Mandari Insight

V/0014/2023

Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung am Norfolkweg (York-Quartier) im Stadtteil Gremmendorf, Bezirk Südost

Vorlagen 25.01.2023

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 22.03.2023, TOP 27

3.1_Froebel_Anschreiben

· application/pdf

Ansehen

2_Auswertungsformulare

· application/pdf

Ansehen

3.2_Froebel_Konzept

· application/pdf

Ansehen

4.1_Global Education_Anschreiben

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

4.2_Global Education_Konzept

· application/pdf

Ansehen

Anlage A

· application/pdf

Ansehen

3.1_Froebel_Anschreiben

1013 Zeichen

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Hafenstraße 30

48127 Münster

Ausschreibung der Trägerschaft für die neue Kindertageseinrichtung
am Norfoikweg (York-Quartier) im Stadtteil Gremmendorf
(Ausschreibungsnummer: 02/2022), Zeichen 51.10.0114/51.10.0112
Angebot zur Übernahme der Trägerschaft

Sehr geehrte Frau Gerick,

hiermit geben wir form- und fristgerecht unser verbindliches schriftliches
Angebot zur Übernahme der Trägerschaft der neuen
Kindertagsseinrichtung am Norfolkweg (York-Quartier) im Stadtteil
Gremmendorf ab.

Wie in unseren ausführlichen Bewerbungsunterlagen aufgeführt, ist es
uns möglich, einen Trägeranteil in Höhe von 5,0% zu leisten.

Mit freundlichen Grüßen
FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH

. Marek Körner
efeichsleitung West

) FRÖBEL

Kompetenz für Kinder

Köln, 14.11.2022

von Marek Körner

Tel 0221 | 299942 - 64
Marek.koemer@froebel-gruppe.de

FRÖSEL Bildung und Erziehung

Tel 0221129 99 4280
Fox G221j27 974280

weuiroebel-gruppe.de

Seite | von]

2_Auswertungsformulare

14284 Zeichen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  
Kindertageseinrichtung Norfolkweg im Stadtteil Gremmendorf 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
FRÖBEL Bildung und Erziehung gemeinnützige GmbH 
Salierring 47-53 
50677 Münster 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH mit Sitz in Be rlin ist eine Tochtergesellschaft des 
FRÖBEL e.V.  
- Anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe un d Mitglied im paritätischen Gesamtver-
band 
- Fröbel ist Deutschlands größter überregionaler ge meinnütziger Träger von Kitas (rund 5.000 
Mitarbeitende und etwa 210 Kitas) 
- Regionale Geschäftsstelle und Fachberatung vor Or t in Münster. 
- Philosophie des Friedrich Fröbels (Kinder verfüge n über individuelles Bildungspotential) 
- Leitbild von Fröbel setzt sich zusammen aus dem p ädagogischen Leitbild, dem Führungsleit-
bild und dem Unternehmensleitbild und betont die Rechte von Kindern im pädagogischen 
Alltag in Fröbel Einrichtungen. 
- Am Standort Münster bisher drei Einrichtungen in Betrieb (Emmy-Herzog-Platz und Lands-
berger Straße, Zentrum Nord); weitere Kitas folgen in den nächsten Jahren (Sonnenstraße, 
Im Drostebusch, Ermlandweg, Langebusch) 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
5,0% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 
liegen vor. 
- Schwerpunkt: „(Gemeinschaft) bauen und (Lebenswelten) konstruieren“ 
- Die unterschiedlichen Dimensionen, die das Thema „Bauen und Konstruieren“ im Kontext der 
Quartiersentwicklung haben kann, werden auch in der  Ausstattung der Einrichtung sowie im 
pädagogischen Alltag im Fokus stehen 
- Gut ausgestatteter Bau- und Werkraum, unterschiedli che Materialien und Anregungen, Aus-
stellungsmöglichkeiten, Schaffung eines Raums, den die Kinder jeweils nach ihren Vorstellun-
gen gestalten dürfen 
- Dokumentation der Quartiersentwicklung gemeinsam mit den Kindern 
- Kinder bei Bildungs- und Entwicklungsprozessen be gleiten, Arbeit mit offenem Konzept

2 
 
- Umsetzung von zehn Lernbereichen, u.a. Bewegung, Sprache, Ethik, Medien und ökologische 
Bildung  
- Alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung 
- Einsatz verschiedener Beobachtungs- und Bildungsd okumentationsverfahren 
- Gestaltung von Übergängen 
 
Flexible Betreuung: 
- Regelöffnungszeiten: 07.00 Uhr - 17.00 Uhr 
- Flexible Öffnungszeiten, an die Bedürfnisse der E ltern gerichtet. 
- Durchgängige Betreuung - auch während der Ferienz eit 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Aufnahme von Kindern unterschiedlicher Herkunft / Konfessionen 
- Partizipation als konzeptioneller Schwerpunkt (Rechte durch die EU-
Kinderrechtskonvention) 
- Kinder werden für verschiedene Weltanschauungen sensibilisiert und in ihrer interkulturellen 
Kompetenz gefördert 
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionellen Teams 
- Ideen zur Nutzung neuer Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen 
- Pädagogisches Handeln orientiert sich an den Bedürfnissen und Ressourcen der Kinder 
- Gender: Fachkräfte setzen sich mit eigener Haltung und evtl. Vorurteilen zu Geschlechter-
rollen auseinander und regen Kinder an, Neues auszuprobieren, anderes zu wagen; Kinder 
werden unterstützt in der Entwicklung einer eigenständigen Sexualität 
- Fröbelberatungsstelle / Fröbelfon als übergeordnete Soforthilfe immer erreichbar 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Als zentrale Aufgabe: Eine lebensweltbezogene und  ganzheitliche Gesundheitsförderung 
- Das Ernährungskonzept sieht eine ausgewogene, alt ersentsprechende und hochwertige Er-
nährung vor 
- Frischkost durch Einrichtung einer Frischkostküch e, sofern baulich möglich 
- Beteiligung der Kinder, Erleben der Essenskultur,  Erlernen von Essenszubereitung 
- Vielfältige Bewegungsangebote in Innen- und Außen räumen / Bereits Erfahrung in der Zertifi-
zierung von Bewegungskitas 
- Einrichtung von Ruhezonen zur Förderung der körpe rlichen / seelischen Entspannung und 
Ruhe 
- Institutioneller Kinderschutz wird durch Multipli katoren in den Einrichtungen sichergestellt; 
überregionale Angebote durch Fachkräfte 
- Betriebliches Gesundheitsmanagement 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Bereits bestehende Vernetzungen: 
- Fröbel-Kindertageseinrichtungen in anderen Stadtt eilen 
- Geschäftsstelle vor Ort 
 
Geplante Vernetzungen mit dem Schwerpunkt „(Gemeins chaft) bauen und (Lebenswelten) kon-
struieren“: 
- Kooperation mit Schulen und Kindergärten angestre bt 
- Kooperation mit Grundschulen, um frühzeitig die Ü bergänge zu gestalten 
- Kooperationen z. B. mit dem Pängelanton Museum un d anderen Einrichtungen

3 
 
- Offener Zugang auf alle vorhandenen Sozialraumakt eure ist geplant sowie aktive Mitarbeit in 
der Quartiersentwicklung des York-Quartiers 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Bemühen um di e Entwicklung und das Wohlbefinden-
des Kindes 
- Eingewöhnung nach dem Berliner oder Münchener Ein gewöhnungsmodell 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, (th emenspezifische) Elternabende usw. fin-
den statt 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
- Gemeinsame Ausflüge und Feste 
- Möglichkeit der Hospitation: Transparenz der päda gogischen Arbeit 
- Einbindung und Beteiligung der Eltern an pädagogi schen Aktivitäten 
- Regelmäßige Elternbefragungen 
- Errichtung einer Lounge, die Eltern zum Austausch  und Verweilen einlädt 
- „Digitales Familienzentrum“ ermöglicht Dienstleis tungen und Angebote im Sinne eines örtli-
chen Familienzentrums 
- Fröbel-Beschwerdemanagement 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben / Flexibilitä t des personellen Einsatzes durch mehrere 
Einrichtungen in Münster ist gegeben 
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mi tarbeitende 
- Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement 
- Externe Qualitätsentwicklung durch EduCert GmbH u nd PädQuis (einem pädagogischen 
Qualitäts- und Informationssystem) 
- Interne Evaluation anhand des Nationalen Kriterie nkataloges (NKK) 
- Zentrales Team „Pädagogik und Qualitätsentwicklun g“ ist verantwortlich für Qualitätsmanage-
ment 
- Durchführung regelmäßiger Qualitätszirkel zu päda gogischen Themen 
- Beratung und Begleitung der Einrichtungen durch F achberatung 
- Zentrales Beschwerdemanagement für Eltern sowie M itarbeitende 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
- Bezahlung der Mitarbeitenden nach eigenem Haustar ifvertrag 
- Betreiber einer Fachschule für Sozialpädagogik in  Berlin und Aufbau eines weiteren Standor-
tes in Köln 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Durchgängige Betreuungszeiten - auch in den Ferie n 
- Synergieeffekte durch mehrere Einrichtungen am St andort Münster  
- Frischkostküche in jeder Einrichtung gewünscht 
- Standortspezifische Auswahl der pädagogischen Sch werpunkte 
- Aktive Mitarbeit in der Quartiersentwicklung 
- Der Träger sieht Herausforderungen als Chance neu e Ideen zu entwickeln und umzusetzen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  
Kindertageseinrichtung Norfolkweg im Stadtteil Gremmendorf 
 
 
Name und Adresse des Trägers: 
 
Global Education gGmbH 
Tochtergesellschaft der: pme Familienservice gGmbH 
Friesenring 50 
48147 Münster 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Global Education gGmbH ist eine 100%ige Tochterge sellschaft der pme Familienservice 
gGmbH 
- Derzeit ist die Anerkennung als Träger der freien  Jugendhilfe beantragt, aber noch nicht er-
folgt 
- Die pme Familienservice Gruppe ist an mehr als 30  Standorten in Deutschland, Österreich, 
der Schweiz und Tschechien vertreten 
- Betreibt über 80 betriebsnahe Kinderbetreuungsein richtungen in Deutschland (Kindergärten, 
Kinderkrippen, Back-up-Einrichtungen, Familienkrippen, Schülerbetreuungen)  
- In Münster mit einer Geschäftsstelle, einem Back- up-Service und Ferienprogrammen vertre-
ten 
- Leitbild in Bezug auf die Kindertagesbetreuung li egt vor 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
2,0 % Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
- Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt /  Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 
liegen vor 
- Orientierung am modernen Familien- und Arbeitsleb en, Verständnis als Dienstleister 
- Bedürfnisse von Eltern und Kindern im Mittelpunkt  
- Kind als „autonomer und individueller Akteur sein er Entwicklung“ (ressourcenorientiert, Resi-
lienz fördernd), Fachkraft bzw. Erwachsener als Begleiter der Entwicklungsprozesse 
- Teilnahme „Haus der kleinen Forscher“ (Forschende s Lernen) 
- Tiergestützte Pädagogik 
- Alltagsintegrierte Sprachbildung 
- Bildungsdokumentationskonzept liegt vor 
 
Flexible Betreuung: 
- Öffnungs- und Schließzeiten sind an Bedürfnissen der Eltern orientiert 
- Schwerpunkt des Träger ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
- Öffnungszeiten 7 – 17 Uhr 
- Flexible Betreuungsmodelle möglich

2 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
-  „Diversity-Policy“ der pme Gruppe stellt die Gru ndlagen dar 
- Einsatz von multikulturellen / multiprofessionell en Teams mit verschiedenen Migrationshin-
tergründen 
- Pädagogik der Vielfalt – Kultur der Akzeptanz und  Teilhabe aller Menschen mit/in unter-
schiedlichen Voraussetzungen, Lebensentwürfen und Lebensphasen 
- Hoher Anteil von männlichen Fachkräften  
- Beteiligungsverfahren für Kinder  
- Erfahrungen in der inklusiven Betreuung von Kinde rn 
- Medienkompetenz 
- Nachhaltigkeit 
- Schulungen der Mitarbeiter zu den einzelnen Theme nfeldern 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol-
gende Merkmale besonders heraus: 
- Ganzheitliche körperliche, psychische & seelische r Gesundheitsförderung 
- Psychosoziales Wohlbefinden, Inseln der Ruhe, Rüc kzugsräume 
- Resilienzförderung im Konzept integriert 
- Gesunde Ernährung und Bewegung als Schwerpunkt 
- Frische und selbstständige Zubereitung in Kochküc he gewünscht 
- Bewegungsangebote innerhalb und außerhalb der Kit a 
- Beratung der Familien / Eltern zu Themen der Gesu ndheitsförderung 
- Unfall-, Gewalt- und Suchtprävention  
- Hygieneerziehung und Zahngesundheit sind Bestandt eile der Gesundheitsförderung 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Bereits bestehende Vernetzungen: 
- Geschäftsstelle vor Ort in Münster 
 
Geplante Vernetzungen: 
- Einrichtungen verstehen sich als Teil des Sozialr aums 
- Kooperation mit Begegnungsstätten im Stadtteil 
- Kooperation mit anderen Kindertagesstätten im Soz ialraum 
- Zusammenarbeit mit (Fach-)Schulen ist konzeptione ll verankert, der Austausch wird in Pro-
jekten gelebt 
- Teilnahme an Fachgremien und Arbeitsgemeinschafte n 
- Kontakte zu Beratungs- und Frühförderstellen 
- Kooperation mit Jugendamt, sozialpädiatrischen Ze ntren, Zahnärzten, Therapeuten 
- Sozialraumorientierung bei Ausflügen 
- Kooperationsprojekte mit lokalen Seniorenheimen 
 
  
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Strukturierte Elternarbeit findet statt 
- Eltern als „wesentliche Partner im Bildungs- und Erziehungsprozess“ 
- Eingewöhnung nach Berliner Eingewöhnungsmodell 
- Jährlich stattfindende Elternbefragungen  
- Informationsgespräche, Entwicklungsgespräche, (th emenbezogene) Elternabende usw. fin-
den statt

3 
 
- Kommunikation über eine Eltern App etabliert 
- 24/7 Beratungshotline für Eltern (Elternberater/L ebenslagen-Coaches) 
- Sprachangebote für Familien mit Sprachbarrieren 
- Beschwerdeverfahren für Kinder und Sorgeberechtig te  
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Organisationsleitbild liegt vor 
- bundesweit einheitliches Qualitätsmanagementsyste m für alle pme-Familienservice Einrich-
tungen (jährliche Zertifizierungsprozesse) 
- Qualitätssicherung anhand des Nationalen Kriterie nkatalogs (NKK) 
- Feedback Kultur- und Beschwerdemanagementkonzept liegen vor 
- Personaleinsatz nach KiBiz-Vorgaben 
- Interne sowie externe Fortbildungsangebote für Mi tarbeiter 
- Bezahlung der Mitarbeiter nach Tarif 
- Kitamanagement und Fachberatung bei pme Familiense rvice gGmbH angesiedelt 
- internes pme Familienservice Einarbeitungskonzept , Begleitung neuer Teammitglieder durch 
einen Mentor 
- Kinderschutzkonzept liegt vor 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Schwerpunkt Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
- Erfahrung mit unterschiedlichen Betreuungsformen (Kita, Großtagespflege, Backup-Betreu-
ung) 
- 24/7 - Beratungshotline 
- Eltern App für Dokumentation & Kommunikation 
- Lokaler Bezug durch die Geschäftsstelle in Münste r

3.2_Froebel_Konzept

69382 Zeichen

Bewerbung zur Überlassung der Betriebsträgerschaft 
für eine viergruppige Kindertagesstätte im am 
Norfolkweg (York-Quartier) im Stadtteil Gremmendorf 
in Münster      
Zeichen: 51.10.0114 / 51.10.0112 
Ausschreibungsnummer 02/2022 
 
 
 
 
 
30.09.2022 
FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH 
Region Westfalen-Lippe-Ruhr 
Lippstädter Straße 46 
48155 Münster 
Internet: www.froebel-gruppe.de 
 
Ihre Ansprechpartner bei FRÖBEL sind: 
Oliver Just, Leiter Projektentwicklung und Vertrieb Region West 
Komödienstraße 18-24 
50667 Köln 
Telefon 0221 29 99 42 71 
Mobil 0172 3500854 
just@froebel-gruppe.de 
 
Normann Stricker, Geschäftsleiter Region Westfalen-Lippe-Ruhr 
Lippstädter Straße 46 
48155 Münster 
Telefon 0251 71 84 960 
Mobil 0174 8093216 
normann.stricker@froebel-gruppe.de

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
2 
 
2 
 
Der FRÖBEL e.V. betreibt über die Tochtergesellschaft FRÖBEL Bildung und Erziehung ge-
meinnützige GmbH mittlerweile über 210 Einrichtungen in zwölf Bundesländern. In einem 
stetigen Prozess entwickelt FRÖBEL innovative Wege, um Kindern und ihren Familien das 
beste Angebot für Bildung, Erziehung und Betreuung zu bieten. Im Mittelpunkt all unseres 
Handelns stehen dabei das Wohl des Kindes und die optimale Förderung seiner Entwick-
lung. Zugleich sind die Unterstützung von Familien und die Vereinbarkeit von Familie und 
Beruf wesentliche Ziele.  Unseren Ansatz, qualitativ hochwertige Bildungseinrichtungen 
für Kinder anzubieten, setzen wir bisher in 72 Kindergärten in NRW um. Von diesen 72 
Einrichtungen sind neunzehn als Familienzentren zertifiziert.
 
Gern möchten wir unser Angebot durch die Übernahme der Trägerschafft  der neuen 
Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ im Stadtteil Gremmendorf in Münster erweitern. Von 
besonderer Attraktivität für die Stadt Münster dürfte dabei unsere langjährige Erfahrung 
in der Betreuung von Kindern, unsere an die Bedürfnisse der Familien flexibel anzupas-
sende Öffnungszeiten sowie unsere durchgängige Betreuung auch in der Ferienzeit sein.  
Für den Start einer neuen Einrichtung in Münster steht ein Expertenteam aus unserem 
pädagogischen, planerischen und kaufmännischen Bereich zur Verfügung. Sie über-
nehmen vor Ort die Aufgaben, die im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zur In-
betriebnahme anfallen. Unterstützt von den Bereichen Kommunikation und Marketing 
sowie der Rechtsabteilung in der Hauptgeschäftsstelle in Berlin werden die Personalak-
quise und der Abschluss von Arbeitsverträgen vorbereitet. Für die Aufnahme der Kinder 
stehen rechtzeitig Betreuungsverträge und sämtliche Mittel für die Elternkommunikation 
zur Verfügung. Um die besonders herausfordernde Anfangszeit beim Aufbau einer Kin-
dertageseinrichtung reibungslos zu gestalten, setzt FRÖBEL ferner auf die professionelle 
Begleitung durch die interne Fachberatung. Die Teams erhalten außerdem die Möglich-
keit und Unterstützung, eine gemeinsame inhaltliche Orientierung auf Grundlage der 
FRÖBEL-Rahmenkonzeption (siehe Beilage FRÖBEL -Rahmenkonzeption), des FRÖBEL -
Leitbilds (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) und der FRÖBEL-Standards zu erarbeiten. Zur Un-
terstützung in fachlichen Fragen und Verwaltungsabläufen steht der Leitung und dem 
Team ein inhaltlich vielfältig aufgestelltes Beraterteam zur Verfügung. Dabei kann so-
wohl auf regionale Unte rstützung aus dem Büro in Münster  als auch auf Unterstützung 
aus der Hauptgeschäftsstelle in Berlin zurückgegriffen werden. 
In der folgenden Bewerbung finden Sie eine Vorstellung von FRÖBEL als Träger und In-
formationen zu unserem pädagogischen Konzept, im Anhang eine Angabe zum Finan-
zierungsrahmen, einen Ausschnitt aus dem FRÖBEL-Haustarifvertrag und eine Referenz-
liste sowie als Beilage unsere FRÖBEL-Rahmenkonzeption (Anlage 1), das FRÖBEL-Leitbild 
(Anlage 2) und unser Leporello „FRÖBEL als Arbeitgeber“ mit  einem Überblick der be-
sonderen Leistungen für Mitarbeiter*innen (Anlage 3). Für Rückfragen stehen wir jeder-
zeit zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
3 
 
3 
Inhalt 
1 Trägerhintergrund .............................................................................................................. 4 
1.1 Organisation und Struktur .......................................................................................... 4 
1.2 FRÖBEL als Träger ........................................................................................................ 4 
1.3 Trägerkonzeption ........................................................................................................ 4 
2 Fachlichkeit ........................................................................................................................ 6 
2.1 Rahmenkonzept, Zielgruppen, Ziele der Entwicklung ........................................... 6 
2.1.1 Bezug zu Friedrich Fröbel ......................................................................... 6 
2.1.2 Was Bildung für uns ist .............................................................................. 6 
2.1.3 Umsetzung des nordrhein-westfälischen Bildungsprogramms .......... 7 
2.1.4 Partizipation .............................................................................................. 8 
2.1.5 Beobachtung und Dokumentation ....................................................... 8 
2.1.6 Alltagsintegrierte Sprachförderung und bilinguale Erziehung ........... 9 
2.2 Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Gender ............................ 9 
2.3 Gesundheitsförderung ............................................................................................. 11 
2.4 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner ............................................... 12 
2.5 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft .................................................................. 13 
2.5.1 Gestaltung von Übergängen ............................................................... 14 
2.6 Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen ............................... 15 
2.6.1 Interne Selbstevaluation ....................................................................... 16 
2.6.2 Externe Evaluation ................................................................................. 17 
2.6.3 Fachberatung ........................................................................................ 17 
2.6.4 Mitarbeiter*innenbefragung ................................................................ 17 
2.6.5 Elternbefragung ..................................................................................... 17 
2.6.6 Personalmanagement .......................................................................... 18 
2.6.7 Kinderschutz ............................................................................................ 19 
3 Finanzmanagement ........................................................................................................ 21 
4 Finanzierung ..................................................................................................................... 22 
4.1 FRÖBEL-Haustarifvertrag .......................................................................................... 23 
4.2 Anlagen ..................................................................................................................... 23

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
4 
 
4 
1 Trägerhintergrund 
1.1 Organisation und Struktur 
Der FRÖBEL e.V., anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und Mitglied im PARITÄTI-
SCHEN Wohlfahrtsverband, betreibt über seine FRÖBEL Bild ung und Erziehung gemei n-
nützige GmbH bundesweit über 210 Krippen, Kindergärten und Horte sowie Einrichtun-
gen im Bereich Hilfen zur Erziehung. Bei uns betreuen rund 5.000 Mitarbeiter*innen etwa 
20.000 Kinder in Kindertageseinrichtungen in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Bran-
denburg, Bremen, Hamburg,  Hessen, Niedersachsen, Nordrhein -Westfalen, Sachsen , 
Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein sowie in Australien und Polen. Durch die Unter-
schiede im Hinblick auf Bildungspläne, Sozialräume, unterschiedliche Anzahl an Men-
schen mit Migrationshintergrund und verschiedene kulturelle Bezüge haben wir vielfäl-
tige Erfahrungen in der Umsetzung und Gewährleistung pädagogischer Qualität im Rah-
men institutioneller Betreuung von Kindern. 
1.2 FRÖBEL als Träger 
Als erfahrenes gemeinnütziges Unternehmen wissen wir um die Herausforderungen, die 
sich im Aufbau neuer Kindertages einrichtungen und in der Übernahme einer Träger-
schaft – konzeptionell und organisatorisch – ergeben. Auf der Grundlage unseres päda-
gogischen Profils und unseres Unternehmensleitbilds ist es für uns selbstverständlich, dass 
wir alle beteiligten Akteure in diesen Aufbauprozess einbinden. 
Die Verwaltung von FRÖBEL ist in vielerlei Hinsicht erfahren. Allen Einrichtungen steht ein 
professionell aufgestelltes, internes und interdisziplinäres Beraterteam aus dem pädago-
gischen, kaufmännischen und juristischen Bereich zur Verfügung. 
Bei der Übernahme einer Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ im 
Stadtteil Gremmendorf in Münster wird diese in die Region Westfalen-Lippe-Ruhr einge-
gliedert. Alle buchhalterisch notwendigen Abrechnungen sowie die Umsetzung der lan-
desspezifischen Bildungsschwerpunkte werden durch die Geschäftsleitung und Fachbe-
ratung vor Ort sowie Mitarbeiter*innen der Hauptgeschäftsstelle in Berlin sichergestellt 
und koordiniert. Neben Verwaltungsaufgaben wie der Elternbeitragsverwaltung, Lohn-
abrechnung, Mittelverwaltung und dem Controlling gibt es in der Hauptgeschäftsstelle 
auch eine zentrale fachliche Beratung , Qualitätssicherung und Fortbildungsorganisa-
tion. Ebenso stellt FRÖBEL als Träger  die Fach- und Dienstaufsicht über das Personal si-
cher.  
Mit dieser Einbindung des Kindergartens in unsere Trägerstruktur sowie unserer langjähri-
gen Erfahrung als Träger von Kindertageseinrichtungen können wir verbindlich zusichern, 
die landesspezifische Gesetzgebung sowie sämtliche Vorgaben hinsichtlich der Abrech-
nungssysteme zu erfüllen. 
1.3 Trägerkonzeption  
Ein ausgeprägtes fachliches Profil ist für FRÖBEL als Träger und für jede FRÖBEL -Einrich-
tung ausschlaggebend, um eine verlässliche und qualitativ hohe Bildung, Erziehung und 
Betreuung für alle Kinder anzubieten und sicherzustellen. Das Profil einer Kindertagesein-
richtung bei FRÖBEL bewegt sich dabei im Spannungsfeld von Gemeinsamkeit auf der 
einen und Individualität auf der anderen Seite.

