V/0422/2012
Gemeinsamer Antrag der CDU-Fraktion, der SPD-Fraktion, der FDP-Fraktion, der Fraktion DIE LINKE. und der Ratsgruppe UWG/ÖDP an den Rat Nr. A-R/0051/2010
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Beschlussvorlage
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V/0422/2012
DER OBERBÜRGERMEISTER
Dezernent Oberbürgemeister
Betrifft
Gemeinsamer Antrag der CDU-Fraktion, der SPD-Fraktion, der FDP-Fraktion, der Fraktion DIE
LINKE. und der Ratsgruppe UWG/ÖDP an den Rat Nr. A-R/0051/2010
"Ort der Kulturen und Religionen der Welt"
Beratungsfolge
14.06.2012 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung
14.06.2012 Kulturausschuss Vorberatung
14.06.2012 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung
19.06.2012 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung
20.06.2012 Integrationsrat Vorberatung
21.06.2012 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung
27.06.2012 Hauptausschuss Vorberatung
27.06.2012 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
1. Der Rat nimmt den Zwischenbericht zum Projektstand des Projektes „Ort der Kulturen und
Religionen der Welt“ zur Kenntnis.
2. Der Rat erklärt unter der Maßgabe, dass das das Projekt „Ort der Religionen und Kulturen
der Welt“ von den Initiatoren erfolgreich weitergeführt und ohne städtische Mittel realisiert
werden kann und vorbehaltlich der noch notwendigen weiteren planer ischen, gestalter i-
schen und rechtlichen Konkretisierung, seine grundsätzliche Bereitschaft einen Grun d-
stücksteil der Parkanlage Kinderbachtal in Gievenbeck (s. Planausschnitt in der Anlage 1)
den Initiatoren zur kostenfreien Nutzung zu überlassen.
2.1 Diese Zusage ist auf 3 Jahre, also bis Mitte 2015, befristet.
2.2 Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Mittel für die Realisierung des nördlichen Bere i-
ches der Parkanlage Kinderbachtal in den Etatberatungen 2010 und 2011 in spätere Jahre
geschoben worden ist. Sollte das Projekt des Ortes der Kulturen und Religionen durch die
Initiatoren – nach den Maßgaben dieser Vorlage - umgesetzt werden können, ist eine Rea-
lisierung der bisherigen Planungen nicht bzw. nur eingeschränkt möglich, falls die Mittel in
späteren Jahren – nach 2015 – durch Ratsbeschluss bereitgestellt werden sollten.
Vorlagen-Nr.:
V/0422/2012
Auskunft erteilt:
Herr Uetz
Ruf:
492 60 20
E-Mail:
Uetz@stadt-muenster.de
Datum:
15.05.2012
Öffentliche Beschlussvorlage
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3. Diese grundsätzliche Zustimmung steht unter der Maßgabe, dass eine inhaltlich und gestal-
terisch tragfähiger und von den Vertreterinnen und Vertretern der unterschiedlichen K ultu-
ren und Religionsgemeinschaften grundsätzlich akzeptierter Entwurf für den geplanten „Ort
der Religionen und Kulturen“ durch die Initiatoren entwickelt und abgestimmt wird.
4. Die Verwaltung wird beauftragt:
4.1 Die Voraussetzungen für eine kostenfre ie Überlassung des Grundstücksteils nach den u n-
ter Beschlussziffer 2 und 3 genannten Maßgaben aufzubereiten und gemäß dem weiteren
Fortgang der Projektkonkretisierung und Projektumsetzung den zuständigen Gremien ggf.
weitergehende Vorschläge zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.
4.2 Die Initiatoren bei der weiteren Realisierung des Projektes, insbesondere der Prüfung und
Umsetzung der Gründung einer unselbständigen Stiftung oder einer anderen tragfähigen
Projektstruktur, zu unterstützen.
