Mandari Insight

V/0592/2023

Bennohaus: Ergebnisbericht des Profilierungsprozesses und der Organisationsoptimierung sowie Mittelbereitstellung zur Durchführung eines weiterführenden Maßnahmenpaketes

Vorlagen 07.11.2023

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 13.12.2023, TOP 32

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

Anlage A

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1_ Zeitstrahl der Entwicklungsschritte am Bennohaus

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

28302 Zeichen

V/0592/2023 
V/0592/2023 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Bennohaus: Ergebnisbericht des Profilierungsprozesses und der Organisationsoptimierung sowie 
Mittelbereitstellung zur Durchführung eines weiterführenden Maßnahmenpaketes 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   23.11.2023 Kulturausschuss Vorberatung 
   12.12.2023 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
   13.12.2023 Hauptausschuss Vorberatung 
   13.12.2023 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung:  
 
1. Das Ergebnis des Profilierungsprozesses und die damit verbundene Organisationsoptimierung 
des Bennohauses werden zur Kenntnis genommen. Dies soll sukzessiv als kulturelle „Platt-
form für Begegnungen“ mit dem Profil „Media, Arts & Culture(s)“ entwickelt werden. 
 
2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass ein weiterführendes Maßnahmenpaket durchgeführt 
wird, das zur weiteren Stärkung der Kultur aus, für und mit den umliegenden Stadtteilen sowie 
zum Ausbau von Angeboten, die aus dem Profil abgeleitet werden, dient. 
 
3. Dem Arbeitskreis Ostviertel e.V. (AKO e.V.) werden dafür Mittel i. H. v. 36.250 Euro zur Verfü-
gung gestellt. Diese sollen zweckgebunden eingesetzt werden für  
 
a. die Stärkung etablierter Stadtteilkulturangebote  
b. den Ausbau von stadtteilbezogenen Kultur-Begegnungsreihen 
c. den Ausbau von Kommunikations- und Bildungsmaßnahmen  
d. die Optimierung der technischen Infrastruktur 
e. die Beauftragung einer Potenzialanalyse, die Nachnutzungsmix-Szenarien (z.B. Kultur 
+ Sport) der in Kürze leerstehenden Bootshallen und Lagerräume im Sinne eines auf 
das Profil einzahlenden Nachbarschaftsmanagements entwickelt und überprüft. 
 
4. Die Deckung dieser Zuschüsse erfolgt aus den im Budget des Kulturamtes vorhandenen und 
kapitalisierten ehemaligen Personalaufwendungen (V/0900/2018). 
 
 
Kulturamt 
 
15.11.2023 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Schw alm 
Telefon: 492-4110 
Schw alm@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0592/2023 
II. Finanzielle Auswirkungen:  
Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen stehen im Haushaltsplan 2023 wie folgt zur Ver-
fügung: 
Teilergebnisplan 
 
 Nr. Bezeichnung Haush. 
-jahr 
Betrag 
€ 
 
Produktgruppe 0401 Kulturmanagement/Kulturförderung    
Zeile 15 Transferaufwendungen 2023 36.250 €  
      
 
Begründung: 
 
Einleitung: 
 
Am 14.12.2022 hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, dass das Bennohaus seinen Prozess zur 
kulturellen Profilschärfung fortführt. Dessen Ausgangspunkt war die Weiterentwicklung der langjähri-
gen Expertise sowohl in der interkulturellen und inklusiven Stadtteilkulturarbeit als auch in der interna-
tional ausgerichteten Medien- und Projektarbeit. Für die Durchführung der internen und externen Pro-
zessmoderation sowie für die anteilige Beteiligung an drei Testprojekten als auch für das geplante 
Kommunikationsformat Barcamp wurden dem Arbeitskreis Ostviertel e.V. Mittel in der Höhe von 
36.250 Euro zur Verfügung gestellt (V/0664/2022). Das Ziel des Optimierungsprozesses war es, ein 
zukunftsfähiges (inhaltliches, programmatisches, organisatorisches und wirtschaftliches) Gesamtkon-
zept mit Schwerpunkten und Alleinstellungsmerkmalen abzuleiten. 
 
„Kulturelle Begegnungen, künstlerische Kreativität und konstruktive Auseinandersetzung mit unter-
schiedlichen Positionen und Wertvorstellungen sind notwendiger denn je, um in einer Welt der Um-
brüche und Unsicherheiten gemeinsame Antworten auf globale Herausforderungen zu finden.“ Dieser 
Satz des Goethe-Institutes wurde für das Bennohaus zum Leitgedanken im Profilierungsprozess. 
 
Das Bennohaus konnte sich durch den intensiven Kommunikations- und Analyseprozess und die be-
reits laufenden Optimierungsmaßnahmen erneut deutlich weiterentwickeln. Als Ergebnis wurde erar-
beitet, das Bennohaus als kulturelle „Plattform für Begegnungen“ mit dem Alleinstellungsmerkmal 
„Media, Arts & Culture(s)“ zu profilieren. Das Entwicklungsziel ist, etablierte Angebote für, aus und mit 
den umliegenden Stadtteilen als Anknüpfungspunkte zur Stärkung und Weiterentwicklung zu nutzen, 
um die Sichtbarkeit und Wirksamkeit im umliegenden Sozialraum auszubauen. In Wechselwirkung 
dazu soll das langjährige Knowhow des Hauses in Bezug auf die Medienunterstützung  für Kulturak-
teur:innen aus Münster sowie die Expertise des Teams für Kulturveranstaltungsorganisation und -
management als auch sein Erfahrungswissen zur Beantragung und kooperativen Realisierung „gloka-
ler“ Begegnungsprojekte genutzt werden, um das räumliche Potenzial des Hauses als Abspiel-, Dis-
kurs-, Festival-, Experimentier- und Fortbildungsort für Projekte auszuschöpfen, die aus den Schnitt-
stellen der Medien-, Kunst und Kultur(en) -Arbeit heraus entwickelt werden. Dieser Ansatz soll durch 
ein Maßnahmenpaket ausgebaut werden. 
 
