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V/0184/2014

Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts des Theaters Münster für das Wirtschaftsjahr 2012/2013

Vorlagen 20.02.2014

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Anhang + Lagebericht 2012-2013

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anhang + Lagebericht 2012-2013

48405 Zeichen

Eigenbetriebsähnliche Einrichtung 
 
Theater Münster 
 
 
 
Jahresabschluss  
 
für das 
 
Wirtschaftsjahr 2012/2013

2
 
Bilanz zum 31.08.2013 
 
      
A K T I V A   31.08.2013  Vorjahr  
===========  €  € 
A. Anlagevermögen    
    I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Summe immaterielle Vermögensgegenstände  26.387,20  22.726,97  
    II. Sachanlagen    
        Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.329.950,80  5.742.908,36  
        Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 73.638,32  100.630,41  
Summe Sachanlagen  5.403.589,12  5.843.538,77  
    III. Finanzanlagen    
        Wertpapiere des Anlagevermögens  366.358,74  319.069,16  
        Sonstige Ausleihungen  20.892,50  26.020,40  
Summe Finanzanlagen  387.251,24  345.089,56  
Summe Anlagevermögen  5.817.227,56  6.211.355,30  
B. Umlaufvermögen    
    I. Vorräte    
        Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe  94.736,00  97.079,00  
Summe Vorräte  94.736,00  97.079,00  
    II. Forderungen und sonstige    
        Vermögensgegenstände    
        Forderung aus Lieferungen und Leistungen 759.051,70  727.202,05  
        Forderungen gegen die Stadt Münster    
        davon Forderungen gegen die Stadt Münster mit einer Laufzeit von über einem Jahr 1.242.894,16  1.242.894,16  
        Übrige Forderungen gegen die Stadt Münster 9.266,65  229.228,71  
        Summe Forderungen gegen die Stadt Münster 1.252.160,81 1.472.122,87  
        Sonstige Vermögensgegenstände  23.027,91  30.314,32  
Summe Forderungen  2.034.240,42  2.229.639,24  
    IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.320.881,26  1.344.926,95  
Gesamtsumme Umlaufvermögen  3.449.857,68  3.671.645,19  
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten  117.549,11  129.763,45  
    
S U M M E   A K T I V A  9.384.634,35  10.012.763,94  
=======================    
    
P A S S I V A   31.08.2013   Vorjahr  
=============   €   €  
A. Eigenkapital    
    I. Gezeichnetes Kapital  50.000,00  50.000,00  
    II. Kapitalrücklagen  4.244.893,79  4.244.893,79  
    III. Gewinnrücklage   48.056,83  
    IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag  -144.322,16   
    V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag  -108.039,71  -192.378,99  
Summe Eigenkapital  4.042.531,92  4.150.571,63  
B. Sonderposten für Zuwendungen  75.952,48  102.058,04  
C. Rückstellungen    
    I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.767.576,48  1.648.423,00  
    II. Sonstige Rückstellungen  1.139.129,00  1.424.104,00  
Summe Rückstellungen  2.906.705,48  3.072.527,00  
D. Verbindlichkeiten    
   davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.211.203,59  2.359.265,37  
   Verbindlichkeiten a. Lieferung u. Leistung  251.789,33  357.191,21  
   davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr  251.789,33  357.191,21  
   
   Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster 1.530.800,85
 1.388.886,40  
   Sonstige Verbindlichkeiten  428.613,41  613.187,76  
   davon Steuerverbindlichkeiten  728.41  630.61  
   Verbindlichkeiten der sozialen Sicherheit  3.010,70  3.160,44  
   davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.739,11  3.791,05  
   andere sonstige Verbindlichkeiten  424.874,30  609.396,71  
   Summe sonstige Verbindlichkeiten  428.613,41  613.187,76  
Summe Verbindlichkeiten  2.211.203,59  2.359.265,37  
E. Passive Rechnungsabgrenzungsposten  148.240,88  328.341,90  
    
S U M M E   P A S S I V A  9.384.634,35  10.012.763,94  
=========================

3
 
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. September 2012 bis 31. August 2013 
    
      
   2012/2013  Vorjahr  
   €   €  
      
1. Umsatzerlöse 2.718.723,17  2.657.583,28  
    
2. Betriebskostenzuschüsse 20.032.140,55  19.629.787,49  
   
3. Andere aktivierte Eigenleistungen                                                            0,00  9.357,00  
    
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.143.410,02  1.887.663,77  
    
5. Materialaufwand   
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 785.183,63  715.078,96  
    und bezogene Ware   
    
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.940.821,62  4.253.228,58  
Summe Materialaufwand 4.726.005,25 4.968.307,54  
    
6. Personalaufwand   
a) Löhne, Gehälter und Honorare 13.397.685,88  13.549.355,09  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für   
    Altersvorsorgung und Unterstützung   
    davon für Altersversorgung 808.904,01 
 754.763,85  
    für soziale Abgaben und Unterstützung 2.607.453,22  2.491.243,80  
Summe soziale Abgaben und Aufwendungen für  3.416.3 57,23  3.246.007,65  
            Altersvorsorgung und Unterstützung   
Summe Personalaufwand 16.814.043,11 
 16.795.362,74  
    
Zwischenergebnis 2.354.225,38  2.420.721,26  
    
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände  763.642.16  750.163.16  
   des Anlagever mögens und Sachanlagen    
   
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.709.966,99 
 1.883.992,01  
    
Zwischenergebnis -119.383,77  -213.433,91  
    
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   
   davon von der Stadt Münster   
   sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.017,47 
 27.685,56  
    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 441,16  251,58  
    
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1 06.807,46  -185.999,93  
    
12. Sonstige Steuern 1.232,25  6.379,06  
    
Jahresfehlbetrag -108.039,71  -192.378,99  
=============================================