Kosten-/Folgekosten
Es wird zur Kenntnis genommen, dass durch den o.g. Beschlussvorschlag keine Kosten und ke ine
Folgekosten entstehen, da eine mögliche Projektrealisierung ausschließlich über Drittmittel fina n-
ziert werten soll. Eine Bereitstellung städtischer Mittel ist nicht vorgesehen.
Begründung:
1. Ausgangs-/Beschlusslage
Mit einem gemeinsamen Antrag der CDU -Fraktion, der SPD -Fraktion, der FDP -Fraktion,
der Fraktion DIE LINKE. und der Ratsgruppe UWG/ÖDP (Anlage 2) wurde die bürge r-
schaftliche Initiative für einen „Ort der Kulturen und der Religionen der Welt“ grundsätzlich
begrüßt und die Verwaltung beauftragt (Hauptausschussbeschluss vom 07.07.2010 (Vo r-
lage V/0528/2010):
„Das Grundanliegen des Antrages „Ort der Kulturen und Religionen der Welt“ inhalt lich auf-
zubereiten und hinsichtlich der konkreten Realisierungsmöglichkeiten zu prüfen. Dabei soll-
te insbesondere der neu eingerichtete Arbeitskreis Friedenskultur und der Integration srat in
geeigneter Art und Weise in die Überlegungen einbezogen werden.“.
Weiter wurde die Verwaltung beauftragt, in Rückkopplung zu dem Projektinitiatoren Kosten
und Finanzierungsmöglichkeiten zu ermitteln und aufzuzeigen.
Um diesem Auftrag nachzukommen hat die Verwaltung Kontakt zu den Initiatoren aufg e-
nommen und verschiedene Gespräche geführt. In einem Grundsatzgespräch am 24.02.11,
an dem seitens des Initiativkreises Herr Prof. Dr. Pininski und Herr Prof. Korda teilgeno m-
men haben, ist einvernehmlich zum weiteren Vorgehen Folgendes abgestimmt worden:
- Prioritär ist zu nächst die Suche nach einem geeigneten Standort. Da integrierte,
innerstädtische Standorte für das Projekt, äußerer Kreis von rd. 64 m Durchmesser,
innerer Kreis von rd. 30 m Durchmesser, (Schema des Grundrisses und einer mö g-
liche Gesamtansicht – derzeitiger Planungsstand der Initiatoren, Auszug aus der
Dokumentation der Ausstellung im LWL, Landeshaus - siehe Anlagen 3 bis 4) nicht
identifiziert werden konnten, ist gemeinsam mit den Initiatoren ein „Kunstobjekt im
landschaftlich geprägten Raum“ als Realisie rungsvariante für die weitere Prüfung
geeigneter Grundstücke abgesprochen worden.
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- Entsprechend dem Auftrag des Hauptausschusses sind die Initiatoren gebeten wo r-
den, ihr Projekt dem Integrationsrat und dem Arbeitskreis Friedenskultur vorzuste l-
len.
- Die Initiatoren sind gebeten worden, ihre weiteren organisatorischen und strukture l-
len Überlegungen für die Weiterführung des Projektes (insbesondere Schaffung e i-
ner verlässlichen Projektstruktur, z. B. Verein oder Stiftung) zu skizzieren, um den
Gremien berichten zu können.
- Eine Aufstellung der voraussichtlichen Kosten für eine Projektrealisierung zu ermi t-
teln.
Auf Grundlage dieser Absprachen vom 24.02.2011 haben die Initiatoren und die Verwa l-
tung die weiteren Prüfungen eingeleitet und weitere Umsetzungsschritte disponiert.
Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Ausstellung im Landeshaus des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Münster vom 22. Februar bis 6. April 2010 „Ort
der Kulturen und Religionen der Welt“. In dieser Ausstell ung ist über das Projekt und über
die zugrunde gelegte Projektidee in sechs Veranstaltungen informiert und die Präsentation
der Ergebnisse des studentischen Fachwettbewerbs vorgenommen worden.