Aufbau des Berichtes 
 
Der Prozess: Der erste Teil des Berichtes beschreibt den Prozess (Ausgangsthese, Prozessdesign, 
Meilensteine der internen und externen Kommunikation, drei erfolgreich durchgeführte Testprojekte, 
weiteren Schritte zur Optimierung der Fördermittelpraxis). 
Das Ergebnis: Der zweite Teil des Berichtes beschreibt das erarbeitete Zukunftsbild (Profil, Selbst-
verständnis, Organisations- und Programmarchitektur, Zielgruppen- und Netzwerkmanagement etc.). 
Der Ausblick: Der dritte Teil des Berichtes erläutert ein an das Ergebnis anknüpfendes Maßnahmen-
paket, das zur Stärkung des Stadtteilkulturortes und zur weiteren Ausstrahlung in die Gesamtstadt 
dient.

- 3 - 
V/0592/2023 
TEIL 1:  DER PROFILIERUNGS- UND OPTIMIERUNGSPROZESS 
 
1.1. Ausgangsthese 
 
„Münster verfügt über eine vielfältige Kulturlandschaft. Was jedoch fehlt, ist ein öffentlicher, zentraler 
und physischer Ort, der das weite Spektrum der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Digitali-
sierung der Gesellschaft sichtbar macht, und de r deutlich über medientechnische Vermittlung und 
Unterstützung hinausgeht. Es fehlt in diesem Zusammenhang ein Ort der Präsentation und des Dis-
kurses über die in den künstlerischen Projekten verarbeiteten Lebensrealitäten, Kulturen, Geschich-
ten, Erfahrungen, Ästhetik und Sprachen.“ (V/0664/2022) 
 
1.2. Herausforderungen, Prozessdesign, Steuerungsgruppe 
 
Der Profilierungsprozess wurde bzw. wird im laufenden Betrieb durchgeführt, in dem das Bennohaus 
zahlreiche Veranstaltungen, Angebote, Sonderprojekte durchfü hrt. Zudem ist es Servicegeber für 
Raumvermietungen oder unterstützt Vereine, Initiativen bei ihrer Mediensichtbarkeit. Integrales Ele-
ment und Aufgabenfeld ist die Ausbildung von Mediengestalter:innen in Bild und To n sowie die Be-
treuung von jungen Erwachsenen, die ein Bundesfreiwilligenjahr im Bennohaus absolvieren. Die tiefe-
re Auseinandersetzung mit der Breite des Angebotsportfolios sowie den Wechselwirkungen der Ge-
schäftsfelder in der gewachsenen Organisationsarchitektur hat als ein Ergebnis gezeigt, dass es eine 
Fokussierung und einen Orientierungsrahmen braucht, der sowohl bei der Außen- und Innenkommu-
nikation hilft. Dieser stellt eine wichtige Grundlage für den achtsamen Umgang mit den personellen 
und finanziellen Ressourcen dar und zahlt auf eine verlässliche Angebots- und Mitwirkungsstruktur für 
die aktuelle und potentiell erweiterte Besucherschaft ein. Vor diesem Hintergrund wurde ein Prozess-
design entwickelt, das parallel einerseits die Inhalte, Angebote und Interessensgruppen und anderer-
seits die Or ganisations- Team- und Finanzierungsstruktur analysiert. Ziel war es, Stärken, Erfah-
rungswissen und Kompetenzen und gleichzeitig Wissensbedarfe und organisatorische Optimierungs-
punkte zu identifizieren. Flankierend dazu wurde bzw. wird eine lokale und gesamtstädtische Umfeld-
analyse durchgeführt. Daraus wird aktuell sukzessiv ein möglichst passgenaues und zukunftsfähiges, 
ausbaubares Konzept für die Stadt(teil)bewohnerschaft entwickelt. Zur Moderation des Prozesses 
wurden Anke von Heyl, die Expertin für Bera tungen von Kultureinrichtungen in Bezug auf Digitalisie-
rungsprozesse ist sowie Stephanie Frenzer der Münsteraner Agentur Move, die langjährige Erfahrun-
gen in der Team- und Organisationsentwicklung mitbringt, beauftragt. Der gesamte Prozess, der be-
reits in der Anfangsphase auf Testprojekte setzte, wird durch Daniela Elsner, Geschäftsführerin des 
Bennohauses, Frauke Schnell, Leiterin des Kulturamtes Münster, Heike Schwalm, Stadtteilkulturma-
nagerin im Kulturamt Münster, und den beiden Moderatorinnen gesteuert. Der Vorstand des Träger-
vereins AKO e.V. wird dabei kontinuierlich informiert und einbezogen. 
 
