V/0705/2010
Bürgerversammlungen und Bürgerkonferenzen zum Haushalt und zum Konsolidierungskonzept
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V-0705-2010_Anlage2
1605 Zeichen
U m f r a g e a u f d e n B ü r g e r k o n f e r e n z e n
z u r H a u s h a l t s k o n s o l i d i e r u n g
1. Sind Sie grundsätzlich dafür, dass die Stadt ver sucht, wieder einen ausgeglichenen
Haushalt (Einnahmen = Ausgaben) zu erreichen?
Ja
Nein
Weiß nicht
2. Soll die Stadt ihre finanzielle Unabhängigkeit b ewahren und die drohende
Haushaltssicherung bzw. einen Nothaushalt vermeiden?
Ja
Nein
Weiß nicht
3. Halten Sie das von der Stadt vorgelegte Haushalt skonzept (Sparen bei der Verwaltung,
Sparen bei städtischen Leistungen, Mehreinnahmen du rch Steuern / Gebühren)
grundsätzlich für vertretbar?
Ja
Nein
Weiß nicht
4. Gibt es aus Ihrer Sicht Bereiche, in denen nicht gespart werden sollte?
Ja Bitte Bereich(e) nennen: ________________________________________
Nein
Weiß nicht
5. Gibt es aus Ihrer Sicht Bereiche, in denen auf j eden Fall gespart werden sollte?
Ja Bitte Bereich(e) nennen: ________________________________________
Nein
Weiß nicht
Für die Statistik:
Geburtsjahr: 19 __ __
Geschlecht: Frau
Mann
Seit wann wohnen Sie in Münster? (einschließlich d er seit 1975 eingemeindeten Stadtteile)
seit Geburt in Münster seit: __ __ __ __ (Bitte Jahr eintragen!)
Der Umfragebogen wird am Ende der Veranstaltung wieder eingesammelt. Alternativ können Sie den Umfragebogen auch per
Post senden an:
Stadt Münster Amt des Rates und des Oberbürgermeisters Klemensstr. 10 48143 Münster Stichwort: Konsolidierung
V/0705/2010, Anlage 2
Berichtsvorlage
11900 Zeichen
V/0705/2010 DER OBERBÜRGERMEISTER Dezernat II Betrifft Bürgerversammlungen und Bürgerkonferenzen zum Haushalt und zum Konsolidierungskonzept Beratungsfolge 28.09.2010 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Bericht 29.09.2010 Hauptausschuss Bericht 29.09.2010 Rat Bericht Bericht : Nachdem das Konzept zur Haushaltskonsolidierung am 9. Juni in den Rat der Stadt Münster ein- gebracht worden ist (vgl. Vorlage V/0438/2010), hat die Verwaltung eine Bürgerversammlung und mehrere Bürgerkonferenzen zu den Themen „städt ischer Haushalt“ und „Haushaltskonsolidie- rung“ durchgeführt. Mit dieser Berichtsvorlage sollen die Bürgerversammlung und die Bürgerkonferenzen vorgestellt und deren Ergebnisse kurz skizziert werden. Bürgerversammlung am 22. Juni Am 22. Juni wurde in der Mehrzweckhalle der S tadtwerke das Konsolidierungskonzept der Stadt über 150 interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern vorgestellt und intensiv diskutiert. Zu- nächst stellte Oberbürgermeister Lewe die finanzielle Ausgangslage, das dringende Erfordernis für eine Haushaltskonsolidierung, die Herangehensweise der Verwaltung und das Ziel dar, die Konsolidierungsmaßnahmen auf möglichst viele Schultern zu verteilen. Anschließend erläuterte Stadtkämmerin Bickeböller die Details des Konsolidierungskonzepts: 5 Säulen, Gesamtvolumen 42 Mio. Euro, rund 190 Einzelmaßnahmen, Konsolidierungserfordernis von 35 Mio. Euro und die Alternative Nothaushalt. Danach stand der gesamte Verwaltungsvorstand Rede und Antwort. Viele Aspekte wurde ange- sprochen und beleuchtet: Die geplante Erhöhung der Hundesteuer ebenso wie das Thema Schuldenabbau; die geplante Schließung der Lehranstalt für pharmazeutisch-technische Assis- tenten (PTA) ebenso wie die Aufgabe der