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V/0542/2024

Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) an der Michaelschule und der Mosaik-Schule

Vorlagen 16.09.2024

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 11.12.2024, TOP 35

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 2 Kolpingwerk_Bewerbung OGS Michelschule u. Mosaik-Schule

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Anlage 1 OGS-Kriterienkatalog

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Ansehen

Anlage 2 Caritas_Bewerbung OGS-Trägerschaft Michaelschule und Mosaik-Schule

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Ansehen

Anlage A

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Anlage 2 Kreisel_Bewerbung OGS_Michaelschule und Mosaik-Schule

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Anlage 2 Diakonie_Bewerbung OGS_Michaelschule u.Mosaik-Schule

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Beschlussvorlage

11477 Zeichen

V/0542/2024 
V/0542/2024 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) an der Michaelschule und der Mosaik-
Schule 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   21.11.2024 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   26.11.2024 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 
   28.11.2024 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit 
und Ordnung 
Vorberatung 
   04.12.2024 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung 
   05.12.2024 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 
   11.12.2024 Hauptausschuss Vorberatung 
   11.12.2024 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der Michael-
schule zum Schuljahr 2025/2026 ab dem 01.08.2025 und in der Mosaik -Schule ab dem 01.02.2026 
dem Jugendhilfeträger Diakonie Münster e.V. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
 
Teilergebnisplan 
 
 Nr. Bezeichnung  Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen  
 
Produktgruppe 0602 Kinder- und Jugendarbeit    
Zeile 1115 Personalaufwendungen 
Transferaufwendungen 
2025 293.680 Ab 01.08.2025 
   2026 ff. 1.029.630  
 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
06.11.2024 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Schild 
Telefon: 492-5143 
SchildK@stadt-muenster.de

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V/0542/2024 
Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplanentwurf 2025 bei der o. g. 
Produktgruppe veranschlagt. 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
Der Rat der Stadt Münster hat mit der Vorlage V/0330/2020 die sukzessive Überleitung der Offenen 
Ganztagsschulen zu den Trägern der freien Jugendhilfe beschlossen. Die freien Jugendhilfeträger 
haben seitdem die Möglichkeit, ihr grundsätzliches und verbindliches Interesse an einer Übernahme 
der Trägerschaft einer oder mehrerer Offener Ganztagsschulen in Münster zu bekunden. Die Micha-
elschule und die Mosaik-Schule haben sich entschieden, einen gemeinsamen Träger für die außerun-
terrichtlichen Angebote zu suchen, um von Synergien im gemeinsamen Sozialraum zu profitieren. Die 
Träger wurden über die Überleitungsabsicht, in diesem Fall zweier Schulen informiert und konnten 
sich darauf bewerben. 
Um die Schul - und Elternbeteiligung sicherzustellen, wurde das Ergebnis der Trägerauswahl, hier 
beider Schulkonferenzen, vor den politischen Gremien vorgestellt. Die Schulkonferenzbeschlüsse 
liegen der Verwaltung vor. 
 
 
2. a) Michaelschule 
Die Michaelschule wird als katholische Grundschule geführt und befindet sich im Stadtbezirk West, 
Stadtteil Gievenbeck. Die Aufnahmekapazität hat der Rat der Stadt Münster auf vier Eingangsklassen 
festgelegt. Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten wird die Michaelschule aktuell in den Planungen 
als dreizügige Grundschule berücksichtigt. Der Unterricht wird jahrgangsbezogen erteilt. Im Schuljahr 
2023/24 besuchen insgesamt 264 Schüler*innen in 12 Klassen die Michaelschule. Ob die Aufnahme-
kapazität mittelfristig reduziert oder das Gebäude erweitert wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch 
nicht fest.  
215 Kinder besuchten im vergangenen Schuljahr in acht Gruppen die OGS (81,4 %) und 33 Kinder 
die BMB (12,5 %). Im Schuljahr 2024/25 wurden mit 228 OGS -Kindern neun OGS-Gruppen einge-
richtet. Alle Personalstellen konnten erfolgreich besetzt werden. 
 
2. b) Mosaik-Schule  
Die Mosaik-Schule ist eine Gemeinschaftsgrundschule und befindet sich im Stadtbezirk West, Stadt-
teil Gievenbeck. Die Aufnahmekapazität hat der Rat der Stadt Münster auf drei Eingangsklassen fest-
gelegt. Im Schuljahr 2023/24 besuchten 303 Schüler*innen die Schule und davon 102 Kinder die 
OGS (33,7 %) und 56 Kinder die BMB (18,5 %). Aufgrund fehlender Räume deckelt die Schule seit 
Jahren ihre Aufnahmekapazität in den außerunterrichtlichen Angeboten. Auf der Grundlage der Be-
schlussvorlage V/0669/2022 hat der Rat die Erweiterung der Mosai k-Schule zur Vierzügigkeit be-
schlossen. Nach der Fertigstellung des Neubaukörpers mit Mensa, Küche und weiteren Räumlichkei-
ten für OGS, Klassen und Verwaltung kann die Schule bereits ab Sommer 2025 vier Eingangsklassen 
bilden und mehr Plätze für OGS und BM B zur Verfügung stellen. Im zweiten Bauabschnitt wird im 
Bestandsgebäude der Verwaltungsbereich noch erweitert. Die Außenanlagen werden parallel hierzu 
sukzessive hergestellt. 
Im aktuellen Schuljahr 2024/2025 besuchen 105 Kinder die Angebote der OGS in vie r Gruppen und 
55 Kinder die Bis-Mittag-Betreuung (BMB). Auch hier sind alle Personalstellen erfolgreich besetzt.

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3. Bewerbungen 
Im Mai 2024 wurden alle interessierten Träger über die Absicht, beide Schulen gemeinsam an einen 
Träger der freien Jugendhilfe zum Schuljahr 2025/2026 überzuleiten, schriftlich informiert. Die Träger 
hatten bis zum 15.07.2024 die Möglichkeit, ihr Konzept anhand des in der Anlage 1 angefügten Krite-
rienkatalogs einzureichen. Folgende Träger haben sich beworben: 
 
 Caritasverband für die Stadt Münster e.V. 
Der Caritasverband für die Stadt Münster e.V. wurde 1969 gegründet und ist anerkannter Jugendhil-
feträger. Der Verband unterhält ein breites Hilfe- und Beratungsangebot, um die Menschen in Müns-
ter in den unterschiedlichsten Lebensla gen zu unterstützen. Die Hilfen werden stadtteilorientiert in 
sieben Beratungsstellen vor Ort angeboten, davon eine in Gievenbeck. Der Träger ist mit dem 
01.08.2024 an neun Offenen Ganztagsschulen als Träger der außerunterrichtlichen Angebote in 
Münster tätig. Darüber hinaus ist er mit einem breit aufgestellten Fachbereich „Schulnahe Jugendhil-
fe“ als Träger an seinen Schulstandorten mit den Förderinseln, der Schulsozialarbeit und der Schul-
begleitung beauftragt. 
 
 Diakonie Münster e.V. 
Der Verein ist seit den achtziger Jahren ein etablierter diakonischer Jugendhilfeträger an 20 Standor-
ten in Münster und Umgebung mit den unterschiedlichsten Angebots - und Hilfeformen im Rahmen 
des SGB VIII. Die vielfältigen Tätigkeiten umfassen allgemeine präventive und ambulante Jugendhil-
feangebote von der offenen Kinder- und Jugendarbeit und Schulsozialarbeit sowie aufsuchender Ju-
gendsozialarbeit bis hin zu Regelwohngruppen und lntensivhilfen. Seit dem Schuljahr 2021/2022 ist 
er darüber hinaus in Münster OGS -Träger der Grundsch ule am Kinderbach und der Marienschule 
Roxel. 
 
Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Münster GmbH 
Das Kolpingwerk Diözesanverband Münster ist ein katholischer Sozialverband mit rund 38.500 Mit-
gliedern in 250 Kolpingfamilien (Stand 2018). Damit ist das Kolpingwerk Münster der mitgliederstärks-
te Diözesanverband Deutschlands. Das Kolping-Bildungswerk ist ein anerkannter Träger der Jugend-
hilfe und kooperiert in vielfältiger Weise mit Schulen im Münsterland. Es ist Träger der offenen Ganz-
tagsschule an der Verbu ndgrundschule Milte-Einen und der Brigidenschule Legden -Asbeck. Es ist 
zudem beauftragt mit der pädagogischen Übermittagsbetreuung in der Sekundarstufe an 11 Schul-
standorten, für Schulsozialarbeit an sechs Schulstandorten und der sozialpädagogischen Betreuung 
in einem Internat. Als OGS-Träger ist das Kolping-Bildungswerk in Münster bislang nicht tätig. 
 
Kreisel e.V. 
Im Jahr 1987 gründete sich der Kreisel e.V. aus einer Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende und bie-
tet bis heute in Emsdetten als Kontakt - und Beratungsstelle für Mütter, Väter und Kinder in unter-
schiedlichen Familienformen Beratung und Unterstützung an. Seit 2005 etablierte er sich als aner-
kannter Jugendhilfeträger an inzwischen 14 Offenen Ganztagsschulen und in der offenen Kinder- und 
Jugendarbeit im Kreis Steinfurt. Zum Schuljahr 2017/2018 übernahm Kreisel die erste Trägerschaft 
an der Melanchthonschule in Coerde und ist inzwischen Träger außerunterrichtlicher Angebote an der 
Melanchthonschule, der Kardinal-von-Galen-Schule in Handorf, der G rundschule Wolbeck-Nord und 
zum zweiten Schulhalbjahr 2024/2025 der Pötterhoekschule in Münster. 
 
Die Verwaltung und die Schulleitung haben die eingereichten Konzepte gesichtet. Für die Auswahl 
der Bewerbungen waren hierbei die in der Anlage 1 beigefügten Kriterien handlungsleitend. Von allen 
Bewerbern werden die vom Rat der Stadt Münster beschlossenen OGS-Qualitätsstandards akzeptiert 
und in ihren Konzeptionen umgesetzt. Alle Träger haben ein Konzept vorgelegt, das die wesentlichen

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V/0542/2024 
Eckpunkte ihrer pädagogischen Ausrichtung darlegt: 
 
 Pädagogisches Grundverständnis / Leitbild 
 Gesundheitsförderung 
 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern 
 Kinderschutz 
 Querschnittsaufgaben der Jugendhilfe 
 Sozialraumorientierung 
 Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
 
 
4. Auswahlverfahren 
Nach dem Bewerbungsschluss und der Sichtung der eingereichten Unterlagen wurde von beiden 
Schulleitungen, beiden OGS-Koordinatorinnen und der Verwaltung entschieden, die Träger Caritas-
verband für die Stadt Münster, Kreisel  und Diakonie Münster für ein Bewerbungsgespräch einzula-
den. Am 3. September 2024 wurde mit den Trägern auf Grundlage des Kriterienkatalogs ein struktu-
riertes Bewerbungsgespräch geführt. 
 
 
5. Gesamtbewertung / Fazit 
Die Verwaltung und die Schulleitungen schlagen gemeinsamen vor, dem Diakonie Münster e.V. die 
gemeinsame Trägerschaft für die außerunterrichtlichen Angebote (OGS) in der Michaelschule und 
der Mosaik-Schule zu übertragen. Diesem Vorschlag wurde in den jeweiligen Schulkonferenzen bei-
der Schulen einstimmig gefolgt. Beide Schulkonferenzbeschlüsse liegen der Verwaltung vor. 
Der Träger hat im Bewerbungsverfahren seine hohe Kompetenz im Bereich der OGS sehr fundiert 
dargestellt, seine Leistungen überzeugend präsentiert und insbesondere seine hohe Motivation über-
zeugend dargestellt, ein jeweils eigenes OGS-Konzept mit beiden Schulen zu entwickeln, unter Be-
rücksichtigung der jeweiligen Schulprogramme und -profile.  
Die Trägerübernahme eröffnet den Schulen eine engere Zusammenarbeit im Sozialraum. Zum Ver-
bund auf Trägerseite gehört auch die Marienschule Roxel, an der der Diakonie Münster e.V. ebenfalls 
OGS-Träger ist. Der Träger sieht ein gemeinsames und gegenseitiges Vertretungskonzept bei Perso-
nalausfällen und an unterrichtsfreien Tagen vor, übernimmt su kzessive die Eingliederungshilfen und 
sichert darüber hinaus eine verlässliche OGS-Ferienbetreuung im Sozialraum. 
 
Beide Schulen gewinnen mit der Überleitung der ganztägigen außerschulischen Angebote an den 
Diakonie Münster e.V. einen verlässlichen und überaus engagierten Jugendhilfepartner von Offenen 
Ganztagsschulen in Münster. Parallel zu diesem Bekundungsverfahren hat der Träger den Zuschlag 
für die Trägerschaft an der neuen Grundschule York in Gremmendorf erhalten (Vorlage V/0404/2024) 
und wird von der  Verwaltung für die Trägerschaft an der Ludgerusschule in Hiltrup vorgeschlagen 
(Vorlage V/0520/2024). Die Zustimmung des Rates vorausgesetzt, übernimmt der Träger damit zum 
01.08.2025 an der Michaelschule und zum 01.02.2026 an der Mosaik-Schule die OGS-Verantwortung 
an insgesamt sechs Offenen Ganztagsschulen in Münster. 
 
 
In Vertretung 
 
Gez. 
Thomas Paal 
Stadtdirektor

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Anlagen: 
Anlage 1 Kriterienkatalog 
Anlage 2 Bewerbungen 
 
 
Hinweis: 
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlage 2) stehen ausschließlich als 
pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download unter der Vorlagennummer 
V/0542/2024 zur Verfügung.

Anlage 2 Kolpingwerk_Bewerbung OGS Michelschule u. Mosaik-Schule

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Konzept 
 
 
Offene Ganztagsangebote  
 
Michaelschule & Mosaikschule

Seite 2 von 18 
 
Inhalt 
 
 
1.Vorbemerkung ............................................................................................................................ 3 
2. Leitbild ....................................................................................................................................... 4 
3. Ziele und Grundsätze .................................................................................................................. 5 
3.1 Sprache und Kommunikation .......................................................................................................... 6 
3.2 Inklusion von Kindern mit Behinderung und Genderthematik ....................................................... 6 
3.3 Integration von Migrantinnen und Migranten ................................................................................ 8 
3.4 Bewegung, Spiel, Sport und Ruhe .................................................................................................... 8 
3.5 Ernährung und Gesundheit .............................................................................................................. 9 
3.6 Kulturelle Bildung ............................................................................................................................ 9 
3.7 Natur und Umwelt ......................................................................................................................... 10 
3.8 Hausaufgaben und Wochenplan ................................................................................................... 10 
3.9 Verkehrserziehung und Radfahrausbildung .................................................................................. 10 
4. Rahmenbedingungen ............................................................................................................... 11 
4.1 Betreuungszeiten und Ferien ........................................................................................................ 11 
4.2 Gestaltung der Gruppen ................................................................................................................ 12 
4.3 Partizipation ................................................................................................................................... 12 
4.4 Kooperationen ............................................................................................................................... 13 
4.5 Zusammenarbeit mit den Eltern .................................................................................................... 14 
4.6 Zusammenarbeit mit der Grundschule ......................................................................................... 14 
4.7 Zusammenarbeit mit dem Schulträger .......................................................................................... 15 
4.8 Zusammenarbeit mit der Kommune, den Glaubensgemeinschaften, Vereinen und anderen 
Schulen ................................................................................................................................................. 15 
5. Personal ................................................................................................................................... 15 
5.1 Leitung, Koordination .................................................................................................................... 15 
5.2 Qualifikation des Personals ........................................................................................................... 15 
5.3 Personaleinsatz .............................................................................................................................. 16 
5.4 Fortbildung des Personals ............................................................................................................. 16 
6. Kinderschutz ............................................................................................................................ 16 
7. Qualitätssicherung ................................................................................................................... 17 
8. Besondere Merkmale des Trägers ............................................................................................. 18 
9. Perspektive .............................................................................................................................. 18

Seite 3 von 18 
 
1.Vorbemerkung 
Ausgehend vom Schwerpunkt „Entschieden für Familie“ sieht das Kolpingwerk Diözesanverband 
Münster Angebote der Übermittags- und Ganztagsbetreuung auch im Kontext der verbesserten 
Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Jedoch müssen Schule und 
Erziehung in erster Linie das Wohl des Kindes im Blick behalten. Unter diesem Gesichtspunkt sollten 
die Angebote so gestaltet sein, dass sie die Kinder entsprechend ihrem Entwicklungsstand und ihrer 
sozialen Reife fördern. 
 
Die offene Ganztagsgrundschule „soll durch die Zusammenarbeit von Schule, Kinder- und Jugendhilfe 
und weiteren außerschulischen Trägern ein neues Verständnis von Schule entwickeln. Sie sorgt für 
eine neue Lernkultur zur besseren Förderung der Schülerinnen und Schüler. Sie fördert die 
Zusammenarbeit von Lehrkräften mit anderen Professionen.“ (RdErl. Punkt 1.1) 
 
Das Kolping-Bildungswerk ist anerkannter Träger der Jugendhilfe nach § 75 KJHG/SGB VIII. 
 
In unserem Konzept orientieren wir uns an dem Modell „QUIGS 2.0 – Primar, Qualitätsentwicklung in 
Ganztagsschulen“ und greifen Inhalte der einzelnen Module des Modells auf. 
 
Das Kolping-Bildungswerk kooperiert in vielfältiger Weise mit Schulen im Münsterland.  
Wir sind Träger der offenen Ganztagsgrundschule an der 
 
• Verbundgrundschule Milte-Einen  
• Brigidenschule Legden-Asbeck 
• Antonius Grundschule Darfeld 
• Sebastian Grundschule Osterwick 
• der pädagogischen Übermittagsbetreuung in der Sekundarstufe an 11 Schulstandorten 
• der Schulsozialarbeit an 6 Schulstandorten 
• der sozialpädagogischen Betreuung in einem Internat  
• sowie einer U3-Betreuung 
 
Die Mensa bzw. Essensausgabe organisieren wir an 4 Schulen.  
An mehreren Schulstandorten sind Integrationshelfer*innen und FSJ’ler tätig.

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2. Leitbild 
Das Kolping Bildungswerk ist Teil des weltweiten Kolpingwerkes, das heute mit rund 450.000 
Mitgliedern in mehr als 50 Ländern der Erde auf allen Kontinenten vertreten ist. Allen Kolping-
Einrichtungen gemeinsam ist der programmatische Anspruch ihrer Arbeit, den Adolph Kolping, der 
große deutsche Sozialreformer, schon vor 150 Jahren geprägt hat: 
 
„Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der Mensch.“ 
 
Eine Leitlinie, die auch die Aufgaben der Kolping-Bildungswerke prägt. Unter Bildung verstehen wir 
einen den ganzen Menschen umfassenden lebenslangen Prozess, der den Menschen befähigen soll, 
über die eigene persönliche Entfaltung hinaus zu einer aktiven Teilhabe am sozialen, politischen und 
wirtschaftlichen Leben zu gelangen. Unsere Grundlage ist das Leitbild des Kolpingwerkes 
Deutschland. 
 
In unseren Angeboten geht es um mehr als Wissensvermittlung, es geht um einen ganzheitlichen 
Bildungsansatz, um ein ganzheitliches Verständnis des Menschen. Es geht um Herz und Verstand. Wir 
sehen den Menschen mit seinen Bedürfnissen und Interessen in seiner konkreten Lebenssituation. Wir 
sehen ihn sowohl in seiner Individualität als auch in seinen sozialen Beziehungen. Für uns und die 
Gestaltung unserer Bildungsangebote folgt daraus eine Haltung 
 
• die geprägt ist von Glaubwürdigkeit 
• partnerschaftlichem Umgang 
•  Verbindlichkeit  
• Zuverlässigkeit. 
 
Das Kolping-Bildungswerk übernimmt aus dieser Überzeugung heraus Verantwortung für Familien 
und ihre Kinder. Mit der Übernahme der Trägerschaft der pädagogischen Übermittagsbetreuung 
sichert sie den Kindern eine qualitative Vielfalt von Lern-, Handlungs-, Welt- und Ich-Erfahrungen, um 
sie für das Leben jetzt und in der Zukunft stark zu machen. Alle Freizeit- und Förderangebote sollen 
moralische, kulturelle und religiöse Werte sowie soziale Kompetenzen vermitteln und dienen der 
Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. 
Mit den vielfältigen Angeboten werden somit auch Familien entlastet und unterstützt und sie bietet 
gerade Frauen eine Erleichterung für die Teilhabe am beruflichen, sozialen und auch kulturellen 
Leben.

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3. Ziele und Grundsätze  
Mit unserem Angebot verfolgen wir das Ziel, Kinder individuell zu fördern – auf der Grundlage ihrer 
jeweiligen Begabungen, Bedürfnisse und lebensweltlichen Rahmenbedingungen. 
Offene Ganztagsangebote sollen die individuelle und soziale Entwicklung der Kinder stärken. Die 
Kinder erhalten im Rahmen der Angebote die Möglichkeit, an einer erweiterten Form von Förderung 
und Betreuung teilzunehmen. Betreuung in diesem Kontext bietet den Kindern abwechslungsreiche 
und altersgemäße Beschäftigungs- und Förderangebote.  
Kinder brauchen für ihre Entwicklung verlässliche Strukturen mit verlässlichen Freiräumen, Raum für 
eigenständige Aktivitäten und Welterkundungen, auch in der Begegnung mit anderen Kindern. Kinder 
wollen Wissen und Können erwerben und benötigen dabei Unterstützung, Anleitung und 
Anerkennung durch die Erwachsenen.  
Kinder haben Begabungen, von denen sie selbst oft nichts wissen oder ahnen, auch ihre Eltern nicht. 
Sie brauchen das Erlebnis, dass ihnen jemand durch Wertschätzung und Förderung ihre Fähigkeiten 
entlockt oder ihnen hilft, neue Begabungen zu entdecken. Vor allem Kinder, die zu Hause und in 
ihrem Umfeld wenig herausgefordert und wenig bestätigt werden, können nicht immer das 
Selbstvertrauen entwickeln, das erforderlich ist, um auch mit eher schwierigen Situationen 
umzugehen. Kinder brauchen Ermutigung bei Misserfolg und Schwierigkeiten und Anerkennung bei 
Erfolg. 
Das Ganztagsangebot eröffnet neue Spielräume für soziales Lernen und praktisches Erproben und 
Erfahren, es bietet vielfältige Lern- und Erfahrungsfelder. Dabei können spezifische Neigungen und 
Interessen der Kinder verstärkt berücksichtigt werden und so den individuellen Bedürfnissen der 
Kinder und der Entwicklung von Selbstwirksamkeit besser gerecht werden.  
Leitziele sind: 
 
• Erweiterung von Handlungskompetenzen im Gruppenleben, Stärkung von sozialen und 
emotionalen Kompetenzen (Konfliktlösungsstrategien). 
• Stabilisierung und weitere Festigung von erworbenen schulischen Fertigkeiten und 
Kenntnissen (durch gezielte Förderung). 
• Erweiterung von musischen, sportlichen und kreativen Fähigkeiten und Fertigkeiten. 
• Stärkung der Selbstverantwortung hinsichtlich der persönlichen Entwicklung (Kinder stark 
machen). 
• Ausbau und Kräftigung von lebenspraktischen Fertigkeiten (Kochen, Hygiene). 
• Integration, Vermeidung von Ausgrenzung (andere Kulturen kennen lernen und akzeptieren). 
• Stärkung der positiven Gesamtpersönlichkeit des Kindes, auch im Hinblick auf die 
Geschlechteridentität. 
 
Die Übermittagsbetreuung und das Angebot der Ganztagsbetreuung… 
 
• ermöglicht mehr Zeit für Bildung und Erziehung und individuelle Förderung (z.B. Förderung 
zur Behebung individueller Lernschwächen); 
• bietet Spiel- und Freizeitgestaltung sowie eine ergänzende Gestaltung des Schulalltages; 
• sorgt für ein umfassendes pädagogisches Angebot, das sich an dem jeweiligen Bedarf der 
Kinder und der Eltern orientiert (Freizeitangebote, Hausaufgabenbetreuung, usw.);

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• entlastet bei Bedarf die Eltern, die einer Berufstätigkeit nachgehen müssen/ wollen; 
• zielt auf besondere Förderangebote für Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien und für 
Kinder mit besonderen Begabungen ab sowie Angebote zur Stärkung der Familienerziehung; 
• will sprachliche Unterstützung für ausländische Kinder geben. 
 
Über die regulären Förder-, Betreuungs- und Freizeitangebote für alle Kinder können bei Bedarf 
spezielle Fördermöglichkeiten vereinbart werden, z.B. 
 
• besondere Förderangebote für Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien und für Kinder 
mit besonderen Begabungen sowie Angebote zur Stärkung der Familienerziehung. 
• Schulsozialarbeit (niederschwelliger Beratungsansatz – Angebote für Kinder als auch Eltern 
und Lehrer*innen müssen individuell am jeweiligen Bedarf orientiert entwickelt werden). 
• Lernberatung ("Lernen lernen"). 
 
3.1 Sprache und Kommunikation 
 
Sprache ist Mittel zum Zweck; Sprache übermittelt Anliegen und Wünsche, schafft Austausch und 
Umgangsformen. Ohne gemeinsame Sprache findet jedoch kein Austausch statt. Ohne gemeinsame 
Sprache ist nur begrenzt eine Gemeinsamkeit zu schaffen. Die Entwicklung einer gemeinsamen 
Sprache und eines gemeinsamen „Tons“ („Der Ton macht die Musik.“) wird von Kindern geradezu 
erwartet, denn sie wollen – unabhängig vom „Ton“ ihrer Äußerungen – in der Gemeinschaft der 
Großen und in ihrer Bezugsgruppe akzeptiert und verstanden werden.  
Der Umgang und die Kommunikation in der Gruppe bietet zusätzliche Räume, Sprache ganzheitlich zu 
erfahren, systematische Hilfen zu geben, Methoden der Aneignung zu entwickeln und sich über 
Sprache auszutauschen. So erleben die Kinder Problemlösestrategien und Alternativen, wie man sich 
selbst zu helfen weiß. Wenn sich Kinder gefragt und verstanden fühlen, beteiligen sie sich, 
identifizieren sich mit der Gruppe, tragen zur Atmosphäre bei, haben weniger Angst und erlangen 
soziale Kompetenzen.  
Als eine pädagogische Leitlinie dient die „Gewaltfreie Kommunikation“ nach Marshall B. Rosenberg. 
Die pädagogischen Mitarbeiter*innen der OGS werden an zwei Tagen im Schuljahr weitergebildet, 
sodass nachhaltig erworbene Kenntnisse umgesetzt und bestehende weiter ausgebaut und gefestigt 
werden können. 
Hier finden wir die Ansätze für unsere professionelle innere Haltung zu den Eltern und den Kindern. 
Weiterhin bietet uns die „Gewaltfreie Kommunikation“ in der Methodik und Didaktik die Leitlinie den 
alltäglichen und herausfordernden Situationen in einer guten Balance zu begegnen. 
 
3.2 Inklusion von Kindern mit Behinderung und Genderthematik 
 
Vorbemerkung: 
 
„Das Ziel „Wir werden eine inklusive“ Schule ist sicherlich ein eher diffuses und nicht klar 
abzugrenzendes Ziel, das Unsicherheiten und vor allem Konflikte schürt (Mays, 2016, S. 74). Es muss 
also im Hinblick auf die Entwicklung einer inklusiven Schulkultur darum gehen, schrittweise zu 
erreichende realistische Meilensteine in klar abgegrenzten Zeitfenstern zu diskutieren und zu

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verabreden. …“ QUA-LiS NRW (Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule, 
Inklusive Schulkultur – Arbeitshilfe mit den Reflexionsbögen und Impulsen für die schulische Praxis, 
Soest 11/2020, S.8). 
 
Um diesen Erwartungen gerecht zu werden, folgen wir dem QUA-LiS NRW und der Grundschule und 
beziehen uns hier auch, wie das Institut, auf den Reflexionskreis (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung 
& Schubert, 2014) 
 
 
Grundsätzlich streben wir eine Arbeitsgruppe an, in der sich alle Akteure dieser Schule 
zusammenfinden. Hier soll es im ersten Schritt um eine Erfassung gehen, was es an der Schule bereits 
gibt und wie die bisherigen Erfahrungen gewesen sind. Im folgenden Schritt muss festgehalten 
werden, was wir für eine weitere Entwicklung an der Schule brauchen. Hier ist für uns besonders 
interessant, die bisherigen Kooperationen zwischen Schule und Ganztag zu betrachten. An welchen 
Stellen brauchen wir eine primäre Weiterentwicklung, ggf. mit einem externen Coaching oder einer 
Prozessbegleitung. An dieser Stelle ist es von besonderer Bedeutung, Bezugspersonen sowohl im 
Schulalltag als auch im Ganztag als durchgehende Begleitpersonen zu installieren, z.B. in Form von 
Schulbegleiter*innen, Integrationskräften oder OGS-Mitarbeiter*innen mit erweiterten 
Aufgabenbereichen. Hier gilt es eine genaue Vereinbarung für die gesonderten Aufgaben zu treffen.

Seite 8 von 18 
 
Eine nachhaltige Weiterentwicklung im laufenden Prozess sichert eine Arbeitsgruppe, die sich 
regelmäßig trifft und Erfahrungen austauscht sowie schwierige Situationen benennt und abbaut. 
 
3.3 Integration von Migrantinnen und Migranten 
 
Auch hier gilt es gemeinsam eine abgestimmte Integration zwischen Lehrerschaft und Ganztag für die 
Kinder mit Migrationshintergrund zu gestalten. Hier bietet sich eine Begleitung teilweise / 
stundenweise am Vormittag und in den Differenzierungskursen etc. durch OGS-Mitarbeiter*innen an. 
Somit haben die Kinder eine erwachsene Person sowohl im Vormittags-, als auch im 
Nachmittagsbereich als Bezugsperson. Dies fördert eine positive verlässliche Beziehungsarbeit und 
eine stetige Begleitung der Kinder, stellt aber auch ein Bindeglied zwischen den beiden Bereichen 
dar, wodurch eine gut abgestimmte Kooperation zwischen Lehrerschaft und OGS-Bereich unterstützt 
wird. Eine verbindende Stelle, die nicht nur den Blick auf die schulischen Inhalte hat, sondern eine 
positive Haltung zu den unterschiedlichen kulturellen Identitäten mit sich bringt, hilft den Kindern 
sich in unseren Welten zurecht zu finden. Des Weiteren kann diese*r Mitarbeiter*in schwierige 
Situationen erkennen und dazu beitragen diese abzubauen. Besonders bei entstehenden Konflikten 
kann diese Person aufgrund der Präsenz viel früher agieren und vermitteln. 
Ein genaues Konzept für diese übergreifende Tätigkeit sollte mit Schule erarbeitet werden. Hier wird 
vor allem die Frage zu stellen sein, was (neu) zugewanderte Kinder in der (Ganztags-) Grundschule 
brauchen. 
 
• Sprachkurse 
• ein wertschätzendes Gegenüber 
• Verständnis 
• Sicherheit 
• Angenommen sein 
• Willkommen sein 
 
Nur einige Stichwörter, die eine Richtung für die inhaltliche Arbeit einer solchen Kraft zeigen. Hier gilt 
es zu erfassen, wo stehen wir, was haben wir schon, was läuft gut, was nicht und wo wollen wir hin. 
 
3.4 Bewegung, Spiel, Sport und Ruhe 
 
Kinder lieben Bewegung und brauchen Bewegung gemäß ihrem natürlichen Bewegungsdrang. 
Bewegung, Spiel und Sport sind Grundlagen für die körperliche, geistige und emotionale Entwicklung 
eines Kindes. Durch vielfältige Bewegungsangebote werden diese Entwicklungsprozesse positiv 
beeinflusst. Kinder entdecken sich, ihre Umgebung und ihre soziale Rolle durch Laufen, Springen, 
Kämpfen, Schwimmen, Werfen, Klettern, Rollen und Spielen zusammen mit Freunden. 
Auf der anderen Seite gibt es bei vielen Kindern ernsthafte motorische Probleme. Es gibt Kinder, die 
kaum Gelegenheit haben, sich auf der Straße, in der Natur zu bewegen, mit anderen Kindern Sport zu 
treiben. Übergewicht und andere ernährungsbedingte Probleme, eingeengte räumliche Verhältnisse 
im Wohnumfeld und auch eine unzureichende Wahrnehmung der eigenen körperlichen 
Befindlichkeit beeinträchtigen Kinder in ihrem natürlichen Bewegungsdrang. Das wirkt sich auf 
Lernfreude und Lernverhalten im Unterricht aus.

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Mädchen und Jungen zeigen Interesse für viele verschiedene Sportarten und brauchen 
Gelegenheiten, diese kennen zu lernen und herauszufinden, welche am besten zu ihren Fähigkeiten 
passen. Dies spielt zum einen im Sportunterricht eine wichtige Rolle, aber auch im 
außerunterrichtlichen Schulsport und Angeboten zu Bewegung, Spiel und Sport im Ganztag. Hier 
können die außerunterrichtlichen Bewegungsinteressen der Schülerinnen und Schüler verstärkt 
Berücksichtigung finden. Die Kinder können ermutigt werden, auch sogenannte 
geschlechtsuntypische Sportarten zu erproben. 
Hierfür werden zwei pädagogische Mitarbeiter*innen zu Übungsleiter*innen im Breitensport über 
den Landessportbund ausgebildet. Damit wird gewährleistet, dass eigene Sportangebote für die 
Bedarfe und Wünsche der Kinder umgesetzt werden. Durch die Vorgabe des Landessportbunds 
müssen die Übungsleiter*innen nach Erwerb der Lizenz alle vier Jahre an einer Weiterbildung 
teilnehmen, womit die Qualitätssicherung für diesen Bereich gesichert ist. Es beinhaltet zudem die 
Chance sich immer wieder neuen Themen und Bereichen zu widmen und somit über eine 
Weiterentwicklung im Bewegungsbereich sowie auch im erlebnispädagogischen Bereich die 
Angebote der OGS zu ergänzen. Ein weiterer Schritt ist es zu den Sportvereinen ein Netzwerk 
aufzubauen und die Vereine dafür zu gewinnen, ihre Angebote für die Kinder vor Ort anzubieten. 
Da sich die Grundschule mit dem Offenen Ganztag zu einem Lebensort entwickelt hat, dürfen die 
Angebote nicht nur im dynamischen Bereich liegen, sondern die Kinder müssen auch sichere Räume 
und Angebote haben, in denen sie sich zurückziehen können mit dem Ziel, Möglichkeiten zur Ruhe 
und Ausgeglichenheit anzubieten. In der Praxis heißt dies, einen „Ruheraum oder -räume“ je nach 
Bedarf zur Verfügung zu stellen. Hier gilt es auch den Kinderschutz zu berücksichtigen. Diese 
„Ruhenischen“ werden auch auf dem Außengelände benötigt z.B. durch Sitzecken im Schatten, die 
natürlich begrenzt sind, oder auch durch „outdoor Liegekissen“ als Angebote zum Ausruhen und zum 
Dösen. Hierzu ergänzend sollten Angebote wie Traumreisen, Entspannungsübungen, etc. einen 
festen Bestandteil haben.  
 
