V/0333/2013
Quartiersentwicklung zwischen Eisenbahnstraße und Friedrichstraße
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V-0333-2013-Anlage-1-DASL-Wettbewerb-1-Preis
135 Zeichen
Anlage 1 zur Vorlage V/0333/2013 DASL-Wettbewerb / 1. Preis ! er — | | / / —g / n_ PX — | \ en N N 1 T | \ II | \ Dr Konzept 1:500
V-0333-2013-Anlage-2-Auslobungstext
40281 Zeichen
Begrenzter Wettbewerb
nach RAW 2004
Paul-Gerhardt-Haus
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster
Auslobungsunterlagen
Stand 16.05.13
Betreuung
Schopmeyer Architekten BDA
Anlage 2
zur Vorlage Nr. V/0333/2013
Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004
Paul-Gerhardt-Haus
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster 2
Inhaltsverzeichnis
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen 3
1. Ausloberin 3
2. Wettbewerbsart 3
3. Wettbewerbsaufgabe 3
4. Wettbewerbsteilnehmer 3
5. Preisgericht 5
6. Wettbewerbsunterlagen 6
7. Wettbewerbsleistungen 7
8. Preise + Vergütung 8
9. Termine 8
10. Eigentum + Urheberrecht 9
11. Weitere Bearbeitung 9
Teil 2 Rahmenbedingungen 10
1. Anlass und Ziel des Wettbewerbs 10
2. Planerische Situation und Absichten zur Bebauung bzw. Freiflächengestaltung 10
3. Städtebauliche Rahmenbedingungen 15
4. Baukosten und Wirtschaftlichkeit im Betrieb 15
5. Beurteilungskriterien 15
Teil 3 Anlagen 16
Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004
Paul-Gerhardt-Haus
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster 3
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen
1. Ausloberin
Ausloberin des Wettbewerbs ist die Evangelische Er löser-Kirchengemeinde
Friedrichstr. 10
48145 Münster
2. Wettbewerbsart
Es handelt sich um einen begrenzten Wettbewerb. Der Wettbewerb ist einstufig und anonym. Der Durch-
führung des Wettbewerbs liegen die RAW 2004 zugrunde.
Das Verfahren wird bei der Architektenkammer NW unter der Registriernummer W XX/13 geführt.
Alle am Verfahren Beteiligten erklären, dass sie Ke nntnis vom Auslobungstext haben und diesen ak-
zeptieren.
3. Wettbewerbsaufgabe
Die Evangelische Kirchengemeinde beabsichtigt, das Paul-Gerhardt-Haus (PGH) zwischen Eisenbahn-
straße und Friedrichstraße abzubrechen und südlich der Erlöserkirche auf der Fläche des öffentlichen
Parkplatzes einen Neubau (als ersten Bauabschnitt des neu zu gestaltenden Ensembles) zu errichten.
Das angestrebte Nutzungskonzept ist dem beigefügten Raumprogramm zu entnehmen.
Nach Abriss des PGH eröffnet sich die Möglichkeit, an der bisherigen Stelle einen weiteren Neubau in
gemeindlicher Nutzung zu errichten; unter diesem Pr ojekt soll eine Tiefgarage errichtet werden, welche
sich bis unter die nördliche Freifläche erstrecken könnte. Der Neubau soll im Zuge einer Zielplanung
entwickelt werden, die sich bis an die neue nördlic he Bebauungsgrenze ausdehnen darf (entspricht der
Nordfassade des Gebäudes Eisenbahnstr. 17).
4. Wettbewerbsteilnehmer
Architekturbüro
Peter Bastian Architekten BDA
Hafenweg 24
48155 Münster
T. 0251-60922710
Architekturbüro
behet bondzio lin architekten
Hafenweg 26b
48155 Münster
T. 0251-136510
Architekturbüro
BOLLES+WILSON GmbH & Co. KG
Hafenweg 15
48155 Münster
T. 0251-482720
Architekturbüro
BURHOFF und BURHOFF Architekten BDA
Mauritzstr. 23
48143 Münster
T. 0251-62562510
/barb4right
Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004
Paul-Gerhardt-Haus
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster 4
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen
4. Wettbewerbsteilnehmer (Fortsetzung)
Architekturbüro
Planungsgemeinschaft Diana Danne + Kollege
Tannenbergstr. 23
48147 Münster
T. 0251-925226
Architekturbüro
döll architecten
postbus 2555
3000 CN Rotterdam
T. 0031-102718200
Architekturbüro
MAX DUDLER
Oranienplatz 4
10999 Berlin
T. 030-6151073
Architekturbüro
Fourmove GbR
Am Mittelhafen 42
48155 Münster
T. 0251-39554520
Architekturbüro
greive . und . kuckert _ architekten . bda
Hamburgerstr. 2
48155 Münster
T.
Architekturbüro
hartig I wömpner architekten BDA
Bült 13
48143 Münster
T. 0251-5395400
Architekturbüro
jutta heinze architektin bda
kardinal-galen-str. 13
47051 duisburg
T. 0203-21933
Architekturbüro
KRESINGS GmbH
Lingener Str. 12
48155 Münster
T. 0251-987780
/barb4right
Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004
Paul-Gerhardt-Haus
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster 5
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen
4. Wettbewerbsteilnehmer (Fortsetzung)
Architekturbüro
Maas und Partner Architekten
Josef-Pieper-Str. 2
48149 Münster
T. 0251-272829
Architekturbüro
Rübsamen + Partner Architekten BDA
Bergstr. 50
44791 Bochum
T. 0234-4175620
Architekturbüro
schmersahl I biermann I prüßner Planungsgesellschaft mbH & Co. KG.
Friesenweg 12
32107 Bad Salzuflen
T. 05222-9751-0
Architekturbüro
STADTRAUM PROJEKT GmbH
Am Mittelhafen 42-44
48155 Münster
T. 0251-98113015
5. Preisgericht
5.1. Preisrichter
Sachpreisrichter
N.N.
Münster
Dipl.-Ing. Architekt
Dr. Volker Droste
Oldenburg
Superintendentin
Meike Friedrich
Münster
Dipl.-Ing. Architektin
Dagmar Grote
Ahaus
Landeskirchen-Baudirektor Dipl.-Ing. Architekt
Reinhard Miermeister
Bielefeld
Presbyter
Martin Schofer
Münster
/barb4right
Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004
Paul-Gerhardt-Haus
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster 6
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen
5.1. Preisrichter (Fortsetzung)
Stadtdirektor und Dipl.-Ing. Architekt
Hartwig Schultheiß
Münster
Pfarrer
Thomas Thilo
Münster
Diözesanbaudirektor und Dipl.-Ing. Architekt
Georg Wendel
Münster
Pfarrer
Frank Winkelmeyer
Münster
5.2. Stellvertretende Preisrichter
Baureferent Landeskirchenamt Dipl.-Ing. Architekt
Roland Berner
Bielefeld
Leiter Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung und Stadtplaner
Christian Schowe
Münster
Dezernent und Dipl.-Ing. Architekt
Siegfried Thielen
Münster
5.3 Sachverständige Berater (ohne Stimmrecht)
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
Stephan Böhme
Münster
Siegerin Postgraduiertenwettbewerb, Dipl.-Ing. Architektin
Denise Handler /barb4right angefragt
Aachen
Leiter HOT
Gert Herrera
Münster
Leiter Amt für Immobilienmanagement
Andreas Nienaber
Münster
plan.werk Gesellschaft für Architektur und Städtebau mbH
Andreas Noack
Münster
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Dipl.-Ing. Architektin und Stadtplanerin
Marion Philipp
Münster
LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen
Dr. Barbara Seifen
Münster
/barb4right
Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004
Paul-Gerhardt-Haus
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster 7
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen
5.3 Sachverständige Berater (ohne Stimmrecht) (Fortsetzung)
NRW.Bank
N.N.
