Mandari Insight

V/0526/2024

Verbesserung der Situation rund um den Hauptbahnhof

Vorlagen 27.08.2024

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 26.02.2025, TOP 31

Anlage 2 - Schaubild Kommunikation

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Ansehen

Anlage A

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 1 - Ratsantrag Nr. A-R/0027/2023

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Ansehen

Anlage 2 - Schaubild Kommunikation

264 Zeichen

Vorlage V/0526/2024
Anlage 2
Austausch zur 
Situation in der 
Bremer Str. 
(regelmäßig)
Runder Tisch 
Stadtraum Hbf./ 
Bremer Platz 
(quartalsweise)
Quartiersdialoge, 
Quartiersbegehungen, 
Beschwerdemanagement
….. ….. …..
Sicherheitskonferenz
 Verwaltungsvorstand

Anlage A

2914 Zeichen

Anlage A zur V/0526/2024 
 
Kurzüberblick 
Die Vorlage gibt einen Überblick über die Entwicklungen im Umfeld des Hauptbahnhofes. Hinter-
grund ist die negative Entwicklung von verschiedenen Orten in Bahnhofsnähe im Sommer 2022, 
die zu einer erhöhten Beschwerdelage und einem negativen Erscheinungsbild im öffentlichen 
Raum geführt hatte. Dies wurde mit einem Ratsantrag aufgegriffen, den die Verwaltung in Koope-
ration mit anderen Organisationen, Behörden und Akteur/-innen abgearbeitet hat. Daraus ent-
standen sind Zielsetzungen, Strategien und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation 
im Umfeld des Hauptbahnhofes. Wesentlicher Faktor für ein erfolgreiches Handeln ist eine gute 
Zusammenarbeit und intensive Kommunikation der Beteiligten. Hierzu arbeiten die Akteur/-innen 
in verschiedenen Abstimmungsebenen und Gremien inzwischen vertrauensvoll und effektiv zu-
sammen. Exemplarisch können das gemeinsame Informationszentrum beim Polizeipräsidium 
Münster (GIZ) oder der vom Quartiersmanagement Hauptbahnhof/Bremer Platz moderierte Run-
de Tisch mit seinen Dialogverfahren sein. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Mit der Vorlage wird folgendes Ziel aus dem Integrierten Stadtentwicklungs- und Stadtmarke-
tingkonzept Münster (ISM) besonders verfolgt: 
 Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln 
mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft. 
Durch die entwickelten Strategien und konkreten Maßnahmen werden nicht nur Sicherheit und 
Ordnung angestrebt. Mit Aspekten wie Reinigung, Sauberkeit sowie einer verbesserten Kommu-
nikation mit verschiedenen Interessen- und Nutzer/-innengruppen sowie Anwohnenden sollen ein 
subjektiv gutes Sicherheitsempfinden angestrebt und perspektivisch (kulturelle) Aktionen und 
Freizeitaktivitäten auf dem Bremer Platz etabliert werden. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0503 Sicherung besonderer sozialer Bedarfe 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im Haushaltsplan 2024 enthalten X Ja  Nein   
Im Entwurf des Haushaltsplans 2025 enthalten X Ja  Nein   
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren X Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? X Ja  Nein   
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig  überwiegend 
pflichtig  überwiegend 
freiwillig X vollständig  
freiwillig 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Mit der Vorlage werden vor allem die Querschnittsthemen der Inklusion und Gleichstellung be-
handelt. Eine angemessene Berücksichtigung der Szenen wohnungsloser und drogenabhängiger 
Menschen ermöglicht eine inklusive Teilhabe der Menschen am gesellschaftlichen Leben. Maß-
nahmen zielen auf ein konstruktives und offenes Miteinander auf dem neu gestalteten zentralen 
Bremer Platz ab.

Beschlussvorlage

56001 Zeichen

V/0526/2024 
V/0526/2024 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Verbesserung der Situation rund um den Hauptbahnhof 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   09.10.2024 Rat Einbringung 
   12.11.2024 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
   13.11.2024 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und  
Arbeitsförderung 
Vorberatung 
   28.11.2024 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit 
und Ordnung 
Vorberatung 
   03.12.2024 Betriebsausschuss Münster Marketing Vorberatung 
   04.12.2024 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung 
   11.12.2024 Hauptausschuss Vorberatung 
   11.12.2024 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung:  
 
Der Rat 
1. nimmt den in der Begründung dargestellten Bericht zu den verschiedenen Aspekten zur  
Verbesserung der Situation rund um den Hauptbahnhof Münster zur Kenntnis und 
2. beschließt, dass der gemeinsame Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL, der SPD-
Fraktion und der Volt Ratsgruppe Münster an den Rat Nr. A-R/0027/2023 damit beantwortet ist. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Die im Zusammenhang mit der Verbesserung der Situation rund um den Hauptbahnhof Münster an-
gefallenen und noch anfallenden Kosten sind grundsätzlich im Haushalt der Stadt Münster enthalten. 
 
Sollten sich für eine Umsetzung von Maßnahmen bislang nicht veranschlagte Finanzbedarfe ergeben, 
werden diese nach Möglichkeit im zur Verfügung stehenden Budget der betreffenden Ämter bzw. De-
zernate aufgefangen. 
Sozialamt 
 
18.09.2024 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Remmers 
Telefon: 492-7052 
Remmers@stadt-muenster.de 
 
Herr Lembeck 
Telefon: 492-5040 
Lembeck@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0526/2024 
Begründung: 
 
I. Einleitung 
 
Mit dieser Vorlage soll ein Bericht gegeben werden über die Entwicklungen im Umfeld des Haupt-
bahnhofes. Hintergrund war die negative Entwicklung von verschiedenen Orten in Bahnhofsnähe im 
Sommer 2022, die zu einer erhöhten Beschwerdelage und einem negativen Erscheinungsbild im öf-
fentlichen Raum geführt hatte. Der Bericht nimmt zunächst kurz Bezug auf das Integrierte städtebau-
liche Stadtentwicklungskonzept Münster-Innenstadt (INSEK Münster-Innenstadt, 2023).  
 
Im Weiteren wird dann eingegangen auf Zielsetzungen, Strategien und konkrete Maßnahmen zur 
Verbesserung der Situation im Umfeld des Hauptbahnhofes.   
 
 
Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Münster-Innenstadt (INSEK Münster-
Innenstadt, 2023) 
 
Im März 2023 hat der Rat der Stadt Münster das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept 
Münster-Innenstadt (INSEK Münster-Innenstadt, 2023) beschlossen (s. Vorlage V/0762/2022). Darin 
sind sechs zentrale Handlungsfelder mit dazugehörigen Leitzielen sowie zahlreiche Maßnahmen zur 
Zukunftsgestaltung der Innenstadt enthalten.  
 
Im INSEK Münster-Innenstadt sind auch einige räumlich verortbare sowie programmatische Maß-
nahmen enthalten, die den Stadtraum rund um den Hauptbahnhof betreffen. Beispielhaft zu nennen 
sind die Maßnahmen  
 
 M 2.16 Umgestaltung des Hamburger Tunnels als Verbindungsachse zwischen Altstadt und 
Hansator/Ost-Seite Bahnhof, 
 M 2.17 Umgestaltung Berliner Platz/Bahnhofsvorplatz, 
 M 2.18 Umgestaltung der Windthorststraße als einladender Zugang zur Altstadt, 
 M 4.59 Erstellung „Konzept gegen Angsträume“, 
 M 4.66 Förderung „bezahlbarer“ Immobilienangebote für Beratungsstellen zu sozialen  
Belangen“, 
 M 4.62 Weiterentwicklung, Verbesserung und Bekanntmachung der Angebote an Aufent-
haltsmöglichkeiten in nicht-kommerziellen Innenräumen,   
 M 3.30 Maßnahmen des Zentrenmanagements zur Stärkung der B-Lagen der Innenstadt und 
 M 6.88 Weiterentwicklung und Stärkung von privaten Quartiersgemeinschaften.  
 
In seiner Sitzung am 19.06.2024 hat der Rat eine Auswahl von Maßnahmen des Integrierten städte-
baulichen Entwicklungskonzeptes Münster-Innenstadt festgelegt, die für eine Beantragung von Städ-
tebaufördermitteln für den Zeitraum 2025 - 2035 für den Bereich der Innenstadt priorisiert werden, 
darunter die Maßnahme M 2.16 „Umgestaltung Hamburger Tunnel“.  
 
 
Ausgangssituation 
 
Bahnhofsviertel sind bunt - in ihnen treffen Menschen mit vollkommen unterschiedlichen Wertevor-
stellungen, Lebenssituationen und Bedürfnissen aufeinander. Durch Anonymität und eine starke Fre-
quentierung sind sie häufig Kriminalitätsschwerpunkte bzw. gelten als Orte, an denen für viele Men-
schen ein mangelndes (subjektives) Sicherheitsempfinden besteht oder bestimmte Plätze in Bahn-
hofsumgebung als Angstraum wahrgenommen werden.

- 3 - 
V/0526/2024 
In Münster verschlechterte sich die Situation im Bahnhofsumfeld im Sommer 2022; die Beschwerde-
lage nahm deutlich zu. Während auf der Ost-Seite, am Bremer Platz, regelmäßig die „angestammte 
Drogenszene“ zugegen war und weiterhin ist, gab es auf der West-Seite - und zwar insbesondere in 
der Windthorststraße und im Promenadenbereich, Engelenschanze, Von-Vincke-Straße und am Ser-
vatiiplatz - Probleme mit Lärmbelästigung, Vermüllung, erhöhter (organisierter) Kriminalität und offe-
nem Drogenkonsum sowie -verkauf.  
 
In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass auch in Münster ein stark verändertes Konsumver-
halten innerhalb der Drogenszene beobachtet werden muss. In den vergangenen Jahren drängen 
vornehmlich synthetische Drogen auf den Markt. In Münster hat sich wie in vielen anderen Städten 
der Konsum von rauchbaren Kokain-Derivaten wie Free Base und Crack (im Folgenden unter dem 
Terminus „Free Base“ zusammengefasst, da dies die dominierende Droge in der Szene zu sein 
scheint) deutlich ausgebreitet. Häufig wird Ammoniak zum Aufkochen der Droge genutzt, anschlie-
ßend werden die so hergestellten Kristalle mittels einer Glaspfeife oder anderen Hilfsmitteln geraucht. 
Die Wirkung tritt unmittelbar nach dem Konsum ein, der Rausch hingegen hält meist nicht länger als 
wenige Minuten an. Wegen des extremen Abhängigkeitspotenzials der Droge entsteht direkt der 
Druck, einen weiteren Konsumvorgang einzuleiten. Schon seit einigen Jahren dominiert Free Base 
den Markt der offenen kommunalen Drogenszene. Personen mit problematischem Konsum zeigen 
häufiger unangepasstes und aggressives Verhalten, so dass die Betroffenen als Belastung im öffent-
lichen Raum wahrgenommen werden und auch niedrigschwellige Drogenhilfeeinrichtungen an ihre 
Grenzen kommen. 
 
