V/0568/2023
Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Norbertschule
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Bewerbung_ Kreisel e.V._OGS-Konzept_Norbertschule
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Pädagogisches Rahmenkonzept als Bewerbung im Interessenbekundungsverfahren für die außerschulischen Angebote der Offenen Ganztagsschulen (OGS) Offene Ganztagsgrundschule im Primarbereich Norbert Grundschule Coerde erstellt und vorgelegt von Rudolf-Diesel-Str. 5, 48282 Emsdetten Telefon: 02572 88260 www.kreisel-emsdetten.de info@kreisel-emsdetten.de August 2023 1 Inhalt TRÄGERDARSTELLUNG UND EINLEITUNG ............................................... 2 1. RAHMENBEDINGUNGEN ......................................................................... 5 1.1 Rechtliche und Strukturelle Grundlagen .......................................................... 5 1.2 Finanzierung .................................................................................................... 5 1.2 Personal ........................................................................................................... 5 1.3 Betreuungszeiten ............................................................................................. 7 1.4 Gruppengröße ................................................................................................. 8 1.5 Versicherungsschutz ........................................................................................ 8 2. SCHULE UND SOZIALRAUM .................................................................... 8 3. LEITGEDANKE ......................................................................................... 10 4. ZIELGRUPPE UND ZIELE ........................................................................ 11 4.1 Zielgruppe ...................................................................................................... 11 4.2 Ziele ............................................................................................................... 11 5. DIE SÄULEN DES PÄDAGOGISCHEN HANDELNS IN DER OGS ......... 13 5.1 Säule OGS - Kinder ..................................................................................... 143 5.2 Säule OGS - Eltern ........................................................................................ 16 5.3 Säule OGS – Schule ...................................................................................... 17 5.4 Säule OGS - außerschulische Kooperationspartner ...................................... 18 6. TAGESSTRUKTUR IM OFFENEN GANZTAG ......................................... 19 6.1 Mittagessen ................................................................................................... 19 6.2 Lernzeiten / Hausaufgabenbetreuung ............................................................ 20 6.3 Nachmittagsangebote .................................................................................... 21 6.4 Ferienbetreuung......………………………………………………………………23 7. KOOPERATION MIT JUGENDHILFE .................................................... 244 8. KINDERSCHUTZ .................................................................................... 245 9. QUALITÄTSENTWICKLUNG ................................................................... 27 9.1 Strukturelle Qualität ....................................................................................... 27 9.2 Inhaltliche Qualität ......................................................................................... 27 9.3 Ergebnisqualität ............................................................................................. 28 2 Trägerdarstellung und Einleitung Der Kreisel e.V. ist ein gemeinnütziger, nach den Bestimmungen des Kinder- und Jugendhil- fegesetzes anerkannter, freier Träger der Jugendhilfe. Der Verein ist weder parteipolitisch noch konfessionell gebunden und Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverban- des. Zwei hauptamtliche Vorstände verantworten die Geschäfte und Bereiche des Kreisel e.V., welcher aktuell 300 Mitarbeiter:innen beschäftigt. Im Jahr 1987 gründete sich der Kreisel e.V. aus einer Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende und bietet bis heute in Emsdetten als Kontakt- und Beratungsstelle für Mütter, Väter und Kinder in unterschiedlichen Familienformen in folgenden Bereichen gemäß des SGB VIII Be- ratung und Unterstützung an: § 16 I (allgemeine Förderung der Erziehung), § 17 I (paarstabilisierende Beratung bei Part- nerschaftskonflikten), § 17 II (Trennung– und Scheidungsberatung), §§ 18 I, 18 III (Beratung bei Sorgerechts- und Umgangsfragen) sowie seit 2006 Begleitung in familiengerichtlichen Verfahren gemäß SGB VIII § 50 in Delegation der Jugendämter der Stadt Emsdetten und des Kreises Steinfurt. Beginnend im Jahr 2005 etablierte sich ein weiteres Aufgabenfeld und stellt heute den größ- ten Fachbereich des Kreisel e.V. dar - die Offene Ganztagsbetreuung. Inzwischen ist der Kreisel e.V. für die Sicherstellung der Betreuung der Kinder an vier Grundschulen in Emsdet- ten, nämlich an der Johannesschule, der Schule Hollingen , der Emmanue l-von-Ketteler Schule und der Josefschule, sowie der Grundschule Wolbeck-Nord, der Melanchthon-Grund- schule in Münster-Coerde und der Kardinal-von-Galen Grundschule in Münster-Handorf, so- wie ebenfalls ab August 2022 an der Gangolf-Grundschule und der Wichern-Grundschule in Nordwalde verantwortlich. Ein neues und innovatives Konzept bietet die Flexible Betreuung an der Paul-Gerhard-Schule in Mettingen, wo die ehemalige OGS und Bis-Mittag-Betreuung zusammengeführt wurden. An der Josefschule, der Emmanuel-von-Ketteler Schule und der Grundschule Wolbeck-Nord sowie in Handorf bieten wir zusätzlich zur OGS auch die Bis- Mittag-Betreuung an. Darüber hinaus ist der Kreisel e.V. seit 2006 Träger der Offenen Ganztagsbetreuung im För- derschulbereich – aktuell an der Peter-Pan-Förderschule in Rheine mit den Dependancen Emsdetten und Dörenthe mit dem Förderschwerpunkt Sprachentwicklun g, an der Michael- Ende-Schule in Borghorst und Lengerich mit dem Förderschwerpunkt der emotionalen und sozialen Entwicklung sowie an der Grüterschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen an den Standorten Rheine und Mettingen. Im Jahr 2012 konnte der Kreisel e.V. eine Erweiterung seines Tätigkeitsfeldes mit der Beauf- tragung durch das Kreisjugendamt Steinfurt für Vereinsvormundschaften verzeichnen. 3 Seit 2013 gewährleistet der Kreisel e.V. an der Käthe-Kollwitz Realschule in Emsdetten die inklusive Übermittagsbetreuung für Schüler:innen mit und ohne Förderbedarf im Sekund- arbereich. Ebenfalls seit 2013 ist er zudem als Träger für die Offene Kinder- und Jugendarbeit in Emsdetten zuständig und somit für das Jugendzentrum „Treffpunkt 13drei“ verantwortlich. Seit 2021 übernimmt der Kreisel e.V. die Trägerschaft für Schulbegleitungen an der Melan- chthonschule in Münster. Durch die Tätigkeitserweiterung an der Melanchthonschule erge- ben sich sehr viele Synergieeffekte für die Kinder wie für die Mitarbeiter:innen. Den Mitarbei- ter:innen können mehr Stunden bis hin zu Vollzeitbeschäftigung angeboten werden , womit eine langfristige Bindung möglich wird. Durch den stabilen Mitarbeiter:innenstamm erleben die Kinder die Betreu ungspersonen beständig, was die Beziehungsarbeit und die kindliche Entwicklung fördert. Das Motto des Kreisel e.V. lautet „Stabilität durch Bewegung“. Das meint, dass sich das Leben ständig in Veränderung befindet und Lebensphasen bewältigt werden müssen, wodurch zuweilen auch Krisen verursacht werden können. Wir verstehen Herausforderungen als Entwicklungsaufgabe und als Chance. Nicht das starre Festhalten an alten Mustern, son- dern vielmehr das Einlassen auf Veränderung und die kontinuierliche Bewegung ermöglichen eine gesunde Stabilität. Der Kreisel e.V. lebt als Organisation aktiv dieses Motto, was anhand der oben aufgezeigten Entwicklung des Vereins deutlich wird. Unser Selbstverständnis - Stabilität durch Bewegung - hat wesentlich zu unserem Erfolg be- züglich der Offenen Ganztagsbetr euung beigetragen. Der Ausbau von offenen Ganztags- grundschulen ist ein landesweites sozialpolitisches Bestreben mit hohen Innovationsansprü- chen, das auf die konzeptionell organisierte Zusammenarbeit von Eltern, Kindern, Schule, Jugendhilfe, Kultur und Sport setzt. Da bisher noch keine landesweit einheitlichen Qualitäts- standards erlassen wurden bzw. zwischen den unterschiedlichen an der Bildung, Erziehung, Förderung und Betreuung beteiligten Professionen existieren , ist dieses Vorhaben auf die Bereitschaft zum Dialog angewiesen. Im Bewusstsein um diese Ausgangslage ist der Kreisel e.V. als Träger von offenen Ganztagsgrundschulen bestrebt, mit allen Betei ligten auf eine gelingende Kooperation, Präzisierung und Fortschreibung der pädagogischen Ganztagskon- zeption hinzuwirken. Die offene Ganztagsgrundschule stellt sich den Herausforderungen der sich wandelnden Le- benswelt, bietet einen verlässlichen Ort und einen regelmäßigen Tagesablauf. Sie trägt mit ihren Angeboten dazu bei, dass die individuelle ganzheitliche Bildung der Kinder und Ju- gendlichen, die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, der Selbst- und Sozialkompetenzen, ihrer, Talente, Fertigkeiten und ihr Wissenserwerb systematisch gestärkt werden. 4 Die Offene Ganztagsbetreuung steht für bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, erleichterte Rückkehr von Frauen in den Beruf, Minderung sozialer Probleme in Familie und Schule, Erziehungspartnerschaft mit Eltern/Erziehungsberechtigten, Unterstützung von Familien in anspruchsvollen Lebenssituationen, Förderung der Demokratiefähigkeit der Schüler:i nnen durch das Grundprinzip der Partizipation, Teilhabe der Kinder an Bildung und Förderangeboten, Teilhabe der Kinder an kulturellen, musischen, sportiven und gemeinwohlorientierten Angeboten, Akzeptanz und Wertschätzung kultureller und persönlicher Diversitäten. Die Gesellschaft ist gekennzeichnet von einem stetigen Wandel, welcher eine permanente Anpassung der Rahmenbedingungen zur Bewältigung des Alltags für Familien, Lebensge- meinschaften, Sorgeberechtigte und Kinder erfordert. Die aktuellen konzeptionellen Rah- menbedingungen der Offenen Ganztagsbetreuung des Kreisel e.V. werden im ersten Kapitel dargelegt. Im zweiten Kapitel wird der Leitgedanke, der unserer Arbeit im Kontext der Offenen Ganz- tagsbetreuung zugrunde liegt, kurz erläutert. Das dritte Kapitel benennt die Ziele, um dann darauffolgend im vierten Kapitel unser pädagogisches Handeln darzulegen. Das Kapitel fünf beschäftigt sich mit der Tagesstruktur im Offenen Ganztag. Die letzten beiden Kapitel zeigen auf, wie der Kreisel e.V. seine Verantwortung in Bezug auf Kooperation mit der Jugendhilfe und Qualitätsmanagement wahrnimmt. 5 1. Rahmenbedingungen 1.1 Rechtliche und Strukturelle Grundlagen Die rechtliche und strukturelle Grundlage des Konzepts richtet sich nach dem Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 16.02.2018 / Erlass 12-63 Nr. 2 „Gebun- dene und Offene Ganztagsschulen sowie außerunterrichtlicher Ganztags- und Betreuungs- angebote im Primar - und Sekundarstufe I“ und den Qualität sstandards der Offenen Ganz- tagsschule in Münster . Diese Ausrichtung beinhaltet bereits alle relevanten rechtlichen Grundlagen sowohl des SchulG, des KJFöG, als auch des SGB VIII. Wir verpflichten uns, alle dort genannten Rahmenbedingungen zu beachten und die Verbesserung der Bildungs- qualität, den Ausbau der individuellen Förderung, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die konstruktive Kooperation mit Schule und außerschulischen Partnern zu verfolgen. 1.2 Finanzierung Raum-, Sach-, Overhead- und Personalkosten werden zu 100 % durch den Schulträger fi- nanziert. Der Kreisel e.V. schließt mit den Eltern der am offenen Ganztagsbetrieb t eilneh- menden Kinder eine Betreuungsvereinbarung ab, woraufhin die Elternbeiträge durch den Schulträger Stadt Münster erhoben werden. Die Entscheidung über die Aufnahme in das Angebot trifft die Schule in Absprache mit dem Schulträger sowie dem OGS-Träger. 