V/0844/2005
Zukünftige Entwicklung der städtischen Bäderlandschaft
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Anlage 1
19729 Zeichen
© Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Carl-Otto Wenzel / Kim Adam Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Jarrestr. 8 22303 Hamburg Telefon: +49 (0)40/48 00 42–0 Telefax: +49 (0)40/48 00 42–99 E-Mail: adam@wenzel-consulting.de Internet: http//www.wenzel-consulting.de Entwicklungsanalyse Bäderkonzept Stadt Münster - Ergebnispräsentation am 19. Oktober 2005 - Entwicklungsanalyse Bäderkonzept Stadt Münster - Ergebnispräsentation am 19. Oktober 2005 - - ANLAGE 1 - © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft ⇓⇓ Nachfrager - Öffentlichkeit - Schulen - Vereine, Sonstige Auftraggeber - Stadt Münster - Politik - Stärken- und Schwächen- analyse der Bäder - Konkurrenzanalyse Teil D: Auswahl der Entwicklungsvarianten Darstellung von 3 bis 5 Szenarien ⇓ Teil C: Handlungsprofil Angebotsprofil + Bedarfsprofil Marktanalyse Teil B: BedarfsanalyseTeil A: Angebotsanalyse Aufbau der StudieAufbau der Studie © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Teil A: Angebotsanalyse –Bäder der Stadt Münster Teil A: Angebotsanalyse –Bäder der Stadt Münster Bäderlandschaft der Stadt Münster im Jahr 2004 © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Teil A: Angebotsanalyse –Bäder der Stadt Münster Teil A: Angebotsanalyse –Bäder der Stadt Münster Folgende Parameter wurden für jedes Bad untersucht: u Urbane Rahmenbedingungen Ø Standort Ø Grundstück Ø MIV-Anbindung Ø ÖPNV-Anbindung Ø Parkplätze u Gebäudecharakteristika Ø Zustand Gebäude und Technik Ø Gebäudepotenzial Ø Funktionelle Anbindung Ø Behindertengerechtigkeit Ø Innenraumgestaltung © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Teil A: Angebotsanalyse –Bäder der Stadt Münster Teil A: Angebotsanalyse –Bäder der Stadt Münster u Determinanten des Angebots Ø Vorplatz Ø Eingangsbereich Ø Umkleiden Ø Duschen/Sanitärbereiche Ø Schwimmerbecken Ø Sprunganlage Ø Lehrschwimmbecken Ø Planschbecken Ø Sonstige Becken Ø Beckenumgangsbereich Ø Saunabereich Ø Bräunungsanlage Ø Gastronomieangebot Ø Schwimmunterricht Ø Wasseranimation Ø Außenbereich Ø Sonstige Angebote © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Teil A: Angebotsanalyse –Bäder der Stadt Münster Teil A: Angebotsanalyse –Bäder der Stadt Münster u Determinanten der Nachfrage Ø Nutzungszeiten Ø Besuche Ø Auslastungsgrade Ø Kapazitäten u Wirtschaftlichkeit Ø Erlöse Ø Koste Ø Betriebskostenzuschuss (DB I) Ø Kostendeckungsgrad © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft 74 Mitbewerber + 2 Planungen Teil A: Angebotsanalyse –Konkurrenzanalyse Teil A: Angebotsanalyse –Konkurrenzanalyse 12 10 8 7 9 1 2 411 6 15 13 1 2 7 13 2 10 11 16 14 12 18 1 15 6 4 8 12 10 9 8 7 6 5 4 3 14 11 2 1 19 18 17 16 15 23 24 22 21 20 3 13 3 Legende: Hallenbad Freizeitbad/Saunaanlage Frei- und Naturbad/ Badesee Planungen Standorte in Münster: Hallenbad Freibad 5 17 16 9 17 22 23 21 19 13 5 20 12 10 8 7 9 1 2 411 6 15 13 1 2 7 13 2 10 11 16 14 12 18 1 15 6 4 8 12 10 9 8 7 6 5 4 3 14 11 2 1 19 18 17 16 15 23 24 22 21 20 3 13 3 Legende: Hallenbad Freizeitbad/Saunaanlage Frei- und Naturbad/ Badesee Planungen Standorte in Münster: Hallenbad Freibad 5 17 16 9 17 22 23 21 19 13 5 20 © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Ergebnisse der Bewertungen: Gewichtete Ergebnisse Teil A: Angebotsanalyse –Angebotsprofil Teil A: Angebotsanalyse –Angebotsprofil 956213468Rang Hallenbäder 41313317920253337Punkte WolbeckSüdRoxelOstMitteKinder- haus HiltrupHandorfAmels- büren Bad 424163Rang Freibäder 221422132920Punkte SudmühleStapels- kotten NienbergeHiltrupHandorfDJK CoburgBad © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Teil B: Bedarfsanalyse –Bedarf der Auftraggeber Teil B: Bedarfsanalyse –Bedarf der Auftraggeber Expertenworkshop vom 24.08.2005 mit Vertretern aus Verwaltung und Politik u Themenschwerpunkte: Ø Zielgruppenorientierung Ø Alternative Bademöglichkeiten Ø Wirtschaftlichkeit Ø Steigerung der Attraktivität Ø Struktur der Bäderlandschaft Ø Auslastungsgrade Ø Tarifpolitik Ø Events © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Teil B: Bedarfsanalyse –Bedarf der ÖffentlichkeitTeil B: Bedarfsanalyse –Bedarf der Öffentlichkeit Der Bedarf wurde auf Basis der definierten Versorgungsgebiete de r Bäder untersucht: u Sozioökonomische Rahmendaten Ø Bevölkerungspotenzial absolut Ø Bevölkerungsdichte Ø Altersstruktur Ø Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2013 Ø Durchschnittliche Haushaltsgröße Ø Kaufkraftkennziffer © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Teil B: Bedarfsanalyse - Bedarf der ÖffentlichkeitTeil B: Bedarfsanalyse - Bedarf der Öffentlichkeit u Bedeutung der Bäder für die Kernnutzergruppen Ø Bedarf der Öffentlichkeit Ø Bedarf der Schulen Ø Bedarf der Vereine und sonstigen Gruppen Ø Abgleich des möglichen und tatsächlichen Besuchsaufkommens unter Berücksichtigung: - des Schwimmverhaltens der Münsteraner Bevölkerung, - der Entwicklung