V/0613/2013
Bericht über die Beteiligungen der Stadt Münster im Jahr 2012 (Beteiligungsbericht 2012)
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Berichtsvorlage
2830 Zeichen
V/0613/2013 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Finanzen und Beteiligungen Betrifft Bericht über die Beteiligungen der Stadt Münster im Jahr 2012 (Beteiligungsbericht 2012) Beratungsfolge 24.09.2013 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Bericht 25.09.2013 Hauptausschuss Bericht 25.09.2013 Rat Bericht Bericht: Die Gemeinde ist gemäß § 117 Abs. 1 Gemeindeordnung NRW (GO) verpflichtet, einen Beteil i- gungsbericht, in dem ihre wirtschaftliche und nichtwirtschaftliche Betätigung im Sinne der §§ 107, 107 a GO zu erläutern ist, zu erstellen. Der Bericht ist jährlich, bezogen auf de n Abschlussstich- tag des Gesamtabschlusses, fortzuschreiben und dem Gesamtabschluss beizufügen. Ferner ist der Bericht nach § 117 Abs. 2 GO dem Rat und den Einwohnern/ -innen zur Kenntnis zu bringen und zu diesem Zweck zur Einsichtnahme verfügbar zu halten. Auf die Möglichkeit zur Einsich t- nahme ist in geeigneter Weise öffentlich hinzuweisen. Mit der Vorlage des neunzehnten Beteiligungsberichts (Anlage) kommt die Verwaltung den v.g. gesetzlichen Vorgaben nach. Wie in den Jahren zuvor enthält der Bericht als wesentlichen Inhalt eine Darstellung der wirtschaftlichen Situation der einzelnen Beteiligungen sowie ihre Bedeutung für den städtischen Haushalt und den „Konzern Stadt Münster“. Darüber hinaus wurden für alle – vom Rat der Stadt Münster als steuerungsrele vant eingestuften – Beteiligungen Angaben zu den „reinen“ Finanz - und Beteiligungserträgen/ -aufwendungen (Bruttoausschüttungen an die Stadt Münster bzw. „Zuschusszahlungen“ der Stadt Münster) sowie ein betriebswirtschaftliches Ken n- zahlenset aufgenommen. Mit dem Beteiligungsbericht wird den Ratsmitgliedern, der Verwaltung und der interessierten Ö f- fentlichkeit die Möglichkeit gegeben, sich mit einem wichtigen Teil des kommunalen Haushalts vertraut zu machen. Die regelmäßige Aktualisierung der Jahresabschluss daten (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung) der einzelnen Beteiligungen trägt dazu bei, deren mittelfristige Geschäft s- entwicklung aufzuzeigen und damit die notwendige Transparenz zu vermitteln. Vorlagen-Nr.: V/0613/2013 Auskunft erteilt: Herr Scholz Ruf: 492 20 43 E-Mail: ScholzT@stadt-muenster.de Datum: 15.08.2013 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0613/2013 Auf die Möglichkeit zur Einsichtnahme wird durch öffentlic he Bekanntmachung hingewiesen. Es wird wieder die Möglichkeit bestehen, den Beteiligungsbericht gegen eine Schutzgebühr von 1 € bei der „Münster Information“ (Bürgerberatungsstelle) zu erwerben. Darüber hinaus wird der B e- teiligungsbericht über die Internetpräsenz der Stadt Münster abrufbar bzw. einsehbar sein. In Vertretung gez. Reinkemeier Stadtkämmerer Anlage: Beteiligungsbericht 2012
BB2012_Druckfassung
447871 Zeichen
Beteiligungsbericht 2012
Herausgeber: Stadt Münster
Amt für Finanzen und Beteiligungen
Abteilung Beteiligungsmanagement
48127 Münster
Druck: Eigendruck
Auflage: 300, September 2013
Vorwort
Die Stadt Münster hat neben den Tätigkeiten der kla ssischen Verwaltung einige
Aufgabenbereiche auf Einrichtungen und Unternehmen mit öffentlich-rechtlichen oder
privatrechtlichen Rechtsformen übertragen. Diese we rden unter dem Begriff
„Beteiligungen“ zusammengefasst.
Das an die Beteiligungen übertragene Aufgabenspektrum gestaltet sich dabei vielfältig.
Beginnend mit der Bereitstellung von Gütern und Die nstleistungen über den Betrieb
kultureller Einrichtungen bis hin zur Wohnraumgesta ltung und Stadtentwicklung tragen
die Beteiligungen den hohen Ansprüchen an Münster a ls weltoffene und
zukunftsorientierte Stadt Rechnung.
Das Beteiligungsmanagement bildet dabei die Schnitt stelle zwischen den städtischen
Einrichtungen und Unternehmen, dem Rat und der Verw altung. Der Weg hin zu einem
modernen Beteiligungsmanagement, weg von der bloßen Beteiligungsverwaltung hat
sich in den vergangenen Jahren als erfolgreich und wichtig herausgestellt.
Seit nunmehr über zehn Jahren trägt das im Amt für Finanzen und Beteiligungen als
eigene Abteilung angesiedelte Beteiligungsmanagemen t zur Steuerung der
Beteiligungen bei und verfolgt das Ziel, die wirtsc haftliche Betätigung der Stadt
Münster zu dokumentieren, weiter zu entwickeln und transparent zu gestalten.
Diesem Zweck dient auch der im Jahr 2012 bereits zu m 19. Mal vorgelegte
Beteiligungsbericht. Die wirtschaftlichen Eckdaten der einzelnen Gesellschaften
werden auf Grundlage der geprüften Abschlüsse 2012 aufbereitet und um einen
Ausblick auf den voraussichtlichen Geschäftsverlauf für das Jahr 2013 ergänzt. Mit
Hilfe von Kennzahlen werden die Leistungen der einz elnen Gesellschaften dargestellt.
Zudem werden die wesentlichen Finanz- und Leistungs beziehungen ausgewählter
Beteiligungen abgebildet sowie die aktuellen Veränd erungen in der städtischen
Beteiligungsstruktur.
An dieser Stelle möchten wir den Mitarbeiter/innen des Beteiligungsmanagements für
die umfangreichen Arbeiten bei der Zusammenstellung der Daten und Fakten und für
die Erstellung des Beteiligungsberichtes danken.
Münster, im September 2013
Markus Lewe Alfons Reinkemeier
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
Beteiligungsbericht 2012
Inhaltsverzeichnis
1 Die wirtschaftliche Betätigung der Kommunen ............................................................. 1
1.1 Gegenstand des Beteiligungsberichtes der Stadt Münster 1
1.2 Wirtschaftliche Unternehmen und Beteiligungen 1
1.3 Rechtsformen kommunaler Unternehmen 3
1.3.1 Öffentlich-rechtliche Unternehmensformen 3
1.3.2 Privatrechtliche Unternehmensformen 4
1.3.3 Wahl der Unternehmensform 5
1.4 Steuerung der Beteiligungen der Stadt Münster 6
1.4.1 Beteiligungsmanagement 6
1.4.2 Steuerung über die Gesellschaftsorgane 6
2 Die Beteiligungen der Stadt Münster .............................................................................. 7
2.1 Veränderungen in der Beteiligungsstruktur 2012, Ausblick auf 2013 7
2.2 Bestand an Beteiligungen und Eigengesellschafte n zum 31.12.2012 8
2.3 Bedeutung der Beteiligungen für die Stadt Münst er 9
3 Die unmittelbaren Beteiligungen der Stadt Münster ..................................................... 11
3.1 Stadtwerke Münster GmbH 11
3.1.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 11
3.1.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 13
3.1.3 Finanz- und Leistungsbeziehungen (einschl. 3. 1.4) 17
3.1.4 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen 17
3.1.5 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set 17
3.1.6 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 17
3.2 Wohn + Stadtbau Wohnungsunternehmen der Stadt Münster GmbH 19
3.2.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 19
3.2.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 20
3.2.3 Finanz- und Leistungsbeziehungen (einschl. 3. 2.4) 23
3.2.4 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen 23
3.2.5 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set 23
3.2.6 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 23
3.3 Messe und Congress Centrum Halle Münsterland Gm bH 25
3.3.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 25
3.3.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 26
3.3.3 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen 28
3.3.4 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set 28
3.3.5 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 28
3.4 Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH 29
3.4.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 29
3.4.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 30
3.4.3 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen 33
3.4.4 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set 33
3.4.5 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 33
3.5 Regionalverkehr Münsterland GmbH 34
3.5.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 34
3.5.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 36
3.5.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 38
3.6 Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH 39
3.6.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 39
3.6.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 40
Beteiligungsbericht 2012
3.6.3 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen 42
3.6.4 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 42
3.7 GML Gewerbepark Münster-Loddenheide GmbH 43
3.7.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 43
3.7.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 44
3.7.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 45
3.8 Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 46
3.8.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 46
3.8.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 47
3.8.3 Finanz- und Leistungsbeziehungen (einschl. 3. 8.4) 50
3.8.4 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen 50
3.8.5 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set 50
3.8.6 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 50
3.9 Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH 52
3.9.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 52
3.9.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 53
3.9.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 54
3.10 citeq 55
3.10.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 55
3.10.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 56
3.10.3 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendunge n 58
3.10.4 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set 58
3.10.5 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 58
3.11 Münster Marketing 60
3.11.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 60
3.11.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 61
3.11.3 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendunge n 63
3.11.4 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set 63
3.11.5 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 63
3.12 Wirtschaftsförderung Münster GmbH 64
3.12.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 64
3.12.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 65
3.12.3 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendunge n 67
3.12.4 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set 67
3.12.5 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 67
3.13 AirportPark FMO GmbH 68
3.13.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 68
3.13.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 68
3.13.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 70
3.14 IStG gGmbH 71
3.14.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 71
3.14.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 72
3.14.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 74
3.15 Städtische Bühnen Münster 75
3.15.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 75
3.15.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 76
3.15.3 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendunge n 78
3.15.4 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set 78
3.15.5 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 78
3.16 RELiGIO Westfälisches Museum für religiöse Kul tur GmbH 80
3.16.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 80
3.16.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 81
Beteiligungsbericht 2012
4 Die mittelbaren Beteiligungen über die Stadtwerke Münster GmbH ......................... 82
4.1 Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH 82
4.1.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 82
4.1.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 83
4.1.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 84
4.2 Westfälische Bauindustrie GmbH 85
4.2.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 85
4.2.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 86
4.2.3 Finanz- und Leistungsbeziehungen (einschl. 4. 2.4) 89
4.2.4 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen 90
4.2.5 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set 90
4.2.6 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 90
4.3 Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH 91
4.3.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 91
4.3.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 92
4.3.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 93
4.4 Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH 94
4.4.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2010 94
4.4.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 94
4.5 FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH 96
4.5.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 96
4.5.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 97
4.5.3 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set 100
4.5.4 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 101
4.6 FMO Luftfahrtförderungs-GmbH 102
4.6.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 102
4.6.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 103
4.7 FMO Parking Services GmbH 105
4.7.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 105
4.7.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 105
4.7.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 107
4.8 WISAG FMO Cargo Service GmbH & Co. KG 108
4.8.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 108
4.8.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 108
4.9 FMO Passenger Services GmbH 110
4.9.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 110
4.9.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 110
4.9.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 112
4.10 FMO Airport Services GmbH 113
4.10.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 113
4.10.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 113
4.10.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 115
4.11 FMO Security Services GmbH 116
4.11.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 116
4.11.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 116
4.11.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 118
4.12 AHS Aviation Handling Services GmbH 119
4.12.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 119
4.12.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 120
4.12.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 121
4.13 items GmbH 122
4.13.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 122
4.13.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 123
Beteiligungsbericht 2012
4.13.3 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set 125
4.13.4 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 125
4.14 items project GmbH 126
4.14.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 126
4.14.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 127
4.14.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 128
4.15 Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH 129
4.15.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 129
4.15.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 130
4.15.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 132
4.16 WLE-Spedition GmbH 133
4.16.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 133
4.16.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 133
4.16.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 135
4.17 Energiehandelsgesellschaft West mbH 136
4.17.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 136
4.17.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 137
4.17.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 138
4.18 Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH 139
4.18.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 139
4.18.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 139
4.18.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 141
4.19 NDIX GmbH Niederländisch Deutscher Internet Ex change B.V. 142
4.19.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 142
4.19.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 143
4.19.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 144
4.20 Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH 145
4.20.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 145
4.20.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 145
4.20.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 147
4.21 smart OPTIMO GmbH & Co. KG 148
4.21.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 148
4.21.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 149
4.21.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 151
4.22 smart OPTIMO Verwaltungs-GmbH 152
4.22.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 152
4.22.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 152
4.22.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 153
4.23 Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG 154
4.23.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 154
4.23.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 155
4.23.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 157
4.24 GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co . KG 158
4.24.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 158
4.24.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 159
4.24.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 160
4.25 GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft-Verwaltu ngs GmbH 162
4.25.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 162
4.25.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 163
4.25.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 164
5 Die mittelbaren Beteiligungen über die Regionalverkehr Münsterland GmbH ........ 165
Beteiligungsbericht 2012
5.1 RVM Verkehrsdienst GmbH 165
5.1.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 165
5.1.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 166
5.1.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 167
5.2 Verkehrsbetrieb Kipp GmbH 168
5.2.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 168
5.2.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 168
5.2.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 170
5.3 Westfälische Verkehrsgesellschaft mbH 171
5.3.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 171
5.3.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 172
5.3.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 173
6 Die mittelbaren Beteiligungen über die Wirtschaftsförderung Münster GmbH ...... 174
6.1 Technologieförderung Münster GmbH 174
6.1.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 174
6.1.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 175
6.1.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 177
6.2 CeNTech GmbH 178
6.2.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 178
6.2.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 179
6.2.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 180
6.3 NBZ – Nano-Bioanalytik-Zentrum GmbH 181
6.3.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2011 181
6.3.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 182
6.3.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 183
7 Die mittelbaren Beteiligungen über die Wohn + Stadtbau, Wohnungsunternehmen
der Stadt Münster GmbH................................................................................................ 184
7.1 Wohnungsgesellschaft Große Lodden mbH 184
7.1.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012 184
7.1.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 185
7.1.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 186
8 Sonstiges................................... .................................................................................... 187
8.1 Gewährträgerschaft für die Sparkasse Münsterlan d Ost 187
8.1.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2011 187
8.1.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten 188
8.1.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens 192
8.2 Mitgliedschaften bei eingetragenen Genossenscha ften 193
8.2.1 Volksbank Münster eG 193
8.3 Die sonstigen städtischen Mitgliedschaften 194
8.4 Die sonstigen Mitgliedschaften des Oberbürgerme isters 197
Anhang................................................................................................................................... 198
Anlage 1: Begriffserläuterungen 198
Anlage 2: Auszug aus der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen 201
Anlage 3: Auszug aus dem Haushaltsgrundsätzegesetz 209
Anlage 4: Zuständigkeiten im Beteiligungsmanagement der Stadt Münster 210
Alphabetische Beteiligungsübersicht 211
Beteiligungsbericht 2012
1
1 Die wirtschaftliche Betätigung der Kommunen
1.1 Gegenstand des Beteiligungsberichtes der Stadt Münster
Gemäß § 117 Abs. 1 GO NRW sind die Gemeinden verpfl ichtet, „einen Beteiligungsbericht zu
erstellen, in dem ihre wirtschaftliche und nichtwir tschaftliche Betätigung, unabhängig davon, ob
verselbständigte Aufgabenbereiche dem Konsolidierun gskreis des Gesamtabschlusses
angehören, zu erläutern ist.“ Als Adressaten des Be teiligungsberichtes werden der Rat und die
Einwohner der Gemeinde genannt.
Der Beteiligungsbericht der Stadt Münster umfasst u nmittel- und mittelbare städtische
Gesellschaften und Beteiligungen. Neben den genannt en gesetzlichen "Pflichtinformationen" als
wesentlichem Inhalt wird ein Abriss der wirtschaftl ichen Situation der einzelnen Gesellschaften
gegeben. Die Angaben zu finanzwirtschaftlichen Ausw irkungen der Beteiligungen waren bereits
in den vergangenen Jahren teilweise in den Kapiteln “Finanzielle Verflechtung mit dem
Haushaltsplan” Gegenstand des Beteiligungsberichtes.
Die wirtschaftlichen Daten der Gesellschaften basie ren auf den Jahresergebnissen für das
Geschäftsjahr 2012. Die Zeitreihenvergleiche umfassen die Jahre 200 bis 2012.
1.2 Wirtschaftliche Unternehmen und Beteiligungen
Die Gemeindeordnung des Landes Nordrhein-Westfalen unterscheidet zwischen wirtschaftlicher
und nicht-wirtschaftlicher Betätigung der Gemeinde.
Als wirtschaftliche Betätigung definiert § 107 Abs. 1 GO NRW den Betrieb von Unternehmen, "die
als Hersteller, Anbieter oder Verteiler von Gütern oder Dienstleistungen am Markt tätig werden,
sofern die Leistung ihrer Art nach auch von einem P rivaten mit der Absicht der Gewinnerzielung
erbracht werden könnte."
Voraussetzung für die wirtschaftliche Betätigung der Gemeinde ist demnach, dass
„1. ein öffentlicher Zweck die Betätigung erfordert ,
2. die Betätigung nach Art und Umfang in einem ange messenen Verhältnis zu der
Leistungsfähigkeit der Gemeinde steht und
3. bei einem Tätigwerden außerhalb der Wasserversor gung, des öffentlichen Verkehrs sowie
des Betriebes von Telekommunikationsleitungsnetzen einschließlich der
Telefondienstleistungen der öffentliche Zweck durch andere Unternehmen nicht besser
und wirtschaftlicher erfüllt werden kann.“
Als nicht-wirtschaftliche Betätigung definiert § 10 7 Abs. 2 GO NRW unter anderem die
Einrichtungen für die soziale und kulturelle Betreu ung der Einwohner sowie Einrichtungen zum
Umweltschutz (insbesondere die Abwasserbeseitigung und Abfallentsorgung).
Für die Zulässigkeit einer wirtschaftlichen Betätig ung in den Bereichen der Strom-, Gas- und
Wasserversorgung hat der Gesetzgeber in § 107 a GO gesonderte Regelungen geschaffen.
Während sich § 107 GO NRW auf die Gesamtheit aller kommunalen Aktivitäten unabhängig von
der wirtschaftlichen Zielsetzung und der Organisati onsform bezieht, wird die für diesen
Beteiligungsbericht wesentliche privatrechtliche Be tätigungsform gesondert in § 108 GO NRW
geregelt.
Beteiligungsbericht 2012
2
Danach gelten als Voraussetzungen für die Gründung einer kommunalen Eigengesellschaft bzw.
eines Unternehmens oder die Beteiligung an einem Unternehmen, dass
• ein öffentlicher Zweck die Betätigung erfordert un d dieser im Gesellschaftsvertrag der
Satzung oder einem sonstigen Organisationsstatut festgeschrieben wird,
• die Wahl der Rechtsform die Begrenzung der Haftung der Gemeinde auf einen
bestimmten Betrag gewährleistet,
• die Einzahlungsverpflichtung der Gemeinde in einem angemessenen Verhältnis zu ihrer
Leistungsfähigkeit steht,
• die Gemeinde sich nicht zur Übernahme von Verluste n in unbestimmter oder
unangemessener Höhe verpflichtet,
• die Gemeinde einen angemessenen Einfluss, insbeson dere in einem
Überwachungsorgan, erhält und dieser durch Gesellsc haftsvertrag, Satzung oder in
anderer Weise gesichert wird,
• das Unternehmen oder die Einrichtung durch Gesells chaftsvertrag, Satzung oder
sonstiges Organisationsstatut auf den öffentlichen Zweck ausgerichtet wird,
• der Jahresabschluss und der Lagebericht entspreche nd den Vorschriften des
Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften bzw. entsprechend den
Vorschriften für Eigenbetriebe aufgestellt und geprüft wird und
• bei Unternehmen und Einrichtungen in Gesellschafts form durch Gesellschaftsvertrag oder
Satzung gewährleistet ist, dass die für die Tätigke it im Geschäftsjahr gewährten
Gesamtbezüge im Sinne des Handelsgesetzbuches im An hang zum Jahresabschluss
jeweils für jede Personengruppe (Geschäftsführung, Aufsichtsrat, Beirat o.ä.) unter
Namensnennung die Bezüge angegeben werden,
• bei Unternehmen der Telekommunikation im Gesellsch aftsvertrag die Haftung der
Gemeinde bzw. des kommunalen Unternehmens auf den A nteil der Gemeinde am
Stammkapital beschränkt ist und die Gemeinde für di ese Unternehmen weder Kredite
nach Maßgabe kommunalwirtschaftlicher Vorzugskondit ionen in Anspruch nehmen noch
Bürgschaften und Sicherheiten leisten darf.
Die Beteiligung einer Gesellschaft mit über 25 % ko mmunalem Geschäftsanteil an einer anderen
Gesellschaft (sog. "Unterbeteiligung") erfordert na ch § 108 Abs. 6 GO NRW unter anderem die
ausdrückliche Zustimmung des Rates.
Die Erfüllung eines öffentlichen Zwecks stellt eine Hauptvoraussetzung kommunaler
wirtschaftlicher Betätigung dar, jedoch wird auch e ine betriebswirtschaftliche Zielsetzung in den
"Wirtschaftsgrundsätzen" des § 109 GO NRW definiert . Demnach ist die Führung, Steuerung und
Kontrolle der Unternehmen und Einrichtungen so ausz urichten, dass diese "einen Ertrag für den
Haushalt abwerfen, soweit dadurch die Erfüllung des öffentlichen Zwecks nicht beeinträchtigt
wird“. Angestrebt wird dabei ein Jahresgewinn des U nternehmens, der neben der für die
technische und wirtschaftliche Entwicklung des Unte rnehmens notwendigen Rücklagenbildung
auch eine marktübliche Verzinsung des Eigenkapitals ermöglicht. Die Erwirtschaftung eines
Ertrages für den städtischen Haushalt wird somit zw ar angestrebt, ist aber der öffentlichen
Zwecksetzung stets nachgeordnet.
Beteiligungsbericht 2012
3
1.3 Rechtsformen kommunaler Unternehmen
1.3.1 Öffentlich-rechtliche Unternehmensformen
Regiebetrieb
Der Regiebetrieb ist ein rechtlich und wirtschaftli ch unselbständiger Betriebszweig der
öffentlichen Verwaltung. Er besitzt kein eigenes Ve rmögen. Die rechtlichen Rahmenregelungen
für den Regiebetrieb finden sich in der Gemeindeord nung. Die Rechnungslegung erfolgt seit
Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements ( NKF) mit Hilfe der doppelten
Buchführung. Bei einem Regiebetrieb besteht eine Bi ndung an den Haushaltsplan der
betreffenden Gebietskörperschaft und daher sind die dem Regiebetrieb zuzuordnenden Erträge
und Aufwendungen sowie die kassenmäßigen Zahlungen im Ergebnisplan bzw. im Finanzplan
des gemeindlichen Haushaltsplans enthalten. Beispie le für Regiebetriebe der Stadt Münster sind
die Abwasserbeseitigung, das Friedhofswesen und der Rettungsdienst. Es handelt sich zugleich
um kostenrechnende Einrichtungen, die eine jährlich e Gebührenkalkulation und
Betriebsabrechnung mit Hilfe eines ausgebauten betr iebswirtschaftlichen
Kostenrechnungssystems vorlegen. Regiebetriebe unterliegen aufgrund ihrer direkten Einbindung
in die Verwaltung der ständigen direkten Einflussnahme und Kontrolle.
Eigenbetrieb und eigenbetriebsähnliche Einrichtung
Bei einem Eigenbetrieb handelt es sich um einen ver mögensmäßig verselbständigten Betrieb mit
eigener Verfassung (Betriebssatzung) und eigenem Re chnungswesen (kaufmännisches
Rechnungswesen), jedoch ohne eigene Rechtspersönlic hkeit. Der Eigenbetrieb ist wirtschaftlich
aus dem Vermögen der Gemeinde ausgegliedert. Der Ei genbetrieb verfügt einerseits über
besondere Leitungs- und Kontrollorgane (Werkleitung und Werksausschuss), untersteht
andererseits dem Rat und dem/r Oberbürgermeister/in als Verwaltungschef/in.
Der Eigenbetrieb kommt als Betriebsform für öffentl iche Einrichtungen in Betracht, die nach
kommunalem Wirtschaftsrecht als wirtschaftliche Unt ernehmen gelten. Unternehmen, die sich
nicht-wirtschaftlich i. S. d. § 107 Abs. 2 GO NRW b etätigen, können als eigenbetriebs-ähnliche
Einrichtungen geführt werden. Die Stadt Münster bes itzt keine Eigenbetriebe, die
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster, Münster Marketin g, die Städtischen Bühnen Münster und die
citeq sind eigenbetriebsähnliche Einrichtungen, die entsprechend den Vorschriften über
Eigenbetriebe geführt werden.
Anstalt des öffentlichen Rechts
§ 114 a GO NRW eröffnet die Möglichkeit der Gründun g einer Anstalt des öffentlichen Rechts
(AöR). Hierbei handelt es sich um eine Mischform au s Eigenbetrieb und GmbH. Die
Rechtsverhältnisse der AöR werden gemäß GO NRW durc h eine Satzung geregelt, die die
Gemeinde aufstellt.
Die Organe der AöR sind der Vorstand und der Verwal tungsrat. Die Leitung der AöR obliegt dem
Vorstand in eigener Zuständigkeit, soweit nicht ges etzlich oder durch die Satzung etwas anderes
bestimmt ist. Der Verwaltungsrat ist für Entscheidungen des Aufgabenkataloges aus § 114 a Abs.
7 GO NRW zuständig, unterliegt jedoch bei bestimmte n Entscheidungen (Erlass von Satzungen,
Beteiligungen) den Weisungen des Rates der Stadt. D ie Weisungsverpflichtung kann durch die
Satzung ausgeweitet werden. Die Gemeinde haftet als Gewährträgerin für die Verbindlichkeiten
der AöR unbeschränkt, soweit nicht Befriedigung aus deren Vermögen zu erlangen ist. Die
Beteiligungsbericht 2012
4
Einflussmöglichkeiten des Rates der Stadt sind insb esondere durch die Satzungsaufstellung
definiert.
Betrieb gewerblicher Art / Hoheitsbetrieb
Die Begriffe “Betrieb gewerblicher Art (BgA)” und " Hoheitsbetrieb" sind inhaltlich von den zuvor
dargestellten juristischen Ausgestaltungen der wirtschaftlichen Betätigungsformen zu trennen und
haben in diesem Zusammenhang nur steuerrechtliche B edeutung. Während die privatrechtlichen
Unternehmensformen kraft Rechtsform steuerpflichtig sind, greift die Steuerpflicht für Regie- und
Eigenbetriebe nur insoweit, als diese nicht überwie gend der Ausübung der öffentlichen Gewalt
dienen (Hoheitsbetriebe). Solche Betriebe werden st euerrechtlich als Betriebe gewerblicher Art
bezeichnet, wenn sie weitere Merkmale (z.B. Umsatzgrenzen) erfüllen.
1.3.2 Privatrechtliche Unternehmensformen
Aufgrund der Vorschriften über die Begrenzung der kommunalen Haftung nach § 108 Abs. 1 Nr. 3
GO NRW ist die Wahl der privatrechtlichen Organisat ionsform eingeschränkt. Geeignete
Rechtsformen sind vorrangig die Kapitalgesellschaft en wie die Gesellschaft mit beschränkter
Haftung (GmbH), die Aktiengesellschaft (AG) oder di e eingetragene Genossenschaft (eG).
Zusätzlich kann sich eine Kommune als Kommanditisti n an einer Kommanditgesellschaft (KG)
oder GmbH & Co. KG beteiligen.
Ist die Gemeinde im Besitz aller Geschäftsanteile einer Gesellschaft, so ist diese eine kommunale
Eigengesellschaft. Sind weitere Körperschaften oder auch Private an der Gesellschaft beteiligt,
so spricht man von einer Beteiligungsgesellschaft. Die Stadt Münster ist u.a. über die
Eigengesellschaft "Stadtwerke Münster GmbH" an weiteren Gesellschaften mittelbar beteiligt.
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) is t eine mit eigener Rechtspersönlichkeit
ausgestattete Gesellschaft, an der sich die Gesells chafter mit Einlagen auf das Stammkapital
beteiligen, ohne persönlich für die Schulden der Ge sellschaft zu haften. Die Gesellschafter
können die innere Struktur der Gesellschaft ohne wesentliche Einschränkungen frei regeln.
Als Organe besitzt die GmbH die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Es kann
ein Aufsichtsrat gebildet werden, bei großen Untern ehmen mit über 500 Beschäftigten ist die
Bildung eines Aufsichtsrates zwingend vorgeschrieben (z.B. Stadtwerke Münster GmbH).
Aktiengesellschaft
Ebenso wie die GmbH besitzt auch die Aktiengesellsc haft (AG) eine eigene Rechtspersönlichkeit.
Die Gesellschafter (Aktionäre) erwerben ihre Rechte durch die Übernahme von Anteilen des in
Aktien zerlegten Grundkapitals. Für Schulden der Ge sellschaft haftet auch hier nur das
Gesellschaftsvermögen. Im Gegensatz zur freien Gest altung des Gesellschaftsverhältnisses in
der GmbH enthält das Aktiengesetz umfangreiche bind ende Regelungen und Formvorschriften,
so dass für ergänzende Ausgestaltungen des Vertrags verhältnisses der Aktionäre untereinander
wenig Raum bleibt.
Als Organe der AG fungieren die Hauptversammlung, d er Vorstand und der Aufsichtsrat. Die
Beteiligung einer Gemeinde an einer AG ist gem. § 1 08 Abs. 4 GO NRW nur eingeschränkt
möglich.
Beteiligungsbericht 2012
5
Eingetragene Genossenschaft
Die eingetragene Genossenschaft (eG) ist eine juris tische Person und hat als solche Rechte und
Pflichten. Sie ist nach § 1 Abs. 1 GenG eine Gesell schaft von nicht geschlossener Mitgliederzahl,
welche die Förderung des Erwerbes oder der Wirtscha ft ihrer Mitglieder mittels
gemeinschaftlichen Geschäftsbetriebes bezweckt. Ein e unmittelbare Inanspruchnahme der
Genossenschaftsmitglieder für Verbindlichkeiten der Genossenschaft gibt es nicht, wobei
allerdings durch Satzung Nachschusspflichten verein bart werden können. Die Genossenschaft
handelt durch die Organe Vorstand, Aufsichtsrat und Generalversammlung.
Personengesellschaften
Personengesellschaften wie Offene Handelsgesellscha ften (OHG) oder
Kommanditgesellschaften (KG) eignen sich grundsätzl ich nicht als Rechtsform eines
kommunalen Unternehmens, da die Gesellschafter entg egen der Regelung des § 108 Abs. 1 Nr.
3 GO NRW unbeschränkt für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haften. Möglich ist aber die
Beteiligung als Kommanditistin an einer KG oder die Rechtsform der GmbH & Co. KG. Bei der
Kommanditistin ist die Haftung auf eine bestimmte K apitaleinlage beschränkt. Die GmbH & Co.
KG ist eine KG, bei der der persönlich haftende Ges ellschafter eine GmbH ist, deren
Gesellschafter in der Regel zugleich Kommanditisten der KG sind. Auf diese Weise wird die
Haftung der Kommune als Gesellschafterin beschränkt.
1.3.3 Wahl der Unternehmensform
Die wirtschaftliche Betätigung der Gemeinden in der Form rechtlich selbständiger Gesellschaften
wird dann gewählt, wenn aus organisatorischen, wirt schaftlichen oder steuerrechtlichen
Überlegungen die Verselbständigung einer Verwaltung seinheit vorteilhaft ist. Wesentliche
Entscheidungskriterien für die privatrechtliche Organisationsform sind:
• Beschleunigung der Entscheidungsprozesse,
• Markt- bzw. Kundenorientierung,
• flexiblere Personalwirtschaft,
• Entlastung des städtischen Haushalts,
• Beteiligung Dritter,
• Verbesserung des Rechnungswesens,
• steuerrechtliche Aspekte.
Die Stadt Münster hat für ihre privatrechtlich-wirt schaftliche Betätigung weitgehend die Form der
Gesellschaft mit beschränkter Haftung gewählt. Das GmbH-Gesetz räumt den Gesellschaftern im
Gegensatz zum Aktienrecht eine weitgehende Gestaltu ngsfreiheit und somit die Möglichkeit der
Wahrnehmung umfassender Rechte gegenüber der Gesell schaft ein.
Beteiligungsbericht 2012
6
1.4 Steuerung der Beteiligungen der Stadt Münster
1.4.1 Beteiligungsmanagement
Zum derzeitigen Aufgabenspektrum der Abteilung „Bet eiligungsmanagement“ gehört die
Betreuung der städtischen Gesellschaften bei der Ei nhaltung gesellschaftsrechtlicher und
kommunalrechtlicher Bestimmungen, die Begleitung be i steuer- und finanzwirtschaftlichen
Fragestellungen und die Koordination der finanzwirt schaftlichen Auswirkungen der geschäftlichen
Aktivitäten der einzelnen Gesellschaften auf den st ädtischen Haushalt. Daneben stellt die
Betreuung/Information der städtischen Vertreter in den Organen der Gesellschaften einen
Schwerpunkt des Beteiligungsmanagements dar.
Aus gesamtstädtischer Sicht übernimmt das Beteiligu ngsmanagement die Aufgabe, über die
jeweilige Einzelgesellschaft hinaus Transparenz für den gesamten Dienstleistungsverbund Stadt
Münster zu schaffen.
Die Weiterentwicklung der früheren „Beteiligungsver waltung“ in Richtung eines umfassenden
Beteiligungsmanagements und -controllings war nicht zuletzt aufgrund der fortschreitenden
Verlagerung "klassischer" städtischer Aufgaben in p rivatrechtliche Organisationsformen dringend
geboten. Zur Optimierung der Steuerung ihrer Beteil igungen und zur Sicherung eines
verbesserten Beteiligungscontrollings hat die Stadt Münster auf gutachterlicher Basis ein
Konzern-Berichtswesen implementiert. Nach Einführun g des Konzern-Berichtswesens wurden
Zielvereinbarungen mit ausgewählten Gesellschaften, in sogenannten „Management-Kontrakten“,
abgeschlossen. Für mehrere Beteiligungen stehen aktuell neue Abschlüsse an.
1.4.2 Steuerung über die Gesellschaftsorgane
Der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung sind die Steuerungs- und Kontrollgremien
der Gesellschaften. Hier wird insbesondere über die Beratung und Genehmigung der
Wirtschaftspläne und der Investitions- und Finanzpl äne Einfluss auf die jeweiligen
Leistungsprogramme der Gesellschaften genommen. Dan eben gibt es je nach Spezifizierung im
Gesellschaftsvertrag weitere Zustimmungsvorbehalte durch den Aufsichtsrat bzw. die
Gesellschafterversammlung.
Bei dem kommunalen Gesellschafter "Stadt Münster" e rfolgt die Willensbildung hinsichtlich der
Frage, welche Haltung der städtische Vertreter in d er Gesellschafterversammlung einnehmen
soll, durch den Rat der Stadt Münster.
Beteiligungsbericht 2012
7
2 Die Beteiligungen der Stadt Münster
2.1 Veränderungen in der Beteiligungsstruktur 2012, Ausblick auf
2013
Der Beteiligungsbericht 2012 basiert auf den Abschl üssen der städtischen Gesellschaften bzw.
Beteiligungen für das Geschäftsjahr 2012. Im Folgen den werden die seit Jahresbeginn
vollzogenen bzw. eingeleiteten Veränderungen unter dem Aspekt einer möglichst aktuellen
Berichterstattung dargestellt.
• An der in 2009 von der Stadtwerke Münster GmbH und der Stadtwerke Osnabrück AG
gegründeten smartOPTIMO GmbH & Co. KG, die alle Die nstleistungen im
Zusammenhang mit dem Zähl- und Messwesen in den Ver sorgungsgebieten ihrer
Gesellschafter erbringt, wollen sich die als weitere Kommanditisten die Stadtwerke Emden
GmbH sowie die Stadtwerke Nortorf AöR beteiligen. D ie v.g. Gesellschaften
beabsichtigen dazu jeweils einen 1%-igen Kommandita nteil an der smartOPTIMO GmbH
& Co. KG zu erwerben.
• Die Stadtwerke Münster GmbH beabsichtigt, ihre Bet eiligung an der
Energiehandelsgesellschaft West mbH mit Ablauf des Jahres 2013 zu beenden. Dazu
werden die bislang von der Stadtwerke Münster GmbH gehaltenen Gesellschaftsanteile
an der Energiehandelsgesellschaft West mbH auf diese übertragen.
Beteiligungsbericht 2012
8
2.2 Bestand an Beteiligungen und Eigengesellschafte n zum 31.12.2012 graphische
Darstellung:
Wohn + Stadtbau,
Wohnungsunternehmen der Stadt
Münster GmbH
Westfälischer Zoologischer Garten
Münster GmbH
Messe und Congress Centrum Halle
Münsterland GmbH
Regionalverkehr Münsterland GmbH
AirportPark FMO GmbH
Sparkasse Münsterland Ost (1)
GML Gewerbepark Münster
Loddenheide GmbH
RVM Verkehrs-
dienst GmbH
Stadtwerke Münster GmbH
Technologieförder-
ung Münster GmbH
100 %
92,09%
100 %
45,41%
4,02 %
33,33 %
33,33%
100%
33,33 %
Energiehandels-
gesellschaft West mbH
Windkraft Nordrdsee-
heil bad Borkum GmbH
Westfälische
Bauindustrie GmbH
Westfälische Fern-
wärmeversorgung
27,83 %
49,90 %
50 %
99 %
GREEN GECCO
Beteiligungsgesellschaft-
Verwaltungs GmbH
Westfälische Landes-
eisenbahn GmbH
items GmbH
FMO Flughafen
Münster/Osnabrück GmbH
35,06 %
14,13 %
7,75 %
32,19 %
WLE-Spedition
GmbH
FMO Parking
Services GmbH
FMO Luftfahrt-
förderung GmbH
WISAG FMO
Cargo Service
GmbH & Co. KG
33,33%
100 %
5,9 %
(1) Beteiligung über den Sparkassenzweckverband
Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH
100 %
FMO Passenger
Services GmbH
FMO Airport
Services GmbH
100 %
100 %
33,33%
100 %
NDIX GmbH 50 %
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 100 %
Westfälisches Pferdemuseum gGmbH 1 %
Münster Marketing (Eigenbetrieb) 100 %
CeNTech
GmbH
79 %
20 %
Verkehrsservice Ge-
sellschaft Münster mbH 100 % FMO Security
Services GmbH 100 %
citeq (Eigenbetrieb) 100%
AHS Aviation
Handling
Services GmbH
10 %
Wirtschaftsförderung Münster
GmbH
15 %
85 %
Wohnungsgesellschaft 100 %
94 %
1 %
IStG gGmbH
Stadtwerke Münster Netz-
gesellschaft mbH
Stadtwerke Münster Neue
Energie GmbH
100 %
100 %
items project
GmbH
100%
10 %
Städtische Bühnen Münster
(Eigenbetrieb) 100 %
smartOPTIMO GmbH
& Co. KG
48,5%
NBZ- Nano-
Bioanalytik-
Zentrum GmbH
100 %
Gemeinschaftskraftwerk
Steinkohle
1,96 %
smartOPTIMO
Verwaltungs-GmbH
50 %
RELiGIO Westfälisches Museum für
religiöse Kultur GmbH
10 %
Westfälische
Verkehrsgesell-
schaft mbH
10 %
Verkehrsbetrieb
Kipp GmbH
100 %
47,14 %
GREEN GECCO
Beteiligungsgesellschaft
mbH & Co. KG
7,75 %
Stadt Münster
Beteiligungsbericht 2012
9
Bedeutung der Beteiligungen für die Stadt Münster
Die städtischen Gesellschaften nehmen eine Vielzahl von Aufgaben wahr. Diese reichen von der
Versorgung der Bevölkerung mit Energie, der Entsorg ung von Abfällen über die Bereitstellung
des Öffentlichen Personennahverkehrs bis hin zu Ang eboten im Kultur- und Freizeitsektor sowie
den Bau von Wohnungen, Parkhäusern und die Bereitst ellung von Gewerbeflächen und
Büroräumen für Existenzgründer.
Um einen Eindruck über die Größenordnung der städtischen Gesellschaften und Beteiligungen zu
erhalten, werden im Folgenden einige Unternehmensda ten der großen und wirtschaftlich
bedeutenden städtischen Beteiligungen zum Stichtag 31.12.2012 vorgestellt:
Organisationseinheit
Bilanz-
volumen
in T €
Anlage-
vermögen
in T €
Eigen-
kapital
in T €
Betriebs-
aufwand
in T €
Anzahl der
Beschäf-
tigten
Stadtwerke Münster GmbH 470.254 331.867 148.791 553.406 990
Wohn + Stadtbau GmbH 227.364 187.237 45.288 43.497 63
Messe und Congress Centrum
Halle Münsterland GmbH 10.072 4.040 7.980 10.655 48
Westfälischer Zoologischer Garten
Münster GmbH 22.067 16.708 18.063 11.625 91
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
62.482 34.201 13.027 49.257 364
Summe Gesellschaften 792.239 574.053 233.149 658.470 1.556
Diese wenigen Zahlen verdeutlichen die Wichtigkeit der Einbeziehung der städtischen
Beteiligungen in das gesamtstädtische Leistungsspek trum als "Dienstleistungsunternehmen
Stadt".
Beteiligungsbericht 2012
10
Dem Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liege nschaften der Stadt Münster wird seitens
des Beteiligungsmanagements regelmäßig über die unterjährige Entwicklung des Jahreserfolgs in
den städtischen Beteiligungen berichtet. Dabei bezi eht sich dieses sog. „Konzernberichtswesen“
auf die vom Rat als besonders steuerungsrelevant eingestuften Gesellschaften. Die nachfolgende
Tabelle gibt exemplarisch für den 31.12.2012 eine entsprechende Übersicht wieder.
Jahreserfolg 2012 (Stand: 31.12.2012, in T €)
Beteiligung Kapitalanteile
in %
Jahresüber-
schuss Ist
2012
Jahresüber-
schuss
Plan 2012
Ab-
weichungen
Stadtwerke Münster GmbH 100,00 2.760 2.580 +180
Items GmbH* 32,20 764 769 -5
Flughafen Münster/Osnabrück
GmbH* 35,06 -5.430 -3.392 -2.038
Westfälische Bauindustrie GmbH 1,00 2.540 2.289 +25 1
Wohn- und Stadtbau GmbH 100,00 6.144 5.329 +815
Messe und Congress Centrum
Halle Münsterland GmbH 92,09 -1.420 -1.700 +289
Westfälischer Zoologischer Garten
Münster GmbH 45,41 -4.759 -4.939 +180
Wirtschaftsförderung Münster
GmbH 85,00 -1.497 -2.360 +863
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 100,00 2.297 2.34 3 -46
Citeq 100,00 1.190 889 +301
Münster Marketing 100,00 -62 0 -62
Theater Münster 100,00 -192 -115 -77
* Anteile werden über die Stadtwerke Münster GmbH gehalten
In den älteren Beteiligungsberichten wurden bisher die Verflechtungen mit dem städtischen
Haushalt in Form von Einnahmen und Ausgaben dargest ellt. Seit 2010 werden die finanziellen
Verflechtungen mit dem städtischen Haushalt für die Gesellschaften, deren Abschlüsse im
Rahmen des städt. Gesamtabschlusses konsolidiert we rden, in einer neu eingefügten Tabelle als
„Finanz- und Leistungsbeziehungen“ abgebildet. Für die übrigen – vom Rat der Stadt Münster als
steuerungsrelevant eingestuften – Beteiligungen wer den die Ausschüttungen an die Stadt
Münster bzw. die „Zuschussaufwendungen“ (Zuführunge n zur jeweiligen Kapitalrücklage der
Beteiligung) der Stadt Münster in einem ebenfalls n euen Kapitel „Finanz – und
Beteiligungserträge/-aufwendungen“ dargestellt.
Beteiligungsbericht 2012
11
3 Die unmittelbaren Beteiligungen der Stadt Münster
3.1 Stadtwerke Münster GmbH
3.1.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Stadtwerke Münster GmbH
Hafenplatz 1
48155 Münster
Telefon: (02 51) 6 94 – 0
Gründungsjahr: 1967
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in T €
in %
Stadt Münster 51.200 100,00
Beteiligungen der Gesellschaft:
Westfälische Bauindustrie GmbH 21.630 99,00
FMO Flughafen Münster-Osnabrück GmbH 22.664 35,00
Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH 800 50,00
items GmbH 1.237 32,00
Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co KG 256 25,00
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH 110 49,90
Energiehandelsgesellschaft West mbH 3.350 28,00
Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH 26 100,00
NDIX B. V., Enschede 400 50,00
Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH 100 100,00
Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH 200 100,00
Energiepark Detmold GmbH & Co. WP DT KG 1.946 100,00
smartOPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück 402 47,00
Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH, Lippstadt 3.907 14,00
Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co.KG Essen 50.000 2,00
Green Gecco Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG 2 0.515 8,00
Beteiligungsbericht 2012
12
Gegenstand des Unternehmens
Der Stadtwerke Münster GmbH obliegt gemäß § 2 ihres Gesellschaftsvertrages die Versorgung
der Bevölkerung – vornehmlich der Stadt Münster – m it Energie und Wasser, der öffentliche
Personennahverkehr, der Hafenbetrieb, die Betriebsf ührung der Straßenbeleuchtung, die
Beteiligung an Unternehmen der Versorgungs- und Ver kehrswirtschaft sowie die Beteiligung an
sonstigen Unternehmen, insbesondere insoweit, als d iese geeignet sind, den Gesellschaftszweck
zu fördern, sowie die Telekommunikation und damit i m Zusammenhang stehende
Dienstleistungen sowie Geschäfte jeder Art, die der Erreichung des Gesellschaftszwecks
mittelbar oder unmittelbar dienen.
Bei der Versorgung mit Energie und Wasser sollen vo rhandene Ressourcen, insbesondere die
natürlichen Vorräte an Energieträgern und an Wasser , so weit als möglich geschont und die
Belastung der Umwelt durch Emissionen so gering wie möglich gehalten werden. Die Versorgung
mit Energie und Wasser umfasst auch die Beratung de r Kunden und der Bevölkerung mit dem
Ziel, den Verbrauch an Energie und Wasser zu reduzi eren. Außerdem soll die Bereitschaft zum
Einsatz regenerativer Energieträger gefördert werden.
Im Geschäftsjahr 2012 hat die Stadtwerke Münster Gm bH ausschließlich diese satzungsmäßigen
wirtschaftlichen Tätigkeiten ausgeübt. Sie erfüllt damit die ihr von der Alleingesellschafterin Stadt
Münster übertragenen kommunalen Aufgaben der Daseinsvorsorge für ihre Bevölkerung.
Der Rat der Stadt Münster hat mit Beschluss vom 13. 07.2011 einen Managementkontrakt mit der
Stadtwerke Münster GmbH beschlossen. Mit dem Abschl uss des Managementkontraktes ist eine
jährliche Mindestausschüttung der Stadtwerke Münste r GmbH in Höhe von 6,5 Mio. € brutto
(zuzüglich der Westfälische Bauindustrie GmbH aus M ehrerlösen gem.
Konsolidierungsprogramm in Höhe von 1,2 Mio. €) an die Stadt Münster verbunden. Die Laufzeit
des Managementkontraktes beträgt 5 Jahre für die Kalenderjahre 2011 bis einschließlich 2015.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Dr. Henning Müller-Tengelmann
Dr. Andreas Hoffknecht
Aufsichtsrat:
von der Gesellschafterversammlung gewählte Mitglieder:
Ratsherr Stefan Weber (Vorsitzender)
Ratsherr Dr. Michael Jung (2. stellv. Vorsitzender)
Ratsherr Frank Baumann
Herr Wilhelm Breitenbach
Herr Manfred Engelmann
Ratsherr Gerhard Joksch (bis 12.12.2012)
Ratsherr Dr. Thorsten Kornblum
Herr Dieter Maager
Ratsherr Andreas Nicklas
Ratsherr Heribert Klas (ab 13.12.2012)
Ratsherr Hans Varnhagen
Herr Theodor Knetzger
vom Oberbürgermeister entsandter Vertreter:
Herr Alfons Reinkemeier, Stadtkämmerer
Belegschaftsmitglieder:
Herr Heinz Röhricht, Arbeitnehmervertreter (1. stellv. Vorsitzender)
Herr Klaus Langebröker, Arbeitnehmervertreter
Beteiligungsbericht 2012 Stadtwerke Münster GmbH
13
Herr Antonio Machado, Arbeitnehmervertreter
Herr Michael Weidekamp, Arbeitnehmervertreter
Herr Rolf Wischer, Arbeitnehmervertreter
Herr Günther Kronberg, Arbeitnehmervertreter
Gesellschafterversammlung:
Städtischer Vertreter: Oberbürgermeister Markus Lewe
3.1.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
In der Aufgabenerfüllung ist die Stadtwerke Münster GmbH kommunal-, energie-, verkehrs- und
umweltpolitischen Zielen verpflichtet. Des Weiteren sind ihre unternehmerischen Tätigkeiten
gemäß der Unternehmensleitlinie an den Zielen Kunde n- und Mitarbeiterorientierung,
Versorgungssicherheit, Qualitätsbewusstsein, innova tive Lösungen und Wirtschaftlichkeit
ausgerichtet.
Die Finanzkrise einzelner Staaten im Euro-Wirtschaf ts- und Währungsraum hat zwar die
Diskussion im Geschäftsjahr geprägt, die wirtschaftliche Entwicklung trotz der damit verbundenen
Unsicherheiten jedoch nicht entscheidend eintrüben können. Sowohl die Binnenkonjunktur als
auch die Exportwirtschaft zeigten sich stabil. Da d ie Stadtwerke Münster GmbH stark vom
Handel- und Dienstleistungssektor sowie von Privatk unden abhängig ist, wirkte sich die
konjunkturelle Entwicklung nur begrenzt auf die Ges chäftsentwicklung aus. Lediglich der Absatz
an die Industriekunden zeigte eine stärkere Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung.
Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2012 mi t einem Jahresüberschuss in Höhe von 2,8
Mio. € ab. Dieses Ergebnis entsprach den Erwartunge n des Wirtschaftsplans. Das Geschäftsfeld
Energie- und Wasservertrieb entwickelte sich in ein zelnen Segmenten sehr differenziert. Im
Strommarkt konnte insgesamt eine Stabilisierung erreicht werden.
Bedingt durch die Witterung und den Zugewinn neuer Kunden konnten im Gasvertrieb sowie im
Wärmevertrieb die abgesetzten Mengen im Vergleich z um Vorjahr jeweils gesteigert werden.
Demgegenüber ging die abgesetzte Menge im Wasserver trieb leicht zurück, was jedoch durch
eine Preiserhöhung zu Beginn des Jahres 2012 kompensiert werden konnte.
Insgesamt konnten die Umsatzerlöse um rund 31,5 Mio . € auf 502,7 Mio. € gesteigert werden.
Nach Abzug der Energiesteuern ergaben sich bereinigte Umsatzerlöse in Höhe von 472,1 Mio. €.
Die Stadtwerke Münster GmbH investierte im abgelauf enen Geschäftsjahr 9,7 Mio. € in
Leitungsnetze, Hausanschlüsse und zugehörige Anlage n und trieb damit den Ausbau der
Versorgungsnetze weiter voran. Im Geschäftsfeld Erz eugung wurden zwei Windenergieprojekte
in Betrieb genommen, welche mit einem Investitionsv olumen von 10,2 Mio. € den Schwerpunkt
der Investitionen im Sachanlagevermögen bildeten. Z udem wurden für den Erwerb von
Beteiligungen an drei Windparks 11,2 Mio. € investiert.
Der positive Trend des Vorjahres im Geschäftsfeld V erkehr konnte fortgesetzt werden. Die Zahl
der Fahrgäste erreichte einen neuen Spitzenwert von 38 Mio.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Stadtwerke Münster
GmbH. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks im Gesc häftsjahr 2012 ist anhand der
wirtschaftlichen Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012
14
Leistungsdaten der einzelnen Betriebsbereiche
Betriebs-
bereich Leistung 2009 2010 2011 2012 Veränd.
ggü. 2011
Strom-
Stromabgabe
in
Mio. kWh
1.241,6 1.206,0 985,0 992,0 0,7%
versorgung Umsatz in
Mio. € 248,5 233,4 229,9 233,3 1,5%
Gas- Gasabgabe in
Mio. kWh 2.199,0 2.416,0 1.969,0 2.188,0 11,1%
versorgung Umsatz in
Mio. € 96,0 100,2 89,4 105,3 17,8%
Fernwärme-
Fernwärmeab-
gabe in Mio.
kWh
607,4 684,2 570,0 624,0 9,5%
versorgung Umsatz in
Mio. € 43,7 37,7 39,3 47,5 20,9%
Wasser- Wasserabgabe
in Mio. m³
15,8 15,9 16,3 16,1 -1,2%
versorgung Umsatz in
Mio. € 45,0 43,9 44,3 45,3 2,2%
Verkehrs- Fahrgäste in
Mio. 31,9 32,2 35,0 38,0 8,6%
betriebe Umsatz in
Mio. € 21,4 23,8 25,7 26,7 4,0%
Sonstige
Aktivitäten *
Umsatz in
Mio. € 11,5 12,6 13,3 14,0 4,9%
Gesamtumsatz in Mio. € 466,1 451,6 441,9 472,1 6,8%
* Sonstige Aktivitäten beinhalten Immobilien/Liegen schaften, Beteiligungen, Straßenbeleuchtung,
Telekommunikation und Nebengeschäfte.
Beteiligungsbericht 2012 Stadtwerke Münster GmbH
15
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 1.792.191 0,4 1.691.258 0,4 2.037.097 0,5 2.056.845 0,4
Sachanlagevermögen 224.770.562 49,8 226.009.845 48,3 222.046.358 52,1 235.253.823 50,0
Finanzanlagevermögen 60.552.927 13,4 69.704.999 14,9 77.821.704 18,3 94.556.229 20,1
=Anlagevermögen 287.115.680 63,6 297.406.102 63,5 301.905.159 70,8 331.866.897 70,6
Vorräte 6.657.304 1,5 6.339.642 1,4 6.454.835 1,5 6.135.450 1,3
Forderungen/ Sonstige
Vermögensgegenstände 66.841.106 14,8 88.191.010 18,8 76.077.020 17,8 65.208.083 13,9
Flüssige Mittel 11.815.863 2,6 6.039.679 1,3 21.630.565 5,1 60.889.543 12,9
Wertpapiere 76.908.000 17,0 69.900.600 14,9 19.995.580 4,7 6.002.400 1,3
=Umlaufvermögen 162.222.273 35,9 170.470.931 36,4 124.158.000 29,1 138.235.476 29,4
Rechnungsabgrenzungsposten 2.138.381 0,5 276.037 0,1 247.839 0,1 151.814 0,0
Aktiva 451.476.334 100,0 468.153.070 100,0 426.310.998 100,0 470.254.187 100,0
Gezeichnetes Kapital 51.200.000 11,3 51.200.000 10,9 51.200.000 12,0 51.200.000 10,9
Rücklagen 72.944.329 16,2 72.972.795 15,6 72.994.648 17,1 73.016.392 15,5
Gewinnrücklagen 35.480.000 7,9 45.712.000 9,8 48.037.000 11,3 18.074.657 3,8
Bilanzgewinn/-verlust 1.100.000 0,2 1.450.000 0,3 2.275.000 0,5 6.500.000 1,4
=Eigenkapital 160.724.329 35,6 171.334.795 36,6 174.506.648 40,9 148.791.049 31,6
Sonderposten mit
Rücklageanteil 1.412.841
0,3 305.447 0,1 305.447 0,1 305.447 0,1
Empfangene
Ertragszuschüsse 27.674.572
6,1 23.812.546 5,1 20.167.698 4,7 16.780.263 3,6
Rückstellungen 142.145.454 31,5 141.349.542 30,2 106.689.677 25,0 114.012.882 24,2
Verbindlichkeiten 108.612.566 24,1 112.717.320 24,1 106.350.982 24,9 171.995.122 36,6
Rechnungsabgrenzungsposten 10.906.571 2,4 18.633.420 4,0 18.290.546 4,3 18.369.424 3,9
Passiva 451.476.334 100,0 468.153.070 100,0 426.310.998 100,0 470.254.187 100,0
Beteiligungsbericht 2012 Stadtwerke Münster GmbH
16
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 498.997.954 451.603.400 441.913.557 472.099.183
Veränderung des Bestands an unfertigen
Leistungen 525.274
0 0 0
Andere aktivierte Eigenleistungen 2.859.957 3.571.718 2.913.245 3.480.646
Sonstige betriebliche Erträge 90.502.737 110.582.192 85.439.039 77.041.699
Erträge aus Beteiligungen 10.026.265 7.185.869 5.912.592 10.374.693
Sonstige Zinsen/Finanzerträge 2.390.235 2.402.826 2.688.626 2.573.295
Erträge 605.302.421 575.346.005 538.867.059 565.569.516
Materialaufwand 405.470.203 398.362.836 386.898.271 416.646.914
Personalaufwand 60.307.353 65.022.192 54.640.575 57.790.292
Abschreibungen 27.876.100 31.825.763 26.369.084 26.462.756
Sonstige betriebliche Aufwendungen 46.902.856 45.924.964 49.622.705 52.877.744
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.674.915 4.623.898 7.347.899 4.653.248
Aufwendungen aus Verlustübernahme 1.122.195 1.907.114 1.355.908 2.142.056
Aufwendungen 546.353.621 547.666.767 526.234.442 560.573.010
Erträge 605.302.421 575.346.005 538.867.059 565.569.516
Außerordentliche Erträge 0 191.487 0 0
Aufwendungen 546.353.621 547.666.767 526.234.442 560.573.011
außerordentliche Aufwendungen 0 1.590.752 0 -149.582
Steuern 48.848.799 14.529.973 2.982.616 2.086.925
Jahresergebnis 10.100.000 11.750.000 9.650.000 2.760.000
Entnahme aus Gewinnrücklagen 0 0 0 29.962.343
Entnahme aus Kapitalrücklage 0 0 0 0
Vorabgewinnausschüttung -6.000.000 -5.400.000 -5.050.000 -26.222.343
Einstellung in Gewinnrücklagen -3.000.000 -4.900.000 -2.325.000 0
Bilanzgewinn/-verlust 1.100.000 1.450.000 2.275.000 6.500.000
Anzahl der Beschäftigten
2011
2012
Männlich 711 724
Weiblich 260 266
Insgesamt 971 990
Davon schwerbehinderte Personen 79,5 82,33
Beteiligungsbericht 2012 Stadtwerke Münster GmbH
17
3.1.3 Finanz- und Leistungsbeziehungen (einschl. 3. 1.4)
2010 2011 2012 *
Erträge 30.421.636,75 € 26.716.107,16 €
Aufwendungen 22.937.606,40 € 26.926.031,76 €
*Die Daten für 2012 liegen noch nicht vor.
3.1.4 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen
Die Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen s tellen die Ausschüttungen der
Beteiligungen an die Stadt Münster (Erträge) bzw. d ie Zuschussaufwendungen (Zuführungen zur
Kapitalrücklage) der Stadt Münster an die Gesellschaften dar.
2009 2010 2011 2012
Erträge des städtischen Haushalts 6.850 T€ 6.500 T€ 6.500 T€ 28.497 T€
Aufwendungen des städtischen Haushalts 2.246,5 T€ 2.278 T€ 2.656 T€ 7.516 T€
3.1.5 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set
Eigenkapitalquote
(%)
Liquidität
2. Grades
Umsatzrentabilität
(%)
Zinslastquote
(%)
Personalintensität
(%)
2010 36,6 0,4 2,4 0,8 11,6
2011 40,9 1,7 2,0 1,4 10,4
2012 31,6 0,7 0,6 0,8 10,3
Die Definitionen der Kennzahlen sind in der Anlage 1 im Anhang aufgeführt.
3.1.6 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Im Geschäftsjahr 2013 wird weiterhin die Umsetzung der „Strategie 2020“ verfolgt werden. Diese
beinhaltet regelmäßige Investitionen in die Versorg ungsnetze, eine kontinuierliche
Modernisierung der Busflotte, signifikante Beträge zur Errichtung von Anlagen zur regenerativen
Energieerzeugung und den Ausbau des GuD-Kraftwerks. Zudem sollen in den kommenden
Jahren an dezentralen Standorten im Stadtgebiet Mün ster bis zu vier Blockheizkraftwerke
entstehen, die sich flexibel einsetzen lassen und w irtschaftliche Vorteile in der Auslastung des
Fernwärmenetzes bieten.
Es wird mit einem Jahresergebnis in Höhe von 3,4 Mi o. € gerechnet. Nach der aktuellen
mittelfristigen Planung werden die Folgejahre auf d em gleichen Niveau liegen. Die Ergebnisse
der „Strategie 2020“ ermöglichen diese stabile Entw icklung, die gegenläufig zum weiter
intensiven Wettbewerb im Energievertrieb und den de utlichen Belastungen aus der
konventionellen Stromerzeugung ist.
