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V/0645/2024

Bennohaus: Beschluss zur dauerhaften Verwendung von kapitalisierten Mitteln aus ehemaligen Personalaufwendungen im Rahmen des Profilierungs- und Optimierungsprozesses

Vorlagen 15.10.2024

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Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage A

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Ansehen

Anlage 2_Ausführungen Optimierungen „Bennohaus 2024“ als Basis für das Profil

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Anlage 1_Meilensteine des Profil- und Optimierungsprozesses am Bennohaus

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Beschlussvorlage

19160 Zeichen

V/0645/2024 
V/0645/2024 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Bennohaus: Beschluss zur dauerhaften Verwendung von kapitalisierten Mitteln aus ehemaligen 
Personalaufwendungen im Rahmen des Profilierungs- und Optimierungsprozesses 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   12.11.2024 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
   14.11.2024 Kulturausschuss Vorberatung 
   11.12.2024 Hauptausschuss Vorberatung 
   11.12.2024 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster nimmt die erreichten Ziele und Ergebnisse des mehrstufigen Optimie-
rungs- und Profilierungsprozesses des Bennohauses zur Kenntnis. 
 
2. Der Rat der Stadt Münster nimmt zur Kenntnis, dass das herausgearbeitete Alleinstellungsmerk-
mal „Bennohaus als Plattform für Begegnungen“ mit dem Profil „Media, Arts, Culture(s)“ aktuell von 
hoher Relevanz ist und eine zentrale Lücke in der Kulturlandschaft Münsters schließt. 
 
3. Der Rat der Stadt Münster nimmt zur Kenntnis, dass das Profil mit bedarfsgerechten Angeboten 
für alle Generationen entwickelt und umgesetzt wird und dafür eine stabile Betriebsorganisation be-
nötigt wird. 
 
4. Der Rat der Stadt Münster beschließt die dauerhafte Verwendung der kapitalisierten Mittel aus 
ehemaligen Personalaufwendungen i. H. v. 36.250 Euro, um den Arbeitskreis Ostviertel e.V. zu be-
fähigen ein für das Profil passgenaues Konzept umzusetzen (V/0900/2018).  
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Teilergebnisplan 
 
 Nr. Bezeichnung Haushaltsjahr Betrag € 
Produktgruppe 0401 Kulturmanagement/ Kulturförde-
rung 
  
Zeile 15 Transferaufwendungen 2024 ff 36.250 € 
Kulturamt 
 
23.10.2024 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Schw alm 
Telefon: 492-4110 
Schw alm@stadt-
muenster.de

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V/0645/2024 
 
Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplan 2024 und im Haushalts-
plan-Entwurf 2025 bei der o.g. Produktgruppe veranschlagt. Es wird zur Kenntnis genommen, dass 
die Beschlussausführung unter dem Vorbehalt steht, dass der Rat im Rahmen der Haushaltssatzung 
2025 bzw. der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung die Ermächtigungen bereitstellt. 
 
Begründung: 
 
1.  Einleitung 
 
Das Bennohaus befindet sich im Ostviertel, direkt am Dortmund-Ems-Kanal. Es ist ein bedeutender 
kultureller Ankerpunkt in Münster, der sowohl den Bewohner* innen der umliegenden Stadtteile als 
auch Besucher*innen aus anderen Stadtteilen zugutekommt. Im Jahr 2018 wurde ein mehrstufiger 
Optimierungs- und Profilierungsprozess initiiert. Ziel dieses Prozesses war es, das Profil und das 
Nutzungskonzept zu schärfen, die Organisation zu optimie ren und die wirtschaftliche Stabilität zu 
sichern. Der Prozess wurde bei laufendem Betrieb durchgeführt. Er umfasste mehrere Analyse- und 
Kommunikationsphasen, aus denen betriebswirtschaftliche, personelle, programmatische und bauli-
che Maßnahmen abgeleitet wurden. Der breit angelegte interne und externe Beteiligungsprozess 
betonte die Notwendigkeit, das Bennohaus als „Plattform für Begegnungen“ mit dem Profil „Media, 
Arts and Culture(s)“ weiter zu stärken und auszubauen. Das Profil baut auf dem langjährigen Erfah-
rungswissen des Bennohauses in der Medienpädagogik, Stadtteilkulturarbeit und interkulturellen 
Bildung auf und schließt mit der Weiterentwicklung eine zentrale Lücke in der Kulturlandschaft 
Münsters. 
 
Der Prozess mit verschiedenen Meilensteinen wurde  mit kontinuierlicher Unterstützung des Kultur-
amtes Münster und durch externe Moderation durchgeführt. Anlass waren unter anderem gewach-
sene komplexe Organisations- und Finanzierungsstrukturen sowie veränderte gesellschaftliche Be-
darfe in der Medien- und Kulturarbeit. Ziel war es, das Bennohaus in einen langfristig soliden und 
insgesamt effizienteren Betrieb umzuwandeln, da die bisherige Querfinanzierung durch hohe EU -
Förderungen und Drittmittel insbesondere für den Trägerverein Arbeitskreis Ostviertel e.V. (AKO e. 
V.) ein erhebliches Risiko darstellte.  Der Prozessbeginn fiel mit der Verrentung des ehemaligen 
städtischen Geschäftsführers zusammen. Damalige Personalaufwendungen wurden kapitalisiert, 
und die nach Abzug des Personalkostenzuschusses verbleibenden Mittel in Höhe von 36.250 Euro 
jährlich wurden vom Kulturamt verwaltet. Der Rat konnte dadurch die gezielte Verwendung dieser 
Mittel für den Optimierungsprozess, die wirtschaftliche Stabilisierung sowie die Umsetzung kommu-
nikativer, programmatischer und baulicher Maßnahmen beschließen (V/0496/2021, V/0664/2022, 
V/0592/2023). 
 
Im Rahmen des Prozesses wurden u.a. verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Aufent-
haltsqualität im Innen- und Außenbereich durchgeführt, darunter die Revitalisierung des Kulturcafés. 
Dieses trägt mit seinem gastronomischen und programmatischen Angebot wesentlich dazu bei, das 
Bennohaus als lebendigen Stadtteilkulturort zu etablieren. Darüber hinaus konnte die Raumvermie-
tung gesteigert und die damit verbundenen Dienstleistungen verbessert werden. Zudem wurde ge-
zielt Personal reduziert, Arbeitsabläufe optimiert, Rollen und Aufgaben klar definiert, Pilotprojekte 
umgesetzt und die Nutzung von EU -Förderungen abgebaut und strategisch ausgerichtet, um zu-
künftige Anträge gezielt stellen zu können (s. h. Anlage 1 der Vorlage: Übersicht Meilensteine des 
Prozesses).  
 