3.5 Ernährung und Gesundheit 
 
Essen und Trinken in der Schule ist heute unverzichtbarer Bestandteil des Schulalltags und 
gleichzeitig verlagert sich der Einfluss auf die Essgewohnheiten und die Ernährungsbildung 
zunehmend von der Familie in die Betreuungseinrichtung. 
Gemeinsame Mahlzeiten vermitteln den Kindern ein Gemeinschaftsgefühl und leisten einen 
wichtigen Beitrag zum sozialen Lernen. Die Mahlzeiten werden von gemeinsam erarbeiteten Regeln 
und Ritualen bestimmt.  
Es wird gemeinsam der Tisch gedeckt, gemeinsam gegessen und gemeinsam abgeräumt. Die 
gemeinsamen Mahlzeiten sind der Ort nach einem Schultag, an dem Kinder reden, Erlebtes erzählen, 
Fragen stellen und vieles mehr – ein buntes Treiben mit Regeln und Ritualen für die Mittagspause der 
Kinder, gemeinsam mit den Erwachsenen. 
 
3.6 Kulturelle Bildung 
 
Kulturelle Bildung setzt heute nicht mehr nur auf das Anschauen und Hören, sondern auf die eigenen 
Aktivitäten der Kinder und Jugendlichen. „Anfassen erlaubt“– die Mitwirkung bei Konzeption und

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Gestaltung – das ist der entscheidende Schritt zu einer kulturellen Bildung für Kinder, die die Kinder 
gerade dadurch überzeugt, dass sie kulturelle Bildung von und mit Kindern ist.  
Die Beteiligung der Kinder an der Auswahl, der Konzeption und der Ausgestaltung ist unverzichtbar, 
in der außerschulischen Jugendarbeit und inzwischen auch in Schulen erprobt. Heterogenität ist eine 
Chance. Kulturelle Bildung kann gezielt Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte, mit 
besonderen Begabungen wie auch mit Behinderungen ansprechen und gemeinsame Lern- und 
Kulturerfahrungen unterstützen und zur Integration beitragen. 
 
3.7 Natur und Umwelt 
 
Durch gezielte Angebote werden den Kindern unmittelbare Naturerfahrungen, Kenntnisse über 
Umweltphänomene und deren Hintergründe, Gelegenheit zu Experimenten und zum Erlernen eines 
vernünftigen Umgangs mit Ängsten, Risiken und vor allem der Vielfalt der sich oft genug 
widersprechenden Informationen der Medien ermöglicht. 
Es werden Gruppen angeboten, in denen sich die Kinder ausführlicher mit den Themen befassen, an 
denen sie freiwillig aus eigener Motivation heraus teilnehmen. Die Gruppen werden von den 
Mitarbeiter*innen angeleitet und begleitet. Hier wird eine Zusammenarbeit beispielsweise mit dem 
verorteten NABU und anderen angestrebt. Dies bildet eine gute Basis um aktuelle Themen zu Natur 
und Umwelt in Münster und Umgebung den Kindern näher zu bringen. 
 
3.8 Hausaufgaben und Wochenplan 
 
Mit der Frage, welchen Nutzen in der heutigen Zeit Hausaufgaben haben und wie sie umgesetzt 
werden, beschäftigen sich immer mehr wissenschaftliche Studien in den letzten Jahrzehnten. Auch 
wir versuchen diese Ergebnisse und Erkenntnisse im Rahmen unserer Möglichkeiten umzusetzen. Ein 
wichtiges Ziel und die Vorgabe für die OGS ist es, dass die Kinder der Ganztagsbetreuung in der Regel 
ihre Aufgaben in den dafür vorgesehenen und vorgegebenen Zeiten bei uns erledigen. 
Die Hausaufgabenbetreuung ist natürlich keine Nachhilfe, dennoch unterstützen wir die Kinder dort 
in den Bereichen, in denen sie es benötigen. Die Kinder sollen in der Regel ihre Aufgaben selbständig 
erarbeiten. 
Wir fördern die Gruppen- und die Teamarbeit in den Betreuungszeiten, in denen sich die Kinder bei 
gleichen Aufgaben finden und ein förderlicher gegenseitiger Austausch stattfindet. In bestimmten 
überfordernden Situationen bilden die betreuenden Erwachsenen eine Lerngruppe und lösen dann 
gemeinsam mit den Kindern die Aufgaben. Weiterhin soll es genug Raum und Ruhe geben um 
ungestört in die Einzelarbeit zu gehen. 
Die Arbeit mit einem Tagesplan und einem Wochenplan ist für die OGS ein großer Vorteil, so kann mit 
vielen Situationen viel flexibler umgegangen werden, z.B. bei internen Angeboten für die Kinder 
während der OGS-Zeit. Darüber hinaus kann die Motivation und Eigenverantwortung bei den Kindern 
gestärkt werden. Die OGS wird sich in diesem Zusammenhang mit den Vorgaben der Schule 
abstimmen und austauschen und ihr Angebot entsprechend anpassen und ergänzen. 
 
3.9 Verkehrserziehung und Radfahrausbildung 
 
Die Grundschulen haben eine umfassende Verkehrserziehung während der Schulzeit und auch dort 
sehen wir unsere Verantwortung in der Kooperation mit der Grundschule und den Kindern und Eltern.

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Die morgens erworbenen Fähigkeiten im Parcours können am Nachmittag freiwillig wiederholt und 
damit gefestigt werden. Auch die Motivation bei den Kindern durch das Vorführen erworbener 
Fähigkeiten den Eltern gegenüber wird gesteigert. In gemeinsamen ergänzenden Einheiten können die 
Kinder sich besser auf die Umwelt vorbereiten. 
4. Rahmenbedingungen 
 
Ein verlässliches und somit gelungenes Angebot stützt sich auf die gesicherte Basis von 
organisatorischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen.  
Die organisatorischen Rahmenbedingungen werden in den Kooperationsverträgen festgehalten. 
Sie dienen zur Überprüfung des pädagogischen Konzepts. 
 
4.1 Betreuungszeiten und Ferien 
Das Angebot der Offenen Ganztagsschule bietet eine tägliche Betreuung an. Die Rahmenbedingungen 
gibt das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen in seinem Runderlass 
vor: 
„5.1 Der Zeitrahmen des Ganztagsbetriebs gebundener Ganztagsschulen (§ 9 Absatz 1 
SchulG) erstreckt sich unter Einschluss der allgemeinen Unterrichtszeit in der Regel auf mindestens 
drei Unterrichtstage über jeweils mindestens sieben Zeitstunden, in der Regel von 8 bis 15 Uhr. Er 
erhöht sich in erweiterten gebundenen Ganztagsschulen in der Regel auf jeweils mindestens vier 
Unterrichtstage mit jeweils mindestens sieben Zeitstunden. Die Teilnahme aller Schülerinnen und 
Schüler ist in diesem Zeitrahmen verpflichtend. 
Gebundene und erweiterte gebundene Ganztagsschulen in der Sekundarstufe I führen über den für 
alle Schülerinnen und Schüler verpflichtenden Zeitrahmen hinaus weitere außerunterrichtliche 
Angebote durch, zum Beispiel nach 15 Uhr oder an weiteren Wochentagen. Die Teilnahme der 
Schülerinnen und Schüler an diesen Angeboten ist in der Regel freiwillig. Die Schule kann diese 
Angebote für einen Teil der Schülerinnen und Schüler als verpflichtend erklären. RdErl. d. Ministeriums 
für Schule und Weiterbildung v. 23.12.2010 (ABl. NRW. 01/11 S. 38, berichtigt 02/11 S. 85)“ 
Ein Betreuungsplan wird mit der Schulleitung und dem kommunalen Träger vereinbart. Als Grundlage 
hierfür werden die bestehenden Zeiten als Basis gesehen und geklärt, welche weiteren Bedarfe von 
den Eltern mit integriert werden sollten. Dies beinhaltet auch eine Frühbetreuung und Modelle der 
bis Mittagsbetreuung. 
Die Betreuung wird an allen Tagen, an denen Lehrerfortbildungen, Elternsprechtage sowie weitere 
schulische Veranstaltungen, an denen der Unterricht für die Schülerinnen und Schüler entfällt, 
gewährleistet. 
 
Ein Ferienprogramm wird sich an dem bisher bestehenden Programm orientieren und ggf. erweitert, 
angepasst sowie mit anderen Schulen kooperiert. 
 
„5.5 In den Zeitrahmen sollen je nach Bedarf auch bewegliche Ferientage und Ferien einbezogen 
werden, gegebenenfalls als schulübergreifendes Ferienprogramm.

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RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 23.12.2010 (ABl. NRW. 01/11 S. 38, berichtigt 
02/11 S. 85)“ 
 
4.2 Gestaltung der Gruppen 
Gruppe als Grundstruktur: Kinder brauchen Strukturen. Um dem gerecht zu werden gehören die 
Kinder einer festen Gruppe an, die den Kindern Halt, Orientierung und ein Gefühl der Zugehörigkeit 
bietet. Die Gruppen werden möglichst von festen Bezugspersonen geführt.  
Die Gruppengröße einer Gruppe wird vom Angebot selbst beeinflusst. In der Regel findet die 
Einteilung Hausaufgaben bzw. Lernzeiten und Essen in festen Gruppe statt, während bei Sport- und 
Theatergruppen und Chöre es zu ganz anderen verbindliche Gruppen kommt. Außerdem ist es 
möglich, besondere Leistungen z.B. bei speziellen Projekten gegen einen Kostenbeitrag zu öffnen. 
 
Natürlich lassen sich nicht alle Bedürfnisse sofort erfassen und viele Geschehnisse im Alltag wird das 
Team vor neue Herausforderungen und Bedarfe stellen. Hier wird durch die Begleitung des Kolping-
Bildungswerkes beraten und es werden weitere benötigte Angebote installiert. Grundlegend sind hier 
auch die finanziellen Ressourcen in den nächsten Jahren. Auch tarifliche Entwicklungen im 
Personalwesen müssen hier berücksichtigt werden. Genauso pädagogische Entwicklungen und die 
Veränderung von Standards, die die finanziellen Ressourcen zusätzlich belasten. Hier sehen wir uns 
im Gespräch, um die Möglichkeiten und Ressourcen der Investitionen für die Zukunft gemeinsam zu 
gestalten. 
Ausgehend von den oben genannten Handlungsfeldern können beispielhaft praxisbezogene folgende 
Angebote durchgeführt werden: 
• Angebote zur Konfliktlösung bzw. in der Art von „Coolnesstraining“ 
• Aufklärung und Suchtprävention 
• Einheiten zu Erlebnispädagogik für eine positive Ausrichtung der Gruppendynamik, dem 
Selbstwert und der Selbsteinschätzung 
• besondere kreative und musische Angebote im Bereich Tanzen, Werken, Malen und 
Basteln 
• Selbstbehauptungskurse 
• Ausflüge in die Natur 
• Erste Hilfe für Kinder 
• Themenbezogene Projektwochen, die z.B. auf dem Sachkundeunterricht aufbauen 
• Theater- und Zirkuspädagogik 
 
4.3 Partizipation 
Aus unserer Sicht als außerschulischer Partner der Kinder- und Jugendarbeit besteht konkret die 
Anforderung, den Grad von Freiwilligkeit, Wahlmöglichkeiten und Orientierung an den Interessen der 
Kinder und Jugendlichen zu erhöhen. Denn die Ermöglichung von Partizipation ist ein Grundprinzip 
unseres pädagogischen Handelns. Unser Ansatz ist geprägt von dem Leitgedanken, dass Kinder 
Subjekte ihres eigenen Entwicklungs- und Bildungsprozesses sind.

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Freiwilligkeit, die Ausrichtung der Angebote an den Interessen und Bedürfnissen von Kindern sowie 
ihre Beteiligung an der Ausgestaltung der Angebote sind daher pädagogische Gebote, um ihre 
Selbsttätigkeit zu ermöglichen und damit zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung beizutragen. Als Träger 
der Kinder und Jugendhilfe sind wir nach SGB VIII auch als Träger von Ganztagsangeboten dazu 
verpflichtet.  
Die Vorgaben sollen mit einem oder mehreren OGS-Kinderteams umgesetzt werden, die sich zu 
bestimmten Themen in Begleitung und Anleitung treffen. Die Kinder können sich selbst zu den 
Themen melden, bei denen sie mitarbeiten möchten, aber auch angesprochen werden von anderen 
Kindern oder Mitarbeiter*innen. Die Zusammenarbeit gestaltet sich projektorientiert und sendet ggf. 
zu bestimmten Treffen in der Schule Abgesandte, die nach einer Vorbereitung zu einzelnen Themen 
die Kinder der OGS vertreten (Mitbestimmungsrecht). Der Vorteil eines OGS-Kinderteams gegenüber 
anderen Formen von Vertretungsgruppen ist, dass Kinder nicht ein ganzes Jahr die Vertreter sein 
müssen, aber auch länger im Team als ein Schuljahr mitarbeiten können. Ein weiterer Vorteil besteht 
darin, dass jedes Kind die Möglichkeit erhält, wenn es möchte, ein mitwirkender Teil von Partizipation 
und Entwicklung an der Schule zu werden. 
Die Basis um die Themen mit den Kindern zu erarbeiten soll bei größeren Aufgaben die Methode 
„Zukunftswerkstatt“ angelehnt an R. Jungk, R. Lutz und N. Müllert sein. Die Methode 
„Zukunftswerkstatt“ motiviert Kinder im besonderen Maße und kann dabei gleichzeitig komplexe 
Themen gut erarbeiten. An vielen Schulen sind schon eigene Modelle zur Mitbestimmung vorhanden. 
Hier werden wir vor Ort besprechen, welche Angebote sich etabliert haben und welche ergänzt 
werden ggf. verändert werden sollten. 
 
Oft stellt sich aus unterschiedlichen Gründen die Partizipation im Alltag als Herausforderung da und 
diese, wenn sie einmal Installiert ist, beizubehalten. Für viele Kinder ist Schule und OGS ein Lebensort 
geworden, der die Wochenarbeitszeit eines Erwachsenen zum Teil übertrifft. Kinder verbringen bis zu 
45 Stunden dort, je nach Schul- und Betreuungszeiten. Um so wichtiger ist es, den Kindern 
beispielsweise selbst bestimmte Wochenplanungen einzuräumen. Zur alltäglichen Partizipation zählt 
auch ein Beschwerdemöglichkeit für die Kinder um sich Gehör zu verschaffen, z.B. mit einem 
klassischen Beschwerdekasten. 
 
4.4 Kooperationen 
 
Ganztagsschule muss an den Bedarfen und der Lebensrealität der Kinder, Jugendlichen und Familien 
ansetzen. Das bedeutet auch, sich vom reinen Lern- zum Lebensort zu entwickeln, sich dem 
Sozialraum und außerschulischen Bildungspartnern zu öffnen und Zeiten und Räume für das Erleben 
von Freizeit, Autonomie und Mitbestimmung zu öffnen. Für die Angebote im offenen Ganztag sind 
das Know-how und die pädagogische Perspektive weiterer Partner hilfreich und stützend. Die Träger 
und Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit, also Jugendeinrichtungen und Jugendverbände sind für 
Ganztagsschulen wichtige potenzielle Partner. Sie können ihr umfangreiches Wissen zu den 
Lebenslagen von Kindern und einen breiten Methodenschatz zur Gestaltung informeller und 
nonformaler Lernangebote einbringen. Bei der Planung und Durchführung der Angebote sollten 
somit örtliche Vereine und Verbände mit einbezogen werden. So können Sportangebote in 
Kooperation mit den Sportvereinen durchgeführt werden. Jugendverbände könnten ebenso 
Angebote am Nachmittag durchführen.

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Im Vorfeld ist es notwendig, Vorgespräche mit möglichen Kooperationspartnern und insbesondere 
mit der Schule zu führen. In diesen und in späteren Gesprächen müssen Vorgehensweisen 
gemeinsam geplant werden. Dies hat zudem einen Lerneffekt, denn alle Beteiligten können von den 
anderen Kooperationspartnern lernen. 
 
4.5 Zusammenarbeit mit den Eltern 
Die Fachkräfte stehen den Eltern für Gespräche zur Verfügung. Elternabende und Kennenlern-
Nachmittage werden durchgeführt, nach Bedarf finden Elterngespräche statt. Die Eltern werden 
durch unterschiedliche Informationen und Elternabende über den Inhalt und die Organisation einer 
OGS sowie über die durch eine Anmeldung resultierenden Verpflichtungen ausführlich informiert. Es 
ist wichtig, mit den Eltern einen möglichst engen Kontakt zu haben und sie begleitend oder, wenn 
möglich, sie engagierend an der OGS teilhaben zulassen. Der Austausch mit ihnen kann im direkten 
Kontakt oder auch bei Telefonaten erfolgen.  
Aus Erfahrung empfinden viele Eltern gesetzte Elterntermine für die OGS eher als Belastung und / 
oder Störung im Familienalltag. Diese Erfahrung zeigt uns, dass wir als Angebot andere Wege finden 
müssen, die uns mit den Eltern motiviert zusammenführen. Um mit den Eltern in den Kontakt zu 
kommen und zu bleiben, sollen die Veranstaltungen, Termine und Gespräche in den Alltag der 
Familie gut integriert werden können. So sollten Angebote für Eltern auch direkt im Anschluss an die 
OGS-Betreuung stattfinden, an denen Eltern Geschwisterkinder ggf. mitbringen können und dürfen. 
Es ist selbstverständlich, die Rückmeldungen der Eltern über das eigene Kind, Kritik, Wünsche etc. 
ernst zu nehmen und konstruktiv zu bewerten. Diese Transparenz führt zu einem hohen Maß an 
Zufriedenheit und gewährleistet eine erfolgversprechende Zusammenarbeit. Im Anschluss an das 
tägliche Betreuungsangebot werden die Kinder von ihren Eltern oder anderen, von den Eltern 
bestimmten Personen, an der Schule abgeholt. Wenn die Kinder den Heimweg alleine antreten 
sollen, benötigen die Mitarbeiter*innen eine schriftliche oder telefonische Einverständniserklärung 
der Erziehungsberechtigten. 
Um eine gute Kooperationsbasis mit den Eltern zu schaffen und zu halten, gilt es, eine bestmögliche 
Transparenz zum OGS-Angebot herzustellen und dies in allen Bereichen. Denkbar sind Begleitungen 
im OGS-Alltag, Mitgestaltung durch den Elternbeirat (genau aufzeigen, welche Aufgaben hat der 
Elternbeirat und wann sind die Termine), Erfragen von Bedarfen, Wünschen und Bewertungen zum 
Angebot der OGS (Evaluation). 
Zum Erfassen der Zufriedenheit der Eltern bietet sich ein Fest zum Ende eines Schuljahres an, an dem 
Familien mitwirken und teilnehmen können. Dies bietet eine gute Möglichkeit ins Gespräch zu 
kommen und einen kleinen Fragebogen zu Bedarfen, Wünschen und Bewertungen anonym zur 
Verfügung zu stellen. 
4.6 Zusammenarbeit mit der Grundschule 
 
Wir streben eine innere bereichsspezifische Kooperationskultur mit der Grundschule auf allen 
Ebenen an. Dies beinhaltet für uns einen engen Austausch und Abstimmung mit der Schulleitung, den

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Lehrkräften und weiteren pädagogischen AkteurInnen (wie beispielsweise Schulsozialarbeiter*innen, 
Integrationspädagog*innen und Schulbegleiter*innen). 
 
4.7 Zusammenarbeit mit dem Schulträger 
 
Zwischen dem Schulträger und dem Kolping-Bildungswerk findet ein regelmäßiger Austausch über die 
Umsetzung des Angebotes, die Finanzierung sowie die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit statt. 
 
4.8 Zusammenarbeit mit der Kommune, den Glaubensgemeinschaften, Vereinen und anderen 
Schulen 
 
Eine gezielt ausgerichtete Zusammenarbeit mit der Kommune muss ggf. bei Bedarf für besondere 
Projekte erarbeitet werden. 
Bei der Planung und Durchführung der Angebote innerhalb des OGS Angebotes sollen örtliche 
Vereine und Verbände sowie andere Schulen mit einbezogen werden. So können Sportangebote in 
Kooperation mit den Sportvereinen durchgeführt werden, sowie Jugendverbände ihre Angebote am 
Nachmittag durchführen können. 
5. Personal 
Eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg des offenen Ganztagsangebotes ist fachlich 
qualifiziertes und geeignetes Personal. Der Personaleinsatz wird quantitativ und qualitativ den 
Anforderungen entsprechend gestaltet. Die Arbeitsbedingungen des Personals unterliegen den 
arbeitsrechtlichen Anforderungen. 
 
5.1 Leitung, Koordination 
 
Das Kolping-Bildungswerk übernimmt  
 
• die Einstellung des Personals in Absprache mit der Schulleitung und dem Schulträger, 
• die Verwaltung und Koordination der Kooperationspartner,  
• die Dienst- und Fachaufsicht,  
• die Weiterentwicklung des Konzepts,  
• die Weiterentwicklung der Kooperationen,  
• die Evaluation zur Qualitätssicherung,  
• die Öffentlichkeitsarbeit,  
• weitere Qualifizierungen des Personals. 
 
Die Leitung der OGS ist das Bindeglied zwischen der Verwaltung des Kolping-Bildungswerkes, der 
Schulleitung und den Mitarbeitenden vor Ort. Aufgaben und Verantwortlichkeiten werden mit den 
Beteiligten festgelegt und transparent kommuniziert. 
 
5.2 Qualifikation des Personals

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Die Qualifikation des Personals sowie die Intensität des jeweiligen Personaleinsatzes richten sich nach 
dem Förder- und Betreuungsbedarf der Kinder und welches Vorgrabenprofil umgesetzt werden soll. 
 
5.3 Personaleinsatz 
 
Das Kolping-Bildungswerk wird den Personaleinsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 
regelmäßig mit dem Personal, der Schulleitung und dem Schulträger reflektieren und 
bedarfsorientiert anpassen. 
 
Teamsitzungen 
1x pro Monat trifft sich das Team der OGS zum Dienst-/ Fachgespräch mit dem Träger. Hier findet der 
direkte Austausch über konkrete pädagogische und organisatorische Fragen und Absprachen statt. 
„5.5 In den Zeitrahmen sollen je nach Bedarf auch bewegliche Ferientage und Ferien einbezogen 
werden, gegebenenfalls als schulübergreifendes Ferienprogramm.  
RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 23.12.2010 (ABl. NRW. 01/11 S. 38, berichtigt 
02/11 S. 85)“ 
 
Die Betreuung wird an allen Tagen, an denen Lehrerfortbildungen, Elternsprechtage sowie weitere 
schulische Veranstaltungen, an denen der Unterricht für die Schülerinnen und Schüler entfällt, 
gewährleistet. 
Ein Ferienprogramm wird sich an dem bisher bestehenden Programm orientieren und ggf. erweitert, 
angepasst sowie mit anderen Schulen kooperiert. 
 
Vertretungsregelungen 
 
Die Vertretung wird mit den vorhandenen Kräften ggf. über Stundenkontingente vertraglich geregelt. 
Für Notfälle hält das Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Münster Personal im Bereich Kinder und 
Jugendarbeit, Familienbildung und berufliche Bildung vor.  
 
5.4 Fortbildung des Personals 
 
Die Fortbildung und weitere Qualifizierung des Personals wird vom Kolping-Bildungswerk 
bedarfsgerecht geplant. Dazu wird der Fortbildungsbedarf gemeinsam mit den Mitarbeitenden und 
unter Einbeziehung der Schule erhoben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen an den 
Fortbildungsangeboten, Teamgesprächen und Konferenzen des Kolping-Bildungswerkes sowie an 
externen Angeboten entsprechend der Fortbildungsplanung teil. Im Bedarfsfall können spezielle 
Fortbildungsbedarfe auch durch die Kolping-Akademie angeboten werden. 
 
6. Kinderschutz 
Der Landtag hat bereits 2006 mit § 42 Abs. 6 Schulgesetz NRW (SchulG) beschlossen, dass von der 
Schule jedem „Anschein von Vernachlässigung oder Misshandlung nachzugehen“ ist. Nordrhein-
Westfalen schuf damit als erstes Bundesland in einem Schulgesetz eine dem § 8a SGB VIII (Kinder-

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und Jugendhilfegesetz) entsprechende Regelung. Zentrale Grundlage ist das in § 5 Abs. 2 (SchulG) 
enthaltene Leitbild der Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe. Das 2012 in Kraft getretene 
Bundeskinderschutzgesetz konkretisiert und erweitert die bestehenden Regelungen zum 
Kinderschutz. Es nennt ausdrücklich die Aufgaben aller Personen, die sich der Erziehung von Kindern 
widmen. Auch die Aufgaben der Lehrkräfte im Kinderschutz werden formuliert. Hierzu gehören unter 
anderem, dass sie bei Bekanntwerden gewichtiger Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung die 
Situation mit dem Kind bzw. dem Jugendlichen und ggf. den Personensorgeberechtigten erörtern und 
auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken. Die Jugendämter haben einen Beratungsauftrag. 
 
Durch entsprechende Fortbildungen und Arbeitshilfen sollen die pädagogischen Fachkräfte 
Handlungssicherheit beim Erkennen gewichtiger Anhaltspunkte und im weiteren gesetzlich 
vorgeschriebenen Verfahren erhalten. In außerunterrichtlichen Ganztagsangeboten nehmen 
pädagogische Fachkräfte vielfältige Facetten der ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen wahr. 
Eine Chance und auch eine Herausforderung liegt darin, in der Ganztagsschule den 
multiprofessionellen Blick von Lehr- und Fachkräften zu nutzen, um Gefährdungssituationen aus dem 
Nahbereich und sozialen Umfeld von Schülerinnen und Schülern rechtzeitig zu erkennen und 
entsprechend zu handeln. 
 
Das Kolping-Bildungswerk handelt entsprechend der Ordnung zur Prävention gegen sexualisierte 
Gewalt des Bistums Münster und schult alle Mitarbeitenden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im 
offenen Ganztag müssen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. 
 
7. Qualitätssicherung 
Das Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Münster ist Träger der freien Jugendhilfe und seit 2008 
im Bereich der Offenen Ganztagsschule und Schulsozialarbeit aktiv. Seit 2007 ist die Kolping-
Bildungswerk DV Münster GmbH als zugelassener Träger für die Förderung der beruflichen 
Weiterbildung nach AZAV sowie nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.  
Das Kolping-Bildungswerk hält eine leistungsfähige Verwaltung vor, die die pädagogischen Angebote 
und Maßnahmen in ihren Abläufen unterstützt. Arbeitsplätze sind mit modernen Arbeitsmitteln 
ausgestattet. Die Mitarbeiterinnen werden mit Laptop und Handy ausgestattet und in die technische 
Infrastruktur (Mail-Server, zentrale Terminverwaltung, online-Dokumentenmanagementsystem) 
eingebunden. Die regelmäßige Fortschreibung des Schulungsplanes sichert die hohe Qualifikation der 
Mitarbeitenden. 
Um eine hohe Qualität unserer Angebote zu erreichen und dauerhaft sicherzustellen, handeln wir 
einheitlich und koordiniert. Unser Qualitätssicherungskonzept enthält deshalb die folgenden 
Bestandteile: 
 
• einheitliche und verbindliche Information  
• Schnittstellenmanagement  
• klare Definition der Qualitätsstandards &-ziele 
• einheitliche Arbeitsunterlagen, Dokumente, Ordnungsmittel und Formulare  
• Qualifikation des Personals 
• eindeutige Benennung, Zuordnung und Abgrenzung der Zuständigkeiten

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• Planung, Anleitung und Kontrolle 
• Grundsatz einheitlichen Handelns 
• Weiterbildung des Personals 
• Evaluation  
• Verstetigung durch Weiterentwicklung. 
 
Verbindliche und allgemeingültige Unterlagen (z.B. Angebotskonzeption) werden in einem 
Maßnahmeordner innerhalb unseres Dokumentenmanagementsystems hinterlegt und sind dort für 
alle in der Maßnahme tätigen Mitarbeitenden zugänglich.  Wir stellen sicher, dass alle Akteure auf 
der Grundlage des gemeinsamen Konzeptes und unter Beachtung der verbindlichen und 
allgemeingültigen Unterlagen arbeiten. Darüber hinaus werden Schnittstellen, insbesondere mit den 
Kooperationspartnern definiert und beschrieben, um den Informationsfluss zu gewährleisten.   
Mit den beteiligten Fachkräften finden regelmäßig Teamsitzungen statt. Unter anderem werden die 
Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern und sich daraus ergebene Konsequenzen besprochen. Die 
Teamsitzungen werden protokolliert. Die Dokumentenlenkung für diese Maßnahme erfolgt über 
unser Dokumentenmanagementsystem „roXtra“. 
Alle Arbeits- und Ablaufprozesse unterliegen einer permanenten Evaluation. So werden die Prozesse 
und deren Ergebnisse ständig optimiert, Schwachstellen beseitigt und Fehler von vornherein 
vermieden. Durch Audits werden die Dokumente und Unterlagen auf Aktualität und Effizienz 
überprüft. Sie bilden somit den integralen Bestandteil einer systematischen Qualitätssicherung und 
verpflichten gleichzeitig die Mitarbeiter*innen zu einer einheitlichen Umsetzung der Konzeption. 
 
8. Besondere Merkmale des Trägers 
Als besonderes Merkmal des Kolping Bildungswerks ist zu nennen, dass es berufliche 
Bildungsangebote über die Kolping-Akademie gibt, welche perspektivisch ggf. bei Bedarf ausgeweitet 
und ergänzt werden. Hierzu zählt z.B. die Qualifikation für Ganztagskräfte im Primarbereich und der 
Sekundarstufe I. An anderen Schulen stellen wir die Personalien für Schulsozialarbeit bis hin zum 
Mensateam. 
 
9. Perspektive 
Das Kolping Bildungswerk legt einen hohen Wert darauf, dass das Konzept flexibel bleibt, um sich 
möglichst schnell auf die Bedürfnisse der Kinder und der Schule/Schulleitung und Kommune 
ausrichten und einstellen zu können. Aus den Erfahrungen lernen, Zufriedenheit erfragen, eigenes 
Handeln reflektieren, neues ausprobieren und sich den Bedürfnissen zu stellen, damit wird sich der 
Ganztag weiterhin positiv und nachhaltig entwickeln. Des Weiteren wird das Kolping-Bildungswerk 
zukünftig eine Qualifizierung bzw. eine Ausbildung zum Integrationshelfer anbieten und zur 
Verfügung stellen können. Aufgrund von anstehenden Veränderungen zum Anspruch auf einen Platz 
in der OGS könnten dies mittelfristig zu Veränderungen im Personalbereich führen. Dies gilt es 
vorzubereiten und sich gut aufzustellen. Einer dieser Schritte wird es sein, die Mitarbeiter*innen 
auszubilden, fachlich vorzubereiten und nachhaltig zu schulen

Anlage 1 OGS-Kriterienkatalog

3167 Zeichen

Kriterienkatalog 
für die außerunterrichtlichen Angebote der  
Offenen Ganztagsschulen (OGS) 
 
Die Fachlichkeit des Trägers und sein pädagogisches  Konzept werden anhand der nachfol- 
genden Auswahlkriterien ausgewertet. Den Kriterien sind jeweils zu beachtende Standards 
und Orientierungsrahmen zugrunde gelegt: 
 
 Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschule in M ünster 
 
 Entsprechende Erlasse des Landes NRW in den aktuel l gültigen Fassungen 
 
Pädagogisches Konzept/Leistungsbeschreibung  
Das Konzept, das die gesetzlichen Grundlagen (BASS) , aktuelle gesellschaftlichen Erforder- 
nisse und die Grundhaltung des Trägers sowie dessen Arbeitsweisen verdeutlicht, muss vor- 
liegen und ist Grundvoraussetzung für die Trägerschaft einer OGS. 
 
Querschnittsaufgaben 
Der Zuzug und die Integration von Migrantinnen und Migranten stellen an OGS-Träger beson- 
dere Anforderungen. Sprachliche und kulturelle Barr ieren müssen gemeistert, schnelle und 
kompetente Integrationsangebote erarbeitet und entwickelt werden. Gleiches gilt für die The- 
men der Inklusion von Kindern mit Behinderungen und  der Genderthematik. Informelle und 
soziale Bildung als Querschnittsthema ist grundsätzlich enthalten. Zentrales Ziel von Bildung 
ist die Befähigung des Kindes, ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zu füh- 
ren und umfassend am sozialen und ökonomischen Leben und der gesellschaftlichen Entwick- 
lung partizipieren zu können.  
 
Mitbestimmung  
Der OGS-Träger soll ein beteiligungsorientiertes, p ädagogisches Konzept mit einem ange- 
messenen Maß an Partizipation darlegen. 
 
