V/0554/2023
Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide: Jahresbericht 2022
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Berichtsvorlage
3164 Zeichen
V/0554/2023 V/0554/2023 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide: Jahresbericht 2022 Beratungsfolge 14.11.2023 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 22.11.2023 Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung Bericht 23.11.2023 Ausschuss für Gleichstellung Bericht 29.11.2023 Integrationsrat Bericht 30.11.2023 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 30.11.2023 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Bericht 06.12.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Bericht 13.12.2023 Hauptausschuss Bericht 13.12.2023 Rat Bericht Bericht: Das Maßnahmeprogramm Kinderhaus-Brüningheide startete 2007 zunächst im Rahmen des Bund - Länder-Programms „Soziale Stadt“ und wird seit 2011 aus kommunalen Mitteln finanziert. Wie in den vergangenen Jahren berichtet die Verwaltung mit dieser Vorlage über die Durchführung des Pro- gramms. Der vorliegende Jahresbericht 2022 enthält die Ergebnisdarstellung und -auswertung des Programms und seiner Einzelprojekte sowie die für die Programmdurchführung wichtigen Rahmenbe- dingungen (Kontextindikatoren) und weist auf aktuelle Entwicklungen im Wohngebiet hin. Wie die Ausgaben in den Vorjahren folgt der Aufbau des Berichts der Systematik des integrierten Handlungskonzepts, das dem Programm mit seinen 8 Themenfeldern und gut 20 Projekten zugrun- de liegt. Das im Rahmen des Teilprojekts 8.01 (Prozessbegleitende Selbstevaluation) erarbeitete Dokumentations- und Zielsystem bildet mit den sowohl themenfeldübergreifenden Programmzie- len als auch den projektspezifischen Zielen die Basis für die Auswertung und Darstellung der Er- gebnisse. Anlage 1 informiert über die Verteilung des Budgets in Höhe von 168.210 € auf die verschiedenen Projekte. Sozialamt Stadtplanungsamt 08.11.2023 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Weinlich Frau Peuling-Heerstraß Telefon: 492-5594 Weinlich@stadt-muenster.de - 2 - V/0554/2023 Der Jahresbericht enthält eine gebündelte Querauswertung und wurde auf der Grundlage der von den Projektakteuren gefertigten tabellarischen Berichten und Monitoringbögen federführend durch das Stadtplanungsamt erstellt - Anlage 2. Die Einzeldaten des Kontextdatenmonitors 2022 in Anlage 2 enthalten Informationen über relevante demographische und sozioökonomische Rahmenbedingungen des Gebiets. Im Rahmen der Programmsteuerung können daraus wichtige Orientierungspunkte und Handlungsbedarfe im Gebiet abgeleitet werden. Aus den Kontextdaten kann allerdings keine Aussage über das Erzielen oder Ver- fehlen von Programm- bzw. Projektzielen begründet werden. Über den Jahresworkshop am 16. August 2022 informiert das beigefügte Protokoll in Anlage 2. In Vertretung gez. Cornelia Wilkens Stadträtin Anlagen: Anlage A Anlage 1: Finanzierungsübersicht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide Anlage 2: Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus- Brüningheide, Kontextdatenmonitor 2022 und Niederschrift Jahresworkshop
Anlage A
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Anlage A zur V/0554/2023 Kurzüberblick Die Vorlage berichtet für das Jahr 2022 über die Ergebnisse des Maßnahmenprogramms Kinder- haus-Brüningheide. Darüber hinaus werden für die Programmdurchführung relevanten Kontextin- dikatoren und Entwicklungen im Wohngebiet dargestellt. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi- ckeln: mit hoher Umwelt- und Naturqualität mit breitem Freizeit- und Sportangebot mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft Finanzierung Produktgruppe: 0503 Sicherung besonderer sozialer Bedarfe Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja x Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2023 enthalten? x Ja Nein teilw. Im Entwurf des Haushaltsplan 2024 enthalten? x Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja Nein Bereits veranschlagt? x Ja Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig x überwiegend freiwillig vollständig freiwillig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Keine
Anlage 2 - Jahresbericht 2022, Kontextdatenmonitoring und Niederschrift Workshop
206138 Zeichen
Jahresbericht 2022
für das Wohngebiet
„Münster/Kinderhaus-Brüningheide“
- Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“ -
- September 2023 -
Quelle: Stadtplanungsamt; Vermessungs - u. Katasteramt
Anlage 2 zur Vorlage V/0554/2023
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
ii
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Stadt Münster
Stadtplanungsamt
Simone Peuling-Heerstraß
48127 Münster
stadtplanung@stadt-muenster.de
Unter Verwendung der Projektberichte
der Projektverantwortlichen
des „Maßnahmeprogramms Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
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Gliederung
0 Vorwort ................................ ................................ ................................ ...................... 4
1 Das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus – Brüningheide“ .................... 5
1.1 Grundlagen und Ziele ................................ ................................ .......................... 5
1.2 Prozessbegleitende Selbstevaluation ................................ ................................ ...5
2 Rahmenbedingungen 2022: Kontextdaten, stadtteilbezogene Aktivitäten ............... 7
2.1 Kontextdaten: Sozio-demografische Rahmenbedingungen ................................ ...8
2.2 Bauliche und wohnungswirtschaftliche Entwicklungen im Programmgebiet.......... 10
2.3 Städtebauliche Aufwertung Sprickmannplatz ................................ ...................... 11
2.4 Wohngebiet Langebusch (ehemaliges „Quartier Moldrickx“) ............................... 12
3 Zielerreichung - Eine Querauswertung der Projektberichte ................................ .... 13
3.1 Zielerreichung 2022 unter Berücksichtigung der Projektziele............................... 14
3.2 Zielerreichung 2022 unter Berücksichtigung der Programmziele ......................... 16
3.3 Ergebnisse 2022 mit Blick auf die Zielgruppen ................................ ................... 21
4 Ergänzende Informationen zu außerhalb des Maßnahmeprogramms ver-
stetigten Projekten in 2022 ................................ ................................ ...................... 23
5 Fazit 2022 und Ausblick auf die weitere Projektdurchführung 2023 ....................... 25
6 Anhang ................................ ................................ ................................ .................... 29
Anhang 1: Zielsystem
Anhang 2: Programmphasen und Meilensteine
Anhang 3: Projektberichte 2022
Anhang 4: Kontextdatenmonitor 2022 (inklusive Grafiken zur Entwicklung ausgewählter
Kontextdaten der Stadtteilentwicklung)
Anhang 5: Protokoll zum Reflexionsworkshop 2022
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 4
0 Vorwort
Die Projektarbeit der Jahre 2020/21 war pandemiebedingt bestimmt durch neue Prioritäten-
setzungen. Herkömmliche Arbeitsweisen und Kommunikationsformate funktionierten viel-
fach nicht mehr. Flexibilität war gefragt. Im Berichtsjahr 2022 ging die Corona-Pandemie in
das dritte Jahr. Während die Pandemie zum Jahresbeginn noch eine große Rolle spielte,
erfolgten nach und nach Öffnungsschritte und im Laufe des Jahres liefen die meisten staat-
lichen Alltagsbeschränkungen aus. Diese Ausgangssituation machte wieder eine intensi-
vere Projektarbeit möglich. Ein „weiter so“ wie vor der Pandemie und ein Anknüpfen an vor-
handene Gruppen und Strukturen war jedoch oftmals nicht ohne weiteres möglich. Über
lange Zeit hieß es für Bewohnerinnen und Bewohner, Abstand zueinander zu halten und
die sozialen Kontakte zu beschränken. Entsprechend haben sich viele Bewohnerinnen und
Bewohner ins private Umfeld zurückgezogen. Aus notwendiger physischer Distanz hat sich
vielfach soziale Distanz aufgebaut.
So bestand für das Jahr 2022 die große Herausforderung darin, im Zusammenwirken aller
Projektakteurinnen und -akteure, die Bürgerschaft wieder zur Teilnahme am gesellschaftli-
chen Leben und an den Angeboten im Programmgebiet zu aktivieren und dem Programm
neue Impulse zu geben. Die Förderung sozialen Miteinanders und Zusammenhalts war
nach dem längeren Wegfall alltagsstrukturierender und entlastender Angebote wichtiger
denn je. Beim Start in die Projektarbeit 2022 sahen sich die Projektträgerinnen und -träger
mit folgenden wesentlichen Herausforderungen auf inhaltlicher Ebene konfrontiert:
• Zunehmende soziale Isolation und Kontaktverarmung von Bevölkerungsgruppen v. a.
ältere und alleinlebende Menschen: Zunahme psychosozialer Auffälligkeiten
Jugendliche: Strukturverlust im Tagesablauf und Frustration, Desinteresse an „norma-
len“ Freizeit- und Sportangeboten wie Kicken, Basketball
- Personen mit Migrationsvorgeschichte: Rückschritte beim Erlernen der deutschen
Sprache durch den Wegfall von persönlichen Kontakten
• Wachsende finanzielle Anspannungen der Haushalte (v.a. Familien, Altersarmut)
• Zunahme häuslichen Stresses
• Problematik des häuslichen Lernumfelds (viele Personen auf wenig Raum, Kinder ha-
ben häufig keine eigenen Zimmer), damit verbunden Einschnitte in Lernprozesse
Neben der allgemeinen Reaktivierung standen im Jahr 2022 vorrangig der Abbau pande-
miebedingter Defizite, insbesondere im Bereich der Kinder- und Jugendförderung und der
Seniorenarbeit, sowie die Themen Erwachsenenbildung und Integration im inhaltlichen Fo-
kus der Projektarbeit. Von den Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie
waren bekanntlich besonders kinderreiche Familien und Alleinerziehende, alleinstehende
Seniorinnen und Senioren ohne familiäre Unterstützung, Kinder und Jugendliche betroffen.
Dieser Jahresbericht führt die wichtigsten Arbeitsergebnisse des Jahres 2022 in einer
Querauswertung zusammen und gibt zugleich einen Ausblick auf die Herausforderungen
und Schwerpunktaktivitäten der Folgejahre.
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 5
1 Das Maßnahmeprogramm „Wohngebiet Kinderhaus – Brüningheide“
1.1 Grundlagen und Ziele
Das träger- und aufgabenfeldübergreifende Maßnahmeprogramm für das Wohngebiet Kin-
derhaus-Brüningheide arbeitet seit seinem Start 2007 auf der Grundlage eines integrierten
Handlungs- und nachfolgenden Verstetigungskonzeptes an folgenden zentralen Zielen:
• die Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfeldsituation,
• die Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet,
• die Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche.
Handlungsleitende Grundlage für die Programmsteuerung und konzeptioneller Rahmen für
die verpflichtende prozessbegleitende Selbstevaluation ist das im Anhang 1 dargestellte, in
einem kooperativen Verfahren mit den Projektakteurinnen und -akteuren entwickelte Ziel-
system. Anhang 2 skizziert die Organisationsstruktur sowie wesentliche Programmphasen
und Meilensteine.
1.2 Prozessbegleitende Selbstevaluation
Das strategisch ausgerichtete Themenfeld 8 „Prozessbegleitende Selbstevaluation“ unter-
stützt die anderen Themenfelder und Projekte durch die Beobachtung und Querauswertung
der erzielten Wirkungen sowie durch jährlich aktualisierte Informationen zur Stadtteil- und
Programmgebietsentwicklung. Die transparente Darstellung des Projektverlaufs und der
notwendigen Anpassungserfordernisse gibt eine wichtige Orientierungsgrundlage für die
Programmsteuerung und Projektdurchführung. Politische Entscheidungsfindung soll unter-
stützt werden. Da das Themenfeld inhaltlich keinen direkten Einfluss auf die Zielerreichung
hat, ist es nicht Teil der Ergebnisdarstellung des Kapitels 3, sondern an dieser Stelle ge-
sondert mit den jeweiligen themenfeldbezogenen Aktivitäten in 2022 aufgeführt.
Jahresbericht 2022
Der vorliegende Bericht ist Bestandteil des Projektes 8.01 „Zielentwicklung und Beobach-
tung Zielerreichung“, welches eine regelmäßige Berichterstattung über die Projektdurchfüh-
rung auf der Grundlage des Ratsbeschlusses V/0533/2013/1.Erg. vorsieht. Nach der pan-
demiebedingten Doppelausgabe für die Jahre 2020/2021 erfolgt die verbindliche Berichter-
stattung über den Programmverlauf und die Zielerreichung in den einzelnen Projekten 2022
wieder im üblichen Jahresturnus.
Wie die Ausgaben der Vorjahre folgt der Aufbau des Berichts der Systematik des integrier-
ten Handlungskonzepts, das dem Programm mit seinen acht Themenfeldern und gut 20
Projekten zugrunde liegt.
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 6
Themenfelder
• Themenfeld 1: Wohnen
• Themenfeld 2: Öffentlicher Raum
• Themenfeld 3: Lokale Ökonomie (nicht Bestandteil der Messung der Zielerreichung;
Projekte verstetigt, aber nicht aus dem Maßnahmeprogramm gefördert)
• Themenfeld 4: Integration zugewanderter Menschen fördern
• Themenfeld 5: Bewältigung der Herausforderungen für das Bildungswesen
• Themenfeld 6: Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten knapper öffentli-
cher Haushalte
• Themenfeld 7: Quartiersmanagement
• Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation (strategische Funktion, inhaltlich
keinen direkten Einfluss auf die Zielerreichung, siehe Kapitel 1.2)
Das im Rahmen des Teilprojekts 8.01erarbeitete Dokumentations- und Zielsystem (Anhang
1) bildet mit den themenfeldübergreifenden Programmzielen sowie auch den projektspezifi-
schen Zielen die Basis für die Auswertung und Darstellung der Ergebnisse. Der Jahresbe-
richt enthält eine gebündelte Querauswertung der Projektergebnisse und wurde auf der
Grundlage der von den Projektakteurinnen und -akteuren gefertigten tabellarischen Be-
richte (Anhang 3) und Monitoringbögen erstellt.
Die Bewertung der Zielerreichung konzentriert sich auch in 2022 auf die Projekte, die aus
dem Maßnahmeprogramm gefördert wurden und auf die inhaltliche Zielebene hin ausge-
richtet sind (14 Projekte). Der Bewertungsmaßstab für die Dokumentation der Zielerrei-
chung hat sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht geändert, um die weitere Programm-
durchführung auch künftig zu begründen und nachvollziehbar zu machen. Für die Zielerrei-
chung gilt die Skala „erreicht – annähernd erreicht – teilweise erreicht - nicht erreicht“. Pro-
jekte, die auch im Jahr 2022 noch pandemiebedingt beeinflusst waren und in angepasster
oder geänderter Form stattfanden, enthalten entsprechende Hinweise. Somit sind Verglei-
che zu den Ergebnissen der Vorjahre aufgrund einer Anpassung der Programmziele und
der verstetigten Projekte an die geänderten Rahmenbedingungen nicht bzw. nur sehr ein-
geschränkt möglich.
Kontextdaten 2022
Durch die Aufbereitung demografischer und sozioökonomischer Indikatoren liefert der Kon-
textdatenmonitor für alle Beteiligten Hinweise zum Umfeld der Projektdurchführung und zur
Einordnung der zu beobachtenden Veränderungen (Themenfeld 8.02). Der Kontextdaten-
monitor misst aber nicht, inwieweit die Programm- und Projektziele erreicht worden sind.
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Stadt Münster – Stadtplanungsamt 7
Aktuell umfasst der Kontextdatenmonitor 49 Einzelmerkmale aus acht Themenbereichen1
(Kapitel 2.1, Anhang 4).
Reflexionsworkshop 2022
Nachdem die jährlichen internen Reflexions-Workshops mit den Projektträgerinnen und -
trägern coronabedingt 2020 und 2021 ausfallen mussten, fand am 16.08.2022 wieder ein
Workshop in der Agora im Bürgerhaus Kinderhaus statt (Anhang 5). Neben dem Austausch
über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Durchführung der Projekte stand das
Thema „Übergang Schule und Beruf bei Frauen und Mädchen in Kinderhaus“ im Mittel-
punkt der Veranstaltung. Vertreterinnen des Amtes für Gleichstellung und des Jobcenters
waren als Gäste und Unterstützerinnen der Veranstaltung über den gesamten Workshop
hinweg als Netzwerkerin und Ideengeberin dabei. Die Vertreterinnen vom Jobcenter refe-
rierten über das Thema „Chancengleichheit von Frauen und Mädchen auf dem Arbeits-
markt“ (u.a. Unterschiede bei der Berufswahl, Überblick über den Ausbildungsmarkt) und
gaben einen Einblick in das operative Alltagsgeschäft. Zudem wurden folgende Themen im
Rahmen des Workshops vertieft:
Möglichkeiten der Digitalisierung von Beratung und Angeboten bzw. Nutzung digitaler
Angebote, fehlende Ausstattung des Stadtteils mit öffentlichem W-LAN
Fehlende Plätze/ Aufenthaltsräume für Jugendliche
Problem Personalschlüssel/ knappe Ressourcen insbesondere bei Beratungsleistun-
gen und offener Kinder- und Jugendarbeit
Hohe Aktualität des Themenschwerpunkts ´Energiekosten´ (Schuldnerberatung)
Festgehalten wurde, dass das Thema einer geschlechterdifferenzierten Angebotskonzep-
tion weiterverfolgt wird. Aus Sicht der Programmkoordination stellt es sich als Dauerauf-
gabe dar. Weiterhin ist auch das Thema Digitalisierung bei der Konzeption von Angeboten
im Blick zu behalten. So ist zur Vertiefung des Themas der für Herbst 2023 vorgesehene
Workshop unter dem Hauptthema ´Digitalisierung und Vernetzung´ geplant.
2 Rahmenbedingungen 2022: Kontextdaten, stadtteilbezogene Aktivitä-
ten
Das Kapitel 2 gibt einen Überblick über wesentliche rahmensetzende Faktoren und Ent-
wicklungen für die Projektdurchführung. Dargestellt sind ausgewählte Kontextdaten des
Monitorings, die die sozio-demografischen Rahmenbedingungen für die Projektdurchfüh-
rung verdeutlichen (vgl. Anhang 4). Mit einem Blick über das Programmgebiet hinaus fin-
den hier stadtteilbezogene Aktivitäten und Planungen in Kinderhaus Erwähnung, die einen
1 Erarbeitet in Anlehnung an die Indikatorenliste des Städtenetzes Soziale Stadt NRW / MBV NRW / ILS NRW
(2008) und in den Folgejahren sukzessive angepasst und weiterentwickelt.
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 8
Einfluss auf das Programm und die bauliche und infrastrukturelle Weiterentwicklung des
Quartiers sowie die Integration der dort ansässigen Bevölkerung in den Stadtteil Kinder-
haus haben.
2.1 Kontextdaten: Sozio-demografische Rahmenbedingungen
Bevölkerung
• Im Jahr 2022 wird nach 2020 der zweithöchste Bevölkerungsstand seit dem Programm-
start 2007 erreicht. Der Bevölkerungsbestand liegt seit 2020 auf einem stabilen Niveau.
Im Vergleich zum Jahre 2021 nahm die Bevölkerung lediglich um +0,2 %-Punkte auf ins-
gesamt 2.931 Einwohner/innen zu.
• Die kleinräumige Bevölkerungsprognose 2019 - 2030 der Stadt Münster weist für Kinder-
haus West eine Stabilisierung des Bevölkerungsbestands aus.
• Die demografische Alterung zeichnet sich von Jahr zu Jahr deutlicher ab. Das Quartier
ist im gesamtstädtischen Vergleich immer noch jung, aber es ist eine deutliche Ver-
schiebung in der Altersstruktur hin zu mehr älteren und weniger jüngeren Menschen zu
erkennen. Ein Blick auf den Anteil der unter 18-Jährigen zeigt, dass dieser in der
Brüningheide mehr als doppelt so hoch ist wie in Münster, sich aber stetig rückläufig
entwickelt. In Münster verbleibt der Anteil seit Jahren in etwa auf einem Niveau. Der
Anteil der 65-Jährigen und älter steigt seit 2015 in der Brüningheide deutlich an. In
Münster gesamt ist der Anstieg der Altersgruppe 65+ hingegen wesentlich weniger aus-
geprägt. Zu Programmbeginn lag der Altenquotient bei 13,1%, 2022 beträgt der Alten-
quotient 17,3%, der Jugendquotient 2007 lag bei 54,0%, 2022 bei 38,8%.
Soziale Lage
In Bezug auf die Entwicklung der einzelnen sozialen Indikatoren zeigt sich 2022 kein ein-
heitliches Bild:
• Nachdem der Anteil der Arbeitslosen an der Hauptwohnsitzbevölkerung 18-65 Jahre
2021 mit 8,8% den niedrigsten Wert seit Programmbeginn (Höhepunkt 2008: 22,6%)
erreicht hatte, ist der Anteil 2022 wieder angestiegen auf 11,5%. Damit wird das Niveau
der Vorpandemiephase erreicht. Eine sich verschlechternde Entwicklung trifft auch die
meisten anderen Vergleichsräume (Coerde, Toppheide, Berg Fidel), jedoch nicht in der
gleichen Ausprägung. Auch im Vergleich zu den Teilräumen von Kinderhaus ist die
Brüningheide besonders von dieser negativen Entwicklung betroffen. Das Programm-
gebiet lag 2022 beim Thema Arbeitslosigkeit wieder an erster Stelle der Vergleichsge-
biete, nachdem es im Vorjahr an dritter Stelle stand.
• Der Anteil der Empfänger/innen von Grundsicherung (Bürgergeld) ist hingegen im Ver-
gleich zu den Vorjahren weiterhin rückläufig. Seit 2007 ist damit in 2022 der niedrigste
Wert mit 24,9% erreicht. Der positive Trend verstetigt sich damit.
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 9
• Der Anteil der Empfänger/innen von existenzsichernden Leistungen liegt bei 28,1%.
Auch hier wird seit Programmbeginn der niedrigste Wert erreicht. Hier ist die positive
Entwicklung sogar gegen den gesamtstädtischen Trend feststellbar, doch bewegen
sich die Zahlen immer noch auf hohem Niveau.
• Ein Blick auf die Ausprägung der Kinderarmut zeigt eine geringfügige Verschlechterung
zu 2021 um 0,4 %-Punkte. Dennoch wird 2022 mit 35,6% nach 2021 der niedrigste
Wert seit Programmbeginn erreicht. Dieser für die Brüningheide relativ niedrige Wert ist
dennoch im stadtweiten Vergleich ein hoher Wert (MS = 14,7%). Im teilräumlichen Ver-
gleich liegt das Programmgebiet wie im Vorjahr an vierter Stelle.
Wanderung/ Fluktuation
• Während das Jahr 2021 noch ein Wanderungssaldo von -1,0% der wohnberechtigten
Bevölkerung (WBV) verzeichnete, stellte sich das Wanderungssaldo in 2022 wieder
leicht positiv dar. Der Wanderungssaldo lag bei +0,2 %-Punkten. Insgesamt ist über die
Jahre kein Trend auszumachen, das Wanderungssaldo zeigt sich wechselhaft.
• Der Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner, die ihre Adresse durch Fort-, Zu- oder
Umzug geändert haben, entwickelt sich seit Jahren rückläufig. Er liegt mit 24,4% in
2022 auf dem niedrigsten Niveau seit 2007 (ca. 40%).
• Die ehemals hohe Fluktuation ist mittlerweile im stadtweiten Vergleich als durchschnitt-
lich einzustufen.
• Ein Umzugsgeschehen innerhalb des Quartiers ist kaum noch auszumachen. Umzüge
sind stetig rückläufig, seit dem ersten Berichtsjahr 2007 gab es noch nie so wenige Um-
züge im Quartier wie im Jahr 2022. Sehr geringe Umzugsraten in 2022 sind jedoch
auch in den Vergleichsräumen zu beobachten.