Insgesamt wurde eine solide Grundlage für einen niederschwelligen und inklusiven Stadtteilkulturbe-
trieb geschaffen, der insbesondere das breite Spektrum künstlerischer und kultureller Auseinander-
setzung mit der Digitalisierung der Gesellschaft für viele Zielgruppen zugänglich machen kann. (s.h. 
Anlage 2 der Vorlage: Darstellung der Weiterentwicklung des Bennohauses anhand der Aufgaben 
Kulturprogramm & Service, Organisation & Betrieb, Finanzierung & Förderung sowie Räume & Inf-
rastruktur).

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V/0645/2024 
Mit der Vorlage V/0900/2018 wurde beschlossen, dass die Gremien des Rates die zukünftige dau-
erhafte Verwendung der kapitalisierten Mittel in Höhe von 36.250 Euro beschließen. Die Entschei-
dung soll auf den Ergebnissen des Profilierungsprozesses beruhen, der Schwerpunkte und Allein-
stellungsmerkmale für das Bennohaus identifiziert hat. 
 
 Im Abschnitt 2 wird die Relevanz des identifizierten Profils „Media, Arts and Culture(s)“ dargestellt 
sowie die damit verbundenen dringenden Bedarfe von 4 Zielgruppen. 
 
 Im Abschnitt 3 wird das maßgeschneiderte Konzept erläutert, das die Grundlage bildet, die kapi-
talisierten Mittel zielgerichtet einzusetzen und somit eine erfolgreiche Umsetzung sicherzustellen. 
 
2. Die Relevanz einer Plattform für Begegnungen mit dem Profil „Media, Arts and Culture(s)“ 
 
Die digitale Transformation hat weitreichende Konsequenzen für das individuelle und kollektive Le-
ben. Die sich rasant verändernden lokalen, nationalen und globalen Ko mmunikationsformen führen 
zu einer Vielzahl neuer kultureller Ausdrucksformen und sozialer Dynamiken. Eine Konsequenz sind 
z.B. sehr unterschiedliche generationsspezifische Sichtweisen und Erfahrungskontexte im Umgang 
mit digitalen Techniken, im Verständnis und in Begrifflichkeiten. Der Profilierungsprozess hat die Not-
wendigkeit eines Ortes in Münster herausgestellt, der es Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und 
Senior*innen aller Kulturen und gesellschaftlicher Milieus ermöglicht, sich im Miteinander mit den kul-
turellen Dimensionen einer digitalen und globalisierten Welt auseinanderzusetzen.  Das Bennohaus 
eignet sich als Stadtteilkulturort, den viele Menschen aufsuchen, dafür besonders gut. Als Plattform 
für künstlerische Bühnenformate, Ausstellungen, Workshops, Kurse, Vorträge, Netzwerktreffen, Fort-
bildungen und Festivals kann es vielfältige Zugänge zu Lebensrealitäten, Kulturgeschichten, Ästheti-
ken und Sprachen in Vergangenheit und Gegenwart schaffen. Durch Programmschwerpunkte an den 
Schnittstellen von Medien, Kunst und Kultur(en)-Arbeit kann es Raum für Begegnung, kreative Expe-
rimente, interkulturellen Austausch und kritische Reflexion bieten. Damit kann das Profil zur Stärkung 
des sozialen Miteinanders und zum täglichen Erleben von Demokratie beitragen. 
 
Die hohe Relevanz des Profils sowie die damit zusammenhängenden Themen wurden durch mehrere 
Pilotprojekte und die große Resonanz auf den ersten Creative -Hub am Bennohaus untermauert. Im 
April 2024 folgten über 100 lokale Akteur*innen, die zivilgesellschaftlich oder professionell in ver-
schiedenen Bereichen von Medien, Kunst und Kultur(en) tätig sind, der Einladung des Bennohauses 
zum Austausch. Dazu gehörten u.a. Vertreter*innen der Filmwerkstatt, der Münster School of Design, 
der Initiative moNOkultur, des Kommunalen Integrationszentrums, des Stadtheimatbundes , des 
kommunalen Digitallabors für Schulen sowie weitere Gäste aus den Bereichen Wissenschaft, Sozia-
les und Bildung. 
 
Diese Schlüsselpersonen hatten die Möglichkeit, sich kennenzulernen, gemeinsame Fragestellungen 
zu identifizieren und sich zu vernetzen. Sie erfuhren das Bennohaus nicht nur als Plattform und Part-
ner für alltägliche Angebote, Sonderformate und lokale Projektansätze, sondern auch als Raumgeber 
für ihre thematischen Fortbildungen, Tagungen und Vernetzungstreffen der genannten Akteursgrup-
pen. Besonders deutlich wurde der hohe Bedarf nach Räumen zur Ausübung ihrer Ak tivitäten sowie 
die damit verbundene Notwendigkeit, Multifunktionalität durch das Bennohausteam zu koordinieren 
und zu realisieren. Um das mit großer Intensität erarbeitete Profil weiter zu qualifizieren und zu kon-
kretisieren, wurden durch die multiperspektivische Zusammenarbeit vier Zielgruppen und ihre spezifi-
schen dringenden Bedarfe aufgezeigt: 
 
 Zivilgesellschaftlich Engagierte in der Kultur benötigen Vernetzung, Beratung und Service. Als 
Plattform soll das Bennohaus den dringenden Bedarf an medialer Sichtbarkeit und Hörbarkeit un-
terstützen. Zudem soll es mit Kooperationspartner*innen Formate entwickeln, die freiwillig Enga-
gierte befähigen, eigene Kulturformate zu entwickeln, die Begegnungen im Stadtteil und Engage-
ment auch von jüngeren Menschen für den Stadtteil fördern.

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V/0645/2024 
 Junge Menschen brauchen in einer Zeit multipler Krisen Inspiration, Information und Möglichkei-
ten zur Mitgestaltung. Das Bennohaus soll ein lokales Netzwerk von Kulturschaffenden und Institu-
tionen aufbauen, die gemeinsam Projekte entwickeln, die jungen Menschen insbesondere auch ei-
ne künstlerische und kulturelle Auseinandersetzung mit heutigen analogen und digitalen Bild-, 
Sprach- und Raumwelten ermöglichen. 
 Junge Nachwuchskulturschaffende benötigen Raum für Experimente und Präsentationen. Das 
Bennohaus soll Raum für crossmediale Arbeitsweisen und Formate (z. B. Musik & Visual-Art) bie-
ten, um junge Kreative an die Stadt zu binden. 
 Die Teilnehmenden des Creative-Hubs brauchen die Verstetigung des Austausches, um Syner-
gien zu befördern und wichtige Themen an den Schnittstellen ihrer jeweiligen Arbeit zu identifizie-
ren. 
 
