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V/0013/2023

Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung an der Gumprichstraße (Oxford-Quartier) im Stadtteil Gievenbeck, Bezirk West

Vorlagen 26.01.2023

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Beschlussvorlage

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Anlage A

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5.2_Global Education_Konzept

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3.2_educcare_Konzept

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2_Auswertungsformulare

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3.1_educcare_Anschreiben

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5.1_Global Education_Anschreiben

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4.2_Froebel_Konzept

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4.1_Froebel_Anschreiben

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Beschlussvorlage

17556 Zeichen

V/0013/2023 
V/0013/2023 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung an der Gumprichstraße (Oxford-Quartier) im 
Stadtteil Gievenbeck, Bezirk West 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   02.03.2023 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 
   16.03.2023 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   21.03.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung 
   22.03.2023 Hauptausschuss Vorberatung 
   22.03.2023 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die fünfgruppige Kindertageseinrichtung 
an der Gumprichstraße im Stadtteil Gievenbeck dem Kinder- und Jugendhilfeträger FRÖBEL Bildung 
und Erziehung gGmbH (siehe Begründung unter Ziffer 3).  
 
Der voraussichtliche Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im 1. Quartal 2025 geplant. 
 
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun-
gen entsprechend getroffen:  
 
2.1. Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leistungs-
vereinbarung) zwischen dem Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH und der Stadt Müns-
ter getroffen. Es wird ein Trägeranteil von 5,0 % vereinbart. 
 
2.2 Mietvertragliche Regelungen werden zwischen dem Investor, der Wohn- und Stadtbau GmbH 
(Vermieter) und dem Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH getroffen. Die Mietzeit soll für 
die Dauer von 20 Jahren, plus zweimaliger Verlängerungsoption um je 5 Jahre, vereinbart werden. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den Be-
triebskostenzuschüssen). 
 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
01.02.2023 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Gerick 
Telefon: 492-5528 
Gerick@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0013/2023 
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Gumprichstraße betragen auf der Grundlage 
der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen 
 für März bis Dezember 2025 = 1.080.000 € 
 für 2026 ff. = 1.307.800 €  
 
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil  
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt  Land Stadt 
Gesamt, ge-
setzlicher 
Trägeranteil  
Angebot 
Stadt 
(Erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
Fröbel 92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 5,0% 2,8% 55,0% 
 
 
März  - Dez. 2025 2026 ff 
Träger 
Trägeranteil  
Städtischer  
Trägeranteil  
Städtischer  
Anteil  Anteil BKZ 
Angebot 
Stadt. (erfor-
derlicher 
Zuschuss)  
gesamt  Angebot 
Stadt (er-
forderlicher 
Zuschuss ) 
gesamt  
  5 6 7 5 6 7 
Fröbel  54.000,00 €  30.240,00 € 594.000,00 €   65.390,00 €  36.618,40 €  719.290,00 €  
 
Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) und die übrigen finanziellen Auswirkungen 
wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0869/2021 dargestellt. Die Beträge werden jährlich 
gemäß § 37 KiBiz fortgeschrieben und im Rahmen der Haushaltsplanungen angepasst. Mit dem vor-
genannten Beschluss wurde zur Kenntnis genommen, dass eine haushaltsmäßige Belastung der 
kommenden Jahre noch vor den eigentlichen Etatberatungen für die Jahre 2025ff. erfolgt. Der freiwil-
lige, städtische Zuschuss zum Trägeranteil gilt für die Dauer des Betriebs dieser Kita durch den in 
Ziffer 1 der Sachentscheidung benannten Träger. 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit der 
Vorlage V/0869/2021 beschlossen: 
 
Die Kindertageseinrichtung in Gievenbeck beginnt zunächst mit folgenden Gruppen:  

 2 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 2 – 6 Jahren (G1) 
 2 Gruppen für je 10 Kinder im Alter von 0 – 3 Jahren (G2)  
 1 Gruppe für 20-25 Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren (G3) 
 
und umfasst insgesamt 80 – 85 Plätze, davon 32 u3-Plätze und 48 - 53 ü3-Plätze. 
 
Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahmenstruk-
turen bedarfsgerecht weiterentwickelt.  
 
Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls elterliche 
Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit Übermittagsbe-
treuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. Mit der Trägerausschreibung wurden die Bewerber

- 3 - 
V/0013/2023 
darauf hingewiesen, dass abhängig von den Bedarfen der Eltern und in Absprache mit dem Amt für 
Kinder, Jugendliche und Familien, Angebote der flexiblen Öffnungszeiten gem. § 48 KiBiz NW ent-
wickelt werden sollen.  
 
Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, 
die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
zu vergeben. 
 
 
2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft 
 
Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem. § 78 
SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 19.09.2022 über die Planungen 
der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für die 
Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 14.10.2022 ihr Interesse an einer Übernahme 
der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgte diesbezüglich eine Pressemitteilung am 19.09.2022 
und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, Jugendliche 
und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 07.11. und 
11.11.2022 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 ge-
nannten Kriterien dar. Die Gespräche fanden als Videokonferenzen statt. 
Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 02.12.2022. 
 
Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer 
Reihenfolge): 
 
- Educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH (educcare), Alter Markt 36-42, 50667 Köln 
 
- FRÖBEL Erziehung und Bildung gGmbH (Fröbel), Salierring 47-53, 50677 Köln 
 
- Global Education gGmbH (pme), Friesenring 50, 48147 Münster 
 
 
3. Trägerauswahl 
 
3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag  
 
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage 
V/0089/2018 beschriebenen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage beschrie-
benen Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen: 
 
- Wirtschaftlichkeit 
- Fachlichkeit/Pädagogik 
o Rahmenkonzept 
o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 
o Gesundheitsförderung 
o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
- Besondere Merkmale des Trägers 
 
Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen 
Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu entneh-
men.

- 4 - 
V/0013/2023 
3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit  
 
Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer 
Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Einrichtun-
gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt.  
 
Trägeranteile 
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: 
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta-
belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den 
gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss 
+ freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).  
 
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten  
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil  
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt  Land Stadt 
Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil  
Angebot 
Stadt 
(erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
educcare  92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 3,0% 4,8% 57,0% 
Fröbel 92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 5,0% 2,8% 55,0% 
Global  
Education  92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 2,0% 5,8% 58,0% 
 
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung an der Gumprichstraße betragen ab 
2026 ff. 1.307.800 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: 
 
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ  
  Jährliche Kosten ab 2026 ff 
Träger 
Trägeranteil  
Städtischer  
Anteil BKZ 
Angebot Stadt. (FWZ) gesamt  
% € % € % € 
  5 6 7 
educcare  3,0%  39.234,00 €  4,8% 62.774,40 € 57,0%  745.446,00 €  
Fröbel 5,0%  65.390,00  €  2,8% 36.618,40 € 55,0%  719.290 ,00 €  
Global  
Education  
5,0%  26.156,00 €  5,8% 75.852,40 € 58,0%  758.524,00 €  
 
Keiner der Bewerber bietet den vollen Trägeranteil von 7,8% für den Betrieb der Kindertageseinrich-
tung an, sodass ein freiwilliger städtischer Zuschuss bei allen Bietern notwendig wird. 
 
3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik 
 
Anhand der in der Vorlage V/0089/2018 beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlich-
keit/Pädagogik wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche der interessierten Träger ausgewer-
tet (siehe hierzu auch die ausführlichen Auswertungsformulare im Anhang dieser Vorlage).  
Alle Bewerber bestätigten, dass eine Bezahlung in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen 
Dienst (TVÖD) getätigt wird.

- 5 - 
V/0013/2023 
Der Träger: 
- educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH  
Die educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH ist ein in Münster ansässiger Träger. Zurzeit be-
treibt educcare im Stadtgebiet drei Kindertageseinrichtungen. Die Betriebskita Lacki Kids in Hiltrup, 
die Kita Waldbach in Wolbeck und die Kita Blatt-Werk in Mecklenbeck. Im Sommer 2023 eröffnet 
educcare die WWU-Betriebskita und ab 2025 die Einrichtung am Sonja-Kutner-Weg im Oxford-
Quartier. Bundesweit ist educcare Betreiber von aktuell 44 Kindertageseinrichtungen und als freier 
Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt. 
Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung 
darlegen. Der Träger benannte im Bewerbungsverfahren das Angebot einer bilingualen Spracherzie-
hung. Weitere konzeptionelle Schwerpunkte stellen die Bewegungserziehung, die Erziehung zur 
Nachhaltigkeit und naturwissenschaftliche Bildung als auch die Stärkung der Medienkompetenz dar. 
Educcare bietet flexible Öffnungszeiten nach den Bedarfen der Eltern an. Der Träger benannte dar-
über hinaus seine Offenheit für eine vielfältige Vernetzung im Stadtteil und plant eine aktive Mitgestal-
tung als Akteur bei der Entwicklung des Oxford-Quartiers. Mit dem Ziel der Vereinbarkeit von Familie 
& Beruf möchte sich der Träger, neben der Einrichtung am Sonja-Kutner-Weg, mit familienzentrums-
ähnlichen Strukturen im Stadtteil gut aufstellen. Hier sieht der Träger aufgrund der Nähe beider Ein-
richtungen die Möglichkeit viele Synergieeffekte, insbesondere im Hinblick auf Personalressourcen, 
zu erzielen.  
 
Der Träger: 
- FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH 
Der Träger Fröbel betreibt in Münster drei Einrichtungen (Emmy-Herzog-Platz, Landsberger Straße 
und Zentrum Nord). In den nächsten Jahren folgen weitere Einrichtungen in der Altstadt, in Mauritz-
Ost und zwei in Kinderhaus. Der Träger betreibt aktuell bundesweit ca. 210 Kindertageseinrichtungen 
und ist als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt. Die Geschäftsstelle Westfalen-Lippe-Ruhr hat 
ihren Sitz in Münster. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der päda-
gogischen Ausrichtung darlegen.  
Im Bewerbungsverfahren benannte der Träger für diesen Standort den konzeptionellen Schwerpunkt 
„Nachhaltigkeit und Gemeinschaft“ im Hinblick auf die drei Dimensionen der Bildung für nachhaltige 
Entwicklung: Ökologie, Ökonomie und Soziales. Das Thema Nachhaltigkeit soll im Kitaalltag integriert 
werden in Verbindung zum gesamten Quartier und der Quartiersentwicklung stehen. Kooperationen 
mit den Sozialraumakteuren, wie den Grundschulen, das La Vie oder Fachwerk Gievenbeck, sowie 
dem Universitätsklinikum sollen aufgebaut werden. 
Der Träger benannte im Weiteren für diesen Standort sich ergebende Synergieeffekte zu den beste-
henden Einrichtungen im Stadtgebiet Münsters.  
 
Der Träger: 
- Global Education gGmbH (pme Familienservice gGmbH) 
Die pme Familienservice Gruppe ist an mehr als 30 Standorten in Deutschland, Österreich, der 
Schweiz und Tschechien vertreten. Die Global Education gGmbH ist eine Tochtergesellschaft mit 
dem Fokus auf öffentliche Kindertageseinrichtungen. Für diese liegt aktuell noch keine Anerkennung 
als Träger der freien Jugendhilfe gem. § 75 SGB VIII vor, das Antragsverfahren läuft derzeit noch. In 
Münster betreibt die pme Gruppe ein Back-up Center für Unternehmen. Der Träger hat Konzepte vor-
gelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. 
Konzeptionelle Schwerpunkte liegen bei der Global Education gGmbH in den Bereichen Bewegungs-
förderung, tiergestützter Pädagogik, Naturwissenschaften und Technik, Stärkung der Medienkompe-
tenz und nachhaltige Bildung. Der Träger strebt an, Kooperationen mit verschiedenen Akteuren im 
Stadtteil einzugehen und diese Kontakte kontinuierlich zu pflegen. Mit seinem Schwerpunkt im Be-
reich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bietet der Träger flexible Öffnungszeiten und eine El-
ternhotline für Familien an.

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V/0013/2023 
4. Gesamtbewertung / Fazit 
 
Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH die 
Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung an der Gumprichstraße in Gievenbeck zu übertra-
gen. 
Keiner der Bewerber bietet den vollen Trägeranteil von 7,8 %. Fröbel bietet einen Trägeranteil von 5,0 
%, educcare 3,0 % und Global Education 2,0 %. 
Die eingereichten Konzepte und Zusatzinformationen in den Bewerbungsgesprächen der Träger wa-
ren in allen Punkten im Bereich der Fachlichkeit / Pädagogik überzeugend. 
 
Die Verwaltung empfiehlt die Trägerschaft für die o.g. Kindertageseinrichtung in diesem Verfahren an 
den Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH aus den folgenden Gründen zu übertragen: 
 
- Der Träger hat ein umfassendes pädagogisches Konzept vorgelegt, verfügt über bundesweite 
Erfahrungen im Bereich der Kindertagesbetreuung und kann durch diese Übertragung der Trä-
gerschaft zukünftig in Münster in verschiedenen Stadtteilen aktiv in der Kindertagesbetreuung ar-
beiten.  
 
- Fröbel plant die Entwicklung des Oxford-Quartiers aktiv mitzugestalten und dort Angebote 
und Projekte zu schaffen, die hinzuziehenden Familien das Ankommen in der neuen Umgebung 
erleichtern. 
 
- Der Träger plant am Standort Gumprichstraße den konzeptionellen Schwerpunkt „Nachhaltigkeit 
und Gemeinschaft“ im Hinblick auf die drei Dimensionen der Bildung für nachhaltige Entwicklung: 
Ökologie, Ökonomie und Soziales. Das Thema Nachhaltigkeit soll im Kitaalltag in Form verschie-
dener Angebote und sozialräumlicher Kooperationen integriert werden  und in Verbindung zum 
gesamten Quartier und der Quartiersentwicklung stehen.  
 
- Im Rahmen seines offenen Konzeptes bietet der Träger durchgängige Betreuungszeiten – auch in 
den Ferien – an und ermöglicht mit der Flexibilisierung von Betreuungszeiten Familien in Gieven-
beck eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 
 
- Als neuer Träger im Stadtteil Gievenbeck trägt Fröbel zu weiteren und vielfältigen Angeboten in 
der Kindertagesbetreuung bei. 
 
- Mit der Übernahme der Trägerschaft kann sich die FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH lang-
fristig als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster weiterentwickeln. Mit den neuen und 
den bereits bestehenden FRÖBEL-Kitas in der Stadt Münster ergeben sich Synergieeffekte, die 
sich vor allem beim Personaleinsatz, in der Fachberatung und bei der Mitarbeit in Gremien und 
Arbeitskreisen darstellen. 
 
Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger gefunden, so 
dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
Das Verfahren zeigt weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser 
Stadt.  
Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschlie-
ßend für die Trägerschaft einer Kita verbindlich beworben haben.  
Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus drei Bewerbern unter der gleichgewichteten Würdi-
gung der Fachlichkeit / Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das in der 
Vorlage V/0089/2018 beschriebene Verfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Bewerber 
zu Grunde.

- 7 - 
V/0013/2023 
I.V. 
 
gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
Anlagen: 
 
1. Anlage A 
 
2. Auswertungsformulare aller Träger 
 
3. Bewerbungsunterlagen: educcare Bildungskindertagestätten gGmbH, Alter Markt 36-42, 
50667 Köln 
 
4. Bewerbungsunterlagen: FRÖBEL Erziehung und Bildung gGmbH, Salierring 47-53, 50667 
Köln 
 
5. Bewerbungsunterlagen: Global Education gGmbH, Friesenring 50, 48147 Münster 
 
 
Hinweis: 
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlagen 3 bis 5: Bewerbungen und 
Konzepte) stehen ausschließlich als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als 
Download unter der Vorlagennummer V/0013/2023 zur Verfügung.  
Link: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/info.php

Anlage A

4653 Zeichen

Anlage A zur V/0013/2023 
Kurzüberblick 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH die 
Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung an der Gumprichstraße im Stadtteil Gievenbeck zu 
übertragen. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Der Bundesgesetzgeber hat für den Ausbau von bedarfsgerechten Betreuungsangeboten in 
Deutschland einen gesetzlichen Rechtsanspruch geschaffen. Dieser Rechtsanspruch auf einen 
Betreuungsplatz gilt seit dem 1. August 2013 für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebens-
jahr. 
 
Die Stadt Münster greift die Pflichtaufgabe zum bedarfsgerechten Ausbau der 
Kindertagesbetreuung in der Produktgruppe 0601 „Förderung von Kindern in Tagesbetreuung“ in 
zwei Zielen auf. 
Zum einen ist der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder im Alter von 3 - 6 Jah-
ren sicherzustellen und weiterhin sollen Tagesbetreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder mit 
einer Versorgungsquote von bis zu 50 % ausgebaut werden. 
 
Mit dem Erreichen dieser Werte werden die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden 
Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und 
„Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität mit hohem 
Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft weiterentwickeln“ 
forciert. 
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung der Kindertageseinrichtung an der 
Gumprichstraße und die anschließende Trägervergabe mit der Vorlage V/0869/2021 beschlos-
sen. 
 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH die 
Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung an der Gumprichstraße im Stadtteil Gievenbeck zu 
übertragen. 
 
Mit dem Beschluss über die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung an der Gumprichstraße wird 
rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger bestimmt, so dass weitere 
Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0601 Förderung von Kindern in Tagesbetreuung 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja x Nein   
Im beschlossenen Haushaltsplan 2023 enthalten? x Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? x Ja  Nein   
Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) und die übrigen finanziellen Auswirkungen 
wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0869/2021 dargestellt. Die Beträge werden jähr-
lich gemäß § 37 KiBiz fortgeschrieben und im Rahmen der Haushaltsplanungen angepasst. Mit 
dem vorgenannten Beschluss wurde zur Kenntnis genommen, dass eine haushaltsmäßige Belas-
tung der kommenden Jahre noch vor den eigentlichen Etatberatungen für die Jahre 2025ff. erfolgt. 
Der freiwillige, städtische Zuschuss zum Trägeranteil gilt für die Dauer des Betriebs dieser Kita 
durch den in Ziffer 1 der Sachentscheidung benannten Träger.

Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
Gesetzliche Grundlagen: SGB VIII §§ 22 – 26, insbesondere § 24 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen 
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 auf 334.774 Einwohner stei-
gen. Im Bereich der u3 - Kinder wird eine Zunahme von 740 Kindern und im Bereich der ü3 - Kin-
der eine Zunahme von 767 Kindern prognostiziert (V/0549/2021). 
 
Die wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der 
sich Münster stellen muss. 
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil der 
Kitaausbauplanung. 
 
Alle Maßnahmen zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder orientieren sich an der kleinräumi-
gen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf ausgerichtet, eine familienfreundli-
che Stadtentwicklung zu fördern. Dazu tragen insbesondere die bedarfsgerechte Schaffung von 
Plätzen zur Erfüllung des Rechtsanspruchs für ü3-Kinder und der Ausbau von u3-Plätzen bei. 
 
Im Rahmen der unterschiedlichen Arbeitsfelder der Kindertagesbetreuung werden wichtige As-
pekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksich-
tigt und unterstützen eine familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der Ausbau 
von Kindertagesbetreuungsangeboten im Einklang mit der Ausrichtung Münsters als führender 
Wirtschaftsstandort.

5.2_Global Education_Konzept

61085 Zeichen

1 
   
Trägerbewerbung für eine neue Kindertageseinrichtung an der Gumprichstr.  im Stadtteil Gievenbeck 
Global Education gemeinnützige GmbH, Friesenring 50, 48147 Münster 
Ansprechpartnerin:  Ulrike Mengler Projektentwicklung Lernwelten NRW pme Familienservice Gruppe Tel.: 0251-703776-18 Email:  ulrike.mengler@familienservice.de www.global-education.de

2 
   Inhaltsübersicht  1. Trägerprofil………………………………………………………………………………….. 3 1.1 Unsere Motivation und Erfahrungen im Bereich der Kinderbetreuungseinrichtungen ............................................................... 3 1.2 Anerkennung SGB als Träger der freien Jugendhilfe .................................... 3 2. Wirtschaftlichkeit………………………………………………………………………….. 4 3. Rahmenkonzept - pädagogische Qualität des Trägers……………………….. 4 3.1 Unser pädagogisches Rahmenkonzept auf Grundlage der Bildungsvereinbarung NRW .................................................................................................... 4 4. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 5 4.1 Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung ................................................ 5 4.2 Religion und Weltanschauung .................................................................. 6 4.3 Alter/Generationen ................................................................................ 6 4.4 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung ............................................. 7 5. Gesundheitsförderung…………………………………………………………………… 7 6. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner…………………………….. 11 6.1 Beispiele unserer Sozialraumorientierung und Kooperationen unserer Einrichtungen ...................................................................................... 12 7. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft…………………………………………… 13 8. Organisationskultur und Qualitativ sichernde Maßnahmen………………….15 8.1 Unser Leitbild ...................................................................................... 15 8.2 Kita-Management ................................................................................ 17 8.3 Personalentwicklung ............................................................................. 17 8.4 Qualitätsmanagement .......................................................................... 18 9. Besondere Merkmale/Eignungen…………………………………………………….. 20 9.1 Alltagsintegrierte Sprachbildung ............................................................ 20 9.2 Eltern-App .......................................................................................... 20 9.3 24/7h Hotline für Lernwelten Eltern ........................................................ 20

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1. Trägerprofil  
1.1 Unsere Motivation und Erfahrungen im Bereich der Kinderbetreuungseinrichtungen Die pme Familienservice Gruppe beschäftigt sich seit nunmehr 30 Jahren mit dem Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ und sieht es als eine seiner Kernaufgaben, die Lebenssituation von berufstätigen Eltern und ihren Kindern zu verbessern. Seit unse-rer Entstehung im Jahr 1991 haben wir unser Netzwerk kontinuierlich ausgebaut und sind an mehr als 30 Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Tschechien ver-treten.    Die Kindertagesstätten des pme Familienservice stellen einen innovativen Beitrag für die Kinderbetreuungslandschaft in den einzelnen Regionen dar. Ende 1999 haben wir mit Un-terstützung der Commerzbank in Frankfurt „Kids & Co. Back-up“ eröffnet – Europas erste Back- up-Einrichtung zur Betreuung von Kindern im Alter von acht Wochen bis ca. 12 Jahren in Ausnahmefällen. Inzwischen hat sich der pme Familienservice als Träger von betriebsnahen, bedarfsorientierten sowie öffentlich geförderten Kinderbetreuungseinrich-tungen etabliert. Heute betreiben wir mehr als 80 Einrichtungen in ganz Deutschland – Kindergärten, Großtagespflege, Back-up- Einrichtungen und Schülerbetreuungen. Die Global-Education-Einrichtungen der pme Familienservice Gruppe sind speziell auf öf-fentlich zugängliche, institutionelle Kinderbetreuung ausgerichtet und befinden sich in Lehrte sowie in den Kreisen Steinfurt und Gütersloh (ab Nov.22).   Um Synergiern der Kindertageseinrichtungen zu nutzen und den Standort Münster weiter aufzubauen, haben wir großes Interesse an der Übernahme der Trägerschaft der Kinder-tageseinrichtung in Gievenbeck. Bereits seit vielen Jahren bietet die Pme-Familienser-vice-Gruppe in Münster für die Uniklinik und das Herz-Jesu-Krankenhaus Back-up-Be-treuung und bietet Ferienprogramme an, so dass wir in Münster bereits gut vernetzt sind und hierauf weiter aufbauen wollen.  Für die Kindertageseinrichtung am Standort im Stadtteil Gievenbeck würden wir gemein-sam mit dem Betreuungsteam ein hauseigenes Konzept mit entsprechender Schwer-punktsetzung erarbeiten. Je nach den Erfordernissen und Bedarfen vor Ort, werden die Öffnungszeiten nach regelmäßigen Bedarfsabfragen bei den Eltern ausgerichtet. So kön-nen die Betreuungszeiten von 25, 35 und 45 Stunden in verschiedenen Stundenverteilun-gen pro Woche gebucht werden, um im Bedarfsfall lange Arbeitstage entsprechend abzu-decken.  
1.2 Anerkennung SGB als Träger der freien Jugendhilfe, Geschäftssitz & Gerichtsort Der Antrag für die Anerkennung der Global Education gGmbH als anerkannter freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe nach §75 SGBVIII wurde bereits gestellt, das Verfahren befindet sich noch in der Bearbeitung. Durch unsere langjährigen Erfahrungen im Betreiben von gemeinnützigen Einrichtungen, in der Gesellschaftsform pme Familienservice gGmbH, sind wir zuversichtlich zum Endes des Jahres 2022, auch die Anerkennung nach §75 SGB VIII für unsere Tochtergesellschaft Global Education gGmbH zu erhalten. Die geforderten Anforderungen nach § 74 SGB VIII sind gegeben und werden nachweislich verfolgt.

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2. Wirtschaftlichkeit  Auch im Bereich der Verwaltung verfügen wir über professionelle und effiziente Struktu-ren, die durch einen hohen Digitalisierungsgrad unterstützt werden. Arbeitsprozesse sind nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert und werden durch jährliche Auditierungen geprüft und stetig weiterentwickelt.  Unsere Kalkulation für die 5-gruppige Kindertageseinrichtung in Gievenbeck basiert auf einer öffentlichen Förderung von 98%. Die Übernahme des verbleibenden Trägeranteils in Höhe von 2 % durch die Global Education gGmbH wird hiermit verbindlich zugesagt.   Aufgrund der Anpassung des Kibizgesetzes zum 01.08.2020 besteht ein Zuzahlungsverbot für Eltern an Kindertagseinrichtungen nach § 51(Kibiz). Dementsprechend werden keine Zusatzbeiträge, die über das Verpflegungsgeld hinausgehen, erhoben. Erweiterte Öff-nungszeiten sowie Reduzierung der Schließzeiten werden durch die Flexibilisierungspau-schale finanziert.   3. Rahmenkonzept - pädagogische Qualität des Trägers 
3.1 Unser pädagogisches Rahmenkonzept auf Grundlage der Bildungsvereinbarung NRW Als Kindertagesstätte erfüllen wir einen gesetzlich definierten Auftrag und verstehen uns als Betreuungs- und Bildungseinrichtung. Nach dem Kinder- und Jugendhilferecht (vgl. SGB VIII § 22) sollen Kindertagesstätten die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverant-wortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern, die Erziehung und Bildung in der Familie unterstützen und ergänzen und den Eltern dabei helfen, Erwerbstätigkeit und Kindererziehung besser miteinander vereinbaren zu können. Auf der Grundlage der nordrhein-westfälischen Bildungsgrundsätze zur Bildungsförderung für Kinder von 0-10 Jahren in Kindertageseinrichtungen und Schulen im Primarbereich steht stellvertretend für unser Bildungsverständnis: Mehr Chancen durch Bildung von An-fang an. Zu dem Arbeiten wir nach der aktuell, gültigen, gesetzlichen Vorgabe des KiBiz und passen unser Bildungskonzept sowie die Rahmenbedingungen der Einrichtungen de-mensprechend an. Gemeinsam im Team der jeweiligen neuen Kindertageseinrichtung, wird dann ein spezifi-schen Hauskonzept erarbeitet, dass noch einmal konkrete pädagogische Schwerpunkte enthalten kann, die sich an der Kindergruppe sowie an den Rahmenbedingungen vor Ort orientieren. Einer Weiterentwicklung der zukünftigen Einrichtung zum Familienzentrum stehen wir of-fen gegenüber und bringen bereits grundlegende Erfahrung mit.  Auch weiteren Spezifizierungen unserer Einrichtungen stehen wir nach Bedarf interessiert offen gegenüber, so dass wir z.B. in einzelnen Einrichtungen das Zertifikat „Haus der klei-nen Forscher“ durch besondere Angebote im Alltag erlangt haben. Unsere Kindertagesein-richtung in Ochtrup ist ausgewiesene „Sprach Kita“. In der Kita „Natur(t)raum werden der-zeit 10% Familien und Kinder mit Migrationshintergrund betreut und begleitet. Gerade in der Zeit des anfänglichen Lockdowns wurde mit den Familien enger Kontakt gehalten (Te-lefonisch, per Facetime), um die Erziehungspartnerschaft zwischen Einrichtung (Erzie-her:in), Kind und Eltern aufrechtzuerhalten oder auch Verständnisproblemen hinsichtlich

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der immer wieder geänderten Coronaschutzverordnung vorzubeugen bzw. zu erläutern. Das Kita-Team konnte während des Lockdowns individuelle Sprachangebote besonders für Familien mit „Sprachbarrieren“ digital anbieten. Häufig war der einfach Austausch und das Interesse an der Familie schon ausreichend und unterstützend.  4. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 
4.1 Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung Das Verständnis einer inklusiven Bildung und Erziehung gründet auf der UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Die Pädagogik der Vielfalt will eine Kultur der Akzeptanz und der demokratischen Teilhabe von allen Menschen in verschiedensten Lebensphasen und Lebensentwürfen unterstützen und stärken. Dieser Gedanke stellt uns alle vor der Heraus-forderung, uns mit unseren Gemeinsamkeiten und Unterschieden aktiv auseinanderzuset-zen – frei von Vorurteilen und daraus resultierenden Ausgrenzungen.   Jedes Kind wird in den pme Familienservice Einrichtungen in seiner individuellen Persön-lichkeit wergeschätzt und anerkannt. Alle Kinder erfahren, dass wir sie und ihre Gefühle ernst nehmen. Sie können sich in unseren Einrichtungen ausleben, unser Alltag und Mitei-nander ist ohne Druck und Zwang gestaltet.   Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt („Wir-Gefühl“) und Rücksichtnahme sind Werte, die be-sonders im Mittelpunkt stehen. So hat jedes Kind eigene Bedarfe und Bedürfnisse und für diese nehmen sich Fachkräfte in den Einrichtungen des pme Familienservice Zeit. Ein wert-schätzender Umgang zwischen der Fachkraft und dem Kind setzt das tiefe Vertrauen in das Entwicklungsinteresse, die Eigenaktivität und die Persönlichkeit des Kindes voraus. Die Kinder sind Ausgangspunkt, Bezugspunkt und Mitgestalter der pädagogischen Planung des Alltags. So achten wir stets darauf, alle mit einzubeziehen und allen zu ermöglichen teil-zuhaben. Dies betrifft auch Ausflüge, Feste und Feiern in den Eirichtungen. Jedes Kind findet in unseren Gruppen stimulierende Spielpartner und Gegebenheiten, die für seine Bildungsprozesse förderlich sind. Hier legen wir großen Wert in der Praxis auf gute Inter-aktionsqualität zwischen Fachkräften und Kindern und auf einen motivierenden und parti-zipierenden Kommunikationsstil der Fachkräfte. Durch Achtsamkeit und sensiblen Umgang mit den Kindern werden Tagesstruktur, Angebote, Projekte, beziehungsvolle Pflege, be-gleitete Freispielsituationen, Gemeinsames Tischdecken etc. geprägt und aber auch in un-sere Spiel- und Materialangebote greift die Verschiedenartigkeit der Kinder auf und be-rücksichtigt die individuellen Bedürfnisse der Kinder. Alle Kinder erhalten somit neue Im-pulse ihren Interessen und ihrem Entwicklungsstand entsprechend.   Die Einrichtungen des pme Familienservice sind Orte, an denen Gemeinschaft und Solida-rität gepflegt und gelebt werden. Darin spiegelt sich unsere Auffassung wider, dass alle Kinder die gleichen Rechte und jeder einen wichtigen Teil der gesamten Einrichtung bildet. Somit erleben sich die Kinder als Teil dieser Gemeinschaft, in der Gemeinsamkeiten und Unterschiede als Lernmöglichkeit und Bereicherung verstanden werden.   Im Vordergrund stehen die Möglichkeiten und Ressourcen aller Kinder und ihren Familien. Die Aktivitäten werden unter Berücksichtigung aller Kinder gestaltet. Dies bildet sich z.B. in den Mikrotransitionen ab, dass Kinder sich gegenseitig helfen oder auch durch besondere Strukturen, eine unterstützende Raumgestaltung oder unterschiedliche Explorationszeiten berücksichtigt werden. Die Gemeinsamkeiten sind immer unsere Ausgangslage, von den Inhalten, welche uns verbinden und eine Weiche zueinander stellen, werden Unterschiede aufgedeckt und als Vielfalt der Möglichkeiten genannt. Dies wird z.B. beim Mittagessen sichtbar, in dem alle Kinder zum Essen kommen, aber nicht alle essen das Gleiche, oder alle Kinder ziehen sich an, aber jeder hat etwas anderes zum Anziehen dabei.

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 Eine Entwicklung der Fairness der Kinder wird angeregt und in den Gesprächen mit den Kindern gemeinsam reflektiert. Die Konfliktsituationen werden als Chancen zur Einübung der Gleichberechtigung genutzt. Hier ist die Feinfühligkeit der Fachkräfte eine Vorausset-zung, damit Kinder aufmerksam auf Diskriminierung und ungerechte Situationen gemacht werden und einen adäquaten Umgang im Miteinander erlernt wird. Eine Fehlerkultur und ein offener, wertschätzender und dennoch sachlich klarer Umgang in diskriminierenden Situationen werden aktiv gelebt. Alle Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte sollen daher Inklusion als selbstverständliches Miteinander erleben und eventuell vorhandene Barrieren oder Vorurteile im Miteinander abbauen. Grundlegend ist dabei den Kindern im Rahmen der inklusiven Erziehung zu vermitteln, sich gegenseitig mit allen Stärken und Schwächen zu akzeptieren mit dem Ziel so einer gesellschaftlichen Ausgrenzung von Kin-dern mit Förderbedarf entgegenzuwirken.   Eine intensive, vertrauensvolle Beziehung zwischen Familie und den Einrichtungen hat po-sitive Auswirkungen auf die Entwicklung und die Bindungssicherheit des Kindes.  Beide „Partner“ wirken auf die Entwicklung ein, tragen gemeinsam Verantwortung für das Wohl-ergehen des Kindes und verfolgen ähnliche Ziele. Sie ergänzen und unterstützen sich wech-selseitig und kooperieren miteinander, vor allem auch dann, wenn es darum geht, Schwie-rigkeiten mit dem Kind zu bewältigen oder Übergange zu anderen Bildungs-, Förder- und Facheinrichtungen zu gestalten.    Besonders Kinder mit pädagogischen Förderbedarf werden intensiv begleitet und hier fin-den disziplinübergreifende „Runde Tische“ und Hilfeplangespräche statt. Der fachliche Aus-tausch mit Experten und Kooperationen mit geeigneten Fachstellen vervollständigt unser ganzheitliches inklusives Handeln.  
4.2 Religion und Weltanschauung Offenheit und Vielfalt bedeuten für uns, dass jede und jeder mit seiner Weltanschauung und kulturellen Prägung willkommen ist. Andere Werte und Vorstellungen werden akzep-tiert. Dazu gehört aber auch, dass nicht offensiv versucht wird, Menschen von der eigenen Weltanschauung zu überzeugen. Jedoch ist es Teil der kulturellen Bildung und eine Erfah-rung der eigenen historischen Herkunft, dass Feste wie Weihnachten und Ostern im Jah-resverlauf zum Thema gemacht und gefeiert werden. Allerdings gehen wir auch auf Feste und Traditionen von Kindern anderer Kulturen ein, wenn diese zum Thema werden oder Kinder Interesse daran zeigen. So können altersentsprechend auch Erfahrungen verschie-dener Prägung und fremder Kultur ermöglicht werden. Kinder lernen so, dass Menschen unterschiedlich leben und unterschiedliche Werte vertreten. Anhand solcher Feste und Tra-ditionen können diese Differenzen sensibel thematisiert werden und es entstehen Ver-ständnis und Toleranz.  
4.3 Alter/Generationen Die pme Familienservice Gruppe hat langjährige Erfahrung in der Arbeit mit unterschiedli-chen Bevölkerungsgruppen. Durch Kooperationsprojekte mit Seniorenheimen, durch un-seren Beratungsauftrag der Mehrgenerationenhäuser im Bundesprojekt sowie durch die Begleitung und Beratung von Menschen in allen Lebenslagen haben wir stets die Vielfalt der Menschen in unserer Gesellschaft im Blick. Soziale Teilhabe ist für Menschen in der Lebensphase nach der Berufstätigkeit von besonderer Bedeutung. So bieten wir über Vor-lesepaten, Kooperationen im Stadtteil und Begegnungsmöglichkeiten vielfach Gelegenhei-ten der Begegnung und der Integration.    Zur Integration verschiedener Altersgruppen gehört für uns auch die Gestaltung des Be-rufsumfeldes für pädagogische Fachkräfte. In den letzten Berufsjahren ist es für Mitarbei-tende in der Krippe oft nicht mehr möglich, am Boden zu sitzen und sich viel zu bücken.