• Zuzüge in das Programgebiet erfolgen mehrheitlich von außerhalb der Stadt Münster.
Auch ist feststellbar, dass die Fortzüge mehrheitlich über die Stadtgrenze Münsters hin-
ausführen und nicht mehr so sehr wie in früheren Jahren (2007-2015) eine Umvertei-
lung innerhalb der Stadt stattfindet (Brüningheide als Zwischenstation/“Durchlauferhit-
zer“ in Münster).
Haushalte
• 2022 wohnten durchschnittlich 2,35 Personen in einem Haushalt (Münster = 1,91).
• In der Brüningheide setzt sich damit der seit 2014 feststellbare Trend zur Verkleinerung
der Haushalte fort, während in den anderen Teilräumen von Kinderhaus und der Ge-
samtstadt erstmalig nach vielen Jahren eine gegenteilige Entwicklung feststellbar ist.
• Insbesondere der Anteil an großen Haushalten mit 4 oder 5 und mehr Personen ist in
der Brüningheide stetig rückläufig.
• Der Anteil an Single-Haushalten stieg über viele Jahren stetig an, stagniert aber aktuell
(37,8%); er liegt dabei deutlich unter dem Niveau der anderen Teilräume und MS ge-
samt.
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Wohnungsmarkt
• Im Jahr 2022 zeigt sich der Wohnungsmarkt in der Zusammenschau verschiedener
Kontextdaten noch angespannter als zuvor (Bevölkerungswachstum, Vollvermietung
der Bestände, in den letzten Jahren Auslaufen eines hohen Anteils an Sozialbindungen
und aktuell stagnierender Anteil öffentlich geförderter Wohnungen), was insbesondere
für einkommensschwache Haushalte besonders erschwerend ist. Der angespannte
Wohnungsmarkt könnte – neben der Pandemie – eine (Teil) Erklärung für die zurück-
gehenden Bewegungen im Quartier sein. Zu berücksichtigen ist, dass Erklärungsmus-
ter von Wanderungsbewegungen meist sehr komplex und von dem Zusammenspiel
mehrerer Faktoren abhängig sind.
2.2 Bauliche und wohnungswirtschaftliche Entwicklungen im Programm-
gebiet
Das Quartier Kinderhaus-Brüningheide entwickelte sich in der
Vergangenheit mit Blick auf die baulichen Maßnahmen aller Woh-
nungsunternehmen (Modernisierung, Sanierung, Neubau) grund-
sätzlich positiv.
Der letzte Abschnitt der Gebäudesanierung Sprickmannstraße 11
- 21 der WohnSieGer GbR wurde im Jahr 2022 fertiggestellt und
ist damit beendet.
Im gesamten Mietwohnungsbestand der Fa. Sahle Wohnen gibt
es seit dem Neubau und Bezug der Wohnanlage Paulinum 2016
keine weiteren energetischen Maßnahmen.
Auch im Wohnungsbestand der Wohn+Stadtbau GmbH
(Josef-Beckmann-Straße) wurden keine weiteren Investitionen für energetische
Verbesserungen in 2022 durchgeführt. Es sind bis dato keine weiteren energetischen
Maßnahmen am Bestand geplant. Die Wohn+Stadtbau weist darauf hin, dass vor dem
Hintergrund der guten bauphysikalischen Konstruktion (Außenhülle zu Volumen), im
Verhältnis zu anderen Gebäuden kein dringender Handlungsbedarf zur energetischen
Sanierung der Gebäude gesehen wird.
Im Mietwohnungsbestand von ZBI/ZBVV folgten nach Ende der Modernisierungsmaß-
nahme Sprickmannstraße 31 - 41 (Heizung, Fenster, Fassadendämmung, Dach) durch
BGP in 2018 keine weiteren wesentlichen Investitionen. Der neue Eigentümer ZBI/ZBVV
hatte einen Sanierungsplan für 2021 und die darauffolgenden Jahre vorbereitet. Hierbei
handelte es sich im Wesentlichen um Gehweginstandsetzungen, Spielplatzerneuerungen,
Reaktivierung von Tiefgaragen, Sanierung von Hauseingangsbereichen, Treppenhäusern,
Laubengängen, Aufzugsanlagen und die Sanierung der Heizungsanlage. Von der Vielzahl
der geplanten Maßnahmen konnten in den vergangenen Jahren bereits einige umgesetzt
werden. Gleichwohl zeigt sich die Heizungsanlage weiterhin als anfällig bis hin zum mehrtä-
Foto: Stadt Münster
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
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Stadt Münster – Stadtplanungsamt 11
gigen, gänzlichem Ausfall in 2022. Hemmnisse hinsichtlich der Planbarkeit von Maßnah-
men werden mit der Materialknappheit, dem Fachkräftemangel und dem Anstieg der Zinsen
von Seiten ZBI angegeben. Das Unternehmen berichtete zum zweiten Mal nach 2021 in
der Bezirksvertretung Nord am 31.05.2022 zu den Sanierungen, was von der BV sehr be-
grüßt wurde. Es wurde ein Überblick gegeben über die Sanierungsmaßnahmen, die in 2021
abgeschlossen wurden und die für das laufende Jahr und die für die nächsten Jahre ge-
planten Maßnahmen.
Durchgeführte Maßnahmen 2022:
- Killingstr. 15-31: Kesseleinbau, hydraulische Aufschaltung
- Erneuerung von 6 Aufzügen sowi e Modernisierung von 4 Aufzügen in verschiedenen
Aufgängen
- Sanierung von Hauseingangsbereichen und Optimierung der Beleuchtung – Killingstraße
16-20/Brüningheide 111 – 121
- Sanierung der Laubengänge und Treppenhäuser sowie Optimierung der Beleuchtung –
Killingstraße 15 – 31
- Prüfung respektive Angebotseinholung zur Reaktivierung weiterer Tiefgaragen und Park-
decks
- Dachsanierung nach EnEV – Killingstraße 16-20/Brüningheide 111 – 121
- Angebotseinholung Sanierung der Hauseingangsbereiche – Sprickmannstraße 31 – 41
- Bestandsaufnahme zur Sanierung weiterer Balkone
- Trennung der Feuerlösch- von den Trinkwasserleitungen
- Sanierung von weiteren Aufzugsanlagen
- Start der Objektmodernisierung Killingstraße 15 – 31; das Sanierungskonzept umfasst:
Fassaden- und Fenstermodernisierung, Erneuerung der Wohnungslüftungsanlagen mit
Wärmerückgewinnung, Aufwertung der Außenanlagen
Mängelanzeigen sind mittlerweile rückläufig, da ZBI Beratungen und Hilfen anbietet. In der
BV wurde die Wahrnehmung gestützt, dass es vorangehe und Veränderungen zu sehen
seien.
2.3 Städtebauliche Aufwertung Sprickmannplatz
Die Verwaltung wurde in einem fraktionsübergrei-
fenden Antrag zur Weiterführung des Programms
„Soziale Stadt Kinderhaus“ (A-N/0018/2019) ge-
beten, das unter der Ziff. 2.1 beschriebene Pro-
jekt „Sprickmannplatz - belebte Mitte“ mit Priorität
zu bearbeiten und dazu noch im Jahr 2019 ein
Werkstattverfahren unter Beteiligung aller rele-
vanten örtlichen Akteurinnen und Akteure durch-
zuführen und die dafür erforderlichen Mittel in
Höhe von ca. 15.000 Euro bereit zu stellen. Das
Foto: Greenbox Landschaftsarchitekten
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
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Stadt Münster – Stadtplanungsamt 12
beteiligungsorientierte Werkstattverfahren konnte aufgrund der Corona-Pandemie aller-
dings nicht durchgeführt werden.
Im Haushaltsjahr 2022 standen dem Stadtplanungsamt noch Mittel von 20.000 € zur Verfü-
gung, die für ein Werkstattverfahren zur Neugestaltung des Sprickmannplatzes verwendet
wurden. In der Sitzung des Rates vom 14.06.2022 wurde auf der Grundlage der Vorlage
V/0201/2022/2 „Sanierungskonzept städtischer Brunnen und Wasserspiele“ beschlossen,
dass „die Verwaltung prüft, ob ein kindgerechtes Wasserspiel mit Bodenfontänen errichtet
werden kann, das besonders den vielen dort lebenden, nicht selten sozial benachteiligten
Kindern zugutekommt. Diese Prüfung fließt in das ausstehende Werkstattverfahren zur
Neugestaltung des Sprickmannplatzes mit ein“.
Im Dezember 2022 wurde das Planungsbüro Greenbox Landschaftsarchitekten aus Biele-
feld durch das Stadtplanungsamt mit der Durchführung eines Beteiligungsverfahrens zur
Neugestaltung des Sprickmannplatzes beauftragt. In einem ersten Schritt wurden im Jahr
2023 in drei Beteiligungsrunden Stärken und Schwächen, aber auch Ideen und Anregun-
gen für eine Umgestaltung des Sprickmannplatzes gesammelt. Der erste Termin im März
hat die Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Akteurinnen und Akteure vor Ort (Vereine,
Institutionen, Geschäftsinhaber/innen) eingebunden. Anschließend wurden alle weiteren in-
teressierten Bürgerinnen und Bürger, sowie abschließend Kinder und Jugendliche, beteiligt.
Eine Abschlusspräsentation mit der Vorstellung der Beteiligungsergebnisse fand im August
2023 statt. Der zweite Schritt des Werkstattverfahrens „Neugestaltung Sprickmannplatz“
wird, aufbauend auf den Beteiligungsergebnissen, zwischen der Verwaltung und der Politik
zeitnah abgestimmt.
2.4 Wohngebiet Langebusch (ehemaliges „ Quartier Moldrickx“)
Um neuen Wohnraum zu schaffen, hatte die Stadt Müns-
ter etwa drei Viertel des ehemaligen Gärtnerei-Geländes
Moldrickx in Kinderhaus nach den Richtlinien der Sozial-
gerechten Bodennutzung Münster (SoBoMü) angekauft.
Die Erschließungsarbeiten des Amtes für Mobilität und
Tiefbau befinden sich in den letzten Zügen. Das Ver-
marktungskonzept des Amtes für Immobilienmanage-
ment wurde im September 2022 beschlossen
(V/0417/2022).
Ein vielfältiges, durchmischtes und sozialverträgliches
Quartier mit insgesamt 195 Wohneinheiten zu bezahlba-
ren Preisen soll in den kommenden Jahren entstehen.
Öffentlich geförderter Wohnraum, Wohnungen für Stu-
dierende, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen
mit Behinderungen, gemeinschaftliches Wohnen, barri-
erefreie Eigentumswohnungen, Baugrundstücke für Reihenhäuser, Kita, Tagespflege und
Foto: Stadt Münster/ MünsterView
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 13
Gewerbe – all das ist geplant auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Moldrickx. Bei al-
len Gebäuden werden der Energiestandard „Effizienzhaus/ -gebäude 40“ sowie Installation
von Photovoltaikanlage Pflicht sein. Mit der anstehenden Realisierung des Wohnquartiers
in integrierter Lage können für den Stadtteil Kinderhaus und das Programmgebiet Wachs-
tums- und Entwicklungspotenziale eröffnet werden.
Neun Baugrundstücke für Mehrfamilienhäuser wurden an die Wohn + Stadtbau (W + S)
übertragen, darunter auch die fünf Mehrfamilienhäuser mit öffentlich geförderten Wohnun-
gen. Die weiteren Grundstücke vergibt die Stadt Münster nach der niedrigsten Startmiete
(frei finanzierte Mehrfamilienhäuser), dem besten Konzept (gemeinschaftliche Wohnfor-
men) sowie sozialen Kriterien (Reihenhausgrundstücke). Die Vermarktung der Grundstücke
für den freifinanzierten Wohnungsbau startete im Juli 2023. Die Baugrundstücke für die
Reihenhäuser sollen nach den neuen städtischen Vergaberichtlinien im letzten Quartal die-
ses Jahres ausgeschrieben werden.
Der Bau der Kita hat bereits im Juni 2023 begonnen. Die W + S hat bereits für einige
Wohngebäude einen Architektenwettbewerb durchgeführt und Bauanträge gestellt. Der
Baustart der Wohngebäude ist für Anfang 2024 im Südwesten des Baugebietes geplant.
3 Zielerreichung - Eine Querauswertung der Projektberichte
Das Kapitel 3 gibt einen bilanzierenden Überblick zur Erreichung der gesetzten Projektziele
in 2022 unter Berücksichtigung des integrierten Programmgebietsansatzes.
Nach den ersten beiden Jahren der Corona-Pandemie, in denen es vor allem galt, innova-
tive Lösungen für die Projektarbeit zu finden und Angebote zu kreieren, die sich mit den je-
weilig geltenden Schutzmaßnahmen vereinbaren ließen, stellte sich die Situation 2022 von
den Rahmenbedingungen für eine überwiegend gemeinwesenbezogene Projektarbeit
schon wieder deutlich besser dar. Nach der anfänglichen Unsicherheit seitens der Projekt-
trägerinnen und -träger haben sich im dritten Pandemiejahr neue „Routinen“ entwickelt.
Und ganz wesentlich: durch wegfallende Kontaktbeschränkungen waren die Weichen für
eine (schrittweise) Rückkehr des gesellschaftlichen Lebens gelegt.
Die Ausgangslage stellte sich nach Schilderung der meisten Projektberichte anfänglich so
dar, dass sich viele Bewohnerinnen und Bewohner aufgrund der erforderlichen Kontaktbe-
schränkungen zurückgezogen haben und sich der Zugang zu vielen Zielgruppen erschwert
hat. Die Einschränkungen durch die Pandemie haben das soziale Miteinander in der
Brüningheide deutlich beeinflusst und Spuren hinterlassen, sodass ein Anknüpfen an vor-
handene Gruppen und Strukturen sich deshalb nicht immer ohne Weiteres realisieren ließ.
Neben der Aufrechterhaltung der immens wichtigen alltagsbezogenen Unterstützungsarbeit
von Hilfesuchenden (z.B. bei der Alltagsorganisation, im Umgang mit Jobsuche, Mietrück-
ständen, Schulproblemen oder psychologischen Problemen) war das Hauptziel der Projekt-
arbeit 2022 somit die (Wieder-)Belebung des sozialen Miteinanders. Es ging insbesondere
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 14
um gegenseitiges Kennenlernen, um nachbarschaftlichen Austausch und Vernetzung. So-
mit waren 2022 vordringlich Maßnahmen zur allgemeinen Reaktivierung der Bevölkerung
geplant. Bekannte und beliebte gemeinschaftliche Aktionen, Feste, Ausflüge und Sport-
und Bildungsangebote sollten wieder ermöglicht und das Interesse zur Teilnahme geweckt
werden. Diese Angebote übernehmen für die genannten Personengruppen eine wichtige
alltagsstrukturierende, rahmengebende und entlastende Funktion.
Die nachfolgende gebündelte Querauswertung wurde auf der Grundlage der von den Pro-
jektträger/innen gefertigten Berichte und Monitoringbögen erstellt. Die Einzelergebnisse der
verstetigten Projekte sind in tabellarischer Form im Anhang 3 dargestellt.
3.1 Zielerreichung 2022 unter Berücksichtigung der Projektziele
Projektanzahl
Umsetzung von jeweils 23 Projekten aus acht Themenfeldern (wie in 2020/2021):
• 14 Projekte werden über das Maßnahmeprogramm finanziert bzw. sind ohne Finan-
zierungsbedarf, diese sind Gegenstand der Berichterstattung,
• 7 Projekte erhalten eine anderweitige Förderung bzw. sind Bestandteil der laufenden
Verwaltungsarbeit geworden, und
• 2 strategisch ausgerichtete Projekte im Themenfeld „Selbstevaluation“ (Beobachtung
Zielerreichung, Erstellung Kontextdaten).
• Insgesamt 38 formulierte Projektziele.
Wie viele Projektziele wurden erreicht?
Die ersten beiden durch Corona beeinflussten Jahre stellten einen deutlichen Einschnitt
in Bezug auf die Zielerreichung dar. Die Kategorie „Projektziel nicht erreicht“ hatte sich
verzehnfacht. Nur ein Viertel (2020) bzw. ein Drittel (2021) der Ziele wurden vollständig
oder annähernd erreicht.
2022 wurden von den 38 inhaltlich ausgerichteten Projektzielen schon wieder Zweidrit-
tel, nämlich 66% vollständig bzw. annähernd erreicht (2019: 81%, 2020: 26%, 2021:
32%), 18% teilweise (2019: 17%, 2020: 45%, 2021: 37%) und 16% nicht erreicht (2019:
3%, 2020: 29%, 2021: 32%). Ein Anknüpfen an die Werte aus 2019 war somit noch nicht
möglich, aber es ist eine deutliche Verbesserung ablesbar.
Auf eine Aussage zur Anzahl der insgesamt erreichten Personen wird bewusst verzichtet,
da die mit den Pandemiejahren verbundenen Kontaktbeschränkungen und die Umstruk-
turierung der Projekte keine aussagekräftigen Angaben für den Berichtszeitraum zulas-
sen.
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Sozia le Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 15
Zielerreichung der verstetigten Projekte, die über das Maßnahmeprogramm finanziert werden bzw. ohne Finanzierungsbedarf sind (14
von insgesamt 23)
61 % = 23
Ziele abs.
5 % = 2
Ziel abs.
18 % = 7
Ziele abs.
16 % = 6
Ziele abs.
Zielerreichung 2022
insg. 38 Projektziele
21 % = 8
Ziele abs.
5 % = 2
Ziele abs.
45 % = 17
Ziele abs.
29 % = 11
Ziele abs.
Zielerreichung 2020
insg. 38 Projektziele
21 % = 8 Ziele
abs.
11 % = 4
Ziele abs.
37 % = 14
Ziele abs.
32 % =12
Ziele abs.
Zielerreichung 2021
insg. 38 Projektziele
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 16
3.2 Zielerreichung 2022 unter Berücksichtigung der Programmziele 2
Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet
• Im Vordergrund der Projektarbeit 2022 stand das Ziel der Neubelebung des Miteinan-
ders mit kleineren Aktionen, die Begegnung, Kommunikation und Gemeinschaft för-
dern wie z.B. gemeinschaftliches Kochen und Essen (Grillen Sprickmannplatz, Spargel
essen), Kinderkarneval, Halloweenparty für Kinder, Ausstellung „Zwischen Farbe und
Migration“ mit Bildern von Gamal Kalil im Begegnungszentrum und Atrium im Rahmen
der interkulturellen Woche. Auch Fahrten und Museumsbesuche waren nach einem
kompletten Wegfall ab März 2020 in 2022 wieder möglich (z.B. Besuch Zeche Zollver-
ein, Aachen, Christmas Garden Zoo Münster, Xanten).
• Ebenso konnten auch größere öffentliche interkulturelle Aktionen und Feste 2022
wieder stattfinden, so z.B. der Weihnachtsmarkt vor dem BGZ, das Sommer- und Fami-
lienfest auf dem Sprickmannplatz, die Projekttage der Grünschleife, Aktionen wie Clean
Kinderhaus, Parkdeck-Flohmarkt und erstmalig ein Bouleturnier. Die Feste waren teil-
weise besser als zuvor besucht. Bei Aktionen, die Mitwirkung und Eigenengagement
erforderten, war die Resonanz gut, aber noch nicht ganz auf früherem Niveau.
• Die interkulturellen Gruppentreffen im BGZ fanden wieder regelmäßig statt. Einige
der Gruppen zeigten sich noch aktiver und mobiler als vor der Pandemie. Es wurde ein
Nachholbedarf festgestellt.
• Ebenso wurden wieder viele bewährte Kursangebote und Bildungsmaßnahmen der
interkulturellen Zusammenarbeit durchgeführt wie z.B. Gymnastik- und Schwimm-
kurse, Gesund Leben im Alter, Fahrradkurs, Bewerbungstraining. Diese wurden am An-
fang des Jahres 2022 erst noch zögerlich angenommen, aber zum Ende des Jahres
konnte man einen deutlich größeren Zulauf und gestiegenes Interesse beobachten.
• Der Quartiersfonds in Höhe von 2.400 Euro pro Jahr wurde in 2022 noch zurückhal-
tend in Anspruch genommen. Es fanden nur zwei Fahrten statt (Aachen und der Christ-
mas Garden im Allwetterzoo Münster).
• Die ehrenamtlich arbeitende Gebietsmoderation konnte personell erweitert werden.
Als neues sechstes Mitglied verstärkt Frau Bruns von der Parea gGmbH die Gebiets-
moderation. Parea, die als gemeinnützige Gesellschaft für soziale Dienstleistungen die
Betreuung der Seniorenwohnanlage Paulinum übernommen hat, zielt mit ihren Tätig-
keiten darauf ab, den Zusammenhalt in der Wohnsiedlung und gute Nachbarschaften
zu fördern. Mit den regelmäßigen aber nicht mit dem Maßnahmeprogramm in Verbin-
dung stehenden Veranstaltungen wie Nachbarschaftscafé, Bewegungsangebote, Spiel-
treffen etc. spricht Parea nicht nur eigene Bewohnerinnen und Bewohner an, sondern
auch die Nachbarschaft. Im Rahmen der Mitarbeit in der Gebietsmoderation werden
2 Zu berücksichtigen ist, dass die Ziele der einzelnen Themenfelder in der Regel auf mehrere Programmziele in
je unterschiedlicher Weise wirken (integrative Programmausrichtung).
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 17
gezielt neue Angebote innerhalb des Maßnahmeprogramms entwickelt und neue Ziel-
gruppen erreicht, insbesondere Seniorinnen und Senioren. So konnte Anfang 2023
eine Mediensprechstunde und ein Tanzangebot für Mädchen in Kooperation mit Move
& Meet angeboten werden.
• 2022 konnte endlich die durch Corona zuvor ausgebremste neue Kooperation mit
dem Verein Anti-Rost Münster e.V. zur Etablierung einer „Fähigkeitenbörse im Quar-
tier“ starten. Kontakte werden aktiv über die Gebietsmoderatorinnen hergestellt.
• In Bezug auf das ehrenamtliche Engagement von Einzelpersonen und Gruppen
wurden sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht: Im Atrium 6.02 konnten neue und
sogar mehr Ehrenamtliche gewonnen werden. Dies ermöglichte sogar eine Verlänge-
rung der Öffnungszeiten bis 22 Uhr. Ebenso gelang es, einen neuen Vorstand vollstän-
dig zu besetzen. Die inhaltliche Entwicklung der Angebote wird somit von deutlich mehr
Personen mitgetragen als zuvor. Allerdings wird berichtet, dass insbesondere das eh-
renamtliche Engagement bei Personen mit Migrationsvorgeschichte seit Pandemiebe-
ginn rückläufig ist. Im Rahmen des Projektes 4.02 „Integrationsarbeit“ engagieren sich
im Vergleich zu den Jahren vor Corona noch gut die Hälfte der Personen ehrenamtlich.
• Neu zugezogene Familien wurden auch 2022 weiterhin im Rahmen des Projektes
4.02 begleitet und über Hilfsangebote im Stadtteil informiert. Neben der Verteilung der
Broschüre „Mein Kinderhaus“ werden gezielt die Kontakte zu bestehenden Gruppen
und Beratungsstellen hergestellt. Ebenso wurden mehrsprachige Informationen des In-
tegrationsrats im Stadtteil bekannt gemacht.
• Während das Teilprojekt „Interkulturelle Stadtteilmütter“ (4.02) 2021 coronabedingt
nur eine eingeschränkte telefonische Erreichbarkeit gewährleisten konnte, wurde es
2022 wieder in gewohntem Umfang weitergeführt, allerdings noch nicht wieder in voller
Besetzung. Es waren nur zwei Frauen über AGH-Stellen im BGZ und dem Wohngebiet
tätig (2020/2021 = 4, 2019 = 6). Die Anzahl der durch die Stadtteilmütter erreichten
Frauen lag dennoch auf dem Niveau der beiden Vorjahre. In den Jahren vor Corona
konnten mit besserer personeller Besetzung etwa doppelt so viele Frauen erreicht wer-
den.