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
5 
 
5 
Die Gemeinsamkeit aller FRÖBEL -Einrichtungen ist gekennzeichnet durch einen fachli-
chen Orientierungsrahmen, der verschiedene verbindende Element e beinhaltet. Ne-
ben der Umsetzung der durch die Länder vorgegebenen Bildungsprogramme, für Ein-
richtungen in Münster, die „Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kinder-
tagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen“, geben die FRÖ-
BEL-Rahmenkonzeption (siehe Beilage FRÖBEL-Rahmenkonzeption) und das Leitbild von 
FRÖBEL (siehe Beilage FRÖBEL-Leitbild) eine inhaltliche  Orientierung für die pädagogi-
sche Arbeit. Das Leitbild setzt sich aus drei Elementen zusammen: dem Unternehmens-
leitbild, dem Führungsleitbild und dem pädagogischen Leitbild. Das pädagogische Leit-
bild stellt dabei das Herzstück unserer Pädagogik dar. Es betont die Rechte von Kindern 
im pädagogischen Alltag in allen FRÖBEL-Einrichtungen. So ist es unser oberstes Ziel, Kin-
der bei ihren Bildungs- und Entwicklungsprozessen zu begleiten, sie im Wahrnehmen ihrer 
Rechte zu unterstützen und sie in den Einrichtungen durch gemeinsame Aushandlungs-
prozesse ihren Alltag mitgestalten zu lassen. 
Einen weiteren Orientierungsrahmen gibt der Nationale Kriterienkatalog „Pädagogische 
Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; Tietze/Viernickel, 2016). Zudem werden 
in neun FRÖBEL-Standards praxisnahe Qualitätskriterien formuliert, die den pädagogi-
schen Fachkräften in allen FRÖBEL -Einrichtungen nicht nur eine fachliche Orientierung 
in der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder geben, sondern gleichzeitig ein Leis-
tungsversprechen gegenüber den betreuten Kindern und ihren Familien darstellen. Der-
zeit werden mit den FRÖBEL -Standards folgende Themen abgedeckt: Übergänge, Be-
obachtung und Dokumentation, Qualitätsentwicklung , Zusammenarbeit mit Familien, 
gesunde Ernährung, Beziehung, Individualisierung, Partizipation sowie Ausstattung. 
Die Individualität einer FRÖBEL-Einrichtung ist einerseits durch die unterschiedlichen So-
zialräume und die verschiedenen Menschen, die in der Einrichtung aufeinandertreffen, 
und andererseits durch ihre eigenen konzeptionellen Ausrichtungen geprägt . So kann 
eine FRÖBEL-Einrichtung ihr Profil mit dem Fokus auf bilingualer Erziehung oder Musik, Be-
wegung, Medien oder andere Bildungsthemen  ausbilden. Das individuelle Profil orien-
tiert sich dabei an den Interessen der Kinder und ihrer Familien, dem standortspezifischen 
Bedarf und den Schwerpunktthemen der pädagogischen Fachkräfte und wird in der 
Einrichtungskonzeption festgeschrieben.

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
6 
 
6 
2 Fachlichkeit 
2.1 Rahmenkonzept, Zielgruppen, Ziele der Entwicklung 
2.1.1 Bezug zu Friedrich Fröbel 
Der FRÖBEL e.V. und seine Tochtergesellschaft, die FRÖBEL Bildung und Erziehung ge-
meinnützige GmbH, tragen den Namen jenes Pädagogen, der Begründer des Kinder-
gartens und einer anthropologischen Pädagogik der frühen Kindheit war – Friedrich Frö-
bel. Seine Pädagogik der frühen Kindheit, eine kindzentrierte und auf das Spiel begrün-
dete Pädagogik mit dem Blick auf die Ganzheitlichkeit des Kindes, ist neben den Auf-
fassungen anderer Reformpädagogen Ausgangspunkt aktueller wissenschaftlicher For-
schung. 
In der Tradition Friedrich Fröbels stehend, betrachten wir Bildung als eine aktive Tätigkeit, 
bei der sich das Kind die Welt selbstständig aneignet. Bildung ist ein lebenslanger Prozess, 
der von der Initiative und Eigenaktivität des Menschen angetrieben wird. Bildungs pro-
zesse sind somit Selbstbildungsprozesse, in denen Ich-, Sozial- und Sachkompetenzen er-
worben werden. Die Ganzheitlichkeit in der Bildung, also die Bildung der Sinne sowie die 
Bildung des Körpers, des Geistes und der Gefühle, verhilft den Kindern zu eine r ästheti-
schen und kognitiven Grundbildung, die für ein sensibles Empfinden der Umwelt und für 
das Zusammenleben in der Gesellschaft notwendig ist. 
2.1.2 Was Bildung für uns ist 
Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach Bildung und Entwicklung und ein Recht da-
rauf, dass sie auf diesem Weg begleitet und unterstützt werden. Sie gestalten ihre Bil-
dungsprozesse aktiv, indem sie mit ihrer Umgebung und den Menschen um sich herum 
in Kontakt treten und die Welt mit allen Sinnen entdecken und erforschen. Auf diesem 
Weg eignen sie sich die Welt selbstständig an und entwickeln so ihre eigene Persönlich-
keit.  
Wir verstehen kindliche Bildung als einen Prozess, der sowohl die Entwicklung sozialer und 
emotionaler Kompetenzen als auch das Ausbilden motorischer, sprachlicher und kogni-
tiver Fähigkeiten umfasst. Bildungsprozesse von Kindern sind komplexe und ganzheitliche 
Prozesse, an denen Sinnesorgane, Körper, Sprache, Gefühle, Denken und Erinnerung 
beteiligt sind.  
Von übergeordneter Bedeutung ist dabei das Spiel der Kinder. In diesem eignen sie sich 
die Welt an, setzen sich in sozialen Prozessen mit anderen Kindern auseinander und ent-
decken oder erproben ihre eigenen Fähigkeiten. Die pädagogischen Fachkräfte sorgen 
dafür, dass die Kinder ihre Spielumgebung, ihre Spielpartner*innen und auch die unter-
schiedlichsten Spielmaterialien frei wählen können. Sie setzen sich mit den Spielideen 
der Kinder auseinander und nutzen diese für ihre pädagogischen Planungen. 
Wenn Kinder das Gefühl haben, dass ihnen vertraut und ihnen etwas zugetrau t wird, 
dann gewinnen sie Sicherheit, sich Unbekanntem zuzuwenden und sich in neuen Situa-
tionen und immer wieder anderen Konstellationen zurechtzufinden. Sie erleben so ihre 
Stärken und Möglichkeiten und gestalten mithilfe anderer Kinder und erwachsener Be-
zugspersonen ihre eigenen Bildungsprozesse. Aus diesem Grund sehen unsere pädago-
gischen Fachkräfte ihre Aufgabe darin, auf die Kinder abgestimmte Bildungsanlässe und

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
7 
 
7 
Lernsituationen zu schaffen und so jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung zu un-
terstützen. 
In unseren Kindertageseinrichtungen schaffen wir auf der Basis von drei Prinzipien die 
notwendigen Voraussetzungen, damit Bi ldungs- und Entwicklungs prozesse angeregt 
und begleitet sowie die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen und aufgegriffen  wer-
den. Diese sind: Beziehung als Prinzip, Individualisierung als Prinzip sowie Partizipation als 
Prinzip. Die Art und Weise, wie mit Kindern umgegangen wird, wie sie entsprechend ihrer 
Persönlichkeit ihre Erfahrungen mitgestalten können, wie er nst sie ge nommen werden 
und mitbestimmen können, das alles sind  für uns bedeutsame Faktoren in der Bildung, 
Erziehung und Betreuung von Kindern (für eine ausführliche Erklärung siehe Beilage FRÖ-
BEL-Rahmenkonzeption S. 12 ff.). 
2.1.3 Umsetzung des nordrhein-westfälischen Bildungsprogramms 
Die Bildungsgrundsätze von Nordrhein-Westfalen geben der Bildungsarbeit in unseren 
Kindertageseinrichtungen in Nordrhein- Westfalen einen verbindlichen Orientierungs - 
und Bezugsrahmen und definieren ein gemeinsames Bildungsverständnis.  
Die zehn Lernbereiche und Erfahrungsfelder, 
▲ Bewegung, 
▲ Körper, Gesundheit und Ernährung, 
▲ Sprache und Kommunikation, 
▲ Soziale und (inter-)kulturelle Bildung, 
▲ Musisch-ästhetische Bildung, 
▲ Religion und Ethik, 
▲ Mathematische Bildung, 
▲ Naturwissenschaftlich-technische Bildung, 
▲ Ökologische Bildung, 
▲ Medien,  
werden nicht losgelöst voneinander betrachtet, sondern finden sich verzahnt miteinan-
der im pädagogischen Alltag wieder. Gemeinsam mit den Kindern planen die pädago-
gischen Fachkräfte Aktivitäten und Projekte und setzen diese – immer basierend auf den 
Themen und Interessen der Kinder – um.  
Durch eine anregend gestaltete Umgebung haben Kinder die Möglichkeit, sich vielfälti-
gen Themen und Materialien zu widmen. Liebevoll gestaltete Räumlichkeiten sprechen 
die Sinne an, regen Aktivitäten an und fördern damit kindliche Bildungs - und Entwick-
lungsprozesse. Bei der Gestaltung der Räume wird auf ein ausgewogenes Verhältnis zwi-
schen Bewegungs-, Ruhe-, Begegnungs- und Rückzugsorten geachtet. Sie sind immer 
wieder durch Kinder und Fachkräfte veränderbar, sodass eine flexible Nutzung möglich 
ist.

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
8 
 
8 
2.1.4 Partizipation 
Kinder werden von Anfang an als eigenständige und kompetente Persönlichkeiten 
wahrgenommen und respektiert. Das bedeutet, dass ihnen zugetraut wird, eigene Ent-
scheidungen zu treffen, sich offen und neugierig zu bewegen, damit sie die Welt aktiv 
kennenlernen. Weiterhin werden sie ermutigt, sich aktiv in die Gemeinschaft der Kinder-
tageseinrichtung einzubringen. Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte ist es, Kinder in 
ihrer Entwicklung zu unterstützen und gemeinsam mit ihnen herauszufinden, welche Ent-
scheidungsprozesse auch für die jüngsten Kinder entwicklungsangemessen sind.  
Kinder sollen die Erfahrung machen, dass ihre Rechte, wie sie in der UN-Kinderrechtskon-
vention beschrieben sind, anerkannt und gelebt werden, denn nur so entwickeln sie 
Vertrauen in ihre eigenen Kräfte, lernen sich selbst, aber auch die Bedürfnisse und Wün-
sche anderer zu achten und wachsen auf diesem Weg ganz selbstverständlich in de-
mokratische Strukturen hinein.  
In der Gemeinschaft einer Kindertageseinrichtung ist es alltäglich, dass viele verschie-
dene Kinder viele unterschiedliche Sachen wollen oder auch nicht wollen. Es gilt immer, 
situationsabhängig abzuwägen, was geht oder nicht geht, auszuhandeln, ggf. Alterna-
tiven anzubieten, gemeinsame Regeln zu formulieren, zu erklären und zu begründen. 
Damit Kinder mitbestimmen können, bieten sich vielfältige Möglichkeiten an. Grundsätz-
lich lässt die Gestaltung des pädagogischen Alltags überall die Mitbestimmung der Kin-
der zu – z. B. bei der Wahl der Aktivitäten, der Gestaltung der Mahlzeiten, der Vorberei-
tung und Durchführung besonderer Aktivitäten (Projekte, Ausflüge, Feiern u.v.m.). Dar-
über hinaus haben alle Kinder die Möglichkeit, sich z. B. in Erzähl - und Morgenkreisen 
oder in so genannten Kinderkonferenzen bzw. Kinderparlamenten einzubringen.  
2.1.5 Beobachtung und Dokumentation 
Verschiedene Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren sind das Handwerks zeug 
pädagogischer Fachkräfte, um Entwicklungsverläufe und Bildungsprozesse der Kinder 
zu erfassen und auf dieser Grundlage die pädagogische Arbeit (Raum- und Materialge-
staltung, Tagesablauf, Angebote, Projekte etc.) gemeinsam mit den Kindern zu planen 
und ggf. zu verändern.  
Jedes Kind erhält außerdem seine eigene Bildungsdokumentation, di e es aktiv mit ge-
stalten kann. Sie besteht aus Beobachtungen, Fotos, Zeichnungen und vielem mehr. Ein 
solches Portfolio macht im Sinne eines „Buch des Kindes“ individuelle Bildungs- und Lern-
prozesse für Kinder und Erwachsene sichtbar und unterstützt die Entwicklung lernmetho-
discher Kompetenzen, da die K inder so ihren eigenen Lernfort schritt selbst beurteilen 
können. Die Bildungsdokumentation kann außerdem für Gespräche mit Familien genutzt 
werden und dient zur Veranschaulichung der Entwicklung des Kindes.  
Um die pädagogische Arbeit transparent zu gestalten, werden verschiedene Doku -
mentationsformen zur Visualisierung des pädagogischen Alltags, wie z. B. Dokumentati-
onswände und Schaukästen, genutzt, in denen aktuelle und vergangene Aktivitäten 
der Kinder anhand von Fotos und Beschriftungen dargestellt werden.

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
9 
 
9 
2.1.6 Alltagsintegrierte Sprachförderung und bilinguale Erziehung 
Sprachliche Kompetenzen sind eine Schlüsselqualifikation in der Bildung von Kindern. Sie 
sind entscheidend, um mit anderen in Kontakt zu treten, sich mitzuteilen und um andere 
zu verstehen. Sprachbildung und -förderung ist somit eine grundlegende Aufgabe von 
Tageseinrichtungen – sowohl für Kinder mit deutscher als auch für Kinder mit nicht-deut-
scher Familiensprache. Im Sinne einer alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung 
wird das gesamte Geschehen in der Einrichtung als sprachanregendes Setting genutzt. 
Dies trägt zu einer erfolgreichen Entwicklung sprachlicher und kommunikativer Kompe-
tenzen von Kindern bei. Pädagogische Fachkräfte begleiten Alltagssituationen als 
sprachliche Vorbilder, initiieren Gespräche, stellen weiterführende Fragen, hören Kin-
dern zu und greifen ihre Themen und Interessen sprachlich auf. Auch die Gestaltung von 
Räumen durch Schriftzüge, Bezeichnungen von Gegenständen und die Darbietung von 
Büchern sind wichtige Elemente der alltagsintegrierten Sprachbildung und -förderung. 
Um die sprachlichen Kompetenzen von Kindern zu erweitern, unterstützt FRÖBEL weiter-
hin den frühzeitigen Kontakt zu einer Fremdsprache. Diese ist dabei in das ganzheitliche 
Konzept von alltagsintegrierter Sprachbildung und -förderung eingebettet. Neben der 
bewussten sprachförderlichen Ausgestaltung des Alltags in deutscher Sprache wird eine 
weitere Fremdsprache in das pädagogische Geschehen eingebunden. Voraussetzung 
dafür ist, dass unter den pädagogischen Fachkräften Muttersprachler*innen der jeweili-
gen Fremdsprache der Einrichtung sind. So findet der Kontakt mit ein er Fremdsprache 
nicht durch isolierte Programme statt, sondern ist in den Alltag der Kinder integriert. 
Durch die sie umgebende Fremdsprache kommen die Kinder ganz selbstverständlich in 
Kontakt mit dieser. Entscheidend dafür ist, dass Kinder durch die Gestaltung des Alltags 
selbst beeinflussen können, wie intensiv sie mit der Fremdsprache in Berührung kommen. 
Damit stärken wir die Selbstwirksamkeit und Freude der Kinder beim Sprachenlernen. 
Denn nur wenn Kindern die Möglichkeit gegeben wird, selbstständig zu entscheiden und 
ihren Interessen nachzugehen, werden Bedingungen für Selbstbildungsprozesse von Kin-
dern geschaffen. 
2.2 Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Gender 
FRÖBEL nimmt die Verantwortung wahr, allen Kindern die bestmögliche Bildung, Er zie-
hung und Betreuung zukommen zu lassen. Kindertageseinrichtungen bieten als erste Bil-
dungsinstitutionen die Möglichkeiten des gemeinsamen Aufwachsens und Lernens von 
Kindern. Uns als Träger sowie unseren pädagogischen Fachkräften kommt damit bei der 
Überwindung von Benachteiligungen, Ungleichheit und Ausgrenzung und der Erhöhung 
von Chancengleichheit in der Teilhabe von Kindern an Bildung und Gesellschaft eine 
große Bedeutung zu. 
Inklusive Pädagogik ist die konzeptionelle Grundlage unserer Arbeit. Damit schließen wir 
uns den im Index für Inklusion formulierten Kernaussagen und den international aner-
kannten Prinzipien der UN- Kinderrechtskonvention an. Heterogenität als Lebensrealität 
in all ihren Erscheinungsformen bedeutet für den Alltag in unseren Kindert ageseinrich-
tungen Individualität in Bezug auf soziale und ökonomische Lebenslagen, das Ge-
schlecht, die ethnisch-kulturelle Herkunft und Sprachen, auf körperliche, emotionale und 
kognitive Fähigkeiten und Voraussetzungen von Kindern. In allen FRÖBEL -Einrichtungen 
ist deshalb das pädagogische Handeln orientiert an den unterschiedlichen Bedürfnissen 
und Ressourcen von Kindern und damit sehr individuell abgestimmt. Handlungsleitend

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
10 
 
10 
sind dabei Erkenntnisse aus strukturierten Bildungs - und Entwicklungsbeobachtungen, 
die bei uns alle pädagogischen Fachkräfte durchführen und in entsprechenden Doku-
mentationen nachhalten. Über eine enge Bildungs - und Erziehungspartnerschaft mit 
den Familien erfahren wir Besonderheiten über das Kind und seine Lebensumwelt, die 
dann in den Prozessen innerhalb der Einrichtung berücksichtigt werden. Im Beratungsfall 
steht Familien und Kindern sowie Mitarbeiter*innen ein FRÖBEL-internes Beratungssystem 
zur Verfügung. Zudem ist der Kontakt zu örtlichen Stellen der Kinder- und Jugendhilfe ein 
fester Bestandteil bei FRÖBEL, um im Bedarfsfall gemeinsam passgenaue Hilfe-  und 
Handlungspläne zu erstellen. 
Als weltoffener und international aktiver Träger von Kindertageseinrichtungen kommen 
bei FRÖBEL Kinder und Erwachsene unterschiedlicher Nationali täten, Kulturen, Ethnien 
und Religionen zusammen. Kinder mit Migrationshintergrund sind selbstverständlicher Teil 
der Kindergruppe. Das Verständnis, dass alle Kinder und ihre Familien gleichwertig und 
gleichberechtigt in ihren Bedürfnissen betrachtet werden, bedeutet für die Einrichtung 
und die Fachkräfte, nicht aus Angst vor Stigmatisierung und Diskriminierung Unterschiede 
zu leugnen, sondern fordert dazu auf, sich Unterschiede bewusst zu machen und auch 
als relevant für Bildungs - und Lernprozesse einzelner Kinder anzuerkennen. Wir achten 
sensibel darauf, ob die Tatsache der Migrationsgeschichte (des Kindes bzw. der Familie) 
den Zugang des Kindes zu Bildung und Erziehung erschwert. Sollte Kindern z. B. aufgrund 
ihrer nicht-deutschen Familiensprache die Teilhabe an Bildungsinhalten erschwert sein, 
findet eine gezielte alltagsintegrierte Sprachförderung statt, um Faktoren von  Benach-
teiligung (präventiv) entgegenzuwirken. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir mit den 
Kindern über verschiedene Kulturen und Religionen sprechen, sodass sie diese kennen-
lernen. Darüber hinaus erleben die Mädchen und Jungen bei uns unterschiedliche Tra-
ditionen, beispielsweise durch das Feiern von Festen wie Ostern, Weihnachten oder dem 
Zuckerfest. Die in der Einrichtung vertretenen Familiensprachen bzw. Sprachen im Allge-
meinen werden an Wänden, als Beschriftungen von Gegenständen oder in mehrspra-
chigen Büchern aufgegriffen. Durch diese Elemente werden Kinder und Erwachsene für 
verschiedene Weltanschauungen sensibilisiert und glei chzeitig in ihren interkulturellen 
Kompetenzen gefördert.  
Es geht uns darum, Mädchen und Jungen alle Aktivitäten zu ermöglichen, sie dabei zu 
unterstützen, sich in ihrer Geschlechtsentwicklung zurechtzufinden und eine positive Ge-
schlechtsidentität herauszubilden. Dabei werden ganz bewusst weder Mädchen noch 
Jungen von Aktivitäten ausgeschlossen, sondern explizit aufgefordert, sich zu beteiligen, 
sich auszuprobieren und Dinge zu wagen. Unsere pädagogischen Fachkräfte sind an-
gehalten, sich mit ihrer eigenen Haltung und möglicherweise vorhandenen Vorurteilen 
auseinanderzusetzen und diese ggf. zu überwinden. Mädchen und Jungen haben nicht 
nur die gleichen Rechte, sondern dürfen sich auch spielerisch mit der Rolle des jeweils 
anderen Geschlechts auseinandersetzen. Selbstverständlich ist bei uns „erlaubt“, dass z. 
B. Jungen Mädchenkleider oder Mädchen Anzüge und Krawatten anziehen, das Spiel 
mit Puppen ablehnen und es vorziehen, Fußball zu spielen etc. Weiterhin unterstützen 
unsere Fachkräfte sensibel und aufmerks am Mädchen und Jungen darin, handlungs-
kompetent, konflikt- und entscheidungsfähig zu sein bzw. zu werden. Sie werden darin 
begleitet und unterstützt, eine eigenständige, selbstbestimmte Sexualität zu entwickeln 
und sich Freiräume zu schaffen, in denen sie Eigenständigkeit entwickeln und neue Er-
fahrungen erleben können. Im Bereich „Soziale und emotionale Entwicklung“ werden

