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V/0422/2012

Gemeinsamer Antrag der CDU-Fraktion, der SPD-Fraktion, der FDP-Fraktion, der Fraktion DIE LINKE. und der Ratsgruppe UWG/ÖDP an den Rat Nr. A-R/0051/2010

Vorlagen 16.05.2012

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 27.06.2012, TOP 11

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 7

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Ansehen

Anlage 6

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Anlage 5

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Anlage 3

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Anlage 1

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Anlage 2

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Anlage 4

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Ansehen

Beschlussvorlage

16155 Zeichen

V/0422/2012 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Dezernent Oberbürgemeister 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Gemeinsamer Antrag der CDU-Fraktion, der SPD-Fraktion, der FDP-Fraktion, der Fraktion DIE 
LINKE. und der Ratsgruppe UWG/ÖDP an den Rat Nr. A-R/0051/2010 
"Ort der Kulturen und Religionen der Welt" 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
14.06.2012 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 
14.06.2012 Kulturausschuss Vorberatung 
14.06.2012 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 
19.06.2012 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung 
20.06.2012 Integrationsrat Vorberatung 
21.06.2012 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 
27.06.2012 Hauptausschuss Vorberatung 
27.06.2012 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
1. Der Rat nimmt den Zwischenbericht zum Projektstand des Projektes „Ort der Kulturen und 
Religionen der Welt“ zur Kenntnis.  
 
2. Der Rat erklärt unter der Maßgabe, dass das das Projekt „Ort der Religionen und Kulturen 
der Welt“ von den Initiatoren erfolgreich weitergeführt und ohne städtische Mittel realisiert 
werden kann und vorbehaltlich der noch notwendigen weiteren planer ischen, gestalter i-
schen und rechtlichen Konkretisierung, seine grundsätzliche Bereitschaft einen Grun d-
stücksteil der Parkanlage Kinderbachtal in Gievenbeck (s. Planausschnitt in der  Anlage 1) 
den Initiatoren zur kostenfreien Nutzung zu überlassen.   
 
2.1 Diese Zusage ist auf 3 Jahre, also bis Mitte 2015, befristet. 
 
2.2 Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Mittel für die Realisierung des nördlichen Bere i-
ches der Parkanlage Kinderbachtal in den Etatberatungen 2010 und 2011 in spätere Jahre 
geschoben worden ist. Sollte das Projekt des Ortes der Kulturen und Religionen durch die 
Initiatoren – nach den Maßgaben dieser Vorlage - umgesetzt werden können, ist eine Rea-
lisierung der bisherigen Planungen nicht bzw. nur eingeschränkt möglich, falls die Mittel in 
späteren Jahren – nach 2015 – durch Ratsbeschluss bereitgestellt werden sollten. 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0422/2012 
Auskunft erteilt: 
Herr Uetz 
Ruf: 
492 60 20 
E-Mail: 
Uetz@stadt-muenster.de  
Datum: 
15.05.2012 
Öffentliche Beschlussvorlage

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V/0422/2012 
3. Diese grundsätzliche Zustimmung steht unter der Maßgabe, dass eine inhaltlich und gestal-
terisch tragfähiger und von den Vertreterinnen und Vertretern der unterschiedlichen K ultu-
ren und Religionsgemeinschaften grundsätzlich akzeptierter Entwurf für den geplanten „Ort 
der Religionen und Kulturen“ durch die Initiatoren entwickelt und abgestimmt wird. 
 
4. Die Verwaltung wird beauftragt: 
 
4.1 Die Voraussetzungen für eine kostenfre ie Überlassung des Grundstücksteils nach den u n-
ter Beschlussziffer 2 und 3 genannten Maßgaben aufzubereiten und gemäß dem weiteren 
Fortgang der Projektkonkretisierung und Projektumsetzung den zuständigen Gremien ggf. 
weitergehende Vorschläge zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.  
 
4.2 Die Initiatoren bei der weiteren Realisierung des Projektes, insbesondere der Prüfung und 
Umsetzung der Gründung einer unselbständigen Stiftung oder einer anderen tragfähigen 
Projektstruktur, zu unterstützen.  
 