Kooperationsstrukturen 
Bereits vorhandene räumliche Bezüge zu bestehenden Einrichtungen im Sozialraum der Ein- 
richtung ermöglichen die Nutzung von Synergien, die  die Wirtschaftlichkeit einer OGS erhö- 
hen. Sozialraumbezogene Angebote werden bedarfsgerecht aufeinander abgestimmt und wei- 
terentwickelt, wenn die Akteure des Sozialraums sich hierzu entsprechend vernetzen. 
 
Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Die Anforderungen an Träger der Offenen Ganztagsschulen befinden sich, analog zur gesell- 
schaftlichen Entwicklung, laufend im Wandel. Neue Herausforderungen sind kontinuierlich mit 
neuen Antworten und Konzepten zu begegnen. Aus dies em Grund ist eine funktionierende 
und sich weiterentwickelnde Trägerstruktur eine not wendige Voraussetzung für den Betrieb 
einer OGS. 
Implementierte Qualitätsentwicklungs- und Sicherung sprozesse mit inkludierten Verfahrens-
abläufen in Bezug auf den Kinderschutz und die Zusa mmenarbeit mit der städtischen OGS-
Fachberatung ist ein notwendiger Standard. 
 
Besondere Merkmale des Trägers 
Bei diesem Kriterium können weitere besondere Angebote des Trägers in die Bewertung ein- 
fließen, die über die zuvor benannten Kriterien und Orientierungsrahmen nicht abgedeckt wer- 
den, jedoch eine Bereicherung für die Angebote der OGS darstellen. Gleichzeitig kann der 
Punkt der gewünschten Trägerpluralität/Trägervielfalt in Münster in der Bewertung berücksich- 
tigt werden sowie besondere Anforderungen, welche a us den Bedarfen der Schule und des 
Stadtteils entstehen. 
Stand: 02/2022

Anlage 2 Caritas_Bewerbung OGS-Trägerschaft Michaelschule und Mosaik-Schule

60262 Zeichen

caritas-ms.de  
 
Bewerbung um die Trägerschaft der Offenen Ganztage an der Michaelschule und 
der Mosaikschule in Gievenbeck 
Seit 2016 ist die Caritas Münster Träger von Offenen Ganztagen an Schulen  mit inzwischen 8 
Standorten. Zu unserem Angebotsportfolio gehören neben dem Offenen Ganztag auch die 
Schulsozialarbeit die heilpädagogische Arbeit der Förderinseln (10 Standorte)  und die 
Schulbegleitung im Rahmen der Eingliederungshilfe (zur Zeit 35 Hilfen). Zudem sind wir gerade 
mit der Übernahme des Jugendhilfe- und Schulsozialarbeitsangebots an der Kompass-Schule in 
unsere Trägerschaft beschäftigt. 
 
Wir sind ein Träger, der schulnahe Jugendhilfe vollumfänglich anbietet. Leitend ist für uns dabei 
unser Zielbild „1 Schule – 1 Träger“, welches wir an immer mehr Schulen umsetzen und 
perspektivisch an allen Standorten verfolgen  
 
Aufgrund unseres breitschichtigen Angebots entstehen Synergieeffekte  wie feste 
Ansprechpartner:innen, pädagogische Fachlichkeit und Haltungen, gemeinsame Fortbildungen, 
Kooperationen und Projekte, Kontinuität über den gesamten Tag . Auch eine teilweise zeitliche 
oder personelle Verschränkung der Angebote unterstützt diesen Effekt (z.B. wenn OGS -
Mitarbeiter:innen mit in der Schulbegleitung eingesetzt sind oder wenn die Schulbegleitungen 
in Kooperation mit der OGS auch Kinder am Nachmittag begleiten und unterstützen). Dies 
eröffnet nicht nur dem Offenen Ganztag einen erheblichen Vorteil, sondern auch allen weiteren 
beteiligten Akteuren an der Schule.  
 
Wir bewerben uns auf beide Schulen, weil wir hier die besondere Chance sehen, zwei Systeme 
miteinander im besten Sinne zu verknüpfen: Eine möglichst intensive Kooperation und 
Zusammenarbeit unter Bewahrung der jeweiligen Eigenständigkeit. 
Anders als die Paul-Gerhardt-Schule und Clemensschule in Hiltrup, die sich Schulhof und 
Gebäude teilen, liegen die Schulen in Gievenbeck etwas weiter auseinander, sodass wir hier 
gerne zusammen konzeptionell auf Gemeinsamkeiten schauen würden als auch auf die 
Eigenständigkeiten. 
Gemeinsame Themen sind sicherlich: 
 
• Ferienbetreuung (z.B. Entwicklung eines gemeinsamen Konzepts) 
• Fortbildungen 
• Vertretungssituationen (Schulen in räumlicher Nähe zueinander, z.B. Springer gemeinsam 
nutzen, wenn Personalsituation es zulässt gegenseitiges Aushelfen) 
• AG-Pläne können miteinander abgestimmt und genutzt werden 
• Kooperation der Koordinator:innen

Wir möchten gerne mit den Teams an einer gemeinsamen Vision arbeiten und die Ideen, die es 
vor Ort ohne Zweifel geben wird, aufgreifen und zusammen weiterentwickeln.  Dabei ist uns 
bewusst, dass Veränderungsprozesse  sowohl Energien freisetzen als auch Ängste und 
Widerstände auslösen können. Es ist uns wichtig zu betonen, dass wir sensibel mit den Themen 
„Veränderung“ und „Bewahrung von Stabilität“ umgehen werden. 
 
In Gievenbeck verfügt die Caritas über eine gut ausgestattete und breit aufgestellt e 
Beratungsstelle, die als Anlaufstelle für Familien, Eltern und Kinder dienen kann, wenn sich im 
Laufe der Grundschulzeit Themen ergeben oder in der Zusammenarbeit deutlich werden, die an 
der Schule nicht aufgefangen werden können. Die Kolleg:innen der Beratungsstelle sind über 
die Arbeit der Stadtteilkoordination Frühe Hilfen und der Präsenz in den Familienzentren sehr 
vielen Familien mit Grundschulkindern schon bekannt. 
Die Kolleg:innen der Erziehungsberatungsstelle können mit beteiligten Personen der Schule (z.B. 
OGS-Leitung, päd. Fachkräfte, Schulleitung, Schulsozialarbeit)  Ideen entwickeln, wie sie die 
Teams vor Ort mit ihrem Wissen unterstützen können. 
Langfristig halten wir eine Arbeit analog zu den Familienzentren auch für Grundschulen für 
äußerst sinnvoll, um Eltern möglichst niederschwellig einzubinden und für verschiedene 
Themen der Entwicklung und Erziehung im Grundschulalter zu sensibilisieren. 
 
Aus Erfahrung wissen wir, dass die Entwicklung und  die breite Annahme des Offenen Ganztags 
Herausforderungen bergen. Immer mehr Kinder werden am Nachmittag begleitet und betreut, 
die noch kein oder nur wenig Deutsch sprechen. Auch das Aufeinandertreffen von 
unterschiedlichen kulturellen Erfahrungen ist nicht immer konfliktfrei. Manche Eltern können 
nur wenig oder teilweise gar nicht beim Bearbeiten von Lerninhalten  unterstützen. Andere 
können durch eigene Erkrankungen ihren Kindern nicht immer die nötige Struktur und Stabilität 
geben. Wir versuchen, den Bedarf der Kinder und Eltern zu ermitteln und mit unseren 
Ressourcen abzugleichen, um herauszufinden, wie eine gute Unterstützung im Offenen Ganztag 
gestaltet werden kann, die die Entwicklung und Themen der Kinder im Blick hat.  
Es werden Wege probiert, auch Eltern zu erreichen, die an der Schule keine große Präsenz zeigen. 
Hier können wir zum Beispiel mit Kolleg:innen der Erziehungsberatungsstellen, des 
Migrationsdienstes oder der Jugend - und Familienhilfen kooperieren. Alternati ve Wege zur 
Aktivierung von Eltern können entwickelt und ausprobiert werden. 
Bezüglich der Dynamiken von Kindern am Nachmittag können über teilnehmende 
Beobachtungen individuelle Lösungen für Situationen gefunden werden. Über Team - und 
unterschiedliche fachliche Fortbildungen stärken wir die Mitarbeiter:innen. 
Das Team kann sich so weiter sensibilisieren, das vorhandene Wissen und die eigene Haltung 
schärfen, um sich weiterhin und auch in herausfordernden Situationen als hilfreich, kompetent 
und selbstwirksam erleben zu können. 
 
Über unser eigenes Bildungszentrum bieten wir  Fortbildungen für Mitarbeitende an . Dabei 
greifen wir die Wünsche und Bedarfe der Kolleg:innen an den verschiedenen Standorten auf und 
beteiligen sie an der Auswahl der Themen.

Dem Caritasverband Münster ist die physische und psychische Gesundheit der Mitarbeitenden 
sehr wichtig. Das betriebliche Gesundheitsmanagement sorgt für verschiedenste Angebote im 
Bereich der Entspannung, Entlastung, aber auch Kräftigung des Körpers und der Seele. 
Regelmäßige Gesundheitstage können zur Überprüfung der eigenen Gesundheit und Fitness 
genutzt werden. 
 
Ein wichtiges Thema für die Mitarbeiter:innen im Offenen Ganztag sind Arbeitsverträge mit 
möglichst auskömmlichen Stundenumfängen. Diese können wir z.T. anbieten z.B. über die 
Mitarbeit in der Ferienbetreuung oder die Übernahme von Schulbegleitungen am Vormittag. 
Neben umfangreicheren Verträgen für die Mitarbeiter:innen wird dadurch auch die Kooperation 
zwischen Vormittags- und Nachmittagsteam gestärkt, die Kinder erleben eine Kontinuität in den 
Beziehungen zu Pädagog:innen über den ganzen Tag.

Offener Ganztag 
Rahmenkonzept der Caritas Münster

Inhalt 
1. Trägerbeschreibung ............................................................................................................. 7 
2. Der Offene Ganztag als integrierter Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe der Caritas 
Münster ................................................................................................................................... 7 
3. Rahmenbedingungen und Organisation ......................................................................... 8 
3.1 Auftrag und Zielsetzung .............................................................................................. 9 
3.2 Personal ........................................................................................................................ 10 
3.3 Anmeldung und Betreuungszeiten ......................................................................... 10 
3.4 Mittagessen .................................................................................................................. 11 
3.5 Räume ............................................................................................................................ 11 
4. Einblicke in pädagogische Handlungsfelder ............................................................... 11 
4.1 Mittagessen .................................................................................................................. 11 
4.2 Lernzeit .......................................................................................................................... 12 
4.3 Freispiel ......................................................................................................................... 12 
4.4 Angebote ....................................................................................................................... 13 
4.5 Identität und Integration .......................................................................................... 14 
4.6 Digitalisierung .............................................................................................................. 14 
4.7 Musik .............................................................................................................................. 15 
4.8 Ökologie ........................................................................................................................ 15 
4.9 Partizipation ................................................................................................................. 15 
5. Ferienbetreuung ................................................................................................................. 16 
6. Kooperation ......................................................................................................................... 16 
6.1 Mit Eltern ....................................................................................................................... 16 
6.2 Innerhalb der Schule ................................................................................................. 17 
6.3 Innerhalb der Caritas ................................................................................................. 17 
6.4 Mit anderen Organisationen, Trägern und Verbänden ..................................... 18 
6.5 Mit der Stadt Münster ................................................................................................ 18 
7. Qualitätssicherung ............................................................................................................. 18 
7.1 Einbindung der OGS in das Qualitätsmanagement der Caritas Münster……18 
7.2 Qualität in Bezug auf das Personal ........................................................................ 18 
7.3 Kinderschutz ................................................................................................................ 19 
7.4 Qualität über Strukturen ........................................................................................... 19 
8. Zukunftsmusik und Ausblick ............................................................................................ 20

8.1 1 Schule – 1 Träger ...................................................................................................... 20 
8.2 OGS als sozialraumorientiertes Angebot .............................................................. 20 
8.3 Trägerinterne Fortbildungen ................................................................................... 20 
8.4 Schulübergreifende Zusammenarbeit ................................................................... 21 
8.5 Diversität ....................................................................................................................... 21 
8.6 Nachhaltigkeit .............................................................................................................. 21 
8.7 Kultursensibilität ........................................................................................................ 21 
8.8 Hybride Elternformate ............................................................................................... 22 
8.9 Mobbing, Gewaltprävention, Umgang mit Gewalt zwischen Kindern ............ 22

Unterstützende, wertschätzende, respekt- und vertrauensvolle Beziehungen sind 
keine Sozialromantik, sondern unbedingte Grundlage dafür, dass Lernen und  
Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler gelingen können. 
(Kuhn/Fischer, 2014, S. 8, STEG-Studie) 
1. Trägerbeschreibung 
Die Caritas Münster setzt sich aus dem Caritasverband für die Stadt Münster e.V. und seinen angeschlossenen 
Gesellschaften zusammen. Neben der Kinder - und Jugendhilfe werden auch Angebote aus dem Bereich der 
Altenhilfe, Fort- und Weiterbildung, Sozialen Beratung, Wohnungslosenhilfe und Jugendberufshilfe angeboten. 
Der Caritasverband für die Stadt Münster e.V. ist als Wohlfahrtsverband anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. 
Er hält seit über 50 Jahren ein dichtes Netz an Angeboten der Jugendhilfe in Münster vor, das stetig weiterentwickelt 
wurde und sich immer wieder an den Lebenswelten der Menschen in Münster ausrichtet.  
Über den Caritasverband für die Diözese Münster e.V. ist die Caritas Münster an die entsprechende Fachberatung 
für Träger angebunden. Hierüber erfolg en insbesondere die fachliche und wirtschaftliche Fachberatung und die 
regelmäßige Fortbildung der Mitarbeitenden. 
Die Caritas Münster beschäftigt auf dem Stadtgebiet ca. 1.000 hauptberufliche Mitarbeitende. Sie verfügt über eine 
leistungsfähige Verwaltung, die insbesondere die Aufgaben der Personalabrechnung, -entwicklung und des 
Recruitings, sowie die finanztechnische Bewirtschaftung hochwertig sicherstellen kann. Für die Arbeitsverhältnisse 
kommen die arbeitsvertraglichen Richtlinien der deutschen Caritas (AVR Caritas) zur Anwendung. Darüber sind eine 
betriebliche Altersvorsorge über die KZVK, eine Jahressonderzahlun g, sowie ein Leistungsentgelt gesichert. Zudem 
bietet die Caritas Münster ihren Mitarbeiter:innen zusätzlich ein Jobbike (Leezenleasing), ein  Jobticket und ein 
Lebensarbeitszeitkontomodell an.  
2. Der Offene Ganztag a ls integrierter Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe der Caritas 
Münster 
Das Leitbild der Caritas Münster formuliert unseren Zugang zu den Menschen eindeutig: „ Unser Anliegen ist das 
Wohlergehen der Menschen, materiell, körperlich, geistig und seelisch.  Wir stärken die Selbsthilfekräfte der 
Menschen, fördern ihre Selbstständigkeit, achten und sichern ihre Würde und Selbstbestimmung.  (…) Wir nehmen 
jeden Menschen in seiner Einmaligkeit an, achten und berücksichtigen Unterschiede in Religion, Nationalität, 
Geschlecht, Alter und Ethnie sowie körperlichen und geistigen Besonderheiten, u nabhängig von sozialer Stellung 
und politischer Anschauung. (…) 
Um diese Ziele zu erreichen, muss die Caritas in der Lebenswelt von Familien präsent sein. Der Offene Ganztag ist 
mittlerweile zu einem wichtigen Teil dieser Lebenswelt geworden und so ist es konsequent, dass wir dort an 
entscheidender Stelle mitgestalten möchten. Wir wollen Kindern im Ganztag Räume schaffen, sich und ihre Umwelt 
spielerisch zu entdecken. Wir nehmen Kinder als einzigartige Personen an , mit ihrer Biografie, ihrem ethnischen 
Hintergrund, ihrer Familie und ih rem Lebensumfeld. Wir helfen mit, eine Basis für die Entwicklung von 
Selbsteffizienz und Resilienz zu schaffen. Wir wollen Bildungs- und Entwicklungsanreize schaffen, den individuellen 
Lebensbedingungen und Bedürfnissen der Kinder entgegenkommen, und: wir möchten, dass Kinder bei uns Freunde 
finden, Spaß haben, gerne miteinander spielen und arbeiten, sich sicher und gehalten fühlen, sich streiten und 
vertragen und den Ganztag als guten Teil ihres Lebens empfinden. 
So etwas schafft man nicht allein. Deshalb sind Zuverlässigkeit, Transpa renz und von Vertrauen geprägte  
Zusammenarbeit mit den staatlichen, kirchlichen und anderen Kooperationspartnern für uns von großer 
Bedeutung. Ganz zentral sind dabei unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sie sind das wertvollste Potential der 
Caritas: Sie prägen die Leistungsfähigke it, die Kultur und das Ansehen des Verbandes.  Wir legen Wert auf hohe 
Fachlichkeit, entwickeln uns weiter, arbeiten wirtschaftlich und nachhaltig.

In der Struktur der Caritas Münster ist der Off ene Ganztag ein großer Bereich in der 2023 gegründeten Abteilung 
Schulnahe Jugendhilfe. In dieser Abteilung sind alle Aufgaben der Jugendhilfe, die an Schulen stattfinden, 
gebündelt: 
• OGS inklusive der Ferienbetreuung 
• Förderinseln (Heilpädagogisch an Grundschulen) 
• Schulsozialarbeit 
• Schulbegleitung 
• Kompass-Schule (intensivpädagogischer Lernort) 
Darüber hinaus gibt es eine sehr enge Zusammenarbeit mit der Abteilung Jugend - und Familienhilfen mit  
Erziehungsberatungsstelle, ambulanter und teilstationärer Jugendhilfe, so das fachliches Wissen auch bei massiven 
Verhaltensweisen von Kindern abrufbar ist.  Die Vernetzung dieser Hilfen in einer Abteilung ist eingeübt und der 
entsprechende fachliche Austausch ist kollegialer Alltag. Durch die genaue Kenntnis solcher Hilfen beim OGS -
Personal sind passgenaue Hinweise an Eltern und die Anbahnung von niedrigsch welligem Kontakt jederzeit auch 
kurzfristig möglich. Die intensive Nutzung dieser Ressourcen soll durch die Entwicklung von Intervisions - und 
Supervisionskonzepten an der Schnittstelle von OGS und Jugendhilfe sichergestellt werden.  
Ähnliches gilt auch für die enge Verzahnung mit dem großen Migrationsdienst der Caritas Münster, der auf kurzem 
Weg für die Fachberatung der Mitarbeiter:innen zur Verfügung steht und nicht nur hilft Sprachbarrieren zu 
überwinden und das wertschätzende Miteinander verschiedener Kulturen z u fördern, sondern auch konkrete 
Projekte etwa zur Antidiskriminierung anzustoßen.  
Die Caritas Münster übernahm 2016 ihren ersten Offenen Ganztag in der jetzigen Kompass -Schule. Im Jahr 2017 
kamen die Ganztage der Paul-Schneider-Grundschule in Kinderhaus und der Matthias -Claudius-Schule in Handorf 
hinzu. 
Die Mitarbeiter:innen sind mittlerweile fast alle aus der Gestellung in einen Arbeitsvertrag bei der Caritas 
gewechselt. Die Möglichkeit, zusätzlich zur Arbeit im Ganztag im Vormittagsbereich als Schulbegleiter zu fungieren, 
wird zunehmend ermöglicht und g enutzt. Damit können wir die hauptamtlichen Teilzeitarbeitsverhältnisse mit 
mehr Stunden versorgen. Die OGS -Koordinator:innen kooperieren  in einem Gremium mit der Bereichsleitung 
Schulnahe Jugendhilfe. In diesem Bereich finden sich auch die anderen schulnahen Dienste wie die Schulbegleiter, 
die Schulsozialarbeit und die Förderinseln. Untereinander besteht ein strukturell abgesicherter Austausch und 
gemeinsame Fortbildungen. 
In Zukunft soll sich die OGS noch stärker als Teil eines Netzwerks präsentieren: vielfältig verknüpft mit den Akteuren 
im Stadtteil, als Standort verschiedener  Beratungsangebote und mit einem modernen Raumkonzept, das 
Elternarbeit und -bildung bedarfsgerecht umsetzt. Dies soll zunehmend auch als digitale Medienbildung erfolgen. 
Insgesamt soll die OGS in der Kommunikation mit den Eltern und Netzwerkpartnern den d igitalen Wandel als 
Einrichtung aufgreifen und in den OGS -Alltag integrieren. Für die pädagogische Arbeit bedeutet dies, die Kinder 
aktiv zu begleiten, sich die digitale Welt zu erschließen und nutzbar zu machen. Als weiteren Schwerpunkt soll sich 
der Ganztag als Jugendhilfe-OGS entwickeln. Eingebettet in die vielfältigen Jugendhilfe-Dienste der Caritas Münster 
soll hier Jugendhilfe -Knowhow strukturell in die Arbeit einfließen, und so das gängige Konzept der Fachberatung 
erweitern. 
3. Rahmenbedingungen und Organisation 
Die Rahmenbedingungen für den Offenen Ganztag an Grundschulen in NRW ist im Runderlass des Ministeriums 
für Schule und Weiterbildung weitestgehend festgelegt. Trotzdem gibt es Spielraum, wie Träger innerhalb dieses 
Rahmens agieren und wie sie diesen auslegen.

3.1 Auftrag und Zielsetzung 
Die Offene Ganztagsschule (OGS) bietet außerunterrichtliche Angebote in Ergänzung zum planmäßigen 
Schulunterricht an. Kinder können das Angebot der OGS sowohl im Anschluss an den Unterricht, an beweglichen 
Ferientagen sowie bei Bedarf auch in den Schulferien ganztägig wahrnehmen. In Kooperation mit einer Vielzahl 
von Partnern, insbesondere aus der Kinder- und Jugendhilfe, des Sports und der Kultur soll sie zur Erfüllung des 
Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrags eine entsprechende Förderung für alle Kinder, insbesondere auch 
aus bildungsbenachteiligten Familien, ermöglichen. Die offene Ganztagsschule eröffnet Schülerinnen und 
Schülern Hilfen zur Selbstständigkeit und Eigenverantwortung und unterstützt Eltern bei der Vereinbarkeit von 
Familie und Beruf und in ihrer Erziehungsarbeit (angelehnt an den Runderlass des Ministeriums für Schule und 
Weiterbildung vom 23.12.2010). 
Was bedeutet das für den Offenen Ganztag? 
Miteinander: 
• Gestaltung der Offenen Ganztagsschule zu einem Lebens - und Aufenthaltsort, an dem sich Kinder und 
Mitarbeiter:innen wohlfühlen und entwickeln können 
• Zugehörigkeit erfahren durch Gruppen- und Gemeinschaftserleben 
• Erleben und T olerieren von Vielfalt im Sinne von unterschiedlichen individuellen und kulturellen 
Voraussetzungen von Kindern und Mitarbeiter:innen durch Vorleben, Gespräche, Diskussion, gelingende 
Konfliktklärung, AGs 
• Freies Spielen mit Freunden, Erweiterung des Bezugskreises durch gruppenübergreifende und offene Angebote 
am Nachmittag 
 
Entwicklung: 
• Räume schaffen sowohl für Bewegung als auch für Rückzug und Entspannung  
• Förderung von Selbstkompetenzen durch Gruppe, Freispiel und Angebote (Selbstvertrauen, -bewusstsein, -
ständigkeit, -wirksamkeit, -kritik, -beherrschung) 
• Unterstützung bei dem Erlernen und Entwickeln von Eigenverantwortung und -Initiative z.B. durch 
Partizipationsstrukturen 
• Erlernen von Verantwortungsübernahme für andere (z.B. Patenprojekte, Pausenbuddies) und für die Natur (z.B. 
Gartenprojekte, Tiere, Pflanzen in Räumlichkeiten) 
 
Freizeit und Bildung: 
• Förderung und Erhaltung der Lernfreude und -motivation durch Unterstützung und Begleitung in den 
Lernzeiten, Schaffung von anregenden Gesprächen und Situationen 
• Schaffung von vielfältigen und unterschiedlichen Kommunikationsmöglichkeiten, -anlässen und -
erfordernissen für sprachliches und geistiges Lernen 
• Verzahnung von schulischem Vor - und Nachmittag zur ganzheitlichen Erziehung und Bildung durch 
Kooperationsstrukturen und Absprachemöglichkeiten 
Eltern: 
• Einbeziehung der Eltern/Erziehungsberechtigten für gelingende Erziehungs- und Bildungspartnerschaften über 
verschiedene Einbeziehungsmöglichkeiten (z.B. OGS -Elternveranstaltungen, Beteiligung an Festen, Mitwirkung 
bei Verantwortungsübernahme im Ganztag) 
• Verlässliche Betreuung für die beteiligten Familien

3.2 Personal 
Die Caritas Münster beschäftigt im Offenen Ganztag analog den Münsterstandards OGS pro 25 Kindern eine 
Gruppenleitung, die mindestens eine erzieherische Ausbildung haben muss. Die Koordination wird von einer 
sozialpädagogischen Fachkraft übernommen, die je  nach Größe des Ganztages für ihre Aufgaben freigestellt wird. 
Daneben werden als Unterstützung je nach Räumen und Konzept des Offenen Ganztages unterschiedliche 
Stundenkontingente an studentische oder berufsfremde Mitarbeiter:innen vergeben.  
 
Dabei achten wir auf eine möglichst große Zahl von Unterstützungskräften mit einem Stundenkontingent von 20,5 
Stunden. So wird das Team den Ansprüchen der Kinder auf feste Bezugspersonen und Beziehungskontinuität  
gerecht, stellt aber auch genügend Personal und Angebote für die verschiedenen Bedürfnisse der Kinder zur 
Verfügung. Je nach Anzahl der Kinder, die den Ganztag besuchen, braucht es eine bestimmte Anzahl von 
Mitarbeiter:innen, um für die Kinder ansprechbar zu sein und sie durch den Tag zu begleiten. 
Die Fachaufsicht wird von der Bereichsleitung Schulnahe Jugendhilfe der Caritas Münster ausgeübt. Sie ist für die 
inhaltliche und strukturelle Qualität und Weiterentwicklung des Offenen Ganztages mit verantwortlich. 
Honorarkräfte ergänzen das festangestell te Personal und führen spezielle Angebote am Nachmittag durch. Alle 
Mitarbeiter:innen werden in einem Einarbeitungskonzept an die pädagogische Arbeit und die jeweiligen Aufgaben 
ihrer Stelle herangeführt. 
Die für den Offenen Ganztag zur Verfügung stehenden Lehrer:innenstunden können sowohl für die fachliche 
Begleitung der Ler nzeit im Tandem mit OGS -Kräften als auch für Bildungs - oder Freizeitangebote am Nachmittag  
genutzt werden. G erade die letztere Möglichkeit führt zu informellen Kontakt - und Beziehungsmöglichkeiten zu 
Kindern, was die Lehrer:in-Kind-Beziehung im Unterricht stärken kann. 
 
3.3 Anmeldung und Betreuungszeiten 
Die Anmeldung für den Offenen Ganztag läuft über das Sekretariat der jeweiligen Schule, wo die Betreuungsverträge 
der Caritas Münster hinterlegt sind. Die Betreuungszeiten sind üblicherweise: 
• OGS: nach der 4. Stunde bis 15:00 Uhr oder 16:00 Uhr 
• Bis Mittagsbetreuung: je nach Schule bis 13 Uhr oder Ende der 6. Stunde  
• Unterrichtsfreie Tage: 8:00 Uhr – 16:00 Uhr 
• Ferien: 6 Wochen Betreuung von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr  
• Randzeitenbetreuung je nach Bedarf und Personalkapazitäten an den jeweiligen  Schulen ab 7:30 Uhr oder bis 
17:00 Uhr 
Für außerschulische Bildungsangebote, Therapien und Förderangebote oder außerordentliche familiäre Ereignisse 
können die Schüler:innen nach Absprache mit der Schulleitung und Koordination freigestellt werden. Regelmäßige 
oder einmalige Ausnahmen können schriftlich beantragt werden, die OGS-Koordination und Schulleitung stimmen 
sich über die Prüfung der Anträge ab.

3.4 Mittagessen 
Es gibt täglich ein warmes Mittagessen für alle OGS -Kinder, je nach Schule als Warmanlieferung oder frisch 
zubereitet nach cook & freeze Verfahren im Konvektomaten. Es wird auf Wünsche der Kinder sowie auf 
Ausgewogenheit, Auswahlmöglichkeiten, Berücksichtigung kultureller und gesundheitlicher Hintergründe geachtet. 
Auch ökologische Komponenten sowie ein regionaler Bezug sind uns wichtig umzusetzen. Neben dem warmen Essen 
gibt es täglich frisches Obst und Gemüse. Wasser steht den Kindern jederzeit zur Verfügung. 
Die Caritas Münster unterstützt die Schulen nach Wunsch bei der Weiterentwicklung des Verpflegungskonzepts und 
der Mittag essensgestaltung (z.B. über veränderte Raumnutzungskonzepte, zusätzliche Warmanlieferung für 
bestimmte Gruppen). 
Die Kosten für das Mittagessen belaufen sich derzeit auf max. 3 € pro Mittagessen. Das Mittagessen wird zusätzlich 
zum OGS-Beitrag bezahlt. 
 
3.5 Räume 
Die Grundschulen in Münster haben sehr unterschiedliche räumliche Voraussetzungen, auf die die Caritas wenig 
Einfluss hat. Sie unterstützt die OGS -Teams bei der Weiterentwicklung ihrer Raumkonzepte in Absprache mit der 
Schulleitung. So können z.B. über die Doppelnutzung von Klassenräumen oder anderen Arealen weitere 
Möglichkeiten für Spiel, Entspannung, Rückzug und Entzerrung gefunden und ausgestattet werden.  
4. Einblicke in pädagogische Handlungsfelder 
Die Konzeption der Caritas für Offene Ganztage versteht sich als grundlegendes Rahmenkonzept, das sich nach den 
Erfordernissen und Gegebenheiten vor Ort, den Bedürfnissen und Bedarfen der Kinder sowie den Ressourcen der 
Mitarbeiterschaft weiterentwickelt und entsprechend fortgeschrieben wird. Dies geschieht in einem gemeinsamen 
Prozess mit dem Team an der jeweiligen Schule, der Fachberatung der Caritas und in enger Rückkopplung mit der 
Schulleitung. 
4.1 Mittagessen 
Das Mittagessen stellt eine wichtige Zeit im Tagesablauf dar. Es dient nicht nur der Nahrungsaufnahme und dem 
Sattwerden, sondern ist im Idealfall eine Zeit der Pause, des Gesprächs, des Zuhörens, des miteinander Lachens 
und Teilens. 
Es sollte ein angemessen großer Raum und genügend Zeit zur Verfügung stehen, so dass die Kinder in Ruhe essen 
können und jede Klasse/Stufe eine bestimmte Essenszeit zur Verfügung hat. Begleitet werden die Kinder von 
Bezugsmitarbeiter:innen, die sich sowohl  um eine ruhige Atmosphäre kümmern als auch um das Erlernen von 
Abläufen, Tischkultur und Tischgesprächen. 
Die Kinder werden in die Auswahl des Mittagessens mit einbezogen und übernehmen Verantwortung bei der 
Erledigung von bestimmten Abläufen und Aufgaben (z.B. Hände waschen, Geschirr wegbringen, Platz saubermachen, 
nachmittags Rohkost und Obst verteilen).