der Schülerzahlen - der Entwicklung der Vereinsmitgliedschaften in Schwimmsportvereinen und -sparten © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Unterschiede: • Bedarf an Kapazitäten für Schulen ↔ Auslastungsgrade • 50-m-Wettkampfbecken ↔ Entwicklung Vereinsmitglieder • Erreichbarkeit der Bäder • Wirtschaftlichkeit Übereinstimmungen: • Vielzahl an Hallen- und Freibädern • Angebot ist traditionell, eintönig, austauschbar, keine Positionierung • Wahrnehmung als sympathisch • Preiswert Teil B: Bedarfsanalyse –BedarfsabgleichTeil B: Bedarfsanalyse –Bedarfsabgleich funorientiert kommunikativ 321123 vielfältig schulfreundlich vereinsfreundlich sport-/wettkampforientiert aktiv modern unkomfortabel schlecht verfügbar passiv unkommunikativ nicht gesundheitsorientiert langweilig nicht sport-/wettkampforientiert vereinsunfreundlich schulunfreundlich eintönig traditionell 3 32 21 1 sehr - zutreffend - bedingtbedingt - zutreffend - sehr sehr - zutreffend - bedingtbedingt - zutreffend - sehr sympathisch zahlreich vorhanden familienfreundlich gesundheitsorientiert außergewöhnlich persönlich preiswert gut erreichbar gut verfügbar komfortabel wirtschaftlich unwirtschaftlich schlecht erreichbar teuer unsympathisch anonym austauschbar familienfeindlich nicht zahlreich vorhanden Auftraggeber Nachfrager © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Teil B: Bedarfsanalyse –BedarfsprofilTeil B: Bedarfsanalyse –Bedarfsprofil 877382605868688895Punkte Hallenbäder 756213389Rang WolbeckSüdRoxelOstMitteKinder- haus HiltrupHandorfAmels- büren Bad 453856384135Punkte Freibäder 526241Rang SudmühleStapelskottenNienbergeHiltrupHandorfDJK CoburgBad Ergebnisse der Bewertungen: Gewichtete Ergebnisse © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft u HB Mitte: zentrale Versorgungseinrichtung mit hohem Positionierungspotenzial im Bereich Sport, Fitness und Unterhaltung u HB Ost: Positionierungspotenzial in den Segmenten Sport/Fitness und Erholung/Entspannung (Wellness) u HB Kinderhaus: Problem Sanierungsstau, generell nicht verzichtbar u HB Hiltrup: s. Kinderhaus u HB Süd: Problem Sanierungsstau, ggf. als Sportbad denkbar (Neubau!) u Alle übrigen Hallenbäder: kein Positionierungspotenzial => Versorgungsstätten Teil C: HandlungsprofilTeil C: Handlungsprofil Hallenbäder 856213479Rang 12810411577678893121132Gesamtergebnis 877382605868688895 Ergebnis Bedarfsprofil 41313317920253337 Ergebnis Angebotsprofil Wol- beck SüdRoxelOstMitteKinder- haus HiltrupHandorfAmels- bürenBewertungskriterien © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft u FB Hiltrup: unverzichtbar unter Angebots- und Nachfragegesichtspunkten u FB Stapelskotten: hohe Bedeutung des Bades u FB DJK Coburg: zentraler Standort, aber hoher Sanierungsstau und Fremdbetreiber u FB Sudmühle: charmant, aber starke Standortdefizite und Fremdbetreiber u FB Handorf: starke Standortdefizite u FB Nienberge: starke Standortdefizite Freibäder Teil C: HandlungsprofilTeil C: Handlungsprofil 426153Rang 675278517055Gesamtergebnis 453856384135 Ergebnis Bedarfsprofil 221422132920 Ergebnis Angebotsprofil SudmühleStapels- kotten Nienberge HiltrupHandorfDJK CoburgBewertungskriterien © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Ergebnis der Marktanalyse Teil C: HandlungsprofilTeil C: Handlungsprofil Handorf Nienberge Sudmühle Amelsbüren Handorf DJK CoburgRoxel Süd Wolbeck Hiltrup Stapelskotten Hiltrup Kinderhaus Mitte Ost Freibäder BewertungHallenbäder © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Szenario I u Fortschreibung des Ist-Zustandes: alle Hallenbäder, alle Freibäder, keine Schließungen u Sanierungen, geringfügige Attraktivierungsmaßnahmen u Entwicklung Individualbesuche (Ist: 768.390): kurzfristig gleichbleibend, mittelfristig rückläufig u Auswirkungen auf Schulversorgung (Ist: 169.000): keine u Auswirkungen auf Vereinsversorgung (Ist: 138.310): keine u Sanierungsaufwand (netto): mindestens 38,65 Mio. EUR u Sonstige Investitionen: ca. 0,5 Mio. EUR u Entwicklung Erlöse (Ist: 1,63 Mio. EUR): geringfügig auf 1,87 Mio. EUR steigend durch höhere Entgelte u Entwicklung variable Kosten (Ist: 5,76 Mio. EUR): mit 5,69 Mio. EUR etwas niedriger aufgrund von Sanierungen u Entwicklung fixe Kosten: um rd. 3,7 Mio. EUR steigend u Zuschussbedarf (DB I; Ist: -4,14 Mio. EUR): mit 3,83 Mio. EUR niedriger Teil D: Auswahl der EntwicklungsvariantenTeil D: Auswahl der Entwicklungsvarianten © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft u Minimalkonfiguration: 4 Hallenbäder, alle anderen Bäder werden g eschlossen oder verkauft u Sanierung der Bäder: reine Bestandssanierungen, keine Attraktivierungen u Entwicklung Individualbesuche: extrem rückläufig (nur noch rd.15 3.000) u Auswirkungen auf Schulversorgung: gleichbleibende Versorgung ist sichergestellt u Auswirkungen auf Vereinsversorgung: gleichbleibende Versorgung i st sichergestellt u Sanierungsaufwand (netto): 9,3 Mio. EUR u Sonstige Investitionen: 2,05 Mio. EUR für Rückbau geschlossener Bäder u Entwicklung Erlöse: mit 0,59 Mio. EUR stark rückläufig