• Einen wichtigen Beitrag für die Integration leistet der Sprachunterricht von KAI (5.01).
Dieser konnte ganzjährig in Präsenz angeboten werden. Die Nachfrage für die
Deutsch-Sprachkurse sowie die sehr gute Akzeptanz seitens der Kooperationspartne-
rinnen und -partner blieb auch im Jahr 2022 beständig. Als Schutzmaßnahme und we-
gen des coronabedingt zurückgeworfenen Lernstandes fanden die Kurse weiterhin in
verringerter Teilnehmendenzahl statt. Die Sprachkursteilnehmenden konnten durch die
Kurse befähigt werden, sich ihre Arbeitsstellen selbst zu suchen. Ab September wurde
ein neuer Sprachkurs mit der Zielgruppe bereits berufstätiger Männer mit geringen
Deutschkenntnissen angeboten und gut angenommen.
• Der durch die Pandemie initiierte neue Aufgabenbereich der Nachbarschaftshilfe in
Form von Fahrdiensten und Einkaufshilfen wurde fortgeführt.
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 18
• Jugendliche unterschiedlicher Herkunft, die aus verschiedenen Gründen allgemeine of-
fene Jugendangebote oder vereinsgebundene Angebote nicht nutzen können/wol-
len/dürfen, wurden gezielt über die Projekte 4.01„Mädchenprojekt“, 6.04 „Jungenpro-
jekt“, 6.07 „Sport und Bewegung“ angesprochen. Das Erlernen und Erfahren sozialer
Kompetenzen ist über den interkulturellen Austausch, gemeinsame Freizeitaktionen
und das Spiel hinaus primäres Ziel dieser Projekte. Nach 2 Jahren pandemiebedingter
„Zwangspause“ in 2020/21 und dem Kontaktverlust zu vielen Jugendlichen spielte die
Reaktivierung der Jugendsportangebote (6.04, 6.07) eine wichtige Rolle. So konnten
2022 wieder einzelne Aktionen initiiert werden. Es zeigte sich, dass Jugendliche über
die bisher bewährten Angebote im Sport- und Freizeitbereich (Fußball, Basketball) nur
noch schwer zu erreichen waren. Als Grund wurde ein verändertes Freizeitverhalten
hin zu digitaler Freizeitgestaltung (E-Sports am PC/ Playstation) bzw. hin zu einem ge-
steigerten Konsum sozialer Medien angegeben. Zudem sind aus vielen Jungen, die in
dem Projekt starteten, junge Männer geworden. Es galt, neue Angebote zu entwickeln,
über die man die Jugendlichen /jungen Männer „abholen“ kann. Als Ergebnis einer vom
Jugendsalon gestarteten Umfrage unter Jugendlichen zum Freizeitangebot kristalli-
sierte sich u.a. der Boxsport als nachgefragt heraus. Die Übungsleiter des Sportpro-
jekts 6.04 starteten den Versuch, an das Projekt "Boxen am Block", welches über die
Jugendstiftung von Wohn & Stadtbau finanziert wird, anzudocken und die beiden Berei-
che zu verknüpfen. Ziel ist es, bei den Jugendlichen gegenseitiges Interesse für die je-
weiligen Sportangebote zu wecken. Boxen dient der Förderung der Selbstbehauptung
und dem Abbau von Aggression und unterstützt damit das Projektziel, Konflikt- und
Teamfähigkeit, Rücksichtnahme, Übernahme von Verantwortung zu fördern. Die alters-
mäßig gestaffelten Gruppen des Projekts „Interkulturelle Mädchenarbeit“ des Begeg-
nungszentrums trafen sich in gewohnter Form einmal die Woche im Jugendsalon. Ne-
ben dem Austausch konnten auch wieder gemeinsame, teilweise auch unterstützende
ehrenamtliche Aktionen und Ausflüge stattfinden.
• Der Umgang mit offenen Beratungssprechstunden (ohne Terminvergabe) wurde
2022 weiterhin sehr unterschiedlich gehandhabt. In der Beratung des Projektes 4.02
wurde die 2020/21 eingeführte 1:1 Beratung mit Terminvergabe beibehalten, da sich
diese Regelung in den Jahren 2020/21 gut bewährt hat. Zusätzlich wurden die Möglich-
keiten der Beratung per E-Mail und Telefon ausgeweitet. Im Projekt 5.04 „Gesundheits-
vorsorge“ entfiel die offene Sprechstunde in Kitas nach wie vor. Gleiches gilt für das
Projekt 6.01 „Schuldnerberatung“. Diese wurden durch eine telefonische Beratung er-
setzt. Im Rahmen der telefonischen Beratung konnte jedoch eine ganzheitliche Prob-
lemlösung nicht zuletzt wegen erheblicher Sprachprobleme der Klienten nur selten voll-
umfänglich erreicht werden. Beratungsprozesse dauerten in der Folge länger.
• Durch den Rückzug vieler Personen ins Private gewinnen mobile Beratungsangebote
(Hausbesuche, Streetwork) 2022 noch mehr an Bedeutung. Sie ermöglichen weiterhin
Teilhabe und das Aufrechterhalten von Kontakten. Insbesondere in der Sozialberatung,
der Gesundheitsvorsorge und in der Drogenberatung ist die aufsuchende Arbeit unver-
zichtbar und wurde deshalb in vielen Projekten auch unter schwierigen Bedingungen
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 19
aufrechterhalten oder sogar ausgeweitet (4.02 „Integrationsarbeit“, 5.04 „Gesundheits-
vorsorge“, 6.07 „Sport und Bewegung“, 6.08 „Drogenprävention“). Bei der Schuldnerbe-
ratung fanden Hausbesuche nur in Ausnahmefällen statt.
Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche / Stärkung der Chan-
cengleichheit
• Im Bereich der Gesundheitsvorsorge (5.04) fielen auch noch 2022 pandemiebedingt
viele Angebote (Sprechstunden, Müttercafés) weiterhin aus. Die Sure-Start Gruppe traf
sich im späteren Jahr wieder, jedoch insgesamt nur vier Mal. Positiv war, dass im Ver-
gleich zur Vorpandemiezeit sehr viel mehr Hausbesuche durchgeführt werden konnten.
• Aufgrund feststellbarer Rückschritte in Lernprozessen war es sehr wichtig, dass das
Angebot der Hausaufgabenhilfe von KAI (5.01) im Rahmen der Corona-Schutzver-
ordnungen regulär und in Präsenz stattfinden konnte. Es war entsprechend stark nach-
gefragt. Neu ist der gezielte Ansatz, migrationsbetroffene und/ oder marginalisierte
Gruppen besonders zu fördern. So wurden Schülerinnen und Schüler, die seit weniger
als 18 Monaten in Deutschland waren, im Rahmen des Nachhilfeprojekts im Erwerb der
deutschen Sprache gefördert und begleitet. Die Nachhilfe fand hierbei mit ausgewähl-
tem DaZ/DaF-Lehrmaterial (DaF = Deutsch als Fremdsprache / DaZ = Deutsch als
Zweitsprache) statt. Es zeigt sich ein insgesamt erhöhter Betreuungsaufwand der Kin-
der und Jugendlichen im Nachhilfeprojekt, da sich in immer mehr Familien eine Anhäu-
fung von Problemen zeigt. Die Einhaltung von verbindlichen Regeln und Pünktlichkeit
hat sich verschlechtert. Eltern erscheinen häufig nicht zu den regelmäßig vorgesehe-
nen Elterngesprächen.
• Die Drogenprävention (6.08) hat ihre offene Sprechstunde über die gesamten Pande-
miejahre aufrechterhalten, so auch 2022. Weitere Angebote liefen 2022 wieder an und
wurden gut angenommen. So konnten drei Aktionstage durchgeführt werden. Die Teil-
nehmendenzahlen bewegten sich wieder in Richtung Vor-Corona-Niveau.
• Auch bei der Mobilen Jugendsozialarbeit (6.06) fanden die offenen Sprechstunden
statt. Das Kooperationsangebot mit dem U25 Team des Jobcenters konnte pandemie-
bedingt eingeschränkt (vier Mal) durchgeführt werden. Es gelang, viele Kontakte auf-
recht zu erhalten. Im Vordergrund der Arbeit standen pandemiebedingte Probleme bei
Jugendlichen (zunehmend aggressives Verhalten im familiären Umfeld, Isolation, Kon-
taktverluste im privaten Umfeld, als auch zu Fachstellen/Ämtern, Einschränkungen im
Freizeitbereich/der Freizeitangebote etc). Verweisende Hilfen im Rahmen der Sozialar-
beit zu anderen qualifizierten Fachstellen und Präventionsangeboten im Bereich Sucht,
Medien und Straffälligkeit wurden gut angenommen.
• Eine Auseinandersetzung mit dem Thema Berufswahl und Berufsorientierung fand
im Rahmen des „Mädchen-Projekts“ (4.01) und im Projekt 6.06 „Mobile Jugendsozialar-
beit“ statt. Hier fanden Jugendliche Unterstützung in Fragen rund um Schule und Aus-
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Stadt Münster – Stadtplanungsamt 20
bildung/Beruf sowie praktische Hilfestellungen bei der Gestaltung von Bewerbungs-
mappen, die Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche sowie die Vermittlung an entspre-
chende hauptamtliche Beratungsstellen.
• Aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit kam die Rückmeldung, dass der Perso-
nalschlüssel bei Beratungsleistungen nicht ausreicht: v.a. sind Stellen oft nicht ge-
schlechtsbezogen besetzbar (Frauen für Mädchenprojekte, Männer für Jungenpro-
jekte). Auch ist die Besetzung von Abend- und Nachtstunden ein Problem für die offene
Kinder- und Jugendarbeit.
Verbesserung der Wohnsituation und der Wohnumfeldsituation
• Ein Teil der Netzwerktreffen (1.04) ist noch aufgrund der Corona-Pandemie und ihrer
Nachwirkungen ausgefallen. Gleichwohl konnte in einigen Gesprächsrunden ein inhalt-
licher Austausch erreicht werden. Die anfänglich wenigen Veranstaltungen und telefo-
nischen Kontakte wurden im zweiten Halbjahr 2022 wieder durch den bekannten per-
sönlichen Austausch ersetzt.
• Die beliebte Blumenaktion der Wohnungswirtschaft als Event zur Verschönerung
des Wohnumfeldes konnte im Mai 2022 erneut an den Start gehen.
• Es hat sich gezeigt, dass die Mieterschaft weiterhin Interesse daran hat, in ihren Anlie-
gen unterstützt zu werden. Die Sitzungen des Mieterrates (1.05) fanden aufgrund der
Corona-Pandemie erst wieder ab der zweiten Jahreshälfte statt. Die Teilnehmenden-
zahl lag mit 14 Personen sogar höher als noch 2019, aber noch unter den Zahlen der
Vorjahre (2019 = 9, 2018 je Sitzung = 15 und 24). Im ersten Halbjahr war eine Zusam-
menkunft über Videokonferenz o. ä. nicht umsetzbar, da den meisten Beteiligten die
technischen Voraussetzungen hierfür fehlten. In Einzelfällen fand in dieser Zeit ein In-
formationsaustausch telefonisch statt.
• 2022 wurde der letzte Abschnitt der Gebäudesanierung Sprickmannstraße 11- 21 im
Bestand WohnSieGer GbR fertiggestellt. Im Wohnungsbestand der anderen kommuna-
len und regionalen Wohnungsunternehmen gab es keine weiteren größeren energeti-
schen bzw. investiven Maßnahmen, da diese in den Vorjahren abgeschlossen wurden.
Im Bestand ZBI konnten von der Vielzahl der geplanten Maßnahmen einige umgesetzt
werden. Bauliche Maßnahmen laufen nach Angaben ZBI jedoch u.a. aufgrund von Ma-
terialknappheit insgesamt nicht so schnell wie geplant. Insbesondere die Mietsituation
des Wohnungsbestandes ZBI/ZBVV (Heizungsausfall Winterzeit 2022, Maßnahmen
am Wohnungsbestand ZBI, Sperrung eines Teils der Tiefgaragen) war auch ein we-
sentliches Thema im Projekt 1.4. Positiv hervorzuheben ist, dass Mängelanzeigen im
ZBI-Bestand rückläufig sind, da ZBI der Mieterschaft Beratungen und Hilfen anbietet.
• Im Rahmen des von Bewohnerinnen und Bewohnern getragenen Projekts Grün-
schleife (2.02) konnten 2022 wieder zwei erfolgreiche Aktionstage durchgeführt wer-
den. Das Interesse war mit Teilnehmendenzahlen von je 40-50 Personen hoch, wenn
auch noch geringer als vor der Pandemie (2019: 60-70). Durch die Bereitschaft einer
Gruppe aus der Bewohnerschaft zur aktiven Mitwirkung an Pflege und Gestaltung der
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Grünschleife befindet sich die Parkanlage wieder in einem guten gepflegten Zustand.
Dies sah noch 2020/21 anders aus, das Erscheinungsbild der Grünanlage hatte sehr
gelitten.
• Die Neugestaltung des Sprickmannplatzes ist unter Beteiligung der Bürgerinnen und
Bürger, insbesondere auch Jugendlicher, gestartet. Anfang Mai 2023 hatte das Pla-
nungsamt Anwohnende und Interessierte zum gemeinsamen Ideensammeln aufgeru-
fen. Im August wurden dann gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekturbüro Greenbox
die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung im Bürgerhaus Kinderhaus vorgestellt.
• Der in den beiden Vorjahren stattgefundene Vandalismus am Sprickmannplatz durch
eine Gruppe Jugendlicher war nach Rückmeldung der Projektbeteiligten 2022 kein so
großes Thema mehr wie im Vorjahr. Aus dem Projekt Drogenprävention wird jedoch in
Bezug auf den Spritzenautomaten von Beschmutzung, Zündeleien und Aufbruchsver-
suchen berichtet.
• Die öffentlichen Flächen der Großwohnanlage werden nach wie vor im Rahmen des
verstetigten Projekt 3.01 „Wertstoffe / Sperrgut“ durch einen unbefristet beschäftigten
Mitarbeiter der AWM gereinigt.
3.3 Ergebnisse 2022 mit Blick auf die Zielgruppen
Bei der Evaluierung wurde von Anfang an Wert auf eine geschlechterdifferenzierte und ziel-
gruppenbezogene Auswertung gelegt (vgl. Vorlage V/0927/2006).
Geschlecht
• Frauen sind über fast alle Projekte hinweg deutlich aktiver bei der Bewältigung persönli-
cher Alltagsherausforderungen und Lebenskrisen. Insbesondere die Erstkontakte zu
Beratungseinrichtungen gehen meist von Frauen aus. Auch das gemeinwohlorientierte
Engagement ist auf Seiten der Frauen deutlich ausgeprägter.
• Unterrepräsentiert sind Frauen immer noch bei der Inanspruchnahme der sportlichen
Angebote ohne Zielgruppenbezug. Auch die Drogenberatung wird von deutlich mehr
Männern als Frauen in Anspruch genommen. Bei Sprachkursen sind Männer hingegen
weniger vertreten.
• Einige Beispiele aktueller geschlechtsspezifischer Angebote: Männersprachkurs, Ge-
sundheitsprophylaxe jeweils für Männer und Frauen, MIMI Gesund Leben im Alter für
Männer, Gymnastik-, Fahrrad-, PC-Kurs für Frauen, Jungensportprojekt, „Interkulturelle
Mädchenarbeit“.
• Der interne Reflexions-Workshop 2022 befasste sich schwerpunktmäßig mit dem
Thema „Übergang Schule und Beruf bei Frauen und Mädchen in Kinderhaus“.
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Migrationsvorgeschichte
• Wie schon in den Vorjahren ist der durchschnittliche Anteil von Teilnehmenden mit Mig-
rationsvorgeschichte auf einem hohen Niveau. Der Anteil lag 2022 über alle Projekte
hinweg bei ca. 75%, damit etwas niedriger als in den Anfangsjahren.
• In Bezug auf das ehrenamtliche Engagement zeigen sich Personen mit Migrationsvor-
geschichte 2022 deutlich zurückhaltender (6.02 „Lebenswelten“, 4.02 „Integrationsar-
beit“).
• Aus der interkulturellen Beratung (4.02) wird berichtet, dass die Anzahl der hilfesuchen-
den Seniorinnen und Senioren mit Migrationsvorgeschichte in 2022 um 10% zugenom-
men hat.
Ältere (65 Jahre +)
• Nachdem in der politischen Beratung 2021 die Inanspruchnahme von Angeboten durch
ältere Personen erfragt und hierzu im Nachgang Schätzwerte übermittelt wurden,
wurde 2022 erstmalig der Anteil der Teilnehmenden ab 65 Jahre in den in Frage kom-
menden Projekten erhoben und in die Berichterstattung aufgenommen. Eine zeitliche
Entwicklung in Bezug auf die Inanspruchnahme von Angeboten lässt sich somit noch
nicht darstellen, lediglich eine Momentaufnahme ist darstellbar. Dennoch können die
Projektträgerinnen und Projektträger teilweise aufgrund ihrer Erfahrung Entwicklungen
ablesen und Einschätzungen zu Veränderungen liefern.
• Schlaglicht auf aktuelles Teilnahmeverhalten Älterer an Kursen ohne Zielgruppenbe-
zug: In Sprachkursen sind Ältere 2022 zu 13% vertreten, bei der Schuldnerberatung mit
10,5% (was als sehr niedrig eingestuft wird), der Anteil ehrenamtlich engagierter Perso-
nen mit Migrationsvorgeschichte über 65 Jahre liegt im Projekt 4.02 bei 33%, Bildungs-
maßnahmen werden zu 17% von über 65-Jährigen mit Migrationsvorgeschichte in An-
spruch genommen. Zur Einordnung gegenübergestellt sei der Anteil 65-Jähriger und
älter an der Gesamtbevölkerung mit 11,1% sowie der Anteil über 65-Jähriger und älter
mit Migrationsvorgeschichte an der wohnberechtigten Bevölkerung mit 7,4%.
• Einige Beispiele aktueller Angebote speziell für Ältere: MIMI Gesund Leben im Alter,
bei dem Migrantinnen und Migranten als Gesundheitslotsen geschult werden; interkul-
turelle Seniorenarbeit/Unterstützung älterer Menschen (Projekt 4.02 „Integrationsar-
beit“).
• Die Isolation älterer alleinstehender Menschen, die sich mit Beginn der Corona-Pande-
mie noch verstärkt hat, war für die Projektbeteiligten im Jahr 2022 eine noch größere
Herausforderung. Dort, wo Hausbesuche möglich waren und angeboten wurden, konn-
ten Kontakte vielfach gehalten oder ausgebaut werden (4.02), auch war hier die aktive
Nachfrage nach Unterstützung vielfach gegeben. In Projekten mit wenigen möglichen
Hausbesuchen wie z.B. bei der Schuldnerberatung waren ältere Menschen trotz der
schwierigen Ausgangslage weniger sichtbar als in den Jahren vor Corona.
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 23
Jugendliche
• Jugendliche waren im öffentlichen Raum trotz des unterjährigen Auslaufens der
Corona-Beschränkungen nach wie vor wenig anzutreffen und nur schwer zu erreichen.
• Dennoch konnten im Rahmen der mobilen Jugendhilfe viele Jugendliche erreicht und
an entsprechende Hilfsangebote verwiesen werden.
• Die Wiederkehr zu zuvor beliebten Sportangeboten setzte vielfach nicht ein, was sich in
deutlich niedrigeren Teilnehmendenzahlen zeigt.
• Durch die erfolgreiche Wiederbesetzung des BGZ-Vorstandes mit zwei jungen Migran-
ten/innen, konnte in die interkulturelle Interessenvertretung die Sichtweise von jungen
Menschen mit Migrationsvorgeschichte eingebracht werden.
4 Ergänzende Informationen zu außerhalb des Maßnahmeprogramms
verstetigten Projekten in 2022
Während die Ergebnisdarstellung im Kapitel 3 die Projekte umfasst, die laut Ratsbeschluss
vom 11.12.2013 im Jahr 2022 verstetigt sind und aus dem Maßnahmeprogramm gefördert
werden, werden in diesem Kapitel vier verstetigte Projekte nachrichtlich aufgeführt, welche
Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind (Projekte 3.02, 4.03, 5.02,
5.06) sowie drei verstetigte Projekte, welche anderweitig gefördert wurden (Projekte 1.06,
3.01, 4.01). Obwohl diese Projekte bei der Messung der Zielerreichung nicht berücksichtigt
werden, finden sie dennoch Erwähnung, da sie im Gesamtkontext zur Stabilisierung der
Quartiersstrukturen beitragen.
Projekt 1.06 „Das Quartier spart Strom“ (verstetigt, aber anderweitig gefördert):
Im Rahmen der Kampagne „Unser Klima 2030“ wurden 2022 bis auf kleinere Aktionen, wie
die Verteilung des Unser-Klima-2030-Flyers und der Aushängung von Plakaten in Geschäf-
ten und Werbeflächen in Kinderhaus, keine Aktionen durch die Stabsstelle Klima durchge-
führt, die explizit auf Kinderhaus-Brüningheide oder andere Stadtteile ausgerichtet waren.
Die Kampagne "Unser Klima 2030" stellt den Klimaschutz im Alltag in den Mittelpunkt und
setzt dabei besondere Schwerpunkte auf die Entwicklung und Stärkung eines Gemein-
schaftsgefühls. Die Kampagne wird schwerpunktmäßig durch Print- und digitale Medien
kommuniziert und an zentralen Orten in der Innenstadt durch Infostände vorgestellt. Zudem
verteilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Aktion Stromsparcheck die Flyer in den Haus-
halten, in denen sie beratend unterwegs sind (Quelle: Stabsstelle Klima, Ansprechpartne-
rin: Caroline König).
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 24
Projekt 3.01 „Wertstoffe / Sperrgut“ (verstetigt, aber anderweitig gefördert):
Während der Corona-Pandemie hat sich nichts am Leistungsspektrum dieses Projektes ge-
ändert. Mit dem Projektziel, die berufliche Integration von Langzeitarbeitslosen zu unterstüt-
zen, reinigt ein seit 2011 unbefristet beschäftigter Mitarbeiter der AWM im Bereich der
Großwohnanlage die öffentlichen Flächen. Hierbei wurden auch in 2022 Restabfälle und
falsches oder zum falschen Zeitpunkt herausgestelltes Sperrgut beseitigt. Darüber hinaus
wurden Wertstoffe erfasst und Problemabfälle einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuge-
führt. Das Projekt hat auf das Stadtbild im Bereich Kinderhaus eine äußerst positive Wir-
kung (Quelle: Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM), Ansprechpartner: Gregor Walter-
busch).
Projekt 3.02 „Aktiv für Arbeit im Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide“ (verstetigt,
Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden):
Das ehemals aus ESF-Mitteln (Europäischer Sozialfonds) und Mitteln aus der Gewinnaus-
schüttung der Sparkasse Münsterland-Ost geförderte Programm (Laufzeit: 15.05.2013 –
14.05.2015) wird seit Mitte Mai 2015 vom Sozialamt betreut.
In den gemeinsamen Gesprächen zwischen Jobcenter und Sozialamt stellte sich heraus,
dass einige der Handlungsempfehlungen, die in den Netzwerken erarbeitet wurden, bereits
umgesetzt sind. So ist das Jobcenter nun dezentral aufgestellt und berät in den JiJ (Job-
center im Jobcenter) ihre Kunden vor Ort. Außerdem wurde auch die Netzwerkarbeit des
Jobcenters in den letzten Jahren ausgebaut: das Jobcenter ist Mitglied im Arbeitskreis Kin-
derhaus und nimmt anlassbezogen an den Treffen der Gebietsmoderation teil. Seit 2016
wurde beispielsweise auch die Zusammenarbeit zwischen den U25-Jobcoaches und den
Streetworkern intensiviert. Die offene Sprechstunde und die gemeinsamen Rundgänge ha-
ben sich etabliert (Quelle: Sozialamt (50), Ansprechpartnerin: Daniela Stemmer).