Münster
Diakonie
N.N.
Münster
plan.werk Gesellschaft für Architektur und Städtebau mbH
Erich Varnhagen
Münster
Leiter Familienbildungsstätte
Rob Wiltschult
Münster
5.4 Wettbewerbsbetreuung
Schopmeyer Architekten BDA
Am Dill 1
48163 Münster
6. Wettbewerbsunterlagen
Die Unterlagen bestehen aus diesem Auslobungstext und weiteren Anlagen.
7. Wettbewerbsleistungen
7.1 Schwarzplan M 1:1000
7.2 Lageplan M 1:500 mit Darstellung der Freifläche n (Betrachtungsraum)
7.3 Grundrisse, Schnitte + Ansichten M 1:200 PGH; 2 . BA M 1:500 (Zielplanung)
7.3 Massenmodell M 1:500 (Die Auflegeplatte für das Münster Modell wird beim Kolloquium übergeben.)
7.4 Berechnung der Nutzflächen und Verkehrsflächen nach DIN 277 (PGH)
7.5 Berechnung der Brutto-Grundrissfläche (als digi tale Flächenberechnung)
7.6 Berechnung des Brutto-Rauminhalts
7.7 Erläuterungsbericht (Max. 1 Seite DIN A 4, get rennt von den Plänen)
7.8. Ergänzende Angaben:
Alle Planungsleistungen und Präsentationen müssen d urch eine Nummer anonym gekenn-
zeichnet sein. Die Tarnzahl besteht aus 6 arabischen Ziffern (Höhe max. 1 cm, Breite max. 6 cm)
am rechten, oberen Blattrand.
Die Zeichnungen sind als Strichzeichnungen schwarz- weiß -farbige Darstellungen sind lediglich
für den Lageplan zulässig- einzureichen. (1 Satz Pr äsentationspläne, gerollt, 1 Satz Prüf- und
Berechnungspläne, gefaltet, mit Eintragung der Haup tabmessungen [Das Fehlen dieser Anga-
ben kann als nicht erbrachte Leistung gewertet werd en und zum Ausschluss der Arbeit führen]).
Die Pläne sind zu norden.
Die Unterlagen sind zusätzlich als pdf- bzw. jpg-Dateien auf einer CD-ROM zur Verfügung zu
stellen. Ebenso sind die Zeichnungen als dwg- bzw. dxf-Dateien zur Vorprüfung als CD-ROM
einzureichen.
Die Teilnehmer werden darauf hingewiesen, dass die geforderten digitalen Flächenbe-
rechnungen das Umfahren der Räume im geschlossenen Polygonzug ermöglichen müssen.
/barb4right
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen
Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004
Paul-Gerhardt-Haus
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster 8
7. Wettbewerbsleistungen (Fortsetzung)
Nicht verlangte Leistungen werden zur Beurteilung durch das Preisgericht nicht zugelassen.
Legenden sind nicht zugelassen.
Jeder Teilnehmer darf sich nur mit einem Entwurf a m Wettbewerb beteiligen.
Den Wettbewerbsunterlagen ist ein Verzeichnis der eingereichten Unterlagen beizufügen.
Gleichzeitig mit der Arbeit ist in einem verschlos senen, undurchsichtigen Umschlag die
ausgefüllte Verfassererklärung (Anlage 1) einzureic hen. Außen darf der Umschlag nur die
Kennzahl ausweisen. Mit der Erklärung versichert de r Wettbewerbsteilnehmer ehrenwörtlich
durch seine Unterschrift, dass er der geistige Urheber der eingereichten Arbeit ist.
Zur Wahrung der Anonymität ist als Absender die An schrift des Empfängers einzusetzen.
8. Preise und Vergütung
8.1 Die Gesamtpreissumme beträgt 47.000,00 € inkl. Mehrwertsteuer.
8.2 Es werden folgende Preise ausgelobt:
1. Preis 18.800,00 €
2. Preis 11.700,00 €
3. Preis 7.100,00 €
Für Anerkennungen 9.400,00 €
Summe: 47.000,00 € inkl. Mehrwertsteuer
8.3. Es bleibt dem Preisgericht vorbehalten, eine a ndere Aufteilung der Preise vorzunehmen.
8.4. Die Preise werden nach Entscheid des Preisgeri chts gegen Rechnung ausgezahlt.
9. Termine
9.1 Rückfragen
Schriftliche Rückfragen können bis zum XX.XX.13 an das Architekturbüro Schopmeyer, Am Dill
1 in 48163 Münster (Fax: 0251-246651 / eMail: schop meyer.architekten@t-online.de) gerichtet
werden. Die Beantwortung der Fragen erfolgt im Kolloquium.
9.2. Kolloquium XX. KW 2013
Die Ausloberin wird ein Kolloquium mit den Teilneh mern und den Preisrichtern veranstalten. Es
findet statt am XXXXXXXX, XX.XX.13 (XX:XX Uhr ), im Paul-Gerhardt-Haus, Friedrichstr. 10 in
Münster. Anschließend besteht die Gelegenheit zur gemeinsamen Besichtigung des Geländes.
Das Protokoll zum Kolloquium wird allen Teilnehmern zugestellt und somit Bestandteil der
Auslobung.
9.3. Abgabe XX. KW 2013 / XX. KW 2013
Abgabetermin für die Planunterlagen bzw. die unter Pkt. 7 geforderten Nachweise und Er-
läuterungen ist der XX.XX.13 (es gilt das Datum des Tagesstempels).
• Bei der Beförderung durch die Post oder andere Bef örderungsunternehmen (Adressat- und
Absenderangabe: Büro Schopmeyer) kann der Nachweis der termingerechten Einlieferung
gefordert werden. Falls ein Verfasser, dessen Arbei t prämiert werden soll, diesen Nachweis
nicht erbringen kann, wird er von der Prämierung ausgeschlossen.
• Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, die Arb eiten am Abgabetag zwischen 13.00 und
15:00 Uhr, bzw. vorher nach Absprache im Architektu rbüro Schopmeyer, Am Dill 1 in 48163
Münster, abzugeben. /barb4right
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen
Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004
Paul-Gerhardt-Haus
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster 9
9. Termine (Fortsetzung)
Das Modell kann bis zum XX.XX.13 -unter Beachtung der o. a. Zeiten bzw. Modalitäten-
nachgereicht werden.
9.4. Preisgerichtssitzung
Das Preisgericht wird voraussichtlich in der XX. KW 13 zusammentreten.
9.5 Bekanntgabe des Ergebnisses und Ausstellung der Arbeiten
Allen Wettbewerbsteilnehmern, den Mitgliedern des P reisgerichts und dem Wettbewerbs-
ausschuss der AKNW wird das Wettbewerbsergebnis dur ch Zusendung des Preisgerichts-
protokolls bekannt gegeben.