 
Kosten-/Folgekosten 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass durch den o.g. Beschlussvorschlag keine Kosten und ke ine 
Folgekosten entstehen, da eine mögliche Projektrealisierung ausschließlich über Drittmittel fina n-
ziert werten soll. Eine Bereitstellung städtischer Mittel ist nicht vorgesehen. 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangs-/Beschlusslage 
 
 Mit einem gemeinsamen Antrag der CDU -Fraktion, der SPD -Fraktion, der FDP -Fraktion, 
der Fraktion DIE LINKE. und der Ratsgruppe UWG/ÖDP (Anlage 2)  wurde die bürge r-
schaftliche Initiative für einen „Ort der Kulturen und der Religionen der Welt“ grundsätzlich 
begrüßt und die Verwaltung beauftragt (Hauptausschussbeschluss vom 07.07.2010  (Vo r-
lage V/0528/2010): 
 
„Das Grundanliegen des Antrages „Ort der Kulturen und Religionen der Welt“ inhalt lich auf-
zubereiten und hinsichtlich der konkreten Realisierungsmöglichkeiten zu prüfen. Dabei soll-
te insbesondere der neu eingerichtete Arbeitskreis Friedenskultur und der Integration srat in 
geeigneter Art und Weise in die Überlegungen einbezogen werden.“. 
 
 Weiter wurde die Verwaltung beauftragt, in Rückkopplung zu dem Projektinitiatoren Kosten 
und Finanzierungsmöglichkeiten zu ermitteln und aufzuzeigen.  
 
 Um diesem Auftrag nachzukommen hat die Verwaltung Kontakt zu den Initiatoren aufg e-
nommen und verschiedene Gespräche geführt. In einem Grundsatzgespräch am 24.02.11, 
an dem seitens des Initiativkreises Herr Prof. Dr. Pininski und Herr Prof. Korda teilgeno m-
men haben, ist einvernehmlich zum weiteren Vorgehen Folgendes abgestimmt worden: 
 
 - Prioritär ist zu nächst die Suche nach einem geeigneten Standort. Da integrierte, 
innerstädtische Standorte für das Projekt, äußerer Kreis von rd. 64 m Durchmesser, 
innerer Kreis von rd. 30 m Durchmesser, (Schema des Grundrisses und einer mö g-
liche Gesamtansicht – derzeitiger Planungsstand der Initiatoren, Auszug aus der 
Dokumentation der Ausstellung im LWL, Landeshaus - siehe Anlagen 3 bis 4) nicht 
identifiziert werden konnten, ist gemeinsam mit den Initiatoren ein „Kunstobjekt im 
landschaftlich geprägten Raum“ als Realisie rungsvariante für die weitere Prüfung 
geeigneter Grundstücke abgesprochen worden.

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V/0422/2012 
 - Entsprechend dem Auftrag des Hauptausschusses sind die Initiatoren gebeten wo r-
den, ihr Projekt dem Integrationsrat und dem Arbeitskreis Friedenskultur vorzuste l-
len. 
 
 - Die Initiatoren sind gebeten worden, ihre weiteren organisatorischen und strukture l-
len Überlegungen für die Weiterführung des Projektes (insbesondere Schaffung e i-
ner verlässlichen Projektstruktur, z. B. Verein oder Stiftung) zu skizzieren, um den 
Gremien berichten zu können.  
 
 - Eine Aufstellung der voraussichtlichen Kosten für eine Projektrealisierung zu ermi t-
teln.  
 
 Auf Grundlage dieser Absprachen vom 24.02.2011 haben die Initiatoren und die Verwa l-
tung die weiteren Prüfungen eingeleitet und weitere Umsetzungsschritte disponiert.  
 
 Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Ausstellung im Landeshaus des 
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Münster vom 22. Februar bis 6. April 2010 „Ort 
der Kulturen und Religionen der Welt“. In dieser Ausstell ung ist über das Projekt und über 
die zugrunde gelegte Projektidee in sechs Veranstaltungen informiert und die Präsentation 
der Ergebnisse des studentischen Fachwettbewerbs vorgenommen worden. 
 