aufgrund sinkender Besuchszahlen u Entwicklung variable Kosten: mit 2,12 Mio. EUR um über 50% niedr iger als im Ist - Zustand u Entwicklung fixe Kosten: steigend aufgrund Sanierungsinvestition en (rd. 0,89 Mio. EUR) u Zuschussbedarf (DB I): bedeutend niedriger als Ist -Zuschussbedarf (rd. 1,53 Mio. EUR) Teil D: Auswahl der EntwicklungsvariantenTeil D: Auswahl der Entwicklungsvarianten Szenario II © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft uDarstellung in drei Varianten unter folgenden Prämissen Ø Wirtschaftlich tragfähig Ø Gewährleistung quantitativ sehr guter Versorgungsgrade für Schulen und Vereine Ø Geringst mögliche Anfahrzeiten Ø Erfüllung des kommunalen Versorgungsauftrags der Bevölkerung mit nachfragegerechten Hallen- und Freibädern uGeeignete Realisierungskonfigurationen: Ø Variante 1: Zentrale Versorgung Ø Variante 2: Dezentrale Versorgung Ø Variante 3: Maximalversorgung Teil D: Auswahl der EntwicklungsvariantenTeil D: Auswahl der Entwicklungsvarianten Szenario III © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft uZielgruppen: - Einwohner des Bezirks - Sport- und Fitnessorientierte - Schulen und Vereine uEmpfehlungen zum Angebotsmix: - Schaffung eines Gymnastikraumes und Etablierung von Kursangeboten (Wasser- und Trockensport) - Treffpunkt/Kommunikationsfunktion durch z.B. Bistro-Ausgabestation - Personenbesetzten Empfang schaffen Teil D: Auswahl der EntwicklungsvariantenTeil D: Auswahl der Entwicklungsvarianten Szenario III - Positionierung der Bäder Hallenbad Hiltrup: Sportbad + Kursangebot © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft uZielgruppen: - Sportschwimmer - Familien mit (kleinen) Kindern - Schulen und Vereine uEmpfehlungen zum Angebotsmix: - Schaffung von lebendigen Wasser- und Trockenattraktionen für (jüngere) Kinder - Aktivierung der ehemaligen Gastronomiefläche für Trockenspiele und Kindergeburtstage - Kommunikationsfunktion/Treffpunkt, z.B. Bistrostation auf einer Aufenthaltsfläche, installieren (Nähe Schwimmmeisterkabine) Teil D: Auswahl der EntwicklungsvariantenTeil D: Auswahl der Entwicklungsvarianten Szenario III - Positionierung der Bäder Hallenbad Kinderhaus: Sport- und Familienbad © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Teil D: Auswahl der EntwicklungsvariantenTeil D: Auswahl der Entwicklungsvarianten Szenario III - Positionierung der Bäder Hallenbad Mitte: Sport-, Fitness- und Erlebnisbad uZielgruppen: - Sport-, Fitness- und Lifestyleorientierte, - Jugendliche, Studenten - Singles und Paare - Schulen und Vereine uEmpfehlungen zum Angebotsmix: - Zusatzattraktion, z.B. Rutsche - Anbau eines Fitnessclubs mit Sportsauna (Optionale Mitgliedschaften: Nur Fitness, Fitness + Wassersport) - Umwidmung des Fitnessraums in einen Gymnastikraum für Trockenkurs- angebote (sonst Aufgabe!) - Reaktivierung der personenbesetzten Kasse, Schaffung einer Empfangs- situation © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Teil D: Auswahl der EntwicklungsvariantenTeil D: Auswahl der Entwicklungsvarianten Szenario III - Positionierung der Bäder Hallenbad Ost: Sport- und Wellnessbad uZielgruppen: - Sportmotivierte, - Erholungs- und Entspannungssuchende, Saunagänger - Singles und Paare - Kernzielgruppen ab 30 Jahren - Schulen und Vereine uEmpfehlungen zum Angebotsmix: - Schaffung eines Entspannungsbeckens, alternativ: 1. im heutigen Springer- becken oder 2. Anbau als Kaskaden-Innen- und –Außenbecken => dann Sole und ausreichend Liegeflächen möglich - Neuer Saunabereich mit großzügigem Saunagarten - Deutliche Attraktivierung der vorhandenen Gastronomie, Öffnung zum Ein- gang und zur Schwimmhalle (Treffpunkt/Kommunikationsfunktion), Ergänzung um Saunagastronomie - Etablierung einer Empfangssituation durch personenbesetzte Kasse © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Teil D: Auswahl der EntwicklungsvariantenTeil D: Auswahl der Entwicklungsvarianten Szenario III - Positionierung der Bäder Hallenbad Süd: Zentrales Sportbad uZielgruppen: - Schul- und Vereinsschwimmer - Öffentlichkeit nur bei Betrieb als Ganzjahresbad uEmpfehlungen zum Angebotsmix: - Abriss + Neubau mit dem Ziel geringerer Kosten - Kompaktes Versorgungsbad - 25m-Sportbecken mit 8 Bahnen (Variante 1) - 25m-Sportbecken mit 5 Bahnen als OpenAire-Konstruktion („Schiebedacheffekt“, Variante 3) © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft uHallenbäder Ø Sportbad Hiltrup Ø Sport- und Familienbad Kinderhaus Ø Sport-, Fitness- und Erlebnisbad Mitte Ø Sport- und Wellnessbad Ost Ø Zentrales Schul- und Vereinsbad Süd uFreibäder Ø Schwerpunkt Sport und Erlebnis: FB Hiltrup Ø Schwerpunkt Sport und Entspannung: FB Stapelskotten DJK Coburg und Sudmühle werden nicht von der Stadt Münster betrieben und bleiben unberücksichtigt. Schließung und Rückbau der übrigen Bäder, Vermarktung der Grundstücke. Teil D: Auswahl der EntwicklungsvariantenTeil D: Auswahl der Entwicklungsvarianten Szenario III –Variante 1: Zentrale Versorgung © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft uHallenbäder Ø Sportbad Hiltrup Ø