V/0505/2012
Nachhaltige kommunale Haushaltspolitik - Handlungsprogramm 2012 bis 2017
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Beschlussvorlage
38936 Zeichen
V/0505/2012
DER OBERBÜRGERMEISTER
Dezernat I, II
Betrifft
Nachhaltige kommunale Haushaltspolitik - Handlungsprogramm 2012 bis 2017
Beratungsfolge
21.06.2012 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung
27.06.2012 Hauptausschuss Vorberatung
27.06.2012 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
Ausgangslage
1. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass sich in den zurückliegenden Jahren ein nachhaltiger Aufg a-
benumbruch auf kommunaler Ebene mit einer deutlichen Leistungsausweitung z. B. in den Be-
reichen Kinderbetreuung, Jugendhilfe und soziale Leistungen vollzogen hat, ohne dass sich die
Finanzlage der Städte in dieselbe Richtung entwickelt hat. Vor diesem Hintergrund erachtet es
der Rat als erstrebenswert, den bisherigen haushaltspolitischen Kurs unter dem Leitmotiv
„Zukunft und Zusammenhalt“ weiter zu entwic keln und im Sinne einer dauerhaft nac h-
haltigen Kommunalpolitik die bestmöglichen Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger u n-
serer Stadt mit den vorhandenen Ressourcen zu erbringen.
2. Der Rat bekräftigt seine Zielsetzungen,
die Haushaltssicherung zu vermeiden,
bis 2014 das Haushaltsdefizit auf 20 Mio. Euro zu verringern und
bis 2020 einen ausgeglichen Haushalt für die Stadt Münster zu erreichen.
Die mit der Vorlage V/0315/2012 („Aktuelle Haushaltsentwicklung 2012 – Perspektiven für den
Haushaltsplan 2013“) bereits zur Kenntnis genommene Haushaltsentwicklung und die hierzu
im Rat geführte Debatte soll als Grundlage für die Weiterentwicklung des bisherigen Kurses
dienen.
3. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass für die Erreichung dieser Zielsetzungen das Haushaltsvo lu-
men
im Jahr 2014 um 15 Mio. Euro,
im Jahr 2017 um 45 Mio. Euro und
im Jahr 2020 um 60 Mio. Euro
zurückzuführen ist.
Vorlagen-Nr.:
V/0505/2012
Auskunft erteilt:
Herr Möller
Ruf:
492 70 22
E-Mail:
MoellerFrank@stadt-muenster.de
Datum:
08.06.2012
Öffentliche Beschlussvorlage
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4. Der in der Anlage 1 dargestellte Zwischenstand zum Konsolidierungsprozess 2011 bis 2014
wird zur Kenntnis genommen. Im Jahr 2011 sind 92 P rozent des vom Rat beschlossenen Kon-
solidierungsvolumens erreicht worden, bis zum Jahr 2014 verbleibt ein haushaltsrelevantes
Umsetzungsdelta von rund 4,5 Mio. Euro. Dieser Betrag wurde in die neuen Zielbeträge (siehe
Beschlusspunkt 3) übernommen und soll mit den inhaltlichen Ansätzen der bisherigen Konsoli-
dierung realisiert werden.
Langfristiges Handlungsprogramm
5. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass die Verwaltung ein umfassendes Handlungsprogramm era r-
beiten wird, in dessen Mittelpunkt die Darstellung von Einz elmaßnahmen zu Aufgabenwandel,
Aufgabenumbruch und Aufgabenkritik stehen wird. Das Handlungsprogramm wird dem Rat in
der September-Sitzung zeitgleich mit der Einbringung des Haushaltsplanentwurfes 2013 vo r-
gelegt.
6. Ungeachtet der städtischen Leitorientierung en, Ziele und Schwerpunktsetzungen wird es bei
der Erarbeitung des Handlungsprogramms keine „Tabubereiche“ geben. Außerdem ist das
Handlungsprogramm mit konkreten Maßnahmen und nicht mit Pauschalansätzen zu füllen.
Sofortmaßnahmen
7. Um bereits den Haushaltsp lan 2013 an die Genehmigungsfähigkeit durch die Kommunalau f-
sicht heranzuführen, beschließt der Rat folgende Sofortmaßnahmen:
7.1. In Beschlussvorlagen wird die Verwaltung grundsätzlich eine Abschätzung der finanzi-
ellen Auswirkungen im Sinne von Verbesserungen oder Verschlechterungen bzw. Haus-
haltsneutralität als erste n Punkt darlegen. Die Verwaltung wird beauftragt, im Ra hmen
der jeweiligen Verfahrensvorlagen zu Anträgen nach § 3 Absatz 2 der Geschäftsor dnung
des Rates die Ablehnung des jeweiligen Antrages ohne fachliche Prüfung vorz uschla-
gen, wenn der Antrag keine Abschätzung der finanziellen Auswirkungen im Sinne ei-
ner Haushaltsverbesserung oder -verschlechterung beinhaltet.
7.2. Im Rahmen der Umsetzung von Investitionsmaßnahmen stellt die Verwaltung immer e i-
ne zweite (Planungs-)Variante („Reduktionsvariante“) dar, die zum Ziel hat, 20 Prozent
der Kosten gegenüber der „Normalvariante“ zu verringern. In diesem Zusammenhang
sind die Standardveränderungen in der Vorlage darzulegen.
7.3. Mit Blick auf Investitions- und Sanierungsmaßnahmen sind alle hierzu vorhandenen Sta n-
dards und Richtlinien mit ihrer Bezugsbasis (gesetzliche Vorgaben, Münster-Standards als
Ratsbeschlüsse etc.) einmal im Jahr dem betreffenden Fachausschuss sowie dem Au s-
schuss für Finanzen, Beteiligungen und L iegenschaften vorzulegen. Beschlüsse mit Ab-
weichungen von diesen Standards / Richtlinien (Unterschreiten der Standards / Richtl i-
nien) sind – soweit nicht gesetzlich Mindestnormen verletzt werden – bis zum Erreichen
eines dauerhaft ausgeglichenen Haushalts ausdrücklich zulässig.
7.4. Nach zwei Jahren Erfahrungsbetrieb mit Entscheidungen auch auf dem Mindeststa n-
dard (unter Kenntnis der dann den Entscheidungen zu Grunde liegenden Normen und R e-
gelungen) sind die zur Zeit existierenden Standards / Richtlinien kritisch im Hinblick auf
eine gegebenenfalls notwendige Anpassung an die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der
Stadt Münster zu überprüfen. Ebenfalls nach zwei Jahren Erfahrungsbetrieb wird die
Wirksamkeit der Darstellung von „ Reduktionsvarianten“ bei Investitio nsmaßnahmen über-
prüft.
7.5. Das aktuelle städtische Investitionsprogramm wird grundsätzlich um zwei Jahre gestreckt
(Investitions-Moratorium). Die Verwaltung wird beauftragt, das aktuell bis zum Jahr 2015
geltende Investitionsprogramm bis zum Jahr 2017 fortzuführen und mit dem Haushaltspla-
nentwurf 2013 einen Vorschlag zu unterbreiten, wie die bisherigen Investitionsmaßnahmen
zeitlich neu veranschlagt werden können.
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7.6. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass unter der Leitung des zuständigen Beigeordneten eine
Projektgruppe „Verwaltungsreform“ eingerichtet wird, die die zuletzt eingeleiteten bzw.
durchgeführten Anstrengungen zur Organisationsentwicklung, zu E -Government (u.a. T e-
learbeit, elektronische Akte, integrierte Fachamtsverfahren, elektronische Identität) und zur
interkommunalen Zusammenarbeit intensiviert, ihre Verzahnung sicherstellt und im Sinne
von Prozessoptimierung und effizienten organisatorischen Strukturen weitere konkrete
Umsetzungsvorschläge erarbeitet.
7.7. Der Rat nimmt die in der Anlage 2 aufgeführten, haushaltsentlastend wirkenden Vo r-
schläge aus dem Bürgerhaushalt zur Kenntnis. Die Verwaltung wird beauftragt, neben
den Vorschlägen aus der Bestenliste, die den politischen Gremien ohnehin vorgelegt we r-
den, auch eine Kurzeinschätzung zu den in der Anlage 2 genan nten Vorschlägen vorz u-
nehmen und diese dem für die September-Sitzung vorgesehenen Haushaltskonzept beizu-
fügen.
Begründung:
Zu Beschlusspunkt 1: Ausgangslage
„Münster ist geschichtsbewusst, modern, innovativ, konservativ, bürgerlich, subkulturell und – na-
türlich stur. Münster ist eben Münster. Denkt jeder, schreibt jeder, weiß jeder. Stimmt aber nicht.
Denn jeder, der mit offenen Augen durch Münster geht, sich mit den Bürger n der Stadt unterhält,
stellt eines fest: Es gibt das eine Münster nicht, es gibt „viele Münster“. Viele Menschen, viele Mei-
nungen, viele Lebensentwürfe. Viele Stadtansichten, vielfältige Kultur.“
(Zitat aus der Bewerbung zur Kulturhauptstadt)
Münster hat sich in den letzten Jahren als Stadt der Wissenschaft und Lebensart auf vielfälti gste
Weise weiter profilieren können. Neben vielen Aspekten, die Münster in der Außensicht intere s-
santer machen, hat sich aber auch bezogen auf die Innensicht die Lebens - und Wohnqualität für
die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Münster verbessert.
Münster ist eine Stadt, in der Viele gern leben und arbeiten. Weist doch die Zahl der sozialvers i-
cherungspflichtig Beschäftigen mit 143.743 (Stand Juni 2011) über die letzen Jahre eine stetig
steigende Tendenz auf. Vor 5 Jahren waren insgesamt noch rund 13.00 0 Personen weniger ve r-
zeichnet. Das Wachstum trifft mit 9.205 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auch und ger a-
de für Personen zu, die jünger als 25 Jahre sind.
Münster ist und bleibt auch eine wachsende Stadt. Dies hat die aktuelle Bevölkerungsvora usbe-
rechnung des Landesbetriebs Information und Technik Nordrhein -Westfalen (IT.NRW) von Juni
2012 bestätigt: Bis zum Jahr 2030 kann die Stadt Münster mit dem höchsten Zuwachs der Bevö l-
kerungszahl aller kreisfreien Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen rechnen (+ 16,8 Prozent).
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Quelle: Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein -Westfalen (IT.NRW), im Internet abrufbar
unter: http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2012/pdf/112_12.pdf
Das unterstreicht auch die enormen Anstrengungen, die die Stadt beispielsweise im Bereich der
Infrastruktur für Kinder, Jugendliche und Familien in den letzten Jahren unternommen hat. Die
Entwicklung macht die nachstehende Übersicht deutlich:
2009 2010 2011
Tagesbetreuung für Kinder
Kinder in Tageseinrichtungen und Tagespflege 9.058 9.226 9.405
Versorgungsquote für unter dreijährige Kinder 25,0 % 29,8 % 31,3 %
Versorgungsquote für drei- bis sechsjährige Kinder 104,2 % 101,5 % 100,4 %
Anzahl Familienzentren 22 24 24
Offene Ganztagsgrundschule
Teilnehmer/-innen 2.503 2.777 3.159
Kinder- und Jugendeinrichtungen
Anzahl 39 41 43
Quelle: Geschäftsbericht 2011, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
An den Schulen dieser Stadt wurden bei 19 Schulen an 14 Schulstandorten im Rahmen des 1000-
Schulen-Programms Räume für Aufenthalts - und Verpflegungsmöglichkeiten in der Mittagspause
geschaffen. Im Bereich des Sports wurden (in den letzen 3 Jahren) zwei neue Sporthallen errichtet
und im Rahmen der Sicherheit wurden bei der Feuerwehr mehrere Feuerwehrgerätehäuser saniert
bzw. neu gebaut, und in Hiltrup wurde die provisorische Feuer- und Rettungswache 3 eingerichtet.
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Neben all diesen Investitionen bietet die Stadtverwaltung mit ru nd 200 Produkten für die Bürgeri n-
nen und Bürger der Stadt Dienstleistungen in den verschiedensten Formen in 17 Produktbereichen
an. Neben den bereits dargestellten Leistungen erbringt die Stadtverwaltung aber auch Leistungen
für viele Bürgerinnen und Bürger, die städtischer sozialer Unterstützung bedürfen, wie z.B.
- 8.405 Arbeitslose , davon 2.436 Langzeitarbeitslose (Stand 15.12.2011)
- 19.355 Personen in 10.166 Bedarfsgemeinschaften (Stand: 31.12.2011).
Positiv hervorzuheben ist mit Blick auf den stä dtischen Haushalt, dass die Stadt Münster bislang
erfolgreich die bereits mehrfach drohende Haushaltssicherung hat abwehren können. Damit ist
Münster neben Düsseldorf die einzige kreisfreie Stadt in Nordrhein -Westfalen, die ihren städt i-
schen Haushalt vollständig allein verantworten kann und darf.
Allerdings sind die finanzwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch in Münster immer schwieriger
geworden: Gerade die starken Anstiege der Aufwendungen in den Bereichen ‚Soziale Leistungen’
und ‚Kinder-, Jugend- und Familienhilfe machen deutlich, dass sich in den zurück liegenden Ja h-
ren ein nachhaltiger Aufgabenumbruch auf der kommunalen Ebene vollzogen hat, ohne dass sich
die Finanzlage aufgrund dieser neuen Aufgaben auskömmlich gestaltet hat.
93 93 106 113 113 112 117 120 119
189 186 186 186
93 99
101 102 107 111
123 130 134
145 150 151 152
0
50
100
150
200
250
300
350
03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15
Aufwendungen für Soziale Leistungen und für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe*
* bis einschl. 2007 Ausgaben des Sozialamtes bzw. des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien
Soziale Leistungen
Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Hinweis: Teile der hier dargestellten Aufwendungen sind durch Erträge gedeckt, so z. B. weitgehend der
Bereich des Jobcenters. Der deutliche „Sprung“ zwischen 2011 und 2012 ist auf die Übernahme
der alleinigen Trägerschaft für das Jobcenter Münster zurückzuführen.
Die Erfahrung in Münster deckt sich im Übrigen mit der Entwicklung in anderen Städten, wie der
Gemeindefinanzbericht 2011 des Städtetags Nordrhein-Westfalen belegt:
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Aus der Darstellung wird auch deutlich, dass die Städte in Nordrhein -Westfalen gegenüber den
Städten in anderen westdeutschen Bundesländern (Flächenländer) im Bereich der sozialen Lei s-
tungen höhere Belastungen haben. Die Mehrbelastungen summieren sich auf etwa 140 Euro je
Einwohner.
Materiell bedeutet dies auch, dass durch die Übertragung von Aufgabe n des Bundes und Landes
auf die Kommunen bei Verletzung des Konnexitätsgrundsatzes das Selbstverwaltungsrecht der
Kommunen eingeschränkt bzw. ausgehöhlt wird. Die gerade in der jüngsten Zeit vor dem Verfa s-
sungsgerichtshof NRW geführten Beschwerden wie z. B. gegen das Kinderförd erungsgesetz, das
Einheitslastenabrechnungsgesetz und das Gemeindefinanzierungsgesetz mögen dies belegen.
Und dies in einer Situation, wo der Dienstleistungsanspruch nicht zurückgefahren wird, sondern wo
stattdessen mehr von der Sta dt Münster als Dienstleistungseinrichtung gefordert wird. In den ve r-
gangenen Jahren konnten diese Dienstleistungen erbracht werden, in dem ein ständiger Leis -
tungsoptimierungs- und Konsolidierungsprozess erfolgte. So sind in den letzten drei Konsolidi e-
rungsrunden rund 80 Mio. € konsolidiert worden und 489,75 Stellen brutto bei ursprünglich vo r-
handenen 3.334,28 Stellen (2001) eingespart worden, während bedingt durch neue Aufgaben
344,35 Stellen neu geschaffen wurden. Dies sei mit der nachfolgenden Grafik exemplarisch darge-
stellt:
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Kernverwaltung
direkte
Kindertagesbetreuung
Feuerwehr
2.200
2.300
2.400
2.500
2.600
2.700
2.800
2.900
3.000
3.100
3.200
3.300
3.400
2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
Das städtische Haushaltsvolumen ist in den letzten Jahren in den Haushaltsplänen wie folgt ang e-
wachsen:
Haushaltsvolumen (in Mio. €)
736
774
816
840
600
650
700
750
800
850
900
2008 2009 2010 2011
Betrachtet man ausgewählte Bereiche des Haushalts, stellt man unterschiedliche Entwicklungen
fest: Während einige Bereiche einen nahezu konstanten Zuschussbedarf – bezogen auf die Ei n-
wohnerzahl – hatten, ist der Zuschussbedarf in anderen Bereichen kontinuierlich angestiegen.
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Zuschussbedarf in Euro je Einwohner
0
50
100
150
200
250
300
350
400
Schule
Kultur und Wissenschaft
Soziale Leistungen
Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Sportförderung
Natur- und Landschaftspflege / Umweltschutz
2008
2009
2010
2011
Hinweis: In den Jahren 2008 bis 2010 sind die Rechnungsergebnisse zugrunde gelegt, im
Jahr 2011 die Planwerte gemäß Haushaltsplan.
Erfreulicherweise konnte auch die Ertragsseite des Haushalts bedingt durch Anhebungen der H e-
besätze wie auch aufgrund der guten wirtschaftlichen Konjunktur gesteigert werden, so dass in
den letzen Jahren Spitzenergebnisse sowohl ab solut für die Stadt Münster wie auch im Vergleich
zu anderen Städten erreicht wurden. An der finanziellen Situation der Stadt Münster kann also
nicht vorrangig beklagt werden, dass zu wenig Geld vorhanden sei.
Vielmehr weist die Ausgangslage auf einen la ufend zu hohen Konsum, auf ein zu hohes A n-
spruchsniveau von öffentlicher Dienstleistung hin (teilweise extern verursacht, z. B. durch Bund
oder Land NRW), das zu dauerdefizitären Haushalten mit strukturellen Defiziten führt. In den Ja h-
ren 2012 bis 2016 erg ibt sich aus heutiger Sicht voraussichtlich ein durchschnittliches Defizit von
rund 37 Mio. Euro.
Hierzu schlägt die Stadtverwaltung vor, eine Weiterentwicklung des bisherigen Kurses von Politik
und Verwaltung hin zu einer dauerhaft nachhaltigen Kommunalp olitik im Sinne von „Zukunft und
Zusammenhalt“ vorzunehmen und mit den vorhandenen Finanzmitteln für die Bürgerinnen und
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Bürger die bestmöglichen städtischen Leistungen anzubieten. Diese Weiterentwicklung ist als Pr o-
zess zu verstehen, bei dem der kommunale Leistungsumfang und die damit einher gehende Za h-
lungsbereitschaft bzw. Zahlungsverpflichtung bestimmt wird.
Zu Beschlusspunkt 2: Zielsetzungen
Mit der Vorlage V/0743/2009 hat der Rat der Stadt Münster am 09.12.2009 unter anderem Folgen-
des beschlossen:
„3. Der Rat nimmt das Erfordernis zu weiteren Konsolidierungsschritten in den Jahren 2011 bis
2013 zur Vermeidung der Haushaltssicherung zur Kenntnis. Angestrebt wird, das Defizit bis
zum Jahr 2014 auf maximal 20 Mio. Euro zu begrenzen.
4. Rat und Verwaltung bekunden ihren festen Willen, eine Haushaltssicherung zu vermeiden. Vor
dem Hintergrund der schwierigen Haushaltslage und im Bewusstsein der Verantwortung für
einen generationengerechten Ressourcenverbrauch wird der Abbau des strukturellen Hau s-
haltsdefizits als vorrangige Aufgabe von Rat und Verwaltung anerkannt.
4.5 Spätestens im Jahr 2020 decken die Erträge alle Aufwendungen im städtischen Hau s-
halt.“
Mit der aktuellen Vorlage sollen die seinerzeit formulierten Zielsetzungen nochmals bekräftigt we r-
den, nämlich
die Haushaltssicherung zu vermeiden,
bis 2014 das Haushaltsdefizit auf 20 Mio. Euro zu verringern und
bis 2020 einen ausgeglichen Haushalt für die Stadt Münster zu erreichen.
