Mandari Insight

V/0333/2013

Quartiersentwicklung zwischen Eisenbahnstraße und Friedrichstraße

Vorlagen 07.06.2013

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V-0333-2013-Anlage-1-DASL-Wettbewerb-1-Preis

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Ansehen

V-0333-2013-Anlage-2-Auslobungstext

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

V-0333-2013-Anlage-1-DASL-Wettbewerb-1-Preis

135 Zeichen

Anlage 1 zur Vorlage
V/0333/2013

DASL-Wettbewerb / 1. Preis

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Konzept 1:500

V-0333-2013-Anlage-2-Auslobungstext

40281 Zeichen

Begrenzter Wettbewerb 
nach RAW 2004 
 
 
 
Paul-Gerhardt-Haus 
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Auslobungsunterlagen 
Stand 16.05.13 
 
 
Betreuung 
Schopmeyer Architekten BDA 
 
                               Anlage 2 
zur Vorlage Nr. V/0333/2013

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  2 
 
Inhaltsverzeichnis 
 
 
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen 3 
 
 
1. Ausloberin 3 
2.  Wettbewerbsart 3 
3. Wettbewerbsaufgabe 3 
4.  Wettbewerbsteilnehmer 3 
5. Preisgericht 5 
6. Wettbewerbsunterlagen 6 
7. Wettbewerbsleistungen 7 
8. Preise + Vergütung 8 
9. Termine 8 
10.  Eigentum + Urheberrecht 9 
11. Weitere Bearbeitung 9 
 
Teil 2 Rahmenbedingungen 10 
 
 
1.  Anlass und Ziel des Wettbewerbs 10 
2. Planerische Situation und Absichten zur Bebauung  bzw. Freiflächengestaltung   10 
3. Städtebauliche Rahmenbedingungen 15 
4. Baukosten und Wirtschaftlichkeit im Betrieb 15 
5. Beurteilungskriterien 15 
 
 
Teil 3 Anlagen 16

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  3 
 
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen  
 
 
1. Ausloberin 
 
Ausloberin des Wettbewerbs ist die  Evangelische Er löser-Kirchengemeinde  
  
  Friedrichstr. 10 
  48145 Münster 
 
 
2. Wettbewerbsart 
 
Es handelt sich um einen begrenzten Wettbewerb. Der  Wettbewerb ist einstufig und anonym. Der Durch-
führung des Wettbewerbs liegen die RAW 2004 zugrunde. 
Das Verfahren wird bei der Architektenkammer NW unter der Registriernummer W XX/13 geführt. 
 
Alle am Verfahren Beteiligten erklären, dass sie Ke nntnis vom Auslobungstext haben und diesen ak-
zeptieren. 
 
 
3.  Wettbewerbsaufgabe 
 
Die Evangelische Kirchengemeinde beabsichtigt, das Paul-Gerhardt-Haus (PGH) zwischen Eisenbahn-
straße und Friedrichstraße abzubrechen und südlich der Erlöserkirche auf der Fläche des öffentlichen 
Parkplatzes einen Neubau (als ersten Bauabschnitt des neu zu gestaltenden Ensembles) zu errichten.  
Das angestrebte Nutzungskonzept ist dem beigefügten Raumprogramm zu entnehmen. 
 
Nach Abriss des PGH eröffnet sich die Möglichkeit, an der bisherigen Stelle einen weiteren Neubau in 
gemeindlicher Nutzung zu errichten; unter diesem Pr ojekt soll eine Tiefgarage errichtet werden, welche  
sich bis unter die nördliche Freifläche erstrecken könnte. Der Neubau soll im Zuge einer Zielplanung 
entwickelt werden, die sich bis an die neue nördlic he Bebauungsgrenze ausdehnen darf (entspricht der 
Nordfassade des Gebäudes Eisenbahnstr. 17). 
 
 
4. Wettbewerbsteilnehmer  
 
Architekturbüro 
Peter Bastian Architekten BDA 
 Hafenweg 24 
48155 Münster 
T. 0251-60922710 
 
 
Architekturbüro 
behet bondzio lin architekten 
 Hafenweg 26b 
48155 Münster 
T. 0251-136510 
 
 
Architekturbüro 
BOLLES+WILSON GmbH & Co. KG 
 Hafenweg 15 
48155 Münster 
T. 0251-482720 
 
 
Architekturbüro 
BURHOFF und BURHOFF Architekten BDA 
 Mauritzstr. 23 
48143 Münster 
T. 0251-62562510 
/barb4right

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  4 
 
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen  
 
 
4. Wettbewerbsteilnehmer  (Fortsetzung) 
 
Architekturbüro  
Planungsgemeinschaft Diana Danne + Kollege 
 Tannenbergstr. 23 
48147 Münster 
T. 0251-925226 
 
 
Architekturbüro 
döll architecten 
 postbus 2555 
3000 CN Rotterdam 
T. 0031-102718200 
 
 
Architekturbüro 
MAX DUDLER 
 Oranienplatz 4 
10999 Berlin 
T. 030-6151073 
 
 
Architekturbüro 
Fourmove GbR 
 Am Mittelhafen 42 
48155 Münster 
T. 0251-39554520 
 
 
Architekturbüro 
greive . und . kuckert _ architekten . bda 
 Hamburgerstr. 2 
48155 Münster 
T.  
 
 
Architekturbüro 
hartig I wömpner architekten BDA 
 Bült 13 
48143 Münster 
T. 0251-5395400 
 
 
Architekturbüro 
jutta heinze architektin bda 
 kardinal-galen-str. 13 
47051 duisburg 
T. 0203-21933 
 
 
Architekturbüro 
KRESINGS GmbH 
 Lingener Str. 12 
48155 Münster 
T. 0251-987780 
 
 
/barb4right

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  5 
 
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen  
 
 
4. Wettbewerbsteilnehmer  (Fortsetzung) 
 
Architekturbüro 
Maas und Partner Architekten 
 Josef-Pieper-Str. 2 
48149 Münster 
T. 0251-272829 
 
 
Architekturbüro 
Rübsamen + Partner Architekten BDA 
 Bergstr. 50 
44791 Bochum 
T. 0234-4175620 
 
 
Architekturbüro 
schmersahl I biermann I prüßner Planungsgesellschaft mbH & Co. KG. 
 Friesenweg 12 
32107 Bad Salzuflen 
T. 05222-9751-0 
 
 
Architekturbüro 
STADTRAUM PROJEKT GmbH 
 Am Mittelhafen 42-44 
48155 Münster 
T. 0251-98113015 
 
 
5. Preisgericht  
 
5.1. Preisrichter  
 
Sachpreisrichter  
N.N. 
Münster 
 
 
Dipl.-Ing. Architekt 
Dr. Volker Droste 
Oldenburg 
 
 
Superintendentin 
Meike Friedrich 
Münster 
 
 
Dipl.-Ing. Architektin 
Dagmar Grote 
Ahaus 
 
 
Landeskirchen-Baudirektor Dipl.-Ing. Architekt 
Reinhard Miermeister 
Bielefeld 
 
 
Presbyter 
Martin Schofer 
Münster 
/barb4right

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  6 
 
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen  
 
 
5.1. Preisrichter  (Fortsetzung) 
 
Stadtdirektor und Dipl.-Ing. Architekt 
Hartwig Schultheiß 
Münster 
 
Pfarrer 
Thomas Thilo 
Münster 
 
Diözesanbaudirektor und Dipl.-Ing. Architekt 
Georg Wendel 
Münster 
 
Pfarrer 
Frank Winkelmeyer 
Münster 
 
 
5.2. Stellvertretende Preisrichter 
 
Baureferent Landeskirchenamt Dipl.-Ing. Architekt 
Roland Berner 
Bielefeld 
 
Leiter Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung und Stadtplaner  
Christian Schowe 
Münster 
 
