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V/0379/2022

Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Davertschule Amelsbüren

Vorlagen 08.06.2022

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 07.09.2022, TOP 32

Anlage A

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Ansehen

Anlage 2 Caritas_ OGS-Konzept Davertschule

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Ansehen

Anlage 2 DRK_OGS-Konzept Davertschule

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Ansehen

Anlage 2 Mütterzentrum Soziales Netzwerk_OGS-Konzept Davertschule

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Ansehen

Anlage 1 OGS-Kriterienkatalog

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Ansehen

Anlage 2 Ev. Jugendhilfe Münsterland_OGS-Konzept Davertschule

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage A

3895 Zeichen

Anlage A zur V/0379/2022
Kurzüberblick
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit dem Schulkonferenzbeschluss einstimmig vor,
dem Träger Caritasverband für die Stadt Münster e.V. für die Offenen Ganztagsschule in der
Davertschule Amelsbüren im 2. Schulhalbjahr im Schuljahr 2022/2023 zu übertragen.
Ziele/Teilziele/Zielerreichung
Die Verwaltung wurde mit dem Antrag A-R/0039/2016 „Qualitätsoffensive die gute (offene)
Ganztagsschule“ beauftragt, ein Gesamtkonzept der Offenen Ganztagsschulen zu entwickeln und
mehr als 25% der Offenen Ganztagsschulen in die Trägerschaft anerkannter freier Träger der
Jugendhilfe überzuleiten. Der Rat hat daraufhin in seiner Sitzung vom 26.08.2020 mit der Vorlage
V/330/2020 beschlossen, alle Offenen Ganztagsschulen sukzessive in die freie Trägerschaft zu
überführen.
Mit dem Erreichen dieser Werte werden wir die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden
Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und „Wir werden
Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln.
Die Verwaltung und die Davertschule Amelsbüren schlagen vor, dem Träger Caritasverband für
die Stadt Münster e.V. die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule zum 01.02.2023 zu
übertragen.
Weitere Detailplanungen (Dienstvereinbarung) werden in Kooperation mit dem Träger, der
Schulleitung und der Verwaltung vor der Übernahme getroffen.
Finanzierung
Produktgruppe: 0602 Kinder- und Jugendarbeit
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein
Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein
Im Haushaltsplanentwurf 2023 enthalten? X Ja Nein teilw.
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja Nein
Bereits veranschlagt? X Ja Nein
Pflichtigkeitsgrad
Die Maßnahme/Leistung ist vollständig
pflichtig X
überwiegend
pflichtig
überwiegend
freiwillig
vollständig
freiwillig
„Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sind verpflichtet, Plätze für die Kinder und Jugendlichen
im schulpflichtigen Alter bedarfsgerecht in T ageseinrichtungenund in Kindertagespflege
vorzuhalten (§24 Absatz 4 SGB III).
Die Kommune kann diese Verpflichtung auch durch entsprechende Angebote an Schulen erfüllen,
soweit die Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote nach den Grundsätzen des SGB VIII
gestaltet werden (§5 Absatz 1 KiBiz).“ RdErl. D. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v.
23.12.2010 (ABI.NRW.01/11 S.38, berichtigt 02/11 S.85)

Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
Münster gehört zu den am stärksten wachsende Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke
Flüchtlingszuzüge
im Basisszenario „Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort“ auf 326.000 Einwohner
steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachstum
noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die
wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der
sich Münster stellen muss.
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil des
weiteren Ausbaus der Offenen Ganztagsschule (OGS). Alle Maßnahmen zum Ausbau der OGS
orientieren sich an der kleinräumigen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf
ausgerichtet, eine familienfreundliche Stadtentwicklung zu fördern.
Dazu trägt insbesondere der bedarfsgerechte Ausbau der OGS bei. Im Rahmen der
unterschiedlichen Arbeitsfelder der OGS werden wichtige Aspekte wie Barrierefreiheit, Inklusion,
Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksichtigt und unterstützen eine
familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der quantitative und qualitative
Ausbau von Angeboten der Offenen Ganztagsschulen im Einklang mit der Ausrichtung als
führender Wirtschaftsstandort.

Anlage 2 Caritas_ OGS-Konzept Davertschule

59150 Zeichen

caritas-ms.de  
 
Bewerbung um die Trägerschaft der OGS an der Davertschule 
Warum die Davertschule und die Caritas? 
An der Davertschule arbeitet ein engagiertes multiprofessionelles Team im Ganztag mit vi elen 
Kompetenzen und Ressourcen. Gleichzeitig gibt es Themen und Fragen, die das Team gerne 
weiterentwickeln und beantworten möchte. 
 
Eine Herausforderung an der Davertschule ist das Wachstum des Offenen Ganztags . Das hat 
unter anderem zur Folge, dass immer mehr Kinder am Nachmittag begleitet und betreut werden, 
die noch kein oder nur wenig Deutsch sprechen. A uch das Aufeinandertreffen von 
unterschiedlichen kulturellen Erfahrungen ist nicht immer konfliktfrei. Einige Eltern können nur 
wenig oder teilweise gar nicht unterstützen beim Bearbeiten von Lerninhalten. Andere können 
durch eigene Erkrankungen ihren Kindern nicht immer die nötige Struktur und Stabilität geben. 
Wir versuchen, den Beda rf der Kinder und Eltern  zu ermitteln und mit unseren Ressourcen 
abzugleichen, um herauszufinden, wie eine gute Unterstützung im Offenen Ganztag gestaltet 
werden kann, die die Entwicklung und Themen der Kinder im Blick hat.  
Es werden Wege probiert, auch Eltern zu erreichen, die an der Schule keine große Präsenz zeigen. 
Hier können wir zum Beispiel mit Kolleg:innen der Erziehungsberatungsstellen, des 
Migrationsdienstes oder der Jugend - und Familienhilfen kooperieren.  Alternative Wege zur 
Aktivierung von Eltern können entwickelt und ausprobiert werden. 
Bezüglich der Dynamiken von Kindern am Nachmittag können über teilnehmende 
Beobachtungen i ndividuelle Lösungen für Situationen gefunden werden.  Über Team - und 
unterschiedliche fachliche Fortbildungen stärken wir die Mitarbeiter:innen. 
Das Team kann sich so weiter sensibilisieren, das vorhandene Wissen und die eigene Haltung 
schärfen, um sich weiterhin und auch in herausfordernden Situationen als hilfreich, kompetent 
und selbstwirksam erleben zu können. 
 
Ein Thema für die Mitarbeiter:innen im Offenen Ganztag sind Arbeitsverträge mit auskömmlichen 
Stundenumfängen. Diese können wir anbieten z.B. über die Mitarbeit in der Ferienbetreuung, 
die Möglichkeit, Lernförderung für Kinder mit BuT -Berechtigung durchzuf ühren oder -nach 
Absprache mit der Lebenshilfe - die Übernahme von Schulbegleitungen am Vormittag .  
Neben umfangreicheren Verträgen für die Mitarbeiter:innen wird dadurch auch die Kooperation 
zwischen Vormittags - und Nachmittagsteam gestärkt und für die Kin der eine Kontinuität 
hergestellt in den Beziehungen zu Pädagog:innen über den ganzen Tag.  Auch dem schon 
sichtbaren Fachkräftemangel könnte darüber besser begegnet werden. 
Sollte die Entwicklung mittelfristig zu „1 Schule – 1 Träger“ gehen, kann die Carita s Münste r 
prinzipiell alle Bereiche der „Schulnahen Jugendhilfe“ fachlich fundiert abdecken. 
 
Es besteht eine langjährige kooperative Beziehung zur Davertschule aufgrund der Trägerschaft 
der Schulsozialarbeit seitens der Caritas.

Offener Ganztag 
Rahmenkonzept der Caritas Münster

Seite 2 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
Inhalt 
1. Trägerbeschreibung ............................................................................................................. 4 
2. Der Offene Ganztag als integrierter Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe der 
Caritas Münster ..................................................................................................................... 4 
3. Rahmenbedingungen und Organisation ........................................................................ 5 
3.1 Auftrag und Zielsetzung .............................................................................................. 5 
3.2 Personal .......................................................................................................................... 6 
3.3 Anmeldung und Betreuungszeiten ........................................................................... 7 
3.4 Mittagessen .................................................................................................................... 7 
3.5 Räume .............................................................................................................................. 8 
4. Einblicke in pädagogische Handlungsfelder ................................................................. 8 
4.1 Mittagessen .................................................................................................................... 8 
4.2 Lernzeit ........................................................................................................................... 8 
4.3 Freispiel .......................................................................................................................... 9 
4.4 Angebote ......................................................................................................................... 9 
4.5 Identität und Integration .......................................................................................... 10 
4.6 Digitalisierung .............................................................................................................. 11 
4.7 Musik ............................................................................................................................... 11 
4.8 Ökologie ......................................................................................................................... 11 
4.9 Partizipation ................................................................................................................. 11 
5. Ferienbetreuung ................................................................................................................. 12 
6. Kooperation ......................................................................................................................... 12 
6.1 Mit Eltern ...................................................................................................................... 12 
6.2 Innerhalb der Schule ................................................................................................. 13 
6.3 Innerhalb der Caritas ................................................................................................. 13 
6.4 Mit anderen Organisationen, Trägern und Verbänden ..................................... 14 
6.5 Mit der Stadt Münster ................................................................................................ 14 
7. Qualitätssicherung ............................................................................................................. 14 
7.1 Einbindung der OGS in das Qualitätsmanagement der Caritas Münster ..... 14 
7.2 Qualität in Bezug auf das Personal ........................................................................ 14 
7.3 Kinderschutz ................................................................................................................ 15 
7.4 Qualität über Strukturen .......................................................................................... 15 
8. Zukunftsmusik und Ausblick ........................................................................................... 16 
8.1 1 Schule – 1 Träger ...................................................................................................... 16 
8.2 OGS als sozialraumorientiertes Angebot ............................................................. 16 
8.3 Trägerinterne Fortbildungen ................................................................................... 16

Seite 3 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
8.4 Schulübergreifende Zusammenarbeit ................................................................... 17 
8.5 Diversität ....................................................................................................................... 17 
8.6 Nachhaltigkeit .............................................................................................................. 17 
8.7 Kultursensibilität ......................................................................................................... 17 
8.8 Hybride Elternformate .............................................................................................. 18 
8.9 Mobbing, Gewaltprävention, Umgang mit Gewalt zwischen Kindern ............ 18

Seite 4 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
Unterstützende, wertschätzende, respekt- und vertrauensvolle Beziehungen sind 
keine Sozialromantik, sondern unbedingte Grundlage dafür, dass Lernen und  
Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler gelingen können.  
(Kuhn/Fischer, 2014, S. 8, STEG-Studie) 
1. Trägerbeschreibung 
Die Caritas Münster setzt sich aus dem Caritasverband fü r die Stadt Münster e.V. und seinen ange-
schlossenen Gesellschaften zusammen.  Neben der Kinder - und Jugendhilfe werden auch Angebote 
aus dem Bereich der Altenhilfe, Fort- und Weiterbildung, Sozialen Beratung, Wohnungslosenhilfe und 
Jugendberufshilfe angeboten. 
Der Caritasverband für die Stadt Münster e.V. ist als Wohlfahrtsverband anerkannter Träger der freien 
Jugendhilfe. Er hält seit über 50 Jahren ein dichtes Netz an Angeboten der Jugendhilfe in Münster vor, 
das stetig weiterentwickelt wurde und s ich immer wieder an den Lebenswelten der Menschen in 
Münster ausrichtet.  
Über den Caritasverband für die Diözese Münster e.V. ist die Caritas Münster an die entsprechende 
Fachberatung für Träger angebunden. Hierüber erfolg en insbesondere die fachliche und wirtschaft-
liche Fachberatung und die regelmäßige Fortbildung der Mitarbeitenden. 
Die Caritas Münster beschäftigt auf dem Stadtgebiet ca. 1.000 hauptberufliche Mitarbeitende. Sie 
verfügt über eine leistungsfähige Verwaltung, die insbesondere die Aufgaben d er Personalabrech-
nung, -entwicklung und des Recruitings, sowie die finanztechnische Bewirtschaftung hochwertig si-
cherstellen kann. Für die Arbeitsverhältnisse kommen die arbeitsvertraglichen Richtlinien der deut-
schen Caritas (AVR Caritas) zur Anwendung. Da rüber sind eine betriebliche Altersvorsorge über die 
KZVK, eine Jahressonderzahlung, sowie ein Leistungsentgelt gesichert. Zudem bietet die Caritas 
Münster ihren Mitarbeiter:innen zusätzlich ein Jobbike (Leezenleasing), ein Jobticket und ein Lebens-
arbeitszeitkontomodell an.  
2. Der Offene Ganztag als integrierter Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe 
der Caritas Münster 
Das Leitbild der Caritas Münster formuliert unseren Zugang zu den Menschen eindeutig: „ Unser An-
liegen ist das Wohlergehen der Menschen, materiell, körperlich, geistig und seelisch. Wir stärken die 
Selbsthilfekräfte der Menschen, fördern ihre Selbstständigkeit, achten und sichern ihre Würde und 
Selbstbestimmung. (…) Wir nehmen jeden Menschen in seiner Einmaligkeit an, achten und berück-
sichtigen Unterschiede in Religion, Nationalität, Geschlecht, Alter und Ethnie sowie körperlichen und 
geistigen Besonderheiten, unabhängig von sozialer Stellung und politischer Anschauung. (…)  
Um diese Ziele zu erreichen, muss die Caritas in der Lebenswelt von Familien präsent sein. Der Offene 
Ganztag ist mittlerweile zu einem wichtigen Teil dieser Lebenswelt geworden und so ist es konse-
quent, dass wir dort an entscheidender Stelle mitgestalten möchten. Wir wollen Kindern im Ganztag 
Räume schaffen, sich und ihre Umwelt spielerisch zu entdecken. Wir nehmen Kinder als einzigartige 
Personen an, mit ihrer Biografie, ihrem ethnischen Hintergrund, ihrer Familie und ih rem Lebensum-
feld. Wir helfen mit, eine Basis für die Entwicklung von Selbsteffizienz und Resilienz zu s chaffen. Wir 
wollen Bildungs- und Entwicklungsanreize schaffen, den individuellen Lebensbedingungen und Be-
dürfnissen der Kinder entgegenkommen, und: wir möchten, dass Kinder bei uns Freunde finden, Spaß 
haben, gerne miteinander spielen und arbeiten, sich s icher und gehalten fühlen, sich streiten und 
vertragen und den Ganztag als guten Teil ihres Lebens empfinden. 
So etwas schafft man nicht allein. Deshalb sind Zuverlässigkeit, Transparenz und von Vertrauen ge-
prägte Zusammenarbeit mit den staatlichen, kirchlichen und anderen Kooperationspartnern für uns 
von großer Bedeutung. Ganz zentral sind dabei unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sie sind das 
wertvollste Potential der Caritas: Sie prägen die Leistungsfähigkeit, die Kultur und das Ansehen des 
Verbandes. Wir legen Wert auf hohe Fachlichkeit, entwickeln uns weiter, arbeiten wirtschaftlich und 
nachhaltig.

Seite 5 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
In der Struktur der Caritas Münster ist der Offene Ganztag als Teil der S chulnahen Jugendhilfe eng 
mit einem nahezu vollständigen Angebot an Jugendhilfe verzahnt. So weisen etwa der Heilpädagogi-
sche Hort und die Erziehungsberatungsstelle umfassende Kenntnisse über die notwendigen Rah-
menbedingungen einer gelingenden Entwicklung von Grundschulkindern auf und haben ausgewie-
sene Expertise für die Fachberatu ng im O ffenen Ganztag. Mit der ambulanten und teilstationären 
Jugendhilfe sind die Hilfen zur Erziehung nahezu komplett abgedeckt, sodass auch bei massiveren 
Verhaltensproblemen von Kindern fachliches Wissen schnell abrufbar ist. Die Vernetzung dieser Hil-
fen in einer Abteilung ist eingeübt und der entsprechende fachliche Austausch ist kollegialer Alltag. 
Durch die genaue Kenntnis solcher Hilfen beim OGS -Personal sind passgenaue Hinweise an Eltern 
und die Anbahnung von niedrigschwelligem Kontakt jederzeit auch kurzfristig möglich. Die intensive 
Nutzung dieser Ressourcen soll durch die Entwicklung von Intervisions- und Supervisionskonzepten 
an der Schnittstelle von OGS und Jugendhilfe sichergestellt werden. 
Ähnliches gilt auch für die eng e Verzahnung mit dem g roßen Migrationsdienst der Caritas Münster, 
der auf kurzem Weg für die Fachberatung der Mitarbeiter:innen zur Verfügung steht und nicht nur 
hilft Sprachbarrieren zu überwinden und das wertschätzende Miteinander verschiedener Kulturen zu 
fördern, sondern auch konkrete Projekte etwa zur Antidiskriminierung anzustoßen.  
Die Caritas Münster übernahm 201 6 ihren ersten O ffenen Ganztag in der jetzigen Kompass-Schule. 
Im Jahr 2017 kamen die Ganztage der Paul-Schneider-Grundschule in Kinderhaus und der Matthias-
Claudius-Schule in Handorf hinzu. 
Die Mitarbeiter:innen sind mittlerweile fast alle  aus der Gestellung in einen Arbeitsvertrag bei der 
Caritas gewechselt. Die Möglichkeit, zusätzlich zur Arbeit im Ganztag im Vormittagsbereich als Schul-
begleiter zu fungieren, wird zunehmend ermöglicht und genutzt.  Damit können wir die hauptamtli-
chen Teilzeitarbeitsverhältnisse mit mehr Stunden versorgen . Die OGS-Koordinator:innen kooperie-
ren in einem Gremium mit der Bereichsleitung Schulnahe Jugendhilfe. In diesem Bereich finden sich 
auch die anderen schulnahen Dienste wie die Schulbegleiter, die Schulsozialarbeit und die Förder-
inseln. Untereinander besteht ein strukturell abgesicherter Austausch und gemeinsame Fortbildun-
gen. 
In Zukunft soll sich die OGS noch stärker als Teil eines Netzwerks präsentieren: v ielfältig verknüpft 
mit den Akteuren im Stadtteil, als Standort verschiedener Beratungsangebote und mit einem moder-
nen Raumkonzept, das Elternarbeit und -bildung bedarfsgerecht umsetzt. Dies soll zunehmend auch 
als digitale Medienbildung erfolgen. Insgesamt soll die OGS in der Kommunikation mit den Eltern 
und Netzwerkpartnern den digitalen Wandel als Einrichtung aufgreifen und in den OGS -Alltag integ-
rieren. Für die pädagogische Arbeit bedeutet dies, die Kinder aktiv zu begleiten, sich die digitale Welt 
zu erschließen und nutzbar zu machen. Als weitere n Schwerpunkt soll sich der Ganztag als Jugend-
hilfe-OGS entwickeln. Eingebettet in die vielfältigen Jugendhilfe-Dienste der Caritas Münster soll hier 
Jugendhilfe-Knowhow strukturell in die Arbeit einfließen, und so das gängige Konzept der Fachbera-
tung erweitern. 
3. Rahmenbedingungen und Organisation 
Die Rahmenbedingungen für den Offenen Ganztag an Grundschulen in NRW ist im Runderlass des 
Ministeriums für Schule und Weiterbildung weitestgehend festgelegt. Trotzdem gibt es Spielraum, 
wie Träger innerhalb dieses Rahmens agieren und wie sie diesen auslegen.  
3.1 Auftrag und Zielsetzung 
Die Offene Ganztagsschule (OGS) bietet außerunterrichtliche Angebote in Ergänzung zum planm äßi-
gen Schulunterricht an. Kinder können das Angebot der OGS sowohl im Anschluss an den Unterricht, 
an beweglichen Ferientagen sowie bei Bedarf auch in den Schulferien ganztägig wahrnehmen. In Ko-
operation mit einer Vielzahl von Partnern, insbesondere aus der Kinder- und Jugendhilfe, des Sports 
und der Kultur soll sie zur Erfüllung des Bildungs -, Erziehungs- und Betreuungsauftrags eine ent-
sprechende Förderung für alle Kinder, insbesondere auch aus bildungsbenachteiligten Familien, er-
möglichen.

Seite 6 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
Die offene Ganztagsschule eröffnet Schülerinnen und Schülern  Hilfen zur Selbstständigkeit und Ei-
genverantwortung und unterstützt Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und in ihrer 
Erziehungsarbeit (angelehnt an den Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 
23.12.2010). 
Was bedeutet das für den Offenen Ganztag? 
Miteinander: 
 Gestaltung der Offenen Ganztagsschule zu einem Lebens- und Aufenthaltsort, an dem sich Kinder 
und Mitarbeiter:innen wohlfühlen und entwickeln können 
 Zugehörigkeit erfahren durch Gruppen- und Gemeinschaftserleben 
 Erleben und Tolerieren von Vielfalt im Sinne von unterschiedlichen individuellen und kulturellen 
Voraussetzungen von Kindern und Mitarbeiter:innen durch Vorleben, Gespräche, Diskussion, ge-
lingende Konfliktklärung, AGs 
 Freies Spielen mit Freunden, Erweiterung des Bezugskreises durch gruppenübergreifende und 
offene Angebote am Nachmittag 
 
Entwicklung: 
 Räume schaffen sowohl für Bewegung als auch für Rückzug und Entspannung  
 Förderung von Selbstkompetenzen durch Gruppe, Freispiel und Angebote (Selbstvertrauen, -be-
wusstsein, -ständigkeit, -wirksamkeit, -kritik, -beherrschung) 
 Unterstützung bei dem Erlernen und Entwickeln von Eigenverantwortung und -Initiative z.B. 
durch Partizipationsstrukturen 
 Erlernen von Verantwortungsübernahme für andere (z.B. Patenprojekte, Pausenbuddies) und für 
die Natur (z.B. Gartenprojekte, Tiere, Pflanzen in Räumlichkeiten) 
 
Freizeit und Bildung: 
 Förderung und Erhaltung der Lernfreude und -motivation durch Unterstützung und Begleitung in 
den Lernzeiten, Schaffung von anregenden Gesprächen und Situationen  
 Schaffung von vielfältigen und unterschiedlichen Kommunikationsmöglichkeiten, -anlässen und 
-erfordernissen für sprachliches und geistiges Lernen 
 Verzahnung von schulischem Vor - und Nachmittag zur ganzheitlichen Erziehung und Bildung 
durch Kooperationsstrukturen und Absprachemöglichkeiten 
Eltern: 
 Einbeziehung der Eltern/Erziehungsberechtigten für gelingende Erziehungs - und Bildungspart-
nerschaften über verschiedene Einbeziehungsmöglich keiten (z.B. OGS -Elternveranstaltungen, 
Beteiligung an Festen, Mitwirkung bei Verantwortungsübernahme im Ganztag) 
 Verlässliche Betreuung für die beteiligten Familien 
3.2 Personal 
Die Caritas Münster beschäftigt im Offenen Ganztag analog den Münsterstandards OG S pro 25 Kin-
dern eine Gruppenleitung, die mindestens eine erzieherische Ausbildung haben muss. Die Koordina-
tion wird von einer sozialpädagogischen Fachkraft übernommen, die je nach Größe des Ganztages 
für ihre Aufgaben freigestellt wird. Daneben werden als Unterstützung je nach Räumen und Konzept 
des Offenen Ganztages unterschiedliche Stundenkontingente an studentische oder berufsfremde 
Mitarbeiter:innen vergeben.

Seite 7 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
Dabei achten wir auf eine möglichst große Zahl von Unterstützungskräften mit einem Stundenkon-
tingent von 20,5 Stunden. So wird das Team den Ansprüchen der Kinder auf feste Bezugspersonen 
und Beziehungskontinuität gerecht, stellt aber auch genügend Personal  und Angebote für die ver-
schiedenen Bedürfnisse der Kinder zur Verfügung. Je nach Anzahl der Kinder, die den Ganztag besu-
chen, braucht es eine bestimmte Anzahl von Mitarbeiter:innen, um für die Kinder ansprechbar zu 
sein und sie durch den Tag zu begleiten. 
Die Fachaufsicht wird von der Bereichsleitung Schulnahe Jugendhilfe  der Caritas Münster ausgeübt. 
Sie ist für die inhaltliche und strukturelle Qualität und Weiterentwicklung des Offenen Ganztages mit 
verantwortlich. Honorarkräfte ergänzen das festangestellte Personal und führen spezielle Angebote 
am Nachmittag durch. Alle Mitarbeiter:innen werden in einem Einarbeitungskonzept an die pädago-
gische Arbeit und die jeweiligen Aufgaben ihrer Stelle herangeführt.  
Die für den Offenen Ganztag zur Verfügung stehende n Lehrer:innenstunden können sowohl für die 
fachliche Begleitung der Lernzeit im Tandem mit OGS-Kräften als auch für Bildungs- oder Freizeitan-
gebote am Nachmittag genutzt werden. Gerade die letztere Möglichkeit führt zu informellen Kontakt- 
und Beziehungsmöglichkeiten zu Kindern, was die Lehrer:in -Kind-Beziehung im Unterricht stärken 
kann. 
3.3 Anmeldung und Betreuungszeiten 
Die Anmeldung für den Offenen Ganztag läuft über das Sekretariat der jeweiligen Schule, wo die 
Betreuungsverträge der Caritas Münster hinterlegt sind. Die Betreuungszeiten sind üblicherweise: 
 OGS: nach der 4. Stunde bis 15:00 Uhr oder 16:00 Uhr 
 Übermittagsbetreuung: je nach Schule bis 13 Uhr oder Ende der 6. Stunde  
 Unterrichtsfreie Tage: 8:00 Uhr – 16:00 Uhr 
 Ferien: 6 Wochen Betreuung von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr  
 Randzeitenbetreuung je nach Bedarf und Personalkapazitäten an den jeweiligen Schulen ab 7:30 
Uhr oder bis 17:00 Uhr 
Für außerschulische Bildungsangebote, Therapien und Förderangebote oder außerordentliche fami-
liäre Ereignisse können die Schüler:innen nach Absprache mit der Schulleitung und Ko ordination 
freigestellt werden. Regelmäßige oder einmalige Ausnahmen können sch riftlich beantragt werden, 
die OGS-Koordination und Schulleitung stimmen sich über die Prüfung der Anträge ab.  
3.4 Mittagessen 
Es gibt täglich ein warmes Mittagessen für alle OGS-Kinder, je nach Schule als Warmanlieferung oder 
frisch zubereitet nach cook & fre eze Verfahren im Konvektomaten. Es wird auf Wünsche der Kinder 
sowie auf Ausgewogenheit, Auswahlmöglichkeiten, Berücksichtigung kultureller und gesundheitli-
cher Hintergründe geachtet. Auch ökologische Komponenten sowie ein regionaler Bezug  sind uns 
wichtig umzusetzen. Neben dem warmen Essen gibt es täglich frisches Obst und Gemüse. Wasser 
steht den Kindern jederzeit zur Verfügung. 
Die Caritas Münster unterstützt die Schulen  nach Wunsch  bei der Weiterentwicklung des Verpfle-
gungskonzepts und der Mittag essensgestaltung (z.B. über veränderte Raumnutzungskonzepte, zu-
sätzliche Warmanlieferung für bestimmte Gruppen). 
Die Kosten für das Mittagessen belaufen sich derzei t auf max. 3 € pro Mittagessen. Das Mittagessen 
wird zusätzlich zum OGS-Beitrag bezahlt.