Bücherei-Zweigstellen Aaseemarkt und Hansaplatz; der Vorschlag, Grundsteuer und Gewerbesteuer zu erhöhen ebenso wie das Thema Schülerbe- förderung. Oberbürgermeister Lewe stellte abschließend noch die unterschiedlichen Informations- und Be- teiligungsmöglichkeiten für die Bürgerschaft vor (Bürgerversammlung und Bürgerkonferenzen, Internet, E-Mail, telefonisch oder postalisch) und zog das Fazit, dass die Zukunft der Stadt durch die Konsolidierung des städtischen Haushalts gesichert werden könne. Anregungen und eigene Vorschläge aus der Bürgerschaft hierzu seien sehr willkommen. Vorlagen-Nr.: V/0705/2010 Auskunft erteilt: Herr Möller Ruf: 492 70 22 E-Mail: MoellerFrank@stadt-muenster.de Datum: 24.09.2010 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0705/2010 Anregungen und Vorschläge konnten nach der Versammlung abgegeben werden, hierzu lag ein entsprechender Vordruck (Anlage 1) aus, der auch auf den Bürgerkonferenzen verteilt wurde. Bürgerkonferenzen zur Haushaltskonsolidierung Auf den Bürgerkonferenzen gab es neben den Modulen ‚Information’ und ‚Anregungen und Spar- vorschläge’ noch eine zusätzliche Beteiligungsmöglichkeit. Für alle anwesenden Einwohnerinnen und Einwohner lag ein Umfrageformular aus, das als Anlage 2 beigefügt ist. Das Formular konnte während der Bürgerkonferenzen ausgefüllt und anschließend abgegeben werden. Diese „kleine“ Umfrage sollte die „große“ Bürgerumfrage 2010 (vgl. Vorlage V/0671/2010) um den Aspekt der Haushaltskonsolidierung ergänzen, ohne dabei den Anspruch auf Repräsentativi- tät zu erheben. Die „kleine“ Umfrage soll vielmehr das Stimmungsbild auf den Bürgerkonferenzen wiedergeben und eine zusätzliche Informationsquelle für die Haushaltsberatungen der Parteien im Rat der Stadt Münster darstellen. Die Ergebnisse der Umfrage sind am Ende dieser Berichts- vorlage (S. 4) abgedruckt. Auf den Bürgerkonferenzen wurde eine Folienpräsentation gezeigt. Die Präsentation wurde je- weils – dem örtlichen Bezug entsprechend – leicht angepasst. Beispielhaft ist die Präsentation beigefügt, die auf der Bürgerkonferenz in Kinderhaus gezeigt wurde (Anlage 3 ). Bürgerkonferenz am 31. August in der Rüstkammer des Rathauses An der ersten Bürgerkonferenz haben ca. 25 Einwohnerinnen und Einwohner teilgenommen. Nach einer Einführung in die Thematik durch Oberbürgermeister Lewe stellte Herr Reinkemeier (Leiter des Amtes für Finanzen und Beteiligungen) die finanzielle Ausgangslage und die unter- schiedlichen Säulen des Konsolidierungskonzepts anhand von ausgewählten Beispielen dar. In der anschließenden Diskussion wurden folgende Punkte angesprochen bzw. diskutiert: - schnellerer Schuldenabbau als bislang geplant - Beteiligung der Städtischen Bühnen im Konsolidierungskonzept - Frauenforschungsstelle DIWA - Schließung Stadtteilbüchereien - Erhöhung der Einnahmen / Erträge (z. B. Parkgebühren) - Stärkere Konzernbetrachtung - Kürzungen, die bürgerschaftliches Engagement betreffen - Großinvestitionen (z. B. Elefantenpark im Zoo) ins Verhältnis zu den Konsolidierungsvor- schlägen setzen. Bürgerkonferenz am 9. September in Roxel Rund 40 Einwohnerinnen und Einwohner haben sich an der zweiten Bürgerkonferenz beteiligt. Nach der Vorstellung des Konsolidierungskonzepts durch Oberbürgermeister Lewe und Herrn Reinkemeier wurde insbesondere über Folgendes diskutiert: - „unnötige“ Investitionen in der Vergangenheit (z. B. Picasso-Platz, Fischtreppe an der