V/0592/2023
Bennohaus: Ergebnisbericht des Profilierungsprozesses und der Organisationsoptimierung sowie Mittelbereitstellung zur Durchführung eines weiterführenden Maßnahmenpaketes
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Beschlussvorlage
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V/0592/2023
V/0592/2023
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Bennohaus: Ergebnisbericht des Profilierungsprozesses und der Organisationsoptimierung sowie
Mittelbereitstellung zur Durchführung eines weiterführenden Maßnahmenpaketes
Beratungsfolge
23.11.2023 Kulturausschuss Vorberatung
12.12.2023 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung
13.12.2023 Hauptausschuss Vorberatung
13.12.2023 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Das Ergebnis des Profilierungsprozesses und die damit verbundene Organisationsoptimierung
des Bennohauses werden zur Kenntnis genommen. Dies soll sukzessiv als kulturelle „Platt-
form für Begegnungen“ mit dem Profil „Media, Arts & Culture(s)“ entwickelt werden.
2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass ein weiterführendes Maßnahmenpaket durchgeführt
wird, das zur weiteren Stärkung der Kultur aus, für und mit den umliegenden Stadtteilen sowie
zum Ausbau von Angeboten, die aus dem Profil abgeleitet werden, dient.
3. Dem Arbeitskreis Ostviertel e.V. (AKO e.V.) werden dafür Mittel i. H. v. 36.250 Euro zur Verfü-
gung gestellt. Diese sollen zweckgebunden eingesetzt werden für
a. die Stärkung etablierter Stadtteilkulturangebote
b. den Ausbau von stadtteilbezogenen Kultur-Begegnungsreihen
c. den Ausbau von Kommunikations- und Bildungsmaßnahmen
d. die Optimierung der technischen Infrastruktur
e. die Beauftragung einer Potenzialanalyse, die Nachnutzungsmix-Szenarien (z.B. Kultur
+ Sport) der in Kürze leerstehenden Bootshallen und Lagerräume im Sinne eines auf
das Profil einzahlenden Nachbarschaftsmanagements entwickelt und überprüft.
4. Die Deckung dieser Zuschüsse erfolgt aus den im Budget des Kulturamtes vorhandenen und
kapitalisierten ehemaligen Personalaufwendungen (V/0900/2018).
Kulturamt
15.11.2023
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Frau Schw alm
Telefon: 492-4110
Schw alm@stadt-
muenster.de
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II. Finanzielle Auswirkungen:
Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen stehen im Haushaltsplan 2023 wie folgt zur Ver-
fügung:
Teilergebnisplan
Nr. Bezeichnung Haush.
-jahr
Betrag
€
Produktgruppe 0401 Kulturmanagement/Kulturförderung
Zeile 15 Transferaufwendungen 2023 36.250 €
Begründung:
Einleitung:
Am 14.12.2022 hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, dass das Bennohaus seinen Prozess zur
kulturellen Profilschärfung fortführt. Dessen Ausgangspunkt war die Weiterentwicklung der langjähri-
gen Expertise sowohl in der interkulturellen und inklusiven Stadtteilkulturarbeit als auch in der interna-
tional ausgerichteten Medien- und Projektarbeit. Für die Durchführung der internen und externen Pro-
zessmoderation sowie für die anteilige Beteiligung an drei Testprojekten als auch für das geplante
Kommunikationsformat Barcamp wurden dem Arbeitskreis Ostviertel e.V. Mittel in der Höhe von
36.250 Euro zur Verfügung gestellt (V/0664/2022). Das Ziel des Optimierungsprozesses war es, ein
zukunftsfähiges (inhaltliches, programmatisches, organisatorisches und wirtschaftliches) Gesamtkon-
zept mit Schwerpunkten und Alleinstellungsmerkmalen abzuleiten.
„Kulturelle Begegnungen, künstlerische Kreativität und konstruktive Auseinandersetzung mit unter-
schiedlichen Positionen und Wertvorstellungen sind notwendiger denn je, um in einer Welt der Um-
brüche und Unsicherheiten gemeinsame Antworten auf globale Herausforderungen zu finden.“ Dieser
Satz des Goethe-Institutes wurde für das Bennohaus zum Leitgedanken im Profilierungsprozess.
Das Bennohaus konnte sich durch den intensiven Kommunikations- und Analyseprozess und die be-
reits laufenden Optimierungsmaßnahmen erneut deutlich weiterentwickeln. Als Ergebnis wurde erar-
beitet, das Bennohaus als kulturelle „Plattform für Begegnungen“ mit dem Alleinstellungsmerkmal
„Media, Arts & Culture(s)“ zu profilieren. Das Entwicklungsziel ist, etablierte Angebote für, aus und mit
den umliegenden Stadtteilen als Anknüpfungspunkte zur Stärkung und Weiterentwicklung zu nutzen,
um die Sichtbarkeit und Wirksamkeit im umliegenden Sozialraum auszubauen. In Wechselwirkung
dazu soll das langjährige Knowhow des Hauses in Bezug auf die Medienunterstützung für Kulturak-
teur:innen aus Münster sowie die Expertise des Teams für Kulturveranstaltungsorganisation und -
management als auch sein Erfahrungswissen zur Beantragung und kooperativen Realisierung „gloka-
ler“ Begegnungsprojekte genutzt werden, um das räumliche Potenzial des Hauses als Abspiel-, Dis-
kurs-, Festival-, Experimentier- und Fortbildungsort für Projekte auszuschöpfen, die aus den Schnitt-
stellen der Medien-, Kunst und Kultur(en) -Arbeit heraus entwickelt werden. Dieser Ansatz soll durch
ein Maßnahmenpaket ausgebaut werden.
