V/0135/2014
Trägerausschreibung für die zweigruppige Dependance einer Kindertageseinrichtung in Coerde am Kiesekampweg
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Beschlussvorlage
8815 Zeichen
V/0135/2014
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Betrifft
Trägerausschreibung für die zweigruppige Dependance einer Kindertageseinrichtung in Coerde
am Kiesekampweg
Beratungsfolge
19.03.2014 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung
25.03.2014 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung
01.04.2014 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung
02.04.2014 Hauptausschuss Vorberatung
02.04.2014 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die zweigruppige Dependance am
Kiesekampweg in Coerde der Kita Marderweg des Trägers Arbeiterwohlfahrt Münsterland-
Recklinghausen
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden vertragliche Vereinbarungen ent-
sprechend der nachfolgenden Punkte getroffen:
Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leistungs-
vereinbarung) zwischen dem Träger Arbeiterwohlfahrt Münsterland-Recklinghausen und der Stadt
Münster getroffen.
Mietvertragliche Regelungen werden zwischen dem Investor (Vermieter) und dem Träger
Arbeiterwohlfahrt Münsterland-Recklinghausen (Mieter) getroffen.
II. Finanzielle Auswirkungen:
1. Investitionskostenzuschuss zur Ausstattung und zum Außengelände
Für die Umsetzung der vorgesch lagenen Maßnahme sind Kosten für Inventar, Möblierung und
Herrichtung der Spiel -/Außenanlagen in Höhe von max. 120.000 € erforderlich. Der Träger hat
einen Eigenanteil an der investiven Maßnahme in Höhe von 90.000 € angeboten. Der städt ische
Zuschuss reduziert sich dementsprechend auf 30.000 €
Vorlagen-Nr.:
V/0135/2014
Auskunft erteilt:
Frau Eschert, Herr Philipp,
Frau Kratz-Trutti
Ruf:
492-5616
E-Mail:
EschertM@stadt-muenster.de
Datum:
27.02.2014
Öffentliche Beschlussvorlage
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Für die Ausstattung der zwei Gruppen wurden Bundesmittel beantragt. Bei Bewill igung reduzieren
sich die verbleibenden städtischen Zuschüsse in Höhe von 30.000 € entsprechend.
2. Freiwilliger städtischer Zuschuss (FwZ) zum Trägeranteil an den Betriebskosten
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung betragen auf der Grundlage der unter Ziffer 1
der Begründung genannten Gruppenstrukturen
für August bis Dezember 2014 = 141.746 €
für 2015ff. = 342.325 €
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf:
Träger Betriebskostenzuschuss Trägeranteil Städt.
Anteil
BKZ ge-
samt
Gesamt
Land Stadt Gesamt,
gesetzlicher
Trägeranteil
Angebot Stadt
(Erforderlicher
Zuschuss)
1 2 3 4 5 6 7
AWO 91,0% 36,0 % 55,0 % 9,0% 0,0% 9,0% 64,0%
August bis Dezember 2014 2015
Träger Trägeranteil Städtischer
Anteil
gesamt
Trägeranteil Städtischer
Anteil BKZ
gesamt
Angebot Stadt. (erfor-
derlicher
Zuschuss)
Angebot Stadt. erfor-
derlicher Zu-
schuss
5 6 7 5 6 7
AWO 0,00 € 12.757 € 90.717 € 0,00 € 30.809 € 219.088 €
III. Mittelbereitstellung / Finanzierung
Teilfinanzplan
Nr. Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 0601 Förderung von Kindern in
Tagesbetreuung
Zeile 11 Auszahlungen v on aktivierb a-
ren Zuwendungen
0210 Zusch.z.Ausbau
KiTa-Betr.
2014 30.000 Im Budget vor-
gesehen
Teilergebnisplan
Nr. Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 0601 Förderung von Kindern in
Tagesbetreuung
Zeile 15 Transferaufwendungen
FWZ Kita Kiesekampweg 2014
2015ff.
12.757
30.809
Deckung der
BKZ aus
Ansatz 2014:
75.796.840 €
Ansatz 2015:
78.605.470 €
43.566
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Begründung:
1. Ausgangslage
Der Rat der Stadt Münster hat am 12.02.2014 die bedarfsgerechte Errichtung dieser Dependance
einer Kindertageseinrichtung in Coerde beschlossen (Vorlage V/0950/2013).
