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V/0805/2022

Bürgerumfrage 2021 - Methodik und zentrale Ergebnisse

Vorlagen 20.12.2022

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Berichtsvorlage

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Anlage A

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Bürgerumfrage_2021_Bericht

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Ansehen

Berichtsvorlage

7279 Zeichen

V/0805/2022 
V/0805/2022 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Bürgerumfrage 2021 - Methodik und zentrale Ergebnisse 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   27.02.2023 Kommunale Seniorenvertretung Bericht 
   28.02.2023 Bezirksvertretung Münster-Mitte Bericht 
   28.02.2023 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 
   28.02.2023 Bezirksvertretung Münster-Südost Bericht 
   02.03.2023 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Bericht 
   02.03.2023 Bezirksvertretung Münster-Ost Bericht 
   02.03.2023 Bezirksvertretung Münster-West Bericht 
   08.03.2023 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Ar-
beitsförderung 
Bericht 
   09.03.2023 Ausschuss für Gleichstellung Bericht 
   16.03.2023 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Bericht 
   21.03.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Bericht 
   22.03.2023 Hauptausschuss Bericht 
   22.03.2023 Rat Bericht 
 
 
Bericht: 
 
I. Bürgerumfrage 2021 
Seit 1988 führt die Stadt Münster regelmäßig kommunale Bürgerumfragen zu den Lebensbedingun-
gen in der Stadt Münster und den Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger zu kommunalen Themen 
durch. Ziel der Bürgerumfrage ist es, die Entscheidungsgrundlage des Stadtrats und der Stadtverwal-
tung um repräsentative Ergebnisse der Bürgerumfragen zu ergänzen. Damit stellt die Bürgerumfrage 
ein wichtiges Instrument der Bürgerbeteiligung dar.  
 
Die Bürgerumfrage der Stadt Münster 2021 ist eine sozialwissenschaftliche Mehr-Themen-Umfrage, 
die vom 05.11.2021 bis 09.12.2021 vom Stadtplanungsamt durchgeführt wurde. Die Bürgerumfrage 
ist repräsentativ und basiert auf einer Zufallsauswahl aus dem Melderegister der Stadt Münster. Als 
repräsentative Bürgerumfrage erlaubt die Befr agung Aussagen über die Grundgesamtheit, der voll-
jährigen, wohnberechtigten Bevölkerung, auf gesamtstädtischer Ebene.  
 
Stadtplanungsamt 
 
02.02.2023  
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Dr. Müller 
Telefon: 492-6170 
MuellerGrit@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0805/2022 
Mit der Bürgerumfrage 2021 wurde erstmals eine Hybridbefragung durchgeführt, die den zu befra-
genden Bürgerinnen und Bürgern zwei Optione n zur Teilnahme an der Befragung anbietet: 1) die 
Beantwortung der Befragung via Papierfragebogen oder 2) via Online-Befragung. 
 
II. Themenschwerpunkte 
 
Die Themenschwerpunkte im Einzelnen: 
 
I. Münsters Innenstadt  Bewertung der Innenstadt 
 Angebote in der Innenstadt 
 Frequenz und Zweck des Besuches der Innenstadt 
 Entwicklung der Innenstadt 
II. Wohnen in Münster  Wohnsituation (Miete/ Eigentum, Größe, Zimmerzahl, 
Miete) 
 Barrierefreiheit 
 Anforderungen an eine Wohnung bei Umzug 
 Umzugsabsichten 
 Wohnen in Gemeinschaft 
III. Stadtverwaltung und öffent-
liche Institutionen 
 Kontakt mit der Stadtverwaltung 
 Vertrauen in die Stadtverwaltung 
 Vertrauen in Institutionen und Politik 
IV. Stadtentwicklung im digita-
len Zeitalter (Smart City) 
 Handlungsfelder Smart City 
 Wünsche und Hoffnungen  
 Sorgen und Ängste 
V. Zeitverwendung für Beruf, 
Familie und Freizeit 
 Zeitverwendung für Tätigkeiten 
 Zeitmangel/ Wünsche für mehr Zeit 
VI. Für die Statistik  Geburtsjahr 
 Geschlecht 
 Stadtteil 
 Haushaltsstruktur 
 Ausbildungsabschluss 
 Erwerbsstatus 
 Voll-, Teilzeiterwerbstätigkeit 
 Migrationsvorgeschichte 
 Haushaltsnettoeinkommen 
 Hartz IV/ Wohngeld 
 
 
Die Ergebnisse der Bürgerumfrage gehen in laufende städtische Prozesse und Konzeptentwicklun-
gen ein:  
 Der Themenschwerpunkt „Münsters Innenstadt“ greift Fragestellungen im Kontext des InSEK In-
nenstadt auf und ergänzt diesen Prozess um eine repräsentative Informationsgrundlage (siehe 
Vorlage V/0762/2022, Anlage 1).  
 Fragen zu Umzugsabsichten und Barrierefreiheit aus früheren Bürgerumfragen wurden auf Initia-
tive der Kommunalen Seniorenvertretung Münster in den Themenschwerpunkt „Wohnen in Müns-
ter“ (Anregung an den Rat, Vorlage Nr. A -KS/0005/2020) integriert und um weitere Fragen zur 
Wohnsituation der Münsteraner Bevölkerung ergänzt. 
 Die Ergebnisse zum Themenschwerpunkt „Stadtentwicklung im digitalen Zeitalter“ unterstützen 
die Entwicklung der Smart City Strategie 1.0 (siehe Vorlage V/0012/2023). 
 Der Themenschwerpunkt „Zeitverwendung für Beruf, Familie und Freizeit“ erfasst wichtige Infor-
mationen zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Münster und geht in die Arbeit des Am-
tes für Gleichstellung ein.

- 3 - 
V/0805/2022 
III. Methodik der Bürgerumfrage 
Mit der Bürgerumfrage 2021 wurde die Stichprobengröße der Bürgerumfrage angehoben: Mit einer 
einfachen Zufallsauswahl aus dem Melderegister wurden 10.500 Personen für die Teilnahme ausge-
wählt (vorher 5.250 Personen). Teilnahmeberechtigt waren alle Bürgerin nen und Bürger, die zum 
Zeitpunkt der Stichprobenziehung (Mitte Oktober 2021) 18 Jahre und älter mit Hauptwohnsitz in 
Münster gemeldet waren. Nach Ausschluss von Personen, die in Institutionen (z. B. Gefängnis, 
Flüchtlingsunterkunft; Ausnahme Alten- und Pflegeheime) leben, sind insgesamt 10.382 Bürgerinnen 
und Bürger zur Teilnahme an der Bürgerumfrage eingeladen worden. Die Stichprobe entspricht damit 
3,9 % der volljährigen, wohnberechtigten Bevölkerung bzw. 6,0 % der Haushalte in der Stadt Müns-
ter.  
 
Die ausgewählten Bürgerinnen und Bürger haben zu Beginn der Bürgerumfrage einen Brief der Stadt 
mit einem persönlichen Anschreiben des Oberbürgermeisters, der Datenschutzerklärung, einem Pa-
pierfragebogen, den Zugangsdaten zur Online-Teilnahme und einem freigemachten Rückantwortum-
schlag erhalten. Mit den Zugangsdaten konnte sichergestellt werden, dass nur die ausgewählten Per-
sonen an der Bürgerumfrage teilnehmen konnten. Mit dem Ziel den Rücklauf der Bürgerumfrage zu 
erhöhen, wurde nach 3 Wochen Laufzeit ein Erin nerungsschreiben, unterschrieben vom Oberbür-
germeister, an alle ausgewählten Personen versendet. Um verspätete Eingänge von Fragebögen zu 
berücksichtigen gab es nach Beendigung der Feldphase eine vierwöchige Nachfrist, in der die Online-
Befragung für die Befragten offengehalten wurde.  
 
Bis zum Ende der Bürgerumfrage haben 3.459 Personen den ausgefüllten Fragebogen zurückge-
schickt bzw. online beantwortet. Das entspricht einer Rücklaufquote von 33,3 %. Von den 3.459 Teil-
nehmenden haben 1.997 bzw. 57,7 % den Papierfragebogen und 1.462 bzw. 42,3 % den Online -
Fragebogen beantwortet. Die Beteiligung online ist damit relativ hoch, auch im Vergleich zu Bürge-
rumfragen anderer Städte mit vergleichbarer Methodik (z.B. Leipzig 2020: 30,7 %; Nürnberg 2020: 
26,6 %; Dresd en 2020: 34,5 %). Angesichts der regen Beteiligung an der Bürgerumfrage, die sich 
auch in den umfangreichen Beiträgen zu den offenen Fragen der Umfrage darstellt, folgte eine um-
fangreiche Sichtung und Kategorisierung der Antworten. 
 
IV. Ergebnisse 
Die Ergebnisse der Bürgerumfrage werden erstmalig in einem gebündelten Ergebnisbericht zu allen 
Themenbereichen der Umfrage zur Verfügung gestellt. Der Ergebnisbericht enthält die statistischen 
Auswertungen zu den einzelnen Themenschwerpunkten und weitere Informatione n zur Stichprobe 
(siehe Anlage 1). Detailergebnisse sind im Tabellensatz unter umfragen.stadt-muenster.de bereitge-
stellt. 
 
 
i.V. 
gez.  
 
Denstorff 
Stadtbaurat 
 
 
Anlage 1: Bürgerumfrage 2021 - Bericht

Anlage A

2711 Zeichen

Anlage A zur V/0805/2022 
Kurzüberblick 
Die Vorlage enthält die Methodik und zentralen Ergebnisse der Bürgerumfrage 2021 mit den 
Schwerpunktthemen Münsters Innenstadt, Wohnen in Münster, Stadtverwaltung und öffentliche 
Institutionen, Stadtentwicklung im digitalen Zeitalter (Smart City), und Zeitverwendung für Beruf, 
Familie und Freizeit. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Die Bürgerumfrage setzt das Leitbild einer bürgerorientierten Verwaltung um. Sie verfolgt mehre-
re Ziele: 
 Verbesserung der Informations- und Planungsgrundlagen für die Verwaltung 
 Verbesserung der Kundenorientierung im „Dienstleistungsunternehmen“ Stadt Münster 
(„Kommunale Marktforschung“) 
 Verbesserung der Beteiligungsmöglichkeiten für die Bürgerschaft durch Einbeziehung 
breiter Bevölkerungsgruppen 
 Verbesserung der Entscheidungsgrundlagen für die parlamentarischen Gremien und da-
mit Verstärkung der Bürgernähe 
 Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und der Effektivität kommunalen Handelns 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja  Nein X  
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja  Nein X  
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein X teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein X teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja  Nein X  
Bereits veranschlagt?  Ja  Nein X  
Die Höhe der Aufwendungen oder Auszahlungen sind unabhängig von der vorhandenen Mittelbe-
reitstellung im Beschlussvorschlag zu nennen. Eine Angabe an dieser Stelle oder bei den Zielen 
reicht nicht aus. 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
X überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
Mit der Vorlage 203/88 hat der Rat der Stadt Münster die Durchführung kommunaler Bürgerum-
fragen beschlossen. Die Ausgestaltung der Umfragen (schriftlich, online, telefonisch) ist gestalt-
bar. 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)

Die Bürgerinnen- und Bürgerumfrage schafft wichtige Informationsgrundlagen für Querschnitts-
themen: 
 Die Umfrage ist geschlechterdifferenziert ausgewertet und berücksichtigt damit unterschiedli-
che Perspektiven und Lebenslagen der Geschlechter.  
 Die Umfrage ist n ach Altersgruppen ausgewertet, so dass wichtige demografie-relevante In-
formationen gewonnen werden können. Zudem werden die Lebensphasen „Studierende“, 
„Haushalte mit Kind/ern“ und „Rentner/in bzw. Pensionär/in“ differenziert. 
 Die Umfrage ist nach Menschen mit und ohne Migrationsvorgeschichte ausgewertet, so dass 
hier entsprechende Informationen geliefert werden.