Aufbau des Berichtes
Der Prozess: Der erste Teil des Berichtes beschreibt den Prozess (Ausgangsthese, Prozessdesign,
Meilensteine der internen und externen Kommunikation, drei erfolgreich durchgeführte Testprojekte,
weiteren Schritte zur Optimierung der Fördermittelpraxis).
Das Ergebnis: Der zweite Teil des Berichtes beschreibt das erarbeitete Zukunftsbild (Profil, Selbst-
verständnis, Organisations- und Programmarchitektur, Zielgruppen- und Netzwerkmanagement etc.).
Der Ausblick: Der dritte Teil des Berichtes erläutert ein an das Ergebnis anknüpfendes Maßnahmen-
paket, das zur Stärkung des Stadtteilkulturortes und zur weiteren Ausstrahlung in die Gesamtstadt
dient.
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TEIL 1: DER PROFILIERUNGS- UND OPTIMIERUNGSPROZESS
1.1. Ausgangsthese
„Münster verfügt über eine vielfältige Kulturlandschaft. Was jedoch fehlt, ist ein öffentlicher, zentraler
und physischer Ort, der das weite Spektrum der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Digitali-
sierung der Gesellschaft sichtbar macht, und de r deutlich über medientechnische Vermittlung und
Unterstützung hinausgeht. Es fehlt in diesem Zusammenhang ein Ort der Präsentation und des Dis-
kurses über die in den künstlerischen Projekten verarbeiteten Lebensrealitäten, Kulturen, Geschich-
ten, Erfahrungen, Ästhetik und Sprachen.“ (V/0664/2022)
1.2. Herausforderungen, Prozessdesign, Steuerungsgruppe
Der Profilierungsprozess wurde bzw. wird im laufenden Betrieb durchgeführt, in dem das Bennohaus
zahlreiche Veranstaltungen, Angebote, Sonderprojekte durchfü hrt. Zudem ist es Servicegeber für
Raumvermietungen oder unterstützt Vereine, Initiativen bei ihrer Mediensichtbarkeit. Integrales Ele-
ment und Aufgabenfeld ist die Ausbildung von Mediengestalter:innen in Bild und To n sowie die Be-
treuung von jungen Erwachsenen, die ein Bundesfreiwilligenjahr im Bennohaus absolvieren. Die tiefe-
re Auseinandersetzung mit der Breite des Angebotsportfolios sowie den Wechselwirkungen der Ge-
schäftsfelder in der gewachsenen Organisationsarchitektur hat als ein Ergebnis gezeigt, dass es eine
Fokussierung und einen Orientierungsrahmen braucht, der sowohl bei der Außen- und Innenkommu-
nikation hilft. Dieser stellt eine wichtige Grundlage für den achtsamen Umgang mit den personellen
und finanziellen Ressourcen dar und zahlt auf eine verlässliche Angebots- und Mitwirkungsstruktur für
die aktuelle und potentiell erweiterte Besucherschaft ein. Vor diesem Hintergrund wurde ein Prozess-
design entwickelt, das parallel einerseits die Inhalte, Angebote und Interessensgruppen und anderer-
seits die Or ganisations- Team- und Finanzierungsstruktur analysiert. Ziel war es, Stärken, Erfah-
rungswissen und Kompetenzen und gleichzeitig Wissensbedarfe und organisatorische Optimierungs-
punkte zu identifizieren. Flankierend dazu wurde bzw. wird eine lokale und gesamtstädtische Umfeld-
analyse durchgeführt. Daraus wird aktuell sukzessiv ein möglichst passgenaues und zukunftsfähiges,
ausbaubares Konzept für die Stadt(teil)bewohnerschaft entwickelt. Zur Moderation des Prozesses
wurden Anke von Heyl, die Expertin für Bera tungen von Kultureinrichtungen in Bezug auf Digitalisie-
rungsprozesse ist sowie Stephanie Frenzer der Münsteraner Agentur Move, die langjährige Erfahrun-
gen in der Team- und Organisationsentwicklung mitbringt, beauftragt. Der gesamte Prozess, der be-
reits in der Anfangsphase auf Testprojekte setzte, wird durch Daniela Elsner, Geschäftsführerin des
Bennohauses, Frauke Schnell, Leiterin des Kulturamtes Münster, Heike Schwalm, Stadtteilkulturma-
nagerin im Kulturamt Münster, und den beiden Moderatorinnen gesteuert. Der Vorstand des Träger-
vereins AKO e.V. wird dabei kontinuierlich informiert und einbezogen.
1.3. Drei erfolgreiche Testprojekte wurden im Jahr 2023 als Reallabor durchgeführt
Flankierend zu den Kommunikations - und Analysemaßnahmen wurden bewusst bereits drei Platt-
form-Testprojekte erfolgreich durchgeführt, die an den Schnittstellen zwischen Digitalität, Kunst, Kul-
tur und Internationalität ansetzten, um aus der Praxis heraus wichtige Erkenntnisse für den Aufbau
der „Plattform für Begegnungen“ ableiten zu können. Alle drei Projekte haben gezeigt, dass die durch-
führenden Kulturschaffenden das Haus als Produktions- und Präsentationsort sowie das dahinterlie-
gende Unterstützungsmanagement des Bennohaus als sehr gewinnbringend auch für ihre künstleri-
sche Weiterentwicklung einschätzen – da hier die Zusammenarbeit in Schnittmengen möglich war.