Sport- und Familienbad Kinderhaus Ø Sport-, Fitness- und Erlebnisbad Mitte Ø Sport- und Wellnessbad Ost Ø Dezentrale Schul- und Vereinsbäder in Roxel und Wolbeck uFreibäder Ø Schwerpunkt Sport und Erlebnis: FB Hiltrup Ø Schwerpunkt Sport und Entspannung: FB Stapelskotten DJK Coburg und Sudmühle werden nicht von der Stadt Münster betrieben und bleiben unberücksichtigt. Schließung und Rückbau der übrigen Bäder, Vermarktung der Grundstücke. Teil D: Auswahl der EntwicklungsvariantenTeil D: Auswahl der Entwicklungsvarianten Szenario III –Variante 2: Dezentrale Versorgung © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft uHallenbäder Ø Sportbad Hiltrup Ø Sport- und Familienbad Kinderhaus Ø Sport-, Fitness- und Erlebnisbad Mitte Ø Sport- und Wellnessbad Ost Ø Ganzjahresbad Süd mit „Schiebedacheffekt“ Ø Dezentrale Schul- und Vereinsbäder in Roxel und Wolbeck uFreibäder Ø Schwerpunkt Sport und Erlebnis: FB Hiltrup Ø Schwerpunkt Sport und Entspannung: FB Stapelskotten Ø Süd (als Ganzjahresbad mit „Schiebedacheffekt“) DJK Coburg und Sudmühle werden nicht von der Stadt Münster betrieben und bleiben unberücksichtigt Schließung und Rückbau der übrigen Bäder, Vermarktung der Grundstücke. Teil D: Auswahl der EntwicklungsvariantenTeil D: Auswahl der Entwicklungsvarianten Szenario III –Variante 3: Maximalversorgung © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Teil D: Auswahl der EntwicklungsvariantenTeil D: Auswahl der Entwicklungsvarianten Zusammenfassung Szenarien I bis III Hiltrup Stapelskotten Süd Hiltrup Stapelskotten Hiltrup Stapelskotten ./.DJKCoburg Handorf Hiltrup Nienberge Stapelskotten Sudmühle Bäderbestand FB Hiltrup Kinderhaus Mitte Ost Roxel Süd Wolbeck Hiltrup Kinderhaus Mitte Ost Roxel Wolbeck Hiltrup Kinderhaus Mitte Ost Süd Hiltrup Kinderhaus Mitte Ost Amelsbüren Handorf Hiltrup Kinderhaus Mitte Ost Roxel Süd Wolbeck Bäderbestand HB Variante 3Variante 2Variante 1 Szenario III Szenario IISzenario I Prognostizierte Entwicklung Kriterium © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Teil D: Auswahl der EntwicklungsvariantenTeil D: Auswahl der Entwicklungsvarianten Zusammenfassung Szenarien I bis III -1,91-1,59 -1,41 --1,53 -3,83DB I: -4,14 2,44/2,54 2,02/2,12 2,24/2,34 0,89 3,70 Fixkosten: nn 4,34 3,91 3,72 2,12 5,69 Betriebskosten: 5,76 2,43 2,32 2,32 0,591,87 Erlöse: 1,63 50-55 VZ45-50 VZ45-50 VZ 15-20 VZ56 VZ+13 AzubisPersonalbedarf: 56 + 13 1,20 1,451,702,050,5Zusatzinvest: 0 23,08/24,13 18,58/19,6320,97/22,029,338,65Sanierungsinvest: 38,65 AnalogAnalogAnalogAnalog138.310Vereine: 138.310 AnalogAnalogAnalogAnalog169.000Schulen: 169.000 991.500 (838.000 HB 153.500 FB) 946.000 (792.500 HB 153.500 FB) 946.100 (792.600 HB 153.500 FB) 152.700 (nur HB) 768.390 (520.120 HB 248.270 FB) Individualgäste: 768.390 Variante 3Variante 2Variante 1 Szenario III Szenario IISzenario I Prognostizierte Entwicklung Kriterium/Kennwert 2004 © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Empfehlungen uSzenario III, Variante 2: Dezentrale Versorgung zur Gewährleistung einer mittel- bis langfristig bedarfsorientierten Bäderpolitik bei Rückführung des hohen Zuschussbedarfs oder uSzenario III, Variante 1: Zentrale Versorgung hingegen unter dem Aspekt der mittel- bis langfristig höheren Wirtschaftlichkeit (= geringerer Zuschussbedarf im Deckungsbeitrag I ohne Kapitalkosten) Teil D: Auswahl der EntwicklungsvariantenTeil D: Auswahl der Entwicklungsvarianten Fazit und Empfehlungen © Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Teil D: Auswahl der EntwicklungsvariantenTeil D: Auswahl der Entwicklungsvarianten Fazit und Empfehlungen - Entscheidungsmatrix 2006 - 2008 HB Roxel + HB Wolbeck Variante 3 Sanierung + andere Trägerschaft Invest DB I DB II 3.110 -349 -660 Rückbau Invest DB I DB II 500 o.A. o.A. 2006 - 2008 ZE HB Süd Neubau groß + andere Trägerschaft Neubau klein + "Schiebedach" Rückbau + Vermarktung Invest DB I DB II 5.500 -156 -678 Invest DB I DB II 250 o.A. o.A. Invest DB I DB II 4.500 -247 -683 Variante 1 Variante 2 FB DJK Coburg + FB Sudmühle Zuschuss ja Invest DB I DB II Invest DB I DB II entfällt 5.630 -133 -474 Zuschuss nein 2009 - 2011 FB Hiltrup HB Amelsbüren Rückbau + Vermarktung Invest DB I DB II 250 o.A. o.A. "Neubausanierung" Invest DB I DB II 4.150 --263 -648 parallel nach Abschluss E 2009 - 2011 Sportbad Hiltrup mit Entwicklungs- schwerpunkt Kursangebot Sanierung + Attraktivierung Invest DB I DB II 2.700 -189 -445 Sport- und Familienbad Kinderhaus FB Stapelskotten "Neubausanierung" Invest DB I DB II 3.150 --101 -391 Sanierung + Attraktivierung Invest DB I DB II 3.070 -329 -632 HB Handorf FB Handorf Rückbau + Vermarktung Rückbau + Vermarktung Invest DB I DB II 250 o.A. o.A. Invest DB I DB II 200 o.A. o.A. nach Abschluss nach Abschluss 2011 - 2013 2011 - 2013 Sport- und Wellnessbad Ost Sanierung + Attraktivierung Invest DB I DB II 2.800 -181 -609 Sport-, Fitness- und Erlebnisbad Mitte Sanierung + Attraktivierung Invest DB I DB II 900 -186 -282 FB Nienbergenach Abschluss Rückbau + Vermarktung Invest DB I DB II 200 o.A. o.A.