Seite 8 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
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3.5 Räume 
Die Grundschulen in Münster haben sehr unterschiedliche räumliche Voraussetzungen, auf die die 
Caritas wenig Einfluss hat. Sie unterstützt die OGS-Teams bei der Weiterentwicklung ihrer Raumkon-
zepte in Absprache mit der Schulleitung. So können z.B. über die Doppelnutzung von Klassenräumen 
oder anderen Arealen weitere Möglichkeiten für Spiel, Entspannung, Rückzug und Entzerrung gefun-
den und ausgestattet werden. 
4. Einblicke in pädagogische Handlungsfelder 
Die Konzeption der Caritas für Offene Ganztage versteht sich als grundlegendes Rahmenkonzept, das 
sich nach den Erfordernissen und Gegebenheiten vor Ort, den Bedürfnissen und Bedarfen der Kinder 
sowie den Ressourcen der Mitarbeiterschaft weiterentwickelt und entsprechend fortgeschrieben 
wird. Dies geschieht i n einem gemeinsamen Prozess mit dem Team an der jeweiligen Schule, der 
Fachberatung der Caritas und in enger Rückkopplung mit der Schulleitung.  
4.1 Mittagessen 
Das Mittagessen stellt eine wichtige Zeit im Tagesablauf dar. Es dient nicht nur der Nahrungsauf-
nahme und dem Sattwerden, sondern ist im Idealfall eine Zeit der Pause, des Gesprächs, des Zuhö-
rens, des miteinander Lachens und Teilens. 
Es sollte ein angemessen großer Raum und genügend Zeit zur Verfügung stehen, so dass die Kinder 
in Ruhe essen können und jede Klasse/Stufe eine bestimmte Essenszeit zur Verfügung hat. Begleitet 
werden die Kinder von Bezugsmitarbeiter:innen, die sich sowohl um eine ruhige Atmosphäre küm-
mern als auch um das Erlernen von Abläufen, Tischkultur und Tischgesprächen. 
Die Kinder werden in die Auswahl des Mittagessens mit einbezogen und übernehmen Verantwortung 
bei der Erledigung von bestimmten Abläufen und Aufgaben (z.B. Hände waschen, Geschirr wegbrin-
gen, Platz saubermachen, nachmittags Rohkost und Obst verteilen).  
4.2  Lernzeit 
Eine weitere wichtige Struktur am Nachmittag ist Lernzeit. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, ihre 
„Hausaufgaben“ oder Wochenpläne zu erledigen, Dinge nachzuarbeiten oder vorzubereit en, sodass 
sie zu Hause möglichst nicht mehr viel Schulisches zu erledigen haben. Dies entlastet Elternhäuser, 
da die Hausaufgaben oft ein Konfliktthema zwischen Eltern und Kindern sind.  
Es gibt definierte Hausaufgabenzeiten, die entweder in der Schule vereinheitlicht oder pro Jahrgang 
festgelegt sind. Die Zeiten sind für Kinder unterschiedlicher Jahrgänge verschieden. So kann die ver-
bleibende Zeit bei den Kindern der Schuleingangsphase noch dazu genutzt werden, den Nachmittag 
zu besprechen und zu schauen, ob jedes Kind etwas zu tun oder jemanden zum Spielen hat.  
In der Lernzeit sollen die Kinder so selbstständig wie möglich arbeiten und so viel Unterstützung wie 
nötig bekommen. Sie werden dabei von pädagogischen Mitarbeiter:innen und Lehrer:innen begleitet. 
Ziel der Lernzeit ist das Lernen von Selbstständigkeit bezogen auf die Vol lständigkeit und Organisa-
tion der Arbeitsmaterialien, das Bearbeiten der Aufgaben. 
Die Eltern sind wichtige Personen bei der Unterstützung von Lernprozessen und der Motivation ihrer 
Kinder. Sie werden über das Hausaufgabenheft von Lehrkräften und OGS -Mitarbeiter:innen infor-
miert und bekommen ein Feedback über die Arbeitsweise ihres Kindes.  Wenn Kinder besondere 
Schwierigkeiten haben oder spezielle Unterstützung benötigen wird gemeinsam mit Lehrer:in, Eltern 
und gegebenenfalls Schulleitung über Lösungen oder weitere Hilfen nachgedacht und gesprochen.

Seite 9 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
4.3 Freispiel 
Dem freien Spiel wird in der OGS ein großer Stellenwert eingeräumt. Zum einen brauchen die Kinder 
nach einem Vormittag mit Unterricht und Lernangeboten, dem Mittagessen und der Lernzeit einen 
Rahmen, in dem sie selbstbestimmt entscheiden können, was sie wo und mit wem tun möchten. 
Kinder möchten nicht immer unter direkter Beobachtung von Erwachsenen sein sondern sich ihre 
eigenen Nischen schaffen. 
Zum anderen lernen die Kinder im freien Spiel viel über sich selbst und andere:  
 Soziales Lernen (z.B. Fairness, Gemeinschaft, Zusammenhalt, Konflikte, Vertrauen, unterschiedli-
che Rollen bekleiden, Führen und Folgen) 
 Emotionales Lernen (z.B. Kennenlernen negativer und positiver Gefühle, sich lebendig fühlen, 
Hilfe erfahren und Hilfe geben, Frustration aushalten, Unterstützung suchen bei Kindern oder 
Erwachsenen) 
 Naturwissenschaftliche Erfahrungen machen (z.B. beim Bauen Hebelgesetze verstehen, beim 
Spielen mit Wasser den Aggregatzustand „flüssig“ erleben, mathe matische Gesetze beim Ball-
spiel erkennen) 
4.4 Angebote 
Für die Gestaltung ihres Nachmittags können die Kinder aus einem breiten Angebot schöpfen und 
entweder ihren Interessen nachgehen oder neue Erfahrungen machen. Es gibt tägliche, offene Ange-
bote, die für die Kinder frei wählbar sind und in der Regel von unseren Mitarbeiter:innen vorbereitet 
und durchgeführt werden. Daneben gibt es die Möglichkeit, sich für AGs anzumelden, die wöchentlich 
stattfinden und über einen bestimmten Zeitraum mit einer festen Gruppe laufen. Diese werden größ-
tenteils von Honorarkräften oder in Kooperation mit Vereinen, Organisationen und Verbänden 
durchgeführt und über das Förderbudget finanziert.  Es werden verschiedenste Themen angeboten, 
die als Ideen von den Kindern kommen, vom OGS-Team oder seitens der Lehrer:innen oder der Schul-
leitung angeregt werden. 
 Hier einige Beispiele aus verschiedenen Schulen: 
Bewegung  Fußball 
 Tanzen/Zumba 
 Schwimmen 
 Motopädie     
 Reiten 
 Schulhofspiele 
Kreativität  Bandprojekt 
 Töpfern 
 Buchgestaltung 
 Digitale Stop-Motion-Filme 
 Tonstudio 
Lebenspraktisch/ Öko-
logisch 
 Kochen und Backen 
 Gärtnern im Schulgarten (Obst- und Gemüseanbau) 
 Holzwerkstatt 
 Fahrradwerkstatt 
Emotional/ Sozial  Therapeutisches Reiten 
 Tiergestützte Pädagogik (z.B. Therapiehundeteam) 
 Motopädie 
Geschlechtsspezifisch  Jungenfußball 
 Mädchenfußball 
 Mädchengruppe (Identität und Rolle) 
 Spezielle Angebote für Jungs je nach Bedarf in der Gruppe

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Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
Die Kinder wählen selbst, was sie gerne tun möchten, ob sie sich verpflichten wollen oder zunäc hst 
von Tag zu Tag entscheiden. Die OGS-Mitarbeiter:innen achten darauf, einzelne Kinder unter Umstän-
den für bestimmte Projekte zu begeistern, besonders, wenn Kinder noch Unterstützungsbedarfe ha-
ben. So könnten Kinder, die motorische Schwierigkeiten haben, an Bewegungsangeboten teilnehmen 
oder über die Motopädie ihre Fähigkeiten erweitern. Kinder, die sich schwertun im Lesen oder Rech-
nen könnten über andere Angebote spielerisch ihre Kompetenzen erweitern (z.B. beim Backen Re-
zepte Lesen; Zutaten zusammenrech nen; Waage benutzen; aufschreiben, wer welchen Pizzabelag 
wünscht etc.) Kinder mit größeren Bedarfen können über die Kooperation mit der Förderinselkraft 
(die an vielen Schulen schon vorhanden ist) eine intensivere Unterstützung bekommen z.B. hinsicht-
lich Wahrnehmung, emotionaler Stabilität, sozialem Lernen. 
4.5 Identität und Integration 
Die Identität der Kinder setzt sich durch verschiedene Merkmale zusammen, die stark vom soziokul-
turellen Hintergrund, aber auch von der Geschlechterrolle geprägt sind. Das betrifft jedes Kind, die-
jenigen mit einer sogenannten Migrationsvorgeschichte jedoch besonders. Dazu gehört eine sprach-
liche Förderung, aber auch, dass ein besonderes Augenmerk auf kulturelle Integration gelegt wird, 
ohne dabei die in der Familie gelebte Kultur außer Acht zu lassen.  
Aus diesem Grund soll die Sensibilität der Teams geziel t dahingehend gefördert werden, dass sie 
Unterschiede wahrnehmen, eventuell entstehende Schwierigkeiten frühzeitig erkennen. Das Ziel soll 
sein, Methoden zu nutzen, um diese Probleme anzugehen, aber auch mit der nötigen Fachkompetenz 
unterstützen zu können, wenn es nötig ist.  
Das Thema Genderidentität nimmt in der öffentlichen Wahrnehmung einen immer wichtigeren Stel-
lenwert ein. Dies ist auch in Schulen zunehmend der Fall. Die Aspekte der geschlechtlichen Entwick-
lung der Schülerinnen und Schüler betreffen und prägen auch das Leben in Schule und OGS. Deshalb 
müssen diese auch in der Arbeit der OGS-Teams ernstgenommen und bearbeitet werden, sodass sich 
die Identität der Kinder auch in dieser Hinsicht wertschätzend begleitet entfalten darf.  
Die meisten Grunds chulen sind inzwischen Schulen des gemeinsamen Lernens. Kinder mit unter-
schiedlichsten persönlichen, familiären und kulturellen Vorgeschichten besuchen gemeinsam den 
Unterricht und den Offenen Ganztag. Dort müssen dementsprechend sowohl Bildungsangebote au s 
dem Vormittag aufgegriffen, fortgesetzt oder vertieft, als auch Angebote geschaffen werden, die Un-
terstützungs- und Förderungscharakter haben. Schulische Förderpläne können am Nachmittag wei-
tergeführt oder berücksichtigt werden.  Das multiprofessionelle T eam der Schule, an dem auch die 
OGS-Koordination teilnimmt, bespricht die Bedarfe und Unterstützungsmöglichkeiten einzelner Kin-
der. 
Wenn es eine Förderinselstelle an der Schule gibt, kann für einzelne Kinder eine heilpädagogische 
Unterstützung am Nachmitta g angeboten werden, insbesondere bzgl. Wahrnehmung, emotionaler 
Stabilisierung oder sozialem Lernen. Hier wird besonders auf einen sicheren Rahmen, feste Struktu-
ren, Orientierung und Vertrauen geachtet. Die Kinder bekommen die Möglichkeit, sich selbst besser 
kennenzulernen, sich auszuprobieren und zu lernen, im Rahmen der OGS mit An - und Herausforde-
rungen zurechtzukommen. 
Absprachen zur Einbeziehung der Eltern sind wi chtig, damit eine Transparenz über die Arbeit mit 
dem Kind hergestellt wird und die Eltern im besten Fall ihr Kind auch zu Hause angemessen unter-
stützen können.

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Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
4.6 Digitalisierung 
Digitale Medien haben auch schon im Grundschulalter teilweise einen hohen St ellenwert und üben 
einen Einfluss auf kindliche Sichtweisen, Haltungen und Wertvorstellungen aus. Oft haben die Er-
wachsenen wenig Ahnung und Vorstellung von den „Influencer:innen“ und Inhalten, die die Kinder 
im Netz ansehen. 
Grundsätzlich geht es auch beim Benutzen von digitalen Inhalten darum, zu kommunizieren, die Welt 
zu entdecken, sich zu messen, zu lernen, sich selbst darzustellen. Dies alles geschieht allerdings im 
Wesentlichen ohne körperlich-sinnliche Erfahrungen und oft ungefiltert und ohne Beglei tung durch 
Erwachsene.  
Wir nutzen die positiven Aspekte der Medien über Angebote, die zum kreativen Umgang mit ihnen 
anregen (z.B. Malen, Filmen, Fotografieren, Gestalten und E ntwickeln). Wir begleiten die Kinder kri-
tisch und nutzen Gesprächsmöglichkeiten , die sich aus den Erzählungen der Kind er ergeben. Neue 
Medien werden als Möglichkeit bei der Lernzeit eingesetzt z.B. für die Recherche zu bestimmten The-
men. Die gute Ausstattung des Vormittags mit Tablets kann hier in Absprache mit den Lehrer:innen 
genutzt werden. 
Unsere OGS-Teams werden geschult, Wissen über Medien und Inhalte zu bekommen und eine eigene 
Haltung zu entwickeln, die es ihnen ermöglicht, eine informierte Mittlerrolle zum Elternhaus für Ge-
spräche über dieses Thema einzunehmen. 
Wichtig ist eine gute Abstimmung mit der Schule, um die genutzten Softwarelösungen der Schule 
auch in der OGS aktiv unterstützen zu können, die Schülerinnen und Schüler sollen auch bei den 
Hausaufgaben gut in Bezug auf digitales Lernen unterstütz t werden, wenn dies von der Schule vor-
gegeben ist. Diesbezüglich richtet sich das Fortbildungsangebot im Bereich Digitalisierung für unsere 
Mitarbeitenden auch an den digitalen Angeboten der jeweiligen Schule aus.  
4.7 Musik 
Viele Schulen nehmen an den Projekten JeKiSS (Jedem Kind seine Stimme) oder JeKi (Jedem Kind sein 
Instrument) teil. Diese Musikalität setzen wir am Nachmittag über Projekte fort (wie z.B. ein Band-
projekt oder darüber, da ss Singen auch als gemeinschaftsstiftende und Spaß machende Aktion im 
Nachmittag integriert wird). Dafür finden wir Honorarkräfte, Kooperationspartner:innen aus den 
Stadtteilen oder nutzen die Fähigkeiten und Interessen unserer eigenen Mitarbeiter:innen.  
4.8 Ökologie  
Nachhaltigkeit und ein sensibler, ressourcenschonender Umgang mi t der Natur sind vielen Kindern 
schon in der Grund schule ein wichtiges Anliegen. Wir nutzen vorhandene Schulgärten für Projekte. 
Gemüse und Obst kann angebaut und der Wachstums - und Gedeihprozess vom Säen/Pflanzen bis 
zum Ernten miterlebt werden. Die Kinder lernen biologische und ökologische Zusammenhänge ken-
nen. Nahegelegene Wälder oder Naturgebiete werden für Ausflüge zum Naturerleben und zum Erfah-
ren von Natur als Entspannungs- und Kraftquelle genutzt. 
4.9 Partizipation 
Mit der Teilnahme am Offenen Ganztag wird die Schule für Kinder von einem Lern- zu einem Leben-
sort. Die altersangemessene Beteiligung der Kinder am Schulleben ist ein wichtiger Wohlfühlfaktor. 
Wenn Kinder sich an der Schule den ganzen Tag grundsätzlich wohlfühlen, hat das eine starke Wir-
kung auf das Gelingen der Grundschulzeit. Die Kinder werden im Offenen Ganztag auf unterschiedli-
che Weise miteinbezogen: 
 Tägliche Runde nach der Lernzeit über strukturelle Themen (was am Tag oder in der Woche wich-
tig ist, welche Angebote nachmittags s tattfinden, wer wann wohin geht etc.) und persönliche 
Themen (wer möchte mit wem s pielen, hat jeder jemanden zum S pielen, gibt es unbearbeitete 
Konflikte oder Spannungen, die noch geklärt werden müssen etc.)

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Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
 Beteiligung an der Auswahl und Neubestellung von Spielmaterial 
 Beteiligung an Mittagessenswünschen 
 Kinderkonferenzen mit Klassen- oder OGS-Sprecher:innen 
 Verantwortungsübernahme für bestimmte Aufgaben (z.B. beim Mittagessen ) 
Grundsätzlich unterstützen wir das OGS -Team dabei, eine Haltung zu entwickeln oder weiter auszu-
bauen, die auch im alltäglichen, informellen oder unstrukturierten Kontakt gut hinhört und Gelegen-
heiten für Beteiligung und Selbstwirksamkeit auch beiläufig und selbstverständlich in den Alltag ein-
baut. 
5. Ferienbetreuung 
Alle OGS- Kinder haben einen Anspruch auf 6 Wochen Ferienbetreuung. Die Zeiten werden pro Schul-
standort festgelegt und sind für die Eltern verlässlich. Wenn es der Sozialraum erlaubt, gibt es eine 
Kooperation zwischen den Grundschulen und den Trägern der O ffenen Kinder - und Jugendarbeit. 
Auch mit den Kitas und Kindergärten im Einzugsgebiet soll sich nach Möglichkeit abgestimmt werden. 
Es gibt eine Abfrage im Herbst eines jeden Jahres für den Bedarf im Schuljahr. Daran bemisst sich 
der Personalbedarf, der mi t einer Gruppe eigener Fach - und Unterstützungskräfte sowie mit Hono-
rarkräften, studentischen Mitarbeiter:innen und Kooperationspartner:innen möglichst aus dem 
Stadtteil abgedeckt wird. 
Die Betreuung wird an der jeweiligen Schule durchgeführt. Die Kinder u nd Mitarbeiter:innen sollen 
eine schöne und entspannte Zeit zusammen gestalten und verbringen. Viele Kinder genießen den 
veränderten Tagesablauf, die ruhigere Atmosphäre und die Tatsache, da ss sie einfach spielen kön-
nen.  Es finden Angebote und Ausflüge statt, sodass die Kinder eine abwechslungsreiche Zeit in den 
Ferien erleben können. Auch hier w erden die Kinder im Vorfeld mit einbezogen, s odass ihre Vor-
schläge und Wünsche ins Programm eingebaut werden können. 
6. Kooperation 
Eine gute inhaltliche und strukturelle Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren an Schule 
trägt wesentlich zum Gelingen von Schulkarrieren für Kinder als auch zu einem guten Schulklima 
bei. Wenn das gelingt, fühlen Kinder sich wohl, sehen Eltern die Schule als vertrauenswürdigen 
Partner für die Themen der Kinder/der Familie an, engagieren sich Mitarbeiter:innen.  
6.1 Mit Eltern 
Für eine gelingende Erziehungs - und Bildungspartnerschaft ist eine gute Kooperation zwischen El-
tern, Fach- und Lehrkräften von grundlegender Bedeutung. Die Fachkräfte der Schule stehen in der 
Verantwortung, auf Eltern, unabhängig von ihrer Situation, wertschätzend, offen und freundlich zu-
zugehen. Wenn die Eltern eine positive Haltung gegenüber der Schule haben , wirkt sich das in der 
Regel positiv auf die Kinder und die Arbeit mit ihnen aus. Eltern sollen nicht ihrer Erziehungsverant-
wortung enthoben, sondern am Entwicklungsprozess  ihrer Kinder beteiligt werden. Dafür ist regel-
mäßiger, transparenter und zeitnaher Austausch zwischen Fachkräfte n und Eltern not wendig, der 
nach Möglichkeit wenig anklagend, sondern beschreibend gestaltet werden sollte. Unterschiedliche 
Informations- und Zugangswege stellen sicher, dass Eltern auch erreicht werden, wenn sie nicht al-
phabetisiert sind, kein Deutsch können oder selten an der Schule präsent sind.

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Auf unterschiedliche Art und Weise können die Eltern in den Ganztag einbezogen werden:  
 Einbindung in Gremien (z.B. OGS -Sprecher:innen in regelmäßigem Austausch mit der O GS-Koor-
dination) 
 Aktive Mitwirkung oder Verantwortungsübernahme für bestimmte Themen im Offenen Ganztag, 
Einbindung in die konzeptionelle Weiterentwicklung (z.B. Teilnahme und/oder Mitgestaltung von 
Festen, Aktionen, Ausflügen) 
 Partizipation bei der Weiterentwicklung der Bildungs- und Freizeitangebote 
 Individuelle Gesprächsangebote (z.B. beim Elternsprechtag, „Tür- und Angelgespräche“ in Abhol-
situationen, terminierte Elterngespräche zu bestimmten Themen bezüglich der Kinder)  
6.2 Innerhalb der Schule 
An der Grundschule gibt es unterschiedliche Berufsgruppen mit unterschiedlichen Aufgabenfeldern. 
Für eine gute inhaltliche pädagogische Arbeit im Offenen Ganztag ist eine flüssige und transparente 
Zusammenarbeit und Kommunikation von großer Bedeutung. Wenn alle Informationen gut ine inan-
dergreifen können Kinder möglichst einheitlich in ihren Themen, Entwicklungspotentialen und Ent-
wicklungsaufgaben unterstützt werden. Verschiedene Strukturen sind dabei hilfreich: 
 In einem Jour-fixe treffen sich Schulleitung und OGS-Koordination zu den gemeinsamen Themen 
und Fragestellungen und als Schnittstelle in die jeweiligen Teams 
 Die OGS-Koordination nimmt an den relevanten Gremien der Schule teil (Lehrerkonferenz, Schul-
pflegschaft, Schulkonferenz) 
 Die Schulleitung besucht zu abgesprochenen Zeiten oder zu nachgefragten Themen das OGS -
Team 
 Lehrer:innenstunden werden im Offenen Ganztag eingesetzt für die Lernzeitbegleitung oder für 
pädagogische Angebote 
 Es gibt ein multiprofessionelles Team (Sonderpädagogik, Schulsozialarbeit, Heilpädagogik, 
Schulleitung, OGS-Leitung), welches gemeinsam auf Kinder mit beso nderem Bedarf guckt, Auf-
gaben, Zuständigkeiten und Absprachen trifft und weitertransportiert 
 Berufsübergreifende gemeinsame Fortbildungen oder pädagogische Thementage erhöhen die 
Qualität der Zusammenarbeit und ein Miteinander auf Augenhöhe 
 Es gibt feste Ansprechpartner:innen im Ganztag für jede Klasse  
6.3 Innerhalb der Caritas 
Als Träger nimmt die Caritas Münster über die Bereichsleitung „Schulnahe Jugendhilfe“ die Fachbe-
ratung und inhaltliche Weiterentwicklung des OGS-Konzepts in ihre Verantwortung. Die OGS-Koordi-
natoren haben wöchentlich ein Team mit der Fachberatung, welches zum großen Teil per Vi deokon-
ferenz durchgeführt wird. Die jeweiligen OGS-Teams werden in größeren Abständen und zu bestimm-
ten pädagogischen Themen besucht. 
Die Bereichsleitung ist in trägerinterne Gremienstrukturen eingebunden und der Abteilung „Jugend- 
und Familienhilfen“ zugeordnet. Dadurch ergeben sich vielfältige Effekte, die den Kindern und Fami-
lien im Offenen Ganztag zu Gute k ommen. Unter anderem gibt es die Möglichkeit, bedarfsgerechte 
Beratungs- und Unterstützungsangebote z.B. aus der Erziehungsberatungsstelle, den Frühen Hilfen, 
der Schuldnerberatung, dem Migratio nsdienst, der Suchtberatung, den  teilstationären oder ambu-
lanten erzieherischen Hilfen, gegebenenfalls unter Einbeziehung des KSD zu vermitteln.

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6.4 Mit anderen Organisationen, Trägern und Verbänden 
Die Caritas arbeitet sowohl im Sozialraum der Schule als auch darüber hinaus mit unterschiedlichen 
Kooperationspartner:innen zusammen. Die Vernetzung im Stadtteil mit Kulturschaffenden, Verbän-
den, Vereinen und Organisationen sorgt dafür, dass Kinder und Familien die Möglichkeiten zu Bil-
dung, Vereinsleben, Kunst und Kultur kennen und nutzen lernen. Mit freien Trägern, der Stadt Müns-
ter als öffentlicher Jugendhilfeträgerin, der Schulpsychologie und dem KSD sowie Einrichtungen aus 
dem Gesundheitswesen arbeiten wir zusammen, um Eltern und Kinder in schwierigen Situationen 
bedarfsgerecht und bestmöglich unterstützen zu können. Auch außerhalb des Sozialraums gibt es 
Anbieter von unterschiedlichen A ktivitäten, mit denen wir kooperieren, um den Kindern breitgefä-
cherte Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten bieten zu können. 
6.5 Mit der Stadt Münster 
Es gibt eine lang jährige und kooperative Zusammenarbeit in unterschiedlichen Zusammenhängen 
mit der Stadt Münster. Diese dient der inhaltlichen Auseinandersetzung und Weiterentwicklung des 
Offenen Ganztages, der Di skussion aktueller Themen mit  evtl. Handlungsableitung sowie der Quali-
tätssicherung: 
 Trägerkonferenzen mit der Stadt Münster und freien OGS-Trägern 
 Facharbeitskreise für OGS-Koordinator:innen 
 Inhaltliche Gremienarbeit zu bestimmten Themen 
 Teilnahmemöglichkeiten am städtischen Fortbildungsprogramm 
 Entwicklung gemeinsamer Absprachen und Haltungen 
7. Qualitätssicherung 
Um die fachliche Arbeit stets auf einem hohen Niveau und dem aktuellen Stand des Wissens halten 
zu können, werden verschiedene Maßnahmen der Qualitätssicherung durchgeführt. Auch für den Kin-
derschutz sind festgelegte Verfahrensabläufe ein notwendiger Standard in Bezug auf Qualität und 
zeitnahes Handeln. 
7.1 Einbindung der OGS in das Qualitätsmanagement der Caritas Münster 
Qualitätsmanagement bewerten wir als einen wesentlichen Erfolgsfaktor. Mit dem zentralen Q uali-
tätsmanagementsystem der Caritas Münster werden Festlegungen zur Unternehmenspolitik, zu Zie-
len und Strukturen, zu systematischen Abläufen, zu Prozessen sowie zu Überprüfungs - und Überwa-
chungsmaßnahmen getroffen. Damit soll eine ständige Verbesserung der Qualität der Dienstleistun-
gen als auch interner Abläufe erreicht werden. Ein wichtiges Ziel ist, die Qualität der Arbeit in den 
Bereichen, Einrichtungen und Diensten auf einem hohen Niveau zu halten und an der Kunden - und 
Mitarbeitendenzufriedenheit auszurichten. Zur Bearbeitung der Themen wurde ein e Arbeitsstruktur 
etabliert, in der Mitarbeitende je nach Thema aus verschiedenen Teams oder innerhalb eines Teams 
zusammenkommen und Verfahren und Konzepte erarbeiten. 
In Bezug auf die Arbeit im offenen Ganztag bedeutet dies, dass einheitliche Qualitätsgrundsätze de-
finiert und regelmäßig überprüft werden. Inhalte und Konzepte der täglichen Arbeit werden inner-
halb der Teams reflektiert und bei Bedarf angepasst.  
7.2 Qualität in Bezug auf das Personal 
Mitarbeitenden werden regelmäßig Fort- und Weiterbildungen angeboten. Thematische Bedarfe kön-
nen sich dabei sowohl aus der täglichen Arbeit als auch aus Neuerungen bei gesetzlichen oder fach-
lichen Grundlagen ergeben. Wichtig ist uns dabei die Verzahnung mit der Schule in den Blick zu neh-
men, um ggfs. Themen im Bereich der Fort- und Weiterbildung bündeln zu können.

