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V/0361/2023

Trägervergabe für die dreigruppige Kindertageseinrichtung Klosterareal Pluggendorf (C 14), Bezirk Mitte

Vorlagen 20.07.2023

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Beschlussvorlage

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Ansehen

V_0361_2023_2.1_caritas_Anschreiben

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Ansehen

V_0361_2023_3.1_wertvoll_Anschreiben

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Ansehen

V_0361_2023_2.2_caritas_Konzept

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Ansehen

V_0361_2023_1_Auswertungsformulare

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Ansehen

V_0361_2023_3.2_wertvoll_Konzept

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Ansehen

Anlage A

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Ansehen

Beschlussvorlage

15334 Zeichen

V/0361/2023 
V/0361/2023 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Trägervergabe für die dreigruppige Kindertageseinrichtung Klosterareal Pluggendorf (C 14), 
Bezirk Mitte 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   29.08.2023 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
   14.09.2023 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   19.09.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung 
   20.09.2023 Hauptausschuss Vorberatung 
   20.09.2023 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die dreigruppige Kindertageseinrichtung 
Klosterareal Pluggendorf (C 14) im Stadtteil Pluggendorf dem Kinder- und Jugendhilfeträger Caritas-
verband für die Stadt Münster e. V. (siehe Begründung zu Ziffer 3).  
 
Der voraussichtliche Betriebsbeginn der Kindertageseinrichtung ist zum 3. Quartal 2027 geplant. 
 
2. Zur Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten werden folgende vertragliche Vereinbarun-
gen entsprechend getroffen:  
 
2.1 Für die Kindertageseinrichtung werden vertragliche Regelungen zur Trägerschaft (Leistungsver-
einbarung) zwischen dem Träger Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und der Stadt Münster 
getroffen. Es wird ein Trägeranteil von 3,0 % vereinbart. 
 
2.2 Mietvertragliche Regelungen werden zwischen dem Investor (Vermieter), dem Landwirtschaftli-
chen Versicherungsverein Münster (LVM) und dem Träger Caritasverband für die Stadt Münster e. V. 
getroffen. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Auswirkungen auf Transferaufwendungen im Teilergebnisplan (h ier: städtischer Anteil an den Be-
triebskostenzuschüssen). 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
04.08.2023 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Fritzen 
Telefon: 492-5134 
Fritzen@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0361/2023 
Die Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Klosterareal Pluggendorf (C 14) betragen auf der 
Grundlage der unter Ziffer 1 der Begründung genannten Gruppenstrukturen 
 
 für August bis Dezember 2027 = 320.300 € 
 für 2028 ff. = 772.000 €. 
 
Die voraussichtliche Inbetriebnahme ist für das 3. Quartal 2027 geplant. Die Kosten teilen sich wie 
folgt auf Land, Stadt und Träger auf: 
 
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil  
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt  Land Stadt 
Gesamt, ge-
setzlicher 
Trägeranteil  
Angebot 
Stadt 
(Erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
Caritasver-
band 92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 3,0% 4,8% 57,0% 
 
 
Aug. - Dez. 2027 2028ff. 
Träger 
Trägeranteil  
Städtischer  
Trägeranteil  
Städtischer  
Anteil  Anteil BKZ 
Angebot 
Stadt. (erfor-
derlicher Zu-
schuss)  
gesamt  Angebot 
Stadt. erfor-
derlicher Zu-
schuss  
gesamt  
  5 6 7 5 6 7 
Caritasverband  9.609,00 €  15.374,40 €  182.571,00 €   23.160,00 €  37.056,00 €  440.040,00 €  
 
Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) und die übrigen finanziellen Auswirkungen 
wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0668/2022 dargestellt. Die Beträge werden jährlich 
gemäß § 37 KiBiz fortgeschrieben und im Rahmen der Haushaltsplanungen angepasst. Mit dem vor-
genannten Beschluss wurde zur Kenntnis genommen, dass eine haushaltsmäßige Belastung der 
kommenden Jahre noch vor den eigentlichen Etatberatungen für die Jahre 2027 ff. erfolgt. Der freiwil-
lige, städtische Zuschuss zum Trägerantei l gilt für die Dauer des Betriebs dieser Kita durch den in 
Ziffer 1 der Sachentscheidung benannten Träger. 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung dieser Kindertageseinrichtung mit der 
Vorlage V/0668/2022 beschlossen. 
 
Die Kindertageseinrichtung im Plangebiet Klosterareal Pluggendorf ist mit folgenden Gruppen ge-
plant:  
 
 1 Gruppe für 20 Kinder im Alter von 2 – 6 Jahren (G1) 
 1 Gruppe für 10 Kinder im Alter von 0 – 3 Jahren (G2)  
 1 Gruppe für 20 – 25 Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren (G3) 
 
und umfasst insgesamt 50 - 55 Plätze, davon 16 u3-Plätze und 34 – 39 ü3-Plätze. 
Die jeweilige Gruppenstruktur wird auf der Grundlage der jährlich zu vereinbarenden Rahmenstruk-
turen bedarfsgerecht weiterentwickelt.

- 3 - 
V/0361/2023 
Neben dem Angebot einer wöchentlichen Betreuung von 45 Stunden werden ebenfalls elterliche 
Bedarfe nach einer wöchentlichen Betreuung von 25 Stunden und 35 Stunden mit Übermittagsbe-
treuung (Blocköffnungszeit) flexibel angeboten. 
 
Im Rahmen des oben genannten Errichtungsbeschlusses hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, 
die Trägerschaft für diese Einrichtung an einen geeigneten freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
zu vergeben. 
 
Mit der Trägerausschreibung wurden die Bewerber darauf hingewiesen, dass abhängig von den Be-
darfen der Eltern und in Absprache mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Angebote der 
flexiblen Öffnungszeiten gem. § 48 KiBiz NRW entwickelt werden sollen.  
 
 
2. Verbindliche Bewerbung freier Träger zur Übernahme der Trägerschaft 
 
Die Träger von Kindertageseinrichtungen in Münster sowie die in der Arbeitsgemeinschaft gem.  
§ 78 SGB VIII (AG 5 – Kindertagesbetreuung) tätigen Träger wurden am 16.03.2023 über die Pla-
nungen der Stadt Münster zum Neubau dieser Einrichtung und über das Ausschreibungsverfahren für 
die Betriebsträgerschaft informiert und gebeten, bis zum 24.04.2023 ihr Interesse an einer Übernah-
me der Trägerschaft mitzuteilen. Gleichzeitig erfolgte diesbezüglich eine Pressemitteilung am 
16.03.2023 und eine Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Internetseite des Amtes für Kinder, 
Jugendliche und Familien. Die Träger, die ihr Interesse bekundet haben, legten zwischen dem 08.05. 
und 26.05.2023 ihre Konzepte und trägerschaftliche Vorstellungen entsprechend der in Kapitel 3 ge-
nannten Kriterien dar. 
Die Frist zur Abgabe einer daran anschließenden, verbindlichen Bewerbung war der 06.06.2023. 
 
Folgende Träger haben anschließend eine verbindliche Bewerbung abgegeben (in alphabetischer 
Reihenfolge): 
 
- Caritasverband für die Stadt Münster e. V., Josefstraße 2, 48151 Münster 
 
- Wertvoll gGmbH, Weißenburger Straße 23, 44135 Dortmund 
 
 
3. Trägerauswahl 
 
3.1. Kriterien für den Entscheidungsvorschlag  
 
Mit der Bewerbung haben die Träger Konzeptionen übersandt, die den Anlagen zu entnehmen sind. 
Die Verwaltung hat mit den Bewerbern umfangreiche Trägergespräche anhand des in der Vorlage 
V/0089/2018 beschriebenen Gesprächsleitfadens geführt und die folgenden, in der Vorlage darge-
stellten Auswahlkriterien zur Bewertung der Gespräche/Konzepte herangezogen: 
 
- Wirtschaftlichkeit 
- Fachlichkeit/Pädagogik 
o Rahmenkonzept 
o Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusion und Genderthematik 
o Gesundheitsförderung 
o Sozialraumorientierung und Kooperationspartner 
o Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
o Organisationskultur und Qualität sichernde Maßnahmen 
- Besondere Merkmale des Trägers 
 
Die Zusammenfassung der Gesprächsdokumentation sowie die Informationen aus den ausführlichen 
Gesamtkonzeptionen der Träger sind dem im Anhang beigefügten Auswertungsformular zu entneh-
men.

- 4 - 
V/0361/2023 
3.2. Analyse der Wirtschaftlichkeit  
 
Im Rahmen dieser Analyse werden jeweils die jährlichen Kosten für den durchgängigen Betrieb einer 
Kindertageseinrichtung dargestellt. Die anteiligen Betriebskosten ab Inbetriebnahme der Einrichtun-
gen werden unter „II. Finanzielle Auswirkungen“ aufgeführt.  
 
Trägeranteile 
 
Bezüglich des gesetzlichen Trägeranteils gibt es für die Trägerschaft folgende Angebote: 
 
Die Angebote der Träger zum Eigenanteil des Trägers an den Betriebskosten sind der folgenden Ta-
belle zu entnehmen. Zur Bewertung der Angebote ist dort zusätzlich der prozentuale Anteil für den 
gesamten städtischen Zuschuss dargestellt (= Gesetzlicher Förderanteil am Betriebskostenzuschuss 
+ freiwilliger städtischer Zuschussanteil am Eigenanteil des Trägers).  
 
a) Vergleichstabelle: Prozentuale Aufteilung der Betriebskosten  
Träger 
Betriebskostenzuschuss  Trägeranteil  
Städt. An-
teil BKZ 
gesamt Gesamt  Land Stadt 
Gesamt, 
gesetzlicher 
Trägeranteil  
Angebot 
Stadt 
(erforderlicher 
Zuschuss) 
  1 2 3 4 5 6 7 
Caritas  92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 3,0% 4,8% 57,0% 
Wertvoll 92,2% 40,0% 52,2% 7,8% 3,5% 4,3% 56,5% 
 
Die jährlichen Betriebskosten für die Kindertageseinrichtung Klosterareal Pluggendorf (C 14) betragen 
ab 2028 ff. 772.000 € und teilen sich dementsprechend wie folgt auf: 
 
b) Vergleichstabelle: Beträge Trägeranteil/Freiwilliger städt. Zuschuss/Städtischer Gesamtanteil BKZ   
 
  Jährliche Kosten ab 2028 ff 
Träger 
Trägeranteil  
Städtischer  
Anteil BKZ 
Angebot Stadt. (FWZ) gesamt  
% € % € % € 
  5 6 7 
Caritas  3,0%  23.160,00 €  4,8% 37.056,00 € 57,0%  440.040,00 €  
Wertvoll 3,5%  27.020,00 €  4,3% 33.196,00 € 56,5%  436.180,00 €  
 
Der Träger Caritasverband für die Stadt Münster e.V. bietet den Trägeranteil von 3,0% für den Betrieb 
der Kindertageseinrichtung an, so dass ein freiwilliger städtischer Zuschuss notwendig wird. Der Trä-
ger Wertvoll gGmbH bietet den Trägeranteil von 3,5% an. Auch hier ist ein freiwilliger städtischer Zu-
schuss notwendig. 
 
3.3. Analyse der Fachlichkeit/Pädagogik 
 
Anhand der in der Vorlage V/0089/2018 beschriebenen Auswahlkriterien zum Thema der Fachlich-
keit/Pädagogik wurde das Konzept und Bewerbungsgespräch des interessierten Trägers ausgewertet 
(siehe hierzu auch das ausführliche Auswertungsformular im Anhang dieser Vorlage).  
Der Bewerber bestätigt, dass eine Bezahlung in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen 
Dienst (TVöD) erfolgt.

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V/0361/2023 
Der Träger: 
 Caritasverband für die Stadt Münster e. V. 
Der Caritasverband für die Stadt Münster e.V. ist als Wohlfahrtsverband anerkannter Träger der Kin-
der- und Jugendhilfe. Er betreibt in Münster aktuell zwei Kindertageseinrichtungen (Kita & Familien-
zentrum Miriam und Kita Kleines Senfkorn). Zudem umfasst das Angebotsspektrum des Trägers viel-
fältige Beratungs- und Unterstützungsangebote. Der Caritasverband für die Stadt Münster e. V. hat 
Konzepte vorgelegt, die die wesentlichen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtung darlegen. 
Den konzeptionellen Schwerpunkt legt der Träger in der Schaffung einer „Netzwerk-Kita“ zur nied-
rigschwelligen Unterstützung von Familien im Sozialraum. Die Themen Migration, Inklusion und 
Sprachförderung wurden vom Träger als Kernpunkte der pädagogischen Arbeit in Pluggendorf vertre-
ten. Neben dem von der Verwaltung vorgeschlagenen Aufbau eines neuen Standortes zur Kompen-
sation der Kitaplätze der bestehenden Kita Kleines Senfkorn (Vogel-von-Falkenstein-Straße) im 
Stadtteil Pluggendorf (siehe V/0359/2023) möchte der Träger eine weitere Kita am Standort etablie-
ren. Er benennt die Aufrechterhaltung bereits vorhandener interdisziplinärer Bezüge, die über seine 
langjährigen Bildungs- und Beratungsangebote, insbesondere im nahegelegenen Südviertel, hier be-
reits entstanden sind. Diese Bezüge kann er im Stadtteil Pluggendorf bedarfsgerecht weiterentwi-
ckeln. Durch die von der Verwaltung vorgeschlagene Übernahme der Kita Klosterareal Pluggendorf 
(siehe V/0359/2023) kann der Träger Synergieeffekte schaffen. 
 
 Wertvoll gGmbH 
Die Wertvoll gGmbH mit Sitz in Dortmund ist anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Der 
Träger betreibt seit 2018 eine viergruppige Kita in Düsseldorf. Die Übernahme von neuen und beste-
henden Einrichtungen in Dortmund, Krefeld und Havixbeck ist geplant. Zudem umfasst das Ange-
botsspektrum des Trägers Bildungsprogramme in der Kinder- und Jugendhilfe, soziale und interkultu-
relle Projekte und humanitäre Hilfen. Die Wertvoll gGmbH hat Konzepte vorgelegt, die die wesentli-
chen Eckpunkte der pädagogischen Ausrichtungen darlegen. 
Den konzeptionellen Schwerpunkt legt der Träger auf eine starke Werteorientierung mit den Themen 
Achtung der Vielfalt, Anteilnahme und Zusammenhalt, Achtung der Lebensalter, Inklusion, Achtung 
des Lebens und der natürlichen Lebensgrundlagen. Die bindungssensitive Bildungsarbeit stellt einen 
weiteren Schwerpunkt der konzeptionellen Arbeit dar. Der Träger plant im Sozialraum Pluggendorf 
interdisziplinäre Bezüge zu schaffen, ein bedarfsgerechtes Netzwerk für Elternberatungen aufzubau-
en und einen projektbezogenen Sozialraumaustausch zu etablieren. Der Träger signalisierte außer-
dem die Bereitschaft eine Zertifizierung als Familienzentrum und plusKita anzustreben. 
Die Wertvoll gGmbH möchte mit der Bewerbung den Standort Münster erschließen und damit zur 
Erhöhung der Trägervielfalt im Stadtgebiet beitragen. 
 
 
4. Gesamtbewertung / Fazit 
 
Die Verwaltung schlägt abschließend vor, dem Träger Caritasverband für die Stadt Münster e.V. 
die Trägerschaft für die Kindertageseinrichtung Klosterareal Pluggendorf (C 14) im Stadtteil 
Pluggendorf zu übertragen. 
 
Der Caritasverband bietet einen Trägeranteil von 3,0 %, der Träger Wertvoll bietet einen Trägeranteil 
von 3,5 %. 
 
Die eingereichten Konzepte und Zusatzinformationen in den Bewerbungsgesprächen beider Träger 
erfüllten in allen Punkten im Bereich der Fachlichkeit / Pädagogik die Anforderungen. 
 
Die Verwaltung empfiehlt, die Trägerschaft für die o.g. Kindertageseinrichtung in diesem Verfahren an 
den Caritasverband für die Stadt Münster e. V. aus den folgenden Gründen zu übertragen: 
 
 Der Träger verfügt über langjährige Erfahrungen im Bereich der Kindertagesbetreuung. Er hat 
über seine Beratungs- und Bildungsangebote im nahegelegenen Südviertel bereits zahlreiche 
Kooperationen aufgebaut, die in das sozialräumliche Umfeld des Stadtteils Pluggendorf hin-
einragen.

- 6 - 
V/0361/2023 
 Damit kann sich der Träger im Stadtteil Pluggendorf konzeptionell und räumlich weiter etablie-
ren und den Aufbau weiterer öffentlicher Kitaplätze im Wohnbereich Pluggendorf absichern. 
 
 Des Weiteren kann der Träger durch die von der Verwaltung vorgeschlagene Übernahme der 
Kita Klosterareal Pluggendorf (siehe V/0359/2023) Synergieeffekte schaffen. 
 
Mit diesem Beschluss wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger gefunden, so 
dass weitere Detailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
 
Das Verfahren zeigt, dass das Interesse freier Träger an einer Trägerschaft von Kitas in dieser Stadt 
besteht. 
 
Das gesamte Auswahlverfahren belegt zudem eine hohe Fachlichkeit der Träger, die sich abschlie-
ßend für eine Trägerschaft verbindlich beworben haben.  
 
Der Verwaltungsvorschlag hatte die Aufgabe, aus zwei Bewerbern unter der gleichgewichteten Wür-
digung der Fachlichkeit / Pädagogik und der Wirtschaftlichkeit einen Vorschlag darzustellen. Das in 
der Vorlage V/0089/2018 beschriebene Verfahren zur Trägerauswahl liegt der Bewertung der Bewer-
ber zu Grunde. 
 
 
I.V. 
 
 
 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
 
Anlagen:  
 
Anlage A 
 
1. Auswertungsformulare der Träger 
 
2. Bewerbungsunterlagen: Caritasverband für die Stadt Münster e. V., Josefstraße 2, 48151 
Münster 
 
3. Bewerbungsunterlagen: Wertvoll gGmbH, Weißenburger Straße 23, 44135 Dortmund 
 
 
 
Hinweis: 
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der Träger (Anlagen 2 und 3: Anschreiben und Konzepte) 
stehen ausschließlich als pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download 
unter der Vorlagennummer V/0361/2023 zur Verfügung.  
Link: https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/infobi.php

V_0361_2023_2.1_caritas_Anschreiben

1328 Zeichen

Caritas Münster + Josefstraße 2 « 48151 Münster

Stadt Münster
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
48127 Münster

Ausschreibung Trägerschaft Kita Klosterareal Pluggendorf
Ausschreibungsnummer 02/2023

Sehr geehrte Damen,
sehr geehrte Herren,

wir bewerben uns um die Trägerschaft der 0. g. Einrichtung.

Der Caritasverband für die Stadt Münster e.V. bietet an, einen Trägeranteil in
Höhe von 3% zu erbringen. Der gesetzliche Anteil beträgt als freier Träger der
Jugendhilfe 7,8 %. Somit ist ein kommunaler Zuschuss in Höhe von 4,8 %

erforderlich.
Unsere Bewerbung geht Ihnen parallel per Email zu.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian, abefs

Vorstand

Caritas Münster
Vorstand
Josefstraße 2
48151 Münster

Sebastian Koppers / Thomas Schlickum

T 0251 53009-457

F 0251 53009-460
sebastian.koppers@caritas-ms.de
thomas,schlickum@caritas-ms.de
wwn.caritas-ms.de

Münster, 20.04.2023
Aktenzeichen:

Caritasverband für die
Stadt Münster e.V.
Josefstraße 2, 48151 Münster
T: 0251 53009-0

F: 0251 53009-460

Vorstand

Sebastian Koppers, Thomas Schlickum

Amtsgericht: Münster VR 1873
St.-Nr. 337/5906/0987

Bankverbindung

DKM - Darlehnskasse Münster eG
IBAN: DEO4 4006 0265 0004 0424 00
BIC: GENODEM1DKM

Spendenkonto

Inhaber: Caritas Münster

DKM - Darlehnskasse Münster eG
IBAN: DES6 4006 0265 0000 1118 00
BIC: GENODEM1DKM

V_0361_2023_3.1_wertvoll_Anschreiben

971 Zeichen

wert.vollsenbh
DIE PROJEKTENTWICKLER

wert-vollggmbh Weißenburger Str. 23 44135 Dortmund

Stadt Münster

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Hafenstr. 30

48153 Münster

- per Fax -

Montag, 5. Juni 2023

Trägerausschreibung Kita Klosterareal Pluggendorf C 14
(Ausschreibungsnummer 02/2023);
verbindliches Angebot zur Übernahme der Trägerschaft

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erhalten Sie unser verbindliches Angebot, die Trägerschaft für die Kita Klosterareal
Pluggendorf C 14 (Ausschreibungsnummer 02/2023) zu übernehmen - mit einem
Trägeranteil in Höhe von 3,5%.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Du

I

Benedikt Stumpf
Geschäftsführung

info@wert-voll.org | Weißenburger Str.23 | T 0231.5869614-0 | Amtsgericht Dortmund HRB15289 | GLS Bank (BIC GENODEMIGLS)
www.wert-voll.org | 44135 Dortmund F 0231.586 9614-19 | Geschäftsführer Benedikt Stumpf | IBAN DE13 4306 0967 4020 4884 00

V_0361_2023_2.2_caritas_Konzept

55402 Zeichen

Caritasverband für die Stadt Münster e. V. 
Josefstraße 2, 48151 Münster 
 
 
___________________________________________________                     
 
 
Kita Kleines Senfkorn 
 
  
 
 
Interessensbekundung 
für die Bewerbung um die Trägerschaft der neu entste-
henden Kindertageseinrichtung in Pluggendorf 
Ausschreibungsnummer 02/2023 
 
 
 
Inhalt 
1 Wirtschaftlichkeit und Rahmenbedingungen ............................................................................................... 1 
2 Rahmenkonzept ................................................................................................................................................... 1 
2.1 Grundlagen der Interessenbekundung..................................................................................................... 1 
2.3 Pädagogischer Ansatz............................................................................................................................... 3 
2.4 Öffnungszeiten ......................................................................................................................................... 10 
3. Integration, Inklusion und Genderthematik ............................................................................................... 10 
4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner .................................................................................. 11 
5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften ................................................................................................. 12 
6. Organisationskultur und qualitätssichernde Maßnahmen .................................................................... 13 
7 Besondere Merkmale des Trägers ................................................................................................................. 14

Caritasverband für die Stadt Münster e. V. 
Josefstraße 2, 48151 Münster 
1 
1 Wirtschaftlichkeit und Rahmenbedingungen 
Der Caritasverband für die Stadt Münster e.V. ist als Wohlfahrtsverband anerkannter Träger der freien 
Jugendhilfe. Er hält seit über 50 Jahren ein dichtes Netz an Angeboten der Jugendhilfe in Münster vor, 
das stetig weiterentwickelt wurde und sich immer wieder an den Lebenswelten der Menschen in 
Münster ausrichtet. Im weiteren Verlauf der Bewerbung werden wir die konzeptionelle Anbindung 
dieses Netzes an die neue Kindertageseinrichtung beschreiben. 
Die Caritas Münster beschäftigt auf dem Stadtgebiet ca. 1.000 hauptberufliche Mitarbeiter:innen. Sie 
verfügt über eine leistungsfähige Verwaltung, die insbesondere die Aufgaben der Personalabrech-
nung, -entwicklung und des Recruitings, sowie die finanztechnische Bewirtschaftung hochwertig si-
cherstellen kann. Für die Arbeitsverhältnisse kommen die arbeitsv ertraglichen Richtlinien der deut-
schen Caritas (AVR Caritas)  zur Anwendung. Darüber sind eine betriebliche Altersvorsorge über die 
KZVK, eine Jahressonderzahlung, sowie ein Leistungsentgelt gesichert. Zudem bietet die Caritas 
Münster ihren Mitarbeiter:innen zusätzlich ein Jobbike (Leezenleasing), ein Jobticket und ein Lebens-
arbeitszeitkontomodell an.  
Der Caritasverband für die Stadt Münster e.V. wird im Rahmen der Trägerübernahme die Immobilie 
anmieten.  
Der Caritasverband für die Stadt Münster e.V. bietet an, einen Trägeranteil von 3% zu erbringen. Der 
gesetzliche Anteil beträgt als freier Träger der Jugendhilfe 7,8%. Somit ist ein kommunaler Zuschuss 
in Höhe von 4,8% erforderlich. 
2 Rahmenkonzept  
2.1 Grundlagen der Interessenbekundung 
Im Leitbild der Caritas M ünster ist das christliche Selbstverständnis unseres Wohlfahrtsverbandes 
grundgelegt: „Der Caritasverband als Teil der katholischen Kirche ist der christlichen Nächstenliebe 
verpflichtet.  Unser Anliegen ist das Wohlergehen der Menschen, materiell, körperlich, geistig und 
seelisch. Wir stärken die Selbsthilfekräfte der Menschen, fördern ihre Selbstständigkeit, achten und 
sichern ihre Würde und Selbstbestimmung.  (…) Wir nehmen jeden Menschen in seiner Einmaligkeit 
an, achten und berücksichtigen Unters chiede in Religion, Nationalität, Geschlecht, Alter und Ethnie 
sowie körperlichen und geistigen Besonderheiten, unabhängig von sozialer Stellung und politischer 
Anschauung. (…) 
Zuverlässigkeit, Transparenz und von Vertrauen getragene Zusam menarbeit mit den  staatlichen, 
kirchlichen und anderen Kooperationspartnern haben f ür uns einen hohen Stellenwert. Mitarbeite-
rinnen und Mitarbeiter sind das wertvollste Potent ial der Caritas: Sie prägen die Leistungsfähigkeit, 
die Kultur und das Ansehen des Verbandes.  Wir legen Wert auf hohe Fachlichkeit, entwickeln uns 
weiter, arbeiten wirtschaftlich und nachhaltig.“ Annahme, Beziehung, Zuwendung, Toleranz, Verbind-
lichkeit und Fachlichkeit sind die Grundlagen unseres Handels somit auch in der Kindertagesbetreu-
ung.  
Wir wollen Kindern Räume schaffen, sich und ihre Umwelt spielerisch zu entdecken. Wir wollen Kin-
der als einziga rtige Personen annehmen, mit ihrer Biografie, ihrem ethnischen Hintergrund, ihrer 
Familie und ihrem Lebensumfeld.  Wir wollen mithelfen eine Basis für di e Entwicklung von Selbstef-
fizienz und Resilienz zu schaffen.  Wir wollen Bildungs- und Entwicklungsanreize schaffen, den indi-
viduellen Lebensbedingungen und Bedürfnissen der Kinder entgegenkommen, und:  Wir möchten, 
dass Kinder bei uns Freunde finden, Spaß haben, gerne miteinander spielen, sich sicher und gehalten 
fühlen, sich streiten und vertragen und die Kita als guten Teil ihres Lebens empfinden.