 
2. Projektstand zu den einzelnen Prüfungsfeldern 
 
2.1 Potenzieller Standort für den Ort der Kulturen und Religionen der Welt 
 
 Mit den Initiatoren ist Übereinkunft erzielt worden, dass ein innerstädtischer Projektstandort 
(mangels Verfügbarkeit) nicht in Betracht kommt. Nach Diskussion verschiedener Varianten 
sind I nitiatoren und Stadtverwaltung zum Ergebnis gekommen, dass ein Ort mit offenen 
Landschaftsbezug im Sinne einer „kulturellen Landmarke“ für eine potenzielle Projektreal i-
sierung ebenfalls gut geeignet ist. Dabei hat die Verwaltung die Parkanlage Kinderbachta l 
in Gievenbeck (schraffierte Fläche im Lageplan in der Anlage 1) als grundsätzlich geeign e-
ten Standort vorgeschlagen. Die Grundstücksgröße beträgt rd. 13.700 qm. Die beschloss e-
ne Gesamtplanung für den Park sieht für diesen Bereich zwar die Anordnung von S pielflä-
chen vor. Allerdings ist zurzeit die Realisierung wegen der Haushaltslage ausgesetzt.  
    
 Hinweis zur bisherigen Planung/Veranschlagung: 
 
 Konkret sind in den Haushaltsplanberatungen in 2010 und 2011 die Finanzmittel für die 
Realisierung des nördlichen Bereichs der Parkanlage Kinderbachtal gekürzt bzw. in spätere 
Jahre geschoben worden. Im Rahmen der Etatberatungen für das Haushaltsjahr 2012 sind 
die Kostenansätze aus den Jahren 2012 und 2013 auf spätere Jahre geschoben worden. 
Für die Jahre 2014 u nd 2015 wurden die Haushaltsansätze bereits auf 0 € gesetzt. Für 
spätere Jahre sind 1,4 Mio € eingeplant. Ob die Mittel allerdings in späteren Jahren berei t-
gestellt werden, ist von entsprechenden Gremienbeschlüssen abhängig. 
 
 Nach Prüfung durch die Initia toren ist dieser Standort geeignet, das Projekt umzusetzen. 
Nach dem derzeitigem Stand der Überlegungen der Projektinitiatoren (vorbehaltlich einer 
detaillierten planungsrechtlichen und baurechtlichen Prüfung) geht die Verwaltung davon 
aus, dass das Projekt an diesem Standort grundsätzlich realisiert werden könnte.  
 
 Dabei gehen die Initiatoren davon aus, dass diese Grundstücksfläche für eine Real isierung 
kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.  In der Sitzung des Ältestenrates der Stadt Münster 
am 09.05.2012 ist abgestimmt worden – vorbehaltlich des Beratungs- und Abstimmungser-
gebnisses zur Vorlage – die grundsätzliche Bereitschaft die Fläche kostenfrei zur Verf ü-
gung zu stellen, für einen Zeitraum von 3 Jahren zu befristen.

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V/0422/2012 
 
 Damit soll den Initiatoren ausreichen Zeit gegeben werden, die Projektrealisierung voranzu-
treiben, aber auch ein zeitlicher Endpunkt festgelegt werden, zu dem klar ist, ob diese Pr o-
jekt umgesetzt werden kann werden und die Fläche benötigt wird oder wieder für andere 
Zwecke nutzbar ist. 
 
2.2 Inhaltliche Gestaltung der Projektidee/Information des Integrationskreises und des Arbeit s-
kreises Friedenskultur. 
 
 Zunächst ist hier auf die genannte Ausstellung und die begleitenden Veranstaltungen im 
Landeshaus vom 22.02. bis 06.04.2010 hinzuweisen.  
 
 Im Integrationsrat haben die Initiatoren das Projekt am 09.03.2011 (Auszug aus der Ni e-
derschrift des Integrationsrates vom 09.03.2011 siehe Anlage 5) und im Arbeitskreis Fri e-
denskultur in der Sitzung des Arbeitskreises am 15.03.2011 vorgestellt (Aus zug aus der 
Niederschrift über die Sitzung des AK Friedenskultur vom 15.03.2011 siehe Anlage 6).  
 Hinweis: Der Arbeitskreis Friedenskultur hat insbesondere die derzeitigen Überlegungen 
zur Gestaltung des Ortes der Religionen und Kulturen kritisch gesehen.  Diese Hinweise 
und Fragen zur Gestaltung müssen bei einer weiteren  Konkretisierung des Projektes mit 
einbezogen werden. 
 