Aa) - Stärkere Beachtung des Haushaltsausgleichsprinzips - Zukünftige Pensionsverpflichtungen der Stadt - Erhaltung des Schülerspezialverkehrs. Bürgerkonferenz am 15. September in Kinderhaus Mit rund 70 Einwohnerinnen und Einwohnern war die Beteiligung auf der dritten Bürgerkonferenz in Kinderhaus am stärksten. Am Anfang stand wie üblich die Vorstellung des Konsolidierungs- konzepts durch Oberbürgermeister Lewe und Stadtkämmerin Bickeböller. Einen Schwerpunkt der Diskussion nahm jedoch nicht das Konsolidierungskonzept der Verwaltung, sondern die Zent- rumserweiterung in Kinderhaus ein. Darüber hinaus wurden folgende Aspekte diskutiert: - Vergleich der Haushaltslage in kreisangehörigen und kreisfreien Städten - Erhaltung des Schülerspezialverkehrs, gegebenenfalls unter (finanzieller) Beteiligung der Eltern - Erhalt der Köchinnen-Stellen an zwei Kindertageseinrichtungen 3 V/0705/2010 - Stärkere Einsparung im Straßenbau - Schlechte Trainingsbedingungen an einzelnen Sportstätten (Westfalia Kinderhaus). Bürgerkonferenz am 16. September in Hiltrup Rund 25 Einwohnerinnen und Einwohner kamen zur vierten Bürgerkonferenz in die Stadthalle Hiltrup. Oberbürgermeister Lewe und Stadtkämmerin Bickeböller stellten die Konsolidierungs- notwendigkeit und das Konsolidierungskonzept vor. Die sich anschließende Diskussion behan- delte nicht die Stadthalle Hiltrup, die im Konsolidierungskonzept Erwähnung findet, dafür aber folgende Themen: - Auswirkungen der konjunkturellen Entwicklung auf die Haushaltslage - Öffentlichkeitsarbeit mit den lokalen Medien zum Thema Haushaltskonsolidierung - Relevanz der Bürgerumfrage 2010 auf die Konsolidierung - Kulturförderabgabe - Sozialverträglicher Stellenabbau bei der Verwaltung - Rücklagen im städtischen Haushalt - Umfang der Sparbeiträge einzelner Bereiche (Sport, Kultur, städtische Beteiligungen). Bürgerkonferenz am 23. September im Bennohaus An der fünften Bürgerkonferenz beteiligten sich knapp 40 Einwohnerinnen und Einwohner. Ober- bürgermeister Lewe und Herr Reinkemeier erläuterten die Finanzlage der Stadt und das Konsoli- dierungskonzept. Danach bestand wieder Gelegenheit zur Diskussion, folgende Punkte kamen zur Sprache: - Beitrag der Wirtschaft zur Konsolidierung - Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals - Haushaltsbeschränkungen durch Bundes- und Landesvorgaben - Einfluss der Umfrageergebnisse auf die weitere Spardiskussion - Auswirkungen des demografischen Wandels - Höhe und Beeinflussbarkeit der städtischen Zinsaufwendungen. Bürgerumfrage auf den Bürgerkonferenzen zum Thema ‚Haushaltskonsolidierung’ Wie oben bereits dargestellt, bestand auf den Bürgerkonferenzen für die anwesenden Einwohne- rinnen und Einwohner die Möglichkeit, sich an einer „kleinen“ Bürgerumfrage zum Thema ‚Haus- haltskonsolidierung’ zu beteiligen. An der Bürgerumfrage haben 76 Einwohnerinnen und Einwohner teilgenommen. Von den Teil- nehmern waren 46 % weiblich, 54 % männlich. Die älteste Teilnehmerin war 80 Jahre alt, die jüngste Teilnehmerin ist 2003 geboren. Die Gruppe der 40 bis 49-Jährigen war am häufigsten bei der Umfrage vertreten. Die Gesamtverteilung über die unterschiedlichen Altersgruppen ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen: 2 18 6 14 9 13 13 0 5 10 15 20 unter 20- Jährige 20 - 29- Jährige 30 - 39- Jährige 40 - 49- Jährige 50 - 59- Jährige 60 - 69- Jährige über 70- Jährige 4 V/0705/2010 Die einzelnen Fragen sind