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V/0275/2014

Festival FLURSTÜCKE 2015

Vorlagen 13.03.2014

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 02.04.2014, TOP 35

Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

6873 Zeichen

V/0275/2014 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Kulturamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Festival FLURSTÜCKE 2015 
hier: Mittelbereitstellung 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
27.03.2014 Kulturausschuss Vorberatung 
01.04.2014 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 
02.04.2014 Hauptausschuss Vorberatung 
02.04.2014 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Die Stadt Münster unterstützt das Festival FLURSTÜCKE 015 mit einem Betrag von 250.000 €.  
 
2. Die erforderlichen Haushaltsmittel in Höhe von 250.000 € werden überplanmäßig bereitgestellt. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen 
 
Teilergebnisplan 
 
 Nr. Bezeichnung Haushaltsjahr Betrag 
€ 
Bemerkungen 
Produktgruppe 0401 Kulturmanagement/Kulturförderung    
Zeile 15 Transferaufwendungen 2014 250.000  
      
 
Den zur Finanzierung erforderlichen überplanmäßigen Aufwendungen in Höhe von 250.000 € wird 
zugestimmt.  
 
Deckung: 
Transferaufwendungen, Produktgruppe 0605 „Erzieherische und wirtschaftliche Hilfen für Fam i-
lien“. Ermächtigungsübertragung aus 2013. 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0275/2014 
Auskunft erteilt: 
Frau Dr. Kirkpatrick 
Frau Schnell 
Ruf: 
492-4191 
492-4100 
E-Mail: 
Kirkpatrick@stadt-muenster.de  
schnell@stadt-muenster.de 
Datum: 
13.03.2014 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0275/2014 
Begründung: 
 
Das Festival „Flurstücke 011“ hat zum ersten Mal 2011 stattgefunden (20. - 22. Juli 2011) und den 
Stadtraum Münster für drei Tage (und Nächte) in ein „site-specific-theatre“ verwandelt. Die vier 
renommierten Münsteraner Institutionen Theater im Pumpenhaus, Theater Titanick, Filmwerkstatt 
Münster und die Kunsthalle Münster haben gemeinsam mit der Stadt Münster (Kulturamt und 
Münster Marketing) ein für Münster neuartiges, spartenübergreifendes Programm mit performativer 
Kunst im öffentlichen Raum realisiert. Internationale Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen 
(Straßen-) Theater, Tanz, bildende Kunst und Film waren eingeladen, sich mit dem Stadtraum 
auseinanderzusetzen und haben zum Teil neue Produktionen entwickelt. Rund 25.000 Zuschauer 
erlebten die 24 Aufführungen im sommerlichen Ambiente der Stadt Münster. 
 
Außergewöhnlich war das Festival nicht nur wegen seiner sehr positiven Besucherresonanz: Die 
große mediale Aufmerksamkeit lockte nicht nur zahlreiche Besucher aller Generationen auch aus 
dem Umland in die Stadt, sondern erreichte auch ein interessiertes Fachpublikum. Auch in den 
„Social Media“ wurde eine rege Unterhaltung über das Festival geführt. 
Das Festival hat gezeigt, dass performative Aktionen die Wahrnehmung von Stadt und gesell-
schaftliche Phänomenen verändern können. „Flurstücke 011“ war ein Beispiel dafür, wie sich eine 
mutige, unkonventionelle  Experimentierfreudigkeit mit hoher Professionalität verbinden und 
gleichzeitig das Publikum (partizipatorisch) einbeziehen kann. 
 
Mit der kooperativen Programmgestaltung der beteiligten Institutionen (Theater im Pumpenhaus, 
Theater Titanick, Filmwerkstatt Münster, Kunsthalle Münster), die in ihren eigenen Programmkon-
zepten die neuesten Tendenzen der zeitgenössischen Kunst aus den jeweils unterschiedlichen 
Gattungen/Kunstrichtungen in Münster präsentieren, wurde deutlich, dass das Format ‚Flurstücke’ 
als Kulturkooperation mit hohem künstlerischen Anspruch und als gattungsübergreifende Kunst-
form am Standort Münster großes und innovatives Potential hat. 
 