Projekt 4.01 „Interkulturelle Mädchenarbeit“ (verstetigt, aber anderweitig gefördert:
kind- und jugendbezogene Armutsprävention in Münster):
Die interkulturelle Mädchenarbeit im Jugendsalon des Begegnungszentrums wurde in ge-
wohnter Form einmal die Woche durchgeführt. Beschränkungen in Bezug auf die Gruppen-
größe entfielen. Ziel des geschlechterspezifischen Angebots ist es, die Mädchen aus unter-
schiedlichen Kulturkreisen an außerschulische sportliche, kulturelle, medienpädagogische
und kreativ-künstlerische Aktivitäten heranzuführen und somit den interkulturellen Aus-
tausch zu fördern und Selbständigkeit und die Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen.
Viele gehören Elternhäusern an, denen die Teilnahme an offenen Jugendangeboten fremd
ist.
Im Rahmen des Projektes finden sich regelmäßig feste Gruppen ein und sind sicherer Zu-
fluchtsort und Schutzraum für die Mädchen. Die Kerngruppen bestehen aus 15 Mädchen/
Frauen im Alter von zwischen 16 und 22 Jahren, weitere nehmen unregelmäßig teil. Eine
weitere Kleingruppe von etwas jüngeren Mädchen traf sich wöchentlich zu musikalischen
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 25
Angeboten mit einer Musiklehrerin. Die Mädchen sind nach wie vor hoch motiviert, die
Treffs zu besuchen und diese aktiv mitzugestalten. Die Gruppenleiterinnen waren bereits in
den Coronajahren 2020/21 wichtige Bezugsperson für die Mädchen. 2022 waren sie in ihrer
Funktion der Ratgeberin noch mehr gefragt, Beratungskontexte nahmen deutlich zu.
Regelmäßige gemeinsame Aktionen sind der Kernbestandteil dieser Gruppe und stärken
den guten Zusammenhalt. Gemeinsam wurden 2022 Ausflüge unternommen, so u.a. zum
Moviepark und Kinobesuche zum Cineplex. Ebenfalls nahmen die Mädchen/ jungen Frauen
an den Stadtteilfesten (u.a. mit dem Angebot Kinderschminken) und Gemeinschaftsaktio-
nen (Clean Kinderhaus/ Aktionstag Bewohnerpark Grünschleife) teil. Mehrere Mädchen
konnten im Rahmen der Beratung zur Berufswahl und Berufsorientierung zudem erfolgreich
an das Beratungsangebot der hauptamtlichen Jugendsozialarbeiterin im Jugendsalon ver-
mittelt werden.
Die Planung für Aktivitäten in 2023 sehen Bewegungsangebote mit Move & Meet und den
Austausch/Kontakt mit der Taschengeldbörse vor (Quelle: Begegnungszentrum Kinderhaus
e.V., Ansprechpartnerin: Nebahat Bugday).
Zu den Projekten 4.03 „Gewaltprävention“ (Amt für Kinder, Jugendliche und Familien),
5.02 „Elternkompetenz stärken“ sowie 5.06 „Kontinuierliche Praxistage zum Über-
gang Schule-Beruf“ (Amt für Schule und Weiterbildung), die alle als verstetigt gelten und
Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind, liegen keine Projektberichte
vor3.
5 Fazit 2022 und Ausblick auf die weitere Projektdurchführung 2023
Im dritten Pandemiejahr stand insbesondere
die Neubelebung des Miteinanders, das
Aufbrechen sozialer Isolation und die Ab-
milderung von sozialen Härten im Vorder-
grund der Projektarbeit. Viele bewährte und in
der Vergangenheit nachgefragte Angebote
konnten wieder stattfinden. Mit der Durchfüh-
rung von öffentlichen Festen und Aktionen wie
z.B. Sommerfest, Grünschleifenaktion sowie
partizipativen Angeboten wie z.B. Mieterbeirat,
Integrationsrat, Bildungs- und Sportangeboten
wurden Raum und Gelegenheit für Begegnung der Bewohnerinnen und Bewohner geschaf-
fen. Gerade bei größeren Festen und Aktionen war ein Nachholbedarf feststellbar. Bil-
dungsangebote hingegen wurden zu Beginn des Jahres noch zögerlich wahrgenommen,
3 Ein Sachstandsbericht ist für Projekte, die Bestandteil der laufenden Verwaltungsarbeit geworden sind, nicht
mehr verpflichtend.
Foto: Stadt Münster
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 26
doch im Laufe des Jahres war ein zunehmendes Interesse feststellbar. 2022 konnten wie-
der Zweidrittel der Projektziele vollständig bzw. annähernd erreicht werden (2020 = 26%,
2021 = 32%).
Insgesamt war der Wiederaufbruch für die Trägerinnen und Träger vor Ort herausfordernd
und ressourcenaufwändig. Bereits erfahrene Personen, die als Multiplikatorinnen und Multi-
plikatoren hilfreich waren, fielen vielfach als Projektunterstützung weg. Aufgrund des Rück-
zuges vieler Personen erwies sich die aufsuchende Arbeit in Form von Streetwork und
Hausbesuchen als wichtiger denn je, damit Kontakte nicht wegbrechen bzw. neue ange-
bahnt werden können. Der Wiederaufbruch bietet aber auch Chancen für die Projekte und
das Programm. Mit teilweise neuen Leuten sind auch neue Ideen, neue Tatkraft und neue
Lebendigkeit verbunden. Neben den vielen bewährten Angeboten zur allgemeinen Reakti-
vierung der Bewohnerschaft wurden auch neue zielgruppenspezifische Angebote in die
Wege geleitet bzw. erprobt. Eine wichtige Rolle spielte hierbei der erfolgte Ausbau des
Netzwerkes der vor Ort kooperativ tätigen Akteurinnen und Akteure, der eine Bereicherung
für die Gestaltung des Maßnahmeprogramms war. So ließen sich in einigen Projekten viel-
fältige Ressourcen effektiv bündeln, neue Fördermittel für die Projektarbeit generieren und
somit inhaltlich neue Impulse setzen (u.a. Anti-Rost e.V., Move & Meet e.V., Parea gGmbH
als neues Mitglied der Gebietsmoderation, „Boxen am Block“, Taschengeldbörse).
Für die weitere erfolgreiche Projektarbeit wird im Vordergrund stehen, inwieweit es weiter-
hin gelingt, Angebote zur Abmilderung pandemiebedingter existenzieller Einschränkungen
aufrecht zu erhalten und auszubauen und Rahmenbedingungen für verbesserte Teilha-
bechancen zu schaffen. Das heißt runtergebrochen auf die Programmziele:
Herausforderungen in Bezug auf Wohnen und Wohnumfeld
• Eine der größten Herausforderungen ist mehr als je zuvor die Sicherung und der Erhalt
von gesundem und bezahlbarem Wohnraum. Weiterhin im Fokus liegt dabei insbe-
sondere der Wohnungsbestand der ZBI. Hier gilt es, in enger Zusammenarbeit zwi-
schen der Bewohnerschaft, den örtlichen Einrichtungen, der örtlich vermietenden Woh-
nungswirtschaft, den Wohnungsverwaltungen und dem Amt für Wohnungswesen und
Quartiersentwicklung, die zukünftige Umsetzung der geplanten Investitionen durch ZBI
eng zu begleiten, damit die positiven Ansätze aus 2022 fortgeführt werden können.
• Die Gestaltung und Belebung des Sprickmannplatzes als öffentlicher Ort der Be-
gegnung ist ein vordringliches Anliegen, welches weiterhin kooperativ voranzubringen
ist. Die Auseinandersetzung mit den im Rahmen der Bürgerbeteiligung eingebrachten
Ideen und ihrer Umsetzung wird eine wichtige Aufgabe im kommenden Jahr sein.
• Unter dem Vorzeichen der angespannten finanziellen Situation vieler Haushalte einer-
seits und der grundsätzlichen Notwendigkeit Energie einzusparen, wird der Ausbau ei-
ner Beratungsinfrastruktur zum Themenschwerpunkt ´Energiekosten´ wichtiger
werden. Denkbar wäre eine Verknüpfung mit Themen wie „Ressourcenschonendes
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 27
Verhalten“ und „Klimaschutz und -anpassung“ mit dem Blickpunkt Großwohnsiedlung
(Hitzeinseln, Starkregen etc.) sowie „Gesundheit“.
… in Bezug auf Integration und Engagement der Bewohnerschaft
• Auch wenn die Folgen von Corona noch nicht abschließend beurteilt werden können,
zeichnet sich schon jetzt in den Beratungsgesprächen ein zunehmender Bedarf an um-
fassender Hilfestellung ab. Diese Einschätzung wird durch die Kontextdaten gestützt.
Vor allem die längerfristig absehbaren sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen
bereiten Sorge. Armutsbedrohte Familien haben besonders schwer unter dem Wegfall
von tagesstrukturierenden Angeboten gelitten.
• Eine zunehmend wichtige Aufgabe ist es, die sich in 2022 noch verstärkte Isolation al-
leinstehender (älterer) Menschen aufzubrechen und Hilfestellung zu geben.
• Unter dem Stichwort Rückzug und Isolation ist die aufsuchende Quartiersarbeit für
die Bewohnerinnen und Bewohner besonders wichtig.
• Bei der Evaluierung und Konzipierung von Beratungs-, Bildungs- und Qualifizierungs-
angeboten sind der demografische Wandel und die Anpassung der Angebote im Blick
zu halten.
• Um mehr Chancengleichheit zu schaffen, ist die Schaffung digitaler Teilhabemöglich-
keiten, die Digitalisierung von Beratung, die Ausstattung des Stadtteils mit öffentlichem
W-LAN wichtig.
• Der Bedarf zum Abbau pandemiebedingter Bildungslücken bei den Deutsch-
Sprachkursen und bei der Einzelnachhilfe wird sich voraussichtlich sogar noch steigern.
… in Bezug auf Bildungschancen und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen
• Die Einbindung und Aktivierung der Eltern ist zur Verbesserung der Bildungschan-
cen unabdingbar.
• Wesentlich wird es sein, Versäumtes aufholen und nachholen zu können. Die gilt in
Bezug auf den Lernstoff, aber auch in Bezug auf das soziale Leben: Kinder und Ju-
gendliche sollen Zeit haben für Freunde, Sport und Freizeit und die Unterstützung be-
kommen, die sie und ihre Familien jetzt brauchen.
• Die Sicherung und Schaffung von Plätzen/ Aufenthaltsräumen ohne Konsumzwang
für Jugendliche muss weiterhin ein Anliegen sein.
… in Bezug auf Ressourcen, Projektkonzeptionierung
• Die Erfahrungen und die Rückmeldung verschiedener Projektträger zeigten insgesamt
auch für 2022, dass die vorhandenen Betreuungskapazitäten zu knapp sind:
- Erwartete erhöhte Nachfrage nach Beratungsleistungen (s.o.).
- Höhere erforderliche Betreuungsintensität und -dauer (u.a. durch ältere alleinste-
hende Personen, schwierige Familienkonstellationen).
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 28
- Die Notwendigkeit aufsuchender Arbeit in Form von Streetwork und Hausbesuchen
nimmt zu (personalintensiv).
Vor diesem Hintergrund bedarf es einer regelmäßigen Aushandlung und Sicherung
der erforderlichen materiellen, personellen und finanziellen Ressourcen für die
Projektträgerinnen und -träger.
• Bei der Angebotskonzeption sind weiterhin geschlechterdifferenzierte bzw. zielgrup-
penorientierte Bedarfe zu beachten, um die teilweise verfestigten Strukturen auszu-
brechen.
• Kooperationen mit neuen strategischen Bündnispartnerinnen und -partnern sind auszu-
bauen.
Von ihrer grundsätzlichen Zielausrichtung haben sich die unterschiedlichen Arbeits- und
Handlungsansätze im Rahmen der 23 Projekte und der vielfältigen entstandenen Projektko-
operationen 2022 wiederholt bewährt. In keinem Projekt wird eine grundsätzliche Neuaus-
richtung als erforderlich angesehen. Kein Projekt entfällt.
Aber natürlich muss hier und da an Stellschrauben gedreht werden. Die einzelnen Ziele
sind immer wieder in Bezug auf ihre Passgenauigkeit zu hinterfragen und bei Bedarf umzu-
steuern.
Zwei inhaltliche Ziele werden 2023 geändert bzw. präzisiert:
- Im Projekt 7.1 „Quartiersmanagement“ entfällt das Ziel „Schaukästen im Stadtteil aktu-
alisieren“, da dieses sich etabliert hat. Neu aufgenommen wird stattdessen das Ziel:
Intensivierung der Kooperation mit „Freiraum“, „Obolus“ und der „Kleiderkammer“ in
der Diesterwegstr. in Kinderhaus.
- Im Projekt 6.01 „Schuldnerberatung“ ist hinsichtlich der Durchführung präventiver Ver-
anstaltungen für Kinder und Jugendliche eine Anpassung der Zielformulierung erforder-
lich. Die ursprünglich angedachte Kooperation mit Schulen ist nicht zielführend. Hier
gilt es, neue Wege und Formate zu suchen, wie man Kinder und Jugendliche für das
Thema „Vermeidung von Verschuldung“ sensibilisieren kann. Die Notwendigkeit ist un-
bedingt gegeben. Voraussetzung für eine weitere Verfolgung des Ziels ist die Vernet-
zung und Abstimmung mit örtlichen (neuen) Kooperationspartnerinnen und -partnern.
Für 2023 sind bereits verschiedene geschlechterdifferenzierte und zielgruppenspezifische
Projekte in Vorbereitung bzw. in Umsetzung z.B. bei Parea ein Mädchentanzkurs und eine
Mediensprechstunde für ältere Menschen. Bei KAI soll der neue Sprachkurs für Männer
fortgeführt werden. Im Atrium möchte man das Thema „interkulturelle Veranstaltungen“ ver-
stärkt in den Blick nehmen und ausbauen. Dazu wird es im Jahr 2023 sicher neue inhaltli-
che Impulse geben. In Bezug auf die Teilnehmendenzahlen erwarten viele Projektverant-
wortliche einen vorpandemischen bzw. normalisierten Zustand im Jahr 2023.
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt 29
In Kontinuität der bisherigen Vorgehensweise wird die Verwaltung auch in Zukunft dem Rat
jährliche Berichte über Umsetzung und Ergebnisse der Maßnahmen sowie über die Ent-
wicklung der Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen, die zuvor der Bezirksvertretung
Münster-Nord, den zuständigen Fachausschüssen und Gremien des Rates einschließlich
des Integrationsrates vorgelegt werden.
6 Anhang
Anhang 1: Zielsystem
Anhang 2: Programmphasen und Meilensteine
Anhang 3: Projektberichte 2022
Anhang 4: Kontextdatenmonitor 2022 (inklusive Grafiken zur Entwicklung ausgewählter
Kontextdaten der Stadtteilentwicklung)
Anhang 5: Protokoll zum Reflexionsworkshop 2022
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Sozia le Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Anhang 1: Zielsystem
Programmziele
Münster-Kinder-
haus/Brüningheide
Programm-
maßnahmen
Verstetigt, mit
anderweitiger
Förderung / Bestandteil
laufender
Verwaltungsarbeit
* ohne Finanzierungsbedarf
3.02
Aktiv für Arbeit
4.01
Interkulturelle Mädchenarbeit
5.02
Elternkompetenz stärken
5.06
Kontinuierliche Praxistage zum
Übergang Schule-Beruf
4.03
Gewaltprävention
7.01 Quartiersmanagement: Information und Vernetzung
7.02 Quartierfonds:Aktivierung und Beteiligung
1.06
Das Quartier spart Strom
3.01
Wertstoffe/Sperrgut
Leitzielbereiche Themenfeld 3 :
Stärkung der lokalen Ökonomie
und der Beschäftigungssituation
Themenfeld 1 :
Verbesserung der
Wohnsituation
1.05
Stärkung und Unterstützung
der Mieterschaft
5.01
Wir verstehen uns
4.02
Integrationsarbeit vor Ort:
Anlauf-, Beratungs- und
Koordinationsstelle
1.04
Weiterentwicklung der Ko-
operation zur Verbessserung
der Wohnverhältnisse
5.04
Gesund aufwachsen in Kinderhaus
Themenfeld 6 :
Sicherung sozialer Netze und
Infrastrukturen in Zeiten knapper
öffentlicher Haushalte
Maßnahmeprogramm Münster-Kinderhaus/Brüningheide, Programmziele und Maßnahmeübersicht (Stand: Dezember 2022)
Verbesserung der Wohnsituation und Wohnumfeldsituation
Förderung der Integration unterschiedlicher Gruppen im Wohngebiet
Soziale Sicherung und Förderung gesellschaftlicher Teilhabe
Stärkung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche
Themenfeld 4 :
Integration zugewanderter
Menschen fördern
Themenfeld 2 :
Gestaltung des öffentlichen
Raums für einen sicheren und
lebendigen Stadtteil
2.02
Spiel- und Freizeitzone
(Grünschleife)
Themenfeld 5 :
Bewältigung der Herausforderungen
für das Bildungswesen
6.06
Mobile Jugend(sozial)arbeit
6.07
Sport und Bewegung
6.08
Drogenprävention
Themenfeld 7: Gebietsmoderation
6.01
Schuldnerberatung vor Ort
6.02
Interkulturelle Veranstaltungsreihe
"Lebenswelten kennenlernen"
6.04
Jungenprojekt "Sport gegen
Gewalt"
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation
8.01 Zielentwicklung, Beobachtung Zielereichung
80.2 Entwicklung u. Auswertung Kontextindikatoren
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Sozia le Stadt
NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Anhang 2: Organisation, Programmphasen und Meilensteine
Organisatorisch getragen wird die Programmdurchführung wie folgt:
• Programmverantwortung/-koordination Dezernat V, Sozialamt
• Themenfeldverantwortliche mit fachlicher Verantwortung für die jeweiligen Themenfelder/Projekte
• Einrichtung eines Quartiersmanagements (Gebietsmoderation), bestehend aus einem fünfköpfigen
unentgeltlich arbeitenden Team mit beruflichem Bezug zum Wohngebiet
• Kooperationspartner/innen vor Ort (Wohnungsunternehmen, kulturelle, kirchliche und soziale Ein-
richtungen, Bildungsträger, etc.)
Seit seinem Start 2007 durchlief das Maßnahmeprogramm folgende Phasen:
• 2007-2010: Förderzeitraum Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt Kinderhaus – Brüningheide“;
Fördersumme 1.371.350 Millionen Euro (davon Bund/Land 823.000 €, Beteiligung Dritter 51.100
Euro, Beteiligung d. Stiftung Pfründnerhaus Kinderhaus 52.000 Euro, städtische Eigenleistungen
445.250 Euro), Umsetzung von über 30 Projekten in 8 Handlungsfeldern,
• 2011-2013: Verstetigungsphase I „Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus – Brüningheide“;
mit einer städtischen Förderung in Höhe von 150.000 Euro im Jahr; Umsetzung von über 20 Pro-
jekten in 8 Themenfeldern zur Verstetigung der Ansätze im Programm,
• ab 2014: Verstetigungsphase II; unbefristet; weiterhin mit einer städtischen Förderung in Höhe von
150.000 Euro im Jahr, seit 2019 zuzüglich dynamisierter Anpassung der Personalkostenanteile
(Gesamtbudget 2021: 167.060 €).
Als Meilensteine hervorzuheben sind:
• 2007: Benennung von Gebietsmoderatorinnen und -moderatoren (ehrenamtlich tätige Personen,
die hauptberuflich für das Quartier tätig sind)
• 2009: Programmverlängerung bis 2010
• 2012/2013: Umweltpreis Gold 2012 der Bürgerstiftung/ Stadt Münster sowie Sparda-Umweltpreis
2013 für das Projekt „Grünschleife“; Anerkennungsurkunde beim Bundeswettbewerb Soziale Stadt
2012
• 2014: Verschlankung der Binnenorganisation; Schwerpunktsetzung und Neujustierung im Bereich
der Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit
• 2015/2016: wohnungswirtschaftliche Höhepunkte (25 öffentlich geförderte, barrierefreie Wohnun-
gen plus 4-gruppige Kita am Carlo-Schmidt-Weg, Seniorenwohnanlage Paulinum mit 5 Wohnge-
bäuden und 81 barrierefreien Wohneinheiten plus Begegnungsstätte)
• 2017: 10 Jahre „Soziale Stadt Kinderhaus-Brüningheide“; öffentliche Veranstaltung (16.11.2017)
und extern moderierter Reflexionsworkshop zur Erarbeitung von Vorschlägen zur Weiterentwick-
lung des Programms
• 2020: Fortführung des Programms unter den Bedingungen der Corona-Pandemie ab März 2020
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Sozia le Stadt
NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Anhang 3: Projektberichte 2022
(verantwortlich für die Inhalte sind die Projektträgerinnen und Proj ektträger)
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Sozia le Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 1: „Verbesserung der Wohnsituation“
Projektname Weiterentwicklung der Kooperation zur Verbesserung der Wohnverhältnisse im Quartier Nordwest-
schleife
Projekt-Nr. 1.04
Projektträger Stadt Münster, Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung
Kontakt Jost Bartkowiak, 492-6462, BartkowiakJ@stadt-muenster.de
Projektkurzbeschreibung
Ein Netzwerk zwischen den örtlichen Wohnungsunternehmen, der Mieterschaft und der Stadt Münster ist zu erstellen und zu sichern
mit den Zielen
der langfristigen Zusammenarbeit
der Verbesserung der Wohnverhältnisse
der Schaffung und Erhalt von sozial stabilen Bewohnerstrukturen
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2022 Zielerreichung
Das bestehende Netzwerk
"Wohnen in Kinderhaus/
Brüningheide" arbeitet regel-
mäßig im Sinne der aufgeführ-
ten Ziele, mindestens 12 Ver-
anstaltungen, Sitzungen o. ä.
sind im Jahr abzuhalten.
Anzahl Netzwerktreffen und
Veranstaltungen in 2022
8 Netzwerktreffen und Veranstaltungen in 2022
Ein Teil der Netzwerktreffen ist auch noch aufgrund der Corona -Pandemie/Nachwirkungen aus-
gefallen. Gleichwohl konnte in einigen Gesprächsrunden ein inhaltlicher Austausch erreicht wer-
den.
Die wichtigsten Ergebnisse/Inhalte waren dabei:
- Organisation und Durchführung einer Blumenaktion der Wohnungswirtschaft
- Zukünftige Gestaltung des Sprickmannplatzes, Federführung Amt 61
- Weitere Maßnahmen von ZBI im Gebäudebestand, aber auch im Umfeld
- Organisation und Durchführung des Sommerfestes 2022 auf dem Sprickmannplatz
- Organisation und Durchführung des Weihnachtsmarktes 2022 auf dem Sprickmannplatz
- Ausfälle der Heizungsanlage im Wohnungsbestand ZBI/ZBVV im Winter 2022
Projektziele teil-
weise erreicht
Gesamtfazit Die bisherige Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen der Bewohnerschaft, den örtlichen Einrichtungen, der örtlich vermietenden Wohnungs-
wirtschaft und dem Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung wurden noch zum Teil durch die Corona-Pandemie eingeschränkt. Anfänglich
wenige Veranstaltungen und telefonische Kontakte wurden im zweiten Halbjahr durch einen bekannten persönlichen Austausch wieder ersetzt.