3. Konzept mit 4 Handlungsfeldern zur zielgerichteten Belebung des erarbeiten Profils 
 
Die Ergebnisse des Optimierungs - und Profilierungsprozesses, einschließlich der Pilotprojekte und 
des Beteiligungsformats Creative-Hub wurden evaluiert und weiter konkretisiert. Mit vier Handlungs-
feldern wurde ein maßgeschneidertes Konzept entwickelt, von dem die zuvor  genannten Zielgrup-
pen profitieren können. Alle Handlungsfelder und ihre Maßnahmen entfalten ihre Wirkung nicht nur 
in den umliegenden Stadtteilen des Bennohauses, sondern auch in den weiteren Stadtteilen Müns-
ters. 
 
Handlungsfeld 1: Das Common: Lab für zivilgesellschaftlich Engagierte in der Kultur: Das Format soll 
an die Plattform Bennohaus andocken und vielfältigen Kulturvereinen, -initiativen und Einzelak-
teur*innen zugutekommen. Die weiteren Konzeptions - und Realisierungsschritte sollen in Zusam-
menarbeit mit der Freiwilligenagentur Münster, dem Stadtheimatbund, dem Kommunalen Integrati-
onszentrum sowie fortbildungsbezogenen Kooperationspartner*innen, wie der Filmwerkstatt Münster, 
entwickelt werden. Das Stadtteilkulturmanagement des Kulturamtes Münster wird das jeweilige Jah-
resprogramm moderieren und begleiten.  
 Der dringende Unterstützungsbedarf des Ehrenamtes wurde im Rahmen des umfassenden Profi-
lierungsprozesses am Bennohaus sowie durch die Arbeit des Stadtteilkulturmanagements 
(V/0661/2023) deutlich. Insbesondere aufgrund des strukturellen Wandels in den Formen freiwil-
ligen Engagements braucht es Orte für Vernetzung, Inspiration und Fortbildung. Eine Kultur der 
Anerkennung ist essenziell, damit die Stadtgesellschaft nachhaltig vom sozialen und ökonomi-
schen Mehrwert dieser zivilgesellschaftlichen Aktivitäten profitiert. Ziel ist es, folgende Angebote 
zu entwickeln: 
 Service für crossmediale Sicht- und Hörbarkeit: z. B. digitale Porträts, Podcasts etc. 
 Offene Vernetzungsformate: Sprechstunden und Stammtische zur Förderung des Austauschs. 
 Projekt- und Inspirationswerkstätten: zur Befähigung zivilgesellschaftlich Engagierter,  
eigene Formate wie Community-Dinner, Stadtteilkino oder Stadtteilchor zu realisieren. 
 Fortbildungen: z.B. zu Themen wie Vereinsorganisation, Öffentlichkeitsarbeit, Nachwuchs-  
gewinnung, Sicherheit, Fördermittelberatung und Aktivierung neuer Mitglieder. 
 Stadtteilreisen: um erfolgreiche Ansätze anderer Engagierter vor Ort kennenzulernen und  
von guten Beispielen zu lernen.

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Handlungsfeld 2: Mixed-Media: Formate und Angebote für junge Menschen.  Der Aufgabenbereich 
zielt darauf ab, ein Netzwerk von Kulturschaffenden aufzubauen, die in Kooperation mit dem Benno-
haus einen Pool an Projekten aufbauen, die an den Schnittstellen von Medien, Kunst und Kultur(en) 
ansetzen. Aktuell fehlen Angebote, die jungen Menschen eine tiefgehende Auseinandersetzung mit 
künstlerischen und kulturellen Ausdrucksweisen in Bereichen wie Film, Fotografie, Grafik, Illustration, 
Kommunikationsdesign, Szenografie, Architektur, Game -Design sowie multimedialen Installationen 
und Podcasts ermöglichen. 
 
 Es besteht insgesamt dringender Handlungsbedarf jungen Menschen die aktive Auseinanderset-
zung mit den kulturellen und ästhetischen Dime nsionen einer digitalisierten Gesellschaft zu er-
möglichen, da es im Bereich der Medien hauptsächlich technisch ausgerichtete Angebote gibt.  
 
 In Kooperation mit u.a. der Filmwerkstatt Münster, dem Digital-Labor der Stadt Münster, dem 
Stadtheimatbund, dem Verein Rund um Münster und der Münster School of Design soll ein ers-
tes Pilotprojekt entwickelt werden. Ziel ist es, unter dem Titel „Mixed-Realities“ in 2025 eine Pro-
jektwoche mit Schüler*innen der neunten Klasse der Mathilde-Anneke-Gesamtschule und der 
Schülerschaft einer weiteren Schulform umzusetzen. Die Konzeption und Inhalte sollen aus einer 
digitalen Schüler*innen-Umfrage abgeleitet werden. Ziel ist es, die Ergebnisse der Projektwoche 
später mit den anderen neunten Klassen von Münsteraner Schulen zu teilen und aus den Pro-
jekterfahrungen weitere Projektbausteine für und mit Schulen zu entwickeln. 
Handlungsfeld 3: Open Studio: Freiräume für Nachwuchskulturschaffende. Im Profilierungsprozess, 
insbesondere beim Pilotprojekt des internationalen Life Performer Meetings, haben Nachwuchskultur-
schaffende den dringenden Bedarf nach offenen Projektstudios und Präsentationsmöglichkeiten für 
neue Crossover-Formate und interaktive künstlerische Gemeinschaftsproduktionen deutlich gemacht. 
Mit dem Konzept des „Open Studio“ kann das Bennohaus auf diesen Bedarf reagieren und an etab-
lierte offene Formate wie „Kultur am Kanal“, „School's Out“ und „Unterm Radar“ anknüpfen. 
 Dieses Format fördert nicht nur kreative Experimente, sondern schafft auch neue interdisziplinäre 
Verbindungen in der Kulturlandschaft und trägt dazu bei, junge Kreative langfristig an die Stadt zu 
binden. 
 Das „Open Studio“ soll jungen Musiker*innen, bildenden Künstler*innen, Filmemacher*innen, Fo-
tograf*innen sowie Wissenschaftler*innen, beispielsweise Ethnolog*innen, Raum bieten, um 
crossmedial Projekte zu entwickeln. Interessierte sollen sich mit einer Projektskizze beim Benno-
haus bewerben, um die Möglichkeit zu erhalten in einem festgelegten Projektzeitraum dort ge-
meinsam zu arbeiten und die Ergebnisse anschließend vor Ort präsentieren zu können.  
 