Caritasverband für die Stadt Münster e. V. 
Josefstraße 2, 48151 Münster 
2 
Die Caritas Münster eröffnete 1985 ihre erste Kindertageseinrichtung in der Innenstadt, im Jahr 1991 
kam die Kindertagesstätte Miriam im Stadtteil Angelmodde hinzu. Zwischenzeitlich bestand auch 
die Trägerschaft für eine dritte Kita im Stadtteil Mecklenbeck. Der Wandel der pädagogischen Kon-
zepte, die Veränderungen in den gesetzlichen Grundlagen, die Entwicklung de r Stadtteile und die 
permanente Veränderung familialer und damit auch kindlicher Lebenswelten haben über die Jahre 
hinweg zu einer ständigen Anpassung und Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit, der Eltern-
arbeit und der Einbindung in den Sozialraum geführt. Dies gilt insbesondere auch für die Kita Klei-
nes Senfkorn in der Vogel-von-Falkenstein-Straße. Das Quartier Pluggendorf/Südviertel zeichnet 
sich durch eine von Vielfalt geprägte Sozialstruktur aus. Es gibt unterschiedliche Familienkonstella-
tionen, kulturelle Hintergründe, Nationalitäten und Religionszugehörigkeiten.  
Die Kinder sollen mit einer Selbstverständlichkeit dafür aufwachsen, dass ihre Eltern entwe-
der berufstätig sind oder noch in Ausbildung / Studium, dass sie sich weiterbilden, um sich 
für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren oder aber, dass sie aus Gründen extremer Belastungen 
/ Krankheiten oder anderen Sondersituationen Zeit für ihre persönliche Lebenslage benöti-
gen. 
Dies fordert in der Kita eine pädagogische Atmosphäre, in der das tolerante und wertschätzende 
Miteinander von Kulturen und Ethnien einen hohen Stellenwert hat. Nicht zuletzt die Komplexität 
dieser Aufgabe hat dazu geführt, der Einrichtung den Status einer PlusKita zu gewähren. 
Die langjährige Erfahrung mit dem Umfeld und die intensive Vernetzung mit sehr vielen Akteuren im 
Stadtteil lassen eine Fortsetzung der Arbeit der Kita  Kleines Senfkorn äußerst sinnvoll erscheinen. 
Allerdings haben sich die räumliche n Gegebenheiten der Kita als problematisch erwiesen. Da die 
Einrichtung quasi „auf dem Schulhof“ der Johannisschule angesiedelt ist, muss die Schule mit ihrem 
wachsenden offenen Ganztag eine extrem einschränkende Raumsituation hinnehmen. Für die Kita 
bringt die schultypische Geräuschkulisse viele Einschränkungen mit sich, insbesondere in Ruhepha-
sen, Essensituationen und der Zeit des Mittagsschlafes. Die Interessenskonflikte beider Institutionen 
lassen nicht immer ein kooperatives Miteinander zu. 
Beiden Institutionen eine auftragsgerechte räumliche Situation zu ermöglichen, stellt den Hinter-
grund der vorliegenden Interessenbekundung dar. Ziel dieser Bewerbung ist es, die jetzige Immobilie 
einer anderen Nutzung zuzuführen und die Kita Kleines Senfkorn in der geplanten Kita im Plangebiet 
Klosterareal Pluggendorf als 3-Gruppen-Kindertageseinrichtung weiter zu führen. 
Die zukünftige Kita Kleines Senfkorn soll sich dabei noch weiter als bisher  als Netzwerkkita präsen-
tieren, die vielfältig mit den Akteuren im Stadtteil verknüpft ist und aktiv den Weg zu Beratungsan-
gebote ebnet. Dabei soll die Kita in der Kommunikation mit den Eltern und Netzwerkpartnern den 
digitalen Wandel als Einrichtung aufgreifen und in den Kitaalltag in tegrieren. Für die pädagogische 
Arbeit bedeutet dies, die Kinder aktiv bei den ersten Schritten in die digitale Welt zu begleiten.  
Eingebettet in die vielfältigen Jugendhilfe -Dienste der Caritas Münster soll  zudem das Jugendhilfe 
Knowhow strukturell in die Arbeit einfließen, und so das gängige Konzept der Fachberatung erheblich 
erweitern.  
 
2.2 Die Caritas Münster als Träger vernetzter sozialer Angebote 
„Für Menschen – für Münster“, so lautet das Motto der Caritas Münster. Die Menschen in unserer 
Stadt sind es, die wir seit Jahrzehnten in den Blick nehmen. Den besonderen Lebensbedingungen der 
Menschen aller Altersstufen und Lebensverhältnisse in den Münsteraner Quartieren und Stadtteilen 
gilt unser Augenmerk. Neben dem Bereich der Hilfen für Senioren hält die Caritas in vier Abteilungen 
Jugendberufshilfen und Wohnen, soziale Beratungsdienste, schulnahe Jugendhilfe und Jugend- und 
Familienhilfen vor.  
Die Abteilung Jugend - und Familienhilfen, die auch den Bereich der Kindertagesbetreuung enthält,  
weist unter anderem eine Erziehungsberatungsstelle und den Bereich Frühe Hilfen (Stadtteilkoordi-
nation und Starthilfe für Eltern von Klein- und Vorschulkindern) auf. Hier liegen umfassende Kennt-
nisse über die Angebote in Münster für Vorschulkinder und der en Eltern vor und es besteht eine

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ausgewiesene Expertise für die Fachberatung in der Kindertagesbetreuung. Mit der ambulanten und 
teilstationären Jugendhilfe sind die Hilfen zur Erziehun g nahezu komplett abgedeckt, so dass auch 
bei massiveren Beziehungsproblemen in der Familie fachliches Wissen schnell abrufbar ist. Die Ver-
netzung dieser Hilfen in einer Abteilung ist eingeübt und der entsprechende fachliche Austausch ist 
kollegialer Alltag. Durch die genaue Kenntnis solcher Hilfen beim Kitapersonal sind passgenaue Hin-
weise an Eltern und die Anbahnung von niedrigschwelligem Kontakt jederzeit auch kurzfristig mög-
lich. Die intensive Nutzung dieser Ressourcen soll durch die Entwicklung von Intervisions - und Su-
pervisionskonzepten an der Schnittstelle von Kita und Jugendhilfe sichergestellt werden. 
Ergänzt werden diese Angebote der Jugendhilfe durch weitere Fachberatungsangebote, die in der 
nah gelegenen Caritas-Beratungsstelle Mitte im Haus der Caritas (Josefstraße 2) angeboten werden. 
Zu nennen wären hier beispiel haft die Kurberatung, die Sucht beratung, die Schuldnerberatung, die 
allgemeine Sozialberatung oder die Krisen- und Gewaltberatung für Jungen und Männer. 
2.3 Pädagogischer Ansatz 
Wir (das Team der Kita) engagieren uns, ausgehend vom Leitbild der Caritas, die Kinder zu ei-
genverantwortlich handelnden Menschen zu erziehen, die lebensbejahend aufwachsen. Im Kon-
takt mit dem Kind sind wir fachkundige Begleiter, die es auf dem Weg zu einer selbstbewussten, 
selbständigen Persönlichkeit unterstützen möchten. 
 
Es ist uns wichtig, die Kinder in ihrer Gesamtheit, mit ihren unterschiedlichen Stärken und ihrem 
Entwicklungsbedarf wahrzunehmen und zu akzeptieren und sie nicht auf Teilbereiche ihrer Per-
sönlichkeit zu reduzieren. Daraus ergibt sich eine wohlwollende, dem Kind zugewandte Grundhal-
tung, die einerseits fürsorglich beschützt und andererseits Freiraum für Entwicklung gewährt. Als 
Voraussetzung hierfür sehen wir eine gute Beobachtungsfähigkeit und die differenzierte Wahr-
nehmung von Handlungen und Äußerungen der Kinder. Mit Blick auf die Stärken und Entwick-
lungspotentiale des Kindes, möchten wir daran anknüpfen und ein Angebot zu schaffen, in dem 
sich das Kind entfalten und weiter entwickeln kann. 
 
Dem Mitarbeiterteam ist es wichtig, eine vertrauensvolle Beziehung zu den uns anvertrauten Kin-
dern aufzubauen. Wir sind uns der Situation und Position bewusst, für viele Kinder die erste Be-
zugsperson neben der Familie zu sein und bemühen uns, mit dieser Verantwortung sorgsam und 
gewissenhaft umzugehen. 
 
Wir bemühen uns um eine Atmosphäre, in der sich die Kinder angenommen und geborgen füh-
len. Emotionale Sicherheit ist eine wesentliche Voraussetzung für eine optimale Entwicklung. 
Entscheidend hierfür ist eine positive, wertschätzende, respektierende Haltung in den Begegnun-
gen zwischen Erzieher:innen und Eltern, im Mitarbeiterteam und selbstverständlich im Umgang 
mit den Kindern. 
 
Ein gut strukturierter Tages- und Wochenablauf mit wiederkehrenden Strukturen und Ritualen, 
ermöglicht den Kindern die Ausbildung einer inneren Struktur und gibt ihnen die Gelegenheit, 
sich in ihrer Lebenswelt zu orientieren und zunehmend sicherer darin zu bewegen. Das schafft 
Selbstvertrauen. Einer ritualisierten Tagesstruktur wird daher in der Arbeit mit Kleinkindern eine 
besondere Bedeutung beigemessen.  
 
 
Ziele unserer Arbeit 
 Förderung einer ganzheitlichen, kindgerechten Entwicklung entsprechend de s Erziehungs- 
und Bildungsauftrags (Förderung des leiblichen, seelischen und geistigen Wohles des Kindes) 
 Schaffen einer kinder- und familienfreundlichen Atmosphäre im Haus als Voraussetzung für 
eine gelingende Erziehungspartnerschaft (Familie und Kita) 
 Erlangung von Gemeinschaftsfähigkeit  (Erlernen sozial-emotionaler Kompetenzen, respekt-
voller, gleichberechtigter Umgang der Kinder untereinander, Wertschätzung Vielseitigkeit )

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 Aktivierung der Eigentätigkeit des Kindes (Stärkung der Selbständigkeit, Eigenverantwortung, 
Selbstbewusstsein) 
 Vermittlung Christlicher Werte (Nächstenliebe, Schöpfung Natur) 
 Lernmotivation, Lernfreude fördern, stärken und erhalten (auch Orientierung in Sozialraum) 
 Kennenlernen und Unterstützung beim Erlernen alterstypischer Fähigkeiten und Fertigkeiten 
 Gesundes Aufwachsen unterstützen (als gemeinsamen Erziehungsauftrag mit den Familien) 
 Förderung kommunikativer Fähigkeiten (Sprachbildung / -förderung) 
 Unterstützung der Eltern bei der Förderung ihres Kindes im Sinne einer Erziehungspartner-
schaft 
 
 
Partizipation 
Aktivitäten sollen im demokratischen Sinne ausgeführt werden. Diese Haltung fördert, sich mit ei-
genen Bedürfnissen und Interessen auseinander zu setzen und übt den Abstimmungsprozess mit 
der Gruppe. Es bildet die Grundlage für die Übernahme von Eigenverantwortung und unter-
stützt das Interesse der Kinder, sich mit eigenen Vorstellungen, aktiv an der Gesellschaft zu betei-
ligen.  
Es gibt in allen Gruppen Teilhabe- und Mitbestimmungsmöglichkeiten für die Kinder, die sich am 
jeweiligen Entwicklungsstand orientieren.  
Die pädagogischen Mitarbeiter:innen wissen um die Bedeutung dieser Selbstwirksamkeit für die 
weitere Entwicklung und möchten helfen, dass sich die heranwachsenden Persönlichkeiten zuneh-
mend als wirksamen Teil des gesamten Systems begreifen lernen. Sie möchten die Kinder in ihrem 
Gefühl unterstützen, ihren Alltag mitgestalten zu können. Kinder sollen bei uns positive Erfahrun-
gen machen, wenn sie sich mit Ideen beteiligen, Kritik kindgemäß zeigen oder lernen, ihr Empfin-
den von Ungerechtigkeit zu äußern.  
In den Tageslauf eingebettet, gibt es in jeder Gruppe Phasen, in denen die Gruppengemeinschaft 
über verschiedenste Dinge informiert und befragt wird, zu denen es möglich ist, Ideen einzubrin-
gen, Dinge zu beraten und abzustimmen, die Regeln des sozialen Miteinanders zu besprechen oder 
eine Beschwerde los zu werden (z.B. in Morgenkreisen, nach dem Mittagessen, während der ge-
meinsamen Knusperzeit am Nachmittag).  
Auch zeigt sich die Selbstwirksamkeit der Kinder in der kreativen Gestaltung ihrer „Produkte“ und 
spiegelt sich in der Raumgestaltung wider, welche gemeinsam geplant und von Individualität ge-
prägt ist.  
Im Hinblick auf Kindeswohlgefährdungen und bei der Prävention und Aufdeckung von sexuellen 
Grenzüberschreitungen gegenüber Kindern, kommt einem Erzieherverhalten, welches die Selbst-
wirksamkeit der Kinder stärkt, eine besondere Bedeutung zu. 
Kinder mit individuellem Betreuungs- und Förderbedarf, werden im Hinblick auf Teilhabe und Mit-
bestimmungsmöglichkeiten besonders in den Blick unserer Erzieher genommen. Es werden pas-
sende Hilfestellungen gesucht, um für alle Kinder Mitgestaltung möglichst selbstverständlich an-
bieten zu können.  
 
Freispiel 
Ein gezieltes pädagogisches Element, das sehr zur Entwicklung der Persönlichkeit und der Selb-
ständigkeit des Kindes beiträgt, ist das Freispiel. Daher hat es in allen Gruppen einen hohen Stel-
lenwert. Während der Freispielphasen, die einen großen Zeitraum des Tages einnehmen, wählen

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die Kinder selbst aus, was sie spielen, bzw. womit sie sich beschäftigen möchten. Die Kinder ent-
scheiden selbst, wo (in welchem Raum, Funktionsbereich) ihr Spiel stattfindet und sie wählen aus, 
mit wem und wie lange sie ihre Zeit zu diesem Zweck verbringen möchten.  
Im Freispiel haben Kinder die Chance, ihre eigenen Ideen (weiter) zu entwickeln und sich mit ih-
ren Spielpartnern hinsichtlich der Spielideen und Spielgestaltung auszutauschen. Bereits erlern-
tes Regelwerk für ein soziales Miteinander kann selbständig angewendet werden. Die Beaufsich-
tigung und Lenkung durch die pädagogischen Kräfte orientieren sich am Alter und Entwicklungs-
stand.  
Wenn man den Blick auf die Bildungsentwicklung lenkt, ist im Freispiel eine ideale Grundlage ge-
schaffen für Lernen – so wie Kinder es tun. 
Die Kinder bringen in ihren Spielimpulsen, ihre persönlichen Erfahrungen, Themen und Lebenssi-
tuationen, die sie aktuell beschäftigen, zum Ausdruck. Für die Pädagogen bietet das Freispiel Ge-
legenheiten, die Bedürfnisse, Interessen und den Entwicklungsstand des einzelnen Kindes gezielt 
zu beobachten. Mit diesen Informationen gelingt es ihnen wiederum, vom Kind ausgehende Im-
pulse aufzugreifen und Spiel-und Lernsituationen zu schaffen, die Entwicklung in Gang setzen.  
Durch die Auseinandersetzung mit einer Lebenswelt, die für die Kinder aktuell von Interesse ist, 
lernen sie besonders intensiv. Die forschende Haltung der Erzieherinnen ermöglicht es, die Kinder 
bei ihren  individuellen Bildungsprozessen zu unterstützen.  
 
 
Angeleitete Aktivitäten (auch als Projekt, Forschendes Lernen) 
Eine weitere wichtige Form unserer pädagogischen Arbeit sind die von Fachkräften geplanten und 
angeleiteten Aktivitäten, die in einem ausgewogenen Verhältnis zum Freispiel stehen. 
 
Durch angeleitete, der Entwicklung des Kindes angepasste Aktivitäten, werden verschiedene For-
men einer sinnvollen, kreativen, und eigenaktiven Freizeitbeschäftigung aufgezeigt. Kinder ha-
ben so die Möglichkeit, vielfältige Beschäftigungsformen kennen zu lernen, sich aktiv damit aus-
einander zu setzen, individuelle Neigungen zu erkennen, Interessen zu entwickeln und unter-
schiedlichste Fertigkeiten zu üben.  
In unterschiedlichen Gruppenkonstellationen werden das soziale Miteinander und die Integration 
aller Gruppenmitglieder gefördert.  
Bei der Auswahl der Aktivitäten legen wir Wert auf die Mitbestimmung durch die Kinder. Entspre-
chend ihres Alters werden Möglichkeiten gesucht, sie in die Planung einzubeziehen. In der Regel 
sind diese Aktivitäten und Ausflüge eingebettet in ein gruppenbezogenes Themenprojekt, dass 
sich aus dem Interesse der Gruppe heraus entwickelt hat (Situationsorientiertes Arbeiten) und 
dass das Erzieherteam speziell daraufhin ausgearbeitet hat. Dazu gehören beispielsweise auch 
das Bereitstellen projektbezogener Themenbücher oder Spiel- oder Experimentiermaterialien. 
Eine forschende Lernhaltung des Kindes wird durch Impulssetzungen (z.B. vorbereitetes Mate-
rial, initiierte gemeinsame Lösungssuche auf Kinderfragen) gefördert und begleitet.  
 
 
Erlangung von Gemeinschaftsfähigkeit (Erlernen sozial -emotionaler Kompetenzen, respektvoller, 
gleichberechtigter Umgang der Kinder untereinander, Wertschätzung Vielseitigkeit 
Im Kontakt mit anderen handlungsfähig zu sein, ist ein lebenslanger Lernprozess. Uns ist es 
wichtig, die Kinder im Rahmen unserer Möglichkeiten dabei zu begleiten und darin zu unterstüt-
zen. Wir ermutigen sie dazu, in den Begegnungen mit anderen Menschen zunehmend selbständi-
ger und eigenverantwortlicher ihre Belange zu regeln. Dies geschieht immer mit dem Ziel, das 
Selbstbewusstsein des Kindes, aber auch die Wertschätzung gegenüber anderen zu stärken. 
 
Für die meisten Kinder ist die Kindertageseinrichtung die erste Institution, in der das Kind sich zu-
nehmend mit allen Facetten des Gruppenlebens vertraut macht. Neben den engen Bindungen zur 
Familie lernt es hier, Beziehungen verschiedenster Art und Verbindlichkeit zu anderen Kindern und 
Erwachsenen aufzubauen. Es erwirbt die Grundlagen für ein gelingendes Miteinander. Wir Pädago-
gen wollen unser Bestes geben, dass „Gemeinschaft“ als etwas Schönes und Wichtiges erlebt wird.

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Das Kind lernt in der Kita zunehmend, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und sie in Einklang mit 
den Interessen der Gemeinschaft zu bringen. Es erlebt erste demokratische Prozesse. Diese gut 
zu begleiten, sehen wir als Ur-Auftrag einer sozialpädagogischen Einrichtung und wesentliche 
gesellschaftliche Aufgabe an.  
 
Regeln geben den Kindern Halt und Orientierung und prägen das Wertebewusstsein. Sie ermögli-
chen die Ausbildung eines Gerechtigkeitssinns und fördern, dass sich das einzelne Kind als Teil 
der Gemeinschaft begreift.  
Dem Kind zuzutrauen, sich z.B. während der Freispielphasen in Nebenräume zurück zu ziehen o-
der mit bestimmten Materialien, z.B. einer Schere umzugehen, setzt das Vertrauen der pädagogi-
schen Mitarbeiter in das Kind voraus, dass es gelernt hat, sich an Regeln zu halten.  
 
Wichtig ist uns, dass die Kinder die Sinnhaftigkeit der jeweiligen Regel verstehen lernen. Daher 
ist es uns selbstverständlich, Begründungen transparent zu machen.  
Bei Nichteinhaltung der Gemeinschaftsregeln, ist es daher unabdingbar, dem Kind die Bedeut-
samkeit nahe zu bringen. Diese kann in Einzelgesprächen, in Kleingruppen und im Rahmen von 
Gruppenrunden verdeutlicht werden. Bei wiederholter Nichteinhaltung, werden mögliche logi-
sche Konsequenzen bei weiterem Fehlverhalten thematisiert und gegebenenfalls in Folge umge-
setzt.  
Dass ein Kind auch ungewünschte Verhaltensmuster zeigt, gehört zur normalen Entwicklung. 
Zum Beispiel, wenn das Kind auslotet, was es selbst bestimmen kann und was nicht oder wenn 
es seine soziale Rolle innerhalb seiner Gruppe austestet. Daher ist die Frage nach dem „Warum?“ 
für uns Pädagog:innen selbstverständlich und bedarf eines kontinuierlichen Austauschs des pä-
dagogischen Teams untereinander und die Einbeziehung der Eltern.  
Liebevolle Zuwendung einerseits, eine deutlich formulierte Erwartungshaltung an das Kind an-
dererseits und logische Erziehungskonsequenzen sind Maßnahmen, die häufig ihre Wirksamkeit 
zeigen, wenn man in einer gemeinsamen Erziehungsverantwortung handelt.  
 
 
Vermittlung Christlicher Werte (Nächstenliebe, Schöpfung Natur) 
Das Bewusstsein, dass Kinder diese Werte nur mit konkreten Situationen in Verbindung bringen, 
setzt voraus, dass die pädagogischen Kräfte sie in der täglichen Arbeit praktizieren. Nicht nur im 
Rahmen christlicher Feste, sondern auch im täglichen Miteinander, machen wir deutlich, dass es 
uns wichtig ist, füreinander da zu sein. 
Eine christlich orientierte Grundhaltung des Mitarbeiterteams prägt die Begegnungen im tägli-
chen Miteinander und wird in praktizierter Nächstenliebe deutlich. Uns ist es wichtig, die Hinter-
gründe der christlichen Feste, die wir im Jahreslauf feiern, wie Erntedank od er das St. 
Martinsfest kindgerecht zu thematisieren. Häufig bieten wir auch den gesamten Familien die 
Gelegenheit, diese Feste als gemeinsame Besonderheit wahrzunehmen.  
Wir ermuntern die Kinder ihre multikulturelle und multireligiöse Lebenswelt wahrzunehmen und 
zu erleben und fördern den Austausch untereinander, indem wir Eltern mit einbeziehen, z.B. in-
dem wir anregen, Fotos mitzubringen und von einem Fest zu berichten.  
Es ist uns wichtig, den Kindern das Wunder der Natur als wertvolles Gut nahe zu bringen und wir 
möchten unseren Beitrag dazu leisten, das Bewusstsein der Kinder dafür zu erweitern, gemeinsam 
unsere Erde zu schützen und Ressourcen zu bewahren.  
 
 
Gesundes Aufwachsen (als gemeinsamen Erziehungsauftrag mit den Familien)  
Die Körperpflege, die Respektierung des individuellen Schlaf- bzw. Ruhebedarfs, das Bedürfnis 
nach emotionaler Zuwendung, die Mahlzeiten und das Begehren nach Bewegung sind für das kör-
perliche und psychische Wohlbefinden von elementarer Bedeutung.

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Da das konzeptionelle Angebot unserer Kita ist auf eine ganztägige Betreuung ausgerichtet ist, ist 
es uns wichtig, die Tagesstruktur so zu organisieren, dass diesen elementaren Bedürfnissen aus-
reichend Zeit und Raum gegeben wird. So haben wir besonders im Blick, dass Kinder bei uns ge-
sund ernährt werden. Das Team der Kita sorgt für ein abwechslungsreiches und ausgewogenes 
Nahrungsangebot entsprechend den „Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung“.  
Im Rahmen der Wochenstruktur finden Angebote statt, bei denen Kindern an der Zubereitung von 
Zwischenmahlzeiten beteiligt werden. Die pädagogischen Mitarbeiter:innen der einzelnen Grup-
pen haben die Ernährung des Kindes im Blick und geben Besonderheiten an die Eltern weiter.  
Man spricht davon, dass „Bewegung eine elementare Form des Denkens im Kleinkindalter“ dar-
stellt.  
Im Hinblick auf die Entwicklung eines gesunden Körpergefühls, möchten wir unseren Kitakindern 
die Möglichkeit bieten, ihren Bewegungsdrang auch außerhalb von festen Turnzeiten auszuleben. 
Daher stehen jeder Gruppe Räume und vielfältige Materialien für „bewegtes Spiel“, z.B. Kartons, 
Matratzen, Decken, Stühle, im Tagesgeschehen zur Verfügung. Die Kinder sollen Gelegenheit ha-
ben, ihren Bewegungsdrang auszuleben und ihren Körper ihrer Entwicklung entsprechend zu er-
proben. Alle Gruppen sorgen am Vor- und am Nachmittag für Bewegungsmöglichkeiten im Freien. 
Durch die Gestaltung des Außengeländes und Material, welches täglich zur Verfügung gestellt 
werden kann, stehen den Kindern vielfältige Bewegungsanreize offen. (Kinderfahrzeuge, Bälle, 
Puzzlematten, Baumstämme etc.) 
Bewegungserfahrungen zu ermöglichen, bedeutet für uns auch, dass Kindern im Alltag entwick-
lungsbezogen die Gelegenheit gegeben wird, motorische und feinmotorische Fähigkeiten ausbil-
den dürfen.  
 