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Es werden zudem jährlich Mitarbeitendengespräche mit allen Mitarbeitenden geführt. Diese verbes-
sern die interne Kommu nikation und tragen so zu einer größeren Mitarbeitendenzufriedenheit bei. 
Zudem können hier Potentiale erfasst werden, die die Entwick lung der Mitarbeitenden fördert und 
eine strategische Personalentwicklung möglich werden lässt. 
7.3 Kinderschutz 
Die Caritas Münster verfügt über ein eigenes Institutionelles Schutzkonzept zur Sicherung eines 
grenzachtenden Umgangs. Dies wird als Anlage zum Konzept mitgesendet. 
Die Caritas Münster setzt die „Vereinbarung über die Zusammenarbeit zur Sicherung des Kindeswohls 
zwischen den Grundschulen im Stadtgebiet Münster, dem Amt für Schule und Weiterbildung und dem 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (Stand 15.07.2015)“ um.  Im Schulterschluss mit der Schule 
(§ 42 Schulgesetz NRW) wertet die OGS nach § 8a SGB VIII das Kindeswohl ein. Trägerintern wird eine 
sogenannte Kinderschutzfachkraft hinzugezogen und alle Prozess schritte der Vereinbarung werden 
eingehalten. Eltern/Sorgeberechtigte und der Kommunale Sozialdienst werden wie vorgesehen ein-
bezogen und beteiligt. Trägerintern gibt es für alle Mitarbeiter:innen im Rahmen des Institutionellen 
Schutzkonzepts eine Fortbildung zur “Prävention sexueller Gewalt“. 
Wenn es zu Anhaltspunkten von Kindeswohlgefährdung kommt, werden in einem abgesprochenen 
Gremium (z.B. multiprofessionelles Team der Schule mit  OGS-Kraft, OGS-Koordination, Schulsozial-
arbeit und Schulleitung) die Fakten zusammengetragen und darüber beraten, welche Schritte folgen. 
Idealerweise gibt es an der Schule eine:n Kindeswohlbeauftragte:n, der oder die hi nzugezogen wer-
den kann. 
7.4 Qualität über Strukturen 
Es gibt verschiedene Strukturen innerhalb der Caritas, der Abteilung, des Bereiches und der jeweili-
gen OGS, die dafür sorgen, dass die Qualität gesichert und weiterentwickelt werden kann:  
 
Für die Fachberatung  Leitungswerkstatt (Fachberatung, 4 Mal im Jahr)  
 Abteilungskonferenz (Fachberatung monatlich)  
 Fachausschuss OGS Diözesancaritasverband (6 Mal im Jahr) 
für die OGS-Koordination  OGS-Koordinationsteam (mit Fachberatung wöchentlich) 
 OGS-Leitungssupervision (4-5 Mal jährlich)  
Für das OGS-Team  OGS Teamsitzungen mit Gruppenleitungen und Unterstüt-
zungskräften (wöchentlich) 
 OGS-Großteams (4-6 Mal jährlich)   
 Fach- oder Teamtag OGS gesamt (1 Mal jährlich) 
Bei Bedarf  Fachberatung im OGS-Team (zu bestimmten Themen, mehr-
mals im Jahr) 
 Steuergruppe OGS zur Weiterentwicklung des Konzepts

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Dazu gibt es Strukturen über die Stadt Münster zur Qualitätssicherung, an der entweder die OGS -
Koordinator:innen, die Fachberatung oder die Abteilungsleit ung Jugend -und Familienhilfen teil-
nimmt: 
Für die Fachberatung  Trägerkonferenz OGS  
 Qualitätszirkel zu bestimmten Themen  
Für die OGS-Koordination  Facharbeitskreis OGS 
 Fachtag OGS für alle Träger 
 Fachtag Förderinseln für alle Träger 
Für das OGS-Team  Fachtag OGS für alle Träger 
    
Viele dieser Gremien (sowohl der Caritas als auch der Stadt Münster) finden aus Gründen der Zeiter-
sparnis inzwischen häufig digital statt. Es wird auf einen angemessenen Wechsel zwischen Präsenz - 
und online-Veranstaltungen geachtet. 
Darüber hinaus nehmen wir mit einer Schule am Projekt „Zukunft Ganztag sbetreuung!“ des BvkE 
(Bundesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen e. V) von 2021 – 2023 
teil. 
8. Zukunftsmusik und Ausblick 
Ein Konzept ist niemals ganz fertig und entwickelt sich z.B. aufgrund von entstehenden Bedarfen, 
beobachtbaren Phänomenen, Fragen von Kindern, Eltern und Mitarbeiter:innen, geänderten Vorga-
ben oder neuer fachlicher Erkenntnisse immer weiter. 
Im Folgenden werden Themen beschrieben, die der Caritas Münster als Entwicklungsthemen wich-
tig sind. 
8.1 1 Schule – 1 Träger 
Mit der Stadt Münster und der Schule zusammen bauen wir unsere OGS-Standorte sukzessive so 
aus, dass wir an den jeweiligen Schulen alle Dienste anbieten, die in schulnaher Jugendhilfe tätig 
sind (Schulsozialarbeit, Förderinsel, Schulbegleitung). Dies vereinfacht die Absprachen im Netz-
werk, es gibt klare Ansprechpartner:innen, die Informationen fließen schneller und flüssiger, es 
sind nicht so viele unterschiedliche Termine nötig. 
8.2 OGS als sozialraumorientiertes Angebot 
Jede Schule ist verwurzelt in ihrem Quartier mit seinen Menschen, seinen Vereinen, seinen Themen 
und Strukturen. Hier gilt es, Akteure zu finden, mit denen die OGS Kooperationsmöglichkeiten einge-
hen kann. Zum einen, um interessante AGs an Schulen anzubieten, zum anderen, um für die Kinder 
im Stadtteil niederschwellig Bildungsangebote zu schaffen, die sich am Bedarf und an den Interessen 
der Kinder orientieren. Auch braucht es eine Aufmerksamkeit für die Themen und Probleme, die El-
tern im Sozialraum bewegen. Eine Zielperspektive ist es, die vielfältigen Beratungsangebote der Cari-
tas (z.B. zu de n Themen Geld, Wohnen, Erziehung, Migration und Familienhilfe) niedrigschwellig für 
die Eltern nutzbar zu machen. Denkbar sind Formate wie offene Sprechstunden oder Elterncafes.   
8.3 Trägerinterne Fortbildungen 
Die Caritas Münster kann über ihr eigenes Fortbildungsinstitut Inhalte für ihre ei genen OGS–Teams 
anbieten und diese teilweise auch für die Kolleg:innen anderer Träger öffnen. Die Fortbildungen neh-
men die Bedarfe der Mitarbeiter:innen und die Themen an den Schulen auf und können sowohl in 
Präsenz stattfinden als auch digitale Formate bedienen. Zum Thema „Grenzachtender Umgang“ und

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„Prävention sexuell übergriffigen Verhaltens“ werden gerade Onlineformate geplant, die Mitarbei-
ter:innen individuell abrufen können und die dann in einer Präsenz veranstaltung nachbereitet wer-
den.  
8.4 Schulübergreifende Zusammenarbeit  
Die Caritas Münster ist sehr an schulübergreifender Kooperation interessiert, um Ressource n gut zu 
nutzen und zu steuern. Dieses scheint besonders aktuell und wichtig für Krankheitsvertretungen, bei 
der Ferienplanung oder Fortbildungsangeboten.  
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Personal mit einer bestimmten Fachrichtung übergreifend zu 
beschäftigen, um bestimmten Themen der Kinder noch besser begegnen zu können (z.B. Anti-Gewalt-
training, Fair streiten, Theaterprojekte) oder das Personal zu bestimmten Themen zu unterstützen 
(z.B. heilpädagogische Sicht auf Kinder, Kommunikation mit Kindern in schwierigen Situationen, Ge-
walt an Schule, Wichtigkeit von Angeboten für Mädchen und für Jungen).  
8.5 Diversität 
Die Gesellschaft in der wir leben verändert sich kontinuierlich und damit auch die Lebenswirklichkeit 
und die Bedürfnisse von Kindern.  M it den Familien der Kinder im Austausch zu sein bedeutet nicht 
nur, den Eltern die Perspektive der Schule mitzuteilen, oder womöglich Anforderungen zu stellen, 
sondern umgekehrt für die Schüler:i nnen und ihre Familien ansprechbar und offen zu sein und so 
eine auf Vertrauen und Austausch basierende wechselseitig positive Beziehung herzustellen. Nur in 
einer solchen, offenen Atmosphäre und unter Berücksichtigung der speziellen Bedürfnisse, kann die 
ganz individuelle positive Entwicklung eines Kindes stattfinden.  
8.6 Nachhaltigkeit 
Der Deutsche Caritasverband (DCV) hat das Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2030 ausgeschrie-
ben. Die Caritas Münster hat diesbezüglich eine interne Arbeitsgruppe zum Thema  Nachhaltigkeit 
gegründet, die sich diesem Thema annimmt. Neben kurzfristigen Maßnahmen wie zum Beispiel der 
Müllvermeidung bei Veranstaltungen werden aktuell auch weitere Maßnahmenpakete aufgelegt, die 
das Ziel der Klimaneutralität unterstützen. 
Ergebnisse der internen Arbeit der Caritas Münster werden zunehmend auch in den Arbeitsalltag der 
Offenen Ganztage  einfließen. Im Vordergrund steht dabei der ressourcenschonende Umgang mit 
Energie und Materialien, aber auch neue Bildungsprojekte mit weiteren Kooper ationsträgern oder 
die laufende Überprüfung unserer Lieferanten in Bezug auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit 
sind wichtiger Bestandteil in diesem Projekt. 
8.7 Kultursensibilität 
Münster ist, aufgrund vieler Faktoren, sei es durch die Universität oder den Zuzug durch Migranten 
aus verschiedensten Ländern, ein immer diverserer Schulstandort geworden und entwickelt sich im-
mer weiter. Der Bedarf an Kultur- und Sprachmittlung wird immer größer. 
Für viele Familien ist der Kontakt zur Schule ihrer Kinder der einzige zum „typischen“ deutschen 
Alltag. Hier prallen Welten voller Vorurteile und Missverständnisse aufeinander. Sich zu begegnen, 
gehört zu werden und gut zu kommunizieren sind die besten Möglichkeiten viele Schwierigkeiten auf 
Augenhöhe zu beheben und Lösungen zu finden.  
Einerseits ist die Erwartung an den Anpassungswillen der Fami lien mit internationalem Hintergrund 
in unserer Gesellschaft hoch. Andererseits fühlen sich die Mitarbeiter:innen oftmals im Umgang mit 
den ihnen fremden Sprachen und Bräuche n unsicher und wissen nicht an wen sie sich mit ihren 
Fragen wenden können.  
Es ist daher unser Anliegen, Lösungen für Eltern und Betreuer:innen anzubieten und gezielt Ange -
bote zu schaffen. Diese können die Form von Workshops oder Vorträgen haben, aber au ch als per-
sönliche Beratung in Gesprächsform hybrid in Anspruch genommen werden. Wir haben im Verband 
eine sozialpädagogische Fachkraft mit jahrelanger Erfahrung im Bereich der interkulturellen Bera-
tung zur Verfügung, die Teams in dieser Hinsicht schulen k ann oder zu Fallberatungen mit dieser 
Fragestellung hinzugezogen werden kann.

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8.8 Hybride Elternformate 
Elternabende werden sehr unterschiedlich gut besucht, es scheint in den letzten Jahren schwieriger 
geworden zu sein, Eltern abends für bestimmte Themen zu e rreichen. Wir können Elternabende on-
line oder hybrid durchführen, um auch Eltern zu erreichen, die sich keinen Babysitter leisten können 
oder aus anderen persönlichen Gründen lieber nicht in Präsenz teilnehmen möchten.  
8.9 Mobbing, Gewaltprävention, Umgang mit Gewalt zwischen Kindern 
Die Caritas Münster ist seit längerem in der Gewaltprävention tätig und beschäftigt zwei Mitarbeiter, 
die sich speziell diesem Thema widmen. Wir möchten für die Offenen Ganztage in unserer Träger-
schaft ein Konzept erarbeiten, wie mit dem Thema umgegangen werden kann und welche Strukturen 
und Methoden hilfreich sind, um Gewalt vorzubeugen oder mit ihr umzugehen, wenn sie auftaucht.  
Dies bezieht sich sowohl auf den Umgang zwischen den Kindern als auch auf die Ebene zwischen 
Mitarbeitenden und Kindern (natürliches Machtverhältnis aufgrund von Alter, Größe und Position) 
und den Umgang der Mitarbeiter:innen untereinander. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kontaktdaten für Rückfragen oder Rückmeldungen: 
 
Dr. Ralf Kaisen 
Abteilungsleitung Kinder, Jugend- und Familienhilfen 
Tel 0251 53009-338 
ralf.kaisen@caritas-ms.de 
Wire: @kaisen_caritas_ms 
 
Christina Kleinefenn 
Bereichsleitung Schulnahe Jugendhilfe 
Tel 0251 53009-360 
Mobil: 0170 5969796 
christina.kleinefenn@caritas-ms.de 
Wire: @kleinefenn_caritas_ms

Anlage 2 DRK_OGS-Konzept Davertschule

43523 Zeichen

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
Zumsandestraße 25/27 
48145 Münster 
 
 
April 2022 
 
Pädagogisches Konzept  
DRK-OGS Davertschule Amelsbüren

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
Seite 2 von 26 
April 2022 
Inhaltsverzeichnis 
 
1 Die DRK-Verbandsstruktur ................................ ................................ ................................ ...... 4 
2 Kurzporträt des Trägers ................................ ................................ ................................ ........... 5 
2.1 Die ehrenamtlichen Gemeinschaften und Projekte im DRK-Kreisverband Münster e.V. ... 6 
2.2 Die hauptamtlichen Bereiche des DRK-Kreisverbandes Münster e. V. ............................. 7 
3 Fachbereich: Kinder, Jugend und Familien ................................ ................................ ............ 10 
4 Grundsätze der pädagogischen Arbeit in DRK-Einrichtungen ................................ ................ 11 
4.1 Anwaltschaftliche Vertretung ................................ ................................ .......................... 14 
4.2 Inklusion ................................ ................................ ................................ ......................... 14 
4.3 Verknüpfung von Haupt- und Ehrenamt ................................ ................................ .......... 14 
4.4 Vernetzung der Angebote ................................ ................................ ...............................  14 
5 Schulbeschreibung zur Davertschule ................................ ................................ ................. 15 
6 Pädagogische Ziele ................................ ................................ ................................ ........... 15 
7 Schul - AG´s: ................................ ................................ ................................ ..................... 18 
8 Gesetzliche Rahmenbedingungen ................................ ................................ ..................... 19 
9 Betreuungszeiten / Betreuungsinhalte ................................ ................................ ............... 19 
10 Ferienangebote ................................ ................................ ................................ ............... 20 
11 Verpflegung ................................ ................................ ................................ ..................... 20 
12 Erweitertes Bildungsangbot durch externe Anbieter ................................ ........................ 20 
13 Partizipation ................................ ................................ ................................ ..................... 21

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14 Zusammenarbeit mit Familien ................................ ................................ .......................... 23 
15 Kinderschutz ................................ ................................ ................................ .................... 23 
16 Zusammenarbeit zwischen der DRK-OGS, der Schule und dem Träger .......................... 24 
17 Zusammenarbeit mit Fachdiensten ................................ ................................ .................. 25 
18 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Münster ................................ ................. 26

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1 Die DRK-Verbandsstruktur 
 
Das Deutsche Rote Kreuz ist die Nationale Gesellschaft des Roten Kreuzes auf dem Gebiet der 
Bundesrepublik Deutschland und Bestandteil der Internationalen Rotkreuz - und 
Rothalbmondbewegung. Das DRK bekennt sich zu den Rotkreuzgrundsätzen Menschlichkeit, 
Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität. 
Es nimmt insbesondere die Aufgaben wahr, die sich aus den Genfer Abkommen von 1949 und 
ihren Zusatzprotokollen ergeben, sowie diejenigen, die ihm durch Bundes - oder Landesgesetz 
zugewiesen sind. Dazu gehören die humanitäre Hilfe in bewaffneten Konflikten und nach 
Naturkatastrophen sowie die Verbreitung des humanitären Völkerrechts. In Deutschland 
koordiniert das DRK in Zusammenarbeit mit den Behörden den Katastrophenschutz s owie den 
zivilen Rettungsdienst. Zu seinen Aufgaben im Inland gehört insbesondere auch die Wohlfahrts- 
und Sozialarbeit. 
Das DRK besteht aus dem Bundesverband, 19 Landesverbänden, den Kreisverbänden und 
Ortsvereinen sowie dem Verband der Schwesternschaften  vom Deutschen Roten Kreuz e.V. 
mit seinen 33 DRK-Schwesternschaften. 
Das DRK ist bundesweit Träger von Angeboten der OGS. Das Kind in seiner Lebenssituation 
steht dabei im Mittelpunkt. Mädchen und Jungen werden als eigenständige Persönlichkeiten 
geachtet. Sie haben alle gleichen Anspruch auf Bildung, Erziehung und Betreuung ohne 
Ansehen der Nationalität, der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion, ihres Geschlechts, der 
sozialen Stellung und ihrer speziellen körperlichen, seelischen und geistigen Bedingung en. Als 
pädagogische Grundhaltung ergeben sich daraus Akzeptanz und Wertschätzung. Unsere 
Pädagogik wendet sich gegen Intoleranz, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit. Wir stehen 
ein für Integration und Zusammenleben in gegenseitiger Anerkennung. Den Müttern und Vätern 
bieten wir eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit und Mitwirkung. 
Besondere Aufmerksamkeit richten wir auf Mädchen und Jungen, die von der Gesellschaft 
ausgegrenzt bzw. benachteiligt werden. Gemeinsam mit allen Beteiligten  setzen wir uns für die 
Verbesserung der Lebenssituation von Kindern ein. Auf der Grundlage der UN -
Kinderrechtskonvention verstehen wir uns als Anwalt der Kinder.

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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2 Kurzporträt des Trägers  
Der DRK-Kreisverband Münster e.V. wurde 1907 gegründet. Er ist ein anerkannter Verband der 
freien Wohlfahrtspflege und Nationale Hilfsgesellschaft mit ca. 400 ehrenamtlichen Helfern und 
mehr als 320 hauptamtlichen Mitarbeiter *innen. Der Kreisverband untergliedert sich in zwei 
nichtselbständige Ortsvereine (Hiltrup  und Nienberge) sowie einige direkt dem Kreisverband 
zugeordnete Rotkreuzgemeinschaften. 
Die "DRK Münster gemeinnützige Pflege und Service GmbH" und die "DRK Münster Sozialwerk 
gGmbH" sind 100%ige T ochtergesellschaften des Kreisverbandes.  Mehr als 6.600 
Fördermitglieder unterstützen die Arbeit des DRK-Kreisverbandes Münster e. V.. 
Die DRK -Geschäftsstelle befindet sich in zentraler Lage von Münster  und dient unseren 
Fachkräften als Anlauf - und Beratungsstelle.  In den vergangenen Jahren haben wir den 
Geschäftsbereich Kinder, Jugend und Familien  durch pädagogische Fachberatung und 
Verwaltungskräfte personell stark erweitert. Diese Ressource ermöglicht es uns auch aktiver in 
Münsteraner Gremien wie dem Jugendhilfeausschuss, der AG 78 und angeschlossenen 
Unterarbeitsgruppen zur Umsetzung bedarfsgerechter Angebote einbringen zu können. 
Ehrenamtliche Projekte und hauptamtliche Geschäftsbereiche:

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April 2022 
 
2.1 Die ehrenamtlichen Gemeinschaften und Projekte im DRK-Kreisverband Münster e.V. 
in alphabetischer Reihenfolge: 
Blutspende 
Die Ehrenamtlichen unterstützen rund 40 Blutspendetermine des DRK-Blutspendedienstes in 
Münster und den Stadtteilen. Die beruflichen Mitarbeiter des Blutspendedienstes vertrauen 
dabei auf das zuverlässige Engagement der Ehrenamtlichen bei der Registrierung, Betreuung 
und Verpflegung der Spender. 
Geflüchtetenhilfe 
In unseren Projekten unterstützen wir geflüchtete Menschen z. B. bei der Suche nach ihrer 
ersten eigenen Wohnung. DRK-Wohnlotsen begleiten beim Ankommen in ihrem neuen 
Zuhause und stehen den Menschen bei allen Fragen rund ums Wohnen zur Seite. Unser Ziel ist 
eine gelingende Integration im neuen Zuhause. 
Jugendrotkreuz (JRK) 
Das JRK im Kreisverband Münster ist vor allem bei der Notfalldarstellung und im 
Schulsanitätsdienst aktiv. 
Katastrophenschutz 
Die aktiven Mitglieder sind auch Teil der zwei DRK-Einsatzeinheiten für den 
Katastrophenschutz. Sie sind im Sanitätsdienst und Betreuungsdienst sowie im Bereich Technik 
& Sicherheit fachlich ausgebildet und auf Notfälle und Großeinsätze gut vorbereitet. 
Evakuierungen nach einem Brand oder bei einer Bombenentschärfung und extreme 
Witterungsbedingungen, z.B. durch Orkan oder Schnee, erfordern den Betreuungsdienst des 
DRK. In diesen Fällen geht es darum, die betroffenen Menschen zu verpflegen und bei Bedarf 
eine Notunterkunft herzurichten. 
Kleiderladen 
Unter dem Motto "Mode von Mensch zu Mensch" bietet das Deutsche Rote Kreuz im 
Kleiderladen an der Wolbecker Straße modische Kleidung aus zweiter Hand an. Natürlich zu 
günstigen Preisen. Der Verkauf, die Dekoration und Beratung sowie die Sortierung und 
Auswahl der Waren wird durch ein ehrenamtliches Team zusammen mit zwei hauptamtlichen 
Mitarbeiterinnen und zwei FSJlern geleistet.

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Mentoren "Fit für den Job" 
Bildung, Integration und ein erfolgreicher Berufseinstieg für Jugendliche mit besonderem 
Unterstützungsbedarf sind die Ziele der DRK-Mentoren in Münster. Mit „Fit für den Job“ hilft das 
Deutsche Rote Kreuz Jugendlichen ihre beruflichen Chancen zu verbessern. Ehrenamtliche 
Mentoren engagieren sich in einer 1-zu-1-Betreuung für ihre Mentees. 
Rettungshunde 
Die Rettungshundearbeit im Roten Kreuz ist Bestandteil des Fachdienstes Sanitätsdienst. Der 
Rettungshundeführer erhält eine sanitätsdienstliche Ausbildung zum Sanitäter und nimmt neben 
der Rettungshundeausbildung am Dienst der DRK-Einsatzeinheiten für den Katastrophenschutz 
teil. 
Sanitätsdienst & Rettungsdienst 
Die wohl bekannteste ehrenamtliche Aufgabe ist der Sanitäts- und Rettungsdienst. Helfer 
leisten sanitätsdienstliche Unterstützung in Notsituationen und sichern Großveranstaltungen. 
Jedes Wochenende wird im Auftrag der Berufsfeuerwehr ein Rettungswagen auf der „Wache 8“ 
im Wechsel mit den anderen Hilfsorganisationen besetzt. 
Trauerbegleitung für Kinder 
Durch verschiedene kreative Methoden geben wir Kindern, die einen nahestehenden Menschen 
verloren haben, die Möglichkeit ihre Trauer individuell auszudrücken. Gemeinsam mit ihren 
Angehörigen werden sie von ausgebildeten ehrenamtlichen Mitarbeitern begleitet. 
 