Bürgerumfrage_2021_Bericht

64067 Zeichen

Stadtplanungsamt
Bürgerumfrage 2021 - Bericht
Im Rahmen der kommunalen Bürgerumfrage befragt die Stadtverwaltung die Münsteraner 
Bürgerschaft regelmäßig zu den Lebensbedingungen in der Stadt Münster, zu ihrer Zufriedenheit 
und ihren Einstellungen zu Themenfeldern kommunalen Handelns. Die Bürgerumfrage 2021 
ist eine repräsentative Mehr-Themen-Umfrage mit den Schwerpunkten Münsters Innenstadt, 
Wohnen in Münster, Stadtverwaltung und öffentliche Institutionen, Stadtentwicklung im digita -
len Zeitalter (Smart City) und Zeitverwendung für Beruf, Familie und Freizeit. Fragen zu soziodemografischen 
Merkmalen werden in allen Bürgerumfragen standardmäßig integriert. In einer Feldphase von fünf Wochen 
hatten die nach einem Zufallsprinzip ausgewählten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit mittels Papier-Fra -
gebogen oder Online-Umfrage an der Bürgerumfrage teilzunehmen. Die Ergebnisse zur soziodemografischen 
Struktur der Befragtengruppe und den Schwerpunktthemen werden im Folgenden beschrieben.
1
Von den 10.382 versendeten Fragebögen der Bürge -
rumfrage 2021 konnten 10.053 zugestellt werden (96,8 
%). Insgesamt haben sich 3.459 Bürgerinnen und Bürger 
an der Bürgerumfrage 2021 beteiligt (Rücklauf 33,3 %), 
darunter haben 1.997 bzw. 57,7 % den Paper-Pencil-Fra-
gebogen und 1.462 bzw. 42,3 % den Online-Fragebogen 
ausgefüllt. Abb. 1 zeigt den Rücklauf im zeitlichen Ver -
lauf der Bürgerumfrage.
Struktur der Stichprobe und des Rücklaufs
Die Stichprobenziehung über das Melderegister erlaubt 
einen Vergleich der Geschlechts- und Altersstruktur 
der Grundgesamtheit (Hauptwohnsitzbevölkerung), 
der gezogenen Stichprobe und des Rücklaufs (auf Basis 
des Fragebogens). In der Münsteraner Hauptwohnsitz -
bevölkerung 18 Jahre und älter machen Frauen (52,6 %) 
einen höheren Anteil aus als Männer (47,4 %),  was annä-
hernd im selben Verhältnis in der Stichprobe abzüglich 
nicht zustellbarer Briefe abgebildet wird (Frauen: 52,8 %; 
Männer: 47,2 %). Unter Vernachlässigung weiterer mög-
licher Angaben zum Geschlecht (divers/ keine Angabe) 
und fehlender Werte zeigt der Rücklauf eine höhere 
Teilnahmerate von Frauen mit 54,1 % als von Männern. 
Abb. 2 zeigt die altersspezifische Verteilung der Müns -
teraner Hauptwohnsitzbevölkerung, der Stichprobe 
abzüglich nichtzustellbarer Briefe und des Rücklaufs 
der Bürgerumfrage. Die Stichprobe der Bürgerumfrage 
bildet die Altersstruktur der Hauptwohnsitzbevölke -
rung gut ab: Die Abweichungen bewegen sich zwischen 
- 0,5 %-Punkte und + 0,5 %-Punkte. Die Altersgruppe 
der 75-79-Jährigen ( + 0,5 %-Punkte) ist leicht überre -
präsentiert, die Altersgruppen der 40-44-Jährigen (- 0,5 
%-Punkte) und 18-24-Jährigen (- 0,4 %-Punkte) leicht un-
terrepräsentiert. 
Bei einem Vergleich von Stichprobe und Rücklauf kön -
nen Rückschlüsse auf altersspezifisches Teilnahmever -
halten gezogen werden. Es gibt Altersgruppen, die pro -
portional häufiger bzw. seltener an der Bürgerumfrage 
teilgenommen haben (Abweichungen > + 0,5 %-Punkte 
/ < - 0,5 %-Punkte): Seltener teilgenommen haben die 
Altersgruppen 18-24 Jahre (- 2,6 %-Punkte), 25-29 Jah -
re (- 1,2 %-Punkte), 80-84 Jahre (- 0,8 %-Punkte) und 85 
Jahre und älter (- 1,2 %-Punkte); häufiger haben sich die 
0| Stichprobe Bürgerumfrage 2021

2
Altersgruppen 30-34 Jahre ( + 0,7 %-Punkte), 55 – 59 Jah-
re ( + 1,1 %-Punkte), 60-64 Jahre ( + 1,7 %-Punkte), 65-69 
Jahre ( + 1,0 %-Punkte) und 70-74 Jahre ( + 1,0 %-Punkte) 
beteiligt.
Das altersspezifische Teilnahmeverhalten unterschei -
det sich zwischen Männern und Frauen (Abweichungen 
> + 0,5 %-Punkte / < - 0,5 %-Punkte). Bei den Frauen ha -
ben die Altersgruppen 18-24 Jahre (- 2,1 %-Punkte), 25-
29 Jahre (- 0,7 %-Punkte), 80-84 Jahre (- 1,5 %-Punkte) 
und 85 Jahre und älter (- 2,2 %-Punkte) seltener teilge -
nommen, bei den Männern die Altersgruppen 18-24 
Jahre (- 3,5 %-Punkte), 25-29 Jahre (- 1,5 %-Punkte) und 
35-39 Jahre (- 0,8 %-Punkte). Proportional häufiger ha -
ben bei den Frauen die Altersgruppen 30-34 Jahre ( + 
1,6 %-Punkte), 35-39 Jahre ( + 1,1 %-Punkte), 45-49 Jahre 
(0,9 %-Punkte), 55-59 Jahre ( + 0,9 %-Punkte) und 60-64 
Jahre ( + 1,8 %-Punkte) teilgenommen, bei den Männern 
55-59 Jahre ( + 1,4 %-Punkte), 60-64 Jahre ( + 1,1 %-Punk-
te), 65-69 Jahre ( + 1,8 %-Punkte), und 70-74 Jahre ( + 2,0 
%-Punkte).
Die Gegenüberstellung der Altersstruktur des Rück -
laufs der Bürgerumfrage und der Hauptwohnsitzbe -
völkerung geben Aufschluss darüber, inwiefern die 
Bürgerumfrage die Münsteraner Bevölkerung in ihrer 
Altersstruktur repräsentiert. Die Abweichungen befin -
den sich zwischen – 3,1 %-Punkten und + 2,1 %-Punkten. 
Im Rücklauf sind sowohl junge Altersgruppen  wie 18-24 
Jahre (– 3,1 %-Punkte) und 25-29 Jahre (– 1,0 %-Punkte) 
Abb. 1: Rücklauf der Fragebögen insgesamt, postalisch und online 
nach Datum (ab 10.12.2021 zusammengefasst) 
Abb. 2: Altersstruktur der Hauptwohnsitzbevölkerung, der Stichprobe und des Rücklaufs

3
seltener vertreten als in der Münsteraner Bevölkerung  
als auch die Altersgruppen 40-44 Jahre (- 0,9 %-Punkte), 
80-84 Jahre (- 0,6 %-Punkte) und 85 Jahre und älter (- 1,3 
%-Punkte). Stärker vertreten sind die Altersgruppen 30-
34 Jahre ( + 1,0 %-Punkte), 55-59 Jahre ( + 0,9 %-Punkte), 
60-64 Jahre ( + 1,8 %-Punkte), 65-69 Jahre ( + 0,9 %-Punk-
te) und 70-74 Jahre ( + 1,3 %-Punkte).
Mit einem Anteil von 42,3 % bei der Online-Teilnahme 
zeigt sich eine große Akzeptanz für das Angebot der 
Hybridbefragung. Abb. 3 bildet die Altersstruktur des 
Rücklaufs der Bürgerumfrage insgesamt ab und darü -
ber hinaus die Altersstruktur der Befragten, die post -
alisch und online teilgenommen haben. Es zeigt sich, 
dass die Gruppe der Onlineteilnehmenden deutlich 
jünger ist und die Besetzung in den Altersgruppen mit 
steigendem Alter abnimmt. So sind 18,4 % respektive 
15,9 % 18-24 Jahre bzw. 25-29 Jahre alt, während die 
Postalisch-Teilnehmenden die Altersgruppen nur zu 
6,8 % bzw. 6,4 % besetzen. Am Ende der Altersskala zeigt 
sich eine gegensätzliche Verteilung: die Befragtengrup -
pe, die postalisch teilgenommen hat, ist zu 3,4 % in der 
höchsten Altersgruppe der 85-Jährigen und älteren ver-
treten. Diese Gruppe macht bei den Onlineteilnehmen-
den nur 0,3 % aus.  
Soziodemografische Merkmale des Rücklaufs
Geschlecht: In der Bürgerumfrage 2021 wurden erst -
mals bei der Abfrage des Geschlechts vier Antwort -
kategorien zur Verfügung gestellt: Frau, Mann, Divers, 
und ohne Angabe. Der Rücklauf  umfasst unter Berück -
sichtigung aller Befragten 1.761 Frauen (50,9 %), 1.492 
Männer (43,1 %), 4 Diverse (0,1 %) und 33 Personen, die 
ohne Angabe angekreuzt haben (1,0 %). 169 Befragte 
bzw. 4,9 % haben die Angabe auf die Frage verweigert. In 
den Auswertungen der Themenschwerpunkte werden 
aufgrund der Fallzahlen nur die Geschlechtsangaben 
Frauen und Männer näher analysiert.
Stadtteil: Die Befragten wurden gebeten, die Nummer 
ihres Stadtteils entsprechend der statistischen Gebiets-
gliederung der Stadt Münster anzugeben. Zur Hilfe wur-
de im Anschreiben oberhalb der Adresse, die Nummer 
des Stadtteils für jeden Befragten abgedruckt. Leider ist 
der Anteil der fehlenden Angaben bei den Stadtteilen 
mit 14,1 % (n = 489) relativ hoch, so dass dieses Vorge -
hen für kommende Bürgerumfragen überdacht wird 
und folglich nur begrenzt Auswertungen unterhalb der 
Ebene der Gesamtstadt möglich sind.
Haushaltsstruktur:  Die Haushaltsstruktur setzt sich 
zusammen aus der Anzahl der Haushaltsmitglieder, 
der Altersstruktur der Haushaltsmitglieder und der 
Beziehung zueinander. Die Altersstruktur der Haus -
haltsmitglieder dient der Berechnung des Netto -
äquivalenzeinkommens, auf das im Abschnitt zum 
Haushaltseinkommen näher eingegangen wird. Am 
häufigsten kommt der 2-Personen-Haushalt mit 42,9 
% in der Stichprobe vor, gefolgt von Alleinlebenden mit 
19,3 % und 3-Personen-Haushalten mit 13,9 %. 4-Perso -
nen-Haushalte und Haushalte mit mehr als 5 Personen 
kommen mit 11,6 % und 5,6 % seltener vor. Knapp 60 % 
der Befragten lebt mit der (Ehe-)Partnerin bzw. dem 
(Ehe-)Partner zusammen, 25,6 % mit Kindern, 4,2 % mit 
Eltern bzw. Schwiegereltern und 2,6 % mit anderen Ver-
wandten zusammen. Wohngemeinschaften sind mit 
7,6 % vertreten.
Höchster Ausbildungsabschluss: Das Ausbildungsni -
veau in der Bürgerumfrage ist hoch. Über 50 % der Be -
fragten verfügt über eine Hochschulausbildung, davon 
sogar 7,2 % über eine Promotion. Ausbildung und Lehre 
Abb. 3: Altersstruktur der Befragten insgesamt, der Online-Teilnehmenden und Postalisch-Teilnehmenden