1.2 Personal Der Kreisel e.V. gewährleistet, Personal nur nach den im Leistungsverzeichnis benannten Bedingungen der Stadt Münster einzustellen. D as hauptamtliche Personal ist pädagogisch qualifiziert und hat für die Funktion der Koordination eine Berufsausbildung als Sozialpäda- gog:in oder vergleichbar und für die Stelle der Gruppenleitung eine Berufsausbildung min- destens als staatlich anerkannte:r Erzieher:in oder vergleichbar. Für die Norbert Grundschule, mit derzeit 198 Kindern in den Offenen Ganztagsgruppen, ist der/die Koordinator:in für die Verwaltung und Teamleitung mit 34,43 Wochenstunden einge- plant und von der Gruppenarbeit freigestellt. Für die 7 OGS-Gruppen wird je eine Gruppen- leitung mit 21 Wochenstunden eingesetzt, wobei der Stundenumfang für die Durchführung 6 einer eigenen Ferienbetreuung an der Norbert Grundschule und/oder bei Bedarf für eine Randzeitbetreuung erhöht werden kann. Pro Gruppe ist eine weitere pädagogische Unterstützungskraft mit 20,5 Wochenstunden vor- gesehen. Darüber hinaus wird angebotsentsprechendes Personal wie z.B. Honorarkräfte, Praktikant:innen und Studierende adäquat einge plant. Der Kreisel e.V. achtet verantwor- tungsbewusst darauf, dass Praktikant:innen und Honorarkräfte eine adäquate Anleitung und Struktur erfahren, damit sie fachlich geschult werden und gleichzeitig einen persönlichen Mehrwert für sich selbst erfahren können. Die für die Ganztagsbetreuung zur Verfügung stehenden Lehrkräfte werden sinnvoll hinsicht- lich ihrer Qualifizierung in außerunterrichtlichen Angeboten und in Absprache mit der Schul- leitung eingesetzt. Diese können die Begleitung der Lernzeit, Durchführung einer gesonder- ten Förderung von Kindern oder die Durchführung von besonderen Angeboten aus dem Be- reich Musik, Sport, Kreativität oder Naturwissenschaften einschließen. Die Fachaufsicht wird inhaltlich und strukturell dur ch unsere Führungskräfte in Form einer Fachbereichsleitung gewährleistet. Diese steht in einem permanenten Austausch mit der Ko- ordination der OGS und zur Schulleitung der Schule. Darüber hinaus steht sie als erste An- sprechperson für den Schulträger zur Ver fügung und unterrichtet regelmäßig den Vorstand des Kreisel e.V. bezüglich des Sachstands und der Bedarfe. Das Personal legt vor Aufnahme seiner Tätigkeit ein erweitertes Führungszeugnis (gem. § 30a Absatz 1 Bundeszentralregistergesetz) sowie einen Impfnachweis über einen vollstän- digen Masernschutz vor. Im Übrigen gilt § 72 a SGB VIII. Außerdem wird das Personal vor erstmaliger Aufnahme seiner Tätigkeit und anschließend mindestens im Abstand von zwei Jahren über die gesundheitlichen Anforderungen und Mitwirkungspflichten nach § 34 Infek- tionsschutzgesetz beziehungsweise bei Personal im Küchen und Mensen Bereich nach §§ 43 und 44 Infektionsschutzgesetz belehrt. Für den Fall von längeren Krankheitsausfällen des Personals organisiert der Träger frühest- möglich eine entsprechende Vertretung, um die Betreuung sicher zu stellen. Da der Kreisel e.V. auch an der Melanchthonschule tätig ist, welche in unmittelbarer Nähe liegt, ist eine Vertretungslösung zwischen den beiden Ganztagsbetreuungen vorgesehen. Für Mitarbeiter:innen in der offenen Ganztagsgrundschule sind arbeitsfeldspezifische Fort - und Weiterbildungen vorgesehen und werden durch den Träger im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten systematisch gefördert. Zudem sind Synergieeffekte durch fachlichen Aus- tausch zwischen dem Personal an der Melanchthonschule und der Norbert Grundschule zu erwarten, da die kollegiale Beratung zwischen den Teams im gleichen Sozialraum zu einer professionellen Reflexion, einer professionellen Weiterentwicklung und einem Austausch an 7 Erfahrungswissen beiträgt. Darüber hinaus erfreut sich der Kreisel e.V. über eine langjährige und multiprofessionelle Mitarbeiterschaft, die sich standortübergreifend vernetzt. Im Hinblick auf die Gewinnung und Bindung von Fachkräften engagiert sich der Kreisel e.V. durch seine Tätigkeit im Sozialraum Coerde bereits in der „Fachkräfte Offensive Coerde“. Zudem gelingt es an der Melanchthonschule durch die Verzahnung von Stellen Mitarbei- ter:innen attraktive Vollzeitstellenangebote anzubieten, was zu einer geringeren Fluktuation im Personal und einem konstanten Team führt. Eine Umsetzung dieser Strategie ist ebenfalls an der Norbert Grundschule geplant. Des weiterem verfügt der Träger über Erfahrung im Tätigkeitsfeld Schulbegleitung. Hier kann an der Norbert Grundschule in diesem Bereich auf konzeptionelle Ausarbeitungen, Fortbildungen, Strukturen und Erfahrungswissen zurückge- griffen werden. Außerdem stehen mehrere interne Antiaggressions- und Coolnesstrainer zur Verfügung, um die Standortteams im Konfliktumgang zu schulen und bei der Erstellung von Konflikthand- lungsplänen zu unterstützen. 1.3 Betreuungszeiten Der Zeitrahmen offener Ganztagsschulen im Primarbereich (§ 9 Absatz 3 SchulG) erstreckt sich in der Regel an allen Unterrichtstagen bis 16 Uhr, mindestens aber bis 15 Uhr. Durch eine Randzeitenbetreuung besteht die Möglichkeit, die Betreuungszeit bis 17 Uhr zu verlän- gern. Auch eine Frühbetreuung ist grundsätzlich möglich. Der Zeitrahmen in außerunterricht- lichen Ganztags- und Betreuungsangeboten (§ 9 Absatz 2 SchulG) orientiert sich an den jeweiligen Bildungs -, Erziehungs - und Betreuungsbedarfen. Mit der Anmeldung und Auf- nahme besteht für das Kind somit eine Teilnahmepflicht, die sich in der Regel über fünf Wo- chentage bis mindestens 15.00 Uhr erstreckt. An beweglichen Ferientagen und Fortbildungstagen ist die Betreuung ab 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr bzw. bis 17:00 Uhr gewährleistet. Der Kreisel e.V. bietet in seinen Einrichtungen für Schüler:innen eine Ferienbetreuung an mindestens 6 Ferienwochen im Schuljahr an. Für außerschulische Bildungsangebote, Therapien und Förderangebote oder außerordentli- che familiäre Ereignisse können die Schüler:innen nach Absprache mit der Schulleitung und Koordination freigestellt werden. Die Beantragung von regelmäßigen und einmaligen Aus- nahmen erfolgt schriftlich mit Hilfe eines Antragsformulars, welches durch Schulleitung und Koordination geprüft und genehmigt wird . Der explizite Verfahrensweg bezüglich einer 8 Freistellungsbeantragung durch die Eltern/Sorgeberechtigten ist gemeinsam zwischen Schulleitung und Koordination zu entwickeln. 1.4 Gruppengröße Eine Gruppe umfasst 25 Schüler:innen, die bevorzugt im teiloffenen Konzept betreut werden. Hierbei existiert eine feste Gruppenbindung, welche wir für die Norbert Grundschule zwecks Orientierung und Strukturierung für zielführend halten. Gleichwohl kann die Angebotsstruktur in der Regel gruppenübergreifend gestaltet werden. Passend zu den Angeboten werden ho- mogene oder gemischte Kleingruppen in Bezug auf Alter und Geschlecht gebildet. Die kon- krete Ausgestaltung wird schulscharf gemeinsam mit den Akteuren vor O rt vorgenommen und adäquat angepasst. 1.5 Versicherungsschutz Der Versicherungsschutz richtet sich nach dem Runderlass „Offene Ganztagsschule im Pri- marbereich“ des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 26.01.2006 in der derzeiti- gen Fassung. Die außerunterrichtlichen Angebote im Rahmen der OGS gelten als schulische Veranstaltungen. 2 Schule und Sozialraum Die Norbert Grundschule liegt im Stadtteil Münster-Coerde nördlich des Stadtzentrums. So- ziodemografisch ist der Stadtteil städtisch geprägt und ein typischer Nachkriegs-Wohnvorort von Münster. Die OGS der Norbert Grundschule besteht z. Zt. aus 198 Kindern, dazu besuchen etwa 40 Kinder die Bis-Mittag-Betreuung. Der Ausbau zur 3 -Zügigkeit ist beschlossen, der Erweite- rungsbau hat bereits begonnen. Vor Ort arbeiten bereits viele Akteure am gemeinsamen Gelingen des außerschulischen Bil- dungsauftrags zusammen, so bestehen Kooperationen mit den Sportvereinen vor Ort sowie anderen Bildungsträgern. Diese Vernetzung soll nicht nur aufrechterhalten werden, sondern wird bei Übernahme der Trägerschaft durch den Kreisel e.V. weiter intensiviert. 9 An der Durchführung und Weiterentwicklung des außerunterrichtlichen Ganztagsangebotes sind verschiedene Kooperationspartner beteiligt, um eine differenzierte Angebotspalette zu schaffen. Die OGS unterstützt die Öffnung von Schule zum Sozialraum und den dort tätigen Akteuren und erschließt ein Netzwerk der Zusammenarbeit mit Vereinen und Personen. Wir streben Kooperationen mit Allgemeinen Musikschulen, Kunstpädagogen, Entspannungs- pädagogen, Jugendverbänden (freiwillige Feuerwehr, DRK, Pfadfinder etc.) und Einrichtun- gen im Sozialraum (Museen, Bücherei) an. Nach § 1 Abs. 3 SGB VIII zielen diese Angebote effizienter, entwicklungsförderlicher Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen darauf hin, für die Kinder und ihre Familien eine positive Lebenswelt zu schaffen und notwendige und geeignete Hilfen zu installieren. In regelmäßigen Netzwerktreffen zwischen OGS und den außerschulischen Kooperations- partnern werden Zielrichtung, Qualität und Effizienz entwickelt und überprüft. Dazu gehört die gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung, die miteinander abgestimmte Durchfüh- rung und Auswertung der Angebote, die ressourcenorientierte Zusammenarbeit und Klärung von Zuständigkeiten und Verantwortung, die Rhythmisierung der Zusamm enarbeit und die gemeinsame Qualitätssicherung und -entwicklung. Selbstverständlich nehmen Vertreter des Kreisel e.V. hierzu an allen relevanten Arbeitskreisen regelmäßig teil. Aufgrund der engen Verzahnung von Kreisel, OGS und Schule und den damit verbundenen Themenfeldern ist eine enge Kooperation mit den Beratungsstellen und sozialen Institutionen vor Ort unerlässlich. Gemeinsam mit den Gremien der Stadt und den Akteuren vor Ort wer- den aktuelle Entwicklungen und Bedarfslagen besprochen und Lösungen erarbeitet. Dazu nutzen wir als langjährig erfahrener Träger der Kinder- und Jugendhilfe im Kreis Steinfurt die vorhandenen Strukturen. Synergieeffekte entstehen durch die anderen OGS-Trägerschaften in Münster, z. B. Melan- chthon Grundschule in Coerde, welche bereits durch den Kreisel e.V. betrieben werden. Da der Kreisel e.V. bereits im Sozialraum tätig ist, kann auf die vorhandenen Strukturen und Netzwerke zurückgegriffen werden, was zu einer Bindung von Kooperationspartner:innen und einer Erweiterung des Angebots führt. Beispiele hierfür wären die Kooperation mit dem Sportbund „Offene Turnhalle“, das Projekt „Coerde in Bewegung“ und Angebote wie Kindery- oga, Boxen, Backen, Trommeln, Klettern, Schach und Tanzen. Zudem ist die gemeinsame Nutzung eines Angebots für heiltherapeutisches Reiten auf Gut Kinderhaus denkbar. Die Integration der Kinder mit internationalem Hintergrund steht für die Arbeit des Kreisel e.V. im Vordergrund. Dabei schöpfen wir aus dem Know-how unserer langjährigen eigenen Pro- jekte für Geflüchtete, die wir seit 2015 und nun aus aktuellem Anlass neu adaptiert im Rah- men der Ukrainehilfe anbieten. 10 Das multikulturelle Arbeiten wird unter anderem auch in der Diversität des kulturellen und sprachlichen Hintergrunds der Mitarbeiter:innen deutlich, welche bereits bei der Personalak- quise und Profildefinition für Bewerber:innen entsprechend berücksichtigt wird. 3 Leitgedanke Der Kreisel e. V. möchte eine Verknüpfung von Bildung, Erziehung und Betreuung schaffen, wobei sich das Kind im Zentrum des Handelns befindet. Davon ausgehend entwickelt das Team in der Praxis eine Pädagogik, die vom Kinde ausgeht. Diese wird nicht als starre, un- veränderliche Theorie verstanden, sondern in einer fortlaufenden Auseinan dersetzung mit den Bedürfnissen der Kinder hinterfragt, weiterentwickelt und überprüft . Jedes Kind bringt eine eigene Geschichte mit . Indem das Team signalisiert: „Wir akzeptieren dich so wie du bist.“, hat das Kind die besten Voraussetzungen für eine positive Entwicklung. Das Kind wird nicht im Blick auf eine Normvorstellung, sondern als Individuum mit eigenen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen verstanden. Ein positives und ressourcenorientiertes Menschenbild prägt dabei die Haltung der Mitarbeiter:innen. Das bedeutet einen Ansatz, der die Trennung von der Person und seiner Handlung voraussetzt. Die wertschätzende Akzeptanz einer Per- son unabhängig von Herkunft, Religion und Weltanschauung oder von sozialen und kogniti- ven Hintergründen öffnet Ressourcen und Kompetenzen. Dementsprechend stellt Inklusion für uns ein Selbstverständnis dar – wir verstehen unsere Verantwortung darin, Rahmenbe- dingungen für eine würdevolle und der Menschen- und Kinderrechtskonvention entsprechen- den Lebenswelt zu erarbeiten. Wir sind davon überzeugt, dass pädagogische Arbeit nur dann mit dieser Haltung möglich ist, wenn die damit verbundenen Werte für die Beschäftigten innerhalb der Einrichtung erleb- bar sind – die Organisationskultur also kongruent zur erklärten pädagogischen Haltung 11 wahrgenommen wird. Unser Ziel ist es, nicht nur Kindern einen positiven Lebensraum zu schaffen, in dem sie sich wertgeschätzt, akzeptiert und gefördert fühlen, sondern auch unse- ren Mitarbeiter:innen eine „berufliche Heimat“ zu ermöglichen. Unser Selbstverständnis - Sta- bilität durch Bewegung - hat wesentlich zum Erfolg unserer pädagogischen Arbeit beigetra- gen. Dieser ist insbesondere durch Partizipation von Mitarbeiter:innen erfolgt und gleichzeitig durch deren Befähigung, aufgrund von organisierten Entscheidungsprozessen, eine ange- messene Mitwirkung der Kinder zu unterstützen. Dies setzt eine gesunde Fehlerfreundlich- keit voraus, wonach Fehler vor allem als wichtige Evaluationsimpulse und Qualitätsentwick- lung verstanden werden. 