Die Kindertageseinrichtung wird als Dependance der Kita Marderweg geführt.
In der Dependance werden 2 Gruppen betreut:
1 Gruppe für 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren(G1)
1 Gruppe für 20 Kinder im Alter von 3-6 Jahren(G3)
Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahme n-
struktur bedarfsgerecht weiterentwickelt.
Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlos-
sen, die Trägerschaft für diese Einrichtung an eine bereits in Coerde bestehende Kindertagesei n-
richtung zu vergeben.
2. Verbindliche Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft
Da mit der Ratsvorlage zur Errichtung beschlossen wurd e, dass die Kindertageseinrichtung als
Dependance geführt wird, wurden die sechs Träger der in Coerde bestehenden Kindertagesei n-
richtungen über die Planungen der Stadt Münster zur Errichtung dieser Einrichtung informiert.
Mit dem Ausschreibungsverfahren fü r die Betriebsträgerschaft wurde am 21.01.2014 b egonnen.
Die Träger wurden gebeten, bis zum 06.02.2014 ihr Interesse an einer Übernahme der Träge r-
schaft mitzuteilen.
Die Arbeiterwohlfahrt Münsterland-Recklinghausen( AWO) hat ihr Interesse an der Übernahme der
Trägerschaft bekundet. Andere Träger haben sich nicht gemeldet.
Mit der AWO wurde am 13.02.2014 ein Gespräch g eführt. Die Frist zur Abgabe der Bewerbung
war der 19.02.2014.
Die AWO hat sich nach der Interessensbekundung und dem Gespräch verbindlich beworben.
3. Trägerauswahl
Mit der Bewerbung hat die Arbeiterwohlfahrt Münsterland-Recklinghausen eine Konzeption über-
sandt, die der Anlage zu entnehmen ist.
Die Verwaltung hat das Trägergespräch nach folgenden Kriterien mit folgenden Ergebnissen ge-
führt:
Kriterium: Referenzen des Trägers bezüglich vergleichbarer Einrichtungen:
Erfahrungen des Trägers auf dem Gebiet der Kindertagesbetreuung
Betrieb von Kindertageseinrichtungen durch den Träger
Zurzeit betreibt die Arbeiterwohlfahrt 8 Kindertageseinrichtungen in unterschiedlichen Stadtteilen
Münsters. Als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster insgesamt und als Träger in Co-
erde hat sich die AWO sehr gut bewährt.
Kriterium: Fachliches Konzept:
Fachliche Konzepte für die Kindertagesbetreuung
Aussagen zu flexiblen Kindertagesbetreuungsangeboten
Die fachlichen Anforderungen an den Betrieb der Kita als Dependance einer bestehenden Ein-
richtung erfüllt die Arbeiterwohlfahrt umfassend.
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Die Arbeiterwohlfahrt bietet für den Standort Kiesekampweg Mindestöffnungszeiten von 07.00 bis
17.00 Uhr an. An Schließtagen ist eine Betreuung durch den Verbund der AWO Kitas in Coerde
sichergestellt, so dass eine ganzjährige Betreuung möglich ist.
Kriterium: Einbeziehung der Stadtteilakteure und ihrer Ressourcen:
Bereitschaft, die Arbeit an den Bedürfnissen der Kinder und Eltern im Sozialraum unter Berück-
sichtigung und Einbeziehung vorhandener Infrastrukturangebote auszurichten
Kooperationsbezüge und Vernetzungsbestrebungen im Stadtteil, und zu anderen Professionen
( z.B. Grundschulen, Gesundheitswesen……)
Einbeziehung gewachsener Strukturen und anderer Anbieter aus dem Stadtteil,
Bedarfsgerechte und abgestimmte Weiterentwicklung der stadtteilbezogenen Angebote
In Coerde ist die AWO sehr gut verankert und integriert. Sie betreibt dort zwei Kitas. Beide sind
im Verbund als Familienzentrum anerkannt und zertifiziert.
In Coerde besteht ein Stadtteilbüro der Arbeiterwohlfahrt, welches Angebote für Kinder, Jugendli-
che und Erwachsene im Bildungs- und Freizeitbereich bietet. Durch die enge Zusammenarbeit
vor Ort entstehen Synergieeffekte bei der Beratung und Betreuungs- und Bildungsarbeit im Stadt-
teil Coerde.