Für die Erreichung der ersten Zielsetzung (Haushaltssicherung vermeiden) ist die sogenannte al l-
gemeine Rücklage in den Blick zu nehmen. Die allgemeine Rücklage ist eine Bilanzposition, die
bei einem unausgeglichenen Haushalt für einen „fiktiven“ Haushaltsausgleich heranzuziehen ist,
wenn die Ausgleichsrücklage bereits verbrauc ht ist. Bereits für das Haushaltsjahr 2012 ist eine
Verringerung der allgemeinen Rücklage vorgesehen, ebenso in den nachfolgenden Jahren. Bei
der Verringerung der allgemeinen Rücklage ist Folgendes zu berücksichtigen:
Erstens darf die allgemeine Rücklage in einem Jahr nicht mehr als 25 Prozent in Anspruch g e-
nommen werden, zweitens darf der Planansatz der allgemeinen Rücklage in zwei aufeinander fo l-
genden Jahren nicht um mehr als 5 Prozent verringert werden und drittens darf die allgemeine
Rücklage innerhal b der mittelfristigen Ergebnis - und Finanzplanung nicht aufgebraucht werden.
Kann eine (oder mehrere) dieser Bedingungen nicht erfüllt werden, ist unverzüglich ein Haushalt s-
sicherungskonzept aufzustellen.
Für die Stadt Münster ist insbesondere die zweite Bedingung kritisch, wie der Blick auf die geplan-
ten Defizite und die damit einhergehende Rücklagenentnahme zeigt:
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24
60
30 30
4035,7 34,5 32,7 31,3 30
0
10
20
30
40
50
60
2012 2013 2014 2015 2016
Defizit (Mio. €)
Schwellen-
wert (Mio. €)
Hinweis: Bei den Defiziten der Folgejahre sind alle bekannten Entwicklungen berüc k-
sichtigt, unter anderem auch eine Übertragung des Tarifabsc hlusses auf die
Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfänger.
Der in der Grafik dargestellte Schwellenwert entspricht einer Rücklagenentnahme in Höhe von
exakt 5 Prozent der gesamten Rücklage. Im Jahr 2013 wird der Schwellenwert bereits nach jetz i-
ger Planung deutlich überschritten, ebenso im Jahr 2016. Damit wird deutlich, dass es bereits aus
heutiger Sicht schwierig wird, die Haushaltsdefizite und die damit einhergehende Rücklagenen t-
nahme ohne zusätzliche Maßnahmen so zu steuern, dass eine Hausha ltssicherung (und die Au f-
stellung eines Haushaltssicherungskonzeptes) vermieden wird.
Auch die zweite, vom Rat formulierte Zielsetzung (Defizit bis 2014 auf maximal 20 Mio. Euro b e-
grenzen) wird aktuell ohne zusätzliche Maßnahmen noch nicht erfüllt, wie dem Diagramm oben
entnommen werden kann. Während das Defizit 2012 bei voraussichtlich 24 Mio. Euro liegen wird,
steigt es im Jahr 2013 auf 60 Mio. Euro an und sinkt 2014 auf 30 Mio. Euro. Damit wird die Zielzahl
2014 nach heutigem Stand um 10 Mio. Euro verfehlt.
Wirft man erneut einen Blick auf das Diagramm oben wird deutlich, dass voraussichtlich auch die
dritte Zielsetzung des Rates (2020 ausgeglichener Haushalt) ohne zusätzliche Maßnahmen ge-
fährdet ist. Während das Defizit in den Jahren 2013 bis 2015 sinkt bzw. konstant bleibt, steigt es
nach bisheriger Planung im Jahr 2016 wieder an – auf dann 40 Mio. Euro. Erforderlich wäre aber
ein weiterer regelmäßiger Abbau des Defizits, um spätestens im Jahr 2020 zu einem echten
Haushaltsausgleich zu kommen.
Fazit: Ohne zusätzliche Maßnahmen, die das Haushaltsvolumen kontinuierlich zurückführen, sind
die drei Zielsetzungen des Rates nicht zu erreichen.
Zu Beschlusspunkt 3: Kenntnisnahme des zurückzuführenden Haushaltsvolumens
Um dem Ratsauftrag zu entsprechen, ist folglich das Haushaltsvolumen so zu verändern, dass die
vom Rat beschlossenen Zielsetzungen erreicht werden können. Für die Ermittlung des hierfür e r-
forderlichen Haushaltsvolumens sind folgende Überlegungen angestellt worden: Über die Hau s-
haltsdaten ist das jä hrliche Defizit bislang nur bis zum Jahr 2016 bekannt. Deshalb wurde für die
Zeit bis 2020 unterstellt, dass die Aufwandsseite des Haushalts ohne Konsolidierung – wie in der
Vergangenheit auch – kontinuierlich anwächst (2008: 736 Mio. € / 2009: 774 Mio. € / 2010: 816
Mio. € / 2011: 840 Mio. €). Gleichzeitig unterliegt die Ertragsseite des Haushalts deutlichen
Schwankungen, so dass sich ohne Veränderung des Haushaltsvolumens die Schere zwisc hen
Aufwand und Ertrag voraussichtlich noch weiter öffnet . Dies ist eine wesentliche neue Erkenntnis.
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Während bislang bei sehr langfristigen Prognosen unterstellt wurde, dass sich das Delta aus Au f-
wand und Ertrag nicht wesentlich verändert, legen die Rechn ungsergebnisse seit Umstellung auf
das ‚Neue Kommunale Finanzmanagement’ im Jahr 2008 einen anderen Schluss nahe.
Hierzu einige Beispiele: Während auf der Aufwandsseite regelmäßig ein „Inflationsausgleich“ vo r-
genommen wird (etwa durch Tarifsteigerungen, du rch Nachverhandlungen mit freien Trägern,
durch Energiepreissteigerungen, durch Baukostensteigerungen etc.), ist dies – jedenfalls auf
kommunaler Ebene – auf der Ertragsseite nur sehr bedingt möglich. Einzig bei den Gemeindea n-
teilen an der Einkommensteuer und Umsatzsteuer ist ein „Inflationsausgleich“ bereits eingeschlos-
sen, weshalb diese Haushaltsansätze auch (außerhalb von Rezessionszeiten) regelmäßig mit
Steigerungen versehen werden können. Bei anderen wesentlichen Ertragspositionen des städt i-
schen Haushalts ist ein „Inflationsausgleich“ nicht automatisch vorgesehen, so etwa bei der G e-
werbesteuer oder der Grundsteuer.
Neben der Veränderung der Haushaltsansätze durch die Preisentwicklung spielen gesetzliche
Veränderungen eine nicht zu unterschätzende Rolle. In aller Regel handelt es sich hierbei um Ver-
änderungen, die zu einem Mehraufwand führen (zum Beispiel, weil Leistungsgesetze verbessert
werden), ohne dass den Kommunen hierfür ein finanzieller Ausgleich gewährt wird. Zwar wird in
diesem Zusammenhang gerne auf die vorhandenen Konnexitätsgesetze („Wer bestellt, muss auch
bezahlen.“) verwiesen, jedoch wirken diese nur auf neue Aufgaben und nicht auf die Veränderung
bestehender Aufgaben. Hinzu kommt, dass sich bei bundesgesetzlichen Regelungen in der Regel
nur Bund und Länder einigen müssen, während die Kommunen keine rechtlich garantierten Mi t-
spracherechte besitzen. Kurzum: Auch hier öffnet sich die Schere zwischen Aufwand und Ertrag
regelmäßig weiter.
Drittes Beispiel: Während früher häufig unterstellt wurd e, dass sich im Sozial - und Jugendhilfebe-
reich die Fallzahlenentwicklung mit der wirtschaftlichen Entwicklung verändert, sprechen die ta t-
sächlichen Zahlen eine andere Sprache: Selbst bei guter konjunktureller Lage steigen einige Fal l-
zahlen kontinuierlich w eiter. Exemplarisch lässt sich das an der Entwicklung der Zahl der Lei s-
tungsberechtigten im Bereich der Grundsicherung im Alter und bei dauerhaft voller Erwerbsmind e-
rung nachvollziehen:
Stichtag Gesamtzahl der
Personen
davon
Personen über 65 Jahre
davon
Personen 18 bis 65 Jahre
und voll erwerbsgemindert
31.12.2004 1.860 1.172 688
31.12.2005 2.005 1.211 794
31.12.2006 2.173 1.298 875
31.12.2007 2.344 1,373 971
31.12.2008 2.447 1.424 1.023
31.12.2009 2.552 1.449 1.103
31.12.2010 2.686 1.519 1.167
31.12.2011 2.854 1.590 1.264
Quelle: Geschäftsbericht des Sozialamtes 2011, Seite 17.
Insbesondere die Tatsache, dass auch die Zahl der jüngeren Menschen ansteigt, die dauerhaft auf
die Leistungen angewiesen sind, macht deutlich, dass hier nicht allein demografische Aspekte und
auch nicht die wirtschaftliche Entwicklung als erklärende Größen angeführt werden können.
Vor diesem Hintergrund hat die Stadtverwaltung versucht, über die großen Haushaltspositionen
(Personal, Soziales, Jugendhilfe, Steuern etc.), das jährlich anwachsende Delta zwischen Aufwand
und Ertrag annähernd zu ermitteln. Die Prognose hat zu dem Ergebnis geführt, dass mit einem
jährlich um 5 Mio. Euro wachsenden Defizit gerechnet werden muss.
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Legt man dieses Zwischenergebnis zugrunde und schl ägt ab dem Jahr 2016 jährlich diese 5 Mio.
Euro auf das vorhandene Defizit auf, wird das Haushaltsvolumen deutlich, das es zurückzuführen
gilt:
"Haushaltsdelta" (in Mio. €)
60
30 30
40 45 50 55 60
0
10
20
30
40
50
60
2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
Hinweis: Die Werte sind zum Teil gerundet.
Konkret sollen folgende Zielzahlen für die Zurückführung des Haushaltsvolumens ins Auge gefasst
werden:
2014: 15 Mio. Euro
2017: 45 Mio. Euro
2020: 60 Mio. Euro.
Mit diesen Zielzahlen ließen sich alle drei vom Rat formulieren Zielsetzungen erreichen. Die Zie l-
zahl 2017 (45 Mio. Euro) wurde auch deshalb gewählt, um die kon tinuierliche Zurückführung des
Haushaltsvolumens bis 2017 auch tatsächlich erreichen zu können.
Es sei an dieser Stelle aber auch deutlich darauf hingewiesen, dass bestimmte Risikopositionen
zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht kalkulierbar sind. So is t die Frage, ob die Stadt Münster
zukünftig eine sogenannte Abundanzumlage an das Land NRW bzw. andere Städte und Gemei n-
den in NRW zahlen muss, noch offen. Spätestens mit dem Gemeindefinanzierungsgesetz 2014
wird hierüber Klarheit herrschen. Auch die Höhe zukünftiger Tarifabschlüsse kann aktuell nur g e-
schätzt, aber nicht verlässlich berechnet werden. Schließlich wird die Entwicklung der kommunalen
Finanzen auch maßgeblich von der konjunkturellen Entwicklung bestimmt. Sollte es in den ko m-
menden Jahren zu ein er konjunkturellen Abkühlung kommen, wären hiervon verschiedene Hau s-
haltspositionen negativ betroffen.
Zu Beschlusspunkt 4: Konsolidierungsprogramm 2011 bis 2014
Die Anlage 1 gibt den aktuellen Umsetzungsstand der im Dezember 2010 beschlossenen Hau s-
haltskonsolidierung wieder. Wie in vorherigen Konsolidierungsrunden auch konnte zwar der wei t-
aus überwiegende Teil der Sparvorgaben bzw. -maßnahmen umgesetzt werden. Ein bislang nicht
umsetzbarer Teil ist offen. Er wird jedoch sukzessive abgear beitet (siehe Beschlusspunkt 7.6 und
Begründungstext hierzu).
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V/0505/2012
Zu Beschlusspunkt 5: Langfristiges Handlungsprogramm
Mit der Darstellung der Ausgangslage (siehe oben) wird deutlich, dass nur ein langfristig angele g-
tes Haushalts - und Zukunftskonzept sowie die Weiterentwicklun g des Programms „Zukunft und
Zusammenhalt“ dazu geeignet sind, die vom Rat beschlossenen Zielsetzungen zu erreichen.
Entweder gilt es, in einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Bürgerschaft, Politik und Verwaltung
das Haushaltsvolumen wieder etwas zurückzuführen, um wieder „Luft zum Atmen“ zu bekommen,
oder die Stadt Münster muss sich zukünftig damit abfinden, zur großen Zahl von Haushaltssich e-
rungskommunen in Nordrhein -Westfalen zu gehören. Die Wirkung einer Haushaltssicherung ist
bereits im Zuge der letzt en Haushaltskonsolidierung mit der Vorlage V/0743/2009 ausführlich b e-
schrieben worden.
Die Stadtverwaltung ist für den erstgenannten Weg bereit und wird dem Rat der Stadt Münster in
der September-Sitzung deshalb ein umfassendes Handlungsprogramm vorlegen, in dessen Mittel-
punkt die Darstellung von Einzelmaßnahmen zu Aufgabenwandel, Aufgabenumbruch und Aufg a-
benkritik stehen wird.
Bis zur September-Sitzung wird die Verwaltung dazu einen Prozess der Aufgaben - und Leistungs-
analyse durchlaufen, der sämtliche Bere iche der Stadtverwaltung umfassen wird. Es ist geplant,
das Handlungsprogramm mit Einzelmaßnahmen in der September -Sitzungskette einzubringen,
damit den politischen Gremien und der Bürgerschaft anschließend die Möglichkeit eröffnet wird,
das Handlungsprogramm ausgiebig zu erörtern.
Zu Beschlusspunkt 6: keine „Tabubereiche“ / keine Pauschalansätze
Mit jeder Haushaltsaufstellung erfolgt eine verwaltungsseitige und mit jedem Haushaltsbeschluss
eine politische Schwerpunktsetzung. Auch bei der Haushaltskonsolidierung in den Jahren 2007 bis
2010 haben verschiedene Bereiche ein höheres Konsolidierungsvolumen erbringen müssen als
andere.
Ungeachtet der städtischen Leitorientierungen, Zielsetzungen und Schwerpunkte schlägt die Ve r-
waltung als Maxime für das aktuelle Handlungsprogramm (wie bei der Konsolidierung 2011 bis
2014) vor, bei der Aufstellung des Programms keine „Tabubereiche“ zu benennen.
Damit sind alle Ämter, eigenbetriebsähnliche Einrichtungen und die Gesellschaften im „Konzern
Stadt Münster“ aufgefordert, zum Handlungsprogramm ihren Beitrag zu leisten.
Die letzte Konsolidierung hat gezeigt, dass die Umsetzung von Pauschalansätzen teilweise nur
sehr schwer möglich ist. Deshalb sollte das Handlungsprogramm mit konkreten Maßnahmen und
nicht mit Pauschalansätzen gefüllt werden (siehe oben Begründung zu Beschlusspunkt 4 und u n-
ten Begründung zu Beschlusspunkt 7.6).
Zu Beschlusspunkt 7.1: Abschätzung der Kosten in Vorlagen und Anträgen
In der Vergangenheit ist der Aspekt der haushalterischen Folgen bei Vorlagen und politischen Initi-
ativen nicht immer ausreichend verdeutlicht worden.
Deshalb schlägt die Verwaltung vor, in Beschlussvorlagen der Verwaltung als ersten Punkt eine
Abschätzung der Kosten bzw. Folgekosten im Sinne von Verbesserungen oder Verschlechteru n-
gen bzw. Haushaltsneutralität darzulegen. Nur in Kenntnis dieser Aussagen sind politische En t-
scheidungen zu treffen.
Auch bei der Behandlung von politischen Anträgen schlägt die Verwaltung eine Veränderung der
Vorgehensweise vor, wenn die Anträge keine Dars tellung der finanziellen Auswirkungen beinha l-
ten. In diesem Fall wäre im Rahmen der zu erstellenden Verfahrensvorlagen zu Anträgen nach § 3
Absatz 2 der Geschäftsordnung des Rates die Ablehnung des jeweiligen Antrages ohne fachliche
Prüfung seitens der Verwaltung vorzuschlagen.
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V/0505/2012
Zu Beschlusspunkt 7.2: Reduktionsvariante bei Investitionsmaßnahmen
Bei der Planung und Durchführung von Investitionsmaßnahmen werden Aspekte der Flächeneffizi-
enz, der Bau - und Ausstattungsstandards noch nicht immer durchgängig krit isch beleuchtet. Die
Sicht der zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer dominiert ganz wesentlich die Planungs - und Bau-
prozesse, während die Eigentümersicht der Stadt dabei manchmal aus dem Blick gerät.
In diesem Zusammenhang sei auch auf die vom Rat im März 201 2 beschlossene Vorlage
V/0176/2011/1 (Strategisches Flächenmanagement: Zwischenbericht unter Berücksichtigung der
Handlungsempfehlungen des Gutachtens Deloitte und Einführung eines Flächenplanes als Anlage
zum Haushaltsplan) hingewiesen. Der Rat hat damit seinen Willen nach einer kontinuierlichen
Entwicklung eines strategischen Flächenmanagements offen gelegt.
Dazu gehören aus Sicht der Verwaltung auch Planungsüberlegungen bei Investitionsmaßnahmen.
Erst jüngst ist in diesem Zusammenhang bemängelt worden, d ass für die politischen Gremien zu
wenig Spielraum bei der Entscheidung über Investitionsmaßnahmen bestünde, insbesondere was
die Höhe des zur Verfügung stehenden Budgets für die Maßnahme angeht.
Deshalb schlägt die Verwaltung folgendes neues Vorgehen vor: Im Rahmen der Umsetzung von
Investitionsmaßnahmen stellt die Verwaltung immer eine zweite (Planungs-)Variante („Reduktions-
variante“) dar, die zum Ziel hat, 20 Prozent der Kosten gegenüber der „Normalvariante“ zu reduzie-
ren. In diesem Zusammenhang werden dann auch die Standardveränderungen in der Vorlage dar-
gelegt.
Zu Beschlusspunkt 7.3: Prüfung von Standards und Richtlinien
Die Stadtverwaltung schlägt vor, mit Blick auf Investitions - und Sanierungsmaßnahmen alle hierzu
vorhandenen Standards und Richtlinie n mit ihrer Bezugsbasis (gesetzliche Vorgaben, Münster -
Standards als Ratsbeschlüsse etc.) einmal im Jahr dem betreffenden Fachausschuss sowie dem
Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften vorzulegen.
Beschlüsse mit Abweichungen von diesen S tandards / Richtlinien (Unterschreiten der Standards /
Richtlinien) sind – soweit nicht gesetzlich e Mindestnormen verletzt werden – bis zum Erreichen
eines dauerhaft ausgeglichenen Haushalts ausdrücklich zulässig.
Zu Beschlusspunkt 7.4: Überprüfung nach zweijährigem Erfahrungsbetrieb
Um die Wirksamkeit der Beschlusspunkt 7.2 und 7.3 überprüfen zu können, schlägt die Stadtve r-
waltung vor, nach zwei Jahren Erfahrungsbetrieb mit Entscheidungen auch auf dem Mindeststa n-
dard (unter Kenntnis der dann den Entscheid ungen zu Grunde liegenden Normen und Regelu n-
gen) die zur Zeit existierenden Standards / Richtlinien kritisch im Hinblick auf eine gegebenenfalls
notwendige Anpassung an die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Stadt Münster zu überprüfen.
Ebenfalls nach zwei Jahren Erfahrungsbetrieb soll die Wirksamkeit der Darstellung von „ Redukti-
onsvarianten“ bei Investitionsmaßnahmen überprüft werden.
Zu Beschlusspunkt 7.5: Investitions-Moratorium
Das Investitionsprogramm soll in denn nächsten Jahren deutlich zurückg efahren werden. Dies ist
nach den hohen Investitionen der vergangenen Jahre im Rahmen des städtischen Konjunkturpr o-
gramms und des Konjunkturprogramms des Bundes (KP II) durchaus vertretbar. Es ist vorges e-
hen, das zurzeit in der Finanzplanung des beschlosse nen Haushaltsplans 2012 ausgewiesene
Gesamtinvestitionsvolumen in den Jahren 2013 bis 2015 von rd. 207 Mio. € auf die Jahre 2013 bis
2017 zu verteilen. Hierdurch ergibt sich zumindest ein haushaltswirksamer Einspareffekt bei den
Abschreibungen und den Zins aufwendungen für die Kredite zur Investitionsfinanzierung (rd. 50 %
des Investitionsvolumens muss über Kredite finanziert werden). Die konkreten Einspareffekte kö n-
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V/0505/2012
nen erst nach der endgültigen Zuordnung der Investitionsausgaben auf die Jahre 2013 bis 2017
ermittelt werden. Inwieweit darüber hinaus Einspareffekte im Personal - und Sachkostenbereich
erzielt werden können, kann zurzeit nicht eingeschätzt werden.