4.2 Lernzeit 
Eine weitere wichtige Struktur am Nachmittag ist Lernzeit. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, ihre 
„Hausaufgaben“ oder Wochenpläne zu erledigen, Dinge nachzuarbeiten oder vorzubereiten, sodass sie zu Hause 
möglichst nicht mehr viel Schulisches zu erledigen haben. Dies entlastet Elternhäuser, da die Hausaufgaben oft ein 
Konfliktthema zwischen Eltern und Kindern sind. 
Es gibt definierte Hausaufgabenzeiten, die entweder in der Schule vereinheitlicht oder pro Jahrgang festgelegt sind. 
Die Zeiten sind für Kinder unterschiedlicher Jahrgänge verschieden. So kann die verbleibende Zeit bei den Kindern 
der Schuleingangsphase noch dazu genutzt werden, den Nachmittag zu besprechen und zu schauen, ob jedes Kind 
etwas zu tun oder jemanden zum Spielen hat. 
In der Lernzeit sollen die Kinder so selbstständig wie möglich arbeiten und so viel Unterstützung wie nötig 
bekommen. Sie werden dabei von pädagogischen Mitarbeiter:innen und Lehrer:innen begleitet. Ziel der Lernzeit ist 
das Lernen von Selbstständigkeit bezogen auf die Vollständigkeit und Organisation der Arbeitsmaterialien, das 
Bearbeiten der Aufgaben. 
Die Eltern sind wichtige Personen bei der Unterstützung von Lernprozessen und der Motivation ihrer Kinder. Sie 
werden über das Hausaufgabenheft von Lehrkräften und OGS -Mitarbeiter:innen informiert und bekommen ein 
Feedback über die Arbeitsweise ihres Kinde s. Wenn Kinder besondere Schwierigkeiten haben oder spezielle 
Unterstützung b enötigen wird gemeinsam mit Leh rer:in, Eltern und gegebenenfalls Schulleitung über Lösungen 
oder weitere Hilfen nachgedacht und gesprochen. 
4.3 Freispiel 
Dem freien Spiel wird in der OGS ein großer Stellenwert eingeräumt. Zum einen brauchen die Kinder nach einem 
Vormittag mit Unterricht und Lernangeboten, dem Mittagessen und der Lernzeit einen Rahmen, in dem sie 
selbstbestimmt entscheiden können, was sie wo  und mit wem tun möchten. Kinder möchten nicht immer unter 
direkter Beobachtung von Erwachsenen sein sondern sich ihre eigenen Nischen schaffen.  
Zum anderen lernen die Kinder im freien Spiel viel über sich selbst und andere:  
• Soziales Lernen (z.B. Fairness, Gemeinschaft, Zusammenhalt, Konflikte, Vertrauen, unte rschiedliche Rollen 
bekleiden, Führen und Folgen) 
• Emotionales Lernen (z.B. Kennenlernen negativer und positiver Gefühle, sich lebendig fühlen, Hilfe erfahren 
und Hilfe geben, Frustration aushalten, Unterstützung suchen bei Kindern oder Erwachsenen)  
• Naturwissenschaftliche Erfahrungen machen (z.B. beim Bauen Hebelgesetze verstehen, beim Spielen mit 
Wasser den Aggregatzustand „flüssig“ erleben, mathematische Gesetze beim Ballspiel erkennen )

4.4 Angebote 
Für die Gestaltung ihres Nachmittags können die Kinder aus einem breiten Angebot schöpfen und entweder ihren 
Interessen nachgehen oder neue Erfahrungen machen. Es gibt tägliche, offene Angebote, die für die Kinder frei 
wählbar sind und in der Regel von uns eren Mitarbeiter:innen vorbereitet und durchgeführt werden. Daneben gibt 
es die Möglichkeit, sich für AGs anzumelden, die wöchentlich stattfinden und über einen bestimmten Zeitraum mit 
einer festen Gruppe laufen. Diese werden größtenteils von Honorarkräfte n oder in Kooperation mit Vereinen, 
Organisationen und Verbänden durchgeführt und über das Förderbudget finanziert. Es werden verschiedenste 
Themen angeboten, die als Ideen von den Kindern kommen, vom OGS-Team oder seitens der Lehrer:innen oder der 
Schulleitung angeregt werden. 
 Hier einige Beispiele aus verschiedenen Schulen: 
Bewegung • Fußball 
• Tanzen/Zumba 
• Schwimmen 
• Motopädie     
• Reiten 
• Schulhofspiele 
Kreativität • Bandprojekt 
• Töpfern 
• Buchgestaltung 
• Digitale Stop-Motion-Filme 
• Tonstudio 
Lebenspraktisch/ 
Ökologisch 
• Kochen und Backen 
• Gärtnern im Schulgarten (Obst- und Gemüseanbau) 
• Holzwerkstatt 
• Fahrradwerkstatt 
Emotional/ Sozial • Therapeutisches Reiten 
• Tiergestützte Pädagogik (z.B. Therapiehundeteam) 
• Motopädie 
Geschlechtsspezifisch • Jungenfußball 
• Mädchenfußball 
• Mädchengruppe (Identität und Rolle) 
• Spezielle Angebote für Jungs je nach Bedarf in der Gruppe 
 
 
Die Kinder wählen selbst, was sie gerne tun möchten, ob sie sich verpflichten wollen oder zunächst von Tag zu Tag 
entscheiden. Die OGS -Mitarbeiter:innen achten darauf, einzelne Kinder unter Umständen für bestimmte Projekte 
zu begeistern, besonders, wenn Ki nder noch Unterstützungsbedarfe haben. So könnten Kinder, die motorische 
Schwierigkeiten haben, an Bewegungsangeboten teilnehmen oder über die Motopädie ihre Fähigkeiten erweitern. 
Kinder, die sich schwertun im Lesen oder Rechnen könnten über andere Angebo te spielerisch ihre Kompetenzen 
erweitern (z.B. beim Backen Rezepte Lesen; Zutaten zusammenrechnen; Waage benutzen; aufschreiben, wer 
welchen Pizzabelag wünscht etc.) Kinder mit größeren Bedarfen können über die Kooperation mit der 
Förderinselkraft (die an  vielen Schulen schon vorhanden ist) eine intensivere Unterstützung bekommen z.B. 
hinsichtlich Wahrnehmung, emotionaler Stabilität, sozialem Lernen.

4.5 Identität und Integration 
Die Identität der Kinder setzt sich durch verschiedene Merkmale zusammen, die stark vom soziokulturellen 
Hintergrund, aber auch von der Geschlechterrolle geprägt sind. Das betrifft jedes Kind, diejenigen mit einer 
sogenannten Migrationsvorgeschichte jedoch besonders. Dazu gehört eine sprachliche Förderung, aber auch, dass 
ein besonderes Augenmerk auf kulturelle Integration gelegt wird, ohne dabei die in der Familie gelebte Kultur außer 
Acht zu lassen.  
Aus diesem Grund soll die Sensibilität der Teams gezielt dahingehend gefördert werden, dass sie Unterschiede 
wahrnehmen, eventuell entstehende Schwierigkeiten frühzeitig erkennen. Das Ziel soll sein, Methoden zu nutzen, 
um diese Probleme anzugehen, aber au ch mit der nötigen Fachkompetenz unterstützen zu können, wenn es nötig 
ist.  
Das Thema Genderidentität nimmt in der öffentlichen Wahrnehmung einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Dies 
ist auch in Schulen zunehmend der Fall. Die Aspekte der geschlechtlichen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler 
betreffen und prägen auch das Leben in Schule und OGS. Deshalb müssen diese auch in der Arbeit der OGS -Teams 
ernstgenommen und bearbeitet werden, sodass sich die Identität der Kinder auch in dieser Hinsicht wertschätzend 
begleitet entfalten darf.  
Die meisten Grundschulen sind inzwischen Schulen des gemeinsamen Lernens. Kinder mit unterschiedlichsten 
persönlichen, familiären und kulturellen Vorgeschichten besuchen gemeinsam den Unterricht und den Offenen 
Ganztag. Dort müssen dementsprechend sowohl B ildungsangebote aus dem Vormittag aufgegriffen, fortgesetzt 
oder vertieft, als auch Angebote geschaffen werden, die Unterstützungs - und Förderungscharakter haben. 
Schulische Förderpläne können am Nachmittag weitergeführt oder berücksichtigt werden. Das mul tiprofessionelle 
Team der Schule, an dem auch die OGS -Koordination teilnimmt, bespricht die Bedarfe und 
Unterstützungsmöglichkeiten einzelner Kinder. 
Wenn es eine Förderinselstelle an der Schule gibt, kann für einzelne Kinder eine heilpädagogische Unterstützung 
am Nachmittag angeboten werden, insbesondere bzgl. Wahrnehmung, emotionaler Stabilisierung oder sozialem 
Lernen. Hier wird besonders auf einen sicheren Rahmen, feste Strukturen , Orientierung und Vertrauen geachtet. 
Die Kinder bekommen die Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen, sich auszuprobieren und zu lernen, im 
Rahmen der OGS mit An- und Herausforderungen zurechtzukommen. 
Absprachen zur Einbeziehung der Eltern sind wichtig, damit eine Transparenz über die Arbeit mit dem Kind 
hergestellt wird und die Eltern im besten Fall ihr Kind auch zu Hause angemessen unterstützen können.  
4.6 Digitalisierung 
Digitale Medien haben auch schon im Grundschulalter teilweise einen hohen Stellenwert und üben einen Einfluss 
auf kindliche Sichtweisen, Haltungen und Wertvorstellungen aus. Oft haben die Erwachsenen wenig Ahnung und 
Vorstellung von den „Influencer:innen“ und Inhalten, die die Kinder im Netz ansehen. 
Grundsätzlich geht es auch beim Benutzen von digitalen Inhalten darum, zu kommunizieren, die Welt zu entdecken, 
sich zu messen, zu lernen, sich selbst darzustellen. Dies alles geschieht allerdings im Wesentlichen ohne körperlich-
sinnliche Erfahrungen und oft ungefiltert und ohne Begleitung durch Erwachsene.  
Wir nutzen die positiven Aspekte der Medien über Angebote, die zum kreativen Umgang mit ihnen anregen (z.B. 
Malen, Filmen, Fotografieren, Gestalten und E ntwickeln). Wir begleiten die Kinder kritisch und nutzen 
Gesprächsmöglichkeiten, die sich aus den Erzählungen der Kinder ergeben. Neue Medien werden als Möglichkeit 
bei der Lernzeit eingesetzt z.B. für die Recherche zu bestimmten Themen. Die gute Ausstattu ng des Vormittags mit 
Tablets kann hier in Absprache mit den Lehrer:innen genutzt werden.

Unsere OGS-Teams werden geschult, Wissen über Medien und Inhalte zu bekommen und eine eigene Haltung zu 
entwickeln, die es ihnen ermöglicht, eine informierte Mittlerrolle zum Elternhaus für Gespräche über dieses Thema 
einzunehmen. 
Wichtig ist eine gute Abstimmung mit der Schule, um die genutzten Softwarelösungen der Schule auch in der OGS 
aktiv unterstützen zu können, die Schülerinnen und Schüler sollen auch bei den Hausaufgaben gut in Bezug auf 
digitales Lernen unterstütz t werden, wenn dies von der Schule vorgegeben ist. Diesbezüglich richtet sich das 
Fortbildungsangebot im Bereich Digitalisierung für unsere Mitarbeitenden auch an den digitalen Angeboten der 
jeweiligen Schule aus. 
4.7 Musik 
Viele Schulen nehmen an den Projekten JeKiSS (Jedem Kind seine Stimme) oder JeKi (Jedem Kind sein Instrument) 
teil. Diese Musikalität setzen wir am Nachmittag über Projekte fort (wie z.B. ein Bandprojekt oder darüber, da ss 
Singen auch als gemeinschaftsstiftende und Spaß machende Aktion im Nachmittag integriert wird). Dafür finden 
wir Honorarkräfte, Kooperationspartner:innen aus den Stadtteilen oder nutzen die Fähigkeiten und Interessen 
unserer eigenen Mitarbeiter:innen. 
4.8 Ökologie  
Nachhaltigkeit und ein sensibler, ressourcenschonender Umgang mit der Natur sind vielen Kindern schon in der 
Grundschule ein wichtiges Anliegen. Wir nutzen vorhandene Schulgärten für Projekte. Gemüse und Obst kann 
angebaut und der Wachstums- und Gedeihprozess vom Säen/Pflanzen bis zum Ernten miterlebt werden. Die Kinder 
lernen biologische und ökologische Zusammenhänge kennen. Nahegelegene Wälder oder Naturgebiete werden für 
Ausflüge zum Naturerleben und zum Erfahren von Natur als Entspannungs- und Kraftquelle genutzt. 
4.9 Partizipation 
Mit der Teilnahme am Offenen Ganztag wird die Schule für Kinder von einem Lern - zu einem Lebensort. Die 
altersangemessene Beteiligung der Kinder am Schulleben ist ein wichtiger Wohlfühlfaktor. Wenn Kinder sich an der 
Schule den ganzen Tag grundsätzlich wohlfühlen, hat das eine starke Wirkung auf das Gelingen der Grundschulzeit. 
Die Kinder werden im Offenen Ganztag auf unterschiedliche Weise miteinbezogen: 
• Tägliche Runde nach der Lernzeit über strukturelle Themen (was am Tag oder in der Woche wichtig ist, welche 
Angebote nachmittags s tattfinden, wer wann wohin geht etc.) und persönliche Themen (wer möchte mit wem 
spielen, hat jeder jemanden zum Spielen, gibt es unbearbeitete Konflikte oder Spannungen, die noch geklärt 
werden müssen etc.) 
• Beteiligung an der Auswahl und Neubestellung von Spielmaterial  
• Beteiligung an Mittagessenswünschen 
• Kinderkonferenzen mit Klassen- oder OGS-Sprecher:innen 
• Verantwortungsübernahme für bestimmte Aufgaben (z.B. beim Mittagessen) 
Grundsätzlich unterstützen wir das OGS-Team dabei, eine Haltung zu entwickeln oder weiter auszubauen, die auch 
im alltäglichen, informellen oder unstrukturierten Kontakt gut hinhört und Gelegenheiten für Beteiligung und 
Selbstwirksamkeit auch beiläufig und selbstverständlich in den Alltag einbaut.

5. Ferienbetreuung 
Alle OGS - Kinder haben einen Anspruch auf 6 Wochen Ferienbetreuung. Die Zeiten werden pro Schulstandort 
festgelegt und sind für die Eltern verlässlich. Wenn es der Sozialraum erlaubt, gibt es eine Kooperation zwischen 
den Grundschulen und den Trägern der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Auch mit den Kitas und Kindergärten im 
Einzugsgebiet soll sich nach Möglichkeit abgestimmt werden. Es gibt eine Abfrage im Herbst eines jeden Jahres für 
den Bedarf im Schuljahr. Daran bemisst sich der Personalbedarf, der mi t einer Gruppe eigener Fach - und 
Unterstützungskräfte sowie mit Honorarkräften, studentischen Mitarbeiter:innen und Kooperationspartner:innen 
möglichst aus dem Stadtteil abgedeckt wird. 
Die Betreuung wird an der jeweiligen Schule durchgeführt. Die Kinder und Mitarbeiter:innen sollen eine schöne und 
entspannte Zeit zusammen gestalten und verbringen. Viele Kinder genießen den veränderten Tagesablauf, die 
ruhigere Atmosphäre und die Tatsache , dass sie einfach spielen können.  Es finden Angebote und Ausflüge statt, 
sodass die Kinder eine abwechslungsreiche Zeit in den Ferien erleben können. Auch hier w erden die Kinder im 
Vorfeld miteinbezogen, sodass ihre Vorschläge und Wünsche ins Programm eingebaut werden können. 
6. Kooperation 
Eine gute inhaltliche und strukturelle Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren an Schule trägt wesentlich 
zum Gelingen von Schulkarrieren für Kinder als auch zu einem guten Schulklima bei. Wenn das gelingt, fühlen 
Kinder sich wohl, sehen Eltern die Schule als vertrauenswürdigen Partner für die Themen der Kinder/der Familie 
an, engagieren sich Mitarbeiter:innen. 
6.1 Mit Eltern 
Für eine gelingende Erziehungs - und Bildungspartnerschaft ist eine gute Kooperation zwischen Eltern, Fach - und 
Lehrkräften von grundlegender Bedeutung. Die Fachkräfte der Schule stehen in der Verantwortung, auf Eltern, 
unabhängig von ihrer Situation, wertschätzend, offen und freundlich zuzugehen.  Wenn die Eltern eine positive 
Haltung gegenüber der Schule haben , wirkt sich das in der Regel positiv auf die Kinder und die Arbeit mit ihnen 
aus. Eltern sollen nicht ihrer Erziehungsverantwortung enthoben , sondern am Entwicklungsprozess ihrer Kinder 
beteiligt werden. Dafür ist regelmäßiger, transparenter und zeitnaher Austausch zwischen Fachkräften und Eltern 
notwendig, der nach Möglichkeit wenig anklagend, sondern beschreibend gestaltet werden sollte. Unterschiedliche 
Informations- und Zugangswege stellen sicher, dass Eltern auch erreicht werden, wenn sie nicht alphabetisiert sind, 
kein Deutsch können oder selten an der Schule präsent sind. 
Auf unterschiedliche Art und Weise können die Eltern in den Ganztag einbezogen werden:  
• Einbindung in Gremien (z.B. OGS-Sprecher:innen in regelmäßigem Austausch mit der OGS-Koordination) 
• Aktive Mitwirkung oder Verantwortungsübernahme für bestimmte Themen im Offenen Ganztag, Einbindung in 
die konzeptionelle Weiterentwicklung (z.B. Teilnahme und/oder Mitgestaltung von Festen, Aktionen, Ausflügen) 
• Partizipation bei der Weiterentwicklung der Bildungs- und Freizeitangebote 
• Individuelle Gesprächsangebote (z.B. beim Elternsprechtag, „Tür - und Angelgespräche“ in Abholsituationen, 
terminierte Elterngespräche zu bestimmten Themen bezüglich der Kinder)

6.2 Innerhalb der Schule 
An der Grundschule gibt es unterschiedliche Berufsgruppen mit unterschiedlichen Aufgabenfeldern. Für eine gute 
inhaltliche pädagogische Arbeit im Offenen Ganztag ist eine flüssige und transparente Zusammenarbeit und 
Kommunikation von großer Bedeutung. Wenn  alle Informationen gut ineinandergreifen können Kinder möglichst 
einheitlich in ihren Themen, Entwicklungspotentialen und Entwicklungsaufgaben unterstützt werden. Verschiedene 
Strukturen sind dabei hilfreich: 
• In einem Jour -fixe treffen sich Schulleitung und OGS -Koordination zu den gemeinsamen Themen und 
Fragestellungen und als Schnittstelle in die jeweiligen Teams 
• Die OGS-Koordination nimmt an den relevanten Gremien der Schule teil (Lehrerkonferenz, Schulpflegschaft, 
Schulkonferenz) 
• Die Schulleitung besucht zu abgesprochenen Zeiten oder zu nachgefragten Themen das OGS -Team 
• Lehrer:innenstunden werden im Offenen Ganztag eingesetzt für die Lernzeitbegleitung oder für pädagogische 
Angebote 
• Es gibt ein multiprofessionelles Team (Sonderpädagogik, Schulsozialarbeit, Heilpädagogik, Schulleitung, OGS -
Leitung), welches gemeinsam auf Kinder mit besonderem Bedarf guckt, Aufgaben, Zuständigkeiten und 
Absprachen trifft und weitertransportiert 
• Berufsübergreifende gemeinsame Fortbildungen oder pädagogische Thementage erhöhen die Qualität der 
Zusammenarbeit und ein Miteinander auf Augenhöhe 
• Es gibt feste Ansprechpartner:innen im Ganztag für jede Klasse  
6.3 Innerhalb der Caritas 
Als Träger nimmt die Caritas Münster über die Bereichsleitung „Schulnahe Jugendhilfe“ die Fachberatung und 
inhaltliche Weiterentwicklung des OGS-Konzepts in ihre Verantwortung. Die OGS-Koordinatoren haben wöchentlich 
ein Team mit der Fachberatung, welches zum großen Teil per Videokonferenz durchgeführt wird. Die jeweiligen 
OGS-Teams werden in größeren Abständen und zu bestimmten pädagogischen Themen besucht.  
Die Bereichsleitung ist in trägerinterne Gremienstrukturen eingebunden und der Abteilung „Jugend - und 
Familienhilfen“ zugeordnet. Dadurch ergeben sich vielfältige Effekte, die den Kindern und Familien im Offen en 
Ganztag zu Gute kommen. Unter anderem gibt es die Möglichkeit, bedarfsgerechte Beratungs - und 
Unterstützungsangebote z.B. aus der Erziehungsberatungsstelle, den Frühen Hilfen, der Schuldnerberatung, dem 
Migrationsdienst, der Suchtberatung, den  teilstationären oder ambulanten erzieherischen Hilfen, g egebenenfalls 
unter Einbeziehung des KSD zu vermitteln.

6.4 Mit anderen Organisationen, Trägern und Verbänden 
Die Caritas arbeitet sowohl im Sozialraum der Schule als auch darüber hinaus mit unterschiedlichen 
Kooperationspartner:innen zusammen. Die Vernetzung im Stadtteil mit Kulturschaffenden, Verbänden, Vereinen 
und Organisationen sorgt dafür, dass Kinder und Fa milien die Möglichkeiten zu Bildung, Vereinsleben, Kunst und 
Kultur kennen und nutzen lernen. Mit freien Trägern, der Stadt Münster als öffentlicher Jugendhilfeträger in, der 
Schulpsychologie und dem KSD sowie Einrichtungen aus dem Gesundheitswesen arbeiten wir zusammen, um Eltern 
und Kinder in schwierigen Situationen bedarfsgerecht und bestmöglich unterstützen zu können. Auch außerhalb 
des Sozialraums gibt es Anbieter von unterschiedlichen A ktivitäten, mit denen wir kooperieren, um den Kindern 
breitgefächerte Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten bieten zu können. 
6.5 Mit der Stadt Münster 
Es gibt eine langjährige und kooperative Zusammenarbeit in unterschiedlichen Zusammenhängen mit der Stadt 
Münster. Diese dient der inhaltlichen Auseinandersetzung und Weiterentwicklung des Offenen Ganztages, der 
Diskussion aktueller Themen mit evtl. Handlungsableitung sowie der Qualitätssicherung: 
• Trägerkonferenzen mit der Stadt Münster und freien OGS-Trägern 
• Facharbeitskreise für OGS-Koordinator:innen 
• Inhaltliche Gremienarbeit zu bestimmten Themen 
• Teilnahmemöglichkeiten am städtischen Fortbildungsprogramm 
• Entwicklung gemeinsamer Absprachen und Haltungen 
7. Qualitätssicherung 
Um die fachliche Arbeit stets auf einem hohen Niveau und dem aktuellen Stand des Wissens halten zu können, 
werden verschiedene Maßnahmen der Qualitätssicherung durchgeführt. Auch für den Kinderschutz sind festgelegte 
Verfahrensabläufe ein notwendiger Standard in Bezug auf Qualität und zeitnahes Handeln.  
7.1 Einbindung der OGS in das Qualitätsmanagement der Caritas Münster 
Qualitätsmanagement bewerten wir als einen wesentlichen Erfolgsfaktor. Mit dem zentralen 
Qualitätsmanagementsystem der Caritas Münster werden Festlegungen zur Unternehmenspolitik, zu Zielen und 
Strukturen, zu systematischen Abläufen, zu Prozessen sowie zu Überprüfungs- und Überwachungsmaßnahmen 
getroffen. Damit soll eine ständige Verbesserung der Qualität der Dienstleistungen als auch interner Abläufe 
erreicht werden. Ein wichtiges Ziel ist, die Qualität der Arbeit in den Bereichen, Einrichtungen und Dienst en auf 
einem hohen Niveau zu halten und an der Kunden- und Mitarbeitendenzufriedenheit auszurichten. Zur Bearbeitung 
der Themen wurde eine Arbeitsstruktur etabliert, in der Mitarbeitende je nach Thema aus verschiedenen Teams 
oder innerhalb eines Teams zusammenkommen und Verfahren und Konzepte erarbeiten. 
In Bezug auf die Arbeit im offenen Ganztag bedeutet d ies, dass einheitliche Qualitätsgrundsätze definiert und 
regelmäßig überprüft werden. Inhalte und Konzepte der täglichen Arbeit werden innerhalb der Teams reflektiert 
und bei Bedarf angepasst.  
7.2 Qualität in Bezug auf das Personal 
Mitarbeitenden werden regelmäßig Fort- und Weiterbildungen angeboten. Thematische Bedarfe können sich dabei 
sowohl aus der täglichen Arbeit als auch aus Neuerungen bei gesetzlichen oder fachlichen Grundlagen ergeben. 
Wichtig ist uns dabei die Verzahnung mit der Schule in den Blick zu nehmen, um ggfs. Themen im Bereich der Fort- 
und Weiterbildung bündeln zu können.

Es werden zudem jährlich Mitarbeitendengespräche mit allen Mitarbeitenden geführt. Diese verbessern die interne 
Kommunikation und tragen so zu einer größeren Mitarbeitendenzufriedenheit bei. Zudem kön nen hier Potentiale 
erfasst werden, die die Entwicklung der Mitarbeitenden fördert und eine strategische Personalentwicklung möglich 
werden lässt. 
7.3 Kinderschutz 
Die Caritas Münster verfügt über ein eigenes Institutionelles Schutzkonzept zur Sicherung eines grenzachtenden 
Umgangs. Dies wird als Anlage zum Konzept mitgesendet. 
Die Caritas Münster setzt die „Vereinbarung über die Zusammenarbeit zur Sicherung des Kindeswohls zwischen den 
Grundschulen im Stadtgebiet Münster, dem Amt für Schule und Weiterbildung und dem Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien (Stand 15.07.2015)“ um. Im Schulterschluss mit der Schule (§ 42 Schulgesetz NRW) wertet die OGS nach 
§ 8a SGB VIII das Kindeswohl ein. Trägerintern wird eine sogenannte Kinderschutzfachkraft hinzugezogen und alle 
Prozessschritte der Vereinbarung werden eingehalten. Eltern/Sorge berechtigte und der Kommunale Sozialdienst 
werden wie vorgesehen einbezogen und beteiligt. Trägerintern gibt es für alle Mitarbeiter:innen im Rahmen des 
Institutionellen Schutzkonzepts eine Fortbildung zur “Prävention sexueller Gewalt“.  
Wenn es zu Anhaltspunkten von Kindeswohlgefährdung kommt, werden in einem abgesprochenen Gremium (z.B. 
multiprofessionelles Team der Schule mit  OGS-Kraft, OGS -Koordination, Schulsozialarbeit und Schulleitung) die 
Fakten zusammengetragen und darüber beraten, welche Schritte folgen. Idealerweise gibt es an der Schule eine:n 
Kindeswohlbeauftragte:n, der oder die hinzugezogen werden kann. 
7.4 Qualität über Strukturen 
Es gibt verschiedene Strukturen innerhalb der Caritas, der Abteilung, des Bereiches und der jeweiligen OGS, die 
dafür sorgen, dass die Qualität gesichert und weiterentwickelt werden kann:  
 
Für die Fachberatung • Leitungswerkstatt (Fachberatung, 4 Mal im Jahr)  
• Abteilungskonferenz (Fachberatung monatlich)  
• Fachausschuss OGS Diözesancaritasverband (6 Mal im Jahr) 
für die OGS-Koordination • OGS-Koordinationsteam (mit Fachberatung wöchentlich) 
• OGS-Leitungssupervision (4-5 Mal jährlich)  
Für das OGS-Team • OGS Teamsitzungen  mit Gruppenleitungen und 
Unterstützungskräften (wöchentlich) 
• OGS-Großteams (4-6 Mal jährlich)   
• Fach- oder Teamtag OGS gesamt (1 Mal jährlich) 
Bei Bedarf • Fachberatung im OGS -Team (zu bestimmten Themen, 
mehrmals im Jahr) 
• Steuergruppe OGS zur Weiterentwicklung des Konzepts

Dazu gibt es Strukturen über die Stadt Münster zur Qualitätssicherung, an der entweder die OGS-Koordinator:innen, 
die Fachberatung oder die Abteilungsleitung Jugend-und Familienhilfen teilnimmt: 
Für die Fachberatung • Trägerkonferenz OGS  
• Qualitätszirkel zu bestimmten Themen  
Für die OGS-Koordination • Facharbeitskreis OGS 
• Fachtag OGS für alle Träger 
• Fachtag Förderinseln für alle Träger 
Für das OGS-Team • Fachtag OGS für alle Träger 
    
Viele dieser Gremien (sowohl der Caritas als auch der Stadt Münster) finden aus Gründen der Zeitersparnis 
inzwischen häufig digital statt. Es wird auf einen angemessenen Wechsel zwischen Präsenz - und online -
Veranstaltungen geachtet. 
Darüber hinaus nehmen wir mit einer Schule am Projekt „Zukunft Ganztagsbetr euung!“ des BvkE (Bundesverband 
katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen e. V) von 2021 – 2023 teil. 
8. Zukunftsmusik und Ausblick 
Ein Konzept ist niemals ganz fertig und entwickelt sich z.B. aufgrund von entstehenden Bedarfen, beobachtbaren 
Phänomenen, Fragen von Kindern, Eltern und Mitarbeiter:innen, geänderten Vorgaben oder neuer fachlicher 
Erkenntnisse immer weiter. 
Im Folgenden werden Themen beschrieben, die der Caritas Münster als Entwicklungsthemen wichtig sind.  
8.1 1 Schule – 1 Träger 
Mit der Stadt Münster und der Schule zusammen bauen wir unsere OGS-Standorte sukzessive so aus, dass wir an 
den jeweiligen Schulen alle Dienste anbieten, die in schulnaher Jugendhilfe tätig sind (Schulsozialarbeit, 
Förderinsel, Schulbegleitung). Dies vereinfacht die Absprachen im Netzwerk, es gibt klare Ansprechpartner:innen, 
die Informationen fließen schneller und flüssiger, es sind nicht so viele unterschiedliche Termine nötig.  
8.2 OGS als sozialraumorientiertes Angebot 
Jede Schule ist verwurzelt in ihrem Quartier mit seinen Menschen, seinen Vereinen, seinen Themen und Strukturen. 
Hier gilt es, Akteure zu finden , mit denen die OGS Kooperat ionsmöglichkeiten eingehen kann . Zum einen, um 
interessante AGs an Schulen anzubieten, zum anderen, um für die Kinder im Stadtteil niederschwellig 
Bildungsangebote zu schaffen, die sich am Bedarf und an den Interessen der Kinder orientieren . Auch braucht es 
eine Aufmerksamkeit für die Themen und Probleme, die Eltern im Sozialraum bewegen. Eine Zielperspektive ist es, 
die vielfältigen Beratungsangebote  der Caritas (z.B. zu de n Themen  Geld, Wohnen, Erziehung, Migration und 
Familienhilfe) niedrigschwellig für die Eltern nutzbar zu machen. Denkbar sind Formate wie offene Sprechstunden 
oder Elterncafes.  
8.3 Trägerinterne Fortbildungen 
Die Caritas Münster kann über ihr eigenes Fortbildungsinstitut Inhalte für ihre eigenen OGS –Teams anbieten und 
diese teilweise auch für die Kolleg:innen andere r Träger öffnen. Die Fortbildungen nehmen die Bedarfe der 
Mitarbeiter:innen und die Themen an den Schulen auf und können sowohl in Präsenz s tattfinden als auch digitale 
Formate bedienen. Zum Thema „Grenzachtender Umgang“ und „Prävention sexuell übergriffigen Verhaltens“ 
werden gerade Onlineformate geplant, die Mitarbeiter:innen individuell abrufen kön nen und die dann in einer 
Präsenzveranstaltung nachbereitet werden.

8.4 Schulübergreifende Zusammenarbeit  
Die Caritas Münster ist sehr an schulübergreifender Kooperation interessiert, um Ressourcen gut zu nutzen und zu 
steuern. Dieses scheint besonders aktuell und wichtig für Krankheitsvertretungen, bei der Ferienplanung oder 
Fortbildungsangeboten.  
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Personal mit einer bestimmten Fachrichtung übergreifend zu beschäftigen, 
um bestimmten Themen der Kinder noch besser begegnen zu können (z.B. Anti -Gewalttraining, Fair streiten, 
Theaterprojekte) oder das Personal zu bestimmten Themen zu unterstützen (z.B. heilpädagogische Sicht auf Kinder, 
Kommunikation mit Kindern in schwierigen Situationen, Gewalt an Schule, Wichtigkeit von Angeboten für Mädchen 
und für Jungen). 
8.5 Diversität 
Die Gesellschaft in der wir leben verändert sich kontinuierlich und damit auch die Lebenswirklichkeit und die 
Bedürfnisse von Kindern.  Mit den Familien der Kinder im Austausch zu sein bedeutet nicht nur, den Eltern die 
Perspektive der Schule mitzuteilen, oder womöglich Anforderungen zu stellen, sondern umgekehrt für die 
Schüler:innen und ihre Familien ansprechbar und offen zu sein und so eine auf Vertrauen und Austausch basierende 
wechselseitig positive Beziehung herzustellen. Nur in einer solchen, offenen  Atmosphäre und unter 
Berücksichtigung der speziellen Bedürfnisse, kann die ganz individuelle positive Entwicklung eines Kindes 
stattfinden.  
8.6 Nachhaltigkeit 
Der Deutsche Caritasverband (DCV) hat das Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2030 ausgeschrieben. Die Caritas 
Münster hat diesbezüglich eine interne Arbeitsgruppe zum Thema Nachhaltigkeit gegründet, die sich diesem Thema 
annimmt. Neben kurzfristigen Ma ßnahmen wie zum Beispiel der Müllvermeidung bei Veranstaltungen werden 
aktuell auch weitere Maßnahmenpakete aufgelegt, die das Ziel der Klimaneutralität unterstützen.  
Ergebnisse der internen Arbeit der Caritas Münster werden zunehmend auch i n den Arbeitsalltag der Offenen 
Ganztage einfließen. Im Vordergrund steht dabei der ressourcenschonende Umgang mit Energie und Materialien, 
aber auch neue Bildungsprojekte mit weiteren Kooperationsträgern oder die laufende Überprüfung unserer 
Lieferanten in Bezug auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit sind wichtiger Bestandteil in diesem Projekt. 
8.7 Kultursensibilität 
Münster ist, aufgrund vieler Faktoren, sei es durch die Universität oder den Zuzug durch Migranten aus 
verschiedensten Ländern, ein immer diverserer Schulstandort geworden und entwickelt sich immer weiter. Der 
Bedarf an Kultur- und Sprachmittlung wird immer größer. 
Für viele Familien ist der Kontakt zur Schule ihrer Kinder der einzige zum „typischen“ deutschen Alltag. Hier prallen 
Welten voller Vorurteile und Missverständnisse aufeinander. Sich zu begegnen, gehört zu werden und gut zu 
kommunizieren sind die besten Mö glichkeiten viele Schwierigkeiten auf Augenhöhe zu beheben und Lösungen zu 
finden.  
Einerseits ist die Erwartung an den Anpassungswillen der Fami lien mit internationalem Hinter grund in unserer 
Gesellschaft hoch. Andererseits fühlen sich die Mitarbeiter:innen oftmals im Um gang mit den ihnen fremden 
Sprachen und Bräuchen unsicher und wissen nicht an wen sie sich mit ihren Fragen wenden können.  
Es ist daher unser Anliegen, Lösungen für Eltern und Betreuer:innen anzubieten und gezielt Ange-bote zu schaffen. 
Diese können die Form von Workshops oder Vorträgen haben, aber auch als persönliche Beratung in Gesprächsform 
hybrid in Anspruch genommen werd en. Wir haben im Verband eine sozialpädagogische Fachkraft mit jahrelanger 
Erfahrung im Bereich der interkulturellen Beratung zur Verfügung, die Teams in dieser Hinsicht schulen kann oder 
zu Fallberatungen mit dieser Fragestellung hinzugezogen werden kann.