Testprojekt 1: Mit dem „Live Performers Meeting“ hat das Bennohau s ein internationales Video-,
Kunst-und Kulturfestival ausgerichtet. Das viertägige Event im April 2023 machte das gesamte Haus
und Umfeld zu einer großen Medienwerkstatt. Es bot die Gelegenheit zum Dialog und Austausch und
förderte dabei die Forschung und Begegnung zwischen diversen künstlerischen Ausdrucksformen im
Bereich der audiovisuellen und darstellenden K unst sowie die Interaktion und das Experimentieren
mit mehreren Techniken und digitalen Technologien zwischen Analog, Soft- und Hardware. Mehr als
300 Künstler: innen aus 40 Ländern (AV -Künstler:innen, Designer:innen, VJ´s, Newcomer -
Enthusiast:innen, Fachleute) präsentierten einem lokalen und überregionalen Publikum experimentel-
le audiovisuelle Performances, Architektur -Mapping-Shows. Zeitgleich luden sie zu offenen Work-
shops und Vorträgen ein.
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Testprojekt 2: Die Frühjahrs-Ausstellung „Eternal Ephemeral – Auf ewig vergänglich“ des Münstera-
ner Medienkünstlers Yochanan Rauert machte eine Serie farbiger Video-Drucke abstrakt arrangierter
Fernsehbilder einem breiten Publikum zugänglich. Die Serie beschäftigte sich mit der Gestaltung be-
wegter Fernsehgrafik und dem Festhalten von Video-Einzelbildern mittels vollfarbigem Video-Druck.
Testprojekt 3: Das einwöchige Kunst- und Wissenschaftscamp „Art, Action, Science“ zum Thema „Die
dystopischen 20er – das Propagandajahrzehnt – gestern wie heute“ lud im Sommer 2023 deutsche
Künstler: innen ein, gemeinsam mit europäischen Bewohner:innen und Studenten: innen in den Dia-
log zu treten. Ziel war es, durch den partizipativen und interdisziplinären Ansatz, neue Erkenntnisse
und kreative Strategien im Umgang mit Propagandaphänomenen zu gewinnen. Die Ergebnisse wur-
den am Ende des Projektes öffentlich im Haus und digital (hybrid) präsentiert.
1.4. Interner Kommunikationsprozess
Die beiden Moderatorinnen haben in ihren Arbeitsschwerpunkten einzelne Team-Workshops durch-
geführt. Insgesamt untersucht wurden folgende Themen: Selbstverständnis, Werte, Haltung, Mission,
Angebotsstruktur, Medienarbeit, Internationale Arbeit, Innenbild und Außenbild, Interessensgruppen,
Raumvermietungsstruktur, Bedarfe, Service, Projekte und lokale Verankerung, Strategie, Netzwerke
und Kooperationspartnerschaften, lokaler und gesamtstädtischer Raumdruck für Kulturarbeit, Schnitt-
stellenkommunikation, Nachbarschaften, Ressourcen, finanzielle Struktur, Jahresraster, Fördermittel-
projektstrategie, Herausforderungen, Technik, Teamstruktur, Rollen, Aufgabenfelder, Ausbildungs-
konzept, Motivation, Kommunikationsarbeit, Projektevaluationen, Öffentlichkeitsarbeit etc.
1.5. Externer Kommunikationsprozess
Stufe 1, Interviewserie: Das Bennohaus hat Blitzlichtinterviews mit seinen Gästen sowie mit der Be-
wohner:innen der umliegenden Stadtteile geführt. Ergänzend hat es sich ausgetauscht mit lokalen
Kultur- und Bildungspartner:innen. Die Steuerungsgruppe hat zudem mit dem Team eine Interviewse-
rie für lokale Institutionen entwickelt, die in den Bereichen Medien, Kunst, Kultur, Ästhetik, Bildung,
Wissenschaft, Lokale und Globale Arbeit, Ethnologie, Stadtgeschichte, Journalismus, Kreativwirt-
schaft, Ehrenamt arbeiten. Ziel war bzw. ist es, vor dem Hintergrund der Genese des Bennohauses,
gemeinsame Schnittstellen sowie Nischen in der Kulturlandschaft bzw. in der kulturellen Bildungs-
landschaft Münsters als auch Bedarfe hinsichtlich des Gedankens einer „Plattform der Begegnungen“
zu identifizieren.
Stufe 2, Geplantes Barcamp: Es wird ein Barcamp „Media, Arts & Culture(s)“ im Bennohaus stattfin-
den, dass u.a. die Institutionen und Akteur: innen einlädt, die Teil des aufgeführten Interviewprozes-
ses waren. Das Bennohaus gibt diesen damit eine „Pla ttform der Begegnung“, zur Vernetzung und
zum Austausch, um gemeinsame Schnittstellen zu finden. Der Bedarf eines solchen Kommunikati-
onsformates ist ein zentrales Ergebnis der geführten ersten Stufe der externen Kommunikation. Das
Zusammentreffen der Akteursgruppen bietet für das Bennohaus die Chance, seinen eingeschlagenen
Weg vorzustellen und zukünftige Wegbegleiter: innen zu erschließen.