2.4 Kosten/Finanzierung 
 
 Die Initiatoren haben mit Schreiben vom 14.09.2011 des Büros Maas und Partner (siehe 
Anlage 7) mitgeteilt, dass die Gesamtbaukosten – ohne Stellplätze und Einzäunungen – rd. 
1,15 Mio. € betragen werden. Die Betreuungs -/Unterhaltungsaufwendungen einschließlich 
gärtnerischer Leistungen werden auf ca. 500 € pro Monat geschätzt.  
 
2.5 Weitere Realisierungsüberlegungen der Initiatoren: 
 
 Zur Finanzierung und weiteren Projektumsetzung hat Herr Prof. Dr. Pininski für den Initi a-
tivkreis mit einem kurzen Zwischenbericht vom 22.09.2011 folgendes mitgeteilt: 
 
„Die Aufstellung der Baukosten sowie Folgekosten des „Ortes  der Kulturen und Religionen 
der Welt  sind in dem Schreiben des Architekturbüros Maas und Partner aus Münster ent - 
halten, das ich Ihnen geschickt habe. 
 
Die Initiativgruppe „Ort der Kulturen und Religionen“ beabsichtigt  in den Vorstand des a n-
gestrebten angesehe ne Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens einzuladen. Wir bea b-
sichtigen auch ein Kuratorium zu bilden, zu dem ganz prominente Persönlichkeiten, wie 
z.B. Richard von Weizsäcker angefragt werden.  
 
Demnächst wird geprüft, ob anstelle der Schaffung eines Fö rdervereins die Einrichtung e i-
ner Stiftung für dieses Projekt geeigneter wäre. 
 
Die Mittel für die Verwirklichung des Projektes werden ausschließlich durch die Einwe r-
bung bei Stiftungen und/oder Privatpersonen zustande kommen. 
 
Die Basis für das Projekt is t die Zurverfügungstellung eines Grundstückes durch die Stadt 
Münster. Für die Stadt Münster entstehen keine Finanzierungs- und keine Folgekosten. 
 
Es ist vorgesehen, dass im Rahmen des „Ortes der Religionen und Kulturen der Welt“ Ve r-
anstaltungen und Aktivitäten von Kulturgruppen gestaltet werden. 
 
Es ist eine Sponsorenakquise vorgesehen durch das Bekanntmachen des Projektes und 
seine zu erzielende breite Akzeptanz. Dies wird unter anderem durch die Planung und

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V/0422/2012 
Durchführung von Veranstaltungen bewirkt. Bere its hier sollen alle Beteiligten, sowohl die 
Vertreter der unterschiedlichen Kulturen als auch die der Religionsgemeinschaften über 
verschiedene Kulturangebote und -veranstaltungen in einen Dialog gebracht werden. 
 
Die Initiativgruppe bemüht sich zur Zeit den international bekannten UNO-Diplomaten, Ver-
fechter für Demokratie und Menschenrechte Stéphane Hessel (Paris) für eine der ersten 
Veranstaltungen in Münster zu gewinnen. Dies wäre ein großes Ereignis und eine große 
Ehre nicht nur für das Projekt, sondern auch für die Stadt Münster. 
 
Ein erster Schritt auf dem Wege der Realisation dieses Projektes ist die Ihnen bekannte für 
Kultur- und Glaubensgemeinschaften in der Stadt Münster so wie für Vertreter des öffentl i-
chen Lebens am 29.09.2011 im Stadtweinhaus.“  
  
3. Weiteres Vorgehen/weitere Projektschritte 
 
3.1 Absichtserklärung zur kostenfreien Zurverfügungstellung des Grundstücks 
 
 Die Initiativgruppe sieht als Basis für die weitere Projektrealisierung die kostenfreie Zurve r-
fügungstellung eines geeigneten G rundstücks durch die Stadt Münster an (Schreiben von 
Herrn Prof. Dr. Pininski vom 22.09.2011).  
 