4
ist bei 20,9 % der Befragten der höchste Ausbildungs -
abschluss, gefolgt von 13,4 % mit Abschluss einer Fach-, 
Meister-, Technikerschule, Berufs- oder Fachakademie. 
2,1 % der Befragten geben an, einen anderen oder aus -
ländischen Ausbildungsabschluss zu haben und 6,4 % 
haben (bisher) keinen Ausbildungsabschluss. 
Erwerbsstatus:  Fast 50 % der Befragten sind als An -
gestellte/-r, Beamtin/ Beamter tätig. Die zweitgrößte 
Gruppe machen die Rentnerinnen und Rentner, Pensi -
onärinnen und Pensionäre aus (20,2 %), gefolgt von Stu-
dentinnen und Studenten (11,9 %) und Selbstständigen, 
Unternehmer/-innen und Freiberufler/-innen (9,2 %). 
Ebenfalls vertreten sind Personen mit geringfügiger Be -
schäftigung (6,2 %), Personen in Lehre, Ausbildung und 
Freiwilligendiensten (2,3 %), Hausfrauen/ Hausmänner 
(2,0 %), Personen in Elternzeit und Erziehungsurlaub 
(1,3 %) und Arbeitssuchende/ Arbeitslose (0,8 %). Unter 
den erwerbstätigen Befragten arbeitet der Großteil in 
Vollzeit mit mehr als 35 Stunden pro Woche (67,3 %), 
17,9 % in Teilzeit mit 21 bis 35 Stunden und 14,8 % in Teil-
zeit mit bis zu 20 Stunden pro Woche.
Migrationsvorgeschichte:  Auf Basis der Staatsange -
hörigkeit, dem Geburtsland der Befragten und dem 
Geburtsland der Eltern wurde das Merkmal Migrations -
vorgeschichte abgeleitet. Bei 13,1 % der Befragten liegt 
eine Migrationsvorgeschichte vor, 79,5 % haben keine 
Migrationsvorgeschichte und bei 7,4 % fehlten Informa-
tionen, um die Migrationsvorgeschichte herzuleiten.
Haushaltseinkommen: Das Haushaltsnettoeinkom -
men wurde in 22 Einkommensklassen von „bis unter 
500 €“ bis „ab 10.000 €“ erhoben. Für 2.903 Befragte lie-
gen Angaben zum Einkommen vor. Das Haushaltsnetto-
einkommen ist begrenzt in seiner Aussagekraft, da es je 
nach Haushaltsgröße und -altersstruktur anders zu be -
werten ist. Auf Basis des Haushaltsnettoeinkommens 
und der Haushaltsstruktur wird daher das bedarfsge -
wichtete Nettoäquivalenzeinkommen errechnet, auch 
bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen genannt. 1  
Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen in Münster 
beträgt 2.609,15 €, der Median 2 2.375 €. Im Vergleich 
mit den Einkommensdaten erhoben für Deutschland 
im Rahmen der europäischen Erhebung über Einkom -
men und Lebensbedingungen und des Haushaltspanels 
der Europäischen Union liegt das bedarfsgewichtete 
Pro-Kopf-Einkommen in Münster über dem Deutsch -
lands: Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen 
2021 betrug für Deutschland 29.092 € pro Jahr, pro 
Monat 2.424,33 € (eigene Berechnung), und der Me -
dian des Pro-Kopf-Einkommens 25.018 € pro Jahr, pro 
Monat 2.084,83 € (eigene Berechnung). 3 Auf Basis des 
bedarfsgewichteten Pro-Kopf-Einkommens lässt sich 
darüber hinaus ermitteln, wie viele Personen mit ihrem 
verfügbaren Einkommen unterhalb der Armutsgefähr -
dungsschwelle leben. Die Armutsgefährdungsschwelle 
liegt bei 60 % des Medians des Nettoäquivalenzeinkom-
mens. Diese Schwelle wird für diese Berechnung dem 
Landesamt Information und Technik Nordrhein-West -
falen entnommen, das für das Jahr 2019 eine Armuts -
gefährdungsschwelle von 1.042 € ausgegeben hat. Auf 
Basis dieses Grenzwertes verfügen 8,1 % der Befragten 
über ein Pro-Kopf-Einkommen unterhalb der Armuts -
gefährdungsschwelle (Armutsgefährdungsquote NRW 
17, 0 % ).4 
Sozialleistungen: 1,4 % der Befragten geben an Hartz 4 
und 2,1 % Wohngeld zu beziehen.
1 Bundeszentrale für politische Bildung: Verteilung der Nettoäquivalenzeinkommen, https://www.bpb.de/themen/soziale-lage/ver-
teilung-von-armut-reichtum/237427/verteilung-der-nettoaequivalenzeinkommen/, abgerufen am 08.08.2022
2 Der Median ist der Wert in der Mitte einer Verteilung. 
3 Datenbank Eurostat, https://ec.europa.eu/eurostat, abgerufen am 08.08.2022
4 IT.NRW: Armutsgefährdungsquote und Armutsgefährdungsschwelle 2010 – 2019, https://www.it.nrw/statistik/eckdaten/armutsge 
faehrdungsquote-und-armutsgefaehrdungsschwelle-2089, abgerufen am 08.08.2022

5
Der überwiegenden Mehrheit der Münsteranerinnen 
und Münsteraner gefällt die Innenstadt sehr gut bis gut 
(86,2 %). Rund 13 % beantworten die Frage mit „teils 
gut/ teils schlecht“ und nicht einmal ein halbes Prozent 
bewertet die Innenstadt als schlecht bis sehr schlecht 
(keine Darstellung). 
Was gefällt besonders, was gefällt überhaupt nicht 
an der Innenstadt?
Die Münsteranerinnen und Münsteraner wurden ge -
beten, bis zu zwei Nennungen abzugeben, was Ihnen 
besonders gut und überhaupt nicht an der Innenstadt 
gefällt. Abb. 1 und Abb. 2 zeigen jeweils die Top 10 Nen-
nungen auf diese beiden Fragen. Die mit Abstand häu -
figste Nennung zu den Dingen, die besonders gefallen, 
ist mit einem Anteil von 13,2 % an allen Nennungen der 
Prinzipalmarkt (n = 718), gefolgt von den historischen 
Gebäuden der Innenstadt (7,9 % der Nennungen, n = 
427) und dem Markt auf dem Domplatz (7,0 % der Nen -
nungen, n = 380). Dinge, die den Münsteranerinnen und 
1| Innenstadt von Münster
Münsteranern gar nicht gefallen, sind mit Abstand, zu 
viele Autos in der Innenstadt (15,5 % der Nennungen, n 
= 448), gefolgt von zu vielen Einzelhandelsketten (8,7 
% der Nennungen, n = 2 5 1 ) und dem Fehlen von T reff-
punkten/ Sitzgelegenheiten ohne Verzehrzwang (4,9 % 
der Nennungen, n = 142).  
Zufriedenheit mit den Angeboten der Innenstadt
Die Befragten wurden gebeten, Angebote der Innen -
stadt hinsichtlich Ihrer Quantität zu bewerten (siehe 
Abb. 3). Bei der Interpretation der Ergebnisse muss be -
achtet werden, dass bei einigen Angeboten der Anteil 
der Befragten, die keine Bewertung abgegeben haben 
(„weiß nicht“-Kategorie), durchaus groß ist. Hier kann 
vermutet werden, dass ein Großteil dieser Befragten 
keinen Bedarf für dieses Angebot bzw. keine Betrof -
fenheit hat. Das trifft vor allem auf die Barrierefreiheit 
bezüglich des Zugangs zu Geschäften und Gastronomie 
(50,8 %) sowie von Plätzen und Wegen (48,2 %) und die 
Spielmöglichkeiten für Kinder zu (36,9 %). 
Abb. 1: Top 10 der Nennungen zur Innenstadt: Was gefällt besonders gut? (5.425 Nennungen)  
Das Angebot ist zu viel: Hinsichtlich der Frage, was in 
der Innenstadt zu viel ist, entfallen die meisten Nen -
nungen auf den Aspekt „Möglichkeiten zum Parken für 
Pkw“ (18,2 %).
Das  Angebot ist zu wenig: Die meisten Befragten be -
werten das Angebot an Treffpunkten und Sitzmöglich -
keiten im Freien ohne Zwang, etwas zu konsumieren 
(76,0 %), als zu wenig vorhanden. Ebenfalls ein zu gerin-
ges Angebot sehen Befragte für Abstellmöglichkeiten 
für Fahrräder (61,2 %), ruhige Aufenthaltsorte (57,0 %), 
begrünte Plätze/ Orte (54,4 %), und kühle/ schattige 
Orte (bei Hitze) (49,6 %). Rund 41 % der Befragten ge -
ben an, dass es zu wenig Spielmöglichkeiten für Kinder 
in der Innenstadt gibt. 
Münsteranerinnen und 
Münsteraner wünschen sich 
mehr Aufenthaltsräume im 
Freien, ohne Konsumzwang.

6
Das Angebot ist passend: Die Verbindungswege zwi -
schen Einkaufsstraßen (88,3 %), das Einzelhandels- und 
Warenangebot (83,6 %) sowie das Angebot an Cafés und 
Restaurants (76,9 %), Bildungs- (74,8 %) und Kulturan -
geboten (68,3 %) werden am häufigsten als passend be -
wertet. Die geringsten Werte bei der Passgenauigkeit 
von Angeboten zeigen sich für Treffpunkte/ Sitzmög -
lichkeiten im Freien ohne Zwang, etwas zu konsumieren 
(20,6 %), den Spielmöglichkeiten für Kinder (21,6 %) und 
der Barrierefreiheit für Plätze und Wege (25,4 %). 
Abb. 3: Bewertung der Angebote in der Innenstadt  
Abb. 2: Top 10 der Nennungen zur Innenstadt: Was gefällt überhaupt nicht? (2.883 Nennungen)  
 
Mehr Frauen als Männer geben an, dass Aufenthaltsorte 
mit bestimmten Eigenschaften in der Innenstadt fehlen 
(siehe Abb. 4). Dazu gehören kühle, schattige Orte (bei 
Hitze) (Frauen: 53,8 %; Männer: 45,2 %), ruhige Aufent -
haltsorte (Frauen: 60,5 %; Männer: 53,0 %), begrünte 
Plätze/ Orte (Frauen: 57,0 %; Männer: 51,2 %) und Treff -
punkte ohne Zwang, etwas zu konsumieren (Frauen: 
80,1 %; Männer: 71,2 %). Auch bei der Barrierefreiheit 
geben Frauen häufiger an, dass zu wenig barrierefreie 
Zugänge zu Geschäften und zur Gastronomie und bar -
rierefreie Plätze und Wege vorhanden sind.

7
Abb. 4: Bewertung der Angebote in der Innenstadt nach Geschlecht 
Abb. 5 zeigt die Bewertung differenziert nach Wohn -
standort Stadtbezirk Mitte und Außenstadtbezirken: 
Insgesamt gibt es nur geringe Unterschiede in der Be -
wertung der Angebote. Eine deutlichere Abweichung 
lässt sich für die Spielmöglichkeiten für Kinder verzeich-
nen. Befragte wohnhaft in Außenstadtbezirken geben 
mit über + 6 %-Punkten an, dass Spielmöglichkeiten zu 
wenig in der Innenstadt vorhanden sind. Abweichungen 
zeigen sich auch für ruhige Aufenthaltsorte und Treff -
punkte, ohne Zwang, etwas zu konsumieren: Bewohne -
rinnen und Bewohner der Innenstadt geben hier häufi -
ger an, dass zu wenig Treffpunkte bzw. Orte vorhanden 
sind. Weitere Abweichungen lassen sich im Bereich Ver-
kehr verorten: Befragte aus Außenstadtbezirken geben 
häufiger an, dass das Angebot an Möglichkeiten zum 
Parken für Pkw (Außenstadtbezirke: 38,4 %; Stadtbezirk 
Mitte: 28,7 %) und die Anbindung an den ÖPNV zu we -
nig ist (Außenstadtbezirke: 34,4 %; Stadtbezirk Mitte: 
31,4 %), jedoch seltener, dass die Abstellmöglichkeiten 
für Fahrräder zu wenig vorhanden sind (Außenstadtbe -
zirke: 58,1 %; Stadtbezirk Mitte: 66,8 %).