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Das Vorlesen kann schwierig werden, wenn die Schrift sehr klein ist. Wir sind als Arbeitge-ber, der für Diversity steht, immer bereit, individuelle Lösungen zu finden. So stellen wir nach Bedarf rückenentlastende Hilfen bereit, spezielle Stühle oder andere Unterstützungs-angebote zu denen auch Sport und Fitnesskurse gehören, die ergonomisch Entlastung bie-ten. Beim Vorlesen können wir über die iPads auf digitale Bilderbücher zurückgreifen, wo die Schriftgröße variabel einstellbar ist.   
4.4 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung Grundlegend für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen ist, dass wir unsere Ein-richtungen soweit irgend möglich barrierefrei gestalten. Dabei achten wir auf eine behin-dertengerechte Ausstattung für Teammitglieder, aber auch für Kinder. Denn auch Kinder mit Behinderungen dürfen selbständig in unseren Einrichtungen agieren, sollen die Mög-lichkeit haben, sich im Spiegel sehen zu können, das Waschbecken oder die Toilette zu erreichen, Malstifte und ähnliches zu selbständig holen zu können. Weitere  Dasselbe gilt für Teammitglieder mit Behinderungen. Hier gilt grundsätzlich ebenfalls, dass wir individu-ell die bestmögliche Lösung für jedes Teammitglied suchen. Behinderungen sind sehr un-terschiedlich und benötigen vor allem die gemeinsame Planung, sodass ein guter Arbeits-platz geschaffen werden kann. Beratungsleistungen für alle Lebenslagen bieten wir unse-ren Teammitgliedern unternehmensintern an, dazu gehört auch die Unterstützung im Kon-takt und der Zusammenarbeit mit Behörden. Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilungen werden Anpassungen vorgenommen wie beispielsweise mobile Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt, Toilettenhöhen und Tischhöhen entsprechend angepasst, oder es wird ein Evaku-ierungsstuhl für den Brandfall angeschafft. Einrichtungsgegenstände wie z.B. Drucker wer-den so gestellt, dass sie gut zugänglich sind. Darüber hinaus werden je nach Bedarf team-intern z.B. individuelle Pausenzeiten besprochen, Ruhe- und Liegemöglichkeiten geschaf-fen, die nötige Assistenz wird geklärt, entsprechendes Arbeitsmaterial zur Verfügung ge-stellt. Bei Sehbehinderungen schaffen wir zum Beispiel große Bildschirme an oder achten auf geeignetes Licht.      5. Gesundheitsförderung 
Kindergesundheit Gesundheit ist laut WHO ein Idealzustand „völligen körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Wohlbefindens“. Gesundheit umfasst nach diesem Verständnis weit mehr als die Abwesenheit von Krankheiten.  Kindergesundheit ist derzeit ein brisantes Thema. Durch die Einschränkungen im Zuge der Pandemie sind viele Aspekte von Kindergesundheit nicht mehr überall im Blick. Wir achten daher verstärkt darauf, dass Kinder bei uns auch unter Pandemie-Bedingungen einen Schutzraum erfahren, in denen ihr körperliches, geistiges, seelisches und soziales Wohl gewährleistet ist und eine gesunde, ganzheitliche Entwicklung aller Kinder oberste Priorität hat. Bei all den Unsicherheiten und Anforderungen, die kindliches Aufwachsen derzeit prägen, ist die Entwicklung von Resilienz eine der wichtigsten Ressourcen für die Gesundheit im weiteren Lebenslauf. Wir stellen Kindern daher ihren individuellen Fähig-keiten entsprechend vielseitige Anregungen und Entwicklungsmöglichkeiten bereit.   Körperliche Gesundheit bedeutet, sich im eigenen Körper wohl und zuhause zu fühlen: Freude empfinden an dem, was man mit seinem Körper machen kann, an Bewegung, sensorischen Wahrnehmungen, Anstrengung und Entspannung. Das bewusste Wahrneh-men von Empfindungen wie Müdigkeit, Hunger, Durst, aber auch Schmerz, wenn sich ein Kind weh tut, gehören zu einem gesunden Aufwachsen dazu. Gesunde Ernährung, Pflege und Hygiene, Bewegung und ein ausgeglichener Schlaf-Wach-Rhythmus sind Bestandteile der grundlegenden Tagesstruktur unserer Lernwelten. Kinder dürfen alle diese Dinge

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partizipativ mitgestalten: Ein Kind muss wissen, wie es sich anfühlt, satt, ohne Durst und ausgeruht zu sein, sich auszutoben und danach zu entspannen. Nur so ist es in der Lage, seine Bedürfnisse eigenständig wahrzunehmen und auf das eigene Wohl zu achten.  Psychische Gesundheit versetzt den Menschen in die Lage, mit den alltäglichen Le-bensbelastungen umgehen und sie gut bewältigen zu können. Bei Kindern bedeutet das, dass sie einerseits die Erfahrung machen dürfen, selbständig zu handeln und sich zu er-proben und andererseits dem jeweiligen Alter und Entwicklungsstand angemessen Unter-stützung und Begleitung finden.   Seelisch gesund kann ein Kind sein, wenn es Rückhalt durch verlässliche Bezugsperso-nen, die Möglichkeit zur Exploration und zum selbstwirksamen Handeln und eine angst-freie Atmosphäre erfährt. Diese Aspekte stellen somit wichtige Grundlagen dar für die Entwicklung von Resilienz und deren Erhalt im weiteren Verlauf des Lebens. Für den Auf-bau dieser Widerstandsfähigkeit achten wir besonders auf eine sichere Bindung zu einer vertrauten Bezugsperson, Selbstwirksamkeitserfahrungen, ein gesundes Selbstwertge-fühl, Selbstvertrauen, die Möglichkeit zur Selbständigkeit und die Stärkung von Durchhal-tevermögen.   Die Erfahrung eines sozialen Miteinanders und kooperative, wertschätzende Beziehun-gen sind ebenfalls eine wichtige Komponente. Konfliktfähigkeit und Empathie sind wich-tige Ressourcen, soziale Teilhabe zu ermöglichen.   All diese Aspekte sind in unserer Pädagogik integriert:  • Sich wohl fühlen: Für emotionale Stabilität und Widerstandsfähigkeit sind besondere Beziehungen und das Gefühl, für jemanden etwas Besonderes zu sein, Voraussetzung. Eine sichere Bindung zu feinfühligen Bezugspersonen ist damit Grundlage für das emo-tionale Wohlbefinden von Kindern. Unsere Fachkräfte werden nach Emmi Pikler weiter-gebildet und dafür sensibilisiert, feinfühlig auf die Bedürfnisse von Kindern einzugehen und die Pflegesituationen so zu gestalten, dass Kinder die volle Aufmerksamkeit der Bezugsperson genießen. Alle Kinder sollen bei uns die Erfahrung machen, angenommen zu sein. Um Gefühle ausdrücken können, brauchen Kinder die Erfahrung, dass ihre Bedürfnisse von anderen wahrgenommen und beantwortet werden.  • Wachsen und entwickeln: Grundlagen für Wachstum und Entwicklung sind neben kör-perlichem und psychischem Wohlbefinden gesunde Ernährung, ein ausgewogenes Ver-hältnis von Aktivität und Ruhe, Kontrolle über den eigenen Körper und ausreichend Explorationsmöglichkeiten, Geschicklichkeit erwerben zu können. Kinder brauchen al-tersentsprechende Herausforderungen und den Freiraum, ausgiebig und eigenständig auszuprobieren und sich zu bewegen. Durch eine anregende, dem Alter und den Be-dürfnissen der Kinder angepasste Raumgestaltung sowie eine Atmosphäre der An-nahme und Ermutigung, dürfen Kinder bei uns eigene Lernerfahrungen machen. • Körpergefühl und Sicherheitsempfinden: Kinder dürfen selbstbestimmt ihren Körper er-fahren. Wir achten auf eine sichere Ausstattung und eine Umgebung, die Erfahrungs-möglichkeiten bietet, ohne zu überfordern. Ohne Druck und Einmischung durch andere haben Kinder bei uns die Gelegenheit, an Bewegungsmaterialien nach Pikler und Hengstenberg selbstbestimmt zu entscheiden, was sie ausprobieren möchten und wel-chen Aufgaben sie sich stellen wollen. So entwickeln sie ein Gefühl für die eigene Si-cherheit und eigene Grenzen. Gleichzeitig dürfen sie sich Dinge zutrauen. In der Gruppe setzen sie sich mit Regeln auseinander, erwerben Wissen über die eigenen Fähigkeiten und sozialen Prozesse. Außerdem erwerben sie beim Spielen und Erproben die Fähig-keit, Hilfe holen zu können, sie lernen „Nein“ zu sagen und ebenso ein Nein von anderen zu akzeptieren. Eigene Grenzen sowie die Grenzen im sozialen Miteinander sind wert-volle Richtlinien für das eigene Vermögen, in sozialen Zusammenhängen wirkungsvoll zu interagieren. • Entscheidungen treffen zum eigenen Wohl: Um eine Wahl treffen zu können müssen Kinder die Möglichkeit haben, den eigenen Körper entdecken und kennen zu lernen,

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individuelle Vorlieben zu zeigen und zu wissen, dass diese respektiert und wertge-schätzt werden. Kinder lernen zugleich, dass auch andere Bedürfnisse und Vorlieben haben und diese zu akzeptieren. Wir bieten beispielsweise gesunde Ernährung an, las-sen Kinder selbst Essen schöpfen und ermutigen sie, Neues auszuprobieren. Die Kinder müssen ihren Teller aber nicht leer essen, wenn ihnen etwas nicht schmeckt. So bieten wir Kindern Gelegenheiten und ermöglichen ihnen das Ausprobieren von Neuem in Ver-bindung mit der Freiheit, jederzeit auch wieder eine andere Entscheidung treffen zu können. Unfallprävention Unfälle können immer und überall auftreten: Nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch zuhause, beim Toben und Spielen im Garten oder wo auch immer Kinder sich aufhalten. Für die Vermeidung von Unfällen sind grundsätzlich folgende Voraussetzungen wichtig:  • Gleichgewicht und Koordination motorischer Fähigkeiten • visuelle und akustische Wahrnehmung • Konzentrationsfähigkeit • Reaktionsvermögen • Sozialkompetenz Die Bewegungserziehung nach Emmi Pikler und Elfriede Hengstenberg ist daher ein wich-tiger pädagogischer Schwerpunkt in unseren Lernwelten. Kinder haben in unseren Ein-richtungen die Gelegenheit, die eigenen Fähigkeiten zu erproben und Bewegungsabläufe des eigenen Körpers genau kennen zu lernen.  Einen besonderen Bereich der Unfallprävention stellt die Verkehrserziehung dar:  Um verschiedenen Verkehrssituationen gewachsen zu sein, müssen Kinder nicht nur Ver-kehrsregeln kennen und Schilder verstehen. Für die Bewältigung von komplexen Ver-kehrssituationen sind Fähigkeiten gefragt, die Kinder erst im Laufe Ihrer Entwicklung er-werben:  • Vorausschauendes Denken • flexibles Reagieren auf plötzlich auftretende Reize • die Fokussierung auf einen ganz bestimmten Ausschnitt der sie umgebenden Rea-lität Die psychomotorische Förderung der Kinder zielt daher vor allem auf Bewegung ab, zu-gleich werden aber auch Wahrnehmung, Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit ge-schult: so schaffen Roller, Laufrad & Co. neue Bewegungserfahrungen, z. B. beim Kur-venfahren im Slalomparcours, beim Fahren über Wippen, beim Bewältigen von Steigun-gen und Gefällen im Freien. Auch beim Spielen und Toben im Außenspielbereich der Kita werden Koordination, Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit gefördert. Um all diese Fähigkeiten zu erwerben kann Verkehrserziehung mit Kindern im Kita-Alltag daher nur praktisch, nicht theoretisch durchgeführt werden.   Weitere Bausteine der Verkehrserziehung in unseren Kitas:   Schon früh im Kita-Alltag starten wir mit den Kindern Ausflüge in die nähere Umgebung.  Der nahe gelegene Spielplatz, ein Wochenmarkt oder das angrenzende Naturschutzgebiet – all diese Orte müssen oft durch ein Verkehrsnetz aus Straßen, Ampeln und Zebrastrei-fen erreicht werden. Verhaltensregeln für die Fortbewegung auf Gehwegen und Straßen werden vorher besprochen und gemeinsam eingeübt. Um die Kinder im letzten Kindergartenjahr auf ihre kommende neue Lebenssituation vor-zubereiten, ist es uns außerdem ein Anliegen, die Schulwegsicherheit durch eine Koope-ration mit der Deutschen Verkehrswacht und der Polizei zu unterstützen.  Gewaltprävention Starke und selbstbewusste Kinder sind gut gewappnet gegen aggressive Verhaltenswei-sen und erzwungene Notlagen aller Art. Wir bemühen uns um eine partnerschaftliche

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Zusammenarbeit mit den Eltern zur Stärkung und gemeinsamen Begleitung der Kinder, denn beständige, liebevolle Beziehungen sind für den Schutz vor Gewalterfahrung und/oder Gewaltanwendung eine wesentliche Ausgangsbasis. Ein Angebot entwicklungs-gerechter Erfahrungen, klare Regeln in der Interaktion mit anderen und eine Kommuni-kation ohne verletzende Elemente sind zudem wichtige Bestandteile der Gewaltpräven-tion in unseren Kitas. Die Ressourcen, um Gewalterfahrungen und der eigenen Anwen-dung von Gewalt entgegenzuwirken sind  • eigene Bedürfnisse wahrzunehmen, zu spüren und als legitim und berechtigt zu erleben. • Empathie, d.h. die Fähigkeit, die Gefühle anderer wahrzunehmen, zu verstehen und zu beantworten • Impulskontrolle, also der angemessene Umgang mit eigenen Gefühlen und Bedürf-nissen • Frustrationstoleranz und  • die Fähigkeit zu einem angemessenen Spannungsausgleich.   Die eigenen Gefühle zu kennen ist eine wesentliche Voraussetzung für soziale Kompe-tenz. Gefühle sind da und müssen gesehen werden, damit ein angemessener Umgang damit erlernt werden kann. Wer seine Bedürfnisse kennt und weiß was er oder sie will oder nicht will, kann nein sagen. Die Kinder in unseren Einrichtungen lernen im Alltag, z.B. beim Essen, dass ein „Nein“ von ihnen akzeptiert wird und nicht mit Liebesentzug oder Konsequenzen betraft wird.  Vor allem ein gesunder Umgang mit Ärger und Wut, d.h. mit Gefühlen, die Auslöser von Gewalt darstellen können, ist wesentlich. Dafür müssen Kinder lernen, diese Gefühle wahrzunehmen und nach konstruktiven Lösungen zu suchen. Sie können so die Erfah-rung machen „Ich kann Probleme lösen und etwas bewirken“. Dadurch entstehen positive Erfahrungen von Selbstwirksamkeit, die als Muster für die spätere Konfrontation mit Schwierigkeiten dienen können. Der pme Familienservice verfügt über ein umfassendes Schutzkonzept zum Schutz des Kindeswohls, das regelmäßig überprüft und an gesetzliche Änderungen angepasst wird. Nach unserem Verständnis besteht der Schutz des Kindeswohls nicht nur in der Abwen-dung von vorhandenen Gefährdungen, sondern auch in der Prävention. Suchtprävention Wenn Kinder ihre Stärken kennen, wenn sie vertrauen können und selbst Vertrauen er-fahren, fällt es ihnen nicht nur leichter, die Herausforderungen des Lebens zu bewältigen. Sie greifen im späteren Leben auch weniger zu Suchtmitteln. Liebe, Geborgenheit und Si-cherheit sind die Grundpfeiler, die ein Kind braucht, um sich frei und selbstbewusst zu entwickeln. Wenn ein Kind spürt, dass es seinen Bezugspersonen vertrauen kann und es gehört wird, fällt es ihm leichter, sich auch dann geliebt und verstanden zu fühlen, wenn mal etwas schiefläuft.  Ein Risikofaktor für die Entstehung einer Sucht ist der inadäquate Umgang mit den eige-nen Bedürfnissen. Suchtmittelmissbrauch kann einen Fluchtversuch vor einer als unange-nehm empfundenen Realität oder den eigenen, unbefriedigten Bedürfnissen darstellen. Wir legen deshalb Wert darauf, dass Kinder ihren eigenen Körper spüren und erfahren können. Wir stellen Sinnes- und Wahrnehmungsmaterialien sowie Bewegungsmöglichkei-ten zur Verfügung und unterstützen außerdem durch sprachliche Begleitung die bewusste Wahrnehmung der eigenen Gefühle und Bedürfnisse. Ein wichtiger Baustein der Sucht-prävention ist die Ernährung. Wir bieten gesunde Ernährung an, legen dabei aber großen Wert darauf, dass das Kind selbst entscheiden kann, was und wie viel vom angebotenen Essen es zu sich nehmen möchte. So lernt es, seine Bedürfnisse ernst zu nehmen und darauf zu hören, was der eigene Körper braucht. Niemals setzen wir Essen als Belohnung ein oder verweigern den Nachtisch aufgrund eines bestimmten Verhaltens der Kinder. Es-sen darf keine Ersatzbefriedigung darstellen für soziale und/oder emotionale Bedürfnisse.

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Es ist für die Prävention gegen Süchte aller Art wesentlich, dass Kinder einen Zugang zu ihren eigenen Gefühlen haben. Dass sie wahrnehmen, was in ihnen vorgeht, aber auch Wege finden, wie diesen Bedürnissen und Gefühlen angemessen begegnet werden kann. Kinder müssen lernen, einen Namen für Ihre Gefühle zu finden: Ich bin traurig. Ich habe Angst. Ich freue mich und bin ausgelassen. Ich bin nachdenklich und brauche Ruhe. Das geschieht, in dem kleine Kinder ihre Gefühle wahrnehmen und einzuordnen lernen. Die Fachkraft kann das Kind dabei unterstützen, indem sie sagt: „Du siehst traurig aus. Wo-ran denkst Du?“, „Du wirkst heute nachdenklich.“ „Heute tobst du viel und wirkst ausge-lassen. Freust Du Dich?“ Durch die Spiegelung des gezeigten Verhaltens und die Frage nach den dahinterliegenden Gefühlen wird das Kind dazu angeregt, über das eigene Empfinden nachzudenken und lernt, damit umzugehen.  Positive Erlebnisse und Lernerfolge, die in der Gemeinschaft mit anderen erlebt und auch gefeiert werden, sind sinnstiftende Erfahrungen, die Kinder dazu ermutigen und befähi-gen, auch spätere Herausforderungen anzugehen und in schwierigen Situationen stand-zuhalten, ohne aus der Situation zu fliehen oder sich betäuben zu wollen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass Kinder auch lernen, mit Enttäuschungen, Konflikten und Misserfolgen umzugehen. Es ist daher auch ein wichtiger Bestandteil einer Suchtprävention, dass Kin-der einschätzbaren Risiken ausgesetzt werden, dass sie sich erproben und dabei Schei-tern dürfen, dass sie sich mit anderen Kindern streiten und nach ein paar Tagen wieder gemeinsam spielen können und dabei die Erfahrung machen: „Auch wenn mal etwas schief geht, werde ich geliebt und akzeptiert. Ich kann es noch einmal versuchen.“  Die Haltung „Ich traue dir etwas zu“, die Erwachsene Kindern entgegenbringen, stärkt das Selbstvertrauen des Kindes. Mit Vertrauen im Rücken kann ein Kind neugierig die Welt entdecken. Deshalb achten wir in unseren Einrichtungen auf die Stärkung der Kin-der, auf die Betonung ihrer Fähigkeiten und Ressourcen und ermutigen sie, selbstbe-stimmt neue Erfahrungen zu machen und im eigenen Tempo und nach eigenem Empfin-den, Herausforderungen anzugehen. Zahngesundheit Eine gesunde Zahnpflege erlernen Kinder mithilfe ihrer Eltern oft schon ab dem ersten Milchzahn. Das regelmäßige Zähneputzen nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen gehört für die meisten Kinder zum familiären Tagesablauf. Unsere Lern-welten unterstützen diese Gesundheitserziehung, indem die Kinder einmal am Tag die Möglichkeit haben, die Zähne zu putzen. Dabei geht eine Fachkraft mit einem oder einer kleinen Gruppe von Kindern ins Bad, um die Hände nach dem Mittagessen zu waschen und die Zähne zu putzen. Jedes Kind putzt sich selbst die Zähne, die Fachkraft putzt al-lerdings sich selbst ebenfalls die Zähne und bietet damit einen starken Anreiz, es ihr gleichzutun. Kinder, die von selbst sicher stehen können, haben die Gelegenheit am Zäh-neputzen bis zum 2. Lebensjahr spielerisch teilzunehmen. Ab dem 2. Lebensjahr putzen die Kinder mit Zahnpasta ihre Zähne, wenn sie das möchten. Wenn Zähneputzen ein täg-liches Ritual geworden ist, dann kann das gewünschte Verhalten zur Gewohnheit und die Gewohnheit zum eigenen Bedürfnis werden.  Zudem nehmen unsere Einrichtungen an Präventionsprogrammen teil, wobei jährlich ein Zahnarzt/ eine Zahnärztin oder ein/e Zahnpfleger/-in zu Besuch kommt, um spielerisch das Thema Zahngesundheit aufzugreifen. Die Kinder erhalten dabei wichtige Informatio-nen über die Funktion der Zähne, warum und wie sie gereinigt werden.  6. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  Unsere Einrichtungen sind ein Teil des Sozialraums und eine zentrale Instanz für Fami-lien. Kindertageseinrichtungen bieten ein Zentrum für kooperative Tätigkeiten an. Sie sind Orte der Begegnung und des Austausches und sind in ihrer Struktur an den Bedürf-nissen der Familien ausgerichtet. Die  Beteiligung an der Gestaltung des Sozialen Mitei-nanders im Sozialraum ist uns ein wichtiges Anliegen. Dabei streben wir eine enge

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Zusammenarbeit mit anderen Trägern der öffentlichen und freien Jugendhilfe und weite-rer örtlicher Fachkräfte im medizinischen und pädagogischen Bereich an sowie die Ver-netzung von Angeboten mit örtlichen Vereinen. Damit Übergänge gut gestaltet werden können, fördern wir Austausch und Kontakt zu den örtlichen Grundschulen.  Die Kindertagesstätte wird sich in der örtlichen Kinderbetreuungslandschaft einbringen und z.B. an trägerübergreifenden Leitungsrunden oder Qualifizierungsprogrammen der Sadt teilnehmen. 
6.1 Beispiele unserer Sozialraumorientierung und Kooperationen unserer Einrichtungen Gütersloh Die Einrichtungsleitung, unserer Einrichtung in Gütersloh, ist im Netzwerk der „Frühen Hil-fen“ auf Stadt- und Kreisebene eingebunden und bringt sich dort mit ein.  Unter anderem ist unsere Kitaleitung unserer Einrichtung „IdeenReich“ weitergebildete und qualifizierte (Isef- insoweit erfahren Fachkraft im Bereich Kinderschutz). Sie steht in einem engen Aus-tausch mit der Stadt- und ist auf Kreisebene in unterschiedlichen Netzwerken zum Thema Kinderschutz und Kindeswohlgefährdung aktiv.   3-4 Mal im Jahr treffen sich die Kitaleitungen der Stadt Gütersloh, um sich gemeinsam über personelle oder pädagogische Themen auszutauschen und ggf. auch zu unterstützen.   Durch die Zusammenarbeit mit den Gütersloher Grundschulen konnte bereits ein stabiles, zuverlässiges und vertrauensvolles Netzwerk aufgebaut werden.    In Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Gütersloh haben wir auf Anfrage, ein Fortbil-dungsangebot für pädagogische Fachkräfte entwickelt und erfolgreich zur Verfügung ge-stellt. Mit den Kindern werden dort Veranstaltungen besucht und Medienkisten entliehen.   Unsere Einrichtung „Kita Ideenreich“ hat mit dem Seniorenzentrum „Dr. Murken - Charles-ton Wohn- und Pflegezentrum“, eine Kooperation. Dort finden in Absprache mit der Leitung des Seniorenzentrums gegenseitige Besuche und Angebote statt.  Halle/Westfalen Unsere Einrichtung „Kids World“ in Halle hat seit vielen Jahren eine enge Kooperation mit den umliegenden Grundschulen. Einmal jährlich findet eine gemeinsame Info-Veranstal-tung für Familien statt. Die GrundschulrektorInnen nehmen am internen Elternabend für die Schulanfänger teil.   Die Kita „Kids World nimmt am Stadtteil Projekt "Wir sind dabei" teil. Die Stadt Halle bietet Themen Elternabende in verschiedenen Kitas an. Die Themen und Organisation dieser El-ternabende läuft über die Kitas.   Unter anderem besteht eine enge Kooperation mit einer Kunstpädagogin in der Einrich-tung, die einmal wöchentlich mit den Kindern kreativ ist.   Ochtrup Im Bereich der Qualifikation sowie der Ausbildung von pädagogischen Fachkräften besteht bereits eine Kooperation zwischen unserer Kindertageseinrichtung „Natur(t)raum“ in Och-trup und den naheliegenden Berufsschulen (z.B. Josef Pieper Schule in Rheine, Hildegar-deschule in Münster, Herman- Emanuel Berufskolleg in Steinfurt, Lise Meitner Schule in Ahaus).

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Die Kitaleitung steht ebenso in einem regelmäßigen Austausch, mit anderen Kitaleitungen. Die Treffen finden regelmäßig statt, um sich gemeinsam über personelle oder pädagogi-sche Themen auszutauschen und ggf. auch zu unterstützen.   Durch die Zusammenarbeit mit den Grundschulen auch in Ochtrup (z.B. der Marien-schule) konnte bereits ein stabiles, zuverlässiges und vertrauensvolles Netzwerk aufgebaut werden. Gemeinsam wurde die Kooperation zur „Gemüseackerdemie“ auf- und ausge-baut.   7. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft 
Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Familien Familien werden als wesentliche Partner im Bildungs- und Erziehungsprozess geachtet. Sie werden mit ihren individuellen Interessen, Bedürfnissen und besonderen Lebensver-hältnissen ernst genommen. In unseren Kitas werden alle familiären Lebensformen gleichwertig anerkannt und unterstützt. Insbesondere werden die Väter der Kinder wahr-genommen und in die Arbeit der Kita einbezogen.  Bedarfserhebung und Mitwirkung von Familien Jährlich stattfindende Elternbefragungen sollen die Bewertung und Zufriedenheit über die Angebote und die pädagogische Qualität der Einrichtung feststellen. Die Ergebnisse der Erhebungen werden für die Weiterentwicklung des Angebots genutzt. Die Einbindung der Eltern ist uns wichtig: • Kommunikation und Information auf vielen Ebenen (regelmäßige News, E-Mails, Fotos ...) • Jährlich gewählte Elternvertretungen  • Eltern können im Alltag der Einrichtungen mitarbeiten (z. B. Ausflüge, Feiern)  • Nutzung der Kita-Räume für Feiern mit Familie und Freunden Die Global Education bietet verschiedene Veranstaltungen für Eltern:  • Themenbezogene Elternabende nach Bedarf der Eltern  • Informationen z. B. über psychosoziale Dienste, Bildungs-, Kultur- und Freizeitangebote  Entwicklungsbegleitung und Dokumentation: „BeDo“ Die Kitas der Global Education möchten ihre pädagogische Arbeit den Eltern gegenüber veröffentlichen und eine gute Kommunkation und Transparenz herstellen. Dies geschieht durch vielfältige Gespräche bereits bei der Eingewöhnung und in den regelmäßig stattfin-denden Entwicklungsgesprächen. Das Kind wird seinem Entwicklungsstand entsprechend einbezogen. Ziel dieser Gespräche ist, die Sichtweise der Eltern auf die Entwicklung ihres Kindes in die tägliche Arbeit einzubeziehen.  „BeDo“ – die Beobachtungsdokumentation für Eltern und Kind  Mit „BeDo“ haben wir speziell für unsere Kitas ein Beobachtungs- und Dokumentations-instrument für Kinder und Eltern entwickelt. Nach der Beobachtung des Kindes wird beim Erstellen des BeDo- Bogens der Schwerpunkt auf Stärken und Interessen des einzelnen Kindes gelegt. Die Beobachtungen zu allen Entwicklungsbereichen sowie zu speziellen Themen, die das Kind beschäftigen, werden mit zahlreichen Fotos unterlegt.  Zudem wird für jedes Kind ein sogenannter BeDo-Ordner bzw. ein Portfolio angelegt. Hierbei handelt es sich um einen Ordner, in dem neben selbstgemalten Werken des

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Kindes auch Themenblätter Platz finden, die gemeinsam mit dem Kind bearbeitet wer-den. Diese werden mit Fotos, die die Kinder selbst auswählen, wörtlichen Zitaten, Ge-schichten über die Kinder und ihr Leben in der Kita und zu Hause bestückt.  Eltern-App Um den Gruppenalltag und das aktuelle Tagesgeschehen transparenter zu gestalten, können die Eltern über unser Dokumentations- und Kommunikationssystem per Eltern-App täglich alle gewünschten Informationen (z.B. beidseitige Kommunikation mit den Betreuern, Krankmeldungen, tägliches Ein-, Auschecken, Schlafzeiten, Essverhalten, Pflege, Tagesgestaltung, Einverständniserklärungen, Urlaubsplanung) direkt auf ihr Smartphone erhalten. Die App ist Android und iOS kompatibel. Beschwerdeverfahren für Kinder und Sorgeberechtigte Die Familien werden bei der Global Education als wesentliche Partner im Bildungs- und Erziehungsprozess geachtet und mit ihren individuellen Interessen, Bedürfnissen und be-sonderen Lebensverhältnissen ernst genommen. Kinder werden hierbei besonders sensibel wahrgenommen. Sie äußern ihre Beschwerden entsprechend ihrem Alter und ihren entwicklungsbedingten Fähigkeiten noch nicht mit Worten, sondern z. B. durch Rückzug, Verweigerung, Aggression. Unser pädagogisches Personal wird hierfür durch geeignete Schulungsmaßnahmen für eine professionelle Wahrnehmung und eine professionelle Responsivität im Umgang mit Kindern sensibili-siert. Durch eine partizipative Grundhaltung und durch unterschiedliche Kommunikationsmög-lichkeiten wie Kinderkonferenzen, Gesprächsrunden oder Einzelgespräche werden den Kindern Möglichkeiten gegeben, ihre Wünsche und Bedürfnisse einzubringen. Hierbei werden auch Unzufriedenheitsäußerungen der Kinder bewusst wahrgenommen und durch das Personal konkretisiert. Gemeinsam mit den Kindern wird dann nach Lösungen ge-sucht.  Im Team wird gemeinsam reflektiert, in welcher Form Beschwerden wahrgenommen wer-den und wie damit umgegangen wird. In Protokollen werden diese dokumentiert und eventuelle Handlungsmaßnahmen festgehalten. Die Sorgeberechtigten erhalten vielfältige Möglichkeiten, Beschwerden einzubringen. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Beschwerden direkt an die Fachkräfte, die Leitung oder auch den Träger zu richten, sei es persönlich oder über den Elternbeirat. In den regelmä-ßig stattfindenden Entwicklungsgesprächen und bei Feedbackrunden an Elternabenden werden die Sorgeberechtigten nach ihrem Befinden in der Einrichtung befragt. Zusätzlich findet einmal im Jahr eine Online-Elternbefragung zur Zufriedenheit statt. Verbesse-rungsvorschläge werden auch hier entgegengenommen und als Anlass gesehen, die Be-ziehung zu den Sorgeberechtigten und die Erziehungspartnerschaft anzupassen und zu verbessern. Die Eltern erfahren u. a. im Anmeldegespräch von der Möglichkeit, Be-schwerden an Fachkräfte, Leitungen oder Träger zu richten.  Zusätzlich bieten wir für unsere Kunden an jedem unserer Standorte eine/n Ansprech-partner/in im Bereich Beschwerdemanagement an. Der/Die jeweilige Ansprechpartner/in erfasst alle relevanten Informationen über den Beschwerdefall und leitet diese zeitnah an den betroffenen Bereich weiter. 24/7h Hotline für Lernwelten Eltern Manchmal kann es im Leben der Familien zu herausfordernden Situationen kommen, in denen die Eltern sich einen Experten an ihrer Seite wünschen, der bei Fragen rund um ihr Kind weiterhilft.  Um die Eltern auch in diesen Themen professionell unterstützen zu können, steht ihnen eine 24/7-Elternberatung zur Verfügung. Wir unterstützen und beraten z.B. bei folgenden Themen: • Trennung

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• herausforderndes Verhalten des Kindes • Fragen zum Schlafverhalten oder zur • Sauberkeitsentwicklung  • Stress und Überlastung  • Verlust und Trauer in der Familie  Die Beratung wird von unserem erfahrenen und kompetenten Team aus Elternberatern und Lebenslagen-Coaches durchgeführt. Beratungsgespräche können auch in englischer Sprache geführt werden.  Die Elternhotline steht allen Lernwelten-Eltern rund um die Uhr gebührenfrei zur Verfügung.   8. Organisationskultur und Qualitativ sichernde Maßnahmen 
8.1 Unser Leitbild Die Werte, die uns begleiten  Der pme Familienservice ist führender Dienstleister im deutschsprachigen Raum zum The-menfeld Work-Life-Balance und Diversity. Wir stehen dafür, dass wirtschaftlicher Erfolg von Unternehmen, Erwerbstätigkeit und ein gelingendes privates Leben keine Gegensätze sind, sondern sich positiv wechselseitig bedingen. Hierfür arbeiten wir mit Unternehmen, Politik und Verwaltung zusammen – unsere Produkte reichen von attraktiven Betreuungs- und Beratungsangeboten bis hin zu leistungsfähigen Informationssystemen. Wir wollen auch zukünftig zielgerichtet und zeitnah Dienstleistungen entwickeln, die den veränderten politischen und sozialen Bedingungen entsprechen. Damit möchten wir unsere führende Position behalten und verstärkt im internationalen Rahmen tätig werden.  Im Herzen entstand die Idee, soziale Dienstleistungen in der freien Wirtschaft anzubieten. Heute wird sie rentabel umgesetzt. Wir arbeiten mit Herz und Verstand, um unsere Kunden in emotionalen Bereichen zu unterstützen, ökonomische Potentiale aufzudecken und unser Unternehmen wirtschaftlich zu führen. Wir gehen auf die Wünsche unserer Kunden flexibel ein und finden effektive Lösungen. Von unseren Mitarbeitenden fordern wir Einsatz-bereitschaft auf vielfältige Weise und gehen gleichzeitig mit variablen Möglichkeiten der Work-Life-Balance auf sie ein. Wertschätzung prägt unseren Umgang mit den Kunden, innerhalb unseres Unternehmens und mit den Individuen in der Gesellschaft. Im Gegenzug erwarten wir respektvollen Umgang von unseren Auf-traggebern sowie von unseren Partnern. Wir respektieren Privatleben und Lebensstile des Einzelnen sowie die individuellen Bedürfnisse und Talente der uns anvertrauten Menschen. Wir tragen die Verantwortung, unsere Produkte ständig weiterzuent-wickeln. Damit unterstützen wir die Entwicklung unserer Kunden und unseres Unternehmens. Wir fördern die Menschen und Talente bei uns, bei unseren Kunden und insbesondere bei den uns anvertrauten Kindern. Wir geben unseren Mitarbeitenden die Freiräume und Ver-antwortung zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung. 
Herz und Verstand  leiten uns 
Flexibilität  ist unsere  Stärke 
Respekt  bestimmt  unsere Arbeit 
Weiter- entwicklung  ist unser Anspruch

16 
Von unseren Mitarbeitenden sowie von unseren  Partnern erwarten wir volles Vertrauen und Zuverlässigkeit, weil wir ihnen dies als Un-ternehmen ebenfalls schenken. Gegenüber unseren Kunden fördern wir durch Transparenz und Diskretion die vertrauensvolle Beziehung beider Seiten. Wir leben Vielfältigkeit, denn diese bestimmt unseren Erfolg. Wir res-pektieren Unterschiede und fördern bewusst die Verschiedenartig-keit in unserem Unternehmen. Wir möchten aktiv dazu beitragen, dass Diversity auch in anderen Unternehmen und der Gesellschaft als sinnvoll und förderlich verstanden wird. Gemeinsam wollen wir diese Werte auch in unserem wachsenden Unternehmen und in einer sich verändernden Kultur leben und vertiefen. Wir schaffen professionelle Lösungen im gesamten Bereich der Work-Life-Balance. Wir besitzen die Kompetenz, qualitativ hochwer-tige Konzepte im Bereich Work-Life-Balance und Diversity zu entwi-ckeln, international erprobte Konzepte dem Markt anzupassen und diese einer immer breiter werdenden Öffentlichkeit zugänglich zu machen.   
Vertrauen  ist die Grund- lage unserer  Arbeit 
Vielfältig-keit   leben wir 
Professio- nalität  zeichnet uns aus

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8.2 Kita-Management In der Kinderbetreuungseinrichtung Gumprichtr. im Stadtteil Gievenbeck werden entspre-chend den gesetzlichen und kommunalen Bestimmungen täglich bis zu 85 Kinder betreut werden. Die Personalbemessung erfolgt für alle Gruppen gemäß den Regelungen des Kin-derbildungsgesetzes und sieht  qualifizierte pädagogische Fachkräfte sowie eine/n Aner-kennungsjahrespraktikant/in oder PIA-Auszubildende/n vor.   Die Leitung der Einrichtung obliegt einer freigestellten, erfahrenen pädagogischen Fach-kraft, die von einer stellvertretenden Einrichtungsleitung aus dem pädagogischen Fach-Team vertreten bzw. unterstützt wird. Zusätzlich wird die Einrichtungsleitung vom Kitama-nagement Münster und Gütersloh, in Bezug auf die finanzielle und organisatorische Ver-waltung der Einrichtung unterstützt. Für fachliche Fragen stehen eine regionale und über-regionale Fachberatung zur Verfügung.   Wir verstehen uns als Lern- und Lehrbetrieb und ermöglichen eine Vielzahl an Praktika sowie berufsbegleitende, pädagogische Ausbildungen. Durch Kooperationen mit Berufs-,Fach-, und Hochschulen bieten wir Auszubildenden und Studierenden einen praxisnahen und offenen Lehrbetrieb, der im Nachgang häufig feste Übernahmen in den pme ermöglicht hat.   Bezüglich der Personalplanung erfüllen wir nicht nur alle gesetzlichen Vorgaben zu Fach- und Ergänzungskräfteschlüsseln, sondern haben das Ziel, dauerhaft einen höheren Betreu-ungsschlüssel anzubieten. Der Abgleich findet mit dem aktuellen Personalstundenrechner des KiBiz statt. Die notwendige Flexibilität in der Personalplanung, insbesondere bei Krank-heitswellen, gewährleisten wir durch Springeranteile im Stammpersonal der Kita gepaart mit einem eigenen flexiblen Pool an Springerkräften, den wir auch im Rahmen der Back-up-Betreuungseinrichtungen vorhalten.   Die Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden ist Grundlage für eine konstant gute Qualität in unseren Einrichtungen. Ein möglichst stabiler Personalschlüssel ist dafür unabdingbar.  Für die Vor- und Zubereitung der Speisen sowie für hauswirtschaftliche Tätigkeiten wird das Kita-Team durch eine Hauswirtschaftskraft in Teilzeit vervollständigt.  
8.3 Personalentwicklung Fortbildung und Qualitätssicherung sind uns wichtig, z.B. durch mindestens 5 Fortbil-dungstage im Jahr pro Vollzeit-Betreuungskraft (Teilzeitkräfte entsprechend anteilig) und ausreichend Vor- und Nachbereitungszeiten. Über unseren eigenen Akademiebereich (pme Akademie) können wir zielgerichtet entsprechend der regionalen Bedarfe hochwertige Fort- und Weiterbildungen anbieten und damit Synergieeffekte nutzen. Gleichzeitig nutzen wir die Fortbildungs- und Studienangebote des Landes NRW und anderer Träger, Fachschulen, Fachhochschulen sowie externer Experten.  In der Einarbeitungszeit ist ein enger Austausch zwischen Leitung/Mentor und neuem Teammitglied vorgesehen. Die Teammitglieder werden kontinuierlich in internen, überre-gionalen Fortbildungsveranstaltungen sowie Fortbildungen von externen Anbietern ge-schult und es finden bundesweite themenspezifische Vernetzungs- und Austauschtreffen – auch per Webinar - statt. Jährliche Mitarbeitergespräche einschließlich Zielvereinbarungen, sind Eckpunkte unserer Personalarbeit, ebenso wie pädagogische Fachberatungen und Teambildungstage.   Ein schriftlicher Einarbeitungsplan ist die Grundlage für die Einarbeitung unserer neuen Teammitglieder. Es wird ein Zeitrahmen für die einzeln zu erlernenden Tätigkeiten gesetzt. In der jeweiligen Gruppe wird die Einarbeitung durch einen Mentor begleitet. Während der

