V/0933/2015
Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide: Jahresbericht 2014
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Anlagen 2 und 3
196915 Zeichen
Jahresbericht 2014
für das Wohngebiet
„Münster/Kinderhaus-Brüningheide“
- Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“ -
- Juli 2015 -
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung; Vermessungs- u. Katasteramt
Anlage 2 zur Vorlage V/0933/2015
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster
- Amt für Stadtentwicklung,
Stadtplanung, Verkehrsplanung,
Simone Peuling-Heerstraß
48127 Münster
stadtplanung@stadt-muenster.de
Unter Verwendung der Projektberichte
der Projektverantwortlichen
des „Maßnahmeprogramms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung ii
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Gliederung
1 Das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus – Brüningheide“ ..................... 5
1.1 Programm „Soziale Stadt - Kinderhaus Brüningheide“ / Förderphase
2007 - 2010 ............................................................................................................ 5
1.2 „Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungs-
phase I (2011 – 2013) ............................................................................................ 6
1.3 „Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungs-
phase II (ab 2014) .................................................................................................. 7
2 Zielstellung und Grundlagen des Berichts ................................................................ 10
2.1 Zielstellung des Berichts: Ergebnisübersicht 2014 ................................................ 10
2.2 Kontextdaten zur Entwicklung des Wohngebiets „Kinderhaus-Brüningheide“ ....... 11
2.3 Aufbau des Jahresberichts 2014 .......................................................................... 11
3 Kinderhaus-Brüningheide: Rahmensetzende Aktivitäten und Projekte in 2014 ..... 12
3.1 Perspektivgutachten für das Gebiet „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide ...... 12
3.2 Stadtteilentwicklungskonzept für den Stadtteil Kinderhaus ................................... 14
3.3 Fertigstellung Zentrumserweiterung Idenbrockplatz.............................................. 15
4 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 1: „Verbesserung der
Wohnsituation“ ............................................................................................................ 16
5 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 2: „Öffentlicher Raum“ ....................... 20
6 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 3: „Lokale Ökonomie“ ........................ 22
7 Ergebnisse und Wirkungen Themenfeld 4: „Integration zugewanderter
Menschen fördern“ ...................................................................................................... 23
8 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 5: „Bewältigung der
Herausforderungen für das Bildungs-wesen“ ........................................................... 28
9 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 6: „Sicherung sozialer Netze und
Infrastrukturen in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte“ ....................................... 35
10
Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 7: „Gebietsmoderation“ ...................... 50
11 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ (Themenfeld 8) .......................................... 52
11.1 Beobachtung der Zielerreichung ........................................................................... 52
11.2 Kontextdatenmonitor „Kinderhaus Brüningheide 2014“ ......................................... 52
12 Resümee und Ausblick ............................................................................................... 55
12.1 Zielerreichung 2014 unter Berücksichtigung der Projektziele ................................ 55
12.2 Zielerreichung 2014 unter Berücksichtigung der Programmziele .......................... 60
12.3 Ausblick auf das „Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide“ 2015 (Verstetigungsphase II) ......................................................... 63
13 Anhang ......................................................................................................................... 64
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung iii
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
• Anhang 1: Karte „Projektstandorte Kinderhaus Brüningheide - Verstetigungskonzept II /
2014“
• Anhang 2: Karte „Projektstandorte Kinderhaus Brüningheide Verstetigungskonzept II /
2015“
• Darüber hinaus ist die Anlage 3 zur Vorlage V/0933/2015 „Kontextdatenmonitor 2014“ Be-
standteil des Berichts (inklusive Grafiken zur Entwicklung ausgewählter Kontextdaten der
Stadtteilentwicklung)
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung iv
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
1 Das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus – Brüningheide“
Die Ende 2006 gestartete Programmdurchführung für das Wohngebiet Kinderhaus -
Brüningheide kann mittlerweile auf eine achtjährige Erfahrung in der Durchführung eines
träger- und aufgabenfeldübergreifenden (= integrativen) Programms mit Wohngebietsbezug
zurückblicken. Wenngleich sich der Status und der Name des Programms während dieser
Zeit verändert haben und zwischenzeitlich auf der Grundlage des von den Programmbeteilig-
ten entwickelten Zielsystems notwendige inhaltliche Anpassungen vollzogen wurden, blieben
die Zielstellungen jedoch vom Grundsatz her über den gesamten Zeitraum gleich:
• die Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfeldsituation
• die Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet
• die Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche.
Das mittlerweile etablierte Programm und seine Einzelmaßnahmen sind heute weithin akzep-
tiert, werden rege nachgefragt und im Wohngebiet als reguläre Angebote wahrgenommen.
1.1 Programm „Soziale Stadt - Kinderhaus Brüningheide“ / Förderphase 2007 -
2010
Mit Beschluss vom 13.12.2006 hat der Rat der Stadt Münster die Verwaltung beauftragt, das
Programm „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“ auf der Grundlage eines integrierten
Handlungskonzepts in den Jahren 2007 bis 2010 umzusetzen (vgl. Vorlage V/0927/2006,
V/0927/2006 E1). Das Integrierte Handlungskonzept war Kernelement der Programmdurch-
führung und bündelte als strategisches Planungs- und Steuerungsinstrument der (sozialen)
Stadtentwicklung gebietsbezogen Aktivitäten, Projekte und Maßnahmen unterschiedlicher
Akteure aus verschiedenen Handlungsfeldern, um Ressourcen möglichst effektiv einzuset-
zen und Aktivitäten so aufeinander abzustimmen, dass sie synergetische Wirkung entfalten.
Bereits ab Beginn der Förderphase wurde ein konsistentes System messbarer Ziele auf Pro-
gramm-, Handlungsfeld- und Projektebene entwickelt und umgesetzt (vgl. Vorlage
V/0877/2007). So wurde von den beteiligten lokalen Projektakteuren der „Sozialen Stadt“ die
Grundlage geschaffen, die Umsetzung der eigenen Projekte im Sinne der Selbstevaluation
systematisch und datenbasiert zu bewerten und in den jährlichen Projektberichten der Pro-
jektträger bzw. der Handlungsfeldverantwortlichen zu dokumentieren (vgl. Jahresberichte
2007- 2010), und so die Programmsteuerung instrumentell zu unterstützen und die Erfolge
des Programms identifizieren zu können.
Insgesamt wurden im Förderzeitraum zwischen 2007 und Ende 2010 im Wohngebiet Kinder-
haus-Brüningheide im Rahmen des Programms „Soziale Stadt NRW“ über 30 Projekte in 8
Handlungsfeldern mit Zuwendungen des Bundes und des Landes zur Stadterneuerung und
einem städtischen Eigenanteil umgesetzt. Hierüber wurde dem Rat der Stadt Münster mit
den Jahresberichten 2007/2008, 2008, 2009 und 2010 berichtet (vgl. Vorlagen V/0347/2008,
V/0297/2009, V/0291/2010, V/0601/2011).
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 5
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
HF 1 „Wohnen“
Projekt 1.01 Energetische Gebäudesanierung
Projekt 1.02 Marktanpassung des Wohnbestandes
Projekt 1.03 Wohnzukunft für ältere und behinderte
Menschen
Projekt 1.04 Weiterentwicklung der
Kooperationsvereinbarung
Projekt 1.05 Nachbarschaftsstärkung und
Mieter/innenschulung
Projekt 1.06 Das Quartier spart Strom
Projekt 1.07 Solares Kinderhaus
Projekt 1.08 Alternative Flächennutzung - baulich und
sozial
HF 2 „Öffentlicher Raum“
Projekt 2.01 Städtebauliches und
lokales Maßnahmenkonzept
Projekt 2.02 Spiel- und Freizeitzone
(Umsetzung ab 2009)
HF 3 „Lokale Ökonomie“
Projekt 3.01 Wertstoffe/Sperrgut
Projekt 3.02 Expertise „Lokale Ökonomie“
Projekt 3.03 Projektfamilie „Stärken vor Ort“
(Umsetzung ab 2009)
HF 4 „Integration zugewanderter Menschen
fördern“
Projekt 4.01 Mädchenprojekt `Unser Alltag -
unsere Sorgen´
Projekt 4.02 Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-,
Beratungs- und Koordinationsstelle
Projekt 4.03 Gewaltprävention
HF 5 „Bewältigung der Herausforderungen für das
Bildungswesen“
Projekt 5.01 Wir verstehen uns (zusammengeführt mit
Projekt 5.03 Stadtteileltern in KiTas)
Projekt 5.02 Elternkompetenz stärken
Projekt 5.04 Gesund aufwachsen in Kinderhaus
Projekt 5.06 Kontinuierliche Praxistage zum Übergang
Schule-Beruf
Projekt 5.07 Kinderhauser Jugendkultur
HF 6 „Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in
Zeiten knapper öffentlicher Haushalte“
Projekt 6.01 Schuldnerberatung vor Ort
Projekt 6.02 Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM
e.V.
Projekt 6.03 Bürgerbeteiligung / Moderation
Projekt 6.04 Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt
Projekt 6.05 Integrative Jugendsozialarbeit
Projekt 6.06 Mobile Jugendarbeit
Projekt 6.07 Sport und Bewegung
Projekt 6.08 Drogenprävention
HF 7 „Gebietsmoderation“
Projekt 7.01 Quartiersmanagement
Projekt 7.02 Quartiersfonds
HF 8 „Selbstevaluation“
Projekt 8.01 Zielentwicklung und
Beobachtung Zielerreichung
Projekt 8.02 Entwicklung und Auswertung
von Kontextindikatoren
Programmsystematik 2007- 2010
Integriertes Handlungsprogramm
33 Projekte in 8 Handlungsfeldern
Die Handlungsfelder 1-7 (ab 2014 Themenfelder) haben einen direkten Einfluss auf die in-
haltliche Zielerreichung. Das Handlungsfeld 8 „Selbstevaluation“ dient der strategischen Pro-
gramm- und Projektunterstützung.
In der Gesamtbilanz zur Förderphase hält der Jahresbericht 2010 fest, dass innerhalb des
Förderzeitraumes eine solide Ausgangslage für eine weiterhin erfolgversprechende Umset-
zung ausgewählter Projekte in der Verstetigung erreicht wurde (V/0601/2011, Anlage 2). Das
zuständige Ministerium für Bauen und Verkehr (MBV) des Landes NRW wertete das bis dato
umgesetzte Maßnahmekonzept als ausfinanziert, erwartete jedoch eine Verstetigung des
Programms. Im Mittelpunkt der Verstetigungsüberlegungen stand die Frage, wie die erreich-
ten positiven Veränderungen (Erfolge) und die für die Funktionsfähigkeit des Quartiers rele-
vanten aufgebauten Angebots- und Vernetzungsstrukturen im Programmgebiet angesichts
weiter bestehender Handlungsbedarfe auch über das Ende der Förderung hinaus zu stabili-
sieren und zu sichern sind.
1.2 „Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungs-
phase I (2011 – 2013)
Das Verstetigungsprogramm der „Sozialen Stadt“, nun „Maßnahmeprogramm Wohngebiet
Kinderhaus-Brüningheide“ genannt, wurde gemäß Verstetigungskonzept seit dem
01.01.2011 zunächst befristet für drei Jahre mit einer städtischen Förderung in Höhe von
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 6
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
150.000,- € im Jahr umgesetzt, sodass Kernprojekte des Programms Soziale Stadt ohne
wesentliche Substanzänderung zunächst bis Ende 2013 fortgeführt werden konnten (vgl.
Vorlagen V/0291/2010, V/0291/2010/1, Ratsbeschluss vom 08.12.2010).
Um die integrative Ausrichtung des Programms beizubehalten (V/0291/2010), erfolgte die
Verstetigung weiterhin auf der Grundlage des in der Förderphase entwickelten und umge-
setzten Programmprofils sowie des Zielsystems mit seinen Einzelzielen auf Programm-,
Handlungsfeld- und Projektebene inklusive Indikatorenbildung (Teilprojekt Prozessbegleiten-
de Selbstevaluation). Ebenso fortgesetzt wurden die bewährten im Rahmen des Programms
Soziale Stadt aufgebauten Entscheidungsstrukturen und netzförmigen Kooperationsbezie-
hungen zwischen den an der Durchführung Beteiligten. Die Verstetigung führte teilweise zu
Modifizierungen in Bezug auf Inhalt und Anzahl der Projekte. Im ersten Jahr der Verstetigung
(2011) wurden 25 Projekte, im Jahr 2012 23 Projekte, im dritten Jahr der Verstetigung (2013)
insgesamt 24 Projekte mit unterschiedlichen finanziellen Dotierungen und zum Teil auch aus
Mitteln außerhalb des Verstetigungsbudgets weiter fortgeführt.
Wenngleich auch ein Teil der Projekte außerhalb des Maßnahmeprogramms fortgeführt wur-
de und die Netzanbindung für diese Projekte seit Anfang 2011 insoweit lockerer geworden
ist, lag das Bemühen nach wie vor darin, das Programm in der Verstetigung weiterhin als ein
integratives Programm umzusetzen.
1.3 „Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungs-
phase II (ab 2014)
Mit der Vorlage V/0562/2013 beauftragte der Hauptausschuss am 25.09.2013 eine Fortset-
zung des Maßnahmeprogramms über das Jahr 2013 hinaus sowie weitere Einzelanliegen.
Konkret sollten die Ausrichtung der Jugendarbeit im Wohngebiet sowie die Leistungen der
Träger im Bereich der Prävention und frühen Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien
geprüft werden, um dem Rat auf der Grundlage der Prüfergebnisse Entscheidungsempfeh-
lungen vorzulegen.
Da die meisten der auf soziale Ungleichheit verweisenden Strukturmerkmale des Gebiets
Ausprägungen aufweisen, die von den gesamtstädtischen Werten stark abweichen (vgl. Kon-
textdatenmonitor, Anlage 3) und eine weitere Verstetigung der bis dato umgesetzten Maß-
nahmen sowie zentraler Elemente des Programms weiterhin erforderlich schien, beschloss
der Rat der Stadt Münster am 11.12.2013 die Fortführung des Maßnahmeprogramms
Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide ab dem 01.01.2014 (V/0533/2013, V/0533/2013/1
Erg.), um die Wohn- und Lebensbedingungen der Bewohnerschaft zu stabilisieren. Zur Fi-
nanzierung des Programms ab 2014 stand ein Budgetrahmen von jährlich 150.000 € zur
Verfügung.
Mit diesem Beschluss waren Anpassungen der Programmorganisation an aktuelle Rahmen-
bedingungen sowie eine inhaltliche Schwerpunktsetzung und Neujustierung im Bereich der
Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit verbunden (V/0533/2013, V/0533/2013/1 Erg.). Zentrale
Elemente und Vorgehensweisen der Programmsteuerung wie der wohngebietsbezogene
Ansatz (Stadtzelle 631), die integrative Programmausrichtung, die an Zielen orientierte Pro-
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 7
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
gramm- und Maßnahmesteuerung sowie die Gebietsmoderation wurden beibehalten, um die
Erfolge der bisherigen Programmdurchführung abzusichern.
In Kontinuität der bisherigen Vorgehensweise und Umsetzung des Ratsbeschlusses
V/0533/2013/1 Erg. wird die Verwaltung auch in Zukunft dem Rat jährliche Berichte über
Umsetzung und Ergebnisse der Maßnahmen sowie über die Entwicklung der Rahmenbedin-
gungen zur Verfügung stellen, die zuvor der Bezirksvertretung Münster-Nord, den beteiligten
Fachausschüssen und Gremien des Rates einschließlich des Integrationsrates vorgelegt
werden. Die Erstellung des vorliegenden Berichts über die Verstetigung im Jahr 2014 erfolgt
auf dieser Grundlage.
Neben der Anpassung inhaltlicher Aspekte sollten die Organisation und das Verfahren der
Programmdurchführung vereinfacht und möglichst ressourcenschonend gestaltet werden:
• Der Beirat „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ wurde in der Ratsperiode ab 2014
nicht erneut eingerichtet. In der Phase der Programmentwicklung und -erprobung hat er
wertvolle Beiträge und Anregungen zur Realisierung des Programms und zu seiner Pro-
filentwicklung beigesteuert (u.a. Beteiligung an Feinplanung von Einzelprojekten, For-
mulierung handlungsfeldübergreifender Ziele) und somit wesentlich zur Verankerung
des Programms im Quartier beigetragen. Diese Funktion hat der Beirat ebenso bestens
wie abschließend erfüllt.
• Eine formell organisierte, zwischen Programm- und Maßnahmeebene liegende Hand-
lungsfeldebene wurde ab 2014 aufgegeben; die Zuordnung von Einzelmaßnahmen zu
Themenfeldern ist im Rahmen der Zielsystematik jedoch weiterhin relevant.
• Es wurde keine Unterscheidung mehr in Impuls- und Schlüsselprojekte vorgenommen.
• Ab 2014 sollte wieder - wie bereits in den Anfangsjahren - mit allen Akteuren, die an der
Programmdurchführung beteiligt sind, jährlich ein Planungsworkshop durchgeführt wer-
den, in dessen Rahmen die Jahresberichte, Anpassungen des Zielsystems, der Kon-
textdatenmonitor sowie ggf. wesentliche Bedarfe einer Programm- oder Maßnahmean-
passung erörtert werden. Der Auftaktworkshop fand am 11.09.2014 statt, vgl. Pkt. 11.1.
Sowohl handlungsleitende Grundlage für die Programmsteuerung als auch konzeptioneller
Rahmen für die verpflichtende prozessbegleitende Selbstevaluation ist das auf der nächsten
Seite dargestellte Zielsystem, das in seinen Grundzügen in einem kooperativen Verfahren
mit den Projektakteuren und mit Unterstützung von Univation - Institut für Evaluation (Köln)
im Rahmen des Teilprojekts 8.01 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ bereits im Jahre
2008 erarbeitet und seither sukzessive weiterentwickelt wurde.
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 8
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Programmziele
Münster-Kinder-
haus/Brüningheide
Programm-
maßnahmen
�
Verstetigte Projekte
mit anderweitiger
Förderung
3.02
Aktiv für Arbeit
4.03
Gewaltprävention
5.02
Elternkompetenz stärken
5.06
Kontinuierliche Praxistage zum
Übergang Schule-Beruf
7.01 Quartiersmanagement: Information und Vernetzung
7.02 Quartierfonds:Aktivierung und Beteiligung
1.06
Das Quarier spart Strom
3.01
Wertstoffe/Sperrgut
Leitzielbereiche Themenfeld 3 :
Stärkung der lokalen Ökonomie und
der Beschäftigungssituation
Themenfeld 1 :
Verbesserung der
Wohnsituation
�1.05
Nachbarschaftsstärkung und
Mieter/innenschulung
5.01
Wir verstehen uns
�
4.01
Mädchenprojekt "Unser Alltag -
unsere Sorgen" (bis 03/14)
1.04
Weiterentwicklung der
Kooperationsvereinbarung
5.04
Gesund aufwachsen in Kinderhaus
4.02
Integrationsarbeit vor Ort: Anlauf-,
Beratungs- und
Koordinationsstelle
Themenfeld 6 :
Sicherung sozialer Netze und
Infrastrukturen in Zeiten
knapper öffentlicher
Haushalte
Maßnahmeprogramm Münster-Kinderhaus/Brüningheide, Programmziele und Maßnahmeübersicht (Stand Mai 2015)
Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfeldsituation
Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet
Soziale Sicherung und Förderung gesellschaftlicher Teilhabe
Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche
Themenfeld 4 :
Integration zugewanderter
Menschen fördern
Themenfeld 2 :
Gestaltung des öffentlichen
Raums für einen sicheren und
lebendigen Stadtteil
2.02
Spiel- und Freizeitzone
(Grünschleife)
Themenfeld 5 :
Bewältigung der Herausforderungen
für das Bildungswesen
6.05/6.06
Integrative Jugendsozialarbeit
/ Mobile Jugendarbeit
6.07
Sport und Bewegung
6.08
Drogenprävention
Themenfeld 7: Quartiersmanagement
6. 01
Schuldnerberatung vor Ort
6.02
Interkulturelle
Veranstaltungsreihe ATRIUM
e.V
6.04
Jungenprojekt / Sport gegen
Gewalt
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation
8.01 Zielentwicklung, Beobachtung Zielereichung
8.02 Entwicklung u. Auswertung Kontextindikatoren
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 9
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Im vierten Jahr der Verstetigung (2014) wurden wie im Vorjahr insgesamt 24 Projekte1 um-
gesetzt. Davon wurden 18 Projekte über das Maßnahmeprogramm finanziert bzw. waren
ohne Finanzierungsbedarf (laut Ratsbeschluss vom 11.12.2013, V/0533/2013 auf der Grund-
lage des Ratsbeschlusses vom 07.07.2010, V/0291/2010). Inbegriffen sind hier auch die
Projekte der „Prozessbegleitenden Selbstevaluation“ zur Steuerungsunterstützung (Themen-
feld 8). Einen Überblick über die einzelnen Projektstandorte des Verstetigungsjahres 2014
gibt Anlage 2, Anhang 1 zur Vorlage V/0933/2015. Sechs Projekte haben eine anderweitige
Förderung erhalten bzw. sind mittlerweile Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit ge-
worden.
Inhaltlich betrachtet kommt bei der Fortsetzung des Maßnahmeprogramms im Wohngebiet
Kinderhaus-Brüningheide ab 2014 der Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit eine besondere Auf-
gabe zu. Diese wurde inhaltlich und konzeptionell - insbesondere im Hinblick auf präventive
Angebote - überprüft, qualifiziert und neu ausgerichtet. Ziel war es, die bestehenden Ange-
bote deutlicher auf die besondere Situation der Kinder und Jugendlichen zu fokussieren,
frühzeitiger auf ihre Problemlagen einzugehen und präventive und fördernde Unterstüt-
zungsangebote auszubauen bzw. weiter zu entwickeln und Jugendliche bei Bedarf zielge-
richtet weiterzuvermitteln. In diesem Zusammenhang sollten insbesondere die originären
Leistungen der offenen Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit und hier insbesondere die
Angebote der Jugendberufs- und Jugendgerichtshilfe bzw. der sozialen Gruppenarbeit ge-
bündelt und besser aufeinander abgestimmt werden. Der Ausschuss für Kinder, Jugendliche
und Familien hat die von der Verwaltung hierzu erarbeiteten Prüfergebnisse und Empfehlun-
gen am 19.03.2014 (V/0126/2014) einstimmig beschlossen.
2 Zielstellung und Grundlagen des Berichts
2.1 Zielstellung des Berichts: Ergebnisübersicht 2014
Die Verwaltung ist auch für die zweite Verstetigungsphase gehalten, der Bezirksvertretung
Münster-Nord, den beteiligten Fachausschüssen, den Gremien des Rates einschließlich dem
Integrationsrat sowie dem Rat jährlich über Verlauf und Ergebnisse der im Wohngebiet Kin-
derhaus-Brüningheide durchgeführten Maßnahmen und Projekte zu berichten. Der vorlie-
gende Jahresbericht zum Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“
(ehemals „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“, 2007-2010) kommt dem Ratsauftrag
nach (vgl. V/0533/2013).
Der Bericht skizziert den Projektverlauf und die Projektergebnisse des vierten Verstetigungs-
jahres 2014. Er steht grundsätzlich in der Kontinuität der vorherigen Jahresberichte, lässt
jedoch aufgrund eines in Teilen modifizierten und angepassten Programms sowie einer Re-
duzierung der verstetigten Projekte nur eingeschränkt Vergleiche zu den Ergebnissen der
Vorjahre zu.
1 Im letzten Förderjahr 2010 des Programms „Soziale Stadt“ = 33 Projekte, im ersten Jahr der Verstetigung 2011 = 25 Projek-
te, 2012 = 23 Projekte, 2013 = 24 Projekte
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 10
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Die Inhalte des Jahresberichts, insbesondere die Aussagen zur Zielerreichung, stellen wich-
tige Orientierungsgrundlagen für die Programmsteuerung und Projektdurchführung bereit
und sollen die Entscheidungen der politischen Gremien zur weiteren Programmgestaltung
unterstützen. Die Darstellung der Projektergebnisse des Jahres 2014 erfolgt in tabellarischer
Übersicht, die eine ergebnisorientierte, konzentrierte und lesefreundliche Form der Bericht-
erstattung darstellt.
Die Ergebnisdarstellung in den Kapiteln 4 - 10 umfasst alle 24 Projekte, die laut des Ratsbe-
schlusses vom 11.12.2013 im Jahre 2014 verstetigt werden sollten. Sie konzentriert sich
jedoch bei der Bewertung der Zielerreichung auf die 16 Projekte, die im Jahr 2014 aus dem
Maßnahmenprogramm gefördert wurden und mit einem direkten Einfluss auf die inhaltliche
Zielerreichung sind, d.h. die zwei Projekte zur prozessbegleitenden Selbstevaluation (The-
menfeld 8) fließen hier nicht mit ein. Die sechs Projekte, die 2014 anderweitig gefördert wur-
den bzw. Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind, werden somit lediglich
nachrichtlich aufgeführt. Die Berichterstattung erfolgt auf der Basis der von den Projektträ-
gern im Rahmen der Selbstevaluation verfassten Projektberichte und anschließenden Quer-
auswertung der Berichte.
2.2 Kontextdaten zur Entwicklung des Wohngebiets „Kinderhaus-Brüningheide“
Von Programmbeginn an hat das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
zur Unterstützung der Selbstevaluation in Anlehnung an die Indikatorenliste des Städtenet-
zes Soziale Stadt NRW / MBV NRW/ ILS NRW (2008) in einem „Kontextdatenmonitor“ we-
sentliche Daten zur Stadtteilentwicklung bereitgestellt. Die Kontextdatenmonitore, die neben
den Daten auch Karten mit Projektstandorten umfassen, sind fester Bestandteil der Jahres-
berichte. Mit der Vorlage V/0533/2013 wurde die Fortsetzung der Aufbereitung von Kontext-
daten als Bestandteil der prozessbegleitenden Selbstevaluation auch für die Jahre ab 2014
beschlossen.