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
11 
 
11 
im Nationalen Kriterienkatalog zudem Kriterien zur Entwicklung einer resilienten Persön-
lichkeit beschrieben, die die geschlechtssensible Bildung, Erziehung und Betreuung von 
Kindern untermauern. 
2.3 Gesundheitsförderung 
Eine lebensweltbezogene und ganzheitliche Gesundheitsförderung ist eine zentrale Auf-
gabe in unseren Kindertageseinrichtungen und hat zum Ziel, die individuellen Ressour-
cen eines Kindes, einer Familie und des pädagogischen Personals zu stärken. Ein ganz-
heitlicher Ansatz von Gesundheitsförderung beinhaltet u. a. Bewegungs - und Ernäh-
rungserziehung sowie die Förderung von Resilienz und Unfall-, Gewalt- und Suchtpräven-
tion. 
Bewegung hat in dieser Hinsicht in der Entwicklung der Kinder einen besonderen Stellen-
wert, denn es besteht ein enger Zusammenhang zwischen psychischem und physi-
schem Wohlbefinden, der Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und dem Beherrschen mo-
torischer Abläufe. Eine zentrale Aufgabe ist es daher, Kindern sowohl in den Innenräu-
men als auch auf dem Außengelände großzügige und anregende Bewegungsräume 
für Spiele und motorische Aktivitäten zur Verfügung zu stellen.  
Für Kinder sind Entspannung und Erholung wichtige V oraussetzungen für ihr Wohlbefin-
den und ihre Gesundheit. Kinder brauchen hier zum einen Unterstützung bei der Stress-
regulation in der Interaktion mit der Bezugsperson und zum anderen Ruheräume und 
verschiedenste Schlafmöglichkeiten entsprechend ihren individuellen Schlaf- und Rück-
zugsbedürfnissen. Im pädagogisch geführten Angebot bieten Sinnesübungen, Ge-
schichten etc. den Kindern einen Raum, ihre eigene Körperwahrnehmung zu entwickeln 
und Selbstregulation der eigenen Gefühle zu erlernen.  
Unsere Ernährungsk onzeption sieht für die Kinder eine ausgewogene, altersentspre-
chende hochwertige Ernährung vor, die sich an den Empfehlungen der Deutschen Ge-
sellschaft für Ernährung orientiert. Dabei werden die unterschiedlichen ethnischen und 
religiösen Hintergründe der Kinder und ihrer Familien berücksichtigt sowie den Ki ndern 
im Bedarfsfall Allergiker gerechte Mahlzeiten angeboten. Als Getränke stehen Tafelwas-
ser und ungesüßte Früchtetees zur Verfügung. Um direkten Einfluss auf die Zubereitung 
der Speisen zu haben, gehen wir davon aus, dass eine Frischküche vorgesehen ist. Essen 
und Trinken ist aber viel mehr als bloße Nahrungsaufnahme, denn die Atmosphäre, die 
die Kinder während der Mahlzeiten erleben, beeinflusst ihre Ernährungsgewohnheiten 
und ihre Fähigkeit, etwas zu genießen. Der Einbezug der Eltern durch Informationsveran-
staltungen, Aushänge und Mitmachaktionen unterstützt die Zusammenarbeit und er-
höht die Chancen, dass im familiären Alltag Aspekte der Gesundheitsförderung inte-
griert werden. Erklärtes Ziel im Rahmen des Kinderschutzes ist es, Kinder zu schützen, Miss-
handlungen und Vernachlässigung vorzubeugen und proaktiv zu handeln. FRÖBEL hat 
dazu ein eigenes Kinderschutzkonzept (siehe auch Abschnitt Kinderschutz) entwickelt 
und geht damit weit über die üblichen St andards hinaus (§ 8a SGB VIII). Wichtiger Be-
standteil des FRÖBEL-Kinderschutzkonzepts ist die fortlaufende Qualifizierung und Sensi-
bilisierung der pädagogischen Fachkräfte und die Bildung regionaler Kinderschutz-
teams. Außerdem gibt es eine klare Positionierung zur Prävention als eine Notwendigkeit, 
Kinder wirksam vor Gefahren zu schützen.  
Um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Personals in FRÖBEL-Einrichtungen zu stär-
ken, wurde ein eigenes Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement entwi-
ckelt. Dieses beinhaltet u. a. eine Arbeitszeitentlastung ab dem 56. bzw. 61. Lebensjahr

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
12 
 
12 
der Mitarbeiter*innen. Weiterhin gehören dazu diagnostische Methoden wie Mitarbei-
ter*innenbefragungen und Gefährdungsbeurteilungen, eine ergonomische Ausstattung 
des Arbeitsplatzes, betriebsärztliche Untersuchungen zur Impfprophylaxe sowie Arbeits-
schutzberatungen, Betriebsvereinbarungen zum Wiedereingliederungsmanagement 
sowie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, tariflich vereinbarte Zeiten für die mittel-
bare pädagogische Arbeit sowie trägerinterne Fortbildungsangebote.  
2.4 Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
Die Vernetzung im und die Einbindung in den Sozialraum sowie die direkte Zusammen-
arbeit mit der Kommune sind uns äußerst wichtig. Wie in allen bereits vertretenen Regi-
onen dient uns der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband als Dachverband. 
 
Die künftige Einrichtung wird auf dem Gelände der ehemaligen York-Kaserne im Stadt-
teil Gremmendorf von der Wohn- und Stadtbau GmbH errichtet. Die Kita ist Bestandteil 
der Quartiersentwicklung: Im künftigen York-Quartier wird Wohnraum für rund 6.000 
Menschen entstehen. Darüber hinaus werden weitere Kindergärten und Schulen er-
richtet, mit denen Kooperationen anstreben.  
 
Die Leistungsvereinbarung umfasst aktuell die Übernahme der Trägerschaft einer vier-
gruppigen Kindertageseinrichtung mit einem Angebot von insgesamt 70–75 Plätzen, 
die sich in 22 U3-Plätze und 48–53 Ü3-Plätze aufgliedern. Für die Aufnahme von Kindern 
unter drei Jahren hat FRÖBEL ein speziell ausgerichtetes Konzept, das unter anderem 
eine sanfte Eingewöhnung nach dem Berliner oder Münchener Eingewöhnungsmodell, 
sogenannte Nestgruppen für die ganz Kleinen sowie stabile, liebevolle Beziehungen zu 
Bezugserzieher*innen vorsieht. In fast allen FRÖBEL-Einrichtungen können Kinder ab ei-
nem Alter von acht Wochen betreut werden, sodass wir im Gebiet der U3-Betreuung 
umfassende Erfahrungen besitzen, die auf die neue Einrichtung übertragen werden. 
Bei der Gestaltung der Öffnungszeiten und Angebotsstruktur orientieren wir uns an den 
Bedürfnissen der Familien und ermöglichen so eine bessere Vereinbarkeit von „Familie 
und Beruf“. Schließtage durch Teamfortbildungen und Konzeptionstage werden lang-
fristig angekündigt. 
 
Neben den zehn verankerten Bildungsbereichen der „Grundsätze zur Bildungsförde-
rung für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbe-
reich in Nordrhein-Westfalen“ wird ein spezielles Thema in den Mittelpunkt der pädago-
gischen Arbeit rücken, das sich wie ein roter Faden im täglichen Geschehen in der Kin-
dertageseinrichtung zeigt.  
 
Aufgrund der Lage der Einrichtung planen wir an dieser Stelle den Schwerpunkt „(Ge-
meinschaft) bauen und (Lebenswelten) konstruieren“.  
Die Entstehung eines ganz neuen Quartierts für rund 6.000 Menschen ist eine beson-
dere Herausforderung – eine riesige Baustelle in verschiedenen Dimensionen: im wörtli-
chen Sinne müssen Häuser und Infrastruktur gebaut werden, Für die hinzuziehenden 
Menschen bedeutet es aber auch, sich einen neuen Lebensmittelpunkt aufzubauen – 
sozial, kulturell, wirtschaftlich … Daran kann die Kita einen entscheidenden Anteil ha-
ben als Ort der Begegnung von Familien, als kommunikativer Schnittpunkt von Lebens-

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
13 
 
13 
und Alltagsthemen der Eltern und Kinder, als verlässlicher Fixpunkt in einer sich wan-
delnden und entwickelnden Umgebung. Wir betrachten die Zusammenarbeit mit Fa-
milien und damit deren Beteiligung sowie die Gemeinwesensorientierung als grundle-
gende Elemente der pädagogischen Arbeit und können auch hier auf Erfahrungen ei-
gener Einrichtungen als Familienzentren zurückgreifen. Familienmitglieder können bei-
spielsweise Ausflüge begleiten und mitgestalten, mit dem Team Feste und Feiern orga-
nisieren oder sich als Lesepaten in den pädagogischen Alltag einbringen. 
 
Die unterschiedlichen Dimensionen, die das Thema „Bauen und Konstruieren“ im Kon-
text der Quartiersentwicklung haben kann, werden auch in der Ausstattung der Ein-
richtung sowie im pädagogischen Alltag beispielsweise bei der Projektarbeit im Fokus 
stehen. Ein gut ausgestatteter Bau- und Werkraum mit vielfältigen Werkzeugen, Materi-
alien – von Holz bis hin zum Tonfeld – und Gestaltungsmöglichkeiten und Anregungen 
z.B. durch Baupläne, Grundrisse, Bildbände über Architektur etc., gehört ebenso zur 
Ausstattung wie die entsprechende Ausstellungsfläche, um die Bauwerke auch prä-
sentieren zu können. Ein Modell des neuen Quartiers könnte gute Gesprächsanlässe 
mit den Kindern und ihren Eltern bieten. Was entsteht wo? In verschiedenen Projekten 
dokumentieren die Kinder die Entwicklung des Quartiers. Ein Raum wird den Kindern zur 
eigenen Gestaltung und Ausstattung überlassen: temporär wird dieser durch die Kin-
der in ihren jeweiligen Wunschraum umgebaut.  
 
Gleichzeitig baut die Einrichtung ein starkes Netzwerk auf, um die soziale Dimension 
der Quartiersentwicklung aufzugreifen und zu unterstützen. Projektarbeit gemeinsam 
mit den Eltern und in Kooperation mit den anderen – ebenfalls teils neuen – Kinderta-
gesstätten trägt zu einem Zusammenwachsen der vielen neuen Mitbürger im Quartier 
bei. Neben dem Netzwerkaufbau zur Profilbildung der Einrichtung sehen wir eine Ver-
netzung mit weiteren im Sozialraum verankerten Institutionen vor, so zum Beispiel dem 
Pängelanton Museum. 
 
2.5 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft 
Die Einbindung von sowie der Austausch mit den Familien sind für die Bildung und Erzie-
hung der Kinder von wesentlicher Bedeutung. Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit 
steht das gemeinsame Bemühen um die Entwicklung und das Wohlbefinden des Kindes. 
Ziel ist es, diese Zusammenarbeit in eine Erziehungspartnerschaft münden zu lassen, in 
der 
 sich alle Beteiligten über die Belange der Kinder, der Familien und der Tagesein-
richtung austauschen und kooperieren, 
 die Bedeutsamkeit der beiden Lebenswelten (Familie und Kindertageseinrich-
tung) anerkannt wird, 
 die Verantwortung für die Förderung des Kindes von Familien und Kindertages-
einrichtung wahrgenommen wird, 
 die Beteiligten partnerschaftlich handeln, um eine individuelle Lernumgebung 
zu schaffen und eine individuelle Förderung zu ermöglichen. 
Im Sinne einer auf diese Art gestalteten Partners chaft übernehmen Kindertageseinrich-
tung und Familie gleichermaßen Verantwortung für die Bildung und Erziehung des Kin-
des. Zu berücksichtigen ist hierbei selbstverständlich die Akzeptanz unterschiedlicher

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
14 
 
14 
Wertvorstellungen, kultureller bzw. religiöser Vorstellungen und Lebensentwürfe. Neben 
den rechtlichen Vorgaben zur Beteiligung von Familien und Kindern an Entscheidungen 
der Einrichtung verstehen wir unter einer qualitativ hochwertigen pädagogischen Arbeit 
auch die entsprechende Berücksichtigung der indivi duellen Bedürfnisse von Familien 
und Kindern.  
In der konkreten Zusammenarbeit mit Familien sind daher neben Elternabenden, Tür - 
und Angelgesprächen, gemeinsamen Ausflügen und Festen insbesondere folgende Ko-
operationsangebote vorgesehen: 
 Intensive Gespräche in der Eingewöhnungszeit, um das Kind und deren Familie 
und damit deren gelebte Familienkultur (Familienform, Sprache/n, Religion, Ge-
wohnheiten etc.) und Lebenslage besser einschätzen und entsprechend darauf 
eingehen zu können.  
 Regelmäßige Entwicklungsgespräche, die den Austausch und die fachliche Ein-
schätzung des Entwicklungsstandes, der Interessen und Neigungen des Kindes 
sowie geplante Maßnahmen zu seiner Förderung zum Inhalt haben. Dies ge-
schieht auf der Grundlage der Entwicklungs- und Bildungsdokumentationen und 
der Beobachtungen und Deutungen der Eltern. 
 Die Einrichtung einer Lounge, welche die Familien zum Verweilen in der Kinder-
tageseinrichtung und zum Austausch mit anderen Eltern einlädt. 
 Die Einbindung und Beteiligung der Eltern an pädagogischen Aktivitäten wie 
Vorlesepatenschaften oder die Durchführung naturwissenschaftlicher Projekte. 
 Transparenz der pädagogischen Arbeit durch Einladung zu Hospitationen und 
Besuchstagen sowie regelmäßige Information und Dokumentation pädagogi-
scher Aktivitäten und Projekte. 
 Die Beratung in erzieherischen Fragen rund um Themen wie Ernährung, Schla-
fen, Interessen und Neigungen des Kindes. 
 Themenbezogene Elternabende zur Elternbildung und zum Erfahrungsaustausch 
der Eltern untereinander.  
Die Beteiligung erfolgt dar über hinaus in Mitwirkungsgremien, die durch die jährliche 
Wahl der Elternvertretungen und Gesamtelternvertretungen (Elternbeirat) besetzt wer-
den. Elternbeschwerden werden im Rahmen des FRÖBEL -Beschwerdemanagements 
auf allen Ebenen zeitnah, verantwortungsb ewusst und aufklärend bearbeitet und als 
Impuls zur Weiterentwicklung unserer Arbeit gewertet. 
2.5.1 Gestaltung von Übergängen 
Eingewöhnung 
Während der Eingewöhnungszeit hat das Kind ausreichend Gelegenheit, sich mit der 
neuen Umgebung, den dazugehörigen Personen in der Kindertageseinrichtung und ih-
ren Abläufen vertraut zu machen. Auch die Familien bekommen während dieser Zeit 
die Möglichkeit, die Kindertageseinrichtung, die Strukturen und ihre Ansprechpersonen 
kennenzulernen.  
Eine Eingewöhnung ist dann gelungen, wenn das Kind Sicherheit und Vertrauen in seine 
neue Umgebung und zu seinen neuen Bezugspersonen entwickeln konnte. Auch für die

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
15 
 
15 
Familien ist diese Zeit besonders wichtig, damit sie ihr Kind in verlässlichen Händen wissen 
und die pädagogischen Fachkräfte als kompetente und aussagefähige Ansprechpart-
ner*innen für ihr Kind wahrnehmen. 
Ein konzeptionell begründetes Eingewöhnungskonzept, das sich entweder am Berliner 
oder Münchener Eingewöhnungsmodell orientiert, erleichtert bei uns diesen Übergang 
für alle Beteiligten. 
Alltägliche Übergänge 
Neben zeitlich begrenzten Übergängen gibt es zudem solche, die ein Kind jeden Tag 
durchlebt. Die morgendliche Trennung beim Bringen des Kindes muss genauso wie das 
Abholen professionell begleitet werden. Eine angenehme Atm osphäre, individuelle Ri-
tuale und die Gelegenheit zum Austausch erleichtern diese Übergangssituation für Kin-
der und Familien gleichermaßen.  
Übergänge im Haus 
Um Kindern auch bei Übergängen innerhalb eines Hauses Orientierung und Sicherheit 
zu geben, erhalten sie die Möglichkeit, sich allmählich an die bevorstehende Verände-
rung zu gewöhnen. Gemeinsam mit der aktuellen Bezugsperson können sie die neue 
Umgebung erschließen, Beziehungen zu den neuen pädagogischen Fachkräften auf-
bauen und erste Kontakte zu neuen Spielpartner*innen knüpfen. 
Übergang in die Grundschule  
Auch der Übergang in die Grundschule wird von unseren Fachkräften kompetent vor-
bereitet. Wenngleich die gesamte Zeit in der Kindertageseinrichtung als Schulvorberei-
tung gilt, gewinnen Themen, die mit der Schule verbunden sind, im letzten Kindergarten-
jahr an Bedeutung.  
Eine erfolgreiche Gestaltung des Übergangs zeichnet sich dadurch aus, dass es sowohl 
Angebote für die Kinder als auch für ihre Familien gibt. Die Kindertageseinrichtung ar-
beitet eng mit der ortsansässigen Grundschule zusammen. Sie planen z. B. gemeinsame 
Elternabende, die Kinder haben die Gelegenheit, die Grundschule kennenzulernen und 
die zukünftigen Lehrer*innen besuchen die Kinder im Kindergarten.  
Obgleich die Neugier auf die Schule bei den meisten Kindern überwiegt, stellt der Austritt 
aus der Kindertageseinrichtung auch eine Trennung von Gewohntem und Liebgewon-
nenem dar. Kindern diesen Abschied von Freundinnen und Freunden und von vertrau-
ten erwachsenen Bezugspersonen zu erleichtern, ist ebenso Aufgabe im letzten Jahr. 
2.6 Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Durch den Einsatz verschiedener Verfahren wird die pädagogische Qualität von FRÖ-
BEL-Einrichtungen stetig weiterentwickelt und gesichert. Das Team „Pädagogik und 
Qualitätsentwicklung“ in der FRÖBEL -Hauptgeschäftsstelle ist zentral verantwortlich für 
das Qualitätsmanagement bei FRÖBEL. 
Das Qualitätsmanagement umfasst folgende wesentliche Elemente bzw. Instrumente: 
 Jährliche interne Evaluation der pädagogischen Arbeit in unseren Einrichtungen 
durch die Teams mit Hilfe der Arbeitsmaterialien zum Nationalen Kriterienkatalog 
(NKK) in Kindertageseinrichtungen.

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
16 
 
16 
 Systematische und regelmäßige Qualifizierung aller Fachberater*innen und aller 
Leitungskräfte in sogenannten FRÖBEL-Kursen zur Qualitätsentwicklung zu päda-
gogischen Inhalten und systematischem Vorgehen in Qualitätsentwicklungspro-
zessen mit dem Ziel nachhaltig beste Fachpraxis in unseren Einrichtungen sicher-
zustellen. 
 Durchführung externer Evaluationen durch unabhängige Evaluator*innen unter 
Anwendung der anerkannten Evaluationsinstrumente KRIPS-R, KES-R und HUGS.  
 Jährliche Bearbeitung der Checklisten Hygiene und Sicherheit zur Wahrung der 
Vorgaben der Rahmenhygienepläne sowie regelmäßige Sicherheitsbegehun-
gen. 
 Durchführung regelmäßiger Qualitätszirkel zu zentralen pädagogischen The-
men, aber insbesondere auch zu den Themenbereichen Kinderschutz, Sicher-
heit, Hygiene und Datenschutz. 
 Begleitung und Beratung der FRÖBEL-Einrichtungen durch qualifizierte Fachbe-
rater*innen zur Unterstützung der Qualitätsentwicklungsprozesse, aber auch, um 
aktuelle Entwicklungen (z. B. neues Kinderschutzgesetz) zügig umzusetzen und 
wesentliche Entwicklungen in einzelnen Bundesländern zu etablieren (z. B. ver-
pflichtende externe Evaluation in Berlin). 
 Systematische Fortbildung der pädagogischen Fachkräfte vor dem Hintergrund 
der gesetzten Qualitätsziele im Rahmen einer zentralen Qualitätsentwicklungs-
strategie. 
 Zentrales Beschwerdemanagement für Eltern sowie Mitarbeiter*innen, das ge-
meinsam mit den Betriebsräten umgesetzt wird, um Verbesserungspotentiale zu 
erschließen. 
 Befragung der Mitarbeiter*innen in einem zweijährigen Turnus und anschlie-
ßende intensive Auswertung der Ergebnisse mit Leitung, Team und Eltern in allen 
Einrichtungen. 
 Jährliche Elternbefragung mit anschließender Auswertung der Ergebnisse mit 
Leitung, Team und Eltern in allen Einrichtungen. 
2.6.1 Interne Selbstevaluation 
Einen fachlichen Rahmen für die Qualitätsentwicklung und -sicherung bildet der Natio-
nale Kriterienkatalog „Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (NKK; 
Tietze/Viernickel, 2016). In seinen Qualitä tsbereichen wird beste Fachpraxis durch kon-
krete Handlungsempfehlungen für pädagogische Fachkräfte beschrieben. Mittels der 
Checklisten des dazugehörigen Handbuchs „Pädagogische Qualität entwickeln“ 
(Tietze/Viernickel, 2016) schätzen die Teams ihre pädagogische Arbeit selbst ein. Durch 
diese regelmäßig durchgeführten internen Evaluationen wird verstärkt die Verantwor-
tung und die fachliche Kompetenz des pädagogischen Personals unserer Kindertages-
einrichtungen für die Sicherung der Qualität ihrer Arbeit beton t. Mithilfe verschiedener 
Methodenbausteine des Handbuchs werden auf Basis der Ergebnisse Qualitätsentwick-
lungsprozesse angestoßen, die in Zielvereinbarungen festgelegt und durch geplante 
Umsetzungsschritte ausgeführt werden.