Ein Großteil der Free Base-Konsumierenden gehörte bereits in der Vergangenheit der Drogenszene 
an. Vereinzelt sind auch minderjährige bzw. junge erwachsene Erstkonsumierende zu verzeichnen, 
meist junge Menschen mit dem Lebensmittelpunkt Straße. 
 
Die „Free Base-Szene“ zeichnet sich durch eine hohe Unruhe aus. Sie wird von der Stadtgesellschaft 
im Vergleich zur „Heroin-Szene“ als besonders störend wahrgenommen. Vor allem mehrtägiges Kon-
sumverhalten begünstigt die subjektiv unerwünschten Verhaltensweisen. Lange Konsumphasen brin-
gen vielfältige Schwierigkeiten im sozialen Miteinander mit sich. Dazu gehören Aggressivität, Gewalt-
bereitschaft und/oder Beschaffungsdruck und -kriminalität. Auch erhöhte Lautstärke im szeneinternen 
Miteinander sorgt für mehr Sichtbarkeit im Stadtbild, wodurch das Sicherheitsempfinden in der Folge 
abnimmt. 
 
Der Zugang zu Personen, die diese Drogenart konsumieren, ist extrem erschwert. Es gibt nur sehr 
kleine Zeitfenster, in denen ein Zugang überhaupt gelingen kann. Durch den intensiven Drang, den 
nächsten Konsumvorgang einzuleiten, können Betroffene grundlegende Bedürfnisse wie Essen, Trin-
ken, Körperhygiene oder Schlafen, bei starker Abhängigkeit tagelang, vernachlässigen. Der Konsum 
kann zu gravierenden gesundheitlichen Folgen führen. 
 
Als Reaktion auf die aktuellen Entwicklungen sprach sich die Gesundheitsministerkonferenz der Län-
der im Juli 2023 für ein entsprechendes Forschungsprojekt auf Bundesebene aus. Bisher sind sehr 
wenige oder in Teilen konträre Forschungsergebnisse zu Konsum und Abhängigkeitsmustern vor-
handen; deshalb sind bislang kaum Interventionsmöglichkeiten entwickelt. Ob und wie sich die Situa-
tion auch durch neue synthetische Stoffe verändern oder gar verschärfen wird, bleibt abzuwarten.  
 
Kurz erwähnt werden soll auch die veränderte Drogen-Händlerszene. Drogenkriminalität richtet einen 
enormen volkswirtschaftlichen Schaden an. Nach dem aktuellen Europäischen Drogenbericht aus 
dem Jahr 20241 ergibt sich, „dass die Auswirkungen des Konsums illegaler Drogen mittlerweile fast 
überall in unserer Gesellschaft zu beobachten sind. (…) Auf nationaler Ebene sind die Auswirkungen 
von Drogenproblemen offenkundig und verschärfen andere komplexe politische Probleme wie Ob-
dachlosigkeit, den Umgang mit psychiatrischen Erkrankungen und die Jugendkriminalität. In einigen 
Ländern sehen wir auch eine Zunahme von Gewalt und Korruption aufgrund der Situation auf den 
Drogenmärkten.“  
                                                 
1  https:// www.euda.europa.eu/publications/european-drug-report/2024/drug -situation-in-europe-up-to-2024_de

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V/0526/2024 
 
Trotz vermehrter Anstrengungen zur Bekämpfung des Drogenhandels werden die Methoden, die von 
in diesem Bereich agierenden internationalen kriminellen Netzwerken angewandt werden, immer 
ausgefeilter. 
 
Anlass der Vorlage - Ratsantrag A-R/0027/2023 zu Verbesserungen der Situation rund um den 
Hauptbahnhof 
 
Mit ihrem gemeinsamen Antrag an den Rat vom 06.06.2023 (Nr. A-R/0027/2023, s. Anlage 1 der Vor-
lage) stellen die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL, die SPD-Fraktion und die Volt Ratsgruppe 
Münster mit verschiedenen Handlungsvorschlägen Möglichkeiten dar, wie die Sicherheit und die Auf-
enthaltsqualität rund um den Hauptbahnhof zusammen mit einem gut abgestimmten sozialen Konzept 
wiederhergestellt und aufrechterhalten werden können. 
 
Die Verwaltung nimmt mit diesem Bericht Stellung zu den Einschätzungen der im Antrag aufgelisteten 
Aspekte und stellt konkrete Maßnahmen vor, um eine positive Entwicklung im Umfeld des Haupt-
bahnhofs durch kurz-, mittel- und langfristige Lösungen bzw. Lösungsansätze herbeizuführen.  
 
Dieser Bericht ist unter Beteiligung verschiedener städtischer Ämter erstellt worden und beinhaltet 
auch Aspekte, die in gemeinsamen Workshops mit dem Polizeipräsidium Münster in den letzten Mo-
naten intensiv erarbeitet wurden.  
 
Gleichzeitig orientiert der Bericht sich dabei auch an dem vom Bundesministerium für Bildung und 
Forschung im Rahmen des Programms „Forschung der zivilen Sicherheit“ geförderten Verbundprojekt 
„Sicherheit im Bahnhofsviertel - SiBa“ (2017 bis 2020).2 In diesem auch von der Stiftung Deutsches 
Forum für Kriminalprävention unterstützten Programm wurden praxistaugliche Präventionskonzepte 
für Kommunen entwickelt und in einem Werkzeugkasten zur (Kriminal-) Prävention zusammenge-
fasst, der ebenfalls über den in der Fußnote beigefügten Link der Universität Tübingen aufrufbar ist. 
                   
Sofortmaßnahmen sowie erste strategische Überlegungen zum Vorgehen 
 
Um der im öffentlichen Raum verschlechterten Situation entgegenzutreten, wurden durch konzertierte 
Aktionen von Stadtverwaltung und/oder Polizei zunächst verschiedene Ad-hoc-Maßnahmen (Abbau 
von Ruhebänken, angepasste Beleuchtung, Grün-Rückschnitt, Errichtung von Sperren, erhöhte uni-
formierte Präsenz) ergriffen, um die aufgetretenen Probleme in den Griff zu bekommen. Gleichzeitig 
wurden und werden neben kurzfristig durchgeführten Maßnahmen auch mittel- und langfristige Stra-
tegien für Lösungen identifiziert, diskutiert und umgesetzt. 
 
Kerngruppe der Ordnungspartnerschaft „Hauptbahnhof/Illegale Drogen“ 
 
Für den Bereich Bremer Platz wurde im Dezember 2022 die sogenannte Kerngruppe der Ordnungs-
partnerschaft „Hauptbahnhof/Illegale Drogen“ reaktiviert. Beteiligte an der vom Dezernat für Soziales 
und Kultur geleiteten Kerngruppe sind das Quartiersmanagement des Sozialamtes, die Polizei, das 
Ordnungsamt, das Drogenhilfezentrum INDRO e.V. und die städtische Drogenberatung im Amt für 
Kinder, Jugendliche und Familien, das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit sowie das 
Amt für Kommunikation. Bei Bedarf werden weitere Beteiligte hinzugezogen. 
 
In den Austauschrunden werden die tagesaktuellen Entwicklungen im Bereich Hauptbahnhof/Bremer 
Platz in den Blick genommen und von den jeweiligen Teilnehmenden berichtet, so dass zeitnah ein 
transparenter Informationsfluss gegeben ist. Im Bedarfsfall können schnell Absprachen und Maß-
nahmen getroffen werden, die sich an der Thematik des SiBa orientieren. Beispielsweise wurden dort 
Entscheidungen über eine Verbesserung der jeweiligen Baustellensituation, der Beleuchtung oder 
über eine Erhöhung von Reinigungszyklen gefasst oder die Beantwortung von Beschwerden abge-
                                                 
2  https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/juristische-fakultaet/lehrstuehle -und-personen/lehrstuehle/lehrstuehle -
strafrecht/stiftungsprofessur/haverkamp -rita/projekte/siba/

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V/0526/2024 
stimmt. Je nach Bedarf finden auch Treffen im wöchentlichen Rhythmus und/oder vor Ort statt, um 
bei festgestellten oder gemeldeten (in der Regel negativen) Geschehnissen Einschätzungen der Situ-
ation vorzunehmen und so schnell wie möglich Lösungen zu finden sowie Absprachen zur konkreten 
Umsetzung zu treffen. 
 
Die Praxis zeigt, dass es vor Ort um sich stetig wandelnde Situationen geht, die immer neue flexible 
Anpassungen erfordern. Zu behandelnde Themen sind der Örtlichkeit entsprechend häufig Be-
schwerden durch Anliegerinnen und Anlieger, Ruhestörungen, aggressives Verhalten oder erhöhte 
Gewaltbereitschaft von Personen, die sich im Quartier aufhalten. Ebenso geht es oft um Drogenkon-
sum, Aufenthaltsflächen der Szenen mit Drogenverkauf und Beschaffungskriminalität sowie die The-
men Sauberkeit und Vermüllung, Lagerstätten und Sperrmüll. Das Ganze ist gepaart mit den Auswir-
kungen vieler baulicher Maßnahmen, die den gesamten Bereich kennzeichnen. Vor allem die Mög-
lichkeit, ad hoc und vor Ort bereits Entscheidungen über Maßnahmen zu treffen und sie unmittelbar 
umzusetzen, hat sich als sehr zielführend erwiesen. In Abhängigkeit von Entwicklungen und Be-
schwerdelagen wird die Arbeit der Kerngruppe daher in bewährter Form fortgeführt. 
 
Verstärkte Zusammenarbeit von Polizei und Stadtverwaltung 
 
Anfang 2023 gab es zwischen Stadtverwaltung und Polizeipräsidium Gespräche, um konkrete Aktivi-
täten beider Behörden in einem gemeinsamen Handlungs- und Maßnahmenkonzept weiterzuentwi-
ckeln. 
 
