Mandari Insight

V/0380/2022

Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Grundschule Sprakel

Vorlagen 16.06.2022

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Anlage 2 Outlaw_ OGS-Konzept Grundschule Sprakel

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Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 2 Ev. Jugendhilfe Münsterland_OGS- Konzept Grundschule Sprakel

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Ansehen

Anlage 2 Kreisel e.V. _OGS-Konzept Grundschule Sprakel

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Ansehen

Anlage A

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Ansehen

Anlage 1 OGS-Kriterienkatalog

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Ansehen

Anlage 2 Caritas_OGS-Konzept Grundschule Sprakel

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Ansehen

Anlage 2 Outlaw_ OGS-Konzept Grundschule Sprakel

84688 Zeichen

KONZEPT  
 
OGS  
GRUNDSCHULE SPRAKEL 
 
 
 
 
Stand: April 2022

SEITE 1 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
INHALTSVERZEICHNIS 
1 UNSERE MOTIVATION ............................... ................................................... ............................ 3 
2 TRÄGER .......................................... ................................................... ........................................... 3 
2.1 Angebotsvielfalt .............................. ................................................... .................................. 4 
2.2 „Outlaw macht Schule“ – Referenzen ............ ................................................... ................ 5 
3 PÄDAGOGISCHE ARBEIT ............................. ................................................... ........................... 6 
3.1 Grundkonzept „Kita & More“ .................... ................................................... ...................... 6 
3.2 Bild vom Kind ................................. ................................................... .................................... 7 
3.3 Kinderrechte .................................. ................................................... .................................... 7 
3.4 Partizipation ................................. ................................................... ...................................... 7 
3.5 Kinderkonferenz................................ ................................................... ................................ 8 
3.6 Integration/Inklusion ......................... ................................................... ............................... 8 
3.7 Interkulturalität ............................. ................................................... .................................... 9 
4 BIS-MITTAG-BETREUUNG ............................ ................................................... .......................... 9 
5 STRUKTUR DES OFFENEN GANZTAGS ................... ................................................... ............. 9 
5.1 Tagesablauf außerhalb der Ferien (Regelbetrieb)  ......................................................... 9 
5.2 Hausaufgabenbetreuung ......................... ................................................... ...................... 10 
5.3 Fördergruppen ................................. ................................................... ............................... 12 
5.4 AGs ........................................... ................................................... .......................................... 12 
5.5 Freizeitangebote im Alltag .................... ................................................... ........................ 13 
5.6 Ferienprogramm ................................ ................................................... ............................. 13 
5.7 Gestaltung von Übergängen ..................... ................................................... .................... 14 
5.8 Mittagessen.................................... ................................................... .................................. 15 
6 PERSONAL......................................... ................................................... ..................................... 16 
6.1 OGS-Koordinator:in............................. ................................................... ............................ 16 
6.2 Angestellte Mitarbeiter:innen ................. ................................................... ..................... 17 
6.3 Freie Mitarbeiter:innen ....................... ................................................... ........................... 18 
6.4 Hauswirtschaftskräfte ......................... ................................................... ........................... 18 
6.5 Fachgebietsleitung ............................ ................................................... ............................. 18 
6.6 Teamsitzungen ................................. ................................................... ............................... 18 
6.7 Fortbildung ................................... ................................................... .................................... 19 
6.8 Ausbildungsort ................................ ................................................... ................................ 20

SEITE 2 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
7 ZUSAMMENARBEIT MIT DER SCHULE ................... ................................................... ............ 20 
7.1 Schulleitung .................................. ................................................... ................................... 20 
7.2 Lehrkräfte .................................... ................................................... ..................................... 20 
8 ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSPARTNERSCHAFT ........... ...................................................  21 
8.1 Elternarbeit .................................. ................................................... .................................... 21 
8.2 Elternmitgestaltung ........................... ................................................... ............................ 22 
8.3 Anlassbezogene Elternabende ................... ................................................... .................. 22 
9 VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF ............. ................................................... ....... 22 
9.1 Öffnungszeiten................................. ................................................... ............................... 23 
10 QUALITÄTSMANAGEMENT ............................ ................................................... ..................... 23 
10.1 Beschwerdemanagement ......................... ................................................... ..................... 23 
10.2 Kinderschutz ................................. ................................................... ................................... 24 
11 NETZWERKARBEIT UND KOOPERATION ................. ................................................... ........ 25 
12 ANSPRECHPARTNER:INNEN .......................... ................................................... ..................... 26 
13 ORGANIGRAMM MÜNSTER ............................ ................................................... ..................... 27

SEITE 3 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
1 UNSERE MOTIVATION 
Das Kind steht im Mittelpunkt unseres pädagogischen  Handelns. Für ein gutes pädagogisches Han- 
deln sehen wir es für wichtig an, die offene Ganztagsschule als Institution im System Schule zu be- 
trachten. An diesem Ort soll ein (Zeit-) Raum erschaffen werden, der sich ganz nach den  Bedürfnis- 
sen der Kinder richtet, in dem sie sich frei entfalten können und Beziehungen zu anderen Kindern 
und den pädagogischen Fachkräften knüpfen. Um dies zu erreichen, braucht es (Zeit-)Räume zum 
Spielen, zum Träumen und zum kreativen Verwirklichen, in dem Kinder, ganz ohne Leistungsdruck 
die Welt spielerisch entdecken. Genau zu solch einem (Zeit-) Raum wollen wir, gemeinsam mit allen 
Akteuren im System Schule, allen voran den Kindern, die Offene Ganztagsschule gestalten. Eine 
enge Zusammenarbeit und Kooperation mit den Lehrer:innen, der Schulleitung und weiterem Schul- 
personal ist dabei für uns grundlegend.  
Die Grundschule Sprakel ist für uns als Träger seit Jahren ein verlässlicher Partner im Stadtteil. In 
den letzten Jahren konnte unsere Kooperation stetig ausgebaut werden, so dass nun tägliche Ko- 
operationsangebote stattfinden. Mit der Übernahme der Trägerschaft könnte die Kooperation wei- 
terwachsen und effektiver werden. Institutionelle Grenzen können aufgebrochen werden und ein 
gegenseitiges Nutzen von z.B. Material und Räumen w ird leichter möglich. Besonders der ganzheitli- 
che Blickwinkel auf das einzelne Kind erweitert sich und vor allem beim Thema Kinderschutz können 
wir einfacher für die Kinder und Familien gemeinsam an passgenauen Hilfen für die Kinder und auch 
Familien arbeiten. Aus personeller Sicht ist die Übernahme durch uns sehr sinnvoll. Durch unsere 
Einrichtungen im Sozialraum können auch in personell eng besetzten Zeiten gute und verlässliche 
Vertretungssituationen geschaffen werden. Besonders im Bereich der AGs ist möglich, die vorhan- 
denen Kompetenzen der Mitarbeiter:innen zu nutzen.  
Eine besondere Herausforderung ist der Neubau und die Ausgestaltung der Räumlichkeiten. Wir 
können trägerseits auf viele Erfahrungen bei Neubauten und Erstbezügen von Einrichtungen zu- 
rückgreifen. Wir haben in den letzten zwölf Jahren alleine in Münster neun Kitas davon zwei als 
Kombinationseinrichtungen neu aufgebaut. Besonders unser Outlaw-Interner Service „Immobilien- 
management“ steht uns hier mit fachlichem Rat und Tat zur Seite. Wir können uns ein Beteiligungs- 
projekt zur Gestaltung der OGS-Räume gut vorstellen. Um dies materiell und personell gut aufzu- 
stellen, könnten wir über unsere eigene Fundraisingabteilung Projektgelder einwerben.  
Im weiteren Verlauf des Dokumentes können Sie unsere konzeptionellen Grundlagen für die OGS 
lesen. Uns ist wichtig, dass diese grundsätzlich als Ideen zu verstehen sind. Es ist uns ein Anliegen, 
die OGS als Teamaufgabe zu verstehen. Aus diesem Grunde sind wir uns bewusst, dass mit einer Trä- 
gerübernahme bestehenden Betreuungsstrukturen und auch die Konzeptionen bestand haben und 
sich nur dort gesund verändern dürfen, wo sich das Team eine Veränderung wünscht.   
2 TRÄGER 
„Outlaw“ – so hieß der Zweimastschoner, mit dem alles begann und der als Namensgeber für unser 
1987 gegründetes Unternehmen fungierte. Auf dem Schiff und in zwei Wohngruppen im Münster- 
land wurden damals als besonders schwierig geltende Jugendliche betreut. Der Name steht seit Be- 
ginn für unser Bemühen, Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien zu ihrem Recht zu verhel- 
fen. Und zwar gerade dann, wenn sie sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Gewachsen 
aus dem Tätigkeitsfeld der erzieherischen Hilfen hat sich so ein breites Angebotsspektrum entwi- 
ckelt.  
Die Outlaw gGmbH ist ein freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im Paritätischen 
Wohlfahrtsverband. Dezentral über mehrere Bundeslän der organisiert bieten wir an den einzelnen 
Standorten sozialräumliche und flexibel organisierte Angebote an – konfessionell und weltanschau- 
lich unabhängig. Rund 2000 Mitarbeiter:innen arbeiten in verschiedensten Bereichen. Ob

SEITE 4 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
familienanaloge Wohngruppen, sozialpädagogische Leb ensgemeinschaften und Erziehungsstellen, 
ob klassische Kinder- und Jugendhilfe in Wohngruppen oder ambulante Betreuung, ob Kindertages- 
betreuungsangebote, Jugendzentren, Schulverweigerungsprojekte, Horte oder Mehrgenerationen- 
projekte – unser Ziel ist es immer, den Menschen, dort wo sie leben, so viele Chancen wie möglich zu 
eröffnen.  
2.1  Angebotsvielfalt 
An den einzelnen Standorten bieten wir sozialräumli che und flexibel organisierte Angebote. In 
Münster sind wir vielfältig aufgestellt. Hilfen zur Erziehung, Schulprojekte, Kitas, Familienzentren, 
freizeitpädagogische Arbeit mit Familien mit Flucht erfahrung, Fansozialarbeit, Streetwork, Interkul- 
turelle Angebote, Offene Kinder- und Jugendarbeit u nd auch enge Kooperationen mit Grundschu- 
len im Bereich der OGS. 
Hilfen zur Erziehung von Outlaw greifen genau dort, wo sie gebraucht werden: In den Anlaufstellen 
und Wohngemeinschaften, zu Hause in der Familie, in  familienanalogen Wohngruppen, sozialpäda- 
gogischen Lebensgemeinschaften und Erziehungsstellen. In Münster bieten wir eine Mädchenwohn- 
gruppe, Außenwohnplätze und eine Mädchen-Inobhutnahmestelle an. Wir bieten Hilfen zur Erzie- 
hung aus einer Hand und reagieren so auf sich ändernde Bedürfnisse junger Menschen, ohne dass 
es, wenn möglich, zu einem Wechsel der Einrichtung oder der Betreuungspersonen kommt. 
Kita & More 
Jedes Kind hat das Recht auf eine glückliche Kindheit und eine individuelle Förderung seiner Fähig- 
keiten und Potenziale – unabhängig von äußeren Rahm enbedingungen, Herkunft, Geschlecht, Woh- 
nort, Weltanschauung etc. Dafür stehen wir ein! In Münster sind wir Träger für acht bestehende 
Kitas und zwei weitere sind derzeit im Aufbau. Unsere Kitas sind alle Familienzentren, und wir bie- 
ten im Rahmen unseres Konzeptes in jeder Kita auch Kitasozialarbeit an. 
Kultur, Bildung, Freizeit  
Ob in der Schule, im Freizeittreff oder auf den Straßen und Plätzen: Wir gehen dorthin, wo die Kids 
und ihre Familien sind. In ihrem direkten Lebensumfeld möchten wir ihnen so viele Chancen wie 
möglich eröffnen – ob in der offenen Arbeit, in Jugend- und Stadtteilzentren, in Schulprojekten und 
Kooperationen, in der Mehrgenerationenarbeit, in klassischer mobiler und aufsuchender Arbeit und 
mit Ferien- und Begegnungsangeboten. Wir sind überzeugt, dass alle ein Recht auf Teilhabe und 
Entwicklung haben und betrachten die offene Kinder- und Jugendarbeit als Pflichtaufgabe gemäß § 
11 des SGB VIII - nicht als eine freiwillige Leistung.  
Wann immer möglich, setzen wir hier auch gezielt eigene Ressourcen ein. Gleichzeitig ist es unser 
Ziel, uns bei jugendhilfepolitischen Entscheidungen, Haushaltsdebatten und Prozessen der Jugend- 
hilfeplanung einzubringen, uns zu positionieren und diese im Sinne der Kinder, Jugendlichen und 
Familien zu gestalten. 
In Münster sind wir Träger von zwei Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der sozial- 
pädagogischen Fananlaufstelle von Preußen Münster, sowie Schulsozialarbeit an vier Schulstandor- 
ten. Unsere Angebote erstrecken sich von Jugendzentrums- und Bauspielplatzarbeit und Fansozial- 
arbeit über Schulsozialarbeit und verlässlichen Kooperationsangeboten im OGS-Bereich bis hin zu 
außerschulischen Bildungsarbeit an den unterschiedlichsten Standorten in Münster. Wir bieten frei- 
zeitpädagogische Angebote für Familien mit Fluchterfahrung und sind in vielen Stadtteilen sehr ak- 
tiv.  
Diese Vielfalt der unterschiedlichen Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe bedeutet für 
die verschiedenen Standorte und für unsere Mitarbei ter:innen eine bereichsübergreifende Vernet- 
zung, die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlichster Fachrichtung und

SEITE 5 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
daher für unsere Klient:innen vor Ort die bestmöglichste Betreuung der Familien zu gewährleisten 
und die Qualität der pädagogischen Arbeit am jeweiligen Standort zu bereichern. 
2.2    „Outlaw macht Schule“ – Referenzen 
Ob Stärkung der Sozialkompetenz, individuelle schul ische Förderung, erlebnispädagogische Ange- 
bote, Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten o der Vermeidung von Schulabbrüchen: Mit 
unseren vielfältigen, bundesweiten Schulprojekten a rbeiten wir an der Schnittstelle von Schule und 
Jugendhilfe. Ziel ist es immer, den Kindern und Jugendlichen in ihrer schulischen Entwicklung so 
viele Chancen wie möglich zu eröffnen. 
NRW 
 Offene Ganztagsschulen: 
Seit dem 01. August 2010 betreibt die Outlaw gGmbH die OGS Regenbogenschule in Bo- 
chum-Höntrop und seit August 2015 sind wir Träger von insgesamt sechs OGS Standorten in 
Bochum. 
 
Münster 
 Kooperationsangebote mit zwei offenen Ganztagsschul en in Münster. Seit vielen Jahren 
sind wir mit dem Jugendzentrum Sprakel und auch dem  Bauspieltreff Holtrode Wolbeck in 
einer engen Kooperation mit den Grundschulen im Stadtteil verbunden und bieten wö- 
chentliche Angebote (bis zu sechs pro Woche) in unserer Einrichtung an. Wir sind verlässli- 
cher Partner, wenn es um Randzeiten bzw. Brückentag sbetreuungen geht. Ebenfalls können 
wir auf viele Jahre OGS-Ganztagsferienbetreuung zurückblicken. 
 Bildungsarbeit an Schulen: Cybermobbing@fairer Umgang im Netz (Münster). Das Projekt 
Cybermobbing findet zurzeit regelmäßig in der Realschule Wolbeck, dem Johann-Conrad-
Schlaun Gymnasium, der Gesamtschule Münster Mitte und dem Pascalgymnasium wie auch 
dem Schillergymnasium statt. Andere Schulen in Münster und Umgebung können das Pro- 
jekt buchen. 
 Außerschulische Bildungsangebote Programmierschmied e: In der Programmierschmiede 
lernen Kinder spielerisch den Umgang mit Computern. Mit Programmen wie Scratch oder 
Lego Mindstorms entdecken sie, was für Möglichkeiten Computerprogramme schaffen. Da- 
bei fertigen sie kleine Filme, Spiele oder programmieren einen Roboter so, dass er ge- 
wünschte Aufgaben bewerkstelligen kann. 
 AG-Angebote an der Hauptschule Münster Wolbeck: An zwei Nachmittagen in der Woche 
bieten Mitarbeiter:innen der Outlaw gGmbH und versc hiedene Kooperationspartner AGs 
aus verschiedenen Bereichen (Sport, Musik, kreatives Gestalten etc.) an. Alle Schüler:innen 
der Hauptschule Wolbeck nehmen verpflichtend an ein em Angebot teil. 
 Übermittagsbetreuung an der Realschule Wolbeck und Erich-Klausener-Realschule: Montags 
bis donnerstags von 13:20 Uhr bis 15:20 Uhr betreuen bis zu sieben pädagogische Mitarbei- 
ter:innen von Outlaw die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 8 der Realschule Wol- 
beck und Erich-Klausener-Realschule. Nach einem gemeinsamen Mittagessen können die 
Kinder zwischen einem kurzen kreativen, sportlichen, entspannenden oder aktiven Angebot 
wählen. Danach werden sie eine Stunde lang bei den Hausaufgaben begleitet.

SEITE 6 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
3 PÄDAGOGISCHE ARBEIT 
Die Offene Ganztagsschule stellt ein Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot für Grundschul- 
kinder dar. Die pädagogische Arbeit verfolgt das Ziel, Kinder in ihrer Selbst-, Sozial-, Sach- und Wer- 
tekompetenz zu fördern und zu stärken. Die Eltern erhalten durch die OGS ein zuverlässiges Betreu- 
ungsangebot, sowie eine Ergänzung und Unterstützung  in ihrer Erziehungsarbeit. Die pädagogische 
Gruppenarbeit, die Begleitung der Hausaufgaben, das gemeinsame Mittagessen sowie vielfältige 
AGs und Projekte aus verschiedenen Bildungsbereichen sind wichtige Bausteine unserer Arbeit. Un- 
ter Einbeziehung des sozialen und kulturellen Umfeldes der Schule unterstützen wir die Persönlich- 
keitsentwicklung eines jeden einzelnen Kindes. Die OGS soll ein geschützter Raum sein, in der die 
Kinder gemeinsam Lernen und ein friedvolles Miteina nder von allen Beteiligten vorgelebt bekom- 
men. Füreinander da sein, auf den anderen zu achten und niemanden auszugrenzen bilden die Basis 
unserer pädagogischen Arbeit in der OGS. 
3.1    Grundkonzept „Kita & More“  
Die Rahmenbedingungen für die Arbeit mit Kindern sind in Deutschland sehr unterschiedlich. Um 
dennoch in all unseren Einrichtungen eine gleich hohe Betreuungsqualität und die Beachtung der 
Outlaw-Prinzipien und -Werte zu garantieren, arbeiten alle Einrichtungen nach dem einheitlichen 
"Grundkonzept Kita & More". Dieses Konzept garantiert, dass die Qualität der Arbeit ständig gesi- 
chert, überprüft und weiterentwickelt wird. Wir erfüllen unseren Auftrag zur Bildung, Erziehung und 
Betreuung, indem wir jedes Kind unterstützen, sich zu einer selbstständigen, verantwortungsbe- 
wussten, gemeinschafts- und entscheidungsfähigen Persönlichkeit zu entwickeln – und wirken da- 
mit jeder Benachteiligung entgegen. An oberster Stelle steht die Sicherung des Kindeswohls. 
 
Unsere Prinzipien 
: 
 
Spielend lernen!  Bei uns finden alle Mädchen und Jungen vielfältige Bildungsanregungen, die ihre 
natürliche Freude am Entdecken und Lernen wecken.  
 
Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern:  Eltern sind Teil der kontinuierlichen Erzie- 
hung und Bildung ihrer Kinder und somit unsere "natürlichen" Bildungs- und Erziehungspartner.  
 
Sozialraum-Bezug:  Eine konsequente sozialräumliche Orientierung dien t der Verbesserung der Le- 
bensbedingungen für Kinder, Jugendliche und Familien. 
 
Integration und Inklusion:  Sowohl Integration als auch Inklusion sind wichtig e Grundlagen der pä- 
dagogischen Arbeit und Haltung bei Kita & More und bei Outlaw. Wo Menschen ausgegrenzt wer- 
den, ist Integration unbedingt erforderlich und Inklusion das Ziel.  
 
Geschlechterorientierung:  Unsere geschlechterdifferenzierte Pädagogik bietet Möglichkeiten, die 
eigene Geschlechteridentität kennenzulernen und Rol lenklischees zu hinterfragen.  
 
Partizipation und Kooperation:  Die Kinder in unseren Einrichtungen sollen ihrem Entwicklungs- 
stand entsprechend in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, beteiligt werden. 
 
Gestaltung von Übergängen: Sämtliche Übergangsprozesse werden von den pädagogi schen Mitar- 
beiterinnen und Mitarbeitern individuell begleitet - im engen Austausch mit den Eltern wird die Ba- 
sis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gelegt. 
 
Strukturelle und inhaltliche Qualität:  Wir legen Wert auf bestmögliche Aus- und Weiterbil dung 
unserer pädagogischen Fachkräfte, regelmäßigen fachlichen Austausch und Fachberatungen, team- 
orientiertes Arbeiten, ein klar definiertes Beschwerdemanagement und vieles mehr!

SEITE 7 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
3.2  Bild vom Kind 
Im Mittelpunkt steht das einzelne Kind mit seinen i ndividuellen Bedürfnissen, Interessen, Erfahrun- 
gen, Wünschen, Fähigkeiten und Schwächen. Hierbei lernt es auf seine spezielle Art und Weise und 
benötigt individuelle Unterstützung durch die Fachkräfte. 
Wir sehen Kinder als eigenständige Persönlichkeiten mit individuellen Eigenschaften und Fähigkei- 
ten und geben ihnen Impulse, damit sie die Möglichkeit haben, ihr eigenständiges Handeln zu entwi- 
ckeln. Sie bekommen von uns genügend Zeit, um sich in ihrem Selbstkonzept entfalten zu können. 
Wir stehen dem Kind begleitend zur Seite und schaffen den Rahmen, damit sich die Kinder zu eigen- 
ständigen Persönlichkeiten entfalten können. Kern unserer Arbeit liegt dabei im Beobachten, Zuhö- 
ren, Anregen, Herausfordern und Begleiten. Ziel mus s sein: jedes Kind hat Zugang zu einem auf sich 
selbst passenden Angebot 
3.3  Kinderrechte 
Kinderrechte sind Menschenrechte. Dieser Grundsatz sollte für alle Kinder auf der Welt gelten. Die 
Vereinten Nationen haben sich das zum Ziel gesetzt und die Rechte der Kinder in der Kinderrechts- 
konvention festgelegt. Das Abkommen wurde am 20. November 1989 von der Generalversammlung 
der Vereinten Nationen verabschiedet und ist am 2. September 1990 in Kraft getreten. 
Jedes Kind hat das Recht auf eine glückliche Kindheit und eine individuelle Förderung seiner Fähig- 
keiten und Potenziale – unabhängig von äußeren Rahm enbedingungen, Herkunft, Geschlecht, Woh- 
nort, Weltanschauung etc. Dafür stehen wir ein! 
Das von Outlaw selbst entwickelte Bilderbuch 
Mein Recht – in echt!  vermittelt den Kindern ihre 
Rechte. Das Bilderbuch ist fester Bestandteil aller Outlaw OGSen. Jedes Kind bekommt ein 
Exemplar mit nach Hause und die Einrichtungen greifen das Thema immer wieder in Projekten, aber 
auch im Alltag (z.B. durch unsere Kinderrechtetafeln) auf. 
 
3.4  Partizipation 
Partizipation ist bei Outlaw keine Aufgabe, sondern eine Frage der Haltung. Wir sind grundsätzlich 
Partizipativ organisiert. Wir verstehen Partizipation als unabdingbar im Kontext der Demokratisie- 
rung unserer heranwachsenden Generation. In unseren  Einrichtungen schaffen die Fachkräfte die 
Voraussetzungen und geben Kindern den Raum, sich im  Alltag aktiv zu beteiligen und mitzubestim- 
men. Auf diese Weise lernen sie, ihr Leben eigenverantwortlich und gemeinschaftsfähig zu gestal- 
ten. Unser Ziel ist es, alle Kinder zu mündigen Individuen auszubilden. Dabei werden alle Kinder ent- 
sprechend ihres Alters- und Entwicklungsstandes mit einbezogen. Wir arbeiten nach dem vier Stu- 
fen Model nach R. Schröder, R. Hart und W. Gernert.  
 Informiert werden 
 Gehört werden 
 Mitbestimmen  
 Selbstbestimmen  
Sie lernen, eigene Wünsche und Interessen wahrzunehmen und zu formulieren. Gleichzeitig lernen 
sie, die Interessen der Gruppe zu beachten und zu akzeptieren. Die Gestaltung von solidarischen 
Entscheidungsprozessen wird den Kindern vermittelt. Ritualisierte Vorgehensweisen bspw. bei 
Mehrheitsentscheidungen gibt den Kindern die notwendige Sicherheit.

SEITE 8 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
Bei uns findet Partizipation unter anderem statt: 
 Mitgestaltung der OGS 
 Gestaltung von Regeln des Zusammenlebens 
 Verteilung von Ressourcen (Material, Geld, Zeit, etc.) 
 “Wo möchte ich spielen?”, “Mit wem möchte ich spielen?” 
 Auswahl des Mittagsessens 
 Entscheidungen über das eigene festgelegte Kinderbu dget 
 Kinderkonferenz 
 Thema der Ferienbetreuungswochen 
 Mitbestimmung bei der Auswahl der Ausflugsorte für z.B. Ferien 
 AGs – Inhalte & Teilnahme 
 
3.5  Kinderkonferenz 
Beteiligung der Kinder ist uns ein zentrales Anliegen. In unseren Einrichtungen nutzen wir Kinder- 
konferenzen als Instrument um Kinder an basisdemokr atischen Prozessen zu beteiligen. Gerne wür- 
den wir diese in der OGS der Grundschule Sprakel ei nführen und einmal monatlich stattfinden las- 
sen. Die bestehenden Beteilligungsstrukturen werden  wir selbstverständlich beibehalten und prü- 
fen, welche Teile ergänzt werden können. Wir begrüß en die städtischen Strukturen des Jugendrates 
in Münster, sowie z.B. die bestehenden Beteiligungs strukturen in unseren Kitas oder Jugendzen- 
tren, die wir gerne für den Schulalltag übertragen möchten. Wir können uns vorstellen, die Teilneh- 
mer:innen des Jugendrates des Stadtbezirkes in das Programm mit ein zu binden, um Schüler:innen 
auf eben diese tolle demokratische Möglichkeit aufmerksam zu machen und zu zeigen, was für Kin- 
der und Jugendliche in Münster Mitbestimmung bedeuten kann.  
Über die gewählten Vertreter:innen der OGS wird zu Beginn des Schuljahres in einem vorangegan- 
genen Wahlkampf mit Steckbriefen und anschließender Stimmabgabe samt Auswertung entschie- 
den.  
Der/Die Vertreter:innen der Kinderkonferenz bilden das Sprachrohr und reden aktiv mit: 
 Feedback zum OGS-Alltag 
 Entscheidungen über Ressourcen (Zeit, Angebote, Mat erialien) 
 Ferienvorplanung 
 AG-Inhalte 
 uvm. 
 
 
3.6  Integration/Inklusion 
Wir verstehen Inklusion als eine Frage der Haltung unserer Mitarbeiter:innen. In unserer Einrichtung 
begegnen sich Mitarbeiter:innen, Kinder und Familien mit den unterschiedlichsten Biographien und 
Erfahrungen. Ziel ist es, dass die Kinder sich unabhängig von ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten ent- 
wickeln, die sie für das soziale und kulturelle Leben in unserer Gesellschaft benötigen. Daher brau- 
chen Kinder Erwachsene als Vorbild. Kinder sind von Geburt an vorurteilsfrei und sehen „Andersar- 
tigkeit“ als normale Gegebenheit an. So erleben sie die Mitarbeiter:innen als unterschiedlich und di- 
vers, akzeptierend und weltoffen. Offenheit, Akzeptanz, Einfühlungsvermögen, Toleranz, Respekt 
und Wertschätzung gegenüber vielfältigen Lebenseinstellungen und –formen bilden für uns die 
Grundlage.

SEITE 9 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
3.7  Interkulturalität 
Kinder, Familien und Fachkräfte aus unterschiedlichen Kulturen, Alters, Herkunft und Sprache prä- 
gen das Bild in unseren Einrichtungen, in der sich vielfältige Persönlichkeiten täglich begegnen. Wir 
erleben dieses als Bereicherung für das gemeinsame Leben in der OGS. Dieses erfordert Offenheit 
und ein respektvolles Miteinander aller Beteiligten.  
Die Mitarbeiter:innen spiegeln dieses in ihrer Haltung wieder und sind somit Wegbereiter:innen für 
Kinder, sich in einer multikulturellen Gesellschaft zu integrieren. Eine Outlaw OGS ist ein Ort, an 
dem Offenheit und die Achtung vor anderen Kulturen gelebt und die eigene kulturelle und religiöse 
Identität gewahrt wird.  
4 BIS-MITTAG-BETREUUNG 
Im Rahmen der Trägerschaft übernehmen wir die Organisation der Bis-Mittag-Betreuung ebenfalls. 
Hier wird das bestehende Personal der OGS durch zusätzliche Mitarbeiter:innen (NTK´s, Aushilfen 
usw.) ergänzt. Im Falle der Grundschule Sprakel gehen wir von ca. 20 Bis-Mittag-Kindern aus. Um die- 
sen Kindern eine gute Zeit zu gestalten, werden sie mit den OGS Kindern gemeinsam betreut. Dies 
ist aus pädagogischer, organisatorischer und auch räumlicher Sicht sinnvoll. Die Betreuungszeit für 
Kinder in diesem Rahmen ist für Eltern nach den üblichen (durch die Kommune) festgelegten Ge- 
bühren kostenpflichtig. Darüber hinaus können sich Eltern z.B. bei Brückentagsangeboten anmel- 
den (kostenpflichtig). Hier halten wir ein buntes Programm aus freizeitpädagogischen Angeboten 
und Ausflügen an unterschiedlichen Standorten vor. An diesen Tagen würden wir Kooperationasan- 
gebote mit Akteuren im Stadtteil konzipieren. 
5 STRUKTUR DES OFFENEN GANZTAGS 
Um einen Überblick der Offenen Ganztagsschule zu bekommen, wird im Folgenden der Ablauf und 
die Struktur dargestellt. Dies umfasst schulische Aktivitäten, Freizeitangebote und AGs.  
5.1  Tagesablauf außerhalb der Ferien (Regelbetrieb) 
Für die OGS in der Grundschule Sprakel könnte der T agesablauf folgendermaßen aussehen: 
Unterrichtsschluss bis Mittagessen 
Lehrer:innen und Gruppenleiter:innen begleiten den Übergang und tauschen sich über Themen und 
Konflikte aus. Jüngere Kinder können begleitet werden und ältere Kinder kommen selbstständig in 
die Räume der OGS. Bis zum Mittagessen haben die Ki nder Zeit für freies Spiel. Die Mitarbeiter:in- 
nen bieten in verschiedenen Räumen und auf dem Hof kleine, kurzweilige und freiwillige Angebote 
an. 
Mittagessen 
Es wird in Gruppen gegessen. Diese Gruppen werden entsprechend der Teilnehmer:innenanzahl an- 
gepasst. Unsere Mitarbeiter:innen begleiten die Kin der beim Essen. 
Lernzeit 
Direkt nach dem Mittagessen (zu einer festen Zeit) findet die Lernzeit (Hausaufgabenzeit) durch 
feste Mitarbeiter:innen (Absprachen mit den Lehrer:innen) z.B. im Klassenraum statt.

SEITE 10 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
Freizeit 
Während der Betreuungszeit in der OGS haben die Kinder, außerhalb der verpflichtenden Angebote 
wie Hausaufgaben, die Möglichkeit, die verschiedenen (Funktions-)Bereiche zu nutzen, sich an freien 
Angeboten zu beteiligen oder zu spielen. Besonders wichtig ist uns, dass die Kinder viel Zeit drau- 
ßen verbringen. So sind täglich, unabhängig vom Wetter, immer ausreichend Angebote im Freien 
fest eingeplant. 
AGs 
Die AGs beginnen ab ca. 14:00 Uhr, und die Kinder nehmen, nach ihrer freiwilligen Wahl, an diesen 
verbindlich für ein Schulhalbjahr teil.  
Abholzeit 
Ab 15:00 Uhr besteht die Möglichkeit, die Kinder nach Hause zu entlassen. Absprachen bezüglich 
fester Abholzeiten zwischen 15:00 und 16:00 Uhr müs sen gemeinsam mit den Eltern und nach einer 
Standortanalyse getroffen werden. Die Eltern haben die Zeiten den Mitarbeiter:innen schriftlich o- 
der gegebenenfalls auch kurzfristig telefonisch mit geteilt.  
Nach der OGS-Zeit 
Um 16:00 Uhr endet der Betreuungstag der Kinder in der OGS. Im Anschluss an die OGS Zeit bieten 
wir Eltern eine Randzeitbetreuung an. Diese kann in Kooperation mit Einrichtungen im Stadtteil 
(Übergänge schaffen) oder in den Räumlichkeiten der Schule durch das Personal der OGS gestellt 
werden. Hierzu wird mit der Schulleitung je nach Bedarf der Kinder und ihren Eltern ein jährlich zu 
überprüfendes schulbezogenes Konzept erstellt. Einzelne Angebote können im Bereich der Rand- 
zeitenbetreuung kostenpflichtig sein. Die Mitarbeiter:innen der OGS werden durch die trägereigene 
Fundraisingabteilung bei der Einwerbung von Drittmitteln für den Schulstandort unterstützt.  
5.2  Hausaufgabenbetreuung 
Fester Bestandteil und weiterer Baustein im Alltag der OGS ist die Hausaufgabenbegleitung. Die 
Hausaufgabenzeit bietet den Schüler:innen ein intensives Lernfeld. Sie erhalten hierbei die Möglich- 
keit, sich im Bereich des eigenständigen und selbstverantwortlichen Lernens zu üben und weiterzu- 
entwickeln. Hierfür sind klare Organisationstrukturen und Rituale zwischen allen Bildungsakteuren 
abzusprechen. 
Während der Hausaufgabenzeit übernehmen Schüler:inn en Verantwortung für rücksichtsvolles Ar- 
beiten und stärken ihr Sozialverhalten. Sie lernen zügig, ordentlich und strukturiert zu arbeiten. Sie 
erlangen Routine und Kontinuität bei der Erledigung der Hausaufgaben. Schüler:innen erlernen 
Techniken zur Selbstkontrolle, erlangen Sicherheit in der Handlungsplanung und entwickeln Ver- 
trauen in sich selbst. 
Die fachliche Begleitung und Unterstützung in diese m komplexen Lernprozess obliegt den Leh- 
rer:innen und den OGS-Kräften. Hierfür ist eine transparente Aufgabenverteilung und Klärung der 
gegenseitigen Erwartungshaltung unabdingbar. Hierzu sind Absprachen hinsichtlich räumlicher, 
zeitlicher, organisatorischer, personenbezogener Ressourcen, sowie zum allgemeinen Regelver- 
ständnis während der Hausaufgabenzeit gemeinsam zu treffen und mit allen Beteiligten, besonders 
natürlich mit den Schüler:innen und Eltern, die Rahmenbedingungen zu kommunizieren. 
Uns ist es besonders wichtig, dass die Hausaufgabenzeit von qualifizierten Mitarbeiter:innen, ent- 
weder mit sozialpädagogischer Ausbildung oder einschlägiger Weiterbildung im Bereich Hausaufga- 
ben, übernommen wird. Sie haben ein pädagogisches Wissen über den Entwicklungsstand der jewei- 
ligen Alters- und Lernstufe, kennen die Formen möglicher Unterstützung und wenden diese an. Im

SEITE 11 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
besten Fall werden die Hausaufgaben durch den/die Lehrer:in durchgeführt und über die eingeplan- 
ten Lehrerstunden abgedeckt. Weiter sollen die Kind er Kontinuität während der Hausaufgabenbe- 
treuung erfahren, sodass ein ständiger Wechsel der Fachkräfte hierdurch weitgehend vermieden 
werden könnte. 
Unsere OGS-Hausaufgabenkräfte leisten im individuel len Lernprozess der Schüler:innen Hilfe zur 
Selbsthilfe und schaffen den Rahmen, in dem die Hausaugaben erledigt werden können. Ihr Aufga- 
benbereich sieht u.a. folgende Aufgaben vor: 
 Durch Einfühlungsvermögen sorgen sie für eine ruhig e und positive Arbeitsatmosphäre, in 
der die Kinder selbständig arbeiten können, geben bei Bedarf Impulse zur Problemlösung 
und leisten Hilfestellung bei Verständnisfragen. Sie motivieren die Kinder fortlaufend und 
beaufsichtigen die Lerngruppe. 
 Sie achten darauf, dass die Hausaufgabenzeit pünktlich beginnt und eingehalten wird. 
 Sie leiten die Kinder zu einem ordentlichen Arbeitsumfeld an, achten auf eine individuell 
sinnvolle Zeiteinteilung und sorgen dafür, dass die Kinder mit dem Material pfleglich umge- 
hen. 
 Die Einhaltung des friedvollen Miteinanders wird um gesetzt, die Regeln werden von allen 
Beteiligten eingehalten und auf Störungen von außen wird entgegengewirkt. 
 Sie fördern die Kinder in ihrer Selbständigkeit, sprechen wertschätzendes Lob und Anerken- 
nung zu den gezeigten Leistungen aus und unterstützen die sozialen Beziehungen unterei- 
nander. 
 Die Erledigung der Aufgaben werden von den OGS-Kräften im genutzten Medium (Wochen-
Planer, Aufgabenheft, o.Ä.) dokumentiert. 
 
