Mandari Insight

V/0769/2024

Standortentwicklungsstrategie 2030+ für den Wirtschaftsstandort Münster

Vorlagen 29.11.2024

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V_0769_2024_Anlage_1_Endbericht_Standortentwicklungsstrategie_2030

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Ansehen

V_0769_2024_Anlage_2a_Karte_Strategische_Wirtschaftsstandorte

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Ansehen

V_0769_2024_Anlage_2b_Karte_Strategische_Wirtschaftsstandorte_Handel

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage A

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Ansehen

V_0769_2024_Anlage_1_Endbericht_Standortentwicklungsstrategie_2030

317268 Zeichen

Abschlussbericht  
Standortentwicklungsstrategie 
Münster 2030+ 
Finale Version, Stand 01.11.2024 
Quelle: Presseamt Münster / Markus Bensch 
Anlage 1 zur Vorlage V/0769/2024

Seite II 
  
Inhaltsverzeichnis 
Abbildungsverzeichnis IV 
Abkürzungsverzeichnis VI 
Management Summary VII 
1 Münster 2030+ | Anlass und Entstehungsprozess 1 
2 Münster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 6 
2.1 Kompakte Beschreibung der Ausgangslage 6 
2.2 Transformationsdynamiken 14 
2.3 Stärkefelder der Münsteraner Wirtschaft 17 
2.3.1 Handwerk 20 
2.3.2 Industrie 22 
2.3.3 Land- und Ernährungswirtschaft 25 
2.3.4 FuE-Dienstleistungen 28 
2.3.5 Finanzen und Versicherungen 30 
2.3.6 Gesundheitswirtschaft 32 
2.3.7 Kultur- und Kreativwirtschaft 35 
2.3.8 Innenstadt, Handel, Tourismus 38 
2.3.9 Wissenschaft 40 
2.4 Zusammenfassung der Ausgangslage 43 
3 Münster 2030+ | Vision und strategische Leitlinien 44 
4 Münster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 48 
4.1 Münster.Nachhaltige Infrastrukturen 50 
4.2 Münster.Innovation 62 
4.3 Münster.Zukunftsorte 72 
4.4 Münster.Miteinander 81

Seite III 
  
4.5 Münster.Talente und Bildung 89 
4.6 Münster.Dynamische Unternehmen 100 
4.7 Münster.Lebensqualität 109 
5 Münster 2030+ | Stadträumliche Perspektive 118 
5.1 Grundsätze der stadträumlichen Entwicklung im Hinblick auf die 
wirtschaftliche Entwicklung 121 
5.2 Sicherung und Entwicklung strategischer Wirtschaftsstandorte 123 
6 Münster 2030+ | Wege der Umsetzung 127 
Literaturverzeichnis XIII 
Anhang XV 
Impressum XVII

Seite IV 
  
Abbildungsverzeichnis 
Abbildung 1: Strategische Leitlinien für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts 
Münster 2030+ X 
Abbildung 2: Handlungsfelder, strategische Leitlinien und sektorale Stärkefelder im 
Überblick XI 
Abbildung 3: Maßnahmentableau der Standortentwicklungsstrategie Münster 2030+ XI 
Abbildung 4: Ablauf des Strategieprozesses 4 
Abbildung 5: Entwicklung der Bevölkerung 2012 bis 2021 8 
Abbildung 6: Altersstruktur und Erwerbsfähigenanteil 9 
Abbildung 7: Qualifikationsstruktur der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 
(SvB) 2021 10 
Abbildung 8: Entwicklung Beschäftigung und BIP / BWS in Münster 11 
Abbildung 9: CO2-Emissionen in Tonnen je 1.000 Euro BWS 12 
Abbildung 10: Anteil digitaler Impulsgeber 2021 13 
Abbildung 11: Globale Megatrends und Transformationsdynamiken 14 
Abbildung 12: Branchen am Wirtschaftsstandort Münster (Branchenportfolio 2022) 17 
Abbildung 13: Münsteraner Handwerk in Münster in Zahlen 20 
Abbildung 14: Branchenportfolio der Industrie in Münster 22 
Abbildung 15: Branchenportfolio der Land- und Ernährungswirtschaft in Münster* 26 
Abbildung 16: Branchenportfolio der FuE-Dienstleistungen in Münster 28 
Abbildung 17: Branchenportfolio der Finanz- und Versicherungswirtschaft in Münster 30 
Abbildung 18: Branchenportfolio der Gesundheitswirtschaft in Münster 32 
Abbildung 19: Die Münsteraner Kultur- und Kreativwirtschaft in Zahlen 36 
Abbildung 20: Branchenportfolio Innenstadt, Handel und Tourismus in Münster 38 
Abbildung 21: Branchenportfolio Wissenschaft in Münster* 40

Seite V 
  
Abbildung 22: Strategische Leitlinien für den Wirtschaftsstandort Münster 2030+ 45 
Abbildung 23: Strategische Leitlinien, Handlungsfelder und Stärkefelder im Überblick 48 
Abbildung 24: Handlungsfeld Münster.Nachhaltige Infrastrukturen 51 
Abbildung 25: Handlungsfeld Münster.Innovation 63 
Abbildung 26: Handlungsfeld Münster.Zukunftsorte 73 
Abbildung 27: Handlungsfeld Münster.Miteinander 81 
Abbildung 28: Handlungsfeld Münster.Talente und Bildung 90 
Abbildung 29: Handlungsfeld Münster.Dynamische Unternehmen 101 
Abbildung 30: Handlungsfeld Münster.Lebensqualität 110 
Abbildung 31: IFM – Integriertes Flächenkonzept Münster 119 
Abbildung 32: Sicherung und Entwicklung strategischer Wirtschaftsstandorte  124 
Abbildung 33: Sicherung und Entwicklung strategischer Wirtschaftsstandorte: 
Stärkefeld Handel 126 
Abbildung 34: Maßnahmentableau von Münster 2030+ (32 Maßnahmen) 127 
Abbildung 35: Sechs Pfeiler in der Umsetzungsphase 128

Seite VI 
  
Abkürzungsverzeichnis 
AG Arbeitsgruppe 
BIP Bruttoinlandsprodukt 
BWS Bruttowertschöpfung 
EU Europäische Union 
FuE Forschung und Entwicklung 
HWK Handwerkskammer 
IFM Integrierte Flächenkonzept Münster 
IKT Informations- und Kommunikationstechnologie 
IHK Industrie- und Handelskammer 
IPCC Intergovernmental Panel on Climate Change (Zwischenstaatlicher 
Ausschuss für Klimaänderungen) 
IT Informationstechnik 
ISEK Integriertes Stadtentwicklungskonzept 
KKW Kultur- und Kreativwirtschaft 
KMU Kleine und mittlere Unternehmen 
LQ Lokationsquotient 
MONT Münster, Osnabrück, Netwerkstad Twente 
NRW Nordrhein-Westfalen 
SvB Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 
SWOT Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats (Stärken, Schwächen, 
Chancen, Risiken) 
UKM Universitätsklinikum Münster

Seite VII 
  
Management Summary 
Die Stadt Münster ist einer der führenden und wirtschaftlich aufstrebenden Standorte in 
Nordrhein-Westfalen und Deutschland. Das zeigt sich immer wieder in verschiedenen 
Untersuchungen: Im Zukunftsatlas 2022 nahm Münster den 19. Platz aller 400 deutschen Kreise 
und kreisfreien Städte ein und verbesserte sich damit im Vergleich zu 2019 um sechs Plätze. Die 
Studie identifiziert Münster als einen der fünf dynamischsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands. 
Mit einer starken wissenschaftlichen Prägung, einer insbesondere dienstleistungsorientierten 
Wirtschaft sowie namhaften technologieintensiven Industriebetrieben verfügt Münster 
bundesweit über Alleinstellungsmerkmale. Hinzu kommen ein starkes Handwerk und ein 
ausgeprägter Groß- und Einzelhandel. Gleichzeitig ist die Stadt das Oberzentrum des 
prosperierenden und mittelständisch geprägten Münsterlandes, mit dem enge Verflechtungen 
bestehen. Diese Verflechtungen zeigen sich auf individueller Ebene: Münster und das 
Münsterland sind beliebte Wohn- und Arbeitsstandorte und viele Menschen pendeln aus den 
Münsterlandkreisen in die Stadt.  
Mit dem Wachstum nehmen jedoch auch Herausforderungen zu: Steigende Bevölkerungs-, 
Beschäftigungs- und Studierendenzahlen führen zu einem angespannten Wohnungsmarkt. Der 
demografische Wandel, der Klimawandel, die digitale Transformation und eine sich ständig 
wandelnde geo- und sicherheitspolitische Lage stellen die Stadt und die ansässigen 
Unternehmen vor Herausforderungen. 
Um sich im Wettbewerb der Standorte positionieren und die Kräfte bündeln zu können, braucht 
der Wirtschaftsstandort Münster eine klare Entwicklungsstrategie. Hier setzt die Stadt Münster 
mit der vorliegenden Standortentwicklungsstrategie 2030+ an. Sie identifiziert die maßgeblichen 
Leitlinien und Handlungsfelder für die zukünftige Entwicklung des Wirtschafts- und 
Wissenschaftsstandorts Münster. Mit ihrer Hilfe soll der gestartete dynamische Entwicklungspfad 
auch im Angesicht der multiplen Transformationen weiter erfolgreich beschritten, die Vorteile der 
digitalen Transformation genutzt und ein positiver Beitrag zur Klimaneutralität und zur 
nachhaltigen Entwicklung geleistet werden. 
Im Rahmen des dialogorientierten Strategieprozesses wurde eine Vielzahl von Stakeholdern aus 
Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft in 26 
Schlüsselpersonengesprächen, vier Workshops, einer Vielzahl von Gremiensitzungen und einer 
Standortkonferenz aktiv eingebunden. Diese qualitative Perspektive wurde durch eine 
ausführliche quantitative Analyse der demografischen und ökonomischen Situation des Standorts 
Münster ergänzt. Entstanden ist ein pointiertes Bild der Ausgangslage und der sektoralen 
Stärkefelder des Wirtschaftsstandorts Münster. Auf dieser Grundlage wurde im Dialogprozess 
eine Vision mit strategischen Leitlinien für den Wirtschaftsstandort Münster 2030+ abgeleitet. 
Um die Entwicklung des Standorts entsprechend der Vision zu orientieren, wurden sieben 
Handlungsfelder identifiziert, die mit insgesamt 32 Maßnahmen unterlegt wurden.

Seite VIII 
  
Ausgangslage 
Die Stadt Münster ist ein dynamischer und erfolgreicher Wirtschaftsstandort im Herzen Europas. 
Demografisch profitiert die Stadt stark vom Status als Universitätsstadt. Dies zeigt sich in der 
wachsenden Bevölkerung, die überdurchschnittlich hoch qualifiziert ist. Wirtschaftsstrukturell ist 
Münster divers aufgestellt mit Schwerpunkten in den Bereichen Gesundheitswirtschaft, 
Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), Verwaltung, Handel, freiberufliche 
Dienstleistungen sowie Finanzen und Versicherungen. Aus der Analyse der Ausgangslage 
(Kapitel 2) wurden zentrale Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken für die zukünftige 
Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Münster abgeleitet: 
■ Stärken: Münster zeichnet sich durch ein starkes Bevölkerungs- und 
Beschäftigungswachstum, eine hohe Lebensqualität, eine starke Hochschullandschaft 
und einen dynamischen Mittelstand aus. 
■ Schwächen: Die Stadt hat einen negativen Wanderungssaldo bei 30- bis 50-Jährigen, 
hohe Lebenshaltungskosten, einen Mangel an bezahlbarem Wohnraum, eine 
abgeschmolzene Manövriermasse an Gewerbeflächen und eine belastete 
Mobilitätsinfrastruktur. 
■ Chancen: Münster hat das Potenzial, sich als "Klimastadt" zu entwickeln, die 
Batterieforschung europaweit zu profilieren, die Vernetzung von Hochschulen und 
Wirtschaft weiter zu intensivieren, das Gründungsökosystem weiterzuentwickeln, das 
Potenzial der Gesundheitswirtschaft zu nutzen, die Allianzen mit der Wirtschaft zu stärken 
und die Potenziale der regionalen/überregionalen Zusammenarbeit stärker zu nutzen. 
■ Risiken: Der angespannte Wohnungsmarkt, fehlende gewerbliche Standortalternativen, 
Fachkräftemangel und der Strukturwandel in der Finanz- und Versicherungsbranche 
sowie im Einzelhandel könnten die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen. 
Sektorale Stärkefelder 
Für die weitere Entwicklung des Standorts ist die Identifikation von Stärkefeldern der Wirtschaft 
elementar, da in diesen Bereichen die größten Potenziale zum Aufbau von Arbeitsplätzen und 
einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bestehen. Auch für die Sichtbarkeit der Münsteraner 
Wirtschaft ergeben sich hieraus Vorteile. Durch die Bildung von Clustern sind Netzwerkeffekte 
möglich. Sektorale Stärkefelder ergeben sich aus den Branchenschwerpunkten der Münsteraner 
Wirtschaft. Die Wirtschaftsstruktur der Stadt Münster wird anhand eines Branchenportfolios 
aufgezeigt, der die Lokalisation der Branchen unterteilt nach vier Sektoren beinhaltet. 
Insgesamt können neun sektorale Stärkefelder identifiziert werden: 
■ Handwerk 
■ Industrie 
■ Land- und Ernährungswirtschaft 
■ FuE-Dienstleistungen 
■ Finanzen und Versicherungen 
■ Gesundheitswirtschaft 
■ Kultur- und Kreativwirtschaft 
■ Innenstadt, Handel und Tourismus 
■ Wissenschaft 
 
Die sektoralen Stärkefelder beinhalten dabei in der Regel weitere Wirtschaftsbereiche bzw. 
Untergruppen. So werden beispielsweise Teile der Sozialwirtschaft bei der Gesundheitswirtschaft

Seite IX 
  
berücksichtigt. Die Stärkefelder, ihre Bedeutung für Münster und die durch die 
Transformationsdynamiken bestehenden Herausforderungen werden in Kapitel 2.3 ausführlich 
beschrieben. 
 
Vision und strategische Leitlinien 
Die Transformationsherausforderungen in den Stärkefeldern erfordern Lösungen. Die Stadt 
Münster hat die Notwendigkeit erkannt und ist bestrebt, die Stärken der Münsteraner Wirtschaft 
zu nutzen und gleichzeitig auf die sich wandelnden Dynamiken der Zeit zu reagieren. 
Die Vision Münster 2030+ für den Wirtschaftsstandort Münster stellt eine Zielorientierung für die 
künftige Entwicklung dar. Sie soll die Akteurinnen und Akteure aus Stadtverwaltung, Wirtschaft, 
Wirtschaftsvertretungen und Wissenschaft anregen und motivieren, gemeinsam den 
Wirtschaftsstandort zu gestalten.  
Vision Wirtschaftsstandort Münster 2030+ 
Münster nimmt eine führende Rolle als Innovationszentrum für nachhaltige 
Wirtschaftsentwicklung und Lebensqualität ein legt dabei die Prinzipien der 
Nachhaltigkeit (ökonomisch, ökologisch und sozial), des sozialen Ausgleichs und 
Fortschritts sowie der der Klimaneutralität zugrunde.  
Münster ist Vorreiter für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit auf regionaler, 
nationaler und internationaler Ebene. 
Münster ist eine produktive Stadt und ein Wirtschaftsstandort des dynamischen 
Mittelstandes. Ein Fokus liegt dabei auf Bereichen, die eine besondere Profilierung und 
Kompetenzfeldentwicklung erlauben und die Transformationsprozesse unterstützen. Als 
Instrument wird Kreislaufwirtschaft bzw. Circular Economy konsequent mitgedacht. 
Münster fördert ein innovations- und mittelstandsfreundliches Wirtschaftsumfeld 
unterstützt durch eine hervorragende Erreichbarkeit und ein nachfrageorientiertes 
Flächenangebot sowie ein Ökosystem, das Innovation, Kreativität und 
unternehmerisches Denken unterstützt. 
Münster stärkt die Austauschprozesse von Wissenschaft und Wirtschaft zur 
Entwicklung von zukunftsweisenden Technologien und Geschäftsmodellen. 
Münster verstärkt die Zusammenarbeit mit dem Münsterland und ist gemeinsam mit 
dem Münsterland ein Motor der deutsch-niederländischen Zusammenarbeit. 
Münster steht für Lebensart und Lebensqualität. Alle notwendigen Einrichtungen des 
täglichen Bedarfs sind in 15 Minuten bequem erreichbar (15 Minuten Stadt). Münster 
ist geprägt von einer lebendigen Gemeinschaft, einer vielfältigen Kultur, einem 
respektvollen Miteinander, einer Offenheit und Toleranz gegenüber allen Lebensstilen 
und bietet ausreichenden Wohnraum für alle Beschäftigte aller Qualifikationsstufen.

Seite X 
  
 
Die Vision wird durch die strategischen Leitlinien ergänzt, die übergeordnete Werte und 
Prinzipien darstellen, die das wirtschaftliche Handeln der Akteurinnen und Akteure in der Stadt 
Münster im Sinne einer gemeinwohlorientierten, innovativen und nachhaltigen Wirtschafts- und 
Stadtentwicklung leiten sollen. Abbildung 1 fasst die strategischen Leitlinien zusammen, in 
Kapitel 3 werden sie ausführlich vorgestellt. 
Abbildung 1: Strategische Leitlinien für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Münster 2030+  
 
Abbildung Prognos AG, 2024 
 
Handlungsfelder und Maßnahmen 
Die strategischen Leitlinien werden anhand von sieben Handlungsfeldern mit einer 
umsetzungsorientierten Ebene unterlegt. Die Handlungsfelder verbinden die sektoralen Stärken 
der Münsteraner Wirtschaft und Wissenschaft mit den in der Analyse der Ausgangslage 
identifizierten Wachstumspotenzialen. So können branchen- und akteursübergreifend neue 
Entwicklungsimpulse gesetzt und die bestehenden Stärkefelder weiter ausgebaut werden. 
Jedes Handlungsfeld adressiert einen Aspekt der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Münster 
und setzt Ziele für die zukünftige Entwicklung. So finden sich Handlungsfelder für Infrastruktur, 
Innovationen und Wissenstransfer, räumliche Entwicklung, Zusammenleben und Verwaltung, 
Fachkräfte, Mittelstand und Gründungen sowie weiche Standortfaktoren. Abbildung 2 zeigt die 
strategischen Handlungsfelder in Kombination mit den strategischen Leitlinien und sektoralen 
Stärkefeldern.

Seite XI 
  
Abbildung 2: Handlungsfelder, strategische Leitlinien und sektorale Stärkefelder im Überblick  
 
Abbildung Prognos AG, 2024 
 
Die Handlungsfelder enthalten insgesamt 32 Maßnahmen, mit denen der 
Standortentwicklungsstrategie Münster 2030+ eine operationale Ebene hinzugefügt wird. Die 
Maßnahmen dienen dazu, die strategischen Bemühungen der Stadt Münster in die Praxis zu 
übersetzen und sollen den Wirtschaftsstandort, z. B. durch die Entwicklung zur Battery City, ins 
nächste Jahrzehnt führen. Abbildung 3 zeigt das Maßnahmentableau der Strategie. 
Abbildung 3: Maßnahmentableau der Standortentwicklungsstrategie Münster 2030+  
 
Abbildung Prognos AG, 2024

Seite XII 
  
 
In Kapitel 4 werden die die Handlungsfelder und Maßnahmen ausführlich vorgestellt. 
Stadträumliche Perspektive 
Wirtschaftliche Prozesse finden auf Flächen statt. Gerade in Städten bedeutet dies starke 
Wechselwirkungen zwischen wirtschaftlicher Aktivität und anderen Aspekten des Lebens der 
Bewohnerinnen und Bewohner sowie dem Ziel der ökologischen Tragfähigkeit. Hinzu kommt, 
dass gerade in so beliebten Städten wie Münster eine zunehmende Konkurrenz um Flächen für 
Landwirtschaft, Industrie, Gewerbe, Wohnen, Verkehr, erneuerbare Energien und weitere 
Nutzungsformen existiert. Die Transformationsdynamiken wie Klimawandel, digitale 
Transformation und demografischer Wandel stellen neue Anforderungen an Unternehmen, denen 
diese nur mit Anpassungen ihrer Prozesse und Produkte gerecht werden können. Solche 
Prozesse erfordern neben Investitionen auch Fläche. Um diesen Flächenbedarf zu moderieren, 
die Transformation und das Wachstum der Unternehmen in Münster zu unterstützen und 
gleichzeitig mit den anderen stadtentwicklungspolitischen Zielen in Einklang zu bringen, definiert 
das Standortentwicklungskonzept unter Berücksichtigung des Integrierten 
Flächenentwicklungskonzepts (IFM) der Stadt Münster Grundsätze für die stadträumliche 
Entwicklung: 
■ Nachverdichtung und Revitalisierung (Ökologische Transformation der Bestände) 
■ Nachfrageorientierte und gezielte Flächenentwicklung  
■ Unterstützung der sozial-ökologischen Transformation der Wirtschaft 
■ Urbane Quartiere mit Nutzungsdurchmischung 
■ Ko-produktive und partizipative stadträumliche Entwicklung 
■ Mobilität als verbindendes Element der Stadträume  
Die Sicherung und weitere Entwicklung strategisch wichtiger Flächen erfolgt entlang der bereits 
bestehenden räumlichen Schwerpunkte der Stärkefelder der Münsteraner Wirtschaft (vgl. 
Kapitel 5.2). 
Wege der Umsetzung 
Um die Standortentwicklungsstrategie Münster 2030+ erfolgreich umzusetzen werden sechs 
Erfolgskriterien definiert: 
1. Hervorhebung besonders strahlkräftiger Projekte  
2. Governance-Struktur  
3. Gleichstellung 
4. Standortentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe 
5. Kommunikationsstrategie und Standortmarketing 
6. Strategiereview und prozessbegleitendes Controlling

Münster 2030+ | Anlass und Entstehungsprozess 
 Seite 1 
  
1 Münster 2030+ | Anlass und Entstehungsprozess  
Die Stadt Münster ist einer der führenden und wirtschaftlich aufstrebenden Standorte in 
Nordrhein-Westfalen und Deutschland. Das zeigt sich immer wieder in verschiedenen 
Untersuchungen: Im Zukunftsatlas 2022 nahm Münster den 19. Platz aller 400 deutschen Kreise 
und kreisfreien Städte ein und verbesserte sich damit im Vergleich zu 2019 um sechs Plätze. Die 
Studie identifiziert Münster als einen der fünf dynamischsten Wirtschaftsstandorte 
Deutschlands.
1 Mit einer starken wissenschaftlichen Prägung, einer insbesondere 
dienstleistungsorientierten Wirtschaft sowie namhaften technologieintensiven Industriebetrieben 
verfügt Münster bundesweit über Alleinstellungsmerkmale. Hinzukommen ein starkes Handwerk 
und ein ausgeprägter Groß- und Einzelhandel. Gleichzeitig ist die Stadt das Oberzentrum des 
prosperierenden und mittelständisch geprägten Münsterlandes, mit dem enge Verflechtungen 
bestehen. Diese Verflechtungen zeigen sich auf individueller Ebene: Münster und das 
Münsterland sind beliebte Wohn- und Arbeitsstandorte und viele Menschen pendeln aus den 
Münsterlandkreisen in die Stadt. Die Positionierung im Zukunftsatlas 2022 bestätigt die 
Attraktivität des Münsterlandes. Nicht nur die Stadt Münster stieg auf, auch Borken und 
Warendorf haben sich um mehr als 50 Plätze auf Rang 132 bzw. 139 verbessert. Steinfurt um 
knapp 30 Plätze auf Rang 116 und auch Coesfeld um 13 Plätze auf Rang 152. Auf institutioneller 
Ebene wird Zusammenarbeit gelebt. Mit Münsterland e.V. besteht eine der stärksten 
Regionalmanagement-Organisationen in Deutschland, die Wirtschaft, Arbeit, Tourismus und 
Kultur fördert. Durch die grenznahe Lage kann Münster zudem auf historisch gewachsene 
Beziehungen in der EUREGIO mit den niederländischen Nachbarregionen aufbauen, die ihrerseits 
ebenfalls wichtige Industrie- und Wissenschaftszentren der Niederlande darstellen. Seit 25 
Jahren arbeiten zudem Münster, Osnabrück und die Netwerkstad Twente (Enschede, Hengelo, 
Almelo, Borne) im oberzentralen Städtenetzwerk MONT in der EUREGIO eng zusammen. 
Mit dem Wachstum nehmen jedoch auch Herausforderungen zu: Steigende Bevölkerungs-, 
Beschäftigungs- und Studierendenzahlen führen zu einem angespannten Wohnungsmarkt, der in 
Kombination mit dem demografischen Wandel zu großen Herausforderungen für die nachhaltige 
Gewinnung von Arbeitskräften werden kann. Die digitale Transformation führt zu tiefgreifenden 
Veränderungen von Geschäftsmodellen und massiven Veränderungen in ganzen 
Wirtschaftszweigen, so auch in der für Münster bedeutenden Finanz- und 
Versicherungswirtschaft. Der Klimawandel erfordert größte Anstrengungen in allen Bereichen des 
Wirtschaftslebens, um Emissionen zu reduzieren und neue grüne Technologien zu entwickeln. Mit 
dem Ziel „Klimaneutralität 2030“ hat sich Münster hier einen besonders ambitionierten Zeitplan 
gesteckt. Neben dem Klimawandel machen auch geopolitische Entwicklungen Veränderungen 
in Wirtschaftsregionen unabdingbar. Unabhängige und erneuerbare Energieversorgung, die 
Reduktion der Abhängigkeit von großen Exportkunden und die Sicherung der Entwicklung und 
Herstellung zentraler Zukunftstechnologien in Deutschland: Die geo- und sicherheitspolitischen 
Veränderungen sind auch in Münster zu spüren. 
In der Situation der multiplen Krisen und Transformationen gilt es nicht nur das kurzfristig 
Notwendige zu tun, sondern auch die Weichen für den Erfolg der Zukunft zu stellen. Die 
zukünftige Entwicklung wird durch einen zunehmenden Wettbewerb zwischen 
Wirtschaftsstandorten und einer abnehmenden Bedeutung von Distanz geprägt. Für Regionen 
 
1 Prognos AG, 2022

Münster 2030+ | Anlass und Entstehungsprozess 
 Seite 2 
  
und Städte besteht die Notwendigkeit, sich auf dem nationalen sowie globalen Markt der 
Standorte mit einer klaren Positionierung und einem unverwechselbaren Profil zu präsentieren. 
Das zwingt Standorte und Unternehmen zu einer Konzentration auf die wirklichen Stärken.  
Wettbewerbsvorteile in der Wissensgesellschaft erreichen künftig die Standorte, die es schaffen, 
die richtigen Köpfe für die richtigen Aufgaben und damit auch Kompetenzen zu binden, 
anzusprechen und deren Arbeitsumfeld möglichst optimal zu gestalten. An diesem Punkt 
kommen wesentlich die Lebensqualität und das Image einer Stadt ins Spiel. Diese sind keine 
Randgrößen mehr, sondern entscheiden im Wettbewerb um Kompetenzen und Köpfe; im 
Umkehrschluss somit auch im regionalen Standortwettbewerb. In der global vernetzten 
Gesellschaft entwickeln sich immer wieder neue Spielregeln, die Wettbewerbsdynamik verschiebt 
Investitionen und Talente an die jeweils attraktivsten Standorte. Es sind Antworten auf folgende 
Fragen gesucht: Wie und wo arbeiten wir morgen? Wie verändert sich der Arbeits- und 
Wirtschaftsstandort Münster unter den Bedingungen der multiplen Krisen und der doppelten 
Transformation aus Digitalisierung und Klimawandel und wie kann der nachhaltige Erfolg im 
Umgang mit den Transformationsprozessen sichergestellt werden? Was brauchen die 
Unternehmen und wie können sie gezielt unterstützt werden? Wo entstehen Kreativität und 
Innovation – und welche stadträumlichen Bedingungen müssen dafür geschaffen werden? 
Um sich im Wettbewerb der Standorte positionieren und die Kräfte bündeln zu können, braucht 
der Wirtschaftsstandort Münster eine klare Entwicklungsstrategie. Hier setzt die Stadt Münster 
mit der vorliegenden Standortentwicklungsstrategie 2030+ an. Sie identifiziert die maßgeblichen 
Leitlinien und Handlungsfelder für die zukünftige Entwicklung des Wirtschafts- und 
Wissenschaftsstandorts Münster. Mit ihrer Hilfe soll der beschrittene dynamische 
Entwicklungspfad auch im Angesicht der multiplen Transformationen weiter erfolgreich 
beschritten, die Vorteile der digitalen Transformation genutzt und ein positiver Beitrag zur 
Klimaneutralität und zur nachhaltigen Entwicklung geleistet werden. 
Die Stadt Münster, unter der Federführung des Stadtplanungsamtes, hat die 
Standortentwicklungsstrategie 2030+ in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung 
Münster GmbH, Münster Marketing und im Dialog mit Partnerinnen und Partnern aus der 
Wirtschaft, Arbeitnehmervertretern, der Wissenschaft und Politik und mit Hilfe des 
Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmens Prognos AG entwickelt. Am Austausch 
waren unter anderem die IHK Nord Westfalen, die HWK Münster, die Kreishandwerkerschaft 
Münster, der DGB Region Münsterland, die Universität Münster, die FH Münster, die 
Industriegemeinschaft Münster, die Initiative Starke Innenstadt, die Ratsfraktionen sowie eine 
Vielzahl weiterer Akteurinnen und Akteure und Netzwerke beteiligt. Die Studie setzt auf die 
erfolgreichen Vorerfahrungen aus den Projekten MünsterZukünfte 20|30|502, 
Nachhaltigkeitsstrategie Münster 20303 uvm. auf. Insbesondere wird mit der kooperativen und 
dialogorientierten Erarbeitung der Standortentwicklungsstrategie 2030+ ein wichtiges Ergebnis 
der MünsterZukünfte aus dem Leitthema „Facetten ökonomischer Stärke“ umgesetzt. 
  
 
2 Stadt Münster (2021a) 
3 Stadt Münster (2018a)

Münster 2030+ | Anlass und Entstehungsprozess 
 Seite 3 
  
Vorstudien 
Die Standortentwicklungsstrategie 2030+ ist mit einer Reihe von Vorstudien verknüpft und 
ergänzt diese um einen fokussierten Blick auf die Münsteraner Wirtschaft. Auf Basis der 
Ergebnisse des Modellprojektes „Global Nachhaltige Kommune“ bzw. der 
Nachhaltigkeitsstrategie 2030 und den Ratsbeschlüssen zur klimagerechten Entwicklung 
(Klimaneutralität 2030)4 wurde mit dem Beschluss der „MünsterZukünfte 20|30|50 – 
strategisch Zukunft gestalten, kurzfristig handeln“ eine Verständigung über zentrale 
Zukunftsfaktoren, über Entwicklungsziele, über strategische Leitthemen und einen gemeinsam 
getragenen inhaltlich-räumlichen Rahmen erreicht.  
Auf der Grundlage einer Szenarioanalyse Münster 2030/20505 und von umfangreichen 
Beteiligungsprozessen liegt mit „MünsterZukünfte 20|30|50“ ein Kompass für die 
Zukunftsgestaltung vor, der auf den Ergebnissen des Modellprojektes „Global Nachhaltige 
Kommune“ aufbaut und die „Nachhaltigkeitsstrategie 2030“ insbesondere in räumlicher Sicht 
unterstützt. Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Münster 2030 (ISEK 2030) als Teil der 
„MünsterZukünfte 20|30|50“ liefert einen räumlichen Orientierungsrahmen, benennt zehn 
Leitthemen für gemeinschaftliches, integriertes Handeln und bietet die Grundlagen zur 
Einwerbung von Fördermitteln6. 
Bereits die Szenarioanalyse Münster 2030/2050 gibt grundsätzliche Hinweise zur 
Standortentwicklung. Hier wurde herausgearbeitet, dass drei Faktorenkomplexe denkbare 
Entwicklungspfade für Münster bestimmen. Hierbei handelt es sich um die Werte der 
Stadtgesellschaft, die Hochschulen bzw. Wissenschaft und die Wirtschaft. Das Szenario „Wert-
volles Münster“ (im Sinne von wertebasiertes Münster) wird dabei durch die besonderen 
Münster-Werte (starker Zusammenhalt, hohes zivilgesellschaftliches Engagement), eine 
dynamische Wirtschaft und von großen, exzellenten Hochschulen mit gutem Ruf charakterisiert. 
Im Rahmen der Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Münster 2030 (ISEK 
2030) wurde aus den Schlüsselpersonengesprächen, einer Aufarbeitung der vorliegenden 
Konzepte und Programme, der Bürgerinnen- und Bürgerumfrage 2018
7 und unter Rückgriff auf 
die Ergebnisse der Szenarioanalyse das ISEK-Leitthema8 „Facetten ökonomischer Stärke – 
Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung“ abgeleitet. Die Befunde zu diesem Thema haben 
einen klaren konzeptionell-strategischen sowie auch kommunikativen Handlungsbedarf 
verdeutlicht, auf den die nun vorliegende Standortentwicklungsstrategie 2030+ Antworten findet. 
Mit der Standortentwicklungsstrategie 2030+ soll die Sichtbarkeit der Wirtschaft erhöht 
werden, da der Bereich Wirtschaft in bisherigen Strategieprozessen nicht in angemessenem 
Maße als stadtstrategisches Ziel behandelt worden ist. 
  
 
4 Stadt Münster (2024) 
5 Stadt Münster (2021b) 
6 Stadt Münster (2021c) 
7 Stadt Münster (2018b) 
8 Stadt Münster (2021b)

Münster 2030+ | Anlass und Entstehungsprozess 
 Seite 4 
  
Strategieprozess und Dialogformate 
Der dialogorientierte Strategieprozess erstreckte sich über das Jahr 2023. In einer ersten 
Analysephase sind Bestandsstrategien analysiert sowie regionalstatistische sozio-ökonomische 
Indikatoren ausgewertet und zu einer themenübergreifenden Regionalanalyse zusammengefügt 
worden. Dieser quantitative Blick auf den Wirtschaftsstandort Münster ist um qualitative 
Erkenntnisse aus insgesamt 26 Schlüsselpersonengesprächen mit Vertreterinnen und 
Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft, Verwaltung und Politik ergänzt worden. So 
konnte bereits in der Anfangsphase der Strategieentwicklung die Einbindung der Münsteraner 
Akteurs- und Akteurinnenlandschaft gewährleistet werden. Die Ergebnisse der beiden 
Arbeitsschritte sind in einer SWOT-Analyse zusammengeführt, die einen umfassenden Blick auf 
den Status-Quo und zukünftige Potenziale und Herausforderungen des Wirtschaftsstandort 
Münster ermöglicht.  
Abbildung 4: Ablauf des Strategieprozesses 
 
Abbildung Prognos AG, 2024 
 
Die Erkenntnisse der Analysephase bildeten die Grundlage für die weitergehende Bearbeitung der 
ausgewählten Themenfelder Handwerk, Gesundheitswirtschaft, Industrie sowie Finanzen und 
Versicherungen in der Vertiefungsphase. In vier themenspezifischen Workshops sind die 
Erkenntnisse der Analysephase mit Vertreterinnen und -vertretern dieser Branchen sowie 
Verwaltung, Wirtschaftsförderung und Wissenschaft diskutiert und gemeinsame Zielbilder und 
Handlungsansätze entwickelt worden. Aufbauend auf den vorherigen Schritten sind Vision und 
strategische Leitlinien entwickelt worden. In Zusammenarbeit relevanter Akteurinnen und 
Akteure sind die Ergebnisse zusammengefasst, diskutiert und reflektiert worden. Die 
Zwischenergebnisse der einzelnen Arbeitsschritte sind darüber hinaus fortlaufend mit einem 
interfraktionellen Arbeitskreis "Standortentwicklungsstrategie für den Wirtschaftsstandort 
Münster 2030+" und der Arbeitsgruppe (AG) Wirtschaft des Beirat Münster Marketing 
abgestimmt worden.

Münster 2030+ | Anlass und Entstehungsprozess 
 Seite 5 
  
Für andere relevante Themenfelder wie Innenstadt, Tourismuswirtschaft und Land- und 
Ernährungswirtschaft lagen bereits weitergehende Informationen vor. Ebenso für den Wissens- 
und Technologietransfer und das vorhandene „Gründungsökosystem“. Das Thema Kultur- und 
Kreativwirtschaft verlangt eine grundsätzliche Aufarbeitung, die nicht einem Vertiefungsworkshop 
zu leisten ist. 
Gliederung der Strategie 
Die Standortentwicklungsstrategie 2030+ gliedert sich wie folgt. Auf Grundlage der Erkenntnisse 
der Analysephase werden in Kapitel 2 die Ausgangslage des Wirtschaftsstandorts Münster im 
Jahr 2023 beschrieben, wesentliche sektoralen Stärkefelder identifiziert und die auf den Standort 
einwirkenden Transformationsdynamiken skizziert. In Kapitel 3 werden aufbauend auf der 
Ausgangslage und den übergeordneten Zielstellungen aus Vorstudien eine Vision und 
grundsätzliche strategische Leitorientierungen für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts 
Münster bis 2030 formuliert. In Kapitel 4 werden sechs zentrale strategische Handlungsfelder 
zur zukunftsorientierten Entwicklung des Wirtschaftsstandorts identifiziert sowie mit konkreten 
Zielen und Projekten/Maßnahmen unterlegt. Darauf aufbauend nimmt Kapitel 5 die räumliche 
Perspektive ein und beschreibt die räumlichen Auswirkungen und Anforderungen, die mit der 
Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Münster 2030+ einhergehen. Kapitel 6 greift die 
Maßnahmenvorschläge und räumlichen Anforderungen auf und beschreibt wichtige Pfeiler zur 
Umsetzung der Strategie.

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 6 
  
2 Münster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
Die Beschreibung der Ausgangslage am Wirtschaftsstandort Münster erfolgt in drei Schritten. 
Zunächst werden die Standortbedingungen kompakt dargestellt. In dieser prägnanten 
Standortanalyse werden zentrale Kennzahlen der letzten Jahre behandelt und im Vergleich zu 
bundes- und landesweiten Entwicklungen eingeordnet (Kapitel 2.1).  
In einem zweiten Schritt wird ein Bezug zu den großen Transformationsprozessen und 
Herausforderungen, vor denen Städte und Regionen stehen, hergestellt. Übergeordnete 
Megatrends und Entwicklungen werden identifiziert und in Bezug zu aktuellen Debatten und 
Diskussionen aus Münster gesetzt (Kapitel 2.2). Damit wird ein Überblick zu den vielfältigen 
Transformationsdynamiken gegeben, vor denen der Wirtschaftsstandort Münster bereits aktuell 
steht und die in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen werden. 
Ein dritter und letzter Schritt umfasst die Beschreibung zentraler Stärkefelder der Münsteraner 
Wirtschaft. Es werden die aktuelle Lage im jeweiligen Stärkefeld sowie die direkten Auswirkungen 
der übergreifenden Transformationen auf das jeweilige Stärkefeld beleuchtet (Kapitel 2.3). Die 
Analyse bezieht sich auf folgende Bereiche: Handwerk, Industrie, Finanzen und Versicherungen, 
Gesundheitswirtschaft, Kultur- und Kreativwirtschaft, Land- und Ernährungswirtschaft, 
Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen (FuE-Dienstleistungen), Innenstadt, Handel und 
Tourismus sowie Wissenschaft.  
Durch die Analyse der Ausgangslage werden die Alleinstellungsmerkmale des 
Wirtschaftsstandorts Münster herausgearbeitet und übersichtlich dargestellt. 
2.1 Kompakte Beschreibung der Ausgangslage 
Im Laufe des Prozesses sind im Rahmen einer umfassenden sozioökonomischen 
Standortbestimmung mehr als 20 Indikatoren aus den Themenbereichen Demografie, 
Arbeitsmarkt und Bildung sowie Wirtschaft und Innovation ausgewertet worden. Die Indikatoren 
werden für die Stadt Münster, Nordrhein-Westfalen und Deutschland dargestellt. Soweit 
verfügbar erfolgt zudem eine Darstellung der aggregierten Werte des Münsterlandes (Kreise 
Borken, Steinfurt, Warendorf und Coesfeld). Um die Entwicklung der Stadt Münster in das 
Verhältnis zu anderen, ähnlich strukturierten, deutschen Städten zu setzen, werden zudem die 
Städte Karlsruhe, Jena und Heidelberg als Benchmarks gewählt.9 Im Folgenden werden nur die 
wichtigsten Erkenntnisse der sozioökonomischen Standortbestimmung beschrieben. 
Weitergehende Informationen zu analysierten Daten, geführten Interviews und ausgewerteten 
Studien10 dokumentiert ein chartbasierter Zwischenbericht, der zum Ende der Analysephase 
vorgelegt wurde. 
 
9 Die Vergleichsstandorte wurden mittels einer Clusteranalyse auf Basis der Ergebnisse des Prognos Zukunftsatlas 2022 identifiziert. 
Dabei handelt es sich um ein statistisches Verfahren, bei welchem die Regionen des Zukunftsatlas in verschiedene Gruppen unterteilt 
werden. Aus der entstandenen Gruppierung sind Städte mit der gleichen Klassifizierung wie Münster (sehr hohe Chancen) ausgewählt 
worden.  
10 Ausgewertet wurden u.a. münsterspezifische Studien (bspw. Gewerbeflächenkonzept, Handlungsprogramm Demographischer 
Wandel oder Masterplan Klimaschutz - Stadt Münster 2016, 2008 und 2020), themenbezogene Studien (bspw. BBSR 2020, i-vector 
Innovationsmanagement GmbH 2023) sowie strategische Konzepte anderer Städte (bspw. Stadt Ulm 2021 oder Stadt Köln 2020).

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
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Demografische Ausgangssituation 
Die Stadt Münster ist in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich stark gewachsen. Im Jahr 
2021 lebten in Münster knapp 318 Tsd. Menschen. Das sind 7,1 Prozent mehr als noch im Jahr 
2012. Damit ist Münster eine der am stärksten wachsenden Städte in Deutschland. Im 
Betrachtungszeitraum erreicht keine der Vergleichsstädte ein ähnliches Wachstum (vgl. 
Abbildung 5). Dabei ist die Zahl der Männer stärker gestiegen als die der Frauen. Diese 
Entwicklung entspricht der in anderen Vergleichsräumen. Das starke Wachstum der Stadt strahlt 
auch auf das Münsterland aus. Die vier Kreise Coesfeld, Warendorf, Borken und Steinfurt 
wuchsen im gleichen Zeitraum zusammen um 2,9 Prozent.  
Das Wachstum hängt unter anderem damit zusammen, dass die Stadt ein attraktiver Studienort 
ist. So besteht ein regelmäßiger Zuzug junger Menschen, der auch während der Coronapandemie 
 
11 Datengrundlage: DESTATIS Regionaldatenbank (2023): Fortschreibung des Bevölkerungsstandes. Zwar wurde mit dem Zensus 
2022 eine amtliche Bevölkerungszahl (Hauptwohnsitzbevölkerung) von 303.772 Ew. ermittelt und damit die bisher fortgeschriebene 
amtliche Bevölkerungszahl um 15.118 EW. reduziert. Auch unter Berücksichtigung der neuen Zensuszahlen ist die Bevölkerung in 
Münster zwischen dem Zensus 2011 und dem Zensus 2022 um ca. 1.300 Personen per Jahr gewachsen (+ 4,9 %). Aktuelle 
Bevölkerungsprognosen gehen von einem ähnlichen Bevölkerungswachstum bis 2033 aus. 
Ausgangslage am Wirtschaftsstandort Münster auf einen Blick: 
■ Das Bevölkerungswachstum ist bis heute sehr dynamisch: Zwischen 2012 und 
2021 wuchs die Stadt um über 21.000 Menschen auf 318.000 
Einwohnerinnen und Einwohner (+7,1 Prozent).11 
■ Starke Bevölkerungsbewegungen: Seit 2012 haben fast 199 Tsd. Bürgerinnen 
und Bürger die Stadt verlassen, mehr als 217 Tsd. Personen sind seitdem 
zugezogen. 
■ Die jüngeren Bevölkerungsgruppen (bis 25 Jahre) wiesen in den letzten 10 
Jahren einen positiven Gesamtwanderungssaldo auf, während alle anderen 
Bevölkerungsgruppen einen negativen Wanderungssaldo aufwiesen.  
■ Zwischen 2012 und 2021 hat sich die Zahl der Erwerbstätigen in Münster auf 
knapp 240 Tsd. Menschen erhöht (+32 Tsd.). Der Zuwachs (+16 Prozent) verlief 
deutlich stärker als in Nordrhein-Westfalen (NRW) und Deutschland (jeweils +8 
Prozent). 
■ Die Pendlerbewegungen belegen die Bedeutung Münsters als regionales 
Arbeitsmarktzentrum. Knapp 90 Tsd. Menschen pendeln täglich in die Stadt ein. 
Nur 33 Tsd. Menschen pendeln aus.  
■ Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu Marktpreisen lag in Münster im Jahr 2021 
bei 78.600 € je Erwerbstätigen. Es liegt damit unter dem Durchschnitt von 
Deutschland (80.100 €) und über dem Durchschnitt in NRW (77.400 €). 
■ Bei vielen Innovationskennzahlen (Gründungen, FuE-Personal und Patente) liegt 
Münster zwar über dem Bundes- und Landesschnitt, allerdings unter dem Wert 
in den Vergleichsstädten (Karlsruhe, Jena, Heidelberg). 
■ In Münster arbeiteten im Jahr 2021 knapp 10 Prozent aller SV-Beschäftigten in 
Berufen, die die Digitalisierung vorantreiben oder umsetzen (Deutschland: 8,4 
Prozent und NRW: 7,6 Prozent).

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nur leicht zurückging. Gleichzeitig besteht ein negativer Wanderungssaldo bei den über 30-
Jährigen. Es besteht folglich noch Potenzial, die nach Münster ziehenden jungen Menschen auch 
langfristig an die Stadt zu binden. Darüber hinaus ist das Wanderungssaldo in den vergangenen 
fünf Jahren deutlich weniger positiv als noch vor dem Jahr 2015. Ein Erklärungsansatz kann in 
der zunehmend angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt liegen, was sich in fehlendem 
Wohnraum für junge Familien (insb. Gruppe ab 30 Jahren) zeigt. 
Abbildung 5: Entwicklung der Bevölkerung 2012 bis 2021 
Entwicklung der Bevölkerung am Hauptwohnsitz (zwischen 2012 und 2021) 
 
Quelle Eigene Berechnung und Darstellung Prognos auf Basis der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder 2023 
 
Mit Blick auf die Altersstruktur wird deutlich, dass Münster durch den vergleichsweise hohen 
Anteil an 18 bis 30-Jährigen ein überdurchschnittlich hohes Erwerbspersonenpotenzial hat 
(Abbildung 6). Der Anteil der 15 bis 65-Jährigen lag 2022 bei 70 Prozent und ging seit 2013 nur 
um einen Prozentpunkt zurück. Gleichzeitig verdeutlicht die Abbildung auch die 
Herausforderungen für die kommenden Jahre: 19 Prozent der Bevölkerung sind zwischen 50 und 
65 Jahren und stehen damit dem Arbeitsmarkt kurz bis mittelfristig nicht mehr zur Verfügung. 
Diese Tendenz zeigt sich bei Betrachtung des Jugend- und Altenquotient schon jetzt. Der 
Altenquotient steigt seit 2015 kontinuierlich, während der Jugendquotient zurückgeht. Dadurch 
steigt einerseits die Belastung der „mittleren Generation“, andererseits ergeben sich neue 
Anforderungen an die städtische Infrastruktur und Versorgung, die auch mit Blick auf eine stark 
alternde Bevölkerung gestaltet werden muss. Der Aspekt des demografischen Wandels ist damit 
nicht auf ländliche Regionen beschränkt, sondern gilt genauso für die Stadt Münster.
12  
 
12 Die Analyse fand vor Veröffentlichung der Ergebnisse des Zensus 2022 im Spätsommer 2024 statt. Dementsprechend weichen die 
hier gezeigten Zahlen von den Zensusergebnissen ab. Ein Vergleich mit den Zensusergebnissen zeigt jedoch, dass die Relationen 
zwischen den Altersgruppen sich nicht signifikant verändert haben, die Befunde also weiterhin Bestand haben.

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 9 
  
Abbildung 6: Altersstruktur und Erwerbsfähigenanteil 
Bevölkerungsanteil der 15 bis 65-Jährigen 
 
Quelle Eigene Berechnung und Darstellung Prognos auf Basis der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder 2023 
 
Ausgangssituation im Bereich Arbeitsmarkt und Bildung 
Die Zahl der Erwerbstätigen ist in den letzten Jahren konsequent gestiegen. Auch die Corona-
Pandemie sorgte nicht für einen merklichen Einbruch. In den letzten zehn Jahren stieg am 
Standort Münster die Zahl der Erwerbstätigen um 16 Prozent auf knapp 240 Tsd. In Deutschland 
und NRW war das Wachstum im Betrachtungszeitraum gerade halb so stark. Auch 
Vergleichsstädte wie Heidelberg, Jena oder Karlsruhe erreichten in den letzten zehn Jahren kein 
höheres Beschäftigungswachstum als Münster. 
Gleichzeitig ist die Arbeitslosenquote rückläufig. Sie hat allerdings auch im Jahr 2022 noch nicht 
das Vor-Pandemie Niveau aus dem Jahr 2019 erreicht. Frauen sind mit 4,0 Prozent in Münster 
deutlich weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als Männer (4,8 Prozent). Im bundes- und 
landesweiten Durchschnitt sind diese Unterschiede geringer. Dennoch weist Münster sowohl bei 
den Männern als auch den Frauen unterdurchschnittliche Arbeitslosenquoten auf. 
Mit Blick auf die Art der Beschäftigungsverhältnisse zeigt sich, dass Münster einen relativ hohen 
Anteil an geringfügig Beschäftigten hat, der insbesondere im Vergleich mit anderen 
Universitätsstandorten wie Jena, Heidelberg oder Karlsruhe deutlich wird.
13 Insgesamt sind mehr 
Frauen als Männer geringfügig beschäftigt, diese Tendenz ist in Münster allerdings geringer 
ausgeprägt als im Bundesdurchschnitt. 
Das Bildungsniveau in der Stadt Münster ist im Bundesvergleich hoch, ein Viertel der 
Beschäftigten hat einen akademischen Abschluss (vgl. Abbildung 7). Im Vergleich zu anderen 
Universitätsstädten ist dieser Wert allerdings noch eher niedrig. Gleichzeitig zeigt sich auch, dass 
der Anteil der Beschäftigten mit Berufsabschluss geringer ist als im Bundesschnitt. Bei der 
 
13 In Münster machte 2021 die geringfügige Beschäftigung knapp 23 % der SVB aus (Jena: 14 %; Heidelberg: 20 %, Karlsruhe: 17 %).