Im Frühjahr und Sommer 2023 fanden auf Einladung der Sozialdezernentin und des Ordnungsdezer-
nenten mehrere Gespräche mit Anwohnenden statt, um über die aktuelle Situation insbesondere auf 
der West-Seite des Bahnhofs zu informieren und die Lösungsansätze zu erörtern. 
 
Gemeinsame Workshops mit dem Polizeipräsidium sowie weiteren Institutionen 
 
Als weiteren Schritt luden Polizeipräsidentin und Oberbürgermeister im Herbst 2023 zu einer Reihe 
von interdisziplinären Workshops rund um den Hauptbahnhof ein. Diese basierten auf einem inte-
grierten Sicherheitsverständnis, das heißt, Sicherheit wird ganzheitlich über Zuständigkeitsgrenzen 
hinweg verstanden. Gemeinsam sollten Maßnahmen auf Grundlage einer Problem- und Ursa-
chenanalyse identifiziert und vereinbart werden, um das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen 
und Bürger und die objektive Lage zu verbessern. Der erste Workshop fand im Oktober 2023 unter 
Beteiligung von Stadt, IHK, ISG Bahnhofsviertel e.V., Wirtschaftsförderung Münster GmbH und Poli-
zeipräsidium Münster statt. Nachdem Sachstand und Lage sowie das Vorgehen im Workshop abge-
stimmt waren, ging es bei diesem ersten Treffen um eine Problembeschreibung, eine sich anschlie-
ßende Ursachenanalyse und schließlich darum, Lösungsmöglichkeiten und Maßnahmen zu identifi-
zieren.  
 
In einem zweiten Workshop im Dezember 2023 wurden unter Beteiligung der Arbeitsebene die we-
sentlichen Maßnahmen und Lösungsansätze aus der jeweiligen fachlichen Betrachtung bewertet und 
anschließend gesammelt sowie thematischen Schwerpunkten zugeordnet, um im weiteren Prozess 
Möglichkeiten zur Umsetzung zu untersuchen sowie Zielsetzungen und Zuständigkeiten zu konkreti-
sieren. 
 
Im bislang letzten Workshop, der im Februar 2024 stattfand, wurden von Polizei, Stadtverwaltung und 
den externen Beteiligten die bisherigen Ergebnisse den verschiedenen Zuständigkeiten konkret zu-
geordnet, um „Aufträge“ für die Teilnehmenden zu entwickeln.  
 
Einigkeit besteht darin, dass durch die in den Workshops angestoßenen und/oder fortgeführten Pro-
zesse zur Verbesserung der Situation im Bahnhofsumfeld keine (Parallel-) Entwicklungen entstehen 
sollen, die dem gesamtstädtisch erarbeiteten INSEK Münster-Innenstadt (s. o.) als durch den Rat 
legitimiertes Konzept für Münsters Innenstadt (inklusive Bahnhofsquartier) entgegenlaufen.

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V/0526/2024 
Es zeichnete sich ab, dass für die Stadt daraus unmittelbar Maßnahmen in den folgenden aus dem 
SiBa abgeleiteten Themenbereichen umgesetzt werden oder als zukünftige Strategie resultieren kön-
nen, die nun weiter im Detail beschrieben werden: 
 
 Kommunikation, Beschwerdemanagement, Bürgerbeteiligung, 
 Sicherheit/Ordnung, 
 Sauberkeit, 
 Attraktivität des Bahnhofsumfelds und 
 Suchtberatungs-, Konsum- und Therapieangebote. 
 
Im Rahmen der nachfolgenden Ausführungen werden auch die Fragestellungen aus dem Ratsantrag 
beantwortet. 
 
 
II. Ziele, Strategien und Maßnahmen zur Verbesserung der Situation rund um den  
Hauptbahnhof 
 
1. Kommunikation, Beschwerdemanagement, Bürgerbeteiligung 
 
Um zeitnah auf negative Veränderungen im Stadtraum reagieren zu können, haben sich Dialogstruk-
turen mit Bürgerinnen und Bürgern und involvierten Akteur/-innen im Bahnhofsviertel bewährt, um 
Handlungsansätze abzuleiten und notwendige Maßnahmen zu initiieren. Einen Überblick über die 
bestehenden und vorbereiteten Kommunikationsstrukturen bietet das Schaubild in der Anlage 2. Bei 
der Erfassung und Beschreibung der Problematiken im Bahnhofsumfeld zeigt sich, dass es Unter-
schiede auf der West-Seite und auf der Ost-Seite des Bahnhofes gibt und zwar sowohl in Bezug auf 
die dort anzutreffenden „problematischen“ Personengruppen als auch im Hinblick auf existierende 
soziale Angebote.  
 
a) Bahnhof-Ost-Seite 
 
Im Rahmen der Aufwertung der Bahnhof-Ost-Seite durch das Investorenprojekt „Hansator“ wurde ein 
Quartiersmanagement für den Stadtraum Hauptbahnhof/Bremer Platz installiert. Unterschiedliche 
Dialogformate haben sich positiv bewährt.  
Quartiersmanagement Stadtraum Hauptbahnhof/Bremer Platz 
 
Das Quartiersmanagement hatte zunächst die Aufgabe, die Neugestaltung des Stadtraums Bremer 
Platz zu begleiten, einen qualifizierten Dialog zu allen Beteiligten herzustellen und so ein breit aufge-
stelltes Beteiligungsverfahren zur Umgestaltung des Bremer Platzes zu initiieren. Zu diesen Beteilig-
ten gehören Anwohnende, szenezugehörige Personen, Gewerbetreibende, Immobilien-besitzende, 
Reisende, die Deutsche Bahn, Ordnungsbehörden, andere Ämter, freie Träger mit und ohne Bezug 
zur Szene, Vertretende der Politik, Ehrenamtliche und interessierte Einwohnende. 
 
Das Quartiersmanagement hat einen Runden Tisch gegründet und verschiedene Dialogverfahren 
etabliert, um so einen aktiven Austausch zu allen Adressat/-innen sicherzustellen. Dabei sind die je-
weiligen Zuständigkeiten transparent. Die Austauschformate sind institutionalisierte Foren, um eine 
stetige und gut funktionierende Vernetzung der verschiedenen Akteure sicherzustellen. 
 
Das Quartiersmanagement übernimmt hier die Rolle der Moderation und informiert allparteilich über 
die Ergebnisse anderer Arbeitsgruppen. Regelmäßig berichtet das Quartiersmanagement an die Ord-
nungspartnerschaften „Hauptbahnhof/Illegale Drogen“. Mit seinem Quartiersbüro am Standort Bremer 
Platz 44a ist das Quartiersmanagement im Stadtraum der Bahnhofs-Ost-Seite präsent und informiert 
über die aktuellen Entwicklungen im und um den Stadtraum Hauptbahnhof/Bremer Platz.

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V/0526/2024 
Das Quartiersmanagement spielt eine besondere Rolle bei den inzwischen initiierten Verfahren, mit 
denen auf Entwicklungen im Bereich Hauptbahnhof/Bremer Platz ad hoc und verwaltungsintern wie 
extern vernetzt reagiert werden kann.  Mit dem breit angelegten Beteiligungsprozess am Runden 
Tisch und den damit verbundenen Dialogverfahren wurde die Planung zu der Neugestaltung des 
Bremer Platzes in einem demokratischen Interessenausgleich entwickelt. Der Runde Tisch für den 
Stadtraum Bremer Platz erfüllt für die Ordnungspartnerschaft eine seismographische Funktion für die 
Entwicklungen im Stadtraum, insbesondere zu den Themengebieten Sicherheit, Ordnung und Sau-
berkeit.  Das Quartiersmanagement wird zukünftig die Nutzung der öffentlichen Grünfläche im Blick 
behalten. Mit der Belebung des Bremer Platzes soll ein Imagewandel herbeigeführt und das subjekti-
ve Empfinden von Sicherheit positiv bestärkt werden. Bei diesem Prozess sind Investor/-innen, Ak-
teur/-innen und auch interessierte Bürgerinnen und Bürger über unterschiedliche Austauschformate 
involviert.  
 
Mobile Quartiersarbeit 
 
Die auf Initiative der Gremien am Runden Tisch und des Werkstattbeirats im Werkstattverfahren zur 
Neugestaltung des Bremer Platzes neu geschaffene mobile Quartiersarbeit hat den Ansatz einer zu-
gehenden sozialarbeiterischen und niedrigschwelligen Arbeit. Neben einer repressiven Ansprache der 
Szenen durch Polizei und Ordnungsbehörde nimmt eine solche begleitende aufsuchende Arbeit auch 
umliegende Aufenthaltsorte im Bahnhofsviertel in den Blick. Die mobile Quartiersarbeit liefert wichtige 
Basisinformationen wie z. B. Hinweise zu aktuellen Beschwerdelagen, Stimmungslagen bei Anwoh-
nenden, Gewerbetreibenden und Szenezugehörigen, zur Anzahl von Personen in verschiedenen Be-
reichen, zu möglichen Verschiebungen aber auch Bedarfslagen der Szene. 
 
Daraus resultiert die Handlungskompetenz, schnell und konkret auf festgestellte Probleme reagieren 
zu können, beispielsweise indem die mobile Quartiersarbeit auch aktiv Missstände wie z. B. das La-
gern in Hauseingängen oder auf dem Bremer Platz anspricht und bei Bedarf das Ordnungsamt invol-
viert. Sie stellt zudem den Kontakt zu allen relevanten Akteur/-innen im Quartier her und unterschei-
det sich so von anderen, einzelfallbezogenen Angeboten der aufsuchenden sozialen Arbeit. 
 
b) Bahnhof-West-Seite 
 
Im Rahmen der durchgeführten Workshops zwischen Polizei und Stadtverwaltung sowie weiteren 
Beteiligten kristallisierte sich recht schnell heraus, dass es eines regelmäßigen Dialogformates (auch) 
für die West-Seite des Bahnhofes bedarf.  
 
Dazu ist vereinbart worden, einen „Runden Tisch für die West-Seite des Bahnhofsviertels“ zu organi-
sieren, um einen regelmäßigen Austausch über aktuelle Entwicklungen und Maßnahmen zu ermögli-
chen. Zielsetzung des Arbeitskreises ist das Ansinnen, das Bahnhofsviertel zu einem sicheren und 
attraktiveren Stadtraum zu entwickeln.  
 