2.2 Die hauptamtlichen Bereiche des DRK-Kreisverbandes Münster e. V.  
in alphabetischer Reihenfolge: 
Ambulante Pflege 
DRK Zuhause in Münster: Rundum gut versorgt. So lange wie möglich in den eigenen vier 
Wänden leben - wer wünscht sich das nicht? Mit jahrzehntelanger Erfahrung und vielfältigen 
Angeboten für Zuhause kann das Deutsche Rote Kreuz Sie kompetent und menschlich in 
dieser Situation begleiten. 
Autismus-Therapiezentrum

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Das Autismus-Therapiezentrum (ATZ) bietet therapeutische und beratende Angebote für 
Menschen mit Besonderheiten aus dem autistischen Spektrum. Autismus wird medizinisch den 
tiefgreifenden Entwicklungsstörungen zugeordnet. 
Erste Hilfe 
Unser Lehrgangsangebot zur Ersten Hilfe umfasst die Grundausbildung und die Fortbildung, 
auch für betriebliche Ersthelfer. Aus- und Fortbildungen in der Frühdefibrillation sowie spezielle 
Lehrgänge, wie z. B. Erste Hilfe am Kind, bieten wir an. 
Freiwilligendienste 
Im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und dem Bundesfreiwilligendienst (BFD)  vermitteln und 
betreuen wir jährlich über 800 Teilnehmer in Einsatzstellen in ganz Westfalen-Lippe. Wir sorgen 
für die Vermittlung und die pädagogische Bildungsarbeit und stehen sowohl den Freiwilligen als 
auch den Einsatzstellen als Ansprechpartner zur Verfügung. 
Hausnotruf 
Unser Hausnotrufdienst alarmiert - je nach Erfordernissen und Wünschen der Teilnehmer - 
Angehörige, Pflegedienst, Hausarzt oder im Notfall den Rettungsdienst. Mit einem sicher bei 
uns hinterlegten Zweitschlüssel können unsere Mitarbeiter im Notfall auch direkt zur Hilfe 
kommen. Dieser Service steht den Teilnehmern 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag zur 
Verfügung. 
Kinderschutzambulanz 
Die Ärztliche Kinderschutzambulanz ist eine ambulante Beratungs- und Therapieeinrichtung. 
Hier arbeiten Psychologen, Sozialarbeiterinnen, Pädagogen und eine Ärztin mit Kindern und 
Jugendlichen, die Erfahrung von sexueller und/oder körperlicher Gewalt und/oder 
Vernachlässigung gemacht haben. 
Kindertageseinrichtungen, Großtagespflege und Jugendtreff 
Die Kitas, Großtagespflegestellen und der Jugendtreff des DRK in Münster sind 
generationsübergreifende Lebens- und Kommunikationsorte. Hier zeigt sich die Vielfalt von 
Lebensstilen, Werten und Kulturen in unserer Gesellschaft. Kinder und Familien mit ganz 
unterschiedlicher Herkunft und Prägung haben hier die Möglichkeit, sich zu begegnen. 
Krankentransport und Rettungsdienst

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Der DRK-Kreisverband Münster beteiligt sich am Rettungsdienst der Stadt Münster. Es stehen 
mehrere Krankentransportwagen (KTW) bereit, die von Montag bis Sonntag im Tagesdienst 
besetzt werden. Somit ist der DRK-Rettungsdienst an 365 Tagen im Jahr im Einsatz. 
Migration und Integration 
Wir helfen Zuwanderern bei der Integration, beraten fachlich und begleiten sie. Wir betreuen 
mehrere Projekte für Geflüchtete und leisten soziale Arbeit. Der offene Jugendtreff Coerde 
bietet Jugendlichen Raum zur Begegnung und Chancen zur Entfaltung bei gegenseitiger 
Toleranz. Unsere Mitarbeiter tragen dazu bei, stabile und lebenswerte Verhältnisse zu schaffen. 
Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz 
Die Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte bietet einen Lebensort für Menschen mit 
Demenzerkrankungen, die nicht mehr in der Lage sind, in ihrem bisherigen Umfeld zu bleiben. 
Trotz Demenzerkrankung und auch bei steigender Pflegebedürftigkeit ermöglichen wir den 
Bewohnern eine möglichst große Selbständigkeit und Mitbestimmung.

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Organigramm des DRK-Kreisverbandes Münster e.V.: 
 
 
3 Fachbereich: Kinder, Jugend und Familien (Auszug) 
Vom DRK-Kreisverband Münster e. V. und der 
Tochtergesellschaft, der DRK Münster Sozialwerk 
gGmbH werden in zukünftig elf DRK-
Kindertageseinrichtungen, zwei DRK-
Großtagespflegestellen, unterschiedlich en 
Projekten und einem Jugendtreff Familien mit ihren 
Kindern in der Stadt Münster betreut.

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4 Grundsätze der pädagogischen Arbeit in DRK-Einrichtungen 
Die pädagogi sche Arbeit erfolgt auf de n gesetzlichen  Grundlagen zur frühen Bildung und 
Förderung von Kindern. Die dort genannten Anforderungen bilden die rechtliche Basis für die 
Arbeit in den Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes. Neben den gesetzlichen 
Bemühungen bilden die Grundsätze des Roten Kreuzes eine Leitlinie in der pädagogischen 
Arbeit. Die Auseinandersetzung mit diesen Grundsätzen wirkt sich zum einen auf die 
Persönlichkeit, das Selbstverständnis und auf das Verhalten der Fachkräfte aus, zum anderen 
ergeben sich Konsequenzen für die inhaltliche Arbeit.

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Menschlichkeit Das pädagogische Handeln ist geleitet vom Grundsatz 
der Menschlichkeit. Jedes Kind steht mit seiner Einzigartigkeit und 
Menschenwürde im Zentrum unserer Arbeit. Die Fachkräfte  schaffen 
Raum, Sicherheit und Strukturen für eine bestmögliche individuelle 
Entwicklung. Sie eröffnen den Kindern Erfahrungsräume, ermutigen und 
unterstützen die Kinder in ihrer Entwicklung.  Damit Kinder sich in der 
DRK-Kindertagesbetreuung sicher fühlen können, schaf fen Fachkräfte 
eine äußere Sicherheit für Kinder durch Rituale, Regeln, eine zugewandte Atmosphäre und eine 
anregende Raumgestaltung. Die innere Sicherheit der Kinder fördern die pädagogischen 
Fachkräfte durch die Stärkung der Selbstwirksamkeit. Akzeptanz und Wertschätzung prägen 
dabei die pädagogische Grundhaltung. Die DRK -Einrichtungen bieten einen Ort, um Achtung 
und Verständnis für andere zu entwickeln und freundschaftliche Beziehungen aufzubauen. 
Unparteilichkeit Die Vielfalt der Lebensentwürfe von Fa milien, die 
geprägt sind von kulturellen Einflüssen, aber auch durch ihre sozialen 
Bedingungen, bieten große Chancen für die pädagogische Arbeit in 
unseren Einrichtungen . Hier treffen viele Kinder zusammen, die 
aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Ent wicklung, aber auch durch 
unterschiedliche Familienkulturen individuelle Bedingungen mitbringen. 
Es gehört zur Aufgabe des Teams, dieses Zusammenleben als 
wechselseitiges Lernen aller Beteiligten aktiv zu unterstützen. Hierzu zählt auch der bewusste 
Umgang mit Vielfalt und die Motivation der Kinder zur Wahrnehmung der unterschiedlichen 
Fähigkeiten und Interessen. Eine vorurteilsbewusste Erziehung basiert auf dem bewussten und 
kompetenten Umgang mit Unterschieden und Vielfältigkeit. Diese Grundhaltung basiert auf dem 
Verständnis der Inklusion, welches die Teilhabe aller Menschen und eine Ausrichtung der 
Strukturen und Angebote nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder umfasst.  
Neutralität Die Einnahme einer neutralen Position macht es möglich, 
Vertrauen zu bilden, Vermittlungsversuche zu initiieren und 
Konfliktlösungen zu erarbeiten. Die Fachkräfte deuten nicht 
eigenmächtig die Gefühle der Kinder, sondern führen einen Dialog mit 
den Kindern über deren Gefühle und kindlichen Signale. Die 
Vertrauensbildung ist eng verknüpft mit der Ermöglichung sicherer 
Bindungserfahrungen. Die positiven Bindungserfahrungen der Kinder in 
unseren Einrichtungen  spielen eine wesentliche Rolle für deren Explorationsverhalten und 
Teilnahme an Bildungs- und Lernangeboten. Die Fachkräfte initiieren Vermittlungsversuche und 
begeben sich mit den Kindern in einen gemeinsamen Prozess des Erforschens, indem sie sich 
mit den Kindern über deren Wahrnehmungen und Ansichten austauschen und ergänzen. Um 
Konfliktlösungen mit den Kindern zu e rarbeiten, begleiten die Fachkräfte die Kinder dabei, ihre

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eigenen Interessen wahrzunehmen, mitzuteilen und sich eigenständig zu entscheiden. Die 
Fachkräfte berücksichtigen dabei die Entwicklungsschritte der Kompetenzen der Kinder für die 
Konfliktbewältigung.  
Unabhängigkeit Unabhängig von den Einflüssen und Interessen 
jedweder Art nehmen die Fachkräfte  Verantwortung wahr und sind 
dabei einzig dem Wohle des Kindes verpflichtet. Die Fachkräfte 
begleiten und unterstützen die Kinder in ihrer Entwicklung zur 
Eigenständigkeit und geben ihnen den dafür notwendigen Raum, um im 
selbstbestimmten Lernen Selbstvertrauen zu gewinnen. Im Rahmen der 
gesetzlichen Bestimmungen wird die Eigenständigkeit bewahrt, um 
nach den Grundsätzen des Roten Kreuzes Erziehungs - und 
Bildungsarbeit zu gewährleisten. Eigene Aufnahmekriterien und ein 
selbst entwickeltes Konzept dokumentieren dies.  
Freiwilligkeit In den DRK -Einrichtungen wird eine  Kultur gepflegt, in 
der die Entwicklung von Hilfsbereitschaft und Kooperation bei Kindern, 
Eltern und Besuchern gefördert wird. In der pädagogischen Arbeit 
haben die Kinder ein Recht auf Beteiligung, das sowohl Mitentscheiden 
als auch Mithandeln umfasst.  
Einheit Unser Team besteht aus pädagogischen Mitarbeitern, die ihre 
eigene Persönlichkeit und Individualität einbringen. Die Individualität der 
Einrichtungen ist in einen einheitlichen Rahmen gefasst: Allen 
Einrichtungen liegen die Grundsätze des Roten Kreuzes zugrunde. 
Diese werden durch die Umsetzung des Situationsorientierten Ansatzes 
in die Pr axis umgesetzt. Darüber hinaus entwickeln die Einrichtungen 
bedarfsgerechte und an den Kompetenzen des Teams orientierte 
weitere pädagogische Schwerpunkte.  
 
Universalität Die Rotkreuz - und Rothalbmond -Bewegung ist 
weltumfassend. Für die Fachkräfte bedeut et das, sich darüber bewusst 
zu sein, dass die DRK -Einrichtungen ideell und aktiv in eine 
weltumfassende Institution eingebunden sind. In den Einrichtungen 
begegnen die Fachkräfte anderen Menschen, Kulturen und 
Gesellschaften mit Interesse, Offenheit und H ilfsbereitschaft. Die Vielfalt 
der Kinder und Familien ist eine große Bereicherung für die

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Gemeinschaft. Nach dem Ansatz der vorurteilsbewussten Bildung wird die Identität aller Kinder 
gestärkt, Erfahren mit Vielfalt ermöglicht, kritisches Denken über Gerechtigkeit angeregt und die 
Auseinandersetzung mit Unrecht und Diskriminierung thematisiert.  
In der Umsetzung vor Ort bedeutet dieses konkret: 
 
4.1 Anwaltschaftliche Vertretung 
Wir setzen uns anwaltschaftlich für Kinder und ihre Familien ein und stärken di ese, das für sich 
selbst zu tun. Wir ermöglichen Partizipation, beteiligen Kinder und Eltern an den für die Kinder 
so wichtigen Entwicklungsschritten. Gemeinsam mit allen Beteiligten setzen wir uns für kinder - 
und familiengerechte Lebensbedingungen ein. 
 
4.2 Inklusion 
Wir stehen ein für Vielfalt und ein Zusammenleben in gegenseitiger Anerkennung. Unsere 
Pädagogik ist geprägt von Akzeptanz, Toleranz und Wertschätzung. Unsere Angebote sollen 
den jeweils individuellen Bedarfen der Kinder und ihrer Familien ent sprechen und ihnen 
umfassende Teilhabe am Angebot der OGS ermöglichen. 
 
4.3 Verknüpfung von Haupt- und Ehrenamt 
Wir bieten Möglichkeiten der Beteiligung und des Engagements für Familien und Ehrenamtliche 
im Sozialraum. Den Eltern bieten wir eine vertrauens volle und partnerschaftliche 
Zusammenarbeit und Mitwirkung. Darüber hinaus setzen sich die pädagogischen Fachkräfte mit 
den Möglichkeiten auseinander, wie Kinder im Rahmen von Beteiligungsprozessen in der OGS 
wichtige Erfahrungen mit gesellschaftlichem Engagement erleben können. 
 
4.4 Vernetzung der Angebote 
Wir bieten Kindern und ihren Familien Hilfen aus einer Hand und nutzen dafür die besondere 
Vielfalt der DRK-Angebote. DRK-Einrichtungen sind im Sozialraum vernetzt und bieten Familien 
je nach Lebenslage und entsprechend ihrer Bedürfnisse umfassende Unterstützung und 
Information.

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Das pädagogische DRK -Konzept „Henry + Mischi “ wurde von der 
Musikpädagogin Elisabeth Junk und dem Illustrator Daniel Hinkenbrandt 
mit  Vertreter*innen des DRK in den vergangenen  Jahren entwickelt, 
damit Kinder und Eltern in den DRK-Einrichtungen alles über die Arbeit 
des Deutschen Roten Kreuzes auf spielerische Art erfahren und erleben 
können.  
Als Nachfahre des Rot -Kreuz-Gründers Henry Dunant steckt Henry das 
Helfen einfach im B lut. Er ist gerne mit seinem Onkel Heinrich, dem 
Rettungssanitäter, in den unterschiedlichsten DRK -Einrichtungen 
unterwegs. Dort erlebt er zusammen mit seinem Hund Mischi ( beides 
Handpuppen) viele Abenteuer und lernt, worauf es beim Helfen wirklich ankommt : auf ein 
großes Herz! 
 
5 Schulbeschreibung zur Davertschule 
Die städtische, katholische Davertschule befindet sich im Stadtbezirk Hiltrup im Stadtteil 
Amelsbüren. Die Aufnahmekapazität der Schule ist auf drei Eingangsklassen festgelegt. Für die 
Davertschule ist vom Rat der Stadt Münster eine bauliche Erweiterung zur 4 -Zügigkeit 
beschlossen worden. Ein Fertigstellungszeitpunkt wird dem Bedarfszeitpunkt auf der Grundlage 
der Prognosen und Erwartungen im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung angepasst. Sei t 
2009 wird die Schule als Offene Ganztagsschule (OGS) geführt. Im Schuljahr 2021/2022 
besuchen 247 Schüler*innen die Schule in 11 Klassen, davon 91 Kinder die OGS Angebote 
(36,84%) und 78 Kinder (31,58%) die sogenannte Bis-Mittag-Betreuung. 
 
6 Pädagogische Ziele 
Situationsorientierter Ansatz 
Zur Umsetzung der Rotkreuz- und Rothalbmond-Grundsätze liegt dem pädagogischen Konzept 
der DRK -Kindertagesbetreuung der Situationsorientierte Ansatz zugrunde. Der 
Situationsorientierte Ansatz ist keine Methode, sondern  eine Grundsatzhaltung, bei der das 
methodische pädagogische Handeln an erster Stelle steht. Die Bedürfnisse und Interessen der 
Kinder werden zum Ausgangspunkt der pädagogischen Angebote gesetzt. Den pädagogischen 
Fachkräften kommt im Situationsorientierte n Ansatz die Aufgabe zu, ausgehend von

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Beobachtungen und Schlussfolgerungen, das, was die Kinder an Fragen, Problemen und 
Informationen einbringen, aufzugreifen und die darin enthaltenen Lernmöglichkeiten und 
Erfahrungsräume zu erschließen. Der Grundsatz d ieses pädagogischen Ansatzes lautet: 
„Lernen in Zusammenhängen“. Hierbei werden alle Dimensionen des Wahrnehmens und 
Erlebens (kognitiv, sinnlich, körperlich, psychisch -emotional, individuell und sozial) und des 
Ausdrucks (sprachlich, motorisch, musisch un d kreativ) einbezogen. Kinder können sich 
freiwillig, selbst- und auch fremdmotiviert ohne Leistungsdruck mitgestaltend einbringen. 
Die Kinder werden als eigenständige Akteure in ihren Bildungsprozessen wahrgenommen und 
in die pädagogische Arbeit eingebund en. Bildungs- und Lernangebote orientieren sich an dem 
Lerntempo und den Interessen der Kinder. Die Fachkräfte begeben sich mit den Kindern auf 
einen gemeinsamen Weg des Forschens, Lernens und Entdeckens. Sie sind Vorbilder, 
Unterstützer, Mitspieler und Berater für die Kinder.   
Die Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte liegt auch darin, den Kindern dabei zu helfen, zu 
einer starken Gemeinschaft zusammen zu wachsen. Sie beraten bei Konflikten, hören zu und 
unterstützen die Kinder darin, Regeln für ein soziales Miteinander zu entwickeln. Die Fachkräfte 
helfen den Kindern dabei, ihre Fähigkeiten und Leistungen zu erkennen und auch zu benennen. 
Ziel des Situationsorientierten Ansatzes ist es, dass die Kinder mit Freude und Stolz erkennen, 
dass sie der Akteur ihr er eigenen Entwicklung sind. Die Bildung, Erziehung und Betreuung in 
unseren DRK-Einrichtungen schließt selbstverständlich auch Kinder mit erhöhtem Förderbedarf 
ein.  
 
„Ich lerne, wenn ich ...  
 
begreife  erfahre  studiere  bedenke  simuliere  
beobachte  experimentiere  innehalte  erkläre  verstehe  
vermute  tüftle  sammle  toleriere  informiere  
rumblödle  lese  spiele  erlebe  probiere  
denke  durchdenke  erforsche  spüre  sehe  
verwandle  tue  nachahme  entwickle  verinnerliche  
animiere  deute  spinne  entscheide  ertaste

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rieche  konstruiere  schmecke  variiere  erarbeite  
entfalte  korrigiere  diskutiere  vergleiche  schütte  
verändere  analysiere  höre  schlussfolgere  beurteile  
abschweife  erfinde  erprobe  versuche  überlege  
erkunde  glaube  staune  empfinde  zweifle  
unterscheide  baue  fantasiere  motiviere  zuhöre  
Rat suche  enträtsele  nachvollziehe  schnüffle  kläre 
Aus den päd. Erfordernissen und den Wünschen der Schülerinnen und Schüler der OGS 
entstehen sinnvolle Freizeitangebote, die in e inem Wochenplan dargestellt werden. Es findet 
jeden Tag mindestens ein angeleitetes Angebot aus den Bereichen Musik und Kreativität, Sport 
und Bewegung oder Umwelt und Ernährung statt. Neben den angeleiteten Angeboten haben 
die Schülerinnen und Schüler die  Gelegenheit, weitere Spiel -, Sport - und Kreativangebote 
wahrzunehmen, zum Beispiel: 
•Fußball- AG 
•Verschiedene Spielangebote für die Pause 
•Bewegungsspiele 
•Tischtennis 
•Kreativwerkstatt 
•Bastelangebote 
•Meditation für Kinder 
•Kinderküche (Koch-, und Backangebote) 
•Besuch der Bücherei

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Die Offene Ganztagsschule in der Davertschule hat zum Ziel 
 die umfassende und individuelle Förderung aller Kinder, unabhängig von ihrem sozialen 
und kulturellen Hintergrund 
 die Intensivierung der Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Partnern 
 die Unterstützung der Eltern bei der Erfüllung ihrer erzieherischen Aufgaben 
 die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
 die Stärkung der sozialen Kompetenzen der Kinder 
 die Stärkung der Grundschule als Bildungsstandort 
 
Die konkrete Ausgesta ltung des Zusammenwirkens  vor Ort ist in Zusammenarbeit mit allen 
Beteiligten verbindlich zu regeln. Hier wird es darum gehen, einen Prozess zu begleiten, der 
ständig veränderbar sein und bleiben muss, um die Betreuung und die Ange bote für die Kinder 
an der Davertschule ständig zu verbessern. Es gilt, auf verschiedenste Anforderungen zu 
reagieren, die sich stark daran orientieren werden, welche Kinder in der Betreuungsmaßnahme 
sind, aus welchem Umfeld die Kinder kommen, welchen spez ifischen Förderbedarf sie haben 
und wie die Familien im Einzelfall mit Schule und Jugendhilfe zusammenarbeiten können. 
 
7 Schul - AG´s: 
Musik: 
Die Davertschule hat im Schuljahr 2009 / 2010 das Zertifikat "Singende Grundschule" erworben. 
Das musikalische Sc hulleben an der Davertschule wird auf vielfältige Weise gefördert: So 
haben die Kinder der 2., 3. und 4. Klassen die Möglichkeit zur regelmäßigen Teilnahme an 
unserem Schulchor. Zudem nimmt die ganze Schule alle vier Jahre im Rahmen einer 
Projektwoche am P rojekt "Trommelzauber" teil.  Diesen Schwerpunkt werden wir auch im 
Rahmen der OGS weiter begleiten und stärken wollen. 
Therapeutisches Reiten 
Wer weiß es nicht: Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde!

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An der Davertschule wird einer Kleingruppe von Kindern ab dem Schuljahr 2020/2021 wieder 
die Möglichkeit angeboten, einmal wöchentlich am therapeutischen Reiten teilzunehmen. Die 
Kinder lernen hier nicht nur den richtigen Umgang mit Pferden kennen. Darüber hinaus werden 
auch das Selbstbewusstsein, die Sprache sowie die Koordination gefördert.  
Deutsch als Zweitsprache (DaZ) 
Schülerinnen und Schüler mit verschiedensten kulturellen und sprachlichen  Hintergründen 
lernen und leben hier mit - und voneinander. Für viele Kinder  der Davertschule ist Deutsch  – 
nach ihrer Familiensprache – bereits die zweite oder sogar dritte Sprache, die sie lernen und 
verwenden. Nicht nur für Flüchtlingskinder stellt es daher eine große Herausforderung dar,  
bildungssprachliche Kompetenzen auf- und auszubauen. Unser Förderun terricht „Deutsch als 
Zweitsprache“ (DaZ) ermöglicht es  Kindern mit Deutsch als Zweitsprache, ihre sprachlichen 
Kompetenzen gezielt zu vertiefen und weiterzuentwickeln. 
 
8 Gesetzliche Rahmenbedingungen 
1. § 9 Absatz 3 Schulgesetz 
2. Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 23.12.2010; (ABl. NRW. 
01/11 S. 38, berichtigt 02/11 S. 85)1 
3. Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 16.02.2018;  Erlass 12-
63 Nr.2 
4. Runderlass des Ministeriums für Schule und Bildung vom 14.12.2020;  (ABl. NRW. 
12/20) Erlass 11-02 Nr. 37 
5. Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschule in Münster der Stadt Münster 
 
9 Betreuungszeiten / Betreuungsinhalte 
 eine verlässliche Betreuung und Förderung Ihres Kindes nach dem Unterricht  (Mo. - Fr. 
bis 15 Uhr oder 16 Uhr) 
 drei qualifizierte pädagogische Fachkräfte

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 zusätzliche Fachkräfte für die Hausaufgabenbetreuung sowie für sportliche und kreative 
Angebote 
 drei Lehrkräfte mit 9 Stunden pro Woche 
 Kooperationspartner für zusätzliche Angebote und Förderung (u.a. das Jugend zentrum 
Black Bull) 
 warmes Mittagessen 
 sechs Wochen gesicherte Betreuung in den Schulferien 
 
10 Ferienangebote 
Kinder mit einem Platz in der OGS, haben einen Anspruch auf Ferienbetreuung von insgesamt 
6 Wochen im Jahr.  Bestehende und gut funktionierende An gebote im Stadtteil sollten auch bei 
einem Trägerwechsel fortgeführt werden. Daher ist mit der Überleitung im Sinn der Kooperation 
im Stadtteil zu prüfen, in welcher Form die Ferienbetreuung fortgeführt werden kann.  
 
11 Verpflegung 
Ein wichtiger Bestandte il der Offenen Ganztagsschule ist ein warmes, gesundes und 
kindgerechtes Mittagessen. Dieses wird im Anschluss an die verlässliche Schulzeit 
eingenommen. Das Mittagessen wird täglich frisch gekocht. Die pädagogischen 
Mitarbeiter/innen betreuen die Kinder b eim Essen. Während der Mahlzeit findet ein reger 
Austausch zwischen Kindern und auch den Mitarbeitenden statt. Sie erzählen Erlebnisse, 
äußern Wünsche für den Tag, können ihre Sorgen mitteilen.  
 
12 Erweitertes Bildungsangbot durch externe Anbieter 
In der Kooperation mit externen Bildungseinrichtungen bzw. Dienstleistern ergänzen und 
stärken wir die pädagogische Arbeit unserer multiprofessionellen DRK-Teams. Auf diese Weise 
bieten wir eine zusätzliche Vielfalt an Bildungsangeboten, die auch die Diversität u nserer 
Einrichtungen wiederspiegeln. Wir nutzen die externen Angebote auch dahingehend, neue 
Impulse in die eigene pädagogische Arbeit aufzunehmen und stützen diese Synergieeffekte 
durch die spezifische Fortbildung unserer pädagogischen Mitarbeiter*innen.

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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Erweiterte Angebote und Aktionen musisch -ästethischer Bildung  bieten den Schüler*innen 
Möglichkeiten, schöpferisch tätig zu sein, und sich musikalisch, tänzerisch, emotional und 
sprachlich mehr zum  Ausdruck zu bringen. Beim Musizieren sollen die Schüler*innen 
Aufmerksamkeit für das entwickeln, was klingt. Sie erleben, wie Dinge klingen, wie sie Töne 
auslösen oder variieren können. Auch erfahren die Kinder, dass Musik Emotionen und 
Phantasien anregen und ausdrücken kann. Geräusche, Klänge, Körperbewegung, W orte, 
Rhythmen eröffnen den Schüler*innen neue Ausdrucks- und Erfahrungsräume.  
In Kooperation mit der Jugendkunstschule Münster e.V. bieten der DRK -Kreisverband Münster 
e.V. und die DRK Münster Sozialwerk gGmbH Angebote aus den Bereichen Musik, Tanz und 
Theater kostenlos für alle Kinder in den DRK-Einrichtungen an. Das Angebot entwickelt sich in 
enger Zusammenarbeit zwischen den pädagogischen Team s und den Mitarbeiter*innen der 
Jugendkunstschule und weiteren Vereinen stetig weiter.  
Darüber hinaus nutzen wir die vielfältige Landschaft von Leistungsanbietern in Münster, um - je 
nach Bedürfnislage der Einrichtungen und Kinder - externe pädagogische Angebote in die 
eigene Bildungsarbeit zu integrieren. Hierzu gehören beispielsweise motopädische Angebote 
zur ge zielten Bewegungsförderung oder auch Kinderyoga -Angebote für alternative 
Bewegungsangebote in Form von Entspannung stechniken. Gleichzeitig findet dadurch eine 
fortwährende Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte durch die Teilnahme und 
Mitbegleitung dieser Angebote statt. Die unterschiedlichen Professionen der externen Anbieter 
bereichern seit einigen Jahren bereits unsere Einrichtungen.  
 
13 Partizipation   
Die Partizipation der Kinder beginnt zunächst damit, dass die pädagogischen Fachkräfte über 
die Rechte von Kindern informiert sind und diese in den pädagogischen Alltag umzusetzen 
wissen. Die Motivation zur Partizipation von Kindern entspringt allerdings nicht nur dem Recht 
auf Beteiligung von Kindern, sondern auch der fachlichen Haltung der pädagogi schen 
Fachkräfte, die Kinder aufgrund eines entsprechenden Bildes vom Kind zu beteiligen und 
Beschwerden von Kindern wahrzunehmen, zuzulassen und zu bearbeiten.  
In der OGS gibt es zahlreiche Entscheidungen, die die Fachkräfte täglich treffen (müssen). Es 
gibt aber auch Entscheidungen, an denen die Schüler*innen altersgerecht be teiligt werden  
sollen und können.  
Die Leitung der OGS verständigt sich fortlaufend mit ihrem Team, wie die alters - und 
reifeangemessene Beteiligung der Kinder in der OGS konkret umgesetzt werden kann.