Dezernent und Dipl.-Ing. Architekt 
Siegfried Thielen 
Münster 
 
 
5.3 Sachverständige Berater (ohne Stimmrecht)  
 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  
Stephan Böhme 
Münster 
 
Siegerin Postgraduiertenwettbewerb, Dipl.-Ing. Architektin 
Denise Handler /barb4right angefragt  
Aachen 
 
Leiter HOT 
Gert Herrera 
Münster 
 
Leiter Amt für Immobilienmanagement 
Andreas Nienaber 
Münster 
 
plan.werk Gesellschaft für Architektur und Städtebau mbH 
Andreas Noack 
Münster 
 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Dipl.-Ing. Architektin und Stadtplanerin 
Marion Philipp 
Münster 
 
LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen 
Dr. Barbara Seifen 
Münster 
/barb4right

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  7 
 
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen  
 
 
5.3 Sachverständige Berater (ohne Stimmrecht) (Fortsetzung) 
NRW.Bank 
N.N. 
Münster 
 
Diakonie 
N.N. 
Münster 
 
plan.werk Gesellschaft für Architektur und Städtebau mbH 
Erich Varnhagen 
Münster 
 
Leiter Familienbildungsstätte 
Rob Wiltschult 
Münster 
 
5.4 Wettbewerbsbetreuung 
 
Schopmeyer Architekten BDA 
Am Dill 1 
48163 Münster 
 
6.  Wettbewerbsunterlagen 
 
Die Unterlagen bestehen aus diesem Auslobungstext und weiteren Anlagen. 
 
7. Wettbewerbsleistungen 
 
7.1 Schwarzplan M 1:1000 
 
7.2 Lageplan M 1:500 mit Darstellung der Freifläche n (Betrachtungsraum) 
 
7.3 Grundrisse, Schnitte + Ansichten M 1:200 PGH; 2 . BA M 1:500 (Zielplanung) 
  
7.3 Massenmodell M 1:500  (Die Auflegeplatte für das Münster Modell wird beim Kolloquium übergeben.)  
 
7.4 Berechnung der Nutzflächen und Verkehrsflächen nach DIN 277 (PGH) 
 
7.5 Berechnung der Brutto-Grundrissfläche (als digi tale Flächenberechnung) 
 
7.6 Berechnung des Brutto-Rauminhalts 
 
7.7  Erläuterungsbericht (Max. 1 Seite DIN A 4, get rennt von den Plänen) 
 
7.8. Ergänzende Angaben: 
  
Alle Planungsleistungen und Präsentationen müssen d urch eine Nummer anonym gekenn-
zeichnet sein. Die Tarnzahl besteht aus 6 arabischen Ziffern (Höhe max. 1 cm, Breite max. 6 cm) 
am rechten, oberen Blattrand. 
 
Die Zeichnungen sind als Strichzeichnungen schwarz- weiß -farbige Darstellungen sind lediglich 
für den Lageplan zulässig- einzureichen. (1 Satz Pr äsentationspläne, gerollt, 1 Satz Prüf- und 
Berechnungspläne, gefaltet, mit Eintragung der Haup tabmessungen [Das Fehlen dieser Anga-
ben kann als nicht erbrachte Leistung gewertet werd en und zum Ausschluss der Arbeit führen]). 
Die Pläne sind zu norden. 
 
Die Unterlagen sind zusätzlich als pdf- bzw. jpg-Dateien auf einer CD-ROM zur Verfügung zu 
stellen. Ebenso sind die Zeichnungen als dwg- bzw. dxf-Dateien  zur Vorprüfung als CD-ROM 
einzureichen.  
 
Die Teilnehmer werden darauf hingewiesen, dass die geforderten digitalen Flächenbe-
rechnungen das Umfahren der Räume im geschlossenen Polygonzug ermöglichen müssen. 
/barb4right 
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  8 
 
 
 
7. Wettbewerbsleistungen (Fortsetzung) 
 
Nicht verlangte Leistungen werden zur Beurteilung durch das Preisgericht nicht zugelassen. 
 
 Legenden sind nicht zugelassen. 
 
 Jeder Teilnehmer darf sich nur mit einem Entwurf a m Wettbewerb beteiligen. 
 Den Wettbewerbsunterlagen ist ein Verzeichnis der eingereichten Unterlagen beizufügen.  
 
 Gleichzeitig mit der Arbeit ist in einem verschlos senen, undurchsichtigen Umschlag die 
ausgefüllte Verfassererklärung (Anlage 1) einzureic hen. Außen darf der Umschlag nur die 
Kennzahl ausweisen. Mit der Erklärung versichert de r Wettbewerbsteilnehmer ehrenwörtlich 
durch seine Unterschrift, dass er der geistige Urheber der eingereichten Arbeit ist.  
 
 Zur Wahrung der Anonymität ist als Absender die An schrift des Empfängers einzusetzen. 
 
 
8. Preise und Vergütung 
 
8.1 Die Gesamtpreissumme beträgt 47.000,00 € inkl. Mehrwertsteuer.  
 
8.2 Es werden folgende Preise ausgelobt: 
 
1. Preis    18.800,00 € 
2. Preis    11.700,00 € 
3. Preis    7.100,00 € 
Für Anerkennungen 9.400,00 € 
 
Summe:     47.000,00 € inkl. Mehrwertsteuer 
 
8.3. Es bleibt dem Preisgericht vorbehalten, eine a ndere Aufteilung der Preise vorzunehmen. 
 
8.4. Die Preise werden nach Entscheid des Preisgeri chts gegen Rechnung ausgezahlt. 
 
 
9. Termine 
 
9.1 Rückfragen 
 
 Schriftliche Rückfragen können bis zum  XX.XX.13 an das Architekturbüro Schopmeyer, Am Dill 
1 in 48163 Münster (Fax: 0251-246651 / eMail: schop meyer.architekten@t-online.de) gerichtet 
werden. Die Beantwortung der Fragen erfolgt im Kolloquium. 
 
9.2. Kolloquium XX. KW 2013  
 
 Die Ausloberin wird ein Kolloquium mit den Teilneh mern und den Preisrichtern veranstalten. Es 
findet statt am XXXXXXXX, XX.XX.13 (XX:XX Uhr ), im Paul-Gerhardt-Haus, Friedrichstr. 10 in 
Münster. Anschließend besteht die Gelegenheit zur gemeinsamen Besichtigung des Geländes. 
 
Das Protokoll zum Kolloquium wird allen Teilnehmern  zugestellt und somit Bestandteil der 
Auslobung. 
  
9.3. Abgabe XX. KW 2013 / XX. KW 2013  
 
 Abgabetermin für die Planunterlagen bzw. die unter  Pkt. 7 geforderten Nachweise und Er-
läuterungen ist der XX.XX.13  (es gilt das Datum des Tagesstempels). 
 
• Bei der Beförderung durch die Post oder andere Bef örderungsunternehmen (Adressat- und 
Absenderangabe: Büro Schopmeyer) kann der Nachweis der termingerechten Einlieferung 
gefordert werden. Falls ein Verfasser, dessen Arbei t prämiert werden soll, diesen Nachweis 
nicht erbringen kann, wird er von der Prämierung ausgeschlossen. 
 
• Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, die Arb eiten am Abgabetag zwischen 13.00 und 
15:00 Uhr, bzw. vorher nach Absprache im Architektu rbüro Schopmeyer, Am Dill 1 in 48163 
Münster, abzugeben.                                                                                                      /barb4right 
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  9 
 
 
 
9. Termine (Fortsetzung) 
 
Das Modell kann bis zum  XX.XX.13  -unter Beachtung der o. a. Zeiten bzw. Modalitäten-  
nachgereicht werden. 
 
9.4. Preisgerichtssitzung  
 
 Das Preisgericht wird voraussichtlich in der XX. KW 13  zusammentreten.  
 