Alle Arbeiten werden öffentlich ausgestellt. Ort d er Ausstellung, Zeitpunkt der Eröffnung und
Dauer werden den Wettbewerbsteilnehmern rechtzeitig bekannt gegeben.
9.6 Terminübersicht
Rückfragen bis XX.XX.13
Kolloquium XX. KW13 XX:XX Uhr
im PGH, Friedrichstr. 10 in Münster
Abgabe der Arbeiten XX. KW 13
Abgabe der Modelle XX. KW 13
Preisgerichtssitzung XX. KW 13, voraussichtlich
10. Eigentum und Urheberrecht
Die mit Preisen oder Anerkennungen ausgezeichneten Arbeiten werden Eigentum der Ausloberin.
Die Urheberrechte, insbesondere der Schutz gegen Na chbau und das Recht auf Veröffentlichung der
Entwürfe, bleiben den Teilnehmern erhalten. Die Tei lnehmer erklären Ihr Einverständnis zur Erstver-
öffentlichung bzw. Erstellung einer Dokumentation durch die Ausloberin.
11. Weitere Bearbeitung
Die Ausloberin wird im Falle der Durchführung des B auvorhabens einem Preisträger weitere Leistungen
nach der HOAI für den ersten Bauabschnitt (Neubau Paul-Gerhardt-Haus) übertragen.
Der Auftrag kann die Gesamtbearbeitung der Aufgabe umfassen oder auf die Leistungsphasen 2 - 4
sowie prägnante Leitdetails beschränkt werden.
Die Bildung von Arbeitsgemeinschaften unter Hinzuzi ehung von Sonderfachleuten ist möglich, sofern
dies geboten erscheint; hierzu muss die Zustimmung der Ausloberin vorliegen.
Im Falle der Auftragserteilung wird das Preisgeld v om Vorentwurfshonorar abgezogen, wenn die Arbeit
ohne wesentliche Änderungen der Ausführung zugrunde gelegt werden kann.
Teil 2 Rahmenbedingungen
Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004
Paul-Gerhardt-Haus
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster 10
1. Anlass und Ziel des Wettbewerbs
Das bestehende Gemeindehaus ('Paul-Gerhardt-Haus') der evangelischen Erlöser-Kirchengemeinde ist
aufgrund seiner Größe, der städtebaulichen Wirkung und dem baulichem Zustand für eine zeitgemäße
Nutzung nicht mehr optimal geeignet. Es soll daher aufgegeben werden.
In Abstimmung mit der Stadt Münster hat die Auslobe rin die Möglichkeit erhalten, das gesamte Areal
zwischen Freiherr-vom-Stein- und Servatiiplatz sowi e der Eisenbahn- und der Friedrichstraße einer
fachlichen Untersuchung im Rahmen eines Wettbewerbs zu unterziehen.
Entstehen soll dabei eine -im besten Sinne des Wortes- 'evangelische Insel'.
Dabei soll (von Süden nach Norden) die derzeit als Parkplatz genutzte Fläche im Einmündungsbereich
der Wolbecker Straße das neue Paul-Gerhardt-Haus au fnehmen, die Erlöser-Kirche ein ihrer Bedeutung
angemessenes Umfeld erhalten, nördlich davon -im Ra hmen einer Zielplanung- ein weiteres Gebäude
für kirchliche bzw. gemeinbedarfsorientierte Nutzun gen erhalten und die derzeit ebenfalls als Parkraum
genutzte Fläche am Freiherr-vom-Stein-Platz zu eine m qualitätvollen innerstädtischen Freiraum aufge-
wertet werden.
Die Ausloberin wünscht sich Beiträge, die als Grund lage zu weiteren Bearbeitung dienen können. Diese
könnte -aufgrund der Vielfalt des Wettbewerbsprogra mms- auch durch unterschiedliche Planungsbüros
erfolgen.
Ein weiteres -explizit von der Stadt Münster verfol gtes -Ziel ist die gesamte städtebauliche Aufwertun g
dieses durch starkes Verkehrsaufkommen an den 'Stad teingängen' gekennzeichneten Gebietes. Durch
qualitätsverbessernde Maßnahmen insbesondere im Auß enraum soll ein Quartier mit einer unverwech-
selbaren Identität entstehen.
2. Planerische Situation und Absichten zur Bebauung bzw. Freiflächengestaltung
Lage
Das Plangebiet liegt an der Nahtstelle der Innensta dt zur historischen Altstadt Münsters. Es wird derz eit
dominiert von zahlreichen Hauptverkehrsstraßen, an die sich Freiflächen mit unterschiedlicher Funktion
und zum Teil minderwertiger Gestaltqualität anlager n. Die vorhandene Bebauung begrenzt einerseits als
Blockrandbebauung diese Verkehrsflächen, anderersei ts stehen Gebäude als Solitäre auf oder an den
Plätzen.
Ausschnitt Münster Modell
Teil 2 Rahmenbedingungen
Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004
Paul-Gerhardt-Haus
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster 11
2. Planerische Situation und Absichten zur Bebauung bzw. Freiflächengestaltung (Fortsetzung)
Für das Plangebiet existiert kein Bebauungsplan. Pl anungsvorschläge werden nach § 34 BauGB
beurteilt.
Historie/Denkmalschutz
Als offizielles Gründungsjahr Münsters gilt das Jah r 793 (damals Mimigernaford). Seitdem entwickelt si ch
die Stadt kreisförmig um das Zentrum herum. Zunächs t wird eine Wallanlage um den Dom errichtet. Seit
dem 14. Jahrhundert wird die stetig wachsende Hande lsstadt durch eine Stadtmauer mit zehn Stadttoren
und flankierenden Gräben geschützt Nach Schleifung im Jahr 1770 wurden die Anlagen zur Promenade
umgewandelt. Dieser beeindruckende Grüngürtel mit b eidseitiger Lindenallee umgibt seitdem Münsters
Altstadt und wird im Volksmund gern als Münsters „F ahrradautobahn“ bezeichnet. Die sogenannten
Schanzen sind städtebaulich weitgehend noch nachvol lziehbar, da sie – zum Teil wieder – zu Grünan-
lagen ausgebaut wurden.
Von den sogenannten „Torhäuschen“ sind nur noch die beiden im frühklassizistischen Stil errichteten
Gebäude am Neutor (nahe Hindenburgplatz im Nordwest en der Stadt) und das Mauritztor zwischen
Promenade und nördlichem Wettbewerbsgebiet erhalten.
Sechs Denkmäler bzw. Denkmalbereiche sind von der Planung tangiert:
- Friedrichstraße 1 Fassade Landesbank, 1809
- Friedrichstraße 2 Villa 1883
- Johanniterstraße 1 / Ecke Friedrichstr. Villa 18 48
- Erlöserkirche sogenannte 'Notkirche', nach 1945 (Otto Bartning)
- Iduna Hochhaus mit Pavillon 1959/61 (Prof. Kraem er), saniert 1996
- Promenadenbereich mit Torhaus seit 1770, Torhaus von 1827
/barb4right
Teil 2 Rahmenbedingungen
Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004
Paul-Gerhardt-Haus
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster 12
2. Planerische Situation und Absichten zur Bebauung bzw. Freiflächengestaltung (Fortsetzung)
Gestalterische Veränderungen im Wettbewerbsgebiet s ind besonders im Umfeld des Iduna-Hochhauses
einschließlich Pavillon unter denkmalbewahrender Si cht zu prüfen. Der Raum um die Baugruppe wurde
seinerzeit vom Architekten Kraemer als Fußgängerber eich und Ruhezone mit bewusst axial ausge-
richteten, streng rechteckigen Rasenflächen, Beeten, Brunnen und Solitärbäumen geplant (siehe Anhang
/ Denkmaldatei). Aus Sicht der Denkmalpflege sollte dieses Konzept nicht aufgegeben, sondern eher
gestärkt und komplettiert werden.
