- Obwohl im Laufe der letzten Jahre sehr vielen
Familien nachhaltig geholfen werden konnte,
scheint somit der Bedarf an umfassender
Betreuung immer noch sehr hoch zu sein. Ein
Grund dürfte darin liegen, dass die Bevölke-
rungsfluktuation sehr hoch ist und immer wie-
der neue Einzelpersonen und Familiensysteme
mit Verschuldungsproblemen in den Stadtteil
Kinderhaus ziehen.
- Das vorgehaltene Leistungsangebot des Pro-
jekts hat sich im Stadtteil vollständig etabliert.
Die Kooperation mit vorhandenen Beratungs-
systemen funktioniert reibungslos. Im Rahmen
der gesteckten Ziele konnte einer Vielzahl von
Einzelpersonen und Familien nachhaltig gehol-
fen werden. Dies beinhaltet zum Beispiel Be-
rufsaufnahme oder- erhalt, das Erreichen einer
eigenständigen Lebensführung und in man-
chen Fällen auch die Ablösung von öffentlichen
Hilfesystemen.
- Anzahl Beratungen Insolvenz = 35 (2012 = 38,
2011 = 15), Anzahl allg. Schuldnerberatung =
40 (2012 = 39, 2011 = 34), Anzahl Kurzbera-
tung spezielle Themen = 0 (2012 = 0, 2011 =
0), Anzahl präventive Beratung = 46 (2012 =
40, 2011 = 39), Anzahl sonstige Beratungen =
23 (2012 = 12, 2011 = 14).
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 39
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
- Der Anteil weiblicher Ratsuchender betrug
2013 ca. 52%, und lag damit auf ähnlichem Ni-
veau wie in den Vorjahren (2012 = 55%, 2011
= 52%).
Anzahl erfolgreicher Fälle unterteilt
nach - Problemverständnis kognitiv
vorhanden, - Problemerkenntnis
i.S.v. Handlungsbereitschaft vorhan-
den, - akt. Mitwirken im laufenden
Beratungsprozess, - Schuldenprob-
lematik wird gelöst
- In 2013 wurden 28 Fälle erfolgreich beendet
(vgl. Pkt. 6.1.1). Eine Beendigung der Beratung
in den erfolgreichen Fällen bedeutet nicht im-
mer, dass das Schuldenproblem gänzlich ge-
löst ist. Es konnten aber einvernehmliche Re-
gelungen bezüglich der Regulierung getroffen
werden.
- Bei ca. 65% der Klientel ist ein Problemver-
ständnis kognitiv vorhanden (2012 = 66%,
2011 = 62%, 2010 = 53%, 2009 = 78%).
- Ca. 90% wirken aktiv im lfd. Beratungsprozess
mit (2012 = 96%, 2011 = 88%, 2010 = 94%,
2009 = 80%).
- Von Gesamtanzahl der beendeten Fälle wird in
89 % der Fälle die Schuldenproblematik gelöst
(2012 = 85%, 2011 = 85%, 2010 = 90%, 2009
= 77%).
6.01
Schuldnerberatung
vor Ort
6.1.2 Es werden 8 präventive Aufklärungs-
veranstaltungen im Jahr durchgeführt, an
denen insgesamt mindestens 80 Personen
teilnehmen (insbesondere Personen mit
Migrationshintergrund und Jugendliche).
Anzahl/ Art, Ergebnis der Aufklä-
rungsveranstaltungen
- Es fanden 13 Aufklärungsveranstaltungen
(2012 = 19, 2011 = 7, 2010 = 6) mit 138 Teil-
nahmen statt (2012 = 19 Veranstaltungen mit
134 Teilnahmen)
- 6 Veranstaltungen im Projekt MoKi (Money
and Kids) an der Grundschule am Kinder-
bach: Einsatz der Präventionsunterlagen
(MOKI), Resonanz war bei Lehrern und
Schülern sehr positiv, Wunsch nach Wie-
derholung geäußert.
- 3 Veranstaltungen im KAI mit den Themen:
Einführung P-Konto/neue Rechtsprechung,
Aufgaben/Funktion Schuldnerberatung,
Schuldenregulierung, Mahnverfahren / Ge-
richtsvollzieher
- 4 Veranstaltungen in den Familienbildungs-
stätten des Stadtteils (Brüningheide, Kil-
Projektziel erreicht
Das Ziel von 8
Veranstaltungen
und 80 Teilnah-
men wurde deut-
lich überschritten.
Aus Kapazitäts-
gründen muss in
2014 die Anzahl
der präventiven
Veranstaltungen
an die Zielvorgabe
8 angepasst wer-
den.
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 40
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
lingstraße, Markusgemeinde): allgemeine
Themen zur Schuldenregulierung.
- Alle Veranstaltungen fanden wie im Vorjahr
positive Akzeptanz.
- Veranstaltungen mit Teilnehmenden aus
verschiedenen Kulturkreisen (insb. in den
Alphabetisierungskursen) erwiesen sich wei-
ter als schwierig. Kleingruppen sind hier ge-
eignet.
- Eine Veranstaltung für Lehrer als Multiplika-
toren fand sehr positive Resonanz.
Anzahl der verschiedenen Zielgrup-
pen in den Aufklärungsveranstaltun-
gen
- Projekt MoKi (Money and Kids): Zielgruppe
Grundschüler im 3. und 4. Schuljahr der
Grundschule am Kinderbach, Gruppengröße: 3
Jungen und 5 Mädchen; insgesamt: 48 Teil-
nahmen,
- KAI: Zielgruppe Teilnehmende von Alphabeti-
sierungskursen mit Migrationshintergrund, ins-
gesamt 28 Teilnehmende. Die Veranstaltungen
müssen weiterhin sehr niedrigschwellig ab-
gehalten werden (Kulturkreis, Sprachverständ-
nis etc.),
- Veranstaltungen in den Familienbildungsstät-
ten: Zielgruppe sehr unterschiedlich mit ehren-
amtlichen Mitarbeitern aus dem Sozialbüro,
ausländische Frauengruppen, Mutter/Kind-
Gesprächsgruppen, Kindergarteneltern, insge-
samt 62 Teilnehmende,
- Bei den in Ziel 6.1.2 geplanten Aufklärungs-
veranstaltungen ist die Einbeziehung von
Schulen in 2012 und 2013 sehr positiv einzu-
schätzen.
6.01
Schuldnerberatung
vor Ort
6.1.3 Es wird wöchentlich (nicht in den
Schulferien) eine offene Sprechstunde im
Zeitumfang von 2 Stunden angeboten, die
im Durchschnitt von wenigstens 4 Perso-
nen nachgefragt werden soll.
Anzahl der offenen allgemeinen und
der zielgruppenspezifischen Sprech-
stunden
- In 2013 fanden 40 offene Sprechstunden statt
(2012 = 39, 2011 = 37, 2010 = 38).
- Die einzelnen Sprechstunden wurden 2013
von durchschnittlich ca. 8 bis 9 Besuchern (ins-
gesamt 341 Personen) besucht, und somit
noch stärker frequentiert als im letzten Jahr
Projektziel erreicht
Zielkennzahlen
übertroffen
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 41
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
(2012 u. 2011 = 7).
- 71% (= 241 Personen) der Ratsuchenden
waren weiblich (2012 und 2011 = je 67%).
- 77% der Ratsuchenden hatten eine Migrati-
onsvorgeschichte.
- Auch in den Schulferien fanden teilweise
Sprechstunden aufgrund der hohen Nachfrage
statt
- Die Sprechstunden decken eine Vielzahl von
Themen bezüglich Finanzen und Verschuldung
ab. Bei durchschnittlich mehr als 8 Personen
bleibt allerdings pro Einzelfall immer weniger
Zeit.
- Wie im Vorjahr ergab sich aus den Sprech-
stundenterminen oft eine langfristige Bera-
tungstätigkeit.
6.01
Schuldnerberatung
vor Ort
6.1.4. Es wird wöchentlich mindestens 1
Hausbesuch durchgeführt.
Anzahl der durchgeführten Hausbe-
suche
- Die Anzahl der Hausbesuche liegt mit 46 auf
Vorjahresniveau und unter Berücksichtigung
von Urlaubszeiten ebenfalls im Soll (2012 = 47,
2011 = 43, 2010 = 51).
- Hausbesuche stellen in bestimmten Fällen eine
gute, sinnvolle und unabdingbare Ergänzung
zu den sonstigen Angeboten dar. Allerdings
sollten diese aus Effizienzgründen auf die not-
wendigen Fälle beschränkt werden.
- Zielgruppe sind Personen, die ansonsten aus
unterschiedlichen Gründen keinen Zugang zu
bestehenden Hilfsangeboten haben (z.B. kin-
derreiche, ältere und/oder kranke Mitbürger).
- In 2013 lag der Anteil von älteren, oftmals
alleinstehenden Personen weiterhin auf hohem
Niveau.
Projektziel erreicht
6.02
Kulturprojekte:
Interkulturelle Veran-
staltungsreihe
ATRIUM e.V.
6.2.1 Steigerung der Teilnehmendenzahl
innerhalb des Projektgebietes und aus
Kinderhaus
Anzahl der Teilnahme an Aktivitäten
- Durch krankheitsbedingte personelle Probleme
in der ehrenamtlichen Besetzung des Atrium
e.V. ab Herbst 2012 ist es in 2013 nicht gelun-
gen, den niedrigschwelligen Zugang zu den
Räumlichkeiten und ihren Angeboten kontinu-
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 42
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.02
Kulturprojekte:
Interkulturelle Veran-
staltungsreihe
ATRIUM e.V.
ierlich sicher zu stellen. Auch das Mittagsan-
gebot „Von Nachbarn für Nachbarn“ konnte nur
bis April 2013 durchgeführt werden.
- Stabilisiert werden konnten jedoch die Angebo-
te für Kinder, was für die Erreichung der Teil-
ziele sicher sehr wichtig ist.
- Trotz schwieriger Rahmenbedingungen ist es
nicht zu einem Stillstand der Aktivitäten ge-
kommen. Die ehrenamtliche Unterstützung vie-
ler Personen aus dem Stadtteil hat zur Absi-
cherung der bisher erreichten Ziele beigetra-
gen (z.B. Karins Kaffeetafel oder auch die Akti-
vitäten des Dart-Clubs „All for one“). Insofern
hat die schwierige Vereinsphase nachdrücklich
die bisherige Zielerreichung bestätigt.
- Im Jahr 2013 wurden etwa 2.050 Teilnahmen
an interkulturellen Veranstaltungen des Atrium
e.V. gezählt (= Summe aller Teilnehmenden an
Veranstaltungen wie z.B. Schleifenabend, Ka-
rins Kaffeeküche, Winterlesen, von Nachbarn
für Nachbarn bis 04/13, Karaoke, Konzerte,
Fahrten etc) (2012 = ca. 2.000, 2011 = ca.
1.100).
- Ca. 57% der 2.050 Teilnehmenden war weib-
lich (2012 = 57%, 2011 = 54%), ca. 37% mit
Migrationsvorgeschichte (2012 = 53%, 2011 =
48,5), aus der Brüningheide kamen ca. 70%
(2012 = 80%, 2011 = 58,5%).
- Hinzu kamen rd. 1.600 Teilnehmende (2012 =
1.250, 2011 = 2.100) bei offenen Festen und
anderen Kooperationsaktivitäten auf dem
Sprickmannplatz (Sommerfest, Welt-Roma-
Tag, Weihnachtsmarkt), davon geschätzter An-
teil von 65% Personen mit Migrationsvorge-
schichte (2012 = 65%, 2011 = 58%).
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 43
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.2.2 Das Interesse an anderen Kulturen
und Gebräuchen ist gestiegen.
Grad der Veränderung des Interes-
ses für andere Kulturen und Zu-
sammensetzung der Teilneh-
mer/innen (z.B. nat. Herkunft)
- Der sich stetig erhöhende Anteil von Personen
mit Migrationsvorgeschichte an den Angeboten
kann als entsprechend gesteigertes Interesse
am interkulturellen Austausch gedeutet wer-
den.
- Nach wie vor gelingt es sehr gut, Gruppen mit
denen es bereits eine länger andauernde Zu-
sammenarbeit gibt, aktiv in die Jahresplanung
einzubeziehen und dadurch Kontinuität sicher
zustellen. Dies bezieht sich wie auch in den
Vorjahren vor allem auf Menschen mit russi-
scher, vietnamesischer und türkischer Migrati-
onsvorgeschichte sowie zunehmend auch auf
die eritreische Frauengruppe. Bezüglich dieser
Gruppen sowie der Vertrauensmieter aus dem
Gebiet ist eine Kooperation (z.B. beim Som-
merfest) inzwischen selbstverständlich und
wird auch von den Betroffenen aktiv vorange-
trieben. In Bezug auf diese Gruppen sind alle
Teilziele auch in 2013 erreicht worden.
