V/0184/2014
Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts des Theaters Münster für das Wirtschaftsjahr 2012/2013
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Anhang + Lagebericht 2012-2013
48405 Zeichen
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung
Theater Münster
Jahresabschluss
für das
Wirtschaftsjahr 2012/2013
2
Bilanz zum 31.08.2013
A K T I V A 31.08.2013 Vorjahr
=========== € €
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 26.387,20 22.726,97
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.329.950,80 5.742.908,36
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 73.638,32 100.630,41
Summe Sachanlagen 5.403.589,12 5.843.538,77
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 366.358,74 319.069,16
Sonstige Ausleihungen 20.892,50 26.020,40
Summe Finanzanlagen 387.251,24 345.089,56
Summe Anlagevermögen 5.817.227,56 6.211.355,30
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 94.736,00 97.079,00
Summe Vorräte 94.736,00 97.079,00
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Forderung aus Lieferungen und Leistungen 759.051,70 727.202,05
Forderungen gegen die Stadt Münster
davon Forderungen gegen die Stadt Münster mit einer Laufzeit von über einem Jahr 1.242.894,16 1.242.894,16
Übrige Forderungen gegen die Stadt Münster 9.266,65 229.228,71
Summe Forderungen gegen die Stadt Münster 1.252.160,81 1.472.122,87
Sonstige Vermögensgegenstände 23.027,91 30.314,32
Summe Forderungen 2.034.240,42 2.229.639,24
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.320.881,26 1.344.926,95
Gesamtsumme Umlaufvermögen 3.449.857,68 3.671.645,19
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 117.549,11 129.763,45
S U M M E A K T I V A 9.384.634,35 10.012.763,94
=======================
P A S S I V A 31.08.2013 Vorjahr
============= € €
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklagen 4.244.893,79 4.244.893,79
III. Gewinnrücklage 48.056,83
IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag -144.322,16
V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag -108.039,71 -192.378,99
Summe Eigenkapital 4.042.531,92 4.150.571,63
B. Sonderposten für Zuwendungen 75.952,48 102.058,04
C. Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.767.576,48 1.648.423,00
II. Sonstige Rückstellungen 1.139.129,00 1.424.104,00
Summe Rückstellungen 2.906.705,48 3.072.527,00
D. Verbindlichkeiten
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.211.203,59 2.359.265,37
Verbindlichkeiten a. Lieferung u. Leistung 251.789,33 357.191,21
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 251.789,33 357.191,21
Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster 1.530.800,85
1.388.886,40
Sonstige Verbindlichkeiten 428.613,41 613.187,76
davon Steuerverbindlichkeiten 728.41 630.61
Verbindlichkeiten der sozialen Sicherheit 3.010,70 3.160,44
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.739,11 3.791,05
andere sonstige Verbindlichkeiten 424.874,30 609.396,71
Summe sonstige Verbindlichkeiten 428.613,41 613.187,76
Summe Verbindlichkeiten 2.211.203,59 2.359.265,37
E. Passive Rechnungsabgrenzungsposten 148.240,88 328.341,90
S U M M E P A S S I V A 9.384.634,35 10.012.763,94
=========================
3
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. September 2012 bis 31. August 2013
2012/2013 Vorjahr
€ €
1. Umsatzerlöse 2.718.723,17 2.657.583,28
2. Betriebskostenzuschüsse 20.032.140,55 19.629.787,49
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 9.357,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.143.410,02 1.887.663,77
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 785.183,63 715.078,96
und bezogene Ware
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.940.821,62 4.253.228,58
Summe Materialaufwand 4.726.005,25 4.968.307,54
6. Personalaufwand
a) Löhne, Gehälter und Honorare 13.397.685,88 13.549.355,09
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersvorsorgung und Unterstützung
davon für Altersversorgung 808.904,01
754.763,85
für soziale Abgaben und Unterstützung 2.607.453,22 2.491.243,80
Summe soziale Abgaben und Aufwendungen für 3.416.3 57,23 3.246.007,65
Altersvorsorgung und Unterstützung
Summe Personalaufwand 16.814.043,11
16.795.362,74
Zwischenergebnis 2.354.225,38 2.420.721,26
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 763.642.16 750.163.16
des Anlagever mögens und Sachanlagen
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.709.966,99
1.883.992,01
Zwischenergebnis -119.383,77 -213.433,91
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon von der Stadt Münster
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.017,47
27.685,56
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 441,16 251,58
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1 06.807,46 -185.999,93
12. Sonstige Steuern 1.232,25 6.379,06
Jahresfehlbetrag -108.039,71 -192.378,99
=============================================
4
Anhang für das Wirtschaftsjahr 2012/13
1. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung
1.1. Der Jahresabschluss zum 31.8.2013 ist unter Be achtung der einschlägigen Vor-
schriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff.), und den Grundsätzen ordnungs-
mäßiger Buchführung aufgestellt worden.
1.2. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Theater Münster ist zum Abschlussstichtag
eine mittelgroße Gesellschaft i. S. von § 267 Abs. 2 HGB und gem. Betriebssatzung
der Stadt Münster für das Theater Münster und § 21 Eigenbetriebsverordnung NRW
aufgestellt nach den Vorschriften für eine große Kapitalgesellschaft.
1.3. Die Rückstellungen für die Pensionsverpflichtu ngen (Altfälle) sind wie im VJ durch
die Einbuchung einer Forderung an die Stadt Münster neutralisiert.
1.4. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurd en wie im Vorjahr angewandt mit
nachfolgenden Ausnahmen und richten sich nach Punkt 1.1.. Die Bewertung der Al-
tersteilzeit entspricht grundsätzlich der Bewertun g gemäß HGB und folgt der Auf-
fassung des IDW (Institut der Wirtschaftsprüfer). D ie betreffenden Mitarbeiter befin-
den sich in der Freistellungsphase, aus diesem Grun de verringert sich der Alters-
teilzeitanspruch.
Die sich durch den Intendantenwechsel im letzten Ja hr ergebenen Gehaltsansprü-
che für die Zeit bis zum 31.08.2012 wurden in der S pielzeit 2012/2013 ausgezahlt
und durch die Inanspruchnahme von Rückstellungen ne utralisiert. Es existieren
noch zwei Abfindungsansprüche i.H.v. 14 T€ aus der Spielzeit 2011/2012 die als
Verbindlichkeit ausgewiesen werden.
Bei den Forderungen gegenüber der Stadt Münster han delt es sich um eine Forde-
rung aus dem Personalbereich (Lohnsteuer der Beamte n) und Zinseinnahmen aus
Geldanlagen von insgesamt 9 T€. Es fehlen wie im VJ noch Nebenkostenabrech-
nung und Dienstleistungen des Amtes für Immobilienm anagement. Die Rückstel-
lung der Nebenkosten und Dienstleistungen weist zum Bilanzstichtag einen Betrag
von 209 T€ aus. Prozesskosten aus der Nichtverlänge rung im NV-Bühne Bereich,
auf Grund des Intendantenwechsels, sind nicht mehr zu erwarten. Die volle Inan-
spruchnahme erfolgte im Laufe der Spielzeit.