Beteiligungsbericht 2012 Stadtwerke Münster GmbH
18
Angesichts der außergewöhnlich lange andauernden Kä lteperiode bis Ende März 2013 geht die
Gesellschaft von gegenüber dem Jahr 2012 steigenden Absatzmengen in den Wärmemärkten
aus.
Preissteigerungen werden im Bereich Fernwärme (2,6 %) sowie aufgrund steigender Dieselpreise
bei den Fahrpreisen (2,9 %) vorgenommen. Demgegenüb er ist geplant, die Absatzpreise für
Erdgas sowie die Wasserpreise konstant zu halten.
Beteiligungsbericht 2012 Wohn + Stadtbau Wohnungsu nternehmen der Stadt Münster GmbH
19
3.2 Wohn + Stadtbau
Wohnungsunternehmen der Stadt Münster GmbH
3.2.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Wohn + Stadtbau
Wohnungsunternehmen der Stadt Münster GmbH
Steinfurter Straße 60
48149 Münster
Telefon: (02 51) 70 08-01
Gründungsjahr: 1928 (als Deutsches Heim GmbH, Wohnungsunternehmen der Stadt Münster)
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadt Münster 7.000.000 100,00
Beteiligungen der Gesellschaft:
LEG GmbH (Landesentwicklungsgesellschaft Nordrhein-Westfalen
mbH)
1.846 0,001
Wohnungsgesellschaft Große Lodden mbH 25.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gemäß § 2 des Gesellschaftsvertrages ist der Gegenstand der Gesellschaft wie folgt festgelegt:
„Der Zweck der Gesellschaft ist vorrangig eine sich ere und sozial verantwortbare
Wohnungsversorgung der breiten Schichten der Bevölk erung. Die Gesellschaft errichtet, betreut,
bewirtschaftet und verwaltet Bauten in allen Rechts - und Nutzungsformen. Sie kann Grundstücke
erwerben, belasten, veräußern, Erbbaurechte ausgebe n und erwerben sowie
Gemeinschaftsanlagen, Läden und Gewerbebauten erric hten und auch als Dienstleistungen
betreuen. Zur Erreichung des genannten Zwecks kann die Gesellschaft alle Geschäfte betreiben,
die dem Gesellschaftszweck dienen. Sie ist berechti gt, andere Unternehmen zu erwerben oder
sich an solchen zu beteiligen. Die Gesellschaft füh rt ihre Geschäfte nach wirtschaftlichen
Grundsätzen unter Wahrung der sozialen Belange im Sinne dieses Gesellschaftsvertrages.“
Die Wohn + Stadtbau Wohnungsunternehmen der Stadt M ünster GmbH versorgt vorrangig breite
Bevölkerungsschichten mit Wohnraum; dabei werden au ch die Anliegen von sozial und
wirtschaftlich benachteiligter Personengruppen berücksichtigt.
Ein Managementkontrakt mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2015 wurde vom Rat der Stadt Münster
am 21.09.2011 beschlossen. Mit dem Abschluss des Ma nagementkontraktes ist eine jährliche
Ausschüttung der Wohn+Stadtbau GmbH in Höhe von 2,5 Mio. € brutto an die Stadt Münster
verbunden.
Beteiligungsbericht 2012 Wohn + Stadtbau Wohnungsun ternehmen der Stadt Münster GmbH
20
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Klemens Nottenkemper (Geschäftsführer)
Aufsichtsrat:
Ratsfrau Helga Bennink (Vorsitzende)
Ratsherr Karl-Heinz Winter (stellv. Vorsitzender) (bis 08.02.2012)
Ratsfrau Beanke Ganser (stellv. Vorsitzende)
Ratsherr Meik Bolte
Herr Michael Dauskardt
Ratsherr Edgar Drüge
Ratsherr Wolfhard Ediger
Ratsherr Thomas Fastermann (ab 08.02.2012)
Herr Olaf Götze
Herr Thomas Marczinkowski
Ratsherr Jürgen Reuter
Herr Peter Sartison
Von der Mitarbeiterschaft entsandter Vertreter mit beratender Funktion:
Herr Stefan Wismann
Vom Oberbürgermeister entsandter Vertreter:
Stadtdirektor Hartwig Schultheiß
Gesellschafterversammlung:
Der Rat der Stadt Münster als Organ der Gesellschafterin Stadt Münster
3.2.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Im Bereich der Vermietung konnte die Wohn+Stadtbau im abgelaufenen Geschäftsjahr
insbesondere durch die gestiegene Nachfrage nach Mi etwohnungen im preisgünstigen Segment
ein gutes Ergebnis erzielen. Die Kündigungsquote sa nk von 8,3 % auf 7,5 %, gleichzeitig stieg
die Zahl der Wohnungsbewerber und –bewerberinnen.
Auch die Entwicklung im Bereich der Gewerbevermietu ng ist positiv. Im Vergleich zu Städten
gleicher Größenordnung ist die Leerstandsquote in M ünster relativ gering. Zum Ende des
abgelaufenen Geschäftsjahres gab es bei W+S keine L eerstände. Gleichzeitig erwiesen sich die
Mietpreise als stabil, Preisveränderungen hielten sich in Grenzen.
Die wirtschaftliche Situation der Beteiligung ermög lichte es, notwendige Instandhaltungs- und
Modernisierungsarbeiten durchzuführen. Insgesamt si nd für die Instandhaltung 19,26 € pro
Quadratmeter aufgewendet worden.
Im Bereich Wohnungsverwaltung erfolgte der Neubau v on 72 Wohnungseinheiten, fünf
gewerblichen Einheiten und 63 Tiefgaragenstellplätz en. Zwei Wohnungen, zwei Garagen, drei
unbebaute Grundstücke und zwei Erbbaugrundstücke wurden aus dem Bestand verkauft.
Beteiligungsbericht 2012 Wohn + Stadtbau Wohnungsu nternehmen der Stadt Münster GmbH
21
Der zum Bilanzstichtag von der Gesellschaft insgesa mt verwaltete Bestand gliedert sich wie im
Folgenden dargestellt:
Eigener Bestand Fremdverwaltete
Wohnungen Insgesamt
31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
Mietwohnungen 5.192 5.122 990 1002 6.182 6.124
gewerbliche Einheiten 120 115 56 58 176 173
Garagen 1.315 1.254 241 249 1.556 1.503
Wohn-/Nutzfläche (in
m²) 399.797
393.062 63.176 64.034 462.973 457.096
Die Ertragslage der Gesellschaft kann als zufrieden stellend bis gut bezeichnet werden. Das
Jahresergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjah r um 629 T€ auf 6.144 T€. Trotz der hohen
Zahl von Investitionen ist die Finanz- und Liquiditätslage ausgeglichen.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 45.521 0,0 23.655 0,0 16.572 0,0 528.178 0,2
Sachanlagevermögen 160.730.426 80,1 166.537.732 77,8 172.865.440 78,4 183.016.901 80,5
Finanzanlagevermögen 1.344.402 0,7 1.544.147 0,7 2.641.846 1,2 3.691.846 1,6
Anlagevermögen 162.120.349 80,8 168.105.533 78,6 175.523.858 79,6 187.236.925 82,3
Zum Verkauf bestimmte
Grundstücke und andere
Vorräte 34.487.277
17,2 38.033.646 17,8 33.769.265 15,3 33.565.142 14,8
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 2.785.198 1,4 2.179.693 1,0 2.831.027 1,3 2.475.459 1,1
Flüssige Mittel 543.686 0,3 5.056.354 2,4 7.688.171 3,5 3.421.832 1,5
Umlaufvermögen 37.816.161 18,9 45.269.693 21,2 44.288.463 20,1 39.462.433 17,4
Rechnungsabgrenzungsposten 614.023 0,3 627.965 0,3 640.435 0,3 665.106 0,3
Aktiva 200.550.533 100,0 214.003.191 100,0 220.452.756 100,0 227.364.464 100,0
Gezeichnetes Kapital 7.000.000 3,5 7.000.000 3,3 7.000.000 3,2 7.000.000 3,1
Rücklagen 31.669.168 15,8 34.669.168 16,2 36.669.167 16,6 38.269.168 16,8
Bilanzgewinn/-verlust 59.955 0,0 22.623 0,0 1.538.112 0,7 18.389 0,0
Eigenkapital 38.729.123 19,3 41.691.791 19,5 45.207.280 20,5 45.287.557 19,9
Sonderposten mit
Rücklagenanteil 0
0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Rückstellungen 1.677.994 0,8 3.857.062 1,8 4.186.961 1,9 4.290.062 1,9
Verbindlichkeiten 159.246.693 79,4 167.822.132 78,4 170.482.299 77,3 177.245.748 78,0
Rechnungsabgrenzungsposten 896.723 0,4 632.207 0,3 576.216 0,3 541.097 0,2
Passiva 200.550.533 100,0 214.003.191 100,0 220.452.756 100,0 227.364.464 100,0
Beteiligungsbericht 2012 Wohn + Stadtbau Wohnungsu nternehmen der Stadt Münster GmbH
22
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 40.868.693 40.430.242 52.489.281 49.041.424
Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen 2 .359.974 9.265.566 -875.045 1.469.184
Andere aktivierte Eigenleistungen 404.600 380.100 313.000 394.900
Sonstige betriebliche Erträge 1.247.400 787.762 1.177.867 1.363.926
Sonstige Zinsen/Finanzerträge 20.872 25.295 94.719 43.479
Erträge aus Beteiligungen 0 0 0 0
Erträge aus anderen Wertpapieren/Finanzvermögen 36.3 35 27.393 13 0
Erträge 44.937.874 50.916.358 53.199.835 52.312.913
Aufwendungen für bezogene Lieferungen u.
Leistungen 24.753.513
29.323.457 30.459.075 29.102.935
Personalaufwand 3.598.520 3.378.280 3.696.258 3.962.464
Abschreibungen 5.916.619 5.514.633 5.707.036 5.721.955
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.868.158 1.366.786 1.540.657 1.234.552
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.939.278 4.115.419 4.028.308 3.822.726
Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 70.394 43.825 96.039
Aufwendungen 40.076.088 43.768.969 45.475.159 43.940.671
Erträge 44.937.874 50.916.358 53.199.835 52.312.913
Aufwendungen 40.076.088 43.768.969 45.475.159 43.940.671
Außerordentliche Aufwendungen 0 212.916 0 0
Steuern/Erstattungen (-) 1.157.220 1.971.804 2.209.186 2.227.965
Jahresergebnis 3.704.566 4.962.668 5.515.490 6.144.277
Gewinnvortrag 55.390 59.955 22.623 1.538.112
Vorabgewinnausschüttung -2.000.000 -2.000.000 -2.000.000 -6.064.000
Einstellung in andere Gewinnrücklagen -1.700.000 -3.000.000 -2.000.000 -1.600.000
Bilanzgewinn/-verlust 59.955 22.623 1.538.112 18.389
Anzahl der Beschäftigten
2011
2012
Männlich 36 33
Weiblich 25 30
Insgesamt 61 63
Davon schwerbehinderte Personen 4 4
Beteiligungsbericht 2012 Wohn + Stadtbau Wohnungsu nternehmen der Stadt Münster GmbH
23
3.2.3 Finanz- und Leistungsbeziehungen (einschl. 3. 2.4)
2010 2011 2012 *
Erträge 4.388.670,11 € 5.583.365,94 €
Aufwendungen 2.867.702,53 € 2.581.620,16 €
* Die Daten für 2012 noch nicht vor.
3.2.4 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen
Die Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen s tellen die Ausschüttungen der
Beteiligungen an die Stadt Münster (Erträge) bzw. d ie Zuschussaufwendungen (Zuführungen zur
Kapitalrücklage) der Stadt Münster an die Gesellschaften dar.
2010 2011 2012
Erträge des städtischen Haushalts 2.000.000,00 € 2.000.000,00 € 6.064.000.00 €
Aufwendungen des städtischen Haushalts 316.500,00 € 316.500,00 € 959.628,00 €
3.2.5 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set
Eigenkapitalquote
(%)
Liquidität
2. Grades
Umsatzrentabilität
(%)
Zinslastquote
(%)
Personalintensität
(%)
2010 19,5 0,9 12,3 9,0 7,4
2011 20,5 0,3 10,5 8,9 8,1
2012 19,9 0,1 12,5 8,7 9,0
Die Definitionen der Kennzahlen sind in der Anlage 1 im Anhang aufgeführt.
3.2.6 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Der Schwerpunkt der baulichen Tätigkeiten wird in 2 013 insbesondere auf dem
Mietwohnungsbau liegen. Es ist fest geplant, in 201 3 mit dem Bau von 259 Wohnungen zu
beginnen. Außerdem trifft die Gesellschaft Vorberei tungen zum Bau einer weiteren Kita, die,
neben den vier sich bereits im Bau befindlichen, er richtet werden soll. Damit leistet die
Wohn+Stadtbau einen Beitrag dazu, die Quote von 35 % für U3 Kinder in Münster zu erfüllen.
Zudem soll neues Bauland erschlossen sowie der Verk auf bereits vollständig erschlossener
Grundstücke vorangebracht werden.
Ebenfalls weitergeführt werden die seit 1998 anhalt enden Modernisierungen und Sanierungen.
Durch die kontinuierliche Fortführung dieser Maßnah men ist es möglich, einen
Instandhaltungsstau zu vermeiden sowie die allgemei nen Anforderungen, z.B. bezüglich des
Klimaschutzes zu erfüllen.
Beteiligungsbericht 2012 Wohn + Stadtbau Wohnungsu nternehmen der Stadt Münster GmbH
24
Für 2013 erwartet die Gesellschaft wiederum ein bef riedigendes Ergebnis. Die anhaltend große
Nachfrage nach Mietwohnungen wird dazu führen, dass eine Vollvermietung erreicht werden
kann. Die potentiellen Risiken des Bauträgergeschäf tes werden von der Gesellschaft begrenzt.
Im gewerblichen Bau bestehen aktuell keine Bauabsichten.
Beteiligungsbericht 2012 Messe u nd Congress Centrum Halle Münsterland GmbH
25
3.3 Messe und Congress Centrum Halle Münsterland Gm bH
3.3.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH
Albersloher Weg 32
48155 Münster
Telefon: (02 51) 66 00-0
Gründungsjahr: 1926
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadt Münster 1.191.350 92,09
Rinder-Union West eG 51.150 3,95
Westf. Pferdestammbuch e.V. 25.600 1,98
Schweinezüchterverband Nord-West e. V. 25.600 1,98
Gesamt: 1.293.700 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Die Gesellschaft führt im Interesse der Stadt Münst er und der Gemeinden des Münsterlandes
und deren Bürger und Bürgerinnen Veranstaltungen al ler Art im eigenen und fremden Namen
durch. Sie betreibt insbesondere das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland.
Zu den Veranstaltungsaufgaben gehören insbesondere Tagungen und Kongresse, öffentliche
Versammlungen und Feste sowie kulturelle, gesellsch aftliche, sportliche und unterhaltende
Veranstaltungen, landwirtschaftliche Veranstaltunge n und Märkte sowie Ausstellungen und
Messen.
Außerhalb der Stadt Münster wird die Gesellschaft i n größerem Umfang (z.B. Ausstellungen und
Messen) nur im Einvernehmen mit der jeweiligen Geme inde oder der zuständigen Organisation
tätig.
Die Messe und Congress Centrum Halle Münsterland Gm bH ist eine reine Betriebsgesellschaft.
Sie hat kein eigenes Grundeigentum, sondern nutzt G rund und Boden und Gebäude im Rahmen
eines Pachtvertrages mit der Stadt Münster.
Das Geschäft der Gesellschaft ist in die drei Berei che Gastveranstaltungen,
Eigenveranstaltungen und Gastronomie gegliedert.
Für die Zeit vom 01.01.2011 bis 31.12.2015 wurde zw ischen der Messe und Congress Centrum
Halle Münsterland GmbH und der Stadt Münster ein Ma nagementkontrakt abgeschlossen.
Beteiligungsbericht 2012 Messe u nd Congress Centrum Halle Münsterland GmbH
26
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Frau Dr. Ursula Paschke
Aufsichtsrat:
Ratsfrau Helga Welker (Vorsitzende)
Ratsfrau Gabriele Kubig-Steltig (1. stellv. Vorsitzende)
Herr Werner Wilkes (2. stellv. Vorsitzender)
Herr Jürgen Siekmann
Ratsherr Heinz-Georg Buddenbäumer
Herr Dr. Jürgen Hartmann
Herr Ludger Overhues
Ratsherr Heribert Klas
Herr Gustav Meyer zu Hartum (bis 11.06.2012)
Herr Ralf Johanshon (ab 12.06.2012)
Ratsherr Fritz Pfau
Herr Josef Rickfelder
Herr Dipl.-Ing. Rüdiger Sagel
Ratsherr Dr. Ludwig Schipmann
Herr Stadtdirektor Hartwig Schultheiß
Herr Oliver Teuteberg
Ratsherr Hans Varnhagen
Gesellschafterversammlung:
Städtischer Vertreter: Herr Michael Schetter
3.3.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Trotz einer eher schwachen Wirtschaftssituation kon nte die Gesellschaft im Jahr 2012 eine
insgesamt positive Tendenz verbuchen. Dies galt ins besondere für den Bereich der Tagungen
und Kongresse. Die Entwicklung im Entertainment-, K onzert und Musikmarkt hin zu mehr Live-
Auftritten setzte sich im abgeschlossenen Geschäfts jahr fort. Bei den Fachmessen ist eine
Verringerung der Ausstellerzahlen spürbar. Sie verz eichnen aufgrund ausgeweiteter
Öffnungszeiten im Einzelhandel und des stetig wachs enden Onlinehandels zudem
Besucherrückgänge.
Dennoch konnte das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland seine Planzahlen
insgesamt erreichen und sogar noch übertreffen. Vor allem die Veranstaltungen im 1. und 4.
Quartal des Jahres wiesen überdurchschnittliche Erlöse auf.
Die Gesellschaft erzielte in 2012 eine Umsatzsteige rung von 852 T€ gegenüber dem Vorjahr.
Diese Entwicklung resultierte aus der positiven Kon junkturentwicklung in 2011 bis einschließlich
des ersten Halbjahres 2012 und sorgte für eine gute Buchungslage. Insgesamt fanden im Messe
und Congress Centrum Halle Münsterland 251 Veranstaltungen statt.
Eine weitere Ursache für die positive Entwicklung l iegt in den niedrig gehaltenen
Produktionskosten, insbesondere die Ausgaben für Ba uunterhaltung waren gering. Es konnte
trotz einer massiven Personalkostenerhöhung um 249 T€ (9,2 %), die der Einführung des TVöD
zu schulden ist, eine Kostendeckung von 93 % erzielt werden.
Die unter der Rubrik Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung aufgeführten
Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorges chriebenen öffentlichen Zweck der
Gesellschaft. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhand der
wirtschaftlichen Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 Messe u nd Congress Centrum Halle Münsterland GmbH
27
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 51.641 0,6 55.031 0,6 31.272 0,3 26.844 0,3
Sachanlagen 5.512.139 60,3 4.883.565 54,4 4.312.024 46,3 4.013.183 39,8
Anlagevermögen 5.563.780 60,8 4.938.596 55,0 4.343.296 46,7 4.040.027 40,1
Vorräte 128.736 1,4 123.929 1,4 103.227 1,1 108.171 1,1
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 669.391 7,3 603.593 6,7 490.956 5,3 956.357 9,5
Flüssige Mittel 2.745.036 30,0 3.282.460 36,6 4.343.305 46,7 4.943.149 49,1
Umlaufvermögen 3.543.163 38,7 4.009.982 44,7 4.937.488 53,0 6.007.677 59,6
Rechnungsabgrenzungsposten 39.693 0,4 27.699 0,3 27.576 0,3 24.028 0,2
Aktiva 9.146.636 100,0 8.976.277 100,0 9.308.360 100,0 10.071.731 100,0
Gezeichnetes Kapital 1.293.700 14,1 1.293.700 14,4 1.293.700 13,9 1.293.700 12,8
Kapitalrücklage 6.004.228 65,6 5.868.057 65,4 6.201.814 66,6 6.708.505 66,6
Bilanzgewinn/-verlust -22.751 -0,2 -22.751 -0,3 -22.751 -0,2 -22.751 -0,2
Eigenkapital 7.275.177 79,5 7.139.006 79,5 7.472.763 80,3 7.979.454 79,2
Rückstellungen 137.600 1,5 166.250 1,9 273.771 2,9 306.839 3,0
Verbindlichkeiten 1.409.613 15,4 1.509.596 16,8 1.355.188 14,6 1.670.498 16,6
Rechnungsabgrenzungsposten 324.246 3,5 161.425 1,8 206.638 2,2 114.940 1,1
Passiva 9.146.636 100,0 8.976.277 100,0 9.308.360 100,0 10.071.731 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 9.571.519 8.568.042 8.268.237 9.120.421
Sonstige betriebliche Erträge 135.920 98.790 120.120 94.856
Sonstige Zinsen/Finanzerträge 53.971 23.602 32.113 30.150
Außerordentliche Erträge 0 0 0 0
Erträge 9.761.410 8.690.433 8.420.470 9.245.427
Herstellungskosten 10.370.516 10.108.892 9.269.530 9.946.146
Vertriebskosten 552.680 194.140 209.694 180.326
Allgemeine Verwaltungskosten 529.685 502.649 464.275 488.703
Sonstige betriebliche Aufwendungen 68.992 61.493 61.110 41.474
Außerordentliche Aufwendungen 0 0 0 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 248 63 78 69
Aufwendungen 11.522.121 10.867.238 10.004.687 10.656.718
Erträge 9.761.410 8.690.433 8.420.470 9.245.427
Aufwendungen 11.522.121 10.867.238 10.004.687 10.656.718
Steuern/Erstattungen (-) 9.405 9.366 9.025 9.016
Jahresergebnis -1.770.116 -2.186.171 -1.593.243 -1.411.292
Verlustvortrag 22.751 22.751 22.751 22.750
Entnahmen aus der Kapitalrücklage 1.770.116 2.186.171 1.593.243 1.420.308
Bilanzgewinn/-verlust -22.751 -22.751 -22.751 -22.751
Beteiligungsbericht 2012 Messe u nd Congress Centrum Halle Münsterland GmbH
28
Anzahl der Beschäftigten (inkl. Auszubildende):
2011
2012
Männlich 33 30
Weiblich 27 26
Insgesamt 60 56
Davon schwerbehinderte Personen 0 1
3.3.3 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen
Die Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen s tellen die Ausschüttungen der
Beteiligungen an die Stadt Münster (Erträge) bzw. d ie Zuschussaufwendungen (Zuführungen zur
Kapitalrücklage) der Stadt Münster an die Gesellschaften dar.
2009 2010 2011 2012
Erträge des städtischen Haushalts 0,00 € 0,00 € 0,0 0 T€ 0,00 T€
Aufwendungen des städtischen Haushalts 1.850 T€ 2.050 T€ 1.927 T€ 1.927 T€
3.3.4 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set
Eigenkapitalquote
(%)
Liquidität
2. Grades
Umsatzrentabilität
(%)
Zinslastquote
(%)
Personalintensität
(%)
2010 79,5 2,6 - 25,5 0,0 32,1
2011 80,3 3,6 -19,3 0,0 32,7
2012 79,2 3,5 - 15,6 0,0 32,5
Die Definitionen der Kennzahlen sind in der Anlage 1 im Anhang aufgeführt.
3.3.5 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland ha t sich trotz eines schwierigen
Marktumfeldes sowohl von der Veranstaltungsqualität als auch von der –quantität positiv
entwickelt. Das Ziel für die Zukunft ist es, diesen Trend dauerhaft aufrecht zu erhalten.
Mit den sich etablierenden Eigenveranstaltungen im Messebereich konnte bereits eine gute
Ausgangssituation geschaffen werden. Um diese konti nuierlich zu verbessern, werden die
Messekonzepte ständig optimiert und an die Branchen- und Besucherbedürfnisse angepasst.
Ein weiteres Ziel ist es, Geschäftsfelder auszubaue n. Attraktive Serviceleistungen mit hoher
Qualität stehen weiterhin im Fokus, um langfristig Kunden zu begeistern und zu binden. Damit will
sich die Gesellschaft als modernes Veranstaltungszentrum national und international etablieren.
Beteiligungsbericht 2012 Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH
29
3.4 Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH
3.4.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH
Sentruper Str. 315
48161 Münster
Telefon: (02 51) 89 04 - 0
Gründungsjahr: 1874, seit 1985 als GmbH
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadt Münster 6.507.650 45,41
Westfälischer Zoologischer Garten e.V. 7.824.050 54,59
Gesamt 14.331.700 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Der Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Zoologischen Gartens in Münster.
Die Gesellschaft soll die Liebe zum Tier und zur Na tur und die Kenntnis von ihnen wecken und
fördern. Es gehört deshalb zu ihren Aufgaben, die Z ootiere nach dem neuesten Stand
tiergärtnerischer Kenntnisse zu halten und Arterhal tung zu betreiben. Ihre Einrichtungen sollen
der naturwissenschaftlichen Belehrung und der zoolo gischen Forschung dienen (§ 2 des
Gesellschaftsvertrages).
Die Gesellschaft ist ein gemeinnütziges Unternehmen im Sinne der §§ 51 ff. der Abgabenordnung
und hat daher keine Gewinnerzielungsabsicht. Sie is t bestrebt, die notwendigen Ausgaben durch
Eintrittsgelder, Spenden und sonstige Zuschüsse Dri tter zu decken (§ 3 des
Gesellschaftsvertrages).
Der Zoologische Garten wurde am jetzigen Standort a uf der Sentruper Höhe am 2. Mai 1974
eröffnet. Die Gesellschaft verfügt über Grundbesitz in Höhe von knapp 30 Hektar. Die
Wärmeversorgung erfolgt über ein zooeigenes Heizkra ftwerk, das mit Erdgas bzw. Heizöl
betrieben wird. Zusätzlich wird von einem auf dem Z oogelände auf Erdgasbasis von der
Stadtwerke Münster GmbH betriebenen Blockheizkraftw erk Wärme bezogen. Das benötigte
Brauchwasser wird aus zooeigenen Brunnen in den Aa-Niederungen gefördert.
Zur Steigerung der Attraktivität des Zoos und Einha ltung der europäischen Haltungsrichtlinien für
Elefanten und zur Verbesserung der Arbeitssicherhei t, wird mit einem Investitionsvolumen in
Höhe von 4,94 Mio. € ein moderner Elefantenpark err ichtet. Dieser ermöglicht eine separate
Bullenhaltung, eine tiergärtnerisch optimale Tierha ltung und Zuchtmöglichkeiten, ein Badebecken
sowie eine Erweiterung der Außenfläche von jetzt ca . 1.500 qm auf ca. 5.000 qm für die Haltung
der Elefanten.
Beteiligungsbericht 2012 Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH
30
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Werner Schmitz, kaufmännischer Geschäftsführer (bis 30.09.2012)
Herr Hans Jörg Adler, zoologisch-technischer Geschäftsführer
Aufsichtsrat:
Vertreter der Stadt Münster:
Ratsfrau Sybille Benning (stellv. Vorsitzende)
Ratsfrau Petra Seyfferth
Frau Sybille Schulemann-Adlhoch (ab 18.01.2012)
Ratsfrau Maria-Elisabeth Kosmider
Ratsherr Jörn Möltgen
Ratsfrau Carola Möllemann-Appelhoff
Herr Manuel Tomm
vom Oberbürgermeister entsandter Vertreter:
Stadtkämmerer Alfons Reinkemeier (ab 14.05.2012)
Vertreter des Westf. Zoologischer Garten e.V.:
Herr Rainer Knoche (Vorsitzender)
Herr Rainer Berg
Herr Dirk Hambloch (bis 18.01.2012)
Herr Dr. Karl Kaiser
Frau Dr. Katharina Krüger
Herr Stephan Pahl
Herr Dr. Klaus Schüling (bis 11.09.2012)
Herr Helge Peters
Herr Dr. Wolf Heinrichs (ab 11.09.2012)
Gesellschafterversammlung:
Städtischer Vertreter: Herr Michael Schetter
3.4.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Der Fehlbetrag des abgelaufenen Geschäftsjahres ist gegenüber dem des Vorjahres um 769 T€
auf 4.759 T€ gestiegen (19,3 %).
Durch die erstmals vom Allwetterzoo umgesetzte Akti on „Zahlen Sie, was Sie wollen“ konnte ein
unverhältnismäßig hoher Umsatzrückgang abgewendet w erden, dennoch sanken die
Umsatzerlöse insgesamt um 88 T€ (1,4 %). Die Besuch erzahlen der zahlenden Besucher gingen
bei unveränderten Eintritts- und Parkplatzpreisen u m 0,8 % zurück. Infolgedessen reduzierte sich
der Durchschnittserlös je zahlender Besucher auf 5,97 € (Vorjahr 6,05 €).
Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr günstigen Pre isentwicklung bei Erdöl konnte die
Gesellschaft ihre Energiekosten um 45 T€ senken.
Die um 470 T€ gestiegenen Personalaufwendungen resu ltierten in erster Linie aus der tariflich
bedingten Erhöhung der Gehälter um 3,5 % und zwei z usätzlich genehmigten Stellen
(Elefantenpfleger / Fundraiser). Infolge eines höhe ren Aufwands im Instandhaltungsbereich sind
die sonstigen betrieblichen Aufwendungen leicht um 5,1 % auf 235 T€ angestiegen.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
Beteiligungsbericht 2012 Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH
31
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 21.778 0,1 60.058 0,3 49.044 0,2 36.079 0,2
Sachanlagen 13.325.913 60,6 13.377.889 64,3 13.756.846 61,7 16.708.251 75,7
=Anlagevermögen 13.347.690 60,7 13.437.948 64,6 13.805.890 62,0 16.744.330 75,9
Vorräte 184.312 0,8 156.123 0,8 154.523 0,7 144.646 0,7
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 1.156.594 5,3 330.731 1,6 196.021 0,9 292.891 1,3
Sonstige Wertpapiere 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Flüssige Mittel 7.294.047 33,2 6.865.021 33,0 8.128.949 36,5 4.885.266 22,1
=Umlaufvermögen 8.634.953 39,3 7.351.875 35,4 8.479.493 38,0 5.322.803 24,1
Aktiva 21.982.643 100,0 20.789.822 100,0 22.285.383 100,0 22.067.133 100,0
Gezeichnetes Kapital 14.331.700 65,2 14.331.700 68,9 14.331.700 64,3 14.331.700 64,9
Rücklagen 8.690.794 39,5 9.308.995 44,8 8.344.267 37,4 8.490.626 38,5
Jahresfehlbetrag -3.781.798 -17,2 -5.100.728 -24,5 -3.989.641 -17,9 -4.759.108 -21,6
Verlustvortrag 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
=Eigenkapital 19.240.695 87,5 18.539.967 89,2 18.686.326 83,9 18.063.218 81,9
Sonderposten 0 0,0 0 0,0 1.417.526 6,4 1.713.449 7,8
Rückstellungen 1.544.469 7,0 1.143.504 5,5 1.153.840 5,2 1.219.296 5,5
Verbindlichkeiten 829.009 3,8 771.305 3,7 691.903 3,1 773.665 3,5
Rechnungsabgrenzungsposten 368.470 1,7 335.045 1,6 335.788 1,5 297.505 1,3
Passiva 21.982.643 100,0 20.789.822 100,0 22.285.383 100,0 22.067.133 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 6.348.141 5.720.350 6.363.695 6.275.842
Sonstige betriebliche Erträge 739.309 406.610 483.355 550.086
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 145.617 93.898 113.991 94.035
Erträge aus Zuschüssen 6.900 6.900 6.900 6.900
Erträge aus der Auflösung von
Sonderposten 0
0 0 0
Erträge 7.239.967 6.227.758 6.967.941 6.926.863
Materialaufwand 1.056.983 1.107.814 1.167.804 1.127.272
Personalaufwand 4.080.091 3.908.544 4.030.078 4.500.181
Abschreibungen 983.521 995.127 1.051.412 1.109.804
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.852.842 5.161.180 4.608.335 4.824.333
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.761 45.690 46.504 63.288
Aufwendungen 10.975.199 11.218.355 10.904.133 11.624.878
Erträge 7.239.967 6.227.758 6.967.941 6.926.863
Aufwendungen 10.975.199 11.218.355 10.904.133 11.624.878
außerordentliche Aufwendungen 0 106.266 0 0
Steuern 46.567 3.865 53.449 61.094
Jahresergebnis -3.781.798 -5.100.728 -3.989.641 -4.759.109
Beteiligungsbericht 2012 Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH
32
Angaben zu Besucherzahlen und Eintrittspreisen
Besucherzahlen 2009 2010 2011 2012
Tageskarten 490.421 389.262 429.959 449.133
Jahreskarten 320.440 296.260 324.740 305.040
Mitglieder-Jahreskarten 167.000 174.280 169.240 171.160
Jahresfreikarten 5.520 4.940 4.580 5.200
Kinderzuschlag 8.609 6.685 7.399 7.827
(3 % der Anzahl der erwachsenen
Einzelbesucher)
Gesamtzahl der Besucher 991.990 871.427 935.918 938.360
Anzahl der nichtzahlenden Besucher 30.946 24.872 29.377 39.067
Anzahl der zahlenden Besucher 961.044 846.555 906.541 899.293
Eintrittspreise
Robbenhaven und das Pferdemuseum sind ohne zusätzlichen Eintritt geöffnet.
Tageskarten
Erwachsene 14,00 €
Kinder und Jugendliche bis einschl. 17 Jahre 7,00 €
Tageskarten für Gruppen
Erwachsene 11,90 €
Kinder und Jugendliche von 3 bis einschl. 17 Jahren 5,90 €
Kindergärten, Schulklassen 5,90 €
Jahreskarten
Familienjahreskarte für Eltern und Kinder von 3 bis einschl.
17 Jahren 145,00 €
Jahreskarte für Erwachsene 70,00 €
Jahreskarte für Kinder und Jugendliche bis einschl. 17 Jahre 35,00 €
Jahreskarten Mitglieder Zooverein
Familienjahreskarte 145,00 €
Jahreskarte für Erwachsene 75,00 €
Jahreskarte für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre 35,00 €
Anzahl der Beschäftigten
2011
2012
Männlich 56 55
Weiblich 36 36
Insgesamt 92 91
Davon schwerbehinderte Personen 7 5
Beteiligungsbericht 2012 Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH
33
3.4.3 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen
Die Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen s tellen die Ausschüttungen der
Beteiligungen an die Stadt Münster (Erträge) bzw. d ie Zuschussaufwendungen (Zuführungen zur
Kapitalrücklage) der Stadt Münster an die Gesellschaften dar.
2009 2010 2011 2012
Erträge des städtischen Haushalts 0,00 € 0,00 € 0,0 0 € 0,00 €
Aufwendungen des städtischen
Haushalts 4.630 T€ 4.400 T€ 4.136.T€ 4.136 T€
3.4.4 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set
Eigenkapitalquote
(%)
Liquidität
2. Grades
Umsatzrentabilität
(%)
Zinslastquote
(%)
Personalintensität
(%)
2010 89,2 12,8 - 89,7 0,4 35,5
2011 83,9 12,4 - 62,7 0,4 37,0
2012 81,9 6,8 - 73,1 0,5 38,7
Die Definitionen der Kennzahlen sind in der Anlage 1 im Anhang aufgeführt.
3.4.5 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Trotz eines langen und intensiven Winters liegen di e Besucherzahlen im 1. Quartal 2013 um gut
40.000 Besucher (28 %) über dem des Vorjahreswertes . Das ist in Anbetracht hoher Einbußen
beim Besucheraufkommen in umliegenden Zoos beachtli ch. Einen großen Anteil an dieser
positiven Entwicklung trägt die zweite Aktion „Zahlen Sie, was Sie wollen“.
Mit der Eröffnung des neuen Elefanten-Parks im Juni 2013 wird eines der wichtigsten Projekte
des Allwetterzoos abgeschlossen. Dessen Bau stellt mit einem Investitionsvolumen in Höhe von
4.940 T€ eine Investition in die langfristige Attraktivität des Zoos dar. Ohne derartige Maßnahmen
wäre auf Dauer mit rückläufigen Besucherzahlen und daraus resultierenden Umsatzeinbußen zu
rechnen. Eine Überschreitung der genehmigten Investitionssumme wird dennoch nicht erwartet.
Das ehemalige Delphinarium des Allwetterzoos wird n ach der endgültigen Abgabe der Delphine
Anfang 2013 in Robbenhaven umbenannt. In Zukunft wi rd die Anlage für die Haltung
kalifornischer Seelöwen umgebaut. Durch die Neugest altung der Besucherhalle und die Planung
eines ansprechenden Showprogramms soll die Attrakti vität der bisherigen Einrichtung langfristig
erhalten bleiben. Dennoch sind negative Auswirkunge n auf die Besucherentwicklung durch den
Wegfall des Delphinariums als Attraktion nicht ganz auszuschließen.
Ein Wechsel könnte in der Führung des Zoorestaurant s erfolgen. Der Pachtvertrag mit dem
derzeitigen Pächter läuft zum Ende des Jahres 2013 aus. Gemäß den Vergaberichtlinien des
Zoos ist die Gastronomieverpachtung des Zoos neu au sgeschrieben worden. Mit einem
Abschluss wird im zweiten Quartal 2013 gerechnet.
Ferner geht die Gesellschaft auch für das kommende Geschäftsjahr von tarifbedingten
Mehraufwendungen beim Personal sowie allgemeinen Ko stensteigerungen im Energiebereich
aus.
Beteiligungsbericht 2012 Regionalverkehr Münsterla nd GmbH
34
3.5 Regionalverkehr Münsterland GmbH
3.5.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Regionalverkehr Münsterland GmbH
Geschäftsführung:
Westfälische Verkehrsgesellschaft mbH
Krögerweg 11
48155 Münster
Telefon: (02 51) 62 70 - 0
Gründungsjahr: 1979
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadt Münster 308.300 4,02
Kreis Coesfeld 2.078.010 27,09
Kreis Steinfurt 2.146.440 27,98
Kreis Warendorf 1.441.570 18,80
Kreis Borken 1.351.220 17,62
6 weitere Städte und Gemeinden der Region
(Geschäft santeile jeweils unter 2 %)
343.860 4,49
Gesamt 7.669.400 100,00
Beteiligungen der Gesellschaft:
RVM-Verkehrsdienst GmbH 25.600 100,00
Verkehrsbetrieb Kipp GmbH 21.019 100,00
Westfälische Verkehrsgesellschaft mbH 2.214.500 47,14
Gegenstand des Unternehmens
Zweck des Unternehmens ist nach § 2 des Gesellschaf tsvertrages die Förderung und
Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Kreise n Borken, Coesfeld, Steinfurt, Warendorf
und in der Stadt Münster sowie in angrenzenden Verk ehrsgebieten, insbesondere durch
Einrichtung und Betrieb von Linien- und Freistellun gsverkehr, die Durchführung von
Gelegenheitsverkehr mit Kraftfahrzeugen sowie Güter verkehr auf Schiene und Straße, ferner die
Beteiligung an Unternehmen, die diese Zwecke fördern.
Beteiligungsbericht 2012 Regionalverkehr Münsterla nd GmbH
35
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Die Geschäfts- und Betriebsführung wird von der Wes tfälischen Verkehrsgesellschaft mbH,
Münster (WVG) wahrgenommen, die ihrerseits im Rahmen ihrer gesellschaftsrechtlichen Aufgabe
die Förderung und Verbesserung der Verkehrsverhältn isse in den in ihrem Einzugsgebiet
liegenden Verkehrsräumen sowie die Koordinierung un d Rationalisierung der angeschlossenen
Verkehrsbetriebe verfolgt.
Geschäftsführer:
Herr Dipl.-Wirt.-Ing. André Pieperjohanns
Herr Dipl.-Geograph Werner Linnenbrink
Aufsichtsrat:
Kreisdirektor Joachim L. Gilbeau, Coesfeld (Vorsitzender)
Ltd. Kreisrechtsdirektor Dr. Hermann Paßlick, Bocholt (1. stellv. Vorsitzender)
Herr Peter Schwerbrock, Ennigerloh (2. stellv. Vorsitzender)
Herr Jürgen Barlach, Selm
Herr Franz-Josef Buschkamp, Ahlen
Herr Dietmar Eisele, Ahaus
Herr Herbert Geesink, Südlohn
Herr Manfred Giese, Recke
Ltd. Kreisbaudirektor Friedrich Gnerlich, Warendorf
Herr Wilfried Grunendahl, Tecklenburg
Frau Anneli Hegerfeld-Reckert, Nordwalde
Bürgermeister Alfred Holz, Senden
Herr Heinz Horstmann, Lüdinghausen
Herr Paul Lensing, Borken
Herr Udo Lindemann, Hopsten
Herr Dr. Henning Müller-Tengelmann, Münster
Ltd. Kreisbaudirektor Franz Niederau, Steinfurt
Bürgermeister Benedikt Ruhmöller, Ahlen
Reiner Schäl, Recke
Stadtdirektor Hartwig Schultheiß, Münster
Herr Gottfried Suntrup, Senden
Beirat:
Kreisdirektor Joachim L. Gilbeau, Coesfeld (Vorsitzender)
Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Srothmann, Beckum (stellv. Vorsitzender)
Bürgermeister Ludger Banken, Everswinkel
Bürgermeister Dietmar Bergmann, Nordkirchen
Bürgermeister Felix Büter, Ahaus
Ltd. Kreisbaudirektor Friedrich Gnerlich, Warendorf
Herr Heinz Horstmann, Lüdinghausen
Bürgermeister Rolf Lührmann, Borken
Bürgermeister Georg Moenikes, Emsdetten
Bürgermeister Peter Nebelo, Bocholt
Ltd. Kreisbaudirektor Franz Niederau, Steinfurt
Bürgermeister Franz-Josef Niehues, Rosendahl
Ltd. Kreisrechtsdirektor Dr. Hermann Paßlick, Bocholt
Bürgermeister Friedrich Prigge, Lengerich
Bürgermeister Heinz Steingröver, Ibbenbüren
Bürgermeister Berthold Streffing, Sendenhorst
Kreistagsabgeordneter Heinrich Terwort, Havixbeck,
Beteiligungsbericht 2012 Regionalverkehr Münsterla nd GmbH
36
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter
3.5.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Leistungsdaten der RVM im Personenverkehr entwickelten sich wie folgt:
Personenverkehr 2009 2010 2011 2012
Linienlänge in km 9.452 9.866 10.022 9.255
Omnibusse - gesamt 606 617 610 563
- eigene der RVM 111 101 102 101
- eigene der VBK* 28 39 37
- angemietete Leistung 495 488 469 462
Wagen-km Omnibus gesamt in Tsd. 25.415 23.926 24.188 22.644
- eigene Leistung der RVM 8.306 8.059 7.642 7.336
- eigene Leistung der
VBK* 263
1.684 1.693
- angemietete Leistung 17.109 15.867 14.862 15.308
beförderte Personen gesamt in Tsd. 29.843 29.040 28.783 26.322
Die Regionalverkehr Münsterland GmbH hat die planer ischen Erwartungen im Jahr 2012
übertroffen. Das Jahresergebnis der Personenverkehr ssparte lag um rund 450 T€ höher als
prognostiziert. Ursächlich hierfür waren höhere Erlöse im Jedermannverkehr.
Die Gesellschaft transportierte insgesamt 26,3 Mio. Fahrgäste auf rund 22,6 Mio. km
Strecke. Resultierend aus der Abgabe von Linienleis tungen reduzierte sich die Kilometeranzahl
um 6,4 % (rund 1,6 Mio. km). Bei den Kosten der Fah rleistungen wirkte sich der im
Jahresvergleich um durchschnittlich rund 6 % gestie gene Dieselpreis ebenso negativ aus wie die
Tariferhöhungen für Mitarbeiterentgelte und Vergütu ngsanhebungen für eingekaufte
Fahrleistungen. Die RVM erzielte im Personenverkehr einen Kostendeckungsgrad von 91,3 %.
Es ist ein Fehlbetrag von rund 3,3 Mio. € ausgewiesen.
Im Bereich Güterverkehr wurden die Planerwartungen 2012 erfüllt. Die anhaltend gute
konjunkturelle Lage wirkte sich positiv auf die Ent wicklung aus. Insgesamt transportierte die RVM
rund 488 t. Die Mengen lagen damit, mit Ausnahme de r Kerosintransporte, über den Mengen des
Vorjahres. Der Güterverkehr schließt mit einem Defi zit von rund 353 T€ vor Ausgleichsleistungen
ab.
Insgesamt erzielte die RVM einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 352 T€.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 Regionalverkehr Münsterla nd GmbH
37
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 98.902 0,4 77.933 0,3 175.586 0,6 154.312 0,5
Sachanlagen 14.620.853 58,9 13.889.282 50,6 15.740.645 51,7 14.754.818 48,8
Finanzanlagen 49.870 0,2 483.756 1,8 1.114.164 3,7 2.061.396 6,8
=Anlagevermögen 14.769.625 59,5 14.450.971 52,6 17.030.395 55,9 16.970.526 56,1
Vorräte 347.128 1,4 417.537 1,5 368.050 1,2 415.435 1,4
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 9.202.637 37,1 12.331.602 44,9 12.746.961 41,9 11.240.480 37,2
Flüssige Mittel 487.131 2,0 231.081 0,8 278.449 0,9 1.605.183 5,3
=Umlaufvermögen 10.036.896 40,4 12.980.220 47,3 13.393.460 44,0 13.261.098 43,8
Rechnungsabgrenzungsposten 18.675 0,1 18.920 0,1 18.111 0,1 14.686 0,0
Aktiva 24.825.196 100,0 27.450.111 100,0 30.441.966 100,0 30.246.310 100,0
Gezeichnetes Kapital 7.669.400 30,9 7.669.400 27,9 7.669.400 25,2 7.669.400 25,4
Rücklagen 485.533 2,0 485.533 1,8 1.105.613 3,6 1.321.821 4,4
Verlustvortrag -777.168 -3,1 -777.168 -2,8 -1.212.865 -4,0 -1.212.865 -4,0
Jahresüberschuss 0 0,0 -435.697 -1,6 0 0,0 -352.635 0,0
=Eigenkapital 7.377.765 29,7 6.942.068 25,3 7.562.148 24,8 7.425.721 24,6
Sonderposten 6.700 0,0 6.700 0,0 0 0,0 0 0,0
Rückstellungen 6.033.384 24,3 5.405.388 19,7 5.954.127 19,6 5.331.893 17,6
Verbindlichkeiten 11.391.326 45,9 15.079.675 54,9 16.909.659 55,5 17.477.235 57,8
Rechnungsabgrenzungsposten 16.020 0,1 16.280 0,1 16.032 0,1 11.461 0,0
Passiva 24.825.196 100,0 27.450.111 100,0 30.441.966 100,0 30.246.310 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 55.026.636 54.943.332 51.213.119 49.536.300
Andere aktivierte Eigenleistungen 16.441 3.018 0 18.313
Sonstige betriebliche Erträge 3.015.681 2.077.831 5.808.302 6.135.113
Erträge aus Beteiligungen 300 150 0 0
Erträge aus
Gewinnabführungsverträgen 0
0 303.338 42.982
Erträge aus Wertpapieren 0 0 0 26.602
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 67.304 68.970 67.476 40.660
Erträge aus Verlustübernahme 0 0 0 0
Erträge 58.126.362 57.093.301 57.392.235 55.799.970
Materialaufwand 39.607.913 38.238.339 39.410.552 38.211.406
Personalaufwand 11.572.828 11.024.552 10.534.357 10.348.875
Abschreibungen 2.264.758 2.904.835 2.323.215 2.478.409
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.483.999 4.683.298 4.730.376 4.643.467
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 178.290 374.729 376.292 403.531
Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 98.362 0 0
Aufwendungen 58.107.788 57.324.116 57.374.792 56.085.688
Erträge 58.126.362 57.093.301 57.392.235 55.799.970
Aufwendungen 58.107.788 57.324.116 57.374.792 56.085.688
Außerordentliche Aufwendungen 0 186.125 0 0
Steuern 18.574 18.757 17.444 66.918
Jahresergebnis 0 -435.697 0 -352.636
Beteiligungsbericht 2012 Regionalverkehr Münsterla nd GmbH
38
Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten
Betriebsbereich 2009 2010 2011 2012
Personenverkehr 281 277 257 257
davon Auszubildende 11 9 13 9
Güterverkehr 11 10 8 10
Insgesamt 303 296 278 276
3.5.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Durch die Anpassung des Personenbeförderungsgesetzt es mit Wirkung zum 01.01.2013 ist die
Zulässigkeit von Direktvergaben an einen internen B etreiber und die Vergabe von
ausschließlichen Rechten rechtssicher verankert. Fü r Verunsicherung sorgt hingegen das im Mai
2012 in Kraft getretene Tariftreue- und Vergabeges etz (TVgG). Insbesondere die
Partnerunternehmen der RVM könnten davon betroffen sein. In diesem Fall könnten auch
zusätzliche Belastungen auf die RVM zukommen.
Problematisch stellt sich auch die demografische En twicklung im Bedienungsgebiet dar. Die
Verringerungen und Veränderungen der Schülerströme könnten negative Auswirkungen auf das
Geschäftsfeld „Ausbildungsverkehr“ nach sich ziehen. Die konkreten Effekte sind jedoch derzeit
nicht ermittelbar.
In ähnlicher Weise entwickeln sich die unternehmens internen Personalstrukturen. Durch
zahlreiche Pensionierungen in den kommenden Jahren und den Mangel an Fachkräften, ist die
Gesellschaft gefordert, rechtzeitig für angemessene und wirtschaftliche Neubesetzungen von
Stellen sowie die Einarbeitung neuer Mitarbeiter zu sorgen. Anderenfalls könnte die
Aufrechterhaltung des ordentlichen Geschäftsbetriebs gefährdet sein.
Beteiligungsbericht 2012 Theaterhaus Pumpenhaus gG mbH
39
3.6 Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH
3.6.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH
Gartenstraße 123
48147 Münster
Telefon: (02 51) 20 13 80
Fax: (02 51) 2 30 23 78
Gründungsjahr: 1998
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadt Münster 50.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Theaters im ehemaligen Pumpenhaus zur
Förderung von Kunst und Kultur.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Ludger Schnieder
Beirat:
Herr Philipp Gabriel (Vorsitzender)
Herr Dr. Dietmar Erber (stellvertr. Vorsitzender)
Herr Lorenz Müller-Morenius
Stadträtin Dr. Andrea-Katharina Hanke
Herr Christoph Jauch
Herr Dr. Ulrich Schäfer
Frau Frauke Schnell
Herr Hartmut Viehoff (bis 27.06.2012)
Gesellschafterversammlung:
Städtischer Vertreter: Herr Michael Schetter
Beteiligungsbericht 2012 Theaterhaus Pumpenhaus gG mbH
40
3.6.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH ist eingebettet in das Gesamtsystem der städtischen
Förderung „Freien Theaters“ und spielt neben der Pr oduktionsförderung für „Freie Gruppen“ als
„intelligenter Dienstleister“ eine zentrale Rolle.
Mit dem Theaterzentrum soll ein Aufführungs- und Pr oduktionsort, d.h. ein Zentrum geschaffen
werden, in dem intensiv gearbeitet werden kann und in dem ständig die Auseinandersetzung um
die aktuellen künstlerischen Fragen auf der Höhe de s nationalen und internationalen Diskurses
stattfindet. Die Aufgabenstellung eines solchen Hau ses ergibt sich aus folgenden Bereichen des
freien Theaters:
• qualifiziertes und deutliches Engagement für die besten Produktionen des freien Theaters
• Präsentation von nationalem und internationalem f reien Theater in der Stadt
• Kooperation mit Institutionen anderer Kunstsparte n
• Entwicklung interdisziplinärer Programme
• Gastgeber für wichtige Künstler und Künstlerinnen aus dem In- und Ausland
• Forum für wissenschaftliche, theaterästhetische u nd theaterpädagogische Auseinander-
setzung
• Adresse für qualifizierte Aus- und Fortbildung vo n Künstlern
• Erprobung neuer Arbeitsfelder und -strukturen für Künstler und Künstlerinnen
Die Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH hat sich diesen Au fgaben in ihrem vierzehnten
Geschäftsjahr erfolgreich gestellt.
Der Jahresabschluss zum 31.12.2012 weist einen Jahr esfehlbetrag in Höhe von 64 € aus. Die
finanzielle Lage der Beteiligung gestaltete sich un sicher. Aufgrund fehlender Fördermittel des
Landes NRW entwickelte die Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH ein Notfall-Szenario.
Auf Grundlage dessen reduzierte die Gesellschaft da s Programmangebot um rund 16 % von 192
auf 162 Veranstaltungen. Als Konsequenz daraus sank die Zuschauerzahl um 21 % auf 16.908
Zuschauer. Die Gesamteinnahmen beliefen sich in 201 2 auf 142.348 € und machten ein Minus
von 8,52 % aus
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 Theaterhaus Pumpenhaus gG mbH
41
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Sachanlagen 45.622 19,2 54.737 35,0 66.388 43,3 60.690 30,2
=Anlagevermögen 45.622 19,2 54.737 35,0 66.388 43,3 60.690 43,3
Vorräte 2.099 0,9 1.273 0,8 402 0,3 1.603 0,8
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 61.799 25,9 11.353 7,3 43.757 28,5 22.128 11,0
Flüssige Mittel 123.185 51,7 86.950 55,6 38.399 25,0 116.395 58,0
=Umlaufvermögen 187.082 78,5 99.576 63,7 82.558 53,8 140.126 69,8
Rechnungsabgrenzungsposten 5.509 2,3 1.986 1,3 4.473 2,9 0 0,0
Aktiva 238.213 100,0 156.299 100,0 153.419 100,0 200.816 113,1
Gezeichnetes Kapital 50.000 21,0 50.000 32,0 50.000 32,6 50.000 24,9
Rücklagen 1.129 0,5 1.129 0,7 1.129 0,7 1.129 0,6
Gewinn-/Verlustvortrag -31.973 -13,4 -31.973 -20,5 -31.980 -20,8 -32.622 -16,2
Jahresfehlbetrag /-überschuss 0 0,0 -6 0,0 -642 -0,4 -64 0,0
=Eigenkapital 19.156 8,0 19.150 12,3 18.507 12,1 18.443 9,2
Rückstellungen 51.590 21,7 71.369 45,7 48.535 31,6 57.718 28,7
Verbindlichkeiten 86.300 36,2 64.280 41,1 85.278 55,6 64.029 31,9
Rechnungsabgrenzungsposten 81.168 34,1 1.500 1,0 1.098 0,7 60.626 30,2
Passiva 238.213 100,0 156.299 100,0 153.419 100,0 200.816 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 177.089 180.775 155.603 142.348
Sonstige betriebliche Erträge 567.954 879.071 752.425 701.289
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.039 1.025 817 529
Erträge 746.082 1.060.872 908.846 844.166
Aufwendungen für bezogene Leistungen 172.582 429.202 231.719 184.225
Personalaufwand 130.308 151.634 166.148 170.971
Abschreibungen 12.374 12.560 15.469 18.083
Sonstige betriebliche Aufwendungen (einschl.
Zinsen) 430.817
467.482 496.152 470.949
Aufwendungen 746.082 1.060.878 909.488 844.228
Erträge 746.082 1.060.872 908.846 844.166
Aufwendungen 746.082 1.060.878 909.488 844.228
Jahresergebnis 0 -6 -642 -62
Beteiligungsbericht 2012 Theaterhaus Pumpenhaus gG mbH
42
3.6.3 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen
Die Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen s tellen die Bruttoausschüttungen der
Beteiligungen an die Stadt Münster (Erträge) bzw. d ie Zuschussaufwendungen (Zuführungen zur
Kapitalrücklage) der Stadt Münster an die Gesellschaften dar.
2009 2010 2011 2012
Erträge des städtischen Haushalts 0 € 0 € 0 € 0 €
Aufwendungen des städtischen Haushalts 354.410 € 354.410 € 354.410 € 351.570 €
3.6.4 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Der finanzielle Handlungsspielraum der Gesellschaft schrumpft durch den Wegfall von
Finanzmitteln des Landes NRW weiter. Interne Einsp armöglichkeiten sind vollständig
ausgeschöpft, daher können negative Entwicklungen z ukünftig nur durch Einsparungen im
Programmbereich aufgefangen werden. Das Aufgabenpro fil der Theaterhaus Pumpenhaus
gGmbH kann außerdem nur dann weiterhin positiv erfü llt werden, insofern die personelle
Ausstattung verbessert wird.
Ein dem Aufgabenprofil des Theaters angemessener Ge samtetat ist nur durch stabile öffentliche
Mittel sicherzustellen. Ohne ein angemessenes finanzielles Fördervolumen kann die Existenz des
Theaterhauses in der gegenwärtigen Form nicht gewährleistet werden.
Beteiligungsbericht 2012 GML Gewerbepark Münster-L oddenheide GmbH
43
3.7 GML Gewerbepark Münster-Loddenheide GmbH
3.7.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
GML Gewerbepark Münster-Loddenheide GmbH
Weseler Straße 230
48151 Münster
Telefon: (02 51) 5 98 - 2 14 46
Gründungsjahr: 1996
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadt Münster 204.517 33,33
Zwei Unternehmen aus dem Finanzbereich 409.033 66,67
Gesamt 613.550 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb des Grun dstücks Münster-Loddenheide, Flur 178,
Flurstücke 309, 310 und 388 (ehem. Stützpunkt der b ritischen Rheinarmee) sowie dessen
Baureifmachung, Bebauung, Veräußerung und Verwaltun g. Darüber hinaus darf die Gesellschaft
alle Arten von Grundstücksentwicklungen und städteb aulichen Maßnahmen durchführen, die der
Verbesserung der Wirtschaftsstruktur in Münster dienen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dr. Thomas Robbers
Herr Frank Knura
Frau Anne Santen
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter
Beteiligungsbericht 2012 GML Gewerbepark Münster-L oddenheide GmbH
44
3.7.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Erschließungsmaßnahmen wurden im Jahr 2012 fort gesetzt und sind nahezu abgeschlossen.
Die Höhe der Investitionen in diesem Bereich belief sich auf rund 12,5 T€.
Die Gesellschaft erwirtschaftete Umsatzerlöse in Hö he von 4.154 T€, dies entspricht einer
Steigerung um 891 T€ gegenüber dem Vorjahr. Da auch für die bereits verkauften Grundstücke
weitere Erschließungsmaßnahmen anfallen werden, wur den für den handelsrechtlich
periodengerechten Ergebnisausweis eine Rückstellung wie in den vergangenen Jahren
Rückstellungen gebildet. Durch den fortschreitenden Herstellungsprozess baut sich diese
Rückstellung kontinuierlich ab. Zum Ende des Geschä ftsjahres 2012 betrug sie noch rund 231,3
T€.
Insgesamt erzielte das Unternehmen einen Jahresüberschuss von 760,7 T€.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Sachanlagen 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
=Anlagevermögen 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Vorräte 14.451.661 98,2 13.854.732 93,5 11.904.226 78,1 9.045.032 64,3
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 9.627 0,1 955.536 6,5 1.300.529 8,5 54.547 0,4
Flüssige Mittel 252.422 1,7 16 0,0 2.029.830 13,3 4.967.638 35,3
=Umlaufvermögen 14.713.710 100,0 14.810.284 100,0 15.234.585 100,0 14.067.217 100,0
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Aktiva 14.713.710 100,0 14.810.284 100,0 15.234.585 100,0 14.067.217 100,0
Gezeichnetes Kapital 613.550 4,2 613.550 4,1 613.550 4,0 613.550 4,4
Bilanzgewinn 87.858
Gewinn- /Verlustvortrag -152.546 -1,0 505.120 3,4 1127193 7,4 0 0,0
Kapitalrücklage 12.750.000 86,7 12.750.000 86,1 12.750.000 83,7 12.750.000 90,6
nicht durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
=Eigenkapital 13.211.004 89,8 13.868.670 93,6 14.490.743 95,1 13.451.408 95,6
Rückstellungen 1.371.169 9,3 711.836 4,8 487.094 3,2 277.849 2,0
Verbindlichkeiten 131.537 0,9 229.778 1,6 256.749 1,7 337.960 2,4
Passiva 14.713.710 100,0 14.810.284 100,0 15.234.585 100,0 14.067.217 100,0
Beteiligungsbericht 2012 GML Gewerbepark Münster-L oddenheide GmbH
45
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 6.243.837 1.735.965 3.263.231 4.154.307
sonstige betriebliche Erträge 10.435 142.886 3.632 1.414
sonstige Zinsen/Finanzerträge 3.817 389 2.188 5.891
Erträge 6.258.089 1.879.240 3.269.051 4.161.612
Materialaufwand 2.183.691 1.000.331 2.088.273 2.682.317
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 463.502
208.903 441.175 290.427
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen 124.137
12.341 1.589 83.990
Aufwendungen 2.771.330 1.221.575 2.531.037 3.056.734
Erträge 6.258.089 1.879.240 3.269.051 4.161.612
Aufwendungen 2.771.330 1.221.575 2.531.037 3.056.734
Steuern/-Erstattungen 307.578 1 115.941 344.213
Jahresergebnis 3.179.182 657.666 622.073 760.665
Gewinn-/Verlustvortrag -3.331.728 -152.546 505.120 1.127.193
Gewinnausschüttung 0 0 0 -1.127.193
Vorabgewinnausschüttung 0 0 0 -672.807
Bilanzgewinn/-verlust -152.546 505.120 1.127.193 87.858
3.7.3 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen
Die Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen s tellen die Ausschüttungen der
Beteiligungen an die Stadt Münster (Erträge) bzw. d ie Zuschussaufwendungen (Zuführungen zur
Kapitalrücklage) der Stadt Münster an die Gesellschaften dar.