18 
Einarbeitungszeit finden ein Feedbackgespräch sowie ein ausführliches Abschlussgespräch zum Ende der Probezeit statt. 
8.4 Qualitätsmanagement Die Leitung der Einrichtung trägt die Verantwortung für die pädagogische Weiterentwick-lung in der Einrichtung. Gemeinsam mit der von ihr benannten Qualitätsbeauftragten sorgt sie für die Umsetzung der Richtlinien ihres regionalen Bildungsplans, der pme Rahmenkon-zeption, Prozessketten und Standards. Unsere pädagogische Arbeit sichern wir durch ver-schiedene Prozesse der Qualitätssicherung und der Qualitätsentwicklung.  Qualitätssicherung Alle Kinderbetreuungseinrichtungen der pme Familienservice-Gruppe haben bundesweit ein einheitliches Qualitätsmanagementsystem implementiert. Seit 2010 befinden sich alle unsere Einrichtungen in einem Zertifizierungsprozess nach DIN EN ISO 9001:2015. Im Rahmen dieser jährlichen Zertifizierung werden unter anderem die Abläufe in der päda-gogischen Arbeit optimiert und vereinheitlicht, um eine größtmögliche Transparenz für die Kinder, Eltern, Betreuungspersonen und Firmen sicherzustellen. Die Qualität unserer pädagogischen Arbeit überprüfen die Teams und Fachberatungen darüber hinaus konti-nuierlich anhand der Kriterien des Nationalen Kriterienkataloges (NKK) und entwickeln sie daraufhin weiter.  Aufgrund dieses ausgereiften Qualitätsmanagements setzen sich unsere Teammitglieder nahezu „automatisch“ mit permanenten Qualitätsprüfungen auseinander und hinterfra-gen somit fortlaufend ihre eigene Arbeit. Diese Instrumente helfen der Einrichtung und jeder/m Einzelnen, Arbeitsabläufe und pädagogische Ansätze zu hinterfragen, zu optimie-ren und immer wieder neueste Erkenntnisse und Entwicklungen in den Kita-Alltag einflie-ßen zu lassen.  Neue Teammitglieder nehmen bei Arbeitsbeginn an einem Einführungsprogramm teil und werden in die verschiedene Themenbereiche eingearbeitet. Die Mitarbeiterinnen und Mit-arbeiter unserer Kinderbetreuungseinrichtungen werden kontinuierlich in internen, über-regionalen Fortbildungsveranstaltungen geschult und es finden bundesweite Vernet-zungstreffen auf Leitungs- und Mitarbeiterebene statt. Zusätzlich nehmen alle Mitarbeite-rinnen und Mitarbeiter an Fortbildungsveranstaltungen externer Anbieter teil. Mitarbeiter-entwicklung und -gespräche, einschließlich Zielvereinbarungen, sind Eckpunkte der Per-sonalarbeit des pme Familienservice ebenso wie Supervision, Teambildungstage und -events.   Die Zufriedenheit der Eltern wird einmal im Jahr durch eine Online-Elternevaluationen er-hoben. Diese dienen uns neben der ISO-Zertifizierung und der internen Evaluation zu-sätzlich als ständiges Instrument der Qualitätssicherung und –verbesserung. Unser Kinderschutzauftrag Jedes Kind hat gemäß der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf • eine gewaltfreie Erziehung • die Entfaltung seiner Persönlichkeit • staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen • Beteiligung bei Entscheidungen, die es selbst betrifft • Fürsorge • Ernährung • Partizipation • Meinungsäußerung • Schutz vor körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt

19 
Der Schutz dieser Rechte und des Kindeswohls ist Bestandteil des gesetzlichen Erzie-hungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrags von Kindertageseinrichtungen (§ 22 Abs.3 SGB VIII). Unser Schutzkonzept stellt sicher, dass der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Global-Education-Ein-richtungen umgesetzt wird. Mit dem Schutzkonzept von Global Education stellen wir sicher, dass Kinder nach §1 Abs. 3 Nr. 3 SGB VIII vor Gefahren für ihr Wohl geschützt werden. Gleichfalls stellen wir damit und mit den hieraus resultierenden innerbetrieblichen Maßnahmen sicher, dass die über-nommenen Verpflichtungen durch die jeweils geschlossenen Vereinbarungen mit den zu-ständigen Ämtern eingehalten werden. Alle Beschäftigten unserer Kindertageseinrichtun-gen sind mit dem Schutzkonzept vertraut und werden im Umgang mit Fragen zum Kin-derschutz kontinuierlich fortgebildet. Jede Einrichtung verfügt über mindestens eine/n in-tern geschulte/n Kinderschutzbeauftragte/n, welche/r in Verdachtsfällen die Teammitglie-der unterstützt und den weiteren Prozess steuert, ggf. gemeinsam mit der Einrichtungs-leitung Kontakt zur insoweit erfahrenen Fachkraft aufnimmt.  Unsere Fachkräfte dokumentieren die Wahrnehmung der Aufgaben und Verpflichtungen aus diesem Schutzkonzept umgehend schriftlich und nachvollziehbar. Diese Dokumenta-tionspflicht erfasst alle Verfahrensschritte und muss bei jedem dieser Schritte mindestens beinhalten:   • Beteiligte Fachkräfte  • Zu beurteilende Situation • Ergebnis der Beurteilung  • Art und Weise der Ermessensausübung (Gefährdungseinschätzung)  • Weitere Entscheidungen  • Definition der Verantwortlichkeiten für den nächsten Schritt • Zeitvorgaben und Überprüfungen  Die pme Familienservice Gruppe hat eigene „insoweit erfahrene Fachkräfte“ zur Erfüllung des § 8b Abs. 1 SGB VIII, welche die bundesweiten Einrichtungen beraten und betreuen. Sie haben die Ausbildung zur IseF mit entsprechender Zertifizierung bei einem anerkann-ten Träger absolviert und verfügen über folgende Qualifikationen:  • Einschlägige Berufsausbildung • Qualifizierung durch nachgewiesene Fortbildung • Praxiserfahrung im Umgang mit Kindeswohlgefährdung und Problemfamilien • Kompetenz zur kollegialen Beratung • Persönliche Eignung (z. B. Belastbarkeit, professionelle Distanz, Urteilsfähigkeit)  Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle Mitarbeite-rinnen und Mitarbeiter, die direkt mit Kindern arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt kom-men. Das Schutzkonzept wurde im Sommer 2005 implementiert und wird seither fortlau-fend gemäß den neuesten gesetzlichen Bestimmungen aktualisiert.

20 
 9. Besondere Merkmale/Eignungen 
9.1 Alltagsintegrierte Sprachbildung In unseren Einrichtungen leben wir eine gezielte alltagsintegrierte und durchgängige Sprachbildung, die sich an alle Kinder richtet. In Zusammenarbeit zwischen dem pme Familienservice und der Stiftung Zuhören haben wir ein Konzept geschaffen, das die kindliche Sprachentwicklung auch auf der Ebene der Zuhörkompetenz stärkt. All-tagsintegrierte Sprachbildung bedeutet für uns, den gesamten Alltag sprachlich anregend zu gestalten und Sprache durch einen wertschätzenden, feinfühligen Dialog als wichtiges Kommunikationsmittel erfahrbar zu machen. Kinder können sich in der deutschen, engli-schen wie auch in anderen Sprachen in vielfältiger Weise ausprobieren und mit Sprache experimentieren und erleben sich dadurch selbstwirksam und kompetent.  
9.2 Eltern-App Ein eigens auf unsere Bedürfnisse abgestimmtes digitales Dokumentations- und Kommu-nikationssystem unterstützt uns sowohl in der medienpädagogischen Arbeit mit den Kin-dern (in Form von Fotogalerien, etc.) als auch schwerpunktmäßig in unserer Elternarbeit. Eine Eltern-App (s. Punkt 5, 5.3) bietet den pädagogischen Fachkräften die Möglichkeit, Eltern direkt und persönlich mit Informationen zum Tagesablauf und Wohlergehen ihrer Kinder zu versorgen sowie kurze Kommunikationswege zwischen Eltern und Einrichtung. Eine individuelle Übergabe und das persönliche Gespräch werden hierüber erfolgreich er-gänzt und keinesfalls ersetzt. Zu dem ermöglicht die App, die direkte Dienstplangestaltung, d.h. durch die gebuchten Betreuungszeiten der Eltern, wird vom System ein Zeitraster erstellt, um eine effektive Personaleinsatzplanung vornehmen zu können. Dies verschafft den Erzieher:innen:n mehr Zeit mit dem Kind. 
9.3 24/7h Hotline für Lernwelten Eltern Manchmal kann es im Leben der Familien zu herausfordernden Situationen kommen, in denen die Eltern sich einen Experten an ihrer Seite wünschen, der bei Fragen rund um ihr Kind weiterhilft.  Um die Eltern auch in diesen Themen professionell unterstützen zu können, steht ihnen eine 24/7-Elternberatung zur Verfügung. Wir unterstützen und beraten z.B. bei folgenden Themen: • Trennung  • herausforderndes Verhalten des Kindes • Fragen zum Schlafverhalten oder zur • Sauberkeitsentwicklung  • Stress und Überlastung  • Verlust und Trauer in der Familie  Die Beratung wird von unserem erfahrenen und kompetenten Team aus Elternberatern und Lebenslagen-Coaches durchgeführt. Beratungsgespräche können auch in englischer Sprache geführt werden.  Die Elternhotline steht allen Lernwelten-Eltern rund um die Uhr gebührenfrei zur Verfü-gung.

3.2_educcare_Konzept

101524 Zeichen

Angebot   
für die Übernahme der Trägerschaft der Kindertageseinrichtung 
in der Gumprichstraße in Münster-Gievenbeck (Oxford-Quartier) 
(Ausschreibungsnummer 01/2022) 
 
Köln, 29. November 2022

1 
Inhaltsverzeichnis 
Prolog ........................................................................................................ 3 
1 Profil  educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH ............................ 5 
1.1 Über uns ............................................................................................................ 5 
1.2 Werte und Engagement .................................................................................... 5 
1.3 Unsere Kita-Landschaft .................................................................................... 7 
2 Bildungs- und Erziehungskonzeption „Ein Kind ist, was in ihm steckt!“ . 8 
2.1 Grundwerte der pädagogischen Arbeit ............................................................. 9 
2.2 Konzeptionsschwerpunkte .............................................................................. 10 
2.2.1 Individuelle Förderung ........................................................................ 10 
2.2.2 Partizipation........................................................................................ 10 
2.2.3 Integration, Inklusion und Genderthematik ........................................ 10 
2.3 Umsetzung der Konzeption im Kita-Alltag ...................................................... 12 
2.3.1 Aufnahmekriterien .............................................................................. 12 
2.3.2 Mindestalter des Kindes ..................................................................... 12 
2.3.3 Übergangsgestaltung ......................................................................... 13 
2.3.4 Raumkonzept ..................................................................................... 14 
2.3.5 Öffnungs-, Schließ- und Betreuungszeiten ........................................ 14 
2.3.6 Tagesablauf........................................................................................ 15 
2.3.7 Hauskonzepte und Einrichtungsschwerpunkte .................................. 16 
2.4 Bildungsansätze und Kompetenzbereiche ..................................................... 16 
2.4.1 Kreativität als Bildungsansatz ............................................................ 16 
2.4.2 Sprachbildung und Sprachförderung ................................................. 16 
2.4.3 Musikalische Förderung ..................................................................... 18 
2.4.4 Natur und Naturwissenschaften ......................................................... 18 
2.4.5 Digitalisierung, Medien und Technik .................................................. 19 
2.5 Bilingualität ...................................................................................................... 20 
2.6 Gesundheitsförderung .................................................................................... 21 
2.6.1 Bewegung .......................................................................................... 21 
2.6.2 Schlaf- und Ruhe ............................................................................... 22 
2.6.3 Kinderschutz....................................................................................... 22 
2.7 Verpflegungskonzept ...................................................................................... 23 
3 Erziehungs- und Bildungspartnerschaften ........................................... 25 
4 Qualität sichernde Maßnahmen:  Struktur, Personal und Prozesse .... 26 
4.1 Organisationskultur ......................................................................................... 27 
4.2 Organisationsstruktur ...................................................................................... 27 
4.3 educcare-Standards Personal und Pädagogik ............................................... 28

2 
4.4 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung ...................................... 28 
4.5 Personalmanagement ..................................................................................... 29 
4.5.1 Recruiting-Aktivitäten ......................................................................... 30 
4.5.2 educcare Benefits ............................................................................... 30 
4.5.3 educcare Commitment Schulungen ................................................... 31 
4.5.4 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching ........................................ 31 
4.6 Strukturen und Prozesse zur systemischen Verankerung .............................. 31 
4.6.1 Dokumentation der pädagogischen Arbeit und Entwicklung .............. 32 
5 Beispiele und Stimmen zu educcare .................................................... 34 
6 educcare als Sozialraum engagierter Träger ....................................... 34 
6.1 Grundsätzliches zu Münster ............................................................................ 35 
6.2 Stadtteil Münster-Gievenbeck ......................................................................... 35 
6.3 educcare in Gievenbeck .................................................................................. 35 
7 educcare als Partner der Stadt Münster .............................................. 36 
7.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt ............................................................ 36 
7.2 Beweggründe für die Bewerbung .................................................................... 37 
8 Konditionen .......................................................................................... 37 
8.1 Trägeranteil ..................................................................................................... 37 
8.2 Salvatorische Klausel ...................................................................................... 37 
8.3 Allgemeine Konditionen .................................................................................. 38 
9 Faktenübersicht Kita „Gumprichstraße“ ............................................... 39

3 
Prolog  
Münster ist eine lebendige Großstadt – Wissenschaftsstadt, Skulpturenstadt, Stadt des 
Westfälischen Friedens, Fahrradstadt, Hansestadt – die viel Wert auf Kultur, Bildung und 
Familienfreundlichkeit legt. 
Die Stadt ist sich der Bedeutung von hervorragender früher Bildung und einer dem 
Bedarf entsprechenden qualitativ hochwertigen Kinderbetreuung als Standortfaktor für 
Eltern und Unternehmen bewusst. Die Bildung und Erziehung von Kindern hat einen 
hohen Stellenwert, alle Kinder haben ein Recht auf gleiche Entwicklungs- und Bildungs-
bedingungen, unabhängig ihres familiären und sozialen Hintergrundes. Münster möchte 
im Stadtteil Gievenbeck im sogenannten Oxford-Quartier im Rahmen einer 
Neubebauung eine weitere 5-gruppige Kindertagesstätte errichten und so das Angebot 
um einen vorbildlichen Baustein als familienfreundliche Stadt erweitern. Im Vordergrund 
stehen dabei:  
 Bildungsqualität 
 Chancengleichheit für alle Kinder unabhängig von der sozialen Herkunft 
 Unterstützung der Eltern stabile  
 Vereinbarkeit von Beruf und Familie 
Mit der Umsetzung eines anspruchsvollen Gesamtkonzeptes möchte educcare den 
Ausbau der lokalen Bildungsinfrastruktur unterstützen. educcare verfügt über langjährige 
Erfahrungen im Aufbau und Betrieb von Kindertagesstätten sowie in der Zusammen-
arbeit mit Kitas, Trägern und Grundschulen. In Münster betreibt educcare mit den „Lacki 
Kids“ (betriebsnahe Einrichtung der BASF Coatings), der Kita „Waldbach“ sowie Kita 
„Blatt-Werk“ bereits drei Einrichtungen. Mit der Betriebskita der Westfälischen Wilhelms-
Universiät geht Mitte 2023 ein vierter Standort an den Start. Der Projektaufbau für eine 
weitere kommunale Einrichtung in Gievenbeck läuft. 
Synergieeffekte durch den Betrieb weiterer Kitas in Münster sind für bestehende und 
etwaige neue Einrichtungen wertvoll und für die weiterhin gute Zusammenarbeit mit der 
Stadt und den Institutionen vorteilhaft.  
educcare möchte in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, insbesondere mit dem 
Jugendamt, eine Kindertageseinrichtung realisieren, die folgenden Ansprüchen genügt: 
Bildungs- und Unterstützungsauftrag vorbildlich erfüllen 
 individuelle und umfassende Begleitung/Förderung jedes uns anvertrauten Kindes 
 verlässliche Unterstützung der Eltern in der Verwirklichung ihrer Lebensmodelle, 
u.a. der verlässlichen Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
 vorbildliche Zusammenarbeit mit anderen Institutionen in Münster, wie z.B. den 
anderen Kitas sowie den Grundschulen und damit gleitender Übergang  
 hochwertige Pädagogik durch Umsetzung der educcare Bildungs- und 
Erziehungskonzeption 
 Integrationsförderung in Münster 
Die Kita als Spiegelbild des sozialen Umfeldes 
 die Kita als Ort der Begegnung und neuer Kontakte 
 auf die Integration verschiedener Kulturen und Sprachen zugeschnittenes 
pädagogisches Angebot sowie stadtteiloffene Angebote

4 
 Zusammenarbeit mit anderen Bildungsinstitutionen/-projekten 
 hochwertige Bildung allen Kindern in gleichem Maße ermöglichen, um ihr 
Potenzial zu entfalten. Der Anspruch auf inklusive Bildung ist universal und gilt 
unabhängig von Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen oder 
besonderen Lebensbedürfnissen 
Bereicherung des lokalen Bildungs- und Erziehungsangebotes 
 Initiierung offener Bildungsangebote in Absprache mit anderen engagierten 
Institutionen (z.B. Förderung „Deutsch als Fremdsprache“) 
 Zusammenarbeit mit anderen Bildungsinstitutionen, wie Kindertagesstätten sowie 
Schulen und anderen (z.B. Öffnung der educcare Schulungen) 
Entwicklung und Erprobung familienzentrumähnlicher Strukturen in der Kita: 
 Umfeld adäquate Angebote für die Familien (z.B. Eltern-Kind-Spielgruppen, Kurse 
zur Erziehungspartnerschaft, Elterncafé, Themenabende für Eltern, gemeinsame 
Ausflüge in die Umgebung, …) 
 Ort der Information, d.h. Übersicht und Austausch zu bestehenden lokalen 
Angeboten 
 Vernetzungsaktivitäten, Kontakte und Kooperationen mit Institutionen vor Ort, z.B. 
Kitas, Grundschulen, Vereinen, gebietsübergreifenden Veranstaltungen etc.  
Mit dieser Bewerbung bekundet educcare die Bereitschaft zur Übernahme der Träger-
schaft für die neue Kindertageseinrichtung in der Gumprichstraße in Gievenbeck.  
Unser Team für Münster: 
educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH 
Alter Markt 36-42 
50667 Köln 
0221 – 466 194 00 
info@educcare.de 
Kerstin Seitz Projektentwicklung   0151 157 711 59 
    kerstin.seitz@educcare.de  
Alexandra Mammana Regionalmanagerin  0175 339 06 49 
  alexandra.mammana@educcare.de  
Nicole Gräwe Projektleiter Kita-Aufbau  0151 1577 36 51 
  nicole.graewe@educcare.de

5 
1 Profil  
educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH 
1.1 Über uns 
Kita „neu denken“ – mit dieser Idee traten Marcus Bracht und Axel Thelen 2002 an, um 
frühkindliche Bildung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie nachhaltig zu verbessern. 
Persönliche Erfahrungen im nationalen und internationalen Bildungskontext motivierten 
sie, die educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH zu gründen. Bestärkt wurden sie 
durch die gemeinsamen Forderungen von Eltern, Erziehenden, Unternehmen und Politik 
nach neuen umsetzbaren Ansätzen für frühkindliche Bildung.  
educcare will… 
 Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ein zweites Zuhause und 
exzellenter Entwicklungs- und Bildungsort sein, 
 Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen, 
 Unternehmen und Institutionen bedarfsorientierte, effiziente betriebsnahe 
Kinderbetreuung ermöglichen, 
 Kommunen im Spannungsfeld hoher Qualitätsstandards und enger Budgets 
unterstützen, 
 eigenen Mitarbeiter*innen Entwicklungsmöglichkeiten bieten. 
Seit 2003 ist educcare bundesweit anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Aktuell 
betreuen wir rund 3.000 Familien in 44 Kitas und beschäftigen über 1.200 engagierte, 
qualifizierte Mitarbeitende.  
Unsere pädagogische Basis ist die educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption. Mit 
unterstützenden Strukturen und Prozessen ermöglichen wir unseren Mitarbeitenden in 
den Einrichtungen, die Konzeption flexibel, individuell und verlässlich umzusetzen.  
Wir planen, realisieren und betreiben im Auftrag von innovativen Städten, Institutionen 
und Unternehmen Kindertagesstätten. Zudem bieten wir Beratungsdienstleistungen rund 
um Kinderbetreuung /Vereinbarkeit von Beruf und Familie an.  
educcare ist ausschließlich im Bereich frühkindlicher Bildung und zeitgemäßer 
Unterstützung der Familien tätig: Wir bündeln alle Kräfte und die volle Aufmerksamkeit in 
diesem umfangreichen Themenbereich, um jederzeit individuell, zielgenau, aktuell und 
schnell agieren zu können.  
Unternehmensgröße, Struktur und Selbstverständnis garantieren Auftraggebernähe, 
Professionalität und Transparenz. Weitreichende Kompetenzen und langjährige 
Erfahrungen im Aufbau und Betrieb einer Kindertagesstätte sorgen für zeitgerechte 
Projektabläufe. 
1.2 Werte und Engagement 
Wir wollen frühe Bildung in Bewegung bringen und an der nachhaltigen Zukunftsfähigkeit 
der Gesellschaft mitwirken. Zukunftsfähig heißt für uns, dass Kinder in unseren Kitas ihr 
Recht auf frühe Bildung wahrnehmen können. Außerdem verstehen wir uns als 
verantwortlicher Teil der Gesellschaft. Wertschätzung, Verbindlichkeit, Vertrauen und 
Authentizität prägen unsere Arbeit. Über den Alltag in der Kindertagestätte hinaus

6 
engagieren wir uns in politischen, ökologischen und/oder zwischenmenschlichen 
Projekten. 
Frühkindliche Bildung  
 Qualität ohne Wenn. Punkt.  
Mit der Kampagne „Kita Qualität“ unterstützen wir die konsequente Umsetzung der 
Kinderrechte durch die gesetzliche Verankerung bundesweit geltender 
einheitlicher Qualitätsstandards in Kindertagesstätten. https://www.kita-qualitaet-
ohne-wenn-punkt.de/ 
 Projekt „Offensive Bildung“ und „Offensive BildungPLUS“ 
In Kooperation mit Ludwigshafener Trägern, finanziert von der BASF, 
verantwortete educcare Projektdesign und -management für die stadtweite 
Initiative „Offensive Bildung“ (Ludwigshafen) zur signifikanten, nachhaltigen und 
übertragbaren Verbesserung frühkindlicher Bildung in ca. 90 Kindertagesstätten.  
Wertschätzung 
 Erzieherinnen und Erzieher sind Helden! 
Erzieher*innen gestalten den Alltag der Kinder und ermöglichen ein glückliches 
und selbstbestimmtes Heranwachsen. Ihr Beitrag zur Erziehung und Bildung 
unterstützt und fördert nicht nur die Kinder selbst, sondern auch die Vereinbarkeit 
von Familie und Beruf der Eltern. Dies gilt es mit der Kampagne wertzuschätzen. 
Great Place to Work
® 
 Die Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden ist uns ein großes Anliegen. Alle zwei 
Jahre nehmen wir daher am Wettbewerb des unabhängigen Great Place to Work® 
Instituts teil und wurden bei fünf Teilnahmen seit 2012 fünf Mal in Folge unter die 
100 Besten Arbeitgeber Deutschlands
TM gewählt. 
UNESCO-Projektschulen 
 UNESCO-Projektschulen stehen für Bildung und Erziehung zu internationaler 
Verständigung, Interkulturalität und Partizipation. Unsere Kitas in Stuttgart und 
Karlsruhe sind, stellvertretend für alle educcare Kitas, zu „anerkannten UNESCO-
Projektschulen“ ernannt worden. Die Ziele der UNESCO werden spielerisch in den 
Kita-Alltag integriert und die Leitlinien von Kindern und pädagogischen 
Fachkräften gemeinsam umgesetzt. 
Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie 
 Das Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie“ des 
Bundesfamilienministeriums setzt sich mit den Spitzenverbänden der deutschen 
Wirtschaft und Gewerkschaften (dafür ein, Familienfreundlichkeit zu einem 
Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu machen. Das Netzwerk ist zentrale 
Plattform für alle, die sich für das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie 
interessieren. educcare engagiert sich in diesem Unternehmensprogramm, um die 
Unterstützung und Flexibilität im Bereich Vereinbarkeit von Beruf und Familie für 
Unternehmen in die Praxis umzusetzen.

7 
Deutscher Kitaverband  
 educcare ist Gründungsmitglied des Deutschen Kitaverbands, der seit 2018 freie, 
unabhängige Träger in ganz Deutschland vertritt. Wir arbeiten aktiv dafür, dass 
freie Träger neben den etablierten Trägerverbänden gleichberechtigt sind und die 
Rahmenbedingungen der frühkindlichen Bildung verbessert werden. Marcus 
Bracht ist stellvertretender Geschäfts- 
führer im Landesverband NRW.  
Ökoprofit Köln 
 Die Ökoprofit-Zertifizierung dokumentiert unser Engagement rund um 
Nachhaltigkeit, ökologische Verantwortung und soziale Gerechtigkeit. 
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit steht für uns im Einklang mit Verantwortung 
gegenüber Umwelt und sozial gerechtem Ausgleich. Ökostrom, nachhaltige 
Ernährung und effiziente Ressourcennutzung sind für uns selbstverständlich.  
Ausschuss Frühe Bildung des Didacta Verband e.V. 
 educcare engagiert sich im Ausschuss Frühe Bildung, um im Netzwerk Wege und 
Ideen zur Unterstützung des Elementar- und Primarbereiches zu erarbeiten. Wir 
beteiligen wir uns aktiv an der Weiterentwicklung der Bildungssysteme, setzen wir 
uns für die Stärkung der frühkindlichen Bildung im Elementar- und Primarbereich 
ein und schaffen Angebote zur Fort- und Weiterbildung von pädagogischen 
Fachkräften. 
1.3 Unsere Kita-Landschaft 
Seit Gründung 2002 bietet educcare Kindertagesstätten als betriebliche Einrichtung, im 
Verbund von Unternehmen und Kommune, im Verbund mehrerer Unternehmen oder im 
Auftrag einer Kommune an. Einrichtungsformen sind dabei Krippen, Kindertagesstätten 
und Notfallbetreuungen. Aktuell betreuen wir rund 3.200 Familien in 44 Einrichtungen 
und beschäftigen rund 1.200 engagierte und qualifizierte Mitarbeitende. 4 weitere 
Standorte befinden sich mit Stand Oktober 2022 im Aufbau. 
 
Im Durchschnitt besuchen rund 75 Kinder in 5 Gruppen eine educcare-Kita, die Anzahl 
an betreuten Kindern variiert in den jeweiligen Kitas von 30 Kindern bis hin zu über 250 
Kindern. Rund die Hälfte der educcare-Einrichtungen liegen in NRW, sodass wir über 
große Erfahrungswerte im Hinblick auf landesspezifische Anforderungen und 
Gegebenheiten verfügen.

8 
2 Bildungs- und Erziehungskonzeption 
„Ein Kind ist, was in ihm steckt!“ 
Die pädagogische Grundlage unserer Arbeit ist die educcare Bildungs- und 
Erziehungskonzeption. Sie ist verbindlicher Orientierungsrahmen für die 
pädagogische Arbeit und gibt allen Beteiligten Sicherheit: Kindern, Eltern, 
Fachkräfte, Träger und Auftraggeber.  
Wir berücksichtigen und wertschätzen die Individualität jedes einzelnen Kindes 
und seiner konkreten Familiensituation. Ziel ist die: 
 Förderung der Basiskompetenzen, wie lernmethodische Kompetenz und 
Lebenskompetenzen 
 Förderung in den klassischen Bereichen Bewegung, Ernährung, 
Wahrnehmung, Sprache und Zweitsprache, Kunst und Musik, 
Naturwissenschaft sowie Technik und Medien 
Die Konzeption basiert auf dem situationsorientierten Ansatz sowie der Reggio-
und Montessori-Pädagogik, nationalen und internationalen Bildungsplänen, 
wegweisenden Umsetzungsmethoden und ist geprägt von unserer Haltung: 
Bild vom Kind und Haltung zum Kind 
Kinder forschen, erfinden, entdecken, dichten, musizieren, malen, 
philosophieren, rechen, experimentieren – sie wollen ihren Wissensdurst stillen, die Welt 
erobern, sie lernen durch Versuch und Irrtum und sammeln neue Erkenntnisse. All dies 
tun sie auf ihre ganz individuelle Art und Weise. Sie demonstrieren uns täglich: „Hier bin 
ich und so ist die Welt!“  
Dieses Bild vom Kind verlangt von Erwachsenen die Individualität eines jeden Kindes 
bedingungslos anzuerkennen, es in seiner Entwicklung achtsam zu begleiten, ihr 
jederzeit gerecht zu werden und gleichzeitig Liebe und Schutz zu gewähren. 
educcare versteht die Zeit vor der Schule ausdrücklich als prägende Bildungszeit. In ihrer 
Bedeutung schätzen wir sie für das spätere Leben und Lebensglück ebenso hoch ein, 
wie die darauffolgende Bildungszeit in der Schule. 
Haltung zur Familie 
Eltern sind die Experten ihrer Kinder. Sie sind willkommen und werden in das  
Leben der Kindertagesstätte und die Arbeit der Erzieher*innen einbezogen. 
Um das einzelne Kind zu verstehen, zu fördern und ihm in der Einrichtung das 
Gefühl einer zweiten Familie zu vermitteln, ist die enge, auf gegenseitiger 
Akzeptanz und Vertrauen basierende Zusammenarbeit mit den Eltern 
unabdingbare Voraussetzung. Der unkomplizierte, ehrliche Umgang, authentisches 
Interesse an dem einzelnen Kind, eine offene Atmosphäre und Zeit schaffen diese 
Grundlage. Eltern sollen sich, wie ihre Kinder, in der Tagesstätte wohlfühlen.  
Die Bildungs- und Erziehungskonzeption entspricht selbstverständlich allen 
gesetzlichen Regelungen der jeweiligen Bundesländer und des Bundes.  
  
educcare Bildung- und 
Erziehungskonzeption

9 
2.1 Grundwerte der pädagogischen Arbeit 
„Ein Kind ist, was in ihm steckt“ ist Grundlage aller Zielformulierungen. 
Die pädagogische Arbeit bei educcare ist auf eine „glückliche Kindheit und die 
Ausschöpfung der individuellen Potentiale und Talente“ ausgerichtet. Wir sind davon 
überzeugt, dass das einzelne Kind nur dann das Vertrauen und die Sicherheit gewinnt, 
sich mit der weiteren Welt positiv auseinanderzusetzen, wenn es sich wohlfühlt und die 
Kindertagesstätte als zweites Zuhause empfindet. Eine wichtige Voraussetzung dafür 
und durch Gruppenstruktur, Raumgestaltung, Materialangebot beeinflusst, ist 
 eine Atmosphäre der Geborgenheit  
 Beachtung, Zuwendung und Anerkennung  
 Bindungen und Beziehungen 
 die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse 
Für das pädagogische Fachpersonal bedeutet dies 
 liebevolle, individuelle und sorgfältige Eingewöhnung in die neue Umgebung 
„Kindertagesstätte“ für jedes einzelne Kind in Peer Groups 
 das einzelne Kind so annehmen, wie es ist, und es in seinen Handlungen 
bedingungslos wertschätzen 
 durch Teilhabe des Kindes am Geschehen seine Mitwirkung und die 
Übernahme von Verantwortung ermöglichen 
 dem Kind eine sichere Ausgangsbasis für die Erkundung der Welt bieten 
Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung und zwar von Geburt an. Bildung als Begriff, der 
eine bestimmte Qualität von Lernprozessen beschreibt, heißt 
 „eigensinnige Selbstbildung“, die auch soziales Miteinander, aktive Anregung 
und Unterstützung benötigt 
 im Lebenskontext lernen und dem Lernen einen persönlichen Sinn geben 
 eigene Wege finden und gehen (Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit) 
 Denken, Handeln, Fühlen und Werte mit sich und anderen in Einklang bringen 
 Selbstbilder und Weltbilder entwickeln und verknüpfen 
Die educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption ist ein verbindlicher 
Orientierungsrahmen für die pädagogische Arbeit in der educcare Kindertagesstätte. 
Beispiele sind die laufende Beobachtung und Dokumentation der Entwicklung jedes 
Kindes, der kontinuierliche Austausch mit den Eltern darüber, die pädagogischen 
Angebote sowie auf Seiten der Mitarbeitenden regelmäßige Entwicklungsgespräche und 
intensive Fort- und Weiterbildung.  
Für jedes einzelne engagierte Team der educcare Kindertagesstätten wird so die solide 
Basis für professionelle pädagogische Arbeit geschaffen. Die Umsetzung und 
Ausgestaltung der Arbeit vor Ort liegt bei der lokalen Kita-Leitung und ihrem Team. Damit 
ermöglicht die Konzeption den notwendigen Freiraum für Individualität, Flexibilität und 
Kreativität.

10 
2.2 Konzeptionsschwerpunkte  
Dargestellte Schwerpunkte sind exemplarische Ausschnitte aus der educcare Bildungs- 
und Erziehungskonzeption. Es handelt sich um Grundlagen des pädagogischen 
Handelns in den Kindertagesstätten. Wir legen Wert auf eine ganzheitliche Förderung 
von Lebenskompetenzen und Kompetenzen in den verschiedenen Bildungsbereichen.  
2.2.1 Individuelle Förderung  
Der educcare Bildungsansatz betont spielerisch und ganzheitlich die Individualität des 
Kindes, geht von seinen Stärken aus, setzt die Partizipation von Kindern als wesentlich 
voraus. Die Grundhaltung unserer Fachkräfte gegenüber Kindern und ihren 
partizipatorischen Möglichkeiten lässt Freiraum zum Experimentieren und Entdecken der 
Welt mit allen Sinnen. Sie stärkt die Selbstbildungskompetenzen des Kindes sowie 
dessen Selbstbewusstsein. 
2.2.2 Partizipation 
Kinder haben ein Recht an allen sie betreffenden Entscheidungen entsprechend ihrem 
Entwicklungsstand beteiligt zu werden (vgl. Art. 12 UN-Kinderrechtskonvention). Kinder 
sind fähig, ihren Lebensalltag bewusst und gezielt mitzugestalten. Aufgabe der 
Erzieher*innen ist es, die individuellen Wünsche des Kindes zu erfragen, zu respektieren 
und zu berücksichtigen. Die Kinder erfahren durch aktive Beteiligung, dass sie kompetent 
sind, Einfluss nehmen, Dinge in Bewegung bringen und Richtungen steuern können. 
Institutionalisierte Instrumente der Partizipation sind z. B. Redekreis/ Morgenkreis, 
Kinderkonferenz, gemeinsame Planung und Reflexion von Aktionen. 
2.2.3 Integration, Inklusion und Genderthematik 
Inklusion ist der folgerichtige Schritt auf die Bemühungen der Integration. Sie ermöglicht 
es Kindern, ihr Recht auf die Erreichung ihres individuell höchsten Bildungszieles 
wahrzunehmen. 
Inklusive Bildung bedeutet nach den UNESCO-Leitlinien, allen Menschen in gleichem 
Maße zu an hochwertiger Bildung teilzuhaben zu lassen und ihr Potential zu entwickeln. 
Dieser Anspruch ist universal und gilt unabhängig von Geschlecht, sozialen und 
ökonomischen Voraussetzungen oder besonderen Lebensbedürfnissen. 
educcare Kindertagesstätten stehen allen Kindern offen. Unser Leitsatz „Ein Kind ist, was 
in ihm steckt“ verdeutlicht die Offenheit und Achtung gegenüber der Verschiedenheit und 
des Andersseins eines jeden Kindes mit all seinen Potenzialen und Herausforderungen. 
Wir sind überzeugt davon, dass jedes Kind seine „Eigenarten“ hat und seine Potenziale 
umfassend entfalten kann, wenn wir es bedingungslos annehmen und ihm die 
Erfahrungsräume einräumen, die es braucht, unabhängig von  
 seinem Erscheinungsbild 
 seinen Fähigkeiten 
 seiner Sozialisation, seiner ethnischen, kulturellen oder sozialen Herkunft 
Dies bedeutet die Vielfalt an sich willkommen zu heißen und Verschiedenheit und 
Anderssein als bereichernd und gleichwertig zu verstehen. Das gilt gleichermaßen für die 
Zusammenarbeit mit den Eltern. Für die kultursensitive Haltung ist es bedeutsam, sich 
mit den kulturellen Hintergründen einer Familie auseinanderzusetzen

11 
Der Inklusionsgedanke der Gleichwertigkeit ermöglicht jedem Kind gleichberechtigte 
Teilhabe und Mitgestaltung seines unmittelbaren Lebensumfeldes. Jedes Kind ist mit 
seiner Besonderheit und seinen individuellen Bedürfnissen anerkannt und „mittendrin“. 
Kein Kind ist „außen vor“, weil es den Anforderungen nicht entsprechen kann, keine 
Familie benachteiligt, weil ihre Wertvorstellungen und Verhaltensweisen von unserer 
westlichen Kultur abweichen. In diesem Sinne ermöglichen wir allen, insbesondere aber 
Kindern mit besonderen Bedürfnissen: 
 Respektierung der eigenen Persönlichkeit 
 Würde und Selbständigkeit 
 Selbstvertrauen und Begeisterung beim Lernen 
 ein ausgeglichenes Lern- und Betreuungsumfeld 
 Geselligkeit, Freundschaft und Zusammenarbeit mit anderen 
 kulturelle Unterschiede und Vielfalt 
 Wohlfühlen im familiären Umfeld 
educcare ist der festen Überzeugung, dass es notwendig und sinnvoll ist, behinderte und 
nichtbehinderte Kinder so früh wie möglich zusammenzuführen. Einstellungen und 
Vorurteile bilden sich bereits im Kindergartenalter und werden von der Umwelt 
übernommen.  
Eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Inklusionsarbeit ist neben der 
interdisziplinären Kooperation die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter*innen und ihre 
pädagogische Begleitung. 
educcare Erzieher*innen und Mitarbeiter*innen zeichnen sich durch hohe Empathie und 
Engagement in ihrer Arbeit aus. Sie sehen sich als Ansprechpartner*innen für die 
Herausforderungen, Unsicherheiten bis zu Ängsten der Eltern, beraten und geben, wenn 
möglich Hilfestellung. Sie verfügen über Kooperationsmöglichkeiten mit verschiedenen 
Partnern und Institutionen.  
 Interkulturelle Arbeit  
Die interkulturelle Orientierung der educcare Kindertagesstätten zeigt sich u.a. in der 
bilingualen Ausrichtung (Deutsch-Englisch). Zudem arbeiten die Einrichtungen nach den 
UNESCO-Leitlinien, deren Grundsätze u. a. die Förderung von Demokratie, gegenseitige 
Achtung und Toleranz sind. In den Einrichtungen werden sowohl die unterschiedlichen 
Kulturen gelebt und somit kennengelernt, als auch das gegenseitige Verständnis 
füreinander gefördert. Unterschiede werden als Chance und Ressource betrachtet, den 
Alltag zu bereichern und für die Kinder weitere Lernmöglichkeiten zu schaffen. Unsere 
Kitas orientieren sich in besonderer Weise an den Ideen der internationalen 
Verständigung, der interkulturellen Bildung und des Lernens gemäß den Leitlinien der 
UNESCO-Projektschulen/-Bildungseinrichtungen. Sie unterstützen aktiv das Ziel der 
UNESCO in allen Bereichen. Toleranz, Demokratie, Nachhaltigkeit und globale 
Entwicklung werden intensiv und verlässlich gelebt. 
Unsere Kindertagesstätten in der Stuttgarter Hasenbergstraße und die Karlsruher 
Mühlwichtel wurden von der Deutschen UNESCO-Kommission zu „anerkannten 
UNESCO Projektschulen“ ernannt.  
Soziale Beziehungen sind die Grundvoraussetzung aller Bildungsprozesse. Die Welt, in 
der Kinder aufwachsen, ist von kultureller und sprachlicher Vielfalt geprägt. Dabei gilt es, 
kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken. Vielfalt, Mehrsprachigkeit

12 
und Mulitkulturalität gehören zum Alltag der educcare Einrichtungen. Verschiedene 
Familienkulturen mit unterschiedlichen Vorstellungen werden durch Familien und 
Mitarbeitende repräsentiert. 
 Genderthematik 
Eine der zentralen Entwicklungsaufgaben von Kindern ist es, die eigene 
Geschlechtsidentität aufzubauen. Wer bin ich? Wer bin ich als Mädchen, wer bin ich als 
Junge? Akzeptanz und Wertschätzung von Unterschieden zwischen Mädchen und 
Jungen sowie das Wissen um den Prozess der Geschlechtsidentität bilden die Basis für 
eine geschlechtsangemessene und geschlechtsbewusste Erziehung. Mädchen und 
Jungen erproben im Rollenspiel die eigene Geschlechtsidentität durch das „Frau-Sein“ 
(Mutter, Prinzessin, Schwester, Hexe) und „Mann-Sein“ (Vater, Bruder, Cowboy, Polizist). 
Erst wenn sie sich ihrer Geschlechterrolle sicher sind, das heißt unwiderruflich wissen 
“Ich bin ein Mädchen/ein Junge und das bleibe ich.“ können sie flexibler mit ihrer 
Geschlechterrolle und den dazugehörigen Zuschreibungen umgehen. Auch wenn die 
Kinder das kognitive Verständnis dafür erst im Grundschulalter entwickeln, kommt dem 
Kindergarten als erster außerfamiliärer Institution mit einer bewussten 
geschlechtsspezifischen Arbeit eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu. 
2.3 Umsetzung der Konzeption im Kita-Alltag 
educcare Kitas arbeiten grundsätzlich im gruppenübergreifendes Konzept. 
Es gibt feste Bezugsgruppen. Funktionsräume und Bildungsbereiche werden gemeinsam 
genutzt. 
2.3.1 Aufnahmekriterien 
Die Aufnahmekriterien orientieren sich an den lokalen Bedingungen. Sofern diese 
trägerübergreifend abgestimmt sind, werden wir uns gerne daran beteiligen. 
Neben Faktoren wie Berufstätigkeit, alleinerziehend, von Behinderung bedroht, 
Geschwisterkinder usw. spielen natürlich auch pädagogische Gesichtspunkte eine Rolle 
(z.B. Zusammensetzung in der Gruppe). 
educcare legt im Aufbau besonderen Wert auf eine gute Mischung, die auch den 
Sozialraum widerspiegelt. Erfahrungen aus anderen Standorten zeigen, dass später eine 
Mischung nur schwer herzustellen ist. Von daher werden wir von Anfang an darauf 
achten, dass die Kita ein Spiegelbild der Gesellschaft sein wird. Eventuell sollten am 
Anfang noch nicht alle Plätze belegt werden, um z.B. anderssprachigen Familien 
ausreichend Gelegenheit zu geben, sich mit der neuen Kita vertraut zu machen. 
Gemeinsam mit der Stadt würden wir uns und die Kita gerne frühzeitig den Akteuren des 
Sozialraums (Vereine, Zentren etc.) bekannt machen. 
2.3.2 Mindestalter des Kindes 
Die frühe Kindheit ist das Zeitfenster für die sichere Bindung. Die Kinder spüren, dass sie 
jemanden brauchen, der sie elementar versorgt und wollen sich dieser Person sicher 
sein. Sie haben weder für Raum noch für Zeit ein ausreichendes Gefühl. Ihre räumliche 
Erfahrung entspricht zunächst nur ihrem noch kleinen Aktionsradius, also den wenigen 
Schrittchen, die sie bis dahin eventuell schon gehen können, bzw. der Reichweite, 
innerhalb derer sie sehen und hören können.