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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Als Grundlage für die Partizipation von Kindern können folgende Voraussetzungen genannt 
werden:  
 Information: Kinder haben das Recht auf umfassende Information. 
 Transparenz: Kinder erfahren, wie sie sich beteiligen können.  
 Freiwilligkeit: Kinder entscheiden selbst, ob und wie sie ihre Rechte in Anspruch nehmen. 
 Verlässlichkeit: Kinder können sich darauf verlassen, dass sie ihre Rechte wahrnehmen 
können. 
 Unterstützung: Kinder werden individuell bei der Wahrnehmung ihrer Rechte unterstützt. 
Partizipation von Kindern stärkt die Kinderrechte und kann Kinder im besten Fall auch vor 
Missbrauch schützen.

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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14 Zusammenarbeit mit Familien 
Die Familie ist der erste und wichtigste Bindungs- und Bildungsort für Kinder. Die 
pädagogischen Fachkräfte arbeiten mit den Eltern bei der Bildung, Betreuung und Erziehung 
der Kinder partnerschaftlich und vertrauensvoll zusammen. Die Zusammenarbeit orientiert sich 
am Wohl des Kindes und sichert die Kontinuität in ihrem Entwicklungsprozess.  
Der kontinuierliche Austausch zwischen der OGS-Leitung, den pädagogischen Fachkräften und 
den Eltern ist das Herzstück einer gelingenden Bildungspartnerschaft. Die Teams schaffen stets 
verschiedene Anlässe für Kommunikation und Information:  
 Tür- Angelgespräche 
 Elterngespräche 
 Schriftliche Elterninformation in Form von Aushängen und Elternbriefen 
 Elternabende zu verschiedenen (pädagogischen) Themen  
 Beteiligung und Mitwirkung der Eltern bei Festen und Feierlichkeiten 
 
15 Kinderschutz  
Als Träger haben wir die Aufgabe, die Entwicklung von Kindern zu fördern und sie zu 
eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen  Persönlichkeiten zu erziehen. Dazu gehört 
auch, Kinder vor Gefahren  zu schützen. Die pädagogischen Fachkräfte sind insbesondere 
verpflichtet, jedem Anschein von Vernachlässigungen, Misshandlungen und (sexuellem) 
Missbrauch von Kindern nachzugehen. 
Insbesondere mit der Einführung des Paragrafen 8a SGB VIII erhält der Kinderschutz nochmals 
eine besondere Beachtung. Das jeweils zuständige Jugendamt hat den gesetzlichen 
Schutzauftrag und die Verantwortung für die Abwendung von einer Gefährdung des 
Kindeswohls. Die Träger von Einrichtungen der Kinder - und Jugendhilfe und das Jugendamt 
sind dabei im Interesse der zu schützenden Kinder zu einer engen und kooperati ven 
Zusammenarbeit verpflichtet. 
Der Schutzauftrag der Jugendhilfe leitet sich aus dem Grundgesetz ab.  Artikel 6 GG Abs. 2 
besagt, dass primär die Eltern für die Erziehung und den Schutz ihrer Kinder verantwortlich

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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April 2022 
sind. Wenn Eltern allerdings Gefahren für ihre Kinder nicht abwenden, obliegt die 
Wahrnehmung des Wächteramts der Jugendhilfe - in einer Verant wortungsgemeinschaft mit 
den Familiengerichten. § 8a SGB VIII legt fest, wie der Schutzauftrag wahrgenommen werden 
soll. 
Im Kinderschutz arbeiten die DRK -Einrichtungen eng mit der DRK -Ärztlichen 
Kinderschutzambulanz und dem Jugendamt der Stadt Münster zusammen.  
Ein Leitfaden zum Handeln im Kinderschutz bietet den pädagogischen Mitarbeiter*innen 
Handlungssicherheit und fachliche Anleitung. Der Leitfaden ist allen Mitarbeitern bekannt und 
die Einrichtungen werden bei der Umsetzung durch die  pädagogische Fachberatung des 
Trägers unterstützt.  
Die DRK-Kinderschutzambulanz begleitet die DRK-Einrichtungen in allen Situationen, in denen 
Anhaltspunkte einer Kindeswohlgefährdung beobachtet und wahrgenommen werden. Sie bietet 
neben der Beratung im § 8a SGB VIII (Schu tzauftrag bei Kindeswohlgefährdung) auch 
anonyme Fallberatung an.  
Darüber hinaus arbeiten die DRK-Einrichtungen in Münster mit einem Konzept, welches sowohl 
mögliche Macht- und Hierarchiebeziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern als auch 
Übergriffe unter Kindern thematisiert.  
Zum präventiven Kinderschutz gehört eine zweitägige Fortbildung der pädagogischen 
Mitarbeiter*innen durch die DRK -Ärztliche Kinderschutzambulanz mit dem Schwerpunkt 
„sexueller Missbrauch“.  
 
16 Zusammenarbeit zwischen der DRK-OGS, der Schule und dem Träger 
Teamarbeit ist die Grundlage für eine gute pädagogische Arbeit innerhalb der Einrichtung. 
Gegenseitige Unterstützung, Flexibilität, Offenheit, Verlässlichkeit, genaue Absprachen und 
gegenseitige Akzeptanz halten wir für unerlässlich. Regelmäßig finden Teamsitzungen bzw. ein 
guter Austausch auch mit dem Lehrerkollegium und der Schulleitung in Konferenzen und 
gemeinsamen Veranstaltungen / Fortbildungen statt. Diese dienen auch dem allgemeinen 
Austausch, der Reflexion und der weiteren Planung. 
Die Einrichtungen in Trägerschaft des DRK -Kreisverbandes Münster und der DRK Münster 
Sozialwerk gGmbH stehen im regelmäßigen Dialog miteinander  (z.B. monatliche DRK-
Leitungssitzungen und AG´s zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen ). Die Einricht ungen 
unterstützen sich gegenseitig bei der Weiterentwicklung ihres pädagogischen Angebotes.

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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Hilfestellungen erfahren sie dabei durch die Bereichsleitung und die pädagogische 
Fachberatung in Form von individuellen und regelmäßigen Beratungsterminen, 
Personalentwicklungsgesprächen, Fortbildungen, Arbeitskreisen und Supervision.  
Supervision als Methode der Teamentwicklung, Fallberatung und persönlicher 
Weiterentwicklung, gehört zum Standard der DRK-Einrichtungen. Sowohl die Leitungskräfte wie 
auch die pädago gischen Fachkräfte nehmen regelmäßig an Einzel - und 
Gruppensupervisionsterminen teil.  
In Übereinstimmung mit geltende n gesetzlichen Vorschriften sorgt das DRK für die Einhaltung 
quantitativer und qualitativer Standards auch bei der Besetzung des Personals . Das DRK ist 
verantwortlich für die personelle Besetzung, Weiterqualifizierung, Fortbildung, Fachberatung 
und Supervision der pädagogischen Mitarbeiter*innen.  Auch Hilfestellungen bei administrativen 
Aufgaben sowie bei der Unterstützung und Förderung des Personals gehören zur 
gemeinsamen Zusammenarbeit mit allen pädagogischen Mitarbeiter*innen. 
Nicht nur bei der Entwicklung neuer Konzeptbausteine, sondern auch bei deren Umsetzung in 
die praktische Arbeit werden die pädagogischen Mitarbeiter*innen  der OGS im regelmäßigen 
Austausch mit der Bereichsleitung und der Fachberatung unterstützt.  
Darüber hinaus gibt es R aum und Gelegenheit zur fachlichen Weiterentwicklung  und Nutzung 
von Synergieeffektiven innerhalb der DRK -Einrichtungen mit der Initiierung von regelmäßigen 
Arbeitskreisen, beispielweise zur Sprachförderung, Inklusion und Qualitätsentwicklung , die von 
der pädagogischen Fachberatung angeleitet werden.  
 
17 Zusammenarbeit mit Fachdiensten 
Wir arbeiten regelmäßig mit verschiedenen Fachdiensten zusammen, die wir als wertvolle 
Unterstützung und Ergänzung unserer pädagogischen Arbeit ansehen: 
 dem Kommunalen Sozialdienst (KSD) 
 der DRK-Kinderschutzambulanz  
 dem DRK-Autismus-Therapiezentrum 
 und Kooperationspartnern im Stadtteil

DRK Münster Sozialwerk gGmbH 
 
 
 
 
 
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18 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Münster 
Als übergeordnete Behörde unterstützt uns das örtliche Jugendamt bei der Einhaltung aller 
gesetzlichen Vorgaben und der Umsetzung des Bildungsauftrages. Die gute Zusammenarbeit 
mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster ist ein wesentlicher Faktor 
für die erfolgreiche Umsetzung unseres pädagogischen Auftrages und Angebotes. Darüber 
hinaus stehen wir zum Thema Kinderschutz in einer gelungenen Kooperation mit dem 
Jugendamt im Sinne einer gemeinsamen Verantwortungsgemeinschaft. 
 
Text und Gestaltung:  
Anne Westendorf, Bereichsleitung des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familien  
 
Fotos:  
A. Zelck

Anlage 2 Mütterzentrum Soziales Netzwerk_OGS-Konzept Davertschule

39898 Zeichen

Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH • Wilhelmstr. 41 • 59269 Beckum 
Tel: 02521 – 82 44 90 100 • heese@muetterzentrum-beckum.de 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung 
Offene Ganztagsschule

1 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Trägerorganisation 
Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 TRÄGERORGANISATION ...................................................................................................... 2 
 SELBSTVERSTÄNDNIS UND PÄDAGOGISCHE GRUNDGEDANKEN ....................................... 3 
 IN DER SCHNITTSTELLE VON KOMMUNE, SCHULE UND JUGENDHILFE ............................. 4 
 AUSGESTALTUNG EINER OFFENEN GANZTAGSSCHULE ...................................................... 6 
 INHALTE UND GRUNDSÄTZE DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE ........................................ 7 
 Betreuung .................................................................................................................................................. 7 
 Bildung ....................................................................................................................................................... 8 
 Förderung................................................................................................................................................... 9 
 Jugendhilfe ............................................................................................................................................... 11 
 Elternarbeit .............................................................................................................................................. 13 
 Partizipation ............................................................................................................................................. 13 
 Gesundheitsförderung und Ernährung .................................................................................................... 14 
 Inklusion, Integration und Chancengleichheit ......................................................................................... 14 
 Kinderschutz............................................................................................................................................. 15 
 STRUKTUR UND AUSSTATTUNG DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE ................................ 16 
 Organisation der gemeinsamen Umsetzung ............................................................................................ 16 
 Das pädagogische Team ........................................................................................................................... 18 
 Qualitätsmerkmale .................................................................................................................................. 19 
 Finanzierung einer Offenen Ganztagsschule ........................................................................................... 20 
 UNSERE VERNETZUNG IN DER REGION ............................................................................ 21

2 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Trägerorganisation 
 Trägerorganisation 
 
Das Mütterzentrum Soziales Netzwerk ist ein anerkannter Träger der Jugendhilfe.  Es arbeitet 
überkonfessionell und überparteilich und ist ebenso wie sein Gesellschafter Mütterzentrum Beckum 
e.V. dem Paritätischen Wohlfahrtsverband angeschlossen.  
Seit der Vereinsgründung im Jahr 1987 hat sich das Mütterzentrum Beckum von einem anfänglich 
reinen Selbsthilfeträger zu einem professionellen Anbi eter Sozialer Arbeit entwickelt und unterhält 
als Träger der Jugendhilfe mehrere Einrichtungen und Beratungsstellen. 
 
Das Mütterzentrum Soziales Netzwerk wirkt als freier Träger in folgenden Bereichen der Sozialen 
Arbeit: 
 
 Offene Ganztagsschule/Betreuung 
 Schulbegleitung/Eingliederungshilfe  
 Fachdienst Jugend- und Familienhilfe 
 Kindertagespflege/Großtagespflege 
 Kinder- und Jugendhaus 
 Wohngruppen für unbegleitete minderjährige Asylbewerber 
 Schulsozialarbeit 
 Kommunale Flüchtlingsbetreuung  
 Fachstelle Ambulante Hilfen für Senioren und Menschen in besonderen Lebenslagen 
 
Insbesondere im Bereich der Schulkindbetreuung im Rahmen des Offenen Ganztags bzw. flexibler 
Betreuungslösungen kann das Mütterzentrum auf umfangreiche Erfahrungen zurückblicken. Derzeit 
befinden sich 29 Betreuungsstandorte in Trägerschaft des Mütterzentrums.

3 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Selbstverständnis und Pädagogische Grundgedanken 
 Selbstverständnis und Pädagogische Grundgedanken 
 
Das Mütterzentrum stellt ein bedarfsgerechtes Betreuungs-, Unterstützungs- und Förderangebot für 
Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren bereit und trägt somit wesentlich zu einer Verbesserung 
der Lebenssituationen von Familien bei. Dabei richtet der Träger seine Arbeit auf der Grundlage eines 
umfassenden Familienbegriffs bei gleichzeitiger Berücksichtigung veränderter Familienstrukturen 
aus. 
 
Unser Leitbild „Individuell für Menschen“ kennzeichnet unsere Trägerhaltung und ist die Grundlage 
für die Ausric htung unserer verschiedenen Angebote. Es ist uns wichtig, die Individualität des 
Einzelnen zu berücksichtigen und die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei schaffen ein 
wertschätzender Umgang und offene transparente Kommunikationsformen Vertrauen u nd 
Verlässlichkeit. Mit unserer Arbeit wollen wir dazu beitragen, dass Menschen befähigt werden, ihre 
individuellen Möglichkeiten zu nutzen, um so unter Wahrung ihrer persönlichen Lebenswirklichkeit 
ein selbstbestimmtes Leben gestalten zu können. 
Mit den i n unserem Leitbild verankerten Grundsätzen Selbstbestimmung, Bedarfsorientierung, 
Niederschwelligkeit, Vernetzung von Selbsthilfe und Professionalität, Prävention und Partizipation 
schaffen wir individuelle Zugänge für die verschiedenen Zielgruppen und erreichen so tatsächlich die 
Menschen mit ihren jeweiligen Anliegen. 
Durch unsere langjährigen Erfahrungen sind wir mit vielfältigen Lebensentwürfen von Kindern, 
Jugendlichen, Eltern und Senioren befasst. Besonders durch viele Kontakte in unserem 
Mehrgenerationenhaus erhalten wir Rückmeldungen über individuelle Bedingungen und 
Lebenssituationen von Familien. Ausgehend von diesen Erkenntnissen haben wir unsere Arbeit 
bedarfsgerecht konzipiert, was zu einer hohen Akzeptanz der Angebote und Hilfen führt. 
 
Aus unserer grundsätzlich ressourcen - und bedarfsorientierten Trägerhaltung leitet sich das 
Grundverständnis unserer pädagogischen Arbeit mit Kindern und Familien ab. So liegt jedem 
pädagogischen Handeln stets die Frage zugrunde, ob es der Nutzung und dem Ausb au der eigenen 
Ressourcen und Möglichkeiten dient und ob es die Weiterentwicklung von Selbst-, Sach-, und Sozial-
kompetenz von Kindern ermöglicht. 
Kinder sind selbstbestimmte Persönlichkeiten mit individuell verschiedenen und gleichermaßen 
wertvollen Charakterprägungen. Ein situationsorientierter Ansatz lässt jedem Kind Raum zur freien 
Entfaltung. Erlebnisse, die aus eig ener Motivation und eigenem Interesse heraus entstehen, 
ermöglichen vielfältige Lernerfahrungen und befähigen das Kind zu selbstbestimmtem Handeln.

4 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
In der Schnittstelle von Kommune, Schule und Jugendhilfe 
Wir verstehen unseren pädagogischen Auftrag darin, Kinder auf ihrem persönlichen Weg zu stärken, 
Erfahrungsräume bereitzustellen und Kinder darin zu begleiten ihre Bedürfnisse und Interessen zu 
erkennen. Hierbei nehmen wir die Besonderheiten, G efühle und Bedürfnisse aller Kinder ernst und 
leben unter dieser Voraussetzung gegenseitige Achtung und Akzeptanz vor.  
Die Vermittlung von grundlegenden Werten und Gemeinschaftsgefühl liegt jeder pädagogischen 
Handlung zugrunde . Die Stärkung des Selbstwer ts, die Wertschätzung der Individualität und die 
Ermöglichung gleicher Chancen nehmen einen hohen Stellenwert ein.  
 
 
 In der Schnittstelle von Kommune, Schule und Jugendhilfe 
 
Schule bestimmt den Alltag von Kindern maßgeblich. Einerseits beansprucht Schule  mit ihren 
Angeboten aber auch Verpflichtungen einen nicht zu unterschätzenden Teil der Tageszeit; 
andererseits ermöglicht Schule Kindern Erlebnisse und Beziehungen, die in anderen 
Lebensbereichen so nicht erfahrbar sind. Schule bietet einen festen Rahmen,  um sich in der 
Gleichaltrigengruppe zu sozialisieren, Gemeinschaft zu erleben und Verantwortung für sich und 
andere zu erlernen und Stück für Stück zu übernehmen.  
 
Seit Herausgabe des Grundlagenerlasses „Gebundene und offene Ganztagsschulen sowie 
außerunterrichtliche Ganztags - und Betreuungsangebote in Primarbereich und Sekundarstufe I“ 
entwickelt sich die Ausgestaltung von Schule als Lern - und Lebensort immer mehr zu einer 
Gemeinschaftsaufgabe von Schule, Kommune und öffentlicher wie auch freier Jugendhilfe. 
So ist eine engere Vernetzung von Jugendhilfe und Schule vor dem Hintergrund veränderter 
gesellschaftlicher und familiärer Bedingungen notwendig und lässt sich rückblickend auf das 
vergangene Jahrzehnt nicht nur gesellschaftspolitisch, sondern vor all em auch pädagogisch 
begründen. Durch die Formulierung gemeinsamer Ziele im Bereich der Förderung von Kindern, 
Jugendlichen und Familien konnte das Aufgabenfeld ‚Offener Ganztag‘ fortlaufend und 
bedarfsorientiert mit Inhalten gefüllt und weiterentwickelt werden.  
 
Diese Kooperation von Schule und Jugendhilfe führt zu einer Zusammenführung von Angeboten und 
Maßnahmen am Lebensort Schule, die etwa von Professionellen und anderen Beteiligten aus den 
Bereichen von Familienbildung und -beratung, Gesundheitsförderung, Hil fen zur Erziehung, 
inklusiver Förderung, Begabungsförderung und offener Jugendarbeit dargeboten werden.  
Die verschiedenen Lebensbereiche von Kindern stehen so i n gelungenem Austausch, verstehen 
Erziehung und Bildung als gemeinsame Aufgabe und können sich im Bedarfsfall ergänzen und 
unterstützen.

5 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
In der Schnittstelle von Kommune, Schule und Jugendhilfe 
Die Kooperationsbeziehungen zwischen Schule, Träger und OGS -Team ermöglichen eine 
zielbewusste und bedarfsangemessene Ausgestaltung des Angebots, indem unterschiedliche 
Kompetenzen genutzt und fachliche Ressourcen gebündelt werden.  
Erfahrungsgemäß werden durch eine transparente und vertrauensvolle Netzwerkarbeit zielgenaue 
und innovative Maßnahmen für eine optimale Förderung von Schüler  und Schülerinnen und deren 
Familien ermöglicht. 
 
 
 
 
 
 
  
Schule 
OGS-TeamTräger
gemeinsame Gestaltung des 
Ganztagsangebotes 
gemeinsame Entwicklung des 
schuleigenen 
OGS-Konzeptes 
Qualitätssicherung, 
Netzwerkarbeit, 
fachlicher Austausch

6 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Ausgestaltung einer Offenen Ganztagsschule 
 Ausgestaltung einer Offenen Ganztagsschule 
 
Ausgehend vom Grundlagenerlass sowie den bisherigen Erfahrungen als Träger offener 
Ganztagseinrichtungen stellen sich verschiedene Aufgabenfelder, die in den einzelnen 
Schulsystemen dem jeweiligen Bedarf angemessen mit grundlegenden Inhalten und zusätzlich en 
Angeboten und Maßnahmen gefüllt werden.  
Grundsätzlich verstehen wir  das Angebot im Rahmen der Offenen Ganztagsschule als 
entwicklungsoffenes Bausteinsystem. Dieses Verständnis ermöglicht eine situationsangemessene, 
gemeinsame Planung und Ausgestaltung des Angebotes im gegenseitigen Austausch mit 
Schulleitung, kommunalen Verantwortlichen, Kollegium und Team.  
 
 
 
  
Betreuung
Verlässliche 
Betreuung
Ferienbetreuung
Mittagstisch
Bildung
Hausaufgaben-
betreuung
Freizeitangebote im 
kreativen, 
sportlichen und 
musischen Bereich
Projekte in 
verschiedenen 
Erfahrungsbereichen
Förderung
Erzieherische 
Unterstützung                   
im Bereich der 
Selbstorganisation, 
Kooperation und 
Persönlichkeits-
entwicklung
Freizeitangebote z.B. 
zur Förderung der 
sozialen, 
emotionalen, 
sprachlichen                
oder motorischen 
Entwicklung
Planung und 
Umsetzung von 
Methoden des 
sozialen Lernens       
in der Gruppe
Jugendhilfe
Weitergehende 
Hilfeangebote zur 
professionellen 
Begleitung 
individueller 
Entwicklungs-
prozesse
Intensive 
Elternbegleitung   
und  -beratung
Fallbezogene 
Netzwerkarbeit zur 
Unterstützung des 
Erreichens 
individueller Ziele

7 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Betreuung  
 
In Ergänzung zu Schulvormittag und Familienerziehung übernimmt der Nachmittagsb ereich der 
Offenen Ganztagsschule die verlässliche Schulkindbetreuung über den Unterricht hinaus sowie in 
den Ferien.  
Häufig stehen berufstätige Eltern oder alleinerziehende Elternteile vor der schwierigen Frage, wie ihr 
Schulkind nach Schulschluss betreut werden kann. Hier sind Eltern auf verlässliche Betreuungszeiten 
angewiesen. Diese Betreuungsangebote stellen somit eine wichtige Grundlage für die Vereinbarkeit 
von Familie und Beruf dar und tragen zur finanziellen Sicherung von Familien bei. 
 
 
 
 
 
 
 
  
Verlässliche Betreuung 
 Implementierung einer festen Tagesstruktur im Gruppenalltag 
 Betreuungszeiten von Unterrichtsschluss bis 17 Uhr an fünf Wochentagen 
 Randzeitenbetreuung ab 7 Uhr  
 Feste Abholzeiten ab 15 Uhr 
 Zusätzliches Betreuungsangebot nach Unterrichtsschluss bis 13:20 
Ferienbetreuung 
 Betreuungszeiten in den Herbst- und Frühjahrsferien (je 2 Wochen) sowie in den Sommer-
ferien (3 Wochen)  
 Betreuung an beweglichen Ferientagen und schulinternen, unterrichtsfreien Tagen 
 Flexible Abholzeiten 
Mittagstisch 
 Gemeinsames Mittagessen in der Ganztagsgruppe 
 Kindgerechte Mahlzeiten von regionalen Anbietern der Schulkindverpflegung 
 Ökologische, regionale und saisonale Produktauswahl seitens des Anbieters 
 Zusätzliches Angebot gesunder Zwischenmahlzeiten (insbesondere Obst und Rohkost) 
 Geregelte und digitale Buchungs- und Abrechnungsmodalitäten seitens des Anbieters der 
Schulkindverpflegung

8 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Bildung 
 
Bildung endet nicht mit Unterrichtsschluss, sondern ist spätestens seit Inkrafttreten de s KiBiz 
(Kinderbildungsgesetz) in NRW erklärte Aufgabe der Kindertagesbetreuung und somit auch des 
Nachmittagsbereiches einer Offenen Ganztagsschule.  
Im Fokus steht der Baustein ‚Hausaufgabenbetreuung/Lernzeiten‘, der die schulischen Inhalte in den 
Ganztag trägt und die offensichtliche Schnittmenge von Schule und Nachmittag im Bereich Bildung 
darstellt.  
Darüber hinaus versteh en wir  unter Bildung im Kontext des Ganztags alles, was Erfahrungen 
ermöglicht und Horizonte erweitert. In den 2 9 Ganztagsbereichen, die in Trägerschaft des 
Mütterzentrums geführt werden, findet sich eine Vielfalt an außerunterrichtlichen 
Bildungsangeboten in Form von Arbeitsgemeinschaften und Projekten.  
 
 
 
 
 
 
 
Hausaufgabenbetreuung/ Lernzeiten 
 Erledigung der schriftlichen Hausaufgaben in Kleingruppen 
 Bereitstellung einer positiven Arbeitsatmosphäre (Ruhe, Reizarmut,  
organisierter Arbeitsplatz) 
 Erziehung zur Selbstständigkeit und zum organisierten Arbeiten 
 Rückmeldung an Eltern und Lehrkräfte zum Leistungsverhalten einzelner Schülerinnen 
und Schüler sowie zur Angemessenheit von Niveau und Umfang der Hausaufgaben 
 
Freizeitangebote im kreativen, musischen und sportlichen Bereich 
 Arbeitsgemeinschaften im Nachmittag (z.B. Koch-AG, Mädchen-/Jungen-AG,  
Fußball-AG, Foto-AG, Chor-AG, Forscher-AG etc.) 
 Interne wie auch externe AG-LeiterInnen zur Abdeckung verschiedener                                            
Interessensbereiche 
 Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen, Einrichtungen und ÜbungsleiterInnen 
Projekte in verschiedenen Erfahrungsbereichen 
 Thematische Ausrichtung der Ferienwochen in Form von Projektwochen/-tagen 
 Trägerbeteiligung an der Initiative „Haus der kleinen Forscher“ 
 Kooperationen im Bereich Sport  
 Beteiligung an Schulprojekten (z.B. Zirkusprojekte, Themenwochen etc.)

9 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Förderung 
 
Eine auf die individuellen Bedürfnisse von Kindern abgestimmte Förderung ist eine wichtige 
Voraussetzung für eine spätere selbst bestimmte Lebensführung. Hierbei ist es wichtig, dass Kinder 
neben einem adäquaten Freizeitverhalten auch die Einbindung in soziale Bezüge erleben und dass 
sie Erfahrungen im Bereich der sozialen Gruppenarbeit machen . Diese Erfahrungen bilden den 
Einstieg zum sozialen Lernen, zur Einhaltung von Regeln und zum Erlangen sozialer Kompetenzen , 
die langfristig auch auf andere Gruppenkontexte übertragen werden können.  
 