- Eine Herausforderung für die nächsten Monate
wird es sein, die größer werdende Gruppe von
Menschen mit afrikanischer Migrationsvorge-
schichte mehr mit einzubeziehen und zu akti-
vieren.
Projektziel erreicht
6.04
Jungenprojekt „Sport
gegen Gewalt“
6.4.1 Fortführung einer Sportgruppe mit
Jugendlichen und jungen Erwachsenen
unterschiedlicher Nationalität, die regel-
mäßig Fußball spielen und Spaß an sport-
lichen Aktivitäten haben (Interkultureller
Ansatz)
Regelmäßigkeit der Teilnahme
- Regelmäßiges wöchentliches Fußball spielen
mit Unterstützung durch drei Übungsleiter, Ge-
samtzahl der Treffen: 41 (2012 = 40, 2011 =
49).
- Die Sportgruppe ist multikulturell zusammen-
gesetzt. 71% haben eine Migrationsvorge-
schichte. Regelmäßig vertreten sind Personen
aus Afghanistan, Serbien, Pakistan, Arabien,
Türkei, Iran, Somalia.
- Die teilnehmenden Jugendlichen und jungen
Erwachsenen sind 16 bis 30 Jahre alt.
- Die durchschnittliche Teilnahmezahl pro Ter-
min liegt bei 20 Jugendlichen (2012 = 25, 2011
= 20). 31 Jungen nehmen mehr als 50% der
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 44
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
Termine wahr.
- Das Sportprojekt ist ein gut angenommenes
Angebot der Freizeitgestaltung an Wochenen-
den. Mit dem Angebot werden überschüssige
Kräfte sinnvoll kanalisiert und soziale Kompe-
tenzen spielerisch erlernt und verfestigt.
- Der Bedarf an sportlichen Aktivitäten ist nach
wie vor sehr groß. Die kleine Turnhalle der
Waldschule reicht bei weitem nicht aus, die
Nachfrage vollends zu decken. Dies betrifft
insbesondere die Wintermonate. Viele Interes-
sierte müssen deshalb immer wieder wegge-
schickt werden.
6.04
Jungenprojekt „Sport
gegen Gewalt“
6.5.1 Die Bereitschaft der teilnehmenden
Jungen, gegenüber Schwächeren Rück-
sicht zu nehmen und Konflikte gewaltfrei
auszutragen, ist gestiegen.
Art und Umfang des Sozialverhal-
tens
- Es gelang, Jugendliche unterschiedlicher Na-
tionalität zusammenzuführen, die die Bereit-
schaft mitbringen, Konflikte ohne den Einsatz
körperlicher Gewalt zu lösen und Teamgeist
im gemeinsamen Spiel entwickeln.
- Selten kam es in 2013 zu Handgreiflichkeiten
oder verbalen Ausrutschern. Durch das Auf-
zeigen fairer und alternativer Handlungsstra-
tegien gelang es immer wieder während des
Spiels, entstehende Gewaltbereitschaft zu
vermeiden, Jugendliche unterschiedlicher Na-
tionalität zusammen zu führen und so das so-
ziale Miteinander im Stadtteil zu fördern.
Projektziel erreicht
Anzahl an Vereinbarungen mit Trä-
gern
Die Anzahl der Vereinbarungen mit Trägern lag
2013 wie schon 2012 bei 2 Vereinbarungen
(Feez, Wuddi); (2011 = 3, 2010 = 4, 2009 = 8).
6.05
Integrative Jugendso-
zialarbeit
6.6.2 Zahl der Jugendlichen, die an Ange-
boten der Jugendsozialarbeit sowie weite-
ren Bildungs- und Freizeitangeboten teil-
nehmen, ist gestiegen. Anzahl/ Art der Nutzerinnen und
Nutzer der finanziellen Hilfen
- Die Gesamtzahl der Nutzerinnen und Nutzer
lag 2013 bei 217 Kindern und Jugendlichen
und damit deutlich über den Teilnahmezahlen
der letzten Jahre, was in mehr durchgeführten
Tagesfahrten in den Ferien begründet ist.
(2010 = 50, 2011 = 51, 2012 = 97).
- Die geförderte Gruppe der „bis 13 Jährigen“
hat einen Anteil von 77% und ist im Vergleich
zu den Vorjahren deutlich gesunken (2012 =
Projektziel erreicht
Zahl der teilneh-
menden Jugendli-
chen ist deutlich
gestiegen
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 45
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
94%, 2011 = 96%). Dies steht eventuell in Zu-
sammenhang mit der in 2013 vorgenommenen
Ausweitung des Angebotes der mobilen Ju-
gendarbeit (6 .06), welches vornehmlich ältere
Jugendliche anspricht (14-21 Jahre).
- Der Mädchenanteil ist mit 41% wiederum leicht
angestiegen (2012 = 40%, 2011= 37%, 2010 =
20%), womit er nach den bisherigen Erfahrun-
gen als hoch einzustufen ist. Dementspre-
chend ist der Anteil der Jungen rückläufig und
liegt bei 59% (2012 = 60%, 2011 = 63%, 2010
= 80%).
- Der Anteil der Jugendlichen mit Migrationshin-
tergrund (76%) ist in 2013 gesunken (2012 =
85%, 2011= 82%, 2010 = 60%).
- Die Möglichkeit der individuellen Förderung
über empfehlende Organisationen im sozialen
Umfeld ist ein Erfolgsfaktor. Dem einzelnen
Kind und Jugendlichen, aufwachsend unter
schwierigen familiären Bedingungen und finan-
ziellen Verhältnissen, wird die Teilhabe am ge-
sellschaftlichen Leben somit ermöglicht. Hier
ist weiterhin das Zusammenspiel von Eltern
und pädagogischen Fachkräften in Schule und
Jugendarbeit notwendig.
6.06
Mobile Jugendarbeit
6.6.1 Bislang durch die Jugendsozialarbeit
nicht erreichte Jugendliche werden ange-
sprochen und erreicht. Anzahl/Struktur der Nutzer/-innen
des offenen Angebots: Anzahl, Ge-
schlecht, schulischer oder beruflicher
Hintergrund, bisherige Anbindung an
Jugend- und Freizeiteinrichtungen
der Nutzer/-innen des offenen Ange-
bots
- Im Jahr 2013 wurden 1.925 Jugendliche durch
die Mobile Jugendsozialarbeit erreicht (2012 =
2332, 2011 = 2.588, 2010 = 2.100). (Anmer-
kung: Hierbei handelt es sich vielfach um
Mehrfachkontakte, Höhe des Anteils lässt sich
nicht abschätzen).
- Von den 1.925 Kontakten fanden 1.161 Kontak-
te (= 60%) zu Jungen / Männern (2012 = 63%,
2011 = 60%) und 764 (= 40%) zu Mädchen /
Frauen statt (2012 = 37%, 2011 = 40%),
- Anzahl Personen bis einschl. 13 Jahre: 1.000
(2012 = 1008 , 2011 = 724, 2010 = 1.026 ),
- Anzahl Personen ab 14 bis einschl. 17 Jahre:
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 46
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
864 (2012 = 863, 2011 = 1.133 , 2010 =
1.008),
- Anzahl Personen ab 18 Jahre: 103 (2012 = 73,
2011 = 115, 2010 = 66),
- Anzahl Personen, die eine Hauptschule besu-
chen: 1.781 (2012 =1.455 , 2011 = 1.630, 2010
= 1.916),
- Anzahl Personen, die eine Realschule oder ein
Gymnasium besuchen: 144 (2012 = 60, 2011 =
61, 2010 = 62),
- Anzahl Personen, die sich in einer beruflichen
Ausbildung befinden: 136 (2012 = 198 , 2011 =
78, 2010 = 277),
- Anzahl Personen auf der Suche nach einer
Ausbildung/einem Job: 291 (2012 = 136, 2011
= 245 ),
- Anzahl Personen, die bisher gelegentlich oder
regelmäßig Angebote der offenen Jugendarbeit
o.ä. wahrgenommen haben: 1.474 (2012 =
1.529, 2011 = ca. 2.500, 2010 = 1.568).
- Weitere 257 Kontakte zu Jugendlichen konn-
ten durch sportpädagogische Angebote er-
reicht werden.
- Der Großteil der teilnehmenden Jugendlichen
besucht die Waldschule und Uppenbergschule,
ein geringerer Teil die Geschwister Scholl Re-
alschule.
6.06
Mobile Jugendarbeit
Kenntnisse der Jugendlichen über
Angebote der Jugendarbeit
- Die Netzwerk- und Projektarbeit ist intensiviert
worden, die Mobile Jugendarbeit beteiligt sich
am Projekt „Koenige Kinderhaus“, an dem
auch die Polizei, die Jugendgerichtshilfe und
die Jugendzentren teilnehmen.
- Ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Jugendsa-
lon und dem Indro e.V. im Bereich der Sucht-
prävention (der Suchtpräventionstag in Kinder-
haus) wurde weiter ausgebaut und intensiviert .
- Die Mobile Jugendarbeit unterstützte bei der
Integration in Sportangebote und führte diese
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 47
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
während der Sommermonate auch auf der öf-
fentlichen Sportanlage im Stadtteil durch .
- Die durchschnittliche Teilnehmerzahl bei der
dezentral durchgeführten Sozialen Gruppenar-
beit durch die Caritas hat sich von 7 auf 10 er-
höht, das Angebot wird weiterhin sehr gut an-
genommen.
- Das mobile Bulli-Angebot (Kontaktaufnahme
und Beratung direkt im Stadtteil) findet weiter-
hin 1x wöchentlich statt.
Teilnahme an Angeboten der Ju-
gendarbeit und Zufriedenheit mit
Angeboten
- Das kontinuierliche Angebot in 2013 festige
das Vertrauens- und Beziehungsverhältnis zu
den Mitarbeitern der mobilen Jugendarbeit.
Inzwischen konnten nahezu 90% der Jugend-
lichen, die der mobilen Jugendarbeit bekannt
sind, durch diverse Hilfsangebote erreicht
werden.
- Hierzu konnte das Jobcenter (Team U 25) mit
einer einmal wöchentlichen offenen Sprech-
stunde für Jugendliche gewonnen werden.
- Des Weiteren ist von einem Rückgang der
Kriminalität in Kinderhaus zu sprechen. Der
subjektive Eindruck der mobilen Jugendarbeit
ist, dass im Stadtteil ein ruhigeres „Klima“
herrscht.
Anzahl der Nutzer/-innen, die an
realistischen Lösungen arbeiten.
Realistische Lösungen sind zum
Beispiel die Teilnahme an Angebo-
ten der Jugendarbeit/Jugend-
sozialarbeit, Besuche von Freizeit-
einrichtungen, Kontaktaufnahmen zu
anderen Beratungsangeboten
Anzahl Beratene, die an realistischen Lösungen
arbeiten: 148 (2012 = 127, 2011= 46 Personen,
2010=110 Personen), davon 39% weiblich (2012
= 43%, 61 % männlich (2012 = 57%).
6.06
Mobile Jugendarbeit
6.6.4 Wege zur Lösung persönlicher und
sozialer Probleme sind bekannt und wer-
den genutzt.
Bekanntheit der verschiedenen Be-
ratungsangebote und deren Inhalte/
Möglichkeiten im Stadtteil
siehe auch Ausführungen zu 6.6.1 „Kenntnisse
der Jugendlichen über Angebote der Jugendar-
beit“
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 48
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.4.3 Zahl der Mädchen, die außerhalb der
Schule wöchentlich Sport machen, ist
gestiegen.
Anzahl der Mädchen, die außerhalb
der Schule Sport machen
- Die Zahl der geförderten Mädchen, die außer-
halb der Schule wöchentlich Sport machen, hat
sich mit 40 teilnehmenden Mädchen wieder
leicht erhöht (2012 = 31, 2011 = 53). Ihr Anteil
an allen Teilnehmenden liegt damit bei 29%
(2012 = 25%, 2011 = 33% )
- Der Anteil der Mädchen in der Altersgruppe
„bis 13 Jahre“ an allen Mädchen liegt bei 55%
(22 Mädchen), entwickelt sich dabei rückläufig
(2012 = 58%, 2011 = 77%),
- Der Anteil der Mädchen in der Altersgruppe 14
bis einschließlich 17 Jahre liegt bei 45% (14
Mädchen) (2012 = 42% = 13 Mädchen, 2011 =
13% = 7 Mädchen). Die über 18-Jährigen
nehmen wie in den Vorjahren gar nicht teil .
