Darmstadt

V/0135/2014

Trägerausschreibung für die zweigruppige Dependance einer Kindertageseinrichtung in Coerde am Kiesekampweg

Vorlagen 10.02.2014

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 02.04.2014, TOP 45

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 1 Bewerbung AWO

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Ansehen

Anlage 2 Konzeption Kita Coerde AWO

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Ansehen

Anlage 3 Konzept AWO

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Ansehen

Beschlussvorlage

8815 Zeichen

V/0135/2014 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Trägerausschreibung für die zweigruppige Dependance einer Kindertageseinrichtung in Coerde 
am Kiesekampweg 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
19.03.2014 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
25.03.2014 Bezirksvertretung Münster-Nord Anhörung 
01.04.2014 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 
02.04.2014 Hauptausschuss Vorberatung 
02.04.2014 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die zweigruppige Dependance am 
Kiesekampweg in Coerde der Kita Marderweg des Trägers Arbeiterwohlfahrt Münsterland-
Recklinghausen 
 
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden vertragliche Vereinbarungen ent-
sprechend der nachfolgenden Punkte getroffen: 
Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leistungs-
vereinbarung) zwischen dem Träger Arbeiterwohlfahrt Münsterland-Recklinghausen und der Stadt 
Münster getroffen. 
Mietvertragliche Regelungen werden zwischen dem Investor (Vermieter) und dem Träger 
Arbeiterwohlfahrt Münsterland-Recklinghausen (Mieter) getroffen. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
1. Investitionskostenzuschuss zur Ausstattung und zum Außengelände 
 
Für die Umsetzung der vorgesch lagenen Maßnahme sind Kosten für Inventar, Möblierung und 
Herrichtung der Spiel -/Außenanlagen in Höhe von max. 120.000 € erforderlich. Der Träger hat 
einen Eigenanteil an der investiven Maßnahme in Höhe von 90.000 € angeboten. Der städt ische 
Zuschuss reduziert sich dementsprechend auf 30.000 € 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0135/2014 
Auskunft erteilt: 
Frau Eschert, Herr Philipp,  
Frau Kratz-Trutti 
Ruf: 
492-5616 
E-Mail: 
EschertM@stadt-muenster.de  
Datum: 
27.02.2014 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0135/2014 
Für die Ausstattung der zwei Gruppen wurden Bundesmittel beantragt. Bei Bewill igung reduzieren 
sich die verbleibenden städtischen Zuschüsse in Höhe von 30.000 € entsprechend. 
 
2.  Freiwilliger städtischer Zuschuss (FwZ) zum Trägeranteil an den Betriebskosten 
 
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung betragen auf der Grundlage der unter Ziffer 1 
der Begründung genannten Gruppenstrukturen 
 
 für August bis Dezember 2014 = 141.746 € 
 für 2015ff. =  342.325 € 
 
Die Kosten teilen sich wie folgt auf Land, Stadt und Träger auf: 
 
Träger Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil Städt. 
Anteil 
BKZ ge-
samt 
Gesamt 
 
Land Stadt Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil 
Angebot Stadt 
(Erforderlicher 
Zuschuss) 
 1 2 3 4 5 6 7 
AWO 91,0% 36,0 % 55,0 % 9,0% 0,0% 9,0% 64,0% 
 
 August bis Dezember 2014 2015 
Träger Trägeranteil Städtischer  
Anteil  
gesamt 
Trägeranteil Städtischer  
Anteil  BKZ 
gesamt 
Angebot Stadt. (erfor-
derlicher 
Zuschuss) 
Angebot Stadt. erfor-
derlicher Zu-
schuss 
 5 6 7 5 6 7 
AWO 0,00 € 12.757 € 90.717 € 0,00 € 30.809 € 219.088 € 
 
III. Mittelbereitstellung / Finanzierung 
 
Teilfinanzplan 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgruppe 0601 Förderung von Kindern in 
Tagesbetreuung 
   
Zeile 11 Auszahlungen v on aktivierb a-
ren Zuwendungen 
   
 0210  Zusch.z.Ausbau 
KiTa-Betr. 
2014 30.000 Im Budget vor-
gesehen 
 
Teilergebnisplan 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgruppe 0601 Förderung von Kindern in 
Tagesbetreuung 
   