8
Abb. 5: Bewertung der Angebote in der Innenstadt  nach Wohnstandort
Besuchshäufigkeit, -grund und Verkehrsmittel
Gut 50 % der Münsteranerinnen und Münsteraner besu-
chen die Innenstadt in der Woche mindestens einmal 
(siehe Abb. 6): 9,5 % sind täglich in der Innenstadt und 
17,5 % zwei- bis dreimal die Woche. Nur wenige besu -
chen die Innenstadt nie unter der Woche. An Sams -
tagen besuchen 22,4 % die Innenstadt jede Woche, 
weitere 37,5 % besuchen die Innenstadt an Samstagen 
ein- bis zweimal im Monat. An Sonntagen ist die Besu -
cherfrequenz deutlich geringer: 77,2 % gaben an, dass 
sie seltener als einmal im Monat oder nie an Sonntagen 
in der Innenstadt sind. Differenziert nach Wohnstand -
ort Stadtbezirk Mitte und Außenstadtbezirke zeigen 
sich deutliche Unterschiede: Besucherfrequenz der Be -
wohnerinnen und Bewohner von Stadtbezirk Mitte ist 
erwartbar deutlich höher (siehe Abb. 7).

9
Abb. 6: Besuchshäufigkeit der Innenstadt  an Wochentagen, Samstagen und Sonntagen
Abb. 7: Besuchshäufigkeit der Innenstadt  an Wochentagen, Samstagen und Sonntagen nach Wohnstandort
Bei der Nutzung von Verkehrsmitteln, um die Innen -
stadt zu besuchen, konnten die Befragten mehrere Ver -
kehrsmittel benennen (siehe Abb. 8). Das mit Abstand 
am häufigsten genannte Verkehrsmittel ist das Fahrrad 
mit 64,4 %, gefolgt vom Zufußgehen mit 36,5 % und 
dem Pkw als Selbstfahrer/-in mit 33,2 %. Fast annähernd 
so häufig wie den Pkw als Selbstfahrer/-in nutzen die 
Münsteranerinnen und Münsteraner den öffentlichen 
Nahverkehr (32,6 %).

10
Abb. 8: Verkehrsmittel, das in der Regel für den Besuch der Innenstadt benutzt wird
Die Analyse auf der Ebene der Stadtteile kann auf klein -
räumig-spezifische Nutzungsmuster hinweisen, auch 
wenn die Anzahl der Beobachtungen auf dieser Ebene 
begrenzt ist und daher vorsichtig interpretiert werden 
muss. Für die Pkw-Nutzung zeigen sich die höchsten 
Anteile im Stadtteil Amelsbüren (siehe Abb. 9, Stadtteil 
Bahnhof ohne Nennungen hier): 86,5 % der Befragten 
nutzen einen Pkw um die Innenstadt zu besuchen unab-
hängig davon, ob als Selbstfahrer/-in oder Mitfahrer/-in. 
Darauffolgen die Stadtteile Gelmer-Dyckburg (82,9 %), 
Nienberge (81,6 %), Wolbeck (81,0 %) und Sprakel (75,0 
%). Die höchsten Anteile von Nutzerinnen und Nutzern 
von Bus und Bahn gibt es in den Stadtteilen Albachten 
(63,8 %), Hiltrup-Ost (63,6 %), Angelmodde (55,4 %), 
Mecklenbeck (52,7 %) und Hiltrup-Mitte (50,7 %) (sie -
he Abb. 9, Stadtteil Hafen ohne Nennungen hier). Fahr -
räder, E-Bikes oder Pedelecs werden hingegen anteilig 
am wenigstens von Befragten aus Amelsbüren (35,1 %), 
Sprakel (46,4 %) und Wolbeck (48,1 %) genutzt, um in 
die Innenstadt zu gelangen (siehe Abb. 10).
Abb. 9: Pkw- und ÖPNV-Nutzung, um die Innenstadt  aufzusuchen, nach Stadtteilen

11
Knapp 70 % der Münsteranerinnen und Münsteraner be-
suchen die Innenstadt mindestens ein- bis zweimal im 
Monat zum Einkaufen (siehe Abb. 11). Über 30 % kom -
men sogar mindestens einmal die Woche zum Einkau -
fen in die Innenstadt. Annähernd so häufig findet ein 
Besuch der gastronomischen Angebote der Innenstadt 
statt. Mindestens ein- bis zweimal im Monat kommen 
17,6 % der Befragten in die Innenstadt zum Feiern in 
Clubs und Bars etc., 24,1 % für den Besuch von Kulturver-
anstaltungen, 18,5 % für die Nutzung von Bildungsange -
Abb. 11.1: Tätigkeiten in der Innenstadt und ihre Häufigkeit
boten, 23,2 % für den Besuch von Ärztinnen und Ärzten, 
Krankenhäusern, 19,3 % für gesundheitsnahe Dienstleis-
tungen und 7,7 % für Behördengänge. Fast täglich wird 
die Innenstadt als Schul-, Studium-, und Arbeitsstand -
ort von 16,6 % der Befragten besucht. Knapp 5 % gehen 
fast täglich beruflichen Termin in der Innenstadt nach. 
Abb. 10: Fahrrad-Nutzung, um die Innenstadt  aufzusuchen, nach Stadtteilen

12
Entwicklung der Innenstadt und  
was fehlt in der Innenstadt
Gut 20 % der Münsteranerinnen und Münsteraner gibt 
an, dass sich die Innenstadt alles in allem in den letzten 
5 Jahren verbessert hat (keine Darstellung). 48,5 % sa -
gen, dass die Innenstadt gleichgeblieben ist und 17,3 % 
geben an, dass die Innenstadt sich verschlechtert hat. 
Abb. 12: Bewertung der Entwicklung der Innenstadt in den letzten 5 Jahren  
nach soziodemografischen Merkmalen
Weitere 14,1 % wählten die „weiß nicht“-Kategorie. Be -
fragte im höheren Alter (70 – 79 Jahre: 24,9 %; 60 – 69 
Jahre: 24,2 %) und mittleren Alter (50 – 59 Jahre: 23,6 %, 
40 – 49 Jahre: 20,2 %) und mit höchsten Ausbildungs -
abschluss Fach-, Meister-, Technikerschule, Berufs- oder 
Fachakademie (23,7 %) und Ausbildung oder Lehre 
(20,3 %) geben häufiger an, dass sich die Innenstadt ver-
schlechtert hat (siehe Abb. 12). 
Abb. 11.2: Tätigkeiten in der Innenstadt  und ihre Häufigkeit
Bei der Frage, was den Münsteranerinnen und Müns -
teranern, in der Innenstadt fehlt, war mit Abstand die 
häufigste Nennung Sitzgelegenheiten (11,4 % der Nen -
nungen, n = 407), gefolgt von Grün (7,6 % der Nennun -
gen, n = 270) und Fahrradabstellmöglichkeiten (5,8 % 
der Nennungen, n = 208, siehe Abb. 13). Die Nennungen 
der Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtbezirks 
Mitte und der Außenstadtbezirke unterscheiden sich 
nur geringfügig, wobei die Top vier Nennungen gleich 
sind (siehe Abb. 14).

13
Abb. 13: Top 10 der Nennungen zur Innenstadt: Was fehlt in der Innenstadt? (3.573 Nennungen)
Abb. 14: Top 10 der Nennungen zur Innenstadt für Bewohnerinnen und Bewohner nach Wohnstandort 
(Stadtbezirk Mitte: 1.628 Nennungen; Außenstadtbezirke: 1.676 Nennungen ): Was fehlt in der Innenstadt?

Wohnformen
Rund 57 % der Befragten wohnen zur Miete und der 
Großteil der zur Miete wohnenden lebt in einem Mehr -
familienhaus (86,1 %). Nur wenige Befragte mieten ein 
Einfamilienhaus (4,3 %) bzw. ein Doppel- oder Reihen -
haus (6,9 %). Unter den im Eigentum wohnenden Be -
fragten (42,9 %), leben 39,5 % in einem Einfamilienhaus, 
37,6 % in einem Doppel- oder Reihenhaus und 22,3 % in 
einem Mehrfamilienhaus (keine Darstellung). 
Mietniveau und -belastung
Die Entwicklung des Mietwohnungsmarktes lässt sich 
über Bestands- und Angebotsmieten abbilden. Be -
standsmieten beschreiben die Mieten aus bestehenden 
Mietverträgen und können in der Regel nur über Befra -
gungen erfasst werden, während die Angebotsmieten 
aus Inseraten von Mietwohnungen erfasst werden. Im 
Rahmen der Bürgerumfrage 2021 wurde erstmals die 
Netto-Kalt-Miete (ohne Heizungs-, Betriebs- oder sons -
tige Nebenkosten) und die Gesamtmiete inklusive Heiz- 
und Betriebskosten bei den Befragten im Mietwohnver-
hältnis erfragt, um Mietniveaus in der Stadt Münster zu 
ermitteln. Aufgrund fehlender Werte bei den Mieten 
und den Angaben zum Stadtteil sind die Ergebnisse un -
ter Beachtung zum Teil geringer Fallzahlen zu interpre -
tieren.
Gesamtstädtisch beträgt der Median 1 für Net -
to-Kalt-Mieten 9,32 € pro m² und für die Gesamtmie -
te 11,57 € pro m². Der Median der erhobenen Net -
to-Kalt-Mieten variiert auf der Ebene der Stadtteile 
zwischen 6,50 € pro m² und 11,53 € pro m² (siehe Abb. 
1). Generell zeigt sich für die Stadtteile im Stadtbezirk 
Mitte ein in der Regel höheres Mietniveau mit den 
höchsten Werten im Stadtteil Schloss und Schlachthof 
mit 11 € bis 12 € pro m² Netto-Kalt-Miete. Das niedrigs-
te Mietniveau ist in Amelsbüren und Berg Fidel mit un -
ter 7 € pro m² gemessen. 
Dem gegenübergestellt ist der Median der Angebots -
mieten (Neuvermietungen) auf Stadtteilebene aus dem 
Jahr 2020 (Quelle: empirica-systeme Marktdatenbank). 
Der Median der Angebotsmieten variiert auf der Ebene 
der Stadtteile zwischen 6,93 € pro m² und 13,08 € pro 
m². Hier zeigt sich auch für die Stadtteile im Stadtbezirk 
Mitte ein höheres Niveau als in den Stadtteilen der an -
deren Stadtbezirke. Die höchsten Angebotsmieten mit 
einem Median über 12 € pro m² sind in den Stadtteilen 
Schloss, Neutor, Bahnhof, Martini, Schlachthof, Plug -
gendorf, Kreuz und Hafen gemessen. Die niedrigsten 
Angebotsmieten mit einem Median unter 9 € pro m² 
weisen die Stadtteile Berg Fidel, Amelsbüren, Sprakel, 
Kinderhaus-West, Coerde und Handorf auf. 
Auf Bezirksebene zeigt sich das höchste Niveau der 
Netto-Kalt-Mieten im Innenstadtring mit 10,00 € pro 
m² (Spannweite Median Netto-Kalt-Mieten: 8,13 € pro 
m² - 10,00 € pro m², siehe Abb. 2). In den Stadtbezirken 
Münster-Nord, Münster-Hiltrup und Münster-Südost 
liegt der Median der Netto-Kalt-Mieten unter 9 € pro 
m². Der Median der Gesamtmiete auf Bezirksebene liegt 
zwischen 10,41 € pro m² und 12,50 € pro m² mit den 
höchsten Werten für die Stadtbezirke/Teilbereiche In -
nenstadtring, Altstadt und Mitte-Nordost.
14
2| Wohnen in Münster
1  Der Median ist der Wert in der Mitte einer Verteilung. Der Median wird hier berichtet, da dieses Lagemaß robuster gegenüber 
Ausreißern ist.