 Dabei ist darauf hinzuweisen, dass nach § 90 GO NW Vermögensgegenstände in der R e-
gel nur zu ihrem vollen Wert veräußert werden dürfen. Für die Überlassung der Nutzung ei-
nes Vermögensgegenstandes gilt diese Regelung sinngemäß.  
 
 Allerdings wäre d ie Zurverfügungstellung des städtischen Grundstückes z. B. unter  den 
Voraussetzungen des § 100 Abs. 3 GO NW denkbar (Gemeindevermögen darf gemäß § 
100 Abs. 3 Gemeindeor dnung in eine Stiftung eingebracht werden, wenn damit erstens 
Aufgaben der Gemeinde erfüllt werden und wenn zweitens der mit der Stiftung verfolgte 
Zweck auf andere Weise nicht erreicht wer den kann). Auch weitere Gestaltungsvarianten, 
z.B. ein Erbbaurechtsvertrag, sind grundsätzlich möglich. 
 
 Vor diesem Hintergrund und den durch die Initiatoren vorzunehmenden weiteren Realisi e-
rungsschritten (Einwerbung entsprechender Finanzmittel für Bau und Unterhalt, Schaffung 
der notwendigen Projektstrukturen, Erteilung  notwendiger Genehmigungen etc.) ist z u-
nächst zu entscheiden, ob der Rat der Stadt bereit ist, bei einer entsprechenden Realisi e-
rung des Projektes, die vorgesehene Grundstücksfläche grundsätzlich kostenfrei zur Verf ü-
gung zu stellen. Bei entsprechender grun dsätzlicher Bereitschaft wird die Verwaltung mit 
den Initiatoren die Möglichkeit einer Umsetzung (z. B Stiftung, Erbbaurecht svertrag etc.) 
klären und ggf. weitere Bausteine für die Projektrealisierung aufbereiten und zur Beratung 
und Beschlussfassung vorzulegen. 
 
3.2 Schaffen eines rechtlichen Rahmens/einer tragfähigen Projektstruktur 
 
 Vordringlich für die Initiatoren – diese Einschätzung teilt die Verwaltung - ist die Schaffung 
eines „Rechtsrahmens“, um insbesondere potenzielle Sponsoren ansprechen zu kön nen, 
rechtsverbindliche Erklärungen abgeben zu können und insgesamt eine tragfähige Projek t-
struktur zu gewährleisten.  
 
 Herr Prof. Dr. Pininski hat hierzu mit der Verwaltung die Möglichkeiten Anfang November 
2011 in einem Gespräch erörtert. Nach übereinst immender Auffassung kommt entweder 
die Gründung eines Fördervereins oder einer (un -)selbständigen Stiftung als „Rechtsra h-
men“ für die weitere Arbeit in Betracht.  Die Verwaltung wird im Rahmen ihrer Möglichkeiten 
– vorbehaltlich eines entsprechenden Beschl usses des Rates zur weiteren Unterstützung 
des Projektes (vgl. Beschlussvorschläge dieser Vorlage - bei der Prüfung und Umsetzung 
dieser Projektschritte (z.B. Errichtung einer Stiftung) begleiten und unterstützen.

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3.3 Weitere Information der Gremien 
 
 Die Verwaltung wird die Gremien in Rückkopplung zu den Initiatoren über die weitere En t-
wicklung der Projektidee und der eingeleiteten Umsetzungsschritte informieren und, soweit 
erforderlich, notwendige Beschlüsse vorbereiten und zur Beratung vorlegen. 
 
 
 
 
gez. Markus Lewe

Anlage 7

1287 Zeichen

1.com

Parine

Städtebau
Architektur
Projektentwicklung

MAAS UND PARTNER  Jonel-Pieper-Sirale 2 4sta0 Münster

Herrn

Prof, Dr. Peter Z. Pininski
Burgstraße 38

59387 Ascheberg

„Ort der Kulturen und Religionen der Weit“

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Pininski,

zu dem Projekt „Ort der Kulturen und Religionen der Welt" haben wir die Baukosten
berechnet. Diese beziehen sich auf das Gesamtobjekt ohne Stellplätze und Einzäu-
nungen, Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 1,15 Mill, Euro nach dem uns vorlie-
genden Konzept. Für die Bewirtschaftung des Objektes gehen wir davon aus, dass
überwiegend mit ehrenamtlichen Mitgliedern aus ihrem Förderverein gearbeitet wird,
die im Stundensatz die Leistungen erbringen. Danach haben wir hochgerachnet, dass
Betreuungsleistungen und gärtnerische Leistungen von ca. 500 Euro im Monat an lau-
fonden Unterhaltskosten erforderlich sind. Wie abgestimmt werden Sie diesen Betrag
aus dem Förderverein zur Verfügung stellen.