Zu Beschlusspunkt 7.6: Projektgruppe „Verwaltungsreform“
Der Rat hat im Dezember 2010 Beschlüsse zu r Konsolidierung der städtischen Finanzen gefasst.
In der sog. Säule 1 der Konsolidierung sind Ansätze zur „Organisationsentwicklung der Verwa l-
tung“ enthalten. Die Ansätze bezogen sich auf
I. Optimierung der städtischen Verwaltungsprozesse vor allem im Kontext mit der Einführung
von eGovernment und IT-gestützter Workflow-Systeme
II. Verringerung der Zahl der Organisationseinheiten und Optimierung der vorhandenen Fü h-
rungsspannen
III. Analyse vorhandener und zielgerichtete Förderungen neuer Denkweisen (Verwaltungskultur)
IV. Verstärkte Nutzung interkommunaler Zusammenarbeit in der Region
V. Nutzung von Synergien im „Konzern Stadt Münster“
In der Anlage 1 zu dieser Vorlage ist der aktuelle Stand der bisherigen Haushaltskonsolidierung
dargestellt. Bezüglich der Säule 1 zeigt sich, dass der Zeitbedarf für die zum Teil sehr weit re i-
chenden Entwicklungsansätze unterschätzt wurde. Konsolidierungserfolge durch die Optimierung
von Geschäftsprozessen, E-Government und die Weiterentwicklung der Organisati on hängen u.a.
von tiefgehender Analyse, technologischen Entwicklungen, Personalfluktuation oder vorausse t-
zungsvollen Kooperationsentwicklungen ab, d.h. sie müssen in der Regel aufwendig erarbeitet
werden. Zudem sind Konsolidierungserfolge nicht immer tren nscharf zugrunde liegenden Organ i-
sationsmaßnahmen zuzuordnen.
Die einzusetzende Projektgruppe soll vor diesem Hintergrund eine Intensivierung der Anstrengu n-
gen sicher stellen und konkrete Teilvorhaben umsetzen.
Zu Beschlusspunkt 7.7: haushaltsentlastend wirkende Vorschläge aus dem Bürge r-
haushalt
Erstmalig sind in diesem Jahr die Bürgerinnen und Bürger bei Abgabe eines Vorschlags zum Bü r-
gerhaushalt gefragt worden, ob ihr Vorschlag kostenneutral ist, Geld spart oder Geld kostet.
Im Ergebnis haben die Bürge rinnen und Bürger bei den 392 Vorschlägen folgende Kategorie au s-
gewählt:
154 Vorschläge: Vorschlag spart Geld1
133 Vorschläge: Vorschlag kostet Geld
104 Vorschläge: Vorschlag ist kostenneutral.
Die 154 Vorschläge, die aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger zu Einsparungen führen, sind in der
Anlage 2 dieser Vorlage aufgeführt. Deutlich wird, dass die überwiegende Anzahl der diesjährigen
Vorschläge entweder als kostenneutral oder als Sparvorschläge gekennzeichnet ist.
Das weitere Verfahren im Bürgerhaushalt sieht wie folgt aus:
1 Ein weiterer Vorschlag, der Geld spart, wurde vom Ver fasser während der Bewertungsphase zurückgez o-
gen.
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V/0505/2012
22.06.2012: Ende der Bewertungsphase
25.06.2012: Veröffentlichung der Bestenliste (die von den Bürgerinnen und Bürgern am besten
bewerteten, rund 100 Vorschläge kommen in die Bestenliste)
19.09.2012: Dokumentation der Bestenliste (die Dokumentation umfasst die Stellungnahme der
Verwaltung zu allen Vorschlägen der Bestenliste und wird dem Rat in der Septe m-
ber-Sitzung vorgelegt)
12.12.2012: Beschluss des Rates über die Vorschläge der Bestenliste, parallel Beschluss über
den Haushalt 2013.
Das bisherige Verfahren ist so angelegt, dass die Vorschläge der Bestenliste mit einer Stellun g-
nahme der Verwaltung versehen werden. Die Verwaltung empfiehlt dem Rat, neben den Vorschl ä-
gen der Bestenliste alle weiteren Sparvorschläge mit einer Kurzeinschät zung zu versehen. Geg e-
benenfalls lassen sich auf diesem Weg weitere Maßnahmen in das Handlungsprogramm integrie-
ren.
Die Kurzeinschätzung zu den Sparvorschlägen wird sich von den ausführlicheren Stellungnahmen
zur Bestenliste wie folgt unterscheiden: Die Ve rwaltung wird kurz darstellen, wie der Vorschlag
bewertet wurde, ob der Vorschlag auch aus Verwaltungssicht zu Einsparungen führt, ob und wann
er umsetzbar ist und welche finanzielle Entlastung mit dem Vorschlag einhergeht.
In Vertretung
gez. gez.
Reinkemeier Heuer
Stadtkämmerer Stadtrat
Anlagen:
- Anlage 1: Zwischenstand zum Konsolidierungsprozess 2011 bis 2014
- Anlage 2: Haushaltsentlastend wirkende Vorschläge aus dem Bürgerhaushalt
V-0505-2012_Anlage1
1362 Zeichen
2011 2012 2013 2014
in T. € in T. € in T. € in T. €
Säule 1 Soll 1.250 2.000 2.750
Organisationsentwicklung Ist 0 0 0 1)
0% 0% 0%
Säule 2 Soll 8.064 8.841 8.996 8.877
Konsolidierungsmaßn. Ist 7.376 7.851 7.931 8.040 2)
91% 89% 88% 91%
Säule 3 Soll 8.179 8.169 8.233 8.233
Pauschale Kürzungen Ist 6.457 6.578 6.370 6.336
79% 81% 77% 77%
Säule 4 Soll 5.757 6.762 9.712 9.712
Steuer- und Abgabenerh. Ist 5.757 6.062 6.912 6.912 3)
100% 90% 71% 71%
Säule 5 Soll 7.600 8.100 10.000 10.400
Gewerbesteuer Ist 7.600 8.100 10.000 10.400
100% 100% 100% 100%
Summen Soll 29.600 33.122 38.941 39.972
Ist 27.190 28.591 31.213 31.688 4)
92% 86% 80% 79%
Anmerkungen:
Stand der Haushaltskonsolidierung 2011-14
im Mai 2012
Anlage 1 zur Vorlage V/0505/2012
1) = Bisherige Sparbeiträge durch die Organisationsentwicklung wurden bei der Säule 3 ausgewiesen.
2) = Das Umsetzungsdelta der Säule 2 geht u. a. auf geänderte politische Entscheidungen (z. B. Stadthalle Hiltrup,
Grünflächen) zurück.
3) = Keine Schlüsselzuweisungen trotz Einführung der Zweitwohnungssteuer.
4) = Im aktuellen Haushaltsplan sind bereits die geänderten politischen Entscheidungen zu
Konsolidierungsmaßnahmen und das Ausbleiben der Schlüsselzuweisungen berücksichtigt, so dass
sich aktuell ein haushaltswirksames Umsetzungsdelta von rund 4,5 Mio €
ergibt.
V-0505-2012_Anlage2
96921 Zeichen
Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
2 Weniger
Kontenangaben auf
städtischen
Schreiben
Es ist nicht nachvollziehbar, warum in der
normalen Korrespondenz bis zu zehn
Bankkonten sowie teilweise die IBAN-Nummer
und der SWIFT-Code aufgeführt sind. Die
Deutsche Bundesbank und die WestLB AG sind
ohnehin entbehrlich.
Die Konzentration des Buchungsvolumens auf wenige Konten mit
elektronischer Datenübertragung würde Arbeitszeit sparen. Die
einheitliche Behördennummer (115) sollte generell eingedruckt
werden.
3 Überflüssige
Ampelanlage im
Gewerbegebiet
Loddenheide
Etwa 50 Meter hinter der Kreuzung An den
Loddenbüschen/Martin-Luther-King-Weg
befindet sich eine überflüssige
Fußgängerampel. Falls der Abbau der Ampel
kurzfristig nicht möglich ist, sollte sie als
Bedarfsampel umgerüstet werden.
Dann würden zumindest Stromkosten gespart. Entbehrlich ist
auch der dort aus dem Gewerbegebiet einmündende Fuß-
/Radweg. Fußgänger und Radfahrer können problemlos den
Übergang an der Kreuzungsampel nutzen.
4 Unbebaute
städtische
Grundstücke
verkaufen
Durch geänderte Bebauungspläne,
überarbeitete Straßentrassen oder
aufgegebene Spielplätze sind im Laufe der
Jahre zahlreiche städtische Grundstücke oder
Teilflächen frei geworden.
Die unbebauten Flächen sollten ? nach einer Umwidmung ? an
Anlieger oder an Dritte verkauft werden. So befinden sich am
Gremmendorfer Weg einige stadteigene Flächen, die von den
Anliegern unentgeltlich als Vorgärten genutzt werden. Die
Flächen werden dauerhaft nicht mehr für einen Straßenausbau
benötigt. An einer Stelle wurde die Bauflucht bereits vorverlegt,
so dass die ursprüngliche Planung nicht mehr realisierbar ist.
5 Kostenbeitrag für die
Inanspruchnahme
der Recyclinghöfe
Angemessen wäre, wenn die Aufwendungen für
den Betrieb der Recyclinghöfe der
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster teilweise
entsprechend der Inanspruchnahme umgelegt
würden.
Als angemessener Kostenbeitrag sollte pro Anlieferung ein
Entgelt von etwa 2 Euro erhoben werden. Dazu wäre lediglich ein
Münzautomat zu installieren. Eine Schranke ist ohnehin
(beispielsweise am Recyclinghof Eulerstraße) vorhanden.
6 Einheitliche
Gestaltung
(Corporate Identity)
des städtischen
Auftritts
In der Korrespondenz der Stadt fällt auf, dass
es keinen einheitlichen CI-Auftritt (CI =
Corporate Identity bzw. Organisationsidentität)
gibt.
Besonders gewöhnungsbedürftig ist der Briefaufbau des Amtes
für Schule und Weiterbildung. Durch den Wegfall der
Doppelpunkte im rechten Briefviertel ließen sich auch der
Papierverbrauch und das Archivvolumen reduzieren.
9 Sonderabgabe für
Außenheizungen und
Heizpilze einführen
Für Außenheizungen zum Beispiel in der
Außengastronomie wird eine pauschale Steuer
von 25 Euro pro Monat pro Heizquelle erhoben.
Außenheizungen sind ineffektiv und verlocken sichtlich nicht zu
einem erhöhten Umsatz in der Außengastronomie. Ein Verzicht
auf die Außenheizungen wäre ein minimaler Verzicht mit großer
Wirkung.
12 Kreisverkehr an der
Kreuzung Marktallee -
Glasuritstraße
errichten
Besonders zum Feierabend staut sich an der
Kreuzung Marktallee - Glasuritstraße auf der
Marktallee und Hülsebrockstraße der Verkehr.
Durch die Errichtung eines Kreisverkehres würde der
Verkehrsfluss erheblich verbessert werden und die
Lärmbelästigung der Anlieger reduziert. Da die Prinzenbrücke
abgerissen werden soll, könnte man bei der neuen
Verkehrsführung den Kreisverkehr mit errichten. Die
Betriebskosten der Ampelanlage fallen somit auch weg.
18 Beweidung
öffentlicher
Grünflächen
Die öffentlichen Parkanlagen mit großen
Rasenflächen (z. B. im Bereich Aasee,
Wienburgpark, Westerholtsche Wiese usw.)
könnten abwechselnd durch Schäfer
bewirtschaftet werden.
Durch eine zyklische Beweidung der größeren Flächen müssten
diese nicht länger kostenintensiv gemäht werden. Zudem könnte
z. B. das Fleisch der Schafe als regionale (und ökologisch
hochwertige) Delikatesse in münsterschen Gaststätten angeboten
werden. Aus den Einsparungen beim Mähen und dem Erlös
durch den Verkauf von Schafprodukten ließe sich möglicherweise
ein (oder mehrere) ?hauptamtliche/r Schäfer? einstellen.
(Alternativ wäre es denkbar, die Flächen einem selbstständigen
Schäfer zur Verfügung zu stellen, der diese frei als Weidefläche
nutzen darf und sich im Gegenzug verpflichtet, die Rasenflächen
kurzzuhalten.) Die Verwaltung möge prüfen, ob dieser Vorschlag
realisierbar ist und auf diese Weise Einsparungen im städtischen
Haushalt möglich sind.
19 Nur jede 2.
Straßenlaterne
nachts einschalten
Um Strom und Kosten zu sparen, sollte nachts
nur jede zweite Straßenlaterne eingeschaltet
werden.
Die Stadtverwaltung sollte prüfen, ob sich dadurch Strom und
Kosten tatsächlich einsparen lassen und ob der Vorschlag
technisch möglich ist.
20 Keine neue
Anschaffung von
Fahrradfahrer-
Ampeln
Keine neue Anschaffung von eigenen, kleinen
Fahrradfahrer-Ampeln! Sie sind absolut
überflüssig und teuer. Die vorhandenen sollten
bei Defekt abgeschafft werden.
Seite 1 von 20
Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
21 Flughafen
Münster/Osnabrück
(FMO) verkaufen
Wir können den Flughafen Münster/Osnabrück
nicht länger mit unseren Gas-, Strom- und
Wasserpreisen finanzieren.
Der Flughafen Enschede Airport Twente wird von Investoren für
30 bis 40 Millionen Euro mit einer 3000-Meter-Landebahn gebaut.
Wir Bürger aus Münster haben mit dem Strom-, Gas- und
Wasserpreis 36 Millionen Euro bezahlt, Osnabrück und Steinfurt
je 36 Millionen Euro. Der Flughafen Münster/Osnabrück ist zu
teuer und muss verkauft werden.
22 Jugendheime mit
beschränkten
Öffnungszeiten
anders nutzen
Jugendheime, die nur 3, 4 oder 5 Stunden (und
weder bis 22 Uhr noch samstags) geöffnet
haben, sind unrentabel. Sie sollten anders
genutzt werden.
Morgens können sie als Kita genutzt werden, z. B. Bauspielplatz
in Kinderhaus.
23 Schuldenstopp für
Münster
Trotz Griechenland und Staatsvertrauenskrise
hatte der Rat 2011 nicht die Kraft ein Konzept
zum Schuldenstopp vorzulegen, die
Schuldenmacherei in dieser reichen Stadt wird
trotz Einsparungen und Steuererhöhungen
fortgesetzt. Ihr Votum kann das ändern.
Die Verwaltung und der Rat haben kein Konzept, mit der
ständigen Schuldenerhöhung aufzuhören, das Gutgehenlassen
auf Kosten der nächsten Generation geht weiter. Das völlig
unzureichende Ziel, 2020 einen ausgeglichenen Haushalt
vorzulegen, wird durch keinerlei Konzept untermauert. Der
existierende Sanierungsplan bis 2015 sieht weitere
Millionenschulden von -17,9 - 31,0 -26,0 ? 25,0 Millionen ? vor.
Nicht einmal eine abnehmende Tendenz ist zu erkennen.
Deshalb die Forderung ein glaubwürdiges Schuldenstoppkonzept
vorzulegen. Wer den Schuldenstopp für richtig hält, muss
schmerzliche Einschritte akzeptieren und auch so konsequent
sein, bei der nächsten Wahl den Parteien die Stimme zu
versagen, die sich einem zügigen Schuldenstopp verweigern.
Ohne dieses Signal wird es wohl nicht gehen.
24 Mitglieder der
Bezirksvertretungen
wie sachkundige
Bürger bezahlen
Künftig enthalten alle Mitglieder der
Bezirksvertretungen nur noch Sitzungsgeld wie
sachkundige Bürger (pro Sitzung 30 Euro). Auf
diese Art und Weise könnte die Stadt jährlich
rund 90.000,- Euro sparen.
Die Bezirksvertretungen (BV) tagen nicht häufiger im Jahr als die
meisten Fachausschüsse. BV-Mitglieder lesen auch nicht mehr
Vorlagen als sachkundige Bürger in den Ausschüssen. Insofern
sind die 200 Euro, die BV-Mitglieder als monatlichen
Pauschbetrag erhalten, für den identischen Zeitaufwand nicht
vertretbar.
27 Grundstück für
Wohnmobilhafen
bereitstellen
Ich habe einen Investor, der 3 Millionen Euro in
das Projekt "Wohnmobilhafen für Münster"
investieren möchte. Seit 4 Jahren wartet er
wegen des fehlenden Grundstücks auf die
Projekt-Realisierung, ich als künftiger Betreiber
auch. Kosten für die Stadt: keine!
Warum tut sich die Stadt Münster so schwer mit der Realisierung
des Projektes? Die Vorteile liegen alle auf der Hand, angefangen
von Schaffung von Arbeitsplätzen, über Tourismusförderung und
Bindung von Kaufkraft. Die Stadt Münster hätte ein attraktives
Aushängeschild mehr, man könnte eng mit Münster Marketing
zusammenarbeiten. Die Pläne für diesen Wohnmobilhafen liegen
fix und fertig in der Schublade und die Stadt schiebt die
Entscheidung über ein Grundstück endlos zeitraubend vor sich
her! Warum? Soll allen, die dieses Projekt vorantreiben wollen,
die Lust vergehen? Warum wird Kreativität und Schaffenskraft
nicht gefördert? Ich finde es ist eine umfassende öffentliche
Diskussion wert!
28 Für ein tolerantes
Münster, gegen
Homophobie!
Keine Unterstützung durch die Stadt Münster
und ihrer Gesellschaften an Mitgliedsvereine
des "Bund der Historischen Deutschen
Schützenbruderschaften e.V."
Der "Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften
e.V." diskriminiert homosexuelle Mitglieder. Deutlich wird dies
durch den aktuellen Fall der schwulen Schützenbrüder in der
Kinderhäuser Schützenbruderschaft St. Wilhelmi. Inzwischen
wurde durch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) ein
Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
festgestellt. Wie auf der Internetseite des "Bund der Historischen
Deutschen Schützenbruderschaften e.V" zu lesen ist, wird auch
weiterhin an der Diskriminierung festgehalten. Ich schlage daher
vor, dass die Stadt Münster und ihre Gesellschaften alle
Unterstützungen (finanzielle sowie ideelle) an Mitgliedsvereine
des "Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften
e.V." einstellt. Keine Steuermittel für Diskriminierung!
Seite 2 von 20
Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
31 Kostendeckende
Eintrittspreise für das
Stadttheater
Ein Theaterbesuch erzeugt in Deutschland
durchschnittliche Kosten von weit über 100 ?,
bei Erlösen von durchschnittlich nicht einmal 25
?. Gute Angebote sind Interessierten ihr Geld
wert.
Auch Münster muss sich der Diskussion des
Subventionswahnsinns stellen. Über 18 Millionen jährliche
Aufwendungen müssen deutlich reduziert werden. Musikkonzerte
von Popstars sind heute nicht mehr unter 50 ? zu haben, nicht
selten sind Preise bis zu 100 Euro je Ticket bei gefüllten Hallen/
Stadien. Weniger Angebot führt zu besserer Qualität und
besserer Auslastung. Wenn sich das Theater nicht selbst trägt,
muss es in letzter Konsequenz geschlossen werden. Hierdurch
steigt die Auslastung anderer Angebote in der Umgebung von
Münster.
33 De-Mail für Münster Im September startet De-Mail, die Möglichkeit
sichere E-Mails zu übertragen. Die Stadt
Münster soll sich von Anfang an daran
beteiligen.
De-Mail ist ein Projekt der Bundesregierung
(http://www.cio.bund.de/DE/Innovative-Vorhaben/De-
Mail/de_mail_node.html). Damit wird nun endlich die Möglichkeit
der rechtsverbindlichen Übertragung von elektronischen Briefen
ermöglicht. Ab Septmber 2012 starten die größten deutschen E-
Mail Betreiber mit dieser neuen Übertragungsmöglichkeit. Um in
der Stadtverwaltung Kosten zu sparen, soll sich die Stadt Münster
an De-Mail beteiligen. Außerdem soll geprüft werden, ob dies bei
den kostenlosen privaten E-Mail Accounts von www.muenster.de
auch möglich ist.
34 Für modernes und
einfaches Parken in
Münster
In Münster stehen etliche Parkautomaten, die
eine ganze Menge Personal, und somit Geld
binden. Es soll auf ein kostengünstigeres
Internet oder Mobilfunksystem umgestellt
werden.
In vielen europäischen Städten ist diese Idee bereits heute
Wirklichkeit. So gibt es in Estland fast keine Parkautomaten mehr.
Es sollte eine Arbeitsgruppe in der Stadtverwaltung gebildet
werden, die unterschiedliche Lösungsansätze erarbeitet.