13 
Aus diesem Grund empfehlen wir die Betreuung von Kindern in unseren Einrichtungen 
idealerweise (je nach Entwicklung des Kindes und Betreuungssituation in der 
Einrichtung) ab 12 Monaten, frühestens jedoch ab sechs Monaten. Unserer Krippen sind 
für die Betreuung von Säuglingen nicht ausgerichtet. Daher sollte die Betreuung von 
Kindern unter 6 Monaten die absolute Ausnahme sein.  
2.3.3 Übergangsgestaltung 
 Eingewöhnung 
„Ein Kind ist, was in ihm steckt“. Der educcare Leitsatz gilt auch für die Eingewöhnung. 
Ziel des educcare Eingewöhnungskonzeptes ist eine Eingewöhnung in die Gruppe der 
Gleichaltrigen (Peergroup), die in einem zweiten Zuhause Sicherheit und Geborgenheit 
vermittelt, die für gleichberechtigte Vielfalt steht und die Bedürfnisse des Kindes und der 
Eltern ernst nimmt. Für unsere Kindertagesstätten bieten das Münchener und das 
Zürcher Eingewöhnungsmodell eine sehr gute Grundlage. Wir berücksichtigen die 
Grundsätze der educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption und nutzen die 
Erkenntnisse aus dem Wiener Krippenprojekt. Für jedes Kind und seine Eltern soll die 
Eingewöhnung individuell je nach Bedürfnissen und Ressourcen gestaltet werden.  
Dieser Eingewöhnungsprozess weist allen Beteiligten von Anfang an eine wichtige und 
aktive Rolle zu. Eine zentrale Bedeutung für das Wohlbefinden des Kindes nimmt die 
Kindergruppe ein: Das Kind wird nicht an eine neue Bezugsperson gewöhnt, sondern an 
die ganze Kita. Im Vordergrund steht das „starke“ Kind, das Übergänge bewältigen kann, 
wenn es dabei Unterstützung erfährt. Gelingt dieser Übergang erfolgreich, ist das Kind 
gestärkt, auch weitere Übergänge zu bewältigen. Das educcare Eingewöhnungskonzept 
erlaubt Variabilität und Anpassung an die örtlichen Bedingungen, das Alter und den 
Entwicklungsstand der Kinder und an die sozialen Bedingungen des Umfeldes. Ziel ist, 
den Übergang eines Kindes in die Peergroup zu gestalten und die sich wandelnden 
gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen flexibel einzubeziehen. 
 Übergang in die Grundschule 
Kindertagesstätten und Schule haben die gemeinsame Verantwortung, durch ihre 
Zusammenarbeit eine weitgehende Kontinuität der Entwicklungs- und Lernprozesse für 
die Kinder zu gewährleisten. Gemeinsam mit den Eltern übernehmen sie die 
Verantwortung für eine beständige, ganzheitliche Bildungs- und Erziehungsentwicklung. 
educcare sieht sich in der Verpflichtung die umliegenden Grundschulen anzusprechen 
und gemeinsam den Übergang von Kita zu Schule z. B. durch 
Kooperationsvereinbarungen, Kooperationskalender, gemeinsame Informationsabende, 
übergreifende Portfolios und Projekte zwischen Kita- und Schulkindern zu gestalten. 
Beispiele für gezielte „Vorschulaktionen“: 
 Regelmäßiger Schulkindertreff, um an gemeinsamen, für die Gruppe 
interessanten Projekten zu arbeiten 
 ein erster Schulbesuch, „Schnuppertag“ 
 Hospitation der Grundschullehrer in der Kindertagesstätte 
 Schulweg kennenlernen 
 nähere und weitere Umgebung kennenlernen

14 
2.3.4 Raumkonzept  
Raum ist ein Teil der educcare-Pädagogik, der unsere Wertschätzung Kindern und 
Mitarbeitern gegenüber zum Ausdruck bringt. Die pädagogische Arbeit in unseren 
Kindertagesstätten basiert auf der Reggio-Pädagogik, bei der der Raum und seine 
Gestaltung eine bedeutende Rolle spielt: „der Raum als dritter Erzieher“. Einrichtung und 
Material haben durch die Präsentation Aufforderungscharakter, bieten ordnende 
Orientierung, ermöglichen unterschiedliche Perspektiven, fordern die Wahrnehmung 
heraus und laden zum forschenden Lernen ein. Räume wirken als reichhaltige, 
vorbereitete Umgebung, die den Kindern Anregung und Herausforderung bieten sowie 
Geborgenheit und Rückzugsmöglichkeiten.  
Sie können als Gruppenräume und Funktionsräume (z. B. Räume für 
Atelier, Bewegung, Entspannung etc.) angelegt sein. Wir setzen, 
sofern es die Gegebenheiten zulassen, ein Drei-Raum-Konzept aus 
Gruppen-, Schlaf- und Differenzierungsraum um. Letzterer soll 
idealerweise vom Gruppenraum und von außen zugänglich sein. 
Gleiches gilt aus Aufsichtsgründen für Sanitärbereich und 
Lagerräume. 
Wichtiges Element ist zudem die „Piazza“. Als zentraler Ort in der 
Einrichtung für konkrete soziale Erfahrungen, hat sie eine 
symbolische Bedeutung: Sie setzt eine Art historische Marktplatz-
Tradition fort, die Raum für Begegnung, Austausch, Information und 
Kommunikation schafft. Kinder und Erwachsene begegnen sich hier mit Wertschätzung, 
tauschen sich aus, werden inspiriert. 
Des Weiteren haben räumliche Bedingungen wie Licht, Farben und Akustik eine 
wesentliche Bedeutung. Der Lärmpegel kann in Kindertagesstätten mit ca. 80 Dezibel 
enorm hoch sein. Damit Kinder sich im Spiel und in der kreativen Entfaltung nicht gestört 
fühlen, sind Schallschutzdecken oder geräuschdämmende Fußbodenbeläge ein Muss. In 
Gruppenräumen wird auf große Fensterfronten geachtet, da bei Tageslicht die 
Sinneswahrnehmung anders geschärft wird als bei Kunstlicht. Zudem steuert Tageslicht 
körperliche Vorgänge wie Körpertemperatur, Stoffwechsel, Herzschlag, Gehirntätigkeit 
und Hormonproduktion. In Schlafräumen werden in der Regel Hochebenen eingebaut. 
Diese dienen als platzsparende Schlafmöglichkeit und als Spiel- und Kletterobjekt zu 
Nicht-Schlafenszeiten.  
Das Außengelände sollte direkt an die Einrichtung angrenzen. Die Gesamtfläche ist in 
folgende Funktionsbereiche unterteilt: Sand, Wiese, fester Boden, 
Rückzugsmöglichkeiten, Wasser-/Bachlauf mit Auffang-/Spielbecken und mit 
Trinkwasser, unterschiedliche Höhen und Tiefen, naturnah, Wege für Kinderfahrzeuge, 
Klettergerüste (möglichst aus Holz). 
2.3.5 Öffnungs-, Schließ- und Betreuungszeiten 
Betreuungs-, Öffnungs- und Schließzeiten sind im Prinzip individuell gestaltbar. Die 
Anforderungen des Standortes, des Sozialraumes, der Einrichtung, der Eltern und/oder 
des Auftraggebers müssen sich aber bei educcare konsequent an Wohlbefinden und 
Bedürfnissen der betreuten Kinder messen lassen. Im Regelfall gehen wir von einer 9-
stündigen Betreuungszeit auch bei längeren Öffnungszeiten aus, weil:

15 
 Der Kita-Alltag ist für jedes Kind Freude und Herausforderung. Kinder müssen 
sich täglich darauf einstellen. Wir muten Kindern zu, sich in dieser Welt 
zurechtzufinden. Zumuten heißt für uns daher vertrauen, fordern und fördern – 
nicht überfordern. 
 Eltern sind die wichtigsten Bindungs- und Bezugspersonen für ihr Kind. Trotz 
der Herausforderungen des beruflichen Alltags sollten sie jeden Tag eine 
intensive Zeit mit ihrem Kind erleben. Dies ist das Recht des Kindes.  
2.3.6 Tagesablauf 
Ein strukturierter Tagesablauf ist für Kinder, besonders im Krippenalter, ein wichtiger 
Bestandteil für eine gesunde Entwicklung. Den Kindern wird ein Tagesablauf geboten, 
der Orientierung und damit auch Sicherheit bietet. Dieser wird an lange Öffnungszeiten 
oder sonstige Besonderheiten angepasst, ohne, dass die Grundstruktur mit festen 
Ritualen und Abläufen berührt wird. Feste Rituale und Strukturierungsmerkmale sind 
Morgenkreis/ Morning Circle mit allen Kindern, gemeinsames Frühstück, Mittagsessen, 
Mittagsruhe und der nachmittägliche Snack. 
Exemplarischer Tag in der Kita May-Käfer: 
06:30 - 09:00 Uhr Bringzeit in die Bezugsgruppen und erste Freispielphase - entspannter Start in den 
Tag; liebevolle Begrüßung, kurzer Informationsaustausch mit den Eltern 
08:00 – 09:00 Uhr Frühstück im Bistro/ in den Gruppen mit täglich wechselndem Essensangebot 
08:00 - 11:15 Uhr individuelle Schlafens- und Ruhezeiten der Kleinsten 
09:00 Uhr Morning Circle - in der Gruppe ankommen, Begrüßung, gemeinsame 
Tagesplanung; Sing- und Tanzspiele 
09:30 – 11:30 Uhr 
Impulszeit: Kinder wählen altersentsprechend zwischen gezielten Angeboten wie 
gemeinsamen Backen im Bistro, Malen im Atelier, Klettern im Bewegungsraum, 
Ausflügen in den Zoo oder in den Park,... Erzieher*innen unterstützen bei der 
Realisierung der Ideen, schaffen Anreize, fördern die individuellen Interessen, 
beobachten, dokumentieren und tauschen sich später mit den Eltern darüber aus. 
11:30 – 12:00 Uhr gemeinsames Mittagessen Krippenkinder 
11:30 – 13:00 Uhr 
offenes Mittagessen Kita-Kinder; Kinder entscheiden selbst wann und mit wem sie 
Mittagessen gehen möchten 
12:30 – 14:00 Uhr 
Schlafens- und Ruhezeit– ältere Kinder beschäftigen sich leise, ruhen sich aus 
und/oder bekommen vorgelesen; jüngere Kinder machen sich bettfertig, klettern in 
ihre Kisten oder auf ihre Matratzen. Wer nicht schlafen kann, ruht. 
Bedürfnisorientierte Schlafdauer – wer wach wird, ruft oder kommt aus dem 
Schlafraum und kann dann in ruhiger Atmosphäre wieder ins Spiel finden. 
14:00 Uhr Täglich wechselnder Nachmittagssnack, abgestimmt auf den Mittagstisch 
14:00 - 17:30 Uhr 
Freispielzeit – Kinder spielen im Garten, Bewegungsraum oder ihrem 
Gruppenraum; oftmals gemischt mit Kindern aus anderen Gruppen. 
Impulszeit – Kinder können gezielten Aktivitäten nachgehen wie 
Bewegungsparcours, arbeiten mit Lerntabletts oder experimentieren mit den 
Programmierrobotern. 
Individuelle Abholzeiten – Eltern erhalten in Tür- und Angelgesprächen 
Rückmeldung vom Tag

16 
2.3.7 Hauskonzepte und Einrichtungsschwerpunkte 
Das educcare Bildungsverständnis bedingt Entwicklung und damit fortwährende 
Veränderung. Thematische Schwerpunkte werden folgerichtig vorwiegend anlass- und 
projektbezogen in den Kitaalltag integriert. Trotz des in der educcare Bildungs- und 
Erziehungskonzeption verankerten, einheitlichen und qualitätssichernden pädagogischen 
Orientierungsrahmens, hat jede Kita ihr eigenes „Gesicht“: Dieses kann sich an den 
Interessen der Kinder und ihrer Eltern, an standortspezifischen Faktoren, an 
Schwerpunkten der Firmen oder Universitäten oder an individuellen Fähigkeiten und 
Kompetenzen orientieren und wird im individuellen Hauskonzept dokumentiert und 
weiterentwickelt. 
2.4 Bildungsansätze und Kompetenzbereiche  
Kompetenzerwerb ist in die unmittelbare Lebenssituation des Kindes eingebunden und 
findet in den einzelnen Bildungsbereichen eine besondere Ausprägung. educcare forciert 
eine Verknüpfung der Bereiche, um Kindern Zugänge mit wechselnden Erfahrungen und 
Erkenntnissen zu ermöglichen.  
2.4.1 Kreativität als Bildungsansatz 
Die educcare Bildungs- und Betreuungskonzeption betont durchgängig 
Selbstbildungspotenziale, Selbstbestimmung und -bewusstsein, sowie 
die Freiheit des Denkens und Handelns eines Kindes. In der 
Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen Kindes nimmt die Erfahrung 
mit bzw. die Übernahme von Verantwortung einen besonderen 
Stellenwert als methodisches Instrument im pädagogischen Alltag ein. 
Daraus leitet sich die Forderung ab, dass educcare Kindertagesstätten 
kreative, d.h. ergebnisoffene, prozessorientierte und experimentelle 
Lernorte sein müssen. So wird „Kreativität“ nicht nur auf das 
schöpferische Tun innerhalb künstlerischer Prozesse reduziert, sondern 
als „kreative Lernkultur“ im ganz „normalen“ Alltag gesehen und 
gefördert. Im schöpferischen Prozess bilden Kinder genau die Kompetenzen aus, die für 
das Lernen grundlegend sind. 
Hauptziele des Projektauftrages „Kreativität“ sind: 
 Die Kinder in den educcare Einrichtungen vertrauen auf ihre Fähigkeit, 
schöpferisch zu denken und zu handeln.  
 Sie haben ihre individuellen Einstellungen und Gestaltungskompetenzen 
maximal entwickelt und nutzen ihr kreatives Potenzial vielfältig und umfassend. 
 Sie werden aufgefordert und ermutigt, eigenwillige Lern- und Lösungswege zu 
suchen. 
2.4.2 Sprachbildung und Sprachförderung 
Sprache ist – im Unterschied zu Krabbeln, Laufen, Klettern usw. – die einzige Fähigkeit, 
die nur im beständigen, unmittelbaren Kontakt zu einem Menschen gelernt und verfestigt 
werden kann. Kinder nehmen wahr, dass Menschen miteinander kommunizieren, 
einander zuhören und gehört werden.

17 
Sprachliche Bildung beginnt in den ersten Lebenswochen. Sie ist ein kontinuierlicher 
Prozess, der über Kindheit, Schule und Ausbildung hinaus andauert. Kommunikation 
umfasst die verbale und auch die nonverbale Verständigung wie Gestik, Mimik, 
Körpersprache, Tonfall, Rhythmus. Sprechfreude, Entwicklung der Körpersprache, 
Lautbildung, Neugierde und Interesse an Reimen, an Geschichten, Büchern und fremden 
Sprachen, die Erweiterung von Wortbildung und Satzbau, die Fähigkeit zum Ausdruck 
von Gefühlen und Bedürfnissen und aktives Zuhören stellen die ersten Bildungsziele in 
der Sprachentwicklung dar.  
Im frühen Kindesalter besitzt die nonverbale Kommunikation hohe Bedeutung als 
Ausdrucksform und Kontaktmittel. Dies stellt entsprechende Anforderungen an den 
Erwachsenen, sich einzufühlen, zu verstehen und in den Dialog zu treten. Kinder wollen 
sich ausdrücken, sich verständlich machen können. Sie brauchen verantwortliche 
Vorbilder, Anerkennung und Ermutigung für die Nutzung all ihrer sprachlichen 
Möglichkeiten. Kinder ohne die Erfahrung positiver Resonanz verstummen.  
Spracherwerb hat als „Produktion von Lauten“ etwas Spielerisches, Experimentelles und 
in gleichem Maße Sinnstiftendes. Sprachentwicklung basiert auf dieser Lust an Tönen, 
Sprachmelodien und Wortspielen. Sie bilden im ständigen Dialog die Basis für die 
Förderung im Alltag.  
In der Gemeinschaft erleben Kinder, welches Gewicht ihre Stimme hat. Je mehr Kinder in 
einen Dialog einbezogen sind, umso mehr Anreiz und Motivation erhalten sie, sich 
sprachlich zu entwickeln.  
Schriftzeichen stehen für die Laute der gesprochenen Sprache. Kinder lernen, dass 
diese Zeichen Inhalte vermitteln. Die Entdeckung von Zeichen, Zahlen, Buchstaben sind 
ein Meilenstein auf dem Weg zum abstrakten Denken. Die Möglichkeit, sich mitzuteilen, 
ohne selbst anwesend zu sein, ja sogar die ganze Welt zu erreichen, ist für Kinder ein 
faszinierender Gedanke. Selbst erfundene Zeichen, der Wunsch, den eigenen Namen 
sichtbar zu machen, oder auch die Entdeckung von Zahlen auf dem Weg zum 
Kindergarten sind Ausdruck dieses Entwicklungsschrittes. 
Ziele der Sprachbildung und Sprachförderung: 
 Sprache als persönliches Ausdrucksmittel genießen, sprachliche Vielfalt mit 
Spaß erleben 
 Stärken des einzelnen Kindes in seiner Beziehung zur Welt: Erfahrungen und 
Gedanken verbal ausdrücken und andere verstehen können 
 sich der Familiensprache als Teil der eigenen Identität bewusst sein 
 korrekter und bewusster Umgang mit der deutschen Sprache und – in den 
meisten educcare Tagesstätten – mit einer zweiten Sprache (Vorbildfunktion) 
 Vergrößerung des Wortschatzes, nach Bedeutungen von Worten fragen, Lernen 
in Sinn-Zusammenhängen 
 altersgemäße grammatikalische Kompetenz 
 phonologisches Bewusstsein (Reime, Silben, einzelne Laute) 
 Schönheit von Sprache(n) und Schrift(en) entdecken, Wahrnehmen und 
Aufgreifen des Interesses der Kinder an Schriftsprache (eigener Name, 
Hausnummern, chinesische Zeichen) 
 Zeichen, Ziffern, Symbole, Piktogramme erkennen, eigene Zeichen erfinden. 
Bis Sommer 2022 nahmen elf educcare Kitas am Bundesprogramm "Sprach Kita: Frühe 
Chancen" teil. Aktuell ist der Fortbestand dieses Instruments der frühkindlichen

18 
Sprachförderung durch den Bund gestoppt. Etwaige Alternativen auf Landesebene sind 
noch in der politischen Diskussion. 
2.4.3 Musikalische Förderung 
Der Aufbau von musischen Fähigkeiten ist ästhetische Bildung. Sie schafft Vertrauen zu 
sich selbst und durch das musische Zusammenspiel auch zu anderen Kindern.  
Vor diesem Hintergrund räumen educcare Tagesstätten den Kindern größtmöglichen 
Spielraum für die eigene Fantasie ein. Sie stellen den Kindern Materialien bereit, mit 
denen sie gut arbeiten können und schaffen Platz für das kindliche Bedürfnis nach 
persönlichem Ausdruck und raumgreifender Aktivität. Kunst und Musik als „Sprache der 
Emotion“ ist ein schöpferischer Prozess, in dem die Kinder Empfindungen, Gefühlen, 
Beziehungen, Problemen, vorübergehenden Theorien, Ideen von etwas Möglichem wie 
offensichtlich Unmöglichem Gestalt geben. 
Wofür wir uns verantwortlich einsetzen: 
 aktives gestalterisches Lernen 
 Erweiterung der Lebenskompetenzen 
Die integrative Musikförderung betrifft den Gehörsinn, z. B. die Fähigkeit Laute 
differenziert zu hören, Entwicklung von Sprachrhythmus und -melodie. 
2.4.4 Natur und Naturwissenschaften 
Kinder wollen die Zusammenhänge ihres lebensweltlichen Umfeldes ergründen und 
brauchen dafür Raum. Erfahrungen in und mit der Natur betreffen die belebte Welt – den 
Umgang mit Pflanzen und Tieren – wie die unbelebte Natur. Die 
belebte Natur ist traditioneller Bestandteil der pädagogischen Arbeit. 
Kinder nehmen ihre Welt durch Beobachten, Beschreiben, 
Vergleichen und Bewerten wahr. Dabei berühren sie ihrem Interesse 
und ihrer eigenen Logik folgend Themen aus der Biologie, der 
Chemie, Physik und Technik: 
 Warum fallen die Blätter von den Bäumen? 
 Was schwimmt da oben auf der Suppe und warum? 
 Woraus besteht ein Regenbogen? 
 Warum kann ich mich nicht von meinem Schatten trennen? 
Staunen regt die Neugier an, weckt den Forschergeist und unterstützt 
die Kinder ihr intuitives Wissen oder die diffuse Kenntnis von etwas 
zu überprüfen. Waldtage, Natur und naturwissenschaftliche Projekte sind mit Kind 
orientierten Themen Teil des pädagogischen Alltags – passend zum Entwicklungsstand 
des Kindes und mit unmittelbarem Lebensbezug. So lernen die Kinder in kleinsten bis hin 
zu übergeordneten Zusammenhängen. Sie erweitern Wissen und Fähigkeiten, 
übernehmen Verantwortung und entwickeln Bewusstsein für den Umweltschutz. 
Naturwissenschaftliche Bildung -  ein wichtiger Bestandteil der frühkindlichen 
Bildung  
Es ist bekannt, dass die Weichen für Bildungschancen und damit für Lebenschancen 
bereits früh gestellt werden. Hier sehen wir unseren besonderen und wichtigen Auftrag. 
Insbesondere die Motivation und die Fähigkeit zu kontinuierlichem und 
selbstgesteuertem Lernen möchten wir bei Kindern wecken. Das grundlegende

19 
Interesse, die Welt zu erforschen und zu verstehen, erleben wir immer wieder im Alltag 
mit den Kindern. Eine wichtige Schlüsselqualifikation, die wir in unserer Arbeit Kindern 
vermitteln, ist z. B. die Problemlöseorientierung. Das Experimentieren, das Gewinnen 
von Erkenntnissen über ein Problem, die Vermutungsbildung und die Überprüfung 
derselben, liegen im Interesse der Kinder. Mit Fantasie, Wissendrang und Kreativität 
zeigen sie uns dabei ihren Forschungsgeist. Es ist eine schöne und spannende Aufgabe 
zu sehen, mit welchem Eigenantrieb, Interessen und welcher Neugierde Kinder 
Antworten und Erklärungen zu Naturphänomenen geradezu einfordern. Mit 
naturwissenschaftlichen Erfahrungen und insbesondere deren Deutungen fördern wir die 
Selbstkompetenz der Kinder, die soziale Kompetenz, die Neugier- und 
Forschungskompetenz, die Problemlösekompetenz und die Orientierungskompetenz. 
Hierbei ist zu beachten, dass die naturwissenschaftliche Perspektive natürlich mit 
anderen Bildungsbereichen wie Sprache, Bewegung, Kunst oder Musik verknüpft werden 
sollte, um die Themenfelder aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. 
2.4.5 Digitalisierung, Medien und Technik 
Kinder wachsen mit Medien und Technik auf. Sie zeigen Interesse an deren Funktionen 
und Verwendungsweisen. Ihre ersten Kontrollerfahrungen machen sie, indem sie Geräte 
ein- und ausschalten, Knöpfe drücken und sehen, was passiert. In der 
Auseinandersetzung mit technischen Geräten aus dem unmittelbaren Lebensbezug der 
Kinder entstehen neue Erkenntnisse. Neben technischen Fragen, „was funktioniert wie“ 
und lebenspraktischen „was mache ich, wenn…“ eröffnet Technik auch den Raum für 
philosophische Fragen, z. B. 
 Welche Energie braucht der Mensch, um zu „funktionieren“? 
 Kann der Mensch auch einmal nicht funktionieren? Wer repariert ihn dann? 
Smartphone, Tablet, Kamera, PC, Spielkonsole sind nur Beispiele aus der Informations- 
und Kommunikationstechnik, mit denen Kinder heute selbstverständlich aufwachsen.  
educcare zieht aus dem Verständnis der kindlichen Entwicklung den Schluss, dass 
Kinder freie Spielwelten in unstrukturierten Umwelten brauchen, um mit ihrem – analogen 
– Leben umzugehen. Wir sind in der Verantwortung, ihnen diese Erfahrungs-, 
Beziehungs- und Lernräume offen zu halten. Das Angebot von elektronischen Medien in 
der Kita ist daher immer auf Ziel, Zweck und Nutzen zu hinterfragen und abhängig von 
den Bedarfen und Lebenswelten der Kinder einzusetzen. Die Fragen liefern die Kinder 
entwicklungsentsprechend von ganz alleine. Im Sinne dieser nicht bewertenden, sondern 
kritisch und lustvoll hinterfragenden Auseinandersetzung – mit Kindern und im Team – 
sind Medien und Technik ein nicht wegzudenkender Teil der pädagogischen Arbeit.  
„Digital sein“ gehört mittlerweile zu unserem Alltag. Immer und überall online, stets 
erreichbar und informiert sein. Diese digitale Welt hat sich in den letzten Jahrzehnten 
rasant entwickelt und tut es immer noch stetig. Unsere Kinder müssen schlicht in diese 
Realität hineinwachsen. Aber wie geht man als Kind damit um? Kinder müssen im 
Umgang mit digitalen Medien unterstützt und vor allem auch begleitet werden. Wir 
müssen unsere Kinder darin bestärken, sich selbstaktiv mit der Welt 
auseinanderzusetzten, um eine Umgangskompetenz mit digitalen Medien zu entwickeln. 
Konkrete Richtungsziele sind: 
 Medienvielfalt und -nutzen erlernen  
 Lernen und Bewusstwerden der aktiven Mediennutzung

20 
 Verknüpfung vorhandener Erfahrungen mit digitalen Medien aus dem privaten 
Umfeld mit den Erfahrungen aus dem Kindergarten 
 Erlernen des selbstsicheren, selbstbestimmten Umgangs mit bekannten 
digitalen Medien  
 Kennenlernen neuer, unbekannter Medien durch die pädagogische Fachkraft 
mit Anknüpfung an bereits bekannte 
 Erlernen des selbstsicheren, selbstbestimmten Umgangs mit den neuen Medien  
 Erkenntnis, dass alle Medien etwas vom Menschen Erschaffenes und 
Gemachtes ist 
 Bewusstsein, dass Sprache die Grundvoraussetzung für die Medienbildung ist 
2.5 Bilingualität 
Bilingualität ist fester Bestandteil der educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption. 
Wir betreuen in der Regel Kinder aus verschiedenen Nationen. Mit 
Mehrsprachigkeit wird die Grundlage für eine förderliche Entwicklung der Kinder in 
den Kindertagesstätten gelegt. educcare strebt eine Besetzung von einer 
deutschsprachigen und einer englischsprachigen Fachkraft je Gruppe an.  
In ihrer praktischen Bedeutung ist Mehrsprachigkeit ein Kernaspekt von 
interkultureller Erziehung. Unsere englischsprachigen Fachkräfte sind im 
pädagogischen Alltag ein Vorbild für gelebte Bikulturalität und Zweisprachigkeit. 
Eine zweite Sprache schafft Zugang zu anderen Menschen und anderen Kulturen. 
Sie ist der Anfang von Internationalität. Im Krippen- und Kindergartenalter erfassen 
und verarbeiten die Kinder neue Laute, Worte, Sätze und Redewendungen. In 
diesem Alter ist das Fenster für Sprachen weit geöffnet und das Leben in der 
Kindertagesstätte stellt mit seiner Fülle an Angeboten eine ideale Voraussetzung für 
den Spracherwerb dar.  
Die Zweitsprache wird – im Grunde wie die Erstsprache – mit der 
Immersionsmethode erlernt, im sogenannten „Sprachbad“: Eine der in der Gruppe 
tätigen Fachkräfte, im Idealfall eine der beiden Fachkräfte, spricht konsequent mit den 
Kindern in der Fremdsprache, hier Englisch. Diese klaren Sprachtrennungsregeln nach 
dem Prinzip „eine Person – eine Sprache“ erleichtern den Kindern den 
(Zweit)Spracherwerb und gewährleisten eine Konstanz der Bindung und Beziehung. Die 
Kommunikation wird – wie in der Muttersprache – unterstützt durch Mimik, Gestik und 
begleitende Aktivitäten, die den Kindern weitere sinnstiftende Informationen liefern.  
Außerdem stehen verschiedene englischsprachige Bilderbücher zur Verfügung, die 
regelmäßig zum Einsatz kommen. Musik, Fingerspiele, kleine Spiele und Bewegung 
ergänzen das Angebot.  
Bilingualität mittels der Immersionsmethode gilt durch ihren natürlichen und spielerischen 
Ansatz nachweislich als die erfolgreichste Methode des Zweitspracherwerbs. Unsere 
Native Speaker sind ausgebildete pädagogische Fachkräfte und Muttersprachler*innen 
mit "Native Speaker Niveau" und haben einen längeren Zeitraum im englischsprachigen 
Ausland gelebt. Vor ihrem Einsatz in educcare Einrichtungen wird die sprachliche 
Qualität dieser Erzieher*innen durch eine*n Muttersprachler*in geprüft. Bilingualität wird 
von allen Fachkräften in den educcare Kitas miteinander gelebt und gestaltet.  
Alle artikulierten Sprachen erfahren in den educcare Kitas eine gleichberechtigte 
Wertschätzung.

21 
 Wertschätzung und Neugier für fremde Laute und Sprachmelodien 
 Unterstützung des Selbstbildungspotenzials von Kindern: kreative Strategien der 
Kinder, die es ihnen erleichtern, sich im Dschungel fremder Laute und Worte 
zurechtzufinden, werden aufgegriffen 
 Verstehen und – in Teilen – Gebrauchen der zweiten Sprache 
Der Einsatz von entsprechenden englischsprachigen Fachkräften hängt von der lokalen 
Verfügbarkeit dieses Profils ab.  
2.6 Gesundheitsförderung  
Gesundheitserziehung bedeutet, ein Kind zu befähigen, für sein eigenes Wohlergehen zu 
sorgen. Körperpflege, vielfältige Bewegungsangebote, Ruhe und Entspannung, gesunde 
Ernährung und ein unbefangenes Verhältnis zu Körper und Sexualität gehören dazu.  
educcare erfüllt alle gesetzlichen Forderungen zu Unfallschutz und Hygiene, die in 
detaillierten Handlungsanweisungen in den Kitas festgeschrieben sind. Zahngesundheit, 
Gewalt- und Suchtpräventionen, Unfallprävention/Sicherheit und psychosoziales 
Wohlbefinden werden wie beschrieben im Rahmen von Projektarbeitet kita- und 
kindindividuell anlassbezogen in die pädagogische Arbeit integriert. 
2.6.1 Bewegung 
Bewegung findet in educcare auf vielfältigste Art statt: Auf dem Außengelände, bei 
(Wald-) Ausflügen, auf Spielplätzen oder in Turnräumen. Unterstützt wird die natürliche 
Bewegungsfreude von Kindern zudem durch eine Raumgestaltung, die 
Körpererfahrung von klein an ermöglicht (z. B. durch Podeste, zweite Ebenen, 
Hängeschaukeln). Die Lust an Bewegung zu erhalten und zu fördern ist ein 
Bestandteil der educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption und wird 
entsprechend von den Fachkräften „selbstverständlich“ in den Tagesablauf 
eingebunden.
  