Eine kleine Gruppengröße ist wünschenswert, und im besten Fall sind die Gruppen im Klassenver- 
bund organisiert und finden im eigenen Klassenraum statt. Wir überprüfen regelmäßig ob die Ver- 
teilung der Hausaufgabengruppen angemessen ist und passen den Personalschlüssel an die Bedarfe 
an. Wir halten es für sinnvoll, dass die erbrachten Leistungen während der Hausaufgabenzeit in ei- 
nem zentralen Medium wie z.B. Wochenplaner, Rückmeldeheft, usw. dokumentiert werden. 
Dadurch wird für alle Beteiligten transparent, wie die Hausaufgabenzeit genutzt werden konnte.  
Da Schüler:innen in den unterschiedlichsten Bereichen immer durch Erwachsene bewertet werden, 
ist unser Selbstverständnis der Bewertung bei den Hausaufgaben aus der Perspektive des Kindes 
gedacht, und wir legen Wert darauf, die individuelle Leistung des Kindes abzubilden und somit die 
individuelle Entwicklung aller Schüler:innen einzeln zu fördern. Die Schüler:innen sollen die Möglich-
keit haben, sich selbst einzuschätzen und sich in einem großen Maße selbst zu reflektieren. Dieser 
Reflexionsrahmen wird durch gemeinsame Gespräche mi t der Hausaufgabenbetreuer:in begleitet. 
Unsere Mitarbeiter:innen nehmen sich die Zeit, mit jeder/jedem Schüler:in ein kurzes reflexives Ge- 
spräch zu den Hausaufgaben zu führen. 
Wir bevorzugen ein Bewertungssystem, in dem die Schüler:innen sich zu folgenden Leitfragen äu- 
ßern können, ein: 
- Bin ich mit meiner Leistung zufrieden? 
- Habe ich meine Aufgaben erfüllen können? 
- Was war für mich leicht?  
- Was hat mich gefordert? 
- Was hat mir besonders Spaß gemacht?  
- Was war für mich nicht gut? 
- Wo möchte ich mich verbessern? 
- Was könnte mich unterstützen, um mein Vorhaben zu erreichen?

SEITE 12 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
Diese Leitfragen bieten den Schüler:innen die Möglichkeit, ihr eigenes Arbeiten bei den Hausaufga- 
ben zu reflektieren und zu bewerten. Es lässt sie selbst einschätzen, was sie schon gut können und 
in welchen Bereichen ihre eigenen Talente liegen.  
 
Die Form der Darstellung dieser o.g. Rückmeldung de r Schüler:innen darf durch ein Stempelsystem 
oder Ausformulierungen oder auch ein Ankreuzsystem durch die Schüler selbst entschieden wer- 
den. Hierzu stehen den Kindern verschiedene Methode n zur Verfügung. 
 
Eine zusätzliche Hausaufgaben-Lernzeit von ca. 15 Minuten wäre für uns, in Absprache mit den Leh- 
rer:innen nach der regulären Lernzeit vorstellbar, um einzelne Schüler:innen gezielt und individuell 
fördern zu können. 
Wir präferieren gemeinsame Gesprächssettings mit dem Lehrerkolleg:innen, die in einem festgeleg- 
ten Rhythmus stattfinden sollten, damit ein regelmäßiger Austausch und Feedback zur Hausaufga- 
benzeit entstehen kann. Unsere OGS-Hausaufgabenkräfte sollen hierbei ihre Erfahrungen zurück- 
melden, um eventuell notwendige erforderliche Veränderungsprozesse gemeinsam zu initiieren. 
Sofern es erwünscht ist, teilen wir unsere Erfahrungen mit einzelnen Schüler:innen gerne in gemein- 
samen Gesprächen mit den Eltern mit. Wiederkehrende Probleme mit den Hausaufgaben sollten un- 
bedingt in einem gemeinsamen Gespräch zwischen Lehr er:innen, OGS-Fachkräften und Eltern be- 
sprochen werden, um Lösungswege aufzudecken und erforderliche Vereinbarungen zu treffen. 
5.3  Fördergruppen 
In Absprache mit dem Lehrer:innen besteht die Mögli chkeit, dass im Vormittags- bzw. im frühen Mit- 
tagsbereich auch einzelne Schüler:innen in verschiedenen Bereichen von OGS-Kräften begleitet o- 
der gefördert werden. Besonders die Vernetzung von Vormittags- und Nachmittagspersonal ist 
wünschenswert. In Fällen von individuellen Lernanforderungen von einzelnen besonders herausfor- 
dernden Kindern ist auch eine Beschulung in den Räumlichkeiten des Jugendzentrums denkbar.  
5.4  AGs 
Die Arbeitsgemeinschaften (AGs) sind ein wichtiger Bestandteil der OGS-Arbeit am Nachmittag. Im 
Zeitraum von 14:00 bis 16:00 Uhr, mit eventuell unterschiedlicher Anfangs- und Endzeit, finden un- 
sere AGs statt. Wir achten bei der Auswahl der AGs auf Vielfältigkeit und binden die Kinder bei der 
Auswahl partizipativ mit ein, indem sie ihre Wünsche für mögliche AG-Inhalte uns vorab mitteilen 
und später aus der aufgestellten Angebotsliste frei wählen können. Die AGs werden von kompeten- 
ten freien Mitarbeiter:innen, den OGS-Kräften, den Lehrer:innen sowie von externen Kooperations- 
partnern geleitet. Wir achten auf ein gutes Maß von Kooperationen und eigenen Mitarbeitern, um 
eine möglichst hohe Vielfalt in den Angeboten (Sozialraumgedanke) und auch ein Höchstmaß der 
Verlässlichkeit zu generieren. Die Kinder und Familien erhalten eine Übersicht der verschiedenen 
AGs. Die Angebote sind breit gefächert und reichen von Kunst-AGs bis hin zu verschiedenen Sportar- 
ten und lebenspraktischen Aktivitäten, wie beispiel sweise Kochen, Werken und Forschen.  
Die Kinder können gemeinsam mit ihrer Familie und m it Unterstützung des OGS-Teams die AGs aus- 
wählen, an denen sie teilnehmen möchten. Die Lernanfänger entscheiden über ihre AG-Teilnahme 
erst nach der Eingewöhnungszeit in der OGS, entweder nach den Herbstferien oder zum Beginn des 
2. Schulhalbjahres. Für die Jahrgangsstufen Eins und Zwei und für alle neuen AGs ist ein Ausprobie- 
ren (Schnuppern) vorgesehen.  
Nach der Standortanalyse, selbstverständlich unter Einbeziehung der Kinder, entscheiden wir über 
die Laufzeiten der AGs. Die Teilnahme an den AGs erfolgt durch die Bestätigung der Eltern und ist 
für das Schulhalbjahr verbindlich.

SEITE 13 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
Mögliches AG-Programm der OGS Grundschule Sprakel: 
 Fußball-AG 
 Garten-AG 
 Kreativ-AG 
 Schach-AG 
 Spiele- und Bewegungs-AG 
 Turn-AG 
 Tanz-AG 
 Werk-AG 
 Forscher-AG 
 Trendsport-AG 
 Naturspiele-AG 
 Programmier-AG 
 
Die Aufzählungen sind Ideen für mögliche Kooperatio nen. Die bestehenden Kooperationen bleiben 
bestehen und werden durch unsere Ideen nach Bedarf und Möglichkeit ergänzt.  
5.5  Freizeitangebote im Alltag 
Einen hohen Stellenwert nimmt im Alltag der OGS die Förderung der Freizeitgestaltung ein. In die- 
ser Zeit erhalten Kinder selbstbestimmt die Möglichkeit, vielfältige Spiel- und Handlungserfahrun- 
gen zu sammeln und gleichzeitig ihre Sozialkompeten z zu erweitern. Sie entscheiden selbständig 
über Spielpartner, Spielort und Spielmaterial. In den Freispielphasen beachten und leben die Kinder 
die Regeln des sozialen Miteinanders. Sie übernehmen Verantwortung für sich selbst und andere. 
Die Mitarbeiter:innen erhalten gerade in der Freispielzeit die Möglichkeit, die Stärken und Schwä- 
chen der einzelnen Kinder zu beobachten. Aus den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich Rück- 
schlüsse ziehen, aus denen die Mitarbeiter:innen Impulsangebote kreieren, bei denen die Kinder in- 
dividuell gefördert werden können.  
Während der Freispielzeit stehen den Kindern in verschiedenen (Funktions-) Räumen der OGS, sowie 
dem Außengelände verschiedene Impulsangebote zur Ve rfügung. Die Kinder erhalten hierbei die 
Möglichkeit zum jahrgangsübergreifenden Lernen, und es entstehen viele spontane altersunabhän- 
gige Spielgruppen und gemeinsame Aktivitäten. 
5.6  Ferienprogramm 
Ein weiterer wichtiger Baustein in der OGS ist die verlässliche Ferienbetreuung. Es ist die Zeit, in der 
die Kinder ohne den täglichen „Schulstress“ ihren Interessen und Neigungen nachgehen können. 
Das spannende und abwechslungsreiche Programm wird von den Mitarbeiter:innen, teils auch vorab 
partizipativ mit den Kindern, geplant und vorbereitet. Unser Ziel ist es, gerade auch in der Ferienbe-
treuung, den Kindern den Sozialraum zu eröffnen, um ihnen die vielfältigen und kostenfreien Frei- 
zeitmöglichkeiten in ihrer direkten Umgebung näher zu bringen. Die Eltern erhalten alle erforderli- 
chen Informationen zur Ferienbetreuung rechtzeitig und melden ihre Kinder zur Teilnahme schrift- 
lich an. Die Ferienbetreuung wird von den NTK´s, GFB und Übungsleiter:innen durchgeführt. Sie 
wird im Vorfeld der Ferien gemeinsam mit dem hauptamtlichen Personal organisiert und vorberei- 
tet. Als Träger können wir auf viele Jahre Erfahrung in in Sprakel zurückgreifen. In Zusammenarbeit 
mit dem Jugendzentrum Sprakel sind viele verschiedene Aktionen in großen Zeiträumen denkbar. 
Wir gehen aktiv auf die derzeitigen Akteure in den jeweiligen Ferien zu und ergänzen die schon be- 
stehenden Angebote passgenau für den Stadtteil. 
Einzelne Projekte und Themenwochen werden auf die Bedürfnisse der Kinder hin abgestimmt. 
Spiele, Ausflüge und unterschiedliche Aktionen dürfen hierbei nicht fehlen, wobei im Vorfeld immer 
ein alternatives „Regenprogramm“ vorbereitet wird. Während der Schulferien ist die Betreuung der

SEITE 14 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
Kinder von 07:30 Uhr (Vereinbarkeit von Familie und  Beruf) bis min. 16:00 Uhr sichergestellt. Im An- 
schluss der Betreuung begleiten wir Übergänge in z.B. die Angebote des Jugendzentrum Sprakel 
oder die der anderen Stadtteilakteure.  
Gestartet wird jeden Morgen mit dem Freispiel (bis 9:00 Uhr). Im Anschluss gibt es den gemeinsa- 
men Start in den Tag mit dem gemeinsamen Frühstück. In der Regel bringen die Kinder ihr Frühstück 
selber mit. Generell wird Obst und Rohkost den Kindern zum Frühstück angeboten. Anschließend 
haben die Kinder die Möglichkeit, die vorbereiteten Angebote interessensbezogen zu wählen und 
daran teilzunehmen. Jede Betreuungswoche steht bei uns unter einem Motto (z.B. Zirkus oder Pira- 
ten). Das Mittagessen wird gegen 12:30 Uhr gemeinsa m eingenommen. Die Abholzeiten ändern sich 
ggf. während der Ferienbetreuung auf Wunsch der Elternschaft. Einen Tag in der Woche macht die 
Gesamtgruppe einen größeren Tagesausflug. Exkursionen und kleine Ausflüge (z.T. in Kleingruppen) 
im Stadtteil dürfen selbstverständlich im Ferienprogramm nicht fehlen. Die Angebote und Ausflüge 
sind für die OGS Eltern grundsätzlich kostenlos.  
Mögliche Tagesausflüge: 
 Erlebnisbauernhof Bauer Bernd Borgholzhausen/Heupferdchen Lüdinghausen 
 Ketteler Hof 
 Wildfreigehege Saerbeck 
 Maxipark Hamm 
 Indoorspielplätze in der näheren Umgebung. 
 Planetarium 
 Zoo 
 Mühlenhof 
 Spielplatztage (z.B. an der Sentruper Höhe) 
 
5.7  Gestaltung von Übergängen 
Die Gestaltung von Übergängen zwischen Familie und Bildungseinrichtungen, aber auch innerhalb 
einer Einrichtung (z.B. Wechsel der Einrichtung ins Jugendzentrum ) und insbesondere der Über- 
gang von einer Kindertageseinrichtung in die Grundschule und die außerschulische Betreuung der 
OGS haben eine wichtige Bedeutung. 
Übergänge werden von allen Kindern und ihren Eltern in unterschiedlicher Intensität er- und gelebt 
und sind mit verschiedenen Emotionen, wie z. B. Unsicherheit, Angst, Neugierde, besetzt. Die Ein- 
schätzungen und Bedürfnisse aller Beteiligten werde n dabei von den pädagogischen Mitarbeiter:in- 
nen sehr ernst genommen. Geschaffene Sicherheiten, gewohnte Abläufe, Strukturen und Rituale 
sind Ausgangsbedingungen, die die Öffnung zu Neuem erleichtern können. Grundlage ist das ge- 
naue Beobachten der Kinder und konkrete Reflexionen im Team. 
In der OGS in der Grundschule Sprakel würden wir in  der ersten Jahreshälfte einen ausführlichen In- 
formationsabend für die Eltern der zukünftigen Lernanfänger:innen durchführen. Auch Einzelter- 
mine für Familien, mit gleichzeitiger Unterstützung beim Ausfüllen der Verträge und weiterer erfor- 
derlicher Dokumente, sind denkbar. 
Im Sommer des Jahres, kurz vor den Ferien kann ein Kennenlern-Nach-/Vormittag, gerne auch in Ko- 
operation mit der Grundschule, stattfinden. Die Kinder haben die Möglichkeit, die Räumlichkeiten 
und das Team der OGS kennenzulernen und verschaffen sich einen ersten Überblick. Besonders 
wichtig ist es uns, dass die Kinder auch individuelle Kennlernangebote wahrnehmen können. Hierzu 
vereinbaren die Mitarbeiter:innen mit den Eltern individuelle Termine zum „reinschnuppern“. Wir 
stellen uns hier eine enge Kooperation mit den örtlichen Kindertagesstätten vor.

SEITE 15 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
Am ersten Betreuungstag in der OGS werden alle neuen Kinder von den Mitarbeiter:innen der OGS 
begrüßt. Jedes Kind erhält ein Namensschild, damit sie jederzeit angesprochen werden können. In- 
tensiv werden Ihnen die verschiedenen Spiel- und Lernbereiche vorgestellt, Regeln und Rituale der 
OGS vermittelt und die Möglichkeit gegeben, anzukom men. Ab der Einschulung werden die Lernan- 
fänger:innen in den ersten Wochen von Mitarbeiter:innen der OGS täglich, nach dem Unterricht, in 
den Klassen abgeholt und in die OGS begleitet.  
Wir favorisieren das Paten-Modell. Hier übernehmen Kinder der dritten oder vierten Klasse die Pa- 
tenschaft für einen Lernanfänger. Der Aspekt der hi erdurch erlernbaren soziale Kompetenzen steht 
dabei ebenso im Fokus wie das gute Ankommen der neuen Schüler:innen. 
Die Übergangsgestaltung der Viertklässler:innen zur weiterführenden Schule wird jedes Jahr mit 
einer großen Abschlussparty gefeiert. Die Schüler:innen werden in den Planungsprozess integriert. 
Umgesetzt wird dieses, in Rücksprache mit dem/der Klassenlehrer:innen, kurz vor den Sommerfe- 
rien. Nach Möglichkeit bauen wir eine enge Kooperation mit üblichen weiterführenden Schulen z.B. 
im Stadtteil Kinderhaus auf, um den Schüler:innen ein begleitendes Kennenlernen der neuen Schu- 
len zu ermöglichen.   
5.8  Mittagessen 
Die Mittagsverpflegung dient nicht nur der Nahrungsaufnahme, sondern fördert die soziale Ent- 
wicklung der Kinder. Das Decken und Abräumen des Ti sches wird gemeinsam mit den Kindern durch- 
geführt. Eine angenehm gestaltete Umgebung, ohne Störungen von außen sorgt für ein entspann- 
tes und genussvolles Essen ohne Zeitdruck. Die Kinder bedienen sich selbst und lernen dadurch 
Mengen einzuschätzen. Begleitet werden hierbei die Kinder von ein bis zwei Fachkräften. Diese 
schaffen unter anderem Raum für gemeinsame Tischgespräche und Informationsaustausch, unter- 
stützen die Kinder beim selbständigen Essen mit Messer und Gabel und geben, sofern erforderlich, 
Hilfestellung. 
Gesunde Ernährung ist für uns selbstverständlich. Zum einen verstehen wir unter gesund, dass es 
abwechslungsreich sein muss und zum anderen, dass das bereitgestellte Mittagessen durch täglich 
wechselndes Obst und Rohkost ergänzt wird. Ganztägi g steht den Kindern an der Getränkestation 
Mineralwasser und Tee zur Verfügung. Im Nachmittags bereich steht den Schüler:innen eine kleine 
Snackrunde, zudem es ebenfalls Obst und Rohkost gibt, zur Verfügung. 
Um sie an der Planung ihrer Ernährung teilhaben zu lassen, werden die Kinder an der Menüplanung 
aktiv beteiligt, hierzu gilt es ein tragfähiges Konzept mit den Kooperationspartnern innerhalb der 
Mensa zu erstellen. Wir stellen uns vor, dass die Kinder an einem oder zwei Tagen in der Woche mit- 
bestimmen können. Selbstverständlich beachten wir r eligiöse Hintergründe und Lebensmittelunver- 
träglichkeiten in unserem Speiseangebot. 
Die Auswahl des bestehenden Caterers „Apetito“ (cook and freeze) begrüßen wir. Das Konzept legt 
viel Wert auf Nachhaltigkeit und kommt dem „Zero Waste“ Gedanken nach. Es gibt uns die nötige 
Planungssicherheit und sorgt für außerordentlich we nig Lebensmittelabfall.  
Um die Abrechnung der Kosten für das Mittagessen kümmern wir uns mit unserer trägerinternen 
Finanzbuchhaltung. Die Gelder werden von uns als Träger direkt von den Eltern eingezogen und ver- 
waltet.

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6 PERSONAL 
Gutes Personal kann auch gute Arbeit machen. Wir sehen unsere Mitarbeiter:innen als wichtigste 
Ressource. Aus diesem Grund ist die qualifizierte Besetzung für uns ein wichtiges und zentrales 
Qualitätsmerkmal. Wir setzen auf qualifizierte Mitarbeiter:innen und legen viel Wert auf stetige 
Fort- und Weiterbildung.  
Wir bieten unseren Mitarbeiter:innen einen unbefristeten Arbeitsplatz, 30 Tage Urlaub, ein Vergü- 
tungssystem mit Stufenautomatik angelehnt an den TV öD und einer betrieblichen Altersvorsorge 
(arbeitgeberfinanziert).  
Darüber hinaus können unsere Mitarbeiter:innen attraktive und individuelle Weiterbildungs- und 
Entwicklungsmöglichkeiten, u.a. in unserem hausinternen Schulungszentrum (akademie lernbar) 
nutzen. Bei uns ist es möglich, Corporate Benefits zu nutzen, und es gibt die Möglichkeit, ein Busi- 
nessBike zu leasen. 
6.1  OGS-Koordinator:in 
Die Stelle der OGS-Koordinator:innen erfordert mindestens eine abgeschlossene Ausbildung 
zum/zur staatlich anerkannten Erzieher:in oder ein sozialpädagogisches Studium. Die gesetzlichen 
Regelungen des Landes NRW sind zu wahren. Betriebsw irtschaftliches Grundverständnis sowie ein- 
schlägige Berufserfahrung innerhalb des Arbeitsfeldes oder einer vergleichbaren Einrichtung, in der 
die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten erworben wurden, sind erforderlich. Um Abwesenhei- 
ten und Krankheiten abzusichern, ist eine Vertretung trägerseits festgelegt. Diese wird in Abspra- 
che mit den Leiter:innen der Münsteraner Einrichtungen im gesamten Fachgebiet gesichert und ge- 
meinsam vereinbart (z.B. Tandemregelung).  
Die Aufgabenbereiche umfassen die Säulen der Netzwe rkarbeit, Führungsverantwortung, Personal- 
entwicklung, Pädagogik, Elternarbeit, Zusammenarbei t mit der Schule und die administrative Tätig- 
keiten. 
Führungsverantwortung 
Hier besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der Fachgebietsleitung und der/des OGS-Koordi- 
nator:in. Sie repräsentiert den Träger und vertritt dessen Haltung und Werte nach außen. Sie setzt 
das Grundkonzept Kita & More sowie das Konzept der OGS um und lebt das Führungsleitbild mit sei- 
nen Grundsätzen („Wertschätzung und Kritikfähigkeit - essentiell für unser Miteinander“ oder „Un- 
sere Beziehungen – Konstruktiv und vertrauensvoll“) aktiv. Trägerinterne Belehrungen (Kinder- 
schutz, Hygiene, IfSG, usw.) setzt sie um und achtet darauf, dass alle Mitarbeiter:innen diese einhal-
ten. Gemeinsam mit der Fachgebietsleitung und der Schulleitung beteiligt sich der/die OGS-Koordi- 
nator:in an der Personalauswahl. 
Personalentwicklung 
Mit dem Ziel einer konstruktiven Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team sorgt die OGS Ko- 
ordinator:in für eine positive Teamatmosphäre und schafft hierdurch den erforderlichen Rahmen, 
um sich gemeinsam kritisch mit der pädagogischen Ar beit auseinanderzusetzen. Die Motivation der 
Mitarbeiter:innen, gerade auch hinsichtlich Fort- und Weiterbildung, obliegt ihrem Verantwortungs- 
bereich. Sie koordiniert die (pädagogischen) Abläufe aller Mitarbeiter:innen, plant und führt regel- 
mäßige Teambesprechungen durch und interveniert bei  eventueller Konfliktsituation, auch unter 
Einbeziehung der Fachgebietsleitung, professionell. Jährlich führt sie die trägerseits geforderten 
Mitarbeiter:innen-Gespräche und legt gemeinsam mit dem Mitarbeiter individuelle Zielvereinbarun- 
gen fest.

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Pädagogischer Aufgabenbereich 
Die Mitarbeit im OGS-Alltag ist für die OGS-Koordinator:in wichtig, damit sie einen Eindruck erhalten 
kann, wie die Pädagogik praktisch von den Mitarbeiter:in nen umgesetzt wird und in welchen Berei- 
chen mögliche Umstrukturierungen oder Veränderungen  sinnvoll wären. Dadurch wird ein gemein- 
sames Planen der Bildungsarbeit sichergestellt. Weiter ist der/die OGS-Koordinator:in für die Sicher- 
stellung der Aufsichtspflicht verantwortlich und klärt erforderliche Maßnahmen (z.B. Minderbeset- 
zung des Personals wegen Krankheit) mit der Fachgebietsleitung ab. Die Weiterentwicklung der 
Konzeption, gemeinsam mit den Mitarbeiter:innen, ge hört ebenfalls in ihren Aufgabenbereich. El- 
ternzusammenarbeit als wichtige Säule der OGS versteht sie als Selbstverständlichkeit und bezieht 
die Eltern in die Arbeit der OGS mit ein. Die Bildung eines Elternbeirates ist hier wünschenswert und 
förderlich. Regelmäßige Elternbriefe und andere Arten der Informationsweitergabe machen den 
Auftrag der OGS für die Eltern transparent und unterstützen eine gelungene Kommunikation. 
Zusammenarbeit mit der Schule 
Der/Die OGS-Koordinator:in steht im engen und regelmäßigen Austausch mit der Schulleitung. Täg- 
liche Kurzabsprachen werden geführt. Die Teilnahme an Konferenzen ist ein wichtiger Bestandteil in 
der Zusammenarbeit. Gemeinsam werden Aktionen und F estlichkeiten geplant und umgesetzt. 
Sie/Er informiert die Schulleitung regelmäßig zu OGS-Abläufen und bezieht sie in ihre Planungen 
mit ein. Wenn es erwünscht ist, nimmt sie/er an Elterngesprächen teil. 
Administrative Tätigkeiten 
Das Führen der Barkasse und des Kassenbuches und di e betriebswirtschaftliche Verantwortung des 
OGS-Budgets obliegen der OGS-Koordinator:in. Sie/Er fertigt die Betreuungsverträge an, An- und 
Abmeldungen der Schüler:innen, sowie das Pflegen der Warteliste (bei Bedarf) führt sie/er durch. 
Unterstützt wird sie/er durch die internen Services (Personalverwaltung, Finanzbuchhaltung, 
Rechtsabteilung usw.) des Trägers. Anfragen seitens des Schulverwaltungsamtes werden durch 
der/die Koordinator:in bearbeitet. Freie Plätze werden auch kurzfristig neu vergeben. Der/Die OGS-
Koordinator:in gestaltet den Dienstplan, unter Berücksichtigung der gesetzlichen Auflagen und or- 
ganisiert die Urlaubsplanung aller Mitarbeiter:innen. 
Netzwerkarbeit  
Die Pflege der Kontakte im Sozialraum und darüber hinaus, genauso wie das Repräsentieren der 
OGS in der Öffentlichkeit (Stadtteilfeste) und die Teilnahme an Sozialraumkonferenzen, ist unab- 
dingbar für eine erfolgreiche Arbeit der OGS und li egt daher im Aufgabenbereich der OGS-Koordina- 
tor:in. Sie nimmt an allen relevanten AGs und AKs teil. 
Unterstützt wird der/die OGS-Koordinator:in bei der Wahrung und Umsetzung ihrer Aufgaben durch 
die Fachgebietsleitung des Trägers. Regelmäßig nimm t sie/er an den internen Leitungsrunden der 
Region NRW/NN bzw. Standort Münster teil und tauscht sich dort mit Leiter:innen anderer Einrich- 
tungen, aus den Bereichen OKJA, Schule und Fansozialarbeit, aus. 
6.2  Angestellte Mitarbeiter:innen 
Unsere Mitarbeiter:innen stellen für uns die wichtigste Ressource dar. Wir achten auf Mitarbeiter:in- 
nenpflege und legen bei unseren Mitarbeiter:innen Wert auf Reflexion und Austausch lokal aber 
auch überregional. Teamtage, Supervision und regelm äßige (auch fachbereichsübergreifende) Aus- 
tauschtreffen sind für uns selbstverständlich und zählen als Qualitätsmerkmal. 
Wir beschäftigen an unseren aktuellen OGS-Standorten Mitarbeiter:innen mit den unterschiedlichs- 
ten beruflichen Professionen und beruflichen Stationen. Sozialpädagogische Fachkräfte und Erzie- 
her:innen, Ergänzungskräfte, Mitarbeiter:innen als Quereinsteiger:innen ohne einschlägige Berufs- 
ausbildung in einem sozialpädagogischen Bereich.

SEITE 18 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
Wir erwarten von unseren Mitarbeiter:innen die Umsetzung des Trägergrundkonzeptes Kita & More 
und der OGS. Sie identifizieren sich mit den Werten und Haltungen des Trägers, füllen diese im All- 
tag in der OGS mit Leben, begegnen und begleiten Kinder auf ihrem Lebensweg mit Engagement 
und Leidenschaft. 
Die Ausgestaltung der Stellen verstehen wir partizipativ. Orientiert an den persönlichen Ressourcen 
eines/einer Mitarbeiter:in sind wir offen für individuelle Stellenzuschnitte. Es ist möglich, neben der 
Tätigkeit in der OGS auch noch weitere Aufgaben bei m Träger zu übernehmen, um möglichst an- 
sprechende Stellen zu schaffen und langfristig zu sichern. 
 
6.3  Freie Mitarbeiter:innen 
Die Übernahme und Durchführung verschiedener AGs wi rd unter anderem von freien Mitarbeiter:in- 
nen durchgeführt. Freie Mitarbeiter:innen haben ein en Honorarvertrag mit dem Träger. Unsere AG-
Kräfte bringen verschiedene berufliche Facetten und  Biographien mit, studieren zurzeit noch an der 
Universität/Fachhochschule, oder sind bereits aus dem aktiven Berufsleben ausgeschieden. Die/Der 
OGS-Koordinator:in trifft die Auswahl und die Beschäftigung der AG-Kräfte vor Ort. Die Inhalte der 
AG werden mit ihnen abgesprochen und reflektiert. Alle an der OGS tätigen Personen müssen ein 
erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Je nach den Bedarfen werden jährlich neue freie Mitarbei- 
ter:innen für AGs eingestellt bzw. die AG-Kräfte weiter beschäftigt. 
6.4  Hauswirtschaftskräfte 
Unsere Hauswirtschaftskräfte übernehmen in der OGS den Bereich der Vor- und Nachbereitung der 
Küche, halten die Hygienestandards ein und organisi eren das Mittagessen. Auch berufsfremde Mit- 
arbeiter:innen sind uns als Küchenkräfte willkommen . Bestehende Systeme werden genutzt und nur 
dort ergänzt, wo es nötig ist. 
6.5  Fachgebietsleitung 
Die Dienst- und Fachaufsicht über alle Einrichtungen der OGS, Schulsozialarbeit, Fansozialarbeit und 
OKJA in Münster wird vor Ort von einer Fachgebietsleitung übernommen. Dies bringt ein fachbe- 
reichsübergreifendes Austauschgremium auf Leitungsebene mit sich. Gemeinsamkeiten und Syner- 
gien können auch kurzfristig erkannt und genutzt we rden. Die Stelle der Fachgebietsleitung dient 
der übergeordneten, eigenständigen Leitung und Steuerung der Einrichtungen, ist Teil des mittle- 
ren Managements bei Outlaw. Sie steht im engen Kontakt mit der Gesamtleitung in Münster sowie 
der regionalen Geschäftsleitung. Die Fachgebietsleitung ist die direkte Ansprechperson für die Ein- 
richtungsleitungen. Sie nimmt punktuell an den Team sitzungen der OGS teil und unterstützt bspw. 
in Krisensituationen den/die OGS-Koordinator:in und das Team. Weiter ist sie für die betriebswirt- 
schaftliche Auswertung (BWA) und Budgetverwaltung verantwortlich. Auch die Personalgewinnung 
und Einstellung (gemeinsam mit der Schulleitung) übernimmt die Fachgebietsleitung gemeinsam 
mit der Koordinator:in. Sie steht im regelmäßigen Kontakt, zur Schulleitung. In Abwesenheitszeiten 
des/der Koordinator:in übernimmt die Fachgebietsleitung vertretend die Zuständigkeiten und stellt 
die Rückkopplung zum Träger sicher. 
6.6   Teamsitzungen 
Gemeinsame Teamsitzungen tragen zu einem positiven Miteinander bei und steigern die qualitative  
Arbeit innerhalb der OGS. Wir streben die Durchführ ung wöchentlicher Kurzteambesprechungen (1 
Stunde) und einmal im Monat eine Langteambesprechun g (2,5 Stunden) an. Thematisiert werden in 
den Sitzungen u. a. folgende Inhalte: 
 Kollegiale Beratung 
 Fallbesprechungen

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 Dienstplanung  
 Planung des Ferienprogramms 
 Implementierung von Fort- und Weiterbildungen 
 Gemeinsame Zielsetzungen zur zukünftigen Ausrichtun g der OGS 
 Umsetzung gemeinsamer Aktivitäten mit den Eltern 
 Rückmeldung verschiedener Informationen von den Schulkonferenzen 
 Terminplanung 
 
Im Schuljahr werden ein bis zwei ganztägige Konzeptionstage stattfinden. Themen hierbei sind so- 
wohl trägerseits vorgegeben, als auch teamintern gewünscht. Vorbereitet werden diese in der Re- 
gel von der OGS-Koordinator:innen und Fachgebietsleitung. Inhalte in der Vergangenheit waren 
bspw. Kinderrechte, Raumgestaltung, Schlüsselprozesse, Partizipationsmethoden und konzeptionel- 
les Weiterdenken uvm. 
6.7  Fortbildung 
Der Träger legt besonderen Wert darauf, dass sich die Fachkräfte regelmäßig weiter- und fortbil- 
den. Die Bereitschaft hierzu wird bereits durch den geschlossenen Arbeitsvertrag von den Mitarbei- 
ter:innen abverlangt. Jede/r Mitarbeiter:in hat einen Fortbildungsetat zur Verfügung, welches nach 
Absprache mit der OGS-Koordinator:innen und Fachgebietsleitung ausgeschöpft werden soll. 
Akademie Lernbar: 
Unsere Mitarbeiter:innen genießen die Vorzüge einer internen Fortbildungs-Akademie, welche ein 
breites Spektrum an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt. 
Die Akademie Lernbar bietet u.a. folgende Fortbildungsinhalte an: 
 Kinderrechte, Kinderschutz, Partizipation für Kitas, OGS und Hilfen zur Erziehung 
 Interkulturalität in den unterschiedlichsten Kontexten der Kinder- und Jugendhilfe 
 Führen & Leiten 
 Kommunikation & Gesprächsführung 
 Methoden der Sozialen Arbeit 
 Kollegiale Beratung 
 Zertifikatskurs Kinderschutz §8a 
 Umgang mit digitalen Medien 
 