Ausblick 2023 Nach der Coronapandemie kann verstärkt wieder auf persönliche Treffen und Veranstaltungen zurückgegriffen werden.
weiterführende Informatio-
nen
BV-Sitzung Juni 2022 mit der Jahresberichterstattung von ZBI; Zeitungsartikel in der WN zum Heizungsausfall im Dez. 2022
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Projektname Stärkung und Unterstützung der Mieterschaft Projekt-Nr. 1.05
Projektträger Stadt Münster, Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung
Kontakt Jost Bartkowiak, 492-6462, BartkowiakJ@stadt-muenster.de
Projektkurzbeschreibung
Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Sitzungen des örtlichen Mieterrates, Organisation von Mieterschulungen und
sonstigen Treffen bei Bedarf
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2022 Zielerreichung
Den Bewohnern wird die Mög-
lichkeit gegeben, sich aktiv an
der Verbesserung der Wohnsi-
tuation zu beteiligen und/oder
sich vor Ort hierzu auszutau-
schen. Mindestens zwei Sitzun-
gen des Mieterrates sollen im
Jahr stattfinden und mindestens
10 Personen sollten daran teil-
nehmen.
Anzahl der öff. Sitzungen des
Arbeitskreises der Vertrau-
ensmieter
Anzahl der teilnehmenden
Mieter-/innen
Anzahl der öff. Sitzungen des Arbeitskreises der Vertrauensmieter: 1
Die Sitzungen des Mieterrates sind in 2022 aufgrund der Nachwirkungen der Corona -
Pandemie noch bis zur Jahreshälfte ausgefallen. Eine Zusammenkunft über Videokon-
ferenz o. ä. war nicht umsetzbar, da den meisten Beteiligten ein EDV-Zugang in jeglicher
Hinsicht fehlt.
Anzahl der teilnehmenden Mieter: 14
Zahlreiche Telefonate im Laufe des Jahres mit verschiedenen Vertretern/innen des Mie-
terrates konnten zumindest in Einzelfällen für einen Informationsaustausch sorgen, ins-
besondere zur Mietsituation des Wohnungsbestandes ZBI/ZBVV. Ferner ging es um:
Heizungsausfall ZBI in der Winterzeit 2022
Maßnahmen am Wohnungsbestand ZBI
Sperrung eines Teils der Tiefgaragen
Bebauung des benachbarten Moldrickx - Geländes
Ergebnisse aus den Sitzungen der BV-Nord
Projektziel teilweise er-
reicht
Gesamtfazit Mit dem Arbeitskreis des Mieterrates wird unter der Leitung des Amtes für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung der örtlichen Mieterschaft
die Möglichkeit gegeben, sich mit weiteren Mietern/innen auszutauschen und zu vernetzen sowie sich bei Bedarf auch mit Vertretern/innen der
ansässigen Wohnungsunternehmen und -verwaltungen oder weiteren Fachleuten über die Wohnsituation und die unterschiedlichen Problemla-
gen zu besprechen und Rat zu erhalten.
Zahlreiche Telefonate im Laufe des Jahres mit unterschiedlichen Vertretern/innen des Mieterrates konnten zumindest in Einzelfällen für einen
Informationsaustausch sorgen. Anregungen und Hinweise wurden aufgenommen und bei Bedarf mit der Wohnungswirtschaft ausgetauscht.
Der Mieterrat konnte seine ehrenamtliche Arbeit in der zweiten Jahreshälfte wiederaufnehmen und städtischer Seite begleitet werden, um die
Sitzungen jeweils vorzubereiten, durchzuführen und nachzubereiten, einschließlich Gespräche zu moderieren. Es hat sich gezeigt, dass die
Mieterschaft weiterhin Interesse daran hat, in ihren Anliegen unterstützt zu werden.
Ausblick 2023 Eine weitere Anpassung oder wesentliche Veränderung der Ziele oder Indikatoren ist vorerst nicht notwendig.
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Sozia le Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 2: „Öffentlicher Raum“
Projektname Grünschleife - Gestaltung und Pflege einer öffentlichen Grünanlage Projekt-Nr. 2.02
Projektträger Stadt Münster, Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit
Kontakt Wolfram Goldbeck, 4926762, goldbeck@stadt-muenster.de
Projektkurzbeschreibung Gestaltung und Pflege einer öffentlichen Grünanlage mit Anwohnern
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2022 Zielerreichung
Durchführung von zwei
bewohner-aktivierenden
Veranstaltungen zur
Gestaltung der Grünschleife
mit jeweils mindestens 50
Personen aus dem Quartier
Projekttage / Teilnehmende Die Projekttage konnten in 2022 wieder stattfinden. Im Jahr 2022 fanden die Projekttage
am 21. Mai und am 24. September statt.
In der Regel waren dort immer 40 -50 Teilnehmer. Dreiviertel von Ihnen haben eine Mig-
rationsvorgeschichte. Geschlechterspezifisch herrschte eine Ausgeglichenheit. Der Anteil
der über 65-Jährigen lag bei knapp 20%.
Die Fläche der Boulebahn wurde noch einmal überarbeitet, so dass in diesem Jahr erst-
mals ein Bouleturnier auf der Fläche stattfand. Boulekugeln können weiterhin gegen Pfand
im Begegnungszentrum Sprickmannstraße ausgeliehen werden. Des Weiteren wurden
die Blumenbeete mit Narzissen und Tulpen bepflanzt, so das im Frühjahr 2023 wieder die
Möglichkeit besteht, dort kostenlos selber zu pflücken. Darüber hinaus sind die R osen,-
und Staudenbeete zurückgeschnitten worden, sowie einige neue Beerenobststräucher
eingepflanzt worden. Im Arbeitscontainer w urden neue Halterungen und Regale für Ar-
beitsgeräte angebracht. Im Anschluss wurde zusammen gegrillt.
Projektziel erreicht
Bereitschaft der
Bewohnerschaft zur aktiven
Mitwirkung an Pflege und
Gestaltung des Wohnumfeldes
ist weiter gestärkt worden
Ganzjährige Arbeiten Im gesamten Jahr pflegt täglich eine Gruppe zwischen 2 und 4 Personen die Grünanlage,
sowie die Blumen- und Gemüsebeete. Des Weiteren fielen pflegerische Arbeiten wie Lau-
bentfernung, Reinigung des Teiches, Säuberung der Nistkästen sowie der Gehölzschnitt
an. Ein Standrohr der Stadtwerke Münster erleichterte in den Sommermonaten das Gie-
ßen der Beete. In der gesamten Anlage wurden neue Hundetütenspender und neue Müll-
eimer installiert. Die Gehölzsäume um die Parkanlage wurden kräftig zurückgeschnitten.
Am Sprickmannplatz werden vor allem die grünen Hecken und Gebüschstreifen regelmä-
ßig von Laub und von Müll gereinigt. Einen neuen Schub gab auch die Errichtung der
neuen Boulebahn im Jahr zuvor. Die Kontrolle und der Austausch zwischen der Pflege-
gruppe und des Projektträgers fand regelmäßig statt.
Projektziel teilweise er-
reicht
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Gesamtfazit Durch die Installation von neuen Hundetütenspendern und Mülleimern ist das Erscheinungsbild in der Grünschleife nochmals aufgewertet wor-
den. Die Parkanlage befindet sich in einem guten gepflegten Zustand. Im Stadtteil Kinderhaus hat sich die ehrenamtlich arbeitende Gruppe
gefestigt und pflegt die Baumscheiben im Zentrum und die beiden Verkehrskreisel auf einem hohen Niveau. Durch den sehr trockenen Som-
mer 2022 hat das Amt für Grünflächen die Kosten für das eingesetzte Gießwasser übernommen, hierfür haben die Helfer ein eigenes Stan-
drohr mit Wasseruhr bekommen. Durch kräftigen Rückschnitt der großen Weiden in der Parkanlage ist es an vielen Stellen heller und freundli-
cher geworden. Der absolute Höhepunkt ist sicherlich immer noch die im letzten Jahr errichtete Boulebahn im Bereich der Obstwiese. Das
Gesamtfazit ist aber, dass Teilziele erreicht worden sind.
Ausblick 2023 Durch ein neues Arbeits- und Qualifizierungsprogramm, Maßnahmenprogramm gem. §16i SGBII Teilhabe am Arbeitsmarkt beim Jobcenter,
sind nun zwei feste Personen dort beschäftigt, die das Ganze auch mit Herzblut angehen. Dies tut dem Projekt sicherlich sehr gut um auch
langfristige Aktionen und Planungen in der Parkanlage zu gewährleisten. Wichtig ist aber, dass die Projekttage in 2023 stattfinden können, da
sie das Miteinander und die Kommunikation der Quartiersbewohner fördern.
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 4: „Integration zugewanderter Menschen fördern“
Projektname Integrationsarbeit vor Ort Projekt-Nr. 4.02
Projektträger Begegnungszentrum Kinderhaus e.V.
Kontakt Olga Stolz, 0251/3 90 96 97, olga.stolz@bgz-kinderhaus.de
Projektkurzbeschreibung Ausgangslage, Zielgruppe: Menschen mit Migrationshintergrund, Projektinhalte
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2022 Zielerreichung
Die Zahl der Personen mit Mig-
rationsvorgeschichte, die sich
gesellschaftlich engagieren
bleibt konstant, nimmt zu (+5%)
Anzahl engagierter Perso-
nen mit Migrationsvorge-
schichte
Die bestehenden Gruppen konnten sich im Jahr 2022 wieder wie gewohnt treffen. Alle Grup-
pen sind mit den regelmäßigen Treffs, nach der Aufhebung der Corona-Auflagen, gestartet.
Alle freuen sich langsam zur Normalität zurück zu kehren.
63 engagierte Personen mit Migrationsvorgeschichte (2019 = 117)
davon weiblich 47 (=75%), männlich 17(= 25%), 21 Personen über 65 Jahre (= 33%)
Projektziel erreicht
Die Zahl der durch die Konflikt-
moderation bearbeiteten Fälle
bleibt konstant bzw. soll mög-
lichst sinken
Anzahl der durch die Kon-
fliktmoderation bearbeiteten
Fälle
4 durch die Konfliktmoderation bearbeitete Fälle. Projektziel erreicht
Der Anteil von Personen mit
Migrationsvorgeschichte, die an
Bildungsmaßnahmen teilneh-
men, steigt jährlich um 10% an
Anzahl der Personen mit
Migrationsvorgeschichte an
Bildungsangeboten
2022 sind wieder einige Bildungsmaßnahmen im BGZ gestartet, diese wurden am Anfang
des Jahres zwar nur zögerlich angenommen, aber zu m Ende des Jahres konnte man die
Interessenssteigerung beobachten.
Anzahl Teilnehmende: 180 (weiblich 130, männlich 50), davon 30 Personen über 65 Jahre
(= 17%)
Projektziel teilweise
erreicht
Die Zusammenarbeit mit beste-
henden Gruppen im Wohngebiet
(BGZ, KAI u.a.) wird intensiviert
Anzahl, Art, Dauer des Be-
stehens der Gruppe
Die Zusammenarbeit mit schon bestehenden Gruppen ist weiterhin sehr gut. Ab 2022 treffen
sie sich alle wieder regelmäßig (wöchentlich) im Begegnungszentrum. Einige der Gruppen
sind noch aktiver und mobiler geworden. Es besteht ein Nachholbedarf. Sie unternehme n
Ausflüge und besuchen Veranstaltungen nicht nur im Raum Münster, sondern auch außer-
halb der Stadtgrenzen.
Im Begegnungszentrum treffen sich zurzeit 35 interkulturelle Gruppen. Pro Woche gibt es
mehr als 40 Angebote.
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Projektname Integrationsarbeit vor Ort Projekt-Nr. 4.02
Projektträger Begegnungszentrum Kinderhaus e.V.
Kontakt Olga Stolz, 0251/3 90 96 97, olga.stolz@bgz-kinderhaus.de
Projektkurzbeschreibung Ausgangslage, Zielgruppe: Menschen mit Migrationshintergrund, Projektinhalte
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2022 Zielerreichung
Die interkulturelle Interessenver-
tretung in der Stadtteilarbeit soll
in Kooperation mit dem neuen
Integrationsrat gestärkt werden,
insbesondere auch im Bereich
der jungen Erwachsenen
Absicherung der TN von
jungen Migranten/innen im
Vorstand BGZ
Anzahl der Veranstaltungen
mit dem Integrationsrat
2 junge Erwachsene sind im Vorstand des BGZ vertreten und arbeiten aktiv mit.
Die Veranstaltung (interkulturelle Woche) mit dem Integrationsrat fand großes Interesse.
Es wurden mehrsprachige Informationen des Integrationsrats im Stadtteil bekannt ge-
macht und besprochen.
Projektziel erreicht
Die interkulturelle Seniorenarbeit
soll verstetigt werden und jähr-
lich um 10% steigen.
Anzahl der Senioren mit
Migrationsvorgeschichte
Die Isolation älterer Menschen aufgrund der vorhergehenden Corona-Situation ist auch im
Jahr 2022 eher noch hoch. Es sind weiterhin viele Hausbesuche notwendig (ca. 4/Woche).
Diese nehmen auch weiterhin längere Zeit in Anspruch. Erfreulich ist, dass Senior/innen
sich auch weiterhin nicht scheuen, um Hilfe zu bitten.
Anzahl der Senioren/innen mit Migrationsvorgeschichte : 125 Senior/innen. Die Anzahl hat
in 2022 um 10 % zugenommen.
Projektziel erreicht
Das Projekt “Interkulturelle
Stadtteilmütter” soll verstetigt
werden und neben dem Be-
schäftigungssektor auch im Ge-
sundheitsbereich wirken.
Anzahl der über die interkul-
turellen Stadtteilmütter er-
reichten Frauen
Projekt „Die Interkulturellen Stadtteilmütter“ wurde in 2022 weitergeführt. 2 Frauen waren
2022 über AGH-Stellen als Stadtteilmütter im BGZ und dem Wohngebiet tätig.
Anzahl der erreichten Frauen 2022 = 40 Frauen (2018 = 93 Frauen, 2019 = 95 Frauen, 2020
= 43 Frauen, 2021 = 40 Frauen)
Projektziel teilweise
wieder erreicht
Für neu zugezogene Familien
soll eine abgesicherte Willkom-
menskultur im Wohngebiet her-
gestellt werden
Informationsmaterialien
über die Angebote im Stadt-
teil werden verteilt und Kon-
takte zu den bestehenden
Gruppen werden hergestellt
Neu zugezogene Familien werden auch weiterhin begleitet. Sie werden über Hilfsangebote
im Stadtteil informiert (u.a. Broschüre „mein Kinderhaus“). Ansprechpartner/innen der ge-
wünschten Gruppe werden angesprochen und der Kontakt zu der Gruppe hergestellt.
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Gesamtfazit Die Projektziele wurden erreicht, bzw. teilweise erreicht. Die offenen Sprechstunden fielen aus. Im Jahr 2022 wurde nur noch 1:1 mit Termin-
vergabe gearbeitet. Das hat sich gut bewährt und wird auch im Jahr 2023 so weitergeführt. Durch 1:1 Beratung entsteht weniger Stress für beide
Seiten (Berater/in-Klient/in). Es fanden verstärkt Hausbesuche statt.
Ausblick 2023 In der Verstetigungsphase 2023 soll sich das Projekt 4.02. Integrationsarbeit vor Ort auch weiterhin auf die festgelegten Ziele ausrichten.
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 5: „Bewältigung der Herausforderungen für das Bildungswesen“
Projektname „Wir verstehen uns“ Projekt-Nr. 5.01
Projektträger Stadt Münster, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Kontakt
Kinderhauser Arbeitslosen Initiative - KAI e.V.
Kai Weyer, Josef-Beckmann-Straße 5, 48159 Münster, Tel: 02871-2807894, Mail: kai-muenster2@t-online.de
Projektkurzbeschreibung
KAI e.V. führt als Projektträger gemeinsam mit dem Kooperationspartner „Haus der Familie“ und weiteren Kooperationspartnern
- Deutschsprachkurse für Eltern zur Stärkung ihrer Aufgaben im Lernprozess der Kinder
- Alphabetisierungs- und Sprachkurse für Erwachsene zur sozialen Integration, zur Integration in den Arbeitsmarkt bzw. zur Schu-
lung deutsch- und muttersprachlicher Fähigkeiten für verschiedene Bereiche des alltäglichen Lebens
- Einzelnachhilfe für Kinder und Jugendliche sowie
- erforderliche Begleitmaßnahmen (Weiterbildung, Kinderbetreuung usw.) durch
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2022 Zielerreichung
Erhöhung der
Bildungsbeteiligung für
Familien mit Sprachdefiziten
Zieldimension:
Verbesserung der
Sprachfähigkeit der
Erwachsenen
Anzahl der Erwachsenen-
kurse und Anzahl der er-
wachsenen Sprachkursteil-
nehmenden
Vermittlung Sprachkursteil-
nehmende in weiterfüh-
rende Kurse bzw. in Arbeit
Sprachkurse für Erwachsene: Alphabetisierungskurse und Deutsch als Fremdsprache:
1. Halbjahr 2022: Vier Projektgruppen mit insgesamt 28 UStd pro Woche. Ohne
Einbezug externer Räumlichkeiten konnten alle Kurse in Präsenz stattfinden.
2. Halbjahr 2022: Fünf Projektgruppen mit insgesamt 30 UStd pro Woche. Ohne Einbezug ex-
terner Räumlichkeiten konnten alle Kurse in Präsenz stattfinden. Neuhinzugekommen ist ein
Sprachkurs „Männer lernen deutsch“ der 1x wöchentlich mit 2 UStd nachmittags stattgefun-
den hat.
Anzahl Erwachsene: 39, davon 30 Frauen (76,9%), 100% Migrationsvorgeschichte
(2021 = 42 Erwachsene: davon 39 Frauen (92,8%), 100% Migrationsvorgeschichte).
Der Anteil über 65-Jähriger lag bei 5 Personen (12,8%).
Vermittlung in weiterführende Sprachkurse/ Integrationskurse: in 2022 insgesamt 3 Teilneh-
mende = 7,6% (2021 = 1 Teilnehmende 2,3%). 5 Teilnehmende haben in 2021 eine Arbeit
aufgenommen. Der Aufgabenbereich „Vermittlung in Arbeit“ ist seit 2020 kein explizites Ange-
bot/Aufgabenfeld der KAI e.V. mehr, sondern wird von der Caritas Sozialberatung übernom-
men. Die 5 Teilnehmenden konnten durch die Kurse befähigt werden, sich ihre Arbeitsstellen
selbst zu suchen. In 2021 erfolgten (teilbedingt durch die Pandemie) keine Arbeitsaufnahmen
von Sprachkursteilnehmenden.
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Projektname „Wir verstehen uns“ Projekt-Nr. 5.01
Projektträger Stadt Münster, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Kontakt
Kinderhauser Arbeitslosen Initiative - KAI e.V.
Kai Weyer, Josef-Beckmann-Straße 5, 48159 Münster, Tel: 02871-2807894, Mail: kai-muenster2@t-online.de
Projektkurzbeschreibung
KAI e.V. führt als Projektträger gemeinsam mit dem Kooperationspartner „Haus der Familie“ und weiteren Kooperationspartnern
- Deutschsprachkurse für Eltern zur Stärkung ihrer Aufgaben im Lernprozess der Kinder
- Alphabetisierungs- und Sprachkurse für Erwachsene zur sozialen Integration, zur Integration in den Arbeitsmarkt bzw. zur Schu-
lung deutsch- und muttersprachlicher Fähigkeiten für verschiedene Bereiche des alltäglichen Lebens
- Einzelnachhilfe für Kinder und Jugendliche sowie
- erforderliche Begleitmaßnahmen (Weiterbildung, Kinderbetreuung usw.) durch
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2022 Zielerreichung
Erhöhung der
Chancengleichheit der
Kinder und Jugendlichen
Zieldimension:
Verbesserung/ Stabilisierung
der schulischen Leistungen
der Schüler/innen
Anzahl der durchgeführten
Einzelnachhilfe für Schü-
ler/innen sowie Anzahl Teil-
nehmende
Neu: Überwiegende Förde-
rung migrationsbetroffener
und/ oder marginalisierter
Gruppen
Noten in den Nachhilfefä-
chern der teilnehmenden
Schüler/ innen
Einzelnachhilfe für Schüler/innen aller Schulformen und Klassen mit Wohnsitz in Kinderhaus.
In 2022 wurden bei KAI e.V. im Projekt Einzelnachhilfe insgesamt 46 Schüler/innen von 13
Nachhilfelehrer/innen betreut (2021 = 34 Schüler/innen; 2021 = 13 Nachhilfelehrer/innen),
Geschlechterverteilung unter den Schüler/innen: 26 männlich = 56% (2021: 25 = 70%), 20
weilblich = 44% (2021: 10 = 30%), Umfang ca. 1 Std./Woche/Schüler
Der Anteil der Schüler/innen mit Migrationsvorgeschichte lag 2022 bei 82,6%, also 38 von 46
Schüler/innen (2021 = 83%). 3 Schüler/innen sind seit weniger als 18 Monaten in Deutschland
und konnten in der Nachhilfe im Erwerb der deutschen Sprache gefördert und begleitet werden.
Die Nachhilfe fand hierbei mit ausgewähltem DaZ/DaF -Lehrmaterial (DaF = Deutsch als
Fremdsprache / DaZ = Deutsch als Zweitsprache) statt, das von den Klassenlehrern/innen zur
individuellen Förderung ausgegeben wurde. Das entspricht 6%. In 2021 waren es 0.
2022 war bei 17 Schüler/innen keine Angabe zur Leistungsentwicklung möglich, da sie weni-
ger als ein Schulhalbjahr lang Nachhilfe oder keine quantifizierbaren Noten bekommen haben
(2021 = 9%). Von den auswertbaren Fällen haben sich 58% der Schüler/innen verbessert
(2021 = 65%), 31% wurden befähigt, ihre Noten zu stabilisieren (2021 = 15%). 7% haben sich
verschlechtert (2021 nicht erhoben).
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Zu den Sprachkursen: Die Nachfrage der Bewohner/innen des Stadtteils für die Deutsch-Sprachkurse sowie die sehr gute Akzeptanz seitens
der Kooperationspartner und auch des Jobcenters Nord blieb auch im Jahr 2022 beständig. Der Sprachunterricht konnte ganzjährig in Präsenz
angeboten werden. Als Corona-Schutzmaßnahme und wegen des coronabedingt zurückgeworfenen Lernstandes fanden die Kurse weiterhin in
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
verringerter Teilnehmendenzahl statt. Deshalb konnten weiterhin keine mit 2019 vergleichbar hohen Zahlen erreicht werden. Die Teilnehmenden
aus den Kursen aus 2020 und 2021 sind zum Großteil übernommen worden, da aufgrund der Isolation ein merklicher Rückschritt in den Deutsch-
sprachkenntnissen der Teilnehmer/innen aufgetreten ist und Lernziele trotz stattfindender Kurse nicht immer erreicht werden konnten. 8 leis-
tungsstärkere Teilnehmerinnen konnten in weiterführende Sprachkurse oder Arbeit vermittelt werden. Die Teilnehmer/innen gaben an, weiterhin
abseits der Sprachkurse keinen Sprachkontakt zu Deutsch-Muttersprachler/innen zu haben und weiterhin nur reduzierte soziale Kontakte zu
haben. Durch Quarantänen der Teilnehmer/innen oder Haushaltsangehörigen kam es häufig zu Verhinderungen des Kursbesuchs. Eine Fortfüh-
rung der Sprachkurse in 2023 und den Folgejahren ist dringend notwendig, um die Corona-bedingten Bildungsdefizite und ausgebliebenen
Sprachkontakte zu kompensieren. Zudem verdeutlichte sich die entlastende Funktion der Sprachkurse: Die Teilnehmer/innen freuten sich merk-
lich über die Möglichkeit mit haushaltsfremden Personen sprechen zu können und Freundschaften zu knüpfen sowie zu pflegen. Die Reorganisa-
tion der Kursstruktur und die Rückkehr zu verbindlichen Regeln (Pünktlichkeit, Abmeldung bei Fehltagen) die bereits im Vorjahr angegangen
wurde, hat sich in allen Kursen verbessert. Es mussten weniger Mahnungen und Einzelgespräche geführt werden, um die Einhaltung von Regeln
zu gewährleisten. Die Bereitschaft zur Einhaltung von AHA-Regeln in den Sprachkursen war wie bereits 2021 sehr hoch. Über die Sprachkurse
kam es zu keiner Ansteckung unter Teilnehmer/innen oder Dozentinnen. Ab September wurde ein neuer Sprachkurs mit der Zielgruppe bereits
berufstätiger Männer mit geringen Deutschkenntnissen angeboten. Dieser fand immer donnerstags nachmittags für 2 UStd statt und wurde mit 7
Teilnehmern gut angenommen: Der Kurs wird 2023 fortgeführt.