Die Moderation übernehmen die Leitungen von Ordnungsamt und Münster Marketing, wobei die Ge-
schäftsführung und das Einladungsmanagement bei Münster Marketing liegen. 
   
Zu den nicht öffentlichen Sitzungen sollen neben Vertreterinnen und Vertretern der Stadt, Polizei und 
Verbänden auch Geschäftstreibende, Gastronom/-innen und Immobilieneigentümer/-innen eingela-
den werden. Ein erstes konstituierendes Treffen des Runden Tisches fand am 26.06.2024 statt. 
 
 
2. Sicherheit und Ordnung 
 
Das Bahnhofsviertel ist seit vielen Jahren ein Kriminalitätsschwerpunkt in der Stadt, der die zuständi-
gen Behörden vor große Herausforderungen stellt. Neben der Polizei, die vor allem Straftaten ver-
folgt, ist auch das Ordnungsamt im Rahmen seiner Zuständigkeiten wichtiger Partner für die Gewähr-
leistung von Sicherheit und Ordnung. Insbesondere der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) ist vor 
Ort ständiger Ansprechpartner und handelnder Akteur. Der Wunsch aus der Bevölkerung nach mehr

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V/0526/2024 
uniformierter Präsenz zielt daher neben der Polizei auch auf den KOD der Stadt, um das Sicherheits-
empfinden zu erhöhen. 
 
Ein bedeutender Faktor für ein erfolgreiches Handeln der Behörden in den hier angesprochenen 
Themenfeldern stellt ihre gute Zusammenarbeit dar. Nur durch intensive Kommunikation und darauf 
basierender Kooperation von Polizei, städtischer Ordnungsbehörde und Justiz, aber auch anderer 
Akteure, insbesondere dem Quartiersmanagement, können die mehrdimensionalen Herausforderun-
gen der Sicherheitslage im Bahnhofsviertel bewältigt werden. Hierzu arbeiten die Akteure in verschie-
denen Abstimmungsebenen und Gremien vertrauensvoll zusammen.  
 
Beispielhaft genannt sei an dieser Stelle das Gemeinsame Informationszentrum beim Polizeipräsidi-
um Münster (GIZ). Zielsetzung des GIZ ist es, die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Bürgerin-
nen und Bürger durch die Früherkennung potentieller „Brennpunkte“ im öffentlichen Raum zu stärken 
und geeignete Interventionsmaßnahmen einzuleiten. Neben Teilnehmenden aus den unterschiedli-
chen Bereichen im Polizeipräsidium sind auch Vertreter/-innen der Stadtverwaltung Teilnehmende an 
den regelmäßigen Sitzungen, die anlassbezogen oder in einem sechswöchigen Rhythmus stattfinden.  
 
Beispielsweise erstellt die Polizei in Abstimmung mit der Stadt aktualisierte Szenebeschreibungen 
und stellt diese im GIZ regelmäßig vor. Damit ist sichergestellt, dass alle Teilnehmenden dieselbe 
Situationsbeschreibung vorliegen haben und darauf fußend ihre jeweiligen strategischen Entschei-
dungen und konkreten Maßnahmen unter Abwägung der Verhältnismäßigkeit treffen können.  
 
Exemplarisch soll aufgezeigt werden, mit welchen Maßnahmen auch die Ordnungsbehörde zu einer 
Verbesserung der Situation rund um den Hauptbahnhof beigetragen hat und weiterhin beiträgt:  
 
Neben der etablierten Zusammenarbeit zwischen sozialer Arbeit und KOD arbeitet das Ordnungsamt 
bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen eng mit dem Polizei-
präsidium zusammen. Mit Blick auf Entwicklungen im Umfeld des Hauptbahnhofs und insbesondere 
auch der Promenade hat das Ordnungsamt zusammen mit anderen städtischen Ämtern sowie den 
Stadtwerken auf das subjektiv wahrgenommene Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger mit 
verschiedenen, abgestimmten Einzelmaßnahmen reagiert. U. a. wurde im vergangenen Jahr die Be-
leuchtung in der „kleinen Bremer Platz Straße“ (Straße zwischen INDRO und Parkhaus) und auf der 
Parkfläche an der Von-Vincke-Straße verbessert, störendes Lagern in einem Abschnitt der Promena-
de und auf dem Servatiiplatz durch Abbau von Sitzbänken beseitigt und Angsträume in Wegebezie-
hungen durch Maßnahmen im Bereich des Rondells am Hotel Mauritzhof beseitigt. Unterstützend hat 
der Kommunale Ordnungsdienst seine Präsenz in diesem Bereich der Promenade phasenweise deut-
lich ausgeweitet. Auch wurde der Grünbewuchs an einigen Stellen zurückgeschnitten, um kriminali-
tätsfördernde Aspekte zu verringern.  
 
Die genannten Maßnahmen verfolgen alle das Ziel, die Flächen möglichst unattraktiv für störende 
Gruppen zu machen und so Sicherheit zu gewährleisten und Angsträume zu reduzieren. Die Durch-
führung dieser Maßnahmen hat sich bewährt. 
 
Im Sinne einer anzustrebenden Normalität ist vor wenigen Wochen ein kleinerer Teil der abgebauten 
Sitzmöglichkeiten zurückgekehrt und die Einzäunung am Hotel Mauritzhof entfernt worden. Ord-
nungsbehördliche Kontrollen erscheinen weiterhin und sind möglicherweise dauerhaft erforderlich. 
Diese werden in Abstimmung mit dem Polizeipräsidium zeitnah den aktuellen Erfordernissen ange-
passt.  
 
Als weitere Möglichkeit von gemeinsamen Vorgehensweisen von Polizei und KOD wird derzeit auf 
fachlicher Ebene die Option gemeinsamer Lärmstreifen erörtert. Insbesondere Free Base-
Konsumierende sind mehrere Tage dauerhaft im Bahnhofsbereich aktiv und verursachen störenden 
Lärm, der über eine reguläre Lärmkulisse des Bahnhofsviertels hinausgeht. Eine Entscheidung hierzu 
soll alsbald abschließend erzielt werden.

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Um der Situation der störend abgestellten Fahrräder insbesondere auf der Ost-Seite des Bahnhofs zu 
begegnen, nutzt der Fahrradkontrolldienst seit März des Jahres die Flächen im Erdgeschoss des 
Parkhauses am Bremer Platz. Behindernd abgestellte Fahrräder, die in der Vergangenheit mit deutli-
chem Aufwand in die Fundfahrradstation am Industrieweg verbracht werden mussten, können durch 
den Fahrradkontrolldienst jetzt auf kurzen Wegen im Parkhaus der Westfälischen Bauindustrie GmbH 
am Bremer Platz abgestellt werden, um die Sauberkeit und das Erscheinungsbild zu verbessern. In 
das Parkhaus versetzte Räder können dort zurzeit montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 10 Uhr 
morgens abgeholt werden. Ansonsten ist der Bereich im Parkhaus verschlossen. Die versetzten Rä-
der werden vom Ordnungsamt nicht registriert. Nach den ersten positiven Erfahrungen ist beabsich-
tigt, die Kontrollen auf die Straßen rund um den Bremer Platz auszudehnen. Diese Zusatzleistung ist 
mit bis zum 31.03.2025 befristet eingestelltem Personal abgesichert. Ordnungswidrig abgestellte Rä-
der aus anderen Gebieten der Stadt werden weiterhin in die Fundfahrradstation gebracht.  
 
Aktuell wird im Rahmen intensiverer Kontrollen gemeinsam mit dem Kontrolldienst der ISG Bahnhofs-
viertel sowie im Rahmen einer Neumarkierung der zulässigen Abstellflächen für Fahrräder in der 
Windthorststraße eine bessere Ordnung und Nutzbarkeit der Fußgängerzone dort angestrebt. Zu-
sammen mit mehr Rücksichtnahme und besserer Reinigung in diesem Bereich kann so ein Beitrag zu 
mehr Aufenthaltsqualität gelingen. 
 
Vertreterinnen und Vertreter des Ordnungsamtes nehmen an den verschiedenen Austauschformaten 
unter der Federführung des Quartiersmanagements zur Thematik „Bremer Platz“ teil und sind Mitglied 
in der Ordnungspartnerschaft „Hauptbahnhof/Illegale Drogen“ sowie der erwähnten Kerngruppe. 
Gleichzeitig ist auch durch die regelmäßigen persönlichen Gespräche mit der Streetwork des Amtes 
für Kinder, Jugendliche und Familien, der mobilen Quartiersarbeit sowie insbesondere durch den di-
rekten Austausch und die Abstimmung mit allen Beteiligten im Bedarfsfall schon heute eine sehr enge 
Verknüpfung zwischen dem pädagogisch-sozialarbeiterischen und dem ordnungsbehördlichen Ansatz 
sichergestellt.  
 
Aufgrund dieser positiven Erfahrungen in Vergangenheit und Gegenwart soll die intensive Zusam-
menarbeit zwischen „Sozialer Arbeit“ und Kommunalem Ordnungsdienst (KOD) wie bewährt fortge-
führt werden. 
 
Ergänzend sollen auch einige der Maßnahmen, die in originärer und alleiniger Zuständigkeit des Poli-
zeipräsidiums liegen und zu einer positiven Beeinflussung des Sicherheitsgefühls beitragen, nachfol-
gend exemplarisch benannt werden: 
 
a) Informationsveranstaltung für Gewerbetreibende und Immobilienbesitzer/-innen 
 
Die Polizei informiert über Sicherungsmöglichkeiten von Gebäuden, um das Kriminalitätsgeschehen 
durch zielgerichtete Sicherung von Immobilien zu verringern und damit langfristig das Sicherheitsge-
fühl zu verbessern. 
 
b) Beschleunigte Verfahren  
 
Bei Polizei und Staatsanwaltschaft wurden Strukturen geschaffen, die bereits zu einer gestiegenen 
Anzahl von sogenannten beschleunigten Verfahren geführt haben. Bei diesen Verfahren wurde durch 
Optimierung von Abläufen bei Polizei und Staatsanwaltschaft delinquentes Verfahren unmittelbar 
sanktioniert; durch den Grundsatz „die Strafe folgt auf dem Fuße“ werden Sogwirkungen aus dem 
Umland minimiert.  
 
c) Videobeobachtungsanlagen 
 
In der Windthorststraße und der Achtermannstraße starteten Mitte März 2024 - mit Unterbrechung für 
einen Einsatz im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft - zwei Videobeobachtungsanlagen mit 
Interventionsteams vor Ort. Darüber hinaus wurde eine zusätzliche Ermittlungskommission gegen 
Betäubungsmittel-Kriminalität eingerichtet, die intensiv mit dem Interventionsteam zusammenarbeitet.