2009 2010 2011 2012
Erträge des städtischen Haushalts 0,00 € 0,00 € 0,0 0 € 600.000 €
Aufwendungen des städtischen
Haushalts 0,00 € 0,00 € 0,00 € 158.250 €
3.7.4 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Zu Beginn des Jahres 2013 konnte die GML bereits ei n ca. 17.000 m² großes Grundstück für die
Neuansiedlung eines öffentlichen Dienstleisters sow ie eine Fläche zur Ansiedlung eines
ortsansässigen Handwerksunternehmens veräußern.
Darüber hinaus konkretisieren sich Verhandlungen fü r den Verkauf von
Erweiterungsgrundstücken im Gewerbe- und Industrieb ereich für bereits in der Loddenheide
ansässige Unternehmen.
Beteiligungsbericht 2012 Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
46
3.8 Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
3.8.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Rösnerstraße 10
48155 Münster
Telefon: (02 51) 60 52-0
Gründungsjahr : 1996
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadt Münster 500.000 100,00
Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung
Die Abfallwirtschaftsbetriebe sind eine eigenbetrie bsähnliche Einrichtung der Stadt Münster. Sie
entsprechen den Vorschriften der Gemeindeordnung fü r das Land Nordrhein-Westfalen und
werden gemäß der Eigenbetriebsverordnung sowie nach den Bestimmungen der Betriebssatzung
für die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster geführt. Dem Eigenbetrieb einschließlich etwaiger Hilfs-
und Nebenbetriebe obliegen die Stadtreinigung inklu sive Winterdienst und Abfallwirtschaft
(Sammlung, Transport, Verwertung und Entsorgung von Abfällen im Sinne des
Kreislaufwirtschaftsgesetzes, Aufstellung und Umset zung des kommunalen
Abfallwirtschaftskonzeptes) im gesamten Stadtgebiet.
Organe der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung
Werkleitung:
Herr Patrick Hasenkamp
Werksausschuss:
Ratsherr Gerhard Joksch (Vorsitzender)
Ratsherr Hans Varnhagen (stellv. Vorsitzender)
Ratsherr Dr. Dietmar Erber
Ratsherr Gilbert Hartmann
Ratsherr Frank Baumann
Ratsherr Horst Kisnat
Ratsherr Lars Wieneke (bis 31.01.2012)
Ratsfrau Maria Winkel
Ratsfrau Dr. Rita Stein-Redent
Ratsfrau Iris Toulas
Ratsherr Ralf Hubert (ab 08.02.2012)
Herr Burckhard Schmitz
Herr Ludger Albacht
Herr Hugo Tork (Beschäftigtenvertreter)
Herr Rolf Kuschel (Beschäftigtenvertreter)
Herr Karsten Markfort (Beschäftigtenvertreter)
Herr Rainer Eisen (Beschäftigtenvertreter)
Herr Thomas Giesbert (Beschäftigtenvertreter)
Herr Gregor Koprowski (Beschäftigtenvertreter)
Beteiligungsbericht 2012 Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
47
3.8.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die AWM erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsja hr einen Jahresüberschuss in Höhe von
2.297 T€. Der Überschuss fiel damit um 236 T€ gerin ger aus als in 2011. Im Bereich
Regelreinigung der Grundstücke konnte eine deutlich e Erlössteigerung in Höhe von 11,1 % auf
391 T€ verzeichnet werden, welche durch die Gebühre nerhöhung bedingt ist. Insgesamt wurden
im Jahr 2012 Umsatzerlöse in Höhe von rund 50.000 T€ erzielt.
Die Bilanzsumme der Beteiligung stieg um 706 T€. Wä hrend sich auf der Aktivseite das
Anlagevermögen um 1.376 T€ erhöhte, sank das Umlauf vermögen um 562 T€. Der Rückgang
des Umlaufvermögens war durch die Verringerung von saldierten Forderungen sowie die
Abnahme der liquiden Mittel bedingt.
Das Gesamtinvestitionsvolumen betrug 5.201 T€. Davo n wurden 442 T€ in Anlagen der
Stadtreinigung, 2.016 T€ im Bereich der Abfallwirts chaft und 1.484 T€ in Grundstücke mit
Betriebs- und anderen Bauten investiert. Die verble ibenden 1.259 T€ entfielen auf Betriebs- und
Geschäftsausstattung sowie auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau.
Die AWM waren jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Die unter der Rubrik Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung aufgeführten
Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorges chriebenen öffentlichen Zweck der
Gesellschaft. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhand der
wirtschaftlichen Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
48
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immat.
Vermögensgegenstände 61.791
0,1 52.452 0,1 35.021 0,1 7.053 0,0
Sachanlagen 23.273.952 32,1 22.381.019 37,2 22.296.909 36,1 23.700.638 37,9
Finanzanlagen 8.992.118 12,4 10.492.118 17,4 10.493.693 17,0 10.493.693 16,8
=Anlagevermögen 32.327.861 44,5 32.925.590 54,7 32.825.623 53,1 34.201.384 54,7
Vorräte 567.258 0,8 573.864 1,0 996.389 1,6 1.073.194 1,7
Forderungen / Sonstige
Vermögensgegenstände 22.662.326
31,2 8.825.407 14,7 6.058.596 9,8 5.760.966 9,2
Flüssige Mittel 17.024.403 23,4 17.774.898 29,5 21.737.271 35,2 21.395.879 34,2
=Umlaufvermögen 40.253.987 55,4 27.174.168 45,1 28.792.256 46,6 28.230.039 45,2
Rechnungsabgrenzungsposten 23.036 0,0 120.404 0,2 158.144 0,3 50.267 0,1
Aktiva 72.604.884 100,0 60.220.162 100,0 61.776.023 100,0 62.481.690 100,0
Gezeichnetes Kapital 500.000 0,7 500.000 0,8 500.000 0,8 500.000 0,8
Rücklagen 8.900.880 12,3 9.504.692 15,8 10.627.832 17,2 10.230.335 16,4
Bilanzgewinn/-verlust 937.125 1,3 2.131.472 3,5 2.532.923 4,1 2.296.619 3,7
=Eigenkapital 10.338.005 14,2 12.136.164 20,2 13.660.755 22,1 13.026.954 20,8
Sonderposten aus
Überschüssen 748.808
1,0 813.182 1,4 862.373 1,4 893.445 1,4
Sonderposten aus Zuweisung 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Sonderposten aus
Photovoltaik-Überschüssen 23.439
0,0 36.109 0,1 44.860 0,1 59.351 0,1
Rückstellungen 51.438.687 70,8 36.284.180 60,3 35.682.073 57,8 36.664.695 58,7
Rückstellungen für
Gebührenüberschüsse 5.266.702
7,3 7.644.081 12,7 9.043.393 14,6 4.271.828 6,8
Verbindlichkeiten 4.789.242 6,6 3.306.446 5,5 2.482.568 4,0 7.565.417 12,1
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Passiva 72.604.884 100,0 60.220.162 100,0 61.776.023 100,0 62.481.690 100,0
Beteiligungsbericht 2012 Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
49
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 43.836.869 50.091.165 49.878.897 49.997.559
Veränderung des Bestands an fertigen Leistungen 1.8 73 -737 1.147 -1.466
Andere aktivierte Eigenleistungen 12.325 0 0 6.994
Sonstige betriebliche Erträge 1.317.418 2.134.411 2.164.447 1.210.694
davon Inanspruchnahme der Rückstellungen für
Gebührenüberschüsse 3.766.748
462.639 502.931 15.507
Auflösung Sonderposten Gebühren-/DSD-
Überschüsse 0
0 0 0
Auflösung Sonderposten Zuweisung d. öffentl. Hand 0 0 0 0
Sonstige Zinsen/Finanzerträge 283.902 414.961 541.662 419.572
Erträge 49.219.135 53.102.439 52.586.152 51.648.860
Materialaufwand 22.998.180 23.910.202 22.676.584 22.747.981
Personalaufwand 14.578.849 14.847.857 15.637.502 16.200.496
Abschreibungen 3.882.680 3.861.090 3.748.111 3.825.202
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.170.046 6.869.707 4.775.220 4.547.941
Zuführung zu Rückstellungen für
Gebührenüberschüsse 506.253
0 1.899.541 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 46.063 1.395.873 1.218.827 1.935.528
Aufwendungen 48.182.070 50.884.729 49.955.785 49.257.148
Erträge 49.219.135 53.102.439 52.586.152 51.648.860
Aufwendungen 48.182.070 50.884.729 49.955.785 49.257.148
Steuern 99.939 86.239 97.445 79.586
Jahresergebnis 937.125 2.131.472 2.532.922 2.296.619
Anzahl der Beschäftigten
2011
2012
Männlich 303 335
Weiblich 31 33
Insgesamt 334 368
Davon schwerbehinderte Personen 18 20
Beteiligungsbericht 2012 Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
50
3.8.3 Finanz- und Leistungsbeziehungen (einschl. 3. 8.4)
2010 2011 2012 *
Erträge 4.943.753,30 € 5.088.869,55 €
Aufwendungen 12.400.045,15 € 4.697.315,95 €
* Die Daten für 2012 liegen noch nicht vor.
3.8.4 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen
Die Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen s tellen die Ausschüttungen der
Beteiligungen an die Stadt Münster (Erträge) bzw. d ie Zuschussaufwendungen (Zuführungen zur
Kapitalrücklage) der Stadt Münster an die Gesellschaften dar.
2009 2010 2011 2012
Erträge des städtischen Haushalts 250 T€ 250 T€ 918 T€ 2883 T€
Aufwendungen des städtischen Haushalts 0 € 0 € 0 € 0 €
3.8.5 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set
Eigenkapitalquote
(%)
Liquidität
2. Grades
Umsatzrentabilität
(%)
Zinslastquote
(%)
Personalintensität
(%)
2010 20,2 8,3 4,3 2,7 29,1
2011 22,1 12,0 5,1 2,4 31,3
2012 20,8 6,5 4,6 3,9 32,9
Die Definitionen der Kennzahlen sind in der Anlage 1 im Anhang aufgeführt.
3.8.6 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Die AWM rechnen für das Jahr 2013 insgesamt mit ein em Jahresüberschuss in Höhe von 2.197
T€. Neben der Auszahlung der geplanten Überschüsse in Höhe von rund 638 T€ jährlich sind für
die Jahre 2013 bis 2018 weitere Konsolidierungsbeit räge von 550 T€ pro Jahr aus Überschüssen
sonstiger Nebengeschäfte und kalkulatorischer Verzi nsung an den städtischen Haushalt
abzuführen.
Die Beteiligung verfolgt das Ziel, ein Konzept zur Optimierung der Wertstofferfassung zu
erarbeiten. Als Grundlage dafür dienen unter andere m die Erfahrungen und Ergebnisse aus der
im September 2012 gestarteten Modellphase, in der i n Münster-Hiltrup und im nördlichen
Stadtgebiet die Wertstofftonne eingeführt wurde.
Beteiligungsbericht 2012 Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
51
Die AWM werden zum Zweck der energetischen Verwertu ng von Deponie- und Biogasen im
Entsorgungszentrum sowie der Klärgase des Tiefbauam tes das neue zentrale Blockheizkraftwerk
nunmehr vorfinanzieren und realisieren. Die Genehmi gung für den Bau und Betrieb der Anlage
wurde bereits bei der Bezirksregierung Münster beantragt.
Beteiligungsbericht 2012 Westfälisches Pferdemuseu m Münster gGmbH
52
3.9 Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH
3.9.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH
Sentruper Str. 311
48161 Münster
Telefon: (02 51) 48 42 7 - 0
Gründungsjahr: 2000
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Verein zur Förderung des Westfälischen Pferdemuseums
in Münster e. V.
49.500 99,00
Stadt Münster 500 1,00
Gesamt 50.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung, die Einrichtung und der Betrieb des
Westfälischen Pferdemuseums in Münster.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Peter Weeke
Frau Sybill Ebers
Beirat:
Stadtkämmerer Alfons Reinkemeier
Herr J. Adler
Herr Dr. H. Knirim
Frau M. Wehling
Herr Michael Stoffregen-Büller
Gesellschafterversammlung:
Städtischer Vertreter: Herr Michael Schetter
Beteiligungsbericht 2012 Westfälisches Pferdemuseu m Münster gGmbH
53
3.9.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Gesellschaft verfügte zum 31.12.2012 über Eigen kapital in Höhe von 153 T€. Das entspricht
einer Erhöhung um 12 T€ im Vergleich zum Vorjahr. Z u beachten ist, dass die in einem
Sonderposten passivierten Zuschüsse zum Anlagevermö gen (1.453 T€) ebenfalls zum
überwiegenden Teil Eigenkapitalcharakter haben.
Die Umsatzerlöse sind um 10 T€ gestiegen. Die Zunah me des Personalaufwandes ist auf
befristete Neueinstellungen als Folge des erhöhten Personalbedarfs im Jubiläumsjahr
zurückzuführen. Außerdem stiegen die sonstigen betr ieblichen Aufwendungen um 160 T€
aufgrund höherer Kosten für Sonderausstellungen sowie für Betriebskosten.
Insgesamt konnte ein im Vergleich zum Vorjahr um 40 T€ vermindertes Jahresergebnis in Höhe
eines Jahresüberschusses von 12 T€ erwirtschaftet werden.
Die Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH beschä ftigte durchschnittlich 18 Angestellte,
wovon fünf Vollzeitkräfte, eine Teilzeitkraft sowie 13 geringfügig Beschäftigte waren.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 3.137
0,1 2.693 0,1 3.720 0,1 3.308 0,1
Sachanlagen 3.450.559 95,0 3.180.571 95,1 2.925.682 93,1 2.728.674 93,8
Anlagevermögen 3.453.696 95,1 3.183.264 95,2 2.929.402 92,2 2.731.982 92,2
Vorräte 6.799 0,2 5.815 0,2 7.896 0,3 12.095 0,4
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 79.397 2,2 63.951 1,9 94.335 3,0 90.564 3,1
Flüssige Mittel 90.973 2,5 90.549 2,7 108.973 3,5 74.131 2,5
Umlaufvermögen 177.169 4,9 160.315 4,8 211.204 6,7 176.790 6,1
Rechnungsabgrenzungsposten 2.324 0,1 1.688 0,1 1.347 0,0 1.100 0,0
nicht durch Eigenkapital gedeckter
Fehlbetrag 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Aktiva 3.633.189 100,0 3.345.267 100,0 3.141.953 100,0 2.909.872 100,0
Gezeichnetes Kapital 50.000 1,4 50.000 1,5 50.000 1,6 50.000 1,7
Gewinnücklagen 25.000 0,7 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Gewinn-/Verlustvortrag 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Bilanzgewinn 33.628 0,9 39.012 1,2 91.069 2,9 103.256 3,5
Eigenkapital 108.628 3,0 89.012 2,7 141.069 4,5 153.256 5,3
Sonderposten f.
Investitionszuschüsse 1.967.867
54,2 1.779.596 53,2 1.610.601 51,3 1.452.515 49,9
Rückstellungen 21.990 0,6 34.600 1,0 28.019 0,9 31.200 1,1
Verbindlichkeiten 1.534.703 42,2 1.442.059 43,1 1.362.264 43,4 1.272.901 43,7
Passiva 3.633.189 100,0 3.345.267 100,0 3.141.953 100,0 2.909.872 100,0
Beteiligungsbericht 2012 Westfälisches Pferdemuseu m Münster gGmbH
54
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 743.375 719.800 754.760 909.415
Sonstige betriebliche Erträge 194.006 223.556 180.779 166.397
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.011 328 937 901
Erhöhung des Bestandes an fertigen & unfertigen
Erzeugnissen 0
-1 2.081 4.199
Erträge 939.393 943.683 936.476 1.080.912
Materialaufwand 22.212 17.768 19.473 27.457
Personalaufwand 244.118 270.670 277.547 308.953
Abschreibungen 297.374 292.915 276.177 263.809
Sonstige betriebliche Aufwendungen 282.568 308.526 243.496 403.192
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (einschl. Steuern) 77.205 73.422 69.807 65.314
Aufwendungen 923.477 963.300 886.500 1.068.725
Erträge 939.393 943.683 936.476 1.080.912
Aufwendungen 923.477 963.300 886.500 1.068.725
Jahresergebnis 15.916 -19.617 49.976 12.187
3.9.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Die Gesellschaft geht von einer grundsätzlich posit iven Entwicklung aus. Nach derzeitiger
Planung werden in den kommenden Geschäftsjahren lei cht positive Jahresergebnisse erzielt.
Endgültige Prognosen gestalten sich jedoch schwieri g, da sowohl die Besucherzahlen als auch
die Spendeneinnahmen nur schwer vorhersehbar sind.
Die Einnahmen der Beteiligung hängen wesentlich von der Gesamtbesucherzahl des
Allwetterzoos ab, dementsprechend liegt ein grundsä tzliches Risiko in abnehmenden
Besucherzahlen. Derzeit gibt es jedoch keine Hinwei se darauf, dass die den Kalkulationen zu
Grunde liegenden Zahlen unterschritten werden.
Weiterhin wird versucht, durch eventuelle Umgestaltungen zu Kostenminimierungen zu kommen.
Beteiligungsbericht 2012 citeq
55
3.10 citeq
3.10.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
citeq
Scheibenstraße 109
48153 Münster
Tel.: (02 51) 4 92-18 01
Gründungsjahr : 2001
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadt Münster 200.000 100,00
Beteiligungen der Gesellschaft: Stammkapitalanteil
in € in %
Public Konsortium d-NRW 8.596 < 1
Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung
Die citeq ist eine eigenbetriebsähnliche Einrichtun g der Stadt Münster. Sie entspricht den
Vorschriften der Gemeindeordnung für das Land Nordr hein-Westfalen und wird gemäß der
Eigenbetriebsverordnung (EigVO) sowie nach den Best immungen der Betriebssatzung für die
citeq geführt. Der eigenbetriebsähnlichen Einrichtu ng obliegt die Erbringung von Dienstleistungen
im Bereich der Informationstechnologie (IT) einschl ießlich der Kommunikationstechnologie für die
Stadt Münster, die übrigen Kooperationspartner der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung
(Öffentlich-rechtliche Vereinbarung über die gemein same Inanspruchnahme der
eigenbetriebsähnlichen Einrichtung citeq der Stadt Münster) und sonstige Kunden im Rahmen
des § 107 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen.
Mit der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung citeq wu rde kein Managementkontrakt
abgeschlossen. Die citeq erbringt IT-Leistungen an die Stadt Münster, andere Kommunen,
öffentliche Verwaltungen und deren Einrichtungen.
Organe der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung
Betriebsleitung:
Herr Stefan Schoenfelder
Werksausschuss:
Ratsfrau Marliese Kosmider (Vorsitzende)
Ratsfrau Anne Schulze Wintzler (stellv. Vorsitzende)
Ratsherr Stefan-Alexander Roth
Herr Markus Schiermann
Herr Sebastian Kroos
Beteiligungsbericht 2012 citeq
56
Ratsherr Otto Reiners
Herr Markus Barenhoff
Ratsherr Jens-Ulrich Lenski
Beratendes Mitglied gem. § 58 Abs. 1 S. 7 GO NRW:
Herr Andreas Laug
3.10.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die citeq erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2012 Umsatzerlöse in Höhe von 21.030 T€. Sie stiegen
um 159 T€ im Vergleich zum Vorjahr an. Als Ergebnis konnte ein Überschuss von 1.190 T€
erzielt werden, welcher jedoch 447 T€ unter dem von 2011 liegt.
Die Gesellschaft tätigte Investitionen in Höhe von rund 4.889 T€. Diese umfassten hauptsächlich
Software- und Ersatzinvestitionen für PCs, Monitore , Drucker, Server und Netztechnik, jedoch
auch Investitionen in Finanzanlagen, die ausschließ lich zur Rückdeckung der Pensions- und
Beihilfeverpflichtungen erworben wurden.
Das unternehmerische Risiko stufte die citeq als ge ring ein. Durch ein entsprechendes
Risikomanagement bemüht sich die Gesellschaft, pote ntielle Gefährdungen frühzeitig zu
erkennen und ihnen entgegen zu wirken.
Durch die Intensivierung der Zusammenarbeit mit and eren Kommunen und IT-Unternehmen
profitierte die Gesellschaft von besseren Einkaufsk onditionen. Überdies arbeitete die citeq an der
bereits in 2010 von Oberbürgermeister Lewe initiier ten Städte-Kooperation zur Interkommunalen
Zusammenarbeit der Großstädte in NRW mit, mit dem Z iel, Aufgaben wirtschaftlicher und
effektiver wahrnehmen sowie Leistungen für die Bürg er schneller und besser erbringen zu
können.
Die unter der Rubrik Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung aufgeführten
Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorges chriebenen öffentlichen Zweck der
Gesellschaft. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhand der
wirtschaftlichen Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 citeq
57
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 3.102.443
9,3 2.565.623 7,5 2.602.907 7,1 2.430.527 6,3
Sachanlagen 4.018.035 12,1 4.167.687 12,2 4.560.490 12,4 4.352.989 11,4
Finanzanlagen 11.354.327 34,1 12.766.307 37,4 14.345.470 39,0 15.988.692 41,7
=Anlagevermögen 18.474.805 55,4 19.499.617 57,1 21.508.867 58,5 22.772.208 59,4
Vorräte 73.028 0,2 66.488 0,2 58.296 0,2 46.796 0,1
Forderungen / sonst.
Vermögensgegenstände 13.975.772 41,9 13.879.986 40,6 13.968.815 38,0 14.545.961 37,9
Flüssige Mittel 0 0,0 0 0,0 0 0,0 1.923 0,0
=Umlaufvermögen 14.048.800 42,1 13.946.475 40,8 14.027.111 38,1 14.594.680 38,1
Rechnungsabgrenzungsposten 819.429 2,5 700.739 2,1 1.258.875 3,4 969.386 2,5
Aktiva 33.343.034 100,0 34.146.831 100,0 36.794.853 100,0 38.336.274 100,0
Gezeichnetes Kapital 200.000 0,6 200.000 0,6 200.000 0,5 200.000 0,5
Rücklagen 4.241.528 12,7 4.527.756 13,3 4.924.304 13,4 5.320.852 13,9
Jahresgewinn/ -verlust 2.223.287 6,7 1.913.611 5,6 1.637.123 4,4 1.189.568 3,1
=Eigenkapital 6.664.815 20,0 6.641.367 19,4 6.761.427 18,4 6.710.420 17,5
Sonderposten aus Zuschüssen
öffentlicher Hand 2.174 0,0 3.362 0,0 4.353 0,0 3.614 0,0
Rückstellungen 17.059.470 51,2 17.779.153 52,1 19.114.583 51,9 20.114.162 52,5
Verbindlichkeiten 9.616.575 28,8 9.722.949 28,5 10.914.491 29,7 11.508.078 30,0
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Passiva 33.343.034 100,0 34.146.831 100,0 36.794.853 100,0 38.336.274 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 20.077.259 19.669.305 20.871.288 21.030.049
Sonstige betriebliche Erträge 212.366 204.451 175.051 91.972
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 371.683
356.064 373.517 351.765
Erträge 20.661.308 20.229.820 21.419.856 21.473.786
Materialaufwand 5.385.157 5.384.967 5.990.235 6.351.812
Personalaufwand 7.575.361 7.795.766 8.550.303 7.570.560
Abschreibungen 3.337.182 3.369.160 3.474.187 3.602.946
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 2.024.966
1.750.737 1.717.338 1.832.582
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25.743 5.751 11.263 909.904
Aufwendungen 18.348.409 18.306.380 19.743.326 20.267.804
Erträge 20.661.308 20.229.820 21.419.856 21.473.786
Aufwendungen 18.348.409 18.306.380 19.743.326 20.267.804
Steuern/-Erstattungen 89.611 9.829 39.409 16.415
Jahresergebnis 2.223.287 1.913.611 1.637.121 1.189.568
Beteiligungsbericht 2012 citeq
58
Anzahl der Beschäftigten
3.10.3 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen
Die Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen s tellen die Ausschüttungen der
Beteiligungen an die Stadt Münster (Erträge) bzw. d ie Zuschussaufwendungen (Zuführungen zur
Kapitalrücklage) der Stadt Münster an die Gesellschaften dar.
2009 2010 2011 2012
Erträge des städtischen Haushalts 1.747 T€ 2.222 T € 1.776 T€ 1.695 T€
Aufwendungen des städtischen Haushalts 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
3.10.4 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set
Eigenkapitalquote
(%)
Liquidität
2. Grades
Umsatzrentabilität
(%)
Zinslastquote
(%)
Personalintensität
(%)
2010 19,5 2,1 9,7 0,0 42,6
2011 18,4 0,7 7,8 0,1 43,3
2012 17,5 1,3 5,7 0,1 37,4
Die Definitionen der Kennzahlen sind in der Anlage 1 im Anhang aufgeführt.
3.10.5 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Der Schwerpunkt der Arbeit der citeq wird in den ko mmenden Jahren auf der zwingend
erforderlichen Aktualisierung der IT-Infrastruktur der Stadt Münster liegen. So bedürfen die
Gebäudenetze und Lichtwellenverbindungen zwischen d en städtischen Gebäuden eines
Ausbaus, eine neue Telefontechnik mit erweiterten F unktionen soll eingerichtet werden.
Unaufschiebbar ist zudem die Migration des Serverbe triebssystems Novell und des Mail- und
Terminverwaltungssystems Groupwise in die Microsoft -Welt. Auch der Wechsel des PC-
Betriebssystems und der Microsoft-Office-Version sowie – in dessen Folge – auch ein erheblicher
Teil der derzeit eingesetzten Softwareprodukte steh t an. Eine Verschiebung dieser
Aktualisierungsmaßnahmen ist aufgrund der Marktentw icklung, des Alters der eingesetzten
Komponenten und der Aufkündigung eingesetzter Softwareversionen nicht möglich.
Durch diese Maßnahmen soll auch der Gefährdung eine s Ausfalls des IT-Systems Rechnung
getragen werden. Da immer weniger Verwaltungsaufgab en manuell erledigt werden können, ist
es erforderlich, die Arbeitsfähigkeit durch höherwertige IT-Systeme zu gewährleisten.
2011
2012
Männlich 109 108
Weiblich 30 31
Insgesamt 139 139
Davon schwerbehinderte Personen 5 5
Beteiligungsbericht 2012 citeq
59
Ein weiteres Ziel für das Geschäftsjahr 2013 stellt die Neugestaltung des Intranets mit wesentlich
erweiterten Funktionen (z.B. Foren, Selbstbedienung sfunktionen, verbesserte Kommunikation)
dar. Ebenso setzt die citeq auf die Verbesserung de s Bürgerservices (elektronisches
Antragsverfahren) und auf Lösungen zur besseren Ein beziehung der Bürgerinnen und Bürger
(Partizipationsplattform, Mängelmelder).
Entsprechend der schwierigen Haushaltslage nutzt di e Gesellschaft alle Möglichkeiten zur
Kostensenkung im eigenen Betrieb. Hierzu zählt auch eine effiziente Leistungserbringung durch
interkommunale Kooperationen, die auch in 2013 weit erhin beibehalten und ausgeweitet werden
sollen.
Beteiligungsbericht 2012 Münster Marketing
60
3.11 Münster Marketing
3.11.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Münster Marketing
Klemensstraße 10
48143 Münster
Gründungsjahr: 2001
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadt Münster 25.000 100,00
Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung
Zweck der Einrichtung einschließlich etwaiger Hilfs - und Nebenbetriebe ist die Profilierung und
Stärkung von Münster im Wettbewerb der Städte und R egionen durch Instrumente des
Stadtmarketings und alle den Betriebszweck fördernd en Geschäfte. Münster Marketing kann zur
Erfüllung des Betriebszwecks sowohl eigene Leistung en erstellen, als auch die Bestrebungen
und Aktivitäten Dritter unterstützen. Der Betriebsz weck ist im Rahmen der gesamtstädtischen
Zielsetzung der Stadt Münster und individueller Zie lvereinbarungen sowie unter Beachtung einer
wirtschaftlichen Leistungserbringung zu erfüllen.
Die Leistungen der eigenbetriebsähnlichen Einrichtu ng bestehen in den wesentlichen Sparten,
Wissenschaftsbüro, Tourismusmarketing, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, Citymanagement,
Veranstaltungsmanagement und Kongressbüro. Mit 1,3 Mio. Übernachtungen hat Münster ein
sehr gutes Ergebnis erzielt, das auf den Anstieg de r Übernachtungsgäste iHv. 6,1%
zurückzuführen ist. Die Steigerung ist insbesondere auf die Aktivitäten von Münster Marketing im
Bereich des Tourismusmarketings zurückzuführen. Im Rahmen der Sparte Werbung und
Kommunikation wurde der Internetauftritt weiterentw ickelt. Auf der Homepage von Münster
Marketing wurden neue Seiten zum Thema „Münster für Krimifans“ erstellt, die dem hohen
Interesse der Gäste und Journalisten an dem ZDF Wil sberg-Krimi und dem ARD-Tatort
geschuldet sind. Dies dient einer weiteren Profilie rung Münsters als Krimistadt. Zudem wurde
Münster Marketing auch bei Facebook aktiv, wodurch neue Zielgruppen erschlossen werden.
Der zwischen Münster Marketing und der Stadt Münste r abgeschlossene Managementkontrakt
lief zum 31.12.2011 aus. Mit Beschluss des Rates vo m 19.11.2011 wurde ein neuer
Managementkontrakt mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2015 beschlossen.
Organe der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung
Werksleitung:
Frau Bernadette Spinnen
Herr Fritz Schmücker (stellv. Werksleiter)
Werkausschuss:
Herr Heinrich Götting
Herr Thomas Holz
Frau Charlotte Nees
Ratsherr Robert Otte
Beteiligungsbericht 2012 Münster Marketing
61
Ratsherr Carsten Peters
Bürgermeisterin Karin Reismann
Rüdiger Sagel
Ratsherr Dr. Ludwig Schipmann
Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson
Ratsfrau Helga Welker
Herr Willi Elbert
3.11.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Münster Marketing hat im Geschäftsjahr 2012 Erträge in Höhe von 3.513 T€ erwirtschaftet. Diese
bestehen neben den Umsatzerlösen in Höhe von 772 T€ aus dem Zuschuss der Stadt Münster
mit 2.728 T€ (davon als Verbindlichkeit ausgewiesen : 195 T€), Landesmitteln in Höhe von 134
T€, sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 55 T€ sowie 19 T€ Zinsen und ähnlichen
Erträgen. Dem gegenüber stehen die Aufwendungen in Höhe von 3.575 T€.
So ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 62 T€. Dies er liegt um 45 T€ höher als im Vorjahr. Die
Bilanzsumme beträgt 1.391 T€ (Vorjahr: 1.301 T€). I nvestitionen wurden in Höhe von 4T€
getätigt. Die Finanzierung erfolgte aus eigenen Mitteln.
Die Finanzlage der Beteiligung kann als solide beze ichnet werden. Verbindlichkeiten werden
innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.
Insgesamt war die Arbeit von Münster Marketing trot z schwieriger Rahmenbedingungen,
beispielsweise resultierend aus der durch die Tarif steigerung entstandene Mehrbelastung von
rund 135 T€, erfolgreich.
Die unter der Rubrik Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung aufgeführten
Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorges chriebenen öffentlichen Zweck der
Gesellschaft. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhand der
wirtschaftlichen Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 Münster Marketing
62
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 0
0,0 0 0,0 3.014 0,2 1.847 0,1
Sachanlagen 50.316 3,3 48.411 3,0 42.422 3,3 38.599 2,8
=Anlagevermögen 50.316 3,3 48.411 3,0 45.436 3,5 40.446 2,9
Vorräte 59.554 3,9 65.518 4,0 63.490 4,9 54.036 3,9
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 106.506 6,9 486.671 30,0 170.196 13,1 260.938 18,8
Liquide Mittel 1.316.829 85,4 1.008.104 62,1 1.010.136 77,6 1.021.584 73,4
=Umlaufvermögen 1.482.889 96,1 1.560.294 96,1 1.243.821 95,6 1.336.558 96,1
Rechnungsabgrenzungsposten 9.397 0,6 15.241 0,9 11.653 0,9 14.194 1,0
Aktiva 1.542.602 100,0 1.623.946 100,0 1.300.910 100,0 1.391.198 100,0
Gezeichnetes Kapital 25.000 1,6 25.000 1,5 25.000 1,9 25.000 1,8
Rücklagen 341.263 22,1 376.720 23,2 359.579 27,6 298.027 21,4
Jahresüberschuss 38.808 2,5 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Verlustvortrag 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
=Eigenkapital 405.071 26,3 401.720 24,7 384.579 29,6 323.027 23,2
Rückstellungen 897.743 58,2 925.651 57,0 632.463 48,6 659.113 47,4
Verbindlichkeiten 224.988 14,6 284.809 17,5 277.577 21,3 405.265 29,1
Rechnungsabgrenzungsposten 14.800 1,0 11.766 0,7 6.292 0,5 3.793 0,3
Passiva 1.542.602 100,0 1.623.946 100,0 1.300.910 100,0 1.391.198 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 697.388 563.004 617.016 771.979
Zuweisungen und Zuschüsse 2.727.000 2.648.000 2.600.000 2.667.392
Sonstige betriebliche Erträge 67.295 54.051 93.774 54.606
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 24.760
15.190 22.544 18.861
Erträge 3.516.443 3.280.245 3.333.334 3.512.838
Materialaufwand 427.752 369.371 401.197 409.194
Personalaufwand 1.767.456 1.740.408 1.769.408 1.822.338
Abschreibungen 9.545 7.419 8.636 8.755
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 1.272.149
1.165.916 1.170.775 1.290.495
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 732 483 331 378
Aufwendungen 3.477.634 3.283.596 3.350.347 3.531.160
Erträge 3.516.443 3.280.245 3.333.334 3.512.838
Aufwendungen 3.477.634 3.283.596 3.350.347 3.531.160
Steuern/-Erstattungen 0 0 129 43.229
Jahresergebnis 38.808 -3.351 -17.142 -61.551
Auflösung von Rücklagen 0 3.351 17.142 61.551
Bilanzgewinn/-verlust 38.808 0 0 0
Beteiligungsbericht 2012 Münster Marketing
63
Anzahl der Beschäftigten
2011
2012
Männlich 7 7
Weiblich 32 32
Insgesamt 39 39
Davon schwerbehinderte Personen 2 2
3.11.3 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen
Die Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen s tellen die Ausschüttungen der
Beteiligungen an die Stadt Münster (Erträge) bzw. d ie Zuschussaufwendungen (Zuführungen zur
Kapitalrücklage) der Stadt Münster an die Gesellschaften dar.
2009 2010 2011 2012
Erträge des städtischen Haushalts 0,00 € 0,00 € 0,0 0 € 0,00 €
Aufwendungen des städtischen Haushalts 2.648 T€ 2.648 T€ 2.600 T€ 2.728,4 T€
3.11.4 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set
Eigenkapitalquote
(%)
Liquidität
2. Grades
Umsatzrentabilität
(%)
Zinslastquote
(%)
Personalintensität
(%)
2010 24,8 5,8 -0,1 0,0 53,0
2011 29,6 4,3 -2,8 0,0 52,8
2012 23,2 3,2 -8,0 0,0 51,6
Die Definitionen der Kennzahlen sind in der Anlage 1 im Anhang aufgeführt.
3.11.5 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Die Arbeit der Beteiligung ist auf Langfristigkeit und Kontinuität ausgelegt, dementsprechend wird
die bisherige Arbeit der Beteiligung in den kommenden Jahren fortgeschrieben.
Zum ersten Mal werden das LWL-Museum für Kunst und Kultur, die Kunsthalle Münster, die
Kunstakademie und der Westfälische Kunstverein eine langfristige Marketingkooperation
eingehen, die von Münster Marketing organisiert und koordiniert wird.
Daneben arbeiten die drei bestehenden Facharbeitskr eise der Allianz für Wissenschaft an einer
strategischen Justierung ihrer Arbeit mit Blick auf aktuelle Stärken und zukünftige Anforderungen
an Münster als Wissenschaftsstadt.
Beteiligungsbericht 2012 Wirtschaftsförderung Müns ter GmbH
64
3.12 Wirtschaftsförderung Münster GmbH
3.12.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Wirtschaftsförderung Münster GmbH
Steinfurter Straße 60 A
48149 Münster
Tel.: (02 51) 6 86 42-0
Gründungsjahr: 2004
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadt Münster 425.000 85,00
Sparkasse Münsterland Ost 75.000 15,00
Gesamt 500.000 100,00
Beteiligungen der Gesellschaft
Technologieförderung Münster GmbH 4.086.000 93,99
NBZ – Nano-Bioanalytik-Zentrum GmbH Münster 25.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Die WFM verfolgt eine öffentliche Zwecksetzung. Geg enstand und Zweck der Gesellschaft ist die
Sicherung und Ausweitung der Attraktivität des Wirt schaftsstandortes Münster. Mit der Begleitung
von Existenzgründern, der Beratung von örtlichen un d auswärtigen Unternehmen, der
Vermarktung von Gewerbegrundstücken und Gewerbeimmo bilien, der Erarbeitung von
Entwicklungskonzepten sowie dem Einsatz von Marketi ng-Instrumenten begegnet die WFM
ihrem Auftrag.
So ist die Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM) ein auf die Gründungs-, Entwicklungs- und
Standortberatung von Firmen spezialisiertes Unterne hmen. Die Betreuung von Investitions-
Projekten ist das Kerngeschäft. Strategisches Ziel ist die Positionierung Münsters als einer der
führenden Wirtschaftsstandorte in Nordrhein-Westfal en. Dieses Ziel wird durch eine konsequente
Kundenorientierung erreicht.
Beteiligungsbericht 2012 Wirtschaftsförderung Müns ter GmbH
65
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dr. Thomas Robbers
Aufsichtsrat:
Ratsherr Dr. Thorsten Kornblum (Vorsitzender)
Ratsherr Georg Berding (stellv. Vorsitzender)
Ratsherr Dr. Dietmar Erber
Ratsherr Walter von Göwels
Herr Dr. Ralf Henrichs
Ratsherr Heribert Klas
Ratsfrau Marianne Koch
Ratsherr Franziskus-Pius Graf von Merveldt
Ratsfrau Carola Möllemann-Appelhoff
Ratsherr Robert Otte
Ratsherr Carsten Peters
Ratsherr Otto Reiners
Herr Klaus Richter
Herr Markus Rietkötter
Ratsherr Friedhelm Schade
Stadtdirektor Hartwig Schultheiß
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschaften
3.12.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Wirtschaftsförderung Münster GmbH erzielte im a bgelaufenen Geschäftsjahr einen
Fehlbetrag in Höhe von 1.497 T€. Er unterschreitet das im Wirtschaftsplan 2012 prognostizierte
Defizit um 863 T€, im Vergleich zum Vorjahr verbess erte sich das Ergebnis um 306 T€. Diese
Entwicklung liegt darin begründet, dass die Erlöse aus Grundstücksverkäufen und das
Beteiligungsergebnis deutlich besser ausfielen als erwartet.
Die Gesellschaft verkaufte in 2012 neun Grundstücke aus eigenem Bestand mit einer
Gesamtfläche von 73.119 m² (Vorjahr: 11.617 m²). Di e Umsätze lagen mit 3.579 T€ um 1.354 T€
über dem Niveau der Planzahlen. Insgesamt gelang es der Wirtschaftsförderung Münster GmbH
15,1 ha Gewerbefläche und 67 Gewerbeimmobilien zu verkaufen oder zu vermitteln.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 Wirtschaftsförderung Müns ter GmbH
66
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 14.018
0,1 2.825 0,0 5 0,0 2.341 0,0
Sachanlagevermögen 638.386 2,7 1.738.592 5,4 1.731.747 5,0 2.215.882 6,2
Finanzanlagen 2.965.000 12,6 6.465.000 20,1 6.586.000 18,9 6.928.000 19,5
=Anlagevermögen 3.617.404 15,4 8.206.417 25,5 8.317.752 23,9 9.146.223 25,7
Vorräte 16.200.303 69,1 20.247.085 63,0 24.328.795 69,8 24.705.463 69,5
Forderungen / Sonstige
Vermögensgegenstände 3.584.407
15,3 2.929.294 9,1 1.600.007 4,6 941.808 2,6
Flüssige Mittel 32.402 0,1 749.676 2,3 605.132 1,7 743.768 2,1
=Umlaufvermögen 19.817.112 84,5 23.926.055 74,5 26.533.934 76,1 26.391.039 74,2
Rechnungsabgrenzungsposten 10.219 0,0 833 0,0 757 0,0 11.943 0,0
Aktiva 23.444.735 100,0 32.133.305 100,0 34.852.443 100,0 35.549.205 100,0
Gezeichnetes Kapital 500.000 2,1 500.000 1,6 500.000 1,4 500.000 1,4
Rücklagen 22.646.504 96,6 22.983.561 71,5 22.513.787 64,6 22.308.299 62,8
Bilanzgewinn/-verlust 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
=Eigenkapital 23.146.504 98,7 23.483.561 73,1 23.013.787 66,0 22.808.299 64,2
Rückstellungen 149.231 0,6 191.832 0,6 181.441 0,5 231.631 0,7
Verbindlichkeiten 123.001 0,5 8.453.564 26,3 11.652.868 33,4 12.499.393 35,2
Rechnungsabgrenzungsposten 26.000 0,1 4.348 0,0 4.348 0,0 9.882 0,0
Passiva 23.444.735 100,0 32.133.305 100,0 34.852.443 100,0 35.549.205 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 870.921 5.439.689 760.667 3.579.298
Erhöhung des
Grundstücksbestands -126.278
4.046.782 4.081.710 376.668
Sonstige betriebliche Erträge 538.886 629.268 630.460 620.179
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 112.105
11.350 6.256 269
Erträge 1.395.635 10.127.089 5.479.093 4.576.414
Materialaufwand 627.203 8.510.826 4.946.765 3.620.698
Personalaufwand 993.824 1.071.877 1.200.444 1.240.322
Abschreibungen 664.069 664.911 219.759 360.499
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 927.009
864.632 760.182 721.587
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11 57.832 147.698 129.696
Aufwendungen 3.212.115 11.170.078 7.274.848 6.072.802
Erträge 1.395.635 10.127.089 5.479.093 4.576.414
Aufwendungen 3.212.115 11.170.078 7.274.848 6.072.802
Außerordentliche Erträge 0 2.852 0 0
Steuern/Erstattung (-) 766 84.240 7.633 517
Jahresergebnis -1.817.246 -1.124.377 -1.803.388 -1.496.905
Verlustvortrag aus Vorjahr 0 0 0 0
Entnahme aus der Kapitalrücklage 1.817.246 1.124.377 1.803.388 1.496.905
Bilanzgewinn/-verlust 0 0 0 0
Beteiligungsbericht 2012 Wirtschaftsförderung Müns ter GmbH
67
Anzahl der Beschäftigten
2011
2012
Männlich 10 10
Weiblich 5 5
Insgesamt 15 15
Davon schwerbehinderte Personen 0 0
3.12.3 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen
Die Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen s tellen die Ausschüttungen der
Beteiligungen an die Stadt Münster (Erträge) bzw. d ie Zuschussaufwendungen (Zuführungen zur
Kapitalrücklage) der Stadt Münster an die Gesellschaften dar.
2009 2010 2011 2012
Erträge des städtischen Haushalts 0,00 0,00 0,00 0, 00
Aufwendungen des städtischen Haushalts 2.500 T€ 2.5 00 T€ 2.350 T€ 2.350 T€
3.12.4 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set
Eigenkapitalquote
(%)
Liquidität
2. Grades
Umsatzrentabilität
(%)
Zinslastquote
(%)
Personalintensität
(%)
2010 73,1 1,7 -20,7 2,0 9,6
2011 66,0 0,9 -236,9 2,0 16,5
2012 64,2 0,5 -41,8 2,1 20,4
Die Definitionen der Kennzahlen sind in der Anlage 1 im Anhang aufgeführt.
3.12.5 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Unter der Voraussetzung einer weiterhin positiven g esamtwirtschaftlichen Lage erwartet die
Gesellschaft, dass sich ihr Umsatz aus dem Verkauf eigener Gewerbeflächen auf einem
auskömmlichen Niveau stabilisieren wird. Der für 20 13 geplante Verkauf von 30.000 m²
Grundstücksfläche, mit dem ein Umsatz von 2.500 T€ einhergehen soll, wird als realistisch
eingestuft.
Das auf Grundlage dessen erwartete betriebliche Erg ebnis in Höhe von -1.205 T€ wird durch die
Fremdkapitalzinsen und die Bürgschaftsprovision zur Baureifmachung des Hansa-BusinessParks
(200 T€) sowie durch das voraussichtliche Beteiligu ngsergebnis (-850 T€) belastet. Das
Jahresergebnis wird demnach bei rund -2.260 T€ liegen.
Beteiligungsbericht 2012 AirportPark FMO GmbH
68
3.13 AirportPark FMO GmbH
3.13.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
AirportPark FMO GmbH
Airportallee 1
48268 Greven
Tel. (02571) 94 47 80
Gründungsjahr: 2004
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadt Münster 100.000 33,33
Stadt Greven 100.000 33,33
Kreis Steinfurt 100.000 33,33
Gesamt 300.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand der Gesellschaft ist die Vorbereitung, E rreichung und Umsetzung aller planerischen
Voraussetzungen für das regionale Gewerbegebiet am Flughafen Münster/Osnabrück sowie die
Entwicklung, Erschließung und Vermarktung dieses Ge werbegebietes zur Stärkung der
regionalen Wirtschaftskraft.
Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Rechtsgeschäf te und -handlungen vorzunehmen, die dem
Gesellschaftszweck zu dienen geeignet sind.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Udo Schröer
Aufsichtsrat:
Bürgermeister Peter Vennemeyer, Greven (Vorsitzender)
Stadtdirektor Hartwig Schultheiß, Münster (stellv. Vorsitzender)
Herr Johannes Hennigfeld, Greven
Herr Jürgen Mußmann, Greven
Herr Wolfgang Hoppe, Greven
Herr Karl Kleine-Wilke, Münster
Herr Holger Wigger, Münster
Herr Carsten Peters, Münster
Landrat Thomas Kubendorff, Steinfurt
Herr Wilfried Grunendahl, Steinfurt
Herr Manfred Kleimeyer, Steinfurt
Frau Gitta Martin, Steinfurt
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter
Beteiligungsbericht 2012 AirportPark FMO GmbH
69
3.13.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die AirportPark FMO GmbH schließt das Geschäftsjahr 2012 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe
von 757,7 T€ ab. Das Defizit liegt damit um 131,7 T€ höher als im Vorjahr.
Positiv zu bewerten ist der bereits beurkundete Kau fvertrag eines Investors für ein Grundstück
von bis zu 150.000 m² Größe. Ebenso liegt ein weite rer Kaufvertrag über ein 1.200 m² großes
Grundstück unterschriftsreif vor.
Im Berichtsjahr konnten keine Umsatzerlöse erwirtsc haftet werden. Die Aufwandsseite entsprach
den Plandaten des Wirtschaftsplans für 2012. Aufgru nd der bislang getätigten Investitionskosten
in Höhe von rund 10,7 Mio. € ergeben sich bei einem Grundstücksverkauf im gewerblichen
Bereich bzw. bei Grundstücken, die nicht in direkte r Nähe zur Airportallee liegen, in Relation zum
Grundstückspreis Bestandsveränderungen, die den Ver kaufserlös deutlich mindern.
Infolgedessen führt dies in der Gewinn- und Verlust rechnung zu relativ geringen
erfolgswirksamen Erträgen.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 69.878
0,7 71.212 0,7 50.367 0,5 19.915 0,2
Sachanlagen 10.948 0,1 21.104 0,2 18.259 0,2 15.357 0,1
Finanzanlagen 150 0,0 150 0,0 150 0,0 150 0,0
=Anlagevermögen 80.976 0,8 92.466 0,9 68.776 0,7 35.422 0,3
Vorräte 9.129.998 88,9 10.112.229 97,1 10.129.366 97,1 10.470.514 98,5
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 18.547
0,2 5.426 0,1 12.867 0,1 52.524 0,5
Flüssige Mittel 977.383 9,5 141.194 1,4 176.721 1,7 37.967 0,4
=Umlaufvermögen 10.125.928 98,6 10.258.850 98,5 10.318.954 98,9 10.561.005 99,4
Rechnungsabgrenzungsposten 67.000 0,6 61.086 0,6 43.333 0,4 29.564 0,3
Aktiva 10.273.904 100,0 10.412.402 100,0 10.431.064 100,0 10.625.991 100,0
Gezeichnetes Kapital 300.000 2,9 300.000 2,9 300.000 2,9 300.000 2,8
Rücklagen 3.900.000 38,0 4.200.000 40,3 4.500.000 43,1 4.800.000 45,2
Verlustvortrag -835.696 -8,1 -1.619.850 -15,6 -2.333.452 -22,4 -2.959.457 -27,9
Jahresergebnis -784.154 -7,6 -713.602 -6,9 -626.005 -6,0 -757.659 -7,1
=Eigenkapital 2.580.150 25,1 2.166.548 20,8 1.840.543 17,6 1.382.884 13,0
Rückstellungen 13.800 0,1 21.407 0,2 107.574 1,0 63.498 0,6
Verbindlichkeiten 7.679.953 74,8 8.224.447 79,0 8.482.947 81,3 9.179.609 86,4
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Passiva 10.273.904 100,0 10.412.402 100,0 10.431.064 100,0 10.625.991 100,0
Beteiligungsbericht 2010 AirportPark FMO GmbH
70
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 12.000 0 338.470 0
Bestandsveränderung Grundstücke 2.799.611 982.231 15.040 341.807
Sonstige betriebliche Erträge 14.299 25.534 43.804 30.223
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 13.258
1.718 1.657 1.174
Erträge aus
Genossenschaftsanteilen 0
8 8 8
Erträge 2.839.168 1.009.490 398.979 373.212
Materialaufwand 2.802.611 982.231 254.050 295.283
Personalaufwand 162.383 186.420 156.921 149.740
Abschreibungen 23.156 31.204 38.600 39.891
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 378.035
210.141 234.964 294.212
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 235.644 291.603 317.911 326.713
Aufwendungen 3.601.828 1.701.599 1.002.446 1.105.839
Erträge 2.839.168 1.009.490 398.979 373.212
Aufwendungen 3.601.828 1.701.599 1.002.446 1.105.839
Steuern 21.494 21.494 22.536 25.032
Jahresergebnis -784.154 -713.602 -626.004 -757.659
3.13.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich bis Ende des Geschäftsjahres 2017 weitere jährliche
Fehlbeträge ergeben. Eine Umkehr zeichnet sich erst ab, wenn bei weiteren Verkäufen keine
zusätzlichen Erschließungs- und Ausgleichsmaßnahmen mehr notwendig werden und
Grundstücksverkäufe im höheren Preissegment an der Airportallee realisiert werden können.
Die AirportPark FMO GmbH rechnet für die kommenden Jahre mit jährlichen
Grundstücksverkäufen über rund 15.000 m² Fläche. Ei n Risiko sieht die Gesellschaft darin, dass
die Grundstücke nicht in dem geplanten Zeitraum ver marktet werden können, was zu einem
zusätzlichen Liquiditätsbedarf führen könnte.
Insgesamt geht die Geschäftsführung jedoch davon au s, dass sie die AirportPark FMO GmbH
langfristig positiv entwickeln wird.
Beteiligungsbericht 2012 IStG gGmbH
71
3.14 IStG gGmbH
3.14.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Institut für vergleichende Städtegeschichte – IStG – gGmbH
Königsstr. 46
48143 Münster
Tel.: (0251) 83-275-12
Gründungsjahr: 2005
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Kuratorium für vergleichende Städtegeschichte e.V. 10.000 40,0
Westfälische Wilhelms-Universität 5.000 20,0
Landschaftsverband Westfalen-Lippe 5.000 20,0
Deutscher Städtetag 2.500 10,0
Stadt Münster 2.500 10,0
Gesamt 25.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Forschung
Das Institut fördert und betreibt Wissenschaft und Forschung im Bereich der vergleichenden
Städtegeschichte, insbesondere durch
• Forschungsprojekte,
• Entwicklung und Erprobung methodischer Ansätze
• Publikationen,
• Tagungen,
• Lehrveranstaltungen und Vorträge,
• Bereitstellung von stadtgeschichtlicher Literatur, Karten-, Bild- und weiterem
Forschungsmaterial.
Ausgehend vom westfälischen Raum bildet die Geschic hte der deutschen und der europäischen
Stadt den Schwerpunkt der wissenschaftlichen Forsch ung des Instituts, wobei in vergleichender
Perspektive auch der außereuropäische Raum Gegensta nd der Forschung sein kann.
Beteiligungsbericht 2012 IStG gGmbH
72
Bibliothek
Das Institut
- betreut und erweitert nach Maßgabe der ihm zur Ve rfügung stehenden Mittel treuhänderisch
und in alleiniger Verwaltung und wissenschaftlicher Verantwortung Bibliotheksbestände zur
vergleichenden Stadtgeschichtsforschung. Diese sind im Eigentum des Landes Nordrhein-
Westfalen, vertreten durch die Universität Münster, und bislang vom Kuratorium für
vergleichende Städtegeschichte e.V., Münster, treuhänderisch verwaltet worden.
- kann - soweit die Finanzierung gesichert ist - na ch Maßgabe näherer vertraglicher
Absprache mit der Universität Münster und ggf. weit erer Einrichtungen die vom Kuratorium
für vergleichende Städtegeschichte e.V. übernommene Fachbibliothek zu einer
Spezialbibliothek zur vergleichenden Stadtgeschichtsforschung entwickeln.
Allgemeine Förderung
Das Institut ist berechtigt, sämtliche Geschäfte vo rzunehmen, die geeignet sind, den
Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fö rdern. Insbesondere kann das Institut
gleichgerichtete Unternehmen und/oder Projekte erri chten, erwerben, sich an ihnen beteiligen
und/oder materiell unterstützen, soweit diese Maßnahmen und Projekte gemeinnützig sind.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Prof. Dr. Werner Freitag, Gütersloh
Matthias Löb, Erster Landesrat, Senden
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter
3.14.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die IStG gGmbH weist im Geschäftsjahr 2012 einen Ja hresfehlbetrag von 318 T€ auf. Ein
Großteil in Höhe von 297 T€ wurde durch die Einlage n der Gesellschafter Westfälische Wilhelms-
Universität und LWL in die Kapitalrücklage abgedeck t. Diese Einlagen haben die
Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft gestärkt u nd wirken der Insolvenzgefahr entgegen. Der
darüber hinausgehende Teil von 21 T€ wurde der Kapitalrücklage entnommen.
Die unter der Rubrik Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung aufgeführten
Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorges chriebenen öffentlichen Zweck der
Gesellschaft. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhand der
wirtschaftlichen Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2010 IStG gGmbH
73
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
immaterielle
Vermögensgegenstände 0 0 0 0 464 0,2 398 0,2
Sachanlagen 10.359 3,4 9.090 2,3 6.956 2,1 3.944 1,4
=Anlagevermögen 10.359 3,4 9.090 2,3 7.420 2,3 4.342 1,6
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 269.740 89,8 333.973 85,5 258.680 78,9 246.317 88,4
Flüssige Mittel 20.279 6,8 47.623 12,2 61.611 18,8 28.098 10,1
=Umlaufvermögen 290.018 96,6 381.596 97,7 320.291 97,7 274.415 98,4
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Aktiva 300.377 100,0 390.686 100,0 327.711 100,0 278.757 100,0
Gezeichnetes Kapital 25.000 8,3 25.000 6,4 25.000 7,6 25.000 9,0
Kapitalrücklage 203.381 67,7 250.024 64,0 194.132 59,2 173.183 62,1
Verlustvortrag 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Jahresfehlbetrag 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
=Eigenkapital 228.381 76,0 275.024 70,4 219.132 66,9 198.183 71,1
Rückstellungen 18.800 6,3 25.400 6,5 17.700 5,4 25.800 9,3
Verbindlichkeiten 53.197 17,7 90.262 23,1 90.879 27,7 54.774 19,6
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Passiva 300.377 100,0 390.686 100,0 327.711 100,0 278.757 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Sonstige betriebliche Erträge 470.250 385.642 258.256 393.810
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 2.281
1.240 2.659 1.237
Erträge aus Wertpapieren 26 29 30 35
Erträge 472.557 386.910 260.946 395.082
Personalaufwand 507.788 474.294 411.888 519.498
Abschreibungen 3.896 3.642 4.532 4.498
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 220.300
239.728 180.509 189.504
Zinsaufwendungen 0 0 0 25
Aufwendungen 731.984 717.663 596.929 713.525
Erträge 472.557 386.910 260.946 395.082
Aufwendungen 731.984 717.663 596.929 713.525
Jahresergebnis -259.427 -330.753 -335.983 -318.443
Gewinn-/Verlustvortrag 0 0 0 0
Auflösung Kapitalrücklage 259.427 330.753 335.983 318.443
Bilanzgewinn-/Verlust 0 0 0 0
Beteiligungsbericht 2012 IStG gGmbH
74
3.14.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Ziel der IstG gGmbH ist es, in 2013 weiterhin eine erhöhte Projekttätigkeit zu erreichen. Nur so
können angemessene Erträge erwirtschaftet werden, d ie die Gesellschaft vor einem möglichen
Insolvenzrisiko schützen.
Durch die bisherigen Bemühungen der Geschäftsführun g zur Sicherstellung der
Geschäftstätigkeit der IStG gGmbH und die zusätzlich vereinbarte finanzielle Unterstützung durch
die Westfälische Wilhelms-Universität Münster ist d er Fortbestand der Gesellschaft zunächst
gesichert.
Sollten weitere Förderungen durch die Gesellschafte r in Zukunft ausfallen, müssen zusätzliche
Maßnahmen ergriffen werden, um die finanzielle Lage der Gesellschaft zu verbessern und eine
Überschuldung zu vermeiden.
Beteiligungsbericht 2012 Theater Münster
75
3.15 Theater Münster
3.15.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Theater Münster
Neubrückenstraße 63
48143 Münster
Telefon: (02 51) 59 09 - 110
Fax: (02 51) 59 09 - 435
Gründungsjahr: 1954 (seit 01.09.2008 eigenbetriebsähnliche Einrichtung der Stadt Münster)
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadt Münster 50.000 100,00
Gegenstand der Einrichtung
Zweck und Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Ein richtung ist die Förderung des kulturellen
Lebens. Das Sinfonieorchester ist Bestandteil des B etriebes. Die Einrichtung kann zur Erfüllung
des Betriebszwecks sowohl eigene Leistungen erstell en, als auch die Bestrebungen und
Aktivitäten Dritter unterstützen. Weiterhin verfolg t die Einrichtung ausschließlich und unmittelbar
gemeinnützige Zwecke.
Das Theater Münster vereint am Standort Neubrückens traße mit dem Musiktheater, Schauspiel,
Tanztheater, Kinder- und Jugendtheater sowie dem Si nfonieorchester fünf Sparten unter einem
Dach.
Zwischen dem Theater Münster und der Stadt Münster besteht ein Managementkontrakt für die
Spielzeiten 2011/12 bis einschließlich 2013/14 (vgl. Kapitel 3.15.5).
Organe der Gesellschaft
Betriebsleitung:
Verwaltungsdirektorin Rita Feldmann
Generalintendant Wolfgang Quetes bis Ende der Spielzeit 2011 / 2012
Generalintendant Dr. Ulrich Peters ab Beginn der Spielzeit 2012 / 2013
Betriebsausschuss:
Ratsherr Dr. Dietmar Erber
Ratherr Franz-Pius Graf von Merveldt
Ratsfrau Helga Welker
Ratsherr Jürgen Ohm
Ratsfrau Dr. Renate Düttmann-Braun
Herr Berthold Socha
Herr Alfred Holtmann
Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson
Ratsherr Philipp Gabriel
Ratsherr Robert von Olberg
Frau Renate Weidenfeller
Beteiligungsbericht 2012 Theater Münster
76
Herr Dr. Michael Werner
Ratsherr Tim Rohleder
Herr Dr. Ludwig Schipmann
Herr Martin Schulte
Ratsfrau Anne Maria Naegels
Ratsherr Hartmut Viehoff
Herr Christoph Jauch
Herr Lorenz Müller-Morenius
3.15.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Das Wirtschaftsjahr (01.09. – 31.08.) entspricht de r Spielzeit der Städtischen Bühnen Münster.
Der Jahresabschluss erfolgte daher zum 31.08.2012.