4
 
 
Anhang für das Wirtschaftsjahr 2012/13 
1. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung 
1.1. Der Jahresabschluss zum 31.8.2013 ist unter Be achtung der einschlägigen Vor- 
schriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff.), und  den Grundsätzen ordnungs- 
mäßiger Buchführung aufgestellt worden.  
1.2. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Theater Münster ist zum Abschlussstichtag 
eine mittelgroße Gesellschaft i. S. von § 267 Abs. 2 HGB und gem. Betriebssatzung 
der Stadt Münster für das Theater Münster und § 21 Eigenbetriebsverordnung NRW 
aufgestellt nach den Vorschriften für eine große Kapitalgesellschaft. 
1.3. Die Rückstellungen für die Pensionsverpflichtu ngen (Altfälle) sind wie im VJ durch 
die Einbuchung einer Forderung an die Stadt Münster neutralisiert.  
1.4. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurd en wie im Vorjahr angewandt mit 
nachfolgenden Ausnahmen und richten sich nach Punkt  1.1.. Die Bewertung der Al- 
tersteilzeit entspricht  grundsätzlich der Bewertun g gemäß HGB und folgt der Auf- 
fassung des IDW (Institut der Wirtschaftsprüfer). D ie betreffenden Mitarbeiter befin- 
den sich in der Freistellungsphase, aus diesem Grun de verringert sich der Alters- 
teilzeitanspruch.  
Die sich durch den Intendantenwechsel im letzten Ja hr ergebenen Gehaltsansprü- 
che für die Zeit bis zum 31.08.2012 wurden in der S pielzeit 2012/2013 ausgezahlt 
und durch die Inanspruchnahme von Rückstellungen ne utralisiert. Es existieren 
noch zwei Abfindungsansprüche i.H.v. 14 T€ aus der Spielzeit 2011/2012 die als 
Verbindlichkeit ausgewiesen werden.  
Bei den Forderungen gegenüber der Stadt Münster han delt es sich um eine Forde- 
rung aus dem Personalbereich (Lohnsteuer der Beamte n) und Zinseinnahmen aus 
Geldanlagen von insgesamt 9 T€. Es fehlen wie im VJ  noch Nebenkostenabrech- 
nung und Dienstleistungen des Amtes für Immobilienm anagement. Die Rückstel- 
lung der Nebenkosten und Dienstleistungen weist zum  Bilanzstichtag einen Betrag 
von 209 T€ aus. Prozesskosten aus der Nichtverlänge rung im NV-Bühne Bereich, 
auf Grund des Intendantenwechsels, sind nicht mehr zu erwarten. Die volle Inan- 
spruchnahme erfolgte im Laufe der Spielzeit. 
Die Rückstellungen für den Lampenhimmel (180 T€) und die Gesamtpersonalratstä- 
tigkeit (30 T€) wurden in der Spielzeit 2012/2013 e rtragswirksam aufgelöst. Die Er- 
höhung der Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Mü nster resultiert daraus, dass 
der Saldo im Konto Geld Transfer mit der Stadt Müns ter am Stichtag um 252 T€ ge- 
stiegen und die Verbindlichkeiten aus Leistungsverr echnungen um 127 T€ gesun- 
ken sind. Auch sind die Verbindlichkeiten aus Liefe rung und Leistung um 105 T€ 
gesunken.  
Die Nachzahlungsbeträge aus der Abfindung und Mehra rbeit an die ausgeschiede- 
nen Mitarbeiter sind ausgezahlt worden. Dadurch ver ringern sich die sonstigen Ver- 
bindlichkeiten um 318 T€. Die Verbindlichkeit für d ie Anschaffung der Besucher- 
stühle aus dem Sanierungseuro erhöhten sich um 136 T€ auf 274 T€.         
Die ABO-Rechnungen für die neue Spielzeit wurden we gen der Sommerferienlauf- 
zeit erst kurz vor der neuen Spielzeit versandt. Da durch erfolgte der Zahlungsein- 
gang auch erst in der neuen Spielzeit. Dies ergab e ine Verminderung der pRAP Be- 
träge zum VJ für diesen Posten um 180 T€ aus Abonnements.  
1.5. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gemäß § 275 Abs. 2 HGB 
in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren. Wie im Vorjahr sind in der Bilanz 
und GuV die Zahlen des Vorjahres als Vergleichszahl en enthalten. Die Gliederung 
wurde um die Position Betriebskostenzuschüsse erweitert.

5
 
2. Bewertungs- und Abschreibungsgrundsätze 
2.1. Die Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstel- 
lungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen unter Berücksichtigung 
der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt (§ 253 Abs.1 und 3 HGB). 
 
Die im Wirtschaftsjahr neu angeschafften abnutzbare n beweglichen Wirtschaftsgü- 
ter mit Anschaffungskosten zwischen 150,01 € und 1. 000 € (netto)  wurden analog 
zum Vorjahr gemäß § 6 Abs. 2a EStG als Sammelposten  dargestellt und innerhalb 
von fünf Jahren abgeschrieben. 
 
Für den Kostümfundus unter der Betriebs- und Geschä ftsausstattung wurde ein 
Festwert gebildet. 
 
Bei den geleisteten Anzahlungen für Anlagen im Bau handelt es sich im Wesentli- 
chen um Ingenieurleistungen und Erstellungskosten z . B. Punktzuganlage Oberma- 
schinerie Großes Haus. 
 
Der Investitionskostenzuschuss durch die Stadt Müns ter wird ab dem Geschäftsjahr 
2009/2010 ff. als Betriebskostenzuschuss ausgewiese n. Diese Umbuchung ist er- 
forderlich, um die Auswirkungen des Tarifabschlusse s 2010 und die Erhöhung der 
Rückstellungsbeträge für Altersteilzeitfälle auszugleichen. 
2.2. Bei dem Finanzanlagevermögen handelt es sich u m Mitarbeiterdarlehen mit einer 
Laufzeit  von über einem Jahr abzüglich der Tilgung  und um Wertpapiere zur Absi- 
cherung der Pensionsbezüge ab dem 1.9.2008. Die Anl age der Wertpapiere erfolg- 
te bei der Deka Investment Bank. 
2.3. Die Vorräte sind durch körperliche Bestandsauf nahme ermittelt und zu Anschaf- 
fungskosten bzw. fortgeführten Anschaffungskosten g emäß § 255 Abs. 1 HGB be- 
wertet worden. Das Niederstwertprinzip ist beachtet.  
2.4. Die Wertansätze der Forderungen aus Lieferunge n und Leistungen, der Forderun- 
gen gegen die Stadt Münster und der sonstigen Vermö gensgegenstände entspre- 
chen ihren Nominalbeträgen.  
2.5. Sämtliche Verbindlichkeiten der eigenbetriebsä hnlichen Einrichtung Theater Müns- 
ter sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Rückstellungen wur- 
den in Höhe des Betrages passiviert, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurtei- 
lung notwendig ist (Erfüllungsbetrag). Die Passivie rung der Rückstellungen für Pen- 
sionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte gemäß § 22 Abs. 3 EigVO NRW i. V. 
m. § 36 Abs. 1 GemHVO NRW. 
2.6. Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem na ch vernünftiger kaufmännischer 
Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. 
Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtunge n wurden unter Berücksichtigung 
der individuellen Restlaufzeiten mit den durchschni ttlichen Marktzinssätzen der ver- 
gangenen sieben Jahre abgezinst. Es wurde der Barwe rt der Altersteilzeitverpflich- 
tungen ermittelt. 
3. Erläuterungen zur Bilanz 
3.1. Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlag evermögens wird auf den separat 
dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage  zum Anhang). Im Anlagen- 
spiegel sind, ausgehend von den gesamten Anschaffun gs- und Herstellungskosten, 
die Zugänge, Abgänge und Abschreibungen des Geschäf tsjahres gesondert aufge- 
führt.

6
Für die Folgejahre bis 2017 sind insbesondere folge nde Baumaßnahmen ge- 
plant: 
 
- Beschallung Großes Haus 
- Bestuhlung Großes Haus 
3.2. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenst ände haben in Höhe von 
791.346,26 € eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 1.242.894,16 
€ eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.  
3.3. Das Stammkapital beträgt 50.000,00 €. Es ist v oll eingezahlt. Im Zuge der Ausglie- 
derung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung wurde  wertmäßig höheres Vermö- 
gen als Schulden abzüglich des Stammkapitals überno mmen. Daher bildet sich als 
Gegenposten eine Kapitalrücklage von 4.244.893,79 € . Gegen die Stadt Münster 
(im Punkt 3.2 enthalten) gibt es außerdem Forderung en in Höhe von 1.252.160,81 
€, davon 1.242.894,16 € mit einer Laufzeit von über  einem Jahr.  Sowie Verbind- 
lichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr aus Lieferung und Leistungen 
mit einem Wert von 1.530.800,85 €.  
3.4. Das Eigenkapital und die Sonderposten für Zuwendung en haben sich im Wirt- 
schaftsjahr wie folgt entwickelt:  
 
 
 
Stand 
01.09.2012 
Zuführung Entnahmen  Stand 
31.08.2013 
 T€ T€ T€ T€ 
Stammkapital 50  0 0 50  
Kapitalrücklage 4.245  0 0 4.245  
Gewinnrücklage 48  0 -48  0 
Verlustvortrag 0 144  0 144  
Jahresfehlbetrag -192  
                     
-108  
                      
+192  
  
-108 
  Sonderposten Zuwendungen 102  0 -26  76  
 
3.5. Die Rückstellungen haben sich im Wirtschaftsjahr 2012/2013 wie folgt entwickelt 
 
 
Stand 
01.09.2012 
Inanspruch- 
nahme / 
 Auflösung 
Zuführung Stand 
31.08.2013 
 
 T€ T€ T€ T€ 
Pensionsrückstellungen     
Pension Aktive Beamte 1.361  0 99  1.460  
Beihilfe 287  0 20  307  
Gesamt Pensionsrückstellungen 1.648  0 119  1.767  
Sonstige Rückstellungen     
Mehrarbeit und ausstehender Urlaub 141  141  173  173  
Anteilige Sonderzahlungen 
 
