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Datenstand: 12.09.2026 — die Daten dieser Kommune konnten seit 36 Tagen nicht aktualisiert werden, weil das Ratsinformationssystem derzeit nicht erreichbar ist. Inhalte können veraltet sein.

Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025: Wanderungsplus trotz des Rückgangs der internationalen Zuzüge

Mitteilung Ausschuss 1335/2026 vom 02.06.2026

Stand: Am 15.09.2026 im Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration beraten. Das Ergebnis ist noch nicht veröffentlicht.

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  • Anlage 1 - KSN_8_2026_Bevoelkerungsbewegungen_in_Koeln_2025

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    1 Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 Wanderungsplus trotz des Rück- gangs der internationalen Zuzüge Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 2 Grundsätzliches zu den Kölner Bevölkerungszahlen Alle Auswertungen zu den Bevölkerungsbewegungen in diesem Bericht beziehen sich, wenn nicht anders angegeben, auf die wohnberechtigte Bevölkerung (Personen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Köln). Datengrundlage ist das Melderegister der Stadt Köln mit Stand 31.12. des jeweiligen Jahres. Der vorliegende Bericht dient der rein deskriptiven Beschreibung der Bevölkerungs- bewegungen in Köln. Es können dabei keine Aussagen zu beispielsweise Wanderungs- motiven, Erwerbstätigkeit und dem Bildungsabschluss der zu- und fortziehenden Personen getroffen werden, da diese Informationen nicht im Melderegister enthalten sind. Auch ist es nicht möglich, die Bewegungsdaten der Stadt Köln mit Daten anderer Quellen (Beispiel: Bundesagentur für Arbeit) zu verschneiden. Ein Schwerpunkt des Berichts liegt auf den Wanderungsbewegungen von Familien. Dies geschieht näherungsweise über die sogenannten familienrelevanten Jahrgänge der unter 18-Jährigen und der 30- bis unter 45-Jährigen. Im Bevölkerungsbestand können Familien in Form von Haushalten abgebildet werden. Bewegungen der Haushalte und somit der Familien können jedoch nicht dargestellt werden. Datenquelle Grundsätzlich muss zwischen der amtlichen Bevölkerungszahl sowie deren Fortschreibung (Grundlage ist hier der Zensus 2022) und der hier berichteten stichtagsbezogenen Aus- wertung des kommunalen Melderegisters unterschieden werden. Ein Vergleich der beiden Zahlen ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, da die Fortschreibung der Zensus- Ergebnisse zum 31.12.2025 noch nicht vorliegt. Zum Stichtag 31.12.2024 wich die aus dem Einwohnermelderegister abgeleitete Einwohnerzahl um rund plus sechs Prozent von der amtlichen Einwohnerzahl ab. Die amtliche Einwohnerzahl wurde zuletzt über den Zensus 2022 ermittelt und wird von den Statistischen Ämtern der Länder auf Basis der von den Kommunen übermittelten Bevölkerungsbewegungen (An- und Abmeldungen, sowie Sterbefälle und Geburten) fortgeschrieben – kleinräumige Strukturen unterhalb der Gemeindeebene werden dabei nicht berücksichtigt. Der generelle Rückgriff auf das kommunale Einwohnermelderegister für die statistische Berichterstattung ermöglicht es, die kommunalen Steuerungs- und Planungsanforderungen zu erfüllen. Hinweise auf den Datenanhang Alle im Bericht verwendeten Daten werden als Datenanhang (Excel-Datei) zur weiteren Verwendung zur Verfügung gestellt. Dazu muss der Bericht aus dem Internet herunter- geladen und lokal gespeichert werden. Der Datenanhang ist unter „Lesezeichen“ (letzter Punkt) und „Anlagen“ zu finden. Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 3 Zusammenfassung Köln bleibt mit einer Bevölkerungszahl in Höhe von 1.100.076 zum 31.12.2025 eine wachsende Stadt (+2.557; +0,2 % im Vergleich zum Vorjahr). Das Wachstum resultiert ausschließlich aus Zuwanderung; seit dem Jahr 2014 wird das Wanderungsplus für Köln von nicht deutschen Staatsangehörigen getragen. Auch im Jahr 2025 übertrafen die Zuzüge nach Köln (56.321) die Fortzüge (53.280), was zu einem Wanderungsplus von 3.041 Personen führte. Dabei gingen sowohl die Zuzüge (-2.923) als auch die Fortzüge (-3.146) im Vergleich zum Jahr 2024 zurück. Ebenso wie die Wanderungszahlen verringerten sich die Geborenenzahl (-86 auf 9.059) sowie die Sterbefälle (-362 auf 10.123). Es starben insgesamt mehr Menschen als geborenen wurden (Saldo: -1.064), ein Trend, der in Köln seit 2022 zu beobachten ist. Eine zentrale Entwicklung in Köln war im Jahr 2025 der Rückgang der Zuzüge, und zwar hier bei den Zuzügen aus dem Ausland. Sie sanken um rund 3.000 auf 16.356. Gleichzeitig sanken auch die Zuzüge nicht deutscher Staatsangehöriger auf 24.866 (-3.036): Die Zahlen der zuziehenden Ukrainer*innen (2.309) und Syrer*innen (1.302) gingen im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel beziehungsweise im Fall der Syrer*innen sogar um rund 45 Prozent zurück. Die meisten Zuziehenden hatten erstmals wieder seit 2021 die türkische Staatsangehörigkeit (2.528) und nicht mehr die ukrainische. Aber auch die Fortzüge von Nichtdeutschen sind gesunken: auf 20.745 im Vergleich zu 24.315 im Vorjahr. In der Summe erhöhte sich das Wanderungsplus dieser Gruppe von +3.587 im Jahr 2024 auf +4.121. Für die Deutschen erhöhte sich dagegen das Wanderungsminus auf -1.080 (Vorjahr: -769). Mit Blick auf die Altersgruppen sorgen die 18- bis unter 30-Jährigen regelmäßig für einen stabilen Zuzugsüberschuss in Köln. Im Jahr 2025 lag er mit +9.449 leicht über dem Vorjahr (+9.233). Familien (entsprechen den Personen der Jahrgänge der unter 18-Jährigen sowie der 30- bis unter 45-Jährigen) ziehen dagegen stärker aus Köln fort als zu. Ihr Minus lag jedoch 2025 mit -3.736 Personen leicht unter dem Wert des Vorjahrs (-4.024) und unter dem Schnitt der letzten zehn Jahre (-4.212). Über alle Bevölkerungsgruppen gerechnet war die Kölner Wohnungsmarktregion auch im Jahr 2025 die einzige Region, mit der Köln einen negativen Wanderungssaldo verzeichnete (-2.871). Dieses Minus war niedriger als im Vorjahr (-3.929), da vor allem die Fortzüge dorthin zurück-gingen (13.133; 2024: 13.906). Mit dieser Region verzeichnete Köln weiterhin das stärkste Minus von Familien (-3.242 Personen), wobei dieses aber seit dem Höchststand im Jahr 2021 (-5.905) rückläufig ist. Noch stärker als in die Wohnungsmarktregion sanken die Fort- züge ins übrige Nordrhein-Westfalen, und zwar um rund 12 Prozent beziehungsweise 1.855 auf jetzt 13.532. Das Wanderungsplus mit dieser Region erhöhte sich dadurch von +855 im Vorjahr auf +2.520. Auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte verzeichnete Köln das stärkste Minus mit dem linksrheinischen Rhein-Erft-Kreis (-1.578). Das größte Plus gab es mit der Stadt Aachen (+453). Innerhalb der Stadt Köln profitierte wie in der Vergangenheit besonders der zentrale Stadtbezirk Innenstadt von den Zuzügen über die Stadtgrenze (+1.489). Das stadtweit höchste Umzugsplus (+765) verzeichnete Porz. Hier liegen auch mit Elsdorf (+313) und Zündorf (+214) die beiden Stadtteile, die am stärksten von den innerstädtischen Umzügen 2025 profitierten. In beiden Stadtteilen gibt es größere Neubaugebiete. Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 4 Inhalt Zusammenfassung ................................................................................................................................... 3 1. Geborene und Gestorbene in Köln ................................................................................................... 5 2. Wanderungsbewegungen über die Kölner Stadtgrenze .................................................................... 7 3. Räumliche Muster der Wanderungsbewegungen.............................................................................. 8 4. Demografische Muster der Wanderungsbewegungen .................................................................... 16 5. Räumliche Muster der Wanderungsbewegungen von Familien....................................................... 25 6. Innerstädtische Muster der Wanderungsbewegungen .................................................................... 27 Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 5 1. Geborene und Gestorbene in Köln Weniger Geborene und Gestorbene Die Zahl der Sterbefälle ging 2025 im Vergleich zum Vorjahr stärker zurück als die Zahl der Geborenen (Grafik 1). • Die Zahl der Geborenen sank im Vergleich zu 2024 leicht auf 9.059 (-86; -0,9 %). Seit 2023 liegt die Zahl der Neukölner*innen jeweils bei rund 9.000 und damit erkennbar niedriger als in der Vergangenheit. • Bereits das dritte Jahr in Folge sank auch die Zahl der Gestorbenen in Köln. Ihre Zahl betrug 2025 10.123 (-362; -3,5 %). • Wie seit 2022 starben in Köln mehr Menschen als geboren wurden. Der sogenannte natürliche Saldo lag bei -1.064. Grafik 1: Geborene und Gestorbene in Köln 2015 bis 2025 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik 9.145 9.059 10.485 10.123 -1.340 -1.064 -4.000 -2.000 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Geborene Gestorbene Saldo Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 6 Der Rückgang der Geburten zeigt sich auch in der zusammengefassten Geburtenziffer (TFR)1, die im Jahr 2025 weiter leicht abnahm (Grafik 2). • Der Gesamtwert der TFR sank von 1,06 Kindern je Frau im Jahr 2024 auf nun 1,05. In den vergangenen drei Jahren hat sich die TFR auf diesem niedrigen Niveau eingependelt. Dieser Trend ist deutschlandweit zu beobachten. Nach Auswertung der TFR von 23 nicht repräsentativen deutschen Städten2, sank die Gesamt-TFR auf ein historisches Tief von 1,13, während sie im Jahr 2021 noch bei 1,42 lag. • Der Rückgang der TFR in Köln betraf deutsche sowie nichtdeutsche Frauen gleicher- maßen. Die TFR der deutschen Frauen sank auf 1,00 (Vorjahr: 1,02); die der nicht- deutschen Frauen sank auf 1,27 (Vorjahr: 1,29). Grafik 2: Zusammengefasste Geburtenziffer (TFR) nach Nationalität der Frau in Köln 2015 bis 2025 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik 1 Die zusammengefasste Geburtenziffer (TFR: total fertility rate) gibt die durchschnittliche Zahl der Kinder an, die eine Frau vom 15. bis 49. Lebensjahr (lebend) zur Welt bringt. Berechnungsgrundlage sind Frauen mit Hauptwohnsitz in Köln. 2 Stadt Leipzig: Auswertungen von 23 kommunalen Statistikstellen der Städte Leipzig, Rostock, Erfurt, Kiel, Würzburg, Dresden, Köln, Potsdam, Aachen, Münster, Karlsruhe, Mannheim, München, Stuttgart, Halle, Wiesbaden, Koblenz, Augsburg, Dortmund, Ingolstadt, Moers, Pforzheim (Reihung nach Höhe der TFR 2025, aufsteigend). 1,05 1,00 1,27 0,60 0,80 1,00 1,20 1,40 1,60 1,80 2,00 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 gesamt deutsch nichtdeutsch Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 7 2. Wanderungsbewegungen über die Kölner Stadtgrenze Wanderungsplus trotz rückläufiger Zu- und Fortzüge Insgesamt gab es im Jahr 2025 weniger Bewegungen über die Kölner Stadtgrenze als im Vorjahr, da sowohl die Zuzüge als auch die Fortzüge zurückgingen (Grafik 3). • Die Zahl der Zuzüge sank um 2.923 auf jetzt 56.321 (-4,9 %). Der Mittelwert der letzten zehn Jahre liegt mit 58.549 klar darüber. • Noch deutlicher sanken die Fortzüge: um 5,6 Prozent beziehungsweise um 3.146, auf jetzt 53.280. Auch dieser Wert liegt unter dem 10-Jahres-Schnitt (55.104). • Die Differenz zwischen Zu- und Fortzügen liegt für das Jahr 2025 bei +3.041 (+2.818 im Jahr 2024). Grafik 3: Zuzüge, Fortzüge und Wanderungssaldo für Köln 2015 bis 2025 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik 59.244 56.321 56.426 53.280 +2.818 +3.041 -20.000 -10.000 10.000 20.000 30.000 40.000 50.000 60.000 70.000 80.000 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Zuzüge Fortzüge Saldo Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 8 3. Räumliche Muster der Wanderungsbewegungen Um räumliche Muster der Wanderungsbewegungen sichtbar zu machen, wird im Folgenden untersucht, aus welchen Regionen die Zuzüge nach Köln erfolgten und in welche Gebiete die Fortzüge stattfanden. Wanderungsplus: mit dem Inland wieder deutlich, weiterer Rückgang mit dem Ausland Während 2025 der innerdeutsche Wanderungssaldo Kölns erstmals seit zuletzt 2018 wieder klar im Plus lag, verringerte sich der Wanderungsüberschuss mit dem Ausland weiter wie in den vergangenen Jahren (Grafik 4). • Mit einem Plus von 7.085 profitierte die Kölner Bevölkerungszahl immer noch stärker vom Ausland als vom Inland, der Saldo ging aber im Vergleich zum Vorjahr um 3.038 zurück. • Gleichzeitig stieg der Saldo mit Regionen innerhalb Deutschlands auf +2.853. Das ist der höchste Wert seit 2016. Grafik 4: Wanderungssaldo mit dem Inland und dem Ausland 2015 bis 2025 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik +19 +2.853 +10.123 +7.085 -10.000 -5.000 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Deutschland Ausland Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 