2. Projektstand zu den einzelnen Prüfungsfeldern
2.1 Potenzieller Standort für den Ort der Kulturen und Religionen der Welt
Mit den Initiatoren ist Übereinkunft erzielt worden, dass ein innerstädtischer Projektstandort
(mangels Verfügbarkeit) nicht in Betracht kommt. Nach Diskussion verschiedener Varianten
sind I nitiatoren und Stadtverwaltung zum Ergebnis gekommen, dass ein Ort mit offenen
Landschaftsbezug im Sinne einer „kulturellen Landmarke“ für eine potenzielle Projektreal i-
sierung ebenfalls gut geeignet ist. Dabei hat die Verwaltung die Parkanlage Kinderbachta l
in Gievenbeck (schraffierte Fläche im Lageplan in der Anlage 1) als grundsätzlich geeign e-
ten Standort vorgeschlagen. Die Grundstücksgröße beträgt rd. 13.700 qm. Die beschloss e-
ne Gesamtplanung für den Park sieht für diesen Bereich zwar die Anordnung von S pielflä-
chen vor. Allerdings ist zurzeit die Realisierung wegen der Haushaltslage ausgesetzt.
Hinweis zur bisherigen Planung/Veranschlagung:
Konkret sind in den Haushaltsplanberatungen in 2010 und 2011 die Finanzmittel für die
Realisierung des nördlichen Bereichs der Parkanlage Kinderbachtal gekürzt bzw. in spätere
Jahre geschoben worden. Im Rahmen der Etatberatungen für das Haushaltsjahr 2012 sind
die Kostenansätze aus den Jahren 2012 und 2013 auf spätere Jahre geschoben worden.
Für die Jahre 2014 u nd 2015 wurden die Haushaltsansätze bereits auf 0 € gesetzt. Für
spätere Jahre sind 1,4 Mio € eingeplant. Ob die Mittel allerdings in späteren Jahren berei t-
gestellt werden, ist von entsprechenden Gremienbeschlüssen abhängig.
Nach Prüfung durch die Initia toren ist dieser Standort geeignet, das Projekt umzusetzen.
Nach dem derzeitigem Stand der Überlegungen der Projektinitiatoren (vorbehaltlich einer
detaillierten planungsrechtlichen und baurechtlichen Prüfung) geht die Verwaltung davon
aus, dass das Projekt an diesem Standort grundsätzlich realisiert werden könnte.
Dabei gehen die Initiatoren davon aus, dass diese Grundstücksfläche für eine Real isierung
kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. In der Sitzung des Ältestenrates der Stadt Münster
am 09.05.2012 ist abgestimmt worden – vorbehaltlich des Beratungs- und Abstimmungser-
gebnisses zur Vorlage – die grundsätzliche Bereitschaft die Fläche kostenfrei zur Verf ü-
gung zu stellen, für einen Zeitraum von 3 Jahren zu befristen.
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Damit soll den Initiatoren ausreichen Zeit gegeben werden, die Projektrealisierung voranzu-
treiben, aber auch ein zeitlicher Endpunkt festgelegt werden, zu dem klar ist, ob diese Pr o-
jekt umgesetzt werden kann werden und die Fläche benötigt wird oder wieder für andere
Zwecke nutzbar ist.
2.2 Inhaltliche Gestaltung der Projektidee/Information des Integrationskreises und des Arbeit s-
kreises Friedenskultur.
Zunächst ist hier auf die genannte Ausstellung und die begleitenden Veranstaltungen im
Landeshaus vom 22.02. bis 06.04.2010 hinzuweisen.
Im Integrationsrat haben die Initiatoren das Projekt am 09.03.2011 (Auszug aus der Ni e-
derschrift des Integrationsrates vom 09.03.2011 siehe Anlage 5) und im Arbeitskreis Fri e-
denskultur in der Sitzung des Arbeitskreises am 15.03.2011 vorgestellt (Aus zug aus der
Niederschrift über die Sitzung des AK Friedenskultur vom 15.03.2011 siehe Anlage 6).