4 Zielgruppe und Ziele 4.1 Zielgruppe Das Angebot der offenen Ganztagsgrundschule richtet sich an Grundschüler:innen der Klas- sen 1 bis 4. Voraussetzung ist, dass die Kinder durch die Eltern verbindlich angemeldet wer- den und der zu zahlende Beitrag (einkommensgestaffelt) geleistet wird. Unter Einbeziehung von gezielten Unterstützungsangeboten und zusätzlichen Ressourcen wird selbstverständlich auch die OGS-Teilnahme von Kindern mit individuellen Förderbedar- fen begrüßt. 4.2 Ziele Die Kinder erhalten in der offenen Ganztagsgrundschule auf der Grundlage einer ganzheitli- chen Erziehung und den pädagogischen Leitsätzen des Schulprogramms die Möglichkeit, an einer erweiterten Form von Förderung und Betreuung über den regulären Unterrichtsrahmen hinaus teilzunehmen. Die grundsätzlichen Leitziele der OGS des Kreisel e.V. definieren sich wie folgt: • Erweiterung von musischen, sportiven , kreativen u nd lebenspraktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten • Ermöglichung von mehr Zeit für Bildung und Erziehung, individuelle Förderung, Spiel- und Freizeitgestaltung sowie eine bessere Rhythmisierung des Schultages und der Lernzeiten 12 • Gewährleistung eines umfassenden Angebotes, das sich partizipativ an den jeweiligen Bedarfen der Kinder und Eltern orientiert und die informelle Bildung fördert • Förderung der Demokratiefähigkeit der Schüler:innen durch das Grundprinzip der Par- tizipation • Unterstützung für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf • Unterstützung der Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung • Förderung der Akzeptanz und Wertschätzung kultureller Diversitäten • Förderung der Integration von Kindern und Familien mit Migrationshintergrund inklu- sive der Sprachbildung in der deutschen Sprache • Schaffung einer wertschätzenden und ressourcenorientierten Lebenswelt für alle Kin- der – unabhängig von ihrem sozialen und geograf ischen Hintergrund und von ihren körperlichen, seelischen und kognitiven Ressourcen • Förderung des sozialen Lernens und der informellen Bildung • Ermöglichung und Förderung der Kooperation von Schule und Kinder- und Jugendhilfe (Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW), um positive Synergieef- fekte konstruktiv und effektiv nutzbar zu machen. Zentral bei der Förderung der Persönlichkeitsentwicklung ist das Bestreben, die Eigenver- antwortung und Selbstorganisation der Kinder anzuregen, so dass sie durch die Erfahrung von Selbstwirksamkeit zu ganzheitlich kompetenten Lernenden heranwachsen. 13 5 Die Säulen des pädagogischen Handelns in der OGS Folgende Aspekte stellen die Säulen unseres pädagogischen Handelns dar: • Gestaltung des Alltags im Austausch zwischen OGS und Kindern, • Erzieherische Zusammenarbeit zwischen OGS und Eltern, • Ergänzung des Bildungsauftrags im Austausch zwischen der OGS und Schule, • Zusammenarbeit zwischen der OGS und außerschulischen Kooperations- partner:innen Diese Säulen gestalten und entwickeln in dynamischen Prozessen das pädagogische Han- deln der OGS und beruhen auf systemisch wechselseitige Beziehungen, die durch partizi- pierende Prinzipien genutzt werden. Zum Aufbau einer tragfähigen Identifikation mit der offenen Ganztagsgrundschule ist eine wertschätzende Beachtung und Einbeziehung der Ideen und Initiativen der Eltern, Lehrer:in- nen, sowie insbesondere der zu betreuenden Kinder wichtig. Der Grundsatz der Partizipation ist bereits in der Phase der Konzeptentwicklung berück- sichtigt und wird in der Begleitung und Evaluation des Ganztagsbetriebes konsequent wei- tergeführt. Die zustande kommenden Erfahrungen und Ergebnisse der Beteiligung, Mitwir- kung und Zusammenarbeit sind für den Prozess der Entwicklung und Fortschreibung der offenen Ganztagsgrundschule, besonders für die inhaltliche und methodische Gestaltung, von besonderer Bedeutung. In dieser Perspektive heißt Kooperation: • gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung • miteinander abgestimmte Durchführung und Auswertung • ressourcenorientierte Zusammenarbeit und Klärung von Zuständigkeiten und Verant- wortung • Rhythmisierung der Zusammenarbeit • gemeinsame Qualitätssicherung und -entwicklung. Das Zusammenwirken der Beteiligten bedarf einer Beteiligungsstruktur, die geprägt ist von einem kontinuierlichen Austausch aller Akteure und der Bereitschaft zur Weiterentwicklung. Diese Struktur wird anhand der genannten Säulen des pädagogischen Handelns im Folgen- den dargelegt. 14 5.1 Säule OGS - Kinder In der OGS des Kreisel e.V. gilt das Prinzip der Bildungs - und Erziehungspartnerschaft, in der die Kinder die OGS als Ort der Partizipation erleben. Sie lernen in haltgebenden und entwicklungsförderlichen Strukturen demokratische Mitbestimmung, die dem Alter angemes- sen sind. Sie gestalten aktiv den Alltag mit, übernehmen adäquate Aufgaben und Verantwor- tungsbereiche und entwickeln in verschiedenen Beteiligungsformen Ideen und Lösungen. Die Schüler:innen können zum einen ihre Kompetenz zur Selbststeuerung entsprechend ih- ren Möglichkeiten entwickeln, zum anderen erfahren sie die Gleichwertigkeit aller Kinder. Hierzu werden entsprechende Beteiligungsformen genutzt. Die Kinder bestimmen zum Bei- spiel die Gestaltung des Gruppenraumes mit, sie bringen eigene Ideen ein und wirken an deren Umsetzung mit. Ebenso liefern Projekte oder neue Anschaffungen zusätzliche Anlässe dafür, die Kinder aktiv und mitentscheidend einzubeziehen. Die Kinderkonferenz, der Schülerrat oder das Kinderparlament bietet Kindern einen verläss- lichen Rahmen, innerhalb dessen sie dauerhaft und regelmäßig eingeladen sind, an der Ge- staltung des Offenen Ganztages mitzuwirken. Als Träger des offenen Ganztages an der Förderschule für Sprache des Kreises Steinfurt Peter Pan mit den Standorten Rheine, Emsdetten und Dörenthe entwickelte der Kreisel e.V. das Konzept der sprachfördernden Grundhaltung für die Mitarbeiter:innen. Ausgehend von einer entsprechenden Körperhaltung und Aufmerksamkeit über die Untermalung der Konversation mit Gesten hin zu Empathie und Toleranz bei Sprachunsicherheiten und der Überprüfung eigener Sprachgewohnheiten reicht dieses Schulungsprogramm und wird zu einer inneren Haltung der Mitarbeiter. Diese Grundhaltungen findet sich in den vielfältigen Angeboten zur Sprachförderung am Nachmittag wieder, Sprachförderung findet somit durchgängig im Alltag statt. Beispielhaft sind hier die Angebote Bücherei AG, Lesepaten, Kindersprechtag, Theater AG und Chor erwähnt. Die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund ist dem Kreisel e.V. seit jeher ein besonderes Anliegen. Nicht nur verfügen wir aufgrund unserer langjährigen Erfahrung als Anbieter von Maßnahme n für Geflüchtete in Emsdetten über eine entsprechende Kompetenz, sondern achten bereits bei der Auswahl der Mitarbeiter auf eine entsprechende interkulturelle Kompetenz, die durch Schulungen kontinuierlich erweitert wird. Darüber hinaus werden bei entsprechendem Bedarf passgenaue Sprachförderangebote über den Honorartopf angeboten. Die Mitarbeiter der OGS sind hier in enger Vernetzung mit dem Vormittag, wir bieten in unseren Ferienprogrammen Deutsch als Zweitsprache (DAZ) an. 15 Dabei liegt der Fokus auf Inte gration unter Beachtung der eigenen kulturellen Identität . Unterschiedliche Feste und ihre Hintergründe finden im Rahmen überkonfessioneller Bildung im Alltag der OGS Beachtung. Eine wesentliche Grundlage der Integration ist die Überwindung von Sprachbarrieren und der Kontakt zu anderen Kindern. Daher erachten wir es als sinnvoll, Geflüchteten Kindern bei der Schulanmeldung grundsätzlich einen Platz in der OGS zu vergeben. Somit ist gewährleistet, dass sie schnell Kontakte knüpfen und mit der deutschen Sprache vertraut werden. Die Eltern werden mit Unterstützung von Mitarbeitern und Ehrenamtlichen möglichst in ihrer Heimatsprache über den Alltag der OGS informiert und in vielfältige Aktivitäten miteingebunden. Dabei unterstützen wir Projekte, in denen eine K ultur z.B. über eine Koch AG vorgestellt wird. Schon bei der Auswahl der Mitarbeiter:innen achten wir auf interkulturelle Kompetenzen und ermutigen Mitarbeiter:innen mit internationalem Hintergrund gezielt, Angebote für die Schulkinder zu entwickeln und anzubieten. Hierbei profitieren wir von der Erfahrung unserer Mitarbeiter:innen im interkulturellen Austausch, zum Beispiel entstehen Synergien wie 2021 bei der Gedenkwoche unseres Jugendtreffs 13drei in Emsdetten, bei der es um Aktivitäten des NS-Regimes vor der eigenen Haustür ging. Die Ausstellung, die uns vom Zentrum Yad Vashem in Israel zur Verfügung gestellt wurde, ist für alle Altersgruppen geeignet und verbleibt in unserem Eigentum. Hieraus speisten sich eine Vielzahl von Workshops zum jüdischen Leben und Kultur, wie z.B. jüdisches Essen oder jüdische Mode, die auch in der OGS eingesetzt werden können. Unsere Mitarbeiter verstehen Inklusion tatsächlich als eine grundlegende innere Haltung, was sie in die Lage versetzt, dies den Kindern aktiv vorzuleben. Dabei fokussieren sie nicht auf die Defizite, sondern auf die besonderen Stärken dieser Kinder und etablieren aktiv Spielpartnerschaften mit anderen Kindern. Die Mitarbeiter verfügen über eine grundsätzlich systemische und wertschätzende Haltung den Kindern gegenüber. Als Methode sei beispielhaft die Durchführung der AG „Starke Mädels“ erwähnt, die Durchführung von Coolness-Trainings durch unser eigenes Team von AAT- Trainer:innen. Der Einsatz von Belohnungs - und Verstärkersystemen ist den Mitarbeitern aus der Arbeit im Kontext der Sozialen und emotionalen Förderung als fundiertes Mittel geläufig. Durch Fortbildung, Supervision und Intervision entwickeln wir ständig den „Methodenkoffer“ unserer Mitarbeiter weiter. Der Einsatz von ausgrenzenden Maßnahmen wird nur als letztes Mittel und auch nur kurz - bis mittelfristig erfolgen. Wenn es zum Ausschluss aufgrund von schwi erigem Verhalten kommt, finden begleitend, häufig gemeinsam mit den Lehrkräften, Ausschluss - und 16 Wiederkehrgespräche statt. Der Fokus liegt hier immer in der Deeskalation und Wiedergutmachung, nicht in der Strafe. 5.2 Säule OGS - Eltern Im Rahmen der gem einsamen Verantwortung nimmt die Zusammenarbeit von Elternhaus und OGS einen hohen Stellenwert ein. Die Grundlage dieser Zusammenarbeit bildet der Betreuungsvertrag, in dem die koopera- tive Zusammenarbeit, die pädagogischen Maßnahmen und die grundsätzlichen Rahmenbe- dingungen formuliert sind. Durch einen regelmäßigen Kommunikationsfluss gestaltet sich eine Bildungs - und Er- ziehungspartnerschaft mit den Eltern, die eine Mitgestaltung des Offenen Ganztags und gleichzeitig den Blick auf das Kind fördert. Zudem herrscht ein regelmäßiger Kommunikationsfluss zwischen den Mitarbeiter:innen und den Eltern über vereinfachte Informationssysteme, wie zum Beispiel einem Hausaufgaben- heft, regelmäßigen Elternbriefen oder einer Programmvorschau. Im Alltag kann nied- rigschwellig die Abholphase zum Austausch mit den Eltern genutzt werden. Dies dient der Kontaktpflege und der eher alltäglichen I nformationen hinsichtlich des Tagesverlaufs oder hinsichtlich situativer Besonderheiten. Am Nachmittag sind die Fachkräfte in der Regel tele- fonisch erreichbar. Darüber hinaus sind weitere Unterstützungsangebote vorgesehen, wie individuelle Elternge- spräche - gerne auch in Kooperation mit Schule und anderweitigen Institutionen, Sprechzei- ten oder Elternsprechtage. Diese lösungsorientierten Kommunikationsformen unterstützen Eltern dabei, eine optimale Förderung für ihre Kinder zu gestalten. Werden von den Eltern weitergehende Einzel- oder Familiengespräche außerhalb des schulischen und betreuenden Kontextes gewünscht, ver- mittelt das Personal der OGS den Kontakt zu entsprechenden Angeboten der Jugendhilfe und Jugendarbeit, Dies geschieht selbstverständlich unter Berücksichtigung des Datenschut- zes. Somit werden niedrigschwellige Zugänge zu Hilfen für Familien in den Fragen und Her- ausforderungen der Erziehung gewährleistet und eine konstruktive Erziehungspartnerschaft gelebt. Die Fachkräfte der offenen Ganztagsgrundschulen gestalten mehrmals im Schuljahr gemein- same Freizeitaktivitäten für Kinder und Eltern, die unter besonderen Mottos stehen. Der Träger erschließt für Eltern und Sorgeberechtigte weitere Angebote, z. B.: Wochenendaktion 17 an der Schule für Familien, damit auch stark eingespannte berufstätige Eltern die Möglichkeit für Spiel, Spaß, Gespräche, Kontakte und ggf. Unterstützung erfahren: Freizeitaktionen, wie das OGS-Sommerfest, der Kreisel - Kinderkulturtag oder das Familienpicknick) Veranstaltungen und Vorträge zu Themen wie Erziehung / Lernen / Familie / Partner- schaft Hinweise auf Veranstaltungen anderer Jugendhilfeträger und Jugendverbände oder Vereine Elterncafés, bei denen die Wünsche, Fragen und Vorschläge der Eltern erfragt wer- den und die Möglichkeit zum Austausch mit den