9.5 Bekanntgabe des Ergebnisses und Ausstellung der  Arbeiten 
 
 Allen Wettbewerbsteilnehmern, den Mitgliedern des P reisgerichts und dem Wettbewerbs-
ausschuss der AKNW wird das Wettbewerbsergebnis dur ch Zusendung des Preisgerichts-
protokolls bekannt gegeben. 
 
 Alle Arbeiten werden öffentlich ausgestellt. Ort d er Ausstellung, Zeitpunkt der Eröffnung und 
Dauer werden den Wettbewerbsteilnehmern rechtzeitig bekannt gegeben.  
 
9.6 Terminübersicht 
 
 Rückfragen bis XX.XX.13 
 Kolloquium XX. KW13 XX:XX Uhr 
im PGH, Friedrichstr. 10 in Münster  
 Abgabe der Arbeiten XX. KW 13  
 Abgabe der Modelle XX. KW 13 
 Preisgerichtssitzung  XX. KW 13, voraussichtlich 
 
 
10. Eigentum und Urheberrecht 
 
Die mit Preisen oder Anerkennungen ausgezeichneten Arbeiten werden Eigentum der Ausloberin. 
 
Die Urheberrechte, insbesondere der Schutz gegen Na chbau und das Recht auf Veröffentlichung der 
Entwürfe, bleiben den Teilnehmern erhalten. Die Tei lnehmer erklären Ihr Einverständnis zur Erstver-
öffentlichung bzw. Erstellung einer Dokumentation durch die Ausloberin.  
 
 
11. Weitere Bearbeitung 
 
Die Ausloberin wird im Falle der Durchführung des B auvorhabens einem Preisträger weitere Leistungen 
nach der HOAI für den ersten Bauabschnitt (Neubau Paul-Gerhardt-Haus) übertragen.  
 
Der Auftrag kann die Gesamtbearbeitung der Aufgabe umfassen oder auf die Leistungsphasen 2 - 4 
sowie prägnante Leitdetails beschränkt werden. 
 
Die Bildung von Arbeitsgemeinschaften unter Hinzuzi ehung von Sonderfachleuten ist möglich, sofern 
dies geboten erscheint; hierzu muss die Zustimmung der Ausloberin vorliegen.  
 
Im Falle der Auftragserteilung wird das Preisgeld v om Vorentwurfshonorar abgezogen, wenn die Arbeit 
ohne wesentliche Änderungen der Ausführung zugrunde gelegt werden kann. 
 
Teil 2 Rahmenbedingungen

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  10 
 
 
 
1. Anlass und Ziel des Wettbewerbs 
 
Das bestehende Gemeindehaus ('Paul-Gerhardt-Haus') der evangelischen Erlöser-Kirchengemeinde ist 
aufgrund seiner Größe, der städtebaulichen Wirkung und dem baulichem Zustand für eine zeitgemäße 
Nutzung nicht mehr optimal geeignet. Es soll daher aufgegeben werden. 
 
In Abstimmung mit der Stadt Münster hat die Auslobe rin die Möglichkeit erhalten, das gesamte Areal 
zwischen Freiherr-vom-Stein- und Servatiiplatz sowi e der Eisenbahn- und der Friedrichstraße einer 
fachlichen Untersuchung im Rahmen eines Wettbewerbs zu unterziehen. 
 
Entstehen soll dabei eine -im besten Sinne des Wortes- 'evangelische Insel'. 
 
 
Dabei soll (von Süden nach Norden) die derzeit als Parkplatz genutzte Fläche im Einmündungsbereich 
der Wolbecker Straße das neue Paul-Gerhardt-Haus au fnehmen, die Erlöser-Kirche ein ihrer Bedeutung 
angemessenes Umfeld erhalten, nördlich davon -im Ra hmen einer Zielplanung- ein weiteres Gebäude 
für kirchliche bzw. gemeinbedarfsorientierte Nutzun gen erhalten und die derzeit ebenfalls als Parkraum  
genutzte Fläche am Freiherr-vom-Stein-Platz zu eine m qualitätvollen innerstädtischen Freiraum aufge-
wertet werden. 
 
Die Ausloberin wünscht sich Beiträge, die als Grund lage zu weiteren Bearbeitung dienen können. Diese 
könnte -aufgrund der Vielfalt des Wettbewerbsprogra mms- auch durch unterschiedliche Planungsbüros 
erfolgen. 
 
Ein weiteres -explizit von der Stadt Münster verfol gtes -Ziel ist die gesamte städtebauliche Aufwertun g 
dieses durch starkes Verkehrsaufkommen an den 'Stad teingängen' gekennzeichneten Gebietes. Durch 
qualitätsverbessernde Maßnahmen insbesondere im Auß enraum soll ein Quartier mit einer unverwech-
selbaren Identität entstehen. 
 
 
2. Planerische Situation und Absichten zur Bebauung  bzw. Freiflächengestaltung 
 
Lage 
 
Das Plangebiet liegt an der Nahtstelle der Innensta dt zur historischen Altstadt Münsters. Es wird derz eit 
dominiert von zahlreichen Hauptverkehrsstraßen, an die sich Freiflächen mit unterschiedlicher Funktion  
und zum Teil minderwertiger Gestaltqualität anlager n. Die vorhandene Bebauung begrenzt einerseits als 
Blockrandbebauung diese Verkehrsflächen, anderersei ts stehen Gebäude als Solitäre auf oder an den 
Plätzen. 
 
 
Ausschnitt Münster Modell 
Teil 2 Rahmenbedingungen

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  11 
 
 
 
2. Planerische Situation und Absichten zur Bebauung  bzw. Freiflächengestaltung (Fortsetzung)  
 
 
 
Für das Plangebiet existiert kein Bebauungsplan. Pl anungsvorschläge werden nach § 34 BauGB 
beurteilt. 
 
Historie/Denkmalschutz 
 
Als offizielles Gründungsjahr Münsters gilt das Jah r 793 (damals Mimigernaford). Seitdem entwickelt si ch 
die Stadt kreisförmig um das Zentrum herum. Zunächs t wird eine Wallanlage um den Dom errichtet. Seit 
dem 14. Jahrhundert wird die stetig wachsende Hande lsstadt durch eine Stadtmauer mit zehn Stadttoren 
und flankierenden Gräben geschützt  Nach Schleifung  im Jahr 1770 wurden die Anlagen zur Promenade 
umgewandelt. Dieser beeindruckende Grüngürtel mit b eidseitiger Lindenallee umgibt seitdem Münsters 
Altstadt und wird im Volksmund gern als Münsters „F ahrradautobahn“ bezeichnet. Die sogenannten 
Schanzen sind städtebaulich weitgehend noch nachvol lziehbar, da sie – zum Teil wieder – zu Grünan-
lagen ausgebaut wurden. 
Von den sogenannten „Torhäuschen“ sind nur noch die  beiden im frühklassizistischen Stil errichteten 
Gebäude am Neutor (nahe Hindenburgplatz im Nordwest en der Stadt) und das Mauritztor zwischen 
Promenade und nördlichem Wettbewerbsgebiet erhalten. 
 
Sechs Denkmäler bzw. Denkmalbereiche sind von der Planung tangiert: 
 
-  Friedrichstraße 1 Fassade Landesbank, 1809 
-  Friedrichstraße 2  Villa 1883 
-  Johanniterstraße 1 / Ecke Friedrichstr. Villa 18 48 
-  Erlöserkirche  sogenannte 'Notkirche', nach 1945  (Otto Bartning) 
-  Iduna Hochhaus mit Pavillon 1959/61 (Prof. Kraem er), saniert 1996 
-  Promenadenbereich mit Torhaus seit 1770, Torhaus  von 1827  
/barb4right 
Teil 2 Rahmenbedingungen

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  12 
 
 
 
2. Planerische Situation und Absichten zur Bebauung  bzw. Freiflächengestaltung (Fortsetzung)  
 
Gestalterische Veränderungen im Wettbewerbsgebiet s ind besonders im Umfeld des Iduna-Hochhauses 
einschließlich Pavillon unter denkmalbewahrender Si cht zu prüfen. Der Raum um die Baugruppe wurde 
seinerzeit vom Architekten Kraemer als Fußgängerber eich und Ruhezone mit bewusst axial ausge-
richteten, streng rechteckigen Rasenflächen, Beeten, Brunnen und Solitärbäumen geplant (siehe Anhang 
/ Denkmaldatei). Aus Sicht der Denkmalpflege sollte  dieses Konzept nicht aufgegeben, sondern eher 
gestärkt und komplettiert werden. 
 