Hinweis: Der Arbeitskreis Friedenskultur hat insbesondere die derzeitigen Überlegungen
zur Gestaltung des Ortes der Religionen und Kulturen kritisch gesehen. Diese Hinweise
und Fragen zur Gestaltung müssen bei einer weiteren Konkretisierung des Projektes mit
einbezogen werden.
2.4 Kosten/Finanzierung
Die Initiatoren haben mit Schreiben vom 14.09.2011 des Büros Maas und Partner (siehe
Anlage 7) mitgeteilt, dass die Gesamtbaukosten – ohne Stellplätze und Einzäunungen – rd.
1,15 Mio. € betragen werden. Die Betreuungs -/Unterhaltungsaufwendungen einschließlich
gärtnerischer Leistungen werden auf ca. 500 € pro Monat geschätzt.
2.5 Weitere Realisierungsüberlegungen der Initiatoren:
Zur Finanzierung und weiteren Projektumsetzung hat Herr Prof. Dr. Pininski für den Initi a-
tivkreis mit einem kurzen Zwischenbericht vom 22.09.2011 folgendes mitgeteilt:
„Die Aufstellung der Baukosten sowie Folgekosten des „Ortes der Kulturen und Religionen
der Welt sind in dem Schreiben des Architekturbüros Maas und Partner aus Münster ent -
halten, das ich Ihnen geschickt habe.
Die Initiativgruppe „Ort der Kulturen und Religionen“ beabsichtigt in den Vorstand des a n-
gestrebten angesehe ne Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens einzuladen. Wir bea b-
sichtigen auch ein Kuratorium zu bilden, zu dem ganz prominente Persönlichkeiten, wie
z.B. Richard von Weizsäcker angefragt werden.
Demnächst wird geprüft, ob anstelle der Schaffung eines Fö rdervereins die Einrichtung e i-
ner Stiftung für dieses Projekt geeigneter wäre.
Die Mittel für die Verwirklichung des Projektes werden ausschließlich durch die Einwe r-
bung bei Stiftungen und/oder Privatpersonen zustande kommen.
Die Basis für das Projekt is t die Zurverfügungstellung eines Grundstückes durch die Stadt
Münster. Für die Stadt Münster entstehen keine Finanzierungs- und keine Folgekosten.
Es ist vorgesehen, dass im Rahmen des „Ortes der Religionen und Kulturen der Welt“ Ve r-
anstaltungen und Aktivitäten von Kulturgruppen gestaltet werden.
Es ist eine Sponsorenakquise vorgesehen durch das Bekanntmachen des Projektes und
seine zu erzielende breite Akzeptanz. Dies wird unter anderem durch die Planung und
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Durchführung von Veranstaltungen bewirkt. Bere its hier sollen alle Beteiligten, sowohl die
Vertreter der unterschiedlichen Kulturen als auch die der Religionsgemeinschaften über
verschiedene Kulturangebote und -veranstaltungen in einen Dialog gebracht werden.
Die Initiativgruppe bemüht sich zur Zeit den international bekannten UNO-Diplomaten, Ver-
fechter für Demokratie und Menschenrechte Stéphane Hessel (Paris) für eine der ersten
Veranstaltungen in Münster zu gewinnen. Dies wäre ein großes Ereignis und eine große
Ehre nicht nur für das Projekt, sondern auch für die Stadt Münster.
Ein erster Schritt auf dem Wege der Realisation dieses Projektes ist die Ihnen bekannte für
Kultur- und Glaubensgemeinschaften in der Stadt Münster so wie für Vertreter des öffentl i-
chen Lebens am 29.09.2011 im Stadtweinhaus.“
3. Weiteres Vorgehen/weitere Projektschritte
3.1 Absichtserklärung zur kostenfreien Zurverfügungstellung des Grundstücks
Die Initiativgruppe sieht als Basis für die weitere Projektrealisierung die kostenfreie Zurve r-
fügungstellung eines geeigneten G rundstücks durch die Stadt Münster an (Schreiben von
Herrn Prof. Dr. Pininski vom 22.09.2011).