Fachkräften vor Ort und an deren Eltern gegeben ist. Der Kreisel e.V. installiert eine Elternvertretung für die Gruppen eines jeden Standortes , worauf unter anderem im folgenden Punkt näher eingegangen wird. 5.3 Säule OGS – Schule Die OGS als integrierter Bestandteil von Schule bietet erweiterte Möglichkeiten, alle Dimensionen der Förderung und des Unterrichts durch eine Verknüpfung mit außerschulischen Angeboten zu vertiefen und zu bereichern. Ein verantwortliches Zusammenwirken im Rahmen der gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsarbeit und somit ein kontinuierlicher Austausch zwischen den Lehrkräften und dem pädagogischen Personal der OGS verstehen wir als selbstverständlich. Wir fördern und pflegen gemeinsame Wertehaltungen, wir integrieren Erfahrungen, Rituale, Methoden und Vereinbarungen aus dem Klassen- und Schulleben in die OGS und wir knüpfen an dem im Unterricht Erlerntem an. Hierzu werden den Fachkräften der OGS das Schulprogramm, die Lehrpläne und Unterrichtshilfen sowie ggf. vorhandene weitere Materialien zur Verfügung gestellt. Ein persönlicher und kollegialer Austausch zwischen OGS und Schule findet auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Foren statt: Die OGS Koordinator:in tauscht sich täglich mit der Schulleitung und der Verwaltung aus . Außerdem nimmt die OGS Koordinator:in oder eine Gruppenleitung in der Regel an Schul-, Lehrer- und Fachkonferenzen sowie bei Bedarf an Fallbesprechungen sowie an Elternsprechtagen teil. Regelmäßig stattfindende Treffen von Lehrkräften und den Gruppenleitungen der OGS dienen dem Austausch in fachlichen, organisatorischen und individuellen Fragen. Die Möglichkeit zur gegenseitigen Hospitation des Schulunterrichts und des OGS -Alltags ist wechselseitig gegeben. Lehrkräfte der Schule beteiligen sich ebenso an der Gestaltung des 18 Ganztags, beispielsweise durch eine Beratung bei der Organisation und Durchführung von Förderangeboten, durch das Anbieten von AG‘s sowie durch die Begleitung der Lernzeit. Mindestens einmal pro Jahr findet ein Gespräch zwischen dem Vorstand des Kreisel e.V. und der Schulleitung statt. Es besteht eine schulinterne Elternvertretung für die Gruppen der offenen Ganztagsgrund- schule. Bei Bedarf können als weitere Mitglieder die Schulleitung und die Leitung des Trägers teilnehmen. Der konkrete Zuständigkeits- und Aufgabenkatalog für die Elternvertretung wird zwischen der jeweiligen Elternvertretung und dem Träger abgestimmt. Für eine solche Kooperation sind wechselseitige Beteiligungs - und Mitwirkungsformen not- wendig, die schulintern zu verabreden sind. 5.4 Säule OGS - außerschulische Kooperationspartner An der Durchführung und Weiterentwicklung des außerunterrichtlichen Ganztagsangebotes sind verschiedene Kooperationspartner beteiligt, um eine differenzierte Angebotspalette zu schaffen. Die OGS unterstützt die Öffnung von Schule zum Sozialraum und den dort tätigen Akteuren und erschließt ein Netzwerk der Zusammenarbeit mit Vereinen und Personen. Die bisher schon bewährten Kooperationen innerhalb des Sozialraums, möchten wir gerne weiterfortführen und ausbauen. In regelmäßigen Netzwerktreffen zwischen OGS und den außerschulischen Kooperations- partnern werden Zielri chtung, Qualität und Effizienz entwickelt und überprüft. Dazu gehört die gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung, die miteinander abgestimmte Durchfüh- rung und Auswertung der Angebote, die ressourcenorientierte Zusammenarbeit und Klärung von Zuständigkeiten und Verantwortung, die Rhythmisierung der Zusammenarbeit und die gemeinsame Qualitätssicherung und -entwicklung. Kooperationspartner sind im Allgemeinen Sportvereine, Musikschulen, Kunstpädagogen, Entspannungspädagogen, Jugendverbände (freiwillige Feuerwehr, DRK, Pfadfinder etc.) und städtische Einrichtungen (Museen, Bücherei). Nach § 1 Abs. 3 SGB VIII zielen diese Angebote effizienter, entwicklungsförderlicher Hilfs - und Unterstützungsmaßnahmen darauf hin, für die Kinder und ihre Familien eine positive Lebenswelt zu schaffen und notwendige und geeignete Hilfen zu installieren. 19 6. Tagesstruktur im Offenen Ganztag Für die Entwicklung der außerunterrichtlichen Angebote werden aus Sicht des Trägers vier grundsätzliche Kriterien vorausgesetzt: • Die Angebote sind standortbezogen und sozialraumorientiert. • Die unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder werden bei der Planung der An- gebote berücksichtigt. • Die Verlässlichkeit bzw. Kontinuität bei der inhaltlichen und zeitlichen Gestaltung ist gesichert. • Der Einsatz von qualifiziertem Personal ist gewährleistet. Die Angebote im Rahmen der Ganztagsgrundschule basieren auf ein em breiten Aufgaben- verständnis. In gebundenen und ungebundenen Angeboten können Schülerinnen und Schü- ler umfangreiche Erfahrungen sammeln, vielfältige Kompetenzen erwerben und lernen, ihre Freizeit sinnerfüllt zu gestalten. Somit weisen die Angebote über das Spektrum curricular definierter Unterrichtsziele hinaus. So kommen in Arbeitsgemeinschaften allgemeine Kompetenzen zur Lebensbewältigung zum Tragen, ebenso werden spezielle Neigungen und Interessen entwickelt. Bei der Zusammenstellung der Angebote ist zu berücksichtigen, dass die Kinder im Ganztag auch didaktisch-methodisch unstrukturierte Gelegenheiten benötigen. Dort können sie nach Belieben einzeln oder mit Freunden entspannen, sprechen und spielen. Sie verarbeiten Ein- drücke und schöpfen Energie. Den Schülerinnen und Schülern stehen in diesen Freispiel- phasen anregende Materialen zur Verfügung, so dass sie sich ihr Wissen u nd Können in einem Prozess der Selbstbildung aneignen. Die konkreten Angebote in der offenen Ganztagsgrundschule setzen sich aus drei Grunde- lementen zusammen, nämlich aus dem Mittagessen, den Lernzeiten / Hausaufgabenbetreu- ung und den Nachmittagsangeboten. 6.1 Mittagessen Vor dem Mittagessen findet eine Gruppenbesprechung statt. Die Gruppenbesprechung dient dazu, die Gemeinschaft zu stärken und aktuelle Anliegen der Gruppe zu klären. Des Weiteren wird der Tagesablauf besprochen, ggf. Gruppenkonflikte thematisiert und mögli- che Wünsche der Kinder eingebracht. Das Mittagessen wird von einem Essensanbieter angeliefert und entspricht den Grundsätzen einer ausgewogenen und kindgerechte n Ernährung. Spezielle 20 Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder einzuhaltende Diäten und kulturelle Besonderheiten können von den Eltern bzw. Sorgeberechtigten mit den Fachkräften der offenen Ganztags- grundschule abgestimmt werden. Die Kinder werden an den Aufgaben beteiligt, die im Zu- sammenhang mit dem Mittagessen entstehen, z.B. Speiseplanerstellung, Tischdecken und –abräumen. Die Kosten für die Eltern liegen aktuell zwischen 3,20 - 3,50 Euro pro Essen. Die Kinder nehmen ihr Mittagessen in ihrer jeweiligen festen OGS-Gruppe ein. Somit wird eine angenehme Atmosphäre geschaffen, in der die Kinder Zeit zum Erzählen haben und eine angemessene Tischkultur entwickeln können. Feste Absprachen und Regeln während des Mittagessens ermöglichen es den Kindern, Ei- genverantwortung und Selbstständigkeit zu erlernen und soziales Lernen in der Gruppe zu üben. 6.2 Lernzeiten / Hausaufgabenbetreuung Während der sich anschließenden Lernzeit werden die Kinder in kleinen Gruppen durch un- sere Mitarbeiter:innen, Lehrkräfte oder Honorarkräfte bei der Erledigung der Hausaufgaben begleitet und bei Bedarf individuell unterstützt (Lernzeit). Die Kinder erledigen ihre Hausauf- gaben in einem dafür vorgesehenen Raum in der Regel selbständig. Für Fragen stehen die OGS-Mitarbeiter:innen ggfs. auch die Lehrer:innen zur Verfügung. Das Personal achtet auf: • eine selbstständige Arbeitshaltung • die Förderung und Forderung der einzelnen Kinder • eine ruhige Arbeitsatmosphäre • die Einhaltung von Arbeitstechniken und Lernstrukturen Besonderes Augenmerk legen wir auf Selbstständigkeit und selbstorganisiertes Lernen. Das bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihre Aufgaben 21 übernehmen. Sie lernen ihre Arbeitsmaterialien zu organisieren, sie strukturieren die ihnen zur Verfügung stehende Zeit und sie nutzen unterschiedliche Lernquellen. Das Fachperso- nal, die Lehrkräfte und andere Beauftragte stehen den Kindern beratend bei diesem Lern- prozess zur Verfügung. Grundvoraussetzung für ein solches Lernarrangement ist die Akzeptanz der Verantwortungs- teilung auf die beteiligten Personengruppen. Auch die Eltern müssen in ihrer Verantwortung am Lernprozess beteiligt und informiert werden. Zwischen denen am Lernprozess Beteiligten herrscht Transparenz bezüglich der Verantwortungsteilung. Um dies zu gewährleisten und zu unterstützen wird das Hausaufgabenheft als Kommunikationsmittel zwischen Eltern, Lehr- kräften und Personal genutzt. Hier schreiben die Kinder täglich ihre Hausaufgaben auf und die Fachkräfte geben ein Feedback über die Arbeitsweise der Schüler und Stand der Erledi- gung der Aufgaben. Selbstorganisiertes Lernen ist ein Prozess, der es Schülerinnen und Schülern schrittweise ermöglicht, selbstständig und selbstverantwortlich zu lernen und zu arbeiten. Bei besonde- rem Forder- oder Förderbedarf von Kindern wird Kontakt zum Lehrpersonal, Eltern und ge- gebenenfalls gemeinsam zu anderen Institutionen gesucht. 6.3 Nachmittagsangebote Die differenzierte inhaltliche und methodische Ausgestaltung der Angebote wird unter Einbe- ziehung der Wünsche und Vorstellungen von Kindern, Eltern und Lehrkräften geplant. Aus dem Bereich der Methoden werden solche verstärkt eingesetzt, die die Eigenaktivität und Experimentierfreudigkeit der Kinder fördern und gruppenbezogenes Lernen unterstüt- zen. Bevorzugt sind somit Projektarbeit, Werkstattarbeit und soziale Gruppenarbeit. Durch- geführt werden sie von unserem Personal, aber auch von Honorarkräften und von qualifizier- ten Kräften aus Vereinen. 22 Grundsätzlich gilt, dass die Angebotspalette einerseits den Erwerb von Fähigkeiten, Wissen und Kompetenzen ermöglicht und zudem Modelle für das außerschulische Freizeitverhalten aufzeigt. Andererseits müssen die Besonderheiten der Ganztagsstruktur berücksichtigt wer- den und Rückzugsmöglichkeiten bestehen. Der Kreisel e.V. hält eine Angebotspalette in seinem Programm für die offene Ganztags- grundschule vor, die folgende Themenbereiche umfasst: • Kreativangebote, Konstruktionsangebote • Musische bzw. theaterpädagogische Angebote • Bewegung, Spiel und Sport • Psychomotorik, kompensatorischer Sport • Strategie- und Denkspiele • Entspannungsangebote • begabungs- und interessensgeleitete Angebote • Forder- und Förderangebote • Gruppennachmittage • und vieles mehr Wie bereits beschrieben ist es dem Träger wichtig, dass die außerunterrichtlichen Angebote im Sozialraum verankert werden. Der Kreisel e.V. bemüht sich um konstruktive Kooperatio- nen in der Nachbarschaft und im Stadtgebiet. Um möglichst in allen Bereichen Angebote vorzuhalten, werden die Wochenpläne ca. halbjährlich nach den individuellen Wünschen und Interessen der Kinder und der sozialräumlichen Bedingungen angepasst. 23 6.4 Ferienbetreuung Während der Ferien bietet der Kreisel e.V. den Kindern eine sechswöchige Ferienbetreuung in den Räumen der OGS an. Die Ferienbetreuung kann direkt in der OGS wochenweise ge- bucht werden. Für OGS Kinder entstehen keine zusätzlichen Kosten. Gerne dürfen sich auch Kinder der Schule anmelden, die keinen OGS Vertrag haben. Der Elternbeitrag kann auf den Kinderseiten der Stadt Münster eingesehen werden und wird durch den Träger eingesam- melt. Jede Ferienwoche hat ihr eigenes Motto. Die Mottos sind so gewählt, dass die Kinder auf möglichst vielen unterschiedlichen Ebenen, wie z.B. sportlich, kreativ, musikalisch, theater- pädagogisch einen Zugang zu dem jeweiligen Thema finden. Ein fester Bestandteil der Feri- enwochen sind Ausflüge. So können Kinder ihren Sozialraum erkunden und auch Erfahrun- gen außerhalb des Sozialraumes machen. Themen können z.B. sein: Jahreszeitliche Angebote, Olympiaden, Wasserwelten, Wir erkun- den den Wald, Wir entdecken den Bauernhof oder künstlerische Arbeiten für die Schulge- meinschaft. Der Kreisel e.V. führte bereits die Ferienbetreuung für die Norbert Grundschule in Kooperation mit der Ganztagsbetreuung der Melanchthonschule durch und kann daher auf die vorhandenen Strukturen der Kooperation zurückgreifen. Eine weitere gemeinsame Feri- enbetreuung für die Kinder der Norbert Grundschule und der Melanchthonschule ist ange- strebt. 