Kinder entdecken und erforschen ihre Umwelt, indem sie sich bewegen. Sie 
erhalten zahlreiche Informationen über die Sinnessysteme und den Körper und 
machen dadurch Erfahrungen über sich und ihre Umgebung. Sie erleben durch 
ihre Aktivität, dass sie imstande sind, etwas zu leisten und zu bewirken. Sie 
erfahren, dass sie durch körperliche Handlungen Selbstständigkeit und damit 
Unabhängigkeit erreichen können.  
Bewegung und Wahrnehmung sind die ersten Instrumente zur Bildung des 
Selbstkonzeptes und mithin auch die prägenden Erfahrungen für die 
Identitätsentwicklung. Damit ist Bewegung nicht nur Grundvoraussetzung für eine 
körperliche Entwicklung, sondern auch für die geistige und emotionale Entfaltung. 
Werden Sinneserfahrungen geringgeschätzt oder vernachlässigt, gehen diese 
Informationen für die innere Verarbeitung verloren. Ziele der Bewegungsförderung: 
 Entwicklung des Körperschemas: Den eigenen Körper wahrnehmen, innere 
Empfindungen spüren, sich wohlfühlen, seiner Möglichkeiten und Grenzen 
bewusst sein  
 Einsatz und Steuerung des Körpers in unterschiedlichen Situationen: 
Koordination, Anspannung - Entspannung, zielgerichteter Einsatz der 
Muskulatur

22 
 Grundverständnis über die Körperfunktionen entwickeln: Wissen darüber 
erlangen, was dem Körper guttut und was ihm schadet 
 Bewusstsein der eigenen Entwicklungsmöglichkeiten aufbauen: 
Zusammenhänge zwischen Bewegung und Wohlbefinden erkennen 
 Fingerfertigkeit/Handgeschicklichkeit: Gezieltes Bewegen, Greifen und 
Loslassen unterschiedlicher Gegenstände/ Materialien, Auge-Hand-Koordination 
 Erfahrungen sammeln: Bewegung an der frischen Luft bei jedem Wetter und zu 
unterschiedlichen Jahreszeiten als spannend erleben 
2.6.2 Schlaf- und Ruhe 
Kinder- und Erwachsenenschlaf unterscheiden sich vor allem durch einen erheblich 
höheren Schlafbedarf der Kinder.  
In den educcare Einrichtungen wird Wert auf eine Mittagsruhe/Schlafzeit gelegt. Die 
Kinder lernen sich selbst zu regulieren und ihre Bedürfnis nach Schlaf/Entspannung 
zu spüren und zeigen. Sie lernen in einer neuen Umgebung zu schlafen, 
gemeinsam mit anderen Kindern, mit neuen Ritualen und anderem Tagesrhythmus. 
Die pädagogischen Fachkräfte beobachten die Kinder und lernen ihre individuellen 
Ausdrucksformen für ihr Bedürfnis nach Rückzug, Ruhe, Schlaf kennen. Sie 
verzichten darauf, Kinder durch Spielangebote vom Schlafbedürfnis abzulenken 
und vom Schlaf abzuhalten. Zu einem guten Kinderleben gehört die Möglichkeit, zu 
toben und zu spielen genauso wie die Möglichkeit, zu entspannen und Eindrücke zu 
verarbeiten. 
Es wird darauf geachtet, dass die Kinder an einem Ort ruhen/schlafen können, an 
dem sie sich sicher fühlen. Eine vertraute Person begleitet die Kinder in diesem Prozess. 
2.6.3 Kinderschutz 
educcare ist ein Träger, der sich für das Wohlergehen und den Schutz der ihm 
anvertrauten Kinder verantwortlich fühlt. In der engen Zusammenarbeit zwischen 
Kindern, Eltern, Pädagogen und dem Träger sorgen wir dafür, dass sich die Kinder 
sicher, wohl und geborgen fühlen. Unser Kinderschutzkonzept umfasst alle Grundsätze 
zum Kinderschutz, sowie den praktischen Umgang damit. Alle Mitarbeitenden werden 
verpflichtend geschult. 
Ziel des educcare Kinderschutzkonzeptes ist es, den pädagogischen Fachkräften 
Orientierung und Handlungssicherheit im Krisenfall zu geben. Neben der Fürsorge für 
das Wohl des Kindes, haben wir gleichzeitig die Fürsorge der Mitarbeitenden im Blick.  
educcare stellt sicher, dass allen Beteiligten die Regeln, Strukturen und Prozesse der 
Organisation transparent und bekannt sind. Art und Umfang der 
Mitgestaltungsmöglichkeiten werden reflektiert. Haltung und Umgang mit den 
anvertrauten Kindern sind konzeptionell verankert und allen Beteiligten bewusst. 
Das Kindeswohl ist gegeben, wenn dem Kind von Anfang an ein Lebensraum zur 
Verfügung gestellt wird, indem es seine körperlichen, geistigen, personellen, sozialen 
und praktischen Eigenschaften, Fähigkeiten und Beziehungen entwickeln kann, die es 
befähigen, für das eigene Wohlergehen zu sorgen. Schutz und die Förderung müssen im 
Einklang miteinander sein. 
Im Kitaalltag beinhaltet das auch die individuelle Zuwendung und damit 
anlassbezogenen körperlichen Kontakte (Körperhygiene, Pflege, Trost, Hilfestellung bei

23 
neu erlernten Verrichtungen…) der pädagogischen Fachkräfte zu den anvertrauten 
Kindern. Die Bewusstheit von angemessener Distanz und Nähe ist ausschlaggebend, um 
für einen gesunden Umgang mit den anvertrauten Kindern zu sorgen.  
educcare legt bei Fort- und Weiterbildung außer auf die fachlichen Inhalte Wert auf 
Bewusstheit. educcare erreicht so einen hohen Grad an Aufmerksamkeit, 
Sensibilisierung und offener Kommunikation in Bezug auf Indikationen für 
Kindeswohlgefährdungen von innen wie von außen. Ziel ist es, solche Gefährdungslagen 
frühzeitig zu erkennen und sie möglichst zeitnah zu beenden, gegebenenfalls auch durch 
später beschriebene, teils rechtlich vorgegebene oder vorgesehene Reaktionsprozesse. 
Voraussetzung für Vertrauen und Transparenz ist die enge Zusammenarbeit und der 
offene Dialog mit den Eltern. Sollten Eltern auch nur im Ansatz ungewöhnliche 
Verhaltensweisen ihres Kindes wahrnehmen, sind sie aufgefordert, Mitarbeitende und 
Leitung umgehend zu informieren. Die Leitung ist angehalten, die Beobachtungen mit 
den Beteiligten zu erörtern und Maßnahmen abzuleiten. 
Kritik und Beschwerdemanagement 
Der bewusste Umgang aller pädagogischen Fachkräfte und der gesamten Organisation 
mit Beschwerden, Kritik und Verbesserungsvorschlägen gehört zu einer professionellen 
Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten. Er ist unverzichtbarer Teil einer 
Einrichtungskultur, die auf Beteiligung ausgerichtet ist und so den Schutz der Kinder vor 
Gefahren für ihr Wohl sichert.  
Mit Blick auf einen wirksamen Kinderschutz geht es vorrangig um Beschwerden, mit der 
der/die Beschwerdeführende einen Missstand benennt, der sein/ihr körperliches bzw. 
seelisches Befinden erheblich beeinträchtigt und dem deshalb abgeholfen werden sollte. 
educcare pflegt eine Kultur der Offenheit und sorgt dafür, dass alle beteiligten Akteure 
professionell, das heißt in bewusster, geregelter und transparenter Weise darauf 
reagieren.  
2.7 Verpflegungskonzept 
Zur Ernährung und Verpflegung der Kinder hat educcare ein eigenes 
Verpflegungskonzept entwickelt. Wir gestalten den Kita-Alltag in den Kindertagesstätten 
gesundheits- und entwicklungsförderlich und verwirklichen so die Anforderungen der UN-
Kinderrechtskonvention. 
Das Verpflegungskonzept bietet allen educcare Mitarbeitenden einen fachlichen 
Leitfaden und den Eltern eine Informationsgrundlage für die Ernährung ihrer Kinder. Die 
wichtigsten Aspekte des Essen-Lernens sowie die Bedeutung von Mahlzeiten als Lern- 
und Bildungsanlass werden beschrieben. Gemeinsam stellen Eltern und Pädagog*innen 
so die gesunde Ernährung der Kinder sicher. Auf folgende Punkte legen wir Wert: 
Nachhaltigkeit, Lebensmittelauswahl und Getränke 
Bei der Lebensmittelauswahl achtet educcare auf Nachhaltigkeit, d. h. die wirtschaftliche 
Leistungsfähigkeit im Zusammenspiel mit ökologischer Verantwortung und sozial 
gerechtem Ausgleich.  
Den Kindern werden Mahlzeiten angeboten, die ihre Gesundheit, Lern- und 
Leistungsfähigkeit fördern und erhalten. Dazu gehört auch, dass die Kinder sich jederzeit 
frisches Trinkwasser nehmen können. Die educcare Speisepläne sind vielfältig und

24 
nährstoffoptimiert und orientieren sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft 
für Ernährung DGE. Bei der Lebensmittelauswahl wird auf Qualität, möglichst regionaler 
und saisonaler Produkte geachtet. Lieferanten werden sorgfältig ausgesucht. 
educcare setzt Elektrogeräte mit hohem Energie- und Wassersparpotenzial ein, 
vermeidet Speisereste und achtet neben einem optimalen Verhältnis von Kosten und 
Nutzen auch auf den optimalen Einsatz der Ressourcen. 
Hygiene 
Ein umfassendes Hygienemanagement ist Pflicht und erfolgt auf den Vorgaben der 
gesetzlichen Vorgaben zur Lebensmittelsicherheit. Jede educcare Kita verfügt 
selbstverständlich über einen auf die Einrichtung zugeschnittenen und überwachten 
Rahmenhygieneplan, ein gelebtes HACCP-Konzept, führt notwendige Schulungen durch 
und achtet auf deren Aktualisierung. 
Mahlzeiten (Mittagessen) Frühstück und Zwischenverpflegung 
Zu einer ausgewogenen Ernährung, die die tägliche Nährstoffzufuhr sichert, gehören 
neben dem Mittagessen auch das Frühstück und der Nachmittagssnack in der Kita. Der 
Nachmittagssnack besteht hauptsächlich aus Obst oder Gemüse der Saison und wird 
teilweise mit Getreide- oder Milchprodukten ergänzt. 
Das Mittagessen versorgt die Kinder wesentlich mit Energie und Nährstoffen. Es sollte 
täglich Rohkost, Salat oder gegartes Gemüse, eine sättigende Beilage (Reis, Nudeln, 
Kartoffeln) und ein Getränk enthalten, um die Flüssigkeitszufuhr sicherzustellen.  
Süßigkeiten stehen in educcare Kitas nicht auf dem Standardspeiseplan, da sie gemäß 
aid-Ernährungspyramide nicht zu den notwendigen Lebensmitteln gehören. Der Verzehr 
wird teilweise toleriert, solange er 10% der täglichen Gesamtenergie nicht überschreiten. 
Speisezubereitung 
Um ihre Sinne zu prägen brauchen Kinder unterschiedliche Lebensmittel, die ihr 
Geruchs- und Geschmackserlebnis sowie das sensorische Gedächtnis 
prägen. Die Sensorik umfasst das Aussehen, den Geschmack und die 
Konsistenz der Speisen und trägt wesentlich zur Akzeptanz des Essens 
bei. 
Da sich das Immunsystem von Kindern noch in der Entwicklung 
befindet, sind sie besonders anfällig für Lebensmittelinfektionen und -
vergiftungen. Aus diesem Grund verzichten educcare Einrichtungen auf 
bestimmte tierische Lebensmittel wie Rohwurst, rohes oder nicht 
durchgebratenes Fleisch, Rohmilchkäse oder Speisen mit rohen Eiern 
sowie daraus hergestellte, nicht ausreichend erhitzte Lebensmittel. 
Neben der Lebensmittelauswahl beeinflussen die Zubereitung und 
anschließenden Warmhaltezeiten die ernährungsphysiologische und 
sensorische Qualität der Speisen. Daher ist die Warmhaltezeit so kurz wie möglich zu 
halten.

25 
Säuglinge 
Säuglinge benötigen noch eine besondere Kostform. Der Übergang von der speziellen 
Säuglingsernährung findet gegen Ende des ersten Lebensjahres statt und wird von 
Eltern und Erzieher*innen, je nach Entwicklungsstand, schrittweise durchgeführt. Die 
Hilfestellungen beim Füttern werden langsam zurückgefahren und das Kind erlernt nach 
und nach Fertigkeiten wie Kauen und Schlucken von fester Nahrung. 
Lebensmittelunverträglichkeiten 
Liegt bei einem Kind eine Lebensmittelunverträglichkeit vor, so ist diese über eine 
ärztliche Bescheinigung nachzuweisen. In der Einrichtung wird ein entsprechendes 
Informationsblatt zur Lebensmittelunverträglichkeit angelegt. Handlungsweisen und 
Möglichkeiten der Umsetzung werden mit den Eltern abgestimmt. 
Kultur, Religion und vegetarische Ernährungsformen 
Religiöse und ethische Vorschriften zur Ernährung werden respektiert und so möglich bei 
der Verpflegung der Kinder berücksichtigt. Eltern und pädagogische Fachkräfte stimmen 
sich ab und dokumentieren diese Absprachen. 
3 Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Eltern sollen sich in der Tagesstätte wohlfühlen. Verbindlichkeit und absolute 
Vertraulichkeit gegenüber gemeinsam getroffenen Vereinbarungen sind 
selbstverständlich.  
Außer den Mitarbeitenden vor Ort ist auch educcare als Träger für Eltern immer 
ansprechbar. Wir schaffen Möglichkeiten und auch wenn nicht alle Anregungen und 
Wünsche umgesetzt werden können, engagieren wir uns für zufriedenstellende 
Lösungen. 
Die halbjährliche Befragung der Eltern zur Qualität der Arbeit, zu ihren Wünschen und 
Anregungen ist u. a. Grundlage für die weitere Entwicklung der Einrichtung. Deren aktive 
Einbindung mit ihren „Leidenschaften“, Fähigkeiten und Erfahrungen ist für Kinder, 
Eltern, Team und Träger Ausdruck gemeinsamer Verantwortung zum Wohle der uns 
anvertrauten Kinder. educcare sieht die Bildung und Erziehung der Kinder als 
gemeinsame Verantwortung mit den Eltern.  
Das Gelingen gründet auf Respekt und Vertrauen. Voraussetzungen sind authentisches 
Interesse, individuelles Eingehen, Augenhöhe sowie Professionalität in der 
Kommunikation. Die educcare Mitarbeitenden respektieren Eltern in ihrer besonderen 
Bedeutung für ihr Kind und (be)achten individuelle Lebenssituationen, Wertvorstellungen, 
kulturelle Zusammenhänge und vielfältige Erwartungen, die Eltern in ihrer persönlichen 
Lebenssituation formulieren. Je größer die Akzeptanz aller am Erziehungsprozess 
Beteiligten für das Denken und Handeln aus unterschiedlichen Rollen und 
Zuständigkeiten ist, umso gewinnbringender lässt sich das Zusammenwirken zum Wohle 
der Kinder gestalten: 
Beteiligung, Verständigung und ggfs. auch Auseinandersetzung verlangen von 
Erzieher*innen besondere Kompetenzen. educcare trägt diesem Aspekt u. a. durch eine 
sehr sorgfältige Personalauswahl Rechnung. Alle Mitarbeitenden in den educcare 
Einrichtungen werden in Kommunikation und Erwartungsmanagement geschult.

26 
Famly – das digitale Kita-Managementsystem 
Mit Famly in das digitale Zeitalter – bis Ende 2023 rollt educcare die Kita-App Famly in 
allen Kitas aus. Dahinter verbirgt sich ein Kita-Managementsystem, das 
Kommunikationskanäle bündelt und bedarfsgerechte Dienstpläne ermöglicht. Gleichzeitig 
sind Eltern gut über den Kita-Alltag informiert. Sie können mit der Kita kommunizieren, 
Genehmigungen erteilen, Abwesenheiten kommunizieren und über die App auch 
Leistungen in der Kita hinzubuchen, z. B. zusätzliche Betreuungszeiten. Dabei steht eine 
gute Bedienbarkeit im Vordergrund und weder für Eltern noch für pädagogische 
Fachkräfte braucht es lange Einarbeitungszeiten. Die App-Nutzung erfolgt natürlich 
DSGVO-konform.  
Hier einige Anwendungsbeispiele:  
 In der Betriebskita eines Krankenhauses können 
per App abhängig von der Arbeitszeit der Eltern 
passende Betreuungszeiten gebucht werden. Die 
Kita-Leitung bekommt die Anfrage digital und gibt 
diese frei. Die Eltern bekommen eine Bestätigung 
und die gebuchte Einheit erscheint in der 
Belegungsplanung. So kann die Kita-Leitung einen 
passgenauen Dienstplan erstellen. 
 Kinder sind krank zu Hause oder eine Einrichtung 
ist coronabedingt geschlossen? Famly ermöglicht 
es Eltern, auch in diesen Zeiten, Kontakt zur Kita 
zu halten. Die altersgerechten Lernaktivitäten 
ermöglichen es, auch von zu Hause, an den spannenden Projekten der Kita 
teilzuhaben. Basteln oder ein digitaler Morgenkreis funktionieren aus der App 
heraus ohne Registrierung auf zusätzlichen Plattformen.   
4 Qualität sichernde Maßnahmen:  
Struktur, Personal und Prozesse 
educcare verfügt über ein umfassendes Qualitätsmanagement, welches auf fundierten, 
praxiserprobten Methoden basiert. Es wird ständig überprüft und weiterentwickelt und 
beruht auf systemisch verankerten Strukturen und Prozessen. 
Ein fundiertes pädagogisches Konzept benötigt in erster Linie Menschen, die es in 
Qualität und Organisation umsetzen können. Strukturen und Prozesse stellen darüber 
hinaus Nachhaltigkeit sicher. Sie geben der täglichen Arbeit Orientierung, Verbindlichkeit 
und erzeugen transparente Qualität.  
educcare unterscheidet pädagogische und betriebswirtschaftliche Strukturen und 
Prozesse. Der betriebswirtschaftliche Teil stellt u. a. die effiziente Mittelverwendung 
sicher.

27 
4.1 Organisationskultur  
educcare pflegt eine von Wertschätzung, Vertrauen, Verantwortung, Selbstwirksamkeit 
und Unterstützung geprägte Organisationskultur, die sich insbesondere durch ein 
Gleichgewicht von Anforderungen und Angeboten an und für Mitarbeitete widerspiegelt.  
 
4.2 Organisationsstruktur 
Unsere pädagogischen Fachkräfte in den Kitas werden durch übergeordnete Strukturen 
im Unternehmenssitz in Köln und durch ein vor Ort agierendes Regionalmanagement 
unterstützt und entlastet. Wesentliche zum Kita-Betrieb erforderliche Dienstleistungen 
werden in Köln gesteuert. Agiles, aktuelles „Daily Business“ wird vor Ort abgewickelt. 
Unsere Regionalmanager*innen sichern die Umsetzung der educcare Erziehungs- und 
Bildungskonzeption und die hohe Qualität in den Einrichtungen. Zudem sind sie 
Ansprechpartner für die Leitungen und die Teams in den Einrichtungen und bilden die 
Erzieher*innen und das Team stetig fort. Ein*e Regionalmanager*in betreut bis zu acht 
Einrichtungen.

28 
4.3 educcare-Standards Personal und Pädagogik 
Um die educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption umsetzen zu können, haben wir 
verbindliche Standards definiert. So orientiert sich die Bezahlung der pädagogischen 
Fachkräfte an den Vorgaben des TVÖD, Entgelttabelle Sozial- und Erziehungsdienst. Für 
jede educcare-Kita besteht eine standortspezifische Personalrichtlinie. Wir streben 
unbedingt ein ausgewogenes bzw. auf den Bedarf abgestimmtes Verhältnis von 
erfahrenen Fachkräften und Berufsanfängern an. 
Weitere Standards sind: 
 Die Leitung der Einrichtung ist von der Mitarbeit in der Kinderbetreuung 
freigestellt. Sie wird von einer Stellvertretung unterstützt, die zur Wahrnehmung 
dieser Aufgabe über ein entsprechendes Freistellungskontingent verfügt. Diese 
übernimmt Aufgaben über eine reine Abwesenheitsvertretung hinaus und ist in 
alle relevanten Themen und Prozesse eingearbeitet. 
 Die Leitung wird durch den/die Regionalmanager/innen regelmäßig durch 
Coachings und Statustermine unterstützt und begleitet. Dieser ist anfangs 
mindestens wöchentlich, mit vollständiger Einarbeitung mindestens einen Tag 
pro Monat vor Ort. 
 Eine Verwaltungskraft unterstützt ggfls. die Leitung und übernimmt selbständig 
Aufgaben im Bereich Büro und Verwaltung. 
 Der Personalmindestschlüssel berechnet sich aus den Vorgaben des 
Kommunalverbands für Jugend und Soziales NRW. Auszubildende und 
Praktikanten finden keine Anrechnung auf diesen Schlüssel, sondern kommen 
zusätzlich hinzu. 
 Zur Fort- und Weiterbildung des Personals erwarten wir von den pädagogischen 
Mitarbeitenden die Teilnahme an den educcare-Basisschulungen mit insgesamt 
neun Seminartagen. Jedem Mitarbeitenden stehen dazu bis zu fünf Tage für 
Fortbildungen zur Verfügung. 
 Jedes Team gestaltet fünf gemeinsame Teamtage miteinander zur fachlichen 
Weiterentwicklung, zur Konzeptschärfung und Teambildung. 
4.4 Grundsätzliches zur educcare Personalentwicklung 
Die educcare Personalentwicklung entwickelt und stärkt Kompetenzen, die Fachkräfte 
vor Ort für die verlässliche Leistungserfüllung gegenüber Kindern, Eltern und 
Auftraggebern benötigen. Sie basiert auf der richtigen Auswahl der Mitarbeiter*innen u.a. 
hinsichtlich: 
 Persönlichkeit (selbstständig und -tätig, problemlösungsfähig, lebenstüchtig),  
 Einstellung zum Kind und zu den Eltern,  
 Leidenschaft zu bestimmten Themen,  
 Qualifikation im Bereich frühkindlicher Bildung. 
Die Personalentwicklung entwickelt und sichert für den jeweiligen Verantwor-
tungsbereich folgende Kompetenzen: 
 Sachkompetenz 
 Handlungskompetenz 
 Selbstkompetenz 
 Reflexionskompetenz

29 
Präferierte Instrumente der Personalentwicklung bei educcare sind insbesondere:  
 intensive Schulungen,  
 kontinuierliches Coaching,  
 laufendes Feedback, 
 Reflexion, 
 Projektarbeit 
Personalentwicklung wird nicht nur als Aufgabe der Führungskraft verstanden, sondern 
als gemeinschaftliche Aufgabe mit unterschiedlichen Rollen.  
Grafik zu Rollen in der Personalentwicklung am Beispiel einer einzelnen Fachkraft: 
 
4.5 Personalmanagement 
Unsere Kitas sind nur so gut wie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und unsere 
Mitarbeitenden können nur so gut sein, wie sie sich bei uns fühlen und entfalten können. 
Daher betrachten wir ein intensives und vielschichtiges Personalmanagement als 
tragende Säule unseres Qualitätsmanagements. 
Die Begleitung der Kinder in den wichtigsten Bildungsjahren erfordert nicht nur 
Begeisterung und Intuition, sie erfordert absolute Professionalität bei den Fachkräften, 
die der Träger durch entsprechende Rahmenbedingungen sicherzustellen hat. Zu den 
professionellen Rahmenbedingungen gehören unter anderem: 
 Auswahl der Mitarbeitenden anhand eines klaren Qualifikationsprofils: 
Authentische Begeisterung für die Arbeit mit Kindern, erkennbarer und 
nachgewiesener Wille zur Weiterentwicklung, Bereitschaft und Fähigkeit zur 
Selbstverantwortung sowie Ergänzung des Teams hinsichtlich Persönlichkeit 
und pädagogischer Schwerpunkte 
 Kultur des Vertrauens, der Fehlertoleranz und des Zutrauens sowie der 
Selbstverantwortung 
 educcare sieht Kultur als einen Prozess, der sich ständig weiterentwickelt und 
nur durch die Beteiligung aller entsteht. Daher sind alle – insbesondere 
Erzieher*innen, Eltern, Träger – dazu eingeladen, an dieser Kultur mitzuwirken.

30 
Die Arbeit in der Einrichtung ist von flexibler, gruppenübergreifender Arbeit geprägt. 
Unabdingbar hierfür ist es, dass sich die Mitarbeiter*innen als Team begreifen und die 
Vorteile eines Teams zu schätzen wissen. Die Leitung ist u. a. dafür verantwortlich, dass 
sich die Mitarbeiter*innen zu Teams entwickeln können und dies zum Wohle der Kinder 
und der Einrichtung bemerkbar wird. Die Zusammenarbeit im Team wird erleichtert durch 
eine Teamordnung, die Erwartungen und Regeln transparent macht und von allen 
Teammitgliedern getragen wird.  
4.5.1 Recruiting-Aktivitäten 
Um dem anhaltenden Mangel an pädagogischen Fachkräften und dem kontinuierlich 
steigenden Bedarf zu begegnen, agiert educcare seit Anfang 2020 mit intensiven 
Recruitingmaßnahmen im Rahmen einer crossmedialen, langfristig konzipierten 
Kampagne. Zudem wurde in 2020 die educcare-
Website komplett überarbeitet und deutlich auf die 
Zielsetzung „Mitarbeitergewinnung“ optimiert. 
Die aktuelle Kampagne setzt im Mitbewerberumfeld in 
Tonalität und Design vor allem auf das 
Überraschungsmoment mit  
 hohem Aufmerksamkeitswert 
 hoher Wiedererkennung  
 klarer Positionierung als „anders,  
dynamisch, kreativ, mutig, witzig“  
Die genderdifferenzierten Motive werden bundesweit 
und mit regionalen Schwerpunkt digital und analog im 
ausgewogenen Media-Mix eingesetzt. 
4.5.2 educcare Benefits 
Um in Zeiten des eklatanten Fachkräftemangels zusätzliche Anreize für eine 
Beschäftigung bei educcare zu schaffen, bieten wir Pädagog*innen ein umfassendes 
Portfolio an Benefits an. Diese Aufstellung stellt einen Überblick über alle educcare 
Einrichtungen dar und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

31 
4.5.3 educcare Commitment Schulungen 
Entsprechend dem Verantwortungsprofil sind Basisseminare definiert, die in Form von 
„Commitment Schulungen“ stattfinden, d. h. die an dem Seminar Beteiligten verständigen 
auf die Teilnahme. Konkret bedeutet dies:  
 ersten Statusgespräch in der Mitte der Probezeit  
(wird im Arbeitsvertrag bereits terminlich vereinbart), 
 einmal pro Jahr ein Entwicklungsgespräch mit klaren Zielen und Meilensteinen; 
nach fünf bis sechs Monaten ein Statusgespräch bezüglich Zielerreichungsgrad, 
 verpflichtende Basisseminare sind: 
 Basisseminar I: Die educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption 
 Basisseminar II: Beobachtung und Dokumentation 
 Basisseminar III: Gespräche mit Eltern führen 
 Basisseminar IV: Das educcare Kinderschutzkonzept 
 Basisseminar V: Das educcare Verpflegungskonzept 
 
Die Basisseminare umfassen zwischen acht und sechzehn Zeitstunden und 
werden das ganze Jahr über angeboten. Zudem enthält der Seminarkalender eine 
Vielzahl an weiteren pädagogischen Individual- und Teamfortbildungen. 
4.5.4 Fach- und Dienstaufsicht mittels Coaching 
Coaching bedeutet, dass ein/e Regionalmanager*in die Mitarbeitenden sowie die Leitung 
darin unterstützt, ihren Verantwortungsbereich/ ihre Ziele zu erfüllen, ohne selbst 
Handlungen zu übernehmen oder direkte Lösungsvorschläge zu geben. Die 
Regionalmanager*innen stärken Selbstreflexion und -wahrnehmung, Bewusstsein und 
Verantwortung, um so Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und sich selbst überflüssig zu 
machen. In der Verantwortung der Regionalmanager*innen liegt: 
 Die benötigten Kompetenzen und das Fachwissen sind durch die 
Mitarbeitenden in den betreuten Kitas abgedeckt. 
 Mitarbeitende kennen und arbeiten nach der educcare Bildungs- und 
Erziehungskonzeption. 
 Prozesse und Strukturen der Bildungs- und Erziehungskonzeption gelten als 
Best-Practice und werden als Benchmark genutzt.  
 Rahmenbedingungen in den Kitas ermöglichen es den Mitarbeitenden, die an 
sie gestellten Anforderungen selbstständig, auf hohem Niveau und mit hoher 
Arbeitszufriedenheit umzusetzen 
 Mitarbeitende sehen educcare als attraktiven Arbeitgeber und Arbeitsplatz. 
 Die Regionalmanager*innen substituieren sich in der Zusammenarbeit mit der 
Kita-Leitung zunehmend selbst.  
 Die Regionalmanager*innen leisten einen Beitrag zur Weiterentwicklung der 
frühkindlichen Bildung.  
4.6 Strukturen und Prozesse zur systemischen Verankerung 
Die Strukturen und Prozesse sind aus den pädagogischen Zielen abgeleitet und sichern 
die verlässliche Erfüllung der Qualitätsversprechen an Kinder, Eltern und Auftraggeber.

32 
Beispiele für definierte Prozesse sind: 
 Prozess der systematischen Beobachtung und Dokumentation  
 Prozess des Austausches mit Eltern über institutionalisierte und fundierte 
Entwicklungsgespräche  
 Prozess der Auswahl und laufenden Fortbildung der Fachkräfte 
 
Beispiele von zahlreichen pädagogischen Prozessen der Qualitätssicherung: 
 Eingewöhnungsprozess  
 der Beobachtungs- und Dokumentationsprozess erzeugt z. B. die Transparenz 
in der Entwicklung des Kindes 
 laufende „Reviews“ für die Umsetzung durch den Träger als Fundament für 
Qualität und Wirtschaftlichkeit 
Übersicht über pädagogische und betriebswirtschaftliche Prozesse:  
4.6.1 Dokumentation der pädagogischen Arbeit und Entwicklung 
Die systematische Beobachtung und Dokumentation ist verpflichtende Aufgabe für alle 
pädagogischen Fachkräfte und wichtiges Kernelement einer qualitativ hochwertigen 
Pädagogik. Sie zeichnet verantwortlich handelnde pädagogische Fachkräfte aus und ist 
Bestandteil ihrer professionellen Haltung. Sie hat zum Ziel, das Kind in seinen 
Handlungen, seinen Fähigkeiten und seinem Verhalten zu beobachten, die 
Beobachtungen zu dokumentieren, sie mit Kolleg*innen zu reflektieren und die Eltern in 
regelmäßigen Abständen über die Entwicklungsschritte ihres Kindes zu informieren. 
Beobachtung und Dokumentation bei educcare heißt: 
 Be(ob)achten mit aller Wertschätzung für die Individualität des Kindes 
 Beobachten, um Kinder besser zu verstehen 
 Beobachten, um ihre Entwicklung optimal zu begleiten und zu unterstützen 
 Beobachten, um Transparenz für Eltern zu schaffen 
educcare hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesem Qualitätsanspruch gerecht zu 
werden und entwickelt sein Beobachtungs- und Dokumentationssystem kontinuierlich 
weiter und greift dabei sowohl auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse der 
Entwicklungspsychologie als auch auf Erfahrungen aus der Praxis zurück. Eingebettet in 
ein Gesamthandlungskonzept werden verschiedene Formen der Beobachtung und

33 
Dokumentation umgesetzt. Die Entwicklungs- und Beobachtungsdokumentation 
beinhaltet jeweils vier spezifische Aufgaben zu sechs Entwicklungsbereichen: 
 Haltungs- und Bewegungssteuerung 
 Fein- und Visuomotorik 
 Sprachentwicklung 
 kognitive Entwicklung 
 soziale Entwicklung 
 emotionale Entwicklung 
Ziel ist es, die Kinder zu entdecken, die im Vergleich zu Gleichaltrigen den geringsten 
Entwicklungsschritt aufweisen. Die in der Beobachtung auffälligen Kinder sollten einer 
weiterführenden, abklärenden Diagnostik (z. B. durch den Kinderarzt) und ggf. gezielte 
Fördermaßnahmen zugeführt werden. Das weitere Vorgehen sollte im Team und mit den 
Eltern abgesprochen werden. 
Das Entwicklungsgespräch 
Das Gespräch nach Abschluss der Eingewöhnung und weitere Entwicklungsgespräche 
mit Eltern sind fester Bestandteil des educcare Beobachtungs- und 
Dokumentationssystems. Es dauert ca. 60 Minuten und findet im Regelfall wie folgt statt: 
 für alle Kinder nach der Eingewöhnung sowie zum Übergang auf die Grundschule 
 Kinder < unter 3 Jahren im Abstand von ca. 3 Monaten 
 Kinder > 3 Jahren im Abstand von ca. 6 Monaten 
Zunächst findet frühestens vier Wochen spätestens acht Wochen nach Aufnahme des 
Kindes nach Abschluss der Eingewöhnung ein Elterngespräch statt. In diesem Gespräch 
wird der Stand der Stabilität des Kindes notiert.  
Drei bzw. sechs Monate nach dem Abschlussgespräch zur Eingewöhnung folgt das erste 
Entwicklungsgespräch. Grundlage dieses Gespräches sind die systematische 
Beobachtung und deren exakte Dokumentation. Das Gespräch dient dem Austausch der 
jeweiligen Sichtweisen, dem Austausch von Entwicklungsschritten des Kindes, seinen 
Stärken und Interessen. Wünsche, Erwartungen und Besonderheiten des Kindes 
kommen ebenso zur Sprache wie ein ggfs. notwendiger Unterstützungsbedarf.  
Zum Übergang in den Kindergarten bzw. in die Schule findet für alle Kinder ein 
Entwicklungsgespräch statt. In Abhängigkeit des vorher abgestimmten Ziels können 
Lerngeschichten, Fotos, Videosequenzen, Werke des Kindes, das ICH-Buch oder andere 
Ausdrucksformen des Kindes genutzt werden. Außerdem fließen die freien und 
strukturierten Beobachtungen, die Entwicklungs- und Beobachtungsdokumentation 
(EBD) und die Ergebnisse des kollegialen Austauschs mit ein. 
Übersicht über den Dokumentationsprozess:

34 
5 Beispiele und Stimmen zu educcare  
Elternzufriedenheit 
In der jährlich stattfindenden Befragung haben über 95 % der Eltern in den letzten drei 
Jahren die Qualität der educcare Kitas in der zusammenfassenden Beurteilung mit 
mindestens „gut“, im überwiegenden Teil mit „sehr gut“ bewertet. Diese Beurteilung ist in 
den letzten drei Jahren stabil geblieben. 
Zufriedenheit von Mitarbeitenden 
Die Attraktivität als Arbeitgeber ist für educcare im Hinblick auf die Personalgewinnung 
und Personalbindung von großer Bedeutung. educcare hat seit 2012 fünfmal am 
Wettbewerb „Beste Arbeitgeber DeutschlandsTM“ von Great Place to Work © 
teilgenommen. Die für alle Teilnehmenden gleiche Methode ermittelt u. a. das Vertrauen 
und die Qualität der Beziehungen zwischen den Mitarbeiter*innen und dem 
Management. Aus den Ergebnissen werden Optimierungspotential und 
Entwicklungsmöglichkeiten abgeleitet. 
 94% der Mitarbeitenden glauben, dass sie bei educcare einen 
bedeutsamen 
Beitrag leisten. 
 92% sind stolz auf das, was sie gemeinsam leisten. 
 Für 91% der Mitarbeiter*innen hat ihre Arbeit eine besondere 
Bedeutung und ist nicht einfach nur ein „Job“.  
 91% finden, dass sie bei educcare sie selbst sein können. 
Im Jahr 2018 erhielt educcare zusätzlich den Sonderpreis „Humor am 
Arbeitsplatz“. Der Preis steht für eine besonders gestaltete und seitens 
der Führungskräfte mitgetragene Arbeitsplatzkultur. 
Auftraggeber-Zufriedenheit 
Die guten Ergebnisse der Auftraggeber-Befragungen erklären sich durch die aus den 
Zielen abgeleiteten Strukturen und Prozesse sowie dem laufenden und 
partnerschaftlichen Austausch mit einer gemeinsamen Zielsetzung: „Anforderungen 
erfüllen, damit Kinder, Eltern und Unternehmen ihre Möglichkeiten ausschöpfen können. 
6 educcare als Sozialraum engagierter Träger 
educcare Kindertagesstätten verstehen sich als Teil einer Stadtteilgemeinschaft.  
Aufgabe der Gemeinschaft ist es, den Familien Angebote „auf Augenhöhe und mit 
passender Ansprache“ zur Verfügung zu stellen, die sie bei der Erfüllung ihres 
Erziehungsauftrags benötigen. Hierzu möchte educcare einen verlässlichen Beitrag 
leisten. Der Sozialraum und seine Familien bestimmen die konkrete Ausprägung des 
Profils der jeweiligen Kindertagesstätte und der täglichen pädagogischen Arbeit. 
Durch die flexiblen, auf die Bedürfnisse abgestimmten Angebote und Betreuungszeiten 
ist den Eltern die größtmögliche Planungssicherheit in der Umsetzung ihres Lebens-
modells garantiert. Die Stadt Münster will nicht ausschließlich den Bedarf abdecken, 
sondern auch eine qualitativ hochwertige Betreuung und Bildung der jüngsten Bewohner 
in G zur Verfügung stellen. Die Wohn- und Lebensqualität sowie Identifikation der

35 
Bewohner mit dem Stadtteil werden mit den Kindertagesstätten als Orte der Begegnung, 
des Kennenlernens und des Dialogs zusätzlich gestärkt.  
6.1 Grundsätzliches zu Münster 
Die kreisfreie Stadt Münster steht für Familienfreundlichkeit, ist Fahrradparadies und 
Studentenstadt. Das Stadtgebiet von Münster umfasst ca. 303 km² und hat ca. 312.000 
Einwohner. Die Stadt gliedert sich in sechs Stadtbezirke Mitte, Nord, Ost, West, Süd-Ost 
und Hiltrup.  
Münster hat rund 193 Kindertageseinrichtungen, 48 Einrichtungen halten als Familien-
zentren familienbezogene Beratungs- und Unterstützungsangebote vor. Die Stadt selbst 
ist Träger von 29 eigenen Kindertageseinrichtungen. 
Mit Stand Schuljahr 2019/2020 hat Münster hat insgesamt 100 Schulen, davon 46 
Grundschulen und 24 weiterführende Schulen. 
6.2 Stadtteil Münster-Gievenbeck 
Münster-Gievenbeck gehört zum Bezirk West und ist mit aktuell über 20.000 Einwohnern 
der zweitgrößte Stadtteil Münsters. Gievenbeck gilt mit einem überdurchschnittlichen 
Anteil an 20 bis 45-jährigen als jüngster Stadtteil, auch die Jugendquote von rund 33% ist 
überproportional. Mit der Ausdehnung der Universität nach Westen entwickelte es sich 
zu einem Stadtteil vor allem für Universitätsangehörige und Studierende. 
In Gievenbeck gibt es zurzeit fünf Kindertageseinrichtungen, auf dem Gelände der 
Oxford-Kaserne sind neben dem hier vorliegenden Projekt aufgrund des hohen Bedarfs 
noch zwei weitere Kitas in Planung. Des Weiteren befinden sich in unmittelbarer Nähe 
der neuen Kita vier Grundschulen und ein Gymnasium. Drei Sportvereine bieten eine 
breite Palette an familien- und kinderaffinen Sportangeboten. Die nahegelegene 
Feuerwache bietet interessante Ansätze für eine Kooperation. Grünflächen im Umkreis 
eignen sich für pädagogische Natur- und Umweltprojekte.  
6.3 educcare in Gievenbeck 
educcare richtet seine Angebote an den lokalen Anforderungen aus. Dies wird mit Hilfe 
der Sozialraumanalyse und Elternumfragen sichergestellt und regelmäßig überprüft.  
Kindern und Eltern ein „zweites Zuhause“ und exzellenten Ort der individuellen 
Entfaltung in den Kindertagesstätten Gievenbeck zu bieten, heißt für uns ergänzend zu 
den Aussagen in der educcare Bildungs- und Erziehungskonzeption z.B.: 
 Aktive Unterstützung der Vernetzung in Stadtteilen und Bezirken u.a. zu 
umliegenden Kindergärten und Grundschulen 
 Teilnahme an Sozialraumkonferenzen, Unterstützung des Quartiermanagements 
und sonstiger Institutionen zur Sozialraumentwicklung 
 kulturelle Verständigung fördern, auch über die Kindertagesstätte hinaus 
 den hinzuziehenden Familien das Ankommen in der neuen Umgebung erleichtern, 
z.B. durch gemeinsame Ankommensfeiern, gemeinsames Kochen, Elterncafé, 
sportliche Aktivitäten wie Yogakurse, Eltern-Kind-Zelten, … 
 Familien die Möglichkeit bieten, Teil der Gemeinschaft zu werden und 
Verantwortung für sie zu übernehmen