Vorhandene Gebäude / Nutzungen 
 
Die Nutzungen vorhandener Gebäude sind sehr heterog en. Geschäfte, Dienstleistungs-/Büroflächen, 
Hotel, einzelne Wohnungen und Gemeinbedarfseinricht ungen der Kirche bestehen nebeneinander. Im 
Norden an der Warendorfer Straße grenzt das Landesh aus des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe 
(LWL) an. Zusammenhängende Baugruppen gleicher Nutzung gibt es kaum. 
 
Das Gebiet hat eine starke Aufwertung erhalten durc h den Neubau der NRW.Bank, die im Herbst 2009 
fertiggestellt wurde.  
Im Süden schließt die Bahnhofsachse an. Das Gebäude  der Bahndirektion wird zurzeit saniert. Der Um-
bau des Hauptbahnhofes mit ergänzenden Einzelhandel snutzungen ist in Planung. Das Projekt der DB 
und eines Investors soll in den nächsten Jahren umg esetzt werden und zu einem städtebaulich-
architektonischen wie wirtschaftlichen Impuls führen. 
 
Die bestehende Erlöserkirche wurde 1949/50 als 'Not kirche' nach den Plänen von Otto Bartning (1883 - 
1959 / http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Bartning ) auf den Fundamenten und dem Turmstumpf des kriegs -
zerstörten neo-romanischen Vorgängerbaus von 1898/1900 (Architekt: Karl Siebold) errichtet. 
  
Innen sichtbares Holzständerwerk bildet eine basilikale Anlage mit einem polygonalen Chor im Norden.  
Der niedrige Turm mit seinem verschieferten Pyramid endach ist weit in den Baukörper eingezogen; 
Langhaus und Chor werden über Oberlichtbänder belic htet, die Seitenschiffe weisen schlitzartige 
'Fensterchen' auf.  
Die Außenwände wurden in Backstein ausgeführt. 
 
 
Trotz einiger Erneuerungen ist die typische Bartnin g'sche 'Notkirche' -als eine von insgesamt 48- 
erhalten geblieben. 
 
Öffentliche Verkehrsflächen / Infrastruktur 
 
Die Hauptverkehrserschließung der Stadt Münster erf olgt vorrangig durch Ringerschließung und auf die 
Kernstadt zulaufende Radialen. Eisenbahnstraße und Friedrichstraße (Einbahnrichtung) sind Teil des 
äußeren Altstadtrings, gleichzeitig münden am Vom-S tein-Platz die Warendorfer Straße und am Ser-
vatiiplatz die Wolbecker Straße als „Zubringer“ in das Ringnetz ein. Diese zentralen Verkehrsachsen si nd 
unverzichtbar.  
Der Bypass zwischen Erlöserkirche und Friedrichstra ße soll aufgegeben werden. Die Straßenverbindung 
kann entfallen; Fahrzeuge aus Richtung Bahnhof und Wolbecker Straße werden über die Eisenbahn-
straße nach Norden geleitet (Ausbau zusätzlicher Rechtsabbiegerspur vor Ampelanlage).  
Der Kurzschluss zwischen Wolbecker Straße und Fried richstraße, der über den heutigen Parkplatz führt, 
wird auf eine Anliegererschließung zurück genommen. 
        /barb4right 
Teil 2 Rahmenbedingungen

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  13 
 
 
 
2. Planerische Situation und Absichten zur Bebauung  bzw. Freiflächengestaltung (Fortsetzung)  
 
Öffentliche und private Plätze 
 
Die Fläche zwischen nördlicher Eisenbahnstraße und Friedrichstraße / gegenüber NRW.Bank wird 
bislang als öffentlicher Parkplatz genutzt. Die NRW .Bank ist an einer repräsentativen Platzgestaltung vor 
dem neuen Bankgebäude sehr interessiert. Bei einer gestalterischen Aufwertung muss aber künftig auch 
der funktionale Anspruch einer zentralen Busstation  mit Nebenanlagen berücksichtigt werden. Wegen 
Ausbaus einer zusätzlichen Rechtsabbiegespur in der  Eisenbahnstraße verschiebt sich die „Bushalte-
spur“ in den Platzraum. Hier gilt es, eine gestalte rische Integration und Harmonie vis à vis des westl ich 
gelegenen Promenadeneingangs herzustellen.  
 
Der Platz um das Iduna-Hochhaus wird als öffentlich er Raum sowohl von Fußgängern als auch in ausge-
wiesenen Bereichen von Fahrradfahrern intensiv genu tzt. Im Übergang zu Promenade und Salzstraße 
nimmt er zum Teil Aufenthaltsfunktionen wahr. Das „ rote Band“ im Pflaster stellt die Verknüpfung zwi-
schen Innenstadt und Ostviertel dar; es führt südlich der Erlöserkirche zur Johanniterstraße weiter.  
 
Kfz- / Fahrrad-Stellplätze 
 
Im Zuge des Wettbewerbsverfahrens sollen 150 Stellp lätze in einer Tiefgarage nachgewiesen werden, 
die sich unter dem Bauwerk nördlich der Erlöserkirc he (mit Zu- und Ausfahrt an der Friedrichstraße) 
befinden soll; eine unterirdische Erweiterung in di e nördlich gelegene Freifläche am Freiherr-vom-Stei n-
Platz ist zulässig. Hinweis: Für das PGH sind im Zu ge des 1. BA zwingend 15 Stellplätze gem. Raum-
programm nachzuweisen. 
 
An der Friedrichstraße sollen fünf Behinderten-Stel lplätze (b = 3,50 m) vorgesehen werden; diese dürfe n 
im öffentlichen Straßenraum nachgewiesen werden. 
Ein temporärer Bus-Stopp für den gefahrlosen und ni cht behindernden Ein- und Ausstieg, z. B. als 
'Bucht', soll -integriert in die Planung der verkehrsberuhigten Zone- entwickelt werden. 
Es sind ausreichend Fahrradstellplätze gemäß der Fa hrradstellplatz-Satzung der Stadt Münster nach-
zuweisen (Anlage 3.11). 
Sicherzustellen ist im Übrigen die Andienung der Ge bäude Friedrichstraße 6-9 (Vorfahrt, Hofzufahrt, 
Feuerwehr).  
 
Fuß- und Radwegeerschließung 
 
Fußgängerströme werden heute aufgrund des starken I ndividualverkehrs ausschließlich an Ampelkreu-
zungen über die Straßen geführt.  
Soweit von der Fahrbahn getrennt angelegte Radwege ausgebaut sind, können sie dem Katasterplan 
entnommen werden. Die Verkehrsplaner halten weiterh in an der Friedrichstraße eine von Norden kom-
mende, der Einbahnrichtung entgegengesetzte Radwegs pur bis zur Querung Höhe Erlöserkirche für er-
forderlich. 
Die als „Rotes Band“ aus Pflasterklinkern kenntlich gemachte Linie, die über den Servatiiplatz, über d ie 
Lichtsignalanlage zur Johanniterstraße und bis zur Lortzingstraße führt, leitet den Radfahrer optisch über 
verkehrsarme Wege in und durch das sogenannte Ostvi ertel der Stadt. In Kreuzungsbereichen sind 
Pflasterornamente zur Betonung eingearbeitet. Der V erlauf des „Roten Bandes“ muss bei einer neuen 
Platzgestaltung zwischen Erlöserkirche und Neubau P GH berücksichtigt werden. Es ist ausreichend 
Abstand zu ggfs. geplanten festen Einbauten einzuhalten. 
 