256  
  
256  
 
261  
 
261  
 Abfindungen 43  43  0 0 
Leistungsabhängige Vergütung 124  124  139  139  
Altersteilzeit 329  79  0 250  
Unterlassene Instandhaltung 180  180  0 0 
Archivierungskosten 47  5 5 47  
Ausstehende Rechnungen 53  53  21  21  
Beratungs- und Prüfungskosten 23  23  18  18  
Prozesskosten 1 1 0 0

7
 
Nebenkostenabrechnung 
 
215  120  114  209  
Sonstige Rückstellungen 12  12  22  22  
Summe sonstige Rückstellungen 
ngen  
1.424  1.037  753  1140  
Gesamt Rückstellungen 3.072  1.037  872  2.907  
     
3.6. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkei ten haben eine Restlaufzeit von bis 
zu einem Jahr und wurden mit den Einzelpositionen gesondert ausgewiesen.  
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 
4.1. Umsatzerlöse, Eintrittspreise, Statistik:  
Umsatzerlöse T€ 
Einnahmen aus Vorstellungen 2.285  
Auswärtige Gastspiele und Gastkonzerte 341  
Nebeneinnahmen aus Vorstellungen 81  
Sonstige Umsatzerlöse 12  
 2.719 
 
Preise im Großen Haus   
Platzgattung/Reihe 
Musiktheater, Schauspiel, 
Tanztheater 
Gastspiele, sofern nicht 
Sonderpreise 
€ 
Kinder- und 
Jugendtheater 
 
 
€ 
Preisgruppe  A B C E 
Parkett, Reihe 1-14  33,00  29,00  24,00  9,00  
1. Rang Mitte, Reihe 1-3  28,00  24,00  20,00  6,50  
1. Rang Seite, Reihe 1 
2. Rang Mitte, Reihe 1  24,50  21,00 
 17,00  5,50  
1. Rang Seite, Reihe 2-3 
2. Rang Seite, Reihe 1 
2. Rang Mitte, Reihe 2-3  
20,00  17,00  13,50  5,00  
2. Rang Seite, Reihe 2-3 
3. Rang Mitte, Reihe 1  13,00  10,00 
 8,00  4,50  
3. Rang Mitte, Reihe 2 
3. Rang Seite, Reihe 1-2  5,00  5,00  5,00  4,00  
Preise im Kleinen Haus   
Platzgattung 
Musiktheater, Schau- 
spiel, Tanztheater 
Gastspiele, sofern nicht 
Sonderpreise 
€ 
Kinder- und 
Jugendtheater 
 
 
€ 
Preisgruppe  F G H 
Parkett 17,00 12,00  7,00 
Rang 13,00 9,50  5,50

8
 
 
    Besucherzahlen     
  
    2009/2010  2010/2011  2011/2012  2012/2013  
Theater 145.367  158.876  142.572  150.082  
Konzert 38.316  36.964  39.603  36.142  
Besucher insgesamt 183.683  195.840  182.175  186.224  
Anzahl der Vorstellungen 599  630  541  672  
Besucher je Vorstellung 307  311  337  277  
 
 
      Aufführungen    Platzaus- 
Theater Stücke insgesamt Besucher nutzung 
Premieren            
Musiktheater 6 80 46.061  67,29%  
Schauspiel   15 190 38.679  56,91%  
Tanztheater 6 41 12.212  65,26%  
Junges Theater 13 160 31.129  67,26%  
Gesamt 40 471 128.081  63,59%  
Wiederaufnahmen           
Musiktheater   1 4 2.078  58,24%  
Schauspiel 1 1 167  100,00%  
Junges Theater 0 0 0 0,00%  
Gesamt   2 5 2.245  60,11%  
Sonderveranstaltungen   13 74 5.492  67,63%  
fremde Gastspiele   19 35 14.264  79,04%  
Gesamt Theaterbereich   74 585 150.082  68,97%  
Konzert           
Sinfoniekonzerte 10 28 19.039  76,42%  
Kinderkonzerte   5 28 6.457  81,49%  
Rathauskonzerte 6 6 594  41,25%  
Erbdrostenhofkonzerte   5 5 903  96,06%  
taktlos 3 3 465  51,67%  
Gesamt   29 70 27.458  76,43%  
Sonderveranstaltungen 8 9 3.954  79,70%  
fremde Gastkonzerte   3 8 4.730  90,30%  
Gesamt Konzertbereich 40 87 36.142  77,97%  
Gesamt Theater Münster 114 672 186.224 67,01%

9
 
Aufführungszahlen nach Spielstätten 
  2009/2010  2010/2011  2011/2012  2012/2013  
Veränderung 
zum Vorjahr 
Theater 
Grosses Haus 199 182 173 205 32 
Kleines Haus 183 177 164 188 24 
Fremde Spielstätten 83 124 64 159 95 
Fremde Gastspiele 43 61 40 33 -7 
Gesamt   508 544 441 585 144 
Konzert 
Grosses Haus 43 31 35 32 -3 
Kleines Haus 21 28 32 32 0 
Fremde Spielstätten 17 19 21 15 -6 
Fremde Gastkonzerte 10 8 12 8 -4 
Gesamt   91 86 100 87 -13 
Gesamt Theater Münster 599 630 541 672 131 
 
Abonnementsentwicklung   
        Veränderung  Stand  
  2010/2011  2011/2012  2012/2013  Gegenüber 2013/2014 
        Vorjahr (10.02.2014) 
Theater 
Großes Haus           
Premieren-Abo 191 212 188  -24 224 
Großes Abo           
Dienstag A 147 183 153  -30 156 
Dienstag B 473 459 442  -17 491 
Mittwoch 206 206 183  -23 203 
Donnerstag 144 146 129  -17 139 
Freitag A 155 145 126  -19 145 
Freitag C 242 232 192  -40 195 
Samstag A 198 202 172  -30 175 
Kleines Schauspiel-Abo 314 356 167  -189 299 
Großes Schauspiel-Abo 0 0 14  14 25 
Kennenlern-Abo 380 402 292  -110 412 
Geschenk-Abo 492 435 343  -92 390 
So.-Nachmittag 173 205 325  120 177 
Misch-Abo 0 0 25  25 89 
Kleines Haus           
Premieren- Abo 84 79 71  -8 74 
Schauspiel-Abo 0 0 6  6 20 
Mittwoch 89 91 76  -15 64 
Freitag 94 111 61  -50 109 
Kennenlern-Abo 106 80 70  -10 82 
Geschenk-Abo 76 109 90  -19 64 
Samstag 49 54 51  -3 58 
Gesamt Theater 3.613 3.707 3.176  -531 3.591

10 
Konzert   
Sinfoniekonzerte           
Abo A 420 383 333  -50 330 
Abo B 407 394 348  -46 356 
Abo C 396 519 530  11 585 
Abo K 69 72 17  -55 90 
Rathauskonzerte 33 22 87  65 17 
Erbdrostenhofkonzerte 106 83 83  0 102 
Gesamt Konzerte 1.431 1.473 1.398 -75 1.480 
            
Gesamt Theater Münster 5.044 5.180 4.574 -606 5.071  
 
Entwicklung der Besucherorganisationen   
  
        Veränderung  Stand  
2009/2010  2010/2011  2011/2012  2012/2013  Gegenüber 2013/2014  
      Vorjahr (10.02.2014) 
Theaterring Volksbühne 687  710  687  636  -51 589  
Christl. Theatergemeinde 926  740  716  653  -63 682  
ver.di 583  658  657  412  -245 414  
Theaterjugendring 1.755  1.783  2064  1335  -729 1.347  
        