Zeile 15 Transferaufwendungen    
 
 
FWZ Kita Kiesekampweg 2014 
2015ff. 
12.757 
30.809 
Deckung der 
BKZ aus 
Ansatz 2014: 
75.796.840 € 
Ansatz 2015: 
78.605.470 € 
    43.566

- 3 - 
V/0135/2014 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Der Rat der Stadt Münster hat am 12.02.2014 die bedarfsgerechte Errichtung dieser Dependance 
einer Kindertageseinrichtung in Coerde beschlossen (Vorlage V/0950/2013). 
Die Kindertageseinrichtung wird als Dependance der Kita Marderweg geführt.  
In der Dependance werden 2 Gruppen betreut: 
 
 1 Gruppe für 20 Kinder im Alter von 2-6 Jahren(G1) 
 1 Gruppe für 20 Kinder im Alter von 3-6 Jahren(G3) 
Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahme n-
struktur bedarfsgerecht weiterentwickelt. 
 
Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlos-
sen, die Trägerschaft für diese Einrichtung an eine bereits in Coerde bestehende Kindertagesei n-
richtung zu vergeben. 
 
2. Verbindliche Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft 
 
Da mit der Ratsvorlage zur Errichtung beschlossen wurd e, dass die Kindertageseinrichtung als 
Dependance geführt wird, wurden die sechs Träger der in Coerde bestehenden Kindertagesei n-
richtungen über die Planungen der Stadt Münster zur Errichtung dieser Einrichtung informiert. 
Mit dem Ausschreibungsverfahren fü r die Betriebsträgerschaft wurde am 21.01.2014 b egonnen. 
Die Träger wurden gebeten, bis zum 06.02.2014 ihr Interesse an einer Übernahme der Träge r-
schaft mitzuteilen. 
Die Arbeiterwohlfahrt Münsterland-Recklinghausen( AWO) hat ihr Interesse an der Übernahme der 
Trägerschaft bekundet. Andere Träger haben sich nicht gemeldet.  
Mit der AWO wurde am 13.02.2014 ein Gespräch g eführt. Die Frist zur Abgabe der Bewerbung  
war der 19.02.2014. 
Die AWO hat sich nach der Interessensbekundung und dem Gespräch verbindlich beworben. 
 
3. Trägerauswahl 
 
Mit der Bewerbung hat die Arbeiterwohlfahrt Münsterland-Recklinghausen eine Konzeption über-
sandt, die der Anlage zu entnehmen ist. 
Die Verwaltung hat das Trägergespräch nach folgenden Kriterien mit folgenden Ergebnissen ge-
führt: 
 
Kriterium: Referenzen des Trägers bezüglich vergleichbarer Einrichtungen: 
Erfahrungen des Trägers auf dem Gebiet der Kindertagesbetreuung 
Betrieb von Kindertageseinrichtungen durch den Träger 
 
Zurzeit betreibt die Arbeiterwohlfahrt 8 Kindertageseinrichtungen in unterschiedlichen Stadtteilen 
Münsters. Als Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster insgesamt  und als Träger in Co-
erde hat sich die AWO sehr gut bewährt. 
 
 
Kriterium: Fachliches Konzept: 
Fachliche Konzepte für die Kindertagesbetreuung 
Aussagen zu flexiblen Kindertagesbetreuungsangeboten 
 
Die fachlichen Anforderungen an den Betrieb der Kita als Dependance einer bestehenden Ein-
richtung erfüllt die Arbeiterwohlfahrt umfassend.

- 4 - 
V/0135/2014 
Die Arbeiterwohlfahrt bietet für den Standort Kiesekampweg Mindestöffnungszeiten von 07.00 bis 
17.00 Uhr an. An Schließtagen ist eine Betreuung durch den Verbund der AWO Kitas in Coerde 
sichergestellt, so dass eine ganzjährige Betreuung möglich ist. 
 