Anlage 2
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Ansprechpartner: Kim Adam (adam@wenzel-consulting.de)
Hamburg, 16. September 2005
ERGEBNISPROTOKOLL
ANHÖRUNGSVERFAHREN ZUR ZUKÜNFTIGEN
ENTWICKLUNG DER STÄDTISCHEN BÄDERLAND-
SCHAFT AM 12. SEPTEMBER 2005
SCHUL- UND SPORTVEREINSVERTRETER DER
STADT MÜNSTER
Wenzel Consulting
Aktiengesellschaft
Jarrestraße 8
D - 22303 Hamburg
Telefon +49 (0) 40 / 48 00 42 - 0
Telefax +49 (0) 40 / 48 00 42 - 99
E-Mail info@wenzel-consulting.de
www.wenzel-consulting.de
Aufsichtsratsvorsitzender
Carl M. Wenzel
Vorstand
Carl-Otto Wenzel
Sitz der Gesellschaft Hamburg
Amtsgericht Hamburg HRB 72561
- ANLAGE 2 -
Entwicklungsanalyse Bäderkonzept Seite
Stadt Münster - 1 -
Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Hamburg 09/2005
Ergebnisprotokoll des Anhörungsverfahrens zur zukünftigen Ent-
wicklung der städtischen Bäderlandschaft mit den Schul- und
Sportvereinsvertretern
Ort der Veranstaltung: Stadthaus 2, 11. Etage
Sitzungssaal 2/1
Tag der Veranstaltung: Montag, 12. September 2005
Beginn der Veranstaltung: 17.35 Uhr
Ende der Veranstaltung: 18.55 Uhr
Teilnehmer (s. Anhang): 27 Sportvereinsvertreter(innen)
3 Schulformsprecher(innen)
7 Vertreter(innen) der Verwaltung
2 Vertreter von Wenzel Consulting
Nach der Einführung in die Thematik von Frau Stadträtin Dr. Hanke
schloss sich eine kurze Diskussion über die weitere Verfahrensweise
und die Einbindung der Schul- und Sportvereinsvertreter an.
Anschließend erläuterte Frau Adam (Wenzel Consulting) die Vorge-
hensweise bei der Erstellung des Gutachtens und stellte die Notwen-
digkeit eines Gutachtens vor dem Hintergrund des hohen Sanie-
rungsstaus von ca. 38 Mio. Euro und der steigenden Betriebskosten
heraus. Bei den anzustellenden Prognosen würden sowohl städti-
sche, regionale und Bundestrends als auch die Erfahrungen von
Wenzel Consulting aus bisherigen Projekten berücksichtigt.
Bei der Darstellung der Nutzer gruppen der Münsteraner Bäder
wurde seitens der Sportvereinsvert reter(innen) deutlich gemacht,
dass die Gewinnung neuer Mitglied er abhängig von der vorhandenen
Wasserfläche und damit Kapazität der Bäder sei. Die Schulform-
sprecher(innen) wiesen darauf hin, dass die Stundenzahl in den Hal-
lenbädern für die Schulen erhalten bleiben müsse, um eine ausrei-
chende Hinführung insbesondere der Grundschulkinder an den
Schwimmsport zu gewährleisten.
Die sich anschließende Abfrage zu den Stärken der Münsteraner
Bäder ergab Folgendes:
- Stadtteilorientierung
- Schulnahe Bäderstandorte
- Hohe Anzahl von Bädern
- Schlüsselgewalt bei Schulen / Sportvereinen.
Entwicklungsanalyse Bäderkonzept Seite
Stadt Münster - 2 -
Wenzel Consulting Aktiengesellschaft Hamburg 09/2005
Zu den Schwächen der Bäder wurden folgende Punkte genannt:
- Zu geringe Gesamtkapazität im Hinblick auf Wasserfläche und
Belegungszeiten
- Beeinträchtigung des Vereinssports durch Schließung vieler
Hallenbäder in den Sommermonaten
- Kapazitätsengpässe, die die Förderung sowohl des Breiten- als
auch des Leistungssports beeinträchtigen
- Aufgabe diverser Lehrschwimmbecken in der Vergangenheit (z.
B. Schillergymnasium)
- Fehlende 50-Meter-Bahn
- Fehlendes separates Bad für Schul- und Vereinssport
- Zu geringe Wassertemperatur (z.B. für Seniorenschwimmen)
- Fehlende finanzielle Unterstützung seitens des Landes (z.B.
hinsichtlich eines universitären Bades).
Frau Adam führte im Anschluss daran aus, dass die Stadt Münster
aus quantitativer Sicht mit 9 Hallen- und 6 Freibädern auf dem
Stadtgebiet gut aufgestellt sei. Die im Gutachten zu erarbeitenden
Varianten für die zukünftige Bäderentwicklung müssten sowohl opti-
mistische als auch pessimistische Szenarien abbilden, d. h. auch Bä-
derschließungen kämen bei einer qualitativen Gleich- oder Besserstel-
lung möglichst aller Nutzergruppen in Betracht. Dabei werde auch
die demographische Entwicklung stadtteilbezogen berücksichtigt.
Die Mehrzahl der Sportvereinsvert reter sprach sich danach noch-
mals für die Einrichtung eines reinen Schul- und Sportvereinsbades
aus, wobei angemerkt wurde, dass ein zentrales Bad zu einer Erhö-
hung der Wegezeiten führen könnte.
Frau Dr. Hanke stellte abschließend das weitere Verfahren dar und
wies auf die Vorstellung des Gutachtens in der Öffentlichkeit im Ok-
tober durch die Fa. Wenzel Consulting hin. Die Entscheidung des
Rates über die künftige Ausrichtung der Münsteraner Bäder werde
dann voraussichtlich im Dezember fallen.