Gesamt 3.951  3.891  4.124  3.036  -1.088 3.032  
 
4.2. Zusammensetzung der Betriebskostenzuschüsse:  
 T€ 
Stadt Münster 19.000  
Land NRW 1.021  
Sonstige Zuschüsse 11  
 20.032  
4.3. Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:  
 T€ 
Zuweisung der Stadt Münster als AFA-Zuschuss 675 
Vermietung des Theaters 35  
Werbedrucke, Inserate 7 
Erstattungen 28 
Spenden 6 
Sponsoring 106  
Kantine 69  
Übrige Erträge  2 
Auflösung von Rückstellungen                               215   
Zuschreibung Anlagevermögen                         0 
 1.143

11 
 
4.4. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen: 
 T€ 
Bürobedarf 25 
Porto und Fernsprechgebühren 40 
Beiträge, Gebühren und Versicherungen 215 
Sachkosten Kantine 34 
Rechts- und Beratungsgebühren 26 
Programmheftkosten                         87 
Werbung 298  
Repräsentationskosten 6 
Reisekosten 47  
Mieten und Reparaturkosten der Instrumente 64 
Mieten und Reparaturkosten für Ausstattung Technik 169  
Wartung EDV-Software 249  
Dienstleistungen durch die Stadt Münster 315  
Kraftfahrzeugkosten 21  
Verlust aus Abgang von Vermögensgegenständen  20  
Kosten Unterhaltung Spielfertiges Haus 63 
Aus- und Fortbildungskosten Personal 29  
Sonstige Ausgaben 2 
 1.710  
  
4.5. Bei den sonstigen Steuern handelt es sich um Kraftfahrzeugsteuer. 
5. Ergänzende Angaben 
 
5.1. Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB sowie 
Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht. 
 
5.2. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl im Geschäftsjahr 2012/2013  betrug: 
 
Angestellte 309,5 
 
Beamte 6,5  
 316,0  
 
 
Die Beschäftigten verteilen sich auf folgende Funktionsbereiche innerhalb des The- 
aters Münster: 
 
Verwaltung 11,5
 
Kasse 5,5  
Hausdienste 20,0  
Bühnentechnischer Dienst 80,5  
Werkstätten 29,0  
Schauspieler 19,0

12 
Sänger 10,0  
Chor 26,0  
Orchester 67,0  
Tanz 15,0  
Künstlerisches Funktionspersonal 32,5  
 
Die einzelnen Arbeitsverhältnisse werden durch nach stehende Regelungen be- 
stimmt: 
 
 Beamtenrecht 
 Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD) 
 Normalvertrag Bühne (NV Bühne) 
 Tarifvertrag für Musiker in Kulturorchestern (TVK) . 
 
 Zusätzlich zu den fest angestellten Mitarbeitern, sind bei den nicht ständig Beschäf- 
tigten (Ersatz für abwesende eigene Kräfte, Aushilf en, Gastverpflichtungen etc.) rd. 
3.230 Abrechnungsfälle angefallen. 
 
5.3. Die Betriebsleitung bildeten die Verwaltungsdi rektorin Rita Feldmann und General- 
intendant Dr. Ulrich Peters. Die Vergütung erfolgt bei der Verwaltungsdirektorin 
nach Besoldungsgruppe A16 und beim Generalintendanten nach Sondervertrag. 
 
Gemäß § 24 Abs. 1 EigVO NRW i. V. m. § 285 Nr. 9 HG B sind für die Mitglieder der   
Betriebsleitung die Gesamtbezüge für das jeweilige Wirtschaftsjahr anzugeben. Für 
die Verwaltungsdirektorin sind im Wirtschaftsjahr V ergütungen i.H.v. 77.982,24 €   
und für den Generalintendanten i.H.v. 150.372,65 € inkl. Sonderhonorare angefal- 
len. 
 
5.4. Mit der Prüfung des Jahresabschlusses wurde na ch Beschluss des Kulturschusses   
am 22.05.2013 und erteilter Zustimmung der Gemeinde prüfungsanstalt Nordrhein-
Westfalen (GPA) vom 08.05.2013 die Wirtschaftsprüfu ngsgesellschaft Concunia 
GmbH, Münster beauftragt. Im Wirtschaftsjahr 2012/2013 wurden Aufwendungen für 
die Beratungs- und Prüfungskosten der Jahresabschlussprüfung 2012/2013 in Höhe 
von 18.000 € erfasst. Das Prüfungshonorar setzt sich wie folgt zusammen: 
 
- Abschlussprüfungsleistungen: 11.200 € (Prüfung Ja hresabschluss 2012/2013) 
- Sonstige Leistungen: 6.100 € (zusätzliche prüfung sbegleitende Beratung im 
Zusammenhang mit der Jahresabschlussprüfung 2012/2013) 
   
5.5. Der Betriebsausschuss setzte sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen: 
 
Ratsherr Dr. Dietmar Erber (CDU), Dipl.-Chemiker 
Ratsherr Franz-Pius Graf von Merveldt (CDU), Dipl.-Soziologe 
Ratsfrau Helga Welker (CDU), Bürovorsteherin 
Ratsherr Jürgen Ohm (CDU), Selbst. Galerist 
Ratsfrau Dr. Renate Düttmann-Braun (CDU), Dipl.-Volkswirtin 
Berthold Socha (CDU), Pensionär 
Alfred Holtmann (CDU), Prokurist 
Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson (SPD), Lehrerin i.R. 
Ratsherr Philipp Gabriel (SPD), Jurist 
Ratsherr Robert von Olberg (SPD), Student 
Renate Weidenfeller (SPD), Lehrerin i.R. 
Dr. Michael Werner (SPD), Historiker 
Ratsherr Tim Rohleder (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Politologe 
Dr. Ludwig Schipmann (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Angestellter/Dozent 
Martin Schulte (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Soziologe 
Ratsfrau Anne Maria Naegels (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Studentin 
Ratsherr Heinrich Götting (FDP), Kaufmann 
Christoph Jauch (FDP), Kaufmann 
 Lorenz Müller-Morenius (DIE LINKE), Freier Bildend er Künstler

13 
 
5.6. Die Mitglieder des Betriebsausschusses erhalten für ihre Tätigkeit vom Theater 
Münster keine Bezüge. 
 
5.7. Der Jahresfehlbetrag 2012/2013 in Höhe von 108.039,71 € soll nach dem Ergebnis- 
verwendungsvorschlag der Betriebsleitung auf neue Rechnung vorgetragen.  
 
 
 
 
Münster, 17. Februar 2014 
 
Rita Feldmann         
Verwaltungsdirektorin

Theater Münster 
Entwicklung des Anlagevermögens 2012/2013  
Bezeichnung Anschaffungs-/       Anschaffung-/         Buchwerte Buchwerte 
  Herstellungs-       Herstellungs- Abschreibung Abschreibung  Abschreibung  Abschreibung      
  kosten Brutto Brutto Brutto Umbuchung  kosten Brutto       kummuliert     
  01.09.2012 Zugänge Abgänge   31.08.2013 01.09.2012 Zugänge Abgänge 31.08.2013 31.08.2013 31.08.2012 
                        
                        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 38.580,65  19.001,18  0,00  0,00  57.581,83  -15.853,68  -15.340,95  0,00  -31.194,63  26.387,20  22.726,97  
                        
II. Sachanlagen                       
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.224.896,93  290.206,48  -105.641,08  64.848,02  8.474.310,35  -2.481.988,57  -748.301,21  85.930,23  
-
3.144.359,55  5.329.950,80  5.742.908,36  
                        
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 100.630,41  37.855,93  0,00  -64.848,02  73.638,32  0,00  0,00  0,00  0,00  73.638,32  100.630,41  
                        
Summe Sachanlagen 8.325.527,34  328.062,41  -105.641,08  0,00  8.547.948,67  -2.481.988,57  -748.301,21  85.930,23  
-
3.144.359,55  5.403.589,12  5.843.538,77  
                        