 
 
 
Erzieherische Unterstützung im Bereich der Selbstorganisation, Kooperation  
und Persönlichkeitsentwicklung 
 Kleinschrittige und altersangemessene Anleitung zur Bewältigung von Entwicklungsaufga-
ben (z.B. An- und Auskleiden, Schuhe binden, Verhalten am Essenstisch, Körperpflege, 
etc.) 
 Begleitung im Freispiel (Umgang mit MitschülerInnen, Umgang mit Material, Motivation 
zum Spiel, etc.) 
 Unterstützung in der Organisation der Arbeitsmittel im Rahmen der Hausaufgabenbe-
treuung 
Freizeitangebote z.B. zur Förderung der sozialen, emotionalen, sprachlichen  
oder motorischen Entwicklung 
 Die Angebote im Rahmen der Arbeitsgemeinschaften werden bewusst so gesetzt, dass sie 
die Kinder entsprechend ihren Fähigkeiten in verschiedenen Entwicklungsbereichen her-
ausfordern und zu neuen Lernerfahrungen anregen 
 Das pädagogische Team entscheidet gemei nsam mit den Eltern, welches Angebot für ein 
Kind hilfreich sein kann

10 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 
 
 
 
  
 
Freispielphasen bieten ein hohes pädagogisches Potential: 
 Permanente Erprobung persönlicher, handlungspraktischer und vor allem sozialer Kom-
petenzen 
 Soziale Lernerfahrungen (aufeinander zugehen, Kontakt zu anderen Kindern aufnehmen, 
sich durchsetzen, helfen oder teilen) 
 Berücksichtigung gemeinsam erarbeiteter Gruppen- und Spielregeln  
 Entstehung und Pflege von Freundschaften  
 Zutrauen neuer Handlungen, Erproben von Alternativen und Erlernen eines Umgangs mit 
Erfolg oder Misserfolg  
 Förderung von Konzentration, Ausdauer und Gedächtnis  
 Nutzung verschiedenen Aktionsräume (Funktionsbereiche, Außenbereich, Ruhebereiche) 
etc. 
 
Planung und Umsetzung von Methoden des sozialen Lernens in der Gruppe (optional) 
 
 Beispielsweise Trainings sozialer Kompetenzen oder gezielte Inhalte zum Umgang mit 
Medien, Konflikten, Freundschaft etc. 
 Ziele der Trainings können z.B. sein:  
 Auseinandersetzung mit der Selbst- und Fremdwahrnehmung 
 Stärkung des Selbstbewusstseins 
 Förderung der sinnlichen Wahrnehmung 
 Auseinandersetzung mit und Verbesserung der Kommunikation untereinander  
 Entwicklung alternativer Konfliktlösungen 
 Übernahme von Verantwortung  
 Kooperation und Vertrauen 
 Erarbeitung, Einübung und Akzeptanz von Regeln und Konsequenzen etc.

11 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Jugendhilfe 
 
Um darüberhinausgehenden Förderbedarfen gerecht zu werden, hat das Mütterzentrum in 
Zusammenarbeit mit den Jugendämtern des Kreises Warendorf individuelle Förderangebote in die 
Arbeit der OGS -Teams integriert. Aufgrund der vielfältigen positiven Erfahrungen in 
Fördermaßnahmen versteht der Träger die zusätzliche Arbeit mit Kindern und Eltern im Rahmen der 
Hilfen zur Erziehung als wichtige Ergänzung zur Betreuung und allgemeinen Förderung in der OGS.  
Die Förderung wird über zusätzliche Stundenbudgets durch das pädagogische Fachpersonal des OGS-
Teams umgesetzt. Es zeigt sich, dass die kontinuierliche Beziehungsarbeit zwischen Fachkraft und 
Kind maßgeblich zum Erfolg der Hilfe beiträgt. Die OGS bietet einen optimalen Erfahrungsraum, um 
soziale und personelle Kompetenzen einzuüben und zu festigen. Die M aßnahme beruht somit auf 
einem integrativen Ansatz. Die Förderkinder nehmen die strukturierenden Angebote der OGS wie 
Mittagessen, Gruppenalltag und Hausaufgabenbetreuung wahr und erhalten darüber hinaus in 
bestimmten Handlungsbereichen eine intensive Unterstützung durch die Bezugsperson.  
 
 
 
Weitergehende Hilfeangebote zur professionellen Begleitung individueller  
Entwicklungsprozesse 
 
Durch eine zusätzliche intensive Förderung sollen die GrundschülerInnen befähigt werden: 
 Regeln und Normen zu akzeptieren 
 Soziale Kompetenzen zu erwerben 
 Angemessene Reaktionen in Konfliktsituationen zu zeigen 
 Kommunikationsformen zu entwickeln 
 Soziale Gruppenprozesse zu erfahren 
Inhalte und Angebote: 
 Sozialpädagogische Förderangebote 
 Soziale Gruppenarbeit, Kleingruppenarbeit und Einzelförderung 
 Integrativer Ansatz durch Bezugspersonen im regulären Geschehen des Offenen Ganztags

12 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 
 
 
 
  
Intensive Elternbegleitung und -beratung 
 
 Wahrnehmen und Umsetzen eines gemeinsamen Erziehungs- und Bildungsauftrags von 
Familie und Schule 
 Regelmäßige Elterngespräche zur Entwicklung des Kindes und zu Themen, die das Erzie-
hungsverhalten/Familienleben betreffen 
 Beratung nach einem systemischen Grundverständnis 
 Austausch über mögliche Anliegen oder Unterstützungsbedarfe und Vermittlung in mögli-
che Hilfen innerhalb und außerhalb von Schule 
Fallbezogene Netzwerkarbeit zur Unterstützung des Erreichens individueller Ziele 
 
 Intensiver und transparenter Austausch zwischen den Professionen innerhalb der Schule 
unter Voraussetzung des Einbezugs der Familie 
 Zielorientierte Kooperation mit weiteren Institutionen und Akteuren im Sozialraum

13 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Elternarbeit 
 
Bei der Erziehung, Förderung und Bildung jedes Kindes versteht sich das Team des Offenen Ganztags 
als unmittelbarer Partner der Erziehungsberechtigten. Die Entwicklung des Kindes findet 
gleichermaßen im häuslichen Umfeld wie auch in der Einrichtung statt. Ein steter 
Informationsaustausch ist somit obligatorisch, um die Erziehungs - und Betreuungsarbeit  wertvoll 
gestalten zu können.  
Darüber hinaus halten wir tragfähige Beziehungen zwischen Eltern und Fachkräften für beidseitig 
bereichernd und wissen aus Erfahrung, dass sie in bestimmten Situationen hilfreich und entlastend 
sein können.  
 
 Partizipation 
 
Mitbestimmung, Mitgestaltung und die Möglichkeit Einfluss auf Entscheidungen zu nehmen, sind ein 
Grundverständnis und Kernelement unserer Arbeit (Empowerment, Vermittlung von 
Selbstwirksamkeit). Unser situationsorientierter Arbeitsansatz bietet viele Mögli chkeiten, Kinder 
entsprechend ihres Alters und Entwicklungsstandes in die Gestaltung des Gruppenalltags und ihres 
persönlichen Entwicklungsprozesses einzubeziehen. Die Beteiligung der Kinder an Entscheidungen 
und Veränderungen verstehen wir als selbstverständlich und darüber hinaus als zusätzlichen Anlass, 
ein demokratisches und zugleich respektvolles Gruppenverhalten zu erlernen.  
Neben regelmäßig stattfindenden Kin derkonferenzen bietet die OGS-Leitung in geregelten 
Abständen eine Sprechstunde an. Ein „Kummerkasten“ bzw. „Box für Vorschläge“ steht den Kindern 
für anonyme Angelegenheiten zur Verfügung. Jedes Bedürfnis und jede Beschwerde werden ernst 
genommen und schn ellstmöglich in einer Teamsitzung thematisiert. Die Ergebnisse und 
Lösungsvorschläge werden je nach Bedürfnis/Beschwerdeanliegen mit dem  Kind individuell 
besprochen bzw. in der Konferenz unter Partizipation aller Kinder einer Gruppe vorgestellt und 
festgelegt.  
Als Einrichtung möchten wir  ebenso bedarfsgerecht auf die Wünsche und I deen der Familien 
eingehen und bitten auch Eltern, an der Weiterentwicklung und Ausgestaltung des Angebots 
teilzuhaben.

14 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Gesundheitsförderung und Ernährung 
 
Gesund aufzuwachsen ist Bedingung für eine lebenswerte und selbstbestimmte Zukunft.  
Gesundheit wird mit zunehmendem Alter immer mehr zur Eigenverantwortung eines Jeden. Wir 
unterstützen Kinder bei der Entwicklung gesundheitsrelevanter Verhaltensweisen, st ärken 
Ressourcen und entwickeln relevante Kompetenzen gemeinsam mit Kindern und Familien. Die 
Fachkräfte achten im Alltag auf die Gestaltung eines gesundheitsbewussten Lebens - und 
Arbeitsumfelds und gehen mit modellhaftem Verhalten voraus. 
In der Ausrichtu ng des pädagogischen Mittagstischs a rbeiten wir mit Partnern  zusammen, die die 
Schulkindverpflegung unter ökologischen und  ernährungswissenschaftlichen Aspekten kindgerecht 
umsetzen. Die detaillierten Qualitätsstandards für Schulverpflegung der Deutschen G esellschaft für 
Ernährung werden eingehalten. Religiöse Speisevorschriften werden ebenso wie Vorgaben durch 
Allergien oder Unverträglichkeiten berücksichtigt. Zusätzlich zur täglichen Mittagsmahlzeit bietet das 
Team sowohl im Offenen Ganztagsangebot als au ch in der Betreuung von 8 -13 Uhr regelmäßig 
gesunde Snacks z.B. in Form von Rohkost oder Obst an. Beim Einkauf wird auf biologische Qualität 
sowie die Auswahl regionaler und saisonaler Produkte geachtet.  
 
 Inklusion, Integration und Chancengleichheit 
 
Die Schule ist ein Ort an dem jedes Kind entsprechend seinen Bedürfnissen und Besonderheiten 
Anerkennung und Zugewandtheit erfährt. Wir nehmen jedes Kind unvoreingenom men an und 
orientieren unser Angebot an seinen individuellen Fähigkeiten. 
Jeder Mensch unterscheidet sich von den anderen. Wir erleben diese Vielfalt als hohes Gut in unserer 
Gesellschaft und als große Ressource im gemeinsamen Miteinander. Inklusion entspricht in erster 
Linie dieser Haltung und kann nicht nur als Handlung verstanden werden. Allein durch die Einnahme 
und Vermittlung dieser Haltung ermöglicht sich ein annehmendes, einschließendes und 
unvoreingenommenes Handeln, da s Kinder am Vorbild erfahren und im Umgang mit ihren 
Mitmenschen erproben können.  
Die Fachkraft ist beauftragt die Berück sichtigung dieser Haltung in jedem pädagogischen Handeln 
und in jeder strukturellen Frage zu prüfen, Ausschluss zu verhindern und Vielfalt zu ermöglichen. 
Auch vor diesem Hintergrund kommt einer altersangemessenen Vermittlung von Kinderrechten eine 
große Bedeutung zu. 
Jede OGS ist ebenso den Grundsätzen der geschlechtergerechten Schule verpflichtet. Aufgrund des 
erweiterten Zeitrahmens, der außerunterrichtlichen Aktivitäten sowie der Kooperation mit 
außerschulischen Partnern bietet die OGS ein besonderes Potenzial für g endersensible 
Ganztagsangebote. Durch eine entsprechende Gestaltung von förderlichen Rahmenbedingungen 
können unterschiedliche Ansprüche und Lebenslagen aufgegriffen und die Schülerinnen und Schüler 
bei ihren Identitäts- und Sozialisationsprozesse unterstützt werden. Ziel ist es, die Chancengleichheit 
für Jungen und Mädchen zu erhöhen und damit Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern zu 
beseitigen.

15 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Inhalte und Grundsätze der Offenen Ganztagsschule 
 Kinderschutz 
 
Als Jugendhilfeträger haben wir in der gesetzlichen Verpflichtung und unter Berücksichtigung 
unseres Leitbildes fachliche und trägerspezifische Standards entwickelt, um so in Form eines 
abgestimmten Frühwarnsystems notwendige Steuerungsprozesse gestalten zu können. In unserer 
Verantwortlichkeit als Träger von 29 Offenen Ganztagsschulen, dem Kinder- und Jugendhaus, zwei 
Jugendwohngruppen und weiteren Einrichtungen und Beratungsstellen nimmt die Frage des 
Kinderschutzes für uns seit Jahren einen zentralen Stellenwert ein. Dies hat dazu geführt, dass wir 
gemeinsam mit unseren MitarbeiterInnenteams eine deutliche und transparente Haltung zu Fragen 
von Kindeswohlgefährdung entwickelt haben. 
 
 Trägerinterne Ausbildung und Zertifizierung von Kinderschutzfachkräften durch die fachpool 
gGmbH, Gesellschaft für Fortbildung und Beratung 
 Facharbeitskreis zum kollegialen Austausch und zur Sicherung von Standards innerhalb des 
Trägers 
 Teamsupervision der Kinderschutzfachkräfte im Rahmen der Facharbeitskreistreffen  
 Erarbeitung und Weiterentwicklung von trägerinternen Dokumentationsstandards und Hand-
lungsempfehlungen 
 Orientierung an den Vorgaben und Empfehlungen des jeweiligen kommunalen Hand-
buchs/Handlungsrahmens bezüglich „Frühe Hilfen und Schutz“ 
 Teilnahme an regionalen Netzwerktreffen zum Thema „Frühe Hilfen und Schutz“

16 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Struktur und Ausstattung der Offenen Ganztagsschule 
 Struktur und Ausstattung der Offenen Ganztagsschule 
 Organisation der gemeinsamen Umsetzung 
 
Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Schule, Träger und pädagogischem Team ist grundlegend 
für den Erfolg und die Qualität der Arbeit im Nachmittagsbereich. Konkrete Formen der 
Zusammenarbeit zeigen sich z.B. durch: 
 
 Einstellung der MitarbeiterInnen im Einvernehmen von Schulleitung und Träger 
 Absprache inhaltlicher und organisatorischer Zielvereinbarungen 
 Gemeinsame Planung von Betreuungs- und Förderstrukturen 
 Gemeinsame Elternabende sowie gemeinsame Projekte im Bereich der Elternbildung 
 Erstellung gemeinsamer Informationsmaterialien (Elternbriefe, Flyer, Aushänge) 
 Regelmäßige Arbeitstreffen zwischen Schule, Träger und TeamkoordinatorIn 
 Eine Informations- und Kommunikationskultur der „kurzen Wege“  
 
 
Die Schule und der Träger  verstehen sich als gleichberechtigte Kooperationspartner und sind in 
gemeinsamer Verantwortung und somit in enger Verbindung von Schule und Träger der Jugendhilfe 
für die Umsetzung der Offenen Ganztagsschule zuständig. Die Kooperationspartnerschaft erford ert 
einen engen Austausch zwischen Schule und Träger, der in Form feststehender und regelmäßig 
stattfindender Kontakte und Arbeitstreffen organisiert wird.  
Die Verantwortlichkeiten verteilen sich idealerweise folgendermaßen: 
 
 
 
 
Die Schule 
 
 ist grundsätzlich für das Raumangebot zuständig, übernimmt die räumliche Ausgestaltung 
und plant weiteren Raumbedarf wie z.B. Belegung der Sporthalle im Nachmittag 
 übernimmt die inhaltliche Planung und Durchführung schulischer Fördereinheiten außer-
halb des regulären Schulunterrichtes 
 informiert die Elternschaft über die Angebote und Leistungen der Offenen Ganztagsschule 
 garantiert für eine Transparenz innerhalb des Lehrerkollegiums und in der Elternschaft

17 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Struktur und Ausstattung der Offenen Ganztagsschule 
 
 
 
  
Das Mütterzentrum 
 
 ist für die fachliche, personelle, finanzielle und organisatorische Ausgestaltung der Ange-
bote im außerschulischen Bereich zuständig 
 plant die entsprechenden Förderangebote in Kooperation mit weiteren Trägern im Bereich 
von Jugendhilfe, Sport, Kultur und Gesundheitsförderung 
 ist für die Organisation eines Mittagstisches zuständig 
 garantiert eine Betreuung an unterrichtsfreien Tagen und organisiert eine bedarfsgerechte 
Ferienbetreuung 
 stellt im Rahmen des Ehrenamts weitere Beteiligte als Ergänzung im Freizeit- und Förder-
angebot zur Verfügung 
 bietet Unterstützung und Beratung für Eltern an  
 verwendet die Mittel transparent nach bewährtem Verfahren

18 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Struktur und Ausstattung der Offenen Ganztagsschule 
 Das pädagogische Team 
 
Alle in der Einrichtung tätigen Fach- und Ergänzungskräfte verstehen sich als Vorbild und führen ihre 
Rolle jeweils authentisch und mit Bedacht auf die zu vermittelnden Werte aus. Allein durch diese 
Grundhaltung geben sie dem Kind Impulse zur selbstinitiierten Moralentwicklung und bieten 
exemplarisch Verhaltensmuster an, die zur Bewältigung von Aufgaben und Herau sforderungen im 
Gruppenalltag, aber auch in anderen Kontexten ein Vorbild sein können. Dies bezieht sich nicht nur 
auf das pädagogische Handeln im Einrichtungsalltag, sondern auch im Innenverhältnis auf ein hohes 
Maß an Kollegialität, Kommunikation und Wertschätzung im Team. 
Das Team reflektiert die Arbeit mit den Kindern im stetigen Austausch, in fachberaterischen  
Kontexten und Fortbildungszusammenhängen und entwickelt die konzeptionelle Ausrichtung der 
Einrichtung im ständigen Prozess weiter. Das Team nutzt das gemeinsame Fachwissen zur 
Optimierung der Entwicklungs- und Bildungsprozesse jedes einzelnen Kindes.  
 
Zur Durchführung des Angebots wird ein multiprofessionelles Team eingesetzt, dessen gesamte 
Stundenzahl sich nach der Größe der OGS richtet. Das Mütterzentrum setzt auf eine hohe Kontinuität 
und eine möglichst stabile Bindung von  MitarbeiterInnen an einzeln e Schulsysteme. Die 
Identifikation der MitarbeiterInnen mit der jeweiligen Schule erhöht die Motivation und verbessert 
die Qualität der Zusammenarbeit maßgeblich. 
Als Leitung wird eine pädagogische Fachkraft zur Koordination des Teams und des Ganztags 
möglichst in Vollzeit eingestellt. Er/Sie ist für die inhaltliche Ausrichtung und organisatorische Arbeit 
zuständig und verantwortlich und ist direkte Ansprechperson für Schulleitung, Lehrkräfte, Eltern und 
Trägerleitung.  
Des Weiteren sind pädagogische Mitarb eiterInnen wie auch pädagogische Zweitkräfte jeweils im 
Tandem im Gruppengeschehen eingesetzt.  
Im Bereich der Mittagessensverpflegung beschäftigt das Mütterzentrum hauswirtschaftliche 
MitarbeiterInnen. 
 
Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen weisen ein unbedenkliches Führungszeugnis und den 
notwendigen Masernimpfschutz  nach. Mitarbeitende mit Verantwortlichkeit für den Mittagstisch 
sind gemäß §35 Infektionsschutz belehrt. 
 
Weiterhin können wir auf Erfahrungen in der Umsetzung einer Betriebsübernahme gemäß § 613a 
BGB zurückgreifen. Wir kennen die Rechte und Pflichten im Rahmen eines solchen Rechtsgeschäfts 
und setzen diese entsprechend um.

19 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Struktur und Ausstattung der Offenen Ganztagsschule 
 Qualitätsmerkmale 
 
Vor dem Hintergrund der bisherigen Erfahrungen und der positiven Kooperationsbeziehungen mit 
Schulen im Kreis Warendorf und im Kreis Soest garantiert das Mütterzentrum eine hohe Kompetenz 
und pädagogische Qualität der inhaltlichen und organisatorischen Arbeit im Rahmen einer Offenen 
Ganztagsschule. 
 
Als Träger hat die Mütterzentrum Soziales Netzw erk gGmbH innovativ und unter Berücksichtigung 
bedarfsorientierter und sozialer Erfordernisse ein soziales Netzwerk von Leistungen im Bereich der 
Familien- und Jugendhilfe aufgebaut, die mit einem hohen Ausmaß an Fachlichkeit, Kompetenz und 
Qualität in sel bstbestimmter Trägerschaft geführt werden. Auch die Leistungen des Fachbereiches 
Offene Ganztagsschule unterliegen diesen Qualitätsstandards und entsprechen dem Leitbild des 
Vereins. 
 
Weitere Qualitätsmerkmale garantieren die Fachlichkeit der Arbeit: 
 Bereitstellung eines Pools von MitarbeiterInnen mit unterschiedlichen pädagogischen 
Professionen 
 Durchführung einer Grund- und Vertiefungsqualifikation für pädagogische Zweitkräfte 
 Regelmäßiges Angebot von internen und externen Fortbildungs- und Weiterbildungs-
maßnahmen für alle MitarbeiterInnen 
 Teilnahme der MitarbeiterInnen an Fachtagen und Fachberatungen 
 Engagement in Aus- und Weiterbildung (Duales Studium, Praxisintegrierte Ausbildung, 
Anerkennungsjahr, Praktikum) 
 Austausch und Beratung in Leitungstreffen der Teamkoordinatoren, Facharbeitskreisen 
sowie Klausurtagungen 
 Fachliche Begleitung und Beratung im Einzelfall sowie grundsätzliche Fachaufsicht durch 
den Träger 
 Kooperation mit Trägern der öffentlichen Jugendhilfe 
 Vernetzung mit ortsansässigen Einrichtungen, Vereinen und Trägern zur Ausgestaltung des 
Angebotes und zur Schaffung sozialer Ressourcen für Kinder und Familien am Wohnort 
 Hohe Fachlichkeit im Bereich des Kinderschutzes (§8a, SGB VIII) 
 Ausbildung in Erste Hilfe, Brandschutz und Arbeitssicherheit

20 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Struktur und Ausstattung der Offenen Ganztagsschule 
 Finanzierung einer Offenen Ganztagsschule 
 
Grundsätzlich ist die Finanzierung einer OGS Schule von der Anzahl der angemeldeten Schüler und 
den diesbezüglichen Landeszuweisungen und kommunalen Pflichtanteilen abhängig. Zuzüglich 
ergeben sich erhöhte Landespauschalen für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf und für 
festgestellte Flüchtlingskinder. 
Festgesetzte monatliche Elternbeiträge für die Betreuung von 8-13 Uhr sind dem hinzuzurechnen . 
Die Kosten für hauswirtschaftliche MitarbeiterInnen werden der Kommune gesondert in Rechnung 
gestellt, sodass diese den Gesamtetat der OGS-Schule nicht belasten. 
 
Als Träger führen wir sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben der jeweiligen Schule auf einer 
separaten Kostenstelle. Von den Gesamteinnahmen stehen 4% der OGS-Schule als Sachkosten zur 
Verfügung; 12 % der Personalkosten werden als Overheadkosten (allgemeine Verwaltungskosten)  
veranschlagt. Alle weiteren Einnahmen werden für Personalkosten aufgewandt. 
Zum Ende des Schuljahres wird von uns als Träger ein entsprechender Verwendungsnachweis mit 
einer detaillierten Aufstellung von Einnahmen und Ausgaben erstellt. D er Verwendungsnachweis 
kann jederzeit von der Schulleitung eingesehen werden.

21 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH 
Leistungs- und Qualitätsbeschreibung „Offene Ganztagsschule“ 
 
Unsere Vernetzung in der Region 
 Unsere Vernetzung in der Region 
 
Als freier Träger sind wir fester Bestandteil des sozialen Netzwerks in der Region . Durch unsere 
Aktivitäten im Bereich der Familien - und Jugendhilfe sowie durch unsere Angebote im Rahmen des 
Mehrgenerationenhauses und der Kindertagespflege sind wir vielen Familien in den zugehörigen 
Landkreisen bekannt und erleben Akzeptanz und Zuspruch für unsere alltägliche Arbeit. Wir erfüllen 
die uns anvertrauten  Aufgaben professionell, bedarfsorientiert für Familien und in wertvoller 
Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen.  
Durch unsere Mitwirkung in Facharbeitskreisen, Gremien und Ausschüssen gestalten wir die 
Unterstützungs- und Angebotslandschaft der Region mit. 
 
Unsere Vernetzungspartner sind unter anderem 
 
 Städte und Kommunen 
 Jugend- und Sozialämter der Kommunen im der Region und darüber hinaus 
 Tageseinrichtungen, allgemeinbildende Schulen, Berufskollegs und Hochschulen 
 Initiativen und Vereine vor Ort in den Städten und Gemeinden 
 Kinderärzte, Therapeuten, Kliniken und Beratungsstellen 
 Arbeitsämter und Jobcenter der Kommunen  
 Institute im Auftrag der qualitativen Weiterentwicklung der pädagogischen Praxis (z.B. 
ISA Münster) 
 Fort- und Weiterbildungsträger 
 Externe Supervisoren und Coaches 
 Landesweite Facharbeitsgremien des Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW 
 Kreisgruppe des Paritätischen Wohlfahrtsverbands des Kreises Warendorf

Anlage 1 OGS-Kriterienkatalog

3167 Zeichen

Kriterienkatalog 
für die außerunterrichtlichen Angebote der  
Offenen Ganztagsschulen (OGS) 
 
Die Fachlichkeit des Trägers und sein pädagogisches  Konzept werden anhand der nachfol- 
genden Auswahlkriterien ausgewertet. Den Kriterien sind jeweils zu beachtende Standards 
und Orientierungsrahmen zugrunde gelegt: 
 
 Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschule in M ünster 
 
 Entsprechende Erlasse des Landes NRW in den aktuel l gültigen Fassungen 
 
Pädagogisches Konzept/Leistungsbeschreibung  
Das Konzept, das die gesetzlichen Grundlagen (BASS) , aktuelle gesellschaftlichen Erforder- 
nisse und die Grundhaltung des Trägers sowie dessen Arbeitsweisen verdeutlicht, muss vor- 
liegen und ist Grundvoraussetzung für die Trägerschaft einer OGS. 
 