 
Kriterium: Einbeziehung der Stadtteilakteure und ihrer Ressourcen: 
Bereitschaft, die Arbeit an den Bedürfnissen der Kinder und Eltern im Sozialraum unter Berück-
sichtigung und Einbeziehung vorhandener Infrastrukturangebote auszurichten 
Kooperationsbezüge und Vernetzungsbestrebungen im Stadtteil, und zu anderen Professionen 
( z.B. Grundschulen, Gesundheitswesen……) 
Einbeziehung gewachsener Strukturen und anderer Anbieter aus dem Stadtteil, 
Bedarfsgerechte und abgestimmte Weiterentwicklung der stadtteilbezogenen Angebote 
 
In Coerde ist die AWO sehr gut verankert und integriert. Sie betreibt dort zwei Kitas. Beide sind 
im Verbund als Familienzentrum anerkannt und zertifiziert. 
In Coerde besteht ein Stadtteilbüro der Arbeiterwohlfahrt, welches Angebote für Kinder, Jugendli-
che und Erwachsene im Bildungs- und Freizeitbereich bietet. Durch die enge Zusammenarbeit 
vor Ort entstehen Synergieeffekte bei der Beratung und Betreuungs- und Bildungsarbeit im Stadt-
teil Coerde. 
Im Stadtteilarbeitskreis arbeitet die AWO mit allen Trägern Coerdes intensiv zusammen. Es be-
steht eine enge Vernetzung mit den Grundschulen.  
 
 
Kriterium: Wirtschaftlichkeit: 
verbindliche Aussagen über den zu erwartenden Trägeranteil für den Betrieb der Einrichtung. 
 
Die AWO kann sich einmalig mit 90.000 € an den investiven Kosten beteiligen. Darüber hinaus 
sieht sich die AWO nicht in der Lage, weitere dauerhafte Trägeranteile zu leisten. 
 
 
4. Gesamtbewertung 
 
Auf die Ausschreibung hat sich ausschließlich die AWO beworben. 
Die Arbeiterwohlfahrt erfüllt die oben genannten entscheidungsleitenden Kriterien umfassend. 
 
Daher schlägt die Verwaltung abschließend vor,  
 
der Arbeiterwohlfahrt Münsterland - Recklinghausen die Trägerschaft für die zweigruppige 
Dependance am Kiesekampweg in Coerde  
 
zu übertragen. 
 
Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung zum 01.08.2014 ein 
Träger gefunden, so dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger 
getroffen werden können. 
i.V. 
 
gez. 
Dr. Andrea Hanke 
Beigeordnete 
 
Anlagen: 
Anlage 1: Bewerbung AWO 
Ablage 2: Konzeption Kita Coerde AWO 
Anlage 3: Konzept AWO

Anlage 1 Bewerbung AWO

929 Zeichen

Stadt Münster 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
Frau A. Pohl 
 
48127 Münster 
 
 
 
 
 
 
 
51 12 0022 17.02.2014 
 
Ausschreibung der Trägerschaft für eine zweigruppige Dependance einer 
Kindertageseinrichtung in Münster-Coerde, Kiesekampweg 21 
 
 
 
Sehr geehrte Frau Pohl, 
sehr geehrte Frau Eschert, 
 
hiermit bieten wir ihnen verbindlich die Übernahme der Trägerschaft der o. g. 
Kindertageseinrichtung an. 
 
Wir erklären uns bereit, einen einmaligen trägerbezogenen Anteil in Höhe von 90.000,- € mit 
der Übernahme der Trägerschaft in die Ausstattung und das Außenspielgelände einzubringen. 
 
Einen wie in der Ausschreibung benannten Trägeranteil gemäß KiBiz in Höhe von 9 % werden 
wir nicht leisten können. 
 