15
Abb. 1: Median Netto-Kalt-Miete pro m² auf Ebene der Stadtteile (n = 1.405, Bürgerumfrage 2021, links) und 
Median Angebotsmieten pro m² auf Ebene der Stadtteile 2020 (n = 3.485 Angebote, rechts, Quelle: empirica-sys -
teme Marktdatenbank), * = Berechnungen auf Basis von weniger als 20 Fällen pro statistischen Bezirk
Abb. 2: Median Netto-Kalt-Miete pro m² auf Ebene der Stadtbezirke/ Teilbereiche (n = 1.433, Bürgerumfrage 2021, 
links) und Median Gesamtmiete pro m² auf Ebene der Stadtbezirke/ Teilbereiche (n = 1.559, Bürgerumfrage 2021, 
recht s)

16
Ein Hinweis auf die Entwicklung der Bestandsmieten 
im Zeitverlauf gibt die Auswertung der Netto-Kalt-Mie -
ten nach Wohndauer in der Wohnung/ im Haus (siehe 
Abb. 3). Die Wohndauer in der Wohnung/ im Haus der 
Befragten beträgt im Durchschnitt 13,3 Jahre und im 
Median 8 Jahre. Mit steigender Wohndauer nimmt der 
Die Mietbelastungsquote gibt an, wieviel vom Haus -
haltsnettoeinkommen für das Wohnen aufgebracht 
wird (siehe Abb. 4). In der hier präsentierten Berech -
nung wird die Gesamtmiete als Grundlage verwendet, 
da die Kosten für Betriebs-, Heiz- und Nebenkosten die 
Haushalte ebenfalls finanziell belasten. Die Mietbelas -
tungsquote der Haushalte in Münster ist im Median 
Abb. 4: Verteilung der Warmmietbelastung (n = 1.305), 
 berechnet auf Basis der Gesamtmiete und des Nettohaushaltseinkommens 
Median der Netto-Kalt-Miete pro m² ab. Die höchste 
Netto-Kalt-Miete gaben Befragte mit einer Wohndau -
er unter 2 Jahren mit 10,24 € pro m² an, die geringste 
Befragte mit einer Wohndauer über 25 Jahre mit 7,17 € 
pro m².
26,7 %. Der Großteil der Befragten (62,1 %) weist Miet -
belastungsquoten bis 30 % auf. Gut 20 % der Befragten 
bringt zwischen 30 bis unter 40 % des Haushaltsnetto -
einkommens für das Wohnen auf, 9,9% der Befragten 40 
% bis unter 50% und 8,0 % der Befragten 50 % und mehr.  
Abb. 3: Median Netto-Kalt-Miete pro m² in € nach Wohndauer (n = 1.554) 
In Abb. 5 wird der Zusammenhang zwischen Warm -
mietbelastung, Gesamtmiete und Haushaltsnettoein -
kommen dargestellt. Generell zeigt sich, dass Haushalte 
mit einem geringen Einkommen weniger Geld für das 
Wohnen aufwenden, dennoch stärker durch Wohnkos -
ten belastet sind. Die niedrigste Einkommensgruppe 
mit einem Haushaltsnettoeinkommen unter 1.000 € 
hat eine Warmmietbelastung von 58,3 % im Median und 
gibt im Median 410,86 € für Ihre Gesamtmiete aus. Mit 
steigendem Einkommen nimmt die Warmmietbelas -
tung ab und der Betrag, der für das Wohnen aufgewen -
det wird, zu. So haben Haushalte mit einem Haushalts -
nettoeinkommen über 5.000 € zwar eine Gesamtmiete 
von 1.200,00 € im Median, jedoch eine Warmmietbelas-
tung von nur 18,9 % im Median.

17
Unzureichende Wohnfläche und  
Wohnungsbelegung
In der Betrachtung von unzureichenden Wohnverhält -
nissen wurden zwei Ansätze zur Messung berücksich -
tigt.
1) Wohnfläche: Auf Basis der Richtlinien zur sozialen 
Wohnraumförderung in Niedersachsen und Nord -
rhein-Westfahlen leben rund 6 % (n = 179) der Befragten 
auf einer Wohnfläche, die unzureichend ist. 
2) Wohnungsbelegung: Das Verhältnis von Personenan-
zahl im Haushalt und der Zimmeranzahl gibt Aufschluss 
über die bedarfsgerechte Belegung von Wohnraum. 
Beispielsweise gilt eine Wohnung für drei Personen als 
bedarfsgerecht belegt, wenn die Wohnung über 2,5 bis 
vier Zimmer verfügt; unterbelegt bei einer Zimmeran -
zahl von fünf und mehr, überbelegt bei zwei Zimmern, 
gravierend überbelegt bei 1,5 bis einem Zimmer. Mehr 
als die Hälfte der Befragten leben in Wohnungen, die 
bedarfsgeregt belegt sind (n = 1.747, 55,0 %). Rund 41 % 
(n = 1.292) der Wohnungen sind unterbelegt und 3,0 % 
(n = 96) respektive 1,3 % (n = 41) sind überbelegt bzw. 
gravierend überbelegt. 
Bei der Kombination dieser beiden Messansätze zeigt 
sich, dass 8,7 % der Befragten in unzureichenden 
Wohnverhältnissen leben, d.h. entweder über eine un -
zureichende Wohnfläche und/oder eine (gravierend) 
überbelegte Wohnung verfügen. Mit Blick auf die Al -
tersgruppen zeigt sich, dass unzureichende Wohnver -
hältnisse häufiger in jüngeren und mittleren Alters -
gruppen auftreten (18-29 Jahre: 13,1 %, n = 91; 30-39 
Jahre: 14,0 %, n = 82; 40-49 Jahre: 11,3 %, n = 45, siehe 
Abb. 6). Aufgeschlüsselt nach Haushaltsformen wird 
Abb. 5: Median der Warmmietbelastung in % (Balken) und  
Median der Gesamtmiete in € (Linie) nach Haushaltsnettoeinkommen in € (n = 1.305) 
Abb. 6.1: Unzureichende Wohnverhältnisse nach Altersgruppen (n = 3.189)

18
deutlich, dass am häufigsten Paare mit Kinder(n) im 
Haushalt, darunter mindestens ein Kind unter 14 Jahre, 
betroffen sind (n = 84, 16,7 %), dicht gefolgt von Allein -
lebenden (n = 97, 14,7 %). Überproportional häufiger 
von unzureichenden Wohnverhältnissen sind ebenfalls 
Personen mit geringem Einkommen betroffen: 24,3 % 
(n = 60) der Personen mit einem Nettoäquivalenzein -
kommen unter der Armutsgefährdungsschwelle leben 
in unzureichenden Wohnverhältnissen. Zum Vergleich: 
in der Gruppe der Befragten mit Einkommen über der 
Armutsgefährdungsschwelle sind nur 8,0 % (n = 209) 
betroffen (keine Darstellung).
Abb. 6.2: Unzureichende Wohnverhältnisse nach ausgesuchten Haushaltstypen (n = 3.039) 
Gemeinschaftliches Wohnen
Die Bürgerinnen und Bürger wurden gefragt, ob Sie 
sich vorstellen können, in einem Haus mit anderen zu 
wohnen, in dem sich die Bewohnerinnen und Bewoh -
ner als Gemeinschaft im Alltag gegenseitig helfen und 
unterstützen (siehe Tab. 1). Rund 36 % (n = 607) der 
Frauen und rund 32 % (n = 460) der Männer bejahen, 
dass sie sich das Wohnen in Gemeinschaft mit Perso -
nen verschiedener Generationen  vorstellen können. 
Fast genauso viele stimmen dem Wohnen in Gemein -
schaft mit Personen gleicher Generation  zu (Frauen 
33,3 %, n = 525; Männer 31,1 %, n = 418). Ähnlich hoch 
sind die Werte der Befragten, die sich das Wohnen in 
Gemeinschaft mit Personen verschiedener Generatio -
nen oder gleicher Generation möglicherweise vorstel -
len können. Nicht vorstellen können sich hingegen das 
gemeinschaftliche Wohnen zwischen 19,8 % und 24,1 % 
der Befragten. 
Unzureichende  Wohnfläche: generell Wohnungen mit einer Wohnfläche < 35 m², für Studierende, Auszubil -
dende < 24 m² (Wohnraumförderungsbestimmungen 2021 Nordrhein-Westfalen 1) bzw. weniger als 85 % der 
angemessenen Wohnflächen. Angemessene Wohnfläche beträgt für eine Person bis 50 m², zwei Personen bis 
60 m², drei Personen bis 75 m², vier Personen bis 85 m² und jede weitere Person 10 m² zusätzlich (Richtlinie zur 
Durchführung der sozialen Wohnraumförderung in Niedersachsen 2).
Tab. 1: Gemeinschaftliches Wohnen nach Geschlecht
1 Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung das Landes Nordrhein-Westfalen (2021): Öffentliche Wohnraumför-
derung des Landes Nordrhein-Westfalen 2018 – 2022 - Wohnraumförderungsbestimmungen 2021. 
2  Richtlinie zur Durchführung der sozialen Wohnraumförderung in Niedersachsen (Wohnraumförderbestimmungen — WFB —),
 https://www.voris.niedersachsen.de/jportal/?quelle=jlink&query=VVND-234000-MU-20190702-02-SF&psml=bsvorisprod.psml&-
max=true, abgerufen am 08.06.2022

19
Wohnen im Alter
Im folgenden Abschnitt liegt der Schwerpunkt auf den 
Wohnverhältnissen der Bevölkerungsgruppe 60 Jahre 
und älter. Der Anteil an Personen, die im Eigentum le -
ben, ist im Alter von 60 Jahren und älter deutlich hö -
her (siehe Tab. 1): Während in der Gesamtbevölkerung 
Münsters 42,7 % der Frauen bzw. 43,6 % der Männer im 
Eigentum leben, bewegt sich dieser Anteil im höheren 
Alter zwischen 62,8 % (Frauen 60 – 69 Jahre) und 72,3 % 
(Frauen 80 Jahre und älter). Daraus ergibt sich auch ein 
höherer Anteil an Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäu-
sern als in der Gesamtbevölkerung, da diese Gebäude -
typen selten zur Miete bewohnt werden.
Tab. 2: Wohnformen nach Altersgruppen (Miete/ Eigentum Gesamt: n = 3.204, Bevölkerung 60 +: n = 973;  
Gebäudetyp Gesamt: n = 3.227, Bevölkerung 60 +: n = 974)
Die mittlere Wohndauer in der Wohnung/ dem Haus 
der Altersgruppe 60 Jahre und älter beträgt 26,5 Jahre 
(n = 980; Median: 25,5 Jahre) und ist damit erwartungs-
gemäß höher als in der Gesamtbevölkerung (arithmeti -
sches Mittel: 13,3 Jahre; Median: 8 Jahre). Die Wohndau-
er steigt im Durchschnitt mit steigendem Alter an und 
ist in der Altersgruppe 80 Jahre und älter am höchsten 
(Frauen, arithmetisches Mittel: 37,4 Jahre, Median: 41,0 
Jahre; Männer, arithmetisches Mittel: 35,4 Jahre, Medi -
an: 40,0 Jahre). 
Der Großteil der älteren Bevölkerung lebt in Haushalten 
mit 2 Personen (Frauen: 59,1 %; Männer: 71,7 %), gefolgt 
von 1-Personen Haushalten (Frauen: 33,1 %; Männer: 
16,6 %). Nur wenige Frauen und Männer leben in Haus -
halten mit drei und mehr Personen. Die Bevölkerung 60 
Jahre und älter lebt im arithmetischen Mittel auf 117,9 
m² (n = 981; Median: 110 m²). Aufgegliedert nach Ei -
gentum und Miete beträgt die mittlere Wohnfläche für 
Mieterinnen und Mieter 85,0 m² (Median: 80 m²) und 
für Eigentümerinnen und Eigentümer 134,6 m² (Medi -
an: 126 m²). Die Unterschiede in der durchschnittlichen 
Wohnfläche zwischen den Altersgruppen sind bei zur 
Miete wohnenden Befragten gering (Mittelwert: 84,1 
m² - 86,3 m²; Median: 75 m² – 82 m²). Bei den im Ei -
gentum lebenden Befragten zeigt sich eine geringere 
Wohnfläche mit zunehmenden Alter (Mittelwert: 124,6 
m² - 142,8 m²; Median: 120 m² – 130 m², keine Darstel -
lung). Abb. 7 zeigt die mittlere Wohnfläche nach Miete/ 
Eigentum und Haushaltsgröße. Die Wohnfläche nimmt 
in der Regel mit der Haushaltsgröße zu und ist unab -
hängig von der Haushaltsgröße bei Personen, die im Ei -
gentum leben, größer.