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Differenzierung nach Geschlecht wird erkennbar, dass Frauen in Münster tendenziell etwas 
besser ausgebildet sind. Der Anteil der Frauen mit Berufs- oder akademischem Abschluss ist 
höher als derjenige der Männer. Bei Betrachtung der ausländischen Beschäftigten fällt auf, dass 
ein vergleichsweise hoher Anteil mit akademischem Abschluss in der Stadt beschäftigt ist. Fast 
ein Drittel der ausländischen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SvB) hat allerdings 
keinen Berufsabschluss.  
Münster ist eine Einpendlerinnen- und Einpendlerstadt: Knapp 90.000 
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte pendeln in die Stadt, 33.000 hinaus. Die engsten 
Verflechtungen bestehen dabei mit dem Münsterland und den Städten des nördlichen 
Ruhrgebiets. 
Abbildung 7: Qualifikationsstruktur der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SvB) 2021 
Unterteilt nach Art des Abschlusses (Stand: Juni 2021) 
 
Quelle Eigene Berechnung und Darstellung Prognos auf Basis der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder 2023

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 Seite 11 
  
Ausgangssituation im Bereich Wirtschaft und Innovation 
Münster hat klare Beschäftigungsschwerpunkte in den Bereichen Gesundheitswirtschaft, 
Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), Verwaltung, Handel, freiberufliche 
Dienstleistungen sowie Finanzen und Versicherungen. In letzterem Bereich und in der 
Chemiebranche zeigen sich auch starke Spezialisierungen im deutschlandweiten Vergleich. 
Gleichzeitig wachsen diese beiden Branchen zwar, jedoch nicht in dem Ausmaß wie die 
vorgenannten. Rückgängig zeigt sich die Beschäftigung u.a. im Maschinenbau und der 
Landwirtschaft. Mehr Informationen dazu folgen in Kapitel 2.3.  
Die starke Fokussierung auf Dienstleistungen zeigt sich auch mit Blick auf die 
Bruttowertschöpfung (BWS). In der Industrie findet sich häufig ein höheres BIP je Erwerbstätigen, 
da es sich um eine besonders kapital- und technologieintensive Branche handelt. Über 80 
Prozent der BWS entstand in Münster im Jahr 2020 im Dienstleistungssektor. Das 
Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Erwerbstätigen lag in Münster 2021 mit 78.600 Euro etwas unter 
dem deutschen Durchschnitt von 80.100 Euro. Die Wachstumsrate des BIP je Erwerbstätigen 
zeigte von 2012 bis 2021 eine deutlich geringere Wachstumsrate im Vergleich zu Bund und Land 
sowie anderen Städten. Münster weist somit eine gute wirtschaftliche Ausgangssituation vor, die 
Entwicklung gestaltet sich allerdings weit weniger dynamisch als in anderen Städten (Abbildung 
8). 
Abbildung 8: Entwicklung Beschäftigung und BIP / BWS in Münster 
Entwicklung zwischen 2012 und 2021. Vertikale Achse links: Millionen Euro, vertikale Achse rechts: Tausende. 
 
Eigene Berechnung und Darstellung Prognos auf Basis der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder 2023 
 
Bei weiteren innovationsbezogenen Kennzahlen steht Münster im Vergleich zu Bund und Land 
ebenfalls gut da. Allerdings zeigt sich ein gewisser Abstand zu den Vergleichsstädten Heidelberg, 
Jena und Karlsruhe. Dies wird bspw. bei den sogenannten Digitalen Impulsgebern deutlich, die 
durch ihre Qualifikation Digitalisierung vorantreiben bzw. umsetzen (Definition und Verteilung in 
Abbildung 10). Die Patentintensität ist in Münster ebenfalls geringer als in den Vergleichsstädten.

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 12 
  
Gründe dafür können vor allem im Dienstleistungsschwerpunkt der Münsteraner Wirtschaft sowie 
der eher untergeordneten Rolle der Ingenieurswissenschaften an den Hochschulen liegen. Der 
Anteil an FuE-Personal liegt in Münster (0,5 Prozent) ebenfalls unter dem Durchschnitt in 
Deutschland (1,4 Prozent) sowie den drei Vergleichsstädten. Bei den Unternehmensgründungen 
zeigt sich ein differenzierteres Bild. Während die Gründungsintensität über alle Branchen 
gesehen eher im Bundesschnitt liegt, ist sie in den Bereichen High-Tech und Informationstechnik 
(IT) überdurchschnittlich hoch. Allerdings bestehen auch hier Aufschlusspotenziale zu anderen 
Universitätsstädten wie Karlsruhe oder Heidelberg. 
Bei den Emissionen der Wirtschaft zeigt sich zunächst, dass die CO2-Emissionen pro Kopf in 
Münster bereits deutlich unter dem Bundes- und Landesschnitt liegen, aber in den letzten Jahren 
nicht in vergleichbarem Maß reduziert werden konnten. Mit Blick auf die CO2-Emissionen im 
Verhältnis zur BWS zeigt sich: Die Wertschöpfung in Münster hat aufgrund des starken 
Dienstleistungssektors bereits eine deutlich niedrigere Emissionsintensität als die 
Vergleichsräume (vgl. Abbildung 9). 
Abbildung 9: CO2-Emissionen in Tonnen je 1.000 Euro BWS 
 
Abbildung: Prognos AG, 2023. Datengrundlage: DESTATIS 2023, Stadt Münster 2023.

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
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Abbildung 10: Anteil digitaler Impulsgeber 2021 
Anteil an den SvB (Stand: Juni 2021) 
 
Eigene Berechnung und Darstellung Prognos auf Basis von Bundesagentur für Arbeit 2023. Definition: Digitale Impulsgeber treiben 
durch ihre Qualifikation Digitalisierung voran bzw. setzen sie um (Definition der Prognos AG anhand von 89 branchenunabhängigen 
Berufsgruppen aus der Klassifikation der Berufe (KldB) 2010 der Bundesagentur für Arbeit)

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 Seite 14 
  
2.2 Transformationsdynamiken 
Gesellschaft und Wirtschaft und damit auch Standorte sind in der heutigen Zeit einer Vielzahl 
gravierender Herausforderungen ausgesetzt, die gemein haben, dass sie tiefgreifende 
Veränderungen bisheriger Lebensweisen, Wirtschaftsprozesse und Infrastrukturen erforderlich 
machen und bewirken. Diese Transformationsdynamiken ergeben sich insbesondere aus dem 
Klimawandel und dem daraus entstehenden Bestreben nach nachhaltigem und klimaneutralem 
Wirtschaften, der Digitalisierung, dem demografischen Wandel und spätestens seit Beginn des 
russischen Angriffskriegs auf die Ukraine auch aus geo- und sicherheitspolitischen 
Veränderungen.  
Im Folgenden werden diese Transformationsthemen übergreifend erläutert. Anschließend werden 
die Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Münster dargestellt. Dazu erfolgt eine Einordnung 
der Auswirkungen der Transformationsdynamiken auf die sektoralen Stärkefelder des Standorts 
(Kapitel 2.3). 
Abbildung 11: Globale Megatrends und Transformationsdynamiken 
Bei der Darstellung handelt es sich um eine Auswahl wesentlicher Aspekte 
 
Eigene Darstellung Prognos 
 
Klimawandel 
Der globale Klimawandel wirkt sich schon heute spürbar auf das Leben auf der Erde aus. Im 
aktuellen Report des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, Zwischenstaatlicher 
Ausschuss für Klimaänderungen) identifizieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 
eine Erderwärmung von bereits 1,1 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau.
14 
Gleichzeitig konstatieren sie, dass die bis dato angekündigten Maßnahmen nicht ausreichen, um 
die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, wie dies im Pariser Klimaschutzabkommen 
 
14 IPCC (2023)

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
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vereinbart wurde,. Dieser Wert wird nach aktueller Projektion bereits in den 2030er Jahren 
erreicht sein. Diese Erkenntnisse verdeutlichen die Brisanz des Klimawandels und den damit 
einhergehenden Bedarf an Emissionsreduktion auf der einen und der Anpassung an veränderte 
klimatische Bedingungen auf der anderen Seite. Damit bewirkt der Klimawandel 
Transformationen in allen Bereichen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens.  
Zentrale Stellschrauben für die Reduktion von Emissionen sind die Energieproduktion, die von 
fossilen auf erneuerbare Energieträger umgestellt wird. In diesem Zusammenhang bekommen 
die Steigerung von Energieeffizienz und Fragen rund um Energiespeicherung und -umwandlung 
eine neue Bedeutung, die für die Wirtschaft einerseits gravierende Umstellungen bisheriger 
Geschäftsmodelle bedeuten, andererseits aber auch völlig neue Geschäftsfelder eröffnen. Der 
nach Energiewirtschaft und Industrie drittgrößte Emittent von Treibhausgasen ist der 
Verkehrssektor. Der Klimawandel ist daher ein zentraler Treiber der Verkehrswende, die sich 
insbesondere in einer Reduktion des auf fossilen Brennstoffen basierenden motorisierten 
Individualverkehrs niederschlägt. Neue Mobilitätskonzepte, Verhaltensweisen und Anpassungen 
der Mobilitätsinfrastruktur sind damit Teil der Verkehrswende. Eine weitere Stellschraube stellt 
der Gebäudesektor dar. Nachhaltiges und flächenschonendes Bauen mit erneuerbaren 
Materialen sowie erhöhte Energieeffizienz bzw. Energiepositivität von Gebäuden stellen sich als 
beispielhafte Entwicklungen dar. Ebenso gewinnt zirkuläres Bauen an Bedeutung. 
Gleichzeitig erfordert der Klimawandel Anpassungen in der Stadt- und Regionalplanung: Sich 
häufende Extremwettereignisse wie Hitze oder Starkregen führen zu schweren gesundheitlichen 
und finanziellen Schäden und machen eine auf sie angepasste Infrastruktur unabdingbar. 
Münster hat sich mit Klimaneutralität bis 2030 ein ehrgeiziges Ziel gesetzt, um Emissionen in 
allen Sektoren zu reduzieren. Mit dem Klimastadtvertrag einigte sich die Stadtgesellschaft 
darauf, eine von 100 „Climate-Neutral and Smart Cities“ bis 2030 zu werden und erhält dafür 
Unterstützung von der EU. Als klarer Fahrplan in Richtung Klimaneutralität soll der 
Klimastadtvertrag
15 die Beiträge aller wichtigen Akteursgruppen bündeln und so nicht nur zu 
einer reinen CO2-Reduktion sondern zu einer Transformation führen. 
Digitale Transformation 
Neben dem Klimawandel stellt die Digitalisierung einen weiteren Veränderungsprozess mit hoher 
Dynamik dar, dier Gesellschaften und (regionale) Volkwirtschaften tiefgreifend verändert. 
Insbesondere in der Wirtschaft hat die Coronapandemie zu einem deutlichen Schub bei der 
Digitalisierung von Prozessen geführt, der das Arbeitsleben nachhaltig und tiefgreifend verändert 
hat: Mobiles Arbeiten und Home Office sind in vielen Branchen inzwischen gelebte Praxis, Daten 
werden über Cloud-Dienste ausgetauscht. Daneben rücken KI-Anwendungen, die vorher 
insbesondere einem Fachpublikum bekannt waren, immer stärker auch ins Licht der 
Öffentlichkeit und werden in rasantem Tempo weiterentwickelt. So ergeben sich neue 
Möglichkeiten für Geschäftsmodelle und bestehende Unternehmensprozesse und -modelle 
werden durch diese Disruption entweder modernisiert oder verlieren an Bedeutung und 
Wettbewerbsfähigkeit. 
Gleichzeitig hat die Digitalisierung auch multiple Folgen für Städte und Regionen als 
Wirtschaftsstandorte. Einerseits müssen die notwendigen Infrastrukturen geschaffen werden: 
Glasfaserleitungen und Mobilfunknetze sind die Lebensadern der Digitalisierung und müssen 
ubiquitär verfügbar sein. Andererseits erfährt auch die bauliche Infrastruktur einen 
Bedeutungswandel. Große Büroflächen werden nicht mehr im gleichen Ausmaß wie vor 20 Jahren 
 
15 Stadt Münster (2024)

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 16 
  
gebraucht, neue Aspekte wie Vernetzung und Kollaboration erfordern neue 
Raumnutzungskonzepte. In Münster sind alle Branchen von der digitalen Transformation 
betroffen. Besonders stark vertretene Branchen wie Handel, Finanzen und Versicherungen, 
Handwerk oder Industrie, aber auch die Gesundheitswirtschaft stehen dabei vor besonderen 
Herausforderungen. 
Demografischer Wandel 
Der demografische Wandel begleitet deutsche Wirtschaftsstandorte schon seit Jahren und wird 
sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen und zu noch größeren Herausforderungen bei der 
Fachkräftesituation und Daseinsvorsorge führen. Viele Erwerbstätige scheiden in den 
kommenden Jahren aus dem Erwerbsleben aus. Nach dem Renteneintritt der Babyboomer-
Generation kann mit einem noch intensivierteren Fachkräftemangel gerechnet werden. Junge 
und gut ausgebildete Menschen werden zunehmend zu einer knappen „Ressource“ und für die 
Zukunftsfähigkeit eines Wirtschaftsstandorts immer wichtiger. Aufgrund des Rückgangs des 
Erwerbspersonenpotenzials sowie der geringen Attraktivität bestimmter Berufe (bspw. 
Gesundheitsberufe wie in der Pflege) wird die Fachkräftesicherung verstärkt zu einer zentralen 
Aufgabe der kommenden Jahre, der den Wettbewerb der Wirtschaftsstandorte weiter forcieren 
wird. So gewinnen auch die Zuwanderung und Integration von qualifizierten Arbeitskräften weiter 
an Bedeutung. 
Neben einer Verschärfung des Fachkräftemangels wird der demografische Wandel aber auch zur 
Herausforderung für Daseinsvorsorge und Sozialsysteme – auch in Münster. Eine wachsende 
Zahl versorgungsbedürftiger Menschen steht einer tendenziell schrumpfenden Zahl von 
Versorgerinnen und Versorgern gegenüber. Aufgrund der fortschreitenden Alterung der 
Bevölkerung ist mit einer Zunahme chronisch-degenerativer Erkrankungen und somit einer 
steigenden Nachfrage nach Gesundheitsleistungen sowie einem erhöhten Pflegebedarf zu 
rechnen. Um die Belastung des Gesundheitssystems zu reduzieren, nimmt das Thema Prävention 
eine zentrale Rolle ein, wofür der Standort Münster mit seinen Schwerpunkten in der 
Gesundheitswirtschaft und im Gesundheitswesen wichtige Potenziale bietet. Dabei rücken durch 
den demografischen Wandel auch verstärkte gesellschaftliche Phänomene wie Einsamkeit in den 
Blick, die gesamtgesellschaftliche Anstrengungen erfordern. 
Geopolitische Herausforderungen 
Spätestens mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine hat in Deutschland ein verstärktes 
Bewusstsein für die Abhängigkeit von globalisierten Lieferketten und Absatzmärkten begonnen. 
Unabhängigkeit, nicht zuletzt bei der Energieversorgung, ist ein zentrales Anliegen, das 
Unternehmen den bisherigen reinen Fokus auf Lieferketteneffizienz zunehmend hinterfragen 
lässt. Die Rahmenbedingungen, etwa externe Schocks durch Pandemien oder geopolitische 
Konflikte, werden sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern und erfordern daher nachhaltige 
Anpassungen. In der Folge müssen sich auch Wirtschaftsstandorte zunehmend mit 
Resilienzfragen beschäftigen. So wird die Verfügbarkeit erneuerbarer Energie und insgesamt eine 
sichere unabhängige Energieversorgung zum Standortfaktor der Zukunft.

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
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2.3 Stärkefelder der Münsteraner Wirtschaft 
In der Stadt Münster sind mit Stand 2022 knapp 180 Tsd. sozialversicherungspflichtig 
Beschäftigte angestellt. Als „Schreibtisch Westfalens“ ist Münster auch ein wichtiger 
Verwaltungsstandort, sodass auch Beamte, Richter, Soldaten etc. einen signifikanten Anteil an 
den Erwerbstätigen in Münster haben. So waren 2022 insgesamt 12.785 Beamte in Voll- oder 
Teilzeit am Dienstort Münster tätig. 6.515 von ihnen waren Männer, 6.252 Frauen. In Summe 
zeigt die Erwerbstätigenrechnung der Stadt Münster für das Jahr 2022 244.600 Erwerbstätige. 
Neben den SvB und Beamtinnen und Beamten zählen dazu auch Selbständige.16 Im Vergleich zu 
anderen Regionen in Deutschland zeigen sich in Münster bei Betrachtung der 
Beschäftigtenstruktur (gemessen an den SvB) klare Schwerpunktbereiche. Für die vorliegende 
Studie ist die Betrachtung von diesen Schwerpunktbereichen bzw. Stärkefeldern der Wirtschaft 
elementar, da in diesen Bereichen die größten Potenziale zum Aufbau von Arbeitsplätzen und 
einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bestehen. Eine Fokussierung auf sektorale 
Stärkefelder wirkt sich zudem positiv auf die Profilierung als Wirtschaftsstandort aus, da eine 
höhere Sichtbarkeit und Sensibilisierung sowohl nach innen als auch nach außen erreicht werden 
kann sowie Netzwerkeffekte durch Clusterbildungen möglich sind. Sektorale Stärkefelder ergeben 
sich aus den Branchenschwerpunkten der Münsteraner Wirtschaft. Die Wirtschaftsstruktur der 
Stadt Münster wird anhand eines Branchenportfolios aufgezeigt, der die Lokalisation der 
Branchen unterteilt nach vier Sektoren beinhaltet (Abbildung 12).  
Abbildung 12: Branchen am Wirtschaftsstandort Münster (Branchenportfolio 2022)  
Dargestellt sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Stand: Juni 2022) 
 
Eigene Berechnung und Darstellung Prognos auf Basis von Bundesagentur für Arbeit 2023 
Lesehilfe: Die Größe der Kreise entspricht der absoluten Anzahl der SvB in der jeweiligen Branche. Auf der vertikalen Achse 
wird der Spezialisierungsgrad abgebildet. Dieser gibt an, wie stark die regionale Spezialisierung einer Branche im Vergleich 
zum Durchschnitt in Deutschland ist. Ein Spezialisierungsgrad von 1,0 entspricht dem bundesweiten Branchenanteil 
 
Das Baugewerbe bzw. handwerkliche Tätigkeiten sind in Münster im Vergleich zum 
deutschlandweiten Durchschnitt weniger stark lokalisiert. Dennoch kommt den knapp 6.000 
 
16 Stadt Münster (2023c)

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 18 
  
Beschäftigten im Baugewerbe eine wichtige Rolle in der Stadt zu. Nicht zuletzt ist die Branche für 
den Wohnungsausbau, die Installation grüner Infrastruktur und weitere verkehrliche 
Baumaßnahmen verantwortlich. In Summe arbeiten nach Zahlen der Handwerkskammer (HWK) 
Münster über 23.000 Menschen in über 2.900 Münsteraner Betrieben im Handwerk. Dies belegt 
die Relevanz des Handwerks in und für Münster. Im Verarbeitenden Gewerbe bzw. der Industrie 
arbeiten in Münster mehr als 12.000 Menschen, was die Bedeutung für die Stadt unterstreicht. 
Wenig überraschend weist Münster bei der Industrie im Vergleich zum deutschlandweiten 
Durchschnitt eine unterdurchschnittliche Lokalisation auf. Hier zeigt sich einerseits die klare 
Prägung als Dienstleistungsstandort, andererseits die starke industrielle Spezialisierung anderer 
Städte und ländlicher Räume in Deutschland. Innerhalb der Industrie können dennoch 
insbesondere die Branchen Chemie, Maschinenbau und Nahrungsmittel hervorgehoben werden, 
in denen jeweils über 1.000 Menschen beschäftigt sind. Die Industrie trägt in Münster somit, 
wenn auch in geringem Umfang, zu einer Diversifizierung der Wirtschaftsstruktur bei.  
Zwar zeigen Teile der Land- und Ernährungswirtschaft einen Beschäftigungsrückgang. Dennoch 
ist dieser Wirtschaftszweig für Münster traditionell von hoher Bedeutung und Unternehmen und 
Organisationen in der Stadt bieten überregional wichtige Produktions- und 
Dienstleistungsaufgaben für die Landwirtschaft an. In den Kernbereichen der Land- und 
Ernährungswirtschaft arbeiten so 1.975 Beschäftigte (siehe auch Kapitel 2.3.3).  
Das Branchenportfolio verdeutlicht, dass der Wirtschaftsstandort Münster insgesamt von einem 
starken Dienstleistungssektor geprägt wird. Eine besonders starke Spezialisierung weist Münster 
in der Finanz- und Versicherungsbrache auf. Münster hat eine lange Tradition als bedeutender 
Finanz- und Versicherungsstandort, was sich in einer Beschäftigungszahl von knapp 12 Tsd. 
Menschen widerspiegelt. Eine besondere Stärke der Unternehmen liegt in der Kombination der 
Kompetenzen aus dem Finanz- und Versicherungswesen mit denen aus der Informatik und Data-
Science. Münster hat damit gute Chancen, den Herausforderungen der Digitalisierung in einer 
seiner Kernbranchen entgegenzutreten, die Potenziale der Digitalisierung zu nutzen und die 
Transformation erfolgreich zu gestalten. Ebenfalls stark sind Dienstleistungen, die eng mit 
anderen Branchen und dem Bereich Forschung und Entwicklung verknüpft sind (FuE-
Dienstleistungen bzw. unternehmensnahe Dienstleistungen). Verknüpfungen können bspw. mit 
der Industrie bestehen (u.a. im Bereich Batterieforschung). Auch der Bereich Informations- und 
Kommunikationswirtschaft (IKT) kann dazu gezählt werden. Diese Dienstleistungsunternehmen 
sind wichtige Impulsgeber für die großen Transformationen in den Bereichen Nachhaltigkeit und 
Digitalisierung und damit ausschlaggebend für eine zukunftsorientierte Entwicklung des 
Wirtschaftsstandorts. Zudem sind sie stark verknüpft mit anderen etablierten Branchen wie dem 
Handel, der Industrie oder der Wissenschaft. 
Die Gesundheitswirtschaft ist eng mit dem Gesundheitswesen verknüpft, welches in Münster 
knapp 25.000 Menschen Beschäftigung bietet. Die Branche ist Teil der Daseinsvorsorge und hat 
einen besonders wichtigen Wert für die Gesellschaft. So bildet die Gesundheitswirtschaft auch 
einen Teil der vielseitigen Münsteraner Sozialwirtschaft mit ihren wohlfahrtsorientierten Aufgaben 
ab. Gleichzeitig entwickelt sich der Gesundheitsbereich dynamisch und beschäftigt sich mit 
wichtigen Zukunftsfeldern (u.a. Telemedizin). Für Münster sind die herausragenden Behandlungs- 
und Forschungskompetenzen mit dem Universitätsklinikum Münster (UKM) und den weiteren 
Krankenhäusern am Standort ausschlaggebend für die Stärke der Branche. Doch auch der zweite 
Gesundheitsmarkt (alle privat finanzierten Produkte und Dienstleistungen rund um die 
Gesundheit) haben eine große Bedeutung für die Stadt Münster (u.a. Prävention, Sport, 
Ernährung).

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 19 
  
Besonders wichtig für die Lebensqualität in der Stadt und ein nicht zu unterschätzender 
Wirtschaftsfaktor ist die Kultur- und Kreativwirtschaft. Mehr als 2.500 Menschen arbeiten im 
Bereich Kultur. Zudem können Teile der über 12.000 Menschen aus dem Bereich IKT dieser 
Branche zugeordnet werden. Die Jahre der Corona-Pandemie waren für viele Bereiche der 
Branche nicht einfach, sodass die Beschäftigungszahlen zuletzt rückläufig waren. Die Kultur- und 
Kreativwirtschaft ist eine Branche, die die Wahrnehmung Münster überregional bedeutend prägt. 
Die Stadt dient als Kulisse in Fernsehserien (z.B. Tatort), die Skulptur Projekte entfalten 
internationale Anziehungskraft und prägen das Stadtbild und sind damit auch eine wichtige 
Grundlage für den Tourismus.  
Die Bereiche Handel (25.400 SVB) und Gastgewerbe bzw. Tourismus (5.400 SVB) prägen das 
Oberzentrum Münster ebenfalls stark. Entsprechend wichtig sind diese Bereiche für die 
Entwicklung der Stadt Münster. Zum einen übernimmt der Handel die Aufgabe der Versorgung 
der Bevölkerung in den Ortsteilzentren und in der Innenstadt. Zum anderen hat insbesondere der 
Innenstadthandel darüber hinaus große Bedeutung für die Region. Die Münsteraner Innenstadt 
ist der wichtigste Anziehungspunkt für regionale Besucherinnen und Besucher und zieht 
Touristinnen und Touristen aus der gesamten Bundesrepublik, aus den Niederlande und darüber 
hinaus in die Stadt. Die lebendige Innenstadt gibt Münster ein „Gesicht“ und ist wichtig für das 
Profil von Münster. 
Die starke Wissenschaft ist ein klares Stärkefeld und Alleinstellungsmerkmal der Stadt Münster. 
Im Bereich Erziehung und Unterricht arbeiten mehr als 10.000 Menschen und in der Stadt gibt es 
insgesamt zehn Universitäten und Hochschulen. Über wissenschaftliche Aktivitäten werden viele 
wirtschaftliche Prozesse in Gang gesetzt oder unterstützt. Dazu tragen nicht zuletzt 
Gründungsaktivitäten an den Hochschulen bei. 
Im Folgenden werden die sektorale Stärkefelder des Wirtschaftsstandorts Münster tiefergehend 
dargestellt. Dazu erfolgt eine weitere Aufschlüsselung der Beschäftigungsstruktur der jeweiligen 
Branche und die Darstellung wichtiger Unternehmen. Zudem werden wichtige Entwicklungen in 
den jeweiligen Branchen unter Bezugnahme auf die Transformationsprozesse dargestellt.

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 20 
  
2.3.1 Handwerk 
Das Handwerk stellt einen wichtigen Teil der Münsteraner Wirtschaft dar. Die 2.936 Münsteraner 
Mitgliedsbetriebe der HWK erwirtschafteten im Jahr 2021 einen Umsatz von knapp 4,3 Mrd. € 
und beschäftigten 2022 über 23.000 Menschen.17 Seit 2011 ist der Umsatz damit immer weiter 
gestiegen (2,9 Mrd. €). Die Steigerung von 42 Prozent (2011-2020) ist deutlich stärker als in 
Deutschland oder NRW (+27 bzw. +26 Prozent). In Bezug auf den Umsatz je Erwerbstätigen lag 
Münster 2020 (165 Tsd. €) deutlich über dem Bundesschnitt (120 Tsd. €). 
Die Zahl der Handwerksbetriebe stieg nach Zahlen der Handwerkskammer Münster in den 
vergangenen Jahren kontinuierlich von gut 2.600 auf über 2.930 (Abbildung 13). Damit zeigte 
sich in der Stadt zwischen 2013 und 2022 ein Wachstum von 12 Prozent, was deutlich über dem 
Landes- und Bundesschnitt (+5 bzw. +2 Prozent) lag. Der Großteil der Handwerksbetriebe ist im 
Ausbaugewerbe tätig. Andere Gewerbegruppen umfassen Handwerke für den gewerblichen 
Bedarf, Handwerke für den privaten Bedarf, Bauhauptgewerbe, Gesundheitsgewerbe, 
Lebensmittelgewerbe und Kraftfahrzeuggewerbe.  
Abbildung 13: Münsteraner Handwerk in Münster in Zahlen 
 
Eigene Berechnung und Darstellung Prognos auf Basis HWK Münster, 2024 und Destatis Handwerkszählung, 2023 
 
In Bezug auf die Beschäftigungsstruktur ist ein positiver Trend hin zu 
sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zu erkennen. Die Zahl der SvB nimmt seit Jahren zu, 
während die geringfügig Beschäftigten abnehmen. Im Handwerk ist die regionale und 
betriebsinterne Ausbildung ein zentraler Aspekt der Gewinnung von Nachwuchsfachkräften. Nach 
einem positiven Trend von 2015 bis 2020 kann seit der Corona-Pandemie jedoch eine Abnahme 
der Lehrverträge am Standort Münster beobachtet werden. Im Handwerk sind zudem deutlich 
 
17 Handwerkskammer Münster (2022): Basiszahlen nach Kreisen (https://www.hwk-muenster.de/adbimage/13263/asset-
original//final_basiszahlen-31122022-nach-kreisen_umsatz_beschaeftigte-2021_hwz20.pdf)

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 21 
  
mehr Männer als Frauen beschäftigt, was bedeutet, dass die Branche an dieser Stelle 
Beschäftigungspotenziale heben kann. 
Die Handwerksbetriebe in Münster und im Münsterland sind häufig seit Generationen in 
Familienbesitz und prägen damit nicht nur das wirtschaftliche, sondern auch das kulturelle Leben 
in der Region. Viele Handwerksunternehmen haben einen direkten Bezug zur Münsteraner 
Lebensart – sei es durch die Ausübung z. B. des Bäckerhandwerks oder weiterer Branchen des 
Nahrungsmittel- und Genussmittelgewerbes. Die Vielfalt an Dienstleistungen und Produkten, die 
von den Handwerksbetrieben angeboten werden, hat einen positiven Einfluss auf die 
Lebensqualität in der Stadt. 
Daneben sind die Handwerksunternehmen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und „Enabler“ für die 
Umsetzung anstehender Transformationen. Vor dem Hintergrund der Herausforderungen, vor 
denen die Stadt Münster mit den Engpässen auf dem Wohnungsmarkt, den ambitionierten 
Klimaschutzzielen und dem demografischen Wandel steht, nimmt das Handwerk eine zentrale 
Rolle ein. Neue Wohngebäude müssen errichtet werden, im Bestand müssen großflächig und 
schnell Sanierungen realisiert werden. Zudem müssen Quartiere altersgerecht weiterentwickelt 
werden. Bei der Flächen- und Quartiersentwicklung bietet sich das Handwerk als Nutzer und 
Anlieger für nutzungsgemischte Quartiere an.  
Transformationsherausforderungen 
Das Münsteraner Handwerk ist durch die großen Transformationsdynamiken direkt betroffen. Vor 
dem Hintergrund des Klimawandels und dem städtischen Ziel, Klimaneutralität bis 2030 zu 
erreichen, kommt dem Handwerk eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Energie- und 
Wärmewende zu. Ein signifikanter Teil der Gebäude in Münster wird in den nächsten Jahren 
modernisierungsbedürftig, um die Energieeffizienz zu erhöhen und Energieträger zu wechseln. 
Ebenso bedeutet die in Münster weiterhin präsente Wohnraumknappheit einen auch zukünftig 
starken Bedarf an Neu- und Umbauten. Die hohen Anforderungen, die dabei an die Ressourcen- 
und Energieeffizienz von Häusern gestellt werden, erfordern auch von Handwerksbetrieben eine 
hohe Innovationskapazität, um eine zielgerichtete Beratung zu und die Verwendung von neuen 
Werkstoffen und Produkten gewährleisten zu können. Auch das Thema „Zirkuläres Bauen“ ist in 
diesem Zusammenhang zu nennen. 
Gleichzeitig ist die Leistungsfähigkeit des Münsteraner Handwerks durch den demografischen 
Wandel und den damit verbundenen Fachkräftemangel bedroht. Schon heute zeigt sich ein 
Rückgang der Erwerbstätigenzahlen, der auch durch die Ausbildung von Nachwuchs nicht 
aufgefangen werden kann: Die Abschlüsse neuer Lehrverträge gehen seit einigen Jahren zurück. 
Neben der Bedeutung der Anwerbung neuer Arbeitskräfte verdeutlicht der Fachkräftemangel die 
Bedeutung, interne Prozesse so effizient wie möglich zu gestalten, um das vorhandene Personal 
möglichst zielorientiert einzusetzen. Gerade durch die Digitalisierung ergeben sich hier noch 
nicht ausgeschöpfte Potenziale. Die Schlüsselpersonengespräche ergaben Hinweisen, dass viele 
Münsteraner Handwerksbetriebe ihre Betriebsabläufe durch die Nutzung digitaler Technologien 
noch weiter verbessern können. 
Auch räumlich ergeben sich Transformationsbedarfe. Vor dem Hintergrund der geopolitischen 
Veränderungen und immer häufiger unterbrochenen globalen Lieferketten steigt auch für die 
Münsteraner Handwerksbetriebe die Bedeutung einer ausgeweiteten Lagerhaltung. Nur so kann 
die Handlungsfähigkeit auch in Zeiten von Rohstoffknappheit und Lieferproblemen 
aufrechterhalten werden. Hieraus ergeben sich wiederum auch neue Anforderungen an Standorte 
von Handwerksbetrieben: Entsprechender Platz muss vorhanden sein.

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 22 
  
2.3.2 Industrie 
Die Industrie bzw. das verarbeitende Gewerbe hat in der Stadt eine lange Tradition und prägt den 
Wirtschaftsstandort Münster bis heute. Im Münsteraner verarbeitenden Gewerbe arbeiteten im 
Jahr 2022 insgesamt 12.307 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (SvB), was einen Anteil 
von etwa 6,7 Prozent an allen Beschäftigten bedeutet (vgl. Abbildung 14). Im Vergleich zu 
anderen – insbesondere ländlicher geprägten – Standorten ist dieser Anteil zwar geringer, doch 
gerade für die Wirtschaftskraft der Stadt ist die Industrie von großer Bedeutung. Im Jahr 2021 
war der Industriebereich für knapp sechs Prozent der Münsteraner Bruttowertschöpfung 
verantwortlich. Vor dem Hintergrund der starken Dienstleistungsorientierung der Münsteraner 
Wirtschaft kommt der Industrie eine wichtige Rolle in der Diversifizierung der 
Unternehmenslandschaft zu. Sie schafft Arbeitsplätze in technischen und kaufmännischen 
Berufen und vernetzt den Wirtschaftsstandort Münster über ihre jeweiligen 
Wertschöpfungsketten international. 
Nicht alle Industriebranchen prägen den Standort Münster in gleichem Ausmaß. Den markanten 
Schwerpunkt bildet mit einem Lokalisationsquotient (LQ) von 2,6 die Chemie-Industrie, die mit 
etwa 4.700 Beschäftigten und den Schlüsselunternehmen BASF und Brillux einen klaren Fokus 
auf Farben und Lacke hat. Darüber hinaus sind der Maschinenbau mit knapp 2.000 SvB und der 
Bereich Nahrungsmittel mit 1.300 SvB wichtige Teilbereiche des verarbeitenden Gewerbes.  
Abbildung 14: Branchenportfolio der Industrie in Münster 
 
Eigene Berechnung und Darstellung Prognos auf Basis von Bundesagentur für Arbeit 2023 
Lesehilfe: Die Größe der Kreise entspricht der absoluten Anzahl der SvB in der jeweiligen Branche. Auf der vertikalen Achse 
wird der Spezialisierungsgrad abgebildet. Dieser gibt an, wie stark die regionale Spezialisierung einer Branche im Vergleich 
zum Durchschnitt in Deutschland ist. Ein Spezialisierungsgrad von 1,0 entspricht dem bundesweiten Branchenanteil. 
 
Wird der Blick über die Stadt Münster hinaus auf das gesamte Münsterland ausgeweitet, wird ein 
noch stärkerer industrieller Fokus erkennbar. Im Münsterland bestehen neben den benannten 
Schwerpunkten weitere Stärken im Bereich Textilien (LQ 2,9) und Möbelbau (LQ 2,8). Neben der

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 23 
  
direkten Produktion bündeln sich in Münster Unternehmenssitze samt Steuerungs- und 
Verwaltungsfunktionen einiger mittlerer und großer Industriebetriebe. Es zeigt sich, dass 
zunehmend unternehmensinterne Forschung- und Entwicklungsfunktionen in Münster aufgebaut 
werden. 
Die Vernetzung der Industrieunternehmen in Münster selbst, aber auch ins Münsterland hinein 
ist für den Industriestandort Münster wichtig, denn die Münsteraner Industrieunternehmen sind 
wichtige Akteure im regionalen Innovationsökosystem: In Münster entwickeln sie neue 
Technologien und Produkte, die weltweit produziert, verkauft und genutzt werden. Zur Vernetzung 
in der Stadt und darüber hinaus kommen der Industriegemeinschaft Münster und IHK Nord 
Westfalen eine wichtige Rolle zu. Die Industriegemeinschaft Münster vereint die wichtigsten 
Unternehmen in der Stadt und macht deren Produkte und Leistungen nach innen und außen 
bekannter. Der IHK Nord Westfalen kommt als Interessensvertretung, Beratungs- und 
Netzwerkstelle ebenfalls eine wichtige Bedeutung zu. Sie fördert die Industrie am Standort und 
engagiert sich für die Belange der Wirtschaft. Die Industrie hat mit den Hochschulen gute 
Verbindungen. Gerade im Industriebereich besteht traditionell eine starke Verknüpfung mit der 
FH Münster, vor allem zum Standort Steinfurt. Diese, auch regionalorientierte Zusammenarbeit 
ist von großer Bedeutung, denn in Münster wurde – im Zuge der in der Studie geführten 
Schlüsselpersoneninterviews – das Angebot an akademisch qualifiziertem Personal als 
befriedigend eingeschätzt. Aus der Batterieforschung der Universität Münster haben sich 
herausragende Impulse für die Fraunhofer Batterieforschungsfertigung ergeben, die wiederum für 
viele Industrieunternehmen wichtige Kooperationsmöglichkeiten bietet. 
Transformationsherausforderungen 
Die Stadt Münster möchte bis 2030 Klimaneutralität erreichen. Es besteht die Herausforderung, 
die industrielle Produktion möglichst klimaneutral zu organisieren. Viele Unternehmen haben sich 
daher im Zusammenhang mit dem Klimastadtvertrag zu Maßnahmenplänen verpflichtet, um ihre 
Emissionen zu reduzieren und Klimaneutralität zu erreichen. Bereits jetzt erreichen einige 
Unternehmen, unter Zuhilfenahme von Emissionsausgleichen, eine Netto-Klimaneutralität. Die 
Sicherstellung einer Wasserstoffinfrastruktur ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur 
klimaneutralen Produktion und ist zugleich eine Voraussetzung für die Energiewende. Durch die 
Rolle als Innovator kommt der Industrie eine wichtige Rolle zur Erreichung der ambitionierten 
Klimaschutzziele zu. Münsteraner Unternehmen, wie z. B. Hengst Filter, entwickeln und 
produzieren grüne Schlüsseltechnologien, die auch weit über Münster hinaus für positive 
Umwelteffekte sorgen können und die Zukunft des Wirtschaftsstandorts sichern. Dazu gehören 
z. B. auch Filtersysteme für die Batterieforschung.  
Der Klimawandel ist allerdings nicht die einzige Herausforderung, vor der die Münsteraner 
Industrie-Unternehmen stehen. Viele von ihnen sind von einem akuten Arbeitskräftemangel 
betroffen, der allerdings nicht alle Anforderungsniveaus im gleichen Ausmaß betrifft. Während 
Hochqualifizierte für viele Unternehmen noch relativ gut zu rekrutieren sind, zeigt sich 
insbesondere bei Arbeitskräften für einfachere Tätigkeiten ein großer Bedarf, den der lokale und 
regionale Arbeitsmarkt aktuell häufig nicht decken kann. In diesem Zusammenhang sehen einige 
Unternehmen auch ein Problem beim regionalen Fachkräfte-Nachwuchs: Durch den starken 
wissenschaftlichen Schwerpunkt in Münster kommt der Option einer Berufsausbildung häufig 
geringere Aufmerksamkeit und Akzeptanz zu. Damit wird die Förderung des Bewusstseins für 
den Wert und die Bedeutung der beruflichen Bildung zu einem wichtigen Handlungsfeld. Für 
Münster wird es zudem auch wichtig, für internationale Fachkräfte attraktiver zu werden, sodass 
sich diese in der Stadt langfristig wohl fühlen.

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 24 
  
Mit Blick auf Transformation und weiteres Wachstum zeigt sich zudem für einige Unternehmen 
ein weiteres Problem: In Münster fehlt es an geeigneten Expansionsflächen. Die geringen 
Flächenreserven haben zur Folge, dass Industrieunternehmen neue Geschäftsmodelle nur relativ 
schwer am Standort Münster umsetzen können, ohne dafür die bestehende Produktion 
einzuschränken. Zudem ist der Breitbandausbau eine zwingende Infrastrukturvoraussetzung in 
allen Gewerbegebieten. Im Bereich der Digitalisierung müssen also die richtigen Voraussetzungen 
geschaffen werden, um die Digitalisierung von Produktion und Prozessen weiter voranzutreiben. 
Neben der Infrastruktur zählt dazu der Kompetenzaufbau von Mitarbeitenden.

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 25 
  
2.3.3 Land- und Ernährungswirtschaft 
Die Land- und Ernährungswirtschaft in Münster spielt in der Entwicklung der Stadt eine 
gewichtige Rolle und ist auch heute noch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Insgesamt 316 
landwirtschaftliche Betriebe bewirtschaften die 12.715 ha landwirtschaftliche Fläche in der Stadt 
und beschäftigen 694 Menschen. Saisonal erhöht sich die Zahl der Erwerbstätigen deutlich, da 
gerade in den Sonderkulturbetrieben eine Vielzahl internationaler Saisonkräfte die Erntearbeiten 
unterstützen. Etwas mehr als die Hälfte der Betriebe werden im Nebenerwerb geführt. Die 
Schwerpunkte liegen dabei insgesamt auf der Viehhaltung sowie Ackerbau. Im Ackerbau steht 
zwar der Anbau von Futtermitteln im Vordergrund, Gemüse wie Spargel oder Sonderkulturen wie 
Erdbeeren spielen für die Münsteraner Landwirtschaft jedoch ebenfalls eine wichtige Rolle. 
Ein Alleinstellungsmerkmal für die Münsteraner Landwirtschaft ist die Nähe zum urbanen Raum, 
die eine wachsende Anzahl von Betrieben gezielt zur Direktvermarktung der eigenen Produkte 
nutzt. Gleichzeitig ergibt sich durch die Lage der Stadt im landwirtschaftlich starken Münsterland 
eine oberzentrale Funktion, die mit der Ansiedlung verschiedenster Unternehmen und 
Institutionen der land- und ernährungswirtschaftlichen Wertschöpfungskette verbunden ist. Dazu 
gehören bspw. der Landwirtschaftsverlag Münster, die Landwirtschaftskammer NRW, die Rinder-
Union West eG, die Westfleisch eG, die AGRAVIS Raiffeisen AG, das DMK Deutsche Milchkontor 
GmbH und das Westfälische Pferdestammbuch oder die L. Stroetmann Unternehmensgruppe. Ein 
Großteil der landwirtschaftlichen Betriebe ist über den Westfälisch-Lippischen 
Landwirtschaftsverband e.V. und die Landwirtschaftskammer gut mit Unternehmen und Politik 
vernetzt. 
Auch die Ausbildung von Nachwuchskräften findet in Münster statt. So werden am Ketteler 
Berufskolleg Land- und Pferdewirtinnen und -wirte sowie Gärtnerinnen und Gärtner ausgebildet, 
eine Weiterqualifikation ist an der Fachschule Münster Wolbeck möglich. 
Aus der direkten Nähe zum stark wachsenden urbanen Münster ergeben sich jedoch auch 
Konflikte für die Landwirtschaft. Insbesondere herrscht eine ausgeprägte Flächenkonkurrenz: Die 
landwirtschaftlich genutzte Fläche geht kontinuierlich zurück.  
Die Stadt ist zudem im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie 2030 engagiert in der 
Transformation des Ernährungssystems. So ist Münster Biostadt und Teil der Ökomodellregion 
Münsterland. Die Initiative hat das Ziel der Stärkung der regionalen Bio-Wertschöpfungskette. 
Durch die Schaffung von Netzwerkstrukturen, Förderung nachhaltiger Außer-Haus Gastronomie, 
regionalen Marktstrukturen und der Aktivierung zivilgesellschaftlicher Potenziale soll die regionale 
Land- und Ernährungswirtschaft gestärkt werden.

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 26 
  
Abbildung 15: Branchenportfolio der Land- und Ernährungswirtschaft in Münster* 
 
Eigene Berechnung und Darstellung Prognos auf Basis von Bundesagentur für Arbeit 2023 
* Bei den Abteilungen Großhandel, Einzelhandel, Lagerei sowie Transport und Logistik ist davon auszugehen, dass jeweils nur An-
teile der hier Beschäftigten tatsächlich auch in der Land- und Ernährungswirtschaft arbeiten. 
Lesehilfe: Die Größe der Kreise entspricht der absoluten Anzahl der SvB in der jeweiligen Branche. Auf der vertikalen Achse 
wird der Spezialisierungsgrad abgebildet. Dieser gibt an, wie stark die regionale Spezialisierung einer Branche im Vergleich zum 
Durchschnitt in Deutschland ist. Ein Spezialisierungsgrad von 1,0 entspricht dem bundesweiten Branchenanteil. 
 
Transformationsherausforderungen 
Mit Blick auf die Transformationsdynamiken ergeben sich für die Land- und Ernährungswirtschaft 
in Münster besondere Herausforderungen und Chancen. Zentral ist hier der Klimawandel. Die 
Münsteraner Stadtgesellschaft hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu werden. Um 
dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, sind auch die landwirtschaftlichen Betriebe zentrale 
Akteure, die einerseits vor großen Herausforderungen stehen, für die sich andererseits jedoch 
auch neue wirtschaftliche Chancen ergeben. Die Reduktion des Treibhausgasausstoßes erfordert 
Anpassungen in den Betriebsabläufen und wird absehbar zu veränderten Geschäftsmodellen 
führen. Diese Dynamik wird einerseits durch veränderte Konsumgewohnheiten, die sich bspw. in 
einem seit Jahren zurückgehenden Fleischkonsum ausdrücken, andererseits durch die 
geopolitischen Veränderungen, die zu einem Wegbruch von internationalen Absatzmärkten 
führt, verschärft.  
Gleichzeitig ist die Landwirtschaft durch Extremwetterereignisse, wie sie durch den Klimawandel 
immer häufiger vorkommen werden, besonders betroffen, da die Witterung unmittelbar die 
Bewirtschaftung der Flächen beeinflusst. Daher gilt es für die Betriebe, die Auswirkungen des 
extremen Wetters möglichst abzumildern. 
Ebenso werden die Anforderungen zur Schonung der natürlichen Funktionen landwirtschaftlicher 
Flächen, die die Politik den landwirtschaftlichen Betrieben stellt, weiterwachsen. Auf der anderen 
Seite bedeuten die landwirtschaftlichen Flächen auch eine gewichtige Chance, zur Energiewende 
beizutragen. Schon jetzt produzieren einige Betriebe neben der Nutzung der Dächer für PV-
Anlagen über Biogasanlagen Wärme und Strom. Ansätze wie Agri-Photovoltaik ermöglichen

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 27 
  
darüber hinaus die doppelte Nutzung landwirtschaftlicher Flächen zur Erzeugung erneuerbarer 
Energie bei gleichzeitigem Fruchtanbau oder Weidenutzung. Dabei kommt der Landwirtschaft 
auch ihre Innovationsfreudigkeit zugute: Neue, digitalisierte Maschinen und Technologien finden 
in der Landwirtschaft schnell Anwendung und erhöhen die Effizienz. Drohnenbefliegungen vor der 
Ernte schützen Wildtiere und bereits vereinzelt eingesetzte Smart Farming Technologien 
reduzieren den Dünger- und Pflanzenschutzmitteleinsatz. Die Digitalisierung und Fortschritte bei 
der Künstlichen Intelligenz werden so für die Land- und Ernährungswirtschaft auch in Zukunft für 
neue ökonomische Chancen sorgen. Um diese Chancen noch besser nutzen zu können, fehlt es 
jedoch an vielen Stellen an der notwendigen Infrastruktur: Mobiles Internet und leistungsfähige 
Stromleitungen zur Einspeisung der produzierten Energie sind unabdingbar. 
Ein weiteres Instrument zur Ressourcenschonung ist die zunehmende Adaption von Ansätzen der 
Kreislaufwirtschaft. Eine erfolgreiche Umsetzung erfordert harmonisierte und gut abgestimmte 
Prozesse zwischen Landwirtschaft, Verarbeitungsbetrieben, Handel, Konsumenten und Politik. 
Hier kann Münster von der besonderen Stadt-Umland-Beziehung profitieren: Die Wege zwischen 
landwirtschaftlicher Produktion, Weiterverarbeitung und Absatzmärkten über den Groß- und 
Einzelhandel sind kurz und Unternehmen aller beteiligten Wirtschaftszweige sind im Münsterland 
ansässig. Innerhalb der landwirtschaftlichen Betriebe und im regionalen Kontext soll die 
Anwendung einer Kreislaufwirtschaft weiter gestärkt werden. Ein weiterer Ansatzpunkt findet sich 
in Abfallprodukten aus der Ernährungsindustrie, die als Tierfutter oder über die energetische 
Fermentation (Biogas) in die regionalen landwirtschaftlichen Kreisläufe zurückgeführt werden 
können.