wie folgt beantwortet worden: 1) Sind Sie grundsätzlich dafür, dass die Stadt versucht, wieder einen ausgeglichenen Haushalt (Einnahmen = Ausgaben) zu erreichen? Ja: 98,7 % Nein: 0,0 % Weiß nicht: 1,3 % 2) Soll die Stadt ihre finanzielle Unabhängigkeit bewahren und die drohende Haushaltssi- cherung bzw. einen Nothaushalt vermeiden? Ja: 95,9 % Nein: 1,4 % Weiß nicht: 2,7 % 3) Halten Sie das von der Stadt vorgelegte Haushaltskonzept (Sparen bei der Verwaltung, Sparen bei städtischen Leistungen, Mehreinnahmen durch Steuern / Gebühren) grund- sätzlich für vertretbar? Ja: 71,4 % Nein: 12,9 % Weiß nicht: 15,7 % 4) Gibt es aus Ihrer Sicht Bereiche, in denen nicht gespart werden sollte? Ja: 94,7 % Nein: 5,3 % Weiß nicht: 0,0 % Die TOP 5 der Bereiche, in denen nicht gespart werden sollte: 1. Kinder, Kinderbetreuung / Jugend (36 / 15 Nennungen) 2. Bildung (29 Nennungen) 3. Schule (25 Nennungen) 4. Soziales (17 Nennungen) 5. Kultur (16 Nennungen) 5) Gibt es aus Ihrer Sicht Bereiche, in denen auf jeden Fall gespart werden sollte? Ja: 84,5 % Nein: 7,0 % Weiß nicht: 8,5 % Die TOP 5 der Bereiche, in denen auf jeden Fall gespart werden sollte: 1. Straßenbau, Tiefbau, Verkehrsinfrastruktur (30 Nennungen) 2. Verwaltung (14 Nennungen) 3. Stadtmarketing (6 Nennungen) 4. Prestigebauten / Immobilien (4 Nennungen) 5. Neubaugebiete (4 Nennungen) 5 V/0705/2010 Fazit Rechnet man auch die erste Bürgerversammlung zur städtischen Finanzlage im Januar 2010 hinzu, haben sich insgesamt auf den Bürgerversammlungen und Bürgerkonferenzen rund 470 Einwohnerinnen und Einwohner aktiv beteiligt. Von den Einwohnerinnen und Einwohnern sind rund 53 Vorschläge und Anregungen zum Haus- halt formuliert worden, zum Teil waren die Vorschläge mit zahlreichen Unterpunkten versehen. Diese Vorschläge sind den Parteien im Rat der Stadt Münster bereits zur Kenntnis gegeben wor- den. Die Verwaltung wird jeden Vorschlag noch mit einer Einschätzung versehen. Diese Ein- schätzungen werden den Parteien ebenfalls zur Kenntnis gegeben. Gehen weitere Vorschläge ein, wird dieses Verfahren selbstverständlich bis zur abschließenden Beschlussfassung über den Haushalt (und die Konsolidierung) fortgeführt. In den Etatsitzungen der kommunalen Gremien können die Vorschläge und Anregungen der Einwohnerinnen und Ein- wohner aufgegriffen werden. Wenn ein Vorschlag (oder eine Anregung) von den parlamentari- schen Gremien nicht aktiv aufgegriffen wird, gilt er mit der abschließenden Beschlussfassung des Rates zum Haushalt als abgelehnt. Nach der Beschlussfassung des Rates zum Haushalt 2011 wird die Verwaltung auf den städti- schen Internetseiten die Beschlüsse zu jedem Vorschlag und jeder Anregung dokumentieren. Die Eingeberinnen und Eingeber erhalten außerdem ein abschließendes Schreiben der Verwal- tung. In Vertretung gez. Bickeböller Stadtkämmerin Anlagen: Anlage 1: Vordruck für Anregungen und Sparvorschläge (Muster) Anlage 2: Umfrageformular der Umfrage auf den Bürgerkonferenzen zur Haushaltskonsolidierung (Muster) Anlage 3: Folienpräsentation zur Bürgerkonferenz am 15. September 2010
V-0705-2010_Anlage3
14251 Zeichen
1
Bürgerkonferenz zur
Konsolidierung,
15. September 2010
Oberbürgermeister
Markus Lewe
Stadtdirektor
Hartwig Schultheiß
Stadtkämmerin
Helga Bickeböller
Ltd. Städt. Direktor
Klaus Ehling
Ltd. Städt. Direktorin
Anna Pohl
2
Ablauf der Bürgerkonferenz
• Hinweis auf Bürgerkonferenz-Umfrage
• Allgemeine Informationen zum städtischen