Im Stadtteilarbeitskreis arbeitet die AWO mit allen Trägern Coerdes intensiv zusammen. Es be-
steht eine enge Vernetzung mit den Grundschulen.
Kriterium: Wirtschaftlichkeit:
verbindliche Aussagen über den zu erwartenden Trägeranteil für den Betrieb der Einrichtung.
Die AWO kann sich einmalig mit 90.000 € an den investiven Kosten beteiligen. Darüber hinaus
sieht sich die AWO nicht in der Lage, weitere dauerhafte Trägeranteile zu leisten.
4. Gesamtbewertung
Auf die Ausschreibung hat sich ausschließlich die AWO beworben.
Die Arbeiterwohlfahrt erfüllt die oben genannten entscheidungsleitenden Kriterien umfassend.
Daher schlägt die Verwaltung abschließend vor,
der Arbeiterwohlfahrt Münsterland - Recklinghausen die Trägerschaft für die zweigruppige
Dependance am Kiesekampweg in Coerde
zu übertragen.
Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung zum 01.08.2014 ein
Träger gefunden, so dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger
getroffen werden können.
i.V.
gez.
Dr. Andrea Hanke
Beigeordnete
Anlagen:
Anlage 1: Bewerbung AWO
Ablage 2: Konzeption Kita Coerde AWO
Anlage 3: Konzept AWO
Anlage 1 Bewerbung AWO
929 Zeichen
Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Frau A. Pohl 48127 Münster 51 12 0022 17.02.2014 Ausschreibung der Trägerschaft für eine zweigruppige Dependance einer Kindertageseinrichtung in Münster-Coerde, Kiesekampweg 21 Sehr geehrte Frau Pohl, sehr geehrte Frau Eschert, hiermit bieten wir ihnen verbindlich die Übernahme der Trägerschaft der o. g. Kindertageseinrichtung an. Wir erklären uns bereit, einen einmaligen trägerbezogenen Anteil in Höhe von 90.000,- € mit der Übernahme der Trägerschaft in die Ausstattung und das Außenspielgelände einzubringen. Einen wie in der Ausschreibung benannten Trägeranteil gemäß KiBiz in Höhe von 9 % werden wir nicht leisten können. Eine inhaltliche, pädagogische und organisatorische Stellungnahme zur Ausschreibung liegt dieser verbindlichen Erklärung bei. Mit freundlichen Grüßen Gez. Uwe Hildebrandt Geschäftsführer
Anlage 2 Konzeption Kita Coerde AWO
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Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Frau A. Pohl 48127 Münster 51 12 0022 18.02.2014 Ausschreibung der Trägerschaft für eine zweigruppige Dependance einer Kindertageseinrichtung in Münster-Coerde, Kiesekampweg 21 Hier: konzeptionelle Umsetzung Sehr geehrte Frau Pohl, hiermit übersenden wir Ihnen die Konzeption unserer Kindertageseinrichtungen als Grundlage der Betreuungs- und Bildungsarbeit in der o. g. Kindertageseinrichtung. Neben diesen grundsätzlichen Vorstellungen nehmen wir noch wie folgt Stellung: Den Betrieb der o. g. Einrichtung als Dependance unserer AWO-Kindertageseinrichtung Marderweg (Familienzentrum im Verbund mit der AWO-Einrichtung Nerzweg) können wir uns gut vorstellen. Aufgrund der besonderen Herausforderungen im Stadtteil Coerde wird die neue Einrichtung organisatorisch zwar der Kita Marderweg zugeordnet, aber eine Vollzeitkraft als stellvertretende Leitung die Dependance vertreten. Die besonderen Herausforderungen an die pädagogische Arbeit mit den Kindern, die intensive Elternarbeit sowie die milieubezogene Stadtteilarbeit erfordern gerade an diesem Standort eine vollzeitige Anwesenheit der Leitungskraft. Unsere bisherigen Erfahrungen in dem Stadtteil in den beiden bestehenden Familienzentren im Verbund und unsere Arbeit auch im Stadteilbüro Coerde am Nerzweg bestätigen uns in unserer Grundhaltung, eine Vollzeitleitung vor Ort zu beschäftigen. Die Zusammenarbeit mit dem AWO-Verbundfamilienzentrum und dem Stadtteilbüro Coerde ist darüber hinaus wesentlicher Eckpfeiler unserer milieubezogenen Arbeit mit Kindern, Eltern und Familien im Stadtteil Coerde. Synergieeffekte bei der Beratung, bei der Umsetzung von stadtteilbezogenen Projekten und Veranstaltungen, bei