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
17 
 
17 
 
2.6.2 Externe Evaluation 
FRÖBEL lässt als erster Träger deutschlandweit seine Kindertageseinrichtungen durch ei-
nen kompetenten Partner extern evaluieren. In einem ersten Projektzeitraum von Okto-
ber 2016 bis April 2021 werden die Einrichtungen von erfahrenen und geschulten Evalu-
ator*innen der Institute EduCert GmbH und PädQUIS gGmbH anhand der Krippen-, Kin-
dergarten- bzw. Hort- und Ganztagsangebote-Skala (KRIPS-R, KES-R und HUGS) in ihrer 
pädagogischen Arbeit eingeschätzt. Ziel ist es, das seit 2010 in Berlin bestehende System 
einer verpflichtenden externen Evaluation im Fünf-Jahres-Zyklus auf alle FRÖBEL-Einrich-
tungen auszuweiten. Damit stellt FRÖBEL sicher, dass der interne Blick auf die Qualität 
durch einen externen und objektivierten Blick ergänzt wird. Die ressourcenorientierten 
Rückmeldungen werden in den bestehenden Qualitätsentwicklungsprozess der Einrich-
tungen integriert und durch die Fachberatung inhaltlich unterstützt. So wird sicherge-
stellt, dass vorhandene Qualität gesichert und Potenziale weiterentwickelt werden. 
Neue FRÖBEL-Einrichtungen werden systematisch in die bestehenden Strukturen inte-
griert. 
2.6.3 Fachberatung 
Fachberater*innen sind eine wichtige fest installierte Instanz innerhalb von FRÖBEL. Sie 
sind an Entwicklungen des Trägers im Bereich des pädagogischen Profils und des Quali-
tätsmanagements eng beteiligt und fungieren als Multiplikatoren dieser Maßnahmen. 
So stützen unsere Fachberatungen die Qualitätsentwicklung und -sicherung und die pä-
dagogische Arbeit direkt vor Ort. Die Fachberatung bei FRÖBEL ist gekennzeichnet von 
einer hohen frühpädagogischen Fachkompetenz. Mit Zusatzqualifikationen aus den Be-
reichen Beratung und Coaching bringen sie in verschiedenen Settings ihre Expertise ein. 
Vornehmliche Aufgabe der Fachberaterinnen und Fachberater ist es, die Fachkräfte in 
den Einrichtungen im Sinne eines kollegialen Beratungssystems zu stärken. Dieses syste-
mische Beratungsangebot in engem Kontakt zu den Teams ermöglicht es, konkrete und 
auf die Bedürfnisse der Kindertageseinrichtung abgestimmte Unterstützungsleistungen 
zu erbringen. Durch die Arbeit mit den Teams an inhaltlichen Themen stellen die Fach-
beratungen sicher, dass der pädagogische Orientierungsrahmen in den Einrichtungen 
von allen Beteiligten umgesetzt wird. Dienstrechtliche Eingriffe übernimmt die Fachbe-
ratung bei FRÖBEL nicht. 
2.6.4 Mitarbeiter*innenbefragung 
Die alle zwei Jahre stattfindende Mitarbeiter*innenbefragung ist als partizipatives Ele-
ment fester Bestandteil des Systems de r Qualitätsentwicklung und - sicherung. Sie stellt 
sicher, dass alle zu Wort kommen und an Entwicklungen beteiligt werden. Die Ergebnisse 
der Befragung geben wertvolle Rückmeldungen, aus denen sich durch kritische Ausei-
nandersetzungen Veränderungen entwickeln lassen, die wiederum als verbesserte Be-
dingungen Mitarbeiter*innen zugutekommen. 
2.6.5 Elternbefragung 
Eine regelmäßig stattfindende Elternbefragung ist als partizipatives Element fester Be-
standteil des Systems der Qualitätsentwicklung und - sicherung. Sie erg änzt damit als

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
18 
 
18 
Strukturmoment den täglichen persönlichen Austausch zwischen Eltern und pädagogi-
schen Fachkräften. 
Die Ergebnisse der Befragungen geben wertvolle Rückmeldungen, aus denen sich 
durch kritische Auseinandersetzungen Veränderungen entwickeln las sen, die allen Ak-
teur*innen des Systems zugutekommen. Am Standort „Norfolkweg“ in Münster wird ein-
mal jährlich eine Elternbefragung mittels Fragebogen stattfinden. Eltern haben durch 
die Befragung die Möglichkeit, Feedback zu geben, ihre Bedarfe und Bedürfnisse fokus-
siert zu formulieren und so dem Grad ihrer Zufriedenheit und der Zufriedenheit ihres Kin-
des/ihrer Kinder Ausdruck zu verleihen. Selbstverständlich erfolgt die Auswertung in ano-
nymisierter Form und Rückschlüsse auf einzelne Personen sind nicht möglich. 
2.6.6 Personalmanagement 
Die personelle Ausstattung unserer Kindertageseinrichtungen bezüglich Anzahl sowie 
Qualifikation der Fachkräfte und Leitungen richtet sich nach den jeweiligen landesge-
setzlichen Vorgaben. Die Personalauswahl erfolgt dezentral für die jeweilige Kinderta-
geseinrichtung. Den Bewerbungsgesprächen liegt ein einheitlicher Gesprächsleitfaden 
zu Grunde, der die Zuverlässigkeit der Auswahlentscheidung unterstützt. Sowohl für pä-
dagogische Fachkräfte als auch für Leitungskräfte gibt es Stellen beschreibungen, die 
sie vor Beginn ihrer Tätigkeit in einer FRÖBEL-Einrichtung erhalten. 
Eine gute pädagogische Fachpraxis erfordert reflektiertes pädagogisches Handeln, die 
Auseinandersetzung mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die Vertiefung der 
eigenen berufsbezogenen Kompetenzen sowie die Weiterentwicklung professioneller 
Haltungen. Um unsere Fachkräfte darin zu unterstützen, bietet FRÖBEL über das FRÖBEL-
Bildungswerk ein umfangreiches Qualifizierungsprogramm an. Individuelle berufsbeglei-
tende Fort- und Weiterbildungen, Teamfortbildungen, kontinuierlicher kollegialer Fach-
austausch sowie die Möglichkeit von Zusatzausbildungen und akademischen Berufsab-
schlüssen sind weitere wesentliche Elemente unseres Personalentwicklungskonzepts. 
Ebenfalls können Fachkräfte in anderen FRÖBEL -Einrichtungen hospitieren und sich in 
regionalen Arbeitskreisen zu pädagogischen Fragestellungen austauschen. Eine beson-
dere Möglichkeit zur Fachkräftequalifizierung wurde mithilfe eines Konzepts von Fach - 
und Führungskarrieren realisiert, dass eine Karrieremöglichkeit bei FRÖBEL darstellt. 
Für sämtliche Fort- und Weiterbildungsaktivitäten unserer Mitarbeiter*innen besteht ein 
tariflich verankertes Recht auf Freistellung von der Arbeit für den Besuch dieser Veran-
staltungen mit einem Umfang von mindestens drei Arbeitstagen pro Jahr. Schließtage 
im Zuge der Fortbildungsinitiative des FRÖBEL -Curriculums ermöglichen den Teams ge-
meinsames Diskutieren, Reflektieren und Verständigen. FRÖBEL -interne Fortbildungen 
sind für unsere Mitarbeiter*innen kostenlos. 
Neben Fortbildungen gehören zu den systematisch genutzten Instrumenten der Perso-
nalführung und -entwicklung: 
 Strukturierte Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
 Regelmäßig stattfindende Teamberatungen 
 Jährliches Personalentwicklungsgespräch

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
19 
 
19 
 Fachtage 
Einrichtungsleitungen sind bei FRÖBEL Führungskräfte und werden auf die Tätigkeit vor-
bereitet und unterstützt. Sie arbeiten effizient und auf den Standort abgestimmt mit ei-
nem eigenen Jahresbudget. Die Leitung arbeitet nac h einem transparenten Leitungs-
konzept, für das unser Führungsleitbild (siehe Beilage FRÖBEL -Leitbild) Rahmen und Ori-
entierung bietet. Die Leitungen werden zudem durch regelmäßigen Austausch unter-
stützt: 
 Monatliche Besprechungen aller Leitungskräfte mit der  Geschäftsleitung und 
Fachberatung 
 Individuelle Besprechungen der Leitung mit der Geschäftsleitung 
 Regelmäßige Beratung, Begleitung und Unterstützung durch Fachberatung 
 Spezielle Fortbildungsangebote und Trainingsmaßnahmen 
Darüber hinaus steht jeder Leitung im Rahmen der Wirtschaftsplanung ein Jahresbudget 
für Supervision zur Verfügung. FRÖBEL bietet pädagogischen Fachkräften die Möglich-
keit, bei Fachfragen direkt, vertraulich und unbürokratisch ein Coaching wahrzuneh-
men. Dazu wurde bei der vom FRÖBEL  e.V. getragenen Erziehungs- und Familienbera-
tungsstelle CONRAT das „FRÖBEL-Fon“ eingerichtet. 
2.6.7 Kinderschutz 
Das Wohl und der Schutz der uns anvertrauten Kinder ist für uns oberstes Gebot. In unse-
ren Einrichtungen gilt das FRÖBEL -Kinderschutzkonzept „Kinder schützen – Eltern unter-
stützen – Erzieherinnen und Erzieher stärken“. Das FRÖBEL -Kinderschutzkonzept wurde 
erstmalig 2008/2009 entwickelt und ist mit dem Inkrafttreten des Bundeskinderschutzge-
setzes 2012 erweitert worden. Grundsätzlich werden drei Bereiche erfasst: 
 
1. Das gesetzlich vorgeschriebene Kinderschutzverfahren nach § 8a Abs. 4 SGB 
VIII  – Umgang mit Hinweisen auf eine Kindeswohlgefährdung im familiären Um-
feld:  
Ein FRÖBEL-Kinderschutzordner dient im Rahmen des Schutzauftrages nach 8a 
SGBVIII als Nachschlagewerk und Orientierungshilfe. Dort sind die Verantwortlich-
keiten auf Einrichtungsebene und im FRÖBEL -Kinderschutznetzwerk, die Verfah-
rensabläufe und die Dokumentation sowie ggf. die Meldung an das zuständige 
Jugendamt verbindlich geregelt. Bei Anzeichen einer möglichen Kindeswohlge-
fährdung erfolgt eine Risikoabschätzung unter Hinzuziehung der internen FRÖBEL-
Kinderschutzfachkräfte sowie in Einzelfällen externer Fachstellen vor Ort. Ziel im 
Kinderschutzverfahren ist es, durch die vertrauensvolle und gut vorbereitete Ein-
beziehung der Familien die Gefährdung abzuwenden und die Familie ggf. mit 
Hilfeangebote zu unterstützen. Die Kinderschutzarbeit erfolgt transparent und zu-
gewandt mit den Familien und berücksichtigt die Partizipations- und Informations-
rechte der Kinder.

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
20 
 
20 
Um den Schutzauftrag kontinuierlich zu kommunizieren, arbeitet die Abteilung 
Kinderschutz mit einem internen Kinderschutznetzwerk zusammen. Die Qualifizie-
rung der Fachkräfte findet zum einen im Rahmen von 2-tägigen Teamfortbildun-
gen statt. Zum anderen bildet FRÖBEL Multiplikator*innen für Kinderschutz im Rah-
men einer 12-tägigen Fortbildung aus. Ziel ist, dass alle FRÖBEL-Einrichtungen über 
eine/ n Multiplikator*in für Kinderschutz verfügen.  
 
2. Der Schutz von Kindern vor Gewalt und Grenzverletzungen innerhalb von Kinder-
tagesstätten (Institutioneller Kinderschutz):  
Grundlegend sind die gesetzlich vorgeschriebenen Voraussetzungen (Erweitertes 
Führungszeugnis) sowie die bei FRÖBEL zusätzlich gültigen Maßnahmen, wie der 
Handlungsrahmen bzw. die „Persönliche Erklärung zum Kinderschutz“. Darüber 
hinaus sind vorrangig präventive Maßnahmen in Verbindung mit dem FRÖBEL -
Curriculum, dem Kinderrechte-orientierten FRÖBEL-Leitbild und der Rahmenkon-
zeption umzusetzen. Alle Teams sind aufgefordert eine sogenannte Teamverein-
barung zum respektvollen und gewaltfreien Umgang mit Kindern zu erarbeiten 
(Verhaltenskodex) und sich in diesem Rahmen mit den Kinderrechten und ihrer 
teamspezifischen Kommunikations- und Fehlerkultur auseinanderzusetzen. Hierbei 
erhalten die Einrichtungen Unterstützung durch die Teamfortbildung „Gewalt-
freies Aufwachsen“. Die Implementierung von Beschwerdeverfahren für Kinder 
wird vom Träger und den Einrichtungen sukzessive umgesetzt. Auch hierfür wer-
den den Einrichtungen 2-tägige Teamfortbildungen angeboten.  
 
Das Ablaufverfahren bei Hinweisen auf Gewalt und Grenzverletzung gegenüber 
Kindern durch Mitarbeitende ist im Rahmen des Ereignis- und Krisenmanagements 
bei FRÖBEL klar geregelt und findet bereits frühzeitig bei ersten Verdachtsmomen-
ten Anwendung. Dabei werden die Meldepflichten nach §47 SGB VIII verantwor-
tungsbewusst umgesetzt. 
In Zusammenarbeit zwischen der Abteilung Kinderschutz und Leitungskräften, 
Fachberatung und Geschäftsleitungen wird das Thema institutioneller Kinder-
schutz stetig kommuniziert und vorangebracht. Der Träger hat hierfür auf multip-
len Ebenen Strukturen geschaffen, um die Schutz -, Förder - und Partizipations-
rechte von Kindern in unseren Einrichtungen in der Praxis umzusetzen. Auch hier-
bei unterstützen die Mul tiplikator*innen für Kinderschutz und sensibilisieren regel-
mäßig auf Teamebene. 
 
3. Das Sexualpädagogische Konzept und der Umgang mit sexuellen Übergriffen un-
ter Kindern:  
Alle Einrichtungen sind aufgefordert, ein sexualpädagogisches Konzept zu erar-
beiten, dieses in der Einrichtungskonzeption zu verankern und in der Praxis umzu-
setzen. Der Träger stellt hierfür eine 2 -tägige Teamfortbildung als auch Beratung 
durch die Abteilung Kinderschutz zur Verfügung. Es gibt ein klar geregeltes Ver-
fahren bei Hinweisen auf sexuelle Übergriffe unter Kindern. In solchen Fällen wird 
die Abteilung Kinderschutz zur Einschätzung und Beratung hinzugezogen.

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
21 
 
21 
Mitarbeitenden werden zur Thematik der sexuellen Gewalt gegen Kinder und der 
Prävention verschiedene Fortbildungsangebote in P räsenz und Online angebo-
ten.  
Der Träger verfügt über eine eigene Abteilung Kinderschutz und damit über Träger -in-
terne insoweit erfahrene Fachkräfte. Gemäß § 8a Abs. 4 SGB VIII werden Hinweise auf 
Kindeswohlgefährdungen, die von den Fachkräften wahrgenommen werden, von der 
insoweit erfahrenen Fachkraft anonym beraten. Die Mitarbeiter*innen der Einrichtungen 
übernehmen die Fallführung und die insoweit erfahrene Fachkräfte die Fallberatung.  
Das FRÖBEL-Kinderschutzteam ist den Leitungen/ Mitarbeiter*innen nam entlich bzw. in 
Person bekannt, wodurch eine niedrigschwellige Kontaktaufnahme ermöglicht wird und 
zu vielen Beratungsanfragen im Träger führt. Die insoweit erfahrenen Fachkräfte reagie-
ren zeitnah auf Beratungsanfragen (i.d.R. noch am selben Tag), beraten prozesshaft und 
nicht nur punktuell und begleiten somit engmaschig und mit umfangreichem zeitlichem 
Einsatz in der Gefährdungseinschätzung, in der Vor- und Nachbereitung von Eltern- und 
Kindergesprächen sowie im gesamten Klärungs - und Hilfeprozesses im Rah men des 
Schutzauftrages nach §8a Abs. 4 SGB VIII. In jedem Beratungsprozesses tragen wir dazu 
bei, dass die Mitarbeiter*innen mehr Handlungssicherheit im FRÖBEL-Kinderschutzverfah-
ren, in der Dokumentation und in der Handhabung des FRÖBEL-Kinderschutzordners er-
langen. Die inzwischen vielfältigsten Erfahrungen mit überwiegend positiven und erfolg-
reichen Beratungsverläufe sensibilisieren und öffnen die Mitarbeiter*innen für die Wahr-
nehmung des Schutzauftrags nach §8a Abs. 4 SGBVIII. 
3 Finanzmanagement 
Das Finanzmanagement für die geplante Einrichtung wird in enger Absprache zwischen 
der regionalen Geschäftsleitung und der Controlling-Abteilung sowie der Buchhaltung 
von FRÖBEL  in der Hauptgeschäftsstelle in Berlin durchgeführt. Über ein monatliches 
Budgetcontrolling, Berichtswesen und eine Liquiditätsplanung ist eine solide kaufmänni-
sche Führung gewährleistet. 
Der FRÖBEL-Haustarifvertrag 
FRÖBEL bietet als Arbeitgeber attraktive Leistungen, die eine Tätigkeit bei FRÖBEL für 
viele Bewerber*innen interessant gestalten. Hierzu gehört der im November 2009 mit der 
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) abgeschlossene Haustarifvertrag, der 
die arbeitsvertraglichen Bedingungen für alle Beschäftigten bei FRÖBEL regelt. Betriebli-
che Altersversorgung, Jahresarbeitszeitk onten, Regelungen zur Höhergruppierung auf 
der Grundlage einer fachlichen Qualifikation (Fort - und Weiterbildung) sowie die Zah-
lung eines Mindestlohns auch für Hilfs - und Wirtschaftskräfte sind nur einige Eckpunkte 
dieses Tarifvertrags. Die Eingruppierung des Personals erfolgt gemäß der Position und der 
Qualifikation. Um eine Kontinuität in der Betreuung zu gewährleisten und dem Personal 
eine langfristige Perspektive zu bieten, schließt FRÖBEL vor allem unbefristete Arbeitsver-
träge ab. Ein Stufenaufstieg ist über den Besuch von Fort- und Weiterbildungen möglich, 
für die entsprechend Fortbildungspunkte (FP) zuerkannt werden.  
Einen Einblick in die aktuelle Entgelttabelle für pädagogisches und technisches Personal 
des Haustarifvertrages von FRÖBEL mit Gültigkeit seit dem  01. Juli 2020 befindet sich im

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
22 
 
22 
Anhang (siehe 4.1 FRÖBEL -Haustarifvertrag). Weitere Leistungsmerkmale des Haus tarif-
vertrages haben wir in einem Leporello zusammengefasst, welches Sie als Anlage zu 
dieser Interessenbekundung erhalten. 
4 Finanzierung 
Als frei gemeinnütziger Träger bestätigt FRÖBEL im Falle einer positiven Trägerschaftsent-
scheidung den im Kinderbildung sgesetz verankerten Trägeranteil in Höhe von 5, 0 Pro-
zent an den entstehenden Betriebskosten.  
FRÖBEL erklärt, dass die Einrichtung betriebsbereit und genehmigungsfähig, einschließ-
lich der erforderlichen Außenanlagen  (inkl. Spielgeräte) durch den Vermieter  überge-
ben wird. Die Stadt Münster unterstützt den Träger der Einrichtung mit einem Investitions-
kostenzuschuss in Höhe von maximal 60.000 € zur  Anschaffung der Erstausstattung pro 
neu geschaffener Gruppe, somit beläuft sich der gesamte, maximale Investitionskosten-
zuschuss auf 240.000 €.  
Sollten darüber hinaus Mittel für die Ausstattung des Kindergartens erforderlich sein, wird 
FRÖBEL diese aus Eigenmitteln einbringen. Sofern zum Zeitpunkt der angestrebten Eröff-
nung weitere Fördermittel erreichbar sind, so wird FRÖBEL einen entsprechenden Antrag 
stellen, um den Anteil der Eigenfinanzierung zu reduzieren.  
Die Refinanzierung des Trägeranteils erfolgt durch die anrechenbaren Eigenleistungen, 
Spenden sowie die Möglichkeit Betreuungsplätze zur Verbesserung der V ereinbarkeit 
von Familie und Beruf Arbeitgebern zur Verfügung zu stellen. FRÖBEL wird den Rahmen 
von Unternehmenskooperationen standortbezogen und mit Blick auf den sozialraum 
eng mit dem Jugendamt der Stadt Münster abstimmen.  Die Kostenanteile für Verwal-
tung und Overhead entsprechen den im Kinderbildungsgesetz festgeschriebenen Ma-
ximalwerten. Die Einnahmen aus Essensgeldern betragen pro Kind rund 60 Euro im Mo-
nat, zzgl. Einnahmen für die Verpflegung von eigenen Beschäftigten. Für die Berech-
nung des Essensgeldes wurde eine Frischkochküche zugrunde gelegt. 
FRÖBEL steht zur gemeinsamen Feinabstimmung der Baupläne zur Verfügung. FRÖBEL 
hat allein in den letzten zwei Jahren bundesweit 30 neue Kindergärten eröffnet und ver-
fügt über ein hohes Maß an Erfahrung. Unsere hauseigenen Architekten unterstützen die 
Planungsprozesse daher fundiert und praxisnah. Diese Erfahrung bringen wir gerne auch 
in die durch die Stadt Münster eingebrachten Einbauten ein. FRÖBEL steht für diese Trä-
gerschaft als Mieter und für eine zielgerichtete Abstimmung und Projektentwicklung zur 
Verfügung. Ferner ist die Annahme, dass die geplanten Raumgrößen und Quadratme-
terpreise den durch das Kinderbildun gsgesetz refinanzierten Werten entsprechen und 
als Planungsgrundlage dienen. Sofern eine Überschreitung der refinanzierten Mietflä-
chen bzw. Quadratmeter vorliegt, geht FRÖBEL davon aus, dass die möglicherweise 
entstehenden Mehrkosten durch eine kommunale Sonderförderung ausgeglichen wer-
den.

www.froebel-gruppe.de | Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte „am Norfolkweg“ in Münster 
 
23 
 
23 
4.1 FRÖBEL-Haustarifvertrag  
 
 
*) Bezogen auf das jeweilige Landesmodell - Tätigkeitsvergütung einschließlich Freistellung für die Ausbildung 
 
4.2 Anlagen  
 
Auf Wunsch der Stadt Münster werden die Anlagen nur in digitaler Form per E-Mail zu-
gesandt:  
− Anlage 1: FRÖBEL Rahmenkonzeption  
− Anlage 2: FRÖBEL Leitbild  
− Anlage 3: FRÖBEL als Arbeitgeber – Leporello mit einem Überblick der besonderen 
Leistungen für Mitarbeiter*innen  
− Anlage 4: Jahresbericht 2021 
− Anlage 5: FRÖBEL Haustarifvertrag Fassung 11.12.2020  
− Anlage 6: KINDgerecht – Magazin für kindgerechte Bildung  
− Anlage 7: Aussage zur Rechtsnatur der FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH  
− Anlage 8: Nachweis über die bundesweite Anerkennung als freier Träger der Ju-
gendhilfe

4.1_Global Education_Anschreiben

2676 Zeichen

glebaleducation oo.