- Die Erfahrung zeigt, dass die Teilnahme von
Mädchen ab 12 Jahren an sportlichen Angebo-
ten von der gesellschaftlich-kulturell Akzeptanz
der Familie abhängig ist.
- Der Anteil der Mädchen mit Migrationsvorge-
schichte an allen Mädchen liegt bei 55% (2012
= 48%, 2011 = 57%)
Projektziel erreicht
Teilnehmerinnen-
zahl angestiegen
6.07
Sport und Bewegung
6.4.4 Zahl der Kinder und Jugendlichen,
insb. mit Migrationsvorgeschichte, die an
Sportangeboten teilnimmt, steigt.
Anzahl / Art der Nutzerinnen und
Nutzer (Alter, Geschlecht, Nationali-
tät)
- Die Gesamtzahl der Jugendlichen, die an
Sportangeboten teilnahmen, hat sich mit 138
Teilnehmenden in 2013 im Vergleich zum Vor-
jahr wieder leicht erhöht (2012 = 124, 2011 =
163 Personen, 2010 = 173).
- Hinzu kommt die Förderung von Kindern und
Jugendlichen im Sportverein, die über das
BuT-Gesetz unterstützt wird.
- Die Anzahl der Jugendlichen, die regelmäßig
an Angeboten teilnahmen, lag 2013 bei 47
Personen, was einem Anteil von 34% an allen
Teilnehmenden entspricht (2012 = 46, 2011 =
64 Personen).
- 92% der Teilnehmenden haben eine Migrati-
onsvorgeschichte (2012 = 74%, 2011 = 86%,
2010 = 91%).
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 49
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
- Anteil Teilnehmende ab 18 Jahre = 31% (2012
= 20%, 2011 = 0 ),
- Anteil Teilnehmende 14 bis einschließlich 17
Jahre: 25% ( 2012 = 39%, 2011= 30%),
- Anteil Teilnehmende bis einschl. 13 Jahre: 44%
(2012 = 41% , 2011 = 70%).
- Insbesondere die Teilhabe von Kindern und
Jugendlichen aus Familien mit niedrigen Ein-
kommen an Sportangeboten konnte leicht ge-
steigert werden.
6.07
Sport und Bewegung
6.4.6 Fünf unterschiedliche Angebote zu
Trendsportarten sind bis 2012 angeboten
worden.
NEU: Fünf Angebote zu Trendsportarten
sind bis 2013 angeboten worden.
Anzahl/Art der Angebote zu Trend-
sportarten
- Anzahl Angebote an Trendsportarten insge-
samt in 2013: 14 (2012 = 17, 2011 = 21).
- Es wurden 3 unterschiedliche Angebote zu
Trendsportarten umgesetzt: 6* Court, 6 * Klet-
terhalle, 2* Roccos Soccer Arena.
- In 2013 ist die TeilnehmerInnenzahl mit 575
Personen leicht gestiegen (2012 = 740, 2011 =
770 Personen).
- Die Trendsportarten Soccer Cage, Soccer
Court, Soccerhalle sind nach wie vor männlich
dominiert (2013 = 89% männlich, 2012 = 94%).
- Weiblich orientierte Trendsportarten sind nach
wie vor nicht erkennbar .
Projektziel erreicht
6.08
Drogenprävention
6.8.1 Die Drogenproblematik entspannt
sich aus Sicht von Fachkräften vor Ort.
NEU: Aus Sicht der Anwohner/innen wird
die Drogenproblematik im öffentlichen
Raum als entspannter wahrgenommen
Entwicklung Drogenproblematik
- Die Drogenproblematik im öffentlichen Raum
wird in 2013 als entspannter wahrgenommen.
- Der Spritzenautomat wird wieder regelmäßig
genutzt. Der Automat ist, nach der zweifachen
Umsetzung, mittlerweile wieder den meisten
Konsumenten bekannt, aufklärende Gespräche
mit Anwohnern waren diesbezüglich nicht mehr
erforderlich.
- Benutzte Spritzen wurden in 2013 vereinzelt
gefunden, wie gewohnt meist in Treppenhäu-
sern.
- Dealtätigkeiten „weicher Drogen“ konnten auf
dem Sprickmannplatz wiederholt beobachtet
werden, ebenso der öffentliche Konsum soge-
Projektziel annä-
hernd erreicht
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 50
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
nannter weicher Drogen.
6.08
Drogenprävention
6.8.2 Bewohner/innen verschiedenen Al-
ters und unterschiedlicher Herkunft setzen
sich mit dem Thema Drogenkonsum aus-
einander
.
Teilnahme an den Aktionstagen
Teilziel Kinder und Jugendliche erwerben Wis-
sen über Gefahren des Gebrauchs von Drogen
sowie über Präventionsstrategien und –hilfen
- Um eine Aufklärung von Kindern und Jugendli-
chen in Bezug auf Gefahren und Prävention zu
erreichen, fanden in 2013 wieder mehrere Ak-
tionstage Sucht in Kooperation mit anderen
Trägern (Jugendsalon des BGZ, Drogenprä-
vention des Kommissariat Kriminalprävention,
Mobile Jugendarbeit des Wuddi) statt.
- In 2012 hatte sich bereits der Bedarf einer
weiter ausgeprägten Niedrigschwelligkeit bei
den Aktionstagen bemerkbar gemacht. Ge-
plant waren daher für das Jahr 2013 mehre
und dafür etwas kleinere Sucht-Aktionstage.
Durch einen Krankheitsausfall waren diese lei-
der nicht im vollen Umfang umsetzbar.
- Durch die ausgebaute Mädchenarbeit im Ju-
gendsalon konnten in diesem niedrigschwelli-
gen Setting mehr Mädchen beraten und aufge-
klärt werden. Bedingt durch einen Konflikt mit
den männlichen Jugendlichen um die Installa-
tion des Mädchentages im Jugendsalon und
den oben erwähnten Krankheitsausfall konnte
die Mädchenarbeit, wie auch die offene
Sprechstunde seit Anfang November nicht
mehr stattfinden. In 2014 wird sie aber wieder
wie gewohnt angeboten.
- Insgesamt konnten 5 suchtpräventive Aktionen
in Kooperation mit den oben genannten
Trägern durchgeführt werden (2012 = 6, 2011
= 3 Aktionen). Eine weitere Aktion in
Kooperation mit der Drogenberatung der Stadt
Münster musste auf 2014 verschoben werden.
- Eine Aktion wurde explizit für die suchtpräven-
tive Mädchengruppe organisiert. Über drei Wo-
Projektziel er-
reicht
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 51
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.08
Drogenprävention
chen wurde eine Weihnachtsfeier mit Talent-
show im Rahmen des Projekts einer Studentin
der Katholischen Fachhochschule vorbereitet
und durchgeführt. Die teilnehmenden Mädchen
waren zwischen 6 und 14 Jahre alt. Insgesamt
nahmen 14 Mädchen teil. Das Projekt war auf
die Förderung suchtpräventiver Kompetenzen
ausgelegt.
- Die suchtpräventive Mädchengruppe für Kinder
von 7-12 Jahren wurde nach dem Auseinan-
derbrechen Ende 2012 (aufgrund gewichtiger
Hinweise auf Kindeswohlgefährdung und damit
verbundenem Verfahren) neu aufgebaut, was
sehr gut gelangt. Teilnehmende: bis zu 15
Mädchen aus ungefähr sieben Nationalitäten,
der Stamm der Gruppe besteht aus 8-10 Mäd-
chen. Besonders erfreulich war die Rückkehr
der Mädchen aus der früheren Gruppe.
- Weitere drei Veranstaltungen waren konzeptio-
nell für die Zielgruppe der 13-20-Jährigen aus-
gerichtet. Die durchschnittliche Teilnehmerzahl
lag bei 15 Jugendlichen.
- Im Rahmen des Sommerfestes auf dem
Sprickmannplatz fand die 5. suchtpräventive
Aktion in 2013 statt. Es nahmen insgesamt 70
Teilnehmer/innen im Alter von 4 bis 13 Jahren
teil. Die Veranstaltung war für die 6-13-jährigen
ausgelegt, die Teilnahme der jüngeren Kinder
ergab sich daraus, dass sie sich in der Obhut
ihrer älteren Geschwister befanden und gerne
mitmachen wollten.
- Die Teilnahmezahlen sind im Vergleich zum
Vorjahr deutlich gesunken. Die Teilnehmerzah-
len in 2012 waren aufgrund der Teilnahme am
BzgA-Präventionsprojekt enorm hoch. In 2013
waren die Aktionstage wieder auf das Wohn-
quartier begrenzt und die Teilnehmerzahlen
entsprechend geringer.
- Die Anzahl Teilnehmender an den fünf Aktions-
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 52
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
tagen liegt insgesamt bei 128 Personen (2012
= 410 Personen an 6 Tagen, 2011 = 53 Perso-
nen an drei Tagen, 2010 = 35 Personen an
zwei Tagen), davon sind 52% männlich (2012
= 57%, 2011 = 86%).
- Der deutlich gestiegene Mädchenanteil von
14% in 2011 auf 48% (2012 = 43%) in 2013 ist
als ein Erfolg der verstärkten Mädchenarbeit zu
werten.
- Anzahl Teilnehmende mit Migrationshin-
tergrund: 88% (2012 = 76%, 2011: 79%), Her-
kunftsländer der Teilnehmenden: Türkei, Russ-
land, Polen, Iran, Irak, Syrien, Somalia etc..
- Anzahl Teilnehmende bis einschl. 13 Jahre: 84
Personen = 66% (2012 = 16%, 2011 = 25%)
- Anzahl Teilnehmende 14 bis einschl. 17 Jahre:
44 Personen = 34% (2012 = 84%, 2011= 49%)
- Anzahl Teilnehmende ab 18 Jahre: 0 (2012 =
0, 2011 = 26%)
Teilziel: Die Sensibilität von Eltern, Drogenprob-
lematiken im familiären Zusammenhang zu er-
kennen, wird gestärkt.
- Hier erwiesen sich die Aktionstage wieder als
sinnvoll, auch Einzelkontakte fanden statt.
- Im Rahmen des Sommerfestes auf dem
Sprickmannplatz wurde Öffentlichkeitsarbeit
und Kontaktaufnahme zu Eltern möglich. Den
Teilnehmern und deren Eltern standen zudem
entsprechende Informationsmaterialien zur
Verfügung, welche auch genutzt wurden. Diese
dienen auch der Förderung der Sensibilität der
Eltern, Drogenproblematiken im familiären Zu-
sammenhang zu erkennen und sich mit dieser
Thematik auch im familiären Rahmen ausein-
ander zu setzen.
6.08
Drogenprävention
6.8.3 Drogengebrauchende kennen Safer-
Use-Maßnahmen.
Teilnahme an Beratungsangeboten
zu Safer-Use
- Die Anzahl beratener Personen lag bei insge-
samt 12 Personen (2012 = 11, 2011 = 22), die
Projektziel annä-
hernd erreicht
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 53
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
Kontakte fanden überwiegend im Rahmen der
aufsuchenden Arbeit statt.
- 92% der beratenen Personen waren männlich
(2012 = 90%),
- Anzahl mit Migrationshintergrund: 11 Personen
(2012 = 10, 2011 = 12),
- Herkunftsländern der beratenen Personen mit
Migrationshintergrund: Türkei, Russland, Po-
len , Iran, Irak, Albanien, Somalia etc. ,
- Anzahl bis einschl. 13 Jahre: 0 Person (2012 =
0, 2011 = 0),
- Anzahl 14 bis einschl. 17 J.: 4 Personen (2012
= 5, 2011 = 8),
- Anzahl ab 18 Jahre: 8 Personen (2012 = 6,
2011 = 14).
- Ein wesentlicher Erfolg des Projekts ist die
frühzeitige Anbindung von Konsumenten an
die Drogenhilfe-Angebote in Münster, was un-
ter anderem eine Verbesserung des Gesund-
heitsniveaus zur Folge hat, wie auch die
Verbreitung von Wissen über Infektionskrank-
heiten, Safer-Use-Maßnahmen etc.
Vermehrte Nutzung der Möglichkei-
ten des Spritzentauschs in Kinder-
haus
Anzahl getauschte Spritzen: 0 (2012 = 0, 2011 =
4, 2010 = 7, 2009 =11).