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
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2.3.4 FuE-Dienstleistungen 
Dienstleistungen für Forschung und Entwicklung (FuE-Dienstleistungen) sind eng verknüpft mit 
anderen Stärkefeldern in Münster – insbesondere der Industrie. Unternehmen in diesem Bereich 
sind in der Regel Dienstleistungsunternehmen oder öffentliche Einrichtungen, die für externe 
Auftraggeber Forschung und Entwicklung betreiben – also neues Wissen generieren. In Münster 
arbeiteten im Jahr 2022 insgesamt über 15 Tsd. Menschen im engeren Feld der FuE-
Dienstleistungen18.  
Einen wichtigen Bestandteil der FuE-Dienstleitungen stellen Wirtschaftszweige aus dem Bereich 
Information und Kommunikation (IKT) dar. In Münster sind Dienstleistungen der 
Informationstechnologie im Vergleich zum deutschlandweiten Durchschnitt mehr als doppelt so 
stark lokalisiert. Auffällig ist, dass alle Teilbereiche der FuE-Dienstleistungen einen positiven 
Beschäftigungszuwachs zwischen 2013 und 2022 vorweisen konnten. 
Abbildung 16: Branchenportfolio der FuE-Dienstleistungen in Münster 
 
Eigene Berechnung und Darstellung Prognos auf Basis von Bundesagentur für Arbeit 2023 
Lesehilfe: Die Größe der Kreise entspricht der absoluten Anzahl der SvB in der jeweiligen Branche. Auf der vertikalen Achse 
wird der Spezialisierungsgrad abgebildet. Dieser gibt an, wie stark die regionale Spezialisierung einer Branche im Vergleich 
zum Durchschnitt in Deutschland ist. Ein Spezialisierungsgrad von 1,0 entspricht dem bundesweiten Branchenanteil. 
 
FuE-Dienstleistungen bringen den Innovationsstandort Münster insgesamt voran, denn nicht alle 
Unternehmen am Standort können Forschung und Entwicklung selbst betreiben bzw. haben eine 
eigene FuE-Abteilung. Viele Unternehmen – auch aus dem Münsterland – profitieren so von den 
FuE-Dienstleistern in Münster. Die hohe Lokalisation von FuE-Dienstleistungen spiegelt daher 
auch die Funktion Münsters als regionales Oberzentrum wider.  
 
18 Definition der wissensintensiven WZ-Abteilungen nach Neuhäusler et al. (2022)

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 Seite 29 
  
Transformationsherausforderungen 
FuE-Dienstleister sind – wie keine andere Branche – darauf angewiesen, auf dem neuesten 
Stand der Technik und Forschung zu agieren. Das bedeutet, sie müssen technologische 
Veränderungen schnell vorantreiben – bei sich selbst genauso wie bei ihren Kunden. Die 
Geschwindigkeit erfordert die Fähigkeit, sich kontinuierlich anzupassen und auf dem neuesten 
Stand zu bleiben sowie die Bereitschaft, neue Fähigkeiten und Expertisen zu erwerben. 
Entscheidend ist zudem eine moderne FuE-Infrastruktur, die Wissenschaftlerinnen und 
Wissenschaftlern notwendige Ressourcen und Einrichtungen bietet, um innovative Ideen zu 
entwickeln und neue Technologien voranzutreiben. Münster kann dabei auf vielversprechenden 
Grundlagen aufbauen – u.a. auf starke Forschungsschwerpunkte in der Hochschullandschaft, 
Digitalisierung und Informationstechnologie, Medizin und Biotechnologie oder Batterieforschung. 
Die Branche steht in starker überregionaler und internationaler Konkurrenz. Unternehmen und 
Forschungseinrichtungen werben um wenige Talente, Ressourcen und Kunden. Vor dem 
Hintergrund des Fachkräftemangels stellt das die Unternehmen vor Herausforderungen. Gerade 
in Konkurrenz mit den großen Städten wie Köln, Berlin, Hamburg und München kann es immer 
schwerer werden, talentierte Mitarbeitende zu finden und für den Standort Münster zu 
begeistern. Nicht zu unterschätzen ist zudem das Risiko einer Verlagerung von Arbeitsplätzen. 
Nach Angaben im Rahmen der Schlüsselpersonengespräche wird es zudem für Unternehmen am 
Standort Münster zunehmend denkbar, neben der Produktion auch FuE-Einrichtungen in Märkte 
mit günstigeren Standortbedingungen (bspw. im osteuropäischen Raum) zu verlagern.  
Im Bereich der FuE-Dienstleistungen wird eine starke interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen 
verschiedenen Fachgebieten und Disziplinen erforderlich. FuE-Dienstleister müssen daher in der 
Lage sein, Teams mit vielfältigen Fähigkeiten und Hintergründen zusammenzustellen und effektiv 
zu koordinieren. Gleichzeitig birgt diese enge Verknüpfung mit anderen Unternehmen das 
Risiko, dass sich Krisen auf die FuE-Branche übertragen. So sind FuE-Dienstleister stark mit den 
sektoralen Stärkefeldern Industrie sowie Finanz und Versicherungen verbunden. Geraten diese 
Branchen am Standort in Probleme, wird sich das auch auf die FuE-Dienstleistungen übertragen.

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2.3.5 Finanzen und Versicherungen 
Münster hat eine lange Tradition als bedeutender Finanz- und Versicherungsstandort. In der 
gesamten Branche waren im Jahr 2022 12.047 Menschen beschäftigt, was 6,5 Prozent aller 
Beschäftigten in Münster ausmachte. Mit einem Lokationsquotient von 2,3 ist Münster einer der 
zehn am stärksten auf die Finanz- und Versicherungswirtschaft spezialisierten Standorte 
Deutschlands. Versicherungen, Rückversicherungen und Pensionskassen machen dabei mit 
knapp 6.800 Beschäftigten den Schwerpunkt der Branche in Münster aus. Zentrale Unternehmen 
sind hierbei die LVM und Provinzial NordWest. Insgesamt knapp 3.700 Beschäftigte arbeiten im 
Bereich der Finanzdienstleistungen. Hier sind insbesondere die Sparkasse Münsterland Ost und 
die NRW.Bank als Ankerunternehmen zu nennen. Neben den Unternehmen in den Kernbranchen 
der Finanz- und Versicherungswirtschaft haben sich auch zahlreiche Unternehmensdienstleister 
in Münster angesiedelt.  
Abbildung 17: Branchenportfolio der Finanz- und Versicherungswirtschaft in Münster 
 
Eigene Berechnung und Darstellung Prognos auf Basis von Bundesagentur für Arbeit 2023 
Lesehilfe: Die Größe der Kreise entspricht der absoluten Anzahl der SvB in der jeweiligen Branche. Auf der vertikalen Achse 
wird der Spezialisierungsgrad abgebildet. Dieser gibt an, wie stark die regionale Spezialisierung einer Branche im Vergleich zum 
Durchschnitt in Deutschland ist. Ein Spezialisierungsgrad von 1,0 entspricht dem bundesweiten Branchenanteil. 
 
Eine besondere Stärke dieses sektoralen Schwerpunkts in Münster liegt in der Kombination der 
Kompetenzen aus dem Finanz- und Versicherungswesen mit denen aus der Informatik und Data-
Science. Die aus der 1968 in Münster gegründeten Buchungszentrale der westfälisch-lippischen 
Sparkassen hervorgegangene finanz informatik GmbH betreibt weiterhin wichtige 
Unternehmensteile in Münster.19 Mit der Atruvia AG hat ein weiterer wichtiger IT-Dienstleister für 
die Finanzwirtschaft einen Standort in Münster. 
 
19 finanz informatik GmbH (2023)

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 Seite 31 
  
Münster ist damit gut aufgestellt, um den Herausforderungen der Digitalisierung in einer seiner 
Kernbranchen entgegenzutreten und die Transformation erfolgreich zu gestalten.  
Transformationsherausforderungen 
Die zentrale Transformationsherausforderung für die Finanz- und Versicherungsbranche ergibt 
sich aus der Digitalisierung von Geschäftsmodellen. Die Digitalisierung hat schon in den 
vergangenen Jahren für Umbrüche gesorgt und wird auch in Zukunft die weitere Entwicklung der 
Branche prägen. Insbesondere die zunehmenden Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher 
Intelligenz bergen dabei auch wirtschaftliche Chancen. Um diese zu nutzen, bedarf es jedoch 
umfangreicher Anpassungen, die sich insbesondere in stark veränderten Anforderungen an die 
Kompetenzen des Personals ausdrücken.  
Münster hat eine hoch attraktive Hochschullandschaft mit einigen für die Finanz- und 
Versicherungswirtschaft interessanten Studiengängen (bspw. Wirtschaftsinformatik, BWL, 
Rechtswissenschaften, Mathematik), allerdings ist die Wahrnehmung der Finanz- und 
Versicherungswirtschaft als potenzieller Arbeitgeber bei den Studierenden relativ gering. 
Geeignete Fachkräfte werden somit in Münster zwar ausgebildet, jedoch deckt die Zahl der 
Absolventinnen und Absolventen nur einen Teil des Bedarfs der Branche. Neben der Attraktion 
von Fachkräften durch möglichst attraktive Standortbedingungen gewinnt daher die frühzeitige 
Vernetzung mit Absolvierenden an Bedeutung für die Unternehmen der Finanz- und 
Versicherungsbranche.  
Die Anforderungen an den Arbeitsplatz der Zukunft bzw. Anforderungen der Bewerberinnen und 
Bewerber an einen Arbeitsplatz stellen eine weitere Herausforderung dar: Remote bzw. Mobiles 
Arbeiten im Sinne von New Work funktioniert in vielen Berufsbildern, allerdings ist dies für z. B. 
Bankkaufleute nicht immer möglich. 
Gleichzeitig hat in Münster die Erneuerung der Branche von außen noch Potenziale und 
Spielräume. Obwohl die Finanz- und Versicherungswirtschaft einen bedeutenden Stellenwert in 
der Münsteraner Wirtschaft innehat, spielen neue Unternehmensgründungen in dem Feld bislang 
eine untergeordnete Rolle. Entre- und Intrapreneurship sind jedoch wichtige Stellschrauben, die 
stärker genutzt werden können, um neue Technologien und Geschäftsmodelle in Münster zu 
etablieren und die Branche zukunftsfester aufzustellen. Daraus leitet sich auch die Chance ab, 
die vorhanden exzellenten Kompetenzen im Bereich der Finanzinformatik, Versicherungen, 
Forschung und Lehre besser zu vernetzen und so auch Impulse für das Gründungsgeschehen in 
Münster zu setzen.

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
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2.3.6 Gesundheitswirtschaft 
Die knapp 25.000 Beschäftigten der Gesundheitswirtschaft stellen mit einem Anteil von fast 14 
Prozent an allen SvB einen substanziellen Teil der Münsteraner Wirtschaft dar. Neben großen 
Unternehmen wie der Alexianer GmbH sind insbesondere die herausragenden Behandlungs- und 
Forschungskompetenzen mit dem Universitätsklinikum Münster (UKM) und den weiteren 
Krankenhäusern am Standort ausschlaggebend für die Stärke der Branche. Münster zählt nach 
absoluten Beschäftigungszahlen zu den zehn größten Standorten im Gesundheitswesen in 
Deutschland. Die Gesundheitswirtschaft ist damit ein eindeutiges Stärkefeld der Münsteraner 
Wirtschaft.  
Im Zentrum der Gesundheitswirtschaft stehen, gemessen an der Beschäftigung, das 
Gesundheitswesen (fast 25.000 SvB) und (Pflege-)Heime. Auf Seiten der Vorbereitung und 
Entwicklung weisen vor allem die Ernährungswirtschaft sowie Forschung und Entwicklung Bezüge 
zur Gesundheitswirtschaft auf. Direkt und indirekt spielen zudem unternehmensnahe 
Dienstleistungen eine Rolle (bspw. Handel mit pharmazeutischen Produkten). Die 
Gesundheitswirtschaft bildet so auch einen Teil der vielseitigen Münsteraner Sozialwirtschaft ab, 
die mit ihren wohlfahrtsorientierten Aufgaben wesentlich zur Lebensqualität in Münster beiträgt. 
Die Sozial- und Gesundheitswirtschaft tragen nicht nur selbst direkt zur Wertschöpfung bei, 
sondern haben durch ihre Dienstleistungen auch einen wichtigen indirekten Effekt: Sie 
ermöglichen Eltern, pflegenden Angehörigen u.v.m. die Teilnahme am Erwerbsleben. 
Abbildung 18: Branchenportfolio der Gesundheitswirtschaft in Münster 
 
Eigene Berechnung und Darstellung Prognos auf Basis von Bundesagentur für Arbeit 2023 
Lesehilfe: Die Größe der Kreise entspricht der absoluten Anzahl der SvB in der jeweiligen Branche. Auf der vertikalen Achse 
wird der Spezialisierungsgrad abgebildet. Dieser gibt an, wie stark die regionale Spezialisierung einer Branche im Vergleich 
zum Durchschnitt in Deutschland ist. Ein Spezialisierungsgrad von 1,0 entspricht dem bundesweiten Branchenanteil. 
 
Zum Bereich Erziehung und Unterricht zählen wissenschaftliche Mitarbeitende an Hochschulen. 
Forschungsschwerpunkte bestehen in Münster auf den Feldern Entzündung und Infektion,

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
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Vaskuläres System, Neurale Systeme sowie Zelldifferenzierung, Regeneration und Neoplasie.20 
Daneben stellt das Thema Public Health einen weiteren wichtigen Schwerpunkt der 
gesundheitswirtschaftlichen Akteurinnen und Akteure in Münster und dem Münsterland dar. Der 
sogenannte zweite Gesundheitsmarkt (alle privat finanzierten Produkte und Dienstleistungen 
rund um die Gesundheit) ist für Münster ebenfalls von großer Bedeutung (u.a. Prävention, Sport, 
Ernährung). Netzwerke mit Bezug zur Gesundheitswirtschaft bestehen vor allem durch das 
Netzwerk Gesundheitswirtschaft Münsterland e.V. und die Netzwerke im euregionalen Raum. 
Transformationsherausforderungen und -chancen 
Der demografische Wandel stellt für die Gesundheitswirtschaft in Münster die zentrale 
Herausforderung der kommenden Jahre dar. Mit einer alternden Bevölkerung steigt die Anzahl 
der Menschen mit chronischen Erkrankungen signifikant an. Ebenso führt der demografische 
Wandel zu einem Anstieg von Multimorbidität und einer verstärkten Nachfrage nach repetitiver, 
planbarer Akutversorgung. Zugleich ermöglichen medizinische Innovationen und Interventionen 
ein längeres Leben.  
Zusätzliche Gefahren können sich aus dem Klimawandel ergeben: Starke, lang andauernde 
Hitzeperioden, deren Wirkung in Städten meist extremer ist, bergen insbesondere für ältere 
Menschen erhebliche Risiken und münden nicht selten in behandlungspflichtigen Zuständen. 
Gleichzeitig haben viele Münsteraner Krankenhäuser schon heute Probleme, Stellen in der Pflege 
zu besetzen. Ein besonders herausforderndes Element ist der Rückgang des 
Arbeitskräfteangebots sowohl insgesamt als auch speziell in Gesundheitsberufen. Diese 
Schrumpfung des Arbeitskräftepotenzials könnte Engpässe in der Versorgung und eine 
Überlastung des Gesundheitssystems zur Folge haben. Diese Situation wird sich in absehbarer 
Zeit durch das altersbedingte Ausscheiden vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem 
Berufsleben weiter verschärfen. Vor diesem Hintergrund gewinnen das Anwerben und die 
Integration internationaler Arbeitskräfte im Gesundheits- und Pflegesektor an zusätzlicher 
Bedeutung.  
Auf der anderen Seite ergeben sich durch den demografischen Wandel auch neue wirtschaftliche 
Chancen für Unternehmen der Gesundheitswirtschaft. Eine alternde Bevölkerung ist nicht nur mit 
einem erhöhten Versorgungsaufwand verbunden. Vielmehr entstehen auch Absatzmärkte für 
neue, altersgerechte Medizinprodukte und Dienstleistungen und damit ein Marktpotenzial für 
Innovationen. Gerade im Bereich der Diagnostik ergeben sich in Münster besondere Chancen 
durch die Kombination der Analytik-Kompetenzen mit den schnell voranschreitenden 
Erkenntnissen in der Künstlichen Intelligenz. Die Digitalisierung wird somit auch hier zum 
wesentlichen Treiber des wirtschaftlichen und technischen Fortschritts. 
Ein Alleinstellungsmerkmal und damit eine erhebliche Chance ergibt sich für Münster aus der 
Kombination einer herausragenden medizinischen Forschungs- und Behandlungslandschaft mit 
einer vielfältigen regionalen Siedlungs- und Bevölkerungsstruktur und einer Vielzahl 
unternehmerischer Kompetenzen auf unterschiedlichen gesundheitswirtschaftlichen 
Fachgebieten in Münster und der erweiterten Region bis hinein in die Niederlande. Dies 
ermöglicht einerseits die kooperative, akteursübergreifende Entwicklung neuer Lösungen, 
gleichzeitig aber auch die frühe Erprobung und Demonstration unter realen Bedingungen. In 
einem solchen Reallabor können wertvolle Erfahrungen gesammelt werden, die in die weitere 
 
20 Medizinische Fakultät der Universität Münster (2023): Forschungsschwerpunkte (https://www.medizin.uni-
muenster.de/fakultaet/forschung/forschungsschwerpunkte.html)

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 34 
  
Entwicklung einfließen. Insbesondere eröffnet ein grenzüberschreitendes (euregionales) Agieren 
große Potenziale, wie in Schlüsselpersonengesprächen erläutert wurde. 
Vor dem Hintergrund der beschriebenen Herausforderungen geht es in Zukunft vor allem auch 
darum, einen Präventionsmarkt zu schaffen. Die Entwicklungen gehen von der Akutmedizin hin 
zu einer präventiven personalisierten Medizin und Ambulantisierung. Von großer Bedeutung wird 
dabei sein, die Kollaborationsfähigkeit der relevanten Akteurinnen und Akteure aus den 
Bereichen Wissenschaft, Gesundheit und Wirtschaft zu schärfen. Treibende Kraft wird der 
Austausch und die Ko-Kreation von Wissen und Technologie mit Anwendungspartnerinnen und -
partnern aus der Praxis sein. Aufgrund der Grenzlage zu den Niederlanden spielt dabei die 
grenzüberschreitende Zusammenarbeit eine große Rolle.

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 35 
  
2.3.7 Kultur- und Kreativwirtschaft 
Münster ist ein starker Dienstleistungsstandort. Neben Handel und Gesundheitswesen sind 
freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen ein wichtiger 
Beschäftigungsschwerpunkt, der dynamisch wächst. Designer, Malerinnen und Galeristen, 
Filmemacher, Werberinnen, Radio- und Fernsehproduzentinnen, Grafiker, Software- und 
Spieleentwicklerinnen, Artisten, Tänzer und Choreografen, Architektinnen, Musiker und 
Komponisten, Redakteurinnen, Schriftsteller, Verlegerinnen und Buchhändler haben alle etwas 
gemeinsam. Sie vertreten elf Teilbranchen, die wie bunte Puzzleteile ein vielfältiges Ganzes 
ergeben – die Branche der Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) in Münster. Die KKW prägt damit 
die überregionale Wahrnehmung Münsters bedeutend. Die Stadt dient als Kulisse in 
Fernsehserien (z. B. Tatort), die Skulptur Projekte entfalten internationale Anziehungskraft und 
prägen das Stadtbild. 
Insgesamt arbeiteten 2019 in Münster fast 8.000 Beschäftigte in dieser diversen Branche. Dies 
entspricht einem Anteil von 4,5 Prozent an allen Beschäftigten und liegt damit deutlich über dem 
Bundesschnitt von 3,2 Prozent. Die Branche zeigt zudem ein sehr dynamisches Wachstum: 
Zwischen 2010 und 2019 stieg die Zahl der Beschäftigten in allen Teilmärkten um 33 Prozent 
(NRW: +29 Prozent). 
Dieses Wachstum zeigt sich in der Stadt: Münster hat eine lebendige Kultur- und Kreativszene 
mit vielen Besonderheiten. Die Stadt ist bekannt für ihre lebendige Kunstszene, von der Skulptur 
Projekte Ausstellung, die alle 10 Jahre stattfindet und Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen 
Welt anzieht, bis hin zu einer Vielzahl von Galerien und Ateliers, die das ganze Jahr über geöffnet 
sind. Auch in der Musikszene hat Münster viel zu bieten, mit Veranstaltungsorten wie der Halle 
Münsterland und dem Jovel Music Club. Besonders beliebt ist das Internationale Jazzfestival 
Münster, das zahlreiche Besucher anzieht. Darüber hinaus hat Münster eine starke Designszene 
mit vielen talentierten Design- und Kreativagenturen. Der jährliche Design Gipfel zieht 
Ausstellende und Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Region an. Auch das Filmfestival 
Münster lockt jedes Jahr mit nationalen und internationalen Filmen. Für Theaterfans bietet 
Münster eine breite Palette von Aufführungen und Shows in verschiedenen Theatern wie dem 
Theater Münster, dem Wolfgang-Borchert-Theater und dem Theater im Pumpenhaus. Die 
Literaturszene in Münster entfaltet sich ebenfalls, mit vielen Autoren und traditionsreichen 
Verlagshäusern wie dem Coppenrath Verlag. Die Stadt ist außerdem Stifterin des „Preis der Stadt 
Münster für Internationale Poesie“. 
Insgesamt bietet Münster ein inspirierendes und unterstützendes Umfeld für Künstler und 
Kreative aller Disziplinen. Die Stadt beherbergt die renommierte Kunstakademie Münster, eine 
der führenden Hochschulen für Bildende Kunst in Deutschland. Mit dem Kreativkai am Hafen und 
den in Planung befindlichen Münster Modellquartieren 3, 4 und 5 hat die Kultur- und 
Kreativwirtschaft zudem ihren festen Platz in der Stadt. Wichtiger Bestandteil der Kultur- und 
Kreativszene ist die sogenannte „Freie Szene“ außerhalb öffentlich-rechtlicher Trägerschaften. 
Mit dem Quartier „Am Hawerkamp“ existiert ein Kulminationspunkt der künstlerischen und 
musikalischen Szene, der seit vielen Jahren in Eigenregie verwaltet wird.

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 36 
  
Abbildung 19: Die Münsteraner Kultur- und Kreativwirtschaft in Zahlen 
 
Eigene Berechnung und Darstellung Prognos auf Basis von Bundesagentur für Arbeit 2023 
 
Transformationsherausforderungen 
Die Münsteraner Kultur- und Kreativwirtschaft ist bei der Bewältigung der 
Transformationsherausforderungen ein wichtiger Impulsgeber. Künstlerinnen und Künstler und 
Kreative liefern ein wichtiges Gut: Ideen. Damit tragen sie zum wirtschaftlichen Wachstum bei. 
Sie schaffen aber auch Werte jenseits ökonomischer Verwertbarkeit. Sie helfen, die Gesellschaft 
zu verändern und sind wichtige Impulsgeber für Nachhaltigkeitsthemen und die digitale 
Transformation und damit auch für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts. Durch eine weitere 
Verknüpfung mit anderen etablierten Branchen, z. B. Handel, Industrie, Handwerk oder 
Wissenschaft können sich darüber hinaus weitere Potenziale ergeben. Bei der Zukunftssicherung 
des (Wirtschafts-)Standorts Münster darf daher auf die starke Kreativwirtschaft nicht verzichtet 
werden. In Anbetracht der Transformationsherausforderungen gilt es, das vorhandene Potenzial 
zu nutzen – und gleichzeitig das kultur- und kreativwirtschaftliche Ökosystem zu stabilisieren.  
Die Bewältigung der Transformationsherausforderungen aus demografischem Wandel, 
Klimawandel und Digitalisierung erfordert kreative Herangehens- und innovative Denkweisen. 
Genau darin liegen die Potenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Entwicklung und 
Erprobung neuer Produkte, Narrative, Erlebnisse und Erfahrungen gehört zu den Kerndisziplinen 
der Kultur- und Kreativwirtschaft. Um notwendige Veränderungsimpulse zu setzen, Komplexität 
zu reduzieren und Probleme auf den Punkt zu bringen, bieten sich neue Formen der 
kollaborativen Praxis und des kreativen Transfers an: Modelle und Prototypen bauen, Szenarien 
denken, Labore öffnen und Verständnis schaffen. Kreativschaffende werden so zum Treiber des 
gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels. 
Aber die Branche selbst kämpft auch mit vielen Transformationsanforderungen. Sie steht vor der 
Herausforderung, sich an die digitale Transformation anzupassen. Dazu gehört die Integration 
neuer Technologien, um Wettbewerbsvorteile zu erlangen und die Produktivität zu steigern. Eine 
besondere Herausforderung stellt die Implementierung künstlicher Intelligenz (KI) dar, da sie die 
Geschäftsmodelle und Arbeitsprozesse dramatisch verändern kann. Die Kreativwirtschaft muss

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
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sich ständig neuen Markttrends anpassen, was kontinuierliche Adaption und Innovation erfordert. 
Dabei wird es zunehmend schwierig, qualifizierte Fachkräfte mit Kenntnissen in Bereichen wie 
Technologie, Design und Kunst zu finden und zu halten. Zudem haben viele Kreativunternehmen 
Schwierigkeiten, Finanzierungen zu erhalten, da ihre Geschäftsmodelle oft als riskant angesehen 
werden. Die Anpassung der Geschäftspraktiken an umweltfreundliche Standards kann angesichts 
des Klimawandels und dem damit wachsenden Fokus auf Nachhaltigkeit eine weitere 
Herausforderung sein.  
Zudem bestimmt wie in vielen anderen Städten eine hohe Nachfrage die Raumsituation in 
Münster. Flächen und Räume sind eine zentrale Einflussgröße auf die Leistungsfähigkeit der 
Kultur- und Kreativwirtschaft. Als physische Einheit sind Räume sowohl Orte von Begegnung und 
Austausch als auch von Produktion und Kooperation. Sie integrieren soziale und räumliche Nähe 
und erlauben damit ein kreatives und produktives Schaffensfeld, in dem innovative Ideen erprobt 
und umgesetzt werden können. Die zunehmende Konkurrenz auf dem Immobilienmarkt sorgt für 
einen Raummangel und steigende Mietpreisniveaus bei Wohn- und Arbeitsräumen, mit denen 
viele Kultur- und Kreativschaffende überfordert sind.

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 38 
  
2.3.8 Innenstadt, Handel, Tourismus 
Die Münsteraner Innenstadt ist der wichtigste Anziehungspunkt für regionale Besucherinnen und 
Besucher der Stadt und zieht Touristinnen und Touristen aus der gesamten Bundesrepublik und 
darüber hinaus in die Stadt. Münster entwickelt neben dem wachsenden Freizeittourismus auch 
als Bildungsstandort Sogkraft. Viele Übernachtungsgäste kommen zu Weiterbildungen, 
Schulungen und Seminaren in die Stadt. Hinzu kommen der Kongresstourismus, für den die 
Hochschulen eine wichtige Grundlage bilden, sowie der Kulturtourismus, insbesondere in den 
Jahren der Skulptur Projekte. 
Dem Handel kommt in der Stadt Münster eine besondere Bedeutung zu. Mit Stand Dezember 
2020 gab es in Münster 1.870 Einzelhandelsunternehmen, die insgesamt gut 24.000 Menschen 
beschäftigten. Insgesamt befinden sich 407 Einzelhandelsgeschäfte in der Innenstadt, von denen 
56 Prozent als Filialisten eingestuft werden.21 Auch der Großhandel ist in Münster stark vertreten. 
Mit dem Standort verbundene Familienunternehmen wie die Westfalen AG, Unternehmensgruppe 
L. Stroetmann, H. Gautzsch Firmengruppe, Mosecker und Standorte der Pietsch-Gruppe wachsen 
stetig. Insgesamt sind im Münsteraner Großhandel über 12.000 Menschen beschäftigt. 
Abbildung 20: Branchenportfolio Innenstadt, Handel und Tourismus in Münster 
 
Eigene Berechnung und Darstellung Prognos auf Basis von Bundesagentur für Arbeit 2023 
Lesehilfe: Die Größe der Kreise entspricht der absoluten Anzahl der SvB in der jeweiligen Branche. Auf der vertikalen Achse 
wird der Spezialisierungsgrad abgebildet. Dieser gibt an, wie stark die regionale Spezialisierung einer Branche im Vergleich 
zum Durchschnitt in Deutschland ist. Ein Spezialisierungsgrad von 1,0 entspricht dem bundesweiten Branchenanteil. 
 
Aufgrund der hohen Attraktivität der Münsteraner Altstadt ist die Innenstadt ein bedeutender 
Anziehungspunkt für regionale Besucherinnen und Besucher wie auch für nationale und 
internationale Touristinnen und Touristen. Münster erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit bei 
Touristen. Die Übernachtungszahlen steigen stetig: So konnten im Jahr 2023 1,93 Millionen 
 
21 Wirtschaftsförderung Münster (2022)

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 39 
  
Übernachtungen22 gezählt werden (+26 Prozent zu 2022). Über 175.000 dieser Übernachtungen 
gehen auf ausländische Gäste der Stadt zurück (+11,3 Prozent zu 2022). Besonders beliebt ist 
Münster dabei bei Gästen aus den Niederlanden, der Schweiz, Großbritannien und den USA. Auch 
die Zahl der Beherbergungsbetriebe und mit ihnen die Zahl der angebotenen Betten steigt. 
Transformationsherausforderungen 
Der Einzelhandel in Münster war in den vergangenen Jahren im Wesentlichen von zwei 
Transformationsdynamiken betroffen. Auf der einen Seite ist Münster von einer zunehmenden 
Filialisierung geprägt worden: alt-eingesessene Einzelhändlerinnen und -händler gaben ihre 
Geschäfte auf, während filialisierte Einzelhandelsketten zunehmend das Bild der Innenstadt 
bestimmten. Auf der anderen Seite stellt die Digitalisierung mit der Konkurrenz durch große 
Online-Händler den gesamten stationären Einzelhandel auf die Probe. Tradierte 
Geschäftsmodelle, wie das klassische Kaufhaus geraten zunehmend unter wirtschaftlichen 
Druck. Die Umsatz-Einbußen wurden in der Corona-Pandemie weiter verschärft. Auch in Münster 
zeigen sich diese Transformationen, wenn auch in geringerem Ausmaß als in vielen anderen 
deutschen Städten. Insbesondere der Online-Handel wird auch in Zukunft eine zentrale 
Konkurrenz bleiben und innovative Anpassungsformen bestehender lokaler Handelsformen 
erfordern.  
Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass gerade der Innenstadt-Handel innovative und 
zukunftsbeständige Konzepte entwickeln muss. Kreative Konzepte können Nuklei für die 
Entstehung neuer Handelsmodelle und Unternehmen werden und so eine stabile neue 
wirtschaftliche Wertschöpfung anstoßen.  
Gleichzeitig ist die kontinuierliche Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt sowie 
den Stadtteilzentren ein bedeutendes Element für deren Erfolg. Dabei gilt es, neben der Stärkung 
des gastronomischen Angebots auch konsumfreie Räume in das Stadtbild zu integrieren. 
Die Transformation der Innenstadt als multifunktionaler Zukunftsort wurde in den letzten Jahren 
in einem intensiven Dialogprozess mit allen Akteursgruppen (v.a. der Initiative Starke Innenstadt 
e.V./ISI) vorangetrieben. Die Ergebnisse sind im INSEK Innenstadt-Münster (2023) festgehalten 
und vom Rat beschlossen worden.23 Die im INSEK beschriebenen Maßnahmen werden 
kontinuierlich in Kooperation aller Partnerinnen und Partner umgesetzt. 
  
 
22 IT.NRW (2023): Betriebe, geöffnete Beherbergungsbetriebe, Betten, angebotene Betten, Ankünfte und Übernachtungen 
23 Stadt Münster (2023a)

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 40 
  
2.3.9 Wissenschaft 
In der Stadt Münster gibt es insgesamt elf Universitäten und Hochschulen. Die Universität 
Münster und die FH Münster sind hierbei gemessen an der Zahl der Studierenden die größten 
Einrichtungen. Im Wintersemester 2022/23 studierten in Münster insgesamt 62.967 Menschen. 
An den Hochschulen waren insgesamt gut 6.500 Menschen als wissenschaftliches oder 
künstlerisches Personal beschäftigt.24 Forschungsschwerpunkte der Universität Münster liegen in 
den Themen Zelldynamik und Bildgebung, Religion und Politik, Mathematik, Batterieforschung 
sowie Nanowissenschaften. Darüber hinaus werden Evolutionsforschung und neuronale Systeme 
als Potenzialbereiche definiert.25  
Abbildung 21: Branchenportfolio Wissenschaft in Münster* 
 
Eigene Berechnung und Darstellung Prognos auf Basis von Bundesagentur für Arbeit 2023 
*Teile des wissenschaftlichen Personals werden nicht vollständig erfasst. So sind die insgesamt 872 in der Stadt beschäftigten 
Professorinnen und Professoren nicht in den Zahlen enthalten. 
Lesehilfe: Die Größe der Kreise entspricht der absoluten Anzahl der SvB in der jeweiligen Branche. Auf der vertikalen Achse 
wird der Spezialisierungsgrad abgebildet. Dieser gibt an, wie stark die regionale Spezialisierung einer Branche im Vergleich 
zum Durchschnitt in Deutschland ist. Ein Spezialisierungsgrad von 1,0 entspricht dem bundesweiten Branchenanteil. 
 
Größter Arbeitgeber in Münster ist das Universitätsklinikum (UKM). Dieses bildet zusammen mit 
der Medizinischen Fakultät der Universität Münster eine funktionale Einheit: Es unterstützt die 
Fakultät in Forschung und Lehre und verantwortet die Krankenversorgung. Gemeinsame 
praktische Forschungszentren werden zu den Themen Reproductive Health, Inflammation und 
Neuroinflammation unterhalten.26 Besondere Forschungsschwerpunkte der FH liegen u.a. in den 
Bereichen Energie- und Prozesstechnik, Gesellschaft und Digitales, Infrastruktur, Materialien, 
Ernährung, Optik, Digitale Transformation und Interdisziplinarität in Gesundheit, Technik und 
Arbeitsfähigkeit.
27 Wichtige außeruniversitäre Forschungseinrichtungen bestehen z. B. mit dem 
 
24 Stadt Münster (2023b) 
25 WWU Münster (2023a) 
26 WWU Münster (2023b) 
27 FH Münster (2023)

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 41 
  
Max Planck-Institut für Molekulare Biomedizin. Der Forschungsschwerpunkt Batterieforschung 
wurde außerdem mit der Ansiedlung der Fraunhofer Einrichtung Forschungsfertigung 
Batteriezelle (FFB) weiter gestärkt. Das Batterieforschungscluster wird aktuell durch den Ausbau 
des 2014 gegründeten Helmholtz-Institutes Münster weiter gestärkt. Darüber hinaus bestehen im 
Wissenschaftspark mit dem Center for Nanotechnology Münster (CenTech) und dem Nano-
Bioanalytik-Zentrum Münster (NBZ) außeruniversitäre Innovationsinfrastrukturen. Ebenso verfügt 
Münster über Außenstellen von Fraunhofer Instituten. 
Vor dem Hintergrund der Notwendigkeit zu interdisziplinärem Arbeiten angesichts wichtiger 
Transformationsthemen ist auch auf das Zentrum für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung 
(ZIN) der Universität Münster hinzuweisen. Dies stellt einen wichtigen Netzwerkknoten zur 
Bündelung der Nachhaltigkeitsforschung an der Universität Münster dar. 
Transformationsherausforderungen 
Seit jeher beschäftigt sich die Münsteraner Wissenschaft mit den drängenden Fragen der 
Menschheit. In dieser Tradition wird sie in den kommenden Jahren mehr denn je gefragt sein, 
Antworten auf den Umgang mit den großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu finden. Die 
Bekämpfung des Klimawandels erfordert neue Technologien und eine Anpassung der 
Lebensweise in Städten. Der demografische Wandel wirft volkswirtschaftliche Fragestellungen 
genauso auf wie Aspekte der Gesundheit und medizinischen Versorgung. Die Digitalisierung und 
rasante Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz bedingen neue Umgangsformen mit ihnen und 
werfen vollkommen neue rechtliche Fragestellungen auf. Die geopolitische Situation gefährdet 
die Sicherheit und den Wohlstand Europas und macht neue Wege des Zusammenlebens auf dem 
Planeten unabdingbar. Diese Herausforderungen sind für die Wissenschaft jedoch nicht nur 
Betrachtungsobjekte, sondern werden auch sie selbst zu Veränderungen veranlassen. 
Dabei ist zunächst der demografische Wandel zu nennen: Auch in Forschung und Lehre macht 
sich eine Alterung bemerkbar, in Zukunft wird es schwieriger, wissenschaftliches Personal zu 
finden und vor dem Hintergrund weltweiter Konkurrenz an Münster zu binden. Umso notwendiger 
wird die internationale Attraktion wissenschaftlicher Nachwuchskräfte und ihre langfristige 
Bindung. Es gilt, Fachkräfte für Münster und das Münsterland zu begeistern. Das Fehlen einer 
internationalen Schule kann zum Standortnachteil werden, wenn es darum geht, internationale 
Fach- und Führungskräfte anzuwerben. 
Die komplexe Natur der gesellschaftlichen Herausforderungen, die in unterschiedlichen, sich 
gegenseitig beeinflussenden Verhältnissen stehen, macht zudem die Stärkung transdisziplinärer 
Forschung unabdingbar. Die Münsteraner Wissenschaftslandschaft ist hier gut vorbereitet: Die 
eher technisch orientierte FH Münster (v.a. mit dem Standort Steinfurt) ergänzt das v.a. 
gesellschafts- und gesundheitswissenschaftliche Portfolio der Universität. Eine Herausforderung 
wird es sein, die Stärken der Wissenschaft international noch sichtbarer zu machen. 
Gleichzeitig verdeutlicht die Komplexität der Herausforderungen auch, dass neue Formen der 
Erkenntnisgewinnung zielführend sind: Viele Fragen lassen sich nur in Koproduktion zwischen 
Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft lösen. Dazu bedarf es neuer Formate und 
Herangehensweisen, für die Münster als Stadt der Wissenschaft mit einer weltoffenen 
Bevölkerung und hohem Bildungsniveau prädestiniert ist. Ein Nebeneffekt der Koproduktion ist 
der vereinfachte Wissenstransfer in die Praxis. Technische Innovationen können schneller in Wert 
gesetzt werden und soziale Innovationen können sich schneller Sichtbarkeit verschaffen. In 
diesem Zusammenhang spielt die Allianz für Wissenschaft eine wichtige Rolle, in der 
Stadtverwaltung, Universität Münster und FH Münster unter Einbezug wirtschaftlicher

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 42 
  
Akteurinnen und Akteure ihre Kompetenzen für den Ausbau des Wissenschafts- und 
Wirtschaftsstandort in verschiedenen themenorientierten Arbeitskreisen bündeln. Schwerpunkte 
in dieser Kooperation sind aktuell: Westfälischer Frieden "Dialoge zum Frieden – 1648“, Medizin 
„Public Health“, Nachhaltige Stadtentwicklung und Bildung. 
Auch für wissenschaftliche Institute sowie den Wissens- und Forschungstransfer werden neue 
Standorte und Flächen benötigt. Die Ansiedlung der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung 
Batteriezelle FFB wäre ohne die Flächenreserven im Hansa Business-Park nicht möglich gewesen. 
Demgegenüber verfügen der Wissenschaftspark und der Technologiepark über keine 
nennenswerten Standortreserven mehr. Daher sollen in den nächsten Jahren in direkter 
Nachbarschaft an der Busso-Peus-Straße und an der Steinfurter Straße entsprechende Flächen 
entwickelt werden. Die Umnutzung von überdimensionierten Verkehrsanlagen im Bestand 
eröffnet zusätzliche Flächenpotenziale für Forschung, Wissens- und Technologietransfer, was 
eine flächensparsame Entwicklung unterstützt.

2BMünster 2030+ | Ausgangslage am Wirtschaftsstandort 
 Seite 43 
  
2.4 Zusammenfassung der Ausgangslage 
Mit der vorangegangenen Betrachtung sind wesentliche Aspekte der Ausgangslage in Münster 
formuliert. Zur besseren Übersichtlichkeit werden diese nochmals in Stärken und Schwächen 
sowie in zukünftigen Chancen und Herausforderungen als Ansatzpunkte für eine zielgerichtete 
Entwicklung der Wirtschaft in Münster zusammengefasst. Das Kapitel gibt damit einen Überblick 
zu Stärken und Schwächen, Chancen und Herausforderungen (SWOT) am Standort Münster. 
Eine klare Stärke Münsters ist das Bevölkerungs- und Beschäftigungswachstum, welches 
deutlich über dem Bundesschnitt liegt. Die Überschaubarkeit der Stadt, die kurzen Wege und der 
Status als Fahrradstadt tragen dazu bei, dass Menschen sich hier wohl und sicher fühlen. 
Gelebte "Münsterwerte" wie Solidarität und Vielfalt, eine starke Verzahnung innerhalb der Stadt 
und mit dem Münsterland, sowie gute Beziehungen mit niederländischen Partnerregionen 
innerhalb der Euregio, stärken das soziale Gefüge. Münster ist attraktiv für junge Erwachsene und 
ein bekannter, vielfältiger und starker Wissenschaftsstandort. Das hohe Qualifikationsniveau der 
Bevölkerung, ein überdurchschnittlicher Anteil an digitalen Impulsgebenden und die Position als 
starker Gründungsstandort, insbesondere in den Bereichen High-Tech und IKT, kennzeichnen die 
Stadt. Ein breiter Branchenmix und ein starker Mittelstand mit hoher Standortidentifikation 
minimieren die Abhängigkeit von dominierenden Konzernen. 
Allerdings gibt es auch einige Schwächen: Es besteht ein negatives Wanderungssaldo bei 30- bis 
50-Jährigen, relativ hohe Lebenshaltungskosten, ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum und 
eine abgeschmolzene Manövriermasse an Gewerbeflächen. Die Mobilitätsinfrastruktur ist 
belastet, was sich insbesondere bei den knapp 90.000 Einpendelnden zeigt. Die Wirtschaft 
nimmt in der Wahrnehmung der Bevölkerung eine untergeordnete Rolle ein. Es gibt einen hohen 
Anteil an geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen und eine geringere messbare 
Innovationstätigkeit im Vergleich zu Benchmark-Städten wie Jena oder Karlsruhe.  
Gleichwohl bieten sich Chancen für die Zukunft: Bis 2035 wird für Münster ein weiteres 
Bevölkerungswachstum prognostiziert. Die Stadt hat das Potenzial, sich als "Klimastadt" zu 
entwickeln und ihre vielen Stärken, z. B. im Bereich Batterieforschung oder Gesundheit weiter 
auszubauen. Es besteht die Möglichkeit, Modellquartiere für zukunftsweisende 
Flächenentwicklung als „Zukunftsorte“ zu schaffen, die Vernetzung von Hochschulen und 
Wirtschaft weiter zu intensivieren, das Gründungsökosystem weiterzuentwickeln und die Allianzen 
mit der Wirtschaft (u.a. Handwerk) zu stärken. Der Ausbau lokaler Wertschöpfung in 
Zusammenarbeit mit dem Münsterland und EUREGIO verspricht zusätzliches Potenzial. 
Es gibt jedoch auch Risiken: Die Grenzen des Bevölkerungs- und Beschäftigungswachstums 
könnten durch den angespannten Wohnungsmarkt, fehlende gewerbliche Standortalternativen 
und die Mobilitätsinfrastruktur erreicht werden. Es besteht die Gefahr einer Verschiebung des 
demografischen Gleichgewichts und einer Zunahme sozialer Diskrepanzen. Ein Fachkräftemangel 
zeichnet sich in vielen Bereichen ab, und die Bedingungen zur Attraktion internationaler 
Fachkräfte sind schwierig. Der Strukturwandel in der Finanz- und Versicherungsbranche und im 
Einzelhandel könnte Arbeitsplätze kosten und die Bedeutung der Innenstadt schmälern. Zudem 
besteht ein Interessenkonflikt zwischen der geringen Verfügbarkeit von Gewerbeflächen und der 
Vermeidung von weiterer Flächenversiegelung. 
Aufbauend auf dieser SWOT-Analyse werden im Folgenden eine Vision und strategische Leitlinien 
formuliert und strategische Handlungsfelder mit einem konkreten Maßnahmenplan entwickelt. Es 
gilt, die formulierten Chancen zu nutzen, die Risiken abzuwenden und der Wirtschaftsstandort 
Münster erfolgreich in die Zukunft zu führen.

3BMünster 2030+ | Vision und strategische Leitlinien 
 Seite 44 
  
3 Münster 2030+ | Vision und strategische Leitlinien 
Münster weist eine gute wirtschaftliche Ausgangssituation vor, die Entwicklung gestaltet sich 
allerdings weniger dynamisch als in anderen Städten. In Zukunft müssen die ausgezeichneten 
Ausgansbedingungen noch stärker genutzt, bislang nicht realisierte Potenziale gehoben und der 
vorhandene Entwicklungsspielraum ausgefüllt werden (vgl. Kapitel Münster 2030+ | 
Ausgangslage am Wirtschaftsstandort). Die großen Transformationsherausforderungen in den 
Stärkefeldern erfordern Lösungen. Münster erkennt die Notwendigkeit, die Stärken der 
Münsteraner Wirtschaft zu nutzen und gleichzeitig auf die sich wandelnden Dynamiken der Zeit 
zu reagieren. Mit der Standortentwicklungsstrategie 2030+ hat Münster in einem partizipativen 
Prozess ein Zukunftskonzept entwickelt. 
Vision Wirtschaftsstandort Münster 2030+ 
Münster nimmt eine führende Rolle als Innovationszentrum für nachhaltige 
Wirtschaftsentwicklung und Lebensqualität ein legt dabei die Prinzipien der 
Nachhaltigkeit (ökonomisch, ökologisch und sozial), des sozialen Ausgleichs und 
Fortschritts sowie der der Klimaneutralität zugrunde.  
Münster ist Vorreiter für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit auf regionaler, 
nationaler und internationaler Ebene. 
Münster ist eine produktive Stadt und ein Wirtschaftsstandort des dynamischen 
Mittelstandes. Ein Fokus liegt dabei auf Bereichen, die eine besondere Profilierung und 
Kompetenzfeldentwicklung erlauben und die Transformationsprozesse unterstützen. Als 
Instrument wird Kreislaufwirtschaft bzw. Circular Economy konsequent mitgedacht. 
Münster fördert ein innovations- und mittelstandsfreundliches Wirtschaftsumfeld 
unterstützt durch eine hervorragende Erreichbarkeit und ein nachfrageorientiertes 
Flächenangebot sowie ein Ökosystem, das Innovation, Kreativität und 
unternehmerisches Denken unterstützt. 
Münster stärkt die Austauschprozesse von Wissenschaft und Wirtschaft zur 
Entwicklung von zukunftsweisenden Technologien und Geschäftsmodellen. 
Münster verstärkt die Zusammenarbeit mit dem Münsterland und ist gemeinsam mit 
dem Münsterland ein Motor der deutsch-niederländischen Zusammenarbeit. 
Münster steht für Lebensart und Lebensqualität. Alle notwendigen Einrichtungen des 
täglichen Bedarfs sind in 15 Minuten bequem erreichbar (15 Minuten Stadt). Münster 
ist geprägt von einer lebendigen Gemeinschaft, einer vielfältigen Kultur, einem 
respektvollen Miteinander, einer Offenheit und Toleranz gegenüber allen Lebensstilen 
und bietet ausreichenden Wohnraum für alle Beschäftigte aller Qualifikationsstufen.