Global Education gGmbH Global Education gGmbH
Friesenring 50 | 48147 Münster Friesenring 50
48147 Münster

Stadt Münster
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Frau Anja Gerick

E-Mail: muenster@familienservice.de
Telefon: + 49 251 7037760

www.global-education.de

D-48127 Münster

30.11.2022

Bewerbung für die Trägerschaft einer Kindertageseinrichtung am Norfolkweg
(York-Quartier) im Stadtteil Gremmendorf
Ausschreibungsnummer 02/2022

Sehr geehrte Frau Gerick,

im Nachgang zu unserer Trägerbewerbung und dem ausführlichen Gespräch am 08.11. bestätigen
wir Ihnen hiermit verbindlich die Übernahme des Trägeranteils in Höhe von 2 %.

In Bezug auf die Anerkennung als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe möchten wir folgendes
ergänzen: der Antrag auf bundesweite Anerkennung wurde bereits im März diesen Jahres gestellt
und befindet sich in der Bearbeitung. Einen entsprechenden Nachweis über die Antragstellung
fügen wir bei. Die Senatsverwaltung in Berlin bittet uns weiterhin um Geduld. Wir sind überzeugt,
dass eine bundesweite Anerkennung in Aussicht gestellt wird, da wir alle Voraussetzungen für eine
Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe erfüllen. Die Pme Familienservice gGmbH ist bereits
seit 2007 als freier Träger anerkannt.

Wir freuen uns sehr über eine positive Nachricht im weiteren Verfahren berücksichtigt zu werden
und stehen für Fragen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrike Mengle

Projektentwicklung Lernwelten NRW

Geschäftsführerin: Alexa Ahmad
Registergericht: AG Berlin-Charlottenburg | HRB 116393 B | Steuernummer: 30/098/75626 | USt-IdNr. DE 303764383

Senatsverwaltung für Bildung,
Jugend und Familie

‚Senalsverwallung für Bildung, Jugend und Fomllie » Bernhard-Weiß-Str. 6 » 10178 Berlin

Global Education gGmbH
Flottwellstr. 5

10785 Berlin

BERLIN

Geschäflszeichen VE 21
Bearbeltung Fr. Schönemann

Tel. +49 30 90249 517
Zentrale +49 30 90227 5050

Telefon

Mail Traeger-service@senbjf.berlin:de

Datum 15.03.2022

Antrag auf Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe nach 8 75 SGB VII

Sehr geehrte Frau Raupach,

Ihr Antrag auf bundesweite Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe nach 875 SGB VI

vom 07.03.2022 ist am 11.03.2022 eingegangen.

Die Unterlagen werden vorab auf Vollständigkeit geprüft und anschließend: wird eine

bundesweite Anfrage eingeleitet.

Dieser Arbeitsweg nimmt einige Zeit in Anspruch, daher bitte ich Sie um etwas Geduld.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

F# ( tale dla lie

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie « Bernhard-Weiß-Str. 6 + 10178 Berlin / ]

U +5 Alexanderplatz
post@senbjf.berlin.de + www.berlin.de/sen/bjf

Ar Peru aste

Beschlussvorlage

15837 Zeichen

V/0014/2023 
V/0014/2023 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Trägervergabe für die Kindertageseinrichtung am Norfolkweg (York-Quartier) im Stadtteil 
Gremmendorf, Bezirk Südost 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   28.02.2023 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 
   16.03.2023 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   21.03.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung 
   22.03.2023 Hauptausschuss Vorberatung 
   22.03.2023 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die viergruppige Kindertageseinrichtung 
am Norfolkweg im Stadtteil Gremmendorf dem Kinder- und Jugendhilfeträger FRÖBEL Erziehung und 
Bildung gGmbH (siehe Begründung unter Ziffer 3).  
 
Der voraussichtliche Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist im 2. Quartal 2025 geplant. 
 
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun-
gen entsprechend getroffen:  
 
2.1. Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leistungs-
vereinbarung) zwischen dem Träger FRÖBEL Erziehung und Bildung gGmbH und der Stadt Müns-
ter getroffen. Es wird ein Trägeranteil von 5,0 % vereinbart. 
 
2.2 Mietvertragliche Regelungen werden zwischen dem Investor, der Wohn- und Stadtbau GmbH 
(Vermieter) und dem Träger FRÖBEL Erziehung und Bildung gGmbH getroffen. Die Mietzeit soll für 
die Dauer von 20 Jahren, plus zweimaliger Verlängerungsoption um je 5 Jahre, vereinbart werden. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (hier: städtischer Anteil an den Be-
triebskostenzuschüssen). 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
01.02.2023 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Gerick 
Telefon: 492-5528 
Gerick@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0014/2023 
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung am Norfolkweg betragen auf der Grundlage der 
unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen 
 für April bis Dezember 2025 = 759.000 € 
 für 2026 ff. = 1.020.600 €  
 
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil  
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt  Land Stadt 
Gesamt, ge-
setzlicher 
Trägeranteil  
Angebot 
Stadt 
(Erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
Fröbel 92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 5,0% 2,8% 55,0% 
 
 
Apr. - Dez. 2025 2026 ff 
Träger 
Trägeranteil  
Städtischer  
Trägeranteil  
Städtischer  
Anteil  Anteil BKZ 
Angebot 
Stadt. (erfor-
derlicher 
Zuschuss)  
gesamt  Angebot 
Stadt (er-
forderlicher 
Zuschuss ) 
gesamt  
  5 6 7 5 6 7 
Fröbel  37.950,00 €  21.252,00 € 417.450,00 €   51.030,00 €  28.576,80 €  561.330,00 €  
 
Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) und die übrigen finanziellen Auswirkungen 
wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0870/2021 dargestellt. Die Beträge werden jährlich 
gemäß § 37 KiBiz fortgeschrieben und im Rahmen der Haushaltsplanungen angepasst. Mit dem vor-
genannten Beschluss wurde zur Kenntnis genommen, dass eine haushaltsmäßige Belastung der 
kommenden Jahre noch vor den eigentlichen Etatberatungen für die Jahre 2025ff. erfolgt. Der freiwil-
lige, städtische Zuschuss zum Trägeranteil gilt für die Dauer des Betriebs dieser Kita durch den in 
Ziffer 1 der Sachentscheidung benannten Träger. 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit der 
Vorlage V/0870/2021 beschlossen: 
 
Die Kindertageseinrichtung in Gremmendorf beginnt zunächst mit folgenden Gruppen:  

 2 Gruppen für je 20 Kinder im Alter von 2 – 6 Jahren (G1) 
 1 Gruppe für 10 Kinder im Alter von 0 – 3 Jahren (G2)  
 1 Gruppe für 20-25 Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren (G3) 
 
und umfasst insgesamt 70 – 75 Plätze, davon 22 u3-Plätze und 48 - 53 ü3-Plätze. 
 
Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahmenstruk-
turen bedarfsgerecht weiterentwickelt.  
 
Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls elterliche 
Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit Übermittagsbe-
treuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. Mit der Trägerausschreibung wurden die Bewerber

- 3 - 
V/0014/2023 
darauf hingewiesen, dass abhängig von den Bedarfen der Eltern und in Absprache mit dem Amt für 
Kinder, Jugendliche und Familien, Angebote der flexiblen Öffnungszeiten gem. § 48 KiBiz NW ent-
wickelt werden sollen. 
 
Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, 
die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
zu vergeben. 
 
 
2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft 
 
Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem. § 78 
SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 19.09.2022 über die Planungen 
der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für die 
Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 14.10.2022 ihr Interesse an einer Übernahme 
der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgte diesbezüglich eine Pressemitteilung am 19.09.2022 
und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, Jugendliche 
und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 07.11. und 
11.11.2022 ihre Konzepte und trägerschaftlichen Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 ge-
nannten Kriterien dar. Die Gespräche fanden als Videokonferenzen statt. 
Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 02.12.2022. 
 
Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer 
Reihenfolge): 
 
- FRÖBEL Erziehung und Bildung gGmbH (Fröbel), Salierring 47-53, 50677 Köln 
 
- Global Education gGmbH (pme), Friesenring 50, 48147 Münster 
 
 
3. Trägerauswahl 
 
3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag  
 
Die Verwaltung hat mit allen Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage 
V/0089/2018 beschriebenen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage beschrie-
benen Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen: 
 
- Wirtschaftlichkeit 
- Fachlichkeit/Pädagogik 
o Rahmenkonzept 
o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 
o Gesundheitsförderung 
o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
- Besondere Merkmale des Trägers 
 
Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen 
Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu entneh-
men.

- 4 - 
V/0014/2023 
3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit  
 
Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer 
Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Einrichtun-
gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt.  
 
Trägeranteile 
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: 
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta-
belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den 
gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss 
+ freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).  
 
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten  
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil  
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt  Land Stadt 
Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil  
Angebot 
Stadt 
(erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
Fröbel 92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 5,0% 2,8% 55,0% 
Global  
Education  
92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 2,0% 5,8% 58,0% 
 
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung am Norfolkweg betragen ab 2026 ff. 
1.020.600 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: 
 
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ  
  Jährliche Kosten ab 2026 ff 
Träger 
Trägeranteil  
Städtischer  
Anteil BKZ 
Angebot Stadt. (FWZ) gesamt  
% € % € % € 
  5 6 7 
Fröbel 5,0%  51.030,00 €  2,8% 28.576,80 € 55,0%  561.330,00 €  
Global  
Education  
2,0%  20.412,00 €  5,8% 59.194,80 € 58,0% 591.948,00 €   
Keiner der Bewerber bietet den vollen Trägeranteil von 7,8% für den Betrieb der Kindertageseinrich-
tung an, sodass ein freiwilliger städtischer Zuschuss bei allen Bietern notwendig wird. 
 
3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik 
 
Anhand der in der Vorlage V/0089/2018 beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlich-
keit/Pädagogik wurden die Konzepte und Bewerbungsgespräche der interessierten Träger ausgewer-
tet (siehe hierzu auch die ausführlichen Auswertungsformulare im Anhang dieser Vorlage).  
Alle Bewerber bestätigten, dass eine Bezahlung in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen 
Dienst (TVÖD) getätigt wird. 
 
 
Der Träger: 
- FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH 
Der Träger Fröbel betreibt in Münster drei Einrichtungen (Emmy-Herzog-Platz, Landsberger Straße 
und Zentrum Nord). In den nächsten Jahren folgen weitere Einrichtungen in der Altstadt, in Mauritz-
Ost und zwei in Kinderhaus. Der Träger betreibt aktuell bundesweit ca. 210 Kindertageseinrichtungen

- 5 - 
V/0014/2023 
und ist als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt. Die Geschäftsstelle Westfalen-Lippe-Ruhr hat 
ihren Sitz in Münster. Der Träger hat Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der päda-
gogischen Ausrichtung darlegen.  
Im Bewerbungsverfahren benannte der Träger für diesen Standort den konzeptionellen Schwerpunkt 
„(Gemeinschaft) bauen und (Lebenswelten) konstruieren“. Dieser Schwerpunkt soll durch vielfältige An-
gebote in die Prozesse der Quartiersentwicklung und Sozialraumgestaltung integriert werden. Vernet-
zungen zu den im Sozialraum verankerten Institutionen sollen aufgebaut werden. Der Träger benannte 
im Weiteren für diesen Standort sich ergebende Synergieeffekte zu den bereits bestehenden FRÖBEL-
Kitas in der Stadt Münster. 
 
Der Träger: 
- Global Education gGmbH (pme Familienservice gGmbH) 
Die pme Familienservice Gruppe ist an mehr als 30 Standorten in Deutschland, Österreich, der 
Schweiz und Tschechien vertreten. Die Global Education gGmbH ist eine Tochtergesellschaft mit 
dem Fokus auf öffentliche Kindertageseinrichtungen. Für diese liegt aktuell noch keine Anerkennung 
als Träger der freien Jugendhilfe gem. § 75 SGB VIII vor, das Antragsverfahren läuft derzeit noch. In 
Münster betreibt die pme Gruppe ein Back-up Center für Unternehmen. Der Träger hat Konzepte vor-
gelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. 
Konzeptionelle Schwerpunkte liegen bei der Global Education gGmbH in den Bereichen Bewegungs-
förderung, tiergestützter Pädagogik, Naturwissenschaften und Technik, Stärkung der Medienkompe-
tenz und nachhaltige Bildung. Der Träger strebt an, Kooperationen mit verschiedenen Akteuren im 
Stadtteil einzugehen und diese Kontakte kontinuierlich zu pflegen. Mit seinem Schwerpunkt im Be-
reich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bietet der Träger flexible Öffnungszeiten und eine El-
ternhotline für Familien an. 
 
 
4. Gesamtbewertung / Fazit 
 
Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH die 
Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung am Norfolkweg in Gremmendorf zu übertragen.  
Keiner der Bewerber bietet den vollen Trägeranteil von 7,8 %. Fröbel bietet einen Trägeranteil von 
5,0%, während Global education einen Trägeranteil von 2,0 % bietet.  
Die eingereichten Konzepte und Zusatzinformationen in den Bewerbungsgesprächen der Träger wa-
ren in allen Punkten im Bereich der Fachlichkeit / Pädagogik überzeugend. 
 
Die Verwaltung empfiehlt die Trägerschaft für die o.g. Kindertageseinrichtung in diesem Verfahren an 
den Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH aus den folgenden Gründen zu übertragen: 
 
- Der Träger hat ein umfassendes pädagogisches Konzept vorgelegt, verfügt über bundesweite 
Erfahrungen im Bereich der Kindertagesbetreuung und kann durch diese Übertragung der Trä-
gerschaft zukünftig in Münster in verschiedenen Stadtteilen aktiv in der Kindertagesbetreuung ar-
beiten.  
 
- Fröbel plant die Entwicklung des York-Quartiers aktiv mitzugestalten und dort Angebote 
und Projekte zu schaffen, die hinzuziehenden Familien das Ankommen in der neuen Umgebung 
erleichtern. 
 
- Der Träger möchte in der Kita am Standort Norfolkweg den Schwerpunkt „(Gemeinschaft) bauen 
und (Lebenswelten) konstruieren“ etablieren. Mit diesem Schwerpunktangebot sollen Kinder und 
Eltern in einen lebendigen Prozess der Quartiersentwicklung und Sozialraumgestaltung in Grem-
mendorf einbezogen werden. Dieser Schwerpunkt soll sich auch in der Raumgestaltung der Kita 
widerspiegeln. Gut ausgestattete Bau- und Werkräume, die Einrichtung eines „Tonfeldes“ (bauen 
& konstruieren mit dem Material Ton), die partizipative Entwicklung eines „Wunschraumes“ inner-
halb der Kita und die Schaffung von Ausstellungs- und Dokumentationsmöglichkeiten im Quartier 
(z.B. im Pängelanton-Museum) sind erste Ideen zur Umsetzung des Schwerpunktes. Sozialräum-
liche Kooperationen sollen aufgebaut und genutzt werden.

- 6 - 
V/0014/2023 
- Im Rahmen seines offenen Konzeptes bietet der Träger durchgängige Betreuungszeiten – auch in 
den Ferien – an und ermöglicht mit der Flexibilisierung von Betreuungszeiten Familien in Grem-
mendorf eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 
 
- Als neuer Träger im Stadtteil Gremmendorf trägt Fröbel zu weiteren und vielfältigen Angeboten in 
der Kindertagesbetreuung bei. 
 
- Mit der Übernahme der Trägerschaft kann sich die FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH lang-
fristig als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster weiterentwickeln. Mit den neuen und 
den bereits bestehenden FRÖBEL-Kitas in der Stadt Münster ergeben sich Synergieeffekte, die 
sich vor allem beim Personaleinsatz, in der Fachberatung und bei der Mitarbeit in Gremien und 
Arbeitskreisen darstellen. 
 
Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger gefunden, so 
dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können.  
Das Verfahren zeigt weiterhin das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser 
Stadt. 
Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschlie-
ßend für die Trägerschaft einer Kita verbindlich beworben haben. 
Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus zwei Bewerbern unter der gleichgewichteten Wür-
digung der Fachlichkeit / Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das in 
der Vorlage V/0089/2018 beschriebene Verfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Bewer-
ber zu Grunde. 
 
 
 
I.V. 
 
gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
Anlagen:  
 
1. Anlage A 
 
2. Auswertungsformulare aller Träger 
 
3. Bewerbungsunterlagen: FRÖBEL Erziehung und Bildung gGmbH, Salierring 47-53, 50677 
Köln 
 
4. Bewerbungsunterlagen: Global Education gGmbH, Friesenring 50, 48147 Münster 
 
 
Hinweis: 
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlagen 3 und 4: Bewerbungen und 
Konzepte) stehen ausschließlich als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als 
Download unter der Vorlagennummer V/0014/2023 zur Verfügung.  
Link: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/info.php

4.2_Global Education_Konzept

61058 Zeichen

1 
   
Trägerbewerbung für eine neue Kindertageseinrichtung am Norfolkweg  im Stadtteil Gremmendorf 
Global Education gemeinnützige GmbH, Friesenring 50, 48147 Münster 
Ansprechpartnerin:  Ulrike Mengler Projektentwicklung Lernwelten NRW pme Familienservice Gruppe Tel.: 0251-703776-18 Email:  ulrike.mengler@familienservice.de www.global-education.de

2 
   Inhaltsübersicht  1. Trägerprofil………………………………………………………………………………….. 3 1.1 Unsere Motivation und Erfahrungen im Bereich der Kinderbetreuungseinrichtungen ............................................................... 3 1.2 Anerkennung SGB als Träger der freien Jugendhilfe .................................... 3 2. Wirtschaftlichkeit………………………………………………………………………….. 4 3. Rahmenkonzept - pädagogische Qualität des Trägers……………………….. 4 3.1 Unser pädagogisches Rahmenkonzept auf Grundlage der Bildungsvereinbarung NRW .................................................................................................... 4 4. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 5 4.1 Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung ................................................ 5 4.2 Religion und Weltanschauung .................................................................. 6 4.3 Alter/Generationen ................................................................................ 6 4.4 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung ............................................. 7 5. Gesundheitsförderung…………………………………………………………………… 7 6. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner…………………………….. 11 6.1 Beispiele unserer Sozialraumorientierung und Kooperationen unserer Einrichtungen ...................................................................................... 12 7. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft…………………………………………… 13 8. Organisationskultur und Qualitativ sichernde Maßnahmen………………….15 8.1 Unser Leitbild ...................................................................................... 15 8.2 Kita-Management ................................................................................ 17 8.3 Personalentwicklung ............................................................................. 17 8.4 Qualitätsmanagement .......................................................................... 18 9. Besondere Merkmale/Eignungen…………………………………………………….. 20 9.1 Alltagsintegrierte Sprachbildung ............................................................ 20 9.2 Eltern-App .......................................................................................... 20 9.3 24/7h Hotline für Lernwelten Eltern ........................................................ 20

3 
1. Trägerprofil  
1.1 Unsere Motivation und Erfahrungen im Bereich der Kinderbetreuungseinrichtungen Die pme Familienservice Gruppe beschäftigt sich seit nunmehr 30 Jahren mit dem Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ und sieht es als eine seiner Kernaufgaben, die Lebenssituation von berufstätigen Eltern und ihren Kindern zu verbessern. Seit unse-rer Entstehung im Jahr 1991 haben wir unser Netzwerk kontinuierlich ausgebaut und sind an mehr als 30 Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Tschechien ver-treten.    Die Kindertagesstätten des pme Familienservice stellen einen innovativen Beitrag für die Kinderbetreuungslandschaft in den einzelnen Regionen dar. Ende 1999 haben wir mit Un-terstützung der Commerzbank in Frankfurt „Kids & Co. Back-up“ eröffnet – Europas erste Back- up-Einrichtung zur Betreuung von Kindern im Alter von acht Wochen bis ca. 12 Jahren in Ausnahmefällen. Inzwischen hat sich der pme Familienservice als Träger von betriebsnahen, bedarfsorientierten sowie öffentlich geförderten Kinderbetreuungseinrich-tungen etabliert. Heute betreiben wir mehr als 80 Einrichtungen in ganz Deutschland – Kindergärten, Großtagespflege, Back-up- Einrichtungen und Schülerbetreuungen. Die Global-Education-Einrichtungen der pme Familienservice Gruppe sind speziell auf öf-fentlich zugängliche, institutionelle Kinderbetreuung ausgerichtet und befinden sich in Lehrte sowie in den Kreisen Steinfurt und Gütersloh (ab Nov.22).   Um Synergiern der Kindertageseinrichtungen zu nutzen und den Standort Münster weiter aufzubauen, haben wir großes Interesse an der Übernahme der Trägerschaft der Kinder-tageseinrichtung in Gremmendorf. Bereits seit vielen Jahren bietet die Pme-Familienser-vice-Gruppe in Münster für die Uniklinik und das Herz-Jesu-Krankenhaus Back-up-Be-treuung und bietet Ferienprogramme an, so dass wir in Münster bereits gut vernetzt sind und hierauf weiter aufbauen wollen.  Für die Kindertageseinrichtung am Standort im Stadtteil Gremmendorf würden wir ge-meinsam mit dem Betreuungsteam ein hauseigenes Konzept mit entsprechender Schwer-punktsetzung erarbeiten. Je nach den Erfordernissen und Bedarfen vor Ort, werden die Öffnungszeiten nach regelmäßigen Bedarfsabfragen bei den Eltern ausgerichtet. So kön-nen die Betreuungszeiten von 25, 35 und 45 Stunden in verschiedenen Stundenverteilun-gen pro Woche gebucht werden, um im Bedarfsfall lange Arbeitstage entsprechend abzu-decken.  
1.2 Anerkennung SGB als Träger der freien Jugendhilfe, Geschäftssitz & Gerichtsort Der Antrag für die Anerkennung der Global Education gGmbH als anerkannter freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe nach §75 SGBVIII wurde bereits gestellt, das Verfahren befindet sich noch in der Bearbeitung. Durch unsere langjährigen Erfahrungen im Betreiben von gemeinnützigen Einrichtungen, in der Gesellschaftsform pme Familienservice gGmbH, sind wir zuversichtlich zum Endes des Jahres 2022, auch die Anerkennung nach §75 SGB VIII für unsere Tochtergesellschaft Global Education gGmbH zu erhalten. Die geforderten Anforderungen nach § 74 SGB VIII sind gegeben und werden nachweislich verfolgt.