III. Finanzanlagen                       
Wertpapiere 319.069,16  47.289,58  0,00  0,00  366.358,74  0,00  0,00  0,00  0,00  366.358,74  319.069,16  
Ausleihungen 26.020,40  16.808,50  -21.936,40  0,00  20.892,50  0,00  0,00  0,00  0,00  20.892,50  26.020,40  
Summe Finanzanlagen 345.089,56  64.098,08  -21.936,40  0,00  387.251,24  0,00  0,00  0,00  0,00  387.251,24  345.089,56  
                        
                        
Summe Anlagevermögen 8.709.197,55  411.161,67  -127.577,48  0,00  8.992.781,74  -2.497.842,25  -763.642,16  85.930,23  
-
3.175.554,18  5.817.227,56  6.211.355,30

Lagebericht zum 31. August 2013 
 
 
 
1. Geschäftsgrundlagen 
 
Das Theater Münster ist seit dem 01.09.2008 eine ei genbetriebsähnliche Einrichtung der 
Stadt Münster entsprechend den Vorschriften der Gem eindeordnung für das Land Nord- 
rhein-Westfalen. Sie wird gemäß der Eigenbetriebsve rordnung sowie nach den Bestimmun- 
gen der Betriebssatzung für das Theater Münster gef ührt (Hinweis: Die Städtischen Bühnen 
Münster wurden zur Spielzeit 2012/2013 umbenannt in  „Theater Münster“, s. Vorlage 
V/0086/2012). 
 
Satzungsmäßiger Zweck und Gegenstand einschließlich  etwaiger Hilfs- und Nebenbetriebe 
ist die Förderung des kulturellen Lebens durch den Betrieb des Theaters Münster. Das Sin- 
fonieorchester Münster ist Bestandteil des Betriebe s. Die Einrichtung kann zur Erfüllung des 
Betriebszwecks sowohl eigene Leistungen erstellen, als auch die Bestrebungen und Aktivitä- 
ten Dritter unterstützen. Der Betriebszweck ist im Rahmen der gesamtstädtischen Zielset- 
zung der Stadt Münster, individueller Zielvereinbar ungen sowie unter Beachtung einer wirt- 
schaftlichen Leistungserbringung zu erfüllen 
. 
 
Die Einrichtung verfolgt ausschließlich und unmitte lbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des 
Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenor dnung. Sie ist selbstlos tätig und ver- 
folgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel der Einrichtung dürfen nur für die 
satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Es darf ke ine Person durch Ausgaben, die 
dem Zweck der Einrichtung fremd sind, oder durch un verhältnismäßig hohe Vergütungen 
begünstigt werden. Bei Auflösung oder Aufhebung der  Einrichtung oder bei Wegfall ihres 
bisherigen Zwecks hat die Stadt Münster ihr Vermöge n, soweit es den Wert der Sach- und 
Kapitaleinlagen übersteigt, ausschließlich für die Förderung der Kunst und Kultur zu verwen- 
den. 
 
Das Theater Münster umfasst folgende Sparten: 
 
• Musiktheater 
• Sprechtheater 
• Tanztheater 
• Junges Theater 
• Konzerte 
 
Die Betriebsleitung im Sinne der EigVO NW bilden de r Generalintendant Dr. Ulrich Peters 
und die Verwaltungsdirektorin Rita Feldmann. 
 
2. Ertragslage 
 
Das Wirtschaftsjahr 2012/2013 war in finanzieller H insicht durch einen negativen Geschäfts- 
verlauf gekennzeichnet. Der vorliegende Jahresabsch luss weist einen Jahresfehlbetrag von 
108.039,71 € aus. Gründe für diesen Jahresfehlbetra g sind neben allgemeiner Preissteige- 
rungen im Sachkostenbereich, erhebliche Kosten für Ersatzkräfte auf Grund krankheitsbe- 
dingter Ausfälle, die nur mit externem Personal auf gefangen werden konnten, sowie ein er- 
höhter Instandhaltungsaufwand. Die wirtschaftliche Situation des Theater Münsters stellt sich 
zum jetzigen Zeitpunkt noch als stabil dar.

16 
 
 
Auf Grund des höheren Besucheraufkommens um rd. 2,2  % sind die Umsatzerlöse ebenfalls 
leicht gestiegen.  
 
Die Gesamtzuschüsse (Stadt, Land) zum Betrieb des T heaters und Orchesters sind im Ver- 
gleich zum vergangenen Wirtschaftsjahr entsprechend  der festgelegten, gültigen Beschlüsse 
und Bewilligungsbescheide um  483.000 € gestiegen. Diese Erhöhung erklärt sich durch die 
Übernahme der zweiten Stufe der Tarifrunde 2012 dur ch die Stadt Münster (Vorlage 
V/0434/2012).  
 
Die Finanzierung der dritten Stufe der aktuellen Ta rifrunde ab der Spielzeit 2013/2014 i.H.v. 
563.000 € muss das Theater Münster aus dem aktuelle n unveränderten Zuschuss finanzie- 
ren. Zusätzlich dazu ist ein weiterer Konsolidierun gsbeitrag i.H.v. 137.000 € im Rahmen des 
Handlungsprogramms 2012 bis 2017 durch das Theater Münster zu erbringen. 
 
Mit der Vorlage V0702/2012/1.Ergänzung hat der Rat der Stadt Münster  das Handlungspro- 
gramms 2012 bis 2017 beschlossen, welches für das T heater Münster folgende Einzelmaß- 
nahme festgelegt hat:  
 
„Das Theater Münster leistet im Rahmen des Handlung sprogramms 2012 bis 2017 einen 
Konsolidierungsbeitrag, der bis zur Spielzeit 2016/ 17 eine Gesamthöhe von 700.000 € in der 
Ergebnisrechnung erreicht. Dieser setzt sich zusamm en aus zurzeit noch nicht finanzierten 
Tarifsteigerungen der Spielzeit 2013/14 in Höhe von  563.000 € sowie einem zusätzlichen 
Konsolidierungsbeitrag in Höhe von 137.000 €. Dazu sind Ertragssteigerungen sowie Auf- 
wandsreduzierungen bis zur geforderten Höhe stufenw eise umzusetzen. Die Verwaltung 
wird beauftragt, ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten.“ 
 
Die Umsetzung dieses Konsolidierungsbeitrages durch das Theater Münster erfolgt bereits in 
der aktuellen Spielzeit 2013/2014 (Vorlage V/0165/2013/1). 
 
Der Etat für die Personalbewirtschaftung war in der  Spielzeit 2012/2013 insgesamt ausrei- 
chend. Innerhalb des Personaletats haben sich die ü blichen vom Spielplan abhängigen Ver- 
schiebungen ergeben. Nach wie vor bilden die Zuschü sse  von Stadt und Land eine verläss- 
liche Größe im Finanzierungskonzept des Theaters Münster. 
 
Bei den Aufwendungen insgesamt ist wiederum noch ei n gutes Ergebnis erzielt worden. Die 
in vielen Bereichen gestiegenen Kosten konnten im R ahmen der dezentralen Etatverwaltung 
innerhalb des Theaters Münster durch Einsparungen i n anderen Positionen z. T. kompen- 
siert werden.  
 
3.  Spielzeitüberblick 
 
Das Besucheraufkommen hat sich in der ersten Spielz eit des neuen Generalintendanten Dr. 
Ulrich Peters im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöh t. Insgesamt besuchten 186.224 Theater- 
und Konzertinteressierte die Vorstellungen des Thea ters Münster. Dies ist eine Steigerung 
von 4.049 Besuchern gegenüber der Spielzeit 2011/2012. 
 
Im Verlauf der Spielzeit  wurden im Musiktheater,  Schauspiel, Junges Theater und Tanzthe- 
ater 40 Premieren und 2 Wiederaufnahmen gezeigt. Im Konzertspielplan des Sinfonieorches- 
ters standen neben 10 Sinfoniekonzerten zahlreiche weitere Auftritte in den einzelnen Kon- 
zertreihen. Das Programm des Theater Münsters wurde  ergänzt durch die Produktion der 
Niederdeutschen Bühne, zahlreiche Gastspiele und –k onzerte, Lesungen, Vorträge und 
Ausstellungen. Die Anzahl der Aufführungen hat sich  mit 672 im Vergleich zur vorherigen 
Spielzeit  um 131 Vorstellungen erhöht.