20
Abb. 7: Arithmetisches Mittel der Wohnfläche in m² nach Haushaltsgröße  
und differenziert nach Eigentum (n = 632) und Miete (n = 317) 
Im Modul Wohnen wurde das Vorhandensein eines Auf-
zugs und Treppenlifts sowie eine Reihe von Barrieren 
in der Wohnung/ im Haus erfragt. Auf Basis dieser An -
gaben wurde eine zusammengefaste Punktzahl (Sum -
menscore) für Barrieren im häuslichen Umfeld abge -
leitet: Der Summenscore hat eine Spannweite von null 
bis neun und nimmt mit steigender Anzahl an Barrieren 
bzw. Stockwerken zu. Im Mittel weist das häusliche Um-
feld der Befragten 4,3 Barrieren auf (n= 1.001; Median: 
4). Deskriptive Auswertungen nach Geschlecht und Al -
tersgruppen zeigen, dass die Barrieren mit steigendem 
Alter abnehmen. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass 
im höheren Alter bereits Maßnahmen ergriffen wurden, 
Barrieren in der Wohnung/ im Haus abzubauen. In Abb. 
8 ist der Summenscore für Barrieren nach Altersgrup -
pen und Geschlecht differenziert abgebildet: In der 
Altersgruppe 80 Jahre und älter verfügt ein größerer 
Anteil von Frauen und Männern über Wohnraum mit 
wenig bis gar keinen Barrieren.
Abb. 8: Summenscore für Barrieren im Haushalt nach Altersgruppen und Geschlecht

21
Ein Großteil der Befragten kann sich vorstellen aus ei -
ner großen in eine kleinere Wohnung im Alter zu ziehen 
(siehe Tab. 3): In der Altersgruppe der 60 – 69-Jährigen 
sind dies annähernd 80 % der Frauen und Männer, die 
es sich vorstellen bzw. möglicherweise vorstellen kann. 
Der Anteil der Frauen und Männer sinkt mit steigendem 
Alter, beträgt in der Gruppe der 80-Jährigen aber immer 
noch um die 60 %. In einer vertiefenden Auswertung 
mit soziodemografischen Einflussgrößen und Merkma -
len der jetzigen Wohnsituation zeigt sich, dass es einen 
Zusammenhang zwischen der Vorstellung (möglicher -
weise) in eine kleinere Wohnung im Alter zu ziehen 
und der Zimmeranzahl, der Wohndauer und der Barri -
erearmut der jetzigen Wohnung/ des jetzigen Hauses 
gibt. Eine höhere Wohndauer und Barrierearmut ist mit 
einer abnehmenden Bereitschaft verbunden, eine hö -
here Zimmeranzahl hingegen mit einer zunehmenden 
Bereitschaft von einer großen in eine kleinere Wohnung 
zu ziehen (keine Darstellung). 
Bei einer Abfrage der Anforderungen an eine neue Woh-
nung bei einem Umzug wurde von den Befragten 60 
Jahre und älter am häufigsten die Barrierefreiheit (Frau -
en: 67,5 %; Männer: 64,4 %), gefolgt von einer kleineren 
Wohnfläche (Frauen: 43,4 %; Männer: 45,5 %) genannt 
(siehe Abb. 9). Für Frauen folgt an dritter Stelle der Per -
sonenaufzug (43,0 %) und an vierter Stelle der Verbleib 
in der derselben Nachbarschaft (40,0 %), für Männer 
positioniert sich an dritter und vierter Stelle der höhere 
Dämmstandard, bessere Energieeffizienz (39,2 %) und 
der Personenaufzug (38,7 %).
Abb. 9: Anforderungen an eine neue Wohnung bei einem Umzug nach Geschlecht 
Tab. 3: Einstellung zum Umzug aus einer großen in eine kleinere Wohnung im Alter  
(Gesamt: n = 3.204; Bevölkerung 60 +: n = 953)

22
3| Stadtverwaltung und öffentliche Institutionen 
Rund 82 % der BürgerInnen 
hatten (sehr) gute Erfahrun -
gen mit der Stadtverwaltung.
Vertrauen in die Stadtverwaltung
Vertrauen in die Stadtverwaltung wird mit fünf Di -
mensionen in Anlehnung an das OECD Trust Frame -
works1 mit den Dimensionen Empfänglichkeit, Verläss -
lichkeit, Integrität, Offenheit und Fairness gemessen.  
Die Mehrheit der Befragten gibt an, dass es „sehr wahr -
scheinlich“ bzw. „eher wahrscheinlich“ ist, dass die 
Stadtverwaltung… 
• ihnen schnell hilft (67,5 %, n = 2.187), 
• die Aussagen verlässlich sind (81,4 %, n = 2.624), 
• die Abläufe nachvollziehbar (63,7 %, n = 2.043), 
• sie gleichbehandelt werden (61,4 %, n = 1.975), und 
• ihr Anliegen diskret behandelt wird (77,9 %, n = 
2.514, siehe Abb. 1).
Erfahrung mit der Stadtverwaltung
Über zweitdrittel (65,0 %, n = 2.069) der Münsterane -
rinnen und Münsteraner geben an, in den letzten 12 
Monaten mindestens einen persönlichen Kontakt zur 
Stadtverwaltung in den Stadthäusern, Bezirksverwal -
tungsstellen, Bürgerbüros, bei sonstigen Dienststellen 
oder Einrichtungen der Stadtverwaltung gehabt zu 
haben. Weitere 12,9 % (n = 412) hatten ausschließlich 
Kontakt per Telefon, E-Mail oder postalisch und ledig -
lich 22,1 % geben an, gar keinen Kontakt in den letzten 
12 Monaten gehabt zu haben. Die  überwiegende Mehr-
heit der Befragten schätzt ihre bisherigen Erfahrungen 
mit der Stadtverwaltung sehr gut bis gut ein (sehr gut: 
13,0 %, gut: 68,4 %), wenige eher schlecht (9,5 %) und 
schlecht (1,6 %; keine Darstellung).
Um das Vertrauen in öffentliche (politische) Instituti -
onen der Bürgerinnen und Bürger zu messen, wurde 
ein Ausschnitt einer Fragenbatterie aus dem World 
Value Survey (WVS) aufgegriffen und an das Design 
der Bürgerumfrage angepasst. Der WVS ist eine reprä-
sentative sozialwissenschaftliche Befragung, die seit 
1981 weltweit alle fünf Jahre durchgeführt wird 2.  Die 
Fragenbatterie des WVS umfasst 26 Institutionen, aus 
denen drei für die Bürgerumfrage aufgegriffen – „die 
Regierung“, „die politischen Parteien“ und „die öffent-
liche Verwaltung“ - und eine bisher nicht enthalten -
de – „die Kommunalpolitik“ - ergänzt wurde. Das hat 
zwei Vorteile: die verwendeten Fragen sind bereits ge-
testet und validiert, und ein Vergleich mit Ergebnissen 
des WVS für Deutschland ist möglich.  
Abb. 1: Vertrauen in die Stadtverwaltung
Die Mehrheit der befragten Münsteranerinnen und 
Münsteraner hat sehr viel bis ziemlich viel Vertrauen in 
die Regierung (58,6 %), die öffentliche Verwaltung (62,4 
%) und die Kommunalpolitik (52,8 %, siehe Abb. 2). Bei 
den politischen Parteien geben lediglich 36,0 % an, sehr 
viel bis ziemlich viel Vertrauen zu haben. Hier über -
wiegt der Anteil der Befragten, die wenig bis überhaupt 
kein Vertrauen hat mit 56,6 %. 
Vertrauen in öffentliche (politische) Institutionen
1  OECD (2017): OECD Guidlines on Measuring Trust: https://www.oecd-ilibrary.org/oecd-guidelines-on-measuring-trust_5jftf3r-
hx6wk.pdf?itemId=%2Fcontent%2Fpublication%2F9789264278219-en&mimeType=pdf, abgerufen am 07.09.2021
2 Siehe für mehr Informationen zum World Value Survey: https://www.worldvaluessurvey.org/wvs.jsp

23
Abb. 2: Vertrauen in die politischen Institutionen: Regierung (n = 3.267), politische Parteien (n = 3.256), öffentliche Verwaltung (n = 3.253) und Kommunal-
politik (n = 3.259), Vergleichende Darstellung der Bürgerumfrage 2021 und des WVS 2017-2020

24
Vergleich mit Ergebnissen der deutschen Bevölke -
rung: Für die Institutionen Regierung, politische Partei -
en und öffentliche Verwaltung liegen Vergleichswerte 
der deutschen Bevölkerung aus dem World Value Sur -
vey (WVS, siehe Infobox) vor. Die Münsteraner Bevöl -
kerung zeigt in der vergleichenden Betrachtung für die 
Fragen zum Vertrauen in die Regierung und die politi -
schen Parteien größeres Vertrauen als die deutsche 
Bevölkerung. Die Verteilung der Antwortkategorien für 
die öffentliche Verwaltung ist für den WVS und die Bür -
gerumfrage ähnlich, mit der Ausnahme, dass weniger 
Münsteranerinnen und Münsteraner angaben, wenig 
Vertrauen zu haben und häufiger die „weiß nicht“-Kate-
gorie ausgewählt haben.
Um zu identifizieren, welche Bevölkerungsgruppen 
wenig bis überhaupt kein Vertrauen in öffentliche Ins -
titutionen haben, zeigt Abb. 3 die Verteilung für sozio -
demografische Merkmale, wie Geschlecht, Alter, Migra -
tionsvorgeschichte, höchster Ausbildungsabschluss 
und Einkommen im Bezug zur Armutsgefährdungs -
schwelle. 
Regierung: Für das Vertrauen in die Regierung zeigen 
die folgenden Gruppen die höchsten Werte für wenig 
bis überhaupt kein Vertrauen (in der Summe über 40 %): 
die Altersgruppe 60-69 Jahre (45,5 %), Befragte mit den 
höchsten Ausbildungsabschlüssen Ausbildung/ Lehre 
(46,2 %) und Fach-, Meister-, Technikerschule, Berufs-/
Fachakademie (45,4 %). 
Politische Parteien:  Bezüglich des Vertrauens in politi -
sche Parteien zeigen alle betrachteten Gruppen für we -
nig bis überhaupt kein Vertrauen Anteile über 40 % in 
der Summe. Daher wird im Folgenden auf die Gruppen 
eingegangen, die die geringsten Werte für wenig bis 
überhaupt kein Vertrauen aufweisen: Einen Anteil von 
unter 50 % für wenig bis überhaupt kein Vertrauen weist 
lediglich die Altersgruppe 18-29 Jahre (45,9 %), Befragte, 
die einen anderen/ ausländischen oder (bisher) keinen 
Abschluss haben (43,5 %) und Personen mit einem Ein -
kommen über der Armutsgefährdungsschwelle (49,6 %) 
auf. 
Öffentliche Verwaltung:  Über 30 % der Befragten in 
den Altersgruppen 60-69 Jahre (34,2 %) und 70-79 Jahre 
(33,0 %), Befragte mit Migrationsvorgeschichte (32,0 %), 
den Ausbildungsabschlüssen Ausbildung/ Lehre (35,8 
%) und Fach-, Meister-, Technikerschule, Berufs-/Fach -
akademie (34,4 %) haben wenig bis gar kein Vertrauen 
in die öffentliche Verwaltung. 
Kommunalpolitik: Zum Vertrauen in die Kommunalpo-
litik zeigt die Auswertung, dass Männer (40,7 %), die Al -
tersgruppen 50-59 (42,4 %), 60-69 (49,8 %), 70-79 (48,5 
%) und 80 Jahre und älter (46,1 %), Befragte mit den Aus-
bildungsabschlüssen Ausbildung/ Lehre (46,1 %) und 
Fach-, Meister-, Technikerschule, Berufs-/Fachakademie 
(46,1 %) die höchsten Werte (in der Summe über 40 %) 
für wenig bis überhaupt kein Vertrauen aufweisen.