Die Kontextdatenmonitore verdeutlichen, unter welchen demographischen und sozioökono-
mischen Rahmenbedingungen die Projekte der Sozialen Stadt durchgeführt wurden. Sie sind
jedoch ausdrücklich keine Wirkungsanalyse der Projekte, sondern stellen vielmehr Rahmen-
daten zur Stadtteilentwicklung dar. Die Konzeption, die Inhalte und die Verwendung des
Kontextdatenmonitors werden in Kapitel 11 erläutert. Die Daten des Kontextdatenmonitors
für das Projektjahr 2014 sind in Anlage 3 zur Vorlage V/0933/2015 zu finden. Ausgewählte
Kontextdaten der Jahre 2007-2013 wurden in den jeweiligen Sitzungen des Beirats „Wohn-
gebiet Kinderhaus-Brüningheide“ (bis Frühjahr 2014) und im Rahmen des Auftakt-
Workshops „Verstetigungsphase 2 - Ziele, Projektinhalte, Berichterstattung“ (11.09.2014)
vorgestellt und dort als sehr hilfreich zur Einschätzung der Quartiersentwicklung angesehen.
2.3 Aufbau des Jahresberichts 2014
Nach einem Überblick über die Entwicklung der Programmsystematik und die Zielstellung
des Berichts in den einführenden Kapiteln 1 und 2 gibt das Kapitel 3 einen Einblick in weitere
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 11
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
das Programm bzw. das Programmgebiet beeinflussende Aktivitäten und Planungen in Kin-
derhaus-Brüningheide sowie darüber hinaus auch im gesamten Stadtteil Kinderhaus.
Kernstück der Berichterstattung sind die Kapitel 4 - 10, in denen die Projektergebnisse 2014
nach Themenfeldern in tabellarischen Übersichten aufgeführt werden. Die Darstellung der
Ergebnisse berücksichtigt die Bedeutung einer geschlechterdifferenzierten Betrachtung (vgl.
Vorlage V/0927/2006). Die Übersichten sind folgendermaßen aufgebaut:
• Projektträger
• Projekt-Nummer und Projektname
• Projekt-Ziele
• Indikatoren
• Ergebnisse 2014 (auf Basis der Projektberichte der Projektakteure, vgl. Quellenangaben)
• Zielerreichung
Ergänzend zu den in den Kapiteln 4 -10 dargestellten tabellarischen Übersichten der Pro-
jektergebnisse 2014 werden in Kapitel 11 Hinweise zu den Aktivitäten im Rahmen der „Pro-
zessbegleitenden Selbstevaluation“ sowie die Konzeption und Inhalte des Kontextdatenmo-
nitors erläutert. Grafiken zur Entwicklung ausgewählter Kontextdaten sowie eine Karte mit
den Projektstandorten in 2014 /2015 sind in Anlage 2, Anhang 1 und 2 zur Vorlage
V/0933/2015 dokumentiert.
In einem bilanzierenden Kapitel 12 wird zum einen ein Überblick zur Erreichung der gesetz-
ten Projektziele in 2014 gegeben. Darüber hinaus werden die Ergebnisse des Jahres 2014
noch einmal in knapper Form unter Berücksichtigung des integrierten Programmgebietsan-
satzes zusammengefasst. Abschließend gibt das Kapitel einen Ausblick auf die bereits be-
gonnenen bzw. geplanten Aktivitäten des Verstetigungsjahres 2015.
3 Kinderhaus-Brüningheide: Rahmensetzende Aktivitäten und Projekte in
2014
Dieses Kapitel gibt einen Einblick in weitere Aktivitäten und Planungen in Kinderhaus, die
einen Einfluss auf die bauliche und infrastrukturelle Weiterentwicklung des Quartiers sowie
die Integration der dort ansässigen Bevölkerung in den Stadtteil Kinderhaus haben. Bewusst
wird der Fokus dabei nicht nur auf das Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide gelegt, son-
dern - wenn zielführend - der gesamte Stadtteil betrachtet.
3.1 Perspektivgutachten für das Gebiet „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“
Mit dem Ziel, die Zukunftsperspektiven des Wohngebietes Kinderhaus-Brüningheide insbe-
sondere unter wohnungswirtschaftlichen und städtebaulichen Gesichtspunkten zu prüfen und
geeignete Handlungsempfehlungen zu entwickeln, wurde unter der Federführung des Amtes
für Wohnungswesen ab 2010 zunächst ein Perspektivgutachten für das Wohngebiet
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 12
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Brüningheide (V/0422/2010), ab 2011 dann ein darauf aufbauendes „städtebauliches und
wohnungswirtschaftliche Realisierungskonzept“ (Büro Prof. Huke-Schubert Berge Architek-
ten) erarbeitet:
2010: Untersuchung von Gebäudebestand, wohnungswirtschaftlichen und finanziellen Rah-
menbedingungen sowie Qualität der Wohnungen in Bezug auf zukünftige gesellschaftliche
Herausforderungen und Aufbereitung in verschiedenen Entwicklungsvarianten.
2011: Auftrag an die Stadt Münster durch das zuständige Fachministerium, ein städtebauli-
ches und wohnungswirtschaftliches Realisierungskonzept zu erstellen.
2012: Ergebnisse hierzu sollten dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Wohnen, Bauen
und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen ursprünglich im Herbst 2012 vorgestellt wer-
den, verzögerten sich jedoch aufgrund der Zwangsversteigerung einer „Schlüsselimmobilie“
im Rahmen der quartiersbezogenen Fortentwicklung. Die Arbeiten am Realisierungskonzept
fanden ihre Fortsetzung zum Ende des Jahres 2012.
2013: Durchführung eines Workshops (04/2013) mit Vertreterinnen und Vertretern der betei-
ligten Eigentümer, der Fachverwaltung und dem beauftragten Büro Prof. Huke-Schubert
Berge Architekten aus Hamburg zur gemeinsamen Zielfindung für die zukünftige Entwicklung
des Wohnquartiers sowie Definition und Begründung im städtebaulichen und wohnungswirt-
schaftlichen Kontext. Die abgestimmten Ergebnisse aller Beteiligten flossen in das Gutach-
ten ein. Im September 2013 legte das von BGP beauftragte Architekturbüro seine Planungen
vor. Sie wurden in das Realisierungskonzept übernommen.
Das Jahr 2014 stand nach intensiver Recherchearbeit und dem Zusammentragen der Er-
gebnisse zum anstehenden baulichen und wohnungswirtschaftlichen Realisierungskonzept
insbesondere unter den Aspekten, eine realistische Perspektive für das Quartier zu entwi-
ckeln und gleichzeitig nochmals intensive Gespräche mit dem städtischen Konzern, der
Wohn+Stadtbau GmbH, aufzunehmen. Im Rahmen von mehreren Gesprächen konnte ein
Konsens mit der neuen Geschäftsführerin zu den zukünftigen Planungen für den Gebäude-
bestand erreicht werden, der ebenfalls in das noch vorzustellende Konzept einfließen soll.
Geplant ist eine umfassende, energieeffiziente Gebäudemodernisierung für den Bestand an
der Josef-Beckmann-Straße. Dabei soll ein sogenanntes TES-Fassadensystem in Holzbau-
weise, vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrates, zum Zuge kommen, sprich eine
Fassade mit einem hohen Vorfertigungsgrad.
Ebenfalls konnte die Entmietung der Wohnungsbestände auf dem ehemaligen Grundstück
„Nau“ zum 30.06.2014 durch die Firma Sahle Wohnen erreicht werden. Mehrere städtische
Ämter (Jobcenter, Sozialamt, Amt für Wohnungswesen) haben im Rahmen ihrer Aufgaben-
stellungen und Möglichkeiten den Auszug der bisherigen Mieter und zum Teil den Bezug
ihrer neuen Wohnung unterstützt. Mit dem Abriss der Gebäude wurde im Spätsommer 2014
begonnen. Am 10.11.2014 fand die Grundsteinlegung für die neuen Gebäude statt, an der
der Bauminister des Landes NRW teilnahm.
An dem Bestand der Wohnsieger GbR wurde die begonnene Fassadendämmung weiter
fortgesetzt und die Heizungsanlage von einem Einrohrheizungssystem auf ein Zweirohrhei-
zungssystem umgebaut, was zu einer erheblichen Energieeinsparung geführt hat.
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 13
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Zum 01.11.2014 übernahm die Penta Property GmbH als vollintegriertes Mitglied im Immobi-
lienkonzern BGP die Wohnungsverwaltung von der Hermes Hausverwaltung.
3.2 Stadtteilentwicklungskonzept für den Stadtteil Kinderhaus
Im Auftrag des Rates der Stadt Münster hat das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung,
Verkehrsplanung im Jahr 2012 ein Verfahren eingeleitet, um ein Stadtteilentwicklungskon-
zept für ganz Kinderhaus zu erarbeiten (vgl. Vorlagen V/0139/2011, V/0017/2012 und
V/0017/2012 /1, 21.03.2012 Rat). Mit diesem Konzept sollen Entwicklungspotenziale des
Stadtteils für die Zukunft aufgezeigt und Impulse für eine bürgernahe Entwicklung gesetzt
werden.
Die intensive Beteiligung der Kinderhauser Bürge rschaft an einem breitgefächerten Angebot
zur Mitgestaltung fand vom September 2012 bis Dezember 2013 statt. Mehr als 200 Pers o-
nen hatten ihr Interesse bekundet, sich regelmäßig an dem Prozess zur Erarbeitung des
Entwicklungskonzeptes beteiligen zu wollen. Dementsprechend engagiert verliefen die sehr
unterschiedlich strukturierten Diskussionsrunden im Rahmen dieses Beteiligungsprozesses.
Gemeinsam mit der Stadtteilbevölkerung wurden räumliche Entwicklungsschwerpunkte und
für die Zukunft des Stadtteils bedeutende Themen herausgearbeitet und mit konkreten Maß-
nahmenvorschlägen versehen. Im Frühjahr 2014 konnte eine Zusammenstellung aller Bür-
geranregungen gefertigt und der Politik und der Bürgerschaft zur Kenntnis gegeben werden.
In der folgenden Projektphase wurden die Anregungen von den zuständigen Fachämtern der
Verwaltung geprüft; dabei wurden vor allem grundsätzliche Realisierungschancen eing e-
schätzt.
Die Erarbeitung eines Maßnahmenkonzeptes stand im Jahr 2014 im Mittelpunkt. Hier galt es,
die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens vollständig und dezidiert auf ihre Umsetzbar keit
zu prüfen. Dabei spielten neben aktuellen Beschlusslagen und gesetzlichen Vor gaben auch
die Abwägung unterschiedlicher Belange, die Finanzierung der Maßnahmen und der Zeitho-
rizont für deren Umsetzung eine Rolle.
In einer tabellarischen Übersicht wurden sowohl Anregungen, für die Prüfaufträge von den
parlamentarischen Gremien an die Verwaltung erfolgen müssen, als auch Anregungen, die
nach der ersten Einschätzung nicht realisierbar sind, aufgelistet. Die ablehnenden Stellung-
nahmen des jeweilig zuständigen Fachamtes sollen den Bürgern die mangelnden Realisi e-
rungschancen einzelner Anregungen nachvollziehbar verdeutlichen.
Diese tabellarische Übersicht enthält eine Prioritätenliste der zu realisierenden Maß nahmen,
in der auch Informationen über Zuständigkeiten, zu erwartende Kosten und Kostenträger,
Umsetzungszeitraum und mögliche Förderungen enthalten sein werden.
Das Stadtteilentwicklungskonzept einschließlich der Prioritätenliste wird in einem noch fol-
genden Schritt mit dem Interfraktionellen Arbeitskreis „Stadtteilentwicklungskonzept Münster-
Kinderhaus“ abgestimmt und im Anschluss den parlamentarischen Gremien zur Beschluss-
fassung vorgelegt.
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 14
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Abschließend sollen die Kinderhauser Bürgerinnen und Bürger über das Stadtteilentwic k-
lungskonzept, das bei allen künftigen Planungen und Maßnahmen zu Grunde zu legen sein
wird, noch einmal - auch in Form einer Broschüre - informiert werden. Das erarbeitete Maß-
nahmenkonzept stellt einen Leitfaden für die Politik, Verwaltung und Bürgerschaft dar, um
die Lebensqualität im Stadtteil Kinderhaus als attraktiven Wohnstandort nachhaltig zu ver-
bessern.
3.3 Fertigstellung Zentrumserweiterung Idenbrockplatz
In seiner Sitzung am 24.06.2009 hat der Rat der Stadt Münster die notwendigen Beschlüsse
gefasst, damit Kinderhaus im Zentrum neue Einzelhandelsflächen und Wohnungen bekom-
men kann. Mit der Erweiterung des Zentrums Kinderhaus sollte sowohl eine leistungsfähige
Ergänzung der bestehenden Einzelhandelsstruktur geschaffen werden als auch ein attrakti-
ver Standort für barrierefreies Wohnen.
Das neue Zentrum auf einer Grundstücksfläche von rund 10.000 Quadratmeter mit mehreren
Ladenlokalen und 95 barrierefreien Wohnungen wurde Mitte 2014 fertig gestellt. Im Zusam-
menhang mit der Zentrumserweiterung Kinderhaus wurden außerdem Pläne für die Gestal-
tung des an den Idenbrockplatz angrenzenden Platzes entwickelt und zeitgleich mit der Zen-
trumserweiterung realisiert.
Aus Anlass des 30-jährigen Bestehens des Zentrums Kinderhaus und seiner Erweiterung
fand vom 29. bis 31. August 2014 ein Fest unter dem Motto „Münsters Norden feiert“ statt.
Diese Kooperationsveranstaltung organisierten die Stadt Münster, die Werbegemeinschaft
Kinderhaus e. V. und Akteure aus dem Quartier Brüningheide wie die Imagewerkstatt-
Schleife und das WUDDI in Zusammenarbeit mit weiteren diversen Kooperationspartnern
aus Wirtschaft, Kultur und Politik. Das vielfältige Programm bezog bewusst das Quartier
Brüningheide durch Aktionen wie z.B. eine Stadtteilrundfahrt mit dem „roten Bus“, und „Blick
auf Kinderhaus vom Hochhaus am Sprickmannplatz“ mit ein.
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 15
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
4 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 1: „Verbesserung der Wohnsituation“
Projektträger Projekt 1.04, 1.05: Amt für Wohnungswesen (64), Ansprechpartner: Rainer Leskow
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektberichten) Zielerreichung
1.04
Weiterentwicklung
der Kooperation
zur Verbesserung
der Wohnverhält-
nisse im Quartier
Nordwestschleife
1.3.1 Das bestehende
Netzwerk "Wohnen in
Kinderhaus/Brüningheide"
arbeitet regelmäßig.
Anzahl und Inhalte un-
terschiedlicher Netz-
werktreffen
- 16 Netzwerktreffen in 2014 mit unterschiedlichen Inhalten und Intentio-
nen (2013 = 24 Treffen, 2012 = 21, 2011 = 25 Treffen, 2010 = 22 Tref-
fen, 2009 = 12 Treffen). Die Anzahl der Netzwerktreffen musste reduziert
werden, da der Zeitaufwand und das Arbeitspensum der ehrenamtlich
arbeitenden Imagewerkstatt Schleife das Limit der einzelnen Teilneh-
menden überstieg. Dauerhaft werden etwa 12 Netzwerktreffen im Jahr
angestrebt, da sie ausreichen, um die aufgeführten Ziele im Rahmen
des etablierten und funktionierenden Netzwerkes zu erreichen.
- Weitere zahlreiche Kontakte per Telefon und Email ergänzen den Infor-
mationsfluss während des Jahres.
- Wichtigste Themen und Aktionen der Netzwerktreffen waren 2014:
Öffentliche Vorstellung der Broschüre „Mein Kinderhaus“, Planung Jubi-
läum „30 Jahre Zentrum Kinderhaus“, Arbeit des Kulturvereins Atrium e.
V., Fahrt der Mieterschaft nach Papenburg, Vermietungssituation im
Quartier, Parkplatzzuordnung auf den Parkplätzen des BGP-Bestandes,
Wohnungsnotfälle des Sozialamtes, angemessene Unterkunftskosten,
Abfallproblematik, Einführung der Wertstofftonne, Sauberkeit im Quar-
tier, Nebenkosten (-abrechnung), Reinigung von Treppenhäusern und
Fluren, Kabelfernsehen, Ameisenbefall, Technischer Notdienst am Wo-
chenende, Blumenaktion, Wechsel der Hausverwaltung im Bestand
BGP, Weihnachtsmarkt, Gründung „Offensive Kinderhaus“.
Projektziel erreicht
Ergebnisse der Aktivitä-
ten des Netzwerks
Die Netzwerktreffen sorgen für einen stetigen Informationsaustausch auf
unterschiedlichen Ebenen mit unterschiedlichen Akteuren, so dass trotz
der räumlichen Trennung zwischen dem Amt für Wohnungswesen und
den beteiligten Personen und Institutionen überwiegend aktuelle Informa-
tionen zum Gebäudebestand und den Wohnverhältnissen vorliegen, um
beispielsweise Kontakt zur Wohnungswirtschaft aufzunehmen und um die
Beseitigung von Problemlagen einzufordern.
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 16
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektberichten) Zielerreichung
1.05
Nachbarschafts-
stärkung und
Mieter/-innen-
schulung
1.3.2 Bei Bedarf soll eine Ver-
anstaltungsreihe zur rechtli-
chen Schulung der örtlichen
Mieterschaft in 2014 angeboten
werden.
Anzahl der Mieterhaus-
halte
Ein Bedarf an einer rechtlichen Schulung war in 2014 nicht gegeben.
Aushang in allen Miet-
reihenhäusern
1.3.3 Den Bewohnern wird die
Möglichkeiten geben, sich aktiv
an der Verbesserung der
Wohnsituation zu beteiligen
und/oder sich vor Ort hierzu
auszutauschen
Anzahl der öffentlichen
Veranstaltungen, an
denen Vertrauensmieter
teilnehmen
- Derzeit sind 38 Personen/Haushalte im Adressenverzeichnis aufgeführt,
die zu den Sitzungen eingeladen werden wollen, um sich zu den Be-
langen der Mieter austauschen (2011 = 30, 2012 = 35, 2013 = ca. 40).
Etwa die Hälfte der Personen nimmt regelmäßig teil.
- Auf Einladung des Amtes für Wohnungswesen fand am 03.04.2014 eine
Sitzung des Mieterrates statt, mit 21 Mietern/innen, 3 Vertretern aus der
Wohnungswirtschaft (Fa. Sahle Wohnen, Hermes Hausverwaltung AG
und Immobilien Service Deutschland). Themen:
- Fa. Sahle Wohnen: Wohnungsbestand Killingstr. 1 - 7, Vermietungs-
stand, Vorbereitung Abriss, Neubau und anschließende Neuvermie-
tung;
- BGP: Parkplatzzuordnung, Nebenkostenabrechnungen, Reinigung
von Treppenhäusern und Fluren, Kabelfernsehanschlüsse, Amei-
senbefall, Technischer Notdienst am Wochenende, Einsatz und Ab-
rechnung, Müllproblematik (Sperrgut, Abfalltrennung, Aufkommen
insgesamt), Dachsanierung;
- Sonstiges: Fahrt der Mieterschaft
- Eine für Ende 11/2014 geplante Sitzung wurde auf Bitten der neu ein-
gesetzten Verwaltungsgesellschaft Penta Property GmbH (Wohnungs-
bestand BGP) in die erste Jahreshälfte 2015 verlegt. Gründe: Die IT-
Umstellungsarbeiten waren nicht abgeschlossen, so dass keine aktuel-
len Auskünfte aus der Mieterdatei gegeben werden konnten. Auch fehl-
te es noch an Strategieabsprachen zwischen Wohnungsverwaltung und
Eigentümerin.
- Im Rahmen der Mieterfahrt nach Papenburg am 19.11.2014 wurde die
Gelegenheit genutzt, sich intensiv zwischen der Mieterschaft sowie den
anwesenden Vertretern von Wohnungswirtschaft und Amt für Woh-
nungswesen auszutauschen.
- Anteil der Personen mit Migrationsvorgeschichte: bei größeren Veran-
staltungen ca. 60 %, im AK Vertrauensmieter bei ca. 33 % (2013 = 25 %,
Projektziel erreicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 17
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektberichten) Zielerreichung
2012 = 30 %)
- Frauenanteil bei größeren Veranstaltungen 50-60 %, beim Mieterrat ca.
75 % (2013 = ca. 67 %, 2012 = 75 %. 211 = 70%)
Quelle: Projektberichte Amt für Wohnungswesen (64): Projekte 1.04, 1.05
Ergänzende Informationen zu Projektaktivitäten 2014 für verstetigte Projekte, die außerhalb des Maßnahmenprogramms gefördert werden bzw. Be-
standteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind und bei der Messung der Zielerreichung nicht berücksichtigt werden:
Projekt 1.06 „Das Quartier spart Strom“: Das außerhalb des Maßnahmenprogramms verstetigte Projekt wird nach wie vor vom Amt für Grünflächen und Um-
weltschutz (67) betreut. Mit dem Projektziel, einkommensschwache Haushalte zum Thema Stromsparen und Energieeinsparhilfen zu beraten, gibt es jährlich - so
auch in 2014 - zum Sommerfest und Weihnachtsmarkt einen Infostand zum Thema Strom sparen und Stromsparcheck in Kooperation mit der gemeinnützigen
SKM GmbH Münster.
(Quelle: Amt für Grünflächen und Umweltschutz, 67)
Ergänzende Informationen zu dem nicht innerhalb des Maßnahmeprogramms verstetigten Projekt 1.01 „Energetische Gebäudesanierung“ (Förderpha-
se 2007-2010):
Das Projekt gehört seit 2011 (Beiratsbeschluss 16.11.2010) nicht mehr zu den verstetigten Projekten innerhalb des Maßnahmeprogramms, wird aber nach wie
vor vom Amt für Wohnungswesen betreut. Folgende Aktivitäten zu dem Projektziel “Fortführung und Abschluss von energetischen Dämmmaßnahmen am Woh-
nungsbestand der WohnSieGer GbR (Mindestziel) / Übertragung von energetischen Maßnahmen auf die bisher nicht sanierten Gebäudebestände ehemals Nau
und BGP (Maximalziel)“ wurden in 2014 weitergeführt:
- Die Gebäudesanierung des Wohnungsbestandes der WohnSieGer GbR wurde in Anlehnung an ein in 2008 vorgestelltes energetisches Gebäudesanierungs-
gutachten fortgeführt: weiterhin Anbringung eines Dämmputzes, Fortführung der neuen Farbgestaltung der Außenfassade an der rechten Seite der Spric k-
mannstraße 19 und der linken Seite der Sprickmannstraße 21, Ausstattung einer 4 Zimmer Wohnung mit "feuchtegeführten Ablüftungen" in Badezimmer und
Gäste WC in der Sprickmannstraße 15 (nur rechte Seite), Badtüren wurden mit Schlitzen ausgestattet.
- Im Wohnungsbestand der Wohn+Stadtbau GmbH folgten nach erheblichen Investitionen in 2013 (Modernisierung aller Bäder, Einbau neuer Wohnungsei n-
gangstüren, insg. rd. 1. Mio €.) keine weiteren baulichen Maßnahmen in 2014 die über Kleininstandhaltungen hinausgehen.
- Der von Sahle Wohnen im Frühjahr 2012 erworbene Wohnungsbestand Killingstraße 1 - 7 wurde leergezogen und abgerissen, so dass bereits im November
2014 der Grundstein für 81 barrierefreie Seniorenwohnungen gelegt werden konnte. Für den übrigen Wohnungsbestand bestehen keine größeren Investitions-
notwendigkeiten.
- Die Hermes Hausverwaltung bzw. ab November 2014 die Penta Property GmbH veranlassten im Auftrag von BGP notwendige Instandhaltungs- bzw. kleinere
Renovierungsmaßnahmen. 5 Treppenhäuser wurden gestrichen und 3 Treppenhäuser erhielten eine verbesserte Beleuchtung. C a. 35 weitere Wohnungen
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 18
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
wurden vor einer Neuvermietung renoviert (Tapeten und Bodenbeläge, teilweise auch neue Sanitärobjekte und Zimmertüren). In der Killingstr. 21 und Brüning-
heide 73 wurde die Dachdämmung erneuert. 2013 und 2014 erhielten zudem die Aufzugsanlagen neue Steuerungen.
Das Gesamtfazit der Projekte des Themenfeldes 1 ist für 2014 als positiv zu bewerten, insbesondere da die vor Ort vermietende Wohnungswirtschaft ver stärkt in
den Wohnungsbestand investierte. Jedoch relativiert die weiterhin gering ausgeprägte Investitionsbereitschaft von BGP das Gesamtergebnis .
(Quelle: Amt für Wohnungswesen, 64)
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 19
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
5 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 2: „Öffentlicher Raum“
Projektträger Projekt 2.02: Amt für Grünflächen und Umweltschutz (67), Ansprechpartner: Wolfram Goldbeck
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Ergebnis 2014 (laut Projektberichten) Zielerreichung
2.02
Spiel- und Freizeitzone
2.1.1 Bis zum Projektende hat sich eine Gruppe von Bewohnern/-innen
etabliert, die auch in Zukunft Aktionen in der Schleife organisiert. Die
Mitglieder der Gruppe sollten unterschiedlichen Gruppierungen angehö-
ren, um eine breite Akzeptanz für die Aktivitäten zu erreichen.