Die Gesellschaft schloss das abgelaufene Geschäftsj ahr mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von
192 T€ ab. Gründe für diese Entwicklung sind Preiss teigerungen im Sachkostenbereich, Kosten
für externes Personal, das aufgrund krankheitsbedin gter Ausfälle eingesetzt werden musste,
sowie einmalige Aufwendungen durch den Intendantenwechsel.
Die Umsatzerlöse sind leicht gestiegen, was insbeso ndere der besseren Auslastungen der
Platzkategorien im höheren Preissegment zuzurechnen ist.
Durch die erstmalige Bewertung des Maskenfundus kon nten im Vergleich zum Vorjahr höhere
sonstige betriebliche Erträge erzielt werden. Aller dings handelt es sich hierbei um einen
einmaligen Effekt.
Infolge einer dreistufigen Erhöhung der Personalkos ten in den Spielzeiten 2011/2012 bis
2013/2014 kam es zu Mehraufwendungen beim Personal, die durch eine Erhöhung des
Zuschusses der Stadt Münster berücksichtigt wurden, sodass der Etat für die
Personalbewirtschaftung für die Spielzeit 2011/2012 ausreichend ist.
Das Besucheraufkommen sank gegenüber der Vorsaison um 13.665. Die Anzahl der
Aufführungen hat sich mit 541 im Vergleich zur vorh erigen Spielzeit um 89 Vorstellungen
verringert.
Die unter der Rubrik Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung aufgeführten
Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorges chriebenen öffentlichen Zweck der
Gesellschaft. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhand der
wirtschaftlichen Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 Theater Münster
77
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 31.08.2009 31.08.2010 31.08.2011 31.08.2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 1.486 0,0 9.149 0,1 13.367 0,2 22.727 0,2
Sachanlagen 4.202.789 50,8 4.311.676 49,6 4.855.041 55,4 5.843.539 58,4
Finanzanlagen 14.862 0,2 136.922 1,6 131.438 1,5 345.090 3,4
=Anlagevermögen 4.219.137 51,0 4.457.747 51,3 4.999.846 57,1 6.211.356 62,0
Vorräte 112.673 1,4 113.935 1,3 67.263 0,8 97.079 1,0
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 3.798.875 45,9 4.012.110 46,1 2.087.549 23,8 2.229.639 22,3
Flüssige Mittel 56.639 0,7 21.493 0,2 1.518.614 17,3 1.344.927 13,4
=Umlaufvermögen 3.968.186 48,0 4.147.537 47,7 3.673.426 41,9 3.671.645 36,7
Rechnungsabgrenzungsposten 82.482 1,0 88.696 1,0 85.116 1,0 129.763 1,3
Aktiva 8.269.806 100,0 8.693.980 100,0 8.758.389 100,0 10.012.764 100,0
Gezeichnetes Kapital 50.000 0,6 50.000 0,6 50.000 0,6 50.000 0,5
Rücklagen 4.244.894 51,3 4.284.773 49,3 4.289.602 49,0 4.292.951 42,9
Gewinn-/Verlustvortrag 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Jahresfehlbetrag /-überschuss 39.879 0,5 4.829 0,1 3.349 0,0 -192.379 -1,9
=Eigenkapital 4.334.773 52,4 4.339.602 49,9 4.342.951 49,6 4.150.572 41,5
Sonderposten f. Zuwendungen 183.910 2,2 157.157 1,8 130.404 1,5 102.058 1,0
Rückstellungen 2.626.377 31,8 2.711.197 31,2 2.921.999 33,4 3.072.527 30,7
Verbindlichkeiten 638.816 7,7 1.111.281 12,8 1.232.767 14,1 2.359.265 23,6
Rechnungsabgrenzungsposten 485.930 5,9 374.744 4,3 130.268 1,5 328.342 3,3
Passiva 8.269.806 100,0 8.693.980 100,0 8.758.389 100,0 10.012.764 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2008/2009 2009/2010 2010/2011 2011/2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 2.729.837 2.453.374 2.630.507 2.657.583
Betriebskostenzuschüsse 18.776.077 19.371.242 20.054.013 19.629.787
aktivierte Eigenleistungen 0 0 249.295 9.357
Sonstige betriebliche Erträge 1.097.343 817.085 1.089.625 1.887.664
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.400 28.994 22.146 27.686
Erträge 22.642.656 22.670.695 24.045.586 24.212.077
Materialaufwand 4.453.071 4.093.585 4.622.869 4.968.308
Personalaufwand 15.572.321 15.939.007 16.345.138 16.795.363
Abschreibungen 717.104 740.242 709.135 750.163
Sonstige betriebliche Aufwendungen (einschl.
Zinsen) 1.858.660
1.886.986 2.358.362 1.883.992
Aufwendungen 22.601.156 22.659.820 24.035.504 24.397.826
Erträge 22.642.656 22.670.695 24.045.586 24.212.077
Aufwendungen 22.601.156 22.659.820 24.035.504 24.397.826
Steuern 1.621 6.046 6.734
Jahresergebnis 39.879 4.829 3.348 -192.379
Beteiligungsbericht 2012 Theater Münster
78
Anzahl der Beschäftigten
2011
2012
Männlich 207,5 207
Weiblich 102,5 101,5
Insgesamt 310,0 308,5
Davon schwerbehinderte Personen 12 12
3.15.3 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen
Die Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen s tellen die Ausschüttungen der
Beteiligungen an die Stadt Münster (Erträge) bzw. d ie Zuschussaufwendungen (Zuführungen zur
Kapitalrücklage) der Stadt Münster an die Gesellschaften dar.
2009 2010 2011 2012
Erträge des städtischen Haushalts 63,6 T€ 4,2 T€ 25 T€ 0 €
Aufwendungen des städtischen
Haushalts
19.003 T€
19.164 T€ 18.989 T€ 19.166 T€
3.15.4 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set
Eigenkapitalquote
(%)
Liquidität
2. Grades
Umsatzrentabilität
(%)
Zinslastquote
(%)
Personalintensität
(%)
31.08.2010 49,9 2,4 0,2 0,0 70,3
31.08.2011 49,6 1,8 0,1 0,0 68,0
31.08.2012 41,5 1,0 - 7,2 0,0 68,8
Die Definitionen der Kennzahlen sind in der Anlage 1 im Anhang aufgeführt.
3.15.5 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2012 / 2013
Die 5. Finanzformel ist noch bis zur Spielzeit 2013 /2014 gültig und garantiert dem Theater
Münster eine finanzielle Planungssicherheit.
Für die tarifbedingten Mehraufwendungen für das Ber ichtsjahr 2011/2012 und das derzeit
laufende Wirtschafsjahr 2012/2013 hat der Rat der S tadt Münster mit der Vorlage V/0434/2012
eine Zuschusserhöhung zur Übernahme der Tarifsteigerungen beschlossen.
Mit der Vorlage V0702/2012/1. Ergänzung hat der Rat der Stadt Münster das
Handlungsprogramm 2012 bis 2017 beschlossen, welche s für das Theater Münster folgende
Einzelmaßnahme festgelegt hat:
„Das Theater Münster leistet im Rahmen des Handlung sprogramms 2012 bis 2017 einen
Konsolidierungsbeitrag, der bis zu Spielzeit 2016/2 017 eine Gesamthöhe von 700.000 € in der
Ergebnisrechnung erreicht. Dieser setzt sich zusamm en aus zurzeit noch nicht finanzierten
Tarifsteigerungen der Spielzeit 2013/2014 in Höhe v on 563.000 € sowie einem zusätzlichen
Beteiligungsbericht 2012 Theater Münster
79
Konsolidierungsbeitrag in Höhe von 137.000 €. Dazu sind Ertragssteigerungen sowie
Aufwandsreduzierungen bis zur geforderten Höhe stufenweise umzusetzen.“
Der finanzielle Handlungsspielraum ist infolgedesse n weiter eingeschränkt. Die Beteiligung sieht
daher die Zielsetzung, ein künstlerisch leistungsfä higes und anspruchsvolles
Mehrspartenprogramm anzubieten, als gefährdet an.
Überdies belasten Preissteigerungen, insbesondere i m Energiesektor, den wirtschaftlichen
Handlungsspielraum der Gesellschaft.
Weitere Risiken liegen in möglichen Kürzungen von Z uwendungen durch die Stadt Münster und
das Land NRW. Ob alle Sparten des Theaters auf Daue r aufrecht erhalten werden können, ist
daher fraglich.
Beteiligungsbericht 2012 RELiGIO Westfälisches Museum für religiöse Kultur GmbH
80
3.16 RELiGIO Westfälisches Museum für religiöse Kul tur GmbH
3.16.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
RELiGIO Westfälisches Museum für religiöse Kultur GmbH
Herrenstraße 2
48291 Telgte
Gründungsjahr: 1974
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadt Münster 2.556 10,00
Kreis Warendorf 7.669 30,00
Stadt Telgte 5.113 20,00
Handwerkskammer Münster 5.113 20,00
Bistum Münster 5.113 20,00
Gesamt 25.565 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gemäß § 2 des Gesellschaftsvertrages verfolgt die G esellschaft ausschließlich gemeinnützige
Zwecke durch Trägerschaft, Unterhaltung, Förderung und Ausgestaltung des Museums
Heimathaus Münsterland sowie den Betrieb des Krippe nmuseums im Gebäude der Nordrhein-
Westfalen-Stiftung in Telgte.
Die Gesellschaft übernimmt insbesondere folgende Aufgaben:
Sammlung und Darbietungen von Zeugnissen zur relig iösen Volkskunde des
Münsterlandes, des Bistums Münster und Westfalens.
Sammlung und Darstellung von Zeugnissen des Themen kreises „Handwerke im
Münsterland“ unter besonderer Berücksichtigung der Handwerksgeschichte.
Betrieb des Krippenmuseums im Gebäude der Nordrhei n-Westfalen-Stiftung.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Die Geschäftsführung wird durch den Bürgermeister der Stadt Telgte wahrgenommen.
Verwaltungsrat:
Dem Verwaltungsrat gehört ein von jedem Gesellschafter entsandtes Mitglied an.
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter
Beteiligungsbericht 2012 RELiGIO Westfälisches Museum für religiöse Kultur GmbH
81
3.16.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Sollten Aufwendungen der Gesellschaft nicht durch E rträge gedeckt werden können, ist der
Verlust – nach Beschlussfassung der Gesellschafterv ersammlung – nach folgenden Quoten
abzudecken:
Kreis Warendorf 42,86 %
Bistum Münster 28,57 %
Stadt Telgte 28,57 %
Die Stadt Münster nimmt an der Verlustabdeckung nicht teil.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Zweck der Gesellschaft.
Beteiligungsbericht 2012 Stadtwerke Münster Netzge sellschaft mbH
82
4 Die mittelbaren Beteiligungen über die Stadtwerke
Münster GmbH
4.1 Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH
4.1.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH
Hafenplatz 1
48155 Münster
Telefon: (02 51) 6 94 - 0
Gründungsjahr: 2005
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadtwerke Münster GmbH 100.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Zweck der Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH, Münster, ist der Betrieb, die Wartung und
der Ausbau der Energie- und Wassernetze der öffentl ichen Energie- und Wasserversorgung,
insbesondere in Münster. Die Stadtwerke Münster Net zgesellschaft mbH ist der Netzbetreiber in
den Konzessionsgebieten der Stadtwerke Münster GmbH.
Das für den Geschäftsbetrieb notwendige Versorgungs netz hat die Gesellschaft im Zuge von
Pacht- und Betriebsführungsverträgen von der Stadtw erke Münster GmbH gepachtet. Die
Gesellschaft verfügt über keinen eigenen Grundbesit z und betreibt ihr Unternehmen in
angemieteten Büroräumen am Standort Münster.
Im Geschäftsjahr 2012 hat die Stadtwerke Münster Ne tzgesellschaft mbH ausschließlich diese
satzungsmäßigen wirtschaftlichen Tätigkeiten ausgeü bt. Sie erfüllt damit die ihr von der
mittelbaren Alleingesellschafterin Stadt Münster üb ertragenen kommunalen Aufgaben der
Daseinsvorsorge für die Bevölkerung.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dipl.-Ing. Andreas Wunderer
Gesellschafterversammlung:
Gesellschafterin Stadtwerke Münster GmbH
Beteiligungsbericht 2012 Stadtwerke Münster Netzg esellschaft mbH
83
4.1.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Gesellschaft erwirtschaftete im abgelaufenen Ge schäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von
148.740 T€. Davon resultierten 115.091 T€ aus Netze ntgelten in den regulierten Sparten Strom
(87.560 T€) und Gas (27.531 T€). Aus den nicht regu lierten Sparten Wasser (20.459 T€) und
Fernwärme (12.190 T€) ergaben sich 32.649 T€.
Demgegenüber schlugen auf der Aufwandsseite insbeso ndere Pachtentgelte für die
Versorgungsnetze sowie die Netzdienstleistungen zu Planung, Bau und Betrieb der Netze zu
Buche.
Das Jahresergebnis beurteilte die Stadtwerke Münste r Netzgesellschaft mbH als
zufriedenstellend. Der gesamte Betrag wurde aufgrun d des bestehenden
Ergebnisabführungsvertrages an die Stadtwerke Münster abgeführt.
Die Liquidität der Gesellschaft war in 2012 durch d ie Zugehörigkeit zum Stadtwerke-Münster-
Konzern jederzeit gesichert.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem vorgeschriebenen öffentlichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung des
öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhan d der wirtschaftlichen Unternehmensdaten
ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 7.864 0,0 56.516 0,1 117.774 0,3 109.375 0,4
Sachanlagen 6.748 0,0 10.587 0,0 23.059 0,1 29.952 0,1
Finanzanlagen 45.962 0,1 56.107 0,1 50.231 0,1 44.213 0,2
=Anlagevermögen 60.574 0,2 123.210 0,2 191.064 0,5 183.540 0,7
Forderungen/ Sonstige
Vermögensgegenstände 11.033.880 35,2 21.212.484 39,4 6.781.904 15,6 4.851.830 16,7
Wertpapiere 10.000.000 31,9 16.002.100 29,7 10.000.320 23,0 0 0,0
Flüssige Mittel 2.097.728 6,7 2.742.216 5,1 11.053.315 25,4 6.544.953 22,5
=Umlaufvermögen 23.131.608 73,8 39.956.800 74,1 27.835.540 64,0 11.396.783 39,1
Rechnungsabgrenzungsposten 8.132.812 26,0 13.816.282 25,6 15.495.788 35,6 17.546.228 60,2
Aktiva 31.324.994 100,0 53.896.293 100,0 43.522.392 100,1 29.126.551 100,1
Gezeichnetes Kapital 100.000 0,3 100.000 0,2 100.000 0,2 100.000 0,3
=Eigenkapital 100.000 0,3 100.000 0,2 100.000 0,2 100.000 0,3
Rückstellungen 10.721.287 34,2 14.909.042 27,7 16.353.238 37,6 7.485.203 25,7
Verbindlichkeiten 12.376.982 39,5 25.861.405 48,0 12.417.984 28,5 4.796.239 16,5
Rechnungsabgrenzungsposten 8.126.725 25,9 13.025.846 24,2 14.651.169 33,7 16.745.109 57,5
Passiva 31.324.994 100,0 53.896.293 100,0 43.522.392 100,0 29.126.551 100,0
Beteiligungsbericht 2012 Stadtwerke Münster Netzge sellschaft mbH
84
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 123.727.926 135.688.807 139.776.642 147.740.265
Sonstige betriebliche Erträge 13.828.332 9.985.305 2.859.960 1.226.337
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens 1.148
1.174 1.278 1.137
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 44.119 117.936 300.910 27.647
Erträge aus Verlustübernahme 0 0 0 0
Erträge 137.601.525 145.793.221 142.938.790 148.995.386
Materialaufwand 117.399.114 127.173.524 132.966.901 135.817.942
Personalaufwand 1.237.673 1.990.911 2.432.032 2.442.079
Abschreibungen 7.178 11.085 22.380 41.205
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.424.207 12.527.741 3.479.733 4.848.442
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.507 5.509 6.290 6.392
Aufwand aus Ergebnisabführung 7.422.968 3.925.045 3.888.053 5.691.972
Aufwendungen 137.494.648 145.633.815 142.795.389 148.848.032
Erträge 137.601.525 145.793.221 142.938.790 148.995.386
Aufwendungen 137.494.648 145.633.815 142.795.389 148.848.032
außerordentliche Aufwendungen 0 33.012 0 0
Steuern 106.877 126.394 143.400 147.354
Jahresergebnis 0 0 0 0
Bilanzgewinn/-verlust 0 0 0 0
4.1.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Durch sich stetig ändernde rechtliche Rahmenbedingu ngen und die weitere Marktentwicklung
entstehen für die Stadtwerke Münster Netzgesellscha ft mbH zukünftig neue Chancen und
Risiken.
Bezüglich der Erlösobergrenze Strom besteht die Cha nce, dass im Rahmen des
Beschwerdeverfahrens vor dem Oberlandesgericht Düss eldorf noch strittige Punkte anerkannt
werden. Ferner könnten aus dem bisherigen Anhörungs verfahren für die 2. Regulierungsperiode
Strom erhebliche Kostenkürzungen resultieren.
Zusätzlichen Aufwand erwartet die Gesellschaft aufg rund des Energiewirtschaftsgesetzes,
welches vorsieht, dass in vielen Fällen elektronisc he Zähler eingesetzt werden müssen. Wann
genau diese Messsysteme marktgängig sind, ist noch nicht absehbar.
Für 2013 rechnet die Netzgesellschaft mit einem Jah resergebnis leicht über dem des
Berichtsjahres.
Beteiligungsbericht 2012 Westfälische Bauindustrie GmbH
85
4.2 Westfälische Bauindustrie GmbH
4.2.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Westfälische Bauindustrie GmbH
Engelstraße 49
48143 Münster
Telefon: (02 51) 9 72 32 - 0
Gründungsjahr: 1924
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadtwerke Münster GmbH 21.413.700 99,00
Stadt Münster 216.300 1,00
Gesamt 21.630.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist gemäß § 2 des Gesellschaftsvertrages:
(1) die umfassende Bewirtschaftung des ruhenden Ver kehrs in der Stadt Münster. Das
Unternehmen baut und betreibt Parkhäuser, Umsteigea nlagen zur Vernetzung von MIV
(Motorisierter Individualverkehr) und ÖPNV (Öffentl icher Personennahverkehr), Park and
Ride-Anlagen, Fahrradparkanlagen, etc.
(2) die Vermarktung des Spezialwissens durch Überna hme von Beratungs- und
Planungsaufträgen für den Bau von Parkhäusern und -anlagen für Dritte,
(3) die Errichtung von gewerblichen Bauten im eigen en oder fremden Namen, insbesondere
in solchen Bereichen, die strukturell zur Stadtentwicklung beitragen,
(4) die Verwaltung von Eigentümergemeinschaften, so weit die Gesellschaft Miteigentümerin
ist oder dies auf Veranlassung eines Gesellschafters erfolgt,
(5) die Betreibung aller in den vorstehenden Absätz en genannten Geschäfte, die dem
Gesellschaftszweck dienen. Die Gesellschaft ist ber echtigt, andere Unternehmen zu
erwerben oder sich an solchen zu beteiligen.
(6) die Führung der Geschäfte nach wirtschaftlichen Grundsätzen
(7) Die Gesellschaft bewirtschaftet das eigene Grun dvermögen. Sie kann Grundstücke
erwerben, belasten und veräußern sowie Erbbaurechte ausgeben und erwerben.
Am 21.06.2010 beschloss der Rat der Stadt Münster b ereits den zweiten Managementkontrakt
mit einer Laufzeit von 2011 bis 2015. Die Hauptleis tung der Westfälischen Bauindustrie GmbH
besteht in der Bewirtschaftung des ruhenden Verkehrs.
Beteiligungsbericht 2012 Westfälische Bauindustri e GmbH
86
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Klaus Kötterheinrich
Aufsichtsrat:
Ratsherr Jörn Möltgen (Vorsitzender)
Bürgermeister Holger Wigger (stellv. Vorsitzender)
Herr Joachim Bruns
Ratsherr Jens-Ulrich Lenski
Frau Dr. Anna Mazulewitsch-Boos
Ratsherr Kurt Pölling
Herr Reinhard Scholz
Ratsfrau Barbara Stober
Ratsherr Stefan Weber
Ratsfrau Simone Wendland
Ratsherr Peter Wolfgarten
Herr Dr. Henning Müller-Tengelmann (in beratender Funktion)
Stadtdirektor Hartwig Schultheiß
Gesellschafterversammlung:
Die Gesellschafterversammlung besteht aus einem Ver treter der Stadtwerke Münster GmbH und
dem Oberbürgermeister der Stadt Münster oder einem von ihm benannten Stellvertreter.
Angelegenheiten, die der Beratung und der Beschluss fassung der Gesellschafterversammlung
bedürfen, sind vorher dem zuständigen Gremium der S tadt Münster zur Entscheidung
vorzulegen.
4.2.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Westfälische Bauindustrie GmbH erzielte im Gesc häftsjahr 2012 Umsatzerlöse in Höhe von
11,4 Mio. €. Auf den Kerngeschäftsbereich Parken en tfielen dabei mit 9,1 Mio. € 79,8 % des
Gesamtbetrages. Die Erlösentwicklung zeigte sich ko nstant: Während bei den Kurzparkern ein
Erlösrückgang um 1 % verzeichnet wurde, stieg der Umsatz bei Dauerparkern um 8 %.
Eine positive Entwicklung ergab sich auch im Geschä ftsbereich Vermietung von gewerblichen
Objekten und Wohnungen. Bedingt durch die Vollvermi etung des Wohn- und Geschäftshauses
Stubengasse und den Kauf der Ladenzeile Salzhof erh öhten sich die Mieterlöse um rund 17 %
auf etwa 1,62 Mio. €, die Gesamterlöse dieser Betri ebssparte beliefen sich auf 2,185 Mio. €, was
einer Steigerung um 26 % gleichkommt.
Die Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leist ungen haben sich im Berichtsjahr um
etwa 2,3 % auf rund 5,3 Mio. € vermindert. Haupturs ächlich hierfür sind geringere
Instandhaltungsaufwendungen, denen aber höhere Bewi rtschaftungskosten, insbesondere auch
aus der neu erworbenen Ladenzeile Salzhof, gegenüberstehen.
Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2012 beträgt 2,54 Mio. €. Er liegt damit um 13 % höher
als der des Vorjahres.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der WBI. Die Erfüllung des
öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhan d der wirtschaftlichen Unternehmensdaten
ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 Westfälische Bauindustrie GmbH
87
Zusammenstellung der von der WBI bewirtschafteten bzw. verwalteten Objekte:
A. Parkeinrichtungen im Eigentum der WBI
Anzahl der Jährliche Kurzparkungen
Einstellplätze 2009 2010 2011 2012
Parkhaus Aegidiimarkt 780 532.110 532.069 492.194 460.753
Parkhaus Theater 793 398.912 248.259 263.865 268.029
Parkhaus Bremer Platz 416 211.829 202.155 192.630 190.331
Parkhaus Bahnhofstraße 336 150.507 141.661 139.510 128.315
Parkhaus Engelenschanze 480 264.634 234.588 243.018 233.024
Parkhaus Münster Arkaden 250 238.757 208.170 211.547 217.744
Parkhaus Stubengasse (bis
19.01.2009) 234 7.359
0 0 0
Parkhaus Stubengasse (ab 01.09.2009) 318 87.261 302.429 320.514 322.355
Parkhaus Alter Steinweg (ab
06.11.2009) 390 40.544
276.318 313.829 323.399
Summe der Kurzparkungen 1.931.913 2.145.649 2.177.107 2.143.950
Im Eigentum der Westfälische Bauindustrie GmbH befi nden sich die Parkhäuser Aegidiimarkt,
Theater, Bremer Platz, Bahnhofstraße und Engelensch anze. Die Parkhäuser Münster Arkaden,
Stubengasse und Alter Steinweg sind angepachtet.
B. Verwaltung von Eigentümergemeinschaften und Verm ietung der WBI-eigenen
Objekte
Anzahl der Objekte
WBI-
eigen
e
Objekt
e
Fremdeigentum
Gewerbliche
Objekte
Fremd-
eigentum
Wohnungen
Eigentümergemeinschaft
Aaseemarkt
26 7 40
Eigentümergemeinschaft
Hamannplatz 1-29 (im Ein-
kaufszentrum Coerdemarkt)
2 28 -
Eigentümergemeinschaft
Hamannplatz 30-40 (im Ein-
kaufszentrum Coerdemarkt)
- 12 -
Eigentümergemeinschaft
Aegidiimarkt 10 22 56
Summe 38 69 96
Die WBI ist auch Verwalter der Eigentümergemeinschaft Stadtmuseum / Salzhof (Eigentümer:
Stadt Münster / Stadtmuseum / Westfälische Bauindustrie GmbH / Ladenpassage Salzhof).
Außerdem werden Wohnungen in dem Wohn- und Geschäftsgebäude Stubengasse sowie
Gewerbeflächen in der Gewerbehalle Loddenheide und im Wohn- und Geschäftsgebäude
Stubengasse vermietet.
Beteiligungsbericht 2012 Westfälische Bauindustri e GmbH
88
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 7.448 0,0 3.281 0,0 380 0,0 8 0,0
Sachanlagen 26.256.647 78,6 29.791.312 87,9 29.567.738 82,9 32.636.370 88,9
Finanzanlagen 5.113 0,0 5.113 0,0 5.113 0,0 0 0,0
=Anlagevermögen 26.269.208 78,6 29.799.706 88,0 29.573.231 82,9 32.636.378 88,9
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 432.489 1,4 627.462 1,9 315.711 0,9 814.329 2,2
Flüssige Mittel 6.694.866 20,0 3.447.790 10,2 5.764.974 16,2 3.250.510 8,9
=Umlaufvermögen 7.127.355 21,4 4.075.253 12,0 6.080.685 17,1 4.064.839 11,1
Rechnungsabgrenzungsposten 16.053 0,0 7.793 0,0 0 0,0 0,0
Aktiva 33.412.616 100,0 33.882.751 100,0 35.653.917 100,0 36.701.217 100,0
Gezeichnetes Kapital 21.630.000 64,7 21.630.000 63,8 21.630.000 60,7 21.630.000 58,9
Rücklagen 8.644.703 25,9 8.794.703 26,0 3.312.709 9,3 3.312.708 9,0
Bilanzgewinn/-verlust 1.691.460 5,1 1.159.417 3,4 7.755.598 21,8 6.222.589 17,0
=Eigenkapital 31.966.163 95,7 31.584.120 93,2 32.698.307 91,7 31.165.297 84,9
Rückstellungen 510.949 1,5 839.972 2,5 223.747 0,6 315.939 0,9
Verbindlichkeiten 799.214 2,4 1.003.139 3,0 2.290.122 6,4 4.791.950 13,1
Rechnungsabgrenzungsposten 136.290 0 408.520 1,2 395.450 1,1 382.680 1,0
Passive latente Steuern 0 0,0 47.000 0,1 46.291 0,1 45.351 0,1
Passiva 33.412.616 100,0 33.882.751 100,0 35.653.917 100,0 36.701.217 100,0
Beteiligungsbericht 2012 Westfälische Bauindustrie GmbH
89
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 8.161.634 9.463.466 11.096.211 11.435.081
Andere aktivierte Eigenleistungen 25.000 10.000 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 714.610 248.523 346.018 444.081
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 144.614
27.402 69.442 47.130
Erträge aus Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens 26
26 13
Erträge 9.045.858 9.749.417 11.511.697 11.926.305
Materialaufwand/ bezogene
Lieferungen und Leistungen 3.342.482 5.512.165 5.416.682 5.292.107
Personalaufwand 816.018 831.053 771.497 820.817
Abschreibungen 1.561.386 1.325.205 1.489.762 1.516.140
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 285.251
278.960 277.286 278.006
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 355 549 57.892 68.445
Aufwendungen 6.005.492 7.947.932 8.013.119 7.975.515
Erträge 9.045.858 9.749.417 11.511.697 11.926.305
Aufwendungen 6.005.492 7.947.932 8.013.119 7.975.515
Steuern/-Erstattungen 1.080.395 683.527 1.259.392 1.410.799
Jahresergebnis 1.959.971 1.117.958 2.239.186 2.539.991
Gewinn-/Verlustvortrag 81.489 191.590 34.417 3.682.598
Entnahme aus Kapitalrücklage 0 0 2.081.995 0
Entnahme aus Gewinnrücklage 0 3.400.000 0
Einstellung in die Gewinnrücklagen -350.000 -150.000 0 0
Bilanzgewinn/-verlust 1.691.460 1.159.417 7.755.598 6.222.589
Anzahl der Beschäftigten
2011
2012
Männlich 11 11
Weiblich 3 3
Insgesamt 14 14
Davon schwerbehinderte Personen 1 1
4.2.3 Finanz- und Leistungsbeziehungen (einschl. 4. 2.4)
2010 2011 2012 *
Erträge 888.764,76 € 964.965.,87 €
Aufwendungen 523.895,67 € 520.345,14 €
*Die Daten für 2012 liegen noch nicht vor.
Beteiligungsbericht 2012 Westfälische Bauindustrie GmbH
90
4.2.4 Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen
Die Finanz- und Beteiligungserträge/-aufwendungen s tellen die Ausschüttungen der
Beteiligungen an die Stadt Münster (Erträge) bzw. d ie Zuschussaufwendungen (Zuführungen zur
Kapitalrücklage) der Stadt Münster an die Gesellschaften dar.
2009 2010 2011 2012
Erträge des städtischen Haushalts 19.000,00 € 15.000,00 € 11.250,00 € 40.730 €
Aufwendungen des städtischen
Haushalts 3.006,75 €
3.956,25 € 2.967,19 € 10.462,54 €
4.2.5 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set
Eigenkapitalquote
(%)
Liquidität
2. Grades
Umsatzrentabilität
(%)
Zinslastquote
(%)
Personalintensität
(%)
2010 93,2 4,1 11,8 0,0 9,6
2011 91,7 5,6 20,2 0,7 9,6
2012 84,9 2,7 22,2 0,9 10,3
Die Definitionen sowie Berechnungen der Kennzahlen sind in der Anlage 1 im Anhang aufgeführt.
4.2.6 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Der Geschäftsschwerpunkt der Gesellschaft wird auch zukünftig im Bereich Parken liegen. Die
acht innerstädtischen Parkhäuser fungieren als Basi s einer konstanten wirtschaftlichen
Entwicklung. Bedrohliche Einschnitte durch äußere U mstände wie Straßensperrungen,
Konjunkturschwankungen oder Mitbewerber sind nicht zu erwarten.
Im Geschäftsbereich Vermietung und Verpachtung wurde die Verlängerung des Mietvertrages mit
der Volkshochschule Münster im Aegidiimarkt über da s Jahr 2013 hinaus genehmigt. Damit
einher geht eine Flächenerweiterung um rund 770 m², die jedoch noch baulich angepasst werden
muss.
Um ihre Liquidität langfristig zu stärken, schließt die Gesellschaft Immobilienverkäufe nicht aus.
Insbesondere die Gewerbehalle in Münster-Loddenheid e eignet sich als mögliches
Verkaufsobjekt.
Die Westfälische Bauindustrie GmbH geht davon aus, dass sie auch zukünftig in der Lage sein
wird, die im Gesellschaftsvertrag geregelten Aufgaben zu tätigen.
Beteiligungsbericht 2012 Westfälische Fernwärmever sorgung GmbH
91
4.3 Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH
4.3.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH
Hafenplatz 1
48155 Münster
Telefon: (02 51) 6 94 – 0
Gründungsjahr: 1968
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadtwerke Münster GmbH 400.000 50,00
Stadtwerke Dinslaken GmbH 400.000 50,00
Gesamt 800.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Bau und der Bet rieb von Fernheizwerken (§ 2 des
Gesellschaftsvertrages).
Die Versorgungsbereiche sind entsprechend den Verbu ndleitungen mit dem Heizkraftwerk Hafen
der Stadtwerke Münster GmbH in die Bereiche Nord (H eizwerk Coerde einschließlich
Verbundnetz Nord), Süd (Heizwerk Angelmodde einschl ießlich Verbundnetz Süd) und West
(Heizwerk Echelmeyerstraße) gegliedert. Die Wärmeve rsorgung aus dem Heizkraftwerk der
Stadtwerke Münster GmbH ist durch Bezugsverträge ge regelt. Weiterhin ist seit dem 01.01.1996
die Durchleitung von Wärme zur Versorgung der Stadt werke-Kunden im Neubaugebiet
Mecklenbeck-Mitte gestattet.
Mit Ausnahme der eigenen Wärmeerzeugung im Spitzenb etrieb wird die Wärme ganzjährig aus
dem Heizkraftwerk der Stadtwerke Münster GmbH bezogen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Markus Manderfeld, Geschäftsführer der STEAG Fernwärme GmbH, Essen (bis 05.07.2012)
Thomas Döking, Prokurist Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH, Dinslaken (ab 5.07.2012)
Arnim Schneidereit, Abteilungsleiter Stadtwerke Münster GmbH
Beirat:
Herr Dieter Maager (Vorsitzender)
Bürgermeister Dr. Michael Heidinger (stellv. Vorsitzender)
Ratsherr Gerrit Dieckmann
Herr Dr. Thomas Götz, Geschäftsführer Stadtwerke Dinslaken GmbH
Herr Dr. Andreas Hoffknecht, Geschäftsführer Stadtwerke Münster GmbH
Herr Heinz Röhricht, Aufsichtsratsmitglied Stadtwerke Münster GmbH
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter
Beteiligungsbericht 2012 Westfälische Fernwärmever sorgung GmbH
92
4.3.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH zeigt sic h mit dem Verlauf des abgelaufenen
Geschäftsjahres zufrieden. Sie erzielte einen Jahre süberschuss in Höhe von 560 T€, der um 119
T€ über dem Vorjahresergebnis und um 170 T€ über dem Ergebnis des Wirtschaftsplanes liegt.
Die Gesellschaft sieht vor, 160 T€ des Jahresübersc husses in die Gewinnrücklage einzustellen
und die verbleibenden 400 T€ jeweils zur Hälfte an die Gesellschafter Stadtwerke Münster GmbH
und Stadtwerke Dinslaken GmbH auszuschütten.
Die abgegebene Wärmemenge konnte in 2012 um 5,6 % a uf 110.709 MWh gesteigert werden.
Resultierend aus dieser positiven Entwicklung und d er Preiserhöhung zum Jahresanfang stiegen
die Umsatzerlöse auf 8.721 T€ und lagen damit deutl ich über dem Vorjahreswert. Den größten
Aufwandsposten mit 6.839 T€ stellte der Materialauf wand dar. Er entwickelte sich analog zu den
Umsatzerlösen und war insbesondere geprägt von den Bezugskosten für Fernwärme.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem vorgeschriebenen öffentlichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung des
öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhan d der wirtschaftlichen Unternehmensdaten
ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Sachanlagen 1.476.492 23,1 1.345.118 16,8 1.258.990 21,8 1.452.211 23,9
Finanzanlagen 6.648 0,1 1.350.887 16,9 4.867 0,1 3.943 0,1
=Anlagevermögen 1.483.140 23,2 2.696.006 33,6 1.263.857 21,9 1.456.154 23,9
Vorräte 193.914 3,0 141.546 1,8 138.885 2,4 161.835 2,7
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 2.817.156 44,1 4.921.669 61,4 3.353.456 58,1 3.696.190 60,8
Flüssige Mittel 1.896.055 29,7 253.956 3,2 1.018.073 17,6 770.003 12,7
=Umlaufvermögen 4.907.125 76,8 5.317.171 66,4 4.510.414 78,1 4.628.028 76,1
Aktiva 6.390.265 100,0 8.013.177 100,0 5.774.272 100,0 6.084.182 100,0
Gezeichnetes Kapital 800.000 12,5 800.000 12,0 800.000 13,9 800.000 13,1
Rücklagen 1.332.657 20,9 1.332.657 20,0 1.332.657 23,1 1.492.657 24,5
Bilanzgewinn/-verlust 406.000 6,4 339.500 5,1 440.700 7,6 400.430 6,6
=Eigenkapital 2.538.657 39,7 2.472.157 37,1 2.573.357 44,6 2.693.087 44,3
Empfangene
Ertragszuschüsse 1.335.303
20,9 1.164.728 17,5 998.248 17,3 837.437 13,8
Rückstellungen 342.914 5,4 52.771 0,8 117.751 2,0 148.541 2,4
Verbindlichkeiten 2.173.391 34,0 2.978.403 44,7 2.084.916 36,1 2.405.117 39,5
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Passiva 6.390.265 100,0 6.668.058 100,0 5.774.272 100,0 6.084.182 100,0
Beteiligungsbericht 2012 Westfälische Fernwärmever sorgung GmbH
93
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 8.063.337 7.743.092 7.713.180 8.720.704
Sonstige betriebliche Erträge 343.130 197.445 220.667 195.103
Erträge aus Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens 182 161 139 116
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 81.766
70.796 66.978 55.381
Erträge 8.488.416 8.011.494 8.000.964 8.971.304
Materialaufwand 6.501.768 6.219.012 6.021.361 6.839.449
Personalaufwand 492.148 495.692 487.413 520.500
Abschreibungen 254.686 247.929 211.261 168.583
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 612.331
592.172 622.745 610.204
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 605 20.465 2.275 560
Aufwendungen 7.861.539 7.575.270 7.345.055 8.139.296
Erträge 8.488.416 8.011.494 8.000.964 8.971.304
Aufwendungen 7.861.539 7.575.270 7.345.055 8.139.296
Steuern/-Erstattungen 220.877 96.724 215.209 271.578
Jahresergebnis 406.000 339.500 440.700 560.430
Bilanzgewinn/-verlust 406.000 339.500 440.700 400.430
4.3.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Die Absatzpreise wurden zum 01.01.2013 um 2,6 % erh öht. Einhergehend mit tendenziell
sinkendem Wärmeabsatz rechnet die Gesellschaft mit einem Jahresüberschuss, der unter dem
Niveau des Berichtsjahres liegt.
Die Verdichtungsmaßnahmen im bestehenden Netz der W estfälischen Fernwärmeversorgung
werden fortgesetzt. Dennoch gelingt es dadurch nich t, die Reduzierung von Anschlusswerten
durch Energiesparmaßnahmen von Gebäuden im Bestand zu kompensieren. Auf lange Sicht ist
daher von einer Reduzierung der Anschlusswerte auszugehen.
Geplante Investitionen, insbesondere der erste Bauabschnitt der Erneuerung der Transportleitung
von der Übernahmestation Ostmarkstraße zum Heizwerk Coerde, werden aus eigenen Mitteln
finanziert.
Beteiligungsbericht 2012 Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH
94
4.4 Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH
4.4.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2011
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH
Hindenburgstraße 110
26757 Borkum
Der geprüfte Jahresabschluss 2012 lag zum Redaktion sschluss noch nicht vor. An dieser Stelle
werden daher die Daten des Vorjahres wiedergegeben.
Gründungsjahr: 1991
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadtwerke Münster GmbH 54.890 49,90
Wirtschaftsbetriebe der Stadt NSHB Borkum GmbH 55.1 10 50,10
Gesamt 110.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Erzeugung elektrischer Energie aus Windkraftanlagen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Axel Held
Herr Andreas Kovermann
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter
4.4.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die in 2002 errichtete Windkraftanlage Enercon-E66 erzeugte im Geschäftsjahr 2011 rund 5,632
Mio. kWh Strom. Damit lag sie zwar um 496.000 Mio. kWh über dem Vorjahreswert, konnte den
Planansatz von 6 Mio. kWh jedoch nicht erfüllen. Di es ist hauptsächlich auf längere
Stillstandszeiten, bedingt durch die Vereisung der Rotorblätter, zurückzuführen.
Trotz der Stillstandszeiten verbesserten sich die U msatzerlöse in Folge der Direktvermarktung
der gesamten Strommenge um 190 T€. Im ersten Halbja hr wurde eine Vergütung von 7,2 ct/kWh,
im zweiten Halbjahr von 8,0 ct/kWh erzielt. Der Net zbetreiber erteilte eine einmalige Gutschrift für
vermiedene Netzentgelte (77 T€).
Nach einer fast zehnjährigen Betriebsdauer wurden i n 2011 erstmals größere Reparaturarbeiten
fällig. Der Materialaufwand verdoppelte sich infolgedessen auf 66 T€.
Beteiligungsbericht 2012 Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH
95
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem vorgeschriebenen öffentlichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung des
öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2011 ist anhan d der wirtschaftlichen Unternehmensdaten
ersichtlich.
Bilanzstruktur im 3-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2012
Bilanz – Position € % € % € %
Sachanlagen 666.959 85,8 583.668 89,5 505.799 74,2
=Anlagevermögen 666.959 85,8 583.668 89,5 505.799 89,5
Forderungen/ Sonstige
Vermögensgegenstände 98.754 12,7 37.749 5,8 141.380 20,7
Flüssige Mittel 11.444 1,5 30.806 4,7 34.292 5,0
=Umlaufvermögen 110.198 14,2 68.555 10,5 175.672 25,8
Aktiva 777.157 100,0 652.223 100,0 681.471 100,0
Stammkapital 110.000 14,2 110.000 16,9 110.000 16,1
=Eigenkapital 110.000 14,2 110.000 16,9 110.000 16,1
Rückstellungen 78.313 10,1 88.187 13,5 89.523 13,1
Verbindlichkeiten 588.844 75,8 454.036 69,6 481.948 70,7
Passiva 777.157 100,0 652.223 100,0 681.471 100,8
Ertragslage im 3-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011
GuV -Positionen € € €
Umsatzerlöse 358.155 313.294 502.567
Sonstige betriebliche Erträge 1 0 0
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 330 266 669
Erträge 358.486 313.560 503.236
Materialaufwand 34.155 31.956 65.919
Abschreibungen 94.866 83.291 77.869
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22.963 16.785 10.606
Sonstige betriebliche Aufwendungen 51.897 53.565 55.083
Aufwendungen 203.881 185.597 209.477
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 154.605 127.963 293.759
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10.321 8.543 19.877
Garantiedividende 55.350 45.888 106.765
aufgrund eines Gewinnabführungsvertrag abgeführte
Gewinne 88.934
73.532 167.117
Jahresergebnis 0 0 0
Beteiligungsbericht 2012 FMO Flughafen Münster/Osn abrück GmbH
96
4.5 FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH
4.5.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH
Airportallee 1
48268 Greven
Tel. (0 25 71) 94-0
Gründungsjahr: 1966
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadtwerke Münster GmbH 7.945.800 35,06
Beteiligungsgesellschaft des Kreises Steinfurt mbH 6.862.400 30,28
OBG Osnabrücker Beteiligungs- und
Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH
3.897.650
17,20
Grevener Verkehrs GmbH 1.334.800 5,89
BEVOS Beteiligungs- und Vermögensgesellschaft mbH,
Landkreis Osnabrück
1.150.700
5,08
Kreis Warendorf 552.800 2,44
FMO Luftfahrtförderungs-GmbH 464.000 2,05
Kreis Borken 102.300 0,45
Kreis Coesfeld 102.300 0,45
Landkreis Grafschaft Bentheim 102.300 0,45
Landkreis Emsland 102.300 0,45
IHK Nord Westfalen 15.350 0,08
IHK Osnabrück/Emsland/Grafschaft Bentheim 7.700 0,03
HWK Münster 7.700 0,03
HWK Osnabrück/Emsland 7.700 0,03
Kamer van Koophandel Oost Nederland 7.700 0,03
Beteiligungen der Gesellschaft: Stammkapitalanteil
in € in %
FMO Airport Services GmbH 250.000 100,00
FMO Luftfahrtförderungs-GmbH 26.000 100,00
FMO Parking Services GmbH 51.500 100,00
FMO Security Services GmbH 300.000 100,00
WISAG FMO Cargo Service GmbH & Co. KG 307.000 33,33
WISAG FMO Cargo Service Beteiligungs GmbH 27.000 33,33
FMO Passenger Services GmbH 245.700 33,33
AHS Aviation Handling Services GmbH 500.000 10,00
Beteiligungsbericht 2012 FMO Flughafen Münster/Osn abrück GmbH
97
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Einrichtung und der Betrieb des Verkehrsflughafens
Münster/Osnabrück, die Förderung der zivilen Luftfa hrt und des Flugsports sowie aller im
Zusammenhang mit Vermietung und Verpachtung stehend er Geschäfte, einschließlich der
Versorgung Dritter mit elektrischer Energie für den Bereich des Flughafens Münster/Osnabrück (§
2 des Gesellschaftsvertrages).
Inhaltlich steht ein attraktives, weltweites Flugan gebot im Fokus sowie kompetenter und
freundlicher Service. Der Mix aus einem umfangreich en Touristikprogramm, schnellen Business-
Zielen und günstigen Low-Cost-Flügen wird ständig a ktualisiert und mit dem besten
Dienstleistungspaket abgerundet.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Prof. Dipl.-Ing. Gerd Stöwer, Geschäftsführer
Herr Dipl.-Kfm. Thorsten Brockmeyer, stellv. Geschäftsführer
Aufsichtsrat:
Oberbürgermeister Markus Lewe, Stadtwerke Münster GmbH (Vorsitzender)
Landrat Thomas Kubendorff, Beteiligungsgesellschaft des Kreises Steinfurt mbH
(1. stellv. Vorsitzender)
Oberbürgermeister Boris Pistorius, OBG-Osnabrücker Beteiligungs- und
Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (2. stellv. Vorsitzender) (bis 06.12.2012)
Ratsherr Dr. Fritz Baur, Stadtwerke Münster GmbH
Ratsherr Georg Berding, Stadtwerke Münster GmbH
Ratsherr Carsten Peters, Stadtwerke Münster GmbH
MdL Ratsherr Frank Henning, OBG-Osnabrücker Beteiligungs- und
Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH
Ratsherr Michael Hagedorn, OBG-Osnabrücker Beteiligungs- und
Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH
Herr Finanzvorstand Thomas Fillep, OBG-Osnabrücker Beteiligungs- und
Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (seit 27. Februar 2013)
MdL Wilfried Grunendahl, Beteiligungsgesellschaft des Kreises Steinfurt mbH
MdL Elisabeth Veldhues, Beteiligungsgesellschaft des Kreises Steinfurt mbH
Bürgermeister Peter Vennemeyer, Grevener Verkehrs GmbH
Landrat Dr. Olaf Gericke, Kreis Warendorf
Landrat Dr. Michael Lübbersmann, BEVOS Beteiligungs-
und Vermögensgesellschaft mbH
Landkreis Osnabrück
Herr Jürgen Obladen, Luftfahrtvereinigung Greven e.V.
Herr Bodo Strototte, Luftfahrtvereinigung Greven e.V. (bis 27.02.2013)
Herr Dominik Danczewitz, Luftfahrtvereinigung Greven e.V. (seit 27.02.2013)
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter
4.5.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Das Geschäftsjahr 2012 nahm für die Flughafengesell schaft einen sehr schwierigen Verlauf.
Aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen und strategis chen Änderungen des Hauptkunden
airberlin verzeichnete die FMO Flughafen Münster/Os nabrück GmbH sowohl verkehrlich als auch
ergebnistechnisch massive Einbrüche.
Beteiligungsbericht 2012 FMO Flughafen Münster/Osn abrück GmbH
98
Von den 302.000 Passagieren, die in 2012 weniger ab gefertigt wurden, waren alleine 251 Tsd.
Kunden der airberlin. Der Umsatz ging parallel dazu um 14,7 % von ca. 19,8 Mio. € auf ca. 16,9
Mio. € zurück. Diese Einbußen konnten auch durch di e Weiterführung intensiver Sparprogramme
nicht kompensiert werden. Die Gesellschaft schließt das vergangene Geschäftsjahr mit einem
Jahresfehlbetrag in Höhe von 5,43 Mio. € ab.
Vor dem Hintergrund, dass frei werdende Stellen in der Regel nicht neu besetzt wurden, ist der
Personalbestand in der Flughafengesellschaft rücklä ufig. Dementsprechend sank der
Personalaufwand trotz der üblichen Tarifsteigerunge n um mehr als 100 T€ gegenüber dem
Vorjahr.
Die durchgeführte Eigenkapitalerhöhung hat den notw endig gewordenen Verlustvortrag nahezu
kompensiert, so dass die Flughafengesellschaft mit einem aktuellen Eigenkapital von 26,4 Mio. €
nur unwesentlich unter dem Wert des Vorjahres von 26,9 Mio. € liegt.
Die Gesellschaft konnte die langfristigen Darlehens verbindlichkeiten von ca. 90,7 Mio. € auf ca.
88,5 Mio. € senken, damit setzte sie den eingeschla genen Weg der Entschuldung in 2012
weiterhin fort.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem vorgeschriebenen öffentlichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung des
öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhan d der wirtschaftlichen Unternehmensdaten
ersichtlich.
Entwicklung der Verkehrsergebnisse
Verkehrsart 2009 2010 2011 2012 Veränderung
ggü. 2011
Linienverkehr 655.655 580.004 554.110 431.917 -22,05%
Touristik 738.636 762.012 775.964 593.758 -23,48%
Sonstige (u.a. nichtgewerblicher Verkehr
und sonstige Touristik)
7.067
6.728 6.702 8.135 21,38%
Fluggäste gesamt 1.401.358 1.348.744 1.336.776 1.033.810 -22,66%
Linienverkehr 13.868 12.011 11.372 8.397 -26,16%
Touristik 7.656 7.601 6.656 4.801 -27,87%
Sonstige (u.a. nichtgewerblicher Verkehr
und sonstige Touristik)
19.424
20.919 26.281 23.213 -11,67%
Flugbewegungen gesamt 40.948 40.531 44.309 36.411 -17,82%
Luftfrachtaufkommen gesamt in t 11.957 16.527 15.863 13.607 -14,22%
Aufgrund einer Datenbereinigung kommt es bei den Fl ugbewegungen im Vergleich zu den
Vorjahreswerten zu Abweichungen, da nicht mehr alle Verkehrsarten berücksichtigt werden.
Beteiligungsbericht 2012 FMO Flughafen Münster/Osn abrück GmbH
99
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 148.263 0,1 59.857 0,0 128.227 0,1 246.574 0,2
Sachanlagen 106.695.157 81,8 103.364.897 81,5 100.448.457 81,2 97.474.911 80,3
Finanzanlagen 16.866.768 12,9 17.070.381 13,4 17.277.269 13,9 17.038.045 14,0
=Anlagevermögen 123.710.188 94,8 120.495.134 94,9 117.853.953 95,2 114.759.530 94,6
Vorräte 412.081 0,3 418.004 0,3 492.121 0,4 369.886 0,3
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 5.795.151 4,4 5.454.319 4,3 4.296.385 3,5 3.926.511 3,2
Flüssige Mittel 464.509 0,4 543.276 0,4 1.053.052 0,8 2.464.744 2,0
=Umlaufvermögen 6.671.740 5,1 6.415.598 5,0 5.841.557 4,7 6.391.255 5,3
Rechnungsabgrenzungsposten 91.429 0,1 101.620 0,1 161.852 0,1 185.842 0,2
Aktiva 130.473.357 100,0 127.012.353 100,0 123.857.362 100,0 121.336.627 100,0
Gezeichnetes Kapital 22.663.500 17,3 22.663.500 17,8 22.663.500 18,3 22.663.500 18,7
Rücklagen 18.223.105 14,0 18.223.105 14,3 18.223.105 14,7 23.119.038 19,1
Jahresergebnis -13.043.733 -10,0 -13.990.651 -11,0 -13.978.532 -11,3 -19.408.585 -16,0
=Eigenkapital 27.842.873 21,3 26.895.955 21,2 26.908.073 21,7 26.373.953 21,7
Rückstellungen 3.989.316 3,1 6.323.693 5,0 3.735.453 3,1 3.551.523 2,9
Verbindlichkeiten 98.628.871 75,6 93.764.874 73,8 93.202.021 75,2 91.395.636 75,4
Rechnungsabgrenzungsposten 12.298 0,0 27.831 0,0 11.814 0,0 15.515 0,0
Passiva 130.473.357 100,0 127.012.353 100,0 123.857.362 100,0 121.336.627 100,0
Beteiligungsbericht 2012 FMO Flughafen Münster/Osn abrück GmbH
100
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 22.676.938 22.868.344 19.790.069 16.887.396
Erträge aus
Ergebnisabführungsverträgen 2.978.940
3.542.746 2.482.713 1.454.021
Sonstige betriebliche Erträge 6.384.991 6.525.602 6.142.253 4.044.340
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 73.179 51.183 66.439 50.500
Erträge aus Beteiligungen 0 24.466 25.026 60.000
Erträge 32.114.048 33.012.340 28.506.499 22.496.257
Materialaufwand 5.860.582 5.242.400 3.338.721 3.463.929
Personalaufwand 10.699.100 10.755.060 10.521.911 10.414.373
Abschreibungen 4.273.270 4.130.243 4.075.232 3.943.467
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.654.117 8.566.853 5.809.193 5.111.034
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.890.972 4.651.326 4.077.608 3.759.381
Aufwendungen aus Verlustübernahme 79.159 309.750 379.359 814.455
Aufwendungen 34.457.202 33.655.632 28.202.024 27.506.639
Erträge 32.114.048 33.012.340 28.506.499 22.496.257
Aufwendungen 34.457.202 33.655.632 28.202.024 27.506.639
außerordentliche Aufwendungen 0 37.612 25.368 157.133
Steuern/-Erstattungen 346.619 266.014 266.989 262.538
Jahresergebnis -2.689.773 -946.918 12.118 -5.430.053
Gewinn-/Verlustvortrag
-
10.353.959
-
13.043.733
-
13.990.651 0
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 0 0 0
Entnahme aus der Gewinnrücklage 0 0 0 0
Bilanzgewinn/-verlust
-
13.043.733
-
13.990.651
-
13.978.532 -5.430.053
Anzahl der Beschäftigten
2011
2012
Männlich 153 150
Weiblich 31 30
Insgesamt 180 178
Davon schwerbehinderte Personen 8 10
4.5.3 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set
Eigenkapitalquote
(%)
Liquidität
2. Grades
Umsatzrentabilität
(%)
Zinslastquote
(%)
Personalintensität
(%)
2010 21,1 0,4 - 3,2 13,8 32,0
2011 21,7 0,5 0,1 14,5 37,3
2012 21,7 0,6 -0,32 13,7 37,9
Die Definitionen der Kennzahlen sind in der Anlage 1 im Anhang aufgeführt.
Beteiligungsbericht 2012 FMO Flughafen Münster/Osn abrück GmbH
101
4.5.4 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Das Geschäftsjahr 2013 wird erneut durch Konsolidie rungsmaßnahmen der Airlines
gekennzeichnet sein. Da sich Fluggesellschaften wie airberlin auf größere Flughäfen fokussieren,
wird sich der FMO zukünftig um alternative Fluganbieter bemühen müssen.
Einen ersten Erfolg konnte die Flughafengesellschaf t jedoch durch die Gewinnung der Ryanair
verbuchen. Sie nimmt im Sommer 2013 den Flugbetrieb ab FMO auf und steuert zunächst zwei
Destinationen an.
Beteiligungsbericht 2012 FMO Luftfahrtförderungs-G mbH
102
4.6 FMO Luftfahrtförderungs-GmbH
4.6.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
FMO Luftfahrtförderungs-GmbH
Airportallee 1
48268 Greven
Tel. (0 25 71) 94-0
Gründungsjahr: 1985
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH 26.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand der Gesellschaft ist die Förderung der z ivilen Luftfahrt. Außerdem bezuschusst die
Gesellschaft den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zum Flughafen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Thorsten Brockmeyer
Beirat:
Landrat Thomas Kubendorff, Beteiligungsgesellschaft des Kreises Steinfurt mbH
Herr Dr. Henning Müller-Tengelmann, Stadtwerke Münster GmbH
Oberbürgermeister Boris Pistorius, Osnabrück
Kreisdirektor Dr. Heinz Böger, Kreis Warendorf
Landrat Dr. Michael Lübbersmann, BEVOS Beteiligungs- und Vermögensgesellschaft mbH,
Landkreis Osnabrück
Gesellschafterversammlung:
Gesellschafterin FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH
Beteiligungsbericht 2012 FMO Luftfahrtförderungs-G mbH
103
4.6.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Vermögenslage der Gesellschaft veränderte sich nur unwesentlich. Die sonstigen
betrieblichen Erträge in Höhe von 142 T€ sind in er ster Linie auf die Weiterberechnung von
Aufwendungen zum Zwecke der Förderung der Mutterges ellschaft FMO zurückzuführen.
Demgegenüber stehen durch einen Mitarbeiterwechsel zum FMO um 40 T€ auf 8 T€ verringerte
Personalaufwendungen und im Vergleich zum Vorjahr m it 131 T€ in gleicher Höhe verringerte
sonstige betriebliche Aufwendungen.
Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrage s wurden 3 T€ an die Muttergesellschaft
FMO abgeführt.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem vorgeschriebenen öffentlichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung des
öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhan d der wirtschaftlichen Unternehmensdaten
ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Anteile an verbundenen
Unternehmen 0 0,0 0 0,0 0 0,0 1 0,0
=Anlagevermögen 0 0,0 0 0,0 0 0,0 1 0,0
Forderungen gegen
verbundene
Unternehmen 80.294 85,5 59.823 62,2 13.228 14,1 11.846 13,1
Sonstige
Vermögensgegenstände 1
0,0 1 0,0 1 0,0 0 0,0
Flüssige Mittel 13.656 14,5 36.386 37,8 80.339 85,9 78.683 86,9
=Umlaufvermögen 93.951 100,0 96.210 100,0 93.568 100,0 90.530 100,0
Aktiva 93.951 100,0 96.210 100,0 93.568 100,0 90.530 100,0
Gezeichnetes Kapital 26.000 27,7 26.000 27,0 26.000 27,8 26.000 28,7
Rücklagen für eigene Anteile 1 0,0 1 0,0 1 0,0 1 0,0
=Eigenkapital 26.001 27,7 26.001 27,0 26.001 27,8 26.001 28,7
Rückstellungen 3.812 4,1 4.033 4,2 4.300 4,6 2.625 2,9
Verbindlichkeiten 64.138 68,3 66.176 68,8 63.267 67,6 61.904 68,3
Passiva 93.951 100,0 96.210 100,0 93.568 100,0 90.530 100,0
Beteiligungsbericht 2012 FMO Luftfahrtförderungs-G mbH
104
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Sonstige betriebliche Erträge 185.245 179.604 181.644 142.216
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 0 0 0
Erträge aus Verlustübernahme 0 0 0 0
Erträge 185.245 179.604 181.644 142.216
Personalkosten 39.808 45.595 47.891 8.094
Sonstige betriebliche Aufwendungen 141.469 131.112 130.819 131.159
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 0 0 0
Einstellung in Rücklage für eigene
Anteile 0
0 0 0
Aufwendungen aus Ergebnisabführung 3.968 2.897 2.934 2.963
Aufwendungen 185.245 179.604 181.644 142.216
Erträge 185.245 179.604 181.644 142.216
Aufwendungen 185.245 179.604 181.644 142.216
Jahresergebnis 0 0 0 0
Beteiligungsbericht 2012 FMO Parking Services GmbH
105
4.7 FMO Parking Services GmbH
4.7.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
FMO Parking Services GmbH
Airportallee 1
48268 Greven
Gründungsjahr: 1995
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH 51.500 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Schaffung, die Unterhaltung, die Verwaltung und die
Vergabe von Parkflächen am Flughafen Münster/Osnabrück für den ruhenden Verkehr.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Thorsten Brockmeyer
Beirat:
Oberbürgermeister Markus Lewe, Münster
Bürgermeister Peter Vennemeyer, Greven
Oberbürgermeister Boris Pistorius, Osnabrück
MdL Wilfried Grunendahl, Tecklenburg
MdL Elisabeth Veldhues, Rheine
Landrat Dr. Michael Lübbersmann, Osnabrück
Gesellschafterversammlung:
Gesellschafterin FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH
4.7.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2012 (vo r Gewinnabführung) ein positives
Jahresergebnis in Höhe von 1,45 Mio. €. Es fiel um ca. 1 Mio. € geringer aus als im Vorjahr, was
hauptsächlich auf den Rückgang der Passagierzahlen und den damit verbundenen geringeren
Parkumsätzen zurückzuführen ist.
Während die Anzahl der Passagiere um 22,8 % zurückg ing, sanken die Parkumsätze parallel
dazu von 5,15 auf 4,07 Mio. € (21 %).