6.08
Drogenprävention
6.8.4 Drogengebrauchende kennen Bera-
tungs- und Ausstiegshilfen.
Anzahl bekannter Beratungs- und
Ausstiegshilfen in Westfalen-Lippe
- Wie im Vorjahr waren die bestehenden
Angebote (Drogenberatungsstelle, stationäre
Entzugs- und Entwöhnungsbehandlungen,
Substitutionsärzte und INDRO e.V.) gut
bekannt und wurden rege genutzt.
- Bedingt durch die Fluktuation im Wohngebiet
ist immer wieder Aufklärung notwendig, jedoch
funktioniert diese innerhalb der Szene meist
sehr gut. Mittels aufsuchender Arbeit und die
Anbindung an den INDRO e.V. konnten
Konsumenten sogenannter harter Drogen gut
informiert und ggf. weitervermittelt werden.
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 54
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.08
Drogenprävention
- Kontakte zu Eltern drogengebrauchender Kin-
der fanden, wie auch in den Vorjahren, verein-
zelt statt. Sie erwerben Kenntnisse über Bera-
tungs- und Ausstiegshilfen; ihre Kompetenz,
ihre Kinder zur Inanspruchnahme solcher Hil-
fen zu bewegen, wird gestärkt. Genutzt wurden
vor allem die zur Verfügung stehenden Infor-
mationsmaterialien.
- Bekanntheitsgrad der Beratungs- und Aus-
stiegshilfen:
- Drogenberatung: Vielen bekannt,
- Einrichtungen des qualifizierten Entzugs: Vie-
len bekannt,
- Substitutionstherapie: Vielen bekannt,
- Elternkreis: Wenigen bekannt,
- Entwöhnungseinrichtungen: Vielen bekannt.
Quelle: Projektberichte Ev. Beratungsdienste gGmbH (Schuldnerberatung): Projekt 6.01; Internationaler Kulturverein ATRIUM e.V.: Projekt 6.02, Begegnungs-
zentrum Sprickmannstraße (BGZ): Projekt 6.04; Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51): Projekte 6.05, 6.06, 6.07; INDRO e.V.: Projekt 6.08
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 55
10 Ergebnisse und Wirkungen im Handlungsfeld 7: „Ge bietsmoderation“
Handlungsfeld-
verantwortliche
Herr Köster Amt für Bürgerangelegenheiten (33)
Projektträger
Projekt 7.01 - 7.03: Amt für Bürgerangelegenheiten (33), Bezirksverwaltung Nord
Projekt-Nr. und -
Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektberichten) Zielerreichung
7.1.1 Die Gebietsmoderation ist bei relevanten
Veranstaltungen im Quartier präsent.
Zahl der anlassbezogenen
Präsenzen
- Die Gebietsmoderation ist als Ansprechpartner für
die Bürger/innen im Quartier bekannt.
- Auf den traditionellen Veranstaltungen (z.B. Som-
merfest auf dem Sprickmannplatz, Weihnachtsmarkt,
Grünschleife, internationales Frauenfest, Veranstal-
tungen im Atrium etc.) war die Gebietsmoderation
anwesend.
- Auch außerhalb solcher Termine wurden die Ge-
bietsmoderatoren/innen auf Anliegen im Rahmen
des Programms Wohngebiet Kinderhaus-Brüning-
heide angesprochen.
Projektziel erreicht
7.1.2 Es wird eine aktuelle Internetpräsenz des
Programms bereitgestellt.
Funktionstüchtiger und aktuel-
ler Internetauftritt
- Internetauftritt wurde durch die Einbettung in die
Internetseite des Begegnungszentrums in 2009 si-
chergestellt und auch in 2013 aktualisiert.
Projektziel erreicht
7.1.3 An vier Standorten im Stadtteil sind Schau-
kästen vorhanden, deren Aushänge regelmäßig
aktualisiert werden.
Sichten der Aushänge
- Unregelmäßige Sichtung der Aushänge, nicht immer
vollständig aktuell.
Projektziel annä-
hernd erreicht
7.1.4 Alle im Programmzusammenhang geför-
derten laufenden Projekte präsentieren sich mit
eigenen Informationen in den Info-Kästen wäh-
rend ihrer Laufzeit mindestens einmal pro Halb-
jahr.
Informationen der Projektträger
in den Info-Kästen
- Die Schaukästen werden regelmäßig mit aktuellen
Informationen zu den Projekten versehen.
Projektziel erreicht
7.01
Quartiersmanage-
ment: Information
und Vernetzung
7.1.5 Die Gebietsmoderation tauscht mit allen
Projektträgern mindestens einmal pro Halbjahr,
mit allen Handlungsfeldverantwortlichen mindes-
tens einmal pro Jahr mündlich Informationen,
Bewertungen und weitere Perspektiven aus.
Anzahl der Gespräche
- Die Gebietsmoderation hatte in 2013 regelmäßig
Gespräche mit den Projektträgern/-verantwortlichen.
Der Austausch mit den Projektakteuren erfolgte im
Rahmen der Teilnahme an den unter Punkt 7.1.1
aufgeführten Veranstaltungen und den Sitzungen
des Beirates
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 56
Projekt-Nr. und -
Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektberichten) Zielerreichung
7.2.1 Die Gebietsmoderation sorgt für die Durch-
führung von jährlich mindestens 6 „kleinen Akti-
onen“, an denen jeweils wenigstens drei Bewoh-
ner/innen ohne Projektträgerfunktion teilnehmen.
Zahl der Aktionen, Zahl der TN
je Aktion
- Aufgrund der Verstetigungsphase und der verscho-
benen Prioritäten der Gebietsmoderation wurde die-
ses Ziel auch in 2013 nicht vorrangig behandelt.
- Die Aufgabe der Aktivierung und Beteiligung an
konkreten Projekten liegt immer mehr in der Hand
der Veranstalter der einzelnen Maßnahmen. Im
Rahmen der Möglichkeiten hat die Gebietsmoderati-
on dennoch kleinere Aktivitäten begleitet (siehe Aus-
führungen 7.03) und wird dies auch weiterhin tun.
Insgesamt wird die Projektdurchführung von der Ge-
bietsmoderation nach wie vor als sehr positiv emp-
funden .
Projektziel annä-
hernd erreicht
Das Ziel soll für
2014 wie folgt ge-
ändert werden: Die
Gebietsmoderation
sorgt für mindes-
tens drei Aktionen
der Bewohnerinnen
und Bewohner des
Gebietes.
7.02
Quartiersfonds:
Aktivierung und
Beteiligung
7.2.2 Die Gebietsmoderation bildet einen Kreis
fester Ansprechpartner/innen für die Aktivitäten
des Programms Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide.
Zahl der Aktionen, Zahl der TN
je Aktion
- In einigen Bereichen (siehe Ausführungen 7.03) hat
die Vernetzung bereits gut funktioniert. Es wurden
selbständig Aktionen geplant und mit finanzieller Un-
terstützung durch die Gebietsmoderation durchge-
führt. Diese Aktionen waren sehr gut besucht.
- Die bessere Vernetzung hat in den unter 7.03 ge-
nannten Fällen dazu geführt, dass manche Aktionen
nicht mehr von außen angestoßen werden mussten.
Dieser Weg soll deshalb weiter beschritten werden.
Projektziel annä-
hernd erreicht
7.03 Die Gebietsmoderation entwickelt Kriterien und Verfahrensgrund-
sätze zur Vergabe der Mittel aus dem Quartiersfonds.
Zahl der Aktionen, Zahl der TN
je Aktion
- Das eigentliche Ziel wurde bereits 2008 erreicht
(Überarbeitung der Kriterien und Grundsätze im Lau-
fe der Zeit).
- Erfreulicherweise steigt die Eigeninitiative der Be-
wohnerinnen und Bewohner des Viertels und ein ak-
tives Ansprechen durch die Gebietsmoderation ist
nicht mehr in allen Fällen erforderlich.
- Mit Hilfe der finanziellen Ausstattung des Quartie rs-
fonds konnten auch in 2013 wieder einige kleinere
Veranstaltungen durchgeführt werden, die sich posi-
tiv auf das nachbarschaftliche Verhalten ausgewirkt
haben. Es wurden folgende Aktivitäten aus dem
Fonds gefördert:
- Tanzkurs Waldschule (11 Mädchen, 11 Jungen),
- Besuch der Walausstellung im Naturkundemuse-
um (14 Väter, 15 Kinder),
- Ausflug zum Unterwasserpark nach Ibbenbüren
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 57
Projekt-Nr. und -
Name Projektziel Indikator Ergebnis 2013 (laut Projektberichten) Zielerreichung
(10 Frauen),
- Ausflug zum Schloss Nordkirchen (15 Frauen),
- Ausflug auf einen Reiterhof (6 Kinder).
- Auch in 2013 konnte eine volle Ausschöpfung der
Mittel nicht erreicht werden, was nach wie vor das
Ziel darstellt. Es hat sich aber gezeigt, dass sich
durch eine aktive Ansprache geeigneter Personen
und durch die gezielte Vorstellung möglicher Aktio-
nen mehr Teilnehmende gewinnen lassen. Gleich-
zeitig wird dadurch die Chance einer Verstetigung
erhöht. Die Gebietsmoderation wird dieses Verfah-
ren deshalb beibehalten.
Quelle: Projektberichte Amt für Bürgerangelegenheiten (33), Bezirksverwaltung Nord
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 58
11 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ (Handlungs feld 8)
Das Handlungsfeld 8 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ hat eine strategisch orientierte
Ausrichtung und dient der Programm- und Projektunterstützung u.a. durch die Aufbereitung
und Bereitstellung aussagekräftiger Informationsgrundlagen. Da es keinen direkten Einfluss
auf die Zielerreichung hat, wird an dieser Stelle gesondert auf die handlungsfeldbezogenen
Aktivitäten in 2013 eingegangen. Die Selbstevaluation dient insgesamt einem verbesserten
Zusammenwirken und der Koordination zwischen den Aktivitäten im Programmzusammen-
hang, schafft Transparenz über den Projektverlauf, verdeutlicht die Projektfortschritte und
ermöglicht somit eine optimierte Steuerung.
11.1 Beobachtung der Zielerreichung
Eine Aufgabe besteht in der jährlichen verbindlichen Berichterstattung über den Pro-
grammverlauf und die Zielereichung in den einzelnen Projekten. Wie bereits in den beiden
Vorjahren erfolgte auch in 2013 die Konzeption, Abstimmung und Erstellung des Jahresbe-
richts im Rahmen des Projektes 8.1 „Zielentwicklung und Beobachtung Zielerreichung“ des
Handlungsfeldes 8 in städtischer Eigenregie
1. Grundlage hierfür waren die von den Projekt-
akteuren entwickelten projektbezogenen Indikatoren, Monitoringbögen und Projektberichte.
11.2 Kontextdatenmonitor „Kinderhaus Brüningheide 2 013“
Zudem umfasst die prozessbegleitende Selbstevaluation die jährlich Aufbreitung und Be-
reitstellung aktualisierter Daten („sog. Kontextindikatoren“), über die sozio-demografischen
Rahmenbedingungen des Programmgebiets. Diese werden für alle Beteiligten bereitge-
stellt, um somit zur Einordnung der zu beobachtbaren Veränderungen einen Beitrag zu leis-
ten (Projekt 8.2).
Der Erfolg der Projekte des „Maßnahmeprogramms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“
hängt wesentlich davon ab, unter welchen demografischen, sozialen, ökonomischen und
infrastrukturellen Rahmenbedingungen die Projekte durchgeführt werden. Die Kontextdaten
sind damit ausdrücklich keine Wirkungsanalyse der Projekte des Maßnahmeprogramms,
sondern stellen vielmehr objektivierte Daten über die Stadtteilentwicklung dar, auf die sich
die Projekte einstellen müssen (z.B. Zuzüge und Fortzüge der Bewohnerinnen/Bewohner).
Das Programmgebiet des „Maßnahmeprogramms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“
deckt sich mit der Stadtzelle 631, so dass für den Datenmonitor diese Gebietsabgrenzung
(vgl. nachfolgende Abbildung) zugrunde gelegt wurde.
1 Unterstützende Leistungen bei der Durchführung der prozessbegleitenden Evaluation wurde im Förderzeit-
raum 2007-2010 durch „Univation - Institut für Evaluation (Köln)“ erbracht (u.a. Erstellung Jahresberichte
2007-2009).