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Dadurch kann auch ohne das Instrument der Videobeobachtung der Kontrolldruck so hoch wie mög-
lich gehalten werden.  
 
d) Schwerpunkteinsätze mit der Bundespolizei 
 
Im Umfeld des Hauptbahnhofs finden abgestimmte Schwerpunkteinsätze von Polizei und Bundespoli-
zei statt, sodass störenden Szenegruppen mit zielgerichteten Maßnahmen begegnet und der Bege-
hung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten konsequent und niedrigschwellig entgegengewirkt 
werden kann.  
 
Bezüglich des im Ratsantrag genannten Ziels einer Reduzierung von Angsträumen wird zum The-
menfeld Sicherheit und Ordnung abschließend insbesondere auf die unter Ziffer 1 genannte INSEK 
Münster-Innenstadt-Maßnahmen M 2.17 „Umgestaltung Berliner Platz/Bahnhofsvorplatz“ und M 4.59 
„Erstellung Konzept gegen Angsträume“ hingewiesen.  
 
 
3. Sauberkeit 
 
Es gibt wissenschaftliche Hinweise darauf, dass Menschen ihr Verhalten an die Umgebung anpassen 
(sog. Broken Windows Theorie). Wenn gehäuft Schmutz oder Müll herumliegt, sinkt das Interesse, 
eigenen Müll angemessen zu entsorgen. Vielmehr verleitet es auch andere Menschen dazu, ihren 
Müll achtlos wegzuwerfen. Sauberkeit durch häufige Reinigung vermittelt hingegen, dass die Men-
schen auf ihre Wohnumgebung achtgeben und Fehlverhalten sozial sanktioniert wird. Dadurch kann 
das Sicherheitsempfinden der Anwohnenden erhöht werden. 
 
a) Bahnhofsbereich  
 
Im Bahnhofsbereich wird eine sechsmalige Vollreinigung wöchentlich durch die Abfallwirtschaftsbe-
triebe Münster (AWM) durchgeführt. Darüber hinaus wird der Bereich von drei Mitarbeitenden mit 
einem Gluttonsauger begangen, einem Elektro-Abfallsauger, der mit einem Saugrohr jegliche Abfälle 
von verschiedenen Untergründen auch an schwer zugänglichen Stellen einsaugt. Probleme bereitet 
der AWM die Müllbeseitigung zwischen den zahlreichen im Umfeld abgestellten Fahrrädern bzw. un-
ter und zwischen geparkten Autos.  
 
Im Bereich des Bremer Platzes sind inzwischen ausschließlich selbstpressende Solarpapierkörbe mit 
60 L Fassungsvermögen installiert. Diese werden täglich geleert, so dass das Volumen ausreichend 
ist. Lediglich an einer Bushaltestelle hängt noch ein Papierkorb, welcher durch einen Solarpapierkorb 
ersetzt werden soll. Im Bereich des Bremer Platzes/Ecke Schillerstraße wird bei Bedarf noch ein zu-
sätzlicher Solarpapierkorb installiert werden. Zudem ist es nach der Umgestaltung möglich, die befes-
tigten Wege des Bremer Platzes mittels Kehrmaschine zu reinigen.  
 
b) Bremer Platz 
 
Im Jahr 2016 wurde der Bremer Platz noch im Zuge der reinen Grünflächenpflege (Rasenschnitt, 
Beetpflege etc.) von Müll befreit. Aufgrund von bereits damals steigendem Müllaufkommen wurden in 
der Ordnungspartnerschaft zusätzliche Reinigungen initiiert. Ergänzend zu den reinen Grünpflegear-
beiten wurde durch das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit eine Reinigungsfirma beauf-
tragt, in den Zeiträumen Januar bis März sowie Oktober bis Dezember dreimal wöchentlich (Mo / Mi / 
Sa) und von April bis September viermal wöchentlich (Mo / Mi / Fr / Sa) den Platz zu reinigen. Die 
Kosten für die Reinigung des eigentlichen Bremer Platzes durch eine Reinigungsfirma in den vorge-
nannten Intervallen (3 bzw. 4 x/Woche) beliefen sich bisher auf ca. 40.000 € brutto pro Jahr (Stand 
2023). Im Sommer 2022 verschlechterte sich die Situation phasenweise. Daher wurden die Intervalle 
auf bis zu sechsfache Reinigungsgänge situativ angepasst.  
 
Die Sauberkeit des Bremer Platzes ist für die Umsetzung der Konzeption, die der Neugestaltung des 
Platzes zugrunde liegt, insbesondere aber auch für die Akzeptanz des Szenebereiches sowie die

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Nutzung des Platzes durch die Anwohnenden und die Schule von immenser Bedeutung. Bereits beim 
Werkstattverfahren zur Gestaltung der Grünfläche und bei der Detailplanung am Runden Tisch für 
den Stadtraum wurde festgestellt, dass die aktive Nutzung und Annahme der sensiblen Grünfläche 
am Bahnhof als Freizeitareal, insbesondere an den Wochenendtagen, entscheidend von der Sauber-
keit und dem Sicherheitsempfinden abhängen wird. 
 
In dem durch die Universität Tübingen erstellten „Gutachten zur städtebaulichen Kriminalprävention 
am Bremer Platz“ von Februar 2022 wird die Korrelation zwischen Ordnung und Sauberkeit benannt: 
„Schon aktuell ist eine intensive Reinigung des Platzes notwendig, um ein gewisses Maß an Sauber-
keit zu erhalten. Mit der Umgestaltung des Platzes werden die Anforderungen an Sauberkeit voraus-
sichtlich zunehmen…“. Weiterhin wird aufgeführt: „Ein kritischer Faktor ist liegengebliebenes Drogen-
besteck.“ 
 
(Auch) der gemeinsame Workshop von Stadt und Polizeipräsidium Münster kommt in seiner Sitzung 
im Februar 2024 zur Empfehlung, die „Reinigungsintervalle zu überprüfen und zu optimieren“. 
 
In einer nachfolgenden verwaltungsinternen Abstimmung wurde vereinbart, dass sowohl die tägliche 
Reinigung der am Bremer Platz vorhandenen Toiletten, als auch eine tägliche Reinigung der Grünflä-
che alternativlos für ein gutes Gelingen eines Nebeneinanders innerhalb der Grünfläche sind. Die 
dafür entstehenden Kosten werden aktuell aus den Budgets der beteiligten Ämter finanziert.  
 
Lediglich ergänzend trägt auch ein von der Verwaltung im laufenden Jahr projektfinanziertes so ge-
nanntes „Tagelöhnerprojekt“ (pädagogisch begleitete Arbeitseinsätze Szenezugehöriger zum Beispiel 
für Pflege- und Reinigungsarbeiten) mit seiner sozialen Ausrichtung dazu bei, dass Szenezugehörige 
sich mit der Fläche am Bremer Platz identifizieren und aus diesem Grund an einer Reinigung der Flä-
che beteiligen. Die für eine Verstetigung dieses Projekts und eine Erweiterung auf zwei Einsätze wö-
chentlich erforderlichen Mittel in Höhe von jährlich 18.200 € werden zum Haushaltsplan-Entwurf 2025 
angemeldet.  
 
Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter II. Ziffer 5. 
 
 
4. Attraktivität des Bahnhofsumfelds (West- und Ost-Seite) durch Gestaltung und Aktionen 
 
Grünflächen, gastronomische Angebote und großzügige öffentliche Plätze, die von Bürgerinnen und 
Bürgern als Verweilzonen angenommen werden, erzeugen einen einladenden Charakter und sichern 
soziale Kontrolle. Attraktivität im öffentlichen Raum steigert die Frequenz, erhöht die Aufenthaltsquali-
tät und wirkt sich damit unmittelbar positiv auf subjektives Sicherheitsempfinden aus. Vielfältige Nut-
zungserwartungen unterschiedlicher sozialer Gruppen können zu Konflikten führen:  Die Aufstellung 
von Bänken kann als Beitrag zur Aufenthaltsqualität betrachtet werden, gleichzeitig aber auch als 
Einladung für „problematische Gruppierungen“ missverstanden werden.  
 
Die Empfehlung des Ratsantrages, zeitnah mehr temporäres Stadtgrün wie mobile Bäume oder Bee-
te auf der westlichen Bahnhofseite zu etablieren, ist sicher wünschenswert. Ein im INSEK Münster-
Innenstadt verankertes grundsätzliches Ziel der Zukunftsentwicklung der Innenstadt ist es, die Durch-
grünung zu erhöhen und weitere nicht-kommerzielle Aufenthaltsangebote im öffentlichen Raum zu 
etablieren. Die Realisierung dieses Ziels wird mittels temporärer Angebotsformate (wie z. B. der 
Domplatz-Oase) oder im Rahmen der langfristigen Umgestaltung von Stadträumen realisiert bzw. 
angestrebt. 
 
Standorte für eine dauerhafte Baumpflanzung im Bahnhofsumfeld werden aufgrund der Leitungsprob-
lematik im Boden vermutlich kaum zu finden sein. Hier sind ggf. weitergehende umfangreiche Erkun-
dungen erforderlich. 
 
Im September 2023 hat die Wirtschaftsförderung Münster GmbH gemeinsam mit dem Ordnungs-
amt und Münster Marketing einen Vor Ort-Termin auf der Windthorststraße durchgeführt. Bei der Be-

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gehung auf dem Straßenabschnitt zwischen Bahnhofstraße und Von-Vincke-Straße wurde festge-
stellt, dass mit einer Ausnahme alle ansässigen Gastronomiebetriebe über außengastronomische 
Nutzungsgenehmigungen verfügen und diese auch nutzen. Für die Gastronomie, die zu dem Zeit-
punkt der Begehung noch über keine Genehmigung verfügte, wurde kurze Zeit später ein Antrag ein-
gereicht und ebenfalls positiv beschieden. 
 