Zur Nachhilfe: Die Nachhilfe konnte im Rahmen der Corona-Schutzverordnungen regulär und in Präsenz stattfinden. Digitale Nachhilfe wurde in
Einzelfällen wie Quarantänen weiter durchgeführt, Nachhilfe in Präsenz wurde jedoch lehrer- und schülerseitig bevorzugt. Viele Schüler/innen
beklagten Lernrückstände und von der Schule nicht ausreichend nachbereitete Unterrichtsinhalte aus den home-schooling-Phasen der Pande-
mie. Die Problematik des häuslichen Lernumfelds hatte weiterhin Bestand (viele Personen auf wenig Raum, Kinder haben häufig keine eigenen
Zimmer). Hinzugekommen sind vermehrte Anfragen durch die Schulen, einzelne Schüler/innen, die erst seit weniger als 18 Monaten in Deutsch-
land leben, in unserem Nachhilfeprojekt beim Spracherwerb zu fördern. Die KAI konnte 3 Schüler/innen im Umfang von 2 Std. pro Woche för-
dern. Die AHA-Regeln wurden von den Schülern/innen und Lehrer/innen weiterhin gewissenhaft eingehalten und es kam über die Nachhilfe zu
keiner Corona-Ansteckung.
Ausblick 2023 Der Bedarf sowohl bei den Deutsch-Sprachkursen als auch bei der Einzelnachhilfe wird sich in der Bereinigung pandemiebedingter Bildungslü-
cken voraussichtlich sogar noch steigern; es zeigt sich zudem, dass armutsbedrohte Familien besonders schwer unter dem Wegfall von tages-
strukturierendem Präsenzunterricht gelitten haben. Diese Auswirkungen dauern an und zeigen sich in ihren Folgen weiterhin. Zudem zeigt sich
ein erhöhter Betreuungsaufwand der Kinder und Jugendlichen im Nachhilfeprojekt, da vermehrt „Multi-Problem-Familien“ auftauchen; Einbindung
der Eltern muss noch intensiver verfolgt werden, da diese zu den regelmäßig vorgesehenen Elterngesprächen häufig nicht erscheinen. Erhöhung
der Chancengleichheit bei den Kindern u. Jugendlichen sowie der Bildungsbeteiligung bei den Familien bleibt daher auch in 2023 das Ziel des
Projekts.
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Projektname Gesund aufwachsen in Kinderhaus Projekt-Nr. 5.04
Projektträger Stadt Münster, Gesundheits- und Veterinäramt
Kontakt Dr. Dagmar Schwarte, Tel. 492 54 34, schwartedagmar@stadt-muenster.de
Projektkurzbeschreibung
Durch Hebammensprechstunden in Kitas soll die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere und Kinder gestei-
gert werden. Eltern sollen dabei unterstützt werden, ihren Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2022 Zielerreichung
Die Inanspruchnahme von
Schwangerschaftsvorsorgen
und Hebammenhilfe nimmt zu.
Anzahl der Hebammensprech-
stunden/der Mütter in Hebam-
menbetreuung
- Pandemiebedingt waren Sprechstunden in Kitas nicht möglich.
- Die Mitarbeiterinnen der aufsuchenden Hilfen der Beratungsstelle (Hebamme und
Kinderkrankenschwestern) Frühe Hilfen im Gesundheitsamt haben aber über 170
Hausbesuche im Stadtteil durchgeführt.
- 2 Kitas im Gebiet bieten 1 -2x/Monat eine durch eigene Mittel finanzierte Hebammen-
sprechstunde an.
Projektziel teilweise er-
reicht
Die Fertigkeiten der Eltern mit
geringem Einkommen, eine
gesunde Lebensweise ihrer
Kinder zu fördern, werden
gestärkt.
Anteil positiver Rückmeldun-
gen bei Befragung der Teil-
nehmenden.
- Pandemiebedingt fielen diese Angebote (Sure-Start-Gruppe, Müttercafés) größtenteils
aus. Die Sure-Start Gruppe traf sich vier Mal.
Projektziel nicht er-
reicht
Gesamtfazit Pandemiebedingt konnten die Ziele nur teilweise erreicht werden. Immerhin gelang es, über 170 Hausbesuche durchzuführen.
Ausblick 2023 Die Ziele bleiben. Es gestaltet sich weiterhin schwierig, Hebammen für diese Aufgabe zu gewinnen. Deshalb werden die Stellen im Gesundheits-
amt aufgestockt, um selbst Angebote in den Kitas machen zu können.
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 6: „Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte“
Projektname Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte - Schuldnerbera-
tung vor Ort
Projekt-Nr. 6.01
Projektträger Bildungs-und BeratungsCentrum Diakonie Münster (Schuldnerberatung)
Kontakt Bettina Krämer, Josef Beckmannstraße 5, 48159 Münster, b.kraemer@diakonie-muenster.de
Projektkurzbeschreibung Kinderhaus ist der Stadtteil in Münster mit der höchsten Verschuldungsquote; hoher Anteil an Migrantinnen und Migranten, hohe Ar-
beitslosigkeit, unzureichende Ausbildungs- und Arbeitsplätze vor Ort, Langzeitarbeitslosigkeit, Armut, Verschuldung, Abhängigkeit
von staatlichen Transferleistungen. Das Angebot richtet sich an verschuldete Haushalte und Einzelpersonen in Kinderhaus/Brüning-
heide; Hilfestellung unterschiedlicher Art zur Lösung der Schuldenproblematik und Präventionsarbeit wird geleistet.
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2022 Zielerreichung
Umfassende Hilfestellung für
Ratsuchende mit einer
Verschuldungsproblematik
(junge Menschen,
Erwachsene, Migranten) in
mindestens 20 Neufällen
Anzahl von Neufällen, wel-
che 2022 zusätzlich zu den
30 aus den Vorjahren wei-
terbetreuten Fällen hinzu-
kommen
38 neu hinzukommende Fälle in 2022 (Ziel: 20 Fälle) neben noch offenen 31 Fällen aus den
Vorjahren; Beratungsintensität b leibt hoch; Erfolgsquote liegt bei 89,2% (= 33 von 37 abge-
schlossenen Fällen; 4 abgebrochene Fälle); 31 Fälle aus 2021 und 2022 werden mit allerdings
etwas geringerer Beratungsintensität in 2023 weitergeführt; bei Langläufern handelt es sich
zumeist um Familien mit Migrationshintergrund. Insgesamt liegt bei den 38 Neufällen in 25 Fäl-
len (66%) ein Migrationshintergrund vor (davon eingebürgert: 6 Fälle). 21 (55%) der neuen
Fälle sind weiblich und 17 (45%) männlich. Der Anteil älterer Menschen liegt mit 10,5% (4 von
38) aktuell eher gering. Grund könnte sein, dass auch in 2022 Hausbesuche nur eingeschränkt
möglich waren. Mit 89% der in 2022 neu hinzugekommenen Klienten hat wie in den Vorjahren
ein hoher Anteil aktiv an der Problemlösung mitgewirkt. Die vorhandenen Betreuungskapazitä-
ten erscheinen weiterhin zu knapp. Diese Aussage gilt unabhängig von der als Folge von
Corona möglicherweise noch weiter zunehmenden Anzahl der Fälle in 2023.
Projektziel erreicht
(deutlich übertroffen)
Durchführung von 8
präventiven Aufklärungs-
veranstaltungen im Jahr mit
insgesamt mind. 80
Teilnehmenden
Anzahl der Veranstaltungen
Anzahl Gesamteilnahmen
Insgesamt konnten wie in 2022 keine präventiven Veranstaltungen durchgeführt werden.
Schon in 2019 kamen trotz aktiver Ansprache und mehrfachen Hinweisen weder im KAI noch
in den Schulen Veranstaltungen zustande. Corona -bedingt gab die weitere Verfolgung des
Ziels in 2020 bis 2022 keinen Sinn. Zumindest für Veranstaltungen im KAI scheint eine Fort-
führung von präventiven Veranstaltun gen grundsätzlich für die Zukunft weiterhin sinnvoll und
möglich. Für Schulen (lehrplanbedingte Gründe) werden die Aussichten auf Fortführung wei-
terhin sehr skeptisch gesehen. Diese Problematik wurde bereits im Workshop „Soziale Stadt“
2019 mit den verantw ortlichen Kollegen/innen der Stadt Münster diskutiert. Eine Neuausrich-
tung der Ziele hinsichtlich der präventiven Veranstaltungen wurde von allen Beteiligten als sinn-
voll angesehen. Unabhängig davon wurden für 2023 wieder Aufklärungsveranstaltungen (z.B.
in Kirchengemeinde, Sozialbüros, etc.) angestrebt.
Projektziel nicht er-
reicht
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Projektname Sicherung sozialer Netze und Infrastrukturen in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte - Schuldnerbera-
tung vor Ort
Projekt-Nr. 6.01
Projektträger Bildungs-und BeratungsCentrum Diakonie Münster (Schuldnerberatung)
Kontakt Bettina Krämer, Josef Beckmannstraße 5, 48159 Münster, b.kraemer@diakonie-muenster.de
Projektkurzbeschreibung Kinderhaus ist der Stadtteil in Münster mit der höchsten Verschuldungsquote; hoher Anteil an Migrantinnen und Migranten, hohe Ar-
beitslosigkeit, unzureichende Ausbildungs- und Arbeitsplätze vor Ort, Langzeitarbeitslosigkeit, Armut, Verschuldung, Abhängigkeit
von staatlichen Transferleistungen. Das Angebot richtet sich an verschuldete Haushalte und Einzelpersonen in Kinderhaus/Brüning-
heide; Hilfestellung unterschiedlicher Art zur Lösung der Schuldenproblematik und Präventionsarbeit wird geleistet.
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2022 Zielerreichung
Wöchentlich (nicht in den
Schulferien) eine offene
Sprechstunde im Zeitumfang
von 2 Stunden mit im
Durchschnitt wenigstens 4
Personen
Anzahl Sprechstunden au-
ßerhalb der Schulferien
Durchschnittliche Besucher-
zahl in den Sprechstunden
Konnten im Jahr 2020 im ersten Quartal (vor Corona) noch 8 offene Sprechstunden durchge-
führt werden, so war das in 2021 und 2022 pandemiebedingt nicht mehr möglich;
Sprechstunden decken eine Vielzahl von Themen rund um Finanzen und Verschuldung ab; es
ergeben sich häufig Folgetermine und/oder langfristige Beratungen. An Stelle der Sprechstun-
den trat eine Vielzahl von Telefonaten, in welchen allerdings eine ganzheitliche Problemlösung
nicht zuletzt wegen erheblicher Sprachprobleme der Klienten sehr schwer möglich ist und den
Beratungsprozess verlängert haben. Auf Wunsch der Stadt Münster wurde die Anzahl der Te-
lefonate dokumentiert; beginnend ab 2023 werden Sprechstunden wieder fortgeführt, um im
persönlichen Kontakt eine Bündelung von Aktivitäten sicherzustellen.
Projektziel nicht er-
reicht
Wöchentlich mindestens 1
Hausbesuch
Anzahl Hausbesuche pro
Jahr
Corona-bedingt konnte das Ziel zur Anzahl der Hausbesuche nicht erreicht werden. Es wurden
nur aufgrund hoher Dringlichkeit in 2022 insgesamt noch 9 Hausbesuche durchgeführt. Ziel-
gruppe von Hausbesuche n sind Personen, die aufgrund von Mobilitätseinschränkungen nur
eingeschränkten Zugang zu bestehenden alternativen Hilfsangeboten haben (z.B. kinderrei-
che, ältere/kranke Mitbürger). Die grundsätzliche Sinnhaftigkeit von Hausbesuchen bleibt somit
weiter erhalten und soll in 2023 aufgrund geänderter Rahmenbedingungen wieder forciert wer-
den.
Projektziel nicht er-
reicht
Gesamtfazit Sprechstunden und Hausbesuche wurden seit dem 2. Quartal 2020 bis Mitte/Ende 2022 faktisch nicht mehr bzw. kaum noch durchgeführt. Das
Beratungskonzept wurde den pandemiebedingten Erlassen und Vorgaben entsprechend angepasst (mit einer verstärkten telefonischen Bera-
tungspräsenz und schriftlicher Korrespondenz mit Klienten versus persönlichem Kontakt). Schuldnerberatung war grundsätzlich zwar auch unter
Corona weiterhin vollumfänglich möglich, gestaltete sich aber inhaltlich und mit Blick auf institutionsübergreifende Zusammenarbeit aber umständ-
licher und langwieriger als früher.
Das Projekt ist seit Jahren am Standort Kinderhaus etabliert, was sich in der hohen Klientelfrequentierung zeigt. Ein Bedarf ist deutlich zu erken-
nen.
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Präventive Veranstaltungen sind grundsätzlich ebenfalls, weiterhin sinnvoll (Veranstaltungen im KAI, Kirchengemeinde, Sozialbüro, etc.). Für eine
weitere Verfolgung des Ziels ist eine enge Zusammenarbeit und Vernetzung mit örtlichen Kooperationspartnerinnen notwendig.
Ausblick 2023 Ziele der Vorjahre können für 2023 grundsätzlich beibehalten bleiben.
Die grundlegenden Zielrichtungen des Teilprojekts sind nach wie vor sinnvoll. Die Ziele zur umfassenden Hilfestellung für Ratsuchende mit einer
Verschuldungsproblematik, Durchführung von Sprechstunden und Hausbesuchen sind auch in der quantitativen Ausformulierung weiterhin sinnvoll
und sollen sich nach Ende der Corona-Pandemie in 2023 wieder in Richtung des früheren Niveaus bewegen. Die Durchführung präventiver Veran-
staltungen wird weiterhin als sinnvoll angesehen und bei entsprechendem Bedarf angeboten. Für Angebote an Kinder und Jugendliche fehlt je-
doch die Nachfrage. Mit Blick auf die Beratung älterer Menschen (Stichwort: Leben mit und Vermeidung von Altersarmut) und der wieder beste-
henden Möglichkeit der Durchführung von Hausbesuchen wird der in 2022 mit 10,5% eher geringe Anteil älterer Menschen in 2023 voraussichtlich
wieder ansteigen. Vor diesem Hintergrund und zusammen mit den existenzbedrohenden Folgewirkungen der Corona-Pandemie erscheint eine
Ausweitung der personellen Kapazitäten sinnvoll. Es ist mit einer Zunahme von Mitbürgern/innen mit einer Verschuldungsproblematik und einer
Ausweitung über den bisherigen Kreis der Betroffenen auszugehen.
Auch wenn die Folgen von Corona noch nicht abschließend beurteilt werden können, zeichnet sich schon jetzt in den telefonisch durchgeführten
Beratungsgesprächen ein latent vorhandener und zunehmender Bedarf an umfassender Hilfestellung bei Verschuldungsproblemen ab. Grundsätz-
lich erscheint die Durchführung von Sprechstunden und Hausbesuchen innerhalb des Gesamtpakets der Schuldnerberatung vor Ort weiter sinn-
voll.
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Projektname Lebenswelten kennen lernen Projekt-Nr. 6.02
Projektträger Internationaler Kulturverein Atrium e.V.
Kontakt Adelgund Schmitz und Nicole Berner, Sprickmannplatz 1, 48159 Münster, atrium-kulturverein@gmx.de
Projektkurzbeschreibung Kulturprojekte, interkulturelle Veranstaltungen zwecks wechselseitigem Kennenlernen
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2022 Zielerreichung
Das Interesse der
Bewohnerinnen und Bewohner
an Eigenaktivitäten nimmt zu
Es findet monatlich mindes-
tens eine kulturelle Veran-
staltung im Atrium bzw.
durch den Atrium e.V. orga-
nisiert statt.
Nach Ende der Pandemie wurden wieder verstärkt Veranstaltungen durchgeführt. Aufgrund
der gedämpften Wiederaufbruchstimmung handelte es sich weniger um Besuch von Museen,
Ausstellungen oder Konzerten außerhalb von Kinderhaus, sondern eher um die Neubelebung
des „Alltagsbetriebs“ mit Aktionen wie z.B. Grillen, Spargel essen, Kinderkarneval, Strickkreis.
Projektziel erreicht
An jeder Veranstaltung neh-
men durchschnittlich min-
destens 15 Personen teil.
Bei den durchgeführten Veranstaltungen wurde dieses Ziel erreicht.
Der Anteil der über 65-jährigen teilnehmenden Personen liegt bei knapp 30%.
Das Interese der
Wohnbevölkerung am
Kennenlernen anderer Kulturen
wächst
Der Anteil der Menschen
mit Migrationsvorgeschichte
an den teilnehmenden Per-
sonen beträgt im Mittel 35
%.
Von 1.249 an Veranstaltungen teilnehmenden Personen (ohne Frühstück und Mittagstisch)
besaßen 605 eine Migrationsvorgeschichte (48,4%). Bezieht man die Frühstücks - und Mit-
tagstischangebote in die Betrachtung mit ein, so liegt der Anteil bei 27,1 %. Inhaltlich erscheint
es uns allerdings logisch, den Wert auf die durchgeführten Veranstaltungen zu be ziehen, da
es hier ja um das Kennenlernen anderer Menschen und Kulturen geht, während die Essens-
angebote eher einen sozialen Zweck erfüllen (und natürlich trotzdem als „Eintritts“ -Event
wichtig sind).
Projektziel erreicht.
Die Motivation der
Wohnbevölkerung, eine
Verstetigung kultureller inkl.
künstlerischer Aktivitäten im
Wohngebiet zu unterstützen
nimmt zu
Anzahl der ehrenamtlich Tä-
tigen wächst
Dieses Ziel wurde auf jeden Fall erreicht, es ist sogar gelungen einen neuen Vo rstand voll-
ständig zu besetzen und auch die inhaltlich/konzeptionelle Entwicklung der weiteren Ange-
bote wird von deutlich mehr Personen mitgetragen. An dieser Stelle wirkt sich die Erleichte-
rung über ein Stück Normalität nach Corona deutlich positiv aus.
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Das Kalenderjahr 2022 ist durch die Gewinnung neuer und mehr Ehrenamtlicher nach einer kurzen Aufwärmphase geprägt von Tatendrang
und Motivation und dadurch einer deutlichen Ausweitung der Aktivitäten im Vergleich zu 2021. Es ist ein spürbarer Zuwachs an Zusammenhalt
untereinander (und damit auch bei praktischer Unterstützung) sowie Wertschätzung des Atriums als Ort feststellbar. Auch wenn die Zahlen von
2019 als Bezugspunkt aus der Vor-Corona-Zeit noch nicht wieder erreicht werden konnten, so handelt es sich zwischen 2021 und 2022 um
deutlich mehr als eine Verdoppelung der Teilnehmenden. Wermutstropfen ist nach wie vor die eher geringe Bereitschaft von Menschen mit
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Migrationsvorgeschichte, sich hier ebenfalls einzubringen. Bei der Vermietung der Räumlichkeiten für private Feiern sind diese Menschen aller-
dings zahlenmäßig deutlich stärker vertreten als Menschen ohne Migrationsvorgeschichte.
Ausblick 2023 Der im Dezember 2022 neu gewählte Vorstand hat sich das Thema kultureller Veranstaltungen insbesondere für Menschen aus anderen Kultu-
ren auf die Agenda gesetzt. Daher wird es in 2023 sicher diesbezüglich neue Impulse geben.
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Projektname Jungenprojekt „Sport gegen Gewalt“ Projekt-Nr. 6.04
Projektträger Begegnungszentrum Kinderhaus e.V.
Kontakt Roland Erfurt, roland.erfurt@bgz-kinderhaus.de / Benjamin Bunzel, benjamin.bunzel@bgz-kinderhaus.de
Projektkurzbeschreibung
Ziel der Sportveranstaltung ist die Zusammenführung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen unterschiedlicher Nationalität
und Kulturen, die gerne Fußball spielen. Alle Teilnehmer sollen die Bereitschaft mitbringen, auftretende Konflikte ohne den Einsatz
körperlicher Gewalt zu lösen. Aber auch die Vermittlung sozialer Kompetenzen (Teamfähigkeit einüben, Rücksichtnahme, Über-
nahme von Verantwortung etc.) ist Ziel dieses Projekts.
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2022 Zielerreichung
Das Projekt findet regelmäßig
einmal wöchentlich statt
Anzahl der Treffen
Regelmäßige Teilnahme an den
Sportveranstaltungen
Grundsätzlich bleibt festzustellen, dass die Teilnehmerzahl während und nach der Pan-
demie erheblich zurückgegangen ist.
Gesamtzahl der Treffen im Kalenderjahr 2022: 29 (2021= 0, 2020 = 13, 2019 = 40)
Teilnehmerzahl: 36, davon 85% mit Migrationsvorgeschichte
Anzahl der Jungen, die an weniger als 50 % der Termine teilgenommen hat: 23
Anzahl der Jungen, die an mehr als 50 % der Termine teilgenommen hat: 13
Projektziel annä-
hernd erreicht
Unterschiedliche Nationalitä-
ten werden über das Sportan-
gebot zusammengeführt
Sozialverhalten und die Bewälti-
gung von Konflikten während der
Sportveranstaltung
Die grundlegenden Ziele der Veranstaltung (Friedliches Miteinand er unterschiedlicher
Nationalitäten, das gewaltfreie Austragen von Konflikten sowie das Erlernen von Team-
fähigkeit etc.) konnte erreicht werden.
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Das inhaltliche Ziel der Sportveranstaltung wurde erreicht! Die Teilnehmerzahl ist aber zu gering und ausbaufähig. Aus diesem Grund haben wir
Anfang dieses Jahres den Kontakt zu den Jugendlichen unserer Boxsportgruppe hergestellt. Unsere Übungsleiter aus den Bereichen Fußball /
Boxsport versuchen nun, die Bereiche zu verknüpfen, um neue Teilnehmer für das Fußballspiel zu gewinnen.
Ausblick 2023 Alle grundsätzlichen Ziele dieses Projekt sollen unverändert beibehalten werden. Die Verknüpfung der beiden Sportangebote soll intensiviert
werden.
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Projektname Mobile Jugend (-sozial)arbeit Projekt-Nr. 6.06
Projektträger Stadt Münster, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Kontakt Dieter Schmitz, SchmitzD@stadt-muenster.de
Projektkurzbeschreibung Mobiles Beratungsangebot für Jugendliche
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2022 Zielerreichung
Bislang durch die
Jugendsozialarbeit nicht
erreichte Jugendliche sollen
angesprochen und erreicht
werden
Anzahl/Struktur der Nutzer/-in-
nen des offenen Angebots:
Anzahl, Geschlecht, schuli-
scher oder beruflicher Hinter-
grund, bisherige Anbindung
an Jugend- und Freizeitein-
richtungen der Nutzer/-innen
des offenen Angebots
Teilnahme an Angeboten der
Mobilen Jugendarbeit und Zu-
friedenheit mit den Angeboten
Im Jahr 2022 wurden 390 Kontakte zu Jugendlichen durch die Mobile Jugend(-sozial) arbeit
hergestellt. (Anmerkung: Es handelt sich um vielfach um Mehrfachkontakte, Höhe des An-
teils lässt sich nicht abschätzen)
-Von den 390 Kontakten fanden 244 (63%) zu Jungen/Männern und 146 (37%) zu Mäd-
chen/Frauen statt.