Wir achten auf eine kindgerechte Vermittlung von Hygienemaßnahmen und streben die Ausbil-
dung eines guten Körperbewusstseins an. Hierzu gehört auch, dass es in allen Gruppen Phasen 
im Tageslauf gibt, die eine Ruhephase und Entspannung ermöglichen. Gesundheitsrelevante The-
men werden in Projekten oder im Alltagsgeschehen aufgegriffen und altersbezogen aufbereitet. 
Die Einbindung der Eltern zu Themen der Gesundheit ist unabdingbar. Hierzu gehört auch die Ge-
sundheitsfürsorge und –vorsorge (Information, Empfehlung, Verhaltensanweisungen im Umgang 
mit Impfungen, Erkrankungen, etc.) 
Wir sind eng mit internen und externen Anlaufste llen verbunden, um das materielle, körperliche, 
geistige und seelische Wohlergehen unserer Kinder und Familien zu stärken. Wir können jederzeit 
den Kontakt zu den Beratungsdiensten der Caritas Münster, wie z.B. der Familien -, Erziehungs -, 
Sucht- und Kurberatung, herstellen. Wir kennen geeignete Anlaufstellen für Therapiemaßnahmen, 
wie Logopädie oder Ergotherapie , pflegen unsere Kontakte zu den ansässigen Kinderärzten:innen 
und weiteren Einrichtungen der Gesundheitsförderung. Zudem arbeiten wir eng mit dem G esund-
heitsamt und dem Arbeitskreis Zahngesundheit zusammen. Fallen im Laufe eines Jahres durch un-
sere Screeningverfahren Kinder auf, die in ihrer Entwicklung anderen Gleichaltrigen gegenüber Ab-
weichungen bzw. Rückstände aufweisen, können wir in enger Abstimmung mit den Eltern auf unsere 
externen und internen Hilfen zurückgreifen.  
Wir sehen auch Resilienzförderung als einen wesentlichen Bestandteil unserer Arbeit an. Die Kinder 
sollen sich selbst als kompetent empfinden, sich in ihrem Lebensumfeld selbstbew usst einbringen 
und ihren Alltag selbstwirksam gestalten lernen. Dieser Prozess wird bereits in unserer Eingewöh-
nungszeit angelegt. Dabei ist es uns wichtig so viel Nähe wie möglich und so viel Distanz wie nötig zu 
gewähren. Wir verfolgen die Partizipation jedes Einzelnen. Jedes Kind darf seine Gefühle frei äußern, 
wird ernst genommen und zu einer zunehmenden Gefühlsregulation befähigt, um selbständig auch 
aus negativen Gefühlssituationen positiv gestärkt einen Weg zu finden.  
 
 
Körperbewusstsein, Hygiene, Sexualpädagogik und Kinderschutz 
Körper und Psyche bilden eine Einheit. Körpererfahrungen werden ganzheitlich erlebt und prä-
gen, ob ein Kind sich dabei wohl oder unwohl fühlt.

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So ist unseren Fachkräften bewusst, dass die Pflege mehr als nur einen körperl ichen Akt dar-
stellt.  
Die Kinder sollen mit Freude lernen, sich ihre Zähne zu putzen oder das Gesicht und die Hände zu 
waschen und die Selbstpflege als positive Sinneserfahrung kennen lernen. Selbstverständlich 
kommt mit zunehmendem Alter auch die Vermittlung von Sachwissen, z.B. hinsichtlich der Zahn-
prophylaxe oder die Reduzierung von Ansteckung vor Krankheiten hinzu.  
Im Hinblick auf eine positive Ausbildung ihres Körpergefühls und im Hinblick auf die Entwicklung 
von Beziehungs- und Liebesfähigkeit, ist es uns wichtig, dass Kinder ihren eigenen Körper erfor-
schen dürfen. Das lustvolle und sinnliche Erkunden des eigenen Körpers, gilt ausschließlich dem 
eigenen Wohlbefinden, dem Befriedigen der Neugierde und dem Entdeckungsdrang. Es dient der 
Suche nach der eigenen Identität. Im Kindergartenalter zeigt sich dieser Entwicklungsprozess 
zum Beispiel in sogenannten „Doktorspielen“. Mädchen und Jungen entdecken dabei ihren eige-
nen Körper und den Körper der anderen. Die Kinder nehmen Gemeinsamkeiten und Unterschiede 
wahr. Dazu ziehen sich die Kinder in Nischen, wie die Gruppennebenräume zurück. Es ist wichtig, 
dass diese natürlichen Entdeckungs-Prozesse der Sexualität von den pädagogischen Fachkräften 
wahrgenommen werden und einfühlsam und zugleich bedeutsam Regeln vermittelt werden, die 
für Sicherheit und Orientierung sorgen und die Kinder dabei unterstützen, die Bedürfnisse und 
Gefühle anderer wahrzunehmen, zu interpretieren und zu respektieren. Eigene Grenzen und die 
Grenzen der anderen wahrzunehmen und sie deutlich zu machen, stellen einen wichtigen Schutz 
vor sexuellen Grenzverletzungen dar, ebenso wie die Ausbildung eines gute n Gespürs für Nähe 
und Distanz.  
Das Schützen vor Grenzverletzungen bis hin zur sexualisierten Gewalt ist sicher eine der wichtigsten 
Aufgaben unseres pädagogischen Personals. Wie alle katholischen Träger der Jugendhilfe hat sich 
auch die Caritas Münster ein eigenes institutionelles Schutzkonzept gegeben, das u.a. umfangreiche 
regelmäßige Fortbildungen vorsieht, einen Verhaltenskodex enthält, Auswirkungen auf das Personal-
management hat und sowohl Beratungs - und Beschwerdewege als auch Interventionen beschre ibt. 
Neben einer namentlich benannten Präventionsfachkraft als Ansprechpartner:in in allen Fragen zur 
Prävention hält der Verband mehrere insoweit erfahrene Fachkräfte vor, die in Verdachtsfällen und 
bei Risikoeinschätzungen auch kurzfristig zur Verfügung stehen. 
 
Förderung kommunikativer Fähigkeiten (Sprachbildung / -förderung) 
Sprache hat eine zentrale Bedeutung für den Aufbau von Beziehungen zu anderen Menschen. Da-
her ist Sprache und Kommunikation ein konzeptioneller Schwerpunkt in unserem pädagogischen 
Angebot.  
Insbesondere in der Arbeit mit den jüngsten Kindern oder mit Kindern, die eine andere Erstspra-
che gelernt haben, spielt die nonverbale Kommunikation eine große Rolle. Mimik und Gestik wer-
den von den Mitarbeiter:innen bewusst parallel zur Sprache eingesetzt und Gegenstände oder 
Bildkarten gezeigt, um eine Verständigung zu erzielen und die Sprachentwicklung zu begünstigen.  
Unser Team weiß, dass eine „sprachfördernder Erzieher:in“ sehr zur positiven Entwicklung der 
Kinder beiträgt. Die Entwicklung der Sprache ist mit der Aneignung von Wissen eng verknüpft. 
Das eigenaktive Handeln des Kindes sowie das beobachtbare Handeln anderer, z. B. der Erzie-
her:in, kann durch eine gezielte, sprachliche Begleitung bewusster erlebt werden.  
 
Wir sehen es als wichtige Aufgabe an, viele individuelle Gespräche zu führen. Hierbei wird der 
Sprachstand des Kindes berücksichtigt und die Themen aufgegriffen, die das Kind aktuell be-
rühren. Im Gespräch versuchen die pädagogischen Fachkräfte Begriffe zur Wortschatzerweite-
rung einzubringen. 
Wir ermutigen die Kinder durch interessiertes Nachfragen, ihre Gedanken in Worte zu fassen und 
helfen ihnen, sich zu äußern, um z. B. eine Situation oder ein Problem schildern zu können. 
Vielseitige Materialien, die zur Sprach- und Wissenserweiterung förderlich sind, stehen in unserer 
Kindertageseinrichtung täglich zur Verfügung: Bücher, Bildkarten, Poster, der Kinderwochenplan, 
Spiele, Spieltiere, Material zum Sortieren nach bestimmten Merkmalen, Kasperlepuppen, der Ein-
kaufsladen, Verkleidungsutensilien, der Autoteppich, etc. 
Kindern, die eine andere Muttersprache gelernt haben oder aus anderen Gründen sprachliche 
Schwierigkeiten haben, wird Zeit gegeben sich auszudrücken und besondere Aufmerksamkeit

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geschenkt. Die Mitarbeiter:innen zeigen Interesse an der Herkunftssprache und beziehen da-
bei die Eltern des Kindes mit ein.  
In Elterngesprächen tauschen wir uns u. a. auch über die sprachliche Entwicklung des Kindes 
aus. Wir bemühen uns bedarfsweise um Dolmetscher, die das Elterngespräch auf Wunsch be-
gleiten. 
Falls wir den Eindruck haben, dass die Sprachentwicklung über unsere Möglichkeiten hinaus, 
unterstützt werden muss, raten wir dazu, das Kind bei einem Logopäden vorzustellen. 
 
Bewegung, Tanz, Rhythmik und gemeinsames Singen und Musizieren sind Elemente, die täg-
lich (auch informell) ins Tagesgeschehen einfließen. Sie bieten allen Kindern Möglichkeiten 
der Kommunikation und Fördern in entspannter, fröhlicher Atmosphäre Grundlagen für 
Spracherwerb und fördern die Sprechfreude.   
 
Digitales Lernen 
Wir sind auf dem Weg, Digitales Lernen zunehmend in unseren Kita-Alltag zu integrieren, da ein Alltag 
ohne Medien die Lebenswelt der Kinder nicht (mehr) widerspiegelt. Dabei geht es nicht darum, mög-
lichst viel Technik in den pädagogischen Alltag zu integrieren, sondern das Warum und Wie des Me-
dieneinsatzes im Team zu erarbeiten und umzusetzen. Es geht darum, allen Kindern einen Zugang zu 
digitalen Medien zu ermöglichen und ihnen einen refle ktierten Umgang nahezubringen. Nur so kön-
nen Kinder lernen, selbstbestimmt an der zunehmend digitalisierten Gesellschaft teilzuhaben und 
sie aktiv mitzugestalten. 
Wir möchten den Kindern einen geschützten Raum geben, Medien zu erleben und es vermeiden, dass 
sie sich „alleine“ in der digitalen Welt zurechtfinden müssen. Wenn Kinder sich mit ihren Mediener-
lebnissen auseinandersetzen, wenn sie mit und durch Medien lernen und Medien dafür verwenden, 
um eigene Themen, Interessen und Erfahrungen zum Ausdruck zu bringen, dann lernen sie auch viel 
über den Umgang mit Medien. Wir lehnen unsere Medienerziehung an den Kompetenzrahmen zur 
digitalen Bildung in Kindertageseinrichtungen an. Der Kompetenzrahmen umfasst sechs Kompetenz-
bereiche, deren ausformulierte Ziele Med ien- und informatische Bildung im Blick haben und Orien-
tierung im digitalen Zeitalter bieten: 
1) Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren 
2) Kommunizieren und Kooperieren 
3) Produzieren und Präsentieren 
4) Schützen und sicher Agieren 
5) Problemlösen und Handeln 
6) Analysieren und Reflektieren 
Medienerfahrungen sammeln Kinder primär im familiären Kontext, dort entwickeln und prägen sie 
erste Mediennutzungsstile. Den E ltern kommt hier also eine wesentliche Vorbildfunktion zu. Daher 
nimmt auch die Elternarbeit im Medienkontext eine sehr entscheidende Rolle ein.  
Damit pädagogische Fachkräfte das Potenzial von Medien als Thema und als Werkzeug erkennen und 
nutzen können, bieten wir berufsbegleitende Beratungs - und Qualifizierungsangebote an, die pas-
sende Konzepte, Methoden und Materia lien vermitteln. Medienbildung muss als Querschnittsauf-
gabe in alle Bildungspläne und von Anfang an in die Bildungskette integriert werden.  
 
Entwicklungsbeobachtung und Bildungsdokumentation 
In den Teamsitzungen auf Gruppenebene wird das beobachtete Verhalten der Kinder zusammen-
getragen die Entwicklungsschritte jedes Kindes schriftlich festgehalten. 
Die Sprachentwicklung wird mittels des alltagsintegrierten Sprachentwicklungsverfahren BaSik 
beobachtet und in einer Tabelle i. d. R. einmal jährlich dokumentiert.

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Diese Informationen bilden die Basis für die Entwicklungsgespräche mit den Eltern, die mindes-
tens einmal jährlich mit allen Eltern stattfinden. Hier findet ein Austausch über die Entwicklungs-
schritte, die aktuellen Interessen des Kindes und eventuelle Förderbedarfe statt. Dabei geht es 
um die soziale und emotionale Entwicklung des Kindes, über die Entwicklung im Bereich der 
Wahrnehmung, der Grob- und Feinmotorik, über kognitive und sprachliche Fähigkeiten und über 
Allgemeines, wie z.B. Interessen oder Kontakte zu anderen Kindern.  
Natürlich anlassbezogene zusätzliche Entwicklungsgespräche auch unterjährig angeboten. 
 
Neben den Entwicklungsbeobachtungen und Dokumentationen, die durch die pädagogischen 
Fachkräfte, getätigt werden, gibt es weitere Dokumentationsformen, durch die Bildungsentwick-
lung sichtbar wird.  
 
In allen Gruppen wird mit Portfolio-Ordnern gearbeitet. Dies sind von den Eltern mitgebrachte, 
gerne auch gemeinsam mit ihrem Kind gestaltete Aktenordner, in die Klarsichtfolien  eingeheftet 
werden. Die Portfolio-Ordner befinden sich in allen Gruppenräumen in einem Schrank in Reich - 
oder zumindest in Sichtweite der Kinder. Die Kinder bestücken ihren Ordner mit allen Produkten 
(Gemälden, Basteleien), die ihnen wichtig sind.  
Alle Formen der Bildungsdokumentation werden den Kindern und deren Eltern mit Beendigung 
der Kitazeit ausgehändigt. Es ist ihre Entscheidung, ob sie dem zukünftigen Lehrpersonal des 
Kindes einen Einblick gewähren möchten. Auf Wunsch der Eltern sind wir gerne bereit, in einem 
„Übergabegespräch“ anhand der Bildungsdokumentation über die individuelle Entwicklung des 
Kindes zu informieren. 
 
2.4 Öffnungszeiten 
Die durch regelmäßige Elternbefragungen zu überprüfende Öffnungszeit der Einrichtung (45 Wo-
chenstunden) soll von Montag bis Freitag bei 07:15 – 17:00 Uhr liegen (freitags bis 15:45 Uhr). Wir ge-
hen davon aus, dass sich mit der Zeit noch andere Bedarfe ergeben können, auf die wir bemüht 
sind, flexibel zu reagieren.  
Weitere Öffnungsmodelle – insbesondere in den Randzeiten – sind nach Absprache mit der Eltern-
schaft und dem Jugendamt zu entwickeln. 
3. Integration, Inklusion und Genderthematik 
Das friedfertige Zusammenleben, unabhängig von Herkunft, sozialer Stellung, Religionszugehörig-
keit oder dem jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes, ist ein vorrangiges Ziel in unserer Erzie-
hung. Wir wünschen uns, dass Verschiedenartigkeit als Bereicherung wahrgenommen wird. Die na-
türliche Offenheit und das Interesse der Kinder möchten wir erhalten, möchten Fragen beantwor-
ten, Verständnis und Toleranz leben und fördern.  
In Form von Projekten und durch eine vielseitige Materialauswahl prägen wir das Bewusstsein für 
unterschiedliche Lebensbedingungen und Lebensformen. Wir freuen uns auch, wenn Eltern uns 
unterstützen, indem die Kindergruppe z. B. etwas über Gebräuche oder Gegenstände aus anderen 
Kulturkreisen und Lebensformen erfahren kann. 
 
Ergänzt werden die umfangreichen eigenen Erfahrungen beim Kitapersonal durch das Knowhow des 
großen Fachdienstes für  Integration und Migration der Caritas Münster. Eltern und Erzieher:innen 
stehen auf kurzem Wege Beratungsmöglichkeiten zu nahezu allen Fragen des Migrationsthemas zur 
Verfügung. Sowohl Geflüchtete als auch Zuwanderer können sich beispielsweise zur schulis chen so-
wie beruflichen Integration oder Antidiskriminierung beraten lassen. Letzteres Thema wird durch die 
Servicestelle Antidiskriminierung vertreten, die in der Kita einerseits Informationsangebote für El-
tern anbieten kann als auch mit dem Team Projekte vorbereitet, die ein Klima der interkulturellen

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Sensibilisierung und Öffnung für Fachkräfte, Eltern und Kinder schafft und erhält. Nicht zuletzt kön-
nen die fremdsprachlichen Kompetenzen des Fachdienstes ebenso für die Kita nutzbar gemacht wer-
den. 
Mit der Haltung, dass Individualität als Bereicherung erlebbar wird, ist uns auch die Inklusion 
von Kindern mit Handicap ein Herzenswunsch. Die Erfahrung hat gezeigt, dass durch die Unvor-
eingenommenheit der Kinder und das selbstverständliche miteinander Aufwachsen in einer 
Gruppe von Kindern mit unterschiedlichsten Fähigkeiten, Inklusion gut gelebt werden kann und 
bei allen Beteiligten zu einer Werteprägung und Erweiterung der Sozialkompetenz führt.  
 
Wir nehmen uns Zeit, Eltern von Kindern mit Handicap, vor Aufnahme individuell zu beraten, um 
gemeinsam entscheiden zu können, ob eine Aufnahme für eine gute Entwicklung des Kindes von 
allen Beteiligten als sinnvoll erachtet wird und in welchem zeitlichen Umfang. Dies ist besonders 
aufgrund der zweigeschossigen Bauweise der Kindertagesstätte und der Personalausstattung, 
die sich an der Mindestausstattung nach KiBiz, NRW orientiert, relevant. Wenn das Kind dem Per-
sonenkreis nach §§ 53 ff. SGB XII zugeordnet werden kann, besteht die Möglichkeit eine zusätzli-
che (heil)pädagogische Fachkraft zu beantragen, die jedoch nur mit einem begrenzten Zeitkon-
tingent zur Verfügung steht.  
 
Wird im Laufe der Betreuungszeit eines Kindes ein besonderer Förderbedarf festgestellt, führen 
die pädagogischen Fachkräfte, unter Einbeziehung der Leitung mit den Eltern Gespräche, um die 
Entwicklung frühzeitig begünstigen zu können.  
Besteht die Einschätzung, dass das Kind beim Ausbleiben zusätzlicher Förderung in der Kinder-
tageseinrichtung eine Behinderung aufgrund des Entwicklungsrückstandes droht,  erbitten wir 
eine Diagnostik von Fachstellen, die dann gegebenenfalls zu einer Beantragung einer zusätzli-
chen (heil)pädagogischen Fachkraft führt.  
Der Einsatz einer (heil)pädagogischen Zusatzkraft, hat neben der gezielten individuellen Förde-
rung des beeinträchtigten Kindes, die Inklusion des Kindes in der Gruppe zum Ziel. Demzufolge 
sind auch Aufgaben, wie die Unterstützung des Kindes bei alltäglichen Handlungen, zielgerich-
tete Aktivitäten mit Kleingruppen und der Gesamtgruppe, sowie die Reflektion zum En twick-
lungsstand und der (heil)pädagogische Maßnahmen mit allen Mitarbeiter:innen, als inklusiver 
Auftrag zu verstehen. Eine enge Kooperation mit allen Beteiligten (Pädagog:innen, Eltern, Thera-
peut:innen) ist die Grundlage für eine positive Entwicklung und selbstverständlich. Ob therapeu-
tische Angebote in den Räumen der Kindertageseinrichtung stattfinden können, wird im Einzel-
fall geprüft. 
 
Eine geschlechterbewusste Pädagogik ist fest in unserem Kita-Alltag integriert. Erzieher:innen unter-
stützen die Kinder, die eigene Geschlechtsidentität zu entwickeln, ohne diese durch festgelegte Ver-
haltens- und Handlungsweisen einzuschränken. Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Mäd-
chen und Jungen werden beobachtet, anerkannt und in der alltäglichen Arbeit berücksichtigt. Wir 
achten darauf, die Kinder nicht durch stereotype Sichtweisen bzw. Zuschreibungen in ihren Erfah-
rungen einzuschränken, sondern bieten ihnen neue und ergänzende Erfahrungsmöglichkeiten. Den 
Kindern stehen soziale Gestaltungsspielräume zur Verfügung, sodass sie sich aktiv mit ihrer eigenen 
Geschlechtlichkeit auseinandersetzen können. Indem alle individuellen Wesens - und Interessenla-
gen respektiert und gefördert werden, geben wir jedem Kind die gleichen Voraussetzungen fü r die 
freie Entfaltung der eigenen Persönlichkeit.  
4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Wir bedienen uns vieler Institutionen in der Stadt, um unser pädagogisches Angebot zu erweitern: 
Spielplätze und Parkanlagen, Stadtbücherei, Aaseewäldchen, Museen, Institutionen wie Feuerwehr, 
Veranstaltungen wie das Teddykrankenhaus, Zoo, Wochenmärkte etc. Zudem zählen wir zu den 
„Theater-Startern“ (eine Kooperation mit den Städtischen Bühnen Münster)

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Enge Kooperationen und fachlichen Austausch gibt es mit den weiteren Kindertageseinrichtungen 
und Schulen im Stadtteil, insbesondere mit der benachbarten Johannisschule. Wir kooperieren mit 
Beratungsdiensten, Kinderärzt:innen, dem Gesundheitsamt, Logopäd:innen, Ergotherapeut:innen, 
Motopäd:innenen, Förderschulen, dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Müns-
ter mit den angeschlossenen Diensten sowie den verschiedenen Familienbildungsstätten, Verei-
nen und öffentlichen Institutionen im Stadtteil Süd und in der Innenstadt und mit der Kirchenge-
meinde St. Josef. Diese Vernetzungen gilt es im neu entstehenden Quartier und den dort verorte-
ten Institutionen weiter zu entwickeln. 
 
Der Caritasverband für die Stadt Münster e. V., als Träger unserer Kindertageseinrichtung, bietet 
ein gutes Netz beratender und unterstützender Angebote für viele verschiedene Belange, wie z. 
B. die Schuldnerberatung, die Kurberatung, die Suchtberatung oder die sozialpädagogischen Fa-
milienhilfen im Haus der Caritas, das sich in unmittelbarer Nähe unserer Kindertageseinrichtung 
in der Josefstraße befindet. Eine enge Kooperation, auch hinsichtlich der Beratung des pädagogi-
schen Teams, besteht daher mit der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Cari-
tasverbandes, die ebenfalls im Haus der Caritas ansässig ist und dem Heilpädagogischen Hort 
des Caritasverbandes in der Schützenstraße.  
Wir sind bemüht, allen Familien gleichermaßen einen Zugang in Fragen der Erziehung und Famili-
enbildung- ohne besondere Zugangsbarrieren- zu ermöglichen.  
Von nahezu allen Kooperationspartnern finden sich in der Elternecke Infobroschüren und Flyer mit 
dem jeweils zur Verfügung stehenden Angebot. Bei Fragen und Problemen stehen wir gerne zur 
Verfügung und begleiten bei Bedarf und auf Wunsch den Erstkontakt. 
 
5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften  
Zur Erreichung pädagogischer Ziele und einer positiven Entwicklung der sozialen und emotionalen 
Fähigkeiten der Kinder ist die Zusammenarbeit zwischen Erziehern und Eltern unerlässlich. Nicht nur 
die Ziele, sondern auch die Arbeitsweisen sollen den Eltern bekannt sein. Daher machen wir unsere 
Arbeit für die Eltern transparent und berücksichtigen, in welcher Form diese Kooperation von den 
Eltern erwünscht und angenommen wird.  
Schon mit den Betreuungsverträgen bekommen unsere Eltern einen ersten Eindruck von unserer El-
ternarbeit. Sie erhalten zusammen mit dem Betreuungsvertrag die Broschüre „Für Ihr Kind – die ka-
tholische Kindertageseinrichtung“ worin auch die Rechte und Pflichten der Eltern innerhalb einer 
Kindertagesstätte erläutert sind. 
Die Eltern werden – als Hauptverantwortliche für die Bildung und Erziehung ihres Kindes – in ihrer 
Elternkompetenz wahrgenommen und unterstützt. Als Interessensvertreter für die Belange ihrer 
Kinder ist ein regelmäßiger Austausch mit den Eltern selbstverständlich.  Neben der Möglichkeit in 
den täglichen Bring- und Abholsituationen, kurze Informationen zur Bedürfnis- und Interessenslage 
des Kindes auszutauschen, kann jederzeit ein Gesprächsbedarf signalisiert werden. Diesem wird 
zeitnah entsprochen. Auf Gruppenelternabenden wird die pädagogische Arbeit in den Gruppen dar-
gestellt und diesbezüglich ein Gedankenaustausch angeregt.  
Gewählte Elternvertreter:innen werden auf regelmäßigen Sitzungen frühzeitig über konzeptionelle 
Fragen informiert und beraten Inhalte. Es werden offene Elternstammtische initiiert, um Anliegen 
aus der gesamten Elternschaft in die Elternratssitzungen „transportieren“ zu können.  
Geäußerte Kritik, Verbesserungsvorschläge, Anregungen, Rückfragen oder Beschwerden in persönli-
chen Angelegenheiten werden von den pädagogischen Mitarbeiter:innen ernst genommen. Es ist 
unser Anliegen, mit Beschwerden und Nachfragen konstruktiv umzugehen und praktikable Lösun-
gen, vielleicht neue Ideen zu suchen, die die Zufriedenheit wiederherstellen  können. Kinder haben 
eine „Antenne“ dafür, wie zufrieden ihre Eltern mit der KiTa sind und ob die Erziehungspartner :in-
nen in einem guten Kontakt stehen. So muss es in unser aller Interesse liegen, die Kinder positiv 
erleben zu lassen, wie offen und kooperativ die Beteiligten mit Konflikten umgehen.