Dabei ist darauf hinzuweisen, dass nach § 90 GO NW Vermögensgegenstände in der R e-
gel nur zu ihrem vollen Wert veräußert werden dürfen. Für die Überlassung der Nutzung ei-
nes Vermögensgegenstandes gilt diese Regelung sinngemäß.
Allerdings wäre d ie Zurverfügungstellung des städtischen Grundstückes z. B. unter den
Voraussetzungen des § 100 Abs. 3 GO NW denkbar (Gemeindevermögen darf gemäß §
100 Abs. 3 Gemeindeor dnung in eine Stiftung eingebracht werden, wenn damit erstens
Aufgaben der Gemeinde erfüllt werden und wenn zweitens der mit der Stiftung verfolgte
Zweck auf andere Weise nicht erreicht wer den kann). Auch weitere Gestaltungsvarianten,
z.B. ein Erbbaurechtsvertrag, sind grundsätzlich möglich.
Vor diesem Hintergrund und den durch die Initiatoren vorzunehmenden weiteren Realisi e-
rungsschritten (Einwerbung entsprechender Finanzmittel für Bau und Unterhalt, Schaffung
der notwendigen Projektstrukturen, Erteilung notwendiger Genehmigungen etc.) ist z u-
nächst zu entscheiden, ob der Rat der Stadt bereit ist, bei einer entsprechenden Realisi e-
rung des Projektes, die vorgesehene Grundstücksfläche grundsätzlich kostenfrei zur Verf ü-
gung zu stellen. Bei entsprechender grun dsätzlicher Bereitschaft wird die Verwaltung mit
den Initiatoren die Möglichkeit einer Umsetzung (z. B Stiftung, Erbbaurecht svertrag etc.)
klären und ggf. weitere Bausteine für die Projektrealisierung aufbereiten und zur Beratung
und Beschlussfassung vorzulegen.
3.2 Schaffen eines rechtlichen Rahmens/einer tragfähigen Projektstruktur
Vordringlich für die Initiatoren – diese Einschätzung teilt die Verwaltung - ist die Schaffung
eines „Rechtsrahmens“, um insbesondere potenzielle Sponsoren ansprechen zu kön nen,
rechtsverbindliche Erklärungen abgeben zu können und insgesamt eine tragfähige Projek t-
struktur zu gewährleisten.
Herr Prof. Dr. Pininski hat hierzu mit der Verwaltung die Möglichkeiten Anfang November
2011 in einem Gespräch erörtert. Nach übereinst immender Auffassung kommt entweder
die Gründung eines Fördervereins oder einer (un -)selbständigen Stiftung als „Rechtsra h-
men“ für die weitere Arbeit in Betracht. Die Verwaltung wird im Rahmen ihrer Möglichkeiten
– vorbehaltlich eines entsprechenden Beschl usses des Rates zur weiteren Unterstützung
des Projektes (vgl. Beschlussvorschläge dieser Vorlage - bei der Prüfung und Umsetzung
dieser Projektschritte (z.B. Errichtung einer Stiftung) begleiten und unterstützen.
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3.3 Weitere Information der Gremien
Die Verwaltung wird die Gremien in Rückkopplung zu den Initiatoren über die weitere En t-
wicklung der Projektidee und der eingeleiteten Umsetzungsschritte informieren und, soweit
erforderlich, notwendige Beschlüsse vorbereiten und zur Beratung vorlegen.