Für das Nebeneinander von Szeneaufenthalt und der öffentlichen Grünfläche am Bremer Platz ist 
eine Belebung des öffentlichen Bereiches notwendig. Um die Idee einer Platznutzung für alle Bürge-
rinnen und Bürger umzusetzen, bedarf es zudem einer kontinuierlichen Begleitung und kreativer 
Ideen, um den Spagat zwischen allen Nutzer/-innengruppen zu gewährleisten. Gemeinsam mit den 
Akteur/-innen und interessierten Beteiligten wird das Quartiersmanagement die Belebung und Nut-
zung des Bremer Platzes koordinierend begleiten. Gastronomische Angebote oder kulturelle Veran-
staltungen können die soziale Kontrolle in diesem Umfeld stärken. 
 
Darüber hinaus sind folgende Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt worden und/oder in Pla-
nung, um auch hierüber eine höhere Aufenthaltsqualität und -frequenz erreichen zu können:  
 
 Zur Etablierung eines „Runden Tisches West-Seite Bahnhofsviertel“ wird auf II. 1 b)  
verwiesen. 
 Die Interessen- und Standortgemeinschaft Bahnhofsviertel Münster e.V. (ISG) beabsichtigt die 
Durchführung eines Bahnhofsviertelfestes in der Engelenschanze, um die Identifikation der 
Anwohnenden, Gewerbetreibenden und weiteren Beteiligten mit dem Viertel zu stärken.  
 Das Quartiersmanagement begleitet neben der Kommunikation mit verschiedenen Interessen- 
und Nutzer/-innengruppen sowie Anwohnenden auch die Durchführung von (kulturellen) Akti-
onen und Freizeitaktivitäten am Bremer Platz und etabliert auch eigene Veranstaltungen, z. B. 
„Poesie für die Szene“, „Picknick im Park“ oder zum Beispiel „Dämmer Dinner“.  
 
 
5. Suchtberatungs-, Konsum- und Therapieangebote als Teil einer Drogenpolitik  
 
Die Nationale Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik verfolgt einen integrativen Ansatz der Suchtpoli-
tik und umfasst dabei vier Säulen: Prävention, Beratung und Behandlung, Schadensreduzierung so-
wie Angebotsreduzierung und Strafverfolgung. Die ersten drei Bereiche werden durch die städtische 
Drogenhilfe in Kooperation mit anderen Institutionen abgedeckt.  
 
Drogenhilfezentrum INDRO e.V. 
 
Der Verein INDRO e.V. ist Träger eines niedrigschwelligen Drogenhilfezentrums, das seit mehr als 30 
Jahren mit vielfältigen Angeboten einen Schutzraum für drogenabhängige Menschen bietet. An sei-
nem Standort in der Bremer Straße stehen ein Drogenkonsumraum mit Drogentherapeutischer Am-
bulanz und niedrigschwellige Suchtberatung zur Verfügung. 
 
Durch städtische finanzielle Unterstützung für INDRO e.V. konnten Bereiche der aufsuchenden Sozi-
alarbeit personell verstärkt werden. Konzeptionell wurde sich dabei an folgenden Zielsetzungen orien-
tiert: 
 
 Angebote zur elementaren Grundversorgung sind existent, erreichbar und werden genutzt. 
 Weiterführende Hilfen sind trotz Krankheit / Behinderung erreichbar; gesellschaftliche Teilhabe 
findet statt, medizinische Versorgung wird in Anspruch genommen. 
 
Konkret wurden folgende Bereiche personell verstärkt:  
 
a) Aufsuchende Arbeit in der Szene am Bremer Platz (v. a. Crack-/Free Base-Szene, 2 x 
15 Std. + 1 x 10 Std.)

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Hierbei handelt es sich um ein gänzlich neu geschaffenes Arbeitsfeld des INDRO e.V., bei dem die 
zur Verfügung stehenden 40 Stunden wöchentlich auf drei Personen aufgeteilt wurden. Zweimal 15 
Stunden, die montags bis freitags je drei Stunden täglich eingesetzt werden und einmal 10 Stunden 
für die Hintergrundarbeit (Projektkoordination, Teilnahme an Arbeitskreisen, Evaluation und Projekt-
entwicklung). Ziele der aufsuchenden Arbeit sind, einen Zugang zur Szene zu erreichen, um den be-
troffenen Menschen Angebote der elementaren Grundversorgung sowie weitergehende Hilfen zur 
gesellschaftlichen Teilhabe und medizinischen Grundversorgung zu offerieren und darauf einzuwir-
ken, dass diese auch angenommen werden. Nach einer ersten Evaluation der aufsuchenden Sozial-
arbeit zeigte sich, dass der Beziehungsaufbau gerade auch zu der Gruppe, zu welcher bisher kein 
bzw. kaum Kontakt bestand, sehr gut funktioniert. 
 
Bei bereits bestehender sozialer Beziehung werden die Mitarbeitenden viel und umfassend ange-
sprochen. Neben zahlreichen Beratungsgesprächen konnten auch gezielte Vermittlungen und Beglei-
tungen stattfinden. Insbesondere die Begleitungen zu Arztterminen, Behörden etc. nehmen viel Zeit 
der aufsuchenden Sozialarbeit in Anspruch, da sie gut wahrgenommen werden. Dieser Aspekt ist 
besonders hervorzuheben, da die Vermittlung an weiterführenden Hilfen ohne Begleitung trotz des 
Wunsches von Betroffenen oftmals scheitert und INDRO e.V. ein solches Angebot bislang lediglich 
über Praktikant/-innen organisieren konnte. Eine Begleitung über Fachkräfte gestaltet sich deutlich 
reibungsloser und nimmt letztendlich weniger Zeit und Arbeit in Anspruch als die Koordination von 
Nicht-Fachkräften. 
 
Bereits jetzt zeigt sich, dass der Bedarf an Hilfen direkt an/auf der offenen Drogenszene wesentlich 
größer ist, als mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen abgedeckt werden kann. Die Bedarfser-
hebung steht jedoch noch am Anfang.  
 
b) Ergänzungsstelle für die Arbeit der Drogentherapeutischen Ambulanz (1 x 30 Std.) 
 
Die zusätzlichen 30 Stunden wöchentlich für die Drogentherapeutische Ambulanz (DTA) ergänzen 
und unterstützen das Team des Konsumraums. Die Drogentherapeutische Ambulanz ist nun entspre-
chend der Konsumraumzeiten geöffnet und personell so ausgestattet, wie es die dazu bestehende 
Landesverordnung vorgibt. Eine adäquate Personalsituation ist jedoch immer noch nicht gegeben. 
Die Arbeitsbelastung ist mittlerweile so gestiegen, dass drei Mitarbeitende erforderlich sind, um die-
sen Bereich gut bedienen zu können. Bei Krankheitsausfällen und in Urlaubszeiten ist das oftmals 
nicht zu gewährleiten. 
 
c) Ergänzungsstelle für die Arbeit in der niedrigschwelligen Beratung (1 x 30 Std.) 
 
Die Drogenszene in Münster ist in den letzten Jahren zunehmend größer geworden. Hinzu kommt, 
dass sie sich auch noch qualitativ deutlich verändert hat. Sie ist internationaler geworden (was andere 
administrative Herausforderungen und Sprachbarrieren mit sich bringt), die Menschen sind deutlich 
verelendeter, körperlich im Durchschnitt wesentlich kränker, psychisch zum Teil wesentlich auffälliger. 
Es wird ein Anstieg der Zahl von Menschen mit Psychosen und sogenannten Systemsprengern 
wahrgenommen. In den Beratungsbüros finden monatlich ca. 900 Kontakte statt; täglich (Mo - Fr) also 
ca. 40 Beratungsgespräche. Die niedrigschwellige Beratung in den Räumen des INDRO e.V. stand 
vor riesigen Herausforderungen, die die Mitarbeitenden kaum noch bewältigen konnten. Die Bera-
tungsbüros waren massiv überlaufen. Diese Situation der Unterbesetzung im Beratungsbereich wur-
de nun mit den ergänzend zur Verfügung stehenden 30 Stunden wöchentlich etwas abgefedert.  
 
Ein bedarfsgerechter Ausbau der Angebote und Hilfen des niedrigschwelligen Drogenhilfezentrums 
INDRO e.V. steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Erweiterung der Räumlichkeiten des Ver-
eins. Nach intensiver Recherche in den vergangenen Jahren konnte im Februar 2023 das Gebäude 
Bremer Platz 16 neben INDRO angemietet werden. Der Mietvertrag war zunächst auf ein Jahr bis 
zum 31.01.2024 befristet und wurde seitdem fortlaufend verlängert. Nach intensiven Kaufverhandlun-
gen zeichnet sich derzeit keine Einigung ab. Zwischenzeitlich wird die Option einer alternativen Im-
mobilie in unmittelbarer Nähe zum Bremer Platz durch die Verwaltung geprüft.

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Das Obergeschoss des temporär angemieteten Gebäudes wurde für eine kurzfristige Nutzung für 
Büroräumlichkeiten provisorisch hergerichtet und wird vom INDRO e.V. seit September 2023 für die 
Beratung genutzt. Die Räumlichkeiten im Erdgeschoss können nicht genutzt werden, da hierfür die 
bauaufsichtliche Genehmigung einer Nutzungsänderung sowie Elektromaßnahmen wie auch Arbeiten 
im sanitären Bereich notwendig gewesen wären. 
 
Empfehlungspapier Crack/Free Base 
 
Wie bereits in der Ausgangssituation beschrieben, stellt die neue Konsumform die Drogenberatung 
vor eine große Herausforderung, die neue Konzepte für aufsuchende und unterstützende Drogenbe-
ratungsangebote erfordert. Unter der Expertise von qualifizierten Trägern der Drogenhilfe, Vertretern/-
innen der Gesundheitsvorsorge und Vertretern/-innen der Ordnungsbehörden wurde unter der Frage-
stellung „Soziale und (sucht-) medizinische Hilfen für Crack-Konsumierende in Münster“ ein Papier 
„Crack/Free Base“ erarbeitet, das als Empfehlungspapier dienen soll und eine (erste) Maßnahmenlis-
te enthält.  
 