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem vorgeschriebenen öffentlichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung des
öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhan d der wirtschaftlichen Unternehmensdaten
ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 FMO Parking Services GmbH
106
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 16.624
0,1 7.124 0,0 0 0,0 0 0,0
Sachanlagen 1.405.843 8,1 1.237.213 7,2 15.402.955 89,3 14.985.100 92,0
Finanzanlagen 1.669.228 9,7 4.723.076 27,4 0 0,0 0 0,0
=Anlagevermögen 3.091.695 17,9 5.967.413 34,6 15.402.955 89,3 14.985.100 92,0
Vorräte 17.229 0,1 18.066 0,1 16.473 0,1 14.169 0,1
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 55.322
0,3 34.303 0,2 41.347 0,2 41.174 0,3
sonstige Wertpapiere 504.691 2,9 503.818 2,9 0 0,0 0 0,0
Flüssige Mittel 13.617.486 78,8 10.699.195 62,2 1.772.571 10,3 1.227.759 7,5
=Umlaufvermögen 14.194.728 82,1 11.255.382 65,4 1.830.391 10,6 1.283.101 7,9
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 0 0,0 22.088 0,1 24.086 0,1
Aktiva 17.286.422 100,0 17.222.795 100,0 17.255.434 100,0 16.292.287 100,0
Gezeichnetes Kapital 51.500 0,3 51.500 0,3 51.500 0,3 51.500 0,3
Kapitalrücklage 14.505.954 83,9 14.505.954 84,2 14.505.954 84,1 14.505.954 89,1
=Eigenkapital 14.557.454 84,2 14.557.454 84,5 14.557.454 84,4 14.557.454 89,4
Rückstellungen 34.201 0,2 32.902 0,2 18.167 0,1 8.450 0,1
Verbindlichkeiten 2.591.595 15,0 2.527.487 14,7 2.571.691 14,9 1.615.758 9,8
Rechnungsabgrenzungsposten 103.172 0,6 104.953 0,6 108.122 0,6 110.625 0,7
Passiva 17.286.422 100,0 17.222.795 100,0 17.255.434 100,0 16.292.287 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 5.263.966 5.060.662 5.151.188 4.066.364
Sonstige betriebliche Erträge 26.756 12.659 36.443 20.687
Erträge aus Wertpapieren 33.698 165.537 116.890 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 221.911 164.164 94.298 3.385
Erträge 5.546.332 5.403.022 5.398.819 4.090.436
Materialaufwand 2.206.145 2.244.245 2.011.930 1.651.014
Abschreibungen 186.322 182.738 227.415 417.855
Sonstige betriebliche Aufwendungen 658.324 600.535 679.695 530.955
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 0 0 0
Aufwendungen 3.050.792 3.027.518 2.919.040 2.599.824
Erträge 5.546.332 5.403.022 5.398.819 4.090.436
Aufwendungen 3.050.792 3.027.518 2.919.040 2.599.824
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit 2.495.540
2.375.505 2.479.779 1.490.612
Sonstige Steuern 0 0 0 39.554
Aufwendungen aus Ergebnisabführungsvertrag 2.495.54 0 2.375.505 2.479.779 1.451.058
Jahresüberschuss 0 0 0 0
Beteiligungsbericht 2012 FMO Parking Services GmbH
107
4.7.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Die nahezu parallele Entwicklung der Parkumsätze un d der Passagieranzahl zeigt deutlich den
engen Zusammenhang zwischen der FMO Parking Service s GmbH und ihrer Muttergesellschaft,
der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH.
Aufgrund der zu erwartenden Passagierrückgänge werd en die Parkerlöse auch in 2013 unter
denen des Vorjahres liegen. Konkret rechnet die Ges ellschaft mit einem Jahresüberschuss in
Höhe von 767 T€.
Beteiligungsbericht 2012 WISAG FMO Cargo Service G mbH & Co. KG
108
4.8 WISAG FMO Cargo Service GmbH & Co. KG
4.8.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
WISAG FMO Cargo Service GmbH & Co. KG
Airportallee 1
48268 Greven
Gründungsjahr: 1998
Kommanditisten: Kommanditkapitalanteil
in € in %
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH 102.258 33,33
WISAG Cargo Service Holding GmbH & Co.KG 204.517 66,67
Gesamt 306.775 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Abfertigungsleistungen auf dem
Luftfrachtsektor und sonstiger zur Förderung dieser Zwecke erforderlicher Geschäfte am
Flughafen Münster/Osnabrück.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Frau Margot Kriege
Geschäftsführende Komplementärin:
WISAG FMO Cargo Service Beteiligungs GmbH
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter
4.8.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2012 ein en Jahresüberschuss in Höhe von 63 T€. Er
lag um 44 T€ niedriger als im Vorjahr. Vorrangiger Grund hierfür waren erhöhte
Ertragssteueraufwendungen.
Die Umsatzerlöse im Bereich Luftfrachthandling fiel en ebenso wie die Erlöse beim Frachtkontor
geringer als in 2011 aus. Die Erträge im Bereich Ge fahrgut konnten demgegenüber gesteigert
werden. Insgesamt sank der Umsatz um 406 T€ auf 2.928 T€.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 WISAG FMO Cargo Service G mbH & Co. KG
109
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 39.727 4,4 14.993 1,2 19.226 1,5 32.671 2,6
Sachanlagen 265.594 30,0 240.389 19,6 248.325 18,8 237.237 19,1
=Anlagevermögen 305.321 34,4 255.382 20,8 267.551 20,3 269.908 21,7
Vorräte 14.538 1,6 16.140 1,3 17.700 1,3 19.459 1,6
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 317.342 35,8 354.487 28,9 389.848 29,5 323.724 26,0
Flüssige Mittel 234.592 26,5 593.372 48,4 640.193 48,5 618.710 49,8
=Umlaufvermögen 566.472 63,9 964.000 78,6 1.047.742 79,3 961.893 77,4
Rechnungsabgrenzungsposten 14.816 1,7 6.920 0,6 5.279 0,4 11.166 0,9
Aktiva 886.608 100,0 1.226.302 100,0 1.320.572 100,0 1.242.967 100,0
Gezeichnetes Kapital 306.775 34,6 306.775 25,0 0 0,0 0 0,0
Kapitalanteile der
Kommandisten 0
0,0 0 0,0 306.775 23,2 306.775 24,6
Gewinn-/Verlustvortrag 197.805 22,3 176.558 14,4 209.597 15,9 136.146 11,0
Bilanzgewinn/-verlust -21.247 -2,4 108.124 8,8 106.549 8,1 63.235 5,1
Kapitalrücklage 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
=Eigenkapital 483.333 54,5 591.457 48,2 622.922 47,2 506.156 40,7
Rückstellungen 290.516 32,8 490.845 40,1 521.902 39,5 569.141 45,8
Verbindlichkeiten 112.572 12,7 143.999 11,7 175.748 13,3 167.670 13,5
Rechnungsabgrenzungsposten 186 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Passiva 886.608 100,0 1.226.302 100,0 1.320.572 100,0 1.242.967 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 2.321.921 3.128.278 3.334.364 2.927.992
Sonstige betriebliche Erträge 38.163 46.737 50.019 85.650
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 1.596
2.131 6.131 2.201
Erträge 2.361.680 3.177.146 3.390.514 3.015.843
Materialaufwand 493.828 706.952 955.158 688.072
Personalaufwand 1.047.482 1.143.865 1.267.616 1.200.541
Abschreibungen 83.448 80.062 78.530 72.500
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 755.634
891.023 940.625 910.287
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 500 19.900 22.042 24.469
Aufwendungen 2.380.892 2.841.802 3.263.971 2.895.869
Erträge 2.361.680 3.177.146 3.390.514 3.015.843
Aufwendungen 2.380.892 2.841.802 3.263.971 2.895.869
außerordentliche Aufwendungen 0 122.495 0 0
Steuern 2.035 104.725 19.994 56.739
Jahresergebnis -21.247 108.124 106.549 63.235
Bilanzgewinn/-verlust -21.247 108.124 106.549 63.235
Beteiligungsbericht 2012 FMO Passenger Services Gm bH
110
4.9 FMO Passenger Services GmbH
4.9.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
FMO Passenger Services GmbH
Airportallee 1
48268 Greven
Tel.: (0 25 71) 9 43 30
Gründungsjahr: 1998
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH 81.900 33,33
AHS Aviation Handling Services GmbH 81.900 33,33
GGG Service for Airlines GmbH 81.900 33,33
Gesamt 245.700 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand der FMO Passenger Services GmbH ist die Erbringung landseitiger
Abfertigungsleistungen auf dem Sektor der Passagier abfertigung inklusive Lost & Found, der
dokumentarischen Abfertigung eines Fluges (Operatio ns), der Vermittlung und dem Verkauf von
Reise- und Transportleistungen (Linien- und Tourist ikverkauf) sowie sonstiger zur Förderung
dieser Zwecke erforderlicher Geschäfte am Flughafen Münster/Osnabrück.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dieter Faßold
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter
4.9.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Im Geschäftsjahr 2012 erzielte die FMO Passenger Se rvices GmbH wie bereits im Vorjahr ein
negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigk eit in Höhe von 102 T€. Aufgrund des
Forderungsverzichts gegen Besserungsschein durch de n Gesellschafter FMO Flughafen
Münster/Osnabrück GmbH ergaben sich außerordentlich e Erträge in Höhe von 132 T€, so dass
insgesamt ein Jahresüberschuss in Höhe von 23 T€ erreicht wurde.
Die Zahl der abgefertigten Flüge sank um etwa 400 a uf 3.695, was auf die deutliche Reduzierung
im Flugprogramm der airberlin zurückzuführen ist. Z war nahmen mit OLT Express und Cityjet im
Oktober neue Gesellschaften den Betrieb auf, diese konnten die Einbußen jedoch nicht
vollständig kompensieren.
Die Gesellschaft tätigte Investitionen in Höhe von rund 30 T€, die ausschließlich in die Betriebs-
und Geschäftsausstattung flossen.
Beteiligungsbericht 2012 FMO Passenger Services Gm bH
111
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Sachanlagen 53.996 5,1 49.606 5,2 44.026 5,3 45.274 5,9
Finanzanlagen 2.556 0,2 2.556 0,3 2.556 0,3 2.556 0,3
=Anlagevermögen 56.552 5,3 52.162 5,5 46.582 5,6 47.830 6,2
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 225.524 21,2 205.057 21,5 324.978 39,0 294.935 38,2
Flüssige Mittel 782.085 73,4 695.104 72,8 460.070 55,2 427.735 55,4
=Umlaufvermögen 1.007.609 94,6 900.161 94,3 785.048 94,2 722.670 93,6
Rechnungsabgrenzungsposten 1.466 0,1 1.775 0,2 1.343 0,2 1.830 0,2
Aktiva 1.065.628 100,0 954.098 100,0 832.973 100,0 772.330 100,0
Gezeichnetes Kapital 245.700 23,1 245.700 25,8 245.700 37,6 245.700 31,8
Gewinnrücklagen 116.239 10,9 100.002 10,5 101.371 15,5 0 0,0
Gewinn-/Verlustvortrag 2 0,0 2 0,0 2 0,0 -49.366 6,4
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 57.161 5,4 1.369 0,1 -150.739 -18,1 23.456 3,0
=Eigenkapital 419.102 39,3 347.073 36,4 196.334 30,0 219.790 28,4
Rückstellungen 517.195 48,5 440.250 46,1 457.639 70,0 418.673 54,2
Verbindlichkeiten 129.331 12,1 166.774 17,5 179.000 21,5 124.067 16,1
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 0 0,0 0 0,0 9.800 1,3
Passiva 1.065.628 100,0 954.098 100,0 832.973 100,0 772.330 100,0
Beteiligungsbericht 2012 FMO Passenger Services Gm bH
112
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 3.007.274 2.792.798 2.838.338 2.742.041
Sonstige betriebliche Erträge 58.212 79.092 102.140 181.953
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 5.736
2.985 4.517 978
Außerordentliche Erträge 0 0 0 131.765
Erträge 3.071.223 2.874.874 2.944.995 3.056.737
Materialaufwand 115.496 145.726 88.580 53.470
Personalaufwand 2.213.576 2.025.136 2.272.916 2.259.281
Abschreibungen 11.939 12.776 15.267 14.622
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 643.997
646.143 690.987 669.693
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 690 27.741 21.233 29.529
Aufwendungen 2.985.699 2.857.522 3.088.983 3.026.595
Erträge 3.071.223 2.874.874 2.944.995 3.056.737
Aufwendungen 2.985.699 2.857.522 3.088.983 3.026.595
außerordentliche Aufwendungen 0 7.051 6.405 6.405
Steuern 28.363 8.932 346 280
Jahresergebnis 57.161 1.370 -150.739 23.457
4.9.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Die Gesellschaft erwartet für das kommende Wirtscha ftsjahr erneut leicht rückläufige
Verkehrszahlen. Der Einstieg der Ryanair im Juni 20 13 erfolgt zunächst noch auf der Basis von
sechs Flügen pro Woche und mittelfristig wird mit H ilfe der Ryanair mit einer Steigerung bei den
Verkehrszahlen gerechnet.
Außerdem ist es erforderlich, die bereits in den Vo rjahren eingeleiteten Sparmaßnahmen
fortzuführen, um dem weiteren Passagierrückgang und den damit einhergehenden
Umsatzeinbußen zu begegnen.
Beteiligungsbericht 2012 FMO Airport Services GmbH
113
4.10 FMO Airport Services GmbH
4.10.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
FMO Airport Services GmbH
Airportallee 1
48268 Greven
Tel.: (02571) 9 43 30
Gründungsjahr: 1999
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH 250.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand der FMO Airport Services GmbH ist die Er bringung land- und luftseitiger
Abfertigungsleistungen mit dem Schwerpunkt der Flug zeugabfertigung sowie sonstiger zur
Förderung dieser Zwecke erforderlicher Dienstleistungen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Klaus Stender
Gesellschafterversammlung:
Gesellschafterin FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH
4.10.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Im Geschäftsjahr 2012 sank die Zahl der Flugbewegun gen um 11,8 % auf 35.773. Dieser
Rückgang resultiert in erster Linie aus den Konsoli dierungsmaßnahmen der airberlin die neben
den verkehrlichen Auswirkungen auch erhebliche Umsatzverluste mit sich brachten.
Insgesamt erwirtschaftete die Gesellschaft Umsatzer löse in Höhe von 5.161 T€. Die Erlöse aus
Grund- und Sonderleistungen sowie Starthilfen des B odenverkehrsdienstes fielen um 743 T€ auf
3.624 T€. Außerdem wurden, bedingt durch einen durc hschnittlichen Winter, Enteisungserlöse in
Höhe von 428 T€ erzielt, was in etwa dem Niveau des Vorjahres entspricht. Aus der Bedienung
der zentralen Infrastruktur und Durchführung allgem einer Flughafen- und Terminaldienste
konnten durch vertragskonforme Entgeltanpassungen u nd Neugestaltungen Mehrerlöse in Höhe
von 314 T€ erzielt werden.
Parallel zu dieser Entwicklung, konnten in allen Au fwandsbereichen Reduzierungen erreicht
werden, was den vorgenannten Ertragsrückgang mehr als kompensieren konnte.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 FMO Airport Services GmbH
114
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 0
0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Sachanlagen 1.232.537 48,1 1.123.082 48,4 936.515 45,5 680.594 50,0
=Anlagevermögen 1.232.537 48,1 1.123.082 48,4 936.515 45,5 680.594 50,0
Vorräte 72.688 2,8 79.960 3,4 106.296 5,2 71.852 5,3
Forderungen / sonst.
Vermögensgegenstände 427.037 16,7 806.986 34,9 466.182 22,6 382.207 28,1
Flüssige Mittel 828.013 32,3 306.682 13,2 546.611 26,6 223.920 16,5
=Umlaufvermögen 1.327.738 51,8 1.193.628 51,5 1.119.088 54,4 678.079 49,9
Rechnungsabgrenzungsposten 1.982 0,1 1.982 0,1 1.703 0,1 1.703 0,1
Aktiva 2.562.258 100,0 2.318.693 100,0 2.057.306 100,0 1.360.376 100,0
Gezeichnetes Kapital 250.000 9,8 250.000 10,8 250.000 12,2 250.000 18,4
Bilanzgewinn/-verlust 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
=Eigenkapital 250.000 9,8 250.000 10,8 250.000 12,2 250.000 18,4
Rückstellungen 39.447 1,5 56.829 2,5 47.904 2,3 26.441 1,9
Verbindlichkeiten 2.272.810 88,7 2.011.863 86,8 1.759.402 85,5 1.083.935 79,7
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Passiva 2.562.258 100,0 2.318.693 100,0 2.057.306 100,0 1.360.376 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 6.324.893 7.399.978 5.561.261 5.161.272
Sonstige betriebliche Erträge 29.116 28.907 48.647 22.433
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.864 1.495 3.915 983
Erträge 6.357.873 7.430.380 5.613.823 5.184.688
Materialaufwand 3.244.777 3.433.333 3.248.873 2.809.681
Personalaufwand 1.203.264 1.313.791 1.370.584 1.353.975
Abschreibungen 338.786 307.756 277.434 262.910
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.040.594 1.174.388 1.012.890 924.248
Aufwendungen aus
Ergebnisabführung 479.432
1.164.344 0 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 49.875 35.625 29.577 30.028
Aufwendungen 6.356.728 7.429.236 5.939.358 5.380.842
Erträge 6.357.873 7.430.380 5.613.823 5.184.688
Aufwendungen 6.356.728 7.429.236 5.939.358 5.380.842
Steuern/Erstattung (-) 1.144 1.144 1.305 1.078
Erträge aus Verlustübernahme 0 0 326.840 197.232
Jahresergebnis 0 0 0 0
Beteiligungsbericht 2012 FMO Airport Services GmbH
115
4.10.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Die Chancen und Risiken der FMO Airport Services Gm bH sind eng verknüpft mit der
Entwicklung ihrer Muttergesellschaft, der FMO Flugh afen Münster/Osnabrück GmbH und hängen
somit von der Anzahl der Flugbewegungen ab.
Aufgrund des Konsolidierungsprozesses im Airlineber eich – insbesondere der airberlin – sind
Ausweitungen des Flugplanangebots für 2013 nicht zu erwarten. Die Ansiedlung der Ryanair am
Flughafen Münster/Osnabrück wird zunächst nur einen geringen Teil des reduzierten
Flugangebotes auffangen können.
Dementsprechend geht die Gesellschaft davon aus, da ss die Umsatzerlöse sich im kommenden
Geschäftsjahr noch einmal deutlich unter dem Vorjah resniveau bewegen werden, da keine
ausreichenden Kompensationsmöglichkeiten gegeben sind.
Beteiligungsbericht 2012 FMO Security Services Gmb H
116
4.11 FMO Security Services GmbH
4.11.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
FMO Security Services GmbH
Airportallee 1
48268 Greven
Gründungsjahr: 2001
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH 300.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand der FMO Security Services GmbH ist die E rbringung von Dienstleistungen auf dem
Sektor des Fluggastkontrolldienstes gemäß § 5 Lufts icherheitsgesetz (LuftSiG) am Flughafen
Münster/Osnabrück sowie sonstiger zur Förderung dieses Zwecks erforderlicher Geschäfte.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Franz-Josef Thiery, Greven
Gesellschafterversammlung:
Gesellschafterin FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH
4.11.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Hauptsächlich durch die massiven Flugstreichungen d er airberlin bedingt, verzeichnete der FMO
im Geschäftsjahr einen Passagierrückgang um 23 %.
Infolgedessen waren die passagierabhängigen Erlöse der FMO Security Services GmbH
erheblich geringer als im Wirtschaftsplan veranschl agt. Von den geplanten 3.140 T€ konnten
lediglich 2.775 T€ realisiert werden. Im Vergleich zu 2011 ergaben sich insgesamt Mindererlöse
(Umsatzerlöse plus sonstige betriebliche Erträge) in Höhe von 757 T€ (18,7%).
Die Personalkosten lagen in etwa auf dem Vorjahresn iveau, während die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen um 23,3 % reduziert werden konnten.
Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages ist durch die Gesellschafterin ein Verlust in Höhe von
617 T€ auszugleichen (Vorjahr: 53 T€).
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem vorgeschriebenen öffentlichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung des
öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhan d der wirtschaftlichen Unternehmensdaten
ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 FMO Security Services Gmb H
117
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 270 0,0 141 0,0 10 0,0 0 0,0
Sachanlagen 37.348 5,4 27.426 3,1 33.671 4,9 25.106 2,8
=Anlagevermögen 37.618 5,4 27.567 3,1 33.681 4,9 25.106 2,8
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 320.632 46,0 313.835 35,7 60.759 8,8 619.297 68,9
Flüssige Mittel 339.480 48,6 539.149 61,2 596.555 86,3 254.347 28,3
=Umlaufvermögen 660.113 94,6 852.984 96,9 657.314 95,1 873.644 97,2
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Aktiva 697.731 100,0 880.551 100,0 690.995 100,0 898.750 100,0
Gezeichnetes Kapital 300.000 43,0 300.000 34,1 300.000 43,4 300.000 33,4
Bilanzgewinn/-verlust 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
=Eigenkapital 300.000 43,0 300.000 34,1 300.000 43,4 300.000 33,4
Rückstellungen 236.828 33,9 317.390 36,0 247.789 35,9 340.711 37,9
Verbindlichkeiten 160.903 23,1 263.161 29,9 143.206 20,7 258.039 28,7
Passiva 697.731 100,0 880.551 100,0 690.995 100,0 898.750 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 3.851.804 3.763.741 4.016.525 3.249.746
Sonstige betriebliche Erträge 70.023 36.609 28.055 37.578
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.823 1.571 3.815 731
Erträge aus Verlustübernahme 79.159 309.750 52.519 617.222
Erträge 4.004.809 4.111.671 4.100.914 3.905.277
Materialaufwand 13.168 19.108 22.874 32.338
Personalaufwand 3.152.350 3.241.943 3.198.045 3.195.433
Abschreibungen 10.710 10.250 12.493 13.322
Sonstige betriebliche Aufwendungen 828.459 832.761 863.464 662.531
Aufwendungen aus
Ergebnisabführung 0
0 0 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 4.552 3.917 1.532
Aufwendungen 4.004.688 4.108.614 4.100.793 3.905.156
Erträge 4.004.809 4.111.671 4.100.914 3.905.277
Auwendungen 4.004.688 4.108.614 4.100.793 3.905.156
außerordentliche Aufwendungen 0 2.936 0 0
Steuern/Erstattung (-) 121 121 121 121
Jahresergebnis 0 0 0 0
Beteiligungsbericht 2012 FMO Security Services Gmb H
118
4.11.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Aufgrund massiver Streichungen der airberlin auch im ersten Quartal 2013 und der Insolvenz der
OLT sowie der mäßigen gesamtwirtschaftlichen Wachstumsprognose wird sich der Trend zu
rückläufigen Passagierzahlen wahrscheinlich fortsetzen. Der Einstieg der Ryanair am FMO im
Sommer 2013 wird den Negativtrend bei den Passagierzahlen nur bedingt auffangen können.
Wobei für 2014 mit einer deutlichen Erholung der Passagierzahlen gerechnet wird.
Positiv auf die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft könnten sich bereits eingeleitete
Optimierungsmaßnahmen im Bereich der Dienstpläne sowie die geplante Zusammenlegung der
Personal- und Warenkontrollstellen und weitere Optimierungen auswirken.
Die FMO Security Services GmbH rechnet damit, dass durch die Gesellschafterin aufgrund des
Ergebnisabführungsvertrages 1.159 T€ in 2013 auszugleichen sind.
Beteiligungsbericht 2012 AHS Aviation Handling Ser vices GmbH
119
4.12 AHS Aviation Handling Services GmbH
4.12.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
AHS Aviation Handling Services GmbH
Airport Terminal 1
22335 Hamburg
Tel.: (0 40) 50 75-24 81
Gründungsjahr: 1951
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven 50.000 10,00
Flughafen Hamburg GmbH, Hamburg 161.250 32,25
Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH, Langenhangen 1 73.750 34,75
Flughafen Bremen GmbH, Bremen 60.000 12,00
AirPart GmbH, Nürnberg 5.000 1,00
Flughafen Stuttgart GmbH 50.000 10,00
Gesamt 500.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Die Gesellschaft betreibt Bodenverkehrsdienstleistungen für Fluggesellschaften. Die AHS-Gruppe
bietet ihre Dienstleistungen an den Flughäfen Berli n-Tegel, Berlin-Schönefeld, Köln/Bonn,
Leipzig, Dresden, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Ha mburg, Hannover, München,
Münster/Osnabrück, Stuttgart sowie Nürnberg direkt oder indirekt an.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dr. Martin Roll
Frau Amélie Charisius
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter
Beteiligungsbericht 2012 AHS Aviation Handling Ser vices GmbH
120
4.12.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Luftverkehrsbranche folgte im Geschäftsjahr 201 2 insgesamt dem positiven Trend der
deutschen Gesamtwirtschaft. Zwar wurde in Deutschla nd ein Rückgang der gewerblichen
Flugbewegungen um 3,1 % verzeichnet, gleichzeitig s tieg das Passagieraufkommen jedoch um
1,1 % an.
Die AHS erwirtschaftete in 2012 Umsatzerlöse in Höh e von 12.962 T€. Sie liegen damit um 846
T€ niedriger als im Jahr 2011.
Der auszuweisende Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 278 T€. Insgesamt weist die Gesellschaft
zum 31.12.2012 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 1.936 T€ aus.
Die Zahlungsfähigkeit der AHS war durch vorhandene Liquidität und von den Gesellschaftern
gewährte Darlehen mit einem Umfang von 5.492 T€ sic hergestellt. Die Gesellschaft war jederzeit
in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 10.217
0,1 4.871 0,0 1.203 0,0 158.872 1,2
Sachanlagevermögen 147.372 1,5 113.658 1,0 114.702 0,9 359.473 2,8
Finanzanlagen 3.742.945 39,5 3.742.945 34,6 3.511.138 28,5 3.511.138 27,1
=Anlagevermögen 3.900.534 41,1 3.861.474 35,6 3.627.043 29,4 4.029.483 31,1
Vorräte 17.653 0,2 13.143 0,1 12.482 0,1 17.241 0,1
Forderungen/
sonst.Vermögensgegenstände 4.785.159
50,4 3.511.685 32,4 4.023.541 32,6 5.215.789 40,3
Flüssige Mittel 766.475 8,1 2.686.764 24,7 3.029.806 24,5 1.697.585 13,1
=Umlaufvermögen 5.569.286 58,7 6.211.592 57,2 7.065.829 57,2 6.930.615 53,5
Rechnungsabgrenzungsposten 11.305 0,2 11.305 0,1 0 0,0 46.223 0,0
Nicht gedeckter Fehlbetrag 0 0,0 773.658 7,1 1.658.429 13,4 1.936.253 15,0
Aktiva 9.481.126 100,0 10.858.029 100,0 12.351.301 100,0 12.942.574 100,0
Gezeichnetes Kapital 500.000 5,3 500.000 4,6 500.000 4,0 500.000 3,9
Kapitalrücklagen 2.475.000 26,1 2.475.000 22,8 2.475.000 20,0 2.475.000 19,1
Gewinnrücklagen 50.000 0,5 50.000 0,5 50.000 0,4 50.000 0,4
Gewinn-/Verlustvortrag 507.366 5,4 841.073 7,7 -3.798.658 -30,8 -4.683.429 -36,2
Jahresüberschuss 333.707 3,5 -4.639.731 -42,7 -884.770 -7,2 -277.824 -2,1
=Eigenkapital 3.866.073 40,8 -773.658 -7,1 -1.658.428 -13,4 -1.936.253 -15,0
Nicht gedeckter Fehlbetrag 0 0,0 773.658 7,1 1.658.428 13,4 1.936.253 15,0
Rückstellungen 1.281.022 13,5 3.549.643 32,7 2.149.263 17,4 2.282.402 17,6
Verbindlichkeiten 4.334.030 45,7 7.308.386 67,3 10.202.038 82,6 10.660.172 82,4
Passiva 9.481.126 100,0 10.858.029 100,0 12.351.301 100,0 12.942.574 100,0
Beteiligungsbericht 2012 AHS Aviation Handling Ser vices GmbH
121
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 10.950.063 11.824.130 13.807.834 12.961.720
Sonstige betriebliche Erträge 7.474.585 7.350.906 8.087.762 5.973.621
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 22.664
105.755 38.189 36.935
Erträge aus Beteiligungen 975.695 945.894 1.306.717 1.535.344
Erträge 19.423.007 20.226.684 23.240.502 20.507.620
Materialaufwand 3.588.392 4.802.310 4.653.286 3.338.263
Personalaufwand 7.050.089 7.759.568 9.582.206 10.266.236
Abschreibungen 104.104 2.031.791 2.525.786 285.755
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 8.225.458
10.088.263 7.161.439 6.618.565
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 117.007 179.520 249.381 281.667
Aufwendungen 19.085.049 24.861.450 24.172.098 20.790.486
Erträge 19.423.007 20.226.684 23.240.502 20.507.620
Auwendungen 19.085.049 24.861.450 24.172.098 20.790.486
Steuern/Erstattung (-) -4.250 4.965 46.826 5.042
Jahresergebnis 333.707 -4.639.731 -884.770 -277.824
4.12.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
In 2013 werden bereits eingeleitete und noch geplan te Restrukturierungsmaßnahmen weiter
verfolgt. Im Fokus steht die nachhaltige Sanierung derzeit noch defizitärer Standorte.
Die Geschäftsführung der Gesellschaft plant zudem e rstmals wieder ein positives
Jahresergebnis. Ab 2014 soll auf Basis der mittelfr istigen Unternehmensplanung für die AHS eine
nachhaltig positive Ergebnisentwicklung erreicht werden.
Beteiligungsbericht 2012 items GmbH
122
4.13 items GmbH
4.13.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
items GmbH
Hafenplatz 1
48155 Münster
Tel.: (02 51) 69 45 - 6000
Gründungsjahr: 1999
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadtwerke Münster GmbH 398.316 32,19
Kasseler Verkehrs- und Versorgungs GmbH 286.073 23,12
Stadtwerke Lübeck Holding GmbH 238.315 19,26
BEW Bocholt GmbH 59.300 4,79
Energie AG Menden 65.921 5,33
ENNI Energie & Umwelt Niederrhein GmbH 77.059 6,23
Stadtwerke Osnabrück AG 112.346 9,08
Gesamt 1.237.330 100,00
Beteiligungen der Gesellschaft: Stammkapitalanteil
in € in %
items project GmbH 1.237.330 100
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung, die Beschaffung, die Einführung und der Betrieb
von Systemen der Informationsverarbeitung und Kommu nikationstechnik sowie der damit
zusammenhängenden Tätigkeiten in Organisationsfrage n für die Gesellschafter und sonstige
Unternehmen, an denen eine der an der items GmbH unmittelbar oder mittelbar beteiligten Städte
Anteile hat, sowie für andere Kommunen und deren Ei nrichtungen und Unternehmen, soweit dies
gemeinderechtlich zulässig ist.
Beteiligungsbericht 2012 items GmbH
123
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dipl.-Ing. Ludger Hemker, Münster
Beirat:
Dr. Henning Müller-Tengelmann, Münster (Vorsitzender)
Herr Willi Nibbe, Lübeck (stellv. Vorsitzender)
Herr Jürgen Elmer, Bocholt
Herr Dipl.-Kfm. Andreas Helbig, Kassel
Herr Stadtkämmerer Herr Alfons Reinkemeier, Münster
Stadtrat Wolfgang Heuer, Münster
Herr Dr. Andreas Hoffknecht, Münster
Herr Dipl.-Ing. Manfred Hülsmann, Osnabrück
Herr Dr. Klaus Weimer, Menden
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter
4.13.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Entwicklung der Gesellschaft nahm in 2012 einen zufriedenstellenden Verlauf. Das
Geschäftsjahr wurde mit einem Jahresüberschuss in H öhe von 764 T€ abgeschlossen. Unter
Berücksichtung eines Verlustvortrages in Höhe von 1 19 T€ ergibt sich ein Bilanzgewinn von 645
T€. Der Umsatz der Gesellschaft wurde zu 88,7 % von den Gesellschaftern erzielt.
Der Materialaufwand in Höhe von 19.232 T€ sank im V ergleich zum Vorjahr um 557 T€. Dem
gegenüber ergab sich eine leichte Steigerung des Pe rsonalaufwandes. Diese ist vorrangig der
Tariferhöhung um 3,5 % zuzuschreiben.
Wie bereits in den Geschäftsjahren zuvor war 2012 g ekennzeichnet von Projekten zur
Umsetzung der Anforderungen des Unbundlings, insbes ondere Mandantentrennungen. Diese
stellten sich als sehr umfangreich dar und erzielten nicht das geplante Ergebnis.
Um den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Ent wicklungen frühzeitig zu erkennen, hat die
Gesellschaft ein Risikomanagement, angelehnt an jen es der Stadtwerke Münster GmbH,
eingerichtet. Das Risikomanagement sieht kontinuier liche Risikoidentifikation, -klassifizierung und
–bewertung sowie aktive Risikosteuerungsmaßnahmen v or. Durch die Weiterentwicklung des
Controllings sowie die Qualifizierung der Mitarbeit er wird möglichen Risiken zusätzlich
entgegengewirkt.
Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 169 Mitarb eiter zuzüglich 13 Auszubildender
beschäftigt. Das starke personelle Wachstum, das si ch ändernde oder neu entstehende
Aufgaben mit sich brachte, machte eine Weiterentwicklung der Aufbauorganisation erforderlich.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 items GmbH
124
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 636.247 4,4 1.181.116 7,7 1.286.067 8,4 1.104.948 7,7
Sachanlagen 1.802.183 12,4 2.120.123 13,9 1.970.698 12,9 1.885.026 13,1
Finanzanlagen 236.672 1,6 234.812 1,5 211.939 1,4 196.603 1,4
=Anlagevermögen 2.675.102 18,4 3.536.051 23,1 3.468.704 22,7 3.186.577 22,2
Vorräte 997.568 6,9 987.067 6,5 263.670 1,7 410.144 2,9
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 5.304.443 36,6 8.173.874 53,4 10.957.685 71,7 10.291.957 71,7
Wertpapiere (eigene Anteile) 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Flüssige Mittel 5.237.259 36,1 1.971.536 12,9 33.789 0,2 24.525 0,2
=Umlaufvermögen 11.539.271 79,6 11.132.478 72,8 11.255.144 73,7 10.726.626 74,8
Rechnungsabgrenzungsposten 286.963 2,0 628.369 4,1 549.559 3,6 432.013 3,0
Aktiva 14.501.335 100,0 15.296.898 100,0 15.273.407 100,0 14.345.216 100,0
Gezeichnetes Kapital 1.237.330 8,5 1.237.330 8,1 1.237.330 8,1 1.237.330 8,6
Kapitalrücklage 1.627.584 11,2 1.627.584 10,6 1.627.584 10,7 1.627.584 11,3
Rücklagen 1.606.450 11,1 1.606.450 10,5 1.606.450 10,5 1.606.450 11,2
Bilanzgewinn/-verlust 984.900 6,8 427.700 2,8 -118.700 -0,8 645.300 4,5
=Eigenkapital 5.456.264 37,6 4.899.064 32,0 4.352.664 28,5 5.116.664 35,7
Rückstellungen 6.043.100 41,7 5.959.969 39,0 6.100.320 39,9 5.500.576 38,3
Verbindlichkeiten 3.001.972 20,7 4.422.905 28,9 4.811.073 31,5 3.724.236 26,0
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 14.960 0,1 9.350 0,1 3.740 0,0
Passiva 14.501.335 100,0 15.296.898 100,0 15.273.407 100,0 14.345.216 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 25.309.682 30.740.784 35.274.060 34.414.231
Erhöhung oder Verminderung des
Bestands
an in Arbeit befindlichen Aufträgen 407.841 537.466 -357.191 194.828
Sonstige betriebliche Erträge 1.110.742 1.844.330 2.782.093 3.311.117
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 68.806 15.817 15.145 3.973
Erträge aus Beteiligungen 105.789 107.400 141.200 5.800
Erträge 27.002.860 33.245.796 37.855.306 37.929.949
Materialaufwand 9.589.221 15.164.053 19.788.519 19.232.363
Personalaufwand 12.082.032 12.809.797 12.912.158 13.072.002
Abschreibungen 1.007.737 1.485.701 1.849.429 1.430.923
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.961.871 2.846.831 3.329.552 3.283.662
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.730 143.748 133.820 140.528
Aufwendungen 25.643.591 32.450.130 38.013.478 37.159.478
Erträge 27.002.860 33.245.796 37.855.306 37.929.949
Aufwendungen 25.643.591 32.450.130 38.013.478 37.159.478
außerordentliche Aufwendungen 0 62.668 0 0
Steuern 374.370 305.298 -39.471 6.472
Jahresergebnis 984.900 427.700 -118.700 764.000
Beteiligungsbericht 2012 items GmbH
125
Anzahl der Beschäftigten
2011
2012
Männlich 142 137
Weiblich 42 44
insgesamt 184 181
davon schwerbehinderte Personen 9 10
4.13.3 Betriebswirtschaftliches Kennzahlen-Set
Eigenkapitalquote
(%)
Liquidität
2. Grades
Umsatzrentabilität
(%)
Zinslastquote
(%)
Personalintensität
(%)
2010 32,0 1,1 1,4 0,4 41,0
2011 28,5 2,1 -0,3 0,4 34,0
2012 35,7 2,6 2,2 0,4 35,2
Die Definitionen der Kennzahlen sind in der Anlage 1 im Anhang aufgeführt.
4.13.4 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Angesichts umfassender gesetzlicher Anforderungen z ur Gewährleistung eines
diskriminierungsfreien Netzzugangs ist damit zu rec hnen, dass Projekte im Bereich des
Unbundlings weiterhin den Schwerpunkt der Arbeit der Gesellschaft bilden werden.
Erfolgreiche Auftragsabschlüsse und der daraus resu ltierende Imagegewinn werden sich positiv
auf die weitere Geschäftsentwicklung auswirken. Die ses belegen ernsthafte Anfragen aus dem
Gesellschafterkreis sowie weiterer Unternehmen der Versorgungsbranche.
Für das Jahr 2013 rechnet die Gesellschaft mit eine r planmäßig stabilen Umsatzentwicklung und
einem positiven Jahresergebnis in Höhe von 578 T€. Das Unternehmen wird sich sowohl
strategisch als auch organisatorisch auf die künftigen Herausforderungen ausrichten.
Beteiligungsbericht 2012 items project GmbH
126
4.14 items project GmbH
4.14.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
items project GmbH
Joachimastaler Str. 20
10719 Berlin
Tel.: (02 51) 69 45 - 6000
Gründungsjahr: 2007
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
items GmbH 50.000,00 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Wahrnehmung von Aufgaben im Bereich der
Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnik sowie der damit zusammenhängenden
Tätigkeiten in Organisationsfragen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dipl.-Ing. Ludger Hemker, Münster
Beirat:
Dr. Henning Müller-Tengelmann, Münster (Vorsitzender)
Herr Willi Nibbe (stellv. Vorsitzender), Lübeck
Herr Jürgen Elmer, Bocholt
Herr Stadtkämmerer Alfons Reinkemeier, Münster
Stadtrat Wolfgang Heuer, Münster
Herr Dipl.-Kfm. Andreas Helbig, Kassel
Herr Dr. Andreas Hoffknecht, Münster
Herr Dipl.-Ing. Manfred Hülsmann, Osnabrück
Herr Dr. Klaus Weimer, Menden
Gesellschafterversammlung:
Gesellschafterin items GmbH
Beteiligungsbericht 2012 items project GmbH
127
4.14.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Im Geschäftsjahr 2012 ergaben sich Umsatzerlöse in Höhe von 7.124 T€. Diese resultieren
ausschließlich aus Dienstleistungen mit der Mutterg esellschaft, der items. Mit den steigenden
Umsatzerlösen (2011: 5.167 T€) hat sich auch der Pe rsonalaufwand um 1.554 T€ im Vergleich
zum Vorjahr erhöht. Die Mehraufwendungen bei den so nstigen betrieblichen Aufwendungen sind
im Wesentlichen auf erhöhte Dienstleistungsentgelte der items zurückzuführen.
Der erzielte Jahresüberschuss in Höhe von 11 T€ sol l an die Muttergesellschaft ausgeschüttet
werden.
Das Geschäftsjahr ist insgesamt zufriedenstellend v erlaufen. Es zeichnete sich insbesondere
dadurch aus, dass Mitarbeiter gewonnen wurden und d ie Geschäftstätigkeit weiter ausgebaut
wurde. Die Akquistionsaktivitäten wurden in 2012 hingegen nicht ausgeweitet.
Die Eigenkapitalquote von 5,3 Prozent wird als noch ausreichend angesehen. Im abgelaufenen
Geschäftsjahr war die Gesellschaft in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Finanzanlagen 12.927 1,7 12.198 3,5 11.449,73 1,4 23.358,00 2
=Anlagevermögen 12.927 1,7 12.198 3,5 11.449,70 1,4 23.358,00 2
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 257.420 33,5 326.785 94,8 771.087,59 96,9 1.133.466,00 97,7
Flüssige Mittel 497.451 64,8 5.751 1,7 12.984,85 1,6 2.969,00 0,3
=Umlaufvermögen 754.872 98,3 332.536 96,5 784.072,47 98,6 1.136.435,00 98
Aktiva 767.799 100,0 344.734 100,0 795.522,20 100 1.159.793,00 100
Gezeichnetes Kapital 50.000 6,5 50.000 14,5 50.000 6,2 50.000 4,3
Gewinn-/Verlustvortrag 0 0,0 0 0,0 0 0 0 0
Jahresüberschuss 27.400 3,6 11.700 3,4 5.800 0,7 10.670 0,9
=Eigenkapital 77.400 10,1 61.700 17,9 55.800 7 60.670 5,2
Rückstellungen 177.536 23,1 259.568 75,3 284.043,20 35,7 385.798,00 33,3
Verbindlichkeiten 512.863 66,8 23.466 6,8 455.679 57,3 713.325 61,5
Passiva 767.799 100,0 344.734 100,0 795.522 100 1.159.793 100
Beteiligungsbericht 2012 items project GmbH
128
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 1.260.138 2.879.358 5.167.321 7.123.952
Sonstige betriebliche Erträge 4.579 11.331 90.517 18.463
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 826
1.918 1.117 6
Erträge aus Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens 101
315 296 472
Erträge 1.265.645 2.892.922 5.259.252 7.142.893
Materialaufwand 29.145 0 0 0
Personalaufwand 789.149 1.768.594 3.131.209 4.684.923
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 407.532
1.105.332 2.119.602 2.440.397
Aufwendungen 1.225.826 2.873.927 5.250.812 7.125.320
Erträge 1.265.645 2.892.922 5.259.252 7.142.893
Aufwendungen 1.225.826 2.873.927 5.250.812 7.125.320
außerordentliche Aufwendungen 0 438 0 0
Steuern 12.419 6.858 2640 6.903
Jahresergebnis 27.400 11.700 5.800 10.670
4.14.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Für das Jahr 2013 wird mit einer Ausweitung des Ums atzes – leicht über dem des Jahres 2012 --
und einem damit einhergehenden Anstieg des Personal aufwandes gerechnet. Außerdem sollen
die Akquisitionsbemühungen weiter auf- bzw. ausgebaut werden.
Die Gesellschaft geht davon aus, dass im Geschäftsj ahr 2013 erstmals Aufträge eingehen, die
nicht von der Muttergesellschaft vergeben wurden. D urch die Gewinnung von Drittkunden
erwachsen der Gesellschaft Chancen für ihre weitere Geschäftsentwicklung.
Das Risikomanagement erfolgt, wie auch das Controll ing, im Rahmen der Tätigkeiten der
Muttergesellschaft. Es ist nicht von Risiken, die d en Fortbestand der Gesellschaft gefährden
könnten, auszugehen.
Beteiligungsbericht 2012 Westfälische Landes-Eisen bahn GmbH
129
4.15 Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH
4.15.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH, Lippstadt
Geschäftsführung:
Westfälische Verkehrsgesellschaft mbH
Krögerweg 11
48155 Münster
Gründungsjahr: 1979
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Kreis Soest 1.229.960 31,48
Kreis Warendorf 1.047.840 26,82
Stadtwerke Münster GmbH 552.090 14,13
Stadt Warstein 262.340 6,71
Stadt Beckum 255.490 6,54
Stadt Ennigerloh 18.0180 4,61
Stadt Lippstadt 171.130 4,38
Gemeinde Wadersloh 67.600 1,73
Stadt Rüthen 71.940 1,84
Stadt Sendenhorst 68.620 1,76
Gesamt 3.907.190 100,00
Beteiligungen der Gesellschaft: Stammkapitalanteil
in € in %
WLE-Spedition GmbH, Lippstadt 25.600 100,00
Westfälische Verkehrsgesellschaft mbH, Münster 221. 500 10,00
Gegenstand des Unternehmens
Gesellschaftszweck ist die Förderung und Verbesseru ng der Verkehrsverhältnisse in Westfalen
nach kaufmännischen, wirtschaftlichen und gemeinnüt zigen Grundsätzen, insbesondere durch
den Betrieb von Eisenbahn- und Güterverkehr einschl ießlich Spedition, ferner die Beteiligung an
Unternehmen, die diese Zwecke fördern. Es besteht e in Geschäfts- und Betriebsführungsvertrag
mit der Westfälischen Verkehrsgesellschaft mbH (WVG).
Beteiligungsbericht 2012 Westfälische Landes-Eisen bahn GmbH
130
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dipl.-Wirt.-Ing. André Pieperjohanns
Herr Dipl.-Verw.-Betriebsw. Manfred Ries
Herr Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.Ing. Marcel Frank
Aufsichtsrat:
Kreisdirektor Dirk Lönnecke (Vorsitzender)
Herr Ltd. Kreisbaudirektor Friedrich Gnerlich, Warendorf (1. stellv. Vorsitzender)
Herr Bernd Lingemann, Bestwig (2. stellv. Vorsitzender)
Herr Stadtdirektor Hartwig Schultheiß, Münster (3. stellv. Vorsitzender)
Herr Bernhard Bartscher, Lippstadt
Herr Ulrich Bösl, Wadersloh
Herr Ulrich Brülle, Lippstadt
Herr Anton Grüne, Rüthen-Oestereiden
Herr Matthias Hesse, Lippstadt
Herr Wolfgang Landfester, Warstein
Herr Bürgermeister Berthold Lülf, Ennigerloh
Herr Josef Schmedding, Sendenhorst
Herr Bürgermeister Peter Weiken, Rüthen
Herr Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann, Beckum
Beirat:
Herr Hans-Joachim Kayser, Lippstadt
Herr Bürgermeister Berthold Lülf, Ennigerloh
Herr Josef Schmedding, Sendenhorst
Herr Bürgermeister Christian Thegelkamp, Wadersloh
Herr Bürgermeister Peter Weiken, Rüthen
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter
4.15.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2012 mi t einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 2.050
T€ ab. Das finanzielle Defizit fiel damit um 257 T€ höher aus als im Vorjahr. Wesentlicher Grund
dafür ist der Umsatz- und Mengenrückgang im Eigen- und Kooperationsverkehr. Während in
2011 noch 1.182.109 t befördert wurden, ging die Za hl der transportierten Mengen im
abgelaufenen Geschäftsjahr um 110.234 t zurück. Auc h die Erweiterung des Zementverkehrs
konnte die Verluste nicht kompensieren.
Demgegenüber konnten die Umsätze im Werkstattdrittg eschäft um 34 % gesteigert werden, so
dass insgesamt ein leichter Umsatzanstieg zu verzeichnen war.
Aufgrund von Tarifanhebungen, Zuführungen zur Alter steilzeitrückstellung und einer stark
angestiegenen Zuführung im Bereich Urlaubs- und Übe rstundenrückstellungen stiegen die Löhne
und Gehälter einschließlich Sozialabgaben um 361 T€ . Ebenfalls erhöhten sich die
Aufwendungen für die Altersversorgung um 1.002 T€. Einsparungen in Höhe von 623 T€ konnten
demgegenüber beim Materialaufwand erreicht werden.
Der Fachkräftemangel im Schienengüterverkehr führte bei der Westfälischen Landes-Eisenbahn
GmbH zu personellen Engpässen, speziell im Bereich Lokführer. Aus diesem Grund wurde in
2012 in die Ausbildung von eigenem Personal investiert.
Beteiligungsbericht 2012 Westfälische Landes-Eisen bahn GmbH
131
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 14.567 0,1 18.900 0,1 11.680 0,0 6.933 0,0
Sachanlagen 14.627.841 64,2 20.747.187 79,1 20.896.181 67,1 20.491.633 70,3
Finanzanlagen 245.908 1,1 462.148 1,8 456.590 1,5 453.411 1,6
=Anlagevermögen 14.888.315 65,3 21.228.235 80,9 21.364.451 68,6 20.951.977 71,9
Vorräte 1.249.437 5,5 1.372.203 5,2 1.521.554 4,9 1.619.875 5,6
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 6.184.552 27,1 3.033.171 11,6 8.029.316 25,8 6.346.454 21,8
Flüssige Mittel 329.410 1,4 473.445 1,8 101.369 0,3 125.319 0,4
=Umlaufvermögen 7.763.399 34,1 4.878.819 18,6 9.652.239 31,0 8.091.648 27,8
Rechnungsabgrenzungsposten 136.159 0,6 120.369 0,5 109.719 0,4 109.059 0,4
Aktiva 22.787.873 100,0 26.227.422 100,0 31.126.409 100,0 29.152.684 100,0
Gezeichnetes Kapital 3.907.190 17,1 3.907.190 14,9 3.907.190 12,6 3.907.190 13,4
Kapitalrücklage 1.706.777 7,5 1.706.777 6,5 1.706.777 5,5 1.706.777 5,9
Bilanzgewinn/ -verlust -5.428.748 -23,8 -5.307.191 -20,2 -4.745.428 -15,2 -4.688.597 -16,1
=Eigenkapital 185.218 0,8 306.776 1,2 868.538 2,8 925.370 3,2
Sonderposten 1.181.264 5,2 886.919 3,4 569.586 1,8 569.586 2,0
Rückstellungen 12.241.206 53,7 10.625.650 40,5 11.432.564 36,7 11.892.319 40,8
Verbindlichkeiten 9.068.935 39,8 14.300.894 54,5 18.160.532 58,3 15.674.817 53,8
Rechnungsabgrenzungsposten 111.249 0,5 107.183 0,4 95.189 0,3 90.592 0,3
Passiva 22.787.873 100,0 26.227.422 100,0 31.126.409 100,0 29.152.684 100,0
Beteiligungsbericht 2012 Westfälische Landes-Eisen bahn GmbH
132
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 13.173.953 12.792.363 13.955.825 14.003.061
Bestand an unfertigen Erzeugnissen 0 0 0 0
Andere aktivierte Eigenleistungen 8.343 50.511 26.672 64.710
sonstige betriebliche Erträge 3.630.313 2.764.305 3.693.344 3.024.728
Erträge aus Beteiligungen 30 15 0 0
Erträge aus
Gewinnabführungsverträgen 146.899
48.513 8.722 0
sonstige Zinsen/Finanzerträge 187.176 39.522 61.498 61.209
Erträge 17.146.714 15.695.229 17.746.061 17.153.708
Materialaufwand 9.563.442 8.568.134 9.103.405 8.480.458
Personalaufwand 6.599.197 6.204.436 5.884.634 7.247.470
Abschreibungen 1.782.294 995.044 1.552.199 1.155.234
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.450.091 1.478.530 1.730.502 1.634.593
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 213.575 545.410 621.216 638.525
Verlust aus
Gewinnabführungsverträgen 0
0 0 31.407
Aufwendungen 19.608.599 17.791.554 18.891.956 19.187.687
Erträge 17.146.714 15.695.229 17.746.061 17.153.708
Aufwendungen 19.608.599 17.791.554 18.891.956 19.187.687
außerordentliche Aufwendungen 0 240.181 630.986 0
Steuern/-Erstattungen 14.601 18.423 16.287 16.164
Jahresergebnis -2.476.486 -2.354.928 -1.793.166 -2.050.143
Gewinn-/Verlustvortrag 5.199.797 5.428.748 5.307.191 4.745.428
Entnahme aus Kapitalrücklage 2.247.535 2.476.486 2.354.929 2.106.674
Bilanzgewinn/-verlust -5.428.748 -5.307.191 -4.745.428 2.638.754
4.15.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Für das Wirtschaftsjahr 2013 geht die Gesellschaft von einem Jahresfehlbetrag in Höhe von
2,247 Mio. € aus.
Mögliche Risiken werden in erster Linie im Einkauf von Diesel und Material für Gleisanlagen
gesehen. Bedingt durch den Wegfall der Kalksandsteintransporte ist es des Weiteren erforderlich,
Maßnahmen einzuleiten, die wirtschaftliche Konsequenzen für das Unternehmen abschwächen.
Auf bestandsgefährdende Risiken gibt es nach Auffas sung der Geschäftsführung derzeit keine
Hinweise.
Beteiligungsbericht 2012 WLE-Spedition GmbH
133
4.16 WLE-Spedition GmbH
4.16.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
WLE-Spedition GmbH
Beckumer Str. 70
59555 Lippstadt
Gründungsjahr: 1988
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH, Lippstadt 25.60 0 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb der Spe dition, insbesondere für Schiene und
Straße, einschließlich Güterkraftverkehr und aller damit verbundenen Aktivitäten. Ferner kann es
sich an Unternehmen, die diese Zwecke fördern, bete iligen. Es verfolgt insbesondere das
vorrangige Ziel, den Schienengüterverkehr der Westf älischen Landes-Eisenbahn GmbH als
wesentliche Infrastruktureinrichtung ihres Verkehrs gebietes und Dienstleistungsunternehmen im
Bereich öffentlicher Daseinsvorsorge zu stützen und zu fördern.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) André Pieperjohanns
Herr Dipl.-Verw.-Betriebsw. Manfred Ries
Gesellschafterversammlung:
Gesellschafterin Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH
4.16.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die WLE-Spedition GmbH schloss das Geschäftsjahr 20 12 mit einem Verlust in Höhe von 31 T€
ab. Neuverkehre im Vermittlungsbereich und Ausweitung der Transporte mit eigenen Fahrzeugen
konnten das Ergebnis nicht kompensieren. Der Verlus t wird in voller Höhe von der Westfälische
Landes-Eisenbahn GmbH übernommen.
Die Umsatzerlöse waren mit 1.446 T€ um 564 T€ niedr iger als 2011. Korrespondierend hierzu
entwickelte sich der Materialaufwand. Die Bilanzsumme verringerte sich auf rund 350 T€.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 WLE-Spedition GmbH
134
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Sachanlagen 144.423 18,9 111.177 21,8 90.643 19,4 81.329 23,3
=Anlagevermögen 144.423 18,9 111.177 21,8 90.643 19,4 81.329 19,4
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 551.912 72,3 377.377 74,1 356.388 76,3 230.331 65,9
Flüssige Mittel 66.940 8,8 20.845 4,1 20.327 4,3 37.885 10,8
=Umlaufvermögen 618.852 81,1 398.222 78,2 376.716 80,6 268.216 76,7
Aktiva 763.275 100,0 509.399 100,0 467.359 100,0 349.545 96,1
Gezeichnetes Kapital 25.600 3,4 25.600 5,0 25.600 5,5 25.600 7,3
Rücklagen 181.597 23,8 181.597 35,6 181.597 38,9 181.597 52,0
Bilanzgewinn/-verlust 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
=Eigenkapital 207.197 27,1 207.197 40,7 207.197 44,3 207.197 59,3
Rückstellungen 22.063 2,9 21.000 4,1 18.004 3,9 16.147 4,6
Verbindlichkeiten 534.014 70,0 281.202 55,2 242.157 51,8 126.201 36,1
Passiva 763.275 100,0 509.399 100,0 467.359 100,0 349.545 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 3.987.594 2.658.102 2.009.805 1.445.552
Sonstige betriebliche Erträge 3.213 5.976 7.083 2.332
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 5.322
1.501 888 863
Erträge 3.996.129 2.665.578 2.017.776 1.448.747
Materialaufwand 3.637.169 2.371.512 1.778.992 1.236.045
Personalaufwand 66.610 91.510 95.764 95.169
Abschreibungen 40.567 35.153 34.755 35.572
Sonstige betriebliche Aufwendungen 102.682 116.549 97.423 111.251
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12 57 3 1
Aufwendungen 3.847.040 2.614.781 2.006.937 1.478.038
Erträge 3.996.129 2.665.578 2.017.776 1.448.747
Aufwendungen 3.847.040 2.614.781 2.006.937 1.478.038
Steuern 2.190 2.284 2.116 2.116
abgeführter Gewinn aufgrund
eines Gewinnabführungsvertrages 146.899 48.513 8.722 0
aufgrund eines Gewinnabführungs-
vertrages erhaltene Erträge aus
Verlustübernahme 0 0 0 31.407
Jahresergebnis 0 0 0 0
Beteiligungsbericht 2012 WLE-Spedition GmbH
135
4.16.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Die Gesellschaft rechnet für 2013 mit einer Verbess erung des Jahresergebnisses auf 9 T€.
Annahmen hierfür sind geplante Neuverkehre im Güterkraftverkehr sowie im Speditionsbereich.
Beteiligungsbericht 2012 Energiehandelsgesellschaf t West mbH
136
4.17 Energiehandelsgesellschaft West mbH
4.17.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Energiehandelsgesellschaft West mbH
Hafenplatz 1
48155 Münster
Telefon: (02 51) 6 94-29 01
Gründungsjahr: 1998
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadtwerke Münster GmbH 932.500 27,83
Stadtwerke Hamm GmbH 501.500 14,97
GWS Gemeinschaftsstadtwerke GmbH Kamen - Bönen -
Bergkamen
313.500 9,36
Energie- und Wasserversorgung Rheine GmbH 274.400 8,19
Hertener Energiehandelsgesellschaft mbH 180.200 5,38
Stadtwerke Ahlen GmbH 172.500 5,15
Stadtwerke Fröndenberg GmbH 141.000 4,21
Stadtwerke Haltern am See GmbH 101.920 3,04
Eigene Anteile ehw 732.940 21,87
Gesamt 3.350.460 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens sind der Handel mit und die Erzeugung von Energie, die
Erbringung von beratenden Dienstleistungen im unmit telbaren Bereich der Energieversorgung
und die Erbringung von sonstigen Dienstleistungen g egenüber den Gesellschaftern, mit dem Ziel,
die örtliche Energieversorgung zu stärken.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dietmar Bernhardi
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter
Beteiligungsbericht 2012 Energiehandelsgesellschaf t West mbH
137
4.17.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Energie handelsgesellschaft West mbH zeigte sich
im Geschäftsjahr 2012 weiterhin stabil. Nach Steuern verbleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von
755 T€. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jeder Zeit gesichert.
Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr u m 5 % auf 882 Mio. €. Diese positive
Entwicklung ist in erster Linie auf die Gewinnung n euer Kunden und die damit verbundenen
erhöhten Absatzmengen zurückzuführen.
Nach wie vor stellen der Handel mit elektrischer En ergie und die Erbringung energienaher
Dienstleistungen das Kerngeschäft der Gesellschaft dar. 73 % ihres Umsatzes erwirtschaftete die
ehw im Geschäftsfeld Strom, die verbleibenden 27 % entfielen auf den Gashandel. Der gesamte
Stromabsatz betrug im Jahr 2012 11,8 TWh (Vorjahr 1 1,7 TWh), den Gasabsatz baute die
Gesellschaft um rund 58 % gegenüber dem Vorjahr auf 8,2 TWh aus (Vorjahr 5,2 TWh).
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Ausstehende Einlagen 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Immaterielle
Vermögensgegenstände 583.802
0,5 523.374 0,5 430.237 0,3 132.018 0,1
Sachanlagen 2.621 0,0 69.224 0,1 68.835 0,1 61.472 0,0
Finanzanlagen 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
=Anlagevermögen 586.423 0,5 592.598 0,5 499.072 0,4 193.490 0,1
Vorräte 0 0,0 0 0,0 124.200 0,1 242.850 0,2
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 99.604.207 81,2 93.498.672 81,3 98.010.739 71,9 119.977.567 78,6
Flüssige Mittel 22.414.674 18,3 20.707.525 18,0 37.517.809 27,5 32.243.567 21,1
=Umlaufvermögen 122.018.881 99,5 114.206.196 99,3 135.652.748 99,5 152.463.984 99,8
Rechnungsabgrenzungsposten 19.412 0,0 170.480 0,1 209.219 0,2 78.542 0,1
Aktiva 122.624.716 100,0 114.969.275 100,0 136.361.039 100,0 152.736.016 100,0
Gezeichnetes Kapital 3.350.460 2,7 2.617.520 2,3 2.758.640 2,0 2.907.600 1,9
Rücklagen 3.367.930 2,7 3.958.041 3,4 4.210.221 3,1 4.998.851 3,3
Bilanzgewinn/ -verlust 1.028.500 0,8 1.252.400 1,1 987.500 0,7 755.000 0,5
=Eigenkapital 7.746.890 6,3 7.827.961 6,8 7.956.361 5,8 8.661.451 5,7
Rückstellungen 1.795.223 1,5 3.710.289 3,2 6.185.338 4,5 6.533.374 4,3
Verbindlichkeiten 113.082.603 92,2 100.549.621 87,5 122.219.340 89,6 137.541.191 90,1
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 2.881.403 2,5 0 0,0 0 0,0
Passiva 122.624.716 100,0 114.969.275 100,0 136.361.039 100,0 152.736.016 100,0
Beteiligungsbericht 2012 Energiehandelsgesellschaf t West mbH
138
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 983.793.338 710.854.720 839.556.752 881.677.668
Sonstige betriebliche Erträge 313.996 285.766 91.704 1.148.829
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 63.707
23.304 151.818 28.371
Erträge 984.171.041 711.163.790 839.800.274 882.854.868
Materialaufwand 979.682.462 705.627.682 833.728.464 876.866.426
Personalaufwand 1.551.762 1.833.419 2.011.215 2.207.747
Abschreibungen 119.589 151.154 306.001 348.459
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 1.067.491
1.303.855 1.622.834 1.986.252
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 285.833 408.736 480.015 382.604
Aufwendungen 982.707.137 709.324.846 838.148.529 881.791.488
Erträge 984.171.041 711.163.790 839.800.274 882.854.868
Aufwendungen 982.707.137 709.324.846 838.148.529 881.791.488
Steuern/-Erstattungen 435.404 586.543 664.245 308.380
Jahresergebnis 1.028.500 1.252.400 987.500 755.000
4.17.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Im Fokus der Geschäftstätigkeit im Jahr 2013 steht unter anderem die Direktvermarktung von
erneuerbaren Energie. Zudem sollen im Versorgungsge schäft neue Kunden gewonnen werden,
um den Ausbau des Gasgeschäfts voranzutreiben. Eben falls wird der Bereich der
Ökostromprodukte weiter ausgebaut, um die steigende Nachfrage zu bedienen.