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So kann Beteiligung als Chance für Entwicklung erfahren werden. 
Die Leiterin der Kindertagesstätte hat für Kinder, Eltern und Kollegen ein offenes Ohr für alle Anlie-
gen – auch für kritische Nachfragen. Durch regelmäßige und bei Bedarf auch spontane Mitarbeiter-
gespräche und in Teamsitzungen wird der Informationsaustausch sichergestellt und gegebenenfalls 
Veränderungsbedarfe erörtert und beschlossen.  
Auch gibt es die Möglichkeit, für Anregungen und Beschwerden, den „Kümmerkasten“ in der Eltern-
ecke zu nutzen, wenn man sich in schriftlicher Form, möglicherweise auch anonym, äußern möchte.  
Informationen zu aktuellen Themen unserer Arbeit vermitteln wir z.B. durch Fotos aus dem Gruppen-
alltag, durch informative Aushän ge oder Elternbriefe. Die Corona -Umstände haben auch dazu ge-
führt, dass wir digitale Kommunikationsmöglichkeiten gestärkt  haben. Der bevorstehende Einsatz 
des Programms „KiTaPLUS“ soll den Fachkräften eine Entlastung in Verwaltungsaufgaben ermögli-
chen und wird durch eine gut und einfach zu bedienende „ElternApp“ ergänzt  werden. Hier können 
Eltern schnell und von jedem Ort Informationen und Termine der Kita abrufen.  
Seit August 2020 sind wir für einen Zeitraum von zunächst 5 Jahren als Pluskita anerkannt und in 
Form von zusätzlichen 19 Personalstunden wöchentlich entsprechend finanziell gefördert.  
Auf der Grundlage, dass Kinder aus von Armut bedrohten Familien, in nahezu allen Lebensberei-
chen benachteiligt sind, stellen wir uns als Kindertageseinrichtung dieser wichtigen Aufgabe, zu 
mehr Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit beizutragen. Die wesentlichen Zielsetzungen der Pluskita 
sind die Stärkung der Bildungschancen und der Abbau bestehender Benachteiligungen. 
Die Lebenslagen der Familien, die Auswirkungen auf den Lebensstandard und die Teilhabemöglich-
keiten haben, bilden sich in unserer Kita vielschichtig ab.  
So gibt es Ein-Eltern-Familien, Familien in denen Eltern(teile) erkrankt sind, Familien mit Migrati-
ons- /Fluchthintergrund, die besondere Belastungen bewältigen müssen – auch im Hinblick auf 
ihre finanzielle Lebenssituation.  
Wir sehen es als eine besondere Verpflichtung an, den Familien mit erschwerten Lebensbedingun-
gen, die bestmögliche Unterstützung anzubieten.  
Dies spiegelt sich bereits in unseren Aufnahmekriterien wieder. Familien in besonderen Lebenslagen 
können – unter Berücksichtigung der Gruppensituation – vorrangig einen Platz in unserer Kita erhal-
ten. 
6. Organisationskultur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Qualitätsmanagement hat in der Caritas Münster einen hohen Stellenwert. Die Kita Kleines Senfkorn 
hat sich schon frühzeitig am Münsteraner QUAMS Projekt beteiligt. Mittlerweile durchläuft die Caritas 
Münster einen fortwährenden QM -Prozess, in dem alle Unterstützungs - und Managementprozesse 
überarbeitet und fortgeschrieben werden (z. B. Personalauswahl, Personalentwicklung, Arbeitssi-
cherheit, Gesundheitsfürsorge, Fortbildung). Die Leitung der Kita ist in verschiedenen Qualitätszir-
keln vertreten und bringt dort die Kita-Perspektive ein.  
Die pädagogische Arbeit ist im Konzept der Einrichtung formuliert, das mit Stand Juni 2021 vorliegt. 
Hier wird es i n nächster Zukunft eine Übersetzung dieser Vorgaben in die Logik von Kernprozessen 
geben. 
Der Caritasverband für die Stadt Münster e.V. ist über den Caritasverband für die Diözese Münster 
e.V. an die entsprechende Fachberatung für Träger angebunden. Hierüb er erfolgt insbesondere die 
fachliche und wirtschaftliche Fachberatung.

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Regelmäßige externe (über den Diözesanverband oder andere Bildungsträger) und interne Fortbil-
dungen (über das Caritas Fortbildungsinstitut) sind ein fester Standard.  Fortbildungswünsche aus 
dem Team werden vom eigenen Fortbildungsinstitut aufgegriffen und z. B. als inhouse -Fortbildung 
durchgeführt. 
Die Leitung der Kita ist Mitglied der AG 5 nach § 78 SGB VIII (Tagesbetreuung für Kinder) und arbeitet 
auch im KTK (Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder in Münster) mit.  
7 Besondere Merkmale des Trägers 
Mit der Caritas Münster bewirbt sich hier ein lokal agierender Wohlfahrtsverband, der seit 50 Jahren 
in Münster tätig ist. Demgemäß bestehen vielfältige und belastbare Vernetzungen und Kooperatio-
nen zu vielen Akteuren im Sozialsektor. Wir wissen um die Lebensumstände der Menschen hier, ken-
nen ihre Erfahrungen und ihre aktuellen Themen. 
Durch die langjährige Präsenz im Quartier Pluggendorf/Südviertel mit der Kita Kleines Senfkorn, un-
serem Angebot „Quartiersentwicklung“ im Aaseemarkt, dem Haus der Caritas und dem Caritas-Alten-
zentrum St. Lamberti sind wir mit den besonderen Lebensbedingungen im Umfeld der Kita sehr ver-
traut.  Mit den z. T. langjährigen Mi tarbeitenden hat di e Caritas vor Ort ein Gesicht erhalten und 
Vertrauen geschaffen. Viele Familien hatten bereits Kontakt zur Caritas, sie ist ein fester Bestandteil 
der Nachbarschaft/des Stadtteils. 
Auch in den letzten schwierigen Jahren der Pandemie haben wir gezeigt, dass man sich auf uns ver-
lassen kann, wir (unter anderem digitale) Wege finden, wie der Kontakt nicht abreißt und wir den 
Menschen zur Verfügung stehen. Wir machen die Erfahrung, dass aus den genannten Gründen die 
Akzeptanz des Trägers bei der Bevölkerung im Quartier sehr groß ist.

V_0361_2023_1_Auswertungsformulare

17705 Zeichen

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:  
Kindertageseinrichtung Klosterareal Pluggendorf (C14) im Wohnbereich Pluggendorf im Stadt- 
bezirk Mitte  
 
 
Name und Adresse des Trägers:  
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. 
Josefstraße 2 
 
48151 Münster 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Caritasverband für die Stadt Münster e.V. ist als  Wohlfahrtsverband anerkannter Träger  
- Seit über 50 Jahren ein dichtes Netz an Angeboten  der Jugendhilfe in Münster 
- Caritas umfasst die Abteilungen Jugend- und Famil ienhilfen, Jugendberufshilfen und Woh- 
nen, soziale Beratungsdienste sowie Hilfen für Senioren 
- Caritas Philosophie: Für Menschen - Für Münster 
- Träger von 2 Kindertageseinrichtungen in Münster (Kita & Familienzentrum Miriam & Kita 
Kleines Senfkorn) 
- Expertise für die Fachberatung in der Kindertages betreuung durch kollegialen Ausstauch mit 
der Erziehungsberatungsstelle, den Frühen Hilfen sowie den Hilfen zur Erziehung  
- Ziel dieser Bewerbung ist es, die jetzige angespa nnte räumliche Situation in der Kita Kleines 
Senfkorn, die durch die direkte Nähe mit der Johannisschule entsteht, aufzulösen. Hier tref- 
fen divergente Bedürfnisse wie z.B. die Mittagsruhe der Kita-Kinder mit den Spielbedürfnis- 
sen der OGS-Schüler*innen aufeinander. Das Kleine Senfkorn soll demnach umziehen und 
am Standort Klosterareal Pluggendorf (B11) weiter betrieben werden. 
- Ziel ist es, neben dem Umzug der Kita Kleines Sen fkorn zum Standort Klosterareal Pluggen- 
dorf (B11) am Standort eine weitere Kita (C14) zu errichten, um Synergieeffekte zu schaffen 
- Konzeptionelle Schwerpunkte: intergeneratives Ler nen – Netzwerk-Kita für bedarfsgerechte 
Elternarbeit und Elternbildung - Unterstützung für Familien in besonderen Lebenslagen 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
3,0 % Trägeranteil  
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung 
liegen vor 
- Leitbild der Caritas Münster ist das christliche Selbstverständnis des Wohlfahrtsverbandes  
- Förderung einer ganzheitlichen, kindgerechten Ent wicklung entsprechend dem Erziehungs- 
und Bildungsauftrag (Förderung des leiblichen, seelischen und geistigen Wohles des Kindes) 
 
- Alltagsintegrierte Sprachförderung (BaSiK) 
- Netzwerk-Kita mit modernem Raumprogramm für bedar fsgerechte Elternarbeit und Elternbil- 
dung

2 
 
- Digitalen Wandel als Einrichtung aufgreifen, in d en Kitaalltag integrieren, für Eltern und Kin- 
der erschließen und nutzbar machen 
- Unterstützung für Familien in besonderen Lebensla gen 
- Bereitschaft zur Gründung eines Familienzentrums mit dem Ziel „Aus einer Hand an einem 
Ort“  
Flexible Angebote: 
- Regelöffnungszeiten: 07:15 Uhr – 17:00 Uhr (freit ags bis 15:45 Uhr) 
- Flexible Betreuungszeiten können bei Bedarf der E ltern entwickelt werden 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders heraus: 
- Partizipation und Teilhabe als Grundlage der päda gogischen Arbeit 
- Teilhabe- und Mitbestimmungsmöglichkeiten am Entw icklungsstand des Kindes orientiert 
- Schwerpunkt: ganzheitliche alltagsintegrierte Ver mittlung von Sprache 
- Inklusion als fester Bestandteil der päd. Arbeit und gelebte Vielfalt mit Unterstützung durch 
Fachkräfte und Inklusionsfachkraft  
- Zusammenarbeit mit Eltern und internen und extern en Therapeuten 
- Beratung durch den Caritas Fachdienst für Integra tion und Migration und die Servicestelle 
Antidiskriminierung  
- Geschlechterbewusste Gender-Pädagogik ist im Kita -Alltag integriert 
- Begleitung und Beratung der Fachkräfte zur interk ulturellen und diversitären Sensibilisierung 
durch die Servicestelle Antidiskriminierung 
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders heraus: 
- Gesunde Ernährung und bedarfsgerechte Angebote zu r Verpflegung 
- Kooperation mit Gesundheitsamt / Zahngesundheit /  Krankenkassen 
- Förderung der Resilienz als Bestandteil der Einge wöhnungszeit 
- Beachtung der Ruhe- und Entspannungsphasen 
- Vielfältige Bewegungsangebote drinnen und draußen  
- Einbindung der Eltern zu Themen der Gesundheit 
- Coolnesstraining zur Bewegungsförderung und Grenz setzung des körperlichen und seeli- 
schen Wohlbefindens stehen im Vordergrund 
- Kindgerechte Vermittlung von Hygienemaßnahmen 
- Kinderschutzkonzept zur  Umsetzung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung liegt 
vor 
- Konzept zur Prävention sexualisierter Gewalt als Querschnittsaufgabe  
- Präventionsfachkraft und insoweit erfahrene Fachk räfte stehen zur Verfügung 
- Caritas Stabsstelle „Betriebliches Gesundheitsman agement“ 
 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Bestehende Vernetzungen und Kooperationen im Sozialraum sollen genutzt und intensiviert 
werden. Die Kita soll als Netzwerk-Kita Raum für Begegnungen im Sozialraum schaffen. 
Geplante Vernetzungen: 
- Bereits gute Vernetzungen und bestehende Kooperat ionen im Quartier vorhanden z.B. die 
Teilnahme am Arbeitskreis Südviertel und dem Angebot Quartiersentwicklung im Aasee- 
markt 
- Vernetzungen mit Kindertagespflege, Kitas und Gru ndschulen (Übergangsgestaltung) im 
Umfeld 
- Fortführung der Kooperation mit dem Stadttheater (Projekt „Theater-Starter“) 
- Nutzung von Spielplätzen, Parkanlagen, Stadtbüche rei, Museen etc. im Sozialraum

3 
 
- Kooperation mit Vereinen  
- Kita soll als Netzwerk-Kita als Informationsdrehs cheibe für den Stadtteil agieren 
- Ziel: stärkerer Ausbau der Wirkung als Begegnungs stätte im Stadtteil mit besonderem Blick 
auf die multikulturell strukturierte Wohnbevölkerung 
- Weiterentwicklung als plusKita 
- Schaffung von Synergieeffekten mit zwei Kitastand orten im Klosterareal Pluggendorf 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor.  
Der Träger garantiert: 
- Transparente Zusammenarbeit zwischen Erzieher*inn en und Eltern  
- Eltern als Hauptverantwortliche für die Bildung u nd Erziehung ihres Kindes 
- Eingewöhnung in Anlehnung am „Berliner Modell“ 
- Eltern Hospitationstage, um den Alltag in der Kit a zu erleben 
- Elterngespräche und Beratung eng an die Bedürfnis se der Familien angepasst  
- Screening- und Dokumentationsverfahren sind Grund lage für Elterngespräche 
- Individuelle Unterstützungsangebote für die Famil ien möglich 
- Mitwirkung in Elternrat und Elternvollversammlung en 
- Gemeinsame niedrigschwellige Angebote wie Feste u nd Ausflüge, Frühstücken, Kochen  
oder Basteln  
- Ziel: Netzwerk-Kita für bedarfsgerechte Elternarb eit und Elternbildung  
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernde 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders heraus: 
- Caritas Münster beschäftigt auf dem Stadtgebiet c a. 1.000 hauptberufliche Mitarbeiter*innen 
- Leistungsfähige Verwaltung, die insbesondere die Aufgaben der Personalabrechnung, -ent- 
wicklung und des Recruitings, sowie die finanztechnische Bewirtschaftung hochwertig  
sicherstellt 
- Pädagogische Arbeit und Kernprozesse im Rahmenkon zept verankert 
- Zur Fortschreibung aller Unterstützungs- und Mana gementprozesse Teilnahme an kontinu- 
ierlichen QM-Prozessen / Kita Kleines Senfkorn ist aktiv am aktuellen Quantitätsmanage- 
ment-Prozess beteiligt 
- Beobachtung und Dokumentation als zentrale Mittel  zur Qualitätsentwicklung 
- Regelmäßige externe und interne Fortbildungen 
- Vernetzung der Einrichtungen 
- Mitglied in der AG 5 nach § 78 SGB VIII 
- Externe Supervisionen/ Fachberatung über den Spit zenverband 
- Betriebliche Altersvorsorge über die KZVK, eine J ahressonderzahlung, sowie ein Leistungs- 
entgelt, Job Bike, ein Jobticket und ein Lebensarbeitszeitkontomodell 
- Teilnahme am jährlichen Wettbewerb „Great Place t o Work“ 
 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Lokal agierender Wohlfahrtsverband und langjährig e Präsenz im Quartier Südviertel/ Plug- 
gendorf, dadurch ein fester Bestandteil mit hoher Akzeptanz in der Nachbarschaft und dem 
Stadtteil 
- Vielfältige und belastbare Vernetzungen und Koope rationen 
- Bereitschaft zur Zertifizierung als Familienzentr um und plusKita 
- Digitales Lernen und Medienpädagogik 
- Differenziertes sexualpädagogisches Konzept 
- Jugendhilfe aus einer Hand

1 
 
Trägerauswahlverfahren für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Münster 
 
Auswertungsformular 
 
Ausgeschriebene Einrichtung:   
Kindertageseinrichtung Klosterareal Pluggendorf (C14) im Wohnbereich Pluggendorf im Stadt- 
bezirk Mitte  
 
 
Name und Adresse des Trägers:  
Wertvoll gGmbH 
Weißenburger Str.23 
 
44135 Dortmund 
 
 
1. Trägerhintergrund / Trägerdarstellung 
Mögliche Beschreibung des Trägers und seiner Betätigungsfelder, Verbandszugehörigkeit, 
Leitbild etc.  
- Seit 2002 anerkannter Träger der Kinder- und Juge ndhilfe 
- Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband und P aritätischen Jugendwerk NRW 
- Zentrale Geschäftsstelle in Dortmund 
 (Geschäftsleitung und -entwicklung, Kinderschutz 
Fachkraft, Buchhaltung, Fachliche Beratung) 
- Langjährige Erfahrung in der Kinder- und Jugendhi lfe und in Bildungsprogrammen  
- Projekte in der Dortmunder Nordstadt und NRW mit den Themen: Soziales, Interkulturalität, 
Energien 
- Humanitäre Hilfen in Ex-Jugoslawien 
- 2018 viergruppige Kita in Düsseldorf (z. Zt. Cont ainer / Neubau erfolgt 2024) 
- 2023/2024 ist die Übernahme der Trägerschaft von neuen und bestehenden Einrichtungen in 
Dortmund, Krefeld und Havixbeck geplant 
- Institutionelle Kindertagesbetreuung als neuer Sc hwerpunkt, Angebot soll sukzessive  
      in NRW ausgeweitet werden / ein Cluster aus 3 Einrichtungen je Kommune wird angestrebt 
- Konzeptionelle Schwerpunkte: Verantwortung für di e Zukunft – Gestaltung der Gesellschaft 
von morgen – Inklusion – Partizipation – frühe kindliche Bildung 
 
 
2. Wirtschaftlichkeit 
Angebotener Trägeranteil 
3,5% Trägeranteil 
Es werden keine Zusatzbeiträge erhoben. 
 
 
3. Fachlichkeit / Pädagogik 
3.1. Rahmenkonzept 
Fachliche Ausrichtung: 
Alle fachlichen Anforderungen umfassend erfüllt / Erfahrungen in der Kindertagesbetreuung liegen 
vor. 
- Pädagogisches Konzept bezieht Inhalte verschieden er reformpädagogischer Ansätze ein  
- Bildungseinrichtung mit Blick auf das Wohl des Ki ndes / Kinder als Akteure der eigenen Ent- 
wicklung  
- Unterstützende alltagsintegrierte Bildungsarbeit (bindungssensitive Bildungsarbeit)  
- Gleiche Bildungschancen für alle Kinder 
- Fokus: Vereinbarung von Familie und Beruf 
- Wertevermittlung für eine zukunftsfähige Gesellsc haft / Wert-voll Wertekanon (Achtung der 
Vielfalt, Anteilnahme und Zusammenhalten, Achtung der Lebensalter, Inklusion leben, Ach- 
tung des Lebens und der natürlichen Lebensgrundlagen)

2 
 
- Spiel als „Quelle von Lernen und Verstehen“ 
- Teiloffenes Konzept mit festen Stammgruppen  
- Bereitschaft zur Gründung eines Familienzentrums mit dem Ziel „Aus einer Hand an einem 
Ort“  
Flexible Angebote: 
- Öffnungszeiten 07:00 Uhr -16:00 Uhr 
- Flexible Öffnungszeiten (06:00 Uhr – 18:00 Uhr) am Bedarf der Eltern und am Wohl des Kin- 
des orientiert, keine Abholzeiten in den Essens- und Schlafzeiten  
- Schließzeiten (3 Wochen Sommerferien, 1 Woche Wei hnachtsferien) 
 
 
3.2. Querschnittsaufgaben wie Integration, Inklusio n und Genderthematik 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Querschnittsaufgaben vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Integration und Inklusion als zentrales Selbstver ständnis 
- Alltagsintegrierte stärkenorientierte (Sprach)För derung aller Kinder (keine isolierten Förder- 
angebote)  
- Zusammenarbeit mit Eltern, Frühförderstellen und Therapeut*innen  
- Genderreflektierte Begleitung der eigenen (Geschl echts)Identität 
- Genderreflektierte Nutzung von Räumen, Materialie n und Medien / Gendersensible Sprache 
- Paritätische Personalbesetzung 
- Austausch mit den Eltern mit Anregungen zur Refle xion von Geschlechterrollen  
- Partizipation im Dialog zwischen Kindern und päda gogischen Fachkräften 
- Schaffung eines beschwerdefreundlichen Klimas (Be schwerdemöglichkeiten für Kinder ver- 
bal oder über Kummerkasten für gemalte Bilder)  
 
 
3.3. Gesundheitsförderung 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Gesundheitsförderung vor. Der Träger stellt fol- 
gende Merkmale besonders hervor: 
- Ausgewogene vegetarische Ernährung / Frischkostkü che ist gewünscht 
- Aktive Begleitung der Mahlzeiten / Sensibilisieru ng für Körperwahrnehmung bei Hunger und 
Sättigung / Gesunde Ernährung wird in Gesprächen, Büchern und mit Hilfe von Spielmateria- 
lien thematisiert 
- Zähneputzen nach dem Essen und Besuch der Zahnarz tpraxis vor Ort 
- Stärkung der Resilienz / des Immunsystems durch v ielfältige Bewegungsangebote  
- Wechsel von Bewegungs- und Ruhephasen 
- Bewegungsmöglichkeiten drinnen und draußen (natur nahe Außenanlage für vielfältige sen- 
sorische Anreize) 
- Ziel: Zertifizierung zur Bewegungs-Kita  
- Pädagogisches Konzept zur Hygiene im Alltag  
- Unterstützung der Kinder im Umgang mit Gefahren i m Alltag (Verkehrserziehung / Projekte 
mit der Polizei) 
- Kinderschutzkonzept zur  Umsetzung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung liegt 
vor 
- Eigene insoweit erfahrene Fachkraft in der Dortmu nder Zentrale und Zusammenarbeit mit 
Fachkräften des Paritätischen 
- Förderung der Sprachfähigkeit von Kindern (über K örper und Gefühle)

3 
 
3.4. Sozialraumorientierung und Kooperationspartner  
Vernetzung und Kooperation mit anderen Institutionen/Einrichtungen im Sozialraum (Kindertages- 
pflege, Kitas, Grundschulen, Sportvereine, Kulturve reine, Logopäd*innen, Ärzt*innen, Thera- 
peut*innen etc.) geplant.  
- Vernetzung mit Kindertagespflege, Kitas im Sozial raum 
- Kooperation mit der Johannisschule (Übergangsgest altung / Paten- und Experimentierpro- 
jekte) – konzeptionelle Nähe durch Zertifizierung als „Schule der Zukunft“  
- Kooperation mit Kinderärzten und Altenheim Friedr ichsburg 
- Ausflüge zu Grünflächen und zum Aasee 
- Kooperation mit den Sportvereinen und Sportanlage n auf der Sentruper Höhe 
- Zertifizierung als Bewegungskindergarten und Klim aKita.NRW angestrebt 
- Zertifizierung zum Familienzentrum angestrebt 
- Aufbau eines Netzwerkes für Elternberatungen 
- Vorhandene Erfahrungen in der Projektarbeit nutze n / Projekt „Sozialraumaustausch“ 
 
 
3.5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften vor. 
Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Gegenseitige Wertschätzung und Aufbau eines gemei nsamen Bildungsverständnisses 
- Eltern sind nicht Kunden, sondern primäre Bezugsp ersonen ihrer Kinder 
- Täglicher informeller Austausch zwischen Fachkräf ten und Eltern 
- Beobachtung und Dokumentation über Portfolio und BaSiK sind Grundlage für Elterngesprä- 
che 
- Regelmäßige Elternabende (auch themenbezogen) 
- Hospitationen, Beteiligung bei Ausflügen und Vera nstaltungen 
- Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat 
- Festes Vorgehen zum Beschwerdemanagement 
 
 
3.6. Organisationskultur und Qualität sichernde Maß nahmen 
Es liegen umfassende Konzepte im Bereich der Organisationskultur und Qualität sichernden 
Maßnahmen vor. Der Träger stellt folgende Merkmale besonders hervor: 
- Pädagogische Rahmenkonzeption als Grundlage der p ädagogischen Arbeit / individuelle 
Standortkonzepte  
- Orientierung an  Grundsätzen der Bildungsförderung für Kinder von 0-10 Jahren und Bil- 
dungsvereinbarung des Landes NRW 
- Selbstbild als „lernende Organisation“ (regelmäßi ge Fort- und Weiterbildungen) 
- Zufriedenheit aller Beteiligten und Entwicklungsm öglichkeiten der Kinder als wichtigste 
Qualitätskriterien (Partizipation / Feedback der Mitarbeitenden) 
- Beobachtung und Dokumentation als zentrale Mittel  zur Qualitätsentwicklung 
- Regelmäßiger Austausch zwischen Eltern und Fachkr äften, Fachkräften untereinander so- 
wie mit dem Träger 
- Teamsupervision und Team-Tage mit externen Refere nt*innen 
- Fachberatung, Supervision und Beratung durch den Paritätischen Wohlfahrtsverband 
- Qualitätsentwicklungsinstrument PQ-Sys-KiQ des Pa ritätischen Wohlfahrtsverbandes NRW 
soll genutzt werden 
- Personalgewinnung und Personalbindung als zentral e Aufgabe (Zusammenarbeit mit Aus- 
bildungsinstitutionen / Anbieten von PiA- und Praktikumsstellen / Zusammenarbeit mit Job- 
center und Jobportalen) 
- Zusätzliche Angebote wie Gesundheitsvorsorgekurse , Jobradleasing, betriebliche Alters- 
vorsorge 
- Ausfallmanagement durch Einsatz von Springerkräft en und Personal aus anderen Einrich- 
tungen