9 Weniger Zuzüge aus dem Ausland und weniger Fortzüge innerhalb des Bundeslandes Die Entwicklung der Wanderungssalden Kölns mit dem In- und Ausland lässt sich vor allem mit dem Rückgang der Zuzüge aus dem Ausland (Grafik 5) und dem Rückgang der Fortzüge inner- halb Nordrhein-Westfalens (Seite 10, Grafik 6) erklären. • Die Zuzüge aus dem Ausland gingen im Vergleich zum Vorjahr um fast 16 Prozent auf 16.356 zurück (-3.101). Damit lagen sie fast gleichauf mit den Zuzügen aus dem übrigen Nordrhein-Westfalen, die leicht auf 16.052 sanken (-190). Köln folgt mit dieser Entwicklung dem Trend in Nordrhein-Westfalen. Auch für das Bundesland gingen die Zuzüge aus dem Ausland um 15,5 Prozent zurück.3 • Insgesamt stiegen 2025 die Zuzüge aus Deutschland nach Köln leicht auf 39.965 (Vorjahr: 39.787). Damit lag ihre Zahl auch etwas über dem Durchschnitt der vorherigen zehn Jahre (39.864). Für die einzelnen innerdeutschen Regionen kann von einer recht stabilen Zuzugs- zahl im Vergleich zum Vorjahr gesprochen werden. Grafik 5: Zuzüge nach Köln nach Regionen 2015 bis 20254 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik 3 IT.NRW: NRW: Nettozuwanderung aus dem Ausland 2025 auf niedrigstem Stand seit 2010 | Landesbetrieb IT.NRW (abgerufen am 13.05.2026) 4 Zur Wohnungsmarktregion gehören neben Köln: Bedburg, Bergheim, Bergisch Gladbach, Bornheim, Brühl, Dormagen, Elsdorf, Engelskirchen, Erftstadt, Euskirchen, Frechen, Gummersbach, Hennef (Sieg), Hürth, Kerpen, Kürten, Leverkusen, Lindlar, Lohmar, Much, Neunkirchen-Seelscheid, Niederkassel, Nümbrecht, Odenthal, Overath, Pulheim, Rommerskirchen, Rösrath, Siegburg, Troisdorf, Weilerswist, Wesseling, Wiehl, Zülpich. 10.262 16.052 13.651 16.356 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 30.000 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Wohnungsmarktregion Köln übriges NRW übriges Bundesgebiet Ausland Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 10 • Das oben genannte deutlich gestiegene Wanderungsplus innerhalb Deutschlands hängt aber vor allem mit den gesunkenen Fortzügen in das übrige Nordrhein-Westfalen zusammen. Sie sanken um rund 12 Prozent beziehungsweise 1.855 auf jetzt 13.532 und lagen damit deutlich unter dem 10-Jahres-Schnitt von rund 14.100 (Grafik 6). Insgesamt machte dieser Rückgang fast 60 Prozent des Gesamtrückgangs der Fortzüge aus. • Auffällig war auch der Rückgang der Fortzüge in die Wohnungsmarktregion (-773; -5,6 %) auf jetzt 13.133. Dieser Wert liegt ebenso deutlich unter dem 10-Jahres-Schnitt (14.361). Grafik 6: Fortzüge aus Köln nach Regionen 2015 bis 2025 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik 13.133 13.532 10.447 9.271 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 16.000 18.000 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Wohnungsmarktregion Köln übriges NRW übriges Bundesgebiet Ausland Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 11 Wanderungsverluste nur an die Wohnungsmarktregion Die geographisch angrenzende Wohnungsmarktregion Köln ist die einzige Region, mit der Köln 2025 einen negativen Wanderungssaldo verzeichnete (Tabelle 1). • Das Wanderungsminus mit der Wohnungsmarktregion verringerte sich 2025 jedoch weiter auf 2.871. Sein Maximum lag im Jahr 2021 bei -6.969. Seitdem wurde das Minus stetig klei- ner. • Nachdem mit dem übrigen Nordrhein-Westfalen 2024 erstmals seit 2020 wieder ein Plus verzeichnet wurde (+855), stieg der Wanderungsüberschuss im Jahr 2025 noch einmal stark auf +2.520. Damit lag der Wert über dem Schnitt der Jahre 2015 bis 2024 (+2.047). • Nach der erneuten Steigerung des Wanderungsplus mit dem übrigen Bundesgebiet auf +3.204, wurde auch hier der Durchschnittswert der vorherigen zehn Jahre (+2.305) deutlich überschritten. Tabelle 1: Zuzüge, Fortzüge und Wanderungssaldo für Köln nach Regionen 2025 und 2024 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik Zuzüge Fortzüge Saldo Zuzüge Fortzüge Saldo Wohnungsmarktregion Köln 10.262 13.133 -2.871 9.977 13.906 -3.929 übriges NRW 16.052 13.532 +2.520 16.242 15.387 +855 übriges Bundesgebiet 13.651 10.447 +3.204 13.568 10.475 +3.093 Ausland 16.356 9.271 +7.085 19.457 9.334 +10.123 unbekannt 0 6.897 -6.897 0 7.324 -7.324 ges amt 56.321 53.280 +3.041 59.244 56.426 +2.818 Region 2025 2024 Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 12 Intensivstes Wanderungsgeschehen mit nahegelegenen Kreisen und kreisfreien Städten Innerhalb Deutschlands verzeichnete Köln 2025 ein Wanderungsplus von 2.853 (Grafik 4). Karte 1 zeigt die Salden mit den Kreisen und kreisfreien Städten. • Mit dreiviertel der Kreise und kreisfreien Städten gab es im Jahr 2025 einen ausgeglichenen oder moderaten positiven Wanderungssaldo. • Die intensivsten Werte beim Wanderungssaldo (ins Positive sowie ins Negative) gab es vor allem mit Kreisen und Städten in der Nähe von Köln (siehe auch Seite 14). • Das größte Minus außerhalb Nordrhein-Westfalens bestand mit München (-109) gefolgt von Hamburg (-93). Das stärkste Plus gab es dagegen mit Göttingen (+125) vor Gießen (+92). Karte 1: Wanderungssaldo für Köln mit den deutschen Kreisen und kreisfreien Städten 2025 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 13 • Mit den neben Köln zehn größten Städten Deutschlands betrug die Wanderungsbilanz im Jahr 2025 insgesamt -107 (Grafik 7). • Das größte Plus gab es wie im Vorjahr mit Essen (+105), gefolgt von Dortmund (+104). • Mit der hier am nächsten liegenden Vergleichsstadt Düsseldorf verzeichnete Köln das deutlichste Minus im Jahr 2025 (-182). Grafik 7: Wanderungssaldo für Köln mit den 10 größten Städten Deutschlands 2025 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik -182 -109 -93 -27 -8 -1 +35 +69 +104 +105 -200 -150 -100 -50 0 50 100 150 Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 14 Gesamtminus in Nordrhein-Westfalen mit Unterschieden beim Wanderungssaldo je nach Entfernung • Innerhalb Nordrhein-Westfalens lag der Wanderungssaldo 2025 insgesamt bei einem leich- ten Minus von 351. Mit den über das Umland hinausgehenden Kreisen und kreisfreien Städten kam es jedoch meist zu einem Wanderungsplus (Karte 2). • Am stärksten profitierte Köln wie im Vorjahr von den Städten Aachen (+453), Bonn (+362) und Münster (+319). Es folgt der westfälische Kreis Siegen-Wittgenstein (+147). • Das stärkste Minus gab es standardmäßig mit dem linksrheinischen Rhein-Erft-Kreis (-1.578) vor dem rechtsrheinischen