3BMünster 2030+ | Vision und strategische Leitlinien 
 Seite 45 
  
Die Vision Münster 2030+ für den Wirtschaftsstandort Münster stellt eine Zielorientierung für die 
künftige Entwicklung von Wirtschaft, Gesellschaft und Stadt bis 2030 dar. Sie soll die Akteurin-
nen und Akteure aus Stadtverwaltung, Wirtschaft, Wirtschaftsvertretungen und Wissenschaft an-
regen und motivieren, gemeinsam den Wirtschaftsstandort zu gestalten. Standortentwicklung ist 
Gemeinschaftsaufgabe. 
Strategische Leitlinien  
Die strategischen Leitlinien sind übergeordnete Werte und Prinzipien, die das wirtschaftliche 
Handeln der Akteurinnen und Akteure in der Stadt Münster im Sinne einer 
gemeinwohlorientierten, innovativen und nachhaltigen Wirtschafts- und Stadtentwicklung leiten 
(Abbildung 22). Sie bilden die Grundlage für die Ziele, die mit Maßnahmen und 
Schlüsselprojekten operationalisiert sind (vgl. Kapitel 4). 
Abbildung 22: Strategische Leitlinien für den Wirtschaftsstandort Münster 2030+ 
 
Abbildung Prognos AG, 2024 
  
Münster ist 
klimaneutral 
und 
nachhaltig
Münster ist 
weltoffen 
und 
international
Münster ist 
digital
Münster 
lebt von 
neuem Wissen 
und ist 
innovativ
Münster kann auf einem stabilen 
wirtschaftlichen Fundament aufbauen 
zwischen Tradition und Innovation
Münster schafft Raum für die 
Transformation der Wirtschaft
Good Governance
Münster ist regional und 
überregional  erreichbar

3BMünster 2030+ | Vision und strategische Leitlinien 
 Seite 46 
  
MÜNSTER LEBT VON NEUEM WISSEN UND IST INNOVATIV 
Die Stadt Münster setzt auf innovative Herangehensweisen in allen Wirtschaftsbereichen und den 
Transfer der wissenschaftlichen Exzellenz am Standort in alle sektoralen Stärkefelder. Münster 
baut auf vorhandenen wissenschaftlichen Kompetenzen und einem dynamischen Mittelstand auf 
und steht für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung auf Basis von Wissen. Münster positioniert sich 
als einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in 
Europa. Dabei schafft die Stadt Münster ein Umfeld, das kluge und kreative Köpfe anzieht und in 
dem Menschen ihre Potenziale unabhängig von ihrer sexuellen Identität, sexuellen Orientierung, 
Migrationsgeschichte, Alter oder Behinderung voll entfalten können. Dazu bietet es eine 
lebendige Kulturszene, attraktive Arbeitsbedingungen und eine hohe Lebensqualität 
einschließlich ausreichenden Wohnraums für Beschäftigte aller Qualifikationsstufen. 
MÜNSTER IST KLIMANEUTRAL UND NACHHALTIG 
Die Stadt Münster nimmt eine Vorreiterrolle beim Thema Klimaneutralität und Nachhaltigkeit ein. 
Die Standortentwicklungsstrategie orientiert sich an den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: 
ökologisch, ökonomisch und sozial gerecht. In der Wirtschaft wird zukünftig Wertschöpfung 
verstärkt in nachhaltigen Themen und Zukunftsmärkten gehoben. In Münster werden Produkte 
und Dienstleistungen zur Anpassung an den Klimawandel und zur Erreichung der Klimaneutralität 
entwickelt, umgesetzt und exportiert. Neue Gewerbegebiete sollen den neusten ökologischen und 
ökonomischen Standards entsprechen und somit klimaneutral entwickelt werden. Wachstum soll 
in Münster auch sozial nachhaltig gestaltet werden. Neben guten Arbeitsbedingungen gehört 
dazu, dass Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht ihre Begabungen einbringen können 
und Klimaschutzmaßnahmen geschlechtergerecht gestaltet werden. Hürden, die dem im Weg 
stehen, werden abgebaut. 
MÜNSTER IST DIGITAL 
Der Konzern Stadt Münster nutzt digitale Technologien, um eine nachhaltige Wirtschafts- und 
Stadtentwicklung zu fördern. Forschung und Unternehmen finden optimale Voraussetzungen für 
die Nutzung der Potenziale der Digitalisierung sowie die Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle. 
Die Chancen der digitalen Transformation werden genutzt, um die Lebensqualität zu fördern und 
Münster als attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort zu stärken. 
MÜNSTER IST WELTOFFEN UND INTERNATIONAL 
Die Stadt Münster positioniert sich als weltoffene Stadt, die für friedenssicherndes und 
humanitäres Handeln steht. Gemeinsam mit dem Münsterland sorgt die Stadt Münster für eine 
höhere Sichtbarkeit und Wahrnehmbarkeit als Wirtschaftsstandort – nach innen und nach außen. 
Sie verstetigt und erweitert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit (insb. mit den 
niederländischen Nachbarn in der Euregio und im deutsch-niederländischen Städtenetzwerk 
MONT). Münster wird international als Stadt des Dialogs mit einer hervorragenden 
Willkommenskultur für nationale und internationale Arbeitskräfte wahrgenommen. 
MÜNSTER KANN AUF EINEM STABILEN WIRTSCHAFTLICHEN FUNDAMENT AUFBAUEN 
ZWISCHEN TRADITION UND MODERNE 
Münster hat eine sehr gute Ausgangslage für eine zukunftsorientierte Entwicklung. Münster hat 
eine krisenresistente Wirtschaftsstruktur mit einem dynamischen Mittelstand und zahlreichen 
inhabergeführten Unternehmen, die sich für Stadt und Standort engagieren. Die Stadt zeichnet

3BMünster 2030+ | Vision und strategische Leitlinien 
 Seite 47 
  
sich durch ihre reiche Geschichte, zahlreiche historische Gebäude, eine attraktive Innenstadt und 
eine vielfältige Natur- und Kulturlandschaft aus. Diese Traditionen dienen nicht nur als 
identitätsstiftende Elemente, sondern bilden auch das Fundament für eine nachhaltige 
wirtschaftliche Entwicklung. Der Erhalt und die Pflege dieser Münsterwerte, wie z. B. 
bürgerschaftliches Engagement, Solidarität und das Prinzip des Dialogs sind somit integraler 
Bestandteil der strategischen Ausrichtung. Gleichzeitig steht Münster als Hochschul- und 
Wissenschaftsstandort für Innovation, Technologie und innovative Geschäftspraktiken. Die 
Förderung von Forschung und Entwicklung sowie die Schaffung eines unterstützenden Umfelds 
für Start-ups und Unternehmen der Zukunft sind Schlüsselaspekte dieser Ausrichtung. Durch die 
Verknüpfung von Tradition und Moderne entsteht ein einzigartiges Profil, das die Attraktivität 
Münsters als Wirtschaftsstandort steigert. 
GOOD GOVERNANCE 
Münster steht für Transparenz. Wichtige Informationen sind für Unternehmen ebenso wie für 
Bürgerinnen und Bürger in Münster leicht zugänglich und öffentlich verfügbar. 
Geschlechtersensible und inklusive Beteiligungsprozesse garantieren Teilhabe und 
Nichtdiskriminierung. Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft 
gestalten gemeinsam den Lebens- und Wirtschaftsraum. Good Governance ist somit ein wichtiger 
Aspekt für die Akzeptanz und Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen in Bezug auf die 
wirtschaftliche und allgemeine städtische Entwicklung in Münster. Sie muss durch die Verwaltung 
vorgelebt werden, verlangt aber auch Verantwortung und Mitwirkung aller anderen Akteurinnen 
und Akteure sowie Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Im Vordergrund steht verstärkte 
Kooperation von Stadt, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Ziel sind kooperative 
institutionelle Arrangements und das „Agieren auf Augenhöhe“. 
MÜNSTER IST REGIONAL UND ÜBERREGIONAL ERREICHBAR 
Münster setzt auf intelligente, vernetzte, ressourcenschonende und grenzüberschreitende 
Mobilität. Die regionale und überregionale Erreichbarkeit beeinflusst maßgeblich die 
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Attraktivität des Wirtschaftsstandortes. Eine gut 
ausgebaute Verkehrsinfrastruktur, einschließlich Straße, Schiene und Flughafen, ermöglichen 
einen reibungslosen Waren- und Personenverkehr. Unternehmen in Münster können ihre 
Rohstoffe, Produkte und Dienstleistungen effizient transportieren. Die gute Erreichbarkeit macht 
den Standort für Arbeits- und Fachkräfte höchst attraktiv, da die Unternehmen über das 
Verkehrsnetz gut angebunden sind. 
MÜNSTER SCHAFFT RAUM FÜR DIE TRANSFORMATION DER WIRTSCHAFT 
Münster geht mit der knappen und sehr wertvollen Ressource Fläche sorgfältig um. Als wichtige 
Voraussetzung zur Bewältigung der Transformationsdynamiken sichert und entwickelt Münster 
Wirtschaftsflächen nachhaltig. In urbanen und integrierten Lagen sind neue Formen gewerblicher 
Nutzung, speziell im Bereich der "urbanen Produktion", vermehrt auf kleineren Flächen 
anzutreffen. Im Gegensatz dazu benötigen viele traditionelle Industriebetriebe nach wie vor 
räumliche Entwicklungsmöglichkeiten und ein differenziertes Flächenangebot. Die strategische 
Sicherung und Entwicklung von Wirtschaftsflächen hat für die zukunftsorientierte Entwicklung von 
Wirtschaft und Stadt hohe Bedeutung. Die Flächen werden ressourcenschonend, klimaneutral 
und mit effizienter Nutzung entwickelt.

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 48 
  
4 Münster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur 
Umsetzung 
Die übergeordneten strategischen Leitlinien verstehen sich als Werte und Prinzipien für die 
zukunftsorientierte Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Münster. Die strategischen Leitlinien 
werden mit sieben Handlungsfeldern mit einer handlungsorientierten Ebene unterlegt. Die 
Handlungsfelder verbinden die sektoralen Stärken der Münsteraner Wirtschaft und Wissenschaft 
mit den in der Analyse der Ausgangslage identifizierten Wachstumspotenzialen, um so branchen- 
und akteursübergreifend neue Entwicklungsimpulse zu setzen und die bestehenden Stärkefelder 
weiter auszubauen. Die strategischen Leitlinien haben einen Querschnittscharakter und wirken in 
alle sieben Handlungsfelder. 
Jedes Handlungsfeld adressiert einen Aspekt der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Münster 
und setzt Ziele für die zukünftige Entwicklung. So finden sich Handlungsfelder für Infrastruktur, 
Innovationen und Wissenstransfer, räumliche Entwicklung, Zusammenleben und Verwaltung, 
Fachkräfte, Mittelstand und Gründungen sowie weiche Standortfaktoren. Bei der Umsetzung 
dieser Ziele müssen die Stadt und die beteiligten Akteurinnen und Akteure möglicherweise 
abwägen, welche der Ziele sie höher priorisieren, da sie nicht zwangsläufig miteinander vereinbar 
sind.  
Die Ziele werden anschließend in jedem Handlungsfeld durch Maßnahmen operationalisiert. Die 
Maßnahmen sind akteurs- und stärkefeldübergreifend gestaltet und fokussieren eine Erreichung 
der Zielsetzungen durch interdisziplinäre Entwicklungsansätze. 
Abbildung 23: Strategische Leitlinien, Handlungsfelder und Stärkefelder im Überblick 
 
Abbildung Prognos AG, 2024

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 49 
  
Die in den Handlungsfeldern dargestellten Maßnahmen unterscheiden sich hinsichtlich des 
Entwicklungsstandes. Zur Einordnung des Projektstatus werden vier Phasen unterschieden: 
 Ideenphase: erste lose Überlegungen und Absprachen 
 Konzeptionsphase: vertiefende Überlegungen und erste Planungen 
 Projektskizze: detaillierte Planungen 
 In Umsetzung: Maßnahme ist umsetzungsbereit bzw. bereits in Umsetzung 
Neben dem Projektstatus werden die einzelnen Maßnahmen durch eine Zielformulierung bzw. 
eine kurze Projektbeschreibung dargestellt. Weitere Kriterien der Steckbriefe sind die 
Zuständigkeit und die Benennung der Ziele, auf die die Maßnahme einwirkt. Eine Übersicht aller 
Maßnahmen und ihren jeweiligen Projektstatus findet sich in Anhang A1.28 
  
 
28 Die im Bericht enthaltenen Projektsteckbriefe wurden zum Stichtag 01.11.2024 aufgenommen. Der aktuelle Konzeptions- oder 
Umsetzungsstand kann daher von dem hier erfassten Status abweichen.

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 50 
  
4.1 Münster.Nachhaltige Infrastrukturen 
Eine gut ausgebaute Infrastruktur ist von entscheidender Bedeutung für die 
Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum von Unternehmen, da sie die Grundlage für effiziente 
Produktions- und Geschäftsprozesse schafft und den Zugang zu wichtigen Ressourcen und 
Märkten ermöglicht. Infrastrukturen und das Verkehrssystem müssen angesichts des bereits 
erfolgten und des prognostizierten Bevölkerungs- und Beschäftigtenwachstum unter 
Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsprämissen weiter ausgebaut werden. Für die erfolgreiche 
Entwicklung gilt es, ganzheitliche Konzepte und innovative Verkehrslösungen zu entwickeln, die 
die zukünftigen Anforderungen der verschiedenen Akteurinnen und Akteure kombinieren und die 
Funktion Münsters als Oberzentrum für das Münsterland berücksichtigen. Der Masterplan 
Mobilität 2035+ benennt Ziele und konkrete Handlungsempfehlungen für die Mobilität von 
morgen in Münster 
Neben der Mobilität sind Wirtschaftsflächen ein zentraler Standortfaktor für einen 
wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort. Der digitale Wandel und die Umstellung auf 
Klimaneutralität setzen wichtige Entwicklungsanreize und bringen betriebliche 
Anpassungsnotwendigkeiten mit sich. Die Erreichung des Ziels der Klimaneutralität erfordert 
nicht nur die Weiterentwicklung von Produktionsprozessen und nachhaltigem Wirtschaften, 
sondern eröffnet auch neue Geschäftsfelder und erfordert räumliche Expansionsmöglichkeiten. 
Gleichzeitig treibt die Digitalisierung wichtige Impulse für verschiedene Branchen voran, was in 
Münster beispielsweise zur dynamischen Entwicklung der Banken- und Versicherungsinformatik 
sowie zum Bau mehrerer Rechenzentren geführt hat. Diese Entwicklung erfordert ebenfalls den 
Ausbau der notwendigen Infrastruktur. Der Wissens- und Forschungstransfer spielt eine 
entscheidende Rolle bei der Entwicklung und Stärkung zukunftsfähiger Wachstumsbranchen, die 
eine entsprechende technische Infrastruktur erfordern. Ein herausragendes Beispiel dafür ist die 
Ansiedlung der Fraunhofer Forschungsfertigung Batteriezelle im Hansa BusinessPark in Münster, 
die bereits zu weiteren Anfragen und Standortentscheidungen im Bereich der Batterieforschung 
oder -technik geführt hat. Es bedarf einer verstärkten strategischen Absicherung der Bedeutung 
von Wirtschaftsflächen, um diese als integralen Bestandteil einer integrierten Stadtentwicklung 
zu verankern und somit einen Beitrag zu einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Wirtschafts- 
und Stadtentwicklung zu leisten. 
In einer zunehmend digitalisierten und nachhaltigen Wirtschaft spielen Breitbandnetze, 
Wasserstoffinfrastrukturen, grüne Energiequellen und eine zuverlässige Energieversorgung 
eine entscheidende Rolle. Aus Sicht der Münsteraner Unternehmen sind diese Infrastrukturen 
grundlegend für die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit am Standort Münster. So ist 
beispielsweise die Konkretisierung von Plänen für eine grüne Transformation nur möglich, wenn 
Unternehmen sicherstellen können, dass der Wasserstoff zuverlässig bei ihnen ankommt. 
Die wichtigsten Themen im Handlungsfeld „Münster.Nachhaltige Infrastrukturen“ sind in der 
folgenden Abbildung zusammengefasst (vgl. Abbildung 24) und werden durch Ziele und 
Maßnahmen untersetzt.

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 51 
  
Abbildung 24: Handlungsfeld Münster.Nachhaltige Infrastrukturen 
 
Abbildung Prognos AG, 2024 
 
4.1.1 Ziele 
Ziel 1.1 Integriertes Mobilitätssystem für Stadt und Region 
■ Entwicklung eines integrierten Mobilitätskonzepts, das eine reibungslose und effiziente 
Verbindung zwischen öffentlichen Verkehrsmitteln, Individualverkehr, Radwegen und 
Fußgängerrouten gewährleistet 
■ Schaffung von Anreizen und Infrastruktur für nachhaltige Verkehrsmittel wie den 
öffentlichen Nahverkehr, Fahrradfahren und Fußgängerwege, um die Umweltbelastung zu 
reduzieren und die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern 
■ Intensivierung der Kooperationen zwischen der Stadtverwaltung und den Verwaltungen 
der Umlandgemeinden sowie der Verkehrsunternehmen zur Umsetzung eines 
ganzheitlichen Mobilitätskonzepts 
Ziel 1.2 Innovative, nachhaltige Entwicklungskonzepte für klimaneutrale bzw. klimapositive 
Gewerbegebiete 
■ Entwicklung von Wirtschaftsflächen unter Berücksichtigung von klima- und 
umweltfreundlichen Technologien, um Ressourcenverbrauch und Umweltbelastungen zu 
minimieren. 
■ Ermöglichung von innovativen Bauprojekten und Betriebsmodellen, die auf nachhaltigen 
Prinzipien basieren, wie beispielsweise energieeffiziente Gebäude, 
Kreislaufwirtschaftskonzepte und Sharing-Infrastrukturen, um Ressourcen zu schonen 
und die Umweltbelastung zu reduzieren

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 52 
  
■ Entwicklung von Gewerbegebieten als lebendige und vielfältige Stadtteile, die nicht nur 
Arbeitsstätten bieten, sondern auch Raum für Erholung, soziale Interaktion und kulturelle 
Aktivitäten, um eine hohe Lebensqualität für Beschäftigte und Anwohner zu gewährleisten 
Ziel 1.3 Schaffung notwendiger Infrastrukturen (Breitband, Energie; auch unter Einbezug der 
Landwirtschaft)  
■ Förderung der Entwicklung und des Ausbaus von Glaserfaseranschlüssen, Mobilfunknetz 
und Energieinfrastrukturen (Strom, Wasserstoff), um eine flächendeckende Verfügbarkeit 
von schnellem Internet und einer zuverlässigen Energieversorgung sicherzustellen 
■ Umsetzung von Infrastrukturprojekten unter Berücksichtigung ökologischer und 
ökonomischer Nachhaltigkeitskriterien, um Umweltbelastungen zu minimieren und 
langfristige Entwicklungsperspektiven zu gewährleisten 
■ Ausbau der Erneuerbaren Energien im Einklang mit landwirtschaftlicher Nutzung 
Ziel 1.4 Sicherung der Erreichbarkeit der Unternehmen und Kunden 
■ Ansiedlung und Erhaltung von Handwerksbetrieben in verschiedenen Stadtteilen, um eine 
flächendeckende Erreichbarkeit für Kunden sicherzustellen 
■ Bereitstellung und Erhalt von Infrastrukturen wie Straßen, öffentlichem Nahverkehr und 
Breitbandverbindungen, um die Erreichbarkeit von mittelständischen Unternehmen für 
Kunden zu gewährleisten 
■ Flexible Mobilitätsstrukturen etablieren und einen uneingeschränkten Zugang zu eigenen 
Standorten, Baustellen, Zulieferern und Kunden für mittelständische Unternehmen 
gewährleisten 
Ziel 1.5 Verstärkte Entwicklung von Wohnbauflächen 
■ Identifizierung und Ausweisung von Wohnbauflächen entsprechend der aktuellen und 
zukünftigen Nachfrage 
■ Entwicklung von Wohnbauflächen unter Berücksichtigung ökologischer, sozialer und 
wirtschaftlicher Aspekte, um eine nachhaltige Stadtentwicklung zu gewährleisten, die die 
Lebensqualität der Bewohner verbessert und Ressourcen schonend nutzt 
■ Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur und Versorgungseinrichtungen wie Straßen, 
öffentlicher Nahverkehr, Schulen, Kindergärten und Einkaufsmöglichkeiten, um die 
Wohnbauflächen attraktiv zu gestalten und eine hohe Lebensqualität zu gewährleisten

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 53 
  
4.1.2 Maßnahmen 
Für das Handlungsfeld „Münster.Nachhaltige Infrastrukturen“ sind folgende Maßnahmen 
vorgesehen: 
Sicherung und strategische Entwicklung von Wirtschaftsstandorten (v.a. Flächenangebot) 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Die nachhaltige und zukunftsfähige Weiterentwicklung der bestehenden Wirtschaftsflächen 
unter Berücksichtigung möglicher Nachverdichtungspotenziale und die Aktivierung weiterer, 
planerisch bereits identifizierter Potenzialflächen (gemäß Regionalplan-Entwurf und IFM-
Konzept) sowie deren liegenschaftliche Sicherung, technische Erschließung, bauleitplanerische 
Entwicklung und strategische Vermarktung sind von grundlegender Bedeutung für die 
Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Münster. Ziel ist die Sicherung und 
Bereitstellung einer quantitativ und qualitativ angemessenen sowie nachfragegerechten 
Manövriermasse an Flächen für die Wirtschaftsförderung.  
Wichtige Grundlagen hierfür sind: 
 Die Stellungnahme der Stadt Münster zur Fortschreibung des Regionalplans 
Münsterland zur Anpassung an den Landesentwicklungsplan (LEP) (NRW) 
(V/0339/2023) 
 Die Ergebnisse der Arbeitsstättenbedarfsprognose und 
Arbeitsstättenbedarfsdeckungsprognose (CIMA GmbH, Hannover) (V/0606/2023) 
 Das Integrierte Flächenkonzept Münster/IFM (Flächen für Siedlung, Freiraum und 
erneuerbare Energien) (V/0192/2024) 
 Die laufende Fortschreibung des Gewerbeflächenentwicklungskonzeptes  
Zentrale Umsetzungsschritte dabei sind: 
 Analyse und Ermittlung möglicher Handlungspotenziale zur Verbesserung der 
Nachhaltigkeit (z.B. Einsatz erneuerbarer Energien) und zur effizienten 
Flächennutzung (Nachverdichtung) in bestehenden Gewerbegebieten 
 Konsequente Umsetzung und Fortschreibung des Gewerbeflächenkonzeptes unter 
Anpassung an die veränderten ökonomischen und ökologischen 
Rahmenbedingungen 
 Liegenschaftliche Sicherung und bauleitplanerische Entwicklung identifizierter 
Gewerbeflächenpotenziale 
 Regelmäßiges Flächenmonitoring und Aktivierung neuer Industrie-/ 
Gewerbeflächen mit hoher Priorität zur Sicherung einer quantitativ und qualitativ 
angemessenen Manövriermasse 
Zuständigkeit 
 
Stadtverwaltung Münster (Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft mit weiteren Fachämtern) 
in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Münster GmbH

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 54 
  
Status 
 
Je nach Fläche / Standort: Von der Konzeptionsphase über die Projektskizze bis zur 
Umsetzung.  
Zielbezug 
 
 Ziel 1.4: Sicherung der Erreichbarkeit der Unternehmen und Kunden für mittelständi-
sche Leistungen 
 Ziel 3.2: Nachhaltige Entwicklung von Wirtschaftsflächen (Flächenpotenziale für Erwei-
terung und Nachverdichtung, Verlagerung und Neuansiedlung von Industrie und Hand-
werk/Gewerbe)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
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Wohnbaulandentwicklung und Wohnungsbauoffensive 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Mit der Wohnbaulandentwicklung und der Wohnungsbauoffensive begegnet die Stadt Münster 
dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Dies dient der langfristig absehbaren quantitativen 
Bedarfsdeckung29 sowie insbesondere der Schaffung von leistbarem Wohnraum und setzt 
gleichzeitig Anreize für die Fachkräftegewinnung. Vor diesem Hintergrund hat der Rat der Stadt 
Münster im September 2024 sowohl das „Integrierte Flächenkonzept Münster“ (IFM)30 als 
auch die Fortschreibung des Baulandprogramms 2024 – 203231 beschlossen.  
Das IFM dient als informelles Planungsinstrument für die nachhaltige räumliche 
Stadtentwicklung Münsters bis zum Jahr 2045, mit welchem die zentralen Handlungsfelder 
„Siedlungsentwicklung“, „Freiraumsicherung“ und „Ausbau erneuerbarer Energien“ in ihren 
jeweiligen Flächenanforderungen in einem grundlegenden, räumlich ausbalancierten, 
integrierten Entwicklungskonzept zusammengeführt wurden. Das IFM beinhaltet 
Potenzialflächen für die Realisierung von bis zu ca. 21.000 neuen Wohnungen in Münster, und 
darüber hinaus noch gewerbliche Potenzialflächen in einer Größenordnung von ca. 285 ha. 
Dies stellt die Basis dafür dar, um auch langfristig in Münster den Dreiklang aus „Leben“, 
„Wohnen“ und „Arbeiten“ auf einem quantitativ auskömmlichen und qualitativ hohen Niveau 
gewährleisten zu können. 
Mit der Fortschreibung des Baulandprogramms 2024 – 2032 hat der Rat ebenfalls ein 
informelles Planungs- und Steuerungsinstrument beschlossen, um insbesondere die 
erforderlichen liegenschaftlichen, planerischen und erschließungstechnischen Schritte 
anzugehen, um neue Wohngebiete in Münster in einer Größenordnung für ca. 12.000 - 13.000 
neue Wohnungen bis zum Jahr 2032 zur Baureife zu bringen.  
Dieses Potenzial bietet durchaus auch Möglichkeiten das Thema „Werkswohnungsbau“ künftig 
stärker in den Fokus zu nehmen, um neue Wohnungen entweder von Unternehmen selbst 
bauen zu lassen oder in Zusammenarbeit mit dem „Konzern Stadt Münster“, insb. der KonvOY 
GmbH und der Wohn+Stadtbau GmbH, oder privaten Entwicklern Wohnungsneubau zu 
betreiben.  
Zentrale Umsetzungsschritte zur Realisierung des Werkswohnungsbaus können sein: 
 Dialogformat für die konkrete Abstimmung zum Thema Werkswohnungsbau: 
Partnerschaften zwischen der lokalen Wirtschaft und dem „Konzern Stadt Münster“, 
(insbes. KonvOY GmbH und Wohn+Stadtbau GmbH) organisieren 
 Evaluation und Umsetzung verschiedener Modelle des Werkswohnungsbaus 
 Neuschaffung von Wohnraum für Auszubildende über eine neu einzurichtende Stiftung 
 Weiterentwicklung des Baulandprogramms u.a. auch zu diesem Themenfeld in den 
nächsten Jahren 
 
 
Zuständigkeit 
 
29 Vgl. Vorlage V/0606/2023 – hier: Wohnungsbedarfsprognose und Wohnungsbedarfsdeckungsprognose, InWIS Forschung & 
Beratung GmbH, Bochum, 06.07.2023 
30 Vgl. Vorlage V/0192/2024 
31 Vgl. Vorlage V/0260/2024

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 56 
  
 
Koordination: Stadtverwaltung Münster; Umsetzungspartner: KonvOY GmbH, Wohn+Stadtbau 
GmbH, Wirtschaftsförderung Münster GmbH, IHK Nord Westfalen, Handwerkskammer, 
Kreishandwerkerschaft, Wirtschaftsunternehmen, Wirtschaftsinitiative Münster, DGB 
Münsterland 
Status 
 
Projektskizze (z.T. bereits in Umsetzung); Werkswohnungsbau: Konzeptionsphase  
Zielbezug 
 
 Ziel 1.5: Verstärkte Entwicklung von Wohnbauflächen

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
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Entwicklung klimaneutraler Gewerbegebiete in Bestand und Neubau  
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Die Stadt Münster will eine Vorreiterrolle beim Thema Klimaneutralität und Nachhaltigkeit 
einnehmen. Klimaneutrale Gewerbegebiete spielen eine entscheidende Rolle zur Förderung 
einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung. Die Wirtschaftsförderung Münster beschäftigt sich 
bereits mit den Möglichkeiten der ökologischen Transformation bestehender Gewerbegebiete. 
Die potenziellen Maßnahmen reichen von der Integration grüner Technologien (Nutzung 
erneuerbarer Energien, Solaranlagen etc.) bis zur Förderung nachhaltiger Mobilität. Der Fokus 
liegt dabei auf der Umsetzung von Maßnahmen, die zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der 
Unternehmen fördern. 
Zentrale Umsetzungsschritte sind: 
 Analyse von Bestandsgewerbegebieten und Auswahl eines „Pilotgebietes“ 
 Beteiligung der Akteur/innen: Einbindung von Unternehmen, der Stadt Münster, der 
Stadtwerke und Stadtnetze durch den Aufbau von gewerbegebietsweiten Netzwerken 
 Bearbeitung von Schwerpunktthemen zur ökologischen Transformation: Erneuerbare 
Energien, Klimaanpassung, nachhaltige Mobilität, Kreislaufwirtschaft, 
Fördermittelzugang 
 Roll-out: Übertragung von Erfahrungen und Erkenntnissen aus dem „Pilotgebiet“ auf 
weitere Gewerbebiete. 
 
Am Beispiel des in Planung befindlichen Gewerbegebietes „Nördlich Heitmannsweg“ soll auf 
einer Fläche von rund 3,1 ha ein innovatives und klimaneutrales Gewerbegebiet mit 
Vorbildfunktion entwickelt werden. Bei der Planung und Umsetzung soll eine strukturierte 
Einbindung der Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaft als Innovations- und 
Transformationspartner erfolgen. Ziel ist die nachfragegerechte Entwicklung von 
Gewerbeflächen für Handwerk und Gewerbe bei gleichzeitiger Berücksichtigung des 
Klimaschutzes als wesentlicher Standortfaktor. 
Zentrale Umsetzungsschritte dabei sind: 
 Etablierung eines regelmäßigen Dialogs Stadt Münster und Handwerk zur 
gemeinsamen Hebung der Innovationspotenziale 
 Bauleitplanerische Berücksichtigung von klimaschonenden Maßnahmen, wie z.B. 
Implementierung erneuerbarer Energien, Regenwassermanagement, energieeffizientes 
Bauen, Gebäudebegrünung und Grünflächenausstattung 
 
Zuständigkeit 
 
Koordination: Stadtverwaltung Münster/ Wirtschaftsförderung Münster GmbH; 
Umsetzungspartner: Handwerkskammer Münster, Kreishandwerkerschaft Münster, Industrie- 
und Handelskammer Münster, Stadtwerke, Stadtnetze 
Status 
 
In Umsetzung (ökologische Transformation im Bestand); Projektskizze (Nördlich 
Heitmannsweg).

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
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Zielbezug 
 
 Ziel 1.2: Innovative, nachhaltige Entwicklungskonzepte für klimaneutrale bzw. klimapo-
sitive Gewerbegebiete 
 Ziel 1.3: Schaffung notwendiger Infrastrukturen (Breitband, Energie; auch unter 
Einbezug der Landwirtschaft)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 59 
  
Ausbau der Infrastrukturen für klimaneutrales Wirtschaften (H2-Netze und grüne Energie) 
Beschreibung und Zielsetzung 
Eine nachhaltige und sichere Energieversorgung ist für die Unternehmen in Münster und im 
Münsterland essenziell. Neben den erforderlichen Umstellungsprozessen in den Unternehmen 
braucht ein klimaneutrales Wirtschaften auch den Aus- und Umbau von relevanter Infrastruktur 
(u.a. Anlagen und Netze für grünen Wasserstoff). Dadurch wird eine nachhaltige, THG-
emissionsfreie Energieversorgung angestrebt, um die Klimaziele der Stadt Münster zu 
erreichen und gleichzeitig die Wirtschaftsentwicklung vor Ort zu fördern. Dazu gehört auch die 
im August 2023 geschlossene Absichtserklärung zwischen der Stadtnetze Münster GmbH und 
der Thyssengas GmbH aus Dortmund, mit dem Ziel Münster an das deutschlandweite 
Wasserstoff-Kernnetz anzuschließen. Um das Wasserstoff-Kernnetz auch anteilig mit regional 
erzeugtem Wasserstoff zu versorgen (zusätzlich zu Erzeugungskapazitäten außerhalb des 
Münsterlandes), beabsichtigt die Stadtwerke Münster GmbH im Projekt „GreenLink 
Münsterland“ mit weiteren Partnern, einen Elektrolyseur (50 MW) im Raum Coesfeld zu 
errichten. Dieser soll vorwiegend regional erzeugten Grünstrom zur Wasserstofferzeugung 
nutzen. Darüber hinaus kooperiert der Stadtkonzern eng mit weiteren Verteilnetzbetreibern 
(z.B. Westnetz GmbH) sowie Fernleitungsnetzbetreibern (z.B. Nowega GmbH, Open Grid Europe 
GmbH) aus der erweiterten Region. Dies bestätigt u.a. die assoziierte Partnerschaft der 
Technologieförderung Münster GmbH in der überregionalen GET H2 Initiative. Diese Initiativen, 
(Pilot-)Projekte und die gezielte Netzwerkarbeit stärken die Grundlagen und den 
Entwicklungsprozess in Münster, damit der Wirtschaftsstandort Münster passend aufgestellt 
ist, wenn die nationalen und internationalen Entwicklungen eine anwendungsspezifische 
Versorgung mit Wasserstoff möglich machen. 
Zentrale Umsetzungsschritte können sein: 
 Ermitteln und clustern von realistischen Wasserstoffbedarfen in Industrie- und 
Gewerbegebieten 
 Angemessene, perspektivische Berücksichtigung von Wasserstoff in der kommunalen 
Wärmeplanung für spezialisierte industrielle Anwendungen 
 Prüfung einer möglichen Versorgung über das Verteilnetz sowie Schaffung von 
Netzkopplungspunkten zum Fernleitungsnetz (Wasserstoff-Kernnetz) 
 Weitere Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen und des Marktes genau 
beobachten, um ggf. entsprechend reagieren zu können. 
 
Zuständigkeit 
 
Koordination: Technologieförderung Münster GmbH; Umsetzungspartner: Stadtwerke Münster 
GmbH, Stadtnetze Münster GmbH, Stadtverwaltung Münster (u.a. Stabsstelle Klima) 
Bezirksregierung Münster, IHK Nord Westfalen, Handwerkskammer Münster, 
Wirtschaftsförderung Münster GmbH 
Status 
Konzeptionsphase 
Zielbezug 
 Ziel 1.3: Schaffung notwendiger Infrastrukturen (Breitband, Energie; auch unter Einbe-
zug der Landwirtschaft)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 60 
  
Optimierung der überregionalen Erreichbarkeit 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Die überregionale Erreichbarkeit ist ein zentraler Standortfaktor für die Unternehmen in der 
Stadt Münster. Dabei geht es um eine überregionale Erreichbarkeit über Straße, Schiene und 
Luftweg. Münster verfolgt in Bezug auf den Verkehrsträger Schiene neben der Verbesserung 
der regionalen Erreichbarkeit (S-Bahn Münsterland) eine bestmögliche Integration in das ICE-
Liniennetz der Deutschen Bahn, um die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt zu stärken und die 
Lebensqualität für die Stadtgesellschaft und Besucherinnen und Besucher zu erhöhen. Die 
überregionale Erreichbarkeit auf dem Luftweg ist über den Flughafen Münster/Osnabrück 
gegeben.  
Zentrale Umsetzungsschritte im Hinblick auf bestmögliche Integration in das ICE-Liniennetz der 
Deutschen Bahn können sein: 
 Bündelung der regionalen Kräfte, Akteurinnen und Akteure zur verbesserten Anbindung 
des Münsterlandes und der Stadt Münster 
 Gemeinsame regionale Initiativen auf den unterschiedlichen Entscheidungsebenen 
 
Zuständigkeit 
 
Koordination: Gemeinsame Aufgabe der regionalen Gebietskörperschaften/Institutionen; 
Koordination für die Stadt Münster durch die Stadtverwaltung 
Status 
 
In Abhängigkeit von der konkreten Planung/Maßnahme: Ideenphase über Konzeptionsphase 
bis zu Projektskizze 
Zielbezug 
 
 Ziel 1.1: Integriertes Mobilitätssystem für Stadt und Region 
 Ziel 1.4: Sicherung der Erreichbarkeit der Unternehmen und Kunden

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Weiterentwicklung eines integrierten, verkehrsübergreifenden Stadt-/Umland-
Mobilitätssystems (z.B. Münsterland S-Bahn, P&R Stationen) 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Ziel ist es, ein integriertes, verkehrsträgerübergreifendes Mobilitätssystem zwischen der Stadt 
Münster und dem Münsterland aufzubauen. Durch die Schaffung eines nahtlosen Netzwerks 
aus öffentlichem Nahverkehr, Radwegen und Park-and-Ride (P&R) Stationen soll die Mobilität 
für Einwohnerinnen und Einwohner, Pendlerinnen und Pendler sowie Besucherinnen und 
Besucher verbessert und gleichzeitig die Verkehrsbelastung reduziert werden. Hierzu bedarf es 
der Planung, Koordination und Umsetzung eines integrierten Mobilitätssystems, das 
verschiedene Verkehrsträger miteinander verknüpft. Das S-Bahn-Netz im Münsterland soll auf 
bisherigen Regionalbahn- und Regionalexpresslinien basieren. Zudem soll das Bahnnetz 
verdichtet werden. Die S-Bahn Münsterland ist Bestandteil der SPNV-Zielnetzplanung NRW 
2032/2040. 
Parallel zu den bestehenden Planungen im SPNV wird seit April 2024 ein Masterplan Mobilität 
Münsterland unter Federführung des ZVM (Zweckverband Mobilität Münsterland) erarbeitet. In 
diesem werden die Themen der regionalen und stadtregionalen Mobilität integriert bearbeitet. 
Ziel ist die Entwicklung einer verkehrsträgerübergreifenden Gesamtstrategie und damit einer 
integrierten Mobilitätsplanung.  
Zentrale Umsetzungsschritte können sein: 
 Reaktivierung der WLE-Bahnstrecke Münster – Sendenhorst bis 2027 
 Ab 2032/2033: Erhöhung der Taktfrequenz, Inbetriebnahme der Stammstrecke, 
Vermarktung als S-Bahn, Einführung S-Bahn Fahrzeug 
 Ab 2040/41: Erhöhung der Taktfrequenz Inbetriebnahme der Knotenbahnhöfe, 
Errichtung zusätzlicher Halte, integraler Bestandteil der ÖPNV-Hochleistungsachsen 
 Ausbau und Einrichtung von P+R-Stationen 
 Qualifizierung vorhandener und Bau neuer Mobilstationen, u.a. an den Haltepunkten 
der WLE-Strecke und der S-Bahn Münsterland 
 Erarbeitung des Masterplans Mobilität Münsterland  
 
Zuständigkeit 
 
Koordination: Stadtverwaltung Münster (für Planungen und Maßnahmen im 
Zuständigkeitsbereich der Stadt Münster); Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) 
und Zweckverband Mobilität Münsterland (ZVM) für Planungen und Maßnahmen in ihrem 
Zuständigkeitsbereich, Stadtwerke Münster GmbH (für Planungen und Maßnahmen in ihrem 
Zuständigkeitsbereich) 
Status 
 
In Abhängigkeit von den einzelnen Planungen und Projekten: Projektskizze - In Umsetzung 
Zielbezug 
 
 Ziel 1.1: Integriertes Mobilitätssystem für Stadt und Region  
 Ziel 1.4: Sicherung der Erreichbarkeit der Unternehmen und Kunden

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4.2 Münster.Innovation 
Münster ist mit seinen Menschen, Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitären 
Forschungseinrichtungen bereits heute eine Stadt der Innovation. Der 
Standortentwicklungsstrategie liegt dabei ein breites Verständnis des Innovationsbegriffs 
zugrunde. Neben technischen Innovationen, wie neuen Produkten oder Prozessverbesserungen 
gehören dazu auch nicht-technische Innovationen. Dazu zählen z.B. neue Formen 
innerbetrieblicher Abläufe und Managementmethoden (Organisationsinnovationen), die 
Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Marktzugänge (Geschäftsmodellinnovationen), 
innovative Methoden im Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen (Marketinginnovationen) 
sowie die effizientere Gestaltung komplexer Systeme (Systeminnovationen). Auch soziale 
Innovationen werden explizit berücksichtigt. Auch wenn eine Kommerzialisierung nicht 
ausgeschlossen ist, streben soziale Innovationen vor allem nach einer Verbesserung des 
gesellschaftlichen Wohls. Soziale Innovationen können dabei Antworten auf Erfordernisse in allen 
gesellschaftlichen Teilbereichen wie Arbeit, Konsum oder politische Teilhabe liefern. Gerade auf 
regionaler Ebene kann sozialen Innovationen eine zunehmend zentrale Rolle im Innovations- und 
Entwicklungsprozess zukommen. Dem breiten Innovationsbegriff entsprechend, werden auch die 
Akteurinnen und Akteure im Innovationsökosystem breit aufgefasst. Neben Universität und 
Hochschulen, den Start-up und Digitalhubs, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, Start-
ups, der Kultur- und Kreativwirtschaft sind bspw. auch Handwerksbetriebe und Einrichtungen der 
Gesundheitswirtschaft wichtige Knoten im Innovationsökosystem der Stadt Münster. 
Die Analyse der Ausgangslage in Münster zeigt jedoch, dass es deutliche Potenziale zur 
Verbesserung der Übertragung von Erkenntnissen der Wissenschaft in die Wirtschaft und damit 
zur Erhöhung der Innovationsfähigkeit gibt. Dies zeigt sich in Münster an einer vergleichsweise 
geringen Patentintensität, die weit hinter dem Niveau der industriell geprägten Vergleichsstädte 
bleibt. Auch auf Unternehmensseite sind die Forschungskapazitäten in Münster 
unterdurchschnittlich ausgeprägt: Nur 0,5 Prozent der Beschäftigten in Münster sind mit 
Forschung und Entwicklung betraut. Zum Vergleich: In ganz Deutschland sind es im Mittel 1,9 
Prozent. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass in der mittelständischen Wirtschaft die 
Innovationskraft durch Indikatoren nur unzureichend erfasst werden kann. 
Für die Zukunft gilt es daher, die exzellenten bestehenden Kompetenzen weiter auszubauen und 
neue, nachhaltige Schlüsseltechnologien zu stärken. Die Verbesserung des regionalen Wissens- 
und Technologietransfers steht somit im Mittelpunkt des Handlungsfelds. So sollen Unternehmen 
und Forschungseinrichtungen in Münster in die Lage versetzt werden, die „grüne“ und „digitale“ 
Transformation als Chance zu sehen, sie aktiv zu gestalten und von ihren wirtschaftlichen 
Potenzialen zu profitieren. 
Um Vorreiter für nachhaltiges Wirtschaften zu werden, braucht es neben einer Fokussierung auf 
nachhaltigkeitsorientierte Schlüsseltechnologien auch strategische Partnerschaften, die über die 
Region hinaus auch die europäischen Nachbarn einschließt, denn die Bestandsaufnahme hat 
gezeigt, dass gerade in der Zusammenarbeit zwischen dem Münsterland und den Niederlanden 
noch Potenziale zu heben sind. Welche Potenziale vorhanden sind, zeigt das 
grenzüberschreitende Innovations- und Technologienetzwerk TECH.LAND. Gleichzeitig müssen die 
notwendigen Rahmenbedingungen in Münster geschaffen werden: Formate und Räume zur 
Vernetzung zwischen den Branchen und gemeinsamer Innovation fehlen in Münster bislang. 
Erfindungen müssen in Anwendung gebracht und Innovationspartnerschaften zwischen 
verschiedenen Wirtschaftszweigen geschmiedet werden. Denn nur kooperativ kann Münster die 
grüne und digitale Transformation gestalten.

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Die wichtigsten Themen im Handlungsfeld Münster.Innovation sind in der folgenden Abbildung 
zusammengefasst (vgl. Abbildung 25) und werden durch Ziele und Maßnahmen untersetzt. 
Abbildung 25: Handlungsfeld Münster.Innovation 
 
Abbildung Prognos AG, 2024 
 
4.2.1 Ziele 
Ziel 2.1: Schaffung von Innovationsräumen (Reallabore) sowie Stärkung von 
Transferstrukturen 
 
■ Reallabore als eine experimentelle Umgebung, in der neue Technologien, 
Geschäftsmodelle oder soziale Innovationen erprobt werden können 
■ Strukturen schaffen, die den Transfer von Wissen, Technologien und Innovationen 
zwischen verschiedenen Akteuren erleichtern. Dies umfasst den Austausch zwischen 
Wissenschaft und Wirtschaft, aber auch zwischen verschiedenen Branchen.  
■ Noch stärkere Einbringung der Kompetenzen der exzellenten Münsteraner Wissenschafts- 
und Hochschullandschaft in den Markt 
Ziel 2.2: Schwerpunktsetzung auf wachstums- und nachhaltigkeitsorientierte 
Schlüsseltechnologien 
■ Entwicklung und Anwendung von Schlüsseltechnologien fördern, die ein hohes Potenzial 
für wirtschaftliches Wachstum aufweisen. Durch die Schwerpunktsetzung auf diese 
Technologien sollen innovative Lösungen und Produkte entstehen, die zu einer Stärkung

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der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und des gesamten Wirtschaftsstandorts 
beitragen 
■ Weiterer Ausbau von Münsters Kompetenzen in der Batterieforschung und -fertigung 
■ Förderung einer zukunftsfähigen und ressourcenschonenden Wirtschaftsentwicklung: 
Münster zum Leuchtturm für nachhaltigkeitsorientierte Schlüsseltechnologien machen 
Ziel 2.3: Hebung von Cross-Innovationspotenzialen sowie Weiterentwicklung von 
Digitalisierungsansätzen in und zwischen sektoralen Stärkefeldern 
■ Stärkere Verknüpfung von Wissen und Fähigkeiten aus Wissenschaft und Unternehmen 
■ Schaffung neuer Innovations-Impulse durch branchenübergreifende Vernetzung: 
Potenziale für Innovationen erkennen und nutzen, die sich aus der Zusammenarbeit 
zwischen verschiedenen Branchen ergeben 
■ Digitalisierung durch Kooperation in allen Stärkefeldern fördern: Nutzung von digitalen 
Tools und Plattformen, um Prozesse zu optimieren, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln 
und die Effizienz zu steigern 
■ Förderung sozialer und kultureller Innovationen durch stärkere Vernetzung und Einbezug 
eines erweiterten Akteurskreises 
Ziel 2.4: Förderung klimaneutraler Produktion, einer regionalen Kreislaufwirtschaft sowie der 
regionalen Land- und Ernährungswirtschaft 
■ Klimaneutralität bis 2030 (vgl. Münster – Unser Klima 2030; Stabsstelle Klima der Stadt 
Münster) 
■ Schonung der natürlichen Ressourcen, Minimierung von Abfällen: Förderung von 
Recycling, Wiederverwendung und Reparaturmaßnahmen 
■ Die Münsteraner Land- und Ernährungswirtschaft als zentraler Akteur der regionalen 
Kreislaufwirtschaft mit Vorbildcharakter 
■ Münster und das Münsterland als Vorbild zirkuläres Wirtschaften etablieren.  
Ziel 2.5: Stärkung strategischer Zusammenarbeit und Vernetzung (insbesondere Münsterland, 
Euregio sowie Nutzung internationaler Beziehungen der Wissenschaft) 
■ Verstärkung der Vernetzung von Münster mit dem Münsterland, der EUREGIO und dem 
deutsch-niederländischen Städtenetzwerk MONT: Synergien nutzen und gemeinsame 
Projekte initiieren 
■ Durch Austausch von Wissen, Erfahrungen und Ressourcen mit internationalen Partnern 
können innovative Lösungen entwickelt werden 
■ Förderung der Zusammenarbeit mit Unternehmen und Wissenschaft in der EUREGIO 
durch grenzüberschreitende Forschungsprojekte

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4.2.2 Maßnahmen 
Für Münster.Innovation sind folgende Maßnahmen vorgesehen: 
Weiterentwicklung zur Battery City Münster 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Münster setzt auf bestehende Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Unternehmens -
gründungen im Bereich der Batterieforschung und  entwickelt eine europaweit einzigartige 
Forschungsinfrastruktur für Batteriezellen , deren serienmäßige P roduktion, 2nd -Life 
Anwendungen und das Batterierecycling . Als Forschungseinrichtungen sind v. a. zu nennen: 
MEET Batterieforschungszentrum (Münster Electrochemical Energy Technology) der Universität 
Münster, Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB), Helmholtz -Institut 
Münster „Ionics in Energy Storage“ (HI MS) des Forschungszentrum Jülich sowie das IWARU 
Institut für Infrastruktur ∙ Wasser ∙ Ressourcen ∙ Umwelt der FH Münster. Im Vordergrund steht die 
Forschung zu r Verbesserung der ökologischen und ökonomischen  Nachhaltigkeit, zur 
Effizienzsteigerung der Batteriezellen sowie die Forschung an und Weiterentwicklung von 
Innovationspotentialen. Dabei wird der gesamte Wertschöpfungskreislauf der Batteriezellen in 
den Fokus gerückt – von der Grundlagenforschung bis zur Marktreife, über die Serienfertigung, 
hin zur Wiederverwendung und zum Recycling von Batteriezellen. 
Ziel ist es, Münster unter Einbezug des Münsterlandes und des deutsch -niederländischen 
TECH.LAND als einen der führenden Standorte für Batterietechnologien auf europäischer Ebene 
zu weiter zu etablieren. In Münster soll ein eng vernetztes Innovationsökosystem aus 
Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen entstehen, das die Entwicklung, 
Produktion und Nutzung innovativer Energiespeichertechnologien aktiv vorantreibt.  Damit 
leisten Wissenschaft, Wirtschaft, Wirtschafts-/Technologieförderung und Stadtverwaltung einen 
wichtigen Beitrag zur Energiewende, der weit über die Grenzen der Stadt hinauswirkt. Batterien 
sind die Schlüsseltechnologie für das Gelingen der Energiewende und ein lebendiges Forschung- 
und Innovationsökosystem garantiert eine technologische Souveränität Deutschlands 
gegenüber den globalen Wettbewerbern. So sollen Stadt und Münsterland auch international als 
„Battery City Münster“ profiliert werden. 
Zentrale Umsetzungsschritte auf dem Weg zur „Battery City Münster sind“: 
 Inbetriebnahme der „Prefab“ und Bau der „FAB“ der Fraunhofer-Einrichtung 
Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB in Münster-Amelsbüren) 
 Bau und Inbetriebnahme des neuen Forschungsgebäudes des HI MS, direkt 
benachbart zum MEET 
 Geplanter Bau des BattL3 (Kooperationsgebäude für industrielle, batterieaffine 
Forschungspartner der Technologieförderung Münster) 
 Realisierung des „Zentrums für zirkuläre Wertschöpfung Batteriezelle“ (ZZWB) in 
Ibbenbüren (Einrichtung für Kooperationsforschung zwischen Recyclingindustrie, 
Hochschulen und Forschungseinrichtungen) 
 Fortführung des Netzwerktreffens der „Battery Interest Group“ (BIG) zur weiteren 
Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft und Stärkung des Wissenstransfers 
 Verstärkung des Standortmarketings: Bewerbung für internationale 
Großveranstaltungen wie z.B. „Battery Innovation Days 2026“, Erarbeitung des 
Markenauftritts „Battery City Münster“ 
 Fortsetzung der nationalen und internationalen Unternehmensakquise im Bereich der 
batterieaffinen Forschung und Fortsetzung der Förderung von batterieaffinen Start-ups

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 66 
  
Zuständigkeit 
 
Koordination: Technologieförderung Münster GmbH (TFM Clustermanagement) mit Fraunhofer 
FFB, MEET, Helmholtz-Institut Münster, Universität Münster, FH Münster, IWARU, 
Stadtverwaltung Münster, IHK Nordwestfalen 
Status 
 
In Umsetzung 
Zielbezug 
 
 Ziel 2.1: Schaffung von Innovationsräumen sowie Stärkung von Transferstrukturen 
 Ziel 2.2: Schwerpunktsetzung auf wachstums- und nachhaltigkeitsorientierte 
Schlüsseltechnologien 
 Ziel 2.5: Stärkung strategischer Zusammenarbeit und Vernetzung (insb. Euregio / MSL 
sowie Nutzung internationaler Beziehungen der Wissenschaft)

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Public Health Transformation Hub (Stärkung Präventionswirtschaft) 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Das Ziel des Public Health Transformation Hub besteht darin, die Zusammenarbeit von 
Wissenschaft, Gesundheitssektor, Wirtschaft und Gesellschaft aufzubauen und zu stärken, um 
Innovationen jeglicher Art effizienter und schneller in die Anwendung im Gesundheitsbereich zu 
bringen. Diese sollen gemeinsam entwickelt werden, um Herausforderungen einer 
ganzheitlichen Gesundheitsversorgung inklusive Prävention und Personalisierung begegnen zu 
können. Dabei liegt der Fokus auf der Zusammenarbeit zwischen der Health- und Life Sciences 
Technology Community (inkl. Medizintechnik), der Health Care Community (Medizinische 
Versorgung und Pflege) und weiteren Public Health affinen wissenschaftlichen Disziplinen mit 
Bürgerinnen/Bürgern und zivilgesellschaftlichen Initiativen/Organisationen, um medizinische, 
technische und soziale Innovationen gemeinsam zu entwickeln und die Anwendung zu bringen. 
Geplant ist ein neues Transferkonzept, in dem Innovationen und neue Aus- und 
Weiterbildungskonzepte kollaborativ unter einem Dach entwickelt und umgesetzt werden 
können. Diese sollen anschließend in Reallaboren in realitätsnahen Erprobungsumgebungen 
angewendet werden. Ein Vorteil der Erprobung in Reallaboren besteht darin, dass 
infrastrukturelle Anforderungen und solche, die sich aus der Gestaltung des 
Gesundheitssystems ergeben, direkt in die Weiterentwicklung von Produkten und Prozessen 
einfließen können und somit eine bedarfsorientierte Entwicklung gesichert wird. 
Das Projekt wird intensiv begleitet durch das „Network 360
o – health + innovation region 
(UKM)“, durch die von Münsterland e.V. betriebene strategische Ausrichtung der Region und 
das deutsch-niederländische Innovationsnetzwerk TECH.LAND.   
Zentrale Umsetzungsschritte sind: 
 Entwicklung einer Roadmap zur Umsetzung der Projektidee 
 Innovationen brauchen Zukunftsorte: Mitwirkung im Prozess zur inhaltlichen 
Programmierung des urbanen Modellquartiers „Busso-Peus-Straße“ 
 Innovationen brauchen Räume: Sichtung und Analyse europäischer Referenzprojekte  
 
Zuständigkeit 
 
Koordination: Gesellschaft für Bioanalytik Münster e.V./ Netzwerk Gesundheitswirtschaft 
Münsterland; Umsetzungspartner: UKM, Universität Münster, FH Münster, REACH, 
Stadtverwaltung Münster, Münsterland e.V., CeNTech Münster 
Status 
Konzeptionsphase 
Zielbezug 
 Ziel 2.1: Schaffung von Innovationsräumen (Reallabore) sowie Stärkung von 
Transferstrukturen 
 Ziel 2.3: Hebung von Cross-Innovationspotenzialen sowie Weiterentwicklung von 
Digitalisierungsansätzen in und zwischen sektoralen Stärkefeldern 
 Ziel 2.5: Stärkung strategischer Zusammenarbeit und Vernetzung (insb. Euregio / MSL 
sowie Nutzung internationaler Beziehungen der Wissenschaft)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
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Data Production Network (Potenzialprüfung Campus FinanzenVersicherungen) 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Die Innovationsstrategie Münster und Münsterland (IMM) benennt als eines von drei 
strategischen Themenfeldern das Thema „Advanced Manufacturing and Data Production 
Network“. Im Hinblick auf datengetriebene Dienstleistungsprozesse bestehen enge 
Anknüpfungspunkte zur Standortentwicklungsstrategie 2030+, da hier die Finanz- und 
Versicherungswirtschaft als ein wichtiges sektorales Stärkefeld identifiziert wurde und 
entsprechende Unternehmen, Rechenzentren und externe Datendienstleister in Münster und 
im Münsterland ansässig sind.  
Viele Unternehmen der Finanz- und Versicherung stehen vor wichtigen gemeinsamen 
Zukunftsfragen wie Nachwuchskräfte-/Fachkräftegewinnung, Einführung/Umsetzung New 
Work und Entwicklung/Einführung innovativer technischer Lösungen. Daher hat sich die Frage 
gestellt, ob ein virtueller oder analoger „Campus Finanzen und Versicherungen“ als 
Netzwerkknoten für ein Data Production Network einen Mehrwert im Hinblick auf einen 
zukunftsorientierte Stadt-/Regionalentwicklung schaffen würde.  
Mögliche Schwerpunkte eines „Campus Finanzen und Versicherungen“ könnten sein: 
 Vernetzung: Branchenvertreterinnen und -vertreter und Ausbildung/Studium/Start-ups 
 Innovation und KI: Kollaborative Entwicklung von Lösungen bzw. technischen 
Innovationen für die Finanz- und Versicherungswirtschaft 
 New Work: Austauschplattform für Branchenvertreterinnen und -vertreter zu den 
Herausforderungen rund um New Work (Peer-to-Peer-Learning): Prozesse und 
Arbeitsmethoden, Weiterbildungsmöglichkeiten 
Die konkrete Ausgestaltung ist im Weiteren zu prüfen und zu schärfen. Ein 
branchenübergreifender Ansatz wäre ebenfalls denkbar. 
Zuständigkeit 
 
Koordination: Stadtverwaltung Münster/Wirtschaftsförderung Münster GmbH mit IHK Nord 
Westfalen und den Verbänden/Unternehmen der Finanz- und Versicherungswirtschaft. Im 
Hinblick auf einen virtuellen Campus zusätzlich münsterLAND digital e.V. und REACH – 
EUREGIO Start-up-Center. 
Status 
Ideenphase 
Zielbezug 
 
 Ziel 2.1: Schaffung von Innovationsräumen (Reallabore) sowie Stärkung von 
Transferstrukturen 
 Ziel 2.3: Hebung von Cross-Innovationspotenzialen sowie Weiterentwicklung von 
Digitalisierungsansätzen in und zwischen sektoralen Stärkefeldern 
 Ziel 2.5: Stärkung strategischer Zusammenarbeit und Vernetzung (insb. Euregio / MSL 
sowie Nutzung internationaler Beziehungen der Wissenschaft)

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 Seite 69 
  
Entwicklung GreenTech-Region Münsterland 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Das Münsterland entwickelt sich zu einer wichtigen deutschen GreenTech_Region. Die 
Maßnahme zielt auf eine Stärkung der GreenTech Aktivitäten im gesamten Münsterland durch 
die Fokussierung auf Wasserstoff, Batterietechnologie, Kreislaufwirtschaft und smarte 
Produktionsprozesse ab und fördert somit die Kompetenzen in diesen nachhaltigen 
Schlüsseltechnologien. Diese Stärke der Region wird bereits auch für das Standortmarketing 
genutzt (z.B. beim Sommerfest der Landesregierung NRW bei der EU in Brüssel 2023). Die 
Entwicklung der GreenTech-Region Münsterland ist eng verbunden mit dem deutsch-
niederländischen Innovationsnetzwerk TECH.LAND.  
Zentrale Umsetzungsschritte sind: 
 Wesentlicher Bestandteil der Maßnahme ist der Organisations- und Netzwerkaufbau. 
Dazu gehört die Definition von Organisationen, die die Zusammenarbeit beim Thema 
Green Tech im Münsterland anführen, Netzwerkaktivitäten durchführen und 
gemeinsame Themenfelder identifizieren.  
 In der Folge ist das mittelfristige Ziel, dass Partnerunternehmen und 
Forschungseinrichtungen gemeinsame Förderaufrufe bedienen und 
Entwicklungsprojekte durchführen. 
 