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 59
Abb.: Programmgebietsabgrenzung Kinderhaus-Brüningheide (Stadtzelle 631)
Grundlage für die Erhebung und Auswertung der Kontextdaten ist ein Datenkatalog, der im
Auftrag des „Städtenetz Soziale Stadt NRW“ in Kooperation mit dem Ministerium für Bauen
und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Institut für Landes- und Stadtent-
wicklungsforschung NRW erstellt und im Mai 2008 veröffentlicht worden ist. Diese über 50
Indikatoren aus wesentlichen Themenfeldern der Stadtteilentwicklung (z.B. Bevölkerung,
Wohnen, Ökonomie, Bildung, Gesundheit) wurden im Amt für Stadtentwicklung, Stadtpla-
nung, Verkehrsplanung vor dem Hintergrund der kleinräumigen Datenverfügbarkeit und der
spezifischen Aussagefähigkeit für Kinderhaus-Brüningheide bewertet und während der Pro-
grammlaufzeit weiterentwickelt und -qualifiziert.
Hieraus wurde ein Katalog von mittlerweile 50
Einzelmerkmalen (Daten) abgeleitet, die
nach Möglichkeit geschlechterdifferenziert und unter Berücksichtigung der Migrationsvorge-
schichte bearbeitet werden. Der Kontextdatenmonitor umfasst die folgenden Handlungsfel-
der, wobei die Schwerpunkte im Bereich der demografischen Daten liegen:
• Bevölkerungszusammensetzung
• Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
• Haushalte
• Wohnen
• Transferleistungen und Arbeitsmarkt
• Bildung und Kinderbetreuung
• Gesundheit
• Bürgerschaftliche Beteiligung/politische Partizipa tion
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung; Vermessungs- u. Katasteramt
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 60
Als Ergebnis liegt nunmehr bereits für einen Zeitraum von sechs Jahren ein Kontextdaten-
monitor vor, der
• die absoluten und relativen Werte – nach Möglichke it geschlechterdifferenziert – für
das Programmgebiet benennt,
• die Definition und die Aussagekraft des Indikators erläutert,
• den Vergleichswert für die Gesamtstadt darstellt,
• eine jährliche Fortschreibung ermöglicht,
• die Datenquelle ausweist.
Ergänzend zu der Erhebung und Aufbereitung von Daten und statistischen Informationen
wurden zudem thematische Karten zu Projekt- und Infrastrukturstandorten entwickelt, um
diese wichtigen Projektinformationen für alle Projektbeteiligten sichtbar zu verorten und
transparent zu veröffentlichen. Auch der vorliegende Bericht enthält eine entsprechende
aktualisierte Darstellung in der Anlage der Projektstandorte für das Berichtsjahr 2013 sowie
in der Vorausschau auf 2014 (Anlage 2, Anhang 1 und 2 zur V/0729/2014).
Wenn möglich, werden zudem anhand der bereits aufbereiteten Kontextdaten aus den Vor-
jahren Zeitreihen erstellt, um Entwicklungstrends aufzuzeigen. Ebenso wird die Entwicklung
in Kinderhaus-Brüningheide zu städtebaulich oder soziodemografisch ähnlich strukturierten
Teilräumen in Münster auf der Grundlage der HFA-Vorlage V/37/2004 in Beziehung ge-
setzt. Für ausgewählte Kontextdaten ist in Anlage 3 die Entwicklung in Zeitreihen darge-
stellt.
Über ausgewählte Kontextindikatoren und Entwicklungstrends wurde im Rahmen der
Workshops der Projektakteure „Soziale Stadt - Kinderhaus Brüningheide“ zur Selbstevalua-
tion (31.03.09, 01.12.09, 25.03.10) sowie der Beiratssitzungen (19.05.09, 23.02.10,
17.05.2011, 26.04.2012, 06.11.2012, 30.04.2013, 06.11.2013) berichtet. Die Kontextda-
tenmonitore der Jahre 2007 bis 2012 bildeten jeweils eigenständige Anlagen der Ratsvorla-
gen zu den „Jahresberichten der Sozialen Stadt“ der Jahre 2008 bis 2012
2.
Die Kontextdaten wurden von Projektbeteiligten, Politik, Verwaltung sowie engagierten Bür-
gerinnen und Bürgern als wertvolle Hilfe zur Einschätzung der Programmgebietsentwick-
lung bewertet.
12 Resümee und Ausblick
12.1 Zielerreichung 2013 unter Berücksichtigung der Projektziele
In 2013 sollte als Konsequenz aus den Projekterfahrungen in 2012 ein besonderes Augen-
merk auf den Ausbau folgender bereits praktizierter Vorgehensweisen gelegt werden:
2 Jahresbericht 2008 (Vorlage V/0297/2009; Rat der Stadt Münster 24.06.2009), Jahresbericht 2009 (Vorlage
V/0291/2010; Rat der Stadt Münster 07.07.2010), Jahresbericht 2010 (Vorlage V/0601/2011, Rat der Stadt
Münster 19.10.2011), Jahresbericht 2011 (Vorlage V/0287/2012, Rat der Stadt Münster 27.06.2012, Jahresbe-
richt 2012 (Vorlage V/0533/2013, Rat der Stadt Münster 11.12.2013).
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 61
- Noch niedrigschwelligere und zielgruppenspezifisc here Ansprache in verschiedenen
Projekten.
- Ermöglichung einer noch frühzeitigeren Informatio n und Auseinandersetzung mit ver-
schiedenen Themengebieten, u.a. durch zunehmende Kooperation mit Schulen im Sin-
ne einer Prävention (z.B. bei Schuldnerberatung, Drogenprävention, Sport und Bewe-
gung).
- Verstärkte Kooperation und Abstimmung mit den För derbereichen des Bildungs- und
Teilhabepaketes (BuT) sowie der „KinderMitmachStiftung“ zwecks Einschätzung der
Auswirkungen auf die Teilnehmendenzahlen bzw. der Kompensation durch institutiona-
lisierte Angebote sowie Erschließung möglicher Synergieeffekte.
An einem Zielfortschritt im Programm wurde in 2013 weiterhin in insgesamt acht Hand-
lungsfeldern und 24 Projekten3 gearbeitet. Sieben dieser Handlungsfelder haben mit den
ihnen zugeordneten Projekten einen direkten Einfluss auf die Zielerreichung:
Handlungsfeld 1: Wohnen
Handlungsfeld 2: Öffentlicher Raum (Umsetzung ab 2 009)
Handlungsfeld 3: Lokale Ökonomie (Umsetzung ab 200 9)
Handlungsfeld 4: Integration zugewanderter Mensche n fördern
Handlungsfeld 5: Bewältigung der Herausforderungen für das Bildungswesen
Handlungsfeld 6: Sicherung sozialer Netze und Infr astrukturen in Zeiten knapper öf-
fentlicher Haushalte
Handlungsfeld 7: Quartiersmanagement.
Das Handlungsfeld 8 „Selbstevaluation“ hat die anderen Handlungsfelder zum einen durch
die Beobachtung und Querauswertung der Zielerreichung sowie zum anderen durch Infor-
mationen zur Stadtteilentwicklung in Form der Fortführung und Auswertung der Kontextin-
dikatoren, die Hinweise zum Umfeld der Projektdurchführung liefern, unterstützt.
Nach Auswertung der vorliegenden Projektberichte für das Jahr 2013 ist festzuhalten, dass
insgesamt rund 8.600 Personen mit den Projektaktivitäten aller Handlungsfelder erreicht
wurden 4. Davon sind ca. 3.200 Personen beratend und betreuend begleitet worden (z.B.
3 Projekte meint in dieser Zusammenfassung die Projekte der Handlungsfelder 1, 2, 3, 4, 5 und 6 wie auch die
Aktionen der Gebietsmoderation im Handlungsfeld 7 sowie die prozessbegleitende Selbstevaluation (Hand-
lungsfeld 8).
4 Zu berücksichtigen ist, dass die genannten Zahlen aufgrund einer Modifizierung bzw. Veränderung der Pro-
jektanzahl von Jahr zu Jahr nicht mit denen der vorhergehenden Jahre vergleichbar sind. Um die Nachvoll-
ziehbarkeit der Teilnehmendenzahlen zu erhöhen, hat der Beirat „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ die
Projektakteure gebeten, für den Jahresbericht 2013 die Zahlen der Teilnehmenden noch stärker zu qualifizie-
ren. Vereinbart wurde, dass sich die Berichterstattung in der Regel auf Teilnehmende beziehen soll, ergän-
zend können auch weitere Kenngrößen angeführt werden (z. B Zahl der Kontakte) (Beiratsitzung 06.11.13).
Weiterhin ist bei Teilnehmendenzahlen zu berücksichtigen, dass sicherlich eine Reihe von Bewohnerinnen und
Bewohnern an mehreren Veranstaltungen teilgenommen haben bzw. mehrere Feste besucht haben. Wie hoch
dieser Anteil ist, lässt sich nicht abschätzen.
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 62
Hausaufgabenbetreuung, Schuldnerberatung, Hebammensprechstunde, integrative Ju-
gendarbeit), ungefähr 3.750 Personen sind im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen und
Feste (z.B. Sommerfest, Projekttage „Grünschleife“, interkulturelle Veranstaltungen Atrium)
sowie Infokampagnen (z.B. Aktionstag Drogenprävention) erreicht worden und ca. 1.650
Personen haben aktiv an regelmäßigen Angeboten wie Kurse oder Trainings teilgenommen
(Sprach- und Nachhilfekurse KAI, Bildungs- und Sportangebote).
Um die Zahlen der erreichten Personen weiter zu differenzieren, sind nachfolgend die teil-
nehmerstärksten Aktionen / Projekte mit mehr als über 300 Teilnehmenden bzw. erreichten
Personen / Haushalten für das Jahr 2013 dargestellt:
Maßnahme (Projekt-Nr.) Anzahl Personen/Haushalte
(laut Projektberichten)
Sprechstunde Schuldnerberatung (6.01) 341
Hebammensprechstunde (5.04) 450
Angebote Sport und Bewegung (hier: Trendsportar-
ten) (6.07)
575
Öffentliche Feste auf dem Sprickmannplatz (z.B.
Weihnachtsmarkt, Internationales Herbstfest) (Ver-
schiedene Projekte z.B. 1.04, 4.02)
Ca. 1.600
Beratungskontakte integrative Jugendarbeit (6.06) C a. 1.900
Interkulturelle Aktivitäten Atrium (6.02) Ca. 2.000 (= Summe aller Teilnehmenden an
Veranstaltungen des Atrium e.V. wie z.B.
Schleifenabend, Karins Kaffeeküche, Winter-
lesen, Karaoke, Konzerte)
Quelle: Projektberichte der Handlungsfeldverantwortlichen bzw. Projektträger
Bezüglich der Teilnahmebereitschaft bzw. den Zugang verschiedener Zielgruppen zu den
Angeboten zeigt sich deutlich, dass Frauen, die durchschnittlich in einer Größenordnung
von ca. 60% an den Angeboten teilnahmen, insbesondere bei den Bildungs- und Bera-
tungsangeboten überproportional stark vertreten waren (teilweise 80%). Bei den Projekten
im Sportbereich und der Integrativen Jugendsozialarbeit überwogen hingegen männliche
Teilnehmende.
Der Anteil der Personen mit Migrationsvorgeschichte zeigt über die Jahre hinweg wenig
Veränderung. Insgesamt verfügten die Teilnehmenden an den verschiedenen Angeboten
mehrheitlich über einen Migrationshintergrund (insgesamt etwa 80-85%).
Auch in 2013 ist die schon in den beiden Vorjahren festzustellende Tendenz deutlich spür-
bar gewesen, dass ältere, oftmals alleinstehende Menschen die Beratungsangebote in An-
spruch nehmen. Insbesondere die Schuldnerberatung (Hausbesuche, Projekt 6.01) und die
Konfliktberatung (Sprechstunde , Projekt 4.02) erfahren hier eine erhöhte Nachfrage. In
2013 suchten zudem zunehmend auch Jugendliche und jüngere Erwachsene die Sprech-
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 63
stunden der Konfliktberatung auf, um Hilfestellung bei der Suche nach einer Lehrstelle zu
erhalten (Projekt 4.02).
Als sehr erfolgreich für die Zielgruppenansprache und –aktivierung hat sich im Berichtszeit-
raum 2013 die noch stärkere niedrigschwellige und zielgruppenorientierte Ausrichtung der
Veranstaltungen und Angebote als Reaktion auf vielfach vorhandene Zugangshemmnisse
erwiesen. Tendenziell zeigte sich die Arbeit in Kleingruppen (Projekt 6.01) oder auch die
Durchführung mehrerer kleiner überschaubarer Veranstaltungen als erfolgversprechender
Weg (z.B. Suchtaktionstage, Projekt 6.08), um bestimmte Zielgruppen zu erreichen. So
konnte z.B. im Bereich der präventiven Aufklärung der Drogenberatung die Mädchenarbeit
im Jugendsalon deutlich intensiviert und eine suchtpräventive Mädchengruppe für 7-12 Jäh-
rige neu aufgebaut werden
.