Haushalt und zur Konsolidierung
• Vorstellung ausgewählter Konsolidierungs-
vorschläge
• Informations- und Beteiligungs-
möglichkeiten
• Diskussion über die Konsolidierung
• Einsammeln der Fragebögen zur
Bürgerkonferenz-Umfrage
2
3
Die Bürgerkonferenz-
Umfrage
4
Bürgerkonferenz-Umfrage
• Umfrageformular
3
5
Bürgerkonferenz-Umfrage
• Umfrage soll ein aktuelles Stimmungsbild
zur Haushaltskonsolidierung liefern und
damit die große Bürgerumfrage 2010, die
bereits abgeschlossen ist, ergänzen
• Ergebnisse werden nach der letzten Bür-
gerkonferenz (23.9.) auf der Internetseite
www.muenster.de/stadt/haushaltskonzept
veröffentlicht und den parlamentarischen
Gremien zur Kenntnis gegeben
• Ausgefüllte Umfragebögen können nach
der Veranstaltung abgegeben werden
6
Die Konsolidierung
4
7
Der politische Auftrag
• Beschluss des Rates der Stadt Münster
vom 9. Dezember 2009:
„Der Rat nimmt das
Erfordernis zu
weiteren Konsolidierungsschritten in den
Jahren 2011 bis 2013 zur Vermeidung
der Haushaltssicherung zur Kenntnis.
Angestrebt wird, das
Defizit bis zum Jahr
2014 auf maximal 20 Mio. Euro zu
begrenzen. […] Rat und Verwaltung
bekunden ihren festen Willen, eine
Haushaltssicherung zu vermeiden .“
8
Die finanzielle Ausgangslage
• Hohes Defizit im städtischen Haushalt
2011
693
782
89
500
600
700
800
Erträge Aufwendungen
2010
706
780
74
500
600
700
800
Erträge Aufwendungen
Mio. €
5
9
Die finanzielle Ausgangslage
• Jahresabschluss 2009
-90,8
-38,4
-120
-90
-60
-30
0
30
ursprüngl.
Planung
Jahresergebnis
Mio. €
10
Auf Konsolidierung verzichten?
• Trotz des weniger schlechten Jahres-
abschlusses 2009: Angesichts der hohen
Defizite hieße ein Verzicht auf Konsoli-
dierung:
HAUSHALTSSICHERUNG und
NOTHAUSHALT in Münster
=
KOMMUNALE INSOLVENZ !
• Bereits mit dem Haushalt 2011 wäre
Münster im Nothaushaltsrecht!
6
11
Was bedeutet Nothaushalt?
• Zuschüsse (z. B. an Sportvereine,
Kulturinitiativen, soziale Einrichtungen)
kürzen : Weit über 200 Vereine, Verbände
und Initiativen in Münster wären betroffen!
• Steuern auf Landesdurchschnitt
erhöhen : Grundsteuer auf 495 %-Punkte
(aktuell 420), Gewerbesteuer auf 460 %-
Punkte (aktuell 440)
Die Aufsichtsbehörde würde die Stadt auffor-
dern, folgende Maßnahmen durchzuführen:
12
Was bedeutet Nothaushalt?
• Freiwillige und Pflichtaufgaben
einschränken
: Einschnitte z.B. im
Bereich Kultur, Sport oder Soziales
• Neue Investitionen nur nach
Genehmigung
: Keine freie Entscheidung
mehr über Investitionen in Münster,
sondern Prioritätenliste zur Genehmigung
an Bezirksregierung
7
13
Was bedeutet Nothaushalt?
Fazit : Nothaushalt bedeutet:
• Die Steuern steigen stärker als bei
freiwilliger Konsolidierung!
• Die städtischen Leistungen werden
stärker abgebaut als bei freiwilliger
Konsolidierung!
14
Konsolidierungskonzept
Säule 1
Säule 2
Säule 3
Säule 4
Säule 5
Umfang: 42 Mio. €
8
15
Konsolidierungskonzept
Säule 1
Organisationsentwicklung der Verwaltung
• Umfang: rund 1,5 Mio. Euro
• Ansatzpunkte:
• Weitere Optimierung der Verwaltungs-
prozesse (z.B. im Bereich E-Government)
• Verringerung der Zahl der Organisations-
einheiten
16
Konsolidierungskonzept
• Verstärkte Nutzung interkommunaler
Zusammenarbeit in der Region
• Nutzung von Synergien im „Konzern Stadt
Münster“
9
17
Konsolidierungskonzept
Säule 2
Liste denkbarer Konsolidierungsmaßnahmen
• Umfang: rund 13 Mio. Euro
• Über 180 Einzelmaßnahmen
• Maßnahmen von 2.000 Euro bis zu 1 Mio.