Die Rückstellungen für den Lampenhimmel (180 T€) und die Gesamtpersonalratstä-
tigkeit (30 T€) wurden in der Spielzeit 2012/2013 e rtragswirksam aufgelöst. Die Er-
höhung der Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Mü nster resultiert daraus, dass
der Saldo im Konto Geld Transfer mit der Stadt Müns ter am Stichtag um 252 T€ ge-
stiegen und die Verbindlichkeiten aus Leistungsverr echnungen um 127 T€ gesun-
ken sind. Auch sind die Verbindlichkeiten aus Liefe rung und Leistung um 105 T€
gesunken.
Die Nachzahlungsbeträge aus der Abfindung und Mehra rbeit an die ausgeschiede-
nen Mitarbeiter sind ausgezahlt worden. Dadurch ver ringern sich die sonstigen Ver-
bindlichkeiten um 318 T€. Die Verbindlichkeit für d ie Anschaffung der Besucher-
stühle aus dem Sanierungseuro erhöhten sich um 136 T€ auf 274 T€.
Die ABO-Rechnungen für die neue Spielzeit wurden we gen der Sommerferienlauf-
zeit erst kurz vor der neuen Spielzeit versandt. Da durch erfolgte der Zahlungsein-
gang auch erst in der neuen Spielzeit. Dies ergab e ine Verminderung der pRAP Be-
träge zum VJ für diesen Posten um 180 T€ aus Abonnements.
1.5. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gemäß § 275 Abs. 2 HGB
in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren. Wie im Vorjahr sind in der Bilanz
und GuV die Zahlen des Vorjahres als Vergleichszahl en enthalten. Die Gliederung
wurde um die Position Betriebskostenzuschüsse erweitert.
5
2. Bewertungs- und Abschreibungsgrundsätze
2.1. Die Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstel-
lungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen unter Berücksichtigung
der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt (§ 253 Abs.1 und 3 HGB).
Die im Wirtschaftsjahr neu angeschafften abnutzbare n beweglichen Wirtschaftsgü-
ter mit Anschaffungskosten zwischen 150,01 € und 1. 000 € (netto) wurden analog
zum Vorjahr gemäß § 6 Abs. 2a EStG als Sammelposten dargestellt und innerhalb
von fünf Jahren abgeschrieben.
Für den Kostümfundus unter der Betriebs- und Geschä ftsausstattung wurde ein
Festwert gebildet.
Bei den geleisteten Anzahlungen für Anlagen im Bau handelt es sich im Wesentli-
chen um Ingenieurleistungen und Erstellungskosten z . B. Punktzuganlage Oberma-
schinerie Großes Haus.
Der Investitionskostenzuschuss durch die Stadt Müns ter wird ab dem Geschäftsjahr
2009/2010 ff. als Betriebskostenzuschuss ausgewiese n. Diese Umbuchung ist er-
forderlich, um die Auswirkungen des Tarifabschlusse s 2010 und die Erhöhung der
Rückstellungsbeträge für Altersteilzeitfälle auszugleichen.
2.2. Bei dem Finanzanlagevermögen handelt es sich u m Mitarbeiterdarlehen mit einer
Laufzeit von über einem Jahr abzüglich der Tilgung und um Wertpapiere zur Absi-
cherung der Pensionsbezüge ab dem 1.9.2008. Die Anl age der Wertpapiere erfolg-
te bei der Deka Investment Bank.
2.3. Die Vorräte sind durch körperliche Bestandsauf nahme ermittelt und zu Anschaf-
fungskosten bzw. fortgeführten Anschaffungskosten g emäß § 255 Abs. 1 HGB be-
wertet worden. Das Niederstwertprinzip ist beachtet.
2.4. Die Wertansätze der Forderungen aus Lieferunge n und Leistungen, der Forderun-
gen gegen die Stadt Münster und der sonstigen Vermö gensgegenstände entspre-
chen ihren Nominalbeträgen.
2.5. Sämtliche Verbindlichkeiten der eigenbetriebsä hnlichen Einrichtung Theater Müns-
ter sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Rückstellungen wur-
den in Höhe des Betrages passiviert, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurtei-
lung notwendig ist (Erfüllungsbetrag). Die Passivie rung der Rückstellungen für Pen-
sionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte gemäß § 22 Abs. 3 EigVO NRW i. V.
m. § 36 Abs. 1 GemHVO NRW.
2.6. Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem na ch vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.
Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtunge n wurden unter Berücksichtigung
der individuellen Restlaufzeiten mit den durchschni ttlichen Marktzinssätzen der ver-
gangenen sieben Jahre abgezinst. Es wurde der Barwe rt der Altersteilzeitverpflich-
tungen ermittelt.
3. Erläuterungen zur Bilanz
3.1. Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlag evermögens wird auf den separat
dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage zum Anhang). Im Anlagen-
spiegel sind, ausgehend von den gesamten Anschaffun gs- und Herstellungskosten,
die Zugänge, Abgänge und Abschreibungen des Geschäf tsjahres gesondert aufge-
führt.
6
Für die Folgejahre bis 2017 sind insbesondere folge nde Baumaßnahmen ge-
plant:
- Beschallung Großes Haus
- Bestuhlung Großes Haus
3.2. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenst ände haben in Höhe von
791.346,26 € eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 1.242.894,16
€ eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
3.3. Das Stammkapital beträgt 50.000,00 €. Es ist v oll eingezahlt. Im Zuge der Ausglie-
derung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung wurde wertmäßig höheres Vermö-
gen als Schulden abzüglich des Stammkapitals überno mmen. Daher bildet sich als
Gegenposten eine Kapitalrücklage von 4.244.893,79 € . Gegen die Stadt Münster
(im Punkt 3.2 enthalten) gibt es außerdem Forderung en in Höhe von 1.252.160,81
€, davon 1.242.894,16 € mit einer Laufzeit von über einem Jahr. Sowie Verbind-
lichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr aus Lieferung und Leistungen
mit einem Wert von 1.530.800,85 €.
3.4. Das Eigenkapital und die Sonderposten für Zuwendung en haben sich im Wirt-
schaftsjahr wie folgt entwickelt:
Stand
01.09.2012
Zuführung Entnahmen Stand
31.08.2013
T€ T€ T€ T€
Stammkapital 50 0 0 50
Kapitalrücklage 4.245 0 0 4.245
Gewinnrücklage 48 0 -48 0
Verlustvortrag 0 144 0 144
Jahresfehlbetrag -192
-108
+192
-108
Sonderposten Zuwendungen 102 0 -26 76
3.5. Die Rückstellungen haben sich im Wirtschaftsjahr 2012/2013 wie folgt entwickelt
Stand
01.09.2012
Inanspruch-
nahme /
Auflösung
Zuführung Stand
31.08.2013
T€ T€ T€ T€
Pensionsrückstellungen
Pension Aktive Beamte 1.361 0 99 1.460
Beihilfe 287 0 20 307
Gesamt Pensionsrückstellungen 1.648 0 119 1.767
Sonstige Rückstellungen
Mehrarbeit und ausstehender Urlaub 141 141 173 173
Anteilige Sonderzahlungen
256
256
261
261
Abfindungen 43 43 0 0
Leistungsabhängige Vergütung 124 124 139 139
Altersteilzeit 329 79 0 250
Unterlassene Instandhaltung 180 180 0 0
Archivierungskosten 47 5 5 47
Ausstehende Rechnungen 53 53 21 21
Beratungs- und Prüfungskosten 23 23 18 18
Prozesskosten 1 1 0 0
7
Nebenkostenabrechnung
215 120 114 209
Sonstige Rückstellungen 12 12 22 22
Summe sonstige Rückstellungen
ngen
1.424 1.037 753 1140
Gesamt Rückstellungen 3.072 1.037 872 2.907
3.6. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkei ten haben eine Restlaufzeit von bis
zu einem Jahr und wurden mit den Einzelpositionen gesondert ausgewiesen.