1.3. Drei erfolgreiche Testprojekte wurden im Jahr 2023 als Reallabor durchgeführt 
Flankierend zu den Kommunikations - und Analysemaßnahmen wurden bewusst bereits  drei Platt-
form-Testprojekte erfolgreich durchgeführt, die an den Schnittstellen zwischen Digitalität, Kunst, Kul-
tur und Internationalität ansetzten, um aus der Praxis heraus wichtige Erkenntnisse für den Aufbau 
der „Plattform für Begegnungen“ ableiten zu können. Alle drei Projekte haben gezeigt, dass die durch-
führenden Kulturschaffenden das Haus als Produktions- und Präsentationsort sowie das dahinterlie-
gende Unterstützungsmanagement des Bennohaus als sehr gewinnbringend auch für ihre künstleri-
sche Weiterentwicklung einschätzen – da hier die Zusammenarbeit in Schnittmengen möglich war. 
Testprojekt 1: Mit dem „Live Performers Meeting“ hat das Bennohau s ein internationales Video-, 
Kunst-und Kulturfestival ausgerichtet. Das viertägige Event im April 2023 machte das gesamte Haus 
und Umfeld zu einer großen Medienwerkstatt. Es bot die Gelegenheit zum Dialog und Austausch und 
förderte dabei die Forschung und Begegnung zwischen diversen künstlerischen Ausdrucksformen im 
Bereich der audiovisuellen und darstellenden K unst sowie die Interaktion und das Experimentieren 
mit mehreren Techniken und digitalen Technologien zwischen Analog, Soft- und Hardware. Mehr als 
300 Künstler: innen aus 40 Ländern (AV -Künstler:innen, Designer:innen,  VJ´s, Newcomer -
Enthusiast:innen, Fachleute) präsentierten einem lokalen und überregionalen Publikum experimentel-
le audiovisuelle Performances, Architektur -Mapping-Shows. Zeitgleich luden sie zu offenen Work-
shops und Vorträgen ein.

- 4 - 
V/0592/2023 
Testprojekt 2: Die Frühjahrs-Ausstellung „Eternal Ephemeral – Auf ewig vergänglich“ des Münstera-
ner Medienkünstlers Yochanan Rauert machte eine Serie farbiger Video-Drucke abstrakt arrangierter 
Fernsehbilder einem breiten Publikum zugänglich. Die Serie beschäftigte sich mit der Gestaltung be-
wegter Fernsehgrafik und dem Festhalten von Video-Einzelbildern mittels vollfarbigem Video-Druck. 
Testprojekt 3: Das einwöchige Kunst- und Wissenschaftscamp „Art, Action, Science“ zum Thema „Die 
dystopischen 20er – das Propagandajahrzehnt – gestern wie heute“ lud im Sommer 2023 deutsche 
Künstler: innen ein, gemeinsam mit europäischen Bewohner:innen und Studenten: innen in den Dia-
log zu treten. Ziel war es, durch den partizipativen und interdisziplinären Ansatz, neue Erkenntnisse 
und kreative Strategien im Umgang mit Propagandaphänomenen zu gewinnen. Die Ergebnisse wur-
den am Ende des Projektes öffentlich im Haus und digital (hybrid) präsentiert.  
1.4. Interner Kommunikationsprozess 
Die beiden Moderatorinnen haben in ihren Arbeitsschwerpunkten einzelne Team-Workshops durch-
geführt. Insgesamt untersucht wurden folgende Themen: Selbstverständnis, Werte, Haltung, Mission, 
Angebotsstruktur, Medienarbeit, Internationale Arbeit, Innenbild und Außenbild, Interessensgruppen, 
Raumvermietungsstruktur, Bedarfe, Service, Projekte und lokale Verankerung, Strategie, Netzwerke 
und Kooperationspartnerschaften, lokaler und gesamtstädtischer Raumdruck für Kulturarbeit, Schnitt-
stellenkommunikation, Nachbarschaften, Ressourcen, finanzielle Struktur, Jahresraster, Fördermittel-
projektstrategie, Herausforderungen, Technik, Teamstruktur, Rollen, Aufgabenfelder, Ausbildungs-
konzept, Motivation, Kommunikationsarbeit, Projektevaluationen, Öffentlichkeitsarbeit etc. 
1.5. Externer Kommunikationsprozess  
Stufe 1, Interviewserie: Das Bennohaus hat Blitzlichtinterviews mit seinen Gästen sowie mit der Be-
wohner:innen der umliegenden Stadtteile geführt. Ergänzend hat es sich ausgetauscht mit lokalen 
Kultur- und Bildungspartner:innen. Die Steuerungsgruppe hat zudem mit dem Team eine Interviewse-
rie für lokale Institutionen entwickelt, die in den Bereichen Medien, Kunst, Kultur, Ästhetik, Bildung, 
Wissenschaft, Lokale und Globale Arbeit, Ethnologie, Stadtgeschichte, Journalismus, Kreativwirt-
schaft, Ehrenamt arbeiten. Ziel war bzw. ist es,  vor dem Hintergrund der Genese des Bennohauses, 
gemeinsame Schnittstellen sowie Nischen in der Kulturlandschaft bzw. in der kulturellen Bildungs-
landschaft Münsters als auch Bedarfe hinsichtlich des Gedankens einer „Plattform der Begegnungen“ 
zu identifizieren.  
Stufe 2, Geplantes Barcamp: Es wird ein Barcamp „Media, Arts & Culture(s)“ im Bennohaus stattfin-
den, dass u.a. die Institutionen und Akteur: innen einlädt, die Teil des aufgeführten Interviewprozes-
ses waren. Das Bennohaus gibt diesen damit eine „Pla ttform der Begegnung“, zur Vernetzung und 
zum Austausch, um gemeinsame Schnittstellen zu finden. Der Bedarf eines solchen Kommunikati-
onsformates ist ein zentrales Ergebnis der geführten ersten Stufe der externen Kommunikation. Das 
Zusammentreffen der Akteursgruppen bietet für das Bennohaus die Chance, seinen eingeschlagenen 
Weg vorzustellen und zukünftige Wegbegleiter: innen zu erschließen. 
1.6. Die Optimierung internationaler Projekte und der Fördermittelpraxis 
Das hohe Maß an nicht lokal verankerten EU -Projekten wurde seit 2019 sukzessiv abgebaut. Das 
herausgearbeitete Profil bietet nun die Chance der inhaltlichen Fokussierung und eröffnet zahlreiche 
lokale, städtische und europäische Kooperationsmöglichkeiten, die das Bennohaus-Kulturprogramm 
bereichern. Teilgenommen wurde zum Beispiel an der Ausschreibung des Programms „Diversität und 
Internationales“ des NRW -Kultursekretariats. Im Herbst 2023 wurde beim Programm „Erasmus+ 
Schule“ ein Akkreditierungsantrag gestellt, um in Zukunft gezielter Projektvorhaben mit lokalen Schu-
len wie z.B. mit der benachbarten Mathilde -Anneke-Gesamtschule durchzuführen. Darüber hinaus 
wird aktuell an einem Antrag für das Programm „Kreatives Europa - Aktionsbereich Kultur” gearbeitet. 
Außerdem hat das Bennohaus im Herbst 2023 zwei weitere EU-Projekte mit zahlreichen internationa-
len Partner:innen beantragt, die auf das geschärfte Profil und den Grundgedanken „Begegnung und 
Austausch schaffen“, einzahlen.