Für die kommenden zwei Geschäftsjahre rechnet die G esellschaft mit einer konstanten
Mengenentwicklung im Bereich Strom und weiter steig enden Mengen im Geschäftsfeld Gas.
Beteiligungsbericht 2012 Ver kehrsservice Gesellschaft Münster mbH
139
4.18 Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH
4.18.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Verkehrsservice Münster GmbH
Hafenplatz 1
48155 Münster
Gründungsjahr: 1985
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadtwerke Münster GmbH 26.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Verkehrsleistungen im Linienverkehr für
die Stadtwerke Münster GmbH, sowie Schulverkehre im beauftragten Schülerverkehr für die
Stadt Münster.
Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäf ten berechtigt, durch die der genannte
Gesellschaftszweck gefördert werden kann. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer
Unternehmen bedienen, sich an anderen Unternehmen b eteiligen oder Unternehmen erwerben,
errichten oder pachten.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Eckhard Schläfke, Münster
Gesellschafterversammlung:
Gesellschafterin Stadtwerke Münster GmbH
4.18.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH setzte im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt
8.328 T€ um, was einer Erhöhung von 16 % gegenüber dem Vorjahr gleichkommt. Diese positive
Entwicklung ist in erster Linie das Ergebnis zusätz licher Fahrplanangebote in 2012. Die Erträge
resultieren zum überwiegenden Teil aus Linienverkeh ren für die Stadtwerke Münster GmbH
(92 %) sowie aus sonstigen Busverkehren innerhalb d es Stadtgebiets für andere
Kundengruppen.
Analog zur Umsatzerhöhung stieg auch der Personalau fwand um 33 % auf 3.929 T€. Gleiches
gilt für die Materialaufwendungen, die mit insgesam t 3.810 T€ eine Erhöhung um 12 %
aufweisen. Der Mehraufwand beim Material ergibt sic h überwiegend aus der Anmietung von
Bussen zur Erbringung der Fahrdienstleistungen. In Bezug auf die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen führten Aufwendungen für erbrachte Die nstleistungen der Stadtwerke Münster
GmbH für das Personal- und Rechnungswesen sowie für Werkstattleistungen für eine Steigerung
in Höhe von 259 T€ in 2011 auf aktuell 301 T€.
Beteiligungsbericht 2012 Verkehrsservice Gesellsch aft Münster mbH
140
Es ergab sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 164 T€. Das Eigenkapital reduzierte sich
von 730 T€ auf 565 T€.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
=Anlagevermögen 41.937 3,3 8.750 0,6 10.324 0,8 6.562 0,5
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 587.118 46,4 627.805 46,1 668.150 50,7 903.013 69,5
Flüssige Mittel 636.889 50,3 724.837 53,2 638.357 48,5 389.934 30,0
=Umlaufvermögen 1.224.007 96,7 1.352.641 99,4 1.306.507 99,2 1.292.947 99,5
Aktiva 1.265.944 100,0 1.361.391 100,0 1.316.831 100,0 1.299.509 100,0
Gezeichnetes Kapital 26.000 2,2 26.000 1,9 26.000 2,0 26.000 2,0
Gewinn-/Verlustvortrag 442.793 38,1 545.193 40,0 605.993 46,0 679.873 52,3
Jahresüberschuss
/ -fehlbetrag 102.400 8,1 60.800 4,5 73.880 5,6 -164.110 -12,6
Kapitalrücklage 23.709 2,0 23.709 1,7 23.709 1,8 23.709 1,8
=Eigenkapital 492.502 42,3 655.702 48,2 729.582 55,4 565.472 43,5
Rückstellungen 164.515 14,1 123.067 9,0 103.013 7,8 217.344 16,7
Verbindlichkeiten 506.527 43,5 582.622 42,8 484.236 36,8 516.693 39,8
Passiva 1.163.544 100,0 1.361.391 100,0 1.316.831 100,0 1.299.509 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 6.248.667 6.816.273 7.174.705 8.327.601
Sonstige betriebliche Erträge 24.648 13.591 190 7.425
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 7.331
1.982 5.933 953
Erträge aus Zuschüssen 0 0 0 0
Erträge 6.280.646 6.831.847 7.180.828 8.335.979
Materialaufwand 3.355.035 3.596.205 3.809.865 4.284.595
Personalaufwand 2.497.541 2.842.959 2.962.518 3.929.280
Abschreibungen 15.250 11.834 5.000 3.850
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 238.478
262.741 258.848 301.769
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 28 44 13 2
Aufwendungen 6.106.332 6.713.783 7.036.244 8.519.496
Erträge 6.280.646 6.831.847 7.180.828 8.335.979
Aufwendungen 6.106.332 6.713.783 7.036.244 8.519.496
Steuern 71.914 57.264 70.704 -19.408
Jahresergebnis 102.400 60.800 73.880 -164.109
Beteiligungsbericht 2012 Verkehrsservice Gesellsch aft Münster mbH
141
4.18.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Für das Geschäftsjahr 2013 erwartet die Gesellschaf t einen Jahresüberschuss zwischen etwa 5
T€ bis 45 T€. Durch die gesicherten Leistungserbrin gungsverträge mit der Stadtwerke Münster
GmbH wird mit einem Wachstum von 5 % gerechnet.
Angesichts der Klimavorgaben des Bundes und zunehme nder Umweltzonen in den Innenstädten
wird der öffentliche Personennahverkehr zukünftig w eiter an Bedeutung gewinnen. Um die
ökologischen Auflagen zu erfüllen, beteiligt sich d ie Gesellschaft an Prozessen zur
Weiterentwicklung von elektro- und wasserstoffbetriebenen Bussen.
Langfristig verfolgt die Gesellschaft das Ziel, ein nachhaltiges Wachstum in allen Bereichen der
Verkehrsserviceleistungen für den lokalen Markt in Münster zu erreichen.
Beteiligungsbericht 2012 NDIX GmbH Niederländisch D eutscher Internet Exchange B.V.
142
4.19 NDIX GmbH Niederländisch Deutscher Internet Ex change B.V.
4.19.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
NDIX GmbH Niederländisch Deutscher Internet Exchange B.V.
Brouwerijstraat 1
Enschede
N-7523 XC
Zweigniederlassung bei den Stadtwerken Münster GmbH, Hafenplatz 1
Gründungsjahr: 2001
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadtwerke Münster GmbH 200.000 50,00
HTT Holding Technopolis Twente B.V. 100.000 25,00
PPM Oost Nederland N.V. 100.000 25,00
Gesamt 400.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Das Ziel der Gesellschaft ist die Betreuung sämtlic her anfallender Dienste im Bereich des
Internet-Verkehrs. Weiteres Ziel des Unternehmens i st es, als nonprofitorientierter
Infrastrukturdienstleister eine hochleistungsfähige Glasfaserverbindung zur Internet-
Datenübertragung (Internet Exchange) zwischen den W irtschaftsräumen Münster und
Enschede zu installieren. NDIX stellt in Europa den ersten grenzüberschreitenden Internet-
Knotenpunkt zum kostengünstigen Austausch großer Da tenmengen dar. Dadurch werden
die Standortfaktoren erheblich verbessert, denn die Knotenpunkte tragen zur Entwicklung
neuer Dienste und Innovationen bei.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Jeroen van de Lagemaat
Herr Jan Bellers
Aufsichtsrat:
Dr. G.K.H. Twenhöven (Vorsitzender)
ir. G. van Houweninge
ir. J.W.J. van Till
Dr. T. Robbers
Dr. A. Hoffknecht
Gesellschafterversammlung:
Herr Dr. Hoffknecht für die Stadtwerke Münster GmbH
Herr Dipl.-Ing. C.J.M. Eijkel für HTT Holding Technopolis B.V.
Herr Mag. T.J. Markus für PPM Oost NV
Beteiligungsbericht 2012 NDIX GmbH Niederländisch D eutscher Internet Exchange B.V.
143
4.19.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die NDIX GmbH schließt das Geschäftsjahr 2012 mit e inem Jahresergebnis in Höhe von
rund 257 T€ ab. Das entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 13 T€. Damit
ist es der Gesellschaft gelungen, die Anlaufverluste in den Anfangsjahren zu kompensieren.
Die getätigten Investitionen in Höhe von 431 T€ wur den allesamt aus dem Cash-Flow
finanziert, so dass hierfür kein Fremdvermögen benötigt wurde. Gleichzeitig verringerten sich
die langfristigen Schulden um gut 370 T€.
Aufgrund der höheren Umsätzen und positiven Entwick lungen der Gesellschaft ergibt sich
zudem eine Verbesserung der Liquiditätslage.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die
Erfüllung des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Sachanlagen 3.079.387 81,0 2.495.080 75,9 2.245.811 73,2 2.278.890 72,2
=Anlagevermögen
3.079.387 81,0 2.495.080 75,9 2.245.811 73,2 2.278.890 72,2
Forderungen 222.406 5,9 198.031 6,0 95.744 3,1 98.406 3,1
Flüssige Mittel 498.434 13,1 592.682 18,0 728.298 23,7 777.178 24,6
=Umlaufvermögen
720.840 19,0 790.713 24,1 824.042 26,8 875.584 27,8
Aktiva 3.800.227 100,0 3.285.793 100,0 3.069.853 100,0 3.154.474 100,0
gezeichnetes
Kapital 400.000
10,5 400.000 12,2 400.000 13,0 400.000 12,7
sonstige Reserven -836.833 -22,0 -671.968 -20,5 -427.537 -13,9 -124.526 -3,9
Eigenes Kapital -436.833 -11,5 -271.968 -8,3 -27.536 -0,9 275.474 8,7
Verbindlichkeiten 4.237.060 111,5 3.557.761 108,3 3.097.389 100,9 2.879.000 91,3
Passiva 3.800.227 100,0 3.285.793 100,0 3.069.853 100,0 3.154.474 100,0
Beteiligungsbericht 2012 NDIX GmbH Niederländisch D eutscher Internet Exchange B.V.
144
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 2.116.611 2.573.922 3.136.006 3.592.188
Fördermittel 11.753 0 92.688 0
Erträge 2.128.364 2.573.922 3.228.694 3.592.188
Mietkosten 930.562 1.212.531 1.695.197 2.059.927
Betriebskosten 221.734 242.379 316.237 228.734
Abschreibungskosten 335.679 375.240 381.248 406.867
Personalkosten 480.815 495.127 537.096 596.249
Aufwendungen 1.968.790 2.325.277 2.929.778 3.291.777
Finanzielle Einnahmen und
Ausgaben -98.097
-83.780 -54.484 -43.589
Steuern 0 0 0 46.189
Jahresergebnis 159.574 248.645 298.916 303.011
4.19.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Durch die verbesserte Liquidität wird NDIX weiterhi n seinen Zahlungs- und
Tilgungsverpflichtungen nachkommen können. Für das Jahr 2013 sind weitere Investitionen
geplant.
Ziel der Gesellschaft ist es, dauerhaft eine unverz ichtbare Schnittstelle zwischen
Infrastrukturen, Dienstleistern und Kunden auf Grun dlage eines strukturellen, organischen,
nachhaltigen Wachstums zu sein.
Beteiligungsbericht 2012 Stadtwerke Münster Neue E nergie GmbH
145
4.20 Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH
4.20.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2011
Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH
Hafenplatz 1
48155 Münster
Telefon: (02 51) 6 94-29 00
Gründungsjahr: 2007
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadtwerke Münster GmbH 200.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Erzeugung von E nergie mittels regenerativer Technik
sowie der Bau und der Betrieb von entsprechenden Ei nrichtungen zur Erzeugung solcher
Energie, insbesondere in Münster. Der Bau von solchen Anlagen erfolgt durch Dritte.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dirk Gersonde (kaufmännischer Geschäftsführer)
Herr Bernhard Recker (technischer Geschäftsführer) (bis 23.07.2012)
Gesellschafterversammlung:
Gesellschafterin Stadtwerke Münster GmbH
4.20.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH erfuhr im Geschäftsjahr 2012 einen starken
Aufschwung. Die steigende Akzeptanz erneuerbarer En ergieanlagen, einhergehend mit zunächst
attraktiven Einspeisevergütungen und gesunkenen Ans chaffungskosten der Photovoltaikanlagen,
bescherten der Gesellschaft eine insgesamt positive Entwicklung.
Obwohl sich das Jahr 2012 als nicht besonders sonne nreich herausstellte, erwirtschafteten die
Anlagen des Betriebs den geplanten Ertrag. Die Umsa tzerlöse in Höhe von 968 T€ beinhalten
ausschließlich Einspeisevergütungen aus den Photovoltaikanlagen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt mit einem Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit in Höhe von 104 T€ ab. Ein Verlu stvortrag in Höhe von 25,4 T€ wurde mit dem
Ergebnis verrechnet. Der Jahresüberschuss in Höhe v on 78,6 T€ wird dem
Ergebnisabführungsvertrag entsprechend an die Gesel lschafterin Stadtwerke Münster GmbH
ausgeschüttet.
Beteiligungsbericht 2012 Stadtwerke Münster Neue E nergie GmbH
146
Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Pro jekte mit einer Gesamtleistung von über
1.100 kWp vertraglich vereinbart und realisiert. Di e Anlagen wurden auf den Dächern der
Konzernmutter Stadt Münster und auf Dächern externer Partner errichtet, bzw. gekauft.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Technische Anlagen und Maschinen 865.145 91,3 6.814.490 72,3 7.283.614 96,0 9.218.863 99,4
Geleistete Anzahlungen/Anzahl.im
Bau 2.009
0,2 3.981 0,0 5.687 0,1 0 0,0
=Anlagevermögen 867.154 91,5 6.818.471 72,3 7.289.301 96,1 9.218.863 99,4
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 44.771 4,7 60.061 0,6 170.501 2,2 19.976 0,2
Flüssige Mittel 6.674 0,7 2.521.153 26,7 100.474 1,3 10.076 0,1
=Umlaufvermögen 51.446 5,4 2.581.214 27,4 270.975 3,6 30.052 0,3
Rechnungsabgrenzungsposten 28.800 3,0 27.600 0,3 26.400 0,3 25.200 0,3
Aktiva 947.400 100,0 9.427.285 100,0 7.586.676 100,0 9.274.115 100,0
Gezeichnetes Kapital 200.000 21,1 200.000 2,1 200.000 2,6 200.000 2,2
Gewinn-/Verlustvortrag 25.404 2,7 25.404 0,3 25.404 0,3 25.404 0,3
Jahresüberschuss
/-fehlbetrag 0 0,0 0 0,0 0 0,0 25.404 12,7
=Eigenkapital 174.596 18,4 174.596 1,9 174.596 2,3 200.000 2,2
Rückstellungen 3.400 0,4 5.249 0,1 64.831 0,9 51.494 0,6
Verbindlichkeiten 705.973 74,5 9.187.449 97,5 7.290.699 96,1 8.969.512 96,7
Rechnungsabgrenzungsposten 63.431 6,7 59.990 0,6 56.550 0,7 53.109 0,6
Passiva 947.400 100,0 9.427.285 100,0 7.586.676 100,0 9.274.115 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 58.083 264.836 745.139 967.695
Sonstige betriebliche Erträge 3.441 3.441 3.441 29.547
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 0
242 4.870 0
Erträge aus Verlustübernahme 37.399 5.361 62.152 0
Erträge 98.923 273.880 815.602 997.242
Materialaufwand 1 743 38.049 23.578
Abschreibungen 30.519 142.937 382.112 464.958
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 52.309
69.814 114.157 90.159
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16.094 60.386 281.290 314.517
Aufwendungen 98.923 273.881 815.608 893.212
Durch Gewinnabführungsvertrag
abgeführter Gewinn 0 0 0 78.625
Steuern/-Erstattungen 0 -1 -5 0
Jahresergebnis 0 0 0 25.405
Beteiligungsbericht 2012 Stadtwerke Münster Neue E nergie GmbH
147
4.20.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Der Schwerpunkt der Arbeit für die Stadtwerke Münst er Neue Energie GmbH wird in 2013 darin
liegen, geeignete Dach- und Freiflächen für weitere Projekte zu akquirieren. Durch die
Reduzierung der Einspeisevergütung im EEG – speziel l bei Photovoltaikanlagen – gestaltet sich
dies für die Gesellschaft zusehends schwieriger. Ne ben dem Kaufpreis der Anlage müsste sich
auch die Höhe des Pachtzinses deutlich reduzieren.
Die Gesellschaft geht jedoch davon aus, dass sie di ese Herausforderung erfolgreich bestehen
und zukünftig ihren Anlagenbestand weiter ausdehnen kann.
Die Neue Energie GmbH wird in den kommenden Jahren den Ausbau von regenerativen
Anlagen, durch Photovoltaikanlagen sowie auch weite re Technologien, vorantreiben und ist
bestrebt, neue Produkte sowie Dienstleistungen zu entwickeln.
Für 2013 rechnet die Gesellschaft mit steigenden Um satzerlösen in Höhe von 2.656 T€. Das
Jahresergebnis wird etwa auf dem Niveau des Jahres 2012 liegen.
Beteiligungsbericht 2012 smart OPTIMO GmbH & Co. K G
148
4.21 smart OPTIMO GmbH & Co. KG
4.21.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
smart OPTIMO GmbH & Co. KG
Goethering 3-5
49074 Osnabrück
Telefon: (05 41) 600 680 - 10
Gründungsjahr: 2008
Kommanditisten: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadtwerke Münster GmbH 188.940 47,00
Stadtwerke Osnabrück AG 188.940 47,00
Stadtwerke Bramsche GmbH 4.020 1,00
Stadtwerke Geesthacht GmbH 4.020 1,00
Stadtwerke Böhmetal GmbH 4.020 1,00
Stadtwerke Werl GmbH 4.020 1,00
Nordhorner Versorgungsbetriebe GmbH 4.020 1,00
Stadtwerke Neumünster GmbH 4.020 1,00
Gesamt 414.060 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die marktgerechte E rbringung von Dienstleistungen im
Bereich des Zähler- und Messwesens ausschließlich i n den kommunalen Versorgungsgebieten
und den Versorgungssektoren der Gesellschaft sowie die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben
zur flächendeckenden Einführung von intelligenten Z ählern. Die smart OPTIMO GmbH & Co. KG
trat bis zum Ablauf des Geschäftsjahres 2011 grunds ätzlich nur als Dienstleister in dem Bereich
Zähler- und Messwesen auf. Im Jahr 2012 ist die Ges ellschaft jedoch erstmalig auch als
Messstellenbetreiber und Messdienstleister am Markt tätig geworden.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführende Komplementärin:
smart OPTIMO Verwaltungs-GmbH
Geschäftsführung:
Herr Dr. Fritz Wengeler, Osnabrück
Beirat:
Herr Dr. Andreas Hoffknecht (Vorsitzender)
Herr Manfred Hülsmann (stellv. Vorsitzender)
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter
Beteiligungsbericht 2012 smart OPTIMO GmbH & Co. K G
149
4.21.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Branche des Zähl- und Messwesens ist durch gese tzliche Änderungen sowie den Willen der
Europäischen Union und der Bundesregierung, CO2-Emi ssionen einzusparen, großen
Veränderungen unterworfen. So ergeben sich unter an derem neue Anforderungen an
Messeinrichtungen und Messdienstleistungen.
Im Zuge der Erweiterungen der Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft haben die Stadtwerke Werl
GmbH, die Nordhorner Versorgungsbetriebe GmbH sowie die Stadtwerke Neumünster GmbH
jeweils 0,5 % der Anteile der Stadtwerke Münster Gm bH und der Stadtwerke Osnabrück GmbH
erworben. Damit hat die Gesellschaft nunmehr insgesamt acht Kommanditisten.
Im Jahr 2012 wurden in Osnabrück und Münster nahezu alle Messstellen durch die smart
OPTIMO GmbH & Co. KG betrieben. Die Gesellschaft re chnet mit Einführung der digitalen
Messtechnik und den damit verbundenen Möglichkeiten jedoch mit dem Eintritt neuer
Marktteilnehmer.
Bezogen auf das zu messende Medium teilt sich der Z ählerbestand der Gesellschaft anhand der
Zählerzahlen wie folgt auf: Strom (rund 60 %), Gas (rund 22 %) und Wasser/Wärme (rund 18 %).
Der Zählerbestand gliedert sich zu rund 61,8 % der Zähler auf den Standort Münster und zu rund
38,2 % auf den Standort Osnabrück.
Insgesamt hat die Gesellschaft im abgelaufenen Gesc häftsjahr rund 1.140 T€ investiert. Im
Wesentlichen erfolgten Investitionen für die Dienstleistungen im Messstellenbetrieb.
Ferner konnte für das Jahr eine Umsatzsteigerung vo n rund 392 T€ auf 12.281 T€ erreicht
werden. Der Umsatz setzt sich aus Tätigkeiten für d en Messstellenbetrieb und
Messdienstleistungen sowie Dienstleistungen im Bere ich Vertrieb zusammen. Hierbei entfiel der
größte Anteil von 70,5 % des Umsatzes auf die Stadt werke Münster GmbH, 28,3 % auf die
Stadtwerke Osnabrück GmbH und 1,2 % auf die übrigen Kommanditisten
Die unter der Rubrik Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung aufgeführten
Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorges chriebenen öffentlichen Zweck der
Gesellschaft. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhand der
wirtschaftlichen Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 smart OPTIMO GmbH & Co. K G
150
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 267.148 3,1 294.065 2,7 276.796 2,3 256.079 1,8
Sachanlagen 3.505.687 40,2 3.874.415 35,3 3.702.175 30,6 3.536.904 25,2
=Anlagevermögen 3.772.835 43,3 4.168.480 38,0 3.978.971 32,9 3.792.983 27,0
Vorräte 0 0,0 0 0,0 25.139 0,2 281.626 2,0
Forderungen/ Sonstige
Vermögensgegenstände 1.766.653 20,3 984.455 9,0 4.112.046 34,0 1.007.527 7,2
Flüssige Mittel 3.149.359 36,2 5.799.055 52,8 3.941.195 32,6 8.973.362 63,8
=Umlaufvermögen 4.916.012 56,4 6.783.509 61,8 8.078.380 66,9 10.262.514 73,0
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 4.209 0,0 4.339 0,0 2.799 0,0
Nicht durch Vermögenseinlage
gedeckte Entnahme des
Kommandisten 21.827
0,3 21.827 0,2 21.827 0,2 0
Aktiva 8.710.674 100,0 10.978.025 100,0 12.083.516 100,0 14.058.296 100,0
Kapitalanteile 402.000 4,6 402.000 3,7 401.375 3,3 400.756 2,9
Rücklagen 3.666.847 42,1 4.741.802 43,2 6.388.201 52,9 6.387.190 45,4
Verlustvortrag 4.637 0,1 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Jahresergebnis 1.079.593 12,4 1.645.774 15,0 1.825.850 15,1 1.851.602 13,2
=Eigenkapital 5.143.802 59,1 6.789.576 61,8 8.615.426 71,3 8.639.548 61,5
Rückstellungen 2.003.425 23,0 2.702.152 24,6 3.077.327 25,5 3.006.928 21,4
Verbindlichkeiten 1.563.446 17,9 1.486.297 13,5 390.763 3,2 2.411.820 17,2
Passiva 8.710.674 100,0 10.978.025 100,0 12.083.516 100,0 14.058.296 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 11.109.028 11.317.206 11.889.203 12.280.812
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 0,00 0,00 276.962
Sonstige betriebliche Erträge 58.613 205.155 148.013 21.827
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 938
28.482 42.127 62.288
Erträge 11.168.579 11.550.843 12.079.343 13.001.887
Materialaufwand 4.879.752 3.247.080 3.072.719 3.262.822
Personalaufwand 2.357.992 3.701.873 3.772.486 4.251.562
Abschreibungen 975.385 950.697 1.185.055 1.304.419
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 1.630.762
1.605.260 1.797.774 1.921.951
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 56.115 92.010 122.941
Aufwendungen 9.843.891 9.561.025 9.920.044 10.863.695
Erträge 11.168.579 11.550.843 12.079.343 13.001.887
Aufwendungen 9.843.891 9.561.025 9.920.044 10.863.695
außerordentliche Aufwendungen 0 39.677 0 0
Steuern 245.096 304.367 333.450 286.589
Jahresergebnis 1.079.593 1.645.774 1.825.850 1.851.603
Beteiligungsbericht 2012 smart OPTIMO GmbH & Co. K G
151
4.21.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Die smart OPTIMO GmbH & Co. KG wird sich im Laufe d es Jahres 2013 weiter auf den Ausbau
der Tätigkeiten rund um das Zähler- und Messwesen konzentrieren.
Das Ergebnis der Kosten-/Nutzenanalyse des Bundeswi rtschaftsministeriums und die daraus
hervorgehenden Verordnungen in den kommenden Jahren werden erheblichen Einfluss auf das
laufende Geschäft haben. Demzufolge wird die Gesell schaft auch weiterhin in innovative
Betätigungsfelder im Umfeld des Zähler- und Messwesens investieren.
Es wird davon ausgegangen, dass möglichen Umsatzein bußen aufgrund von
Anreizregulierungen mit der Gewinnung von Neukunden und der größeren Verbreitung neuer
Produkte entgegengewirkt werden kann.
Die Gesellschaft geht daher für die kommenden zwei Geschäftsjahre jeweils von positiven
Jahresergebnissen aus.
Beteiligungsbericht 2012 smart OPTIMO Verwaltungs- GmbH
152
4.22 smart OPTIMO Verwaltungs-GmbH
4.22.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
smart OPTIMO Verwaltungs-GmbH
Alte Poststraße 9
49074 Osnabrück
Telefon: (05 41) 600 680 - 10
Gründungsjahr: 2008
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Stadtwerke Münster GmbH 12.500 50,00
Stadtwerke Osnabrück AG 12.500 50,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die marktgerechte E rbringung von Dienstleistungen im
Bereich des Stadtwerke-eigenen Zähler- und Messwese ns ausschließlich in den kommunalen
Versorgungsgebieten und den Versorgungssektoren der Gesellschafter: Hinzu kommt die
Beteiligung als persönlich haftende und geschäftsführende Gesellschafterin an der smartOPTIMO
GmbH & Co. KG sowie die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zur flächendeckenden
Einführung von intelligenten Zählern.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dr. Fritz Wengeler
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter
4.22.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
In 2012 erwirtschaftete die smart OPTIMO Verwaltung s-GmbH ein Jahresergebnis in Höhe von
23.642 €. Dies entspricht einem Rückgang von 12.692 € im Vergleich zum Vorjahr.
Die Betriebserträge betrugen für das Jahr 2012 rund 262 T€. Rund 80 % dieser Betriebserträge
(208 T€) wurden für Personal aufgewendet. Durchschn ittlich beschäftigte die Gesellschaft 4,75
Mitarbeiter. Die Bilanzsumme betrug 171 T€, was einer Zunahme von 16 T€ im Vergleich zu 2011
gleichkommt.
Die unter der Rubrik Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung aufgeführten
Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorges chriebenen öffentlichen Zweck der
Gesellschaft. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhand der
wirtschaftlichen Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 smart OPTIMO Verwaltungs- GmbH
153
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € € % € % € %
Forderungen/ Sonstige
Vermögensgegenstände 95.636 92,4 4.910 5,4 105.897 68,5 104.608 61,3
Flüssige Mittel 7.895 7,6 86.382 94,6 48.650 31,5 66.055 38,7
=Umlaufvermögen 103.531 100,0 91.292 100,0 154.547 100,0 170.663 100,0
Aktiva 103.531 100,0 91.292 100,0 154.547 100,0 170.663 100,0
gezeichnetes Kapital 25.000 24,1 25.000 27,4 25.000 16,2 25.000 14,6
Gewinnvortrag 409 0,4 1.722 1,9 6.698 4,3 43.032 25,2
Jahresergebnis 1.313 1,3 4.976 5,5 36.334 23,5 23.642 13,9
=Eigenkapital 26.722 25,8 31.698 34,7 68.032 44,0 91.674 53,7
Rückstellungen 56.433 54,4 52.968 58,0 69.958 45,3 57.313 33,6
Verbindlichkeiten 20.377 19,7 6.626 7,3 16.558 10,7 21.676 12,7
Passiva 103.531 100,0 91.292 100,0 154.547 100,0 170.663 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 31.312 8.435 81.893 80.259
Sonstige betriebliche Erträge 166.532 181.253 181.609 181.250
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 23
0 0 0
Erträge 197.868 189.688 263.501 261.509
Personalaufwand 178.843 165.287 193.933 208.419
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 17.375
17.496 15.996 20.390
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 13 0 0
Aufwendungen 196.218 182.796 209.929 228.809
Erträge 197.868 189.688 263.501 261.509
Aufwendungen 196.218 182.796 209.929 228.809
Steuern 337 1.916 17.239 9.058
Jahresergebnis 1.313 4.976 36.333 23.642
4.22.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2012
Das wirtschaftliche Ergebnis der smart OPTIMO Verwa ltungs-GmbH steht in enger Beziehung zu
dem der smart OPTIMO GmbH & Co. KG.
Die Gesellschaft rechnet in den nächsten zwei Jahre n mit einem positiven Jahresergebnis.
Risiken, die ihren Bestand gefährden können, sind auf absehbare Zeit nicht erkennbar.
Beteiligungsbericht 2012 Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG
154
4.23 Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG
4.23.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG
Huyssenallee 2
45128 Essen
Telefon: (02 01) 12 - 27421
Gründungsjahr: 2008
Kommanditisten: Kommanditanteil
in T€ in %
RWE Power AG 38.562 77,11
Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH 2.778 5,56
GEKKO Vorschaltgesellschaft mbH & Co. KG 2.680 5,36
Stadtwerke Bochum GmbH 1.079 2,16
Stadtwerke Münster GmbH 981 1,96
Stadtwerke Hamm GmbH 817 1,63
Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG 686 1,37
Niederrheinische Versorgung und Verkehr AG 490 0,98
Stadtwerke Troisdorf GmbH 425 0,85
Stadtwerke Herne AG 392 0,78
SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH 327 0,65
Energie Nordeifel GmbH & Co. KG 163 0,33
Energieversorgung Limburg GmbH 163 0,33
Stadtwerke Coesfeld GmbH 163 0,33
Stadtwerke Emmerich GmbH 163 0,33
Energieversorgung Beckum GmbH & Co. KG 98 0,20
Stadtwerke Attendorn GmbH 33 0,07
Gesamt 50.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand der Gesellschaft ist der Bau und der Bet rieb des Gemeinschaftskraftwerks, die
dafür notwendige Projektentwicklung sowie die Erbri ngung standortbezogener
Dienstleistungen für Dritte.
Beteiligungsbericht 2012 Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG
155
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführende Komplementärin:
Steinkohlendoppelblock Verwaltungs-GmbH, Essen
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter
4.23.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Im Jahr 2012 bildete die Montage der Apparatetechni k einen Schwerpunkt in der Errichtung
des Gemeinschaftskraftwerks. Zahlreiche für die Inb etriebnahme der Doppelblockanlage
unerlässliche Maßnahmen konnten abgeschlossen werde n, wie beispielsweise die Montage
zweier Kühltürme und die Fertigstellung der Gleisan lagen. Zudem erfolgten bereits erste
erfolgreiche Druckproben und Zündversuche.
Die Bilanzsumme der Gesellschaft stieg um 310 Mio. € auf 1.969 Mio. €. Die Investitionen in
das Anlagevermögen betrugen 325,6 Mio. €.
Die Gesellschaft erzielte im abgelaufenen Geschäfts jahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von
726 T€. Er wird mit dem Gewinnvortrag in gleicher H öhe verrechnet. Die Erträge aus
Verlustübernahme der Gesellschafter aufgrund vertra glicher Regelungen belaufen sich auf
109.478 T€.
Mögliche Risiken sieht die Gemeinschaftskraftwerk S teinkohle Hamm GmbH & Co. KG in
Investitionssteigerungen und Bauzeitverzögerungen. Zu berücksichtigen ist diesbezüglich
auch das Kreditrisiko der beteiligten Kommanditiste n sowie allgemeine Marktrisiken. Um
diesen vorzubeugen, hat die Gesellschaft ein Risiko management installiert, dessen
Aussagen in die unternehmerischen Entscheidungsprozesse einbezogen werden.
Bestandsgefährdende Risiken sind nicht zu erkennen.
Die unter der Rubrik Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung aufgeführten
Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorges chriebenen öffentlichen Zweck der
Gesellschaft. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhand der
wirtschaftlichen Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG
156
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position T€ % T€ % T€ % T€ %
Sachanlagen 1.034.124 92,4 1.378.648 97,2 1.640.188 98,9 1.953.680 99,2
=Anlagevermögen 1.034.124 92,4 1.378.648 97,2 1.640.188 98,9 1.953.680 98,9
Forderungen/ Sonstige
Vermögensgegenstände 7.884 0,7 10.001 0,7 16.822 1,0 6.929 0,4
Wertpapiere 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Flüssige Mittel 76.193 6,8 28.690 2,0 945 0,1 7.906 0,4
=Umlaufvermögen 84.077 7,5 38.691 2,7 17.767 1,1 14.835 0,8
Rechnungsabgrenzungsposten 726 0,1 1.151 0,1 690 0,0 0 0,0
Aktiva 1.118.927 100,0 1.418.490 100,0 1.658.645 100,0 1.968.515 99,7
Kapitalanteile der Kommanditisten 50.000 4,5 50.000 3,5 50.000 3,0 50.000 2,5
Gewinn- /Verlustvortrag 157 0,0 0 0,0 193 0,0 726 0,0
Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -157 0,0 193 0,0 533 0,0 -726 0,0
=Eigenkapital 50.000 4,5 50.193 3,5 50.726 3,1 50.000 2,5
Rückstellungen 17 0,0 17 0,0 1.215 0,1 1.306 0,1
Verbindlichkeiten 1.068.910 95,5 1.368.280 96,5 1.606.704 96,9 1.917.209 97,4
Passiva 1.118.927 100,0 1.418.490 100,0 1.658.645 100,0 1.968.515 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen T € T € T € T €
Umsatzerlöse 0 193 188 159
Sonstige betriebliche Erträge 0 0 51.137 20.938
Erträge 0 193 51.325 21.097
Materialaufwand -3.694 -14.406 -14.348 -7.447
Abschreibungen -5.555 -8.997 -10.330 -12.089
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.945 -3.181 -2.956 -5.496
Aufwendungen -12.194 -26.584 -27.634 -25.032
Finanzergebnis -43.287 -70.416 -87.835 -106.179
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit -55.481
-96.807 -64.144 -110.114
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0 -1.198 -90
Erträge aus Verlustübernahme 55.324 97.000 65.875 109.478
Jahresergebnis -157 193 533 -726
Beteiligungsbericht 2012 Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG
157
4.23.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Der Wettbewerb auf dem Energiemarkt ist von hohen I nvestitionen der Stromwirtschaft in
Modernisierung und Erneuerung geprägt, um so den An forderungen an Energieeffizienz und
Klimaschutz gerecht werden zu können. Mit der Erric htung des neuen Doppelblocks in
Hamm stellt sich die Gesellschaft dieser Herausford erung, um zukünftig im Wettbewerb zu
bestehen zu können.
Im Jahre 2013 wird der Schwerpunkt auf weiteren Inb etriebsetzungsaktivitäten des
Gemeinschaftskraftwerks liegen. Ein erster Probebet rieb ist für 2014 vorgesehen,
entsprechend der Planungen soll mit dem kommerziell en Betrieb des Blocks E ab Mitte März
2014 begonnen werden.
Beteiligungsbericht 2012 GREEN GECCO Beteiligungsg esellschaft mbH & Co. KG
158
4.24 GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG
4.24.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG
Poststraße 105
53840 Troisdorf
Telefon: (0 22 41) 888 - 0
Gründungsjahr: 2010
Gesellschafter-Kommanditisten: Kapitalanteile
in € in %
Stadtwerke Osnabrück AG 3.064,00 10,07
Stadtwerke Duisburg AG 2.427,00 7,98
Stadtwerke Münster GmbH 2.357,00 7,75
AVU Aktiengesellschaft für Versorgungsunternehmen 2.357,00 7,75
EWV Energie- und Wasserversorgung GmbH, Stolberg 2. 003,00 6,58
ELE Emscher Lippe Energie GmbH, Gelsenkirchen 1.885 ,00 6,20
Stadtwerke Troisdorf 1.650,00 5,42
EWR GmbH 1.612,50 5,30
Stadtwerke Iserlohn GmbH 1.227,00 4,03
Stadtwerke Düren GmbH 1.225,00 4,03
Rhenag Rheinische Energie AG, Köln 1.178,00 3,87
Stadtwerke Detmold GmbH 1.119,00 3,68
Stadtwerke Willich 1.022,00 3,36
Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH 942,0 0 3,10
Energie Wasser Niederrhein GmbH, Moers 942,00 3,10
Stadtwerke Hamm GmbH 942,00 3,10
SWK Energie GmbH 942,00 3,10
Energie Nordeifel GmbH & Co. KG 525,00 1,73
Stadtwerke Neuss Energie und Wasser GmbH 471,00 1,55
Stadtwerke Geldern GmbH 447,00 1,47
9 weitere Stadtwerke der Region (Geschäftsanteile jeweils
unter 1 %)
2.083,00 6,83
Gesamt 30.420,00 100,00
Beteiligungen der Gesellschaft:
Green GECCO GmbH & Co. KG, Essen,
Green GECCO Verwaltungs GmbH, Essen
507.000
.
49,00
Beteiligungsbericht 2012 GREEN GECCO Beteiligungsg esellschaft mbH & Co. KG
159
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist eine mittelbare Bet eiligung der Kommanditisten an
gemeinsam mit Dritten betriebenen Projekten der reg enerativen Energieerzeugung zur
Absicherung und Stärkung der Energieversorgung der Kommanditisten, insbesondere
- die Beteiligung an einem Gemeinschaftsunternehmen , welches sämtliche Aktivitäten
auf dem Gebiet der Erzeugung und Bereitstellung von Energie aus regenerativen
Energieträgern in Deutschland und den weiteren EU-M itgliedstaaten zum Gegenstand
hat, sowie
- die Finanzierung der Beteiligung an der Green GEC CO GmbH & Co. KG, Essen, auch
unter Inanspruchnahme einer Fremdfinanzierung.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Dr.-Ing. Norbert Ohlms
Komplementär:
GREEN GECCO Beteiligungs-Verwaltungs GmbH, Troisdorf
4.24.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2012 ins gesamt einen Jahresüberschuss in Höhe von
986 T€. Aufgrund der um 313 T€ gestiegenen Beteilig ungserträge der Green GECCO GmbH &
Co. KG Essen sowie der Erträge aus einem Vergleich konnte diese positive Entwicklung
verzeichnet werden.
Am 21.06.2012 hat die Gesellschafterversammlung der GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft
mbH & Co. KG dem mittelbaren Erwerb der WINKRA Höru p Windparkbetriebsgesellschaft mbH
(Windpark Hörup), der RWE Innogy Windpark GmbH (Win dpark Titz) und der RWE Innogy
Lüneburger Heide Windparkbetriebsgesellschaft mbH (Windpark Düshorner Heide) zugestimmt.
Außerdem hat die GREEN GECCO Beteiligungsgesellscha ft mbH & Co. KG einen saldierten
Betrag in Höhe von 22,2 Mio. € Einlagen in die Gree n GECCO GmbH & Co. KG Essen getätigt.
Die Einlagen waren für die Beteiligungen an den Onshore-Windparks Titz und Hörup bestimmt.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 GREEN GECCO Beteiligungsg esellschaft mbH & Co. KG
160
Bilanzstruktur im 3-Jahresvergleich
Jahr 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € %
Finanzanlagen 19.408.463 96,2 23.780.561 93,1 44.483.061 91,3
=Anlagevermögen 19.408.463 96,2 23.780.561 93,1 44.483.061 93,1
Forderungen 657 0,0 627.775 2,5 969.763 2,0
Flüssige Mittel 774.183 3,8 1.127.130 4,4 3.273.578 6,7
=Umlaufvermögen 774.840 3,8 1.754.905 6,9 4.243.341 8,7
Rechnungsabgrenzungsposten 1.545 0,0 1.545 0,0 1.548 0,0
Aktiva 20.184.848 100,0 25.537.011 100,0 48.727.950 100,0
Kapitalanteile 20.514.960 101,6 24.707.417 96,8 46.919.117 96,3
Rücklagen 0 0,0 689.788 2,7 689.788 1,4
Gewinn- / Verlustvortrag 0 0,0 -423.234 -1,7 59.954 0,1
Jahresüberschuss / -fehlbetrag -423.234 -2,1 483.188 1,9 985.753 2,0
=Eigenkapital 20.091.726 99,5 25.457.159 99,7 48.654.612 99,8
Rückstellungen 37.800 0,2 15.794 0,0 23.624 0,0
Verbindlichkeiten 55.322 0,3 64.058 0,3 49.714 0,1
Passiva 20.184.848 100,0 25.537.011 100,0 48.727.950 100,0
Ertragslage im 3-Jahresvergleich
Jahr 2010 2011 2011
GuV -Positionen € € 2012
Umsatzerlöse 5.000 5.000 15.000
Sonstige betriebliche Erträge 189.255 141.324 600.607
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 2.490
129.976 42.497
Erträge aus Beteiligungen 0 620.933 934.255
Erträge 196.745 897.232 1.592.359
Personalaufwand 0 0 0
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 619.979
414.044 578.393
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 0 19.112
Aufwendungen 619.979 414.044 597.505
Erträge 196.745 897.232 1.592.359
Aufwendungen 619.979 414.044 597.505
Steuern 0 0 9.100
Jahresergebnis -423.234 483.188 985.754
4.24.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Zukünftige Chancen und Risiken hängen eng mit der F inanz- und Ertragslage der
Projektgesellschaften „An Suidhe“, „Süderdeich“, „Hörup“, „Titz“ und „Düshorner Heide“, an
denen die GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG mittelbar beteiligt ist,
zusammen. Chancen und Risiken ergeben sich bei den Windparks grundsätzich aus dem
Wind, bzw. Energieertrag und den rechtlichen Rahmenbedingungen.
Beteiligungsbericht 2012 GREEN GECCO Beteiligungsg esellschaft mbH & Co. KG
161
Bezüglich des Windparks Düshorner Heide ist unmitte lbar nach Inbetriebnahme, die laut
Plan im Herbst 2013 erfolgen soll, der Kaufpreis fä llig. Dieser wird vollständig durch eine
Einlage der Gesellschafter finanziert.
Der Wirtschaftsplan sieht für das kommende Geschäft sjahr einen Jahresüberschuss in Höhe
von 1.440 T€ vor. Für die Folgejahre erwartet die Gesellschaft weiterhin positive Ergebnisse.
Beteiligungsbericht 2012 GREEN GECCO Beteiligungsg esellschaft-Verwaltungs GmbH
162
4.25 GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft-Verwaltungs GmbH
4.25.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft-Verwaltungs GmbH
Poststraße 105
53840 Troisdorf
Telefon: (0 22 41) 888 - 0
Gründungsjahr: 2010
Gesellschafter: Kapitalanteile
in € in %
Stadtwerke Osnabrück AG 3.064,00 10,07
Stadtwerke Duisburg AG 2.427,00 7,98
Stadtwerke Münster GmbH 2.357,00 7,75
AVU Aktiengesellschaft für Versorgungsunternehmen 2.357,00 7,75
EWV Energie- und Wasserversorgung GmbH, Stolberg 2. 003,00 6,58
ELE Emscher Lippe Energie GmbH, Gelsenkirchen 1.885 ,00 6,20
Stadtwerke Troisdorf 1.650,00 5,42
EWR GmbH 1.612,50 5,30
Stadtwerke Iserlohn GmbH 1.227,00 4,03
Stadtwerke Düren GmbH 1.225,00 4,03
Rhenag Rheinische Energie AG, Köln 1.178,00 3,87
Stadtwerke Detmold GmbH 1.119,00 3,68
Stadtwerke Willich 1.022,00 3,36
Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH 942,0 0 3,10
Energie Wasser Niederrhein GmbH, Moers 942,00 3,10
Stadtwerke Hamm GmbH 942,00 3,10
SWK Energie GmbH 942,00 3,10
Energie Nordeifel GmbH & Co. KG 525,00 1,73
Stadtwerke Neuss Energie und Wasser GmbH 471,00 1,55
Stadtwerke Geldern GmbH 447,00 1,47
9 weitere Stadtwerke der Region (Geschäftsanteile jeweils
unter 1 %)
2.083,00 6,83
Gesamt 30.420,00 100,00
Komplementärin der GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG
Beteiligungsbericht 2012 GREEN GECCO Beteiligungsg esellschaft-Verwaltungs GmbH
163
Gegenstand des Unternehmens
Die GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft-Verwaltung s GmbH, Troisdorf ist die einzige
persönlich haftende Gesellschafterin der GREEN GECC O Beteiligungsgesellschaft mbH &
Co. KG. Somit ist sie geschäftsführende Gesellschaf terin, am Vermögen der GREEN
GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG nicht b eteiligt und daher zur Leistung von
Einlagen weder berechtigt noch verpflichtet.
Die GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbh & Co. KG beteiligt sich an Projekten der
regenerativen Energieerzeugung.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Dr.-Ing. Norbert Ohlms
4.25.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft-Verwaltung s GmbH erzielte im Geschäftsjahr
2012 einen Jahresüberschuss in Höhe von 1.309 €, we lcher im Wesentlichen aus der
Haftungsvergütung resultiert.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die
Erfüllung des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Bilanzstruktur im 3-Jahresvergleich
Jahr 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € %
Sachanlagen 0 0,0 453 1,0 1.029 2,2
=Anlagevermögen 0 0,0 453 1,0 1.029 1,0
Forderungen 25.864 67,3 22.545 50,2 25.915 55,2
Flüssige Mittel 12.567 32,7 21.953 48,8 19.981 42,6
=Umlaufvermögen 38.431 100,0 44.498 99,0 45.896 97,8
Aktiva 38.431 100,0 44.951 100,0 46.925 100,0
gezeichnetes Kapital 25.000 65,1 30.420 67,7 30.420 64,8
Gewinn- / Verlustvortrag -1.002 -2,6 -98 -0,2 1.458 3,1
Jahresüberschuss 904 2,4 1.557 3,5 1.309 2,8
=Eigenkapital 24.902 64,8 31.879 70,9 33.187 70,7
Rückstellungen 5.410 14,1 4.578 10,2 4.737 10,1
Verbindlichkeiten 8.120 21,1 8.495 18,9 9.001 19,2
Passiva 38.431 100,0 44.951 100,0 46.925 100,0
Beteiligungsbericht 2012 GREEN GECCO Beteiligungsg esellschaft-Verwaltungs GmbH
164
Ertragslage im 3-Jahresvergleich
Jahr 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € €
Umsatzerlöse 141.837 161.021 0
Sonstige betriebliche Erträge 6 1.001 163.850
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 64
188 33
Erträge 141.907 162.210 163.883
Personalaufwand 101.437 116.836 116.954
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 39.156
43.902 45.054
Abschreibungen 0 33 321
Aufwendungen 140.593 160.771 162.329
Erträge 141.907 162.210 163.883
Aufwendungen 140.593 160.771 162.329
Steuern 410 -118 245
Jahresergebnis 904 1.557 1.309
4.25.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Die Chancen und Risiken der GREEN GECCO Beteiligungs-Verwaltungs GmbH sind eng mit
der Rolle der Gesellschaft als persönlich haftende, geschäftsführende Gesellschafterin der
GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG verknüpft.
Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wird sich in den kommenden Jahren weiterhin auf die
GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG beschränken. Folglich werden die
Erträge in erster Linie die Geschäftsführungsvergütung beinhalten.
Es wird in den kommenden beiden Geschäftsjahren jeweils mit einem geringen positiven
Jahresergebnis gerechnet.
Beteiligungsbericht 2012 RVM Verkehrsdienst GmbH
165
5 Die mittelbaren Beteiligungen über die Regionalve rkehr
Münsterland GmbH
5.1 RVM Verkehrsdienst GmbH
5.1.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
RVM Verkehrsdienst GmbH
c/o Westfälische Verkehrsgesellschaft mbH
Krögerweg 11
48155 Münster
Telefon: (02 51) 62 70-0
Gründungsjahr: 1993
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Regionalverkehr Münsterland GmbH 25.600 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Die RVM-Verkehrsdienst GmbH ist ein Tochterunterneh men der Regionalverkehr Münsterland
GmbH. Gemäß § 2 des Gesellschaftsvertrages ist der Zweck der Gesellschaft der Betrieb von
öffentlichem Personen- und Güterverkehr, ferner die Beteiligung an Unternehmen, die diese
Zwecke fördern.
Organe der Gesellschaft
Die Geschäfts- und Betriebsführung wird von der Wes tfälischen Verkehrsgesellschaft mbH,
Münster (WVG) wahrgenommen, die ihrerseits im Rahmen ihrer gesellschaftsrechtlichen Aufgabe
die Förderung und Verbesserung der Verkehrsverhältn isse in den in ihrem Einzugsgebiet
liegenden Verkehrsräumen sowie die Koordinierung un d Rationalisierung der angeschlossenen
Verkehrsbetriebe verfolgt.
Geschäftsführung:
Herr Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Andre Pieperjohanns, Wildeshausen
Herr Dipl.-Geograph Werner Linnenbrink, Münster
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der Regionalverkehr Münsterland GmbH
Beteiligungsbericht 2012 RVM Verkehrsdienst GmbH
166
5.1.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Aktivitäten der Gesellschaft beschränken sich z urzeit auf Personalgestellungen für die
Muttergesellschaft. Die Leistungen werden gegenüber der RVM zu den um sonstige Erträge
geminderten Selbstkosten abgerechnet, wodurch das Jahresergebnis ausgeglichen ist.
Zum Ende des Berichtsjahres beschäftigte die RVM Ve rkehrsdienst GmbH 90 Mitarbeiter,
wovon 16 Teilzeitkräfte und 25 geringfügig Beschäftigte waren.
Die Bilanzsumme betrug 207 T€ in 2012. Sie ergibt s ich im Wesentlichen aus dem
Verrechnungsverkehr mit der Muttergesellschaft.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die
Erfüllung des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Anlagevermögen 3.681 1,0 3.068 1,0 2.454 1,3 1.840 1,3
Vorräte 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Forderungen / sonst.
Vermögensgegenstände 359.896 97,9 212.171 97,9 194.658 98,2 201.630 98,2
Flüssige Mittel 3.963 1,1 3.442 1,1 1.192 0,6 3.344 0,6
=Umlaufvermögen 363.859 99,0 215.613 99,0 195.850 98,8 204.974 98,8
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Aktiva 367.540 100,0 218.680 100,0 198.304 100,0 206.814 100,0
Gezeichnetes Kapital 25.600 7,0 25.600 7,0 25.600 12,9 25.600 12,9
Rückstellungen 321.222 87,4 168.713 87,4 159.445 80,4 162.439 80,4
Verbindlichkeiten 20.718 5,6 24.367 5,6 13.259 6,7 18.775 6,7
Passiva 367.540 100,0 218.680 100,0 198.304 100,0 206.814 100,0
Beteiligungsbericht 2012 RVM Verkehrsdienst GmbH
167
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 2.826.493 2.828.292 2.508.117 2.697.796
Sonstige betriebliche Erträge 25.621 58.449 23.969 7.441
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 27
39 43 5
Erträge 2.852.141 2.886.780 2.532.129 2.705.242
Materialaufwand 0 0 0 0
Personalaufwand 2.788.419 2.816.820 2.452.886 2.638.980
Abschreibungen 0 0 0 0
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 63.720
65.875 76.708 63.841
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2 2.313 2.535 2.421
Aufwendungen 2.852.141 2.885.007 2.532.129 2.705.242
Erträge 2.852.141 2.886.780 2.532.129 2.705.242
Aufwendungen 2.852.141 2.885.007 2.532.129 2.705.242
außerordentliche Aufwendungen 0 1.773 0 0
Jahresergebnis 0 0 0 0
5.1.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Die Geschäftstätigkeit wird entsprechend der Fluktu ation von Fahrdienstmitarbeitern bei der
Muttergesellschaft weiterhin ausgeweitet. Die Gesel lschaft rechnet aufgrund der
kostendeckenden Verrechnung für die nächsten beiden Geschäftsjahre mit einem stabilen
Ergebnis.
Die Geschäftsführung sieht für die Zukunft keine besonderen Risiken.
Beteiligungsbericht 2012 Verkehrsbetrieb Kipp GmbH
168
5.2 Verkehrsbetrieb Kipp GmbH
5.2.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Verkehrsbetrieb Kipp GmbH
Münsterstraße 58 a
48525 Lengerich
Telefon: (0 54 81) 84 75 57-0
Gründungsjahr: 2009
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Regionalverkehr Münsterland GmbH 25.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung und V erbesserung des öffentlichen Verkehrs
im Sinne des § 107 Abs. 1 GO NRW in den Kreisen Bor ken, Coesfeld, Steinfurt, Warendorf und
in der Stadt Münster einschließlich grenzüberschrei tender Verkehre in benachbarte
Verkehrgebiete, insbesondere durch Einrichtung und Betrieb von Linien- und
Freistellungsverkehren, sowie die Förderung und Ver besserung von Güterverkehr auf Schiene
und Straße, ferner die Beteiligung an Unternehmungen, die diese Zwecke fördern.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr André Pieperjohanns, Wildeshausen
Herr Werner Linnenbrink, Münster
5.2.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die Verkehrsbetrieb Kipp GmbH leistete im Geschäfts jahr 2012 insgesamt 3.253 tsd-km für ihre
Auftraggeber und erzielte dadurch Umsatzerlöse in H öhe von 5,1 Mio. €. Auf die Kosten der
Fahrleistung wirkten sich dabei um rund 5 % gestiegene Treibstoffpreise aus.
Das Unternehmen tätigte Investitionen in Höhe von 1 ,4 Mio Euro, die in Omnibusse sowie in
Betriebs- und Geschäftsausstattung flossen.
Der Jahresüberschuss in Höhe von 43 T€ wurde entspr echend des Ergebnisabführungsvertrages
vollständig an die Muttergesellschaft RVM abgeführt.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 Verkehrsbetrieb Kipp GmbH
169
Bilanzstruktur im 3-Jahresvergleich
Jahr 2010 2011 2011
Bilanz - Position € % € % € %
immaterielle
Vermögensgegenstände 590 0,0 387 0,0 184 0,0
Sachanlagen 1.151.936 83,9 2.379.233 88,8 2.853.073 88,8
=Anlagevermögen 1.152.526 83,9 2.379.620 88,8 2.853.257 88,8
Vorräte 34.461 2,5 39.798 1,5 62.182 1,5
Forderungen / sonst.
Vermögensgegenstände 165.499 12,1 242.075 9,0 248.217 9,0
Flüssige Mittel 55.210 4,0 17.208 0,6 19.102 0,6
=Umlaufvermögen 220.709 16,1 299.080 11,1 329.501 11,1
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Aktiva 1.373.235 100,0 2.678.700 100,0 3.182.758 100,0
Gezeichnetes Kapital 25.000 1,8 25.000 0,9 25.000 0,9
nicht eingeforderte ausstehende
Einlage auf das gezeichnete
Kapital 12.500
0,9 0 0,0 0 0,0
Verlustvortrag -1.313 -0,1 -3.981 -0,1 -3.981 -0,1
Jahresfehlbetrag -2.667 -0,2 0 0,0 0 0,0
=Eigenkapital 8.519 0,6 21.019 0,8 21.019 0,8
Rückstellungen 45.196 3,3 74.426 2,8 115.546 2,8
Verbindlichkeiten 1.319.520 96,1 2.583.255 96,4 3.046.193 96,4
Passiva 1.373.235 100,0 2.678.700 100,0 3.182.758 100,0
Ertragslage im 3-Jahresvergleich
Jahr 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € €
Umsatzerlöse 683.368 4.875.156 5.121.719
Sonstige betriebliche Erträge 20.380 28.559 55.250
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 0
0 0
Erträge aus Verlustübernahme 98.362 0 0
Erträge 802.110 4.903.714 5.176.969
Materialaufwand 266.017 2.284.777 2.366.717
Personalaufwand 348.808 1.538.823 1.756.457
Abschreibungen 94.601 373.983 486.107
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 85.697
383.223 489.705
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.471 17.797 34.249
Aufwendungen 803.593 4.598.602 5.133.235
Erträge 802.110 4.903.714 5.176.969
Aufwendungen 803.593 4.598.602 5.133.235
Steuern 1.184 1.774 751
abgeführte Gewinne 0 303.338 42.983
Jahresergebnis -2.667 0 0
Beteiligungsbericht 2012 Verkehrsbetrieb Kipp GmbH
170
5.2.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Die Gesellschaft rechnet für das Jahr 2013 mit eine m positiven Jahresergebnis in Höhe von
rund 20 T€ vor Ergebnisabführung. Die Betriebserträ ge und Ergebnisse der Folgejahre
werden sich voraussichtlich auf dem Niveau des Berichtsjahres 2012 einpendeln.
Die langfristig ausgelegten Beschäftigungsverträge mit RVM, LWL und Weilke stellen eine
solide Geschäftsgrundlage für das Unternehmen dar. Durch die abgeschlossene Umsetzung
der im Jahr 2010 beschlossenen Direktvergabe bei de r RVM gestaltet sich die Auftragslage
grundsätzlich positiv.
Ein Risikofaktor besteht insbesondere im Hinblick a uf steigende Personalkosten. Das seit
Mai 2012 geltende Tariftreue- und Vergabegesetz (TV gG) sorgt in Nordrhein-Westfalen für
Unsicherheit. Die Gesellschaft muss sich zukünftig auf härtere Rahmenbedingungen der
Vergütung einstellen. Aufgrund des hohen Anteils de r Personalkosten an den Gesamtkosten
würde sich eine Steigerung des Tarifniveaus negativ auf das Unternehmensergebnis
auswirken.
Beteiligungsbericht 2012 Westfälische Verkehrsgese llschaft mbH
171
5.3 Westfälische Verkehrsgesellschaft mbH
5.3.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Westfälische Verkehrsgesellschaft mbH
Krögerweg 11
48155 Münster
Telefon: (02 51) 62 70-0
Gründungsjahr: 1969
Gesellschafter Stammkapitalanteil
in € in %
Regionalverkehr Münsterland GmbH 1.043.980 47,14
Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH 632.710 28,57
Verkehrsgesellschaft Kreis Unna GmbH 316.360 14,29
Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH 221.450 10,00
Gesamt 2.214.500 100,00
Beteiligungen der Gesellschaft in 2011
beka Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft für
Verkehrsunternehmen mbh, Köln
600
-
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung und V erbesserung des öffentlichen Verkehrs
im Sinne des § 107 Abs. 1 GO NRW in den Verkehrsgeb ieten der Gesellschafter sowie die
Koordinierung und Rationalisierung der operativ tätigen Verkehrsunternehmen.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Andre Pieperjohanns, Wildeshausen
Herr Dipl.-Geograph Werner Linnenbrink, Münster
Aufsichtsrat:
Landrat Michael Makiolla (Vorsitzender)
Kreisdirektor Joachim L. Gilbeau (1. stellv. Vorsitzender)
Herr Thomas Rissiek (2. stellv. Vorsitzender)
Kreisdirektor Dr. Klaus Drathen (ab 18.04.2012)
Ltd. Kreisbaudirektor Friedrich Gnerlich
Herr Anton Grüne
Herr Roland Henrichs
Herr Heinz Horstmann
Bürgermeister Werner Kolter
Kreisdirektor Dirk Lönnecke
Beteiligungsbericht 2012 Westfälische Verkehrsgese llschaft mbH
172
Ltd. Kreisbaudirektor Franz Niederau
Ltd. Kreisrechtsdirektor Dr. Hermann Paßlick
Herr Franz-Josef Teuber
Bürgermeister Hans-Josef Vogel
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter der Westfälischen Verkehrsgesellschaft mbH
5.3.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die betreuten Verkehrsunternehmen leisten der Westf älischen Verkehrsgesellschaft mbH durch
eine Umlage Aufwendungsersatz für die der Gesellsch aft im Rahmen der Geschäfts- und
Betriebsführungstätigkeit entstehenden Aufwendungen abzüglich Erträge, so dass die
Gesellschaft ein ausgeglichenes Jahresergebnis ausweist.