gez. Markus Lewe
Anlage 7
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1.com Parine Städtebau Architektur Projektentwicklung MAAS UND PARTNER Jonel-Pieper-Sirale 2 4sta0 Münster Herrn Prof, Dr. Peter Z. Pininski Burgstraße 38 59387 Ascheberg „Ort der Kulturen und Religionen der Weit“ Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Pininski, zu dem Projekt „Ort der Kulturen und Religionen der Welt" haben wir die Baukosten berechnet. Diese beziehen sich auf das Gesamtobjekt ohne Stellplätze und Einzäu- nungen, Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 1,15 Mill, Euro nach dem uns vorlie- genden Konzept. Für die Bewirtschaftung des Objektes gehen wir davon aus, dass überwiegend mit ehrenamtlichen Mitgliedern aus ihrem Förderverein gearbeitet wird, die im Stundensatz die Leistungen erbringen. Danach haben wir hochgerachnet, dass Betreuungsleistungen und gärtnerische Leistungen von ca. 500 Euro im Monat an lau- fonden Unterhaltskosten erforderlich sind. Wie abgestimmt werden Sie diesen Betrag aus dem Förderverein zur Verfügung stellen. Wir holten Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben und verbleiben Mit freundlichem Gruß Michael Maas Mitglied der Akademie für Baukultur Maas und Partnor MAASM PARTNER Joset-Peaper-Strafie 2 48149 Münster Teleion: 0251 27.28.28 Telstax: 0251 28 70 55 mm@maasundpannar.com www.maasundpartner com Münster, 14.09.2011
Anlage 6
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Auszug aus der Niederschrift der öffentlichen Sitzung des Arbeitskreises Friedenskultur am 15.03.2011 * Ort der Kulturen und Religionen der Welt in Münster Herr Prof. Korda (Fachhochschule Münster) berichtet von der seit gut zehn Jahren bei der Akademie für Baukultur wachsenden Idee, in Münster als ‚Stadt des Westfälischen Friedens’ einen Ort der Kulturen und Religionen der Welt zu schaffen. Der Architekt Herr Prof. Dr. Pininski und Herr Prof. Korda haben mit anderen Fachleuten den grund- legenden Gedanken für einen solchen Ort entwickelt und ihn u. a. durch studentische Wettbewerbe mit vielen kreativen Ideen und Perspektiven erweitert. Das Konzept, das Herr Prof. Korda anhand von Folien darstellt (Auszug s. Anlage 5) wurde Anfang des Jahres 2010 in einer Ausstellung im münsterischen Landeshaus vorgestellt: Zentrum des ‚Orts der Kulturen und Religionen der Welt ist ein runder Platz (mit einem Durchmesser von etwa 65m), der mit hellem Naturschein gepflastert und von Kreisen verschiedener symbolischer Aussagen umgeben ist. In der Mitte entspringt ein Feuer, das ebenso wie die Erde (ein umgebender Wall) und ein Ring aus hohen Säulenpap- peln (für die Natur) sowie schließlich ein Wassergraben die Elemente benennt, die für alle Kulturen und Religionen als Grundlage unseres Ökosystems von Bedeutung sind. Herr Prof. Korda erläutert, dass der Kreis einen Ort der Sammlung darstellt, an dem Glaubensgemeinschaften sich selbst darstellen und Informationen an andere weiterge- ben können. Es handelt sich nach Auskunft von Herrn Prof. Korda um eine temporäre Darstellung und er ergänzt auf Nachfrage von Frau Englert, dass es sich um ein ‚Frei- licht ähnliches Projekt' handelt. Die Planungen gingen nicht von einer Förderung durch die Stadt Münster aus; einige Sponsoren gebe es bereits. Aufgrund eines gemeinsa- men Ratsantrags der CDU-Fraktion, der SPD-Fraktion, der FDP-Fraktion, der Fraktion DIE LINKE und der Ratsgruppe UWG/ödp ist die Verwaltung mit Vorlage V/0528/2010 beauftragt worden, Realisierungsmöglichkeiten zu prüfen und Verfahrensvorschläge zu unterbreiten. Nach Ansicht von Herr Brämswig, könne die dargestellte Architektur (insb. das Feuer, die Flamme in der Mitte) missverständlich Elemente der NS-Architektur assoziieren las- sen. Auch Herr Dr. Kinkebur hält das Feuer in der Mitte in diesem Zusammenhang für ein unpassendes Element. Er regt an, einen solchen Ort mit einer Friedensbücherei zu verbinden und Kontakt zur Stiftung Weltethos in Tübingen aufzunehmen, die bereits die Umsetzung ähnlicher Projekte unterstützt hat. Herr Dingerkus benennt eine nahe lie- gende Assoziation zu keltisch-monolythischen Bauwerken wie z.B. Stonehenge. Frau Englert schlägt vor, eine Kirche in ein Haus der Religionen umzuwandeln. Herr Prof. Dr. Korda betont jedoch, dass für ein solches Projekt ein ‚neutraler’ Ort gesucht wird. Frau Korda hält es für wichtig, gerade bestimmte Stadtteile Münsters (wie Coerde, Kinder- haus, Angelmodde etc.) in die Planung mit einzubeziehen. Herr Marinos weist abschließend darauf hin, dass der Ausländerbeirat bereits Anfang der 80er Jahre die sinngemäße Idee eines „Hauses der Kulturen“ in die politische Dis- kussion eingebracht hat und der Integrationsrat nach wie vor die konzeptionelle Umset- zung eines ‚Haus der Kulturen’ bzw. die Idee eines ‚Friedens- und Kulturparks’ forciert.