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
4.1. Umsatzerlöse, Eintrittspreise, Statistik:
Umsatzerlöse T€
Einnahmen aus Vorstellungen 2.285
Auswärtige Gastspiele und Gastkonzerte 341
Nebeneinnahmen aus Vorstellungen 81
Sonstige Umsatzerlöse 12
2.719
Preise im Großen Haus
Platzgattung/Reihe
Musiktheater, Schauspiel,
Tanztheater
Gastspiele, sofern nicht
Sonderpreise
€
Kinder- und
Jugendtheater
€
Preisgruppe A B C E
Parkett, Reihe 1-14 33,00 29,00 24,00 9,00
1. Rang Mitte, Reihe 1-3 28,00 24,00 20,00 6,50
1. Rang Seite, Reihe 1
2. Rang Mitte, Reihe 1 24,50 21,00
17,00 5,50
1. Rang Seite, Reihe 2-3
2. Rang Seite, Reihe 1
2. Rang Mitte, Reihe 2-3
20,00 17,00 13,50 5,00
2. Rang Seite, Reihe 2-3
3. Rang Mitte, Reihe 1 13,00 10,00
8,00 4,50
3. Rang Mitte, Reihe 2
3. Rang Seite, Reihe 1-2 5,00 5,00 5,00 4,00
Preise im Kleinen Haus
Platzgattung
Musiktheater, Schau-
spiel, Tanztheater
Gastspiele, sofern nicht
Sonderpreise
€
Kinder- und
Jugendtheater
€
Preisgruppe F G H
Parkett 17,00 12,00 7,00
Rang 13,00 9,50 5,50
8
Besucherzahlen
2009/2010 2010/2011 2011/2012 2012/2013
Theater 145.367 158.876 142.572 150.082
Konzert 38.316 36.964 39.603 36.142
Besucher insgesamt 183.683 195.840 182.175 186.224
Anzahl der Vorstellungen 599 630 541 672
Besucher je Vorstellung 307 311 337 277
Aufführungen Platzaus-
Theater Stücke insgesamt Besucher nutzung
Premieren
Musiktheater 6 80 46.061 67,29%
Schauspiel 15 190 38.679 56,91%
Tanztheater 6 41 12.212 65,26%
Junges Theater 13 160 31.129 67,26%
Gesamt 40 471 128.081 63,59%
Wiederaufnahmen
Musiktheater 1 4 2.078 58,24%
Schauspiel 1 1 167 100,00%
Junges Theater 0 0 0 0,00%
Gesamt 2 5 2.245 60,11%
Sonderveranstaltungen 13 74 5.492 67,63%
fremde Gastspiele 19 35 14.264 79,04%
Gesamt Theaterbereich 74 585 150.082 68,97%
Konzert
Sinfoniekonzerte 10 28 19.039 76,42%
Kinderkonzerte 5 28 6.457 81,49%
Rathauskonzerte 6 6 594 41,25%
Erbdrostenhofkonzerte 5 5 903 96,06%
taktlos 3 3 465 51,67%
Gesamt 29 70 27.458 76,43%
Sonderveranstaltungen 8 9 3.954 79,70%
fremde Gastkonzerte 3 8 4.730 90,30%
Gesamt Konzertbereich 40 87 36.142 77,97%
Gesamt Theater Münster 114 672 186.224 67,01%
9
Aufführungszahlen nach Spielstätten
2009/2010 2010/2011 2011/2012 2012/2013
Veränderung
zum Vorjahr
Theater
Grosses Haus 199 182 173 205 32
Kleines Haus 183 177 164 188 24
Fremde Spielstätten 83 124 64 159 95
Fremde Gastspiele 43 61 40 33 -7
Gesamt 508 544 441 585 144
Konzert
Grosses Haus 43 31 35 32 -3
Kleines Haus 21 28 32 32 0
Fremde Spielstätten 17 19 21 15 -6
Fremde Gastkonzerte 10 8 12 8 -4
Gesamt 91 86 100 87 -13
Gesamt Theater Münster 599 630 541 672 131
Abonnementsentwicklung
Veränderung Stand
2010/2011 2011/2012 2012/2013 Gegenüber 2013/2014
Vorjahr (10.02.2014)
Theater
Großes Haus
Premieren-Abo 191 212 188 -24 224
Großes Abo
Dienstag A 147 183 153 -30 156
Dienstag B 473 459 442 -17 491
Mittwoch 206 206 183 -23 203
Donnerstag 144 146 129 -17 139
Freitag A 155 145 126 -19 145
Freitag C 242 232 192 -40 195
Samstag A 198 202 172 -30 175
Kleines Schauspiel-Abo 314 356 167 -189 299
Großes Schauspiel-Abo 0 0 14 14 25
Kennenlern-Abo 380 402 292 -110 412
Geschenk-Abo 492 435 343 -92 390
So.-Nachmittag 173 205 325 120 177
Misch-Abo 0 0 25 25 89
Kleines Haus
Premieren- Abo 84 79 71 -8 74
Schauspiel-Abo 0 0 6 6 20
Mittwoch 89 91 76 -15 64
Freitag 94 111 61 -50 109
Kennenlern-Abo 106 80 70 -10 82
Geschenk-Abo 76 109 90 -19 64
Samstag 49 54 51 -3 58
Gesamt Theater 3.613 3.707 3.176 -531 3.591
10
Konzert
Sinfoniekonzerte
Abo A 420 383 333 -50 330
Abo B 407 394 348 -46 356
Abo C 396 519 530 11 585
Abo K 69 72 17 -55 90
Rathauskonzerte 33 22 87 65 17
Erbdrostenhofkonzerte 106 83 83 0 102
Gesamt Konzerte 1.431 1.473 1.398 -75 1.480
Gesamt Theater Münster 5.044 5.180 4.574 -606 5.071
Entwicklung der Besucherorganisationen
Veränderung Stand
2009/2010 2010/2011 2011/2012 2012/2013 Gegenüber 2013/2014
Vorjahr (10.02.2014)
Theaterring Volksbühne 687 710 687 636 -51 589
Christl. Theatergemeinde 926 740 716 653 -63 682
ver.di 583 658 657 412 -245 414
Theaterjugendring 1.755 1.783 2064 1335 -729 1.347
Gesamt 3.951 3.891 4.124 3.036 -1.088 3.032
4.2. Zusammensetzung der Betriebskostenzuschüsse:
T€
Stadt Münster 19.000
Land NRW 1.021
Sonstige Zuschüsse 11
20.032
4.3. Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
T€
Zuweisung der Stadt Münster als AFA-Zuschuss 675
Vermietung des Theaters 35
Werbedrucke, Inserate 7
Erstattungen 28
Spenden 6
Sponsoring 106
Kantine 69
Übrige Erträge 2
Auflösung von Rückstellungen 215
Zuschreibung Anlagevermögen 0
1.143
11
4.4. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen:
T€
Bürobedarf 25
Porto und Fernsprechgebühren 40
Beiträge, Gebühren und Versicherungen 215
Sachkosten Kantine 34
Rechts- und Beratungsgebühren 26
Programmheftkosten 87
Werbung 298
Repräsentationskosten 6
Reisekosten 47
Mieten und Reparaturkosten der Instrumente 64
Mieten und Reparaturkosten für Ausstattung Technik 169
Wartung EDV-Software 249
Dienstleistungen durch die Stadt Münster 315
Kraftfahrzeugkosten 21
Verlust aus Abgang von Vermögensgegenständen 20
Kosten Unterhaltung Spielfertiges Haus 63
Aus- und Fortbildungskosten Personal 29
Sonstige Ausgaben 2
1.710
4.5. Bei den sonstigen Steuern handelt es sich um Kraftfahrzeugsteuer.
5. Ergänzende Angaben
5.1. Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB sowie
Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht.