Zuständigkeit 
 
Koordination: IHK Nordwestfalen, Umsetzungspartner: Münsterland e.V., 
Kreiswirtschaftsförderungen der Münsterlandkreise, Wirtschaftsförderung Münster, HWK 
Münster, Stadtverwaltung Münster, Euregio, Twente Board, TECH.LAND, Unternehmen und 
Forschungseinrichtungen 
Status 
 
Konzeptionsphase 
Zielbezug 
 
 Ziel 2.1: Schaffung von Innovationsräumen (Reallabore) sowie Stärkung von 
Transferstrukturen 
 Ziel 2.2: Schwerpunktsetzung auf wachstums- und nachhaltigkeitsorientierte 
Schlüsseltechnologien  
 Ziel 2.4: Förderung klimaneutraler Produktion, einer regionalen Kreislaufwirtschaft 
sowie der regionalen Land- und Ernährungswirtschaft 
 Ziel 2.5: Stärkung strategischer Zusammenarbeit und Vernetzung (insb. Euregio / MSL 
sowie Nutzung internationaler Beziehungen der Wissenschaft)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
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Entwicklung Demonstrationszentrum „Zirkuläres Bauen“  
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Die Ressourcen, die wir in unseren Gebäuden verbauen, sind zu wertvoll, zu rar und zu energie- 
und CO2-intensiv produziert, als dass wir sie sorglos verschwenden oder gar entsorgen 
könnten. Mit dem Ansatz des „Zirkulären Bauens" wird ein Beitrag zur Lösung von heutigen und 
zukünftigen materialbezogenen Versorgungs-, Klima-, Umwelt- und Gesundheitsproblemen 
erbracht. Bauen wird als Kreislauf neu gedacht und logistisch neu aufgebaut. Beim „Zirkulären 
Bauen und Sanieren“ übernimmt das Handwerk viele wichtige Funktionen: Sensibilisierung, 
Beratung, Projektierung, Umsetzung, Wartung und Reparatur, Begutachtung sowie 
Rückführung. 
Durch die Weiterentwicklung des bestehenden Demonstrationszentrums Bau und Energie 
(Paul Schnitker-Haus) zu einem Demonstrationszentrum „Zirkuläres Bauen“ soll ein neues 
Innovations-, Informations- und Kommunikationsforum für Stadt und Region geschaffen 
werden, in dem erfahrbar wird, wie zirkuläres Bauen aussehen und vonstattengehen kann. Die 
Darstellung zirkulärer Bauobjekte, Bildungs-, Beratungs-, Vernetzungs- und 
Veranstaltungsangebote für verschiedene Zielgruppen wie Handwerk, Kommunen, private 
Bauherren oder Architekten, Fördermittelberatung, eine Gründungschmiede zur Entwicklung 
neuer zirkulärer Geschäftsmodelle fürs Handwerk sowie ein(e) Materialkataster/-börse für die 
Wiederverwendung von Materialstoffen sind denkbare Bestandteile des 
Demonstrationszentrums. 
Die Entwicklung des Demonstrationszentrums „Zirkuläres Bauen“ ist eng vernetzt mit dem 
Projekt „Kreislaufwirtschaftsregion Münsterland“, mit dem Interreg-Projekt „Two4C – 
grenzenlos zirkulär wirtschaften“ und dem deutsch-niederländischen Innovationsnetzwerk 
TECH.LAND (Handlungsfeld „Circular Economy“). 
Zentrale Umsetzungsschritte sind: 
 Einholen des Konsenses zur Weiterverfolgung der Idee sowie Vernetzung mit weiteren 
Partner/-innen und Unterstützer/-innen sowie weiteren Prozessen (z.B. Kreislaufstadt 
Münster) 
 Ausarbeitung eines Ausgestaltung-, Nutzungs- und Betriebskonzeptes sowie Akquise 
von Fördermitteln 
 Inhaltliche und bauliche Weiterentwicklung des vorhandenen Demonstrationszentrums 
Bau & Energie des HBZ Münster um das Thema Zirkularität (zunächst Pilotphase) 
 Kontinuierliche Weiterentwicklung des Themenfeldes „Zirkuläres Bauen und Sanieren“ 
  
Zuständigkeit 
 
Koordination: Handwerkskammer Münster. Umsetzungspartner: Kreishandwerkerschaft, 
Fachhochschule Münster, Universität Münster, Stadt Münster, Wirtschaftsförderung Münster, 
weitere Partnerinnen und Partner 
Status 
 
Ideenskizze

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Zielbezug 
 Ziel 2.1: Schaffung von Innovationsräumen (Reallabore) sowie Stärkung von 
Transferstrukturen 
 Ziel 2.4.: Förderung einer regionalen Kreislaufwirtschaft 
 Ziel 2.5.: Stärkung strategischer Zusammenarbeit und Vernetzung (insb. Euregio)  
 Ziel 4.3.: Entwicklung zur Klimastadt fördern 
 Ziel 4.5.: Stärkung der regionalen Kooperationen  
 Ziel 5.3: Anpassung von Aus- und Weiterbildungen an veränderte Arbeitswelten, 
Berufsbilder und Schlüsseltechnologien 
 Ziel 5.6: Entwicklung und Ausbau von modernen Bildungsstätten 
 Ziel 6.4.: Schaffung der Rahmenbedingungen für Gründungshotspots

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4.3 Münster.Zukunftsorte 
In einer Zeit, die von vielfältigen Herausforderungen geprägt ist, gewinnt die Entwicklung von 
Zukunftsorten in Münster zunehmend an Bedeutung. Der Wirtschaftsstandort der Zukunft 
erfordert die Entwicklung entsprechender Zukunftsorte, die den sich verändernden Arbeitsweisen 
gerecht werden. Die Stärkefelder in Münster haben unterschiedliche Anforderungen an Flächen. 
Die Bereitstellung geeigneter Flächen wird somit zu einem wesentlichen Schritt, um Münsters 
Transformation aktiv voranzutreiben. Abbildung 32 und Abbildung 33 in Kapitel 5 machen 
deutlichen, dass für alle sektoralen Stärke auch eine entsprechende Standortaktivierung und 
Standortvorsorge betrieben wird.  
Die gezielte Entwicklung urbaner Quartiere mit herausragenden städtebaulichen Qualitäten 
gewinnt in Münster insbesondere vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Dynamiken und 
Herausforderungen zunehmend an Bedeutung. In einer globalisierten Welt, in der Städte als 
Wirtschaftszentren agieren, ist es von entscheidender Relevanz, städtebauliche Konzepte zu 
schaffen, die nicht nur den sozialen und ästhetischen Anforderungen gerecht werden, sondern 
auch eine positive wirtschaftliche Dynamik fördern. Solche Quartiere sollen nicht nur attraktive 
Lebensräume bieten, sondern auch ideale Rahmenbedingungen für Unternehmen schaffen. Die 
Integration von multifunktionalen Räumen, gemeinschaftlichen Arbeitsbereichen und 
nachhaltigen Wirtschaftskonzepten sind Schlüsselfaktoren, um die Wirtschaftsdynamik in 
urbanen Quartieren zu stärken und somit die Lebensqualität für Bewohnerinnen und Bewohner 
sowie die Attraktivität für Unternehmen gleichermaßen zu steigern Das Integrierte 
Flächenkonzept (IFM) dient als Wegweiser für die nachhaltige räumliche Stadtentwicklung 
Münsters bis zum Jahr 2045. Es schafft Voraussetzungen dafür, dass die Stadt ihre hohe 
Lebens-, Freiraum- und Umweltqualität beibehalten und klimaneutral werden kann. Zugleich 
begegnet das Konzept dem hohen Wohn- und Gewerbeflächenbedarf mit konkreten 
Potenzialflächen für bis zu 21.000 Wohnungen (ca. 390 ha) und ca. 285 ha gewerblichen 
Bauflächen für Industrie, Gewerbe, Handwerk, Büro und Dienstleistungen sowie gemischt 
nutzbare Flächen mit einem Potenzial für über 20.000 Arbeitsplätze. Eine zentrale Rolle spielen 
dabei die bereits existierenden Potenzial- und Transformationsräume, die sich von Nordwesten 
nach Südosten durch die innere Stadt erstrecken. Die Münster Modell Quartiere sind 
Zukunftsorte in der Münsterschen Stadt-Landschaft. Die Fläche in Münster ist knapp. Der Mangel 
an bezahlbarem Wohnraum wird von allen Akteuren und Akteurinnen als großes Risiko für die 
weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Münster gesehen. Gleichzeitig fehlen auch 
geeignete Flächen für emissionsarmes Gewerbe, Büro- und Praxisräume – Branchen in denen 
Münster besonders stark ist. Gleichzeitig ermöglicht die Digitalisierung neue Formen der Arbeit, 
die auch neue Anforderungen an Arbeitsflächen stellen. 
Die Schaffung eines bedarfsgerechten Angebots an innovativen Wirtschaftsflächen ist 
entscheidend, um als attraktiver Wirtschaftsstandort erfolgreich zu sein. Aus sozialpolitischen 
und fiskalischen Gründen ist es für Münster von großer Bedeutung, weiterhin das Ziel zu 
verfolgen, die bestehende Nachfrage nach Flächen angemessen zu bedienen. Die Sicherung 
bestehender Arbeitsplätze und die Förderung von Unternehmenswachstum, -diversifizierung und 
Neuansiedlungen erfordern die Schaffung von qualifizierten und marktfähigen Flächen sowie 
Orten für Produktion. Nachverdichtung und Erschließung neuer Flächen werden dabei parallel 
und gleichrangig verfolgt. Um zukünftige Planungen zu unterstützen, müssen darüber hinaus 
mögliche Standortanforderungen der Münsteraner Branchenschwerpunkte antizipiert und Raum 
für die Transformation der Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden. Entsprechende Projekte mit 
Flächenbezug werden in dem Handlungsfeld „Münster. Nachhaltige Infrastrukturen“ gebündelt. 
Zu nennen sind: Sicherung und strategische Entwicklung von Wirtschaftsstandorten (v.a.

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
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Flächenangebot), Wohnbaulandentwicklung und Wohnungsbauoffensive, Entwicklung 
klimaneutraler Gewerbegebiete im Bestand und beim Neubau). 
Und nicht zuletzt gilt es, auch die Innenstadt als historisches und lebendiges Zentrum Münsters 
entsprechend aktueller und zukünftiger gesellschaftlicher und wirtschaftlicher 
Herausforderungen und Veränderungen zu einem dauerhaft vielfältigen und attraktiven Zukunfts- 
und Wirtschaftsort weiterzuentwickeln.  
Die wichtigsten Themen im Handlungsfeld Münster.Zukunftsorte sind in der folgenden Abbildung 
zusammengefasst (vgl. Abbildung 26) und werden durch Ziele und Maßnahmen untersetzt. 
Abbildung 26: Handlungsfeld Münster.Zukunftsorte 
 
Abbildung Prognos AG, 2024 
 
4.3.1 Ziele 
Ziel 3.1 Schaffung innovativer Raumnutzungskonzepte (Wohnen und Arbeit näher 
zusammenbringen) 
■ Urbane Quartiere mit Integration von multifunktionalen Räumen, gemeinschaftlichen 
Arbeitsbereichen, nachhaltigen Wirtschaftskonzepten, Flächen für Forschung und 
Wissens- und Technologietransfer 
■ Räume für neue Formen des Arbeitens: urbane Produktion, Flächen für 
stadtteilbezogenes Gewerbe, Kleinstunternehmen des produzierenden Gewerbes und des 
Handwerks

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■ Gestaltung von Wirtschaftsstandorten, die neben wirtschaftlicher Nutzung auch soziale, 
kulturelle und ökologische Funktionen erfüllen, um ein nachhaltige Stadtquartier zu 
realisieren 
Ziel 3.2 Nachhaltige Entwicklung von Wirtschaftsflächen 
■ Räumliche Entwicklungsmöglichkeiten und ein differenziertes Flächenangebot: 
ausreichende und schnelle Entwicklung von Wirtschaftsflächen entsprechend den 
unterschiedlichen Bedürfnissen der Unternehmen und mit dem Ziel Flächensparsamkeit 
und Ressourcenschonung 
■ Standortsicherung und Schutz bestehender Wirtschaftsflächen 
■ Entwicklung von Gewerbegebieten als lebendige und vielfältige Stadtteile, die nicht nur 
Arbeitsstätten bieten, sondern auch Raum für Erholung, soziale Interaktion und kulturelle 
Aktivitäten, um eine hohe Lebensqualität für Beschäftigte und Anwohner zu gewährleisten 
Ziel 3.3 Schaffung von Orten bzw. Räumen für Kultur- und Kreativwirtschaft 
■ Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis stärken 
■ Cross-Innovation Potenziale mit anderen etablierten Branchen in der Stadt heben 
■ Kreativkai am Hafen und Modellquartiere 3, 4 und 5 für die Kultur- und Kreativwirtschaft 
weiterentwickeln 
Ziel 3.4 Zukunftsgerechte Transformation der Innenstadt  
■ Unterstützung und Qualitätssicherung von Handel, Gastronomie, Tourismus und Kultur 
bei gleichzeitiger Intensivierung der Nutzungsmischung und Etablierung eines 
zukunftsstarken vielfältigen und erlebnisreichen Angebotes 
■ Intensivierung der Innenstadtentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe 
■ Erhöhung der Klimagerechtigkeit und der Durchgrünung u.a. als weicher Standortfaktor 
■ stärkere Vernetzung der innerstädtischen Quartiere unterschiedlicher Identitäten, 
Aufwertung der Verbindungsachsen, insbesondere zu den großstadtrelevanten Quartieren 
wie dem Hafen oder den Hochschulstandorten 
■ Stabilisierung und Stärkung der Innenstadt als inklusiver Wohn- und Alltagsort für „alle 
Menschen“ 
■ Sicherung einer hohen Erreichbarkeit der Innenstadt bei Verminderung des Autoverkehrs 
und Parkens im öffentlichen Raum für eine bessere Aufenthaltsqualität, Umwelt- und 
Klimabedingungen bei gleichzeitiger Förderung des multimodalen sowie Fuß- und 
Radverkehrs

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 75 
  
4.3.2 Maßnahmen 
Für Münster.Zukunftsorte sind folgende Maßnahmen vorgesehen: 
Konsequente Weiterentwicklung der urbanen Modellquartiere im Wissenschaftssektor: 
MMQ1 Steinfurter Straße / MMQ2 Busso-Peus-Straße) 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Die Wissenschaft ist einer der wesentlichen Treiber für eine zukunftsorientierte 
Stadtentwicklung von Münster. Insbesondere der Transfer von Wissen und Technologie aus 
den Hochschulen in Forschungseinrichtungen hat wichtige wirtschaftliche Impulse gesetzt. 
Diese Impulse haben maßgeblich zur Entwicklung des Wissenschaftsparks und des 
Technologiehofs südlich der Mendelstraße sowie des Technologieparks südlich der 
Austermannstraße beigetragen. Mittlerweile sind in diesen Bereichen keine bedeutenden 
Erweiterungspotenziale mehr verfügbar. Um die Entwicklungsimpulse weiter nutzen und die 
Transformationen zu einer klimaneutralen und nachhaltigen Entwicklung unterstützen zu 
können, sollen die urbanen Modellquartiere 1 (südwestlich Steinfurter Straße) und 2 (westlich 
Busso-Peus-Straße) entwickelt werden.  
Das Modellquartier 1 in direkter Nachbarschaft zum Technologiepark bietet als Erweiterung 
dessen eine optimale Voraussetzung für die Neuansiedlung und Erweiterung von 
technologieorientierten gewerblichen Nutzungen. Auch das Handwerk spielt eine wesentliche 
Rolle in dem geplanten produktiven und durchmischten Stadtquartier, das verschiedene 
Funktionen wie Wohnen und Gewerbe eng miteinander verknüpfen wird. Das Quartier soll 
sowohl mit ca. 2.100 Wohnungen, die ergänzt werden durch 600 Wohnheimplätze für 
Studierende und 400 Apartments für Auszubildende, einen attraktiven Wohnstandort für rund 
6.400 Menschen als auch einen innovativen Ansiedlungsstandort für rund 4.700 Arbeitsplätze 
bieten. Mit der Quartiersentwicklung wird ein bedeutender Beitrag zur Entlastung des 
Münsteraner Wohnungsmarktes geschaffen und gleichzeitig der Wirtschaftsstandort Münster 
bedeutend gestärkt. 
Das Modellquartier 2 adressiert zwei bedeutende Herausforderungen in der Stadt. Erstens 
steht die Wissenschaftsstadt Münster vor dem Bedarf an Erweiterungsflächen für ihren 
bestehenden Wissenschaftspark. Zweitens reagiert das Projekt auf den wachsenden Bedarf an 
Wohnraum in Münster, hier insbesondere für Studierende und Hochschulmitarbeiterinnen und 
-mitarbeiter. Das Modellquartier 2 plant die Schaffung von rund 600 neuen Wohnungen, die 
Platz für etwa 1.750 Menschen bieten. Zudem sind 300 Wohnheimplätze für Studierende und 
400 Apartments für Auszubildende geplant. Darüber hinaus wird der Fokus auf die Ansiedlung 
von rund 2.000 Arbeitsplätzen gelegt, die sich auf Forschung, Wissenschaft und 
Dienstleistungen konzentrieren. 
Zuständigkeit 
 
Koordination: Stadtverwaltung Münster;  
Umsetzungspartner: NRW.URBAN, NRW.Grund, Wirtschaftsförderung Münster GmbH, 
Technologieförderung Münster, Stadtwerke Münster GmbH, LoI-Partner Zukunft der 
Wissenschaftsstadt, Handwerkskammer Münster, Kreishandwerkerschaft Münster

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 76 
  
Status 
 
MMQ1: Konzeptionsphase (Durchführung städtebaulich-landschaftsplanerischer Wettbewerb) 
MMQ2: Projektskizze (Vorbereitung des Bauleitplanverfahrens) 
Zielbezug 
 
 Ziel 1.1: Integriertes Mobilitätssystem für Stadt und Region 
 Ziel 3.1: Schaffung innovativer Raumnutzungskonzepte (Wohnen und Arbeit näher zu-
sammenbringen) 
 Ziel 3.2: Nachhaltige Entwicklung von Wirtschaftsflächen

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
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Konsequente Weiterentwicklung der urbanen Modellquartiere am Dortmund-Ems-Kanal 
(MMQ3 Theodor-Scheiwe-Straße, MMQ4 Nieberdingstraße, MMQ5 Am Hawerkamp / 
Stadthafen 2) 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Am Dortmund-Ems-Kanal liegen die geplanten Modellquartiere 3 (Theodor-Scheiwe-Straße), 4 
(Nieberdingstraße) und 5 (Am Hawerkamp / Stadthafen 2). Sie stärken das Ziel der „15 
Minuten-Stadt“, bieten herausragende Lagequalitäten und unterstützen eine 
flächenschonende Stadtentwicklung. Sie bieten besondere Potenziale für die Entwicklung 
urbaner Quartiere des 21. Jahrhunderts. Die drei Modellquartiere MMQ 3|4|5 haben jeweils 
unterschiedliche Schwerpunkte:  
Auf dem etwa 10 Hektar großen Bereich an der Theodor-Scheiwe-Straße sollen Wohnraum für 
ca. 3.200 Bewohnende sowie ca. 1.600 Arbeitsplätze geschaffen werden. Der städtebaulich-
freiraumplanerische Entwurf für dieses Areal – im Rahmen eines Wettbewerbs hat sich im Juni 
2024 das Planungsteam bestehend aus Studio Wessendorf, Loidl Landschaftsarchitekten 
GmbH sowie Plan und Recht GmbH durchgesetzt – sieht ein gemischt genutztes Quartier mit 
„lebendigen Erdgeschossen“ vor: Gastronomie, kulturelle Einrichtungen, Kitas, 
Gemeinschaftsräume, Läden, Praxen, urbane Produktionsstätten und mit den geplanten 
Wohnnutzungen verträgliche Handwerksbetriebe sollen hier angesiedelt werden.  
In der Nieberdingstraße (ca. 11 ha) liegt der Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung und 
Ansiedlung gewerblicher und dienstleistungsorientierter Strukturen, z. B. in Form eines neuen 
Innovations-Campus, kleinteiliger Gewerbe- und Handelshöfe, urbaner Produktionsstätten, 
aber auch Flächen für soziale Infrastrukturen, Gastronomiebetriebe und 
Veranstaltungsnutzungen sowie Freizeitsport-Angebote. Darüber hinaus soll die vorhandene 
Wohnnutzung gesichert werden.  
Im Bereich Am Hawerkamp / Stadthafen 2 hingegen stehen Kunst, Kultur und Freizeit im 
Vordergrund (ca. 25 ha). Vorgesehen ist die Sicherung und Weiterentwicklung bestehender 
Nutzungen, z. B. des Messe und Congress Centrums Halle Münsterland sowie der Kulturszene 
„Am Hawerkamp“ und die Schaffung neuer gewerblicher und dienstleistungsorientierter 
Strukturen.  
Die aktuellen städtebaulichen Ziele für die drei Quartiere sind in einem sogenannten 
Perspektivplan festgehalten, der im Zuge eines Werkstattverfahrens im September 2022 unter 
breiter Öffentlichkeitsbeteiligung erarbeitet worden ist. 
Zuständigkeit 
 
Koordination: Stadtverwaltung Münster  
Umsetzungspartner: NRW.Urban, BImA, Stadtwerke Münster GmbH, MCC Halle Münsterland, 
Grundstückseigentümer, Gewerbetreibende, Stadtgesellschaft 
Status 
 
MMQ3: Projektskizze (Vorbereitung des Bauleitplanverfahrens) 
MMQ4: Konzeptionsphase 
MMQ5: Konzeptionsphase

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 78 
  
Zielbezug 
 Ziel 1.1: Integriertes Mobilitätssystem für Stadt und Region 
 Ziel 3.1: Schaffung innovativer Raumnutzungskonzepte (Wohnen und Arbeit näher zu-
sammenbringen) 
 Ziel 3.2: Nachhaltige Entwicklung von Wirtschaftsflächen  
 Ziel 3.3: Schaffung von Orten bzw. Räumen für Kultur- und Kreativwirtschaft

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Entwicklung von Creative Spaces 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist ein wichtiger Impulsgeber für Nachhaltigkeitsthemen und 
die digitale Transformation und damit ausschlaggebend für die Entwicklung des 
Wirtschaftsstandorts. Münster ist reich an kultur- und kreativwirtschaftlichem Know How. Bei 
der Entwicklung von Creative Spaces soll die Kultur- und Kreativwirtschaft entsprechenden 
Raum in Münster erhalten, um Kreativität, Innovation und Zusammenarbeit in der 
Gemeinschaft zu fördern. Diese Räume können physischer oder digitaler Natur sein und dienen 
dazu, Menschen aller Hintergründe und Disziplinen zusammenzubringen, um Ideen zu 
generieren, zu teilen und zu verwirklichen. Creative Spaces sind speziell gestaltete 
Umgebungen, die darauf abzielen, Kreativität zu fördern, indem sie inspirierende, 
unterstützende und anregende Räume bereitstellen, wie z.B. das geplante MMQ 5 Am 
Hawerkamp / Stadthafen 2. 
Zentrale Umsetzungsschritte bzw. Merkmale dabei sind: 
 Potenzialanalyse zur Identifizierung geeigneter Standorte auf Basis der 
bestehenden Bedürfnisse 
 Prüfung von Synergiepotentialen / positiven Wirkungen von Zusammenschlüssen 
 Veranstaltungen und Programme: Organisation von Workshops, Seminaren, 
Ausstellungen, Networking-Veranstaltungen und anderen Aktivitäten, um die 
Zusammenarbeit und den Wissensaustausch innerhalb der Gemeinschaft zu 
fördern. 
 Nachhaltigkeit und Zugänglichkeit: Sicherstellung, dass die Creative Spaces 
nachhaltig betrieben werden und für alle Mitglieder der Gemeinschaft zugänglich 
sind, unabhängig von finanziellen oder anderen Barrieren. 
Zuständigkeit 
 
Koordination: Stadtverwaltung Münster 
Umsetzungspartner: Münster Marketing, Kulturamt, Wirtschaftsförderung Münster GmbH, 
Einbindung von Akteurinnen und Akteure vor Ort,  
Status 
 
Ideenphase 
Zielbezug 
 
 Ziel 1.4: Sicherung der Erreichbarkeit der Unternehmen und Kunden für mittelständi-
sche Leistungen  
 Ziel 3.2: Nachhaltige Entwicklung von Wirtschaftsflächen (Flächenpotenziale für Erwei-
terung, Verlagerung und Neuansiedlung von Industrie und Gewerbe)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
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Transformation der Innenstadt 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Mit dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept Münster-Innenstadt (2023) (INSEK 
Münster Innenstadt (2023) liegt in Münster ein aktuelles integriertes Zukunftskonzept für die 
Innenstadtentwicklung vor. Mit dem Konzept wird eine zukunftsgerechte Entwicklung der 
Innenstadt als bedeutender Lebens- und Wirtschaftsort Münsters in den zentralen 
Handlungsfeldern „Grün und klimagerecht“, „Vernetzt und facettenreich“, „Vielfältig und 
erlebnisreich“, „Alltagstauglich und inklusiv“, „Autoarm und erreichbar“ und „Aktiv und ko-
produktiv“ verfolgt. 
Der im INSEK Münster-Innenstadt enthaltene Maßnahmenplan umfasst insgesamt 96 
Maßnahmen, die verschiedene Fachressorts bzw. Lebensbereiche betreffen. Mit Blick auf die 
Entwicklung der Innenstadt als Zukunftsort und Wirtschaftsstandort sind folgende 
Maßnahmenbereiche beispielhaft zu hervorzuheben: 
 Maßnahmen des Zentrenmanagements, insbesondere zur Förderung und Stärkung des 
Handels und der Gastronomie  
 Weiterentwicklung und Stärkung von privaten Quartiersgemeinschaften 
 Temporäre Formate zur Belebung der Innenstadt 
 zukunftsgerechte Umgestaltung von Stadtplätzen und Straßenräumen u. a. zur 
Erhöhung der Aufenthaltsqualität, Klimagerechtigkeit, Barrierefreiheit und zur 
stadtgestalterischen Verbesserung 
Auch die weiteren Maßnahmen des Konzeptes betreffen immer auch die Verbesserung von 
weichen Standortfaktoren in der Innenstadt, so dass auch diese mittelbar zur positiven 
Entwicklung der Innenstadt als lebendiger Zukunftsort und attraktiver Wirtschaftsstandort 
beitragen. 
Zuständigkeit 
 
Koordination: Stadtplanungsamt der Stadt Münster; Umsetzungspartner: Münster Marketing, 
weitere Fachämter der Stadt Münster, Zentrenmanagement mit Wirtschafsförderung Münster 
GmbH und Initiative starke Innenstadt e.V. (ISI), zahlreiche weitere Innenstadtakteure 
Status 
 
 In Umsetzung 
Zielbezug 
 
 Ziel 3.1: Schaffung innovativer Raumnutzungskonzepte (Wohnen und Arbeit näher zu-
sammenbringen) 
 Ziel 4.2: Einbeziehung wirtschaftlicher Akteurinnen und Akteure, der Stadtgesellschaft 
sowie weiterer Stakeholder (Berücksichtigung aller Belange und Fachwissen)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
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4.4 Münster.Miteinander 
Mit dem Handlungsfeld Münster.Miteinander nimmt die Stadt Münster die Themen Good, Local 
und Regional Governance in den Blick. Gemäß der strategischen Leitlinie „Good Governance“ 
steht Münster für Transparenz (vgl. Kapitel 3). Die Stadtverwaltung bekennt sich zu den 
Prinzipien einer effektiven, transparenten, rechenschaftspflichtigen und partizipativen 
Verwaltung. Die Schnittstelle Wirtschaft und Verwaltung steht für eine effiziente Gestaltung von 
Verwaltungsprozessen, um die Zusammenarbeit weiter zu verbessern. Die Stadtverwaltung gibt 
damit ein Serviceversprechen und optimiert bestehende Prozesse.  
Münster ist gemeinsam mit dem Münsterland Motor der deutsch-niederländischen 
Zusammenarbeit. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Münsterland und der 
EUREGIO/MONT soll weiter intensiviert werden, um gemeinsame Herausforderungen anzugehen 
und gemeinsame Ziele zu erreichen. Hierzu dient auch das deutsch-niederländische Wirtschafts- 
und Innovationsnetzwerk TECH.LAND. 
Co-Produktion bezieht sich auf die Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Verwaltung, der 
Privatwirtschaft, der Zivilgesellschaft und anderen Interessengruppen bei der Erbringung von 
öffentlichen Dienstleistungen und der Lösung von gesellschaftlichen Herausforderungen. 
Partizipations- und Beteiligungsprozesse garantieren Chancengleichheit (z. B. im Zugang zu 
Informationen und der Möglichkeit der Beteiligung) und Nichtdiskriminierung. Bürgerinnen und 
Bürger, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft gestalten gemeinsam den Lebens- und 
Wirtschaftsraum. 
Die wichtigsten Themen im Handlungsfeld Münster.Miteinander sind in der folgenden Abbildung 
zusammengefasst (vgl. Abbildung 27) und werden durch Ziele und Maßnahmen untersetzt. 
Abbildung 27: Handlungsfeld Münster.Miteinander 
 
Abbildung Prognos AG, 2024

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 82 
  
4.4.1 Ziele 
Ziel 4.1 Transparente und effiziente Gestaltung der Verwaltungsprozesse sowie frühzeitige 
Kommunikation zur Erhöhung der Transparenz 
■ Überprüfung und Optimierung der Verwaltungsprozesse, um sicherzustellen, dass sie 
transparent, effizient bürgernah und wirtschaftsnah sind 
■ Bereitstellung von Informationen über geplante Verwaltungsmaßnahmen und 
Entscheidungen bereits in einem frühen Stadium, um Bürgerinnen und Bürger frühzeitig 
zu informieren und ihnen die Möglichkeit zur Partizipation zu geben 
■ Schaffung von Mechanismen, die eine offene Kommunikation und den Dialog zwischen 
Verwaltung und Bürgerschaft fördern, um das Vertrauen in die Verwaltung zu stärken und 
eine größere Akzeptanz für getroffene Entscheidungen zu erreichen 
Ziel 4.2 Einbeziehung wirtschaftlicher Akteurinnen und Akteure, der Stadtgesellschaft sowie 
weiterer Stakeholder (Berücksichtigung aller Belange und Fachwissen) 
■ Einbindung von Wirtschaftsakteurinnen und -akteuren, Stadtgesellschaft und weiteren 
Stakeholdern in Entscheidungsprozesse (partizipative Entscheidungsvorbereitung und -
findung) 
■ Schaffung von Plattformen und Formaten für kontinuierlichen Austausch und 
gemeinsame Lösungsfindung zur Förderung des Dialogs 
■ Integrative Expertise: Berücksichtigung verschiedener Fachkenntnisse und Perspektiven 
für umfassende Entscheidungen 
Ziel 4.3 Beiträge aller Akteurinnen und Akteure in der Stadt an der Entwicklung zur 
„Klimastadt“ fördern: Ideen zur Klimafolgenanpassung (insbesondere Münsterland / EUREGIO 
/MONT) 
■ Förderung eines breiten Bewusstseins für die Bedeutung der Klimafolgenanpassung 
innerhalb der Stadtgemeinschaft, indem Bürgerinnen und Bürger dazu ermutigt werden, 
Ideen und Vorschläge zur Bewältigung von Klimaherausforderungen einzubringen 
■ Etablierung von Kooperationsmechanismen zwischen Stadtverwaltung, Unternehmen, 
Bildungseinrichtungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und anderen relevanten 
Stakeholdern, um gemeinsam innovative Lösungen zur Anpassung an die Klimafolgen zu 
entwickeln und umzusetzen 
■ Berücksichtigung der spezifischen klimatischen Bedingungen und Herausforderungen im 
Münsterland und in der EUREGIO unter Berücksichtigung der Ansätze im Städtenetzwerk 
MONT sowie Förderung von Maßnahmen, die grenzüberschreitende Auswirkungen 
berücksichtigen und Synergien zwischen verschiedenen Gebieten fördern, um gemeinsam 
gegen den Klimawandel vorzugehen 
Ziel 4.4 Proaktive und gestaltende Rolle der Verwaltung bei der Auseinandersetzung mit 
Zukunftsthemen 
■ Identifizierung potenzieller Entwicklungen und Trends, die sich auf die Gesellschaft, 
Wirtschaft und Umwelt auswirken könnten 
■ Schaffen eines Rahmens für proaktive Maßnahmen zur Bewältigung dieser 
Herausforderungen durch die Stadtverwaltung

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 83 
  
■ Einbindung verschiedener Interessengruppen in den Prozess der Zukunftsgestaltung, um 
breite Unterstützung für transformative Veränderungen zu gewinnen und eine nachhaltige 
Entwicklung zu fördern 
 
Ziel 4.5 Stärkung der regionalen Kooperationen (insbesondere Münsterland, Euregio) 
■ Förderung gemeinsamer Entwicklungsprojekte: Initiierung und Unterstützung von 
Kooperationsprojekten mit Partnerinnen und Partnern aus dem Münsterland, in der 
EUREGIO, im Städtenetzwerk MONT und im Wirtschafts- und Innovationsnetzwerk 
TECH.LAND 
■ Austausch bewährter Praktiken und Ressourcen: Schaffung von Mechanismen zur 
gemeinsamen Nutzung von Ressourcen, Fachwissen und Erfahrungen zwischen der Stadt 
Münster, dem Münsterland und der EUREGIO/Städtenetzwerk MONT, um Synergien zu 
schaffen und Effizienzsteigerungen zu erzielen 
■ Stärkung regionaler Identität und Zusammengehörigkeit: Förderung von Veranstaltungen, 
Netzwerken und Initiativen, die dazu beitragen, das Bewusstsein für die gemeinsame 
sozioökonomische Verbundenheit innerhalb des Münsterlandes und der EUREGIO/dem 
Städtenetzwerk MONT sowie im TECH.LAND zu stärken und die regionale 
Zusammenarbeit langfristig zu festigen

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 84 
  
4.4.2 Maßnahmen 
Für Münster.Miteinander sind folgende Maßnahmen vorgesehen: 
Good Governance: Effizienz, Transparenz und Servicequalität in der Stadtverwaltung 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Die Stadt Münster befindet sich im Wandel, um sich den dynamischen Herausforderungen der 
Stadt- und Wirtschaftsentwicklung anzupassen. Im Mittelpunkt des bereits angelaufenen, 
verwaltungsweiten Transformationsprozesses stehen vier zentrale Themenfelder: Agilität in 
Führung und Zusammenarbeit, Modernisierung und Digitalisierung, Zukunftsorientierung sowie 
eine verbesserte, wirtschaftliche Steuerung der kommunalen Prozesse. Diese Schwerpunkte 
bilden auch die Basis, um die Stadtverwaltung effizienter, bürger- und unternehmensnäher 
sowie leistungsstärker aufzustellen.  
Während der angelaufene Transformationsprozess die gesamte Stadtverwaltung betrifft, wurde 
im Rahmen der Analysen zur Standortentwicklungsstrategie insbesondere die Bedeutung 
digitaler Prozesse in der Bauordnung angesprochen. Hier ist die Digitalisierung bereits 
angelaufen.  
Folgende konkrete Umsetzungsschritte sind zu nennen: 
 Digitalisierung des Bauantragsverfahrens seit 1/2024 
 Einführung der eAkte im Dokumentenmanagementsystem seit 6/2024 
 Digitalisierung der vorhandenen Bau- und Statikakten (< 180.000 Akten) seit 10/2024 
(geplant bis Ende 2027) 
 Digitale Anträge in BIM-Verfahren (Building Information Modeling): laufendes 
Forschungsprojekt 
 In Vorbereitung: Entwicklung digitaler Auskunftsverfahren 
 In Planung nach Aktendigitalisierung: Digitale Baugenehmigung 
Darüber hinaus wird die Unternehmensnähe und Servicequalität durch konkrete 
Ansprechpartnerinnen und -partner für Handwerk, Gewerbe und Industrie in den drei 
räumlichen Bezirken der Bauordnung gesteigert. 
Zuständigkeit 
 
Koordination: Stadtverwaltung Münster – Bauordnungsamt für die Digitalisierung der 
Bauordnung und Transformationsteam (Dezernentin Oberbürgermeister/ Personal- und 
Organisationsamt) für den Transformationsprozess der Verwaltung  
Status 
 
Transformationsprozess: In Umsetzung; Digitalisierung der Prozesse in der Bauordnung: in 
Abhängigkeit von der konkreten Maßnahme: Projektskizze bis Umsetzung  
 
 
Zielbezug

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 85 
  
 
 Ziel 4.1: Transparente und effiziente Gestaltung der Verwaltungsprozesse sowie früh-
zeitige Kommunikation zur Erhöhung der Transparenz 
 Ziel 4.4: Proaktive und gestaltende Rolle der Verwaltung bei der Auseinandersetzung 
mit Zukunftsthemen

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
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Stärkung regionale/grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Münsterland, MONT 2030, 
EUREGIO 2030, Innovationsallianz Münster und Münsterland, TECH.LAND 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Bereits im Prozess der MünsterZukünfte ist nachdrücklich herausgearbeitet worden, dass eine 
zukunftsorientierte Stadt- und Wirtschaftsentwicklung nur in regionaler Zusammenarbeit 
erfolgen kann (V/0487/2021). Hierzu laufen bereits eine Vielzahl von Aktivitäten auf 
verschiedenen Kooperationsebenen:  
 Stadtregion Münster (Münster und 11 Nachbarkommunen) 
 Münsterland (Stadt Münster mit den Münsterlandkreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt, 
Warendorf und gemeinsame Mitgliedschaft in Münsterland e.V.)  
 Zusammenarbeit im Städtenetzwerk MONT (Münster – Osnabrück – Netwerkstad 
Twente mit Enschede, Hengelo, Almelo, Oldenzaal und Borne)  
 Zusammenarbeit in der Städtepartnerschaft Münster – Enschede  
 Mitglied und Mitwirkung im grenzüberschreitenden deutsch-niederländischen 
Kommunalverband EUREGIO  
 Zusammenarbeit Oost Nederland – Münsterland: grenzüberschreitende 
Zusammenarbeit zwischen den vier Münsterland-Kreisen, der Stadt Münster, der 
Bezirksregierung Münster und den niederländischen Partnern der Provinzen Overijssel 
und Gelderland sowie der Regios Twente und Achterhoek 
Die Analysen und Schlüsselpersonengespräche zur Erarbeitung der 
Standortentwicklungsstrategie 2030+ haben dies mit dem Fokus auf eine zukunftsorientierte 
Wirtschaftsstandortentwicklung noch einmal unterstrichen. Als strategische Leitlinie wurde 
formuliert: „Münster verstärkt die Zusammenarbeit mit dem Münsterland und ist gemeinsam 
mit dem Münsterland Motor der deutsch-niederländischen Zusammenarbeit“.  
Mit den folgenden Schritten soll diese Leitorientierung weiter umgesetzt werden: 
 Münsterland: Fortsetzung des Prozesses der informellen Regionalentwicklung im 
Münsterland, abgestimmte Bewerbung an Strukturförderprogrammen des Landes und 
der EU, gemeinsame Arbeit an Wirtschafts-, Tourismus- und Innovationsthemen bei 
Münsterland e.V., Vorbereitung auf eine REGIONALE-Ausschreibung. 
 MONT: Umsetzung der MONT-Strategie 2030 mit den Themenschwerpunkten 
„Nachhaltige Mobilität und Erreichbarkeit“, „Regionale Innovation“, „Branding MONT-
Region und Lobby“ sowie „Klimaschutz und Umgang mit Klimafolgen“. 
 EUREGIO: Unterstützung der EUREGIO-Strategie 2030 für den Bereich „Nachhaltige 
Raumentwicklung“, „Wirtschaft und Arbeitsmarkt“ sowie „Gesellschaftliche 
Entwicklung“ 
 Mitwirkung bei der Umsetzung der Innovationsstrategie Münster und Münsterland 
(IMM): Die Innovationsstrategie ergänzt die vorliegenden Strategiepapiere als 
gemeinsamer Handlungsrahmen von Wissenschaft, Wirtschaft und 
städtischen/regionalen Akteuren für die Weiterentwicklung einer starken europäischen 
Innovationsregion. Die Handlungsfelder „Smart & Resilient Energy“, „Smart & Resilient 
Care“ und „Smart & Resilient Production“ unterstützen die diesbezüglichen Projekte im 
Handlungsfeld „Münster.Innovation“ und sind zugleich im deutsch-niederländischen 
Innovations- und Technologienetzwerk TECH.LAND verankert.

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 87 
  
 
 Mitwirkung bei der Umsetzung des deutsch-niederländischen Netzwerks zur 
Innovations-, Technologie- und Wirtschaftsentwicklung TECH.LAND: TECH.LAND steht 
für die Entwicklung einer gemeinsamen Wirtschaftsregion im „Herzen Europas“ und 
fokussiert dabei auf abgestimmte grenzüberschreitende Technologiethemen. Diese 
decken sich mit den Themen der Standortentwicklungsstrategie 2030+ wie GreenTech 
(Batteries, Hydrogen), „Health & Medtech“, „Circular Economy“ sowie 
Gründungsförderung.  
Die Stärkung der deutsch-niederländischen Zusammenarbeit wird auch auf Stakeholder-Ebene 
vorangetrieben. Bei den sogenannten Double-Triple-Helix-Gesprächen stimmen die Spitzen von 
Stadt Münster, Universität Münster und IHK Nord Westfalen mit den entsprechenden Partnern 
der Stadt Enschede, der Universität Twente und dem Twente Board wichtige Schritte für die 
Stärkung der Zusammenarbeit, z. B. für ein gemeinsames internationales Standortmarketing, 
ab.  
Die Eckpunkte für die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Partnerstädten Münster 
und Enschede legt das „Memorandum of Understanding“ (MoU) fest, das am 19.11.2024 
unterzeichnet wurde. Beide Städte bekräftigen darin, die deutsch-niederländische Region zu 
einer starken Wirtschaftsregion mit Stärkung der Marke TECH.LAND zu entwickeln, die 
kulturelle Zusammenarbeit zu intensivieren, sich in internationalen Städtenetzwerken zu 
engagieren und ein grenzübergreifendes Miteinander der Bürgerinnen und Bürger zu fördern. 
Die konkreten Maßnahmen enthält ein jährlicher Aktionsplan. 
 