24 7. Kooperation mit Jugendhilfe Die Konzeptentwicklung der offenen Ganztagsgrundschule setzt auf die Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe. Aus dieser Zusammenarbeit erwachsen besondere Chancen für eine qualitativ angemessene Betreuung und Förderung von Kindern. Die Kooperation verbindet zwei fachliche Perspektiven - die der Schulpädagogik und die der Sozialpädagogik. So kann die Jugendhilfe in die offene Ganztagsgrundschule bewährte und praxiserprobte Qualitätsmodule einbringen. Diese sind unter anderem • Erfahrungen mit individueller Stärkung von Kindern • Erfahrungen mit Interaktions- und Kommunikationsansätzen zur Stärkung des sozia- len Verhaltens • Erfahrungen mit familienorientierter Beratung und Unterstützungen bis hin zu Hilfen zur Erziehung • Kooperation mit dem Jugendamt als Steuerungsorgan beim Aufbau kommunaler Bil- dungslandschaften • Kooperation mit dem Jugendamt als Vernetzungsinstanz für informelle Bildungspro- zesse • Kooperation mit dem Jugendamt als Steuerung der Hilfen zur Erziehung. Der Träger Kreisel e.V. setzt sich ein, diese Elemente in die konkrete Arbeit an den Schulen einfließen zu lassen, um die wertvollen Ressourcen zu nutzen. So engagiert er sich verläss- lich in relevanten Facharbeitskreisen, Trägerkonferenzen, Fachtagungen sowie in regionalen und landesweiten Qualitätszirkeln und Arbeitsgruppen. 25 8. Kinderschutz Im Kreisel e.V. herrscht absolute Einigkeit bei allen Beteiligten, dass ein funktionierender Kinder- und Jugendschutz ein Grundbaustein der Organisation ist, auf dem alle weiteren An- gebote basieren. Daher trifft der Träger aktiv Maßnahmen, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen, auch und besonders in Bezug auf sexualisierte Gewalt, in seinen Einrichtun- gen kontinuierlich zu optimieren. Wir erstellen und führen als Träger mit allen Abteilungen ein Schutzkonzept unter Beteiligung aller releva nten Nutzer:innengruppen, Mitarbeiter:in- nen und weiteren Akteuren. Im Kontext Schule wird in enger Zusammenarbeit zwischen dem Vor- und Nachmittag ein gemeinsames schulspezifisches Konzept erarbeitet, welches von einer stetigen Entwicklung und Anpassung geprägt ist. Es bildet die Ethik der Mitar- beiter:innen, wie auch die Haltung des Trägers und der Schule in der Sicherung des Kindes- wohles ab. Ebenso erachten wir eine hohe Transparenz bezüglich des Kinderschutzkonzeptes im Innen und im Außen für sehr wichtig, da dadurch zum einem Handlungssicherheit geschaffen und zum anderen Prävention betrieben wird. Die Fachbereichsleitungen und OGS-Koordinator:innen üben auf der Basis einer professio- nellen Zusammenarbeit mit den Fachkräften vor Ort die Fachberatung und Fachaufsicht in allen Teilsystemen des Unternehmens aus. Sie bemühen sich um ein vertrauensvolles Ver- hältnis zu den Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen, um auch für diese als Ansprech- personen zur Verfügung zu stehen. Sie halten vor dem Hintergrund eines systemischen Grundverständnisses Kontakt zum Helfersystem und kommunizieren regelmäßig mit rele- vanten Nutzergruppen. In unserer Einrichtung ist ein lebendiges Beschwerdewesen gewünscht. Wir nehmen Be- schwerden ernst und können somit sich anbahnende Schwierigkeiten frühzeitig identifizieren. In allen Bereichen des Kreisel e.V. sind Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen. Es gilt, ein tragfähiges System zu schaffen, dass diesen Schutz gewährleistet, aber auch auf Meldungen eingehen und diese einschätzen kann, wenn diese Abweichungen und Gefährdungen des Schutzes aufzeigen. Diese Grundlage für die Betreuung der Kinder - und Jugendlichen bildet das Leitbild des Trägers und ist ebenso Grundlage für die Achtung des Kindeswohls aller betreuten Kinder- und Jugendlichen. Der Sicherstellung des Schutzes unserer Kinder und Jugendlichen kommt in unserer Einrichtung also eine hohe Bedeutung zu. Wir nutzen dezidierte, nachhaltig wirksame und strukturell gesicherte Instrumente, um den Kinderschutz sicherzustellen. 26 Hierzu hat der Kreisel e.V. unter anderem Kooperationsvereinbarungen nach § 8a mit den Kommunen geschlossen. Der Träger stellt durch geeignete eigene Maßnahmen sicher, dass alle seine Fachkräfte über gewichtige Anhaltspunkte für das mögliche Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung unterrichtet sind. Darüber hinaus werden für die Arbeitsfelder eigene Handlungsempfehlungen mit spezifi- schen Indikatoren zur Wahrnehmung gewichtiger Anhaltspunkte im Sinne eines Schutzkon- zeptes entwickelt. Der Kreisel e.V. beschäftigt aktuell 23 Kinderschutzfachkräfte und för- dert kontinuierlich die Ausbildung weiterer insoweit erfahrener Fachkräfte. Aufgabe dieser Kinderschutzfachkräfte ist es, nach § 8a Abs. 4 SGB VIII die einzelnen Einrichtungen und Teams bei der Gefährdungseinschätzung zu beraten. Der Vorstand des Kreisel e.V. gewährleistet, dass die Kinderschutzfachkraft in Ausübung ihrer besonderen Tätigkeit frei und unabhängig agieren kann, losgelöst aus der eigentlichen Trägerhierarchie. Über die Vorhaltung von Kinderschutzfachkräften hinaus, ist für den Kreisel e.V. der präven- tive Ansatz von hoher Bedeutung. Demzufolge haben wir massiv in Zusatzausbildungen der Beschäftigten auch im Bereich Antiaggressivitäts- und Coolnesstraining investiert. Durch deren Multiplikationsauftrag wird eine Sensibilisierung der Erwachsenen und der Kinder in Bezug auf eine ausgewogene Balance zwischen Nähe und Distanz gefördert. Auch das Ent- wickeln von Konflikthandlungsplänen ist damit fundiert sichergestellt, was allen Beteiligten hohe Handlungssicherheit bietet. Ebenso verstehen wir unseren Schwerpunkt auf Partizipation der Kinder und Jugendlichen im Sinne von Selbstwirksamkeit als präventive Arbeit. Das Sensibilisieren und Schaffen von Angeboten in Bezug auf Kinderrechte gemäß der EU-Konvention dient ebenfalls der Präven- tion und somit dem Kinderschutz. Abschließend sei ausdrücklich betont, dass der Vorstand und der Aufsichtsrat des Kreisel e.V. das Schutzkonzept, welches im Rahmen des LWL- geförderten Projekts „Schutzraum Kreisel e.V.“ entstanden ist, als strategisch fundierten Kinderschutz mit Verankerung in der Organisationskultur verstanden und gelebt wissen will. Die Darstellung nach Außen dient somit weniger der Performance, sondern explizit der Transparenz und demzufolge des Schutzes der Kinder und Jugendlichen sowie der Organisation als solche. 27 9. Qualitätsentwicklung Der Kreisel e.V. legt großen Wert auf eine prozesshafte Qualitätsentwicklung. Wir unterschei- den in Struktur-, Inhalt- und Ergebnisqualität. 9.1 Strukturelle Qualität Die strukturelle Qualität wird mittels de r Leistungsvereinbarung gemeinsam mit dem Schul- träger geregelt und ist bereits unter den Punkten Finanzierung, Personal, Räume/Ausstat- tung, Betreuungszeiten, Gruppengröße und Versicherungssch utz beschrieben. An dieser Stelle sei lediglich der Verweis zu den entsprechenden Punkten gestattet. 9.2 Inhaltliche Qualität Das OGS-Konzept wird regelmäßig evaluiert und kontinuierlich fortgeschrieben. Alle bereits genannten „Säulen der OGS“ sowie der Schulträger werden inhaltlich daran beteiligt. Dabei erfolgt stetig ein Abgleich mit der pädagogischen Praxis und daraus folgend gegebenenfalls Anpassungen. Die Teamarbeit ist elementarer Bestandteil der Arbeit und dient der Planung und Weiterentwicklung des gemeinsamen pädagogischen Prozesses. Die pädagogische Ar- beit ist im Team anhand wöchentlicher Teambesprechungen organisiert. Die individuellen Kompetenzen der Mit arbeiter:innen werden sinnvoll eingesetzt. Benötigte Ressourcen zur Reflexion und Supervision werden in einem angemessenen Umfang bereitgestellt. Für ein notwendiges Krisenmanagement kennen die pädagogischen Mitarbeiter:innen die internen und externen Kommunikations- und Meldewege und arbeiten nach dem Mehr-Augen-Prinzip. Interne und externe Hilfeangebote sind bekannt und werden bei Bedarf im Rahmen der Kri- senintervention genutzt. Zur Sicherung des Kindeswohls gewährleisten wir ein protokol- liertes Verfahren nach §8a (SGBVIII). Wir stellen innerbetrieblich insoweit erfahrene Kinder- schutz-Fachkräfte zur Verfügung. Zur Qualifizierung unseres Personals sind externe ar- beitsfeldspezifische Fort- und Weiterbildungen vorgesehen und werden im Rahmen der fi- nanziellen Möglichkeiten gefördert. Zu unserem Qualitätsstandard zählt auch eine jährliche interne Fortbildung zu aktuellen Themen für alle eigenen Mitarbeiter:innen und für externe Fachkräfte. Der Kreisel e.V. verfügt zudem bereits über einen qualifizierten Mitarbeiterpool mit unter- schiedlichen Zusatzqualifikationen wie zum Beispiel Inklusionsfachkräfte, Lernberater:in, Me- dientrainer:in, Anti-Aggressivitäts- und Coolness-Trainer:in, Erlebnispädagog:in, tiergestütze 28 Therapeut:in, Tanztherapeut:in, Ernährungsberater :in und systemische F amilienthera- peut:in. Eine vielfältige interdisziplinäre Nutzung der Qualifikationen wird unter den einzelnen Standorten, Fachbereichen und weiteren Vernetzungen ermöglicht. Auch ist der Kreisel e. V. daran interessiert in bereits existierenden Arbeitsgremien und Fachtagungen mitzuwirken bzw. solche zu initiieren. 9.3 Ergebnisqualität In jährlich geführten Qualitätsdialogen mit der Schule und dem Schulträger, werden Jah- resplanungen und Ziele entsprechend der Leistungs - und Qualitätsvereinbarungen formu- liert, operationalisiert und mit entsprechenden Indikatoren zur Messbarkeit der Zielerreichung konkretisiert. Die erarbeiteten Indikatoren werden rhythmisiert evaluiert. Die Ergebnisse wer- den zur Generierung von Steuerungsimpulsen und zur Entwicklung neuer und weiterführen- der Ziele genutzt. Sie dienen der kritischen Reflexion der eigenen Arbeit und Wirksamkeit und sie dienen als Grundlage für die Angebotsplanungen und die Optimierungsprozesse. In diesem Zuge führen wir in regelmäßigen Abständen Befragungen der Kinder, Eltern und Leh- rer:innen durch, und nutzen die Erhebungen für die Evaluation unserer Arbeit.
Anlage A
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Anlage A zur V/0568/2023 Kurzüberblick Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit dem Schulkonferenzbeschluss vor, dem Träger Kreisel e.V. die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der Norbertschule zum Schuljahr 2024/2025 zu übertragen. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die Verwaltung wurde mit dem Antrag A-R/0039/2016 „Qualitätsoffensive die gute (offene) Ganz- tagsschule“ beauftragt, ein Gesamtkonzept der Offenen Ganztagsschulen zu entwickeln und mehr als 25% der Offenen Ganztagsschulen in die Trägerschaft anerkannter freier Träger der Jugendhilfe überzuleiten. Der Rat hat daraufhin in seiner Sitzung vom 26.08.2020 mit der Vorlage V/330/2020 beschlossen, alle Offenen Ganztagsschulen sukzessive in die freie Trägerschaft zu überführen. Mit dem Erreichen dieser Werte verfolgen wir die ISM Leitziele: „Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstan- dorte in Europa“ „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln“. Finanzierung Produktgruppe: 0602 Kinder- und Jugendarbeit Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein Im Haushaltsplanentwurf 2024 enthalten? x Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja Nein Bereits veranschlagt? x Ja Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig x überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig freiwillig „Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sind verpflichtet, Plätze für die Kinder und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter bedarfsgerecht in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege vorzuhal- ten (§ 24 Absatz 4 SGB III). Die Kommune kann diese Verpflichtung auch durch entsprechende Angebote an Schulen erfüllen, soweit die Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote nach den Grundsätzen des SGB VIII gestaltet werden (§ 5 Absatz 1 KiBiz).“ RdErl. des Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 23.12.2010 (ABI.NRW.01/11 S.38, berichtigt 02/11 S.85) Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Münster gehört zu den am stärksten wachsende Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzü- ge im Basisszenario „Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort“ auf 326.000 Einwoh- ner steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachs- tum noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der sich Münster stellen muss. Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil des weite- ren Ausbaus der Offenen Ganztagsschule (OGS). Alle Maßnahmen zum Ausbau der OGS orien- tieren sich an der kleinräumigen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf aus- gerichtet, eine familienfreundliche Stadtentwicklung zu fördern. Dazu trägt insbesondere der bedarfsgerechte Ausbau der OGS bei. Im Rahmen der unterschied- lichen Arbeitsfelder der OGS werden wichtige Aspekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachför- derung und Qualifizierung differenziert berücksichti gt und unterstützen eine familien -freundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der quantitative und qualitative Ausbau von Angeboten der Offenen Ganztagsschulen im Einklang mit der Ausrichtung als führender Wirtschaftsstandort mit Blick auf den ab 2026 geltenden Rechtsanspruch auf eine ganztägige Betreuung von Kindern an Grund- und Förderschulen.