25
Abb. 3: Vertrauen in die politischen Institutionen nach sozio-demografischen Merkmalen

Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in Müns -
ter bewertet den Einsatz von Digitalisierung für eine zu -
kunftsfähige Stadtentwicklung als sehr wichtig (50,9 %, 
n = 1.671) bzw. wichtig (28,7 %, n = 942). Nur ein kleiner 
Anteil bewertet dies als weniger wichtig (3,6 %, n = 117) 
und nicht wichtig (2,0 %, n = 65).
Handlungsfelder  Smart City Münster
Die Smart City Münster hat im Rahmen der Bürgerum -
frage eine Bewertung von sechs Handlungsfeldern in 
Form einer Rangfolge von den Bürgerinnen und Bürgern 
vornehmen lassen (n = 1.966 1 , siehe Abb. 1). Auf Basis 
der Verteilung der Ränge nach Handlungsfeld und auf 
Basis der Lagemaße Median2 und Modalwert3 kann eine 
Rangfolge weitestgehend abgeleitet werden: 1) Umwelt 
(Modus = 1, Median = 2), 2) Mobilität (Modus = 2, Medi-
an = 3), 3) Lebensart (Modus = 4, Median = 4), 4) Teilha-
be (Modus = 5, Median = 4), und 5) Wirtschaft (Modus 
26
4| Stadtentwicklung im digitalen Zeitalter
= 6, Median = 4) und Verwaltung (Modus = 6, Median 
= 4). Die geschlechtsstratifizierte Verteilung der Ränge 
für die Handlungsfelder zeigt vor allem Unterschiede 
bezüglich des Handlungsfeldes Teilhabe (siehe Abb. 
2): Frauen positionieren dieses Handlungsfeld im Mit -
telfeld des Rankings der Handlungsfelder, während es 
bei Männern mit den Handlungsfeldern Wirtschaft und 
Verwaltung eher auf den letzten Rängen verortet ist.
Abb. 1: Verteilung der Handlungsfelder der Smart City Münster (n = 1.966)
Das Handlungsfeld Umwelt ist 
für Bürgerinnen und Bürger das 
wichtigste Handlungsfeld der 
Smart City Münster.
1 Befragte, die bei der Rangfolge nicht die Ränge 1 bis 6 vergeben haben, wurden aus dieser Auswertung ausgeschlossen.
2 Der Median ist der Wert in der Mitte einer Verteilung.
3 Der Modus, auch Modalwert genannt, ist der häufigste Wert einer Stichprobe.

27
Abb. 2: Verteilung der Handlungsfelder der Smart City Münster nach Geschlecht 1  
1 Frauen: Mobilität: Modus = 2, Median = 2; Umwelt: Modus = 1, Median = 2; Lebensart: Modus = 4, Median = 4; Wirtschaft: Modus 
= 6, Median = 5; Teilhabe: Modus = 4, Median = 4; Verwaltung: Modus = 6, Median = 4/ Männer: Mobilität: Modus = 2, Median = 
3; Umwelt: Modus = 1, Median = 3, Lebensart: Modus = 3, Median = 4; Wirtschaft: Modus = 6, Median = 4; Teilhabe: Modus = 6, 
Median = 4; Verwaltung: Modus = 6, Median = 4

Wünsche und Hoffnungen
Die Bürgerinnen und Bürger wurden darüber hinaus zu 
Wünschen und Hoffnungen und Sorgen und Ängsten in 
Bezug auf eine Smart City befragt und konnten bis zu 
drei auswählen bzw. benennen. Für Frauen und Männer 
ist „Mehr Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz, 
Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ (Frauen: 
häufigste Nennung mit 67,5 %; Männer: häufigste Nen -
28
nung mit 60,3 %) und „bessere, schnellere Mobilitäts -
angebote“ (Frauen: 2. häufigste Nennung mit 46,0 %; 
Männer: 2. häufigste Nennung mit 46,7 %) am bedeut -
samsten. Beim dritthäufigsten Wunsch unterscheiden 
sich Frauen und Männer: Während Frauen hier „freiere 
und flexiblere Lebensgestaltung, bessere Vereinbarkeit 
von Beruf und Familie“ benennen (41,9 %), kommt für 
Männer an dieser Stelle „mehr BürgerInnenbeteiligung, 
einfachere Informationszugänge“ (36,4 %).
Abb. 3: Wünsche und Hoffnungen in Bezug auf eine Smart City nach Geschlecht

„Mehr Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz, An -
passung an die Folgen des Klimaschutzes“ ist in allen 
Altersgruppen der am häufigsten genannte Wunsch 
(siehe Abb. 4). In den Altersgruppen 18-29, 50-59 und 
60-69 Jahre sind „bessere, schnellere Mobilitätsangebo-
te“ der am zweithäufigsten genannte Wunsch, bei den 
höheren Altersgruppen ab 70 Jahren rückt an diese Stel-
le „mehr BürgerInnenbeteiligung, einfachere Informati -
onszugänge“. Für Personen in den Altersgruppen 30-39 
29
und 40-49 Jahren ist der zeithäufigste Wunsch, der nach 
„freierer, flexiblerer Lebensgestaltung, besserer Verein -
barkeit von Beruf und Familie“.
Abb. 4: Wünsche und Hoffnungen in Bezug auf eine Smart City  
stratifiziert nach Altersgruppen

Ängste und Sorgen
Für Frauen und Männer ist die Sorge „HackerInnen kön -
nen Infrastrukturen lahmlegen“, die am häufigsten ge -
nannte (Frauen: 44,9 %; Männer: 53,7 %). Frauen nennen 
am zweithäufigsten „weniger persönliche Kontakte“ 
(43,3 %), gefolgt von „hohe Abhängigkeit von interna -
30
tionalen Konzernen und Unternehmen“ (36,3 %). Die 
„hohe Abhängigkeit von Konzernen und Unternehmen“ 
ist die zweithäufigste Angst bzw. Sorge bei Männern 
(40,1 %), gefolgt von „Fremde/ Dritte können Daten aus-
spionieren“ (38,3 %).
Abb. 5: Ängste und Sorgen in Bezug auf eine Smart City stratifiziert nach Geschlech t

In der altersgruppenspezifischen Auswertung der Sor -
gen und Ängste zeigen die Altersgruppen von 30-39 
Jahren bis 70-79 Jahren die häufigsten Nennungen für 
die Sorge „HackerInnen können Infrastrukturen lahm -
legen“. In der Altersgruppe 18-29 Jahre wurde am häu -
figsten die Sorge über „mehr Überwachung, weniger 
Privatsphäre“ genannt (45,8 %), und damit deutlich häu-
31
figer als in der Gesamtstichprobe (33,6 %). Im höheren 
Alter 80 Jahre und älter ist die Sorge über „weniger per -
sönliche Kontakte“, die am häufigsten genannte. In den 
Altersgruppen 50-59, 60-69 und 70-79 Jahre ist es die 
am zweithäufigste genannte Sorge. In den jüngeren Al -
tersgruppen rangiert die Sorge einer „hohen Abhängig -
keit von internationalen Konzernen und Unternehmen“ 
an zweiter Stelle.
Abb. 6: Ängste und Sorgen in Bezug auf eine Smart City stratifiziert nach Altersgruppen

Die Bürgerinnen und Bürger wurden gebeten für eine 
Liste von 19 Tätigkeiten anzugeben, wie viel Zeit Sie 
durchschnittlich in Stunden dafür in einer normalen 
Woche von Montag bis Sonntag aufbringen (siehe Abb. 
1). Die meiste Zeit verbringen Frauen und Männer in ei -
ner Woche mit Erwerbstätigkeit (Frauen: 33,0 Stunden; 
Männer: 38,3 Stunden), gefolgt von Kinderbetreuung 
bei den Frauen (21,9 Stunden) und Schule, Ausbildung 
und Hochschule bei den Männern (20,5 Stunden). Frau-
en wenden mehr Zeit für versorgende Tätigkeiten auf 
als Männer. Das schließt Tätigkeiten wie Hausarbeit, 
Zubereitung von Mahlzeiten, Betreuung von Kindern, 
Haustier- und Pflanzenpflege, Pflege und Betreuung von 
Angehörigen, und die Unterstützung von Personen au -
ßerhalb des eigenen Haushalts ein.
32
5| Zeitverwendung für Beruf, Familie und Freizeit
Abb. 1: Arithmetisches Mittel der Stunden pro Woche nach Tätigkeiten und Geschlecht  
Hinweis: Grundlagen sind alle Angaben exklusive fehlende Werte/Angaben von null Stunden

Erwerbstätigkeit und versorgende Tätigkeiten 
nach Haushaltsform
Im Folgenden werden ausgewählte Tätigkeiten ge -
schlechtsstratifiziert und nach Haushaltsformen unter 
Berücksichtigung der Anzahl und des Alters von Kindern 
im Haushalt betrachtet (siehe Abb. 2). Als Vergleichs -
gruppe werden Paare unter 60 Jahren ohne Kinder im 
Haushalt mit abgebildet. Es liegen keine Informationen 
zum Geschlecht der (Ehe-)Partnerin/ des (Ehe-)Partners 
vor, so dass nicht zwischen gleichgeschlechtlichen und 
heterosexuellen Paaren differenziert werden kann.
Erwerbstätigkeit: Frauen arbeiten in allen Haushalts -
formen im Durchschnitt weniger Stunden pro Woche 
als Männer. Insbesondere Frauen in Paarbeziehungen 
mit Kind(ern) unter 14 Jahren gehen einer bezahlten 
Tätigkeit in einem deutlich geringeren Umfang nach als 
Männer in diesen Haushaltsformen. Auffällig ist, dass der 
Umfang der Erwerbstätigkeit bei Frauen mit steigender 
Zahl an Kindern unter 14 Jahren stetig abnimmt,  von 
26,2 auf 19,8 Stunden im Durchschnitt pro Woche, wäh-
rend die Stundenzahl bei Männern zwischen 41,4 und 
44,5 Stunden konstant hoch bleibt. Annähernd gleich 
viel arbeiten alleinerziehende Frauen und Männer mit 
27,3 Stunden im Durchschnitt respektive 27,6 Stunden 
im Durchschnitt. Paare ohne Kinder im Haushalt unter 
60 Jahren zeigen auch ohne aktuelle Betreuungsver -
pflichtungen für Kinder im Haushalt geschlechtsspezifi -
sche Unterschiede im Umfang der Erwerbstätigkeit.
Hausarbeit: In allen Haushaltsformen geben Frauen 
durchschnittlich mehr Stunden pro Woche für Hausar -
beit an. Die höchsten Werte weisen Frauen in Paarbezie-
hungen mit Kindern im Haushalt auf. Unter den Paaren 
33
mit Kind(ern) unter 14 Jahren zeigt sich eine deutliche 
Zunahme der Stundenanzahl mit der Anzahl der Kinder 
bei den Frauen (Anstieg von im Durchschnitt 8,2 Stun -
den auf 12,7 Stunden pro Woche), während der Umfang 
der Hausarbeit bei Männern mit 2 und mehr Kindern 
unter 14 Jahren im Haushalt nur leicht höher ist als mit 
einem Kind unter 14 Jahren im Haushalt (6,7 Stunden im 
Durchschnitt respektive 5,6 Stunden im Durchschnitt).
Zubereitung von Mahlzeiten: Bei der Zubereitung von 
Mahlzeiten zeigen sich ebenfalls geschlechtsspezifische 
Unterschiede: Frauen wenden in allen Haushaltsformen 
mehr Zeit für die Zubereitung von Mahlzeiten auf. Die 
höchsten Werte weisen Frauen in Paarbeziehungen mit 
Kindern unter 14 Jahren auf (zwischen 7,0 und 7,9 Stun-
den durchschnittlich pro Woche). Der Zeitumfang ist 
unabhängig von der Haushaltsform unter den Männer 
ähnlich hoch mit Werten zwischen 4,2 und 4,7 Stunden 
im Mittel pro Woche.  
Betreuung von Kindern: Die höchsten Betreuungszei -
ten sind in den Haushaltsformen der Paarbeziehungen 
mit Kindern unter 14 Jahren zu beobachten. In diesen 
gibt es auch deutliche Unterschiede zwischen Frauen 
und Männern: Mit steigender Anzahl an Kindern unter 
14 Jahren steigt die Betreuungszeit bei Frauen von 31,5 
Stunden im Mittel pro Woche auf 43,0 Stunden. Die Be-
treuungszeiten der Männer steigen ebenfalls, aber auf 
einem deutlich niedrigeren Niveau von 13,4 Stunden 
bei einem Kind unter 14 Jahren auf 18,9 Stunden im Mit-
tel pro Woche bei zwei Kindern und 17,8 bei zwei und 
mehr Kindern unter 14 Jahren im Haushalt. Bei Alleiner-
ziehenden ist der Umfang der Betreuungszeiten deut -
lich geringer. 
Abb. 2: Geschlechtsspezifisches arithmetisches Mittel der Stunden pro Woche nach ausgewählten Tätigkeiten 
und nach Haushaltsformen. Hinweis: Grundlagen sind alle Angaben inklusive fehlende Werte/Angaben von null 
Stunden (Fortsetzung auf nächster Seite)

34
Abb. 2: Geschlechtsspezifisches arithmetisches Mittel der Stunden pro Woche nach ausgewählten Tätigkeiten 
und nach Haushaltsformen. Hinweis: Grundlagen sind alle Angaben inklusive fehlende Werte/Angaben von null 
Stunden.  
Abb. 2: Geschlechtsspezifisches arithmetisches Mittel der Stunden pro Woche nach ausgewählten Tätigkeiten 
und nach Haushaltsformen. Hinweis: Grundlagen sind alle Angaben inklusive fehlende Werte/Angaben von null 
Stunden.