Die Gesellschaft erwirtschaftete im Jahr 2012 Umsat zerlöse – bestehend aus der Betriebs- und
Geschäftsführungsumlage – in Höhe von 4,23 Mio. €. Die Bilanzsumme verringerte sich um 4.904
T€ auf 12.274 T€
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 91.000
0,5 137.456 1,0 111.935 0,7 74.239 0,6
Sachanlagen 1.905.000 10,7 1.883.813 13,4 1.886.616 11,0 1.866.383 15,2
Finanzanlagen 4.690.000 26,4 6.303 0,0 5.409 0,0 4.514 0,0
=Anlagevermögen 6.686.000 37,7 2.027.572 14,4 2.003.960 11,7 1.945.136 15,8
Vorräte 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Forderungen / sonst.
Vermögensgegenstände 11.024.000 62,2 6.141.205 43,6 2.861.669 16,7 3.719.908 30,3
Flüssige Mittel 17.000 0,1 5.920.192 42,0 12.305.638 71,6 6.602.306 53,8
=Umlaufvermögen 11.041.000 62,3 12.061.397 85,6 15.167.307 88,3 10.322.214 84,1
Rechnungsabgrenzungsposten 8.000 0,0 5.861 0,0 5.871 0,0 6.175 0,1
Aktiva 17.735.000 100,0 14.094.830 100,0 17.177.138 100,0 12.273.525 100,0
Gezeichnetes Kapital 2.214.000 12,5 2.214.500 15,7 2.214.500 12,9 2.214.500 18,0
Kapitalrücklage 4.676.000 26,4 0 0,0 0 0,0 0 0,0
=Eigenkapital 6.890.000 38,8 2.214.500 15,7 2.214.500 12,9 2.214.500 18,0
Rückstellungen 2.773.000 15,6 2.931.472 20,8 2.830.162 16,5 2.761.226 22,5
Verbindlichkeiten 8.064.000 45,5 8.943.012 63,4 12.126.616 70,6 7.291.725 59,4
Rechnungsabgrenzungsposten 8.000 0,0 5.846 0,0 5.860 0,0 6.074 0,0
Passiva 17.735.000 100,0 14.094.830 100,0 17.177.138 100,0 12.273.525 100,0
Beteiligungsbericht 2012 Westfälische Verkehrsgese llschaft mbH
173
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 3.901.000 4.327.722 4.306.804 4.233.091
Sonstige betriebliche Erträge 2.275.000 2.292.819 2.486.185 2.220.427
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 549.000
205.861 178.592 156.685
Erträge aus Beteiligungen 0 30 0 0
Erträge 6.725.000 6.826.431 6.971.581 6.610.203
Materialaufwand 0 0 0 0
Personalaufwand 4.255.000 4.059.663 4.290.339 4.174.816
Abschreibungen 120.000 160.124 192.406 215.289
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 1.908.000
2.145.768 2.160.124 1.907.327
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 434.000 332.048 287.659 271.407
Aufwendungen 6.717.000 6.697.603 6.930.528 6.568.839
Erträge 6.725.000 6.826.431 6.971.581 6.610.203
Aufwendungen 6.717.000 6.697.603 6.930.528 6.568.839
außerordentliche Aufwendungen 0 120.746 32.318 32.318
Steuern 8.000 8.082 8.734 9.046
Jahresergebnis 0 0 0 0
5.3.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Die Gesellschaft rechnet für das Jahr 2013 mit Umsatzerlösen in Höhe von rund 4,2 Mio. €.
Problematisch stellt sich die demografische Entwicklung dar, die zu starken Verringerungen und
Veränderungen der Schülerströme führen wird. Dadurch könnten sich zukünftig deutliche
Auswirkungen auf das Geschäftsfeld „Ausbildungsverkehr“ ergeben.
Ebenso stellt der Fachkräftemangel sowie die in den nächsten zehn Jahren erfolgende
Pensionierung zahlreicher Fach- und Führungskräfte die Gesellschaft vor eine Herausforderung,
der sie mit rechtzeitiger, angemessener und wirtschaftlicher Neubesetzung und Einarbeitung
entgegenzuwirken versucht.
Beteiligungsbericht 2012 Technologieförderung Müns ter GmbH
174
6 Die mittelbaren Beteiligungen über die
Wirtschaftsförderung Münster GmbH
6.1 Technologieförderung Münster GmbH
6.1.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Technologieförderung Münster GmbH
Mendelstraße 11
48149 Münster
Telefon: (02 51) 9 80 11 04
Gründungsjahr: 1985
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Wirtschaftsförderung Münster 4.086.000 93,99
Sparkasse Münsterland Ost 256.000 5,89
Westfälische Wilhelms-Universität Münster 5.000 0,12
Gesamt 4.347.000 100,00
Beteiligungen der Gesellschaft: Stammkapitalanteil
in € in %
CeNTech GmbH 395.000 79,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung von I nnovationen und Technologietransfer.
Hierzu gehört insbesondere der Betrieb eines Techno logiehofes und eines
Biotechnologiezentrums in Münster. Darüber hinaus w erden bei der Technologieförderung
Münster GmbH die Clusteraktivitäten gebündelt. Auße rdem bietet die Technologieförderung
Münster GmbH ein vollständiges Angebot für die Sens ibilisierung, Qualifizierung und das
Coaching von Gründern aus den Hochschulen.
Beteiligungsbericht 2012 Technologieförderung Müns ter GmbH
175
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dr. Thomas Robbers, Münster
Aufsichtsrat:
Ratsherr Dr. Dietmar Erber (Vorsitzender)
Ratsherr Thomas Fastermann (stellv. Vorsitzender) (bis 08.02.2012)
Ratsherr Friedhelm Schade (stellv. Vorsitzender) (ab 08.02 bis 19.09.2012)
Ratsherr Matthias Kersting (stellv. Vorsitzender) (ab 19.09.2012)
Stadtkämmerin Helga Bickeböller a. D. (bis 09.05.2012)
Stadtkämmerer Hartwig Schultheiß (ab 09.05.2012)
Ratsherr Walter von Göwels
Ratsherr Carsten Peters
Ratsherr Jürgen Reuter (bis 08.02.2012)
Herr Klaus Richter
Ratsherr Jens-Ulrich Lenski (ab 08.02.2012)
Herr Dr. Hubert Sanetra
Herr Matthias Schwarte
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter
6.1.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Das Geschäftsjahr 2012 verlief für die Technologief örderung Münster GmbH sehr erfolgreich. Im
Vermietungsgeschäft knüpften die Auslastungsquoten im Technologiehof und im
Biotechnologiezentrum an das hohe Niveau des Vorjahres an und stabilisierten sich zusehends.
Zu Ende des Jahres lag die Auslastungsquote des Tec hnologiehofes bei 96,8 % und die des
Deilmann-Hauses bei 94 %. Das Biotechnologiezentrum war mit 100 % voll ausgelastet.
Es wurden 15 neue bzw. ergänzende Mietverträge mit einer Gesamtfläche von 1036 m²
abgeschlossen, denen vier Vertragskündigungen und d rei Flächenreduzierungen mit 597 m²
sowie 65 m² gegenüber standen.
Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 374 T€ lag um 396 T€ unter dem im Wirtschaftsplan 2012
prognostizierten Ergebnis (396 T€). Im Vergleich zu m Vorjahr hat sich das Defizit jedoch um 100
T€ vergrößert. Negativ bemerkbar machte sich dabei die erfolgswirksame Bilanzierung einer
möglichen Rückzahlungsverpflichtung für noch nicht verbrauchte Festbetragseinlagen (128 T€).
Außerdem sanken die Erträge aus dem Clustermanageme nt. Positiv wirkten sich geringere
Zinsaufwendungen sowie höhere Erträge aus dem Vermi etungsgeschäft und niedrigere
Ausgaben für externe Projekt- und Beratungsleistungen aus.
Darüber hinaus begleitete die Gesellschaft in 2012 zahlreiche Projekte und Veranstaltungen zu
Gründung, Wachstum und Ansiedlung technologieorientierter Unternehmen in der Stadt Münster.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Technologieförderung
Münster GmbH. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhand der
wirtschaftlichen Unternehmensdaten ersichtlich.
Beteiligungsbericht 2012 Technologieförderung Müns ter GmbH
176
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 0
0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Sachanlagen 9.706.481 70,7 8.862.165 66,9 8.005.041 64,3 7.182.925 59,2
Finanzanlagen 2.489.193 18,1 3.036.020 22,9 2.842.039 22,8 2.695.420 22,2
Anlagevermögen 12.195.674 88,8 11.898.185 89,9 10.847.080 87,2 9.878.345 81,5
Vorräte 3.600 0,0 4.200 0,0 5.400 0,0 4.300 0,0
Forderungen / sonstige
Vermögensgegenstände 1.032.543 7,5 575.154 4,3 796.434 6,4 1.238.481 10,2
Flüssige Mittel 501.228 3,6 763.432 5,8 791.747 6,4 1.000.958 8,3
Umlaufvermögen 1.537.372 11,2 1.342.786 10,1 1.593.581 12,8 2.243.739 18,5
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 0 0,0 1.816 0,0 1.329 0,0
Aktiva 13.733.046 100,0 13.240.971 100,0 12.442.477 100,0 12.123.413 100,0
Gezeichnetes Kapital 4.347.000 31,7 4.347.000 32,8 4.347.000 34,9 4.347.000 35,9
Rücklagen 1.009.200 7,3 798.363 6,0 854.106 6,9 1.139.830 9,4
Bilanzgewinn/ -verlust -3.654.218 -26,6 -2.945.902 -22,2 -2.945.902 -23,7 -2.945.902 -24,3
Eigenkapital 1.701.982 12,4 2.199.460 16,6 2.255.204 18,1 2.540.928 21,0
Sonderposten f.
Investitionszuschüsse 4.517.363
32,9 3.938.633 29,7 3.420.751 27,5 2.902.869 23,9
Rückstellungen 149.600 1,1 62.200 0,5 65.500 0,5 168.350 1,4
Verbindlichkeiten 7.359.190 53,6 7.026.423 53,1 6.696.522 53,8 6.477.051 53,4
Rechnungsabgrenzungsposten 4.910 0,0 14.255 0,1 4.500 0,0 34.215 0,3
Passiva 13.733.046 100,0 13.240.971 100,0 12.442.477 100,0 12.123.413 100,0
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 1.627.920 1.727.469 1.786.109 1.799.781
Sonstige betriebliche Erträge 152.832 322.743 661.726 465.981
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 10.551
16.360 24.389 20.445
Außerordentliche Erträge 524.437 517.882 517.882 517.882
Erträge 2.315.740 2.584.454 2.990.106 2.804.089
Materialaufwand 0 0 0 0
Personalaufwand 342.247 440.862 526.855 538.343
Abschreibungen 1.053.635 1.089.060 1.033.547 1.013.694
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.199.311 1.249.386 1.297.755 1.271.669
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 382.076 371.891 354.964 303.419
Aufwendungen aus
Verlustübernahme 0
0 0 0
Aufwendungen 2.977.269 3.151.199 3.213.121 3.127.125
Erträge 2.315.740 2.584.454 2.990.106 2.804.089
Aufwendungen 2.977.269 3.151.199 3.213.121 3.127.125
Steuern/-Erstattungen 46.786 80.777 51.241 51.241
Jahresergebnis -708.315 -647.522 -274.256 -374.277
Gewinn-/Verlustvortrag -2.945.902 0 0 0
Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0 647.522 274.256 374.277
Bilanzgewinn/-verlust -3.654.218 0 0 0
Beteiligungsbericht 2012 Technologieförderung Müns ter GmbH
177
6.1.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
In 2013 rechnet die Gesellschaft mit dem Auszug ein es größeren Mieters, wodurch 600 m²
Bürofläche frei würden. Dies würde der Technologief örderung Münster GmbH Spielraum
schaffen, neue innovative Unternehmen an den Standort Münster zu binden.
Allerdings würde eine mögliche Reduzierung der Ausl astung auch zu geringeren Mieteinnahmen
führen. Demgegenüber wird für das Biotechnologiezen trum jedoch weiterhin von einer
Auslastung von 100 % ausgegangen.
Als Folge ebenfalls geringerer Einnahmen aus dem Cl ustermanagement und weiterer
Förderprojekte wird für das Geschäftsjahr 2013 mit 580 T€ ein höherer Jahresfehlbetrag als in
2012 erwartet. Davon entfallen 208 T€ auf die Beteiligung an der CeNTech GmbH.
Beteiligungsbericht 2012 CeNTech GmbH
178
6.2 CeNTech GmbH
6.2.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
CeNTech GmbH
Heisenbergstraße 11
48149 Münster
Telefon (02 51) 5 34 06 - 1 01
Gründungsjahr: 2001
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Technologieförderung Münster GmbH 395.000 79,00
Sparkasse Münsterland Ost 100.000 20,00
Westfälische Wilhelms-Universität Münster 5.000 1,00
Gesamt 500.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Bau und der Bet rieb des interdisziplinären Zentrums für
Nanotechnologie mit dem besonderen Ziel der Förderu ng des Technologietransfers auf diesem
Gebiet. Im Zusammenhang damit werden auch Dienstlei stungen für Unternehmen,
Forschungseinrichtungen sowie andere Institutionen erbracht werden, sofern ein unmittelbarer
Zusammenhang mit dem Unternehmenszweck besteht.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dr. Thomas Robbers
Aufsichtsrat:
Ratsherr Dr. Dietmar Erber (Vorsitzender)
Ratsherr Thomas Fastermann (stellv. Vorsitzender) (bis 08.02.2012)
Ratsherr Friedhelm Schade (stellv. Vorsitzender) (vom 08.02.2012 – 19.09.2012)
Ratsherr Matthias Kersting (stellv. Vorsitzender) (ab 19.09.2012)
Frau Stadtkämmerin Helga Bickeböller (bis 09.05.2012)
Stadtdirektor Hartmut Schultheiß (ab 09.05.2012)
Herr Klaus Richter
Herr Matthias Schwarte
Gesellschafterversammlung:
Vertreter der einzelnen Gesellschafter
Beteiligungsbericht 2012 CeNTech GmbH
179
6.2.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Die CeNTech GmbH entwickelte sich im Geschäftsjahr 2012 positiv. Zwar erzielte die
Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 153 T€, blieb damit jedoch 92 T€ unter dem im
Wirtschaftsplan prognostizierten Defizit. Vergliche n mit dem Jahr 2011 hat sich der
Jahresfehlbetrag um 26 T€ verringert. Diese positi ve Entwicklung resultiert aus dem Projekt
„COPT.NRW“, dessen Erträge die deutlich geringeren Aufwendungen überstiegen.
Das CeNTech I war erneut vollvermietet, das CeNTech II wurde termingerecht der Universität
Münster zu Nutzung übergeben.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 2
0,0 4.246 0,0 2.654 0,0 1.062 0,0
Sachanlagevermögen 6.072.562 82,9 7.811.298 84,4 12.972.441 94,0 12.504.955 95,2
Anlagevermögen 6.072.564 82,9 7.815.544 84,4 12.975.095 94,1 12.506.017 95,2
Forderungen / sonst.
Vermögensgegenstände 204.983 2,8 515.485 5,6 222.621 1,6 125.048 1,0
Flüssige Mittel 1.042.471 14,2 924.260 10,0 595.349 4,3 503.532 3,8
Umlaufvermögen 1.247.453 17,0 1.439.746 15,6 817.970 5,9 628.580 4,8
Rechnungsabgrenzungsposten 5657,27 0,1 2.657 0,0 2.439 0,0 2.072 0,0
Aktiva 7.325.675 100,0 9.257.947 100,0 13.795.504 100,0 13.136.669 100,0
Gezeichnetes Kapital 500.000 6,8 500.000 5,4 500.000 3,6 500.000 3,8
Kapitalrücklage 2.852.673 38,9 2.655.783 28,7 2.557.252 18,5 2.564.064 19,5
Verlustvortrag 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Jahresfehlbetrag -201.796 -2,8 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Entnahme aus der
Kapitalrücklage 0
0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Eigenkapital 3.150.877 43,0 3.155.783 34,1 3.057.252 22,2 3.064.064 23,3
Sonderposten für
Investitionszuschüsse 3.821.959
52,2 4.921.724 53,2 9.854.509 71,4 9.496.199 72,3
Rückstellungen 163.440 2,2 128.508 1,4 81.710 0,6 133.667 1,0
Verbindlichkeiten 128.262 1,8 992.315 10,7 739.253 5,4 376.930 2,9
Rechnungsabgrenzungsposten 61.137 0,8 59.617 0,6 62.780 0,5 65.809 0,5
Passiva 7.325.675 100,0 9.257.947 100,0 13.795.504 100,0 13.136.669 100,0
Beteiligungsbericht 2012 CeNTech GmbH
180
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 155.982 132.834 387.055 209.343
Sonstige betriebliche Erträge 255.444 478.647 499.663 356.274
Sonstige Zinsen/Finanzerträge 44.018 9.873 7.382 5.034
Erträge aus Zuschüssen 160.218 160.218 209.745 358.310
Erträge 615.661 781.572 1.103.845 928.961
Personalaufwand 145.238 165.291 136.285 194.456
Abschreibungen 256.251 256.551 306.600 455.333
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 410.546
560.118 813.004 399.574
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen 23
9.975 13.910 11.271
Aufwendungen 812.058 991.934 1.269.800 1.060.634
Erträge 615.661 781.572 1.103.845 928.961
Aufwendungen 812.058 991.934 1.269.800 1.060.634
Steuern/Erstattungen 5.399 34.732 12.576 21.514
Jahresergebnis -201.796 -245.094 -178.531 -153.187
6.2.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Die Gesellschaft erwartet für 2013 erneut eine nahe zu vollständige Vermietung des Gebäudes
und geht dementsprechend davon aus, dass die Umsatz erlöse stabil bleiben. Gleiches gilt für die
Einwerbung von Fördermitteln. Demgegenüber sind Spi elräume zur Erhöhung der
Gesamtleistung bei der Patentverwertung möglich.
Im Wirtschaftsplan für 2013 wird ein Jahresfehlbetr ag in Höhe von 208 T€ ausgewiesen, welcher
um 55 T€ höher liegt als das Ergebnis des Abschluss es 2012. Dieser Trend ist in erster Linie
erhöhten Betriebsaufwendungen und eher vorsichtig k alkulierten Erträgen aus Fördermitteln
zuzuschreiben.
Beteiligungsbericht 2012 NBZ – Nano-Bioanalytik-Ze ntrum GmbH
181
6.3 NBZ – Nano-Bioanalytik-Zentrum GmbH
6.3.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
NBZ – Nano-Bioanalytik-Zentrum GmbH
Mendelstraße 11
48149 Münster
Gründungsjahr: 2009
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Wirtschaftsförderung Münster GmbH 25.000 100,00
Gegenstand des Unternehmens
Zweck der Gesellschaft ist die Errichtung und der B etrieb eines Nano-Bioanalytik-Zentrums in
Münster zur Ansiedlung und Förderung von kleinen un d mittelständischen Unternehmen im
Umfeld der Nano- und Bioanalytik.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Dr. Thomas Robbers
Gesellschafterversammlung:
Gesellschafterin Wirtschaftsförderung Münster GmbH
Beteiligungsbericht 2012 NBZ – Nano-Bioanalytik-Ze ntrum GmbH
182
6.3.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Das Nano-Bioanalytik-Zentrum wurde im Verlauf des J ahres weiter ausgebaut und Ende 2012
fertiggestellt. Parallel zur Errichtung des Gebäude s startete die Gesellschaft mit der Vermarktung
des Zentrums.
Fünf Mietverträge über insgesamt 1.910 m² Fläche wa ren zum Ende des vergangenen
Geschäftsjahres bereits abgeschlossen. Dies entspri cht einer Vermietungsquote von rund 64 %.
Ursprünglich gerechnet hatte die NBZ GmbH mit einer Auslastung von 40 % im 1. Betriebsjahr.
Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr mit ein em Fehlbetrag von 41 T€ ab und liegt damit
54 T€ unter dem im Wirtschaftsplan prognostizierten Defizit.
Die unter der Rubrik Gegenstand des Unternehmens aufgeführten Unternehmensziele
entsprechen dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentl ichen Zweck der Gesellschaft. Die Erfüllung
des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist a nhand der wirtschaftlichen
Unternehmensdaten ersichtlich.
Bilanzstruktur im 3-Jahresvergleich
Jahr 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € %
Immaterielle
Vermögensgegenstände 1.386
0,0 3.721 0,0 2.181 0,0
Sachanlagevermögen 1.028.403 25,5 4.837.839 60,2 10.059.077 77,9
Anlagevermögen 1.029.789 25,5 4.841.560 60,3 10.061.258 78,0
Forderungen / sonst.
Vermögensgegenstände 243.984 6,0 1.160.333 14,4 1.089.504 8,4
Flüssige Mittel 2.763.280 68,4 2.023.453 25,2 1.752.589 13,6
Umlaufvermögen 3.007.263 74,5 3.183.786 39,6 2.842.093 22,0
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 5926 0,1 1.482 0,0
Aktiva 4.037.053 100,0 8.031.272 100,0 12.904.833 100,0
Gezeichnetes Kapital 25.000 0,6 25.000 0,3 25.000 0,2
Kapitalrücklage 3.000.000 74,3 2.933.790 36,5 2.893.224 22,4
Verlustvortrag 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Jahresfehlbetrag -29.916 -0,7 0 0,0 0 0,0
Entnahme aus der
Kapitalrücklage 0
0,0 0 0,0 0 0,0
Eigenkapital 2.995.084 74,2 2.958.790 36,8 2.918.224 22,6
Sonderposten für
Investitionszuschüsse 757.402
18,8 3.631.101 45,2 7.634.826 59,2
Rückstellungen 271.500 6,7 260.300 3,2 9.900 0,1
Verbindlichkeiten 13.066 0,3 1.181.080 14,7 2.340.877 18,1
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 0 0,0 1.006 0,0
Passiva 4.037.053 100,0 8.031.272 100,0 12.904.833 100,0
Beteiligungsbericht 2012 NBZ – Nano-Bioanalytik-Ze ntrum GmbH
183
Ertragslage im 3-Jahresvergleich
Jahr 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € €
Umsatzerlöse 0 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 0 0 4.298
Sonstige Zinsen/Finanzerträge 8.775 29.811 25.185
Erträge aus Zuschüssen 0 0 916
Erträge 8.775 29.811 30.399
Personalaufwand 0 0 0
Abschreibungen 0 1.668 2.715
Sonstige betriebliche
Aufwendungen 38.691
63.077 66.748
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen 0
0 141
Aufwendungen 38.691 64.745 69.604
Erträge 8.775 29.811 30.399
Aufwendungen 38.691 64.745 69.604
Steuern/Erstattungen 0 1.360 1.361
Jahresergebnis -29.916 -36.294 -40.566
Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0 -29916 0
Entnahmen aus Kapitalrücklage 0 66.210 40.566
Bilanzgewinn 0 0 0
6.3.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Mit der Aufnahme der Vermietungsleistung zu Beginn des Jahres 2013 erzielt die NBZ GmbH
erste Einnahmen. Diesen gegenüber stehen Aufwendung en für den Betrieb des Gebäudes sowie
für Fremdkapitalzinsen und Abschreibungen. Im Ergeb nis wird dies laut Wirtschaftsplan zu einem
Jahresfehlbetrag in Höhe von etwa 270 T€ in 2013 führen.
Die Gesellschaft geht davon aus, dass das Ziel eine r 75 %-igen Vermietung im zweiten
Betriebsjahr durch die positive Entwicklung in 2012 frühzeitig erreicht wird.
Mit zunehmender Auslastung des Gebäudes in den komm enden Jahren wird sich auch das
Jahresergebnis verbessern.
Beteiligungsbericht 2012 Wohnungsgesellschaft Groß e Lodden mbH
184
7 Die mittelbaren Beteiligungen über die Wohn + Sta dtbau,
Wohnungsunternehmen der Stadt Münster GmbH
7.1 Wohnungsgesellschaft Große Lodden mbH
7.1.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Wohnungsgesellschaft Große Lodden mbH
Steinfurter Staße 60
48149 Münster
Gründungsjahr: 2005
Gesellschafter: Stammkapitalanteil
in € in %
Wohn + Stadtbau Wohnungsunternehmen der Stadt
Münster GmbH
25.000
100,00
Gegenstand des Unternehmens
Zweck der Gesellschaft ist die Verbesserung der Woh nraumsituation in dem Wohngebiet
„Osthuesheide“ in Münster. Dies soll insbesondere durch folgende Maßnahmen erreicht werden:
• Instandhaltung und gegebenenfalls Modernisierung v on Wohneinheiten bzw. Gebäuden,
• Wirtschaftlich vertretbare Mieten für Mieter und V ermieter
• Schaffung eines zeitlich längerfristig stabilen Ei gentümer- und Mietermixes
Zu diesem Zweck erwirbt, veräußert, betreut, bewirt schaftet und verwaltet die Gesellschaft
Wohneinheiten in dem Gebiet „Osthuesheide“.
Organe der Gesellschaft
Geschäftsführung:
Herr Klemens Nottenkemper
Aufsichtsrat:
Ratsfrau Helga Bennink (Vorsitzende)
Ratsherr Karl-Heinz Winter (bis 08.02.2012)
Ratsfrau Beanka Ganser (stellv. Vorsitzende) (ab 08.02.2012)
Ratsherr Meik Bolte
Herr Michael Dauskardt
Ratsherr Edgar Drüge
Ratsherr Wolfhard Ediger
Ratsherr Thomas Fastermann (ab 08.02.2012)
Herr Olaf Götze
Herr Thomas Marczinkowski
Ratsherr Jürgen Reuter
Herr Peter Sartison
Beteiligungsbericht 2012 Wohnungsgesellschaft Groß e Lodden mbH
185
Stadtdirektor Hartwig Schultheiß
Herr Stefan Wismann (Arbeitnehmervertreter)
Gesellschafterversammlung:
Gesellschafterin Wohn + Stadtbau Wohnungsunternehmen der Stadt Münster GmbH
7.1.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Der Bestand von bisher 84 im Eigentum der Gesellsch aft stehenden Wohnungen im Bereich
Osthuesheide wurde durch den Zukauf von insgesamt 3 Einheiten auf nunmehr 87 von insgesamt
128 Einheiten erhöht.
Zur Finanzierung des Ankaufs wurde bei der Wohnungs gesellschaft Große Lodden mbH eine
weitere Kapitalerhöhung von 1.050.000 € durchgeführt.
Im Jahre 2012 wurden umfangreiche Sanierungsarbeite n im Gemeinschafts- und
Sondereigentum durchgeführt. Dadurch wurde die Wohn situation verbessert und eine bessere
Vermietbarkeit erreicht.
Das Geschäftsjahr 2012 schließt mit einem negativen Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit in Höhe von 96.039 € ab. Dieses ergibt sich im Wesentlichen aus fehlenden
Mieterlösen sowie aufgrund nicht gedeckter Betriebs - und Heizkosten für leer stehende
Wohnungen. Von den 87 Eigentumswohnungen waren am 3 1. Dezember 2012 17 nicht
vermietet.
Die unter der Rubrik Gegenstand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung aufgeführten
Unternehmensziele entsprechen dem gesetzlich vorges chriebenen öffentlichen Zweck der
Gesellschaft. Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks im Geschäftsjahr 2012 ist anhand der
wirtschaftlichen Unternehmensdaten ersichtlich.
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position € % € % € % € %
Sachanlagen 1.144.559 83,2 1.354.950 88,1 1.905.583 84 6.667.481 93
geleistete Anzahlungen 235 0 0 0 0 0 0 0
=Anlagevermögen 1.144.794 83,2 1.354.950 88,1 1.905.583 84 6.667.481 93
Unfertige Leistungen 77.900 5,7 79.500 5,2 117.800 5,2 146.700 2
Forderungen /
sonstige
Vermögensgegenstände 153.103
11,1 103.930 6,8 244.770 10,8 351.010 4,9
Flüssige Mittel 0 0 0 0 0 0 695 0,1
=Umlaufvermögen 231.003 16,8 183.430 11,9 362.570 16 498.405 7,0
Aktiva 1.375.797 100 1.538.380 100 2.268.153 100 7.165.886 100
Gezeichnetes Kapital 25.000 1,8 25.000 1,6 25.000 1,1 25.000 0,3
Kapitalrücklage 200.000 14,5 1.410.357 91,7 2.010.357 88,6 3.060.357 42,7
Gewinn-/Verlustvortrag 24.462 1,8 0 0 0 0 0 0
Jahresergebnis -80.181 -5,8 0 0 0 0 0 0
=Eigenkapital 120.357 8,8 1.435.357 93,3 2.035.357 89,8 3.085.357 43
Rückstellungen 3.000 0,2 3.000 0,2 3.000 0,1 3.000 0,1
Verbindlichkeiten 1.252.440 91 100.023 6,5 229.796 10,1 4.077.529 56,9
Passiva 1.375.797 100 1.538.380 100 2.268.153 100 7.165.886 100
Beteiligungsbericht 2012 Wohnungsgesellschaft Groß e Lodden mbH
186
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen € € € €
Umsatzerlöse 208.037 250.068 303.001 354.142
Bestandsveränderung unfertige Leistungen 32.200 1.600 38.300 28.900
Sonstige betriebliche Erträge 1.727 1.459 14.952 163.156
Sonstige Zinsen/Finanzerträge 144 110 419 118
Erträge 242.108 253.237 356.673 546.316
Aufwendungen für Lieferungen und
Leistungen 220.104
246.982 320.105 425.147
Abschreibungen 13.881 16.970 20.927 80.243
Sonstige betriebliche Aufwendungen 52.036 32.311 59.005 28.488
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 36.310 27.368 460 108.477
Aufwendungen 322.330 323.631 400.498 642.355
Erträge 242.108 253.237 356.673 546.316
Erträge aus Gewinnabführungsvertrag 0 70.394 43.826 96.039
Aufwendungen 322.330 323.631 400.498 642.355
Steuern 41 0 0 0
Jahresergebnis -80.181 0 0 0
Gewinn-/Verlustvortrag -24.462 0 0 0
Bilanzgewinn/-verlust -104.643 0 0 0
7.1.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Zum Halbjahr 2013 werden die umfassenden Sanierungs arbeiten abgeschlossen. Von den
baulichen Maßnahmen erhofft sich die Gesellschaft e ine deutliche Imagesteigerung der Siedlung,
die zukünftig eine bessere Vermietbarkeit der Wohnungen sichern soll.
Ab dem 3. Quartal 2013 wird vermutlich die Vollverm ietung erreicht. Dennoch wird auch in 2013
erneut mit einem negativen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gerechnet.
Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich positive Ergebnisse ab dem Geschäftsjahr 2014
einstellen.
Beteiligungsbericht 2012 Sparkasse Münsterland Ost
187
8 Sonstiges
8.1 Gewährträgerschaft für die Sparkasse Münsterlan d Ost
8.1.1 Allgemeine Unternehmensdaten für 2012
Sparkasse Münsterland Ost
Hauptstellen:
Münster, Weseler Straße 230
Ahlen, Moltkestraße 38
Oelde, Bahnhofstraße 29
Warendorf, Münsterstraße 21
Fernruf–Sammel-Nr.: (02 51) 5 98 - 0
Gründungsjahr: 1829 (2001)
Gegenstand des Unternehmens
Die Sparkassen sind Wirtschaftsunternehmen der Geme inden und Gemeindeverbände mit der
Aufgabe, der geld- und kreditwirtschaftlichen Verso rgung der Bevölkerung und der Wirtschaft,
insbesondere innerhalb ihres Geschäftsgebietes, zu dienen.
Die Sparkassen stärken den Wettbewerb im Kreditgewe rbe. Sie fördern den Sparsinn und die
Vermögensbildung sowie das eigenverantwortliche Han deln der Jugend in wirtschaftlichen
Angelegenheiten. Die Kreditversorgung dient vornehm lich der Kreditausstattung des
Mittelstandes sowie der wirtschaftlich schwächeren Bevölkerungskreise (Auszug aus § 3
Sparkassengesetz des Landes Nordrhein-Westfalen in der Fassung vom 01.01.1995).
Die Sparkasse Münsterland Ost ist nach § 1 Abs. 1 ihrer Satzung in der Fassung vom 01.07.2002
eine mündelsichere, dem gemeinen Nutzen dienende re chtsfähige Anstalt des öffentlichen
Rechts. Sie führt ihre Geschäfte nach kaufmännischen Grundsätzen.
Die Sparkasse ist über den Westfälisch-Lippischen S parkassen- und Giroverband in Münster
dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e.V. in Berlin angeschlossen.
Gewährträger ist der Sparkassenzweckverband der Sta dt Münster, des Kreises Warendorf sowie
der Städte und Gemeinden Ahlen, Beelen, Drensteinfu rt, Ennigerloh, Everswinkel, Oelde,
Ostbevern, Sassenberg, Sendenhorst, Telgte und Ware ndorf. Der Gewährträger haftet für die
Verbindlichkeiten der Sparkasse unbeschränkt. Die G läubiger der Sparkasse können den
Gewährträger nur in Anspruch nehmen, soweit sie aus dem Vermögen der Sparkasse nicht
befriedigt werden.
Die Sparkasse Münsterland Ost betreibt neben den Hauptstellen 76 Filialen.
Beteiligungsbericht 2012 Sparkasse Münsterland Ost
188
Organe der Gesellschaft
Verwaltungsrat:
Landrat Dr. Olaf Gericke (Vorsitzender)
Oberbürgermeister Markus Lewe (1. stellv. Vorsitzender)
Herr Norbert Bing (2. stellv. Vorsitzende)
Herr Wolfgang Heuer (3. stellv. Vorsitzender, bis 18.01.2012)
Herr Holger Wigger (seit 26.06.2012)
Herr Dr. Dietmar Erber
Herr Karl-Wilhelm Hild
Herr Heribert Klas
Frau Carola Möllemann-Appelhoff
Herr Dr. Hans Moormann
Herr Theo Sträßer
Herr Lothar Austermann
Herr Kai Engels
Herr Klaus Oortmann
Frau Christel Overhaus
Herr Norbert Afhüppe
Beratende Teilnahme:
Bürgermeister Ludger Banken
Bürgermeister Berthold Lülf
Bürgermeister Paul Berlage
Bürgermeister Benedikt Ruhmöller
Bürgermeister Jochen Walter
Vorstand:
Herr Markus Schabel (Vorsitzender)
Herr Wolfram Gerling
Herr Klaus Richter
Herr Peter Scholz
8.1.2 Wirtschaftliche Unternehmensdaten
Im Geschäftsjahr 2012 stieg die Bilanzstumme um 218,6 Mio. € (2,6 %) auf 8.482,6 Mio. €.
Kreditgeschäft:
Die Entwicklung des Kreditgeschäfts verlief mit ein em Zugang von 3,8 % oberhalb der Planung.
Die Darlehensauszahlungen beliefen sich insgesamt a uf 1.043,4 Mio. €. Aufgrund der
anhaltenden Nachfrage nach langfristigen Darlehen s tiegen die Forderungen gegenüber
Privatpersonen um 120,3 Mio. €. Die an private Haus halte ausgezahlten Darlehensmittel
erhöhten sich um 477,3 Mio. Die Darlehensauszahlung en an Unternehmer und Selbstständige
reduzierten sich auf 477,6 Mio. €.
Wertpapiere:
Der Bestand an Wertpapiereigenanlagen sank gegenübe r dem Jahr 2011 um 275,4 Mio. € auf
1.179,4 Mio. €. Maßgeblich für diese Entwicklung wa r insbesondere der Rückgang der
Schuldverschreibungen und anderer festverzinslicher Wertpapiere von 261,8 Mio. €. Die
Bestände von Aktien und anderen nicht festverzinsli chen Wertpapieren verminderten sich um
13,6 Mio. €.
Beteiligungen:
Der Anteilsbesitz der Sparkasse per 31.12.2012 von 152 Mio. € (Vorjahr 159,8 Mio. €) entfiel mit
92,9 Mio. € auf die Beteiligung am Sparkassenverban d Westfalen-Lippe, Münster und mit 27,5
Mio. € auf die Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgrup pe mbH & Co. KG. In dieser Gesellschaft
Beteiligungsbericht 2012 Sparkasse Münsterland Ost
189
wird das Engagement der Sparkassen-Finanzgruppe im Zusammenhang mit der Landesbank
Berlin Holding AG gebündelt.
Einlagengeschäft:
Das erwartete Wachstum bei den Geldanlagen von 2,0 % wurde mit einem tatsächlichen
Wachstum von 4,9 % deutlich übertroffen. Die Verbin dlichkeiten gegenüber Kunden
einschließlich der begebenen Schuldverschreibungen fielen gegenüber dem Vorjahr um 476,6
Mio. € (8,1%) höher aus.
Interbankengeschäft:
Durch die Anlage freier liquider Mittel aus fällige n Schuldverschreibungen und anderen
festverzinslichen Wertpapieren stiegen die Forderun gen an Kreditinstitute um 259,9 Mio. €
(40,7%) auf 898,9 Mio. €. Demgegenüber verringerten sich die Verbindlichkeiten um 278,1 Mio. €
auf 1.196,9 Mio. €.
Dienstleistungsgeschäfte:
Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 5.92 6 Bausparverträge mit einem
Vertragsvolumen von 136,2 Mio. € abgeschlossen. Der Wert blieb damit ungefähr auf
Vorjahresniveau. Im Kundenwertpapiergeschäft ging d er Umsatz um 20,6 % zurück, was der
Verunsicherung der Anleger infolge der europäischen Schuldenkrise zuzuschreiben ist. Der
Absatz von Sach- sowie Personenversicherungen konnt e sich am Markt behaupten und teilweise
ausgeweitet werden. Besonders positiv verlief aufgr und der großen Nachfrage bei der
Vermarktung von Bauträgermaßnahmen und Gebrauchtimm obilien die Entwicklung der S
Immobilien GmbH.
Investitionen:
Neben zahlreichen Investitionen zur Optimierung der Sicherheit und zur energetischen
Optimierung diverser Sparkassen-Filialen, wurden gr undlegende Modernisierungen an der
Hauptstelle Ahlen vorgenommen. Darüber hinaus fande n Umbaumaßnahmen an der Filiale
Rinkerode statt. Die münsterischen SB-Standorte Mün zstraße und Hoher Heckenweg wurden in
neue Räumlichkeiten verlegt.
Beteiligungsbericht 2012 Sparkasse Münsterland Ost
190
Bilanzstruktur im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
Bilanz - Position Tsd. € % Tsd. € % Tsd.€ % Tsd.€ %
Barreserve 295.758 3,7 228.801 2,8 175.199 2,1 193.418 2,3
Öffentl. Schuldtitel und Wechsel 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Forderungen 5.833.824 73,3 6.487.394 79,5 6.441.023 77,9 6.922.199 81,6
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere 979.038 12,3 634.220 7,8 865.470 10,5 603.677 7,1
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere 631.279 7,9 611.559 7,5 589.337 7,1 575.720 6,8
Beteiligungen 147.014 1,8 145.010 1,8 139.781 1,7 133.617 1,6
Anteile an verbundenen Unternehmen 20.599 0,3 20.599 0,3 20.027 0,2 18.349 0,2
Treuhandvermögen 2.940 0,0 1.879 0,0 1.316 0,0 909.849 10,7
Ausgleichförderungen
gegen öffentliche Hand 0
0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Immaterielle Anlagewerte 559 0,0 441 0,0 365 0,0 348.795 4,1
Sachanlagen 19.254 0,2 17.941 0,2 19.173 0,2 20.801 0,2
Sonstige Vermögensgegenstände 17.501 0,2 6.627 0,1 4.607 0,1 8.595 0,1
Rechnungsabgrenzungsposten 10.669 0,1 9.030 0,1 7.747 0,1 4.983 0,1
Aktiva 7.958.437 100,0 8.163.502 100,0 8.264.045 100,0 8.482.618 100,0
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 1.783.365
22,4 1.611.493 19,7 1.474.998 17,8 1.196.910 14,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 5.226.836 65,7 5.638.849 69,1 5.742.322 69,5 6.282.161 74,1
Verbriefte Verbindlichkeiten 276.481 3,5 208.941 2,6 139.592 1,7 74.318 0,9
Treuhandverbindlichkeiten 2.940 0,0 1.879 0,0 1.316 0,0 909.849 10,7
Sonstige Verbindlichkeiten 33.459 0,4 33.247 0,4 44.305 0,5 31.303 0,4
Rechnungsabgrenzungsposten 14.868 0,2 12.350 0,2 10.000 0,1 6.833 0,1
Rückstellungen 126.085 1,6 135.254 1,7 113.028 1,4 88.386 1,0
Sonderposten mit Rücklagenanteil 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Nachrangige Verbindlichkeiten 106.182 1,3 104.072 1,3 101.023 1,2 101.025 1,2
Genussrechtskapital 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Fonds für allgemeine Bankrisiken 0 0,0 16.000 0,2 221.000 2,7 270.000 3,2
Eigenkapital 388.222 4,9 401.415 4,9 416.461 5,0 430.772 5,1
Passiva 7.958.437 100,0 8.163.502 100,0 8.264.045 100,0 8.482.618 110,7
Beteiligungsbericht 2012 Sparkasse Münsterland Ost
191
Ertragslage im 4-Jahresvergleich
Jahr 2009 2010 2011 2012
GuV -Positionen Tsd. € Tsd. € Tsd.€ Tsd.€
Zinserträge 335.900 325.456 305.438 290.951
Laufende Erträge aus Aktien, Beteiligungen,
Anteilen 19.690
24.410 27.761 33.840
Erträge aus Gewinngemeinschaften,
Gewinn- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0 0 0 0
Provisionserträge 51.196 53.345 57.036 51.888
Sonstige betriebliche Erträge 10.236 9.780 6.574 23.504
Erträge aus der Auflösung von
Sonderposten mit Rücklagenanteil 0 0 0 0
Nettoerträge aus Finanzgeschäften 1.970 0 0 0
Sonstige Zinsen/Finanzerträge 0 0 0 0
Erträge aus Zuschreibungen 0 0 176.276 10.678
Erträge 418.992 412.990 573.085 410.861
Zinsaufwendungen 193.627 161.274 155.998 143.841
Provisionsaufwendungen 6.303 6.977 6.111 4.178
Nettoaufwand aus Finanzgeschäften 0 186 131 0
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 124.380 126.788 129.479 133.814
Abschreibungen 35.501 26.135 13.279 30.298
Sonstige betriebliche Aufwendungen 19.526 5.270 9.259 6.119
Aufwendungen aus Verlustübernahme 39 39 39 39
Einstellung in Sonderposten mit Rücklagenanteil 0 0 0 0
Zuführung zu dem Fonds für allgemeine
Bankrisiken 0
16.000 205.000 49.000
Aufwendungen 379.375 342.669 519.296 367.289
Erträge 418.992 412.990 573.085 410.861
Außerordentliche Erträge 0 780 0 0
Aufwendungen 379.375 342.669 519.296 367.289
Außerordentliche Aufwendungen 0 3.023 0 0
Steuern 24.518 52.042 34.733 24.497
Jahresergebnis 15.098 16.036 19.055 19.075
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0 0 0
Bilanzgewinn/-verlust 15.098 16.036 19.055 19.075
Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten
2009 2010 2011 2012
Vollzeitkräfte 958 939 912 894
Teilzeit- und
Ultimokräfte 406
420 431 469
Auszubildende 98 107 121 124
Insgesamt 1.462 1.466 1.464 1.487
Beteiligungsbericht 2012 Sparkasse Münsterland Ost
192
8.1.3 Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013
Die Sparkasse Münsterland Ost geht für das Jahr 201 3 von einer moderaten Abwärtsbewegung
der Gesamtwirtschaft aus. Sie rechnet damit, dass d ie Kreditnachfrage weiterhin wächst. Sowohl
im gewerblichen als auch im Kreditgeschäft mit Priv atkunden wird von einem Wachstum von
jeweils 2 % ausgegangen.
Im Einlagengeschäft wird sich der über Konditionen geführte Wettbewerb fortsetzen.
Entsprechend der prognostizierten konjunkturellen E ntwicklung wird die Sparquote
voraussichtlich konstant bleiben. Insgesamt wird ei n Wachstum der Kundengeldanlagen in Höhe
von 1,5 % erwartet.
Im Dienstleistungsgeschäft geht die Sparkasse Münst erland Ost von nahezu unveränderten
Rahmenbedingungen aus. Bezüglich der Bilanzsumme wi rd in 2013 ein Anstieg auf ca. 8.650
Mio. € erwartet, für 2014 ist eine weitere Erhöhung auf 8.750 Mio. € geplant.
Beteiligungsbericht 2012 Mitgliedschaften
193
8.2 Mitgliedschaften bei eingetragenen Genossenscha ften
8.2.1 Volksbank Münster eG
Neubrückenstraße 66
48143 Münster
Die Stadt Münster hält 4 Anteile zu je 150 €.
In 2012 wurde eine Dividende in Höhe von 36 € eingenommen.
Beteiligungsbericht 2012 Mitgliedschaften
194
8.3 Die sonstigen städtischen Mitgliedschaften
Lfd.
Nr.
Verein / Institution Beitrag p.a.
in €
1. AGFS - Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Städte 2.500,00 €
2. AGOT-NRW 0,00 €
3. Aldegrever Gesellschaft 125,00 €
4. Altlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband NRW (AAV), Hattingen 8.778,39 €
5. Annette-von-Droste-Gesellschaft e.V., Münster 75,00 €
6. AÖW Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V . 10.000 €
7. Arbeitsgemeinschaft "Stoffspezifische Abfallbehandlung" (ASA), Bardowick 2.500,00 €
8. Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehr Bund 20,45 €
9. Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehr in NW 16,00 €
10. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Sportämter, Ratingen 55,00 €
11. Arbeitsgemeinschaft für Erziehungshilfe e.V., Hannover 60,00 €
12. Archiv der Zukunft Netzwerk e.V. 250,00 €
13. ASSITEJ Internationaler Verein Kinder und Jugendlicher 135,00 €
14. Betriebssportverband Münster 493,88 €
15. bioanalytik-muenster 87,00 €
16. Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen, Bochum 1.065,00 €
17. Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V., Köln 3.537,64 €
18. Bundesverband der Alphabetisierung e.V. 150,00 €
19. Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V. 1.785,00 €
20. Bundesverband Museumspädagogik 100,00 €
21. Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e.V. 750,00 €
22. Bündnis gegen Depression e.V. 50,00 €
23. CID-UNESCO Sektion Münster 165,00 €
24. Das Münsterland - Die Gärten und Parks e.V. 500,00 €
25. Deutsche Feuerwehr Sportförderationen 171,05 €
26. Deutsche Fußballroute NRW e.V., Duisburg 500,00 €
27. Deutsche Gesellschaft für das Bäderwesen e.V., Essen 510,00 €
28. Deutsche SAP Anwendergruppe e.V. 500,00 €
29. Deutscher Bühnenverein 26.486,00 €
30. Deutscher Juristentag e.V., Bonn 300,00 €
31. Deutscher Museumsbund 110,00 €
32. Deutscher Städtetag 146.393,00 €
33. Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., Frankfurt 1.007,29 €
34. Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. - DIJuF 2.722,00 €
35. Deutsches Institut für Urbanistik 20.005,91 €
36. Deutsches Jugendherbergswerk 25,00 €
37. Deutsches Volksheimstättenwerk e.V., Düsseldorf 570,00 €
38. Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V., Bonn 550,00 €
39. Deutsch-Niederländische Gesellschaft 50,00 €
40. Droste Gesellschaft Münster 40,00 €
41. DWA - Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. 550,00 €
42. Entsorgergemeinschaft der Deutschen Entsorgungswirtschaft e.V., Köln 1.041,25 €
Beteiligungsbericht 2012 Mitgliedschaften
195
43. EUREGIO Forum 69.950,75 €
44. Europäisches Städtenetzwerk Eurocities 15.820,00 €
45. Europa-Union, Düsseldorf 43,00 €
46. European Garden Heritage Network (EGHN) 0,00 €
47. Fachklinik Hornheide e.V., Münster 5.110,00 €
48. Fachverband der Kommunalkassenverwalter e.V., Köln 50,00 €
49. Fachverband der Standesbeamten Westfalen-Lippe e.V., Hamm 300,00 €
50. Fachverband für Desinfektoren 0,00 €
51. Fördergesellschaft Kunstakademie, Münster 0,00 €
52. Förderverein NRW Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege 1.329,00 €
53. Forschungsgesellschaft für das Straßenwesen e.V., Köln 169,00 €
54. Forum European Energy Award (EEA) 1.000,00 €
55. Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft e.V. 51,13 €
56. Freundeskreis des Westf. Landesmuseums für Kunst- und Kulturgeschichte 300,00 €
57. Gesellschaft für Arteriosklerose-Forschung 260,00 €
58. Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V., Münster 260,00 €
59. Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster e.V. 900,00 €
60. Güteschutz Kanalbau 155,00 €
61. Hansischer Geschichtsverein 30,00 €
62. Historic Highlights of Germany e.V. 18.100,00 €
63. Historischer Verein von Osnabrück 25,00 €
64. ICOM Deutschland 90,00 €
65. Innung des Kraftfahrzeuggewerbes (Gastmitgliedschaft) 560,00 €
66. Interessengemeinschaft Nordrhein-Westfälischer Deponiebetreiber über
Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH 577,82 €
67. International Council for Local Environmental Initiatives 2.250,00 €
68. International Federation of Park and Recreation Administration 208,96 €
69. Jeunesses Musicales Deutschland e.V. 122,00 €
70. KDN Zweckverband 20.103,75 €
71. Klimabündnis 1.760,50 €
72. Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung, Köln 15.046,51 €
73. Kommunaler Arbeitgeberverband NW, Wuppertal 20.925,00 €
74. Kulturpolitische Gesellschaft 3.121,60 €
75. Landesverband der Volkshochschulen e.V. 8921,58 €
76. Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft für die Waldflächen 4.302,02 €
77. Max-Planck-Gesellschaft e.V., München 500,00 €
78. Münster Modell e.V. 100,00 €
79. NRW Kultursekretariat 19.816,03 €
80. NRW Tourismus e.V. 1.000,00 €
81. Partnerprogramm Governikus 2.356,20 €
82. Reiterverein St. Georg Münster 105,00 €
83. Ring der Abendgymnasien NW 210,00 €
84. Ring der Abendrealschulen NW 140,00 €
85. Städtenetzwerk Innenstadt 3.000 €
86. Tierschutzverein Münster und Umgegend e.V. 22,00 €
87. UVP-Gesellschaft e.V. 300,00 €
88. VDSt - Verband Deutscher Städtestatistiker 120,00 €
89. Verband der Bibliotheken des Landes NW, Bochum 1.210,00 €
Beteiligungsbericht 2012 Mitgliedschaften
196
90. Verband der Feuerwehr Stadt Münster e.V. 1132,00 €
92. Verband der nordrhein-westfälischen Humus und Erdenwirtschaft e. V. 1999 4.212,03 €
92. Verband der Restauratoren e.V. 126,00 €
93. Verband Deutscher Musikschulen e.V., Bonn 2.973,60
94. Verband Deutscher Radrennveranstalter e.V., Bad Vilbel 250,00 €
95. Verband Deutscher Sicherheitsingenieure 120,00 €
96. Verband kommunale Abfallwirtschaft und Städtereinigung e.V., Köln 4.802,40 €
97. Verein Creditreform Münster 803,25 €
98. Verein für Geschichte und Altertumskunde 55,00 €
99. Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Münster 55,00 €
100. Verein für jüdische Geschichte und Religion e.V. 260,00 €
101. Verein für Westfälische Kirchengeschichte 0,00 €
102. Verein Münsterland e.V. 223.842,40 €
103. Verein Westf. Verwaltungs-Akademie Münster e.V. 11.774,00 €
104. Verein zur Förderung der Abteilung Münster der Fachhochschule für
öffentliche Verwaltung 153,00 €
105. Vereinigung Westfälischer Museen 30,00 €
106. Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V., Köln 80,00 €
107. Verkehrswacht Münster e.V. 20,00 €
108. VITAKO 13.000,00 €
109. Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge 520,00 €
110. Waldbesitzerverband der Gemeinden, Gemeindeverbände und öffentl.-rechtl.
Körperschaften, Arnsberg 101,66 €
111. Westf. Zoologischer Garten e.V., Münster 145,00 €
112. Westfälische Gesellschaft für Genealogie Münster 32,00 €
113. Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung, Münster 32,00 €
114. Westfälische Reit- und Fahrschule e.V., Münster 350,00 €
115. Westfälischer Heimatbund, Münster 76,69 €
116. West-Ost-Forum Münster e.V. 72,00 €
117. Wissenschaftliche Buchgesellschaft 11,00 €
Beteiligungsbericht 2012 Mitgliedschaften
197
8.4 Die sonstigen Mitgliedschaften des Oberbürgerme isters
Lfd.
Nr.
Verein / Institution Beitrag p.a.
in €
1. Beirat des Westf. Kunstvereins 0,00
2. Deutsch-Niederländische Gesellschaft 0,00
3. Förderverein Fresno e.V. 0,00
4. Förderverein Münster-Lublin 0,00
5. Förderverein „Neue Wände“ 0,00
6. Förderverein Niederlande Zentrum 65,00
7. Förderverein Rjasan 0,00
8. Gesellschaft der Förderer der Fachhochschule Münst er e.V. 150,00
9. Mühlenhof-Freilichtmuseum Münster Verein „De Boc kwindmuel e.V.“ 50,00
10. Tierschutzverein 0,00
11. Verein „Freunde für Rishon le Zion“ 0,00
12. Verein zur Förderung des Leistungssports in Mün ster 50,00
13. Verwaltungsrat der Gesellschaft zur Förderung der Forschung auf dem Gebiet des
Siedlungs- und Wohnungswesens
0,00
14. Westfalen-Initiative 25,00
15. Westfälischer Reiterverein e.V. 0,00
Beteiligungsbericht 2012
198
Anhang
Anlage 1: Begriffserläuterungen
Abschreibungen Mit der Abschreibung werden Wertminderungen im Vermö gen oder an
Vermögensgegenständen ergebnismindernd erfasst. Dies erfolg, indem eine
erwartete Wertminderung im Voraus auf die entspreche nden Rechnungsperioden
verteilt wird (nominale Abschreibung) oder eine uner wartete Wertminderung zum
Zeitpunkt ihres Eintrittes gebucht wird (außergewöhnliche Abschreibung).
Aktiva Auf der Aktivseite sind die Wirtschaftsgüter nach An lage- und Umlaufvermögen
erfasst. Die Aktivseite zeigt, wohin die Mittel gefl ossen sind (auch:
Mittelverwendungsseite). Die Summe aller Aktiva, die gleich der Summe aller
Passiva ist, ergibt die Bilanzsumme.
Anlagevermögen Wirtschaftsgüter, die dem Unternehmen auf Dauer di enen und längere Zeit im
Vermögen verbleiben oder über längere Zeiträume genu tzt werden. Ausgewiesen
auf der Aktivseite der Bilanz umfasst es Sachanlagen ( Immobilien, Maschinen,
Fuhrpark, etc.), Finanzanlagen (Beteiligungen, Wertp apiere, etc.) und immaterielle
Vermögensgegenstände (Patente, Lizenzen).
Aufwendungen Vermögensminderungen innerhalb eines Unternehmens, die durch eine
gleichzeitige Verringerung des Ergebnisses zum Ausdruc k kommen.
Aufwendungen sind allerdings nicht zwangsläufig Mitt elabflüsse (z.B.
Abschreibungen).
Betriebsergebnis Differenz zwischen gewöhnlichen Erträgen und Aufwend ungen, die sich aus der
betrieblichen Leistungserstellung ergeben.
Bilanz Bestandteil des Jahresabschlusses. Ist die Gegenübe rstellung des Vermögens
(Anlage- und Umlaufvermögen) und des Kapitals (Eigen- und Fremdkapital) eines
Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag (Ende des Wirtschaftsjahres).
Bilanzgewinn/-verlust Bestandteil des Eigenkapitals nach dem handelsrechtl ichen Gliederungsschema.
Errechnet sich aus dem Jahresüberschuss/Jahresfehlbe trag zuzüglich
Gewinnvortrag und Entnahmen aus den Kapital-/Gewinnrü cklagen abzüglich
Verlustvortrag und den Einstellungen in die Gewinnrücklage.
Eigenkapital Alle von den Eigentümern unbefristet zur Verfügung ge stellten Mittel, die
unbeschränkt haften. Das Eigenkapital ist Bestandteil der Passivseite. Es setzt sich
zusammen aus dem gezeichneten Kapital (auch: Haftun gskapital oder
Stammkapital), den Kapitalrücklagen, den Gewinnrückla gen und dem
vorgetragenen Bilanzgewinn/-verlust. Das in der Bilan z ausgewiesene Eigenkapital
gibt den Buchwert des Unternehmens an.
Eigenkapitalquote Eigenkapital / Bilanzsumme x 100
Gibt den Eigenkapitalanteil am Gesamtkapital an.
Erträge Geschäftsvorfälle, die das Jahresergebnis eines Un ternehmens erhöhen. Sie
bedeuten somit einen Wertzuwachs im Vermögen des Un ternehmens. Erträge
dürfen allerdings nicht zwangsläufig als Mittelzufl üsse gesehen werden (z.B.
Wertsteigerungen).
Fremdkapital Das Fremdkapital wird umgangssprachlich auch mit Sc hulden bezeichnet und ist
auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Es setzt sich aus den kurz- und
langfristigen Verbindlichkeiten und den Rückstellun gen zusammen und steht dem
Unternehmen in der Regel nur befristet und zu einem bestimmten Zinssatz zur
Verfügung. Ausgewiesenes Vermögen abzüglich Fremdkapital ergibt das bilanzielle
Eigenkapital.
Gesellschafterversammlung Ist das Entscheidungsgremium der Anteilseigner (Gese llschafter). Sie beschließt
über Änderungen im Gesellschaftsverhältnis, im Gesel lschaftsvertrag und in der
Unternehmensstrukturierung. Sie stellt den Jahresabschluss fest und beschließt die
Gewinnverwendung. Weiter bestellt sie den Aufsichtsrat.
Beteiligungsbericht 2012
199
Gewinn- und Verlustrechnung Neben der Bilanz ist die Gewinn- und Verlustrechnun g der wichtigste Bestandteil
des Jahresabschlusses. In ihr wird der Erfolg des Un ternehmens einer
Rechnungsperiode (in der Regel das Wirtschaftsjahr) durch die Gegenüberstellung
von Aufwand und Ertrag ermittelt. Übersteigen die Ertr äge die Aufwendungen,
erwirtschaftet das Unternehmen einen Jahresüberschu ss (Gewinn), der das
Eigenkapital erhöht. Übersteigen hingegen die Aufwen dungen die Erträge kommt
es zu einem Jahresfehlbetrag (Verlust), der das Eigenkapital verringert.
Gewinnrücklage Ist der Teil des Jahresüberschusses, der nicht aus geschüttet und nicht als
Gewinnvortrag auf das folgende Jahr vorgetragen wir d, sondern bei der
Gewinnverwendung eine direkte Einstellung in eine eigens ausgewiesene Rücklage
erfolgt.
Gewinnvortrag Der nach dem Gewinnverwendungsbeschluss in die näc hste Rechnungsperiode
vorgetragene (übertragene) Gewinn. In der Folgeperi ode wird der Restbetrag dann
mit dem aktuellen Ergebnis verrechnet, und es erfolg t ein erneuter
Verwendungsbeschluss (siehe auch Verlustvortrag).
Gezeichnetes Kapital Bestandteil des Eigenkapitals in der Bilanz von Kapita lgesellschaften. Es weist das
im Handelsregister eingetragene Haftungskapital der Kapitalgesellschaft aus. Bei
der Aktiengesellschaft wird es mit Nennkapital, bei der GmbH mit Stammkapital
bezeichnet.
Das Gezeichnete Kapital ist bei Kapitalgesellschafte n der Maximalbetrag, mit dem
die Gesellschafter zum Ausgleich von Verbindlichkeit en und Verlusten
herangezogen werden können (beschränkte Haftung), f alls die anderen
Eigenkapitalanteile (Kapital- und Gewinnrücklage, Gew innvorträge) aufgebraucht
sind. Nach dem Verhältnis der gehaltenen Anteile am Gezeichneten Kapital
bestimmt sich auch die Beteiligungsquote.
Investitionen Bindung von Kapital in Wirtschaftsgütern, um daraus Erträge zu erzielen. Es wird
unterschieden zwischen Sach- und Finanzinvestitionen.
Jahresergebnis Ergebnis eines Unternehmens unter Berücksichtigung a ller Aufwendungen und
Erträge, steht am Ende der Gewinnermittlung. (auch: J ahresüberschuss/-
fehlbetrag)
Kapitalrücklage In die Kapitalrücklage werden Beträge eingestellt, d ie bei einer Kapitaleinlage oder
Einzahlung den Betrag des Gezeichneten Kapitals übersteigen.