Querschnittsaufgaben 
Der Zuzug und die Integration von Migrantinnen und Migranten stellen an OGS-Träger beson- 
dere Anforderungen. Sprachliche und kulturelle Barr ieren müssen gemeistert, schnelle und 
kompetente Integrationsangebote erarbeitet und entwickelt werden. Gleiches gilt für die The- 
men der Inklusion von Kindern mit Behinderungen und  der Genderthematik. Informelle und 
soziale Bildung als Querschnittsthema ist grundsätzlich enthalten. Zentrales Ziel von Bildung 
ist die Befähigung des Kindes, ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zu füh- 
ren und umfassend am sozialen und ökonomischen Leben und der gesellschaftlichen Entwick- 
lung partizipieren zu können.  
 
Mitbestimmung  
Der OGS-Träger soll ein beteiligungsorientiertes, p ädagogisches Konzept mit einem ange- 
messenen Maß an Partizipation darlegen. 
 
Kooperationsstrukturen 
Bereits vorhandene räumliche Bezüge zu bestehenden Einrichtungen im Sozialraum der Ein- 
richtung ermöglichen die Nutzung von Synergien, die  die Wirtschaftlichkeit einer OGS erhö- 
hen. Sozialraumbezogene Angebote werden bedarfsgerecht aufeinander abgestimmt und wei- 
terentwickelt, wenn die Akteure des Sozialraums sich hierzu entsprechend vernetzen. 
 
Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Die Anforderungen an Träger der Offenen Ganztagsschulen befinden sich, analog zur gesell- 
schaftlichen Entwicklung, laufend im Wandel. Neue Herausforderungen sind kontinuierlich mit 
neuen Antworten und Konzepten zu begegnen. Aus dies em Grund ist eine funktionierende 
und sich weiterentwickelnde Trägerstruktur eine not wendige Voraussetzung für den Betrieb 
einer OGS. 
Implementierte Qualitätsentwicklungs- und Sicherung sprozesse mit inkludierten Verfahrens-
abläufen in Bezug auf den Kinderschutz und die Zusa mmenarbeit mit der städtischen OGS-
Fachberatung ist ein notwendiger Standard. 
 
Besondere Merkmale des Trägers 
Bei diesem Kriterium können weitere besondere Angebote des Trägers in die Bewertung ein- 
fließen, die über die zuvor benannten Kriterien und Orientierungsrahmen nicht abgedeckt wer- 
den, jedoch eine Bereicherung für die Angebote der OGS darstellen. Gleichzeitig kann der 
Punkt der gewünschten Trägerpluralität/Trägervielfalt in Münster in der Bewertung berücksich- 
tigt werden sowie besondere Anforderungen, welche a us den Bedarfen der Schule und des 
Stadtteils entstehen. 
Stand: 02/2022

Anlage 2 Ev. Jugendhilfe Münsterland_OGS-Konzept Davertschule

33023 Zeichen

Konzept  
für den Offenen Ganztag der Davertschule Amelsbüren 
 
Mai 2022 
Ev. Jugendhilfe Münsterland gGmbH 
Liedekerker Str. 66 Tel. 02551/9343-0 
48565 Steinfurt www.ev-jugendhilfe.de 
 
 
Ansprechpartner*innen 
Fachkoordination Schule Andrea Kestermann; kestermann@ev-jugendhilfe.de 
Tel. 02571/567175 
 
Pädagogische Leitung Mirko Blome; blome@ev-jugendhilfe.de 
 Tel. 02551/9343-14 
 Beate Schürmann; schuermann@ev-jugendhilfe.de 
 Tel. 02551/9343-22

2                                        Konzept OGS Davertschule Mai 2022 
 
  
  
  
Inhaltsverzeichnis 
 
1. Wir stellen uns vor  
2. Unsere Betreuungsangebote an Schulen 
3. Auftrag und Zielsetzung 
4. Pädagogisches Konzept / Leistungsbeschreibung 
Teiloffenes Konzept 
Individuell wählbare Angebote 
5. Mitbestimmung 
6. Querschnittsaufgaben: Integration, Inklusion und Diversität 
7.   Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Jährliches Evaluierungsgespräch 
OGS Qualitätszirkel 
Team 
Fort- und Weiterbildungsmöglichkeit 
Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium und dem Träger 
Kooperation mit Eltern/Erziehungsberechtigten 
8. Kooperationsstrukturen 
9. Besondere Merkmale des Trägers 
10. Schlussbemerkung 
 
 
 
1. Wir stellen uns vor  
Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland (EJHM) verbindet seit vielen Jahren ihre Komp e-
tenz als Jugendhilfeträger mit dem Arbeits- und Lebensfeld Schule.  
So ist sie  u.a. Träger von 16 Offenen Ganztagsbetreuungen an Regelschulen und an Schulen 
des gemeinsamen Lernens in den Kreisen Steinfurt und Borken.  
Unsere Mitarbeiter*innen arbeiten in Kindertagesstätten, Offenen Ganztagssch ulen und in 
spezialisierten Angeboten der Jugendhilfe, wie in Wohngruppen oder in Familienhilfen. 
In unserer Dezentratlität braucht es ein e Struktur, die alle Arbeitsfelder  bündelt. Wir haben 
die Projekte in den verschiedenen Regionen als Regionalzuständigkeit oder als Fachbereich  
organisiert. Die Kitas und Offene Ganztagsgrundschulen in unserer Trägerschaft sind in e i-
nem gemeinsamen Fachbereich zusammengefasst, der von zwei  Pädagogischen Leitungen 
verantwortet wird. Die nächste Ebene bilden die Fachbereichskoordinatoren*innen, die 
Stunden zur Verfügung haben, um im Sozialraum schnell Ansprechpartner*in zu sein. Diese 
Fachkräfte vertreten in einer Region die Kitas und Offenenen Ganztagsschulen.

3                                        Konzept OGS Davertschule Mai 2022 
 
Wir möchten unsere Kita - und Schulangebote in Münster mit denen von Greven verbinden, 
so dass es S ynergieeffekte für die Mitarbeitenden, sowie für Angebote und Fachtage geben 
kann. Diese Struktur nutzen wir schon viele Jahre sehr erfo lgreich. Durch die regionale Ve r-
netzung der Projekte können z.B. ein verlässlicher Austausch, enge Zusammenarbeit, g e-
meinsame (Ferien -)Projekte und gegenseitige Unterstützung stattfinden  und gewährlei stet 
werden. 
 
In Münster haben wir unterschiedliche Projekte, wie z.B. die Kindertageseinrichtungen und 
die Angebote der Hilfen zur Erziehung: 
 
 
 
 
 
 
InsoFa: Kinderschutzfachkraft 
WiKaMo: „Ich will- ich kann-ich möchte“ 
AAT®/CT ®: Anti Aggressionstraining und Coolnesstraining

4                                        Konzept OGS Davertschule Mai 2022 
 
 
 
2. Unsere Betreuungsangebote an Schulen 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Wir haben mehr als 15-jährige OGS-Erfahrung!  
 
 Wir kennen uns aus mit dem Thema OGS -Trägerwechsel und bringen die nötige 
Sensibilität für das Bestehende und Innovationskraft für den Neustart mit! 
 
 Wir begreifen OGS als ganzheitlichen Bildungsort. 
 
 Wir halten weitere Angebote rund um Münster vor: z.B. zwei Wohngruppen Müns-
ter, ambulante erzieherische Hilfen, drei Kindertagesstätten 
 
 Wir zahlen Tarifgehalt nach BAT – KF mit kirchlicher Zusatzversorgung (KZVK). 
 
 Verlässliche Ferienbetreuung, 6 Wochen im Jahr 
 
 Fort- und Weiterbildung werden gefördert, unterstützt und ggf. vom Träger init i-
iert. 
 
 Wir bilden aus: Praxisintegrierte Ausbildung für Erzieher*innen und Kinderpfle-
ger*innen, Anerkennungspraktikant*innen, Praxissemester für Sozialpädag*innen, 
FOS- Praktikant*innen 
 
 Ausgebildete Kolleg*innen im Coolnesstraining für Projektarbeit im Bereich der s o-
zialen Kompetenzentwicklung („Coole Kids im Ganztag“) 
 
 Mitgliedschaft im neuen Fachverband „Offener Ganztag“  der Diakonie RWL sorgt 
für überregionale Qualitätsentwicklung

5                                        Konzept OGS Davertschule Mai 2022

6                                        Konzept OGS Davertschule Mai 2022 
 
3. Auftrag und Zielsetzung 
Als Evangelische Jugendhilfe Münsterland verstehen wir den Auftrag einer  offenen Gan z-
tagsschule einerseits als Angebot zur Bildungs - und Entwicklungsförderung und Erziehung  
der Kinder und andererseits als Betreuungsmöglichkeit zur besseren Vereinbarkeit von Fami-
lie und Beruf . Folgende Aspekte beschreiben, was für uns zu einer gut aufgestellten OGS 
gehört: 
 
 
4. Pädagogisches Konzept/ Leistungsbeschreibung 
Welche Ideen wir zur Gestaltung eines Ganztages haben, möchten wir im Folgenden konkre-
tisieren:  
 
Teiloffenes Konzept  
Ein teiloffenes pädagogisches Konzept im Ganztag bietet  den Kindern mit seinen differe n-
zierten Räumen hervorragende Möglichkeiten ihren individuellen Bedürfnisse nach zu g e-
hen. So können sie entsprechend ihres Entwicklungsstandes zu Kindern der eigenen, aber 
auch zu Kindern anderer Altersgruppen Kontakt aufnehm en, voneinander lernen, gemein-
 Sozial- und intellektuell anregende  Umgebung mit Rückzugsmöglichkeiten als V o-
raussetzung für erfolgreiches Lernen und eine gesunde Entwicklung  
 
 Gestaltung der OGS als Lebensort, in dem eine Beheimatung mit vertrauten Pers o-
nen Sicherheit und Geborgenheit bietet. Die Kinder sollen sich in der OGS wohl 
und gut aufgehoben fühlen!  
 
 Erweiterung der sozialen Kompetenzen durch Erfahrungen in Gruppe und Gemei n-
schaft  
 
 Individuelle Förderung der sozialen, emotionalen, schulischen und persönlichen 
Entwicklung der Kinder 
 Sicherheit und Verbindlichkeit  durch positive Automatismen wie Rituale im Alltag , 
Rhythmisierung und transparente Regeln 
 
 Partizipation der Kinder  durch Kinderteams, Arbeitsgruppen, individuelle Kinde r-
sprechtage, Kinderparlament usw. 
 
 Aktiv gestaltete, wertschätzende Team- und Kooperationsstrukturen für ein gutes 
Schulklima 
 
 Eltern-Beteiligungsmöglichkeiten in OGS und Schule, z.B. OGS -Elternrat, Beteil i-
gung an besonderen Festen

7                                        Konzept OGS Davertschule Mai 2022 
 
same Interessen verfolgen und an Projekten arbeiten.  Hierbei werden Angebote unte r-
schiedlicher Bildungsbereiche  gemacht. Dieses Konzept lässt viel Kreativität, Eigenaktivität 
und Gestaltungsmöglichkeiten zu. Es ermöglicht gleichzeitig aber  auch Ruhe zu finden, zu 
beobachten und sich zu orientieren, denn es gibt klare Zeiten innerhalb des Gruppenkonte x-
tes.  
Das Mittagessen ist ein zentraler Bestandteil des OGS -Alltags, welches die Kinder einer 
Gruppe möglichst gemeinsam einnehme n sollen. Es ist ein wichtiger Zeitabschnitt im Tage s-
ablauf für die Schülerinnen und Schüler. Unsere Mitarbeiter*innen begleiten die Kinder zum 
Mittagessen und essen gemeinsam mit ihnen. Neben einer gesunden und ausgewogenen 
Ernährung, in diesem Fall durch  den Caterer Stattküche , ist es uns wichtig, eine gemütliche 
und en tspannte Atmosphäre herzustellen. So können die Kinder ihre Mahlzeit mit Genuss 
und in Ruhe einnehmen und haben dabei auch Raum für Gespräche und Gemeinschaft.  
Auch d ie Hausaufgaben /Lernzeiten finden in den Klassenräumen auf Gruppenebene statt  
und werden von den Betreuer*innen auf kleine Fehler und Sorgfalt kontrolliert und z.T. 
durch Lehrer*innen begleitet und unterstützt . Dadurch wird ein Austausch zwischen allen 
Beteiligten auf kurzen We gen gewährleistet. Schülerinnen und Schüler profitieren von zei t-
nahen effektiven Unterstützungsangeboten.  
Idealtypisch kann es im teiloffenene Konzept Räume mit verschiedenen Schwerpunkten g e-
ben. Die Kinder können in der Freispielzeit die Räume entsprechend ihren Neigungen auf su-
chen. Sie treffen dort auf eine /n feste/n Ansprechpartner*in, der/die das Spiel in diesem 
Raum begleitet. Dieses Konzept setzt ein gutes System der Kommunikation voraus, so dass 
die Mitarbeiter*innen der OGS wissen, wo die Kinder ih rer Gruppe sind. Es implementiert 
eine Offenheit des Teams und bietet den Kindern viele Beschäftigungsmöglichkeiten. Verf ü-
gen Räume jeweils nur über einen Schwerpunkt, wie z.B. Konstruieren oder Kreativität, kann 
das Angebot in diesem Raum viel umfangreich er sein, als wenn jeder Raum einen Konstru k-
tionsbereich, einen Kreativbereich und eine Leseecke hätte.  
Auch Ecken und Nischen des Gebäudes sollten in den OGS Alltag einbezogen werden. Eine 
Leseecke in einem Flurbereich, der durch Regale abgetrennt werden kann, wird zum Tref f-
punkt von Kindern aus allen Gruppen. 
Das Konzept hat aber auch Grenzen, die durch die Räumlichkeiten gegeben sind. Liegen die 
Räume der OGS im Schulgebäude sehr verteilt auf unterschiedliche Flügel und Etagen, ist es 
wesentlich schwieri ger umzusetzen.  Von einer guten Organisation, die Räume vielseitig 
nutzbar sieht, kann sic herlich der Schul - und auch OGS -Betrieb profitieren. Das kann dazu 
führen, Räume mit Bildungsschwerpunkten noch mehr Kindern am Vor - wie am Nachmittag 
zur Verfügung zu stellen.    
Erstrebenswert wäre aus die sem Grund ein Konzept für die OGS  im Aufbau oder in der E r-
weiterung einer Schule mit zu denken und eine möglichst vielseitige Nutzung zu planen.  
 
Individuell wählbaren Angebote 
Neben der freien Spielzeit hat j edes Kind die Möglichkeit an Arbeitsgemeinschaften (AG) 
oder kurzfristigen Aktivitäten teilzunehmen.  Je nach Neigung und Interesse können die Kin-
der aus einem vielfältigen und abwechslungsreichen Angebot wählen , das möglichst viele 
Bildungsbereiche abdeckt: spo rtlich, musisch, kreativ, künstlerisch, ökologisch, technisch, 
Medien usw.

8                                        Konzept OGS Davertschule Mai 2022 
 
Das Angebot orientiert sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Ki nder. Sie entscheiden 
selbst über die Teilnahme, die nach der Anmeldung jedoch verbindlich ist.  
Hier einige Beispiele: 
 Sportangebote: Ringen und Raufen, Skateboard  
 Koch- und Backschule 
 Tanzprojekte 
 Forscher- AG 
 Digi-Kids: Mit Tablets Comics erstellen, Videoclips und Zeichentrickfilme drehen 
 Kreativangebote 
In der OGS Davertschule  werden schon jetzt sehr vielfältige  AGs angeboten, die auf jeden 
Fall weitergeführt werden sollten. 
Eine breite Angebotspalette gelingt durch Kooperationen mit den sozialräumlichen Partnern, 
wie z.B. de m DJK Grün -Weiß Amelsbüren 1928 e.V. , der Uni Münster und dem Jugendzen t-
rum Black Bull. Die Suche nach Kooperationspartnern ist flexibel und sollte sich an den Ne i-
gungen der Kinder orientieren. 
  
Vom inklusiven Gedanken und an den Stärken jedes Kindes orientiert kann in den AG´s auch 
individuelle Förderung umgesetzt werden. So kann beispielswe ise ein Kind, das noch Unte r-
stützung beim Lesen oder Schreiben benötigt, an einer Geschichtenwerkstatt teilne hmen 
oder sein Lieblingsbuch als „Buch des Monats“ vorstellen.  
Neben erlebnispädagogischen Aktionen oder Coolness -Trainings können auch Angebote d er 
tiergestützten Pädagogik vorgehalten werden, die zur sozial emotionalen Entwicklung ei n-
zelner Kinder, aber auch zur Entwicklung des Sozialverhaltens in Gruppen beitragen.  
 
Wir orientieren uns in der Haltung zum Kind an der Reggio Pädagogik, welche wir als Grund-
lage des pädagogischen Handelns sehen.  Das bedeutet, dass wir jedem Kind mit Wertschä t-
zung begegnen und annehmen, dass es durch eigenen Antrieb und durch die positive Begle i-
tung von Erwachsenen seine Motivation entwickelt , um sich Dinge zu erschli eßen und moti-
viert an Fragestellungen weiter  zu arbeiten. Diese Grundmotivation ist entscheiden d für er-
folgreiches Lernen. 
 
Für Kinder, Eltern, Mitarbeitende und das Lehrerkollegium sind klare Zuständigkeiten im 
Sinne von verläßlichen Ansprechpartnern gere gelt. So können Mitarbeitende für einze lne 
Klassen, ganze Jahrgänge oder auch j ahrgangsübergreifend zuständig sein, entscheidend ist 
die Transparenz für alle Beteiligten. 
Auch in diesem Punkt möchten wir uns gerne der schon jetzt gelebten Praxis anschließe n 
und nur Veränderungen eingehen, wenn sie von allen Beteiligten gewünscht sind.  Ein Team 
sollte seine Arbeit an den baulichen Gegebenheiten und an den eigenen Möglichkeiten or i-
entiert entwickeln. Wünschenswert sind viele Menschen mit unterschiedlichen Pro fessionen 
und Talenten, denn davon profitieren die zu betreuenden Kinder. 
 
Ein Wechsel zwischen Aktion und Entspannung kommt dem natürlichen Bedürfnis der Kinder 
entgegen. Die klare Gliederung des Tages in zeitliche Ab schnitte und die Übernahme der 
Schulregeln auch während der OGS -Betreuung, gibt den Kin dern Sicherheit und Orienti e-

9                                        Konzept OGS Davertschule Mai 2022 
 
rung. Feste Rituale bestimmen den Jahresverlauf und den Alltag, z.B. abgestimmte Spr üche, 
Lieder und Spiele zum Mittagsessen, Verabschiedung usw.  
 
 
(„Die Kleeblattregel“aus Schulprogramm der Davertschule Amelsbüren 2020-2021) 
 
Den Werten der Davertschule Amelsbüren sehen wir uns auch als OGS Träger sehr verpflich-
tet. Das erarbeitete Leitbild entspricht unseren Auffassungen und unterstreicht den Wunsch 
der Trägerschaft der OGS. 
 
5. Mitbestimmung 
Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland legt einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf das Th e-
ma Partizipation. So gibt es beim Träger eine Anregungs- und Beschwerdestelle (siehe Anla-
ge 1 & 2), an die sich alle Kinder, Jugendlichen und Angehörige n mit ihren Belangen wenden 
können. Hierfür ist eine Mitarbeiterin beim Träger angestellt und nimmt sich allen Anfragen 
entsprechend an, bearbeitet und dokumentiert sie. 
Eltern und Kinder werden regelmäßig mit Abschluss der Betreuungsverträge  mittels Flyer  
und Infomaterial über diese Möglichkeit und die entsprechenden Kontaktdaten informiert. 
 
Um die Gemeinschaft und den Zusammenhalt der Kinder untereinander zu stärken, sind wei-
tergehende Beteiligungsmodule  in Form von  Medien-, Theater - oder Kunstprojekte n mög-
Unsere Partizipations kultur in der OGS  berücksichtigt und evaluiert die individuellen 
Bedürfnisse, Wünsche und Anregungen der einzelnen Kinder. Sie beinhaltet folgende 
Beteiligungsmöglichkeiten: 
 Gesprächsrunden 
 Feedbacks 
 Individuelle Kindersprechtage  
 Beteiligung an Enscheidungen wie z.B. Ziele von Ausflügen, Angebote der AGs 
 Kinderteams, die von gewählten Kindersprechern geleitet werden können 
 Kinderparlament 
 OGS-Sprecher*innen: vertreten die Bedarfe und Interessen  der OGS in schul i-
schen Gremien, z.B. im Schülerparlament der Schule

10                                        Konzept OGS Davertschule Mai 2022 
 
lich. Die Kinder sollten an der Raumgestaltung genauso wie an der Auswahl der Beschäft i-
gungsmaterialien oder der Essensauswahl beteiligt werden. Diese Beteiligung ist eine Form 
der Wertschätzung der Meinung der Kinder und bringt sie im Gegenzug dazu ihre Umgebung 
zu achten und zu schätzen. 
 
Partizipation als grundlegendes Recht nimmt Kinder ernst , bezieht sie mit ein , lässt Kinder 
mitgestalten und mitentscheiden. Sie fördert so ihre individuellen Kompetenzen. Der Aus-
einanderstzung mit den Kinderrechten kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. 
Partizipation wird zudem in ihrer vielfältige n Form als Ressource und Chance zur Qualitäts-
verbesserung unserer Arbeit genutzt. 
 
6. Querschnittsaufgaben: Integration, Inklusion und Diversität 
Der Besuch einer OGS mac ht keinen Unterschied zwischen Kindern verschiedener Religion, 
Nationalität und  dem Geschlecht. Diversity hat eine Kultur der Vielfalt zum Ziel, die jeden 
einzelnen Menschen in seiner individuellen Einzigartigkeit  wahrnimmt, respektiert, wer t-
schätzt und ih m gleiche Rechte gewährt. Unsere Gesellschaft steht vor Herausforderungen, 
auf die Kinder empathisch und selbstsicher reagieren müssen.   
Unser pädagogisches Handeln unterstützt Kinder in der Entwicklung zu einem empathischen 
und selbstsicheren Menschen.   
In der OGS werden Kinder mit besonderem Förderbedarf bestmöglich unterstützt und geför-
dert. Ausgehend von den Stärken jedes Kindes werden schulische Förderpläne auf die Mö g-
lichkeiten der OGS übertragen. 
In sonderpädagogischen Konferenzen, mit den beteiligten Akteuren, werden  die individuel-
len Unterstützungsmöglichkeiten und Förderziele für diese Kinder besprochen. Diese werden 
sowohl im Schulunterricht als auch im  OGS-Alltag umgesetzt. Vielfach lassen sich unterrich t-
liche Förderziele auf die Angebote am N achmittag übertragen. Transparenz sowie die Bete i-
ligung der Eltern ist in diesem Prozess von großer Bedeutung. Nur so können sie ihr Kind im 
häuslichen Umfeld in der Entwicklung unterstützen. Die Beteiligung der Eltern ist hierbei von 
großer Bedeutung.  
Für einige Kinder sind jedoch zusätzliche Einzel - und/oder Gruppenangebote durch Heilp ä-
dagog*innen in der Förderinsel eine hilfreiche Unterstützung. Insbesondere Kinder mit soz i-
al-emotionalem Fö rderbedarf brauchen einerseits einen nachvollziehbaren Rahmen un d 
feste Strukturen, um sich zu orientieren und Sicherheit zu erlangen und andererseits gen ü-
gend Freiraum, in dem sie sich ausprobieren dürfen. Auch die Förderung der kognitiven 
Wahrnehmung, der Grob - und Feinmotorik, des schulischen Lernens usw. können in der 
Lerninsel notwendig sein. Ein e enge Kooperation mit der Mitarbeiterin der heilpädagog i-
schen Förderinsel ist daher besonders bedeutsam und in Übergangsphasen unabdingbar. 
Innerhalb der Struktur der EJHM gibt es regelmäßige Treffen der Mitarbeiter*nnen d er ver-
schiedenenen Offenen Ganztagsschulen. Bei diesen Treffen sind kollegiale Fallberatungen 
ein w ichtiges und gewünschtes Mittel, um immer einen Blick von außen und Handlungsa l-
ternativen zu entwickeln. 
 
Mehrsprachigkeit wird als zukunftsfähige Kompetenz betrachtet, dennoch bedarf sie einer 
besonderen Unterstützung , die dem individuellen Sprachstand angepasst ist. Spezifische 
Angebote oder Kleingruppen sind beim Spracherwerb grundsätzlich hilfreich. Auch in diesem

11                                        Konzept OGS Davertschule Mai 2022 
 
Förderbereich ist eine enge Abstimmung bez üglich der Methoden und des Materials mit 
weiteren Akteuren zielführend. In allen  Fragen zum Thema Migration können die Angebote 
des Trägers, der Arbeitskreis Migration und der Jugendmigrationsdienst, beratend unterstüt-
zen.  
Der Arbeitskreis Migration find et in unserer Einrichtung regelmäßig statt und bindet viele 
Mitarbeiter*innen mit ihren Fragen und Projekten ein. In der Zeit von 2016 -2019 hatten wir 
zwei Flüchtlingsbeauftragte, die sich speziell mit der Thematik der unbegleiteten minderjä h-
rigen Flüchtlinge beschäftigten und Wege aufzeigte, diese Jugendlichen gelingend zu inte g-
rieren. Da diese Funktion sehr gewinnbringend in der Einrichtung war, kann auch dies bei 
Bedarf  jederzeit wieder installiert werden. 
Wir führen an vielen Schulen die BuT Beratung d urch, so dass wir auf reichhaltige Erfahrung 
in der Zusammenarbeit mit den betroffenen Menschen zurückgreifen können.   
 
Zusätzlich können interne Kooperationen genutzt werden. So gibt es die Möglichkeit den 
psychologischen Dienst der EJHM für konkrete Ber atungsanliegen anzufragen, Ko lleg*innen 
mit ausgebildeten Therapiehunden in die Arbeit zu integrieren und die grundsätzliche inte r-
ne kollegiale Fallberatung zu nutzen.  
Die Landesmittel für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf und Migrationshinte r-
grund werden in zusätzliche Personalstunden umgesetzt. 
 
Geschlechtsspezifische Arbeit ist bei uns nicht neu, schon viele Jahre gibt es den Arbeitskreis 
Mädchen. Hier beschäftigen sich die Teilnehmer *innen mit Themen wie Gewaltschutz, 
Selbstbehauptung und geschlechtsspezifische Berufswahl. 
Der Diakonieverbund Schweicheln, unser Gesellschafter, hat einen AK mit der T hematik 
Gender ins Leben gerufen, in dem sich Mitarbeiter*innen aller Geschäftsteile mit z.B. ge n-
dergerechter Sprache und Stellenbesetzung beschäftigen. 
 
7. Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Eine gut ge plante Qualitätsentwicklung dient der Sicherung der erlangten Schulqualität. Ge-
meinsam mit der Schulleitung wird in der OGS diese Aufgabe von der OGS -Koordination 
wahrgenommen. In gem einsamer Verantwortung werden für die Offene Ganztagsschule 
Leitideen definiert und Entwicklungsziele beschlossen. Dabei legen wir großen Wert auf eine 
aktive Beteiligung der Kinder, der Eltern sowie der Lehrkräfte.  
Zu einer Qualitätsentwicklung gehören viele unterschiedliche Bausteine: 
 
Jährliches Evaluierungsgespräch 
Auf der Leitungsebene finden gemeinsam mit der Schulleitung und der Fachbereichskoordi-
nation der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland jährliche Evaluationsgespräche  statt. Für 
jedes Schulja hr wird ein Sachbericht er stellt, der die Leistungen, Herausforderungen und 
künftigen Handlungsfelder beschreibt. Über das konkrete Alltagsgeschehen in der OGS ist 
die pädagogische Leitung durch ihre Teilnahme an unterschiedlichen Gremien stets info r-
miert. Besondere Vorfälle werden dur ch die OGS- Koordination sowohl der Schulleitung , als 
auch der pädagogischen Leitung, unverzüglich gemeldet.

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OGS-Qualitätszirkel 
Ein aus Schulleitung, OGS-Fachbereichskoordination, OGS Koordination, Eltern und Schulträ-
ger bestehender Qualitätszirkel kann ein hervorragendes Instrument der Qualitätsentwic k-
lung sein. In jedem Schuljahr kann in gemeinsamer Verantwortung ein Evaluations- und Qua-
litätsentwicklungsschwerpunkt, z.B. die Zufriedenheit von Eltern und Kindern, Teamentw ick-
lung oder Elterna rbeit gewählt wer den. Durch konkrete  Zielvereinbarungen wird ein hohes 
Maß an Verbindlichkeit erreicht und die Weiterentwicklung wird für alle am Schulleben B e-
teiligten transparent und sichergestellt.  
Daher ist es uns ein wichtiges Anl iegen, gemeinsam mit der Schule und der Stadt Münster, 
die jährliche OGS-Fachtagung aktiv mit zu gestalten und zu beleben. 
 
Team 
Wir beschäftigen möglichst ausgebildete Fachkräfte, Erzieher*innen, Sozialpädagog*innen 
oder vergleichbarer Ausbildung und päda gogische Ergänzungskräfte. Nach Möglichkeit ist 
das Team heterogen zusammenge setzt. Ältere und jüngere  Pädagog*innen ergänzen eina n-
der in ihren Methoden, Kompetenzen und Erfahrungen. Dem Team steht Zeit für Teamarbeit 
zur Verfügung . Zusätzlich kommen junge Menschen im Freiwilligen sozialen Jahr oder des 
Bundesfreiwilligendienstes und andere Unterstützungskräfte hinzu.  
Die Teambesprechungen beinhalten sowohl pädagogische als auch organisatorische Themen 
und orientieren sich konsequent am pädagogischen Konzept. Weiterhin stehen Zeiten für die 
Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium oder schulinterne Fallbesprechungen zur Verf ü-
gung. Regelmäßig wird das Gesamtteam durch die Fach beratung Schule der EJHM begleitet. 
Es besteht bei Bedarf die Möglichkeit Team- und Fallsupervision zu nutzen.  
 
Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten 
Uns ist es  wichtig, den Teams die Möglichkeit zu geben, sich stetig fort- und weiterzubilden, 
um die Qualität unserer Arbeit zu gewährleisten. Dazu werden trägerinterne Fortbi ldungen 
oder F achtage angeboten , z.B.  „Handlungssicher in Konflikten“ oder  „Elterngespräche fü h-
ren“. 
In unserem Haus bilden wir AAT® /CT®und WiKaMo-Trainer*innen aus. Die Kollegen bieten 
entsprechend ihre Leistung in unseren Kitas (WiKaMo) oder in Grund - und weiterführenden 
Schulen (AAT®/CT® oder „Starke Kinder -starke Klassengemeinschaft“, „Ich bin, Du bist, Wir 
sind STRAK!!!“, „Coole Kids - Coole Klasse“, „Tonis Tag“ und Coolnesstrainings (CT®)) an.  
Ein weiteres Angebot ist die Ausbildung zur Kinderschutzfachkraft. Die ausgebildeten Mitar-
beiter*innen übernehmen den Kinderschutzdienst im Kreis Steinfurt, stehen aber au ch zur 
Beratung als InsoFa zur Verfügung. 
Anfang 2023 werden wir das Angebot der Ausbildung zum „Coach für Neue Autoritäten“ 
nach Haim Omer an unsere Mitarb eitenden richten. Es können Personen aus allen unseren 
Projektfeldern daran teilnehmen.  
Weiterhin nehmen unsere Mitarbeiter*innen an externen Fort - und Weiterbildungsmöglich-
keiten teil.  
Regelmäßig finden in unserem Haus Projektleiterschulungen projektübe rgreifernd, sowie 
projektspezifisch statt. Inhaltlich beschäftigen sich die Teilnehmer mit Teamleitungsthemen, 
Verwaltungsfragen, sowie Haltungsaspekten.

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In Kooperation mit der AWO Münster findet eine Multiplikatoren/innen -Ausbildung Sexual-
pädagogik statt. Schon vor einigen Jahren haben wir ein umfassendes Sexualpädagogisches 
Konzept mit Mitarbeiter*innen aus all unseren Projektarten verfasst, welches immer wi eder 
verstetigt und gelebt werden soll. 
Wir bilden Mitarbeiter*innen zum Marte-Meo Practitioner und Therapeuten aus und nutzen 
diese Methode in vielen unserer Projektarten. 
 
Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium, Schulträger und dem Träger 
Das pädagogische Konz ept wird eng mit der Schule abgestimmt und ggfls. in gemeins amen 
pädagogischen Fachtagen übe rarbeitet und modifiziert. Gemeinsame Leitideen we rden hier 
auf Entwicklungsziele und Alltagshandeln „heruntergebrochen“. Ein Planungstag pro Hal b-
jahr ist für das OGS -Team wünschenswert , welcher z.B. an betreuungsfreien Ferientagen 
durchgeführt werden kann. 
Die internen Strukturen der Ev. Jugendhilfe Münsterland unterstützen diese wertvolle Zu-
sammenarbeit durch: 
 
 Begleitung durch die/den OGS-Fachbereichskoordinator*in 
 Treffen der OGS-Projektleiter*innen/Koordinator*innen (1x pro Monat) 
 Fallberatung  
 Regioteam (1x pro Monat) aller Betreuungs - und Erziehungshilfeprojekte der Region: 
Austausch trägerrelevan ter Informationen,  pädagogische Themen  sozialräumliche 
Vernetzung usw. 
 
Eine enge Kooperation str eben wir mit der Stadt Münster als Schulträger an, bei der , neben 
organisatorischen Belangen, Informations- und Qualitätsgespräche von zentraler B edeutung 
sind. 
Die Davertschule verfügt bereits über langjährig bestehende offene Ganztagstrukturen. D a-
bei ist uns wichtig, gut funktionierende Aspekte weiter  zu stärken und perspektivisch ge-
meinschaftlich mit der Schulleitung, Mitarbeiter*innen und Elternvertreter*innen sowie der 
Stadt Münster die OGS weiter zu entwickeln. Dies geschieht immer bedarfsgerecht und im 
Sinne der Kinder. 
In unserer Arbeit pflegen wir eine wert schätzende Kommunikation in multiprofessionellen 
Teams, bei der uns eine enge Kooperation mit allen Beteiligten ausgesprochen wichtig ist.  
 
Dazu zählen: 
 
 Besprechungen zwischen Schul- und OGS-Koordination (möglichst 1x pro Woche) zur 
pädagogischen Vernetzung und Erkennung kurzfristiger Handlungsbedarfe 
 Teilnahme an Lehrerkonferenzen 
 Möglichkeit der Teilnahme der Lehrer*innen am OGS Team 
 Fallberatungen und Fördergespräche zwischen Klassenlehrer*in und OGS -
Mitarbeiter*in, Förderkonferenzen 
 Auswertungsgespräche mit dem Träger, Schulleitung und OGS-Koordination 
 Gemeinschaftliche Öffentlichkeitsarbeit 
 Beteiligung des OGS-Teams an Schulfesten

14                                        Konzept OGS Davertschule Mai 2022 
 
 Teilnahme an regionalen und überregionalen Fortbildungen 
 Beteiligung und ggfs. Mitorganisation des Fachtages OGS der Stadt Münster 
  
Kooperation mit Eltern/Erziehungsberechtigten 
Die Beteiligung von Eltern ist für uns sehr wichtig, aufgrund deren unterschiedlicher Re s-
sourcen sind diese in vielfälftiger Form gern gesehen.  
Ideen für die Elternbeteiligung:  
 Mitarbeit in Gremien, z.B. im Qualitätszirkel (siehe unter 12) 
 Eigene Eltern-AG-Angebote (z.B. Bauernhoftag in den Ferien oder Lese-AG) 
 Mitwirkung beim  Abschlussfest 
 Mitwirkung in Projektwochen 
 Nutzung elterlicher Ressourcen (Imkern, Fahrradwerkstatt etc.) 
Gemeinsame Aktionen tragen zur Identifikation von Eltern und Kindern mit der Schule und 
der OGS bei.  
Die Aufnahme des Kindes in die OGS ist die Grundlage einer Bildungs - und Erziehungspart-
nerschaft, die in regelmäßigen und auch anlassbezogenen Elterngesprächen vertieft wird. 
 
 
8. Kooperationsstrukturen  
Eine gute Kooperation und Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren vor Ort bietet viel 
Abwechselung und Qualitätsentwicklung für eine OGS . Kinder sollen über die Möglichkeiten 
ihrer Freizeitgestaltung in i hrem Soziaraum informiert werden und d iese ausprobieren kön-
nen. 
Daher streben wir an, für die gemeinschaftliche Arbeit an der OGS Davertschule  bestehende 
Kooperationsflächen zu verstetigen und neue Partner vor Ort in Amelsbüren  zu gewinnen. 
Die enge Zusammenar beit mit dem Jugendzentrum Black B ull ist uns ein Anliegen. Zurzeit 
findet dort die Ferienbetreuung statt, an der wir uns gerne beteiligen möchten. Darüber hi n-
aus ist eine gute Kooperation mit diesem Haus wichtig, da wir Kinder des Ortes auch mit 
dem Angebot des Ortes in Kontakt bringen wollen. 
Der nächste Kooperationspartner ist sicherlich der DJK Grün-Weiß Amelsbüren 1928 e.V. mit 
seinem reichhaltigen Angebot. Die OGS der Davertschule sucht immer wieder neue Partner, 
um Abwechselung in den OGS Alltag zu bringen. 
Wir sind seit einigen Jahren Träger der Kita Pezzettino in Amelsbüren und somit vertraut mit 
dem Sozialraum des Stadtteils. Durch diese Einrichtung kann es weitere Synergieffekte g e-
ben. Gemeinsame Elternabende, einen guten Übergang der Kinder von der Kita zur OGS, 
gemeinsame Fortbi ldungen der Mitarbeitenden beider Einrichtungen z.B. zum Thema Ki n-
derschutz.  
In Amelsbüren sind unsere Mitarbeiter*innen der Ambulanten erzieherischen Hilfen sehr 
präsent und übernehmen viele Fälle als Jugendhilfeträger für die Stadt Münster. Auch 
dadurch kann es weitere positive Zusammenarbeiten im Stadtteil geben. Das Thema Kinder 
mit besonderen Bedarfen beschäftigt viele Träger von Kindertageseinrichtungen und Off e-
nen Ganztagsangeboten. Es ist uns dabei ein besonderes Anliegen Runde Tische mit Fachle u-
ten zu initiieren, um diesen Kindern eine gelingende Kita - und OGS -Zeit zu ermöglichen. Wir 
bieten in den Regioteams regelmäßig kollegiale Fallberatung an, können das aber noch sp e-
zifischer in einem Sozialraum, in dem wir mit mehreren Projekten vertreten sind.

15                                        Konzept OGS Davertschule Mai 2022 
 
Als Jugendhilfeträger in der Stadt Münster haben wir einen  guten Kontakt mit dem Jugend-
amt, so dass im Bedarfsfall erforderliche sozialräumliche Gruppenangebote oder familienun-
terstützende Maßnahmen abgestimmt werden könnten.  
An Sozialraumtreffen, Koo perationstreffen Schule/Kita oder trägerübergreifenden Gremien , 
z.B. in Kinderschutzfragen, würden wir uns selbstverständlich beteiligen und engagieren.  
 
9. Besondere Merkmale des Trägers 
Der EJHM ist es ein Anliegen nicht nur über Ressourcenschonung zu sprechen, sondern dies 
ganz explizit in unser geschäftliches Handeln zu integrieren. In 2020 und 2021 erstellte die 
Evangelische Jugendhilfe Münsterland  erstmalig eine Gemienwohlbilanz für die Jahre 2018 
und 2019 und wurde entsprechend zertifiziert. 
 
Themen, mit denen sich ein Unternehmen auseinander , setzt sind z.B. Nachhaltigkeit, Cha n-
cengleichheit am Arbeitsplatz, ökologisches Verhalten am Arbeitsplatz und innerbetriebliche 
Transparenz. In 2023 findet die Rezertifizierung statt. Diese berücksichtigt Veränderungen 
und Zielsetzungen in den Jahren 2021 und 2022. 
Unsere Erfahrungen sind sehr viels chichtig, so ist das Projekt Tri -X (Dreiklang: Schule -
Pädagogik-Werken), ein Projekt, welches sich an Schulverweigerer richtet, die ein Angebot in 
unserer Jugendwerkstatt bekommen, damit sie wieder erfolgreich am Schulleben teilne h-
men können. Dieses Projekt ist eine Kooperation mit der Bezirksregierung. 
Die EJHM hat ein eigenes Kinderschutzkonzept entwickelt, das eine Anregungs - und B e-
schwerdestelle für Kinder, Jugendliche, Eltern, Mitarbeiter*innen und sonstige beteiligte 
Personen vorhält. Außerdem arbeiten bei  uns ausgebildete und zertifizierte Kinderschut z-
fachkräfte (InsoFa), die bei der Einschätzung von Kinderschutzfällen behilflich sein können. 
Es gibt ein mit der Schule abgestimmtes Kinderschutzverfahren nach §8a SGB XII. 
Alle Mitarbeitenden, auch Honorarkr äfte, sind mit polizeilichen Führungszeugnissen ausg e-
stattet. 
 
10. Schlussbemerkung 
Wir würden uns freuen, mit der spannenden Aufgabe der Trägerschaft des Offenen Ganztags 
in der Davertschule  beauftragt zu werden! Unsere Erfahrungen und Qualifikationen aus  der 
Erziehungshilfe, aus den Kindertagesstätten und dem Offenen Ganztag verbi nden wir mit 
dem Auftrag, ein innovatives Bildungs-, Erziehungs- und Förderangebot umzusetzen.

Beschlussvorlage

10489 Zeichen

V/0379/2022
V/0379/2022
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Davertschule Amelsbüren
Beratungsfolge
18.08.2022 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung
23.08.2022 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung
30.08.2022 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit
und Ordnung
Vorberatung
01.09.2022 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung
06.09.2022 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung
07.09.2022 Hauptausschuss Vorberatung
07.09.2022 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der
städtischen, katholischen Davertschule Amelsbüren, Zum Häpper 10, zum 2. Schulhalbjahr
2022/2023 ab dem 01.02.2023 dem Kinder- und Jugendhilfeträger Caritasverband für die Stadt
Münster e.V.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt finanziert:
Teilergebnisplan
Nr. Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 0602 Kinder- und
Jugendarbeit
Zeile 15 Transferaufwendungen 2023 ff. 338.520
Amt für Kinder, Jugendliche
und Familien
12.07.2022
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Frau Schild
T elefon:492-5143
SchildK@stadt-muenster.de

- 2 -
V/0379/2022
Derzeit sind Personalaufwendungen im städtischen Haushalt in der o.g. Produktgruppe in Höhe von
338.520 € jährlich veranschlagt. Für den Fall des Betriebsübergangs werden anstelle der
Personalaufwendungen Sachaufwendungen bis maximal in dieser Höhe anfallen.
Begründung:
1. Ausgangslage
Der Rat der Stadt Münster hat mit der Vorlage V/0330/2020 die sukzessive Überleitung der Offenen
Ganztagsschulen zu den Trägern der freien Jugendhilfe beschlossen. Die freien Jugendhilfeträger
haben seitdem die Möglichkeit, ihr grundsätzliches und verbindliches Interesse an einer Übernahme
der Trägerschaft einer oder mehrerer Offener Ganztagsschulen in Münster zu bekunden. Über die
jeweils konkrete Überleitung einer Schule werden diese Träger informiert und können sich schulscharf
bewerben.
Um die Schul- und Elternbeteiligung sicherzustellen, wird das Ergebnis der Trägerauswahl in der
Schulkonferenz vor den politischen Gremien vorgestellt. Der anschließende Schulkonferenzbeschluss
ist Bestandteil dieser Beschlussvorlage.
2. Davertschule Amelsbüren
Die städtische, katholische Davertschule befindet sich im Stadtbezirk Hiltrup im Stadtteil Amelsbüren.
Die Aufnahmekapazität der Schule ist auf drei Eingangsklassen festgelegt. Für die Davertschule
Amelsbüren ist vom Rat eine bauliche Erweiterung zur 4-Zügigkeit beschlossen worden. Ein
Fertigstellungszeitpunkt wird dem Bedarfszeitpunkt auf der Grundlage der Prognosen und
Erwartungen im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung angepasst. Seit 2009 wird die Schule als
Offene Ganztagsschule (OGS) geführt. Im Schuljahr 2021/2022 besuchen 247 Schüler*innen die
Schule in 11 Klassen, davon 91 Kinder die OGS Angebote (36,84%) und 78 Kinder (31,58%) die
sogenannte Bis-Mittag-Betreuung. Zum Schuljahr 2022/2023 wird der Voraussicht nach, die vierte
OGS-Gruppe gebildet.
Das multiprofessionelle T eam besteht zurzeit aus vier Fachkräften, drei Unterstützungs- und 10
Niedrigteilzeitkräften.
3. Bewerbungen
Im März 2022 wurden alle interessierten Träger über die Absicht, die Davertschule zum 01.02.2023
an einen Träger der freien Jugendhilfe überzuleiten, schriftlich informiert. Die Träger hatten bis zum
15.04.2022 die Möglichkeit, ihr Konzept anhand des in der Anlage 1 angefügten Kriterienkatalogs
einzureichen. Folgende Träger haben sich beworben:
 Caritasverband für die Stadt Münster e.V.
Der Caritasverband für die Stadt Münster e.V. wurde 1969 gegründet und ist anerkannter
Jugendhilfeträger. Der Verband unterhält ein breites Hilfe- und Beratungsangebot, um die Menschen
in Münster in den unterschiedlichsten Lebenslagen zu unterstützen. Die Hilfen werden
stadtteilorientiert in sieben Caritas vor Ort-Beratungsstellen angeboten. Der Träger ist bereits an der
Kompass Schule, der Matthias-Claudius-Schule in Handorf, der Paul-Schneider-Schule in Kinderhaus
und zum Schuljahr 2022/2023 an der Thomas-Morus-Schule als Träger der OGS tätig. Darüber

- 3 -
V/0379/2022
hinaus ist er mit einem breit aufgestellten Fachbereich „Schulnahe Jugendhilfe“ als Träger an einigen
Schulstandorten mit den Förderinseln, der Schulsozialarbeit und der Schulbegleitung gem. § 35a
SGB VIII beauftragt. An der Davertschule ist er seit einigen Jahren Träger der Schulsozialarbeit.
 DRK Münster Sozialwerk gGmbH
Der DRK-Kreisverband Münster e.V. wurde 1907 gegründet. Er ist ein anerkannter Verband der freien
Wohlfahrtspflege und Nationale Hilfsgesellschaft mit ca. 400 ehrenamtlichen Helfern und mehr als
320 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen. Die DRK Münster Sozialwerk gGmbH ist eine 100%ige
T ochtergesellschaft des Kreisverbandes. In den vergangenen Jahren wurde der Geschäftsbereich
Kinder, Jugend und Familien durch pädagogische Fachberatung und Verwaltungskräfte personell
stark erweitert.
Vom DRK-Kreisverband Münster e. V. und der DRK Münster Sozialwerk gGmbH werden in Münster
derzeit 11 DRK-Kindertageseinrichtungen, zwei DRK-Großtagespflegestellen und ein Jugendtreff
geführt. Als OGS-Trägerin ist sie noch nicht in Münster tätig.
 Ev. Jugendhilfe Münsterland gGmbH
Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland ist 1995 aus dem Zusammenschluss von vier
evangelischen Jugendhilfeeinrichtungen mit zentralen Heimkomplexen entstanden. In den folgenden
Jahren hat die Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH ihre Angebote der Erzieherischen
Hilfen differenziert und professionalisiert sowie durch berufspädagogische Hilfen, T ageseinrichtungen
für Kinder und Angebote der Offenen Ganztagsschule ergänzt. Der Träger verbindet seit vielen
Jahren seine Kompetenz als Jugendhilfeträger mit dem Arbeits- und Lebensfeld Schule. Die
Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH ist inzwischen Trägerin von den außerunterrichtlichen
Angeboten an 16 Offenen Ganztagsschulen in den Kreisen Steinfurt, Borken und von weiteren
schulischen Angeboten im Kreis Coesfeld. In Münster ist sie Trägerin ambulanter, erzieherischer
Einrichtungen, von drei Kindertagesstätten und zweier Wohngruppen. Als OGS-Trägerin ist sie noch
nicht in Münster tätig.
 Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH
Das Mütterzentrum ist eine anerkannte Trägerin der Jugendhilfe. Sie arbeitet überkonfessionell und
überparteilich und ist ebenso wie ihr Gesellschafter Mütterzentrum Beckum e.V. dem Paritätischen
Wohlfahrtsverband angeschlossen.
Seit der Vereinsgründung im Jahr 1987 hat sich das Mütterzentrum Beckum von einem anfänglich
reinen Selbsthilfeträger zu einem professionellen Anbieter sozialer Arbeit entwickelt und unterhält als
anerkannter Träger der Jugendhilfe mehrere Einrichtungen und Beratungsstellen. Insbesondere im
Bereich der Schulkind-Betreuung im Rahmen der Offenen Ganztagsschulen kann das Mütterzentrum
auf umfangreiche Erfahrungen zurückblicken. Derzeit befinden sich 29 Betreuungsstandorte
überwiegend im Kreis Warendorf in Trägerschaft des Mütterzentrums. Als OGS-Trägerin ist sie noch
nicht in Münster tätig.
Die Verwaltung und die Schulleitung haben die eingereichten Konzepte gesichtet. Für die Auswahl
der Bewerbungen waren hierbei die in der Anlage 1 beigefügten Kriterien handlungsleitend. Von allen
Bewerber*innen werden die vom Rat der Stadt Münster beschlossenen OGS-Qualitätsstandards
akzeptiert und in ihren Konzeptionen umgesetzt. Alle Träger haben ein Konzept vorgelegt, das die
wesentlichen Eckpunkte ihrer pädagogischen Ausrichtung darlegt:
- Pädagogisches Grundverständnis / Leitbild
- Gesundheitsförderung
- Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern

- 4 -
V/0379/2022
- Kinderschutz
- Querschnittsaufgaben der Jugendhilfe
- Sozialraumorientierung
- Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen
4. Auswahlverfahren
Nach dem Bewerbungsschluss und der Sichtung der eingereichten Unterlagen wurde von
Schulleitung, OGS-Koordinator*in und Verwaltung entschieden, den Caritasverband, die Ev.
Jugendhilfe Münsterland und das Mütterzentrum für ein Bewerbungsgespräch einzuladen.
Im Mai 2022 wurde mit den Trägern jeweils auf Grundlage des Kriterienkatalogs ein strukturiertes
Bewerbungsgespräch geführt. Die gemeinsame Aufgabe von Verwaltung und Schulleitung bestand
darin, aus den Bewerbungen und den sich anschließenden Gesprächen unter gleichwertiger
Würdigung der Fachlichkeit einen Beschlussvorschlag für die Schulkonferenz zu erstellen.
5. Gesamtbewertung / Fazit
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit einem hohen Konsens vor, dem Caritasverband für
die Stadt Münster e.V. die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der städtischen,
katholischen Davertschule l zu übertragen. Dem Vorschlag wurde in der Schulkonferenz am
01.06.2022 gefolgt und ein Beschluss liegt vor.
Der Träger hat ein umfassendes, pädagogisches Konzept vorgelegt. Er hat darüber hinaus im
Bewerbungsverfahren seine hohe Kompetenz sehr fundiert dargestellt, seine Leistungen
überzeugend präsentiert und insbesondere ein passgenaues Konzept für die Davertschule erläutert.
Als Träger der Schulsozialarbeit an Davertschule besteht bereits seit einigen Jahren eine engagierte
und enge Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfepartner. Darüber hinaus gibt es eine gute
Zusammenarbeit mit der Caritasberatungsstelle in Hiltrup.
Die Trägerübernahme durch den Caritasverband eröffnet der Davertschule die Möglichkeit, von den
bereits vorhandenen Erfahrungen als OGS-Träger zu profitieren. Der Träger sichert ein
Vertretungskonzept sowie eine verlässliche OGS-Ferienbetreuung in gegenseitiger Absprache und
Kooperation mit dem Kinder- und Jugendzentrum „Black Bull“ für den Sozialraum zu und stellt eine
erfahrene Fachberatung zur Verfügung.
Die Schule gewinnt mit der Überleitung der ganztägigen außerschulischen Angebote an den
Caritasverband einen verlässlichen und überaus engagierten Partner mit einem hohen
Erfahrungswissen als Kooperationspartner von Offenen Ganztagsschulen. In Münster ist es für den
Caritasverband die fünfte Trägerschaft einer Offenen Ganztagsschule.
i.V.
gez.
Thomas Paal
Stadtdirektor

- 5 -
V/0379/2022
Anlagen:
Anlage A
Anlage 1 Kriterienkatalog
Anlage 2 Konzepte der Bewerbungen
Hinweis:
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlage 2) stehen ausschließlich als
pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download unter der Vorlagennummer
V/0379/2022 zur Verfügung.

Beratungsverlauf (7)

18.08.2022 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 5.2 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
23.08.2022 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 8 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
30.08.2022 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit und Ordnung
TOP 4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
01.09.2022 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 13 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
06.09.2022 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 8.22 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
07.09.2022 Hauptausschuss
TOP 24 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
07.09.2022 Rat
TOP 32 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (5)

  • Wilhelmstraße 41
  • Zumsandestraße 25
  • Wolbecker Straße
  • Zum Häpper 10
  • Kinderhaus

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0379/2022
Typ
Vorlagen
Datum
08.06.2022
Erstellt
08.06.2022 17:19