Anlage 1_OGS-Kriterienkatalog
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Stand, 01.08.2023
Interessensbekundungsverfahren
für die außerunterrichtlichen Angebote der
Offenen Ganztagsschulen (OGS)
Die Fachlichkeit des Trägers und sein pädagogisches Konzept werden anhand der nachfol-
genden Auswahlkriterien ausgewertet. Den Kriterien sind jeweils zu beachtende Standards
und Orientierungsrahmen zugrunde gelegt:
Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschule in M ünster
Entsprechende Erlasse des Landes NRW in den aktuel l gültigen Fassungen
Pädagogisches Konzept/Leistungsbeschreibung
Das Konzept, das die gesetzlichen Grundlagen (BASS) , aktuelle gesellschaftlichen Erforder-
nisse und die Grundhaltung des Trägers sowie dessen Arbeitsweisen verdeutlicht, muss vor-
liegen und ist Grundvoraussetzung für die Trägerschaft einer OGS.
Querschnittsaufgaben
Der Zuzug und die Integration von Migrantinnen und Migranten stellen an Träger der OGS
besondere Anforderungen. Sprachliche und kulturelle Barrieren müssen gemeistert, schnelle
und kompetente Integrationsangebote erarbeitet und entwickelt werden. Gleiches gilt für die
Themen der Inklusion von Kindern mit Behinderungen und der Genderthematik.
Informelle und soziale Bildung als Querschnittsthem a ist grundsätzlich enthalten. Zentrales
Ziel von Bildung ist die Befähigung des Kindes, ein selbstbestimmtes und eigenverantwortli-
ches Leben zu führen und umfassend am sozialen und ökonomischen Leben und der gesell-
schaftlichen Entwicklung partizipieren zu können.
Mitbestimmung
Der freie Träger der OGS soll ein beteiligungsorientiertes, pädagogisches Konzept mit einem
angemessenen Maß an Partizipation darlegen.
Kooperationsstrukturen
Bereits vorhandene räumliche Bezüge zu bestehenden Einrichtungen im Sozialraum der Ein-
richtung ermöglichen die Nutzung von Synergien, die die Wirtschaftlichkeit einer OGS erhö-
hen. Sozialraumbezogene Angebote werden bedarfsgerecht aufeinander abgestimmt und wei-
terentwickelt, wenn die Akteure des Sozialraums sich hierzu entsprechend vernetzen.
Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen
Die Anforderungen an Träger der Offenen Ganztagsschulen befinden sich, analog zur gesell-
schaftlichen Entwicklung, laufend im Wandel. Neue Herausforderungen sind kontinuierlich mit
neuen Antworten und Konzepten zu begegnen. Aus dies em Grund ist eine funktionierende
und sich weiterentwickelnde Trägerstruktur eine not wendige Voraussetzung für den Betrieb
einer OGS.
Implementierte Qualitätsentwicklungs- und Sicherung sprozesse mit inkludierten Verfahrens-
abläufen in Bezug auf den Kinderschutz und die Zusa mmenarbeit mit der städtischen OGS-
Fachberatung ist ein notwendiger Standard.
Besondere Merkmale des Trägers
Bei diesem Kriterium können weitere besondere Angebote des Trägers in die Bewertung ein-
fließen, die über die zuvor benannten Kriterien und Orientierungsrahmen nicht abgedeckt wer-
den, jedoch eine Bereicherung für die Angebote der OGS darstellen. Gleichzeitig kann der
Punkt der gewünschten Trägerpluralität/Trägervielfalt in Münster in der Bewertung berücksich-
tigt werden sowie besondere Anforderungen, welche a us den Bedarfen der Schule und des
Stadtteils entstehen.
Beschlussvorlage
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V/0568/2023 V/0568/2023 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Norbertschule Beratungsfolge 14.11.2023 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 21.11.2023 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 28.11.2023 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit und Ordnung Vorberatung 30.11.2023 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 06.12.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung 13.12.2023 Hauptausschuss Vorberatung 13.12.2023 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der Norbertschule, An der Meerwiese 7 , zum Schuljahr 202 4/2025 ab dem 01.08.2024 dem Kinder- und Jugendhilfeträger Kreisel e.V. II. Finanzielle Auswirkungen: Teilergebnisplan Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 0602 Kinder- und Jugendarbeit Zeile 11 15 Personalaufwendungen Transferaufwendungen 2024 308.160 Ab 01.08.2024 2025 ff 676.060 Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplanentwurf 2024 in der o. g. Produktgruppe veranschlagt. Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 07.11.2023 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Schild Telefon: 492-5143 schildk@stadt-muenster.de - 2 - V/0568/2023 Begründung: 1. Ausgangslage Der Rat der Stadt Münster hat mit der V orlage V/0330/2020 die sukzessive Überleitung der Offe- nen Ganztagsschulen zu den Trägern der freien Jugendhilfe beschlossen. Die freien Jugendhilfeträger haben seitdem die Möglichkeit, ihr grundsätzliches und verbindliches Interesse an einer Übernahme der Trägerschaft einer oder mehrerer Offenen Ganztagsschulen in Münster zu bekunden. Über die jeweils konkrete Überleitung einer Schule werden diese Träger informiert und können sich schulscharf bewerben. Um die Schul- und Elternbeteiligung sicherzustellen, wird das Ergebnis der Trägerauswahl in der Schulkonferenz vor den politischen Gremien vorgestellt. Der anschließende Schulkonferenzbe- schluss ist Bestandteil dieser Beschlussvorlage. 2. Norbertschule Die katholische Norbertschule befindet sich im Stadtteil Coerde, Stadtbezirk Nord. Der Unterricht wird in der Schuleingangsphase jahrgangsübergreifend erteilt. Die Schule kann in den Jahrgängen 1 und 2 grundsätzlich 6 Eingangsklassen und für alle 4 Jahrgänge insgesamt 12 Klassen bilden. Aufgrund des hohen Bedarfs an Grundschulplätzen im Stadtteil bildet die Schule schon seit dem Schuljahr 2017/18 jeweils insgesamt 7 statt der festgelegten 6 Eingangsklassen. Auf der Grundla- ge der Vorlage V/0705/2018/2 hat der Rat die Erweit erung der Norbertschule zur Vierzügigkeit beschlossen. Zur kurzfristigen Deckung des Schulraumbedarfs im Stadtteil Coerde werden an der Norbertschule zunächst voraussichtlich zum Schuljahresbeginn 2024/25 befristet 2 Fertigbaucon- tainer mit 2 Unterrichts- und Differenzierungsräumen und weiteren Nebenräumen aufgestellt. Im Schuljahr 2022/2023 nahmen von 303 Schülerinnen und Schüler 198 Kinder an den Angeboten der OGS in sieben Gruppen teil (65,3%) und 34 Kinder an der BMB (11,2%). Das multiprofessionelle Team besteht zum Schuljahr 2023/24 aus einer OGS -Koordinatorin, sie- ben Gruppenleitungen, drei Unterstützungskräften, 17 Niedrigteilzeitkräften, einer praxisintegrier- ten Auszubildenden (PIA) und einem Erzieher im Anerkennungsjahr. 3. Bewerbungen Im August 2023 wurden alle interessierten Träger über die Absicht, die Norbertschule zum 01.08.2024 an einen Träger der freien Jugendhilfe überzuleiten, schriftlich informiert. Die Träger hatten bis zum 01.09.2023 die Möglichkeit, ihr Konzept anhand des in der Anlag e 1 angefügten Kriterienkatalogs einzureichen. Folgende Träger haben sich beworben: Stadtsportbund e.V. Der Stadtsportbund Münster ist Dachverband der über 200 Sportvereine in Münster und anerkann- ter Träger der Jugendhilfe. Er gestaltet stadtweite Angebo te mit Bewegung, Spiel und Sport und versteht sich dabei neben der Interessensvertretung für seine Mitgliedsvereine auch als Sprach- rohr und Unterstützer für die Themen Gesundheit und Bewegung für alle Menschen in Münster. Aus Sicht des Trägers eignet sich die Schule als Ort ideal, um Kinder ganzheitlich zu fördern und gemeinsam mit Partner*innen aus dem Stadtteil Allianzen zu bilden, um eine gesundheitsförderli- - 3 - V/0568/2023 che Lebenswelt im Stadtteil zu entwickeln. Für den Stadtsportbund ist es die erste Bewerbung um die Übernahme einer Offenen Ganztagsschule; er hat bislang noch keine OGS-Trägerschaft. Kreisel e.V. Im Jahr 1987 gründete sich der Kreisel e.V. aus einer Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende und bietet bis heute in Emsdetten als Kontakt - und Beratungsstelle für Mütter, Väter und Kinder in un- terschiedlichen Familienformen Beratung und Unterstützung an. Seit 2005 etablierte er sich als anerkannter Jugendhilfeträger an inzwischen 14 Offenen Ganztagsschulen und in der offenen Kin- der- und Jugendarbeit im Kreis Steinfurt. Zum Schuljahr 2017/2018 übernahm Kreisel die Träger- schaft an der Melanchthonschule in Coerde und ist inzwischen Träger außerunterrichtlicher Ange- bote an der Melanchthonschule, der Kardinal -von-Galen-Schule in Handorf und der Grundsc hule Wolbeck-Nord in Münster. Die Verwaltung und die Schulleitung haben die eingereichten Konzepte gesichtet. Für die Auswahl der Bewerbungen waren hierbei die in der Anlage 1 beigefügten Kriterien handlungsleitend. Von allen Bewerbern werden die vom Rat der Stadt Münster beschlossenen OGS-Qualitätsstandards akzeptiert und in ihren Konzeptionen umgesetzt. Alle Träger haben ein Konzept vorgelegt, das die wesentlichen Eckpunkte ihrer pädagogischen Ausrichtung darlegt: - Pädagogisches Grundverständnis / Leitbild - Gesundheitsförderung - Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern - Kinderschutz - Querschnittsaufgaben der Jugendhilfe - Sozialraumorientierung - Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 4. Auswahlverfahren Nach dem Bewerbungsschluss und der Sichtung der eingereichten Unterlagen wurde von Schullei- tung, OGS-Koordinatorin und Verwaltung entschieden, beide Träger für das Bewerbungsgespräch einzuladen. Im Oktober 2023 wurde mit beiden Bewerbern jeweils ein strukturiertes Bewerbungsgespräch ge- führt. Die gemeinsame Aufgabe von Verwaltung und Schulleitung bestand darin, aus den beiden Bewerbungen und den sich anschließenden Gesprächen unter gleichwertiger Würdigung der Fachlichkeit einen Vorschlag zu erstellen. 5. Gesamtbewertung / Fazit Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen abschließend vor, dem Träger Kreisel e.V. die Trä- gerschaft für die Offene Ganztagsschule in der Norbertschule zu übertragen. Der Vorschlag wurde von der Schulkonferenz am 19.10.2023 beschlossen und liegt der Verwaltung vor. Kreisel e.V. hat ein umfassendes, pädagogisches Konzept vorgelegt. Der Träger verfügt über viel- fältige Erfahrungen im Bereich der Offenen Ganztagsschulen. Er hat darüber hinaus im Bewer- bungsverfahren seine hohe Kompete nz sehr fundiert dargestellt, seine Leistungen überzeugend präsentiert und ein passgenaues Konzept für die Norbertschule in unmittelbarer Nachbarschaft zur - 4 - V/0568/2023 Melanchthonschule erläutert. Die Trägerübernahme durch den Kreisel e.V. eröffnet der Norbert- schule d ie Möglichkeit, von den bereits vorhandenen Erfahrungen des Trägers in vielen Offenen Ganztagsschulen im Kreis Steinfurt und insbesondere von Synergien durch die benachbarte Me- lanchthonschule im Quartier zu profitieren. Der Träger sichert ein gegenseitiges Vertretungskon- zept sowie eine verlässliche und bedarfsorientierte OGS -Ferienbetreuung in Coerde zu. Er stellt außerdem eine erfahrene Fachberatung zur Verfügung. Die Schule gewinnt mit der Überleitung der ganztägigen außerschulischen Angebote an den Krei- sel e.V. einen verlässlichen und überaus engagierten Partner mit einem hohen Erfahrungswissen als Kooperationspartner von Offenen Ganztagsschulen. Die Zustimmung des Rates vorausgesetzt ist es für den Kreisel e.V. die vierte Trägerschaft einer Offenen Ganztagsschule in Münster. In Vertretung Gez. Thomas Paal Stadtdirektor Anlagen Anlage 1 Kriterienkatalog Anlage 2 Bewerbungen Hinweis: Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlage 2) stehen ausschließlich als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Downl oad unter der Vorlagen- nummer V/0568/2023 zur Verfügung.