Anlage 5
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Au lan go Auszug aus der Niederschrift des Integrationsrates vom 09.03.2011 Punkt 2.2 der Tagesordnung Bericht von Prof. Peter Pininski und Prof. Martin Korda zum Projekt "Ort der Kulturen und Religionen der Welt" Herr Marinos begrüßte Prof. Pininski und Prof. Korda und bat sie um ihren Bericht. Prof. Pininski und Prof. Korda stellten sich vor und stellten anschließend ihre Präsentation zum Projekt „Ort der Kulturen und Religionen der Welt* vor. Im Anschluss daran beantworteten sie die Fragen der Mitglieder. Herr Marinos wies in diesem Zusammenhang auf das Projekt des damaligen Ausländerbeirates hinsichtlich der Errichtung eines Friedens- und Kulturparks mit einem Haus der Kulturen hin und erläuterte die Historie des Projektes. Das aktuelle Projekt weise große Ähnlichkeiten zu dem des Ausländerbreirates auf. Er selbst habe bezüglich des Projektes des damaligen Ausländerbeirates die Vorstellung, auf’ das Stadtgebiet z.B. verschiedene Pavillons, die typisch für die jeweilige Kultur gestaltet sind, zu verteilen. (dezentrale Version des Projektes des damaligen Ausländerbeirates) Die Bürgerinnen und Bürger könnten so bei einem Spaziergang die einzelnen Kulturen kennen lernen. Diesbezüglich strebe er in Kürze ein Gespräch mit den beteiligten Ämtern an. Prof. Pininski und Prof. Korda sagten ihre Unterstützung hinsichtlich des Projektes des Integrationsrates zu. Grundsätzlich bestehe auch die Möglichkeit beide Projekte zusammen zu führen. Es sei jedoch auch eine Realisierung beider Projekte an unterschiedlichen Orten denkbar. Herr Marinos erklärte den Wunsch, das Ganze zu einem guten Erfolg zu führen.