4 
 
4. Besondere Merkmale / Eignung 
- Seit vielen Jahren in der Kinder- und Jugendhilfe  tätig 
- Verfügt über ein umfangreiches Netzwerk aus Wald- , Ernährungs-, Bauernhof-, Religions-, 
Theater- und Musikpädagogen sowie Erfahrungen in Projekten, die unterschiedliche soziale 
Milieus und Generationen zusammenbringen 
- Träger ist neu im Bereich Kindertagesbetreuung (s eit 2018) 
- Bereitschaft zur Zertifizierung als Familienzentr um und plusKita 
- Bereitschaft auf Zuweisung des Jugendamtes bis zu  5% über zu belegen 
- Starke Werteorientierung

V_0361_2023_3.2_wertvoll_Konzept

81900 Zeichen

KONZEPTION 
der  
KINDERTAGESSTÄTTE 
KLOSTERAREAL PLUGGENDORF (Block C 14)

Seite | 2  
 
INHALTSVERZEICHNIS 
 
 
 
1. Trägerkompetenz und Referenzen      4 
 
1.1. Spitzenverband Wohlfahrtspflege/anerkannter Träger der Kinder- 
und Jugendhilfe         4 
 
1.2. Fachberatung Spitzenverband/Beratung Insoweit erfahrene Fachkraft  4 
 
1.3. Erfahrung institutionelle Kinderbetreuung     4 
 
1.4. Mitwirkung in Fachgremien / AGs       5 
 
1.5. Zuverlässigkeit des Trägers        5 
 
1.6. Gemeinsame Bildung und Betreuung von Kindern mit (drohender) 
Behinderung          5 
 
2. Personal           6 
 
2.1. Vergütung nach Tarifvertrag TvöD SuE      7 
 
2.2. Ausbildungskonzept         7 
 
2.3. Personalgewinnungs- und -entwicklungskonzept     7 
 
2.4. Ausfallmanagement         8 
 
3. Pädagogisches Konzept        8 
 
3.1. Querschnittsaufgaben        8 
3.1.1. Bildungsverständnis        8 
3.1.2. Leitbild          9 
3.1.2.1. Achtung der Vielfalt: das Fremde wird das Bekannte   10 
3.1.2.2. Anteilnahme und Zusammenhalten: Altruismus entwickeln  10 
3.1.2.3. Achtung der Lebensalter: Bereicherung durch Begegnung 
der Generationen       10 
3.1.2.4. Inklusion leben        10 
3.1.2.5. Achtung des Lebens und der natürlichen Lebensgrundlagen: 
Ganzheitlich denken und handeln     11 
3.1.3. Eingewöhnung         11 
3.1.4. Demokratische Bildung und Partizipation      11 
3.1.5. Erziehungs- und Bildungspartner*innenschaft     12

Seite | 3  
 
3.1.6. Inklusion, Diversität, armutssensible, rassismuskritische, 
geschlechterreflektierende Bildung, gemeinsame Erziehung   14 
3.1.7. Kinderschutz (Schutzkonzept, Meldewege, Fachberatung, QM)   14 
3.1.8. Beschwerdemanagement und Verfahren zur Selbstvertretung   16 
3.1.9. Methoden der Beobachtung und Dokumentation     17 
3.1.10. Flexible, bedarfsgerechte Raumgestaltung     18 
 
3.2. Bildungsbereiche         18 
3.2.1. Bildungsgrundsätze NRW        18 
3.2.2. Frühkindliche Bildung        18 
3.2.3. Alltagsintegrierte Sprachbildung       19 
3.2.4. Gesundheit, Hygiene und Sicherheit      20 
3.2.5. Prävention         22 
3.2.6. Medienbildung         25 
 
3.3. Qualitätsentwicklung/Qualitätsmanagement     26 
3.3.1. Konzeptionelle Vereinbarung zur Weiterentwicklung der     
Einrichtungskonzeption        26 
3.3.2. Qualitätsmanagement        26 
3.3.3. Fortbildungen         27 
 
3.4. Sozialraumorientierung/Kooperation      27 
3.4.1. Beschreibung/Analyse Sozialraum      27 
3.4.2. Konzeptionelle Ausrichtung/Schwerpunktsetzung wg. Sozialraumanalyse   28 
3.4.3. Transitionsprozesse/Kultur des Übergangs     28 
3.4.4. Netzwerkzusammenarbeit (konzeptionell)     30 
3.4.5. Aufnahmekriterien (Sozialraum)       30 
3.4.6. Familienzentrum NRW Zertifizierung      30 
3.4.7. Flexible/erweiterte Öffnungszeiten / Schließzeiten    30 
3.4.8. Zertifizierung plusKITA        30

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1. Trägerkompetenz und Referenzen 
 
1.1. Spitzenverband Wohlfahrtspflege/anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe 
 
Die 2002 gegründete gemeinnützige wert-voll GmbH (www.wert-voll.org) ist anerkannter 
Träger der freien Jugendhilfe nach § 75 SGB VIII, Mitglied des Paritätischen 
Wohlfahrtsverbandes NRW und des Paritätischen Jugendwerkes NRW. 
Wir sind zudem Mitglied der „Landesarbeitsgemeinschaft 21 - Netzwerk Nachhaltigkeit 
NRW“ sowie Teilhaber im „Netzwerk Stiftungen und Bildung“ und haben uns der „Initiative 
Transparente Zivilgesellschaft“ angeschlossen. 
 
Die wert-voll ggmbh möchte mit ihrer Arbeit zur Lösung drängender Zukunftsfragen 
beitragen: Zum Beispiel das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Generationen 
sowie der Schutz der Umwelt. 
Die entscheidenden Weichenstellungen für die Gestaltung der Zukunft verfolgen wir mit 
einer starken Werteorientierung. Dabei fühlen wir uns einem undogmatischen 
Kommunitarismus, einer am Gemeinwohl orientierten sozial-philosophischen Lehre, 
verbunden. 
 
Unsere Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. 2012 mit dem Jugendkulturpreis NRW 
und 2017 mit dem „PSD-Bank Förderpreis Soziale Stadt“. 
 
1.2. Fachberatung Spitzenverband/Beratung Insoweit erfahrene Fachkraft 
 
Wir werden seit Jahren in verschiedenen Kommunen im Bedarfsfall durch die 
Fachberatungen sowie die Insoweit erfahrenen Fachkräfte des Paritätischen 
Wohlfahrtsverbandes beraten und begleitet. 
 
Kinderschutz ist durch eine qualifizierte Fachkraft für Kinderschutz beim Träger auf höchster 
Ebene strukturell verankert. 
 
1.3. Erfahrung institutionelle Kinderbetreuung 
 
Seit Frühjahr 2018 betreibt die wert-voll ggmbh Kindertagesstätten (www.wert-voll-
kita.org), beginnend mit einer viergruppigen Einrichtung in einem Containerprovisorium in 
Düsseldorf-Wersten. Dieses Provisorium wird im nächsten Jahr in einen sechsgruppigen 
Neubau in Holzbauweise am Sportplatz des SV Wersten übergehen.  
 
In Dortmund wurde die wert-voll ggmbh vom Jugendamt Dortmund als Träger sowohl einer 
sechsgruppigen Einrichtung in Dortmund-Westerfilde, die im Herbst 2023 eröffnen wird, als 
auch einer viergruppigen Einrichtung im Kaiserstraßenviertel/Innenstadt-Ost, deren 
Inbetriebnahme für das Kitajahr 2024/25 geplant ist, bestimmt. 
 
In Krefeld eröffnet der Träger Ende 2023 eine neue sechsgruppige Einrichtung in der 
Innenstadt. Darüber hinaus ist nach einem umfangreichen Umbau ab 2024 der Betrieb einer 
zweigruppigen Einrichtung am Standort der bisherigen städtischen Kindertageseinrichtung 
Breite Straße geplant.

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In Havixbeck (Kreis Coesfeld) zeichnet sich die Übernahme einer zweigruppigen 
Elterninitiative zum Beginn des Kitajahres 2023/24 ab. 
 
Weitere Standorte in NRW (u.a. Mönchengladbach und Essen) sind in Planung. 
 
Wir streben danach, je Kommune ein Cluster aus mindestens drei Einrichtungen zu bilden, 
die sich untereinander unterstützen können. 
 
1.4. Mitwirkung in Fachgremien / AGs 
 
Der Träger wird in den Fachgremien und Arbeitsgemeinschaften nach § 78 mitwirken. 
 
1.5. Zuverlässigkeit des Trägers 
 
Die wert-voll ggmbh betreibt seit 2018 eine viergruppige Kindertagesstätte in Düsseldorf-
Wersten und verfügt somit über mehrjährige Erfahrungen hinsichtlich der 
Rahmenbedingungen , der Betriebsabläufe sowie der Zusammenarbeit mit den 
verschiedensten Akteuren (Eltern, kommunales Jugendamt, Landesjugendamt, 
Fachberatung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes etc.). 
 
Nach dem Start in Düsseldorf arbeitet der Träger nun intensiv auch mit anderen Kommunen, 
die ihm die Übernahme weiterer Einrichtungen angetragen haben. 
Ihn zeichnet eine geringe Fluktuation beim Personal, gute Anbindung an den Paritätischen 
Wohlfahrtsverband, hohe fachliche Kompetenz, jahrzehntelange Erfahrung in der 
Bildungsarbeit, gute personelle Ausstattung und gesicherte Zahlungsfähigkeit/Liquidität aus. 
 
Mit der ersten Einrichtung wurde für die Verwaltung das Programm „KitaPlus“, eingeführt. 
In der Kombination aus transparenter, cloud-basierter Verwaltung und regelmäßigen 
persönlichen Besuchen funktioniert der Betrieb von Dortmund aus problemlos. 
 
Nach langjähriger Tätigkeit in der Kinder- und Jugendhilfe und in Bildungsprogrammen hat 
die wert-voll ggmbh ihren Arbeitsschwerpunkt in den Bereich der institutionellen 
Kinderbetreuung verlegt und weitet ihr Angebot nun sukzessive in NRW aus. 
 
1.6. Gemeinsame Bildung und Betreuung von Kindern mit Migrationshintergrund / 
(drohender) Behinderung 
 
Wir sind davon überzeugt, dass jedes Kind über individuelle Stärken, Fähigkeiten und 
Vorlieben wie auch über eigene Grenzen verfügt, individuelle Schwierigkeiten erlebt und 
eigene Bedürfnisse und Bedarfe hat. In der alltäglichen pädagogischen Arbeit ist es unser 
Anspruch, jedes Kind in seiner Einzigartigkeit wahrzunehmen. Dabei ist uns eine 
ressourcenorientierte Sicht besonders wichtig. Wir schauen auf das, was ein Kind an 
Potenzialen mitbringt, nutzen seine Stärken und stellen uns die Frage, was es braucht, um 
sich in unserer Einrichtung optimal entwickeln zu können. Die Auffassung, dass jedes Kind, 
ob mit oder ohne Behinderung, zunächst einmal ein Kind ist, bildet die zentrale Grundlage 
unserer inklusiven Bemühungen. 
Konsequenterweise machen wir keine Angebote für einige wenige Kinder mit besonderem 
Förderbedarf, sondern gestalten unseren pädagogischen Alltag so, dass sich alle Kinder

Seite | 6  
 
gleichermaßen entfalten können. Wir nehmen jedes Kind vorbehaltlos an, wie es ist. Das 
bedeutet nicht, die Augen vor individuellen Schwierigkeiten und Förderbedarfen eines 
Kindes zu verschließen, macht es uns aber möglich, dem Kind in seiner Gesamtheit zu 
begegnen, es mit seinen Stärken zu sehen und ihm mit Respekt und Wertschätzung zu 
begegnen. Potenziale werden so erkannt und der einzigartige Wert eines jeden Menschen 
offenbar. 
Im Team tauschen wir uns regelmäßig über die Kinder und ihre Bedarfe aus, gleichen unsere 
Sichtweisen ab, identifizieren die aktuellen Bildungsthemen der Kinder und formulieren die 
daraus resultierenden Bildungsziele. Bildungsprozesse und -ergebnisse werden 
dokumentiert und dienen als Grundlage für die Ableitung neuer Bildungsziele, ohne dass 
dabei die Altersangemessenheit des individuellen Ziels im Fokus steht. In unserem 
Verständnis ist Inklusion nicht die Aufgabe einer einzelnen Integrationskraft, sondern immer 
der zentrale Auftrag an das gesamte Team. Wir verstehen uns dabei als Lernende, mit dem 
Ziel, kindliche Entwicklungsprozesse zu beschreiben und zu verstehen. 
In Abstimmung mit den Eltern suchen wir gezielt Kontakt zu Frühförderstellen und 
Therapeuten der bei uns betreuten Kinder. Wir bemühen uns um fachlichen Austausch und 
regen Hospitationen in unserer Einrichtung an. Unsere Eindrücke zu einzelnen Kindern 
verschriftlichen wir und stellen die Informationen den behandelnden Fachkräften auf 
Wunsch und mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten gerne zur Verfügung.  
Großen Wert legen wir auch auf die Kooperation mit den Eltern. Dabei bieten wir dem 
engen Austausch mit Eltern von Kindern mit besonderem Förderbedarf gleichermaßen 
Raum wie dem Austausch mit der übrigen Elternschaft. Wir sind uns der Tatsache bewusst, 
dass gerade in inklusiv arbeitenden Einrichtungen Eltern besonderer Aufklärung und 
Information bedürfen. In diesem Zusammenhang ist es uns ein wichtiges Anliegen, jedes 
Kind unserer Einrichtung vor Ausgrenzung oder Schuldzuweisung zu schützen. Dies 
erreichen wir durch sachliche Informationen, Aufklärung und Selbstverständlichkeit im Tun. 
Für die Kinder formulieren wir als ein wesentliches Bildungsziel, dass sie lernen sollen, 
eigene Grenzen und die Grenzen Anderer zu erkennen und ihr Handeln darauf 
abzustimmen. Wir schulen Empathie und fordern Kinder zu rücksichtsvollem und 
einfühlsamem Umgang miteinander auf. Die Erkenntnis, dass tatsächlich jeder etwas 
Anderes besser kann, soll in unseren Einrichtungen bei allen Kindern und Erwachsenen 
reifen. 
 
 
2. Personal 
 
Das Team besteht aus pädagogischen, sozial-pädagogischen und therapeutischen Fachkräften 
entsprechend der Vorgaben im KiBiz (§ 10 ). 
Wir streben eine paritätische Verteilung männlicher und weiblicher Fachkräfte an. 
 
Die Leitung wird entsprechend KiBiz (§ 29) von der pädagogischen Arbeit freigestellt.  
 
In der gemeinsamen Bildung und Erziehung von Kindern mit und ohne Förderbedarf ist die Arbeit 
in multiprofessionellen Team als Voraussetzung zu sehen. Dafür bildet der Träger Teams mit 
pädagogischen Fachkräften sowie Ergänzungskräften und fachfremden Fachkräften, wie zum 
Beispiel Ergotherapeut*innen oder Logopäd*innen. 
Ergänzt und erweitert wird diese multiprofessionelle Perspektive bei Bedarf durch den fachlichen 
Austausch und die Kooperation mit externen Fachkräften oder Institutionen.

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Ein Koch/eine Köchin wird täglich für ein frisches, gesundes und abwechslungsreiches 
Mittagessen sorgen. Darüber hinaus sind mehrere Hauswirtschaftskräfte für die Reinigung 
zuständig. 
 
2.1. Vergütung nach Tarifvertrag TvöD SuE 
 
Das Entgelt der pädagogischen Mitarbeiter*innen richtet sich nach §§ 12-17, Besonderer 
Teil Sozial- und Erziehungsdienst (SuE). 
 
2.2. Ausbildungskonzept 
 
Die Qualität der Bildungsarbeit in unseren Einrichtungen ist in hohem Maße von der 
Kompetenz unserer Mitarbeitenden abhängig. Als werteorientierter Arbeitgeber begreifen 
wir die Ausbildung junger Menschen als unsere Aufgabe. In all unseren Einrichtungen bilden 
wir daher in jedem Kita-Jahr konsequent aus. Wir bieten sowohl Ausbildungsplätze für die 
praxisintegrierte Ausbildung als auch Beschäftigungsmöglichkeiten für Praktikantinnen und 
Praktikanten im Anerkennungsjahr. - Da wir uns der besonderen Bindungssensitivität von 
Unter-Dreijährigen bewusst sind, setzen wir Jahrespraktikanten grundsätzlich nicht in der 
Gruppenform II ein.  
Wir suchen und pflegen die Kooperation mit den lokalen Ausbildungsinstituten und 
informieren uns fortlaufend über die Entwicklung der Ausbildungsgänge. Die 
Praxisanleitungen unserer Auszubildenden übernehmen pädagogische Fachkräfte mit 
mehrjähriger Berufserfahrung, die sich regelmäßig fortbilden. 
 
Die Auszubildenden werden von der Einrichtungsleitung zu Feedbackgesprächen 
eingeladen. Zusätzlich werden die erlernten Fähigkeiten dokumentiert und mit den 
Praktikumsbetreuern besprochen.  
Den Auszubildenden werden bei Beginn ein*e Erzieher*in zur Seite gestellt, welche*r als 
Anleiter*in und Ansprechpartner*in dient. 
Wir haben bereits mehrere Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung als 
Erzieher*innen übernehmen können und sind froh diese weiterhin als Mitarbeitende zu 
beschäftigen.  
 
2.3. Personalgewinnungs- und -entwicklungskonzept 
 
Wir verstehen Personalentwicklung als Trägeraufgabe, die wir nicht in den einzelnen 
Einrichtungen, sondern in unserer Zentrale in Dortmund verorten.  
 
Personalgewinnung gelingt uns durch die Zusammenarbeit mit Ausbildungsinstitutionen, 
dem Zur-Verfügung-Stellen von Praktikumsplätzen für Studierende und PIA-Auszubildende 
(nicht im Bereich U3) sowie Unternehmenspräsentationen in unterschiedlichen Kontexten. 
Unserem visuellen Erscheinungsbild kommt bei der Akquise interessierter Fachkräfte eine 
wichtige Bedeutung zu. 
Des Weiteren arbeiten wir bei der Akquise mit dem Jobcenter sowie unterschiedlichen 
Jobportalen wie „kita.nrw“, der Rubrik „Stellenangebote“ auf der Webseite „Der 
Paritätische Wohlfahrtsverband NRW“ oder der Jobbörse „INDEED“.

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Die Passung der Eignung wird im Einstellungsgespräch geprüft. An diesen Gesprächen 
nimmt neben der Einrichtungsleitung auch ein fachkompetenter Trägervertreter teil.  
 
Zum Abgleich von Soll-Ist sowie zur Definition von Zielen und zur Erfassung von Wünschen 
und Perspektiven finden regelmäßige Mitarbeitergespräche statt, auf deren Basis in 
Zusammenarbeit von Leitung und Geschäftsführung für jede Einrichtung ein bedarfs- und 
interessengeleiteter Fortbildungsplan erstellt wird.  
Die Bildungsinhalte orientieren sich stark an der qualitativen Ausrichtung des Trägers, der 
Konzeption der Einrichtung und dem individuellen Bedarf. Kinderschutz und Prävention sind 
Pflichtthemen. 
 
Des Weiteren bieten wir unseren Mitarbeiter*innen gesundheitliche Vorsorge in Form von 
einer Förderung für Sportkurse sowie die Möglichkeit der Teilnahme am Programm JobRad 
(Jobradleasing) an. 
Darüber hinaus wird eine betriebliche Altersvorsorge angeboten. 
 
2.4. Ausfallmanagement 
 
Bildung kann nur gelingen, wenn die uns anvertrauten Kinder kontinuierlich und verlässlich  
von einer hinreichend großen Anzahl von Mitarbeitenden betreut werden. Der 
Mindestbedarf ergibt sich aus den gesetzlichen Vorgaben nach Kinderbildungsgesetz und gilt 
uns als Mindeststandard. Durch Definition von Schließzeiten und vorausschauender 
Urlaubsplanung stellen wir sicher, dass der Betrieb während der Öffnungszeiten stets in 
allen Gruppen gewährleistet ist. Unerwartete Ausfälle kompensieren wir über den Einsatz 
von Springern. Zusätzlich bestehen Kooperationen mit Anbietern aus dem Bereich 
„Personalüberlassung“, die sich in der Vergangenheit bereits bewährt haben. Um die 
Bedeutung von kontinuierlichen und verlässlichen Bezugsbeziehungen wissend, soll der 
Einsatz von Springern oder externen Kräften jedoch niemals den Regelfall darstellen, 
sondern lediglich als Intervention im Notfall zum Tragen kommen. 
Auf das Vorhandensein eine*r Bezugserzieher*in wird geachtet. 
 
 
3. Pädagogisches Konzept 
 
3.1. Querschnittsaufgaben 
 
3.1.1. Bildungsverständnis 
Kinder unterscheiden sich in ihrer Persönlichkeit und sind durch Individualität 
gekennzeichnet. Jedes von ihnen bietet ein Spektrum einzigartiger Besonderheiten auf 
Grund seines Temperamentes, seiner Anlagen, Stärken, Bedingungen des Aufwachsens, 
seiner Eigenaktivitäten und seines Entwicklungstempos. 
Die Entwicklung eines Kindes ist ein komplexes, individuell verlaufendes Geschehen. 
 
Kinder gestalten ihre Bildung und Entwicklung von Geburt an aktiv mit und 
übernehmen dabei entwicklungsangemessene Verantwortung, denn der Mensch ist auf 
Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit hin angelegt.

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Allerdings können sie nur in einem Umfeld aktiv lernen und sich positiv entwickeln, in 
dem sie sich wohl, sicher und geborgen fühlen sowie täglich ausreichend Möglichkeit 
erhalten, sich zu bewegen – insbesondere im Freien. 
 
Die Freiräume für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder schmelzen in unserer 
komplett durchorganisierten Gesellschaft immer weiter zusammen. Dadurch lernen 
Kinder immer weniger, mit sich selbst und ihren Emotionen umzugehen und in einem 
sozialen Gefüge zu agieren. Dem arbeiten die „wert-voll – Kindertagesstätten“ 
entgegen. Dies geschieht weniger durch angeleitete Tätigkeiten, sondern vielmehr 
durch die Schaffung eines Rahmens, in dem die Kinder mit all ihren Sinnen, Emotionen, 
Erfahrungen, geistigen Fähigkeiten und Ausdrucksformen ihr Potenzial frei entfalten 
und erfahren können. 
Kinder sollen nachhaltig lernen- d.h., dass sie die Möglichkeit haben, eigenaktiv und 
selbständig lernen zu können, dass sie eigenen Ideen und Interessen nachgehen 
können, dass sie selbst Entdeckungen machen können und eigenständig Antworten auf 
ihre Fragen finden dürfen. 
 
Insbesondere der Förderung von Resilienz (Widerstandsfähigkeit der Psyche) wird 
große Bedeutung beigemessen. 
 
3.1.2. Leitbild 
Unsere Gesellschaft benötigt eine Besinnung auf Werte, um zukunftsfähig zu werden. 
Diese müssen von Kindheit an erlebbar sein und verinnerlicht werden, denn die Kinder 
von heute sind die Gestalter unserer Gesellschaft von morgen. 
Die „wert-voll - Kindertagesstätten“ sind deshalb Orte, an denen Werte von zentraler 
Bedeutung vermittelt und vor allem gelebt werden. 
Sie verfolgen die Vision einer aufgeschlossenen Gesellschaft, die dem Einzelnen mehr 
Gemeinschaftssinn abverlangt, ihm gleichzeitig aber auch mehr gesellschaftliche 
Verantwortung und Beteiligung einräumt. Eine zukunftsfähige Gesellschaft kann nur 
gelingen, wenn diese Haltung bereits in der Kindheit vermittelt und erlebt wird. 
 
In den „wert-voll - Kindertagesstätten“ wird ein respektvoller und achtsamer Umgang 
mit sich selbst, miteinander und mit der Mitwelt gelebt. Sie wirken darauf hin, dass alle 
Kinder trotz unterschiedlicher Herkunft und sozialem Status sowie mit und ohne 
Behinderung für sich die Entwicklungsmöglichkeiten finden können, die für ein 
gelingendes Leben und eine zukunftsfähige Gesellschaft erforderlich sind. 
Darin verstehen die „wert-voll - Kindertagesstätten“ ihren Bildungs-, Erziehungs-, und 
Betreuungsauftrag. 
 
Die „wert-voll - Kindertagesstätten“ sind weltanschaulich unabhängig und nur ihren 
zentralen Werten verpflichtet. Sie sind ein werbefreier Raum. 
 
Auf der Grundlage ihres Wertekanons übernehmen die „wert-voll - Kindertagesstätten“ 
ausgewählte Sichtweisen und Methoden reformpädagogischer Ansätze - wie z. B. 
Waldorf, Montessori, Emmi-Pikler, Wald-, Erlebnis- und Umweltpädagogik und 
erweitert sie um aktuelle Aspekte. Es entsteht so ein neues pädagogisches und 
kulturelles Konzept, das innovativ und prozessorientiert ist. Es bleibt flexibel und „auf

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dem Wege“, denn jede weitere Kindertagesstätte bereichert die gesamte Konzeption 
und passt sie an neue Herausforderungen an. 
 