- 5 - 
V/0592/2023 
TEIL 2:  DIE ERGEBNISSE DES PROFILIERUNGS- UND OPTIMIERUNGSPROZESSES 
 
2.1. Ergebnis: Kulturelles Profil, Inhalte, Selbstverständnis 
Plattform für Begegnungen: Durch die vertieften Erkenntnissen zu den Bedürfnissen der Menschen 
aus den umliegenden Stadtteilen kann das Bennohaus seine erkannten Stärken und Potenziale nut-
zen, um niederschwellige, interdisziplinäre, innovative und gleichzeitig kulturell hochwertige koopera-
tiv entwickelte Angebote für die Bewohner:innen zu entwickeln. Es strebt weiter danach, einen Mög-
lichkeitsraum für vielfältige Begegnungen zu schaffen, sei es auf lokaler, städtischer oder globaler 
Ebene. Diese Begegnungen sollen zwischen Menschen allen Alters, aller kultureller sowie sozialer 
Hintergründe und Fähigkeiten stattfinden. Diese schafft es weiterhin mit analogen, digitalen oder hyb-
riden künstlerischen und kulturellen Formaten und Angeboten, die durch die Plattform-Nutzer: innen 
am und mi t dem Bennohaus entwickelt werden. Dieser Konzeptansatz soll auch dafür genutzt wer-
den, dass die Begegnung zwischen verschiedenen Spielarten von Medien (Digitale Welt, Film, Foto, 
Video) oder deren Kombination mit anderen künstlerischen Ausdrucksformen, wie beispielsweise mit 
Musik, weiter ermöglicht wird.  
 
Profil „Media, Arts & Culture(s)“: Die unter 1.1. ausgeführte Vorannahme würde bestätigt. Folgerichtig 
möchte das Bennohaus diese Nische weiter füllen und seine Kulturangebote aus den Schnittstellen 
der Medien, Kunst und Kultur(en) heraus entwickeln. Das sollen zunehmend Workshops, Kurse, offe-
ne Thementreffen, Vorträge, Netzwerktreffen, Fortbildungen, Festivals, Serviceleistungen oder Prä-
sentations- und Partizipationsformate sein.  
 
2.2. Ergebnis: Organisationsarchitektur mit Fundament, drei Säulen und Dach 
Stadtteil-Kultur-Bedürfnisse als „Fundament und Dach“   
Die etablierten Angebote (beispielsweise der Stadtteilchor oder die Tanz- und Sprachkurse) oder die 
stadtteilbezogenen Angebote des Café-Yolk, wie die Stadtteil-Disco oder Vorträge über die Geschich-
ten der umliegenden Viertel, machen bereits heute das Bennohaus zu einem lebendigen Kulturort. 
Angedacht ist die Akteur:innen bei verschiedenen Konzeptfragen zu unterstützen, das kann bei der 
Erstellung eines digitalen Bühnenbildes sein oder bei der Ermöglichung von hybriden Formaten, so 
dass z.B. ein Chorabend auch in Stadtteil-Einrichtungen für Senior:innen zu rezipieren ist. Im Prozess 
wurde erkannt, dass die Sichtbarkeit des Bennohausprogramms im Sozialraum optimiert werden soll-
te. Daher baut das Bennohaus seine Aktivierungsarbeit aus, um in Kooperation mit Kulturschaffen-
den/-institutionen teilhabe- bzw. begegnungsorientierte Kultur-Formate zu entwickeln.  
 
Kultur-Produktion und –Rezeption von Kulturschaffenden und freiwillig Engagierten als „Säule 1“ 
Das Bennohaus hat durch seine offenen Bühnenformate (offene Chorbühne, Kultur am Kanal, Late-
Night-Bennoshow) viele Erfahrungen im crossmedialen Arbeiten gesammelt. Ziel ist es daher, den 
Bennohaussaal in Zukunft durch ergänzende Kooperationsformate verstärkt kulturell aufzuladen. Das 
können bzw. sollen z.B. sein: Stadtteil -Kinoabende, Kultur(en)-Portraits, hybride “Young- Talent –
Events“ (z.B. lokale und europäische Schulbands vernetzen sich, junge Filmer:innen präsentieren ihre 
Kurzfilme o.ä.) oder Sonderprojekte aus den Bereichen (Foto, Film, Medien, Ethnologie etc.). Ziel ist 
es nun, auch durch Unterstützung des Kulturamtes, sukzessiv mit dem Netzwerk der Kulturschaffen-
den in den Austausch zu kommen. Dabei setzt sich das Team dafür ein, dass auch Formate aus den 
Lebenswelten der Stadtteilbewohnerschaft(en) heraus entwickelt werden bzw. diese sie auch rezipie-
ren können.