17 
 
Bei der Entwicklung der Abonnements im Theater- und  Konzertbereich ist ein Rückgang zu 
beobachten. Es wurden 4.574 Abonnements abgeschloss en. Damit verringerte sich die An- 
zahl der Abonnements um 606. In der aktuellen Spiel zeit 2013/2014 ist dieser Rückgang mit 
dem Abschluss von 497 neuen Abonnements weitestgehend kompensiert worden. 
 
Bei der Entwicklung der Abonnements der Besucherorg anisationen ist es zu einem Rück- 
gang von 1.088 Abonnements gekommen. Die Zahlen der  laufenden Spielzeit 2013/2014 
sind auf dem Niveau verblieben. 
 
Das Theater Münster nutzt für die Veranstaltungen n eben den eigenen Spielstätten, Großes 
und Kleines Haus, U2 und Theatertreff, eine Vielzahl externer Aufführungsorte.   
 
Musiktheater 
 
Beschwingt startete die neue Spielzeit mit Gioacchi no Rossinis komischer Oper „Der Barbier 
von Sevilla“, einem turbulenten Spiel um Liebe und materielles Glück, in dem nahezu alle 
Beteiligten von der belebenden Wirkung des Geldes i nfiziert sind. Durch Rossinis kongenia- 
le, mitreißende Musik und unter der Regie von Aron Stiehl steigerte sich das Spielgeschehen 
zu einem rauschenden Klangfest, das kurzweilig von einem Höhepunkt zum nächsten raste. 
An die Gestaden des Wolfgangsees reiste das Publiku m des Singspiels „Im weißen Rössl“, 
mit dem Dr. Ulrich Peters in Münster debütierte und  das in einer mitreißenden, farbenfrohen 
Inszenierung alpenländisches Flair in Westfalens Metropole verbreitete. 
 
Edwin Drood ist verschwunden! Sein zwielichtiger Vo rmund, ein exotisches Zwillingspaar 
eine dubiose Prinzessin und ein auf Friedhöfen bewa nderter Gruft-Experte stehen unter 
Mordverdacht! Mit DAS GEHEIMNIS DES EDWIN DROOD von  Rupert Holmes eroberte seit 
langem wieder einmal das Musical die Bühne des Groß en Hauses – und geriet prompt zum 
Kassenschlager. Das Publikum wurde eingeladen, sich  aktiv an der Suche nach dem Mörder 
zu beteiligen und sein Votum nach der Pause abzugeb en. Der von Rechts wegen „Verurteil- 
te“ bestritt dann den Ausgang des Stücks und entsch ied die entsprechende Spielfassung. 
Ein interaktives Theatererlebnis und ein Krimi-Spaß für groß und klein!  
 
Bewegende Opernliteratur stand mit SALOME von Richa rd Strauss auf dem Spielplan des 
Musiktheaters: Das Drama um die judäische Prinzessi n, die ihrem lüsternen Stiefvater den 
Kopf verdreht und schließlich den Kopf des Jochanaa n fordert, thematisierte die verhängnis- 
volle Verbindung von Macht und Eros und zeichnete d as farbenprächtigen Bild einer morbi- 
den, amoralischen Gesellschaft. Lieblichere, aber n icht weniger dramatische Töne fand Mo- 
zarts Erfolgsoper DIE ZAUBERFLÖTE, die den Streit z wischen dem mondbeherrschten 
Reich der Nacht und dem Reich der Sonne in galaktis che Sphären verlegte und als „Krieg 
der Sterne“ inszenierte. Mit der lustigen Oper NEUE S VOM TAGE von Paul Hindemith holte 
das Theater augenzwinkernd zum Schlag gegen die Bou levardpresse und die tagtäglich ge- 
nährte Lust des Bürgers, Intimitäten anderer brühwa rm serviert zu bekommen, in einem 
schillernd inszenierten Bühnenspektakel aus.  
 
Schauspiel 
 
Mit Schiller startete auch das neue Schauspielensem ble unter Frank Behnke, der sich den 
Erstlingswurf des Dramatikers „Die Räuber“ als Spie lzeitauftakt ausgesucht hatte. Die auf- 
rührerische Stimmung des Freiheitsdramas um die bei den ungleichen Brüder Karl und Franz 
Moor wurde in der Inszenierung durch Bezüge auf die  Occupy-Bewegung aktualisiert und 
geriet gerade beim jungen Publikum zum nachhaltigen  Erfolg. In der zeitgenössischen Dra- 
matik gelangen dem Schauspiel Münster zwei überzeug ende Entdeckungen von weitgehend 
unbekannten Stücken: Als Deutschsprachige Erstauffü hrung reüssierte Alexi Kaye Camp- 
bells Schauspiel „Apologia“, in dem ein Familientre ffen zu einer gnadenlosen Abrechnung 
zwischen einer Karrierefrau und ihren Kindern ausar tet. Mit Roland Schimmelpfennigs „Das 
fliegende Kind“, einem  apokalyptischen Großstadtszenario, das um  den Unfalltod eines Kin-

18 
 
des entworfen wird, konnte sogar eine Deutsche Erst aufführung für das Theater Münster 
gewonnen werden. 
 
Als große räumliche Neuerung wurde unterhalb des Kl einen Hauses eine neue Spielstätte 
etabliert: Das im Oktober eröffnete „U2“ bildet mit Plätzen für rund 50 Zuschauer ideale Vo- 
raussetzungen für kleinformatige Spielformen, unter  denen die Eröffnungspremiere, die 
Deutschsprachige Erstaufführung „Afghanistan“ von DC Moore mit ihren Blick in den Kriegs- 
alltag im Mittleren Osten ein sehr bewegendes Theatererlebnis bescherte. 
 
Regional und überregional viel gelobt glänzte das S chauspiel durch Neuentdeckungen in der 
Dramenliteratur. Tennessee Williams lange vergessen es Jugendstück FRÜHLINGSSTÜR- 
ME brachte es am Theater Münster zur Deutschsprachi gen Erstaufführungen und berührte 
als bewegendes Psychodrama über junge Menschen, die  zwischen dem eigenen körperli- 
chen Verlangen und einer sie maßregelnden Erwachsenenwelt hin- und her gerissen sind. 
 
Junges Theater 
 
Unter der neuen Intendanz wurde das Team des Jungen  Theaters durch zwei zusätzliche 
Stellen für Schauspieler erweitert, die sich in den  Inszenierungen „An der Arche um acht“ 
von Ulrich Hub – einem Stück, in dem die Frage des Glaubens an Gott gestellt wird – und 
„Verschwunden“ von Charles Way, einer modernen Adap tion des Hänsel und Gretel-Stoffs, 
erstmalig dem Münsterschen Publikum vorstellen konn ten. Das traditionelle Familienstück 
zur Weihnachtszeit lud zu einer Reise durch die Ele mente ein: „Undine, die kleine Meerjung- 
frau“ schildert die Begegnung zweier einander fremd er Welten, der Meerswelt und der Men- 
schenwelt – und die Geschichte einer ganz großen Liebe.  
 
Weniger einfach ließen sich Probleme von Jugendlich en in der Bühnenfassung von Janne 
Tellers Roman NICHTS. WAS IM LEBEN WICHTIG IST löse n: Der Berg der Bedeutung, den 
Pierre Anthons Schulkameraden aufhäuften, um den ju gendlichen Aussteiger von der Sinn- 
haftigkeit der menschlichen Existenz zu überzeigen,  forderte zunächst nur materielle Güter, 
dann aber immer schmerzvollere Opfer. Eine erschütt ernde Parabel über das Erwachsen- 
werden, Erziehung und Gewalt in unserer Gesellschaf t, mit der das Junge Theater in die 
Kontroverse um das heftig diskutierte Buch der dänischen Autorin eintrat.  
 