Handlungsfeld 4: Ritualisierung des Creative:Hubs. Die ausgeführte große Resonanz hat den Bedarf 
nach Austausch und Vernetzung der verschiedenen Perspektiven an den Schnittstellen der Medien, 
Kunst und Kultur(en) -Arbeit verdeutlicht. Im Zentrum der Weiterentwicklung des Formates soll die 
inhaltliche Qualifizierung, der Ausbau des Netzwerkes sowie die Zusammenarbeit mit Kooperations-
partnern, z.B. aus der Kreativwirtschaft sein. Das Creative:Hub ist zudem ein wichtiges Vertriebs-
instrument für die Raumvermietungen sowie für die Öffentlichkeitsarbeit des Bennohauses.  
 
4. Effektive Verwendung der kapitalisierten Mittel aus ehemaligen Personalaufwendungen  
Vor dem Hintergrund der ausgeprägten Relevanz des mit hoher Intensität erarbeiteten Profils „Media, 
Arts and Culture(s)“ besteht insgesamt dringender Handlungsbedarf, dies mit fundierten und effekti-
ven Realisierungsansätzen zu füllen. Dies benötigt Ressourcen, um einerseits das Team des Benno-
hauses passgenau zu verstärken, damit die hohe Multifunktionalität am Haus und die damit verbun-
dene hohe (auf Nachhaltigkeit einzahlende) Raumauslastungsquote operativ geleistet werden kann. 
Anderseits braucht die Realisierung der Maßnahmen aus den Handlungsfeldern Mittel für Honorare, 
Werkverträge, technischen Support sowie die Bereitstellung von Eigenanteilen. Letztere sind oft not-
wendig, um sich an verschiedenen Förderprogrammen zu beteiligen und somit langfristige Projekt-
entwicklungen zu gewährleisten.

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Die kapitalisierten Mittel aus ehemaligen Personalaufwendungen in Höhe von 36.250 Euro sollen 
dem AKO e.V. daher zukünftig für die Realisierung von Projekten, Kommunikations-, Beratungs- und 
Fortbildungsangeboten zur Verfügung gestellt werden. Die jeweilige Verwendung soll mit dem Kultur-
amt abgestimmt werden. Damit wird das Bennohaus weiter stabilisiert und kann auf dringende städti-
sche Bedarfe serviceorientiert reagieren.  
Gezielt kann damit ein soziokultureller Stadtteilkulturort gestärkt werden, der vor allem das weite 
Spektrum der künstlerischen und kulturellen Auseinandersetzung mit der Digitalisierung der Gesell-
schaft in den Mittelpunkt stellt. Die Weiterentwicklung ist auf dem dringenden Erfordernis aufgebaut, 
den breiten Diskurs über die spürbaren Veränderungen in nahezu allen Lebensbereichen zu führen. 
Die Arbeit des Bennohauses kann damit dazu beitragen die Errungenschaft der Demokratie bewusst 
zu machen, diese aktiv zu erleben und das Vertrauen in demokratische Prozesse zu stärken. Die da-
für notwendigen Mittel erzielen dadurch eine lokale und regionale Wirkung und stärken das Stadt- 
Image. 
 
 
i.V. 
 
gez. 
 
Cornelia Wilkens 
 
Anlagen: 
 
Anlage A 
Anlage 1: Die Meilensteine des Optimierungs- und Profilierungsprozesses  
Anlage 2: Darstellung der Weiterentwicklung des Bennohauses

Anlage A

5034 Zeichen

Anlage A zur V/0645/2024 
Kurzüberblick 
Die Beschlussvorlage beschreibt den Profilierungs - und Optimierungsprozess am Bennohaus, der seit 2018 
mit Unterstützung des Kulturamtes Münster durchgeführt wurde. Aus der Evaluierung des Gesamtprozes-
ses wurde ein Konzept für die dauerhafte und passgenaue Verwendung der im B udget des Kulturamtes 
etatisierten kapitalisierten ehemaligen Personalaufwendungen abgeleitet. Dies ermöglicht die weitere Stär-
kung und Weiterentwicklung des herausgearbeiteten Profils und berücksichtigt insbesondere die damit 
verbundenen Bedarfe von freiw illig Engagierten in der Kulturarbeit sowie von Kindern, Jugendlichen und 
Nachwuchs-Kulturschaffenden. Dem Arbeitskreis Ostviertel e.V. (AKO e.V.) sollen zukünftig die Mittel in 
Höhe von 36.250 Euro zur Verfügung gestellt werden, um ihn zu befähigen zielge richtete Maßnahmen in  
vier Handlungsfeldern zu realisieren. Dies entspricht dem Beschluss des Rates, der die Verwaltung aufge-
fordert hat, eine Basis zu entwickeln, die die dauerhafte Verwendung der Mittel vor dem Hintergrund der 
Profilschärfung definiert. Die Verwendung der Mittel ist eng mit dem Kulturamt abzustimmen. Die Deckung 
dieses Zuschusses erfolgt aus den im Budget des Kulturamtes vorhandenen und kapitalisierten ehemaligen 
Personalaufwendungen des Jahres 2024 und folgenden Jahren.  
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Ziele: Mit der Nachhaltigkeitsstrategie 2030 hat sich Münster dazu verpflichtet, die 17 Globalen  
Nachhaltigkeitsziele der UN vor Ort umzusetzen. Dazu gehört beispielsweise die Förderung  
 der sozialen Teilhabe.  
 des achtsamen Umgangs mit materiellen und immateriellen Ressourcen.  
 der ganzheitlichen Bildungsgerechtigkeit.  
 der globalen Verantwortung und „Eine Welt“.  
 
Teilziele: In Bezug auf die Stadtteilkulturarbeit werden dabei diese Teilziele verfolgt: Stärkung, Ausbau und 
Weiterentwicklung der 
 kulturellen Daseinsvorsorge im Sozialraum. 
 gemeinwohlorientierten Kulturarbeit.  
 Vielfalt künstlerischer und kultureller Ausdrucksformen.  
 Begegnung, als Ausdruck von Demokratie und Toleranz.  
 gesamtgesellschaftlichen Teilhabe.  
 gesellschaftliche n Aktivierung. 
 künstlerischen und kulturellen Selbstwirksamkeit.  
  „Visual- und Cultural-Literacy“ der Öffentlichkeit . 
 Reflexionsmöglichkeiten  über eine digitalisierte und pluralisierte  Gesellschaft. 
 Umsetzung des Rechtes auf Beteiligung und Mitgestaltung u.a. von jungen Menschen. 
 