-Anzahl der Kontakte bis einschließlich 13 Jahre: 126 , davon fanden 113 (61%) zu Jun-
gen//Männern und 72 (39%) zu Mädchen/Frauen statt.
-Anzahl der Kontakte 14 bis einschl. 17 Jahre: 185 Kontakte, davon 113 zu Jungen/Männern
(61%) und 72 (39%) zu Mädchen/Frauen statt
-Anzahl der Kontakte ab 18 Jahre: 79 Kontakte, davon fanden 39 (49%) zu Jungen/Män-
nern, 40 (51%) zu Mädchen/Frauen statt.
-Anzahl Kontakte, die eine Haupt - oder Förderschule besuchen: 188, davon fanden 121
(64%) zu Jungen/Männern und 67 (36%) zu Mädchen/Frauen statt.
-Anzahl Kontakte, die eine Realschule oder ein Gymnasium besuchen: 56, davon fanden
31 zu Jungen/Männern (55%), und 25 (45%) zu Mädchen/Frauen statt.
-Anzahl Kontakte, die sich in einer beruflichen Ausbildung befinden : 33, davon fanden 17
(52%) zu Jungen/Männern und 16 (48%) zu Mädchen/Frauen statt.
-Anzahl Kontakte, die bisher gelegentlich oder regelmäßig Angebote der offenen Jugendar-
beit o.ä. wahrgenommen haben: 153
Das Kooperationsangebot mit dem U25 Team des Jobcenters fand –auch hier pandemie-
bedingt- nur 4x statt. Die allgemeine Sozialberatung (bzw. verweisende Arbeit zu anderen
qualifizierten Fachstellen) und Präventionsangebote im Bereich Sucht, Medien und Straffäl-
ligkeit werden nachgefragt.
Projektziel erreicht
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Projektname Mobile Jugend (-sozial)arbeit Projekt-Nr. 6.06
Projektträger Stadt Münster, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Kontakt Dieter Schmitz, SchmitzD@stadt-muenster.de
Projektkurzbeschreibung Mobiles Beratungsangebot für Jugendliche
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2022 Zielerreichung
Wege zur Lösung persönlicher
und sozialer Probleme sollen
aufgezeigt und genutzt werden
Anzahl der Nutzer/-innen, die
an realistischen Lösungen ar-
beiten. Realistische Lösungen
sind zum Beispiel die Teil-
nahme an Angeboten der Ju-
gendarbeit/Jugendsozialar-
beit, Besuche von Freizeitein-
richtungen, Kontaktaufnah-
men zu anderen Beratungsan-
geboten
Anzahl Beratene, die an realistischen Lösungen arbeiten: 88
Es soll hier noch angefügt werden, dass eine durchaus erfolgreiche Vermittlung in Koope-
ration mit dem U25 Job Center Team stattgefunden hat (möglicherweise auch statistisch für
den Stadtteil feststellbar). Selbst „schwierigere Fälle“ fanden den Weg (zurück ) in den Ar-
beitsmarkt.
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Viele Kontakte konnten bei der Mobilen Jugendsozialarbeit aufrechterhalten werden. Pandemiebedingte Probleme bei Jugendlichen (zuneh-
mend aggressives Verhalten im familiären Umfeld, Isolation, Kontaktverluste (im priv. Umfeld als auch zu Fachstellen/Ämtern), Einschränkun-
gen im Freizeitbereich/der Freizeitangebote etc.) standen im Vordergrund. Verweisende Hilfen wurden ebenfalls gut angenommen.
Ausblick 2023 Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem U25 Job Center. Die z.T. abgebrochenen Kontakte zu den Jugendlichen müssen kontinuierlich
nach der Pandemie wiederaufgebaut werden.
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Projektname Sport und Bewegung Projekt-Nr. 6.07
Projektträger Stadt Münster, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (51)
Kontakt Dieter Schmitz, SchmitzD@stadt-muenster.de
Projektkurzbeschreibung
Das Wuddi wird mobile Sportangebote im Stadtteil weiter verankern. Zum Beispiel: Soccer Cage, Boule, Tischtennis und Basket-
ball. Die Angebote sind niedrigschwellig, um Jugendliche an die Angebote der Jugendarbeit im Stadtteil und den Sportverein SC
Westfalia anzubinden.
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2022 Zielerreichung
Kinder und Jugendliche über
Sportangebote für Sport und
Bewegung zu begeistern
Wöchentlich 10 Jugendliche
an den mobilen, z.T. trendigen
Kleinsportangeboten der auf-
suchenden Jugendsozialarbeit
zu beteiligen
Anzahl von 25 Jugendlichen,
die außerhalb der Schule wö-
chentlich an den Sportange-
boten des Wuddi teilnehmen
Nach Ende der Corona-Pandemie noch nicht entsprechend wieder angelaufen. Lediglich
einzelne Aktionen bereits initiiert. Folgende Kleinsportangebote im Viertel wurden wahrge-
nommen: Tischtennis, Basketball, Street Fußball.
Zu den Sportangeboten auf dem Gelände des Wuddi ist anzumerken, dass die Jugendli-
chen (möglicherweise pandemiebedingt) vorerst nicht mehr für diese Form der Angebote
zu begeistern waren. Nach Angabe der Jugendlichen, hat sich ihr Fokus hin zu digitaler
Freizeitgestaltung, d.h. E-Sports am PC oder der Playstation bzw. gesteigerter Konsum
sozialer Medien in digitaler Form verschoben. Die Sportangebote werden natürlich weiter-
hin angeboten und es bleibt aus pädagogischer Sicht zu hoffen, dass sich die Jugendli-
chen für Sport- und Bewegungsangebote wieder begeistern lassen.
Randnotiz: Die Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse verdeutlicht, dass sich
(pandemiebedingt?) die psychische und physische Verfassung bzw. Leistungsfähigkeit
und -bereitschaft verschlechtert hat. Zusätzlich ist ein genereller Wandel hin zu mehr digi-
taler Freizeitgestaltung zu erkennen.
Projektziel nicht er-
reicht
Teilnahme von Kindern und
Jugendlichen an
Sportangeboten und –
veranstaltungen außerhalb des
Stadtteils
Anzahl von 60 Jugendlichen,
die an Aktionen zur Soccer-
Halle teilnehmen.
Es wurden aufgrund einer geänderten Nachfrage Fahrten zu verschiedenen Sport-Events
durchgeführt:
Besuch des NINFLY- Trampolinparks, Minigolf, Pool Soccer, Kegeln, Kanufahren, Paint-
ball
Insgesamt konnten 122 Teilnehmende erreicht werden, davon 79% männlich, 21 % weib-
lich (2021 = 104)
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Das Interesse an sportlichen Aktionen hat offensichtlich unter den Jugendlichen stark abgenommen.
Ausblick 2023 Ziel ist es, sportliche Aktivitäten wieder mehr in den Fokus zu rücken.
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Projektname Drogenprävention Projekt-Nr. 6.08
Projektträger INDRO e.V.
Kontakt Marlene Kamolz, 0157-37255060, indro.kamolz@posteo.de
Projektkurzbeschreibung
Wöchentliche Beratungssprechstunde & Cannabissprechstunde im Jugendsalon; Aufsuchenden Arbeit; Aktionstage Sucht; Sprit-
zentausch & -entsorgung / Spritzenautomat
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2022 Zielerreichung
Die Drogenproblematik ent-
spannt sich aus Sicht der
Fachkräfte vor Ort
Entwicklung Drogenproble-
matik
Kontinuierliche Nutzung des
Spritzenautomaten (ca. 30
PA-Packs/Woche)
Der Automat wurde an seinem neuen Standort im Jahr 2022 gut angenommen, dies musste
sich das Jahr hinweg etwas einpendeln und der neue Ort bekannt gemacht werden. Vanda-
lismus blieb nach wie vor jedoch nicht aus (Beschmutzung, Zündeleien, Aufbruchsversuche,
verstopfter Geldeinwurf), so kam es auch in diesem Berichtsjahr zu einigen Ausfällen und
Reparaturen.
Dies schlägt sich auch auf die Zahlen der verkaufen Spritzenpäckchen nieder. Im Jahr 2022
wurden 1.345 Päckchen verkauft.
Projektziel nicht er-
reicht
Bewohner*innen verschiede-
nen Alters & verschiedener
Herkunft setzen sich mit dem
Thema Drogenkonsum ausei-
nander
T eilnahme an den Aktionsta-
gen
An den Aktionstagen neh-
men durchschnittlich 15 An-
wohner unterschiedlichen
Alters & unterschiedlicher
Herkunft teil
Im Jahr 2022 wurden 3 Aktionstage mit insgesamt 23 Teilnehmenden durchgeführt.
Inhalt der Aktionstage war ein Methodenkoffer mit dem Schwerpunkt Sucht.
TN: 23, davon 16 (70%) TN männlich, 7 (30%) weibliche TN
17 (74%) TN mit Migrationsvorgeschichte
2 (9%) TN bis einschließlich 13 Jahre, 10 (4 4%) TN bis einschließlich 17 Jahre und 11
(48%) TN über 18 Jahre
Projektziel annä-
hernd erreicht
Drogengebrauchende kennen
Safer-Use-Maßnahmen
Es finden jährlich mindes-
tens 10 Beratungsgesprä-
che zu Safer-Use-Themen
im Wohnquartier statt. Der
Spritzentausch in Kinder-
haus wird weiterhin angebo-
ten.
Die Beratung findet nach wie vor in Form einer offenen Sprechstunde und in der aufsuchen-
den Arbeit statt. Vorrangige Themen bei den Jugendlichen waren der Konsum vo n Canna-
bis, Alkohol und Shisha rauchen, hinzu kamen nun auch vermehrt E-Zigaretten.
2022 wurden 17 Personen beraten:
15 (88%) der TN waren männlich und 2 (12%) weiblich. 14 (82%) Personen mit Migrations-
hintergrund, davon 12 (86%) männlich und 2 (14%) weiblich. 1 (6%) TN war bis einschl. 13
Jahre, 5 (29%) der TN waren zwischen 14 und 17 J ahre alt. 11 (66%) TN waren über 18
Jahre alt.
Das Spritzentauschangebot in Kinderhaus wurde nicht frequentiert.
Projektziel erreicht
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Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Projektname Drogenprävention Projekt-Nr. 6.08
Projektträger INDRO e.V.
Kontakt Marlene Kamolz, 0157-37255060, indro.kamolz@posteo.de
Projektkurzbeschreibung
Wöchentliche Beratungssprechstunde & Cannabissprechstunde im Jugendsalon; Aufsuchenden Arbeit; Aktionstage Sucht; Sprit-
zentausch & -entsorgung / Spritzenautomat
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2022 Zielerreichung
Drogengebrauchende kennen
Beratungs- und Ausstiegshilfen
Es finden jährlich mindes-
tens 8 Beratungs- und Ver-
mittlungsgespräche zu wei-
terführenden Hilfen (Bera-
tungs- und Ausstiegshilfen)
statt.
2022 wurden insgesamt 9 Personen zu weiterführenden Hilfen vermittelt (städtische Dro-
genberatungsstelle). Davon 1 (11,1%) Person weiblich, die anderen 8 (88,9%) männlich. 7
(77,8%) Personen mit Migrationshintergrund, davon 1 (14,3%) weiblich, die anderen 6
(85,7%) männlich. Alle vermittelten Personen (100%) waren 18 Jahre oder älter.
Projektziel erreicht
Gesamtfazit Die Angebote laufen langsam wieder an und werden gut angenommen, somit ist ein vorpandemischer/normalisierter Zustand im folgenden
Jahr zu erwarten.
Ausblick 2023 Ziele und Indikatoren können beibehalten werden.
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Ergebnisse und Wirkungen im Themenfeld 7: „Gebietsmoderation“
Projektname Quartiersmanagement Projekt-Nr. 7.1
Projektträger Gebietsmoderation
Kontakt Weinlich, Karin, Stadt Münster, Sozialamt, 0251 492 5594
Projektkurzbeschreibung Information, Aktivierung, Beteiligung, Austausch
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2022 Zielerreichung
Gebietsmoderation ist bei Veranstaltungen
präsent
Anwesenheit mindestens eines Mitglie-
des der Gebietsmoderation
- Weihnachtsmarkt vor dem BGZ
- Bouleturnier
- Sommerfest
- Tag der offenen Tür - Nordmark
Projektziel erreicht
An drei Standorten im Stadtteil sind Schau-
kästen vorhanden, deren Aushänge regel-
mäßig gesichtet und ggf. aktualisiert wer-
den.
Sichten und aktualisieren der Aus-
hänge
Die Kernprojekte haben sich laufend in den Schaukästen präsentiert.
Die regelmäßige Aktualisierung der Schaukästen mit Inhalten zu den
Projekten hat sich etabliert.
Projektziel erreicht
Die Gebietsmoderation tauscht mit allen
Projektträgern mindestens einmal pro Jahr
sowie mit allen Handlungsverantwortlichen
mindestens einmal jährlich mündlich Infor-
mationen, Bewertungen und weitere Per-
spektiven aus
Anzahl der Gespräche Gespräche mit den meisten Projektträgern finden im „laufenden Be-
trieb“ des BGZ und des KAI statt. Eine genaue Anzahl von Gesprä-
chen kann insoweit nicht angegeben werden. Im Rahmen einer Sit-
zung der Gebietsmoderation findet ein gemeinsamer Austausch über
die laufenden Projekte statt. Vorbereitend dazu wird jeweils ein geziel-
tes Gespräch mit den Projektverantwortlichen geführt.
Projektziel erreicht
Etablierung einer Fähigkeitenbörse im
Quartier
Erarbeitung einer Kooperationsverein-
barung mit einem „Träger“ bzw. einem
Verein/einer Initiative
Der Verein Anti-Rost Münster e.V. ist im Stadtteil aktiv und wird u.a.
durch die Kontakte der Gebietsmoderation bekannt.
Projektziel erreicht
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Gesamtfazit Die Gebietsmoderation ist durch die Vernetzung ihrer einzelnen Mitglieder über viele Prozesse im Quartier informiert und tauscht die
Erfahrungen regelmäßig aus. Abhängig vom jeweiligen hauptamtlichen Arbeitsauftrag werden die Informationen an die Bewohner/in-
nen weitergegeben. Der niedrigschwellige Zugang der im Quartier verorteten Mitglieder (Frau Stolz, Frau Stroe, Frau Özdemir, Frau
Bruns) bewährt sich.
Ausblick 2023 Parea bietet in 2023 eine offene Mediensprechstunde an. Zudem wurde in Kooperation mit dem Träger „move & meet“ ein Mädchen-
sportprojekt initiiert. Geplant sind von Seiten des BGZ außerdem in diesem Jahr die Frühlingsaktion „Clean – Kinderhaus“, ein Som-
merfest und der Weihnachtsmarkt, außerdem ein Open-Air-Theater in der Grünschleife.
Für 2023 soll Ziel Nr. 2 „Schaukästen im Stadtteil“ in folgendes Ziel/Indikator verändert werden:
Ziel: Intensivierung der Kooperation mit „Freiraum“, „Obolus“ und der „Kleiderkammer“ in der Diesterwegstr. Kinderhaus
Indikator: Anzahl der Verweise an diese Anbieter
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II „Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Projektname Quartiersfonds Projekt-Nr. 7.2
Projektträger Gebietsmoderation
Kontakt Weinlich, Karin, Stadt Münster, Sozialamt, 0251 492 5594
Projektkurzbeschreibung Information, Aktivierung, Beteiligung, Austausch
Ziele Indikatoren/Kennwerte Ergebnisse 2022 Zielerreichung
Vergabe von Mitteln aus dem Quartiersfond
nach den entwickelten Kriterien
Zahl der Aktionen, Zahl der TN je Ak-
tion
- Fahrt nach Aachen (55 Personen)
- Besuch Christmas Garden (10 Personen)
Projektziel teilweise
erreicht
Gesamtfazit Es ist festzustellen, dass es für die Aktivierung der Bewohnerschaft viel Engagement bedarf und „soziales Verhalten“ neu angesto-
ßen und wieder „gelernt“ werden muss. An- und Nachfragen zeigen aber, dass das Interesse an sozialen Kontakten bei einem Groß-
teil der Bewohnerschaft langsam wieder steigt. Auch das ehrenamtliche Engagement muss wieder neu beworben und aufgebaut
werden, da durch die Pandemiezeit alte Kontakte weggebrochen sind und sich neues Ehrenamt erst wieder finden muss.
Ausblick 2023 Es ist zu erkennen, dass wieder Fahrten, Ausflüge und Aktionen geplant und durchgeführt werden und dies auch ausgebaut werden
wird.
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Anhang 4: Kontextdatenmonitor 202 2
Themenfeld `Prozessbegleitende Selbstevaluation` (inklusive Grafiken zur Entwicklung
ausgewählter Kontextdaten der Stadtteilentwicklung)
lfd.
Nr. Übersicht Indikatoren
Bevölkerungszusammensetzung
1 wohnberechtigte Bevölkerung
2 wohnberechtigte Bevölkerung unter 6 Jahren
3 wohnberechtigte Bevölkerung 14 bis unter 18 Jahren
4 wohnberechtigte Bevölkerung unter 18 Jahren
5 wohnberechtigte Bevölkerung 18 bis unter 25 Jahren
6 wohnberechtigte Bevölkerung 65 Jahre und älter
7 Jugendquotient
8 Altenquotient
9 Personen mit Migrationsvorgeschichte
10 Personen mit Migrationsvorgeschichte unter 6 Jahren
11 Personen mit Migrationsvorgeschichte 14 bis unter 18 Jahren
12 Personen mit Migrationsvorgeschichte unter 18 Jahren
13 Personen mit Migrationsvorgeschichte 65 Jahre und älter
14 Wohnbevölkerung ohne deutsche Staatsangehörigkeit
15 Größte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland
16 Zweitgrößte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland
17 Drittgrößte Gruppe ohne deutsche Staatsangehörigkeit/Herkunftsland
18 Anzahl Nationalitäten
19 Einwohnerdichte
Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
20 Geburten
21 Sterbefälle
22 Umzüge im Quartier
23 Zuzüge aus anderen Stadtzellen von MS
24 Zuzüge von außerhalb
25 Fortzüge in andere Stadtzelle von MS
26 Fortzüge außerhalb MS
27 Saldo der Zu- u. Fortgezogenen (Programmgebiet)
28 Wanderungsvolumen
29 Wohndauer
Haushalte
30 Haushalte mit 5 und mehr Personen
31 Haushalte mit Kindern
32 Paare mit 3 und mehr Kindern
33 Alleinerziehende ("Ein-Eltern-Familie")
Wohnen
34 Sozialwohnungen
35 Leerstand im Mietwohnungsbestand der Wohnungsunternehmen in Kinderhaus-Brüningheide
(überwiegend öffentlich gefördert)
Transferleistungen u. Arbeitsmarkt
36 Arbeitslose (SGB II und III)
37 Nichtdeutsche Arbeitslose (SGB II und III)
38 Arbeitslose 15 -u. 20 Jahre (Jugendarbeitslosigkeit) (SGB II und III)
39 Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGBII):
"Bürgergeld"
40 Nichtdeutsche Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende
(SGBII)
41 Hilfebedürftige unter 15 Jahren mit Bezug von Leistungen nach dem SGB II (Sozialgeld):
"Kinderarmut"
42
Soziale Leistungen zur Existenzsicherung (Grundsicherung SGB II, Grundsicherung im
Alter/Erwerbsminderung, Hilfen z. Lebensunterhalt, Leistungen Asylbewerberleistungsgesetz)
Bildung und Betreuung
43 Schulübergangsquote Grundschule - Hauptschule
44 Schulübergangsquote Grundschule - Realschule
45 Schulübergangsquote Grundschule - Gymnasium
46 Schulübergangsquote Grundschule - Gesamtschule
Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
(Stadtzelle 631)
Kontextdaten_ Übersicht Indikatoren_2022
lfd.
Nr. Übersicht Indikatoren
47 Versorgungsquoten Kinderbetreuungsangebote 0 - unter 3 Jahre und 3 - unter 6 Jahre
Gesundheit
48 Übergewicht / Adipositasquote bei Kindern
Bürgerbeteiligung / politische Partizipation
49 Wahlbeteiligung bei kommunalen Abstimmungen
Kontextdaten_ Übersicht Indikatoren_2022
Indikatoren absolut relativ / Bezugsgröße
Bevölkerungszusammensetzung
wohnberechtigte Bevölkerung (WBV) 2931 davon
1456 weiblich
1475 männlich
49,7 weiblich
50,3 männlich / in % WBV
wohnberechtigte Bevölkerung unter 6 Jahren 249
113 weiblich
136 männlich
8,5 / in % WBV
wohnberechtigte Bevölkerung unter 18 Jahren 729
344 weiblich
385 männlich
24,9 / in % WBV
wohnberechtigte Bevölkerung 65 Jahre u. älter 324
178 weiblich
146 männlich
11,1 / in % WBV
Personen mit Migrationsvorgeschichte 2092
1041 weiblich
1051 männlich
71,4 / in % WBV
Wohnbevölkerung ohne deutsche
Staatsangehörigkeit (Nichtdeutsche)
1233
601 weiblich
632 männlich
41,2 / in % WBV
Anzahl Nationalitäten 74
Bevölkerungsentwicklung/-fluktuation
Geburten 33 11,3 / je 1000 EW
Sterbefälle 23 7,8 / je 1000 EW
Umzüge im Quartier 22 0,8 / in % WBV
Zuzüge aus anderen Stadtzellen von MS 98 3,3 / in % WBV
Zuzüge von außerhalb MS 236 8,1 / in % WBV
Fortzüge in andere Stadtzellen von MS 149 5,1 / in % WBV
Fortzüge nach außerhalb MS 178 6,1 / in % WBV
Saldo der Zu- u. Fortgezogenen (Programmgebiet /
Quartier)
+ 7 + 0,2 / in % WBV
Wanderungsvolumen 683 23,3 / Summe der Zu, Fort- u.
Umzüge in % der WBV
Wohndauer 9,0 / Jahre durchschnittliche
Wohndauer
Haushalte
Haushalte mit Kindern
345 28,6 / Haushalte mit Kindern
< 18 J. in % aller Haushalte
Paare mit 3 und mehr Kindern 84 33,1/ in % der Paare mit
Kindern
Wohnen
Sozialwohnungen 334
Transferleistungen u. Arbeitsmarkt
Arbeitslose (SGB II und III) 215
104 weiblich
111 männlich
11,5 / in % der HW
Bevölkerung 18 - u. 65 J.
Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022 (Stadtzelle 631)
Die Kontextdaten verdeutlichen die Rahmenbedingungen, unter denen die
Stadtteilentwicklung bzw. die Projekte der "Sozialen Stadt" ablaufen. Der
Kontextdatenmonitor dient der Schaffung von Transparenz der sozialen und räumlichen
Struktur und gibt als Teil der prozessbegleitenden Evaluation Orientierung für die an der
Programmdurchführung der "Sozialen Stadt" Beteiligten. Er ist keine Wirkungsanalyse
der "Sozialen Stadt".
Ausgewählte Daten in der Übersicht (31.12.2022)
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
Indikatoren absolut relativ / Bezugsgröße
Nichtdeutsche Arbeitslose (SGB II und III)
109
12,4 / in % der nicht-
deutschen HW Bevölkerung 18-
u. 65 J.