In den Arbeitstreffen der Expert/-innengruppe wurden neben einer Problembeschreibung der Aus-
gangslage vorhandene Hilfsangebote analysiert. Darauf aufbauend wurden die zielgruppenspezifi-
schen Bedarfe aus Sicht der beteiligten Professionen ermittelt. Diese Bedarfsermittlung diente als 
Grundlage für die daraus abgeleiteten Empfehlungen, die sich in ihrer Struktur und den wesentlichen 
Zielen an den Säulen der nationalen Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik orientieren: Suchtpräven-
tive Maßnahmen, Maßnahmen zur Schadensreduzierung sowie Beratung und Behandlung als aus-
stiegsorientierte Maßnahmen.  
 
Erste Maßnahmen wie die aufsuchende Drogensozialarbeit, die Optimierung aufsuchender medizini-
scher Hilfen oder niedrigschwelligere Zugänge in die Beratung wurden bereits ganz oder in Teilen 
umgesetzt, andere befinden sich in der Vorbereitung. In weiteren Schritten wird das Polizeipräsidium 
Münster einbezogen und ein mögliches weiteres Vorgehen sowie eine konkrete Umsetzung vor Ort 
abgestimmt werden. Dafür ist ein weiteres Treffen im Herbst terminiert, in dem noch offene Arbeits-
aufträge identifiziert und federführende Zuständigkeiten abgestimmt werden sollen. 
 
Insbesondere der gesundheitlichen Betreuung der schwer abhängigen Menschen im Wege der Scha-
denreduzierung kommt eine besondere Rolle zu. Derzeit gibt es Angebote eines Mobilen Dienstes 
der Bischof-Hermann-Stiftung, der im Haus der Wohnungslosenhilfe (HdW) angesiedelt ist und 
schwerpunktmäßig wohnungslose Menschen betreut, die gesundheitlich behandlungsbedürftig sind 
und nicht anderweitig medizinisch und pflegerisch versorgt werden. Der Mobile Dienst, bestehend aus 
einer Krankenschwester (33 Wochenstunden) und zwei Fachärzten (je 6 Wochenstunden), hat dabei 
die Aufgabe, Menschen aufzusuchen, Kontakt herzustellen und eine medizinische Erstversorgung zu 
leisten.  
 
Insgesamt ist festzustellen, dass es mit einer Diagnose und/oder Akut- bzw. Notfallversorgung der 
Menschen in vielen Fällen nicht (mehr) getan ist. Vielmehr bedarf es zunehmend einer stetigen all-
gemeinmedizinischen Versorgung und Betreuung, unterstützt durch eine fachärztliche Begleitung. 
Bestehende Angebote sollten insoweit fortgeführt, weiterentwickelt bzw. sinnvollerweise ergänzt wer-
den.  
 
Darüber hinaus gibt es ein ergänzendes sozialarbeiterisches Beratungsangebot, das durch das HdW 
organisiert wird. Dieses Team besteht aus einer Sozialarbeiterin und einer Krankenschwester, unter-
stützt durch ein Wetterschutzteam, einer Kooperation zwischen Bischof-Hermann-Stiftung, Sozial-
dienst katholischer Frauen und Sozialamt, das aus mehreren Honorarkräften besteht. Es wird eine 
begleitende psychosoziale und gesundheitsbezogene Betreuung angeboten.  
 
Tagelöhnerprojekt des Quartiersmanagements 
 
Wie schon mehrfach angesprochen, spielt das Thema Sauberkeit eine erhebliche Rolle für die Akzep-
tanz des Bremer Platzes Daher wurde die Idee eines so genannten Tagelöhnerprojektes für die Dro-

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genszene des Bremer Platzes adaptiert, in dem die Szene so in die Lösung eines Problems einge-
bunden werden kann, dass viele in mangelnder Sauberkeit und Ordnung auf dem Platz sehen. 
 
Seit Wiedereröffnung des nördlichen Teils des Bremer Platzes führen szenezugehörige Menschen 
einmal wöchentlich Reinigungsarbeiten unter pädagogischer Begleitung von Mitarbeitenden des Ar-
beitsgemeinschaft Betriebssozialarbeit e.V. (AGBSA) durch, der als Verein die soziale und berufliche 
Integration arbeitsuchender Menschen zu seiner Aufgabe gemacht hat. Diese Arbeiten sollen per-
spektivisch auf den ganzen Platz ausgedehnt werden. Von Beginn an werden die Mitarbeitenden des 
AGBSA durch die Fachkräfte der mobilen Quartiersarbeit des Sozialamtes unterstützt, um den Zu-
gang zur Szene herzustellen, Ansprachen zu erleichtern und zur Mitarbeit zu motivieren. 
 
Das Projekt „Tagelöhner“ richtet sich an Menschen in schwierigen Wohn- und Lebenssituationen 
ebenso wie an suchtkranke Menschen, die in Aufräumarbeiten auf dem Bremer Platz eingebunden 
werden sollen und dafür eine kleine Aufwandsentschädigung erhalten („Tagelohn“). 
 
Durch die Erfahrung des AGBSA werden in Gesprächen oftmals auch persönliche Themen ange-
sprochen und Vertrauen wird zu den Menschen aufgebaut, die sich beteiligen. Die Szenezugehörigen 
werden aber auch aufgesucht, um sie auf die vielfältigen, bestehenden Unterstützungsangebote (z. B. 
medizinische Versorgung, Ausstiegshilfen, Therapieangebote) hinzuweisen. Die ersten Erfahrungen 
sind positiv und der Projektansatz sowie der Umfang soll im Laufe des Projekts evaluiert werden.  
 
Folgende Ergebnisse konnten bis jetzt erzielt werden: 
 
 Bei jedem Treffen können zwei bis drei szenezugehörige Menschen motiviert werden, bei der 
Reinigung des Platzes zu helfen. 
 Ein szenezugehöriger Mensch konnte an ein bestehendes Angebot des AGBSA angebunden 
werden und arbeitet dort täglich in einer Einrichtung. 
 Ein Treffen musste aufgrund der aggressiven Stimmung auf der Fläche abgebrochen werden. 
Auslöser war die Enge unter dem Wetterschutz. 
 
Diese Ergebnisse und der Umfang der Teilnahme szenezugehöriger Menschen können bei dem be-
sonderen Adressatenkreis durchaus als erfolgreich angesehen werden. Daher ist es auch Sicht der 
Verwaltung wünschenswert, dieses Projekt zu verstetigen und auf einen zweimal wöchentlichen Ein-
satz auszuweiten. 
 
Kalkulation der Kosten für eine Verstetigung und Erweiterung des Tagelöhnerprojektes pro Jahr,  
zwei Einsätze wöchentlich: 
 
Position pro Woche pro Jahr 
Kosten pädagogische Kraft 160,00 € 8.320 € 
Kosten Anleitung 60,00 € 3.120 € 
Verbrauchskosten und ggf. Entsorgungskosten 100,00 € 5.200 € 
„Tagelohn“ für 10 Personen (pro Termin 5 Personen) 30,00 € 1.560 € 
Gesamt 350,00 € 18.200 € 
 
Der Preis beinhaltet die Kosten für das eingesetzte Personal (pädagogische Fachkraft Anleitung, 
Overhead) plus Material, z. B. Zangen, Müllbeutel, Handschuhe, spezielle Entsorgungsboxen für 
Spritzen, KFZ-Kosten, Entsorgungskosten etc. Je teilnehmende Person kommen dann pro Termin 
und abgeleistete Stunde noch 3,00 € „Tagelohn“ hinzu. Es wird davon ausgegangen, dass perspekti-
visch pro Termin jeweils bis zu 5 Teilnehmende aktiviert werden können. Dieser Posten versteht sich 
jedoch als variabler Wert, der bei Bedarf je nach Zahl der Teilnehmenden flexibel angepasst werden 
kann.

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III. Ausblick 
 
Die obigen Ausführungen zeigen, dass es einer Vielzahl von Maßnahmen und konzeptioneller Ab-
stimmungen vieler Akteure innerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung bedarf, um den großen Her-
ausforderungen im Bereich des Hauptbahnhofes kontinuierlich und vor allem nachhaltig begegnen zu 
können.  
 
Die Situation im Bahnhofsumfeld wird sicherlich auch weiterhin für alle Beteiligten herausfordernd 
bleiben. 
 
Daher werden auch perspektivisch die beschriebenen Schritte fortgeführt, regelmäßig evaluiert und 
den sich häu fig wechselnden Rahmenbedingungen angepasst. Es findet also eine kontinuierliche 
Weiterentwicklung der Maßnahmen und der Zusammenarbeit der jeweiligen handelnden Behörden 
und Institutionen statt, über die künftig regelmäßig berichtet werden soll. 
 
 
I. V. 
 
gez. 
 
Cornelia Wilkens 
Stadträtin 
 
 
Anlagen: 
 
Anlage A 
Anlage 1 – Ratsantrag A-R/0027/2023 
Anlage 2 – Schaubild Kommunikation, Beschwerdemanagement, Bürgerbeteiligung

Anlage 1 - Ratsantrag Nr. A-R/0027/2023

9028 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0027/2023 
 
1 
 
     
 
 
Münster, 06.06.2023 
 
Ratsantrag 
Verbesserung der Situation rund um den Hauptbahnhof 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
 
1. Im Rahmen der angestrebten zügigen Umsetzung des Entwicklungskonzeptes für die 
Innenstadt INSEK  beauftragt der Rat die Verwaltung , vor allem im Bereich des 
Hauptbahnhofes in Abstimmung mit den örtlichen Quartiersgemeinschaften 
kurzfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität vorzunehmen. 
 
2. Der Rat begrüßt die Verbesserung der Raumsituation des Drogenhilfezentrums INDRO 
durch die Anmietung weiterer Räumlichkeiten und die damit verbundene 
Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Möglichkeiten des Trägers, die Angebote 
und Projekte in der Drogenhilfearbeit durchzuführen. Aufgrund der veränderten und 
verbesserten Situation ist zu prüfen, wie eine bedarfsgerechte Ausweitung der Arbeit 
des Vereins aussehen kann. Dabei sollen verschiedene Suchterkrankungen  illegaler 
Betäubungsmittel / Problemlagen / Zielgruppen adressiert werden. 
 
3. Die Verwaltung prüft, wie das am Bremer Platz ansässige Quartiersmanagement als 
verwaltungsseitiger Problemlöser mit mehr Handlungskompetenz für die Ostseite des 
Hauptbahnhofs fungieren kann. Hierbei ist genau zu prüfen und darzustellen, welche 
Zuständigkeiten, Aufgaben und Leistungen, z.B. Vernetzung verschiedener Akteure, 
dafür notwendig sind. 
 