Euro
18
Konsolidierungskonzept
Beispiel 1 : Schließung der Bürgerbüros
Coerde, Gievenbeck und Gremmendorf
• Die Bürgerbüros werden ersatzlos
geschlossen.
• Bürgerinnen und Bürger müssen auf
andere Bürgerbüros (z.B. Mitte)
ausweichen.
• Finanzielle Wirkung: 56.000 Euro
10
19
Konsolidierungskonzept
Beispiel 2 : Erhöhung der Musikschul-
Gebühren um 6 %
• Die Gebühren für die Nutzung der Musik-
schule (Westfälische Schule für Musik)
sollen zum 01.02.2011 um 6 % erhöht
werden.
• Gebührenerhöhung bewirkt Mehrbela-
stung bei Musikschüler/innen / Eltern
• Finanzielle Wirkung: 75.000 Euro
20
Konsolidierungskonzept
Beispiel 3 : Einstellung des Förderprogramms
Altbausanierung
• Vorschlag: Das Förderprogramm Altbau-
sanierung wird eingestellt. Hauseigen-
tümer/innen erhalten keine städtischen
Zuschüsse mehr für die energetische
Sanierung ihrer Gebäude.
• Finanzielle Wirkung: 100.000 Euro
11
21
Konsolidierungskonzept
Beispiel 4 : Reduzierung bei der baulichen
Unterhaltung / Instandsetzung der Straßen
• Vorschlag: In den Jahren 2011 bis 2013
sind die entsprechenden Haushaltsmittel
bereits um 1 Mio. Euro reduziert worden.
Diese Reduzierung wird 2014 fortgesetzt.
• Finanzielle Wirkung: 1.000.000 Euro
22
Konsolidierungskonzept
Säule 3
Pauschale Aufwandssenkung bei der
Verwaltung
• Umfang: rund 7 Mio. Euro
• Zusätzlich zu den Säulen 1 und 2 erfolgt
hier nochmals eine pauschale Kürzung
der städtischen Aufwendungen um 1,5 %
12
23
Konsolidierungskonzept
• Die Kürzung betrifft die
• Personalaufwendungen
• Aufwendungen für Sach- und
Dienstleistungen,
• Transferaufwendungen und
• sonstigen ordentlichen Aufwendungen.
• Die Leistungserbringung wird gegenüber
den Bürger/innen sowie den Unter-
nehmen im Wesentlichen nicht spürbar
verschlechtert.
24
Konsolidierungskonzept
• Exkurs : Städt. Personalaufwendungen
• Das Konsolidierungskonzept enthält eine
Verringerung der Personalaufwendungen
von 5,8 Mio. Euro.
• Das entspricht 116 Stellen in der
Verwaltung (Stellenbestand 2010: ~3.110)
• Stadtverwaltung hat von 2001 bis 2010
brutto
über 440 Stellen eingespart.
• Wegen Stellenzuwachs in einzelnen
Bereichen (Kitas, Schulen, Feuerwehr)
netto
rund 210 Stellen.
13
25
Konsolidierungskonzept
Säule 4
Liste mit Steuer- und Abgabenerhöhungen
• Umfang: rund 10 Mio. Euro
• Umfasst Grundsteuer, Hundesteuer,
Zweitwohnsitzsteuer und Parkentgelte
26
Konsolidierungskonzept
Beispiel 1 : Erhöhung der Grundsteuer B
• Die Grundsteuer B gilt für Grundstücke
von Gewerbetreibenden und Grund-
eigentümern.
• Vorschlag: Der Hebesatz soll um 40 %-
Punkte (von 420 auf 460 %-Punkte)
angehoben werden.