der lösungsorientierten Konfliktbewältigung im Stadtteil und der gegenseitigen inhaltlichen Unterstützung in der Betreuungs- und Bildungsarbeit sehen wir als besondere Stärke unseres Trägers in der unmittelbaren Umgebung der neuen Einrichtung. Auch die Zusammenarbeit mit den Grundschulen ist über die o. g. Einrichtungen bisher schon im Stadtteil sehr verbindlich gestaltet und beruht auf gegenseitiger Wertschätzung in ihrem Handeln. Die Teilnahme z. B. an gemeinsamen Arbeitskreisen seit vielen Jahren hat die Zusammenarbeit gestärkt und inhaltlich aufeinander abgestimmt. Über diese Zusammenarbeit hinaus bestehen vielfältige strukturelle und einzelfallbezogene Kooperationen im Stadtteil (z. B. mit den ortsansässigen Kitas, Schulen und weiteren freien Trägern, aber insbesondere auch mit dem Kommunalen Dienst der Stadt Münster sowie weiteren städtischen Ämtern)), die selbstverständlich die Dependance am Kiesekampweg in der inhaltlichen Arbeit im Stadtteil übernehmen und bestärken wird. Die Anforderungen an eine flexible Kindertagesbetreuung stellen wir wie folgt sicher: Grundsätzlich abgestimmt auf den Elternbedarf wird eine Öffnungszeit zwischen 7 und 17 Uhr eingerichtet. Aufgrund der Nähe zu den beiden AWO-Familienzentren im Verbund wird eine entsprechende Sicherstellung der personellen Ressourcen abgestimmt. Auch ist eine Betreuung über den Verbund sichergestellt, sollte es zu Schließungstagen aufgrund von Urlaub, Fortbildungen, Planungstagen kommen. Alle Eltern und Sorgeberechtigten unserer Kinder haben einen Anspruch auf 12 Monate Betreuung durch die AWO. Die genauen Öffnungszeiten, die inhaltliche und pädagogische Schwerpunktsetzung und die passgenaue personelle Gestaltung der Einrichtung wird nach Inbetriebnahme der Einrichtung in Zusammenarbeit mit der Grundeinrichtung, dem Träger und den Elternvertretern abgestimmt und beschrieben. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung und verbleiben mit freundlichen Grüßen gez. Jürgen Schepp Fachbereichsleitung
Anlage 3 Konzept AWO
12928 Zeichen
Bewerbung Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft von städtischen Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 2 A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen Die Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland- Recklinghausen Die Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland- Recklinghausen (im folgenden A WO) betreibt zur- zeit in verschiedenen Städten bzw. Gemeinden (wie z.B. Münster , Greven, Steinfurt, Coesfeld, Borken, Kreis Recklinghausen) 69 Kindertagesein- richtungen sowie verschiedene offene Kinder- und Jugendeinrichtungen. Die Verwaltung der gesam- ten Kindertagesstätten ist in der Hauptgeschäfts - stelle in Herten, Clemensstraße 2-4 angesiedelt. Dort befinden sich alle Abteilungen mit den Quer- schnittsaufgaben Personalverwaltung, Rechnung- und Finanzwesen sowie die Fachbereichsleitung. Die Fachberatung für den Bereich Kinderta - geseinrichtungen hat ihren Sitz bei dem Spitzen - verband, Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband West- liches Westfalen e.V . in Dortmund. Dort werden Fortbildungen und Fachtagungen zu bestimmten Themen durchgeführt. Die Trägeranbindung aller Kindertageseinrich- tungen ist gewährleistet durch Leitungsversamm - lungen mit der Geschäftsführung, regelmäßige Regionaltreffen mit der Fachbereichsleitung sowie Leitungsrunden unter Federführung der jeweiligen Multiplikatorin. Erfahrungen mit Betriebsübergän- gen von Kindertageseinrichtungen gibt es in Cast- rop-Rauxel und Münster . Die A WO organisiert präventive und bedarfs- gerechte, am Einzelfall orientierte Leistungen. Zum Leistungsspektrum gehören Familienzentren, Bewe- gungskindergärten, nach Sebastian Kneipp zerti- fizierte sowie integrative Einrichtungen. Ein T eil der Kindertageseinrichtungen hat