4. Die Verwaltung prüft, ob ergänzend zu den bestehenden Angeboten, die Schaffung von 
mehr niedrigschwelligen Angeboten zur Integration in Arbeit und Tagesstruktur für 
Mitglieder der Drogenszene juristisch möglich ist und entwickelt im Anschluss daran, 
in Zusammenarbeit mit den freien Trägern der Arbeits- und Beschäftigungsprojekte in 
Münster, einen konzeptionellen Vorschlag. Dabei soll auch geprüft werden, ob solche 
Projekte zu mehr Sauberkeit und damit einer höheren Aufenthaltsqualität am Bremer 
Platz führen können. 
 
5. Die Verwaltung unterstützt darüber hinaus die Möglichkeit einer stärkeren, 
kooperativen Zusammenarbeit zwis chen den Mitarbeiter*innen der Sozialen Arbeit 
und dem Kommunalen Ordnungsdienst (KOD). Hierbei soll konzeptionell erarbeitet 
werden, wie diese Dienste ihre unterschiedlichen Rollen zwischen pädagogisch -
sozialarbeiterischem und ordnungsbehördlichem Auftrag  der Sicherstellung der 
öffentlichen Ordnung und Schutz des Einzelnen, koordiniert und zielgenauer 
miteinander verbunden werden können. 
 
Vorlage V/0526/2024 
Anlage 1

Antrag an den Rat Nr. A-R/0027/2023 
2 
 
6. Um zu einer höheren Aufenthaltsqualität in der Windthorststraße und Umgebung zu 
kommen und die dort ansässige Kriminali tät durch soziale Kontrolle zu vermindern, 
wird die Wirtschaftsförderung beauftragt mit der dort ansässigen Gastronomie ins 
Gespräch zu gehen und gemeinsam mit der Verwaltung zu prüfen, ob eine erweiterte 
außengastronomische Nutzung der Windthorststraße möglich ist. 
 
7. Mit dem Ziel  einer Reduzierung von Angsträumen prüft die Verwaltung, an welchen 
Stellen im erweiterten Umfeld des Hauptbahnhofes geeignete Maßnahmen zur 
Verbesserung der gegenwärtigen Situation möglich sind (z.B. durch Maßnahmen zur 
Beleuchtung, Stadtgestaltung, Stadtsauberkeit).  
 
8. Der Rat der Stadt Münster empfiehlt der Verwaltung, zeitnah mehr temporäres 
Stadtgrün, wie mobile Bäume oder Beete, auf der westlichen Bahnhofseite zu 
etablieren. 
 
 
Begründung: 
 
Die Situation rund um den Hauptbahnhof hat sich in den letzten Monaten deutlich zugespitzt. 
Zu beachten ist dabei, dass wir es hier mit zwei gänzlich verschiedenen Konstellationen auf 
der Ost - und der Westseite zu tun haben. Während die Ostseite vor allem durch die 
sogenannten Szenen , verschiedenste Institutionen, die mit diesen arbeiten , und dem 
Quartiersmanagement gekennzeichnet ist, so ist es auf der Westseite größtenteils die 
organisierte Kriminalität, die in den letzten Wochen und Monaten für Probleme gesorgt hat. 
In vielen Ansätzen hat sich herausgestellt, dass Repression und Kontrollen allein nicht zu einer 
gewünschten Besserung der Aufenthaltsqualität und des empfunden Sicherheitsgefühls der 
Menschen führen. Deshalb stellen wir mit den hier aufgelisteten Handlungsvorschlägen 
Möglichkeiten vor, wie die Sicherheit und die Aufenthaltsqualität zusammen mit einem gut 
abgestimmten sozialen Konzept wiederhergestellt und aufrechterhalten werden können. 
Dabei sollte weitestgehend auf alle Akteur*innen in den Angelegenheiten geachtet  werden. 
Da die unterschiedlichen Ausgangssituationen auch verschiedene Maßnahmen verlangen, 
beziehen sich die Punkte 2, 3 und 4 ausschließlich auf die Ostseite, die Punkte 6 und 7 
betreffen die Westseite und die Punkt 1 und 5 sind umgreifend auf beide Seiten anzuwenden. 
 
Zu 2. 
Die Arbeit des niedrigschwelligen Drogenhilfezentrums INDRO e.V. hat sich seit über 30 Jahren 
bewährt. Die niedrigschwelligen und akzeptanzorientierten Hilfen reduzieren 
Gesundheitsrisiken und soziale Verelendung der Konsumierenden und verringern gleichzeitig 
die Belastung der Öffentlichkeit. Die Räumlichkeiten haben seit geraumer Zeit nicht mehr 
ausgereicht für den Umfang der Arbeit und Angeboten von INDRO. Deshalb hat der Rat bereits 
mehrfach beschlossen (u.a. 2018, 2020 und 2022), die R aumsituation für INDRO deutlich zu 
verbessern. Nach einem langwierigen Such- und Verhandlungsprozess ist es nun gelungen, das 
Nachbargebäude für die Arbeit des Drogenhilfezentrums zusätzlich anzumieten. Dies ist eine 
gute Voraussetzung für die Sicherung de r Arbeit und einer bedarfsgerechten Aus - und 
Weiterentwicklung der Angebote und Hilfen. 
 
Zu 3.: 
Gerade bei komplexen Situationen mit viele Beteiligten ist es wichtig , eine zentrale Stelle zu 
etablieren, an der alle Fäden zusammenlaufen. Diese steht in Kont akt mit allen beteiligten

Antrag an den Rat Nr. A-R/0027/2023 
3 
 
Trägerschaften, wie dem Haus der Wohnungslosenhilfe (HdW), der Bahnhofsmission, der Aids 
Hilfe, dem Streetwork des Quartiermanagements, dem Streetwork aus der Jugendarbeit, der 
Sozial- und Arbeitslosenberatung, dem Treffpunkt Cuba und dem Treffpunkt des Sozialdienst 
katholischer Frauen e.V. Darüber hinaus sollte das Quartiersmanagement über das aktuelle 
Geschehen Bescheid wissen und sich um anstehende Belange aller dort lebenden Menschen 
kümmern. Damit dies auch in Zukunft am Bremer Platz gewährleistet ist, ist eine Stärkung des 
Quartiersmanagement als ein zentraler Problemlöser wichtig. 
 
Zu 4.: 
Zur Arbeit mit drogenabhängigen Menschen gehören die Substitutionsarbeit, die 
zielgruppenorientierte Arbeit zur Prävention, Tagestreff, Ang ebote zu Gesundheitsschutz, 
betreute Wohnangebote und vieles mehr, was bereits erfolgreich durch INDRO e.V. am 
Bremer Platz umgesetzt wird. Darüber hinaus bedarf es noch stärker Angebote zur Integration 
der Menschen in Arbeit und die Schaffung einer Tagess truktur. Städte wie Frankfurt haben 
mit einer solchen integrierenden Arbeit bereits gute Erfahrungen machen können. Dort wird 
die „Fegerflotte“ und „Quartiersflotte“ vom Verein für Arbeits - und Erziehungshilfe 
angeboten, welche dafür eingesetzt werden die Orte und vor allem Brennpunkte sauber zu 
halten und von bspw. umherliegenden Spritzen zu befreien. Bei solchen Angeboten ist es 
wichtig darauf zu achten, diese möglichst niederschwellig und teilweise auch unverbindlich zu 
halten. Durch die Etablierung solc her Konzepte wird auch das Zugehörigkeitsgefühl der 
Menschen für das räumliche Umfeld und ihre Eigenmotivation dieses Umfeld zu pflegen, 
gestärkt. 
  
Zu 5.: 
Die alleinige Repression an so sensiblen Orten wie dem Bremer Platz führt bewiesenermaßen 
zu keinem Erfolg. Es ist wichtig, dass Maßnahmen zu (Wieder)Herstellung der Ordnung und 
zur Stärkung des Sicherheitsgefühls mit einem wirksamen sozialen Konzept verknüpft werden. 
Deshalb schlagen wir vor die Zusammenarbeit zwischen der vor Ort aktiven aufsuchenden 
Sozialen Arbeit mit dem Kommunalen Ordnungsdienst zu verknüpfen. Dadurch werden 
Qualifikationen verbunden, die in vielen aufkommenden Situationen handlungsfähig bleiben. 
Einer Überforderung der beiden Parteien wird so entgegengewirkt. Ein solches Konzept findet 
bereits in Berlin und Zürich guten Anklang.  
 
Zu 6.und 8.:  
Um den Wohlfühlfaktor am Standort Windthorststraße und in der Umgebung zu steigern, 
bietet es sich an , den Aufenthalt in diesem Gebiet durch die Konzentration von 
außengastronomischen Angeboten zu fördern. Gleichzeitig können temporäre Grüneinheiten, 
wie mobile Bäume, die Optik der Straße bis zur Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen 
im INSEK, verbessern. Durch diese Vorgehensweisen erhoffen wir uns eine höhere 
Aufenthaltsqualität und -frequenz in der Windthorststraße und Umgebung, welche dann auch 
zu einer besseren sozialen Kontrolle der dort auftretenden Kriminalität führen kann.  
 
gez. 
Andrea Blome   Sandra Beer  Helene Goldbeck 
Sylvia Rietenberg  Lia Kirsch  Martin Grewer 
Harald Wölter   Maria Winkel 
Anne Herbermann  Thomas Kollmann 
und Fraktion   und Fraktion

Beratungsverlauf (8)

09.10.2024 Rat
TOP 26 Einbringung Entscheidung

Beschluss: Vorlage eingebracht

Zur Sitzung
12.11.2024 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 6.7 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
05.02.2025 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 8 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
11.02.2025 Betriebsausschuss Münster Marketing
TOP 3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
18.02.2025 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit und Ordnung
TOP 7 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
25.02.2025 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 6.10 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
26.02.2025 Hauptausschuss
TOP 24 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben

Zur Sitzung
26.02.2025 Rat
TOP 31 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (12)

  • Windthorststraße
  • Von-Vincke-Straße
  • Achtermannstraße
  • Schillerstraße
  • Bremer Straße
  • Bremer Platz 16
  • Servatiiplatz
  • Industrieweg
  • Berliner Platz
  • Engelenschanze
  • Bahnhofstraße
  • Promenade

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Details

Aktenzeichen
V/0526/2024
Typ
Vorlagen
Datum
27.08.2024
Erstellt
27.08.2024 09:21