Um die pädagogischen Mitarbeiter:innen vor dem Hintergrund der vielfältigen und anspruchsvollen 
Anforderungen in ihrer Tätigkeit zu unterstützen, bieten wir ihnen regelmäßige Gelegenheit zum 
fachlichen Austausch z. B. auf den bundesweit stattfindenden Tagungen sowie Leitungskonferen- 
zen und regionalen Fachtagen, wie z.B. Kinderrechte, Marte Meo, usw.  
Die Mitarbeiter:innen erhalten hierdurch die Möglichkeit, durch Best Practice-Beispiele anderer 
Fachbereiche ihr eigenes Fachwissen zu erweitern. Jedes Team hat die Möglichkeit, individuelle 
Teamfindungsprozesse durch innovative erlebnispädagogische Angebote zu initiieren, um dadurch 
die Zusammenarbeit im Team zu fördern. 
Nicht jeder Teamfindungsprozess verläuft reibungslos und ohne die eine oder andere Schwierigkeit 
ab. Daher haben die Teams an unseren Standorten die  Möglichkeit, von der BMC-Ambulanz der 
Fachhochschule Münster in diesem Prozess begleitet und unterstützt zu werden. 
Die BMC-Ambulanz ist in Deutschland bislang einzigartig. Sie bietet den Teams die Möglichkeit, 
durch fortgeschrittene berufs- und lebenserfahrende Studierende des weiterbildenden Masterstu- 
diengangs M.A. Beratung Mediation Coaching (BMC) in  Bezug auf das individuelle Anliegen eine

SEITE 20 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
Beratung, Mediation oder ein Coaching zu erhalten. Lehrende der Fachhochschule Münster beglei- 
ten die Studierenden eng, um einen qualitativ hochwertigen Prozess sicherzustellen. 
Teamcoaching, Teambildung und Konfliktklärung in den Teams sind dabei mögliche Einsatzgebiete 
der BMC-Ambulanz. Das Angebot der BMC-Ambulanz steh t exklusiv den Mitarbeiter:innen der Out- 
law gGmbH und einem anderen Träger der Kinder- und Jugendhilfe zur Verfügung. 
6.8  Ausbildungsort 
Die OGS als Ausbildungsort sehen wir als zentrales Instrument, die zukünftige Generation der Fach- 
kräfte zu fördern. Qualifizierte Mitarbeiter:innen übernehmen hierbei die Anleitung und stehen im 
engen Austausch mit den weiterführenden Schulen bzw . Fachschulen für Sozialpädagogik. Besonde- 
res Augenmerk liegt auch auf die Ausbildung angehender Sozialpädagog:innen im Rahmen eines 
Hochschulstudiums. Hier arbeiten wir eng mit den verschiedenen Fachbereichen der IU, FH und Ka- 
tho Münster zusammen. Die Ausbildung von Erzieher:i nnen im Berufsanerkennungsjahr ist uns be- 
sonders wichtig. Zeitgleich werden maximal zwei Praktikant:innen aufgenommen. Über die Auswahl 
wird gemeinsam mit der Schulleitung entschieden. 
7 ZUSAMMENARBEIT MIT DER SCHULE 
Die OGS stellt im Schulsystem eine zentrale Schnittstelle dar. Wir begleiten Kinder und Familien ak- 
tiv im Bildungsprozess und stellen ihnen die erforderlichen Ressourcen für ein erfolgreiches Lernen 
zur Verfügung. Zentrale Aufgabe ist es, dass alle Bildungsakteure entsprechende Ziele für ein ge- 
meinsames Schulleben verfolgen und Maßnahmen zur Fö rderung einer positiven Atmosphäre, wie 
z.B. gemeinsame Aktivitäten und Feierlichkeiten umsetzen. 
7.1  Schulleitung 
Ein vertrauensvoller und wertschätzender Umgang ist für die Zusammenarbeit der/die OGS-Koordi- 
nator:in mit der Schulleitung unabdingbar. Ein regelmäßiger Austausch, sei es in „Tür- und Angel-
Gesprächen“ und zu terminierten Besprechungen, sind  die Basis für eine gut funktionierende Arbeit 
im Schulbetrieb und in der OGS. Der/Die OGS-Koordinator:in verständigt sich fortlaufend mit allen 
zum Schulleben gehörenden Akteuren und transportier t die Informationen an die Mitarbeiter:innen 
der OGS. Ebenso werden die Informationen der OGS zu r Schulleitung und zum Lehrerkollegium wei- 
tergegeben. Die Teilnahme an Lehrer- und Schulkonferenzen ist selbstverständlich. Für eine gelun- 
gene Zusammenarbeit sehen wir die sporadische Teilnahme der Schulleitung an den Teambespre- 
chungen der OGS als förderlich an. Die Schulleitung hat bei der Personalauswahl ein Mitsprache- 
recht. Gerne führen wir gemeinsame Gespräche hinsichtlich erforderlicher Personaleinstellungen 
und halten Rücksprache bei der Aufnahme etwaiger Praktikanten:innen in der OGS. Der Informati- 
onsabend der neuen Lernanfänger:innen wird in Kooperation und gemeinschaftlicher Vorbereitung 
durchgeführt. 
7.2  Lehrkräfte 
Ein gemeinsamer Austausch und gegenseitige Unterstützung prägen die Zusammenarbeit der OGS-
Mitarbeiter:innen und den Lehrer:innen. Sofern es erforderlich sein sollte, nehmen die pädagogi- 
schen Mitarbeiter:innen gerne an Elterngesprächen mit den Lehrer:innen teil. Die Durchführung der 
Hausaufgabenbetreuung erfolgt in Kooperation mit den Lehrer:innen. Klare Absprachen, wie z.B. 
die Hausaufgabenbetreuung umzusetzen ist, sorgen bei Mitarbeiter:innen und Kindern für Struktur 
und geben Sicherheit. 
Sonderpädagog:innen und Schulsozialarbeiter:innen s ind weitere wichtige Kooperationspersonen 
im OGS Alltag und daher ist eine enge Zusammenarbeit äußerst wichtig. Ein regelmäßiger

SEITE 21 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
Austausch z.B. zum Lernfortschritt einzelner Schüler:innen sollte erfolgen, und es könnten Abspra- 
chen hinsichtlich gemeinsamer Förderungsmöglichkeiten getroffen werden.  
8 ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSPARTNERSCHAFT 
Primär sind die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich. Eine enge Zusammenarbeit mit 
ihnen ist für uns daher selbstverständlich und für eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspart- 
nerschaft unerlässlich. Bei den unterschiedlichen Lebensbedingungen der Familie ist es uns wichtig, 
die Eltern zu stärken und ihnen zu verdeutlichen, dass wir uns als Partner in Frage der Erziehung und 
Bildung ihrer Kinder verstehen. Wir arbeiten mit den Eltern zum Wohle der Kinder zusammen. 
Die Einbeziehung und Mitwirkung der Eltern ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die pädago- 
gische Arbeit in der OGS. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet und unterstützt wer- 
den. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen nicht alleine.  
Wir orientieren uns an den Bedürfnissen der Familie und entsprechen nach Möglichkeiten den Wün- 
schen und Bedarf hinsichtlich der Gestaltung des Angebotes. Von unserem Angebot profitieren also 
nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern. 
Es ist für uns von großer Bedeutung, jedes Kind und seine Lebenssituation zu kennen und individuell 
zu berücksichtigen. Dafür sind regelmäßige Elterngespräche notwendig. Den Eltern soll ermöglicht 
werden, Fragen und Anregungen zu äußern. Gemeinsam können Vereinbarungen getroffen werden, 
die zur positiven Entwicklung des Kindes beitragen. 
8.1  Elternarbeit 
Eine vertrauensvolle und transparente Zusammenarbeit mit den Familien ist uns besonders wichtig. 
Ein enger Austausch, geprägt von Offenheit und Ehrlichkeit, bildet die notwendige Vertrauensbasis, 
um die bestmögliche Förderung für das Kind zu gewährleisten. Wir verstehen uns als familienergän- 
zende Einrichtung, in der die Familien im Bereich Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder un- 
terstützt werden. Wechselseitiger Respekt, Achtung und ein wertschätzender Umgang miteinander 
sind die Grundvoraussetzung für eine gelungene Erziehungs- und Bildungspartnerschaft. 
Die Einbeziehung und Mitwirkung der Eltern ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die pädago- 
gische Arbeit in unseren Einrichtungen. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet und 
unterstützt werden. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen 
nicht alleine, z. B. bei der Suche nach Beratungsstellen. Unsere Vielfalt an unterschiedlichen Einrich- 
tungen lässt uns bei vielen Beratungsthemen innerhalb unseres eigenen Trägers auf bestehende 
Angebote zurückgreifen.  
Unsere bestehenden Kooperationen: 
 Amt für Kinder, Jugendliche und Familien – Fachabteilungen Kindertagespflege,  
Jugendförderung, OGS-Fachdienst 
 Caritasberatungsstelle 
 Arbeitskreis Soziale Bildung 
 Jobcenter 
 
Selbstverständlich werden die schon bestehenden Koo perationen weitergeführt und durch unsere 
Ideen ergänzt. Es ist für uns von großer Bedeutung, jedes Kind und seine Lebenssituation zu kennen 
und individuell zu berücksichtigen. Dafür ist ein regelmäßiger Austausch wichtig. Im Elterngremium 
haben die Eltern ihre Vertretung. Von dort sollen Impulse ausgehen und in die OGS wirken. Wir wün- 
schen und freuen uns über die Mitarbeit der Familien in unserer Einrichtung im Rahmen ihrer Res- 
sourcen und Möglichkeiten.

SEITE 22 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
Erziehungs- und Bildungspartnerschaft verstehen wir als aktive Teilhabe von Eltern, aktives Zusam- 
menwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern, Familienberatung und Familienbildung und 
Unterstützung im Aufbau und Nutzung von Netzwerken.  
Modelle der Elternarbeit an unseren Standorten: 
 Planung und Durchführung verschiedener Feste 
 Familien-/Eltern-Café 
 Elternbriefe 
 “Neues aus der OGS” – Elternpost als Newsletter (mind. alle drei Monate) 
 Nachmittag der offenen OGS 
 Präsentation verschiedener AGs 
 Elternbeirat (Kooperation mit der Schulpflegschaft) 
 Beratungsangebote (in Präsenz und Digital) 
 Elterninformationsabende 
 
8.2  Elternmitgestaltung 
Für uns ist eine gute Elternarbeit geprägt von deren Mitgestaltungsmöglichkeiten. Für uns sind ei- 
genständige Elternversammlung denkbar, um besonders die Belange der OGS zu besprechen. In der 
Praxis muss dies auf Sinnhaftigkeit geprüft werden und eng mit Schulleitung und Schulpflegschaft 
abgesprochen sein, um nicht doppelte Strukturen zu schaffen. Wir stellen uns vor, dass einmal jähr- 
lich (meist im September bzw. nach Beginn des neuen  Schuljahres) eine Elternversammlung stattfin- 
det. Inhalte der Vollversammlung sind u.a. die Termine des 1. Schulhalbjahres, wichtige pädagogi- 
sche Informationen zum OGS-Geschehen und die Wahl dem/der Elternvertreter:innen (sofern nötig) 
und auch um Raum für Ideen und Kritik zu geben (nicht alle Eltern, die in der Schulpflegschaft sind 
haben ihre Kinder in der OGS angemeldet).  
8.3  Anlassbezogene Elternabende 
Thematische Informationsveranstaltungen, mit Theori e- und Praxisanteilen, ergänzen unser Ange- 
bot einer gewinnbringenden Elternarbeit. Verschiedene interessante Themen, die die Lebenswelt 
der Familien beschäftigen, werden von uns initiiert, aber auch durch Rückmeldungen des Elternbei- 
rates hin ausgesucht, vorbereitet und durchgeführt. Die Angebote sind grundsätzlich Kostenlos und 
können je nach Bedarf in Präsenz und Digital stattfinden. 
Unsere Beispiele für Elterninformationsabende: 
 Informationsabend für die neuen Lernanfänger:innen 
 Selbstbehauptung 
 Medienkonsum 
 Tischspiele neu entdeckt 
 Angemessene Freizeitgestaltung für Kinder im Grundschulalter 
 Taschengeld – wie mache ich es richtig. 
 Kinderrechte 
 
9 VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF 
Unser Angebot orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien und ermöglicht 
den Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Orientiert an den jeweiligen 
Standort reagieren wir, nach Auswertung regelmäßiger Bedarfsabfragen, in vorheriger Rücksprache 
mit der Schulleitung und dem Schulverwaltungsamt, und passen die Öffnungszeiten der OGS an.

SEITE 23 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
Flexibilität ist unsere Stärke – Randzeiten und Extrazeit sowie Frühbetreuung sind für uns grund- 
sätzlich selbstverständlich. Gerne bieten wir auch kurzfristig verlässliche Betreuungssettings für die 
Eltern an.  
9.1  Öffnungszeiten 
Eine Sicherstellung der Betreuungszeiten an der OGS Grundschule Sprakel würde zu folgenden Zei- 
ten vorgehalten werden: 
 OGS-Betreuung:  ab 11:15 Uhr bis 16:00 Uhr (je nach  Unterrichtsschluss) 
 Bis-Mittag-Betreuung:   ab 11:15 Uhr bis 13:30 Uhr (je nach Unterrichtsschluss) 
 Extrazeit    so wie Eltern einen Bedarf anmelden. 
 
Die Extrazeit kann z.B. durch eigenes Personal abgesichert werden. Denkbar sind für uns aber auch 
Kooperationsangebote mit und an anderen Einrichtung en (z.B. der Kinder- und Jugendarbeit) an 
den jeweiligen anderen Standorten. Hier würden wir den Übergang durch unser Personal verlässlich 
begleitet gestalten.  
 
10   QUALITÄTSMANAGEMENT 
Die Outlaw gGmbH verfügt über ein zentrales Qualitä tsmanagement, das hinsichtlich der strategi- 
schen Planung und Umsetzung unmittelbar der Geschäftsführung zugeordnet ist. Es gibt jährliche 
arbeitsfeldspezifische Qualitätszirkel, die Grundlage sind Verfahrensweisen und Standards zu entwi- 
ckeln und Prozesse zu überprüfen und kontinuierlich  zu verbessern. Durch die dezentrale Struktur 
des Unternehmens kann so auf unterschiedliche regionale Rahmenbedingungen und interne Anfor- 
derungen sowie ggf. externe Vorgaben zur QE flexibel passgenau reagiert werden.  
Als Teil der übergeordneten Qualitätsentwicklung wurden u.a. entwickelt: 
 Trägerkonzept 
 Grundkonzepte für die pädagogischen Arbeitsfelder 
 Schlüsselprozesse für die pädagogischen Arbeitsfelder 
 Internes Evaluationssystem für die Umsetzung von Sc hlüsselprozesse 
 Stellenprofile 
 Führungsleitbild 
 Personalentwicklungskonzept 
 Standards zur Einarbeitung von neuen Mitarbeiter:innen 
 Partizipationsstandards für Mitarbeiter:innen (Feedbackmanagement) 
 Partizipationsstandards für Adressat:innen (Beschwe rdemanagement) 
 Standards zum Kinderschutz (Dienstanweisungen) 
 Jahresplanung/Zielvereinbarungen 
Mitarbeiter:innen-Befragung 
 
10.1  Beschwerdemanagement 
Für alle Einrichtungen der Outlaw gGmbH wurde bundesweit ein Mindeststandard für Beschwerde- 
möglichkeiten entwickelt. Individuelle und informel le Beschwerdemöglichkeiten werden zusätzlich 
weiterhin als Option vorgehalten. Der Mindeststandard besteht aus einem Beschwerdeflyer für Kin- 
der bzw. ihren Familien und dem Bilderbuch Mein Recht-in echt!  Der Beschwerdeflyer nennt interne 
sowie externe Beschwerdestellen, an die die Kinder und ihre Familien sich bei Beschwerden wenden 
können. Das Bilderbuch erklärt den Kindern und ihren Familien, welche Rechte Kinder haben. Beide 
Broschüren erhalten die Familien mit der Begrüßungsmappe zur Aufnahme in die OGS und liegen an 
einem jederzeit für die Kinder und ihren Familien zugänglichen Ort aus.

SEITE 24 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
Eine Verfahrensbeschreibung regelt den Prozess der Beschwerdebearbeitung. Alle Beschwerden 
werden turnusmäßig ausgewertet; die Ergebnisse fließen in Planungsprozesse ein. 
Wir verstehen Beschwerden als ein wichtiges Instrument zur Sicherung bzw. Überprüfung der Quali- 
tät der pädagogischen Prozesse und als unverzichtba ren Bestandteil der professionellen Arbeitsbe- 
ziehung zwischen Fachkräften, Eltern und Kindern. Oberstes Ziel dabei ist, die Belange ernst zu neh- 
men, den Beschwerden nachzugehen, diese möglichst abzustellen und Lösungen zu finden, die alle 
mittragen können. Beschwerden können von Eltern und Mitarbeiter:innen in Form von Kritik, Ver- 
besserungsvorschlägen, Anregungen oder Anfragen wei tergegeben werden.  
Wir schaffen bewusste Gesprächsmöglichkeiten, die z um einem im direkten Gespräch mit der jewei- 
ligen Fachkraft oder OGS-Koordinator:innen jederzeit möglich ist und zum anderen auch Gruppen- 
angebote (Elternbeiratssitzungen) sein können. Ebenso können Anliegen an die Elternvertreter:in- 
nen oder die Fachgebietsleitung weitergeleitet werden. Selbstverständlich kann auch ein möglicher 
vorhandener Briefkasten für Anliegen jeder Art genu tzt werden.  
Besonderen Wert legen wir darauf, dass die Kinder eine Stimme bekommen. Wir schaffen auch hier  
bewusst Gesprächsanlässe und die Kinder haben die Möglichkeit, mit der Unterstützung der Fach- 
kräfte ihre Anliegen in der Kinderkonferenz anzubringen. 
10.2   Kinderschutz 
Eine besondere Anforderung stellt der Schutz von Kindern dar. Daher ist es wichtig, dass die Kinder 
gut beaufsichtigt sind, ihnen zugehört wird und sie ernst genommen werden. Falls es zu einem Ver- 
dacht oder Verfahren kommt, werden sie bis zum Ende durch unsere Mitarbeiter:innen begleitet. 
Kindeswohlgefährdung zu erkennen, kann sehr schwierig sein. Ein achtsamer Blick der Fachkräfte 
kann dazu beitragen, eine Kindeswohlgefährdung aufzudecken und somit abzuwenden. Durch trä- 
gerinterne, spezielle Schulungen, werden alle unsere Mitarbeiter:innen der OGS jährlich speziell zu 
dieser Thematik geschult.  
Nach § 8a SGB VIII sind alle Träger der freien Jugendhilfe verpflichtet, für den organisatorischen 
Rahmen des Schutzauftrages hinsichtlich einer Kindeswohlgefährdung zu sorgen. Vor jeder Einstel- 
lung wird ein erweitertes Führungszeugnis nach § 72a SGB VIII von allen Mitarbeitenden verlangt. 
Dies wird auch nach der Einstellung in regelmäßigen Abständen überprüft. Die Outlaw gGmbH hat 
eine Dienstanweisung auf dieser Grundlage erstellt, die die genaue Vorgehensweise bei Kindes- 
wohlgefährdung regelt. Sie gilt für alle pädagogisc hen Mitarbeiter:innen, die regelmäßig Kontakt 
mit Kindern, Jugendlichen und Familie haben.  Jede/r neue Mitarbeiter/in erhält die Dienstanwei- 
sung mit dem Arbeitsvertrag und im ersten Monat der  Tätigkeiten eine Belehrung zur Dienstanwei- 
sung durch dafür verantwortliche Leitungskräfte. In jeder Einrichtung ist die Dienstanweisung zu- 
gänglich. Das Verfahren der internen Dienstanweisung berücksichtigt dabei die jeweilig gültigen 
Vereinbarungen gemäß SGB VIII § 8a mit den öffentli chen Trägern der Jugendhilfe. 
Outlaw stellt innerbetrieblich erfahrene Fachkräfte, die im Verdachtsfall eine Besprechung mit den 
beteiligten Fachkräften durchführen. Dabei wird das Gefährdungsrisiko abgeschätzt, der Einbezug 
der Beteiligten besprochen und weitere Handlungsschritte werden festgelegt. 
Gerade der Umgang mit der Thematik Kindeswohlgefährdung bedarf eines abgestimmten, adäqua- 
ten Verfahrens zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. Das interne Verfahren bei dem Verdacht 
einer Kindeswohlgefährdung sieht vor, dass die verantwortliche Leitungskraft von der/dem pädago- 
gischen Mitarbeiter/in informiert wird, sobald die Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung vorlie- 
gen. Gemeinsam wird die Situation reflektiert, und es erfolgt eine Einschätzung darüber, welcher 
Handlungsbedarf besteht. Bestätigt sich der Verdach t, wird eine entsprechende Beratung nach § 8a 
durch die pädagogische Fachkraft organisiert, die den Hinweis erhalten hat bzw. durch eine damit 
beauftrage Person. In der Beratung erfolgt - begleitet durch die insoweit erfahrene Fachkraft - eine

SEITE 25 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
Gefährdungsabschätzung, sowie die daraus resultierende Planung des weiteren Vorgehens. Weiter- 
hin sind regelmäßige Erfolgskontrollen in Form von Beratungen durch mehrere Fachkräfte durchzu- 
führen, bis die Gefährdung abgewendet ist.  
Der sachgerechte Umgang mit Kindeswohlgefährdung erfordert eine sorgfältige Dokumentation. 
Diese dient der professionellen Bearbeitung sowie der rechtlichen Überprüfbarkeit.    
11   NETZWERKARBEIT UND KOOPERATION 
Outlaw steht für eine sozialräumliche Kinder- und Jugendhilfe. Unsere Einrichtungen sind elementa- 
rer Bestandteil der jeweiligen Sozialräume. Sie sind fester Bestandteil des öffentlichen Lebens und 
gleichzeitig geschützte Räume für Kinder. Es gehört zu den Aufgaben der pädagogischen Mitarbei- 
ter:innen, die Kinder mit ihrer räumlichen Umgebung vertraut und diese für sie altersgerecht be- 
greifbar zu machen. Für die Lebenswelt der Kinder ist zweierlei von großer Bedeutung: Zum einen 
die Kenntnis des Sozialraums und zum anderen das Wissen um die Ressourcen. Die Lebensweltori- 
entierung der Kinder in den Fokus zu nehmen heißt, die individuelle Ausgestaltung des Lebens der 
Kinder, aber auch der Eltern und Familien, zu berücksichtigen und zu respektieren. Die Lebenswel- 
ten hängen dabei auch von Lebensverhältnissen ab, die ihrerseits wiederum durch den Sozialraum 
geprägt oder bestimmt sein können. Unsere Kinder un d Familien profitieren von der Vernetzung im 
Stadtteil und von dem Zusammenschluss verschiedener  Kooperationspartner:innen. Verschiedene 
Fachdienste unterschiedlicher Profession lassen einen breiten Blickwinkel zu und helfen allen betei- 
ligten Akteuren, zum Wohle des Kindes und dessen Familien. bspw. durch kurzfristiges Intervenie- 
ren in Krisensituationen oder Installieren vielfältiger Unterstützungsangebote für die Familie. 
Der Ausbau unserer Netzwerke für die OGS Grundschul e Sprakel ist elementarer Bestandteil und 
wird angestrebt. 
Mögliche Netzwerke & Kooperationen: 
 
 Jugendzentrum Sprakel 
 Outlaw Kita Sprakel 
 Familienzentrum Sprakel  
 Jugendamt der Stadt Münster - Sozialer Dienst – Jugendförderung 
 Arbeitskreise im Stadtteil 
 Sozialdienst für Flüchtlinge – Flüchtlingsunterkunft am Holunderweg 
 Arbeitskreis Soziale Bildung  
 Caritasberatungsstelle 
 Sportverein SC Sprakel 
 Kirchengemeinde St. Marien 
 KIG Sprakel 
 
Die Vernetzung im stadtweiten Trägertreffen ist eine Selbstverständlichkeit. Unsere Mitarbeiter:in- 
nen bringen sich mit der Teilnahme an verschiedenen Arbeitskreisen der Stadt bzw. dem Stadtteil 
ein.

SEITE 26 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
12   ANSPRECHPARTNER:INNEN 
Wir freuen uns, wenn Sie Rückfragen, Ergänzungen oder Wünsche zu unseren in diesem Konzept 
verschriftlichten Inhalten haben. 
Das Konzept wurde von der Fachgebietsleitung Sebastian Geeraedts, in Zusammenarbeit und Ab- 
sprache mit der Gesamtleitung Juliane Wieching erarbeitet. 
 
Fachgebietsleitung - Sebastian Geeraedts 
Outlaw gGmbH 
Idenbrockplatz 27 
48159 Münster  
 
Mobil 0176 22 81 77 10 
sebastian.geeraedts@outlaw-ggmbh.de  
 
 
Gesamtleitung – Juliane Wieching 
Outlaw gGmbH 
Idenbrockplatz 27 
48159 Münster 
 
Mobil 0171 78 71 12 6 
juliane.wieching@outlaw-ggmbh.de  
 
 
Outlaw gGmbh 
Johann-Krane-Weg 18 
48149 Münster 
 
Tel. 0251  3835660 
Fax. 0251  38356699 
info@outlaw-ggmbh.de  
www.outlaw-ggmbh.de

SEITE 27 KONZEPT – GRUNDSCHULE SPRAKEL  
 
 
13  ORGANIGRAMM MÜNSTER

Beschlussvorlage

10084 Zeichen

V/0380/2022
V/0380/2022
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Grundschule Sprakel
Beratungsfolge
23.08.2022 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung
23.08.2022 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung
30.08.2022 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit
und Ordnung
Vorberatung
01.09.2022 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung
06.09.2022 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung
07.09.2022 Hauptausschuss Vorberatung
07.09.2022 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der
städtischen, katholischen Grundschule Sprakel, In der Au 3, zum 2. Halbjahr im Schuljahr
2022/2023 ab dem 01.02.2023 dem Kinder- und Jugendhilfeträger Caritasverband für die Stadt
Münster e.V.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt finanziert:
Teilergebnisplan
Nr. Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 0602 Kinder- und Jugendarbeit
Zeile 15 Transferaufwendungen 2023 ff. 245.700
Amt für Kinder, Jugendliche
und Familien
13.07.2022
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Frau Schild
T elefon:492-5143
schildk@stadt-muenster.de

- 2 -
V/0380/2022
Derzeit sind Personalaufwendungen im städtischen Haushalt in der o.g. Produktgruppe in Höhe von
245.700 € veranschlagt. Für den Fall des Betriebsübergangs werden anstelle der
Personalaufwendungen Sachaufwendungen bis maximal in dieser Höhe anfallen.
Begründung:
1. Ausgangslage
Der Rat der Stadt Münster hat mit der Vorlage V/0330/2020 die sukzessive Überleitung der Offenen
Ganztagsschulen zu den Trägern der freien Jugendhilfe beschlossen. Die freien Jugendhilfeträger
haben seitdem die Möglichkeit, ihr grundsätzliches und verbindliches Interesse an einer Übernahme
der Trägerschaft einer oder mehrerer Offener Ganztagsschulen in Münster zu bekunden. Über die
jeweils konkrete Überleitung einer Schule werden diese Träger informiert und können sich schulscharf
bewerben.
Um die Schul- und Elternbeteiligung sicherzustellen, wird das Ergebnis der Trägerauswahl in der
Schulkonferenz vor den politischen Gremien vorgestellt. Der anschließende Schulkonferenzbeschluss
ist Bestandteil dieser Beschlussvorlage.
2. Grundschule Sprakel
Die städtische, katholische Grundschule Sprakel befindet sich im Stadtbezirk Nord, im Stadtteil
Sprakel. Die Aufnahmekapazität der Schule ist auf zwei Eingangsklassen festgelegt. Eine
Erweiterung ist nicht vorgesehen.
Seit 2005 wird die Schule als Offene Ganztagsschule (OGS) geführt. Im Schuljahr 2021/2022
besuchen 155 Schüler*innen die Schule in sieben Klassen, davon 104 Kinder die OGS Angebote
(67,10%) und 22 Kinder (14,19%) die sogenannte Bis-Mittag-Betreuung. Ab dem Schuljahr 2022/23
wird der Unterricht an der Grundschule Sprakel wieder jahrgangsgebunden erteilt. Es werden zwei
Eingangsklassen für den ersten Jahrgang gebildet und die fünfte OGS Gruppe mit dann insgesamt
126 Kindern erwartet.
Das multiprofessionelle T eam besteht zurzeit aus fünf Fachkräften, einer Erzieher*in der Praxis
integrierten Ausbildung (PIA), einer Unterstützungskraft und 11 Niedrigteilzeitkräften.
3. Bewerbungen
Im März 2022 wurden alle interessierten Träger über die Absicht, die Grundschule Sprakel zum
01.02.2023 an einen Träger der freien Jugendhilfe überzuleiten, schriftlich informiert. Die Träger
hatten bis zum 15.04.2022 die Möglichkeit, ihr Konzept anhand des in der Anlage 1 angefügten
Kriterienkatalogs einzureichen. Folgende Träger haben sich beworben:
 Caritasverband für die Stadt Münster e.V.
Der Caritasverband für die Stadt Münster e.V. wurde 1969 gegründet und ist anerkannter
Jugendhilfeträger. Der Verband unterhält ein breites Hilfe- und Beratungsangebot, um die Menschen
in Münster in den unterschiedlichsten Lebenslagen zu unterstützen. Die Hilfen werden
stadtteilorientiert in sieben Caritas vor Ort-Beratungsstellen angeboten. Der Träger ist bereits an der
Kompass Schule, der Matthias-Claudius-Schule in Handorf, der Paul-Schneider-Schule in Kinderhaus
und zum Schuljahr 2023/2022 an der Thomas-Morus-Schule als Träger der OGS tätig. Darüber
hinaus ist er mit einem breit aufgestellten Fachbereich „Schulnahe Jugendhilfe“ als Träger an seinen

- 3 -
V/0380/2022
Schulstandorten mit den Förderinseln, der Schulsozialarbeit und der Schulbegleitung gem. § 35a
SGB VIII beauftragt. An der Grundschule Sprakel ist er Träger der Förderinsel.
 Ev. Jugendhilfe Münsterland gGmbH
Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland ist 1995 aus dem Zusammenschluss von vier
evangelischen Jugendhilfeeinrichtungen mit zentralen Heimkomplexen entstanden. In den folgenden
Jahren hat die Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH ihre Angebote der Erzieherischen
Hilfen differenziert und professionalisiert sowie durch berufspädagogische Hilfen, T ageseinrichtungen
für Kinder und Angebote der Offenen Ganztagsschule ergänzt. Der Träger verbindet seit vielen
Jahren seine Kompetenz als Jugendhilfeträger mit dem Arbeits- und Lebensfeld Schule. Die
Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH ist inzwischen Trägerin von den außerunterrichtlichen
Angeboten an 16 Offenen Ganztagsschulen in den Kreisen Steinfurt, Borken und von weiteren
schulischen Angeboten im Kreis Coesfeld. In Münster ist sie Trägerin ambulanter, erzieherischer
Einrichtungen, von drei Kindertagesstätten und zweier Wohngruppen. Als OGS-Trägerin ist sie noch
nicht in Münster tätig.
 Kreisel e.V.
Im Jahr 1987 gründete sich der Kreisel e.V. aus einer Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende und
bietet bis heute in Emsdetten als Kontakt- und Beratungsstelle für Mütter, Väter und Kinder in
unterschiedlichen Familienformen Beratung und Unterstützung an. Seit 2005 etablierte er sich als
anerkannter Jugendhilfeträger an sechs Offenen Ganztagsschule und der offenen Kinder- und
Jugendarbeit im Kreis Steinfurt. Zum Schuljahr 2017/20218 übernahm der Träger erstmals in Münster
eine Offene Ganztagsschule und ist seither Träger der außerunterrichtlichen Angebote der Offenen
Ganztagsschule an der Grundschule Wolbeck-Nord, seit dem Schuljahr 2019/2020 an der
Melanchthonschule in Coerde und übernimmt zum Schuljahr 2022/2023 die OGS-Trägerschaft an der
Kardinal-von-Galen-Schule in Handorf.
 Outlaw gGmbH
Die Outlaw gGmbH ist eine anerkannte Jugendhilfeträgerin und in der Kinder- und Jugendhilfe in
Wohngruppen, in ambulanten Betreuungsformen, in der Kindertagesbetreuung, in Jugendzentren und
in Schulprojekten tätig. In Münster betreibt sie zurzeit sieben Kindertageseinrichtungen. Darüber
hinaus verfügt Outlaw über Erfahrungen in Trägerschaften der Offenen Ganztagsschulen in Bochum.
Outlaw ist Trägerin der „Kita und Familienzentrum Sprakel“ und des „Jugendzentrums Sprakel“, einer
Einrichtung der Offenen Kinder- und Jungendarbeit. Sie ist derzeit nicht als Trägerin einer OGS in
Münster tätig.
Die Verwaltung und die Schulleitung haben die eingereichten Konzepte gesichtet. Für die Auswahl
der Bewerbungen waren hierbei die in der Anlage 1 beigefügten Kriterien handlungsleitend. Von allen
Bewerbern werden die vom Rat der Stadt Münster beschlossenen OGS-Qualitätsstandards akzeptiert
und in ihren Konzeptionen umgesetzt. Alle Träger haben ein Konzept vorgelegt, das die wesentlichen
Eckpunkte ihrer pädagogischen Ausrichtung darlegt:
- Pädagogisches Grundverständnis / Leitbild
- Gesundheitsförderung
- Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern
- Kinderschutz
- Querschnittsaufgaben der Jugendhilfe
- Sozialraumorientierung
- Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen

- 4 -
V/0380/2022
4. Auswahlverfahren
Nach dem Bewerbungsschluss und der Sichtung der eingereichten Unterlagen wurde von
Schulleitung, OGS-Koordinator*in und Verwaltung entschieden, den Caritasverband, die Ev.
Jugendhilfe Münsterland und Outlaw für ein Bewerbungsgespräch einzuladen.
Im Mai 2022 wurde mit den Trägern jeweils auf Grundlage des Kriterienkatalogs ein strukturiertes
Bewerbungsgespräch geführt. Die gemeinsame Aufgabe von Verwaltung und Schulleitung bestand
darin, aus den Bewerbungen und den sich anschließenden Gesprächen unter gleichwertiger
Würdigung der Fachlichkeit einen Beschlussvorschlag für die Schulkonferenz zu erstellen.
5. Gesamtbewertung / Fazit
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit einem hohen Konsens vor, dem Caritasverband für
die Stadt Münster e.V. die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der städtischen,
katholischen Grundschule Sprakel zu übertragen. Diesem Vorschlag wurde in der Schulkonferenz am
13.06.2022 gefolgt. Ein Schulkonferenzbeschluss liegt vor.
Der Träger hat ein umfassendes, pädagogisches Konzept vorgelegt. Er hat darüber hinaus im
Bewerbungsverfahren seine hohe Kompetenz sehr fundiert dargestellt, seine Leistungen
überzeugend präsentiert und insbesondere ein passgenaues Konzept für die Grundschule Sprakel
erläutert. Als Träger der Förderinsel an der Grundschule Sprakel besteht bereits seit einigen Jahren
eine gute und enge Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfepartner.
Die Trägerübernahme durch den Caritasverband eröffnet der Grundschule Sprakel die Möglichkeit,
von den bereits vorhandenen Erfahrungen als OGS-Träger, so auch im nahen Sozialraum Kinderhaus
an der Paul-Schneider-Schule, zu profitieren. Der Träger sichert ein gegenseitiges
Vertretungskonzept beider Standorte sowie eine verlässliche OGS-Ferienbetreuung an der Schule zu
und stellt eine erfahrene Fachberatung zur Verfügung.
Die Schule gewinnt mit der Überleitung der ganztägigen außerschulischen Angebote an den
Caritasverband einen verlässlichen und überaus engagierten Partner mit einem hohen
Erfahrungswissen als Kooperationspartner von Offenen Ganztagsschulen.
i.V.
gez.
Thomas Paal
Stadtdirektor
Anlagen:
Anlage A
Anlage 1 Kriterienkatalog
Anlage 2 Konzepte der Bewerbungen
Hinweis:
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlage 2) stehen ausschließlich als
pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download unter der Vorlagennummer
V/380/2022 zur Verfügung.