Zielerreichung durch:  
 Etablierung des Bennohauses zur „Plattform für Begegnungen“  
mit dem Profil „Media, Arts & Culture(s)“ für umliegende Stadtteile und die Gesamtstadt  
 Stärkung etablierter Stadtteilkulturformate  
 Nutzung von Erfa hrungswissen und Organisations - und Raumressource 
 Ermöglichung hoher Raumauslastungsquote, als Beitrag zur Nachhaltigkeit  
 Durchführung von stadtteilbezogenen „Kultur-Community-Reihen“ 
 Ausbau des Kooperationsnetzwerkes „Kulturschaffende und Kulturinstitutionen“ 
 Ausbau des Kooperationsnetzwerkes „Media, Arts & Culture(s)-Expert:innen“ 
 Ausbau des Kooperationsnetzwerkes „Kulturschaffende & Bildungs-, und Sozialinstitutionen “ 
 Ausbau des Kooperationsnetzwerkes „Kultur(en)-Vereine“ 
 Entwicklung einer Raumvermietungsstrategie, die auf das Profil einzahlt  
 Handlungsfeld 1: Unterstützung z ivilgesellschaftlichen Engagements in der Kultur 
 Handlungsfeld 2:  Pool mit Bildungsprojekten an den  Schnittstelle n zu Medien, Kunst & Kultur(en) 
 Handlungsfeld 3: Zurverfügungstellung von Projekträumen für crossmediales Arbeiten  
 Handlungsfeld 4: Durchführung v on „Media, Arts & Culture(s)-Creative:Hubs“, als Netzwerk - und 
Vertriebsinstrument 
 Nutzung des Sozialraums für Bildungs - und Projektanlässe  
 Kommunikationsarbeit als Form angewandter ästhetischer Medienbildung  
 Entwicklung von crossmedialen hybriden glokalen Sonderprojekten

Finanzierung 
Produktgruppe: 0401 Kulturmanagement/Kulturförderung 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja x Nein   
Im beschlossenen Haushaltsplan 2024 enthalten? x Ja  Nein   
Im Haushaltsplan-Entwurf 2025 enthalten? x Ja  Nein   
*Die Deckung dieses Zuschusses erfolgt aus den im Budget des Kulturamtes vorhandenen und 
kapitalisierten ehemaligen Personalaufwendungen. 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
x vollständig 
freiwillig 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Die Integration interdisziplinären Wissens sowie die Berücksichtigung von Querschnittsthemen ist ein zent-
raler Faktor für die substanzielle Entwicklung einer „gemeinwohlorientierten Stadtteilkultur von, für und mit 
allen“. Folgerichtig werden Aspekte der oben benannten Themenbereiche in der Konzeption von Formaten, 
Veranstaltungen, Qualifizierungs - und Impulsmaßnahmen, Kulturprojekten bis hin zu Kommunikationsmaß-
nahmen bestmöglich mitgedacht.

Anlage 2_Ausführungen Optimierungen „Bennohaus 2024“ als Basis für das Profil

14363 Zeichen

1 
Anlage 2: Ausführungen Optimierung „Bennohaus 2024“ als Basis für das Profil 
 
Kulturprogramm & Service & Weiterbildung 
 
Kultur erleben:  Das Bennohaus hat sich durch die intensive Zusammenarbeit mit seinem 
Kulturcafé Yolk zu einer „Plattform für Begegnungen“  entwickelt. Hier können  lokale 
Künstler*innen, Kulturkollektive sowie Bildungsinstitutionen wie z.B. die Münster School of 
Design andocken, um ein vielfältiges Bühnen -, Ausstellungs - und Veranstaltungs - und 
Weiterbildungsprogramm entlang des „Profils Media, Arts an Culture (s)“ zu realisieren.  
Besonders hervorzuheben ist, dass regelmäßige Foto-, Film- und Kunstausstellungen sowie 
Vortragsabende und thematische Netzwerktreffen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Durch 
gezieltes Kooperationspartner*innen -Management und die gezielte Einsetzung der in der 
Vorlage benannten kapitalisierten Mittel soll das Programm kontinuierlich durch neue 
spartenübergreifende Kulturangebote bereichert werden. Ein bemerkenswertes Pilotprojekt war 
das „Up in Space Festival“, das unterschiedliche Musikgenres mit vis ueller digitaler Kunst 
verbunden hat. Zudem möchte das B ennohaus mit weiteren offenen Formaten die lokale 
Gemeinschaft einbeziehen  und sie dadurch auch mit dem weiteren Programmangebot in 
Berührung zu bringen. Das heißt, das Stadtteil-Chorkonzerte, -Filmvorführungen sowie Musik- 
und Literaturabende als auch  Eltern-Kind-Konzerte in Zukunft entlang des ausgearbeiteten 
Profils (je nach zur Verfügung stehenden Ressourcen) weiter ausgebaut werden sollen.  
Medien-Service: Das Bennohaus hat im Rahmen seines Profilierungs - und 
Optimierungsprozesses erkannt, dass ein gezielter Medien -Service für Kunst - und 
Kulturschaffende sowie Kulturvereine und Initiativen notwendig ist, insbesondere für freiwillig 
Engagierte in der Kultur. Die ser Service unterstützt Akteur*innen bei wichtigen Fragen der 
medialen Präsenz und digitalen Kommunikation, wie z.B.: „Wie stelle ich meinen Verein 
professionell dar?“, „Wie erhöhe ich durch digitale Kommunikation meine Sichtbarkeit?“, oder 
„Wie kann ich durch Streaming-Angebote mehr Teilhabe im Quartier erreichen?“.  Das Teil-Team 
des Bennohauses, bestehend aus Auszubildenden, Bundesfreiwilligen und Teilnehmer *innen 
des Freiwilligen Sozia len Jahres (FSJ) in der Kultur hat ein Konzept für ein  Servicepaket 
entwickelt, das sowohl traditionelle Kulturvereine als auch Initiativen von Menschen mit 
internationaler Geschichte sowie Kultureinrichtungen und Einzelakteur*innen unterstützt. Ziel ist 
es, ihnen u.a. zu helfen, medial sichtbarer zu werden und ihnen z.B. dadurch auch Ideen an die 
Hand zu geben, um Nachwuchs zu gewinnen. In diesem Zusammenhang möchte das Bennohaus 
mit weiteren Kultur -Expert*innen kooperieren, die als Mentor* innen fungieren und ihr Wissen 
weitergeben. Um diesen Ansatz zu testen und weiter zu qualifizieren wurden zwei Anträge beim 
NRW-Förderprogramm „Kultur und Weiterbildung“ gestellt . Beide wurden für die zweite Stufe 
zugelassen. Der weitere Ausbau des Medien-Services steht im Zusammenhang mit dem in der 
Vorlage beschriebenen Handlungsfeld 1. Er ist also abhängig von den verfügbaren Ressourcen 
sowie der Anzahl der Auszubildenden, Bundesfreiwilligen und FSJler*innen als auch  deren 
Kapazitäten, da sie neben dem Medien -Service auch für die Unterstützung des Bühnen - und 
Veranstaltungsbetriebs benötigt werden. 
Interkulturelle Weiterbildung für Erwachsene : Im Rahmen des Profilierungs - und 
Optimierungsprozesses wurde die Bildungsstätte im Bennohaus neu strukturiert, um möglichst 
vielen Menschen lebenslange Zugänge zu Kunst und Kultur zu eröffnen. Unter den Überschriften 
Kultur(en), Kunst, Sprachen, Musik, Tanz, Theater, Bewegung, Entspannung und Genuss wurde 
ein Programm konzipiert. Die Arbeit und die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Medien 
ist dabei ein integraler Bestandteil der Angebote. Zur Förderung der o.g.  Teilhabe und zur 
Gestaltung „neuer“ Begegnungen wurden in Zusammenarbeit mit neuen 
Kooperationspartner*innen verschiedene offene Community -Formate entwickelt, wie 
beispielsweise U rban-Art-Sketch-Abende vor Ort und in den umliegenden Stadtteilen, 
Nachbarschaft-Dinner-Abende, offene Tanz - und Begegnungsabende sowie Vorträge über die 
Geschichte Münsters. Außerdem wurden aktivierende Angebote für Senior *innen ausgebaut, 
darunter offene  Tanzgruppen, Bewegungsangebote und offene Sprechstunden zur 
Medienberatung. Besonders hervorzuheben ist, dass die Workshop -Macher*innen zunehmend 
eine internationale Biografie haben, wodurch die Diversität gefördert wird.  Die Formate der 
Weiterbildung stellen eine wichtige Basis dar, um ein möglichst diverses Publikum aufzubauen 
und sie auch zum Diskurs über gesellschaftliche Umbrüche einzuladen.