Vorhandene Gebäude / Nutzungen
Die Nutzungen vorhandener Gebäude sind sehr heterog en. Geschäfte, Dienstleistungs-/Büroflächen,
Hotel, einzelne Wohnungen und Gemeinbedarfseinricht ungen der Kirche bestehen nebeneinander. Im
Norden an der Warendorfer Straße grenzt das Landesh aus des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
(LWL) an. Zusammenhängende Baugruppen gleicher Nutzung gibt es kaum.
Das Gebiet hat eine starke Aufwertung erhalten durc h den Neubau der NRW.Bank, die im Herbst 2009
fertiggestellt wurde.
Im Süden schließt die Bahnhofsachse an. Das Gebäude der Bahndirektion wird zurzeit saniert. Der Um-
bau des Hauptbahnhofes mit ergänzenden Einzelhandel snutzungen ist in Planung. Das Projekt der DB
und eines Investors soll in den nächsten Jahren umg esetzt werden und zu einem städtebaulich-
architektonischen wie wirtschaftlichen Impuls führen.
Die bestehende Erlöserkirche wurde 1949/50 als 'Not kirche' nach den Plänen von Otto Bartning (1883 -
1959 / http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Bartning ) auf den Fundamenten und dem Turmstumpf des kriegs -
zerstörten neo-romanischen Vorgängerbaus von 1898/1900 (Architekt: Karl Siebold) errichtet.
Innen sichtbares Holzständerwerk bildet eine basilikale Anlage mit einem polygonalen Chor im Norden.
Der niedrige Turm mit seinem verschieferten Pyramid endach ist weit in den Baukörper eingezogen;
Langhaus und Chor werden über Oberlichtbänder belic htet, die Seitenschiffe weisen schlitzartige
'Fensterchen' auf.
Die Außenwände wurden in Backstein ausgeführt.
Trotz einiger Erneuerungen ist die typische Bartnin g'sche 'Notkirche' -als eine von insgesamt 48-
erhalten geblieben.
Öffentliche Verkehrsflächen / Infrastruktur
Die Hauptverkehrserschließung der Stadt Münster erf olgt vorrangig durch Ringerschließung und auf die
Kernstadt zulaufende Radialen. Eisenbahnstraße und Friedrichstraße (Einbahnrichtung) sind Teil des
äußeren Altstadtrings, gleichzeitig münden am Vom-S tein-Platz die Warendorfer Straße und am Ser-
vatiiplatz die Wolbecker Straße als „Zubringer“ in das Ringnetz ein. Diese zentralen Verkehrsachsen si nd
unverzichtbar.
Der Bypass zwischen Erlöserkirche und Friedrichstra ße soll aufgegeben werden. Die Straßenverbindung
kann entfallen; Fahrzeuge aus Richtung Bahnhof und Wolbecker Straße werden über die Eisenbahn-
straße nach Norden geleitet (Ausbau zusätzlicher Rechtsabbiegerspur vor Ampelanlage).
Der Kurzschluss zwischen Wolbecker Straße und Fried richstraße, der über den heutigen Parkplatz führt,
wird auf eine Anliegererschließung zurück genommen.
/barb4right
Teil 2 Rahmenbedingungen
Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004
Paul-Gerhardt-Haus
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster 13
2. Planerische Situation und Absichten zur Bebauung bzw. Freiflächengestaltung (Fortsetzung)
Öffentliche und private Plätze
Die Fläche zwischen nördlicher Eisenbahnstraße und Friedrichstraße / gegenüber NRW.Bank wird
bislang als öffentlicher Parkplatz genutzt. Die NRW .Bank ist an einer repräsentativen Platzgestaltung vor
dem neuen Bankgebäude sehr interessiert. Bei einer gestalterischen Aufwertung muss aber künftig auch
der funktionale Anspruch einer zentralen Busstation mit Nebenanlagen berücksichtigt werden. Wegen
Ausbaus einer zusätzlichen Rechtsabbiegespur in der Eisenbahnstraße verschiebt sich die „Bushalte-
spur“ in den Platzraum. Hier gilt es, eine gestalte rische Integration und Harmonie vis à vis des westl ich
gelegenen Promenadeneingangs herzustellen.
Der Platz um das Iduna-Hochhaus wird als öffentlich er Raum sowohl von Fußgängern als auch in ausge-
wiesenen Bereichen von Fahrradfahrern intensiv genu tzt. Im Übergang zu Promenade und Salzstraße
nimmt er zum Teil Aufenthaltsfunktionen wahr. Das „ rote Band“ im Pflaster stellt die Verknüpfung zwi-
schen Innenstadt und Ostviertel dar; es führt südlich der Erlöserkirche zur Johanniterstraße weiter.
Kfz- / Fahrrad-Stellplätze
Im Zuge des Wettbewerbsverfahrens sollen 150 Stellp lätze in einer Tiefgarage nachgewiesen werden,
die sich unter dem Bauwerk nördlich der Erlöserkirc he (mit Zu- und Ausfahrt an der Friedrichstraße)
befinden soll; eine unterirdische Erweiterung in di e nördlich gelegene Freifläche am Freiherr-vom-Stei n-
Platz ist zulässig. Hinweis: Für das PGH sind im Zu ge des 1. BA zwingend 15 Stellplätze gem. Raum-
programm nachzuweisen.
An der Friedrichstraße sollen fünf Behinderten-Stel lplätze (b = 3,50 m) vorgesehen werden; diese dürfe n
im öffentlichen Straßenraum nachgewiesen werden.
Ein temporärer Bus-Stopp für den gefahrlosen und ni cht behindernden Ein- und Ausstieg, z. B. als
'Bucht', soll -integriert in die Planung der verkehrsberuhigten Zone- entwickelt werden.
Es sind ausreichend Fahrradstellplätze gemäß der Fa hrradstellplatz-Satzung der Stadt Münster nach-
zuweisen (Anlage 3.11).
Sicherzustellen ist im Übrigen die Andienung der Ge bäude Friedrichstraße 6-9 (Vorfahrt, Hofzufahrt,
Feuerwehr).
Fuß- und Radwegeerschließung
Fußgängerströme werden heute aufgrund des starken I ndividualverkehrs ausschließlich an Ampelkreu-
zungen über die Straßen geführt.
Soweit von der Fahrbahn getrennt angelegte Radwege ausgebaut sind, können sie dem Katasterplan
entnommen werden. Die Verkehrsplaner halten weiterh in an der Friedrichstraße eine von Norden kom-
mende, der Einbahnrichtung entgegengesetzte Radwegs pur bis zur Querung Höhe Erlöserkirche für er-
forderlich.