36 Hundesteuer-
Zahlungen stärker
kontrollieren
Die Stadt möge sich um nicht bezahlte
Hundesteuer kümmern.
Alle Eigentümer wie ich müssen Grundsteuer zahlen und werden
kontrolliert. Das gleiche gilt für Gewerbesteuerzahler. Warum
werden Hundehalter nicht kontrolliert? Schätzungsweise jeder
Zweite zahlt nicht. Die Hundehaltung nimmt groteske Formen an:
Zwei Hunde sind häufig. Und das in zentralbeheizten
Wohnungen. Warum kontrolliert Münster nicht flächendeckend
und erfolgreich wie andere Städte? So entgehen
Hunderttausende Euro an Steuern.
37 Miete für
Sozialwohnungen
mindern
In Münster liegt die Kaltmiete für sanierte
Sozialwohnungen mit 6,17 Euro pro
Quadratmeter über dem Mietspiegel.
Die Mietnebenkosten steuern auf 6.000 Euro pro Jahr zu. In
Bremen zahlen Mieter von Sozialwohnungen eine Warmmiete
von unter 5 Euro. Was hat die Stadt falsch gemacht?
40 Umbenennung des
Hindenburgplatzes
zurücknehmen
Der Rat der Stadt Münster möge die
Umbenennung des Hindenburgplatzes
zurücknehmen, um ein teures Bürgerbegehren
und eine anschließende kostenintensive
Volksabstimmung (bei der eine Niederlage des
Rates bereits absehbar ist) zu vermeiden.
In beiden münsteraner Tageszeitungen zeigte und zeigt sich eine
deutliche Mehrheit der münsteraner Bürger gegen eine
Umbenennung des Hindenburgplatzes. Auch die von der Stadt
durchgeführte (und von Beteiligten und Meinungsforschern
aufgrund der suggestiven Fragestellung zurecht kritisierte)
Stichproben-Umfrage zum Thema fiel nur äußerst knapp für eine
Umbenennung aus. Vor dem Hintergrund einer zu erwartenden
Mehrheit für eine Rücknahme der Namensänderung und der mit
einem Bürgerbegehren oder einer Volksabstimmung
einhergehenden hohen Kosten sollte der Rat den Tatsachen ins
Auge blicken und den Platz freiwillig wieder in ?Hindenburgplatz?
umbenennen. Insbesondere wird die Stadt aufgefordert, bis zu
einer abschließenden Klärung alle Maßnahmen zu unterlassen,
die vorzeitig Tatsachen schaffen und zu einer weiteren
Steigerung der Kosten führen könnten (zum Beispiel eine
Änderung der Beschilderung).
41 Keine weiteren
Straßenum-
benennungen mehr
Bei den geplanten Straßenumbennungen den
Willen der Bevölkerung berücksichtigen und
darauf verzichten
In der Umfrage im Auftrage des Ältestenrats zum Thema
Straßenumbenennungen hat sich zwar ein klares Ja für die
Änderung der Bezeichnung Hindenburgplatz ergeben, aber auch
ein klares Nein zu weiteren Umbenennungen. Nach der
veröffentlichten Umfrage waren 27,6 % für die Beibehaltung,
weitere 30,2 % für ein erklärendes Zusatzschild und nur 22,6 %
für eine Umbenennung sowie 16,2 % für eine Umbenennung mit
Zusatzschild, das den früheren Straßennamen enthält. Wie man
hier noch eine Mehrheit für eine Umbenennung herauslesen
kann, ist mir nicht erklärlich. Das Umfrageergebnis enthält den
deutlichen Hinweis auf die Übertragbarkeit des Ergebnisses auf
alle münsteraner Bürgerinnen und Bürger.
Seite 3 von 20
Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
45 Geld sparende
Vorschläge sollen im
Bürgerhaushalt
dominieren
Vorschläge im Bürgerhaushalt, die Geld kosten,
werden nur diskutiert oder umgesetzt, wenn im
Gleichschritt Geld sparende Vorschläge aus
dem Bürgerhaushalt umgesetzt werden. Der
Bürgerhaushalt darf nicht zu weiteren
Ausgaben der Stadt führen.
-
49 Keine Aktivitäten der
Stadt auf Facebook
Alle Aktivitäten der Stadt Münster auf Facebook
sollen eingestellt werden. Die von den
Landesbehörden geforderte Beachtung des
deutschen Datenschutzrechts soll auch von
Münster umgesetzt werden.
Alle Datenschutzorganisationen der Länder fordern, das
Engagement auf Facebook einzustellen:
www.datenschutzzentrum.de/presse/20111209-facebook-
duesseldorfer-kreis.htm Zur Lage in NRW:
www.derwesten.de/region/sauer-und-siegerland/datenschuetzer-
gegen-facebook-nutzung-durch-suedwestfalener-kommunen-
id6497189.html Und einige Kreise ziehen auch die notwendigen
Konsequenzen: www.hannover.de/de/buerger/pres_med/RH_pm-
2011/RH_pm-2011-11/pm415.html Münster soll daher auch keine
Fanpages auf Facebook betreiben. Damit würde endlich dem
deutschem Datenschutz Genüge getan. Zudem würden auch die
teuren Weiterbildungsmaßnahmen überflüssig, die die Stadt
Münster für ihre zahlreichen Mitarbeiter in den Ämtern bezüglich
Facebook organisiert und bezahlt.
53 Bürgermuseum für
Bürgerengagement
Stadtmuseum veröffentlicht Aufgaben, die
durch Bürgerengagement gedeckt werden
können und wirbt dafür. Bürger stellen
Kompetenzen und Zeit unentgeltlich.
Kernkompetenzen bleiben hauptamtlich.
Einrichtungen, die den Bürgern wichtig sind, sollen von ihnen so
weit wie möglich direkt unterstützt werden. Vom
Bürgerengagement getragene Einrichtungen können auch nicht
als überflüssiger Luxus gebrandmarkt werden. Das Angebot
sinnstiftender Arbeit wird erweitert für Menschen, die einen
Beitrag leisten können und wollen. Die Motive, sich einbringen zu
wollen, sind vielfältig. Der Abbau bezahlter Arbeit in Grenzen ist
hinnehmbar, denn der Schuldenabbau wird nicht möglich, wenn
die Stadt mit nicht vorhandenem Geld Arbeitsmarktpolitik
betreiben soll. Persönlich würde ich zu ehrenamtlichem
Engagement in der Lage sein. Die Stadt sollte den Versuch
unternehmen, Bürgerengagement einzuwerben. Um die Qualität
des Angebotes zu sichern, muss Stammpersonal mit
Kernkompetenzen verbleiben und die Feder führen.
57 Tausch der
Straßenlampen
durch LED-Technik
Der Stromverbrauch durch den Einsatz von
LED-Technik wird gesenkt. Der Tausch
erfordert allerdings investive Kosten, die sich
aber schnell amortisieren.
Die aktuelle eingesetzte Beleuchtungstechnik benötigt mehr
Strom als die LED-Technik. Die LED-Technik ist mittlerweile so
weit, dass ganze Straßenzüge adäquat ausgeleuchtet werden
können. Ein Tausch der Beleuchtungstechnik kann Zug um Zug
geschehen.
59 Eingeschränkte
Buslinien an Sonn-
und Feiertagen
Nachtbuslinien stellen in der verkehrsarmen
Zeit ein adäquates Angebot des Öffentlichen
Personennahverkehrs (ÖPNV) zur Verfügung.
Dieses reduzierte Angebot ist auch an Sonn-
und Feiertagen ausreichend, es sei denn, es
gibt größere Veranstaltungen in der Stadt.
Die Benutzung der Busse der Stadtwerke an Sonn- und
Feiertagen ist geringer als an Wochentagen. Gleichwohl soll ein
adäquates Angebot an Sonn- und Feiertagen aufrecht erhalten
werden. Dieses soll über ein reduziertes Angebot an Buslinien
dauerhaft ermöglicht werden. Ein Interessenausgleich muss
allerdings hergestellt werden. So sollte es zum Beispiel den
älteren und behinderten Mitbürgern ermöglicht werden, zum
Beispiel einen Gottesdienst zu besuchen, nachmittags wäre es
zum Beispiel eher sinnvoll touristische Ziele, wie etwa den Zoo,
anzusteuern. So würde ein Plan einer "Sonn- und Feiertagslinie"
von der Linienführung der "Nachtbuslinien" möglicherweise - was
Linienführung und Taktung angeht - etwas abweichen. Durch den
geringeren Einsatz von Bussen und Personal würden aber
Einsparungen entstehen.
Seite 4 von 20
Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
61 Preußenstadion
ausbauen und
betreiben mit
Investor
Neubau und Betrieb des Preußenstadions mit
Hilfe von Privatinvestoren (z.B. LVM/Provinzial
Arena) an neuer Stelle, statt kostspieliger
Sanierung und Unterhalt des 86 Jahre alten,
jetzigen Stadions.
Jetziger Stand: Das jetzige Preußenstadion ist aufgrund seines
hohen Alters unmodern, unattraktiv und unsicher geworden. Mit
jährlichen sechsstelligen Haushaltssummen soll es saniert
werden. Idee: Die Stadt Münster steigt aus dem Preußenstadion
aus und sucht einen oder mehrere Privatinvestoren für Neubau
und Betrieb an anderer Stelle (z.B. LVM/Provinzial Arena).
Begründung: Langfristig wird auch durch eine Sanierung des
jetzigen Preußenstadions die Substanz nicht weiter zu erhalten
sein. Der Unterhalt ist zu teuer. Desweiteren ist das jetzige
Preußenstadion in der wachsenden und immer dichter
werdenden Innenstadt zunehmend ein Verkehrshindernis (An-,
Abreiseverkehr, Parken). Vorteile Neubau in Nähe z.B. der
Nieberdingstraße: 2-spurige Verkehrsanbindung
Umgehungsstraße/Albersloher Weg, Parkfläche. Außerdem kann
ein neues Stadion auch für zusätzliche Veranstaltungen
(Konzerte/Festivals) dienen. Ziel: langfristige Einsparungen im
Millionenbereich.
64
Schriftverkehr Bürger
/ Behörde und
umgekehrt
Ersatz des klassischen Postweges durch E-
Mail, E-Postbrief und so weiter. Jeder Bürger
kann sich einmalig für seinen bevorzugten
Kommunikationsweg anmelden / registrieren.
Zum Beispiel auf der Internetseite der Stadt Münster registriert
sich ein Bürger und gibt an, dass er künftig sämtliche
Kommunikation per E-Postbrief führen möchte. Alle Ämter
bekommen dies im Anschluss an die Registrierung automatisch
mitgeteilt. Sämtliche Kommunikation zwischen Amt und Bürger
kann nun ohne Papier und mit (im Fall E-Postbrief) geringerem
Porto stattfinden. Dies spart im Jahr eine Menge Geld ...
65 Bürgerkredite - Geld
von Bürger/-innen
leihen
Münster leiht sich benötigtes Geld von
Bürgerinnen und Bürgern.
Einige Kommunen haben es bereits vorgemacht: sie leihen
benötigtes Kapital einfach von ihren Bürgerinnen und Bürgern.
Diese bekommen für ihr Geld einen attraktiven Zinssatz erstattet
? eine Win-win-Situation. Münster hätte so zur Umsetzung
dringender Projekte Geld zu günstigen Konditionen zur
Verfügung. Münster könnte investieren, den Haushalt aber
trotzdem weiter entlasten. Den Bürger/-innen wiederum steht
durch den Bürgerkredit eine verlässliche Geldanlage zur
Verfügung, durch die sie nicht nur etwas für die Stadtgesellschaft,
sondern unter Umständen für ihre Nachbarschaft tun können.
Video: Bürgerkredite - Wie Bürger ihrer klammen Gemeinde
helfen | Politik Direkt
http://www.youtube.com/watch?v=B6ezdUOhC1Y
66 Arbeitsplatzbeschrei
bungen für
Schulhausmeister
erweitern
Die Arbeitsplatzbeschreibungen für städtische
Schulhausmeister sollten erweitert werden.
Durch die Abstellung auf die jeweilige
Klassenzahl und die örtlichen Gegebenheiten
ließen sich Servicekosten sparen.
Servicekosten entstehen bisher durch Beauftragung von
Dienstleistern oder der Abfallwirtschaftsbetriebe. Dabei handelt
es sich um Laubentfernung, Rasenmähen, Dachrinnenreinigung
(bei ein- und zweigeschossigen Schulen), gärtnerische Pflege der
Außenanlagen einschließlich der Baumscheiben vor dem
Schulgelände, die der Verkehrsberuhigung dienen, und sonstige
hausmeistertypische Arbeiten. Darüber hinaus sollten
Hausmeister in dem Teil der Schulferien, die über den Tarifurlaub
hinausgehen, als Urlaubsvertretungen in anderen städtischen
Einrichtungen eingesetzt werden. Eine wichtige Voraussetzung
ist, dass Hausmeister eine handwerkliche Ausbildung besitzen.
69 Einsparung von
Energiekosten auf
Tiefgarage am
Langebusch
Beleuchtung auf der Tiefgarage am
Langebusch verringern. Eigentümer ist die
Wohn-und Stadtbau.
Seit mehr als 15 Jahren versuchen wir in Gesprächen mit Wohn-
und Stadtbau, die sehr helle und aufwendige Beleuchtung auf der
Tiefgarage zu reduzieren. Leider ist es bisher an der Arroganz
der Wohn-und Stadtbau gescheitert. Durch eine geringere
Beleuchtung könnten Energiekosten eingespart werden. Wir
hoffen auf diesem Weg, etwas zu erreichen. Es ist erforderlich,
bei Einbruch der Dunkelheit einmal eine Begehung
durchzuführen.
70 Sportanlage und
Kindergarten
Eichendorffstraße -
Nachts Beleuchtung
ausschalten
In der Sportanlage Eichendorffstraße brennt
nachts öfters das Licht (Gebäude,
Flutlichtanlage), auch im angrenzenden
Kindergarten. Ich schlage vor, dieses Problem
technisch zu beheben oder für gezielte
Rückmeldungen zu sorgen.
Ich schlage vor, Zeitschaltuhren zu installieren, die nur bei Bedarf
zu ungewöhnlichen Zeiten manuell abgestellt werden. Sollte das
nicht möglich sein, würde ich als Nachbar das Lichtausschalten
für jeweils einen symbolischen Euro übernehmen und regelmäßig
Mitteilung machen, so dass sich die Stadt das Geld bei den
Verantwortlichen holen kann.
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Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
71 Pflastersteine nicht
mehr in Mörtel
verlegen
Pflastersteine für Straßen und Wege sollten
nicht länger in Mörtel, sondern (wie früher) in
Sand oder Splitt verlegt werden.
Seit einigen Jahren beobachte ich, daß die neuverlegten
Pflastersteine auf Wegen, Plätzen und Straßen in der Innenstadt
aufwendig in Mörtel oder Beton verlegt werden, anstatt ? wie
früher ? in Sand oder Splitt. Dies ist zum einen viel teurer und
versiegelt zum anderen die Oberflächen, so dass Niederschlag
nicht mehr versickern kann; zudem ist es teurer, wenn die Straße
(bei Neuverlegung von Kabeln oder ähnliches) wieder geöffnet
werden muss. Nicht zuletzt wird die natürlicherweise entstehende
?Begrünung? zwischen den Fugen auf diese Weise verhindert,
die aber oftmals gerade den patinahaften Reiz von historischem
Pflaster ausmacht. Aus diesen Gründen sollte die Stadt wieder zu
der traditionellen Verlegeweise (in Splitt und Sand) zurückkehren.
76 Linux an Schulen
einführen
Die münsterschen Schulen sollten ? zumindest,
wenn es um die Arbeitsplätze von Schülern
geht ? auf Linux (oder andere freie
Betriebssysteme) umgestellt werden.
Durch den Umstieg ließe sich langfristig viel Geld sparen, da das
Betriebssystem (UND die darauf laufenden Programme!)
kostenfrei und ohne Lizenzpflicht erhältlich sind. Zudem böte der
Einsatz von Linux für die Schüler sogar einen Mehrnutzen
gegenüber Windows, da Erfahrungen mit Linux in der Wirtschaft
erfahrungsgemäß höher eingeschätzt werden als solche mit
Windows. Wenn es um reine Anwendungen geht, so bietet Linux
für alle Standardbereiche (E-Mail, Websurfen und Office)
kostenfreie (und gleichwertige!) Äquivalente zu den
kommerziellen Programmen aus der ?Windows-Welt?. Zudem
läuft Linux stabiler, und man könnte komplett auf den derzeitig
aufwendigen Virenschutz verzichten, da die für Windows
gefährlichen Viren unter Linux nicht lauffähig und somit
unschädlich sind. Es darf nicht sein, daß der Unterricht an
öffentlichen Schulen allesamt auf der Software EINES Herstellers
(hier: Microsoft) basiert und so künstlich falsche Standards
erzeugt werden.
79 Unzureichenden
Heckenschnitt mit
Geldbußen belegen
Wenn Grundstückseigentümer Hecken,
Sträucher oder Bäume zu weit in Gehsteige
hineinragen lassen, liegt meiner Meinung nach
eine Ordnungswidrigkeit vor, die mit
Verwarnungs- oder Bußgeldern geahndet
werden sollte.
Die vorgegebene Breite von Gehsteigen und sonstigen
öffentlichen Flächen sollte in der Benutzbarkeit nicht eingeengt
werden. Wenige Zentimeter sind sicherlich statthaft, aber mehr
auch nicht. Es muss gewährleistet werden, dass Mütter und Väter
mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer nicht auf
Straßen ausweichen müssen. Dies gilt auch für Personen mit
Gehhilfen.
80 Fördertopf für
Altbausanierung
streichen
Das städtische Förderprogramm zur
Energieeinsparung und Altbausanierung über
350.000 ? war bereits Anfang 2012 komplett
ausgeschöpft. Da nur ein Teil der Antragsteller
zum Zug kommt, ist diese Förderung ungerecht
und sollte gestrichen werden.
Für 2013 sind wieder 350.000 Euro im städtischen
Förderprogramm zur Energieeinsparung und Altbausanierung
vorgesehen. Auch hier werden wieder nur wenige Antragsteller
zum Zug kommen. Fraglich ist, ob es sich bei diesen
Antragsstellern um einkommensschwache Bürger handelt. Das
Ziel des Fördertopfs, Energie einzusparen, kann durch andere
Mittel optimaler erreicht werden, von denen dann nicht nur wenige
Bürger profitieren: Optimierung der alten und neuen
Bebauungspläne bezüglich Sonnenenergieausnutzung,
schnellere Einführung des Passivhausstandards usw.
82 Straßenbaukosten
reduzieren
Der Vorschlag betrifft besonders Fuß- und
Radwege.
Beispielsweise an der Mecklenbecker Straße ist der
Radwegbelag immer wieder in Abständen erneuert worden,
obwohl es nicht notwendig war.
86 Gebühren für die
Außengastronomie
erhöhen
Die Gebühren pro Quadratmeter
Nutzungsfläche sind im Vergleich zu Gebühren
in anderen Städten zu niedrig.
Zwar hat der Rat am 21. März eine angemessene Erhöhung
abgelehnt. Die Gastronomie nimmt hier aber öffentlichen Raum in
Anspruch, der auf der anderen Seite (Parkgebühren) nicht
unerheblich mit Gebühren belastet ist. Vorschlag: In vielen
anderen deutschen und europäischen Städten sind die Preise in
der Außengastronomie höher.
87 Zu viele
Kinderspielplätze in
Mecklenbeck
Bitte überprüfen, ob die Anzahl reduziert
werden kann.
92 Beirat für kommu-
nale Entwicklungs-
zusammenarbeit
streichen!
Den Beirat für kommunale
Entwicklungszusammenarbeit streichen sowie
den Nord-Süd-Preis.
93 Beirat für
Klimaschutz
auflösen!
Den Beirat für Klimaschutz auflösen und die frei
werdenden Mittel in die Energieeinsparung
stecken!
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Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
94 Kommunale
Seniorenvertretung
auflösen!
Die kommunale Seniorenvertretung sollte
aufgelöst werden, das Geld sollte besser in die
Schuldentilgung gesteckt werden!
95 Konsequenzen aus
Neubau der
Feuerwache 3
ziehen
Sollte die Feuerwache 3 gebaut werden, sollte
das Gebäude der freiwilligen Feuerwehr
verkauft bzw. abgerissen werden. Die
Freiwilligen mit in die Wache 3 integrieren. Der
jetzige Fuhrpark wird kaum genutzt und kostet
nur Geld.
Ein Erhalt ist unter den jetzigen Umständen nicht zu rechtfertigen.