Eine inhaltliche, pädagogische und organisatorische Stellungnahme zur Ausschreibung liegt 
dieser verbindlichen Erklärung bei. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
Gez. 
Uwe Hildebrandt 
Geschäftsführer

Anlage 2 Konzeption Kita Coerde AWO

3815 Zeichen

Stadt Münster 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
Frau A. Pohl 
 
48127 Münster 
 
 
 
 
 
51 12 0022 18.02.2014 
 
Ausschreibung der Trägerschaft für eine zweigruppige Dependance einer 
Kindertageseinrichtung in Münster-Coerde, Kiesekampweg 21 
Hier: konzeptionelle Umsetzung 
 
 
 
Sehr geehrte Frau Pohl, 
 
hiermit übersenden wir Ihnen die Konzeption unserer Kindertageseinrichtungen als Grundlage 
der Betreuungs- und Bildungsarbeit in der o. g. Kindertageseinrichtung. 
Neben diesen grundsätzlichen Vorstellungen nehmen wir noch wie folgt Stellung: 
Den Betrieb der o. g. Einrichtung als Dependance unserer AWO-Kindertageseinrichtung 
Marderweg (Familienzentrum im Verbund mit der AWO-Einrichtung Nerzweg) können wir uns 
gut vorstellen. Aufgrund der besonderen Herausforderungen im Stadtteil Coerde wird die neue 
Einrichtung organisatorisch zwar der Kita Marderweg zugeordnet, aber eine Vollzeitkraft als 
stellvertretende Leitung die Dependance vertreten. Die besonderen Herausforderungen an die 
pädagogische  Arbeit mit den Kindern, die intensive Elternarbeit sowie die milieubezogene 
Stadtteilarbeit erfordern gerade an diesem Standort eine vollzeitige Anwesenheit der 
Leitungskraft. Unsere bisherigen Erfahrungen in dem Stadtteil in den beiden bestehenden 
Familienzentren im Verbund und unsere Arbeit auch im Stadteilbüro Coerde am Nerzweg 
bestätigen uns in unserer Grundhaltung, eine Vollzeitleitung vor Ort zu beschäftigen. 
 
Die Zusammenarbeit mit dem AWO-Verbundfamilienzentrum und dem Stadtteilbüro 
Coerde ist darüber hinaus wesentlicher Eckpfeiler unserer milieubezogenen Arbeit mit 
Kindern, Eltern und Familien im Stadtteil Coerde. Synergieeffekte bei der Beratung, bei der 
Umsetzung von stadtteilbezogenen Projekten und Veranstaltungen, bei der 
lösungsorientierten Konfliktbewältigung im Stadtteil und der gegenseitigen inhaltlichen 
Unterstützung in der Betreuungs- und Bildungsarbeit sehen wir als besondere Stärke unseres 
Trägers in der unmittelbaren Umgebung der neuen Einrichtung.

Auch die Zusammenarbeit mit den Grundschulen ist über die o. g. Einrichtungen bisher 
schon im Stadtteil sehr verbindlich gestaltet und beruht auf gegenseitiger Wertschätzung in 
ihrem Handeln. Die Teilnahme z. B. an gemeinsamen Arbeitskreisen seit vielen Jahren hat 
die Zusammenarbeit gestärkt und inhaltlich aufeinander abgestimmt. 
 
Über diese Zusammenarbeit hinaus bestehen vielfältige strukturelle und einzelfallbezogene 
Kooperationen im Stadtteil (z. B. mit den ortsansässigen Kitas, Schulen und weiteren freien 
Trägern, aber insbesondere auch mit dem Kommunalen Dienst der Stadt Münster sowie 
weiteren städtischen Ämtern)), die selbstverständlich die Dependance am Kiesekampweg in 
der inhaltlichen Arbeit im Stadtteil übernehmen und bestärken wird. 
 
Die Anforderungen an eine flexible Kindertagesbetreuung stellen wir wie folgt sicher: 
Grundsätzlich abgestimmt auf den Elternbedarf wird eine Öffnungszeit zwischen 7 und 17 Uhr 
eingerichtet. Aufgrund der Nähe zu den beiden AWO-Familienzentren im Verbund wird eine 
entsprechende Sicherstellung der personellen Ressourcen abgestimmt. Auch ist eine 
Betreuung über den Verbund sichergestellt, sollte es zu Schließungstagen aufgrund von 
Urlaub, Fortbildungen, Planungstagen kommen. Alle Eltern und Sorgeberechtigten unserer 
Kinder haben einen Anspruch auf 12 Monate Betreuung durch die AWO. 
 