Grünflächen 
 
Die Promenade ist als Bodendenkmal und Grünring unt er Schutz gestellt; sie ist grundsätzlich als 
vierreihige Allee mit Linden, d. h. beidseits der m ittigen Asphaltspur als doppelte Baumreihe in verse tzter 
Anordnung ausgebildet. Neben der durchgehenden Alle e sind die begleitenden Grünflächen fundamen-
tale Bestandteile der Promenade und in der Regel al s Rasenflächen mit Gehölzkulisse ausgebildet. Die 
Planung des Neubauquartiers westlich der Eisenbahns traße muss reagieren auf einen möglichst offenen 
Übergang zum Promenadenbereich und die seinerzeit m it dem Iduna-Hochhaus konzipierte Platz-
gestaltung im Umfeld. Die Umfeldgestaltung des Idun a-Hochhauses wurde seinerzeit bezugnehmend auf 
den Hochbau konzipiert und stellt ein bedeutendes g artenarchitektonisches Dokument der 60er Jahre 
dar, das es zu erhalten gilt. 
Neben der zu schützenden Promenade gilt es - laut B ewertung des städt. Amtes für Grünflächen und 
Umweltschutz - einige erhaltenswerte Bäume 
 bei der Quartiersplanung zu beachten (siehe Eintra gung in 
beigefügter Planunterlage).                                                                                                               /barb4right 
Teil 2 Rahmenbedingungen

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  14 
 
 
 
2. Planerische Situation und Absichten zur Bebauung  bzw. Freiflächengestaltung (Fortsetzung)  
 
Grünflächen (Fortsetzung) 
 
Am Rand bzw. nördlich des Wettbewerbsgebietes stehe n insgesamt 7 Platanen, die eine gestalterische 
Einheit als Baumtor im Straßenbereich des Freiherr- vom-Stein-Platzes bilden. Die markante Linde im 
Eckbereich Friedrichstraße ist ebenfalls zu erhalte n. Die Baumreihe auf der Westseite der Friedrich-
straße, entlang der Erlöserkirche und des Paul-Gerh ardt-Hauses bis hin zum Freiherr-vom-Stein-Platz 
sind als vorhandene durchgehende Begrünung erhaltenswert. 
Die Eisenbahnstraße wirkt heute sehr kahl; der den Wettbewerbsunterlagen beigefügte verkehrstech-
nische Entwurf berücksichtigt eine mit Bäumen zu begrünende Mittelspur.  
 
 
 
Lichtkonzept 
 
Im Jahr 2004 wurde von Michael Batz – Scenografie, Licht / Hamburg ein Lichtkonzept für die Münste-
raner Altstadt entwickelt. Ziel ist es, die nächtli che Ansicht als Ensemble und gestaltete Einheit dar zu-
stellen. Je nach Bedeutung und Charakteristik von S tadtkernbereichen oder Gebäuden soll die Situation 
behutsam akzentuiert und erlebbarer gemacht werden.  Dabei sollen kommunales Wegelicht, gewerb-
liche Beleuchtung und einzelne Objektdarstellungen harmonisiert werden. Dies gilt insbesondere für die  
Zugänge zur Altstadt – die historischen Stadttore. 
Die Umsetzung hat im Kern (Prinzipalmarkt, Lamberti kirche) begonnen und wird sukzessive in 
Abstimmung mit den Anliegern und Kaufleuten voran g ebracht. Der beigefügten Gesamtübersicht zum 
Lichtkonzept Altstadt ist zu entnehmen, dass das Ma uritz-Torhaus, das Iduna Hochhaus mit Pavillon und 
die Eckgebäude Salzstraße/Klosterstraße illuminiert werden sollen.  
Für das südlich an das Plangebiet angrenzende Bahnh ofsumfeld ist von der „Lichtgruppe Licht / ISG“ mit 
dem Designer Breil aus Lüdenscheid ein Beleuchtungs konzept umgesetzt worden. Durch asymme-
trisches Raumlicht (Stelen), Akzentlicht für Bäume (Bahnhofstraße) und Fassadenanstrahlung soll 
künftig eine harmonische, anspruchsvolle Lichtstimm ung geschaffen und die Verweilqualität erhöht 
werden. 
Teil 2 Rahmenbedingungen

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  15 
 
 
 
3. Städtebauliche Rahmenbedingungen 
 
⇒ Nördlich Erlöserkirche : Potenzielle Neubebauung auf dem Grundstück Paul-G erhardt-Haus (ab 
Höhe Kopfende Eisenbahnstraße 17 südwärts). Orienti erung der Neubauten an Bestandshöhen der 
Straßenrandbebauung westlich Eisenbahnstraße und östlich Friedrichstraße. 
⇒ Südlich Erlöserkirche : Orientierung der Neubauten an Bestandshöhen der S traßenrandbe-
bauung östlich Friedrichstraße. 
⇒ Rücksichtnahme auf die unter Denkmalschutz stehende  Erlöserkirche hinsichtlich Bauhöhen, 
Abständen und Lage von Neubauten. 
⇒ Freiraumgestaltung südlich Vom-Stein-Platz : Öffentlicher Bereich, der einerseits an der West-
seite die funktionalen Anforderungen an den – in di e Gesamtgestaltung integrierten - Bushaltepunkt ein -
schließlich Wartehallen etc. erfüllen muss, anderer seits Schaffung eines adäquaten Vorplatzes zur 
NRW.Bank mit Aufenthaltscharakter unter Einbindung des erhaltenswerten Grünbestands.  
⇒ Freiraum zwischen Erlöserkirche und Neubau Ev. Kirc hengemeinde:  Durch Aufgabe der Ver-
kehrsspange und Bebauung des südlichen Parkplatzes entsteht neuer Platzraum als gestalterisches Bin-
deglied (Kirchvorplatz). Öffentlich nutzbare Rad- u nd Fußgängerverknüpfung zwischen Innenstadt und 
Ostviertel muss weiterhin über Ampelanlage Eisenbahnstraße sichergestellt bleiben. 
⇒ Friedrichstraße und Vorflächen Neubauten:  Die Friedrichstraße bleibt in Richtung Warendorfer  
Straße von Süden über die Wolbecker Straße (Anliege r) und von Osten über die Johanniterstraße an-
fahrbar. Von Norden soll die Friedrichstraße in Geg enrichtung bis zur geplanten Tiefgarage (unter 
derzeitigem PGH-Grundstück) freigegeben werden.   
Die Fahrbahnbreite der Friedrichstraße muss ab östl ichem Gehweg mindestens 5,50 m betragen, im 
Bereich von Senkrechtstellplätzen mindestens 6,50 m . Die Straße kann verkehrsberuhigt und ggfs. 
niveaugleich ausgebaut werden. 
Die Platzflächen müssen gegenüber Durchgangsverkehr  durch geeignete Maßnahmen gesichert wer-
den. 
Private Vorflächen sollten gestalterisch in das Umf eld integriert werden; die Übergänge von öffentlich  
nutzbaren Bereichen und Privatflächen müssen ablesbar sein. 
⇒ Die Eisenbahnstraße 
 soll entsprechend verkehrstechnischem Entwurf umge baut werden. Die 
Straße scheidet (einschließlich Ecke Warendorfer St raße und Ecke Wolbecker Straße) für eine 
Fahrerschließung der Baugrundstücke aus. 
Vorhandene Baumstandorte 
 sind entsprechend Bewertung in Planungsvorhaben ei nzubinden. Insbe-
sondere die Bäume entlang der Friedrichstraße sind im Wettbewerbsgebiet prägend. 
 