36 
Konkret könnten folgende Elemente die Realisierung des Stadtteilbezugs herstellen: 
 Umfeld adäquate Angebote für die Familien zur Kontaktknüpfung (z.B. Eltern-Kind-
Spielgruppen, Kurse zur Erziehungspartnerschaft, Elterncafé; gemeinsame 
Ausflüge in die Umgebung) 
 interkulturelle Angebote, Veranstaltungen und Feiern (z.B. als Haus der Kulturen) 
 Ort familiärer Unterstützung z.B. Sprachförderung für die ganze Familie; 
Bildungsveranstaltungen (Vorträge, Seminare), mehrsprachige Informationen, 
Hilfen zur Erziehung, Unterstützung solidarischer Netzwerkbildung z.B. für 
Alleinerziehende, Studenten, ...  
Insbesondere die Vernetzung mit der voraussichtlich 2025 an den Start gehenden 
educcare-Einrichtung im Sonja-Kutner-Weg dürfte deutliche Synergieeffekte im Hinblick 
auf Personal und Wirtschaftlichkeit (auch im Aufbau) mit sich bringen. 
Folgende Kooperationen werden angestrebt: 
 Kooperationsmodelle mit Vereinen, Verbänden; Institutionen 
(z.B. mit Grund- Schulen, Sportvereinen, Museen, Bibliotheken etc.) 
 Zusammenarbeit mit anderen freien Trägern der Jugendhilfe:  
Kindertagesstätten (Jugend- und Familienhäuser, Hilfen zur Erziehung, 
Sprachförderprojekte,Vereine) 
 Vernetzung mit anderen Trägern: Austausch über pädagogische Konzept ggf. 
gemeinsame Schulungen 
7 educcare als Partner der Stadt Münster  
Für uns ist die enge Zusammenarbeit mit Kommune einer der wichtigsten Faktoren für 
einen reibungslosen und vor allem langfristig gesicherten Betrieb einer Kita.  
educcare wird daher verantwortlich und effizient mit der Stadt sowie evtl. den Vertretern 
des Stadtteils zusammenarbeiten und Prozesse und Strukturen stets transparent halten 
und dynamisch weiterentwickeln. Wir werden uns gerne in den entsprechenden Gremien 
(Trägerkonferenzen, Leitungsrunden etc.) engagieren und unsere Erfahrungen aus 
anderen Kommunen mit einbringen.  
Die bisherige Zusammenarbeit mit der Stadt Münster betrachten wir als äußerst positiv. 
Während der Planungsphase, Aufbau und Betrieb der educcare Kindertagesstätten in 
Münster war die Kooperation sehr zielorientiert und erfolgreich. Entsprechend freuen wir 
uns, auszubauen und einen weiteren Beitrag für die Stadt leisten zu dürfen.  
7.1 Zusammenarbeit mit dem Jugendamt 
Das Ziel einer vorbildlichen und zugleich effizienten Bildung und Betreuung ist nur in 
Zusammenarbeit mit dem Jugendamt erreichbar. educcare sieht das Jugendamt als 
Handlungspartner, welcher die gleichen Ziele mit derselben Beharrlichkeit und gleichem 
„neuen Denken“ verfolgt. Eine gute Partnerschaft hat educcare in der Vergangenheit 
schon in anderen Kommunen unter Beweis gestellt. Aufbauend auf diesen Erfahrungen 
können wir uns eine projektbezogene Zusammenarbeit über die Alltagsabläufe hinaus in 
z.B. in folgenden Themenbereichen vorstellen: 
 gemeinsame Definition und Erprobung von neuen Angeboten und Abläufen 
 perspektivische Entwicklungen im Kita-Segment (z.B. Post-Corona-Trends)

37 
 gemeinsame Durchführung von Schulungen 
 Erfahrungstransfer aus anderen Kommunen  
7.2 Beweggründe für die Bewerbung 
Aus dem laufenden Betrieb unserer bestehenden educcare Kindertagesstätten in 
Münster wissen wir, dass Verwaltung und Politik ein Umfeld geschaffen haben, welches 
durch folgende Eigenschaften gekennzeichnet ist: 
 extrem hohe Transparenz und gute Strukturen im Jugendamt 
 qualitätsorientierte Ausrichtung 
 Interesse an einer breiten Angebots- und Trägervielfalt 
 Verbindlichkeit und sehr starke Leistungsorientierung 
 Vernetzung der Träger  
Diese Faktoren ermöglichen es uns entsprechend unserem Verständnis von Qualität und 
konstruktiver, wertschätzender Zusammenarbeit zu agieren. Die Nähe zu unseren 
anderen Einrichtungen und deren intensive Vernetzung schafft zudem Synergieeffekte, 
die sich insbesondere hinsichtlich Personal und Wirtschaftlich positiv auswirken. Viele 
übergeordnete Strukturen (z.B. Fachberatung, Schulungen) bestehen bei educcare am 
Standort Münster bereits und sind etabliert. 
In Gievenbeck bietet sich für educcare also eine interessante Perspektive, erfolgreich 
Erprobtes und gemeinsam zu Entwickelndes zu kombinieren und so ein individuelles, 
anforderungs- und bedarfsorientiertes Betreuungsangebot zu entwickeln.  
8 Konditionen 
8.1 Trägeranteil 
Wir erklären uns, basierend auf der Finanzierungssystematik des KiBiz NRW bereit, 
einen Trägereigenanteil nach KiBiz in Höhe von 3,0% der Betriebskosten zu 
übernehmen.   
8.2 Salvatorische Klausel 
Sollten Bestimmungen dieser Leistungsbeschreibung unwirksam sein oder werden, oder 
sich in der Leistungsbeschreibung eine Lücke herausstellen, so soll hierdurch die 
Gültigkeit der übrigen nicht berührt werden. Anstelle der unwirksamen Bestimmungen 
oder zur Ausfüllung der Lücke soll eine angemessene Regel gelten, die – soweit rechtlich 
möglich – dem am nächsten kommt, was die Vertragsschließenden gewollt haben oder 
nach Sinn und Zweck der Leistungsbeschreibung gewollt haben würden, sofern sie den 
Punkt bedacht hätten.

38 
8.3 Allgemeine Konditionen  
Die Bindungsfrist für dieses Angebot gilt bis zum 28.02.2023 
 
Köln, 29. November 2022 
 
 
    
Marcus Bracht    Tobias Becker  
Geschäftsführer             Projektentwicklung /-management

39 
9 Faktenübersicht Kita „Gumprichstraße“ 
Ausgangslage  Kindertagesstätte „Gumprichstraße“ in Münster-Gievenbeck 
 geplante Eröffnung: Q1 2025 
 Gruppenstruktur der Planungsgrundlage: 
 80-85 Plätze  
 32 U3 / 48-53 Ü3 
 5 Gruppen  
 2xG1, 2xG2, 1xG3 
Leistungsprofil 
Kita educcare 
 Bilingualität Deutsch – Englisch 
 projektorientierte Gesundheitsförderung 
 projekt- und anlassorientierte Themenansätze z.B.: 
 Interkulturalität / Partizipation 
 MINT 
 Bewegung 
 Musik & Kultur 
 Ausstattung gem. Konzeption „Raum als 3. Erzieher“ 
 Verpflegung gem. Verpflegungskonzept über apetito 
Personal  Personaleinsatz gem. Mindestvorgaben KiBiz 
 freigestellte Leitung in der Einrichtung + stv. Leitung 
 Entgelt in Anlehnung an TVöD nach SuE 
 Regionalmanagement 
 intensive, crossmediale Recruitingmaßnahmen 
 ausgewogenes und auf den Sozialraum abgestimmtes Verhältnis von 
Berufsanfängern und erfahrenen Fachkräften 
 educcare-Schulungssystem mit Basisseminaren zu allen 
pädagogischen Kernthemen 
Trägerprofil  Gründung 2002 von Marcus Bracht und Axel Thelen 
 bundesweit anerkannter Träger der freien Jugendhilfe mit Fokus auf 
frühkindlichem Bildungsangebot 
 Leistungsspektrum: Aufbau und Betrieb von Kindertagesstätten sowie 
entsprechende Beratungsdienstleistungen für Kommunen, 
Unternehmen und Institutionen 
 konfessionsunabhängig 
 Gründungsmitglied und Engagement im Deutschen Kitaverband; 
mehrfache Auszeichnung „Great Place to Work“; 
Wertschätzungskampagne für Erzieher*innen 
Daten und  
Zahlen 
 educcare Unternehmenskennzahlen mit Stand Juli 2022:  
 44 betriebliche und kommunale Kindertagesstätten, davon: 
 24 in NRW 
 insgesamt über 3.200 Kinder / Familien 
 rund 1.200 Mitarbeitende

40 
educcare für 
Gievenbeck 
 
 Langjährige, vielschichtige Erfahrung und Kompetenz mit 
Stadtentwicklungsprojekten (z.B. Wanderlust, München) 
 menschliche, wirtschaftliche, organisatorische Umsetzungskompetenz 
 hochmoderne Bildungs- und Erziehungskonzeption  
 Spezialisierung ausschließlich auf den Betrieb von Kindertagesstätten 
 „Heimspiel“-Charakter: Umfassende Kenntnisse der lokalen und regionalen 
Bildungslandschaft in NRW  
Trägeranteil  freiwillige Übernahme des Trägeranteils durch die Stadt Münster zur 
Umsetzung des educcare-Qualitätskonzeptes in Höhe von 4,8% der 
Betriebskosten.

41 
 
 
educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH 
Alter Markt 36-42 
50667 Köln 
Tobias Becker 
Projektentwicklung und -management 
Mobil 0151 115 655 92 
tobias.becker@educcare.de

2_Auswertungsformulare

23163 Zeichen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  
Kindertageseinrichtung Gumprichstraße im Stadtteil Gievenbeck 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH 
Alter Markt 36-42 
50667 Köln 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- educcare ist ein gemeinnütziger Träger 
- Häufige Kooperationen mit Unternehmen 
- Frühkindliche Bildung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf  
- Seit 2003 bundesweit anerkannter Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe 
- Betreiber von Krippen, Kindertagesstätten, Notfallbetreuungen 
- Betreiber von aktuell 44 Kindertageseinrichtungen in fünf Bundesländern (50% in NRW) 
- Gründungsmitglied des Deutschen Kitaverbandes 
- Pädagogisches Leitbild, Führungsleitbild und Unternehmensleitbild liegen vor 
- Am Standort Münster bisher drei Einrichtungen in Betrieb (Lacki Kids, Waldbach und Blatt-
Werk); zwei weitere Kitas folgen in den nächsten Jahren (WWU-Kita und Sonja-Kutner-Weg) 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
3,0 % Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 
liegen vor. 
- Arbeit im teiloffenen Konzept 
(feste Bezugsgruppen; gemeinsam genutzte Funktions- und Bildungsbereiche; gruppenüber-
greifende Arbeit in allen Gruppen- und Altersstrukturen) 
- Situationsorientierter Ansatz 
- Reggiopädagogik („Raum als dritter Erzieher“) 
- Montessori Pädagogik 
- Schwerpunkte im Rahmen individueller Hauskonzepte: Nachhaltigkeit, Naturwissenschaftli-
che Bildung, Stärkung der Medienkompetenz, Schaffung von Übergängen 
- Bildungs- und Betreuungskonzeption ist Grundlage der Arbeit 
- „Ein Kind ist, was in ihm steckt“ als Grundlage aller Zielformulierungen 
- Kita als zweites Zuhause für Kinder 
- Kita als Entwicklungs- und Bildungsort  
- Entwicklung und Erprobung familienzentrumähnlicher Strukturen

2 
 
- Partizipativer Ansatz (Gesprächskreise; Kinderkonferenzen; Kinderbeirat; Reflexionen mit 
Kindern etc.) 
- Bilingualität als Teil des Konzeptes / Native Speaker / „Immersionsmethode“ (beiläufiges Ler-
nen einer Sprache im fremdsprachigem Umfeld)  
- Einsatz verschiedener Beobachtungs- und Bildungsdokumentationsverfahren / Auswertung 
& Planung / kollegiale Beratung 
 
Flexible Betreuung: 
- Öffnungszeiten von 07.00-17.00 Uhr (max. 9 Stunden am Tag / Ganztagsöffnung je nach 
Bedarf) 
- Flexible Betreuungsangebote möglich 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Erfahrungen in der Betreuung von Kindern mit Behinderung 
- Barrierefreie Raumgestaltung 
- Zusammenarbeit mit Unterstützungsstellen (Ergotherapie, Frühförderung, Logopädie, etc.) 
- Kultursensitive, akzeptierende, vorurteilsfreie Haltung: „Anders sein ist gut“ 
- Jedes Kind wird individuell hinsichtlich Integration / Inklusion und Migration gefördert 
- Chancengleichheit und hohe Bildungsqualität für alle Kinder 
- Hohe Bedeutung interkultureller Kompetenz (Vielfalt, Mehrsprachigkeit, Multikulturalität) 
- Bilinguale Ausrichtung (bisher deutsch / englisch) 
- Einsatz von multiprofessionellen und multikulturellen Teams  
- Schulung der geschlechtssensiblen Wahrnehmung 
- Entwicklung einer gleichberechtigten geschlechtsspezifischen, reflektierenden Haltung Kin-
dern und Eltern gegenüber (Vorbildfunktion) 
- Raumangebote mit ausgewogenen Spielmaterialien 
- Fort- und Weiterbildung der Mitarbeitenden „Inklusion & Genderpädagogik“ 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Umfassende Bewegungs- und Gesundheitsförderung du rch verschiedene Angebote inner-
halb und außerhalb der Kita 
- Ausgewogenes Verhältnis zwischen Bewegungs- und R uhezeiten 
- Umfassendes Ernährungs- und Verpflegungskonzept 
- vollwertige, gesunde Ernährung nach den Richtlini en der „Deutschen Gesellschaft für Ernäh-
rung“ 
- „Ernährungsbildung“ (Umgang mit ressourcenorienti erten Lebensmitteln, gemeinsames Ko-
chen mit den Kindern, Gestaltung angenehmer Essenssituationen) 
- Unfall-, Gewalt- und Suchtprävention 
- Eigenes Kinderschutzkonzept / Schulung aller Mita rbeitenden 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Bereits bestehende Vernetzungen: 
- Kooperationen mit den vier educcare Kitas in Münst er 
- Zusammenarbeit mit der Stadt Münster (Erprobung n euer Angebote / Durchführung von 
Schulungen / Erfahrungstransfer mit anderen Kommunen) 
 
Geplante Vernetzungen: 
- Nutzung der Synergieeffekte mit educcare Kita am Sonja-Kutner-Weg im Oxford-Quartier (ab 
2025)

3 
 
- Sozialraum und Umgebung mit den Kindern erkunden,  der Standort Gievenbeck bietet hier 
vielfältige Möglichkeiten 
- Aktive Mitarbeit und Unterstützung in der Quartie rsentwicklung des Oxford-Quartiers 
- Vernetzung mit anderen Kitas im Sozialraum 
- Kooperation mit den (Grund-)schulen im Sozialraum  
- Kooperationen mit Vereinen, Institutionen, andere n Trägern 
- Kooperationen mit Ärzten, Therapeuten, sonderpäda gogischen Einrichtungen 
- Familienzentrumähnliche Strukturen schaffen / Ang ebote je nach Bedarfen der Familien im 
Stadtteil Schwerpunkt Vereinbarkeit Familie und Ber uf (Teilnahme am Unternehmenspro-
gramm „Erfolgsfaktor Familie“ des Bundesfamilienministeriums) 
- Offene generationsübergreifende Angebote im Stadt teil 
- Unterstützung bei der Netzwerkbildung, z.B. Studi erende, Senioren etc. 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Eltern sind Experten ihrer Kinder 
- „Zweites Zuhause“ für Eltern und Kinder 
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Vordergrun d 
- Fokus auf familienunterstützende Arbeit (Familie im Fokus) 
- Individuelles Eingewöhnungskonzept „Berliner Mode ll“ 
- Regelmäßige Elterngespräche (Entwicklungsgespräch e, Informationsgespräche, Tür- und 
Angelgespräche, Elternabende/-nachmittage, Elternbeiratssitzungen, Abschlussgespräche 
Übergang Kita-Grundschule) 
- Halbjährliche Elternbefragung zur Qualität der Ar beit 
- Kritik und Beschwerdemanagement 
- Angebote der Beratung und Unterstützung der Famil ien / Vernetzung mit anderen Fachstel-
len (Frühförderung, Beratungsstellen etc.) 
- Bildungsangebote für Eltern 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
- Einführung der Kita-App „Famly“ für Eltern und Mi tarbeitende bis Ende 2023 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben 
- Synergieeffekte durch bestehende bzw. baldige Ein richtungen ermöglichen Flexibilität des 
personellen Einsatzes (Springerkräfte) 
- Fachberatung & Coaching durch Regionalmanager (be rät bis zu 8 Einrichtungen) / Bindeglied 
zwischen Träger und Einrichtung / mindestens 1x im Monat vor Ort 
- Trennung pädagogischer und betriebswirtschaftlich er Strukturen durch Zentrale Services am 
Unternehmenssitz in Köln: Finanzen/Controlling, För derung, Kundenentwicklung, Personal, 
„zentrale Services“ 
- Begleitung, Moderation und Beratung für Mitarbeit ende, Leitung, Eltern 
- Regelmäßige Inhouse-Seminare und Fortbildungsange bote für Mitarbeitende 
- Schulung aller Mitarbeitende in Kommunikation und  Erwartungsmanagement 
- Evaluationsmöglichkeiten für Mitarbeitende und El tern  
- Eigenes Dokumentations- und Beobachtungssystem 
- „Reviews“ & Statusreporte 
- Commitment Schulungen“ (Status- und Zielentwicklu ngsgespräche) 
- Personalentwicklungskonzept (Personalgewinnung, - entwicklung und -bindung / bundes-
weite Personalentwicklungs-/gewinnungskampagne / Willkommenspaket für Mitarbeitende 
mit verschiedenen Konzepten und Ideen für die pädagogische Arbeit 
- Konzept „Humor am Arbeitsplatz“ 
- Dreiklang: Personal – Konzeption - Prozesse als w ichtige Merkmale und Arbeitsgrundlage

4 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Ausbau der Angebote in Münster (Synergieeffekte) 
- Flexible Öffnungszeiten / Vereinbarkeit von Famil ie und Beruf 
- Expertise durch kaufmännische und pädagogische Mi tarbeitende 
- Regionalmanagement als Ansprechpartner vor Ort 
- Personalgewinnung als zentrale Aufgabe 
- Hohe Synergieeffekte durch den parallelen Aufbau der Einrichtungen am Sonja-Kutner-Weg 
und an der Gumprichstraße 
- Auszeichnung “Great Place to Work” (zum 6. Mal un ter den 100 besten Arbeitgebern) 
- Schwerpunkt Vereinbarkeit Familie & Beruf / Teiln ahme am Unternehmensprogramm „Erfolgs-
faktor Familie“ des Bundesfamilienministeriums

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  
Kindertageseinrichtung Gumprichstraße im Stadtteil Gievenbeck 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH 
Salierring 47-53 
50677 Münster 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH mit Sitz in Be rlin ist eine Tochtergesellschaft des 
FRÖBEL e.V.  
- Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe un d Mitglied im paritätischen Gesamtver-
band 
- Fröbel ist Deutschlands größter überregionaler ge meinnütziger Träger von Kitas (rund 5.000 
Mitarbeitende und etwa 210 Kitas) 
- Regionale Geschäftsstelle und Fachberatung vor Or t in Münster. 
- Philosophie des Friedrich Fröbels (Kinder verfüge n über individuelles Bildungspotential) 
- Leitbild von Fröbel setzt sich zusammen aus dem p ädagogischen Leitbild, dem Führungsleit-
bild und dem Unternehmensleitbild und betont die Rechte von Kindern im pädagogischen 
Alltag in Fröbel Einrichtungen. 
- Am Standort Münster bisher drei Einrichtungen in Betrieb (Emmy-Herzog-Platz und Lands-
berger Straße, Zentrum Nord); weitere Kitas folgen in den nächsten Jahren (Sonnenstraße, 
Im Drostebusch, Ermlandweg, Langebusch) 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
5,0% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 
liegen vor. 
- Schwerpunkt: „Nachhaltigkeit und Gemeinschaft“  Drei Dimensionen der Bildung für nach-
haltige Entwicklung: Ökologie, Ökonomie und Soziales 
- Nachhaltigkeit in Verbindung zum gesamten Quartie r und der Quartiersentwicklung 
- Nachhaltigkeit im Kitaalltag integrieren 
- Dokumentation der Quartiersentwicklung gemeinsam mit den Kindern 
- Kinder bei Bildungs- und Entwicklungsprozessen be gleiten, Arbeit mit offenem Konzept 
- Umsetzung von zehn Lernbereichen, u.a. Bewegung, Sprache, Ethik, Medien und ökologische 
Bildung 
- Alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung 
- Einsatz verschiedener Beobachtungs- und Bildungsd okumentationsverfahren 
- Gestaltung von Übergängen

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Flexible Betreuung: 
- Regelöffnungszeiten: 07.00 Uhr - 17.00 Uhr 
- Flexible Öffnungszeiten, an die Bedürfnisse der E ltern gerichtet. 
- Durchgängige Betreuung - auch während der Ferienz eit 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Aufnahme von Kindern unterschiedlicher Herkunft / Konfessionen 
- Partizipation als konzeptioneller Schwerpunkt (Rechte durch die EU-
Kinderrechtskonvention) 
- Kinder werden für verschiedene Weltanschauungen sensibilisiert und in ihrer interkulturellen 
Kompetenz gefördert 
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams 
- Ideen zur Nutzung neuer Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen 
- Pädagogisches Handeln orientiert sich an den Bedürfnissen und Ressourcen der Kinder 
- Gender: Fachkräfte setzen sich mit eigener Haltung und evtl. Vorurteilen zu Geschlechter-
rollen auseinander und regen Kinder an, Neues auszuprobieren, anderes zu wagen; Kinder 
werden unterstützt in der Entwicklung einer eigenständigen Sexualität 
- Fröbelberatungsstelle / Fröbelfon als übergeordnete Soforthilfe immer erreichbar 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Als zentrale Aufgabe: Eine lebensweltbezogene und  ganzheitliche Gesundheitsförderung 
- Das Ernährungskonzept sieht eine ausgewogene, alt ersentsprechende und hochwertige Er-
nährung vor 
- Frischkost durch Einrichtung einer Frischkostküch e, sofern baulich möglich 
- Beteiligung der Kinder, Erleben der Essenskultur,  Erlernen von Essenszubereitung 
- Vielfältige Bewegungsangebote in Innen- und Außen räumen / Bereits Erfahrung in der Zertifi-
zierung von Bewegungskitas 
- Einrichtung von Ruhezonen zur Förderung der körpe rlichen / seelischen Entspannung und 
Ruhe 
- Institutioneller Kinderschutz wird durch Multipli katoren in den Einrichtungen sichergestellt; 
überregionale Angebote durch Fachkräfte 
- Betriebliches Gesundheitsmanagement 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Bereits bestehende Vernetzungen: 
- Fröbel-Kindertageseinrichtungen in anderen Stadtt eilen 
- Geschäftsstelle vor Ort 
 
Geplante Vernetzungen mit dem Schwerpunkt „Nachhaltigkeit und Gemeinschaft“: 
- Kooperation mit Schulen und Kindergärten angestre bt 
- Kooperation mit Grundschulen, um frühzeitig die Ü bergänge zu gestalten 
- Kooperationen dem La Vie, Fachwerk Gievenbeck und  dem Universitätsklinkum Münster 
- Offener Zugang auf alle vorhandenen Sozialraumakt eure ist geplant sowie aktive Mitarbeit in 
der Quartiersentwicklung des Oxford-Quartiers

3 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Bemühen um di e Entwicklung und das Wohlbefinden-
des Kindes 
- Eingewöhnung nach dem Berliner oder Münchener Ein gewöhnungsmodell 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, (th emenspezifische) Elternabende usw. fin-
den statt 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
- Gemeinsame Ausflüge und Feste 
- Möglichkeit der Hospitation: Transparenz der päda gogischen Arbeit 
- Einbindung und Beteiligung der Eltern an pädagogi schen Aktivitäten  
- Regelmäßige Elternbefragungen 
- Errichtung einer Lounge, die Eltern zum Austausch  und Verweilen einlädt 
- „Digitales Familienzentrum“ ermöglicht Dienstleis tungen und Angebote im Sinne eines örtli-
chen Familienzentrums 
- Fröbel-Beschwerdemanagement 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben / Flexibilitä t des personellen Einsatzes durch mehrere 
Einrichtungen in Münster ist gegeben 
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mi tarbeitende 
- Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement 
- Externe Qualitätsentwicklung durch EduCert GmbH u nd PädQuis (einem pädagogischen 
Qualitäts- und Informationssystem) 
- Interne Evaluation anhand des Nationalen Kriterie nkataloges (NKK) 
- Zentrales Team „Pädagogik und Qualitätsentwicklun g“ ist verantwortlich für Qualitätsmanage-
ment 
- Durchführung regelmäßiger Qualitätszirkel zu päda gogischen Themen 
- Beratung und Begleitung der Einrichtungen durch F achberatung 
- Zentrales Beschwerdemanagement für Eltern sowie M itarbeitende 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
- Bezahlung der Mitarbeitenden nach eigenem Haustar ifvertrag 
- Betreiber einer Fachschule für Sozialpädagogik in  Berlin und Aufbau eines weiteren Standor-
tes in Köln 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Durchgängige Betreuungszeiten - auch in den Ferie n 
- Synergieeffekte durch mehrere Einrichtungen am St andort Münster  
- Frischkostküche in jeder Einrichtung gewünscht 
- Standortspezifische Auswahl der pädagogischen Sch werpunkte 
- Aktive Mitarbeit in der Quartiersentwicklung 
- Der Träger sieht Herausforderungen als Chance neu e Ideen zu entwickeln und umzusetzen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  
Kindertageseinrichtung Gumprichstraße im Stadtteil Gievenbeck 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Global Education gGmbH 
Tochtergesellschaft der: pme Familienservice gGmbH 
Friesenring 50 
48147 Münster 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Global Education gGmbH ist eine 100%ige Tochterge sellschaft der pme Familienservice 
gGmbH 
- Derzeit ist die Anerkennung als Träger der freien  Jugendhilfe beantragt, aber noch nicht er-
folgt 
- Die pme Familienservice Gruppe ist an mehr als 30  Standorten in Deutschland, Österreich, 
der Schweiz und Tschechien vertreten 
- Betreibt über 80 betriebsnahe Kinderbetreuungsein richtungen in Deutschland (Kindergärten, 
Kinderkrippen, Back-up-Einrichtungen, Familienkrippen, Schülerbetreuungen)  
- In Münster mit einer Geschäftsstelle, einem Back- up-Service und Ferienprogrammen vertre-
ten 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
2,0 % Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 
liegen vor 
- Orientierung am modernen Familien- und Arbeitsleb en, Verständnis als Dienstleister 
- Bedürfnisse von Eltern und Kindern im Mittelpunkt  
- Kind als „autonomer und individueller Akteur sein er Entwicklung“ (ressourcenorientiert, Resi-
lienz fördernd), Fachkraft bzw. Erwachsener als Begleiter der Entwicklungsprozesse 
- Teilnahme „Haus der kleinen Forscher“ (Forschende s Lernen) 
- Tiergestützte Pädagogik 
- Alltagsintegrierte Sprachbildung 
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor 
 
Flexible Betreuung: 
- Öffnungs- und Schließzeiten sind an Bedürfnissen der Eltern orientiert 
- Schwerpunkt des Träger ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
- Öffnungszeiten 7 – 17 Uhr 
- Flexible Betreuungsmodelle möglich

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
-  „Diversity-Policy“ der pme Gruppe stellt die Gru ndlagen dar 
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionell en Teams mit verschiedenen Migrationshin-
tergründen 
- Pädagogik der Vielfalt – Kultur der Akzeptanz und  Teilhabe aller Menschen mit/in unter-
schiedlichen Voraussetzungen, Lebensentwürfen und Lebensphasen 
- Hoher Anteil von männlichen Fachkräften  
- Beteiligungsverfahren für Kinder  
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kinde rn 
- Medienkompetenz 
- Nachhaltigkeit 
- Schulungen der Mitarbeiter zu den einzelnen Theme nfeldern 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Ganzheitliche körperliche, psychische & seelische r Gesundheitsförderung 
- Psychosoziales Wohlbefinden, Inseln der Ruhe, Rüc kzugsräume 
- Resilienzförderung im Konzept integriert 
- Gesunde Ernährung und Bewegung als Schwerpunkt 
- Frische und selbstständige Zubereitung in Kochküc he gewünscht 
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kit a 
- Beratung der Familien / Eltern zu Themen der Gesu ndheitsförderung 
- Unfall-, Gewalt- und Suchtprävention  
- Hygieneerziehung und Zahngesundheit sind Bestandt eile der Gesundheitsförderung 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Bereits bestehende Vernetzungen: 
- Geschäftsstelle vor Ort in Münster 
 
Geplante Vernetzungen: 
- Einrichtungen verstehen sich als Teil des Sozialr aums 
- Kooperation mit Begegnungsstätten wie dem Bürgerh aus im Uhrenturmgebäude im Oxford-
Quartier 
- Kooperation mit anderen Kindertagesstätten im Soz ialraum 
- Zusammenarbeit mit (Fach-)Schulen ist konzeptione ll verankert, der Austausch wird in Pro-
jekten gelebt 
- Teilnahme an Fachgremien und Arbeitsgemeinschafte n 
- Kontakte zu Beratungs- und Frühförderstellen 
- Kooperation mit Jugendamt, sozialpädiatrischen Ze ntren, Zahnärzten, Therapeuten 
- Sozialraumorientierung bei Ausflügen 
- Kooperationsprojekte mit lokalen Seniorenheimen 
  
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Eltern als „wesentliche Partner im Bildungs- und Erziehungsprozess“ 
- Eingewöhnung nach Berliner Eingewöhnungsmodell 
- Jährlich stattfindende Elternbefragungen  
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, (th emenbezogene) Elternabende usw. fin-
den statt

3 
 
- Kommunikation über eine Eltern App etabliert 
- 24/7 Beratungshotline für Eltern (Elternberater/L ebenslagen-Coaches) 
- Sprachangebote für Familien mit Sprachbarrieren 
- Beschwerdeverfahren für Kinder und Sorgeberechtig te  
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Organisationsleitbild liegt vor 
- bundesweit einheitliches Qualitätsmanagementsyste m für alle pme-Familienservice Einrich-
tungen (jährliche Zertifizierungsprozesse) 
- Qualitätssicherung anhand des Nationalen Kriterie nkatalogs (NKK) 
- Feedback Kultur- und Beschwerdemanagementkonzept liegen vor 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben 
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mi tarbeiter 
- Bezahlung der Mitarbeiter nach Tarif 
- Kitamanagement und Fachberatung bei pme Familiense rvice gGmbH angesiedelt 
- internes pme Familienservice Einarbeitungskonzept , Begleitung neuer Teammitglieder durch 
einen Mentor 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Schwerpunkt Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
- Erfahrung mit unterschiedlichen Betreuungsformen (Kita, Großtagespflege, Backup-Betreu-
ung) 
- 24/7 - Beratungshotline 
- Eltern App für Dokumentation & Kommunikation 
- Lokaler Bezug durch die Geschäftsstelle in Münste r

3.1_educcare_Anschreiben

2761 Zeichen

educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH ■ Alter Markt 36 - 42 ■ 50667 Köln Tobias Becker 
Projektentwicklung und -management 
Mobil 0151 115 655 92 
Fax 0221 466 194 99 
tobias.becker@educcare.de 
educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH ■ Alter Markt 36 - 42 ■ 50667 Köln ■ Fon 0221 466 194 00 ■ Fax 0221 466 194 99 ■ E-Mail info@educcare.de  
Sparkasse KölnBonn ■ BIC COLSDE33 ■ IBAN DE69 3705 0198 0144 8629 50 ■ Geschäftsführer: Marcus Bracht, Axel Thelen ■ AG Köln HRB: 48030 ■ 
Steuernr. 215/5864/0713 ■ Beirat: Dr. Patrick Adenauer, Dr. Günter Bulk, Dr. Roland Bernecker, Prof. Dr. Henning Wode 
Interessenbekundung für die Kindertageseinrichtungen  
Gumprichstraße (01/2022)                                                                                      28. November 2022 
 
Sehr geehrte Frau Gerick, 
sehr geehrte Frau Fritzen, 
hiermit bekunden wir das Interesse an der Übernahme folgender Trägerschaften in Münster: 
• 01/2022 Kindertageseinrichtung Gumprichstraße (Oxford-Quartier), Gievenbeck 
Da wir keine weiteren Einnahme- oder Querfinanzierungsoptionen haben, benötigen wir zur 
Umsetzung unserer Qualität eine freiwillige kommunale Förderung. Es ist zudem nicht in unserem 
Sinne, höhere Trägereigenanteile auf Kosten unseres Personals (z.B. durch Zahlung unterhalb des 
TVÖD) oder der Eltern (z.B. durch Erheben von direkten oder indirekten Elternbeiträgen) anzubieten. 
Basierend auf der in den Ausschreibungsunterlagen voraussichtlich zu erwartenden Fördersumme 
und unter Einbezug der aktuell schwer zu prognostizierenden Kostenentwicklung, bieten wir für o.g. 
Einrichtung entsprechend unserer Verlässlichkeitspolicy die Übernahme eines Trägeranteils von 3% 
an. 
Unser Ihnen bereits vorliegendes Angebot bleibt also unverändert und aufgrund der Größe der 
Einrichtung sowie interner Planungsparameter und -abläufe valide. 
In diesem Zusammenhang möchten wir bemerken, dass wir als Träger durch die in allen Bereichen 
explodierenden Kosten und dem sich stetig verschärfenden Fachkräftemangel herausfordernden Zeit 
entgegensehen. Die Tatsache, dass die Kosten rasant steigen, die Anpassung der Förderung jedoch 
sehr verzögert erfolgt, reduziert den Spielraum für die Abgabe eines wirtschaftlichen Angebots immer 
mehr.  
Jedoch gehen wir davon aus, dass wir durch die sich ergebenden Synergien mehrerer Standorte in 
Münster eine starke Basis schaffen, um die gute Zusammenarbeit weiter fortführen und der Stadt auch 
weiterhin als verlässlicher Partner zur Seite zu stehen. 
Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
 
Tobias Becker 
Projektentwicklung und –management 
 
 
Stadt Münster 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
Frau Anja Gerick 
Frau Anette Fritzen 
 
48127 Münster

5.1_Global Education_Anschreiben

2713 Zeichen

glebaleducation ...o

Global Education gGmbH Global Education gGmbH
Friesenring 50 | 48147 Münster Friesenring 50
48147 Münster

Stadt Münster
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Frau Anja Gerick

E-Mail: muenster@familienservice.de
Telefon: + 49 251 7037760

www.global-education.de

D-48127 Münster

30.11.2022

Bewerbung für die Trägerschaft einer Kindertageseinrichtung an der
Gumprichstraße (Oxford-Quartier) im Stadtteil Gievenbeck
Ausschreibungsnummer 01/2022

Sehr geehrte Frau Gerick,

im Nachgang zu unserer Trägerbewerbung und dem ausführlichen Gespräch am 08.11. bestätigen
wir Ihnen hiermit verbindlich die Übernahme des Trägeranteils in Höhe von 2 %.

In Bezug auf die Anerkennung als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe möchten wir folgendes
ergänzen: der Antrag auf bundesweite Anerkennung wurde bereits im März diesen Jahres gestellt
und befindet sich in der Bearbeitung. Einen entsprechenden Nachweis über die Antragstellung
fügen wir bei. Die Senatsverwaltung in Berlin bittet uns weiterhin um Geduld. Wir sind überzeugt,
dass eine bundesweite Anerkennung in Aussicht gestellt wird, da wir alle Voraussetzungen für eine
Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe erfüllen. Die Pme Familienservice gGmbH ist bereits
seit 2007 als freier Träger anerkannt.

Wir freuen uns sehr über eine positive Nachricht im weiteren Verfahren berücksichtigt zu werden
und stehen für Fragen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

I Fans

Ulrike Mengler
Projektentwicklung Lernwelten NRW

Geschäftsführerin: Alexa Ahmad
Registergericht: AG Berlin-Charlottenburg | HRB 116393 B | Steuernummer: 30/098/75626 | USt-IdNr. DE 303764383

wT— nn Tem

Senatsverwaltung für Bildung,

Jugend und Familie BERLIN

Senatsverwaltung lür Bildung, Jugend und Familie « Bernhard-Welß-Str. 6 » 10978 Berlin Geschäftszeichen VE 21

Bearbeitung Fr, Schönemann

Global Education gGmbH
Tel. +49 30 90249 5117

Flottwellstr. 5 Telefon Zentrale +49 30 90227 5050
Mail Troeger-service@senbjf.berlin.de
10785 Berlin
Datum 15.03.2022

Antrag auf Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe nach 8 75 SGB VIII

Sehr geehrte Frau Raupach,

Ihr Antrag auf bundesweite Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe nach 8 75 SGB VIII
vom 07.03.2022 ist am 11.03.2022 eingegangen.

Die Unterlagen werden vorab auf Vollständigkeit geprüft und anschließend: wird eine
bundesweite Anfrage eingeleitet.