Es hat sich gezeigt: Jede der vier Mitglieder dieser Festivalgemeinschaft hat seine jeweilige künst-
lerische Handschrift behalten. Zugleich war während des Festivals ein dynamischer Zusammen-
klang erlebbar, der die Stadt in Bewegung und in Spannung versetzt hat. Das Festival knüpfte da-
mit an die besondere Tradition und Kompetenz der Stadt Münster in der Auseinandersetzung von 
Kunst im öffentlichen Raum und Kunst und Öffentlichkeit an. Die „Skulpturprojekte“ haben hier für 
Münster wichtige Akzente gesetzt. „Flurstücke“ hat mit neuen künstlerischen Ansätzen aus dem 
Bereich des Performativen diese Tradition sinnvoll bereichert. Die vielfältige Spannbreite von Posi-
tionen der zeitgenössischen performativen Kunst hat in ihrer Gesamtheit eine spürbare und stadt-
durchdringende Intensität erzeugt. 
 
Nach diesem sehr erfolgreichen Auftakt im Jahr 2011 soll das Festival im Jahr 2015 neu aufgelegt 
werden. Die ursprünglichen konzeptuellen Grundgedanken des Festivals werden  beibehalten. Das 
Festival  2015 zielt wiederum darauf ab, künstlerische Beiträge auszuwählen, die sich performativ 
mit dem öffentlichen Raum  auseinandersetzen und bewusst mit temporären Aufführungen den 
urbanen Raum bespielen. In derselben  institutionellen Zusammensetzung – Theater im Pumpen-
haus, Filmwerkstatt Münster, Theater Titanick und Kunsthalle Münster – soll ein Programm konzi-
piert werden, das die Stadt erneut zur Bühne für Projekte aus den verschiedenen Bereichen Thea-
ter, Tanz, Film und  bildende Kunst verwandelt. Es sollen wiederum Inszenierungen von internatio-
nalen, aber auch (mehr noch als 2011) von in Münster und NRW lebenden Künstlern realisiert 
werden, um eine wirkungsvolle Auseinandersetzung mit den ortspezifischen Gegebenheiten – den 
architektonischen, sozialen wie ökonomischen – zu erreichen. Die verschiedenen künstlerischen 
Produktionen sollen sich dabei auf die besonderen Bedingungen und öffentlichen ‚Spielfelder’ ein-
lassen und einen vielschichtigen Dialog zwischen Kunst, Ort und Betrachter initiieren. Das Publi-
kum wird angeregt, neue, unbekannte, verlassene Orte zu entdecken oder bekannte neu zu se-
hen, um neue Sichtschneisen auf Bekanntes zu schaffen. 
 
Das Festival soll mit einem vergleichbaren Finanzbudget wie im Jahr 2011 (ca. 500.000 €) reali-
siert werden. Wie im Jahr 2011 soll sich die Finanzierung neben dem städtischen Beitrag aus wei-

- 3 - 
V/0275/2014 
teren öffentlichen Förderungen (Land NRW, Kunststiftung NRW) sowie Sponsoring Leistungen 
zusammensetzen. Entsprechende Antragstellungen sind zum Teil bereits erfolgt. 
 
Die künstlerischen Leiter des Festivals – Theater im Pumpenhaus, Theater Titanick, Filmwerkstatt 
und Kunsthalle Münster – müssen zeitnah für das „Festival 015“ Auftragsproduktionen an die 
Künstler/Künstlergruppen vergeben. Damit diese Produktionen speziell für den Stadtraum Münster 
konzipiert werden können, müssen diese Auftragsproduktionen vor ihrer Realisierung im Jahr 2015 
bereits im Jahr 2014 in Auftrag gegeben werden. Eine entsprechende Mittelzuweisung ist damit 
bereits im Jahr 2014 notwendig. 
 
In der Ratssitzung am 12.12.2013 ist verabredet worden, dass ggf. auch Ermächtigungsübertra-
gungen aus 2013 nach 2014 für eine Deckung eingesetzt werden können. Entsprechend schlägt 
die Verwaltung eine Verbesserung aus 2013 als Gegenfinanzierung vor. Eine Deckung im laufen-
den Haushalt steht nicht zur Verfügung. 
 
 
I. V. 
 
 
gez. 
Dr. Hanke 
Stadträtin

Beratungsverlauf (4)

27.03.2014 Kulturausschuss
TOP 5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
01.04.2014 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 3.7 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
02.04.2014 Hauptausschuss
TOP 37 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
02.04.2014 Rat
TOP 35 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0275/2014
Typ
Vorlagen
Datum
13.03.2014
Erstellt
06.10.2020 14:37