5.2. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl im Geschäftsjahr 2012/2013 betrug:
Angestellte 309,5
Beamte 6,5
316,0
Die Beschäftigten verteilen sich auf folgende Funktionsbereiche innerhalb des The-
aters Münster:
Verwaltung 11,5
Kasse 5,5
Hausdienste 20,0
Bühnentechnischer Dienst 80,5
Werkstätten 29,0
Schauspieler 19,0
12
Sänger 10,0
Chor 26,0
Orchester 67,0
Tanz 15,0
Künstlerisches Funktionspersonal 32,5
Die einzelnen Arbeitsverhältnisse werden durch nach stehende Regelungen be-
stimmt:
Beamtenrecht
Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD)
Normalvertrag Bühne (NV Bühne)
Tarifvertrag für Musiker in Kulturorchestern (TVK) .
Zusätzlich zu den fest angestellten Mitarbeitern, sind bei den nicht ständig Beschäf-
tigten (Ersatz für abwesende eigene Kräfte, Aushilf en, Gastverpflichtungen etc.) rd.
3.230 Abrechnungsfälle angefallen.
5.3. Die Betriebsleitung bildeten die Verwaltungsdi rektorin Rita Feldmann und General-
intendant Dr. Ulrich Peters. Die Vergütung erfolgt bei der Verwaltungsdirektorin
nach Besoldungsgruppe A16 und beim Generalintendanten nach Sondervertrag.
Gemäß § 24 Abs. 1 EigVO NRW i. V. m. § 285 Nr. 9 HG B sind für die Mitglieder der
Betriebsleitung die Gesamtbezüge für das jeweilige Wirtschaftsjahr anzugeben. Für
die Verwaltungsdirektorin sind im Wirtschaftsjahr V ergütungen i.H.v. 77.982,24 €
und für den Generalintendanten i.H.v. 150.372,65 € inkl. Sonderhonorare angefal-
len.
5.4. Mit der Prüfung des Jahresabschlusses wurde na ch Beschluss des Kulturschusses
am 22.05.2013 und erteilter Zustimmung der Gemeinde prüfungsanstalt Nordrhein-
Westfalen (GPA) vom 08.05.2013 die Wirtschaftsprüfu ngsgesellschaft Concunia
GmbH, Münster beauftragt. Im Wirtschaftsjahr 2012/2013 wurden Aufwendungen für
die Beratungs- und Prüfungskosten der Jahresabschlussprüfung 2012/2013 in Höhe
von 18.000 € erfasst. Das Prüfungshonorar setzt sich wie folgt zusammen:
- Abschlussprüfungsleistungen: 11.200 € (Prüfung Ja hresabschluss 2012/2013)
- Sonstige Leistungen: 6.100 € (zusätzliche prüfung sbegleitende Beratung im
Zusammenhang mit der Jahresabschlussprüfung 2012/2013)
5.5. Der Betriebsausschuss setzte sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Ratsherr Dr. Dietmar Erber (CDU), Dipl.-Chemiker
Ratsherr Franz-Pius Graf von Merveldt (CDU), Dipl.-Soziologe
Ratsfrau Helga Welker (CDU), Bürovorsteherin
Ratsherr Jürgen Ohm (CDU), Selbst. Galerist
Ratsfrau Dr. Renate Düttmann-Braun (CDU), Dipl.-Volkswirtin
Berthold Socha (CDU), Pensionär
Alfred Holtmann (CDU), Prokurist
Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson (SPD), Lehrerin i.R.
Ratsherr Philipp Gabriel (SPD), Jurist
Ratsherr Robert von Olberg (SPD), Student
Renate Weidenfeller (SPD), Lehrerin i.R.
Dr. Michael Werner (SPD), Historiker
Ratsherr Tim Rohleder (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Politologe
Dr. Ludwig Schipmann (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Angestellter/Dozent
Martin Schulte (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Soziologe
Ratsfrau Anne Maria Naegels (Bündnis 90/Die Grünen/GAL), Studentin
Ratsherr Heinrich Götting (FDP), Kaufmann
Christoph Jauch (FDP), Kaufmann
Lorenz Müller-Morenius (DIE LINKE), Freier Bildend er Künstler
13
5.6. Die Mitglieder des Betriebsausschusses erhalten für ihre Tätigkeit vom Theater
Münster keine Bezüge.
5.7. Der Jahresfehlbetrag 2012/2013 in Höhe von 108.039,71 € soll nach dem Ergebnis-
verwendungsvorschlag der Betriebsleitung auf neue Rechnung vorgetragen.
Münster, 17. Februar 2014
Rita Feldmann
Verwaltungsdirektorin
Theater Münster
Entwicklung des Anlagevermögens 2012/2013
Bezeichnung Anschaffungs-/ Anschaffung-/ Buchwerte Buchwerte
Herstellungs- Herstellungs- Abschreibung Abschreibung Abschreibung Abschreibung
kosten Brutto Brutto Brutto Umbuchung kosten Brutto kummuliert
01.09.2012 Zugänge Abgänge 31.08.2013 01.09.2012 Zugänge Abgänge 31.08.2013 31.08.2013 31.08.2012
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 38.580,65 19.001,18 0,00 0,00 57.581,83 -15.853,68 -15.340,95 0,00 -31.194,63 26.387,20 22.726,97
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.224.896,93 290.206,48 -105.641,08 64.848,02 8.474.310,35 -2.481.988,57 -748.301,21 85.930,23
-
3.144.359,55 5.329.950,80 5.742.908,36
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 100.630,41 37.855,93 0,00 -64.848,02 73.638,32 0,00 0,00 0,00 0,00 73.638,32 100.630,41
Summe Sachanlagen 8.325.527,34 328.062,41 -105.641,08 0,00 8.547.948,67 -2.481.988,57 -748.301,21 85.930,23
-
3.144.359,55 5.403.589,12 5.843.538,77
III. Finanzanlagen
Wertpapiere 319.069,16 47.289,58 0,00 0,00 366.358,74 0,00 0,00 0,00 0,00 366.358,74 319.069,16
Ausleihungen 26.020,40 16.808,50 -21.936,40 0,00 20.892,50 0,00 0,00 0,00 0,00 20.892,50 26.020,40
Summe Finanzanlagen 345.089,56 64.098,08 -21.936,40 0,00 387.251,24 0,00 0,00 0,00 0,00 387.251,24 345.089,56
Summe Anlagevermögen 8.709.197,55 411.161,67 -127.577,48 0,00 8.992.781,74 -2.497.842,25 -763.642,16 85.930,23
-
3.175.554,18 5.817.227,56 6.211.355,30
Lagebericht zum 31. August 2013
1. Geschäftsgrundlagen
Das Theater Münster ist seit dem 01.09.2008 eine ei genbetriebsähnliche Einrichtung der
Stadt Münster entsprechend den Vorschriften der Gem eindeordnung für das Land Nord-
rhein-Westfalen. Sie wird gemäß der Eigenbetriebsve rordnung sowie nach den Bestimmun-
gen der Betriebssatzung für das Theater Münster gef ührt (Hinweis: Die Städtischen Bühnen
Münster wurden zur Spielzeit 2012/2013 umbenannt in „Theater Münster“, s. Vorlage
V/0086/2012).