Zuständigkeit 
 
Die Koordination und Umsetzung ist abhängig von der Umsetzungsebene: Universität Münster; 
FH Münster, Westfälische Hochschule, Universität Twente, Stadt Münster, Münsterlandkreise, 
Münsterland e.V., Wirtschaftsförderung Münster, Wirtschaftsförderungen der Münsterland-
Kreise, IHK Nord Westfalen, Handwerkskammer Münster, Twente-Board, 
Forschungseinrichtungen, weitere Umsetzungspartnerinnen und -partner aus jeweiligen 
Wirtschaftsclustern 
Status 
 
In Abhängigkeit von der Umsetzungsebene: Projektskizze – In Umsetzung 
Zielbezug 
 
 Ziel 4.5: Stärkung der regionalen und grenzüberschreitenden Kooperationen (insbeson-
dere Münsterland, Euregio, MONT, TECH.LAND)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 88 
  
Stärkung der regionalen Bio-Wertschöpfungsketten  
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Die Ernährungswende in der Region gemeinsam zu gestalten ist das Ziel und die 
Herausforderung des Projekts Food for Münster 2030 (FfMS2030). Anknüpfend an die GNK-
Nachhaltigkeitsstrategie, die Aktivitäten zur Biostadt Münster und zur Öko-Modellregion 
Münsterland sollen agile und innovative Strukturen für die Vernetzung, Kooperation und 
Zusammenarbeit der in Münster und im Münsterland Aktiven aus Wirtschaft, Wissenschaft und 
Verwaltungen für ein nachhaltiges Ernährungssystem aufgebaut werden. Dabei sollen 
einerseits gute Ernährungsumgebungen in der Gemeinschaftsverpflegung, z.B. durch die 
Steigerung der Anteile an bio-, gesunder, pflanzenbasierter, regionaler Lebensmittel in den 
Speiseplänen und durch konsequente Vermeidung von Lebensmittelabfällen befördert werden. 
Gleichzeitig gilt es, mit den regionalen Marktakteuren aus der Land- und Ernährungswirtschaft 
sowie der Wissenschaft entlang der gesamten Wertschöpfungsketten Kooperationen und 
projektbezogene Experimentierräume zum Auf- und Ausbau bio-regionaler 
Wertschöpfungsketten zu erproben. Bedarfsentsprechend werden Angebote für 
Wissenstransfer, Coaching, gemeinsame Kommunikation, Bildungs- und Beratungsangebote 
für unterschiedliche Zielgruppen entwickelt und gemeinsam umgesetzt.  
Wesentliche Schwerpunkte oder Transformationslabs (TL): 
TL 1: Schaffung dauerhafter, agiler Netzwerkstrukturen 
TL 2: Nachhaltige und ökologische Außer-Haus Gastronomie 
TL 3: Aufbau von (bio-) regionalen Marktstrukturen 
TL 4: Aktivierung zivilgesellschaftlicher Potentiale 
 
Zuständigkeit 
 
Stadt Münster – Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit, in Kooperation mit 
Marktakteuren der Land- und Ernährungswirtschaft, der FH-Münster, dem GNK-Beirat sowie 
der Öko-Modellregion Münsterland 
 
Status 
 
Ideenskizze 
Anmerkung: Die Projektskizze wurde in 2023 für den Wettbewerb „Ernährungswende in der 
Region“ des BMEL eingereicht. Insgesamt haben über regionale 30 Akteure aus Wirtschaft, 
Wissenschaft und weiteren Institutionen mit einem Letter of Intend ihr Interesse an einer 
Zusammenarbeit bekundet. 
Zielbezug 
 
 Ziel 2.4: Förderung klimaneutraler Produktion, einer regionalen Kreiskaufwirtschaft 
sowie der regionalen Land- und Ernährungswirtschaft  
 Ziel 4.5: Stärkung der regionalen Kooperationen (insb. Münsterland, Euregio) 
 Ziel 6.2: Stärkung und Förderung der inhabergeführten Unternehmen

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 89 
  
4.5 Münster.Talente und Bildung 
Der demografische Wandel und globale Veränderungsprozesse verdeutlichen immer mehr: Gut 
qualifizierte Arbeitskräfte sind unerlässlich für den Fortbestand erfolgreicher 
Wirtschaftsstandorte. In Münster zeigt sich dies bereits jetzt: Die Arbeitslosenquote ist in Folge 
der guten konjunkturellen Entwicklung der vergangenen Jahre bereits niedrig und sinkt seit 
einigen Jahren kontinuierlich. Der gleichzeitig steigende Anteil älterer Menschen an der 
Bevölkerung deutet jedoch darauf hin, dass die Zahl der Erwerbsfähigen weiter sinkt. Sollten 
Maßnahmen zur Fachkräftewerbung oder auch die Förderung des Verbleibs in Münster 
ausbleiben, stellt der Mangel an Fachkräften in den kommenden Jahren eine ernstzunehmende 
Bedrohung für den erfolgreichen Fortbestand des Wirtschaftsstandorts Münster dar. Die Analysen 
zur Standortentwicklungsstrategie haben verdeutlicht, dass die Aufgabe der Arbeitskräfte- und 
Fachkräftegewinnung bereits heute eine große Herausforderung für Unternehmen aus allen 
sektoralen Stärkefeldern darstellt. 
 Mit dem Handlungsfeld „Münster.Talente und Bildung“ nimmt Münster daher die Sicherung der 
Fachkräfteversorgung in den Fokus. Es ist wichtig sicherzustellen, dass den Menschen, die 
bereits in Münster arbeiten, ein attraktiver Wohn- und Arbeitsstandort geboten wird. Dazu 
gehören nicht nur die Umsetzung der Prinzipien guter Arbeit, sondern auch attraktive 
Freizeitgestaltungsmöglichkeiten und passender Wohnraum. Entsprechende Projekte enthalten 
die Handlungsfelder „Münster.Nachhaltige Infrastrukturen“ und „Münster.Lebensqualität“. 
Gleichzeitig muss die Ausbildung neuer Fachkräfte in den Blick genommen werden. Münster ist 
ein bedeutender Studien- und Ausbildungsort: Die Fachhochschule und die Universität Münster 
gewährleisten die Ausbildung von hochqualifizierten Absolventinnen und Absolventen, 
Institutionen wie das Ausbildungszentrum der Handwerkskammer sichern den 
Fachkräftenachwuchs für das Handwerk. Diese Position gilt es zu nutzen und weiter auszubauen. 
Denn nur mit kontinuierlicher Qualifikation und Weiterbildung, können auch ältere Fachkräfte den 
neuen Anforderungen an ihre Tätigkeiten gerecht werden. Zu guter Letzt macht der 
demografische Wandel immer deutlicher: Der Wirtschaftsstandort Münster ist auf Fachkräfte aller 
Qualifikationsniveaus aus dem Ausland angewiesen. Dass in Münster schon heute eine 
Willkommenskultur gelebt wird, kommt der Stadt dabei zugute.

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 90 
  
Abbildung 28: Handlungsfeld Münster.Talente und Bildung 
 
Abbildung Prognos AG, 2024 
 
4.5.1 Ziele 
Ziel 5.1 Steigerung der Attraktivität von Berufsausbildungen und der dualen Ausbildung (insb. 
in Handwerk und Industrie) 
■ Stärkung des handwerklichen und industriellen Fachkräftenachwuchses durch qualitativ 
hochwertige und zeitgemäße Ausgestaltung der Berufsausbildungen 
■ Erhöhung der Akzeptanz einer Berufsausbildung als Alternative zum Studium: 
Wahrnehmung von Berufsausbildungen und dualen Ausbildungen in Handwerk und 
Industrie in der Gesellschaft verbessern 
■ Wertschätzung von Berufsausbildungen 
Ziel 5.2 Ausbau von MINT-Fächern in Bildungseinrichtungen, um mehr junge Menschen für 
diese Fächer zu begeistern (Begleitung der Transformation von Industrie/Gewerbe in 
Münster) 
■ Schaffung von langfristigen Perspektiven für junge Menschen durch die Vermittlung von 
MINT-Kenntnissen und -Fähigkeiten, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu 
verbessern und zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beizutragen 
■ Qualifikation von qualifizierten Fachkräften im Bereich Mathematik, Informatik, 
Naturwissenschaften und Technik für die Transformation der Industrie 
■ Aufbau von Kompetenzen für nachhaltige Schlüsseltechnologien

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 91 
  
Ziel 5.3 Anpassung von Aus- und Weiterbildungen an veränderte Arbeitswelten, Berufsbilder 
und Schlüsseltechnologien 
■ Gewährleistung passgenauer Aus- und Weiterbildungsformate für die Münsteraner 
Wirtschaft 
■ Sicherung der wirtschaftlichen Transformationskapazität 
■ Qualifikation des bestehenden Fachkräftepotenzials für zukünftige Herausforderungen 
Ziel 5.4 Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (familienfreundliche 
Arbeitsbedingungen und Etablierung wichtiger Aspekte von guter Arbeit in Münster) 
■ Positionierung als attraktiver und moderner Arbeitsstandort 
■ Verbesserung der Möglichkeiten, individuelle Arbeits- und Lebensgewohnheiten zu 
vereinbaren 
■ Etablierung von Guter Arbeit als Leitmotiv in Münster 
Ziel 5.5 Positionierung von Münster als attraktiven Standort für internationale Fach- und 
Arbeitskräfte (Betreuung durch die Stadt, weltoffene Gesellschaft und Wirtschaft) 
■ Leben einer Willkommenskultur für Menschen aus dem Ausland: Geflüchtete schneller 
und mit langfristiger Perspektive in den Arbeitsmarkt bringen 
■ Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse und Anforderungen internationaler Fachkräfte 
■ Verbesserung der Services für Unternehmen und internationale Fachkräfte 
Ziel 5.6 Entwicklung und Ausbau von modernen Bildungsstätten 
■ Bereitstellung moderner Infrastruktur, technologischer Ausstattung und flexibler 
Räumlichkeiten, um den Lernprozess zu optimieren 
■ Umgebungen schaffen, die Innovation und Kreativität fördert (Maker Spaces32, 
Laboratorien oder kollaborative Arbeitsbereiche) 
■ Integration von digitalen Kompetenzen, die Förderung von Teamarbeit und 
Kommunikation sowie die Vermittlung von fachlichen Fähigkeiten, die für zukünftige 
Berufe relevant sind 
  
 
32 Maker Spaces können als offene Lernräume definiert werden, die einen einfachen Zugang zu Werkzeugen, Technologien, 
Materialien und Know-how bieten und interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern zur Verfügung gestellt werden.

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 92 
  
4.5.2 Maßnahmen 
Neubau/Umbau Handwerkskammer Bildungszentrum (HBZ) Münster 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Das Handwerkskammer Bildungszentrum Münster (HBZ) ist der zentrale Ort für die berufliche 
Aus- und Weiterbildung im Handwerk mit mehr als fünfzig Lehrwerkstätten und 30 
Schulungsräumen auf rund 55.000qm. Jährlich absolvieren rund 10.000 Auszubildende und 
Fachkräfte Lehrgänge in fast 30 unterschiedlichen Gewerken. Die Teilnehmenden kommen 
nicht nur aus dem Kammerbezirk Münster, der dem Regierungsbezirk entspricht, sondern in 
einigen Gewerken aus ganz Deutschland. Das HBZ gehört damit zu den größten 
handwerklichen Bildungseinrichtungen in NRW.  
Um auch zukünftig Schulungen auf hohem Niveau und nach zeitgemäßen didaktischen 
Standards durchzuführen und Synergien der einzelnen Fachbereiche besser zu nutzen, 
beabsichtigt die Handwerkskammer eine umfassende Modernisierung des HBZ. Diese besteht 
aus einem Neubau sowie der Modernisierung eines Bestandsgebäudes. Dabei sollen 
Lehrwerkstätten und Schulungsräume geschaffen werden, die den aktuellen technischen und 
energetischen Standards entsprechen. Das neue Bildungszentrum soll ein Schaufenster für die 
Lebendigkeit und Vielfalt des Handwerks in Münster werden und zukünftige Fach- und 
Führungskräfte für das Handwerk begeistern. Auch das Thema „Nachhaltigkeit“ soll eine 
wichtige Rolle spielen. Zudem sollen die Infrastruktur und die Ausstattung des 
Bildungszentrums verbessert werden, um die Aufenthaltsqualität für die Teilnehmenden zu 
erhöhen und Räume für Austausch und Begegnung zu schaffen.  
Die Maßnahmen werden aus Landes- und Bundesmitteln gefördert. In einem nächsten Schritt 
wird in enger Abstimmung mit den Zuwendungsgebern sowie unter Einbeziehung der Stadt 
Münster die Ausschreibung für die Objekt- und Freiraumplanung vorgenommen. 
Zuständigkeit  
 
Koordination: Handwerkskammer Münster  
Status 
 
Projektskizze 
 
Zielbezug 
 
 Ziel 5.1 Steigerung der Attraktivität von Berufsausbildungen und dualen Ausbildung 
(insb. in Handwerk und Industrie) 
 Ziel 5.3 Anpassung von Aus- und Weiterbildungen an veränderte Arbeitswelten, Berufs-
bilder und Schlüsseltechnologien 
 Ziel 5.6 Entwicklung und Ausbau von modernen Bildungsstätten

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 93 
  
Kampagne Wirtschaft und berufliche Bildung 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Ziel der Maßnahme ist die koordinierte Entwicklung und Umsetzung von Kampagnen der 
Akteure zur Stärkung der Berufsausbildungen. Dabei sollen abgestimmte 
öffentlichkeitswirksame Aktionen und Veranstaltungen von Münsteraner Ausbildungsbetrieben 
und Institutionen der beruflichen Bildung (IHK Nord Westfalen, Handwerkskammer Münster, 
Kreishandwerkerschaft Münster sowie der Agentur für Arbeit Ahlen Münster) sowie der Stadt 
Münster durchgeführt werden. Zielgruppe sind insbesondere vor dem Abschluss stehende 
Schülerinnen und Schüler aller Schulformen und deren Eltern sowie allgemein 
Berufseinsteigende. Interessierte Berufskollegs können die Aktivitäten mit ihren Fachklassen 
des dualen Systems unterstützen. 
Inhaltlich sollen die Aktivitäten die Vorteile einer Berufsausbildung anhand von 
Praxisbeispielen aus Münster hervorheben und den Zielgruppen so einerseits einen Eindruck 
von den vielfältigen Berufsbildern und den damit verbundenen persönlichen 
Entwicklungsmöglichkeiten geben, andererseits aber auch den großen gesellschaftlichen Wert 
der ausgeübten Tätigkeiten vermitteln. Als Zielgruppe nimmt sie bewusst auch angehende 
Abiturientinnen und Abiturienten in den Fokus, um dort die Berufsausbildung als wertvolle 
Alternative zum Studium zu positionieren. 
Zuständigkeit 
 
Koordination: IHK Nord Westfalen, Handwerkskammer Münster, Stadt Münster und weitere 
Partner: Kreishandwerkerschaft Münster, Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, Münsteraner 
Ausbildungsbetriebe und Berufsbildende Schulen mit ihren berufsschulischen Bildungsgängen 
Status 
 
Ideenphase 
Zielbezug 
 
 Ziel 5.1 Steigerung der Attraktivität von Berufsausbildungen und dualen Ausbildung 
(insb. in Handwerk und Industrie) 
 Ziel 5.3 Anpassung von Aus- und Weiterbildungen an veränderte Arbeitswelten, Berufs-
bilder und Schlüsseltechnologien 
 Ziel 5.5 Positionierung von Münster als attraktiven Standort für internationale Fach- 
und Arbeitskräfte (Betreuung durch die Stadt, weltoffene Gesellschaft und Wirtschaft)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 94 
  
Förderung Verbleib in Münster 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
„Förderung Verbleib in Münster" hat das Ziel, die Bindung von Studierenden, Auszubildenden, 
wissenschaftlichem Personal an den Standort Münster stärken und somit die Abwanderung 
von Fachkräften zu reduzieren. Im Hinblick auf Studierende bieten die 
Absolvierendenbefragungen der Universität Münster und der FH Münster entsprechende 
Datengrundlagen. 
Umsetzungsschritte können dabei sein: 
 Analyse der Herausforderungen und Potenziale der Standortbindung von Studierenden, 
Auszubildenden, wissenschaftlichem Personal  
 Entwicklung von konkreten Maßnahmen zur Standortbindung 
 Umsetzung der entwickelten Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit relevanten 
Akteurinnen und Akteuren  
Zuständigkeit 
 
Koordination: Stadtverwaltung Münster; Umsetzungspartner: Universität Münster, 
Fachhochschule Münster, Handwerkskammer Münster, Industrie- und Handelskammer 
Münster, regionale Wirtschaft  
Status 
 
Ideenphase 
Zielbezug 
 
 Ziel 5.4: Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (familienfreundliche Ar-
beitsbedingungen und Etablierung wichtiger Aspekte von guter Arbeit in Münster) 
 Ziel 5.5: Positionierung von Münster als attraktiven Standort für internationale Fach- 
und Arbeitskräfte (Betreuung durch die Stadt, weltoffene Gesellschaft und Wirtschaft)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 95 
  
Homecoming Münster als Teil von Homecoming@Münsterland 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Mit Homecoming@Münsterland existiert eine Initiative für das gesamte Münsterland, die 
Rückkehrinteressierten wichtige Hilfestellungen im Hinblick auf Karriere und Leben bietet. Mit 
der Maßnahme Homecoming Münster sollen die für Münster spezifischen Aspekte stärker 
herausgearbeitet werden.  
Dies umfasst: 
 Informationskampagne: Durch gezielte Werbung und Öffentlichkeitsarbeit werden 
ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner über die Vorteile einer Rückkehr nach 
Münster informiert. Hierbei werden insbesondere die hohe Lebensqualität, attraktive 
Arbeitsmöglichkeiten, Kinderbetreuungsangebote und die Vielfalt der Schullandschaft 
und der Freizeitangebote hervorgehoben. 
 Netzwerk- und Kontaktvermittlung: In enger Kooperation mit dem Service 
Onboarding@Münsterland gilt es, das Netzwerk von Unternehmen, Institutionen und 
Organisationen für Münster auszubauen. 
 Unterstützung beim Start in der „alten Heimat“: Um den Rückkehrerinnen und 
Rückkehrern den Start in Münster zu erleichtern, werden verschiedene Maßnahmen 
zum Ankommen und Einleben in Münster angeboten  
Die gesamte Maßnahme wird in enger Abstimmung mit dem Münsterland e.V. und dem Service 
Onboarding@Münsterland entwickelt, um Doppelstrukturen zu vermeiden und Synergien zu 
nutzen.  
Zuständigkeit 
 
Koordination: Wirtschaftsförderung Münster GmbH; Umsetzungspartner: Münsterland e.V., 
regionale Wirtschaft 
Status 
 
Ideenphase 
Zielbezug 
 
 Ziel 5.4: Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (familienfreundliche Ar-
beitsbedingungen und Etablierung wichtiger Aspekte von guter Arbeit in Münster) 
 Ziel 5.5: Positionierung von Münster als attraktiven Standort für internationale Fach- 
und Arbeitskräfte (Betreuung durch die Stadt, weltoffene Gesellschaft und Wirtschaft)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 96 
  
Onboarding Münster (International Office für Arbeits-/ Fachkräfte) 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Der Vorschlag für ein International Office für Arbeits-/ Fachkräfte ist eine Maßnahme zur 
Stärkung der internationalen Arbeitsmigration und zur Förderung der Integration von 
Fachkräften aus dem Ausland. Das Office sollte in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen, 
Bildungseinrichtungen, Behörden und anderen relevanten Akteurinnen und Akteuren 
aufgebaut werden. Es sollte eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um die 
internationale Rekrutierung und Integration von Fachkräften sein. 
Das International Office könnte umfassende Informationen zu Arbeitsmöglichkeiten, 
Anerkennungsverfahren, Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen sowie zu Sprach- und 
Integrationskursen umfassen. Es würde Unternehmen bei der Suche nach geeigneten 
Fachkräften aus dem Ausland unterstützen und Kontakte zu relevanten Institutionen und 
Netzwerken vermitteln. Zudem könnte das Office Beratung und Unterstützung für 
Arbeitsuchende und Fachkräfte, die eine Beschäftigung in Deutschland anstreben. 
Das International Office sollte eng mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten, um 
einen reibungslosen Ablauf der Verfahren sicherzustellen. Es sollte bei der Beantragung von 
Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen unterstützen und Informationen zu den rechtlichen 
Rahmenbedingungen der internationalen Arbeitsmigration bieten. 
Das International Office für Arbeits-/ Fachkräfte sollte als langfristiges Projekt konzipiert und 
kontinuierlich weiterentwickelt werden, um den Bedürfnissen von Unternehmen und 
Fachkräften gerecht zu werden. Eine enge Kooperation mit relevanten Akteuren aus Wirtschaft, 
Bildung und Verwaltung ist dabei essenziell. 
Die gesamte Maßnahme sollte in enger Abstimmung mit dem Münsterland e.V. und dem 
Service Onboarding@Münsterland entwickelt werden, um Doppelstrukturen zu vermeiden. 
Zur Einrichtung einer Beratungs- bzw. Anlaufstelle, die sowohl digitale als auch Angebote in 
Präsenz vorhält und mit allen für das Boarding relevanten Bereichen vernetzt ist, liegen zwei 
Ratsanträge vor: A-R/0034/2022 der FDP-Ratsfraktion „International Welcome Desk“ und A-
R/0052/2022 als gemeinsamer Antrag der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL, der 
SPD-Ratsfraktion und der Ratsgruppe Volt „Fachkräfte für Münster – ein International 
Professionals Office einrichten“. Die Anliegen dieser Ratsanträge werden in der Vorlage 
V/0710/2023 „Gewinnung und Arbeitsmarktintegration von Fachkräften / Aufbau von 
Beratungs- und Informationsstrukturen“ behandelt. 
Zuständigkeit 
 
Koordination: Wirtschaftsförderung Münster GmbH/Stadtverwaltung Münster; 
Umsetzungspartner: IHK Nord Westfalen, Handwerkskammer, Unternehmen, 
Bildungseinrichtungen 
Status 
 
Ideenphase

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 97 
  
Zielbezug 
 
 Ziel 5.5: Positionierung von Münster als attraktiven Standort für internationale Fach- 
und Arbeitskräfte (Betreuung durch die Stadt, weltoffene Gesellschaft und Wirtschaft)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 98 
  
Zielgruppenorientierte Weiterentwicklung Internationales Standortmarketing 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Um das Ziel, vermehrt auch internationale Arbeitskräfte für den Münsteraner Arbeitsmarkt zu 
gewinnen zu erreichen, muss die internationale Sichtbarkeit der Stadt erhöht werden. Die 
Maßnahme zielt daher darauf ab, eine international ausgerichtete Standortkampagne zu 
entwickeln. Inhaltlich soll diese Kampagne sich dem vielfältigen Wirtschafts- und 
Wissenschaftsstandort Münster widmen, die dynamische Wirtschaft, die Chancen auf dem 
Arbeitsmarkt und die hohe Lebensqualität der Stadt herausstellen.  
Dabei können sowohl die wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Schwerpunkte mit Beispielen 
aus der Praxis vermittelt werden als auch die Münster-Werte und Lebensart mit Hilfe von 
Testimonials beworben werden. 
Zuständigkeit 
 
Koordination: Wirtschaftsförderung Münster GmbH in Kooperation mit Münster Marketing; 
Umsetzungspartner: IHK Nord Westfalen, Handwerkskammer Münster, Industriegemeinschaft 
Münster, Wirtschaftsinitiative Münster, Universität, Fachhochschule, Forschungsinstitutionen, 
weitere Ämter Stadtverwaltung
 
Status 
 
Ideenphase 
Zielbezug 
 
 Ziel 5.5: Positionierung von Münster als attraktiven Standort für internationale Fach- 
und Arbeitskräfte (Betreuung durch die Stadt, weltoffene Gesellschaft und Wirtschaft)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 99 
  
Förderung der migrantischen Potenziale 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Die Maßnahme hat zum Ziel, die Potenziale von Menschen mit Migrationshintergrund in 
Münster zu erkennen, zu fördern und zu nutzen. Durch gezielte Teilmaßnahmen sollen nicht 
nur die Teilhabe und Integration dieser Zielgruppe in verschiedenen Bereichen der 
Stadtgesellschaft verbessert werden, sondern insbesondere auch die Potenziale für den 
Arbeitsmarkt und das Unternehmertum gehoben werden. 
Dazu gehören unter anderem: 
 Verstetigung des Netzwerkes der migrantischen Ökonomie: regelmäßige 
Unternehmerinnen- und Unternehmertreffen 
 Unterstützung von Gründerinnen und Gründern mit Migrationshintergrund 
 Stärkere Öffnung der migrantischen Unternehmen für das duale Bildungssystem 
Das Projekt soll in enger Zusammenarbeit mit migrantischen Organisationen, 
Bildungseinrichtungen, Unternehmen und der Stadtverwaltung durchgeführt. 
Zuständigkeit 
 
Koordination: Stadtverwaltung Münster; Umsetzungspartner: Integrationsrat, migrantische 
Organisationen, IHK Nord Westfalen, Handwerkskammer Münster, Kreishandwerkerschaft, 
DGB Münsterland, Bildungseinrichtungen, Unternehmen
 
Status 
 
Ideenphase 
Zielbezug 
 
 Ziel 5.5: Positionierung von Münster als attraktiven Standort für internationale Fach- 
und Arbeitskräfte (Betreuung durch die Stadt, weltoffene Gesellschaft und Wirtschaft) 
 Ziel 7.2: Förderung der Toleranz und Offenheit gegenüber allen Menschen in der Stadt 
 Ziel 7.3: Stärkung des sozialen Gefüges in der Stadt (u.a. Angebote für alle Altersgrup-
pen, Kinder, Familien, soziale Inklusion und Vielfalt)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 100 
  
4.6 Münster.Dynamische Unternehmen 
Eine dynamische Entwicklung am Wirtschaftsstandort wird durch die Unternehmen vor Ort 
bestimmt. Mit deutschlandweit bekannten Unternehmen besitzt Münster eine starke 
wirtschaftliche Basis, die sich in der Industriegemeinschaft Münster zusammengeschlossen 
haben. Daneben macht auch die Wirtschaftsinitiative Münster (WIN e.V.) als Netzwerk von 
Unternehmen aller Branchen und Größen deutlich, wie breit und stark die wirtschaftliche Basis 
ist. Insgesamt wird der Wirtschaftsstandort neben einigen bekannten Großunternehmen somit 
stark durch Mittelstandsunternehmen aus fast allen Stärkefeldern geprägt. Große Bedeutung 
haben mittelständische Unternehmen beispielsweise im Handwerk, im Handel oder im Bereich 
von kreativen und FuE-orientierten Dienstleistungen. Von besonderer Bedeutung sind dabei 
insbesondere auch die inhabergeführten Unternehmen. 
Wenn es um die großen Transformationen geht, sind mittelständische Unternehmen in der Regel 
stärker auf Unterstützung von außen angewiesen. Aus diesem Grund wird im Handlungsfeld 
Münster.Dynamische Unternehmen ein Fokus auf den Münsteraner Mittelstand gelegt. In 
Kapitel 2.3 wurde herausgearbeitet, dass die Unternehmen in allen sektoralen Stärkefeldern vor 
spezifischen Herausforderungen stehen. Im Bereich der Industrie sind beispielsweise 
Klimaschutzmaßnahmen und Energiesicherheit große Themen. In anderen Bereichen wie 
Gesundheitswirtschaft spielt der demografische Wandel und die damit einhergehende Alterung 
der Gesellschaft eine gewichtige Rolle. Branchen bzw. sektorale Stärkefelder sollen bei diesen 
branchenspezifischen Herausforderungen unterstützt werden. Das stellt sicher, dass die 
sektoralen Stärkefelder wichtige Säulen des Wirtschaftsstandorts Münster bleiben. Zugleich 
werden branchenübergreifende Angebote geschaffen. Das gilt insbesondere für Themen, die für 
alle sektoralen Stärkefelder von großer Bedeutung sind – insb. Fachkräfte (Kapitel 4.5), 
Gründungsaktivitäten und Digitalisierung. Diese Initiativen sind notwendig, denn wie die Analyse 
der Ausgangslage (Kapitel 2.1) zeigt, hat Münster eine gute wirtschaftliche Ausgangssituation, die 
Entwicklung gestaltet sich allerdings weniger dynamisch als in vergleichbaren Städten in 
Deutschland.  
Besonders wichtig für die zukünftige Entwicklung des Wirtschaftsstandorts ist der Bereich 
Gründungen. Ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal von Münster ist die starke 
Hochschullandschaft. Ausgründungen aus dem wissenschaftlichen Bereich sollen gezielt gestärkt 
werden. Daneben gilt es, Synergien im Gründungsbereich zwischen KMU, Wissenschaft und Start-
ups zu heben. Die Ausgangslage im Bereich Gründungen (Kapitel 2.1) zeigt: Münster weist gute 
Gründungszahlen auf, doch es bestehen Aufschlusspotenziale zu anderen Universitätsstädten 
wie Karlsruhe oder Heidelberg. Besonders treten neben der Stärkung der bestehenden 
Gründungsstrukturen, -netzwerke und -infrastrukturen vor allem Zukunftsaussichten für 
Gründende am Standort Münster ins Blickfeld. Dazu gehören eine Erhöhung des Gründergeistes 
und eine Mentalitätswende, die Dynamik und Modernisierung in den Fokus rückt. 
Die wichtigsten Themen im Handlungsfeld sind in der folgenden Abbildung zusammengefasst 
(vgl. Abbildung 29) und werden durch Ziele und Maßnahmen untersetzt.

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 101 
  
Abbildung 29: Handlungsfeld Münster.Dynamische Unternehmen 
 
Abbildung Prognos AG, 2024 
 
4.6.1 Ziele 
Ziel 6.1 Sicherung der Rahmenbedingungen für Unternehmen und deren Weiterentwicklung 
■ Berücksichtigung spezifischer sektoraler Besonderheiten (bspw. Handwerk, Industrie, 
Kultur- und Kreativwirtschaft oder Handel) 
■ Wertschätzung für die jeweiligen wirtschaftlichen Akteurinnen und Akteure 
■ Schaffung einer Willkommenskultur für Fachkräfte und neue Unternehmen 
Ziel 6.2 Stärkung und Förderung inhabergeführter Unternehmen (u.a. Kaufmannschaft) 
■ Vielfalt und Pluralität in der Wirtschaftslandschaft erhalten und fördern: Inhabergeführte 
Unternehmen tragen zu einer differenzierten Angebotspalette bei und sind wichtige 
Akteurinnen und Akteure in Münsteraner Wirtschaftsstruktur 
■ Inhabergeführte Unternehmen sind eng mit der Stadt verbunden und tragen zur 
Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen bei 
■ Verbesserung der Rahmenbedingungen für Migrantische Ökonomie (z.B. durch 
verbesserte Aus- und Weiterbildungsangebote (siehe auch Abschnitt 4.5) 
Ziel 6.3 Stärkung und Förderung von Unternehmertum (Entre- und Intrapreneurship) 
■ Förderung wichtiger Aspekte von Unternehmertum, insb. Kreativität, Eigenverantwortung 
oder Teamorientierung.

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 102 
  
■ Umfeld schaffen, das Gründern und innovativen Mitarbeitern die nötigen Ressourcen, 
Informationen und Netzwerke bietet, um ihre unternehmerischen Ideen erfolgreich 
umzusetzen 
■ Fokus auf die Weiterentwicklung der Unternehmen am Standort (Scale-up) 
Ziel 6.4 Schaffung der Rahmenbedingungen für Gründungshotspots (u.a. Fokusthemen, neue 
räumliche Infrastrukturen und Mentalitätswende) 
■ Stärkung der bestehenden Gründungsstrukturen und -infrastrukturen  
■ Etablierung eines ausgeprägten Gründergeistes in der Stadt 
■ Mentalitätswende hin zu Themen wie Erneuerung, Dynamik und Fehlerkultur 
Ziel 6.5 Ausbau der Kooperationsaktivitäten sowie Realisierung von Synergien im 
Gründungsbereich (KMU, Wissenschaft und Start-ups) 
■ Koordiniertes und kooperatives Netzwerk für Existenzgründungen, Start-ups und junge 
Unternehmen 
■ Zusammenkunft verschiedener Kompetenzen und Ressourcen in der Stadt – Austausch 
von Erfahrungen sowie Förderung der Zusammenarbeit zwischen den 
Gründungsakteurinnen und -akteuren 
■ Ausbau von Kooperationsaktivitäten und die Realisierung von Synergien 
Ziel 6.6 Stärkung und Ausbau „Digital Hubs“ 
■ Unterstützung der Weiterentwicklung des Digital Hub von münsterLAND.digital e.V.  
■ Unterstützung Münsteraner Unternehmen bei digitalen Herausforderungen 
■ Schaffung eines Ökosystems, das den Austausch von Wissen, Erfahrungen und 
Ressourcen zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups fördert und 
somit die digitale Wirtschaft vorantreibt

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 103 
  
4.6.2 Maßnahmen 
Für Münster.Dynamische Unternehmen sind folgende Maßnahmen vorgesehen: 
Mittelstandsoffensive: Planungen beschleunigen – Wirtschaft entlasten 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Die Mittelstandsoffensive ist eine strategische Maßnahme zur Stärkung und Förderung des 
Münsteraner Mittelstands. Das Ziel besteht darin, die Wettbewerbsfähigkeit und 
Innovationskraft kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) zu steigern und ihnen somit 
langfristiges Wachstum zu ermöglichen. Dabei geht es um eine branchenübergreifende 
Weiterentwicklung und Förderung des Mittelstands in Münster. Es wird ein Instrument 
geschaffen, welches KMU bei der Bewältigung der großen Transformationen unterstützt. Im 
Vordergrund stehen die Themen Digitalisierung und nachhaltiges Wirtschaften. Die 
Zusammenarbeit der verschiedenen Akteurinnen und Akteure – Stadt, Wirtschaftsförderung 
und örtlichen Unternehmen – soll damit ein entscheidender Baustein für eine 
zukunftsorientierte Standortentwicklung werden.  
Zur Erreichung dieser Ziele werden verschiedene Schwerpunkte gesetzt: 
 Willkommenskultur und Wertschätzung gegenüber mittelständischen Unternehmen: 
Einführung einer jährlichen Zukunftskonferenz Wirtschaft. Dies kann die Akzeptanz und 
das Bekenntnis zum digitalen und nachhaltigen Wirtschaftsstandort Münster erhöhen. 
 Vereinfachung von Bürokratie und Genehmigungsverfahren: schnelle und zügige 
Entscheidungsprozesse (hier bestehen enge Verbindungen zum Projekt 
„Transformation der Stadtverwaltung und Digitalisierung der Prozesse im 
Handlungsfeld „Münster.Miteinander) 
 Ausbau von Transferstrukturen sowie Stärkung des regionalen Netzwerkes 
 Neue Formen der Informationsvermittlung: Austausch zu spezifischen Bedürfnissen 
und Herausforderungen der KMU 
 Fokus Nachhaltigkeit: Gap-Analyse und Synergien bestehender Initiativen 
 Sichtbarkeit von Hidden Champions erhöhen: Erfolgsstorys 
Die Mittelstandsoffensive soll in enger Zusammenarbeit mit relevanten Akteurinnen und 
Akteuren wie Verbänden, Kammern und wirtschaftsbezogenen Organisationen umgesetzt 
werden. 
Zuständigkeit 
 
Koordination: Stadtverwaltung Münster; Umsetzungspartner: Wirtschaftsförderung Münster 
GmbH, IHK Nord Westfalen, Handwerkskammer Münster, Kreishandwerkerschaft, 
Wirtschaftsinitiative Münster e.V., Unternehmen 
Status 
 
Ideenphase

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 104 
  
Zielbezug 
 
 Ziel 6.1: Sicherung der Rahmenbedingungen für Unternehmen und deren Weiterent-
wicklung  
 Ziel 6.2: Stärkung und Förderung inhabergeführter Unternehmen (u.a. Kaufmann-
schaft)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 105 
  
Allianz mit dem Handwerk (Masterplan Handwerk) 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Das Handwerk hat eine große Bedeutung bei der Gestaltung der anstehenden 
Zukunftsaufgaben: Klimaschutz und Energiewende, demografischer Wandel, 
Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Stadtentwicklung. Das Handwerk kann seine 
Schlüsselfunktionen nur bei entsprechend gestalteten Rahmenbedingungen übernehmen. 
Daher haben Handwerkskammer, Kreishandwerkerschaft und Stadt Münster mit der 
Erarbeitung einer gemeinsamen Vereinbarung und eines gemeinsamen Arbeitsprogramms für 
eine „Allianz mit dem Handwerk“ („Masterplan Handwerk“) begonnen.  
 
Im Sinne eines „Sofortprogramms“ wurden zunächst folgende wichtige Handlungsfelder 
identifiziert, die aktuell in gemeinsamen Workshops mit Maßnahmenansätzen unterlegt 
werden. 
 Standortsicherung (in Gemengelagen) und Entwicklung neuer Standorte 
 Vertiefung der laufenden Zusammenarbeit im Bereich „Klimaneutralität“ und „Klimaan-
passung“ 
 Strukturelle Unterstützung von Handwerksbetrieben bei „alltäglichen Problemen“ und 
„bürokratischen Hürden“ (z.B. Schulungen Ausschreibungen und Vergaben) 
 Verbesserung der Wertschätzung für das Handwerk 
 
Wichtige weitere relevante Themen werden bereits in gesonderten Projekten bearbeitet: 
 Neubau/Umbau Handwerkskammer Bildungszentrum Münster (HBZ) (Handlungsfeld 
„Münster.Talente und Bildung“ 
 Kampagne „Wirtschaft und berufliche Bildung“ (Handlungsfeld „Münster.Talente und 
Bildung) 
 Weiterentwicklung des Demonstrationszentrums „Bauen und Energie“ zu einem De-
monstrationszentrum „Zirkuläres Bauen“ (Handlungsfeld „Münster.Innovationen“) 
 
Zuständigkeit 
 
Koordination/Umsetzung: Stadtverwaltung Münster, Handwerkskammer Münster, 
Kreishandwerkerschaft Münster, Wirtschaftsförderung Münster GmbH 
Status 
 
Projektskizze – in Umsetzung (in Abhängigkeit von den Maßnahmen) 
Zielbezug 
 Ziel 5.1: Steigerung der Attraktivität von Berufsausbildungen und dualen Ausbildung 
(insb. in Handwerk und Industrie) 
 Ziel 5.3: Anpassung von Aus- und Weiterbildungen an veränderte Arbeitswelten, Berufs-
bilder und Schlüsseltechnologien 
 Ziel 6.1: Sicherung der Rahmenbedingungen für Unternehmen und deren Weiterent-
wicklung  
 Ziel 6.2: Stärkung und Förderung inhabergeführter Unternehmen (u.a. Kaufmann-
schaft)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 106 
  
Kuratiertes Gründungsökosystem 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Mit der Maßnahme soll die gemeinsame Zusammenarbeit der verschiedenen 
Gründungsakteurinnen und -akteure in der Stadt Münster gestärkt werden. Damit kann eine 
schnellere Umsetzung von Ideen erreicht werden. Darüber hinaus werden mit der Maßnahme 
Gründungen stärker in den Fokus gerückt (Gründungsmarketing) und damit der 
Gründungsgeist in der Stadt gestärkt. Münster hat in den letzten Jahren bereits nachweisbare 
Fortschritte in der Stärkung des Gründungsökosystems gemacht, die wesentlich mit REACH 
EUREIO Start-up Center und dem Digital HUB münsterLAND e.V. zusammenhängen.  
Eine wichtige aktuelle Weiterentwicklung besteht in dem Ansatz der Hochschulen (Universität 
Münster/FH Münster), das Gründungsökosystem breiter aufzustellen und über eine „Startup-
Factory“ (SUPF) in Münster mit den regionalen Partnern zu positionieren. Erste Schritte sind 
durch die Auswahl des REACH-Euregio Start-up Centers für die Konzeptphase der Start-up 
Factories auf Bundesebene erfolgt, weitergehende Anträge sind für das erste Quartal 2025 
geplant. In Q4-2024 erfolgt zudem die Neuausschreibung der Digital Hubs NRW für die 
Förderperiode 2025-2028. Auch hier hat der Digital HUB münsterLAND e.V. mit seinen 
regionalen Partnern eine starke Bewerbung abgeben und hat gute Chancen, sich im 
Wettbewerb mit den anderen Digital Hubs durchsetzen. 
Einzelne Umsetzungsschritte umfassen: 
 Koordiniertes und kooperatives, Netzwerk für Existenzgründungen, Start-ups und junge 
Unternehmen (effektives Zusammenwirken) 
 Stärkung und Erweiterung der bestehenden Gründungsstrukturen und -infrastrukturen 
(u.a. SUPF und „Digital Hub 2.0“) 
 Weitere Bündelung der Aktivitäten von Digital Hub, REACH, Gründerberatung und 
Wirtschaftsförderung/Technologieförderung (ggf. „Gründungshaus für Münster“) 
 Systematische Vernetzung von Start-ups mit dem regionalen Mittelstand, z. B. mit 
Akzelerator-Programmen 
 Überregionale Einbettung des Gründungsökosystems: Münsterland, Euregio, 
TECH.LAND 
 Münsteraner Gründungserfolge sichtbar machen  
 Die Gründungspotenziale von innovativen Frauen und innovativen Menschen mit 
Migrationsvorgeschichte besonders in den Fokus nehmen und dafür eigene Workshops 
zum Empowerment anzubieten 
 Social Entrepreneurship und Social Impact-Start-ups entsprechend berücksichtigen 
Zuständigkeit 
 
Koordination: Wirtschaftsförderung Münster GmbH (Konsortialführer münster.gründet) sowie 
REACH/TAFH (für SUPF) und Digital Hub münsterLAND e.V. (für Digital Hub 2.0); 
Umsetzungspartner: Gründungsnetzwerk Münster (münster.gründet), Technologieförderung 
Münster GmbH, Stadtverwaltung Münster, Banken, Hochschulen, REACH - EUREGIO Start-up 
Center, Digital Hub münsterLAND e.V. 
Status 
 
Projektskizze - Fortführung/ Optimierung vorhandener Strukturen (In Umsetzung)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 107 
  
Zielbezug 
 
 Ziel 6.1: Stärkung und Förderung von Unternehmertum (Entre- und Intrapreneurship) 
 Ziel 6.4: Schaffung der Rahmenbedingungen für Gründungshotspots (u.a. Fokusthe-
men, neue räumliche Infrastrukturen und Mentalitätswende) 
 Ziel 6.5: Ausbau der Kooperationsaktivitäten sowie Realisierung von Synergien im 
Gründungsbereich (KMU, Wissenschaft und Start-ups)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 108 
  
Weiterentwicklung Digital Hub münsterLAND & münsterLAND.digital e.V.  
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Die Maßnahme "Weiterentwicklung Digital Hub münsterLAND & münsterLAND.digital e.V." zielt 
darauf ab, den bereits bestehenden Digital Hub münsterLAND, der vom Verein 
münsterLAND.digital e.V. betrieben wird, weiterzuentwickeln und zu stärken. 
Im Rahmen der Weiterentwicklung des Digital Hubs sollen verschiedene Teilmaßnahmen 
umgesetzt werden. Dazu gehört beispielsweise die Erweiterung der Infrastruktur und 
Ausstattung, um den Bedürfnissen der Nutzenden gerecht zu werden. Insbesondere der 
Zugang zu digitalen Zukunftstechnologien wie Robotik, KI, IoT (Internet of Things) sowie 
VR/AR/XR (Extented Reality) soll gestärkt werden. Darüber hinaus sollen neue Kooperationen 
und Partnerschaften mit Unternehmen, Hochschulen und anderen Institutionen geschaffen 
werden, um das Netzwerk zu erweitern, neue Themenfelder zu erschließen und Synergien zu 
schaffen. 
Ein weiterer Schwerpunkt der Maßnahme liegt weiterhin auf der Förderung von Start-ups und 
der Unterstützung bei der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle. Hierzu sollen gezielte 
Beratungs-, Vernetzungs- und Coachingangebote bereitgestellt werden, um den Start-ups bei 
der Skalierung und Markterschließung zu helfen. Darüber hinaus soll das Co-Working Angebot 
für Start-ups aufrechterhalten werden. 
Zuständigkeit 
 
Koordination: Digital Hub münsterLAND e.V.; Umsetzungspartner: Wirtschaftsförderung 
Münster GmbH, IHK Nord Westfalen, Gründungsnetzwerk Münster, Hochschulen, REACH - 
EUREGIO Start-up Center, Stadtverwaltung, zahlreiche Unternehmen,   
Status 
 
Projektskizze (Neuantrag) – In Umsetzung (laufender Betrieb) 
Zielbezug 
 
 Ziel 6.1: Stärkung und Förderung von Unternehmertum (Entre- und Intrapreneurship)  
 Ziel 6.4: Schaffung der Rahmenbedingungen für Gründungshotspots (u.a. Fokusthe-
men, neue räumliche Infrastrukturen und Mentalitätswende) 
 Ziel 6.5: Ausbau der Kooperationsaktivitäten sowie Realisierung von Synergien im 
Gründungsbereich (KMU, Wissenschaft und Start-ups)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 109 
  
4.7 Münster.Lebensqualität 
Gespräche mit Akteurinnen und Akteuren im Rahmen der Strategieerstellung machen deutlich: 
Die Stadt Münster besticht durch eine hohe Lebensqualität und das Lebensgefühl vor Ort. Die 
Menschen leben gerne in der Stadt und schätzen die überschaubare Größe mit kurzen Wegen, 
guter Radverkehrsinfrastruktur, grünen Inseln sowie einer offenen und toleranten 
Stadtgesellschaft. Diese eher „weichen“ Faktoren sind auch für den Wirtschaftsstandort Münster 
entscheidend, so führen sie zu einer stärkeren Identifikation mit der Stadt und überzeugen 
Menschen nach Münster zu ziehen. Es gilt, die Faktoren des Erfolgs – die Münsteraner Lebensart 
und die Vielfalt in der Stadt – zu bewahren. Gleichzeitig müssen die Herausforderungen, die mit 
diesem Erfolg einhergehen, angegangen werden: Wohnraum wird knapp und teuer. 
Infrastrukturen geraten an ihre Grenzen.  
Im Handlungsfeld Münster.Lebensqualität wird daher die Münsteraner Lebensart gestärkt. Als 
wesentlicher Bestandteil gilt dabei die Stärkung guter Lebensbedingungen in allen Stadtteilen, 
Dazu gehören wohnortnahe Bildungsangebote und Kinderbetreuungsmöglichkeiten sowie Kultur-, 
Freizeit- und Sportangebote. Ebenso zentral ist die Sicherung der städtischen Grünzüge und 
Grünringe, die das Stadtbild Münsters entscheidend prägen. Die Münsteraner Lebensart ist 
zudem stark durch die wissenschaftliche Tradition geprägt. Junge Menschen ziehen zur 
Ausbildung – insbesondere Studium– in die Stadt. Nicht nur an den Hochschulen, sondern in 
allen weiteren Bereichen der Stadt wird die Internationalisierung der Bildungsangebote 
zunehmend wichtiger. Für internationale Fachkräfte sind internationale Bildungsangebote ein 
entscheidendes Standortkriterium. Die Stärkung der Internationalität hilft nicht nur Münster. 
Unternehmen aus dem gesamten Münsterland können durch eine internationalere Ausrichtung 
der Stadt Münster an Attraktivität für internationale Fachkräfte gewinnen. An dieser Stelle kommt 
ein zweiter starker Faktor in Münster zum Tragen – die gelebte Toleranz und Vielfalt in der Stadt. 
Einen wichtigen Beitrag leistet dabei die Charta der Vielfalt und die Europäische Charta der 
Gleichstellung. Toleranz und Vielfalt sind wichtige Säulen der Münsteraner Lebensart und tragen 
entscheidend zum Zusammenhalt und Gemeinschaftsgefühl in der Stadt bei.  
Die wichtigsten Themen im Handlungsfeld sind in Abbildung 30 zusammengefasst.

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 110 
  
Abbildung 30: Handlungsfeld Münster.Lebensqualität 
 
Abbildung Prognos AG, 2024 
 
4.7.1 Ziele 
Ziel 7.1 Förderung von Wohlbefinden und einer gesunden Lebensweise (im Bereich Sport, 
Grün- und Freiflächen und Gesundheit) 
■ Sensibilisierung für Themen im Bereich Gesundheit 
■ Schaffung von Angeboten in gesundheitsrelevanten Bereichen wie Sport 
■ Attraktivierung von Ausgleichsmöglichkeiten, insb. in Grün- und Freiflächen 
Ziel 7.2 Förderung der Toleranz und Offenheit gegenüber allen Menschen in der Stadt 
■ Akzeptanz und Aufgeschlossenheit gegenüber allen Menschen (Willkommenskultur, 
Integration, Inklusion) 
■ Charta der Vielfalt und Europäische Charta der Gleichstellung 
Ziel 7.3 Stärkung des sozialen Gefüges in der Stadt (u.a. Angebote für alle Altersgruppen, 
Kinder, Familien, soziale Inklusion und Vielfalt) 
■ Berücksichtigung der Bedarfe spezifischer Gruppen in der Stadt (Kinder, Familien, 
Seniorinnen und Senioren, Menschen aus dem Ausland) 
■ Zusammenbringen verschiedener Gruppen (Austauschformate und -orte) 
■ Schaffung gemeinsamer Aktivitäten und Veranstaltungen

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 111 
  
Ziel 7.4 Sicherheit und Lebensqualität gemeinsam denken (z.B. Fahrradinfrastruktur, 
Vorkehrungen gegen Extremhitze oder Überschwemmungen, …) 
■ Auseinandersetzung mit zukünftigen Herausforderungen 
■ Krisenbewältigung über resiliente Infrastrukturen 
■ Verknüpfung von Sicherheitsmaßnahmen mit dem Streben nach besserer Lebensqualität

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 112 
  
4.7.2 Maßnahmen 
Für Münster.Lebensqualität sind folgende Maßnahmen vorgesehen: 
Internationalisierung der Bildungsangebote 
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Eine Internationalisierung der Bildungsangebote steigert die Attraktivität von Münster als 
Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort und ist ein wichtiger Standortfaktor für die Gewinnung 
internationaler Fachkräfte. Im Rahmen der Analysen zur Standortentwicklungsstrategie 2030 
ist deutlich geworden, dass seitens der Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft und Forschung 
der Bedarf an einer weiteren Internationalisierung der Bildungsangebote gesehen wird. Auch 
wurde als eine wichtige strategische Leitlinie für die Standortentwicklung formuliert: „Münster 
ist weltoffen und international“. Damit soll Münster als internationaler Standort sichtbarer 
gemacht werden. Münster soll für Menschen aus verschiedenen Ländern attraktiver werden, 
seien es Studierende, Fachkräfte oder Familien. Dies trägt zur kulturellen Vielfalt der Stadt bei. 
Mit den Vorlagen V/0340/2019 und V/0200/2024 hat die Verwaltung eine umfassende 
Bestandsanalyse zur Internationalisierung der Schullandschaft in Münster vorgelegt. Die 
Berichte machen deutlich, welchen Möglichkeiten Schülerinnen und Schüler unabhängig von 
ihrer Herkunft haben, sich an Schulen auf die Globalisierung und Internationalisierung der 
Gesellschaft vorzubereiten.  
Die Berufs- und Lebenswege vieler Menschen werden immer internationaler. Die wachsende 
Mobilität in Europa und die starke Migrationsbewegung der letzten Jahre repräsentieren 
darunter nur zwei Aspekte, die die Bedeutung der Weiterentwicklung interkultureller 
Kompetenzen in unserer Gesellschaft unterstreichen. Internationale Angebote in Schulen 
bieten bereits im jungen Alter den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, über den 
eigenen kulturellen Horizont hinauszublicken, interkulturelle Kommunikationsfähigkeit zu 
entwickeln und Zuwanderungsgeschichte als Potenzial zu stärken. In diesem Zusammenhang 
sind Sprachkenntnisse, anerkannte internationale Abschlüsse und interkulturelle 
Kompetenzen wichtige Voraussetzungen. Mit dem Ansatz der potenzialorientierten Beschulung 
vertritt Münster in Zusammenarbeit zwischen Kommune und staatlicher Schulaufsicht seit 
2015 eine wirksame Konzeption von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen. Hierbei 
fungiert die städtische Bildungsberatung als zentrale Ansprechpartnerin mit dem Ziel der 
Gestaltung einer erfolgreichen Schullaufbahn und einer passgenauen frühestmöglichen 
Bildungspartizipation für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus fördert 
die Internationalisierung der Schullandschaft den kulturellen Austausch und die 
Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ländern. Die Vernetzung und das Engagement 
verschiedener Akteure in der Stadt Münster führt zu innovativen Vorhaben. Gelebte Beispiele 
dafür sind grenzüberschreitende Projekte, wie das Projekt „Euregionale Durchlaufende 
Bildungskette“ (EDL). Des Weiteren Vernetzung von Schulen in einem Konsortium, das im Zuge 
des Programms „Erasmus +Schule“, Mobiltäten von Schülerinnen und Schülern und 
Lehrkräften innerhalb Europas unterstützt. Solche Vorhaben, tragen aktiv zur 
Internationalisierung der Schullandschaft bei.