- Auch 2014 betreute ein fester Kern von Personen mit
Migrationshintergrund auch außerhalb der Projekttage
die Parkanlage und fühlte sich für die Grünschleife ver-
antwortlich.
- Nach wie vor wird eine „abgespeckte“ Betreuung durch
das Amt für Grünflächen und Umweltschutz zur Erhal-
tung des Engagements als notwendig erachtet.
Projektziel er-
reicht
2.1.2 Die Bereitschaft der Bewohnerschaft, an der Pflege und Gestaltung
des Wohnumfeldes aktiv mitzuwirken, ist bis zum Projektende weiter
gestärkt worden.
- Wie in den Vorjahren hat das Amt für Grünflächen und
Umweltschutz auch in 2014 mit vielen Aktiven im Stadt-
teil Kinderhaus eine weitere Offensive zur Pflege der
Parkanlage gestartet.
- Im Ergebnis hat sich das Gesicht der Parkanlage deut-
lich geändert. Es ist eine attraktive umweltnahe Grünan-
lage entstanden, in der es kaum Müllablagerungen oder
irgendeine Form von Vandalismus gibt. Die Anlage wird
von den Anwohnern, insbesondere Familien und Kin-
dern, als neuer Erholungsraum in einem stark urbani-
sierten Raum genutzt (öffentlich nutzbares Gemüse-
beet, Kräutergarten und Obstbäume, neu geschaffene
Sitzbänke um den Naturteich, installierte Schachtische
etc.). Die Grünanlage zeigt sich als ein Ort sozialer Ge-
meinschaft.
Projektziel er-
reicht
2.2. In 2014 haben zwei weitere Projekttage mit jeweils mindestens 50
Personen aus dem Quartier stattgefunden.
- Die mittlerweile etablierten Projekttage fanden 2014 am
24. Mai und 19. September statt. Es erschienen insge-
samt ca. 110 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, um
tatkräftig mit anzupacken (2013: 150, 2012: 100-120).
- Im Mittelpunkt stand 2014 der Bau eines neuen mehr-
stöckigen Staudenhochbeetes mit über 120 verschiede-
nen Staudenarten.
- Entlang der Liegewiesen wurden neue Rosen und Stau-
denbeete gebaut. Die Kinder ergänzten die bereits be-
stehende Trockenmauer mit der Pflanzung von weiteren
Kräutern und Stauden, die teilweise von in Kinderhaus
Projektziel er-
reicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 20
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Ergebnis 2014 (laut Projektberichten) Zielerreichung
2.02
Spiel- und Freizeitzone
beheimateten Gärtnereien zur Verfügung gestellt wur-
den.
- Der neue Umweltparcours aus zahlreichen farbigen
Tafeln und Bildern erklärt den Besuchern Naturzusam-
menhänge und gibt Informationen über dort lebende
Tiere und Pflanzen.
- Im Bereich des Gemüsebeetes wurde zusätzlich ein
Beerenobst-Nachgarten angelegt.
- Neben Arbeiten während der Projekttage wurden im
gesamten Jahresverlauf fast täglich Arbeiten in der
Grünschleife durchgeführt (z.B. Ränder der wasserge-
bundenen Wege wurden sauber abgestochen, Vertei-
lung von 15 cbm Holzhäckseln auf allen Baumscheiben
und unter den Strauchbereichen, Entfernung von Laub
Oktober bis Dezember, Auffüllen der Dogstationen).
- Im November wurden nochmals größere Mengen an
Narzissen- und Tulpenzwiebeln gepflanzt.
Quelle: Projektbericht Amt für Grünflächen und Umweltschutz (67) - Projekt 2.02
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 21
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
6 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 3: „Lokale Ökonomie“
Informationen zu Projektaktivitäten 2014 für verstetigte Projekte, die außerhalb des Maßnahmenprogramms gefördert werden bzw. Bestandteil der
laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind und bei der Messung der Zielerreichung nicht berücksichtigt werden:
Projekt 3.01 „Wertstoffe / Sperrgut“:
Mit dem Projektziel, die berufliche Integration von Langzeitarbeitslosen zu unterstützen, reinigt ein seit 2011 unbefristet beschäftigter Mitarbeiter der AWM im
Bereich der Großwohnanlage die öffentlichen Flächen. Hierbei wurden auch 2014 Restabfälle, falsches oder zum falschen Zeitpunkt herausgestelltes Sperrgut
beseitigt. Darüber hinaus wurden Wertstoffe erfasst und Problemabfälle einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt. Das Projekt hat auf das Stadtbild im B e-
reich Kinderhaus eine äußerst positive Wirkung.
Quelle: Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM), Ansprechpartner: Gregor Walterbusch.
Projekt 3.02 „Aktiv für Arbeit im Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“:
Projektziel ist die Erschließung und Bündelung von Angeboten und Maßnahmen zur Heranführung arbei tsmarktferner, erwerbsfähiger Menschen in Kinderhaus-
Brüningheide an den Arbeitsmarkt durch netzwerkförmige Kooperationen in 3 Netzwerken. Institutionen und Personen im Lebensumf eld der Zielgruppe sollen in
die Vermittlung in Richtung Erwerbsbeteiligung systematisch eingezogen werden (Laufzeit: 15.05.13 – 14.05.15).
• Projektziel „regelmäßige Netzwerktreffen“: Pro Quartal und Netzwerk fand ein Treffen statt (insgesamt 12 Treffen; NE I: 4 Treffen, NE II: 4 Treffen, NE III: 4
Treffen)
• Netzwerkspezifische Ziele 2014:
- NE I „ zusätzlicher Sprachkurs im Quartier“: Seit dem 02.06.2014 fand im Atrium am Sprickmannplatz zusätzlich zu den niedrigschwelligen Sprachkur sen in
Zusammenarbeit mit der Werkstatt für Bildung und Kultur e.V. und der BAMF ein Elternintegrationsk urs „Deutsch als Zweitsprache“ statt (sechs Teilneh-
mende).
- NE II „Jugendliche oder junge Erwachsene aus Kinderhaus werden in Ausbildung vermittelt “: Es konnten zwei junge, männliche Erwachsene in Ausbi l-
dungsplätze vermittelt werden.
- NE III „Vermittlung von Erwerbslosen in Maßnahmen, Qualifizierungsangeboten oder Arbeitsstellen“: Warum sich ein Erwerbsloser/ eine Erwerbslose ent-
schieden hat, an einer Maßnahme / einem Qualifizierungsangebot teil- oder wieder eine Arbeit aufzunehmen, kann letztendlich selten nur an einem Impuls
festgemacht werden. Insofern ist es schwierig, einzelne Personen zu benennen, die nur aufgrund des Netzwerkes an einer Maßnahme / einem Qualifizi e-
rungsprogramm teilnehmen oder wieder Arbeit aufgenommen haben.
Das Gesamtfazit für 2014 ist positiv, da die relevanten Netzwerkakteure ermittelt und mit ihnen tragfähige Netzwerke aufgebaut werden konnten.
Quelle: Amt für Bürger- und Ratsservice (33), Ansprechpartnerin: Rita Peters
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 22
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
7 Ergebnisse und Wirkungen Themenfeld 4: „Integration zugewanderter Menschen fördern“
Projektträger Projekt 4.01 / Projekt 4.02: Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. (BGZ), Ansprechpartner: Thomas Kollmann
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
4.01
Mädchenprojekt `Unser
Alltag - unsere Sorgen´
4.2.1 Das interkulturelle Zusam-
menleben wird gefördert und der
Gemeinsinn gestärkt
Umfang der Beteiligung an den
Freizeitaktivitäten der Gruppe
Die Mädchengruppe „Unser Alltag – Unsere Sorgen“ wurde
2008 im Rahme n des Projekts „Soziale Stadt“ ins Leben
gerufen. Bis 2011 wurde sie aus diesen Fördermitteln, d a-
nach von 2012 bis März 2013 mit Hilfe von Sparkassenmi t-
teln weiter finanziert. Eine weitere Förderung bis März 2014
wurde über das Verstetigungsprogramm ab gesichert. Die
Treffen der Mäd chen fanden wöchentlich, überwiegend in
den Räumen des Begegnungszentrums statt und dauerten
jeweils drei Stunden. Die Gruppe wurde von einer langjährig
erfahrenen Honorarkraft geleitet, die selbst eine Migrations-
vorgeschichte hat und somit mit den besonderen Probl e-
men der jungen Mädchen vertraut war. Sie wurde fachlich
von den Mitarbeitern des Begegnungszentrums flankiert.
Projektziel erreicht
4.3.1. Die Mädchen entwickeln
neue Interessen und sind offen
gegenüber anderen Formen der
Freizeitgestaltung
Art und Umfang der Freizeitak-
tivitäten in der Gruppe unter
Berücksichtigung von Wün-
schen der Mädchen
Häufig gestalteten die Mädchen ihre Treffen so, dass sie
bastelten oder international kochten und dieses Ambiente
dafür nutzten, um sich auszutauschen und gegenseitig zu
unterstützen. Weiterhin unternahmen sie Ausflüge in Mus e-
en, Freizeitparks oder die Eishalle, gingen ins Kino oder
organisierten Stadtbesichtigungen. Die Mädchen tr afen in
der Gruppe Gleichgesinnte unterschiedlicher Herkunftslä n-
der und Kulturen und waren so mit ihren Problemen weni-
ger isoliert. Während der gemeinsamen U nternehmungen
wurden für die Altersgruppe relevante Probleme bespr o-
chen. Zu Beginn ging es dabei beson ders um Themen wie
Liebe und Freundschaft oder Prob leme im Elternhaus, in
der Schule und mit Lehrern. Je äl ter die Mädchen wurden,
je mehr trat der Austausch über Praktika und Berufswahl
sowie Persönlichkeitsentwic klung und Lebenswegplanung
in den Vordergrund.
Projektziel erreicht
4.3.2 Bereitschaft der Mädchen,
Altersgenossinnen bei der Bewäl-
tigung von Alltagskonflikten zu
Art und Umfang des Sozialver-
haltens (z.B. Fragen nach
Gründen für Alltagskonflikte,
Besonders wichtig war en den Mädchen di e vertrauensvolle
Atmosphäre in der Gruppe, der Zusammenhalt und die
gegenseitige Unterstützung. Sie lernten vielseitige Perspe k-
Projektziel erreicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 23
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
helfen, steigt. zeigen Interesse, bringen Ideen
zur Lösung)
tiven und unterschiedliche Möglichkeiten für die Z ukunft
kennen und haben sowohl berufliche als auch fam iliäre
Ziele entwickelt und erreicht. Am 19.04.14 fand eine ge-
meinsame Abschlussfahrt nach Köln statt (Stadtbesicht i-
gung, Kölner Dom etc.
4.02
Integrationsarbeit vor
Ort: Anlauf-, Beratungs-
und Koordinationsstelle
4.1.1 Die Zahl der Personen mit
Migrationsvorgeschichte, die im
Wohngebiet Brüningheide oder in
unmittelbarer Nachbarschaft
wohnen und sich gesellschaftlich
engagieren, nimmt zu.
Anzahl engagierter Personen
mit Migrationsvorgeschichte
- Seit Projektbeginn nimmt die Zahl engagierter Personen
mit Migrationsvorgeschichte kontinuierlich zu: 89 Perso-
nen in 201 4 (2013 = 80, 2012 = 72, 2011 = 65, Steige-
rung seit Projektbeginn um 450 %.
- 70 % der Engagierten sind weiblich.
Projektziel erreicht
4.1.2 Gemeinschaftlich initiierte
Aktivitäten wie Veranstaltungen,
Seminare, Feste zwischen inter-
kulturellen Gruppen und Men-
schen mit unterschiedlicher Mig-
rationsvorgeschichte nehmen zu.
Anzahl, Art, Dauer des Beste-
hens der initiierenden Organisa-
tion und TN-Zahlen interkulturel-
ler / nachbarschaftlicher Aktivi-
täten in Eigeninitiative
- Die Anzahl der selbstorganisierten interkulturellen Initiati-
ven liegt in 2014 wie im Vorjahr bei 33 (2012 = 27, 2011 =
25).
- Die Zusammenarbeit mit schon bestehen den Gruppen,
die sich wöchentlich im Begegnungszentrum treffen, ist
auch in 2014 weiter hin sehr gut. Einige der Gruppen sind
im Vergleich zu 2013 noch aktiver und mobiler geworden
(z.B. Ausflüge und Besuche von V eranstaltungen auch
außerhalb der Stadtgrenzen).
- Die Anzahl der vom BGZ (tlw. in Kooperation) in 2014
durchgeführten Veranstaltungen lag wieder wie bereits im
Vorjahr bei 35 Aktionen (2012 u. 2011 = je 31, 2010 =
21). Hiervon waren 15 Angebote kultureller, freizeitbezo-
gener Art (z.B. Buddhistisches Neujahresfest, Intern.
Frauenfest, Friedensgebet der Religionen, Weihnachts-
markt etc.). und 20 Informations- und Bildungsveranstal-
tungen (z.B. PC Kurs, Bewerbungstraining, Gesundheits-
prophylaxe, Rhetorikkurs etc.).
- Ca. 885 Einzelpersonen nahmen an den vom Begeg-
nungszentrum Sprickmannstraße e.V. (BGZ) organisierten
bzw. initiierten Veranstaltungen teil. Anmerkung: Diese
Teilnehmendenzahl 2014 ist nicht mit den Vorjahreszah-
len zu vergleichen, da das BGZ der Bitte des Beirats
„Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ (Beiratssitzung
06.11.13) an alle Projektakteure nachgekommen ist, die
Teilnehmendenzahlen zu qualifizieren (möglichst Teil-
nehmende und nicht Mehrfachkontakte, Konzentration auf
Projektziel erreicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 24
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
4.02
Integrationsarbeit vor
Ort: Anlauf-, Beratungs-
und Koordinationsstelle
Eigenveranstaltungen). Die 2014er-Zahl bezieht sich nun
auf die Teilnehmenden an den BGZ-Veranstaltungen
(ohne Berücksichtigung der vielfältigen Kooperationsver-
anstaltungen, hierzu siehe nachfolgende Ausführungen).
- Unter Einbeziehung aller selbstorganisierten Aktivitäten
der einzelnen Gruppen unter dem Dach des BGZ und der
Kooperationsveranstaltungen (u.a. mit dem Familienzen-
trum KiTa Killingstraße, der Schuldnerberatung, KAI, der
Gebietsmoderation, den Mieterschutzvereinen und dem
IKA e.V) liegt die Anzahl der Teilnehmenden wie in den
Vorjahren bei ca. 3.900 Personen.
- Von den insgesamt ca. 900 Teilnehmenden an den Ange-
boten kultureller, freizeitbezogener Art waren ca. 70 % mit
Migrationsvorgeschichte (2013 = ca. 65 %, 2012 = 67 %,
2011 = 65 %), geschätzter Frauenanteil aller Teilnehmen-
den ca. 75 %.
4.2.3 Die Zahl der durch die Kon-
fliktmoderation bearbeiteten Fälle
bleibt konstant bzw. sinkt.
.
Anzahl der durch die Konflikt-
moderation bearbeiteten Fälle
- Die Zahl der durch die Konfliktmode ration bearbeiteten
Fälle ist mit 55 bearbeiteten Fällen in 201 4 leicht zurück-
gegangen (2013 = 60, 2012 = 63, 2011 = 55). Ein hier-
durch zum Ausdruck k ommender stagnierender bzw.
rückläufiger Hilfebedarf ist in diesem Fall als positiv zu
werten.
- Das Hauptberatungsthema im Jahr 2014 war die teilweise
schlechte Wohnsituation in den Wohnungsbeständen ei-
nes überregional tätigen Wohnungsunternehmens
(Schimmel und Ameisenbefall von Wohnungen). Be-
schwerden bei der entsprechenden Hausverwaltung und
Mietminderungen führten nicht zur Behebung der Mängel.
- Weitere Beratungsthemen waren: ALG II, GEZ, hohe
Verschuldung (in sehr guter Kooperation mit der Schuld-
nerberatung, Ev. Beratungsdienste gGmbH), Schule, Ar-
beitsplatzsuche.
- Als Reaktion auf die in 2013 zunehmende Inanspruch-
nahme der Sprechstunde durch jüngere Erwachsene auf
der Suche nach einer Lehrstelle konnte in der zweiten
Jahreshälfte 2014 zusätzlich eine Fachkraft zur Unterstüt-
zung Jugendlicher in Fragen Schule und Ausbildung/Beruf
im Jugendsalon eingesetzt werden.
Projektziel erreicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 25
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
4.02
Integrationsarbeit vor
Ort: Anlauf-, Beratungs-
und Koordinationsstelle
- Die Altersstruktur der Sprechstundenbesucher hat sich im
Vergleich zum Jahr 2013 nicht geän dert (bis 25 J. = ca. 3
%, 25-49 J. = ca. 54 %, ab 50 J. = ca. 43 %).Die Zahl älte-
rer an der Armutsgrenze lebender Menschen, die Probl e-
me haben, ist nach wie vor sehr hoch.
- Nach Angaben der Bewohner/innen wird die Möglichkeit,
täglich feste interkulturelle Ansprechpersonen erre ichen
zu können, als sehr positiv und hilfreich empfunden.
4.5.1 Es werden 15 Bildungsan-
gebote für Menschen mit Migrati-
onsvorgeschichte umgesetzt.
Anzahl/Art von Angeboten für
die Unterstützung von Personen
mit Migrationsvorgeschichte
- Durchführung von 20 Informations- und Bildungsveranstal-
tungen in 2014 (2013 = 19, 2012 u. 2011 = je 16, 2010 =
8): Gesundheitsprophylaxe, PC Kurs für Anfänger Modul I
u. II, MIMI Gesund Leben im Alter, Bewerbungstraining,
Rhetorik Kurs, Intern. Streitschlichter, Schwimmkurs,
Fahrradkurs, Nähkurs, Deutsche Sprache erlernen, Inter-
nationaler Kreis (Themenabende), Weiterbildung Ge-
sundheitsmediatorinnen, Deutsche Gesellschaft kennen-
lernen.
- An den Informations- und Bildungsveranstaltungen nah-
men 2014 insgesamt 302 Personen teil (2013 = 297, 2012
= 290, 2011 = 276, 2010 = 220), hiervon waren 80 %
weiblich.
- Nach wie vor die beste Resonanz finden niederschwell ige
Angebote:
- Sehr gut wurde in 2014 der Kurs „Fahrradlernen“ ange-
nommen, der in Mauritz statt fand. Die Teilnehmeri nnen
haben so die Grenze ihrer gewohnten Umgebung ver-
lassen und sich neuen Herausforderungen gestellt.
- Der aus der Initiative der Bürgerinnen aus Kinderhaus
entstandene Schwimmkurs ist immer noch sehr ge fragt.
Wegen der hohen Nachfrage sucht das BGZ immer
noch nach Möglichkeiten, einen zweiten Kurs zu initii e-
ren.
- Das Kooperationsprojekt „Interkulturelle Stadtteilmütter“
wurde sehr gut angenommen und wird nach Möglichkeit
2015 weitergeführt.
Projektziel erreicht
4.5.2 Der Anteil von Personen mit
Migrationsvorgeschichte, die an
Bildungsmaßnahmen teilnehmen,
Anzahl der Personen mit Migra-
tionsvorgeschichte an Bildungs-
angeboten
Die Anzahl der teilnehmenden Personen mit Migrationsvor-
geschichte an Bildungsangeboten konnte wiederum mit 302
Personen in 2014 gesteigert werden (2013 = 297, 2012 =
Projektziel annä-
hernd erreicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 26
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projekt-Ziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
steigt jährlich um 10% an 290, 2011 = 276), Steigerung um 1,7 %, 80 % weiblich.
Quelle: Projektbericht Begegnungszentrum Sprickmannstraße (BGZ), Projekt: 4.02
Ergänzende Informationen zu Projektaktivitäten 2014 für verstetigte Projekte, die außerhalb des Maßnahmenprogramms gefördert werden bzw. Be-
standteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind und bei der Messung der Zielerreichung nicht berücksichtigt werden:
Projekt 4.03 „Gewaltprävention“: Für das vom Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51) betreute Projekt liegt kein Projektbericht vor.
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 27
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
8 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 5: „Bewältigung der Herausforderungen für das Bildungswesen“
Projektträger
Projekt 5.01: Kinderhauser Arbeitslosen Initiative - KAI e.V., Ansprechpartnerin: Julia Jehnen
Projekt 5.04: Amt für Gesundheit, Veterinär- und Lebensmittelangelegenheiten (53), Ansprechpartnerin: Dr. Dagmar Schwarte
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
5.1
Wir verstehen uns
5.a.1
Erhöhung der Chancengleichheit durch
eine Erhöhung der Bildungsbeteiligung
für Familien mit Sprachdefiziten.
(Verbesserung der Sprachfähigkeit der
Erwachsenen und der Kinder)
- Anzahl der Erwachsenenkurse und An-
zahl Sprachkursteilnehmende
- Anzahl der Sprach- und Nachhilfekurse
für Schüler/innen und Anzahl Teilneh-
mende
- Zusammenarbeit mit Kooperationspart-
nern
Die Anzahl der Neuaufnahmen
in den Sprach-
kursen als auch bei der Einzelnachhilfe im Jahr
2014 unterstreicht den konstant hohen Bedarf und
das Interesse der Teilnehmenden an diesen Bil-
dungsveranstaltungen.
Sprachkurse für Erwachsene: Alphabetisierungs-
kurse und Deutsch als Fremdsprache
- In 2014 pro Halbjahr jeweils vier Projektgruppen,
angepasst an die individuellen Sprach- und Bil-
dungsniveaus der Teilnehmer/innen, mit insge-
samt 30UStd wöchentlich (2013 = 24Std. wö-
chentlich/3 Projektgruppen)
- Interessierten konnte häufig nicht sofort ein Teil-
nehmerplatz angeboten werden und entspre-
chende Wartelisten mussten geführt werden.
- Anzahl und Zusammensetzung der Teilnehmen-
den:
- Anzahl Erwachsene: 152 (2013 = 96, 2012 =
79, 2011 = 79, 2010 = 59), davon 91 % Frauen,
- 99 % der Teilnehmenden haben eine Migrati-
onsvorgeschichte (2013 = 100 %, 2012 = 87 %)
- Sprach- und Nachhilfekurse für Schüler/innen:
Stärkung der Sozial- und Sprachkompetenz für
Schüler/innen der Sekundarstufen 1 + 2, vor-
wiegend Schüler der weiterführenden Schulen
von der 5. bis zur 10. Klassenstufe
- Ende 2014 wurden 60 Schüler/innen (2013 = 50,
2012 = 91, 2011 = 86, 2010 = 101) über die
Hausaufgaben- und Nachhilfe bei KAI e.V. von
Projektziel
erreicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 28
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
5.01
Wir verstehen uns
25 Nachhilfelehrer/innen betreut (2013 = 34).
- Die Betreuung erfolgte in einem Umfang von
ca. 2 Std./Wo/Schüler/in.
- 60 % der Schüler/innen haben eine Migrations-
vorgeschichte (2013 = 78 %, 2012 = 89%, 2011
= 95%).
- Aufgrund der begrenzten Fördermittel konnten
bedauerlicherweise nicht alle Nachfragen be-
rücksichtigt werden.
- Wie im Jahresbericht 2013 angekündigt, wurden
die Sprachkurse inhaltlich und konzeptionell
überarbeitet, so dass sie inhaltlich aufeinander
aufbauen und eine bessere Verzahnung der
einzelnen Kurse und Abstimmung der Dozentin-
nen untereinander erzielt wurde.
Zusammenarbeit mit Kooperationpartnern
- Die bewährten Kooperationen mit den Schulen
wurden kontinuierlich weiter entwickelt.
- Regelmäßiger Austausch mit den Schulsozialar-
beiter/ innen der Schulen im Stadtteil durch Teil-
nahme an den Teamsitzungen mit den Klassen-
lehrer/innen, Sozialpädagoginnen, die für die
Umsetzung des BuT in den Schulen eingesetzt
sind.
- Die Schulen vermitteln in Ergänzung zum Bil-
dungs- und Teilhabepaket (BuT) verstärkt zu den
Angeboten von KAI.
Einbeziehung und Beteiligung der Eltern
bei den Sprachförder- und Nachhilfean-
geboten der Kinder
- Die kontinuierliche Elternarbeit unterstützt die
Angebote der wöchentlichen Einzelnachhilfe.
- Kontakte zu den Eltern wurden weiter ausge-
baut; sie wenden sich zum Teil auch in allgemei-
nen Erziehungsfragen oder bei Problemen an
KAI.
- Die Eltern werden bei der Anmeldung, der Zeug-
nisvergabe und bei Auffälligkeiten konsequent
miteinbezogen, regelmäßig informiert und nach
Erfahrungen und Bedürfnissen gefragt.
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 29
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
- Zusätzlich finden telefonische Kontaktgespräche
statt. Ansonsten wird bei Klärungsbedarf Kontakt
aufgenommen.
- Bei Elterngesprächen in der Schule wird Unter-
stützung angeboten.
Anzahl der Eltern, die Angebote in An-
spruch genommen haben
Entsprechend der Anzahl der teilnehmenden
Schüler/innen = 60 Eltern (2013 = 50, 2012 = 91,
2011 = 86)
Umfang der Bereitschaft unter den Eltern,
weitere Angebote anzunehmen
- Insgesamt entwickeln viele Eltern eine größere
Einsicht in die Bedeutung von Lernen.