- 5 -
V/0380/2022

Anlage 2 Ev. Jugendhilfe Münsterland_OGS- Konzept Grundschule Sprakel

31607 Zeichen

Konzept  
für den Offenen Ganztag der Grundschule Sprakel 
 
Mai 2022 
Ev. Jugendhilfe Münsterland gGmbH 
Liedekerker Str. 66 Tel. 02551/9343-0 
48565 Steinfurt www.ev-jugendhilfe.de 
 
 
Ansprechpartner*innen 
Fachkoordination Schule Andrea Kestermann; kestermann@ev-jugendhilfe.de 
Tel. 02571/567175 
 
Pädagogische Leitung Mirko Blome; blome@ev-jugendhilfe.de 
 Tel. 02551/9343-14 
 Beate Schürmann; schuermann@ev-jugendhilfe.de 
 Tel. 02551/9343-22

2                                        Konzept OGS Sprakel  Mai 2022 
 
  
  
  
Inhaltsverzeichnis 
 
1. Wir stellen uns vor  
2. Unsere Betreuungsangebote an Schulen 
3. Auftrag und Zielsetzung 
4. Pädagogisches Konzept / Leistungsbeschreibung 
Teiloffenes Konzept 
Individuell wählbare Angebote 
5. Mitbestimmung 
6. Querschnittsaufgaben: Integration, Inklusion und Diversität 
7.   Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Jährliches Evaluierungsgespräch 
OGS Qualitätszirkel 
Team 
Fort- und Weiterbildungsmöglichkeit 
Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium und dem Träger 
Kooperation mit Eltern/Erziehungsberechtigten 
8. Kooperationsstrukturen 
9. Besondere Merkmale des Trägers 
10. Schlussbemerkung 
 
 
 
1. Wir stellen uns vor  
Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland (EJHM) verbindet seit vielen Jahren ihre Komp e-
tenz als Jugendhilfeträger mit dem Arbeits- und Lebensfeld Schule.  
So ist sie  u.a. Träger von 16 Offenen Ganztagsbetreuungen an Regelschulen und an Schulen 
des gemeinsamen Lernens in den Kreisen Steinfurt und Borken.  
Unsere Mitarbeiter*innen arbeiten in Kindertagesstätten, Offenen Ganztagssch ulen und in 
spezialisierten Angeboten der Jugendhilfe, wie in Wohngruppen oder in Familienhilfen. 
In unserer Dezentratlität braucht es ein e Struktur, die alle Arbeitsfelder bün delt. Wir haben 
die Projekte in den verschiedenen Regionen als Regionalzuständigkeit oder als Fachbereich  
organisiert. Die Kitas und Offene Ganztagsgrundschulen in unserer Trägerschaft sind in e i-
nem gemeinsamen Fachbereich zusammengefasst, der von zwei Päd agogischen Leitungen 
verantwortet wird. Die nächste Ebene bilden die Fachbereichskoordinatoren*innen, die 
Stunden zur Verfügung haben, um im Sozialraum schnell Ansprechpartner*in zu sein. Diese 
Fachkräfte vertreten in einer Region die Kitas und Offenenen Ganztagsschulen.

3                                        Konzept OGS Sprakel  Mai 2022 
 
Wir möchten unsere Kita - und Schulangebote in Münster mit denen von Greven verbinden, 
so dass es S ynergieeffekte für die Mitarbeitenden, sowie für Angebote und Fachtage geben 
kann. Diese Struktur nutzen wir schon viele Jahre sehr erfolgre ich. Durch die regionale Ve r-
netzung der Projekte können z.B. ein verlässlicher Austausch, enge Zusammenarbeit, g e-
meinsame (Ferien -)Projekte und gegenseitige Unterstützung stattfinden  und gewährlei stet 
werden. 
 
In Münster haben wir unterschiedliche Projekte, wie z.B. die Kindertageseinrichtungen und 
die Angebote der Hilfen zur Erziehung: 
 
 
 
 
 
InsoFa: Kinderschutzfachkraft 
WiKaMo: „Ich will- ich kann-ich möchte“ 
AAT®/CT ®: Anti Aggressionstraining und Coolnesstraining

4                                        Konzept OGS Sprakel  Mai 2022 
 
 
 
2. Unsere Betreuungsangebote an Schulen 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Wir haben mehr als 15-jährige OGS-Erfahrung!  
 
 Wir kennen uns aus mit dem Thema OGS -Trägerwechsel und brin gen die nötige 
Sensibilität für das Bestehende und Innovationskraft für den Neustart mit! 
 
 Wir begreifen OGS als ganzheitlichen Bildungsort. 
 
 Wir halten weitere Angebote rund um Münster vor: z.B. zwei Wohngruppen Müns-
ter, ambulante erzieherische Hilfen, drei Kindertagesstätten 
 
 Wir zahlen Tarifgehalt nach BAT – KF mit kirchlicher Zusatzversorgung (KZVK). 
 
 Verlässliche Ferienbetreuung, 6 Wochen im Jahr 
 
 Fort- und Weiterbildung werden gefördert, unterstützt und ggf. vom Träger init i-
iert. 
 
 Wir bilden aus: Praxisintegrierte Ausbildung für Erzieher*innen und Kinderpfle-
ger*innen, Anerkennungspraktikant*innen, Praxissemester für Sozialpädag*innen, 
FOS- Praktikant*innen 
 
 Ausgebildete Kolleg*innen im Coolnesstraining für Projektarbeit im Bereich der s o-
zialen Kompetenzentwicklung („Coole Kids im Ganztag“) 
 
 Mitgliedschaft im neuen Fachverband „Offener Ganztag“  der Diakonie RWL sorgt 
für überregionale Qualitätsentwicklung

5                                        Konzept OGS Sprakel  Mai 2022

6                                        Konzept OGS Sprakel  Mai 2022 
 
3. Auftrag und Zielsetzung 
Als Evangelische Jugendhilfe Münsterland verstehen wir den Auftrag einer off enen Gan z-
tagsschule einerseits als Angebot zur Bildungs - und Entwicklungsförderung und Erziehung  
der Kinder und andererseits als Betreuungsmöglichkeit zur besseren Vereinbarkeit von Fami-
lie und Beruf . Folgende Aspekte beschreiben, was für uns zu einer gut aufgestellten OGS 
gehört: 
 
 
4. Pädagogisches Konzept/ Leistungsbeschreibung 
Welche Ideen wir zur Gestaltung eines Ganztages haben, möchten wir im Folgenden konkre-
tisieren:  
 
Teiloffenes Konzept  
Ein teiloffenes pädagogisches Konzept im Ganztag bietet  den Kindern mit seinen differe n-
zierten Räumen hervorragende Möglichkeiten ihren individuellen Bedürfnisse nach zu g e-
hen. So können sie entsprechend ihres Entwicklungsstandes zu Kindern der eigenen, aber 
auch zu Kindern anderer Altersgruppen Kontakt aufnehmen, voneinander lernen, gemein-
 Sozial- und intellektuell anregende  Umgebung mit Rückzugsmöglichkeiten als V o-
raussetzung für erfolgreiches Lernen und eine gesunde Entwicklung  
 
 Gestaltung der OGS als Lebensort, in dem eine Beheimatung mit vertrauten Pers o-
nen Sicherheit und Geborgenheit bietet. Die Kinder sollen sich in der OGS wohl 
und gut aufgehoben fühlen!  
 
 Erweiterung der sozialen Kompetenzen durch Erfahrungen in Gruppe und Gemei n-
schaft  
 
 Individuelle Förderung der sozialen, emotionalen, schulischen und persönlichen 
Entwicklung der Kinder 
 Sicherheit und Verbindlichkeit  durch positive Automatismen wie Rituale im Alltag, 
Rhythmisierung und transparente Regeln 
 
 Partizipation der Kinder  durch Kinderteams, Arbeitsgruppen, individuelle Kinde r-
sprechtage, Kinderparlament usw. 
 
 Aktiv gestaltete, wertschätzende Team- und Kooperationsstrukturen für ein gutes 
Schulklima 
 
 Eltern-Beteiligungsmöglichkeiten in OGS und Schule, z.B. OGS -Elternrat, Beteil i-
gung an besonderen Festen

7                                        Konzept OGS Sprakel  Mai 2022 
 
same Interessen verfolgen und an Projekten arbeiten.  Hierbei werden Angebote unte r-
schiedlicher Bildungsbereiche  gemacht. Dieses Konzept lässt viel Kreativität, Eigenaktivität 
und Gestaltungsmöglichkeiten zu. Es ermöglicht gleichzeitig aber  auch Ruhe zu finden, zu 
beobachten und sich zu orientieren, denn es gibt klare Zeiten innerhalb des Gruppenkonte x-
tes.  
Das Mittagessen ist ein zentraler Bestandteil des OGS -Alltags, welches die Kinder einer 
Gruppe möglichst gemeinsam einnehmen so llen. Es ist ein wichtiger Zeitabschnitt im Tage s-
ablauf für die Schülerinnen und Schüler. Unsere Mitarbeiter*innen begleiten die Kinder zum 
Mittagessen und essen gemeinsam mit ihnen. Neben einer gesunden und ausgewogenen 
Ernährung, in diesem Fall von Apeti to, ist es uns wichtig, eine gemütliche und entspannte 
Atmosphäre herzustellen. So können die Kinder ihre Mahlzeit mit Genuss und in Ruhe ei n-
nehmen und haben dabei auch Raum für Gespräche und Gemeinschaft.  
Auch d ie Hausaufgaben /Lernzeiten finden in den Kl assenräumen auf Gruppenebene statt  
und werden von den Betreuer*innen auf kleine Fehler und Sorgfalt kontrolliert und z.T. 
durch Lehrer*innen begleitet und unterstützt . Dadurch wird ein Austausch zwischen allen 
Beteiligten auf kurzen Wegen gewährleistet. Schülerinnen und Schüler profitieren von zei t-
nahen effektiven Unterstützungsangeboten.  
Idealtypisch kann es im teiloffenene Konzept Räume mit verschiedenen Schwerpunkten g e-
ben. Die Kinder können in der Freispielzeit die Räume entsprechend ihren Neigungen au fsu-
chen. Sie treffen dort auf eine /n feste/n Ansprechpartner*in, der/die das Spiel in diesem 
Raum begleitet. Dieses Konzept setzt ein gutes System der Kommunikation voraus, so dass 
die Mitarbeiter*innen der OGS wissen, wo die Kinder ihrer Gruppe sind. Es i mplementiert 
eine Offenheit des Teams und bietet den Kindern viele Beschäftigungsmöglichkeiten. Verf ü-
gen Räume jeweils nur über einen Schwerpunkt, wie z.B. Konstruieren oder Kreativität, kann 
das Angebot in diesem Raum viel umfangreicher sein, als wenn jed er Raum einen Konstru k-
tionsbereich, einen Kreativbereich und eine Leseecke hätte.  
Auch Ecken und Nischen des Gebäudes sollten in den OGS Alltag einbezogen werden. Eine 
Leseecke in einem Flurbereich, der durch Regale abgetrennt werden kann, wird zum Tref f-
punkt von Kindern aus allen Gruppen. 
Das Konzept hat aber auch Grenzen, die durch die Räumlichkeiten gegeben sind. Liegen die 
Räume der OGS im Schulgebäude sehr verteilt auf unterschiedliche Flügel und Etagen, ist es 
wesentlich schwieriger umzusetzen. Wir sind darüber informiert, dass die räumliche Ausstat-
tung zurzeit begrenzt ist und die Schule in 2024/25 in einen Neubau ziehen wird.  Erstre-
benswert wäre aus diesem Grund schon jetzt ein Konzept für die OGS mitzudenken und eine 
möglichst vielseitige Nutzung zu planen.  
 
Individuell wählbaren Angebote 
Neben der freien Spielzeit hat j edes Kind die Möglichkeit an Arbeitsgemeinschaften (AG) 
oder kurzfristigen Aktivitäten teilzunehmen.  Je nach Neigung und Interesse können die Kin-
der aus einem vielfältigen und abwec hslungsreichen Angebot wählen , das möglichst viele 
Bildungsbereiche abdeckt: sportlich, musisch, kreativ, künstlerisch, ökologisch, technisch, 
Medien usw.  
Das Angebot orientiert sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Ki nder. Sie entscheiden 
selbst über die Teilnahme, die nach der Anmeldung jedoch verbindlich ist.  
Hier einige Beispiele:

8                                        Konzept OGS Sprakel  Mai 2022 
 
 Sportangebote: Ringen und Raufen, Skateboard  
 Koch- und Backschule 
 Tanzprojekte 
 Forscher- AG 
 Digi-Kids: Mit Tablets Comics erstellen, Videoclips und Zeichentrickfilme drehen 
 Kreativangebote 
In der OGS Sprakel werden schon jetzt sehr vielfältige AGs angeboten, die auf jeden Fall we i-
tergeführt werden sollten. 
Eine breite Angebotspalette gelingt durch Kooperationen mit den sozialräumlichen Partnern, 
wie z.B. dem SC Sprakel e .V, dem Schachclub, der Uni Münster und dem Jugendzentrum 
Sprakel. Die Suche nach Kooperationspartnern ist flexibel und sollte sich an den Neigungen 
der Kinder orientieren. 
  
Vom inklusiven Gedanken und an den Stärken jedes Kindes orientiert kann in den AG ´s auch 
individuelle Förderung umgesetzt werden. So kann beispielsweise ein Kind, das noch Unte r-
stützung beim Lesen oder Schreiben benötigt, an einer Geschichtenwerkstatt teilne hmen 
oder sein Lieblingsbuch als „Buch des Monats“ vorstellen.  
Neben erlebnispädagogischen Aktionen oder Coolness -Trainings können auch Angebote der 
tiergestützten Pädagogik vorgehalten werden, die zur sozial emotionalen Entwicklung ei n-
zelner Kinder, aber auch zur Entwicklung des Sozialverhaltens in Gruppen beitragen.  
 
Wir orientieren uns in der Haltung zum Kind an der Reggio Pädagogik, welche wir als Grund-
lage des pädagogischen Handelns sehen.  Das bedeutet, dass wir jedem Kind mit Wertschä t-
zung begegnen und annehmen, dass es durch eigenen Antrieb und durch die positive Begle i-
tung von Erwachsenen seine Motivation entwickelt , um sich Dinge zu erschließen und mot i-
viert an Fragestellungen weiter  zu arbeiten. Diese Grundmotivation ist entscheiden d für er-
folgreiches Lernen. 
 
Für Kinder, Eltern, Mitarbeitende und das Lehrerkollegium sind k lare Zuständigkeiten im 
Sinne von verläßlichen Ansprechpartnern geregelt. So können Mitarbeitende für einze lne 
Klassen, ganze Jahrgänge oder auch j ahrgangsübergreifend zuständig sein, entscheidend ist 
die Transparenz für alle Beteiligten. 
Auch in diesem Pu nkt möchten wir uns gerne der schon jetzt gelebten Praxis anschließen 
und nur Veränderungen eingehen, wenn sie von allen Beteiligten gewünscht sind.  Ein Team 
sollte seine Arbeit an den baulichen Gegebenheiten und an den eigenen Möglichkeiten or i-
entiert entwickeln. Wünschenswert sind viele Menschen mit unterschiedlichen Professionen 
und Talenten, denn davon profitieren auch die zu betreuenden Kinder. 
 
Ein Wechsel zwischen Aktion und Entspannung kommt dem natürlichen Bedürfnis der Kinder 
entgegen. Die klare G liederung des Tages in zeitliche Ab schnitte und die Übernahme der 
Schulregeln auch während der OGS -Betreuung, gibt den Kin dern Sicherheit und Orienti e-
rung. Feste Rituale bestimmen den Jahresverlauf und den Alltag, z.B. abgestimmte Spr üche, 
Lieder und Spiele zum Mittagsessen, Verabschiedung usw.

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5. Mitbestimmung 
Die Evangelische Jugendhilfe Münsterland legt einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf das Th e-
ma Partizipation. So gibt es beim Träger eine Anregungs- und Beschwerdestelle (siehe Anla-
ge 1 & 2), an die sich alle Kinder, Jugendlichen und Angehörigen mit ihren Belangen wenden 
können. Hierfür ist eine Mitarbeiterin beim Träger angestellt und nimmt sich allen Anfragen 
entsprechend an, bearbeitet und dokumentiert sie. 
Eltern und Kinder werden regelmäßig mit A bschluss der Betreuungsverträge  mittels Flyer 
und Infomaterial über diese Möglichkeit und die entsprechenden Kontaktdaten informiert. 
 
Um die Gemeinschaft und den Zusammenhalt der Kinder untereinander zu stärken, sind wei-
tergehende Beteiligungsmodule  in F orm von  Medien-, Theater - oder Kunstprojekte n mög-
lich. Die Kinder sollten an der Raumgestaltung genauso wie an der Auswahl der Beschäft i-
gungsmaterialien oder der Essensauswahl beteiligt werden. Diese Beteiligung ist eine Form 
der Wertschätzung der Meinung der Kinder und bringt sie im Gegenzug dazu ihre Umgebung 
zu achten und zu schätzen. 
 
Partizipation als grundlegendes Recht nimmt Kinder ernst , bezieht sie mit ein , lässt Kinder 
mitgestalten und mitentscheiden. Sie fördert so ihre individuellen Kompetenzen. Der Aus-
einanderstzung mit den Kinderrechten kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. 
Partizipation wird zudem in ihrer vielfältige n Form als Ressource und Chance zur Qualitäts-
verbesserung unserer Arbeit genutzt. 
 
6. Querschnittsaufgaben: Integration, Inklusion und Diversität 
Der Besuch einer OGS macht keinen Unterschied zwischen Kindern verschiedener Religion, 
Nationalität und  dem Geschlecht. Diversity hat eine Kultur der Vielfalt zum Ziel, die jeden 
einzelnen Menschen in seiner individuellen Einzigartigke it wahrnimmt, respektiert, wer t-
schätzt und ihm gleiche Rechte gewährt. Unsere Gesellschaft steht vor Herausforderungen, 
auf die Kinder empathisch und selbstsicher reagieren müssen.   
Unser pädagogisches Handeln unterstützt Kinder in der Entwicklung zu eine m empathischen 
und selbstsicheren Menschen.   
Unsere Partizipations kultur in der OGS  berücksichtigt und evaluiert die individuellen 
Bedürfnisse, Wünsche und Anregungen der einzelnen Kinder. Sie beinhaltet folgende 
Beteiligungsmöglichkeiten: 
 Gesprächsrunden 
 Feedbacks 
 Individuelle Kindersprechtage  
 Beteiligung an Enscheidungen wie z.B. Ziele von Ausflügen, Angebote der AGs 
 Kinderteams, die von gewählten Kindersprechern geleitet werden können 
 Kinderparlament 
 OGS-Sprecher*innen: vertreten die Bedarfe und Interessen  der OGS in schul i-
schen Gremien, z.B. im Schülerparlament der Schule

10                                        Konzept OGS Sprakel  Mai 2022 
 
In der OGS werden Kinder mit besonderem Förderbedarf bestmöglich unterstützt und geför-
dert. Ausgehend von den Stärken jedes Kindes werden schulische Förderpläne auf die Mö g-
lichkeiten der OGS übertragen. 
In sonderpädagogischen Konferenzen, mit den beteiligten Akteuren, werden  die individuel-
len Unterstützungsmöglichkeiten und Förderziele für diese Kinder besprochen. Diese werden 
sowohl im Schulunterricht als auch im  OGS-Alltag umgesetzt. Vielfach lassen sich unte rricht-
liche Förderziele auf die Angebote am Nachmittag übertragen. Transparenz sowie die Bete i-
ligung der Eltern ist in diesem Prozess von großer Bedeutung. Nur so können sie ihr Kind im 
häuslichen Umfeld in der Entwicklung unterstützen. Die Beteiligung der Eltern ist hierbei von 
großer Bedeutung.  
Für einige Kinder sind jedoch zusätzliche Einzel - und/oder Gruppenangebote durch Heilp ä-
dagog*innen in der Förderinsel eine hilfreiche Unterstützung. Insbesondere Kinder mit soz i-
al-emotionalem Fö rderbedarf brauchen  einerseits einen nachvollziehbaren Rahmen und 
feste Strukturen, um sich zu orientieren und Sicherheit zu erlangen und andererseits gen ü-
gend Freiraum, in dem sie sich ausprobieren dürfen. Auch die Förderung der kognitiven 
Wahrnehmung, der Grob - und Feinmot orik, des schulischen Lernens usw. können in der 
Lerninsel notwendig sein. Ein e enge Kooperation mit der Mitarbeiterin der heilpädagog i-
schen Förderinsel ist daher besonders bedeutsam und in Übergangsphasen unabdingbar. 
Innerhalb der Struktur der EJHM gibt es regelmäßige Treffen der Mitarbeiter*nnen der ve r-
schiedenenen Offenen Ganztagsschulen. Bei diesen Treffen sind kollegiale Fallberatungen 
ein w ichtiges und gewünschtes Mittel, um immer einen Blick von außen und Handlungsa l-
ternativen zu entwickeln. 
 
Mehrsprachigkeit wird als zukunftsfähige Kompetenz betrachtet, dennoch bedarf sie einer 
besonderen Unterstützung , die dem individuellen Sprachstand angepasst ist. Spezifische 
Angebote oder Kleingruppen sind beim Spracherwerb grundsätzlich hilfreich. Auch in dies em 
Förderbereich ist eine enge Abstimmung bezüglich der Methoden und des Materials mit 
weiteren Akteuren zielführend. In allen  Fragen zum Thema Migration können die Angebote 
des Trägers, der Arbeitskreis Migration und der Jugendmigrationsdienst, beratend unterstüt-
zen.  
Der Arbeitskreis Migration findet in unserer Einrichtung regelmäßig statt und bindet viele 
Mitarbeiter*innen mit ihren Fragen und Projekten ein. In der Zeit von 2016 -2019 hatten wir 
zwei Flüchtlingsbeauftragte, die sich speziell mit der Thema tik der unbegleiteten minderjä h-
rigen Flüchtlinge beschäftigten und Wege aufzeigte, diese Jugendlichen gelingend zu inte g-
rieren. Da diese Funktion sehr gewinnbringend in der Einrichtung war, kann auch dies bei 
Bedarf  jederzeit wieder installiert werden. 
Wir führen an vielen Schulen die BuT Beratung durch, so dass wir auf reichhaltige Erfahrung 
in der Zusammenarbeit mit den betroffenen Menschen zurückgreifen können.   
 
Zusätzlich können interne Kooperationen genutzt werden. So gibt es die Möglichkeit den 
psychologischen Dienst der EJHM für konkrete Beratungsanliegen anzufragen, Ko lleg*innen 
mit ausgebildeten Therapiehunden in die Arbeit zu integrieren und die grundsätzliche inte r-
ne kollegiale Fallberatung zu nutzen.  
Die Landesmittel für Kinder mit sonderpäda gogischem Förderbedarf und Migrationshinte r-
grund werden in zusätzliche Personalstunden umgesetzt.

11                                        Konzept OGS Sprakel  Mai 2022 
 
 
Geschlechtsspezifische Arbeit ist bei uns nicht neu, schon viele Jahre gibt es den Arbeitskreis 
Mädchen. Hier beschäftigen sich die Teilnehmer *innen mit Them en wie Gewaltschutz, 
Selbstbehauptung und geschlechtsspezifische Berufswahl. 
Der Diakonieverbund Schweicheln, unser Gesellschafter, hat einen AK mit der T hematik 
Gender ins Leben gerufen, in dem sich Mitarbeiter*innen aller Geschäftsteile mit z.B. ge n-
dergerechter Sprache und Stellenbesetzung beschäftigen. 
 
7. Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Eine gut ge plante Qualitätsentwicklung dient der Sicherung der erlangten Schulqualität. Ge-
meinsam mit der Schulleitung wird in der OGS diese Aufgabe von der OGS -Koordination 
wahrgenommen. In gemeinsamer Verantwortung werden für die Offene Ganztagsschule 
Leitideen definiert und Entwicklungsziele beschlossen. Dabei legen wir großen Wert auf eine 
aktive Beteiligung der Kinder, der Eltern sowie der Lehrkräfte.  
Zu einer Qualitätsentwicklung gehören viele unterschiedliche Bausteine: 
 
Jährliches Evaluierungsgespräch 
Auf der Leitungsebene finden gemeinsam mit der Schulleitung und der Fachbereichskoordi-
nation der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland jährliche Evaluationsgespräche statt. Für 
jedes Schuljahr wird ein Sachbericht er stellt, der die Leistungen, Herausforderungen und 
künftigen Handlungsfelder beschreibt. Über das konkrete Alltagsgeschehen in der OGS ist 
die pädagogische Leitung durch ihre Teilnahme an unterschiedlichen Gremien stets info r-
miert. Besondere Vorfälle werden dur ch die OGS- Koordination sowohl der Schulleitung , als 
auch der pädagogischen Leitung, unverzüglich gemeldet.  
 
OGS-Qualitätszirkel 
Ein aus Schulleitung, OGS-Fachbereichskoordination, OGS Koordination, Eltern und Schulträ-
ger bestehender Qualitätszirkel kann ein hervorragendes Instrument der Qualitätsentwic k-
lung sein. In jedem Schuljahr kann in gemeinsamer Verantwortung ein Evaluations- und Qua-
litätsentwicklungsschwerpunkt, z.B. die Zufriedenheit von Eltern und Kindern, Teamentwic k-
lung oder Elterna rbeit gewählt wer den. Durch konkrete  Zielvereinbarungen wird ein hohes 
Maß an Verbindlichkeit erreicht und die Weiterentwicklung wird für alle am Schulleben B e-
teiligten transparent und sichergestellt.  
Daher ist es uns ein wichtiges Anliegen, gemeinsam mit der Schule und der Stadt Münster, 
die jährliche OGS-Fachtagung aktiv mit zu gestalten und zu beleben. 
 
Team 
Wir beschäftigen möglichst ausgebildete Fachkräfte, Erzieher*innen, Sozialpädagog*i nnen 
oder vergleichbarer Ausbildung und pädagogische Ergänzungskräfte. Nach Möglichkeit ist 
das Team heterogen zusammenge setzt. Ältere und jüngere  Pädagog*innen ergänzen eina n-
der in ihren Methoden, Kompetenzen und Erfahrungen. Dem Team steht Zeit für Teamarbeit 
zur Verfügung . Zusätzlich kommen junge Menschen im Freiwilligen sozialen Jahr oder des 
Bundesfreiwilligendienstes und andere Unterstützungskräfte hinzu.  
Die Teambesprechungen beinhalten sowohl pädagogische als auch organisatorische Themen 
und orientieren sich konsequent am pädagogischen Konzept. Weiterhin stehen Zeiten für die

12                                        Konzept OGS Sprakel  Mai 2022 
 
Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium oder schulinterne Fallbesprechungen zur Verf ü-
gung. Regelmäßig wird das Gesamtteam durch die Fach beratung Schule der EJHM begleitet. 
Es besteht bei Bedarf die Möglichkeit Team- und Fallsupervision zu nutzen.  
 
Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten 
Uns ist es  wichtig, den Teams die Möglichkeit zu geben, sich stetig fort- und weiterzubilden, 
um die Qualität unserer Arbeit zu gewährleisten. Da zu werden trägerinterne Fortbi ldungen 
oder Fachtage angeboten , z.B.  „Handlungssicher in Konflikten“ oder  „Elterngespräche fü h-
ren“. 
In unserem Haus bilden wir AAT® /CT®und WiKaMo-Trainer*innen aus. Die Kollegen bieten 
entsprechend ihre Leistung in unseren Ki tas (WiKaMo) oder in Grund - und weiterführenden 
Schulen (AAT/CT oder „Starke Kinder-starke Klassengemeinschaft“, „Ich bin, Du bist, Wir sind 
STRAK!!!“, „Coole Kids - Coole Klasse“, „Tonis Tag“ und Coolnesstrainings (CT®)) an.  
Ein weiteres Angebot ist die Ausbildung zur Kinderschutzfachkraft. Die ausgebildeten Mita r-
beiter*innen übernehmen den Kinderschutzdienst im Kreis Steinfurt, stehen aber au ch zur 
Beratung als InsoFa zur Verfügung. 
Anfang 2023 werden wir das Angebot der Ausbildung zum „Coach für Neue Au toritäten“ 
nach Haim Omer an unsere Mitarbeitenden richten. Es können Personen aus allen unseren 
Projektfeldern daran teilnehmen.  
Weiterhin nehmen unsere Mitarbeiter*innen an externen Fort - und Weiterbildungsmöglich-
keiten teil.  
Regelmäßig finden in unser em Haus Projektleiterschulungen projektübergreifernd, sowie 
projektspezifisch statt. Inhaltlich beschäftigen sich die Teilnehmer mit Teamleitungsthemen, 
Verwaltungsfragen, sowie Haltungsaspekten.  
In Kooperation mit der AWO Münster findet eine Multiplikato ren/innen-Ausbildung Sexual-
pädagogik statt. Schon vor einigen Jahren haben wir ein umfassendes Sexualpädagogisches 
Konzept mit Mitarbeiter*innen aus all unseren Projektarten verfasst, welches immer wi eder 
verstetigt und gelebt werden soll. 
Wir bilden Mitarbeiter*innen zum Marte-Meo Practitioner und Therapeuten aus und nutzen 
diese Methode in vielen unserer Projektarten. 
 
Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium, Schulträger und dem Träger 
Das pädagogische Konz ept wird eng mit der Schule abgestimmt und ggfls. in gemeinsamen 
pädagogischen Fachtagen überarbeitet und modifiziert. Gemeinsame Leitideen we rden hier 
auf Entwicklungsziele und Alltagshandeln „heruntergebrochen“. Ein Planungstag pro Hal b-
jahr ist für das OGS -Team wünschenswert , welcher z.B. an betreuungsf reien Ferientagen 
durchgeführt werden kann. 
Die internen Strukturen der Ev. Jugendhilfe Münsterland unterstützen diese wertvolle Zu-
sammenarbeit durch: 
 
 Begleitung durch die/den OGS-Fachbereichskoordinator*in 
 Treffen der OGS-Projektleiter*innen/Koordinator*innen (1x pro Monat) 
 Fallberatung

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 Regioteam (1x pro Monat) aller Betreuungs - und Erziehungshilfeprojekte der Region: 
Austausch trägerrelevan ter Informationen,  pädagogische Themen  sozialräumliche 
Vernetzung usw. 
 
Eine enge Kooperation str eben wir mit der S tadt Münster als Schulträger an, bei der , neben 
organisatorischen Belangen, Informations- und Qualitätsgespräche von zentraler B edeutung 
sind. 
Die Grundschule Sprakel verfügt bereits über langjährig bestehende offene Ganztagstrukt u-
ren. Dabei ist uns wichti g, gut funktionierende Aspekte weiter  zu stärken und perspektivisch 
gemeinschaftlich mit der Schulleitung, Mitarbeiter*innen und Elternvertreter*innen sowie 
der Stadt Münster die OGS weiter zu entwickeln. Dies geschieht immer bedarfsgerecht und 
im Sinne der Kinder. 
In unserer Arbeit pflegen wir eine wertschätzende Kommunikation in multiprofessionellen 
Teams, bei der uns eine enge Kooperation mit allen Beteiligten ausgesprochen wichtig ist.  
 
Dazu zählen: 
 
 Besprechungen zwischen Schul- und OGS-Koordination (möglichst 1x pro Woche) zur 
pädagogischen Vernetzung und Erkennung kurzfristiger Handlungsbedarfe 
 Teilnahme an Lehrerkonferenzen 
 Möglichkeit der Teilnahme der Lehrer*innen am OGS Team 
 Fallberatungen und Fördergespräche zwischen Klassenlehrer*in und OGS -
Mitarbeiter*in, Förderkonferenzen 
 Auswertungsgespräche mit dem Träger, Schulleitung und OGS-Koordination 
 Gemeinschaftliche Öffentlichkeitsarbeit 
 Beteiligung des OGS-Teams an Schulfesten 
 Teilnahme an regionalen und überregionalen Fortbildungen 
 Beteiligung und ggfs. Mitorganisation des Fachtages OGS der Stadt Münster 
  
Kooperation mit Eltern/Erziehungsberechtigten 
Die Beteiligung von Eltern ist für uns sehr wichtig, aufgrund deren unterschiedlicher Re s-
sourcen sind diese in vielfälftiger Form gern gesehen.  
Ideen für die Elternbeteiligung:  
 Mitarbeit in Gremien, z.B. im Qualitätszirkel (siehe unter 12) 
 Eigene Eltern-AG-Angebote (z.B. Bauernhoftag in den Ferien oder Lese-AG) 
 Mitwirkung beim  Abschlussfest 
 Mitwirkung in Projektwochen 
 Nutzung elterlicher Ressourcen (Imkern, Fahrradwerkstatt etc.) 
Gemeinsame Aktionen tragen zur Identifikation von Eltern und Kindern mit der Schule und 
der OGS bei.  
Die Aufnahme des Kindes in die OGS ist die Grundlage einer Bildungs - und Erziehungspart-
nerschaft, die in regelmäßigen und auch anlassbezogenen Elterngesprächen vertieft wird.

14                                        Konzept OGS Sprakel  Mai 2022 
 
8. Kooperationsstrukturen  
Eine gute Kooperation und Zusammena rbeit mit allen beteiligten Akteu ren vor Or t berei-
chert und sichert den Alltag einer OGS. Kinder sollen über die Möglichkeiten ihrer Freizeitge-
staltung in ihrem Soziaraum informiert werden und diese ausprobieren können. 
Daher streben wir an , für die gemeinschaft liche Arbeit an der OGS Sprakel  bestehende Ko-
operationsflächen zu verstetigen und neue Partner vor Ort in Sprakel  zu gewinnen. Die enge 
Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum Sprakel ist uns ein Anliegen. Zurzeit findet dort die 
Ferienbetreuung statt, an der wir uns gerne beteiligen möchten. Darüber hinaus ist eine g u-
te Kooperation mit diesem Haus wichtig, da wir Kinder des Ortes auch mit dem Angebot des 
Ortes in Kontakt bringen wollen. 
Der nächste Kooperationspartner ist sicherlich der SC Sprakel mit seinem reichhaltigen A n-
gebot. Darüber hinaus sollten Kinder auch die örtliche Bücherei mit ihrem Angebot kennen. 
Auch hier lässt sich ein gutes P rojekt initiieren und zur regelmäßigen Nutzung der Kinder 
beitragen.  
Die OGS der Grundschule nutzt schon jetzt vielfältige Angebote des Ortes und sucht immer 
wieder neue Partner, um Abwechselung in den OGS Alltag zu bringen 
Darüber hinaus stehen wir a ls Jugendhilfeträger in der Stadt Münster in einem guten Ko n-
takt mit dem Jugendamt, so dass im Bedarfsfall erforderliche sozialräumliche Gruppenange-
bote oder familienunterstützende Maßnahmen abgestimmt werden könnten.  
An Sozialraumtreffen, Kooperationstreffen  Schule/Kita oder trägerübergreifenden Gremien , 
z.B. in Kinderschutzfragen, würden wir uns selbstverständlich beteiligen und engagieren.  
 