Die „wert-voll - Kindertagesstätten“ orientieren sich für ihr pädagogisches Handeln an 
folgenden Prinzipien und Grundsätzen: 
 
3.1.2.1. Achtung der Vielfalt: das Fremde wird das Bekannte 
Kulturelle und religiöse Vielfalt stellen einen erhaltenswerten Reichtum 
unserer Gesellschaft dar. 
Der Respekt vor dieser Vielfalt bildet die Grundlage, um die darin 
enthaltenen Potenziale zu erschließen und sie für die individuelle 
Entwicklung zu nutzen. Aus dem Erleben der kulturellen und religiösen 
Vielfalt ergeben sich gegenseitiges Verständnis und Kenntnisse der anderen 
Kulturen und Religionen. Kinder werden darin bestärkt, diese Vielfalt als 
Bereicherung zu sehen. In den „wert-voll - Kindertagesstätten“ werden 
deshalb Interreligiosität und Interkulturalität durch das gemeinsame Feiern 
z.B. des Weihnachtsfestes, des Festes des Fastenbrechens oder des 
Laubhüttenfestes gelebt. 
Die Verpflegung in unseren Einrichtungen ist so gestaltet, dass alle Kinder 
unabhängig von ihrem religiösen und kulturellen Hintergrund partizipieren 
können. 
 
3.1.2.2. Anteilnahme und Zusammenhalten: Altruismus entwickeln 
Anteilnahme, gegenseitiges Helfen und voneinander Lernen fördern den 
gesellschaftlichen Zusammenhalt und überwinden die Trennung, die aus 
sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Merkmalen resultiert.  
Altruismus ist eine Chance. Er wirkt sich positiv auf die 
Persönlichkeitsentwicklung von Kindern aus, fördert deren soziale 
Kompetenz und ist der „Kitt“ einer zukunftsfähigen Gesellschaft. Deshalb ist 
eine ausgewogene Mischung nicht nur der Religionen und Kulturen, sondern 
auch der der verschiedenen sozialen Milieus ein unverzichtbarer Bestandteil 
der „wert-voll - Kindertagesstätten“. 
 
3.1.2.3. Achtung der Lebensalter: Bereicherung durch Begegnung der Generationen 
Die „wert-voll - Kindertagesstätten“ nutzen die Potenziale, welche durch die 
Begegnung von Kindern und Senior*innen bei verschiedensten 
Gelegenheiten geweckt werden: kindliche Unbefangenheit und Kreativität 
treffen auf Lebenserfahrung und -erkenntnis. Alle Beteiligten profitieren - 
lebenslanges Lernen wird veranlagt und praktiziert. 
 
3.1.2.4. Inklusion leben 
Wir unterstützen das elementare Bedürfnis aller Menschen nach 
selbständiger Entwicklung und den Wunsch dazuzugehören. Damit dieses 
Recht auf Teilhabe gelebt werden kann, besuchen auch Kinder mit 
besonderem Entwicklungsbedarf unsere „wert-voll - Kindertagesstätten“ und 
tragen so zur Vielfalt bei. (vgl. 1.6)

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3.1.2.5. Achtung des Lebens und der natürlichen Lebensgrundlagen: Ganzheitlich  
denken und handeln 
Wir sind in die Natur um uns herum eingebettet und tragen für sie 
Verantwortung. Diesen ganzheitlichen Ansatz leben die „wert-voll - 
Kindertagesstätten“ und vermittelt ihn den Kindern. 
 
Auf dem Weg in die Gesellschaft von morgen verfolgen wir unsere 
ganzheitliche Haltung bei der Gestaltung und Ausstattung des Gebäudes/der 
Räumlichkeiten und des Außengeländes, bei dem Umgang mit Ressourcen 
und bei der Ernährung der Kinder. Außerdem erzeugt eine qualitativ 
hochwertige und anregende Umgebung Achtung vor den Dingen und übt 
einen positiven Effekt auf das Verhalten der Kinder und pädagogischen Kräfte 
aus. Der Raum ist ein pädagogischer Faktor. 
 
Die Achtung des Lebens und der natürlichen Lebensgrundlagen findet ihren 
Ausdruck auch in einer vegetarischen Küche. Unseren Einrichtungen ist es ein 
Anliegen, den Kindern eine gesunde, ausgewogene und mit verschiedensten 
Religionen und Kulturen kompatible Verpflegung anzubieten. 
 
3.1.3. Eingewöhnung 
Die Fachkräfte informieren die Eltern bereits im ersten Gespräch über das 
Eingewöhnungskonzept der Einrichtung. Die Eingewöhnung erfolgt in enger Absprache 
mit den Eltern. In der Regel wird das partizipatorische Modell angewendet. Bei Bedarf 
werden aber auch andere Formen aufgegriffen. (vgl. 3.4.3. Transitionsprozesse/ Kultur 
des Übergangs) 
 
3.1.4. Demokratische Bildung und Partizipation 
Die UN–Kinderrechtskonvention hat die Partizipation als Grundrecht im Artikel 12 
„Unter Berücksichtigung des Kindeswillens“ folgendermaßen festgeschrieben: 
 
„Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu 
bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten 
frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und 
entsprechend seinem Alter und seiner Reife.“ 
 
Wir sind in der Gestaltung der „wert-voll - Kindertagesstätten“ diesen demokratischen 
Werten und Rechten verpflichtet. Das gilt für alle - Kinder, Eltern und 
Mitarbeiter*innen. 
Wir nehmen die Kinder ernst, trauen ihnen etwas zu, nehmen Rücksicht auf Ängste, 
Gefühle und Interessen. Wir kommen ihnen mit Achtung, Wertschätzung und Respekt 
entgegen. Wenn Kinder dies selbst erfahren, sind auch sie in der Lage, anderen 
Menschen mit Respekt und Achtung zu begegnen. 
Wir versuchen somit ein Vorbild im Umgang mit den Kindern, Eltern und 
Kollegen*innen zu sein. Dabei lernen die Kinder, Entscheidungen zu treffen und ihre 
eigenen Interessen zu vertreten, Kompromisse einzugehen, zu erarbeiten und auch zu 
diskutieren. Dadurch machen die Kinder zahlreiche Erfahrungen.

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Wir beteiligen Kinder altersgerecht an den sie betreffenden Themen und 
Entscheidungen, soweit möglich und mit unserer Verantwortung für das Wohl der 
Kinder vereinbar. 
Wir informieren Kinder in verständlicher Sprache und altersgerecht über ihre Rechte 
und Möglichkeiten von Mitbestimmung. 
Wir sind überzeugt, dass Kinder durch Beteiligung lernen, für sich und andere 
Verantwortung zu übernehmen. 
Wir ermuntern Kinder, sich zu beteiligen und sich eine eigene Meinung zu bilden, z. B. 
indem wir bewusst Fragen stellen. Wir vermeiden es, wenn möglich, eigenen 
Entscheidungen und Lösungen von Kindern vorwegzugreifen. 
Partizipation verstehen wir dabei nicht ausschließlich als demokratisches 
Abstimmungsverfahren, sondern als Dialog und gemeinsame Entscheidungsfindung der 
Kinder untereinander und mit den pädagogischen Fachkräften.  
Wir nehmen dabei die Meinungen, Bedürfnisse und auch die Kritik der Kinder ernst und 
begründen ihnen gegenüber unsere Entscheidungen. 
 
Partizipation umfasst auch die Möglichkeit zur „Beschwerde“. Kindliche Beschwerden 
bieten im günstigsten Fall Anlass für hochmotivierte Selbstbildungsprozesse.  
Je jünger Kinder sind, umso größer ist aber die Herausforderung, ihre Beschwerden als 
solche wahrzunehmen. Kinder signalisieren diese oft eher als allgemeines Unwohlsein 
(z.B. „mir ist langweilig“) oder bringen sie nonverbal zum Ausdruck. Demzufolge steht 
zunächst die Sensibilisierung aller Fachkräfte für das bewusste Wahrnehmen und 
Aufgreifen der kleinen und großen Beschwerden der Kinder im Kita-Alltag im Zentrum. 
Kinder nutzen alle ihnen zur Verfügung stehenden Ausdrucksformen, um sich zu 
beschweren.  
Wir möchten erreichen, dass alle Fachkräfte im Dialog mit den Kindern ihre 
Beschwerden wahrnehmen und als berechtigt zulassen. Dafür ist es wesentlich, dass 
die Kinder in der gesamten Einrichtung ein „beschwerdefreundliches Klima“ erleben: 
dies ist dann der Fall, wenn in der Kita eine lebendige Partizipationskultur (s.o.) besteht, 
in der es gewünscht ist, sich einzumischen und sich aktiv einzubringen. Zentraler 
Bestandteil der Beschwerdekultur ist auch die wechselseitige Wahrnehmung der 
Mitarbeiter*innen untereinander und die Offenheit, sich gegenseitig „einmischen“ zu 
dürfen, wenn der Eindruck entsteht, dass ein*e Kolleg*in eine Beschwerde nicht 
hinreichend wahr oder ernst genommen hat.  
Aufbauend auf der Wahrnehmung und Interpretation kindlicher Beschwerden können 
im nächsten Schritt gemeinsame Lösungen gesucht und gefunden werden. Dabei spielt 
eine bewusste Zurückhaltung der Erwachsenen im Blick auf (vorschnelle) Lösungen eine 
wichtige Rolle (s.o.). (vgl. 3.1.8. Beschwerdemanagement und Verfahren zur 
Selbstvertretung) 
 
3.1.5. Erziehungs- und Bildungspartner*innenschaft 
Eine gute Betreuung des Kindes basiert auf der verlässlichen und vertrauensvollen 
Zusammenarbeit zwischen Eltern und Fachkräften. Gegenseitige Wertschätzung und 
Rollenbewusstsein sowie Entwicklung eines gemeinsamen Bildungsverständnisses 
bilden die Grundlage für unsere Erziehungspartner*innenschaft. Dies wird durch 
folgende Maßnahmen erreicht: 
In einem ausführlichen Erstgespräch vor der Aufnahme des Kindes informieren sich die 
Fachkräfte über das Lebensumfeld der Familie, lernen die Eltern und das Kind kennen.

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Die Fachkräfte informieren die Eltern über das Eingewöhnungskonzept der Einrichtung.  
Die Aufnahme des Kindes in die Kindergartengruppe und der Übergang von der 
Kindergartengruppe in die Schule sind sensible Phasen. Sie werden mit den Eltern 
besprochen und der Prozess des Übergangs gemeinsam gestaltet. Den pädagogischen 
Fachkräften ist bewusst, dass sich die Familie des Kindes in einer Übergangsphase 
(siehe Transitionsforschung) befindet, in der gewohnte Strukturen verändert werden 
und ambivalente Gefühle bei den Eltern Verständnis und Empathie erfordern. 
 
Ein täglicher informeller Austausch stärkt die Verantwortlichkeit der Eltern und das 
Vertrauen der Zusammenarbeit mit den pädagogischen Kräften. 
Ausführliche Entwicklungsgespräche können jederzeit vereinbart werden. Regelmäßige 
Elternabende sowie gemeinsame Unternehmungen und Aktionen ermöglichen den 
Eltern, am Lebensraum „Kindertageseinrichtung“ teilhaben zu können. Beschwerden 
werden von den Fachkräften mit Offenheit entgegengenommen und zeitnah geklärt. 
Grundsätzlich gilt, dass die Eltern in den „wert-voll - Kindertagesstätten“ nicht als 
Kunden des Betreuungsangebotes verstanden werden. Sie bringen sich 
partnerschaftlich mit ihren Anliegen und Möglichkeiten in die Kindertagesstätte ein. 
Ihre Wünsche, Sorgen und Anregungen werden aufgenommen. Eltern sind und bleiben 
die wichtigsten Bezugspersonen im Leben der Kinder. Sie sind unersetzlich und in ihrer 
Eigenschaft als primäre Bezugsperson von den Fachkräften vorbehaltlos zu akzeptieren 
und wertzuschätzen. 
Die „wert-voll - Kindertagesstätten“ legen deshalb großen Wert auf eine offene, 
partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern. Sie erkennen 
ihre besondere Expertise an und stärken ihre Rolle durch konsequente und individuelle 
Rückmeldungen. 
 
Eltern sind zur Hospitation in den Einrichtungen willkommen. Außerdem werden 
regelmäßig gemeinsame Aktionen, Ausflüge und Feste veranstaltet, so dass die für die 
Kinder stark getrennten Lebensbereiche „Kindertagesstätte“ und „zu Hause“ mit den 
jeweils handelnden Personen ab und an eine erkennbare Schnittmenge erhalten. 
 
In regelmäßigen Abständen werden themenzentrierte Elternabende angeboten, in 
denen über das aktuelle Gruppengeschehen berichtet wird und den Eltern allgemeine 
Einblicke in die Arbeit gegeben werden. Ziel ist es, Transparenz und Vertrauen zu 
schaffen. Darüber hinaus soll im gemeinsamen Austausch die Entwicklung 
gemeinsamer Ziele ermöglicht werden. 
 
Bei diesen Gelegenheiten werden auch die Vertreter des Elternbeirats entsprechend 
den gesetzlichen Vorgaben gewählt. 
 
Die Eltern werden ermutigt, ihre Sichtweise in die Gremien einzubringen. 
Die wert-voll ggmbh sucht den regelmäßigen Austausch mit den gewählten 
Vertreter*innen/Mandatsträger*innen und bindet sie entsprechend ein. 
 
Der Elternbeirat gibt Informationen über die Belange der Eltern an das Team weiter 
und hat sowohl vermittelnde wie beratende Funktion. Der Elternbeirat wird vom Träger 
und der Leitung der Einrichtung rechtzeitig und umfassend über wesentliche 
Entscheidungen informiert.

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Vertreter des Elternbeirats, der pädagogisch Mitarbeitenden und Trägervertreter 
bilden den Rat der Tageseinrichtung, der z.B. Aufnahmekriterien erörtert und die 
Grundsätze der pädagogischen Arbeit sowie die sächliche und personelle Ausstattung 
der Kindertageseinrichtung berät und ggf. Vereinbarungen trifft. 
 
Die „wert-voll - Kindertagesstätten“ begrüßen und fördern das Engagement von Eltern, 
aber im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Denn grundsätzlich gilt, dass die 
Kindertagesstätte die Eltern unterstützen will und nicht zu einem - letztendlich zu 
Lasten der Kinder gehenden - Mehr an Verpflichtungen führen soll. 
 
3.1.6. Inklusion, Diversität, armutssensible, rassismuskritische, 
geschlechterreflektierende Bildung, gemeinsame Erziehung 
Unsere „wert-voll - Kindertagesstätten“ möchten Erfahrungsmöglichkeiten von Kindern 
nicht durch stereotype Rollenerwartungen einschränken. Stattdessen soll Kindern die 
gesamte Bandbreite an Erfahrungen ermöglicht und sie bei der Entwicklung einer 
eigenständigen Identität unterstützt werden. 
Dies verfolgen wir, indem wir Rollen im Alltag und im Spiel berücksichtigen, Interaktion 
unter den Kindern bewusst begleiten, Projekte und Angebote sensibel gestalten, 
Räume reflektiert nutzen; Spielmaterial und Medien reflektiert auswählen und auch die 
Eltern zur Reflexion anregen. 
 
3.1.7. Kinderschutz (Schutzkonzept, Meldewege, Fachberatung, QM) 
Als verantwortlich handelnder Träger von Kindertagesstätten fühlen wir uns dem 
Schutz der uns anvertrauten Kinder vor jeder Form von psychischer, physischer oder 
sexueller Gewalt in oder außerhalb unserer Einrichtungen uneingeschränkt verpflichtet. 
Dabei haben wir den Anspruch, nicht ausschließlich nur auf Gefährdungslagen zu 
reagieren, sondern konsequent präventiv zu handeln, in dem wir die kindliche 
Entwicklung zu selbstbewussten und selbstbestimmt handelnden Persönlichkeiten aktiv 
unterstützen und Kinder so bestmöglich vor Vernachlässigung und Gewalt schützen. 
Selbstverständlich ist uns bewusst, dass Kinder, wie selbstbewusst sie auch sein mögen, 
Gefährdungslagen und Missbrauchssituationen niemals allein vermeiden oder gar 
beenden können. Wir haben jedoch auch verinnerlicht, dass selbstbestimmt 
auftretende, mutig agierende und ihre Rechte kennende Kinder seltener Gefahr laufen, 
Opfer von (sexualisierter) Gewalt zu werden. Kinder die sich ihrer Selbstwirksamkeit 
bewusst sind, können sich deutlicher abgrenzen, auf Gefährdungssituationen hinweisen 
und sind besser in der Lage, Mitbestimmung und Hilfe einzufordern. Unsere 
Bildungsziele erreichen wir durch alltagsintegrierte Präventionsarbeit und partizipative 
Bildung (vgl. 3.2.5 Prävention).  
 
Es ist uns ein großes Anliegen den Kindern unserer Einrichtungen einen besonderen 
Schutz zu bieten.  
 
Wir erstellen ein einrichtungsbezogenes, partizipatives Schutzkonzept, welches die 
Schutzbedarfe und Risiken aller Betreffenden sowie einrichtungsbezogene Risiken 
identifiziert und beachtet. Dieses wird unter Einbeziehung aller, im Besonderen der 
Kinder, aber auch der Eltern, Erzieher*innen, Leitung sowie des Jugendamtes und des 
Landesjugendamtes erstellt und verpflichtend beschlossen. So wurde auch in der seit 
2018 betriebenen 4-gruppigen Einrichtung in Düsseldorf verfahren.

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Bei Ereignissen oder Entwicklungen, die geeignet sind, das Wohl von Kindern zu 
beeinträchtigen, erfolgt unverzüglich eine Meldung nach §47 an das Landesjugendamt. 
 
All unsere Mitarbeiter*innen werden regelmäßig zu Themen der Prävention 
(sexualisierter) Gewalt und zum Kinderschutz geschult. Dabei begreifen wir Prävention 
nicht nur als Aufgabe, die es mit Blick auf die kindliche Beziehung zu seinem familiären 
Umfeld zu bewältigen gilt, sondern beziehen unsere Einrichtungen aktiv mit ein. 
Selbstverständlich hinterfragen wir regelmäßig die Strukturen unserer Einrichtungen 
und nehmen eine konsequente Risikoanalyse vor. Dabei überprüfen wir kritisch, ob wir 
wirklich alle Anstrengungen unternehmen, um Kinder in unseren Einrichtungen 
bestmöglich zu schützen. Leitfragen unserer Analyse sind unter anderem: 
 Arbeiten wir so transparent und offen, dass wir korrigierende und kritische 
Impulse von außen wahrnehmen können? 
 Sind wir bereit, kritische Anregungen anzunehmen? 
 Arbeiten wir gleichzeitig hinreichend geschlossen, dass niemand ohne weitere 
Prüfung in unseren Räumlichkeiten ein Vertrauensverhältnis zu den uns 
anvertrauten Kindern aufbauen kann? 
 Achten wir die Rechte der Kinder und machen sie auf diese aufmerksam? 
 Stellen wir unmissverständlich klar, dass wir wachsam sind und 
Kindeswohlgefährdungen gleich welcher Art unter keinen Umständen 
hinnehmen werden? 
 Halten wir im Umgang mit Kindern und Eltern das Gleichgewicht zwischen Nähe 
und Distanz? 
 Hinterfragen wir uns und unser Tun in ausreichendem Maße?  
 
Unsere Fachkräfte werden regelmäßig geschult und sind deshalb mit möglichen 
Anzeichen für Kindeswohlgefährdung und sexuellen Missbrauch vertraut. Das Thema 
hat allerhöchste Priorität für uns, weshalb entsprechende Kompetenz auch beim 
Träger angesiedelt ist. Wir beschäftigen in der Dortmunder Unternehmenszentrale 
eine kompetente Mitarbeiterin, die die Qualifizierung zur Insoweit erfahrenen 
Fachkraft nach § 8a SGB VIII absolviert hat und unseren Einrichtungen schulend und 
beratend zur Seite steht.  
  
Besteht der Verdacht einer Kindeswohlgefährdung, so haben wir ein fest definiertes 
Handlungsschema, das es uns erlaubt, die Gefährdungslage abzuschätzen und ggf. 
geeignete Maßnahmen einzuleiten, um die (potentielle) Gefährdung abzuwehren. Bei 
einem Verdachtsfall tauschen sich unsere Mitarbeitenden zunächst auf der Basis 
ihrer umfangreichen Dokumentation im Team aus. Erhärtet sich der Verdacht einer 
einzelnen Fachkraft durch die Reflexion im Team, so wird der Träger informiert und 
die Insoweit erfahrene Fachkraft gemäß § 8a SGB VIII eingebunden. Die Empfehlung 
der Fachkraft wird dokumentiert und konsequent umgesetzt. 
Vom skizzierten Schema wird abgewichen, wenn der Verdacht auf 
Kindeswohlgefährdung innerhalb der eigenen Einrichtung und somit die Möglichkeit 
besteht, dass die Gefährdung von einem Mitglied des Kollegiums ausgehen könnte. In 
diesem Fall wird auf den Austausch im Team bewusst verzichtet, die Fachkraft sucht 
unmittelbar den Kontakt zum Träger und zur Insoweit erfahrenen Fachkraft; diese zieht 
eine weitere Insoweit erfahrene Fachkraft außerhalb unserer Trägerschaft zur 
Sicherung der Objektivität hinzu. Eine entsprechende Kooperation mit Fachkräften des

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Paritätischen Wohlfahrtsverband als unserem Dachverband ist aufgebaut. Im 
Bedarfsfall werden wir in enger Zusammenarbeit mit dem Paritätischen 
Wohlfahrtsverband Krefeld unter der Fachberatung eine unabhängige Beurteilung 
durch den Kinderschutzbund Krefeld durchführen lassen. 
 
Grundsätzlich fühlen wir uns auch im Handlungsfeld Kinderschutz der 
partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Eltern des Kindes verpflichtet. Deshalb 
wird das Vorgehen im Verdachtsfall mit den Eltern abgestimmt, es sei denn, die 
unmittelbare Gefahr für das Kind ist zu groß. Dem Kind gestehen wir das Recht auf 
Selbstbestimmung zu. Wir binden deshalb das Kind altersangemessen in unser Handeln 
ein und verzichten auf Versprechungen, die wir nicht sicher einhalten können.  
 
3.1.8. Beschwerdemanagement und Verfahren zur Selbstvertretung 
Eltern wird jederzeit die Möglichkeit geboten, Beschwerden einzureichen. Dazu stehen 
Ihnen je nach Vorliebe und Möglichkeit unterschiedliche Beschwerdewege zur 
Verfügung. 
Die uns anvertrauten Kinder und ihr Wohl stehen im Zentrum all unserer Bemühungen. 
Ihre Rechte achtend und überzeugt von ihren Kompetenzen und Fähigkeiten, gestehen 
wir Ihnen das Recht zu, im Hinblick auf alle sie betreffenden Angelegenheiten 
Beschwerde zu führen. Die gilt auch und uneingeschränkt für Kinder, die sich (noch) 
nicht sprachlich äußern können. Ihr Protest und Widerspruch signalisierenden 
Handlungen und Ausdrücke werden wahr- und ernstgenommen, als Beschwerde 
begriffen, als solche dokumentiert und anschließend entsprechend bearbeitet. 
Kritik oder Einwände sehen wir als wertvolle Rückmeldung zu unserer Arbeit und als 
Möglichkeit zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung. Lösungsmöglichkeiten werden 
im Team und in regelmäßigen Besprechungen mit dem Träger entwickelt und 
dokumentiert. Eingeleitete Maßnahmen werden zeitnah an den Beschwerdeführer 
zurückgemeldet.  
 
Wir sehen das Beschwerdemanagement als einen wichtigen Teil der partizipativen 
Kultur, die wir in unseren Einrichtungen leben wollen. Kinder und Eltern sollen Prozesse 
und Vorgaben in leichter Sprache begreifen und mitgestalten dürfen. Durch die 
Wahrnehmung der Bedürfnisse der Kinder und der Eltern als Erziehungsberechtigte 
sowie die Möglichkeit der freien Äußerung von Kritik sollen der Kinderschutz, 
Kinderrechte und die Qualität der Betreuung gesichert werden. 
Dabei fühlen wir uns den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der UN verpflichtet, an 
deren Erreichung wir auch im Rahmen unserer Projekte arbeiten.  
 
Unser transparentes Beschwerdeverfahren bietet folgende Schritte für kleine, wie für 
große Anliegen, je nach Akteur: 
 
 Bei Beschwerden von Kindern: 
Kinder die unsere Einrichtung besuchen sollen Selbstwirksamkeit und 
Anerkennung erfahren. Daher begegnen unsere Erzieher*innen ihnen auf eine 
offene, freundliche und vorbehaltslosen Weise. Da jedoch nicht alle Kinder 
bereits gelernt haben Ihre Bedürfnisse klar zu äußern, sollen Ihnen auch 
indirekte oder non-verbale Möglichkeiten geboten werden, ihre Bedürfnisse 
und Beschwerden zu äußern. So steht in jedem Gruppenraum ein

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Kummerkasten, der jedem Kind vorgestellt wird. In diesen können vorgemalte 
Bilder mit Stimmungen oder selbstgemalte Bilder, die auf Themen und 
Probleme hinweisen, eingeworfen werden. Diese werden dann persönlich oder 
in der Gruppe besprochen. 
Auch Verhalten von Kindern wird als Beschwerde wahrgenommen, verstanden 
und entsprechend bearbeitet (z.B. bei sozialem Rückzug, Verweigerung von 
Nahrung etc.). 
Ist eine Beschwerde schwerwiegend, wird diese dokumentiert und an die 
Einrichtungsleitung kommuniziert um dann mit den Eltern, dem Elternbeirat 
oder dem Träger zeitnah besprochen zu werden. 
 