- Die Eltern der Schüler/innen nehmen das Ange-
bot weiterhin sehr gut an und motivieren auch
andere, sich anzumelden.
- Aufgrund der vielen Elterngespräche hat sich
teilweise auch das Sprachvermögen der Eltern
verbessert.
5.b.1
Fast alle Teilnehmenden verbessern ihr
Sprachvermögen in Deutsch und ihre
Alltagskompetenzen
Zieldimension:
Verbesserung/Stabilisierung der schuli-
schen Leistungen
Verbesserung der sozialen Integration
Umfang der Fehlzeiten von Schüler/innen
- Kaum unentschuldigte Fehlzeiten, Absprachen
zwischen Lehrern und Schülern funktionieren
und werden eingehalten. Entschuldigte Fehlzei-
ten wg. Krankheit, Schulveranstaltung o.ä. wer-
den rechtzeitig mitgeteilt.
Projektziel
erreicht
Anzahl der positiven Rückmeldungen von
/ zu teilnehmenden Kindern
- Das Interesse an der Stärkung der Sprach- und
Sozialkompetenz der Kinder und Jugendlichen in
Form der gezielten Einzelnachhilfe nach wie vor
sehr hoch.
- Die Schüler/innen nehmen das Angebot sehr gut
an und motivieren auch andere, sich anzumel-
den.
- Der Übergang in weiterführende Schulen ist
gelungen. So konnten durch die intensive indivi-
duelle Förderung 7 Grundschüler erfolgreich
beim Schulwechsel auf die weiterführende Schu-
le begleitet werden (ein Wechsel auf das Gym-
nasium, fünf Wechsel auf eine Realschule und
ein Wechsel auf die Hauptschule).
- 7 Nachhilfeschüler/innen, die 2014 die 10. Klas-
se der Realschule beendeten, erlangten auf-
grund ihrer guten Leistungen außerdem eine Be-
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 30
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
rechtigung für die gymnasiale Oberstufe und
wechselten auf das Gymnasium.
- Insgesamt Erhöhung der Chancengleichheit
durch: verbessertes Lern- und Sozialverhalten
der Schüler/innen, Stabilisierung bzw. Verbesse-
rung der schulischen Leistungen, Verbesserung
der soziale Integration durch Förderung von To-
leranz und Akzeptanz bei den Kindern und Ju-
gendlichen.
Förderung der Nachhilfelehrer, Abbau von
Vorurteilen und Stärkung der Sozialkom-
petenz
- Pro Halbjahr findet jeweils eine Fortbildungsver-
anstaltung mit den Nachhilfelehrern statt.
- Das Projekt fördert die gegenseitige Akzeptanz
in Bezug auf Kultur, Religion und Lebensge-
wohnheiten, erweitert den kulturellen Horizont,
schult Lehr- und Vermittlungsqualitäten und trägt
insgesamt zur Verbesserung der Allgemeinbil-
dung und zur Integration aller Beteiligten bei.
- Eine Bescheinigung über das soziale Engage-
ment ist bei der Bewerbung um einen Ausbil-
dungs- oder Studienplatz hilfreich.
Noten der Nachhilfefächer jedes/r Schü-
lers/in
- Bei 54 % der Nachhilfeschüler/innen haben sich
die schulischen Noten in den Nachhilfefächern
verbessert, 38 % der Schüler/innen wurden be-
fähigt, ihre Leistungen in den Nachhilfefächern
konstant zu halten.
Regelmäßige Teilnahme an Sprachkursen
für Erwachsene
- Auch in 2014 waren regelmäßige Aufnahmege-
spräche, Abschlussgespräche, regelmäßige
Teilnahme an den Kursen und regelmäßige be-
gleitende Sozialarbeit obligatorisch.
- In Absprache mit dem Jobcenter wurden Einglie-
derungsvereinbarungen über den regelmäßigen
Besuch der Kurse getroffen. Es erfolgt eine
halbjährliche Rückmeldung zum Leistungsstand
der vom Jobcenter zugewiesenen Teilnehmen-
den an die jeweiligen Jobcoaches.
Anzahl der positiven Rückmeldungen von
/ zu teilnehmenden Erwachsenen
- Aufgrund der zielgruppenbezogenen Themen,
Materialien und Medien gelang eine sehr gute
methodische Aufarbeitung und dadurch eine gu-
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 31
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
te Mitarbeit und Eigeninitiative der Teilnehmen-
den.
- Durch das Kennenlernen des Stadtteils und der
wichtigen Institutionen und seiner Ansprechpart-
ner, die Unterstützung bei der Stellensuche, die
Verbesserung des Sprachniveaus und der Kon-
takte untereinander sowie die Stärkung der All-
tagskompetenzen erhöht sich die Chancen-
gleichheit in unserer Gesellschaft.
- Insbesondere Frauen mit Migrationsvorge-
schichte aus dem Stadtteil, die meist nie eine
Schule besucht haben, nehmen das niedrig-
schwellige, wohnortnahe und ihnen zeitlich ent-
gegenkommende Angebot sehr gut an.
Weitervermittlung in weiterführende Kurse
(mindestens 1%)
- Eine Weitervermittlung in weiterführende Kurse,
z.B. Integrationskurse, erfolgte bei 6 Teilneh-
menden (= 4 %) (2013 = 3 %, 2012 = 21 %).
- 2 Teilnehmende nahmen erfreulicherweise eine
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf
(13 %).
- Viele Teilnehmende kommen mit sehr geringen
Vorkenntnissen in die Kurse und brauchen häu-
fig längere Zeit, Alltagssprachkompetenzen zu
entwickeln. Insbesondere bei Frauen, die nie
eine Schule besucht haben und mehrere Kinder
haben, kann der Besuch eines Integrationskur-
ses nur auf lange Sicht angestrebt werden.
5.04
Gesund aufwachsen in
Kinderhaus
5.d.1
Die regelmäßige Inanspruchnahme der
Schwangerschaftsvorsorgen nimmt zu
Anzahl der Mütter in Hebammenbetreu-
ung
- Durch die angebotenen Sprechstunden der
Beratungsstelle Frühe Hilfen des Amtes für
Gesundheit, Veterinär- und Lebensmittelange-
legenheiten in den Kitas vor Ort wird Beratung
niedrigschwellig möglich.
- In 2014 wurden in den beteiligten Kitas 109
Sprechstunden angeboten (2013 = 116, 2012 =
86, 2011 = 110, 2010 = 117). Pro Sprechstun-
de wurden 3-5 Frauen erreicht.
- Zusätzlich erfolgten in 2014 172 Hausbesuche
(2013 = 159, 2012 = 180, 2011/2010 = je 120).
Projektziel
erreicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 32
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Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
5.04
Gesund aufwachsen in
Kinderhaus
- Die Hebammen sind im Stadtteil gut bekannt,
die Angebote werden von den Eltern geschätzt
und gerne nachgefragt.
5.d.2
Der Vorsorgestatus der Kinder im ersten
Lebensjahr verbessert sich
Anzahl der Vorsorgeuntersuchungen bei
Kindern bis Schuleintritt
- Die lückenhafte Inanspruchnahme der Vorsor-
geuntersuchungen bleibt in diesem Gebiet auf-
fällig.
- In 2014 hatten 68 % der Kinder 8 oder 9 Vor-
sorgeuntersuchungen (2013 = 79 %, 2012 =
90 %, 2011 = 91 %, 2010 = 67 %), 32 % der
Einschulungskinder hatten weniger als 8 Vor-
sorgen (2013 = 21 %, 2012 = 10 %, 2011 = 8
%, 2010 = 33 %).
- Trotz Landesprogramm und intensiver Bemü-
hungen vor Ort bleiben drei bis sieben Kinder
über die Jahre, die Vorsorgelücken aufweisen,
obwohl ihnen bzw. den Eltern das Vorsorge-
programm offen stand. Hier gilt es im Einzelfall
zu schauen, da sicher viele Gründe zusam-
menspielen. Aufgrund der hohen Fluktuation im
Gebiet wird man diese Situation weiterhin be-
obachten können. Um in Einzelfällen die Inan-
spruchnahme der Vorsorgeuntersuchungen
verstärkt zu ermöglichen, ist es vorgesehen,
mit den Stadtteilmüttern vor Ort zu kooperieren,
um die Zielgruppe noch besser zu verstehen,
erreichen und unterstützen zu können.
- Anmerkung zur Interpretation der Daten: Unbe-
rücksichtigt bleibt bei dieser Auswertung, wie
viel der Lebenszeit ein Kind unter dem Präven-
tionsprogramm gelebt und davon profitiert ha-
ben und wie oft ein Kind evtl. vor der Schulein-
gangsuntersuchung wieder aus dem Quartier
herausgezogen ist.
Projektziel
teilweise er-
reicht
5.d.4
Die Fertigkeiten der Eltern mit geringem
Einkommen, eine gesunde Lebensweise
ihrer Kinder zu fördern, werden gestärkt.
Anteil positiver Rückmeldungen bei TN-
Befragungen
- In Sprachkursen / Frauengruppen wurde 6 x zu
speziellen Themen, wie Familienplanung,
Brustkrebs und Wechseljahre informiert und
rege diskutiert. Die Veranstaltungen fanden in
Kooperation mit KAI, dem Begegnungszent-
Projektziel
erreicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 33
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziele Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerrei-
chung
rum und den Familienzentren Killingstr. und
Brüningheide statt.
- Die Rückmeldungen sind sehr positiv. Die
Frauen schätzen besonders, dass ihre The-
menwünsche zeitnah berücksichtigt werden
und Fragen individuell gestellt werden können.
Quelle: Kinderhauser Arbeitslosen Initiative - KAI e.V.: Projekt 5.01; Amt für Gesundheit, Veterinär- und Lebensmittelangelegenheiten (53): Projekt 5.04
Ergänzende Informationen zu Projektaktivitäten 2014 für verstetigte Projekte, die außerhalb des Maßnahmenprogramms gefördert werden bzw. Be-
standteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind und bei der Messung der Zielerreichung nicht berücksichtigt werden:
Projekte 5.02 „Elternkompetenz stärken“ und 5.06 „Kontinuierliche Praxistage zum Übergang Schule-Beruf“: Für die vom Amt für Schule und Weiterbil-
dung (40) betreuten und außerhalb des Maßnahmeprogramms verstetigten Projekte liegt kein Projektbericht vor.
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 34
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
9 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 6: „Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten knapper
öffentlicher Haushalte“
Projektträger
Projekt 6.01: Ev. Beratungsdienste gGmbH (Schuldnerberatung), Ansprechpartnerin: Bettina Krämer
Projekt 6.02: Internationaler Kulturverein ATRIUM e.V. (IKA e.V.), Ansprechpartnerin: Nicole Berner
Projekt 6.04: Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. (BGZ), Ansprechpartner: Roland Erfurt
Projekte 6.05/6.06, 6.07: Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51), Ansprechpartner: Michael Boße
Projekt 6.08: INDRO e.V., Ansprechpartnerin: Eva Gesigora
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.01
Schuldnerberatung
vor Ort
6.1.1 Umfassende Hilfestellung für Ratsu-
chende mit einer Verschuldungsproblema-
tik (junge Menschen, Erwachsene, Mig-
ranten/-innen) wird gegeben in mindes-
tens 20 neuen Fällen
Anzahl der Beratungen unterteilt
nach Beratungsformen (z.B. Insol-
venz, allg. Schuldnerberatung,
Kurzberatung zu spez. Themen,
präventive Beratung)
- Mit 47 in 2014 neu hinzukommenden Fällen
(2013 = 49, 2012 = 50, 2011= 42, 2010 = 47)
wurde eine umfassende Hilfestellung zur Ver-
schuldensproblematik auf ähnlich hohem Ni-
veau wie im Vorjahr gegeben. Weiterhin wur-
den noch 29 Einzelpersonen bzw. Familien-
systeme aus den Vorjahren weiter betreut.
- Durch intensive Beratung und engmaschige
Betreuung wurden in 2014 insgesamt 44 Fälle
(6 aus 2012; 15 aus 2013 und 23 aus 2014)
erfolgreich beendet.
- 2 Fälle aus 2012 und 6 Fälle aus 2013 mus s-
ten aus unterschiedlichen Gründen abgebro-
chen bzw. beendet werden.
- 20 Fälle aus 2014 müssen in 2015, allerdings
mit geringerer Bearbeitungsintensität als bei
Neufällen, abschließend bearbeitet werden.
- Insgesamt sind Ende 2014 noch 26 Familien
bzw. Einzelpersonen in laufender Betreuung
(2013: 29, 2012: 36).
- Bei den „Langläufern“ aus 2012 und 2013
handelt es sich wie zuvor weitgehend um Fa-
milien mit Migrationshintergrund, bei denen
mangels fehlender Deutschkenntnisse zur Si-
cherung der Nachhaltigkeit eine deutlich län-
gere Betreuung erforderlich ist.
Projektziel er-
reicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 35
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.01
Schuldnerberatung
vor Ort
- Anzahl Beratungen Insolvenz = 28 (2013 = 35,
2012 = 38, 2011 = 15), Anzahl allg. Schuld-
nerberatung = 45 (2013 = 40, 2012 = 39,
2011 = 34), Anzahl Kurzberatung spezielle
Themen = 0 (2013 = 0, 2012 = 0, 2011 = 0),
Anzahl präventive Beratung = 42 (2013 = 46,
2012 = 40, 2011 = 39), Anzahl sonstige Bera-
tungen = 13 (2013 = 11, 2012 = 12, 2011 =
14).
- Der Anteil weiblicher Ratsuchender betrug
2014 ca. 63 %, (2013 = 52 %, 2012 = 55 %,
2011 = 52 %).
- Im Laufe der letzten Jahre konnte sehr vielen
Familien nachhaltig geholfen werden. Da die
Bevölkerungsfluktuation hoch ist und immer
neue Einzelpersonen und Familiensysteme mit
Verschuldungsproblemen in den Stadtteil zie-
hen, scheint der Bedarf an umfassender Be-
treuung immer noch sehr hoch zu sein.
Anzahl erfolgreicher Fälle unterteilt
nach - Problemverständnis kognitiv
vorhanden, - Problemerkenntnis
i.S.v. Handlungsbereitschaft vor-
handen, - akt. Mitwirken im laufen-
den Beratungsprozess, - Schulden-
problematik wird gelöst
- In 2014 wurden 44 Fälle erfolgreich beendet
(vgl. Pkt. 6.1.1). Eine Beendigung der Bera-
tung in den erfolgreichen Fällen bedeutet nicht
immer, dass das Schuldenproblem gänzlich
gelöst ist. Es konnten aber einvernehmliche
Regelungen bezüglich der Regulierung getrof-
fen werden.
- Bei ca. 55 % der Klientel ist ein Problemver-
ständnis kognitiv vorhanden (2013 = 65 %,
2012 = 66 %, 2011 = 62%, 2010 = 53 %, 2009
= 78 %).
- Ca. 94 % wirken aktiv im lfd. Beratungspro-
zess mit (2013 = 90 %, 2012 = 96 %, 2011 =
88%, 2010 = 94 %, 2009 = 80 %).
- Von Gesamtanzahl der beendeten Fälle wird in
88 % der Fälle die Schuldenproblematik gelöst
(2013 = 89 %, 2012 = 8 5%, 2011 = 85 %,
2010 = 90 %, 2009 = 77 %).
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 36
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.01
Schuldnerberatung
vor Ort
6.1.2 Es werden 8 präventive Aufklä-
rungsveranstaltungen im Jahr durchge-
führt, an denen insgesamt mindestens 80
Personen teilnehmen (insbesondere Per-
sonen mit Migrationshintergrund und Ju-
gendliche).
Anzahl/ Art, Ergebnis der Aufklä-
rungsveranstaltungen
- In 2014 fanden aus personellen Kapazitäts-
gründen 8 Aufklärungsveranstaltungen (2013
= 13, 2012 = 19, 2011 = 7, 2010 = 6) mit 81
Teilnahmen statt (2013 = 138, 2012 = 134
Teilnahmen).
- 4 Veranstaltungen im KAI mit den Themen
Taschengeld in der Familie, Ferienjob bei
SGB II - Bezug, Lesen SGB II - Bescheid,
Eingliederungsvereinbarung, Sanktionen
Jobcenter, Mietvertrag, Betriebskosten-
abrechnungen, Kautionen, Wohngeld. Die
KAI-Veranstaltungen liefen im üblichen
Rahmen ab. Die Inhalte für bestimmte Ziel-
gruppen müssen weiterhin niederschwellig
präsentiert werden.
- Weitere 4 Veranstaltungen in der Uppen-
bergschule zum Thema Komsumkompetenz.
Hier wurden die Präventionsunterlagen
(MOKI) eingesetzt. Die Resonanz war bei
Lehrern und Schülern sehr positiv. Für Ja-
nuar/Februar 2015 wurden schon weiterfüh-
rende Termine vereinbart.
Projektziel er-
reicht
Anzahl der verschiedenen Zielgrup-
pen in den Aufklärungsveranstal-
tungen
- Insgesamt: 81 Teilnahmen an 8 Veranstaltun-
gen,
- Teilnehmende aus Alphabetisierungskursen:
ausländische Frauengruppen, Migranten,
- Teilnehmende aus Uppenbergschule: 4.
Schuljahr (3 Jungen und 5 Mädchen).
6.1.3 Es wird wöchentlich (nicht in den
Schulferien) eine offene Sprechstunde im
Zeitumfang von 2 Stunden angeboten, die
im Durchschnitt von wenigstens 4 Perso-
nen nachgefragt werden soll.
Anzahl der offenen allgemeinen und
der zielgruppenspezifischen
Sprechstunden
- Durchführung von insgesamt 41 wöchentlich
stattfindenden offenen Sprechstunden, (2013 =
40, 2012 = 39, 2011 = 37, 2010 = 38).
- Durchschnittlich mehr als 8 Besucher pro
Sprechstunde (insgesamt 337 Personen,
(2013 = 341), pro Einzelfall bleibt immer weni-
ger Zeit,
- 71 % (= 239 Personen) der Ratsuchenden
waren weiblich (2013 = 71 %, 2012 und 2011
= je 67 %).
Projektziel er-
reicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 37
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
- 83 % der Ratsuchenden hatten eine Migrati-
onsvorgeschichte (2013 = 77 %),
- Wie im Vorjahr ergab sich aus den Sprech-
stundenterminen oft Folgetermine, die in eine
langfristige Beratung mündeten.
- Zielgruppenspezifischen Sprechstunden fan-
den wie in den Vorjahren aufgrund der Aus-
weitung der offenen Sprechstunde nicht statt.
6.1.4. Es wird wöchentlich mindestens 1
Hausbesuch durchgeführt.
Anzahl der durchgeführten Hausbe-
suche
- Durchführung eines wöchentlichen Hausbe-
suchs (insgesamt 45) (2013 = 46, 2012 = 47,
2011 = 43, 2010 = 51).
- Hausbesuche stellen in bestimmten Fällen
eine gute, sinnvolle und unabdingbare Ergän-
zung zu den sonstigen Angeboten dar, sollten
allerdings aus Effizienzgründen auf die not-
wendigen Fälle beschränkt werden.
- In 2014 lag der Anteil von älteren, oftmals
alleinstehenden Personen weiterhin auf ho-
hem Niveau. Hinzu kommen vermehrt Perso-
nen mit psychischen Erkrankungen.
Projektziel er-
reicht
6.02
Kulturprojekte:
Interkulturelle Veran-
staltungsreihe
ATRIUM e.V.
6.2.1 NEU: Das Interesse der
Bewohnerinnen und Bewohner an
Eigenaktiviten in musisch-künstlerischen
Bereichen nimmt zu
Es findet monatlich mindestens eine
kulturelle Veranstaltung im Atrium
bzw. durch den Atrium e.V. organi-
siert statt.
- In 2014 fanden 24 kulturelle Veranstaltungen
statt, von denen 6 als Veranstaltungsreihe
durchgeführt wurden, d.h. sie fanden an meh-
reren Tagen statt (z.B. Bandworkshop, Thea-
terworkshop).
- Die kulturellen Veranstaltungen waren auf das
ganze Jahr verteilt, so dass es Monate mit
mehr Veranstaltungen gab und im Februar
z.B. keine konkrete Veranstaltung stattfand,
wohl aber Vorbereitungstreffen für die Folg e-
monate.
- Das Atrium ist mittlerweile täglich vormi ttags
geöffnet und entwickelt sich stetig weiter zu
einem Treffpunkt für BewohnerInnen der
„Schleife“. Mit den Essensangeboten zieht es
auch Menschen aus anderen Teilen von Ki n-
derhaus an.
- Das ehemals bereits bis April 2013 bestehe n-
de Angebot „Von Nachbarn für Nachbarn“
Projektziel er-
reicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 38
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
wurde ab April 2014 wieder neu aufgeno m-
men und erwei tert, indem dienstags und frei-
tags ein Mittagstisch stattfindet.
- Seit Oktober 2014 gibt es zudem täglich ein
Frühstück im Atrium, welches an 4 Tagen vom
Verein selbst und einmal vom BGZ orga nisiert
wird.
An jeder Veranstaltung nehmen
durchschnittlich mindestens 15
Personen teil.
- Im Jahr 2014 wurden etwa 2.800 Teilnahmen
an interkulturellen Veranstaltungen des Atrium
e.V. gezählt (= Summe aller Teilnehmenden
an Veranstaltungen wie z.B. Mittagstisch,
Frühstück, Fastenbrechen, Karaoke, Konzer-
te, Fahrten, Winterlesen etc.) (2013 = 2.050,
2012 = ca. 2.000, 2011 = ca. 1.100).
- Hinzu kamen rd. 1.250 Teilnehmende (2013
= 1.600, 2012 =1.250, 2011 = 2.100) bei offe-
nen Festen und anderen Kooperationsaktivitä-
ten auf dem Sprickmannplatz (z.B. Blumenak-
tion, Clean Kinderhaus, Weihnachtsmarkt).
- Das Sommerfest, jährlicher Publikumsmagnet,
ist bei der Angabe der Teilnehmendenzahlen
nicht berücksichtigt. Mit dem Ziel, das Quartier
Brüningheide mit dem übrigen Stadtteil besser
zu verzahnen und zu öffnen, nutzte der Atrium
e.V. in Kooperation mit der Kaufmannschaft
und dem WUDDI den Anlass "30jähriges Jubi-
läum Zentrum Kinderhaus" und veranstaltete
in 2014 erstmalig ein gemeinsames Fest auf
dem Idenbrockplatz (statt auf dem Sprick-
mannplatz). Die Teilnehmendenzahlen waren
aufgrund des größeren Rahmens und der vie-
len Aktionen in 2014 nicht belastbar einzu-
schätzen. Dennoch erreichte der ATRIUM e.V.
- auch ohne Einbeziehung des Sommerfestes
- fast die Teilnehmendenzahl der Vorjahre.
- Bei den meisten Veranstaltungen waren
durchschnittlich mehr als 15 Teilnehmende.
- Ca. 61 % der Teilnehmenden war weiblich
(2013 = 57 %, 2012 = 57 %, 2011 = 54 %),
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 39
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
- Aus der Brüningheide kamen ca. 70 %
(2013 = 70 %, 2012 = 80 %, 2011 = 58,5 %).
- Die Kooperationen mit anderen Projektträgern
und Institutionen aus Kinderhaus wurden in
2014 ausgeweitet, so dass ein noch breit eres
Publikum erreicht werden konnte (Kooperati o-
nen z.B. mit Parea, BGZ, Jugendsalon,
Imagewerkstatt).
Der Anteil der Menschen mit Migra-
tionsvorgeschichte an den teilneh-
menden Personen beträgt im Mittel
mindestens 25 %
Ca. 38 % der Teilnehmenden hatten eine Migra-
tionsvorgeschichte (2013 = 37 %, 2012 = 53 %,
2011 = 49 %).
6.2.2 Das Interesse der Wohnbevölkerung
am Kennenlernen anderer Kulturen
wächst.
Grad der Veränderung des Interes-
ses für andere Kulturen und Zu-
sammensetzung der Teilneh-
mer/innen (z.B. nat. Herkunft)
- Dadurch, dass die Anzahl der Nationalitäten
bei den Ehrenamtlichen gestiegen ist (russ-
landdeutsche, türkische, aserbeidschanische,
irakische) und die im Atrium angebotenen
Speisen nachweislich "halal" sind, sind die Be-
rührungsängste gesunken. So ist es in 2014
u.a. gelungen, eine Ausstellungsführung spe-
ziell für Frauen mit Migrationsvorgeschichte zu
organisieren und ein gemeinsames öffentli-
ches Fastenbrechen auf dem Sprickmannplatz
zu gestalten. Diese Aktivitäten sollen fortge-
setzt und intensiviert werden.
- Deutlich besser gelungen als im Vorjahr ist
die Einbeziehung von Menschen aus Afrika,
hauptsächlich bezieht sich dies allerdings auf
die Einbeziehung von Frauen. Durch die
Gründungsveranstaltung des Vereins IRIBA
e.V. in den Räumen des Atriums und durch
die Tatsache, dass täglich während der
Schulzeit ein Sprachkurs für Mütter mit Migra-
tionshintergrund im Atrium stattfindet, konn-
ten ihnen die Räumlichkeiten und das dortige
Angebot nahe gebracht werden.
- Eine Herausforderung für die nächsten Jahre
ist insbesondere der Ausbau der aktiven U n-
terstützung der Wohnbevölkerung an der Ver-
stetigung kultureller Veranstaltungen.