Wir holten Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben und verbleiben

Mit freundlichem Gruß

Michael Maas
Mitglied der Akademie für Baukultur
Maas und Partnor

MAASM
PARTNER

Joset-Peaper-Strafie 2
48149 Münster

Teleion: 0251 27.28.28
Telstax: 0251 28 70 55

mm@maasundpannar.com
www.maasundpartner com

Münster, 14.09.2011

Anlage 6

3347 Zeichen

Auszug aus der Niederschrift der öffentlichen Sitzung des Arbeitskreises Friedenskultur
am 15.03.2011

* Ort der Kulturen und Religionen der Welt in Münster

Herr Prof. Korda (Fachhochschule Münster) berichtet von der seit gut zehn Jahren bei
der Akademie für Baukultur wachsenden Idee, in Münster als ‚Stadt des Westfälischen
Friedens’ einen Ort der Kulturen und Religionen der Welt zu schaffen. Der Architekt
Herr Prof. Dr. Pininski und Herr Prof. Korda haben mit anderen Fachleuten den grund-
legenden Gedanken für einen solchen Ort entwickelt und ihn u. a. durch studentische
Wettbewerbe mit vielen kreativen Ideen und Perspektiven erweitert. Das Konzept, das
Herr Prof. Korda anhand von Folien darstellt (Auszug s. Anlage 5) wurde Anfang des
Jahres 2010 in einer Ausstellung im münsterischen Landeshaus vorgestellt:

Zentrum des ‚Orts der Kulturen und Religionen der Welt ist ein runder Platz (mit einem
Durchmesser von etwa 65m), der mit hellem Naturschein gepflastert und von Kreisen
verschiedener symbolischer Aussagen umgeben ist. In der Mitte entspringt ein Feuer,
das ebenso wie die Erde (ein umgebender Wall) und ein Ring aus hohen Säulenpap-
peln (für die Natur) sowie schließlich ein Wassergraben die Elemente benennt, die für
alle Kulturen und Religionen als Grundlage unseres Ökosystems von Bedeutung sind.
Herr Prof. Korda erläutert, dass der Kreis einen Ort der Sammlung darstellt, an dem
Glaubensgemeinschaften sich selbst darstellen und Informationen an andere weiterge-
ben können. Es handelt sich nach Auskunft von Herrn Prof. Korda um eine temporäre
Darstellung und er ergänzt auf Nachfrage von Frau Englert, dass es sich um ein ‚Frei-
licht ähnliches Projekt' handelt. Die Planungen gingen nicht von einer Förderung durch
die Stadt Münster aus; einige Sponsoren gebe es bereits. Aufgrund eines gemeinsa-
men Ratsantrags der CDU-Fraktion, der SPD-Fraktion, der FDP-Fraktion, der Fraktion
DIE LINKE und der Ratsgruppe UWG/ödp ist die Verwaltung mit Vorlage V/0528/2010

beauftragt worden, Realisierungsmöglichkeiten zu prüfen und Verfahrensvorschläge zu
unterbreiten.

Nach Ansicht von Herr Brämswig, könne die dargestellte Architektur (insb. das Feuer,
die Flamme in der Mitte) missverständlich Elemente der NS-Architektur assoziieren las-
sen. Auch Herr Dr. Kinkebur hält das Feuer in der Mitte in diesem Zusammenhang für
ein unpassendes Element. Er regt an, einen solchen Ort mit einer Friedensbücherei zu
verbinden und Kontakt zur Stiftung Weltethos in Tübingen aufzunehmen, die bereits die
Umsetzung ähnlicher Projekte unterstützt hat. Herr Dingerkus benennt eine nahe lie-
gende Assoziation zu keltisch-monolythischen Bauwerken wie z.B. Stonehenge. Frau
Englert schlägt vor, eine Kirche in ein Haus der Religionen umzuwandeln. Herr Prof. Dr.
Korda betont jedoch, dass für ein solches Projekt ein ‚neutraler’ Ort gesucht wird. Frau
Korda hält es für wichtig, gerade bestimmte Stadtteile Münsters (wie Coerde, Kinder-
haus, Angelmodde etc.) in die Planung mit einzubeziehen.