• Finanzielle Wirkung: 4.300.000 Euro
14
27
Konsolidierungskonzept
• Grundsteuer-Hebesätze 2010
420
440
470
475
480
490
495
500
510
525
530
560
0 100 200 300 400 500 600
Münster
Bielefeld, Düsseldorf
Aachen
Krefeld, Mönchengladbach
Dortmund
Remscheid, Solingen, Wuppertal
Hagen
Duisburg, Hamm, Herne, Köln, Leverkusen, Mülheim
Bonn
Bochum
Bottrop, Gelsenkirchen, Oberhausen
Essen
31
28
Konsolidierungskonzept
Beispiel 2 : Erhöhung der Hundesteuer
• Der durchschnittliche Steuersatz von 31
NRW-Kommunen liegt fü
r den 1. Hund bei
111 Euro (Münster = 72 Euro), für den 2.
Hund bei 140 Euro (Münster = 84 Euro).
• Vorschlag: Die Hundesteuer wird auf 108
(1. Hund) bzw. 120 Euro (2. Hund) erhöht.
• Finanzielle Wirkung: 320.000 Euro
15
29
Konsolidierungskonzept
• Hunde-
steuer-
sätze in
NRW:
72
78
92
96
102
96
114
114
117
114
120
120
120
120
128
114
138
156
141,12
108
144
156
84
108
107
108
114
150
132
138
135
138
138
144
144
150
148
174
174
156
171,84
216
192
216
0 50 100 150 200 250 300 350 400
Münster
Hamm
Krefeld
Bielefeld
Bottrop
Düsseldorf
Duisburg
Solingen
Gelsenkirchen
Herne
Mülheim
Mönchengladbach
Bochum
Remscheid
Hagen
Wuppertal
Bonn
Köln
Essen
Leverkusen
Dortmund
Oberhausen
Euro
1 Hund
für 2 Hunde
(je Hund)
30
Konsolidierungskonzept
Säule 5
Erhöhung der Gewerbesteuer
• Umfang: rund 10 Mio. Euro
• Der Gewerbesteuer-Hebesatz soll um
20 %-Punkte angehoben werden
16
31
Konsolidierungskonzept
• Die Gewerbesteuer wird als Ertragssteuer
auf die „objektive Ertragskraft“ eines
Gewerbebetriebes erhoben.
• Haushaltsansatz 2010 / 2011: 230 Mio. €
• Vorschlag: Der Hebesatz (bislang 440)
soll um 20 %-Punkte und damit auf den
durchschnittlichen Hebesatz der
kreisfreien Städte in NRW angehoben
werden.
32
Konsolidierungskonzept
• Gewerbesteuer-Hebesätze 2010 in NRW:
[Graphik wird noch eingefügt]
435
440
445
450
460
465
468
470
480
490
400 420 440 460 480 500
Bielefeld
Düsseldorf, Krefeld, Münster, Wuppertal
Aachen
Hagen, Köln, Mönchengladbach, Remscheid, Solingen
Bochum, Bonn, Herne, Leverkusen
Hamm
Dortmund
Duisburg, Mülheim
Gelsenkirchen
Bottrop, Essen, Oberhausen
17
33
Informations-
und
Beteiligungsmöglichkeiten
34
Informationsmöglichkeiten
• Beschlussvorlage der Verwaltung (enthält
das Konsolidierungskonzept)
Hinweis : Die Vorlage ist
zwar bereits vom Rat
beschlossen, aber die
einzelnen Konsolidierungs-
vorschläge noch nicht!
18
35
Informationsmöglichkeiten
• Informationsbroschüre der Verwaltung
36
Informationsmöglichkeiten
• Internetseite
www.muenster.de/stadt/haushaltskonzept
19
37
Bürgerumfrage 2010
• Ausschnitt aus der Bürgerumfrage 2010
!
"#
!#$ !%&!
'# '
#
#$'
( ( (
&!
)
#
38
Bürgerumfrage 2010
• Ausschnitt aus der Bürgerumfrage 2010
• Details zur Bürgerumfrage:
• Feldarbeit vom 17.05. – 18.06.2010
• Befragung von rund 5.200 Bürger/innen
• Rücklauf: rund 1.600 Fragebögen (31,2 %)
*
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'
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1
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'(
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)
!