Auch wurde in 2013 ein deutlich präventiverer Ansatz verfolgt, indem sehr frühzeitig - u.a.
durch die zunehmende Kooperation mit Schulen - zu verschiedenen Themengebieten in-
formiert wurde und Kontakte zu potenziellen Zielgruppen hergestellt werden konnten (z.B.
Schuldnerberatung 6.01, Drogenprävention 6.08).
Obwohl die Zahl der geförderten Mädchen, die außerhalb der Schule wöchentlich Sport
machen, sich leicht erhöht hat (Projekt 6.07), bleibt es nach wie vor eine Aufgabe, insbe-
sondere im Bereich der sportlichen Angebote zu überprüfen, durch welche Angebote ver-
mehrt Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren aus unterschiedlichen ethnischen Gruppen
angesprochen werden können.
Bezüglich der verstärkten Kooperation und Abstimmung mit den Förderbereichen des Bil-
dungs- und Teilhabepaketes (BuT) zwecks Ausbildung von Synergieeffekten zeigte sich
2013, dass z.B. die Schulen verstärkt als Ergänzung zum Bildungs- und Teilhabepaket
(BuT) zu den Angeboten des Maßnahmeprogramms vermitteln (Projekt 5.01). Auch bei den
Sportangeboten der Projekte des Handlungsfeldes 6 wurde versucht, die BuT-Leistungen
und die Leistungen des Maßnahmeprogramms jeweils zielführend einzusetzen.
Hinsichtlich der Gesamtauswertung der Zielerreichung ist zu berücksichtigen, dass die Ziele
der einzelnen Handlungsfelder ausdrücklich nicht nur einem Programmziel zugeordnet wur-
den. Sie wirken in der Regel auf mehrere Programmziele in je unterschiedlicher Weise. Da-
her ist es nicht möglich, die auf Handlungsfeldebene festgestellten Zielfortschritte aus-
schließlich dem einen oder anderen Programmziel direkt zuzuordnen. Insgesamt wurden 24
Projekte in acht Handlungsfeldern durchgeführt, davon
• 16 Projekte, die über das Maßnahmeprogramm finanzi ert werden bzw. ohne Finanzie-
rungsbedarf sind (Gegenstand der Berichterstattung),
• 6 Projekte, die eine anderweitige Förderung erhalt en bzw. Bestandteil der laufenden
Verwaltungsarbeit geworden sind,
• 2 Projekte im HF „Selbstevaluation“ (Beobachtung Z ielerreichung, Erstellung Kontext-
daten).
Unter Bezugnahme auf die insgesamt 16 verstetigten Projekte, die über das Maßnahme-
programm finanziert werden bzw. ohne Finanzierungsbedarf sind, lässt sich hinsichtlich der
Zielerreichung für das Jahr 2013 Folgendes feststellen (vgl. Tabelle und Grafik): von den 45
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 64
Projektzielen der Handlungsfelder 1 - 7 konnten 37 Ziele vollständig erreicht werden, 6 wei-
tere Ziele sind annähernd erreicht worden und bezüglich 2 weiterer Ziele lässt sich ein er-
kennbarer Zielfortschritt konstatieren. In 96% der Fälle wurden die Ziele damit vollständig
bzw. annähernd erreicht (2012 = 79%).
Projektzielerreichung der verstetigten Projekte 2013, die über das Maßnahmeprogramm finanziert wer-
den bzw. ohne Finanzierungsbedarf sind
Ziel erreicht Ziel annähernd
erreicht
Teilerfolg Ziel nicht erreicht insgesamt
HF 1 „Wohnen“ 2 - 1 - 3
HF 2 „Öffentlicher Raum“ 3 - - - 3
HF 4 „Integration“ 7 1 - - 8
HF 5 „Bildung“ 4 - 1 - 5
HF 6 „Soziale Netze“ 16 2 - - 18
HF 7 „Gebietsmoderation“ 5 3 - - 8
Insgesamt 37 6 2 - 45
Zielerreichung 2013 der verstetigten Projekte, die über das
Maßnahmeprogramm finanziert werden bzw. ohne Finanz ierungsbedarf sind
(16 Projekte von insgesamt 24)
83% = 37 Ziele abs.
13% = 6 Ziele abs.
4% = 2 Ziele abs.
Projektziel erreicht
Projektziel annähernd erreicht
Teilerfolg
Als Bilanz des Handlungsfeldes 8 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ bleibt festzuhal-
ten, dass die erarbeiteten Projektberichte sowie die Aufbereitung der Kontextindikatoren
2013 wiederum Transparenz über die Durchführung der Projekte geschaffen haben, was
sowohl der Steuerungsunterstützung gedient als auch die Kommunikation der Projekter-
gebnisse und deren Legitimation gefördert hat.
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 65
12.2 Zielerreichung 2013 unter Berücksichtigung der Programmziele
Das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ konzentrierte sich auch
im dritten Jahr n der Verstetigungsphase gemäß der Vorlage V/0927/2006 auf drei zentrale
Programmziele:
die Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfelds ituation
die Förderung der Integration unterschiedlicher Gr uppen im Wohngebiet
die Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Ju gendliche.
Im Hinblick auf diese Programmziele hat das Maßnahmeprogramm im Jahre 2013 zusam-
mengefasst folgende Zielfortschritte erreicht:
Verbesserung der Wohnsituation : Die Vernetzungsarbeit zwischen Bewohner-
schaft, Wohnungswirtschaft und städtischer Verwaltung wurde weiterhin konsequent
fortgesetzt, insbesondere konnte wieder eine regelmäßige Zusammenarbeit mit al-
len Wohnungsunternehmen inklusive der Hermes Hausverwaltung erreicht werden.
Der Kreis der Vertrauensmieter konnte in 2013 wiederum ausgeweitet werden, so
dass die Stimme der Mieterschaft zunehmend Gehör finden kann. Vielfältige ge-
meinsame Aktionen wie u.a. die Blumenaktion der Wohnungswirtschaft, die Bro-
schüre „Mein Kinderhaus“ trugen zu einem „Wohlfühlen“ bzw. einer Willkommens-
kultur bei. Wesentlich für die Verbesserung der Wohnsituation waren natürlich auch
die in 2013 getätigten Investitionen insbesondere der lokal und regional ansässigen
Wohnungswirtschaft in die energetische Gebäudesanierung (Heizung, Abluftanla-
gen, Eingangstüren …).
Förderung der Kooperationen zwischen den Akteuren im Stadtteil : Die Vernet-
zung zwischen Mieterschaft und örtlichen Institutionen wurde weiter ausgebaut, im
Ergebnis boten vielfältige gemeinsame Aktionen und Veranstaltungen eine Plattform
des persönlichen Austausches und Kennenlernens für die gesamte Bewohnerschaft.
Insgesamt ist die Bürgerbeteiligung stetig wachsend. Dies zeigt sich auch in der wie-
derum angestiegenen Nachfrage nach Mitteln aus dem Quartiersfonds als wichtiges
Mittel zur Förderung der Nachbarschaftsstärkung. Eine intensivierte Netzwerkarbeit
und die Gewinnung neuer Kooperationspartner gab es in vielen Projekten zu ver-
zeichnen z.B. durch die Integration des Themas Gesundheit in Sprachkurse und of-
fene Gruppenangebote (Projekte 5.04, 5.01), im Bereich der Mobilen Jugendhilfe mit
Projekten wie „Koenige Kinderhaus“, an dem auch die Polizei, die Jugendgerichtshil-
fe und die Jugendzentren teilnahmen oder einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Ju-
gendsalon und dem Indro e.V. im Bereich der Suchtprävention (Projekt 6.06, 6.08).
5
5
Das neu hinzugekommene außerhalb des Maßnahmeprogramms geförderte Projekt 3.02 „Aktiv für Arbeit im
Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ wird zwar nicht in die Zielerreichung einbezogen, soll aber an dieser
Stelle ausdrücklich Erwähnung finden, da es 2013 die Weichen für den Aufbau eines arbeitsmarktpolitischen
Netzwerks legte.
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 66
Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche : Die Kooperation mit
den in Kinderhaus ansässigen Schulen wurde in 2013 noch einmal deutlich in eini-
gen Projekten intensiviert (Projekte 5.01, 6.01). Beispielhaft sei die Schulung von
Lehrern als Multiplikatoren für die Aufklärung zum Thema Verschuldung (Projekt
6.01) genannt. Die Anzahl erreichter Kinder und Jugendlicher durch Projekte der
Jugendsozialarbeit und Drogenprävention ist vielfach gestiegen. U.a. konnte in der
Jugendsozialarbeit das Jobcenter-Team „U25“ für eine wöchentliche Sprechstunde
gewonnen werden (Projekt 6.06). Insgesamt sind Verbesserungen bzw. eine Stabili-
sierung der Noten sowie eine Verbesserung der Sprach-, Sozial- und Alltagskompe-
tenz feststellbar. Auch trugen die Bildungsprojekte zu Stärkung der Eigeninitiative
bei.
Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet als Quer-
schnittsziel für fast alle Projektaktivitäten : Wiederum in Folge stieg die Zahl der
sich aktiv engagierenden Personen mit Migrationsvor geschichte an, sei es in Form
eines Engagements für den Stadtteil, bei interkultu rellen Initiativen oder auch durch
die Teilnahme an Bildungsveranstaltungen. Neben einem festen Kern von Personen
mit Migrationsvorgeschichte, der sich für die Parka nlage verantwortlich fühlt und
diese pflegt, stieg auch die Anzahl selbstorganisie rter interkultureller Initiativen in
2013 weiter an, die durch vielfältige Aktionen Einb licke in ihre Kultur und Gebräuche
geben und sich für andere Interessierte öffneten (P rojekte 6.02 4.02). So wurden
zunehmend selbständig Aktionen geplant und mit fina nzieller Unterstützung durch
die Gebietsmoderation durchgeführt, so dass ein akt ives Ansprechen durch die Ge-
bietsmoderation nicht mehr in allen Fällen erforder lich war (Projekt 7.03). Eine für
die Integration wesentliche Vorraussetzung ist das Erlernen der deutschen Sprache.
Hier hatten die Sprachkurse für Erwachsene eine so hohe Nachfrage, dass ein er-
weitertes Angebot geschaffen wurde. Auch nehmen zunehmend ältere Menschen
und junge Erwachsene Hilfestellungen (insbesondere Beratungsangebote) in An-
spruch (Projekte 4.02 und 6.01) und zeigen damit Ei geninitiative und das Bemühen,
ihre persönliche Lebenssituation zu verbessern. Im Sportbereich wurde eine erhöhte
Teilhabe von Kindern aus Familien mit niedrigem Einkommen registriert.
Der gemeinsame Gestaltungswille und das Engagement wurden auch in 2013 mit folgen-
den Anerkennungen bzw. Preisen belohnt:
Am 24.01.2013 wurde in Berlin der „Preis Soziale S tadt 2012“ an 10 herausragende
Beispiele für soziales Engagement zur Verbesserung von Nachbarschaften verliehen
und 10 weitere Projekte/Initiativen wurden mit eine r Anerkennung ausgezeichnet. Das
Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. hat an dem Wettbewerb mit dem Projekt
“Stadtteilinitiative gegen Wohnmissstände” teilgeno mmen und wurde mit einer Aner-
kennung für „vorbildliches und innovatives Engagement“ geehrt.
Nachdem bereits das Engagement der Anwohnerinnen u nd Anwohner in 2012 mit dem
erhaltenen Umweltpreis in Gold der Bürgerstiftung eine Honorierung und positive Reso-
nanz in der Öffentlichkeit fand, gab es im November 2013 mit dem verliehenen Sparda
Umweltpreis eine weitere Auszeichnung. Das Begegnungszentrum Sprickmannstraße
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Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 67
e.V. hatte sich mit dem Grünschleifenprojekt Bewohnerpark am Sparda-Umweltpreis
2013 der Sparda-Bank Münster beworben. Die fachkundigen Jurymitglieder haben aus
allen Einreichungen pro Kategorie je zwei herausragende Projekte ausgewählt, die mit
einer Förderung von 1.000 Euro bedacht wurden. In der Kategorie sonstige Umweltpro-
jekte wurde unter anderem das Grünschleifenprojekt Bewohnerpark ausgezeichnet.