Herr Marinos weist abschließend darauf hin, dass der Ausländerbeirat bereits Anfang
der 80er Jahre die sinngemäße Idee eines „Hauses der Kulturen“ in die politische Dis-
kussion eingebracht hat und der Integrationsrat nach wie vor die konzeptionelle Umset-
zung eines ‚Haus der Kulturen’ bzw. die Idee eines ‚Friedens- und Kulturparks’ forciert.

Anlage 5

1629 Zeichen

Au lan go

Auszug aus der Niederschrift des Integrationsrates vom 09.03.2011

Punkt 2.2 der Tagesordnung Bericht von Prof. Peter Pininski und Prof. Martin Korda
zum Projekt "Ort der Kulturen und Religionen der
Welt"

Herr Marinos begrüßte Prof. Pininski und Prof. Korda und bat sie um ihren Bericht.

Prof. Pininski und Prof. Korda stellten sich vor und stellten anschließend ihre Präsentation zum
Projekt „Ort der Kulturen und Religionen der Welt* vor.

Im Anschluss daran beantworteten sie die Fragen der Mitglieder.

Herr Marinos wies in diesem Zusammenhang auf das Projekt des damaligen Ausländerbeirates
hinsichtlich der Errichtung eines Friedens- und Kulturparks mit einem Haus der Kulturen hin und
erläuterte die Historie des Projektes. Das aktuelle Projekt weise große Ähnlichkeiten zu dem des
Ausländerbreirates auf.

Er selbst habe bezüglich des Projektes des damaligen Ausländerbeirates die Vorstellung, auf’ das
Stadtgebiet z.B. verschiedene Pavillons, die typisch für die jeweilige Kultur gestaltet sind, zu
verteilen. (dezentrale Version des Projektes des damaligen Ausländerbeirates) Die Bürgerinnen und
Bürger könnten so bei einem Spaziergang die einzelnen Kulturen kennen lernen. Diesbezüglich strebe
er in Kürze ein Gespräch mit den beteiligten Ämtern an.

Prof. Pininski und Prof. Korda sagten ihre Unterstützung hinsichtlich des Projektes des
Integrationsrates zu. Grundsätzlich bestehe auch die Möglichkeit beide Projekte zusammen zu führen.
Es sei jedoch auch eine Realisierung beider Projekte an unterschiedlichen Orten denkbar.

Herr Marinos erklärte den Wunsch, das Ganze zu einem guten Erfolg zu führen.

Anlage 3

369 Zeichen

(47

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Anlage 1

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Anlage 2

3665 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0051/2010

CDU-Fraktion
SPD-Fraktion
FDP-Fraktion
Fraktion Die Linke

Ratsgruppe
UWG /ODP

Münster, 27.05.2010

gemeinsamer Antrag

Ort der Kulturen und Religionen der Welt

Der Rat möge beschließen:

Der Rat der Stadt Münster begrüßt die bürgerschaftliche Initiative für einen „Ort der
Kulturen und der Religionen der Welt“ und bittet die Verwaltung zur Vorbereitung
möglicher Entscheidungen um folgende Schritte:

1. Fachliche Aufbereitung der konzeptionellen Idee.

2. Klärung der tatsächlichen Kosten- und Finanzierungssituation in Zusammenarbeit mit
den Initiatoren.

3. Darstellung möglicher Realisierungsoptionen im Stadtgebiet.

Begründung:

Münster ist ein Ort der Kulturen und Religionen — hier leben Menschen aus 163 Nationen
und der unterschiedlichsten Bekenntnisse und Glaubensüberzeugungen zusammen. In
der Stadt des Westfälischen Friedens kultiviert und pflegt man die Überzeugung, dass -
wie 1648 beim ersten Friedensschluss der Geschichte, der durch Dialog zustande kam —
aufkeimende kulturelle und religiöse Konflikte auch heute nur durch Gesprächsbereitschaft
und stetes Bemühen zu lösen sind. Einem „Kampf der Kulturen“ wird Münster keinen
Nährboden geben, das macht der gemeinsame Antrag ganz deutlich.