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20
39
Bürgerumfrage 2010
Ergebnisse der Bürgerumfrage:
• Hier soll die Stadt weniger Geld ausgeben:
• Ausbau des Straßennetzes: 52 %
• Entwicklung neuer Wohngebiete: 43 %
• Entwicklung von Gewerbe- und
Industriegebieten: 37 %
• Gestaltung von Plätzen/Freiräumen: 27 %
• Kulturförderung (Zuschüsse
Vereine/Verbände): 27 %
• Stadttheater: 25 %
40
Bürgerumfrage 2010
Ergebnisse der Bürgerumfrage:
• Hier soll die Stadt gleich viel Geld aus-
geben:
• Sauberkeit in der Stadt: 74 %
• Pflege und Instandhaltung der
Grünanlagen: 72 %
• Instandhaltung des Radwegenetzes: 66 %
• Stadtbücherei/Stadtteilbüchereien: 63 %
• Pflege / Ausstattung von Spielplätzen: 62 %
• Volkshochschule: 62 %
21
41
Bürgerumfrage 2010
Ergebnisse der Bürgerumfrage:
• Hier soll die Stadt mehr Geld ausgeben:
• Unterhaltung/Ausstattung der Schulen: 55 %
• Betreuungsangebote an Schulen: 48 %
• Unterhaltung/Ausstattung Kindergärten: 41 %
• Freizeitangebote/Treffpunkte für Jugendliche:
40 %
• Öffentliche Sicherheit und Ordnung: 32 %
• Soziale Dienste (soziale, gesundheitliche,
familienbezogene Beratung/Hilfe): 31 %
42
Bürgerumfrage 2010
Ergebnis zur 2. Frage: „Wie sehen Sie das
Verhältnis von Einsparungen zu Mehr-
einnahmen?
22
43
Bürgerumfrage 2010
Weitere Informationen unter
www.muenster.de/stadt/stadtplanung/strategie-umfragen.html
44
Beteiligungsmöglichkeiten
Sie haben Hinweise,
Anregungen oder eigene
Konsolidierungsvorschläge?
23
45
Beteiligungsmöglichkeiten
• Bürgerversammlung und Bürger-
konferenzen
46
Beteiligungsmöglichkeiten
• Vordruck für Anregung / Sparvorschlag
24
47
Beteiligungsmöglichkeiten
• Bisher eingegangene Anregungen /
Sparvorschläge (Auswahl):
• Nr. 5: Reduzierung der Straßenbeleuchtung
• Nr. 7: Städt. Aufgaben über Stiftungen
finanzieren
• Nr. 13: Anzahl der Ratsmitglieder nach der
nächsten Kommunalwahl verringern
• Nr. 32: Grundsteuer anstelle der
Gewerbesteuer stärker erhöhen
48
Beteiligungsmöglichkeiten
• Internetseite
direktzu.stadt-muenster.de/lewe
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Beteiligungsmöglichkeiten
• Bisherige Vorschläge auf der Internetseite
„direkt zu Markus Lewe“ (Auswahl):
• Städt. Zuschüsse bei der Haushalts-
konsolidierung berücksichtigen
• Katzensteuer (als Pendant zur
Hundesteuer) einführen
• Stopp der (Neu-)Verschuldung bis zum
Jahr 2014
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Beteiligungsmöglichkeiten
• E-Mail: finanzen@stadt-muenster.de
• Telefon: 492 – 6045
• Post:
Stadt Münster
Amt des Rates und des Oberbürgermeisters
Klemensstr. 10
48143 Münster
Stichwort: Konsolidierung
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Weiteres Vorgehen
Zeitplan 2010
9. Juni: Einbringung des Konzepts in den Rat
22. Juni:Erste Bürgerversammlung zum Konzept
31. August – 23. September: Bürgerkonferenzen
29. September: Einbringung Haushaltsplanent-
wurf 2011 in den Rat / Vorstellung Bürger-
umfrage-Ergebnisse zur Konsolidierung
8. Dezember: Verabschiedung Haushalt 2011
inklusive Konsolidierung im Rat
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Zum Abschluss
Gerne nimmt die Verwaltung Ihre ausge-
füllten
Umfragebögen und Sparvorschläge
nach der Veranstaltung entgegen!
V-0705-2010_Anlage1
359 Zeichen
Bürgerkonferenz am 23.09.2010 Anregung oder Sparvorschlag zum Haushalt bzw. zum Konsolidierungskonzept der Stadt Münster Name: Vorname: Straße: Hausnummer: Postleitzahl: Ort: Telefon: E-Mail: Adressat (z.B. Rat, Bezirksvertretung, Verwaltung): Anregung oder Sparvorschlag: Begründung: V/0705/2010, Anlage 1
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (3)
- Klemensstraße 10
- Hansaplatz
- Kinderhaus
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0705/2010
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 17.09.2010
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37