Rheinisch-Bergischen Kreis (-705). An das angren- zende Leverkusen verlor Köln im Saldo 2025 ebenso wie in den Vorjahren die meisten Ein- wohner*innen unter den kreisfreien Städten (-331). Karte 2: Wanderungssaldo für Köln mit den nordrhein-westfälischen Kreisen und kreisfreien Städten 2025 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 15 Deutlichstes Wanderungsminus mit angrenzenden Gemeinden Das Wanderungsminus mit der Wohnungsmarktregion hat sich 2025 insgesamt auf -2.871 verringert. Diese Entwicklung ist auch bei Betrachtung der einzelnen Gemeinden erkennbar. • Gab es im Jahr 2024 nur am östlichen Rand der Wohnungsmarktregion Gemeinden, mit de- nen Köln ein Wanderungsplus verzeichnete, kamen 2025 einige weitere, wenn auch mit leichtem Plus, hinzu (Karte 3). Euskirchen (+41) liegt dabei vor Siegburg (+20), Wiehl (+18) und Gummersbach (+18) • Bergisch Gladbach aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis blieb 2025 die Gemeinde, mit der Köln das stärkste Wanderungsminus (-440) hatte. Dieses Minus hat sich jedoch im Vergleich zum Vorjahr halbiert (2024: -892). Es folgen Leverkusen (-331; 2024: -606) sowie aus dem Rhein-Erft-Kreis Pulheim (-305; 2024: -255), Bergheim (-290; 2024: -261) und Brühl (-249; 2024: -127). Karte 3: Wanderungssaldo für Köln mit den Gemeinden der Wohnungsmarktregion und weiteren Umlandgemeinden 2025 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 16 4. Demografische Muster der Wanderungsbewegungen Um demografische Muster der Wanderungsbewegungen sichtbar zu machen, wird im Folgenden untersucht, welche Staatsangehörigkeit und welches Alter die Personen hatten, die nach Köln zugezogen und aus Köln fortgezogen sind. Wanderungsplus ausschließlich bei Nichtdeutschen Das Gesamtwanderungsplus für die Stadt Köln in Höhe von 3.041 resultierte auch 2025, wie schon seit 2014, ausschließlich durch die positive Wanderungsbilanz der Nichtdeutschen (Grafik 8). Eine weitere Aufschlüsselung des Wanderungssaldos nach Nationalität und Alter ist auf Seite 24 in Grafik 13 zu finden. • 2025 kamen im Saldo +4.121 Nichtdeutsche mehr nach Köln als fortzogen. Das bedeutete eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (+3.587). Diese Zahl umfasst Nicht- deutsche, die aus dem Ausland sowie aus anderen Regionen Deutschlands nach Köln kamen oder aus Köln dorthin fortgezogen sind. • Das Wanderungsminus der Deutschen verstärkte sich dagegen in 2025 leicht auf -1.080, nachdem es im Vorjahr bei -769 lag. Grafik 8: Wanderungssaldo für Köln nach Nationalität 2010 bis 2025 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik -769 -1.080 +3.587 +4.121 -15.000 -10.000 -5.000 5.000 10.000 15.000 20.000 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Deutsche Nichtdeutsche Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 17 Dennoch sowohl Rückgang der Zuzüge als auch Rückgang der Fortzüge von Nichtdeutschen Der im Jahr 2025 beobachtete Rückgang der Wanderungsbewegungen über die Kölner Stadt- grenze ist auf die geringere Zahl an Zu- und Fortzügen von Nichtdeutschen zurückzuführen. Wie bereits in Grafik 3 zu sehen war, sank die Gesamtzahl der Zuzüge nach Köln im Jahr 2025 auf 56.321. Die Nationalitäten waren hiervon unterschiedlich betroffen (Grafik 9). • Ausschließlich verantwortlich für den Rückgang der Gesamtzuzüge waren die Zuzüge von Menschen ohne deutschen Pass, die deutlich um rund zehn Prozent auf 24.866 (Vorjahr: 27.902) zurückgingen und damit ebenfalls unter dem 10-Jahres-Schnitt (25.737) lagen. • Die Zahl der deutschen Zuziehenden stieg minimal um rund 100 auf jetzt 31.455 (Vorjahr: 31.342). Damit lagen die Zuzüge aber immer noch unter dem Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2024 mit 32.812. Grafik 9: Zuzüge nach Köln nach Nationalität 2015 bis 2025 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik 31.342 31.455 27.902 24.866 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 30.000 35.000 40.000 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Deutsche Nichtdeutsche Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 18 Der Rückgang auf insgesamt 53.280 Fortzüge im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr (56.426) beruhte ebenso ausschließlich auf dem Verbleib der nicht deutschen Bevölkerungsgruppe in Köln (Grafik 10). • Die Zahl der Fortzüge von Nichtdeutschen sank 2025 von 24.315 im Vorjahr um fast 15 Prozent (-3.570) auf 20.745. • Bei den Deutschen stiegen die Fortzüge zwar leicht von 32.111 auf 32.535 an, lagen aber weiterhin unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 35.818. Grafik 10: Fortzüge aus Köln nach Nationalität 2015 bis 2025 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik • Vor allem die Fortzüge von Nichtdeutschen in das übrige Nordrhein-Westfalen sind um fast ein Drittel zurückgegangen auf jetzt 4.389 (-1.911) (Tabelle 2). • Die Fortzüge der Nichtdeutschen in die Wohnungsmarktregion gingen um knapp 15 Prozent auf 3.138 zurück, die Fortzüge ins übrige Bundesgebiet um fast sechs Prozent auf 2.432 sowie die Fortzüge ins Ausland um knapp fünf Prozent auf 6.123. Tabelle 2: Fortzüge aus Köln innerhalb Deutschlands nach Nationalität 2025 und 2024 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik Deutsche Nichtdeutsche Deutsche Nichtdeutsche Wohnungsmarktregion Köln 9.995 3.138 10.218 3.688 übriges NRW 9.143 4.389 9.087 6.300 übriges Bundesgebiet 8.015 2.432 7.891 2.584 Deutschland gesamt 27.153 9.959 27.196 12.572 Region 2025 2024 32.111 32.535 24.315 20.745 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 30.000 35.000 40.000 45.000 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Deutsche Nichtdeutsche Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 19 Türk*innen erstmals wieder stärkste internationale Zuzugsgruppe Die in Summe der Jahre 2015 bis 2025 stärksten nicht deutschen Zuzugsnationalitäten für Köln sind in Grafik 11 abgebildet. Bei dieser Aufstellung liegt die Ukraine vor der Türkei, Syrien, Bulgarien und Italien. Grafik 11: Stärkste internationale Zuzugsnationalitäten in Köln 2015 bis 2025 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik Ein Großteil der wichtigsten internationalen Zuzugsnationalitäten für Köln verzeichnete im Jahr 2025 einen Rückgang. Dadurch gab es aber lediglich leichte Änderungen in der Rangfolge (Tabelle 3). • An der Spitze standen anstelle der Ukrainer*innen erstmals seit zuletzt 2021 wieder Menschen mit türkischer Nationalität (2.528), trotz leichten Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr (2.598). Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Ukrainer*innen (2.309) und Syrer*innen (1.302). Die Zuzüge der Ukrainer*innen gingen dabei im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel zurück, die der Syrer*innen sogar um rund 45 Prozent. Letztere Zahl ist im Zusammenhang mit einem Rückgang der Asylerstanträge in Deutschland im Jahr 2025 zu sehen.5 • Auch die Zahl der Zuziehenden mit irakischer (456) und afghanischer (916) Nationalität ging deutlich um rund 40 beziehungsweise 16 Prozent zurück. Insgesamt kamen 20 Prozent weniger Asiat*innen als 2024 nach Köln. 5 Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: https://www.bamf.de/SharedDocs/Meldungen/DE/2026/260112-asyl- zahlen-dezember-und-gesamtjahr-2025.html?nn=284830 (abgerufen am 13.05.2026) 2.949 2.309 2.598 2.528 2.360 1.302 974 968 965 950 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 16.000 18.000 20.000 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Ukraine Türkei Syrien Bulgarien Italien Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 20 • Bulgarien (968) und Italien (950) waren 2025 weiterhin die beiden stärksten Zuzugs- nationalitäten innerhalb der Europäischen Union (EU). Hier gab es nur minimale Änderungen. Insgesamt ist der Anteil der Zuziehenden aus dem EU-Ausland an allen Zuziehenden im Vergleich zu 2024 von 10,3 auf 10,7 Prozent gestiegen. • Eine der wenigen Nationalitäten mit einem deutlichen Plus der Zuzüge im Vergleich zum Vorjahr ist Albanien (Tabelle 4). 799 Zuziehende mit dieser Nationalität bedeuten ein Plus von über 50 Prozent sowie einen Wert über dem 5-Jahres-Durchschnitt 2020 bis 2024 (610). Tabelle 3: Stärkste Zuzüge nach Nationalität in Köln 2025 und Durchschnitt 2020 bis 2024 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik absolut % absolut % Deutschland 31.455 55,8 30.732 55,0 Ausland 24.866 44,2 25.096 45,0 davon EU-Ausland 6.000 10,7 6.201 11,1 darunter Bulgarien 968 1,7 1.082 1,9 Italien 950 1,7 949 1,7 Rumänien 816 1,4 794 1,4 Polen 529 0,9 700 1,3 Türkei 2.528 4,5 1.962 3,5 Sonstiges Europa 5.033 8,9 6.293 11,3 darunter Ukraine 2.309 4,1 3.568 6,4 Asien 7.412 13,2 7.261 13,0 darunter Syrien 1.302 2,3 1.587 2,8 Iran 998 1,8 921 1,7 Indien 937 1,7 842 1,5 Afghanistan 916 1,6 749 1,3 Afrika 2.192 3,9 1.837 3,3 Amerika 1.523 2,7 1.380 2,5 Sonstige 178 0,3 163 0,3 ges amt 56.321 100,0 55.828 100,0 Nationalität 2025 Durchschnitt 2020-2024 Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 21 • Im Saldo (Zuzüge abzüglich Fortzüge) profitierte Köln 2025 besonders von türkischen (+654), afghanischen (+502), iranischen (+475) sowie ukrainischen (+465) Staats- angehörigen (Tabelle 4). • Das Wanderungsminus mit nicht deutschen Staatsangehörigen aus der EU ging deutlich auf -812 zurück (2024: -1.523). Die stärksten Verluste gab es wie im Vorjahr mit Italiener*innen (-223) und Pol*innen (-218). Tabelle 4: Bewegungen nach TOP 10 nicht deutschen Nationalitäten 2025 und 2024 (sortiert nach Wanderungssaldo) Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik Saldo Zuzüge Fortzüge Saldo Zuzüge Fortzüge Türkei +654 2.528 1.874 +489 2.598 2.109 Afghanistan +502 916 414 +502 1.095 593 Iran +475 998 523 +538 1.088 550 Ukraine +465 2.309 1.844 +1.424 2.949 1.525 Syrien +434 1.302 868 +360 2.360 2.000 Indien +279 937 658 +361 999 638 Albanien +231 799 568 -598 531 1.129 Vietnam +179 319 140 +136 258 122 Tunesien +156 317 161 +134 332 198 China (Volksrepublik) +123 597 474 +157 600 443 … Zypern (griechisch) -18 9 27 -2 18 20 Luxemburg -25 92 117 -12 112 124 Frankreich -28 316 344 -96 306 402 Bosnien und Herzegow ina -39 283 322 -40 309 349 Griechenland -56 272 328 -69 291 360 Republik Serbien -93 312 405 -160 358 518 Kroatien -112 174 286 -110 172 282 Bulgarien -173 968 1.141 -193 974 1.167 Polen -218 529 747 -395 570 965 Italien -223 950 1.173 -298 965 1.263 Nationalität 2025 2024 Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 22 Zuzugsüberschuss bei jungen Menschen unverändert Vor allem Zuzüge von jungen Erwachsenen sorgen üblicherweise für einen Zuzugsüberschuss in Köln. Grafik 12 zeigt für das Jahr 2025 die Wanderungsergebnisse der einzelnen Altersjahre. Grafik 12: Zuzüge und Fortzüge für Köln nach Altersjahren 2025 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik • Jeder Altersjahrgang zwischen 13 und 30 Jahren verzeichnete 2025 ein Wanderungsplus. Das stärkste Plus gab es bei den 20-Jährigen mit +1.166. Unterteilt nach Altersgruppen (Tabelle 5) waren die 18- bis unter 30-Jährigen im Jahr 2025 wie in den meisten Jahren 3.500 3.000 2.500 2.000 1.500 1.000 500 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30 32 34 36 38 40 42 44 46 48 50 52 54 56 58 60 62 64 66 68 70 72 74 76 78 80 82 84 86 88 90 92 94 96 98 Zuzugsüberschuss Fortzugsüberschuss Zuzüge Fortzüge Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 23 zuvor die einzige Altersgruppe mit einem Wanderungsplus (+9.449). Nur in Jahren mit starkem Zuzug Geflüchteter (2015, 2016, 2022) konnten auch andere Altersgruppen ein Plus aufweisen. Bei den 18- bis unter 30-Jährigen kam es in 2025 sowohl bei den Deutschen (+6.172) wie den Nichtdeutschen (+3.277) zu einem starken Zuzugsüberschuss (Seite 24, Grafik 13). • In fast allen anderen Jahrgängen gab es dagegen einen Fortzugsüberschuss. Er betraf am meisten Kinder bis zum Grundschulalter – am deutlichsten die 1-Jährigen (-322) – und Erwachsene ab Anfang 30 bis Anfang 40. Vor allem die Altersgruppe der unter 6-jährigen Vorschulkinder (Tabelle 5) zeigte ein deutliches Wanderungsminus (unter 3-Jährige: -574; 3- bis unter 6-Jährige: -583), während es bei den 15- bis unter 18-Jährigen bereits ein Plus gab (+326). Tabelle 5: Zuzüge, Fortzüge und Wanderungssaldo für Köln nach Altersgruppen 2025 und 2024 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik Zuzüge Fortzüge Saldo Zuzüge Fortzüge Saldo unter 3 1.141 1.715 -574 1.328 1.969 -641 3 bis unter 6 905 1.488 -583 1.025 1.656 -631 6 bis unter 10 1.054 1.288 -234 1.138 1.510 -372 10 bis unter 15 1.141 1.165 -24 1.307 1.452 -145 15 bis unter 18 1.043 717 +326 1.216 788 +428 18 bis unter 30 28.519 19.070 +9.449 29.833 20.600 +9.233 30 bis unter 45 15.157 17.804 -2.647 15.651 18.314 -2.663 45 bis unter 60 4.770 5.886 -1.116 5.030 6.057 -1.027 60 bis unter 75 1.767 2.742 -975 1.827 2.746 -919 75 und älter 824 1.405 -581 889 1.334 -445 ges amt 56.321 53.280 +3.041 59.244 56.426 +2.818 Altersgruppe 2025 2024 Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 24 Fortzugsüberschuss von Familien insgesamt leicht abgeschwächt • Das stärkste Wanderungsminus gibt es regelmäßig bei den 30- bis unter 45-Jährigen. So auch im Jahr 2025 (-2.647) (Seite 23, Tabelle 5). Gemeinsam mit den unter 18-jährigen Kindern bilden sie die familienrelevanten Jahrgänge. Zusammen verlor Köln im Jahr 2025 3.736 Personen dieser Gruppe im Saldo. Dieses Minus liegt jedoch unter dem Wert des Vorjahres (-4.024) sowie unter dem Schnitt der Jahre 2015 bis 2024 (-4.212). • Bei den familienrelevanten Jahrgängen unterschied sich das Wanderungsverhalten nach Nationalität (Grafik 13): Deutsche in diesen Altersgruppen verließen Köln im Saldo in größerem Umfang, als dass sie zuzogen (-5.241), während für die Nichtdeutschen ein Zu- wachs zu verzeichnen war (+1.505). Grafik 13: Wanderungssaldo für Köln nach Nationalität und Alter 2015 bis 2025 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik -15.000 -10.000 -5.000 0. 5.000 10.000 15.000 20.000 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 unter 18 18 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 60 60 bis unter 75 75 und älter Deutsche Nichtdeutsche Saldo gesamt -1.080 Saldo gesamt +4.121 Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 25 5. Räumliche Muster der Wanderungsbewegungen von Familien Um räumliche Muster der Wanderungsbewegungen von Familien sichtbar zu machen, wird im Folgenden untersucht, wie sich der Kölner Wanderungssaldo sogenannter familienrelevanter Jahrgänge regional unterscheidet. Verlust von Familien innerhalb Nordrhein-Westfalens wird kleiner Grafik 14 zeigt die Wanderungsbilanzen der familienrelevanten Jahrgänge (unter 18 Jahre und 30- bis unter 45 Jahre) nach Regionen. Dabei sind gegenläufige Entwicklungen zwischen In- und Ausland zu beobachten. • Für das gesamte Nordrhein-Westfalen (NRW) bestand wie in der Vergangenheit ein Minus der Personen in den familienrelevanten Jahrgängen von -3.968. Dieser Wert lag jedoch deutlich unter dem Vorjahr mit -5.128. Der größte Verlust an Familien wurde im Jahr 2021 während der Corona-Pandemie (-8.756 Personen) verzeichnet. • Innerhalb NRWs ging das Minus in der Wohnungsmarktregion seit 2022 zurück und auch 2025 weiter auf -3.242 (Vorjahr: -3.660). Noch deutlicher zeigt sich die Entwicklung im übrigen NRW. Mit dieser Region halbierte sich das Minus auf -726 (Vorjahr: -1.468). • Das leichte Wanderungsplus familienrelevanter Jahrgänge mit dem übrigen Bundesgebiet aus dem Jahr 2024 (+68) verfünffachte sich dagegen im Jahr 2025 auf +359. • Das Wanderungsplus mit dem Ausland verringerte sich über alle Altersgruppen hinweg (Seite 11, Tabelle 1). Speziell bei den familienrelevanten Jahrgängen sank es wie in den vergangenen Jahren weiter auf +2.975 (Vorjahr: +4.389). Der Durchschnitt der vorherigen zehn Jahre lag bei +5.413. Grafik 14: Wanderungssaldo der familienrelevanten Jahrgänge für Köln nach Regionen 2015 bis 2025 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik -3.660 -3.242 -1.468 -726 +68 +359 +4.389 +2.975 -8.000 -6.000 -4.000 -2.000 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Wohnungsmarktregion Köln übriges NRW übriges Bundesgebiet Ausland Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 26 • Unter den zehn Gemeinden, die im Jahr 2025 am stärksten von der Abwanderung Kölner Familien profitierten, sind ausschließlich Gemeinden der Wohnungsmarktregion zu finden (Grafik 15). • Wie beim Gesamtwanderungssaldo lag Bergisch Gladbach im Jahr 2025 mit -464 Personen vorne, jedoch mit einem abgeschwächten Minus im Vergleich zum Vorjahr (-669). Grafik 15: Top 10 Gemeinden, an die Köln familienrelevante Jahrgänge verliert, 2025 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik -464 -349 -244 -224 -218 -207 -206 -201 -135 -128 -500 -450 -400 -350 -300 -250 -200 -150 -100 -50 0 Berg. Gladbach Pulheim Bergheim Hürth Frechen Kerpen Leverkusen Brühl Erftstadt Rösrath Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 27 6. Innerstädtische Muster der Wanderungsbewegungen Um innerstädtische Muster der Wanderungsbewegungen sichtbar zu machen, wird im Folgenden untersucht, wohin nach Köln zugezogen und von wo aus Köln fortgezogen wurde. Deutliches Zuzugsplus im Zentrum Kölns Für die neun Stadtbezirke Kölns zeigen sich wie jedes Jahr deutliche Unterschiede in der Wanderungsbilanz über die Stadtgrenze hinaus (Grafik 16). • Der Stadtbezirk Innenstadt ist der Kölner Bezirk mit den meisten Zuzügen über die Stadt- grenze (9.713) aber auch mit den meisten Fortzügen (8.224). Insgesamt profitierte er im Jahr 2025 am stärksten von allen Bezirken (+1.489). Es folgt wie im Vorjahr Ehrenfeld mit einem Plus von 1.243. • Lindenthal erzielte die zweitmeisten Zuzüge (7.793). Da die Fortzüge jedoch ein wenig höher lagen (7.837), kam es erstmal seit 2021 zu einem Wanderungsminus (-44). • Im Stadtbezirk Rodenkirchen gingen die Bewegungen am stärksten zurück: Die Zuzüge sanken von 9.052 im Vorjahr auf 7.139 (Tabelle 6). Die Zahl der Fortzüge sank noch stärker von 9.549 auf 6.890, so dass es zu einem Wanderungsplus von 249 kam. Weiter oben wurde bereits beschrieben, dass der Rückgang der Bewegungen auf die Nichtdeutschen zurückzuführen ist. Herausragend ist hierbei der Stadtbezirk Rodenkirchen, mit der im Stadtteil Bayenthal liegenden Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen für Geflüchtete. Für ganz Köln ist das Wanderungsvolumen von Nichtdeutschen (Zuzüge plus Fortzüge) um rund 6.600 zurückgegangen, wovon allein 4.500 auf Rodenkirchen zurück- zuführen sind. Hier zeigt sich besonders der Rückgang der Zuzüge (und in der Folge auch der Fortzüge) von Geflüchteten. • Die wenigsten Zuzüge über die Stadtgrenze kamen mit 2.503 nach Chorweiler. Da die Fort- züge mit 2.765 darüber lagen, kam es zum höchsten Minus der Stadtbezirke (-262) Grafik 16: Zuzüge und Fortzüge über die Stadtgrenze sowie Wanderungssaldo für die neun Stadtbezirke 2025 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik 9.713 7.139 7.793 6.737 4.642 2.503 4.953 6.204 6.637 8.224 6.890 7.837 5.494 4.607 2.765 4.649 6.018 6.796 +1.489 +249 -44 +1.243 +35 -262 +304 +186 -159 -2.000 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 Innenstadt Rodenkirchen Lindenthal Ehrenfeld Nippes Chorweiler Porz Kalk Mülheim Zuzüge nach Köln Fortzüge