97 Bürgerbüros in
öffentlichen Räumen
unterbringen
Bürgerbüros beispielsweise in Schulen
unterbringen, um Mietkosten zu reduzieren.
99 Fahrradpumpe am
Stadthaus 1 nicht
kaufen
Die Fahrradpumpe soll 4.000 Euro kosten. In jedem de r Fahrradparkhäuser wird es Fahrradpumpen geben -
zum Beispiel beim Picasso-Museum, in der Stubengasse und am
Bahnhof. Außerdem kann eine einfache Pumpe im Bürgerbüro
ausgeliehen werden.
100 Baulücke
Averkampstraße
15/17 schließen
Seit Jahren unbenutztes Bauland. Starker
Verlust von Mieteinnahmen.
Das Haus wurde jahrelang "frei gekündigt", dann abgerissen. Nun
ist das Bauland ungenutzt - seit mindestens drei Jahren. Das
bedeutet einen starken Mietausfall für das städtische
Tochterunternehmen "Wohn- und Stadtbau". (Wie schnell es
gehen könnte, zeigt die private Baulücke gegenüber!)
106 Alle Bäder
gemeinsam mit den
Vereinen betreiben
Viele Aufsichts- und Organisationstätigkeiten
lassen sich an die Vereine delegieren.
Siehe Handorfer Bad, Coburger Bad, Südbad-Plan des
Südbadvereins, Bäder außerhalb von Münster; vergleiche
Turnhallen und andere Sportanlagen.
109 Keinen
Nachtflohmarkt auf
Kosten der
Allgemeinheit
Die in 2011 bereits angefallenen und für 2012
geplanten Aufwendungen für die Durchführung
von Nachtflohmärkten müssen ab 2013
entfallen.
Laut Haushaltsplan der Stadt Münster 2012, Band 1, Seite 546,
sind für die Nachtflohmärkte auch in 2012 Mittel in Höhe von
50.000 ? vorgesehen. Die Zeiten, in denen für derartige
"Spielereien" das Geld noch locker saß, sind meines Erachtens
aber vorbei. Die Initiatoren der Nachtflohmärkte sollten ihre
ursprünglichen Versprechungen endlich wahr machen und die
einst vollmundig angekündigten Sponsoren für diese
Veranstaltungen benennen. Sollte das nicht möglich sein,
müssen die Flohmärkte halt zu normalen Tageszeiten
durchgeführt werden, die nicht diese Kosten verursachen.
Spätestens ab 2013 muss diese öffentliche Geldverschwendung
beendet werden.
113 Bauliche Standards
bei der U3-
Erweiterung kritisch
hinterfragen
Bei den notwendig werdenden Erweiterungen
von Kindertagesstätten (Kitas) werden durch
die Vorgaben des Jugendamtes die
Architektenentwürfe wesentlich verteuert.
Durch die überzogenen Standards des Jugendamtes wird das
politische Ziel einer flächendeckenden U3-Betreuung unter
finanziellen Gesichtspunkten erheblich erschwert. Dieser Frage
sollten sich die politischen Gremien der Stadt annehmen und die
Arbeit des Jugendamtes kritisch hinterfragen.
114 Trägerschaft des
Asylbewerber-
heimes an den
VDIJB e.V.
Übergabe des Asylbewerberheimes an der
Grevener Str 217, 48159 Münster, in die
Trägerschaft des VDIJB e.V. mit kompletter
Betreuung, ähnlich der Trägerschaft des CVJM
in Hiltrup, Meesenstiege.
Der Verein zur Förderung der Internationalen Jugendarbeit
(VDIJB e. V.) ist bereit und in der Lage, eine umfangreiche
sozialarbeiterische und pädagogische Betreuung der
Wohnanlage zu gewährleisten. Der Verein mit seinem
ehrenamtlichen Vorstand und Mitgliedern, hat
sozialpädagogische Betreuungsarbeit, Sprachkurse, Beratung
und Hilfestellung bei Antragstellungen und beim
Formularausfüllen für Asylbewerber seit vielen Jahren in den
Wohnheimen Philippistraße 4, Grevener Straße 178 und 217
sowie der neuen Unterkunft im Nordkirchenweg 48/50
durchgeführt und dabei praktische Erfahrung in der Organisation
und Verwaltung erworben. Dadurch, dass alle erforderlichen
Tätigkeiten von ehrenamtlichen Mitgliedern, darunter auch Diplom
SozialarbeiterInnen/SozialpädagogInnen, durchgeführt werden,
entsteht hier ein enormes Sparpotential für den städtischen
Haushalt.
115 Keine übertriebenen
Planungen auf
Kosten der Bürger
Baumaßnahmen, die lediglich einen
Verschönerungscharakter haben und von
Bürgern über Kommunalabgaben zu
finanzieren sind (Beispiel Sprakeler Straße),
haben die politischen Gremien mit äußerster
Zurückhaltung zu beschließen.
Beim Rückbau der Sprakeler Straße enthalten die Planungen
keineswegs nur notwendige Maßnahmen, sondern zu einem
erheblichen Teil Verschönerungsmaßnahmen. Nicht alles
Wünschenswerte sollte auf Kosten der davon betroffenen Bürger
umgesetzt werden!
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Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
116 Keine neue
Tiefgarage am
Idenbrockplatz
Bei der nur 100 Meter entfernten Tiefgarage
Kristiansandstraße 121-139 stehen mehrere
Hundert Stellplätze leer. Diese Garage wurde
aus Steuergeldern bezahlt und hat seit
mehreren Jahren erhebliche Defizite.
Der Vorschlag spart Geld, da überflüssige Bauvorhaben nicht
stattfinden.
117 Lohnerhöhung im
öffentlichen Dienst
intern auffangen
Die kürzlich beschlossene Lohnerhöhung im
öffentlichen Dienst inklusive der Erhöhung der
Pensionsansprüche sollte die Stadtverwaltung
intern auffangen.
Die Bürgerinnen und Bürger werden bereits durch erhöhte
Grundsteuern, Gewerbesteuern und Gebühren (zum Beispiel
Strom, Gas, Wasser) zur Kasse gebeten. Weitere Belastung:
Eine Handwerkerstunde kostet beispielsweise 57 Euro plus 25
Euro für den Lehrling und Fahrtkosten. Wie viele Bürger können
sich das leisten? Die Menschen werden in die Schwarzarbeit
getrieben, dem Staat entgehen viele Steuergelder.
118 Fahrbahn
Kristiansandstraße
verbreitern,
Bürgersteige
verengen
An der Kristiansandstraße parken
widerrechtlich Fahrzeuge. Gefährdung der
Fußgänger und Schulkinder, da die Autos beim
Wegfahren über den Bürgersteig fahren.
Im Vorfeld besser planen und die Bürger direkt vor Ort fragen,
dann kann viel Geld gespart werden und es muss nicht
nachgebessert werden.
119 Verbot von Fracking
(Bohrtechnik zur
Erdgas-Förderung)
Beim sogenannten Fracking gelangen
Schadstoffe in den Boden. Die Umwelt
(Grundwasser) wird verschmutzt.
120 Konzentration des
Rates auf städtische
Angelegenheiten
Durch die Beschäftigung mit dem
"Vegetarischen Tag" hat der Rat deutlich
gemacht, dass er sich mit Dingen beschäftigt,
die mit Kommunalpolitik und den Aufgaben
nach der Gemeindeordnung nichts zu tun
haben.
Angesichts der Haushaltslage sollen Rat und Verwaltung
wirtschaftlich handeln. Dazu gehört auch, Ressourcen nicht für
Anliegen zu verschwenden, für die die Stadt Münster gar nicht
zuständig ist.
121 Keine
Kindertagesstätte am
Bürgerhaus
Kinderhaus errichten
Das Gelände beim Jugendzentrum, wo die Kita
gebaut werden soll, wird als Boule-Platz,
Flohmarkt, Veranstaltungsfläche und
Grünfläche von allen Nutzern des
Bürgerhauses benötigt. Bürger wurden nicht
gefragt!
Die Kita gehört dahin, wo Kinder sind (Nord-West-Schleife,
Dauvemühle). Sie könnte beispielsweise auf dem Gelände des
Bauspielplatzes oder in einem der leerstehenden Ladenlokale am
Rektoratsweg oder am Kerstingskamp errichtet werden. In fünf
Jahren wird diese Einrichtung aufgrund der demografischen
Entwicklung nicht mehr gebraucht (siehe Statistiken: die Leute
werden älter, weniger Kinder).
124 Geschenkgut-
scheine für
kommunale
Einrichtungen
Die Stadt Münster verkauft - eventuell auch per
Internet - Geschenkgutscheine, die von den
Empfängern bei verschiedenen Einrichtungen -
Theater, Halle Münsterland, Allwetterzoo oder
auch Schwimmbäder - eingelöst werden
können.
Gutscheine finden als Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenke
immer größeren Zuspruch. So kann man Gutscheinkarten
verschiedener überregionaler Anbieter heute bereits an jeder
Tankstelle erwerben. Die Stadt Münster sollte dieses Instrument
nutzen, um den Zuschussbedarf ihrer Einrichtungen zu senken.
Gutscheine für Theater oder Halle Münsterland haben zum
Beispiel den Vorteil, dass sie nicht an einen bestimmten Termin
oder eine bestimmte Veranstaltung gebunden sind, sondern nach
Wunsch eingelöst bzw. finanziell "aufgestockt" werden können,
um einen besonders vorteilhaften Sitzplatz zu bekommen. Der
Gutscheinerwerb sollte an möglichst vielen Stellen im Stadtgebiet
möglich sein und könnte über das Internet erleichtert werden. So
wird der Besuch kultureller Einrichtungen, aber auch der
städtischen Schwimmbäder für die Bürger noch attraktiver
gemacht.
129 Keine Rasenheizung
für das
Preußenstadion
Dem Wunsch des SC Preußen bereits im
Zusammenhang mit der Rasenerneuerung
auch mit Vorarbeiten für eine Rasenheizung zu
beginnen, wird aus Kostengründung abgelehnt.
Angesichts der allgemeinen Haushaltslage sind weitere Kosten
für die Bespielbarkeit des Rasens nicht vertretbar. Dem Anliegen
des SC Preußen, in der 2. Bundesliga sei eine Rasenheizung
Pflicht, kann zur Zeit kein Gehör geschenkt werden. Bei der
gegenwärtigen Spielstärke der Mannschaft ist ein Aufstieg in
diesem und im nächsten Jahr höchst unwahrscheinlich und
weitere Kosten deshalb nicht aufzubringen.
130 Streichung Budget
autofreier Sonntag
Der Rat hat 100.000 Euro für Aktionen und
Werbung für einen autofreien Sonntag bewilligt.
Ich beantrage, diese Mittel wieder zu streichen.
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Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
136 Altenheimkosten
senken
Altenheimkosten sind in Nordrhein-Westfalen
(NRW) über 50 Prozent zu teuer. Meine Mutter
hat 2008 für ein kleines Doppelzimmer
42.956,46 Euro bezahlt und 2009 waren es
44.205,15 Euro. 2010 war eine Erhöhung von
5,5 Prozent im Gespräch.
Meine Mutter hat vom 14. Juli 2003 bis 12. September insgesamt
272.331,83 Euro bezahlt für ein 50 Jahre altes Haus. Altenheime
werden zu zwei Drittel mit Steuer- und Fördergeldern und billigen
Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bezahlt. In
Sachsen-Anhalt zahlen Senioren für ein Haus Baujahr 2008 für
die Pflegestufe 1 61 Euro, für die Pflegestufe 2 71 Euro und für
die Pflegestufe 3 80,90 Euro einschließlich Investitionskosten von
14, 25 Euro, sechs Mahlzeiten und Animation im Einzelzimmer
pro Tag. In Berlin zahlen Senioren in einem Haus Baujahr 1980
pro Tag 4,31 Euro abzüglich Altersabschlag von 3,11 Euro pro
Tag.
138 Sozialkaufhaus
einrichten: Sozial
und Zentral
Ein Sozialkaufhaus mit dem schönen Namen.
Einer für alle, alles aus einem Haus, schön,
gebraucht und lecker dazu
Alles aus einer Hand, schöne gebrauchte Möbel zu super gutem
Preis und auch Lebensmittel, gerade abgelaufen, zum Beispiel
von der Tafel, außerdem noch ein täglich wechselnder
Mittagstisch, das mitten in Münster, direkt am Bahnhof, etwas für
jedermann, hier hilft eine Hand der anderen, wer einen
Anstreicher oder Hilfe sucht, wer Hilfe anbietet meldet sich, unser
Motto einer für alle, alle für einen, genau das braucht Münster:
Eine zentrale Stelle, für jeden zu erreichen, einen Kaffee und
Kuchen noch dazu, plus ein schönes gebrauchtes Möbelstück
und bezahlbare Lebensmittel, die nicht im Müll landen. Münster
ist schön, wir zeigen, wir sind sozial mit unserem Sozialkaufhaus
141 Standards beim
Landschafts-verband
Westfalen-Lippe
(LWL) absenken
Der LWL kostet Münster 55 Millionen Euro.
Vieles, was man an Realisierung sieht im
Landschaftsraum, atmet großzügigste
Standards und scheinbar grenzenlose Mittel.
Da sollte der Rat auf sparsamere
Ausgabenpolitik hinwirken.
Etwas konkreter: Ein funktionierendes Museum in Münster wird
abgerissen und neu aufgebaut. Vogelbeobachtungsplattformen
an der Werse aufgestellt, keiner benutzt sie. Kloster Dahlheim
wird großzügigst renoviert, soziale Einrichtungen mutieren zu
Palästen. Das muss alles nicht sein, wenn die öffentliche Hand
nicht mit ihrem Geld auskommt, auch Münster nicht. Eigenbetrag
um 5 % senken.
143 Kreisverkehre statt
Ampeln
50 Prozent der Ampeln in Münster sind
überflüssig. Billige Kreisvariationen sind
machbar. Der Verkehr kann dann fließen. Die
Umweltverschmutzung nimmt ab.
Wir Bürger quälen uns von Kinderhaus bis Hiltrup über eine
Stunde von roter zu roter Ampel durch die Innenstadt.
156 Kein 5-geschossiges
Hochhaus am Burloh
(Zentrumserweite-
rung Kinderhaus)
Das Zentrum Kinderhaus wird erweitert. Es
sollen wieder Hochhäuser errichtet werden.
Das ist zu viel Asphalt und Beton.
Wir hoffen, dass mehr Grün kommt (Dachbegrünung) und die
gefällten Bäume ersetzt werden, um die Luft zu verbessern. Der
Investor muss bezahlen.
158 Kreisverkehr vor der
Tiefgarage
Idenbrockplatz/
Kristiansandstraße
einrichten
Asphaltieren Sie einen Kreis mit weißem Rand
(wie in England) und stellen Sie vor dem
Millionengrab die Ampeln ab, das spart Geld!
Verringern Sie die Geschwindigkeit der Autos mit Hilfe von
Drempeln (Bremsschwellen auf der Fahrbahn) und Katzenaugen!
Das ist in EU-Ländern normal.
159 Arbeitszeit der
städtischen
Bediensteten (ohne
Lohnausgleich)
kürzen
Wenn die Arbeitszeit der städtischen
Bediensteten um beispielsweise 20 Prozent
(ohne Lohnausgleich) gekürzt würde, würde der
städtische Haushalt um einen Millionenbetrag
entlastet.
160 Spielplatz Hohe
Geest (auf Höhe
"Draht Lauen")
zurückbauen
Der Spielplatz wird von Kindern kaum genutzt
und sollte deshalb zurückgebaut werden.
168 Straßenbeleuchtung
nachts zu
verkehrsarmen
Zeiten reduzieren
Nachts um 3 Uhr müssen weniger Laternen an
sein, als abends um 18 Uhr.
171 Nutzung der
Stadtteilautos
anwenderfreund-
licher machen
Die Nutzung der Stadtteilautos sollte
anwenderfreundlicher werden. Beispielsweise
ist die Preisgestaltung schwer verständlich, der
Internetauftritt nicht gut aufgebaut und das
Reservierungssystem ist umständlich.
Außerdem werden Stadtwerke-Mitarbeiter bei der Buchung
dadurch bevorzugt, dass sie auf ein bestimmtes Kontingent
zugreifen dürfen. Alternativgedanke: Man könnte eine Art
generationenübergreifende "Börse" für mobilen Austausch
initiieren (ähnlich dem Modell "Wohnen gegen Hilfe") oder als
neue organisierte Form im Rahmen der Bürgerstiftung.
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Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
176 Konsequent Schulen
schließen
Schulen zu schließen, ist politisch unbequem
und konfliktreich. Kleine Schulen sind allerdings
mit hohem Aufwand für Betrieb und
Bauunterhaltung verbunden. Ohne Zielkonzept
sind Fehlinvestitionen unvermeidbar.
Schülerzahlen sind leicht mit langem Vorlauf zu planen
(Geburtenzahlen/ -raten). Nur mit einem öffentlich bekannten und
langfristigen Konzept kann gezielt in die Schulen investiert
werden, die dauerhaft erforderlich sind: In den letzten Jahren der
Nutzung kann das Gebäude gezielt "abgenutzt" werden, sofern
keine Folgeverwendung möglich ist. Unnötige Sanierungen und
Reparaturen kurz vor der Schließung werden vermieden. Daher
sollte langfristig abgestimmt sein, wann welche Schule
geschlossen wird und welche nicht.
178 Kostenangabe in
Rats- /
Ausschussvorlagen
Vorlagen für politische Gremien sollen stets den
Aufwand für die Umsetzung des Beschlusses,
aber auch für dessen Erarbeitung nennen. Und
zwar sowohl Sach- als auch Personalaufwand.
Die Angabe des Aufwands bildet für die Politik eine wesentliche
Steuerungsgrundlage. Die Bürgervertreter sollen wissen, wenn
eine gegebenenfalls unproduktive Anfrage nur mit 10 Stunden
Personalaufwand beantwortet werden konnte (= 500 ?). Auch
sollte vorher klar sein, wie viel Aufwand mit der Umsetzung eines
neuen Konzepts verbunden ist. Sonst entstehen zum Beispiel
Gestaltungssatzungen, die nett sind, aber durch die zum Beispiel
viel Personal für Beratung und Verfolgung der Verstöße
gebunden wird. Durch Transparenz steigt das Kostenbewußtsein
für politische Entscheidungen.
179 Stadt soll Zucht von
Mikroorganismen in
der Kläranlage
Mariendorf
ermöglichen
Die Kläranlage Mariendorf soll nicht
zurückgebaut werden. Sie eignet sich für die
Zucht von Mikroorganismen, die eingesetzt
werden zur Verbesserung der Abwässer bis auf
Trinkwasserqualität.
Anfang des Jahres 2011 reichte ich dem Amtsleiter des
Tiefbauamtes ein Nutzungskonzept für die außer Betrieb gestellte
Kläranlage Mariendorf ein. Darin wurde beschrieben, wie unter
Einsatz von effektiven Mikroorganismen (die ich züchte) eine
weitere Verbesserung der eingeleiteten städtischen Abwässer bis
auf Trinkwasserqualität zu erreichen sei. Mit solch einer
Verbesserung der Abwässer ohne Chemieeinsatz könnte die
Stadt Münster dem Umweltschutz dienen und gleichzeitig die
Kosten für den Rückbau der Kläranlage Mariendorf sparen. Wie
wirksam der Einsatz von Mikroorganismen ist, wird das in der
Golfanlage Brückhausen durchgeführte Pilotprojekt zeigen.
183 Städtische
Leistungen durch
Bürgerengagement
ersetzen
Jede einzelne städtische Bürgerdienstleistung
ist darauf abzuklopfen, ob sie nicht durch
Bürgerengagement ersetzt oder zumindest mit
unterstützt werden kann, um so die Kosten zu
senken.
Dazu sind sicher erst Personalaufwendungen nötig, um einen
Umdenk- und Umstrukturierungsprozess zu begleiten. Langfristig
ist das aber ein Weg, um entweder die Schulden- oder die
Steuerspirale anzuhalten, wenn man auf nichts verzichten will.
Münster hat bereits eine engagierte Bürgerschaft, das muss
verstärkt werden. Beispielhaft seien hier die Städtischen Bühnen
angesprochen: Das vorhandene Personal mit anderen
Kommunen - zum Beispiel Osnabrück oder Bielefeld - teilen, den
eigenen Spielplan reduzieren und das Theater für Konzerte, Tanz
und Schauspiel für die vielfältigen lokalen Gruppen öffnen, die
Vieles gut können, ihr Publikum haben und auch diese
Unterstützung verdient haben. Die Stadt trägt weiter die Kosten
für das Gebäude.