Dieser Arbeitsweg nimmt einige Zeit in Anspruch, daher bitte ich Sie um etwas Geduld.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

N
p43 Ü ol Ela lie

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie - Bernhard-Weiß-Str. 6 « 10178 Berlin / " |

U + Alexanderplatz 7 r
posi@senbjf.berlin.de + www.berlin.de/sen/bjf Zeronar u 2003 |

4.2_Froebel_Konzept

69950 Zeichen

Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft 
für eine fünfgruppige Kindertagesstätte an der 
Gumprichstraße (Oxford -Quartier) in Münster 
Gievenbeck 
Zeichen: 51.10.0114 / 51.10.0112 
Ausschreibungsnummer 01/2022 
 
 
 
 
 
14.11.2022 
FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH 
Region Westfalen-Lippe-Ruhr 
Lippstädter Straße 46 
48155 Münster 
Internet: www.froebel-gruppe.de 
 
Ihre Ansprechpartner bei FRÖBEL sind: 
Oliver Just, Leiter Projektentwicklung und Vertrieb Region West 
Komödienstraße 18-24 
50667 Köln 
Telefon 0221 29 99 42 71 
Mobil 0172 3500854 
just@froebel-gruppe.de 
 
Normann Stricker, Geschäftsleiter Region Westfalen-Lippe-Ruhr 
Lippstädter Straße 46 
48155 Münster 
Telefon 0251 71 84 960 
Mobil 0174 8093216 
normann.stricker@froebel-gruppe.de

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „an der Gumprichstraße“ in Münster 
 
2 
 
2 
 
Der FRÖBEL e.V. betreibt über die Tochtergesellschaft FRÖBEL Bildung und Erziehung ge-
meinnützige GmbH mittlerweile über 210 Einrichtungen in zwölf Bundesländern. In einem 
stetigen Prozess entwickelt FRÖBEL innovative Wege, um Kindern und ihren Familien das 
beste Angebot für Bildung, Erziehung und Betreuung zu bieten. Im Mittelpunkt all unseres 
Handelns stehen dabei das Wohl des Kindes und die optimale Förderung seiner Entwick-
lung. Zugleich sind die Unterstützung von Familien und die Vereinbarkeit von Familie und 
Beruf wesentliche Ziele.  Unseren Ansatz, qualitativ hochwertige Bildungseinrichtungen 
für Kinder anzubieten, setzen wir bisher in 72 Kindergärten in NRW um. Von diesen 72 
Einrichtungen sind neunzehn als Familienzentren zertifiziert. 
Gern möchten wir unser Angebot durch die Übernahme der Trägerschafft  der neuen 
Kindertagesstätte „an der Gumprichstraße“ im Stadtteil Gievenbeck in Münster erwei-
tern. Von besonderer Attraktivität für die Stadt Münster dürfte dabei unsere langjährige 
Erfahrung in der Betreuung von Kindern, unsere an die Bedürfnisse der Familien flexibel 
anzupassende Öffnungszeiten sowie unsere durchgängige Betreuung auch in der Feri-
enzeit sein.  
Für den Start einer neuen Einrichtung in Münster steht ein Ex pertenteam aus unserem 
pädagogischen, planerischen und kaufmännischen Bereich zur Verfügung. Sie über-
nehmen vor Ort die Aufgaben, die im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zur In-
betriebnahme anfallen. Unterstützt von den Bereichen Kommunikation und Market ing 
sowie der Rechtsabteilung in der Hauptgeschäftsstelle in Berlin werden die Personalak-
quise und der Abschluss von Arbeitsverträgen vorbereitet. Für die Aufnahme der Kinder 
stehen rechtzeitig Betreuungsverträge und sämtliche Mittel für die Elternkommunikation 
zur Verfügung. Um die besonders herausfordernde Anfangszeit beim Aufbau einer Kin-
dertageseinrichtung reibungslos zu gestalten, setzt FRÖBEL ferner auf die professionelle 
Begleitung durch die interne Fachberatung. Die Teams erhalten außerdem die Möglich-
keit und Unterstützung, eine gemeinsame inhaltliche Orientierung auf Grundlage der 
FRÖBEL-Rahmenkonzeption (siehe Beilage FRÖBEL -Rahmenkonzeption), des FRÖBEL -
Leitbilds (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) und der FRÖBEL-Standards zu erarbeiten. Zur Un-
terstützung in fachlichen Fragen und Verwaltungsabläufen steht der Leitung und dem 
Team ein inhaltlich vielfältig aufgestelltes Beraterteam zur Verfügung. Dabei kann so-
wohl auf regionale Unterstützung aus dem Büro in Münster  als auch auf Unterstützung 
aus der Hauptgeschäftsstelle in Berlin zurückgegriffen werden. 
In der folgenden Bewerbung finden Sie eine Vorstellung von FRÖBEL als Träger und In-
formationen zu unserem pädagogischen Konzept, im Anhang eine Angabe zum Finan-
zierungsrahmen, einen Ausschnitt aus dem FRÖBEL-Haustarifvertrag und eine Referenz-
liste sowie als Beilage unsere FRÖBEL-Rahmenkonzeption (Anlage 1), das FRÖBEL-Leitbild 
(Anlage 2) und unser Leporello „FRÖBEL als Arbeitgeber“ mit einem Überblick der be-
sonderen Leistungen für Mitarbeiter*innen (Anlage 3). Für Rückfragen stehen wir jeder-
zeit zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „an der Gumprichstraße“ in Münster 
 
3 
 
3 
Inhalt 
1 Trägerhintergrund .............................................................................................................. 4 
1.1 Organisation und Struktur .......................................................................................... 4 
1.2 FRÖBEL als Träger ........................................................................................................ 4 
1.3 Trägerkonzeption ........................................................................................................ 4 
2 Fachlichkeit ........................................................................................................................ 6 
2.1 Rahmenkonzept, Zielgruppen, Ziele der Entwicklung ........................................... 6 
2.1.1 Bezug zu Friedrich Fröbel ......................................................................... 6 
2.1.2 Was Bildung für uns ist .............................................................................. 6 
2.1.3 Umsetzung des nordrhein-westfälischen Bildungsprogramms .......... 7 
2.1.4 Partizipation .............................................................................................. 8 
2.1.5 Beobachtung und Dokumentation ....................................................... 8 
2.1.6 Alltagsintegrierte Sprachförderung und bilinguale Erziehung ........... 9 
2.2 Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Gender ............................ 9 
2.3 Gesundheitsförderung ............................................................................................. 11 
2.4 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner ............................................... 12 
2.5 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft .................................................................. 13 
2.5.1 Gestaltung von Übergängen ............................................................... 14 
2.6 Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen ............................... 15 
2.6.1 Interne Selbstevaluation ....................................................................... 16 
2.6.2 Externe Evaluation ................................................................................. 17 
2.6.3 Fachberatung ........................................................................................ 17 
2.6.4 Mitarbeiter*innenbefragung ................................................................ 17 
2.6.5 Elternbefragung ..................................................................................... 17 
2.6.6 Personalmanagement .......................................................................... 18 
2.6.7 Kinderschutz ............................................................................................ 19 
3 Finanzmanagement ........................................................................................................ 21 
4 Finanzierung ..................................................................................................................... 22 
4.1 FRÖBEL-Haustarifvertrag .......................................................................................... 23 
4.2 Anlagen ..................................................................................................................... 23

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „an der Gumprichstraße“ in Münster 
 
4 
 
4 
1 Trägerhintergrund 
1.1 Organisation und Struktur 
Der FRÖBEL e.V., anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und Mitglied im PARITÄTI-
SCHEN Wohlfahrtsverband, betreibt über seine FRÖBEL Bildung und Erziehung gemein-
nützige GmbH bundesweit über 210 Krippen, Kindergärten und Horte sowie Einrichtun-
gen im Bereich Hilfen zur Erziehung. Bei uns betreuen rund 5.000 Mitarbeiter*innen etwa 
20.000 Kinder in Kindertageseinrichtungen in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Bran-
denburg, Bremen, Hamburg,  Hessen, Niedersachsen, Nordrhein -Westfalen, Sachsen , 
Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein sowie in Australien und Polen. Durch die Unter-
schiede im Hinblick auf Bildungspläne, Sozialräume, unterschiedliche Anzahl an Men-
schen mit Migrationshintergrund und verschiedene kulturelle Bezüge haben wir vielfäl-
tige Erfahrungen in der Umsetzung und Gewährleistung pädagogischer Qualität im Rah-
men institutioneller Betreuung von Kindern. 
1.2 FRÖBEL als Träger 
Als erfahrenes gemeinnütziges Unternehmen wissen wir um die Herausforderungen, die 
sich im Aufbau neuer Kindertages einrichtungen und in  der Übernahme einer Träger-
schaft – konzeptionell und organisatorisch – ergeben. Auf der Grundlage unseres päda-
gogischen Profils und unseres Unternehmensleitbilds ist es für uns selbstverständlich, dass 
wir alle beteiligten Akteure in diesen Aufbauprozess einbinden. 
Die Verwaltung von FRÖBEL ist in vielerlei Hinsicht erfahren. Allen Einrichtungen steht ein 
professionell aufgestelltes, internes und interdisziplinäres Beraterteam aus dem pädago-
gischen, kaufmännischen und juristischen Bereich zur Verfügung. 
Bei der Übernahme einer Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „an der Gumprich-
straße“ im Stadtteil Gievenbeck in Münster wird diese in die Region Westfalen-Lippe-Ruhr 
eingegliedert. Alle buchhalterisch notwendigen Abrechnungen sowie die Umsetzung 
der landesspezifischen Bildungsschwerpunkte w erden durch die Geschäftsleitung und 
Fachberatung vor Ort sowie Mitarbeiter*innen der Hauptgeschäftsstelle in Berlin sicher-
gestellt und koordiniert. Neben Verwaltungsaufgaben wie der Elternbeitragsverwaltung, 
Lohnabrechnung, Mittelverwaltung und dem Controlling gibt es in der Hauptgeschäfts-
stelle auch eine zentrale fachliche Beratung, Qualitätssicherung und Fortbildungsorga-
nisation. Ebenso stellt FRÖBEL als Träger die Fach- und Dienstaufsicht über das Personal 
sicher.  
Mit dieser Einbindung des Kindergartens in unsere Trägerstruktur sowie unserer langjähri-
gen Erfahrung als Träger von Kindertageseinrichtungen können wir verbindlich zusichern, 
die landesspezifische Gesetzgebung sowie sämtliche Vorgaben hinsichtlich der Abrech-
nungssysteme zu erfüllen. 
1.3 Trägerkonzeption  
Ein ausgeprägtes fachliches Pro fil ist für FRÖBEL als Träger und für jede FRÖBEL -Einrich-
tung ausschlaggebend, um eine verlässliche und qualitativ hohe Bildung, Erziehung und 
Betreuung für alle Kinder anzubieten und sicherzustellen. Das Profil einer Kindertagesein-
richtung bei FRÖBEL bewegt sich dabei im Spannungsfeld von Gemeinsamkeit auf der 
einen und Individualität auf der anderen Seite.

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Die Gemeinsamkeit aller FRÖBEL -Einrichtungen ist gekennzeichnet durch einen fachli-
chen Orientierungsrahmen, der verschiedene verbindende Elemente beinh altet. Ne-
ben der Umsetzung der durch die Länder vorgegebenen Bildungsprogramme , für Ein-
richtungen in Münster, die „Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kinder-
tagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen“, geben die FRÖ-
BEL-Rahmenkonzeption (siehe Beilage FRÖBEL-Rahmenkonzeption) und das Leitbild von 
FRÖBEL (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) eine inhaltliche Orientierung für die pädagogi-
sche Arbeit. Das Leitbild setzt sich aus drei Elementen zusammen: dem Unternehmens-
leitbild, dem Führungsleitbild und dem pädagogischen Leitbild. Das pädagogische Leit-
bild stellt dabei das Herzstück unserer Pädagogik dar. Es betont die Rechte von Kindern 
im pädagogischen Alltag in allen FRÖBEL-Einrichtungen. So ist es unser oberstes Ziel, Kin-
der bei ihren Bildungs- und Entwicklungsprozessen zu begleiten, sie im Wahrnehmen ihrer 
Rechte zu unterstützen und sie in den Einrichtungen durch gemeinsame Aushandlungs-
prozesse ihren Alltag mitgestalten zu lassen. 
Einen weiteren Orientierungsrahmen gibt der Nationale Kriterienkatalog „Pädagogische 
Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze/Viernickel, 2016). Zudem werden 
in neun FRÖBEL-Standards praxisnahe Qualitätskriterien formuliert, die den pädagogi-
schen Fachkräften in allen FRÖBEL -Einrichtungen nicht nur eine fachliche Orientierung 
in der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder geben, sondern gleichzeitig ein Leis-
tungsversprechen gegenüber den betreuten Kindern und ihren Familien darstellen. Der-
zeit werden mit den FRÖBEL -Standards folgende Themen abgedeckt: Übergänge, Be-
obachtung und Dokumentation, Qualitätsentwicklung , Zusammenarbeit mit Familien, 
gesunde Ernährung, Beziehung, Individualisierung, Partizipation sowie Ausstattung. 
Die Individualität einer FRÖBEL-Einrichtung ist einerseits durch die unterschiedlichen So-
zialräume und die verschiedenen Menschen, die in der Einrichtung aufeinandertreffen, 
und andererseits durch ihre eigenen konzeptionellen Ausrichtungen geprägt . So kann 
eine FRÖBEL-Einrichtung ihr Profil mit dem Fokus auf bilingualer Erziehung oder Musik, Be-
wegung, Medien oder ande re Bildungsthemen ausbilden. Das individuelle Profil orien-
tiert sich dabei an den Interessen der Kinder und ihrer Familien, dem standortspezifischen 
Bedarf und den Schwerpunktthemen der pädagogischen Fachkräfte und wird in der 
Einrichtungskonzeption festgeschrieben.

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2 Fachlichkeit 
2.1 Rahmenkonzept, Zielgruppen, Ziele der Entwicklung 
2.1.1 Bezug zu Friedrich Fröbel 
Der FRÖBEL e.V. und seine Tochtergesellschaft, die FRÖBEL Bildung und Erziehung ge-
meinnützige GmbH, tragen den Namen jenes Pädagogen, der Begründer des Kinder-
gartens und einer anthropologischen Pädagogik der frühen Kindheit war – Friedrich Frö-
bel. Seine Pädagogik der frühen Kindheit, eine kindzentrierte und auf das Spiel begrün-
dete Pädagogik mit dem Blick auf die Ganzheitlichkeit des Kindes, ist neben den Auf-
fassungen anderer Reformpädagogen Ausgangspunkt aktueller wissenschaftlicher For-
schung. 
In der Tradition Friedrich Fröbels stehend, betrachten wir Bildung als eine aktive Tätigkeit, 
bei der sich das Kind die Welt selbstständig aneignet. Bildung ist ein lebenslanger Prozess, 
der von der Initiative und Eigenaktivität des Menschen angetrieben wird. Bildungs pro-
zesse sind somit Selbstbildungsprozesse, in denen Ich-, Sozial- und Sachkompetenzen er-
worben werden. Die Ganzheitlichkeit in der Bildung, also die Bildung der Sinne sowie die 
Bildung des Körpers, des Geistes und der Gefühle, verhilft den Kindern zu eine r ästheti-
schen und kognitiven Grundbildung, die für ein sensibles Empfinden der Umwelt und für 
das Zusammenleben in der Gesellschaft notwendig ist. 
2.1.2 Was Bildung für uns ist 
Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach Bildung und Entwicklung und ein Recht da-
rauf, dass sie auf diesem Weg begleitet und unterstützt werden. Sie gestalten ihre Bil-
dungsprozesse aktiv, indem sie mit ihrer Umgebung und den Menschen um sich herum 
in Kontakt treten und die Welt mit allen Sinnen entdecken und erforschen. Auf diesem 
Weg eignen sie sich die Welt selbstständig an und entwickeln so ihre eigene Persönlich-
keit.  
Wir verstehen kindliche Bildung als einen Prozess, der sowohl die Entwicklung sozialer und 
emotionaler Kompetenzen als auch das Ausbilden motorischer, sprachlicher und kogni-
tiver Fähigkeiten umfasst. Bildungsprozesse von Kindern sind komplexe und ganzheitliche 
Prozesse, an denen Sinnesorgane, Körper, Sprache, Gefühle, Denken und Erinnerung 
beteiligt sind.  
Von übergeordneter Bedeutung ist dabei das Spiel der Kinder. In diesem eignen sie sich 
die Welt an, setzen sich in sozialen Prozessen mit anderen Kindern auseinander und ent-
decken oder erproben ihre eigenen Fähigkeiten. Die pädagogischen Fachkräfte sorgen 
dafür, dass die Kinder ihre Spielumgebung, ihre Spielpartner*innen und auch die unter-
schiedlichsten Spielmaterialien frei wählen können. Sie setzen sich mit den Spielideen 
der Kinder auseinander und nutzen diese für ihre pädagogischen Planungen. 
Wenn Kinder das Gefühl haben, dass ihnen vertraut und ihnen etwas zugetr aut wird, 
dann gewinnen sie Sicherheit, sich Unbekanntem zuzuwenden und sich in neuen Situa-
tionen und immer wieder anderen Konstellationen zurechtzufinden. Sie erleben so ihre 
Stärken und Möglichkeiten und gestalten mithilfe anderer Kinder und erwachsener Be-
zugspersonen ihre eigenen Bildungsprozesse. Aus diesem Grund sehen unsere pädago-
gischen Fachkräfte ihre Aufgabe darin, auf die Kinder abgestimmte Bildungsanlässe und

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Lernsituationen zu schaffen und so jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung zu un-
terstützen. 
In unseren Kindertageseinrichtungen schaffen wir auf der Basis von drei Prinzipien die 
notwendigen Voraussetzungen, damit Bi ldungs- und Entwicklungs prozesse angeregt 
und begleitet sowie die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen und aufgegriffen  wer-
den. Diese sind: Beziehung als Prinzip, Individualisierung als Prinzip sowie Partizipation als 
Prinzip. Die Art und Weise, wie mit Kindern umgegangen wird, wie sie entsprechend ihrer 
Persönlichkeit ihre Erfahrungen mitgestalten können, wie er nst sie genom men werden 
und mitbestimmen können, das alles sind  für uns bedeutsame Faktoren in der Bildung, 
Erziehung und Betreuung von Kindern (für eine ausführliche Erklärung siehe Beilage FRÖ-
BEL-Rahmenkonzeption S. 12 ff.). 
2.1.3 Umsetzung des nordrhein-westfälischen Bildungsprogramms 
Die Bildungsgrundsätze von Nordrhein-Westfalen geben der Bildungsarbeit in unseren 
Kindertageseinrichtungen in Nordrhein -Westfalen einen verbindlichen Orientierungs - 
und Bezugsrahmen und definieren ein gemeinsames Bildungsverständnis.  
Die zehn Lernbereiche und Erfahrungsfelder, 
▲ Bewegung, 
▲ Körper, Gesundheit und Ernährung, 
▲ Sprache und Kommunikation, 
▲ Soziale und (inter-)kulturelle Bildung, 
▲ Musisch-ästhetische Bildung, 
▲ Religion und Ethik, 
▲ Mathematische Bildung, 
▲ Naturwissenschaftlich-technische Bildung, 
▲ Ökologische Bildung, 
▲ Medien,  
werden nicht losgelöst voneinander betrachtet, sondern finden sich verzahnt miteinan-
der im pädagogischen Alltag wieder. Gemeinsam mit den Kindern planen die pädago-
gischen Fachkräfte Aktivitäten und Projekte und setzen diese – immer basierend auf den 
Themen und Interessen der Kinder – um.  
Durch eine anregend gestaltete Umgebung haben Kinder die Möglichkeit, sich vielfälti-
gen Themen und Materialien zu widmen. Liebevoll gestaltete Räumlichkeiten sprechen 
die Sinne an, regen Aktivitäten an und fördern damit kindliche Bildungs - und Entwick-
lungsprozesse. Bei der Gestaltung der Räume wird auf ein ausgewogenes Verhältnis zwi-
schen Bewegungs-, Ruhe-, Begegnungs- und Rückzugsorten geachtet. Sie sind immer 
wieder durch Kinder und Fachkräfte veränderbar, sodass eine flexible Nutzung möglich 
ist.

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2.1.4 Partizipation 
Kinder werden von Anfang an als eigenständige und kompetente Persönlichkeiten 
wahrgenommen und respektiert. Das bedeutet, dass ihnen zugetraut wird, eigene Ent-
scheidungen zu treffen, sich offen und neugierig zu bewegen, damit sie die Welt aktiv 
kennenlernen. Weiterhin werden sie ermutigt, sich aktiv in die Gemeinschaft der Kinder-
tageseinrichtung einzubringen. Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte ist es, Kinder in 
ihrer Entwicklung zu unterstützen und gemeinsam mit ihnen herauszufinden, welche Ent-
scheidungsprozesse auch für die jüngsten Kinder entwicklungsangemessen sind.  
Kinder sollen die Erfahrung machen, dass ihre Rechte, wie sie in der UN-Kinderrechtskon-
vention beschrieben sind, anerkannt und gelebt werden, denn nur so entwickeln sie 
Vertrauen in ihre eigenen Kräfte, lernen sich selbst, aber auch die Bedürfnisse und Wün-
sche anderer zu achten und wachsen auf diesem Weg ganz selbstverständlich in de-
mokratische Strukturen hinein.  
In der Gemeinschaft einer Kindertageseinrichtung ist es alltäglich, dass viele verschie-
dene Kinder viele unterschiedliche Sachen wollen oder auch nicht wollen. Es gilt immer, 
situationsabhängig abzuwägen, was geht oder nicht geht, auszuhandeln, ggf. Alterna-
tiven anzubieten, gemeinsame Regeln zu formulieren, zu erklären und zu begründen. 
Damit Kinder mitbestimmen können, bieten sich vielfältige Möglichkeiten an. Grundsätz-
lich lässt die Gestaltung des pädagogischen Alltags überall die Mitbestimmung der Kin-
der zu – z. B. bei der Wahl der Aktivitäten, der Gestaltung der Mahlzeiten, der Vorberei-
tung und Durchführung besonderer Aktivitäten (Projekte, Ausflüge, Feiern u.v.m.). Dar-
über hinaus haben alle Kinder die Möglichkeit, sich z. B. in Erzähl - und Morgenkreisen 
oder in so genannten Kinderkonferenzen bzw. Kinderparlamenten einzubringen.  
2.1.5 Beobachtung und Dokumentation 
Verschiedene Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren sind das Handwerks zeug 
pädagogischer Fachkräfte, um Entwicklungsverläufe und Bildu ngsprozesse der Kinder 
zu erfassen und auf dieser Grundlage die pädagogische Arbeit (Raum- und Materialge-
staltung, Tagesablauf, Angebote, Projekte etc.) gemeinsam mit den Kindern zu planen 
und ggf. zu verändern.  
Jedes Kind erhält außerdem seine eigene Bil dungsdokumentation, die es aktiv mit ge-
stalten kann. Sie besteht aus Beobachtungen, Fotos, Zeichnungen und vielem mehr. Ein 
solches Portfolio macht im Sinne eines „Buch des Kindes“ individuelle Bildungs- und Lern-
prozesse für Kinder und Erwachsene sichtbar und unterstützt die Entwicklung lernmetho-
discher Kompetenzen, da die K inder so ihren eigenen Lernfort schritt selbst beurteilen 
können. Die Bildungsdokumentation kann außerdem für Gespräche mit Familien genutzt 
werden und dient zur Veranschaulichung der Entwicklung des Kindes.  
Um die pädagogische Arbeit transparent zu gestalten, werden verschiedene Doku -
mentationsformen zur Visualisierung des pädagogischen Alltags, wie z. B. Dokumentati-
onswände und Schaukästen, genutzt, in denen aktuelle und vergangene Aktiv itäten 
der Kinder anhand von Fotos und Beschriftungen dargestellt werden.

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2.1.6 Alltagsintegrierte Sprachförderung und bilinguale Erziehung 
Sprachliche Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation in der Bildung von Kindern. Sie 
sind entscheidend, um mit anderen in Kontakt zu treten, sich mitzuteilen und um andere 
zu verstehen. Sprachbildung und -förderung ist somit eine grundlegende Aufgabe von 
Tageseinrichtungen – sowohl für Kinder mit deutscher als auch für Kinder mit nicht-deut-
scher Familiensprache. Im Sinne einer alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung 
wird das gesamte Geschehen in der Einrichtung als sprachanregendes Setting genutzt. 
Dies trägt zu einer erfolgreichen Entwicklung sprachlicher und kommunikativer Kompe-
tenzen von Kindern bei. Pädagog ische Fachkräfte begleiten Alltagssituationen als 
sprachliche Vorbilder, initiieren Gespräche, stellen weiterführende Fragen, hören Kin-
dern zu und greifen ihre Themen und Interessen sprachlich auf. Auch die Gestaltung von 
Räumen durch Schriftzüge, Bezeichnungen von Gegenständen und die Darbietung von 
Büchern sind wichtige Elemente der alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung. 
Um die sprachlichen Kompetenzen von Kindern zu erweitern, unterstützt FRÖBEL weiter-
hin den frühzeitigen Kontakt zu einer Fremdsprache. Diese ist dabei in das ganzheitliche 
Konzept von alltagsintegrierter Sprachbildung und -förderung eingebettet. Neben der 
bewussten sprachförderlichen Ausgestaltung des Alltags in deutscher Sprache wird eine 
weitere Fremdsprache in das pädagogische Geschehen eingebunden. Voraussetzung 
dafür ist, dass unter den pädagogischen Fachkräften Muttersprachler*innen der jeweili-
gen Fremdsprache der Einrichtung sind. So findet der Kontakt mit einer Fremdsprache 
nicht durch isolierte Programme statt, sondern i st in den Alltag der Kinder integriert. 
Durch die sie umgebende Fremdsprache kommen die Kinder ganz selbstverständlich in 
Kontakt mit dieser. Entscheidend dafür ist, dass Kinder durch die Gestaltung des Alltags 
selbst beeinflussen können, wie intensiv sie mit der Fremdsprache in Berührung kommen. 
Damit stärken wir die Selbstwirksamkeit und Freude der Kinder beim Sprachenlernen. 
Denn nur wenn Kindern die Möglichkeit gegeben wird, selbstständig zu entscheiden und 
ihren Interessen nachzugehen, werden Bedingungen für Selbstbildungsprozesse von Kin-
dern geschaffen. 
2.2 Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Gender 
FRÖBEL nimmt die Verantwortung wahr, allen Kindern die bestmögliche Bildung, Erzie-
hung und Betreuung zukommen zu lassen. Kindertageseinrichtungen bieten als erste Bil-
dungsinstitutionen die Möglichkeiten des gemeinsamen Aufwachsens und Lernens von 
Kindern. Uns als Träger sowie unseren pädagogischen Fachkräften kommt damit bei der 
Überwindung von Benachteiligungen, Ungleichheit und Ausgrenzung und der Erhöhung 
von Chancengleichheit in der Teilhabe von Kindern an Bildung und Gesellschaft eine 
große Bedeutung zu. 
Inklusive Pädagogik ist die konzeptionelle Grundlage unserer Arbeit. Damit schließen wir 
uns den im Index für Inklusio n formulierten Kernaussagen und den international aner-
kannten Prinzipien der UN -Kinderrechtskonvention an. Heterogenität als Lebensrealität 
in all ihren Erscheinungsformen bedeutet für den Alltag in unseren Kindertageseinrich-
tungen Individualität in Bezug auf soziale und ökonomische Lebenslagen, das Ge-
schlecht, die ethnisch-kulturelle Herkunft und Sprachen, auf körperliche, emotionale und 
kognitive Fähigkeiten und Voraussetzungen von Kindern. In allen FRÖBEL -Einrichtungen 
ist deshalb das pädagogische Handeln orientiert an den unterschiedlichen Bedürfnissen 
und Ressourcen von Kindern und damit sehr individuell abgestimmt. Handlungsleitend

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sind dabei Erkenntnisse aus strukturierten Bildungs - und Entwicklungsbeobachtungen, 
die bei uns alle pädagogischen Fachkräfte durchführen und in entsprechenden Doku-
mentationen nachhalten. Über eine enge Bildungs - und Erziehungspartnerschaft mit 
den Familien erfahren wir Besonderheiten über das Kind und seine Lebensumwelt, die 
dann in den Prozessen innerhalb der Einrichtung berücksichtigt werden. Im Beratungsfall 
steht Familien und Kindern sowie Mitarbeiter*innen ein FRÖBEL-internes Beratungssystem 
zur Verfügung. Zudem ist der Kontakt zu örtlichen Stellen der Kinder- und Jugendhilfe ein 
fester Bestandteil bei FRÖBEL, um im Beda rfsfall gemeinsam passgenaue Hilfe - und 
Handlungspläne zu erstellen. 
Als weltoffener und international aktiver Träger von Kindertageseinrichtungen kommen 
bei FRÖBEL Kinder und Erwachsene unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen, Ethnien 
und Religionen zusammen. Kinder mit Migrationshintergrund sind selbstverständlicher Teil 
der Kindergruppe. Das Verständnis, dass alle Kinder und ihre Familien gleichwertig und 
gleichberechtigt in ihren Bedürfnissen betrachtet werden, bedeutet für die Einrichtung 
und die Fachkräfte, nicht aus Angst vor Stigmatisierung und Diskriminierung Unterschiede 
zu leugnen, sondern fordert dazu auf, sich Unterschiede bewusst zu machen und auch 
als relevant für Bildungs - und Lernprozesse einzelner Kinder anzuerkennen. Wir achten 
sensibel darauf, ob die Tatsache der Migrationsgeschichte (des Kindes bzw. der Familie) 
den Zugang des Kindes zu Bildung und Erziehung erschwert. Sollte Kindern z. B. aufgrund 
ihrer nicht-deutschen Familiensprache die Teilhabe an Bildungsinhalten erschwert sein, 
findet eine gezielte alltagsintegrierte Sprachförderung statt, um Faktoren von  Benach-
teiligung (präventiv) entgegenzuwirken. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir mit den 
Kindern über verschiedene Kulturen und Religionen sprechen, sodass sie diese kennen-
lernen. Darüber hinaus erleben die Mädchen und Jungen bei uns unterschiedliche Tra-
ditionen, beispielsweise durch das Feiern von Festen wie Ostern, Weihnachten oder dem 
Zuckerfest. Die in der Einrichtung vertretenen Familiensprachen bzw. Sprachen im Allge-
meinen werden an Wänden, als Beschriftungen von Gegenständen oder in mehrspra-
chigen Büchern aufgegriffen. Durch diese Elemente werden Kinder und Erwachsene für 
verschiedene Weltanschauungen sensibilisiert und gleichzeitig in ihren interkulturellen 
Kompetenzen gefördert.  
Es geht uns darum, Mädchen und Jungen alle Aktivitäten zu ermöglichen, sie dabei zu 
unterstützen, sich in ihrer Geschlechtsentwicklung zurechtzufinden und eine positive Ge-
schlechtsidentität herauszubilden. Dabei werden ganz bewusst weder M ädchen noch 
Jungen von Aktivitäten ausgeschlossen, sondern explizit aufgefordert, sich zu beteiligen, 
sich auszuprobieren und Dinge zu wagen. Unsere pädagogischen Fachkräfte sind an-
gehalten, sich mit ihrer eigenen Haltung und möglicherweise vorhandenen Vor urteilen 
auseinanderzusetzen und diese ggf. zu überwinden. Mädchen und Jungen haben nicht 
nur die gleichen Rechte, sondern dürfen sich auch spielerisch mit der Rolle des jeweils 
anderen Geschlechts auseinandersetzen. Selbstverständlich ist bei uns „erlaubt“, dass z. 
B. Jungen Mädchenkleider oder Mädchen Anzüge und Krawatten anziehen, das Spiel 
mit Puppen ablehnen und es vorziehen, Fußball zu spielen etc. Weiterhin unterstützen 
unsere Fachkräfte sensibel und aufmerksam Mädchen und Jungen darin, handlungs-
kompetent, konflikt- und entscheidungsfähig zu sein bzw. zu werden. Sie werden darin 
begleitet und unterstützt, eine eigenständige, selbstbestimmte Sexualität zu entwickeln 
und sich Freiräume zu schaffen, in denen sie Eigenständigkeit entwickeln und neue Er-
fahrungen erleben können. Im Bereich „Soziale und emotionale Entwicklung“ werden

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im Nationalen Kriterienkatalog zudem Kriterien zur Entwicklung einer resilienten Persön-
lichkeit beschrieben, die die geschlechtssensible Bildung, Erziehung und Betreuung von 
Kindern untermauern. 
2.3 Gesundheitsförderung 
Eine lebensweltbezogene und ganzheitliche Gesundheitsförderung ist eine zentrale Auf-
gabe in unseren Kindertageseinrichtungen und hat zum Ziel, die individuellen Ressour-
cen eines Kindes, einer Familie und des pädagogischen Personals zu stärken. Ein ganz-
heitlicher Ansatz von Gesundheitsförderung beinhaltet u. a. Bewegungs - und Ernäh-
rungserziehung sowie die Förderung von Resilienz und Unfall-, Gewalt- und Suchtpräven-
tion. 
Bewegung hat in dieser Hinsicht in der Entwicklung der Kinder einen besonderen Stellen-
wert, denn es besteht ein enger Zusammenhang zwischen psychischem und physi-
schem Wohlbefinden, der Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und dem Beherrschen mo-
torischer Abläufe. Eine zentrale Aufgabe ist es daher, Kindern sowohl in den Innenräu-
men als auch auf dem Außengelände großzügige und anregende Bewegungsräume 
für Spiele und motorische Aktivitäten zur Verfügung zu stellen.  
Für Kinder sind Entspannung und Erholung wichtige Voraussetzungen für ihr Wohlbefin-
den und ihre Gesundheit. Kinder brauchen hier zum einen Unterstützung bei der Stress-
regulation in der Interaktion mit der Bezugsperson und zum anderen Ruheräume und 
verschiedenste Schlafmöglichkeiten entsprechend ihren individuellen Schlaf- und Rück-
zugsbedürfnissen. Im pädagogisch geführten Angebot bieten Sinnesübungen, Ge-
schichten etc. den Kindern einen Raum, ihre eigene Körperwahrnehmung zu entwickeln 
und Selbstregulation der eigenen Gefühle zu erlernen.  
Unsere Ernährungskonzeption sieht für die Kinder eine ausgewogene, altersentspre-
chende hochwertige Ernährung vor, die sich an den Empfehlungen der Deutschen Ge-
sellschaft für Ernährung orientiert. Dabei werden die unterschiedlichen ethnischen und 
religiösen Hintergründe der Kinder und ihrer Familien berücksich tigt sowie den Ki ndern 
im Bedarfsfall Allergiker gerechte Mahlzeiten angeboten. Als Getränke stehen Tafelwas-
ser und ungesüßte Früchtetees zur Verfügung. Um direkten Einfluss auf die Zubereitung 
der Speisen zu haben, gehen wir davon aus, dass eine Frischküche vorgesehen ist. Essen 
und Trinken ist aber viel mehr als bloße Nahrungsaufnahme, denn die Atmosphäre, die 
die Kinder während der Mahlzeiten erleben, beeinflusst ihre Ernährungsgewohnheiten 
und ihre Fähigkeit, etwas zu genießen. Der Einbezug der Eltern durch Informationsveran-
staltungen, Aushänge und Mitmachaktionen unterstützt die Zusammenarbeit und er-
höht die Chancen, dass im familiären Alltag Aspekte der Gesundheitsförderung inte-
griert werden. Erklärtes Ziel im Rahmen des Kinderschutzes ist es, Kinder zu schützen, Miss-
handlungen und Vernachlässigung vorzubeugen und proaktiv zu handeln. FRÖBEL hat 
dazu ein eigenes Kinderschutzkonzept (siehe auch Abschnitt Kinderschutz) entwickelt 
und geht damit weit über die üblichen Standards hinaus (§ 8a SGB VIII). Wich tiger Be-
standteil des FRÖBEL-Kinderschutzkonzepts ist die fortlaufende Qualifizierung und Sensi-
bilisierung der pädagogischen Fachkräfte und die Bildung regionaler Kinderschutz-
teams. Außerdem gibt es eine klare Positionierung zur Prävention als eine Notwendigkeit, 
Kinder wirksam vor Gefahren zu schützen.  
Um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Personals in FRÖBEL-Einrichtungen zu stär-
ken, wurde ein eigenes Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement entwi-
ckelt. Dieses beinhaltet u. a. eine Arbeitszeitentlastung ab dem 56. bzw. 61. Lebensjahr

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der Mitarbeiter*innen. Weiterhin gehören dazu diagnostische Methoden wie Mitarbei-
ter*innenbefragungen und Gefährdungsbeurteilungen, eine ergonomische Ausstattung 
des Arbeitsplatzes, betriebsärztliche Untersuchungen zur Impfprophylaxe sowie Arbeits-
schutzberatungen, Betriebsvereinbarungen zum Wiedereingliederungsmanagement 
sowie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, tariflich vereinbarte Zeiten für die mittel-
bare pädagogische Arbeit sowie trägerinterne Fortbildungsangebote.  
2.4 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Die Vernetzung im und die Einbindung in den Sozialraum sowie die direkte Zusammen-
arbeit mit der Kommune sind uns äußerst wichtig. Wie in allen bereits vertretenen Regi-
onen dient uns der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband als Dachverband.  
Die künftige Einrichtung ist Teil des neuen Oxford-Wohnquartiers im Stadtteil Gieven-
beck. Das ehemalige 27 ha große Gelände der Oxford-Kaserne wird bis 2025 zu einem 
neuen Wohnquartier umgestaltet. Entstehen sollen dort bis zu 1.200 Wohneinheiten, Bü-
ros, Kindertagesstätten, eine Schule, eine Kirche, Cafés, Grünflächen, Geschäfte … 
kurz: Ein kompletter neuer Stadtteil.   
Im nahen Umkreis befinden sich weitere Kindertagesstätten anderer Träger sowie die 
Mosaik Grundschule, die Freie Waldorfschule sowie die Michaelschule Gievenbeck, mit 
denen wir eine Zusammenarbeit anstreben: Gegenseitige Besuche, ggf. gemeinsame 
Projekte sowie ein enger pädagogischer Austausch ermöglichen einen reibungslosen 
Übergang vom Kindergarten in die Grundschule. Die Teilnahme am „KitaNavigator“ ist 
für FRÖBEL selbstverständlich.   
Die Leistungsvereinbarung umfasst aktuell die Übernahme der Trägerschaft einer fünf-
gruppigen Kindertageseinrichtung mit einem Angebot von insgesamt 80–85 Plätzen, 
die sich in 32 U3-Plätze und 48–53 Ü3-Plätze aufgliedern. Für die Aufnahme von Kindern 
unter drei Jahren hat FRÖBEL ein speziell ausgerichtetes Konzept, das unter anderem 
eine sanfte Eingewöhnung nach dem Berliner oder Münchener Eingewöhnungsmodell, 
sogenannte Nestgruppen für die ganz Kleinen sowie stabile, liebevolle Beziehungen zu 
Bezugserzieher*innen vorsieht. In fast allen FRÖBEL-Einrichtungen können Kinder ab ei-
nem Alter von acht Wochen betreut werden, sodass wir im Gebiet der U3-Betreuung 
umfassende Erfahrungen besitzen, die auf die neue Einrichtung übertragen werden. 
Bei der Gestaltung der Öffnungszeiten und Angebotsstruktur orientieren wir uns an den 
Bedürfnissen der Familien und ermöglichen so eine bessere Vereinbarkeit von Familie 
und Beruf. Schließtage durch Teamfortbildungen und Konzeptionstage werden lang-
fristig angekündigt.  
Die sozialräumliche Einbindung der Einrichtung als Ort der Begegnung von Familien ist 
für uns von großer Bedeutung. Sie soll ein kommunikativer Schnittpunkt von Lebens- 
und Alltagsthemen der Familien sein. Deshalb betrachten wir die Zusammenarbeit mit 
den Familien und damit deren Beteiligung sowie die Gemeinwesensorientierung als 
grundlegende Elemente der pädagogischen Arbeit und können auch hier auf Erfah-
rungen eigener Einrichtungen als Familienzentren zurückgreifen. Familienmitglieder 
können beispielsweise Ausflüge begleiten und mitgestalten, mit dem Team Feste und 
Feiern organisieren oder sich als Lesepat*innen in den pädagogischen Alltag einbrin-
gen.