9. Besondere Merkmale des Trägers 
Der EJHM ist es ein Anliegen nicht nur über Ressourcenschonung zu sprechen, sondern dies 
ganz explizit in unser geschäftliches Handeln zu integrieren. In 2020 und 2021 erstellte die 
Evangelische Jugendhilfe Münsterland  erstmalig eine Gemienwohlbilanz für die Jahre 2018 
und 2019 und wurde entsprechend zertifiziert. 
 
Themen, mit denen sich ein Unternehmen auseinander , setzt sind z.B. Nachhaltigkeit, Cha n-
cengleichheit am Arbeitsplatz, ökologisches Verhalten am Arbeitsplatz und innerbetriebliche 
Transparenz. In 2023 findet die Rezertifizierung statt. Diese berücksichtigt Veränderungen 
und Zielsetzungen in den Jahren 2021 und 2022. 
Unsere Erfahrungen sind sehr viels chichtig, so ist das Projekt Tri -X (Dreiklang: Schule -
Pädagogik-Werken), ein Projekt, welches sich an Schulverweigerer richtet, die ein Angebot in 
unserer Jugendwerkstatt bekommen, damit sie wieder erfolgreich am Schulleben teilne h-
men können. Dieses Projekt ist eine Kooperation mit der Bezirksregierung. 
Die EJHM hat ein eigenes Kinderschutzkonzept entwickelt, das eine Anregungs - und B e-
schwerdestelle für Kinder, Jugendliche, Eltern, Mitarbeiter*innen und sonstige beteiligte 
Personen vorhält. Außerdem arbeiten bei uns ausgebildet e und zertifizierte Kinderschut z-
fachkräfte (InsoFa), die bei der Einschätzung von Kinderschutzfällen behilflich sein können. 
Es gibt ein mit der Schule abgestimmtes Kinderschutzverfahren nach §8a SGB XII.

15                                        Konzept OGS Sprakel  Mai 2022 
 
Alle Mitarbeitenden, auch Honorarkräfte, sind mit p olizeilichen Führungszeugnissen ausg e-
stattet. 
 
10. Schlussbemerkung 
Wir würden uns freuen, mit der spannenden Aufgabe der Trägerschaft des Offenen Ganztags 
in der Grundschule Sprakel beauftragt zu werden! Unsere Erfahrungen und Qualifikat ionen 
aus der Erzi ehungshilfe, aus den Kindertagesstätten und dem Offenen Ganztag verbi nden 
wir mit dem Auftrag, ein innovatives Bildungs-, Erziehungs- und Förderangebot umzusetzen.

Anlage 2 Kreisel e.V. _OGS-Konzept Grundschule Sprakel

59760 Zeichen

3 
 
Pädagogisches Rahmenkonzept 
als Bewerbung im Interessenbekundungsverfahren für die 
außerschulischen Angebote der Offenen Ganztagsschulen 
(OGS) 
Offene Ganztagsgrundschule im Primarbereich 
Grundschule Sprakel 
 
erstellt und vorgelegt von 
 
 
 
Friedrichstraße 1-2, 48282 Emsdetten 
Telefon: 02572 88260 
www.kreisel-emsdetten.de 
info@kreisel-emsdetten.de 
 
 
  
April 2022

4 
 
Inhalt 
TRÄGERDARSTELLUNG UND EINLEITUNG ............................................... 5 
1.  RAHMENBEDINGUNGEN ......................................................................... 8 
1.1 Rechtliche und Strukturelle Grundlagen .......................................................... 8 
1.2 Finanzierung .................................................................................................... 8 
1.2 Personal ........................................................................................................... 9 
1.3 Betreuungszeiten ........................................................................................... 10 
1.4 Gruppengröße ............................................................................................... 11 
1.5 Versicherungsschutz ...................................................................................... 11 
2. SCHULE UND SOZIALRAUM .................................................................. 11 
3. LEITGEDANKE ......................................................................................... 13 
4. ZIELGRUPPE UND ZIELE ........................................................................ 14 
4.1 Zielgruppe ...................................................................................................... 14 
4.2 Ziele ............................................................................................................... 14 
5. DIE SÄULEN DES PÄDAGOGISCHEN HANDELNS IN DER OGS ......... 15 
5.1 Säule OGS - Kinder ....................................................................................... 17 
5.2 Säule OGS - Eltern ........................................................................................ 19 
5.3 Säule OGS – Schule ...................................................................................... 20 
5.4 Säule OGS - außerschulische Kooperationspartner ...................................... 21 
6. TAGESSTRUKTUR IM OFFENEN GANZTAG ......................................... 22 
6.1 Mittagessen ................................................................................................... 23 
6.2 Lernzeiten / Hausaufgabenbetreuung ............................................................ 23 
6.3 Nachmittagsangebote .................................................................................... 24 
6.4 Ferienbetreuung......………………………………………………………………25 
7. KOOPERATION MIT JUGENDHILFE ...................................................... 26 
8. KINDERSCHUTZ ...................................................................................... 27 
9. QUALITÄTSENTWICKLUNG ................................................................... 29 
9.1 Strukturelle Qualität ....................................................................................... 30 
9.2 Inhaltliche Qualität ......................................................................................... 30 
9.3 Ergebnisqualität ............................................................................................. 31

5 
 
Trägerdarstellung und Einleitung 
 
Der Kreisel e.V. ist ein gemeinnütziger, nach den Bestimmungen des Kinder - und Jugend-
hilfegesetzes anerkannter, freier Träger der Jugendhilfe. Der Verein ist weder parteipol i-
tisch noch konfessionell gebunden und Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrt s-
verbandes. Zwei hauptamtliche Vorstände verantworten die Geschäfte und Berei che des 
Kreisel e.V., welcher aktuell 200 Mitarbeiter:innen beschäftigt. 
Im Jahr 1987 gründete sich der Kreisel e.V.  aus einer Selbsthilfegruppe für Alleinerziehen-
de und bietet bis heute in Emsdetten als Kontakt- und Beratungsstelle für Mütter, Väter und 
Kinder in unterschiedl ichen Familienformen in folgenden Bereichen gemäß des SGB VIII 
Beratung und Unterstützung an:  
§ 16 I (allgemeine Förderung der Erziehung), § 17 I (paarstabilisierende Beratung bei Part-
nerschaftskonflikten), § 17 II  (Trennung– und Scheidungsberatung), §§ 18 I, 18 III  (Bera-
tung bei Sorgerechts- und Umgangsfragen) sowie seit 2006 Begleitung in familiengerichtl i-
chen Verfahren gemäß SGB VIII § 50 in Delegation der Jugendämter  der Stadt Emsdetten 
und des Kreises Steinfurt. 
Beginnend im Jahr 2005 etablierte sich ein weiteres Aufgabenfeld und stellt heute den 
größten Fachbereich des Kreisel e.V. dar - die Offene Ganztagsbetreuung. Inzwischen ist 
der Kreisel e.V. für die Sicherstel lung der Betreuung der Kinder an vier Grundschulen in 
Emsdetten, nämlich an der Johannesschule, der Schule Hollingen , der Emmanuel -von-
Ketteler Schule und der Josefschule , sowie der Grundschule Wolbeck -Nord, der M elan-
chthon-Grundschule in Münster -Coerde und ab August 2022 für Kardinal -von-Galen 
Grundschule in Münster -Handorf, sowie ebenfalls  ab August 2022 der Gangolf -
Grundschule und der Wichern- Grundschule in Nordwalde verantwortlich . Die Paul -
Gerhardt-Schule arbeitet bereits seit vielen Jahren inklusiv nach dem Konzept des gemein-
samen Lernens (GL). Ein neues und innovatives Konzept bietet die Flexible Betreuung an 
der Paul -Gerhard-Schule in Mettingen, wo die ehemalige OGS und die ehemalige Bis -
Mittag-Betreuung zusammen geführt wurden.  An der Josefschule, der Emmanuel -von-
Ketteler Schule und der Grundschule Wolbeck-Nord bieten wir zusätzlich zur OGS auch die 
Bis-Mittag-Betreuung an. 
Darüber hinaus ist der Kreisel e.V. seit 2006 Träger der Offenen Ganztagsbetreuung im 
Förderschulbereich – aktuell für die Pet er-Pan- Förderschule in Rheine mit den Depen-
dancen Emsdetten und Dörenthe mit dem Förderschwerpunkt Sprachentwicklung sowie für 
die Michael -Ende-Schule in Borghorst  und in Lenger ich mit dem Förders chwerpunkt der 
emotionalen und sozialen Entwicklung.  Ab August 2022 kommt die Grüterschule als För-

6 
 
derschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen an den Standorten Rheine und Mettingen 
dazu. 
Im Jahr 2012 konnte der Kreisel e.V. eine Erweiterung seines Tätigkeitsfeldes mit der B e-
auftragung durch das Kreisjugendamt Steinfurt für Vereinsvormundschaften verzeichnen.  
Seit 2013 gewährleistet der Kreisel e.V. an der Käthe-Kollwitz Realschule in Emsdetten die 
inklusive Übermittagsbetreuung für Schüler:innen mit und ohne Förderbedarf im Sekund-
arbereich. 
Ebenfalls seit 2013 ist er zudem als Träger für die Offene Kinder- und Jugendarbeit in 
Emsdetten zuständig  und somit für das Jugendzentrum  „Treffpunkt 13drei“ verantwort-
lich.  
Seit 2021 übernimmt der Kreisel e.V. die Trägerschaft für Schulbegleitungen  an der Me-
lanchthonschule in Münster. D urch die Tätigkeitserweiterung an der Melanchthonschule 
ergeben sich sehr viele Synergieeffekte für die Kinder wie für die Mitarbeiter:innen. Den 
Mitarbeiter:innen können wir mehr Stunden anbieten, womit wir sie längerfristig binden 
können. Durch den stabi len Mitarbeiter:innenstamm erleben die Kinder die Betreuer:innen 
beständig, was die Beziehungsarbeit fördert.  
Das Motto des Kreisel e.V. lautet „Stabilität durch Bewegung“. Das meint, dass sich das 
Leben ständig in Veränderung befindet und Lebensphasen bewältigt werden müssen, 
wodurch zuweilen auch Krisen verursacht werden können. Wir verstehen Krise als Entwick-
lungsaufgabe und als Chance. Nicht das starre Festhalten an alten Mustern, sondern viel-
mehr das Einlassen auf Veränderung und die kontin uierliche Bewegung ermöglichen eine 
gesunde Stabilität. Der Kreisel e.V. lebt als Organisation aktiv dieses Motto, was a nhand 
der oben aufgezeigten Entwicklung des Vereins deutlich wird. 
Unser Selbstverständnis - Stabilität durch Bewegung -  hat wesentlich zu unserem Erfolg 
bezüglich der Offenen Ganztagsbetreuung beigetragen.  Der Ausbau von offenen Gan z-
tagsgrundschulen ist ein landesweites sozialpolitisches Bestreben mit hohen Innovations-
ansprüchen, ab 2026 mit Rechtsanspruch, das auf die konzeptionell organisierte Zus am-
menarbeit von Eltern, Kindern, Schule, Jugendhilfe, Kultur und Sport setzt. Da bisher noch 
keine landesweit einheitlichen Qualitätsstandards erlassen wurden bzw. zwischen den un-
terschiedlichen an der Bildung, Erziehung, Förderung und Betreuung  beteiligten Professio-
nen existieren , ist dieses Vorhaben  auf die Bereitschaft zum Dialog angewiesen. Im B e-
wusstsein um diese Ausgangslage ist der Kreisel e.V. als Träger von offenen Ganztags-
grundschulen bestrebt, mit allen Betei ligten auf eine gelingende Kooperation , Präzisierung 
und Fortschreibung der pädagogischen Ganztagskonzeption hinzuwirken. 
Die offene Ganztagsgrundschule stellt sich den Herausforderungen der sich wandelnden 
Lebenswelt, bietet einen verlässlichen Ort und einen regelmäßigen Tagesablauf . Sie trägt

7 
 
mit ihren A ngeboten dazu bei, dass  die individuelle ganzheitliche Bildung der Kinder  und 
Jugendlichen, die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, der Selbst - und Sozialkompetenzen, 
ihrer, Talente, Fertigkeiten und ihr Wissenserwerb systematisch gestärkt werden.  
 
Die Offene Ganztagsbetreuung steht für 
 bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, 
 erleichterte Rückkehr von Frauen in den Beruf, 
 Minderung sozialer Probleme in Familie und Schule, 
 Erziehungspartnerschaft mit Eltern/Erziehungsberechtigten, 
 Unterstützung von Familien in anspruchsvollen Lebenssituationen, 
 Förderung der Demokratiefähigkeit der Schüler:i nnen durch das Grundprinzip der 
Partizipation, 
 Teilhabe der Kinder an Bildung und Förderangeboten, 
 Teilhabe der Kinder an kulturellen, musisc hen, sportiven und gemeinwohlorientie r-
ten Angeboten, 
 Akzeptanz und Wertschätzung kultureller und persönlicher Diversitäten. 
  
Die Gesellschaft ist gekennzeichnet von einem stetigen Wandel, wel cher eine permanente 
Anpassung der Rahmenbedingungen zur Bewälti gung des Al ltags für Familien, Lebensg e-
meinschaften, Sorgeberechtigte und Kinder erfordert. Die aktuellen konzeptionellen Rah-
menbedingungen der Offenen Ganztagsbetreuung des Kreisel e.V. werden im ersten Kap i-
tel dargelegt.  
Im zweiten Kapitel wird der Leitgedanke, der unserer Arbeit im Kontext der Offenen Gan z-
tagsbetreuung zugrunde liegt, kurz erläutert. Das dritte Kapitel benennt die Ziele, um dann 
darauffolgend im vierten Kapitel unser pädagogisches Handeln darzulegen. Das Kapitel 
fünf beschäftigt sich mi t der Tagesstruktur im Offenen Ganztag. Die letzten beiden K apitel 
zeigen auf, wie der Kreisel e.V. seine Verantwortung in Bezug auf Kooperation mit der J u-
gendhilfe und Qualitätsmanagement wahrnimmt.

8 
 
 
1. Rahmenbedingungen 
 
 1.1 Rechtliche und Strukturelle Grundlagen 
 
Die rechtliche und strukturelle Grundlage des Konzepts richtet sich nach dem Runder lass 
des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 16.02.2018 / Erlass 12- 63 Nr. 2 „Ge-
bundene und Offene Ganztagsschulen sowie außerunterrichtlicher Ganztags - und Betreu-
ungsangebote im Primar - und Sekundarstufe I“  und den Qualität sstandards der Offenen 
Ganztagsschule in Münster. Diese Ausrichtung beinhaltet bereits alle relevanten rechtlichen 
Grundlagen sowohl des SchulG, des KJFöG, als auch des SGB VIII. Wir verpflichten uns, 
alle dort genannten Rahmenbedingungen zu beachten und die Verbesserung der Bildungs-
qualität, den Ausbau der individuellen Förderung, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
sowie die konstruktive Kooperation mit Schule und außerschulischen Partnern zu verfolgen. 
 
 1.2 Finanzierung 
 
Raum-, Sach -, Overhead - und Personalkosten werden zu 100  % durch den Schulträger 
finanziert. Der Kreisel e.V. schließt mit den Eltern der am offenen Ganztagsbetrieb t eilneh-
menden Kinder eine Betreuungsvereinbarung ab, woraufhin die Elternbeiträge durch den

9 
 
Schulträger Stadt Münster erhoben werden. Die Entscheidung über die Aufnahme in das 
Angebot trifft die Schule in Absprache mit dem Schulträger sowie dem OGS-Träger. 
 
 1.2 Personal 
 
Der Kreisel e.V. gewährleistet, Personal  nur nach den im Leistungsver zeichnis benannten 
Bedingungen der Stadt Münster einzustellen. D as hauptamtliche Personal ist pädagogisch 
qualifiziert und hat für die Funktion der Koordination eine Berufsausbildung als Sozialpäda-
gog:in oder vergleichbar und für die Stelle der Gruppenleitung eine Berufsausbildung min-
destens als staatlich anerkannte:r Erzieher:in oder vergleichbar.   
Für die Grundschule Sprakel, mit derzeit 104 Kindern in den Offenen Ganztagsgruppen, ist 
der/die freigestellte Koordinator:in für die Verwaltung und Teamleitung mit 30 Wochenstun-
den eingeplant. Für die vier Gruppen wird je eine Gruppenleitung (Erzieher:in) mit 21 Wo-
chenstunden eingesetzt, wobei der Stundenumfang für die Durchführung einer eigenen 
Ferienbetreuung an der Grundschule Sprakel und/oder bei Bedarf für eine Randzeitbetreu-
ung erhöht werden kann.   
Pro Gruppe ist eine w eitere pädagogisch e Unterstützungskraft mit 20,5 W ochenstunden 
vorgesehen. Darüber hinaus wird angebotsentsprechendes Personal wie z.B. Honorarkräf-
te, Praktikan t:innen und Studierende adäquat eingeplant.  Wir achten verantwortungsb e-
wusst darauf, dass Praktikant:innen und Honorarkräfte eine adäquate Anleitung und Struk-
tur erfahren, damit sie fachlich geschult werden und gleichzeitig einen persönlichen Me hr-
wert für sich selbst erfahren können.  
Die für die Ganztagsbetreuung zur Verfügung stehenden Lehrkräfte werden sinnvoll hi n-
sichtlich ihrer Qualifizierung in außerunterricht lichen Angeboten und in Absprache mit der 
Schulleitung eingesetzt. Diese können die Begleitung der Lernzeit, Durchführung einer ge-
sonderten Förderung von Ki ndern oder die Durchführung von besonderen Angeboten aus 
dem Bereich Musik, Sport, Kreativität oder Naturwissenschaften einschließen.  
Die Fachaufsicht wird inhaltlich und strukturel l durch uns ere Führungskräfte in Form einer 
Fachbereichsleitung gewährleistet. Diese steht in einem permanenten Austausch zur Koor-
dinator:in der OGS und zur Schulleitung der Schule. Darüber hinaus steht sie als erste A n-
sprechperson für den Schulträger zur Verfügung und unterrichtet regelmäßig den Vorstand 
des Kreisel e.V. bezüglich des Sachstands und der Bedarfe. 
Das Personal legt vor Aufnahme seiner Tätigkeit ein erweitertes Führungszeugnis (gem. § 
30a Absatz 1 Bundeszentralregistergesetz) sowie einen Impfnachweis über einen vollstän-
digen Masernschutz vor. Im Übrigen gilt § 72 a SGB VIII. Außerdem wird das Personal vor

10 
 
erstmaliger Aufnahme seiner Tätigkeit und anschließend mindestens im Abstand von zwei 
Jahren über die gesundheitlichen Anforderungen und Mitwirkungspflichten nach § 34 Infek-
tionsschutzgesetz beziehungsweise bei Personal im Küchen-  und Mensenbereich nach §§ 
43 und 44 Infektionsschutzgesetz belehrt.  
Für den Fall von längeren Krankheitsausfällen des Personals organisiert  der Träger eine 
entsprechende Vertretung, um die Betreuung sicher zu stellen. 
Für Mitarbeiter:innen in der offenen Ganztagsgrundschule sind arbeit sfeldspezifische Fort- 
und Weiterbildungen vorgesehen und werden durch den Träger im Rahmen der finanziellen 
Möglichkeiten systematisch gefördert. 
Außerdem stehen mehrere Antiaggressions - und Coolnesstrainer zur Verfügung, um die 
Standortteams im Konfliktumgang zu schulen und bei der Erstellung von Konflikthand-
lungsplänen zu unterstützen.  
Darüber hinaus erfreut sich der Kreisel e.V. über eine langjährige und multiprofessionelle 
Mitarbeiterschaft, die sich standortübergreifend vernetzt. 
 
1.3 Betreuungszeiten 
 
Der Zeitrahmen offener Ganztagsschulen im Primarbereich (§ 9 Absatz 3 SchulG) erstreckt 
sich in der Regel an allen Unterrichtstagen bis  16 Uhr, mindestens aber bis 15 Uhr. Durch 
eine Randzeitenbetreuung besteht die Möglichkeit , die Betreuungszeit bis 17 Uhr zu ver-
längern. Auch eine Frühbetreuung ist grundsätzlich möglich. Der Zeitrahmen in außerunter-
richtlichen Ganztags- und Betreuungsangeboten (§ 9 Absatz 2 SchulG) orientiert sich an 
den jeweiligen Bildungs -, Erziehungs - und Betreuung sbedarfen. Mit der Anmeldung und 
Aufnahme besteht für das Kind somit eine Teilnahmepflicht, die sich in der R egel über fünf 
Wochentage bis mindestens 15.00 Uhr erstreckt.  
An beweglichen Ferientagen und Fortbildungstagen ist die Betreuung ab 8.00 Uhr bis 16.00 
Uhr bzw. bis 17:00 Uhr gewährleistet.  
Der Kreisel e.V. bietet in seinen Einrichtungen für Schüler:innen eine Ferienbetreuung an 
mindestens 6 Ferienwochen im Schuljahr an. 
Für außerschulische Bildungsangebote, Therapien und Förderangebote oder außerordent-
liche familiäre Ereignisse können die Schüler :innen nach Absprache mit der Schulleitung 
und Koordination freigestellt wer den. Die Beantragung von regelmäßigen und einmaligen 
Ausnahmen erfolgt schriftlich mit Hilfe eines Antragsformulars, welches durch Schulleitung 
und Koordination geprüft und genehmigt wird. Der explizite Verfahrensweg bezüglich einer

11 
 
Freistellungsbeantragung durch die Eltern/Sorgeberechti gten ist ge meinsam zwischen 
Schulleitung und Koordination zu entwickeln. 
 
 1.4 Gruppengröße 
 
Eine Gruppe umfasst 25 Schüler:i nnen, die bevorzugt im teiloffenen Konzept betreut wer-
den. Hierbei existiert eine feste Gruppenbindung, welche wir für die Grundschule Sprakel 
zwecks Orientierung und Strukturierung für zielführend halten. Gleichwohl kann die Ang e-
botsstruktur in der Regel gruppenübergreifend gestaltet werden. Passend zu den Angeb o-
ten werden homogene oder gemischte Kleingruppen in Bezug auf Alter und G eschlecht 
gebildet. Die konkrete Ausgestaltung wird schulscharf gemeinsam mit den Akteuren vor Ort 
vorgenommen und adäquat angepasst , ebenso natürlich na die Bedingungen der Pande-
mie. 
 
 1.5 Versicherungsschutz 
 
Der Versicherungsschutz richtet sich nach dem  Runderlass „Offene Ganztagsschule im 
Primarbereich“ des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 26.01.2006 in der der-
zeitigen Fassung. Die außerunterrichtlichen Angebote im Rahmen der OGS gelten als 
schulische Veranstaltungen. 
 
2 Schule und Sozialraum 
 
Die Grundschule Sprakel liegt im Stadtteil Münster -Sprakel als katholische Grundschule 
nördlich des Stadtzentrums. Soziodemografisch ist der Stadtteil landwirtschaftlich geprägt 
und ein typischer Wohnvorort von Münster.  
Die OGS der Grundschule Sprakel besteht z. Zt. aus 104 Kindern, dazu kommen etwa 2 2 
Kinder in der Bis Mittag Betreuung. Der Ausbau zur 3-Zügigkeit ist beschlossen, der Bau-
beginn erfolgt. Vor Ort arbeiten bereits viele Akteure am gemeinsamen Gelingen des au-
ßerschulischen Bildungsauftrags zusammen, so bestehen Kooperationen mit den Sportver-
einen vor Ort  sowie anderen Bildungsträgern. Diese Vernetzung soll nicht nur aufrecht-
erhalten werden, sondern wird bei Übernahme der Trägerschaft durch den Kreisel e.V. wei-
ter intensiviert.

12 
 
An der Durchführung und Weiterentwicklung des außerunterrichtlichen Ganztagsangebotes 
sind verschiedene Kooperationspartner beteiligt, um eine differenzierte Angebotspalette zu 
schaffen. Die OGS unterstützt die Öffnung von Schule zum Sozialraum und den dort tätigen 
Akteuren und erschließt ein Netzwerk der Zusammenarbeit mit Vereinen und Personen. 
Wir streben Kooperationen mit Allgemeinen Musikschulen, Kunstpädagogen, Entspa n-
nungspädagogen, Jugendverbänden (freiwillige Feuerwehr, DRK, Pfadfinder etc.) und Ei n-
richtungen im Sozial raum (Museen, Bücherei) an. Nach § 1 Abs. 3 SGB VIII zielen diese 
Angebote effizienter, entwicklungsförderlicher Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen darauf 
hin, für die Kinder und ihre Familien eine positive Lebenswelt zu schaffen und notwendige 
und geeignete Hilfen zu installieren. 
In regelmäßigen Netzwerktreffen zwischen OGS und den außerschulischen Kooperations-
partnern werden Zielrichtung, Qualität und Effizienz entwickelt und überprüft. Dazu gehört 
die gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung, die miteinander abgestimmte Durchfüh-
rung und Auswertung der Angebote, die ressourcenorientierte Zusammenarbeit und Kl ä-
rung von Zuständigkeiten und Verantwortung, die Rhythmisierung der Zusammenarbeit und 
die gemeinsame Qualitätssicherung und -entwicklung. Selbstverständlich nehmen Vertreter 
des Kreisel e.V. hierzu an allen relevanten Arbeitskreisen regelmäßig teil. 
Durch die enge Verzahnung mit den Kitaleitungen vor Ort stellt der Kreisel einen sanften 
Übergang sicher. Dies wird bereits in den Arbeitskreisen z.B. am  Standort Emsdetten prak-
tiziert. Ein Einblick in die Arbeit der OGS kann beispielsweise bei einer Sitzung des Arbeits-
kreises in der OGS Einrichtung gewährt werden. 
Aufgrund der engen Verzahnung von Kreisel, OGS und Schule und den damit verbundenen 
Themenfeldern ist e ine enge Kooperation mit den Beratungsstellen und sozialen Instituti o-
nen vor Ort unerlässlich. Gemeinsam mit den Gremien der Stadt und den Akteuren vor Ort 
werden aktuelle Entwicklungen und Bedarfslagen besprochen und Lösungen erarbeitet. 
Dazu nutzen wir als langjährig erfahrener Träger der Kinder - und Jugendhilfe im Kreis 
Steinfurt die vorhandenen Strukturen. 
Synergieeffekte entstehen durch die anderen OGS-Trägerschaften in Münster, z. B. Kardi-
nal-von-Galen Schule in Handorf, welche bereits durc h den Kreisel e.V. betrieben werden. 
Zum Beispiel ist die gemeinsame Nutzung eines Angebots für heil therapeutisches Reiten 
auf Gut Kinderhaus möglich.  
Die Integration der Kinder mit internationalem Hintergrund steht für die Arbeit des Kreisel 
e.V. im Vordergrund. Dabei schöpfen wir aus dem Know-how unserer langjährigen eigenen 
Flüchtlingsprojekte. Das multikulturelle Arbeiten wird dort unter anderem auch in der Diver-
sität des kulturellen und sprachlichen Hintergrunds der Mitarbeiter :innen deutlich, we lche

13 
 
bereits bei der Personalakquise und Profildefinition für Bewerber:innen  entsprechend be-
rücksichtigt wird. 
 
3 Leitgedanke 
 
Der Kreisel e. V. möchte  eine Verknüpfung von Bildung, Erziehung und Betreuung scha f-
fen, wobei sich das Kind im Zentrum d es Handelns befindet. Davon ausgehend entwickelt 
das Team in der Praxis eine Pädagogik, die vom Kinde ausgeht. Diese wird nicht als starre, 
unveränderliche Theorie verstanden, sondern in einer fortlaufenden Auseina ndersetzung 
mit den Bedürfnissen der Kinder hinterfragt, weiterentwickelt und überprüft . Jedes Kind 
bringt eine eigene Geschichte mit . Indem das Team signalisiert: „Wir akzeptieren dich so 
wie du bist.“, hat das Kind die besten Voraussetzungen für eine positive Entwicklung. Das 
Kind wird nicht im Blick auf eine Normvorstellung, sondern als Individuum mit eigenen F ä-
higkeiten, Stärken und Schwächen verstanden . Ein positives und ressourcenorientiertes 
Menschenbild prägt dabei die Haltung der Mitarbeiter:i nnen. Das bedeutet einen A nsatz, 
der die Trennung von der Pers on und sein er Handlung voraussetzt. Die wertschätzende 
Akzeptanz einer Person unabhängig von Herkunft, Religion und Weltanschau ung oder von 
sozialen und kognitiven Hintergründen öffnet Ressourcen und Kompetenzen. Dementspr e-
chend stellt Inklusion für uns ein Selbstverständnis dar – wir verstehen unsere Verantwor-
tung darin, Rahmenbedingungen für eine würdevolle und der Menschen- und Kinderrechts-
konvention entsprechenden Lebenswelt zu erarbeiten. 
Wir sind davon überzeugt, dass pädagogische Arbeit nur dann mit dieser Haltung möglich 
ist, wenn die damit verbundenen Werte für die Beschäftigten innerhalb der Einrichtung er-
lebbar sind –  die Organisationskultur also kongruent zur erklärten pädagogischen Haltung 
wahrgenommen wird. Unser Ziel ist es, nicht nur Kindern einen positiven Lebensraum zu 
schaffen, in dem sie sich wertgeschätzt, akzeptiert und gefördert fühlen, sondern auch un-
seren Mitarbeiter:innen eine „berufliche Heimat“ zu ermöglichen. Unser Selbstverständnis -  
Stabilität durch Bewegung - hat wesentlich zum Erfolg unserer pädagogischen Arbeit beige-
tragen. Dieser ist insbesondere durch Partizipation von Mitarbeiter:innen erfolgt und gleic h-
zeitig durch deren Befähigung, aufgrund von organisierten Entscheidungsprozessen, eine 
angemessene Mitwirkung der Kinder z u unterstüt zen. Dies setzt eine gesunde Fehler-
freundlichkeit voraus, wonach Fehler vor allem als wichtige Evaluationsimpulse und Qual i-
tätsentwicklung verstanden werden.

14 
 
4 Zielgruppe und Ziele 
 
4.1 Zielgruppe 
 
Das Angebot der offenen Ganztagsgrundschule ric htet sich a n Grundschüler :innen der 
Klassen 1 bis 4. Voraussetzung ist, dass die Kinder durch die Eltern verbindlich angemeldet 
werden und der zu zahlende Beitrag (einkommensgestaffelt) geleistet wird.  
Unter Einbeziehung von gezielten Unterstützungsangeboten  und zusätzlichen Ressourcen 
wird selbstverständlich auch die OGS -Teilnahme von Kindern mit individuellen Förderbe-
darfen begrüßt.  
 
4.2 Ziele 
 
Die Kinder erhalten in der offenen Ganztagsgrundschule auf der Grundlage einer ganzhei t-
lichen Erziehung und den pädagogi schen Leitsätzen des Schulprogramms die Möglichkeit, 
an einer erweiterten F orm von Förderung und Betreuung  über den regulären Unterricht s-
rahmen hinaus teilzunehmen. 
Die grundsätzlichen Leitziele der OGS des Kreisel e.V. definieren sich wie folgt: 
• Erweiterung von musischen, sportiven , kreativen und lebenspra ktischen Fähigkeiten 
und Fertigkeiten 
• Ermöglichung von mehr Zeit für Bildung und Erziehung, individuelle Förderung, Spiel- 
und Freizeitgestaltung sowie eine bessere Rhythmisierung  des Schultages und der 
Lernzeiten 
• Gewährleistung eines umfassenden Angebotes, das sich partizipativ an den jeweil i-
gen Bedarfen der Kinder und Eltern orientiert und die informelle Bildung fördert 
• Förderung der Demokratiefähigkeit der Schüler:innen durch das Grundprinzip  der 
Partizipation 
• Unterstützung für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
• Unterstützung der Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung 
• Förderung der Akzeptanz und Wertschätzung kultureller Diversitäten 
• Förderung der Integration von Kindern und Fam ilien mit Migrationshintergrund inklu-
sive der Sprachbildung in der deutschen Sprache

15 
 
• Schaffung einer wertschätzenden und ressourcenorientierten Lebenswelt für alle Ki n-
der – unabhängig von ihrem sozialen und geograf ischen Hintergrund und von ihren 
körperlichen, seelischen und kognitiven Ressourcen 
• Förderung des sozialen Lernens und der informellen Bildung 
• Ermöglichung und Förderung der Kooperation von Schule und Kinder- und Jugendhil-
fe (Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW), um positive Sy ner-
gieeffekte konstruktiv und effektiv nutzbar zu machen. 
 
Zentral bei der  Förderung der Persönlichkeitsentwicklung ist das Bestreben, die  Eigenver-
antwortung und Selbstorganisation der Kinder anzuregen, so dass sie durch die Erfah rung 
von Selbstwirksamkeit zu ganzheitlich kompetenten Lernenden heranwachsen. 
 
 
5 Die Säulen des pädagogischen Handelns in der 
OGS 
 
Folgende Aspekte stellen die Säulen unseres pädagogischen Handelns dar: 
• Gestaltung des Alltags im Austausch zwischen OGS und Kindern, 
• Erzieherische Zusammenarbeit zwischen OGS und Eltern, 
• Ergänzung des Bildungsauftrags im Austausch zwischen der OGS und Schule, 
• Zusammenarbeit zwischen der OGS und außerschulischen Kooperations-
partner:innen 
 
Diese Säulen gestalten und entwickeln in dynamischen Prozessen das  pädagogische Han-
deln der OGS und beruhen auf systemisch wechselseitige Beziehungen, die durch partiz i-
pierende Prinzipien genutzt werden. 
Zum Aufbau einer tragfähigen Identifikation mit der offenen Ganztagsgrundschule ist eine 
wertschätzende Beachtung und Einbeziehu ng der Ideen und Initiativen der  Eltern, Le h-
rer:innen, sowie insbesondere der zu betreuenden Kinder wichtig.

16 
 
 
 
Der Grundsatz der Partizipation ist bereits in der Phase der Konzeptentwicklung berüc k-
sichtigt und wird in der Begleitung und Evalua tion des Ganztagsbetriebes konsequent wei-
tergeführt. Die zustande kommenden Erfahrungen und Ergebnisse der Beteiligung, Mitwi r-
kung und Zusammenarbeit sind für den Prozess der Entwicklung und Fortschrei bung der 
offenen Ganztagsgrundschule, besonders für die  inhaltliche und methodische Gestal tung, 
von besonderer Bedeutung.  
In dieser Perspektive heißt Kooperation: 
• gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung 
• miteinander abgestimmte Durchführung und Auswertung 
• ressourcenorientierte Zusammenarbeit und Klärung von Zuständigkeiten und Verant-
wortung 
• Rhythmisierung der Zusammenarbeit 
• gemeinsame Qualitätssicherung und -entwicklung. 
 
Das Zusammenwirken der Beteiligten bedarf eine r Beteiligungsstruktur, die geprägt ist von 
einem kontinuierlichen Austausch aller Akteure und der Bereitschaft zur Weiterentwicklung. 
Diese S truktur wird anhand der genannten Säulen des pädagogischen Handelns im Fol-
genden dargelegt.