sich erfolgreich im Bundesprogramm „Schwerpunkt-Kita Sprache und Integration“ positioniert und erhält bis 2014 zusätzliche Mittel für Sprachförderkräfte. Weitere Einrichtungen arbeiten mit Projekten wie Papilio und Haus der kleinen Forscher . Integrative Arbeit wird seit vielen Jahren in einer Vielzahl von Einrichtungen umgesetzt und ist eine Selbstverständlichkeit. Voraussetzung für die erfolgreiche integrative Arbeit ist der Einsatz von heilpädagogisch ausgebildetem Fachperso- nal sowie die Einbindung des psychologischen Dienstes der A WO mit Sitz in Münster . Das in der Trägerbewerbung aufgeführte Konzept soll in ört- liche Netzwerke und Kooperationen eingebun- den werden und deren Ressourcen für die Arbeit nutzen. Das pädagogische Konzept Frühe Förderung von Kindern in unseren Kin- dertageseinrichtungen und Familienzentren. Die Arbeit in unseren Kindertageseinrichtungen ist im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII §§ 22-26) in einem eigenen Abschnitt fachlich und sozialpolitisch verankert. Dieses Rahmengesetz stellt politisch das Recht auf Chancengleichheit und individuell das Wohl des Kindes in den Mit- telpunkt. Das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) in NRW bil- det die Grundlage für die pädagogische Arbeit. Unsere Kindertageseinrichtungen sind Bildungs- stätten für alle Kinder bis zur Einschulung. Sie sind auch der Ort für Eltern, an dem sie bei Fragen der Erziehung und Förderung ihrer Kinder Unter- stützung finden. Die Einrichtungen haben einen intensiven Sozialraumbezug und bieten ein für alle Eltern erreichbares Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebot. Die frühe Förderung von Kindern (bei Bedarf auch integrativ) und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind für uns selbstverständlich. Jede ein- zelne unserer Kindertageseinrichtungen versteht sich als ein Zentrum für Familien. Unsere Türen stehen allen Generationen offen. 3 A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen Bildung in unseren Kindertageseinrichtungen Bildung ist ein lebenslanger Entwicklungsprozess und die Grundlage für soziale Integration, gesell- schaftliche T eilhabe, Eigenverantwortung und Solidarität. Bildung bedeutet für uns, die natür- liche Neugierde eines Kindes an seiner Umge- bung lebendig zu erhalten, herauszufordern und zu begleiten. Grundprinzipien Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist der situationsorientierte Ansatz, der Kinder in ihrer unmittelbaren, täglichen Erlebnis-, Lern- und Lebenswelt in den Mittelpunkt stellt. Das Spiel ist die wichtigste Erfahrungs-, Ausdrucks- und Lern- form von Kindern. Der situationsorientierte Ansatz nimmt immer Bezug auf die vergangene, gegen- wärtige und zukünftige Lebenssituation der Kin- der . Dieses stellen wir durch regelmäßig durch- geführte und dokumentierte Beobachtungen und deren Analyse sicher . Wir unterstützen jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung. Mäd- chen und Jungen werden im Sinne des Gender- Mainstreaming gleichermaßen gefördert. Durch den altersgemischten familiären Grup- penbezug erfahren unsere Kinder einen geschütz- ten und sicheren Raum. Dies ist insbesondere für unter dreijährige Kinder erforderlich. Um den speziellen Bedürfnissen aller Kinder gerecht zu werden, bieten wir Projekte für Gleichaltrige an. Die Kombination von altersgemischten und altershomogenen Gruppen hat sich für unsere Bil- dungsarbeit bewährt. Gemeinsame Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder Der Erziehungs- und Bildungsauftrag gilt bei der A WO gleichermaßen für behinderte und nicht behinderte Kinder . Jedes Kind wird in die Lage versetzt, seine Entwicklungspotentiale ganzheit- lich auszuschöpfen. Der Schwerpunkt der A WO ist die soziale Integration (Inklusion). Die A WO setzt sich für die T eilhabe am Gemeinschaftsleben