Pflege und Betreuung Angehöriger
Bei der Pflege und Betreuung von Angehörigen gibt es 
ein geschlechtsspezifisches Muster (keine Darstellung). 
Frauen geben generell häufiger an, Zeit für Pflege (Frau -
en: n = 268 Angaben über null Stunden; Männer: n = 
169 Angaben über null Stunden) und die Unterstützung 
von Personen außerhalb des eigenen Haushalts aufzu -
wenden (Frauen: n = 454 Angaben über null Stunden; 
Männer: n = 359 Angaben über null Stunden). Frauen 
wenden im Mittel auch mehr Zeit für die Pflege von 
Angehörigen (Frauen: arithmetisches Mittel = 5,8 Stun -
den; Männer: arithmetisches Mittel = 3,9 Stunden) und 
die Unterstützung von Personen außerhalb des eigenen 
Haushalts auf (Frauen: arithmetisches Mittel = 3,3 Stun-
den; Männer: arithmetisches Mittel = 2,4 Stunden). 
Tagesplanung, Zeitdruck und Wünsche  
nach mehr Zeit
Die Befragten wurden gebeten, Ihre Zustimmung bzw. 
Ablehnung zu sieben Aussagen zu Ihrer verfügbaren 
Zeit und Wünschen nach mehr Zeit anzugeben. Die Fra-
gebatterie wurde der Zeitverwendungserhebung (ZVE) 
2012/ 2013 des Statistischen Bundesamtes 1 entnom -
men  und um eine Aussage zur Erwerbsarbeit ergänzt. 
Rund 49 % der Befragten stimmen der Aussage zu, Ihren 
Tag genau planen zu müssen; 45,5 % sind häufig unter 
Zeitdruck und nur 33,6 % können regelmäßig ausschla -
fen. Gut die Hälfte der Befragten wünscht sich mehr 
Zeit für sich selbst (48,8 %), für die Familie (47,4 %), für 
Freundinnen, Freunde und Bekannte (52,6 %), während 
35
nur 6,0 % mehr Zeit für die Arbeit wünschen (Angaben 
beziehen sich auf „stimme voll und ganz zu“ und „stim -
me eher zu“). 
In der Auswertung zeigen sich zum Teil Unterschiede 
zwischen Frauen und Männern: Mehr Frauen geben an, 
darauf angewiesen zu sein, den Tag genau planen zu 
müssen – 23,1 % stimmen voll und ganz zu und 30,0 % 
stimmen eher zu (siehe Abb. 3). Bei Männern sind es in 
der Summe 44,3 %, die dieser Aussage voll und ganz bzw. 
eher zustimmen. Frauen stimmen ebenfalls häufiger den 
Aussagen „Ich fühle mich häufig unter Zeitdruck“, „Ich 
wünsche mir mehr Zeit für mich selbst“ und „Ich wün -
sche mir mehr Zeit für Freund*innen, Bekannte“ zu. Für 
die Aussage „Ich fühle mich häufig unter Zeitdruck“ zei -
gen sich nach der Aussage zur Tagesplanung die größten 
Disparitäten. Fast 50 % der Frauen stimmen der Aussage 
voll und ganz bzw. eher zu. Darüber hinaus geben 25,3 % 
„teils/ teils“ an. Von Zeitdruck betroffen fühlen sich 41,3 
% der Männer (Antwortkategorien „stimme voll und 
ganz zu“/ „stimme eher zu“). Kaum geschlechtsspezifi -
sche Unterschiede gibt es hingegen für die Zustimmung 
zu den Aussagen „Ich wünsche mir mehr Zeit für meine 
Familie“ und „Ich wünsche mir mehr Zeit für Erwerbsar -
beit“. Rund 47 % der Frauen und Männer stimmen voll 
und ganz zu bzw. eher zu, sich mehr Zeit für die Familie 
zu wünschen. Bezüglich der Aussage „Ich wünsche mir 
mehr Zeit für Erwerbsarbeit“ sind bei Frauen und Män -
nern die Zustimmungswerte sehr gering (Frauen: 5,8 % 
stimmen voll und ganz zu bzw. eher zu; Männer: 6,2 % 
stimmen voll und ganz zu bzw. eher zu).
Abb. 3: Geschlechtsspezifische Zustimmung zu Aussagen zur verfügbaren Zeit und Wünschen nach mehr Zeit 
1  Statistisches Bundesamt (Destatis, 2016): Zeitverwendungserhebung,  https://www.destatis.de/DE/Methoden/Qualitaet/Quali-
taetsberichte/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen/zeitverwendungserhebung-2012-2013.pdf?__blob=publicationFile, 
abgerufen am 08.06.2022

Zeitdruck, Erwerbsarbeit und Kinder im Haushalt
Häufiger Zeitdruck weist auf eine Belastung hin, die 
mit hohem Stresspotential und daher langfristig mit 
negativen Einflüssen auf die physische und psychische 
Gesundheit verbunden sein kann. Daher wird die Frage 
zum Zeitdruck im Folgenden detaillierter betrachtet. 
Dabei lassen sich möglichweise auch Hinweise auf das 
in der Familienforschung beschriebene Konstrukt der 
„Rushhour im Familienzyklus“ 1  beobachten. Das Kons -
trukt beschreibt die starken Belastungen insbesondere 
bei Familien mit kleinen Kindern durch die Anforderun -
gen im Berufs- und Familienleben.
36
Alter: Die altersgruppenspezifische Auswertung zeigt, 
dass der häufige Zeitdruck insbesondere im jungen und 
mittleren Erwachsenenalter berichtet wird und mit 
steigendem Alter geringere Zustimmungswerte erhält 
(siehe Abb. 4). Auch hier zeigen sich durchweg höhere 
Zustimmungswerte für Frauen als für Männer, wobei 
die Altersgruppe 30-39 Jahre heraussticht: Die Zustim -
mungswerte sind bei Männern und Frauen ähnlich hoch 
mit 59,0 % respektive 61,8 %. Männer und Frauen erle -
ben in dieser Altersspanne im großem Umfang häufig 
Zeitdruck. Mit der Ausnahme, dass Frauen der Aussage 
zum häufigen Zeitdruck deutlich häufiger voll und ganz 
zustimmen (33,3 % der Frauen versus 20,3 % der Män -
ner). 
Abb. 4: Geschlechtsspezifische Zustimmung zur Aussage  
„Ich fühle mich häufig unter Zeitdruck“ nach Altersgruppen 
Arbeitszeitumfang: Im Zusammenhang mit dem Ar -
beitszeitumfang zeigen sich unterschiedliche Muster 
für Männer und Frauen (siehe Abb. 5): Während eine 
Reduktion der Arbeitszeit bei Männern zu abnehmen -
den Zustimmungswerten bei der Aussage zum häufigen 
Zeitdruck führen, weisen Frauen in Teilzeit mit 21 bis 35 
Stunden die größte Zustimmung für häufigen Zeitdruck 
auf. 
1  Martin Bujard, Ralina Panova (2014): Rushhour des Lebens, Bundeszentrale für politische Bildung, https://www.bpb.de/themen/
familie/familienpolitik/197927/rushhour-des-lebens/, abgerufen am 24.10.2022

Haushaltsform: Häufiger Zeitdruck ist vor allem bei Be-
fragten mit Kindern zu beobachten (siehe Abb. 6). Die 
höchsten Werte zeigen Befragte in Paarbeziehungen 
mit Kindern unter 14 Jahren (Paar mit 1 Kind unter 14 
Jahren im Haushalt, Paar mit 2 Kindern unter 14 Jahren 
im Haushalt und Paar mit mehr als 2 Kindern unter 14 
Jahren im Haushalt) - sie sind zu einem Großteil von 
37
häufigem Zeitdruck betroffen. Der Zeitdruck ist dabei 
bei Frauen („stimme voll und ganz zu“/ „stimme eher 
zu“: 65,7 % - 81,1 %) häufiger als bei Männern („stimme 
voll und ganz zu“/ „stimme eher zu“: 54,8 % - 74,2 %) und 
häufiger mit mehr als einem Kind unter 14 Jahren im 
Haushalt. 
Abb. 6: Geschlechtsspezifische Zustimmung zur Aussage  
„Ich fühle mich häufig unter Zeitdruck“ nach Haushaltsform 
Abb. 5: Geschlechtsspezifische Zustimmung zur Aussage  
„Ich fühle mich häufig unter Zeitdruck“ nach Arbeitszeitumfang

38
Abb. 7: Geschlechtsspezifische Zustimmung zur Aussage „Ich fühle mich häufig unter Zeitdruck“  
nach Geschlecht, Arbeitszeitumfang und Kindern im Haushalt
Arbeitszeitumfang, Hausarbeit und Kinder im Haus -
halt: Die Kombination von Vollzeiterwerbstätigkeit 
und Kindern im Haushalt ist mit den höchsten Zustim -
mungswerten zur Aussage zum häufigen Zeitdruck bei 
Frauen und Männern verbunden (siehe Abb. 7): Über 75 
% der Frauen und 65,0 % der Männer stimmen voll und 
ganz bzw. eher zu. Dem folgen Frauen und Männern in 
Teilzeit mit Kindern im Haushalt mit nur leicht geringe -
ren Zustimmungswerten.
Diesen Zusammenhang betrachtet für die durchschnitt-
liche Anzahl Stunden pro Woche, die für Erwerbsarbeit 
und versorgende Tätigkeiten (Hausarbeit, Einkaufen 
und Besorgungen, Zubereitung von Mahlzeiten, Betreu-
ung von Kindern, Haustier-und Pflanzenpflege, Pflege 
und Betreuung von Angehörigen, und Unterstützung 
von Personen außerhalb des eigenen Haushalts) aufge -
bracht werden, zeigt, dass die höchste Stundenlast (sie-
he Abb. 8) bei Frauen und Männern in den Altersgrup -
pen 30-39 Jahre und 40-49 Jahre vorliegt.

39
Abb. 8: Geschlechtsspezifisches arithmetisches Mittel der Stunden pro Woche für Erwerbstätigkeit  
und versorgende Tätigkeiten nach Alter

40
Impressum
Stadt Münster - Stadtplanungsamt
Dr. Grit Müller, Leiterin der Abteilung Stadt- und Regionalentwicklung, Statistik 
MuellerGrit@stadt-muenster.de
Titelfoto: pixabay
Weitere statistische Nachrichten der Stadt Münster: statistik.stadt-muenster.de

Beratungsverlauf (13)

27.02.2023 Kommunale Seniorenvertretung
TOP 3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
28.02.2023 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 6.2 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
28.02.2023 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 3.4 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
28.02.2023 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 6.3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
02.03.2023 Bezirksvertretung Münster-Ost
TOP 4.2 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
02.03.2023 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 3.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
02.03.2023 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 5.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
08.03.2023 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 8 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
09.03.2023 Ausschuss für Gleichstellung
TOP 8 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
16.03.2023 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung
TOP 5.4 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
21.03.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 8 Bericht Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
22.03.2023 Hauptausschuss
TOP 13 Bericht Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
22.03.2023 Rat
TOP 20 Bericht Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (4)

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  • Neutor

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Details

Aktenzeichen
V/0805/2022
Typ
Vorlagen
Datum
20.12.2022
Erstellt
20.12.2022 11:23