Insgesamt verbesserten sich das soziale Miteinander und die Integration im Quartier konti-
nuierlich. Aus mehreren Projekten wurde die Einschätzung übermittelt, dass das Klima ins-
gesamt friedfertiger geworden ist (u.a. Projekte 6.04, 6.06). Auch die Aufenthaltsqualität hat
sich verbessert, wie z.B. die Projekte Grünschleife (2.02) und Wertstoffe/Sperrgut (3.01)
belegen.
Doch trotz vieler nachhaltiger Erfolge bezüglich der Stabilisierung bzw. Verbesserung der
Wohn- und Lebensbedingungen der Bewohnerschaft verweisen nicht zuletzt die Daten des
Kontextdatenmonitors 2013 auf nach wie vor erhebliche Handlungsbedarfe zur Stabilisie-
rung des Wohngebiets und zur Verbesserung der Lebensqualität seiner Bewohnerschaft,
sowie vor allem auch für bessere Zukunftschancen der dort lebenden Kinder und Jugendli-
chen. Besonders deutliche Unterschiede gegenüber den gesamtstädtischen Werten weisen
insbesondere die Anteile Arbeitsloser sowie der Menschen auf, die Leistungen zur Exis-
tenzsicherung erhalten
. Auch erweist sich die im gesamtstädtischen Vergleich hohe Fluktu-
ation im Wohngebiet als erschwerende Rahmenbedingung für einige Projekte (u.a. bei Pro-
jekten 6.01 und 6.08.) (vgl. auch Anlage 3, lfd. Nr. 37-43 sowie 22-28 des Kontextdatenmo-
nitors). Durch die teilweise kurze Verweildauer im Wohngebiet ist immer wieder eine erneu-
te Annäherung an bestimmte Zielgruppen notwendig, worunter die Kontinuität der Arbeit
leiden kann und der Ressourceneinsatz aufwändig ist. Die feststellbare Fluktuation wird
jedoch nicht in allen Projekten nachvollziehbar sein und Auswirkungen haben. Aus dem
Kreis der Projektakteurinnen und -akteure wurde darauf hingewiesen, dass die lokal und
regional ortsansässigen Wohnungsunternehmen nicht von den Problemen der Fluktuation
betroffen sind; diese halten jedoch insgesamt den kleineren Anteil der Mietwohnungsbe-
stände im Quartier.
12.3 Ausblick auf das „Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide“ ab 2014 (Verstetigungsphase II)
Um die Wohn- und Lebensbedingungen der Bewohnerschaft zu stabilisieren, sind Maß-
nahmen, wie sie in den letzten Jahren entwickelt und eingesetzt worden sind, auch in den
folgenden Jahren erforderlich, da die meisten der auf soziale Ungleichheit verweisenden
Strukturmerkmale des Gebiets, wie im Kontextdatenmonitor abgebildet, Ausprägungen
aufweisen, die von den gesamtstädtischen Werten stark abweichen.
Zur Sicherung der lückenlosen Fortentwicklung und Stabilisierung der aufgebauten Ange-
bots- und Vernetzungsstrukturen nach Auslaufen des Verstetigungsphase I am 31.12.2013
beschloss der Rat die Bereitstellung einer Finanzausstattung für ein sachlich, räumlich und
zeitlich begrenztes Projektbündel im rahmen des „Maßnahmeprogramms Kinderhaus-
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 68
Brüningheide“ ab 2014. Laut Ratsbeschluss vom 11.12.2013 wurde für das Maßnahme-
programm „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ für die Jahre ab 2014 (Verstetigungs-
phase II) wie bereits in den Vorjahren ein Finanzbudget in Höhe 150.000 € pro Jahr veran-
schlagt .
So können auch in 2014 insgesamt 23 Projekte bzw. Teilprojekte des Programms aus dem
Jahr 2013 im vierten Jahr der Verstetigung ohne wesentlichen Substanzverlust mit unter-
schiedlichen finanziellen Dotierungen und zum Teil auch aus Mitteln außerhalb des Verste-
tigungsbudgets fortgesetzt werden. Einen Überblick über die Projektstandorte des Versteti-
gungsjahres 2014 gibt Anlage 2, Anhang 2 zur Vorlage.
Um die Erfolge der bisherigen Programmdurchführung abzusichern, werden zentrale Ele-
mente und Vorgehensweisen der Programmsteuerung wie der wohngebietsbezogene An-
satz (Stadtzelle 631), die integrative Programmausrichtung und die an Zielen orientierte
Programm- und Maßnahmesteuerung beibehalten. Dennoch sind ab 2014 Anpassungen an
aktuelle Rahmenbedingungen erforderlich, die sowohl Änderungen bezüglich der Pro-
grammgestalt als auch inhaltliche Schwerpunksetzungen im Bereich der Jugendar-
beit/Jugendsozialarbeit vorsehen. Die Organisation und das Verfahren der Programmdurch-
führung sollen vereinfacht und möglichst ressourcenschonend gestaltet werden:
• In der Phase der Programmentwicklung und -erprobun g hat der Beirat „Wohngebiet
Kinderhaus-Brüningheide“ wertvolle Beiträge und Anregungen zur Realisierung des
Programms und zu seiner Profilentwicklung beigesteuert. Diese Funktion hat er ebenso
bestens wie abschließend erfüllt, so dass er in der Ratsperiode ab 2014 nicht erneut
eingerichtet wird. Der Beirat trug wesentlich zur Verankerung des Programms im Quar-
tier bei und war u.a. an der Feinplanung von Einzelprojekten (innerhalb des gegebenen
Programmrahmens) und an der Formulierung handlungsfeldübergreifender Ziele betei-
ligt.
• Eine formell organisierte, zwischen Programm- und Maßnahmeebene liegende, Hand-
lungsfeldebene wird 2014 aufgegeben; die Zuordnung von Einzelmaßnahmen zu
Handlungsfeldern ist im Rahmen der Zielsystematik jedoch weiterhin relevant.
• Es wird keine Unterscheidung mehr in Impuls- und S chlüsselprojekte vorgenommen.
• Ab 2014 wird wieder wie bereits in den Anfangsjahr en mit allen Akteuren, die an der
Programmdurchführung beteiligt sind, jährlich ein Planungsworkshop durchgeführt, in
dessen Rahmen die Jahresberichte, Anpassungen des Zielsystems, der Kontextda-
tenmonitor sowie ggf. wesentliche Bedarfe einer Programm- oder Maßnahmeanpas-
sung erörtert werden.
In Kontinuität der bisherigen Vorgehensweise wird die Verwaltung auch in Zukunft dem Rat
jährliche Berichte über Umsetzung und Ergebnisse der Maßnahmen sowie über die Ent-
wicklung der Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen, die zuvor der Bezirksvertretung
Münster-Nord, den beteiligten Fachausschüssen und Gremien des Rates einschließlich des
Integrationsrates vorgelegt werden.
Die Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit, der eine besondere Aufgabe bei der Fortsetzung des
Maßnahmenprogramms im Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide zukommt, wird ab 2014
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 69
inhaltlich und konzeptionell - insbesondere im Hinblick auf präventive Angebote - überprüft,
qualifiziert und ggf. neu ausgerichtet. Ziel aller Bemühungen und Träger muss es sein, die
bestehenden Angebote deutlicher auf die besondere Situation der Kinder und Jugendlichen
zu fokussieren, frühzeitiger auf ihre Problemlagen einzugehen und präventive und fördern-
de Unterstützungsangebote auszubauen bzw. weiter zu entwickeln und Jugendliche bei
Bedarf zielgerichtet weiterzuvermitteln. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die
originären Leistungen der offenen Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit und hier insbe-
sondere die Angebote der Jugendberufs- und Jugendgerichtshilfe bzw. der sozialen Grup-
penarbeit zu bündeln und besser aufeinander abzustimmen. Der Ausschuss für Kinder,
Jugendliche und Familien hat die von der Verwaltung hierzu erarbeiteten Prüfergebnisse
und Empfehlungen am 19.03.2014 (Vorlage 0126/2014) einstimmig beschlossen.
13 Anhang
• Anhang 1: Karte „Projektstandorte Kinderhaus Brüningheide - Verstetigungskonzept I /
2013“
• Anhang 2: Karte „Projektstandorte Kinderhaus Brüningheide Verstetigungskonzept II /
2014“
• Darüber hinaus ist die Anlage 3 zur Vorlage V/0729 /2014 „Kontextdatenmonitor 2013“
Bestandteil des Berichts (inklusive Grafiken zur Entwicklung ausgewählter Kontextdaten
der Stadtteilentwicklung)
Jahresbericht 2013 für das Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase I „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 70
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Kirchhoffweg
Helmholtzweg
Gasselstiege
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Fernholzstraße
Deitersweg
Hasenbusch
Grotemeyerstraße
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Josef-Beckmann-StraßeLangeworth
Arnethstraße
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Kerstingskamp
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Am Nubbenberg
Dauvemühle
Dauvemühle
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Heidegrund
Killingstraße
eßartsizzolatseP
suahredniK
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Vollmerweg
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Am Burloh
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Wangeroogeweg
Kanalstraße
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hcsesrotsaP
Janningsweg
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Rektoratsweg
Brüningheide
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Sportplatz
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Sportplatz
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Brüningheide
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Kerstingskamp
63 Kinderhaus-West
Spiel-
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Statistische Bezirksgrenze
Programmgebiet
4.02
4.03
2.02
5015015.02
5.02
5.06
5.06
6.01
6.026.04
6.05/6.06
6.08
7.01
7.01
STADT MUNSTER
5.01
62 Kinderhaus-Ost
4.01
Sprickmann-
platz
gesamtes Programmgebiet / wechselnde Standorte*
Projekte
Amt
Stadtplanung
Verkehrsplanung
für Stadtentwicklung
1 Wohnen
Abteilung: 61-1
Datum: Oktober 2014
“Kinderhaus-Brüningheide - Verstetigungskonzept I/2013”
*
*
*
7.01
7.02
7 Quartiersmanagement
8.01
8 Selbstevaluation
8.02
Quartiersmanagement
Idenbrockplatz 8 und Sprickmannplatz 8
Quartiersfonds
Beobachtung Zielerreichung
Monitoring Kontextindikatoren
5 Bildung
6
6.01
6.02
6.08
Schuldnerberatung vor Ort
KAI, Josef-Beckmann-Straße 5
Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM e.V.
Atrium, Sprickmannplatz 1
6.04 Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt
Jugendsalon Sprickmannplatz 3
6.05/
6.06
Integrative Jugendsozialarbeit / Mobile Jugendarbeit
WUDDI, Idenbrockplatz 8
* 6.07 Sport und Bewegung
Drogenprävention
Jugendsalon, Sprickmannplatz 3
Soziale Netze / Soziale Sicherung
5.01
5.02
Wir verstehen uns
KAI, Josef-Beckmann-Straße 5
Elternkompetenz stärken
Grundschule Kinderhaus West,
Josef-Beckmann-Straße 33
Uppenbergschule, Bröderichweg 36
5.06 Praxistage Übergang Schule - Beruf
Waldschule, Große Wiese 14,
Uppenbergschule, Bröderichweg 36
4.02
4.03
Integrationsarbeit vor Ort
angemietete Wohnung, Killingstraße 15
Gewaltprävention
Kita und Familienzentrum Killingstraße 44
* 3.01 Wertstoffe / Sperrgut
3 Lokale Ökonomie
4 Integration
*
*
*
1.04
1.05
1.06
Weiterentwicklung Kooperationsvereinbarung
Mieterinnenschulung/ Nachbarschaftsstärkung
Das Quartier spart Strom
2.02 Spiel- und Freizeitzone
Fläche westlich vom Sprickmannplatz (1,1ha)
2 Öffentlicher Raum
4.01 Mädchenprojekt „Unser Alltag - unsere Sorgen“
Jugendsalon, Sprickmannplatz 3
* 5.04
Gesund aufwachsen in Kinderhaus
Sprechstunde Kita und Familienzentrum
Killingstraße 44
„Fortführung außerhalb des Maßnahmeprogramms“
„Fortführung außerhalb des Maßnahmeprogramms“
„Fortführung außerhalb des Maßnahmeprogramms“
„Fortführung außerhalb des Maßnahmeprogramms“
„Fortführung außerhalb des Maßnahmeprogramms“
* 3.02 Aktiv für Arbeit“„
„gefördert außerhalb des Maßnahmeprogramms“
*
Anlage 2
Anhang 1 zur Vorlage V/0729/2014
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Alter Heidkam
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Keplerweg .rtS-niewh-ReicAdolf
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Ohmweg
Guerickweg
Kirchhoffweg
Helmholtzweg
Gasselstiege
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Fernholzstraße
Deitersweg
Hasenbusch
Grotemeyerstraße
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Josef-Beckmann-StraßeLangeworth
Arnethstraße
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Dauvemühle
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Killingstraße
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Arnethstraße
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Killingstraße
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Brüningheide
eßatrsKristiansa dn
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Kerstingskamp
63 Kinderhaus-West
Spiel-
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Statistische Bezirksgrenze
Programmgebiet
4.02
4.03
2.02
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6.026.04
6.05/6.06
6.08
7.01
7.01
STADT MUNSTER
5.01
62 Kinderhaus-Ost
4.01
Sprickmann-
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Projekte
Amt
Stadtplanung
Verkehrsplanung
für Stadtentwicklung
1 Wohnen
Abteilung: 61-1
Datum: Oktober 2014
“Kinderhaus-Brüningheide - Verstetigungskonzept II/2014”
*
*
*
7.01
7.02
7 Quartiersmanagement
8.01
8 Selbstevaluation
8.02
Quartiersmanagement
Idenbrockplatz 8 und Sprickmannplatz 8
Quartiersfonds
Beobachtung Zielerreichung
Monitoring Kontextindikatoren
5 Bildung
6
6.01
6.02
6.08
Schuldnerberatung vor Ort
KAI, Josef-Beckmann-Straße 5
Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM e.V.