17 
 
5.1 Säule OGS - Kinder 
 
In der OGS des Kreisel e.V. gilt das Prinzip der Bildungs - und Erziehungspartnerschaft, in 
der die Ki nder die OGS als Ort der Partizipation erleben. Sie lernen in haltgebenden und 
entwicklungsförderlichen Strukturen demokratische Mitbestimmung, die dem Alter ange-
messen sind. Sie gestalten aktiv den Alltag m it, übernehmen adäquate Aufgaben und Ver-
antwortungsbereiche und entwickeln in verschiedenen Beteiligungsformen Ideen und L ö-
sungen. 
Die Schüler :innen können zum einen ihre Kompetenz zur Selbststeue rung entsprechend 
ihren Möglichkeiten entwickeln, zum anderen erfahren sie die Gleichwertigkeit aller Kinder.  
Hierzu werden entsprechende Beteiligungsformen genutzt. Die Kinder bestimmen zum Bei-
spiel die Gestaltung des Gruppenraumes mit, sie bringen eigene Ideen ein und wi rken an 
deren Umsetzung mit. Ebe nso liefern Projekte oder neue Anschaffungen zusätzliche An-
lässe dafür, die Kinder aktiv und mitentscheidend einzubeziehen.  
Die Kinderkonferenz, der Schülerrat oder das Kinderparlament  bietet Kindern einen ver-
lässlichen Rahmen, innerhalb dessen sie dauerhaft und regelmäßig eingeladen sind, an der 
Gestaltung des Offenen Ganztages mitzuwirken. 
Als Träger des offenen Ganztages an der Förderschule für Sprache des Kreises Steinfurt 
Peter Pan mit den Standorten Rheine, Emsdetten und Dörenthe entwickelte der Kreisel 
e.V. das Konzept der sprachfördernden Grundhaltung für die Mitarbeiter:innen. 
Ausgehend von einer entsprechenden Körperhaltung und Aufmerksamkeit über die 
Untermalung der Konversation mit Gesten hin zu Empathie und Toleranz bei 
Sprachunsicherheiten und der Überprüfung eigener Sprachgewohnheiten reic ht dieses 
Schulungsprogramm und wird zu einer inneren Haltung der Mitarbeiter. 
Diese Grundhaltungen findet sich in den vielfältigen Angeboten zur Sprachförderung am 
Nachmittag wieder, Sprachförderung findet somit durchgängig im Alltag statt.  Beispielhaft 
sind hier di e Angebote Bücherei AG, Lesepaten, Kindersprechtag, Theater AG und Chor 
erwähnt. 
Die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund ist dem Kreisel e.V. seit jeher 
ein besonderes Anliegen. Nicht nur verfügen wir aufgrund unserer langjährigen Erfahrung 
als Anbieter von Maßnahmen für Geflüchtete in Emsdetten über eine entsprechende 
Kompetenz, sondern achten bereits bei der Auswahl der Mitarbeiter auf eine 
entsprechende interkulturelle Kompetenz, die durch Schulungen kontinuierlich erweitert 
wird. Darüber hinaus werden bei entsprechendem Bedarf passgenaue 
Sprachförderangebote über den Honorartopf angeboten. Die Mitarbeiter der OGS sind hier

18 
 
in enger Vernetzung mit dem Vor mittag, wir bieten in unseren Ferienprogrammen Deutsch 
als Zweitsprache (DAZ) an. 
Dabei liegt der Fokus auf Integration unter Beachtung der eigenen kulturellen Identität . 
Unterschiedliche Feste und ihre Hintergründe finden im Rahmen überkonfessioneller 
Bildung im Alltag der OGS Beachtung. 
Eine wesentliche Grundlage der Integration ist die Überwindung von Sprachbarrieren 
und der Kontakt zu anderen Kindern. Daher erachten wir es als sinnvoll, Geflüchteten 
Kindern bei der Schulanmeldung grundsätzlich einen Platz in der OGS zu vergeben. Somit 
ist gewährleistet, dass sie schnell Kontakte  knüpfen un d mit der deutschen Sprache 
vertraut werden. Die Eltern werden mit Unterstützung von Mitarbeitern und Ehrenamtlichen 
möglichst in ihrer Heimatsprache über den Alltag der OGS informiert und in vielfältige 
Aktivitäten miteingebunden. Dabei unterstützen wir Projekte, in denen eine Kultur z.B. über 
eine Koch AG vorgestellt wird. 
Schon bei der Auswahl der Mitarbeiter:innen achten wir auf interkulturelle Kompetenzen  
und ermutigen Mitarbeiter:innen mit internationalem Hintergrund gezielt, Angebote für die 
Schulkinder zu entwickeln und anzubieten. Hierbei profitieren wir von der Erfahrung unserer 
Mitarbeiter:innen im interkulturellen Austausch, zum Beispiel entstehen Synergien wie 2021 
bei der Gedenkwoche unseres Jugendtreffs 13drei in Emsdetten, bei der es um Aktiv itäten 
des NS-Regimes vor der eigenen Haustür ging. Die Ausstellung, die uns vom Zentrum Yad 
Vashem in Israel zur Verfügung gestellt wurde, ist für alle Altersgruppen geeignet und 
verbleibt in unserem Eigentum. Hieraus speisten sich eine Vielzahl von Workshops zum 
jüdischen Leben und Kultur, wie z.B. jüdisches Essen oder jüdische Mode, die auch in der 
OGS eingesetzt werden können. 
Unsere Mitarbeiter verstehen Inklusion tatsächlich als eine grundlegende innere Haltung, 
was sie in die Lage versetzt, dies den Kindern aktiv vorzuleben. Dabei fokussieren sie nicht 
auf die Defizite, sondern auf die besonderen Stärken dieser Kinder und etablieren aktiv 
Spielpartnerschaften mit anderen Kindern. 
Die Mitarbeiter verfügen über eine grundsätzlich systemische und wertsch ätzende Haltung 
den Kindern gegenüber.  Als Methode sei beispielhaft die Durchführung der AG „Starke 
Mädels“ erwähnt, die Durchführung von Coolness -Trainings durch unser eigenes Team 
von AAT - Trainer:innen. Der Einsatz von Belohnungs - und Verstär kersystemen ist den 
Mitarbeitern aus der Arbeit im Kontext der Sozialen und emotionalen Förderung als 
fundiertes Mittel geläufig. Durch Fortbildung, Supervision und Intervision entwickeln wir 
ständig den „Methodenkoffer“ unserer Mitarbeiter weiter. 
Der Einsatz von ausgrenzenden Maßnahmen wird nur als letztes Mittel und auch nur kurz - 
bis mittelfristig erfolgen.  Wenn es zum Ausschluss aufgrund von schwierigem Verhalten

19 
 
kommt, finden begleitend, häufig gemeinsam mit den Lehrkräften, Ausschluss - und 
Wiederkehrgespräche s tatt. Der Fokus liegt hier immer in der Deeskalation und 
Wiedergutmachung, nicht in der Strafe. 
 
 
5.2 Säule OGS - Eltern 
 
Im Rahmen der gemeinsamen Verantwortung nimmt die Zusammenar beit von Elternhaus 
und OGS einen hohen Stellenwert ein.  
Die Grundlage dieser Zusammenarbeit bildet der Betreuungsvertrag, in dem die koopera-
tive Zusammenarbeit, die pädagogischen Maßnahmen und die grundsätzlichen Rahme n-
bedingungen formuliert sind. 
Durch einen regelmäßigen Kommunikationsfluss gestaltet sich eine Bil dungs- und Er-
ziehungspartnerschaft mit den Eltern, die eine Mitgestaltung des Offenen Ganztags und 
gleichzeitig den Blick auf das Kind fördert.  
Zudem herrscht ein regelmäßiger Kommunikationsfluss zwischen den Mitarbeiter:innen und 
den Eltern über vereinfachte Informationssysteme, wie zum Beispiel einem Hausaufgaben-
heft, regelmäßigen Elternbriefen oder einer Programmvorschau. Im Alltag kann  nied-
rigschwellig die Abholphase zum Austausch mit den Eltern genutzt werden. Dies dient der 
Kontaktpflege und der eher  alltäglichen Informationen hinsichtlich des Tagesverlaufs  oder 
hinsichtlich situativer Besonderheiten. Am Nachmittag sind die Fachkräfte in der Regel tele-
fonisch erreichbar.

20 
 
Darüber hinaus sind weitere Unterstützungsangebote vorgesehen, wie individuelle Eltern-
gespräche - gerne auch in Kooperation mit Schule und anderweitigen Institutionen, Sprech-
zeiten oder Elternsprechtage.  
Diese lösungsorientierten Kommunikationsformen unterstützen Eltern dabei, eine opt imale 
Förderung für ihre Kinder zu gestalten. Wer den von den Eltern weitergehende Einzel - 
oder Fami liengespräche außerhalb des schulischen und betreuenden Kontextes g e-
wünscht, vermittelt das Personal der OGS den Kontakt zu entsprechenden Angeboten der 
Jugendhilfe und Jugendarbeit , Dies geschieht s elbstverständlich unter Berücksichtigung 
des Datenschutzes. Somit werden niedrigschwellige Zugänge zu Hilfen für Familien in den 
Fragen und Herausforderungen der Erziehung gewährleistet und eine konstruktive Erzi e-
hungspartnerschaft gelebt. 
Die Fachkräfte der offe nen Ganztagsgrundschulen gestalten mehrmals im Schuljahr g e-
meinsame Freizeitaktivitäten für Kinder und Eltern, die unter  besonderen Mottos stehen. 
Der Träger erschließt für Eltern und Sorgeberechtigte weitere Angebote, z. B.:  Wochen-
endaktion an der Schule für Familien, damit auch stark eingespannte berufstätige Eltern die 
Möglichkeit für Spiel, Spaß, Gespräche, Kontakte und ggf. Unterstützung erfahren: 
 Freizeitaktionen, wie das OGS-Sommerfest, der Kreisel  - Kinderkulturtag oder das 
Familienpicknick) 
 Veranstaltungen und Vorträge zu Themen wie Erziehung  / Lernen / Familie / Part-
nerschaft 
 Hinweise auf Veranstaltungen anderer Jugendhilfeträger und Jugendverbände oder 
Vereine 
 Elterncafés, bei denen die Wünsche, Fragen und Vorschläge der Eltern erfragt wer-
den und die Möglichkeit zum Austausch mit den Fachkräften vor  Ort und an deren 
Eltern gegeben ist. 
Der Kreisel e.V. installiert eine Elternvertretung für die Gruppen eines jeden Standortes , 
worauf unter anderem im folgenden Punkt näher eingegangen wird. 
 
5.3 Säule OGS – Schule 
 
Die OGS als integrierter Bestandteil  von Schule bietet erweiterte Möglichkeiten, alle 
Dimensionen der Förderung und des Unterrichts durch eine Verknüpfung mit 
außerschulischen Angeboten zu vertiefen und zu bereichern. Ein verantwortliches 
Zusammenwirken im Rahmen der gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsarbeit und somit

21 
 
ein kontinuierlicher Austausch  zwischen den Lehrkräften und dem pädagogischen 
Personal der OGS verstehen wir als selbstverständlich.  
Wir fördern und pflegen gemeinsame Wertehaltungen, wir integrieren Erfahrungen, Rituale, 
Methoden und Vereinbarungen aus dem Klassen-  und Schulleben in die OGS und wir 
knüpfen an dem im Unterricht Erlerntem an. Hierzu werden den Fachkräften der OGS das 
Schulprogramm, die Lehrpläne und Unterrichtshi lfen sowie ggf. vorhandene weitere 
Materialien zur Verfügung gestellt. Ein persönlicher und kollegialer Austausch zwischen 
OGS und Schule findet auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Foren statt: Die 
OGS Koordina tor:in tauscht sich täglich mit der Schulle itung und der Verwaltung aus . 
Außerdem nimmt die OGS Koordinator:in oder eine Gruppenleitung in der Regel an Schul-, 
Lehrer- und Fachkonferenzen sowie bei Bedarf an Fallbesprechungen sowie an 
Elternsprechtagen teil.  
Regelmäßig stattfindende Treffen von Le hrkräften und den Gruppenleitungen der OGS 
dienen dem Austausch in fachlichen, organisatorischen und individuellen Fragen. Die 
Möglichkeit zur gegenseitigen Hospitation des Schulunterrichts und des OGS -Alltags ist 
wechselseitig gegeben. Lehrkräfte der Schule beteiligen sich ebenso an der Gestaltung des 
Ganztags, beispielsweise durch eine Beratung bei der Organisation und Durchführung von 
Förderangeboten, durch das Anbieten von AG‘s sowie durch die Begleitung der Lernzeit.  
Mindestens einmal pro J ahr findet ein Gespräch zwischen dem Vorstand des Kreisel e.V. 
und der Schulleitung statt. 
Es besteht eine schulinterne  Elternvertretung für die Gruppen der offenen Ganztagsgrun d-
schule. Bei Bedarf können als weitere Mitglieder die Schulleitung und die Leit ung des Trä-
gers teilnehmen. Der konkrete Zuständigkeits - und Aufgabenkatalog für die Elternvertr e-
tung wird zwischen der jeweiligen Elternvertretung und dem Träger abgestimmt. 
Für eine solche Kooperation sind wechselseitige Beteiligungs - und Mitwirkungsformen not-
wendig, die schulintern zu verabreden sind. 
5.4 Säule OGS - außerschulische Kooperationspartner 
 
An der Durchführung und Weiterentwicklung des außerunterrichtlichen Ganztagsangebotes 
sind verschiedene Kooperationspartner beteiligt, um eine differenzi erte Angebotspalette zu 
schaffen. Die OGS unterstützt die Öffnung von Schule zum Sozialraum und den dort tätigen 
Akteuren und erschließt ein Netzwerk der Zusammenarbeit mit Vereinen und Personen.  
Die bisher schon bewährten Kooperationen innerhalb des Sozialraums, möchten wir gerne 
weiterfortführen und ausbauen.

22 
 
In regelmäßigen Netzwerktreffen zwischen OGS und den außerschulischen Kooperat i-
onspartnern werden Zielrichtung, Qualität und Effizienz e ntwickelt und überprüft. Dazu ge-
hört die gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung, die miteinander abgestimmte 
Durchführung und Auswertung der Angebote, die ressourcenorientierte Zusammenarbeit 
und Klärung von Zuständigkeiten und Verantwortung, die Rhythmisierung der Zusamme n-
arbeit und die gemeinsame Qualitätssicherung und -entwicklung.  
Kooperationspartner sind im Allgemeinen Sportvereine, Musikschulen, Kunstpädagogen, 
Entspannungspädagogen, Jugendverbände (freiwillige Feuerwehr, DRK, Pfadfinder etc.) 
und städtische Einrichtungen (Museen, Bücherei).  
Nach § 1 Abs. 3 SGB VIII zielen diese Angebote effizienter, entwic klungsförderlicher Hilfs- 
und Unterstützungsmaßnahmen darauf hin, für die Kinder und ihre Familien eine positive 
Lebenswelt zu schaffen und notwendige und geeignete Hilfen zu installieren. 
 
 
6. Tagesstruktur im Offenen Ganztag 
 
Für die Entwicklung der außerunterrichtlichen Angebote werden aus Sicht des Trägers vier 
grundsätzliche Kriterien vorausgesetzt: 
 
• Die Angebote sind standortbezogen und sozialraumorientiert. 
• Die unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder werden bei der Planung der An-
gebote berücksichtigt.  
• Die Verlässlichkeit bzw. Kontinuität bei der inhaltlichen und zeitlichen Gestaltung ist 
gesichert. 
• Der Einsatz von qualifiziertem Personal ist gewährleistet. 
 
Die Angebote im Rahmen der Ganztagsgrundschule basieren auf einem breiten Aufgabe n-
verständnis. In gebundenen und ungebundenen Angeboten können Schülerinnen und 
Schüler umfangreiche Erfahrungen sammeln, vielfältige Kompetenzen erwerben und ler-
nen, ihre Freizeit sinnerfüllt zu gestalten. Somit w eisen die Angebote über das Spek trum 
curricular definierter Unterrichtsziele hinaus. 
So kommen in Arbeitsgemeinschaften allgemeine Kompetenzen zur Lebensbewältigung 
zum Tragen, ebenso werden spezielle Neigungen und Interessen entwickelt. 
Bei der Zusammenstellung der Angebote ist zu berücksichtigen, dass die Kinder im Ganz-
tag auch didaktisch- methodisch unstrukturierte G elegenheiten benötigen. Dort können sie

23 
 
nach Belieben einzeln oder mit Freunden entspannen, sprechen und spielen. Sie verar bei-
ten Eindrücke und schöpfen  Energie. Den Schülerinnen und Schülern stehen in diesen 
Freispielphasen anregende Materialen zur Verfügung, so dass sie sich ihr Wissen u nd 
Können in einem Prozess der Selbstbildung aneignen. 
Die konkreten Angebote in der offenen Ganztagsgrunds chule setzen sich aus drei Grunde-
lementen zusammen, nämlich aus dem Mittagessen, den Lernzeiten / Hausaufgabenbe-
treuung und den Nachmittagsangeboten. 
 
6.1 Mittagessen 
 
Vor dem Mittagessen findet eine Gruppenbesprechung statt. Die Gruppenbesprechung 
dient dazu, die Gemeinschaft zu stärken und aktuelle Anliegen der Gruppe zu klären. Des 
Weiteren wird der Tagesablauf besprochen, ggf. Gruppenkonflikte thematisiert und mögli-
che Wünsche der Kinder eingebracht.  
Das Mittagessen wird von einem Essensanbieter angeliefert und entspricht den Grundsät-
zen einer ausgewogenen und kindgerechten Ernährung. Spezielle Nahrungsmittelunver-
träglichkeiten oder einzuhalte nde Diäten und kulturelle Besonderheiten können von den 
Eltern bzw. Sorgeberechtigten mit den Fachkräften der offenen Ganztagsgrundschule ab-
gestimmt werden. Die Kinder werden an den Aufgaben beteiligt, die im Zusammenhang mit 
dem Mittagessen entstehen, z.B. Spei seplanerstellung, Tischdecken und –abräumen. Die 
Kosten für die Eltern liegen aktuell zwischen 3,20 - 3,50 Euro pro Essen. 
Die Kinder nehmen ihr Mittagessen in ihrer jeweiligen festen OGS-Gruppe ein. Somit wird 
eine angenehme Atmosphäre geschaffen, in der die Kinder Zeit zum Erzählen haben und 
eine angemessene Tischkultur entwickeln können.  
Feste Absprachen und Regeln während des Mittagessens ermöglichen es den Kindern, 
Eigenverantwortung und Selbstständigkeit zu erlernen und soziales Lernen in der Gruppe 
zu üben. 
 
6.2 Lernzeiten / Hausaufgabenbetreuung 
 
Während der sich anschließenden Lernzeit werden die Kinder in kleinen Gruppen durch 
unsere Mitarbeiter:innen, Lehrkräfte oder Honorarkräfte bei der Erledigung der Hausaufga-
ben begleitet und bei Bedarf individuell unterstützt (Lernzeit). Die Kinder erledigen ihre

24 
 
Hausaufgaben in einem dafür vorgesehenen Raum in der Regel selbständig. Für Fragen 
stehen die OGS-Mitarbeiter:innen ggfs. auch die Lehrer:innen zur Verfügung. 
Das Personal achtet auf: 
• eine selbstständige Arbeitshaltung 
• die Förderung und Forderung der einzelnen Kinder 
• eine ruhige Arbeitsatmosphäre 
• die Einhaltung von Arbeitstechniken und Lernstrukturen  
 
Besonderes Augenmerk legen wir auf Selbstständigkeit und selbstorganisiertes Lernen. 
Das bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihre Aufgaben über-
nehmen. Sie lernen ihre Arbeitsmaterialien zu organisieren, sie strukturieren die ihnen zur 
Verfügung stehende Zeit und sie nutzen unterschiedliche Lernquellen. Das Fachpersonal, 
die Lehrkräfte und andere Beauftragte stehen den Kindern beratend bei diesem Lernpro-
zess zur Verfügung.  
Grundvoraussetzung für ein solches Lernarrangement ist die Akzeptanz der Verantwor-
tungsteilung auf die beteiligten Personengruppen. Auch die Eltern müssen in ihrer Verant-
wortung am Lernprozess beteiligt und informiert werden. Zwischen denen am Lernprozess 
Beteiligten herrscht Transparenz bezüglich der Verantwortungsteilung. Um dies zu gewähr-
leisten und zu unterstützen wird das Hausaufgabenheft als Kommunikationsmittel zwischen 
Eltern, Lehrkräften und Personal genutzt. Hier schreiben die Kinder täglich ihre Hausaufga-
ben auf und die Fachkräf te geben ein Feedback über die Arbeitsweise der Schüler und 
Stand der Erledigung der Aufgaben.  
Selbstorganisiertes Lernen ist ein Prozess, der es Schülerinnen und Schülern schrittweise 
ermöglicht, selbstständig und selbstverantwortlich zu lernen und zu arbeiten. 
Bei besonderem Forder - oder Förderbedarf von Kinder n wird Kontakt zum Lehrpersonal, 
Eltern und gegebenenfalls gemeinsam zu anderen Institutionen gesucht. 
 
6.3 Nachmittagsangebote 
 
Die differenzierte inhaltliche und methodisc he Ausgestaltung der Angebote wird unter Ei n-
beziehung der Wünsche und Vorstellungen von Kindern, Eltern und Lehrkräften geplant.  
Aus dem Bereich der Methoden werden solche verstärkt eingesetzt, die die Eigenaktivität 
und Experimentierfreudigkeit der Kinder fördern u nd gruppenbezogenes Lernen unterstüt-
zen. Bevorzugt sind somit Projektarbeit, Werkstattarbeit und soziale Gruppenarbeit. Durc h-

25 
 
geführt werden sie von unserem Personal, aber auch von Honorarkräften und von qualifi-
zierten Kräften aus Vereinen. 
Grundsätzlich gilt, dass die Angebotspalette einerseits den Erwerb von Fähigkeiten, Wissen 
und Kompetenzen ermöglicht und zudem Modelle für das außerschulische Freizeitverhalten 
aufzeigt. Andererseits müssen die Besonderheiten der Ganztagsstruktur berücksichtig t 
werden und Rückzugsmöglichkeiten bestehen. 
Der Kreisel e.V. hält eine Angebotspalette in seinem Programm für die offene Ganztags-
grundschule vor, die folgende Themenbereiche umfasst: 
• Kreativangebote, Konstruktionsangebote 
• Musische bzw. theaterpädagogische Angebote 
• Bewegung, Spiel und Sport 
• Psychomotorik, kompensatorischer Sport 
• Strategie- und Denkspiele 
• Entspannungsangebote 
• begabungs- und interessensgeleitete Angebote 
• Forder- und Förderangebote 
• Gruppennachmittage 
• und vieles mehr 
 
Wie bereits beschrieben ist es dem Träger wichtig, dass die außerunterrichtlichen Angebo-
te im Sozialraum verankert werden. Der Kreisel e.V. bemüht sich um konstruktive Koopera-
tionen in der Nachbarschaft und im Stadtgebiet. Um möglichst in allen Bereichen Angebote 
vorzuhalten, werden die Wochenpl äne ca. halbjährlich nach den individuellen Wünschen 
und Interessen der Kinder und der sozialräumlichen Bedingungen angepasst.  
 
 
6.4 Ferienbetreuung 
 
Während der Ferien bietet der Kreisel e.V. den Kindern eine sechswöchige Ferienbetre u-
ung in den Räumen der OGS an. Die Ferienbetreuung kann direkt in der OGS wochenwei-
se gebucht werden. Für OGS Kinder entstehen keine zusätzlichen  Kosten. Gerne dürfen 
sich auch Kin der der Schule anmelden, die keinen OGS Vertrag haben. Der Elternbei trag

26 
 
kann auf den Kinderseiten der Stadt Münster eingesehen werden und wird durch den Trä-
ger eingesammelt. 
Jede Ferienwoche hat ihr eigenes Motto. Die Mottos sind so gewählt, dass die Kinder auf 
möglichst vielen unterschiedlichen Ebenen, wie z.B. sportlich, kreativ, musi kalisch, theater-
pädagogisch einen Zugang zu dem jeweiligen Thema finden. Ein fester Bestandteil der 
Ferienwochen sind Ausflüge. So können Kinder ihren Sozialraum erkunden und auch E r-
fahrungen außerhalb des Sozialraumes machen. 
Themen können z.B. sein: Jahr eszeitliche Angebote, Olympiaden, Wasserwelten, Wir er-
kunden den Wald, Wir entdecken den Bauernhof  oder künstlerische Arbeiten für die Schul-
gemeinschaft. 
  
7. Kooperation mit Jugendhilfe 
 
Die Konzeptentwicklung der offenen Ganztagsgrundschule setzt auf die Zusammenarbeit 
von Schule und Jugendhilfe. Aus dieser Zusammenarbeit er wachsen besondere Chancen 
für eine qualitativ angemessene Betreu ung und Förderung von Kindern. Die Kooperation 
verbindet zwei fachliche Perspektiven -  die der Schulpädagogik und die der Sozialpädag o-
gik. 
So kann die Jugendhilfe in die offene Ganztagsgrundschule bewährte und praxiserprobte 
Qualitätsmodule einbringen. Diese sind unter anderem 
• Erfahrungen mit individueller Stärkung von Kindern 
• Erfahrungen mit Interaktions- und Kommunikationsansätzen zur Stärkung des sozia-
len Verhaltens 
• Erfahrungen mit familienorientierter Beratung und Unterstützungen bis hin zu Hilfen 
zur Erziehung 
• Kooperation mit dem Jugendamt als Steuerungsorgan beim Aufbau kommunaler Bil-
dungslandschaften 
• Kooperation mit dem Jugendamt als Vernetzungsinstanz für informelle Bildungspro-
zesse 
• Kooperation mit dem Jugendamt als Steuerung der Hilfen zur Erziehung. 
 
Der Träger Kreisel e.V. setzt sich ein, diese Elemente in die konkrete Arbeit an den Sch u-
len einflie ßen zu lassen, um  die wertvollen Ressou rcen zu nutzen. So engagiert er sich 
verlässlich in  relevanten Facharbeitskreisen, Trägerkonferen zen, Fachtagungen sowie in 
regionalen und landesweiten Qualitätszirkeln und Arbeitsgruppen.

27 
 
 
 
8. Kinderschutz 
 
Im Kreisel e.V. herrsch t absolute Einigkeit bei allen Beteiligten, dass ein funktionierender 
Kinder- und Jugendschutz ein Grundbaustein der Organisation ist, auf dem alle weiteren 
Angebote basieren. 
 
Daher trifft der Träger aktiv Maßnahmen, um den Schutz von Kindern und Jugendli chen, 
auch und besonders in Bezug auf sexualisierte Gewalt, in seinen Einrichtungen weiter zu 
verbessern. Wir erstellen und führen als Träger mit allen Abteilungen ein Schutzkonzept 
unter Beteiligung aller relevanten Nutzergruppen, Mitarbeiter:innen und  weiteren Akteuren. 
Dieses Konzept ist in stetiger Entwicklung und Anpassung begriffen, und bildet  
die Ethik der Mitarbeiter:innen, wie auch die Haltung des Trägers in  
der Sicherung des Kindeswohles ab. Ebenso erachten wir eine hohe Transparenz bezü g-
lich des Kinderschutzkonzeptes im Innen und im Außen für sehr wichtig, da dadurch zum 
einem Handlungssicherheit geschaffen und zum anderen Prävention betrieben wird.  
 
Die Fachbereichsleitungen und OGS-Koordinator:innen üben auf der Basis einer professio-
nellen Zusammenarbeit mit den Fachkräften vor Ort die Fachberatung und Fachaufsicht in

28 
 
allen Teilsystemen des Unternehmens aus. Sie bemühen sich um ein vertrauensvolles 
Verhältnis zu den Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen, um auch für diese als A n-
sprechpersonen zur Verfügung zu stehen. Sie halten vor dem Hintergrund eines system i-
schen Grundverständnisses Kontakt zum Helfersystem und kommunizieren regelmäßig mit 
relevanten Nutzergruppen. 
In unserer Einrichtung ist ein lebendiges Beschwerdewesen gewünscht. Wir  nehmen Be-
schwerden ernst und können somit sich anbahnende Schwierigkeiten frühzeitig identifizi e-
ren.  
In allen Bereichen des Kreisel e.V. sind Kinder und Jugendliche vor Gefahren  
für ihr Wohl zu schützen. Es gilt, ein tragfähiges System zu schaffen, dass  diesen  
Schutz gewährleistet, aber auch auf Meldungen eingehen und diese einschätzen  
kann, wenn diese Abweichungen und Gefährdungen des Schutzes aufzeigen.  
Diese Grundlage für die Betreuung der Kinder - und Jugendlichen bildet das  
Leitbild des Trägers und ist ebens o Grundlage für die Achtung des Kindeswohls  
aller betreuten Kinder- und Jugendlichen. Der Sicherstellung des Schutzes unserer Kinder 
und Jugendlichen kommt in unserer Einrichtung also eine hohe Bedeutung zu. Wir nutzen 
dezidierte, nachhaltig wi rksame und strukturell gesicherte Instrumente, um den Kinder-
schutz sicherzustellen.  
Hierzu hat der Kreisel e.V. unter anderem Kooperationsvereinbarungen nach  
§ 8a mit den Kommunen geschlossen. Der Träger stellt durch geeignete eigene Maßnah-
men sicher, da ss alle sei ne Fachkräfte über gewichtige Anhaltspunkte für das mögliche 
Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung unterrichtet sind.  
Darüber hinaus wurden und werden für die  
Arbeitsfelder eigene Handlungsempfehlungen mit spezifischen Indikatoren zur  
Wahrnehmung gewichtiger Anhaltspunkte im Sinne eines Schutzkonzeptes entwickelt. Der 
Kreisel e.V. beschäftigt mehrere Kinderschutzfachkräfte und fördert kontinuierlich die Aus-
bildung weiterer insoweit erfahrener Fachkräfte. Aufgabe dieser Kinderschutzfachkräfte is t 
es, nach § 8a Abs. 4 SGB VIII die einzelnen Einrichtungen und Teams bei der Gefähr-
dungseinschätzung zu beraten.  
Der Vorstand des Kreisel e.V. gewährleistet, dass die Kinderschutzfachkraft in Ausübung 
ihrer besonderen Tätigkeit frei und unabhängig agieren kann, losgelöst aus der eigentlichen 
Trägerhierarchie. 
Über die Vorhaltung von Kinderschutzfachkräften hinaus, ist für den Kreisel e.V. der pr ä-
ventive Ansatz von hoher Bedeutung. Demzufolge haben wir massiv in Zusatzausbildungen 
der Beschäftigten auch im  Bereich AAT und CT investiert. Durch deren Multiplikationsauf-
trag wird eine Sensibilisierung der Erwachsenen und der Kinder in Bezug auf eine ausge-

29 
 
wogene Balance zwischen Nähe und Distanz gefördert. Auch das Entwickeln von Konflik t-
handlungsplänen ist dami t fundiert sichergestellt, was allen Beteiligten hohe Handlungss i-
cherheit bietet. 
Ebenso verstehen wir unseren Schwerpunkt auf Partizipation der Kinder und Jugendlichen 
im Sinne von Selbstwirksamkeit als präventive Arbeit. Das Sensibilisieren und Schaffen von 
Angeboten in Bezug auf Kinderrechte gemäß der EU -Konvention dient ebenfalls der Pr ä-
vention und somit dem Kinderschutz. 
Abschließend sei ausdrücklich betont, dass der Vorstand und der Aufsichtsrat des Kreisel 
e.V. das Schutzkonzept, welches im Rahmen de s LWL-geförderten Projekts „Schutzraum 
Kreisel e.V.“ entstanden ist, als strategisch fundierten Kinderschutz mit Verankerung in der 
Organisationskultur verstanden und gelebt wissen will. Die Darstellung nach Außen dient 
somit weniger der Performance, sondern explizit  der Transparenz und demzufolge des 
Schutzes der Kinder und Jugendlichen sowie der Organisation als solche. 
 
 
 
 
 
9. Qualitätsentwicklung 
 
Der Kreisel e.V. legt großen Wert auf eine prozesshafte Qualitätsent wicklung. Wir unte r-
scheiden in Struktur-, Inhalt- und Ergebnisqualität.

30 
 
9.1 Strukturelle Qualität  
 
Die strukturelle Qualität wird mittels de r Leistungsvereinbarung gemeinsam mit dem Schul-
träger geregelt und ist bereits unter den Punkten Finanzierung, Personal, Rä u-
me/Ausstattung, Betreuungszeiten, Gru ppengröße und Versicherungsschutz beschrieben. 
An dieser Stelle sei lediglich der Verweis zu den entsprechenden Punkten gestattet. 
 
 9.2 Inhaltliche Qualität  
 
Das OGS-Konzept wird regelmäßig evaluiert und kontinuierlich fortgeschrieben. Alle be-
reits genannten „Säulen der OGS“ sowie der Schul träger werden inhaltlich daran beteiligt. 
Dabei erfolgt stetig ein Abgleich mit der pädagogischen Praxis und daraus folgend gegebe-
nenfalls Anpassungen. Die Teamarbeit ist elementarer Bestandteil der Arbeit und dient der 
Planung und Weiterentwicklung des gemeinsamen pädagogischen Prozesses. Die päda-
gogische Arbeit ist im Team anhand w öchentlicher Teambesprechungen organisiert. Die 
individuellen Kompetenzen der Mit arbeiter:innen werden sinnvoll eingesetzt. Benötig te 
Ressourcen zur Reflexion und Supervision werden in einem angemessenen Umfang b e-
reitgestellt. Für ein notwendiges Krisenmanagement kennen die pädagogischen Mitarbei-
ter:innen die internen und externen Kommunikations - und Meldewege und arbeiten nach 
dem Mehr-Augen-Prinzip. Interne und externe Hilfeangebote sind bekannt und werden bei 
Bedarf im Rahmen der Krisenintervention genutzt. Zur Sicherung des Kindeswohls g e-
währleisten wir ein protokolliertes Verfahren nach §8a (SGBVIII). Wir stellen innerbetrieb-
lich insoweit erfahrene Kinderschutz-Fachkräfte zur Verfügung. Zur Qualifizierung uns e-
res Personals sind externe arbeitsfeldspezifische Fort- und Weiterbildungen vorgesehen 
und werden im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten gefördert. Zu unserem Qualität s-
standard zählt auch eine jährliche interne Fortbildung zu aktuellen Themen für alle eigenen 
Mitarbeiter:innen und für externe Fachkräfte.  
Der Kreisel e.V. verfügt zudem bereits über einen qualifizierten Mitarbeiterpool mit unte r-
schiedlichen Zusatzqualifikationen wie zum Beispiel Inklusionsfachkräfte, Lernberater :in, 
Medientrainer:in, Anti -Aggressivitäts- und Coolness-Trainer:in, Erlebnispädagog:in, tierge-
stütze Therapeut :in, Tanztherapeut:in, Ernährungsberater :in und systemische F amilien-
therapeut:in. Eine vielf ältige interdisziplinäre Nut zung der Qualifikationen wird unter den 
einzelnen Standorten, Fachbereichen und weiteren Vernetzungen ermöglicht.  
Auch ist der Kreisel e. V. daran interessiert in bereits existierenden A rbeitsgremien und 
Fachtagungen mitzuwirken bzw. solche zu initiieren.

31 
 
 9.3 Ergebnisqualität  
 
In jährlich geführten Qualitätsdialogen mit der Schule und dem Schulträger, werden Jah-
resplanungen und Ziele entsprechend der Leistungs - und Qualitätsvereinbarungen formu-
liert, operationalisiert und mit  entsprechenden Indikatoren zur Messbarkeit der Zielerrei-
chung konkretisiert. Die erarbeiteten Indikatoren w erden rhythmisiert evaluiert. Die Ergeb-
nisse werden zur Generierung von Steuerungsimpulsen und zur Entwicklung neuer und 
weiterführender Ziele genut zt. Sie die nen der kritischen Reflexion der eigenen Arbeit und 
Wirksamkeit und sie dienen als Grundlage für die Angebotsplanungen und die Optimi e-
rungsprozesse. In diesem Zuge führen wir in vierjährigen Abständen Befragungen der  Kin-
der, Eltern und Lehrer:innen durch, und nutzen die Erhebungen für die Evaluation unserer 
Arbeit.