Hamburg, den 16. September 2005
Beschlussvorlage
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V/0844/2005 DER OBERBÜRGERMEISTER Dezernat II Betrifft Zukünftige Entwicklung der städtischen Bäderlandschaft - Ergebnis des Gutachtens und Entscheidung über das weitere Vorgehen - Beratungsfolge 22.11.2005 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 22.11.2005 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 22.11.2005 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 24.11.2005 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 24.11.2005 Sportausschuss Vorberatung 24.11.2005 Bezirksvertretung Münster-Ost Anhörung 29.11.2005 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 29.11.2005 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 01.12.2005 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 06.12.2005 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung 07.12.2005 Hauptausschuss Vorberatung 07.12.2005 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: Sachentscheidung: 1. Kenntnisnahme Der Rat nimmt 1.1. das Gutachten der Fa. Wenzel Consulting, Hamburg, zur Entwicklung der städtischen Bä- derlandschaft, das in einer kurzen Präsentationsfassung als Anlage 1 beigefügt ist, zur Kenntnis. Das vollständige Gutachten ist allen Fraktionen im Rat und in den Bezirksvertre- tungen in gedruckter Fassung zugegangen. 1.2. zur Kenntnis, dass die Verwaltung ein Anhörungsverfahren mit Schul- und Sportvereins- vertretern organisiert hat, um schulische und sportliche Belange in ausreichender Weise zu würdigen (vgl. Anlage 2). 1.3. zur Kenntnis, dass die erste Stufe des zweistufig angelegten Verfahrens damit erledigt ist. 2. Umsetzung des Gutachtens 2.1. Der Rat beschließt das Szenario III, Variante 2 (‚Dezentrale Versorgung’) des Gutach- tens als Grundlage für das weitere Verfahren. 2.2. Mit diesem Bäderkonzept (Variante III,2) beschließt der Rat, 2.2.1. dass die städtischen Hallenbäder - Hiltrup, Kinderhaus, Mitte, Ost, Roxel und Wolbeck erhalten und in städtischer Trägerschaft fortgeführt werden, Vorlagen-Nr.: V/0844/2005 Auskunft erteilt: Herr Möller Ruf: 492 70 22 E-Mail: Frank.Moeller@stadt-muenster.de Datum: 27.10.2005 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0844/2005 - Amelsbüren, Handorf und Süd geschlossen bzw. aus der städtischen Träger- schaft / Verantwortung entlassen werden, 2.2.2. dass die städtischen Freibäder - Hiltrup und gegebenenfalls Stapelskotten (vgl. Ziffer 2.3) erhalten und in städti- scher Trägerschaft fortgeführt werden, - Handorf und Nienberge geschlossen bzw. aus der städtischen Trägerschaft / Verantwortung entlassen werden. 2.3. Gleichzeitig beauftragt der Rat die Verwaltung, mit dem Betreiber des Freibades ‚DJK Co- burg’ Verhandlungen aufzunehmen, um alternativ zum städtischen Freibad in Stapelskot- ten den Erhalt des Bades ‚DJK Coburg’ zu prüfen. 2.4. Der Rat beschließt weiter, dass die Neustrukturierung der städtischen Bäderlandschaft möglichst in den Jahren 2006, 2007 und 2008 umgesetzt wird. Mit der Neustrukturierung wird eine Qualitätssteigerung und Optimierung der bestehenden Bäder einhergehen. 2.5. Für die zu schließenden oder aus der städtischen Trägerschaft zu entlassenden Bäder werden nur die notwendigsten Instandhaltungsmaßnahmen bis zum Zeitpunkt der Schlie- ßung / Überführung angesetzt. 3. Aufträge / Weiteres Verfahren 3.1. Der Rat beauftragt die Verwaltung, 3.1.1. auf Basis der o. g. Variante III, 2 (inkl. Prüfauftrag in Sachen ‚Coburg’) die zweite Stufe des gutachterlichen Verfahrens anzugehen. In der zweiten Stufe werden kon- krete Aussagen u. a. zu einem Zeit- und Maßnahmenplan, zu den Investitionen, den damit verbundenen Kosten und der Betriebsform – unter Prüfung von PPP-Model- len – für die einzelnen Bäder sowie zum gesamten Finanzierungs- und Investitions- zeitraum entwickelt, 3.1.2. dem Hauptausschuss vorzuschlagen, welches Beratungsunternehmen mit der Um- setzung des Bäderkonzeptes beauftragt werden soll (vgl. Vorlage V/0912/2005), da auch diese zweite Verfahrensstufe gutachterlich begleitet werden soll. 3.2. Die bereits für die erste Verfahrensstufe durch den Rat eingesetzte politisch und verwal- tungsseitig besetzte Arbeitsgruppe wird auch die zweite Stufe begleiten. 4. Anträge Der Antrag Nr. 15/2003 („Budgetrecht des Rates wahren – Bäderkonzept zügig vorlegen“) der SPD-Fraktion vom 31.3.2003, der bereits mit der Vorlage 228/2004 im Haupt- und Finanzaus- schuss behandelt worden war, wird mit der Umsetzung dieser Vorlage erledigt. Gleiches gilt für den Antrag Nr. A-R/0005/2005 („Münsters Bäderlandschaft aufgabenkritisch analysieren und zukunftsgerichtet weiter entwickeln“) der CDU-Fraktion und der FDP-Fraktion vom 7.3.2005. Kosten/Folgekosten Es wird zur Kenntnis genommen, dass bei Umsetzung des im Gutachten beschriebenen Szenarios III, Variante 2 (‚Dezentrale Versorgung’) in den nächsten Jahren vom Gutachter geschätzte Investi- tionskosten in Höhe von voraussichtlich rund 21 Mio. Euro entstehen. Im Gegenzug ergibt sich ein Einsparungseffekt, der den aktuellen jährlichen Zuschussbedarf um rund 50 % senken wird. Je nach Umsetzungsmodus sind die damit verbundenen Finanzierungskonsequenzen im Investitions- programm/Haushalt darzustellen. - 3 - V/0844/2005 Finanzierung/Mittelbereitstellung Für die gutachterliche Begleitung der zweiten Stufe werden in 2006 bei der Haushaltsstelle 5700.655.0000.3 „Erst. externes Bädergutachten“ Mittel wie folgt bereitgestellt: Ausgaben Haush.