4 
2. Wirtschaftlichkeit  Auch im Bereich der Verwaltung verfügen wir über professionelle und effiziente Struktu-ren, die durch einen hohen Digitalisierungsgrad unterstützt werden. Arbeitsprozesse sind nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert und werden durch jährliche Auditierungen geprüft und stetig weiterentwickelt.  Unsere Kalkulation für die 4-gruppige Kindertageseinrichtung in Gremmendorf basiert auf einer Förderung von 98%. Die Übernahme eines Trägeranteils in Höhe von 2 % durch die Global Education gGmbH wird hiermit verbindlich zugesagt.   Aufgrund der Anpassung des Kibizgesetzes zum 01.08.2020 besteht ein Zuzahlungsverbot für Eltern an Kindertagseinrichtungen nach § 51(Kibiz). Dementsprechend werden keine Zusatzbeiträge, die über das Verpflegungsgeld hinausgehen, erhoben. Erweiterte Öff-nungszeiten sowie Reduzierung der Schließzeiten werden durch die Flexibilisierungspau-schale finanziert.   3. Rahmenkonzept - pädagogische Qualität des Trägers 
3.1 Unser pädagogisches Rahmenkonzept auf Grundlage der Bildungsvereinbarung NRW Als Kindertagesstätte erfüllen wir einen gesetzlich definierten Auftrag und verstehen uns als Betreuungs- und Bildungseinrichtung. Nach dem Kinder- und Jugendhilferecht (vgl. SGB VIII § 22) sollen Kindertagesstätten die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverant-wortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern, die Erziehung und Bildung in der Familie unterstützen und ergänzen und den Eltern dabei helfen, Erwerbstätigkeit und Kindererziehung besser miteinander vereinbaren zu können. Auf der Grundlage der nordrhein-westfälischen Bildungsgrundsätze zur Bildungsförderung für Kinder von 0-10 Jahren in Kindertageseinrichtungen und Schulen im Primarbereich steht stellvertretend für unser Bildungsverständnis: Mehr Chancen durch Bildung von An-fang an. Zu dem Arbeiten wir nach der aktuell, gültigen, gesetzlichen Vorgabe des KiBiz und passen unser Bildungskonzept sowie die Rahmenbedingungen der Einrichtungen de-mensprechend an. Gemeinsam im Team der jeweiligen neuen Kindertageseinrichtung, wird dann ein spezifi-schen Hauskonzept erarbeitet, dass noch einmal konkrete pädagogische Schwerpunkte enthalten kann, die sich an der Kindergruppe sowie an den Rahmenbedingungen vor Ort orientieren. Einer Weiterentwicklung der zukünftigen Einrichtung zum Familienzentrum stehen wir of-fen gegenüber und bringen bereits grundlegende Erfahrung mit.  Auch weiteren Spezifizierungen unserer Einrichtungen stehen wir nach Bedarf interessiert offen gegenüber, so dass wir z.B. in einzelnen Einrichtungen das Zertifikat „Haus der klei-nen Forscher“ durch besondere Angebote im Alltag erlangt haben. Unsere Kindertagesein-richtung in Ochtrup ist ausgewiesene „Sprach Kita“. In der Kita „Natur(t)raum werden der-zeit 10% Familien und Kinder mit Migrationshintergrund betreut und begleitet. Gerade in der Zeit des anfänglichen Lockdowns wurde mit den Familien enger Kontakt gehalten (Te-lefonisch, per Facetime), um die Erziehungspartnerschaft zwischen Einrichtung (Erzie-her:in), Kind und Eltern aufrechtzuerhalten oder auch Verständnisproblemen hinsichtlich

5 
der immer wieder geänderten Coronaschutzverordnung vorzubeugen bzw. zu erläutern. Das Kita-Team konnte während des Lockdowns individuelle Sprachangebote besonders für Familien mit „Sprachbarrieren“ digital anbieten. Häufig war der einfach Austausch und das Interesse an der Familie schon ausreichend und unterstützend.  4. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 
4.1 Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung Das Verständnis einer inklusiven Bildung und Erziehung gründet auf der UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Die Pädagogik der Vielfalt will eine Kultur der Akzeptanz und der demokratischen Teilhabe von allen Menschen in verschiedensten Lebensphasen und Lebensentwürfen unterstützen und stärken. Dieser Gedanke stellt uns alle vor der Heraus-forderung, uns mit unseren Gemeinsamkeiten und Unterschieden aktiv auseinanderzuset-zen – frei von Vorurteilen und daraus resultierenden Ausgrenzungen.   Jedes Kind wird in den pme Familienservice Einrichtungen in seiner individuellen Persön-lichkeit wergeschätzt und anerkannt. Alle Kinder erfahren, dass wir sie und ihre Gefühle ernst nehmen. Sie können sich in unseren Einrichtungen ausleben, unser Alltag und Mitei-nander ist ohne Druck und Zwang gestaltet.   Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt („Wir-Gefühl“) und Rücksichtnahme sind Werte, die be-sonders im Mittelpunkt stehen. So hat jedes Kind eigene Bedarfe und Bedürfnisse und für diese nehmen sich Fachkräfte in den Einrichtungen des pme Familienservice Zeit. Ein wert-schätzender Umgang zwischen der Fachkraft und dem Kind setzt das tiefe Vertrauen in das Entwicklungsinteresse, die Eigenaktivität und die Persönlichkeit des Kindes voraus. Die Kinder sind Ausgangspunkt, Bezugspunkt und Mitgestalter der pädagogischen Planung des Alltags. So achten wir stets darauf, alle mit einzubeziehen und allen zu ermöglichen teil-zuhaben. Dies betrifft auch Ausflüge, Feste und Feiern in den Eirichtungen. Jedes Kind findet in unseren Gruppen stimulierende Spielpartner und Gegebenheiten, die für seine Bildungsprozesse förderlich sind. Hier legen wir großen Wert in der Praxis auf gute Inter-aktionsqualität zwischen Fachkräften und Kindern und auf einen motivierenden und parti-zipierenden Kommunikationsstil der Fachkräfte. Durch Achtsamkeit und sensiblen Umgang mit den Kindern werden Tagesstruktur, Angebote, Projekte, beziehungsvolle Pflege, be-gleitete Freispielsituationen, Gemeinsames Tischdecken etc. geprägt und aber auch in un-sere Spiel- und Materialangebote greift die Verschiedenartigkeit der Kinder auf und be-rücksichtigt die individuellen Bedürfnisse der Kinder. Alle Kinder erhalten somit neue Im-pulse ihren Interessen und ihrem Entwicklungsstand entsprechend.   Die Einrichtungen des pme Familienservice sind Orte, an denen Gemeinschaft und Solida-rität gepflegt und gelebt werden. Darin spiegelt sich unsere Auffassung wider, dass alle Kinder die gleichen Rechte und jeder einen wichtigen Teil der gesamten Einrichtung bildet. Somit erleben sich die Kinder als Teil dieser Gemeinschaft, in der Gemeinsamkeiten und Unterschiede als Lernmöglichkeit und Bereicherung verstanden werden.   Im Vordergrund stehen die Möglichkeiten und Ressourcen aller Kinder und ihren Familien. Die Aktivitäten werden unter Berücksichtigung aller Kinder gestaltet. Dies bildet sich z.B. in den Mikrotransitionen ab, dass Kinder sich gegenseitig helfen oder auch durch besondere Strukturen, eine unterstützende Raumgestaltung oder unterschiedliche Explorationszeiten berücksichtigt werden. Die Gemeinsamkeiten sind immer unsere Ausgangslage, von den Inhalten, welche uns verbinden und eine Weiche zueinander stellen, werden Unterschiede aufgedeckt und als Vielfalt der Möglichkeiten genannt. Dies wird z.B. beim Mittagessen sichtbar, in dem alle Kinder zum Essen kommen, aber nicht alle essen das Gleiche, oder alle Kinder ziehen sich an, aber jeder hat etwas anderes zum Anziehen dabei.

6 
 Eine Entwicklung der Fairness der Kinder wird angeregt und in den Gesprächen mit den Kindern gemeinsam reflektiert. Die Konfliktsituationen werden als Chancen zur Einübung der Gleichberechtigung genutzt. Hier ist die Feinfühligkeit der Fachkräfte eine Vorausset-zung, damit Kinder aufmerksam auf Diskriminierung und ungerechte Situationen gemacht werden und einen adäquaten Umgang im Miteinander erlernt wird. Eine Fehlerkultur und ein offener, wertschätzender und dennoch sachlich klarer Umgang in diskriminierenden Situationen werden aktiv gelebt. Alle Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte sollen daher Inklusion als selbstverständliches Miteinander erleben und eventuell vorhandene Barrieren oder Vorurteile im Miteinander abbauen. Grundlegend ist dabei den Kindern im Rahmen der inklusiven Erziehung zu vermitteln, sich gegenseitig mit allen Stärken und Schwächen zu akzeptieren mit dem Ziel so einer gesellschaftlichen Ausgrenzung von Kin-dern mit Förderbedarf entgegenzuwirken.   Eine intensive, vertrauensvolle Beziehung zwischen Familie und den Einrichtungen hat po-sitive Auswirkungen auf die Entwicklung und die Bindungssicherheit des Kindes.  Beide „Partner“ wirken auf die Entwicklung ein, tragen gemeinsam Verantwortung für das Wohl-ergehen des Kindes und verfolgen ähnliche Ziele. Sie ergänzen und unterstützen sich wech-selseitig und kooperieren miteinander, vor allem auch dann, wenn es darum geht, Schwie-rigkeiten mit dem Kind zu bewältigen oder Übergange zu anderen Bildungs-, Förder- und Facheinrichtungen zu gestalten.    Besonders Kinder mit pädagogischen Förderbedarf werden intensiv begleitet und hier fin-den disziplinübergreifende „Runde Tische“ und Hilfeplangespräche statt. Der fachliche Aus-tausch mit Experten und Kooperationen mit geeigneten Fachstellen vervollständigt unser ganzheitliches inklusives Handeln.  
4.2 Religion und Weltanschauung Offenheit und Vielfalt bedeuten für uns, dass jede und jeder mit seiner Weltanschauung und kulturellen Prägung willkommen ist. Andere Werte und Vorstellungen werden akzep-tiert. Dazu gehört aber auch, dass nicht offensiv versucht wird, Menschen von der eigenen Weltanschauung zu überzeugen. Jedoch ist es Teil der kulturellen Bildung und eine Erfah-rung der eigenen historischen Herkunft, dass Feste wie Weihnachten und Ostern im Jah-resverlauf zum Thema gemacht und gefeiert werden. Allerdings gehen wir auch auf Feste und Traditionen von Kindern anderer Kulturen ein, wenn diese zum Thema werden oder Kinder Interesse daran zeigen. So können altersentsprechend auch Erfahrungen verschie-dener Prägung und fremder Kultur ermöglicht werden. Kinder lernen so, dass Menschen unterschiedlich leben und unterschiedliche Werte vertreten. Anhand solcher Feste und Tra-ditionen können diese Differenzen sensibel thematisiert werden und es entstehen Ver-ständnis und Toleranz.  
4.3 Alter/Generationen Die pme Familienservice Gruppe hat langjährige Erfahrung in der Arbeit mit unterschiedli-chen Bevölkerungsgruppen. Durch Kooperationsprojekte mit Seniorenheimen, durch un-seren Beratungsauftrag der Mehrgenerationenhäuser im Bundesprojekt sowie durch die Begleitung und Beratung von Menschen in allen Lebenslagen haben wir stets die Vielfalt der Menschen in unserer Gesellschaft im Blick. Soziale Teilhabe ist für Menschen in der Lebensphase nach der Berufstätigkeit von besonderer Bedeutung. So bieten wir über Vor-lesepaten, Kooperationen im Stadtteil und Begegnungsmöglichkeiten vielfach Gelegenhei-ten der Begegnung und der Integration.    Zur Integration verschiedener Altersgruppen gehört für uns auch die Gestaltung des Be-rufsumfeldes für pädagogische Fachkräfte. In den letzten Berufsjahren ist es für Mitarbei-tende in der Krippe oft nicht mehr möglich, am Boden zu sitzen und sich viel zu bücken.

7 
Das Vorlesen kann schwierig werden, wenn die Schrift sehr klein ist. Wir sind als Arbeitge-ber, der für Diversity steht, immer bereit, individuelle Lösungen zu finden. So stellen wir nach Bedarf rückenentlastende Hilfen bereit, spezielle Stühle oder andere Unterstützungs-angebote zu denen auch Sport und Fitnesskurse gehören, die ergonomisch Entlastung bie-ten. Beim Vorlesen können wir über die iPads auf digitale Bilderbücher zurückgreifen, wo die Schriftgröße variabel einstellbar ist.   
4.4 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung Grundlegend für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen ist, dass wir unsere Ein-richtungen soweit irgend möglich barrierefrei gestalten. Dabei achten wir auf eine behin-dertengerechte Ausstattung für Teammitglieder, aber auch für Kinder. Denn auch Kinder mit Behinderungen dürfen selbständig in unseren Einrichtungen agieren, sollen die Mög-lichkeit haben, sich im Spiegel sehen zu können, das Waschbecken oder die Toilette zu erreichen, Malstifte und ähnliches zu selbständig holen zu können. Weitere  Dasselbe gilt für Teammitglieder mit Behinderungen. Hier gilt grundsätzlich ebenfalls, dass wir individu-ell die bestmögliche Lösung für jedes Teammitglied suchen. Behinderungen sind sehr un-terschiedlich und benötigen vor allem die gemeinsame Planung, sodass ein guter Arbeits-platz geschaffen werden kann. Beratungsleistungen für alle Lebenslagen bieten wir unse-ren Teammitgliedern unternehmensintern an, dazu gehört auch die Unterstützung im Kon-takt und der Zusammenarbeit mit Behörden. Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilungen werden Anpassungen vorgenommen wie beispielsweise mobile Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt, Toilettenhöhen und Tischhöhen entsprechend angepasst, oder es wird ein Evaku-ierungsstuhl für den Brandfall angeschafft. Einrichtungsgegenstände wie z.B. Drucker wer-den so gestellt, dass sie gut zugänglich sind. Darüber hinaus werden je nach Bedarf team-intern z.B. individuelle Pausenzeiten besprochen, Ruhe- und Liegemöglichkeiten geschaf-fen, die nötige Assistenz wird geklärt, entsprechendes Arbeitsmaterial zur Verfügung ge-stellt. Bei Sehbehinderungen schaffen wir zum Beispiel große Bildschirme an oder achten auf geeignetes Licht.      5. Gesundheitsförderung 
Kindergesundheit Gesundheit ist laut WHO ein Idealzustand „völligen körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Wohlbefindens“. Gesundheit umfasst nach diesem Verständnis weit mehr als die Abwesenheit von Krankheiten.  Kindergesundheit ist derzeit ein brisantes Thema. Durch die Einschränkungen im Zuge der Pandemie sind viele Aspekte von Kindergesundheit nicht mehr überall im Blick. Wir achten daher verstärkt darauf, dass Kinder bei uns auch unter Pandemie-Bedingungen einen Schutzraum erfahren, in denen ihr körperliches, geistiges, seelisches und soziales Wohl gewährleistet ist und eine gesunde, ganzheitliche Entwicklung aller Kinder oberste Priorität hat. Bei all den Unsicherheiten und Anforderungen, die kindliches Aufwachsen derzeit prägen, ist die Entwicklung von Resilienz eine der wichtigsten Ressourcen für die Gesundheit im weiteren Lebenslauf. Wir stellen Kindern daher ihren individuellen Fähig-keiten entsprechend vielseitige Anregungen und Entwicklungsmöglichkeiten bereit.   Körperliche Gesundheit bedeutet, sich im eigenen Körper wohl und zuhause zu fühlen: Freude empfinden an dem, was man mit seinem Körper machen kann, an Bewegung, sensorischen Wahrnehmungen, Anstrengung und Entspannung. Das bewusste Wahrneh-men von Empfindungen wie Müdigkeit, Hunger, Durst, aber auch Schmerz, wenn sich ein Kind weh tut, gehören zu einem gesunden Aufwachsen dazu. Gesunde Ernährung, Pflege und Hygiene, Bewegung und ein ausgeglichener Schlaf-Wach-Rhythmus sind Bestandteile der grundlegenden Tagesstruktur unserer Lernwelten. Kinder dürfen alle diese Dinge

8 
partizipativ mitgestalten: Ein Kind muss wissen, wie es sich anfühlt, satt, ohne Durst und ausgeruht zu sein, sich auszutoben und danach zu entspannen. Nur so ist es in der Lage, seine Bedürfnisse eigenständig wahrzunehmen und auf das eigene Wohl zu achten.  Psychische Gesundheit versetzt den Menschen in die Lage, mit den alltäglichen Le-bensbelastungen umgehen und sie gut bewältigen zu können. Bei Kindern bedeutet das, dass sie einerseits die Erfahrung machen dürfen, selbständig zu handeln und sich zu er-proben und andererseits dem jeweiligen Alter und Entwicklungsstand angemessen Unter-stützung und Begleitung finden.   Seelisch gesund kann ein Kind sein, wenn es Rückhalt durch verlässliche Bezugsperso-nen, die Möglichkeit zur Exploration und zum selbstwirksamen Handeln und eine angst-freie Atmosphäre erfährt. Diese Aspekte stellen somit wichtige Grundlagen dar für die Entwicklung von Resilienz und deren Erhalt im weiteren Verlauf des Lebens. Für den Auf-bau dieser Widerstandsfähigkeit achten wir besonders auf eine sichere Bindung zu einer vertrauten Bezugsperson, Selbstwirksamkeitserfahrungen, ein gesundes Selbstwertge-fühl, Selbstvertrauen, die Möglichkeit zur Selbständigkeit und die Stärkung von Durchhal-tevermögen.   Die Erfahrung eines sozialen Miteinanders und kooperative, wertschätzende Beziehun-gen sind ebenfalls eine wichtige Komponente. Konfliktfähigkeit und Empathie sind wich-tige Ressourcen, soziale Teilhabe zu ermöglichen.   All diese Aspekte sind in unserer Pädagogik integriert:  • Sich wohl fühlen: Für emotionale Stabilität und Widerstandsfähigkeit sind besondere Beziehungen und das Gefühl, für jemanden etwas Besonderes zu sein, Voraussetzung. Eine sichere Bindung zu feinfühligen Bezugspersonen ist damit Grundlage für das emo-tionale Wohlbefinden von Kindern. Unsere Fachkräfte werden nach Emmi Pikler weiter-gebildet und dafür sensibilisiert, feinfühlig auf die Bedürfnisse von Kindern einzugehen und die Pflegesituationen so zu gestalten, dass Kinder die volle Aufmerksamkeit der Bezugsperson genießen. Alle Kinder sollen bei uns die Erfahrung machen, angenommen zu sein. Um Gefühle ausdrücken können, brauchen Kinder die Erfahrung, dass ihre Bedürfnisse von anderen wahrgenommen und beantwortet werden.  • Wachsen und entwickeln: Grundlagen für Wachstum und Entwicklung sind neben kör-perlichem und psychischem Wohlbefinden gesunde Ernährung, ein ausgewogenes Ver-hältnis von Aktivität und Ruhe, Kontrolle über den eigenen Körper und ausreichend Explorationsmöglichkeiten, Geschicklichkeit erwerben zu können. Kinder brauchen al-tersentsprechende Herausforderungen und den Freiraum, ausgiebig und eigenständig auszuprobieren und sich zu bewegen. Durch eine anregende, dem Alter und den Be-dürfnissen der Kinder angepasste Raumgestaltung sowie eine Atmosphäre der An-nahme und Ermutigung, dürfen Kinder bei uns eigene Lernerfahrungen machen. • Körpergefühl und Sicherheitsempfinden: Kinder dürfen selbstbestimmt ihren Körper er-fahren. Wir achten auf eine sichere Ausstattung und eine Umgebung, die Erfahrungs-möglichkeiten bietet, ohne zu überfordern. Ohne Druck und Einmischung durch andere haben Kinder bei uns die Gelegenheit, an Bewegungsmaterialien nach Pikler und Hengstenberg selbstbestimmt zu entscheiden, was sie ausprobieren möchten und wel-chen Aufgaben sie sich stellen wollen. So entwickeln sie ein Gefühl für die eigene Si-cherheit und eigene Grenzen. Gleichzeitig dürfen sie sich Dinge zutrauen. In der Gruppe setzen sie sich mit Regeln auseinander, erwerben Wissen über die eigenen Fähigkeiten und sozialen Prozesse. Außerdem erwerben sie beim Spielen und Erproben die Fähig-keit, Hilfe holen zu können, sie lernen „Nein“ zu sagen und ebenso ein Nein von anderen zu akzeptieren. Eigene Grenzen sowie die Grenzen im sozialen Miteinander sind wert-volle Richtlinien für das eigene Vermögen, in sozialen Zusammenhängen wirkungsvoll zu interagieren. • Entscheidungen treffen zum eigenen Wohl: Um eine Wahl treffen zu können müssen Kinder die Möglichkeit haben, den eigenen Körper entdecken und kennen zu lernen,