Anlage A

3888 Zeichen

Anlage A zur V/0380/2022
Kurzüberblick
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit dem Schulkonferenzbeschluss einstimmig vor,
dem Träger Caritasverband für die Stadt Münster e.V. für die Offenen Ganztagsschule in der
Grundschule Sprakel zum 2. Schulhalbjahr im Schuljahr 2022/2023 zu übertragen.
Ziele/Teilziele/Zielerreichung
Die Verwaltung wurde mit dem Antrag A-R/0039/2016 „Qualitätsoffensive die gute (offene)
Ganztagsschule“ beauftragt, ein Gesamtkonzept der Offenen Ganztagsschulen zu entwickeln und
mehr als 25% der Offenen Ganztagsschulen in die Trägerschaft anerkannter freier Träger der
Jugendhilfe überzuleiten. Der Rat hat daraufhin in seiner Sitzung vom 26.08.2020 mit der Vorlage
V/330/2020 beschlossen, alle Offenen Ganztagsschulen sukzessive in die freie Trägerschaft zu
überführen.
Mit dem Erreichen dieser Werte werden wir die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden
Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und „Wir werden
Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln.
Die Verwaltung und die Grundschule Sprakel schlagen vor, dem Träger Caritasverband für die
Stadt Münster e.V. die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule zum 01.02.2023 zu
übertragen.
Weitere Detailplanungen (Dienstvereinbarung) werden in Kooperation mit dem Träger, der
Schulleitung und der Verwaltung vor der Übernahme getroffen.
Finanzierung
Produktgruppe: 0602 Kinder- und Jugendarbeit
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein
Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein
Im Haushaltsplanentwurf 2023 enthalten? X Ja Nein teilw.
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja Nein
Bereits veranschlagt? X Ja Nein
Pflichtigkeitsgrad
Die Maßnahme/Leistung ist vollständig
pflichtig X
überwiegend
pflichtig
überwiegend
freiwillig
vollständig
freiwillig
„Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sind verpflichtet, Plätze für die Kinder und Jugendlichen
im schulpflichtigen Alter bedarfsgerecht in T ageseinrichtungenund in Kindertagespflege
vorzuhalten (§24 Absatz 4 SGB III).
Die Kommune kann diese Verpflichtung auch durch entsprechende Angebote an Schulen erfüllen,
soweit die Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote nach den Grundsätzen des SGB VIII
gestaltet werden (§5 Absatz 1 KiBiz).“ RdErl. D. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v.
23.12.2010 (ABI.NRW.01/11 S.38, berichtigt 02/11 S.85)

Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
Münster gehört zu den am stärksten wachsende Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke
Flüchtlingszuzüge
im Basisszenario „Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort“ auf 326.000 Einwohner
steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachstum
noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die
wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der
sich Münster stellen muss.
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil des
weiteren Ausbaus der Offenen Ganztagsschule (OGS). Alle Maßnahmen zum Ausbau der OGS
orientieren sich an der kleinräumigen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf
ausgerichtet, eine familienfreundliche Stadtentwicklung zu fördern.
Dazu trägt insbesondere der bedarfsgerechte Ausbau der OGS bei. Im Rahmen der
unterschiedlichen Arbeitsfelder der OGS werden wichtige Aspekte wie Barrierefreiheit, Inklusion,
Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksichtigt und unterstützen eine
familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der quantitative und qualitative
Ausbau von Angeboten der Offenen Ganztagsschulen im Einklang mit der Ausrichtung als
führender Wirtschaftsstandort.

Anlage 1 OGS-Kriterienkatalog

3167 Zeichen

Kriterienkatalog 
für die außerunterrichtlichen Angebote der  
Offenen Ganztagsschulen (OGS) 
 
Die Fachlichkeit des Trägers und sein pädagogisches  Konzept werden anhand der nachfol- 
genden Auswahlkriterien ausgewertet. Den Kriterien sind jeweils zu beachtende Standards 
und Orientierungsrahmen zugrunde gelegt: 
 
 Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschule in M ünster 
 
 Entsprechende Erlasse des Landes NRW in den aktuel l gültigen Fassungen 
 
Pädagogisches Konzept/Leistungsbeschreibung  
Das Konzept, das die gesetzlichen Grundlagen (BASS) , aktuelle gesellschaftlichen Erforder- 
nisse und die Grundhaltung des Trägers sowie dessen Arbeitsweisen verdeutlicht, muss vor- 
liegen und ist Grundvoraussetzung für die Trägerschaft einer OGS. 
 
Querschnittsaufgaben 
Der Zuzug und die Integration von Migrantinnen und Migranten stellen an OGS-Träger beson- 
dere Anforderungen. Sprachliche und kulturelle Barr ieren müssen gemeistert, schnelle und 
kompetente Integrationsangebote erarbeitet und entwickelt werden. Gleiches gilt für die The- 
men der Inklusion von Kindern mit Behinderungen und  der Genderthematik. Informelle und 
soziale Bildung als Querschnittsthema ist grundsätzlich enthalten. Zentrales Ziel von Bildung 
ist die Befähigung des Kindes, ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zu füh- 
ren und umfassend am sozialen und ökonomischen Leben und der gesellschaftlichen Entwick- 
lung partizipieren zu können.  
 
Mitbestimmung  
Der OGS-Träger soll ein beteiligungsorientiertes, p ädagogisches Konzept mit einem ange- 
messenen Maß an Partizipation darlegen. 
 
Kooperationsstrukturen 
Bereits vorhandene räumliche Bezüge zu bestehenden Einrichtungen im Sozialraum der Ein- 
richtung ermöglichen die Nutzung von Synergien, die  die Wirtschaftlichkeit einer OGS erhö- 
hen. Sozialraumbezogene Angebote werden bedarfsgerecht aufeinander abgestimmt und wei- 
terentwickelt, wenn die Akteure des Sozialraums sich hierzu entsprechend vernetzen. 
 
Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Die Anforderungen an Träger der Offenen Ganztagsschulen befinden sich, analog zur gesell- 
schaftlichen Entwicklung, laufend im Wandel. Neue Herausforderungen sind kontinuierlich mit 
neuen Antworten und Konzepten zu begegnen. Aus dies em Grund ist eine funktionierende 
und sich weiterentwickelnde Trägerstruktur eine not wendige Voraussetzung für den Betrieb 
einer OGS. 
Implementierte Qualitätsentwicklungs- und Sicherung sprozesse mit inkludierten Verfahrens-
abläufen in Bezug auf den Kinderschutz und die Zusa mmenarbeit mit der städtischen OGS-
Fachberatung ist ein notwendiger Standard. 
 
Besondere Merkmale des Trägers 
Bei diesem Kriterium können weitere besondere Angebote des Trägers in die Bewertung ein- 
fließen, die über die zuvor benannten Kriterien und Orientierungsrahmen nicht abgedeckt wer- 
den, jedoch eine Bereicherung für die Angebote der OGS darstellen. Gleichzeitig kann der 
Punkt der gewünschten Trägerpluralität/Trägervielfalt in Münster in der Bewertung berücksich- 
tigt werden sowie besondere Anforderungen, welche a us den Bedarfen der Schule und des 
Stadtteils entstehen. 
Stand: 02/2022

Anlage 2 Caritas_OGS-Konzept Grundschule Sprakel

58933 Zeichen

caritas-ms.de  
 
Bewerbung um die Trägerschaft der OGS an der Grundschule Sprakel 
Warum die Grundschule Sprakel und die Caritas? 
An der Grundschule Sprakel arbeitet ein engagiertes multiprofessionelles Team im Ganztag mit 
vielen Kompetenzen und Ressourcen. Gleichzeitig gibt es Themen und Fragen, die das Team 
gerne weiterentwickeln und beantworten möchte. 
 
Die Personalsituation ist in Sprakel (wie überall) im mer mehr vom Fachkräftemangel bedroht, 
evtl. sogar besonders aufgrund der Lage im nördlichsten Stadtteil Münsters. Die Caritas kann 
den Mitarbeiter:innen verschiedene Angebote machen, die zu einer Stundenerhöhung führen 
und damit den Arbeitsplatz noch attr aktiver bzw. auskömmlicher machen z.B. über die  
Ferienbetreuung, die Übernahme von Schulbegleitungen in Absprache mit der Lebenshilfe und 
der Stadt Münster  oder die Übernahme von Lernförderung bei BuT -Berechtigung. Gerade die 
letzten beiden Möglichkeiten haben den zusätzlichen Effekt einer organischeren Verzahnung der 
beiden Systeme und Teams am Vormittag und Nachmittag und führen zu kürzeren und in der 
Regel besseren Informationswegen und unkomplizierter Zusammenarbeit. Auch wird eine 
Beziehungskontinuität über den ganzen Tag möglich. 
 
Ab Sommer 2022 können  voraussichtlich 5 OGS-Gruppen gebildet werden. Die räumlichen 
Kapazitäten sind bis zum Einzug in den Neubau begrenzt, s odass wir auf Wunsch und in 
Absprache mit der Schulleitung eine Doppelnutzung von Räumen mitorganisieren und begleiten 
können. 
 
Es gibt verschieden Möglichkeiten, den Sozialraum Kinderhaus mit zu nutzen, sowohl über eine 
Kooperation mit der Beratungsstelle (z.B. Beratungsangebote an der Schule für Eltern, Beratung 
des Teams zu bestimmten  Themen, unkomplizierte Vermittlung bei verschiedenen 
Fragestellungen zu Themen wie Erziehung, Migration, Finanzen, Sucht etc.) als auch über eine 
Kooperation mit der Paul -Schneider-Schule (z.B. Ausprobieren von Vertretungsmöglichkeiten , 
gemeinsame Nutzung von Ressourcen, Überlegungen zur Organisation der Ferienbetreuung). 
 
Bezüglich der Dynamiken von Kindern am Nachmittag können über teilnehmende 
Beobachtungen individuelle Lösungen für Situationen gefunden werden. Über 
Teamfortbildungen stärken wir die Mitarbeiter:innen. 
Das Team kann sich so weiter sensibilisieren, das vorhandene Wissen und die eigene Haltung 
schärfen, um sich weiterhin und auch in herausfordernden Situationen als hilfreich, kompetent 
und selbstwirksam erleben zu können. 
Personalentscheidungen werden gemeinsam mit der OGS-Koordination getroffen. 
 
Die Caritas Münster pflegt eine langjährige gute Kooperation mit der Grundschule Sprakel über 
unsere Förderinselarbeit und die Begleitung von Kindern und Familien im Heilpädagogischen 
Hort.

Offener Ganztag 
Rahmenkonzept der Caritas Münster

Seite 2 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
Inhalt 
1. Trägerbeschreibung ............................................................................................................. 4 
2. Der Offene Ganztag als integrierter Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe der 
Caritas Münster ..................................................................................................................... 4 
3. Rahmenbedingungen und Organisation ........................................................................ 5 
3.1 Auftrag und Zielsetzung .............................................................................................. 5 
3.2 Personal .......................................................................................................................... 6 
3.3 Anmeldung und Betreuungszeiten ........................................................................... 7 
3.4 Mittagessen .................................................................................................................... 7 
3.5 Räume .............................................................................................................................. 8 
4. Einblicke in pädagogische Handlungsfelder ................................................................. 8 
4.1 Mittagessen .................................................................................................................... 8 
4.2 Lernzeit ........................................................................................................................... 8 
4.3 Freispiel .......................................................................................................................... 9 
4.4 Angebote ......................................................................................................................... 9 
4.5 Identität und Integration .......................................................................................... 10 
4.6 Digitalisierung .............................................................................................................. 11 
4.7 Musik ............................................................................................................................... 11 
4.8 Ökologie ......................................................................................................................... 11 
4.9 Partizipation ................................................................................................................. 11 
5. Ferienbetreuung ................................................................................................................. 12 
6. Kooperation ......................................................................................................................... 12 
6.1 Mit Eltern ...................................................................................................................... 12 
6.2 Innerhalb der Schule ................................................................................................. 13 
6.3 Innerhalb der Caritas ................................................................................................. 13 
6.4 Mit anderen Organisationen, Trägern und Verbänden ..................................... 14 
6.5 Mit der Stadt Münster ................................................................................................ 14 
7. Qualitätssicherung ............................................................................................................. 14 
7.1 Einbindung der OGS in das Qualitätsmanagement der Caritas Münster ..... 14 
7.2 Qualität in Bezug auf das Personal ........................................................................ 14 
7.3 Kinderschutz ................................................................................................................ 15 
7.4 Qualität über Strukturen .......................................................................................... 15 
8. Zukunftsmusik und Ausblick ........................................................................................... 16 
8.1 1 Schule – 1 Träger ...................................................................................................... 16 
8.2 OGS als sozialraumorientiertes Angebot ............................................................. 16 
8.3 Trägerinterne Fortbildungen ................................................................................... 16

Seite 3 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
8.4 Schulübergreifende Zusammenarbeit ................................................................... 17 
8.5 Diversität ....................................................................................................................... 17 
8.6 Nachhaltigkeit .............................................................................................................. 17 
8.7 Kultursensibilität ......................................................................................................... 17 
8.8 Hybride Elternformate .............................................................................................. 18 
8.9 Mobbing, Gewaltprävention, Umgang mit Gewalt zwischen Kindern ............ 18

Seite 4 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
Unterstützende, wertschätzende, respekt- und vertrauensvolle Beziehungen sind 
keine Sozialromantik, sondern unbedingte Grundlage dafür, dass Lernen und  
Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler gelingen können.  
(Kuhn/Fischer, 2014, S. 8, STEG-Studie) 
1. Trägerbeschreibung 
Die Caritas Münster setzt sich aus dem Caritasverband fü r die Stadt Münster e.V. und seinen ange-
schlossenen Gesellschaften zusammen.  Neben der Kinder - und Jugendhilfe werden auch Angebote 
aus dem Bereich der Altenhilfe, Fort- und Weiterbildung, Sozialen Beratung, Wohnungslosenhilfe und 
Jugendberufshilfe angeboten. 
Der Caritasverband für die Stadt Münster e.V. ist als Wohlfahrtsverband anerkannter Träger der freien 
Jugendhilfe. Er hält seit über 50 Jahren ein dichtes Netz an Angeboten der Jugendhilfe in Münster vor, 
das stetig weiterentwickelt wurde und s ich immer wieder an den Lebenswelten der Menschen in 
Münster ausrichtet.  
Über den Caritasverband für die Diözese Münster e.V. ist die Caritas Münster an die entsprechende 
Fachberatung für Träger angebunden. Hierüber erfolg en insbesondere die fachliche und wirtschaft-
liche Fachberatung und die regelmäßige Fortbildung der Mitarbeitenden. 
Die Caritas Münster beschäftigt auf dem Stadtgebiet ca. 1.000 hauptberufliche Mitarbeitende. Sie 
verfügt über eine leistungsfähige Verwaltung, die insbesondere die Aufgaben d er Personalabrech-
nung, -entwicklung und des Recruitings, sowie die finanztechnische Bewirtschaftung hochwertig si-
cherstellen kann. Für die Arbeitsverhältnisse kommen die arbeitsvertraglichen Richtlinien der deut-
schen Caritas (AVR Caritas) zur Anwendung. Da rüber sind eine betriebliche Altersvorsorge über die 
KZVK, eine Jahressonderzahlung, sowie ein Leistungsentgelt gesichert. Zudem bietet die Caritas 
Münster ihren Mitarbeiter:innen zusätzlich ein Jobbike (Leezenleasing), ein Jobticket und ein Lebens-
arbeitszeitkontomodell an.  
2. Der Offene Ganztag als integrierter Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe 
der Caritas Münster 
Das Leitbild der Caritas Münster formuliert unseren Zugang zu den Menschen eindeutig: „ Unser An-
liegen ist das Wohlergehen der Menschen, materiell, körperlich, geistig und seelisch. Wir stärken die 
Selbsthilfekräfte der Menschen, fördern ihre Selbstständigkeit, achten und sichern ihre Würde und 
Selbstbestimmung. (…) Wir nehmen jeden Menschen in seiner Einmaligkeit an, achten und berück-
sichtigen Unterschiede in Religion, Nationalität, Geschlecht, Alter und Ethnie sowie körperlichen und 
geistigen Besonderheiten, unabhängig von sozialer Stellung und politischer Anschauung. (…)  
Um diese Ziele zu erreichen, muss die Caritas in der Lebenswelt von Familien präsent sein. Der Offene 
Ganztag ist mittlerweile zu einem wichtigen Teil dieser Lebenswelt geworden und so ist es konse-
quent, dass wir dort an entscheidender Stelle mitgestalten möchten. Wir wollen Kindern im Ganztag 
Räume schaffen, sich und ihre Umwelt spielerisch zu entdecken. Wir nehmen Kinder als einzigartige 
Personen an, mit ihrer Biografie, ihrem ethnischen Hintergrund, ihrer Familie und ih rem Lebensum-
feld. Wir helfen mit, eine Basis für die Entwicklung von Selbsteffizienz und Resilienz zu s chaffen. Wir 
wollen Bildungs- und Entwicklungsanreize schaffen, den individuellen Lebensbedingungen und Be-
dürfnissen der Kinder entgegenkommen, und: wir möchten, dass Kinder bei uns Freunde finden, Spaß 
haben, gerne miteinander spielen und arbeiten, sich s icher und gehalten fühlen, sich streiten und 
vertragen und den Ganztag als guten Teil ihres Lebens empfinden. 
So etwas schafft man nicht allein. Deshalb sind Zuverlässigkeit, Transparenz und von Vertrauen ge-
prägte Zusammenarbeit mit den staatlichen, kirchlichen und anderen Kooperationspartnern für uns 
von großer Bedeutung. Ganz zentral sind dabei unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sie sind das 
wertvollste Potential der Caritas: Sie prägen die Leistungsfähigkeit, die Kultur und das Ansehen des 
Verbandes. Wir legen Wert auf hohe Fachlichkeit, entwickeln uns weiter, arbeiten wirtschaftlich und 
nachhaltig.

Seite 5 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
In der Struktur der Caritas Münster ist der Offene Ganztag als Teil der S chulnahen Jugendhilfe eng 
mit einem nahezu vollständigen Angebot an Jugendhilfe verzahnt. So weisen etwa der Heilpädagogi-
sche Hort und die Erziehungsberatungsstelle umfassende Kenntnisse über die notwendigen Rah-
menbedingungen einer gelingenden Entwicklung von Grundschulkindern auf und haben ausgewie-
sene Expertise für die Fachberatu ng im O ffenen Ganztag. Mit der ambulanten und teilstationären 
Jugendhilfe sind die Hilfen zur Erziehung nahezu komplett abgedeckt, sodass auch bei massiveren 
Verhaltensproblemen von Kindern fachliches Wissen schnell abrufbar ist. Die Vernetzung dieser Hil-
fen in einer Abteilung ist eingeübt und der entsprechende fachliche Austausch ist kollegialer Alltag. 
Durch die genaue Kenntnis solcher Hilfen beim OGS -Personal sind passgenaue Hinweise an Eltern 
und die Anbahnung von niedrigschwelligem Kontakt jederzeit auch kurzfristig möglich. Die intensive 
Nutzung dieser Ressourcen soll durch die Entwicklung von Intervisions- und Supervisionskonzepten 
an der Schnittstelle von OGS und Jugendhilfe sichergestellt werden. 
Ähnliches gilt auch für die eng e Verzahnung mit dem g roßen Migrationsdienst der Caritas Münster, 
der auf kurzem Weg für die Fachberatung der Mitarbeiter:innen zur Verfügung steht und nicht nur 
hilft Sprachbarrieren zu überwinden und das wertschätzende Miteinander verschiedener Kulturen zu 
fördern, sondern auch konkrete Projekte etwa zur Antidiskriminierung anzustoßen.  
Die Caritas Münster übernahm 201 6 ihren ersten O ffenen Ganztag in der jetzigen Kompass-Schule. 
Im Jahr 2017 kamen die Ganztage der Paul-Schneider-Grundschule in Kinderhaus und der Matthias-
Claudius-Schule in Handorf hinzu. 
Die Mitarbeiter:innen sind mittlerweile fast alle  aus der Gestellung in einen Arbeitsvertrag bei der 
Caritas gewechselt. Die Möglichkeit, zusätzlich zur Arbeit im Ganztag im Vormittagsbereich als Schul-
begleiter zu fungieren, wird zunehmend ermöglicht und genutzt.  Damit können wir die hauptamtli-
chen Teilzeitarbeitsverhältnisse mit mehr Stunden versorgen . Die OGS-Koordinator:innen kooperie-
ren in einem Gremium mit der Bereichsleitung Schulnahe Jugendhilfe. In diesem Bereich finden sich 
auch die anderen schulnahen Dienste wie die Schulbegleiter, die Schulsozialarbeit und die Förder-
inseln. Untereinander besteht ein strukturell abgesicherter Austausch und gemeinsame Fortbildun-
gen. 
In Zukunft soll sich die OGS noch stärker als Teil eines Netzwerks präsentieren: v ielfältig verknüpft 
mit den Akteuren im Stadtteil, als Standort verschiedener Beratungsangebote und mit einem moder-
nen Raumkonzept, das Elternarbeit und -bildung bedarfsgerecht umsetzt. Dies soll zunehmend auch 
als digitale Medienbildung erfolgen. Insgesamt soll die OGS in der Kommunikation mit den Eltern 
und Netzwerkpartnern den digitalen Wandel als Einrichtung aufgreifen und in den OGS -Alltag integ-
rieren. Für die pädagogische Arbeit bedeutet dies, die Kinder aktiv zu begleiten, sich die digitale Welt 
zu erschließen und nutzbar zu machen. Als weitere n Schwerpunkt soll sich der Ganztag als Jugend-
hilfe-OGS entwickeln. Eingebettet in die vielfältigen Jugendhilfe-Dienste der Caritas Münster soll hier 
Jugendhilfe-Knowhow strukturell in die Arbeit einfließen, und so das gängige Konzept der Fachbera-
tung erweitern. 
3. Rahmenbedingungen und Organisation 
Die Rahmenbedingungen für den Offenen Ganztag an Grundschulen in NRW ist im Runderlass des 
Ministeriums für Schule und Weiterbildung weitestgehend festgelegt. Trotzdem gibt es Spielraum, 
wie Träger innerhalb dieses Rahmens agieren und wie sie diesen auslegen.  
3.1 Auftrag und Zielsetzung 
Die Offene Ganztagsschule (OGS) bietet außerunterrichtliche Angebote in Ergänzung zum planm äßi-
gen Schulunterricht an. Kinder können das Angebot der OGS sowohl im Anschluss an den Unterricht, 
an beweglichen Ferientagen sowie bei Bedarf auch in den Schulferien ganztägig wahrnehmen. In Ko-
operation mit einer Vielzahl von Partnern, insbesondere aus der Kinder- und Jugendhilfe, des Sports 
und der Kultur soll sie zur Erfüllung des Bildungs -, Erziehungs- und Betreuungsauftrags eine ent-
sprechende Förderung für alle Kinder, insbesondere auch aus bildungsbenachteiligten Familien, er-
möglichen.

Seite 6 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
Die offene Ganztagsschule eröffnet Schülerinnen und Schülern  Hilfen zur Selbstständigkeit und Ei-
genverantwortung und unterstützt Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und in ihrer 
Erziehungsarbeit (angelehnt an den Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 
23.12.2010). 
Was bedeutet das für den Offenen Ganztag? 
Miteinander: 
 Gestaltung der Offenen Ganztagsschule zu einem Lebens- und Aufenthaltsort, an dem sich Kinder 
und Mitarbeiter:innen wohlfühlen und entwickeln können 
 Zugehörigkeit erfahren durch Gruppen- und Gemeinschaftserleben 
 Erleben und Tolerieren von Vielfalt im Sinne von unterschiedlichen individuellen und kulturellen 
Voraussetzungen von Kindern und Mitarbeiter:innen durch Vorleben, Gespräche, Diskussion, ge-
lingende Konfliktklärung, AGs 
 Freies Spielen mit Freunden, Erweiterung des Bezugskreises durch gruppenübergreifende und 
offene Angebote am Nachmittag 
 
Entwicklung: 
 Räume schaffen sowohl für Bewegung als auch für Rückzug und Entspannung  
 Förderung von Selbstkompetenzen durch Gruppe, Freispiel und Angebote (Selbstvertrauen, -be-
wusstsein, -ständigkeit, -wirksamkeit, -kritik, -beherrschung) 
 Unterstützung bei dem Erlernen und Entwickeln von Eigenverantwortung und -Initiative z.B. 
durch Partizipationsstrukturen 
 Erlernen von Verantwortungsübernahme für andere (z.B. Patenprojekte, Pausenbuddies) und für 
die Natur (z.B. Gartenprojekte, Tiere, Pflanzen in Räumlichkeiten) 
 
Freizeit und Bildung: 
 Förderung und Erhaltung der Lernfreude und -motivation durch Unterstützung und Begleitung in 
den Lernzeiten, Schaffung von anregenden Gesprächen und Situationen  
 Schaffung von vielfältigen und unterschiedlichen Kommunikationsmöglichkeiten, -anlässen und 
-erfordernissen für sprachliches und geistiges Lernen 
 Verzahnung von schulischem Vor - und Nachmittag zur ganzheitlichen Erziehung und Bildung 
durch Kooperationsstrukturen und Absprachemöglichkeiten 
Eltern: 
 Einbeziehung der Eltern/Erziehungsberechtigten für gelingende Erziehungs - und Bildungspart-
nerschaften über verschiedene Einbeziehungsmöglich keiten (z.B. OGS -Elternveranstaltungen, 
Beteiligung an Festen, Mitwirkung bei Verantwortungsübernahme im Ganztag) 
 Verlässliche Betreuung für die beteiligten Familien 
3.2 Personal 
Die Caritas Münster beschäftigt im Offenen Ganztag analog den Münsterstandards OG S pro 25 Kin-
dern eine Gruppenleitung, die mindestens eine erzieherische Ausbildung haben muss. Die Koordina-
tion wird von einer sozialpädagogischen Fachkraft übernommen, die je nach Größe des Ganztages 
für ihre Aufgaben freigestellt wird. Daneben werden als Unterstützung je nach Räumen und Konzept 
des Offenen Ganztages unterschiedliche Stundenkontingente an studentische oder berufsfremde 
Mitarbeiter:innen vergeben.

Seite 7 Konzept OGS Caritas Münster 
   
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
Dabei achten wir auf eine möglichst große Zahl von Unterstützungskräften mit einem Stundenkon-
tingent von 20,5 Stunden. So wird das Team den Ansprüchen der Kinder auf feste Bezugspersonen 
und Beziehungskontinuität gerecht, stellt aber auch genügend Personal  und Angebote für die ver-
schiedenen Bedürfnisse der Kinder zur Verfügung. Je nach Anzahl der Kinder, die den Ganztag besu-
chen, braucht es eine bestimmte Anzahl von Mitarbeiter:innen, um für die Kinder ansprechbar zu 
sein und sie durch den Tag zu begleiten. 
Die Fachaufsicht wird von der Bereichsleitung Schulnahe Jugendhilfe  der Caritas Münster ausgeübt. 
Sie ist für die inhaltliche und strukturelle Qualität und Weiterentwicklung des Offenen Ganztages mit 
verantwortlich. Honorarkräfte ergänzen das festangestellte Personal und führen spezielle Angebote 
am Nachmittag durch. Alle Mitarbeiter:innen werden in einem Einarbeitungskonzept an die pädago-
gische Arbeit und die jeweiligen Aufgaben ihrer Stelle herangeführt.  
Die für den Offenen Ganztag zur Verfügung stehende n Lehrer:innenstunden können sowohl für die 
fachliche Begleitung der Lernzeit im Tandem mit OGS-Kräften als auch für Bildungs- oder Freizeitan-
gebote am Nachmittag genutzt werden. Gerade die letztere Möglichkeit führt zu informellen Kontakt- 
und Beziehungsmöglichkeiten zu Kindern, was die Lehrer:in -Kind-Beziehung im Unterricht stärken 
kann. 
3.3 Anmeldung und Betreuungszeiten 
Die Anmeldung für den Offenen Ganztag läuft über das Sekretariat der jeweiligen Schule, wo die 
Betreuungsverträge der Caritas Münster hinterlegt sind. Die Betreuungszeiten sind üblicherweise: 
 OGS: nach der 4. Stunde bis 15:00 Uhr oder 16:00 Uhr 
 Übermittagsbetreuung: je nach Schule bis 13 Uhr oder Ende der 6. Stunde  
 Unterrichtsfreie Tage: 8:00 Uhr – 16:00 Uhr 
 Ferien: 6 Wochen Betreuung von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr  
 Randzeitenbetreuung je nach Bedarf und Personalkapazitäten an den jeweiligen Schulen ab 7:30 
Uhr oder bis 17:00 Uhr 
Für außerschulische Bildungsangebote, Therapien und Förderangebote oder außerordentliche fami-
liäre Ereignisse können die Schüler:innen nach Absprache mit der Schulleitung und Ko ordination 
freigestellt werden. Regelmäßige oder einmalige Ausnahmen können sch riftlich beantragt werden, 
die OGS-Koordination und Schulleitung stimmen sich über die Prüfung der Anträge ab.  
3.4 Mittagessen 
Es gibt täglich ein warmes Mittagessen für alle OGS-Kinder, je nach Schule als Warmanlieferung oder 
frisch zubereitet nach cook & fre eze Verfahren im Konvektomaten. Es wird auf Wünsche der Kinder 
sowie auf Ausgewogenheit, Auswahlmöglichkeiten, Berücksichtigung kultureller und gesundheitli-
cher Hintergründe geachtet. Auch ökologische Komponenten sowie ein regionaler Bezug  sind uns 
wichtig umzusetzen. Neben dem warmen Essen gibt es täglich frisches Obst und Gemüse. Wasser 
steht den Kindern jederzeit zur Verfügung. 
Die Caritas Münster unterstützt die Schulen  nach Wunsch  bei der Weiterentwicklung des Verpfle-
gungskonzepts und der Mittag essensgestaltung (z.B. über veränderte Raumnutzungskonzepte, zu-
sätzliche Warmanlieferung für bestimmte Gruppen). 
Die Kosten für das Mittagessen belaufen sich derzei t auf max. 3 € pro Mittagessen. Das Mittagessen 
wird zusätzlich zum OGS-Beitrag bezahlt.

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Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften 
Stand 11.2021 
3.5 Räume 
Die Grundschulen in Münster haben sehr unterschiedliche räumliche Voraussetzungen, auf die die 
Caritas wenig Einfluss hat. Sie unterstützt die OGS-Teams bei der Weiterentwicklung ihrer Raumkon-
zepte in Absprache mit der Schulleitung. So können z.B. über die Doppelnutzung von Klassenräumen 
oder anderen Arealen weitere Möglichkeiten für Spiel, Entspannung, Rückzug und Entzerrung gefun-
den und ausgestattet werden. 
4. Einblicke in pädagogische Handlungsfelder 
Die Konzeption der Caritas für Offene Ganztage versteht sich als grundlegendes Rahmenkonzept, das 
sich nach den Erfordernissen und Gegebenheiten vor Ort, den Bedürfnissen und Bedarfen der Kinder 
sowie den Ressourcen der Mitarbeiterschaft weiterentwickelt und entsprechend fortgeschrieben 
wird. Dies geschieht i n einem gemeinsamen Prozess mit dem Team an der jeweiligen Schule, der 
Fachberatung der Caritas und in enger Rückkopplung mit der Schulleitung.  
4.1 Mittagessen 
Das Mittagessen stellt eine wichtige Zeit im Tagesablauf dar. Es dient nicht nur der Nahrungsauf-
nahme und dem Sattwerden, sondern ist im Idealfall eine Zeit der Pause, des Gesprächs, des Zuhö-
rens, des miteinander Lachens und Teilens. 
Es sollte ein angemessen großer Raum und genügend Zeit zur Verfügung stehen, so dass die Kinder 
in Ruhe essen können und jede Klasse/Stufe eine bestimmte Essenszeit zur Verfügung hat. Begleitet 
werden die Kinder von Bezugsmitarbeiter:innen, die sich sowohl um eine ruhige Atmosphäre küm-
mern als auch um das Erlernen von Abläufen, Tischkultur und Tischgesprächen. 
Die Kinder werden in die Auswahl des Mittagessens mit einbezogen und übernehmen Verantwortung 
bei der Erledigung von bestimmten Abläufen und Aufgaben (z.B. Hände waschen, Geschirr wegbrin-
gen, Platz saubermachen, nachmittags Rohkost und Obst verteilen).  
4.2  Lernzeit 
Eine weitere wichtige Struktur am Nachmittag ist Lernzeit. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, ihre 
„Hausaufgaben“ oder Wochenpläne zu erledigen, Dinge nachzuarbeiten oder vorzubereit en, sodass 
sie zu Hause möglichst nicht mehr viel Schulisches zu erledigen haben. Dies entlastet Elternhäuser, 
da die Hausaufgaben oft ein Konfliktthema zwischen Eltern und Kindern sind.  
Es gibt definierte Hausaufgabenzeiten, die entweder in der Schule vereinheitlicht oder pro Jahrgang 
festgelegt sind. Die Zeiten sind für Kinder unterschiedlicher Jahrgänge verschieden. So kann die ver-
bleibende Zeit bei den Kindern der Schuleingangsphase noch dazu genutzt werden, den Nachmittag 
zu besprechen und zu schauen, ob jedes Kind etwas zu tun oder jemanden zum Spielen hat.  
In der Lernzeit sollen die Kinder so selbstständig wie möglich arbeiten und so viel Unterstützung wie 
nötig bekommen. Sie werden dabei von pädagogischen Mitarbeiter:innen und Lehrer:innen begleitet. 
Ziel der Lernzeit ist das Lernen von Selbstständigkeit bezogen auf die Vol lständigkeit und Organisa-
tion der Arbeitsmaterialien, das Bearbeiten der Aufgaben. 
Die Eltern sind wichtige Personen bei der Unterstützung von Lernprozessen und der Motivation ihrer 
Kinder. Sie werden über das Hausaufgabenheft von Lehrkräften und OGS -Mitarbeiter:innen infor-
miert und bekommen ein Feedback über die Arbeitsweise ihres Kindes.  Wenn Kinder besondere 
Schwierigkeiten haben oder spezielle Unterstützung benötigen wird gemeinsam mit Lehrer:in, Eltern 
und gegebenenfalls Schulleitung über Lösungen oder weitere Hilfen nachgedacht und gesprochen.