Die als „Rotes Band“ aus Pflasterklinkern kenntlich gemachte Linie, die über den Servatiiplatz, über d ie
Lichtsignalanlage zur Johanniterstraße und bis zur Lortzingstraße führt, leitet den Radfahrer optisch über
verkehrsarme Wege in und durch das sogenannte Ostvi ertel der Stadt. In Kreuzungsbereichen sind
Pflasterornamente zur Betonung eingearbeitet. Der V erlauf des „Roten Bandes“ muss bei einer neuen
Platzgestaltung zwischen Erlöserkirche und Neubau P GH berücksichtigt werden. Es ist ausreichend
Abstand zu ggfs. geplanten festen Einbauten einzuhalten.
Grünflächen
Die Promenade ist als Bodendenkmal und Grünring unt er Schutz gestellt; sie ist grundsätzlich als
vierreihige Allee mit Linden, d. h. beidseits der m ittigen Asphaltspur als doppelte Baumreihe in verse tzter
Anordnung ausgebildet. Neben der durchgehenden Alle e sind die begleitenden Grünflächen fundamen-
tale Bestandteile der Promenade und in der Regel al s Rasenflächen mit Gehölzkulisse ausgebildet. Die
Planung des Neubauquartiers westlich der Eisenbahns traße muss reagieren auf einen möglichst offenen
Übergang zum Promenadenbereich und die seinerzeit m it dem Iduna-Hochhaus konzipierte Platz-
gestaltung im Umfeld. Die Umfeldgestaltung des Idun a-Hochhauses wurde seinerzeit bezugnehmend auf
den Hochbau konzipiert und stellt ein bedeutendes g artenarchitektonisches Dokument der 60er Jahre
dar, das es zu erhalten gilt.
Neben der zu schützenden Promenade gilt es - laut B ewertung des städt. Amtes für Grünflächen und
Umweltschutz - einige erhaltenswerte Bäume
bei der Quartiersplanung zu beachten (siehe Eintra gung in
beigefügter Planunterlage). /barb4right
Teil 2 Rahmenbedingungen
Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004
Paul-Gerhardt-Haus
Evangelische Erlöser-Kirchengemeinde Münster 14
2. Planerische Situation und Absichten zur Bebauung bzw. Freiflächengestaltung (Fortsetzung)
Grünflächen (Fortsetzung)
Am Rand bzw. nördlich des Wettbewerbsgebietes stehe n insgesamt 7 Platanen, die eine gestalterische
Einheit als Baumtor im Straßenbereich des Freiherr- vom-Stein-Platzes bilden. Die markante Linde im
Eckbereich Friedrichstraße ist ebenfalls zu erhalte n. Die Baumreihe auf der Westseite der Friedrich-
straße, entlang der Erlöserkirche und des Paul-Gerh ardt-Hauses bis hin zum Freiherr-vom-Stein-Platz
sind als vorhandene durchgehende Begrünung erhaltenswert.
Die Eisenbahnstraße wirkt heute sehr kahl; der den Wettbewerbsunterlagen beigefügte verkehrstech-
nische Entwurf berücksichtigt eine mit Bäumen zu begrünende Mittelspur.
Lichtkonzept
Im Jahr 2004 wurde von Michael Batz – Scenografie, Licht / Hamburg ein Lichtkonzept für die Münste-
raner Altstadt entwickelt. Ziel ist es, die nächtli che Ansicht als Ensemble und gestaltete Einheit dar zu-
stellen. Je nach Bedeutung und Charakteristik von S tadtkernbereichen oder Gebäuden soll die Situation
behutsam akzentuiert und erlebbarer gemacht werden. Dabei sollen kommunales Wegelicht, gewerb-
liche Beleuchtung und einzelne Objektdarstellungen harmonisiert werden. Dies gilt insbesondere für die
Zugänge zur Altstadt – die historischen Stadttore.
Die Umsetzung hat im Kern (Prinzipalmarkt, Lamberti kirche) begonnen und wird sukzessive in
Abstimmung mit den Anliegern und Kaufleuten voran g ebracht. Der beigefügten Gesamtübersicht zum
Lichtkonzept Altstadt ist zu entnehmen, dass das Ma uritz-Torhaus, das Iduna Hochhaus mit Pavillon und
die Eckgebäude Salzstraße/Klosterstraße illuminiert werden sollen.
Für das südlich an das Plangebiet angrenzende Bahnh ofsumfeld ist von der „Lichtgruppe Licht / ISG“ mit
dem Designer Breil aus Lüdenscheid ein Beleuchtungs konzept umgesetzt worden. Durch asymme-
trisches Raumlicht (Stelen), Akzentlicht für Bäume (Bahnhofstraße) und Fassadenanstrahlung soll
künftig eine harmonische, anspruchsvolle Lichtstimm ung geschaffen und die Verweilqualität erhöht
werden.
Teil 2 Rahmenbedingungen
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3. Städtebauliche Rahmenbedingungen
⇒ Nördlich Erlöserkirche : Potenzielle Neubebauung auf dem Grundstück Paul-G erhardt-Haus (ab
Höhe Kopfende Eisenbahnstraße 17 südwärts). Orienti erung der Neubauten an Bestandshöhen der
Straßenrandbebauung westlich Eisenbahnstraße und östlich Friedrichstraße.
⇒ Südlich Erlöserkirche : Orientierung der Neubauten an Bestandshöhen der S traßenrandbe-
bauung östlich Friedrichstraße.
⇒ Rücksichtnahme auf die unter Denkmalschutz stehende Erlöserkirche hinsichtlich Bauhöhen,
Abständen und Lage von Neubauten.
⇒ Freiraumgestaltung südlich Vom-Stein-Platz : Öffentlicher Bereich, der einerseits an der West-
seite die funktionalen Anforderungen an den – in di e Gesamtgestaltung integrierten - Bushaltepunkt ein -
schließlich Wartehallen etc. erfüllen muss, anderer seits Schaffung eines adäquaten Vorplatzes zur
NRW.Bank mit Aufenthaltscharakter unter Einbindung des erhaltenswerten Grünbestands.
⇒ Freiraum zwischen Erlöserkirche und Neubau Ev. Kirc hengemeinde: Durch Aufgabe der Ver-
kehrsspange und Bebauung des südlichen Parkplatzes entsteht neuer Platzraum als gestalterisches Bin-
deglied (Kirchvorplatz). Öffentlich nutzbare Rad- u nd Fußgängerverknüpfung zwischen Innenstadt und
Ostviertel muss weiterhin über Ampelanlage Eisenbahnstraße sichergestellt bleiben.
⇒ Friedrichstraße und Vorflächen Neubauten: Die Friedrichstraße bleibt in Richtung Warendorfer
Straße von Süden über die Wolbecker Straße (Anliege r) und von Osten über die Johanniterstraße an-
fahrbar. Von Norden soll die Friedrichstraße in Geg enrichtung bis zur geplanten Tiefgarage (unter
derzeitigem PGH-Grundstück) freigegeben werden.
Die Fahrbahnbreite der Friedrichstraße muss ab östl ichem Gehweg mindestens 5,50 m betragen, im
Bereich von Senkrechtstellplätzen mindestens 6,50 m . Die Straße kann verkehrsberuhigt und ggfs.
niveaugleich ausgebaut werden.
Die Platzflächen müssen gegenüber Durchgangsverkehr durch geeignete Maßnahmen gesichert wer-
den.