Projektziel er-
reicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 40
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.04
Jungenprojekt „Sport
gegen Gewalt“
6.4.1 Fortführung einer Sportgruppe mit
Jugendlichen und jungen Erwachsenen
unterschiedlicher Nationalität, die regel-
mäßig Fußball spielen und Spaß an sport-
lichen Aktivitäten haben (Interkultureller
Ansatz)
Regelmäßigkeit der Teilnahme
- Regelmäßiges wöchentliches Fußballspielen
mit Unterstützung durch drei Übungsleiter,
Gesamtanzahl der Treffen in 2014: 39 (2013 =
41, 2012 = 40, 2011 = 49).
- Anzahl Jungen, die mind. einmal an einer
Aktivität teilgenommen hat: 63 (2013 = 59).
- 39 Jungen nehmen mehr als 50 % der Termi-
ne wahr (2013 = 31).
- Die durchschnittliche Teilnahmezahl pro Ter-
min lag bei 23 Jugendlichen (2013 = 20, 2012
= 25, 2011 = 20).
- Die Sportgruppe ist multikulturell zusammen-
gesetzt. 73 % haben eine Migrationsvorge-
schichte. Regelmäßig vertreten sind Personen
aus Afghanistan, Serbien, Pakistan, Arabien,
Türkei, Iran, Somalia.
- Die teilnehmenden Jugendlichen und jungen
Erwachsenen sind 16 bis 30 Jahre alt.
- Das Sportprojekt ist ein gut angenommenes
Angebot der Freizeitgestaltung an Wochenen-
den. Die kleine Turnhalle der Waldschule
reicht bei weitem nicht aus, die Nachfrage
vollends zu decken, vor allem in den Winter-
monaten. Durch die bekannten Hochwasser-
schäden war die Sporthalle der Waldschule ab
Sommer 2014 nicht mehr nutzbar. Die Sport-
gruppe ist den Rest des Jahres auf vorhande-
ne Außensportanlagen ausgewichen.
Projektziel er-
reicht
6.5.1 Die Bereitschaft der teilnehmenden
Jungen, gegenüber Schwächeren Rück-
sicht zu nehmen und Konflikte gewaltfrei
auszutragen, ist gestiegen.
Art und Umfang des Sozialverhal-
tens
- Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen
haben Spaß am Fußballspielen und bringen
die Bereitschaft mit, Konflikte ohne den Ein-
satz körperlicher Gewalt zu lösen.
- Mit dem Angebot werden überschüssige Kräf-
te sinnvoll kanalisiert und soziale Kompeten-
zen spielerisch erlernt und gefestigt
- Selten kam es in 2014 zu Handgreiflichkeiten
oder verbalen Ausrutschern unter den Teil-
Projektziel er-
reicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 41
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.04
Jungenprojekt „Sport
gegen Gewalt“
nehmern.
- Durch das Aufzeigen fairer und alternativer
Handlungsstrategien gelang es immer wieder,
während des Spiels entstehende Gewaltbe-
reitschaft zu vermeiden, Jugendliche unter-
schiedlicher Nationalität zusammen zu führen
und so das soziale Miteinander im Stadtteil zu
fördern.
6.05
Integrative Jugendso-
zialarbeit
6.6.2 Zahl der Jugendlichen, die an Ange-
boten der Jugendsozialarbeit sowie weite-
ren Bildungs- und Freizeitangeboten teil-
nehmen, ist gestiegen.
Anzahl an Vereinbarungen mit Trä-
gern
Als einziger Träger in diesem Segment hat das
Wuddi noch ein Angebot durchgeführt (Verein-
barungen 2013 u. 2012 = 2, 2011 = 3, 2010 = 4,
2009 = 8).
Projektziel nicht
erreicht
Dieses Projekt
entfällt ab 2015.
Anzahl/ Art der Nutzerinnen und
Nutzer der finanziellen Hilfen
- Durch die Verschiebung der Fördermöglich-
keiten auf das Bildungs- und Teilhabepaket
(BuT) und Mitmachkinder wurden 2014 nur
noch 3 Jugendliche für Kurs- bzw. Ferienpro-
grammteilnahmen gefördert (2010 = 50, 2011
= 51, 2012 = 97, 2013 = 217).
- Die 3 Teilnehmenden kamen ausschließlich
aus der geförderten Gruppe der „bis 13 Jähri-
gen“ (2013 = 77 %, 2012 = 94 %, 2011 = 96
%).
- Es handelt sich ausnahmslos um Jungen
(2013 = 59 %, 2012 = 60 %, 2011 = 63 %,
2010 = 80 %) mit Migrationshintergrund (2013
= 76 %, 2012 = 85 %, 2011= 82 %, 2010 = 60
%).
6.06
Mobile Jugendarbeit
6.6.1 Bislang durch die Jugendsozialarbeit
nicht erreichte Jugendliche werden ange-
sprochen und erreicht.
Anzahl/Struktur der Nutzer/-innen
des offenen Angebots: Anzahl,
Geschlecht, schulischer oder beruf-
licher Hintergrund, bisherige Anbin-
dung an Jugend- und Freizeitein-
richtungen der Nutzer/-innen des
offenen Angebots
- Im Jahr 2014 wurden 1.731 Kontakte zu Ju-
gendlichen durch die Mobile Jugendsozialar-
beit hergestellt (2013 = 1.925, 2012 = 2332,
2011 = 2.588, 2010 = 2.100). (Anmerkung:
hierbei handelt es sich vielfach um Mehrfach-
kontakte, Höhe des Anteils lässt sich nicht ab-
schätzen).
- Weitere 416 Kontakte zu Jugendlichen konn-
ten durch sportpädagogische Angebote er-
reicht werden (2013 = 257).
Projektziel er-
reicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 42
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.06
Mobile Jugendarbeit
- Von den 1.731 Kontakten fanden 1.106 Kon-
takte (= 64 %) zu Jungen / Männern (2013 =
60 %, 2012 = 63 %, 2011 = 60 %) und 625 (=
36 %) zu Mädchen / Frauen statt (2013 = 40
%, 2012 = 37 %, 2011 = 40 %),
- Anzahl Kontakte bis einschl. 13 Jahre: 875
(2013 = 1.000, 2012 = 1008 , 2011 = 724,
2010 = 1.026 ),
- Anzahl Kontakte ab 14 bis einschl. 17 Jahre:
774 (2013 = 864, 2012 = 863, 2011 = 1.133 ,
2010 = 1.008),
- Anzahl Kontakte ab 18 Jahre: 82 (2013 = 103,
2012 = 73, 2011 = 115, 2010 = 66),
- Der Großteil der Jugendlichen besucht die
Waldschule und Uppenbergschule, ein gerin-
ger Teil die Geschwister Scholl Realschule
und das hiesige Gymnasium.
- Anzahl Kontakte zu Personen, die eine
Haupt- oder Förderschule besuchen: 1.168
(2013 = 1781, 2012 =1.455, 2011 = 1.630,
2010 = 1.916),
- Anzahl Kontakte zu Personen, die eine Re-
alschule oder ein Gymnasium besuchen:
256 (2013 = 144, 2012 = 60, 2011 = 61,
2010 = 62),
- Anzahl Kontakte zu Personen, die sich in
einer beruflichen Ausbildung befinden: 128
(2013 = 136, 2012 = 198 , 2011 = 78, 2010 =
277),
- Anzahl Kontakte zu Personen auf der Suche
nach einer Ausbildung/einem Job: 179 (2013 =
291, 2012 = 136, 2011 = 245 ),
- Anzahl Kontakte zu Personen, die bisher
gelegentlich oder regelmäßig Angebote der
offenen Jugendarbeit o.ä. wahrgenommen ha-
ben: 1.209, was 70 % aller Kontakte ausmacht
(2013 = 1.474, 2012 = 1.529, 2011 = ca.
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 43
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.06
Mobile Jugendarbeit
2.500, 2010 = 1.568).
Teilnahme an Angeboten der Ju-
gendarbeit und Zufriedenheit mit
Angeboten
- Das Unwetter in Münster verhinderte, das
Sportangebot wie zuvor aufrecht zu erhalten.
Die langfristig geschädigten Sportanlagen und
die Umbaumaßnahmen bei Westfalia Kinder-
haus haben die sportpädagogischen Maß-
nahmen 2014 eingeschränkt. Das Sportange-
bot verlagerte sich stärker auf zusätzliche An-
gebote in „Roccos Soccer Arena“ (s. 6.07).
- Das kontinuierliche Angebot in 2014 verfestig-
te das Vertrauens- und Beziehungsverhältnis
zu den Mitarbeitern der mobilen Jugendarbeit.
- Auch weiterhin konnten 90 % der Jugendl i-
chen die der mobilen Jugendarbeit be kannt
sind, durch diverse Hilfsangebote erreicht
werden.
- Die Straftaten in Kinderhaus sind weiter rü ck-
läufig. Durch intensive Netzwerkarbeit hat eine
gute Betreuung der sog. Intensivtäter stattg e-
funden. Diese konnten in 2014 in verschied e-
nen Maßnahmen untergebracht werden.
- Der subjektive Eindruck der mobilen Jugend-
arbeit, dass im Stadtteil ein ruhigeres „Klima“
herrscht, hat sich weiter bestätigt.
- Das mobile Bulli-Angebot (Kontaktaufnahme
und Beratung direkt im Stadtteil) findet weiter-
hin 1x wöchentlich statt.
6.6.4 Wege zur Lösung persönlicher und
sozialer Probleme sind bekannt und wer-
den genutzt.
Anzahl der Nutzer/-innen, die an
realistischen Lösungen arbeiten.
Realistische Lösungen sind zum
Beispiel die Teilnahme an Angebo-
ten der Jugendarbeit/Jugend-
sozialarbeit, Besuche von Freizeit-
einrichtungen, Kontaktaufnahmen
zu anderen Beratungsangeboten
Anzahl Beratene, die an realistischen Lösungen
arbeiten: 131 (2013 = 148, 2012 = 127, 2011=
46 Personen, 2010=110 Personen), davon 37 %
weiblich (2013 = 39 %, 2012 =43 %)
Projektziel er-
reicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 44
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
6.07
Sport und Bewegung
Kinder und Jugendliche über trendige
Sportangebote für Sport und Bewegung
zu begeistern (zum Beispiel: Fußballten-
nis, Streetball, Volleyball)
Wöchentlich 10 teilnehmende Ju-
gendliche an den mobilen, z.T.
trendigen Kleinsportangeboten der
aufsuchenden Jugendsozialarbeit
- Hier konnten durchschnittlich 11 Wochenteil-
nahmen erreicht werden, davon 9 regelmäßig
(Angebote über 32 Wochen).
- 74% der Teilnehmenden sind männlich
Projektziel er-
reicht
Anzahl von 25 Jugendlichen, die
außerhalb der Schule wöchentlich
an den Sportangeboten des Wuddi
teilnehmen.
- Durchschnittlich haben 34 Jugendliche regel-
mäßig wöchentlich teilgenommen. Einige Wo-
chen nach dem Starkregenereignis sind etli-
che Sportangebote in den Hallen ausgefallen
(Angebote über 21 Wochen).
- 71 % der Teilnehmenden sind männlich.
Teilnahme von Kindern und Jugendlichen
an Sportangeboten und -veranstaltungen
außerhalb des Stadtteils.
Anzahl von 30 Jugendl ichen, die an
1 – 3 Fahrten zu Bu ndesliga- oder
Länderspielen teilnehmen.
- Insgesamt haben 48 Jugendliche mit Migrati-
onshintergrund an drei Fahrten zum Fußball-
bundesliga- bzw. Länderspiel teilgenommen
- 88 % der Teilnehmenden sind männlich.
Projektziel er-
reicht
Anzahl von 60 Jugendl ichen, die an
Aktionen zur Soccer -Halle teilne h-
men.
- An drei Aktionen in der Soccer-Halle haben
104 Jugendliche teilgenommen
- 80 % der Teilnehmenden sind männlich.
Kinder und Jugendliche in Sportangebote
im Stadtteil integrieren.
Anzahl von 5 Jugendlichen, die eine
Vereinszugehörigkeit bei Westfalia
Kinderhaus oder einem anderen
sportlich orientierten Verein erhal-
ten.
- Es konnten fünf Jungen bei Westfalia Kinder-
haus angemeldet werden. Leider nimmt aber
nur ein Kind langfristig an den Sportangeboten
des Sportvereins teil.
- Ein Problem für den vereinsungebundenen
Sport sind die weggefallenen Sportanlagen an
der Großen Wiese, nachdem der SC Westfalia
die Gesamtanlage vom Sportamt in Eigenver-
antwortung übertragen bekommen hat. Die
Entwicklung von Alternativstandorten ist not-
wendig. Ferner ist die kontinuierliche Beglei-
tung und Betreuung bei der Integration in den
Sportverein nicht sicher gestellt, um entspre-
chend langfristige Erfolge zu erzielen.
Projektziel er-
reicht
6.08
Drogenprävention
6.8.1 Aus Sicht der Fachkräfte wird die
Drogenproblematik im öffentlichen Raum
als entspannter wahrgenommen Entwicklung Drogenproblematik
- Die Frequentierung des Spritzenautomaten in
Kinderhaus blieb im Berichtszeitraum 2014
weitestgehend konstant. Er wurde regelmäßig
genutzt.
Projektziel annä-
hernd erreicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 45
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
- Von Spri tzenfunden wurde nichts bericht et,
auch hat d er INDRO e.V. selbst keine Funde
verzeichnen können.
- Der öffentliche Konsum soge nannter weicher
Drogen fand weiterhin statt.
- Die Fluktuation im Wohngebiet ist hoch,
wodurch immer wieder neue Aufklärungsarbeit
notwendig wird. Diese funktioniert jedoch in-
nerhalb der Szene meist sehr gut. Mittels auf-
suchender Arbeit und die Anbindung an den
INDRO e.V. konnten Konsumenten sogenann-
ter harter Drogen gut versorgt und ggf. weiter-
vermittelt werde.
6.8.2 Bewohner/innen verschiedenen
Alters und unterschiedlicher Herkunft
setzen sich mit dem Thema Drogenkon-
sum auseinander
Teilnahme an den Aktionstagen
Teilziel Kinder und Jugendliche erwerben
Wissen über Gefahren des Gebrauchs von
Drogen sowie über Präventionsstrategien und
-hilfen
- Bedingt durch einen Personalwechsel im
Jugendsalon und krankheitsbedingte Ausfall-
zeiten konnte die Anzahl der Aktionstage in
2014 entgegen der ursprünglichen Planung
leider nicht erhöht werden. Es fanden zwei Ak-
tionstage zum Thema Sucht in Kooperation
mit anderen Trägern (Jugendsalon des BGZ,
Drogenberatung der Stadt Münster, Mobile
Jugendarbeit des Wuddi) statt, die beide gut
angenommen wurden:
- Ein Aktionstag für die Besucher des Ju-
gendsalon & der Mobilen Jugendarbeit
Wuddi: Der Aktionstag für die älteren und
überwiegend männlichen Jugendlichen
(13-21 Jahre) wurde in Form einer „Schnit-
zeljagd“. Thematisiert wurden die Sucht-
mittel - Alkohol, Nikotin und Cannabis.
- Ein Aktionstag im Rahmen der suchtprä-
ventiven offenen Mädchengruppen, Thema
Nikotin. Die Aktion wurde als Staffellauf mit
mehreren zu durchlaufenden Stationen or-
ganisiert.
Projektziel annä-
hernd erreicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 46
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
- Insgesamt ist in 2014 mit 29 Teilnehmenden
ein deutlicher Rückgang der Teilnehmerzah-
len der Aktionstage zu verzeichnen (2013 =
128 an 5 Tagen, 2012 = 410 an 6 Tagen,
2011 = 53 an 3 Tagen). Dieser hängt mit den
Ausfallzeiten zusammen; so konnte auch die
jährliche Aktion beim Sommerfest (normaler-
weise 50-70 Teilnehmende) aufgrund eines
Krankheitsausfalls leider nicht stattfinden.
- Anteil weiblicher Teilnehmender 59 %,
- Anzahl Teilnehmende mit Migrationshinter-
grund: 100 % (2013 = 88 %, 2012 = 76 %,
2011: 79 %), Herkunftsländer der Teilneh-
menden: Türkei, Polen, Iran, Rumänien, Syri-
en, Somalia etc.,
- Anzahl Teilnehmende bis einschl. 13 Jahre:
17 Personen = 59 % (2013 = 66 %, 2012 = 16
%, 2011 = 25 %)
- Anzahl Teilnehmende 14 bis einschl. 17 Jah-
re: 9 Personen = 31 % (2013 = 34 %, 2012 =
84 %, 2011= 49 %),
- Anzahl Teilnehmende ab 18 Jahre: 3 = 10 %
(2013 u. 2012 = 0, 2011 = 26 %),
- Die Teilnahme an der Mädchengruppe, die
von durchschnittlich 7 Mädchen im Alter von
6-13 Jahren besucht wird, schwankt von Wo-
che zu Woche, während einmal kein Mädchen
kommt, sind in der folgenden Woche oftmals
zwölf Mädchen da. Die Mädchen sind über-
wiegend in Deutschland geboren worden, ihr
familiärer kultureller Hintergrund gestaltet sich
jedoch international (serbisch, türkisch, Sinti &
Roma, etc.).
- Anfang 2014 nahm eine neue Kollegin ihre
Arbeit bei der Mädchengruppe auf und konnte
eine vertrauensvolle Basis zur Gruppe auf-
bauen. Seit Oktober 2014 findet das Gruppen-
treffen immer mittwochs von 16-18 Uhr statt.
- Für 2015 wird seitens des neuen Kollegen des
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 47
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
Jugendsalon ein neues Präventionskonzept
entwickelt, in dessen Rahmen zukünftig auch
die Aktionstage eingegliedert werden sollen.
Teilziel: Die Sensibilität von Eltern, Drogenpro-
blematiken im familiären Zusammenhang zu
erkennen, wird gestärkt.
- Aufgrund der ausgefallenen Aktion im Rah-
men des Sommerfestes war der Zugang zu
den Eltern in 2014 kaum zu erreichen. Es be-
stand zwar vereinzelt Kontakt zu den Eltern
der Teilnehmerinnen der Mädchengruppe, da-
bei ging es jedoch eher um die Thematisie-
rung gruppeninterner Aktionen und Themen
und nicht um eine Beratung.
6.8.3 Drogengebrauchende kennen Safer-
Use-Maßnahmen.
Teilnahme an Beratungsangeboten
zu Safer-Use
- Sowohl im Rahmen der offenen Sprechstun-
de, primär aber auch im Rahmen der aufsu-
chenden Arbeit, fanden Safer-Use-Beratungen
statt.
- Die Anzahl beratener Personen lag 2014 bei
insgesamt 14 Personen (2013 = 12; 2012 =
11, 2011 = 22),
- 93 % der beratenen Personen waren männ-
lich (2013 = 92 %, 2012 = 90 %),
- Anzahl mit Migrationshintergrund: 9 Personen
(2013 = 11, 2012 = 10, 2011 = 12), Herkunfts-
länder: Türkei, Russland, Polen, Iran, Irak, Al-
banien, Somalia etc.,
- Anzahl bis einschl. 13 Jahre: wie in den Vor-
jahren 0 Personen,
- Anzahl 14 bis einschl. 17 J.: 5 Personen (2013
= 4, 2012 = 5, 2011 = 8),
- Anzahl ab 18 Jahre: 9 Person (2013 = 8, 2012
= 6, 2011 = 14).
- Ein wesentlicher Erfolg des Projekts ist die
frühzeitige Anbindung von Konsumenten an
die Drogenhilfe-Angebote in Münster, was un-
ter anderem eine Verbesserung des Gesund-
heitsniveaus zur Folge hat, wie auch die Ver-
Projektziel er-
reicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 48
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und
-Name Projektziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektbericht) Zielerreichung
breitung von Wissen über Infektionskrankhei-
ten, Safer-Use-Maßnahmen etc.
Vermehrte Nutzung der Möglichkei-
ten des Spritzentauschs in Kinder-
haus
Anzahl getauschte Spritzen: 0 (2013 und 2012 =
0, 2011 = 4, 2010 = 7, 2009 =11).
6.8.4 Drogengebrauchende kennen Bera-
tungs- und Ausstiegshilfen.
Anzahl bekannter Beratungs- und
Ausstiegshilfen in Westfalen-Lippe
- Bekanntheitsgrad der Beratungs- und
Ausstiegshilfen:
- Drogenberatung: Vielen bekannt,
- Einrichtungen des qualifizierten Entzugs:
Vielen bekannt,
- Substitutionstherapie: Vielen bekannt,
- Elternkreis: sehr wenigen bekannt,
- Entwöhnungseinrichtungen: Vielen bekannt.
- Die Drogenhilfe-Angebote (Drogenberatungs-
stelle, stationäre Entzugs- und Entwöhnungs-
behandlungen, Substitutionsärzte und INDRO
e.V.) wurden zur Zufriedenheit angenommen.
- Durch die gemeinsame Arbeit im Netzwerk
kann die Entwicklung der Drogenproblematik
in Kinderhaus sehr gut beobachtet werden.
- Durch die frühzeitige Anbindung von Konsu-
menten an die passenden Drogenhilfe-
Angebote in Münster wird ein wesentlicher
Beitrag zur Verbesserung des Gesundheits-
niveaus und des Wissens über Infektions-
krankheiten, Safer-Use-Maßnahmen etc.
geleistet.
- Die Präventionsangebote für Kinder und Ju-
gendliche werden sehr gut angenommen.
Projektziel er-
reicht
Quelle: Projektberichte Ev. Beratungsdienste gGmbH (Schuldnerberatung): Projekt 6.01; Internationaler Kulturverein ATRIUM e.V.: Projekt 6.02, Begegnungszentrum Sprickmann-
straße (BGZ): Projekt 6.04; Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51): Projekte 6.05, 6.06, 6.07; INDRO e.V.: Projekt 6.08
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 49
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
10 Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 7: „Gebietsmoderation“
Projektträger
Projekt 7.01 - 7.03: Amt für Bürger- und Ratsservice (33), Bezirksverwaltung Nord, Ansprechpartner: André Gunsthövel
Projekt-Nr. und -
Name Projektziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektberichten) Zielerreichung
7.01
Quartiersmanage-
ment: Information
und Vernetzung
7.1.1 Die Gebietsmoderation ist bei relevanten
Veranstaltungen im Quartier präsent.
Zahl der anlassbezogenen
Präsenzen
- Die Gebietsmoderation ist als Ansprechpartner für
die Bürger/innen im Quartier bekannt.
- Auf den traditionellen Veranstaltungen (z.B. Som-
merfest, Weihnachtsmarkt, Grünschleife, internatio-
nales Frauenfest, Veranstaltungen im Atrium etc.)
war die Gebietsmoderation anwesend.
- Auch außerhalb solcher Termine wurden die Ge-
bietsmoderatoren/innen auf Anliegen im Rahmen
des Programms Wohngebiet Kinderhaus-Brüning-
heide angesprochen.
Projektziel erreicht
7.1.2 Es wird eine aktuelle Internetpräsenz des
Programms bereitgestellt.
Funktionstüchtiger und aktuel-
ler Internetauftritt
- Internetauftritt wurde durch die Einbettung in die
Internetseite des Begegnungszentrums in 2009 si-
chergestellt und auch in 2014 aktualisiert.
Projektziel erreicht
7.1.3 An vier Standorten im Stadtteil sind Schau-
kästen vorhanden, deren Aushänge regelmäßig
aktualisiert werden.
Sichten der Aushänge
- Die Sichtung der Aushänge ist überwiegend erfolgt.
Regelmäßige Aktualisierung an den Standorten KAI,
BGZ und Familienzentrum Killingstraße.
Projektziel annä-
hernd erreicht
7.1.4 Alle im Programmzusammenhang geför-
derten laufenden Projekte präsentieren sich mit
eigenen Informationen in den Info-Kästen wäh-
rend ihrer Laufzeit mindestens einmal pro Halb-
jahr.
Informationen der Projektträger
in den Info-Kästen
- Die „ehemaligen Schlüsselprojekte“ haben sich
durchgehend präsentiert.
Projektziel erreicht
7.1.5 Die Gebietsmoderation tauscht mit allen
Projektträgern mindestens einmal pro Halbjahr
mündlich Informationen, Bewertungen und weite-
re Perspektiven aus.
Anzahl der Gespräche
Die Gebietsmoderation hatte in 2014 einen Austausch
in Form eines Gespräches mit den Projektträgern/-
verantwortlichen.
Projektziel annä-
hernd erreicht
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 50
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Projekt-Nr. und -
Name Projektziel Indikator Ergebnis 2014 (laut Projektberichten) Zielerreichung
7.02
Quartiersfonds:
Aktivierung und
Beteiligung
7.2.1 Die Gebietsmoderation sorgt für mindes-
tens drei Aktionen der Bewohnerinnen und Be-
wohner des Gebietes.
Zahl der Aktionen, Zahl der TN
je Aktion
Mit Hilfe der finanziellen Ausstattung des Quartiers-
fonds konnten auch in 2014 wieder einige kleinere
Veranstaltungen durchgeführt werden, die sich positiv
auf das nachbarschaftliche Verhalten ausgewirkt ha-
ben. Folgende Aktivitäten wurden aus dem Fonds
gefördert und von der Gebietsmoderation organisiert:
- Theaterbesuch „Die deutsche Ayse“
- Familiensommerfest
- Nachbarschaftshilfe im Rahmen des Starkregens
- 30 Jahre Zentrum Kinderhaus – Ballonaktion
Projektziel erreicht
7.03 Die Gebietsmoderation entwickelt Kriterien
und Verfahrensgrundsätze zur Vergabe der
Mittel aus dem Quartiersfonds
Das genannte Ziel wurde bereits 2008 erreicht,
wobei die Kriterien und Grundsätze im Projekt-
verlauf überarbeitet wurden.