 Bei Beschwerden von Eltern: 
Eltern sollen unsere Kindertagesstätten als einen Ort der Bildungs- und 
Erziehungspartnerschaft erleben. Die wert-voll ggmbh ist dankbar für das 
Vertrauen der Eltern, die ihre Kinder in die Betreuung der Erzieher*innen 
geben und ist sich dieser Verantwortung auch bewusst. So werden 
Beschwerden und Verbesserungsvorschläge als Anreize zur Verbesserung 
verstanden und aufgenommen.  
 
Die Partizipativen Organe für die Elternschaft, wie der Elternbeirat oder der Rat 
der Kindertagesstätte, sind hier direkte Möglichkeiten, um mit der Verwaltung 
der KiTa auf Augenhöhe zu kommunizieren. Dabei stehen diese in ständigem 
Kontakt mit den Eltern. 
Wird eine Beschwerde direkt an eine*n Erzieher*in herangetragen, sind 
folgende Schritte für diese*n verbindlich: 
o Wir nehmen die Beschwerde zur Kenntnis und signalisieren den Eltern, dass 
wir sie ernst nehmen und offen für ihre Sorgen und Wünsche sind. 
o Anschließend wird das Anliegen der pädagogischen Leitung vorgetragen, 
die das weitere Vorgehen beschließt. 
o Bei Bedarf wird die Beschwerde im (Klein-)Team dargestellt und 
gemeinsam darüber diskutiert. 
o Die Eltern erhalten eine Rückmeldung zum beschlossenen Vorgehen. 
 
Wichtig ist uns dabei eine lösungsorientierte und zeitnahe Kommunikation mit den 
Beschwerdeführern. So werden kleinere Anliegen in einem direkten Gespräch, 
schwerwiegende Vorwürfe in gesonderten Gesprächsterminen ggfs. mit unserer 
Insoweit erfahrenen Fachkraft zu Kinderschutz etc. geklärt. 
 
3.1.9. Methoden der Beobachtung und Dokumentation 
Die Entwicklung des Kindes ist kein linearer Prozess, sondern eine Abfolge von 
individuellen Entwicklungsphasen. Regelmäßige Beobachtung und Dokumentation sind 
für uns die Grundlage, den ganzheitlichen Entwicklungsprozess des Kindes 
wahrzunehmen und die eigene Arbeit zu reflektieren. 
Dabei wenden wir vielfältige Beobachtungsformen an, die sowohl auf freier wie auch 
auf strukturierter Beobachtung basieren. Ein wesentliches Mittel ist die tägliche, 
urteilsfreie Rückschau auf die pädagogische Arbeit mit den Kindern und auf uns selbst 
als pädagogische Kräfte.

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Portfolio wird als prozessorientiertes und BaSiK als ergebnisorientiertes Verfahren für 
den Bildungsbereich Sprache eingesetzt. (vgl. 3.2.3. Alltagsintegrierte Sprachbildung) 
 
Die Bildungsdokumentation in den Gruppen unserer Einrichtung geht auf folgende 
Entwicklungsbereiche des Kindes ein: 
• Bewegung 
• Körper, Gesundheit und Ernährung 
• Sprache und Kommunikation 
• Soziale und (inter-)kulturelle Bildung 
• Musisch-ästhetische Bildung 
• Religion und Ethik 
• Mathematische Bildung 
• Naturwissenschaftlich-technische Bildung 
• Ökologische Bildung 
• Medien 
 
3.1.10. Flexible, bedarfsgerechte Raumgestaltung 
Die Raumgestaltung und -ausstattung unserer Einrichtungen bietet den Kindern die 
Möglichkeit im Alltag selbständig Ihren Interessen und Aktivitäten nachzugehen. 
Sie spricht alle Sinne an, hat eine klare Struktur, ist reizreduziert und bedarfsgerecht. 
Es gibt Räume für die Stammgruppen und Funktionsräume. 
 
3.2. Bildungsbereiche 
 
3.2.1. Bildungsgrundsätze NRW 
Die pädagogische Arbeit orientiert sich an den in § 13a (2) KiBiz formulierten  
Bildungsgrundsätzen in Verbindung mit den „Bildungsgrundsätzen für Kinder von 0 bis 
10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-
Westfalen“ 
 
3.2.2. Frühkindliche Bildung 
Die frühe Kindheit ist von einer enormen Entwicklungsdichte geprägt. In keiner anderen 
Lebensphase entwickelt der Mensch derart grundlegende Fähigkeiten. Dabei ist jeder 
Entwicklungsverlauf von immenser inter- und intraindividueller Variabilität der 
beteiligten Reifungs- und Lernprozesse geprägt, die eine enorme Vielfalt im 
Entwicklungsgeschehen sichtbar werden lassen. Wir begreifen Kinder dabei als 
„Akteure ihrer eigenen Entwicklung“, die ihre Bildungsprozesse vom ersten Lebenstag 
an entscheidend mitgestalten. Intrinsische Motivation und Neugierde wirken als Motor 
des Entwicklungsgeschehens, qualifizierte Fachkräfte gestalten den Rahmen, in dem 
das Kind sich aktiv und selbstwirksam mit seiner Umwelt auseinandersetzen kann.  
Dieser Überzeugung entsprechend legen wir in unseren Einrichtungen großen Wert auf 
die Umsetzung der Bildungsbereiche der Bildungsvereinbarung NRW im pädagogischen 
Alltag. Die Planung unserer Bildungsarbeit wird somit durch die Kinder geprägt, die wir 
als kompetent und wissend betrachten. Uns ist es wichtig, dass das Kind in seiner 
Einzigartigkeit wahrgenommen wird, damit so an seine Interessen und an seinen 
individuellen Entwicklungsstand angeknüpft werden kann. Das Kind lernt dabei durch 
sein eigenes Handeln im Alltag der Kindertagesstätte

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Die Entwicklung des Kindes wird durch die Arbeit der pädagogischen Fachkräfte 
unterstützt. Sie sehen sich als Begleiter und Impulsgeber des Kindes. Wir motivieren 
und unterstützen das Kind in seiner Tätigkeit und regen es an, den jeweils nächsten 
Schritt zu tun. Dem Kind begegnen wir auf Augenhöhe und bringen ihm ein hohes Maß 
an Aufmerksamkeit, Respekt und Wertschätzung entgegen.  
 
Wir begreifen das kindliche Spiel als wesentliche Quelle von Lernen und Verstehen und 
geben ihm daher ausreichend Raum. Dabei sind wir uns der Tatsache bewusst, dass 
konzentriertes, freies, entdeckendes und neugieriges Spiel nur auf Basis einer sicheren 
Bindungsbeziehung entstehen kann. Wir definieren uns daher als 
Entwicklungsbegleiter, deren wesentliche Aufgaben darin bestehen, den Kindern eine 
sichere und verlässliche Bindungsperson zu sein und ihnen angemessene, 
bedarfsorientierte Lernumwelten zu gestalten und zu erschließen. 
 
Uns als Einrichtung ist es wichtig, dass wir die unterschiedlichen, individuellen 
kindlichen Bedürfnisse respektieren und jedes Kind in seiner Art wertschätzen. Dies 
unterstützt sie, Vertrauen aufzubauen und gibt ihnen Sicherheit darin, dass wir als 
pädagogische Fachkräfte sie jederzeit in ihrer Eigeninitiative bestärken. Ein täglich 
wiederkehrender Tagesablauf gibt den Kindern Sicherheit, Struktur und Halt.  
Die Interessen der Kinder, ihre Stärken und ihre individuellen Bildungsthemen sind uns 
Leitfaden für die Gestaltung des pädagogischen Alltags. Wir nehmen Ideen und Impulse 
der Kinder wahr, greifen sie auf und richten unsere Angebotsgestaltung danach aus. Die 
Kinder wählen deshalb ihre Spielpartner, das Spielmaterial, den Spielort und die 
Spieldauer über weite Phasen des Tages selbst aus. 
 
3.2.3. Alltagsintegrierte Sprachbildung 
Das Konzept der „wert-voll – Kindertagesstätten“ stellt für die Sprachförderung sowohl 
eine Herausforderung als auch eine Chance dar. 
 
Kinder aus bildungsfernen Milieus und/oder mit Migrationshintergrund weisen einen 
besonderen Bedarf in der Begleitung hinsichtlich ihrer Sprachentwicklung auf. Für diese 
Kinder stellt eine langsam verlaufende Sprachentwicklung das größte Problem in ihrer 
weiteren Entwicklung dar. Wenn Kinder mit mangelnden Sprachkenntnissen 
eingeschult werden, wirkt dieses Defizit während der gesamten Bildungslaufbahn und 
kann nur schwer kompensiert werden. Der Spracherwerb erfolgt bei Kindern im 
Wesentlichen innerhalb ihrer ersten sechs Lebensjahre. Wenn diese Entwicklung aber 
im Elternhaus aufgrund fehlender deutscher Sprachkenntnisse nicht genügend 
gefördert werden kann, ist die Kindertageseinrichtung der Ort des Spracherwerbs. 
Kinder erlernen eine oder mehrere Sprachen durch die Interaktion mit anderen 
Menschen, die diese Sprache beherrschen.  
Hier spielt das Vorbild der pädagogischen Kräfte eine große Rolle. Das wechselseitige 
Hören und Sprechen, aber auch der große nonverbale Anteil an Kommunikation 
(Sprachmelodie, Rhythmus, Tonfall, Mimik, Gestik, Körperhaltung) sind 
Voraussetzungen für jegliche Sprachentwicklung und Sprachförderung. 
Die pädagogischen Kräfte haben dies im Bewusstsein bei der Unterstützung des 
Spracherwerbs des Kindes. 
Die Freude der pädagogischen Kräfte an der Sprache und an ihren 
Ausdrucksmöglichkeiten bildet ein „Sprachbad“ für die Kinder.

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Die Fachkräfte arbeiten bewusst an ihrer eigenen Sprache und achten auf Aussprache, 
Akzentuierung, Sprachfluss, Wortschatz und Wortwahl. Insbesondere künstlerische 
Sprachgestaltung gehört zu den pädagogischen Qualitätsmerkmalen 
Alltagsintegrierte Sprachbildung und Förderung findet statt bei Dialogen mit und unter 
Kindern und den vorbildlich wirkenden Gesprächen mit Eltern und Kolleg*innen, wie 
auch bei der Pflege des Zuhörens. 
Gelegenheiten zum Dialog ergeben sich besonders in den Pflegesituationen, bei den 
gemeinsamen Mahlzeiten und dem gemeinsamen Tun. 
Im Alltag unserer Einrichtung wird eine sinnvolle sprachliche Begleitung der 
Handlungen der pädagogischen Kräfte gelebt. Die unmittelbare Zuwendung bei allen 
sprachlichen Äußerungen ist uns wichtig. 
Sprüche, Reime, Verse, Lieder, Fingerspiele und Handgestenspiele begleiten den Alltag 
der Kinder. 
Altersgemäße Lieder und Reigen, rhythmische Erzählungen, Märchen ab dem 
Kindergartenalter, Puppenspiele, Singspiele, frei erzählte Geschichten, erste schöne 
(bewegliche) Bilderbücher ergänzen das sprachliche Spektrum. Bei den Inhalten dieser 
vielen verbalen und kommunikativen Anregungen wird bewusst der kulturellen Vielfalt 
der Kinder und deren Elternhäuser Rechnung getragen. So werden z.B. Märchen, 
Erzählungen und Lieder aus vielen Kulturkreisen in den kulturellen Kanon der 
Kindertagesstätte übernommen. 
 
Neben dem nachahmenden Lernen von den erwachsenen Fachkräften spielt aber auch 
die Interaktion mit den Gleichaltrigen eine zentrale Rolle bei dem Spracherwerb. Der 
Einfluss der Peer-Group dabei darf nicht unterschätzt werden. Hier liegt eine besondere 
Möglichkeit des Konzeptes der „wert-voll - Kindertagesstätten“. Auf Grund der 
verschiedenen Milieus ist mindestens die Hälfte der Kinder in ihrem Spracherwerb auf 
einem guten Weg, wovon wiederum andere Kinder profitieren können. Die dadurch 
zustande kommende Peer-Education wirkt sich positiv auf die Sprachentwicklung 
gerade der Kinder aus, welche Deutsch als Zweitsprache lernen. 
 
Für die Dokumentation der Sprachentwicklung wird BaSiK genutzt. 
 
3.2.4. Gesundheit, Hygiene und Sicherheit 
Gesundheit betrachten wir im ganzheitlichen Sinne nicht nur als Abwesenheit von 
Krankheit, sondern beziehen vielfältige Facetten in den Gesundheitsbegriff mit ein. 
Gesundheitsförderung manifestiert sich für uns in der Förderung von Bewegung, 
Körper- und Eigenwahrnehmung sowie sinnlichem Erleben, im Bereich der Hygiene, der 
gesunden Ernährung, der Prävention jedweder Form von Gewalt sowie der Förderung 
von seelischem Wohlbefinden. 
Die gesunde Ernährung des Kindes ist für seine individuelle Entwicklung von 
entscheidender Bedeutung. Daher legen wir großen Wert auf eine ausgewogene und 
vielfältige Ernährung.  
In unseren Einrichtungen gilt der Grundsatz, dass Lebensmittel keine Erziehungsmittel 
sind. Sie werden grundsätzlich weder zur Belohnung noch zur Sanktion oder als 
Verstärker eingesetzt.

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Genussmittel wie Süßigkeiten, Eis, Kuchen, Kekse oder ähnliches werden in unseren 
Einrichtungen anlassbezogen angeboten – beispielsweise beim Feiern von 
Geburtstagen oder besonderen Festen. Die Kinder lernen, Genussmittel nicht zur 
Sättigung zu sich zu nehmen und den Konsum zu begrenzen.  
Wir achten darauf, Kinder im Umgang mit Langeweile zu befähigen, damit sie im Fall 
der Fälle nicht auf Genuss- oder Lebensmittel zu Beschäftigung ausweichen. Auch 
achten wir darauf, dass Lebensmittel nicht zum Trost eingesetzt werden. 
Im Rahmen unserer pädagogischen Bemühungen im Bildungsbereich Ernährung 
begleiten wir die Kinder während der Mahlzeiten aktiv, um ihre Körperwahrnehmung 
zu schulen. Dabei sensibilisieren wir für das Bauchgefühl bei Hunger und Sättigung und 
schulen die Wahrnehmung für den Füllstand des Magens.   
Tischsituationen werden von den Fachkräften pädagogisch begleitet, so dass diese als 
Modell wirken können. Sie ermuntern die Kinder, neue Lebensmittel auszuprobieren 
und deren Geschmack bewusst wahrzunehmen. Wir vermitteln Faktenwissen darüber, 
wie verschiedene Lebensmittel aussehen, schmecken, riechen, woher sie stammen und 
wie man sie zubereitet. Außerdem thematisieren wir Fakten zur gesunden Ernährung 
im Gespräch, aber auch über den gezielten Einsatz von Büchern und Spielmaterialien.  
Wir schulen die Kinder im Umgang mit Lebensmitteln, beteiligen sie an deren 
Zubereitung und vermitteln ihnen dabei auch wichtige Hygieneregeln. Die Kinder 
werden außerdem beim Decken und Abräumen des Tisches eingebunden und erfahren 
so, dass vor und nach dem Essen der Tisch geputzt werden muss. Wir vermitteln hierbei 
den angemessenen Umgang mit Reinigungsutensilien und schaffen ein Bewusstsein für 
Hygienestandards. Im Waschraum leiten wir die Kinder an, sich die Hände nach dem 
Toilettengang sorgfältig zu waschen und üben mit ihnen die korrekte Benutzung von 
Sanitäranlagen. 
 
Zur Schaffung einer sicheren Umgebung für die uns anvertrauten Kinder orientieren wir 
uns an gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsstandards und entfernen grobe 
Gefahrenquellen. Darüber hinaus legen wir aber vor allem Wert auf eine kindgerechte, 
alltagsintegrierte Sicherheitserziehung, die wir als wesentlichen Beitrag zur Verhütung 
von Unfällen im Kindergartenalltag aber auch darüber hinaus begreifen. Kinder sollen 
lernen, mit Gefahren umzugehen und diese selbständig einzuschätzen. Das impliziert, 
dass wir mögliche Gefahrenpunkte nicht konsequent vermeiden, sondern unsere 
pädagogischen Bemühungen vielmehr darauf ausrichten, die Kinder zum richtigen 
Umgang mit ihnen zu befähigen. So kommen in unseren Einrichtungen beispielsweise 
Türstopper als Klemmschutz nicht pauschal zum Einsatz, sondern lernen die Kinder den 
vorsichtigen Umgang mit Tür und Schubladen unter Begleitung ihrer Bezugspersonen 
im Alltag. So sind sie auch außerhalb der Einrichtung wirksam vor entsprechenden 
Gefahrenpunkten geschützt. Wir befähigen Kinder, bei Gefahren und Verletzungen 
Hilfe zu holen. Kinder werden darüber hinaus für den adäquaten Umgang mit 
erkrankten und verletzten Kindern sensibilisiert.

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Bestandteil unserer pädagogischen Bemühungen im Gesundheitsschutz ist auch eine 
Sicherheitserziehung, die das Ziel verfolgt, das Kind zu sensibilisieren, aufzuklären und 
zu verantwortlichem, vorsichtigem und umsichtigem Handeln zu befähigen.  
Sozialraumerkundungen sind fester Bestandteil unserer Bildungsbemühungen. In 
Kleingruppen und von den Fachkräften begleitet, bewegen sich die Kinder außerhalb 
der Einrichtung, um beispielsweise alltägliche Besorgungen zu machen und damit die 
sichere Orientierung im Straßenverkehr einzuüben. Verkehrserziehung unter 
Einbeziehung der Fachkräfte bei der Polizei gehört darüber hinaus zur 
Vorschulerziehung in unseren Einrichtungen. 
 
Die Zahngesundheit fördern wir, indem wir mit den Kindern die Grundlagen für gute 
Zahnhygiene erarbeiten. Das bedeutet, dass die Kinder die Handhabung der Zahnbürste 
einüben. Wichtig ist uns dabei vor allem die Etablierung von Gewohnheiten durch die 
wiederholte Koppelung von Ereignissen: Nach dem Essen: Zähneputzen. In Projekten 
lernen Kinder den Aufbau und die Funktion des Gebisses kennen und werden über 
Zahnkrankheiten informiert. Hierzu gehört auch der Besuch in einer kooperierenden 
Zahnarztpraxis am Ort. Die Kinder können die Praxis und ihre Abläufe kennen lernen 
und Vertrauen aufbauen. Wir thematisieren mit Kindern, welche Nahrungsmittel für 
die Zähne gut oder schlecht sind und dass Süßigkeiten und gezuckerte Getränke nur in 
geringen Maßen konsumiert werden sollten. 
 
Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass eine gesunde Lebensweise einen 
ausgewogenen Wechsel zwischen Aktivitäts- und Ruhephasen beinhaltet. Kinder sollen 
deshalb lernen, ihren Erregungszustand wahrzunehmen und ihren individuellen Bedarf 
an Erholung oder Aktivierung abzuleiten und angemessen zu artikulieren. Durch 
Entspannungsübungen und Ruheangebote erhalten sie Instrumente zur wirksamen 
Selbstregulation bei Überreizung an die Hand. Neben den Ruhephasen achten wir 
andererseits auf regelmäßige und abwechslungsreiche Bewegungsmöglichkeiten im 
Kindergartenalltag.  
Um Fehlhaltungen der Halt- und Stützapparatur und ihren Folgen vorzubeugen, achten 
wir auf die Körperhaltung der Kinder und stellen ihnen altersgerechtes Mobiliar zur 
Verfügung.  
 
3.2.5. Prävention 
Unsere Präventionsarbeit verfolgt das Ziel, Kinder konsequent und bestmöglich vor 
(sexualisierter) Gewalt zu schützen. Diesem Auftrag fühlen wir uns in unseren 
Einrichtungen konsequent verpflichtet. Fachkräfte in unseren Einrichtungen werden im 
Rahmen von Schulungen für ihren Schutzauftrag und ihre Verantwortung sensibilisiert. 
Die Bedeutung von Prävention betonen wir in aller Deutlichkeit, um potentiellen Tätern 
die Botschaft zu vermitteln, dass wir uns dem Schutz der Kinder kompromisslos 
verpflichtet fühlen.

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Im Wissen um die besondere Gefährdung bedürftiger und sich selbst als wenig wirksam 
erlebender Kinder legen wir auf Präventionsarbeit mit den Kindern besonderen Wert. 
Dabei leiten wir Bildungsziele und Handlungsbedarfe vor allem aus bekannte 
Täterstrategien ab. Sexualisierte Gewalt geschieht in der Regel nicht zufällig und 
einmalig. Die Täterinnen und Täter kommen vielfach aus dem Nahbereich und bahnen 
ihre Taten an, indem sie Abhängigkeiten schaffen, Grenzen systematisch verschieben, 
die kindliche Wehrfähigkeit testen, Widerstand brechen und Schweigen sicherstellen. 
Konsequenterweise setzen wir deshalb auf alltagsintegrierte Prävention und nehmen 
dabei den Nahbereich besonders in den Fokus. Denn: Grenzen setzen fällt bei 
bestehender Beziehung und gegenseitiger Sympathie besonders schwer und muss 
dementsprechend in Alltagssituationen mit vertrauten Personen eingeübt werden. 
Projekte und externe Angebote zur Stärkung von Selbstbewusstsein und 
Handlungsfähigkeit von Kindern können sinnvolle Ergänzungen sein, ersetzen aber 
keinesfalls die Präventionsarbeit im täglichen Miteinander und scheinen uns für die 
Zielgruppe der Kleinkinder aufgrund der fehlenden Bindungsbeziehung zwischen 
Anbieter und Kindern grundsätzlich ungeeignet.  
Für unsere alltagsintegrierte Präventionsarbeit haben wir die nachstehenden 
Handlungsfelder definiert: 
 
 Mein Körper 
Kinder sind nur dann sicher vor Gewalt und Missbrauch geschützt, wenn sie 
ihren Körper kennen, annehmen und seine Hinweise deuten können. Wir 
fördern die Sprachfähigkeit von Kindern, indem wir ihnen korrekte und 
eindeutige Begrifflichkeiten für ihre Körperteile anbieten und ihnen korrekte 
Sachinformationen über ihren Körper und seine Funktionen vermitteln. Milieu- 
und kindersprachliche Begriffe für Sexualität sowie für Sexual- und 
Ausscheidungsorgane werden bei den Kindern geduldet, sofern, sie frei von 
Gewalt und Diskriminierung sind, über korrektives Feedback jedoch 
eingeordnet. Unsererseits werden grundsätzlich keine milieusprachlichen 
Begriffe für Sexual- und Ausscheidungsorgane verwendet. Die Kinder werden 
altersangemessen aufgeklärt und erhalten die Botschaft, dass über Sexualität 
und Geschlecht gesprochen werden darf. Fragen sind jederzeit erlaubt und 
willkommen. Sprachfähigkeit betrachten wir als Grundvoraussetzung für 
Handlungsfähigkeit. Nur wenn Kinder ihren Körper kennen, sind sie in der Lage, 
Körpergrenzen zu erkennen und bei Bedarf verbal anzuzeigen. Neben der 
Sprachfähigkeit sind deshalb die Förderung der Selbstwahrnehmung und des 
Körpergefühls wichtige Bildungsziele unserer täglichen pädagogischen Arbeit. 
Wir fördern die Sinneswahrnehmung durch sensumotorische Angebote im 
Alltag und sensibilisieren die Kinder für die Signale des eigenen Körpers. So 
fordern wir sie in Essenssituationen beispielsweise auf, gezielt auf ihren Bauch 
zu achten und zu prüfen, ob sie Hunger haben oder Sättigung erleben (vgl. 
oben). Wir verzichten konsequent darauf, Körpergefühle von Kindern zu

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bewerten und fördern damit das Vertrauen des Kindes in die 
Eigenwahrnehmung.  
 
 Gefühle und Intuition 
Gefühle sind ein wichtiger Indikator für (verletzte) Bedürfnisse und 
unverzichtbar im Kinderschutz. Damit einem „etwas komisch vorkommen 
kann“, braucht es jedoch einen guten Zugang zum eigenen Affekt und das 
Vertrauen in die Selbstwahrnehmung. Wie bei den Körpergefühlen verzichten 
wir deshalb auch bei emotionalen Ausdrücken der Kinder im Alltag auf eine 
Bewertung aus Erwachsenensicht. Wir bestärken Kinder darin, ihr Gefühl zu 
prüfen und diesem zu vertrauen. Die emotionale Entwicklung unterstützen wir 
durch eine Förderung von Selbstbewusstsein und Ich-Identität. Die Kinder 
werden regelmäßig im Gespräch mit den Fachkräften mit ihren Wünschen und 
Vorlieben in Kontakt gebracht, sie betrachten und erstellen Selbstbildnisse und 
dokumentieren mit unserer Hilfe, wie sich ihre Vorlieben, Wünsche, 
Abneigungen und Präferenzen verändern. Kindliche Gefühlsäußerungen 
werden von den Fachkräften aufgegriffen und gespiegelt, ihr (sozial-
verträgliches) Ausagieren gefördert und eingeübt. Kinder erhalten bei uns die 
Botschaft, dass alle Gefühle willkommen sind und ihre Berechtigung haben. Wir 
betonen den Kindern gegenüber deutlich, dass ein „Nein-Gefühl“ verlässlich ist, 
seine Berechtigung hat und geäußert werden darf. 
Die umfassende Förderung im sozial-emotionalen Bildungsbereich dient neben 
den präventiven Bemühungen selbstverständlich auch der allgemeinen 
Entwicklungsförderung sowie der Förderung der psychosozialen Gesundheit. 
Der Mensch als soziales Wesen benötigt Fähigkeiten, um eigene Bedürfnisse 
und die anderer Personen wahrzunehmen, adäquat auszudrücken, angemessen 
zu berücksichtigen und auszuhandeln. Die Fähigkeiten zur Eigenwahrnehmung 
und Empathie sowie zum Aushalten von Frustration sind grundlegende 
Voraussetzung für ein erfolgreiches Agieren im sozialen Miteinander und damit 
wichtige Voraussetzung für seelisches Wohlbefinden allgemein. 
 