- 6 - 
V/0592/2023 
Generationsübergreifende Kulturelle (Weiter-)Bildung und Service für Kulturvereine als „Säule 2“ 
Die Angebote der Kulturellen (Weiter)Bildung und der Services sollen sich zukünftig am geschärften 
Profil orientieren. Das Team arbeitet schrittweise auch daran, dass Bennohaus zu einem offenen Ort 
zu entwickeln, in dem z.B. die im Umfeld wohnenden Studierenden dort einen Platz für ihre Lernwan-
derungen finden. In diesem Zusammenhang wird auch mit der benachbarten Mathilde-Anneke-Schule 
daran gearbeitet, im partizipativen Prozess, die Galerieetage des Cafés mit einfachen Mitteln atmo-
sphärisch so zu entwickeln, dass Jugendliche nach Schulschluss dort einen Ort für sich finden. Bei 
diesen Entwicklungsschritten greift das Team u.a. auf seine langjährige Expertise der offenen Digital-
Sprechstunden z.B. für Senior:innen, in denen sie Hilfe z.B. bei der Tablet-Nutzung erhalten, zurück. 
Raumvergabe bzw. Raumnutzung für Austausch-, Netzwerk- oder Fortbildungsarbeit als „Säule 3“ 
Sowohl die Erfahrungswerte des Bennohauses im Alltagsgeschäft als auch die Erkenntnisse aus den 
geführten Interviews untermauern, dass der Kulturraumbedarf extrem gestiegen ist. Gebraucht wer-
den Räume für Informationsveranstaltungen, Netzwerktreffen aller Art, Vereinssitzungen, Workshops, 
Kurse für Ausbildungs - oder Fortbildungszwecke sowie für Projekt - oder Arbeitstreffen von Kultur-
schaffenden. Ziel ist es, die Raumvergabe und -vermietung sukzessiv auch aus dem kulturellen Profil 
des Hauses heraus zu entwickeln. Daher wird aktuell daran gearbeitet, mit interessierten Kultur -
Kooperationspartner: innen Rahmenve rträge zu erarbeiten. Gleichzeitig wird ein Vertriebskonzept 
entwickelt, um die Räume besonders an Unternehmen oder Bildungsinstitutionen zu vermieten, die 
diese für auf das Profil einzahlende Netzwerk- oder Bildungsarbeit nutzen.  Das könnten zum Beispiel 
in Kooperation mit dem Digitallabor Münster Fortbildungen für Lehrende zur ästhetischen Medienbil-
dung sein. Als ein Vertriebs - und Netzwerkinstrument soll ein regelmäßiges Barcamp etabliert wer-
den, das allen Akteur:innen, die an den Schnittstellen der Med ienarbeit, der Kunst und (Inter)Kultur 
arbeiten, eine Austausch- und Begegnungsplattform zum Ausloten gemeinsamer Synergien eröffnet. 
Da das Raumvermietungskonzept auch eine wichtige Facette der Refinanzierung ist, wird an der Er-
stellung einer Entgeltordnung gearbeitet, die sich an der Systematik umliegender Kulturorte sowie der 
Bürgerhäuser „Kap.8“ und „Meerwiese“ orientiert. 
 
2.3. Ergebnis: Jahresorganisationsraster und Finanzierungsmix 
Aktuell wird ein Jahresorganisationsraster als wichtiges Element des personellen Ressourcenmana-
gements erstellt. Ziel ist es, vor allem Rituale aufzubauen, die beim Ausbau des Stadtteil -Publikums 
und der Vereinfachung von Vor-Ort-Abläufen helfen. In die „Jahresdramaturgie“ werden gezielt (etab-
lierte und neue) High-Light-Veranstaltungen (z.B. Barcamps, Kultur am Kanal, Festivals) geplant. Die 
geplanten Angebote und Projekte werden aus den zur Verfügung stehenden Mitteln der Weiterbil-
dung, den erzielten Kursgebühren, den erzielten Überschüssen aus der Raumvermietung sowie aus 
akquirierten Fördermitteln finanziert.  
 
2.4. Ergebnis: Zielgruppen, Kooperations- und Netzwerkmanagement 
Um das Haus entlang seines Profils und seines Selbstverständnisses mit Leben zu füllen, werden 
aktuell gezielt Kooperationen aufgebaut. Als „Plattform  für Begegnungen“ kann das Bennohaus so 
gezielt „Wissen“ aus der Stadt ins Haus holen oder durch Kooperationsformate „Neues“ schaffen. Ziel 
ist es, dass die Angebote bedarfsorientiert entwickelt werden und diese einen Mehrwert für die Stadt-
eilkultur haben. Dafür wird insbesondere aktuell auch daran gearbeitet, lokale Bildungspartnerschaf-
ten oder lokale Kooperationen mit Sozialeinrichtungen zu knüpfen.  Auf diese Weise sollen Schü-
ler:innen, Auszubildende, Studierende, Lehrende, freiwillig Engagierte oder Seni or:innen etc. ins 
Haus eingeladen werden. Die Mathilde-Anneke-Gesamtschule wurde bereits als Bildungspartner ge-
wonnen. Parallel wird die Kooperationsarbeit zu Vertreter:innen geführt, die die Interessen von ver-
schiedenen Kulturen vertreten. Hier knüpft das Team an seine vorhandenen Verbindungen zum Va-
mos e.V., Arbeitskreis International, Integrationsrat, Move and Meet e.V. sowie zur Gesellschaft für 
bedrohte Völker an.

- 7 - 
V/0592/2023 
TEIL 3: AUSBLICK WEITERFÜHRENDES MASSNAHMENPAKET 
 
Stärkung etablierter Stadtteilkulturangebote & Aufbau von Kultur -Community-Reihen: Aktuell 
wird an der weiteren Stärkung und Sichtbarkeit des Programms gearbeitet, dazu gehört auch begeg-
nungs- und teilhabeorientierte Mikro-Testprojekte (z.B. Stadtteil-Community-Dinner, -Tanz, -Film, -
Musik-Abende) anzubieten. Angedacht sind u.a. auch Projektwerkstätten, die insbesondere darauf 
zielen Formate mit freiwillig Engagierten zu konzipieren, die auf das Ziel „für, mit und vom Stadtteil“ 
einzahlen. 
 