Die genauen Öffnungszeiten, die inhaltliche und pädagogische Schwerpunktsetzung und die 
passgenaue personelle Gestaltung der Einrichtung wird nach Inbetriebnahme der Einrichtung 
in Zusammenarbeit mit der Grundeinrichtung, dem Träger und den Elternvertretern 
abgestimmt und beschrieben. 
 
Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung und verbleiben 
mit freundlichen Grüßen 
 
 
 
gez. 
Jürgen Schepp 
Fachbereichsleitung

Anlage 3 Konzept AWO

12928 Zeichen

Bewerbung
Bewerbung zur Übernahme der Trägerschaft 
von städtischen Kindertageseinrichtungen
in der Stadt Münster

2
A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen   
Die Arbeiterwohlfahrt 
Unterbezirk Münsterland-
Recklinghausen
Die Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-
Recklinghausen (im folgenden A WO) betreibt zur-
zeit in verschiedenen Städten bzw. Gemeinden 
(wie z.B. Münster , Greven, Steinfurt, Coesfeld, 
Borken, Kreis Recklinghausen) 69 Kindertagesein-
richtungen sowie verschiedene offene Kinder- und 
Jugendeinrichtungen. Die Verwaltung der gesam-
ten Kindertagesstätten ist in der Hauptgeschäfts -
stelle in Herten, Clemensstraße 2-4 angesiedelt. 
Dort befinden sich alle Abteilungen mit den Quer-
schnittsaufgaben Personalverwaltung, Rechnung- 
und Finanzwesen sowie die Fachbereichsleitung.
Die Fachberatung für den Bereich Kinderta -
geseinrichtungen hat ihren Sitz bei dem Spitzen -
verband, Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband West-
liches Westfalen e.V . in Dortmund. Dort werden 
Fortbildungen und Fachtagungen zu bestimmten 
Themen durchgeführt.
Die Trägeranbindung aller Kindertageseinrich-
tungen ist gewährleistet durch Leitungsversamm -
lungen mit der Geschäftsführung, regelmäßige 
Regionaltreffen mit der Fachbereichsleitung sowie 
Leitungsrunden unter Federführung der jeweiligen 
Multiplikatorin. Erfahrungen mit Betriebsübergän-
gen von Kindertageseinrichtungen gibt es in Cast-
rop-Rauxel und Münster .
Die A WO organisiert präventive und bedarfs-
gerechte, am Einzelfall orientierte Leistungen. Zum 
Leistungsspektrum gehören Familienzentren, Bewe-
gungskindergärten, nach Sebastian Kneipp zerti-
fizierte sowie integrative Einrichtungen. Ein T eil 
der Kindertageseinrichtungen hat sich erfolgreich 
im Bundesprogramm „Schwerpunkt-Kita Sprache 
und Integration“ positioniert und erhält bis 2014 
zusätzliche Mittel für Sprachförderkräfte. Weitere 
Einrichtungen arbeiten mit Projekten wie Papilio 
und Haus der kleinen Forscher .
Integrative Arbeit wird seit vielen Jahren in einer 
Vielzahl von Einrichtungen umgesetzt und ist 
eine Selbstverständlichkeit. Voraussetzung für 
die erfolgreiche integrative Arbeit ist der Einsatz 
von heilpädagogisch ausgebildetem Fachperso-
nal sowie die Einbindung des psychologischen 
Dienstes der A WO mit Sitz in Münster . Das in der 
Trägerbewerbung aufgeführte Konzept soll in ört-
liche Netzwerke und Kooperationen eingebun-
den werden und deren Ressourcen für die Arbeit 
nutzen.
Das pädagogische Konzept
Frühe Förderung von Kindern in unseren Kin-
dertageseinrichtungen und Familienzentren. Die 
Arbeit in unseren Kindertageseinrichtungen ist 
im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII §§ 
22-26) in einem eigenen Abschnitt fachlich und 
sozialpolitisch verankert. Dieses Rahmengesetz 
stellt politisch das Recht auf Chancengleichheit 
und individuell das Wohl des Kindes in den Mit-
telpunkt.
Das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) in NRW bil-
det die Grundlage für die pädagogische Arbeit.
Unsere Kindertageseinrichtungen sind Bildungs-
stätten für alle Kinder bis zur Einschulung. Sie sind 
auch der Ort für Eltern, an dem sie bei Fragen 
der Erziehung und Förderung ihrer Kinder Unter-
stützung finden. Die Einrichtungen haben einen 
intensiven Sozialraumbezug und bieten ein für 
alle Eltern erreichbares Informations-, Beratungs- 
und Unterstützungsangebot.
Die frühe Förderung von Kindern (bei Bedarf 
auch integrativ) und die Vereinbarkeit von Familie 
und Beruf sind für uns selbstverständlich. Jede ein-
zelne unserer Kindertageseinrichtungen versteht 
sich als ein Zentrum für Familien. Unsere Türen 
stehen allen Generationen offen.