 Freundschaft und Liebe  
Die Kindertagesstätte ist in der Regel der erste Ort sozialer Beziehungen 
außerhalb der Familie und damit ein wichtiger Erfahrungsraum, insbesondere 
für die Begegnung mit Gleichaltrigen. Kinder erfahren bei uns im Alltag, dass 
Freundschaften selbstbestimmt gewählt und Beziehungen ausverhandelt 
werden dürfen. Dabei ist uns die Botschaft wichtig, dass Freundschaften 
durchaus auch problematisch und konfliktreich werden dürfen. Wir fördern die 
Konfliktfähigkeit der Kinder im Alltag und sensibilisieren sie für die Erfahrung, 
dass nicht jeder Konflikt beigelegt werden muss. Es ist „in Ordnung“, wenn 
Interaktionspartner sich unterschiedlich sympathisch sind und es gehört zum

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Leben dazu, dass Beziehungsangebote vom Gegenüber gelegentlich nicht 
erwidert werden.  
 
 Nein Sagen und Hilfe holen 
Wir befähigen Kinder zu einem kompetenten Umgang mit ihren eigenen 
(Körper-)Grenzen, indem wir achtsam und grenzsensibel mit ihnen 
kommunizieren. Wir achten ihre Privatsphäre im Alltag, weisen sie immer 
wieder auf ihre Rechte hin und begegnen ihnen mit einer fragenden Haltung. 
Wir stellen grundsätzlich keine Frage, wo wir kein Nein zu akzeptieren bereit 
sind und fordern die Kinder aktiv auf, ihre Grenzen zu erspüren und 
anzuzeigen. Wo wir ihr Unbehagen wahrnehmen, unterstützen wir sie darin, 
dieses zu äußern und anzuzeigen. Wir unterstützen sie darin, sich Hilfe zu 
holen, wo sie ihre Interessen und Anliegen nicht vollumfänglich allein vertreten 
können und klären sie altersangemessen über ihre Rechte auf.  
 
 Partizipation  
Partizipation wir in unseren Einrichtungen alltagsintegriert gelebt, auch 
deshalb, weil sie durch Stärkung von Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung 
entscheidend zum Schutz von Kindern beiträgt. Wir begegnen allen Kindern in 
der Einrichtung grundsätzlich in der Haltung, dass sie ein Recht darauf haben, 
ihren Standpunkt zu allen wesentlichen sie betreffenden Aspekten des 
täglichen Miteinanders einzubringen und gewürdigt zu wissen. (vgl. 3.1.4. 
Demokratische Bildung und Partizipation) 
 
3.2.6. Medienbildung 
Da digitale Medien die kindliche Sozialisation wesentlich prägen, sollen die Kinder in 
den „wert-voll - Kindertagesstätten“ begleitet durch die Erzieher*innen Grundlagen für 
Medienkompetenz und einen altersgerechten Zugang zu modernen Medien erhalten. 
Eine durchdachte Medienbildung wird dabei in den Alltag integriert. Kinder sollen mit 
und durch Medien verschiedene Nutzungsmöglichkeiten lernen: 
 als Mittel des Ausdrucks und der Gestaltung für Erlebnisse, Eindrücke und 
Ideen 
 als Mittel zum Informieren und Forschen aber auch zur Unterhaltung 
 zur Präsentation von Abläufen und Ereignissen 
 
Besondere Lernchancen entfalten sich dann, wenn Kinder, Erzieher*innen und Medien 
interagieren. 
 
Ein besonderes Augenmerk gilt in unseren Kindertagesstätten bei der Medienbildung 
der Sicherheit (Persönlichkeitsrechte, Recht auf Beteiligung sowie Privatsphäre und 
Datenschutz)

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3.3. Qualitätsentwicklung/Qualitätsmanagement 
 
3.3.1. Konzeptionelle Vereinbarung zur Weiterentwicklung der Einrichtungskonzeption 
Grundlegend gehören zu den Merkmalen der guten gelebten Praxis, dass die räumliche, 
personelle wie auch zeitliche Gestaltung der Betreuung so einzurichten ist, dass den 
elementaren Bedürfnissen und Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes bestmöglich 
entsprochen wird und die Mitarbeiter*innen die fachlichen Anforderungen erfüllen. 
Im Rahmen der Qualitätsentwicklung der „wert-voll - Kindertagesstätten“ werden das 
pädagogische Konzept und die Organisationsform beschrieben, reflektiert und 
überarbeitet. An dieser Arbeit sind sowohl die Pädagog*innen als auch die Eltern und 
der Träger beteiligt. So wird sichergestellt, dass die Qualitätsentwicklung als Prozess die 
aktuellen Fragen und Bedürfnisse aller aufgreift. Dementsprechend zeigen sich die 
Ergebnisse der Qualitätsarbeit im Leitbild und in der aktuellen Einrichtungskonzeption. 
Die schriftliche Konzeption der Arbeit der Kindertageseinrichtung, in der die Leitlinien 
für die pädagogische Arbeit und die Trägerschaft in einem eigenen Profil formuliert 
sind, versteht sich als Grundlage der Qualitätsarbeit. 
In regelmäßigen Abständen wird die Konzeption überprüft, weiterentwickelt und an die 
äußeren und inneren Bedingungen angepasst. 
 
Die „wert-voll - Kindertagesstätten“ schätzen ihre Mitarbeiter*innen und sorgen durch 
qualifizierende Weiterbildungen dafür, dass sie verantwortungsbewusst und sinnerfüllt 
tätig sein können. Ihre Anregungen sind sowohl pädagogisch als auch für die Strukturen 
der Einrichtungen hilfreich.  
 
3.3.2. Qualitätsmanagement 
Unser Ziel ist eine kontinuierliche hohe Qualität und damit verbunden gute Bildungs- 
und Entwicklungsmöglichkeiten für alle Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten und  
Persönlichkeiten. 
Grundlage unseres Handelns ist unsere pädagogische Konzeption, die regelmäßig 
überarbeitet und an neue wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst wird.  
Wir sind der Einhaltung der „Grundsätze der Bildungsförderung für Kinder von 0-10 
Jahren“ sowie der „Bildungsvereinbarung des Landes NRW“ verpflichtet und richten 
unser Handeln entsprechend aus.  
 
Wir sehen uns als eine lernende Organisation, in der wir die Beziehungsgestaltung und 
den Dialog zwischen Kind, pädagogischer Fachkraft und Eltern als zentral betrachten. 
Wichtigstes Qualitätskriterium sind dabei die Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes 
sowie die Zufriedenheit aller am Bildungsprozess Beteiligten. 
Zentraler Baustein jeder Qualitätsverbesserung sind Beobachtungen und 
Dokumentationen über die Lernentwicklung sowie die Bildungsprozesse des einzelnen 
Kindes. Die dort gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlagen für strukturierte 
Elterngespräche und jedwedes pädagogisches Handeln der Fachkräfte.  
Elterngespräche finden täglich im Tür- und Angelkontakt statt, anlassunabhängig 
mindestens zweimal pro Jahr und darüber hinaus bedarfsbezogen. 
Teambesprechungen und Teamsupervisionen dienen der Qualitätssicherung der 
pädagogischen Arbeit im Kita-Alltag und gehören bei uns zum Standard.  
Regelmäßige einrichtungsübergreifende Treffen mit dem Träger ermöglichen 
Austausch der Fachkräfte an Erfahrungen und Wissen.

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Über den Paritätischen Wohlfahrtsverband als Dachverband steht die Fachberatung zur 
Verfügung. Die Möglichkeit des Austausches wird regelmäßig genutzt.  
Zur ständigen Weiterentwicklung der Mitarbeitenden sind regelmäßige Fort- und 
Weiterbildungen fester Bestandteil unserer Arbeit. Teamtage werden zur Reflexion der 
pädagogischen Arbeit und durch externe Referenten bereichert. Schwächen der 
täglichen Arbeit sollen erkannt und gezielt behoben werden.  
 
Die „wert-voll - Kindertagesstätten“ werden durch die Fachberatung des Paritätischen 
Wohlfahrtsverbandes als Spitzenverband begleitet. 
Wir lassen unsere Mitarbeiter*innen in regelmäßigen Abständen extern beraten und 
supervidieren.  
Evaluationen durch die wert-voll ggmbh helfen die hohen Qualitätsansprüche 
langfristig zu erfüllen. 
In diesem Zusammenhang soll u.a. auch das Qualitätsentwicklungsinstrument PQ-Sys-
KiQ des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes NRW genutzt werden.  
Wesentlich zur Qualitätssicherung tragen die Vernetzung der Einrichtung und die 
Unterstützung durch die Fachberatung bei. 
 
3.3.3. Fortbildungen 
Die wert-voll ggmbh sichert die Qualität in ihren Einrichtungen, indem sie alle 
Mitarbeitenden regelmäßig bedarfsbezogen fortbildet und dabei auf ein großes 
Spektrum an Qualifikationen achtet. 
 
3.4. Sozialraumorientierung/Kooperation 
 
3.4.1. Beschreibung/Analyse Sozialraum 
Die geplante Kindertagesstätte befindet sich im nördlichen Bereich des neu 
entstehenden Quartiers „KlosterAreal Pluggendorf“, im Stadtviertel gleichen Namens, 
das zum Stadtbezirk Mitte gehört. Seine überwiegend dichte Bebauung ist im 
Wesentlichen durch Mehrfamilienhäuser bzw. Reihenhäuser geprägt.  
 
In Pluggendorf befinden sich mehrere öffentliche Einrichtungen wie z.B. die 
Handwerkskammer, die Jugendherberge sowie verschiedene Einrichtungen der 
Universität. 
 
Die Einwohnerzahl verzeichnete in den letzten Jahren nur einen leichten Zuwachs. 2020 
wohnten in Pluggendorf 4.587 Personen 
Die Bevölkerungsdichte liegt deutlich über dem Durchschnitt von Münster. 
Die Bevölkerungsstruktur weicht vom städtischen Durchschnitt ab. So liegen der Anteil 
der Bevölkerung mit Migrationshintergrund, der Sozialhilfeempfänger, der Haushalte 
mit Kindern und der Jugendquotient darunter, aber der Anteil der der Singlehaushalte 
deutlich über dem Durchschnitt. 
 
 
3.4.2. Konzeptionelle Ausrichtung/Schwerpunktsetzung wg. Sozialraumanalyse  
Für die pädagogische Arbeit sind regelmäßige Ausflüge in die Grünflächen am Aasee 
(jenseits der Torminbrücke; fußläufige Entfernung ca. 1 Kilometer), sowie 
sozialräumliche Kooperationen mit den Sportvereinen und Sportanlagen auf der

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Sentruper Höhe (in 1,3 Kilometer Entfernung) und der Grundschule Johannisschule 
(800 Meter Entfernung) geplant. 
 
Ein kontinuierlicher Kontakt zur Natur sensibilisiert die Kinder und fördert einen 
behutsamen Umgang mit ihr. Damit steht die Kindertagesstätte der Grundschule, die 
sich als „Schule der Zukunft“ im Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 
engagiert, sehr nahe. 
 
Des Weiteren sind Kooperationen im Bereich Gesundheit (insbesondere Kinderärzte) 
und Pflege (z.B. mit dem benachbarten Altenheim Friedrichsburg) geplant. 
 
Auf Grund der Lage ist eine Zertifizierung als „Bewegungskindergarten“ beabsichtigt. 
Außerdem strebt die Einrichtung eine Auszeichnung als KlimaKita.NRW an. 
 
3.4.3. Transitionsprozesse/Kultur des Übergangs 
Die Aufnahme des Kindes in die Kindergartengruppe und der Übergang von der 
Kindergartengruppe in die Schule sind sensible Phasen. Sie werden mit den Eltern 
besprochen und der Prozess des Übergangs gemeinsam gestaltet. Den pädagogischen 
Fachkräften ist bewusst, dass sich die Familie des Kindes in einer Übergangsphase 
befindet, in der gewohnte Strukturen verändert werden und ambivalente Gefühle bei 
den Eltern Verständnis und Empathie erfordern. 
 
Als Träger von Kindertageseinrichtungen sind wir uns der Bedeutung von erfolgreichen 
Übergangserfahrungen für den Bildungs- und Entwicklungserfolg eines Kindes in der 
Kindertagesstätte sehr bewusst. Aus der modernen Bindungsforschung wissen wir 
heute, dass die Erfahrungen mit frühen Transitionen das Erleben bei künftigen 
Übergängen im Lebensverlauf nachhaltig prägen. Kindliche Übergangserfahrungen sind 
selten von Freiwilligkeit geprägt und bedürfen deshalb einer besonders achtsamen und 
sensiblen Begleitung, insbesondere da die Trennung von der Hauptbezugsperson zu 
den größten Stressfaktoren in der frühen Kindheit zählt. Eine achtsame, 
leitliniengestützte Eingewöhnung bildet deshalb die Grundlage all unserer 
pädagogischen Bemühungen. 
 
Um die Tatsache wissend, dass Betreuungswechsel speziell im Kleinkindalter einen 
gewichtigen Risikofaktor für die Bindungssicherheit der Kinder sowie für die Entstehung 
von Frühmutismen darstellen, begleiten wir eine evtl. Transition 
betreuungsvorerfahrener Kinder in eine unserer Einrichtungen mit besonderer 
Aufmerksamkeit. Die Kontakte zu den Trägern der Kindertagespflege werden im 
Sozialraum gepflegt und ein fallbezogener Austausch unter Einbeziehung der Eltern 
forciert. Eltern und Tagespflegeperson sind eingeladen, die frühsten 
Transitionserfahrungen des Kindes gemeinsam mit der eingewöhnenden Fachkraft in 
unserer Einrichtung zu reflektieren. Mit Hilfe einer Checkliste werden die Erfahrungen 
des Kindes und seine Entwicklung im ersten Bereuungssetting nachvollzogen. Wissen 
um Rituale, Bedarfe, Fähigkeiten, Vorlieben und Abneigungen sowie Gewohnheiten des 
Kindes hilft der eingewöhnenden Fachkraft in unserer Einrichtung ein individuelles 
Setting für den Beziehungsaufbau zu gestalten. Abschied und Neuanfang werden 
gemeinsam mit der abgebenden Tagespflegekraft besprochen und der individuelle 
Übergang unter Einbeziehung der Eltern gemeinsam besprochen.

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Neben der Eingewöhnung und dem Bindungsaufbau legen wir in unserer Einrichtung 
großen Wert auf die Anbahnung des Ablösungsprozesses und die Begleitung der 
Transition von der Kita in die Grundschule. Vorschularbeit beginnt deshalb bereits mit 
der Aufnahme in unsere Einrichtung und nicht erst im letzten Jahr vor der Einschulung. 
Wir vertreten die Auffassung, dass Kinder lernen, wenn sie bereit und motiviert dazu 
sind. Selbstbildungsprozesse sind hoch individuell und nicht auf das letzte Kitajahr 
beschränkt. 
Schulfähigkeit beschreibt für uns nicht eine »Checkliste« von »Vorschulwissen und 
Fertigkeiten«. Wir streben vielmehr einen grundlegenden Entwicklungsstand des 
Kindes an, der es ihm ermöglicht, den neuen Alltag innerhalb und außerhalb der Schule 
eigenständig zu bewältigen. Vorschularbeit ist somit nicht von Selbstbildungsprozessen 
und der Begleitung und Unterstützung des Kindes in seiner eigenen Entwicklung zu 
unterscheiden. 
Auch wenn Vorschularbeit zentraler Teil unseres pädagogischen Alltags ist, sind wir 
überzeugt davon, dass ergänzende Vorschularbeit in altershomogenen Gruppen wichtig 
für die Identität der Kinder ist. Sich als Vorschulkind zu erleben und sich so mit dem 
bevorstehenden Übergang zu konfrontieren, sehen wir als bedeutsam an.  
Wir bemühen uns deshalb um intensive Kooperation mit den abnehmenden 
Grundschulen im Einzugsgebiet und versuchen so, die Kinder schon vor dem Wechsel 
mit der neuen Institution vertraut zu machen. Regelmäßig gleichen wir zudem die 
Bildungsziele unserer Vorschulinhalte mit denen der Grundschulen ab, damit bereits 
gewohnte Inhalte von den Kindern in der Grundschule wiedererkannt und erweitert 
werden können. Dabei sollen gleichermaßen sozial-emotionale sowie schulbezogene 
Fähigkeiten über die KiTa-Jahre gefördert werden.  
 
Einen besonderen Fokus legen wir auf die Elternbeteiligung in der Kultur des 
Übergangs. Ihre Einstellung gegenüber der Schule und den Herausforderungen des 
Kindes prägen maßgeblich neue Situationen. So ermöglichen wir bereits im Voraus ein 
Kennenlernen der Eltern mit der neuen Schule über Veranstaltungen oder persönliche 
Kontakte.  
 
Den Abschied aus unserer Einrichtung gestalten wir mit einem Ritual, da unserer 
Auffassung nach Abschied einer klaren Handlung und eines deutlichen äußeren Signals 
bedarf, um angemessen bewältigt zu werden.  
 
Neben den großen Übergängen versuchen wir im pädagogischen Alltag auch aktiv, die 
Kinder bei Mikrotransitionen, wie sie im Kitaalltag vielfach durch den Wechsel von 
Spiel- oder Angebotssituationen entstehen, zu unterstützen und ihre Belastungen zu 
reduzieren, indem wir den Tagesablauf ritualisieren. Dabei ist uns nicht wichtig, dass 
bestimmte Elemente immer zur gleichen Uhrzeit stattfinden, sondern vielmehr, dass 
eine Aktion konsequent auf die nächste folgt und der Ablauf damit für die Kinder plan- 
und kontrollierbar erscheint. 
Für die Bring- und Abholsituation sind uns selbstinitiierte Trennungen zur Reduktion 
der trennungsindizierten Belastungen beim Kind sehr wichtig. Deshalb bitten wir die 
Bezugspersonen, morgens und nachmittags ausreichend Zeit für Abschied und 
Übergang einzuplanen und allzu hohe Termindichte für die Kinder zu vermeiden.

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3.4.4. Netzwerkzusammenarbeit (konzeptionell) 
Die „wert-voll - Kindertagesstätte“ wird mit anderen Institutionen/Einrichtungen im 
Sozialraum, wie Grundschulen, Sportvereinen, Kulturvereinen, anderen 
Kindertageseinrichtungen (vgl. 3.4.2 und 3) sowie Therapeuten kooperieren und sich 
kommunal vernetzen. 
Über den Paritätischen ist der Träger in den Austausch und die Zusammenarbeit mit 
zum selben Wohlfahrtsverband gehörenden Einrichtungen eingebunden. - Am Standort 
Düsseldorf wird dies bereits seit mehreren Jahren praktiziert. 
Der Träger ist seit vielen Jahren in der Kinder- und Jugendhilfe tätig und verfügt über 
ein umfangreiches Netzwerk aus Wald-, Ernährungs-, Bauernhof-, Religions-, Theater- 
und Musikpädagogen sowie Erfahrungen in Projekten, die unterschiedliche soziale 
Milieus und Generationen zusammenbringen (z.B. das Programm „dreizeit“; 
www.dreizeit.org). Diese Netzwerke und Erfahrungen werden nach Bedarf und 
Möglichkeit für die Kindertagesstätte genutzt. 
 
3.4.5. Aufnahmekriterien (Sozialraum) 
Die Aufnahmekriterien werden bedarfsorientiert und überkonfessionell gestaltet, mit 
den Ergebnissen der örtlichen Jugendhilfeplanung fortgeschrieben und jährlich im  
Rahmen der Sitzungen des Rates der Einrichtungen besprochen und festgelegt. 
In der „wert-voll - Kindertagesstätte“ gelten nach Priorität geordnet die folgenden 
Kriterien: 
 Geschwisterkind 
 Mischung der sozialen Milieus und Kulturen/Religionen 
 Geschlecht und Alter 
 Berufstätigkeit der Eltern (Vereinbarkeit Familie und Beruf) 
 Zeitpunkt der Anmeldung 
 
Es werden vornehmlich Kinder aus dem direkten Wohnumfeld aufgenommen. Die 
Einrichtung ist bereit, auf Zuweisung des Jugendamtes mit bis zu fünf Prozent 
überzubelegen. 
 
Die Einrichtung erhebt keine Zusatzgebühren. 
 
3.4.6. Familienzentrum NRW Zertifizierung 
Die Einrichtung ist bereit, sich als Familienzentrum NRW zertifizieren zu lassen. 
 
3.4.7. Flexible/erweiterte Öffnungszeiten / Schließzeiten 
Die Einrichtung ist montags bis freitags von 7.00 - 16.30 Uhr geöffnet. Bei Bedarf wird 
sich der Träger bemühen, die Randzeiten auf 6 und 18 Uhr oder länger auszuweiten. 
 
In den Sommerferien gibt es eine Schließzeit von 3 Wochen und in den 
Weihnachtsferien gibt es eine Schließzeit von einer Woche. 
 
3.4.8. Zertifizierung plusKITA 
Die Einrichtung ist bereit, sich als plusKita zertifizieren zu lassen.

Anlage A

4838 Zeichen

Anlage A zur V/0361/2023 
Kurzüberblick 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger Caritasverband für die Stadt Münster e. V. die Träger-
schaft für die Kindertageseinrichtung Klosterareal Pluggendorf (C 14) im Stadtteil Pluggendorf zu 
übertragen. 
 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Der Bundesgesetzgeber hat für den Ausbau von bedarfsgerechten Betreuungsangeboten in 
Deutschland einen gesetzlichen Rechtsanspruch geschaffen. Dieser Rechtsanspruch auf einen 
Betreuungsplatz gilt seit dem 1. August 2013 für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebens-
jahr.  
 
Die Stadt Münster greift die Pflichtaufgabe zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbe-
treuung in der Produktgruppe 0601 „Förderung von Kindern in Tagesbetreuung“ in zwei Zielen 
auf.  
Zum einen ist der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder im Alter von 3 - 6 Jah-
ren sicherzustellen und weiterhin sollen Tagesbetreuungsangebote für unter 3-jährige Kinder mit 
einer Versorgungsquote von bis zu 50 % ausgebaut werden.  
 
Mit dem Erreichen dieser Werte werden die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden  
Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und  
„Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität mit hohem Wohn-
wert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft weiterentwickeln“ for-
ciert.   
 
Der Rat der Stadt Münster hat die bedarfsgerechte Errichtung der Kindertageseinrichtung Klos-
terareal Pluggendorf (C 14) und die anschließende Trägervergabe mit der Vorlage V/0668/2022 
beschlossen. 
 
Die Verwaltung schlägt vor, dem Träger Caritasverband für die Stadt Münster e. V. die Träger-
schaft für die Kindertageseinrichtung Klosterareal Pluggendorf (C 14) im Stadtteil Pluggendorf zu 
übertragen. 
 
Mit dem Beschluss über die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung Klosterareal Pluggendorf (C 
14) wird rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Einrichtung ein Träger bestimmt, so dass weitere De-
tailplanungen in Kooperation mit dem zuständigen Träger getroffen werden können. 
 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0601 Förderung von Kindern in Tagesbetreuung 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im Haushaltsplan-Entwurf 2024 enthalten? X Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? X Ja  Nein   
Die Betriebskostenzuschüsse (Transferaufwendungen) und die übrigen finanziellen Auswirkungen 
wurden bereits mit dem Errichtungsbeschluss V/0668/2022 dargestellt. Die Beträge werden jährlich 
gemäß § 37 KiBiz fortgeschrieben und im Rahmen der Haushaltsplanungen angepasst. Mit dem 
vorgenannten Beschluss wurde zur Kenntnis genommen, dass eine haushaltsmäßige Belastung der 
kommenden Jahre noch vor den eigentlichen Etatberatungen für die Jahre 2027 ff. erfolgt. Der frei-
willige, städtische Zuschuss zum Trägeranteil gilt für die Dauer des Betriebs dieser Kita durch den in

Ziffer 1 der Sachentscheidung benannten Träger. 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig frei-
willig 
Gesetzliche Grundlagen:  SGB VIII §§ 22 – 26, insbesondere § 24 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Münster gehört zu den am stärksten wachsenden Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen 
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzü-
ge im Basisszenario "Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort" auf 326.000 Einwoh-
ner steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachs-
tum noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die 
wachsende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der 
sich Münster stellen muss.  
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil der Kita-
ausbauplanung.  
Alle Maßnahmen zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder orientieren sich an der kleinräumi-
gen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf ausgerichtet, eine familienfreundli-
che Stadtentwicklung zu fördern. Dazu tragen insbesondere die bedarfsgerechte Schaffung von 
Plätzen zur Erfüllung des Rechtsanspruchs für ü3-Kinder und der Ausbau von u3-Plätzen bei.  
Im Rahmen der unterschiedlichen Arbeitsfelder der Kindertagesbetreuung werden wichtige As-
pekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachförderung und Qualifizierung differenziert berücksich-
tigt und unterstützen eine familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der Ausbau 
von Kindertagesbetreuungsangeboten im Einklang mit der Ausrichtung Münsters als führender 
Wirtschaftsstandort.

Beratungsverlauf (5)

29.08.2023 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 6.10 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
14.09.2023 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 12 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
19.09.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 7.24 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
20.09.2023 Hauptausschuss
TOP 31.2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
20.09.2023 Rat
TOP 38.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Orte (6)

  • Josefstraße 2
  • Schützenstraße
  • Vogel-von-Falkenstein-Straße
  • Sentruper Höhe
  • Hafenstraße 30
  • Pluggendorf 4

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0361/2023
Typ
Vorlagen
Datum
20.07.2023
Erstellt
13.06.2023 13:45