2 
 
 
Interkulturelle Bildung an den Schnittstellen Medien und Kunst für junge Menschen: In Bezug auf 
die Zusammenarbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurde das Leitbild des 
Bennohauses aktualisiert. Neue Kooperationen wurden angestoßen, darunter Ferienprogramme 
in Zusammenarbeit mit dem Impulswerk Münster. Diese Programme n utzen crossmediale 
Methoden, um Zugänge zu Themen wie „Gesundheit & Bewegung“, „Ökologie & FairHandeln“ 
sowie „Kreativität, Kultur & Technik“ zu schaffen.  Als Resultat der integrierten Bedarfserhebung 
im Profilierungsprozess sollen nun neue Formate entwickelt werden, die die „Visual- und Cultural 
Literacy“ junger Menschen fördern. Ergänzend dazu soll die Außenkommunikationsarbeit des 
Hauses kontinuierlich als medienkultureller Bildungs - und Begegnungsanlass genutzt  werden. 
Mentor*innen sollen dabei d ie Bundesfreiwilligendienstleistenden, die Teilnehmenden des 
freiwilligen sozialen Jahres sowie Schülerpraktikant *innen in ihren medialen Ausdrucksformen  
unterstützen Die Ergebnisse dieser Unterstützung sollen beispielsweise Podcasts und 
Videobeiträge sein, die über die Social -Media-Kanäle des Bennohauses verbreitet werden.  
Darüber hinaus werden die jungen Erwachsenen zunehmend aktiv in das Veranstaltungs -, 
Projekt- und Bühnenmanagement einbezogen. Diese kluge Verzahnung bietet einerseits 
lebensnahe Gestaltungsaufgaben und gewährleistet andererseits die hohe Multifunktionalität und 
Vielfalt im Haus. Der Ausbau der Interkulturellen Bildung an den Schnittstellen  zu Medien und 
Kunst insbesondere für Kinder und Jugendliche wird abhängig von Ressourcen sein (siehe 
Ausführungen zum Handlungsfeld 2 in der Vorlage). 
Glokale Sonderprojekte am Bennohaus:  Im Sinne der Förderung von Projekten an den 
Schnittstellen von Medien, Kunst und Kultur hat das Bennohaus verschiedene glokale 
Testprojekte durchgeführt und gezielt im überschaubaren Maß EU-Förderprogramme genutzt. 
Das heißt diese fördern internationalen Beziehungen und machen globale Themen im lokalen 
Leben erfahrbar. Die internationalen Projekte werden eng mit lokalen Partner*innen realisiert, 
sodass der lokale D iskurs von den Projekterfahrungen profitieren kann, indem er um neue 
Perspektiven erweitert wird. Hier eine Auswahl von Sonderprojekten:  
 Das Bennohaus hat gemeinsam mit dem Kulturamt der Stadt Münster am Kreativ -
Wettbewerb „Ich bin von hier – Erlebte Dive rsität in den Mitgliedsstädten“ erfolgreich 
teilgenommen und dessen Auslobung in Münster koordiniert. Dieser Wettbewerb wurde 
zeitgleich in 21 Städten in Nordrhein-Westfalen (NRW) vom Kultursekretariat NRW (NRWKS) 
ausgerufen. 
 
 Im Rahmen des Erasmus+ -Programms „Jugend“ wurde ein Projektantrag mit zwei 
internationalen Kulturpartner *innen aus Spanien und Estland eingereicht, der die 
Schwerpunkte Medien, Kunst und Kultur(en) vereinen soll. Das Projekt „RADIANT ROOTS - 
Neustart und digitale Bewahrung des kulturellen Erbes“ zielt darauf ab, junge Erwachsene in 
den Partnerländern und in Münster zu befähigen, durch digitale Werkzeuge Strategien und 
Methoden zur Erhaltung des lokalen kulturellen Erbes zu entwickeln. Dabei entsteht ein 
attraktives Werkzeug für Multipl ikator*innen aus den Bereichen Kultur, Geschichte, Kunst 
und Medien, darunter Künstler *innen, Kurator*innen, Sprachwissenschaftler*innen, 
Musiker*innen und digitale Akteur*innen. Dieses Werkzeug soll nach Abschluss des Projekts 
Interessierten in Münster zu r Verfügung gestellt werden . Am Projektende wird in jedem 
Partnerland eine Abschlussveranstaltung stattfinden, die die künstlerisch -mediale 
Auseinandersetzung mit dem persönlichen Heimatgefühl zeigt. In Münster arbeitet das 
Bennohaus im Projekt mit dem Sta dtarchiv, dem Stadtheimatbund sowie Dialekt -
Expert*innen und Historiker*innen zusammen. 
 