3
A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen 
Bildung in unseren 
Kindertageseinrichtungen
Bildung ist ein lebenslanger Entwicklungsprozess 
und die Grundlage für soziale Integration, gesell-
schaftliche T eilhabe, Eigenverantwortung und 
Solidarität. Bildung bedeutet für uns, die natür-
liche Neugierde eines Kindes an seiner Umge-
bung lebendig zu erhalten, herauszufordern und 
zu begleiten.
Grundprinzipien
Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist 
der situationsorientierte Ansatz, der Kinder in 
ihrer unmittelbaren, täglichen Erlebnis-, Lern- und 
Lebenswelt in den Mittelpunkt stellt. Das Spiel ist 
die wichtigste Erfahrungs-, Ausdrucks- und Lern-
form von Kindern. Der situationsorientierte Ansatz 
nimmt immer Bezug auf die vergangene, gegen-
wärtige und zukünftige Lebenssituation der Kin-
der . Dieses stellen wir durch regelmäßig durch-
geführte und dokumentierte Beobachtungen und 
deren Analyse sicher . Wir unterstützen jedes 
Kind in seiner individuellen Entwicklung. Mäd-
chen und Jungen werden im Sinne des Gender-
Mainstreaming gleichermaßen gefördert.
Durch den altersgemischten familiären Grup-
penbezug erfahren unsere Kinder einen geschütz-
ten und sicheren Raum. Dies ist insbesondere für 
unter dreijährige Kinder erforderlich. Um den 
speziellen Bedürfnissen aller Kinder gerecht zu 
werden, bieten wir Projekte für Gleichaltrige 
an. Die Kombination von altersgemischten und 
altershomogenen Gruppen hat sich für unsere Bil-
dungsarbeit bewährt.
Gemeinsame Erziehung 
behinderter und nicht 
behinderter Kinder
Der Erziehungs- und Bildungsauftrag gilt bei der 
A WO gleichermaßen für behinderte und nicht 
behinderte Kinder . Jedes Kind wird in die Lage 
versetzt, seine Entwicklungspotentiale ganzheit-
lich auszuschöpfen. Der Schwerpunkt der A WO 
ist die soziale Integration (Inklusion).
Die A WO setzt sich für die T eilhabe am 
Gemeinschaftsleben ein und übernimmt Lobbyfunk-
tionen für Kinder und Eltern. Behinderte und nicht 
behinderte Kinder begegnen und akzeptieren sich 
in den Kindertageseinrichtungen. Ein erfolgreiches 
integratives Arbeiten setzt eine besondere Fach -
lichkeit ebenso voraus wie die Einbindung des 
gesamten pädagogischen Personals.
In enger Zusammenarbeit mit den Eltern set-
zen sich die Mitarbeiterinnen professionell mit 
Behinderungsformen auseinander und erarbeiten 
gemeinsam mit anderen Fachdiensten einen indi-
viduellen Förderplan. Die Koordination der För-
dermaßnahmen und der therapeutischen Maß-
nahmen werden im pädagogischen Alltag durch 
die Mitarbeiterinnen sichergestellt.
Regelmäßig wird die Wirksamkeit des För-
derkonzeptes überprüft und gegebenenfalls in 
Absprache mit Eltern und Fachdiensten angegli-
chen.