Private Vorflächen sollten gestalterisch in das Umf eld integriert werden; die Übergänge von öffentlich
nutzbaren Bereichen und Privatflächen müssen ablesbar sein.
⇒ Die Eisenbahnstraße
soll entsprechend verkehrstechnischem Entwurf umge baut werden. Die
Straße scheidet (einschließlich Ecke Warendorfer St raße und Ecke Wolbecker Straße) für eine
Fahrerschließung der Baugrundstücke aus.
Vorhandene Baumstandorte
sind entsprechend Bewertung in Planungsvorhaben ei nzubinden. Insbe-
sondere die Bäume entlang der Friedrichstraße sind im Wettbewerbsgebiet prägend.
4. Baukosten und Wirtschaftlichkeit im Betrieb
Im Rahmen der Anforderungen erwartet die Ausloberin kostengünstige Lösungen, die das maximale
Investitionsvolumen nicht überschreiten (PGH: KG 300 + 400: 5,5 Mio € bt.).
Die Ausloberin behält sich vor, die prämierten Arbe iten einer Kostenberechnung durch ein unabhängiges
Ingenieurbüro zu unterziehen. Das Ergebnis wird in die Entscheidung zur Vergabe weiterer Planungs-
leistungen einfließen.
Die Wirtschaftlichkeit bei der Unterhaltung des Objektes ist der Zeit entsprechend zu beachten.
5. Beurteilungskriterien
Die Arbeiten sollen vor allem beurteilt werden in Hinsicht auf:
• Programmerfüllung (Umsetzung der Konzeption, Raump rogramm, Wettbewerbsleistungen)
• Städtebauliche und architektonische Qualität der P lanung (Innere und äußere Gestaltung)
• Erschließung, Funktion und Nutzung
• Realisierbarkeit, Wirtschaftlichkeit bei der Erste llung und Unterhaltung –auch in Abschnitten-
• Durchführbarkeit im Hinblick auf bauordnungsrechtl iche sowie organisatorische Belange
Teil 3 Anlagen
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Anlage 1: Verfassererklärung
Anlage 2: Raumprogramm inkl. Anforderungsprofil der Ausloberin
Anlage 3: Plansätze
3.1 Übersichtsplan Betrachtungsraum / Wettbewerbsge biet
3.2 Kartengrundlagen ALK mit Höhen ü. NN.
3.3 Luftbilder
3.4 Schrägluftbild
3.5 Denkmaldatei zu Gebäuden Servatiiplatz 7-9
3.6 Lichtkonzept Altstadt
3.7 Bestandszeichnung Erlöserkirche
3.8 Verkehrstechnischer Entwurf Eisenbahnstraße
3.9 Lage Kanäle/Leitungen
3.10 Grünbestand und Bewertungen
3.11 Fahrradstellplatz-Satzung Stadt Münster
3.12 Anfahrtsskizze Kolloquium
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Anlage 1
Verfassererklärung
___________________________________________________ _______________________________________
Kennzahl:
Verfasser
Ich versichere / Wir versichern ehrenwörtlich:
1. alleiniger Urheber der Wettbewerbsarbeit zu sei n,
2. zur Einreichung der Wettbewerbsarbeit entsprech end dem Wortlaut der Auslobung und im Sinne von der
RAW 2004 berechtigt zu sein,
3. dass bei keinem Verfasser der Wettbewerbsarbeit Teilnahmehindernisse im Sinne der RAW 2004 vorliegen,
4. eine Arbeitsgemeinschaft zu sein, bei der jedes Mitglied teilnahmeberechtigt ist,
5. das Recht zur Nutzung und Änderung der Wettbewer bsarbeit zum Zwecke der weiteren Bearbeitung zu
haben und der Ausloberin die die Änderungsbefugnis einschließenden Nutzungsrechte über-tragen zu
können,
6. im Falle einer Beauftragung durch die Ausloberin mich / uns zu verpflichten, ausschließlich Pla-
nungsleistungen nach HOAI zu übernehmen, sowie in d er Lage zu sein, diese Planungs-leistungen gemäß
Auslobung in persönlicher Verantwortung zu erbringen.
Name und Berufsbezeichnung des Verfassers / der Ver fasser:
Adresse und Telefonnummer:
Kammernummer und Unterschrift:
Mitwirkende
Angestellte Mitarbeiter und Studierende:
(Teilnahmeberechtigung nicht erforderlich)
Fachberater:
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Teil 3 Anlagen
Anlage 2: Raumprogramm
Unter Einhaltung von ca. 3.000 m² BGF sind für den Neubau des Paul-Gerhardt-Hauses folgende Nutzflächen
nachzuweisen:
Familienbildungsstätte
01 Eingangsbereich 30 m²
02 Büro Anmeldung 30 m² Offen einsehbar, verglast
03 Büro Leitung + Besprechung 20 m²
04 Büro Mitarbeiter 60 m² 5 Arbeitsplätze
05 Teeküche, Abstellr. + Kopierer 12 m²
06 Seminarraum 100 m²
07 Seminarraum* 30 m² * schaltbar (30 + 30 + 40)
08 Seminarraum* 30 m² * schaltbar (30 + 30 + 40)
09 Seminarraum* 40 m² * schaltbar (30 + 30 + 40)
10 Eltern-Kind-Raum 50 m² Mit Eltern-Baby-Raum über 2-flügelige Tür verbunden
11 Eltern-Baby-Raum 30 m² Mit Eltern-Kind-Raum über 2-flügelige Tür verbunden
12 Seminarraum 30 m² Behindertengruppen
13 Abstellraum und Stuhllager ‚Seminar‘ 20 m²
14 Gymnastikhalle 100 m²
15 Geräteraum 18 m² Für Gymnastikhalle und großen Seminarraum
16 Umkleiden, WC, Dusche 32 m²
17 Küche/Lehrküche 70 m²
18 Hauswirtschaftsraum 8 m²
19 Abstellraum, allgemein 10 m²
20 Putzmittelraum 10 m²
21 Toiletten, allgemein 20 m²
22 Toiletten, Mitarbeiter 10 m²
Summe Familienbildungsstätte 760 m²
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Teil 3 Anlagen
Anlage 2: Raumprogramm (Fortsetzung)
Kirchengemeinde
23 Eingangsbereich 20 m²
24 Büro Pfarrer 35 m² Arbeitsplatz, Besprechung, Seelsorge
25 Büro Gemeinde 20 m²
26 Büro Kirchenmusik 20 m²
27 Gemeinderaum, teilbar 30 + 60 m² 90 m²
28 Saal (offen/geschlossen) 200 m²
29 Foyer + Garderobe Saal 40 m²
30 Küche + Hauswirtschaftsraum + PuMi 20 m²
31 Stuhl-/Tischlager 20 m²
32 Werkstatt 40 m² Im Kellergeschoss
33 Materiallager 10 m²
34 Abstellraum 10 m²
35 Putzmittel, allgemein 10 m²
36 Toiletten Saal 20 m²
37 Toiletten allgemein 20 m²
38 Toiletten Mitarbeiter 10 m² Im Bereich der Büros
Summe Kirchengemeinde 585 m²
HOT
39 Eingangsbereich 15 m²
40 Büro 1 - Verwaltung 25 m² Zentrale Lage (4 AP), neben Büro 2
41 Büro 2 – Programm, Bespr., Beratung 20 m² Zentral, neben Büro 1
42 Büro Theater + Requisitenlager 15 m²
43 Gruppenraum Tanz 50 m² Tanzboden, Spiegel, Musikanlage, Tribüne,
Lichtmischpult
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Teil 3 Anlagen
Anlage 2: Raumprogramm (Fortsetzung)
HOT (Fortsetzung)
44 Gruppenraum Theater 1 40 m²
45 Gruppenraum Theater 2 40 m²
46 Gruppenraum Atelier, Multifunktion 30 m² Multifunktionsraum
47 Proberaum Musik 1 20 m² Proberaum für Bands, schallisoliert im Kellergeschoss
48 Proberaum Musik 2 20 m² Proberaum für Bands, schallisoliert im Kellergeschoss
49 Jugendcafé 120 m² Eigenständig im Erdgeschoss, Herzstück, Außen-
bereich
50 Küche, HW-Raum, Lager + Kühlraum 30 m²
51 Veranstaltungsraum 130 m² Konzerte, Theater, Disco, schallisoliert, belüftet,
Theke, Bühne (UG möglich)
52 Lager- + Technikraum ‚Veranstaltung‘ 10 m² Gesicherter Bereich
53 Eingang + Garderobe ‚Veranstaltung‘ 15 m²
54 Abstellraum allgemein 8 m²
55 Putzmittelraum allgemein 8 m²
56 Toiletten Café 15 m²
57 Toiletten Veranstaltung 15 m²
58 Toiletten allgemein 10 m² Mit Duschmöglichkeit
Summe HOT 636 m²
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Teil 3 Anlagen
Anlage 2: Raumprogramm (Fortsetzung)
Zusammenstellung
Familienbildungsstätte 760 m²
Kirchengemeinde 585 m²
HOT 636 m²
Summe Nutzflächen 1.981 m²
Technische Funktionsfläche 4% 79 m²
Verkehrsfläche ~20% 410 m²
Nettogrundfläche 2.470 m²
Konstruktionsgrundfläche ~20% 500 m²
Brutto-Grundfläche 2.970 m²
Stellplätze:
Für den ersten Bauabschnitt sind 15 Stellplätze oberirdisch nachzuweisen.