Zahl der Aktionen, Zahl der TN
je Aktion
Folgende Aktivitäten wurden aus dem Fonds der Ge-
bietsmoderation gefördert und teilweise in Kooperation
mit anderen Trägern durchgeführt:
- Tanz- und Benimmkurs (22 Teilnehmer (11 m / 11
w), davon 14 mit Migrationshintergrund
- Roma-Museum (10 Frauen, alle mit Migrations-
vorgeschichte),
- Dortmund/Stadtbesichtigung (10 Frauen alle mit
Migrationsvorgeschichte),
- Ochtrup/Puppenmuseum (10 Frauen, alle mit Mig-
rationsvorgeschichte),
- Recklinghausen/Ikonenmuseum (15 Frauen, alle
mit Migrationsvorgeschichte),
- Weihnachtsfest auf dem Sprickmannplatz (150
Besucher, 90 mit Migrationsvorgeschichte),
- Felix-Nussbaum-Museum (12 Personen, davon 3
Männer, 9 Frauen; 9 Personen mit Migrationsvor-
geschichte)
Eine volle Ausschöpfung der Mittel konnte auch in 2014
nicht erreicht werden.
Projektziel erreicht
Quelle: Projektberichte Amt für Bürger- und Ratsservice (33), Bezirksverwaltung Nord
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 51
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
11 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ (Themenfeld 8)
Das strategisch orientierte Themenfeld 8 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ dient der
Programm- und Projektunterstützung u.a. durch die Aufbereitung und Bereitstellung aussa-
gekräftiger Informationsgrundlagen. Die Selbstevaluation dient insgesamt einem verbesser-
ten Zusammenwirken und der Koordination zwischen den Aktivitäten im Programmzusam-
menhang, schafft Transparenz über den Projektverlauf, verdeutlicht die Projektfortschritte
sowie Anpassungserfordernisse und ermöglicht somit eine optimierte Steuerung.
Da das Themenfeld keinen direkten Einfluss auf die Zielerreichung hat, ist es nicht in der
tabellarischen Ergebnisübersicht des Kapitels 10 beinhaltet. Es wird an dieser Stelle ge-
sondert mit den jeweiligen themenfeldbezogenen Aktivitäten in 2014 aufgeführt.
11.1 Beobachtung der Zielerreichung
Jährlich wird im Rahmen einer verbindlichen Berichterstattung über den Programmverlauf
und die Zielerreichung in den einzelnen Projekten informiert. Die Konzeption, Abstimmung
und Erstellung des Jahresberichts im Rahmen des Projektes 8.1 „Zielentwicklung und Be-
obachtung Zielerreichung“ erfolgte wie in den Vorjahren auf der Grundlage der von den
Projektakteuren entwickelten projektbezogenen Indikatoren, Monitoringbögen und Projekt-
berichte2.
Um diese den inhaltlichen und organisatorischen Änderungen einzelner Projekte in der 2.
Verstetigungsphase entsprechend anzupassen, fand am 11.09.2014 ein Auftakt-Workshop
„Verstetigungsphase 2 – Ziele, Projektinhalte, Berichterstattung “ statt. Im Mittelpunkt des
Workshops standen folgende Inhalte:
1. Standortbestimmung zur inhaltlichen und organisatorischen Neuausrichtung des Pro-
gramms,
2. Reflexion und Weiterentwicklung der Projektziele und -inhalte sowie der verwendeten
Indikatoren zur Berichterstattung,
3. Abstimmung des Berichtsrasters und der Projektblätter für die zukünftige Berichterstat-
tung (gemäß Ratsauftrag).
Die Arbeitsergebnisse des Workshops fließen in die Jahresberichterstattung 2015 ein.
11.2 Kontextdatenmonitor „Kinderhaus Brüningheide 2014“
Weiterhin umfasst die prozessbegleitende Selbstevaluation die jährliche Aufbereitung und
Bereitstellung aktualisierter Daten („sog. Kontextindikatoren“), über die sozio-demo-
grafischen Rahmenbedingungen des Programmgebiets. Diese werden für alle Beteiligten
2 Im Förderzeitraum 2007-2010 erbrachte „Univation - Institut für Evaluation (Köln)“ unterstützende Leistungen
bei der Durchführung der prozessbegleitenden Evaluation (u.a. Erstellung Jahresberichte 2007-2009).
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 52
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
bereitgestellt, um somit zur Einordnung der zu beobachtbaren Veränderungen einen Bei-
trag zu leisten (Projekt 8.2).
Der Erfolg der Projekte des „Maßnahmeprogramms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“
hängt wesentlich davon ab, unter welchen demografischen, sozialen, ökonomischen und
infrastrukturellen Rahmenbedingungen die Projekte durchgeführt werden. Die Kontextda-
ten stellen objektivierte Daten über die Stadtteilentwicklung dar, auf die sich die Projekte
einstellen müssen (z.B. Zuzüge und Fortzüge der Bewohnerinnen/Bewohner). Sie sind da-
mit ausdrücklich keine Wirkungsanalyse der Projekte des Maßnahmeprogramms. Das Pro-
grammgebiet des „Maßnahmeprogramms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ deckt
sich mit der Stadtzelle 631, so dass für den Datenmonitor diese Gebietsabgrenzung (vgl.
nachfolgende Abbildung) zugrunde gelegt wurde.
Abb.: Programmgebietsabgrenzung Kinderhaus-Brüningheide (Stadtzelle 631)
Grundlage für die Erhebung und Auswertung der Kontextdaten ist ein Datenkatalog, der im
Auftrag des „Städtenetz Soziale Stadt NRW“ in Kooperation mit dem Ministerium für Bauen
und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Institut für Landes- und Stadtent-
wicklungsforschung NRW erstellt und im Mai 2008 veröffentlicht worden ist. Diese Indikato-
ren aus wesentlichen Themenfeldern der Stadtteilentwicklung (z.B. Bevölkerung, Wohnen,
Ökonomie, Bildung, Gesundheit) wurden im Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Ver-
kehrsplanung vor dem Hintergrund der kleinräumigen Datenverfügbarkeit und der spezifi-
schen Aussagefähigkeit für Kinderhaus-Brüningheide bewertet und während der Pro-
grammlaufzeit weiterentwickelt und -qualifiziert.
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung; Vermessungs- u. Katasteramt
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 53
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Hieraus wurde ein Katalog von mittlerweile 50 Einzelmerkmalen (Daten) abgeleitet, die
nach Möglichkeit geschlechterdifferenziert und unter Berücksichtigung der Migrationsvorge-
schichte bearbeitet werden. Der Kontextdatenmonitor umfasst die folgenden Themenberei-
che, wobei die Schwerpunkte im Bereich der demografischen Daten liegen:
• Bevölkerungszusammensetzung
• Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
• Haushalte
• Wohnen
• Transferleistungen und Arbeitsmarkt
• Bildung und Kinderbetreuung
• Gesundheit
• Bürgerschaftliche Beteiligung/politische Partizipation
Als Ergebnis liegt ein Kontextdatenmonitor vor, der
• die absoluten und relativen Werte – nach Möglichkeit geschlechterdifferenziert – für
das Programmgebiet benennt,
• die Definition und die Aussagekraft des Indikators erläutert,
• den Vergleichswert für die Gesamtstadt darstellt,
• eine jährliche Fortschreibung ermöglicht,
• die Datenquelle ausweist.
Ergänzend zu der Erhebung und Aufbereitung von Daten und statistischen Informationen
wurden zudem thematische Karten zu Projekt- und Infrastrukturstandorten entwickelt, um
diese wichtigen Projektinformationen für alle Projektbeteiligten sichtbar zu verorten und
transparent zu veröffentlichen. Auch der vorliegende Bericht enthält eine entsprechende
aktualisierte Darstellung in der Anlage der Projektstandorte für das Berichtsjahr 2014 sowie
in der Vorausschau auf 2015 (Anlage 2, Anhang 1 und 2 zur V/0933/2015).
Wenn möglich, werden zudem anhand der bereits aufbereiteten Kontextdaten aus den Vor-
jahren Zeitreihen erstellt, um Entwicklungstrends aufzuzeigen. Ebenso wird die Entwicklung
in Kinderhaus-Brüningheide zu städtebaulich oder soziodemografisch ähnlich strukturierten
Teilräumen in Münster auf der Grundlage der HFA-Vorlage V/37/2004 in Beziehung ge-
setzt. Für ausgewählte Kontextdaten ist in Anlage 3 die Entwicklung in Zeitreihen darge-
stellt.
Über ausgewählte Kontextindikatoren und Entwicklungstrends wurde im Rahmen der
Workshops der Projektakteure „Soziale Stadt - Kinderhaus Brüningheide“ zur Selbstevalua-
tion (31.03.09, 01.12.09, 25.03.10, 11.09.14) sowie der Beiratssitzungen (19.05.09,
23.02.10, 17.05.2011, 26.04.2012, 06.11.2012, 30.04.2013, 06.11.2013) berichtet. Die Kon-
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 54
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
textdatenmonitore der Jahre 2007 bis 2013 bildeten jeweils eigenständige Anlagen der
Ratsvorlagen zu den „Jahresberichten der Sozialen Stadt“ der Jahre 2008 bis 20133.
Die Kontextdaten wurden von Projektbeteiligten, Politik, Verwaltung sowie engagierten Bür-
gerinnen und Bürgern als wertvolle Hilfe zur Einschätzung der Programmgebietsentwick-
lung bewertet.
12 Resümee und Ausblick
12.1 Zielerreichung 2014 unter Berücksichtigung der Projektziele
An einem Zielfortschritt im Programm wurde in 2014 weiterhin in insgesamt acht Themen-
feldern (bis 2014 Handlungsfelder) und 24 Projekten4 gearbeitet. Sieben dieser Themenfel-
der haben mit den ihnen zugeordneten Projekten einen direkten Einfluss auf die Zielerrei-
chung:
Themenfeld 1: Wohnen
Themenfeld 2: Öffentlicher Raum
Themenfeld 3: Lokale Ökonomie
Themenfeld 4: Integration zugewanderter Menschen fördern
Themenfeld 5: Bewältigung der Herausforderungen für das Bildungswesen
Themenfeld 6: Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten knapper öf-
fentlicher Haushalte
Themenfeld 7: Quartiersmanagement.
Das Themenfeld 8 „Selbstevaluation“ hat die anderen Themenfelder durch die Beobach-
tung und Querauswertung der Zielerreichung sowie durch Informationen zur Stadtteilent-
wicklung in Form der Fortführung und Auswertung der Kontextindikatoren, die Hinweise
zum Umfeld der Projektdurchführung liefern, unterstützt.
Ab 2014 wurden neben organisatorischen (vgl. Punkt 1.3) auch inhaltliche Anpassungen an
aktuelle Rahmenbedingungen erforderlich, die sowohl Änderungen bezüglich der Pro-
grammgestalt als auch in Bezug auf inhaltliche Schwerpunksetzungen im Bereich der Ju-
gendarbeit/Jugendsozialarbeit vorsahen. Eine besondere Aufgabe bei der Fortsetzung des
Maßnahmenprogramms im Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide kam der Jugendar-
3 Jahresbericht 2008 (Vorlage V/0297/2009; Rat der Stadt Münster 24.06.2009), Jahresbericht 2009 (Vorlage
V/0291/2010; Rat der Stadt Münster 07.07.2010), Jahresbericht 2010 (Vorlage V/0601/2011, Rat der Stadt
Münster 19.10.2011), Jahresbericht 2011 (Vorlage V/0287/2012, Rat der Stadt Münster 27.06.2012, Jahresbe-
richt 2012 (Vorlage V/0533/2013, Rat der Stadt Münster 11.12.2013), Jahresbericht 2013 (Vorlage
V/0729/2014, Rat der Stadt Münster 10.12.2014)
4 Projekte meint in dieser Zusammenfassung die Projekte der Themenfelder 1, 2, 3, 4, 5 und 6 wie auch die
Aktionen der Gebietsmoderation im Themenfeld 7 sowie die prozessbegleitende Selbstevaluation (Themen-
feld 8).
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 55
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
beit/Jugendsozialarbeit insbesondere im Hinblick auf präventive Angebote zu. Bestehende
Angebote sollten deutlicher auf die besondere Situation der Kinder und Jugendlichen fo-
kussiert werden und frühzeitiger auf ihre Problemlagen eingehen. Präventive und fördernde
Unterstützungsangebote sollten ausgebaut bzw. weiter entwickelt werden.
Nach Auswertung der vorliegenden Projektberichte für das Jahr 2014 ist insgesamt festzu-
halten, dass der Kreis der mit den Projektaktivitäten aller Handlungsfelder Erreichten bei
rund 10.500 liegt.
Zur Einordnung der genannten Anzahl der „Erreichten“ sei angemerkt, dass diese eine sehr
unscharfe Messgröße darstellen, die je nach Projekt unterschiedlich definiert wird und eine
sehr unterschiedliche Kontaktintensität aufweist. So gibt es bei einigen Projekten, insbe-
sondere bei regelmäßigen verbindlichen Kursangeboten wie z.B. den Sprachkursen von
KAI „Teilnehmende“, die gezählt werden. Bei anderen Projekten, wie der Schuldnerbera-
tung, werden „betreute Fälle“ gezählt, hinter denen eine hohe Beratungsintensität für den
Einzelnen steht. Bei beiden Beispielen handelt es sich um klar benenn- und zählbare Ein-
zelpersonen.
In Bereichen oder bei Angeboten mit viel Publikumsverkehr, telefonischem Kontakt oder mit
unverbindlichem offenem Angebot wie Sprechstunden wiederum gibt es häufig „Kontakte“,
die von kürzerer Dauer sind. Oftmals wird es sich sicherlich auch um Mehrfachkontakte
handeln, da eine Reihe von Bewohnerinnen und Bewohnern an mehreren Veranstaltungen
teilgenommen hat bzw. mehrere Feste besucht hat. Wie hoch dieser Anteil ist, lässt sich
nicht seriös abschätzen. Um die Nachvollziehbarkeit der Teilnehmendenzahlen zu erhöhen,
hat der Beirat „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ deshalb ab 2013 die Projektakteure
gebeten, für die Jahresberichterstattung die Zahlen der Teilnehmenden noch stärker zu
qualifizieren. Vereinbart wurde, dass sich die Berichterstattung in der Regel auf Teilneh-
mende beziehen soll, ergänzend können auch weitere Kenngrößen angeführt werden (z. B.
Zahl der Kontakte) (Beiratssitzung 06.11.13). Dennoch wird sich bei allem Bemühen der
Projektträger um eine Qualifizierung der Angaben und die Erhöhung der Genauigkeit eine
unterschiedliche Aussagequalität nicht verhindern lassen. Zu berücksichtigen ist weiterhin,
dass die genannten Zahlen aufgrund einer Modifizierung bzw. Veränderung der Projektan-
zahl von Jahr zu Jahr nicht mit denen der vorhergehenden Jahre vergleichbar sind.
Von den insgesamt ca. 10. 500 Erreichten sind ca. 3.000 beratend und betreuend begleitet
worden (z.B. Hausaufgabenbetreuung, Schuldnerberatung, Hebammensprechstunde, in-
tegrative Jugendarbeit), ungefähr 5.100 sind im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen und
Feste (z.B. Sommerfest, internationales Herbstfest, Projekttage „Grünschleife“) sowie offe-
ner Angebote/Aktionen kultureller u. freizeitbezogener Art (z.B. Konzerte, Ausflüge) erreicht
worden und ca. 2.400 haben aktiv an regelmäßigen Kursangeboten teilgenommen (z.B.
Sprach- und Nachhilfekurse, Bildungsangebote, Sportangebote).
Um die Zahlen zum Kreis der Erreichten weiter zu differenzieren, sind nachfolgend die teil-
nehmerstärksten Aktionen und Projekte mit mehr als über 300 Teilnehmenden bzw. er-
reichten Kontakten / Fällen/ Haushalten für das Jahr 2014 dargestellt:
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 56
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Maßnahme (Projekt-Nr.) Anzahl Kontakte / Teilnehmende/ Fälle /
Haushalte (laut Projektberichten)
Sprechstunde Schuldnerberatung (6.01) Ca. 340
Hebammensprechstunde Kitas (5.04) Ca. 500
Öffentliche Feste* (z.B. Weihnachtsmarkt, Internati-
onales Herbstfest) (z.B. 1.04, 4.02, 6.02)
Ca. 1.250 *(Das Sommerfest, jährlicher Publi-
kumsmagnet, ist bei der Angabe der Teilnehmen-
denzahlen nicht berücksichtigt. Die Teilnehmen-
denzahlen 2014 waren aufgrund des größeren
Rahmens auf dem Idenbrockplatz zum 30-jährigen
Jubiläum mit vielen Aktionen nicht belastbar einzu-
schätzen)
Angebote kultureller freizeitbezogener Art (4.02 u.
Kooperationspartner)
Ca. 900
Bildungsangebote für Migranten/innen (4.02 u. Ko-
operationspartner)
Ca. 300
Beratungskontakte mobile Jugendarbeit (6.06) Ca. 1.730
Sportpädagogische Angebote (6.06) Ca. 415
Interkulturelle Aktivitäten Atrium (6.02) Ca. 2.800 (= Summe aller Teilnehmenden an
Veranstaltungen des Atrium e.V. wie z.B. Mittags-
tisch, Frühstück, Fastenbrechen, Winterlesen,
Karaoke, Konzerte, Fahrten)
Trendige Sportangebote der aufsuchenden Ju-
gendarbeit (6.07)
Ca. 345
Sportangebote Wuddi (6.07) Ca. 714
Quelle: Projektberichte und Monitoringbögen der Projektträger
Zugang einzelner Zielgruppen zu den Angeboten:
Die Teilnehmenden an den verschiedenen öffentlichen Angeboten haben mehrheitlich ei-
nen Migrationshintergrund. Insgesamt zeigt sich jedoch eine Verstetigung auf einem Niveau
von ca. 80 - 85 %, wenn sich auch in einigen Projekten der Anteil von Personen mit Migra-
tionsvorgeschichte leicht erhöht hat (z.B. Projekt 6.01). Positiv zu werten ist, dass sich der
Anteil der Personen mit Migrationsvorgeschichte, die sich aktiv im Quartier engagieren,
vielfach erhöht hat (1.05, 4,02, 6.02).
Auch in 2014 zeigte sich deutlich, dass Frauen, die seit Jahren in einer durchschnittlichen
Größenordnung von ca. 60 - 65 % an den diversen Angeboten teilnahmen, insbesondere
bei den Bildungs- und Beratungsangeboten und den Aktivitäten mit erhöhtem Eigenenga-
gement ( z.B. Mieterrat 1.05, 4.02, 6.02) überproportional stark vertreten waren (teilweise
80 - 90 %). Bei den Projekten im Sportbereich und der Integrativen Jugendsozialarbeit des
Themenfeldes 6 überwogen hingegen männliche Teilnehmende mit einem durchschnittli-
chen Anteil von ca. 80%.
Wie schon in den beiden Vorjahren haben auch in 2014 zunehmend ältere, oftmals allein-
stehende Menschen die Beratungsangebote in Anspruch genommen (Schuldnerberatung,
6.01; Konfliktberatung, 4.02). Auch Jugendliche und jüngere Erwachsene suchten 2014 wie
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 57
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
bereits im Vorjahr verstärkt die Sprechstunden der Konfliktberatung auf, um Hilfestellung
bei der Suche nach einer Lehrstelle zu erhalten (Projekt 4.02). Um dieser, sich bereits 2013
abzeichnenden Nachfrage zu entsprechen, konnte in der zweiten Jahreshälfte 2014 zusätz-
lich eine Fachkraft zur Unterstützung Jugendlicher in Fragen Schule und Ausbildung/Beruf
im Jugendsalon eingesetzt werden5. Neben diesen beiden Zielgruppen (ältere Personen,
Jugendliche) suchten 2014 vermehrt psychisch erkrankte Personen Hilfestellung bei der
Bewältigung ihrer Schuldenproblematik (6.01).
Als erfolgreiche Wege zur Überwindung vielfach vorhandener Zugangshemmnisse erwie-
sen sich im Berichtszeitraum 2014 insbesondere niedrigschwellige Ansätze wie die Arbeit in
Kleingruppen (Projekt 6.01), die Durchführung mehrerer kleiner überschaubarer Veranstal-
tungen sowie der Einsatz fester interkultureller Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner
(4.02, Gebietsmoderation 7.01), so dass vielfach ein zeitnahes und individuelles Eingehen
auf die verschiedenen Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohner möglich wurde. Wei-
terhin war ein präventiver Ansatz durch die intensive Kooperation mit Schulen und Kitas
(z.B. Schuldnerberatung, 6.01; Drogenprävention, 6.08; Frühe Hilfen 5.04) sowie aufsu-
chende Angebote (Hausbesuche 5.04, 6.01, Bulli-Angebot 6.06) ein erfolgreicher Weg,
frühzeitig entsprechende Zielgruppen zu erreichen.
Bezüglich der Kooperation und Abstimmung mit den Förderbereichen des Bildungs- und
Teilhabepaketes (BuT) zeigten sich 2014 unterschiedliche Auswirkungen. Einerseits sind
durch verstärkte Kooperation deutliche Synergieeffekte ausgebildet worden: z.B. vermitteln
die Schulen verstärkt als Ergänzung zum Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) zu verschie-
denen Angeboten des Maßnahmeprogramms (Projekt 5.01). Im Bereich der Sportprojekte
des Handlungsfeldes 6 hat sich durch die Verschiebung der Fördermöglichkeiten auf das
Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) und „Mitmachkinder“ die Nachfrage nach einer Förde-
rung von Jugendlichen für Kurs- bzw. Ferienprogrammteilnahmen dermaßen verringert,
dass das Projekt 6.05 in der Folge 2015 eingestellt wird.
Gesamtauswertung Programmziele
Hinsichtlich der Gesamtauswertung der Zielerreichung ist zu berücksichtigen, dass die Ziele
der einzelnen Themenfelder ausdrücklich nicht nur einem Programmziel zugeordnet wur-
den. Sie wirken in der Regel auf mehrere Programmziele in je unterschiedlicher Weise. Da-
her ist es nicht möglich, die auf Themenfeldebene festgestellten Zielfortschritte ausschließ-
lich dem einen oder anderen Programmziel direkt zuzuordnen. Insgesamt wurden 24 Pro-
jekte in acht Handlungsfeldern durchgeführt, davon
• 16 Projekte, die über das Maßnahmeprogramm finanziert werden bzw. ohne Finanzie-
rungsbedarf sind (Gegenstand der Berichterstattung),
• 6 Projekte, die eine anderweitige Förderung erhalten bzw. Bestandteil der laufenden
Verwaltungsarbeit geworden sind,
5 Bereits im Vorjahr wurde eine wöchentliche Sprechstunde für Jugendliche durch die Kooperation mit dem
Jobcenter (Team U 25) angeboten (Projekt 6.06).
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 58
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
• 2 Projekte im Themenfeld „Selbstevaluation“ (Beobachtung Zielerreichung, Erstellung
Kontextdaten).
Unter Bezugnahme auf die insgesamt 16 verstetigten Projekte, die über das Maßnahme-
programm finanziert werden bzw. ohne Finanzierungsbedarf sind, lässt sich hinsichtlich der
Zielerreichung für das Jahr 2014 Folgendes feststellen (vgl. Tabelle und Grafik): von den 44
Projektzielen der Themenfelder 1 - 7 konnten 36 Ziele vollständig erreicht werden, 5 weitere
Ziele sind annähernd erreicht worden, bei einem Ziel ist ein erkennbarer Zielfortschritt zu
verzeichnen (Teilerfolg) und ein Ziel konnte nicht erreicht werden. Ein weiteres Ziel wurde
in 2014 nicht weiter verfolgt. In 93 % der Fälle wurden die Ziele damit vollständig bzw. an-
nähernd erreicht (2013 = 96 %, 2012 = 79 %).
Projektzielerreichung der verstetigten Projekte 2014, die über das Maßnahmeprogramm finanziert wer-
den bzw. ohne Finanzierungsbedarf sind
Ziel erreicht Ziel annähernd
erreicht
Teiler-
folg
Ziel nicht
erreicht
Ziel nicht
zu beurtei-
len / nicht
weiter ver-
folgt
insge-
samt
HF 1 „Wohnen“ 2 - - - 1 3
HF 2 „Öffentlicher
Raum“
3 - - - - 2
HF 4 „Integration“ 7 1 - - - 8
HF 5 „Bildung“ 4 - 1 - - 5
HF 6 „Soziale Net-
ze“
15 2 - 1 - 18
HF 7 „Gebietsmo-
deration“
5 2 - - - 7
Insgesamt 36 5 1 1 1 44
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 59
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Als Bilanz des Themenfeldes 8 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ bleibt festzuhalten,
dass die erarbeiteten Projektberichte sowie die Aufbereitung der Kontextindikatoren 2014
wiederum Transparenz über die Durchführung der Projekte geschaffen haben, was sowohl
der Steuerungsunterstützung gedient als auch die Kommunikation der Projektergebnisse
und deren Legitimation gefördert hat.
12.2 Zielerreichung 2014 unter Berücksichtigung der Programmziele
Das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ konzentrierte sich auch
im dritten Jahr der Verstetigungsphase gemäß der Vorlage V/0927/2006 auf drei zentrale
Programmziele:
die Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfeldsituation
die Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet
die Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche.