1.6. Die Optimierung internationaler Projekte und der Fördermittelpraxis
Das hohe Maß an nicht lokal verankerten EU -Projekten wurde seit 2019 sukzessiv abgebaut. Das
herausgearbeitete Profil bietet nun die Chance der inhaltlichen Fokussierung und eröffnet zahlreiche
lokale, städtische und europäische Kooperationsmöglichkeiten, die das Bennohaus-Kulturprogramm
bereichern. Teilgenommen wurde zum Beispiel an der Ausschreibung des Programms „Diversität und
Internationales“ des NRW -Kultursekretariats. Im Herbst 2023 wurde beim Programm „Erasmus+
Schule“ ein Akkreditierungsantrag gestellt, um in Zukunft gezielter Projektvorhaben mit lokalen Schu-
len wie z.B. mit der benachbarten Mathilde -Anneke-Gesamtschule durchzuführen. Darüber hinaus
wird aktuell an einem Antrag für das Programm „Kreatives Europa - Aktionsbereich Kultur” gearbeitet.
Außerdem hat das Bennohaus im Herbst 2023 zwei weitere EU-Projekte mit zahlreichen internationa-
len Partner:innen beantragt, die auf das geschärfte Profil und den Grundgedanken „Begegnung und
Austausch schaffen“, einzahlen.
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TEIL 2: DIE ERGEBNISSE DES PROFILIERUNGS- UND OPTIMIERUNGSPROZESSES
2.1. Ergebnis: Kulturelles Profil, Inhalte, Selbstverständnis
Plattform für Begegnungen: Durch die vertieften Erkenntnissen zu den Bedürfnissen der Menschen
aus den umliegenden Stadtteilen kann das Bennohaus seine erkannten Stärken und Potenziale nut-
zen, um niederschwellige, interdisziplinäre, innovative und gleichzeitig kulturell hochwertige koopera-
tiv entwickelte Angebote für die Bewohner:innen zu entwickeln. Es strebt weiter danach, einen Mög-
lichkeitsraum für vielfältige Begegnungen zu schaffen, sei es auf lokaler, städtischer oder globaler
Ebene. Diese Begegnungen sollen zwischen Menschen allen Alters, aller kultureller sowie sozialer
Hintergründe und Fähigkeiten stattfinden. Diese schafft es weiterhin mit analogen, digitalen oder hyb-
riden künstlerischen und kulturellen Formaten und Angeboten, die durch die Plattform-Nutzer: innen
am und mi t dem Bennohaus entwickelt werden. Dieser Konzeptansatz soll auch dafür genutzt wer-
den, dass die Begegnung zwischen verschiedenen Spielarten von Medien (Digitale Welt, Film, Foto,
Video) oder deren Kombination mit anderen künstlerischen Ausdrucksformen, wie beispielsweise mit
Musik, weiter ermöglicht wird.
Profil „Media, Arts & Culture(s)“: Die unter 1.1. ausgeführte Vorannahme würde bestätigt. Folgerichtig
möchte das Bennohaus diese Nische weiter füllen und seine Kulturangebote aus den Schnittstellen
der Medien, Kunst und Kultur(en) heraus entwickeln. Das sollen zunehmend Workshops, Kurse, offe-
ne Thementreffen, Vorträge, Netzwerktreffen, Fortbildungen, Festivals, Serviceleistungen oder Prä-
sentations- und Partizipationsformate sein.
2.2. Ergebnis: Organisationsarchitektur mit Fundament, drei Säulen und Dach
Stadtteil-Kultur-Bedürfnisse als „Fundament und Dach“
Die etablierten Angebote (beispielsweise der Stadtteilchor oder die Tanz- und Sprachkurse) oder die
stadtteilbezogenen Angebote des Café-Yolk, wie die Stadtteil-Disco oder Vorträge über die Geschich-
ten der umliegenden Viertel, machen bereits heute das Bennohaus zu einem lebendigen Kulturort.
Angedacht ist die Akteur:innen bei verschiedenen Konzeptfragen zu unterstützen, das kann bei der
Erstellung eines digitalen Bühnenbildes sein oder bei der Ermöglichung von hybriden Formaten, so
dass z.B. ein Chorabend auch in Stadtteil-Einrichtungen für Senior:innen zu rezipieren ist. Im Prozess
wurde erkannt, dass die Sichtbarkeit des Bennohausprogramms im Sozialraum optimiert werden soll-
te. Daher baut das Bennohaus seine Aktivierungsarbeit aus, um in Kooperation mit Kulturschaffen-
den/-institutionen teilhabe- bzw. begegnungsorientierte Kultur-Formate zu entwickeln.
Kultur-Produktion und –Rezeption von Kulturschaffenden und freiwillig Engagierten als „Säule 1“
Das Bennohaus hat durch seine offenen Bühnenformate (offene Chorbühne, Kultur am Kanal, Late-
Night-Bennoshow) viele Erfahrungen im crossmedialen Arbeiten gesammelt. Ziel ist es daher, den
Bennohaussaal in Zukunft durch ergänzende Kooperationsformate verstärkt kulturell aufzuladen. Das
können bzw. sollen z.B. sein: Stadtteil -Kinoabende, Kultur(en)-Portraits, hybride “Young- Talent –
Events“ (z.B. lokale und europäische Schulbands vernetzen sich, junge Filmer:innen präsentieren ihre
Kurzfilme o.ä.) oder Sonderprojekte aus den Bereichen (Foto, Film, Medien, Ethnologie etc.). Ziel ist
es nun, auch durch Unterstützung des Kulturamtes, sukzessiv mit dem Netzwerk der Kulturschaffen-
den in den Austausch zu kommen. Dabei setzt sich das Team dafür ein, dass auch Formate aus den
Lebenswelten der Stadtteilbewohnerschaft(en) heraus entwickelt werden bzw. diese sie auch rezipie-
ren können.