aus Köln Saldo Zu- und Fortzüge Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 28 Tabelle 6: Zuzüge und Fortzüge über die Stadtgrenze sowie Wanderungssaldo für die neun Stadtbezirke 2025 und 2024 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik Innerstädtische Umzüge vom Zentrum nach außen Karte 4 zeigt den innerstädtischen Wanderungssaldo der 86 Stadtteile im Jahr 2025. Vor allem zentral gelegene Stadtteile verloren Bevölkerung durch Umzüge, während es Richtung Stadt- rand zumeist ein Wanderungsplus gab. • Drei von neun Stadtbezirken verzeichneten 2025 ein Minus durch Umzüge innerhalb Kölns: Der Stadtbezirk Innenstadt mit einem Gesamtminus von -1.329, Ehrenfeld mit -473 und Lin- denthal mit -25 (Seite 30, Grafik 17). Die beiden Stadtteile mit dem stärksten Minus waren Neustadt/Süd im Bezirk Innenstadt (-687) und Neuehrenfeld im Bezirk Ehrenfeld (-585). • Außer den zentralen Stadtteilen fällt Fühlingen mit einem starken Umzugsminus auf (-282). Vor allem die innerstädtischen Fortzüge von Nichtdeutschen sind hier im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Hier soll eine noch bestehende Unterkunft für Geflüchtete leergezogen werden. • Die beiden Stadtteile mit dem stärksten Plus waren Elsdorf (+313) und Zündorf (+214) im Stadtbezirk Porz (+765). In beiden Stadtteilen gibt es größere Neubaugebiete. In Zündorf befindet sich zudem eine Unterkunft für Geflüchtete. Zuzüge Fortzüge Saldo Zuzüge Fortzüge Saldo Innenstadt 9.713 8.224 +1.489 10.048 8.137 +1.911 Rodenkirchen 7.139 6.890 +249 9.052 9.549 -497 Lindenthal 7.793 7.837 -44 8.167 7.917 +250 Ehrenfeld 6.737 5.494 +1.243 7.164 5.602 +1.562 Nippes 4.642 4.607 +35 4.579 4.735 -156 Chorweiler 2.503 2.765 -262 2.911 2.889 +22 Porz 4.953 4.649 +304 4.927 4.894 +33 Kalk 6.204 6.018 +186 6.032 5.987 +45 Mülheim 6.637 6.796 -159 6.364 6.716 -352 Ges amts tadt 56.321 53.280 +3.041 59.244 56.426 +2.818 Stadtbezirk 2025 2024 Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 29 Karte 4: Saldo der innerstädtischen Umzüge auf Ebene der Stadtteile 2025 Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Statistisches Informationssystem) Kölner Statistische Nachrichten 8/2026 – Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 30 Gesamtwanderungssaldo in 7 von 9 Stadtbezirken positiv Der Wanderungssaldo über die Stadtgrenze plus dem Umzugssaldo innerhalb der Stadt bilden den Gesamtwanderungssaldo für die Kölner Stadtbezirke. Grafik 17 zeigt das Ergebnis aus dem Jahr 2025. • Die beiden Stadtbezirke mit dem höchsten Außenwanderungsplus (Innenstadt und Ehren- feld) sind gleichzeitig die beiden Stadtbezirke mit dem höchsten Umzugsminus. Sie dienen als Ankunftsstadtbezirke, von denen aus sich die Menschen weiter in die Stadt verteilen. Beide erzielten insgesamt ein Gesamtwanderungsplus (Innenstadt: +477; Ehrenfeld: +770). • Ein Gesamtminus verzeichnete Lindenthal (-69), für das sich auch jeweils ein leichtes Mi- nus in den beiden Einzelsalden ergab. Lediglich Chorweiler hatte ebenfalls insgesamt einen Wanderungsverlust (-34). Hier reichte das Binnenwanderungsplus nicht aus, um die Ver- luste über die Stadtgrenze auszugleichen. • Das höchste Gesamtplus erzielte 2025 der Stadtbezirk Porz (+1.069). Neben einem Plus durch Wanderungen über die Stadtgrenze (+304), trug besonders das stadtweit höchste Umzugsplus (+765) zu diesem Ergebnis bei. Grafik 17: Gesamtwanderungssaldo der neun Stadtbezirke 2025 Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik +160 +477 -69 +770 +234 -34 +1.069 +339 +95 -1.500 -1.000 -500 500 1.000 1.500 2.000 Saldo Wanderungen über die Stadtgrenze Saldo Umzüge innerhalb der Stadt Gesamtsaldo Amt für Stadtentwicklung und Statistik Willy - Brandt- Platz 2 50679 Köln E-Mail: statistik@stadt-koeln.de Internet: www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/ Amt für Stadtentwicklung und Statistik Amt für Presse und Öffentlichkeitsarbeit ISSN 2192-9726 © Nachdruck (auch auszugsweise) nur mit Quellenangabe 13/15/0/06.2026
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    Dezernat, Dienststelle IX/153/1 Vorlagen-Nummer 02.06.2026 1335/2026 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration 02.06.2026 Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren 11.06.2026 Ausschuss für Wirtschaft und Digitalisierung 18.06.2026 Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit 30.06.2026 Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025: Wanderungsplus trotz des Rückgangs der internationalen Zuzüge Der vorliegende Bericht beleuchtet die jährlichen Bevölkerungsbewegungen, die für die Fort- schreibung der amtlichen Bevölkerungszahl genutzt werden. Der Fokus liegt auf den jüngsten Bewegungen in Köln während des Jahres 2025, jeweils im Vergleich zum Vorjahr und zu den vorangegangenen zehn Jahren. Grafik 1: Zuzüge, Fortzüge und Wanderungssaldo für Köln 2015 bis 2025 Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik 59.244 56.321 56.426 53.280 +2.818 +3.041 -20.000 -10.000 10.000 20.000 30.000 40.000 50.000 60.000 70.000 80.000 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Zuzüge Fortzüge Saldo 2 Köln bleibt mit einer Bevölkerungszahl in Höhe von 1.100.076 zum 31.12.2025 eine wach- sende Stadt (+2.557; +0,2 % im Vergleich zum Vorjahr). Das Wachstum resultiert ausschließ- lich aus Zuwanderung; seit dem Jahr 2014 wird das Wanderungsplus für Köln von nicht deut- schen Staatsangehörigen getragen Auch im Jahr 2025 übertrafen die Zuzüge nach Köln (56.321) die Fortzüge (53.280), was zu einem Wanderungsplus von 3.041 Personen führte. Dabei gingen sowohl die Zuzüge (-2.923) als auch die Fortzüge (-3.146) im Vergleich zum Jahr 2024 zurück. Ebenso wie die Wanderungszahlen verringerten sich die Geborenenzahl (-86 auf 9.059) sowie die Sterbefälle (-362 auf 10.123). Es starben insgesamt mehr Menschen als geborenen wur- den (Saldo: -1.064), ein Trend, der in Köln seit 2022 zu beobachten ist. Eine zentrale Entwicklung in Köln war im Jahr 2025 der Rückgang der Zuzüge, und zwar hier bei den Zuzügen aus dem Ausland. Sie sanken um rund 3.000 auf 16.356. Gleichzeitig san- ken auch die Zuzüge nicht deutscher Staatsangehöriger auf 24.866 (-3.036): Die Zahlen der zuziehenden Ukrainer*innen (2.309) und Syrer*innen (1.302) gingen im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel beziehungsweise im Fall der Syrer*innen sogar um rund 45 Prozent zurück. Die meisten Zuziehenden hatten erstmals wieder