Im Hinblick auf diese Programmziele hat das Maßnahmeprogramm im Jahre 2014 zusam-
mengefasst folgende Zielfortschritte erreicht:
Verbesserung der Wohnsituation: Die Vernetzungsarbeit zwischen Bewohnerschaft,
Wohnungswirtschaft und städtischer Verwaltung wurde weiterhin konsequent fortgesetzt,
es fand eine regelmäßige Zusammenarbeit mit allen Wohnungsunternehmen statt. Der
Kreis der Vertrauensmieter konnte in 2014 in Folge ausgeweitet werden. Vielfältige ge-
meinsame Aktionen wie u.a. die Blumenaktion der Wohnungswirtschaft, die Planungen
zum Jubiläum „30 Jahre Zentrum Kinderhaus“ sowie die öffentliche Vorstellung der Bro-
schüre „Mein Kinderhaus“ trugen zu einer Willkommenskultur im Quartier bei. Schwer-
punktmäßig die lokal und regional ansässige Wohnungswirtschaft investierte wieder ver-
insg. 44 Projektziele
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 60
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
stärkt in den Wohnungsbestand (Fassadendämmung / Farbgestaltung, Dachdämmung,
Abluftanlagen, Badtüren etc.). Dennoch war das Hauptthema verschiedener Beratungs-
angebote und auch Treffen des Mieterrates trotz dieser sich seit Jahren verbessernden
Ausgangslage die schlechte Wohnsituation, wobei es sich hier ausnahmslos um die
Wohnungsbestände eines überregional tätigen Wohnungsunternehmens handelt. Neue
Perspektiven für das Wohnquartier eröffnet die im November 2014 erfolgte Grundstein-
legung für 81 barrierefreie Seniorenwohnungen (Killingstraße 1 - 7) durch Sahle Woh-
nen.
Förderung der Kooperationen zwischen den Akteuren im Stadtteil: Die Vernetzung
zwischen Mieterschaft und örtlichen Institutionen wurde weiter ausgebaut, im Ergebnis
boten vielfältige gemeinsame Aktionen und Veranstaltungen, wie die gemeinsame Mie-
terfahrt nach Papenburg, eine Plattform des persönlichen Austausches und Kennenler-
nens. Eine intensivierte Netzwerkarbeit und die Gewinnung neuer Kooperationspartner
gab es in vielen Projekten zu verzeichnen z.B. durch den Aufbau eines tragfähigen ar-
beitsmarktpolitischen Netzwerkes zur Heranführung Erwerbsloser an den Arbeitsmarkt
(Projekt 3.02), die Integration des Themas Gesundheit in Sprachkurse und offene Grup-
penangebote und Kitas (Projekte 5.04, 5.01). Im Bereich der Jugendhilfe (Projekt 6.06,
6.08) wurden durch eine verbesserte Kooperation die Betreuung von Intensivtäten ver-
bessert und damit auch rückläufige Straftaten erreicht. Weiterhin zeugen die Gründung
der Offensive Kinderhaus sowie die Spendenbereitschaft von in Kinderhaus ansässigen
Gärtnereien zur Unterstützung des Projektes Grünschleife von Engagement und koope-
rativem Zusammenwirken.
Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche: Der bereits in 2013 in-
tensivierten Kooperation mit den in Kinderhaus ansässigen Schulen folgte 2014 eine in-
haltliche und konzeptionelle Überarbeitung der Sprachkurse, so dass sie inhaltlich aufei-
nander aufbauen und eine bessere Verzahnung der einzelnen Kurse und Abstimmung
der Dozentinnen untereinander erzielt wurde (Projekte 5.01). Weiterhin konnte als Reak-
tion auf die verstärkte Beratungsnachfrage zum Thema „Schule und Ausbildung/Beruf“
in der zweiten Jahreshälfte 2014 zusätzlich eine Fachkraft zur Unterstützung Jugendli-
cher in im Jugendsalon eingesetzt werden (Projekt 4.02). Durch die intensive individuelle
Förderung von Schülerinnen und Schülern der Grundschule ist eine Verbesserungen
bzw. eine Stabilisierung der Noten feststellbar, so dass in einigen Fällen der Übergang in
weiterführende Schulen gelang. Weitere Nachhilfeschüler/innen, die 2014 die 10. Klasse
der Realschule beendeten, erlangten aufgrund ihrer guten Leistungen außerdem eine
Berechtigung für die gymnasiale Oberstufe und wechselten auf das Gymnasium (Projekt
5.01). Zudem ließ sich als Erfolg verbuchen, dass bei Einzelnen die Vermittlung in Aus-
bildungsplätze (Projekt 3.02) und in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ge-
lang (Projekte 3.02, 5.01). Insgesamt verbesserte sich die Sprach-, Sozial- und Alltags-
kompetenz der Bewohnerschaft.
Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet als Quer-
schnittsziel für fast alle Projektaktivitäten: Wiederum in Folge stieg die Zahl der sich
aktiv engagierenden Personen mit Migrationsvorgeschichte an, sei es in Form eines E n-
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 61
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
gagements für den Stadtteil, durch Mitarbeit in interkulturellen Initiativen oder auch durch
die Teilnahme an Bildungsveranstaltungen. So waren 2014 noch mehr Personen z.B. im
AK Vertrauensmieter (Projekt 1.05) sowie in interkulturellen Initiativen (Projekt 4.02) ak-
tiv. Feststellbar ist nicht nur eine erhöhte Aktivität, sondern auch eine erhöhte Mobilität.
Zunehmend „trauen“ sich die Teilnehmenden zu, die Grenze der gewohnten Umgebung
zu verlassen und sich neuen Herausforderungen zu stellen (Projekte 1.05, 4.02). Auch
findet eine fortschreitende Öffnung des Quartiers „nach außen“ durch z.B. Essensange-
bote im Atrium (Pro jekt 6.02), Informations- und Bildungsveranstaltungen wie ein Fahr-
radkurs in Mauritz ( Projekt 4.02), Fahrten und Ausflüge oder auch das gemeinsam initi-
ierte S ommerfest auf dem Idenbrockplatz statt. D urch vielfältige Aktionen wurden so
Einblicke in andere K ulturen und Gebräuche gegeben. Zunehmend werden A ktionen
selbständig geplant und mit finanzieller Unterstützung durch die Gebietsmoderation
durchgeführt (Projekt 7.03). Dies zeigt sich auch in der wiederum angestiegenen Nac h-
frage nach Mitteln aus dem Quart iersfonds als wichtiges Instrument zur Förderung der
Nachbarschaftsstärkung. Dennoch werden die zur Verfügung stehenden Mittel nach wie
vor nicht voll ausgeschöpft. Eine für die Integration wesentliche Voraussetzung ist das
Erlernen der deutschen Sprache. Hier hatten die Sprachkurse für Erwachsene wiederum
eine sehr hohe Nachfrage . Zusätzlich zu den stark nachgefragten niedrigschwelligen
Sprachkursen des Projektes 5.01 fand in 2014 im Rahmen des Projektes 3.02 ein Eltern-
integrationskurs „Deutsch als Zweitsprache“ statt. Die Inanspruchnahme von Beratungs-
und Bildungsangeboten verweist auf eine insgesamt gestiegene Eigeninitiative und das
Bemühen, die persönliche Lebenssituation zu verbessern.
Das soziale Miteinander und die Integration innerhalb des Quartiers verbesserten sich von
Jahr zu Jahr kontinuierlich. Die Einschätzung, dass das Klima insgesamt friedfertiger ge-
worden ist, wird auch in 2014 aus mehreren Projekten übermittelt (u.a. Projekte 6.04, 6.06).
Besonders erfreulich sind eine zunehmende Öffnung des Wohngebietes und die verbesser-
te Integration in den gesamten Stadtteil. Hierzu trugen stadtteilweite gemeinsam initiierte
Aktivitäten wie z.B. das Sommerfest zum Jubiläum „30 Jahre Zentrum Kinderhaus“ oder die
Bildung der „Offensive Kinderhaus“ bei.
Auch die Wohnsituation verbesserte sich durch Investitionen insbesondere der lokal und
regional ansässigen Wohnungswirtschaft in die energetische Gebäudesanierung zuse-
hends. Eine Auflockerung der baulichen Strukturen wird durch den in 2014 erfolgten Abriss
der ehemaligen Nau-Wohnungen und den Neubau von 81 barrierefreien Seniorenwohnun-
gen erzielt. Damit einher geht auch eine kontinuierliche Verbesserung der Aufenthaltsquali-
tät, wie z.B. das Bewohnerprojekt Grünschleife (Projekt 2.02) und das Projekt Wertstof-
fe/Sperrgut (Projekt 3.01) sowie auch die AG „Verbesserung der Sauberkeit in Kinderhaus“
der Offensive Kinderhaus belegen.
Doch trotz dieser vielen nachhaltigen Erfolge bestehen nach wie vor erhebliche Handlungs-
bedarfe zur Stabilisierung des Wohngebiets und zur Verbesserung der Lebensqualität sei-
ner Bewohnerschaft, insbesondere der dort lebenden Kinder und Jugendlichen. Dies wird
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 62
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
auch eindrücklich durch die Kontextdaten untermauert. Besonders deutliche Unterschiede
gegenüber den gesamtstädtischen Werten weisen nach wie vor die Anteile Arbeitsloser
sowie der Menschen auf, die Leistungen zur Existenzsicherung erhalten, wenngleich hier
eine leicht rückläufige Tendenz - allerdings auf hohem Niveau – verzeichnet wird. Auch
erweist sich die im gesamtstädtischen Vergleich hohe Fluktuation im Wohngebiet seit Pro-
jektbeginn an als erschwerende Rahmenbedingung für einige Projekte (vgl. auch Anlage 3,
lfd. Nr. 22 - 28 sowie 37- 43 des Kontextdatenmonitors). Es wird immer wieder eine erneute
Annäherung an bestimmte Zielgruppen notwendig, worunter die Kontinuität der Projektar-
beit leiden kann und der Ressourceneinsatz aufwändig ist.
Eine Herausforderung für die weitere Verstetigung ist insbesondere, die aktive Mitarbeit der
Bewohnerinnen und Bewohner und den Ausbau der Verstetigung von Angeboten zu unter-
stützen. Das Eigenengagement ist hier deutlich wachsend, bedarf aber in vielen Fällen
noch der begleitenden Anleitung und Anstoßfunktion (u.a. Projekte 2.02, 6.02).
12.3 Ausblick auf das „Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-
Brüningheide“ 2015 (Verstetigungsphase II)
Um die Wohn- und Lebensbedingungen der Bewohnerschaft weiterhin zu stabilisieren und
zu verbessern, sind Maßnahmen, wie sie in den letzten Jahren entwickelt und eingesetzt
worden sind, auch zukünftig erforderlich. Untermauert wird dies auch durch die Ausprägung
einiger im Kontextdatenmonitor abgebildeten, auf soziale Ungleichheit verweisenden Struk-
turmerkmale des Gebiets, die nach wie vor von den gesamtstädtischen Werten stark ab-
weichen.
Das bisher im Rahmen des Maßnahmeprogramms verstetigte Projekt 6.05 „Integrative Ju-
gendsozialarbeit“ wird im Jahr 2015 durch die geänderte Schwerpunktsetzung im Bereich
der Jugendsozialarbeit und die in 2014 weggebrochene Nachfrage nach Förderungen
durch Verschiebung der Fördermöglichkeiten auf das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT)
und „Mitmachkinder“ entfallen. Ende März 2014 lief zudem die Förderung für das Mäd-
chenprojekt 4.01 „Unser Alltag – unsere Sorgen“ aus.
So können in 2015 insgesamt 22 Projekte bzw. Teilprojekte des Programms aus dem Jahr
2014 im fünften Jahr der Verstetigung ohne wesentlichen Substanzverlust mit unterschied-
lichen finanziellen Dotierungen und zum Teil auch aus Mitteln außerhalb des Versteti-
gungsbudgets fortgesetzt werden. Einen Überblick über die Projektstandorte des Versteti-
gungsjahres 2015 gibt Anlage 2, Anhang 2 zur Vorlage.
Zusätzlich zu diesen inhaltlichen Anpassungen und Änderungen wird die Form der Bericht-
erstattung angepasst. Um die jährliche Projektberichterstattung noch kompakter, transpa-
renter und ressourcenschonender zu gestalten, ist in 2014 ein neues Berichtsraster entwi-
ckelt worden. Das Raster ist wie bisher durch die Projektakteure auszufüllen und wird zu-
künftig die bisherigen tabellarischen Darstellungen im Jahresbericht ersetzen. Die bündeln-
de Querauswertung erfolgt weiterhin durch das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und
Verkehrsplanung im Rahmen der prozessbegleitenden Erfolgskontrolle.
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 63
Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus-Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
13 Anhang
• Anhang 1: Karte „Projektstandorte Kinderhaus Brüningheide - Verstetigungskonzept II /
2014“
• Anhang 2: Karte „Projektstandorte Kinderhaus Brüningheide Verstetigungskonzept II /
2015“
• Darüber hinaus ist die Anlage 3 zur Vorlage V/0933/2015 „Kontextdatenmonitor 2014“
Bestandteil des Berichts (inklusive Grafiken zur Entwicklung ausgewählter Kontextdaten
der Stadtteilentwicklung)
Stadt Münster – Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 64
Anlage 3 zur Vorlage V/0933/2015
Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“ – Kinderhaus-Brüningheide“
Themenfeld: Prozessbegleitende Selbstevaluation
Kontextdatenmonitor 2014
(inklusive Grafiken zur Entwicklung ausgewählter Kontextdaten der
Stadtteilentwicklung; Stadtzelle 631)
Bearbeitung: 61-1-1, Stand: Juli 2015
lfd.
Nr. Übersicht Indikatoren
Bevölkerungszusammensetzung
1 wohnberechtigte Bevölkerung
2 wohnberechtigte Bevölkerung unter 6 Jahren
3 wohnberechtigte Bevölkerung 14 bis unter 18 Jahren
4 wohnberechtigte Bevölkerung unter 18 Jahren
5 wohnberechtigte Bevölkerung 18 bis unter 25 Jahren
6 wohnberechtigte Bevölkerung 65 Jahre und älter
7 Jugendquotient
8 Altenquotient
9 Personen mit Migrationsvorgeschichte
10 Personen mit Migrationsvorgeschichte unter 6 Jahren
11 Personen mit Migrationsvorgeschichte 14 bis unter 18 Jahren
12 Personen mit Migrationsvorgeschichte unter 18 Jahren
13 Personen mit Migrationsvorgeschichte 65 Jahre und älter
14 Wohnbevölkerung ohne deutsche Staatsangehörigkeit
15 Größte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland
16 Zweitgrößte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland
17 Drittgrößte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland
18 Anzahl Nationalitäten
19 Einwohnerdichte
Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
20 Geburten
21 Sterbefälle
22 Umzüge im Quartier
23 Zuzüge aus anderen Stadtzellen von MS
24 Zuzüge von außerhalb
25 Fortzüge in andere Stadtzelle von MS
26 Fortzüge außerhalb MS
27 Saldo der Zu- u. Fortgezogenen (Programmgebiet)
28 Wanderungsvolumen
29 Wohndauer
Haushalte
30 Haushalte mit 5 und mehr Personen
31 Haushalte mit Kindern
32 Paare mit 3 und mehr Kindern
33 Alleinerziehende ("Ein-Eltern-Familie")
Wohnen
34 Belegungsdichte
35 Sozialwohnungen
36 Leerstand im Mietwohnungsbestand der Wohnungsunternehmen in Kinderhaus-Brüningheide
(überwiegend öffentlich gefördert)
Transferleistungen u. Arbeitsmarkt
37 Arbeitslose (SGB II und III)
38 Nichtdeutsche Arbeitslose (SGB II und III)
39 Langzeitarbeitslose (SGB II und III)
40 Arbeitslose 15 -u. 20 Jahre (Jugendarbeitslosigkeit) (SGB II und III)
41 Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGBII): "Hartz IV"
42a Nichtdeutsche Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende
(SGBII): "Hartz IV"
42b
Nichtdeutsche erwerbsfähige Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung für
Arbeitssuchende (SGBII): "Hartz IV"
43
Soziale Leistungen zur Existenzsicherung (Grundsicherung SGB II, Grundsicherung im
Alter/Erwerbsminderung, Hilfen z. Lebensunterhalt, Leistungen Asylbewerberleistungsgesetz)
Bildung und Betreuung
44 Schulübergangsquote Grundschule - Hauptschule
45 Schulübergangsquote Grundschule - Realschule
Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
(Stadtzelle 631)
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
lfd.
Nr. Übersicht Indikatoren
46 Schulübergangsquote Grundschule - Gymnasium
47 Schulübergangsquote Grundschule - Gesamtschule
48 Versorgungsquoten Kinderbetreuungsangebote 0 - unter 3 Jahre und 3 - unter 6 Jahre
Gesundheit
49 Übergewicht / Adipositasquote bei Kindern
Bürgerbeteiligung / politische Partizipation
50 Wahlbeteiligung bei kommunalen Abstimmungen
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
Indikatoren absolut relativ / Bezugsgröße
Bevölkerungszusammensetzung
wohnberechtigte Bevölkerung (WBV) 2785 davon
1388 weiblich
1397 männlich
49,8 weiblich
50,2 männlich / in % WBV
wohnberechtigte Bevölkerung unter 6 Jahren 269
129 weiblich
140 männlich
9,7 / in % WBV
wohnberechtigte Bevölkerung unter 18 Jahren 854
394 weiblich
443 männlich
30,7 / in % WBV
wohnberechtigte Bevölkerung 65 Jahre u. älter 199
113 weiblich
86 männlich
7,1 / in % WBV
Personen mit Migrationsvorgeschichte 1936
965 weiblich
971 männlich
69,5 / in % WBV
Wohnbevölkerung ohne deutsche
Staatsangehörigkeit (Nichtdeutsche)
915
453 weiblich
462 männlich
32,9 / in % WBV
Anzahl Nationalitäten 67
Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
Geburten 54 19,4 / je 1000 EW
Sterbefälle 13 4,7 / je 1000 EW
Umzüge im Quartier 86 3,1 / in % WBV
Zuzüge aus anderen Stadtzellen von MS 172 6,2 / in % WBV
Zuzüge von außerhalb MS 400 14,4 / in % WBV
Fortzüge in andere Stadtzellen von MS 307 11,0 / in % WBV
Fortzüge nach außerhalb MS 235 8,4 / in % WBV
Saldo der Zu- u. Fortgezogenen (Programmgebiet /
Quartier)
+30 +1,1 / in % WBV
Wanderungsvolumen 1201 43,1 / Summe der Zu, Fort- u.
Umzüge in % der WBV
Wohndauer 7,8 / Jahre durchschnittliche
Wohndauer
Haushalte
Haushalte mit Kindern
390 37,1 / Haushalte mit Kindern
< 18 J. in % aller Haushalte
Paare mit 3 und mehr Kindern 107 38,8 / in % der Paare mit
Kindern
Wohnen
Sozialwohnungen 744
Transferleistungen u. Arbeitsmarkt
Arbeitslose (SGB II und III) 276
140 weiblich
136 männlich
16,0 / in % der HW
Bevölkerung 18 - u. 65 J.
Nichtdeutsche Arbeitslose (SGB II und III)
93
14,8 / in % der nicht-
deutschen HW Bevölkerung
18-u. 65 J.
Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014 (Stadtzelle 631)
Die Kontextdaten verdeutlichen die Rahmenbedingungen, unter denen die
Stadtteilentwicklung bzw. die Projekte der "Sozialen Stad t" ablaufen. Der
Kontextdatenmonitor dient der Schaffung von Transparenz der sozialen und räumlichen
Struktur und gibt als Teil der prozessbegleitenden Evaluation Orientierung für die an der
Programmdurchführung der "Sozialen Stadt" Beteiligten. Er ist keine Wirkungsanalyse
der "Sozialen Stadt".
Ausgewählte Daten in der Übersicht (31.12.2014)
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
Indikatoren absolut relativ / Bezugsgröße
Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der
Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGBII): "Hartz
IV"
1174
45,6 / in % der HW-
Bevölkerung < 65 J.
Gesundheit
Übergewicht / Adipositasquote bei Kindern 11,6 (Übergewicht),
7,4 (Adipositas) / in % der
untersuchten Kinder der
Schuleingangsuntersuchung
Bürgerbeteiligung / politische Partizipation
Wahlbeteiligung bei kommunalen Abstimmungen
(Kommunalwahl 2014) 408
21,9 / in % aller Wahl-
berechtigten des Stimm-
bezirks ohne Briefwähler
Hinweis: Die Daten werden fortl
aufend zum 31.12. eines Jahres aktualisiert. Eine erweiter te Darstellung der
Daten nach Geschlecht wird unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Aspekte angestrebt.
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Bevölkerungszusammen-
setzung
1
wohnberechtigte Bevölkerung
(WBV) 2785
davon
1388 weiblich
1397 männlich
49,8 weiblich
50,2 männlich
/ in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
52,3 weiblich
47,7 männlich
/ in % WBV
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
2
wohnberechtigte Bevölkerung
unter 6 Jahren 269
davon
129 weiblich
(= 48,0 %)
140 männlich
(= 52,0%)
9,7
/ in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
5,1 / in % WBV
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
3
wohnberechtigte Bevölkerung
14 bis unter 18 Jahren 195
davon
87 weiblich
(= 48,9 %)
108 männlich
(= 55,4 %)
7,0 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
3,4 / in % WBV
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2014 (31.12.2014, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2014 (31.12.2014, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
4
wohnberechtigte Bevölkerung
unter 18 Jahren 854
davon
394 weiblich
(= 47,1%)
443 männlich
(= 52,9 %)
30,7 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
15,0 / in % WBV
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
5
wohnberechtigte Bevölkerung
18 bis unter 25 Jahre 394
davon
113 weiblich
(= 47,7%)
206 männlich
(= 52,3 %)
14,1 / in % WBV
Neu aufgenommen zur
besseren Erfassung der
Struktur der Bewohner
durch geänderte
Zielgruppenansprache
Wohnungsvermietung,
hier Studierende
12,4 / in % WBV
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
6
wohnberechtigte Bevölkerung
65 Jahre und älter 199
davon
113 weiblich
(= 56,8 %)
86 männlich
(= 43,2 %)
7,1 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS eine
Wohnung haben, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
17,0 / in % WBV
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
7
Jugendquotient 49,3 / in %,
Personen bis < 18
J. bezogen auf 100
Pers. von 18 bis <
65 J.
Anteil der unter 18-
Jährigen an den 18- bis
unter 65-Jährigen
22,0 / in %,
Personen bis < 18 J.
bezogen auf 100
Pers. von 18 bis < 65
J.
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2014 (31.12.2014, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
8
Altenquotient 11,5 / in %,
Personen 65 J. u.
ä. bezogen auf 100
Pers. 18 bis < 65 J.
Anteil der 65-Jährigen
und Älteren an den 18-
bis unter 65-Jährigen
25,1 / in %,
Personen 65 J. und
älter bezogen auf 100
Pers. 18 bis < 65 J.
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
9
Personen mit
Migrationsvorgeschichte
1936
davon
965 weiblich
(= 49,8 %)
971 männlich
(= 50,2 %)
69,5 / in % WBV
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
21,7 / in % WBV
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
10
Personen mit
Migrationsvorgeschichte unter 6
Jahren 202
davon
100 weiblich
(= 49,5 %)
102 männlich
(= 50,5 %)
75,1 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
38,1 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2014 (31.12.2014, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
11
Personen mit
Migrationsvorgeschichte 14 bis
unter 18 Jahren 159
davon
73 weiblich
(= 45,9 %)
86 männlich
(= 54,1 %)
81,5 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
30.4 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
12
Personen mit
Migrationsvorgeschichte unter
18 Jahren 659
davon
317 weiblich
(= 48,1 %)
342 männlich
(= 51,9 %)
77,2 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
35,4 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
13
Personen mit
Migrationsvorgeschichte 65
Jahre und älter 124
davon
71 weiblich
(= 57,3 %)
53 männlich
(= 42,7 %)
62,3 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
18,9 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2014 (31.12.2014, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
14
Wohnbevölkerung ohne
deutsche Staatsangehörigkeit
(Nichtdeutsche)
915
davon
453 weiblich
(= 49,5 %)
462 männlich
(= 50,5 %)
32,9 / in % WBV
Personen mit auslän-
discher Staatsangehör-
igkeit
8,6 / in % WBV
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
15
Größte Gruppe ohne deutsche
Staatsangehörigkeit/Herkunfts-
land Polen:
147
davon
76 weiblich
(= 51,7 %)
71 männlich
(= 48,3 %)
5,3 / in % WBV
Personen mit polnischer
Staatsangehörigkeit
Polen: 0,7 / in %
WBV
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
16
Zweitgrößte Gruppe ohne
deutsche Staatsange-
hörigkeit/Herkunftsland
Serbien:
131
davon
57 weiblich
(= 43,5 %)
74 männlich
(= 56,5 %)
4,7 / in % WBV
Im Melderegister gab es
zum Stichtag 31. 12.