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Generationsübergreifende Kulturelle (Weiter-)Bildung und Service für Kulturvereine als „Säule 2“
Die Angebote der Kulturellen (Weiter)Bildung und der Services sollen sich zukünftig am geschärften
Profil orientieren. Das Team arbeitet schrittweise auch daran, dass Bennohaus zu einem offenen Ort
zu entwickeln, in dem z.B. die im Umfeld wohnenden Studierenden dort einen Platz für ihre Lernwan-
derungen finden. In diesem Zusammenhang wird auch mit der benachbarten Mathilde-Anneke-Schule
daran gearbeitet, im partizipativen Prozess, die Galerieetage des Cafés mit einfachen Mitteln atmo-
sphärisch so zu entwickeln, dass Jugendliche nach Schulschluss dort einen Ort für sich finden. Bei
diesen Entwicklungsschritten greift das Team u.a. auf seine langjährige Expertise der offenen Digital-
Sprechstunden z.B. für Senior:innen, in denen sie Hilfe z.B. bei der Tablet-Nutzung erhalten, zurück.
Raumvergabe bzw. Raumnutzung für Austausch-, Netzwerk- oder Fortbildungsarbeit als „Säule 3“
Sowohl die Erfahrungswerte des Bennohauses im Alltagsgeschäft als auch die Erkenntnisse aus den
geführten Interviews untermauern, dass der Kulturraumbedarf extrem gestiegen ist. Gebraucht wer-
den Räume für Informationsveranstaltungen, Netzwerktreffen aller Art, Vereinssitzungen, Workshops,
Kurse für Ausbildungs - oder Fortbildungszwecke sowie für Projekt - oder Arbeitstreffen von Kultur-
schaffenden. Ziel ist es, die Raumvergabe und -vermietung sukzessiv auch aus dem kulturellen Profil
des Hauses heraus zu entwickeln. Daher wird aktuell daran gearbeitet, mit interessierten Kultur -
Kooperationspartner: innen Rahmenve rträge zu erarbeiten. Gleichzeitig wird ein Vertriebskonzept
entwickelt, um die Räume besonders an Unternehmen oder Bildungsinstitutionen zu vermieten, die
diese für auf das Profil einzahlende Netzwerk- oder Bildungsarbeit nutzen. Das könnten zum Beispiel
in Kooperation mit dem Digitallabor Münster Fortbildungen für Lehrende zur ästhetischen Medienbil-
dung sein. Als ein Vertriebs - und Netzwerkinstrument soll ein regelmäßiges Barcamp etabliert wer-
den, das allen Akteur:innen, die an den Schnittstellen der Med ienarbeit, der Kunst und (Inter)Kultur
arbeiten, eine Austausch- und Begegnungsplattform zum Ausloten gemeinsamer Synergien eröffnet.
Da das Raumvermietungskonzept auch eine wichtige Facette der Refinanzierung ist, wird an der Er-
stellung einer Entgeltordnung gearbeitet, die sich an der Systematik umliegender Kulturorte sowie der
Bürgerhäuser „Kap.8“ und „Meerwiese“ orientiert.
2.3. Ergebnis: Jahresorganisationsraster und Finanzierungsmix
Aktuell wird ein Jahresorganisationsraster als wichtiges Element des personellen Ressourcenmana-
gements erstellt. Ziel ist es, vor allem Rituale aufzubauen, die beim Ausbau des Stadtteil -Publikums
und der Vereinfachung von Vor-Ort-Abläufen helfen. In die „Jahresdramaturgie“ werden gezielt (etab-
lierte und neue) High-Light-Veranstaltungen (z.B. Barcamps, Kultur am Kanal, Festivals) geplant. Die
geplanten Angebote und Projekte werden aus den zur Verfügung stehenden Mitteln der Weiterbil-
dung, den erzielten Kursgebühren, den erzielten Überschüssen aus der Raumvermietung sowie aus
akquirierten Fördermitteln finanziert.
2.4. Ergebnis: Zielgruppen, Kooperations- und Netzwerkmanagement
Um das Haus entlang seines Profils und seines Selbstverständnisses mit Leben zu füllen, werden
aktuell gezielt Kooperationen aufgebaut. Als „Plattform für Begegnungen“ kann das Bennohaus so
gezielt „Wissen“ aus der Stadt ins Haus holen oder durch Kooperationsformate „Neues“ schaffen. Ziel
ist es, dass die Angebote bedarfsorientiert entwickelt werden und diese einen Mehrwert für die Stadt-
eilkultur haben. Dafür wird insbesondere aktuell auch daran gearbeitet, lokale Bildungspartnerschaf-
ten oder lokale Kooperationen mit Sozialeinrichtungen zu knüpfen. Auf diese Weise sollen Schü-
ler:innen, Auszubildende, Studierende, Lehrende, freiwillig Engagierte oder Seni or:innen etc. ins
Haus eingeladen werden. Die Mathilde-Anneke-Gesamtschule wurde bereits als Bildungspartner ge-
wonnen. Parallel wird die Kooperationsarbeit zu Vertreter:innen geführt, die die Interessen von ver-
schiedenen Kulturen vertreten. Hier knüpft das Team an seine vorhandenen Verbindungen zum Va-
mos e.V., Arbeitskreis International, Integrationsrat, Move and Meet e.V. sowie zur Gesellschaft für
bedrohte Völker an.