8.8 Hybride Elternformate 
Elternabende werden sehr unterschiedlich gut besucht, es scheint in den letzten Jahren schwieriger geworden zu 
sein, Eltern abends für bestimmte Themen zu erreichen. Wir können Elternabende online oder hybrid durchführen, 
um auch Eltern zu erreichen, die s ich keinen Babysitter leisten können oder aus anderen persönlichen Gründen 
lieber nicht in Präsenz teilnehmen möchten. 
8.9 Mobbing, Gewaltprävention, Umgang mit Gewalt zwischen Kindern 
Die Caritas Münster ist seit längerem in der Gewaltprävention tätig und beschäftigt zwei Mitarbeiter, die sich speziell 
diesem Thema widmen. Wir möchten für die Offenen Ganztage in unserer Trägerschaft ein Konzept erarbeiten, wie 
mit dem Thema umgegangen w erden kann und welche Strukturen und Methoden hilfreich sind, um Gewalt 
vorzubeugen oder mit ihr umzugehen, wenn sie auftaucht.  
Dies bezieht sich sowohl auf den Umgang zwischen den Kindern als auch auf die Ebene zwischen Mitarbeitenden 
und Kindern (natürliches Machtverhältnis aufgrund von Alter, Größe und Position) und den Umgang der 
Mitarbeiter:innen untereinander. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kontaktdaten für Rückfragen oder Rückmeldungen: 
 
Dr. Ralf Kaisen 
Abteilungsleitung Kinder, Jugend- und Familienhilfen 
Tel 0251 53009-338 
ralf.kaisen@caritas-ms.de 
Wire: @kaisen_caritas_ms 
 
Christina Kleinefenn 
Bereichsleitung Schulnahe Jugendhilfe 
Tel 0251 53009-360 
Mobil: 0170 5969796 
christina.kleinefenn@caritas-ms.de 
Wire: @kleinefenn_caritas_ms

Anlage A

4076 Zeichen

Anlage A zur V/0542/2024 
Kurzüberblick 
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen in Übereinstimmung mit den einstimmigen Schul-
konferenzbeschlüssen vor, der Diakonie Münster e.V. die Trägerschaft für die Offene Ganztags-
schule in der Michaelschule zum Schuljahr 2025/2026 (01.08.2025) und in der Mosaik-Schule 
zum zweiten Schulhalbjahr (01.02.2026) zu übertragen. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Die Verwaltung wurde mit dem Antrag A-R/0039/2016 „Qualitätsoffensive die gute (offene) Ganz-
tagsschule“ beauftragt, ein Gesamtkonzept der Offenen Ganztagsschulen zu entwickeln und 
mehr als 25% der Offenen Ganztagsschulen in die Trägerschaft anerkannter freier Träger der 
Jugendhilfe überzuleiten. Der Rat hat daraufhin in seiner Sitzung vom 26.08.2020 mit der Vorlage 
V/330/2020 beschlossen, alle Offenen Ganztagsschulen sukzessive in die freie Trägerschaft zu 
überführen.  
 
Mit dem Erreichen dieser Werte werden folgende ISM Leitziele verfolgt: 
„Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstan-
dorte in Europa“ und „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisquali-
tät weiterentwickeln.“ 
 
Die Verwaltung, die Michaelschule und die Mosaik-Schule schlagen deshalb vor, dem Träger 
Diakonie Münster e.V. die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule zum 01.08.2025 bzw. 
01.02.2026 zu übertragen. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0602 Kinder- und Jugendarbeit 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im Haushaltsplanentwurf 2025 enthalten? X Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? X Ja  Nein   
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 
X 
überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
„Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sind verpflichtet, Plätze für die Kinder und Jugendlichen 
im schulpflichtigen Alter bedarfsgerecht in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege vorzuhal-
ten (§ 24 Absatz 4 SGB III). Die Kommune kann diese Verpflichtung auch durch entsprechende 
Angebote an Schulen erfüllen, soweit die Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote nach 
den Grundsätzen des SGB VIII gestaltet werden (§ 5 Absatz 1 KiBiz).“  
 
RdErl. D. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 23.12.20 10 (ABI.NRW.01/11 S.38, berichtigt 02/11 
S.85)

Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen 
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzü-
ge im Basisszenario „Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort“ auf 326.000 Einwoh-
ner*innen steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das 
Wachstum noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner*innen 
zählen. Die wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforde-
rung, der sich Münster stellen muss. 
 
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil des weite-
ren Ausbaus der Offenen Ganztagsschule (OGS). Alle Maßnahmen zum Ausbau der OGS orien-
tieren sich an der kleinräumigen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf aus-
gerichtet, eine familienfreundliche Stadtentwicklung zu fördern. 
 
Dazu trägt insbesondere der bedarfsgerechte Ausbau der OGS bei. Im Rahmen der unterschied-
lichen Arbeitsfelder der OGS werden wichtige Aspekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachför-
derung und Qualifizierung differenziert berücksichtigt und unterstützen eine familienfreundliche 
Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der quantitative und qualitative Ausbau von Angeboten 
der Offenen Ganztagsschulen im Einklang mit der Ausrichtung als führender Wirtschaftsstandort 
und mit Blick auf den Rechtsanspruch auf eine ganztägige Betreuung von Kindern an Grund- und 
Förderschulen ab 2026.

Anlage 2 Kreisel_Bewerbung OGS_Michaelschule und Mosaik-Schule

60041 Zeichen

Pädagogisches Rahmenkonzept 
als gemeinsame Bewerbung im Interessenbekundungsverfah-
ren für die außerschulischen Angebote der Offenen Ganztags-
schulen (OGS) 
Offene Ganztagsgrundschule im Primarbereich 
Michaelschule und Mosaik-Schule 
 
erstellt und vorgelegt von 
 
 
 
 
Rudolf-Diesel-Str. 5, 48282 Emsdetten 
Telefon: 02572 88260 
www.kreisel-emsdetten.de 
info@kreisel-emsdetten.de 
 
 
  
Juni 2024

1 
 
Inhalt 
TRÄGERDARSTELLUNG UND EINLEITUNG ............................................... 2 
1. RAHMENBEDINGUNGEN ....................................................................... 5 
1.1 Rechtliche und Strukturelle Grundlagen ..........................................................5 
1.2 Finanzierung ....................................................................................................5 
1.3 Personal ...........................................................................................................5 
1.4 Betreuungszeiten .............................................................................................7 
1.5 Gruppengröße .................................................................................................7 
1.6 Versicherungsschutz ........................................................................................8 
2 SCHULE UND SOZIALRAUM ................................................................. 8 
3 LEITGEDANKE...................................................................................... 10 
4 ZIELGRUPPE UND ZIELE .................................................................... 11 
4.1 Zielgruppe ......................................................................................................11 
4.2 Ziele ...............................................................................................................11 
5 DIE SÄULEN DES PÄDAGOGISCHEN HANDELNS IN DER OGS ..... 12 
5.1 Säule OGS - Kinder .......................................................................................13 
5.2 Säule OGS - Eltern ........................................................................................16 
5.3 Säule OGS – Schule ......................................................................................17 
5.4 Säule OGS - außerschulische Kooperationspartner ......................................18 
6. TAGESSTRUKTUR IM OFFENEN GANZTAG ......................................... 19 
6.1 Mittagessen ...................................................................................................19 
6.2 Lernzeiten / Hausaufgabenbetreuung ............................................................20 
6.3 Nachmittagsangebote ....................................................................................21 
6.4 Ferienbetreuung           22                                                                                
7. KOOPERATION MIT JUGENDHILFE ...................................................... 23 
8. KINDERSCHUTZ ...................................................................................... 24 
9. QUALITÄTSENTWICKLUNG ................................................................... 26 
9.1 Strukturelle Qualität .......................................................................................26 
9.2 Inhaltliche Qualität .........................................................................................26 
9.3 Ergebnisqualität .............................................................................................27

2 
 
Trägerdarstellung und Einleitung 
 
Der Kreisel e.V. ist ein gemeinnütziger, nach den Bestimmungen des Kinder - und Jugend-
hilfegesetzes anerkannter, freier Träger der Jugendhilfe. Der Verein ist weder parteipol i-
tisch noch konfessionell gebunden und Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrt s-
verbandes. Zwei hauptamtliche Vorstände verantworten die Geschäfte und Bere iche des 
Kreisel e.V., welcher aktuell 300 Mitarbeiter:innen beschäftigt. 
Im Jahr 1987 gründete sich der Kreisel e.V.  aus einer Selbsthilfegruppe für Alleinerziehen-
de und bietet bis heute in Emsdetten als Kontakt- und Beratungsstelle für Mütter, Väter und 
Kinder in unterschiedl ichen Fam ilienformen in folgenden Bereichen gemäß des SGB VIII 
Beratung und Unterstützung an:  
§ 16 I (allgemeine Förderung der Erziehung), § 17 I (paarstabilisierende Beratung bei Part-
nerschaftskonflikten), § 17 II  (Trennung– und Scheidungsberatung), §§ 18 I, 18 III  (Bera-
tung bei Sorgerechts- und Umgangsfragen) sowie seit 2006 Begleitung in familiengerichtl i-
chen Verfahren gemäß SGB VIII § 50 in Delegation de r Jugendämter der Stadt Emsdetten 
und des Kreises Steinfurt. 
Beginnend im Jahr 2005 etablierte sich ein weiteres Aufgabenfeld und stellt heute den 
größten Fachbereich des Kreisel e.V. dar - die Offene Ganztagsbetreuung. Inzwischen ist 
der Kreisel e.V. für die Sicherste llung der Betreuun g der Kinder an vier Grundschulen in 
Emsdetten, nämlich an der Johannesschule, der Schule Hollingen , der Emmanuel -von-
Ketteler Schule  und der Josefschule , an der Gangolf -Grundschule und der Wichern -
Grundschule in Nordwalde  sowie der Grundschule Wolbeck -Nord, der M elanchthon-
Grundschule und der Norbert -Schule in Münster-Coerde, der Kardinal-von-Galen Grund-
schule in Münster-Handorf, ab Februar 2025 auch an der Pötterhoek-Schule verantwortlich. 
Ein neues und innovatives Konzept bietet die Flexible Betreuung an der Paul -Gerhard-
Schule in Mettingen, wo die ehemalige OGS und die ehemalige Bis -Mittag-Betreuung zu-
sammengeführt wurden. An vielen Standorten bieten wir zusätzlich zur OGS auch die Bis-
Mittag-Betreuung an. 
Darüber hinaus ist der Kreisel e.V. seit 2006 Träger der Offenen Gan ztagsbetreuung im 
Förderschulbereich – aktuell an der  Peter-Pan-Förderschule in Rheine mit den Depe n-
dancen Emsdetten und Dörenthe mit dem Förderschwerpunkt Sprachentwicklun g, an der  
Michael-Ende-Schule in Borghorst  und Lengerich mit dem Förders chwerpunkt der emotio-
nalen und sozialen  Entwicklung sowie an der  Grüterschule mit dem Förderschwerpunkt 
Lernen an den Standorten Rheine und Mettingen.

3 
 
Im Jahr 2012 konnte der Kreisel e.V. eine Erweiterung seines Tätigkeitsfeldes mit der B e-
auftragung durch das Kreisjugendamt Steinfurt für Vereinsvormundschaften verzeichnen.  
Seit 2013 gewährleistet der Kreisel e.V. an der Käthe-Kollwitz Realschule in Emsdetten die 
inklusive Übermittagsbetreuung für Schüler:innen mit und ohne Förderbedarf im Sekund-
arbereich. 
Ebenfalls seit 2013 ist er zudem als Träger für die Offene Kinder- und Jugendarbeit in 
Emsdetten zuständig  und somit für das Jugendzentrum  „Treffpunkt 13drei“  verantwort-
lich.  
Seit 2021 übernimmt der Kreisel e.V. die Trägerschaft für Schulbegleitungen an seinen 
Grundschulstandorten in Münster. Durch die Tätigkeitserweiterung ergeben sich  sehr viele 
Synergieeffekte für die Kinder wie für die Mitarbeiter:innen. Den Mitarbe iter:innen können 
wir mehr Stunden anbieten, womit wir sie längerfristig binden können. Durch den stabilen 
Mitarbeiter:innenstamm erleben die Kinder die Betreuer:innen bestä ndiger, was die Bezie-
hungsarbeit fördert.  
Das Motto des Kreisel e.V. lautet „Stabilität durch Bewegung“. Das meint, dass sich das 
Leben ständig in Veränderung befindet und Lebensphasen bewältigt werden müssen, 
wodurch zuweilen auch Krisen verursacht werden können. Wir verstehen Krise als Entwick-
lungsaufgabe und als Chance. Nicht das starre Festhalten an alten Mustern, sondern vie l-
mehr das Einlassen auf Veränderung und die kontinuierliche Bewegung ermöglichen eine 
gesunde Stabilität. Der Kreisel e.V. lebt als Organisation aktiv dieses Motto, was a nhand 
der oben aufgezeigten Entwicklung des Vereins deutlich wird. 
Unser Selbstverständnis - Stabilität durch Bewegung - hat wesentlich zu unserem Erfolg 
bezüglich der Of fenen Ganztagsbetreuung beigetragen.  Der Ausbau  von offenen Gan z-
tagsgrundschulen ist ein landesweites sozialpolitisches Bestreben mit hohen Inno vations-
ansprüchen, ab 2026 mit Rechtsanspruch, das auf die konzeptionell organisierte Zusa m-
menarbeit von Eltern, Kindern, Schule, Jugendhilfe, Kultur und Sport setzt. Da bisher noch 
keine landesweit einheitlichen Qualitätsstandards erlassen wurden bzw. zwischen den u n-
terschiedlichen an der Bildung, Erziehung, Förderung und Betreuung beteiligten Profe ssio-
nen existier en, ist dieses Vorhaben  auf die Bereitschaft zum Dialog angewiesen. Im B e-
wusstsein um diese Ausgangslage ist der Kreisel e.V. als Träger von offenen Ganztag s-
grundschulen bestrebt, mit allen Bete iligten auf eine gelingende Kooperation , Präzisierung 
und Fortschreibung der pädagogischen Ganztagskonzeption hinzuwirken. 
Die offene Ganztagsgrundschule stellt sich den Herausforderungen der sich wandelnden 
Lebenswelt, bietet einen verlässlichen Ort und einen regelmäßigen Tagesablauf . Sie trägt 
mit ihren A ngeboten dazu bei, dass  die individuelle ganzheitliche Bildung der Kinder  und 
Jugendlichen, die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, der Selbst - und Sozialkompetenzen,

4 
 
ihrer, Talente, Fertigkeiten und ihr Wissenserwerb systematisch gestärkt werden.  
 
Die Offene Ganztagsbetreuung steht für 
✓ bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, 
✓ erleichterte Rückkehr von Frauen in den Beruf, 
✓ Minderung sozialer Probleme in Familie und Schule, 
✓ Erziehungspartnerschaft mit Eltern/Erziehungsberechtigten, 
✓ Unterstützung von Familien in anspruchsvollen Lebenssituationen, 
✓ Förderung der Demokratiefähigkeit der Schüler:i nnen durch das Grundprinzip der 
Partizipation, 
✓ Teilhabe der Kinder an Bildung und Förderangeboten, 
✓ Teilhabe der Kinder an kulturellen, musischen, sportiven und gemeinwohlorientie r-
ten Angeboten, 
✓ Akzeptanz und Wertschätzung kultureller und persönlicher Diversitäten. 
  
Die Gesellschaft ist gekennzeichnet von einem stetigen Wandel, we lcher eine permanente 
Anpassung der Rahmenbedingungen zur Bewältigung des Alltags für Familien, Lebensg e-
meinschaften, Sorgeberechtigte und Kinder erfordert. Die aktuellen konzeptionellen Rah-
menbedingungen der Offenen Ganztagsbetreuung des Kreisel e.V. werden im ersten Kapi-
tel dargelegt.  
Im zweiten Kapitel wird der Leitgedanke, der unserer Arbeit im Kontext der Offenen Gan z-
tagsbetreuung zugrunde liegt, kurz erläutert. Das dritte Kapitel benennt die Ziele, um dann 
darauffolgend im vierten Kapitel unser pädagogisches Handeln darzulegen. Das Kapitel 
fünf beschäftigt sich mit der Tagesstruktur im Offenen Ganztag. Die letzten beiden K apitel 
zeigen auf, wie der Kreisel e.V. seine Verantwortung in Bezug auf Kooperation mit der J u-
gendhilfe und Qualitätsmanagement wahrnimmt.  
 
─

5 
 
1. Rahmenbedingungen 
 
 1.1 Rechtliche und Strukturelle Grundlagen 
 
Die rechtliche und strukturelle Grundlage des Konzepts richtet sich nach dem Runde rlass 
des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 16.02.2018 / Erlass 12 -63 Nr. 2 „Ge-
bundene und Offene Ganztagsschulen sowie außerunterrichtlicher Ganztags - und Betreu-
ungsangebote im Primar - und Sekundarstufe I“  und den Qualität sstandards der Offenen 
Ganztagsschule in Münster. Diese Ausrichtung beinhaltet bereits alle relevanten rechtlichen 
Grundlagen sowohl des SchulG, des KJFöG, als auch des SGB VIII. Wir ve rpflichten uns, 
alle dort genannten Rahmenbedingungen zu beachten und die Verbesserung der Bildungs-
qualität, den Ausbau der individuellen Förderung, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
sowie die konstruktive Kooperation mit Schule und außerschulischen Partnern zu verfolgen. 
 
 1.2 Finanzierung 
 
Raum-, Sach -, Overhead - und Personalkosten werden zu 100  % durch den Schulträger 
finanziert. Der Kreisel e.V. schließt mit den Eltern der am offenen Ganztagsbetrieb t eilneh-
menden Kinder eine Betreuungsvereinbarung ab, woraufhin die Elternbeiträge durch den 
Schulträger Stadt Münster erhoben werden. Die Entscheidung über die Aufnahme in das 
Angebot trifft die Schule in Absprache mit dem Schulträger sowie dem OGS-Träger. 
 
 1.3 Personal 
 
Der Kreisel e.V. gewährleistet, Personal nur nach den im Leistungsve rzeichnis benannten 
Bedingungen der Stadt Münster einzustellen. Das hauptamtliche Personal ist pädagogisch 
qualifiziert und hat für die Funktion der Koordination eine Berufsausbildung als Sozialpäda-
gog:in oder vergleichbar und für die Stelle der Gruppenleitung eine Berufsausbildung min-
destens als staatlich aner kannte:r Erzieher :in oder vergleichbar .  Für die Stelle der 
Schulsozialarbeit und der Förderinsel stehen Mitarbeiter:innen mit den entsprechenden 
Qualifikationen zur Verfügung. 
Für die  Michaelschule, mit derzeit 215 Kindern in den  8 offenen Ganztagsgruppen, ist 
der/die freigestellte Koordinator:in für die Verwaltung und Teamleitung eingeplant. Für die 8 
Gruppen wird je eine Gruppenleitung (Erzieher:in) mit 21 Wochenstunden eingesetzt, wobei

6 
 
der Stundenumfang für die Durchführung einer eigenen Ferienbetreuung an der Michael-
schule und/oder bei Bedarf für eine Randzeitbetreuung erhöht werden kann.  
Für die  Mosaik-Schule, mit derzeit 102 Kindern in den 4 o ffenen Ganztagsgruppen, ist 
der/die freigestellte Koordinator:in für die Verwaltung und Teamleitung eingeplant. Für die 4 
Gruppen wird je eine Gruppenleitung (Erzieher:in) mit 21 Wochenstunden eingesetzt, wobei 
der Stundenumfang für die Durchführung einer eigenen Ferienbetreuung an der Michael-
schule und/oder bei Bedarf für eine Randzeitbetreuung erhöht werden kann.     
Pro Gruppe ist eine w eitere pädagogisch e Unterstützungskraft mit 20,5 W ochenstunden 
vorgesehen. Darüber hinaus wird angebotsentsprechendes Personal wie z.B. Honorarkrä f-
te, Praktikant :innen und Studierende adäquat einge plant. Wir achten verantwortungsb e-
wusst darauf, dass Praktikant:innen und Honorarkräfte eine adäquate Anleitung und Stru k-
tur erfahren, damit sie fachlich geschult werden und gleichzeitig einen persönlichen Meh r-
wert für sich selbst erfahren können.  
Die für die Ganztagsbetreuung zur Verfügung stehenden Lehrkräfte werden sinnvoll hi n-
sichtlich ihrer Qualifizierung in außerunterrich tlichen Angeboten und in Absprache mit der 
Schulleitung eingesetzt. Diese können die Begleitung der Lernzeit, Durchführung einer g e-
sonderten Förderung von Ki ndern oder die Durchführung von besonderen Angeboten aus 
dem Bereich Musik, Sport, Kreativität oder Naturwissenschaften einschließen.  
Die Fachaufsicht wird inhaltlich und strukturell durch unsere  Führungskräfte in Form einer 
Fachbereichsleitung gewährleistet. Diese steht in einem permanenten Austausch zur Koo r-
dinator:in der OGS und zur Schulleitung der Schule. Darüber hinaus steht sie als erste A n-
sprechperson für den Schulträger zur Verfügung und unterrichtet regelmäßig den Vorstand 
des Kreisel e.V. bezüglich des Sachstands und der Bedarfe. 
Das Personal legt vor Aufnahme seiner Tätigkeit ein erweitertes Führungszeugnis (gem. § 
30a Absatz 1 Bundeszentralregistergesetz) sowie einen Impfnachweis über einen vollstän-
digen Masernschutz vor. Im Übrigen gilt § 72 a SGB VIII. Außerdem wird das Personal vor 
erstmaliger Aufnahme seiner Tätigkeit und anschließend mindestens im Abstand von zwei 
Jahren über die gesundheitlichen Anforderungen und Mitwirkungspflichten nach § 34 Infe k-
tionsschutzgesetz beziehungsweise bei Personal im Küchen - und Mensenbereich nach §§ 
43 und 44 Infektionsschutzgesetz belehrt.  
Für den Fall von längeren Krankheitsausfällen des Personals organisiert der Träger eine 
entsprechende Vertretung, um die Betreuung sicher zu stellen. 
Für Mitarbeiter:innen in der offenen Ganztagsgrundschule sind arbeit sfeldspezifische Fort- 
und Weiterbildungen vorgesehen und werden durch den Träger im Rahmen der finanziellen 
Möglichkeiten systematisch gefördert.

7 
 
Außerdem stehen mehrere Antiaggressions - und Coolnesstrainer zur Verfügung, um die 
Standortteams im Konfliktumgang zu schulen und bei der Erstellung von Konflikthan d-
lungsplänen zu unterstützen.  
Darüber hinaus erfreut sich der Kreisel e.V. über eine langjährige und multiprofessionelle 
Mitarbeiterschaft, die sich standortübergreifend vernetzt. 
 
1.4 Betreuungszeiten 
 
Der Zeitrahmen offener Ganztagsschulen im Primarbereich (§ 9 Absatz 3 SchulG) erstreckt 
sich in der Regel an allen Unterrichtstagen bis  16 Uhr, mindestens aber bis 15 Uhr. Durch 
eine Randzeitenbetreuung besteht die Möglichkeit , die Betreuungszeit bis 17 Uhr zu ve r-
längern. Auch eine Frühbetreuung ist grundsätzlich möglich. Der Zeitrahmen in außerunter-
richtlichen Ganztags- und Betreuungsangeboten (§ 9 Absatz 2 SchulG) orientiert sich an 
den jeweiligen Bildungs -, Erziehungs - und Betreuung sbedarfen. Mit der Anm eldung und 
Aufnahme besteht für das Kind somit eine Teilnahmepflicht, die sich in der Regel über fünf 
Wochentage bis mindestens 15.00 Uhr erstreckt.  
An beweglichen Ferientagen und Fortbildungstagen ist die Betreuung ab 8.00 Uhr bis 16.00 
Uhr bzw. bis 17:00 Uhr gewährleistet.  
Der Kreisel e.V. bietet in seinen Einrichtungen für Schüler:innen eine Ferienbetreuung an 
mindestens 6 Ferienwochen im Schuljahr an. 
Für außerschulische Bildungsangebote, Therapien und Förderangebote oder außerorden t-
liche familiäre Ereignisse können die Schüler :innen nach Absprache mit der Schulleitung 
und Koordination freigestellt we rden. Die Beantragung von regelmäßigen und einmaligen 
Ausnahmen erfolgt schriftlich mit Hilfe eines Antragsformulars, welches durch Schulleitung 
und Koordination geprüft und genehmigt wird . Der explizite Verfahrensweg bezüglich einer 
Freistellungsbeantragung durch die Eltern/Sorgeberechtigten ist gemeinsam zwischen 
Schulleitung und Koordination zu entwickeln. 
 
 1.5 Gruppengröße 
 
Eine Gruppe umfasst 25 Schüler:i nnen, die bevorzugt im teiloffenen Konzept betreut we r-
den. Hierbei existiert eine feste Gruppenbindung, welche wir für die beiden Grundschulen 
zwecks Orientierung und Strukturierung für zielführend halten. Gleichwohl kann die Ang e-
botsstruktur in der Regel gruppenübergreifend gestaltet werden. Passend zu den Angeb o-
ten werden homogene oder gemischte Kleingruppen in Bezug auf Alter und G eschlecht

8 
 
gebildet. Die konkrete Ausgestaltung wird schulscharf gemeinsam mit den Akteuren vor Ort 
vorgenommen und adäquat angepasst. 
 
 1.6 Versicherungsschutz 
 
Der Versicherungsschutz richtet sich nach dem Runderlass „Offene Ganztagsschule im 
Primarbereich“ des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 26.01.2006 in der de r-
zeitigen Fassung . Die außerunterrichtlichen Angebote im Rahmen der OGS gelten als 
schulische Veranstaltungen. 
 
 
 
2 Schule und Sozialraum 
 
Die Michaelschule und die Mosaik -Schule liegen in der Stadt Münster, westlich des Stadt-
zentrums, mit Einzug aus dem Stadtviertel Gievenbeck. Soziodemografisch ist der Stadtteil 
städtisch geprägt mit typischer Mischbebauung aus Ein- und Mehrfamilienhäusern.  
Die OGS der Michaelschule besteht z. Zt. aus 215 Kindern, dazu kommen etwa 33 Kinder 
in der Bis -Mittag-Betreuung. Die OGS der Mosaik -Schule besteht z.Zt. aus 102 Kindern, 
dazu kommen etwa 56 Kinder in der Bis -Mittag-Betreuung. Vor Ort arbeiten bereits viele 
Akteure am gemeinsamen Gelingen des außerschulischen Bildungsauftrags zusammen; so 
bestehen Kooperationen  mit den Sportvereinen vor Ort  sowie anderen  Bildungsträgern. 
Diese Vernetzung soll nicht nur aufrechterhalten we rden, sondern wird bei Übernahme der 
Trägerschaft durch den Kreisel e.V. weiter intensiviert.  
An der Durchführung und Weiterentwicklung des außerunterrichtlichen Ganztagsangebotes 
sind verschiedene Kooperationspartner beteiligt, um eine differenzierte Angebotspalette zu 
schaffen. Die OGS unterstützt die Öffnung von Schule zum Sozialraum und den dort tätigen 
Akteuren und erschließt ein Netzwerk der Zusammenarbeit mit Vereinen und Personen. 
Wir streben Kooperationen mit Allgemeinen Musikschulen, Kunstpädagogen, Entspa n-
nungspädagogen, Jugendverbänden (freiwillige Feuerwehr, DRK, Pfadfinder etc.) und Ei n-
richtungen im Sozialraum (Museen, Bücherei)  an. Nach § 1 Abs. 3 SGB VIII zielen diese 
Angebote effizienter, entwicklungsförderlicher Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen darauf 
hin, für die Kinder und ihre Familien eine positive Lebenswelt zu schaffen und notwendige 
und geeignete Hilfen zu installieren.

9 
 
In regelmäßigen Netzwerktreffen zwischen OGS und den außerschulischen Kooperation s-
partnern werden Zielrichtung, Qualität und Effizienz entwickelt und überprüft. Dazu gehört 
die gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung, die miteinander abgestimmte Durchfüh-
rung und Auswertung der Angebote, die ressourcenorientierte Zusammenarbeit und Kl ä-
rung von Zuständigkeiten und Verantwortung, die Rhythmisierung der Zusammenarbeit und 
die gemeinsame Qualitätssicherung und -entwicklung. Selbstverständlich nehmen Vertreter 
des Kreisel e.V. hierzu an allen relevanten Arbeitskreisen regelmäßig teil. 
Durch die enge Verzahnung mit den Kitaleitungen vor Ort stellt der Kreisel einen sanften 
Übergang sicher. Dies wird bereits in den Arbeitskreisen z.B. am Standort Emsdetten pra k-
tiziert. Ein Einblick in die Arbeit der OGS kann beispielsweise bei einer Sitzung des Arbeits-
kreises in der OGS-Einrichtung gewährt werden. 
Aufgrund der engen Verzahnung von Kreisel, OGS und Schule und den damit verbundenen 
Themenfeldern ist eine enge Koopera tion mit den Beratungsstellen und sozialen Instituti o-
nen vor Ort unerlässlich. Gemeinsam mit den Gremien der Stadt und den Akteuren vor Ort 
werden aktuelle Entwicklungen und Bedarfslagen besprochen und Lösungen erarbeitet. 
Dazu nutzen wir als langjährig erfahrener Träger der Kinder - und Jugendhilfe im Kreis 
Steinfurt die vorhandenen Strukturen. 
Synergieeffekte entstehen durch die anderen OGS-Trägerschaften in Münster  und die ge-
meinsame Nutzung diverser Angebote, wie z.B. das heilpädagogische Reiten in Gut Kin-
derhaus und weitere.  
Die Integration der Kinder mit internationalem Hintergrund steht für die Arbeit des Kreisel 
e.V. im Vordergrund. Dabei schöpfen wir aus dem Know-how unserer langjährigen eigenen 
Flüchtlingsprojekte. Das multikulturelle Arbeiten wird dort unter anderem auch in der Diver-
sität des kulturellen und sprachlichen Hintergrunds der Mitarbeiter :innen deutlich, we lche 
bereits bei der Personalakquise und Profildefinition für Bewerber:innen  entsprechend be-
rücksichtigt wird.

10 
 
3 Leitgedanke 
 
Der Kreisel e. V. möchte  eine Verknüpfung von Bildung, Erziehung und Betreuung scha f-
fen, wobei sich das Kind im Zentrum d es Handelns befindet. Davon ausgehend entwickelt 
das Team in der Praxis eine Pädagogik, die vom Kinde ausgeht. Diese wird nicht als starre, 
unveränderliche Theorie verstanden, sondern in einer fortlaufenden Auseina ndersetzung 
mit den Bedürfnissen der Kinder hinterfragt, weiterentwickelt und überprüft . Jedes Kind 
bringt eine eigene Geschichte mit . Indem das Team signalisiert: „Wir akzeptie ren dich so 
wie du bist.“, hat das Kind die besten Voraussetzungen für eine positive Entwicklung. Das 
Kind wird nicht im Blick auf eine Normvorstellung, sondern als Individuum mit eigenen F ä-
higkeiten, Stärken und Schwächen verstanden . Ein positives und ressourcenorientiertes 
Menschenbild prägt dab ei die Haltung der Mitarbeiter:i nnen. Das bedeutet einen A nsatz, 
der die Trennung von der Person und seiner Handlung voraussetzt. Die wertschätzende 
Akzeptanz einer Person unabhängig von Herkunft, Religion und Welt anschauung oder von 
sozialen und kognitiven Hintergründen öffnet Ressourcen und Kompetenzen. Dementspre-
chend stellt Inklusion für uns ein Selbstverständnis dar – wir verstehen unsere Verantwo r-
tung darin, Rahmenbedingungen für eine würdevolle und der Menschen- und Kinderrechts-
konvention entsprechenden Lebenswelt zu erarbeiten. 
Wir sind davon überzeugt, dass pädagogische Arbeit nur dann mit dieser Haltung möglich 
ist, wenn die damit verbundenen Werte für die Beschäftigten innerhalb der Einrichtung e r-
lebbar sind – die Organisationskultur also kongruent zur erklärten pädagogischen Haltung 
wahrgenommen wird. Unser Ziel ist es, nicht nur Kindern einen positiven Lebensraum zu 
schaffen, in dem sie sich wertgeschätzt, akzeptiert und gefördert fühlen, sondern auch u n-
seren Mitarbeiter:innen eine „berufliche Heimat“ zu ermöglichen. Unser Se lbstverständnis - 
Stabilität durch Bewegung - hat wesentlich zum Erfolg unserer pädagogischen Arbeit beige-
tragen. Dieser ist insbesondere durch Partizipation von Mitarbeiter:innen erfolgt und gleic h-
zeitig durch deren Befähigung, aufgrund von organisierten Entscheidungsprozessen, eine 
angemessene Mitwirkung der Kinder zu unterstützen. Dies setzt eine gesunde Fehle r-
freundlichkeit voraus, wonach Fehler vor allem als wichtige Evaluationsimpulse und Qual i-
tätsentwicklung verstanden werden.

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4 Zielgruppe und Ziele 
 
4.1 Zielgruppe 
 
Das Angebot der offenen Ganztagsgrundschule richtet sich an Grundschüler :innen der 
Klassen 1 bis 4. Voraussetzung ist, dass die Kinder durch die Eltern verbindlich angemeldet 
werden und der zu zahlende Beitrag (einkommensgestaffelt) geleistet wird.  
Unter Einbeziehung von gezielten Unterstützungsangeboten  und zusätzlichen Ressourcen 
wird selbstverständlich auch die OGS -Teilnahme von Kindern mit individuellen Förderbe-
darfen begrüßt.  
 