 Das Bennohaus ist Te il des Kooperationsverbundp rojektes „Community Re -Awaken“ 
(CoReA). Dies wird von Nesehnuti aus der Tschechische Republik koordiniert und durch das 
kofinanzierte „ERASMUS+“-Programm der Europäischen Union unterstützt. Es handelt sich 
um ein Projekt, das sich an den Bedürfnissen junger Menschen mit Migrationsvorgeschichte 
orientiert. Ziel ist es, kreative nicht-formale Instrumente und crossmediale Techniken für ihre 
Inklusion und Resilienz in unseren lokalen und regionalen Gemeinschaften zu entwickeln.

3 
 Das beantragte Projekt „living.art.sculpture“ wurde von lokalen Künstler*innen aus den 
Bereichen Performance, Tanz, Musik, Licht und Videokunst in Zusam menarbeit mit den 
Nachtbürgermeister*innen der Stadt Münster sowie Kultureinrichtungen, die mit jungen 
Erwachsenen arbeiten, konzipiert. Dieses multidisziplinäre Projekt soll, bei erfolgreicher 
Förderung im NRW-Programm „Kultur und Weiterbildung“, im Jahr 2025 an die Bennohaus-
Plattform andocken. Dieses Projekt bietet jungen Erwachsenen Zugänge zur professionellen 
freien Kulturszene Münsters und entwickelt eine Basis für das beschriebene Handlungsfeld 
3. 
Organisation & Betrieb 
Kontinuierliche Organisations- und Betriebsoptimierung: Das Ziel, einen insgesamt schlankeren 
Betrieb aufzubauen, wurde erfolgreich umgesetzt. In Zusammenarbeit mit der  Organisations-
beratung „Move“ hat die Geschäftsführung kontinuierlich an der Optimierung der Betriebs -
abläufe, der Rollen- und Aufgabenverteilung sowie der Kommunikationsmaßnahmen gearbeitet, 
um die vorhandenen und akquirier te finanzielle Mittel besser zu nutzen . Hierfür wurden feste 
Zuständigkeiten und Leistungsbereiche definiert sowie Prozesse standardisiert, um 
Arbeitsroutinen zu etablieren. Zusätzlich wurden agile und situative Organisationsstrukturen 
geschaffen, die es ermöglichen situativ auf mehr Ressourcen zurückzugreifen bzw. zusätzliche 
Ressourcen aufzubauen, z.B. durch Nutzung von Förderprogrammen . Dadurch konn ten 
Personalressourcen gezielter und effektiver eingesetzt werden.  Darüber hinaus wird 
kontinuierlich an der Verbesserung der Plattformdienstleistungen und der Optimierung der 
Schnittstellenkommunikation gearbeitet. Damit wurde eine gute Basis für ein möglichst vielfältiges 
und teilhabeorientiertes Programm entlang des Profils geschaffen.  Die Angebotspalette 
wiederum steht in Wechselwirkung mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen. 
Finanzen & Förderungen 
Raummanagement: Die Vergabe von Räumen wird nun schwerpunktmäßig aus dem geschärften 
Profil des Bennohauses abgeleitet. Hierbei wurde unter anderem mit dem Bundesverband 
Bildender Künstler*innen, dem Interkulturellen Frauenverein Ibdaa Femmes e.V. (inklusive 
Aufnahme ins Bildungsprogramm), dem Verein Move & Meet sowie mit jungen Start -ups der 
Kreativwirtschaft und dem Redaktionsteam des WDR 5 Stadtgesprächs zusammengearbeitet. 
Durch die gezielte Raumvermietung konnten verschiedene Fachtage, wie der Fachtag der 
Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur sowie der Fachtag des NRW -
Förderprogramms „Kultur und Weiterbildung“, durchgeführt werden. Erste Rahmenverträge mit 
wichtigen Kooperationspartner*innen, wie beispielsweise mit der Filmwerkstatt Münster e.V., 
werden derzeit erarbeitet. Das optimierte Raummanagement hat zu verbesserten Einnahmen und 
damit zur finanziellen Stabilisierung des Hauses beigetragen. Eine sozialverträgliche 
Entgeltordnung, die die Bedarfe der umliegenden Stadtteile berücksichtigt, ist in Arbeit. 
Förderungen: Der Betrieb incl. die Personaldecke wurde gezielt durch den Abbau des hohen 
Maßes an EU -Förderungen verschlankt und damit stabilisiert. Durch den Fördermix aus 
kommunalen Personalzuwendungen sowie Regelförderungen beispielsweise für den 
Weiterbildungsbereich ist das durch den AKO e.V. angestellte Kernteam strukturell abgesichert. 
Eine Verlässlichkeit für den Alltagsbetrieb is t damit gegeben.  Für das auf hohe 
Raumausnutzung setzende Haus und die Ermöglichung der Rolle als Gastgeber (Plattform -
Gedanke) wird in einem überschaubaren Maß auf ergänzende Mittel durch Fundraising bzw. 
Beantragung lokaler, regionaler oder EU-Förderung sowie die Verwendung der in der Vorlage 
ausgeführten kapitalisierten Mittel gesetzt. Erreicht wird dadurch ein inhaltlicher aber auch 
personeller Mehrwert, da ein Teil der Förderungen eingesetzt werden kann für Werkverträge 
oder Honorarverträge, die für die Gewährleistung von Dienstleistungen oder die Durchführung 
von Sonderprojekten unabdingbar sind. Wie in der Beschlussvorlage ausgeführt können die 
kapitalisierten Mittel, u.a. dafür eingesetzt werden, notwendige Eigenanteile bei speziellen 
Förderprogrammen einzubringen.