 
4. Baukosten und Wirtschaftlichkeit im Betrieb 
 
Im Rahmen der Anforderungen erwartet die Ausloberin  kostengünstige Lösungen, die das maximale 
Investitionsvolumen nicht überschreiten (PGH: KG 300 + 400: 5,5 Mio € bt.). 
 
Die Ausloberin behält sich vor, die prämierten Arbe iten einer Kostenberechnung durch ein unabhängiges 
Ingenieurbüro zu unterziehen. Das Ergebnis wird in die Entscheidung zur Vergabe weiterer Planungs-
leistungen einfließen. 
 
Die Wirtschaftlichkeit bei der Unterhaltung des Objektes ist der Zeit entsprechend zu beachten. 
 
 
5. Beurteilungskriterien 
  
 Die Arbeiten sollen vor allem beurteilt werden in Hinsicht auf: 
 
• Programmerfüllung (Umsetzung der Konzeption, Raump rogramm, Wettbewerbsleistungen) 
 
• Städtebauliche und architektonische Qualität der P lanung (Innere und äußere Gestaltung) 
 
• Erschließung, Funktion und Nutzung 
 
• Realisierbarkeit, Wirtschaftlichkeit bei der Erste llung und Unterhaltung –auch in Abschnitten- 
 
• Durchführbarkeit im Hinblick auf bauordnungsrechtl iche sowie organisatorische Belange 
Teil 3   Anlagen

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  16 
 
 
 
Anlage 1: Verfassererklärung 
 
Anlage 2: Raumprogramm inkl. Anforderungsprofil der Ausloberin 
 
Anlage 3: Plansätze 
 
3.1 Übersichtsplan Betrachtungsraum / Wettbewerbsge biet 
 
3.2 Kartengrundlagen ALK mit Höhen ü. NN. 
 
3.3 Luftbilder 
 
3.4 Schrägluftbild 
 
3.5 Denkmaldatei zu Gebäuden Servatiiplatz 7-9  
 
3.6 Lichtkonzept Altstadt 
 
3.7 Bestandszeichnung Erlöserkirche 
 
3.8 Verkehrstechnischer Entwurf Eisenbahnstraße 
 
3.9 Lage Kanäle/Leitungen 
 
3.10 Grünbestand und Bewertungen 
 
3.11 Fahrradstellplatz-Satzung Stadt Münster 
 
  3.12 Anfahrtsskizze Kolloquium

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  17 
 
Anlage 1 
Verfassererklärung 
___________________________________________________ _______________________________________ 
 
Kennzahl: 
 
 
Verfasser 
 
Ich versichere / Wir versichern ehrenwörtlich: 
 
1.  alleiniger Urheber der Wettbewerbsarbeit zu sei n, 
 
2.  zur Einreichung der Wettbewerbsarbeit entsprech end dem Wortlaut der Auslobung und im Sinne von der  
RAW 2004 berechtigt zu sein, 
 
3. dass bei keinem Verfasser der Wettbewerbsarbeit Teilnahmehindernisse im Sinne der RAW 2004 vorliegen, 
 
4. eine Arbeitsgemeinschaft zu sein, bei der jedes Mitglied teilnahmeberechtigt ist, 
 
5. das Recht zur Nutzung und Änderung der Wettbewer bsarbeit zum Zwecke der weiteren Bearbeitung zu 
haben und der Ausloberin die die Änderungsbefugnis einschließenden Nutzungsrechte über-tragen zu 
können, 
 
6. im Falle einer Beauftragung durch die Ausloberin  mich / uns zu verpflichten, ausschließlich Pla-
nungsleistungen nach HOAI zu übernehmen, sowie in d er Lage zu sein, diese Planungs-leistungen gemäß 
Auslobung in persönlicher Verantwortung zu erbringen. 
 
 Name und Berufsbezeichnung des Verfassers / der Ver fasser: 
 
 
 
 
 Adresse und Telefonnummer: 
 
 
 
 
 Kammernummer und Unterschrift: 
 
 
 
 
 Mitwirkende 
 
 Angestellte Mitarbeiter und Studierende: 
 (Teilnahmeberechtigung nicht erforderlich) 
 
 
 
 
 
 Fachberater:

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  18 
 
Teil 3   Anlagen 
 
 
Anlage 2: Raumprogramm 
 
Unter Einhaltung von ca. 3.000 m² BGF sind für den Neubau des Paul-Gerhardt-Hauses folgende Nutzflächen 
nachzuweisen: 
 
Familienbildungsstätte 
 
01 Eingangsbereich 30 m²   
02 Büro Anmeldung 30 m²  Offen einsehbar, verglast 
03 Büro Leitung + Besprechung 20 m²   
04 Büro Mitarbeiter 60 m²  5 Arbeitsplätze 
05 Teeküche, Abstellr. + Kopierer 12 m²   
06 Seminarraum 100 m²   
07 Seminarraum* 30 m²  * schaltbar (30 + 30 + 40) 
08 Seminarraum* 30 m²  * schaltbar (30 + 30 + 40) 
09 Seminarraum* 40 m²  * schaltbar (30 + 30 + 40) 
10 Eltern-Kind-Raum 50 m²  Mit Eltern-Baby-Raum über 2-flügelige Tür verbunden 
11 Eltern-Baby-Raum 30 m²  Mit Eltern-Kind-Raum über 2-flügelige Tür verbunden 
12 Seminarraum 30 m²  Behindertengruppen 
13 Abstellraum und Stuhllager ‚Seminar‘ 20 m²   
14 Gymnastikhalle 100 m²   
15 Geräteraum 18 m²  Für Gymnastikhalle und großen Seminarraum 
16 Umkleiden, WC, Dusche 32 m²   
17 Küche/Lehrküche 70 m²   
18 Hauswirtschaftsraum 8 m²   
19 Abstellraum, allgemein 10 m²   
20 Putzmittelraum 10 m²   
21 Toiletten, allgemein 20 m²   
22 Toiletten, Mitarbeiter 10 m²   
 Summe Familienbildungsstätte 760 m²

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  19 
 
Teil 3   Anlagen 
 
 
Anlage 2: Raumprogramm  (Fortsetzung) 
 
Kirchengemeinde 
 
23 Eingangsbereich 20 m² 
  
24 Büro Pfarrer 35 m²  Arbeitsplatz, Besprechung, Seelsorge 
25 Büro Gemeinde 20 m²   
26 Büro Kirchenmusik 20 m²   
27 Gemeinderaum, teilbar 30 + 60 m² 90 m²   
28 Saal (offen/geschlossen) 200 m²   
29 Foyer + Garderobe Saal 40 m²   
30 Küche + Hauswirtschaftsraum + PuMi 20 m²   
31 Stuhl-/Tischlager 20 m²   
32 Werkstatt  40 m²  Im Kellergeschoss 
33 Materiallager 10 m²   
34 Abstellraum 10 m²   
35 Putzmittel, allgemein 10 m²   
36 Toiletten Saal 20 m²   
37 Toiletten allgemein 20 m²   
38 Toiletten Mitarbeiter 10 m²  Im Bereich der Büros 
 Summe Kirchengemeinde 585 m²   
 
 
 
 
HOT 
 
39 Eingangsbereich 15 m² 
  
40 Büro 1 - Verwaltung 25 m²  Zentrale Lage (4 AP), neben Büro 2 
41 Büro 2 – Programm, Bespr., Beratung 20 m²  Zentral, neben Büro 1 
42 Büro Theater + Requisitenlager 15 m²   
43 Gruppenraum Tanz 50 m²  Tanzboden, Spiegel, Musikanlage, Tribüne, 
Lichtmischpult