Anlage 3
369 Zeichen
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Anlage 1
113 Zeichen
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Anlage 2
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Antrag an den Rat Nr. A-R/0051/2010 CDU-Fraktion SPD-Fraktion FDP-Fraktion Fraktion Die Linke Ratsgruppe UWG /ODP Münster, 27.05.2010 gemeinsamer Antrag Ort der Kulturen und Religionen der Welt Der Rat möge beschließen: Der Rat der Stadt Münster begrüßt die bürgerschaftliche Initiative für einen „Ort der Kulturen und der Religionen der Welt“ und bittet die Verwaltung zur Vorbereitung möglicher Entscheidungen um folgende Schritte: 1. Fachliche Aufbereitung der konzeptionellen Idee. 2. Klärung der tatsächlichen Kosten- und Finanzierungssituation in Zusammenarbeit mit den Initiatoren. 3. Darstellung möglicher Realisierungsoptionen im Stadtgebiet. Begründung: Münster ist ein Ort der Kulturen und Religionen — hier leben Menschen aus 163 Nationen und der unterschiedlichsten Bekenntnisse und Glaubensüberzeugungen zusammen. In der Stadt des Westfälischen Friedens kultiviert und pflegt man die Überzeugung, dass - wie 1648 beim ersten Friedensschluss der Geschichte, der durch Dialog zustande kam — aufkeimende kulturelle und religiöse Konflikte auch heute nur durch Gesprächsbereitschaft und stetes Bemühen zu lösen sind. Einem „Kampf der Kulturen“ wird Münster keinen Nährboden geben, das macht der gemeinsame Antrag ganz deutlich. Einer „Friedensstadt‘ steht es gut an, dieses von vielen Gruppen, Gemeinschaften, Vereinen, Foren und Einzelnen in Theorie und tatkräftiger Praxis gelebte Profil auch in einem Symbol nach außen sichtbar darzustellen. Seit gut zehn Jahren wächst eine Idee dafür bei der Akademie für Baukultur in Münster. Architekt Prof. Dr. Z. Peter Pininski hat gemeinsam mit Prof. Martin Korda (Fachhochschule Münster) und anderen Fachleuten den grundlegenden Gedanken für einen solchen Ort entwickelt und ihn u.a. durch studentische Wettbewerbe mit vielen 8 kreativen Ideen und Perspektiven erweitert. Anfang des Jahres 2010 wurde das Konzept in einer Ausstellung im münsterschen Landeshaus vorgestellt. Kurator dieser viel beachteten Präsentation war Prof. Pininski. Der „Ort der Kulturen und Religionen der Welt“ ist als runder Platz angelegt, der von Kreisen verschiedener symbolischer Aussagen umgeben ist. In seinem Zentrum brennt ein Feuer, das ebenso wie die Erde (ein umgebender Wall) und ein Ring aus hohen Säulenpappeln (für die Natur) sowie schließlich ein Wassergraben jene Elemente benennt, die für alle Kulturen und Religionen als Grundlagen unseres Ökosystems von Bedeutung sind. Das Herz des Ortes — der Platz der Menschen — wird umgeben von Stelen, auf denen Raum ist für sakrale Symbole oder Kultur-Artefakte. Dieser Entwurf voller Andeutungen und Chiffren bietet den Betrachtern unendlich viele Bezugspunkte für sein eigenes Kultur- und Glaubensverständhnis, vor allem aber auch den Blick auf Gemeinsamkeiten mit anderen Weltanschauungen. Ein Ort, der zu innerem Dialog, aber auch ganz konkret zu Austausch und Diskussion mit Menschen anregt, denen man dort begegnet. Die Vorgeschichte des Projektes bis zum jetzigen Stand ist aber auch in sich ein Beispiel für solchen Dialog auf Augenhöhe, für ehrenamtliches Engagement und Verzahnung zwischen Bürgerschaft und Hochschule. Bisher haben Entwicklung, Wettbewerbe und sogar Ausstellung keinen Cent öffentlicher Gelder gekostet. Es kann davon ausgegangen werden, dass dies auch bei einer Verwirklichung des Projektes so bleiben wird: Eine Finanzierung durch Dritte ist angestrebt. Eine konstruktive Prüfung der Projektidee im Sinne des Beschlussvorschlags wird erbeten. gez. Heinz-Dieter Sellenriek CDU-Fraktion Wolfgang Heuer SPD-Fraktion Carola Möllemann-Appelhoff FDP-Fraktion Raimund Köhn Fraktion Die Linke Gerd Kersting \ Ratsgruppe UWG / ÖDP
Anlage 4
960 Zeichen
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Beratungsverlauf (8)
Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich abgelehnt
Zur SitzungBeschluss: einstimmig abgelehnt
Zur SitzungBeschluss: von der Tagesordnung abgesetzt
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich abgelehnt
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich abgelehnt
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich abgelehnt
Zur SitzungOrte (1)
- Burgstraße 38
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0422/2012
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 16.05.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37