4.2 Ziele 
 
Die Kinder erhalten in der offenen Ganztagsgrundschule auf der Grundlage einer ganzhei t-
lichen Erziehung und den pädagogischen Leitsätzen des Schulprogramms die Möglichkeit, 
an einer erweiterten F orm von Förderung und Betreuung  über den regulären Unterricht s-
rahmen hinaus teilzunehmen. 
Die grundsätzlichen Leitziele der OGS des Kreisel e.V. definieren sich wie folgt: 
• Erweiterung von musischen, sportiven , kreativen und lebenspra ktischen Fähigkeiten 
und Fertigkeiten 
• Ermöglichung von mehr Zeit für Bildung und Erziehung, individuelle Förderung, Spiel- 
und Freizeitgestaltung sowie eine bessere Rhythmisierung  des Schultages und der 
Lernzeiten 
• Gewährleistung eines umfassenden Angebotes, das sich partizipativ an den jeweil i-
gen Bedarfen der Kinder und Eltern orientiert und die informelle Bildung fördert 
• Förderung der D emokratiefähigkeit der Schüler:i nnen durch das Grundprinzip der 
Partizipation 
• Unterstützung für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
• Unterstützung der Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung 
• Förderung der Akzeptanz und Wertschätzung kultureller Diversitäten 
• Förderung der Integration von Kindern und Familien mit Migrationshintergrund inklu-
sive der Sprachbildung in der deutschen Sprache

12 
 
• Schaffung einer wertschätzenden und ressourcenorientierten Lebenswelt für alle Ki n-
der – unabhängig von ihrem sozialen und geograf ischen Hintergrund und von ihren  
körperlichen, seelischen und kognitiven Ressourcen 
• Förderung des sozialen Lernens und der informellen Bildung 
• Ermöglichung und Förderung der Kooperation von Schule und Kinder- und Jugendhil-
fe (Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW), um positive Syne r-
gieeffekte konstruktiv und effektiv nutzbar zu machen. 
 
Zentral bei der  Förderung der Persönlichkeitsentwicklung ist das Bestreben, die  Eigenver-
antwortung und Selbstorganisation der Kinder anzuregen , so dass sie durch die Erfahrung 
von Selbstwirksamkeit zu ganzheitlich kompetenten Lernenden heranwachsen. 
 
 
 
5 Die Säulen des pädagogischen Handelns in der OGS 
 
Folgende Aspekte stellen die Säulen unseres pädagogischen Handelns dar: 
• Gestaltung des Alltags im Austausch zwischen OGS und Kindern, 
• Erzieherische Zusammenarbeit zwischen OGS und Eltern, 
• Ergänzung des Bildungsauftrags im Austausch zwischen der OGS und Schule, 
• Zusammenarbeit zwischen der OGS und  außerschulischen Kooperation s-
partner:innen 
 
Diese Säulen gestalten und entwickeln in dynamischen Prozessen das pädagogische Ha n-
deln der OGS und beruhen auf systemisch wechselseitige Beziehungen, die durch partiz i-
pierende Prinzipien genutzt werden. 
Zum Aufbau einer tragfähigen Identifikation mit der offenen Ganztag sgrundschule ist eine 
wertschätzende Beachtung und Einbeziehu ng der Ideen und Initiativen der  Eltern, Le h-
rer:innen, sowie insbesondere der zu betreuenden Kinder wichtig.  
 
Der Grundsatz der Partizipation ist bereits in der Phase der Konzeptentwicklung berüc k-
sichtigt und wird in der Begleitung und Evaluation des Ganztagsbetriebes konsequent we i-
tergeführt. Die zustande kommenden Erfahrungen und Ergebnisse der Beteiligung, Mitwi r-
kung und Zusammenarbeit sind für den Prozess der Entwicklung und Fortschre ibung der

13 
 
offenen Ganztagsgrundschule, besonders für die inhaltliche und methodische Gesta ltung, 
von besonderer Bedeutung.  
In dieser Perspektive heißt Kooperation: 
• gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung 
• miteinander abgestimmte Durchführung und Auswertung 
• ressourcenorientierte Zusammenarbeit und Klärung von Zuständigkeiten und Veran t-
wortung 
• Rhythmisierung der Zusammenarbeit 
• gemeinsame Qualitätssicherung und -entwicklung. 
 
Das Zusammenwirken der Beteiligten bedarf eine r Beteiligungsstruktur, die geprägt ist von 
einem kontinuierlichen Austausch aller Akteure und der Bereitschaft zur Weiterentwicklung. 
Diese S truktur wird anhand der genannten Säulen des pädagogischen Handelns im Fo l-
genden dargelegt. 
 
5.1 Säule OGS - Kinder 
 
In der OGS des Kreisel e.V. gilt das Prinzip der Bildungs - und Erziehungspartnerschaft, in 
der die Kinder die OGS als Ort der Partizipation erleben. Sie lernen in haltgebenden und 
entwicklungsförderlichen Strukturen demokratische Mitbestimmung, die dem Alter ang e-
messen sind. Sie ge stalten aktiv den Alltag m it, übernehmen adäquate Aufgaben und Ver-
antwortungsbereiche und entwickeln in verschiedenen Beteiligungsformen Ideen und L ö-
sungen. 
Die Schüler :innen können zum einen ihre Kompetenz zur Selbststeu erung entsprechend 
ihren Möglichkeiten entwickeln, zum anderen erfahren sie die Gleichwertigkeit aller Kinder.  
Hierzu werden entsprechende Beteiligungsformen genutzt. Die Kinder bestimmen zum Bei-
spiel die Gestaltung des Gruppenraumes mit, sie bringen eigene Ideen ein und wi rken an 
deren Umsetzung mit. Ebe nso liefern Projekte oder neue  Anschaffungen zusätzliche A n-
lässe dafür, die Kinder aktiv und mitentscheidend einzubeziehen.  
Die Kinderkonferenz, der Schülerrat oder das Kinderparlament  bietet Kindern einen ve r-
lässlichen Rahmen, innerhalb dessen sie dauerhaft und regelmäßig eingeladen sind, an der 
Gestaltung des Offenen Ganztages mitzuwirken. 
Als Träger des offenen Ganztages an der Förderschule für Sprache des Kreises Steinfurt 
Peter Pan mit den Standorten Rheine, Emsdetten und Dörenthe entwickelte der Kreisel 
e.V. das Konzept der sprachfördernden Grundhaltung  für die Mitarbeiter:innen.

14 
 
Ausgehend von einer entsprechenden Körperhaltung und Aufmerksamkeit über die 
Untermalung der Konversation mit Gesten hin zu Empathie und Toleranz bei 
Sprachunsicherheiten und der Überprüfung eigener Sprachgewohnheiten reicht dieses 
Schulungsprogramm und wird zu einer inneren Haltung der Mitarbeiter. 
Diese Grundhaltungen findet sich in den vielfältigen Angeboten zur Sprachförderung am 
Nachmittag wieder, Sprachförderung findet somit durchgängig im Alltag statt.  Beispielhaft 
sind hier die Angebote Bücherei AG, Lesepaten, Kindersprechtag, Theater AG und Chor 
erwähnt. 
Die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund  ist dem Kreisel e.V. seit jeher 
ein besonderes Anliegen. Nicht nur verfügen wir aufgrund unserer langjährigen Erfahrung 
als Anbieter von Maßnahmen für Geflüchtete in Emsdetten über eine entsprechende 
Kompetenz, sondern achten bereits bei der Auswahl der Mitarbeiter auf eine 
entsprechende interkulturelle Kompetenz, die durch Schulungen kontinuierlich erweitert 
wird. Darüber hinaus werden bei entsprechendem Bedarf passgenaue 
Sprachförderangebote über den Honorartopf angeboten. Die Mitarbeiter der OGS sind hier 
in enger Vernetzung mit dem Vo rmittag, wir bieten in unseren Ferienprogrammen Deutsch 
als Zweitsprache (DAZ) an. 
Dabei liegt der Fokus auf Integration unter Beachtung der eigenen kulturellen Identität . 
Unterschiedliche Feste und ihre Hintergründe finden im Rahmen überkonfessioneller 
Bildung im Alltag der OGS Beachtung. 
Eine wesentliche Grundlage der Integration ist die Überwindung von Sprachbarrieren  
und der Kontakt zu anderen Kindern. Daher erachten wir es als sinnvoll, Geflüchteten 
Kindern bei der Schulanmeldung grundsätzlich einen Platz in der OGS zu vergeben. Somit 
ist gewährleistet, dass sie schnell Kontakte knüpfen und mit der deutschen Sprache 
vertraut werden. Die Eltern werden mit Unterstützung von Mitarbeitern und Ehrenamtlichen 
möglichst in ihrer Heimatsprache über den Alltag der OGS informiert und in vielfältige 
Aktivitäten miteingebunden. Dabei unterstützen wir Projekte, in denen eine Kultur z.B. über 
eine Koch AG vorgestellt wird. 
Schon bei der Auswahl der Mitarbeiter:innen achten wir auf interkulturelle Kompetenzen 
und ermutigen Mitarbeiter:innen mit internationalem Hintergrund gezielt, Angebote für die 
Schulkinder zu entwickeln und anzubieten. Hierbei profitieren wir von der Erfahrung unserer 
Mitarbeiter:innen im interkulturellen Austausch, zum Beispiel entstehen Synergien wie 2021 
bei der Gedenkwoche unseres Jugendtreffs 13drei in Emsdetten, bei der es um Aktivitäten 
des NS-Regimes vor der eigenen Haustür ging. Die Ausstellung, die uns vom Zentrum Yad 
Vashem in Israel zur Verfügung gestellt wurde, ist für alle Altersgruppen geeignet und

15 
 
verbleibt in unserem Eigentum. Hieraus speisten sich eine Vielzahl von Workshops zum 
jüdischen Leben und Kultur, wie z.B. jüdisches Essen oder jüdische Mode, die auch in der 
OGS eingesetzt werden können. 
Unsere Mitarbeiter verstehen Inklusion tatsächlich als eine grundlegende innere Haltung, 
was sie in die Lage versetzt, dies den Kindern aktiv vorzuleben. Dabei fokussieren sie nicht 
auf die Defizite, sondern auf die besonderen Stärken dieser Kinder und etablieren aktiv 
Spielpartnerschaften mit anderen Kindern. 
Die Mitarbeiter verfügen über eine grundsätzlich systemische und wertschätzende Haltung 
den Kindern gegenüber.  Als Methode sei beispielhaft die Durchführung der AG „Starke 
Mädels“ erwähnt, die Durchführung von Coolness-Trainings durch unser eigenes Team 
von AAT - Trainer:innen. Der Einsatz von Belohnungs - und Verstärkersystemen ist den 
Mitarbeitern aus der Arbeit im Kontext der Sozialen und emotionalen Förderung als 
fundiertes Mittel geläufig . Durch Fortbildung, Supervision und Intervision entwickeln wir 
ständig den „Methodenkoffer“ unserer Mitarbeiter weiter. 
Der Einsatz von ausgrenzenden Maßnahmen wird nur als letztes Mittel und auch nur kurz - 
bis mittelfristig erfolgen.  Wenn es zum Ausschluss aufgrund von schwierigem Verhalten 
kommt, finden begleitend, häufig gemeinsam mit den Lehrkräften, Ausschluss - und 
Wiederkehrgespräche statt.  Der Fokus liegt hier immer in der Deeskalation und 
Wiedergutmachung, nicht in der Strafe.

16 
 
5.2 Säule OGS - Eltern 
 
Im Rahmen der gemeinsamen Verantwortung nimmt die Zusammena rbeit von Elternhaus 
und OGS einen hohen Stellenwert ein.  
Die Grundlage dieser Zusammenarbeit bildet der Betreuungsvertrag, in dem die koopera-
tive Zusammenarbeit, die pädagogischen Maßnahmen und die grundsätzlichen Rahme n-
bedingungen formuliert sind. 
Durch einen regelmäßigen Kommunikationsfluss gestaltet sich eine Bildungs- und Er-
ziehungspartnerschaft mit den Eltern, die eine Mitgestaltung des Offenen Ganztags und 
gleichzeitig den Blick auf das Kind fördert.  
Zudem herrscht ein regelmäßiger Kommunikationsfluss zwischen den Mitarbeiter:innen und 
den Eltern über vereinfachte Informationssysteme, wie zum Beispiel einem Hausaufgaben-
heft, regelmäßigen Elternbriefen oder einer Programmvorschau. Im Alltag kann  nied-
rigschwellig die Abholphase zum Austausch mit den Eltern genutzt werden. Dies dient der 
Kontaktpflege und der eher alltäglichen I nformationen hinsichtlich des Tagesverlaufs  oder 
hinsichtlich situativer Besonderheiten. Am Nachmittag sind die Fachkräfte in der Regel tele-
fonisch erreichbar.  
Darüber hinaus sind weitere Unterstützungsangebote vorgesehen, wie individuelle Eltern-
gespräche - gerne auch in Kooperation mit Schule und anderweitigen Institutionen, Sprech-
zeiten oder Elternsprechtage.  
Diese lösungsorientierten Kommunikationsformen unterstützen Eltern dabei, eine opt imale 
Förderung für ihre Kinder zu gestalten . Werden von den Eltern weitergehende Einzel - 
oder Fami liengespräche außerhalb des schulischen und betreuenden Kontextes g e-
wünscht, vermittelt das Personal der OGS den Kontakt zu entsprechenden Angeboten der 
Jugendhilfe und Jugendarbeit , Dies geschieht s elbstverständlich unter Berücksichtigung 
des Datenschutzes. Somit werden niedrigschwellige Zugänge zu Hilfen für Familien in den 
Fragen und Herausforderung en der Erziehung gewährleistet und eine konstruktive Erzi e-
hungspartnerschaft gelebt. 
Die Fachkräfte der offenen Ganztagsgrundschulen gestalten mehrmals im Schuljahr g e-
meinsame Freizeitaktivitäten für Kinder und Eltern, die unter  besonderen Mottos stehen. 
Der Träg er erschließt für Eltern und Sorgeberechtigte weitere Angebote, z. B.:  Wochen-
endaktion an der Schule für Familien, damit auch stark eingespannte berufstätige Eltern die 
Möglichkeit für Spiel, Spaß, Gespräche, Kontakte und ggf. Unterstützung erfahren: 
➢ Freizeitaktionen, wie das OGS-Sommerfest, der Kreisel  - Kinderkulturtag oder das 
Familienpicknick)

17 
 
➢ Veranstaltungen und Vorträge zu Themen wie Erziehung  / Lernen / Familie / Part-
nerschaft 
➢ Hinweise auf Veranstaltungen anderer Jugendhilfeträger und Jugendverbände oder 
Vereine 
➢ Elterncafés, bei denen die Wünsche, Fragen und Vorschläge der Eltern erfragt wer-
den und die Möglichkeit zum Austausch mit den Fachkräften vor  Ort und an deren 
Eltern gegeben ist. 
Der Kreisel e.V. installiert eine Elternvertretung für die Gruppen eines jeden Standortes , 
worauf unter anderem im folgenden Punkt näher eingegangen wird. 
 
5.3 Säule OGS – Schule 
 
Die OGS als integrierter Bestandteil  von Schule bietet erweiterte Möglichkeiten, alle 
Dimensionen der Förderung und des Unterrichts durch eine Verknüpfung mit 
außerschulischen Angeboten zu vertiefen und zu bereichern. Ein verantwortliches 
Zusammenwirken im Rahmen der gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsarbeit und somit 
ein kontinuierlicher Austausch  zwischen den Lehrkräften und dem pädagogischen 
Personal der OGS verstehen wir als selbstverständlich.  
Wir fördern und pflegen gemeinsame Wertehaltungen, wir integrieren Erfahrungen, Rituale, 
Methoden und Vereinbarungen aus dem Klassen - und Schulleben in die OGS und wir 
knüpfen an dem im Unterricht Erlerntem an. Hierzu werden den Fachkräften der OGS das 
Schulprogramm, die Lehrpläne und Unterrichtshilfen sowie ggf. vorhandene weitere 
Materialien zur Verfügung gestellt. Ein persönlicher und kollegialer Austausch zwischen 
OGS und Schule findet auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Foren statt: Die 
OGS Koordina tor:in tauscht sich täglich mit der Schulleitung und der Verwaltung aus . 
Außerdem nimmt die OGS Koordinator:in oder eine Gruppenleitung in der Regel an Schul-, 
Lehrer- und Fachkonferenzen  sowie bei Bedarf an Fallbesprechungen sowie an 
Elternsprechtagen teil.  
Regelmäßig stattfindende Treffen von Lehrkräften und den Gruppenleitungen der OGS 
dienen dem Austausch in fachlichen, organisatorischen und individuellen Fragen. Die 
Möglichkeit zur gegenseitigen Hospitation des Schulunterrichts und des OGS -Alltags ist 
wechselseitig gegeben. Lehrkräfte der Schule beteiligen sich ebenso an der Gestaltung des 
Ganztags, beispielsweise durch eine Beratung bei der Organisation und Durchführung von 
Förderangeboten, durch das Anbieten von AG‘s sowie durch die Begleitung der Lernzeit.

18 
 
Mindestens einmal pro Jahr findet ein Gespräch zwischen dem Vorstand des Kreisel e.V. 
und der Schulleitung statt. 
Es besteht eine schulinterne Elternvertretung für die Gruppen der offenen Ganztagsgrun d-
schule. Bei Bedarf können als weitere Mitglieder die Schulleitung und die Leitung des Tr ä-
gers teilnehmen. Der konkrete Zuständigke its- und Aufgabenkatalog für die Elternvertr e-
tung wird zwischen der jeweiligen Elternvertretung und dem Träger abgestimmt. 
Für eine solche Kooperation sind wechselseitige Beteiligungs - und Mitwirkungsformen not-
wendig, die schulintern zu verabreden sind. 
 
5.4 Säule OGS - außerschulische Kooperationspartner 
 
An der Durchführung und Weiterentwicklung des außerunterrichtlichen Ganztagsangebotes 
sind verschiedene Kooperationspartner beteiligt, um eine differenzierte Angebotspalette zu 
schaffen. Die OGS unterstützt die Öffnung von Schule zum Sozialraum und den dort tätigen 
Akteuren und erschließt ein Netzwerk der Zusammenarbeit mit Vereinen und Personen.  
Die bisher schon bewährten Kooperationen innerhalb des Sozialraums, möchten wir gerne 
weiterfortführen und ausbauen. 
In regelmäßigen Netzwerktreffen zwischen OGS und den außerschulischen Kooperat i-
onspartnern werden Zielrichtung, Qualität und Effizienz e ntwickelt und überprüft. Dazu g e-
hört die gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung, die miteinander abgestimmte 
Durchführung und Auswertung der Angebote, die ressourcenorientierte Zusammenarbeit 
und Klärung von Zuständigkeiten und Verantwortung, die Rhythmisierung der Zusamme n-
arbeit und die gemeinsame Qualitätssicherung und -entwicklung.  
Kooperationspartner sind im Allgemeinen Sportvereine, Musikschulen, Kunstpädagogen, 
Entspannungspädagogen, Jugendverbände (freiwillige Feuerwehr, DRK, Pfadfinder etc.) 
und städtische Einrichtungen (Museen, Bücherei).  
Nach § 1 Abs. 3 SGB VIII zielen diese Angebote effizienter, entwic klungsförderlicher Hilfs- 
und Unterstützungsmaßnahmen darauf hin, für die Kinder und ihre Familien eine positive 
Lebenswelt zu schaffen und notwendige und geeignete Hilfen zu installieren.

19 
 
6. Tagesstruktur im Offenen Ganztag 
 
Für die Entwicklung der außerunterrichtlichen Angebote werden aus Sicht des Trägers vier 
grundsätzliche Kriterien vorausgesetzt: 
 
• Die Angebote sind standortbezogen und sozialraumorientiert. 
• Die unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder werden bei der Planung der An-
gebote berücksichtigt.  
• Die Verlässlichkeit bzw. Kontinuität bei der inhaltlichen und zeitlichen Gestaltung ist 
gesichert. 
• Der Einsatz von qualifiziertem Personal ist gewährleistet. 
 
Die Angebote im Rahmen der Ganztagsgrundschule basieren auf einem breiten Aufgabe n-
verständnis. In gebundenen und ungebundenen Angeboten können Schülerinnen und 
Schüler umfangreiche Erfahrungen sammeln, vielfältige Kompetenzen erwerben und le r-
nen, ihre Freizeit sinnerfüllt zu gestalten. Somit weisen die Angebote über das Spek trum 
curricular definierter Unterrichtsziele hinaus. 
So kommen in Arbeitsgemeinschaften allgemeine Kompetenzen zur Lebensbewältigung 
zum Tragen, ebenso werden spezielle Neigungen und Interessen entwickelt. 
Bei der Zusammenstellung der Angebote ist zu berücksichtigen, dass die Kinder im Ganz-
tag auch didaktisch -methodisch unstrukturierte G elegenheiten benötigen. Dort können sie 
nach Belieben einzeln oder mit Freunden entspannen, sprechen und spielen. Sie vera rbei-
ten Eindrücke und schöpfen Energie. Den Schülerinnen und Schülern stehen in diesen 
Freispielphasen anregende Materialen  zur Verfügung, so dass sie sich ihr Wissen u nd 
Können in einem Prozess der Selbstbildung aneignen. 
Die konkreten Angebote in der offenen Ganztagsgrundschule setzen sich aus drei Grun de-
lementen zusammen, nämlich aus dem Mittagessen, den Lernzeiten / Hausaufgabenb e-
treuung und den Nachmittagsangeboten. 
 
6.1 Mittagessen 
 
Vor dem Mittagessen findet eine Gruppenbesprechung statt. Die Gruppenbesprechung 
dient dazu, die Gemeinschaft zu stärken und aktuelle Anliegen der Gruppe zu klären. Des 
Weiteren wird der Tagesablauf besprochen, ggf. Gruppenkonflikte thematisiert und mögli-
che Wünsche der Kinder eingebracht.

20 
 
Das Mittagessen wird  von einem Essensanbieter angeliefert und entspricht den Grundsä t-
zen eine r ausgewogenen und kindgerechte n Ernährung. Spezielle Nahrungsmittelunve r-
träglichkeiten oder einzuhalte nde Diäten und kulturelle Besonderheiten können von den 
Eltern bzw. Sorgeberechtigten mit den Fachkräften der offenen Ganztagsgrundschule a b-
gestimmt werden. Die Kinder werden an den Aufgaben beteiligt, die im Zusammenhang mit 
dem Mittagessen entstehen, z.B. Spe iseplanerstellung, Tischdecken und –abräumen. Die 
Kosten für die Eltern liegen aktuell zwischen 3,50 und 4.- Euro pro Essen. 
Die Kinder nehmen ihr Mittagessen in ihrer jeweiligen festen OGS-Gruppe ein. Somit wird 
eine angenehme Atmosphäre geschaffen, in der die Kinder Zeit zum Erzählen haben und 
eine angemessene Tischkultur entwickeln können.  
Feste Absprachen und Regeln während des Mittagessens ermöglichen es den Kindern, 
Eigenverantwortung und Selbstständigkeit zu erlernen und soziales Lernen in der Gruppe 
zu üben. 
 
6.2 Lernzeiten / Hausaufgabenbetreuung 
 
Während der sich anschließenden Lernzeit werden die Kinder in kleinen Gruppen durch 
unsere Mitarbeiter:innen, Lehrkräfte oder Honorarkräfte bei der Erledigung der Hausaufga-
ben begleitet und bei Bedarf individuell unterstützt (Lernzeit). Die Kinder erledigen ihre 
Hausaufgaben in einem dafür vorgesehenen Raum in der Regel selbständig. Für Fragen 
stehen die OGS-Mitarbeiter:innen ggfs. auch die Lehrer:innen zur Verfügung. 
Das Personal achtet auf: 
• eine selbstständige Arbeitshaltung 
• die Förderung und Forderung der einzelnen Kinder 
• eine ruhige Arbeitsatmosphäre 
• die Einhaltung von Arbeitstechniken und Lernstrukturen  
 
Besonderes Augenmerk legen wir auf Selbstständigkeit und selbstorganisiertes Lernen. 
Das bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihre Aufgaben über-
nehmen. Sie lernen ihre Arbeitsmaterialien zu organisieren, sie strukturieren die ihnen zur 
Verfügung stehende Zeit und sie nutzen unterschiedliche Lernquellen. Das Fachpersonal, 
die Lehrkräfte und andere Beauftragte stehen den Kindern beratend bei diesem Lernpro-
zess zur Verfügung.  
Grundvoraussetzung für ein solches Lernarrangement ist die Akzeptanz der Verantwo r-
tungsteilung auf die beteiligten Personengruppen. Auch die Eltern müssen in ihrer Veran t-

21 
 
wortung am Lernprozess beteiligt und informiert werden. Zwischen denen am Lernprozess 
Beteiligten herrscht Transparenz bezüglich der Verantwortungsteilung. Um dies zu gewähr-
leisten und zu unterstützen wird das Hausaufgabenheft als Kommunikationsmittel zwischen 
Eltern, Lehrkräften und Personal genutzt. Hier schreiben die Kinder täglich ihre Hausaufg a-
ben auf und die Fachkrä fte geben ein Feedback über die Arbeitsweise der Schüler und 
Stand der Erledigung der Aufgaben.  
Selbstorganisiertes Lernen ist ein Prozess, der es Schülerinnen und Schülern schrittweise 
ermöglicht, selbstständig und selbstverantwortlich zu lernen und zu arbeiten. 
Bei besonderem Forder - oder Förderbedarf von Kinder n wird Kontakt zum Lehrpersonal, 
Eltern und gegebenenfalls gemeinsam zu anderen Institutionen gesucht. 
 
6.3 Nachmittagsangebote 
 
Die differenzierte inhaltliche und methodische Ausgestaltung der Angebote wird unter Ei n-
beziehung der Wünsche und Vorstellungen von Kindern, Eltern und Lehrkräften geplant.  
Aus dem Bereich der Methoden werden solche verstärkt eingesetzt, die die Eigenaktivität 
und Experimentierfreudigkeit der Kinder fördern und gruppenbezogenes Lernen unterstü t-
zen. Bevorzugt sind somit Projektarbeit, Werkstattarbeit und soziale Gruppenarbeit. Durc h-
geführt werden sie von unserem Personal, aber auch von Honorarkräften und vo n qualifi-
zierten Kräften aus Vereinen. 
Grundsätzlich gilt, dass die Angebotspalette einerseits den Erwerb von Fähigkeiten, Wissen 
und Kompetenzen ermöglicht und zudem Modelle für das außerschulische Freizeitverhalten 
aufzeigt. Andererseits müssen die Besonderheiten der Ganztagsstruktur berücksichtigt 
werden und Rückzugsmöglichkeiten bestehen. 
Der Kreisel e.V. hält eine Angebotspalette in seinem Programm für die offene Ganztag s-
grundschule vor, die folgende Themenbereiche umfasst: 
• Kreativangebote, Konstruktionsangebote 
• Musische bzw. theaterpädagogische Angebote 
• Bewegung, Spiel und Sport 
• Psychomotorik, kompensatorischer Sport 
• Strategie- und Denkspiele 
• Entspannungsangebote 
• begabungs- und interessensgeleitete Angebote 
• Forder- und Förderangebote

22 
 
• Gruppennachmittage 
• und vieles mehr 
 
Wie bereits beschrieben ist es dem Träger  wichtig, dass die außerunterrichtlichen Angebo-
te im Sozialraum verankert werden. Der Kreisel e.V. bemüht sich um konstruktive Koopera-
tionen in der Nachbarschaft und im Stadtgebiet. Um möglichst in allen Bereichen Angebote 
vorzuhalten, werden die Wochenpl äne ca. halbjährlich nach den  individuellen Wünschen 
und Interessen der Kinder und der sozialräumlichen Bedingungen angepasst.  
 
6.4 Ferienbetreuung 
 
Während der Ferien bietet der Kreisel e.V. den Kindern eine sechswöchige Ferienbetre u-
ung in den Räumen der OGS an . Die Ferienbetreuung kann direkt in der OGS wochenwe i-
se gebucht werden. Für OGS Kinder entstehen keine zusätzlichen  Kosten. Gerne dürfen 
sich auch Kin der der Schule anmelden, die keinen OGS Vertrag haben. Der Elternbe itrag 
kann auf den Kinderseit en der Stadt Münster eingesehen werden  und wird durch den Trä-
ger eingesammelt. 
Jede Ferienwoche hat ihr eigenes Motto. Die Mottos sind so gewählt, dass die Kinder auf 
möglichst vielen unterschiedlichen Ebenen, wie z.B. sportlich, kreativ, musikalisch, theater-
pädagogisch einen Zugang zu dem jeweiligen Thema finden. Ein fester Bestandteil der 
Ferienwochen sind Ausflüge. So können Kinder ihren Sozialraum erkunden und auch E r-
fahrungen außerhalb des Sozialraumes machen. 
Themen können z.B. sein: Jahreszeitliche Angebote, Olympiaden, Wasserwelten, Wir e r-
kunden den Wald, Wir entdecken den Bauernhof  oder künstlerische Arbeiten für die Schul-
gemeinschaft.

23 
 
7. Kooperation mit Jugendhilfe 
 
Die Konzeptentwicklung der offenen Ganztagsgrundschule setzt auf die Zusammenarbeit 
von Schule und Jugendhilfe. Aus dieser Zusammenarbeit e rwachsen besondere Chancen 
für eine qualitativ angemessene Betre uung und Förderung von Kindern. Die Kooperation 
verbindet zwei fachliche Perspektiven - die der Schulpädagogik und die der Sozialpädag o-
gik. 
So kann die Jugendhilfe in die offene Ganztagsgrundschule bewährte und praxiserprobte 
Qualitätsmodule einbringen. Diese sind unter anderem 
• Erfahrungen mit individueller Stärkung von Kindern 
• Erfahrungen mit Interaktions- und Kommunikationsansätzen zur Stärkung des sozia-
len Verhaltens 
• Erfahrungen mit familienorientierter Beratung und Unterstützungen bis hin zu Hilfen 
zur Erziehung 
• Kooperation mit dem Jugendamt als Steuerungsorgan beim Aufbau kommunaler Bil-
dungslandschaften 
• Kooperation mit dem Jugendamt als Vernetzungsinstanz für informelle Bildungspro-
zesse 
• Kooperation mit dem Jugendamt als Steuerung der Hilfen zur Erziehung. 
 
Der Träger Kreisel e.V. setzt sich ein, diese Elemente in die konkrete Arbeit an den Sch u-
len einflie ßen zu lassen, um die wertvollen Ressou rcen zu nutzen.  So engagiert er sich 
verlässlich in  relevanten Facha rbeitskreisen, Trägerkonferen zen, Fachtagungen sowie in 
regionalen und landesweiten Qualitätszirkeln und Arbeitsgruppen.

24 
 
8. Kinderschutz 
 
Im Kreisel e.V. herrscht absolute Einigkeit bei allen Beteiligten, dass ein funktionierender 
Kinder- und Jugendschutz ein Grundbaustein der Organisation ist, auf dem alle weiteren 
Angebote basieren. 
 
Daher trifft der Träger aktiv Maßnahmen, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen, 
auch und besonders in Bezug auf sexualisierte Gewalt, in seinen Einrichtungen weiter zu 
verbessern. Wir erstellen und führen als Träger mit allen Abteilungen ein Schutzkonzept 
unter Beteiligung aller relevanten Nutzergruppen, Mitarbeiter:innen und  weiteren Akteuren. 
Dieses Konzept ist in stetiger Entwicklung und Anpassung begriffen, und bildet  
die Ethik der Mitarbeiter:innen, wie auch die Haltung des Trägers in  
der Sicherung des Kindeswohles ab. Ebenso erachten wir eine hohe Transparenz bezü g-
lich des Kinderschutzkonzeptes im Innen und im Außen für sehr wichtig, da dadurch zum 
einem Handlungssicherheit geschaffen und zum anderen Prävention betrieben wird.  
 
Die Fachbereichsleitungen und OGS-Koordinator:innen üben auf der Basis einer professio-
nellen Zusammenarbeit mit den Fachkräften vor Ort die Fachberatung und Fachaufsicht in 
allen Teilsystemen des Unternehmens aus. Sie bemühen sich um ein vertrauensvolles 
Verhältnis zu de n Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen, um auch für diese als A n-
sprechpersonen zur Verfügung zu stehen. Sie halten vor dem Hintergrund eines system i-
schen Grundverständnisses Kontakt zum Helfersystem und kommunizieren regelmäßig mit 
relevanten Nutzergruppen. 
In unserer Einrichtung ist ein lebendiges Beschwerdewesen gewünscht. Wir nehmen B e-
schwerden ernst und können somit sich anbahnende Schwierigkeiten frühzeitig identifizi e-
ren.  
In allen Bereichen des Kreisel e.V. sind Kinder und Jugendliche vor Gefahr en  
für ihr Wohl zu schützen. Es gilt, ein tragfähiges System zu schaffen, dass diesen  
Schutz gewährleistet, aber auch auf Meldungen eingehen und diese einschätzen  
kann, wenn diese Abweichungen und Gefährdungen des Schutzes aufzeigen.  
Diese Grundlage für die Betreuung der Kinder - und Jugendlichen bildet das  
Leitbild des Trägers und ist ebenso Grundlage für die Achtung des Kindeswohls  
aller betreuten Kinder - und Jugendlichen. Der Sicherstellung des Schutzes unserer Kinder 
und Jugendlichen kommt in unsere r Einrichtung also eine hohe Bedeutung zu. Wir nutzen 
dezidierte, nachhaltig wirksame und strukturell gesicherte Instrumente, um den Kinde r-
schutz sicherzustellen.