Satzungsmäßiger Zweck und Gegenstand einschließlich etwaiger Hilfs- und Nebenbetriebe
ist die Förderung des kulturellen Lebens durch den Betrieb des Theaters Münster. Das Sin-
fonieorchester Münster ist Bestandteil des Betriebe s. Die Einrichtung kann zur Erfüllung des
Betriebszwecks sowohl eigene Leistungen erstellen, als auch die Bestrebungen und Aktivitä-
ten Dritter unterstützen. Der Betriebszweck ist im Rahmen der gesamtstädtischen Zielset-
zung der Stadt Münster, individueller Zielvereinbar ungen sowie unter Beachtung einer wirt-
schaftlichen Leistungserbringung zu erfüllen
.
Die Einrichtung verfolgt ausschließlich und unmitte lbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des
Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenor dnung. Sie ist selbstlos tätig und ver-
folgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel der Einrichtung dürfen nur für die
satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Es darf ke ine Person durch Ausgaben, die
dem Zweck der Einrichtung fremd sind, oder durch un verhältnismäßig hohe Vergütungen
begünstigt werden. Bei Auflösung oder Aufhebung der Einrichtung oder bei Wegfall ihres
bisherigen Zwecks hat die Stadt Münster ihr Vermöge n, soweit es den Wert der Sach- und
Kapitaleinlagen übersteigt, ausschließlich für die Förderung der Kunst und Kultur zu verwen-
den.
Das Theater Münster umfasst folgende Sparten:
• Musiktheater
• Sprechtheater
• Tanztheater
• Junges Theater
• Konzerte
Die Betriebsleitung im Sinne der EigVO NW bilden de r Generalintendant Dr. Ulrich Peters
und die Verwaltungsdirektorin Rita Feldmann.
2. Ertragslage
Das Wirtschaftsjahr 2012/2013 war in finanzieller H insicht durch einen negativen Geschäfts-
verlauf gekennzeichnet. Der vorliegende Jahresabsch luss weist einen Jahresfehlbetrag von
108.039,71 € aus. Gründe für diesen Jahresfehlbetra g sind neben allgemeiner Preissteige-
rungen im Sachkostenbereich, erhebliche Kosten für Ersatzkräfte auf Grund krankheitsbe-
dingter Ausfälle, die nur mit externem Personal auf gefangen werden konnten, sowie ein er-
höhter Instandhaltungsaufwand. Die wirtschaftliche Situation des Theater Münsters stellt sich
zum jetzigen Zeitpunkt noch als stabil dar.
16
Auf Grund des höheren Besucheraufkommens um rd. 2,2 % sind die Umsatzerlöse ebenfalls
leicht gestiegen.
Die Gesamtzuschüsse (Stadt, Land) zum Betrieb des T heaters und Orchesters sind im Ver-
gleich zum vergangenen Wirtschaftsjahr entsprechend der festgelegten, gültigen Beschlüsse
und Bewilligungsbescheide um 483.000 € gestiegen. Diese Erhöhung erklärt sich durch die
Übernahme der zweiten Stufe der Tarifrunde 2012 dur ch die Stadt Münster (Vorlage
V/0434/2012).
Die Finanzierung der dritten Stufe der aktuellen Ta rifrunde ab der Spielzeit 2013/2014 i.H.v.
563.000 € muss das Theater Münster aus dem aktuelle n unveränderten Zuschuss finanzie-
ren. Zusätzlich dazu ist ein weiterer Konsolidierun gsbeitrag i.H.v. 137.000 € im Rahmen des
Handlungsprogramms 2012 bis 2017 durch das Theater Münster zu erbringen.
Mit der Vorlage V0702/2012/1.Ergänzung hat der Rat der Stadt Münster das Handlungspro-
gramms 2012 bis 2017 beschlossen, welches für das T heater Münster folgende Einzelmaß-
nahme festgelegt hat:
„Das Theater Münster leistet im Rahmen des Handlung sprogramms 2012 bis 2017 einen
Konsolidierungsbeitrag, der bis zur Spielzeit 2016/ 17 eine Gesamthöhe von 700.000 € in der
Ergebnisrechnung erreicht. Dieser setzt sich zusamm en aus zurzeit noch nicht finanzierten
Tarifsteigerungen der Spielzeit 2013/14 in Höhe von 563.000 € sowie einem zusätzlichen
Konsolidierungsbeitrag in Höhe von 137.000 €. Dazu sind Ertragssteigerungen sowie Auf-
wandsreduzierungen bis zur geforderten Höhe stufenw eise umzusetzen. Die Verwaltung
wird beauftragt, ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten.“
Die Umsetzung dieses Konsolidierungsbeitrages durch das Theater Münster erfolgt bereits in
der aktuellen Spielzeit 2013/2014 (Vorlage V/0165/2013/1).
Der Etat für die Personalbewirtschaftung war in der Spielzeit 2012/2013 insgesamt ausrei-
chend. Innerhalb des Personaletats haben sich die ü blichen vom Spielplan abhängigen Ver-
schiebungen ergeben. Nach wie vor bilden die Zuschü sse von Stadt und Land eine verläss-
liche Größe im Finanzierungskonzept des Theaters Münster.
Bei den Aufwendungen insgesamt ist wiederum noch ei n gutes Ergebnis erzielt worden. Die
in vielen Bereichen gestiegenen Kosten konnten im R ahmen der dezentralen Etatverwaltung
innerhalb des Theaters Münster durch Einsparungen i n anderen Positionen z. T. kompen-
siert werden.
3. Spielzeitüberblick
Das Besucheraufkommen hat sich in der ersten Spielz eit des neuen Generalintendanten Dr.
Ulrich Peters im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöh t. Insgesamt besuchten 186.224 Theater-
und Konzertinteressierte die Vorstellungen des Thea ters Münster. Dies ist eine Steigerung
von 4.049 Besuchern gegenüber der Spielzeit 2011/2012.
Im Verlauf der Spielzeit wurden im Musiktheater, Schauspiel, Junges Theater und Tanzthe-
ater 40 Premieren und 2 Wiederaufnahmen gezeigt. Im Konzertspielplan des Sinfonieorches-
ters standen neben 10 Sinfoniekonzerten zahlreiche weitere Auftritte in den einzelnen Kon-
zertreihen. Das Programm des Theater Münsters wurde ergänzt durch die Produktion der
Niederdeutschen Bühne, zahlreiche Gastspiele und –k onzerte, Lesungen, Vorträge und
Ausstellungen. Die Anzahl der Aufführungen hat sich mit 672 im Vergleich zur vorherigen
Spielzeit um 131 Vorstellungen erhöht.