184 Reinigungsintervalle
bei der
Straßenreinigung
verlängern
Die Straßenreinigung erfolgt derzeit
wöchentlich. Die Intervalle sollten, zumindest in
Wohngebieten, z. B. auf 14-tägige Reinigung
verlängert werden.
Teilweise werden derzeit saubere Straßen gereinigt. Die
Umstellung hätte in dem meisten Gebieten wohl keine wesentlich
größere Verschmutzung zur Folge. Vorteil für die Stadt: Es
können größere Kehrbezirke geschaffen werden. Personal und
Kehrmaschinen könnten eingespart werden. Vorteil für den
Bürger: geringere Gebühren. Win Win! Eventuell sollte eine
Umstellung zunächst für ein überschaubares Gebiet
versuchsweise stattfinden und dann das Ergebnis ausgewertet
werden.
194 Weniger Arbeitslose,
damit weniger
Ausgaben planen
Die Summe der Aufwendungen für Leistungen
der Grundsicherung für Arbeitsuchende ist in
den nächsten Jahren fast stabil mit ca. 118
Millionen Euro pro Jahr veranschlagt
(Produktgruppe 0501 im städtischen Haushalt).
Das muss doch zu senken sein.
Durch das schon gestiegene Arbeitsangebot und die weiterhin
positive Arbeitsmarktlage müßten doch die Kosten zu senken
sein, auch ohne die Leistungen notwendigerweise zu kürzen,
Arbeitslose leichter in Arbeit zu bringen sein.
204 Straßenbeleuchtung
sinnvoll ein- und
ausschalten
Die Straßenbeleuchtung wird, jedenfalls an der
Kapitelstraße, zu früh an- und zu spät
ausgeschaltet. Sie brennt, wenn man noch gut
ohne sie sehen kann. Das ist
Energieverschwendung.
Seite 10 von 20
Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
206 Mischwasserhähne
in öffentlichen
Gebäuden
abschaffen
In öffentlichen Gebäuden sollten die
Mischwasserhähne abgeschafft werden. Das
warme Wasser steht immer auf Abruf in der
Leitung, obwohl es fast nie gebraucht wird.
Die meisten Leute waschen sich die Hände doch nur mit kaltem
Wasser, weil es einfach zu lange dauert, bis das Wasser richtig
gemischt ist.
207 Katzensteuer
einführen
Eine Katzensteuer für alle Katzenbesitzer
einführen.
Um eine Gleichstellung der Tierbesitzer von Hunden und Katzen
zu gewährleisten, muss es auch eine Katzensteuer geben, denn
auch sie ist machbar und umsetzbar. Wie Hundebesitzer ihre
Tiere "freiwillig" anmelden, müssen dies auch Katzenbesitzer tun.
Bei Rückfragen für die Umsetzung stehe ich Ihnen gerne zur
Verfügung.
209 Deutliche Erhöhung
der Grundsteuern A
und B
Mit dem Ziel der Schuldentilgung der Stadt
werden die Grundsteuern A und B auf 600
Prozentpunkte erhöht. Die Mehreinnahmen
werden ausschließlich zur Schuldentilgung
eingesetzt.
Wir Münsteraner müssen die Lasten unserer Kinder abfedern.
Diese Steuer ist halbwegs sozial. Wer ein kleines Einkommen
hat, lebt meist in einer kleinen Wohnung und wäre nicht so stark
betroffen ...
212 Feuerwache 3
auflösen /
Rettungdienst
behalten
Die Feuerwache 3 verschlingt Kosten, Tag um
Tag. Der Nutzen ist meiner Meinung nach
jedoch zweifelhaft.
Die zusätzlichen Rettungsmittel für Hiltrup (nun stehen 2
Rettungswagen zur Verfügung) sind auf jeden Fall gerechtfertigt.
Der Südliche Stadtbereich mit Loevelingloh, Amelsbüren und
Hiltrup ist besser abgesichert. Dies sollte auf jeden Fall bestehen
bleiben. Jedoch ist es viel zu hochgestochen einen kompletten
Löschzug für den Brandschutz in Hiltrup zu stationieren. Es
würde hier ein Löschfahrzeug ausreichen. Die Einsätze im Süden
Münsters halten sich im Bereich von 100 Einsätzen pro Jahr für
alle 3 Stadtteile in die die Feuerwache 3 als erstes ausrückt. Das
ist nicht einmal 1 Einsatz am Tag. Und es beschränkt sich dabei
meist auf Kleineinsätze, die mit einem einzigen Fahrzeug
abzuarbeiten sind. In ungefähr 20 Fällen musste die
Berufsfeuerwehr mit einem ganzen Löschzug in Hiltrup tätig
werden. Das kann eine Freiwillige Feuerwehr alleine bewältigen.
Hier ist großes Einsparpotential vorhanden. Es würde ein großer
Teil der laufenden Kosten der Wache 3 gespart.
216 Keine
Planungskosten für
Südbad
Die Voraussetzungen, unter denen fünf Bäder
in Münster geschlossen wurden, haben sich
nicht verändert. Bewohner des Geistviertels
können das Stadtbad Mitte benutzen.
Die Südbadinitiative, die bewusst auch städtische Mittel
generieren will, bedient nur einen kleineren Teil dort wohnender
Bürger. Es wird übersehen, dass Bürger in anderen Stadtteilen
(Roxel, Amelsbüren, Nienberge zum Beispiel) kaum
Ausweichmöglichkeiten haben. Anders die Bewohner des
Geistviertels mit dem Stadtbad Mitte.
217 Grundstück an der
Metzerstraße
verkaufen
Das Grundstück wird immer noch für einen
möglichen Schwimmbadneubau vorgehalten.
Wegen des hohen Schuldenstandes müssen
nicht bebaute, aber bebaubare Grundstücke
verkauft und der Erlös dem Haushalt zugeführt
werden.
Zwar hat Oberbürgermeister Lewe der Initiative Südbad zugesagt,
ein Bürgerbad wohlwollend zu prüfen. In Hinblick auf den
gegenwärtigen Schuldenstand der Stadt dürfen solche
kostentreibenden Wahlversprechen nicht eingehalten werden.
Der Oberbürgermeister muss sehen, wie er mit diesem Problem
fertig wird.
218 Straßennamensschil
der privatisieren
Die Straßennamensschilder an einen privaten
Investor verkaufen, der die Schilder aufbaut,
abbaut und unterhält. Im Gegenzug darf er in
gleicher Größe wie das Straßenschild dezente
Werbung anbringen. Alternativ wird nur das
Werberecht verkauft.
Über oder unter dem Straßenschild wird praktisch ein zweites
Schild angebracht, das in engen Grenzen (zum Beispiel keine
Bilder, einheitliches Schriftbild) eine ganz kurze dezente
Werbebotschaft trägt. Beispiele: Firmennahmen (t-mobile,
Stadtwerke Münster, Wall) oder Produkte (zum Beispiel
Westfälische Nachrichten). Entweder werden alle Schilder
privatisiert (analog Buswartehäuschen) oder das Werberecht
separat verkauft. Gesehen im Ausland, Foto verfügbar.
220 Preußenstadion
verkaufen
Das Preußenstadion erweist sich für Münster
als finanzieller Klotz am Bein. Das Gelände soll
durch einen privaten Investor oder ein
Investorenkonsortium für den Sportbetrieb
erhalten bleiben.
Der so geliebten und vielfach geförderten Fußballszene sollte es
doch gelingen, einen Investor oder ein Investorkonsortium zu
finden, welche das Gelände nicht nur für Fußball, sondern auch
für andere sportliche Großveranstaltungen (zum Beispiel
Leichtathletik) finanziell attraktiv machen. Dazu mögen
Verwaltung und Parteien Überlegungen anstellen.
225 Ehemalige
Hausmeisterwoh-
nung Nikolaischule
nutzen
Die ehemalige Hausmeisterwohnung in der
Nikolaischule steht leer. Die Stadtverwaltung
sollte sich um einen Mieter bemühen, um
diesen Leerstand zu vermeiden. Außerdem
können so Mieteinnahmen erzielt werden.
Zwar ist die ehemalige Hausmeisterwohnung nicht direkt mit
einem Auto zu erreichen (etwa 200 Meter Fußweg), dennoch
sollte es möglich sein, Mieter für diese Wohnung zu finden und so
den Leerstand zu vermeiden.
Seite 11 von 20
Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
234 Fachleute innerhalb
der Stadtverwaltung
und im Rat an die
richtige Stelle setzen
Fachleute können dazu beitragen, die richtigen
Entscheidungen zu treffen, zum Beispiel beim
Abbau der Schulden oder dadurch, dass nicht
nach Parteizugehörigkeit Posten besetzt
werden.
239 Beleuchtung am
Technologiehof
nachts verringern
Am Technologiehof sollte nachts die
Beleuchtung verringert werden. Dadurch könnte
Energie eingespart werden. Auch nachtaktive
Tiere würden weniger gestört.
243 Regelmäßige
Überprüfung der
städtischen
Zuschüsse
Im Haushaltsplan stehen viele Zuschüsse
aufgrund von Regelungen oder Beschlüssen,
die aus dem vergangenen Jahrtausend
stammen und teilweise gar nicht mehr bekannt
sind. Es ist sicherlich sinnvoll, hier regelmäßig
zu überprüfen.
Aus der Aufzählung der Zuschüsse
(http://www.muenster.de/stadt/finanzen/pdf/Haushaltsplan_2012_
Band_1.pdf ab Seite 431) nur ein paar Beispiele: Block 01 Nr. 2 -
Auftragsgrundlage nicht mehr bekannt, Nr. 12 - Ratsbeschluß
1994, Nr. 13 - nicht mehr bekannt, Nr. 14 - Verfügung von 1999,
Block 02 Nr. 1 - Beschluß nicht mehr bekannt, Block 03 Nr. 5 bis
8 - Grundlage fehlt total, Nr. 9 Vereinbarung 1996, Nr. 11 und 14 -
Vertrag (von wann?), Block 04 Nr. 1, 2 und 6 - politische
Beschlüsse von wann? Das kann man noch fortsetzen, aber
allein bis hierhin ist ein Volumen von 881.020 ? erreicht.
244 Sparen im System
Stadtverwaltung
selbst
Die Stadt sollte die Rolle der Bürgerinnen und
Bürger (mehr Freiheitsrechte) bedenken und
deshalb die überbordende Bürokratie abbauen.
Den Bürger nicht als Melkkuh, sondern als
Träger des Staates betrachten.
Nicht immer nur vom Abbau der Verschuldung reden, sondern
dies auch tun. Keine Beratungsfirma engagieren, um zu sparen.
248
Mehrjährige Pflanzen
und/oder
Lebensmittel auf
öffentlichen
Grünanlagen
Es gibt Grünflächen, die in jeder Saison neu
bepflanzt werden. Stauden, Wildblumenwiesen,
mehrjährige Pflanzen erfordern weniger Pflege
und sind insgesamt kostengünstiger. Auch ein
Zukunftsprojekt mit Obst und Gemüse ist
denkbar.
Die Stadt Andernach kann als Beispiel dienen. Dort sind
öffentliche Grünflächen teilweise sogar mit Tomaten, Bohnen und
Zwiebeln für alle nutzbar geworden (http://www.swr.de/im-
gruenen-rp/-/id=100810/nid=100810/did=6686090/1774d3d/)
254
Verbesserte Kriterien
für Trägerzuschüsse
der Stadt Münster
erarbeiten
Trotz mehrerer Zuschusskürzungen müssen
Ehrenamtliche seit Neuestem Nachweise zum
Beispiel für jede einzelne Fahrt in Form von
Fahrtenbüchern vorlegen und wurden bisherige
geringe Aufwandsentschädigungen restlos
gestrichen.
Dieses Verfahren sollte zukünftig auch für Trägerzuschüsse
gelten. Die Stadt Münster sollte keine neuen Zuschüsse an
Träger geben, wenn diese nicht detaillierte
Rechenschaftsberichte über Ausgaben, aussagefähige
Sachstandsberichte und einen Haushaltsplan für das kommende
Jahr vorlegen können. Die zuständigen Ausschüsse und
Bezirksvertretungen sollten mit Beteiligung der Trägervertreter
verbesserte Kriterien zur Fördergewährung erarbeiten.
255 Hundekot-
Entsorgungs-Prüfer
einstellen
Schaffung von "Ein-Euro-Jobs" zur Überprüfung
der Sorgfaltspflicht von Hundebesitzern beim
"Gassi-Gehen".
Ein unappetitliches Thema, aber Hundebesitzer machen es sich
vor allem in den Außenbezirken (hier Gievenbeck) sehr leicht, mit
ihrem Hund Gassi zu gehen. Aufgestellte Tütenspender werden
schlicht ignoriert. Ehrlich, es ist ja auch extrem, in körperwarmen
Hundekot zu fassen. Aber nun. Die öffentlichen Plätze (hier
Grüner Finger) sind so voll mit Hundekot, dass ein Verpachten
der Flächen zum haushaltsgünstigen Mähen durch einen Pächter
(Landwirte) nicht stattfinden kann. Die Mahd ist etwas für den
Sondermüll! Bei einem Verwarnungsgeld von 35 Euro oder bei
Wiederholungstätern von 150 Euro hat die Stadt innerhalb
kürzester Zeit die Aufwendungen für die Ein-Euro-Jobs
neutralisiert und die Kassen so voll ...
258
Subventionierung der
Busfahrkarten
reduzieren
Die Stadt subventioniert den öffentlichen
Busverkehr (ÖPNV) mit 25 Millionen Euro
innerhalb des Stadtwerke-Haushaltes, freiwillig!
Dadurch verschuldet sich Münster wesentlich
immer weiter. Das ständige ungesunde
Haushaltsdefizit beträgt 20 Millionen Euro.
Die Reduzierung der Zuschüsse um beispielsweise 20 % oder 5
Millionen Euro könnte die Gewinne der Stadtwerke um 4 Millionen
Euro (nach Steuern) steigern, diese würden dann an die Stadt
abgeführt und die ständige weitere Verschuldung beträchtlich
reduziert. Zum Vergleich: Um diese 4 Millionen Euro
Defizitreduzierung durch eine Erhöhung der Grundsteuer - die
jeden Münsterbürger trifft - zu erzielen, wäre diese erneut um
etwa 8 % zu erhöhen. Was ist da besser? Gezahlt werden muss,
alles andere ist unfair der jungen Generation gegenüber. Das
Leben auf Pump darf nicht weitergehen.
263 Beirat
Bürgerhaushalt
einsparen
Für den Bürgerhaushalt ist ein Beirat
eingerichtet worden, darauf kann verzichtet
werden.
Die Besetzung des Beirates ist nicht zu erkennen, insoweit ist
auch nicht zu erkennen, wodurch er legitimiert ist. Es gibt genug
Sachverstand in der Verwaltung, daher ist der Beirat überflüssig.
Seite 12 von 20
Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
264 Wissenschaftsbüro
einsparen
Bei Münster Marketing ist ein
Wissenschaftsbüro eingerichtet, dies sollte
eingespart werden.
Da nicht zu erkennen ist, was dies Büro tut und wo der
kommunale Sinn dieser Einrichtung liegt sollte diese eingespart
werden.
270 Kosten für
Stadtbücherei
schrittweise
reduzieren
Das Lesen wird nicht weniger, nur die
Verfügbarkeit von Lesestoff wird günstiger
durch Internet und E-Buch, und auch die
Ausleihe lässt sich dadurch günstiger gestalten.
Das fordert einen Anpassungsprozess über
Zeit, der jetzt beginnen sollte.
Unter dem Etatposten 0404 ?Stadtbücherei + Förderung von
Büchereien freier Träger? fallen 6,1 Millionen ? Kosten an, davon
sind 57% Personalkosten (3,5 Millionen ?) und nur 115.000 ?
gehen an Dritte (zum Beispiel Hiltrup-Bücherei). Es gibt
inzwischen jede Menge Bücher über das Internet für kleines Geld
oder elektronisch umsonst, ein E-Buch kostet weniger als 100 ?,
und den Computer gibt es in fast jedem Haushalt. Darauf müssen
auch die Stadtbücherei und die Stadtgesellschaft reagieren.
Ausleihe auf elektronischem Weg, überregionaler
Zusammenschluss von Büchereien mit elekronischem Angebot
und so weiter. All das ist ein Prozess über Zeit, der passieren
muss und mit weniger Personal und Kosten auskommt als die
Struktur von heute.
271 Vermarktung der
Grundstücke an der
Grevener Straße
Die Grundstücke von Ecke Dreizehnerstraße
bis Grevener Straße 217 sollten vermarktet
werden - das bringt Geld in die Stadtkasse.
272 Mehr Mieter-
genossenschaften in
Münster
Mietergenossenschaften sind die geeignete
Form, preiswerten Wohnraum zu schaffen.
Sozialwohnungen werden mit Steuergeldern gebaut, saniert und
abgerissen. Mietergenossenschaften nehmen Steuergelder für
Neubau, Sanierung und Abriss nicht in Anspruch. Deshalb tragen
sie zur Entlastung des öffentlichen Haushaltes bei.
279 Rücknahme
zusätzlicher
freiwilliger
Leistungen
Für den Bereich der freiwilligen Leistungen an
diverse Träger (Haushaltsplan 2012, Band 1,
Seite 431 ff. "Zuschussbericht") gelten ab 2013
wieder die Sätze wie noch im
Verwaltungsentwurf Etat 2012 vorgeschlagen.
Ein Vergleich des Etat-Entwurfs der Verwaltung (Oktober 2011)
mit dem vom Rat verabschiedeten Etat (Januar 2012) offenbart
für einige Träger wie diverse Frauenprojekte, Indro, Zartbitter u.a.
erhebliche Erhöhungen des jährlichen Zuschusses, teils im
fünfstelligen Bereich, bis 2015 fest geschrieben. Eine
Begründung ist nicht ersichtlich. Allen anderen Empfängern
wurde der Zuschuss im Rahmen der Haushaltskonsolidierung
dagegen mit 1,75 Prozent gekürzt. Eine Rücknahme der
Mehrzuschüsse gegenüber der Verwaltungsvorlage spart je nach
Umfang bis zu ca. 10 Mio. Euro für den Zeitraum 2013 bis 2015
(Anmerkung: 2012 ist bereits erledigt).
280 Theater:
Kooperationen zur
Kostensenkung
anstreben
Münsters Theater wird mit 19 Mio. Euro/Jahr
gefördert, das ist fast die Hälfte des städtischen
Kultur-/Wissenschaftetats! Prüfauftrag, ob und
wie durch Kooperation mit anderen Bühnen
Einsparungen möglich sind, ohne aber
Kulturleistungen spürbar einzuschränken.
Münster hat eine vielfältige Kulturlandschaft. Viele Bereiche
werden gefördert. Das soll auch so bleiben. Besonders stark wird
das Theater bezuschusst, das mit 19 Millionen Euro pro Jahr fast
die Hälfte des städtischen Kultur- und Wissenschaftsetats
verschlingt - das ist sicher weit mehr, als seiner wichtigen Rolle in
Münsters Kulturangebot entspricht. Es soll geprüft werden, wie
und ob durch Kooperationen mit Bühnen in Westfalen bis hin zu
Osnabrück Einsparungen möglich sind, ohne dass das
Kulturangebot in Münster spürbar eingeschränkt wird. Hier sind
die enstprechenden Erfahrungen aus anderen
Regionen/Projekten zu berücksichtigen. Anschließend
Diskussion, ob und welche Maßnahmen umgesetzt werden (dazu
könnte auch eine Stellenreduktion gehören) und was mit dem
eingesparten Geld gemacht werden soll - Förderung anderer
Kulturprojekte oder städtischer Haushalt.
286 Stiftung gründen, die
die Lohnkosten im
Altenheim bezahlen
In Holland zahlt eine Stiftung die Lohnkosten. Wir ha ben fünf Millionen Hartz IV-Empfänger, Mini-Jobber und
Rentner, die die Altenheimkosten vom Sozialamt bezahlt
bekommen werden. Wir müssen andere Wege gehen, um die
Kosten aufzufangen.
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Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
287 Instandhaltung der
Straßen in Münster
prüfen
Prüfen, ob die Instandhaltungspraxis bei
Münsters Straßen mit teilweise jährlichen
Ausbesserungen selbst kleinster Schäden
wirtschaftlich sinnvoll ist oder was uns diese
Praxis zusätzlich kostet.