25 
 
Hierzu hat der Kreisel e.V. unter anderem Kooperationsvereinbarungen nach  
§ 8a mit den Kommunen geschlossen. Der Träger stellt durch geeignete eigene Maßna h-
men sicher, dass alle seine Fachkräfte über gewichtige Anhaltspunkte für das mögliche 
Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung unterrichtet sind.  
Darüber hinaus wurden und werden für die  
Arbeitsfelder eigene Handlungsempfehlungen mit spezifischen Indikatoren zur  
Wahrnehmung gewichtiger Anhaltspunkte im Sinne eines Schutzkonzeptes entwickelt. Der 
Kreisel e.V. beschäftigt mehrere Kinderschutzfachkräfte und fördert kontinuierlich die Au s-
bildung weiterer insoweit erfahrener Fachkräfte. Aufgabe dieser Kinderschutzfachkräfte ist 
es, nach § 8a Abs. 4 SGB VIII die einzelnen Einrichtungen und Teams bei der Gefäh r-
dungseinschätzung zu beraten.  
Der Vorstand des Kreisel e.V. gewährleistet, dass die Kinderschutzfachkraft in Ausübung 
ihrer besonderen Tätigkeit frei und unabhängig agieren kann, losgelöst aus der eigentlichen 
Trägerhierarchie. 
Über die Vorhaltung von Kinderschutzfachkräften hinaus, ist für den Kreisel e.V. der pr ä-
ventive Ansatz von hoher Bedeutung. Demzufolge haben wir massiv in Zusatzausbildungen 
der Beschäftigten auch im Bereich AAT und CT investiert. Durch deren Multiplikationsau f-
trag wird eine Sensibilisierung der Erwachsenen und der Kinder in Bezug auf eine ausg e-
wogene Balance zwischen Nähe und Distanz gefördert. Auch das Entwickeln von Konflik t-
handlungsplänen ist damit fundiert sichergestellt, was allen Beteiligten hohe Han dlungssi-
cherheit bietet. 
Ebenso verstehen wir unseren Schwerpunkt auf Partizipation der Kinder und Jugendlichen 
im Sinne von Selbstwirksamkeit als präventive Arbeit. Das Sensibilisieren und Schaffen von 
Angeboten in Bezug auf Kinderrechte gemäß der EU -Konvention dient ebenfalls der Pr ä-
vention und somit dem Kinderschutz. 
Abschließend sei ausdrücklich betont, dass der Vorstand und der Aufsichtsrat des Kreisel 
e.V. das Schutzkonzept, welches im Rahmen des LWL -geförderten Projekts „Schutzraum 
Kreisel e.V.“ entstanden ist, als strategisch fundierten Kinderschutz mit Verankerung in der 
Organisationskultur verstanden und gelebt wissen will. Die Darstellung nach Außen dient 
somit weniger der Performance, sondern explizit der Transparenz und demzufolge des 
Schutzes der Kinder und Jugendlichen sowie der Organisation als solche.

26 
 
9. Qualitätsentwicklung 
 
Der Kreisel e.V. legt großen Wert auf eine prozesshafte Qualitätsent wicklung. Wir unte r-
scheiden in Struktur-, Inhalt- und Ergebnisqualität. 
9.1 Strukturelle Qualität  
 
Die strukturelle Qualität wird mittels de r Leistungsvereinbarung gemeinsam mit dem Schul-
träger geregelt und ist bereits unter den Punkten Finanzierung, Personal, Rä u-
me/Ausstattung, Betreuungszeiten, Gru ppengröße und Versicherungsschutz beschrieben. 
An dieser Stelle sei lediglich der Verweis zu den entsprechenden Punkten gestattet. 
 
 9.2 Inhaltliche Qualität  
 
Das OGS-Konzept wird regelmäßig evaluiert und kontinuierlich fortgeschrieben. Alle b e-
reits genannten „Säulen der OGS“ sowie der Schu lträger werden inhaltlich daran beteiligt. 
Dabei erfolgt stetig ein Abgleich mit der pädagogischen Praxis und daraus folgend gegeb e-
nenfalls Anpassungen. Die Teamarbeit ist elementarer Bestandteil der Arbeit und dient der 
Planung und Weiterentwicklung des gemeinsamen pädagogischen Prozesses. Die päd a-
gogische Arbeit ist im Team anhand w öchentlicher Teambesprechungen organisiert. Die 
individuellen Kompetenzen der Mit arbeiter:innen werden sinnvoll eingesetzt. Benötigte 
Ressourcen zur Reflexion und Supervision werden in einem angemessenen Umfang b e-
reitgestellt. Für ein notwendiges Krisenmanagement kennen die pädagogischen Mitarbei-
ter:innen die internen und externen Kommunikations - und Meldewege und arbeiten nach 
dem Mehr-Augen-Prinzip. Interne und externe Hilfeangebote sind bekannt und werden bei 
Bedarf im Rahmen der Krisenintervention genutzt. Zur Sicherung des Kindeswohls ge-
währleisten wir ein protokolliertes Verfahren nach §8a (SGBVIII). Wir stellen innerbetrie b-
lich insoweit erfahrene Kinderschutz -Fachkräfte zur Verfügung. Zur Qualifizierung unse-
res Personals  sind externe arbeitsfeldspezifische Fort- und Weiterbildungen vorgesehen  
und werden im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten gefördert. Zu unserem Qualität s-
standard zählt auch eine jährliche interne Fortbildung zu aktuellen Themen für alle eigenen 
Mitarbeiter:innen und für externe Fachkräfte.  
Der Kreisel e.V. verfügt zudem bere its über einen qualifizierten Mitarbeiterpool mit unter-
schiedlichen Zusatzqualifikationen wie zum Beispiel Inklusionsfachkräfte, Lernberater :in, 
Medientrainer:in, Anti -Aggressivitäts- und Coolness-Trainer:in, Erlebnispädagog:in, tierge-

27 
 
stütze Therapeut :in, Tanztherapeut:in, Ernährungsberater :in und  systemische F amilien-
therapeut:in. Eine vielfältige interdisziplinäre Nu tzung der Qualifikationen wird unter den 
einzelnen Standorten, Fachbereichen und weiteren Vernetzungen ermöglicht.  
Auch ist der Kreisel e. V. daran interessiert in bereits existierenden Arbeitsgremien und 
Fachtagungen mitzuwirken bzw. solche zu initiieren. 
 
 9.3 Ergebnisqualität  
 
In jährlich geführten Qualitätsdialogen mit der Schule und dem Schulträger, werden Ja h-
resplanungen und Ziele entsprechend der Leistungs - und Qualitätsvereinbarungen formu-
liert, operationalisiert und mit entsprechenden Indikatoren zur Messbarkeit der Zielerre i-
chung konkretisiert. Die erarbeiteten Indikatoren w erden rhythmisiert evaluiert. Die Erge b-
nisse werden zur Generierung von Steuerungsimpulsen und zur Entwicklung neuer und 
weiterführender Ziele genutzt. Sie dienen der kritischen Reflexion der eigenen Ar beit und 
Wirksamkeit und sie dienen als Grundlage für die Angebotsplanungen und die Optimi e-
rungsprozesse. In diesem Zuge führen wir in vierjährigen Abständen Befragungen der  Kin-
der, Eltern und Lehrer:innen durch, und nutzen die Erhebungen für die Evaluation unserer 
Arbeit.

Anlage 2 Diakonie_Bewerbung OGS_Michaelschule u.Mosaik-Schule

56570 Zeichen

Konzeption 
für das außerschulische Angebot 
der Offenen Ganztagsschule (OGS) 
der städtischen Gemeinschaftsgrundschule Mosaikschule und der 
städtischen katholischen Michaelschule 
 
der Kinder-, Jugend- und Familiendienste gGmbH 
der Diakonie Münster e.V. 
 
im Rahmen der Überleitung der OGS 
in freie Trägerschaft

Inhalt  
 
1 Einleitung ........................................................................................................................................... 1 
1.1 Trägerbeschreibung ......................................................................................................................... 1 
1.2 Schulbeschreibung und Lage .......................................................................................................... 2 
2 Ziele .................................................................................................................................................... 2 
2.1 Unsere Leitlinien und Ziele .............................................................................................................. 2 
2.2 Zielgruppe.......................................................................................................................................... 3 
2.3 Übergeordnete Ziele ........................................................................................................................ 3 
2.4 Rechtliche Grundlagen ..................................................................................................................... 3 
3 Struktur des offenen Ganztags ....................................................................................................... 3 
3.1 Anzahl der Plätze .............................................................................................................................. 4 
3.2 Betreuungszeiten .............................................................................................................................. 4 
3.3 Teamstruktur ..................................................................................................................................... 4 
3.4 Räumliche Ausstattung .................................................................................................................... 4 
3.5 Tagesablauf Michaelschule/ Mosaikschule ................................................................................... 5 
3.6 Ferienangebote ................................................................................................................................. 6 
3.7 Sanfter Übergang – ein Konzept für Schule und Ganztag .......................................................... 7 
4 Ganzheitliche und informelle Bildung ............................................................................................ 7 
4.1 Spiel und Bewegung......................................................................................................................... 7 
4.2 Gestaltung und Kreativität ............................................................................................................... 8 
4.3 Musische Bildung .............................................................................................................................. 8 
4.4 Emotionale und soziale Bildung ..................................................................................................... 8 
4.5 Diversität und Integration ................................................................................................................ 9 
4.6 Gender ................................................................................................................................................ 9 
4.7 Mediale Kompetenzen / Digitalisierung ........................................................................................ 9 
4.8 Ökologie und Nachhaltigkeit .......................................................................................................... 9 
5 Individuelle Förderung ...................................................................................................................10 
6 Inklusion ...........................................................................................................................................10 
6.1 Inklusion von Kindern mit Behinderungen/Entwicklungsrückständen ....................................10 
6.2 Ausblick: Bildung eines Inklusions(fach)kräftepools ..................................................................10 
7 Partizipation .....................................................................................................................................11 
7.1 Kinder ...............................................................................................................................................11 
7.2 Eltern/Personensorgeberechtigte .................................................................................................12

8 Kooperation und Vernetzung .......................................................................................................13 
8.1 Multiprofessionelle Kooperation in der Schule ..........................................................................13 
8.2 Vernetzung im Sozialraum ............................................................................................................13 
8.3 Kooperation mit kommunalen Trägern .......................................................................................13 
9 Kinderschutz ....................................................................................................................................14 
10 Qualitätsmanagement ....................................................................................................................14 
10.1 Qualitätssicherungsgrundsätze .....................................................................................................14 
10.2 Qualitätssicherung ..........................................................................................................................15 
10.3 Qualitätsentwicklung ......................................................................................................................15 
11 Personal ............................................................................................................................................16 
11.1 Integration, Inklusion und Gender ...............................................................................................16 
11.2 Fort- und Weiterbildungen ...........................................................................................................16 
11.3 Vereinbarkeit von Familie und Beruf ............................................................................................17 
11.4 Mitarbeitendenbindung/Benefits .................................................................................................17 
12 Besondere Trägermerkmale ..........................................................................................................18

Diakonie Münster 
Kinder-, Jugend- und Familiendienste gGmbH 
  
1 
1 Einleitung 
Familien sehen sich heutzutage mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. 
Gesellschaftliche Veränderungsprozesse erfordern mehr denn je die stetige Anpassung 
an unsere Umwelt. Migration wegen Krieg oder Armut, Veränderung der Lebensgrund-
lage bspw. durch Digitalisierung der Arbeitswelt oder eine Pandemie sind nur einige Bei-
spiele dafür, wie sich unsere Welt ständig verändert. Hinzu kommen Themen der Alltags-
bewältigung wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, gesunde  Lebensführung, die 
finanzielle Situation, die Veränderung von medialen Kommunikations- und Spielformen 
oder eine pädagogisch angemessene Freizeitbeschäftigung. 
Die Diakonie Münster will als sozialer Dienst der evangelischen Kirche dazu beitragen, 
die vielfältigen Herausforderungen zu meistern. 
1.1 Trägerbeschreibung 
Die Diakonie Münster ist mit über 1.100 Mitarbeitenden in Münster und über 75 Jahren 
Erfahrung einer der großen sozialen Dienstleister. 
Die Kinder-, Jugend- und Familiendienste gGmbH der Diakonie Münster ist vielschichtig 
im Aufgabengebiet der Jugendhilfe tätig. Die Angebote reichen von den Hilfen zur Erzie-
hung über die offene Kinder- und Jugendarbeit bis hin zur Schulsozialarbeit und der of-
fenen Ganztagsbetreuung an de r Marienschule Roxel und der Grundschule am Kinder-
bach in Münster -Kinderhaus. In konzeption ell ausdifferenzierten Angebo tsformen und 
Bereichen werden mehr als 700 Kinder, Jugendliche sowie junge Erwachsene und Fami-
lien von über 200 Mitarbeitenden stationär, teilstationär und ambulant betreut und ge-
fördert. 
Als Teil einer Holdingstruktur besteht eine enge Kooperation mit dem  Beratungs- und 
BildungsCentrum „BBCe“. Gemeinsam bietet die Diakonie Menschen Hilfestellung bei ei-
ner Vielzahl von konkreten Fragestellungen des Alltags, in persönlichen Umbruch - und 
Krisensituationen.

Diakonie Münster 
Kinder-, Jugend- und Familiendienste gGmbH 
  
2 
1.2 Schulbeschreibung und Lage 
Im westlichen Stadtteil Gievenbeck liegen die Mosaikschule und die Michaelschule. 
Die Mosaikschule wird derzeit zur vollen Dreizügigkeit und Aufstockung zur Vierzügigkeit 
ausgebaut. Sie ist eine Gemeinschaftsgrundschule in unmittelbarer Nachbarschaft zum 
Jugendzentrum La Vie und an den grünen Finger – die bespielbaren Grün- und Spielflä-
chen des Stadtteils – angeschlossen. Derzeit werden in der Mosaikschule ca. 300 Kinder 
in 12 Klassen beschult. 
Die Michaelschule ist eine dreizügige katholische Grundschule der Stadt Münster in fuß-
läufiger Nähe zum Jugendzentrum Fachwerk Gievenbeck. Es werden hier um die 260 Kin-
der aktuell in 12 Klassen unterrichtet.  
Beide Schulen liegen sich so nah, dass eine enge Vernetzung auch weiterhin angestrebt 
ist. 
2 Ziele 
2.1 Unsere Leitlinien und Ziele 
Der offene Ganztag der Michaelschule und der Mosaikschule hat den Anspruch, allen 
Kindern in enger Kooperation mit der Schule, einen anregenden, ihrem individuellen Ent-
wicklungsstand entsprechenden Lern- und Lebensort zu bieten. 
In einer wertschätzenden Atmosphäre sollen Kinder spielerisch positive Lernerfahrungen 
durch Freispiel sowie einzel- und gruppenpädagogische Angebote sammeln, ihre moto-
rischen Kompetenzen, ihre Sprach- und Ausdrucksfähigkeit und ihre sozialen Kompeten-
zen erweitern und so in ihren Selbstwirksamkeitserleben gestärkt werden. 
Dies ist eine Voraussetzung für die gelingende, selbstbestimmte Teilhabe am gesell-
schaftlichen Leben. Durch Beteiligung sollen Kinder ein Bewusstsein für demokratische 
Prozesse entwickeln. 
Im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung  sollen die Kinder ihre individuellen Lernkom-
petenzen wie Konzentration, Motivation und Leistungsfähigkeit steigern.  Um die Nach-
haltigkeit der Lernprozesse zu erhöhen, streben die Fachkräfte der OGS eine Erziehungs-
partnerschaft mit den Personensorgeberechtigten und den Lehrkräften an. 
Besondere Berücksichtigung finden Kinder m it Problemstellungen, wie sozio ökonomi-
schen Herausforderungen, Sprachbarrieren oder Fluchterfahrungen. Ein professionelles, 
möglichst multikulturelles Team soll dabei helfen, alle Kinder bestmöglich zu unterstüt-
zen und vor allem Kinder (und ihre Eltern) aus anderen Kulturen zu integrieren. 
Gerade Kinder mit (Teil-)Leistungsstörungen sowie Behinderungen sind im besonderen 
Maße zu fördern und in die Gemeinschaft zu inkludieren. 
Gemeinsam mit der Schule und den Kooperationspartnern wie Vereinen, anderen sozia-
len Trägern und Therapeuten im Stadtteil besteht eine Verzahnung, die allen Kindern ein 
entwicklungsförderndes Setting bietet, Chancengleichheit fördert und Teilhabe ermög-
licht. 
Das zentrale Ziel von Bildung ist die Befähigung ein selbstbestimmtes und eigenverant-
wortliches Leben zu führen und umfassend am sozialen und ökonomischen Leben und 
der gesellschaftlichen Entwicklung partizipieren zu können.

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3 
2.2 Zielgruppe 
 Grundschulkinder der städtischen Mosaikschule und der städtischen Michaelschule 
 Personensorgeberechtigte der o.g. Grundschulkinder 
 Kooperationspartner 
2.3 Übergeordnete Ziele 
 Verbesserung der Bildungsqualität und der individuellen Entwicklung 
 Vereinbarkeit von Schule und Beruf für Eltern/Personensorgeberechtigte 
 Vielfältige und kooperative Ganztagsangebote unter dem Dach der Schule  
(vgl. Qualitätsstandards der offenen Ganztagsschule) 
2.4 Rechtliche Grundlagen 
 § 9 Absatz 3 Schulgesetz 
 Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 23.12.2010; 
(ABl. NRW. 01/11 S. 38, berichtigt 02/11 S. 85)1 
 Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 16.02.2018; 
Erlass 12-63 Nr.2 und Nr.3 
 Runderlass des Ministeriums für Schule und Bildung vom 14.12.2020; 
(ABl. NRW. 12/20) Erlass 11-02 Nr. 37 
 Gesetz zur ganztägigen Förderung von Kindern im Grundschulalter (Ganztagsförde-
rungsgesetz – GaFöG) (02.10.2021) und den sich daraus ergebenen fachlichen 
Grundlagen zur Umsetzung des Rechtsanspruches auf Ganztagsförderung für Kin-
der im Grundschulalter ab 2026 
 Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschule der Stadt Münster 
3 Struktur des offenen Ganztags 
Die Ganztagsbetreuung der Mosaikschule ist jahrgangsgemischt gestaltet. D ies ist hier 
dem geschuldet, dass die Aufnahmekapazitäten seit Jahren sehr begrenzt sind und somit 
die wichtigsten Bedarfe, nach einem vorgegebenen Kriterienkatalog, bedient werden 
können. Mit Fertigstellung des Neubaus sind dort im neuen Gebäude Ganztagsk lassen 
angestrebt, so dass eine klassenbezogene Betreuung stattfinden kann. Die im alten Ge-
bäude verbleibenden OGS-Gruppen, können dann nach und nach jahrgangs- oder klas-
senbezogen gestaltet werden.  
In der Michaelschule ist die Ganztagsbetreuung nach einem geschlossenen Konzept ge-
staltet. Das bedeutet, dass die Kinder in festen Gruppen jahrgangsbezogen betreut wer-
den.  
Gerade zu Beginn der Schullaufbahn benötigen die noch jungen Kinder Orientierung und 
Struktur. Durch geschlossene Gruppen stehen den Kindern feste Bezugspersonen in der 
Betreuung zur Verfügung, welche die Kinder in ihrer individuellen Entwicklung begleiten. 
Durch das Freispiel sowie vielfältige Angebote im Rahmen der AGs und Tagesangebote 
sind aber auch Wechsel und Kontakt zu anderen Kindern untereinander möglich, so dass 
auch gruppenübergreifende Freundschaften geknüpft und gepflegt werden können.

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3.1 Anzahl der Plätze 
Derzeit besuchen um die 300 Kinder die Mosaikschule und ca. 260 Kinder die Michael-
schule. Davon werden an der Mosaikschule ca . 100 Kinder in vier Gruppen im Offenen 
Ganztag und 56 Kinder in der Bis-Mittag-Betreuung betreut. An der Michaelschule besu-
chen in acht Gruppen 215 Kinder den offenen Ganztag und 33 Kinder die Bis -Mittag-
Betreuung. 
3.2 Betreuungszeiten 
Grundsätzlich werden zwei Betreuungsformen angeboten: 
In der Bis-Mittag-Betreuung werden die Kinder der ersten bis dritten Klasse (siehe oben), 
montags bis freitags von 11:30 Uhr bis 13:30 Uhr betreut. 
Im Offenen Ganztag werden die Kinder je nach Bedarf  und Stundentafel von 11:30 Uhr 
bis 15:00 Uhr oder bis 16:00 Uhr (freitags bis 15 Uhr) betreut. 
Eine Betreuung an beweglichen Ferientagen und bei Schulkonferenzen ist möglich. 
Randzeiten 
Eine Ausweitung der Betreuungszeiten von 7:00 Uhr/bis 17:00 Uhr zur Verbesserung der 
Vereinbarkeit von Familie und Beruf richtet sich nach den Bedarfen vor Ort. 
3.3 Teamstruktur 
Die Teamstruktur sieht , entsprechend der Anzahl betreuter Kinder, bei vier bzw. acht  
Gruppen je eine Teamkoordination; vier bzw. acht  Erzieher:innen, sowie vier bzw. acht  
pädagogische Unterstützungskräfte vor. Um hier auch die Übergänge – wie die Schul-
hofbetreuung etc., sowie die Mitta gsverpflegung gut zu begleiten sind einige weitere 
pädagogische und hauswirtschaftliche Niedrigteilzeitkräfte tageweise eingesetzt.  
Angestrebt wird, dass das Catering, die damit verbundenen hygienischen und hauswirt-
schaftlichen Tätigkeiten, sowie die Reinigung der Küche durch einen externen Anbieter 
durchgeführt wird. 
Unterstützt wird das Kernteam des Offenen Ganztags von Lehrkräften durch die soge-
nannten Lehrerstunden. 
Zudem wird die Angebotspalette durch externe Kooperationspartner erweitert. 
Zusätzlich wird das Team der OGS-Mitarbeitenden nach Möglichkeit durch junge Men-
schen im Bundesfreiwilligendienst und/oder Jahrespraktikant:innen verstärkt. 
Längerfristige Erkrankungen sollten möglichst über temporäre Stundenerhöhung von in-
teressierten Mitarbeitenden aus der Mitarbeiterschaft des Trägers oder über befristete 
Einstellungen ausgeglichen werden.  
Das Team der OGS -Mitarbeitenden ist Teil eines Gesamtteams der beiden Schulen mit 
Schulleitung, Lehrkräften, Sonderpädagog:innen, Fachkräften in der Schuleingangsphase 
und Förderinsel, Schulbegleitungen und Schulsozialarbeit. 
3.4 Räumliche Ausstattung 
Für die derzeit vier OGS-Gruppen stehen an der Mosaikschule bis zur Fertigstellung des 
Neubaus drei Gruppenräume in der Schule und ein Mehrzweckraum des La Vies zur Ver-
fügung. Die Hausaufgaben werden in den Klassenräumen erledigt.

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Zusätzlich können weitere Räume wie die Bücherei, die Turnhalle, die Aula und der Schul-
hof genutzt werden. Auch das Jugendzentrum La Vie steht der OGS nach Absprache zur 
Verfügung.  
Die Teamkoordinator:in kann mit Fertigstellung des Neubaus dort ein eigenes Büro be-
ziehen.  
 
An der Michaelschule werden die acht Gruppen in sieben OGS-Räumen und einem mul-
tifunktionellen Klassenraum betreut. Auch an diesem Standort werden die Hausaufgaben 
in den Klassenräumen erledigt. Die Turnhalle und der Schulgarten können genutzt wer-
den, sowie der große und einladende Schulhof. Zum Schuljahr 2024/25 wird einen neunte 
OGS-Gruppe gebildet, welche multifunktional im Klassenraum betreut wird. Im Rahmen 
der weiteren Umbaumaßnahmen wird sukzessive die multifunktionelle Nutzung der Klas-
senräume angestrebt werden müssen. 
 
An beiden Standorten ist somit eine gute Ab sprache der Klassenteams notwen dig, um 
die Räume, den Bedarfen der Kinder und Lehrenden/ Betreuenden entsprechend am Vor- 
und Nachmittag in Lern- und Freizeitphasen angemessen und attraktiv zu gestalten.  
Die Räume sind kindgerecht und gemütlich eingerichtet. Die Ausstattung soll Kindern die 
Möglichkeit bieten, sich mit unterschiedlichen Spiel-, Lese- und Bastelangeboten zu be-
schäftigen. Klassenräume, der Spielplatz und die Turnhalle geben außerdem Raum für 
die Erledigung der Hausaufgaben, für Stille, Bewegungs- und Gruppenspiele. 
Der Schulhof weist ein großzügiges Außengelände mit zahlreichen Nutzungsmöglichkei-
ten auf. 
3.5 Tagesablauf Michaelschule/ Mosaikschule 
Mittagessen 
Im Anschluss an den Unterricht erhalten die Kinder ein ausgewogenes, warmes Mittag-
essen. In der Michaelschule steht neben der Küche ein weiterer Raum zum Essen zu Ver-
fügung. Die Mosaikschule verpflegt die Kinder in ihren Gruppenräumen.  Mit Fertigstel-
lung des Neubaus ist die neue Mensa nutzbar. Dabei werden die Kinder bei der Ausgabe 
und beim Essen von unserem Team begleitet. Das gemeinsame, gruppenbezogene Mit-
tagessen soll so auch für pädagogische Zwecke und zur Stärkung des Gemeinschaftsge-
fühls genutzt werden. 
Bei der Zubereitung und Auswahl der Speisen werden individuelle Belange wie Allergien, 
Unverträglichkeiten oder kulturelle Erfordernisse berücksichtigt. Neben einem ausgewo-
genen Mittagessen werden nachmittags noch Snacks, wie Obst und Rohkost bereitge-
stellt. Das Essen wird von einem externen Caterer an der Michaelschule derzeit von der 
Stattküche und an der Mosaikschule derzeit von Schnitkamp&Team angeliefert, die  an 
die Qualitätsstandards der Stadt Münster gebunden sind . Bei der Auswahl des Caterers 
werden die Schulleitung und die Schulpflegschaft nach Möglichkeit eingebunden.  Der 
bisherige Caterer kann beibehalten werden, sofern die Schulleitung, die Schulpflegschaft 
und die Kinder mit der Qualität des Essens zufrieden sind.

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Hausaufgaben
Nach dem gemeinsamen Mittagessen gehen 
die Kinder gemeinsam in ihre Hausaufgaben-
gruppen. 
Dabei werden die Kinder von ein bis zwei pä-
dagogischen Kräften begleitet und unter-
stützt. Idealerweise betreuen diese die Kin-
der von der ersten bis zur vierten Klasse und 
arbeiten dabei eng mit der Klassenleitung 
zusammen.  
Die Hausaufgabenzeit beträgt für die e rsten und zweiten Klassen 30 Minuten, für die 
dritten und vierten Jahrgänge 45 Minuten. Die Kinder erledigen ihre Hausaufgaben wei-
testgehend eigenständig und an einem festen Arbeitsplatz.  
Freispiel 
Dem Freispiel kommt eine besondere Bedeutung zu. Neben den angeleiteten Anboten 
können die Kinder auch frei spielen. Hier können sie ihre Interessen allein, zu zweit oder 
mit mehreren Kindern nach ihren individuellen und tagesaktuellen Wünschen ausleben. 
Bei Bedarf können sich die Kinder auch mal zurückziehen und einfach entspannen. 
AG-Konzept 
Die OGS legt großen Wert darauf, dass die Kinder die Möglichkeit erhalten, Neues aus-
zuprobieren und eigene Fähigkeiten und Interessen zu erkennen und zu entwickeln. 
Daher bietet der offene Ganztag am Nachmittag ein breit gefächertes Angebot an Akti-
vitäten aus dem sportlichen, kreativen, naturkundlichen und musischen/tänzerischen Be-
reich sowie genderspezifische Gruppen an. Die AGs können von Mitarbeitenden der OGS, 
Lehrkräften, Kooperationspartnern und externen Kräften wie Sp ortübungsleiter:innen, 
Musikleiter:innen sowie Kunstpädagog:innen durchgeführt und dabei immer wieder ver-
ändert und durch Kurzprojekte ergänzt werden. Die AGs sind jahrgangs- und gruppen-
übergreifend und beginnen nach den Lernzeiten. 
Durch die enge Vernetzu ng der beiden Schulen, sind gemeinsame Projekte und AGs 
möglich. 
3.6 Ferienangebote 
Kinder mit einem Platz in der OGS  haben derzeit einen Anspruch auf Ferienbetreuung 
von insgesamt 6 Wochen im Jahr. 
Dabei sollten b estehende und gut funktionierende Angebote im Stadtteil fortgeführt 
werden. 
Daher ist im Sinn der Kooperation im Stadtteil zu prüfen, in welcher Form die Ferienbe-
treuung aufgestellt, bzw. weiterentwickelt werden kann. Hierzu stimmen wir uns mit dem 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien entsprechend ab.  
Auch hier wird der Vernetzungsgedanke der beiden Schulen aufgegriffen u m ggf. eine 
gemeinsame Gestaltung der Ferienbetreuung, in enger Kooperation mit dem Fachwerk 
Gievenbeck, anzustreben.

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In jedem Fall richtet sich ein Konzept für die Ferienbetreuung nach den oben genannten 
Leitlinien aus. 
Nach Möglichkeit sollten Mitarbeitende der OGS entsprechend ihrer individuellen Situa-
tion wählen können, ob sie in den Ferien frei haben oder die Ferienbetreuung mitgestal-
ten wollen. 
3.7 Sanfter Übergang – ein Konzept für Schule und Ganztag 
Wir haben den Anspruch, den Kindern den Übergang von der Kita in die Grundschule zu 
erleichtern. In kleinen Gruppen sollen Kinder grundsätzlich die Möglichkeit erhalten, be-
reits vor der Einschulung Einblicke in den Schulalltag zu bekommen. 
 
Dabei begleiten und unterstützen die Mitarbeitenden des Offenen Ganztags den sanften 
Übergang in folgender Form: 
 In Begleitung eines Mitarbeitenden lernen die  angehenden Schulkinder die Räum-
lichkeiten des Offenen Ganztags kennen. 
 Die Mitarbeitenden der OGS und die Klassenlehrkräfte präsentieren sich am ersten 
Elternabend vor den Sommerferien als Team. Die Eltern werden über den Ablauf und 
das Programm der OGS informiert. 
 Die Hausaufgabenbetreuenden der OGS nehmen am Kennenlernnachmittag teil, der 
vor den Sommerferien stattfindet. An diesem Nachmittag lernen die Kinder ihre zu-
künftigen Klassenlehrer :innen sowie die Hausaufgabenbetreuenden aus der OGS 
kennen. 
 In der Eingewöhnungsphase werden die Kinder nach dem Unterricht besonders eng-
maschig betreut und begleitet. 
4 Ganzheitliche und informelle Bildung 
Wir verstehen Bildung als Auftrag zur ganzheitlichen Betrachtung der Kinder in Ihren Le-
benswelten und unter Beachtung ihrer Bezugssysteme einschließlich ihrer Kultur und ih-
res Sozialraumes.  
Wir wollen die  Kinder gemeinsam mit den Eltern/Personensorgeberechtigten und den 
Lehrkräften in ihrer Persönlichkeitsentwicklung fördern. Dabei haben wir die Entwick-
lungsthemen im Blick und betrachten vor allem die unterschiedlichen Voraussetzungen 
und individuellen Ressourcen der Kinder (Kompetenz- statt Defizitansatz). Dieser Prozess 
wird von den Mitarbeitenden bewusst begleitet.  
Dabei machen wir uns bewusst, dass wir Kindern informelles Lernen auch durch unser 
Wissen, unsere Haltung und unsere Werte ermöglichen und selbst Teil dieses lebenslan-
gen, wechselwirksamen Prozesses sind. 
4.1 Spiel und Bewegung 
Kinder wollen sich ausprobieren und ihre Fähigkeiten erweitern. Gerade der motorischen 
Entwicklung kommt im Grundschulalter eine besondere Bedeutung zu. Daher bieten wir 
zahlreiche Spiel- und Bewegungsangebote aus dem sportlichen Bereich wie diverse Ball-
spielarten, Turnen und Akrobatik; Spielmöglichkeiten auf dem Schulhof mit den zur Ver-
fügung stehenden Kletterangeboten, Springseile, Pedalos, Stelzen und vieles mehr an.

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4.2 Gestaltung und Kreativität 
Zur Förderung der Individualität und Gestaltungskompetenz bieten wir vielfältige Krea-
tivangebote wie Bastelangebote (Malen, Ausschneiden, Aufkleben), Bügelperlenbilder, 
Handarbeiten wie zum Beispiel Häkeln, Armbänder knüpfen, Webrahm en und Perlen-
armbänder anfertigen, Puzzlen und Spielen mit Lego. Das Angebot wird regelmäßig an-
gepasst und erweitert. 
4.3 Musische Bildung 
 
Wir legen großen Wert auf musikalische Förderung. In Abstimmung 
mit der Schulleitung und den Lehrkräften ist eine Kooperation mit 
der Westfälischen Schule für Musik an der Michaelschule umgesetzt, 
so dass alle Kinder die Möglichkeit einer Förderung aus den Bere i-
chen Instrumente, Tanz oder Gesang erhalten. An der Mosaikschule 
kann eine Kooperation in diesem Sinne angestrebt werden. 
 