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 113 
  
Vor dem Hintergrund der Vielzahl an Angeboten mit internationaler Ausrichtung an den Schulen 
in Münster wäre angesichts der in der Standortentwicklungsstrategie 2030+ artikulierten 
Bedarfe ein erster Schritt, über die vorhandenen Angebote bedarfsgerecht zu informieren. 
Darüber hinaus müsste in einem zweiten Schritt analysiert werden, ob sich noch Bedarfslücken 
identifizieren lassen. Auf dieser Basis wäre über nächste Schritte zu entscheiden.  
Zuständigkeit 
 
Koordination: Stadtverwaltung Münster mit Schulträgern, Anbietenden von Bildungsangeboten, 
Hochschulen, Unternehmen 
Status 
 
In Umsetzung: Internationalisierung der Schullandschaft; Ideenphase (Prüfung möglicher 
weiterer Bedarfe aus Sicht der Standortentwicklungsstrategie 2030+) 
Zielbezug 
 
 Ziel 5.5: Positionierung von Münster als attraktiven Standort für internationale Fach- 
und Arbeitskräfte (Betreuung durch die Stadt, weltoffene Gesellschaft und Wirtschaft) 
 Ziel 7.2: Förderung der Toleranz und Offenheit gegenüber allen Menschen in der Stadt

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 114 
  
Weitere Implementierung „Europäische Charta der Gleichstellung“ und „Charta der Vielfalt“  
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Im Rahmen der Analysen zur Standortentwicklungsstrategie 2030* wurden die „Charta der 
Gleichstellung und die „Charta der Vielfalt“ als wichtige strategische Instrumente identifiziert, 
um Diversity und Gleichstellung zu stärken und damit ein zukunftsorientiertes Arbeitsumfeld 
fördern können. 
Europäische Charta der Gleichstellung  
Die Stadt Münster ist 2009 der Europäischen Charta zur Gleichstellung von Mann und Frau auf 
lokaler Ebene“ beigetreten und hat seit dem 5 Aktionspläne erarbeitet, und in die Umsetzung 
gebracht, die jeweils vom Rat beschlossen wurden. In der Charta der Gleichstellung wird 
bereits ein enger Bezug zu einer zukunftsorientierten Standortentwicklung hergestellt. In der 
Charta heißt es: „In der Welt von heute und morgen ist eine echte Gleichstellung von Frauen 
und Männern auch der Schlüssel zu unserem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg – 
nicht nur auf europäischer oder nationaler Ebene, sondern auch in unseren Regionen, Städten 
und Gemeinden. Mit dem Handlungsfeld „nachhaltige Wirtschafts-, Planungs- und 
Umweltentwicklung“ bieten Charta und lokale Pläne wichtige Ansatzpunkte für eine nachhaltige 
Wirtschaftsentwicklung unter besonderer Berücksichtigung der Gleichstellung der 
Geschlechter. So war das Empowerment von Frauen in Politik und Beruf – gerade in 
technischen Bereichen und auf der Führungsebene –bereits ein wichtiges Thema der 
Aktionspläne. Auch die Sensibilisierung aller Beschäftigten für das Thema Genderkompetenz 
und ein grenzachtender Umgang sind als Bestandteile der Charta-Aktionspläne wichtige 
Aspekte für eine moderne und offene Arbeitgeberin. Das Schwerpunktthema des 5. 
Aktionsplans – Klima- und Gendergerechtigkeit – sensibilisiert dafür, dass Maßnahmen zum 
Klimaschutz nicht nur technische Lösungen erfordern, sondern auch soziale Aspekte 
berücksichtigen müssen. Die Erarbeitung der nächsten Aktionspläne bietet gut Chancen, das 
Thema Gleichstellung weiter voranzutreiben. 
Aktionspläne zu den Schwerpunktthemen Istanbul-Konvention (Gewalt gegen Frauen) und 
LSBTIQ* 
Neben den genannten Aktivitäten zur Europäischen Charta für die Gleichstellung der 
Geschlechter werden derzeit im Amt für Gleichstellung auf politischen Antrag zwei weitere 
Aktionspläne zu den Schwerpunktthemen Istanbul-Konvention (Gewalt gegen Frauen) und 
LSBTIQ* erarbeitet. Ziel des Aktionsplans Istanbul-Konvention ist entsprechend dem 
gesetzlichen Auftrag die Prävention und der Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt, hier mit 
Fokus auf die kommunale Ebene. Neben der Prävention steht der bedarfsgerechte Ausbau der 
Schutz- und Unterstützungsinfrastruktur im Mittelpunkt. Der Aktionsplan LSBTIQ* ist ein 
kommunales Handlungskonzept mit dem Ziel eines selbstbestimmten und 
diskriminierungsfreien Lebens von LSBTIQ*. Er wird entlang von fünf verschiedenen 
Handlungsfeldern erarbeitet, die sich an den biografischen Stationen eines Menschen 
orientieren. Darüber hinaus wird mit den drei Querschnittsthemen Inklusion, Gesundheit und 
Gewaltschutz/Antidiskriminierung eine intersektionale Perspektive fokussiert.  
Beide Aktionspläne tragen zur Standort- und Arbeitgeberinnenattraktivität bei, da ein sicheres, 
selbstbestimmtes, diskriminierungsfreies und unterstützendes Lebensumfeld ohne 
geschlechtsspezifische Gewalt die Lebensqualität fördert und das Innovationspotenzial der

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 115 
  
Zielgruppen deutlich erhöht. Damit unterstützen die Aktionspläne zugleich auch die Umsetzung 
der Handlungsfelder „Münster.Talente und Bildung“ sowie „Münster.Lebensqualität“. 
Charta der Vielfalt: 
Ziel der Initiative ist ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld. Alle Beschäftigten – unabhängig von 
Alter, ethnischer Herkunft und Nationalität, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, 
körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung 
und sozialer Herkunft – sollen dadurch größere Wertschätzung erfahren. Mehr als 5.000 
Organisationen haben die Charta der Vielfalt bis heute unterzeichnet. Die Charta haben die 
Stadt Münster (seit 03/2009), Bezirksregierung Münster, FH Münster, LWL und Provinzial 
bereits unterzeichnet. Darauf wird aufgesetzt und eine weitere Implementierung soll in der 
Stadt Münster vorangetrieben getrieben werden.  
 
Zuständigkeit 
 
Koordination: Stadtverwaltung Münster 
Status 
 
In Umsetzung (5. Aktionsplan der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und 
Männern auf lokaler Ebene für Münster), Projektskizze (für die Aktionspläne zu den 
Schwerpunktthemen Istanbul-Konvention und LSBTIQ*) und Ideenskizze (für Maßnahmen 
„Charta der Vielfalt“) 
Zielbezug 
 
 Ziel 7.2: Förderung der Toleranz und Offenheit gegenüber allen Menschen in der Stadt 
 Ziel 7.3: Stärkung des sozialen Gefüges in der Stadt (u.a. Angebote für alle Altersgrup-
pen, Kinder, Familien, soziale Inklusion und Vielfalt)

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 116 
  
Stärkung guter Lebensbedingungen in allen Stadtteilen  
Beschreibung und Zielsetzung 
 
Die Analysen zur Standortentwicklungsstrategie haben gezeigt, dass Münster insgesamt eine 
hohe Lebensqualität bescheinigt wird (Ausnahme: angespannter Wohnungsmarkt). Da die 
weichen Standortfaktoren im Standortwettbewerb zunehmend an Bedeutung gewinnen, 
bestehen hier wichtige Stellschrauben für eine zukunftsorientierte Entwicklung des 
Wirtschaftsstandortes Münster jenseits der „harten“ infrastrukturellen Rahmenbedingungen.  
Dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum begegnet Münster bereits mit der Wohnbauland-
entwicklung und der Wohnungsbauoffensive. Diese dienen insbesondere der Schaffung von 
leistbarem Wohnraum und erleichtert gleichzeitig die Gewinnung von Arbeits- und Fachkräften 
(siehe entsprechendes Projekt im Handlungsfeld „Münster.Nachhaltige Infrastrukturen“).  
Im Hinblick auf weitere personenbezogene weiche Standortfaktoren erhält Münster im 
Standortvergleich grundsätzlich gute Noten. Zu nennen sind vor allem: 
 Medizinische Versorgung  
 Kita- und Bildungsangebot 
 Kultur- und Freizeitangebot (inkl. Sportmöglichkeiten) 
 Umweltqualität, Nähe zu Grün- und Freiräumen 
 Münster als Fahrradstadt 
 Stadtbild, lebendige Innenstadt und vielfältige Stadtteile 
 Soziales Klima und zivilgesellschaftliche Engagement 
Die MünsterZukünfte haben deutlich gemacht, dass die Vielfalt der Stadtteile ein hohes Gut ist. 
In Münster lässt sich städtisch wie auch eher ländlich leben. Diese Unterschiedlichkeit verlangt 
maßgeschneiderte Entwicklungskonzepte, die bereits für viele Stadtteile vorliegen oder in 
Kürze abgeschlossen werden. Neben den integrierten Entwicklungskonzepten wird auch in 
Fachkonzepten an der Stärkung wichtiger weicher Standortfaktoren gearbeitet wie v.a.:  
 Ausbau Kindertagesbetreuung 
 Schulausbauprogramm 
 Fortschreibung Einzelhandels- und Zentrenkonzept 
 Umsetzung Masterplan Mobilität 2035+, Fahrradnetz 2.0 und Fortschreibung 
Nahverkehrsplan 
 Sportentwicklungsplanung und Neubau Sportanlagen 
Trotz aller bisheriger Anstrengungen bedarf die Stadtteilentwicklung weiterhin besonderer 
Aufmerksamkeit. Es gilt, den Unterschieden zwischen den Stadtteilen (z.B. im Hinblick auf die 
Altersstruktur, die verkehrliche Anbindung und infrastrukturelle Angebote) Rechnung zu tragen 
und dafür zu sorgen, dass sich alle Stadtteile auf ihre Weise stabil weiterentwickeln können 
und die Lebensbindungen in allen Stadtteilen gestärkt werden. Dies verlangt nach einer 
sorgsamen Stadtteilentwicklungsplanung unter engem Einbezug der Stadtteilakteurinnen und  
-akteure sowie der Bewohnerschaft.   
Zuständigkeit 
 
Koordination: Stadtverwaltung Münster

4BMünster 2030+ | Handlungsfelder und Maßnahmen zur Umsetzung 
 Seite 117 
  
Status 
 
Konzeptionsphase – In Umsetzung 
Zielbezug 
 
 Ziel 7.1: Förderung von Wohlbefinden und einer gesunden Lebensweise (im Bereich 
Sport, Grün- und Freiflächen und Gesundheit) 
 Ziel 7.4: Sicherheit und Lebensqualität gemeinsam denken (z.B. Fahrradinfrastruktur, 
Vorkehrungen gegen Extremhitze oder Überschwemmungen, …)

5BMünster 2030+ | Stadträumliche Perspektive 
 Seite 118 
  
5 Münster 2030+ | Stadträumliche Perspektive 
Wirtschaftliche Prozesse finden auf Flächen statt. Gerade in Städten bedeutet dies starke 
Wechselwirkungen zwischen wirtschaftlicher Aktivität und anderen Aspekten des Lebens der 
Bewohnerinnen und Bewohner sowie dem Ziel der ökologischen Tragfähigkeit. Hinzu kommt, 
dass gerade in so beliebten Städten wie Münster eine zunehmende Konkurrenz um Flächen für 
Landwirtschaft, Industrie, Gewerbe, Wohnen, Verkehr, erneuerbare Energien und weitere 
Nutzungsformen existiert. Die oben beschriebenen Transformationsdynamiken wie Klimawandel, 
digitale Transformation und demografischer Wandel stellen einerseits neue Anforderungen an 
Unternehmen, denen diese nur mit Anpassungen ihrer Prozesse und Produkte gerecht werden 
können. Solche Prozesse erfordern neben Investitionen auch Fläche. Andererseits erfordern die 
Transformationen auch Veränderungen in der Art wie Städte gebaut und in ihnen gelebt wird. So 
verstärken diese Transformationen die Nutzungskonkurrenzen und verdeutlichen die Relevanz 
einer Auseinandersetzung mit der stadträumlichen Perspektive der wirtschaftlichen Entwicklung 
Münsters. 
Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie 2030 wurde in Hinblick auf nachhaltiges Wirtschaften 
beschlossen: „Die Stadt Münster verfolgt das Ziel einer zukunftsorientierten 
Wirtschaftsentwicklung, in der ökonomische Wettbewerbsfähigkeit im Einklang steht mit 
ökologischer Tragfähigkeit und sozialer Verantwortung.“ Dieses strategische Ziel verdeutlicht, 
dass nachhaltiges Wirtschaften immer auch die Beachtung der Wechselwirkungen mit dem 
städtischen Raum und einen effizienten und schonenden Umgang mit den natürlichen 
Ressourcen wie Flächen beinhaltet. Das Integrierte Flächenkonzept (IFM) dient als Wegweiser für 
die nachhaltige räumliche Stadtentwicklung Münsters bis zum Jahr 2045. Dabei bildet die 
sogenannte IFM-Charta „Münstersche Stadt-Landschaft“ den strategischen Überbau des 
Integrierten Flächenkonzepts. Die IFM-Charta formuliert als inhaltlicher Kompass übergeordnete 
Botschaften, die die Ziele und Werte verdeutlichen, die die Stadt mit der Erstellung des IFM für 
eine integrierte räumliche Stadtentwicklung erreichen möchte. Wichtige Botschaften sind:
33  
■ Münster steuert seine Zukunftsentwicklung integrativ! 
■ Münster als wachsende Stadt mit hohen Flächenbedarfen für neue Wohn- und 
Arbeitsstätten! 
■ Münster sichert, entwickelt und nutzt die Besonderheiten der Landschaft! 
■ Münster übernimmt vor Ort Verantwortung für das Klima und handelt ambitioniert im 
Bereich erneuerbarer Energien! 
Um den steigenden Bedarf an Wohnraum und Gewerbeflächen zu decken, müssen neue 
Siedlungsflächen planerisch gesichert werden. Gleichzeitig müssen durch höhere bauliche 
Dichten in neuen Baugebieten auch die Inanspruchnahme von Flächen verringert und 
bestehende wertvolle Freiräume geschützt werden. Zudem müssen für die Energiewende 
notwendige Flächen für erneuerbare Energien identifiziert werden. Das IFM greift diese 
Herausforderungen auf, bringt die Handlungsfelder Siedlung, Freiraum und erneuerbare Energien 
in Balance und schafft somit einen fachlich abgestimmten Rahmen für die räumliche 
Stadtentwicklung von Münster für die nächsten Jahrzehnte. 
 
33 Stadt Münster (2024b)

5BMünster 2030+ | Stadträumliche Perspektive 
 Seite 119 
  
Abbildung 31: IFM – Integriertes Flächenkonzept Münster 
 
Stadt Münster (2024): Plandarstellung auf Basis des Ratsbeschlusses vom 11.09.2024 zur Vorlage V/0192/2024

5BMünster 2030+ | Stadträumliche Perspektive 
 Seite 120 
  
Abbildung 31 fasst die Ergebnisse des IFM-Konzeptes zusammen. Erklärtes Ziel ist es, 
ausreichend leistbares Wohnen in Münster zu ermöglichen und Wohnraum vorrangig durch eine 
Innentwicklung (z. B. Nachverdichtung, Baulückenschließung, Konversion etc.) zu schaffen. Da 
dieses Potenzial jedoch zunehmend begrenzt ist, bietet das Integrierte Flächenkonzept mögliche 
Flächen für bis zu 21.000 Wohnungen und darüber hinaus 285 Hektar gewerbliche Bauflächen. 
Damit stellt das IFM die weitere Handlungsfähigkeit der Stadt sicher und schafft die 
Voraussetzungen dafür, neue Wohnräume insbesondere nahe der Innenstadt und der 
Bahnhaltepunkte zu entwickeln.  
Der Schutz wichtiger Naturräume und die Qualifizierung von Freiräumen sind dabei essenziell. Ein 
wichtiger Beitrag zur Klimaneutralität soll unter anderem durch den Bau weiterer Windenergie- 
und Freiflächen-Solaranlagen geleistet werden – dafür notwendige Potenzialflächen sind Teil des 
Ergebnisses des IFM-Konzepts. Wenn möglich, sollen neue Standorte für Windenergieanlagen mit 
Freiflächen-Solaranlagen kombiniert werden. Erstmalig soll dies im Bereich des Autobahnkreuzes 
Münster-Süd in den nächsten Jahren umgesetzt werden. 
Das im IFM-Konzept als Leitmotiv benannte „Huckepack-Prinzip“, bei dem Siedlungsflächen und 
umgebende Freiräume zeitlich parallel entwickelt und qualifiziert werden sollen, soll erstmals im 
Bereich des Kinderbachtals und der beiden Modellquartiere Steinfurter Straße und Busso-Peus-
Straße Anwendung finden.

5BMünster 2030+ | Stadträumliche Perspektive 
 Seite 121 
  
5.1 Grundsätze der stadträumlichen Entwicklung im Hinblick auf die 
wirtschaftliche Entwicklung 
Aufbauend auf den Leitlinien der Standortentwicklungsstrategie 2030+ werden mit den 
folgenden Grundsätzen ein Orientierungsrahmen für die Nutzung des Stadtraums und seiner 
Flächen im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung in Münster aufgespannt und räumlich-
planerische Konsequenzen beleuchtet: 
# Nachverdichtung und Revitalisierung 
Die große Nachfrage nach Wohnraum und Gewerbeflächen in Münster macht deutlich: Der 
vorhandene Platz muss so effizient wie möglich genutzt werden. Daher nutzt Münster die 
Möglichkeiten sowohl der Neuentwicklung als auch der Nachverdichtung und Revitalisierung 
(ökologischen Transformation) bestehender Flächen. Nicht zuletzt, um Neuversiegelung zu 
vermeiden.  
Bei der Nachverdichtung kommen in den städtischen Randbereichen und Gewerbegebieten 
beispielsweise Aufstockungsmaßnahmen in Betracht, die die Produktion und Lagerhaltung auf 
mehrere Ebenen verteilen. Dabei gilt es jedoch, die Voraussetzungen für die Wertschöpfung zu 
berücksichtigen. 
Zudem setzt Münster auf die Revitalisierung von Bestandsgebäuden und -flächen. Dem Erhalt 
des vorhandenen Bestandes kommt eine besondere Bedeutung zu, um dem Verlust von 
Gewerbe- und Industrie entgegenzuwirken und brachliegende Flächen wieder nutzbar zu machen. 
Beispiele dafür sind die Konversionen im York- und im Oxford-Quartier.  
Durch gezielte Umnutzung kann Münster lebendige und nachhaltige Umgebungen schaffen, die 
den Bedürfnissen der Stadtgesellschaft und der Münsteraner Unternehmen entsprechen. Dabei 
ist es ebenso wichtig, alle verfügbaren Maßnahmen zur Entsiegelung nicht mehr benötigter 
Gewerbeflächen umfassend zu nutzen und somit einen Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit 
zu leisten. Gleichzeitig werden Flächensparpotenziale bei der Gewerbeflächenentwicklung 
gehoben. 
# Nachfrageorientierte und gezielte Flächenentwicklung  
Münster bleibt auch zukünftig ein guter Standort für Gewerbe und Industrie. Viele 
Industriebetriebe benötigen nach wie vor räumliche Entwicklungsmöglichkeiten, nicht zuletzt, um 
die eigenen Geschäftsmodelle (z.B. im Hinblick auf die angestrebte Dekarbonisierung) 
transformieren und neue Geschäftsfelder erschließen zu können. Die strategische Sicherung und 
Entwicklung von Wirtschaftsflächen, die zur wirtschaftlichen Stabilität der ansässigen 
Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen notwendig sind, hat für die 
zukunftsorientierte Entwicklung von Wirtschaft und Stadt hohe Bedeutung. Die 
Flächenentwicklung erfolgt nachfrageorientiert. Dementsprechend kann über die im IFM 
dargestellte Flächenreserve hinaus keine pauschale Flächenvorhaltung stattfinden. Die Stadt 
Münster stellt Unternehmen jedoch qualitativ geeignete Flächen zur Verfügung, wenn dies mit 
den Zielstellungen der Standortentwicklungsstrategie für den Wirtschaftsstandort und dem IFM 
vereinbar ist.

5BMünster 2030+ | Stadträumliche Perspektive 
 Seite 122 
  
# Unterstützung der sozial-ökologischen Transformation der Wirtschaft 
Die Transformation von Geschäftsmodellen, Anpassung an neue Anforderungen und Erschließung 
neuer Schlüsseltechnologien braucht bei vielen Münsteraner Unternehmen Raum. Sollten 
bestehende Flächen dafür nicht ausreichen, muss auch eine Neuentwicklung in Betracht gezogen 
werden.  
Die Neuentwicklung von Gewerbeflächen erfolgt unter der Voraussetzung, dass diese mit den 
Leitzielen der klimaneutralen Stadt konform sind. Klimaneutralität oder sogar Klimapositivität 
sind daher zentrale Bedingungen. Der Ausstattung überbauter oder versiegelter Flächen mit 
Einrichtungen zur erneuerbaren Energieerzeugung (insb. über Photovoltaik), der Begrünung und 
Beschattung und der hydrologischen Gestaltung kommt daher eine hohe Bedeutung zu. Ebenso 
hat die Versorgung mit grüner Wärme und wo notwendig, die Versorgung mit Wasserstoff einen 
hohen Stellenwert. 
# Urbane Quartiere mit Nutzungsdurchmischung 
Der Platz in Münster ist knapp und sollte so effizient wie möglich genutzt werden. In Zukunft soll 
daher die gemischte Nutzung von Quartieren einen höheren Stellenwert einnehmen. Unter dem 
Motto Urbane Produktion sollen grundsätzlich auch die Ansiedlung von Handwerksunternehmen, 
emissionsarmem Gewerbe und urbaner Landwirtschaft in Wohngebieten ermöglicht werden. 
Dabei gilt es jedoch zwischen den Bedarfen und Anforderungen aller Anspruchsgruppen 
abzuwägen. Insbesondere im Hinblick auf die Förderung der Innovationstätigkeit ist diese 
Nutzungsdurchmischung sinnvoll. Offene Innovationslandschaften und kreative Räume, die neue 
Formen des Arbeitens und Wohnens verbinden sollen, stellen eine sinnvolle Ergänzung urbaner 
Quartiere dar und sollen in den Münster Modell Quartieren erprobt werden. 
# Ko-produktive und partizipative stadträumliche Entwicklung 
Münster hebt sich von vielen Städten durch eine engagierte und anspruchsvolle Stadtgesellschaft 
ab, die sich für die positive Entwicklung der Stadt einsetzt. Diese Stärke gilt es im Sinne einer 
partizipativen stadträumlichen Entwicklung weiter zu nutzen. Die Einbindung aller 
Anspruchsgruppen wie Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen oder wissenschaftlichen 
Einrichtungen zur Abwägung von Bedarfen und Anforderungen bleibt damit auch in Zukunft eine 
Voraussetzung für die erfolgreiche Entwicklung der Stadt. Diese Ko-Produktion gewährleistet, 
dass zukunftsweisende Stadt- und Wirtschaftsentwicklung in Münster in Einklang mit den 
Bedürfnissen von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft stattfindet. 
# Mobilität als verbindendes Element der Stadträume  
Wirtschaft ist untrennbar mit Mobilität verbunden: Material, Arbeitskräfte und Produkte müssen 
durch die Stadt bewegt und in andere Städte gebracht werden. Für die Zukunft setzt Münster 
einerseits auf die gute Anbindung der Stadt über alle Verkehrsmittel. Innerstädtische Mobilität 
und Logistik soll mit möglichst nachhaltigen Verkehrsmitteln gestaltet werden, insbesondere da 
hier ein großer Hebel zur Erreichung der Klimaziele liegt. Dazu unterstützt die Stadt explizit auch 
innovative Mobilitäts- und Logistikansätze, die das Ziel einer Reduktion des 
Verkehrsaufkommens und der Emissionsintensität verfolgen. Die zentrale Maßgabe, auch für die 
Gestaltung induzierter Verkehre durch mögliche neu erschlossene Gebiete, ist der Masterplan 
Mobilität 2035+.

5BMünster 2030+ | Stadträumliche Perspektive 
 Seite 123 
  
5.2 Sicherung und Entwicklung strategischer Wirtschaftsstandorte  
Die in der Standortentwicklungsstrategie identifizierten sektoralen Stärkefelder der Münsteraner 
Wirtschaft sind räumlich in unterschiedlichen Mustern über die Stadt verteilt. So lassen sich 
strategische Wirtschaftsstandorte identifizieren, die einerseits bestimmte Stärkefelder im Raum 
verorten und deren weitere Qualifikation andererseits für die Entwicklung im Sinne der 
vorliegenden Strategie zentral ist. Die Karte (vgl. Abbildung 32) zu den strategischen 
Wirtschaftsstandorten visualisiert somit die Lage und die wirtschaftsstrukturelle Bedeutsamkeit 
der Standorte. Um auch dem sektoralen Stärkefeld Handel gerecht zu werden, werden die 
Standorte außerhalb der Innenstadt gemäß Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2018 und 
aktuellen Planungen für Stadtteilzentren in einer gesonderten Karte dargestellt. Beide Karten 
sind als Ergänzung zum IFM gedacht und präzisieren dessen räumliche Perspektive auf den 
Wirtschaftsstandort Münster. 
Abbildung 32 zeigt: In Münster wird flächendeckend gewirtschaftet. Die Gebiete im nördlich und 
östlich von Coerde (insb. Hessenweg und Schifffahrter Damm) sind seit vielen Jahren Heimat für 
viele Industrie- und Handwerksbetriebe. Etwas weiter westlich finden sich im Stadtteil Kinderhaus 
viele Unternehmen aus der Finanz- und Versicherungswirtschaft. Das Gewerbegebiet an der 
Wienburgstraße ist zudem ein wichtiger Industriestandort.  
Im Kernbereich der Stadt findet sich eine besonders hohe Dichte des Dienstleistungssektors. 
Zentral und seit jeher von großer Bedeutung für die Entwicklung ist hier der Handel, dessen 
räumliche Verteilung in Abbildung 33 präzisiert wird. Darüber hinaus spielen das Stadtzentrum 
und einige umgebende Stadtteile (z. B. Sentrup mit dem Allwetterzoo) eine herausragende Rolle 
für die Tourismuswirtschaft in Münster.  
Westlich der Innenstadt schließt sich ausgehend vom Schloss der Wissenschaftssektor an, der im 
Süden durch den Aasee und im Norden durch den Technologiepark an der Steinfurter Straße 
begrenz wird. Hier findet sich der Großteil der Institute der Universität und der FH. Mit dem MEET 
ist hier auch ein wichtiger Schwerpunkt der Münsteraner Batterieforschung ansässig. Das Gebiet 
ist zudem auch Heimat der Gesundheitswirtschaft. Zu nennen ist hier insbesondere das UKM. Die 
Münster Modellquartiere 1 und 2 an der Steinfurter Straße und Busso-Peus-Straße sollen dazu 
beitragen, wichtige Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen und damit den Wissenschafts- und 
Technologie-Fokus des Gebiets weiter zu verstärken. Im Südosten schließt sich der Hafen an das 
Stadtzentrum an. Mit dem Digitalhub und wichtigen Unternehmen der Münsteraner Kultur- und 
Kreativwirtschaft ist er ein weiterer Nukleus der Dienstleistungswirtschaft und 
Innovationshotspot. Die geplanten Münster Modellquartiere 3, 4 und 5 sollen Unternehmen aus 
diesen Bereichen neue Perspektiven bieten und die Lücke zu den weiter südlich angrenzenden 
Gewerbegebieten zwischen Albersloher Weg und Siemensstraße schließen.  
Die entlang des Dortmund-Ems-Kanals bis nach Hiltrup liegenden Gebiete beheimaten eine 
Vielzahl größerer Industrie- und Handwerksbetriebe. Westlich von Hiltrup, ebenfalls am 
Dortmund-Ems-Kanal gelegen schließt sich mit dem Hansa-Businesspark ein weiterer 
Industriestandort an, der mit der Fraunhofer FFB auch einen elementaren Bestandteil der 
BatteryCity Münster enthält. Viele Potenzialflächen bieten hier Platz für Transformation und neue 
Unternehmen. Abbildung 28 zeigt gleichzeitig: Der flächenmäßig größte Wirtschaftszweig in 
Münster ist die Landwirtschaft. Große Teil der weiß und grün markierten Flächen werden 
überwiegend durch Münsteraner Landwirtinnen und Landwirte bewirtschaftet. Diesen kommt 
damit neben ihren Beiträgen zur Lebensmittelversorgung und Wertschöpfung eine elementare 
Rolle bei der Landschaftsgestaltung, dem Umweltschutz und der Energiewende zu.

5BMünster 2030+ | Stadträumliche Perspektive 
 Seite 124 
  
Abbildung 32: Sicherung und Entwicklung strategischer Wirtschaftsstandorte 
 
Stadt Münster, Stadtplanungsamt 2024

5BMünster 2030+ | Stadträumliche Perspektive 
 Seite 125 
  
Die Karten machen deutlich, dass für die sektoralen Stärkefelder der Standortentwicklungsstrate-
gie 2030+ bereits planerische Standortvorsorge getroffen worden ist: v.a. durch die derzeit unter 
Beteiligung der Stadt Münster laufende Änderung des Regionalplan 2045, das IFM-Konzept und 
die laufende Fortschreibung des Gewerbeflächenentwicklungskonzepts. Wichtig ist, dass nun an 
der liegenschaftlichen Sicherung und bauleitplanerischen Entwicklung der strategischen Wirt-
schaftsstandorte mit verschiedenen Instrumenten mit Nachdruck gearbeitet wird. Die bereits an-
gelaufene Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes schafft zudem die Grundla-
gen für die Weiterentwicklung des sektoralen Stärkefeldes „Handel“ (Abbildung 33).

5BMünster 2030+ | Stadträumliche Perspektive 
 Seite 126 
  
Abbildung 33: Sicherung und Entwicklung strategischer Wirtschaftsstandorte - Stärkefeld Handel 
 
Stadt Münster, Stadtplanungsamt 2024

6BMünster 2030+ | Wege der Umsetzung 
 Seite 127 
  
6 Münster 2030+ | Wege der Umsetzung 
Die Strategie beinhaltet ambitionierte Ziele zur Entwicklung des Wirtschaftsstandortes. In sieben 
Handlungsfeldern sind 32 Maßnahmen angesetzt, um Münster an den entscheidenden Stellen 
voranzubringen (Abbildung 34). Die jetzt beginnende Umsetzungsphase ist entscheidend, denn 
es gilt, die ersten Schritte auf den Weg zu bringen und in die Umsetzung zu kommen. Nur so kann 
auf die Vision hingearbeitet werden, nach der sich Münster als führendes Innovationszentrum für 
nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Lebensqualität in Deutschland etabliert. 
Abbildung 34: Maßnahmentableau von Münster 2030+ (32 Maßnahmen) 
 
Eigene Darstellung Prognos 2024 
 
Um dieser Vision gerecht zu werden, ist eine kontinuierliche und systematische Arbeit zur Umset-
zung dieser sowie ggfs. weiterer Maßnahmen notwendig. Mit den Handlungsfeldern nachhaltige 
Infrastruktur, Innovation, Zukunftsorte, Miteinander, Talente und Bildung, dynamische Unterneh-
men und Lebensqualität werden in der Strategie die zentralen Aufgaben formuliert.

6BMünster 2030+ | Wege der Umsetzung 
 Seite 128 
  
Abbildung 35: Sechs Pfeiler in der Umsetzungsphase 
 
Eigene Darstellung Prognos 2024 
 
Entscheidend für den Erfolg der Strategie sind sechs Aspekte (Abbildung 35). Neben der inhaltli-
chen Arbeit zählt dazu die Hervorhebung besonders strahlkräftiger Projekte (Leitprojekte), um 
direkt sichtbar zu machen, an welchen entscheidenden Stellen die Stadt Münster vorangebracht 
wird. Zudem können die Maßnahmen nur mit einer funktionierenden Governance-Struktur umge-
setzt werden. Drittens müssen Projekte und Governance-Struktur dafür Sorge tragen, dass die 
Umsetzung der Strategie dazu beiträgt, dass alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht 
partizipieren können. Ein vierter Aspekt ist, dass die Stadt Münster zwar häufig Initiatorin von Pro-
jektideen ist, eine erfolgreiche Umsetzung jedoch eine lokale, regionale und überregionale Zu-
sammenarbeit und Kooperation aller relevanten Akteurinnen und Akteure erfordert. Standortent-
wicklung ist Gemeinschaftsaufgabe. Diese sollte durch eine Kommunikationsstrategie bzw. ein 
standortspezifisches Marketing begleitet werden. Die Strategie- und Maßnahmenentwicklung er-
folgte in einem breitangelegten Prozess. Damit sind wichtige Eckpunkte gesetzt worden, gleichzei-
tig ist eine kontinuierliche Überprüfung der Inhalte zwingend notwendig. Die letzten Jahre haben 
gezeigt, wie schnell sich die Rahmenbedingungen ändern können. Daher ist eine Prüfung der Ak-
tualität der Inhalte und ein Strategiereview genauso wichtig. Die Standortentwicklungsstrategie 
wird als „lebendiges Dokument“ interpretiert, welches Rahmenkennzahlen aktualisiert und an 
neue Anforderungen angepasst wird.

6BMünster 2030+ | Wege der Umsetzung 
 Seite 129 
  
Über die Maßnahmen werden entscheidende Impulse gesetzt (Leitprojekte sind bedeutend) 
Die Maßnahmen der Strategie zeichnen sich dadurch aus, dass sie zusätzlich zum Tagesgeschäft 
und den Daueraufgaben durchgeführt werden. Die Bearbeitung der Daueraufgaben wird im All-
tagsprozess in gewohnter Weise weitergehen. Neben vielen Daueraufgaben sind mit der Strategie 
wichtige Weichen gestellt und relevante Maßnahmen entwickelt worden. Leitprojekte, die eine 
besondere Strahlkraft für die Stadt Münster besitzen und für die Kommunikation nach innen und 
außen besonders wichtig sind, müssen im Folgenden identifiziert werden. Sie verbessern die 
Identifikation bzw. das Image und den Ruf der Stadt. Leitprojekte kennzeichnen sich dadurch, 
dass sie einen besonders positiven Einfluss auf die lokale Wirtschaft haben, Arbeitsplätze schaf-
fen und damit den Wirtschaftsstandort voranbringen. 
Eine Reihe von Maßnahmen befinden sich bereits in der Umsetzung oder sind umsetzungsreif. 
Weitere Maßnahmen müssen gemeinsam mit den relevanten Akteurinnen und Akteuren weiter 
qualifiziert werden. Die Projekte aus der Ideenphase sind zunächst im Hinblick auf ihre grundsätz-
liche Tragfähigkeit und Realisierbarkeit zu prüfen. Dies ist eine Aufgabe aller beteiligten Akteurin-
nen und Akteure. Es gilt daher, die Projektstruktur weiter zu verfeinern, eine Umsetzungsstruktur 
aufzubauen, weiterhin wichtige Akteurinnen und Akteure einzubeziehen und die Finanzierung zu 
klären. Im Rahmen einer alle ein bis zwei Jahre auszurichtenden Umsetzungskonferenz mit 
zentralen Stakeholdern sollen Stand der Maßnahmen besprochen und nächste Umsetzungs-
schritte gemeinsam besprochen werden. 
Eine moderne Governance-Struktur koordiniert die Umsetzung 
Ohne eine überzeugende Governance-Struktur können die Strategie und Maßnahmen nicht zum 
Leben erweckt werden. Für die Stadt Münster bedeutet das, leistungsfähige Umsetzungsstruktu-
ren zu schaffen. In Münster sind für die Umsetzung der Ziele und Maßnahmen notwendige Struk-
turen bei der Stadt zu stellen. Aus Sicht der Prognos AG ist die Benennung und Sicherstellung ei-
ner koordinierenden Stelle im Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft von herausragender Be-
deutung. Diese Stelle sollte für die Umsetzung und kontinuierliche Begleitung der Standortent-
wicklungsstrategie Münster 2030+ verantwortlich sein. Hierzu bedarf es einer engen Zusammen-
arbeit mit der Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM) und Technologieförderung Münster 
GmbH (TFM) sowie mit Münster Marketing. 
Als ein Ergebnis der MünsterZukünfte ist zur Verstetigung der Kommunikation von Stadt und Wirt-
schaft die bisher nicht öffentliche Wirtschaftskonferenz eingerichtet worden, die bislang zweimal 
getagt hat. In der Wirtschaftskonferenz sind neben der Stadt Münster (Oberbürgermeister, Stadt-
baurat, Stadtkämmerin, Münster Marketing, Stadtplanungsamt) und der Wirtschaftsförderung 
Münster GmbH die IHK Nord Westfalen mit zugehörigen Unternehmen sowie die HWK Münster 
mit zugehörigen Unternehmen vertreten (sowie weitere Akteurinnen und Akteure). Zur Begleitung 
der Umsetzung der Standortentwicklungsstrategie sollte die Wirtschaftskonferenz um Vertreterin-
nen und Vertreter der Fraktionen im Rat der Stadt Münster erweitert werden. Die Wirtschaftskon-
ferenz soll mit strategischen Meilensteinen befasst werden (z.B. regelmäßige Standortbestim-
mungen, Diskussion inhaltlicher Vertiefungen, Ableitung strategischer Projekte bzw. strategischer 
Handlungsfelder). Nach der erfolgreichen Standortkonferenz am 01.10.2024 ist zu prüfen, inwie-
weit eine regelmäßige öffentliche Standortkonferenz eine wichtige Rolle in der Governance-Struk-
tur übernehmen würde.

6BMünster 2030+ | Wege der Umsetzung 
 Seite 130 
  
Erweiterungen findet die Governance-Struktur in Form von Sachstandsberichten bzw. Gesprä-
chen im Arbeitskreis Wirtschaft des Beirates Münster Marketing, im Strategieausschuss Wissen-
schaft, Aufsichtsrat der WFM, dem Forum Industrie, im Arbeitskreis „Handwerk“ mit der HWK und 
Kreishandwerkerschaft sowie bei Bedarf in weiteren Runden.  
Kurzum: Eine tragfähige Governance-Struktur muss die Kultur des Dialoges, die die Erarbeitung 
der Standortentwicklungsstrategie 2030+ ausgezeichnet hat, weiterführen und verstetigen. 
Mit Gleichstellung zu wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Erfolg 
Nur eine echte Gleichstellung der Geschlechter kann langfristig und nachhaltig zu wirtschaftli-
chem und gesellschaftlichem Erfolg führen. Der seit 2024 in Umsetzung befindliche fünfte Akti-
onsplan der Europäischen Charta für die Gleichstellung zeigt, dass diese Erkenntnis in Münster 
schon lange ernst genommen wird. Nur wenn die unterschiedlichen Anforderungen und Bedürf-
nisse aller Geschlechter in der Konzeptionierung, Planung und Umsetzung der Maßnahmen der 
Standortentwicklungsstrategie berücksichtigt werden, können diese ihr Potenzial voll entfalten 
und den Wirtschaftsstandort Münster ins nächste Jahrzehnt tragen. 
Schon in der Strategiephase wurde die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Münster einbezo-
gen. Dieses Vorgehen soll auch für die anschließende Umsetzungsphase beibehalten werden. So 
können einerseits ungewollte Wirkungen der Maßnahmen frühzeitig erkannt und verhindert wer-
den, die Umsetzung der Maßnahmen noch spezifischer auf den Abbau von bestehenden ge-
schlechterspezifischen Hürden ausgerichtet und gleichzeitig besser mit den Aktionsplänen des 
Amtes für Gleichstellung synchronisiert werden. 
Regionale und überregionale Partnerinnen und Partner werden aktiv eingebunden 
Daneben ist eine aktive Beteiligung von Akteurinnen und Akteuren aus der Stadt von großer 
Bedeutung. Im Rahmen der Strategieerstellung sind bereits verschiedene Partnerinnen und Part-
ner aus Münster eingebunden worden. Gerade bei der Umsetzung von Maßnahmen werden wei-
tere Kooperationen und Allianzen benötigt, die neben der Lead-Organisation die Maßnahmenent-
wicklung unterstützen. Eine engagierte Zusammenarbeit vieler verschiedener Akteurinnen und 
Akteure soll das Erfolgsrezept von Münster 2030+ bilden. Über Partnerschaften können gemein-
same Ziele identifiziert und Ressourcen effizienter genutzt werden.  
Die Stadt Münster ist Teil des Münsterlandes. Mit den umliegenden Landkreisen bestehen enge 
Verflechtungen, sei es durch Pendlerbewegungen, Kooperation zwischen Unternehmen oder 
durch Standorte von Hochschulen. Wichtige Partnerinnen und Partner sind hier die Münsterkreise 
mit den Kreiswirtschaftsförderungen und Münsterland e.V. als Regionalmanagementorganisation 
für das gesamte Münsterland. Darüber hinaus ist Münster Teil der EUREGIO und das deutsch-
niederländischen Städtenetzwerkes MONT (Münster, Osnabrück, Netwerkstad Twente mit En-
schede, Hengelo, Almelo, Borne). In der Umsetzung der Strategie sollen daher alle Ebenen der 
regionalen und internationalen Zusammenarbeit berücksichtigt werden. Diese Zusammenarbeit 
soll weiter verstärkt werden. Eine wichtige Rolle kann auch das deutsch-niederländische Wirt-
schafts- und Innovationsnetzwerk TECH.LAND übernehmen. Im Laufe des Prozesses sollen daher 
weitere Allianzen geschlossen werden, um neue Partnerinnen und Partner zu gewinnen und aktiv 
miteinzubinden.

6BMünster 2030+ | Wege der Umsetzung 
 Seite 131 
  
Erfolge werden kommuniziert – sowohl nach innen als auch nach außen 
Kommunikation und Standortmarketing sind wichtige Säulen einer erfolgreichen Umsetzung der 
Strategie. In der öffentlichen Wahrnehmung ist Münster primär für seine städtebaulichen Qualitä-
ten, seine Historie und Lebensart bekannt. Dass Münster und das Münsterland auch ein starker 
Wirtschaftsstandort sind, ist überregional weniger präsent. Auch international gelingt es bislang 
nicht, Strahlkraft aufzubauen. Eine Ausnahme und guten Ausgangspunkt für die weitere Arbeit 
stellt dabei die Batterieforschungsfertigung dar. Durch dieses Vorhaben konnte die Stadt Münster 
überregionale Aufmerksamkeit erzeugen. 
Die Themen Kommunikation und Standortmarketing sind eng verknüpft mit der regionalen Zu-
sammenarbeit. Mit dem Münsterland e.V. besteht bereits eine wichtige Institution für Standort-
marketing mit Fokus auf Tourismus, Kultur und Wirtschaft. Es gilt, die im Rahmen des Strategie-
prozesses erarbeiteten und noch zu erarbeitenden Inhalte gemeinsam nach außen und innen zu 
tragen. Im Verbund mit dem Münsterland und einer abgestimmten Kommunikationsstrategie 
kann Münster auch international als starker Wirtschaftsstandort wahrgenommen werden und 
so einerseits die Ansiedlung internationaler Unternehmen fördern, andererseits Münsteraner Un-
ternehmen und Forschungseinrichtungen bei der Erschließung neuer Märkte und Kooperations-
möglichkeiten unterstützen und nicht zuletzt auch Fachkräfte für den Standort werben. 
Kontinuierliches Strategiereview und Überprüfung der Inhalte der Strategie 
Gerade in der Umsetzungsphase ist wichtig, dass die Strategie lebendig bleibt und aufkommende 
Entwicklungen aufgreift. Eine zeitnahe Umsetzung erster Maßnahmen – insb. Leitprojekte – ist 
wichtig, dennoch sollte mittel- bis langfristig eine Flexibilität beibehalten werden, um auf 
Veränderungen und regionale wie überregionale Entwicklungen reagieren zu können. Dies erhöht 
die Wirksamkeit der Standortentwicklungsstrategie in der Stadt Münster und sichert eine 
zielgenaue Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts. Zudem soll eine stetige Überprüfung des 
Umsetzungsstands der Maßnahmen zeigen, welche Fortschritte erreicht wurden. Dies ermöglicht 
eine präzise Nachsteuerung und Anpassung zu späteren Zeitpunkten. 
Damit die Standortentwicklungsstrategie Münster 2030+ ihre Orientierungsfunktion für 
zukunftsgerichtetes Handeln erfüllen und Antworten auf die sich ändernden Herausforderungen 
entwickeln kann, ist ein Strategiereview und Aktualisierung regionalwirtschaftlicher Kennzahlen 
spätestens nach fünf Jahren erforderlich. So bleibt es möglich, sich auf neue 
Rahmenbedingungen einzustellen und sofern dies erforderlich erscheint, eine Feinjustierung 
vorzunehmen. Die Standortentwicklungsstrategie muss durch ein Controlling durch die 
Verwaltung begleitet werden. In den entsprechenden Gremien sollte dazu berichtet werden. Bei 
Bedarf müssen zur Weiterentwicklung bzw. Weiterqualifizierung der Projekte entsprechende 
Beschlüsse eigenholt werden.

6BMünster 2030+ | Wege der Umsetzung 
 Seite XIII 
  
Literaturverzeichnis 
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6BMünster 2030+ | Wege der Umsetzung 
 Seite XIV 
  
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(2023). Online unter: https://www.stadt-muenster.de/fileadmin/user_upload/stadt-
muenster/80_muenster-mitte/pdf/Druckfassung_150dpi_INSEK_Innenstadt_25.01.23.pdf.  
Stadt Münster (2023b): Jahres-Statistik 2023 – Bildung und Kultur. Online unter: 
https://www.stadt-muenster.de/fileadmin/user_upload/stadt-
muenster/61_stadtentwicklung/pdf/jahr/Jahres-Statistik_2023_Bildung.pdf. 
Stadt Münster (2023c): Jahres-Statistik 2023 – Erwerbstätigkeit. Online unter: 
https://www.stadt-muenster.de/fileadmin/user_upload/stadt-
muenster/61_stadtentwicklung/pdf/jahr/Jahres-Statistik_2023_Erwerbstaetigkeit.pdf.  
Stadt Münster (2024): 2030 Climate Neutrality Action Plan. Online unter: https://www.stadt-
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Stadt Ulm (2021): Smart City Strategie der Stadt Ulm. Online unter: 
https://smartcitystrategie.ulm.de/wp-content/uploads/2021/12/2021-12-
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Wirtschaftsförderung Münster (2022): Handelsimmobilienreport 2021/2022. Online unter: 
https://www.wfm-muenster.de/wp-content/uploads/WFM_HIR_2021_ES_Web.pdf. 
WWU Münster (2023a): Profilbereiche. Online unter: https://www.uni-
muenster.de/forschung/profil/schwerpunkt/index.shtml. 
WWU Münster (2023b): Universitäre Forschungs- und Behandlungszentren (UFBZ). Online unter: 
https://www.medizin.uni-muenster.de/fakultaet/forschung/forschungs-und-
behandlungszentren.html.