An der Friedrichstraße sollen fünf Behinderten-Stel lplätze (b = 3,50 m) vorgesehen werden; diese dürfe n im
öffentlichen Straßenraum nachgewiesen werden.
Zu beachten sind darüber hinaus die Hinweise unter Punkt 2 ‚Rahmenbedingungen‘ Kfz-/ Fahrradstellplätz e
(Seite 13).
Im zweiten Bauabschnitt soll eine Tiefgarage mit 15 0 Stellplätzen geplant werden, die die erforderlich en Stell-
plätze des ersten und zweiten Bauabschnittes beherb ergt (s. dazu auch textliche Ausführungen Teil 1, P kt. 3:
'Nach Abriss des PGH eröffnet sich die Möglichkeit, an der bisherigen Stelle einen weiteren Neubau in gemeindlicher Nutzung zu errichten;
unter diesem Projekt soll eine Tiefgarage errichtet werden, welche sich bis unter die nördliche Freifl äche erstrecken könnte. Der Neubau soll
im Zuge einer Zielplanung entwickelt werden, die si ch bis an die neue nördliche Bebauungsgrenze ausdeh nen darf (entspricht der
Nordfassade des Gebäudes Eisenbahnstr. 17).').
Fahrradstellplätze gem. Richtlinie
2. Bauabschnitt:
Nach Abriss des PGH soll auf der nördlichen Fläche des Plangebietes ein weiterer Gebäudekomplex mit ca .
3.000 m² BGF entstehen, der im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens als Zielplanung erarbeitet werden soll.
Das Gebäude könnte als Nutzer die Diakonie, Polizei seelsorge sowie Apartmentwohnungen für die Universi tät
beherbergen und lässt sich unter dem Anforderungsprofil ‚Büro und Apartmentwohnen‘ zusammenfassen.
Unter dem Gebäude soll eine Tiefgarage für ca. 150 Stellplätze geplant werden.
Für den 2. Bauabschnitt sind Grundrisse, Schnitte u nd Ansichten (Gesamtkomplex inkl. 1. Bauabschnitt) als Ziel-
planung zu erbringen.
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Teil 3 Anlagen
___________________________________________________ _______________________________________
Anlage 3.12: Anfahrtsskizze
Paul-Gerhardt-Haus
Friedrichstr. 10
Beschlussvorlage
8172 Zeichen
V/0333/2013 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Quartiersentwicklung zwischen Eisenbahnstraße und Friedrichstraße Beratungsfolge 02.07.2013 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 04.07.2013 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 09.07.2013 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 10.07.2013 Hauptausschuss Vorberatung 10.07.2013 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1.) Das Quartier im Umfeld der Erlöserkirche zwischen Eisenbahnstraße und Friedrichstraß e wird städtebaulich mit dem Nutzungsschwerpunkt „Kirche und Soziales“ neu entwickelt und gesta l- tet. Dabei wird die Aufgabe der Verkehr sspange zwischen beiden Verkehrstrassen zugrunde gelegt. 2.) Die Evangelische Kirche erhält die Möglichkeit, nach geplantem Abriss des Paul -Gerhardt- Hauses (PGH) ihre gemeinbedarfs- und sozial ausgerichteten Einrichtungen in einem Neubau auf dem städtischen Grundstück Friedrichstraße / Ecke Wolbecker Straße zu errichten. Die frei werdende Grundstücksfläche zwischen Eisenbahnstr aße und Friedrichstraße sowie Freiherr-vom-Stein-Platz wird in einem 2. Bauabschnitt mit vorrangig kirchlichen und sozialen Einrichtungen neu bebaut. 3.) Die städtebaulichen, nutzungsstrukturellen und gestalterischen Grundlagen für die Quartier s- entwicklung werden im Rahmen eines von der Evangelischen Erlöser -Kirchengemeinde aus- zulobenden begrenzten Realisierungswettbewerbs nach RAW 2004 erarbeitet. Das Wettbewerbsergebnis wird dem Rat der Stadt Münster vorgestellt. II. Finanzielle Auswirkungen: Durch die Auslobung eines begrenzten Wettbewerbs durch die Ev. Erlöser -Kirchengemeinde ent- stehen für die Stadt Münster keine Kosten. Eine endgültige Zuteilung öffentlicher Verkehrs - und Platzflächen bzw. privater Grundstücks -/ und Freiflächen kann erst auf Basis des Wettbewerbsergebnisses erfolgen. Vorlagen-Nr.: V/0333/2013 Auskunft erteilt: Frau Philipp Ruf: 492 61 21 E-Mail: Philipp@stadt-muenster.de Datum: 06.06.2013 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0333/2013 In der nichtöffentlichen Beschlussvorlage V/0352/2013 - die parallel mit dieser Vorlage in den politischen Gremien beraten wird - werden die beabsichtigten liegenschaftlichen Verhandlung s- grundlagen für eine Neuordnung künftiger Grundstücksflächen dargestellt. Künftige kostenverursachende Maßnahmen im öffentlichen Raum (Anpassung öffentliche Ve r- kehrsflächen / Gestaltung von Plätzen/Freiräumen) hängen von der konkreten Umsetzung des ausgewählten städtebaulichen Konzeptes ab. Begründung: Zu 1.) Im Jahr 2008 lobte die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) in Kooper a- tion mit der Stadt Münster den Postgraduierten -Wettbewerb „Osttor zur Innenstadt“ aus, der die städtebauliche Entwicklung zwischen Vom -Stein-Platz im Norden und Wolbecker Str aße/Servatii- platz im Süden thematisierte. Die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit zum DASL -Wettbewerb von 2009 (Anlage 1) hebt b e- sonders den Quartiersgedanken hervor. Es wird vorgeschlagen, die Friedrichstraße künft ig vom intensiven Durchgangsverkehr zu entlasten. Durch Aufgabe der Verkehrsspange zwischen Eise n- bahnstraße und Friedrichstraße kann an der Erlöser -Kirche ein angemessener (halb)öffentlicher Vorplatz geschaffen werden und auf dem südlich angrenzenden Eckgr undstück Friedrichstraße / Wolbecker Straße eine dem Maßstab der Umgebung entsprechende Neubebauung entstehen. Für den gegenüber der NRW.Bank liegenden Platz wird anstelle der Parkplatz -Nutzung (wie bereits mit Neubau des Bankgebäudes angedacht) eine qualitätvolle Freiraumgestaltung empfohlen. Der ASSVW hat am 05.03.2009 das Ergebnis des DASL -Wettbewerbs und insbesondere die da r- gestellten Perspektiven einer räumlich zusammenhängenden Entwicklung des Quartiers zusti m- mend zur Kenntnis genommen und eine Weiterbearbeitung empfohlen. In dem zwischen Eisenbahnstraße und Friedrichstraße gelegenen Paul -Gerhardt-Haus befinden sich Einrichtungen der Evangelischen Erlöser -Kirchengemeinde, die Ev. Familienbildungsstätte und ein Jugendtreff. Das Gebäude – fertiggestellt 1952 – ist mittlerweile in seiner Bausubstanz abgängig, weil eine Sanierung nach Aussage des Kirchenträgers unwirtschaftlich ist und nicht nachhaltig wäre, da Nutzungserweiterungen am Standort nicht möglich sind. Aus diesem Grund strebt die Kirchengemein de zeitnah eine zukunftsorientierte Umstrukturierung im Bereich Frie d- richstraße in zwei Bauabschnitten an, der die im DASL-Wettbewerb herausgearbeiteten städtebau- lichen Optimierungen zugrunde gelegt werden sollen. Neben einer architektonischen Aufwertung des Quartiers entsteht im Kontext mit den Interessen der Kirchengemeinde die Chance, die Stadteingänge zur Innenstadt im Bereich Warendorfer Str a- ße/Vom-Stein-Platz und Wolbecker Straße/Servatiiplatz stadtgestalterisch und funktional aufz u- werten. Bei Herau snahme des Durchgangsverkehrs aus der Friedrichstraße muss im nördlichen Teila b- schnitt der Eisenbahnstraße eine gesonderte Rechtsabbiegespur zur Warendorfer Straße ausg e- baut werden. In diesem Zusammenhang wird nach Abbruch des Paul -Gerhardt-Hauses auch eine Aufwertung der Bushaltestelle angestrebt, indem eine Integration der ÖPNV -Station in eine neue Platzgestaltung vis à vis der NRW.Bank erfolgt. Ein künftig verkehrsberuhigter Ausbau der Frie d- richstraße und die Bildung neuer Platzräume (u.a. Kirchenumfeld) wird den Anliegern und zukün f- tigen Nutzern zugute kommen und im Stadtraum insgesamt mehr Qualität schaffen. (Weitere Ausführungen: nichtöffentlichen Beschlussvorlage V/0352/2013 / liegenschaftliche Reg e- lungen). Zu 2.) Die Ev. Kirchengemeinde möchte da s bestehende Paul -Gerhardt-Haus abbrechen und auf dem südlichen Eckgrundstück einen Neubau errichten, in dem die bisherigen Hauptnutzungen (Famil i- enbildungsstätte + Kirchengemeinde + HOT/Haus der offenen Tür) auf ca. 3.000 m² Brutto - - 3 - V/0333/2013 Grundfläche angeboten werden können. Nach Fertigstellung des PGH (neu) möchte die Kirchengemeinde in einem 2. Bauabschnitt auf der freigezogenen Fläche einen weiteren Gebäudekomplex mit ca. 3.000 m² Bruttogeschossfläche erstellen. Hier sind vorrangig kirchlich und sozial orient ierte Nutzungen wie z.B. Diakonie, Polize i- seelsorge, ggfs. Büros und Wohnapartements angedacht. Die Entscheidung über Angebotsbre ite, Nutzer und Eigentumsregelung kann erst nach Vorliegen des Wettbewerbsergebnisses präzisiert werden. Zur Umsetzung der o .g. städtebaulichen Ziele ist eine liegenschaftliche Neuordnung erforderlich. Neben Umwidmung der öffentlichen Verkehrsspange zwischen Eisenbahnstraße / Friedrichstraße unter Berücksichtigung der Erschließungsfunktionen und Grundstücksregelungen mit der Er löser- Kirchengemeinde, bedingen zudem erforderliche Anpassungen im öffentlichen Straßenraum wie z.B. geänderte Nebenanlagen und Gestaltung von Plätzen eine Bereinigung der liegenschaftlichen Grenzen. Zu 3.) Die Evangelische Erlöser -Kirchengemeinde Münster beabsichtigt, unmittelbar nach den Ratsb e- schlüssen zu den Vorlagen V/0333/2013 und V/0352/2013 einen begrenzten, einstufigen und an o- nymen Realisierungswettbewerb nach RAW 2004 auszuloben. Es sollen 16 gesetzte Architektu r- büros zur Teilnahme aufgefordert werden. Die im Auslobungstext formulierten städtebaulichen Planungsziele sind mit der Stadt Münster abgestimmt und entsprechen der unter Punkt 1 darg e- stellten angestrebten Quartiersentwicklung zwischen Vom -Stein-Platz / Friedrichstraße / Wolb e- cker Straße / Eisenbahnstraße. Detaillierte Angaben zum Struktur - und Nutzungskonzept können dem beigefügten Auslobungstext (Anlage 2) entnommen werden. Vertreter der Stadt Münster sind als Preisrichter bzw. Berater in die Wettbewerbsjury eingebunden. Das Wettbewerbsergebnis wird den Ratsgremien vorgestellt. i.V. gez. Schultheiß Stadtdirektor Anlage 1: DASL-Wettbewerb / 1. Preis (2009) Anlage 2: Auslobungstext „Paul-Gerhardt-Haus“ (2013)
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (26)
- Friedrichstraße 10
- Mauritzstraße 23
- Tannenbergstraße 23
- Lingener Straße 12
- Josef-Pieper-Straße 2
- Bergstraße 50
- Wolbecker Straße
- Lindenallee
- Johanniterstraße 1
- Warendorfer Straße
- Eisenbahnstraße 17
- Lortzingstraße
- Bahnhofstraße
- Hafenweg 24
- Servatiiplatz 7
- Am Mittelhafen 42
- Am Dill 1
- Freiherr-vom-Stein-Platz
- Prinzipalmarkt
- Klosterstraße
- Salzstraße
- Promenade
- Mauritztor
- Neutor
- Osttor
- Bült 13
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0333/2013
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 07.06.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37