ein und übernimmt Lobbyfunk- tionen für Kinder und Eltern. Behinderte und nicht behinderte Kinder begegnen und akzeptieren sich in den Kindertageseinrichtungen. Ein erfolgreiches integratives Arbeiten setzt eine besondere Fach - lichkeit ebenso voraus wie die Einbindung des gesamten pädagogischen Personals. In enger Zusammenarbeit mit den Eltern set- zen sich die Mitarbeiterinnen professionell mit Behinderungsformen auseinander und erarbeiten gemeinsam mit anderen Fachdiensten einen indi- viduellen Förderplan. Die Koordination der För- dermaßnahmen und der therapeutischen Maß- nahmen werden im pädagogischen Alltag durch die Mitarbeiterinnen sichergestellt. Regelmäßig wird die Wirksamkeit des För- derkonzeptes überprüft und gegebenenfalls in Absprache mit Eltern und Fachdiensten angegli- chen. 4 A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen Musik & Medien Musik erleben, sich zur Musik bewegen, Instru- mente bauen und spielen, sind Dinge, die Kin- dern viel Freude bereiten und die fester Bau- stein im Alltag der Kitas sind. In der heutigen Flut von Medien ist eine elementarpädagogische Medienerziehung erforderlich. Die Kinder entwickeln Kompe- tenzen im Umgang mit Medien durch eigene Erfahrungen mit verschiedenen Erscheinungsfor- men von Lese,- Erzähl- und Schriftkulturen. Künstlerisches Gestalten In den Natur ,- Werk und Kreativbereichen und dem damit geschaffenen Zugang zu vielfäl- tigen Materialien werden Kindern Anreize und Impulse gegeben, um grund- legende Fertigkeiten und Fähig- keiten zu erlernen. in A W O Kinder t ag eseinr ic htung en Musik und Medien Int er k ultur elle K om pet enz Et hik/W er t e- er ziehung Spr ac he/ n und Spr ac hf ör der ung Elt er narbeit - Er ziehungspar tner sc haf t und Ber atung K üns tler isc hes Ges t alt en Gesundheits- pr äv ention N atur und U m w elt N atur wissen- sc haf t en T ec hnik und Mat hematik Über g ang Ki T a in die Gr undsc hule Soziale, emo tionale K om pe t enz Bausteine pädagogischen Handelns Unser pädagogisches Haus 5 A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen Natur und Umwelt Die A WO bietet den Kindern durch vielfältige Begegnungen mit Tieren und Pflanzen Möglich- keiten, die heimische Natur als etwas Wertvol- les, Liebenswertes und damit Schützenswertes kennen zu lernen. Dieses ist die Basis für eine gelebte Umwelterziehung. Interkulturelle Kompetenz bedeutet für die A WO Gleichberechtigung von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund, Bilinguale Erziehung, Zusammenarbeit mit den Eltern, Einbeziehung gesellschaftlicher , kultureller , religiöser und familiärer Lebensumstände und ist Querschnittsthema für alle Fortbildungen der päd- agogischen Kräfte. Ethik / Werteerziehung Die A WO achtet Werte unabhängig von ethni- scher Herkunft, Nationalität, Religion, Weltan- schauung, sozialem Status oder Geschlecht und leistet so einen Beitrag zur Friedenserziehung. Durch das Zusammenleben verschiedener Kulturen wird eine Vielfältigkeit und Bereicherung erfahren. „Vielfalt macht die Erde bunt“. Gewalt und Symbole der Gewalt lehnt die A WO ab. Gesundheitsprävention ist ein wichtiger Baustein der pädagogischen Arbeit und umfasst die Bereiche: • Bewegung • Entspannung • Ernährung und • Hygiene Die A WO sensibilisiert und fördert Kinder in ihrem Körper- und Gesundheitsbewusstsein nach Erkenntnissen der heutigen Gesundheitswissen- schaften. Damit steigert die A WO die Eigenver- antwortung, fördert die gesunde Entwicklung und stärkt die Gesundheit der Kinder . Das Frühstück, Mittagessen sowie der Nach- mittagssnack werden täglich frisch zubereitet. Die Auswahl der Lebensmittel findet unter Berück- sichtigung kultureller , religiöser und gesundheitli- cher Aspekte statt. Naturwissenschaften, Technik und Mathematik Die Kinder in den A WO-Kitas werden für tech- nische und wissenschaftliche Phänomene und deren Prinzipien sensibilisiert. Im „Haus der kleinen Forscher“ lernen die „Forscher-Kids“ gezielt unterschiedliche Berei- che aus Natur und T echnik kennen. Für diesen Bereich werden Patenschaften mit Unternehmen angestrebt. 