Tanztheater 
 
Der neue Leiter des Tanztheaters Hans Henning Paar,  der mit Dr. Ulrich Peters vom Gärt- 
nerplatztheater nach Münster gewechselt war, steht für ein erzählerisches Tanztheater, das 
– wie an den Choreografien „Macbeth“ und „Ein Sommernachtstraum“ deutlich wurde – eine 
literarische Vorlage in poetische, kraftvolle Bilder übersetzt. Auf Initiative Paars hin wurde am 
1. Dezember eine Benefiz-Tanzgala zugunsten der Aid s-Hilfe Münster veranstaltet, in der 
Solisten bedeutender europäischer Kompanien gemeins am mit der neu formierten Tanz- 
kompanie des Theaters Münster ein hochkarätiges und  abwechslungsreiches Programm 
boten.  
 
Gastchoreographin Charlotta Öfverholm hinterfragte in 4 FEET UNDER die Vergänglichkeit 
allen Irdischen und choreographierte bewegende Bilder von Tod und Trauer. 
 
 
Theater Extra 


Im Rahmenprogramm des Theaters Münster widmete sich  die Reihe „Theatergespräche“ 
aus Anlass seines 150. Geburtstags dem Gesamtwerk d es Literaturnobelpreisträgers 
Gerhart Hauptmann. Die Reihe „Gelehrte im Theater“ stellte in einem dreimonatigen Veran- 
staltungszyklus den  Komponisten Richard Wagner in den Mittelpunkt; Georg Büchners dich-

19 
 
terisches Werk wurde am Ende des Jahres von Wissens chaftlern und Schauspielern des 
Theaters vorgestellt und interpretiert. 
 
Sinfonieorchester Münster 
 
Das Sinfonieorchester Münster widmete sich in Konze rten und Opernaufführungen den gro- 
ßen Jubiläumskomponisten des Jahres, Richard Wagner, Giuseppe Verdi und Benjamin Brit- 
ten. Auf Münsters Aasee-Terrassen präsentierte es C arl Orffs CARMINA BURANA, im Cine- 
plex begleitete es den Stummfilmklassiker METROPOLI S und mit Schumanns Rheinischer 
Sinfonie ging es auf Tournee nach Mailand. Es konze rtierte mit Solisten und Gastdirigenten 
von internationalem Rang und gestaltete neben den S infoniekonzerten zwei hochkarätige 
Kammermusikreihen. In einer Fülle von Konzerten für  Kinder und Jugendliche warb es inten- 
siv um eine junge Generation. 
 
Neben dem umfänglichen Konzertprogramm wirkte das S infonieorchester Münster bei sämt- 
lichen Aufführungen des Musiktheaters mit und konnt e dabei seine Kompetenz in den unter- 
schiedlichsten musikalischen Epochen und Genres unter Beweis stellen. Zum ersten Mal seit 
mehr als sieben Jahren begleitete es wieder ein großes Musical. 
4. Finanzlage 
Durch die festgelegten Zuschusszahlungen der Stadt Münster, die kontinuierlichen Einnah- 
men aus dem Verkauf von Eintrittskarten und die Bet riebskostenzuweisungen des Landes 
NRW, ist die Liquidität im Wirtschaftsjahr 2012/2013 jederzeit gesichert gewesen. 
 
Im Wirtschaftsjahr 2012/2013 sind neben den übliche n Instandhaltungs- und Wartungsarbei- 
ten folgende größere Maßnahmen zu erwähnen: 
 
• Erneuerung des Bühnenbodens im Großen Haus 
• Erneuerung des Eingangsfoyer zum Großen Haus 
• Generalsanierung Probebühne 1 
 
In den darauf folgenden Jahren ist der Austausch ei nes Leistungsschranks geplant. Weitere 
Maßnahmen werden entsprechend einer Prioritätenlist e kurzfristig geplant und umgesetzt. 
Diese Maßnahmen werden jeweils aus eigenen Mitteln finanziert. Ab der Spielzeit 2014/2015 
ist dann die Umsetzung der Erneuerung der Bestuhlun g im Großen Haus geplant. Für die 
Finanzierung dieser Investition wird ab der Spielze it 2012/2013 auf jede Eintrittskarte ein 
Sanierungseuro erhoben, der mit dem Zweck „Erneueru ng der Bestuhlung Großes Haus“ 
verbunden ist und über mehrere Spielzeiten angespar t wird (Ratsbeschluss V/0308/2010 
Managementkontrakt mit der eigenbetriebsähnlichen E inrichtung Städtische Bühnen Müns- 
ter, inkl. 5. Finanzformel für die Spielzeiten 2012/2013 bis 2013/2014). 
  
Durch die genannten Maßnahmen wird auch für die Zuk unft sichergestellt, dass sich die Auf- 
führungen Theater Münster adäquat darstellen lassen  und die Sicherheit in allen Bereichen  
gewährleistet ist. 
  
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Theater Münst er ist nicht Eigentümerin der Gebäude. 
Die direkt an den Gebäuden anstehenden Investitione n und Instandsetzungen werden von 
der Eigentümerin Stadt Münster in enger Abstimmung mit dem Theater Münster vorgenom- 
men. 
   
5. Vermögenslage 
 
Die Bilanzsumme beziffert sich zum 31.08.2013 auf  9.384.634,35 €.

20 
 
Auf der Aktiva wird ein Anlagevermögen i.H.v. 5.817 .227,56 € und ein Umlaufvermögen, ein- 
schließlich Rechnungsabgrenzungsposten i.H.v. 3.567 .406,79 € geführt. Das Theater Müns- 
ter ist auf Grundlage einer Rahmenvereinbarung über die Bereitstellung gebäudewirtschaftli- 
cher Leistungen durch das Amt für Immobilienmanagem ent Münster Mieter des genutzten 
Gebäudebestandes. Zum Anlagevermögen gehören vorwie gend als Sachanlagen geführte 
betriebsspezifische Anlagegüter, die mit Gründung d er eigenbetriebsähnlichen Einrichtung 
Theater Münster übertragen wurden. Das Umlaufvermög en besteht vorwiegend aus Forde- 
rungen gegenüber der Stadt Münster aus Pensionen un d Transferleistungen von der Stadt- 
sparkasse an die Stadt Münster.  
 
Die Passiva weist ein Eigenkapital i.H.v. 4.042.531 ,92 € auf. Die Eigenkapitalquote beträgt 
damit 43,08 %.  Ein weiterer größerer Posten der Pa ssiva sind Rückstellungen mit einer Ge- 
samthöhe von 2.906.705,48  €. 
 
6. Nachtragsbericht 
 
Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Wirtschaftsjahres 
2012/2013 eingetreten, die eine Auswirkung auf die im Jahresabschluss dargestellte Vermö- 
gens-, Finanz- und Ertragslage haben. 
 
7. Risiko- und Prognosebericht 
 
Die aktuelle 5. Finanzformel  (Vorlage/0308/2010) i st noch bis zum Ende der Spielzeit 
2013/2014 gültig und garantiert zusammen mit der Üb ernahme der 1. und 2. Stufe der Tarif- 
runde 2010 (Vorlage 0434/2012) dem Theater Münster eine finanzielle Planungssicherheit. 
 