Atrium, Sprickmannplatz 1
6.04 Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt
Jugendsalon Sprickmannplatz 3
6.05/
6.06
Integrative Jugendsozialarbeit / Mobile Jugendarbeit
WUDDI, Idenbrockplatz 8
* 6.07 Sport und Bewegung
Drogenprävention
Jugendsalon, Sprickmannplatz 3
Soziale Netze / Soziale Sicherung
5.01
5.02
Wir verstehen uns
KAI, Josef-Beckmann-Straße 5
Elternkompetenz stärken
Grundschule Kinderhaus West,
Josef-Beckmann-Straße 33
Uppenbergschule, Bröderichweg 36
5.06 Praxistage Übergang Schule - Beruf
Waldschule, Große Wiese 14,
Uppenbergschule, Bröderichweg 36
4.02
4.03
Integrationsarbeit vor Ort
angemietete Wohnung, Killingstraße 15
Gewaltprävention
Kita und Familienzentrum Killingstraße 44
* 3.01 Wertstoffe / Sperrgut
3 Lokale Ökonomie
4 Integration
*
*
*
1.04
1.05
1.06
Weiterentwicklung Kooperationsvereinbarung
Mieterinnenschulung/ Nachbarschaftsstärkung
Das Quartier spart Strom
2.02 Spiel- und Freizeitzone
Fläche westlich vom Sprickmannplatz (1,1ha)
2 Öffentlicher Raum
* 5.04
Gesund aufwachsen in Kinderhaus
Sprechstunde Kita und Familienzentrum
Killingstraße 44
„Fortführung außerhalb des Maßnahmeprogramms“
„Fortführung außerhalb des Maßnahmeprogramms“
„Fortführung außerhalb des Maßnahmeprogramms“
„Fortführung außerhalb des Maßnahmeprogramms“
„Fortführung außerhalb des Maßnahmeprogramms“
„Fortführung außerhalb des Maßnahmeprogramms“
4.01 Mädchenprojekt „Unser Alltag - unsere Sorgen“
Jugendsalon, Sprickmannplatz 3
Anlage 2
Anhang 2 zur Vorlage V/0729/2014
* 3.02 Aktiv für Arbeit“„
„gefördert außerhalb des Maßnahmeprogramms“
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27.03.2014; Beiratssitzung "Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide" 61-1-1
Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus/Brüningheide “
Handlungsfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation
Vorstellung ausgewählter Kontextindikatoren 2013
- Verstetigungsphase „Soziale Stadt NRW“-
27.03.2014; Beiratssitzung "Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide" 61-1-1
Kontextindikatoren
Handlungsfelder
(1) Bevölkerungszusammensetzung
(2) Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
(3) Haushalte
(4) Wohnen
(5) Transferleistungen und Arbeitsmarkt
(6) Bildung und Kinderbetreuung
(7) Gesundheit
(8) Bürgerschaftliche Beteiligung/politische Partizi pation
• thematische Karten zu Projekt- und Infrastruktursta ndorten als Ergänzung
Daten
• Ableitung von 48 aussagekräftigen Indikatoren, die nach Möglichkeit geschlechter-
differenziert dargestellt werden
• Darstellung von Entwicklungstrends durch Bildung v on Zeitreihen für die Jahre 2007-
2013
• Vergleich zu städtebaulich oder soziodemografisch ähnlich strukturierten Teilräumen
in Münster auf der Grundlage der HFA-Vorlage 37/2004
27.03.2014; Beiratssitzung "Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide" 61-1-1
Kontextindikatoren 2013
Bevölkerungsentwicklung in Kinderhaus-Brüningheide
1994 - 2013 (je 31.12. des Jahres)
3165 3140
2923 2855
2712 2802 2862 2958 3049 2996
2879
2744
2626 2603
2755 2845 2783 2768
3237 3226
0
500
1000
1500
2000
2500
3000
3500
1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 200 6 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Personen
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Ver kehrsplanung
27.03.2014; Beiratssitzung "Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide" 61-1-1
Kontextindikatoren 2013
66,4
4,8
8,1
7,7
8,9
4,1
57,6
5,7
7,4
10,0
13,0
6,3
61,2
4,9
5,9
9,1
10,1
8,8
60,4
5,3
5,5
10,0
12,3
6,5
64,8
5,3
5,3
7,6
8,9
8,1
63,7
6,5
8,1
6,4
10,3
5,0
61,3
5,8
8,3
10,0
8,4
6,2
58,2
3,8
6,1
14,4
9,1
8,3
62,8
3,0
5,4
11,4
9,6
7,8
60,2
4,5
5,2
12,0
9,4
8,7
0%
20%
40%
60%
80%
100%
2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Brüningheide: Umzüge, Zuzüge, Fortzüge 2004-2013*
in % der wohnberechtigten Bevölkerung
keine Bewegung Umzug in 631 Zuzug aus MS
Zuzug von außerhalb Fortzug in andere Stadtzelle MS Fortzug außerhalb MS
*ohne "Abmeldung von Amts w egen", inklusive unterjähriger Mehrfachumzüge Quelle: Amt für Stadtentw icklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
27.03.2014; Beiratssitzung "Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide" 61-1-1
Kontextindikatoren 2013
Entwicklung der Leerstandsquoten im Mietwohnungsbestand der
Wohnungsunternehmen in Kinderhaus-Brüningheide 2009-2013
10,3%
8,0%
2,7% 2,5%
3,7%
6,0%*
11,1%
0%
2%
4%
6%
8%
10%
12%
Feb. 09 Okt. 09 Mrz. 10 Mrz. 11 Mrz. 12 Dez. 12 Dez. 13
Bearbeitung 61.1; Quelle: Amt für Wohnungsw esen
* Die erhöhte Leerstandsquote ist auf den von Fa. Sahle
Wohnen erworbenen Wohnungsbestand von Nau/Berlin (55
WE) zurückzuführen, der seit Mitte 2013 bis zum Sommer
2014 leer gezogen wird, um den Abbruch und einen an-
schließenden Neubau auf dem gleichen Areal zu ermög-
lichen. Unter Herausnahme der 55 WE, die dem Woh-
nungsmarkt faktisch nicht zur Verfügung stehen, beträgt die
Leerstandsquote Ende 2013 = 3,4%!
27.03.2014; Beiratssitzung "Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide" 61-1-1
Kontextindikatoren 2013
Altersverteilung in ausgewählten Altersgruppen 2007 -2013
417
192
391 387
360
336 347
396
215 211 201 197 200 196
0
50
100
150
200
250
300
350
400
450
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Anzahl Personen
18 bis 24 Jahre 65 Jahre und älter Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Ver kehrsplanung
Berichtsvorlage
3855 Zeichen
V/0729/2014 DER OBERBÜRGERMEISTER Sozialamt Betrifft Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide: Jahresbericht 2013 Beratungsfolge 18.11.2014 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 19.11.2014 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 20.11.2014 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung Bericht 25.11.2014 Integrationsrat Bericht 26.11.2014 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Bericht 03.12.2014 Haupt- und Finanzausschuss Bericht 10.12.2014 Rat Bericht Bericht: Der Rat der Stadt Münster hat am 11.12.2013 die Fortführung des Maßnahmeprogramms Wohn- gebiet Kinderhaus -Brüningheide ab dem 01.01.2014 beschlossen ( Vorlage V/0533/2013, V/0533/2013/1 Erg.). Zunächst wurde das Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinde rhaus- Brüningheide befristet in den Jahren 2011 bis 2 013 durchgeführt (erste Verstetigungsphase), um nach Auslaufen des Pr ogramms Soziale Stadt Ende 2010 die lückenlose Fortentwicklung und Stabilisierung der Ang ebots- und Vernetzungsstrukturen im Wohngebiet Kinderhaus - Brüningheide sicherzustellen (Vorlage V/ 0291/2010). Die Verwaltung wurde beauftragt, jährlich über die Entwicklung und die Ergebnisse des Ma ßnahmeprogramms Wohngebiet Kinderhaus - Brüningheide zu berichten. Der vorliegende Jahresbericht 2013 (Anlage 2) kommt dieser B e- richtspflicht nach und informiert über Projektverlauf und -ergebnisse des letzten Jahres der ersten Verstetigungsphase. Der Aufbau des Jahresberichts orientiert sich an dem sog. „Integrierten Handlungskonzept“ mit seinen 8 Handlungsfeldern und über 20 Projekten. Die Auswertung und Darstellung der Erge b- nisse folgen dem von den Projektakteuren (im Rahmen des Teilprojekts 8.01 - Prozessbegleiten- de Selbstevaluation) erarbeiteten Zielsystem. Das Zielsystem umfasst handlungsfeldübergreife n- de Programmziele für das Wohngebiet Kinderhaus -Brüningheide, Leitzielbereiche für die einze l- nen Handlungsfelder und die Projektziele. Anhand der von den Projektakteuren eingereichten Berichte und Monitoringbögen für das Jahr 2013 wurde federführend vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrspla nung der vorliegende Jahresbericht erstellt, der die Projektergebnisse in tabellarischen Übersichten au f- führt. Für die Umsetzung der Projekte des Maßnahmeprogramm s Kinderhaus-Brüningheide Vorlagen-Nr.: V/0729/2014 Auskunft erteilt: Frau Robert Ruf: 492-5909 E-Mail: Robert@stadt-muenster.de Datum: 20.10.2014 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0729/2014 stand im Jahr 2013 ein Finanzbudget von 150.000,- € zur Verfügung (s. Anlage 1). Dem Jahresbericht beigefügt ist der Kontextdatenmonitor 2013 (Anlage 3). Die aufgeführten Wer- te der Kontextindikatoren machen deutlich, unter welchen demographischen und sozioökonom i- schen Rahmenbedingungen die Projekte durchgeführt wurden. Sie weisen auf Handlungsbedarfe im Programmgebiet hin und geben Orientierung für die Steuerung des Programms vor Ort. Mit dem Beschluss über die Fortsetzung des Maßnahmeprogramms Wohngebiet Kinde rhaus- Brüningheide ab dem 01.01.2014 sind auch Anpassungen der Programmorganisation an aktuelle Rahmenbedingungen sowie eine inhaltliche Schwerpunktsetzung und Neujustierung im Bereich der Jugenda rbeit/Jugendsozialarbeit verbunden ( Vorlage V/0533/2013, V/0533/2013/1 Erg .). Über die Ergebnisse und den weiteren Verlauf des Maßnahm eprogramms wird die Verwaltung auch in den Folgejahren berichten. In Vertretung gez. Thomas Paal Stadtrat Anlagen: Anlage 1: Finanzierungsübersicht 2013 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinder- haus-Brüningheide Anlage 2: Jahresbericht 2013 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus- Brüningheide Anlage 3: Kontextdatenmonitor 2013
Beratungsverlauf (7)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (39)
- Killingstraße 1
- Kristiansandstraße
- Josef-Beckmann-Straße 13
- Sprickmannstraße
- Arnethstraße
- Westhoffstraße
- Idenbrockplatz 8
- Sprickmannplatz 8
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- Heidegrund
- Nordmark
- Ohmweg
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Details
- Aktenzeichen
- V/0729/2014
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 20.10.2014
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37