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4.3 Freispiel 
Dem freien Spiel wird in der OGS ein großer Stellenwert eingeräumt. Zum einen brauchen die Kinder 
nach einem Vormittag mit Unterricht und Lernangeboten, dem Mittagessen und der Lernzeit einen 
Rahmen, in dem sie selbstbestimmt entscheiden können, was sie wo und mit wem tun möchten. 
Kinder möchten nicht immer unter direkter Beobachtung von Erwachsenen sein sondern sich ihre 
eigenen Nischen schaffen. 
Zum anderen lernen die Kinder im freien Spiel viel über sich selbst und andere:  
 Soziales Lernen (z.B. Fairness, Gemeinschaft, Zusammenhalt, Konflikte, Vertrauen, unterschiedli-
che Rollen bekleiden, Führen und Folgen) 
 Emotionales Lernen (z.B. Kennenlernen negativer und positiver Gefühle, sich lebendig fühlen, 
Hilfe erfahren und Hilfe geben, Frustration aushalten, Unterstützung suchen bei Kindern oder 
Erwachsenen) 
 Naturwissenschaftliche Erfahrungen machen (z.B. beim Bauen Hebelgesetze verstehen, beim 
Spielen mit Wasser den Aggregatzustand „flüssig“ erleben, mathe matische Gesetze beim Ball-
spiel erkennen) 
4.4 Angebote 
Für die Gestaltung ihres Nachmittags können die Kinder aus einem breiten Angebot schöpfen und 
entweder ihren Interessen nachgehen oder neue Erfahrungen machen. Es gibt tägliche, offene Ange-
bote, die für die Kinder frei wählbar sind und in der Regel von unseren Mitarbeiter:innen vorbereitet 
und durchgeführt werden. Daneben gibt es die Möglichkeit, sich für AGs anzumelden, die wöchentlich 
stattfinden und über einen bestimmten Zeitraum mit einer festen Gruppe laufen. Diese werden größ-
tenteils von Honorarkräften oder in Kooperation mit Vereinen, Organisationen und Verbänden 
durchgeführt und über das Förderbudget finanziert.  Es werden verschiedenste Themen angeboten, 
die als Ideen von den Kindern kommen, vom OGS-Team oder seitens der Lehrer:innen oder der Schul-
leitung angeregt werden. 
 Hier einige Beispiele aus verschiedenen Schulen: 
Bewegung  Fußball 
 Tanzen/Zumba 
 Schwimmen 
 Motopädie     
 Reiten 
 Schulhofspiele 
Kreativität  Bandprojekt 
 Töpfern 
 Buchgestaltung 
 Digitale Stop-Motion-Filme 
 Tonstudio 
Lebenspraktisch/ Öko-
logisch 
 Kochen und Backen 
 Gärtnern im Schulgarten (Obst- und Gemüseanbau) 
 Holzwerkstatt 
 Fahrradwerkstatt 
Emotional/ Sozial  Therapeutisches Reiten 
 Tiergestützte Pädagogik (z.B. Therapiehundeteam) 
 Motopädie 
Geschlechtsspezifisch  Jungenfußball 
 Mädchenfußball 
 Mädchengruppe (Identität und Rolle) 
 Spezielle Angebote für Jungs je nach Bedarf in der Gruppe

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Die Kinder wählen selbst, was sie gerne tun möchten, ob sie sich verpflichten wollen oder zunäc hst 
von Tag zu Tag entscheiden. Die OGS-Mitarbeiter:innen achten darauf, einzelne Kinder unter Umstän-
den für bestimmte Projekte zu begeistern, besonders, wenn Kinder noch Unterstützungsbedarfe ha-
ben. So könnten Kinder, die motorische Schwierigkeiten haben, an Bewegungsangeboten teilnehmen 
oder über die Motopädie ihre Fähigkeiten erweitern. Kinder, die sich schwertun im Lesen oder Rech-
nen könnten über andere Angebote spielerisch ihre Kompetenzen erweitern (z.B. beim Backen Re-
zepte Lesen; Zutaten zusammenrech nen; Waage benutzen; aufschreiben, wer welchen Pizzabelag 
wünscht etc.) Kinder mit größeren Bedarfen können über die Kooperation mit der Förderinselkraft 
(die an vielen Schulen schon vorhanden ist) eine intensivere Unterstützung bekommen z.B. hinsicht-
lich Wahrnehmung, emotionaler Stabilität, sozialem Lernen. 
4.5 Identität und Integration 
Die Identität der Kinder setzt sich durch verschiedene Merkmale zusammen, die stark vom soziokul-
turellen Hintergrund, aber auch von der Geschlechterrolle geprägt sind. Das betrifft jedes Kind, die-
jenigen mit einer sogenannten Migrationsvorgeschichte jedoch besonders. Dazu gehört eine sprach-
liche Förderung, aber auch, dass ein besonderes Augenmerk auf kulturelle Integration gelegt wird, 
ohne dabei die in der Familie gelebte Kultur außer Acht zu lassen.  
Aus diesem Grund soll die Sensibilität der Teams geziel t dahingehend gefördert werden, dass sie 
Unterschiede wahrnehmen, eventuell entstehende Schwierigkeiten frühzeitig erkennen. Das Ziel soll 
sein, Methoden zu nutzen, um diese Probleme anzugehen, aber auch mit der nötigen Fachkompetenz 
unterstützen zu können, wenn es nötig ist.  
Das Thema Genderidentität nimmt in der öffentlichen Wahrnehmung einen immer wichtigeren Stel-
lenwert ein. Dies ist auch in Schulen zunehmend der Fall. Die Aspekte der geschlechtlichen Entwick-
lung der Schülerinnen und Schüler betreffen und prägen auch das Leben in Schule und OGS. Deshalb 
müssen diese auch in der Arbeit der OGS-Teams ernstgenommen und bearbeitet werden, sodass sich 
die Identität der Kinder auch in dieser Hinsicht wertschätzend begleitet entfalten darf.  
Die meisten Grunds chulen sind inzwischen Schulen des gemeinsamen Lernens. Kinder mit unter-
schiedlichsten persönlichen, familiären und kulturellen Vorgeschichten besuchen gemeinsam den 
Unterricht und den Offenen Ganztag. Dort müssen dementsprechend sowohl Bildungsangebote au s 
dem Vormittag aufgegriffen, fortgesetzt oder vertieft, als auch Angebote geschaffen werden, die Un-
terstützungs- und Förderungscharakter haben. Schulische Förderpläne können am Nachmittag wei-
tergeführt oder berücksichtigt werden.  Das multiprofessionelle T eam der Schule, an dem auch die 
OGS-Koordination teilnimmt, bespricht die Bedarfe und Unterstützungsmöglichkeiten einzelner Kin-
der. 
Wenn es eine Förderinselstelle an der Schule gibt, kann für einzelne Kinder eine heilpädagogische 
Unterstützung am Nachmitta g angeboten werden, insbesondere bzgl. Wahrnehmung, emotionaler 
Stabilisierung oder sozialem Lernen. Hier wird besonders auf einen sicheren Rahmen, feste Struktu-
ren, Orientierung und Vertrauen geachtet. Die Kinder bekommen die Möglichkeit, sich selbst besser 
kennenzulernen, sich auszuprobieren und zu lernen, im Rahmen der OGS mit An - und Herausforde-
rungen zurechtzukommen. 
Absprachen zur Einbeziehung der Eltern sind wi chtig, damit eine Transparenz über die Arbeit mit 
dem Kind hergestellt wird und die Eltern im besten Fall ihr Kind auch zu Hause angemessen unter-
stützen können.

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4.6 Digitalisierung 
Digitale Medien haben auch schon im Grundschulalter teilweise einen hohen St ellenwert und üben 
einen Einfluss auf kindliche Sichtweisen, Haltungen und Wertvorstellungen aus. Oft haben die Er-
wachsenen wenig Ahnung und Vorstellung von den „Influencer:innen“ und Inhalten, die die Kinder 
im Netz ansehen. 
Grundsätzlich geht es auch beim Benutzen von digitalen Inhalten darum, zu kommunizieren, die Welt 
zu entdecken, sich zu messen, zu lernen, sich selbst darzustellen. Dies alles geschieht allerdings im 
Wesentlichen ohne körperlich-sinnliche Erfahrungen und oft ungefiltert und ohne Beglei tung durch 
Erwachsene.  
Wir nutzen die positiven Aspekte der Medien über Angebote, die zum kreativen Umgang mit ihnen 
anregen (z.B. Malen, Filmen, Fotografieren, Gestalten und E ntwickeln). Wir begleiten die Kinder kri-
tisch und nutzen Gesprächsmöglichkeiten , die sich aus den Erzählungen der Kind er ergeben. Neue 
Medien werden als Möglichkeit bei der Lernzeit eingesetzt z.B. für die Recherche zu bestimmten The-
men. Die gute Ausstattung des Vormittags mit Tablets kann hier in Absprache mit den Lehrer:innen 
genutzt werden. 
Unsere OGS-Teams werden geschult, Wissen über Medien und Inhalte zu bekommen und eine eigene 
Haltung zu entwickeln, die es ihnen ermöglicht, eine informierte Mittlerrolle zum Elternhaus für Ge-
spräche über dieses Thema einzunehmen. 
Wichtig ist eine gute Abstimmung mit der Schule, um die genutzten Softwarelösungen der Schule 
auch in der OGS aktiv unterstützen zu können, die Schülerinnen und Schüler sollen auch bei den 
Hausaufgaben gut in Bezug auf digitales Lernen unterstütz t werden, wenn dies von der Schule vor-
gegeben ist. Diesbezüglich richtet sich das Fortbildungsangebot im Bereich Digitalisierung für unsere 
Mitarbeitenden auch an den digitalen Angeboten der jeweiligen Schule aus.  
4.7 Musik 
Viele Schulen nehmen an den Projekten JeKiSS (Jedem Kind seine Stimme) oder JeKi (Jedem Kind sein 
Instrument) teil. Diese Musikalität setzen wir am Nachmittag über Projekte fort (wie z.B. ein Band-
projekt oder darüber, da ss Singen auch als gemeinschaftsstiftende und Spaß machende Aktion im 
Nachmittag integriert wird). Dafür finden wir Honorarkräfte, Kooperationspartner:innen aus den 
Stadtteilen oder nutzen die Fähigkeiten und Interessen unserer eigenen Mitarbeiter:innen.  
4.8 Ökologie  
Nachhaltigkeit und ein sensibler, ressourcenschonender Umgang mi t der Natur sind vielen Kindern 
schon in der Grund schule ein wichtiges Anliegen. Wir nutzen vorhandene Schulgärten für Projekte. 
Gemüse und Obst kann angebaut und der Wachstums - und Gedeihprozess vom Säen/Pflanzen bis 
zum Ernten miterlebt werden. Die Kinder lernen biologische und ökologische Zusammenhänge ken-
nen. Nahegelegene Wälder oder Naturgebiete werden für Ausflüge zum Naturerleben und zum Erfah-
ren von Natur als Entspannungs- und Kraftquelle genutzt. 
4.9 Partizipation 
Mit der Teilnahme am Offenen Ganztag wird die Schule für Kinder von einem Lern- zu einem Leben-
sort. Die altersangemessene Beteiligung der Kinder am Schulleben ist ein wichtiger Wohlfühlfaktor. 
Wenn Kinder sich an der Schule den ganzen Tag grundsätzlich wohlfühlen, hat das eine starke Wir-
kung auf das Gelingen der Grundschulzeit. Die Kinder werden im Offenen Ganztag auf unterschiedli-
che Weise miteinbezogen: 
 Tägliche Runde nach der Lernzeit über strukturelle Themen (was am Tag oder in der Woche wich-
tig ist, welche Angebote nachmittags s tattfinden, wer wann wohin geht etc.) und persönliche 
Themen (wer möchte mit wem s pielen, hat jeder jemanden zum S pielen, gibt es unbearbeitete 
Konflikte oder Spannungen, die noch geklärt werden müssen etc.)

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 Beteiligung an der Auswahl und Neubestellung von Spielmaterial 
 Beteiligung an Mittagessenswünschen 
 Kinderkonferenzen mit Klassen- oder OGS-Sprecher:innen 
 Verantwortungsübernahme für bestimmte Aufgaben (z.B. beim Mittagessen ) 
Grundsätzlich unterstützen wir das OGS -Team dabei, eine Haltung zu entwickeln oder weiter auszu-
bauen, die auch im alltäglichen, informellen oder unstrukturierten Kontakt gut hinhört und Gelegen-
heiten für Beteiligung und Selbstwirksamkeit auch beiläufig und selbstverständlich in den Alltag ein-
baut. 
5. Ferienbetreuung 
Alle OGS- Kinder haben einen Anspruch auf 6 Wochen Ferienbetreuung. Die Zeiten werden pro Schul-
standort festgelegt und sind für die Eltern verlässlich. Wenn es der Sozialraum erlaubt, gibt es eine 
Kooperation zwischen den Grundschulen und den Trägern der O ffenen Kinder - und Jugendarbeit. 
Auch mit den Kitas und Kindergärten im Einzugsgebiet soll sich nach Möglichkeit abgestimmt werden. 
Es gibt eine Abfrage im Herbst eines jeden Jahres für den Bedarf im Schuljahr. Daran bemisst sich 
der Personalbedarf, der mi t einer Gruppe eigener Fach - und Unterstützungskräfte sowie mit Hono-
rarkräften, studentischen Mitarbeiter:innen und Kooperationspartner:innen möglichst aus dem 
Stadtteil abgedeckt wird. 
Die Betreuung wird an der jeweiligen Schule durchgeführt. Die Kinder u nd Mitarbeiter:innen sollen 
eine schöne und entspannte Zeit zusammen gestalten und verbringen. Viele Kinder genießen den 
veränderten Tagesablauf, die ruhigere Atmosphäre und die Tatsache, da ss sie einfach spielen kön-
nen.  Es finden Angebote und Ausflüge statt, sodass die Kinder eine abwechslungsreiche Zeit in den 
Ferien erleben können. Auch hier w erden die Kinder im Vorfeld mit einbezogen, s odass ihre Vor-
schläge und Wünsche ins Programm eingebaut werden können. 
6. Kooperation 
Eine gute inhaltliche und strukturelle Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren an Schule 
trägt wesentlich zum Gelingen von Schulkarrieren für Kinder als auch zu einem guten Schulklima 
bei. Wenn das gelingt, fühlen Kinder sich wohl, sehen Eltern die Schule als vertrauenswürdigen 
Partner für die Themen der Kinder/der Familie an, engagieren sich Mitarbeiter:innen.  
6.1 Mit Eltern 
Für eine gelingende Erziehungs - und Bildungspartnerschaft ist eine gute Kooperation zwischen El-
tern, Fach- und Lehrkräften von grundlegender Bedeutung. Die Fachkräfte der Schule stehen in der 
Verantwortung, auf Eltern, unabhängig von ihrer Situation, wertschätzend, offen und freundlich zu-
zugehen. Wenn die Eltern eine positive Haltung gegenüber der Schule haben , wirkt sich das in der 
Regel positiv auf die Kinder und die Arbeit mit ihnen aus. Eltern sollen nicht ihrer Erziehungsverant-
wortung enthoben, sondern am Entwicklungsprozess  ihrer Kinder beteiligt werden. Dafür ist regel-
mäßiger, transparenter und zeitnaher Austausch zwischen Fachkräfte n und Eltern not wendig, der 
nach Möglichkeit wenig anklagend, sondern beschreibend gestaltet werden sollte. Unterschiedliche 
Informations- und Zugangswege stellen sicher, dass Eltern auch erreicht werden, wenn sie nicht al-
phabetisiert sind, kein Deutsch können oder selten an der Schule präsent sind.

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Auf unterschiedliche Art und Weise können die Eltern in den Ganztag einbezogen werden:  
 Einbindung in Gremien (z.B. OGS -Sprecher:innen in regelmäßigem Austausch mit der O GS-Koor-
dination) 
 Aktive Mitwirkung oder Verantwortungsübernahme für bestimmte Themen im Offenen Ganztag, 
Einbindung in die konzeptionelle Weiterentwicklung (z.B. Teilnahme und/oder Mitgestaltung von 
Festen, Aktionen, Ausflügen) 
 Partizipation bei der Weiterentwicklung der Bildungs- und Freizeitangebote 
 Individuelle Gesprächsangebote (z.B. beim Elternsprechtag, „Tür- und Angelgespräche“ in Abhol-
situationen, terminierte Elterngespräche zu bestimmten Themen bezüglich der Kinder)  
6.2 Innerhalb der Schule 
An der Grundschule gibt es unterschiedliche Berufsgruppen mit unterschiedlichen Aufgabenfeldern. 
Für eine gute inhaltliche pädagogische Arbeit im Offenen Ganztag ist eine flüssige und transparente 
Zusammenarbeit und Kommunikation von großer Bedeutung. Wenn alle Informationen gut ine inan-
dergreifen können Kinder möglichst einheitlich in ihren Themen, Entwicklungspotentialen und Ent-
wicklungsaufgaben unterstützt werden. Verschiedene Strukturen sind dabei hilfreich: 
 In einem Jour-fixe treffen sich Schulleitung und OGS-Koordination zu den gemeinsamen Themen 
und Fragestellungen und als Schnittstelle in die jeweiligen Teams 
 Die OGS-Koordination nimmt an den relevanten Gremien der Schule teil (Lehrerkonferenz, Schul-
pflegschaft, Schulkonferenz) 
 Die Schulleitung besucht zu abgesprochenen Zeiten oder zu nachgefragten Themen das OGS -
Team 
 Lehrer:innenstunden werden im Offenen Ganztag eingesetzt für die Lernzeitbegleitung oder für 
pädagogische Angebote 
 Es gibt ein multiprofessionelles Team (Sonderpädagogik, Schulsozialarbeit, Heilpädagogik, 
Schulleitung, OGS-Leitung), welches gemeinsam auf Kinder mit beso nderem Bedarf guckt, Auf-
gaben, Zuständigkeiten und Absprachen trifft und weitertransportiert 
 Berufsübergreifende gemeinsame Fortbildungen oder pädagogische Thementage erhöhen die 
Qualität der Zusammenarbeit und ein Miteinander auf Augenhöhe 
 Es gibt feste Ansprechpartner:innen im Ganztag für jede Klasse  
6.3 Innerhalb der Caritas 
Als Träger nimmt die Caritas Münster über die Bereichsleitung „Schulnahe Jugendhilfe“ die Fachbe-
ratung und inhaltliche Weiterentwicklung des OGS-Konzepts in ihre Verantwortung. Die OGS-Koordi-
natoren haben wöchentlich ein Team mit der Fachberatung, welches zum großen Teil per Vi deokon-
ferenz durchgeführt wird. Die jeweiligen OGS-Teams werden in größeren Abständen und zu bestimm-
ten pädagogischen Themen besucht. 
Die Bereichsleitung ist in trägerinterne Gremienstrukturen eingebunden und der Abteilung „Jugend- 
und Familienhilfen“ zugeordnet. Dadurch ergeben sich vielfältige Effekte, die den Kindern und Fami-
lien im Offenen Ganztag zu Gute k ommen. Unter anderem gibt es die Möglichkeit, bedarfsgerechte 
Beratungs- und Unterstützungsangebote z.B. aus der Erziehungsberatungsstelle, den Frühen Hilfen, 
der Schuldnerberatung, dem Migratio nsdienst, der Suchtberatung, den  teilstationären oder ambu-
lanten erzieherischen Hilfen, gegebenenfalls unter Einbeziehung des KSD zu vermitteln.

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6.4 Mit anderen Organisationen, Trägern und Verbänden 
Die Caritas arbeitet sowohl im Sozialraum der Schule als auch darüber hinaus mit unterschiedlichen 
Kooperationspartner:innen zusammen. Die Vernetzung im Stadtteil mit Kulturschaffenden, Verbän-
den, Vereinen und Organisationen sorgt dafür, dass Kinder und Familien die Möglichkeiten zu Bil-
dung, Vereinsleben, Kunst und Kultur kennen und nutzen lernen. Mit freien Trägern, der Stadt Müns-
ter als öffentlicher Jugendhilfeträgerin, der Schulpsychologie und dem KSD sowie Einrichtungen aus 
dem Gesundheitswesen arbeiten wir zusammen, um Eltern und Kinder in schwierigen Situationen 
bedarfsgerecht und bestmöglich unterstützen zu können. Auch außerhalb des Sozialraums gibt es 
Anbieter von unterschiedlichen A ktivitäten, mit denen wir kooperieren, um den Kindern breitgefä-
cherte Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten bieten zu können. 
6.5 Mit der Stadt Münster 
Es gibt eine lang jährige und kooperative Zusammenarbeit in unterschiedlichen Zusammenhängen 
mit der Stadt Münster. Diese dient der inhaltlichen Auseinandersetzung und Weiterentwicklung des 
Offenen Ganztages, der Di skussion aktueller Themen mit  evtl. Handlungsableitung sowie der Quali-
tätssicherung: 
 Trägerkonferenzen mit der Stadt Münster und freien OGS-Trägern 
 Facharbeitskreise für OGS-Koordinator:innen 
 Inhaltliche Gremienarbeit zu bestimmten Themen 
 Teilnahmemöglichkeiten am städtischen Fortbildungsprogramm 
 Entwicklung gemeinsamer Absprachen und Haltungen 
7. Qualitätssicherung 
Um die fachliche Arbeit stets auf einem hohen Niveau und dem aktuellen Stand des Wissens halten 
zu können, werden verschiedene Maßnahmen der Qualitätssicherung durchgeführt. Auch für den Kin-
derschutz sind festgelegte Verfahrensabläufe ein notwendiger Standard in Bezug auf Qualität und 
zeitnahes Handeln. 
7.1 Einbindung der OGS in das Qualitätsmanagement der Caritas Münster 
Qualitätsmanagement bewerten wir als einen wesentlichen Erfolgsfaktor. Mit dem zentralen Q uali-
tätsmanagementsystem der Caritas Münster werden Festlegungen zur Unternehmenspolitik, zu Zie-
len und Strukturen, zu systematischen Abläufen, zu Prozessen sowie zu Überprüfungs - und Überwa-
chungsmaßnahmen getroffen. Damit soll eine ständige Verbesserung der Qualität der Dienstleistun-
gen als auch interner Abläufe erreicht werden. Ein wichtiges Ziel ist, die Qualität der Arbeit in den 
Bereichen, Einrichtungen und Diensten auf einem hohen Niveau zu halten und an der Kunden - und 
Mitarbeitendenzufriedenheit auszurichten. Zur Bearbeitung der Themen wurde ein e Arbeitsstruktur 
etabliert, in der Mitarbeitende je nach Thema aus verschiedenen Teams oder innerhalb eines Teams 
zusammenkommen und Verfahren und Konzepte erarbeiten. 
In Bezug auf die Arbeit im offenen Ganztag bedeutet dies, dass einheitliche Qualitätsgrundsätze de-
finiert und regelmäßig überprüft werden. Inhalte und Konzepte der täglichen Arbeit werden inner-
halb der Teams reflektiert und bei Bedarf angepasst.  
7.2 Qualität in Bezug auf das Personal 
Mitarbeitenden werden regelmäßig Fort- und Weiterbildungen angeboten. Thematische Bedarfe kön-
nen sich dabei sowohl aus der täglichen Arbeit als auch aus Neuerungen bei gesetzlichen oder fach-
lichen Grundlagen ergeben. Wichtig ist uns dabei die Verzahnung mit der Schule in den Blick zu neh-
men, um ggfs. Themen im Bereich der Fort- und Weiterbildung bündeln zu können.

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Es werden zudem jährlich Mitarbeitendengespräche mit allen Mitarbeitenden geführt. Diese verbes-
sern die interne Kommu nikation und tragen so zu einer größeren Mitarbeitendenzufriedenheit bei. 
Zudem können hier Potentiale erfasst werden, die die Entwick lung der Mitarbeitenden fördert und 
eine strategische Personalentwicklung möglich werden lässt. 
7.3 Kinderschutz 
Die Caritas Münster verfügt über ein eigenes Institutionelles Schutzkonzept zur Sicherung eines 
grenzachtenden Umgangs. Dies wird als Anlage zum Konzept mitgesendet. 
Die Caritas Münster setzt die „Vereinbarung über die Zusammenarbeit zur Sicherung des Kindeswohls 
zwischen den Grundschulen im Stadtgebiet Münster, dem Amt für Schule und Weiterbildung und dem 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (Stand 15.07.2015)“ um.  Im Schulterschluss mit der Schule 
(§ 42 Schulgesetz NRW) wertet die OGS nach § 8a SGB VIII das Kindeswohl ein. Trägerintern wird eine 
sogenannte Kinderschutzfachkraft hinzugezogen und alle Prozess schritte der Vereinbarung werden 
eingehalten. Eltern/Sorgeberechtigte und der Kommunale Sozialdienst werden wie vorgesehen ein-
bezogen und beteiligt. Trägerintern gibt es für alle Mitarbeiter:innen im Rahmen des Institutionellen 
Schutzkonzepts eine Fortbildung zur “Prävention sexueller Gewalt“. 
Wenn es zu Anhaltspunkten von Kindeswohlgefährdung kommt, werden in einem abgesprochenen 
Gremium (z.B. multiprofessionelles Team der Schule mit  OGS-Kraft, OGS-Koordination, Schulsozial-
arbeit und Schulleitung) die Fakten zusammengetragen und darüber beraten, welche Schritte folgen. 
Idealerweise gibt es an der Schule eine:n Kindeswohlbeauftragte:n, der oder die hi nzugezogen wer-
den kann. 
7.4 Qualität über Strukturen 
Es gibt verschiedene Strukturen innerhalb der Caritas, der Abteilung, des Bereiches und der jeweili-
gen OGS, die dafür sorgen, dass die Qualität gesichert und weiterentwickelt werden kann:  
 
Für die Fachberatung  Leitungswerkstatt (Fachberatung, 4 Mal im Jahr)  
 Abteilungskonferenz (Fachberatung monatlich)  
 Fachausschuss OGS Diözesancaritasverband (6 Mal im Jahr) 
für die OGS-Koordination  OGS-Koordinationsteam (mit Fachberatung wöchentlich) 
 OGS-Leitungssupervision (4-5 Mal jährlich)  
Für das OGS-Team  OGS Teamsitzungen mit Gruppenleitungen und Unterstüt-
zungskräften (wöchentlich) 
 OGS-Großteams (4-6 Mal jährlich)   
 Fach- oder Teamtag OGS gesamt (1 Mal jährlich) 
Bei Bedarf  Fachberatung im OGS-Team (zu bestimmten Themen, mehr-
mals im Jahr) 
 Steuergruppe OGS zur Weiterentwicklung des Konzepts

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Dazu gibt es Strukturen über die Stadt Münster zur Qualitätssicherung, an der entweder die OGS -
Koordinator:innen, die Fachberatung oder die Abteilungsleit ung Jugend -und Familienhilfen teil-
nimmt: 
Für die Fachberatung  Trägerkonferenz OGS  
 Qualitätszirkel zu bestimmten Themen  
Für die OGS-Koordination  Facharbeitskreis OGS 
 Fachtag OGS für alle Träger 
 Fachtag Förderinseln für alle Träger 
Für das OGS-Team  Fachtag OGS für alle Träger 
    
Viele dieser Gremien (sowohl der Caritas als auch der Stadt Münster) finden aus Gründen der Zeiter-
sparnis inzwischen häufig digital statt. Es wird auf einen angemessenen Wechsel zwischen Präsenz - 
und online-Veranstaltungen geachtet. 
Darüber hinaus nehmen wir mit einer Schule am Projekt „Zukunft Ganztag sbetreuung!“ des BvkE 
(Bundesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen e. V) von 2021 – 2023 
teil. 
8. Zukunftsmusik und Ausblick 
Ein Konzept ist niemals ganz fertig und entwickelt sich z.B. aufgrund von entstehenden Bedarfen, 
beobachtbaren Phänomenen, Fragen von Kindern, Eltern und Mitarbeiter:innen, geänderten Vorga-
ben oder neuer fachlicher Erkenntnisse immer weiter. 
Im Folgenden werden Themen beschrieben, die der Caritas Münster als Entwicklungsthemen wich-
tig sind. 
8.1 1 Schule – 1 Träger 
Mit der Stadt Münster und der Schule zusammen bauen wir unsere OGS-Standorte sukzessive so 
aus, dass wir an den jeweiligen Schulen alle Dienste anbieten, die in schulnaher Jugendhilfe tätig 
sind (Schulsozialarbeit, Förderinsel, Schulbegleitung). Dies vereinfacht die Absprachen im Netz-
werk, es gibt klare Ansprechpartner:innen, die Informationen fließen schneller und flüssiger, es 
sind nicht so viele unterschiedliche Termine nötig. 
8.2 OGS als sozialraumorientiertes Angebot 
Jede Schule ist verwurzelt in ihrem Quartier mit seinen Menschen, seinen Vereinen, seinen Themen 
und Strukturen. Hier gilt es, Akteure zu finden, mit denen die OGS Kooperationsmöglichkeiten einge-
hen kann. Zum einen, um interessante AGs an Schulen anzubieten, zum anderen, um für die Kinder 
im Stadtteil niederschwellig Bildungsangebote zu schaffen, die sich am Bedarf und an den Interessen 
der Kinder orientieren. Auch braucht es eine Aufmerksamkeit für die Themen und Probleme, die El-
tern im Sozialraum bewegen. Eine Zielperspektive ist es, die vielfältigen Beratungsangebote der Cari-
tas (z.B. zu de n Themen Geld, Wohnen, Erziehung, Migration und Familienhilfe) niedrigschwellig für 
die Eltern nutzbar zu machen. Denkbar sind Formate wie offene Sprechstunden oder Elterncafes.   
8.3 Trägerinterne Fortbildungen 
Die Caritas Münster kann über ihr eigenes Fortbildungsinstitut Inhalte für ihre ei genen OGS–Teams 
anbieten und diese teilweise auch für die Kolleg:innen anderer Träger öffnen. Die Fortbildungen neh-
men die Bedarfe der Mitarbeiter:innen und die Themen an den Schulen auf und können sowohl in 
Präsenz stattfinden als auch digitale Formate bedienen. Zum Thema „Grenzachtender Umgang“ und

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„Prävention sexuell übergriffigen Verhaltens“ werden gerade Onlineformate geplant, die Mitarbei-
ter:innen individuell abrufen können und die dann in einer Präsenz veranstaltung nachbereitet wer-
den.  
8.4 Schulübergreifende Zusammenarbeit  
Die Caritas Münster ist sehr an schulübergreifender Kooperation interessiert, um Ressource n gut zu 
nutzen und zu steuern. Dieses scheint besonders aktuell und wichtig für Krankheitsvertretungen, bei 
der Ferienplanung oder Fortbildungsangeboten.  
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Personal mit einer bestimmten Fachrichtung übergreifend zu 
beschäftigen, um bestimmten Themen der Kinder noch besser begegnen zu können (z.B. Anti-Gewalt-
training, Fair streiten, Theaterprojekte) oder das Personal zu bestimmten Themen zu unterstützen 
(z.B. heilpädagogische Sicht auf Kinder, Kommunikation mit Kindern in schwierigen Situationen, Ge-
walt an Schule, Wichtigkeit von Angeboten für Mädchen und für Jungen).  
8.5 Diversität 
Die Gesellschaft in der wir leben verändert sich kontinuierlich und damit auch die Lebenswirklichkeit 
und die Bedürfnisse von Kindern.  M it den Familien der Kinder im Austausch zu sein bedeutet nicht 
nur, den Eltern die Perspektive der Schule mitzuteilen, oder womöglich Anforderungen zu stellen, 
sondern umgekehrt für die Schüler:i nnen und ihre Familien ansprechbar und offen zu sein und so 
eine auf Vertrauen und Austausch basierende wechselseitig positive Beziehung herzustellen. Nur in 
einer solchen, offenen Atmosphäre und unter Berücksichtigung der speziellen Bedürfnisse, kann die 
ganz individuelle positive Entwicklung eines Kindes stattfinden.  
8.6 Nachhaltigkeit 
Der Deutsche Caritasverband (DCV) hat das Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2030 ausgeschrie-
ben. Die Caritas Münster hat diesbezüglich eine interne Arbeitsgruppe zum Thema  Nachhaltigkeit 
gegründet, die sich diesem Thema annimmt. Neben kurzfristigen Maßnahmen wie zum Beispiel der 
Müllvermeidung bei Veranstaltungen werden aktuell auch weitere Maßnahmenpakete aufgelegt, die 
das Ziel der Klimaneutralität unterstützen. 
Ergebnisse der internen Arbeit der Caritas Münster werden zunehmend auch in den Arbeitsalltag der 
Offenen Ganztage  einfließen. Im Vordergrund steht dabei der ressourcenschonende Umgang mit 
Energie und Materialien, aber auch neue Bildungsprojekte mit weiteren Kooper ationsträgern oder 
die laufende Überprüfung unserer Lieferanten in Bezug auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit 
sind wichtiger Bestandteil in diesem Projekt. 
8.7 Kultursensibilität 
Münster ist, aufgrund vieler Faktoren, sei es durch die Universität oder den Zuzug durch Migranten 
aus verschiedensten Ländern, ein immer diverserer Schulstandort geworden und entwickelt sich im-
mer weiter. Der Bedarf an Kultur- und Sprachmittlung wird immer größer. 
Für viele Familien ist der Kontakt zur Schule ihrer Kinder der einzige zum „typischen“ deutschen 
Alltag. Hier prallen Welten voller Vorurteile und Missverständnisse aufeinander. Sich zu begegnen, 
gehört zu werden und gut zu kommunizieren sind die besten Möglichkeiten viele Schwierigkeiten auf 
Augenhöhe zu beheben und Lösungen zu finden.  
Einerseits ist die Erwartung an den Anpassungswillen der Fami lien mit internationalem Hintergrund 
in unserer Gesellschaft hoch. Andererseits fühlen sich die Mitarbeiter:innen oftmals im Umgang mit 
den ihnen fremden Sprachen und Bräuche n unsicher und wissen nicht an wen sie sich mit ihren 
Fragen wenden können.  
Es ist daher unser Anliegen, Lösungen für Eltern und Betreuer:innen anzubieten und gezielt Ange -
bote zu schaffen. Diese können die Form von Workshops oder Vorträgen haben, aber au ch als per-
sönliche Beratung in Gesprächsform hybrid in Anspruch genommen werden. Wir haben im Verband 
eine sozialpädagogische Fachkraft mit jahrelanger Erfahrung im Bereich der interkulturellen Bera-
tung zur Verfügung, die Teams in dieser Hinsicht schulen k ann oder zu Fallberatungen mit dieser 
Fragestellung hinzugezogen werden kann.

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8.8 Hybride Elternformate 
Elternabende werden sehr unterschiedlich gut besucht, es scheint in den letzten Jahren schwieriger 
geworden zu sein, Eltern abends für bestimmte Themen zu e rreichen. Wir können Elternabende on-
line oder hybrid durchführen, um auch Eltern zu erreichen, die sich keinen Babysitter leisten können 
oder aus anderen persönlichen Gründen lieber nicht in Präsenz teilnehmen möchten.  
8.9 Mobbing, Gewaltprävention, Umgang mit Gewalt zwischen Kindern 
Die Caritas Münster ist seit längerem in der Gewaltprävention tätig und beschäftigt zwei Mitarbeiter, 
die sich speziell diesem Thema widmen. Wir möchten für die Offenen Ganztage in unserer Träger-
schaft ein Konzept erarbeiten, wie mit dem Thema umgegangen werden kann und welche Strukturen 
und Methoden hilfreich sind, um Gewalt vorzubeugen oder mit ihr umzugehen, wenn sie auftaucht.  
Dies bezieht sich sowohl auf den Umgang zwischen den Kindern als auch auf die Ebene zwischen 
Mitarbeitenden und Kindern (natürliches Machtverhältnis aufgrund von Alter, Größe und Position) 
und den Umgang der Mitarbeiter:innen untereinander. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kontaktdaten für Rückfragen oder Rückmeldungen: 
 
Dr. Ralf Kaisen 
Abteilungsleitung Kinder, Jugend- und Familienhilfen 
Tel 0251 53009-338 
ralf.kaisen@caritas-ms.de 
Wire: @kaisen_caritas_ms 
 
Christina Kleinefenn 
Bereichsleitung Schulnahe Jugendhilfe 
Tel 0251 53009-360 
Mobil: 0170 5969796 
christina.kleinefenn@caritas-ms.de 
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Beratungsverlauf (7)

23.08.2022 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 5.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
23.08.2022 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 9 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
30.08.2022 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit und Ordnung
TOP 5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
01.09.2022 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 14 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
06.09.2022 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 8.23 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
07.09.2022 Hauptausschuss
TOP 25 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
07.09.2022 Rat
TOP 33 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (8)

  • Friedrichstraße 1
  • Holunderweg
  • Idenbrockplatz 27
  • Johann-Krane-Weg 18
  • Sentruper Höhe
  • Kinderhaus
  • In der Au 3
  • Holtrode

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Details

Aktenzeichen
V/0380/2022
Typ
Vorlagen
Datum
16.06.2022
Erstellt
08.06.2022 18:15