- stelle Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkung 5700.655.0000.3 Erstellung externes Bädergut- achten 2006 100.000 inkl. Reste aus 2005 Begründung: Zu Beschlusspunkt 1: Kenntnisnahme Der Rat der Stadt Münster hat in seiner Sitzung am 29.6.2005 beschlossen, dass durch einen ex- ternen Gutachter ein Konzept zur Entwicklung der städtischen Bäderlandschaft erarbeitet werden soll, in dem mehrere Entwicklungsvarianten für die Münsteraner Bäder vorgestellt werden. Mit der Erstellung dieses Konzeptes hat der Hauptausschuss des Rates der Stadt Münster ebenfalls am 29.6.2005 in nichtöffentlicher Sitzung die Fa. Wenzel Consulting, Hamburg, beauftragt. Die Fachverwaltung hat dem Gutachter anschließend umfangreiches Daten- und Informationsma- terial für die Erarbeitung des Konzeptes zur Verfügung gestellt und eine ausführliche Besichtigung aller städtischen Hallen- und Freibäder sowie der Freibäder in kirchlicher bzw. Vereinsträgerschaft mit dem Gutachter organisiert. Diese Bäderbesichtigung hat am 11./12.7.2005 stattgefunden, da- bei wurden die Eingangs- und Kassenbereiche, die Umkleidebereiche, die sanitären Anlagen, die einzelnen Schwimmbecken, die Außenanlagen, die gastronomischen Angebote, die Technikberei- che und alle sonstigen Räumlichkeiten (z. B. Fitnessräume, Räumlichkeiten für Solariennutzung, Personalräume, etc.) begutachtet. Ebenfalls am 12.7.2005 hat die Verwaltung mit dem Gutachter vereinbart, dass das zu erstellende Bäderkonzept zum 18.10.2005 vorliegen soll. Die vom Rat der Stadt Münster eingesetzte politisch und verwaltungsseitig besetzte Arbeitsgruppe zur Begleitung des weiteren Verfahrens (vgl. Beschlusspunkt 3 des Ratsbeschlusses zur Vorlage V/0397/2005 vom 29. Juni 2005) hat erstmalig am 24.8.2005 gemeinsam mit dem Gutachter ge- tagt. Inhaltlich wurde in dieser Sitzung über die gegenwärtige und mögliche zukünftige Zielgrup- penorientierung, die Wirtschaftlichkeit, die Attraktivitätssteigerung, die Alternativen zu den städti- schen Bädern u. ä. diskutiert. Am 12.9.2005 sind die Vertreterinnen und Vertreter von Schulen und Sportvereinen angehört wor- den und konnten gegenüber dem Gutachter ihre Anregungen und Hinweise formulieren (vgl. Be- schlusspunkt 4 des Ratsbeschlusses zur Vorlage V/0397/2005 vom 29. Juni 2005). Das dazu von der Fa. Wenzel Consulting angefertigte Ergebnisprotokoll ist als Anlage 2 beigefügt. Auf der zweiten Sitzung der politisch und verwaltungsseitig besetzten Arbeitsgruppe am 22.9.2005 wurden von der Fa. Wenzel Consulting die ersten Zwischenergebnisse präsentiert. Konkret wur- den die Angebots- und Bedarfsanalyse vorgestellt. Ziel dabei war es, alle Bäder (d. h. städtische und die beiden Freibäder in kirchlicher bzw. Vereinsträgerschaft) separat zu begutachten und die Stärken und Schwächen der einzelnen Bäder herauszuarbeiten. Außerdem wurde dargestellt, wel- che Bedarfe seitens der Öffentlichkeit, der Schulen und der Vereine bestehen. Das Gutachten der Fa. Wenzel Consulting ist der Stadt vereinbarungsgemäß am 18.10.2005 zu- gegangen. Am selben Tag hat die Fa. Wenzel Consulting der Arbeitsgruppe auf deren 3. Sitzung - 4 - V/0844/2005 das Gutachten ausführlich präsentiert und dabei insbesondere die unterschiedlichen Entwick- lungsvarianten erläutert. Am 19.10.2005 bestand für die gesamte interessierte Öffentlichkeit, für alle Vertreterinnen und Vertreter des Rates, der Bezirksvertretungen, der Schulen und Sportvereine sowie der Medien die Möglichkeit, sich im Rahmen der Gutachtenpräsentation durch die Fa. Wenzel Consulting über die Inhalte des Gutachtens zu informieren. Darüber hinaus bestand für alle Fraktionsmitglieder am 24.10.2005 die Möglichkeit, sich nochmals über die wesentlichen Eckpunkte des Gutachtens zu informieren. Die Fa. Wenzel Consulting stand im Anschluss an die Präsentation den Fraktionen für Fragen zur Verfügung. Die erste Stufe des zweistufig angelegten Verfahrens ist damit abgeschlossen (vgl. Beschluss- punkt 2.1 des Ratsbeschlusses zur Vorlage V/0397/2005 vom 29. Juni 2005). Zu Beschlusspunkt 2: Umsetzung des Gutachtens Die Verwaltung schlägt vor, das im Gutachten der Fa. Wenzel Consulting beschriebene Szenario III, Variante 2 (‚Dezentrale Versorgung’) als Grundlage für die zukünftige Entwicklung der städti- schen Bäderlandschaft zu beschließen. Die Verwaltung schließt sich dieser Variante unter der Maßgabe an, dass auf dieser Basis ein tragfähiges Umsetzungskonzept entwickelt wird, das kon- krete Aussagen u. a. zum Betrieb der Bäder und zur Betriebsform enthält. Mit Beschluss über diese Variante werden die städtischen Hallenbäder Hiltrup, Kinderhaus, Mitte, Ost, Roxel und Wolbeck langfristig erhalten. Auch die städtischen Freibäder Hiltrup und gegebe- nenfalls Stapelskotten werden langfristig gesichert. Allerdings wird die Verwaltung in diesem Zu- sammenhang mit dem Betreiber des Freibades ‚D JK Coburg’ Verhandlungen aufnehmen, um al- ternativ die Erhaltung des Freibades Stapelskotten oder des Freibades ‚DJK Coburg’ zu prüfen. Konkret bedeutet das, dass