seit 2021 die türkische Staatsangehörigkeit (2.528) und nicht mehr die ukrainische. Aber auch die Fortzüge von Nichtdeutschen sind gesunken: auf 20.745 im Vergleich zu 24.315 im Vorjahr. In der Summe erhöhte sich das Wanderungsplus dieser Gruppe von +3.587 im Jahr 2024 auf +4.121. Für die Deutschen erhöhte sich dagegen das Wanderungs- minus auf -1.080 (Vorjahr: -769). Grafik 2: Wanderungssaldo für Köln nach Nationalität 2010 bis 2025 Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik -769 -1.080 +3.587 +4.121 -15.000 -10.000 -5.000 5.000 10.000 15.000 20.000 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Deutsche Nichtdeutsche 3 Mit Blick auf die Altersgruppen sorgen die 18- bis unter 30-Jährigen regelmäßig für einen stabilen Zuzugsüberschuss in Köln. Im Jahr 2025 lag er mit +9.449 leicht über dem Vorjahr (+9.233). Familien (entsprechen den Personen der Jahrgänge der unter 18-Jährigen sowie der 30- bis unter 45-Jährigen) ziehen dagegen stärker aus Köln fort als zu. Ihr Minus lag je- doch 2025 mit -3.736 Personen unter dem Wert des Vorjahrs (-4.024) und unter dem Schnitt der letzten zehn Jahre (-4.212). Grafik 3: Zuzüge und Fortzüge für Kö ln nach Altersjahren 2025 Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik 3.500 3.000 2.500 2.000 1.500 1.000 500 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30 32 34 36 38 40 42 44 46 48 50 52 54 56 58 60 62 64 66 68 70 72 74 76 78 80 82 84 86 88 90 92 94 96 98 Zuzugsüberschuss Fortzugsüberschuss Zuzüge Fortzüge 4 Über alle Bevölkerungsgruppen gerechnet war die Kölner Wohnungsmarktregion auch im Jahr 2025 die einzige Region, mit der Köln einen negativen Wanderungssaldo verzeichnete (-2.871). Dieses Minus war niedriger als im Vorjahr (-3.929), da vor allem die Fortzüge dorthin zurückgingen (13.133; 2024: 13.906). Mit dieser Region verzeichnete Köln weiterhin das stärkste Minus von Familien (-3.242 Personen), wobei dieses aber seit dem Höchststand im Jahr 2021 (-5.905) rückläufig ist. Noch stärker als in die Wohnungsmarktregion sanken die Fortzüge ins übrige Nordrhein-Westfalen, und zwar um rund 12 Prozent beziehungsweise 1.855 auf jetzt 13.532. Das Wanderungsplus mit dieser Region erhöhte sich dadurch von +855 im Vorjahr auf +2.520. Auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte verzeichnete Köln das stärkste Minus mit dem linksrheinischen Rhein-Erft-Kreis (-1.578). Das größte Plus gab es mit der Stadt Aachen (+453). Karte 1: Wanderungssaldo für Köln mit den nordrhein -westfälischen Kreisen und kreisfreien Städten 2025 Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik Innerhalb der Stadt Köln profitierte wie in der Vergangenheit besonders der zentrale Stadtbe- zirk Innenstadt von den Zuzügen über die Stadtgrenze (+1.489). Das stadtweit höchste Um- zugsplus (+765) verzeichnete Porz. Hier liegen auch mit Elsdorf (+313) und Zündorf (+214) die beiden Stadtteile, die am stärksten von den innerstädtischen Umzügen 2025 profitierten. In beiden Stadtteilen gibt es größere Neubaugebiete. 5 Hinweise zu den Kölner Bevölkerungszahlen Alle Auswertungen in diesem Bericht beziehen sich, wenn nicht anders angegeben, auf die wohnberechtigte Bevölkerung (Personen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Köln). Daten- grundlage ist das Melderegister der Stadt Köln mit Stand 31.12. des jeweiligen Jahres. Der vorliegende Bericht dient der rein deskriptiven Beschreibung der Bevölkerungsbewegun- gen in Köln. Es können dabei keine Aussagen zu beispielsweise Wanderungsmotiven, Er- werbstätigkeit, Bildungsabschluss der zu- und fortziehenden Personen getroffen werden, da diese Informationen nicht im Melderegister enthalten sind. Auch ist es nicht möglich, die Be- wegungsdaten der Stadt Köln mit Daten anderer Quellen (Beispiel: Bundesagentur für Arbeit) zu verschneiden. Ein Schwerpunkt des Berichts liegt auf den Wanderungsbewegungen von Familien. Dies ge- schieht näherungsweise über die sogenannten familienrelevanten Jahrgänge der unter 18- Jährigen und der 30- bis unter 45-Jährigen. Im Bevölkerungsbestand können Familien in Form von Haushalten abgebildet werden. Bewegungen der Haushalte und somit der Familien kön- nen jedoch nicht dargestellt werden. Grundsätzlich muss zwischen der amtlichen Bevölkerungszahl sowie deren Fortschreibung (Grundlage ist hier der Zensus 2022) und der hier berichteten stichtagsbezogenen Auswer- tung des kommunalen Melderegisters unterschieden werden. Ein Vergleich der beiden Zahlen ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, da die Fortschreibung der Zensus-Ergebnisse zum 31.12.2025 noch nicht vorliegt. Zum Stichtag 31.12.2024 wich die aus dem Einwohnermelde- register abgeleitete Einwohnerzahl um rund plus sechs Prozent von der amtlichen Einwohner- zahl ab. Die amtliche Einwohnerzahl wurde zuletzt über den Zensus 2022 ermittelt und wird von den Statistischen Ämtern der Länder auf Basis der von den Kommunen übermittelten Bevölkerungsbewegungen (An- und Abmeldungen, sowie Sterbefälle und Geburten) fortgeschrieben – kleinräumige Strukturen unterhalb der Gemeindeebene werden dabei nicht berücksichtigt. Der generelle Rückgriff auf das kommunale Einwohnermelderegister für die statistische Be- richterstattung ermöglicht es, die kommunalen Steuerungs- und Planungsanforderungen zu erfüllen. Alle im Bericht verwendeten Daten werden als Datenanhang (Excel-Datei) zur weiteren Ver- wendung zur Verfügung gestellt. Dazu muss der Bericht aus dem Internet heruntergeladen und lokal gespeichert werden. Der Datenanhang ist unter „Lesezeichen“ (letzter Punkt) und „Anlagen“ zu finden. Gez. Haack Anlagen Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik (2026): Bevölkerungsbewegungen in Köln 2025 – Wanderungsplus trotz des Rückgangs der internationalen Zuzüge. Kölner Statistische Nachrichten 8/2026.

Beratungsverlauf

  1. 11.06.2026

    Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren

    TOP 14.5, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 18.06.2026

    Ausschuss für Wirtschaft und Digitalisierung

    TOP 4.3, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  3. 30.06.2026

    Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit

    TOP 18.6, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  4. 15.09.2026 zuletzt

    Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration

    TOP 5.13, Kenntnisnahme (Mitteilung).

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