Ausbau digitaler Se rvice für freiwill ig Engagierte: Das Team möchte Vereine u.a. weiter darin 
unterstützen, ihnen Werkzeuge zu vermitteln, wie ihre Kultur(en)-Arbeit im Stadtteil sichtbar wird, da 
die Nutzung u.a. von digitalen Medienkanälen ein wichtiger Faktor ist, um in diesem wahrgenommen 
zu werden. 
 
Anschaffung einer Groß -Leinwand, Projektionstechnik: Um beispielweise Formate wie Vjing -
Abende (Musik + Projektionen) oder Chor -, Theater - und Tanzauftritte mit digitalem Bühnenbild 
durchführen zu können, soll der Saal in seiner technischen Infrastruktur optimiert werden. 
Durchführung eines Barcamps „Media, Arts & Culture(s)“ – wie ausgeführt unter 1.5. 
Schüler:innen- Umfrage, Mitgestaltung und Aktivierung: Der Analyseprozess hat auch untermau-
ert, dass gesamtstädtisch Angebote der künstlerisc hen, kulturellen und journalistischen Medienbil-
dung für, von und mit jungen Menschen fehlen. Am Bennohaus sollen verknüpfende Vermittlungsan-
sätze durch kluges Kooperationsmanagement entwickelt werden. In einer anvisierten Kooperation mit 
dem Digitallabor Münster soll das Wissen und Nicht-Wissen von jungen Menschen zur Auseinander-
setzung mit digitalen Bild-, Informations- und Kommunikations- und Kulturwelten durch eine Online-
Umfrage an den weiterführenden Schulen Münsters ermitteln werden. Die Ergebnisse so llen zeit-
gleich dazu dienen, gute Anknüpfungspunkte zu identifizieren, um substantiell abgeleitete weitere 
Förderanträge z.B. bei EU-Creative Desk zu stellen. Das Bennohaus zielt u.a. darauf mit einer För-
der- und Fundraising-Strategie ein „Media, Arts & Cu lture(s)-Youth-Camp“ für die Schülerschaft 
Münsters in Zusammenarbeit mit seinem anvisierten Kooperationspartner:innen-Netzwerk zu entwi-
ckeln und zu realisieren. 
Kommunikationsstrategie als Ansatz angewandter ästhetischer Medienbildung: Das Profil „Me-
dia, Arts & Culture(s)" bietet die Chance der Entwicklung einer Kommunikationsstrategie, die „Peer -
to-Peer-Kommunikation“ als Ansatz angewandter ästhetischer Medienbildung nutzt. Beispielsweise 
können Auszubildende und Bundesfreiwilligendienstleistende die Soci al-Media-Kanäle des Benno-
hauses aktiv bespielen oder Jugendliche können einen Tik-Tok-Kanal aufbauen. Hierzu wird ein Men-
tor:innen-Programm entwickelt. Zusätzlich dazu ist der Ausbau bzw. die Anpassung des Corporate 
Designs bzw. Corporate Images (Logo, Text, digitale und analoge Präsenz) notwendig, um ein vielfäl-
tiges Stadt(teil)-Publikum zu erreichen. Diese Aufgaben eignen sich gut für Ansätze der angewandten 
ästhetischen Medienbildung, was bedeutet, dass beispielsweise eine Zusammenarbeit mit der „Müns-
ter School of Design“ in Betracht gezogen werden kann. Gleichzeitig stellt dies eine Gelegenheit zur 
Schaffung eines Begegnungsanlasses dar, der Studierende mit dem Haus in Verbindung bringt. 
Potenzialanalyse und Machbarkeitsstudie (u.a. Bootshallen): Der Profilierungsprozess und seine 
Analysen zu verschieden Aspekten haben auch hervorgehoben, dass es einen speziellen Bedarf 
nach offenen Medien-Projekt-Räumen gibt. Nach Feststellung des Profils und der anvisierten Ange-
bote braucht es nun den architektonischen Blick, der aktuelle Raumnutzungsschwerpunkte und ihre 
Auslastungsquoten sowie ihre Atmosphäre untersucht. Des Weiteren wurde festgestellt, dass der 
Außenraum des Hauses großes Potenzial für temporäre Aktionen hat und die Bennohaus-Fassaden 
unkompliziert für Medienprojektionen genutzt werden können. Im Zuge des Prozesses wurde zudem 
der gesamtstädtisch hohe Raumdruck für professionelles und zivilgesellschaftliches Arbeiten in der 
Kunst- und Kultur sehr deutlich, einerseits durch die Rückmeldungen der Intervi ewpartner:innen als 
auch durch das Bennohaus selbst. Die nach Umzug des Rudervereins in Kürze leerstehenden Boots-
hallen im Erdgeschoss und Lagerflächen im Untergeschoss sollen daher auf ihr Potenzial für kulturel-
le Nutzungen (u.a. durch ein Bausubstanz -Monitoring sowie der Prüfung baurechtlicher Rahmenbe-

- 8 - 
V/0592/2023 
dingungen) untersucht werden. Um dies zu erreichen, ist eine Machbarkeitsstudie mit unterschiedli-
chen Nachnutzungsmix-Szenarien (z.B. Kultur und Sport) notwendig. Diese Szenarien sollen auf 
dringende städtische Raumfragen reagieren, eine hohe Raumauslastung gewährleisten sowie die 
kulturelle Quartiersarbeit und das Profil des Bennohauses sinnvoll bereichern. 
Dem AKO e.V. sollen die kapitalisierten Personalaufwendungen i.H. von 36.250 Euro zur Ver-
fügung gestellt werden, um ihn in die Lage zu versetzen, das aufgeführte Maßnahmenpaket 
umzusetzen. Die Verwendung der Mittel ist zweckgebunden und mit dem Kulturamt abzustim-
men. Nach Evaluierung der anvisierten Maßnahmen soll den politischen Gremien eine Empfeh-
lung zum dauerhaften Umgang mit den kapitalisierten Mitteln vorgelegt werden, um diese vom 
Rat der Stadt beschließen zu lassen.  
 