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Neben den zehn verankerten Bildungsbereichen der „Grundsätze zur Bildungsförde-
rung für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbe-
reich in Nordrhein-Westfalen“ wird ein spezielles Thema in den Mittelpunkt der pädago-
gischen Arbeit rücken, das sich wie ein roter Faden im täglichen Geschehen in der Kin-
dertageseinrichtung zeigt. Für diese Einrichtung möchten wir die Themen Nachhaltig-
keit und Gemeinschaft aufgreifen. Diese Themen spielen auch im Entwurf des Architek-
turbüros Kéré aus Berlin eine zentrale Rolle, welcher im Rahmen des städtebaulichen 
Gutachterverfahrens zur Entwicklung der Oxford-Kaserne den ersten Platz belegt hat. 
Unter dem Motto “Kita als Bildungsort für Nachhaltige Entwicklung” machen wir die 
drei Dimensionen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) - Ökologie, Ökonomie 
und Soziales - zu festen Bestandteilen im pädagogischen Alltag. Schon bei der Einrich-
tung und Ausstattung der Einrichtung wird auf Nachhaltigkeit gesetzt: Möbel und Spiel-
sachen (vorrangig) aus Holz (FSC-zertifiziert), gute gebrauchte Gegenstände mit 
Charme, Naturmaterialien zum Spielen und Basteln, energiesparende Elektrogeräte … 
In einer Frischküche wird täglich gesund mit regionalen und/oder fair gehandelten 
Nahrungsmitteln gekocht, auch das Gemüse und die Kräuter, die von den Kindern im 
eigenen “Kindergarten” gepflanzt und geerntet werden, landen auf den Tellern. Als 
zertifiziertes “Haus der kleinen Forscher” entdecken die Kinder täglich naturwissen-
schaftliche Zusammenhänge und entwickeln daraus selbständig BNE-bezogene Pro-
jektideen. Auch das Thema “Gemeinschaft” gehört im Sinne der sozialen Dimension 
selbstverständlich dazu: die Zusammenarbeit im neuen Quartier, z.B. beim Quartiers-
management, die Beteiligung an Festen und Veranstaltungen des Stadtteils, der Einbe-
zug der Eltern und Familie gehören genauso dazu wie die Beschäftigung mit anderen 
Kulturen und Bräuchen. Ziel ist es, als “Nachhaltige Kita NRW” (WiLa Bonn) und “Faire 
Kita” (https://www.faire-kita-nrw.de/) zertifiziert zu werden.   
Neben dem Netzwerkaufbau zur Profilbildung der Einrichtung sehen wir eine Vernet-
zung mit weiteren im Sozialraum verankerten Institutionen vor, dazu gehören zum Bei-
spiel der Treffpunkt La Vie, das Stadtteilhaus Fachwerk Gievenbeck und das Universi-
tätsklinikum Münster. 
2.5 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft 
Die Einbindung von sowie der Austausch mit den Familien sind für die Bildung und Erzie-
hung der Kinder von wesentlicher Bedeutung. Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit 
steht das gemeinsame Bemühen um die Entwicklung und das Wohlbefinden des Kindes. 
Ziel ist es, diese Zusammenarbeit in eine Erziehungspartnerschaft münden zu lassen, in 
der 
 sich alle Beteiligten über die Belange der Kinder, der Familien und der Tagesein-
richtung austauschen und kooperieren, 
 die Bedeutsamkeit der beiden Lebenswelten (Familie und Kindertageseinrich-
tung) anerkannt wird, 
 die Verantwortung für die Förderung des Kindes von Familien und Kindertages-
einrichtung wahrgenommen wird, 
 die Beteiligten partnerschaftlich handeln, um eine individuelle Lernumgebung 
zu schaffen und eine individuelle Förderung zu ermöglichen.

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Im Sinne einer auf diese Art gestalteten Partnerschaft übernehmen Kindertageseinrich-
tung und Familie gleichermaßen Verantwortung für die Bildung und E rziehung des Kin-
des. Zu berücksichtigen ist hierbei selbstverständlich die Akzeptanz unterschiedlicher 
Wertvorstellungen, kultureller bzw. religiöser Vorstellungen und Lebensentwürfe. Neben 
den rechtlichen Vorgaben zur Beteiligung von Familien und Kindern an Entscheidungen 
der Einrichtung verstehen wir unter einer qualitativ hochwertigen pädagogischen Arbeit 
auch die entsprechende Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse von Familien 
und Kindern.  
In der konkreten Zusammenarbeit mit Familien sind dahe r neben Elternabenden, Tür - 
und Angelgesprächen, gemeinsamen Ausflügen und Festen insbesondere folgende Ko-
operationsangebote vorgesehen: 
 Intensive Gespräche in der Eingewöhnungszeit, um das Kind und deren Familie 
und damit deren gelebte Familienkultur (Familienform, Sprache/n, Religion, Ge-
wohnheiten etc.) und Lebenslage besser einschätzen und entsprechend darauf 
eingehen zu können.  
 Regelmäßige Entwicklungsgespräche, die den Austausch und die fachliche Ein-
schätzung des Entwicklungsstandes, der Interessen und Neigungen des Kindes 
sowie geplante Maßnahmen zu seiner Förderung zum Inhalt haben. Dies ge-
schieht auf der Grundlage der Entwicklungs- und Bildungsdokumentationen und 
der Beobachtungen und Deutungen der Eltern. 
 Die Einrichtung einer Lounge, welche die Familien zum Verweilen in der Kinder-
tageseinrichtung und zum Austausch mit anderen Eltern einlädt. 
 Die Einbindung und Beteiligung der Eltern an pädagogischen Aktivitäten wie 
Vorlesepatenschaften oder die Durchführung naturwissenschaftlicher Projekte. 
 Transparenz der pädagogischen Arbeit durch Einladung zu Hospitationen und 
Besuchstagen sowie regelmäßige Information und Dokumentation pädagogi-
scher Aktivitäten und Projekte. 
 Die Beratung in erzieherischen Fragen rund um Themen wie Ernährung, Schla-
fen, Interessen und Neigungen des Kindes. 
 Themenbezogene Elternabende zur Elternbildung und zum Erfahrungsaustausch 
der Eltern untereinander.  
Die Beteiligung erfolgt darüber hinaus in Mitwirkungsgremien, die durch die jährliche 
Wahl der Elternvertretungen und Ges amtelternvertretungen (Elternbeirat) besetzt wer-
den. Elternbeschwerden werden im Rahmen des FRÖBEL -Beschwerdemanagements 
auf allen Ebenen zeitnah, verantwortungsbewusst und aufklärend bearbeitet und als 
Impuls zur Weiterentwicklung unserer Arbeit gewertet. 
2.5.1 Gestaltung von Übergängen 
Eingewöhnung 
Während der Eingewöhnungszeit hat das Kind ausreichend Gelegenheit, sich mit der 
neuen Umgebung, den dazugehörigen Personen in der Kindertageseinrichtung und ih-
ren Abläufen vertraut zu machen. Auch die Familien bekom men während dieser Zeit

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die Möglichkeit, die Kindertageseinrichtung, die Strukturen und ihre Ansprechpersonen 
kennenzulernen.  
Eine Eingewöhnung ist dann gelungen, wenn das Kind Sicherheit und Vertrauen in seine 
neue Umgebung und zu seinen neuen Bezugspersonen entwickeln konnte. Auch für die 
Familien ist diese Zeit besonders wichtig, damit sie ihr Kind in verlässlichen Händen wissen 
und die pädagogischen Fachkräfte als kompetente und aussagefähige Ansprechpart-
ner*innen für ihr Kind wahrnehmen. 
Ein konzeptionell begründetes Eingewöhnungskonzept, das sich entweder am Berliner 
oder Münchener Eingewöhnungsmodell orientiert, erleichtert bei uns diesen Übergang 
für alle Beteiligten. 
Alltägliche Übergänge 
Neben zeitlich begrenzten Übergängen gibt es zudem solche, d ie ein Kind jeden Tag 
durchlebt. Die morgendliche Trennung beim Bringen des Kindes muss genauso wie das 
Abholen professionell begleitet werden. Eine angenehme Atmosphäre, individuelle Ri-
tuale und die Gelegenheit zum Austausch erleichtern diese Übergangssituation für Kin-
der und Familien gleichermaßen.  
Übergänge im Haus 
Um Kindern auch bei Übergängen innerhalb eines Hauses Orientierung und Sicherheit 
zu geben, erhalten sie die Möglichkeit, sich allmählich an die bevorstehende Verände-
rung zu gewöhnen. Gemeins am mit der aktuellen Bezugsperson können sie die neue 
Umgebung erschließen, Beziehungen zu den neuen pädagogischen Fachkräften auf-
bauen und erste Kontakte zu neuen Spielpartner*innen knüpfen. 
Übergang in die Grundschule  
Auch der Übergang in die Grundschul e wird von unseren Fachkräften kompetent vor-
bereitet. Wenngleich die gesamte Zeit in der Kindertageseinrichtung als Schulvorberei-
tung gilt, gewinnen Themen, die mit der Schule verbunden sind, im letzten Kindergarten-
jahr an Bedeutung.  
Eine erfolgreiche Gestaltung des Übergangs zeichnet sich dadurch aus, dass es sowohl 
Angebote für die Kinder als auch für ihre Familien gibt. Die Kindertageseinrichtung ar-
beitet eng mit der ortsansässigen Grundschule zusammen. Sie planen z. B. gemeinsame 
Elternabende, die Kinder haben die Gelegenheit, die Grundschule kennenzulernen und 
die zukünftigen Lehrer*innen besuchen die Kinder im Kindergarten.  
Obgleich die Neugier auf die Schule bei den meisten Kindern überwiegt, stellt der Austritt 
aus der Kindertageseinrichtung auch eine Trennung von Gewohntem und Liebgewon-
nenem dar. Kindern diesen Abschied von Freundinnen und Freunden und von vertrau-
ten erwachsenen Bezugspersonen zu erleichtern, ist ebenso Aufgabe im letzten Jahr. 
2.6 Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Durch den Einsatz verschiedener Verfahren wird die pädagogische Qualität von FRÖ-
BEL-Einrichtungen stetig weiterentwickelt und gesichert. Das Team „Pädagogik und 
Qualitätsentwicklung“ in der FRÖBEL -Hauptgeschäftsstelle ist zentral verantwortlich für 
das Qualitätsmanagement bei FRÖBEL. 
Das Qualitätsmanagement umfasst folgende wesentliche Elemente bzw. Instrumente:

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 Jährliche interne Evaluation der pädagogischen Arbeit in unseren Einrichtungen 
durch die Teams mit Hilfe der Arbeitsmaterialien zum Nationalen Kriterienkatalog 
(NKK) in Kindertageseinrichtungen.  
 Systematische und regelmäßige Qualifizierung aller Fachberater*innen und aller 
Leitungskräfte in sogenannten FRÖBEL-Kursen zur Qualitätsentwicklung zu päda-
gogischen Inhalten und systematischem Vorgehen in Qualitätsentwicklungspro-
zessen mit dem Ziel nachhaltig beste Fachpraxis in unseren Einrichtungen sicher-
zustellen. 
 Durchführung externer Evaluationen durch unabhängige Evaluator*innen unter 
Anwendung der anerkannten Evaluationsinstrumente KRIPS-R, KES-R und HUGS.  
 Jährliche Bearbeitung der Checklisten Hygiene und Sicherheit zur Wahrung der 
Vorgaben der Rahmenhygienepläne sowie regelmäßige Sicherheitsbegehun-
gen. 
 Durchführung regelmäßiger Qualitätszirkel zu zentralen pädagogischen The-
men, aber insbesondere auch zu den Themenbereichen Kinderschutz, Sicher-
heit, Hygiene und Datenschutz. 
 Begleitung und Beratung der FRÖBEL-Einrichtungen durch qualifizierte Fachbe-
rater*innen zur Unterstützung der Qualitätsentwicklungsprozesse, aber auch, um 
aktuelle Entwicklungen (z. B. neues Kinderschutzgesetz) zügig umzusetzen und 
wesentliche Entwicklungen in einzelnen Bundesländern zu etablieren (z. B. ver-
pflichtende externe Evaluation in Berlin). 
 Systematische Fortbildung der pädagogischen Fachkräfte vor dem Hintergrund 
der gesetzten Qualitätsziele im Rahmen einer zentralen Qualitätsentwicklungs-
strategie. 
 Zentrales Beschwerdemanagement für Eltern sowie Mitarbeiter*innen, das ge-
meinsam mit den Betriebsräten umgesetzt wird, um Verbesserungspotentiale zu 
erschließen. 
 Befragung der Mitarbeiter*innen in einem zweijährigen Turnus und anschlie-
ßende intensive Auswertung der Ergebnisse mit Leitung, Team und Eltern in allen 
Einrichtungen. 
 Jährliche Elternbefragung mit anschließender Auswertung der Ergebnisse mit 
Leitung, Team und Eltern in allen Einrichtungen. 
2.6.1 Interne Selbstevaluation 
Einen fachlichen Rahmen für die Qualitätsentwicklung und -sicherung bildet der Natio-
nale Kriterienkatalog „Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; 
Tietze/Viernickel, 2016). In seinen Qualitätsbereichen wird beste Fachpraxis durch kon-
krete Handlungsempfehlungen für pädagogische Fachkräfte beschrieben. Mittels der 
Checklisten des dazugehörigen Handbuchs „Pädagogisch e Qualität entwickeln“ 
(Tietze/Viernickel, 2016) schätzen die Teams ihre pädagogische Arbeit selbst ein. Durch 
diese regelmäßig durchgeführten internen Evaluationen wird verstärkt die Verantwor-
tung und die fachliche Kompetenz des pädagogischen Personals unserer Kindertages-
einrichtungen für die Sicherung der Qualität ihrer Arbeit betont. Mithilfe verschiedener

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Methodenbausteine des Handbuchs werden auf Basis der Ergebnisse Qualitätsentwick-
lungsprozesse angestoßen, die in Zielvereinbarungen festgelegt und dur ch geplante 
Umsetzungsschritte ausgeführt werden. 
2.6.2 Externe Evaluation 
FRÖBEL lässt als erster Träger deutschlandweit seine Kindertageseinrichtungen durch ei-
nen kompetenten Partner extern evaluieren. In einem ersten Projektzeitraum von Okto-
ber 2016 bis April 2021 werden die Einrichtungen von erfahrenen und geschulten Evalu-
ator*innen der Institute EduCert GmbH und PädQUIS gGmbH anhand der Krippen-, Kin-
dergarten- bzw. Hort- und Ganztagsangebote-Skala (KRIPS-R, KES-R und HUGS) in ihrer 
pädagogischen Arbeit eingeschätzt. Ziel ist es, das seit 2010 in Berlin bestehende System 
einer verpflichtenden externen Evaluation im Fünf-Jahres-Zyklus auf alle FRÖBEL-Einrich-
tungen auszuweiten. Damit stellt FRÖBEL sicher, dass der interne Blick auf die Qualität 
durch einen exter nen und objektivierten Blick ergänzt wird. Die ressourcenorientierten 
Rückmeldungen werden in den bestehenden Qualitätsentwicklungsprozess der Einrich-
tungen integriert und durch die Fachberatung inhaltlich unterstützt. So wird sicherge-
stellt, dass vorhande ne Qualität gesichert und Potenziale weiterentwickelt werden. 
Neue FRÖBEL-Einrichtungen werden systematisch in die bestehenden Strukturen inte-
griert. 
2.6.3 Fachberatung 
Fachberater*innen sind eine wichtige fest installierte Instanz innerhalb von FRÖBEL. Sie 
sind an Entwicklungen des Trägers im Bereich des pädagogischen Profils und des Quali-
tätsmanagements eng beteiligt und fungieren als Multiplikatoren dieser Maßnahmen. 
So stützen unsere Fachberatungen die Qualitätsentwicklung und -sicherung und die pä-
dagogische Arbeit direkt vor Ort. Die Fachberatung bei FRÖBEL ist gekennzeichnet von 
einer hohen frühpädagogischen Fachkompetenz. Mit Zusatzqualifikationen aus den Be-
reichen Beratung und Coaching bringen sie in verschiedenen Settings ihre Expertise ein. 
Vornehmliche Aufgabe der Fachberaterinnen und Fachberater ist es, die Fachkräfte in 
den Einrichtungen im Sinne eines kollegialen Beratungssystems zu stärken. Dieses syste-
mische Beratungsangebot in engem Kontakt zu den Teams ermöglicht es, konkrete und 
auf die Bedürfnis se der Kindertageseinrichtung abgestimmte Unterstützungsleistungen 
zu erbringen. Durch die Arbeit mit den Teams an inhaltlichen Themen stellen die Fach-
beratungen sicher, dass der pädagogische Orientierungsrahmen in den Einrichtungen 
von allen Beteiligten u mgesetzt wird. Dienstrechtliche Eingriffe übernimmt die Fachbe-
ratung bei FRÖBEL nicht. 
2.6.4 Mitarbeiter*innenbefragung 
Die alle zwei Jahre stattfindende Mitarbeiter*innenbefragung ist als partizipatives Ele-
ment fester Bestandteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Sie stellt 
sicher, dass alle zu Wort kommen und an Entwicklungen beteiligt werden. Die Ergebnisse 
der Befragung geben wertvolle Rückmeldungen, aus denen sich durch kritische Ausei-
nandersetzungen Veränderungen entwickeln lassen, die wiederum als verbesserte Be-
dingungen Mitarbeiter*innen zugutekommen. 
2.6.5 Elternbefragung

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Eine regelmäßig stattfindende Elternbefragung ist als partizipatives Element fester Be-
standteil des Systems der Qualitätsentwicklung und -sicherung. Sie ergän zt damit als 
Strukturmoment den täglichen persönlichen Austausch zwischen Eltern und pädagogi-
schen Fachkräften. 
Die Ergebnisse der Befragungen geben wertvolle Rückmeldungen, aus denen sich 
durch kritische Auseinandersetzungen Veränderungen entwickeln lasse n, die allen Ak-
teur*innen des Systems zugutekommen. Am Standort „an der Gumprichstraße“ in Müns-
ter wird einmal jährlich eine Elternbefragung mittels Fragebogen stattfinden. Eltern ha-
ben durch die Befragung die Möglichkeit, Feedback zu geben, ihre Bedarfe und Bedürf-
nisse fokussiert zu formulieren und so dem Grad ihrer Zufriedenheit und der Zufriedenheit 
ihres Kindes/ihrer Kinder Ausdruck zu verleihen. Selbstverständlich erfolgt die Auswertung 
in anonymisierter Form und Rückschlüsse auf einzelne Personen sind nicht möglich. 
2.6.6 Personalmanagement 
Die personelle Ausstattung unserer Kindertageseinrichtungen bezüglich Anzahl sowie 
Qualifikation der Fachkräfte und Leitungen richtet sich nach den jeweiligen landesge-
setzlichen Vorgaben. Die Personalauswahl erfolgt dezen tral für die jeweilige Kinderta-
geseinrichtung. Den Bewerbungsgesprächen liegt ein einheitlicher Gesprächsleitfaden 
zu Grunde, der die Zuverlässigkeit der Auswahlentscheidung unterstützt. Sowohl für pä-
dagogische Fachkräfte als auch für Leitungskräfte gibt e s Stellenbeschreibungen, die 
sie vor Beginn ihrer Tätigkeit in einer FRÖBEL-Einrichtung erhalten. 
Eine gute pädagogische Fachpraxis erfordert reflektiertes pädagogisches Handeln, die 
Auseinandersetzung mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die Ve rtiefung der 
eigenen berufsbezogenen Kompetenzen sowie die Weiterentwicklung professioneller 
Haltungen. Um unsere Fachkräfte darin zu unterstützen, bietet FRÖBEL über das FRÖBEL-
Bildungswerk ein umfangreiches Qualifizierungsprogramm an. Individuelle berufsbeglei-
tende Fort- und Weiterbildungen, Teamfortbildungen, kontinuierlicher kollegialer Fach-
austausch sowie die Möglichkeit von Zusatzausbildungen und akademischen Berufsab-
schlüssen sind weitere wesentliche Elemente unseres Personalentwicklungskonzepts. 
Ebenfalls können Fachkräfte in anderen FRÖBEL -Einrichtungen hospitieren und sich in 
regionalen Arbeitskreisen zu pädagogischen Fragestellungen austauschen. Eine beson-
dere Möglichkeit zur Fachkräftequalifizierung wurde mithilfe eines Konzepts von Fach - 
und Führungskarrieren realisiert, dass eine Karrieremöglichkeit bei FRÖBEL darstellt. 
Für sämtliche Fort- und Weiterbildungsaktivitäten unserer Mitarbeiter*innen besteht ein 
tariflich verankertes Recht auf Freistellung von der Arbeit für den Besuch dieser Veran-
staltungen mit einem Umfang von mindestens drei Arbeitstagen pro Jahr. Schließtage 
im Zuge der Fortbildungsinitiative des FRÖBEL -Curriculums ermöglichen den Teams ge-
meinsames Diskutieren, Reflektieren und Verständigen. FRÖBEL -interne Fortbildungen 
sind für unsere Mitarbeiter*innen kostenlos. 
Neben Fortbildungen gehören zu den systematisch genutzten Instrumenten der Perso-
nalführung und -entwicklung: 
 Strukturierte Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

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 Regelmäßig stattfindende Teamberatungen 
 Jährliches Personalentwicklungsgespräch 
 Fachtage 
Einrichtungsleitungen sind bei FRÖBEL Führungskräfte und werden auf die Tätigkeit vor-
bereitet und unterstützt. Sie arbeiten effizient und auf den Standort abgestimmt mit ei-
nem eigenen Jahresbudget. Die Leitu ng arbeitet nach einem transparenten Leitungs-
konzept, für das unser Führungsleitbild (siehe Beilage FRÖBEL -Leitbild) Rahmen und Ori-
entierung bietet. Die Leitungen werden zudem durch regelmäßigen Austausch unter-
stützt: 
 Monatliche Besprechungen aller Leitung skräfte mit der Geschäftsleitung und 
Fachberatung 
 Individuelle Besprechungen der Leitung mit der Geschäftsleitung 
 Regelmäßige Beratung, Begleitung und Unterstützung durch Fachberatung 
 Spezielle Fortbildungsangebote und Trainingsmaßnahmen 
Darüber hinaus steht jeder Leitung im Rahmen der Wirtschaftsplanung ein Jahresbudget 
für Supervision zur Verfügung. FRÖBEL bietet pädagogischen Fachkräften die Möglich-
keit, bei Fachfragen direkt, vertraulich und unbürokratisch ein Coaching wahrzuneh-
men. Dazu wurde bei de r vom FRÖBEL e.V. getragenen Erziehungs - und Familienbera-
tungsstelle CONRAT das „FRÖBEL-Fon“ eingerichtet. 
2.6.7 Kinderschutz 
Das Wohl und der Schutz der uns anvertrauten Kinder ist für uns oberstes Gebot. In unse-
ren Einrichtungen gilt das FRÖBEL -Kinderschutzkonzept „Kinder schützen – Eltern unter-
stützen – Erzieherinnen und Erzieher stärken“. Das FRÖBEL -Kinderschutzkonzept wurde 
erstmalig 2008/2009 entwickelt und ist mit dem Inkrafttreten des Bundeskinderschutzge-
setzes 2012 erweitert worden. Grundsätzlich werden drei Bereiche erfasst: 
 
1. Das gesetzlich vorgeschriebene Kinderschutzverfahren nach § 8a Abs. 4 SGB 
VIII  – Umgang mit Hinweisen auf eine Kindeswohlgefährdung im familiären Um-
feld:  
Ein FRÖBEL-Kinderschutzordner dient im Rahmen des Schutzauftrages nach 8a 
SGBVIII als Nachschlagewerk und Orientierungshilfe. Dort sind die Verantwortlich-
keiten auf Einrichtungsebene und im FRÖBEL -Kinderschutznetzwerk, die Verfah-
rensabläufe und die Dokumentation sowie ggf. die Meldung an das zuständige 
Jugendamt verbindlich geregelt. Bei Anzeichen einer möglichen Kindeswohlge-
fährdung erfolgt eine Risikoabschätzung unter Hinzuziehung der internen FRÖBEL-
Kinderschutzfachkräfte sowie in Einzelfällen externer Fachstellen vor Ort. Ziel im 
Kinderschutzverfahren ist es, durch die vertraue nsvolle und gut vorbereitete Ein-
beziehung der Familien die Gefährdung abzuwenden und die Familie ggf. mit

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Hilfeangebote zu unterstützen. Die Kinderschutzarbeit erfolgt transparent und zu-
gewandt mit den Familien und berücksichtigt die Partizipations- und Informations-
rechte der Kinder. 
Um den Schutzauftrag kontinuierlich zu kommunizieren, arbeitet die Abteilung 
Kinderschutz mit einem internen Kinderschutznetzwerk zusammen. Die Qualifizie-
rung der Fachkräfte findet zum einen im Rahmen von 2-tägigen Teamfortbildun-
gen statt. Zum anderen bildet FRÖBEL Multiplikator*innen für Kinderschutz im Rah-
men einer 12-tägigen Fortbildung aus. Ziel ist, dass alle FRÖBEL-Einrichtungen über 
eine/ n Multiplikator*in für Kinderschutz verfügen.  
 
2. Der Schutz von Kindern vor Gewalt und Grenzverletzungen innerhalb von Kinder-
tagesstätten (Institutioneller Kinderschutz):  
Grundlegend sind die gesetzlich vorgeschriebenen Voraussetzungen (Erweitertes 
Führungszeugnis) sowie die bei FRÖBEL zusätzlich gültigen Maßnahmen, wie der 
Handlungsrahmen bzw. die „Persönliche Erklärung zum Kinderschutz“. Darüber 
hinaus sind vorrangig präventive Maßnahmen in Verbindung mit dem FRÖBEL -
Curriculum, dem Kinderrechte-orientierten FRÖBEL-Leitbild und der Rahmenkon-
zeption umzusetzen. Alle Teams sind aufgefordert eine sogenannte Teamverein-
barung zum respektvollen und gewaltfreien Umgang mit Kindern zu erarbeiten 
(Verhaltenskodex) und sich in diesem Rahmen mit den Kinderrechten und ihrer 
teamspezifischen Kommunikations- und Fehlerkultur auseinanderzusetzen. Hierbei 
erhalten die Einrichtungen Unterstützung durch die Teamfortbildung „Gewalt-
freies Aufwachsen“. Die Implementierung von Beschwerdeverfahren für Kinder 
wird vom Träger und den Einrichtungen sukzessive umgesetzt. Auch hierfür wer-
den den Einrichtungen 2-tägige Teamfortbildungen angeboten.  
 
Das Ablaufverfahren bei Hinweisen auf Gewalt und Grenzverletzung gegenüber 
Kindern durch Mitarbeitende ist im Rahmen des Ereignis- und Krisenmanagements 
bei FRÖBEL klar geregelt und findet bereits frühzeitig bei ersten Verdachtsmomen-
ten Anwendung. Dabei werden die Meldepflichten nach §47 SGB VIII verantwor-
tungsbewusst umgesetzt. 
In Zusammenarbeit zwischen der Abteilung Kinderschutz und Leitungskräften, 
Fachberatung und Geschäftsleitungen wird das Thema institutioneller K inder-
schutz stetig kommuniziert und vorangebracht. Der Träger hat hierfür auf multip-
len Ebenen Strukturen geschaffen, um die Schutz -, Förder - und Partizipations-
rechte von Kindern in unseren Einrichtungen in der Praxis umzusetzen. Auch hier-
bei unterstützen die Multiplikator*innen für Kinderschutz und sensibilisieren regel-
mäßig auf Teamebene. 
 
3. Das Sexualpädagogische Konzept und der Umgang mit sexuellen Übergriffen un-
ter Kindern:  
Alle Einrichtungen sind aufgefordert, ein sexualpädagogisches Konzept zu erar-
beiten, dieses in der Einrichtungskonzeption zu verankern und in der Praxis umzu-
setzen. Der Träger stellt hierfür eine 2 -tägige Teamfortbildung als auch Beratung

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durch die Abteilung Kinderschutz zur Verfügung. Es gibt ein klar geregeltes Ver-
fahren bei Hinweisen auf sexuelle Übergriffe unter Kindern. In solchen Fällen wird 
die Abteilung Kinderschutz zur Einschätzung und Beratung hinzugezogen.  
Mitarbeitenden werden zur Thematik der sexuellen Gewalt gegen Kinder und der 
Prävention verschiedene Fortbildungsangebote in Präsenz und Online angebo-
ten.  
Der Träger verfügt über eine eigene Abteilung Kinderschutz und damit über Träger -in-
terne insoweit erfahrene Fachkräfte. Gemäß § 8a Abs. 4 SGB VIII werden Hinweise auf 
Kindeswohlgefährdungen, die von den Fachkräften wahr genommen werden, von der 
insoweit erfahrenen Fachkraft anonym beraten. Die Mitarbeiter*innen der Einrichtungen 
übernehmen die Fallführung und die insoweit erfahrene Fachkräfte die Fallberatung.  
Das FRÖBEL-Kinderschutzteam ist den Leitungen/ Mitarbeiter*in nen namentlich bzw. in 
Person bekannt, wodurch eine niedrigschwellige Kontaktaufnahme ermöglicht wird und 
zu vielen Beratungsanfragen im Träger führt. Die insoweit erfahrenen Fachkräfte reagie-
ren zeitnah auf Beratungsanfragen (i.d.R. noch am selben Tag), beraten prozesshaft und 
nicht nur punktuell und begleiten somit engmaschig und mit umfangreichem zeitlichem 
Einsatz in der Gefährdungseinschätzung, in der Vor- und Nachbereitung von Eltern- und 
Kindergesprächen sowie im gesamten Klärungs - und Hilfeprozesses  im Rahmen des 
Schutzauftrages nach §8a Abs. 4 SGB VIII. In jedem Beratungsprozesses tragen wir dazu 
bei, dass die Mitarbeiter*innen mehr Handlungssicherheit im FRÖBEL-Kinderschutzverfah-
ren, in der Dokumentation und in der Handhabung des FRÖBEL-Kinderschutzordners er-
langen. Die inzwischen vielfältigsten Erfahrungen mit überwiegend positiven und erfolg-
reichen Beratungsverläufe sensibilisieren und öffnen die Mitarbeiter*innen für die Wahr-
nehmung des Schutzauftrags nach §8a Abs. 4 SGBVIII. 
3 Finanzmanagement 
Das Finanzmanagement für die geplante Einrichtung wird in enger Absprache zwischen 
der regionalen Geschäftsleitung und der Controlling-Abteilung sowie der Buchhaltung 
von FRÖBEL  in der Hauptgeschäftsstelle in Berlin durchgeführt. Über ein monatliches 
Budgetcontrolling, Berichtswesen und eine Liquiditätsplanung ist eine solide kaufmänni-
sche Führung gewährleistet. 
Der FRÖBEL-Haustarifvertrag 
FRÖBEL bietet als Arbeitgeber attraktive Leistungen, die eine Tätigkeit bei FRÖBEL für 
viele Bewerber*innen interessant gestalten. Hierzu gehört der im November 2009 mit der 
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) abgeschlossene Haustarifvertrag, der 
die arbeitsvertraglichen Bedingungen für alle Beschäftigten bei FRÖBEL regelt. Betriebli-
che Altersversorgung, Jahresarbei tszeitkonten, Regelungen zur Höhergruppierung auf 
der Grundlage einer fachlichen Qualifikation (Fort - und Weiterbildung) sowie die Zah-
lung eines Mindestlohns auch für Hilfs - und Wirtschaftskräfte sind nur einige Eckpunkte 
dieses Tarifvertrags. Die Eingruppierung des Personals erfolgt gemäß der Position und der 
Qualifikation. Um eine Kontinuität in der Betreuung zu gewährleisten und dem Personal 
eine langfristige Perspektive zu bieten, schließt FRÖBEL vor allem unbefristete Arbeitsver-
träge ab. Ein Stufenaufstieg ist über den Besuch von Fort- und Weiterbildungen möglich, 
für die entsprechend Fortbildungspunkte (FP) zuerkannt werden.

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Einen Einblick in die aktuelle Entgelttabelle für pädagogisches und technisches Personal 
des Haustarifvertrages von FRÖBEL mit G ültigkeit seit dem 01. Juli 2020 befindet sich im 
Anhang (siehe 4.1 FRÖBEL -Haustarifvertrag). Weitere Leistungsmerkmale des Haustarif-
vertrages haben wir in einem Leporello zusammengefasst, welches Sie als Anlage zu 
dieser Interessenbekundung erhalten. 
4 Finanzierung 
Als frei gemeinnütziger Träger bestätigt FRÖBEL im Falle einer positiven Trägerschaftsent-
scheidung den im Kinderbildungsgesetz verankerten Trägeranteil in Höhe von 5,0 Pro-
zent an den entstehenden Betriebskosten.  
FRÖBEL erklärt, dass die Einri chtung betriebsbereit und genehmigungsfähig, einschließ-
lich der erforderlichen Außenanlagen  (inkl. Spielgeräte) durch den Vermieter  überge-
ben wird. Die Stadt Münster unterstützt den Träger der Einrichtung mit einem Investitions-
kostenzuschuss in Höhe von maximal 60.000 € zur Anschaffung der Erstausstattung pro 
neu geschaffener Gruppe, somit beläuft sich der gesamte, maximale Investitionskosten-
zuschuss auf 300.000 €.  
Sollten darüber hinaus Mittel für die Ausstattung des Kindergartens erforderlich sein, wird 
FRÖBEL diese aus Eigenmitteln einbringen. Sofern zum Zeitpunkt der angestrebten Eröff-
nung weitere Fördermittel erreichbar sind, so wird FRÖBEL einen entsprechenden Antrag 
stellen, um den Anteil der Eigenfinanzierung zu reduzieren.  
Die Refinanzierung des Trägeranteils erfolgt durch die anrechenbaren Eigenleistungen, 
Spenden sowie die Möglichkeit Betreuungsplätze zur Verbesserung der Vereinbarkeit 
von Familie und Beruf Arbeitgebern zur Verfügung zu stellen. FRÖBEL wird den Rahmen 
von Unternehmenskooperationen standortbezogen und mit Blick auf den Sozialraum 
eng mit dem Jugendamt der Stadt Münster abstimmen.  Die Kostenanteile für Verwal-
tung und Overhead entsprechen den im Kinderbildungsgesetz festgeschriebenen Ma-
ximalwerten. Die Einnahmen aus Essensgeldern betragen pro Kind rund 60 Euro im Mo-
nat, zzgl. Einnahmen für die Verpflegung von eigenen Beschäfti gten. Für die Berech-
nung des Essensgeldes wurde eine Frischkochküche zugrunde gelegt. 
FRÖBEL steht zur gemeinsamen Feinabstimmung der Baupläne zur Verfügung. FRÖBEL 
hat allein in den letzten zwei Jahren bundesweit 30 neue Kindergärten eröffnet und ver-
fügt über ein hohes Maß an Erfahrung. Unsere hauseigenen Architekten unterstützen die 
Planungsprozesse daher fundiert und praxisnah. Diese Erfahrung bringen wir gerne auch 
in die durch die Stadt Münster eingebrachten Einbauten ein. FRÖBEL steht für diese Trä-
gerschaft als Mieter und für eine zielgerichtete Abstimmung und Projektentwicklung zur 
Verfügung. Ferner ist die Annahme, dass die geplanten Raumgrößen und Quadratme-
terpreise den durch das Kinderbildun gsgesetz refinanzierten Werten entsprechen und 
als Planungsgrundlage dienen. Sofern eine Überschreitung der refinanzierten Mietflä-
chen bzw. Quadratmeter vorliegt, geht FRÖBEL davon aus, dass die möglicherweise 
entstehenden Mehrkosten durch eine kommunale Sonderförderung ausgeglichen wer-
den.

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4.1 FRÖBEL-Haustarifvertrag  
 
 
*) Bezogen auf das jeweilige Landesmodell - Tätigkeitsvergütung einschließlich Freistellung für die Ausbildung 
 
4.2 Anlagen 
Auf Wunsch der Stadt Münster werden die Anlagen nur in digitaler Form per E-Mail zu-
gesandt: 
− Anlage 1: FRÖBEL Rahmenkonzeption  
− Anlage 2: FRÖBEL Leitbild  
− Anlage 3: FRÖBEL als Arbeitgeber – Leporello mit einem Überblick der besonderen 
Leistungen für Mitarbeiter*innen  
− Anlage 4: Jahresbericht 2021  
− Anlage 5: FRÖBEL Haustarifvertrag Fassung 11.12.2020  
− Anlage 6: KINDgerecht – Magazin für kindgerechte Bildung  
− Anlage 7: Aussage zur Rechtsnatur der FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH  
− Anlage 8: Nachweis über die bundesweite Anerkennung als freier Träger der Ju-
gendhilfe

4.1_Froebel_Anschreiben

1080 Zeichen

L Bildung und

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Hafenstraße 30

48127 Münster

Ausschreibung der Trägerschaft für die neue Kindertageseinrichtung an
der Gumprichstraße (Oxford-Quarlier) im Stadtteil Gievenbeck
(Ausschreibungsnummer: 01/2022), Zeichen 51.10.0114/51.10.0112
Angebot zur Übernahme der Trägerschaft

Sehr geehrte Frau Gerick,

hiermit geben wir form- und fristgerecht unser verbindliches schriftliches
Angebot zur Übernahme der Trägerschaft der neuen
Kindertageseinrichtung an der Gumperichstraße (Oxford-Quartier) im
Stadtteil Gievenbeck ab.

Wie in unseren ausführlichen Bewerbungsunterlagen aufgeführt, ist es
uns möglich, einen Trägeranteil in Höhe von 5,0% zu leisten.

Mit freundlichen Grüßen
FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH

„Kr

. Marek Körner
‚ereichsleitung West

) FRÖBEL

Kompetenz für Kinder

Köln, 14.11.2022

von Marek Körner

Tel 0221 | 299942 - 64
Marek.koermer@froebel-gruppe.de

FRÖBEL Bildung und Erziehung
gemeinnü

Tel 0221129 99.4280
Fax 0221129 99 4280

wwwfroebel-gruppe.de

kallonsnummer

Seite ] von I

Beratungsverlauf (5)

02.03.2023 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 7.5 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
16.03.2023 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 9 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
21.03.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 6.6 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
22.03.2023 Hauptausschuss
TOP 19 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
22.03.2023 Rat
TOP 26 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (12)

  • Gumprichstraße
  • Sonnenstraße
  • Landsberger Straße
  • Lippstädter Straße 46
  • Friesenring 50
  • Sonja-Kutner-Weg
  • Emmy-Herzog-Platz
  • Ermlandweg
  • Im Drostebusch
  • Hafenstraße 30
  • Langebusch
  • Kinderhaus

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0013/2023
Typ
Vorlagen
Datum
26.01.2023
Erstellt
05.01.2023 15:52