entweder das Freibad Stapelskotten oder das Freibad ‚DJK Coburg’ erhalten bzw. mit städtischen Mitteln unterstützt werden kann. Alle übrigen Bäder werden innerhalb der Finanzplanung, also in den Jahren 2006, 2007 und 2008 geschlossen oder aus der städtischen Trägerschaft entlassen. Für Individualgäste bedeutet die kurz- bis mittelfristige Schließung der übrigen städtischen Bäder unter Umständen eine Nutzungseinschränkung. Da allerdings gleichzeitig die verbliebenen Bäder saniert, modernisiert, neu positioniert und stärker an den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger ausgerichtet werden sollen, stehen zukünftig attraktivere Wasserfreizeitanlagen als bisher zur Ver- fügung. Der Schulsport kann bei Umsetzung der Variante in der bisherigen Form gewährleistet werden. Nach den Berechnungen des Gutachters wird der bisherige Versorgungsgrad gehalten. Angesichts der voraussichtlich sinkenden Schülerzahlen dürfte zukünftig eher mit einer Verbesserung des Versorgungsgrades gerechnet werden. Auch auf die Vereinsversorgung wird die Variante nach Aussagen des Gutachters keine negative Auswirkung haben. Das aktuelle Versorgungsangebot kann über die beiden dezentralen Bäder Roxel und Wolbeck langfristig gesichert werden. Die Vorteile, die der Gutachter für das Szenario III, Variante 2 (‚Dezentrale Versorgung’) benennt, haben die Verwaltung dazu bewogen, dem Rat der Stadt Münster diese Variante vorzuschlagen. Zu diesen Vorteilen gehören - die quantitativ optimale Versorgung von Schulen und Vereinen unter Berücksichtigung demo- graphischer Entwicklungen, - eine adäquate Bäderlandschaft für Individualgäste, die sich an den Bedürfnissen verschiede- ner Zielgruppen orientiert, - die Profilierung der Bäder nach unterschiedlichen Bedürfnissen, z. B. hinsichtlich Sport und Fitness oder Erholung und Entspannung (Wellness), - 5 - V/0844/2005 - die Sicherung der dauerhaften Finanzierbarkeit von Investitionen, Instandhaltungs- und Sanie- rungsarbeiten und - die prognostizierte Senkung der Betriebskosten. Zu Beschlusspunkt 3: Aufträge / Weiteres Verfahren Wie bereits in der Vorlage V/0397/2005 dargestellt, soll sich an die erste Stufe der Konzepterstel- lung eine zweite Stufe anschließen, in der die Umsetzung des Bäderkonzeptes konkretisiert wird. D. h., es müssen konkrete Zeit- und Maßnahmenpläne je Bad ermittelt werden, es muss die Prü- fung erfolgen, in welcher Betriebsform die Bäder zukünftig geführt werden, wie gegebenenfalls private Partner über PPP-Verfahren in die Umsetzungsphase integriert werden können u. v. m. Diese zweite Stufe soll ebenfalls gutachterlich begleitet werden (vgl. Beschlusspunkt 2.3 des Rats- beschlusses zur Vorlage V/0397/2005 vom 29. Juni 2005). Deshalb wird die Verwaltung dem Hauptausschuss des Rates der Stadt Münster einen Vorschlag unterbreiten, welches Beratungs- unternehmen mit der Erstellung eines Umsetzungskonzeptes beauftragt werden soll. Damit auch in dieser zweiten Phase eine schnelle Rückkopplungsmöglichkeit zu politischen Ent- scheidungsträgern besteht, schlägt die Verwaltung vor, die bereits in der ersten Stufe des Verfah- rens vom Rat eingesetzte politisch und verwaltungsseitig besetzte Arbeitsgruppe fortzuführen. Zu Beschlusspunkt 4: Anträge Der zeitlich bereits etwas zurückliegende Antrag Nr. 15/2003 der SPD-Fraktion war – wie schon in der Vorlage V/0397/2005 dargelegt – am 24.3.2004 im damaligen Haupt- und Finanzausschuss beraten worden. Die damalige Beschlussfassung im Haupt- und Finanzausschuss im Hinblick auf die Ermittlung von sportfachlichen, baufachlichen und wirtschaftlichen Kennziffern durch die Ver- waltung ist bereits mit der Vorlage V/0397/2005 erledigt worden. Die weitergehende Forderung, ein Bäderkonzept unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte und unter Heranziehung externen Sachverstandes zu entwickeln, kann mit dem nun vorliegenden Gutachten der Fa. Wenzel Consul- ting als ebenfalls erledigt betrachtet werden. Der genau in diesem Zusammenhang zu sehen de Antrag Nr. 5/2005 von CDU-Fraktion und FDP- Fraktion, in dem u. a. die an das Konzept gerichteten Kriterien konkret benannt werden, ist damit ebenfalls erledigt. Zur Finanzierung der zweiten Stufe des Verfahrens: Bereits mit der Ratsvorlage V/0397/2005 ist beschlossen worden, dass auch die zweite Verfah- rensstufe, also die Umsetzung des Bäderkonzeptes, mit Hilfe eines externen Beratungsunterneh- mens umgesetzt werden soll. Aufgrund der komplexen Zusammenhänge, die bereits im ersten Teil des Gutachtens ersichtlich waren, kann zurzeit die Höhe der Kosten für den zweiten Teil noch nicht ermittelt werden. Um aber aus haushaltsrechtlichen Gründen das Verfahren für die Auswahl und Beauftragung des Gutach- ters in Gang zu setzen, sind entsprechende Haushaltsmittel bei der Haushaltsstelle 5700.655.0000.3 (Erstellung externes Bädergutachten) in Höhe von 100.000 Euro bereitzustellen. I. V. gez. gez. gez. Bickeböller Dr. Hanke Joksch Stadtkämmerin Stadträtin Stadtbaurat
Beratungsverlauf (12)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Kinderhaus
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0844/2005
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 26.10.2005
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37