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  20 
 
Teil 3   Anlagen 
 
 
Anlage 2: Raumprogramm  (Fortsetzung) 
 
HOT (Fortsetzung) 
 
44 Gruppenraum Theater 1 40 m² 
  
45 Gruppenraum Theater 2 40 m²   
46 Gruppenraum Atelier, Multifunktion 30 m²  Multifunktionsraum 
47 Proberaum Musik 1 20 m²  Proberaum für Bands, schallisoliert im Kellergeschoss 
48 Proberaum Musik 2 20 m²  Proberaum für Bands, schallisoliert im Kellergeschoss 
49 Jugendcafé 120 m²  Eigenständig im Erdgeschoss, Herzstück, Außen-
bereich 
50 Küche, HW-Raum, Lager + Kühlraum 30 m²   
51 Veranstaltungsraum 130 m²  Konzerte, Theater, Disco, schallisoliert, belüftet, 
Theke, Bühne (UG möglich) 
52 Lager- + Technikraum ‚Veranstaltung‘ 10 m²  Gesicherter Bereich 
53 Eingang + Garderobe ‚Veranstaltung‘ 15 m²   
54 Abstellraum allgemein 8 m²   
55 Putzmittelraum allgemein 8 m²   
56 Toiletten Café 15 m²   
57 Toiletten Veranstaltung 15 m²   
58 Toiletten allgemein 10 m²  Mit Duschmöglichkeit 
 Summe HOT 636 m²

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  21 
 
Teil 3   Anlagen 
 
 
Anlage 2: Raumprogramm  (Fortsetzung) 
 
Zusammenstellung 
 
 Familienbildungsstätte 760 m² 
  
 Kirchengemeinde 585 m²   
 HOT 636 m²   
 Summe Nutzflächen 1.981 m²   
 Technische Funktionsfläche 4% 79 m²   
 Verkehrsfläche ~20% 410 m²   
 Nettogrundfläche 2.470 m²   
 Konstruktionsgrundfläche ~20% 500 m²   
 Brutto-Grundfläche 2.970 m²   
 
 
Stellplätze: 
 
Für den ersten Bauabschnitt sind 15 Stellplätze oberirdisch nachzuweisen. 
An der Friedrichstraße sollen fünf Behinderten-Stel lplätze (b = 3,50 m) vorgesehen werden; diese dürfe n im 
öffentlichen Straßenraum nachgewiesen werden. 
Zu beachten sind darüber hinaus die Hinweise unter Punkt 2 ‚Rahmenbedingungen‘ Kfz-/ Fahrradstellplätz e 
(Seite 13). 
 
Im zweiten Bauabschnitt soll eine Tiefgarage mit 15 0 Stellplätzen geplant werden, die die erforderlich en Stell-
plätze des ersten und zweiten Bauabschnittes beherb ergt (s. dazu auch textliche Ausführungen Teil 1, P kt. 3: 
'Nach Abriss des PGH eröffnet sich die Möglichkeit,  an der bisherigen Stelle einen weiteren Neubau in gemeindlicher Nutzung zu errichten; 
unter diesem Projekt soll eine Tiefgarage errichtet werden, welche sich bis unter die nördliche Freifl äche erstrecken könnte. Der Neubau soll 
im Zuge einer Zielplanung entwickelt werden, die si ch bis an die neue nördliche Bebauungsgrenze ausdeh nen darf (entspricht der 
Nordfassade des Gebäudes Eisenbahnstr. 17).'). 
 
 
Fahrradstellplätze gem. Richtlinie 
 
 
 
 
2. Bauabschnitt: 
 
Nach Abriss des PGH soll auf der nördlichen Fläche des Plangebietes ein weiterer Gebäudekomplex mit ca . 
3.000 m² BGF entstehen, der im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens als Zielplanung erarbeitet werden soll.  
 
Das Gebäude könnte als Nutzer die Diakonie, Polizei seelsorge sowie Apartmentwohnungen für die Universi tät 
beherbergen und lässt sich unter dem Anforderungsprofil ‚Büro und Apartmentwohnen‘ zusammenfassen. 
Unter dem Gebäude soll eine Tiefgarage für ca. 150 Stellplätze geplant werden. 
 
Für den 2. Bauabschnitt sind Grundrisse, Schnitte u nd Ansichten (Gesamtkomplex inkl. 1. Bauabschnitt) als Ziel-
planung zu erbringen.

Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 
 
Paul-Gerhardt-Haus   
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster  22 
 
Teil 3   Anlagen 
___________________________________________________ _______________________________________ 
 
Anlage 3.12: Anfahrtsskizze 
 
 
 
 
 
 
 
 
Paul-Gerhardt-Haus 
Friedrichstr. 10

Beschlussvorlage

8172 Zeichen

V/0333/2013 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Quartiersentwicklung zwischen Eisenbahnstraße und Friedrichstraße 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
02.07.2013 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
04.07.2013 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 
09.07.2013 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 
10.07.2013 Hauptausschuss Vorberatung 
10.07.2013 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1.) Das Quartier im Umfeld der Erlöserkirche zwischen Eisenbahnstraße und Friedrichstraß e wird 
städtebaulich mit dem Nutzungsschwerpunkt „Kirche und Soziales“ neu entwickelt und gesta l-
tet. Dabei wird die Aufgabe der Verkehr sspange zwischen beiden Verkehrstrassen zugrunde 
gelegt. 
 
2.) Die Evangelische Kirche erhält die Möglichkeit, nach geplantem Abriss des Paul -Gerhardt-
Hauses (PGH) ihre gemeinbedarfs- und sozial ausgerichteten Einrichtungen in einem Neubau 
auf dem städtischen Grundstück Friedrichstraße / Ecke Wolbecker Straße zu errichten. 
Die frei werdende Grundstücksfläche zwischen Eisenbahnstr aße und Friedrichstraße sowie 
Freiherr-vom-Stein-Platz wird in einem 2. Bauabschnitt mit vorrangig kirchlichen und sozialen 
Einrichtungen neu bebaut. 
 
3.) Die städtebaulichen, nutzungsstrukturellen und gestalterischen Grundlagen für die Quartier s-
entwicklung werden im Rahmen eines von der Evangelischen Erlöser -Kirchengemeinde aus-
zulobenden begrenzten Realisierungswettbewerbs nach RAW 2004 erarbeitet.  
 Das Wettbewerbsergebnis wird dem Rat der Stadt Münster vorgestellt. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Durch die Auslobung eines begrenzten Wettbewerbs durch die Ev. Erlöser -Kirchengemeinde ent-
stehen für die Stadt Münster keine Kosten. 
 
Eine endgültige Zuteilung öffentlicher Verkehrs - und Platzflächen bzw. privater Grundstücks -/ und  
Freiflächen kann erst auf Basis des Wettbewerbsergebnisses erfolgen.  
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0333/2013 
Auskunft erteilt: 
Frau Philipp 
Ruf: 
492 61 21 
E-Mail: 
Philipp@stadt-muenster.de  
Datum: 
06.06.2013 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0333/2013 
In der nichtöffentlichen Beschlussvorlage V/0352/2013 - die parallel mit dieser Vorlage in den 
politischen Gremien beraten wird - werden die beabsichtigten liegenschaftlichen Verhandlung s-
grundlagen für eine Neuordnung künftiger Grundstücksflächen dargestellt. 
 
Künftige kostenverursachende Maßnahmen im öffentlichen Raum (Anpassung öffentliche Ve r-
kehrsflächen / Gestaltung von Plätzen/Freiräumen) hängen von der konkreten Umsetzung des 
ausgewählten städtebaulichen Konzeptes ab.  
 
 
Begründung: 
 
Zu 1.) 
 