  
4.4 Emotionale und soziale Bildung 
Kinder wollen geliebt und gelobt werden. Sie brauchen Bestätigung und Anerkennung. 
Dies fördert den Selbstwert und unterstützt positive Bindungserfahrungen. Gleichzeitig 
benötigen sie Führung in schwierigen Situationen. 
Hierbei ist uns in der pädagogischen Begleitung der Kinder wichtig, dass sie soziale und 
emotionale Kompetenzen erwerben und im Alltag anwenden lernen.  
Emotionale Kompetenzen 
Durch einen wertschätzenden Umgang, eine klare Struktur und einen nachvollziehbaren 
Regelrahmen schaffen wir ein verlässliches Umfeld, das den Kindern die Sicherheit bietet, 
die es braucht, um sich unbekümmert entwickeln zu können. 
Die Kinder sollen durch zahlreiche Angebote die Gelegenheit bekommen, vielfältige Er-
fahrungen zu sammeln. Die permanente Erweiterung ihrer Kompetenzen soll die Kinder 
in ihrem Selbstbewusstsein stärken, um ihre individuelle Resilienz zu steigern. 
Soziale Kompetenzen 
Das Zusammenspiel von verschiedenen Kindern in einer Gemeinschaft und die Auslotung 
eigener und fremder Interessen muss gelernt, pädagogisch geführt und trainiert werden. 
Grundlage einer Gemeinschaft sind der respektvolle und gewaltfreie Umgang miteinan-
der. Die gemeinsam mit den Kindern erarbeiteten Regeln bilden das Fundament des Zu-
sammenlebens in der OGS. Dennoch gehören Konflikte untereinander dazu. Gründe da-
für sind u.a. noch nicht ausgereiftes Empathievermögen oder kommunikative Missver-
ständnisse. Daher begleiten wir diese Konflikte und geben den beteiligten Kinder n die 
Gelegenheit, ihre Wahrnehmung und Emotionen gegenseitig darzustellen und eine Lö-
sung zu besprechen. Dabei gilt das Prinzip der Wiedergutmachung statt Strafe.  So för-
dern wir die Selbstlösekompetenz, das Annehmen anderer Wahrnehmungen und damit

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auch die Teamfähigkeit. Bei Bedarf werden die Eltern/Personensorgeberechtigten und 
ggf. Lehrkräfte beteiligt. 
Gerade im Bereich der emotionalen und sozialen Bildung bringen wir als Träger der Ju-
gendhilfe unsere pädagogische Expertise und Methodenkompetenz im besonderen 
Maße ein. 
4.5 Diversität und Integration 
Das f riedliche und tolerante Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Weltan-
schauungen ist uns ein Anliegen . Um allen Kindern die Teilhabe am gesellschaftlichen 
Leben zu ermöglichen, unterstützen wir die Integration von Kindern mit Migrationserfah-
rung unter Beachtung ihrer eigenen kulturellen Identität.  Unterschiedliche kulturelle 
Feste und ihre Hintergründe finden im Rahmen überkonfessioneller Bildung im Alltag der 
OGS Beachtung. 
Eine wesentliche Grundlage zur Teilhabe ist die Überwindung von Sprachbarrieren und 
der Kontakt zu anderen Kindern. Daher arbeiten wir gemeinsam mit den Lehrkräften da-
ran, die Sprachbarrieren möglichst rasch zu verringern und eine konstruktive Beziehung 
auf- und auszubauen. 
4.6 Gender 
Wir achten auf die Gleichstellung unterschiedlicher Geschlechter. 
Dabei ist der angemessene Sprachgebrauch ein Lernfeld, mit dem wir uns im Alltag aus-
einandersetzen. Besondere Bedeutung kommt dem Vorleben von Rollenbildern durch 
Mitarbeitende der OGS zu. In speziellen Angeboten für Mädchen und Jungen themati-
sieren wir dies und regen die Kinder zum Austausch dazu an. 
4.7 Mediale Kompetenzen / Digitalisierung 
Die Digitalisierung und der angemessene Umgang mit digitalen Kommunikationsformen 
und Medien fordert Kinder im besonderen Maße heraus. Daher unterstützen wir die Kin-
der in diesem Lernfeld durch Auseinandersetzung mit den Themen Internet, Messenger, 
PC-, Konsolen- und Handyspiele. Zudem wollen wir Kindern im Rahmen der Hausaufga-
benbetreuung die Möglichkeit bieten, bei entsprechender Aufgabenstellung eine beglei-
tete Internetrecherche durchzuführen und so ihre Handlungskompetenz zu erweitern. 
4.8 Ökologie und Nachhaltigkeit 
Das Kennenlernen von Natur und Umwelt 
und Entdecken von Zusammenhängen un-
tereinander ist Voraussetzung für einen 
achtsamen Umgang mit den Ressourcen 
die uns unser Planet bietet. 
 
Wir fördern ein ökologisches Bewusstsein 
durch Vorleben und Thematisieren ressour-
censchonender Verhaltensweisen.

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5 Individuelle Förderung 
Besondere Beachtung benötigen entwicklungsverzögerte oder benachteiligte Kinder, so-
wie Kinder mit Lerndefiziten. Diese Kinder nehmen wir besonders in den Blick und über-
legen gemeinsam mit den Sorgeberechtigten, welche Möglichkeiten der Förderung und 
Unterstützung z.B. durch weitergehende Hilfen bestehen.  
An der Mosaikschule und Michaelschule  ist eine Förderinsel mit eine m/r Heilpädago-
gen/-in eingerichtet. Kinder, die Unterstützung in den Bereichen Wahrnehmung, Motorik, 
Konzentration und/oder im sozialen Miteinander benötigen, finden hier durch heilpäda-
gogische Begleitung die nötige Förderung. Die Teilnahme erfolgt auch hier, wie bei den 
anderen Fördermaßnahmen an der Schule, in Absprache mit Eltern, OGS-Mitarbeitenden, 
der heilpädagogischen Fachkraft, Lehrkräften und der Schulleitung. Die Förderung findet 
als Begleitung im Schulalltag oder als Einzel - bzw. Gruppenförderung im Nachmittags-
bereich statt. 
6 Inklusion 
6.1 Inklusion von Kindern mit Behinderungen/Entwicklungsrückständen 
Die Inklusion von Kindern mit Behinderungen oder Entwicklungsrückständen in die Ge-
meinschaft, ist ein erklärtes Ziel der Kinder-, Jugend- und Familiendienste. 
Dazu werden in Absprache mit der Schule und den Eltern die Bedarfe dieser Kinder er-
mittelt und gemeinsam entschieden, wie sie im Rahmen der OGS unterstützt werden sol-
len. 
Wir verstehen Inklusion als Haltung. Diese Haltung ist auch mit den Kindern, die die OGS 
besuchen, zum Thema zu machen und aktiv vorzuleben , um ein Bewusstsein dafür zu 
schaffen, dass jedes Kind etwas Besonderes ist. Im Rahmen des Programms „Meine Stär-
ken – Deine Stärken“, wollen wir den Blick nicht auf die Behinderung oder Einschränkung, 
sondern auf die Fähigkeiten aller Kinder lenken um dazu beizutragen, Spielpartnerschaf-
ten von Kindern mit und ohne Einschränkungen zu begünstigen. 
Da der Unterstützungsbedarf der Kinder durch I-Kräfte nicht mit Unterrichtsschluss en-
det, ist eine Vernetzung mit den I -Kräften aus dem Vormittag  wichtig, um bei Bedarf 
tagesaktuelle Absprachen zu den entsprechenden Kindern treffen und die Kinder gut in 
die OGS überleiten zu können. Durch die enge Kooperation mit der Schule und der Hos-
pitation der OGS -Mitarbeitenden in den Klassen sollen die Kommunikationswege ver-
kürzt werden. 
6.2 Ausblick: Bildung eines Inklusions(fach)kräftepools 
Die Erfahrung der letzten Jahre zum Thema Inklusion zeigt, dass  die von der Politik be-
schlossenen Maßnahmen zur Inklusion häufig unzureichend sind. 
Um den Kindern einen reibungslosen Übergang von der Schule in die OGS zu ermögli-
chen, wünschen wir uns nicht nur eine strukturelle, sondern auch eine personelle Ver-
knüpfung von Vor- und Nachmittag.

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Im Rahmen eines Inklusions(fach)kräftepools befürworten wir den Ansatz, jede Klasse mit 
einer zusätzlichen (Fach-)Kraft auszustatten. Über diese (Fach-)Kraft wäre - je nach indi-
viduellem Inklusionsbedarf - die Begleitung mehrerer Kinder im Schulalltag möglich. Mit 
dem Wissen um die aktuellen Themenstellungen der Kinder aus dem Vormittag wäre ein 
Transfer in den Nachmittag leichter möglich. Kinder, die an einem Tag besondere Her-
ausforderungen zu meistern haben, könnten so störungsfreier in der OGS angedockt und 
bei Bedarf begleitet werden. Die Gefahr von Konflikten mit anderen Kindern und die da-
mit verbundenen Misserfolgserfahrungen ließen sich so reduzieren. 
Zudem unterstützen wir dieses Modell, u m Mitarbeitenden gerade im Bereich de r OGS 
attraktivere Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf anbieten zu können 
und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. 
Dazu setzen wir uns mit Entscheidungsträgern zusammen und wollen gemeinsam eine 
Lösung erarbeiten. 
7 Partizipation 
Wir verstehen Partizipation als umfassenden Lernprozess zur Teilhabe und Mitgestaltung 
der Welt in der wir leben.  
7.1 Kinder 
Nicht nur die UN-Kinderrechtskonvention sieht vor, Kinder entsprechend ihres Entwick-
lungsstandes an allen sie betreffenden Themenfeldern zu beteiligen.  
In der OGS sichern wir dies durch den OGS-Kinder-Rat. Wenn möglich könnte dies auch 
gemeinsam mit Schule installiert werden, so dass es eine Kinderkonferenz der Schule 
gibt, in welcher Themen des ganzen Tages besprochen werden. 
Im Rahmen der OGS-Gruppen oder Klassen wählen die Kinder jeweils zwei Kinder aus, 
die für sie sprechen und ihre Standpunkte vertreten können. Die gewählten Kinder treffen 
sich einmal im Monat bestenfalls mit einer Vertretung aus dem Vormittag und der OGS-
Teamkoordination und besprechen Themen aus dem Schul- und OGS-Alltag, die ihnen 
wichtig sind. Sorgen, Wünsche und Anregungen der Kinder können in diesem Rahmen 
eingebracht werden. Die Ergebnisse werden für alle Kinder sichtbar präsentiert. So wollen 
wir ein Bewusstsein für demokratische Prozesse wecken und fördern. 
Um allen Kindern ein Gefühl der Selbstwirksamkeit in einer Gemeinschaft zu geben, wol-
len wir regelmäßige Interessensbefragungen durchführen. Darüber hinaus sollen die Kin-
der die Möglichkeit haben, sich mit ihren S orgen und mit Kritik an zwei von ihnen aus 
dem Kollegium der OGS -Mitarbeitenden gewählte Vertrauenspersonen zu wenden. 
Diese sollten paritätisch besetzt werden. 
Da es vorkommen kann, dass Kinder sich (zunächst) nicht trauen, einen Erwachsenen an-
zusprechen, bieten wir Kindern die Möglichkeit, uns auch anonym zu kontaktieren. 
Über mögliche VIB-Kästen können uns die Kinder Verbesserungsvorschläge, Informati-
onen oder auch Beschwerden zukommen lassen. Diese Eingaben werden immer bear-
beitet. Beschwerden werden gesondert gesammelt und im Rahmen des trägerinternen 
Beschwerdemanagements dokumentiert.

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7.2 Eltern/Personensorgeberechtigte 
Die Beteiligung von Eltern ist uns ein großes Anliegen. 
Um die Kinder bestmöglich begleiten und fördern zu können, ist eine enge Kooperation 
zwischen Eltern, Schulleitung, Lehrkräften, Schulsozialarbeiter:innen, Schulbegleitungen 
und der OGS erforderlich. Information, Transparenz und eine akzeptierende Haltung bil-
den die Grundlage einer positiven Beziehungsgestaltung mit den Eltern. Dies entspricht 
unserer systemischen Sichtweise und unserem ganzheitlichen Bildungsverständnis.  
Neben den gesetzlichen/schulisch-institutionellen Beteiligungen von der Klassen- bis zur 
Schulpflegschaft sind uns weitere Informations- und Beteiligungsformen wichtig.  
In der Regel findet i m Herbst, wenige Wochen vor der Schulanmeldung, ein Informati-
onsabend für die Eltern der zukünftigen Lernanfänger statt. An diesem Elternabend neh-
men Mitarbeitende des Offenen Ganztags teil. 
Am Tag der offenen Tür haben die Eltern  die Möglichkeit, sich bei den Mitarbeite nden 
bezüglich der Struktur des Offenen Ganztags zu informieren und die Räumlichkeiten ge-
meinsam mit ihren Kindern anzuschauen und kennenzulernen. 
Kurz vor den Sommerferien findet der erste Elternabend für die Elter n der zukünftigen 
Lernanfänger statt. Hier beteiligen sich ebenfalls die Mitarbeitenden des Offenen Ganz-
tags. 
Etwa sechs Wochen nach der Einschulung findet ein erster Elternabend für die Eltern des 
ersten Jahrgangs statt, an welchem auch die OGS -Gruppenleitung und/oder die OGS -
Teamkoordination teilnimmt. 
Über grundsätzliche Veränderungen und Neuerungen, die die Konzeption oder Räum-
lichkeiten betreffen, werden die Eltern über die Schulpflegschaft beteiligt und auf Eltern-
abenden informiert. 
Es soll einen Mitteilungsort geben, an welchem die Eltern erforderliche Informationen zu 
Angeboten und besonderen Themenstellungen finden. Bei Veranstaltungen, Festen und 
Feiern der Schule sind die Mitarbeitenden des Offenen Ganztags präsent und bringen 
sich aktiv ein. 
Es besteht jederzeit die Möglichkeit für einen kurzen Austausch mit den Mitarbeitenden. 
Im Rahmen der Elternarbeit können individuelle Gesprächstermine auch kurzfristig ver-
einbart werden. 
Darüber hinaus haben die Eltern über die Elternvertreter:innen der Schule die Möglich-
keit, Anregungen, Wünsche und Kritik einzubringen und die OGS mitzugestalten. 
Im Rahmen des Beteiligungs- und Beschwerdemanagements des Trägers, können sich 
Eltern aber auch einzeln an die OGS -Koordination oder die zuständige Bereichsleitung 
des Trägers wenden. Ein festgelegtes Verfahren regelt den Umgang mit entsprechenden 
Eingaben und Beschwerden. Bei Problemen werden gemeinsam Lösungsmöglichkeiten 
besprochen und festgelegt.

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8 Kooperation und Vernetzung 
8.1 Multiprofessionelle Kooperation in der Schule 
Die gute Zusammenarbeit und enge Verzahnung zwischen der Schulleitung, den Lehr-
kräften, der Schulsozialarbeit, der Förderinsel, den I-Kräften und dem Team des Offenen 
Ganztags ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche, pädagogische Arbeit. Das 
gemeinsame Ziel ist eine enge Verknüpfung zwischen Vor- und Nachmittag und ein mul-
tiprofessioneller Blick auf die Themenstellungen der Kinder. 
 Die OGS-Koordination arbeitet eng mit der Schulleitung zusammen und steht mit ihr 
in regelmäßigem Austausch. Sie nimmt an den Sitzungen der Lehrerkonferenz, der 
Schulpflegschaft und der Schulkonferenz teil.  
 Wir fördern eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft statt Verinselung. 
 Gemeinsame Fortbildungen tragen zu einer gelungenen Zusammenarbeit bei. 
 Jede Grundschule verfügt über Lehrerstunden für den Offenen Ganztag. Eine Koope-
ration im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung oder einem gezielten AG -Angebot 
fördert den Zusammenhalt zwischen Schule und OGS. 
 Die Teams aus Klassenleitung und Hausaufgabenbetreuung bleiben  nach Möglich-
keit über vier Jahre konstant. 
 Individuelle Problemlagen von Kindern können durch gute Kooperation mit der 
Schulsozialarbeit bearbeitet werden. 
8.2 Vernetzung im Sozialraum 
Die Vernetzung der OGS der Mosaik- und der Michaelschule im Stadtteil ist uns beson-
ders wichtig. Gemeinsam mit anderen Vereinen, (Bildungs-)Trägern und Fachkräften wol-
len wir Kindern ein Angebot machen, dass sich an Ihren Bedarfen orientiert.  
Darüber hinaus kooperieren wir bei Bedarf mit Institutionen, wie dem kommunalen So-
zialdienst der Stadt Münster, der schulpsychologischen Beratungsstelle, der Kinder-
schutzambulanz, der Tagesklinik und weiteren Leistungserbringern. 
Außerdem streben wir die Mitgliedschaft im Arbeitskreis Gievenbeck an, um uns im Inte-
resse der Kinder und ihrer Eltern durch kurze Wege mit weiteren Akteuren im Stadtteil 
zu vernetzen. 
8.3 Kooperation mit kommunalen Trägern 
Aufgrund der engen Verzahnung von OGS und Schule und den damit verbundenen The-
menfeldern ist eine funktionale Kooperation zwischen dem Träger der OGS und den städ-
tischen Ämtern und Behörden unerlässlich. Gemeinsam mit dem Amt für Schule und Wei-
terbildung, dem Amt für Kinder- Jugendliche und Familien und allen weiteren Behörden 
sind aktuelle Entwicklungen und Bedarfslagen zu besprechen und Lösungen zu erarbei-
ten. Dazu nutzen wir als langjährig erfahrener und bek annter Träger die vorhandenen 
Strukturen. Zudem sind uns die anfallenden arbeitsrechtlichen und organisatorischen 
Aufgaben durch die zweimalige Übernahme der Trägerschaft einer OGS sehr vertraut.

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9 Kinderschutz 
Der Schutz von Kindern stellt eine besondere Anforderung dar. Implementierte Quali-
tätsentwicklungs- und Sicherungsprozesse mit inkludierten Verfahrensabläufen in Bezug 
auf den Kinderschutz und die Zusammenarbeit mit der städtischen OGS -Fachberatung 
sind Grundlage zur Sicherung des Kindeswohls. Bei Verdacht auf eine Kindeswohlgefähr-
dung nach § 8a SGB VIII ist in Abstimmung  mit dem Amt für Kinder -, Jugendliche und 
Familien und ggf. unter Beteiligung der trägereigenen Kinderschutzfachkräfte eine Ge-
fährdungsbeurteilung nach den  gemeinsam mit der Stadt Münst er entwickelten St an-
dards durchzuführen. Die Ergebnisse sind den Eltern/Personensorgeberechtigten mitzu-
teilen und gemeinsam mit dem zuständigen kommunalen Sozialdienst Lösungen zu Ab-
wendung der Gefährdung zu besprechen. Kindeswohlgefährdung zu erkennen ist mitun-
ter schwierig. Ein achtsamer Blick der Fachkräfte kann dazu beitragen diese aufzudecken 
und somit abzuwenden. Im Rahmen von Inhouse-Schulungen sollen alle Fachkräfte der 
OGS zu dieser Thematik geschult werden. 
Darüber hinaus bieten unsere trägereigen en Kinderschutzfachkräfte bereits im Vorfeld 
die Möglichkeit einer Fallberatung zur ersten  Einschätzung und ggf. frühzeitigen Bera-
tung zur Vermeidung einer Gefährdungslage. 
Bei der Einstellung verlangen wir von allen Mitarbeitenden (auch Ehrenamtlichen) ei n 
erweitertes Führungszeugnis nach § 72a SGB VIII und überprüfen dies in regelmäßigen 
Abständen. 
10 Qualitätsmanagement 
Der Erfolg pädagogischer Arbeit ist von unterschiedlichsten Faktoren abhängig. 
Diese möglichst umfassend zu erfassen und zielgerichtete Verbesserungsmaßnahmen zu 
erarbeiten, ihr Ergebnis zu bewerten, zu überprüfen und ggf. anzupassen ist der Zweck 
des Qualitätsmanagements (QM). In unserem Qualitätsmanagementhandbuch (QMH) 
werden Prozesse in QM -Zirkeln, bestehend aus Bereichsleitung, Mitarbei tenden und 
Qualitätsmanagementbeauftragten beschrieben, Handlungsableitungen festgeschrieben 
und Zuständigkeiten klar geregelt. 
Grundlage unseres pädagogischen und organisatorischen Konzepts sind die Qualitäts-
standards des Amtes für Kinder, Jugendliche und  Familien der Stadt Münster „Offene 
Ganztagsschulen in Münster 2019ff“. 
Darüber hinaus orientieren wir uns an dem Bundesrahmenhandbuch: Bildung und Be-
treuung für junge Menschen im Ganztag der Diakonie Deutschland 2023. 
10.1 Qualitätssicherungsgrundsätze 
Ein Grundsatz zur Sicherung der Qualität im pädagogischen Handlungsfeld besteht in 
der Vielschichtigkeit der Professionen sowie deren Vernetzung und Klärung von Koope-
rations- und Kommunikationsstrukturen. 
Eine enge Verzahnung von Schule und OGS wird sowohl durch regelmäßige Gespräche 
zwischen Schulleitung, Bereichsleitung und OGS-Koordination, als auch durch die Teil-
nahme der OGS-Koordination an Lehrenden- und Schulkonferenzen sowie an Sitzungen 
der Schulpflegschaft sichergestellt.

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10.2 Qualitätssicherung 
Zur Sicherung der Qualität dienen neben klaren Prozessbeschreibungen insbesondere im 
schnelllebigen pädagogischen Handlungsfeld klar definierte und zielgerichtete Kommu-
nikationsstrukturen. Dies beinhaltet unter anderem Regelungen zu Teamgesprächen und 
Fachberatungen. 
Dazu trifft sich das Team der hautamtlichen OGS -Mitarbeitenden vorzugsweise einmal 
wöchentlich für 1,5 Stunden und das gesamte Team einmal im Monat für 2 Stunden zu 
einer Teamsitzung. Zuvor wird eine Tagesordnung erstellt. Absprachen werden ergebnis-
orientiert protokolliert. 
Darüber hinaus finden regelmäßig trägerinterne, fachbereichsbezogene Teamkoordina-
tionsgespräche statt. 
Bei Bedarf besteht die Möglichkeit der kollegialen Fallberatung, der regelmäßigen Fach-
beratung und bei komplexeren teaminternen Themen der Supervision über trägereigene 
oder externe Supervisor:innen. 
Über das Beratungs- und BildungsCentrum (BBCe) kann ein kostenloses Beratungsange-
bot bei individueller psychischer Belastung und bei Krisen in Anspruch genommen wer-
den.  
(Die Inhalte unterliegen den Anforderungen des Datenschutzes. Der Arbeitgeber erhält 
keine Kenntnisse zu Gesprächs- und Beratungsinhalten). 
10.3 Qualitätsentwicklung 
Personalentwicklung 
Wir setzen auf hohe Fachlichkeit  durch Fort- und Weiterbildungen. Zudem bieten wir 
unseren Mitarbeitenden strukturierte Mitarbeitendengespräche nach festgesetzten Stan-
dards an. 
Konzeptfortschreibung 
Eine bedarfsgerechte Fortschreibung unserer Konzepte und Anpassung an aktuelle Er-
fordernisse ist Teil unserer Philosophie. So ist das hier vorgelegte Ko nzept zunächst als 
erster Entwurf zu verstehen, wie wir eine OGS betreiben möchten und verstehen. Im 
nächsten Schritt ist dies mit den etablierten Akteuren der Mosaikschule und der Micha-
elschule abzugleichen und ggf. zu modifizieren und zu ergänzen. Die KJFD verstehen sich 
als lernende Institution. 
Darüber hinaus beteiligen wir uns als Träger an den Unterarbeitsgruppen der Arbeitsge-
meinschaften nach §78 SGB VIII, am stadtweiten OGS-Trägertreffen und streben im So-
zialraum die Mitgliedschaft im Arbeitskreis Gievenbeck an. Ergebnisse dieser Gremien 
finden sich in der Weiterentwicklung der Konzepte, Methoden und Angebote wieder. 
Thinktank 
Im Rahmen einer aus unterschiedlichen Fachkräften des Beratungs- und BildungsCent-
rums und der Kinder -, Jugend- und Familiendienste bestehenden Arbeitsgr uppe „Ent-
wicklung“ betrachten wir Schnittstellen zwischen Hilfen, entwickeln Angebote weiter und 
erschließen ggf. neue Handlungsfelder im Bereich von Angeboten für Kinder-, Jugendli-
che und Familien.

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11 Personal 
Gutes Personal mit einer langfristigen Beschäftigung bildet die wichtigste Grundlage für 
die Erfüllung des gesetzlichen Auftrages zur Betreuung und Versorgung von Kindern im 
Rahmen der OGS. Der Stellenschlüssel und die Qualifikation richte n sich nach den ge-
setzlichen und städtischen Vorgaben für die OGS . Unsere Dienstverträge schließen wir 
unbefristet und nach dem Tarifwerk BAT-KF, da wir an einer langen Mitarbeiterbindung 
interessiert sind. Aufgrund der Größe der Diakonie  gibt es gute Möglichkeiten zur per-
sönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Sei es durch umfangreiche Fortbildungen, 
interne Stellenwechsel oder auch Karriereschritte. 
Generell befürworten wir das Prinzip der „Pädagogik aus einer Hand“, dass OGS -Mitar-
beitende, Schulsozialarbeiter:innen und Integrationskräfte möglichst bei einem Anste l-
lungsträger beschäftigt sind. 
Da die Überleitung der OGS aus städtischer Trägerschaft zu einem freien Träger juristisch 
als sogenannter „Betriebsübergang“ zu behandeln ist, steht es den städtischen Mitarbei-
tenden frei, ob sie weiterhin bei der Stadt Münster angestellt bleiben oder zum neuen 
Träger überwechseln möchten. Bei einem Wechsel zu den KJFD wird den Mitarbeitenden 
zugesichert, sich keinesfalls finanziell zu verschlechtern – hierzu können auch individuelle 
Beratungsangebote genutzt werden. 
Städtische Mitarbeitende bleiben arbeitsrechtlich der Stadt zugeordnet, werden jedoch 
in der fachlichen und organisatorischen Führung den KJFD unterstellt. In der alltäglichen 
Arbeit werden keine Unterschiede erkennbar sein. Über dieses Thema werden die Mitar-
beitenden vor der tatsächlichen Übernahme der OGS in einer gesonderten Sitzung unter 
Einbeziehung der Mitarbeitendenvertretung eingehend informiert. 
11.1 Integration, Inklusion und Gender 
Die Kinder-, Jugend- und Familiendienste streben in Ihrer Mitarbeiterschaft ein Abbild 
der Gesellschaft an. Dies beinhaltet auch die Vielfalt unterschiedlicher Lebensentwürfe 
und Glaubensrichtungen. Daher fördern wir bewusst die Einstellung von Menschen mit 
Migrationserfahrung. Die Mitgliedschaft in einer (christlichen) Kirche ist nicht erforderlich 
und wird in Bewerbungsgesprächen auch nicht hinterfragt. Unsere Angebote zur Ausei-
nandersetzung mit Glaubensfragen b estehen auf freiwilliger Basis  für alle Mitarbeiten-
den. Eine „Missionierung“, auch in der täglichen Arbeit mit den Schüler:innen, findet je-
doch nicht statt. In Zusammenarbeit mit der konfessionsfreien Trägerschaft der Mosaik-
schule und der katholischen Trägerschaft der Michaelschule freuen wir uns auf die ge-
lebte Ökumene. 
Die universellen Werte wie Gerechtigkeit und Toleranz, Verlässlichkeit und Solidarität so-
wie Mitmenschlichkeit und Verantwortlichkeit sich selbst, den Mitmenschen und der Um-
welt gegenüber, sind Voraussetzung für eine Tätigkeit in der Einrichtung. 
Schwerbehinderte Personen werden bei gleicher Eignung bevorzugt beschäftigt. 
Darüber hinaus wird die paritätische Verteilung der Geschlechter (unter Berücksichtigung 
diverser Geschlechteridentitäten) bevorzugt. 
11.2 Fort- und Weiterbildungen 
Als großer Träger sozialer Dienstleistungen mit l angjähriger Erfahrung im Bereich der 
Bildung und Betreuung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familiensystemen, wissen

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17 
wir um die hohe Bedeutung fachlichen Handelns. Neben den gesetzlichen Vorgaben zur 
Förderung von Fort- und Weiterbildungen bieten wir sowohl individuelle Fort- und Wei-
terbildungsmöglichkeiten, als auch einrichtungsweite Veranstaltungen im Rahmen von 
themenbezogenen Inhouse-Schulungen. So werden alle hauptamtlich tätigen Mitarbei-
tenden u.a. im Deeskalationstraining nach PART© und Erster Hilfe am Kind geschult. Dar-
über hinaus streben wir regelmäßige Schulungen zum Kinderschutz an. 
Zudem fördern wir systemische Sichtweisen. 
Im Rahmen der OGS besteht d ie Möglichkeit, hauptamtliche Mitarbeitende in der Hal-
tung der „Neuen Autorität“, nach Haim  Omer und Arist von Schlippe zu schulen. Diese 
beinhaltet den Ansatz der elterlichen Präsenz und der Erziehungspartnerschaft von El-
tern, Lehrenden und sozialpädagogischen Fachkräften. 
11.3 Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
Die Kinder-, Jugend- und Familiendienste unterstützen die Vereinbarkeit von Familie und 
Beruf. Um Mitarbeitenden in Niedrigteilzeitbeschäftigungsverhältnissen individuellere 
berufliche Möglichkeiten anbieten zu können und das Berufsfeld OGS attraktiver zu ge-
stalten, wünschen wir uns die Verknüpfung von Integrationsangebot im schulischen Vor-
mittag und Ganztagsbetreuung bis zum Nachmittag. In Verbindung mit erweiterten Be-
treuungszeiten ergibt sich so ein breites Spektrum an individuellen Arbeitszeitmodellen. 
11.4 Mitarbeitendenbindung/Benefits 
Die Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden liegt uns sehr am Herzen. 
Neben einer leistungsgerechten Bezahlung nach dem Tarifvertrag BAT -KF mit einer at-
traktiven betrieblichen Altersvorsorge, Vermögenswirksamen Leistungen und einem Kin-
derzuschlag bieten wir unseren Beschäftigten: 
 Jobrad und Jobticket 
 Kostenlose Kinderferienbetreuung für Mitarbeitendenkinder (3 Wochen in den Som-
merferien) 
 Teamtag (2 mal im Jahr) 
 Mitarbeitendenversammlung (1 mal im Jahr) 
 ein Betriebsfest (alle 2 Jahre) und im Wechsel 
 einen Betriebsausflug (alle 2 Jahre) 
 einer Weihnachtsfeier 
 regelmäßige Newsletter zur Entwicklung der Diakonie 
 individuelle E-Mail-Adresse mit digitaler Dienstplanung und Self-Service 
 regelmäßige Fortbildungsangebote. 
 
Zudem unterstützen wir eine aktive und engagierte Mitarb eitendenvertretung ein-
schließlich Freistellung. 
Darüber hinaus beteiligt sich die Diakonie Münster an wiederkehrenden Mitarbeitenden-
befragungen z.B. durch Great Place to Work©  (o.ä.). Die Ergebnisse der Befragungen 
werden im Rahmen einer Arbeitsgruppe aus freiwilligen Mitarbeitenden, Interessensver-
tretung und Arbeitgebervertretung analysiert. Gemeinsam werden Maßnahmen und 
Handlungsschritte zur Erhöhung der Mitarbeitendenzufriedenheit entwickelt, abge-
stimmt und umgesetzt. Zur Mitarbeitendenzufriedenheit zählen auch Maßnahmen unse-
res betrieblichen Eingliederungsmanagements.

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12 Besondere Trägermerkmale 
Als großer Träger von Angeboten aus dem Bereich stationärer Wohnformen, der Heilpä-
dagogischen Tagesgruppen (unter anderem in den benachbarten Stadtteilen Roxel und 
Kinderhaus), der Sozialpädagogischen Familienhilfe und der Erzi ehungsbeistandschaft, 
der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie der aufsuchenden Jugendsozialarbeit und 
der sozialen Gruppenarbeit verfügen wir über langjährige Erfahrungen und Fachwissen 
insbesondere in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien aus prekären Verhält-
nissen und mit besonderen Problemstellungen. 
Seit Februar 2022 sind wir zudem Träger der Offenen Ganztagsbetreuung in den Stadt-
eilen Roxel und Kinderhaus. Durch die hervorragende Kooperation von Schulleitung, Leh-
rer:innen, OGS -Team, dem Amt für Sch ule und Weiterbildung sowie dem OGS -Fach-
dienst des Amtes für Kinder-, Jugendliche konnten und können Themenstellungen bear-
beitet und Lösungen für Fragestellungen die sich aus einem Übergang ergeben, entwi-
ckelt werden, so dass wir als Träger über vielfältig e Erfahrungen durch die Überleitung 
verfügen. 
Darüber hinaus sind wir seit vielen Jahren im Bereich der Schulsozialarbeit/BuT an meh-
reren Schulen im Stadtgebiet tätig und haben Erfahrung in der Über -Mittag-Betreuung 
an einer weiterführenden Schule. Im Rahmen unseres Jugendzentrums bieten wir Kindern 
im Stadtteil Angelmodde eine ansprechende, abwechslungsreiche und verlässliche Feri-
enbetreuung und eine permanente und niedrigschwellige Anlaufstelle. 
Mit unseren Ambulanten Hilfen zur Erziehung sind wir in Münste r nahezu im gesamten 
Stadtgebiet tätig . Ergänzend zu unseren Beratungs-/Bürostandorten in Gremmen-
dorf/Angelmodde und Kinderhaus, wäre ein Standort in Gievenbeck denkbar. Durch die-
ses Angebot begleiten und beraten wir Familiensysteme in herausfordernden Lebensla-
gen und unterstützen Kinder und Jugendliche mit individuellen Bedarfen. 
Darüber hinaus besteht, wie oben bereits beschrieben, eine enge Verknüpfung zum Be-
ratungs- und BildungsCentrum (BBCe) der Diakonie Münster. Dies bietet ratsuchenden 
Mitarbeitenden und Eltern unbürokratisch und zeitnah Unterstützung in den vielfältigen 
Bereichen wie Partnerschaft - und Lebensberatung, Familien - und Erziehungsberatung, 
Schwangerschaftsberatung, Schuldnerberatung, Suchtberatung, Rechtliche Betreuungen 
sowie bei Fragestellungen zu Migration und Integration oder bei Wohnungsnot.

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Impressum  
Diakonie Münster 
Kinder-, Jugend- und Familiendienste gGmbH 
Am Blaukreuzwäldchen 31 
48167 Münster 
 
Stand: 21.06.2024

Beratungsverlauf (7)

21.11.2024 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 8 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
26.11.2024 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 6 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
28.11.2024 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit und Ordnung
TOP 10 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
04.12.2024 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 7.26 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
05.12.2024 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 6.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
11.12.2024 Hauptausschuss
TOP 28 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
11.12.2024 Rat
TOP 35 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Rudolf-Diesel-Straße 5
  • Am Blaukreuzwäldchen 31
  • Kinderhaus
  • Pötterhoek

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0542/2024
Typ
Vorlagen
Datum
16.09.2024
Erstellt
29.08.2024 16:59