4
A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen   
Musik & Medien
Musik erleben, sich zur Musik bewegen, Instru-
mente bauen und spielen, sind Dinge, die Kin-
dern viel Freude bereiten und die fester Bau-
stein im Alltag der Kitas sind.
In der heutigen Flut von Medien ist eine 
elementarpädagogische Medienerziehung 
erforderlich. Die Kinder entwickeln Kompe-
tenzen im Umgang mit Medien durch eigene 
Erfahrungen mit verschiedenen Erscheinungsfor-
men von Lese,- Erzähl- und Schriftkulturen.
Künstlerisches Gestalten
In den Natur ,- Werk und Kreativbereichen und 
dem damit geschaffenen Zugang zu vielfäl-
tigen Materialien werden Kindern Anreize 
und Impulse gegeben, um grund-
legende Fertigkeiten und Fähig-
keiten zu erlernen.
in A W O Kinder t ag eseinr ic htung en
Musik und  
Medien
Int er k ultur elle  
K om pet enz
Et hik/W er t e-  
er ziehung
Spr ac he/ n und  
Spr ac hf ör der ung
Elt er narbeit - Er ziehungspar tner sc haf t und Ber atung
K üns tler isc hes  
Ges t alt en
Gesundheits-  
pr äv ention
N atur und  
U m w elt
N atur wissen-
sc haf t en  
T ec hnik und  
Mat hematik
Über g ang  
Ki T a in die 
Gr undsc hule
Soziale, emo tionale 
K om pe t enz
Bausteine 
pädagogischen 
Handelns
Unser pädagogisches Haus

5
A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen 
Natur und Umwelt
Die A WO bietet den Kindern durch vielfältige 
Begegnungen mit Tieren und Pflanzen Möglich-
keiten, die heimische Natur als etwas Wertvol-
les, Liebenswertes und damit Schützenswertes 
kennen zu lernen. Dieses ist die Basis für eine 
gelebte Umwelterziehung.
Interkulturelle Kompetenz
bedeutet für die A WO Gleichberechtigung von 
Kindern mit und ohne Migrationshintergrund, 
Bilinguale Erziehung, Zusammenarbeit mit den 
Eltern, Einbeziehung gesellschaftlicher , kultureller , 
religiöser und familiärer Lebensumstände und ist 
Querschnittsthema für alle Fortbildungen der päd-
agogischen Kräfte.
Ethik / Werteerziehung
Die A WO achtet Werte unabhängig von ethni-
scher Herkunft, Nationalität, Religion, Weltan-
schauung, sozialem Status oder Geschlecht und 
leistet so einen Beitrag zur Friedenserziehung.
Durch das Zusammenleben verschiedener 
Kulturen wird eine Vielfältigkeit und Bereicherung 
erfahren. „Vielfalt macht die Erde bunt“.
Gewalt und Symbole der Gewalt lehnt die 
A WO ab.
Gesundheitsprävention
ist ein wichtiger Baustein der pädagogischen 
Arbeit und umfasst die Bereiche:
  •  Bewegung
  •  Entspannung
  •  Ernährung und
  •  Hygiene
Die A WO sensibilisiert und fördert Kinder in 
ihrem Körper- und Gesundheitsbewusstsein nach 
Erkenntnissen der heutigen Gesundheitswissen-
schaften. Damit steigert die A WO die Eigenver-
antwortung, fördert die gesunde Entwicklung und 
stärkt die Gesundheit der Kinder .
Das Frühstück, Mittagessen sowie der Nach-
mittagssnack werden täglich frisch zubereitet. 
Die Auswahl der Lebensmittel findet unter Berück-
sichtigung kultureller , religiöser und gesundheitli-
cher Aspekte statt.
Naturwissenschaften, Technik 
und Mathematik
Die Kinder in den A WO-Kitas werden für tech-
nische und wissenschaftliche Phänomene und 
deren Prinzipien sensibilisiert.
Im „Haus der kleinen Forscher“ lernen die 
„Forscher-Kids“ gezielt unterschiedliche Berei-
che aus Natur und T echnik kennen. Für diesen 
Bereich werden Patenschaften mit Unternehmen 
angestrebt.