17
Bei der Entwicklung der Abonnements im Theater- und Konzertbereich ist ein Rückgang zu
beobachten. Es wurden 4.574 Abonnements abgeschloss en. Damit verringerte sich die An-
zahl der Abonnements um 606. In der aktuellen Spiel zeit 2013/2014 ist dieser Rückgang mit
dem Abschluss von 497 neuen Abonnements weitestgehend kompensiert worden.
Bei der Entwicklung der Abonnements der Besucherorg anisationen ist es zu einem Rück-
gang von 1.088 Abonnements gekommen. Die Zahlen der laufenden Spielzeit 2013/2014
sind auf dem Niveau verblieben.
Das Theater Münster nutzt für die Veranstaltungen n eben den eigenen Spielstätten, Großes
und Kleines Haus, U2 und Theatertreff, eine Vielzahl externer Aufführungsorte.
Musiktheater
Beschwingt startete die neue Spielzeit mit Gioacchi no Rossinis komischer Oper „Der Barbier
von Sevilla“, einem turbulenten Spiel um Liebe und materielles Glück, in dem nahezu alle
Beteiligten von der belebenden Wirkung des Geldes i nfiziert sind. Durch Rossinis kongenia-
le, mitreißende Musik und unter der Regie von Aron Stiehl steigerte sich das Spielgeschehen
zu einem rauschenden Klangfest, das kurzweilig von einem Höhepunkt zum nächsten raste.
An die Gestaden des Wolfgangsees reiste das Publiku m des Singspiels „Im weißen Rössl“,
mit dem Dr. Ulrich Peters in Münster debütierte und das in einer mitreißenden, farbenfrohen
Inszenierung alpenländisches Flair in Westfalens Metropole verbreitete.
Edwin Drood ist verschwunden! Sein zwielichtiger Vo rmund, ein exotisches Zwillingspaar
eine dubiose Prinzessin und ein auf Friedhöfen bewa nderter Gruft-Experte stehen unter
Mordverdacht! Mit DAS GEHEIMNIS DES EDWIN DROOD von Rupert Holmes eroberte seit
langem wieder einmal das Musical die Bühne des Groß en Hauses – und geriet prompt zum
Kassenschlager. Das Publikum wurde eingeladen, sich aktiv an der Suche nach dem Mörder
zu beteiligen und sein Votum nach der Pause abzugeb en. Der von Rechts wegen „Verurteil-
te“ bestritt dann den Ausgang des Stücks und entsch ied die entsprechende Spielfassung.
Ein interaktives Theatererlebnis und ein Krimi-Spaß für groß und klein!
Bewegende Opernliteratur stand mit SALOME von Richa rd Strauss auf dem Spielplan des
Musiktheaters: Das Drama um die judäische Prinzessi n, die ihrem lüsternen Stiefvater den
Kopf verdreht und schließlich den Kopf des Jochanaa n fordert, thematisierte die verhängnis-
volle Verbindung von Macht und Eros und zeichnete d as farbenprächtigen Bild einer morbi-
den, amoralischen Gesellschaft. Lieblichere, aber n icht weniger dramatische Töne fand Mo-
zarts Erfolgsoper DIE ZAUBERFLÖTE, die den Streit z wischen dem mondbeherrschten
Reich der Nacht und dem Reich der Sonne in galaktis che Sphären verlegte und als „Krieg
der Sterne“ inszenierte. Mit der lustigen Oper NEUE S VOM TAGE von Paul Hindemith holte
das Theater augenzwinkernd zum Schlag gegen die Bou levardpresse und die tagtäglich ge-
nährte Lust des Bürgers, Intimitäten anderer brühwa rm serviert zu bekommen, in einem
schillernd inszenierten Bühnenspektakel aus.
Schauspiel
Mit Schiller startete auch das neue Schauspielensem ble unter Frank Behnke, der sich den
Erstlingswurf des Dramatikers „Die Räuber“ als Spie lzeitauftakt ausgesucht hatte. Die auf-
rührerische Stimmung des Freiheitsdramas um die bei den ungleichen Brüder Karl und Franz
Moor wurde in der Inszenierung durch Bezüge auf die Occupy-Bewegung aktualisiert und
geriet gerade beim jungen Publikum zum nachhaltigen Erfolg. In der zeitgenössischen Dra-
matik gelangen dem Schauspiel Münster zwei überzeug ende Entdeckungen von weitgehend
unbekannten Stücken: Als Deutschsprachige Erstauffü hrung reüssierte Alexi Kaye Camp-
bells Schauspiel „Apologia“, in dem ein Familientre ffen zu einer gnadenlosen Abrechnung
zwischen einer Karrierefrau und ihren Kindern ausar tet. Mit Roland Schimmelpfennigs „Das
fliegende Kind“, einem apokalyptischen Großstadtszenario, das um den Unfalltod eines Kin-
18
des entworfen wird, konnte sogar eine Deutsche Erst aufführung für das Theater Münster
gewonnen werden.
Als große räumliche Neuerung wurde unterhalb des Kl einen Hauses eine neue Spielstätte
etabliert: Das im Oktober eröffnete „U2“ bildet mit Plätzen für rund 50 Zuschauer ideale Vo-
raussetzungen für kleinformatige Spielformen, unter denen die Eröffnungspremiere, die
Deutschsprachige Erstaufführung „Afghanistan“ von DC Moore mit ihren Blick in den Kriegs-
alltag im Mittleren Osten ein sehr bewegendes Theatererlebnis bescherte.
Regional und überregional viel gelobt glänzte das S chauspiel durch Neuentdeckungen in der
Dramenliteratur. Tennessee Williams lange vergessen es Jugendstück FRÜHLINGSSTÜR-
ME brachte es am Theater Münster zur Deutschsprachi gen Erstaufführungen und berührte
als bewegendes Psychodrama über junge Menschen, die zwischen dem eigenen körperli-
chen Verlangen und einer sie maßregelnden Erwachsenenwelt hin- und her gerissen sind.
Junges Theater
Unter der neuen Intendanz wurde das Team des Jungen Theaters durch zwei zusätzliche
Stellen für Schauspieler erweitert, die sich in den Inszenierungen „An der Arche um acht“
von Ulrich Hub – einem Stück, in dem die Frage des Glaubens an Gott gestellt wird – und
„Verschwunden“ von Charles Way, einer modernen Adap tion des Hänsel und Gretel-Stoffs,
erstmalig dem Münsterschen Publikum vorstellen konn ten. Das traditionelle Familienstück
zur Weihnachtszeit lud zu einer Reise durch die Ele mente ein: „Undine, die kleine Meerjung-
frau“ schildert die Begegnung zweier einander fremd er Welten, der Meerswelt und der Men-
schenwelt – und die Geschichte einer ganz großen Liebe.
Weniger einfach ließen sich Probleme von Jugendlich en in der Bühnenfassung von Janne
Tellers Roman NICHTS. WAS IM LEBEN WICHTIG IST löse n: Der Berg der Bedeutung, den
Pierre Anthons Schulkameraden aufhäuften, um den ju gendlichen Aussteiger von der Sinn-
haftigkeit der menschlichen Existenz zu überzeigen, forderte zunächst nur materielle Güter,
dann aber immer schmerzvollere Opfer. Eine erschütt ernde Parabel über das Erwachsen-
werden, Erziehung und Gewalt in unserer Gesellschaf t, mit der das Junge Theater in die
Kontroverse um das heftig diskutierte Buch der dänischen Autorin eintrat.