Bewerbung_Stadtsportbund_OGS-Konzept Nobertschule
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Gesunde Schule- Bewegter Ganztag Leistungsbeschreibung Trägerschaft im Ganztag Nobert- Grundschule Inhalt Präambel ................................................................................................................................................. 2 Was bewegt uns als Träger...................................................................................................................... 3 Bewegung, Spiel, Sport machen fit und schlau ................................................................................... 3 Sozialpädagogischer Ansatz ................................................................................................................ 3 Unsere Grundprinzipien ...................................................................................................................... 4 Unser Ganztagsbetrieb ............................................................................................................................ 4 Unsere Betreuungsformen und Öffnungszeiten ................................................................................. 4 Zeitsichere Schule ............................................................................................................................ 4 Offene Ganztagschule ..................................................................................................................... 4 Ferienbetreuung .............................................................................................................................. 5 Unsere Betreuungs- und Bildungsangebote ....................................................................................... 5 Öffnungszeiten und Ferienbetreuung ............................................................................................. 5 Verpflegung ..................................................................................................................................... 6 Lernzeiten ........................................................................................................................................ 6 AGs, und Projekte ............................................................................................................................ 6 Zusatzförderungen .......................................................................................................................... 7 Freies Spiel ....................................................................................................................................... 7 Elternmitarbeit ................................................................................................................................ 7 Kooperationen im Quartier ..................................................................................................................... 8 Qualitätssicherung................................................................................................................................... 8 Kommunikation ................................................................................................................................... 8 Personal ............................................................................................................................................... 9 Aufstellung der Teams vor Ort ........................................................................................................ 9 Vorgehensweise bei Neueinstellung ............................................................................................... 9 Aus- und Fortbildungen ................................................................................................................... 9 Vision „Gesunde Schule – Bewegter Ganztag“für den Standort Norbertgrundschule in Coerde ......... 10 Wer wir sind .......................................................................................................................................... 11 Präambel Der Stadtsportbund Münster steht für ein bewegtes Münster - mit Bewegungsförderung im Sportverein und in der Alltagswelt von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Mit unseren Sportvereinen als Mitgliedsorganisationen sind wir der größte freie Träger der Kinder- und Jugendarbeit in Münster und gestalten flächendeckend Angebote mit Bewegung, Spiel und Sport. Als Dachorganisation der über 200 Münsteraner Sportvereine ist der Stadtsportbund Münster e.V. eine starke Stimme gegenüber Politik und Verwaltung. Neben der Interessenvertretung für unsere Mitgliedsvereine verstehen wir uns auch als Sprachrohr und Unterstützer für die Themen Gesundheit und Bewegung für alle Menschen in Münster. Vor diesem Hintergrund haben wir uns i n den letzten Jahren verstärkt in der Stadtteilarbeit und in Bereichen engagiert, die klassischerweise von Wohlfahrtsverbänden bearbeitet werden. Zunehmend stellen wir fest, dass unsere Perspektiven und Expertisen dabei ein starkes Gut sind, das Stadtteile und Trägergemeinschaften voranbringen kann. Ziel ist es, die angesprochenen Themen gut und synergetisch mit der Lebenswelt Schule zu verknüpfen. Der organisierte Sport ist bereits heute in der Lebenswelt Schule und insbesondere im Ganztag aktiv, die Koope ration zwischen Sportvereinen und Schulen und das Wirken des Verbundsystems können auf eine jahrzehntelange Erfahrung und Expertise zurückblicken. Die Übernahme der Trägerschaft im Ganztag sehen wir als konsequente Fortsetzung unseres langjährigen Engagem ents, Bewegung und Sport in den Alltag von Kindern zu integrieren. Unsere Erfahrung, unser Netzwerk und unsere Leidenschaft für Bewegungsförderung und Bildung machen uns zu einem idealen Partner, um die Bildungs - und Entwicklungschancen der Kinder in Münst er nachhaltig zu verbessern. Der Lebensort Schule eignet sich als Ort ideal, um Kinder ganzheitlich zu fördern (salutogenetische Verhaltenspräven tion) und gemeinsam mit Partner: innen aus dem Stadtteil Allianzen zu bilden, um eine gesundheitsförderliche Leb enswelt im Stadtteil zu entwickeln (Verhältnisprävention). Diese Erfahrungen wollen wir in die Trägerschaft der Norbert Grundschule einbringen und in einem Entwicklungsprozess eine Symbiose aus Betreuung, sozialpädagogischen Anforderungen und den Potenzialen von Bewegung, Spiel und Sport für Gesundheit, Bildung und Persönli chkeitsentwicklung entwickeln. In diesen Prozess können wir die Erkenntnisse und unsere Partnerschaften aus dem Projekt „Coerde in Bewegung“ einbringen. Was bewegt uns als Träger Als a nerkannter Träger der freien Jugendhilfe (gemäß § 9 Jugendhilfegesetz) streben wir an, den offenen Ganztag zu einem attraktiven, hochwertigen Bildungs -, Erziehungs- und Betreuungsangebot zu formen. Unser Fokus liegt auf den individuellen Bedürfnissen der K inder und Eltern vor Ort sowie einer starken Stadtteilorientierung. Wir fördern die ganzheitliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, stärken ihre Persönlichkeit, soziale Kompetenzen, Fähigkeiten und Wissensvermittlung. Dies geschieht durch eine flexible Mischung aus verpflichtenden und freiwilligen Angeboten sowie durch Allianzen mit dem organisierten Sport und Partnerschaften mit Trägern und Initiativen aus dem Stadtteil und dem nahen Umfeld. Bewegung, Spiel, Sport machen fit und schlau „Bewegung- Spiel und Sportangebote sind unabdingbar für ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Sie fördern nicht nur die motorische, sondern auch die emotionale, soziale und kognitive Entwicklung junger Menschen. Verlässliche Bewegungsangebo te sind deshalb kein nettes Addon, das beliebig gestrichen werden kann. Sondern sie gehören zum Kernbestand jeder guten Kita und jeder guten Schule im Land.“ - Prof. Dr. Nils Neuber - - Hochschullehrer für Bildung und Unterricht im Sport – Münster - Für un s ist es selbstverständlich, dass Bewegun g ein integraler Bestandteil im gesamten Lernort Schule ist. Durch gezielte Bewegungsanreize erfahren die Schüler:innen einen ausgewo genen Schulalltag, sei es beim Spielen auf dem Schulhof, während der Lernzeit oder im Rahmen der künstlerisch-kulturellen Bildung". Unser vorrangiges Ziel ist es, den Kindern durch Bewegung ein gesundes Körperbewusstsein zu vermitteln und sie zu einer gesundheitsbewussten Lebensweise anzuregen. Sozialpädagogischer Ansatz Das sozialpädagogische Konzept des Stadtsportbundes Münster für die Trägerschaft im Ganztag strebt danach, Kinder in ihrer individuellen Entwicklung zu unterstützen, ihre Potenziale zu entfalten und ihnen eine sinnvolle, bereichernde Ganztagserfahrung zu bieten, die Bew egung, Bildung und soziales Miteinander vereint. Dabei sind uns folgende Aspekte wesentlich: • Ganzheitliche Entwicklung: Unser Konzept betont die Bedeutung der ganzheitlichen Entwicklung von Kindern. Wir fördern nicht nur körperliche Aktivitäten, sondern auch kognitive, emotionale und soziale Aspekte, um vielseitige Fähigkeiten und Kompetenzen zu entwickeln. • Partizipation: Wir legen Wert darauf, dass die Schüler:innen, ihre Eltern und das Schul - und Lehrpersonal aktiv am Gestaltungsprozess des Ganztags teilnehmen. Ihre Meinungen und Ideen werden gehört und in die Planung integriert, um eine Umgebung zu schaffen, die allen Bedürfnissen entsprechen. • Inklusion: Unser Konzept ist inklusiv ausgerichtet, um allen Kindern unabhängig von ihren Fähigkeiten, Hintergründen oder Besonderheiten eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Wir schaffen Angebote, die individuelle Bedürfnisse berücksichtigen. • Prinzip der Verant wortungsgemeinschaft: Ziel ist es, gemeinsam mit den Eltern/Sorgeberechtigten, Lehrkräften, sozialpädagogischen Fachkräften und weiteren unterstützenden Personen die bestmögliche Betreuung und Förderung der Kinde r zu erreichen und in sozialpädagogischen Einzelfällen abgestimmt zu handeln. Unsere Grundprinzipien Wir, als Stadtsportbund Münster, verstehen den Offenen Ganztag als einen bedeutsamen Ort für die ganzheitliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. U nser Leitbild legt die Grundlagen für eine qualitativ hochwertige Trägerschaft im Offenen Ganztag fest, die auf den Werten von Gemeinschaft, Bewegung und Bildung basiert. Unser Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen eine positive, aktive und vielfältige Erfahrung zu bieten, die ihre persönliche, soziale und sportliche Entwicklung fördert Unsere Grundprinzipien sind: • Gemeinschaft fördern: • Aktiv lernen: • Vielfältig erleben: • Ganzheitliche Förderung: • Stadtteilorientierung: • Vernetzung und Allianzen bilden: • Partizipation fördern: • Transparenz und Kommunikation: • Nachhaltigkeit Für eine Ausführung unserer Grundprinzipien verweisen wir auf unser Leitbild. Unser Ganztagsbetrieb Wir als Träger möchten den Kindern in unserem offenen Ganztag einen gemeinsam mit der Schule gestalteten Tagesablauf bieten. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Ganztag unabdingbar. Unsere Betreuungsformen und Öffnungszeiten Zeitsichere Schule Die zeitsichere Schule beginnt nach dem Ende der 4. Schulstunde und geht bis längstens zum Ende der 6. Schulstunde. Hierbei handelt es sich um eine reine Betreuung der Kinder, ohne Mittagessen und ohne Hausaufgabenbetreuung. In dieser Betreuungszeit stehen Spiel, Spaß und Bewegung für die Kinder im Vordergrund. Die Teilnahme und Abholzeiten bis zum Ende der 6. Schulstunde sind flexibel. Offene Ganztagschule Unser Ziel ist die ganzheitliche und individuelle För derung der Kinder. Sie steht im Mittelpunkt des Konzeptes und dient als Le itfaden, wobei die Stärkung der Gesamtpersönl ichkeit des Kindes mit einbezogen wird. Wir wünschen uns eine enge und intensive Zusammenarbeit mit der Schule, die auf Augenhöhe stattfindet. Dazu wollen wir die pädagogisch e Arbeit des Vormittags und des Nachmittags langfristig miteinander verknüpfen und vor allem durch Bewegungsformate wie z.B. bewegte Sprache lernen, Bewegte Pause, Sportunterri chtsübernahmen verbinden. Die OGS beginnt nach dem Ende des Unterrichts und endet um 16:00 Uhr bzw. freitags um 15:00 Uhr. Ferienbetreuung Eine Ferienbetreuung ist in den Oster -, Sommer -, Herbst - und Weihnachtsferien möglich. Der tatsächliche Umfang der Ferienbetreuung wird in Absprache mit der Schulleitung nach der Ermittlung des tatsächlichen Bedarfs vor Ort für jede Schule individuell festgelegt. Die Ferienbetreuung wird in Kooperation mit den Kinder- Jugendarbeitsträger abgestimmt und ergänzt durch das Verbundsystem des organisierten Sports (wie z.B. Sportcamps der Sportvereine und Formate wie Bewegte Kids der Sportjugend Münster) Unsere Betreuungs- und Bildungsangebote Der Offene Ganztag an den Münsteraner Grundschulen bietet den Kindern bereits heute ein vielfältiges Betreuungs - und Bildungsangebot, das auch Chancengleichheit ermöglicht. Mit dieser Ausgangslage und den Qualitätsstandards des Amtes für K inder, Jugendliche und Familien identifizieren wir uns als Stadtsportbund Münster in hohem Maße. Daher möchten wir die Angebote gerne übernehmen und deren Ausgestaltung und Weiterentwicklung vorantreiben. Der Grundlagenerlass zum Offenen Ganztag NRW wird dabei selbstverständlich berücksichtigt. Wir orientieren uns an den bestehenden Strukturen und Abläufen der Nobert Grundschule . Eine Fortführung der bisherigen Tagesabläufe und Angebote ist angedacht. Diese sind seit vielen Jahren erprobt und erfolgreich. E ine Erweiterung der Betreuungszeiten streben wir für die Ferienzeiten an. Ein Ferienbetreuungskonzept wollen wir in Absprache mit der Schule und weiteren Akteuren im Stadtteil entwickeln. Bei der Planung und Gestaltung der Betreuungs - und Bildungsangebote vor Ort werden unsere Grundprinzipien stets berücksichtigt. In enger Abstimmung mit dem Lehrerkollegium und der Schulleitung wird ein optimaler und aufeinander abgestimmter Tagesablauf für die Kinder ermöglicht. Dabei sollen Aspekte der Lernzeit- und Projektgestaltung inhaltlich transparent sein, um eine ganzheitliche Bildung zu ermöglichen. Im Folgenden stellen wir unser Betreuungs- und Bildungsangebot im Einzelnen vor: Öffnungszeiten und Ferienbetreuung Der offene Ganztag beginnt nach dem Unterricht und e ndet um 16 Uhr, freitags um 15 Uhr. Die Gestaltung wird mit der Schulleitung