9 
individuelle Vorlieben zu zeigen und zu wissen, dass diese respektiert und wertge-schätzt werden. Kinder lernen zugleich, dass auch andere Bedürfnisse und Vorlieben haben und diese zu akzeptieren. Wir bieten beispielsweise gesunde Ernährung an, las-sen Kinder selbst Essen schöpfen und ermutigen sie, Neues auszuprobieren. Die Kinder müssen ihren Teller aber nicht leer essen, wenn ihnen etwas nicht schmeckt. So bieten wir Kindern Gelegenheiten und ermöglichen ihnen das Ausprobieren von Neuem in Ver-bindung mit der Freiheit, jederzeit auch wieder eine andere Entscheidung treffen zu können. Unfallprävention Unfälle können immer und überall auftreten: Nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch zuhause, beim Toben und Spielen im Garten oder wo auch immer Kinder sich aufhalten. Für die Vermeidung von Unfällen sind grundsätzlich folgende Voraussetzungen wichtig:  • Gleichgewicht und Koordination motorischer Fähigkeiten • visuelle und akustische Wahrnehmung • Konzentrationsfähigkeit • Reaktionsvermögen • Sozialkompetenz Die Bewegungserziehung nach Emmi Pikler und Elfriede Hengstenberg ist daher ein wich-tiger pädagogischer Schwerpunkt in unseren Lernwelten. Kinder haben in unseren Ein-richtungen die Gelegenheit, die eigenen Fähigkeiten zu erproben und Bewegungsabläufe des eigenen Körpers genau kennen zu lernen.  Einen besonderen Bereich der Unfallprävention stellt die Verkehrserziehung dar:  Um verschiedenen Verkehrssituationen gewachsen zu sein, müssen Kinder nicht nur Ver-kehrsregeln kennen und Schilder verstehen. Für die Bewältigung von komplexen Ver-kehrssituationen sind Fähigkeiten gefragt, die Kinder erst im Laufe Ihrer Entwicklung er-werben:  • Vorausschauendes Denken • flexibles Reagieren auf plötzlich auftretende Reize • die Fokussierung auf einen ganz bestimmten Ausschnitt der sie umgebenden Rea-lität Die psychomotorische Förderung der Kinder zielt daher vor allem auf Bewegung ab, zu-gleich werden aber auch Wahrnehmung, Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit ge-schult: so schaffen Roller, Laufrad & Co. neue Bewegungserfahrungen, z. B. beim Kur-venfahren im Slalomparcours, beim Fahren über Wippen, beim Bewältigen von Steigun-gen und Gefällen im Freien. Auch beim Spielen und Toben im Außenspielbereich der Kita werden Koordination, Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit gefördert. Um all diese Fähigkeiten zu erwerben kann Verkehrserziehung mit Kindern im Kita-Alltag daher nur praktisch, nicht theoretisch durchgeführt werden.   Weitere Bausteine der Verkehrserziehung in unseren Kitas:   Schon früh im Kita-Alltag starten wir mit den Kindern Ausflüge in die nähere Umgebung.  Der nahe gelegene Spielplatz, ein Wochenmarkt oder das angrenzende Naturschutzgebiet – all diese Orte müssen oft durch ein Verkehrsnetz aus Straßen, Ampeln und Zebrastrei-fen erreicht werden. Verhaltensregeln für die Fortbewegung auf Gehwegen und Straßen werden vorher besprochen und gemeinsam eingeübt. Um die Kinder im letzten Kindergartenjahr auf ihre kommende neue Lebenssituation vor-zubereiten, ist es uns außerdem ein Anliegen, die Schulwegsicherheit durch eine Koope-ration mit der Deutschen Verkehrswacht und der Polizei zu unterstützen.  Gewaltprävention Starke und selbstbewusste Kinder sind gut gewappnet gegen aggressive Verhaltenswei-sen und erzwungene Notlagen aller Art. Wir bemühen uns um eine partnerschaftliche

10 
Zusammenarbeit mit den Eltern zur Stärkung und gemeinsamen Begleitung der Kinder, denn beständige, liebevolle Beziehungen sind für den Schutz vor Gewalterfahrung und/oder Gewaltanwendung eine wesentliche Ausgangsbasis. Ein Angebot entwicklungs-gerechter Erfahrungen, klare Regeln in der Interaktion mit anderen und eine Kommuni-kation ohne verletzende Elemente sind zudem wichtige Bestandteile der Gewaltpräven-tion in unseren Kitas. Die Ressourcen, um Gewalterfahrungen und der eigenen Anwen-dung von Gewalt entgegenzuwirken sind  • eigene Bedürfnisse wahrzunehmen, zu spüren und als legitim und berechtigt zu erleben. • Empathie, d.h. die Fähigkeit, die Gefühle anderer wahrzunehmen, zu verstehen und zu beantworten • Impulskontrolle, also der angemessene Umgang mit eigenen Gefühlen und Bedürf-nissen • Frustrationstoleranz und  • die Fähigkeit zu einem angemessenen Spannungsausgleich.   Die eigenen Gefühle zu kennen ist eine wesentliche Voraussetzung für soziale Kompe-tenz. Gefühle sind da und müssen gesehen werden, damit ein angemessener Umgang damit erlernt werden kann. Wer seine Bedürfnisse kennt und weiß was er oder sie will oder nicht will, kann nein sagen. Die Kinder in unseren Einrichtungen lernen im Alltag, z.B. beim Essen, dass ein „Nein“ von ihnen akzeptiert wird und nicht mit Liebesentzug oder Konsequenzen betraft wird.  Vor allem ein gesunder Umgang mit Ärger und Wut, d.h. mit Gefühlen, die Auslöser von Gewalt darstellen können, ist wesentlich. Dafür müssen Kinder lernen, diese Gefühle wahrzunehmen und nach konstruktiven Lösungen zu suchen. Sie können so die Erfah-rung machen „Ich kann Probleme lösen und etwas bewirken“. Dadurch entstehen positive Erfahrungen von Selbstwirksamkeit, die als Muster für die spätere Konfrontation mit Schwierigkeiten dienen können. Der pme Familienservice verfügt über ein umfassendes Schutzkonzept zum Schutz des Kindeswohls, das regelmäßig überprüft und an gesetzliche Änderungen angepasst wird. Nach unserem Verständnis besteht der Schutz des Kindeswohls nicht nur in der Abwen-dung von vorhandenen Gefährdungen, sondern auch in der Prävention. Suchtprävention Wenn Kinder ihre Stärken kennen, wenn sie vertrauen können und selbst Vertrauen er-fahren, fällt es ihnen nicht nur leichter, die Herausforderungen des Lebens zu bewältigen. Sie greifen im späteren Leben auch weniger zu Suchtmitteln. Liebe, Geborgenheit und Si-cherheit sind die Grundpfeiler, die ein Kind braucht, um sich frei und selbstbewusst zu entwickeln. Wenn ein Kind spürt, dass es seinen Bezugspersonen vertrauen kann und es gehört wird, fällt es ihm leichter, sich auch dann geliebt und verstanden zu fühlen, wenn mal etwas schiefläuft.  Ein Risikofaktor für die Entstehung einer Sucht ist der inadäquate Umgang mit den eige-nen Bedürfnissen. Suchtmittelmissbrauch kann einen Fluchtversuch vor einer als unange-nehm empfundenen Realität oder den eigenen, unbefriedigten Bedürfnissen darstellen. Wir legen deshalb Wert darauf, dass Kinder ihren eigenen Körper spüren und erfahren können. Wir stellen Sinnes- und Wahrnehmungsmaterialien sowie Bewegungsmöglichkei-ten zur Verfügung und unterstützen außerdem durch sprachliche Begleitung die bewusste Wahrnehmung der eigenen Gefühle und Bedürfnisse. Ein wichtiger Baustein der Sucht-prävention ist die Ernährung. Wir bieten gesunde Ernährung an, legen dabei aber großen Wert darauf, dass das Kind selbst entscheiden kann, was und wie viel vom angebotenen Essen es zu sich nehmen möchte. So lernt es, seine Bedürfnisse ernst zu nehmen und darauf zu hören, was der eigene Körper braucht. Niemals setzen wir Essen als Belohnung ein oder verweigern den Nachtisch aufgrund eines bestimmten Verhaltens der Kinder. Es-sen darf keine Ersatzbefriedigung darstellen für soziale und/oder emotionale Bedürfnisse.

11 
Es ist für die Prävention gegen Süchte aller Art wesentlich, dass Kinder einen Zugang zu ihren eigenen Gefühlen haben. Dass sie wahrnehmen, was in ihnen vorgeht, aber auch Wege finden, wie diesen Bedürnissen und Gefühlen angemessen begegnet werden kann. Kinder müssen lernen, einen Namen für Ihre Gefühle zu finden: Ich bin traurig. Ich habe Angst. Ich freue mich und bin ausgelassen. Ich bin nachdenklich und brauche Ruhe. Das geschieht, in dem kleine Kinder ihre Gefühle wahrnehmen und einzuordnen lernen. Die Fachkraft kann das Kind dabei unterstützen, indem sie sagt: „Du siehst traurig aus. Wo-ran denkst Du?“, „Du wirkst heute nachdenklich.“ „Heute tobst du viel und wirkst ausge-lassen. Freust Du Dich?“ Durch die Spiegelung des gezeigten Verhaltens und die Frage nach den dahinterliegenden Gefühlen wird das Kind dazu angeregt, über das eigene Empfinden nachzudenken und lernt, damit umzugehen.  Positive Erlebnisse und Lernerfolge, die in der Gemeinschaft mit anderen erlebt und auch gefeiert werden, sind sinnstiftende Erfahrungen, die Kinder dazu ermutigen und befähi-gen, auch spätere Herausforderungen anzugehen und in schwierigen Situationen stand-zuhalten, ohne aus der Situation zu fliehen oder sich betäuben zu wollen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass Kinder auch lernen, mit Enttäuschungen, Konflikten und Misserfolgen umzugehen. Es ist daher auch ein wichtiger Bestandteil einer Suchtprävention, dass Kin-der einschätzbaren Risiken ausgesetzt werden, dass sie sich erproben und dabei Schei-tern dürfen, dass sie sich mit anderen Kindern streiten und nach ein paar Tagen wieder gemeinsam spielen können und dabei die Erfahrung machen: „Auch wenn mal etwas schief geht, werde ich geliebt und akzeptiert. Ich kann es noch einmal versuchen.“  Die Haltung „Ich traue dir etwas zu“, die Erwachsene Kindern entgegenbringen, stärkt das Selbstvertrauen des Kindes. Mit Vertrauen im Rücken kann ein Kind neugierig die Welt entdecken. Deshalb achten wir in unseren Einrichtungen auf die Stärkung der Kin-der, auf die Betonung ihrer Fähigkeiten und Ressourcen und ermutigen sie, selbstbe-stimmt neue Erfahrungen zu machen und im eigenen Tempo und nach eigenem Empfin-den, Herausforderungen anzugehen. Zahngesundheit Eine gesunde Zahnpflege erlernen Kinder mithilfe ihrer Eltern oft schon ab dem ersten Milchzahn. Das regelmäßige Zähneputzen nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen gehört für die meisten Kinder zum familiären Tagesablauf. Unsere Lern-welten unterstützen diese Gesundheitserziehung, indem die Kinder einmal am Tag die Möglichkeit haben, die Zähne zu putzen. Dabei geht eine Fachkraft mit einem oder einer kleinen Gruppe von Kindern ins Bad, um die Hände nach dem Mittagessen zu waschen und die Zähne zu putzen. Jedes Kind putzt sich selbst die Zähne, die Fachkraft putzt al-lerdings sich selbst ebenfalls die Zähne und bietet damit einen starken Anreiz, es ihr gleichzutun. Kinder, die von selbst sicher stehen können, haben die Gelegenheit am Zäh-neputzen bis zum 2. Lebensjahr spielerisch teilzunehmen. Ab dem 2. Lebensjahr putzen die Kinder mit Zahnpasta ihre Zähne, wenn sie das möchten. Wenn Zähneputzen ein täg-liches Ritual geworden ist, dann kann das gewünschte Verhalten zur Gewohnheit und die Gewohnheit zum eigenen Bedürfnis werden.  Zudem nehmen unsere Einrichtungen an Präventionsprogrammen teil, wobei jährlich ein Zahnarzt/ eine Zahnärztin oder ein/e Zahnpfleger/-in zu Besuch kommt, um spielerisch das Thema Zahngesundheit aufzugreifen. Die Kinder erhalten dabei wichtige Informatio-nen über die Funktion der Zähne, warum und wie sie gereinigt werden.  6. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  Unsere Einrichtungen sind ein Teil des Sozialraums und eine zentrale Instanz für Fami-lien. Kindertageseinrichtungen bieten ein Zentrum für kooperative Tätigkeiten an. Sie sind Orte der Begegnung und des Austausches und sind in ihrer Struktur an den Bedürf-nissen der Familien ausgerichtet. Die  Beteiligung an der Gestaltung des Sozialen Mitei-nanders im Sozialraum ist uns ein wichtiges Anliegen. Dabei streben wir eine enge

12 
Zusammenarbeit mit anderen Trägern der öffentlichen und freien Jugendhilfe und weite-rer örtlicher Fachkräfte im medizinischen und pädagogischen Bereich an sowie die Ver-netzung von Angeboten mit örtlichen Vereinen. Damit Übergänge gut gestaltet werden können, fördern wir Austausch und Kontakt zu den örtlichen Grundschulen.  Die Kindertagesstätte wird sich in der örtlichen Kinderbetreuungslandschaft einbringen und z.B. an trägerübergreifenden Leitungsrunden oder Qualifizierungsprogrammen der Sadt teilnehmen. 
6.1 Beispiele unserer Sozialraumorientierung und Kooperationen unserer Einrichtungen Gütersloh Die Einrichtungsleitung, unserer Einrichtung in Gütersloh, ist im Netzwerk der „Frühen Hil-fen“ auf Stadt- und Kreisebene eingebunden und bringt sich dort mit ein.  Unter anderem ist unsere Kitaleitung unserer Einrichtung „IdeenReich“ weitergebildete und qualifizierte (Isef- insoweit erfahren Fachkraft im Bereich Kinderschutz). Sie steht in einem engen Aus-tausch mit der Stadt- und ist auf Kreisebene in unterschiedlichen Netzwerken zum Thema Kinderschutz und Kindeswohlgefährdung aktiv.   3-4 Mal im Jahr treffen sich die Kitaleitungen der Stadt Gütersloh, um sich gemeinsam über personelle oder pädagogische Themen auszutauschen und ggf. auch zu unterstützen.   Durch die Zusammenarbeit mit den Gütersloher Grundschulen konnte bereits ein stabiles, zuverlässiges und vertrauensvolles Netzwerk aufgebaut werden.    In Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Gütersloh haben wir auf Anfrage, ein Fortbil-dungsangebot für pädagogische Fachkräfte entwickelt und erfolgreich zur Verfügung ge-stellt. Mit den Kindern werden dort Veranstaltungen besucht und Medienkisten entliehen.   Unsere Einrichtung „Kita Ideenreich“ hat mit dem Seniorenzentrum „Dr. Murken - Charles-ton Wohn- und Pflegezentrum“, eine Kooperation. Dort finden in Absprache mit der Leitung des Seniorenzentrums gegenseitige Besuche und Angebote statt.  Halle/Westfalen Unsere Einrichtung „Kids World“ in Halle hat seit vielen Jahren eine enge Kooperation mit den umliegenden Grundschulen. Einmal jährlich findet eine gemeinsame Info-Veranstal-tung für Familien statt. Die GrundschulrektorInnen nehmen am internen Elternabend für die Schulanfänger teil.   Die Kita „Kids World nimmt am Stadtteil Projekt "Wir sind dabei" teil. Die Stadt Halle bietet Themen Elternabende in verschiedenen Kitas an. Die Themen und Organisation dieser El-ternabende läuft über die Kitas.   Unter anderem besteht eine enge Kooperation mit einer Kunstpädagogin in der Einrich-tung, die einmal wöchentlich mit den Kindern kreativ ist.   Ochtrup Im Bereich der Qualifikation sowie der Ausbildung von pädagogischen Fachkräften besteht bereits eine Kooperation zwischen unserer Kindertageseinrichtung „Natur(t)raum“ in Och-trup und den naheliegenden Berufsschulen (z.B. Josef Pieper Schule in Rheine, Hildegar-deschule in Münster, Herman- Emanuel Berufskolleg in Steinfurt, Lise Meitner Schule in Ahaus).

13 
Die Kitaleitung steht ebenso in einem regelmäßigen Austausch, mit anderen Kitaleitungen. Die Treffen finden regelmäßig statt, um sich gemeinsam über personelle oder pädagogi-sche Themen auszutauschen und ggf. auch zu unterstützen.   Durch die Zusammenarbeit mit den Grundschulen auch in Ochtrup (z.B. der Marien-schule) konnte bereits ein stabiles, zuverlässiges und vertrauensvolles Netzwerk aufgebaut werden. Gemeinsam wurde die Kooperation zur „Gemüseackerdemie“ auf- und ausge-baut.   7. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft 
Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Familien Familien werden als wesentliche Partner im Bildungs- und Erziehungsprozess geachtet. Sie werden mit ihren individuellen Interessen, Bedürfnissen und besonderen Lebensver-hältnissen ernst genommen. In unseren Kitas werden alle familiären Lebensformen gleichwertig anerkannt und unterstützt. Insbesondere werden die Väter der Kinder wahr-genommen und in die Arbeit der Kita einbezogen.  Bedarfserhebung und Mitwirkung von Familien Jährlich stattfindende Elternbefragungen sollen die Bewertung und Zufriedenheit über die Angebote und die pädagogische Qualität der Einrichtung feststellen. Die Ergebnisse der Erhebungen werden für die Weiterentwicklung des Angebots genutzt. Die Einbindung der Eltern ist uns wichtig: • Kommunikation und Information auf vielen Ebenen (regelmäßige News, E-Mails, Fotos ...) • Jährlich gewählte Elternvertretungen  • Eltern können im Alltag der Einrichtungen mitarbeiten (z. B. Ausflüge, Feiern)  • Nutzung der Kita-Räume für Feiern mit Familie und Freunden Die Global Education bietet verschiedene Veranstaltungen für Eltern:  • Themenbezogene Elternabende nach Bedarf der Eltern  • Informationen z. B. über psychosoziale Dienste, Bildungs-, Kultur- und Freizeitangebote  Entwicklungsbegleitung und Dokumentation: „BeDo“ Die Kitas der Global Education möchten ihre pädagogische Arbeit den Eltern gegenüber veröffentlichen und eine gute Kommunkation und Transparenz herstellen. Dies geschieht durch vielfältige Gespräche bereits bei der Eingewöhnung und in den regelmäßig stattfin-denden Entwicklungsgesprächen. Das Kind wird seinem Entwicklungsstand entsprechend einbezogen. Ziel dieser Gespräche ist, die Sichtweise der Eltern auf die Entwicklung ihres Kindes in die tägliche Arbeit einzubeziehen.  „BeDo“ – die Beobachtungsdokumentation für Eltern und Kind  Mit „BeDo“ haben wir speziell für unsere Kitas ein Beobachtungs- und Dokumentations-instrument für Kinder und Eltern entwickelt. Nach der Beobachtung des Kindes wird beim Erstellen des BeDo- Bogens der Schwerpunkt auf Stärken und Interessen des einzelnen Kindes gelegt. Die Beobachtungen zu allen Entwicklungsbereichen sowie zu speziellen Themen, die das Kind beschäftigen, werden mit zahlreichen Fotos unterlegt.  Zudem wird für jedes Kind ein sogenannter BeDo-Ordner bzw. ein Portfolio angelegt. Hierbei handelt es sich um einen Ordner, in dem neben selbstgemalten Werken des

14 
Kindes auch Themenblätter Platz finden, die gemeinsam mit dem Kind bearbeitet wer-den. Diese werden mit Fotos, die die Kinder selbst auswählen, wörtlichen Zitaten, Ge-schichten über die Kinder und ihr Leben in der Kita und zu Hause bestückt.  Eltern-App Um den Gruppenalltag und das aktuelle Tagesgeschehen transparenter zu gestalten, können die Eltern über unser Dokumentations- und Kommunikationssystem per Eltern-App täglich alle gewünschten Informationen (z.B. beidseitige Kommunikation mit den Betreuern, Krankmeldungen, tägliches Ein-, Auschecken, Schlafzeiten, Essverhalten, Pflege, Tagesgestaltung, Einverständniserklärungen, Urlaubsplanung) direkt auf ihr Smartphone erhalten. Die App ist Android und iOS kompatibel. Beschwerdeverfahren für Kinder und Sorgeberechtigte Die Familien werden bei der Global Education als wesentliche Partner im Bildungs- und Erziehungsprozess geachtet und mit ihren individuellen Interessen, Bedürfnissen und be-sonderen Lebensverhältnissen ernst genommen. Kinder werden hierbei besonders sensibel wahrgenommen. Sie äußern ihre Beschwerden entsprechend ihrem Alter und ihren entwicklungsbedingten Fähigkeiten noch nicht mit Worten, sondern z. B. durch Rückzug, Verweigerung, Aggression. Unser pädagogisches Personal wird hierfür durch geeignete Schulungsmaßnahmen für eine professionelle Wahrnehmung und eine professionelle Responsivität im Umgang mit Kindern sensibili-siert. Durch eine partizipative Grundhaltung und durch unterschiedliche Kommunikationsmög-lichkeiten wie Kinderkonferenzen, Gesprächsrunden oder Einzelgespräche werden den Kindern Möglichkeiten gegeben, ihre Wünsche und Bedürfnisse einzubringen. Hierbei werden auch Unzufriedenheitsäußerungen der Kinder bewusst wahrgenommen und durch das Personal konkretisiert. Gemeinsam mit den Kindern wird dann nach Lösungen ge-sucht.  Im Team wird gemeinsam reflektiert, in welcher Form Beschwerden wahrgenommen wer-den und wie damit umgegangen wird. In Protokollen werden diese dokumentiert und eventuelle Handlungsmaßnahmen festgehalten. Die Sorgeberechtigten erhalten vielfältige Möglichkeiten, Beschwerden einzubringen. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Beschwerden direkt an die Fachkräfte, die Leitung oder auch den Träger zu richten, sei es persönlich oder über den Elternbeirat. In den regelmä-ßig stattfindenden Entwicklungsgesprächen und bei Feedbackrunden an Elternabenden werden die Sorgeberechtigten nach ihrem Befinden in der Einrichtung befragt. Zusätzlich findet einmal im Jahr eine Online-Elternbefragung zur Zufriedenheit statt. Verbesse-rungsvorschläge werden auch hier entgegengenommen und als Anlass gesehen, die Be-ziehung zu den Sorgeberechtigten und die Erziehungspartnerschaft anzupassen und zu verbessern. Die Eltern erfahren u. a. im Anmeldegespräch von der Möglichkeit, Be-schwerden an Fachkräfte, Leitungen oder Träger zu richten.  Zusätzlich bieten wir für unsere Kunden an jedem unserer Standorte eine/n Ansprech-partner/in im Bereich Beschwerdemanagement an. Der/Die jeweilige Ansprechpartner/in erfasst alle relevanten Informationen über den Beschwerdefall und leitet diese zeitnah an den betroffenen Bereich weiter. 24/7h Hotline für Lernwelten Eltern Manchmal kann es im Leben der Familien zu herausfordernden Situationen kommen, in denen die Eltern sich einen Experten an ihrer Seite wünschen, der bei Fragen rund um ihr Kind weiterhilft.  Um die Eltern auch in diesen Themen professionell unterstützen zu können, steht ihnen eine 24/7-Elternberatung zur Verfügung. Wir unterstützen und beraten z.B. bei folgenden Themen: • Trennung