Liquidität Fähigkeit eines Unternehmens, jederzeit seinen Zah lungsverpflichtungen
nachkommen zu können (Zahlungsbereitschaft). Diese wird häufig an den
Beständen des Vermögens gemessen, die sich innerhalb von unterschiedlichen
Zeiträumen in flüssige Mittel umwandeln lassen (Fri stigkeit). Dieser Fristigkeit muss
immer die Fälligkeit der einzelnen Fremdkapitalposi tionen (Verbindlichkeiten)
gegenüber gestellt werden.
Liquidität 2. Grades (Liquide Mittel + kurzfristige Forderungen) / kurzfristige Verbindlichkeiten
Gradmesser für die Ausstattung des Unternehmens mit kurzfristiger Liquidität.
Passiva Auf der Passivseite der Bilanz wird das Kapital, getre nnt nach Eigen- und
Fremdkapital, ausgewiesen. Die Passivseite gibt Ausku nft über die Herkunft der
finanziellen Mittel des Unternehmens (Mittelherkunf tsseite). Die Summe aller
Passiva, die gleich der Summe aller Aktiva ist, ergibt die Bilanzsumme.
Personalintensität Personalaufwendungen / ordentliche Aufwendungen x 100
Gibt den Anteil der Personalaufwendungen an den gesa mten ordentlichen
Aufwendungen an.
Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben (Aktivseite) oder Einnahmen (Passivseite) vo r dem Abschlussstichtag,
soweit der Aufwand/Ertrag für eine bestimmte Zeit nac h dem Stichtag eintritt.
Dienen der Abstimmung zwischen Bilanz und GuV zur Ermi ttlung eines
periodengerechten Jahreserfolges in beiden Rechnungen.
Rücklagen Bestandteil des Eigenkapitals. Sie erhöhen und stärke n es und stehen zu
längerfristigen Finanzierungszwecken zur Verfügung. Nach der Entstehungsweise
unterscheidet man zwischen Kapitalrücklage und Gewinnrücklage
Beteiligungsbericht 2012
200
Rückstellungen Verpflichtungen gegenüber Dritten, die am jeweilige n Stichtag mit großer Sicherheit
bestehen, deren Höhe und/oder Fälligkeitstermin abe r nicht genau bestimmbar ist.
Typische Gründe für die Bildung von Rückstellungen sind: Garantieverpflichtungen,
drohende Verluste aus laufenden Geschäften, noch zu leistende Steuerzahlungen
und Pensionsverpflichtungen. Letztere haben aufgrun d ihrer extremen
Langfristigkeit und einem in der Regel immer besteh enden Grundstocks in
gewissem Maße eigenkapitalähnlichen Charakter.
Stammkapital Gezeichnetes Kapital einer GmbH und somit das beschr änkt haftende Eigenkapital.
Seine Höhe ist im Gesellschaftsvertrag und in der Sa tzung festgelegt. Es ist die
Summe der von den Gesellschaftern bei der Gründung ü bernommenen
Stammeinlagen.
Umlaufvermögen Umfasst die Wirtschaftsgüter, die in ihrer ursprün glichen und in verarbeiteter Form
nur kurze Zeiträume im Unternehmen verbleiben. Ausge wiesen auf der Aktivseite
der Bilanz umfasst es Vorräte, Wertpapiere, Forderungen und liquide Mittel.
Umsatz Wertmäßiger Ausdruck für die am Markt abgesetzten P rodukte. Der Umsatz ist
gleich der verkauften/abgesetzten Menge multiplizie rt mit dem pro Einheit
erhaltenen Verkaufs-/Absatzpreis.
Umsatzrentabilität Jahresüberschuss / Umsatzerlöse x 100
Die „Gewinnspanne“ eines Unternehmens.
Verlustvortrag/-rücktrag Ist die Möglichkeit des steuerlich wirksamen Verlus tausgleiches. Verluste des
entsprechenden Abrechnungszeitraumes können mit steu erpflichtigen Gewinnen
dem vorangegangenen Jahr verrechnet bzw. auf unbegr enzte Zeit vorgetragen
werden, damit die Verrechnung mit zukünftig möglich en Gewinnen erfolgen kann.
Dies bildet die gesetzlich zulässige Möglichkeit, g ezahlte Steuern zurückzuerhalten
bzw. die zukünftig mögliche Steuerschuld zu mindern.
Zinslastquote Finanzaufwendungen / ordentliche Aufwendungen x 100
Gibt den Anteil der Finanzaufwendungen (insbesondere der Zinsen) an den
gesamten ordentlichen Aufwendungen an.
Beteiligungsbericht 2012
201
Anlage 2: Auszug aus der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen
11. Teil: Wirtschaftliche Betätigung und
nichtwirtschaftliche Betätigung
§ 107
Zulässigkeit wirtschaftlicher Betätigung
(1) Die Gemeinde darf sich zur Erfüllung ihrer Aufg aben
wirtschaftlich betätigen, wenn
1. ein öffentlicher Zweck die Betätigung erfordert,
2. die Betätigung nach Art und Umfang in einem
angemessenen Verhältnis zu der Leistungsfähigkeit d er
Gemeinde steht und
3. bei einem Tätigwerden außerhalb der Wasserversorg ung,
des öffentlichen Verkehrs sowie des Betriebes von
Telekommunikationsleitungsnetzen einschließlich der
Telekommunikationsdienstleistungen der öffentliche Zweck
durch andere Unternehmen nicht besser und wirtschaf tlicher
erfüllt werden kann.
Das Betreiben eines Telekommunikationsnetzes umfass t
nicht den Vertrieb und/oder die Installation von En dgeräten
von Telekommunikationsanlagen. Als wirtschaftliche
Betätigung ist der Betrieb von Unternehmen zu verstehen, die
als Hersteller, Anbieter oder Verteiler von Gütern oder
Dienstleistungen am Markt tätig werden, sofern die Leistung
ihrer Art nach auch von einem Privaten mit der Absi cht der
Gewinnerzielung erbracht werden könnte.
(2) Als wirtschaftliche Betätigung im Sinne dieses Abschnitts
gilt nicht der Betrieb von
1. Einrichtungen, zu denen die Gemeinde gesetzlich
verpflichtet ist,
2. öffentlichen Einrichtungen, die für die soziale und
kulturelle Betreuung der Einwohner erforderlich sin d,
insbesondere Einrichtungen auf den Gebieten
- Erziehung, Bildung oder Kultur (Schulen,
Volkshochschulen, Tageseinrichtungen für Kinder
und sonstige Einrichtungen der Jugendhilfe,
Bibliotheken, Museen, Ausstellungen, Opern,
Theater, Kinos, Bühnen, Orchester, Stadthallen,
Begegnungsstätten),
- Sport oder Erholung (Sportanlagen, zoologische
und botanische Gärten, Wald-, Park- und
Gartenanlagen, Herbergen, Erholungsheime,
Bäder, Einrichtungen zur Veranstaltung von
Volksfesten),
- Gesundheits- oder Sozialwesen (Krankenhäuser,
Bestattungseinrichtungen, Sanatorien, Kurparks,
Senioren und Behindertenheime, Frauenhäuser,
soziale und medizinische Beratungsstellen),
3. Einrichtungen, die der Straßenreinigung, der
Wirtschaftsförderung, der Fremdenverkehrsförderung
oder der Wohnraumversorgung dienen,
4. Einrichtungen des Umweltschutzes, insbesondere d er
Abfallentsorgung oder Abwasserbeseitigung sowie des
Messe- und Ausstellungswesens,
5. Einrichtungen, die ausschließlich der Deckung de s
Eigenbedarfs von Gemeinden und
Gemeindeverbänden dienen.
Auch diese Einrichtungen sind, soweit es mit ihrem
öffentlichen Zweck vereinbar ist, nach wirtschaftli chen
Gesichtspunkten zu verwalten und können entsprechen d
den Vorschriften über die Eigenbetriebe geführt wer den.
Das Innenministerium kann durch Rechtsverordnung
bestimmen, dass Einrichtungen, die nach Art und Umf ang
eine selbständige Betriebsführung erfordern, ganz o der
teilweise nach den für die Eigenbetriebe geltenden
Vorschriften zu führen sind; hierbei können auch
Regelungen getroffen werden, die von einzelnen der für die
Eigenbetriebe geltenden Vorschriften abweichen.
(3) Die wirtschaftliche Betätigung außerhalb des
Gemeindegebietes ist nur zulässig, wenn die
Voraussetzungen des Absatzes 1 vorliegen und die
berechtigten Interessen der betroffenen kommunalen
Gebietskörperschaften gewahrt sind. Die Aufnahme ei ner
wirtschaftlichen Betätigung auf ausländischen Märkt en ist
nur zulässig, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 1
Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 vorliegen. Die Aufnahme eine r
solchen Betätigung bedarf der Genehmigung.
(4) Die nichtwirtschaftliche Betätigung außerhalb d es
Gemeindegebiets ist nur zulässig, wenn die
Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2
vorliegen und die berechtigten Interessen der betro ffenen
kommunalen Gebietskörperschaften gewahrt sind. Dies e
Voraussetzungen gelten bei in den Krankenhausplan d es
Landes aufgenommenen Krankenhäusern als erfüllt.
Die
Aufnahme einer nichtwirtschaftlichen Betätigung auf
ausländischen Märkten ist nur zulässig, wenn die
Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2
vorliegen. Die Aufnahme einer solchen Betätigung be darf
der Genehmigung.
(5) Vor der Entscheidung über die Gründung von bzw. die
unmittelbare oder mittelbare Beteiligung an Unternehmen im
Sinne des Absatzes 1 ist der Rat auf der Grundlage einer
Marktanalyse über die Chancen und Risiken des beabsichtigten
wirtschaftlichen Engagements und über die Auswirkungen auf
das Handwerk und die mittelständische Wirtschaft zu
unterrichten. Den örtlichen Selbstverwaltungsorganisationen
von Handwerk, Industrie und Handel und der für die
Beschäftigten der jeweiligen Branche handelnden
Gewerkschaften ist Gelegenheit zur Stellungnahme zu den
Marktanalysen zu geben.
(6) Bankunternehmen darf die Gemeinde nicht erricht en,
übernehmen oder betreiben.
(7) Für das öffentliche Sparkassenwesen gelten die dafür
erlassenen besonderen Vorschriften.
Beteiligungsbericht 2012
202
§ 107 a
Zulässigkeit energiewirtschaftlicher Betätigung
(1) Die wirtschaftliche Betätigung in den Bereichen der Strom-
, Gas- und Wärmeversorgung dient einem öffentlichen Zweck
und ist zulässig, wenn sie nach Art und Umfang in e inem
angemessenen Verhältnis zu der Leistungsfähigkeit d er
Gemeinde steht.
(2) Mit den Bereichen Strom-, Gas- und Wärmeversorg ung
unmittelbar verbundene Dienstleistungen sind zuläss ig, wenn
sie den Hauptzweck fördern. Die Gemeinde stellt sic her, dass
bei der Erbringung dieser Dienstleistungen die Bela nge
kleinerer Unternehmen, insbesondere des Handwerks,
berücksichtigt werden.
(3) Die Aufnahme einer überörtlichen energiewirtsch aftlichen
Betätigung ist zulässig, wenn die Voraussetzung des
Absatzes 1 vorliegt und die berechtigten Interessen der
betroffenen kommunalen Gebietskörperschaften gewahr t
sind. Bei der Versorgung mit Strom und Gas gelten n ur die
Interessen als berechtigt, die nach den Vorschrifte n des
Energiewirtschaftsgesetzes eine Einschränkung des
Wettbewerbs zulassen. Die Aufnahme einer
energiewirtschaftlichen Betätigung auf ausländischen Märkten
ist zulässig, wenn die Voraussetzung des Absatzes 1 vorliegt.
Die Aufnahme einer solchen Betätigung bedarf der
Genehmigung.
(4) Vor der Entscheidung über die Gründung von bzw. die
unmittelbare Beteiligung an Unternehmen im Sinne de s
Absatzes 1 ist der Rat über die Chancen und Risiken des
beabsichtigten wirtschaftlichen Engagements zu unte rrichten.
Den örtlichen Selbstverwaltungsorganisationen von
Handwerk, Industrie und Handel und der für die Beschäftigten
der jeweiligen Branche handelnden Gewerkschaften is t
Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben, sofern die
Entscheidung die Erbringung verbundener Dienstleist ungen
betrifft.
§ 108
Unternehmen und Einrichtungen des privaten Rechts
(1) Die Gemeinde darf Unternehmen und Einrichtungen in
einer Rechtsform des privaten Rechts nur gründen od er sich
daran beteiligen, wenn
1. bei Unternehmen (§ 107 Abs. 1) die Voraussetzung en
des § 107 Abs. 1 Satz 1 gegeben sind und bei
Unternehmen im Bereich der energiewirtschaftlichen
Betätigung die Voraussetzung des § 107 a Abs. 1
gegeben ist,
2. bei Einrichtungen (§ 107 Abs. 2) ein wichtiges I nteresse
der Gemeinde an der Gründung oder der Beteiligung
vorliegt,
3. eine Rechtsform gewählt wird, welche die Haftung der
Gemeinde auf einen bestimmten Betrag begrenzt,
4. die Einzahlungsverpflichtung der Gemeinde in ein em
angemessenen Verhältnis zu ihrer Leistungsfähigkeit
steht,
5. die Gemeinde sich nicht zur Übernahme von Verlus ten
in unbestimmter oder unangemessener Höhe
verpflichtet,
6. die Gemeinde einen angemessenen Einfluss,
insbesondere in einem Überwachungsorgan, erhält
und dieser durch Gesellschaftsvertrag, Satzung oder
in anderer Weise gesichert wird,
7. das Unternehmen oder die Einrichtung durch
Gesellschaftsvertrag, Satzung oder sonstiges
Organisationsstatut auf den öffentlichen Zweck
ausgerichtet wird,
8. bei Unternehmen und Einrichtungen in
Gesellschaftsform gewährleistet ist, dass der
Jahresabschluss und der Lagebericht, soweit nicht
weitergehende gesetzliche Vorschriften gelten oder
andere gesetzliche Vorschriften entgegenstehen,
aufgrund des Gesellschaftsvertrages oder der Satzung
in entsprechender Anwendung der Vorschriften des
Dritten Buches des Handelsgesetzbuches für große
Kapitalgesellschaften aufgestellt und ebenso oder i n
entsprechender Anwendung der für Eigenbetriebe
geltenden Vorschriften geprüft werden.
9. bei Unternehmen und Einrichtungen in
Gesellschaftsform, vorbehaltlich weitergehender ode r
entgegenstehender gesetzlicher Vorschriften, durch
Gesellschaftsvertrag oder Satzung gewährleistet ist ,
dass die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährt en
Gesamtbezüge im Sinne des § 285 Nummer 9 des
Handeslgesetzbuches der Mitglieder der
Geschäftsführung, des Aufsichtsrate, des Beirates
oder einer ähnlichen Einrichtung im Anhang zum
Jahresabschlussjeweils für jede Personengruppe
sowie zusätzlich unter Namensnennung die Bezüge
jedes einzelnen Mitglieds dieser Personengruppen
unter Aufgliederung nach Komponenten im Sinne des
§ 285 Nummer 9 Buchstabe a des
Handelsgesetzbuches angegeben werden. Die
individualisierte Ausweisungspflicht gilt auch für:
a) Leistungen, die den genannten Mitgliedern für
den Fall einer vorzeitigen Beendigung ihrer Tätigke it
zugesagt worden sind,
b) Leistungen, die den genannten Mitgliedern für d en
Fall der regulären Beendigung ihrer Tätigkeit zuges agt
worden sind, mit ihrem Barwert sowie den von der
Gesellschaft während des Geschäftsjahres hierfür
aufgewandten oder zurückgestellten Betrag,
c) während des Geschäftsjahres vereinbarte
Änderungen dieser Zusagen und
d) Leistungen, die einem früheren Mitglied, das se ine
Tätigkeit im Laufe des Geschäftsjahres beendet hat, in
diesem Zusammenhang zugesagt und im Laufe des
Geschäftsjahres gewährt worden sind.
Eine Gewährleistung für die individualisierte
Ausweisung von Bezügen und Leistungszusagen ist
im Falle der Beteiligung an einer bestehenden
Gesellschaft auch dann gegeben, wenn in
Gesellschaftsvertrag oder Satzung die erstmalige
individualisierte Ausweisung spätestens für das zweite
Geschäftsjahr nach Erwerb der Beteiligung festgelegt
ist.
Beteiligungsbericht 2012
203
10. bei Unternehmen der Telekommunikation einschließlic h
von Telefondienstleistungen nach § 107 Abs. 1 Satz 1
Nr. 3 im Gesellschaftsvertrag die unmittelbare oder im
Rahmen einer Schachtelbeteiligung die mittelbare
Haftung der Gemeinde auf den Anteil der Gemeinde
bzw. des kommunalen Unternehmens am Stammkapital
beschränkt ist. Zur Wahrnehmung gleicher
Wettbewerbschancen darf die Gemeinde für diese
Unternehmen weder Kredite nach Maßgabe
kommunalwirtschaftlicher Vorzugskonditionen in
Anspruch nehmen noch Bürgschaften und Sicherheiten
i. S. von § 87 leisten.
Die Aufsichtsbehörde kann von den Vorschriften der
Nummern 3, 5 und 8 in begründeten Fällen Ausnahmen
zulassen. Wird von Satz 1 Nummer 8 eine Ausnahme
zugelassen, kann auch von Satz 1 Nummer 9 eine Ausnahme
zugelassen werden.
(2) Absatz 1 Satz 1 Nummer 9 gilt für die erstmalig e
unmittelbare oder mittelbare Beteiligung an einer Gesellschaft
einschließlich der Gründung einer Gesellschaft, wen n den
beteiligten Gemeinden oder Gemeindeverbänden alleine oder
zusammen oder zusammen mit einer Beteiligung des La ndes
mehr als 50 vom Hundert der Anteile gehören. Bei
bestehenden Gesellschaften, an denen Gemeinden oder
Gemeindeverbände unmittelbar oder mittelbar alleine oder
zusammen oder zusammen mit dem Land mit mehr als 50
vom Hundert beteiligt sind, trifft die Gemeinden un d
Gemeindeverbände eine Hinwirkungspflicht zur Anpass ung
an die Vorgaben des Absatzes 1 Satz 1 Nummer 9. Die
Hinwirkungspflicht nach Satz 2 bezieht sich sowohl auf die
Anpassung von Gesellschaftsvertrag oder Satzung als auch
auf die mit Absatz 1 Satz 1 Nummer 9 verfolgte Ziel setzung
der individualisierten Ausweisung der dort genannte n Bezüge
und Leistungszusagen.
(3) Gehören einer Gemeinde mehr als 50 vom Hundert der
Anteile an einem Unternehmen oder einer Einrichtung in
Gesellschaftsform, muss sie darauf hinwirken, dass
1. in sinngemäßer Anwendung der für die Eigenbetrie be
geltenden Vorschriften
a) für jedes Wirtschaftsjahr ein Wirtschaftsplan
aufgestellt wird,
b) der Wirtschaftsführung eine fünfjährige
Finanzplanung zugrunde gelegt und der Gemeinde
zur Kenntnis gebracht wird,
c) die Feststellung des Jahresabschlusses, die
Verwendung des Ergebnisses sowie das Ergebnis
der Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts unbeschadet der bestehenden
gesetzlichen Offenlegungspflichten öffentlich
bekannt gemacht werden und der Jahresabschluss
und der Lagebericht bis zur Feststellung des
folgenden Jahresabschlusses zur Einsichtnahme
verfügbar gehalten werden,
2. in dem Lagebericht oder in Zusammenhang damit zu r
Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung und zur
Zweckerreichung Stellung genommen wird,
3. nach den Wirtschaftsgrundsätzen (§ 109) verfahren wird,
wenn die Gesellschaft ein Unternehmen betreibt.
Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Bericht über die
Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung sind dem
Haushaltsplan als Anlage beizufügen. Gehört der Gemeinde
zusammen mit anderen Gemeinden oder Gemeindeverbänden
die Mehrheit der Anteile an einem Unternehmen oder an einer
Einrichtung, soll sie auf eine Wirtschaftsführung nach Maßgabe
des Satzes 1 Nr. 1 a) und b) sowie Nr. 2 und Nr. 3 hinwirken.
(4) Die Gemeinde darf unbeschadet des Absatzes 1
Unternehmen und Einrichtungen in der Rechtsform einer
Aktiengesellschaft nur gründen, übernehmen, wesentlich
erweitern oder sich daran beteiligen, wenn der öffentliche
Zweck nicht ebenso gut in einer anderen Rechtsform erfüllt
wird oder erfüllt werden kann.
(5) Die Gemeinde darf unbeschadet des Absatzes 1
Unternehmen und Einrichtungen in der Rechtsform
einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nur
gründen oder sich daran beteiligen, wenn durch die
Ausgestaltung des Gesellschaftervertrages
sichergestellt ist, dass
1. die Gesellschafterversammlung auch beschließt üb er
a) den Abschluss und die Änderungen von
Unternehmensverträgen im Sinne der §§ 291 und
292 Abs. 1 des Aktiengesetzes,
b) den Erwerb und die Veräußerung von
Unternehmen und Beteiligungen,
c) den Wirtschaftsplan, die Feststellung des
Jahresabschlusses und die Verwendung des
Ergebnisses sowie
d) die Bestellung und die Abberufung der
Geschäftsführer, soweit die nicht der Gemeinde
vorbehalten ist, und
2. der Rat den von der Gemeinde bestellten oder auf
Vorschlag der Gemeinde gewählten Mitgliedern des
Aufsichtsrats Weisungen erteilen kann, soweit die
Bestellung eines Aufsichtsrates gesetzlich nicht
vorgeschrieben ist.
(6) Vertreter der Gemeinde in einer Gesellschaft, a n der
Gemeinden, Gemeindeverbände oder Zweckverbände
unmittelbar oder mittelbar mit mehr als 25 vom Hund ert
beteiligt sind, dürfen
a) der Gründung einer anderen Gesellschaft oder ein er
anderen Vereinigung in einer Rechtsform des private n
Rechts,
einer Beteiligung sowie der Erhöhung einer
Beteiligung der Gesellschaft an einer anderen Gesel lschaft
oder einer anderen Vereinigung in einer Rechtsform des
privaten Rechts nur zustimmen, wenn
- die vorherige Entscheidung des Rates vorliegt,
- für die Gemeinde selbst die Gründungs- bzw.
Beteiligungsvoraussetzungen vorliegen und
- sowohl die Haftung der gründenden Gesellschaft al s auch
die Haftung der zu gründenden Gesellschaft oder
Vereinigung durch ihre Rechtsform auf einen bestimm ten
Betrag begrenzt sind oder
Beteiligungsbericht 2012
204
- sowohl die Haftung der sich beteiligenden Gesellschaft als
auch die Haftung der Gesellschaft oder Vereinigung, an der
eine Beteiligung erfolgt, durch ihre Rechtsform auf einen
bestimmten Betrag begrenzt sind;
b) einem Beschluss der Gesellschaft zu einer wesent lichen
Änderung des Gesellschaftszwecks oder sonstiger
wesentlicher Änderungen des Gesellschaftsvertrages nur
nach vorheriger Entscheidung des Rates zustimmen.
In den Fällen von Satz 1 Buchstabe a) gilt Absatz 1 Satz 2
und 3 entsprechend. Als Vertreter der Gemeinde im S inne
von Satz 1 gelten auch Geschäftsführer, Vorstandsmi tglieder
und Mitglieder von sonstigen Organen und ähnlichen Gremien
der Gesellschaft, die von der Gemeinde oder auf ihr e
Veranlassung oder ihren Vorschlag in das Organ oder
Gremium entsandt oder gewählt worden sind. Beruht d ie
Entsendung oder Wahl auf der Veranlassung oder dem
Vorschlag mehrerer Gemeinden Gemeindeverbände oder
Zweckverbände, so bedarf es der Entscheidung nur de s
Organs, auf das sich die beteiligten Gemeinden und
Gemeindeverbände oder Zweckverbände geeinigt haben. Die
Sätze 1 bis 4 gelten nicht, soweit ihnen zwingende
Vorschriften des Gesellschaftsrechts entgegenstehen.
(7) Die Gemeinde kann einen einzelnen Geschäftsante il an
einer eingetragenen Kreditgenossenschaft erwerben, wenn
eine Nachschusspflicht ausgeschlossen oder die
Haftungssumme auf einen bestimmten Betrag beschränkt ist.
§ 108 a
Arbeitnehmermitbestimmung in
fakultativen Aufsichtsräten
(1) Soweit im Gesellschaftsvertrag eines Unternehme ns (§
107 Abs. 1, § 107 a Abs. 1) oder einer Einrichtung (§ 107
Abs. 2) in Privatrechtsform, an der die Gemeinde un mittelbar
oder mittelbar mit mehr als 50 vom Hundert der Ante ile
beteiligt ist, ein fakultativer Aufsichtsrat vorges ehen ist,
können dem fakultativen Aufsichtsrat Arbeitnehmerve rtreter
des Unternehmens oder der Einrichtung angehören. In
diesem Fall ist ein angemessener Einfluss der Gemei nde im
Sinne des § 108 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 gegeben, wenn b ei mehr
als 2 von der Gemeinde in den Aufsichtsrat zu entse ndenden
Vertretern nicht mehr als ein Drittel der Gesamtzah l der
Aufsichtsratsmandate durch Arbeitnehmervertreter de s
Unternehmens oder der Einrichtung nach Maßgabe der
folgenden Absätze besetzt werden.
(2) Der Rat der Gemeinde bestellt aus einer von der
Betriebsversammlung des Unternehmens oder der
Einrichtung zu erstellenden Vorschlagsliste die in den
fakultativen Aufsichtsrat zu entsendenden
Arbeitnehmervertreter. Die Bestellung bedarf eines
Beschlusses der Mehrheit der gesetzlichen Zahl der
Mitglieder des Rates. Die Vorschlagsliste muss mind estens
die doppelte Zahl der zu entsendenden Arbeitnehmervertreter
enthalten. Der Rat hat das Recht, mit der Mehrheit der
gesetzlichen Zahl seiner Mitglieder sämtliche Vorsc hläge der
Liste zurückzuweisen und eine Ergänzung zu verlange n. In
diesem Fall kann eine Betriebsversammlung eine neue
Vorschlagsliste erstellen; Sätze 1 bis 4 gelten ent sprechend.
Im Falle einer erneuten Zurückweisung der Vorschläg e durch
den Rat bleiben die für die Arbeitnehmervertreter
vorgesehenen Aufsichtsratsmandate unbesetzt.
(3) § 113 Abs. 1 Sätze 2 und 3 gelten für die nach Absatz 2
für den fakultativen Aufsichtsrat vom Rat bestellte n
Arbeitnehmervertreter entsprechend. Verliert ein vo m Rat
bestellter Arbeitnehmervertreter die
Beschäftigteneigenschaft in dem Unternehmen oder de r
Einrichtung, muss der Rat ihn entsprechend § 113 Ab s. 1
Satz 3 aus seinem Amt im fakultativen Aufsichtsrat
abberufen.
(4) In der Betriebsversammlung nach Absatz 2 sind a lle
Beschäftigten des Unternehmens bzw. der Einrichtung
wahlberechtigt, die am Tage der Betriebsversammlung das
18. Lebensjahr vollendet haben. Nicht wahlberechtig t sind
Geschäftsführer und Vorstände des Unternehmens bzw.
der Einrichtung. In die Vorschlagsliste können nur
Wahlberechtigte aufgenommen werden. Die Einzelheiten
für die Wahl der Arbeitnehmervertreter sind im
Gesellschaftsvertrag, der Satzung oder einem sonsti gen
Organisationsstatut des Unternehmens bzw. der
Einrichtung zu regeln. Im Gesellschaftsvertrag, der Satzung
oder dem Organisationsstatut des Unternehmens bzw. der
Einrichtung ist auch die Amtsdauer der
Arbeitnehmervertreter zu regeln. Sie soll die regel mäßige
Amtsdauer der nach § 113 Abs. 2 Satz 2 neben dem
Bürgermeister oder dem von ihm benannten Bedienstet en
der Gemeinde in den fakultativen Aufsichtsrat beste llten
weiteren Vertreter nicht überschreiten.
(5) Wird ein Arbeitnehmervertreter von seinem Amt ge mäß
§ 113 Abs. 1 Satz 3 abberufen oder scheidet er aus
anderen Gründen aus dem Aufsichtsrat aus, bestellt der Rat
mit der Mehrheit der gesetzlichen Zahl seiner Mitglieder aus
dem noch nicht in Anspruch genommenen Teil der
Vorschlagsliste nach Absatz 2 einen Nachfolger. Kom mt
eine solche Mehrheit nicht zustande, kann eine
Betriebsversammlung den noch nicht in Anspruch
genommenen Teil der Vorschlagsliste um neue Vorschl äge
ergänzen. Kommt auch dann keine Mehrheit der
gesetzlichen Zahl der Mitglieder des Rates für die
Bestellung eines Nachfolgers zustande, bleibt das
Aufsichtsratsmandat unbesetzt.
(6) Die Absätze 1 bis 5 gelten mit folgenden Maßgab en
entsprechend in den Fällen, in denen an einem
Unternehmen oder einer Einrichtung in Privatrechtsf orm
zwei oder mehr Gemeinden beteiligt sind.
Die Bestellung der in den fakultativen Aufsichtsrat zu
entsendenden Arbeitnehmervertreter bedarf
übereinstimmender, mit der Mehrheit der gesetzliche n Zahl
der Mitglieder zustande gekommener Beschlüsse der R äte
mindestens so vieler beteiligter Kommunen, dass hie rdurch
insgesamt mehr als die Hälfte der kommunalen Beteil igung
an dem Unternehmen oder der Einrichtung repräsentie rt
wird. Kommen solche übereinstimmenden Beschlüsse ni cht
oder nicht im erforderlichen Umfang zustande, kann eine
Betriebsversammlung eine neue Vorschlagsliste erste llen.
Kommen auch hierzu entsprechende übereinstimmende
Beschlüsse der beteiligten Räte nicht oder nicht im
erforderlichen Umfang zustande, bleiben die für die
Arbeitnehmervertreter vorgesehenen Aufsichtsratsman date
unbesetzt.
Für die Bestellung eines Nachfolgers im Sinne des
Absatzes 5 gilt Satz 2 entsprechend. Kommen danach
übereinstimmende Beschlüsse der beteiligten Räte ni cht
oder nicht im erforderlichen Umfang zustande, kann eine
Betriebsversammlung den noch nicht in Anspruch
genommenen Teil der Vorschlagsliste um neue Vorschl äge
ergänzen. Kommen auch dann übereinstimmende
Beschlüsse der beteiligten Räte nicht oder nicht im
erforderlichen Umfang zustande, bleibt das
Aufsichtsratsmandat unbesetzt.
Für die nach § 113 Abs. 1 Sätze 2 und 3 zu treffend en
Entscheidungen bedarf es übereinstimmender Beschlüs se
der Räte mindestens so vieler beteiligter Kommunen, dass
Beteiligungsbericht 2012
205
hierdurch insgesamt mehr als die Hälfte der kommuna len
Beteiligung an dem Unternehmen oder der Einrichtung
repräsentiert wird.
§ 109
Wirtschaftsgrundsätze
(1) Die Unternehmen und Einrichtungen sind so zu fü hren, zu
steuern und zu kontrollieren, dass der öffentliche Zweck
nachhaltig erfüllt wird. Unternehmen sollen einen E rtrag für
den Haushalt der Gemeinde abwerfen, soweit dadurch die
Erfüllung des öffentlichen Zwecks nicht beeinträchtigt wird.
(2) Der Jahresgewinn der wirtschaftlichen Unternehm en als
Unterschied der Erträge und Aufwendungen soll so hoch sein,
dass außer den für die technische und wirtschaftlic he
Entwicklung des Unternehmens notwendigen Rücklagen
mindestens eine marktübliche Verzinsung des Eigenka pitals
erwirtschaftet wird.
§ 110
Verbot des Missbrauchs
wir tschaftlicher Machtstellung
Bei Unternehmen, für die kein Wettbewerb gleichartig er
Unternehmen besteht, dürfen der Anschluss und die
Belieferung nicht davon abhängig gemacht werden, da ss
auch andere Leistungen oder Lieferungen abgenommen
werden.
§ 111
Veräußerung von Unternehmen,
Einrichtungen und Beteiligungen
(1) Die teilweise oder vollständige Veräußerung ein es
Unternehmens oder einer Einrichtung oder einer Bete iligung
an einer Gesellschaft sowie andere Rechtsgeschäfte, durch
welche die Gemeinde ihren Einfluss auf das Unterneh men,
die Einrichtung oder die Gesellschaft verliert oder vermindert,
sind nur zulässig, wenn die für die Betreuung der E inwohner
erforderliche Erfüllung der Aufgaben der Gemeinde n icht
beeinträchtigt wird.
(2) Vertreter der Gemeinde in einer Gesellschaft, a n der
Gemeinden, Gemeindeverbände oder Zweckverbände
unmittelbar oder mittelbar mit mehr als 50 v.H. bet eiligt sind,
dürfen Veräußerungen oder anderen Rechtsgeschäften i.S.
des Absatzes 1 nur nach vorheriger Entscheidung des Rates
und nur dann zustimmen, wenn für die Gemeinde die
Zulässigkeitsvoraussetzung des Absatzes 1 vorliegt.
§ 112
Informations- und Prüfungsrechte
(1) Gehören einer Gemeinde unmittelbar oder mittelb ar
Anteile an einem Unternehmen oder einer Einrichtung in einer
Rechtsform des privaten Rechts in dem in § 53 des
Haushaltsgrundsätzegesetzes bezeichneten Umfang, so soll
sie
1. die Rechte nach § 53 Abs. 1 des
Haushaltsgrundsätzegesetzes ausüben,
2. darauf hinwirken, dass ihr die in § 54 des
Haushaltsgrundsätzegesetzes vorgesehenen
Befugnisse eingeräumt werden.
(2) Ist eine Beteiligung der Gemeinde an einer Gese llschaft
keine Mehrheitsbeteiligung im Sinne des § 53 des
Haushaltsgrundsätzegesetzes, so soll die Gemeinde,
soweit ihr Interesse dies erfordert, darauf hinwirk en, dass
ihr im Gesellschaftsvertrag oder in der Satzung die
Befugnisse nach § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetze s
eingeräumt werden. Bei mittelbaren
Minderheitsbeteiligungen gilt dies nur, wenn die Be teiligung
den vierten Teil der Anteile übersteigt und einer
Gesellschaft zusteht, an der die Gemeinde allein od er
zusammen mit anderen Gebietskörperschaften mit Mehrheit
im Sinne des § 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes
beteiligt ist.
§ 113
Vertretung der Gemeinde in Unternehmen oder
Einrichtungen
(1) Die Vertreter der Gemeinde in Beiräten, Ausschü ssen,
Gesellschafterversammlungen, Aufsichtsräten oder
entsprechenden Organen von juristischen Personen od er
Personenvereinigungen, an denen die Gemeinde
unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist, haben die Interessen
der Gemeinde zu verfolgen. Sie sind an die Beschlüs se des
Rates und seiner Ausschüsse gebunden. Die vom Rat
bestellten Vertreter haben ihr Amt auf Beschluss de s Rates
jederzeit niederzulegen. Die Sätze 1 bis 3 gelten nur, soweit
durch Gesetz nichts anderes bestimmt ist.
(2) Bei unmittelbaren Beteiligungen vertritt ein vo m Rat
bestellter Vertreter die Gemeinde in den in Absatz 1
genannten Gremien. Sofern weitere Vertreter zu bene nnen
sind, muss der Bürgermeister oder der von ihm
vorgeschlagene Bedienstete der Gemeinde dazuzählen.
Die Sätze 1 und 2 gelten für mittelbare Beteiligung en
entsprechend, sofern nicht ähnlich wirksame Vorkehr ungen
zur Sicherung hinreichender gemeindlicher Einfluss- und
Steuerungsmöglichkeiten getroffen werden.
(3) Die Gemeinde ist verpflichtet, bei der Ausgestaltung des
Gesellschaftsvertrages einer Kapitalgesellschaft darauf
hinzuwirken, dass ihr das Recht eingeräumt wird, Mitglieder in
den Aufsichtsrat zu entsenden. Über die Entsendung
entscheidet der Rat. Zu den entsandten
Aufsichtsratsmitgliedern muss der Bürgermeister oder der von
ihm vorgeschlagene Bedienstete der Gemeinde zählen, wenn
diese mit mehr als einem Mitglied im Aufsichtsrat vertreten ist.
Dies gilt sowohl für unmittelbare als auch für mittelbare
Beteiligungen.
(4) Ist der Gemeinde das Recht eingeräumt worden,
Mitglieder des Vorstandes oder eines gleichartigen Organs
zu bestellen oder vorzuschlagen, entscheidet der Rat.
(5) Die Vertreter der Gemeinde haben den Rat über a lle
Angelegenheiten von besonderer Bedeutung frühzeitig zu
unterrichten. Die Unterrichtungspflicht besteht nur , soweit
durch Gesetz nichts anderes bestimmt ist.
Beteiligungsbericht 2012
206
(6) Wird ein Vertreter der Gemeinde aus seiner Tätig keit in
einem Organ haftbar gemacht, so hat ihm die Gemeind e den
Schaden zu ersetzen, es sei denn, dass er ihn vorsä tzlich
oder grob fahrlässig herbeigeführt hat. Auch in die sem Falle
ist die Gemeinde schadensersatzpflichtig wenn ihr V ertreter
nach Weisung des Rates oder eines Ausschusses gehan delt
hat.
§ 114
Eigenbetriebe
(1) Die gemeindlichen wirtschaftlichen Unternehmen ohne
Rechtspersönlichkeit (Eigenbetriebe) werden nach de n
Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung und der
Betriebssatzung geführt.
(2) In den Angelegenheiten des Eigenbetriebes ist d er
Betriebsleitung ausreichende Selbständigkeit der
Entschließung einzuräumen. Die Zuständigkeiten des Rates
sollen soweit wie möglich dem Betriebsausschuss übe rtragen
werden.
(3) Bei Eigenbetrieben mit mehr als 50 Beschäftigte n besteht
der Betriebsausschuss zu einem Drittel aus Beschäf tigten
des Eigenbetriebes. Die Gesamtzahl der Ausschussmitglieder
muss in diesem Fall durch drei teilbar sein. Bei
Eigenbetrieben mit weniger als 51, aber mehr als ze hn
Beschäftigten gehören dem Betriebsausschuss zwei
Beschäftigte des Eigenbetriebes an. Die dem
Betriebsausschuss angehörenden Beschäftigten werde n aus
einem Vorschlag der Versammlung der Beschäftigten d es
Eigenbetriebes gewählt, der mindestens die doppelte Zahl der
zu wählenden Mitglieder und Stellvertreter enthält. Wird für
mehrere Eigenbetriebe ein gemeinsamer Betriebsaussc huss
gebildet, ist die Gesamtzahl aller Beschäftigten di eser
Eigenbetriebe maßgebend; Satz 4 gilt entsprechend. Die Zahl
der sachkundigen Bürger darf zusammen mit der Zahl der
Beschäftigten die der Ratsmitglieder im Betriebsaus schuss
nicht erreichen.
§ 114 a
Rechtsfähige Anstalten des öffentlichen Rechts
(1).Die Gemeinde kann Unternehmen und Einrichtungen in
der Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts errichten
oder bestehende Regie- und Eigenbetriebe sowie
eigenbetriebsähnliche Einrichtungen im Wege der
Gesamtrechtsnachfolge in rechtsfähige Anstalten des
öffentlichen Rechts umwandeln. § 108 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
und Nr. 2 gilt entsprechend.
(2) Die Gemeinde regelt die Rechtsverhältnisse der Anstalt
durch eine Satzung. Die Satzung muss Bestimmungen ü ber
den Namen und die Aufgaben der Anstalt, die Zahl de r
Mitglieder des Vorstands und des Verwaltungsrates, die Höhe
des Stammkapitals, die Wirtschaftsführung, die
Vermögensverwaltung und die Rechnungslegung enthalten.
(3) Die Gemeinde kann der Anstalt einzelne oder all e mit
einem bestimmten Zweck zusammenhängende Aufgaben
ganz oder teilweise übertragen. Sie kann zugunsten der
Anstalt unter der Voraussetzung des § 9 durch Satzu ng
einen Anschluss- und Benutzungszwang vorschreiben u nd
der Anstalt das Recht einräumen, an ihrer Stelle Sa tzungen
für das übertragene Aufgabengebiet zu erlassen; § 7 gilt
entsprechend.
(4) Die Anstalt kann nach Maßgabe der Satzung ander e
Unternehmen oder Einrichtungen gründen oder sich an
solchen beteiligen oder eine bestehende Beteiligung
erhöhen, wenn das dem Anstaltszweck dient. Für die
Gründung von und die Beteiligung an anderen
Unternehmen und Einrichtungen in einer Rechtsform d es
privaten Rechts sowie deren Veräußerung und andere
Rechtsgeschäfte im Sinne des § 111 gelten die §§ 10 8 bis
113 entsprechend. Für die in Satz 2 genannten
Gründungen und Beteiligungen muss ein besonders
wichtiges Interesse vorliegen.
(5) Die Gemeinde haftet für die Verbindlichkeiten d er
Anstalt unbeschränkt, soweit nicht Befriedigung aus deren
Vermögen zu erlangen ist (Gewährträgerschaft).
Rechtsgeschäfte im Sinne des § 87 dürfen von der An stalt
nicht getätigt werden.
(6) Die Anstalt wird von einem Vorstand in eigener
Verantwortung geleitet, soweit nicht gesetzlich ode r durch
die Satzung der Gemeinde etwas anderes bestimmt ist . Der
Vorstand vertritt die Anstalt gerichtlich und außergerichtlich.
(7) Die Geschäftsführung des Vorstands wird von ein em
Verwaltungsrat überwacht. Der Verwaltungsrat bestel lt den
Vorstand auf höchstens 5 Jahre; eine erneute Bestel lung ist
zulässig. Er entscheidet außerdem über
1. den Erlass von Satzungen gemäß Absatz 3 Satz 2,
2. die Beteiligung oder Erhöhung einer Beteiligung der
Anstalt an anderen Unternehmen oder Einrichtungen
sowie deren Gründung,
3. die Feststellung des Wirtschaftsplans und des
Jahresabschlusses,
4. die Festsetzung allgemein geltender Tarife und
Entgelte für die Leistungsnehmer,
5. die Bestellung des Abschlussprüfers,
6. die Ergebnisverwendung
7. Rechtsgeschäfte der Anstalt im Sinne des § 111.
Im Fall der Nummer 1 unterliegt der Verwaltungsrat den
Weisungen des Rates und berät und beschließt in
öffentlicher Sitzung. In den Fällen der Nummern 2 u nd 7
bedarf es der vorherigen Entscheidung des Rates. De m
Verwaltungsrat obliegt außerdem die Entscheidung in den
durch die Satzung der Gemeinde bestimmten
Angelegenheiten der Anstalt. In der Satzung kann fe rner
vorgesehen werden, dass bei Entscheidungen der Orga ne
Beteiligungsbericht 2012
207
der Anstalt von grundsätzlicher Bedeutung die Zusti mmung
des Rates erforderlich ist.
(8) Der Verwaltungsrat besteht aus dem vorsitzenden Mitglied
und den übrigen Mitgliedern. Den Vorsitz führt der
Bürgermeister. Soweit Beigeordnete mit eigenem
Geschäftsbereich bestellt sind, führt derjenige Bei geordnete
den Vorsitz, zu dessen Geschäftsbereich die der Ans talt
übertragenen Aufgaben gehören. Sind die übertragene n
Aufgaben mehreren Geschäftsbereichen zuzuordnen, so
entscheidet der Bürgermeister über den Vorsitz. Die übrigen
Mitglieder des Verwaltungsrats werden vom Rat für d ie Dauer
von 5 Jahren gewählt; für die Wahl gilt § 50 Abs. 4
sinngemäß. Die Amtszeit von Mitgliedern des
Verwaltungsrats, die dem Rat angehören, endet mit d em
Ende der Wahlzeit oder dem vorzeitigen Ausscheiden a us
dem Rat. Die Mitglieder des Verwaltungsrats üben ih r Amt bis
zum Amtsantritt der neuen Mitglieder weiter aus. Mi tglieder
des Verwaltungsrats können nicht sein:
1. Bedienstete der Anstalt,
2. leitende Bedienstet von juristischen Personen od er
sonstigen Organisationen des öffentlichen oder priv aten
Rechts, an denen die Anstalt mit mehr als 50 v.H.
beteiligt ist; eine Beteiligung am Stimmrecht genügt,
3. Bedienstete der Aufsichtsbehörde, die unmittelba r mit
Aufgaben der Aufsicht über die Anstalt befasst sind.
(9) Die Anstalt hat das Recht, Dienstherr von Beamt en zu
sein, wenn sie auf Grund einer Aufgabenübertragung nach
Absatz 3 hoheitliche Befugnisse ausübt. Wird die Ans talt
aufgelöst oder umgebildet, so gilt für die Rechtsst ellung der
Beamten und der Versorgungsempfänger Kapitel II Abs chnitt
III des Beamtenrechtsrahmengesetzes.
(10) Der Jahresabschluss und der Lagebericht der An stalt
werden nach den für große Kapitalgesellschaften gel tenden
Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt un d
geprüft, sofern nicht weitergehende gesetzliche Vor schriften
gelten oder andere gesetzliche Vorschriften entgege nstehen.
§ 285 Nummer 9 Buchstabe a des Handelsgesetzbuches ist
mit der Maßgabe anzuwenden, dass die für die Tätigk eit im
Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder des
Vorstands sowie die für die Tätigkeit im Geschäftsj ahr
gewährten Leistungen für die Mitglieder des Verwaltungsrates
im Anhang des Jahresabschlusses für jede Personengr uppe
sowie zusätzlich unter Namensnennung die Bezüge und
Leistungen für jedes einzelne Mitglied dieser
Personengruppen unter Aufgliederung nach Komponente n im
Sinne des § 285 Nummer 9 Buchstabe a des
Handelsgesetzbuches angegeben werden, soweit es sic h um
Leistungen des Kommunalunternehmens handelt. Die
individualisierte Ausweisungspflicht gilt auch für Leistungen
entsprechend § 108 Absatz 1 Satz 1 Nummer 9 Satz 2.
(11) § 14 Abs. 1, § 31, § 74, §75 Abs. 1, § 77, § 8 4 sowie die
Bestimmungen des 13. Teils über die staatliche Aufs icht sind
auf die Anstalt sinngemäß anzuwenden
§ 115
Anzeige
(1) Entscheidungen der Gemeinde über
a) die Gründung oder wesentliche Erweiterung einer
Gesellschaft oder eine wesentliche Änderung des
Gesellschaftszwecks oder sonstiger wesentlicher
Änderungen des Gesellschaftsvertrages,
b) die Beteiligung an einer Gesellschaft oder die
Änderung der Beteiligung an einer Gesellschaft,
c) die gänzliche oder teilweise Veräußerung einer
Gesellschaft oder der Beteiligung an einer
Gesellschaft,
d) die Errichtung die Übernahme oder die wesentlich e
Erweiterung eines Unternehmens, die Änderung der
bisherigen Rechtsform oder eine wesentliche
Änderung des Zwecks,
e) den Abschluss von Rechtsgeschäften, die ihrer Ar t
nach geeignet sind, den Einfluss der Gemeinde auf
das Unternehmen oder die Einrichtung zu mindern
oder zu beseitigen oder die Ausübung von Rechten
aus einer Beteiligung zu beschränken,
f) die Führung von Einrichtungen entsprechend den
Vorschriften über die Eigenbetriebe,
g) den Erwerb eines Geschäftsanteils an einer
eingetragenen Genossenschaft
h) die Errichtung, wesentliche Erweiterung oder
Auflösung einer rechtsfähigen Anstalt des öffentlic hen
Rechts gemäß § 114 a, die Beteiligung oder Erhöhung
einer Beteiligung der Anstalt an anderen
Unternehmen oder Einrichtungen oder deren
Gründung sowie Rechtsgeschäfte der Anstalt im
Sinne des § 111 sind der Aufsichtsbehörde
unverzüglich, spätestens sechs Wochen vor Beginn
des Vollzugs, schriftlich anzuzeigen. Aus der Anzei ge
muss zu ersehen sein, ob die gesetzlichen
Voraussetzungen erfüllt sind. Die Aufsichtsbehörde
kann im Einzelfall aus besonderem Grund die Frist
verkürzen oder verlängern.
(2) Für die Entscheidung über die mittelbare Beteil igung an
einer Gesellschaft gilt Entsprechendes, wenn ein Be schluss
des Rates nach § 108 Abs. 6 oder § 111 Abs. 2 zu fa ssen
ist.
Beteiligungsbericht 2012
208
12. Teil
Gesamtabschluss
§ 116
Gesamtabschluss
(1) Die Gemeinde hat in jedem Haushaltsjahr für den
Abschlussstichtag 31. Dezember einen Gesamtabschlus s
unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung aufzustellen. Er besteht aus der
Gesamtergebnisrechnung, der Gesamtbilanz und dem
Gesamtanhang und ist um einen Gesamtlagebericht zu
ergänzen. Der Rat bestätigt den geprüften Gesamtabs chluss
durch Beschluss. § 96 findet entsprechende Anwendung.
(2) Zu dem Gesamtabschluss hat die Gemeinde ihren
Jahresabschluss nach § 95 und die Jahresabschlüsse des
gleichen Geschäftsjahres aller verselbstständigten
Aufgabenbereiche in öffentlich-rechtlicher oder
privatrechtlicher Form zu konsolidieren. Auf den
Gesamtabschluss sind, soweit seine Eigenart keine
Abweichung erfordert, § 88 und § 91 Abs. 2 entsprec hend
anzuwenden.
(3) In den Gesamtabschluss müssen verselbstständigt e
Aufgabenbereiche nach Absatz 2 nicht einbezogen wer den,
wenn sie für die Verpflichtung, ein den tatsächlich en
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Schulden-, Ertrags- und Finanzgesamtlage der Gemein de zu
vermitteln, von untergeordneter Bedeutung sind. Die s ist im
Gesamtanhang darzustellen.
(4) Am Schluss des Gesamtlageberichtes sind für die
Mitglieder des Verwaltungsvorstands nach § 70, soweit dieser
nicht zu bilden ist für den Bürgermeister und den K ämmerer,
sowie für die Ratsmitglieder, auch wenn die Persone n im
Haushaltsjahr ausgeschieden sind, anzugeben:
1. der Familienname mit mindestens einem
ausgeschriebenen Vornamen,
2. der ausgeübte Beruf,
3. die Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und ander en
Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 des
Aktiengesetzes,
4. die Mitgliedschaft in Organen von verselbstständ igten
Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-
rechtlicher oder privatrechtlicher Form,
5. die Mitgliedschaft in Organen sonstiger privatre chtlicher
Unternehmen.
(5) Der Gesamtabschluss ist innerhalb der ersten ne un
Monate nach dem Abschlussstichtag aufzustellen. § 95 Abs. 3
findet für die Aufstellung des Gesamtabschlusses
entsprechende Anwendung.
(6) Der Gesamtabschluss ist vom
Rechnungsprüfungsausschuss dahingehend zu prüfen, o b
er ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend es Bild
der Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und
Finanzgesamtlage der Gemeinde unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ergibt. Die
Prüfung des Gesamtabschlusses erstreckt sich darauf , ob
die gesetzlichen Vorschriften und die sie ergänzend en
Satzungen und sonstigen ortsrechtlichen Bestimmunge n
beachtet worden sind. Der Gesamtlagebericht ist dar auf zu
prüfen, ob er mit dem Gesamtabschluss in Einklang s teht
und ob seine sonstigen Angaben nicht eine falsche
Vorstellung von der Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und
Finanzgesamtlage der Gemeinde erwecken. § 101 Abs. 2
bis 8 gilt entsprechend.
(7) In die Prüfung nach Absatz 6 müssen die
Jahresabschlüsse der verselbstständigten
Aufgabenbereiche nicht einbezogen werden, wenn dies e
nach gesetzlichen Vorschriften geprüft worden sind.
§ 117
Beteiligungsbericht
(1) Die Gemeinde hat einen Beteiligungsbericht zu
erstellen, in dem ihre wirtschaftliche und nichtwir tschaftliche
Betätigung, unabhängig davon, ob verselbstständigte
Aufgabenbereiche dem Konsolidierungskreis des
Gesamtabschlusses angehören, zu erläutern ist. Dies er
Bericht ist jährlich bezogen auf den Abschlussstich tag des
Gesamtabschlusses fortzuschreiben und dem
Gesamtabschluss beizufügen.
(2) Der Beteiligungsbericht ist dem Rat und den Einwohnern
zur Kenntnis zu bringen. Die Gemeinde hat zu diesem
Zweck den Bericht zur Einsichtnahme verfügbar zu ha lten.
Auf die Möglichkeit zur Einsichtnahme ist in geeign eter
Weise öffentlich hinzuweisen.
§ 118
Vorlage- und Auskunftspflichten
Die Gemeinde ist verpflichtet, bei der Ausgestaltun g von
Gründungsverträgen oder Satzungen für die in § 116
bezeichneten Organisationseinheiten darauf hinzuwir ken,
dass ihr das Recht eingeräumt wird, von diesen Aufk lärung
und Nachweise zu verlangen, die die Aufstellung des
Gesamtabschlusses erfordert.
Beteiligungsbericht 2012
209
Anlage 3: Auszug aus dem Haushaltsgrundsätzegesetz
§ 53 Rechte gegenüber privatrechtlichen Unternehmen
(1) Gehört einer Gebietskörperschaft die Mehrheit der Anteile eines Unternehmens in einer
Rechtsform des privaten Rechts oder gehört ihr mindestens der vierte Teil der Anteile und steht
ihr zusammen mit anderen Gebietskörperschaften die Mehrheit der Anteile zu, so kann sie
verlangen, dass das Unternehmen
1. im Rahmen der Abschlussprüfung auch die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung
prüfen lässt;
2. die Abschlussprüfer beauftragt, in ihrem Bericht auch darzustellen
a) die Entwicklung der Vermögens- und Ertragslage sowie die Liquidität und Rentabilität
der Gesellschaft,
b) verlustbringende Geschäfte und die Ursachen der Verluste, wenn diese Geschäfte und
die Ursachen für die Vermögens- und Ertragslage von Bedeutung waren,
c) die Ursachen eines in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen
Jahresfehlbetrages;
3. ihr den Prüfungsbericht der Abschlussprüfer und, wenn das Unternehmen einen
Konzernabschluss aufzustellen hat, auch den Prüfungsbericht der Konzernabschlussprüfer
unverzüglich nach Eingang übersendet.
(2) Für die Anwendung des Absatzes 1 rechnen als Anteile der Gebietskörperschaften auch
Anteile, die einem Sondervermögen der Gebietskörperschaft gehören. Als Anteile der
Gebietskörperschaft gelten ferner Anteile, die Unternehmen gehören, bei denen die Rechte aus
Absatz 1 der Gebietskörperschaft zustehen.
§ 54 Unterrichtung der Rechnungsprüfungsbehörde
(1) In den Fällen des § 53 kann in der Satzung (im Gesellschaftsvertrag) mit Dreiviertelmehrheit
des vertretenen Kapitals bestimmt werden, dass sich die Rechnungsprüfungsbehörde der
Gebietskörperschaft zur Klärung von Fragen, die bei der Prüfung nach § 44 (Prüfung staatlicher
Betätigung bei privatrechtlichen Unternehmen) auftreten, unmittelbar unterrichten und zu diesem
Zweck den Betrieb, die Bücher und die Schriften des Unternehmens einsehen kann
(2) Ein vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes begründetes Recht der Rechnungsprüfungs-
behörde auf unmittelbare Unterrichtung bleibt unberührt.
Beteiligungsbericht 2012
210
Anlage 4: Zuständigkeiten im Beteiligungsmanagement der Stadt
Münster
(Stand: Juli 2013)
Abteilungsleiterin:
Frau Dr. Janetzki - 20.60.0001
Telefon: 2010; Zimmer: 209b
(Vertreter: Herr Scholz)
Konzernberichtswesen und Haushalt Beteiligungen
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM GmbH)
RVM Verkehrsdienst GmbH
Verkehrsbetrieb Kipp GmbH
Westfälische Verkehrsgesellschaft mbH
Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH (WLE GmbH)
WLE – Spedition GmbH
items GmbH, items project GmbH
Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH und Co. KG
GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG
GREEN GECCO Beteiligungsgesellschaft-Verwaltungs GmbH
Herr Scholz – 20.60.0003
Telefon: 2043; Zimmer: 212
(Vertreterin: Frau Dr. Janetzki)
Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH
Wohn+Stadtbau, Wohnungsunternehmen der Stadt Münster GmbH
Städtische Bühnen Münster (Theater Münster)
Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH
Kreditinstitute
RELiGIO Westfälisches Museum für religiöse Kultur GmbH
Betriebswirtschaftliche Betreuung der Stiftungsverwaltung
Wohnungsgesellschaft Große Lodden mbH
Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH
Institut für vergleichende Städtegeschichte - IStG - gGmbH
smartOPTIMO GmbH & Co. KG
Windpark Detmold
Fortschreibung Beteiligungsbericht (mit diesjähriger Unterstützung
von Frau Jennifer Schulte)
Frau Haubner – 20.60.00020
Telefon 2032; Zimmer 211
(Vertreter: Herr Scholz)
Wirtschaftsförderung Münster GmbH
Technologieförderung Münster GmbH
CeNTech GmbH
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH (einschließlich der
sieben Beteiligungsgesellschaften)
GML Gewerbepark Münster-Loddenheide GmbH
AirportPark FMO GmbH
NBZ – Nano-Bioanalytik-Zentrum GmbH
Herr Deppe - 20.10.0002
Telefon: 2020; Zimmer 203
(Vertreterin: Frau Haubner)
Stadtwerke Münster GmbH
Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH
Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH
Energiehandelsgesellschaft West mbH
Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH
Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH
NDIX GmbH Niederländisch Deutscher Internet Exchange B. V.
Herr Preuß – 20.60.0004
Telefon: 2046; Zimmer: 213
(Vertreterin: Frau Deiters)
Steuerliche Beratung der Ämter und Einrichtungen
Westfälische Bauindustrie GmbH
Citeq
Frau Deiters – 20.60.0006
Telefon: 2049; Zimmer: 210
(Vertreter: Herr Preuß)
Steuerliche Beratung der Ämter und Einrichtungen
Münster Marketing
Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH
Beteiligungsbericht 2012
211
Alphabetische Beteiligungsübersicht
Beteiligung
Seite
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 46
AHS Aviation Handling Services GmbH 119
AirportPark FMO GmbH 67
CeNTech GmbH 178
citeq 55
Energiehandelsgesellschaft West mbH 136
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH 96
FMO Airport Services GmbH 113
FMO Luftfahrtförderungs GmbH 102
FMO Parking Services GmbH 105
FMO Passenger Services GmbH 110
FMO Security Services GmbH 116
Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG 154
GML Gewerbepark Münster-Loddenheide GmbH 43
Green Gecco Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG
Green Gecco Beteiligungsgesellschaft-Verwaltungs-GmbH
158
162
IStG gGmbH 71
items GmbH 122
items projekct GmbH 126
Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH 25
Münster Marketing 60
NBZ – Nano-Bioanalytik-Zentrum GmbH 181
NDIX GmbH Niederländisch Deutscher Internet Exchange B.V. 142
Regionalverkehr Münsterland GmbH 34
RELiGIO Westfälisches Museum für religiöse Kultur GmbH 80
RVM Verkehrsdienst GmbH 165
smartOPTIMO GmbH & Co. KG 148
smartOPTMO Verwaltungs-GmbH 152
Sparkasse Münsterland Ost 187
Stadtwerke Münster GmbH 11
Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH 82
Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH 145
Technologieförderung Münster GmbH 174
Theater Münster 75
Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH 39
Verkehrsbetrieb Kipp GmbH 168
Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH 139
Westfälische Bauindustrie GmbH 85
Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH 91
Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH 129
Westfälische Verkehrsgesellschaft mbH 171
Westfälischer Zoologischer Garten GmbH 29
Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH 52
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH 94
Wirtschaftsförderung Münster GmbH 64
WISAG FMO Cargo Services GmbH 108
WLE-Spedition GmbH 133
Wohn+Stadtbau, Wohnungsunternehmen der Stadt Münster GmbH 19
Wohungsgesllschaft Große Lodden mbH 184
Beteiligungsbericht 2012
212
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (31)
- Steinfurter Straße 60
- Sentruper Straße 315
- Gartenstraße 123
- Weseler Straße 230
- Rösnerstraße 10
- Scheibenstraße 109
- Klemensstraße 10
- Königsstraße 46
- Neubrückenstraße 63
- Herrenstraße 2
- Engelstraße 49
- Stubengasse
- Bahnhofstraße 29
- Münsterstraße 58a
- Mendelstraße 11
- Heisenbergstraße 11
- Moltkestraße 38
- Hafenplatz 1
- Albersloher Weg 32
- Krögerweg 11
- Bremer Platz 416
- Hoher Heckenweg
- Echelmeyerstraße
- Sentruper Höhe
- Engelenschanze 480
- Alter Steinweg
- Ostmarkstraße
- Loddenheide
- Aegidiimarkt 780
- Buschkamp
- Grafschaft
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0613/2013
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 15.08.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37