2014 verschiedene
Staatsangehörigkeiten
aus dem ehemaligen
Jugoslawien, durch Um-
kodierungen im Melde-
register sind keine
hen/Jahresvergleiche
möglich
Serbien: 0,6 / in %
WBV
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2014 (31.12.2014, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
17
Drittgrößte Gruppe ohne
deutsche Staatsange-
hörigkeit/Herkunftsland
Türkei:
128
davon
67 weiblich
(= 52,4 %)
61 männlich
(= 47,7 %)
4,6 / in % WBV
Personen mit türkischer
Staatsangehörigkeit
Türkei: 0,6 / in %
WBV
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
18
Anzahl Nationalitäten
67
Angabe beinhaltet auch
die deutsche Nation-
alität
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
19
Einwohnerdichte
180 / EW je ha
Einwohner auf 1 Hektar
10 / EW je ha
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
Bevölkerungsentwicklung/-
fluktuation
20
Geburten 54
davon
31 weiblich
(= 57,4 %)
23 männlich
(= 42,6 %)
19,4 / je 1000 EW
WBV
rohe Geburtenziffer
9,7 / je 1000 EW
WBV
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
21
Sterbefälle 13
davon
7 weiblich
(= 53,8 %)
6 männlich
(= 46,2 %)
4,7 / je 1000 EW
WBV
rohe Sterbeziffer
8,6 / je 1000 EW
WBV
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2014 (31.12.2014, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
22
Umzüge im Quartier
86 3,1 / in % WBV
ohne Umzüge innerhalb
eines Hauses, ohne
"Abmeldungen von Amts
wegen", inklusive
unterjähriger Mehrfach-
umzüge
8,2 / in % WBV
(Umzüge MS gesamt)
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
23
Zuzüge aus anderen Stadtzellen
von Münster 172 6,2 / in % WBV
inklusive unterjähriger
Mehrfachumzüge
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
24
Zuzüge von außerhalb Münsters
400 14,4 / in % WBV
inklusive unterjähriger
Mehrfachumzüge 7,3 / in % WBV
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
25
Fortzüge in andere Stadtzellen
von Münster
307 11,0 / in % WBV
ohne "Abmeldungen von
Amts wegen", inklusive
unterjähriger
Mehrfachumzüge
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
26
Fortzüge nach außerhalb
Münsters 235 8,4 / in % WBV
ohne "Abmeldungen von
Amts wegen", inklusive
unterjähriger Mehrfach-
umzüge
6,5 / in % WBV
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
27
Saldo der Zu- u. Fortge-
zogenen +30
+1,1
(Quartiersgrenze) /
in % WBV
ohne "Abmeldungen von
Amts wegen", inklusive
unterjähriger
Mehrfachumzüge
+0,8 (Stadtgrenze) /
in % WBV
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
28
Wanderungsvolumen
1201
43,1
/ Summe der
Zu-, Fort- u.
Umzüge in % der
WBV
Wanderungsvolumen =
Gesamtmobilität; ohne
"Abmeldungen von Amts
wegen", inklusive
unterjähriger Mehrfach-
umzüge
22,0 / Summe der
Zu-, Fort- u. Umzüge
in % der WBV
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2014 (31.12.2014, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
29
Wohndauer 7,8 Jahre / durch-
schnittliche Wohn-
dauer
Wohndauer von
Personen im Alter von
18 und mehr Jahren an
der Adresse
13,1 Jahre / durch-
schnittliche Wohn-
dauer
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
Haushalte
30
Haushalte mit 5 und mehr
Personen
161 15,3 / in % aller
Haushalte
Haushalt: Einzelperson
o. Personengruppe, die
allein o. gemeinsam
wohnt u. wirtschaftet
(Finanzierung Lebens-
unterhalt); basierend
auf neuer Haushalte-
generierung, daher
eingeschränkte Ver-
gleichbarkeit mit Daten
aus Vorjahren
3,1 / in % aller
Haushalte
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
31
Haushalte mit Kindern
390
37,1 / Haushalte
mit Kindern < 18 J.
in % aller Haus-
halte
Haushalt: Einzelperson
o. Personengruppe, die
allein o. gemeinsam
wohnt u. wirtschaftet
(Finanzierung Lebens-
unterhalt); basierend
auf neuer Haushalte-
generierung, daher
eingeschränkte Ver-
gleichbarkeit mit Daten
aus Vorjahren
16,3 / Haushalte mit
Kindern < 18 J. in %
aller Haushalte
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2014 (31.12.2014, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
32
Paare mit 3 und mehr Kindern
107 38,8 / in % der
Paare mit Kindern
basierend auf neuer
Haushaltegenerierung,
daher eingeschränkte
Vergleichbarkeit mit
Daten aus Vorjahren
14,1 / in % der Paare
mit Kindern
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
33
Alleinerziehende ("Ein-Eltern-
Familie")
114
39,2 / in % der
Haushalte mit
Kindern < 18 J.
basierend auf neuer
Haushaltegenerierung,
daher eingeschränkte
Vergleichbarkeit mit
Daten aus Vorjahren
21,8 / in % der
Haushalte mit
Kindern < 18 J.
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
Wohnen
34
Belegungsdichte _ / Personen je
Wohnung
Die Anzahl der
Wohnungen wird seit
2012 nicht mehr
ausgewiesen
_ / Personen je
Wohnung
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
35
Sozialwohnungen
744 _ / in % aller
Wohnungen
Die Anzahl der
Wohnungen wird seit
2012 nicht mehr
ausgewiesen
_ / in % aller
Wohnungen
Amt für Wohnungswesen
36
Leerstand im
Mietwohnungsbestand der
Wohnungsunternehmen in
Kinderhaus-Brüningheide
(überwiegend öffentlich
gefördert)
1,9 / in % an allen
Wohnungen;
im Einzelnen: BGP
3,2 %, Wohn +
Stadtbau 0,0 %,
Sahle Wohnen 0,0
%, WohnSieGer 0,0
%
Leerstand = länger als 3
Monate leerstehend
Amt für Wohnungswesen
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2014 (31.12.2014, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
Transferleistungen u.
Arbeitsmarkt
37
Arbeitslose (SGB II und III)
276
davon
140 weiblich
(= 50,7 %)
136 männlich
(= 49,3 %)
16,0 / in % der
HW Bevölkerung 18
- u. 65 J.
HW-Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung; die hier
berechnete
Arbeitslosenrate
ermöglicht Vergleiche
mit Veröffentlichungen
des Städtenetzwerkes
"Soziale Stadt NRW" und
ist mit der offiziellen
Arbeitslosenquote
(Anteil der bei der
Agentur für Arbeit
gemeldeten Arbeitslosen
an den Erwerbs-
personen) nicht
vergleichbar; Stichtag:
15.12.2014
4,4 / in % der
Bevölkerung 18 - u.
65 J.
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2014 (31.12.2014, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
38
Nichtdeutsche Arbeitslose (SGB
II und III)
93
14,8 / in % der
nicht-deutschen
HW Bevölkerung
18-u. 65 J.
Hinweis: Erfasst sind
alle Personen, die eine
ausländische 1. Staats-
angehörigkeit haben,
staatenlos sind oder
deren Staatsange-
hörigkeit ungeklärt ist;
HW-Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung; die hier
berechnete Arbeitslosen-
rate ist mit der offizi-
ellen Arbeitslosenquote
(Anteil der bei der Agen-
tur für Arbeit gemel-
deten Arbeitslosen an
den Erwerbspersonen)
nicht vergleichbar;
Stichtag: 15.12.2014
8,3 / in % der nicht-
deutschen Bevölker-
ung 18-u. 65 J.
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
39
Langzeitarbeitslose (SGB II
und III)
134 48,6 / in % aller
Arbeitslosen
Langzeitarbeitslose =
Personen, die ein Jahr
und länger als arbeitslos
gemeldet sind; Stichtag:
15.12.2014
41,5 / in % aller
Arbeitslosen
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2014 (31.12.2014, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
40
Arbeitslose 15 -u. 20 Jahre
(Jugendarbeitslosigkeit) (SGB II
und III)
4
1,7 / in % der
gleichaltrigen HW-
Bevölkerung
HW-Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung; die hier
berechnete Arbeits-
losenrate ist mit der
offiziellen Arbeitslosen-
quote (Anteil der bei der
Agentur für Arbeit
gemeldeten Arbeits-
losen an den Erwerbs-
personen) nicht ver-
gleichbar; Stichtag:
15.12.2014
0,8 / in % der
gleichaltrigen Bevöl-
kerung
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
41
Hilfebedürftige mit Bezug von
Leistungen der Grundsicherung
für Arbeitssuchende (SGBII):
"Hartz IV"
1174
davon
633 weiblich
(= 53,9%)
541 männlich
(= 46,1 %)
45,6 / in % der
HW-Bevölkerung <
65 J.
HW-Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung
8,5 / in % der HW-
Bevölkerung < 65 J.
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2014 (31.12.2014, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
42a
Nichtdeutsche Hilfebedürftige
mit Bezug von Leistungen der
Grundsicherung für Arbeits-
suchende (SGBII): "Hartz IV"
383
davon
weiblich 209
(= 54,6 %)
männlich 174
(= 45,4 %)
42,9 / in % der
nichtdeutschen HW-
Bevölkerung < 65
J.
Indikator für Vergleiche
von Teilräumen inner-
halb Münsters sinnvoll;
Hinweis: Doppelte
Staatsangehörigkeiten
werden nicht erfasst.
Sollte eine der Mehr-
fachstaatsangehörigkeit-
en die Deutsche sein,
soll deutsch eingetra-
gen werden. Personen,
deren Staatsange-
hörigkeit unbekannt,
ungeklärt oder staaten-
los sind, sind in dieser
Auswertung NICHT aus-
gewertet; HW-Bevöl-
kerung = Bevölkerung
am Ort der Hauptwohn-
ung
19,0 / in % der
nichtdeutschen HW-
Bevölkerung < 65 J.
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2014 (31.12.2014, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
42b
Nichtdeutsche erwerbsfähige
Hilfebedürftige mit Bezug von
Leistungen der Grundsicherung
für Arbeitssuchende (SGBII):
"Hartz IV"
265
davon
144 weiblich
(= 54,3 %)
121 männlich
(= 45,7 %)
29,7 / in % der
nichtdeutschen HW-
Bevölkerung < 65
J.
Indikator ermöglicht
Vergleiche mit Ver-
öffentlichungen des
Städtenetzwerkes
"Soziale Stadt NRW";
Hinweis: Doppelte
Staatsangehörigkeiten
werden nicht erfasst.
Sollte eine der Mehr-
fachstaatsangehörigkeit-
en die Deutsche sein,
soll deutsch eingetra-
gen werden. Personen,
deren Staatsange-
hörigkeit unbekannt,
ungeklärt oder
staatenlos sind, sind in
dieser Auswertung
NICHT ausgewertet; HW-
Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung
15,0 / in % der
nichtdeutschen HW-
Bevölkerung < 65 J.
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2014 (31.12.2014, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
43
Soziale Leistungen zur Exi-
stenzsicherung (Grund-
sicherung SGB II, Grund-
sicherung im Alter/Erwerbs-
minderung, Hilfe z. Lebens-
unterhalt, Leistungen Asyl-
bewerberleistungsgesetz)
1312
davon
700 weiblich
(=53,4 %)
612 männlich
(= 46,6 %)
47,1 / in % WBV
Indikator bildet
Einkommensarmut ab,
Achtung : während sich
die lfd. Nr. 37 , 38, 40-
42 auf die HW-
Bevölkerung beziehen,
ist hier der Anteil an der
wohnberechtigten
Bevölkerung (WBV)
dargestellt
8,9 / in % WBV
Sozialamt und Amt f.
Stadtentwicklung, Stadt-
u.Verkehrsplanung
Bildung und Betreuung
44
Schulübergangsquote
Grundschule - Hauptschule
(Bezirk Nord)
39 17,3 / in % aller
Übergänge
Daten beziehen sich auf
Stadtbezirk MS-Nord,
kleinräumiger sind die
Werte nicht sinnvoll
darzustellen;
Schuljahresbeginn
2013/2014
4,2 / in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung
45
Schulübergangsquote
Grundschule - Realschule
(Bezirk Nord)
73 32,4 / in % aller
Übergänge
Daten beziehen sich auf
Stadtbezirk MS-Nord,
kleinräumiger sind die
Werte nicht sinnvoll
darzustellen; Schul-
jahresbeginn 2013/2014
22,6 / in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2014 (31.12.2014, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
46
Schulübergangsquote
Grundschule - Gymnasium
(Bezirk Nord)
99 44,0 / in % aller
Übergänge
Daten beziehen sich auf
Stadtbezirk MS-Nord,
kleinräumiger sind die
Werte nicht sinnvoll
darzustellen;
Schuljahresbeginn
2013/2014
56,4 / in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung
47
Schulübergangsquote
Grundschule - Gesamtschule
(Bezirk Nord)
9 4,0 / in % aller
Übergänge
Daten beziehen sich auf
Stadtbezirk MS-Nord,
kleinräumiger sind die
Werte nicht sinnvoll
darzustellen;
Schuljahresbeginn
2013/2014
11,0 / in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung
48
Versorgungsquoten Kinder-
betreuungsangebote 0 - unter 3
Jahre, 3 - unter 6 Jahre
40,1 (0 - u. 3
Jahre)
109,7 (3 - u. 6
Jahre) / in % nach
statistischem
Bezirk
Daten beziehen sich auf
die statistischen Bezirke
62 und 63, klein-
räumiger sind die Werte
nicht sinnvoll darzu-
stellen; Kindergarten-
jahr 2014/2015
45,1 (0 - u. 3 Jahre)
103,8 (3 - u. 6 Jahre)
/ in % Gesamtstadt
Amt für Kinder,
Jugendliche und Familien
49
Übergewicht / Adipositasquote
bei Kindern
11,6
(Übergewicht),
7,4 (Adipositas) /
in % der unter-
suchten Kinder der
Schuleingangs-
untersuchung
Adipositas:Körperfett-
anteil im Körper patho-
logisch erhöht (Fett-
leibigkeit, Fettsucht);
Durchschnittswerte der
Schuleingangsunter-
suchung 2013/2014
5,6 (Übergewicht)
3,6 (Adipositas)
/ in % der
untersuchten Kinder
der Schuleingangs-
untersuchung
Gesundheitsamt
Gesundheit
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
Gesamtstadt
Münster (relativ)
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2014 (31.12.2014, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
Bürgerbeteiligung /
politische Partizipation
50
Wahlbeteiligung bei
kommunalen Abstimmungen
(Kommunalwahl 2014) 408
21,9 / in % aller
Wahlberechtigten
des Stimmbezirks
ohne Briefwähler/-
innen
Näherungswert für
Stadtzelle 631: Stimm-
bezirk und statistische
Gebietsgliederung
stimmen nicht überein
39,5 / in % aller
Wahlberechtigten des
Stimmbezirks ohne
Briefwähler/-innen
Amt f. Stadtentwicklung,
Stadt- u.Verkehrsplanung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2014
Workshop am 24.09.2015 „Standortbestimmung, Auftragslage und Zielstellung“ 61-1-1
Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus/Brüningheide“
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation
Entwicklung des Wohngebietes
Kinderhaus-Brüningheide –
Was sagen die Kontextindikatoren?
Ein Rückblick auf ausgewählte Kontextindikatoren
Verstetigungsphase II - 2014
Workshop am 24.09.2015 „Standortbestimmung, Auftragslage und Zielstellung“
61-1-1
Der Kontextdatenmonitor
Themenfelder
(1) Bevölkerungszusammensetzung
(2) Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
(3) Haushalte
(4) Wohnen
(5) Transferleistungen und Arbeitsmarkt
(6) Bildung und Kinderbetreuung
(7) Gesundheit
(8) Bürgerschaftliche Beteiligung/politische Partizipation
• thematische Karten zu Projekt- und Infrastrukturstandorten als Ergänzung
Daten
• Ableitung von 50 aussagekräftigen Indikatoren, die nach Möglichkeit geschlechter-
differenziert dargestellt werden
• Darstellung von Entwicklungstrends durch Bildung von Zeitreihen
• Vergleich zu städtebaulich oder soziodemografisch ähnlich strukturierten Teilräumen
in Münster auf der Grundlage der HFA-Vorlage 37/2004
Workshop am 24.09.2015 „Standortbestimmung, Auftragslage und Zielstellung“
61-1-1
Kontextindikatoren 2014
Workshop am 24.09.2015 „Standortbestimmung, Auftragslage und Zielstellung“
61-1-1
Kontextindikatoren 2014
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
66,4
57,6 61,2 60,4 64,8 63,7 61,3 58,2 62,8 60,2 56,9
4,8
5,7
4,9 5,3
5,3 6,5 5,8
3,8
3,0 4,5
3,1
8,1
7,4 5,9 5,5
5,3 8,1 8,3
6,1
5,4 5,2
6,2
7,7
10,0 9,1 10,0 7,6 6,4 10,0
14,4 11,4 12,0 14,4
8,9
13,0 10,1 12,3 8,9 10,3 8,4 9,1 9,6 9,4 11,0
4,1 6,3 8,8 6,5 8,1 5,0 6,2 8,3 7,8 8,7 8,4
Brüningheide: Umzüge, Zuzüge, Fortzüge 2004-2014*
in % der wohnberechtigten Bevölkerung
keine Bewegung Umzug in 631 Zuzug aus MS Zuzug von außerhalb Fortzug in andere Stadtzelle MS Fortzug außerhalb MS
*ohne "Abmeldung von Amts wegen", inklusive unterjähriger Mehrfachumzüge Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
Workshop am 24.09.2015 „Standortbestimmung, Auftragslage und Zielstellung“ 61-1-1
Kontextindikatoren 2014
39,6 32,3
31,9
28,0
20,6
18,5
8,0
21,2
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
Brüningheide 2014 MS 2014
in % der gleichaltrigen Bevölkerung
Wohndauer der über 17-Jährigen in Vergleich Kinderhaus-
Brüningheide und MS 2014
weniger als 3 Jahre 3 bis unter 10 Jahren 10 bis unter 20 Jahren 20 und mehr Jahre
Workshop am 24.09.2015 „Standortbestimmung, Auftragslage und Zielstellung“
61-1-1
Kontextindikatoren 2014
* Die erhöhte Leerstandsquote ist auf den von Fa. Sahle
Wohnen erworbenen Wohnungsbestand von Nau/Berlin (55
WE) zurückzuführen, der seit Mitte 2013 bis zum Sommer
2014 leer gezogen wurde, um den Abbruch und einen an-
schließenden Neubau auf dem gleichen Areal zu ermög-
lichen. Unter Herausnahme der 55 WE, die dem Woh-
nungsmarkt faktisch nicht zur Verfügung stehen, beträgt die
Leerstandsquote Ende 2013 = 3,4%!
* Die erhöhte Leerstandsquote in 2013 ist auf den von Fa. Sahle
Wohnen erworbenen Wohnungsbestand von Nau/Berlin (55 WE)
zurückzuführen, der seit Mitte 2013 bis zum Sommer 2014 leer
gezogen wurde, um den Abbruch und einen anschließenden
Neubau auf dem gleichen Areal zu ermöglichen. Unter
Herausnahme der 55 WE, die dem Wohnungsmarkt faktisch
nicht zur Verfügung standen, betrug die Leerstandsquote Ende
2013 = 3,4%!
Workshop am 24.09.2015 „Standortbestimmung, Auftragslage und Zielstellung“ 61-1-1
Kontextindikatoren 2014
22,6
18,8 18,7 19,0 19,1
18,0
16,0
4,7 4,7 4,5 4,3 4,6 4,5 4,4
0
5
10
15
20
25
2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
in % d. HW-Bevölkerung 18-u. 65 Jahre
Kinderhaus-Brüningheide: Arbeitslose (SGB II/III) in % der
HW-Bevölkerung im Alter von 18 bis unter 65 Jahre*, 2008-2014
Kinderhaus-Brüningheide MS gesamt
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
*nicht vergleichbar mit der Arbeitslosenquote (Anteil der bei der Agentur für
Arbeit gemeldeten Arbeitslosen an Erwerbspersonen + Arbeitslose)
Workshop am 24.09.2015 „Standortbestimmung, Auftragslage und Zielstellung“ 61-1-1
Kontextindikatoren 2014
Vergleichsgebiete laut HFA-Vorlage 37/2004
Workshop am 24.09.2015 „Standortbestimmung, Auftragslage und Zielstellung“
61-1-1
Kontextindikatoren 2014
Workshop am 24.09.2015 „Standortbestimmung, Auftragslage und Zielstellung“
61-1-1
Kontextindikatoren 2014
45,6
25,2
12,7
9,6
27,6
26,3
28,1
8,5
0
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
in % d. HW-Bevölkerung < 65 Jahre
Anteil Personen mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung (SGB II) im
räumlichen Vergleich 2014*
Quelle: Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung * Vergleichsgebiete laut HFA-Vorlage 37/2004
Berichtsvorlage
3326 Zeichen
V/0933/2015 DER OBERBÜRGERMEISTER Sozialamt Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide: Jahresbericht 2014 Beratungsfolge 19.01.2016 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 20.01.2016 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung Bericht 20.01.2016 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 27.01.2016 Integrationsrat Bericht 11.02.2016 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Bericht 17.02.2016 Haupt- und Finanzausschuss Bericht 17.02.2016 Rat Bericht Bericht: Der vorliegende Bericht bildet Verlauf und Ergebnisse des Maßnahmeprogramms und seiner Einzelprojekte im ersten Jahr der zweiten Verstetigungsphase des Programms ab; mit seinem Beschluss vom 11.12.2013 zur Vorlage V/0533/2013/1 hatte der Rat beschlossen, das Pr o- gramm über 2013 hinaus bis auf Weiteres fortzuführen. In dem Zusammenhang wurden zuglei ch die Programmorganisation vereinfacht und die wohngebietsbezogene Jugenda r- beit/Jugendsozialarbeit im Programm inhaltlich überarbeitet. Wie in den Vorjahren orientiert sich der Aufbau des Jahresberichts an dem Integrierten Han d- lungskonzept des Programms mit seinen 8 Handlungsfeldern und gut 20 Projekten. Darstellung und Auswertung der Ergebnisse folgen dem im Rahmen des Teilprojekts 8.01 (Prozessbeglei- tende Selbstevaluation) erarbeiteten Dokumentations- und Zielsystem, das neben handlungs- feldübergreifenden Programmzielen Leitzielbereiche für die einzelnen Themenfelder und die pro- jektspezifischen Ziele umfasst. Anhand der von den Projektakteuren angefertigten Berichte und Monitoringbögen für das Jahr 2014 wurde der Jahresbericht federführend vom Amt für S tadtentwicklung, Stadtplanung, Ve r- kehrsplanung erstellt, der die Projektergebnisse in tabellarischen Übersichten abbildet (Anlage Vorlagen-Nr.: V/0933/2015 Auskunft erteilen: Herr Treutler Herr Prof. Dr. Hauff Frau Simone Peuling-Heerstraß Ruf: 492 50 26; 492 61 35; 492 61 78 E-Mail: Treutler@stadt-muenster.de HauffTho@stadt-muenster.de Peuling-Heerstrass@stadt- muenster.de Datum: 05.11.2015 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0933/2015 2). Für die Umsetzung des Programms und seiner Einzelmaßnahmen stand im Jahr 2014 ein Budget von 150.000 € zur Verfügung (Anlage 1). Dem Jahresbericht beigefügt ist der Kontextdatenmonitor 2013 (Anlage 3). Die aufgeführten Wer- te der Kontextindikatoren zeigen, unter welchen demographischen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen die Projekte durchgeführt wurden. Kontextindikatoren zeigen weder unmi t- telbar noch indirekt das Erreichen von Programm- oder Modulzielen an, sondern zeichnen für die Programmdurchführung relevante Rahmenbedingungen des Gebiets, geben Orientierung für die Steuerung des Programms vor Ort und verweisen auf Handlungsbedarfe im Gebiet. Die Verwaltung wird die jährliche Berichterstattung fortsetzen. In Vertretung gez. Cornelia Wilkens Stadträtin Anlagen: Anlage 1: Finanzierungsübersicht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinder- haus-Brüningheide Anlage 2: Jahresbericht 2014 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus- Brüningheide Anlage 3: Kontextdatenmonitor 2014
Anlage 1
1573 Zeichen
Anlage 1 zur Vorlage V/0933/2015 Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide 150.000,00 € Projekt-Nr. Projekte Projektträger Städtische Förderung 1.05 Nachbarschaftsstärkung und Mieter/innen-Schulung Amt für Wohnungswesen 1.000,00 € 2.02 Spiel- und Freizeitzone Amt für Grünflächen und Umweltschutz 6.000,00 € 4.02 Integrationsarbeit vor Ort Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. 36.000,00 € 5.01 / 5.03 Wir verstehen uns Kinderhauser Arbeitslosen Initiative KAI e.V. 30.000,00 € 5.04 Gesund Aufwachsen in Kinderhaus Amt für Gesundheit, Veterinär- und Lebensmittelangelegenheiten 10.000,00 € 6.01 Schuldnerberatung vor Ort Diakonie Münster e.V. 3 6.000,00 € 6.02 Kulturprojekte: Interkulturelle Veranstaltungsreihe ATRIUM e.V. Internationaler Kulturverein ATRIUM e.V. 2.000,00 € 7.01 Quartiersmanagement 1.200,00 € 7.02 Quartiersfonds 1.200,00 € GESAMT 123.400,00 € Projekt-Nr. Projekte Projektträger Städtische Förderung 6.04 Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt Begegnungszentrum Sprickmannstraße e.V. 1.100,00 € 6.05 / 6.06 Integrative Jugendsozialarbeit / Mobile Jugend(sozial)arbeit Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 19.450,00 € 6.07 Sport und Bewegung Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 3.300,00 € 6.08 Drogenprävention INDRO e.V. 2.750,00 € GESAMT 26.600,00 € Sozialamt Förderung im Jahr 2014 - Gesamt Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Gebietsmoderation / Sozialamt
Beratungsverlauf (7)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (7)
- Josef-Beckmann-Straße 1
- Sprickmannstraße 15
- Killingstraße 21
- Idenbrockplatz
- Sprickmannplatz
- Brüningheide 2014
- Kinderhaus 4
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0933/2015
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 05.11.2015
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37