 
In Vertretung 
 
gez. 
Cornelia Wilkens 
Stadträtin 
 
Anlagen: 
Anlage A 
Anlage 1: Zeitstrahl der Entwicklungsschritte am Bennohaus

Anlage A

5069 Zeichen

Anlage A zur V/0592/2023 
Kurzüberblick 
Der Zwischenbericht stellt die weitere positive Weiterentwicklung des Bennohauses zur „Plattform für Be-
gegnungen“ mit dem Profilkern „Media, Arts & Culture(s) anhand der Darstellung des Prozesses zur kultu-
rellen Profilschärfung mit den erreichten Meilensteinen sowie der Erläuterung von drei erfolgreich durchge-
führten Testprojekte n im Jahr 2023 vor. Er stellt auch die Perspektive und den Ausblick auf die Durchfüh-
rung eines anschließenden Maßnahmenpakets  u.a. mit stadtteilbezogenen Kultur-Begegnungsformaten 
und weiteren Testprojekten, die sowohl auf die Bedarfe des Stadtteils als auch der Gesamtstadt reagieren, 
vor. Darüber hinaus skizziert er den Ansatz zum Ausbau der Kommunikations - und Bildungsmaßnahmen.  
Er führt auch die Hintergründe für die Notwendigkeit der Durchführung einer inhaltlichen und räumlichen 
Potenzialanalyse für die in Kürze leerwerdenden Räume des wegziehenden Rudervereins (Boots hallen im 
Erdgeschoss und Lagerräume im Kellergeschoss ) aus. Diese sol l die bautechnische und –rechtliche Mach-
barkeit von Nachnutzungsmix-Szenarien (z.B. Kultur + Sport) aufzeigen. Diese wiederum sollen im Sinne 
eines auf das „Profil“ einzahlenden Nachbarschaftsmanagements sowie unter Berücksichtigung gesamt-
städtischer Bedarfe entwickelt werden. Zentrale Aspekte bei der Nutzungskonzeption sollen deren Mehr-
wert für die Kultur -Quartiersarbeit des Bennohauses sowie die Ermöglichung einer hohen Raumauslas-
tungsquote sein. Dem Arbeitskreis Ost viertel e.V. (AKO e.V.) sollen für die Durchführung dieses Maßnah-
menpakets, zur weiteren Optimierung des Bennohauses, zweckgebunden  Mittel in Höhe von 36.500 Euro 
zur Verfügung gestellt. Die Verwendung der Mittel ist eng mit dem Kulturamt abzustimmen. Die Deckung 
dieses Zuschusses erfolgt aus d en im Budget des Kulturamtes vorhandenen und kapitalisierten ehemaligen 
Personalaufwendungen des Jahres 2023. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Ziele: Mit der Nachhaltigkeitsstrategie 2030 hat sich Münster dazu verpflichtet, die 17 Globalen  
Nachhaltigkeitsziele der UN vor Ort umzusetzen. Dazu gehört beispielsweise die Förderung  
 der gesellschaftlichen Teilhabe.  
 des achtsamen Umgangs mit materiellen und immateriellen Ressourcen.  
 der ganzheitlichen Bildungsgerechtigkeit.  
 der globalen Verantwortung und „Eine Welt“.  
 
Teilziele: In Bezug auf die Stadtteilkulturarbeit werden dabei diese Teilziele verfolgt: Stärkung, Ausbau und 
Weiterentwicklung der  
 kulturellen Daseinsvorsorge im Sozialraum. 
 gemeinwohlorientierten Kulturarbeit . 
 Vielfalt künstlerischer und kultureller Ausdrucksformen.  
 Begegnung, als Ausdruck von Demokratie und Toleranz.  
 gesamtgesellschaftlichen Teilhabe.  
 künstlerischen und kulturellen Selbstwirksamkeit.  
 „Visual- und Cultural-Literacy“ der Öffentlichkeit . 
 
Zielerreichung durch: 
 Etablierung des Bennohauses zur „Plattform für Begegnungen“  
mit dem Profil „Media, Arts & Culture(s)“ für den Stadtteil und die Stadt  
 Stärkung etablierter Stadtteilkulturformate  
 Durchführung von stadtteilbezogenen „Kultur-Community-Reihen“ 
 Entwicklung des Hauses hin zu einem Ort  auch mit offenen Begegnungsangeboten 
 Ausbau des Kooperationsnetzwerkes „Kulturschaffende und Kulturinstitutionen“  
 Ausbau des Kooperationsnetzwerkes „Media, Arts & Culture(s)-Expert:innen“ 
 Ausbau des Kooperationsnetzwerkes „Bildungs-, und Sozialinstitutionen “ 
 Ausbau des Kooperationsnetzwerkes „Kultur(en)-Vereine“ 
 Entwicklung einer Raumvermietungsstrategie, die auf das Profil einzahlt  
 Durchführung von „Media, Arts & Culture(s)“-Barcamps, als Netzwerk- und Vertriebsinstrument 
 Umsetzung des Rechtes auf Beteiligung und Mitgestaltung u.a. von jungen Menschen 
 Nutzung des Sozialraums für Bildungs - und Projektanlässe  
 Kommunikationsarbeit als Form angewandter ästhetischer Medienbildung  
 Entwicklung von crossmedialen hybriden Sonderprojekten