Tanztheater
Der neue Leiter des Tanztheaters Hans Henning Paar, der mit Dr. Ulrich Peters vom Gärt-
nerplatztheater nach Münster gewechselt war, steht für ein erzählerisches Tanztheater, das
– wie an den Choreografien „Macbeth“ und „Ein Sommernachtstraum“ deutlich wurde – eine
literarische Vorlage in poetische, kraftvolle Bilder übersetzt. Auf Initiative Paars hin wurde am
1. Dezember eine Benefiz-Tanzgala zugunsten der Aid s-Hilfe Münster veranstaltet, in der
Solisten bedeutender europäischer Kompanien gemeins am mit der neu formierten Tanz-
kompanie des Theaters Münster ein hochkarätiges und abwechslungsreiches Programm
boten.
Gastchoreographin Charlotta Öfverholm hinterfragte in 4 FEET UNDER die Vergänglichkeit
allen Irdischen und choreographierte bewegende Bilder von Tod und Trauer.
Theater Extra
Im Rahmenprogramm des Theaters Münster widmete sich die Reihe „Theatergespräche“
aus Anlass seines 150. Geburtstags dem Gesamtwerk d es Literaturnobelpreisträgers
Gerhart Hauptmann. Die Reihe „Gelehrte im Theater“ stellte in einem dreimonatigen Veran-
staltungszyklus den Komponisten Richard Wagner in den Mittelpunkt; Georg Büchners dich-
19
terisches Werk wurde am Ende des Jahres von Wissens chaftlern und Schauspielern des
Theaters vorgestellt und interpretiert.
Sinfonieorchester Münster
Das Sinfonieorchester Münster widmete sich in Konze rten und Opernaufführungen den gro-
ßen Jubiläumskomponisten des Jahres, Richard Wagner, Giuseppe Verdi und Benjamin Brit-
ten. Auf Münsters Aasee-Terrassen präsentierte es C arl Orffs CARMINA BURANA, im Cine-
plex begleitete es den Stummfilmklassiker METROPOLI S und mit Schumanns Rheinischer
Sinfonie ging es auf Tournee nach Mailand. Es konze rtierte mit Solisten und Gastdirigenten
von internationalem Rang und gestaltete neben den S infoniekonzerten zwei hochkarätige
Kammermusikreihen. In einer Fülle von Konzerten für Kinder und Jugendliche warb es inten-
siv um eine junge Generation.
Neben dem umfänglichen Konzertprogramm wirkte das S infonieorchester Münster bei sämt-
lichen Aufführungen des Musiktheaters mit und konnt e dabei seine Kompetenz in den unter-
schiedlichsten musikalischen Epochen und Genres unter Beweis stellen. Zum ersten Mal seit
mehr als sieben Jahren begleitete es wieder ein großes Musical.
4. Finanzlage
Durch die festgelegten Zuschusszahlungen der Stadt Münster, die kontinuierlichen Einnah-
men aus dem Verkauf von Eintrittskarten und die Bet riebskostenzuweisungen des Landes
NRW, ist die Liquidität im Wirtschaftsjahr 2012/2013 jederzeit gesichert gewesen.
Im Wirtschaftsjahr 2012/2013 sind neben den übliche n Instandhaltungs- und Wartungsarbei-
ten folgende größere Maßnahmen zu erwähnen:
• Erneuerung des Bühnenbodens im Großen Haus
• Erneuerung des Eingangsfoyer zum Großen Haus
• Generalsanierung Probebühne 1
In den darauf folgenden Jahren ist der Austausch ei nes Leistungsschranks geplant. Weitere
Maßnahmen werden entsprechend einer Prioritätenlist e kurzfristig geplant und umgesetzt.
Diese Maßnahmen werden jeweils aus eigenen Mitteln finanziert. Ab der Spielzeit 2014/2015
ist dann die Umsetzung der Erneuerung der Bestuhlun g im Großen Haus geplant. Für die
Finanzierung dieser Investition wird ab der Spielze it 2012/2013 auf jede Eintrittskarte ein
Sanierungseuro erhoben, der mit dem Zweck „Erneueru ng der Bestuhlung Großes Haus“
verbunden ist und über mehrere Spielzeiten angespar t wird (Ratsbeschluss V/0308/2010
Managementkontrakt mit der eigenbetriebsähnlichen E inrichtung Städtische Bühnen Müns-
ter, inkl. 5. Finanzformel für die Spielzeiten 2012/2013 bis 2013/2014).
Durch die genannten Maßnahmen wird auch für die Zuk unft sichergestellt, dass sich die Auf-
führungen Theater Münster adäquat darstellen lassen und die Sicherheit in allen Bereichen
gewährleistet ist.
Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Theater Münst er ist nicht Eigentümerin der Gebäude.
Die direkt an den Gebäuden anstehenden Investitione n und Instandsetzungen werden von
der Eigentümerin Stadt Münster in enger Abstimmung mit dem Theater Münster vorgenom-
men.
5. Vermögenslage
Die Bilanzsumme beziffert sich zum 31.08.2013 auf 9.384.634,35 €.
20
Auf der Aktiva wird ein Anlagevermögen i.H.v. 5.817 .227,56 € und ein Umlaufvermögen, ein-
schließlich Rechnungsabgrenzungsposten i.H.v. 3.567 .406,79 € geführt. Das Theater Müns-
ter ist auf Grundlage einer Rahmenvereinbarung über die Bereitstellung gebäudewirtschaftli-
cher Leistungen durch das Amt für Immobilienmanagem ent Münster Mieter des genutzten
Gebäudebestandes. Zum Anlagevermögen gehören vorwie gend als Sachanlagen geführte
betriebsspezifische Anlagegüter, die mit Gründung d er eigenbetriebsähnlichen Einrichtung
Theater Münster übertragen wurden. Das Umlaufvermög en besteht vorwiegend aus Forde-
rungen gegenüber der Stadt Münster aus Pensionen un d Transferleistungen von der Stadt-
sparkasse an die Stadt Münster.
Die Passiva weist ein Eigenkapital i.H.v. 4.042.531 ,92 € auf. Die Eigenkapitalquote beträgt
damit 43,08 %. Ein weiterer größerer Posten der Pa ssiva sind Rückstellungen mit einer Ge-
samthöhe von 2.906.705,48 €.
6. Nachtragsbericht
Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Wirtschaftsjahres
2012/2013 eingetreten, die eine Auswirkung auf die im Jahresabschluss dargestellte Vermö-
gens-, Finanz- und Ertragslage haben.
7. Risiko- und Prognosebericht
Die aktuelle 5. Finanzformel (Vorlage/0308/2010) i st noch bis zum Ende der Spielzeit
2013/2014 gültig und garantiert zusammen mit der Üb ernahme der 1. und 2. Stufe der Tarif-
runde 2010 (Vorlage 0434/2012) dem Theater Münster eine finanzielle Planungssicherheit.