15 
• herausforderndes Verhalten des Kindes • Fragen zum Schlafverhalten oder zur • Sauberkeitsentwicklung  • Stress und Überlastung  • Verlust und Trauer in der Familie  Die Beratung wird von unserem erfahrenen und kompetenten Team aus Elternberatern und Lebenslagen-Coaches durchgeführt. Beratungsgespräche können auch in englischer Sprache geführt werden.  Die Elternhotline steht allen Lernwelten-Eltern rund um die Uhr gebührenfrei zur Verfügung.   8. Organisationskultur und Qualitativ sichernde Maßnahmen 
8.1 Unser Leitbild Die Werte, die uns begleiten  Der pme Familienservice ist führender Dienstleister im deutschsprachigen Raum zum The-menfeld Work-Life-Balance und Diversity. Wir stehen dafür, dass wirtschaftlicher Erfolg von Unternehmen, Erwerbstätigkeit und ein gelingendes privates Leben keine Gegensätze sind, sondern sich positiv wechselseitig bedingen. Hierfür arbeiten wir mit Unternehmen, Politik und Verwaltung zusammen – unsere Produkte reichen von attraktiven Betreuungs- und Beratungsangeboten bis hin zu leistungsfähigen Informationssystemen. Wir wollen auch zukünftig zielgerichtet und zeitnah Dienstleistungen entwickeln, die den veränderten politischen und sozialen Bedingungen entsprechen. Damit möchten wir unsere führende Position behalten und verstärkt im internationalen Rahmen tätig werden.  Im Herzen entstand die Idee, soziale Dienstleistungen in der freien Wirtschaft anzubieten. Heute wird sie rentabel umgesetzt. Wir arbeiten mit Herz und Verstand, um unsere Kunden in emotionalen Bereichen zu unterstützen, ökonomische Potentiale aufzudecken und unser Unternehmen wirtschaftlich zu führen. Wir gehen auf die Wünsche unserer Kunden flexibel ein und finden effektive Lösungen. Von unseren Mitarbeitenden fordern wir Einsatz-bereitschaft auf vielfältige Weise und gehen gleichzeitig mit variablen Möglichkeiten der Work-Life-Balance auf sie ein. Wertschätzung prägt unseren Umgang mit den Kunden, innerhalb unseres Unternehmens und mit den Individuen in der Gesellschaft. Im Gegenzug erwarten wir respektvollen Umgang von unseren Auf-traggebern sowie von unseren Partnern. Wir respektieren Privatleben und Lebensstile des Einzelnen sowie die individuellen Bedürfnisse und Talente der uns anvertrauten Menschen. Wir tragen die Verantwortung, unsere Produkte ständig weiterzuent-wickeln. Damit unterstützen wir die Entwicklung unserer Kunden und unseres Unternehmens. Wir fördern die Menschen und Talente bei uns, bei unseren Kunden und insbesondere bei den uns anvertrauten Kindern. Wir geben unseren Mitarbeitenden die Freiräume und Ver-antwortung zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung. 
Herz und Verstand  leiten uns 
Flexibilität  ist unsere  Stärke 
Respekt  bestimmt  unsere Arbeit 
Weiter- entwicklung  ist unser Anspruch

16 
Von unseren Mitarbeitenden sowie von unseren  Partnern erwarten wir volles Vertrauen und Zuverlässigkeit, weil wir ihnen dies als Un-ternehmen ebenfalls schenken. Gegenüber unseren Kunden fördern wir durch Transparenz und Diskretion die vertrauensvolle Beziehung beider Seiten. Wir leben Vielfältigkeit, denn diese bestimmt unseren Erfolg. Wir res-pektieren Unterschiede und fördern bewusst die Verschiedenartig-keit in unserem Unternehmen. Wir möchten aktiv dazu beitragen, dass Diversity auch in anderen Unternehmen und der Gesellschaft als sinnvoll und förderlich verstanden wird. Gemeinsam wollen wir diese Werte auch in unserem wachsenden Unternehmen und in einer sich verändernden Kultur leben und vertiefen. Wir schaffen professionelle Lösungen im gesamten Bereich der Work-Life-Balance. Wir besitzen die Kompetenz, qualitativ hochwer-tige Konzepte im Bereich Work-Life-Balance und Diversity zu entwi-ckeln, international erprobte Konzepte dem Markt anzupassen und diese einer immer breiter werdenden Öffentlichkeit zugänglich zu machen.   
Vertrauen  ist die Grund- lage unserer  Arbeit 
Vielfältig-keit   leben wir 
Professio- nalität  zeichnet uns aus

17 
8.2 Kita-Management In der Kinderbetreuungseinrichtung Norfolkweg im Stadtteil Gremmendorf werden ent-sprechend den gesetzlichen und kommunalen Bestimmungen täglich bis zu 75 Kinder be-treut werden. Die Personalbemessung erfolgt für alle Gruppen gemäß den Regelungen des Kinderbildungsgesetzes und sieht  qualifizierte pädagogische Fachkräfte sowie eine/n An-erkennungsjahrespraktikant/in oder PIA-Auszubildende/n vor.   Die Leitung der Einrichtung obliegt einer freigestellten, erfahrenen pädagogischen Fach-kraft, die von einer stellvertretenden Einrichtungsleitung aus dem pädagogischen Fach-Team vertreten bzw. unterstützt wird. Zusätzlich wird die Einrichtungsleitung vom Kitama-nagement Münster und Gütersloh, in Bezug auf die finanzielle und organisatorische Ver-waltung der Einrichtung unterstützt. Für fachliche Fragen stehen eine regionale und über-regionale Fachberatung zur Verfügung.   Wir verstehen uns als Lern- und Lehrbetrieb und ermöglichen eine Vielzahl an Praktika sowie berufsbegleitende, pädagogische Ausbildungen. Durch Kooperationen mit Berufs-,Fach-, und Hochschulen bieten wir Auszubildenden und Studierenden einen praxisnahen und offenen Lehrbetrieb, der im Nachgang häufig feste Übernahmen in den pme ermöglicht hat.   Bezüglich der Personalplanung erfüllen wir nicht nur alle gesetzlichen Vorgaben zu Fach- und Ergänzungskräfteschlüsseln, sondern haben das Ziel, dauerhaft einen höheren Betreu-ungsschlüssel anzubieten. Der Abgleich findet mit dem aktuellen Personalstundenrechner des KiBiz statt. Die notwendige Flexibilität in der Personalplanung, insbesondere bei Krank-heitswellen, gewährleisten wir durch Springeranteile im Stammpersonal der Kita gepaart mit einem eigenen flexiblen Pool an Springerkräften, den wir auch im Rahmen der Back-up-Betreuungseinrichtungen vorhalten.   Die Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden ist Grundlage für eine konstant gute Qualität in unseren Einrichtungen. Ein möglichst stabiler Personalschlüssel ist dafür unabdingbar.  Für die Vor- und Zubereitung der Speisen sowie für hauswirtschaftliche Tätigkeiten wird das Kita-Team durch eine Hauswirtschaftskraft in Teilzeit vervollständigt.  
8.3 Personalentwicklung Fortbildung und Qualitätssicherung sind uns wichtig, z.B. durch mindestens 5 Fortbil-dungstage im Jahr pro Vollzeit-Betreuungskraft (Teilzeitkräfte entsprechend anteilig) und ausreichend Vor- und Nachbereitungszeiten. Über unseren eigenen Akademiebereich (pme Akademie) können wir zielgerichtet entsprechend der regionalen Bedarfe hochwertige Fort- und Weiterbildungen anbieten und damit Synergieeffekte nutzen. Gleichzeitig nutzen wir die Fortbildungs- und Studienangebote des Landes NRW und anderer Träger, Fachschulen, Fachhochschulen sowie externer Experten.  In der Einarbeitungszeit ist ein enger Austausch zwischen Leitung/Mentor und neuem Teammitglied vorgesehen. Die Teammitglieder werden kontinuierlich in internen, überre-gionalen Fortbildungsveranstaltungen sowie Fortbildungen von externen Anbietern ge-schult und es finden bundesweite themenspezifische Vernetzungs- und Austauschtreffen – auch per Webinar - statt. Jährliche Mitarbeitergespräche einschließlich Zielvereinbarungen, sind Eckpunkte unserer Personalarbeit, ebenso wie pädagogische Fachberatungen und Teambildungstage.   Ein schriftlicher Einarbeitungsplan ist die Grundlage für die Einarbeitung unserer neuen Teammitglieder. Es wird ein Zeitrahmen für die einzeln zu erlernenden Tätigkeiten gesetzt. In der jeweiligen Gruppe wird die Einarbeitung durch einen Mentor begleitet. Während der

18 
Einarbeitungszeit finden ein Feedbackgespräch sowie ein ausführliches Abschlussgespräch zum Ende der Probezeit statt. 
8.4 Qualitätsmanagement Die Leitung der Einrichtung trägt die Verantwortung für die pädagogische Weiterentwick-lung in der Einrichtung. Gemeinsam mit der von ihr benannten Qualitätsbeauftragten sorgt sie für die Umsetzung der Richtlinien ihres regionalen Bildungsplans, der pme Rahmenkon-zeption, Prozessketten und Standards. Unsere pädagogische Arbeit sichern wir durch ver-schiedene Prozesse der Qualitätssicherung und der Qualitätsentwicklung.  Qualitätssicherung Alle Kinderbetreuungseinrichtungen der pme Familienservice-Gruppe haben bundesweit ein einheitliches Qualitätsmanagementsystem implementiert. Seit 2010 befinden sich alle unsere Einrichtungen in einem Zertifizierungsprozess nach DIN EN ISO 9001:2015. Im Rahmen dieser jährlichen Zertifizierung werden unter anderem die Abläufe in der päda-gogischen Arbeit optimiert und vereinheitlicht, um eine größtmögliche Transparenz für die Kinder, Eltern, Betreuungspersonen und Firmen sicherzustellen. Die Qualität unserer pädagogischen Arbeit überprüfen die Teams und Fachberatungen darüber hinaus konti-nuierlich anhand der Kriterien des Nationalen Kriterienkataloges (NKK) und entwickeln sie daraufhin weiter.  Aufgrund dieses ausgereiften Qualitätsmanagements setzen sich unsere Teammitglieder nahezu „automatisch“ mit permanenten Qualitätsprüfungen auseinander und hinterfra-gen somit fortlaufend ihre eigene Arbeit. Diese Instrumente helfen der Einrichtung und jeder/m Einzelnen, Arbeitsabläufe und pädagogische Ansätze zu hinterfragen, zu optimie-ren und immer wieder neueste Erkenntnisse und Entwicklungen in den Kita-Alltag einflie-ßen zu lassen.  Neue Teammitglieder nehmen bei Arbeitsbeginn an einem Einführungsprogramm teil und werden in die verschiedene Themenbereiche eingearbeitet. Die Mitarbeiterinnen und Mit-arbeiter unserer Kinderbetreuungseinrichtungen werden kontinuierlich in internen, über-regionalen Fortbildungsveranstaltungen geschult und es finden bundesweite Vernet-zungstreffen auf Leitungs- und Mitarbeiterebene statt. Zusätzlich nehmen alle Mitarbeite-rinnen und Mitarbeiter an Fortbildungsveranstaltungen externer Anbieter teil. Mitarbeiter-entwicklung und -gespräche, einschließlich Zielvereinbarungen, sind Eckpunkte der Per-sonalarbeit des pme Familienservice ebenso wie Supervision, Teambildungstage und -events.   Die Zufriedenheit der Eltern wird einmal im Jahr durch eine Online-Elternevaluationen er-hoben. Diese dienen uns neben der ISO-Zertifizierung und der internen Evaluation zu-sätzlich als ständiges Instrument der Qualitätssicherung und –verbesserung. Unser Kinderschutzauftrag Jedes Kind hat gemäß der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf • eine gewaltfreie Erziehung • die Entfaltung seiner Persönlichkeit • staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen • Beteiligung bei Entscheidungen, die es selbst betrifft • Fürsorge • Ernährung • Partizipation • Meinungsäußerung • Schutz vor körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt

19 
Der Schutz dieser Rechte und des Kindeswohls ist Bestandteil des gesetzlichen Erzie-hungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrags von Kindertageseinrichtungen (§ 22 Abs.3 SGB VIII). Unser Schutzkonzept stellt sicher, dass der gesetzliche Auftrag zum Schutz des Kindeswohls von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Global-Education-Ein-richtungen umgesetzt wird. Mit dem Schutzkonzept von Global Education stellen wir sicher, dass Kinder nach §1 Abs. 3 Nr. 3 SGB VIII vor Gefahren für ihr Wohl geschützt werden. Gleichfalls stellen wir damit und mit den hieraus resultierenden innerbetrieblichen Maßnahmen sicher, dass die über-nommenen Verpflichtungen durch die jeweils geschlossenen Vereinbarungen mit den zu-ständigen Ämtern eingehalten werden. Alle Beschäftigten unserer Kindertageseinrichtun-gen sind mit dem Schutzkonzept vertraut und werden im Umgang mit Fragen zum Kin-derschutz kontinuierlich fortgebildet. Jede Einrichtung verfügt über mindestens eine/n in-tern geschulte/n Kinderschutzbeauftragte/n, welche/r in Verdachtsfällen die Teammitglie-der unterstützt und den weiteren Prozess steuert, ggf. gemeinsam mit der Einrichtungs-leitung Kontakt zur insoweit erfahrenen Fachkraft aufnimmt.  Unsere Fachkräfte dokumentieren die Wahrnehmung der Aufgaben und Verpflichtungen aus diesem Schutzkonzept umgehend schriftlich und nachvollziehbar. Diese Dokumenta-tionspflicht erfasst alle Verfahrensschritte und muss bei jedem dieser Schritte mindestens beinhalten:   • Beteiligte Fachkräfte  • Zu beurteilende Situation • Ergebnis der Beurteilung  • Art und Weise der Ermessensausübung (Gefährdungseinschätzung)  • Weitere Entscheidungen  • Definition der Verantwortlichkeiten für den nächsten Schritt • Zeitvorgaben und Überprüfungen  Die pme Familienservice Gruppe hat eigene „insoweit erfahrene Fachkräfte“ zur Erfüllung des § 8b Abs. 1 SGB VIII, welche die bundesweiten Einrichtungen beraten und betreuen. Sie haben die Ausbildung zur IseF mit entsprechender Zertifizierung bei einem anerkann-ten Träger absolviert und verfügen über folgende Qualifikationen:  • Einschlägige Berufsausbildung • Qualifizierung durch nachgewiesene Fortbildung • Praxiserfahrung im Umgang mit Kindeswohlgefährdung und Problemfamilien • Kompetenz zur kollegialen Beratung • Persönliche Eignung (z. B. Belastbarkeit, professionelle Distanz, Urteilsfähigkeit)  Die Überprüfung der persönlichen Eignung gemäß § 72a, SGB VIII betrifft alle Mitarbeite-rinnen und Mitarbeiter, die direkt mit Kindern arbeiten bzw. mit diesen in Kontakt kom-men. Das Schutzkonzept wurde im Sommer 2005 implementiert und wird seither fortlau-fend gemäß den neuesten gesetzlichen Bestimmungen aktualisiert.

20 
 9. Besondere Merkmale/Eignungen 
9.1 Alltagsintegrierte Sprachbildung In unseren Einrichtungen leben wir eine gezielte alltagsintegrierte und durchgängige Sprachbildung, die sich an alle Kinder richtet. In Zusammenarbeit zwischen dem pme Familienservice und der Stiftung Zuhören haben wir ein Konzept geschaffen, das die kindliche Sprachentwicklung auch auf der Ebene der Zuhörkompetenz stärkt. All-tagsintegrierte Sprachbildung bedeutet für uns, den gesamten Alltag sprachlich anregend zu gestalten und Sprache durch einen wertschätzenden, feinfühligen Dialog als wichtiges Kommunikationsmittel erfahrbar zu machen. Kinder können sich in der deutschen, engli-schen wie auch in anderen Sprachen in vielfältiger Weise ausprobieren und mit Sprache experimentieren und erleben sich dadurch selbstwirksam und kompetent.  
9.2 Eltern-App Ein eigens auf unsere Bedürfnisse abgestimmtes digitales Dokumentations- und Kommu-nikationssystem unterstützt uns sowohl in der medienpädagogischen Arbeit mit den Kin-dern (in Form von Fotogalerien, etc.) als auch schwerpunktmäßig in unserer Elternarbeit. Eine Eltern-App (s. Punkt 5, 5.3) bietet den pädagogischen Fachkräften die Möglichkeit, Eltern direkt und persönlich mit Informationen zum Tagesablauf und Wohlergehen ihrer Kinder zu versorgen sowie kurze Kommunikationswege zwischen Eltern und Einrichtung. Eine individuelle Übergabe und das persönliche Gespräch werden hierüber erfolgreich er-gänzt und keinesfalls ersetzt. Zu dem ermöglicht die App, die direkte Dienstplangestaltung, d.h. durch die gebuchten Betreuungszeiten der Eltern, wird vom System ein Zeitraster erstellt, um eine effektive Personaleinsatzplanung vornehmen zu können. Dies verschafft den Erzieher:innen:n mehr Zeit mit dem Kind. 
9.3 24/7h Hotline für Lernwelten Eltern Manchmal kann es im Leben der Familien zu herausfordernden Situationen kommen, in denen die Eltern sich einen Experten an ihrer Seite wünschen, der bei Fragen rund um ihr Kind weiterhilft.  Um die Eltern auch in diesen Themen professionell unterstützen zu können, steht ihnen eine 24/7-Elternberatung zur Verfügung. Wir unterstützen und beraten z.B. bei folgenden Themen: • Trennung  • herausforderndes Verhalten des Kindes • Fragen zum Schlafverhalten oder zur • Sauberkeitsentwicklung  • Stress und Überlastung  • Verlust und Trauer in der Familie  Die Beratung wird von unserem erfahrenen und kompetenten Team aus Elternberatern und Lebenslagen-Coaches durchgeführt. Beratungsgespräche können auch in englischer Sprache geführt werden.  Die Elternhotline steht allen Lernwelten-Eltern rund um die Uhr gebührenfrei zur Verfü-gung.

Anlage A

4623 Zeichen

Anlage A zur V/0014/2023 
Kurzüberblick 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH die 
Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung am Norfolkweg im Stadtteil Gremmendorf zu übertra-
gen. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Der Bundesgesetzgeber hat für den Ausbau von bedarfsgerechten Betreuungsangeboten in 
Deutschland einen gesetzlichen Rechtsanspruch geschaffen. Dieser Rechtsanspruch auf einen 
Betreuungsplatz gilt seit dem 1. August 2013 für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebens-
jahr. 
 
Die Stadt Münster greift die Pflichtaufgabe zum bedarfsgerechten Ausbau der 
Kindertagesbetreuung in der Produktgruppe 0601 „Förderung von Kindern in Tagesbetreuung“ in 
zwei Zielen auf. 
Zum einen ist der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder im Alter von 3 - 6 Jah-
ren sicherzustellen und weiterhin sollen Tagesbetreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder mit 
einer Versorgungsquote von bis zu 50 % ausgebaut werden. 
 
Mit dem Erreichen dieser Werte werden die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden 
Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und 
„Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität mit hohem 
Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft weiterentwickeln“ 
forciert. 
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung der Kindertageseinrichtung am 
Norfolkweg und die anschließende Trägervergabe mit der Vorlage V/0870/2021 beschlossen. 
 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH die 
Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung am Norfolkweg im Stadtteil Gremmendorf zu übertra-
gen. 
 
Mit dem Beschluss über die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung am Norfolkweg wird 
rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger bestimmt, so dass weitere 
Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0601 Förderung von Kindern in Tagesbetreuung 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen Haushaltsplan 2023 enthalten? X Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? X Ja  Nein   
Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) und die übrigen finanziellen Auswirkungen 
wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0870/2021 dargestellt. Die Beträge werden jähr-
lich gemäß § 37 KiBiz fortgeschrieben und im Rahmen der Haushaltsplanungen angepasst. Mit 
dem vorgenannten Beschluss wurde zur Kenntnis genommen, dass eine haushaltsmäßige Belas-
tung der kommenden Jahre noch vor den eigentlichen Etatberatungen für die Jahre 2025ff. erfolgt. 
Der freiwillige, städtische Zuschuss zum Trägeranteil gilt für die Dauer des Betriebs dieser Kita 
durch den in Ziffer 1 der Sachentscheidung benannten Träger.

Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
Gesetzliche Grundlagen: SGB VIII §§ 22 – 26, insbesondere § 24 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen 
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 auf 334.774 Einwohner stei-
gen. Im Bereich der u3 - Kinder wird eine Zunahme von 740 Kindern und im Bereich der ü3 - Kin-
der eine Zunahme von 767 Kindern prognostiziert (V/0549/2021). 
 
Die wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der 
sich Münster stellen muss. 
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil der 
Kitaausbauplanung. 
 
Alle Maßnahmen zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder orientieren sich an der kleinräumi-
gen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf ausgerichtet, eine familienfreundli-
che Stadtentwicklung zu fördern. Dazu tragen insbesondere die bedarfsgerechte Schaffung von 
Plätzen zur Erfüllung des Rechtsanspruchs für ü3-Kinder und der Ausbau von u3-Plätzen bei. 
 
Im Rahmen der unterschiedlichen Arbeitsfelder der Kindertagesbetreuung werden wichtige As-
pekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksich-
tigt und unterstützen eine familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der Ausbau 
von Kindertagesbetreuungsangeboten im Einklang mit der Ausrichtung Münsters als führender 
Wirtschaftsstandort.

Beratungsverlauf (5)

28.02.2023 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 4.5 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
16.03.2023 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 10 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
21.03.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 6.7 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
22.03.2023 Hauptausschuss
TOP 20 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
22.03.2023 Rat
TOP 27 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (11)

  • Sonnenstraße
  • Lippstädter Straße 46
  • Landsberger Straße
  • Norfolkweg
  • Emmy-Herzog-Platz
  • Ermlandweg
  • Friesenring 50
  • Im Drostebusch
  • Hafenstraße 30
  • Langebusch
  • Kinderhaus

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0014/2023
Typ
Vorlagen
Datum
25.01.2023
Erstellt
05.01.2023 15:54