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TEIL 3: AUSBLICK WEITERFÜHRENDES MASSNAHMENPAKET
Stärkung etablierter Stadtteilkulturangebote & Aufbau von Kultur -Community-Reihen: Aktuell
wird an der weiteren Stärkung und Sichtbarkeit des Programms gearbeitet, dazu gehört auch begeg-
nungs- und teilhabeorientierte Mikro-Testprojekte (z.B. Stadtteil-Community-Dinner, -Tanz, -Film, -
Musik-Abende) anzubieten. Angedacht sind u.a. auch Projektwerkstätten, die insbesondere darauf
zielen Formate mit freiwillig Engagierten zu konzipieren, die auf das Ziel „für, mit und vom Stadtteil“
einzahlen.
Ausbau digitaler Se rvice für freiwill ig Engagierte: Das Team möchte Vereine u.a. weiter darin
unterstützen, ihnen Werkzeuge zu vermitteln, wie ihre Kultur(en)-Arbeit im Stadtteil sichtbar wird, da
die Nutzung u.a. von digitalen Medienkanälen ein wichtiger Faktor ist, um in diesem wahrgenommen
zu werden.
Anschaffung einer Groß -Leinwand, Projektionstechnik: Um beispielweise Formate wie Vjing -
Abende (Musik + Projektionen) oder Chor -, Theater - und Tanzauftritte mit digitalem Bühnenbild
durchführen zu können, soll der Saal in seiner technischen Infrastruktur optimiert werden.
Durchführung eines Barcamps „Media, Arts & Culture(s)“ – wie ausgeführt unter 1.5.
Schüler:innen- Umfrage, Mitgestaltung und Aktivierung: Der Analyseprozess hat auch untermau-
ert, dass gesamtstädtisch Angebote der künstlerisc hen, kulturellen und journalistischen Medienbil-
dung für, von und mit jungen Menschen fehlen. Am Bennohaus sollen verknüpfende Vermittlungsan-
sätze durch kluges Kooperationsmanagement entwickelt werden. In einer anvisierten Kooperation mit
dem Digitallabor Münster soll das Wissen und Nicht-Wissen von jungen Menschen zur Auseinander-
setzung mit digitalen Bild-, Informations- und Kommunikations- und Kulturwelten durch eine Online-
Umfrage an den weiterführenden Schulen Münsters ermitteln werden. Die Ergebnisse so llen zeit-
gleich dazu dienen, gute Anknüpfungspunkte zu identifizieren, um substantiell abgeleitete weitere
Förderanträge z.B. bei EU-Creative Desk zu stellen. Das Bennohaus zielt u.a. darauf mit einer För-
der- und Fundraising-Strategie ein „Media, Arts & Cu lture(s)-Youth-Camp“ für die Schülerschaft
Münsters in Zusammenarbeit mit seinem anvisierten Kooperationspartner:innen-Netzwerk zu entwi-
ckeln und zu realisieren.
Kommunikationsstrategie als Ansatz angewandter ästhetischer Medienbildung: Das Profil „Me-
dia, Arts & Culture(s)" bietet die Chance der Entwicklung einer Kommunikationsstrategie, die „Peer -
to-Peer-Kommunikation“ als Ansatz angewandter ästhetischer Medienbildung nutzt. Beispielsweise
können Auszubildende und Bundesfreiwilligendienstleistende die Soci al-Media-Kanäle des Benno-
hauses aktiv bespielen oder Jugendliche können einen Tik-Tok-Kanal aufbauen. Hierzu wird ein Men-
tor:innen-Programm entwickelt. Zusätzlich dazu ist der Ausbau bzw. die Anpassung des Corporate
Designs bzw. Corporate Images (Logo, Text, digitale und analoge Präsenz) notwendig, um ein vielfäl-
tiges Stadt(teil)-Publikum zu erreichen. Diese Aufgaben eignen sich gut für Ansätze der angewandten
ästhetischen Medienbildung, was bedeutet, dass beispielsweise eine Zusammenarbeit mit der „Müns-
ter School of Design“ in Betracht gezogen werden kann. Gleichzeitig stellt dies eine Gelegenheit zur
Schaffung eines Begegnungsanlasses dar, der Studierende mit dem Haus in Verbindung bringt.
Potenzialanalyse und Machbarkeitsstudie (u.a. Bootshallen): Der Profilierungsprozess und seine
Analysen zu verschieden Aspekten haben auch hervorgehoben, dass es einen speziellen Bedarf
nach offenen Medien-Projekt-Räumen gibt. Nach Feststellung des Profils und der anvisierten Ange-
bote braucht es nun den architektonischen Blick, der aktuelle Raumnutzungsschwerpunkte und ihre
Auslastungsquoten sowie ihre Atmosphäre untersucht. Des Weiteren wurde festgestellt, dass der
Außenraum des Hauses großes Potenzial für temporäre Aktionen hat und die Bennohaus-Fassaden
unkompliziert für Medienprojektionen genutzt werden können. Im Zuge des Prozesses wurde zudem
der gesamtstädtisch hohe Raumdruck für professionelles und zivilgesellschaftliches Arbeiten in der
Kunst- und Kultur sehr deutlich, einerseits durch die Rückmeldungen der Intervi ewpartner:innen als
auch durch das Bennohaus selbst. Die nach Umzug des Rudervereins in Kürze leerstehenden Boots-
hallen im Erdgeschoss und Lagerflächen im Untergeschoss sollen daher auf ihr Potenzial für kulturel-
le Nutzungen (u.a. durch ein Bausubstanz -Monitoring sowie der Prüfung baurechtlicher Rahmenbe-
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dingungen) untersucht werden. Um dies zu erreichen, ist eine Machbarkeitsstudie mit unterschiedli-
chen Nachnutzungsmix-Szenarien (z.B. Kultur und Sport) notwendig. Diese Szenarien sollen auf
dringende städtische Raumfragen reagieren, eine hohe Raumauslastung gewährleisten sowie die
kulturelle Quartiersarbeit und das Profil des Bennohauses sinnvoll bereichern.