4 
 
 
 
Räume & Infrastruktur 
Vorbereitung eines Konzeptes zur Optimierung der Raumsituation : Der fortlaufende 
Profilierungsprozess im Jahr 2024 hat den hohen Bedarf an Räumen für die Kulturarbeit deutlich 
untermauert. Insbesondere werden Räume für die crossmediale Kunst - und Kulturarbeit von 
professionellen sowie zivilgesellschaftlichen Akteur*innen benötigt. Dazu gehören offene Projekt- 
oder Kursräume, Schnittplatzräume, Werkräume, Podcast-Studios und Fortbildungsräume. Das 
Kulturamt arbeitet eng mit dem Amt für Immobilienmanagement zusammen, um räumliche 
Optimierungsansätze im und um das Bennohau s zu entwickeln. Dabei stehen die Aspekte 
Raumauslastungsquoten, Raumerweiterung, Betriebslogi stik und das Management von 
Kooperationspartner*innen im Fokus. 
Verbesserung der Infrastruktur: Zur Qualifizierung der technischen und kulturellen Infrastruktur 
wurden verschiedene Mikro -Maßnahmen durchgeführt, wie die Anschaffung einer 
Großleinwand für digitale Bühnenbilder sowie für Film- und Medienabende.

Anlage 1_Meilensteine des Profil- und Optimierungsprozesses am Bennohaus

4154 Zeichen

Anlage 1: Meilensteine des Profil-und Optimierungsprozesses am Bennohaus 
 
 
 
 
2018
 
 
 Verrentung des städtischen Geschäftsführers 
 Aktualisierung der Vereinbarung zwischen der Stadt Münster und dem AKO e.V. 
 Regelung der Nachfolge der Geschäftsführung, ab 2018 Einstellung durch den Trägerverein 
 Ehemalige Mittel für Personalaufwendungen werden kapitalisiert  
 AKO e.V. und Kulturamt stellen Notwendigkeit der Nutzungskonzeptüberprüfung heraus. 
Wesentlicher Hintergrund und Maßgabe war dabei insbesondere auch, den in einem sehr hohen 
Maße durch EU-Projekte und Drittmittel (quer-)finanzierten Betrieb des Hauses im Sinne der 
Risikominderung für den Trägerverein AKO e.V. in einen langfristig soliden und insgesamt 
„schlankeren“ Betrieb umzustellen.  
 AKO e.V. erhält jährlichen Personalkostenzuschuss für die Geschäftsführung 
 Die verbleibenden kapitalisierten Mittel i.H. von 36.250 Euro jährlich werden durch das Kulturamt 
bewirtschaftet. Über ihre Verwendung entscheidet der Rat der Stadt Münster bis zum Beschluss eines 
Gesamtkonzeptes (V/0900/2018). 
 
 
2019
 
 
 Ergebnisbericht des 2018 durch den AKO e.V. beauftragten „Instituts für sozialraumorientierte 
Praxisforschung und -entwicklung e.V.“ zur externen Prozessberatung (V/0974/2019). Es wurden drei 
Handlungsfelder herausgearbeitet, um damit die lokale und stadtweite Ausstrahlung des 
Bennohauses zu unterstützen. Dabei ging es um  
1. die Schaffung einer hohen Aufenthaltsqualität im Haus.  
2. die Verbesserung der baulichen Außenwirkung und Freiflächen um das Haus.  
3. die Profilschärfung und Positionierung des Bennohauses als Plattform und Dienstleister für 
Menschen der umliegenden Stadtteile, für professionelle Kunst- und Kulturschaffende und  
      für Kooperationspartner*innen und Gäste der Stadtgesellschaft.  
 
 
 
2020
 
 
 AKO e.V. beginnt mit der sukzessiven Umsetzung der erarbeiteten ersten Optimierungsschritte (1&2) 
 Aufgrund der Corona-Pandemie muss der Betrieb in großen Teilen „still stehen“ 
 Verzögerung der weiteren Maßnahmen z.B. zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität 
 
 
 
2021
 
 
 Wechsel der Geschäftsführung 
 Wiederaufnahme des Kulturbetriebs nach „Corona“ und Realisierung weiterer Meilensteine - hier vor 
allem Verbesserung der Aufenthaltsqualität, sukzessiver Abbau des Personalschlüssels und der 
hohen Zahl der EU-Großprojekte 
 Reaktivierung des für den Betrieb notwendigen Kulturcafés (V/0496/2021) 
 
 
2022 
 
 Fortführung Wiederaufnahme des Betriebs, Reaktivierung der Raumvermietungen 
 Einmalige Aufstockung der Betriebsmittel (V/0664/2022) 
 Jahresabschluss mit positiver Bilanz 
 Beschluss zur Weiterführung des Profilierungs- und Optimierungsprozesses (V/0664/2022) 
Insbesondere geht es um das o.g. Handlungsfeld 3 (Plattformgedanke/ Profil) 
 
 
2023
 
 
 Fortführung des Profilierungs- und Optimierungsprozesses mit dem Ergebnis weitere Testprojekte 
umzusetzen, um die Basis aufzubauen das Bennohaus zur „Plattform für Begegnungen“ mit dem 
Profil „Media, Arts & Culture(s)“ weiterzuentwickeln (V/0592/2023). 
 
 
 
2024 
 
 Durchführung von Maßnahmen zur Entwicklung einer guten Ausgangsbasis für das erkannte Profil:  
  Erstes lokales interdisziplinäres Netzwerk-Treffens „Media, Arts & Culture(s)“ & Evaluierung 
  Stärkung etablierter Stadtteilkulturformate & Entwicklung neuer Ansätze für Community-Formate 
  Kulturelle Aufladung des Gesamtprogramms mit Testprojekten u.a. Crossover- Formate 
  Neues Raum-und Kooperationspartnermanagement 
  Optimiertes Fördermittel- und Finanzierungsmanagement 
  Optimierung der Aufgabenbereiche wie z.B. der Weiterbildung entlang des Profils 
  Vorbereitung Raum-Optimierungsstrategie 
 Gemäß Ratsauftrag (V/0900/2018) wurde ein passgenaues Konzept abgeleitet, das mit vier 
Handlungsfeldern auf dringend zu lösende Bedarfe, die im Zusammenhang mit dem Profil 
stehen, reagiert. Es schafft die Voraussetzung das erarbeitete Profil mit großen 
Wirkungsmechanismen aufzubauen. Das Konzept schafft damit die Basis für die 
zweckgebundene, effektive zukünftige Verwendung der kapitalisierten Mittel aus 
ehemaligen Personalaufwendungen.

Beratungsverlauf (5)

12.11.2024 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 6.6 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
28.11.2024 Kulturausschuss
TOP 8 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
04.12.2024 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 7.37 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
11.12.2024 Hauptausschuss
TOP 33 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
11.12.2024 Rat
TOP 40 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0645/2024
Typ
Vorlagen
Datum
15.10.2024
Erstellt
15.10.2024 12:05