6 A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen Übergang Kita in die Grundschule Das Kinderbildungsgesetz NRW und das Schul- gesetz NRW geben eine enge Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen im Elementar- & Primarbereich vor- alle beteiligten Institutionen übernehmen gemeinsame Bildungsverantwor- tung für die Kinder . Die A WO beteiligt sich intensiv an regionalen Netzwerktreffen, um die Grundlagen für einen gelungenen Übergang von der Kita zur Grund- schule zu schaffen. Sprache/n und Sprachförderung Ganzheitliche Sprachförderung findet in den A WO-Kitas motivierend und kindgerecht statt. Sie ist ein notwendiger und selbstverständlicher Bestandteil aller alltäglichen Abläufe. Dabei werden die Bereiche Mundmotorik, Sprechmelodie, Artikulation, Wortschatz und Satzbau durch positive Sprachvorbilder und das Handeln mit allen Sinnen gefördert. Mit den anerkannten Verfahren zur Sprach- standserhebung (Seldak, Sismik, Bielefelder Screening und Delfin4) wird die Sprachentwick- lung von deutschsprachigen Kindern sowie Kin- dern mit Migrationshintergrund festgestellt. Soziale und Emotionale Kompetenz Die emotionalen Fertigkeiten von Kindern ver- ändern und erweitern sich in den ersten sechs Lebensjahren beträchtlich. Den Grundstein für diese bedeutende Entwicklungsaufgabe legen die Eltern. Gemeinsam mit den Eltern wird der Entwicklungsverlauf der frühen Kindheit gefördert und die Fähigkeit eingeübt, mit den eigenen und den Gefühlen anderer umzugehen. Sich seiner eigenen Gefühle bewusst zu sein, verschiedene Gefühlszustände voneinander unterscheiden zu können, Gefühle mimisch oder sprachlich zum Ausdruck zu bringen und eigenständig zu regu- lieren sowie die Gefühle anderer Personen zu erkennen und zu verstehen, sind dabei die wich- tigsten FähigkeitenElternarbeit – Erziehungspart- nerschaft und Beratung Eltern sind die Experten der Entwicklung ihres Kindes. Ihre Erfahrungen in der Familie werden in den A WO-Kitas wertgeschätzt und genutzt. Darum ist eine partnerschaftliche Kooperation zum Wohle des Kindes unabdingbar . So ergän- zen sich die Kompetenzen der Familien und der Kita und bereichern sich wechselseitig. 7 A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen Die A WO verfügt über verlässliche interne und externe Netzwerke aus unterschiedlichen Fach- richtungen und hat die Möglichkeit Eltern in besonderen Lebenssituationen zu beraten, an verschiedene Fachkompetenzen zu vermitteln und bei Bedarf zu begleiten. Im Mittelpunkt der Angebote stehen die individuelle Lebenssituation, sozialräumliche Gegebenheiten von Kindern und deren Familien. Kindertageseinrichtungen bieten ein wohnortnahes Zentrum mit bedarfsgerechten Öffnungszeiten und angemessener Betreuung während der Ferien und Schließungstage. Die Kita ist ein Treffpunkt mit vielfältigen Angeboten der Betreuung, Familienberatung und -bildung. Die Kundenorientierung ist für die A WO ein wichtiges Instrument. Bedarfserhebungen und Befragungen sind dafür eine Selbstverständlich- keit und werden als Grundlage für das jeweilige Kindergartenjahr zu Grunde gelegt. Kontakt Uwe Hildebrandt Geschäftsführer der A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen Clemensstraße 2 – 4 45699 Herten T elefon: 0 23 66 - 10 91-17 u.hildebrandt@awo-msl-re.de www.awo-msl-re.de
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Kiesekampweg 21
- Marderweg
- Nerzweg
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0135/2014
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 10.02.2014
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37