Finanzierung 
Produktgruppe: 0401 Kulturmanagement/Kulturförderung 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  x Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan   Ja x Nein   
Im beschlossenen Haushaltsplan 2023 enthalten? x Ja  Nein   
       
       
*Die Deckung dieses Zuschusses erfolgt aus den im Budget des Kulturamtes vorhandenen und kapitalisier-
ten ehemaligen Personalaufwendungen. 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist   vollständig 
pflichtig  überwiegend 
pflichtig  überwiegend 
freiwillig x vollständig 
freiwillig 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
 
Die Integration interdisziplinären Wissens sowie die Berücksichtigung von Querschnittsthemen ist ein zent-
raler Faktor für die substanzielle Entwicklung einer „gemeinwohlorientierten Stadtteilkultur von, für und mit 
allen“. Folgerichtig werden Aspekte der oben benannten Themenbereiche in der Konzeption von Formaten, 
Veranstaltungen, Qualifizierungs - und Impulsmaßnahmen, Kulturprojekten bis hin zu Kommunikationsmaß-
nahmen bestmöglich mitgedacht.

Anlage 1_ Zeitstrahl der Entwicklungsschritte am Bennohaus

3280 Zeichen

Anlage 1: Zeitstrahl der Entwicklungsschritte am Bennohaus 
 
 
 
 
2018
 
 
 Verrentung des städtischen Geschäftsführers 
 Aktualisierung Vereinbarung zwischen der Stadt Münster und dem AKO e.V.  
 Regelung der Nachfolge der Geschäftsführung, ab 2018 Einstellung durch Trägerverein  
 Ehemalige Mittel für Personalaufwendungen werden kapitalisiert  
 AKO e.V. und Kulturamt stellen Notwendigkeit der Nutzungskonzeptüberprüfung  heraus. 
Wesentlicher Hintergrund und Maßgabe war dabei insbesondere auch, den in einem sehr 
hohen Maße durch EU-Projekte und Drittmittel (quer-)finanzierten Betrieb des Hauses im 
Sinne der Risikominderung für den Trägerverein AKO e.V. in einen langfristig soliden und 
insgesamt „schlankeren“ Betrieb umzustellen.  
 AKO e.V. erhält jährlichen Personalkostenzuschuss für die Geschäftsführung  
 Die verbleibenden kapitalisierten Mittel i.H. von 36.250 Euro jährlich werden durch das 
Kulturamt bewirtschaftet. Über ihre Verwendung entscheidet der Rat der Stadt Münster bis 
zum Beschluss eines Gesamtkonzeptes (V/0900/2018). 
 
 
2019
 
 
 Ergebnisbericht des 2018 durch den AKO e.V. beauftragten „Instituts für 
sozialraumorientierte Praxisforschung und -entwicklung e.V.“ zur externen Prozessberatung 
(V/0974/2019). Es wurden drei Handlungsfelder herausgearbeitet, um damit die lokale und 
stadtweite Ausstrahlung des Bennohauses zu unterstützen. Dabei geht es, um  
 
1. die Schaffung einer hohen Aufenthaltsqualität im Haus.  
2. die Verbesserung der baulichen Außenwirkung und Freiflächen um das Haus.  
3. die Positionierung des Bennohauses als Plattform und Dienstleister für Menschen  
             des Stadtteils, für professionelle Kunstschaffende und Kulturschaffende und  
             für Kooperationspartner: innen  
 
 
 
2020
 
 
 AKO e.V. beginnt mit der sukzessiven Umsetzung der erarbeiteten ersten 
Optimierungsschritte (1 und 2) 
 Aufgrund der Corona-Pandemie muss der Betrieb in großen Teilen „still stehen“ 
 Verzögerung der weiteren Maßnahmen z.B. zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität  
 
 
 
2021
 
 
 Wechsel der Geschäftsführung 
 Wiederaufnahme des Kulturbetriebs nach „Corona“ und Realisierung weiterer Meilensteine- 
hier vor allem Verbesserung der Aufenthaltsqualität, sukzessiver Abbau des 
Personalschlüssels und der hohen Zahl der EU-Großprojekte 
 Reaktivierung des für den Betrieb notwendigen Kulturcafe´s (V/0496/2021)  
 
 
2022 
 
 Fortführung Wiederaufnahme des Betriebs, Reaktivierung der Raumvermietungen  
 Einmalige Aufstockung der Betriebsmittel (V/0664/2022) 
 Jahresabschluss mit positiver Bilanz 
 Beschluss zur Weiterführung des Profilierungs- und Optimierungsprozesses (V/0664/2022) 
Insbesondere geht es um das Handlungsfeld 3 (Plattformgedanke/Profil)  
 
 
2023 
 
 Durchführung des Profilierungs- und Optimierungsprozesses mit dem Ergebnis, das 
Bennohaus weiter zur „Plattform für Begegnungen“ mit dem Profil „Media, Arts & Culture(s)“ 
zu entwickeln. 
 
 
 
2024 
 
 Nach Evaluierung des anschließenden Maßnahmenpakets wird das „endgültige“ Konzept 
den politischen Gremien, mit einer daraus abgeleiteten Empfehlung zum dauerhaften 
Umgang mit den kapitalisierten Mitteln aus ehemaligen Personalaufwendungen, vorgelegt, 
um es vom Rat der Stadt beschließen zu lassen.

Beratungsverlauf (4)

23.11.2023 Kulturausschuss
TOP 10 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
12.12.2023 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.5 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
13.12.2023 Hauptausschuss
TOP 25 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
13.12.2023 Rat
TOP 32 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0592/2023
Typ
Vorlagen
Datum
07.11.2023
Erstellt
29.09.2023 11:36