abgestimmt. Im Idealfall findet von der ersten bis mindestens zur vierten Stunde Pflichtunterricht statt. Daran schließen sich die Angebote des Offenen Ganztags und der Betreuenden Schule an. Die bewährte Tagesstruktur der OGS wird fortgeführt. Es gibt einen sich täglich wiederholenden Ablauf: • Bewegung und Spiel • Mittagessen • Lernzeiten • Freispiel und AG's Wir bieten den Kindern offene und gebundene Angebote. So gibt es Möglichkeiten zum freien Spiel und gleichzeitig werden Aktivitäten in der Gruppe angeboten. Ein wichtiges Thema für Eltern und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist die Ferienbetreuung. Diese Notwendigkeit sehen wir auch als Träger. Hier wollen wir mit allen Bete iligten ein Betreuungsmodell für die Norbert Grundschule entwickeln. Verpflegung Eine gesunde und vollwertige Verpflegung ist Teil einer ganzheitlichen Gesundheitsförderung. Bei der Auswahl des Mittagessens wird auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung geachtet. Hierzu findet bei Bedarf ein enger Austausch mit dem Caterer statt. Die Vereinbarungen mit dem Caterer werden aufgrund der bestehenden Zufriedenheit gerne übernommen. Das gemeinsame Mittagessen ist ein fester Bestandteil unseres Tagesablaufes und soll die Esskultur, das Sozialverhalten und den Gemeinschaftssinn fördern. Die Zeit auch eine Zeit der Ruhe. Ergänzend dazu erhalten die Kinder ausreichend Obst und Wasser, und auch mal etwas zum Naschen am Nachmittag angeboten werden. Die Bedürfnisse der verschiedenen Religionen werden ebenfalls umfassend berücksichtigt. Einheitliche Rituale, wie z.B. ein gemeinsames Mittagsgebet, sollen die Gemeinsamkeiten betonen. Lernzeiten Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Offenen Ganzt ags ist die Lernzeit. Sie stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Unterricht am Vormittag und der Festigung des Lerninhaltes am Nachmittag dar. Die Kinder nehmen täglich an der Lernzeit der OGS teil. Sie erledigen ihre Hausaufgaben und eventuell Aufga ben der Nacharbeit. Die Lernzeiten der Kinder sind an die Stundenpläne der einzelnen Klassen angepasst und werden von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften begleitet. Der Hausaufgabenerlass der BASS wird berücksichtigt. Da bei den Hausaufgaben der Lernstoff des Unterrichts wiederholt und gefestigt wird, sollten die Schüler:innen sich selbst organisieren und möglichst selbstständig arbeiten. Bei Problemen werden unterstützende Hilfeleistungen von den Fachkräften gegeben. Die Lernzeitphase wird stetig ev aluiert und gemeinsam von Lehrkräften und Fachkräften gestaltet. Medien wie OGS -Hefte zum Austausch zwischen pädagogischen Mitarbeiter:innen und Lehrkräften, sowie Rückmeldebögen zum Elternsprechtag, helfen einen ganzheitlichen Blick zu schaffen. AGs und Projekte Den Erfahrungsschatz erweitern und Neues ausprobieren – dies sind zentrale Zielsetzungen für die Kinder in den AGs und Angeboten. Der Fokus liegt auf einem vielfältigen Angebot, bestehende und bewährte Kooperationen sollen weitergeführt und durch sinnvolle Bausteine ergänzt werden. Bewegung, Spiel und Sport als besonderer Schwerpunkt Bewegung, Spiel und Sport sind ein elementarer Schwerpunkt unserer Arbeit und es ist uns ein besonderes Anliegen, den Alltag der Kinder mit ausreichend Bewegungsanrei zen zu gestalten. Ziel ist es, einen gesunden Körper und Geist zu entwickeln, um so die Grundlage für bestmögliches Lernen und Ausgeglichenheit zu schaffen. Dabei profitieren wir von unserer Arbeit im Rahmen von „NRW bewegt seine Kinder“, die über eine enge Anbindung an anerkannte Bewegungskindergärten in Münster und den Synergien durch das Verbundsystem des Sports. Eine enge Kooperation mit den örtlichen Sportvereinen wird angestrebt. Weitere Bausteine: • Kreatives Gestalten • Musik, Tanz, Theater • Nuturwissenschaften • Interkulturelle Kompetenzen • Soziales Lernen und Gewaltprävention Zusatzförderungen Wir wollen ein vielfältiges Bildungsangebot schaffen, das möglichst viele Förderbedarfe abdeckt. Eine gute Zusammenarbeit ist dabei besonders wichtig. Förder- und Entwicklungspläne der Schüler:innen werden gemeinsam erstellt und umgesetzt. Ergänzungen können je nach Bedarf die Themen Sprache, interkulturelle Kompetenz und soziales Lernen sein. Dabei kann auf bestehende Konzepte aus dem Verbundsystem Sport zurückgegriffen werden, wie z.B. Benno Buchstabe, Ringen und Raufen, Fit für die Vielfalt, Sport mit Courage. Freies Spiel Nach den Hausaufgaben und dem Mittagessen ist die Freizeit wohl die schönste Zeit für die Kinder. Sie entscheiden selbst, was und mit wem sie spielen wollen und werden dabei von den pädagogischen Mitarbeiter:innen unterstützt, begleitet und beaufsichtigt. Die Kinder nutzen die Freispiel- und Bastelräume sowie das Außengelände der Einrichtung. Außengelände, um ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen. Die pädagogisch Spiel- und Bastelmaterialien bieten den Kindern sinnvolle Anreize, so dass sie täglich neue kreative Lernmöglichkeiten entdecken. Elternmitarbeit Elternarbeit im Offenen Ganztag ist erwünscht und notwendig, um sich über die Entwicklung der Kinder auszutauschen, Rückmeldungen zu geben, das familiäre Umfeld kennen zu lernen und die Erziehungs- und Bildungsziele gemeinsam zu verfolgen. Elterngespräche sind daher nach Absprache gerne möglich. Neben individuellen Terminen können a uch gemeinsame Eltern cafés in der Grundschule stattfinden. Eltern sollen Einblicke in den "Lebensraum Schule" erhalten und diesen aktiv mitgestalten können. Elternabende, Informationsveranstaltungen und Elternsprechtage können und sollen mit allen Beteiligten gemeinsam durchgeführt werden. Kooperationen im Quartier Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern ein wesentlicher Teil der Lebenswelt von Kindern und Familien. Neben der schulischen Bildung sind deshalb außerschulische Bildung und Kooperationen mit weiteren Akteur: innen aus dem Stadtteil und anderen Professionen wesentlich. Damit der Alltag der Kinder in ihrem Sozialraum Schule bestmöglich gestaltet werden kann, muss die Arbeit aller Partner und Akteure ineinandergreifen. Die Partnerschaften sind Durch die Beteiligung und Umsetzung des Projektes „Coerde in Bewegung“ kooperieren w ir bislang mit folgenden Akteur:innen: • VSE NRW e.V • Gesundheitsamt Stadt Münster • Die Techniker Krankenkasse • AWO Stadtteilbüro Coerde • Haus der Offenen Tür in Coerde –Trägerverbund • DRK- Kinder- und Jugendtreff • Teutonia Coerde e.V. • Move&Meet (Mädchen und Frauensportverein) • UBC Baskets e.V. • Parkour Münster e.V. • Coerde Mittendrin – Awo. • Verein für Mototherapie Münster • Kommunales Integrationszentrum Stadt Münster • Integrationsrat Stadt Münster • OGS- Melanchthonschule- Träger Kreisel e.V. • Uni Münster • Projekt „Gesundheit in der Nachhaltigen Stadt“ • Begegnungszentrum Meerwiese Qualitätssicherung Um die Qualität des Ganztags gemeinsam gut gestalten zu können, sind geregelte Abläufe und Absprachen unabdingbar. und Absprachen unerlässlich. Gemeinsam mit der Schulleitung und der pädagogischen Schulleitung und der pädagogischen Leitung in regelmäßigen Abständen die Abläufe abstimmen und reflektieren. Strategisches Management – Zukunftsbild Gesunde Schule- Bewegter Ganztag In einem langfristig angelegten Entwicklungsprozess wollen wir unsere Grundprinzipien, unseren Schwerpunkt Sport und Bewegung einführen und unser sozialpädagogisches Profil schärfen und weiterentwickeln. Wesentlich für diesen Entwicklungsprozess ist die Bildung einer Verantwortungsgemeinschaft aus OGS-Standortleitung, Trägervertretung in Form von Geschäftsführung und pädagogischer Leitung sowie Schulleitung. Kommunikation Wir wollen gemeinsam mit der Leitung der OGS und der Schulleitung eine Kommunikationsvereinbarung entwickeln und verabschieden. Diese wollen wir nutzen Instrumente und Maßnahmen der Kommunikation festzuhalten. In dieser Vereinbarung s ollen individuell festgelegte Zeiträume für die verschiedenen Besprechungen, Konferenzen oder anderen Gelegenheiten zum Austausch wiederfinden. Die Kommunikationsvereinbarung dient als Leitfaden und wird von allen Beteiligten allen Beteiligten abgestimmt und ausgefüllt. Personal Ein weiterer Schwerpunkt der Qualitätssicherung ist die Personalausstattung, die auf den jeweiligen Standort abgestimmt ist. Um eine pädagogisch hochwertige Arbeit anbieten zu können, ist es uns besonders wichtig, mit dem vorhandenen und bewährten Personal weiter zu arbeiten, damit die Kinder weiterhin ihre Bezugspersonen haben. Dabei beziehen wir die wichtigen Erfahrungswerte des bisherigen Personals in die Weiterentwicklung mit ein. Alle Mitarbeiter:innen werden bei uns als Träger in ein festes, der Realität der OGS angepasstes, angemessenes und transparentes Gehaltsgefüge eingruppiert, das die Tätigkeit/Funktion, die Qualifikation, die Berufserfahrung und den Grad der Verantwortung berücksichtigt. Aufstellung der Teams vor Ort Die Personalplanung erfolgt gemeinsam mit der OGS-Leitung, der Geschäftsführung und der pädagogischen Leitung. Es ist ein auf den OGS-Alltag abgestimmter Personalschlüssel für den Standort zu entwickeln. Unser Ziel ist es, langfristig ein multiprofessionelles Team aufzubauen. In den Jahresplanungen werden neben der Zusammensetzung des Teams auch notwendige Aus-, Fort- und Weiterbildungen geplant. Vorgehensweise bei Neueinstellung Neueinstellungen erfolgen in Zusammenarbeit zwischen dem Träger, der Leitung der OGS ggf. und der Schulleitung. Im Vorfeld findet eine Absprache zu Vorstellungsgesprächen statt. Die Koordination der Bewerbungen sowie der Ausschreibungen erfolgt in Abstimmung mit dem Träger. Neben der fachlichen Qualifikation, der Qualität in der Arbeit mit den Kindern, sowie der multiprofessionellen Zusammensetzung des Teams ist uns der zwischenmenschliche Umgang besonders wichtig. Die Teams müssen menschlich auf Augenhöhe zusammenarbeiten, um den Kindern eine sichere und geborgene Atmosphäre zu bieten. Aus- und Fortbildungen Der Stadtsportbund Münster ermöglicht seinen Mitarbeiter:innen regelmäßige Weiterbildungen und greift dabei auf unterschiedliche Systeme zurück. Wir unterscheiden in unseren Systemen zwischen Pflichtfortbildungen, pädagogisch sinnvollen Fortbildungen / freien Angeboten und standortspezifischen Tagungen. Pflichtfortbildungen • Erste Hilfe – Alle Mitarbeiter:innen • Hygienebelehrung - Alle Mitarbeiter:innen • Prävention sexualisierter Gewalt – Alle Mitarbeite r:innen. Die Weiterbildung sensibilisiert alle Mitarbeiter:innen und gibt Auskunft über mögliche Anzeichen und den Umgang mit Fällen von sex. Gewalt. • Fachberatung – OGS-Kernteam. Im achtwöchigen Rhythmus nehmen die entsprechenden Mitarbeiter:innen an Fachberatung(en) teil, um durch kollegiale Fallberatung den OGS -Alltag aufzuarbeiten und weiterzuentwickeln. Zeitgleich werden eigene Kenntnisse zur kollegialen Fallberatung vertieft, damit diese ebenfalls in den Teamsitzungen vor Ort durchgeführt werden können. Unterstützende Weiterbildungen • Kinderschutzfachkraft • Übungsleiter:innen C -Lizenz Breitensport (DOSB -Lizenz) – Die Bewegungsförderung der Kinder soll in den Alltagsstrukturen eingebaut, explizite sollen Angebote gestaltet werden. Dies liegt uns besonders am Herzen. Durch die enge Verzahnung mit dem Sportbildungswerk Münster e.V. können wir unseren Mitarbeitenden neben der Weiterbildung eine notwendige Beratung und Unterstützung im Bereich Bewegung, Spiel und Sport ermöglichen. • Betriebliche Gesundheitsförderung – In Kooperation mit dem Sportbildungswerk Münster e.V. ermöglichen wir unseren Mitarbeitenden Zugang zu Sport - und Entspannungskursen sowie Fachvorträgen zu Umgang mit Arbeitsbelastung etc. (streben wir an) Um die individuelle Entwicklung unserer Mitarbeiter:innen zu begleiten, führt die OGS-Leitung jährlich ein Mitarbeiter:innen- Gespräch mit allen Teammitgliedern durch. Für die persönliche Weiterentwicklung der OGS-Leitung ist die Geschäftsführung gemeinsam mit der pädagogischen Leitung verantwortlich. Im konstruktiven Austausch steht die positive Unterstützung unter der Fragestellung „Was brauchen die Mitarbeiter:innen?“. Vision „Gesunde Schule – Bewegter Ganztag“ für den Standort Norbert Grundschule in Coerde Die Idee der “Gesunden Schule - Bewegter Ganztag“ zielt auf die Integration von Bewegung, Spiel und Sport in das Schulprogramm. Sie kann darüber hinaus zum identitätsstiftenden Profil einer Schule werden. Bewegung soll als fächerübergreifendes Gesamtanliegen Einfluss auf die Unterrichts-, Organisations- und Personalentwicklung gewinnen. Als Träger wollen wir gemeinsam mit der Schule langfristig Bewegung, Spiel und Sport im gesamten Tagesablauf etablieren: • Die Kinder können an außerunterrichtlichen Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten teilnehmen, die den Unterricht ergänzen. Die Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote werden idealerweise von außerschulischen Partnern durchgeführt. Außerunterrichtliche Angebote: o Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote in der Pause o Freiwillige Bewegungs-, Spiel- und Sportgemeinschaften o Wandertage, Schullandheimaufenthalte, Klassen- und Kursfahrten o Schulfeste und Aktionstage mit Schwerpunkt Bewegung o Schulsportwettbewerbe und Sportfeste • Zusammen mit Schülern und Lehrer:innen bzw. Betreuer:innen bewegungsfreundliche Klassen- und Betreuungsräume herstellen. • Alternative Möblierung zum Arbeiten im Sitzen (Sitzball statt Stuhl) • Mobiliar im Klassenraum so anordnen, dass Raum für Bewegung und Entspannung bleibt • Attraktives Material für Bewegungs- und Entspannungspausen im Unterricht bereitstellen • Spiele/Material für jede Klasse • Musik zur Entspannung und Aktivierung • Pausenzeiten flexibel gestalten Wer wir sind Stadtsportbund Münster e.V. Mauritz-Lindenweg 95 48145 Münster Tel. 0251 30334 Fax 0251 394189 info@ssb.ms www.ssb.ms Ansprechpartner: Robin Schneegass Geschäftsführer Tel. 0251 383476-46 r.schneegass@ssb.ms
Beratungsverlauf (7)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (4)
- Rudolf-Diesel-Straße 5
- Mauritz-Lindenweg 95
- An der Meerwiese 7
- Kinderhaus
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Details
- Aktenzeichen
- V/0568/2023
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 19.09.2023
- Erstellt
- 19.09.2023 18:59