Der Zustand von Münsters Straßen ist im Vergleich zu den
meisten anderen Städten immer Top. Kleinste Mängel werden
umgehend behoben. An vielen Kreuzungen wird der
Straßenbelag sogar jährlich erneuert. In der Presse war vor
einiger Zeit zu lesen, dass diese Praxis kostengünstiger sei, als
kleine Schäden nur auszubessern ("flicken") und den Belag nur
alle paar Jahre zu erneuern. Andere Städte - auch die in
Haushaltssicherung - verfahren aber anders; hier sind
Hauptstraßen häufig Flickenteppiche. Wäre Münsters Praxis
günstiger, müssten die anderen Städte doch auch so verfahren!
Daher Prüfauftrag (neutral), die beiden Verfahrensweisen
ökonomisch zu vergleichen. Anschließend Diskussion eröffnen,
welchen Straßenzustand man sich in Münster leisten kann und
möchte. Ausdrücklich fordere ich hier nicht, dass es einen
schlechteren Zustand geben soll - aber man sollte den Preis
kennen!
292 Maximal 100.000
Euro je Antrag aus
Sparkassen-
Fördertopf
Bei der Ausschüttung aus dem Sparkassen-
Fördertopf dürfen maximal 100.000 Euro pro
Antragsteller bewilligt oder ausgezahlt werden,
um möglichst viele Antragsteller zu
berücksichtigen (statt einiger weniger).
294 Stadtverwaltung
zwischen
Weihnachten und
Neujahr schließen
Die Verwaltung bleibt zwischen Weihnachten
und Neujahr geschlossen. 2012 liegen
"zwischen den Jahren" nur 2 Werktage.
Erfahrungsgemäß sind die
BürgerInnenkontakte in dieser Zeit geringer als
sonst. Für dringende Anliegen kann ein
Notdienst eingerichtet werden.
Andere Städte machen es schon (Beispiele: Essen, Krefeld):
"Betriebsferien zwischen den Jahren". Die städtischen
Dienststellen bleiben grundsätzlich geschlossen. Der Spareffekt
wird dadurch erreicht, dass die MitabeiterInnen Urlaub nehmen
bzw. Überstunden und Gleitzeitguthaben abfeiern. Darüber
hinaus werden Heiz- und Energiekosten eingespart, da die
Dienstgebäude nicht betrieben werden müssen.
295 Tempo 50 in der
gesamten Stadt
Dadurch würden die Unfallzahlen schnell und
effektiv verringert. Außerdem ließen sich sage
und schreibe 2 bis 3 Millionen Euro für rein
bauliche Maßnahmen einsparen.
Im letzten Jahr gab es die höchste Zahl an Verkehrstoten in der
Stadt seit 2008: 5 Personen kamen ums Leben.
299 Senkung der
Münster-Standards
bei Straßenausbau
Senkung des "Münster-Standards" beim
Ausbau von Straßen, wenn diese in reinen
Wohngebieten liegen.
Es sollte kritisch geprüft werden, ob der aktuelle "Münster-
Standard" auch für reine Wohnstraßen in den Außenbezirken
notwendig ist. Die Anwohner sind im Allgemeinen wegen der
hohen Kostenbeteiligung nicht begeistert. Müssen die Gehwege
immer perfekt sein? Kann man nicht auch zum Beispiel
Gehwegplatten bei einer Sanierung weiterverwenden? Muss es
tatsächlich der Unterbau sei? Muss überhaupt schon saniert
werden, wenn der Gehweg etwas schief ist?
301 Keine
Startbahnverlängeru
ng am Flughafen
Münster/Osnabrück
Es wird der Rückzug der Stadt aus den Plänen
zur Startbahnverlängerung am Flughafen
Münster/Osnabrück (FMO) gefordert.
Wir brauchen keinen Interkontinental-Verkehr am FMO.
304 Städtische
Mehrfachförderung
beenden
Bei Anträgen auf freiwillige Leistungen
("Zuschüsse") sind alle weiteren bestehenden
Förderungen, insbesondere aus der
öffentlichen Hand (auch im weiteren Sinne)
anzugeben.
Oftmals erfolgen Förderungen direkt aus dem Haushalt (Rat) aber
zugleich auch aus weiteren de jure und/oder de facto städtischen
Töpfen (Bezirksvertretungen, Sparkassentopf usw.). Solche
mehrfachen Förderungen sind zu beenden. Das jährliche
Einsparvolumen dürfte im sechsstelligen Bereich liegen. Dieses
Verfahren entspricht im Übrigen dem bei kulturellen und sozialen
Projekten, bei denen im Rahmen des Finanzplans auch eine
Gesamtfinanzierung darzustellen ist. Zugleich können durch so
eine Förderbegrenzung weitere Empfänger im kulturellen und
sozialen Bereich bedacht werden. Der Vorschlag steht dem
ergänzenden Fundraising bei privaten Spendern nicht entgegen,
fördert dieses indirekt sogar.
309 Abschaffung der
Ampel Gartenstraße
/ Hoher Heckenweg
An der Ecke Gartenstraße/Hoher Heckenweg
stadtauswärts ist jetzt eine Ampel instaliiert
worden, außer den Verkehrsfluss zu hemmen,
macht sie keinen Sinn.
Da außerdem die Fußgänger- und Radfahrerampel so
angebracht sind, dass viele Autofahrer mehr Grün als Rot sehen
wird sie sowieso häufig übersehen und in soweit ist es mehr
Gefährdung als Sicherung.
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Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
311 (Projektbezogene)
Spenden von
Bürgern
Die Stadtverwaltung bemüht sich intensiver
darum, Bürger vom Spenden oder Vererben zu
Gunsten der Stadt oder städtischer Aufgaben
und Einrichtungen zu überzeugen.
Die Münsteraner/innen beweisen bei verschiedenen Aktionen ihre
Verbundenheit mit ihrer Stadt. Ich könnte mir daher vorstellen,
dass es auch eine größere Bereitschaft gibt, für die Stadt oder
einzelne Einrichtungen, Aufgaben und Projekte zu spenden oder
Geld zu vererben. Vermutlich ist dies auch jetzt schon möglich,
wird aber meines Erachtens zu wenig publik gemacht. Hier
könnte die Stadt aktiver auf die Bürger/innen zugehen.
313 Straßenbaustellen
mehrschichtig
bearbeiten
Der Straßenbau wird in Münster im klassischem
Einschichtbetrieb durchgeführt. Hierdurch
verzögern sich z.B. Reparaturarbeiten unnötig
und führen über längere Zeit zu Staus, erhöhter
Umweltbelastung, erhöhter Belastung nicht
betroffener Mitbürger.
In den letzten Wochen wurde und wird an der Kreuzung
Ring/Grevener Straße die Bushaltestelle erneuert. Allmorgendlich
waren lange Rückstaus und ein Ausweichen auf "Schleichwege"
zu beobachten. Die Bauarbeiten wurden jedoch nur einschichtig
ausgeführt. Eine Verlängerung der täglichen Bearbeitungszeit
hätte für viele Anwohner und Verkehrsteilnehmer durch eine um
Tage verkürzte Bearbeitungsdauer ergeben. Es wäre wesentlich
angenehmer für alle Beteiligten gewesen. Bei zukünftigen
Baustellen bitte ich diese Abarbeitung im Mehrschichtbetrieb zu
prüfen. Mehr-Kosten für frühere/spätere Arbeitszeiten müssten
über bessere Ausnutzung der Ressourcen (Maschinenpark)
kompensiert werden.
315 Entkriminalisierung
von
Drogenkonsumenten
Die Kriminalisierung von Konsumenten
verschlingt Unmengen an öffentlichen Geldern.
Den Konsumenten wird nicht geholfen, im
Gegenteil, sie werden in einen kriminellen
Strudel gezogen.
Es gibt genügend Vorschläge wie "Drogen" legal und kontrolliert
erworben und konsumiert werden können. Bei allen diesen
Modellen spart die Öffentlichkeit nicht nur die Kosten, die durch
Kriminalisierung und deren Folgen entstehen (Gerichtsverfahren,
die meißt eingestellt werden, Abrutschen in die Krßiminalität), sie
könnte durch die Abgabe sogar Geld einnehmen.
317 Dezentrale
Energieversorgung
ausbauen
Bau von (kleineren) Blockheizkraftwerken in
Neubaugebieten in den Stadtteilen und bei der
Sanierung von bestehenden Baugebieten, z.B.
auf Konversionsflächen.
Wo eine Versorgung mit Fernwärme wirtschaftlich nicht sinnvoll
ist, erspart die kleinteiligere dezentrale Stromerzeugung
gemeinsam für mehrere Bauvorhaben oder für ganze
Straßenzüge bei gleichzeitiger Nutzung der Abwärme unter
anderem lange Leitungswege und Energieverluste und führt
dadurch zu einer Entlastung des städtischen Haushalts und des
Haushalts der Stadtwerke und der Endkunden. Gleichzeitig
werden Kosten für die Umsetzung der städtischen
Klimaschutzziele gespart. Das "Klimaschutzgutachten 2020 für
die Stadt Münster" spricht unter Ziffer 7.6.7 nur vom "Ausbau der
Fernwärme in der Fläche"
318 Parkraumbewirt-
schaftung
Eigentümer von Fahrzeugen, die keinen
Stellplatz auf dem eigenen Baugrundstück
nachweisen können und Pendler zahlen künftig
eine Nutzungsgebühr für das Abstellen ihres
Fahrzeugs auf öffentlichen Verkehrsflächen.
Auf der Straße abgestellte Fahrzeuge, nicht nur in
Altbaugebieten, stellen das Ordnungsamt, die Straßenreinigung,
die Müllabfuhr und so weiter vor zahlreiche Probleme, deren
Lösung nur durch entsprechenden personellen und finanziellen
Aufwand möglich ist. Menschen mit Bewohnerparkausweisen und
Teilnehmer am Carsharing sollten von einer zusätzlichen
Nutzungsgebühr verschont bleiben. Ich habe einen ganz
ähnlichen Vorschlag schon vor einem Jahr gemacht und vermute,
dass er wieder nicht mehrheitsfähig sein wird. Inzwischen habe
ich erfahren, dass die Schweizer Bundeshauptstadt Bern generell
eine solche nicht unerhebliche Gebühr erhebt. Näheres unter
http://www.bern.ch/leben_in_bern/mobilitaet/autoundmotorrad/par
kieren/parkkartenzonen
319 Keine
Subventionierung
von Baulandpreisen
Die Subventionierung von Grundstückspreisen,
beispielsweise für Gewerbebetriebe und für
Familien, sollte eingestellt werden.
Ich wiederhole meinen Vorschlag Nr. 307/2011: (Steuer-) Gelder,
die für öffentliche Aufgaben dringend benötigt werden, kommen
einzelnen privaten Investoren zugute, ohne dass in sehr vielen
Fällen ein nachweisbarer mittel- bis langfristiger Nutzen für die
Allgemeinheit daraus erwachsen würde.
Seite 15 von 20
Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
320 Kommunale Abgabe
für Barrierefreiheit
Einführung einer kommunalen Abgabe für alle
öffentlich zugänglichen bzw. relevanten
Gebäude, die nicht barrierefrei zugänglich für
ältere Menschen, Menschen mit Behinderung,
Familien usw. sind.
Derzeit ist die Situation für ältere Menschen, Menschen mit
Behinderung, Familien usw. in Bezug auf den barrierefreien
Zugang zu öffentlichen Gebäuden (Restaurants, Arztpraxen,
Einkaufsläden usw.) katastrophal. Für die Betreiber besteht
derzeit kein Anreiz, an dieser Situation etwas zu ändern. Durch
die Einführung einer entsprechenden Abgabe könnte ein Anreiz
für entsprechende Maßnahmen geschaffen werden. Die Abgabe
könnte zweckgebunden für entsprechende städtische
Maßnahmen eingesetzt werden und mit den anderen
kommunalen Abgaben verwaltungsarm eingezogen werden.
Sobald ein Betreiber seine Räumlichkeiten barrierefrei gestaltet,
wird er von der Abgabe befreit.
321
Längere Grünphasen
anstelle teurer
Radschnellwege
Keine teuren Radschnellwege planen und
bauen, sondern längere Grünphasen an
Ampeln für Radfahrer, dies verkürzt die
Fahrzeit zur Arbeit. Die Kosten der
Ampelumstellung liegen deutlich unter den für
neue Radschnellwege.
An vielen Ampeln im Stadtgebiet gibt es eine sehr kurze
Grünphase für Radfahrer, so dass bei Fahrten in die Stadt lange
Wartezeiten entstehen. Als Beispiel nenne ich die Kreuzung
Kanalstraße/Bröderichweg. Die Grünphase für Radfahrer beträgt
ca. sechs Sekunden. Die Grünphase für Autos stadteinwärts
beträgt zumindest 40 Sekunden, teilweise deutlich über eine
Minute, stadtauswärts ist die Grünphase noch deutlich länger. Die
Anzahl der Fahrzeuge, die in den Bröderichweg abbiegen, ist
überschaubar. Somit ergibt sich auch keine übermäßige
Behinderung dieser Verkehrsteilnehmer. Mit der Umstellung
würde dem Wunsch nach schnellerer Erreichbarkeit der
Innenstadt entsprochen, ohne dass viel Planung oder hohe
Kosten erforderlich sind.
325 Keine
Subventionierung
von Sport-Tourismus
Regelmäßig bietet das Wuddi Rundum-Pakete
zu Spielen der Nationalmannschaft an, die mit
weit unter 100 Euro für Busfahrt quer durchs
Land und Ticket geradezu verschleudert
werden. Dies ist keine Pflichtaufgabe der Stadt.
Nur wenige Normalverdiener können sich den Besuch derartiger
Live-Events leisten. Die Stadt muss hier nicht mit Billig-
Reiseanbietern konkurrieren. Zumal jedes Spiel auch in Münster
bei einem Public Viewing miterlebt werden kann. Das Kulturamt
finanziert ja auch keine Fahrt nach Bayreuth einschließlich
Busfahrt.
326 Mauritz-Tunnel nicht
umbauen
Die Unterführung an Landeshaus /
Eisenbahnstraße soll für 120.000 Euro
umgebaut werden, ohne dass hier zwingend
Handlungsbedarf wäre. Das Geld ist an jeder
engeren und gefährlicheren Stelle für Radfahrer
im Stadtgebiet sinnvoller einzusetzen.
Angesichts von sechs Millionen mehr Defizit in diesem Jahr
gehören derartige Luxussanierungen ganz schnell in die
Versenkung.
328 Beleuchtung
Aaseetreppe
Nachts ist die neuen Aaseetreppe
ausgeleuchtet wie zu Filmaufnahmen.
Gedimmtes Licht schont Geldbeutel und ist
auch für die Tierwelt angenehmer.
330 Freiflächen für
gemeinschaftliche
urbane Gärten
Die Stadt könnte kommunale Freiflächen oder
brachliegende Flächen für gemeinschaftliches
Gärtnern zur Verfügung stellen.
Eigentlich ist Boden ein gemeinsames Gut, so wie Luft und
Wasser: Der Zugang zu diesen Gütern sollte im Sinne einer
gerechten Gesellschaft gewährleistet sein. Das aktuelle Streben
nach gemeinschaftlicher urbaner Gärtnerei ist ein lebenswichtiger
Impuls, der als ?Chance? begriffen werden sollte. Auf
kommunaler Ebene kann die Stadt dieser neuen Dimension der
gesellschaftlichen und umweltbewussten Entwicklung Raum
geben. Ein direkter, unmittelbarer Weg ist die zur Verfügung
Stellung von Freiflächen an Bürger/Gruppen. Die Kosten wären
null, der Gewinn von unschätzbarer Güte: 1. Wissen im Sinne von
Umweltbewusstsein, Gemüse-/Blumenanbau 2. Impulse für
verantwortungsbewusstes Verhalten 3. Interkultureller Austausch
/ soziale Verbindungen 4. Konkrete Erfahrungen hin zu
Ernährungsbewusstsein /-souveränität Münster kann abermals
zeigen, welch ?lebenswerte Stadt? mit was für einer
?Farbenbekennung? sie ist!
332 Externe Moderation
des
Bürgerhaushaltes
einsparen
Die externe Moderation des Bürgerhaushaltes
kostet Geld, insoweit kann das auch durch
Mitarbeiter/-innen des Amtes für Finanzen und
Beteiligungen der Stadt Münster erledigt
werden.
Seite 16 von 20
Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
333 Umweltschutz-
abgabe am
Flughafen Münster-
Osnabrück (FMO)
Erhebung einer Abgabe bei Start und Landung
am FMO in Höhe von 1 bis 2 Euro pro
Passagier. Bei 2 Millionen Passagieren macht
das 2 bis 4 Millionen Euro für Münster,
Osnabrück etc., die für Umweltprojekte genutzt
werden können.
Flugreisen belasten die Umwelt erheblich. Gleichzeitig wird das
Kerosin, anders als Treibstoffe für PKW oder Bahnverkehr (auch
Strom) nicht durch Umweltsteuern/-abgaben belastet, es wird nur
eine kleine CO2 Abgabe pro Flug erhoben. 1 oder 2 Euro mehr
pro Flugreise sind für niemanden Anlass, deshalb den weiten
Weg zu einem anderen Flughafen auf sich zu nehmen. Die
Einnahme aus der Abgabe können zweckgebunden für
Umweltprojekte in den Städten Münster, Osnabrück und den
anderen FMO-Besitzern verwendet werden - für Münster rund 1
Millionen Euro pro Jahr! (Nicht meine Idee, aber gut; in
Osnabrück gab es da schon mal einen Anlau.f)
334 Kurtaxe oder
Bettensteuer
erheben
Münster wird bei Touristen immer beliebter -
Münster macht viel für Touristen. Durch eine
Abgabe pro Hotel-Übernachtung könnte ein Teil
dieser Aufwendungen finanziert werden.
Eine Bettensteuer wurde schon mal diskutiert, als die
Mehrwertsteuer für Hotels von 19 auf 7 % gesenkt wurde.
Besonders wegen der Rechtsunsicherheit wollte sich Münsters
Stadtverwaltung damit nicht befassen. Es gibt nun einige Städte
als Beispiele, wie man so etwas rechtssicher umsetzt. Klar ist,
dass Touristen auch ohne eine Kurtaxe o.ä. Geld in der Stadt
lassen. Aber mit einer solchen Abgabe lässt sich eben der
Tourismusetat gegenfinanzieren oder gar Geld in weitere
Aktivitäten stecken. Beispielsweise 5 Euro oder 10 % pro
Übernachtung tun niemanden weh und sind auch weniger, als die
Reduktion der Mehrwertsteuer ausgemacht hat. Die Touristen
werden bei der Qualität, die sie hier geboten bekommen
(Stadtbild, Sauberkeit, Veranstaltungen...) sicher Verständnis
zeigen.
339 Keine Bevorzugung
Preußen Münsters
Keine Bevorzugung von Preußen Münster
durch höhere Förderungen des Vereins oder
des Stadions gegenüber anderen
Sportvereinen!
So sehr ich Preußen Münster die sportlichen Erfolge auch gönne -
es ist meines Erachtens nicht vertretbar, Preußen Münster
finanziell gegenüber anderen Vereinen zu bevorzugen. Jeder
Verein sollte eine gewisse Grundförderung bekommen (zum
Beispiel pro aktivem (!) Mitglied) und dann, wenn er "etwas
teurer" ist, die Mehrkosten auch selbst tragen. Wie in jedem
Haushalt muss man dann für größere Anschaffungen halt
ansparen und den Gürtel solange enger schnallen - oder es geht
halt nicht. Für die Masse (!) der Bürger leisten die anderen
Sportvereine in zum Beispiel integrativer und sozialer Hinsicht
mehr als Preußen Münster. Die immer wieder zitierte indirekte
Gegenfinanzierung durch Image und Geld, das Besucher
mitbringen, ist für mich nicht realistisch. Also: Senkung der
Zuschüsse an Preußen Münster auf ein Niveau, das mit dem
anderer münsterschen Vereine vergleichbar ist. Wenn der Verein
mit dem von ihm genutzten Stadion mehr will, muss er es auch
selbst bezahlen!
340 Bündelung des
Musikunterrichts
Integration der diversen "e.V."-Musikschulen in
die städtische Musikschule (umzusetzen durch
vollständige Streichung der Zuschüsse bei
(geringerer) Aufstockung des Musikschuletats).
Es gibt keinen zwingenden Grund, mehrfach parallele
Organisationsstrukturen in Form der diversen "e.V."-
Musikschulen vorzuhalten. Das macht nur unnötige Overhead-
Kosten durch doppelte Verwaltungsarbeit. Der eigentliche
Musikunterricht kann und sollte weiter dezentral vor Ort
stattfinden, aber es braucht keine eigenständigen Organisationen
mit ihren eigenen Verwaltungsstrukturen. Das kann die
Verwaltungsstruktur der städtischen Musikschule mit geringen
Mehrkosten "mit links" mitmachen, so dass die bisher doppelten
Verwaltungskosten nahezu komplett eingespart werden können.