Dem AKO e.V. sollen die kapitalisierten Personalaufwendungen i.H. von 36.250 Euro zur Ver-
fügung gestellt werden, um ihn in die Lage zu versetzen, das aufgeführte Maßnahmenpaket
umzusetzen. Die Verwendung der Mittel ist zweckgebunden und mit dem Kulturamt abzustim-
men. Nach Evaluierung der anvisierten Maßnahmen soll den politischen Gremien eine Empfeh-
lung zum dauerhaften Umgang mit den kapitalisierten Mitteln vorgelegt werden, um diese vom
Rat der Stadt beschließen zu lassen.
In Vertretung
gez.
Cornelia Wilkens
Stadträtin
Anlagen:
Anlage A
Anlage 1: Zeitstrahl der Entwicklungsschritte am Bennohaus
Anlage A
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Anlage A zur V/0592/2023
Kurzüberblick
Der Zwischenbericht stellt die weitere positive Weiterentwicklung des Bennohauses zur „Plattform für Be-
gegnungen“ mit dem Profilkern „Media, Arts & Culture(s) anhand der Darstellung des Prozesses zur kultu-
rellen Profilschärfung mit den erreichten Meilensteinen sowie der Erläuterung von drei erfolgreich durchge-
führten Testprojekte n im Jahr 2023 vor. Er stellt auch die Perspektive und den Ausblick auf die Durchfüh-
rung eines anschließenden Maßnahmenpakets u.a. mit stadtteilbezogenen Kultur-Begegnungsformaten
und weiteren Testprojekten, die sowohl auf die Bedarfe des Stadtteils als auch der Gesamtstadt reagieren,
vor. Darüber hinaus skizziert er den Ansatz zum Ausbau der Kommunikations - und Bildungsmaßnahmen.
Er führt auch die Hintergründe für die Notwendigkeit der Durchführung einer inhaltlichen und räumlichen
Potenzialanalyse für die in Kürze leerwerdenden Räume des wegziehenden Rudervereins (Boots hallen im
Erdgeschoss und Lagerräume im Kellergeschoss ) aus. Diese sol l die bautechnische und –rechtliche Mach-
barkeit von Nachnutzungsmix-Szenarien (z.B. Kultur + Sport) aufzeigen. Diese wiederum sollen im Sinne
eines auf das „Profil“ einzahlenden Nachbarschaftsmanagements sowie unter Berücksichtigung gesamt-
städtischer Bedarfe entwickelt werden. Zentrale Aspekte bei der Nutzungskonzeption sollen deren Mehr-
wert für die Kultur -Quartiersarbeit des Bennohauses sowie die Ermöglichung einer hohen Raumauslas-
tungsquote sein. Dem Arbeitskreis Ost viertel e.V. (AKO e.V.) sollen für die Durchführung dieses Maßnah-
menpakets, zur weiteren Optimierung des Bennohauses, zweckgebunden Mittel in Höhe von 36.500 Euro
zur Verfügung gestellt. Die Verwendung der Mittel ist eng mit dem Kulturamt abzustimmen. Die Deckung
dieses Zuschusses erfolgt aus d en im Budget des Kulturamtes vorhandenen und kapitalisierten ehemaligen
Personalaufwendungen des Jahres 2023.
Ziele/Teilziele/Zielerreichung
Ziele: Mit der Nachhaltigkeitsstrategie 2030 hat sich Münster dazu verpflichtet, die 17 Globalen
Nachhaltigkeitsziele der UN vor Ort umzusetzen. Dazu gehört beispielsweise die Förderung
der gesellschaftlichen Teilhabe.
des achtsamen Umgangs mit materiellen und immateriellen Ressourcen.
der ganzheitlichen Bildungsgerechtigkeit.
der globalen Verantwortung und „Eine Welt“.
Teilziele: In Bezug auf die Stadtteilkulturarbeit werden dabei diese Teilziele verfolgt: Stärkung, Ausbau und
Weiterentwicklung der
kulturellen Daseinsvorsorge im Sozialraum.
gemeinwohlorientierten Kulturarbeit .
Vielfalt künstlerischer und kultureller Ausdrucksformen.
Begegnung, als Ausdruck von Demokratie und Toleranz.
gesamtgesellschaftlichen Teilhabe.
künstlerischen und kulturellen Selbstwirksamkeit.
„Visual- und Cultural-Literacy“ der Öffentlichkeit .
Zielerreichung durch:
Etablierung des Bennohauses zur „Plattform für Begegnungen“
mit dem Profil „Media, Arts & Culture(s)“ für den Stadtteil und die Stadt
Stärkung etablierter Stadtteilkulturformate
Durchführung von stadtteilbezogenen „Kultur-Community-Reihen“
Entwicklung des Hauses hin zu einem Ort auch mit offenen Begegnungsangeboten
Ausbau des Kooperationsnetzwerkes „Kulturschaffende und Kulturinstitutionen“
Ausbau des Kooperationsnetzwerkes „Media, Arts & Culture(s)-Expert:innen“
Ausbau des Kooperationsnetzwerkes „Bildungs-, und Sozialinstitutionen “
Ausbau des Kooperationsnetzwerkes „Kultur(en)-Vereine“
Entwicklung einer Raumvermietungsstrategie, die auf das Profil einzahlt
Durchführung von „Media, Arts & Culture(s)“-Barcamps, als Netzwerk- und Vertriebsinstrument
Umsetzung des Rechtes auf Beteiligung und Mitgestaltung u.a. von jungen Menschen
Nutzung des Sozialraums für Bildungs - und Projektanlässe
Kommunikationsarbeit als Form angewandter ästhetischer Medienbildung
Entwicklung von crossmedialen hybriden Sonderprojekten
Finanzierung
Produktgruppe: 0401 Kulturmanagement/Kulturförderung
Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja Nein
Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein
Im beschlossenen Haushaltsplan 2023 enthalten? x Ja Nein
*Die Deckung dieses Zuschusses erfolgt aus den im Budget des Kulturamtes vorhandenen und kapitalisier-
ten ehemaligen Personalaufwendungen.