Im Jahr 2008 lobte die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) in Kooper a-
tion mit der Stadt Münster den Postgraduierten -Wettbewerb „Osttor zur Innenstadt“ aus, der die 
städtebauliche Entwicklung zwischen Vom -Stein-Platz im Norden und Wolbecker Str aße/Servatii-
platz im Süden thematisierte.  
Die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit zum DASL -Wettbewerb von 2009 (Anlage 1) hebt b e-
sonders den Quartiersgedanken hervor. Es wird vorgeschlagen, die Friedrichstraße künft ig vom 
intensiven Durchgangsverkehr zu entlasten. Durch Aufgabe der Verkehrsspange zwischen Eise n-
bahnstraße und Friedrichstraße kann an der Erlöser -Kirche ein angemessener (halb)öffentlicher 
Vorplatz geschaffen werden und auf dem südlich angrenzenden Eckgr undstück Friedrichstraße / 
Wolbecker Straße eine dem Maßstab der Umgebung entsprechende Neubebauung entstehen. Für 
den gegenüber der NRW.Bank liegenden Platz wird anstelle der Parkplatz -Nutzung (wie bereits 
mit Neubau des Bankgebäudes angedacht) eine qualitätvolle Freiraumgestaltung empfohlen.  
Der ASSVW hat am 05.03.2009 das Ergebnis des DASL -Wettbewerbs und insbesondere die da r-
gestellten Perspektiven einer räumlich zusammenhängenden Entwicklung des Quartiers zusti m-
mend zur Kenntnis genommen und eine Weiterbearbeitung empfohlen. 
 
In dem zwischen Eisenbahnstraße und Friedrichstraße gelegenen Paul -Gerhardt-Haus befinden 
sich Einrichtungen der Evangelischen Erlöser -Kirchengemeinde, die Ev. Familienbildungsstätte 
und ein Jugendtreff. Das Gebäude – fertiggestellt 1952 – ist mittlerweile in seiner Bausubstanz 
abgängig, weil  eine Sanierung nach Aussage des Kirchenträgers unwirtschaftlich ist und nicht 
nachhaltig wäre, da Nutzungserweiterungen am Standort nicht möglich sind. Aus diesem Grund 
strebt die Kirchengemein de zeitnah eine zukunftsorientierte Umstrukturierung im Bereich Frie d-
richstraße in zwei Bauabschnitten an, der die im DASL-Wettbewerb herausgearbeiteten städtebau-
lichen Optimierungen zugrunde gelegt werden sollen. 
 
Neben einer architektonischen Aufwertung des Quartiers entsteht im Kontext mit den Interessen 
der Kirchengemeinde die Chance, die Stadteingänge zur Innenstadt im Bereich Warendorfer Str a-
ße/Vom-Stein-Platz und Wolbecker Straße/Servatiiplatz stadtgestalterisch und funktional aufz u-
werten.  
Bei Herau snahme des Durchgangsverkehrs aus der Friedrichstraße muss im nördlichen Teila b-
schnitt der Eisenbahnstraße eine gesonderte Rechtsabbiegespur zur Warendorfer Straße ausg e-
baut werden. In diesem Zusammenhang wird nach Abbruch des Paul -Gerhardt-Hauses auch eine 
Aufwertung der Bushaltestelle angestrebt, indem eine Integration der ÖPNV -Station in eine neue 
Platzgestaltung vis à vis der NRW.Bank erfolgt. Ein künftig verkehrsberuhigter Ausbau der Frie d-
richstraße und die Bildung neuer Platzräume (u.a. Kirchenumfeld)  wird den Anliegern und zukün f-
tigen Nutzern zugute kommen und im Stadtraum insgesamt mehr Qualität schaffen. 
(Weitere Ausführungen: nichtöffentlichen Beschlussvorlage V/0352/2013 / liegenschaftliche Reg e-
lungen).  
 
 
Zu 2.) 
 
Die Ev. Kirchengemeinde möchte da s bestehende Paul -Gerhardt-Haus abbrechen und auf dem 
südlichen Eckgrundstück einen Neubau errichten, in dem die bisherigen Hauptnutzungen (Famil i-
enbildungsstätte + Kirchengemeinde + HOT/Haus der offenen Tür) auf ca. 3.000 m² Brutto -

- 3 - 
V/0333/2013 
Grundfläche angeboten werden können.  
Nach Fertigstellung des PGH (neu) möchte die Kirchengemeinde in einem 2. Bauabschnitt auf der 
freigezogenen Fläche einen weiteren Gebäudekomplex mit ca. 3.000 m² Bruttogeschossfläche 
erstellen. Hier sind vorrangig kirchlich und sozial orient ierte Nutzungen wie z.B. Diakonie, Polize i-
seelsorge, ggfs. Büros und Wohnapartements angedacht. Die Entscheidung über Angebotsbre ite, 
Nutzer und Eigentumsregelung kann erst nach Vorliegen des Wettbewerbsergebnisses präzisiert 
werden.   
 
Zur Umsetzung der o .g. städtebaulichen Ziele ist eine liegenschaftliche Neuordnung erforderlich. 
Neben Umwidmung der öffentlichen Verkehrsspange zwischen Eisenbahnstraße / Friedrichstraße 
unter Berücksichtigung der Erschließungsfunktionen und Grundstücksregelungen mit der Er löser-
Kirchengemeinde, bedingen zudem erforderliche Anpassungen im öffentlichen Straßenraum wie 
z.B. geänderte Nebenanlagen und Gestaltung von Plätzen eine Bereinigung der liegenschaftlichen 
Grenzen. 
 
 
Zu 3.) 
 
Die Evangelische Erlöser -Kirchengemeinde Münster beabsichtigt, unmittelbar nach den Ratsb e-
schlüssen zu den Vorlagen V/0333/2013 und V/0352/2013 einen begrenzten, einstufigen und an o-
nymen Realisierungswettbewerb nach RAW 2004 auszuloben. Es sollen 16 gesetzte Architektu r-
büros zur Teilnahme aufgefordert  werden. Die im Auslobungstext formulierten städtebaulichen 
Planungsziele sind mit der Stadt Münster abgestimmt und entsprechen der unter Punkt 1 darg e-
stellten angestrebten Quartiersentwicklung zwischen Vom -Stein-Platz / Friedrichstraße / Wolb e-
cker Straße / Eisenbahnstraße. Detaillierte Angaben zum Struktur - und Nutzungskonzept können 
dem beigefügten Auslobungstext (Anlage 2) entnommen werden. 
 
Vertreter der Stadt Münster sind als Preisrichter bzw. Berater in die Wettbewerbsjury eingebunden. 
Das Wettbewerbsergebnis wird den Ratsgremien vorgestellt.  
 
 
i.V. 
gez. 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor 
 
 
 
 
Anlage 1:  DASL-Wettbewerb / 1. Preis (2009) 
Anlage 2:  Auslobungstext „Paul-Gerhardt-Haus“ (2013)

Beratungsverlauf (5)

02.07.2013 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.4 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
04.07.2013 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 5.7 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
09.07.2013 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 7.3 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
10.07.2013 Hauptausschuss
TOP 18 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
10.07.2013 Rat
TOP 20 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (26)

  • Friedrichstraße 10
  • Mauritzstraße 23
  • Tannenbergstraße 23
  • Lingener Straße 12
  • Josef-Pieper-Straße 2
  • Bergstraße 50
  • Wolbecker Straße
  • Lindenallee
  • Johanniterstraße 1
  • Warendorfer Straße
  • Eisenbahnstraße 17
  • Lortzingstraße
  • Bahnhofstraße
  • Hafenweg 24
  • Servatiiplatz 7
  • Am Mittelhafen 42
  • Am Dill 1
  • Freiherr-vom-Stein-Platz
  • Prinzipalmarkt
  • Klosterstraße
  • Salzstraße
  • Promenade
  • Mauritztor
  • Neutor
  • Osttor
  • Bült 13

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0333/2013
Typ
Vorlagen
Datum
07.06.2013
Erstellt
06.10.2020 14:37