6BMünster 2030+ | Wege der Umsetzung 
 Seite XV 
  
Anhang 
A1: Projektübersicht Standortentwicklungsstrategie Münster 2030+

6BMünster 2030+ | Wege der Umsetzung 
 Seite XIII 
  
A1: Projektübersicht Standortentwicklungsstrategie Münster 2030+ (Stand 01.11.2024) 
Handlungsfeld Projektname 
Projektstatus 
Ideenphase Konzeptions-
phase Projektskizze In 
Umsetzung 
Handlungsfeld 1: 
Münster.Nachhaltige 
Infrastrukturen 
1.1. Sicherung und strategische Ent-
wicklung von Wirtschaftsstandor-
ten (v.a. Flächenangebot) 
 X X X 
1.2. Wohnbaulandentwicklung und 
Wohnungsbauoffensive 
  X X 
1.3. Entwicklung klimaneutraler Ge-
werbegebiete in Bestand und 
Neubau 
  X X 
1.4. Ausbau der Infrastrukturen für kli-
maneutrales Wirtschaften (H2-
Netze und grüne Energie) 
 X   
1.5. Optimierung der überregionalen 
Erreichbarkeit 
X X X X 
1.6. Weiterentwicklung eines integrier-
ten, verkehrsträgerübergreifenden 
Stadt-/Umland-Mobilitätssystems 
(z.B. Münsterland-S-Bahn, P&R-
Stationen) 
  X X 
Handlungsfeld 2: 
Münster.Innovation 
2.1 Weiterentwicklung zur Battery-City 
Münster 
   X 
2.2 Public Health Transformation Hub 
(Stärkung Präventionswirtschaft) 
 X

6BMünster 2030+ | Wege der Umsetzung 
 Seite XIV 
  
2.3 Data Production Network (Potenzi-
alprüfung Campus Finanz- / Versi-
cherungswirtschaft) 
X    
2.4 Entwicklung GreenTech-Region 
Münsterland 
 X   
2.5 Entwicklung Demonstrationszent-
rum „Zirkuläres Bauen“ 
X    
Handlungsfeld 3: 
Münster.Zukunfts-
orte 
3.1 Konsequente Weiterentwicklung 
der urbanen Modellquartiere im 
Wissenschaftssektor: MMQ 1 
Steinfurter Straße, MMQ 2 Busso-
Peus-Straße 
 X X  
3.2 Konsequente Weiterentwicklung 
der urbanen Modellquartiere am 
Dortmund-Ems-Kanals: MMQ 3 
Theodor-Scheiwe-Straße, MMQ 4 
Nieberdingstraße, MMQ 5 Am Ha-
werkamp /Stadthafen 2 
 X X  
3.3 Entwicklung von Creativ Spaces X    
3.4 Entwicklung der Innenstadt als 
Zukunftsort (Transformation der 
Innenstadt) 
   X 
Handlungsfeld 4: 
Münster.Miteinander 
4.1 Good Governance: Effizienz, 
Transparenz und Servicequalität 
in der Stadtverwaltung 
  X X 
4.2 Stärkung regionalen/ grenzüber-
schreitende Zusammenarbeit: 
  X X

6BMünster 2030+ | Wege der Umsetzung 
 Seite XV 
  
Münsterland, MONT 2030, EURE-
GIO 2030, Innovationsallianz 
Münster und Münsterland, 
TECH.LAND 
4.3 Stärkung der regionalen Bio-Wert-
schöpfungsketten 
X    
Handlungsfeld 5: 
Münster.Talente und 
Bildung 
5.1 Neubau/Umbau Handwerkskam-
mer Bildungszentrum (HBZ) 
Münster 
  X  
5.2 Kampagne Wirtschaft und berufli-
che Bildung 
X    
5.3 Förderung Verbleib in Münster X    
5.4 Homecoming Münster/Münster-
land 
X   X 
5.5 Onboarding Münster(International 
Office für Arbeits- und Fachkräfte) 
X    
5.6 Zielgruppenorientierte Weiterent-
wicklung internationales Standort-
marketing 
X    
5.7 Förderung der migrantischen Po-
tenziale 
    
Handlungsfeld 6: 
Münster.Dynami-
sche Unternehmen 
6.1 Mittelstandsoffensive: Planungen 
beschleunigen – Wirtschaft ent-
lasten 
X    
6.2 Allianz mit dem Handwerk (Mas-
terplan Handwerk) 
  X

6BMünster 2030+ | Wege der Umsetzung 
 Seite XVI 
  
 
Stand: 01.11.2024 
Definition Projektstatus:  
■ • Ideenphase: erste lose Überlegungen und Absprachen 
■ • Konzeptionsphase: vertiefende Überlegungen und erste Planungen 
■ • Projektskizze: detaillierte Planungen 
■ • In Umsetzung: Maßnahme ist umsetzungsbereit bzw. bereits in Umsetzung 
 
6.3 Kuratiertes Gründungsökosystem    X X 
6.4 Weiterentwicklung Digital Hub 
münsterLAND & münsterLAND di-
gital e.V. 
  X X 
Handlungsfeld 7: 
Münster.Lebens-
qualität 
7.1 Internationalisierung der Bildungs-
angebote 
X   X 
7.2 Weitere Implementierung „Euro-
päische Charta der Gleichstel-
lung“, Aktionspläne zu den 
Schwerpunktthemen „Instanbul-
Konvention“ und LSBTIQ* sowie 
„Charta der Vielfalt“  
X  X X 
7.3 Stärkung guter Lebensbedingun-
gen in allen Stadtteilen (Stärkung 
weiche Standortfaktoren) 
  X X

Seite XVII 
  
Impressum 
Standortentwicklungsstrategie Münster 2030+ 
Auftraggeberin  
Stadt Münster 
Vertreten durch 
Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft 
Stadtbaurat Robin Denstorff  
 
Stadtplanungsamt 
Albersloher Weg 33 
48155 Münster 
Ansprechpersonen: Prof. Dr. Thomas Hauff, Simone Thiesing 
 
Münster Marketing 
Klemensstraße 10 
48143 Münster 
Ansprechpersonen: Bernadette Spinnen, Dr. Matthias Schmidt 
 
In Kooperation mit  
Wirtschaftsförderung Münster GmbH/Technologieförderung Münster GmbH 
Steinfurter Straße 60a / Mendelstraße 11 
48149 Münster 
Ansprechperson: Enno Fuchs / Volker Ruff 
Auftragnehmer: 
Prognos AG 
Goethestraße 85 
10623 Berlin 
Telefon: +49 30 52 00 59-210 
Fax: +49 30 52 00 59-201s 
E-Mail: info@prognos.com  
www.prognos.com 
twitter.com/prognos_aG 
Autorinnen und Autoren 
Dr. Olaf Arndt 
Lukas Röbke 
Julia Schwienbacher 
Bernhard Wankmüller 
Kontakt 
Dr. Olaf Arndt (Projektleitung) 
Telefon: +49 421 845 16-423 
E-Mail: olaf.arndt@prognos.com

Seite XVIII 
  
Satz und Layout: Prognos AG  
 
Bildnachweis: Titelbild von Presseamt Münster / Markus Bensch 
 
Stand: 01. November 2024 
Copyright:  2024, Prognos AG 
Alle Inhalte dieses Werkes, insbesondere Texte, Abbildungen und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Das 
Urheberrecht liegt, soweit nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, bei der Prognos AG/Stadtplanungsamt Münster. 
Jede Art der Vervielfältigung, Verbreitung, öffentlichen Zugänglichmachung oder andere Nutzung bedarf der 
ausdrücklichen, schriftlichen Zustimmung der Prognos AG/des Stadtplanungsamt Münster. 
Zitate im Sinne von § 51 UrhG sollen mit folgender Quellenangabe versehen sein: Prognos AG/Stadtplanungsamt 
Münster (2024): Standortentwicklungsstrategie Münster 2030+

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GELMER
HÄGER
BERG FIDEL
HILTRUP
GREMMENDORF
ANGELMODDE WOLBECK
AMELSBÜREN
MECKLENBECK
ALBACHTEN
ROXEL
GIEVENBECK
NIENBERGE
SPRAKEL
HANDORF
KINDERHAUS
Standortentwicklungsstrategie 2030+
Sicherung und Entwicklung Strategischer Wirtschaftsstandorte
City (gem. Einzelhandels- u.
 Zentrenkonzept 2018)
Digital Hub#D
Handel (City/Innenstadt)"
Wissenschaftssektor
Legende
Sektorale Stärkefelder
Batterieforschung / -fertigung_^
Gesundheitswirtschaft_^
Handwerk / Gewerbe_^
Industrie_^
Bestehender Industriestandort"I
(Mind. 1 Betrieb > 150 Beschäftigte)
Finanz- und Versicherungswirtschaft_^
Kultur- / Kreativwirtschaft_^
Entwurf Regionalplan 2045
ASB-Potenzialbereiche 
(GE geeignet)
GIB-Potenzialbereiche 
(GI/GE geeignet)
FNP-Reserve 
(GE geeignet)
Flächennutzungsplan
Tourismus / Sport_^
Wissens- und Technologietransfer_^
G
G
G
Stand: 11.11.2024
Anlage 2a zu V/0769/2024

V_0769_2024_Anlage_2b_Karte_Strategische_Wirtschaftsstandorte_Handel

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HILTRUP
GREMMENDORF
ANGELMODDE WOLBECK
AMELSBÜREN
MECKLENBECK
ALBACHTEN
ROXEL
GIEVENBECK
NIENBERGE
SPRAKEL
HANDORF
KINDERHAUS
Legende
Sektorales Stärkefeld: "Handel"
Einzelhandels- u. Zentrenkonzept 2018
Handel (Stadtteilzentrum)
Handel (Stadtbereichszentrum)
Handel (Nahversorgungszentrum)
Handel (City/Innenstadt)
Handel (Nahversorgungslage)
Neuplanung Handelsstandort 
(Stadtteilzentrum) (2024)
Zentrale Versorgungsbereiche / 
Einkaufsstraßen
City (gem. Einzelhandels- u.
 Zentrenkonzept 2018)
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Stand: 26.11.2024
Anlage 2b zu V/0769/2024
Standortentwicklungsstrategie 2030+
Sicherung und Entwicklung strategischer Wirtschaftsstandorte -
Einzelhandels- und Zentrenkonzept (2018) mit Planungen für neue Stadtteilzentren

Beschlussvorlage

31160 Zeichen

V/0769/2024 
V/0769/2024 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Standortentwicklungsstrategie 2030+ für den Wirtschaftsstandort Münster 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   11.12.2024 Rat Einbringung 
   06.02.2025 Betriebsausschuss Münster Marketing Vorberatung 
   06.02.2025 Ausschuss für Gleichstellung Vorberatung 
   20.02.2025 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Vorberatung 
   25.02.2025 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung 
   26.02.2025 Hauptausschuss Vorberatung 
   26.02.2025 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat beschließt die Standortentwicklungsstrategie 2030+ als handlungsleitenden Orientierungs-
rahmen für die weitere Zukunftsentwicklung des Wirtschaftsstandortes Münster (vgl. Anlage 1). 
2. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass für die sektoralen Stärkefelder der Standortentwicklungsstrate-
gie 2030+ bereits planerische Standortvorsorge getroffen worden ist und nunmehr an der liegen-
schaftlichen Sicherung und bauleitplanerischen Entwicklung strategischer Wirtschaftsstandorte mit 
verschiedenen Instrumenten gearbeitet wird (vgl. Anlage 2a/b).  
3. Der Rat beauftragt die Verwaltung, den Dialogprozess mit den Interessenvertretungen der Wirt-
schaft und der Arbeitnehmenden sowie Wirtschaftsakteurinnen und –akteuren zu verstetigen und 
begrüßt, dass die „Standortentwicklungsstrategie 2030+“ in einem intens iven Dialogprozess mit 
der Wirtschaft unter Einbezug der Wissenschaft erarbeitet wurde. 
4. Der Rat beschließt, das Handlungsfeld „zukunftsorientiertes, nachhaltiges Wirtschaften“ in den 
Kanon der stadtstrategischen Ziele gemäß Vorlage V/0609/2022 („Ziele zur kommunalen Steue-
rung“) aufzunehmen. 
5. Der Rat bekräftigt die besondere Bedeutung der Zusammenarbeit mit dem Münsterland und der 
Zusammenarbeit mit den niederländischen Partnerinnen und Partnern im Städtenetzwerk MONT, 
Stadtplanungsamt 
 
05.12.2024 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Herr Prof. Dr. Hauff 
Telefon: 492-6135 
HauffTho@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0769/2024 
in der EUREGIO und im deutsch -niederländischen Innovations - und Wirtschaftsnetzwerk 
TECH.LAND. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Mit den vorgenannten Beschlusspunkten werden keine einzelnen Projekte zum Beschluss gestellt. 
Diese sind bei Bedarf in separaten Vorlagen fachlich aufzubereiten und zum  Beschluss vorzuschla-
gen. Daher hat diese Vorlage keine finanziellen Auswirkungen. 
 
 
 
 
Begründung: 
 
Zu Beschlusspunkt 1: Standortentwicklungsstrategie 2030+ als handlungsleitender Orientie-
rungsrahmen für die Zukunftsentwicklung des Wirtschaftsstandortes“ 
Viele Standortvergleiche zeigen, dass Münster grundsätzlich zu den Zukunftsstandorten in Deutsch-
land gehört, wo die Chancen die Risiken überwiegen. Aber auch der Wirtschaftsstandort Münster 
muss sich grundlegenden politischen, wirtschaftlichen, technologis chen und gesellschaftlichen Ver-
änderungen stellen (v.a. Digitalisierung, Dekarbonisierung/Nachhaltigkeit, Demographischer Wandel, 
De-Globalisierung). 
 
Um den Wirtschaftsstandort Münster zukunftsorientiert weiterzuentwickeln und die Chancen der lau-
fenden Transformationsprozesse nutzen zu können, hat die Stadt Münster in einem dialogorientierten 
Prozess mit den Interessensvertretungen der Wirtschaft und der Arbeitnehmerinnen/-nehmer, zahlrei-
chen Akteurinnen und Akteuren der Wirtschaft und der Wissenschaft, wirtschaftsorientierten Netzwer-
ken sowie mit Unterstützung der Prognos AG die Standortentwicklungsstrategie 2030+ erarbeitet.  
 
Auf Basis einer umfänglichen indikatorengestützten Standortanalyse, Schlüsselpersonengesprächen, 
fachlichen Vertiefungsworkshops und begleitenden Arbeitskreisen (Wirtschaft, Politik) wurden in ei-
nem dialogorientierten Prozess zunächst sektorale Stärkefelder identifiziert und dann eine Vision 
„Wirtschaftsstandort Münster 2030+“ sowie strategische Leitlinien erarbeitet. Die Umsetzung soll in 
sieben strategischen Handlungsfeldern erfolgen. Dazu wurden mit über 40 Partnerinnen und Partnern 
32 Projekte abgeleitet (Anlage 1). Ebenso wurd en die identifizierten sektoralen Stärkefelder in den 
beiden Karten „Strategische Wirtschaftsstandorte“ dargestellt (Anlage 2a, 2b). 
 
Mit der Standortentwicklungsstrategie 2030+ wird ein zentrales Ergebnis der MünsterZukünfte einge-
löst, wo die Forderung nach der gemeinsamen Erarbeitung einer Entwicklungsstrategie für den Wirt-
schaftsstandort und einer verstetigten Kommunikation ausdrücklich thematisiert wurde (V/0487/2021).  
 
Im Rahmen einer öffentlichen Standortkonferenz am 01.10.2024 wurden zentrale Ergebn isse der 
Standortentwicklungsstrategie 2030+ von den beteiligten Akteurinnen und Akteuren gemeinsam vor-
gestellt. Die Standortkonferenz hat gezeigt, dass die Ergebnisse der Standortentwicklungsstrategie 
auf eine ausgesprochen breite Zustimmung stoßen und alle Partnerinnen und Partner bereit sind, für 
die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes gemeinsame Verantwortung zu übernehmen. Dies bezieht 
sich ausdrücklich auch auf die Umsetzung der Projekte unter dem Dach der Standortentwicklungs-
strategie 2030+ in eige ner Verantwortung und Zuständigkeit der Partnerinnen und Partner. In vielen 
Fällen liegt die Projektleitung für die einzelnen Projekte daher nicht bei der Stadtverwaltung oder der 
Wirtschaftsförderung Münster GmbH.

- 3 - 
V/0769/2024 
Das erarbeitete Strategiegerüst mit Hand lungsfeldern und Maßnahmen soll als handlungsleitender 
Orientierungsrahmen für die weitere Zukunftsentwicklung des Wirtschaftsstandortes Münster dienen. 
Mit den Beschlusspunkten der Vorlage werden daher keine konkreten Projekte zum Beschluss ge-
stellt. Insofern es sich um Projektvorschläge in Zuständigkeit der Stadt Münster handelt, sind diese 
zunächst noch fachlich aufzubereiten und dann zum Beschluss vorzuschlagen. 
 
Der Abschlussbericht der Prognos AG enthält zu Beginn eine Management Summary (vgl. Anlage 1). 
Im Folgenden werden nach einer kurzen Darstellung der Ausgangslage die Ergebnisse im Hinblick 
auf sektorale Stärkefelder, Vision und strategische Leitlinien sowie Handlungsfelder und Maßnahmen 
kompakt zusammengefasst, da sie die Eckpunkte des handlungs orientierten Orientierungsrahmens 
bilden. 
 
Ausgangslage 
Die Stadt Münster ist ein dynamischer und erfolgreicher Wirtschaftsstandort mit engen Beziehungen 
zum Münsterland und zu den niederländischen Partnerinnen und Partnern in der EUREGIO und im 
Städtenetzwerk MONT. Demografisch profitiert die Stadt stark vom Status als Hochschul - und Wis-
senschaftsstadt. Dies zeigt sich in der wachsenden Bevölkerung, die überdurchschnittlich hoch quali-
fiziert ist. Wirtschaftsstrukturell ist Münster divers aufgestellt mit Sc hwerpunkten in den Bereichen 
Gesundheitswirtschaft, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), Verwaltung, Handel, 
freiberufliche Dienstleistungen sowie Finanzen und Versicherungen.  
 
Aus der Analyse der Ausgangslage wurden zentrale Stärken, Schwäc hen, Chancen und Risiken für 
die zukünftige Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Münster abgeleitet: 
 Stärken: Münster zeichnet sich durch ein starkes Bevölkerungs- und Beschäftigungswachstum, 
eine hohe Lebensqualität, eine starke Hochschullandschaft und einen dynamischen Mittelstand 
aus. 
 Schwächen: Die Stadt hat einen negativen Wanderungssaldo bei 30- bis 50-Jährigen, hohe Le-
benshaltungskosten, einen Mangel an bezahlbarem Wohnraum, eine abgeschmolzene Manöv-
riermasse an Gewerbeflächen und eine belastete Mobilitätsinfrastruktur. 
 Chancen: Münster hat das Potenzial, sich als "Klimastadt" zu entwickeln, sich als Standort der 
Batterieforschung europaweit zu profilieren, die Vernetzung von Hochschulen und Wirtschaft wei-
ter zu intensivieren, das Gründungsökosystem weiterzuentwickeln, das Potenzial der Gesund-
heitswirtschaft zu nutzen, die Allianzen mit der Wirtschaft (u.a. Handwerk) zu stärken und Potenzi-
ale der regionalen/überregionalen Zusammenarbeit stärker zu nutzen. 
 Risiken: Der angespannte Wohnungsmarkt, fehlende gewerbliche Standortpotenziale, Fachkräfte-
mangel und der Strukturwandel in der Finanz- und Versicherungsbranche sowie im Einzelhandel 
könnten die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen. 
 
Sektorale Stärkefelder 
Für die weitere Entwicklung des Standorts ist die Identifikation von Stärkefeldern der Wirtschaft ele-
mentar, da in diesen Bereichen die größten Potenziale zum Aufbau von Arbeitsplätzen und einer 
Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bestehen. Auch für die Sichtbarkeit der Münsteraner Wirtschaft 
ergeben sich hieraus Vorteile. Durch die Bildung von Clustern sind Netzwerkeffekte möglich. Sektora-
le Stärkefelder ergeben sich aus den Branchenschwerpunkten der Münsteraner Wirtschaft. Die Wirt-
schaftsstruktur der Stadt Münster wird anhand eines Branchenportfolios aufgezeigt, das die Lokalisa-
tion der Branchen unterteilt nach vier Sektoren beinhaltet. 
 
Insgesamt können neun sektorale Stärkefelder identifiziert werden: 
 Handwerk

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V/0769/2024 
 Industrie 
 Land- und Ernährungswirtschaft 
 FuE-Dienstleistungen (Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen) 
 Finanzen und Versicherungen 
 Gesundheitswirtschaft 
 Kultur- und Kreativwirtschaft 
 Innenstadt, Handel und Tourismus 
 Wissenschaft 
 
Die Stärkefelder, ihre Bedeutung für Münster und die durch die Transformationsdynamiken bestehen-
den Herausforderungen werden in Kapitel 2.3 des Abschlussberichtes ausführlich beschrieben (vgl. 
Anlage 1).  
 
Vision und strategische Leitlinien 
Die Transformationsherausforderungen in den Stärkefeldern erfordern Lösungen. Die Stadt Münster 
hat die Notwendigkeit erkannt und ist bestrebt, die Stärken der Münsteraner Wirtschaft zu unterstüt-
zen und gleichzeitig auf die sich wandelnden Dynamiken zu reagieren. 
 
Die Vision Münster 2030+  für den Wirtschaftsstandort Münster stellt eine Zielorientierung für die 
künftige Entwicklung dar. Sie soll die Akteurinnen und Akteure aus Stadtverwaltung, Wirtschaft, Wirt-
schaftsvertretungen und Wissenschaft anregen und motivieren, gemeinsam den Wirtschaftsstandort 
zu gestalten.  
 
Vision Wirtschaftsstandort Münster 2030+ 
Münster nimmt eine führende Rolle als Innovationszentrum für nachhaltige 
Wirtschaftsentwicklung und Lebensqualität ein legt dabei die Prinzipien der 
Nachhaltigkeit (ökonomisch, ökologisch und sozial), des sozialen Ausgleichs und Fortschritts 
sowie der der Klimaneutralität zugrunde.  
Münster ist Vorreiter für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit auf regionaler, nationaler 
und internationaler Ebene. 
Münster ist eine produktive Stadt und ein Wirtschaftsstandort des dynamischen 
Mittelstandes. Ein Fokus liegt dabei auf Bereichen, die eine besondere Profilierung und 
Kompetenzfeldentwicklung erlauben und die Transformationsprozesse unterstützen. Als 
Instrument wird Kreislaufwirtschaft bzw. Circular Economy konsequent mitgedacht. 
Münster fördert ein innovations- und mittelstandsfreundliches Wirtschaftsumfeld 
unterstützt durch eine hervorragende Erreichbarkeit und ein nachfrageorientiertes 
Flächenangebot sowie ein Ökosystem, das Innovation, Kreativität und 
unternehmerisches Denken unterstützt. 
Münster stärkt die Austauschprozesse von Wissenschaft und Wirtschaft zur Entwicklung 
von zukunftsweisenden Technologien und Geschäftsmodellen. 
Münster verstärkt die Zusammenarbeit mit dem Münsterland und ist gemeinsam mit dem 
Münsterland ein Motor der deutsch-niederländischen Zusammenarbeit.

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V/0769/2024 
Münster steht für Lebensart und Lebensqualität. Alle notwendigen Einrichtungen des 
täglichen Bedarfs sind in 15 Minuten bequem erreichbar (15 Minuten Stadt). Münster ist 
geprägt von einer lebendigen Gemeinschaft, einer vielfältigen Kultur, einem respektvollen 
Miteinander, einer Offenheit und Toleranz gegenüber allen Lebensstilen und bietet 
ausreichenden Wohnraum für alle Beschäftigte aller Qualifikationsstufen. 
Die Vision wird durch die strategischen Leitlinien ergänzt, die übergeordnete Werte und Prinzipien 
darstellen, die das wirtschaftliche Handeln der Akteurinnen und Akteure in der Stadt Münster im Sin-
ne einer gemeinwohlorientierten, innovativen und nachhaltigen Wirtschafts - und Stadtentwicklung 
leiten sollen. Weitergehende Erläuterungen enthält Kapitel 3 des Abschlussberichtes (vgl. Anlage 1). 
 
Abbildung 1: Strategische Leitlinien für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Münster 
2030+ 
 
Abbildung Prognos AG, 2024 
 
Handlungsfelder und Maßnahmen 
Die strategischen Leitlinien werden anhand von sieben Handlungsfeldern mit einer umsetzungsori-
entierten Ebene unterlegt. Die Handlungsfelder verbinden die sektoralen Stärken der Münsteraner 
Wirtschaft und Wissenschaft mit den in der Analyse der Ausgangslage identifizierten Wachstumspo-
tenzialen. So können branchen- und akteursübergreifend neue Entwicklungsimpulse gesetzt und die 
bestehenden Stärkefelder weiter ausgebaut werden. 
 
Jedes Handlungsfeld adressiert einen Aspekt der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Münster und 
setzt Ziele für die zukünftige Entwicklung . Abbildung 2 zeigt die strategischen Handlungsfelder in 
Kombination mit den strategischen Leitlinien und sektoralen Stärkefeldern.

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V/0769/2024 
Abbildung 2: Handlungsfelder, strategische Leitlinien und sektorale Stärkefelder im Überblick 
 
Abbildung Prognos AG, 2024 
 
Die Handlungsfelder enthalten insgesamt 32 Maßnahmen, mit denen der Standortentwicklungsstra-
tegie Münster 2030+ eine operationale Ebene hinzugefügt wird. Die Maßnahmen dienen dazu, die 
strategischen Leitlinien der Standortentwicklungsstrategie in die Praxis zu übersetzen. Abbildung 3 
zeigt das Maßnahmentableau der Strategie. In Kapitel 4 des Abschlussberichtes werden die Hand-
lungsfelder und Maßnahmen ausführlich dargestellt (vgl. Anlage 1). 
Abbildung 3: Maßnahmentableau der Standortentwicklungsstrategie Münster 2030+ 
 
Abbildung Prognos AG, 2024 
 
Stadträumliche Perspektive 
Die Standortentwicklungsstrategie 2030+ hat sich nicht nur mit der Strategieebene, sektoralen Stär-
kefeldern, strategischen Handlungsfeldern und strategischen Projekten beschäftigt, sondern von Be-
ginn auch die stadträumliche Perspektive einbezogen. In diesem Zusammenhang sind die beid en

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V/0769/2024 
Karten „Sicherung und Entwicklung strategischer Wirtschaftsstandorte“ entstanden (vgl. Anlage 
2a/2b), die in der Begründung zu Beschlusspunkt 2 erläutert werden.  
 
Wege der Umsetzung 
Um die Standortentwicklungsstrategie Münster 2030+ erfolgreich umzusetzen, werden sechs Erfolgs-
kriterien definiert: 
 Besonders strahlkräftige Projekte hervorheben 
 Governance-Struktur etablieren 
 Mit Gleichstellung zu gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Erfolg gelangen 
 Partnerinnen und Partner einbinden (Standortentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe) 
 Kommunikationsstrategie und Standortmarketing weiterentwickeln 
 Kontinuierliche Strategiereview und prozessbegleitendes Controlling durchführen 
Zur Einbindung von Partnerinnen und Partnern, zur Weiterentwicklung der Kommunikationsstrategie 
und des Standortmarketings sowie zum kontinuierlichen Strategiereview finden sich vertiefende Aus-
führungen in den Erläuterungen zu Beschlusspunkt 3. 
 
Zu Beschlusspunkt 2: „Sicherung und Entwicklung strategischer Wirtschaftsstandorte“ 
Die Karte „Sicherung und Entwicklung strategischer Wirtschaftsstandorte“ (vgl. Anlage 2a) macht 
deutlich, dass für die sektoralen Stärkefelder der Standortentwicklungsstrategie planerische Standort-
vorsorge getroffen worden ist. Zu verweisen ist hier: 
 auf die derzeit laufende Änderung des Regionalplans Münsterland und die dazu seitens der Stadt 
Münster abgegebene Stellungnahme (V/0339/2023, V/0644/2024), 
 auf das Integrierte Flächenkonzept Münster (V/0192/2024) 
 und die vorhandenen, für Gewerbenutzungen geeigneten Flächennutzungsplanreserven, die auch 
bereits im Gewerbeflächenentwicklungskonzept (V/0723/2016) teilweise für eine Entwicklung vor-
geschlagen werden.   
 
An der liegenschaftlichen Sicherung und bauleitplanerischen Entwicklung einiger dieser Sta ndorte 
wird bereits mit verschiedenen Instrumenten gearbeitet. Mit dem diesbezüglichen Projektblatt „“Siche-
rung und strategische Entwicklung von Wirtschaftsstandorten“ im Handlungsfeld „Müns-
ter.Nachhaltige Infrastrukturen“ werden die nächsten Schritte benannt. 
 
Die Karte „Sicherung und Entwicklung strategischer Wirtschaftsstandorte“ gibt auch einen Überblick 
über größere bestehende Industriestandorte, deren Sicherung bzw. Weiterentwicklung eine wichtige 
Bedeutung besitzt. Zu nennen sind in diesem Zusammenha ng beispielsweise die Sicherung des 
BASF-Werksgeländes in Hiltrup (V/0640/2024), die Verlagerung des Betriebsstandortes der Westfa-
len AG aus Gremmendorf in das Industriegebiet am Hessenweg (V/0299/2019), die Modernisierung 
des Compo-Standortes in Handorf, die Erweiterung des Hauptsitzes von Weicon im Gewerbegebiet 
an der Kleimannbrücke oder die funktionale Transformation des Standortes von Hengst SE am Nien-
kamp. Diese Beispiele zeigen auch deutlich, dass die laufenden Transformationsprozesse wie Dekar-
bonisierung und Digitalisierung sowie die Umsetzung ressourcenschonender Produktionsprozesse 
neben Investitionen auch standörtliche Entwicklungen erfordern. 
 
Um dem differenzierten Einzelhandels- und Zentrensystem gerecht werden zu können, wurde dieses 
auf einer separaten Karte gemäß beschlossenem Einzelhandels- und Zentrenkonzept (2018) mit den 
bereits bekannten Neuplanungen für Stadtteilzentren zusätzlich dargestellt (vgl. Anlage 2b). Die An-

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V/0769/2024 
lage 2 b wird aktualisiert, sobald die laufende Fortschreibung des Einz elhandels- und Zentrenkon-
zepts abgeschlossen ist (vgl. V/0622/2024). 
 
Abschließend ist darauf zu verweisen, dass der Wirtschaftsstandort der Zukunft auch „Zukunftsorte“ 
braucht (vgl. Anlage 1). Die im Handlungsfeld „Münster.Zukunftsorte“ aufgeführten urban en Modell-
quartiere im Wissenschaftssektor und am Dortmund-Ems-Kanal sowie die Innenstadt als Zukunftsort 
spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für die Sicherung und Entwicklung der strategischen Wirt-
schaftsstandorte. 
 
 
Zu Beschlusspunkt 3: „Verstetigung de s Dialogprozesses mit der Wirtschaft und der Arbeit-
nehmendenvertretung“ 
Standortentwicklung ist Gemeinschaftsaufgabe. Daher ist die Standortentwicklungsstrategie 2030+ 
ausdrücklich nicht als Gutachten, sondern in einem dialogorientierten Prozess erarbeitet worden. Die-
ser Prozess basiert auf: 
 26 Schlüsselpersonengesprächen: Hier haben Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, 
Wissenschaft, Politik und Verwaltung die quantitativen Analyseergebnisse um wichtige qualita-
tive Erkenntnisse erweitert.  
 4 Vertiefungsworkshops zu den Themen „Handwerk“, „Gesundheitswirtschaft“, „Industrie“ so-
wie „Finanz- und Versicherungswirtschaft“, in denen wichtige sektorale Stärkefelder mit ent-
sprechenden Akteurinnen und Akteuren ausgearbeitet worden sind.  
Im Hinblick auf die Themen „Innenstadt/Handel“ und „Tourismuswirtschaft“ wurde aufgrund 
vorlaufender Prozesse auf einen Vertiefungsworkshop verzichtet. Zugleich läuft für das Thema 
„Handel“ mit der Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzept zurzeit ein eigener 
Prozess. Im Hinblick auf die „Kultur- und Kreativwirtschaft“ ist eine grundsätzliche Aufarbei-
tung erforderlich, die nicht in dem Format eines Vertiefungsworkshops möglich gewesen wäre. 
 5 Sitzungen des begleitenden Arbeitskreises „Wirtschaft“, an dem Akteurinnen und Akteure 
aus dem Beirat Münster Marketing mitgewirkt haben. Dieser Arbeitskreis hatte den Blick auf 
den gesamten Prozess und alle Themen, so dass im konstruktiven Austausch mögliche Kon-
fliktlinien frühzeitig angesprochen werden konnten und zugleich chancenorientiert Gemein-
samkeiten herausgearbeitet wurden.  
 3 Sitzungen des interfraktionellen Arbeitsgesprächs, die jeweils am Ende wichtiger Prozess-
schritte (Analysephase, Leitbild-/Strategiephase, Vorstellung Handlungsfel-
der/Maßnahmenübersicht) die vorliegenden Ergebnisse reflektiert haben.  
Neben diesen Prozesssäulen wurden vorhandene Gremien verschiedener Institutionen, Vereine und 
Verbände genutzt, um Zwischenergebnisse der Standortentwicklungsstrategie 2030+ vorzustellen 
und zu reflektieren , wie z.B. Wor kshops mit dem Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung Münster 
GmbH, IHK-Regionalausschuss für Münster, Strategieausschuss Wissenschaftsstadt der Allianz für 
Wissenschaft, Forum „Industrie“.  
 
Darüber hinaus erfolgte ein kontinuierlicher bilateraler Austausch mit der Wirtschaftsförderung Müns-
ter GmbH/Technologieförderung Münster GmbH, der IHK Nord Westfalen, der Handwerkskammer 
Münster, der Kreishandwerkschaft Münster, dem Deutschen Gewerkschaftsbund – Region Münster, 
Vertretungen der Landwirtschaft (Kreislandwirt, Landwirtschaftskammer NRW, Westfälisch-Lippischer 
Landwirtschaftsverband). Dieser Austausch bezog bereits Fragen der Umsetzung mit ein, da zahlrei-
che Projekte von den Partnerinnen und Partner verantwortet und in eigener Zuständigkeit umgesetzt 
werden.

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V/0769/2024 
Wie die gemeinsame öffentliche Standortkonferenz am 01.10.2024 gezeigt hat, hat der dialogorien-
tierte Ansatz dazu geführt, dass die Ergebnisse der Standortentwicklungsstrategie 2030+ von einem 
breiten Kreis von Akteurinnen und Akteuren konsensual getragen werden, die gemeinsam Verantwor-
tung für die Standortwicklung übernehmen wollen. Durch den Prozess wurde ausdrücklich Vertrauen 
aufgebaut, das eine wichtige Grundlage für die nächsten Umsetzungsschritte ist. Zugleich wurde am 
01.10.2024 verdeutlicht, dass nun angesichts der großen Herausforderungen die Erwartung einer 
raschen Umsetzung der Ergebnisse unter Beibehaltung des bisherigen dialogorientierten Einbezugs 
der Kernakteurinnen und -akteure besteht.  
 
Im Hinblick auf die gebündelte Fortsetzung des Dialogs bietet es sich, den bisherigen Arbeitskreis 
„Wirtschaft“ mit Akteurinnen und Akteuren aus Beirat Münster Marketing (themenorientiert ergänzt um 
weitere Mitwirkende) fortzuführen. Am 25.11.2024 ist im Beirat Münster Marketing die bisherige Arbeit 
des AK „Wirtschaft“ reflektiert und sehr positiv bewertet worden. Die bisher Mitwirkenden und die eh-
renamtliche Leiterin des Arbeitskreises, Frau Prof. Dr. Petra Teitscheid (FH Münster), haben sich 
ausdrücklich bereit erklärt, die Umsetzung der Standortentwicklungsstrategie 2030+ auch weiterhin 
zu begleiten. 
 
Mit der Verstetigung der bisherigen Dialogstrukturen würden zugleich wichtige Voraussetzungen für 
eine erfolgreiche Umsetzungsphase geschaffen. So empfiehlt die Prognos AG in dem Abschlussbe-
richt im Kapitel „Wege der Umsetzung“ die weitere aktive Einbindung der Partnerinnen und Partner 
und deren Beteiligung an der Umsetzung. Dies bezieht regionale und überregionale Akteurinnen und 
Akteure ausdrücklich mit ein (Münsterland e.V., MONT, EUREGIO, TECH.LAND). Hiermit sind neben 
der Projektumsetzung auch eng die Aspekte der Kommunikation, eines abgestimmten Standortmar-
ketings und einer kontinuierlichen Überprüfung der Inhalte der Strategie (Strategiereview) verbunden 
(vgl. Anlage 1, Kapitel 6). 
 
 
Zu Beschlusspunkt 4: „Zukunftsorientiertes, nachhaltiges Wirtschaften“ als stadtstrategi-
sches Ziel 
Mit den Beschlüssen zur Vorlage V/0609/2022 hat der Rat die nachstehenden Handlungsfelder als 
strategische Ziele für die kommunale Steuerung benannt: 
 Klimaneutralität 
 Leistbares, nachhaltiges Wohnen 
 Stadtverträgliche, nachhaltige Mobilität 
 Vielfalt und Zusammenhalt 
 
Diese Handlungsfelder sind als dezernats- und ämterübergreifende Arbeitsprioritäten für die Verwal-
tung zu verstehe n, die auch im städtischen Haushalt berücksichtigt werden müssen, um den Weg 
zum „Münster der Zukunft“ aufzuzeigen. 
 
Im Prozess der Erarbeitung der Standortentwicklungsstrategie 2030+ ist sehr deutlich herausgearbei-
tet worden, dass die Stadt der Zukunft auch eine produktive Stadt ist und daher „Zukunftsorientiertes, 
nachhaltiges Wirtschaften“ zu den stadtstrategischen Zielen gehören sollte. Dies steht in Überein-
stimmung mit den Ergebnissen der MünsterZukünfte (V/0487/2021) und der Nachhaltigkeitsstrategie 
2030 (V/0648/2017, V0515/2018).  
 
Eine leistungsfähige und dynamische Wirtschaft ist zentral für das Gemeinwohl in Münster und im 
Münsterland. Sie bietet Arbeitsplätze und schafft Einkommen, was eine Schlüsselressource für die 
soziale Teilhabe ist. Hierzu zählt vor allem auch der Zugang zum Wohnungsmarkt. In den letzten Jah-

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V/0769/2024 
ren ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Münster deutlich gestiegen und 
nimmt auch im NRW-Vergleich einen Spitzenwert ein. 
 
Zugleich speist eine stabile und zukunftsorientierte Wirtschaftsstruktur über die Gewerbesteuer, den 
Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer und den Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer den städti-
schen Haushalt. Hiermit werden die kommunale Handlungsfähigkeit sichergestellt und wichtige Hand-
lungsmöglichkeiten für alle Politikfelder geschaffen 
 
Abschließend ist auf die Leipzig Charta 2020 als aktuelles Leitdokument für gemeinwohlorientierte 
und integrierte Stadtentwicklung in Europa zu verweisen. Die Leipzig Charta 2020 benennt drei Hand-
lungsdimensionen für eine zukunftsfähige Stadtentwicklungspolitik: 
 die gerechte Stadt (v. a. Chancen- und Umweltgerechtigkeit einschließlich des Zugangs zu 
bezahlbarer Wohnraum - und Energieversorgung) 
 die grüne Stadt (einschließlich klimaneutrale Stadt) 
 die produktive Stadt (attraktive, innovative und wettbewerbsfähige Wirtschaftsstandorte; breit 
aufgestellte Wirtschaft, die Arbeitsplätze und eine solide finanzielle Grundlage für die nachhal-
tige Stadtentwicklung schafft) 
Mit der Aufnahme „zukunftsorientiertes, nachhaltiges Wirtschaften“ in den Kanon der stadtstrategi-
schen Ziele, die gemäß § 41 Abs. 1 GO NRW ausschließlich vom Rat beschlossen werden müssen, 
setzt die Stadt Münster die Grundsätze der Leipzig Charta für eine zukunftsorientierte Stadtentwic k-
lung um, die auf der Integration der sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Dimension nachhalti-
ger Entwicklung basieren. 
 
 
Zu Beschlusspunkt 5: „Weitere Stärkung der Zusammenarbeit mit dem Münsterland und mit 
den niederländischen Partnerinnen und Partnern (MONT, EUREGIO, TECH.LAND) 
Bereits im Prozess der MünsterZukünfte 20|30|50 ist nachdrücklich herausgearbeitet worden, dass 
eine zukunftsorientierte Stadt- und Wirtschaftsentwicklung nur in regionaler Zusammenarbeit erfolgen 
und gelingen kann (V/0487/2021). Die Analysen und Schlüsselpersonengespräche zur Erarbeitung 
der Standortentwicklungsstrategie 2030+ haben die großen Potenziale und die besondere Bedeutung 
der Zusammenarbeit mit dem Fokus auf eine zukunftsorientierte Wirtschaftsstandortentwicklung noch 
einmal unterstrichen. Als strategische Leitlinie wurde daher formuliert: „Münster verstärkt die Zusam-
menarbeit mit dem Münsterland und ist gemeinsam mit dem Münsterland Motor der deutsch -
niederländischen Zusammenarbeit“.  
 
Die Umsetzung dieser strateg ischen Leitorientierung soll auf folgenden Ebenen erfolgen, wie auch 
das diesbezügliche Projektblatt im Handlungsfeld „Münster.Miteinander“ verdeutlicht:   
 Münsterland: Fortsetzung des Prozesses der informellen Regionalentwicklung im Münster-
land, abgestimmte Bewerbung an Strukturförderprogrammen des Landes und der EU, ge-
meinsames Tourismusmarketing, gemeinsame Arbeit an Wirtschafts- und Innovationsthemen 
(v.a. Projekte Wirtschaft bei Münsterland e. V, Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftsförderung 
Münsterland, Wirtschaftsförderungskonferenz Münsterland). 
 Städtenetzwerk MONT: Umsetzung der MONT-Strategie 2030 mit den Themenschwerpunkten 
„Nachhaltige Mobilität und Erreichbarkeit“, „Regionale Innovation“, „Branding MONT-Region 
und Lobby“ sowie „Klimaschutz und Umgang mit Klimafolgen“. 
 EUREGIO: Unterstützung der EUREGIO-Strategie 2030 für den Bereich „Nachhaltige Raum-
entwicklung“, „Wirtschaft und Arbeitsmarkt“ sowie „Gesellschaftliche Entwicklung“.

- 11 - 
V/0769/2024 
 Unterstützung der Umsetzung der Innovationsstrategie Münster und Münsterland (IMM): Die 
Innovationsstrategie ergänzt die vorliegenden Strategiepapiere als gemeinsamer Handlungs-
rahmen von Wissenschaft, Wirtschaft und städtischen/regionalen Akteuren für die Weiterent-
wicklung einer starken europäischen Innovationsregion. Die Handlungsfelder „Smart & Resili-
ent Energy“, „Smart & Resilient Care“ und „Smart & Resilient Production“ unterstützen die 
diesbezüglichen Projekte im Handlungsfeld „Münster.Innovation“ der Standortentwicklungs-
strategie 2030+ und sind zugleich wichtige Schwerpunktthemen im deutsch-niederländischen 
Innovations- und Technologienetzwerk TECH.LAND. 
 Unterstützung der Umsetzung der Projekte und Markenbildung des deutsch-niederländischen 
Netzwerks zur Innovations-, Technologie- und Wirtschaftsentwicklung TECH.LAND: 
TECH.LAND steht für die Entwicklung einer gemeinsamen Wirtschaftsregion im „Herzen Eu-
ropas“ und fokussiert dabei auf abgestimmte grenzüberschreitende Technologiethemen. Diese 
decken sich mit den Themen der Standortentwicklungsstrategie 2030+ wie GreenTech (Batte-
ries, Hydrogen), „Health & Medtech“, „Circular Economy“ sowie Gründungsförderung.  
Die Stärkung der deutsch-niederländischen Zusammenarbeit wird auch auf Ebene der Organisations-
spitzen vorangetrieben. Bei den sogenannten Double-Triple-Helix-Gesprächen stimmen die Spitzen 
von Stadt Münster, Universität Münster und IHK Nord Westfalen mit den entsprechenden Partnern 
der Stadt Enschede, der Universität Twente und dem Twente Board wichtige Schritte für die Stärkung 
der Zusammenarbeit, z. B. für ein gemeinsames internationales Standortmarketing, ab. 
 
Die Eckpunkte für die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Partnerstädten Münster und En-
schede legt das „Memorandum of Understanding“ (MoU) fest, das am 19.11.2024 unterzeichnet wur-
de. Beide Städte bekräftigen darin, die deutsch-niederländische Region zu einer starken Wirtschafts-
region zu entwickeln, die kulturelle Zusammenarbeit zu intensivieren, sich in internationalen Städte-
netzwerken zu engagieren und ein grenzübergreifendes Miteinander der Bürgerinnen und Bürger zu 
fördern. Die konkreten Maßnahmen enthält ein jährlicher Aktionsplan. Aus Sicht der Standortentwick-
lungsstrategie 2030+ ist hervorzuheben, dass mit der vereinbarten engen Zusammenarbeit der bei-
den Verwaltungen insbesondere auch Marke TECH.LAND, die Zusammenarbeit im Gesundheitswe-
sen („Förderung einer 360-Grad-Gesundheits- und Innovationsregion“) und eine bessere Erreichbar-
keit und Anbindung der Region unterstützt werden soll. 
 
 
In Vertretung 
gez. 
       gez. 
 
Markus Lewe       Robin Denstorff 
Oberbürgermeister     Stadtbaurat 
 
 
Anlagen: 
Anlage 1: Abschlussbericht „Standortentwicklungsstrategie Münster 2030+“ 
Anlage 2a: Karte „Standortentwicklungsstrategie 2030+ - Sicherung und Entwicklung strategischer 
Wirtschaftsstandorte“ 
Anlage 2b: Karte „Standortentwicklungsstrategie 2030+ - Sicherung und Entwicklung strategischer 
Wirtschaftsstandorte: Einzelhandels- und Zentrenkonzept (2018) mit Planungen für neue 
Stadtteilzentren“

- 12 - 
V/0769/2024

Anlage A

3646 Zeichen

Anlage A zur V/0769/2024 
Kurzüberblick 
Um den Wirtschaftsstandort Münster zukunftsorientiert weiterzuentwickeln und die Chancen der 
laufenden Transformationsprozesse nutzen zu können, hat die Stadt Münster in einem dialogori-
entierten Prozess mit den Interessensvertretungen der Wirtschaft und der Arbeitnehmerinnen/-
nehmer, zahlreichen Akteurinnen und Akteuren der Wirtschaft und der Wissenschaft, wirtschafts-
orientierten Netzwerken sowie mit Unterstützung der Prognos AG die Standortentwicklungsstra-
tegie 2030+ erarbeitet.  
 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Folgende Leitorientierungen aus dem ISM-Prozess werden unterstützt:  
 Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungs-
standorte in Europa 
 Wir werden als Wirtschaftsstandort die Stadt des dynamischen Mittelstandes in Nordrhein-
Westfalen 
 Wir werden das unverwechselbare Stadtbild bewahren und die City als Ort der Begegnung, 
als Marktplatz und als Motor der Stadtentwicklung stärken 
 Wir werden Münster auf der Basis unserer Geschichte und des Prinzips von „Toleranz durch 
Dialog“ zu einer weltoffenen Stadt weiterentwickeln 
 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 09.01 der PG Bezeichnung der PG Stadt- und Regionalentwicklung, 
Stadtplanung 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja X Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja  Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja  Nein   
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
X überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
Eine leistungsfähige und dynamische Wirtschaft ist zentral für das Gemeinwohl in Münster und im 
Münsterland. Sie bietet Arbeitsplätze und schafft Einkommen, was eine Schlüsselressource für 
die soziale Teilhabe ist. Hierzu zählt vor allem auch der Zugang zum Wohnungsmarkt. In den letz-
ten Jahren ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Münster deutlich gestie-
gen und nimmt auch im NRW-Vergleich einen Spitzenwert ein. 
 
Zugleich speist eine stabile und zukunftsorientierte Wirtschaftsstruktur über die Gewerbesteuer, 
den Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer und den Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer 
den städtischen Haushalt. Hiermit werden die kommunale Handlungsfähigkeit sichergestellt und 
wichtige Handlungsmöglichkeiten für alle Politikfelder geschaffen. 
 
Die Erarbeitung der Standortentwicklungsstrategie 2030+ wurde mit einem Haushaltsbegleitan-
trag beschlossen.

Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Die Standortentwicklungsstrategie berücksichtigt die v.g. Querschnittsthemen ausdrücklich:  
 Gleichstellung: Das Ziel der Gleichstellung wurde konsequent in der Analysephase, der Stra-
tegiephase, der Projektphase und der Umsetzungsphase berücksichtigt.  
 Inklusion: Die Strategiephase berücksichtigt das Thema der Inklusion. Umsetzungsorientiert 
werden inklusionspolitische Anliegen in der Projektphase einfließen. 
 Migration: Die Bedeutung der Migration wurde auf Strategie- und Projektphase berücksich-
tigt. 
 Demographie: Die Standortentwicklungsstrategie berücksichtigt das Thema „Demo graphie“ 
über das sektorale Stärkefeld „Gesundheits-/Präventivwirtschaft“, auf Strategieebene sowie 
auf Projektebene sowie über das Thema „Arbeits-/Fachkräfte“. 
 Klimaschutz/Dekarbonisierung wird ausdrücklich auf Strategie - und Projektebene berück-
sichtigt.

Beratungsverlauf (7)

11.12.2024 Rat
TOP 29 Einbringung Entscheidung

Beschluss: Vorlage eingebracht

Zur Sitzung
06.02.2025 Ausschuss für Gleichstellung
TOP 5 Vorberatung
Zur Sitzung
11.02.2025 Betriebsausschuss Münster Marketing
TOP 5.1 Vorberatung
Zur Sitzung
20.02.2025 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung
TOP 5.2 Vorberatung
Zur Sitzung
25.02.2025 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 7.2.2 Vorberatung
Zur Sitzung
26.02.2025 Hauptausschuss
TOP 15.1.1 Vorberatung
Zur Sitzung
26.02.2025 Rat
TOP 22.1.1 Entscheidung
Zur Sitzung

Orte (17)

  • Busso-Peus-Straße
  • Steinfurter Straße 60a
  • Mendelstraße 11
  • Austermannstraße
  • Theodor-Scheiwe-Straße
  • Nieberdingstraße
  • Wienburgstraße
  • Klemensstraße 10
  • Goethestraße 85
  • Heitmannsweg
  • Albersloher Weg 33
  • Hessenweg
  • Am Hawerkamp
  • Schifffahrter Damm
  • An der Kleimannbrücke
  • Siemensstraße
  • Kinderhaus

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Details

Aktenzeichen
V/0769/2024
Typ
Vorlagen
Datum
29.11.2024
Erstellt
26.11.2024 17:35