Mit der Vorlage V0702/2012/1. Ergänzung hat der Rat der Stadt Münster das Handlungs-
programms 2012 bis 2017 beschlossen, welches für da s Theater Münster folgende Einzel-
maßnahme festgelegt hat:
„Das Theater Münster leistet im Rahmen des Handlung sprogramms 2012 bis 2017
einen Konsolidierungsbeitrag, der bis zur Spielzeit 2016/17 eine Gesamthöhe von
700.000 € in der Ergebnisrechnung erreicht. Dieser setzt sich zusammen aus zurzeit
noch nicht finanzierten Tarifsteigerungen der Spiel zeit 2013/14 in Höhe von 563.000
€ sowie einem zusätzlichen Konsolidierungsbeitrag in Höhe von 137.000 €. Dazu sind
Ertragssteigerungen sowie Aufwandsreduzierungen bis zur geforderten Höhe stufen-
weise umzusetzen. Die Verwaltung wird beauftragt, e in entsprechendes Konzept zu
erarbeiten.“
Das notwendige Konsolidierungskonzept ist vom Theat er Münster zwischenzeitlich aufge-
stellt worden und wird bereits ab der Spielzeit 201 3/2014 stufenweise umgesetzt (Vorlage
V/0165/2013/1. Erg.) Dadurch wird jedoch der finanz ielle Handlungsspielraum des Theaters
Münster weiter eingeschränkt. Der Erhalt aller Spar ten ist jedoch auch unter den reduzierten
finanziellen Rahmenbedingungen zunächst sichergestellt.
Darüber hinaus belasten die kontinuierlichen Preiss teigerungen im Sachausgabenbereich
das Budget des Theaters. Da der städtische Zuschuss letztendlich seit der Spielzeit
2008/2009 gedeckelt ist, mussten alle Preissteigeru ngen insb. im Energiekostensektor in-
nerhalb des Budgets eigenständig ausgeglichen werde n. Dies hat über den Zeitraum der
letzten 4 Spielzeiten ein strukturelles Defizit her beigeführt, das den finanziellen Handlungs-
spielraum des Theaters Münster ebenfalls belastet.
Ab der Spielzeit 2014/2015 ist zwischen der Stadt M ünster und dem Theater Münster ein
neuer Managementkontakt, inkl. 6 Finanzformel für d ie Spielzeiten 2014/2015 bis 2018/2019
beschlossen worden (Vorlage V/0240/2013/1. Erg.). W esentliche Punkte dieses Kontraktes
sind:
21
• Für die nachfolgenden Tarifsteigerungen im öffentl ichen Dienst während der Laufzeit
des neuen Managementkontrakts, inkl. 6. Finanzforme l, erfolgt eine entsprechende
Erhöhung des Zuschusses an das Theater Münster durch die Stadt Münster.
• Die in der Spielzeit 2013/2014 (letzte Saison der aktuellen 5. Finanzformel) ab dem
01.03.2014 anstehende Tarifsteigerung für den öffen tlichen Dienst, wird durch eine
Zuschusserhöhung an das Theater Münster ausgeglichen.
• Zum Ausgleich von Preissteigerungen des bislang fes tgeschriebenen Anteils für
Sachkosten im Gesamtzuschuss erhält das Theater Mün ster eine jährliche Zu-
schussanpassung i.H.v. 90.000 €.
• Zukünftige Investitionen ab einer Summe von 200.00 0 €, die nicht aus den Abschrei-
bungen finanziert werden können, werden entsprechen d einer Dringlichkeitspriorisie-
rung als Einzelmaßnahme dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt.
Mit dieser Finanzausstattung erhält das Theater Mün ster eine Planungssicherheit für die
kommenden Spielzeiten. Die Theaterleitung ist bemüh t, durch weitere Einnahmesteigerun-
gen und wirtschaftlichen Ressourceneinsatz die z. Z . noch prognostizierten Fehlbeträge
kurz- und mittelfristig zu reduzieren und rechnet a b dem Wirtschaftsjahr 2017/2018 wieder
mit einem positiven Jahresergebnis. Die Bewilligung von Zuschüssen durch das Land NRW
bildet seit Jahren eine weitere konstante und somi t verlässliche Größe der finanziellen Basis
des Theaters Münster. Eine eventuelle Kürzung hätte kurzfristig Auswirkungen auf die Struk-
tur des Theaters Münster.
8. Angabe zu den Feststellungen der Prüfung nach § 53 HGrG für 2013
Der mit der Prüfung des Jahresabschlusses und Lageb erichtes für das Wirtschaftsjahr
2012/2013 beauftragte Abschlussprüfer hat seine Prü fung auftragsgemäß um die Prüfung
nach § 53 HGrG erweitert und die wesentlichen Fests tellungen in seinem Prüfungsbericht
dargestellt. Es ergaben sich keine Feststellungen, aus denen sich für die Betriebsleitung die
Notwendigkeit zum Handeln ergeben hätte.
Münster, 17.Februar 2014
Rita Feldmann
Verwaltungsdirektorin
Beschlussvorlage
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V/0184/2014 DER OBERBÜRGERMEISTER Theater Münster Betrifft Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts des Theaters Münster für das Wirtschaftsjahr 2012/2013 Beratungsfolge 27.03.2014 Kulturausschuss Vorberatung 01.04.2014 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 02.04.2014 Hauptausschuss Vorberatung 02.04.2014 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Jahresabschluss 2012/2013 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Theater Münster, b e- stehend aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Lagebericht der Betriebs- leitung, wird zur Kenntnis genommen. 2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2012/2013 nebst Anhang und dem Lagebericht der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Theater Münster am 20.02.2014 durch die Concunia GmbH Wirtschaf tsprüfungsgesellschaft, Münster, der u n- eingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. 3. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2012/2013 weist einen Jahresfehlb e- trag von 108.039,71 € aus. Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. 4. Der Betriebsleitung de s Theaters Münster wird für das Wirtschaftsjahr 2012/2013 Entlastung erteilt. II. Finanzielle Auswirkungen: Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Kosten der Prüfung des Jahresabschlusses 2012/2013 im Wirtschaftsplan 2012/2013 berücksichtigt sind. Vorlagen-Nr.: V/0184/2014 Auskunft erteilt: Herr Braun Ruf: 59 09 121 E-Mail: Braun@stadt-muenster.de Datum: 06.03.2014 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0184/2014 Begründung: Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus Münster hat im Auftrag des Theaters Münster mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein-Westfalen den Jahresabschluss und Lagebericht des Wirtschafts jahres 2012/2013 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gemäß § 13 der Betriebssatzung des Theaters Münster dem Betriebsausschuss und dem Rat vorzulegen. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung NRW in Verbindung mit den handelsrechtlichen Bestimmungen aufgestellt worden. Zum Lagebericht wurde seitens der Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft festgestellt, dass dieser entsprechend § 25 EigVO aufgestellt worden ist, im Einklang mit dem Jahresabschluss steht und di e sonstigen Angaben im Lagebericht keine falsche Vorstellung von der Lage des E i- genbetriebes vermitteln und die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend darg e- stellt sind. Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erteilt dem Theat er Münster für das Wir t- schaftsjahr 2012/2013 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die weiteren Einzelheiten zum Jahresabschluss 2012/2013 können den beigefügten Unterlagen entnommen werden. Darüber hinaus werden die Abschlussergebnisse vom Prüfung sleiter, Herrn Diplom -Betriebswirt Christian Trost, der Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in der Betriebsausschusssit- zung am 27.03.2014 im Einzelnen erläutert. gez. Dr. Hanke Stadträtin Anlage: Jahresabschluss 2012/2013 Theater Münster
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0184/2014
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 20.02.2014
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37