6
A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen   
Übergang Kita 
in die Grundschule
Das Kinderbildungsgesetz NRW und das Schul-
gesetz NRW geben eine enge Zusammenarbeit 
zwischen Bildungseinrichtungen im Elementar- & 
Primarbereich vor- alle beteiligten Institutionen 
übernehmen gemeinsame Bildungsverantwor-
tung für die Kinder .
Die A WO beteiligt sich intensiv an regionalen 
Netzwerktreffen, um die Grundlagen für einen 
gelungenen Übergang von der Kita zur Grund-
schule zu schaffen.
Sprache/n und Sprachförderung
Ganzheitliche Sprachförderung findet in den 
A WO-Kitas  motivierend und kindgerecht statt. 
Sie ist ein notwendiger und selbstverständlicher 
Bestandteil aller alltäglichen Abläufe.
Dabei werden die Bereiche Mundmotorik, 
Sprechmelodie, Artikulation, Wortschatz und 
Satzbau durch positive Sprachvorbilder und das 
Handeln mit allen Sinnen gefördert.
Mit den anerkannten Verfahren zur Sprach-
standserhebung (Seldak, Sismik, Bielefelder 
Screening und Delfin4) wird die Sprachentwick-
lung von deutschsprachigen Kindern sowie Kin-
dern mit Migrationshintergrund festgestellt. 
Soziale und 
Emotionale Kompetenz
Die emotionalen Fertigkeiten von Kindern ver-
ändern und erweitern sich in den ersten sechs 
Lebensjahren beträchtlich. Den Grundstein für 
diese bedeutende Entwicklungsaufgabe legen 
die Eltern. Gemeinsam mit den Eltern wird der 
Entwicklungsverlauf der frühen Kindheit gefördert 
und die Fähigkeit eingeübt, mit den eigenen und 
den Gefühlen anderer umzugehen. Sich seiner 
eigenen Gefühle bewusst zu sein, verschiedene 
Gefühlszustände voneinander unterscheiden zu 
können, Gefühle mimisch oder sprachlich zum 
Ausdruck zu bringen und eigenständig zu regu-
lieren sowie die Gefühle anderer Personen zu 
erkennen und zu verstehen, sind dabei die wich-
tigsten FähigkeitenElternarbeit – Erziehungspart-
nerschaft und Beratung
Eltern sind die Experten der Entwicklung ihres 
Kindes. Ihre Erfahrungen in der Familie werden 
in den A WO-Kitas wertgeschätzt und genutzt. 
Darum ist eine partnerschaftliche Kooperation 
zum Wohle des Kindes unabdingbar . So ergän-
zen sich die Kompetenzen der Familien und der 
Kita und bereichern sich wechselseitig.

7
A WO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen 
Die A WO verfügt über verlässliche interne und 
externe Netzwerke aus unterschiedlichen Fach-
richtungen und hat die Möglichkeit Eltern in 
besonderen Lebenssituationen zu beraten, an 
verschiedene Fachkompetenzen zu vermitteln 
und bei Bedarf zu begleiten. Im Mittelpunkt der 
Angebote stehen die individuelle Lebenssituation, 
sozialräumliche Gegebenheiten von Kindern und 
deren Familien. Kindertageseinrichtungen bieten 
ein wohnortnahes Zentrum mit bedarfsgerechten 
Öffnungszeiten und angemessener Betreuung 
während der Ferien und Schließungstage. Die 
Kita ist ein Treffpunkt mit vielfältigen Angeboten 
der Betreuung, Familienberatung und -bildung.
Die Kundenorientierung ist für die A WO ein 
wichtiges Instrument. Bedarfserhebungen und 
Befragungen sind dafür eine Selbstverständlich-
keit und werden als Grundlage für das jeweilige 
Kindergartenjahr zu Grunde gelegt.
Kontakt
Uwe Hildebrandt
Geschäftsführer der A WO
Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen
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45699 Herten
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Beratungsverlauf (5)

19.03.2014 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 15 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
25.03.2014 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 3.5 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
01.04.2014 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 6.6 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
02.04.2014 Hauptausschuss
TOP 47 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
02.04.2014 Rat
TOP 45 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Kiesekampweg 21
  • Marderweg
  • Nerzweg

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0135/2014
Typ
Vorlagen
Datum
10.02.2014
Erstellt
06.10.2020 14:37