Pflichtigkeitsgrad
Die Maßnahme/Leistung ist vollständig
pflichtig überwiegend
pflichtig überwiegend
freiwillig x vollständig
freiwillig
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
Die Integration interdisziplinären Wissens sowie die Berücksichtigung von Querschnittsthemen ist ein zent-
raler Faktor für die substanzielle Entwicklung einer „gemeinwohlorientierten Stadtteilkultur von, für und mit
allen“. Folgerichtig werden Aspekte der oben benannten Themenbereiche in der Konzeption von Formaten,
Veranstaltungen, Qualifizierungs - und Impulsmaßnahmen, Kulturprojekten bis hin zu Kommunikationsmaß-
nahmen bestmöglich mitgedacht.
Anlage 1_ Zeitstrahl der Entwicklungsschritte am Bennohaus
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Anlage 1: Zeitstrahl der Entwicklungsschritte am Bennohaus
2018
Verrentung des städtischen Geschäftsführers
Aktualisierung Vereinbarung zwischen der Stadt Münster und dem AKO e.V.
Regelung der Nachfolge der Geschäftsführung, ab 2018 Einstellung durch Trägerverein
Ehemalige Mittel für Personalaufwendungen werden kapitalisiert
AKO e.V. und Kulturamt stellen Notwendigkeit der Nutzungskonzeptüberprüfung heraus.
Wesentlicher Hintergrund und Maßgabe war dabei insbesondere auch, den in einem sehr
hohen Maße durch EU-Projekte und Drittmittel (quer-)finanzierten Betrieb des Hauses im
Sinne der Risikominderung für den Trägerverein AKO e.V. in einen langfristig soliden und
insgesamt „schlankeren“ Betrieb umzustellen.
AKO e.V. erhält jährlichen Personalkostenzuschuss für die Geschäftsführung
Die verbleibenden kapitalisierten Mittel i.H. von 36.250 Euro jährlich werden durch das
Kulturamt bewirtschaftet. Über ihre Verwendung entscheidet der Rat der Stadt Münster bis
zum Beschluss eines Gesamtkonzeptes (V/0900/2018).
2019
Ergebnisbericht des 2018 durch den AKO e.V. beauftragten „Instituts für
sozialraumorientierte Praxisforschung und -entwicklung e.V.“ zur externen Prozessberatung
(V/0974/2019). Es wurden drei Handlungsfelder herausgearbeitet, um damit die lokale und
stadtweite Ausstrahlung des Bennohauses zu unterstützen. Dabei geht es, um
1. die Schaffung einer hohen Aufenthaltsqualität im Haus.
2. die Verbesserung der baulichen Außenwirkung und Freiflächen um das Haus.
3. die Positionierung des Bennohauses als Plattform und Dienstleister für Menschen
des Stadtteils, für professionelle Kunstschaffende und Kulturschaffende und
für Kooperationspartner: innen
2020
AKO e.V. beginnt mit der sukzessiven Umsetzung der erarbeiteten ersten
Optimierungsschritte (1 und 2)
Aufgrund der Corona-Pandemie muss der Betrieb in großen Teilen „still stehen“
Verzögerung der weiteren Maßnahmen z.B. zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität
2021
Wechsel der Geschäftsführung
Wiederaufnahme des Kulturbetriebs nach „Corona“ und Realisierung weiterer Meilensteine-
hier vor allem Verbesserung der Aufenthaltsqualität, sukzessiver Abbau des
Personalschlüssels und der hohen Zahl der EU-Großprojekte
Reaktivierung des für den Betrieb notwendigen Kulturcafe´s (V/0496/2021)
2022
Fortführung Wiederaufnahme des Betriebs, Reaktivierung der Raumvermietungen
Einmalige Aufstockung der Betriebsmittel (V/0664/2022)
Jahresabschluss mit positiver Bilanz
Beschluss zur Weiterführung des Profilierungs- und Optimierungsprozesses (V/0664/2022)
Insbesondere geht es um das Handlungsfeld 3 (Plattformgedanke/Profil)
2023
Durchführung des Profilierungs- und Optimierungsprozesses mit dem Ergebnis, das
Bennohaus weiter zur „Plattform für Begegnungen“ mit dem Profil „Media, Arts & Culture(s)“
zu entwickeln.
2024
Nach Evaluierung des anschließenden Maßnahmenpakets wird das „endgültige“ Konzept
den politischen Gremien, mit einer daraus abgeleiteten Empfehlung zum dauerhaften
Umgang mit den kapitalisierten Mitteln aus ehemaligen Personalaufwendungen, vorgelegt,
um es vom Rat der Stadt beschließen zu lassen.
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0592/2023
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 07.11.2023
- Erstellt
- 29.09.2023 11:36