Münster sollte sich diesen Luxus mit mehreren eigenständigen
Musikschuleinrichtungen nicht leisten.
341 Vollständige
Streichung des freien
Rosenmontags
Bisher ist der Rosenmontag in der städtischen
Verwaltung immer noch zur Hälfte offiziell frei -
ohne Anrechnung als Urlaubstag. In der freien
Wirtschaft wurde dies überwiegend schon vor
Jahren gestrichen.
Es kann gerne freigenommen werden, dann aber gegen
Urlaubstag. Die öffentliche Verwaltung sollte sich hier der
Privatwirtschaft angleichen. Es ist nicht zu rechtfertigen, wenn
woanders schmerzhafte Einschnitte gemacht werden müssen,
hier dann aber Großzügigkeit gezeigt wird. Das mögliche
Gegenargument, das eh weniger Publikumsverkehr sei, zieht
nicht, da viele Verwaltungsvorgänge ohne Publikumsverkehr
erledigt werden müssen. Und die Erreichbarkeit z. B. des
Stadthauses 3 ist auch am Rosenmontag gegeben. Wie gesagt,
die Mitarbeiter können ja gerne mitfeiern, sollen dann aber wie in
der Privatwirtschaft einen Urlaubstag nehmen.
Seite 17 von 20
Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
343 Streichung von
Zuschüssen zu
Turnieren
Streichung von Zuschüssen zum "Turnier der
Sieger" und "K+K Cup".
Im letzten Jahr bereits positiv bewertet, haben die Gremien dies
dann abgelehnt, weil sie ein Abwandern aus Münster fürchten.
Gleichzeitig haben sie aber deutlich gemacht, dass der Anteil der
Stadt mit etwa 2,5 bis 5% nur sehr gering sei. Es ist fraglich, ob
bei Rückzug der Stadt und damit Wegfall von gerade einmal 2,5
bis 5% des Budgets die Veranstalter das Risiko auf sich nehmen,
die Verknüpfung mit Münster zu lohnen. Aus Sicht des Haushalts
muß dagegen an allen Ecken gespart werden! Wer die Musik
bestellt, soll sie auch bezahlen. Großartige soziale Wirkungen,
die eine Förderung durch die Allgemeinheit rechtfertigen würden,
sehe ich nicht. Der indirekte Rückfluss über ausgegebenes Geld
der Besucher ist meines Erachtens auch zweifelhaft. Entweder
der veranstaltende Verein kann es sich leisten oder nicht.
Münster kann sich die Veranstaltung nicht mehr in dieser Form
leisten.
344 Kein Geld für
Spiekerhof-Brücke
Kein städtisches Geld für einen Umbau der
Spiekerhof-Brücke, wie ihn einige interessierte
Kreise seit Jahren immer wieder zu forcieren
versuchen! Die jetzige Brücke ist optisch völlig
in Ordnung!
346 Auflösung eines
Stadtbezirkes
Zusätzlich zum Stadtbezirk Mitte reichen die
vier Bezirke Nord, West, Süd und Ost aus.
Hiermit werden sowohl nicht unerhebliche Kosten für die Politik
als auch städtisches Personal gespart. Bereits jetzt sind die
Stadtbezirksgrenzen teilweise recht willkürlich - die
Gemeinsamkeiten beispielsweise von St. Mauritz und Handorf,
die beide zu "Ost" gehören, liegen im täglichen Leben nahe bei
Null. Eine Verschlechterung der lokalen Ortskenntnis und
Verhaftung ist damit nicht zu erwarten; dagegen könnte man so
gut den eingeschränkten Haushaltsmöglichkeiten Rechnung
tragen.
351 Mobile
Dialogdisplays im
Sponsorenmodell
Dialogdisplays haben sich bewährt. Temporäre
Hinweise für die Verkehrsteilnehmer sind
effektiver als fest installierte Dialogdisplays.
Anschaffungen von Dialogdisplays im Sponsorenmodell bieten
den Vorteil, dass Sponsoren das Thema Sicherheit aufgreifen
und der Haushalt geschont wird. Sponsoren könnten das
Dialogdisplay auch als Werbefläche nutzen. Mit den
Dialogdisplays könnten auch ständig aktuelle
Verkehrserhebungen erfolgen, die für die Verkehrsplanung und
Verkehrssicherheit am effektivsten wären. Eine Organisation der
ständigen Standortauswahl sollte über die
Bezirksverwaltungsstellen erfolgen.
353 Keine Unterstützung
von
Burschenschaften
Burschenschaften stehen immer wieder in
Verbindung mit rechtsradikalen und
verfassungsfeindlichen Äußerungen. Da die
Stadt Münster dem Grundgesetz verpflichtet ist,
sollte sie jegliche Unterstützung der
Burschenschaften einstellen.
Insbesondere sollten keine finanziellen Mittel zur Verfügung
gestellt werden, sowie es sollte keine Nutzungsmöglichkeiten von
städtischen Einrichtungen geben.
354 Erhebung der
Elternbeiträge
vereinfachen
Das Verfahren zur Erhebung der Elternbeiträge
sollte vereinfacht und damit Arbeitsaufwand in
der Stadtverwaltung reduziert werden.
Eltern, die ihr Kind in den Kindergarten schicken, brauchen gute
Nerven. Sie füllen eine Erklärung zum Elterneinkommen aus,
kämpfen sich durch eine mehrseitige Ausfüllanleitung und
kopieren dann noch unzählige Einkommensnachweise und
Bescheinigungen. Die Stadt prüft alles, berechnet das
"maßgebliche Einkommen" und ordnet die Familie der passenden
Einkommensgruppe zu. Damit aber nicht genug. Im Folgejahr
werden die Eltern zur Vorlage des Steuerbescheides aufgefordert
- zwecks Kontrolle der Berechnung aus dem Vorjahr.
Gegebenenfalls wird nachberechnet oder zurückbezahlt. Noch
schwieriger wird es, wenn sich das Einkommen durch einen
Nebenjob eines Elternteils unerwartet erhöht haben sollte. Das
Verfahren sollte vereinfacht werden. Dabei könnte man auch
gleich die Bewilligung des Elterngeldes unter die Lupe nehmen.
Das ist nämlich ähnlich kompliziert und mit vielen, vielen
Formularen verbunden.
356 Tempo 30 auf der
Bahnhofstraße
Auf der Bahnhofstraße sollte Tempo 30
vorgeschrieben werden.
Die Bahnhofstraße wird tagtäglich von unzähligen Fußgängern
und Fahrradfahrern überquert. Trotzdem dürfen Kraftfahrzeuge
auf zwei Spuren mit sage und schreibe 50 km/h durch die
wartenden Menschenmassen brausen (und tun dies auch). Eine
Temporeduzierung auf der Bahnhofstraße -und besser noch bis
zum Landeshaus oder gleich ganz bis zum Niedersachsenring-
würde städtische, private und Krankenkassen entlasten.
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Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
363 Mehr Mittel zur
Eigenbewirtschaf-
tung für Schulen
Den Schulen sollten mehr Mittel, die derzeit
noch zentral verwaltet werden, zur
Eigenbewirtschaftung übertragen werden.
Den Schulen stehen nur im sehr geringen Umfang Mittel zur
eigenverantwortlichen Bewirtschaftung zur Verfügung. Wenn die
Schulen auch die Gelder zum Beispiel für Energieverbrauch und
allgemeine Bauunterhaltung selbst bewirtschaften dürften,
würden sicher mehr Einsparungen erzielt, solange eingesparte
Mittel zweckgebunden in den Schulen blieben. Durch
effizienteren Mitteleinsatz würde so mehr erreicht, ohne dass
Mehrausgaben entstehen würden. Zusätzliche Einsparungen
würden bei der Stadt entstehen (Personalkosteneinsparung im
Schulamt und Amt für Gebäudemanagement).
364 Einführung eines
Fahrrad-Verleih-
Systems
In mehreren europäischen Städten gibt es ein
günstiges Fahrrad-Verleih-System. Dieses
sollte in Münster auch eingeführt werden
(Tourismus-Förderung, Vermeidung von
Autoverkehr, Parkplatzprobleme von
Fahrrädern).
http://de.wikipedia.org/wiki/Velib
365
Bürgerbeteiligung bei
Baumaßnahmen und
Pflanzungen
Im Rahmen einzelner Projekte können
Freiwillige konkret etwas für Münster tun, indem
sie in Gemeinschaftsarbeit tätig werden. Den
Bürgern wird die Möglichkeit gegeben, unter
sachkundiger Anleitung das Stadtbild
mitzugestalten und zu verschönern.
Bei der Bepflanzung beispielsweise von Ausgleichsflächen und
auch größeren Projekten, wie Arbeiten an Spielplätzen oder der
Umgestaltung des Aabettes können die Bürger mit Werkzeugen
und Geräten, angeleitet von Offiziellen, aktiv werden. Vorteile
hier: - Erhöhte Verbundenheit mit der Stadt - Kosteneinsparung -
Gemeinschaftsbildung - Gesundheitsförderung, direkt und indirekt
Dass Arbeit auf freiwilliger Basis funktioniert, beweisen
Ehrenämter, Vereine, Müllsammelaktionen, Freiwilliges
Ökologisches Jahr (FÖJ), Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und so
weiter.
366 Kein Parallelradweg
auf ehemaliger
Gleistrasse
Die alte Gleistrasse vom York-Ring bis
Nevinghoff soll in einen Radweg umgebaut
werden, obwohl es bereits parallele Radwege
gibt. Die Maßnahme sollte nicht durchgeführt
und so Geld gespart werden.
Das Geld für diese unnötige Umwandlungsmaßnahme kann
eingespart werden, denn es gibt hier bereits parallel verlaufende
Radwege. Außerdem handelt es sich bei der ehemaligen
Gleistrasse inzwischen um einen Grünstreifen mit all einen
Vorteilen wie zum Beispiel Schallschutz. Die Stadt sollte, wie von
Anliegern des Havixburgweges gewünscht, die ehemamlige
Gleistrasse an die Anlieger verkaufen. Dadurch kann sie von der
Brache sogar noch finanziellen Nutzen ziehen.
367 Auffällige
Mietnebenkosten bei
Gewährung von
Sozialleistungen
überprüfen
Eine genaue Überprüfung oder Korrektur von
Mietnebenkosten, die im Rahmen von
Sozialleistungen übernommen werden, kann zu
einer Senkung der Unterkunftskosten führen.
Familien und Alleinerziehende, die Wohngeld und Hartz IV -
Leistungen beziehen, stehen seit einigen Jahren vor dem
Problem, dass die Wohngeldzahlungen zwar nicht erhöht wurden,
aber die Nebenkosten stark gestiegen sind. Das bedeutet für sie
unter Umständen Verzicht auf Ausgaben für andere sinnvolle
Anschaffungen. Zwar sind die mit Hartz IV-Leistungen
unterstützten Familien froh, dass das Amt die Nebenkosten in
voller Höhe übernimmt. Es bestehen aber Zweifel, ob die
Nebenkosten immer richtig abgerechnet wurden. Ich schlage vor,
dass Nebenkosten, soweit sie auffällig hoch sind, genau überprüft
werden. Meiner Einschätzung nach könnten so Gelder für
überhöhte Nebenkosten gespart werden.
368 Kein Bedarf für
Kindertagesstätte
(Kita) am
Merschkamp
Mit dem Bau der Kita am Merschkamp durch
den Träger Christlicher Verein Junger
Menschen Münster e.V. (CVJM) verpflichtet
sich die Stadt Münster über einen langjährigen
(30 Jahre) Zeitraum zur Zahlung eines
jährlichen Zuschusses von 630.000 Euro.
In unmittelbarer Nähe wohnt schon heute keine ausreichende
Anzahl an Kindern für eine Kita in dieser Größe. Für uns Bürger
ist nicht nachvollziehbar, wie die Stadt Münster völlig
unangemessen Steuergelder verschwendet. Es dürfte wohl kaum
möglich sein, für den Zeitraum der Zuschussgewährung eine
belastbare Bedarfsplanung für Kita Plätze zu erstellen.
370 Keine Aufpflasterung
Kreuzung
Ewaldi/Ottostraße
Im Hubertiviertel ist der Kraftfahrzeug-Verkehr
dank der bestehenden verkehrsregulierenden
Maßnahmen so gut geregelt, dass schnelles
Fahren unmöglich ist. Zusätzliche Maßnahmen,
die Geld kosten, sollen nicht durchgeführt
werden.
An der Kreuzung Ewaldi/Ottostraße ist eine Aufpflasterung
geplant, die mehr als 12.000 Euro kosten wird. Der Kraftfahrzeug-
Verkehr ist bereits so gut reguliert, dass eine weitere
Aufpflasterung keinen zusätzlichen positiven Effekt auf den
Autoverkehr erzielen wird. Durch Verzicht auf die Aufpflasterung
können die genannten Kosten eingespart werden.
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Nr. Titel Kurzbeschreibung Erläuterung
375 Keine umfangreiche
Mülltrennung
Statt im Haushalt mehrere Müllbehälter für
unterschiedliche Abfälle aufzustellen, könnte
auch ein Behälter allein ausreichen.
Nach wissenschaftlich begleitetem Versuchen (z.B. in Trier) gibt
es Verfahren zur Mülltrennung, die es überflüssig machen, den
Müll in verschiedenen Tonnen zu sammeln. Dies würde unter
anderem den gelben Sack überflüssig machen. Denn wie der
Versuch gezeigt hat, trennen Maschinen besser als der Mensch.
Den Bürgern bleiben die Biotonne und die gelbe Tonne erspart,
Rohstoffe werden energetisch verwertet und die
Entsorgungskosten liegen weit unter dem Durchschnitt.
378
Abschaffung der 2-%-
Umlage auf die
gesamten
Mietnebenkosten der
Sozialwohnungen
Seit 1987 zahlen Mieter von Sozialwohnungen
die 2-%-Umlage. Investoren und Verwalter
gründeten schnell Tochtergesellschaften für
den Hausmeisterjob, Gebäudereinigung und
Gartenpflege. Seitdem explodierten die
Mietnebenkosten.
2007 wurden Mietnebenkosten bis 4.699 Euro für 99
Quadratmeter bezahlt. Ein Jugendstilhaus mit 462 Quadratmetern
hatte 2007 insgesamt Betriebs- und Heizungskosten in Höhe von
8.874,88 Euro. Seitdem sind die Mietnebenkosten um über 25 %
gestiegen (14,1 % Müllgebühren, Grundsteuer, Strom, Gas und
Wasser). Vermieter von Sozialwohnungen erhalten mit der
Kaltmiete 2 bis 5 % Mietausfallwagnis und für die Verwaltung 165
bis 255 Euro pro Wohnung. Deshalb bin ich für die Abschaffung
dieser Umlage.
380 Auf nächtliche
Beleuchtung des
Wolbecker
Amtshauses (Am
Steintor 50)
verzichten
Das Amtshaus in Wolbeck, Am Steintor 50, ist
jede Nacht beleuchtet. Die Kosten für die
Beleuchtung sollten eingespart werden.
Angesichts der schwierigen städtischen Haushaltslage sollte das
Immobilienmanagement das Thema "Nächtliche Beleuchtung von
städtischen Gebäuden" grundsätzlich aufgreifen und auf die
Beleuchtung solcher Immobilien verzichten, bei denen dies
lediglich die Sicht auf das Gebäude ermöglicht.
383 Waffensteuer
einführen
Die Stadt Münster sollte nach dem "Stuttgarter
Modell" eine Waffensteuer einführen. Diese
Steuer sollte auch von Jägern und eventuell
auch von Sportschützen entrichtet werden.
Münster könnte mit einer solchen Steuer die auslaufende
Jagdsteuer mehr als ausgleichen. Die immer wieder erlebten
schrecklichen Unfälle, Amokläufe (Winnenden und so weiter)
sollten unsere Verantwortlichen aus Stadt und Politik zum
Handeln veranlassen. Ziel ist es, die Zahl der Gewehre und
Pistolen in Privathaushalten zu verringern. Jede Waffe weniger ist
ein Zugewinn für die öffentliche Sicherheit.
384 Einsparvorschläge
des
Bürgerhaushaltes
2012 gehen zu 100
% in Bestenliste
Alle von den Bürgerinnen und Bürgern
vorgebrachten Einsparvorschläge, welche im
Rahmen des Bürgerhaushaltes 2012
eingebracht wurden, werden automatisch in die
Bestenliste aufgenommen.
Unterstützung der derzeitig angespannten Haushaltssituation der
Stadt.
385 Stadtwald für
Münster
Ausweisung von Flächen zur Schaffung eines
Stadtwaldes. Der wachsende und
nachwachsende Rohstoff kann vermarktet
werden und stärkt zukünftig die Einnahmeseite
der Stadt und verbessert das Klima.
Finanzierung: Spenden der Bürgerinnen und Bürger, Ausgleichs-
und Ersatzmaßnahmen 1. Durchführung: Schulprojekte,
interessierte Arbeitsgruppen/Umweltgruppen Betrieb: Stadt und
Forst Vermarktung: Stadt
386 Ineffizienten
Straßenrandstein-
Reinigungsaufwand
saisonal reduzieren
(Bedarfskonzeption)
Der Straßenrandstein-Reinigungsaufwand
(personell und Fahrzeugeinsatz) muss in der
Relation Kosten - Nutzen in saisonal
überwiegenden Zeiten (kein Laubfall und so
weiter) als verzichtbar und damit
kostenminimierend bewertet werden.
Dies gilt für den Großteil der Wohnstraßengebiete, nicht für die
Hauptstraßen. Das Gemeinschaftsbekenntnis "Jeder soll vor
seiner eigenen Haustür kehren" sollte auch für die
Randsteinsäuberung in den Wohnstraßengebieten gelten. Damit
würden wieder etliche Mittel für andere, dringlichere Maßnahmen
freiwerden.
387 Entsiegelung von
Flächen
Derzeit versiegelte Flächen der Stadt und
Bürgerinnen und Bürger entsiegeln oder
entsprechende Bauweisen vorschreiben.
Reduzierung der Wasserabführung in das öffentliche
Abwassernetz und damit der zu planenden Abmessungen.
388 Glas-
Recyclingstationen
als Serviceangebote
und nicht als Müll-
und Abfallnischen
präsentieren
Glas-Recyclingstationen werden vielfach als
Dependancen (Nebenstellen) der offiziellen
Deponieangebote missverstanden. Je
schlechter einsehbar, desto größer ist die
Restmüllablagerung.
Das Entsorgungskonzept bedarf dringend einer organisatorischen
und gestalterischen Neuorientierung! Damit würde die Vermüllung
des jeweiligen Umfeldes reduziert und der Arbeitskräfteeinsatz
bei der Müllbeseitigung effizienter gestaltbar.
391 Verbot weiterer
Versiegelung von
Grünflächen
Das ist eine Verschandelung der Landschaft.
Die rasante Beschleunigung der Versiegelung
der Landschaft fördert den Klimawandel, führt
zu dessen Beschleunigung.
Diese fatale Entwicklung gehört gebremst, wenn nicht in Richtung
Entsiegelung. Durch Baumaßnahmen verschwindet immer wieder
auch Grün an sich. Das ist bei jeder Baumaßnahme so. Es erfolgt
immer nur eine teilweise Neubegrünung. Siehe Kinderhauser
Zentrumserweiterung. Kinderhaus wird immer hässlicher.
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Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (48)
- Glasuritstraße
- Nieberdingstraße
- Eichendorffstraße
- Mecklenbecker Straße
- Stubengasse
- Grevener Straße 178
- Kristiansandstraße 121
- Kapitelstraße
- Kanalstraße
- Eisenbahnstraße
- Bahnhofstraße
- Gremmendorfer Weg
- Nordkirchenweg 48
- Idenbrockplatz
- Rektoratsweg
- Kerstingskamp
- Hoher Heckenweg
- Heckenweg
- Bröderichweg
- Niedersachsenring
- York-Ring
- Merschkamp
- Am Steintor 50
- An den Loddenbüschen
- Martin-Luther-King-Weg
- Hülsebrockstraße
- Umgehungsstraße
- Sprakeler Straße
- Dreizehnerstraße
- Preußenstadion
- Albersloher Weg
- Averkampstraße 15
- Philippistraße 4
- Gartenstraße
- Loddenheide
- Eulerstraße
- Meesenstiege
- Loevelingloh
- Ottostraße
- Marktallee
- Kinderhaus
- Langebusch
- Dauvemühle
- Am Burloh
- Hohe Geest
- Spiekerhof
- Nevinghoff
- Werse
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0505/2012
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 06.06.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37