Mit der Vorlage V0702/2012/1. Ergänzung hat der Rat  der Stadt Münster  das Handlungs- 
programms 2012 bis 2017 beschlossen, welches für da s Theater Münster folgende Einzel- 
maßnahme festgelegt hat:  
 
„Das Theater Münster leistet im Rahmen des Handlung sprogramms 2012 bis 2017 
einen Konsolidierungsbeitrag, der bis zur Spielzeit  2016/17 eine Gesamthöhe von 
700.000 € in der Ergebnisrechnung erreicht. Dieser setzt sich zusammen aus zurzeit 
noch nicht finanzierten Tarifsteigerungen der Spiel zeit 2013/14 in Höhe von 563.000 
€ sowie einem zusätzlichen Konsolidierungsbeitrag in Höhe von 137.000 €. Dazu sind 
Ertragssteigerungen sowie Aufwandsreduzierungen bis  zur geforderten Höhe stufen- 
weise umzusetzen. Die Verwaltung wird beauftragt, e in entsprechendes Konzept zu 
erarbeiten.“ 
 
Das notwendige Konsolidierungskonzept ist vom Theat er Münster zwischenzeitlich aufge- 
stellt worden und wird bereits ab der Spielzeit 201 3/2014 stufenweise umgesetzt (Vorlage 
V/0165/2013/1. Erg.) Dadurch wird jedoch der finanz ielle Handlungsspielraum des Theaters 
Münster weiter eingeschränkt. Der Erhalt aller Spar ten ist jedoch auch unter den reduzierten 
finanziellen Rahmenbedingungen zunächst sichergestellt. 
 
Darüber hinaus belasten die kontinuierlichen Preiss teigerungen im Sachausgabenbereich 
das Budget des Theaters. Da der städtische Zuschuss  letztendlich seit der Spielzeit 
2008/2009 gedeckelt ist, mussten alle Preissteigeru ngen insb. im Energiekostensektor in- 
nerhalb des Budgets eigenständig ausgeglichen werde n. Dies hat über den Zeitraum der 
letzten 4 Spielzeiten ein strukturelles Defizit her beigeführt, das den finanziellen Handlungs- 
spielraum des Theaters Münster ebenfalls belastet. 
 
Ab der Spielzeit 2014/2015 ist zwischen der Stadt M ünster und dem Theater Münster ein 
neuer Managementkontakt, inkl. 6 Finanzformel für d ie Spielzeiten 2014/2015 bis 2018/2019 
beschlossen worden (Vorlage V/0240/2013/1. Erg.). W esentliche Punkte dieses Kontraktes 
sind:

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• Für die nachfolgenden Tarifsteigerungen im öffentl ichen Dienst während der Laufzeit 
des neuen Managementkontrakts, inkl. 6. Finanzforme l, erfolgt eine entsprechende 
Erhöhung des Zuschusses an das Theater Münster durch die Stadt Münster. 
• Die in der Spielzeit 2013/2014 (letzte Saison der aktuellen 5. Finanzformel) ab dem 
01.03.2014 anstehende Tarifsteigerung für den öffen tlichen Dienst, wird durch eine 
Zuschusserhöhung an das Theater Münster  ausgeglichen. 
• Zum Ausgleich von Preissteigerungen des bislang fes tgeschriebenen Anteils für 
Sachkosten im Gesamtzuschuss erhält das Theater Mün ster eine jährliche Zu- 
schussanpassung i.H.v. 90.000 €.  
• Zukünftige Investitionen ab einer Summe von 200.00 0 €, die nicht aus den Abschrei- 
bungen finanziert werden können, werden entsprechen d einer Dringlichkeitspriorisie- 
rung als Einzelmaßnahme dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt. 
 
Mit dieser Finanzausstattung erhält das Theater Mün ster eine Planungssicherheit für die 
kommenden Spielzeiten. Die Theaterleitung ist bemüh t, durch weitere Einnahmesteigerun- 
gen und wirtschaftlichen Ressourceneinsatz die z. Z . noch prognostizierten Fehlbeträge 
kurz- und mittelfristig zu reduzieren und rechnet a b dem Wirtschaftsjahr 2017/2018 wieder 
mit einem positiven Jahresergebnis. Die Bewilligung  von Zuschüssen durch das Land NRW 
bildet seit Jahren eine weitere konstante  und somi t verlässliche Größe der finanziellen Basis 
des Theaters Münster. Eine eventuelle Kürzung hätte  kurzfristig Auswirkungen auf die Struk- 
tur des Theaters Münster. 
 
 
8. Angabe zu den Feststellungen der Prüfung nach § 53 HGrG für 2013   
Der mit der Prüfung des Jahresabschlusses und Lageb erichtes für das Wirtschaftsjahr 
2012/2013 beauftragte Abschlussprüfer hat seine Prü fung auftragsgemäß um die Prüfung 
nach § 53 HGrG erweitert und die wesentlichen Fests tellungen in seinem Prüfungsbericht 
dargestellt. Es ergaben sich keine Feststellungen, aus denen sich für die Betriebsleitung die 
Notwendigkeit zum Handeln ergeben hätte.  
 
 
 
 
 
 
Münster, 17.Februar 2014 
 
Rita Feldmann       
Verwaltungsdirektorin

Beschlussvorlage

3232 Zeichen

V/0184/2014 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Theater Münster 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts des Theaters Münster für das 
Wirtschaftsjahr 2012/2013 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
27.03.2014 Kulturausschuss Vorberatung 
01.04.2014 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 
02.04.2014 Hauptausschuss Vorberatung 
02.04.2014 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
  
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Jahresabschluss 2012/2013 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Theater Münster, b e-
stehend aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Lagebericht der Betriebs-
leitung, wird zur Kenntnis genommen. 
 
2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2012/2013 
nebst Anhang und dem Lagebericht der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Theater Münster 
am 20.02.2014 durch die Concunia GmbH Wirtschaf tsprüfungsgesellschaft, Münster, der u n-
eingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. 
 
3. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2012/2013 weist einen Jahresfehlb e-
trag von 108.039,71 € aus. Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. 
 
4. Der Betriebsleitung de s Theaters Münster wird für das Wirtschaftsjahr 2012/2013 Entlastung 
erteilt. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Kosten der Prüfung des Jahresabschlusses 2012/2013  
im Wirtschaftsplan 2012/2013 berücksichtigt sind. 
 
 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0184/2014 
Auskunft erteilt: 
Herr Braun 
Ruf: 
59 09 121 
E-Mail: 
Braun@stadt-muenster.de  
Datum: 
06.03.2014 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0184/2014 
Begründung: 
 
Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus Münster hat im Auftrag des Theaters 
Münster mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen den Jahresabschluss 
und Lagebericht des Wirtschafts jahres 2012/2013 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gemäß   
§ 13 der Betriebssatzung des Theaters Münster dem Betriebsausschuss und dem Rat vorzulegen. 
 
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung NRW in Verbindung 
mit den handelsrechtlichen Bestimmungen aufgestellt worden. 
 
Zum Lagebericht wurde seitens der Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft festgestellt, 
dass dieser entsprechend § 25 EigVO aufgestellt worden ist, im Einklang mit dem Jahresabschluss 
steht und di e sonstigen Angaben im Lagebericht keine falsche Vorstellung von der Lage des E i-
genbetriebes vermitteln und die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend darg e-
stellt sind. 
 
Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft  erteilt dem Theat er Münster für das Wir t-
schaftsjahr 2012/2013 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. 
 
Die weiteren Einzelheiten zum Jahresabschluss 2012/2013 können den beigefügten Unterlagen 
entnommen werden. 
 
Darüber hinaus werden die Abschlussergebnisse vom Prüfung sleiter, Herrn Diplom -Betriebswirt 
Christian Trost, der Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in der Betriebsausschusssit-
zung am 27.03.2014 im Einzelnen erläutert. 
 
 
gez. 
 
 
Dr. Hanke 
Stadträtin 
 
 
 
 
 
 
Anlage: Jahresabschluss 2012/2013 Theater Münster

Beratungsverlauf (4)

27.03.2014 Kulturausschuss
TOP 6 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
01.04.2014 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 4.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
02.04.2014 Hauptausschuss
TOP 38 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
02.04.2014 Rat
TOP 36 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0184/2014
Typ
Vorlagen
Datum
20.02.2014
Erstellt
06.10.2020 14:37