Einer „Friedensstadt‘ steht es gut an, dieses von vielen Gruppen, Gemeinschaften,
Vereinen, Foren und Einzelnen in Theorie und tatkräftiger Praxis gelebte Profil auch in
einem Symbol nach außen sichtbar darzustellen.

Seit gut zehn Jahren wächst eine Idee dafür bei der Akademie für Baukultur in Münster.
Architekt Prof. Dr. Z. Peter Pininski hat gemeinsam mit Prof. Martin Korda
(Fachhochschule Münster) und anderen Fachleuten den grundlegenden Gedanken für
einen solchen Ort entwickelt und ihn u.a. durch studentische Wettbewerbe mit vielen

8

kreativen Ideen und Perspektiven erweitert. Anfang des Jahres 2010 wurde das Konzept
in einer Ausstellung im münsterschen Landeshaus vorgestellt. Kurator dieser viel
beachteten Präsentation war Prof. Pininski.

Der „Ort der Kulturen und Religionen der Welt“ ist als runder Platz angelegt, der von
Kreisen verschiedener symbolischer Aussagen umgeben ist. In seinem Zentrum brennt ein
Feuer, das ebenso wie die Erde (ein umgebender Wall) und ein Ring aus hohen
Säulenpappeln (für die Natur) sowie schließlich ein Wassergraben jene Elemente benennt,
die für alle Kulturen und Religionen als Grundlagen unseres Ökosystems von Bedeutung
sind. Das Herz des Ortes — der Platz der Menschen — wird umgeben von Stelen, auf
denen Raum ist für sakrale Symbole oder Kultur-Artefakte.

Dieser Entwurf voller Andeutungen und Chiffren bietet den Betrachtern unendlich viele
Bezugspunkte für sein eigenes Kultur- und Glaubensverständhnis, vor allem aber auch den
Blick auf Gemeinsamkeiten mit anderen Weltanschauungen. Ein Ort, der zu innerem
Dialog, aber auch ganz konkret zu Austausch und Diskussion mit Menschen anregt, denen
man dort begegnet.

Die Vorgeschichte des Projektes bis zum jetzigen Stand ist aber auch in sich ein Beispiel
für solchen Dialog auf Augenhöhe, für ehrenamtliches Engagement und Verzahnung
zwischen Bürgerschaft und Hochschule. Bisher haben Entwicklung, Wettbewerbe und
sogar Ausstellung keinen Cent öffentlicher Gelder gekostet.

Es kann davon ausgegangen werden, dass dies auch bei einer Verwirklichung des
Projektes so bleiben wird: Eine Finanzierung durch Dritte ist angestrebt. Eine konstruktive
Prüfung der Projektidee im Sinne des Beschlussvorschlags wird erbeten.

gez.

Heinz-Dieter Sellenriek
CDU-Fraktion

Wolfgang Heuer
SPD-Fraktion

Carola Möllemann-Appelhoff
FDP-Fraktion

Raimund Köhn
Fraktion Die Linke

Gerd Kersting \
Ratsgruppe UWG / ÖDP

Anlage 4

960 Zeichen

45

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Beratungsverlauf (8)

14.06.2012 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 6.9 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
14.06.2012 Kulturausschuss
TOP 7 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich abgelehnt

Zur Sitzung
14.06.2012 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 4.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig abgelehnt

Zur Sitzung
19.06.2012 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen
TOP 4.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung
20.06.2012 Integrationsrat
TOP 3.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich abgelehnt

Zur Sitzung
21.06.2012 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 7.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich abgelehnt

Zur Sitzung
27.06.2012 Hauptausschuss
TOP 12 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich abgelehnt

Zur Sitzung
27.06.2012 Rat
TOP 11 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich abgelehnt

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Burgstraße 38

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0422/2012
Typ
Vorlagen
Datum
16.05.2012
Erstellt
06.10.2020 14:37