Hilfebedürftige mit Bezug von Leistungen der
Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGBII):
"Bürgergeld"
644 24,9 / in % der HW-
Bevölkerung < 65 J.
Hilfebedürftige unter 15 Jahren mit Bezug von
Leistungen nach SGBII (Sozialgeld):"Kinderarmut"
212 35,6 / in % der WBV 0-14
Jahren
Gesundheit
Übergewicht / Adipositasquote bei Kindern 12,5 (Übergewicht),
9,4 (Adipositas) / in % der
untersuchten Kinder der
Schuleingangsuntersuchung
Bürgerbeteiligung / politische Partizipation
Wahlbeteiligung bei kommunalen Abstimmungen
(Kommunalwahl 2020) 401 Wähler/innen
23,9 / in % aller Wahl-
berechtigten des Stimm-
bezirks ohne Sperrvermerk
(Urnenwähler/-innen)
Hinweis: Die Daten werden fortlaufend zum 31.12. eines Jahres aktualisiert. Eine erweiterte Darstellung der
Daten nach Geschlecht wird unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Aspekte angestrebt.
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Bevölkerungszusammen-
setzung
1
wohnberechtigte Bevölkerung
(WBV) 2931
davon
1456 weiblich
1475 männlich
49,7 weiblich
50,3 männlich
/ in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS ge-
meldet sind, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
52,0 weiblich
48,0 männlich
/ in % WBV
Stadtplanungsamt
2
wohnberechtigte Bevölkerung
unter 6 Jahren 249
davon
113 weiblich
(= 45,4 %)
136 männlich
(= 54,6 %)
8,5 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS ge-
meldet sind, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
5,2 / in % WBV
Stadtplanungsamt
3
wohnberechtigte Bevölkerung
14 bis unter 18 Jahren 170
davon
83 weiblich
(= 48,8 %)
87 männlich
(= 51,2 %)
5,8 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS ge-
meldet sind, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
3,2 / in % WBV
Stadtplanungsamt
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2022 (31.12.2022, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2022 (31.12.2022, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
4
wohnberechtigte Bevölkerung
unter 18 Jahren 729
davon
344 weiblich
(= 47,2 %)
385 männlich
(= 52,8 %)
24,9 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS ge-
meldet sind, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
15,2 / in % WBV
Stadtplanungsamt
5
wohnberechtigte Bevölkerung
18 bis unter 25 Jahre 433
davon
203 weiblich
(= 46,9 %)
230 männlich
(= 53,1 %)
14,8 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS ge-
meldet sind, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
12,5 / in % WBV
Stadtplanungsamt
6
wohnberechtigte Bevölkerung
65 Jahre und älter 324
davon
178 weiblich
(= 55,9 %)
146 männlich
(= 45,1 %)
11,1 / in % WBV
WBV= wohnberechtigte
Bevölkerung: alle Per-
sonen, die in MS ge-
meldet sind, unab-
hängig davon, ob es sich
um eine Haupt- o.
Nebenwohnung handelt
17,9 / in % WBV
Stadtplanungsamt
7
Jugendquotient 38,8 / in %,
Personen bis < 18
J. bezogen auf 100
Pers. von 18 bis <
65 J.
Anteil der unter 18-
Jährigen an den 18- bis
unter 65-Jährigen
22,7 / in %, Personen
bis < 18 J. bezogen
auf 100 Pers. von 18
bis < 65 J.
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2022 (31.12.2022, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
8
Altenquotient 17,3 / in %,
Personen 65 J. u.
ä. bezogen auf 100
Pers. 18 bis < 65 J.
Anteil der 65-Jährigen
und Älteren an den 18-
bis unter 65-Jährigen
26,7 / in %,
Personen 65 J. und
älter bezogen auf 100
Pers. 18 bis < 65 J.
Stadtplanungsamt
9
Personen mit
Migrationsvorgeschichte
2092
davon
1041 weiblich
(= 49,8 %)
1051 männlich
(= 50,2 %)
71,4 / in % WBV
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler/ Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
24,3 / in % WBV
Stadtplanungsamt
10
Personen mit
Migrationsvorgeschichte unter 6
Jahren 211
davon
101 weiblich
(= 47,9 %)
110 männlich
(= 52,1 %)
84,7 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler/ Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
37,9 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2022 (31.12.2022, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
11
Personen mit
Migrationsvorgeschichte 14 bis
unter 18 Jahren 140
davon
67 weiblich
(= 47,9 %)
73 männlich
(= 52,1 %)
82,4 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler/ Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
41,6 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Stadtplanungsamt
12
Personen mit
Migrationsvorgeschichte unter
18 Jahren 609
davon
297 weiblich
(= 48,8 %)
312 männlich
(= 51,2 %)
83,5 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
40,5 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2022 (31.12.2022, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
13
Personen mit
Migrationsvorgeschichte 65
Jahre und älter 216
davon
114 weiblich
(= 52,8 %)
102 männlich
(= 47,2 %)
66,2 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung
gleichen Alters
mit persönlicher Migra-
tionsvorgeschichte =
Ausländer, Heimatver-
triebene, Spätaus-
siedler / Aussiedler,
weitere Eingebürgerte
sowie Kinder ohne
persönliche, aber mit
vererbter Migrations-
vorgeschichte
18,3 / in % der
wohnberechtigten
Bevölkerung gleichen
Alters
Stadtplanungsamt
14
Wohnbevölkerung ohne
deutsche Staatsangehörigkeit
(Nichtdeutsche)
1233
davon
601 weiblich
(= 48,7 %)
632 männlich
(= 51,3 %)
41,2 / in % WBV
Personen mit auslän-
discher Staatsangehör-
igkeit
12,4 / in % WBV
Stadtplanungsamt
15
Größte Gruppe ohne deutsche
Staatsangehörigkeit/Herkunfts-
land
Rumänien:
183
davon
87 weiblich
(= 47,5 %)
96 männlich
(= 52,5 %)
6,2 / in % WBV
Personen mit rumäni-
scher Staatsange-
hörigkeit
Rumänien: 0,3 / in %
WBV
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2022 (31.12.2022, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
16
Zweitgrößte Gruppe ohne
deutsche Staatsange-
hörigkeit/Herkunftsland Polen:
161
davon
89 weiblich
(= 55,3 %)
72 männlich
(= 44,7 %)
5,5 / in % WBV
Personen mit polnischer
Staatsangehörigkeit
Polen: 0,7 / in %
WBV
Stadtplanungsamt
17
Drittgrößte Gruppe ohne
deutsche Staatsange-
hörigkeit/Herkunftsland Serbien:
136
davon
61 weiblich
(= 44,9 %)
75 männlich
(= 55,1 %)
4,6 / in % WBV
Im Melderegister gab es
zum Stichtag 31. 12.
2022 verschiedene
Staatsangehörigkeiten
aus dem ehemaligen
Jugoslawien, durch Um-
kodierungen im Melde-
register sind Jahres-
vergleiche nur bedingt
möglich
Serbien: 0,5 / in %
WBV
Stadtplanungsamt
18
Anzahl Nationalitäten
74
berücksichtigt wurden
Nationalitäten mit
mindestens 10
Personen, Angabe
beinhaltet auch die
deutsche Nationalität
Stadtplanungsamt
19
Einwohnerdichte
189 / EW je ha
Einwohner auf 1 Hektar
11 / EW je ha
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2022 (31.12.2022, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
Bevölkerungsentwicklung/-
fluktuation
20
Geburten 33
davon
20 weiblich
(= 60,6 %)
13 männlich
(= 39,4%)
11,3 / je 1000 EW
WBV
rohe Geburtenziffer
8,8 / je 1000 EW WBV
Stadtplanungsamt
21
Sterbefälle 23
davon
11 weiblich
(= 47,8 %)
12 männlich
(= 52,2 %)
7,8 / je 1000 EW
WBV
rohe Sterbeziffer;
Hinweis: maßgeblich von
der Altersstruktur
beeinflusst 9,3 / je 1000 EW WBV
Stadtplanungsamt
22
Umzüge im Quartier
22 0,8 / in % WBV
ohne Umzüge innerhalb
eines Hauses, ohne
"Abmeldungen von Amts
wegen", inklusive
unterjähriger Mehrfach-
umzüge
7,3 / in % WBV
(Umzüge MS gesamt)
Stadtplanungsamt
23
Zuzüge aus anderen Stadtzellen
von Münster 98 3,3 / in % WBV
inklusive unterjähriger
Mehrfachumzüge
Stadtplanungsamt
24
Zuzüge von außerhalb Münsters
236 8,1 / in % WBV
inklusive unterjähriger
Mehrfachumzüge 8,3 / in % WBV
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2022 (31.12.2022, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
25
Fortzüge in andere Stadtzellen
von Münster
149 5,1 / in % WBV
ohne "Abmeldungen von
Amts wegen", inklusive
unterjähriger
Mehrfachumzüge
Stadtplanungsamt
26
Fortzüge nach außerhalb
Münsters 178 6,1 / in % WBV
ohne "Abmeldungen von
Amts wegen", inklusive
unterjähriger Mehr-
fachumzüge
6,0 / in % WBV
Stadtplanungsamt
27
Saldo der Zu- u. Fortge-
zogenen +7
+0,2
(Quartiersgrenze) /
in % WBV
ohne "Abmeldungen von
Amts wegen", inklusive
unterjähriger Mehr-
fachumzüge
+2,3 (Stadtgrenze) /
in % WBV
Stadtplanungsamt
28
Wanderungsvolumen
683
23,3 / Summe der
Zu-, Fort- u.
Umzüge in % der
WBV
Wanderungsvolumen =
Gesamtmobilität; ohne
"Abmeldungen von Amts
wegen", inklusive
unterjähriger Mehrfach-
umzüge
21,6 / Summe der
Zu-, Fort- u. Umzüge
in % der WBV
Stadtplanungsamt
29
Wohndauer
9,0 Jahre / durch-
schnittliche Wohn-
dauer
Wohndauer von
Personen im Alter von
18 und mehr Jahren an
der Adresse
12,9 Jahre / durch-
schnittliche Wohn-
dauer
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2022 (31.12.2022, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
Haushalte
30
Haushalte mit 5 und mehr
Personen
140 11,6 / in % aller
Haushalte
Haushalt: Verstanden
als "Personen, die
aufgrund von Indizien,
die aus dem Melde-
register gewonnen
wurden, zusammen
wohnen und leben"
(Wohnhaushalt).
Gemeinsames Wirt-
schaften kann nicht
unterstellt werden;
basierend auf neuer
Haushaltegenerierung,
daher eingeschränkte
Vergleichbarkeit mit
Daten aus Vorjahren
3,9 / in % aller
Haushalte
Stadtplanungsamt
31
Haushalte mit Kindern
345
28,6 / Haushalte
mit Kindern < 18 J.
in % aller Haus-
halte
basierend auf neuer
Haushaltegenerierung,
daher eingeschränkte
Vergleichbarkeit mit
Daten aus Vorjahren
18,7 / Haushalte mit
Kindern < 18 J. in %
aller Haushalte
Stadtplanungsamt
32
Paare mit 3 und mehr Kindern
84 33,1 / in % der
Paare mit Kindern
basierend auf neuer
Haushaltegenerierung,
daher eingeschränkte
Vergleichbarkeit mit
Daten aus Vorjahren
16,5 / in % der Paare
mit Kindern
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2022 (31.12.2022, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
33
Alleinerziehende ("Ein-Eltern-
Familie")
91
26,4 / in % der
Haushalte mit
Kindern < 18 J.
basierend auf neuer
Haushaltegenerierung,
daher eingeschränkte
Vergleichbarkeit mit
Daten aus Vorjahren
22,3 / in % der
Haushalte mit Kindern
< 18 J.
Stadtplanungsamt
Wohnen
34
Sozialwohnungen
334 _ / in % aller
Wohnungen
Die Anzahl aller
Wohnungen insgesamt
wird seit 2012 nicht
mehr ausgewiesen,
womit die relative
Bezugsgröße nicht
berechnet werden kann
_ / in % aller
Wohnungen
Amt für Wohnungswesen
und Quartiersentwicklung
35
Leerstand im Mietwohnungs-
bestand der Wohnungs-
unternehmen in Kinderhaus-
Brüningheide (überwiegend
öffentlich gefördert)
0,3 / in % an allen
Wohnungen;
im Einzelnen: ZBI
0,2 %, Wohn +
Stadtbau 1,1 %,
Sahle Wohnen 0,0
%, WohnSieGer 0,0
%
Leerstand = länger als 3
Monate leerstehend;
Hinweis: Wohnungen,
die als Leerstand
angegeben sind,
befinden sich zum Teil in
einer Sanierungs-
maßnahme, kein
stuktureller Leerstand
Amt für Wohnungswesen
und Quartiersentwicklung
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2022 (31.12.2022, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
Transferleistungen u.
Arbeitsmarkt
36
Arbeitslose (SGB II und III)
215
davon
104 weiblich
(= 48,4 %)
111 männlich
(= 51,6 %)
11,5 / in % der
HW Bevölkerung 18
- u. 65 J.
HW-Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung; die hier
berechnete Arbeitslosen-
rate ermöglicht Ver-
gleiche mit Veröffent-
lichungen des
Städtenetzwerkes
"Soziale Stadt NRW" und
ist mit der offiziellen
Arbeitslosenquote
(Anteil der bei der
Agentur für Arbeit
gemeldeten Arbeits-
losen an den Erwerbs-
personen) nicht ver-
gleichbar; Stichtag:
15.12.2022
3,9 / in % der
Bevölkerung 18 - u.
65 J.
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2022 (31.12.2022, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
37
Nichtdeutsche Arbeitslose (SGB
II und III)
109
12,4 / in % der
nicht-deutschen
HW Bevölkerung
18-u. 65 J.
Erfasst sind alle
Personen, die eine
ausländische 1. Staats-
angehörigkeit haben,
staatenlos sind oder
deren Staatsange-
hörigkeit ungeklärt ist;
HW-Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung; die hier
berechnete Arbeitslosen-
rate ist mit der offizi-
ellen Arbeitslosenquote
(Anteil der bei der Agen-
tur für Arbeit gemel-
deten Arbeitslosen an
den Erwerbspersonen)
nicht vergleichbar;
Stichtag: 15.12.2022
9,5 / in % der nicht-
deutschen Bevölker-
ung 18-u. 65 J.
Stadtplanungsamt
38
Arbeitslose 15 -u. 25 Jahre
(Jugendarbeitslosigkeit) (SGB II
und III)
37
6,7 / in % der
gleichaltrigen HW-
Bevölkerung
Bis 2018 wurden die
Arbeitslosen unter 20
Jahren durch die Bun-
desanstalt für Arbeit
(BA) aufgeführt; daher
keine Vergleiche mit
Werten vor 2018
möglich; Stichtag:
15.12.2022
1,2 / in % der
gleichaltrigen HW-
Bevölkerung
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2022 (31.12.2022, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
39
Hilfebedürftige mit Bezug von
Leistungen der Grundsicherung
für Arbeitssuchende (SGBII):
"Bürgergeld" 644
davon
332 weiblich
(= 51,6 %)
312 männlich
(= 48,4 %)
24,9 / in % der
HW-Bevölkerung <
65 J.
HW-Bevölkerung = Be-
völkerung am Ort der
Hauptwohnung;
Anmerkung: durch
Revision der Statistik
der Grundsicherung für
Arbeitssuchende am
28.04.2016 sind ältere
Daten nicht direkt
vergleichbar; Stichtag:
15.12.2022
7,9 / in % der HW-
Bevölkerung < 65 J.
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2022 (31.12.2022, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
40
Nichtdeutsche Hilfebedürftige
mit Bezug von Leistungen der
Grundsicherung für Arbeits-
suchende (SGBII)
252
davon
weiblich 130
(= 51,6 %)
männlich 122
(= 48,4 %)
21,3 / in % der
nichtdeutschen HW-
Bevölkerung <
65 J.
Doppelte Staatsange-
hörigkeiten werden nicht
erfasst. Sollte eine der
Mehrfachstaats-
angehörigkeiten die
Deutsche sein, soll
deutsch eingetragen
werden. Personen, deren
Staatsangehörigkeit
unbekannt, ungeklärt
oder staatenlos sind,
sind in dieser
Auswertung nicht
ausgewertet; HW-
Bevölkerung =
Bevölkerung am Ort der
Hauptwohnung; durch
Revision der Statistik
der Grundsicherung für
Arbeitssuchende am
28.04.2016 sind ältere
Daten nicht direkt
vergleichbar; Stichtag:
15.12.2022
24,3 / in % der
nichtdeutschen HW-
Bevölkerung < 65 J.
Stadtplanungsamt
41
Hilfebedürftige unter 15 Jahren
mit Bezug von Leistungen nach
dem SGB II (Sozialgeld) 212 35,6 / in % der
WBV 0 - 14 Jahren
Indikator bildet Kinder-
armut ab, Stichtag:
15.12.2022
14,7 / in % der WBV
0 - 14 Jahren
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2022 (31.12.2022, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
42
Soziale Leistungen zur Exi-
stenzsicherung (Grund-
sicherung SGB II, Grund-
sicherung im Alter/Erwerbs-
minderung, Hilfe z. Lebens-
unterhalt, Leistungen Asyl-
bewerberleistungsgesetz)
825
davon
424 weiblich
(= 51,4 %)
401 männlich
(= 48,6 %)
28,1 / in % WBV
Indikator bildet
Einkommensarmut ab,
Achtung: während sich
die lfd. Nr. 36 - 41 auf
die HW-Bevölkerung
beziehen, ist hier der
Anteil an der wohn-
berechtigten
Bevölkerung (WBV)
dargestellt; durch
Revision der Statistik
der Grundsicherung für
Arbeitssuchende am
28.04.2016 sind ältere
Daten nicht direkt
vergleichbar
8,5 / in % WBV
Sozialamt und
Stadtplanungsamt
Bildung und Betreuung
43
Schulübergangsquote
Grundschule in den 5. Jahrgang
einer Hauptschule in Nordrhein-
Westfalen
(Bezirk Nord)
35
davon
15 weiblich
(= 42,9 %),
20 männlich
(= 57,1%)
11,9 / in % aller
Übergänge
Daten beziehen sich auf
Stadtbezirk MS-Nord,
kleinräumiger nicht
sinnvoll darzustellen,
mit Daten vor 2020 nur
bedingt vergleichbar, da
seit 2020 Schulen
außerhalb Münsters
berücksichtigt sind;
Schuljahresbeginn
2022/2023
4,8 / in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung (IT.NRW,
Schuldatensatz)
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2022 (31.12.2022, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
44
Schulübergangsquote
Grundschule in den 5. Jahrgang
einer Realschule in Nordrhein-
Westfalen
(Bezirk Nord)
115
davon
62 weiblich
(= 53,9 %),
53 männlich
(= 46,1 %)
39,0 / in % aller
Übergänge
Daten beziehen sich auf
Stadtbezirk MS-Nord,
kleinräumiger nicht
sinnvoll darzustellen,
mit Daten vor 2020 nur
bedingt vergleichbar, da
seit 2020 Schulen
außerhalb Münsters
berücksichtigt sind;
Schuljahresbeginn
2022/2023
19,8 / in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung (IT.NRW,
Schuldatensatz)
45
Schulübergangsquote
Grundschule in den 5. Jahrgang
eines Gymnasiums in Nordrhein-
Westfalen
(Bezirk Nord)
114 davon
56 weiblich
(= 49,1%),
58 männlich
(= 50,9%)
38,6 / in % aller
Übergänge
Daten beziehen sich auf
Stadtbezirk MS-Nord,
kleinräumiger nicht
sinnvoll darzustellen,
mit Daten vor 2020 nur
bedingt vergleichbar, da
seit 2020 Schulen
außerhalb Münsters
berücksichtigt sind;
Schuljahresbeginn
2022/2023
55,0 / in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung (IT.NRW,
Schuldatensatz)
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2022 (31.12.2022, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
46
Schulübergangsquote
Grundschule in den 5. Jahrgang
einer Gesamtschule in
Nordrhein-Westfalen
(Bezirk Nord)
24 davon
13 weiblich
(= 54,2 %),
11 männlich
(= 45,8 %)
8,1 / in % aller
Übergänge
Daten beziehen sich auf
Stadtbezirk MS-Nord,
kleinräumiger nicht
sinnvoll darzustellen,
mit Daten vor 2020 nur
bedingt vergleichbar, da
seit 2020 Schulen
außerhalb Münsters
berücksichtigt sind;
Schuljahresbeginn
2022/2023
17,9 / in % aller
Übergänge
Amt für Schule und
Weiterbildung (IT.NRW,
Schuldatensatz)
47
Versorgungsquoten Kinder-
betreuungsangebote 0 - unter 3
Jahre, 3 - unter 6 Jahre
37,2 (0 - u. 3
Jahre, Kita + KTP)
107,0 (3 - u. 6
Jahre) / in % nach
statistischem
Bezirk
Daten beziehen sich auf
die statistischen Bezirke
62 und 63,
kleinräumiger sind die
Werte nicht sinnvoll
darzustellen; Kinder-
gartenjahr 2022/2023
49,5 (0 - u. 3 Jahre,
Kita + KTP)
105,8 (3 - u. 6 Jahre)
/ in % Gesamtstadt
Amt für Kinder,
Jugendliche und Familien
48
Übergewicht / Adipositasquote
bei Kindern 12,5
(Übergewicht),
9,4 (Adipositas) /
in % der unter-
suchten Kinder der
Schuleingangs-
untersuchung
Adipositas: Körperfett-
anteil im Körper patho-
logisch erhöht (Fett-
leibigkeit, Fettsucht);
Durchschnittswerte der
Schuleingangsunter-
suchung 2021 und 2022
5,4 (Übergewicht)
5,4 (Adipositas)
/ in % der
untersuchten Kinder
der Schuleingangs-
untersuchung
Gesundheits- und
Veterinäramt
Gesundheit
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
*
lfd.
Nr.
Indikatoren absolut relativ /
Bezugsgröße Erläuterungen
Vergleichswert
(relativ)
Gesamtstadt
Münster
Quelle
Kontextdatenmonitor
Kinderhaus-Brüningheide
(Stadtzelle 631*) Indikatoren 2022 (31.12.2022, wenn nicht anders vermerkt)
in enger funktionaler Verknüpfung zur Stadtzelle 631 liegen die Wohnungen Josef-Beckmann-Str. 1-31, die ebenfalls Projektstandorte des Maßnahmeprogramms
Kinderhaus-Brüningheide sind
Bürgerbeteiligung /
politische Partizipation
49
Wahlbeteiligung bei
kommunalen Abstimmungen
(Kommunalwahl 2020)
401
Wähler/innen
23,9 / in % aller
Wahlberechtigten
des Stimmbezirks
ohne Sperrver-
merk (Urnen-
wähler/-innen)
Näherungswert für
Stadtzelle 631: Stimm-
bezirk und statistische
Gebietsgliederung
stimmen nicht überein;
Hinweis: geänderte
Berechnungsgrundlage,
sodass Vergleiche mit
ausgewiesenen Werten
der Vorjahre nicht
möglich sind; nach
aktueller Berechnungs-
methode Werte der
Vorjahre wie folgt: für
631: 2009 = 28,3%,
2014 = 23,7%; für MS:
2009 = 50,7%, 2014 =
50,5%
50,0 / in % aller
Wahlberechtigten des
Stimmbezirks ohne
Sperrvermerk
(Urnenwähler/innen)
Stadtplanungsamt
61-1-1 Kontextdatenmonitor Kinderhaus-Brüningheide 2022
Themenfeld 8 1
„Maßnahmeprogramm Kinderhaus-Brüningheide“
Themenfeld 8: Prozessbegleitende Selbstevaluation
Entwicklung des Wohngebietes Kinderhaus-Brüningheide –
Was sagen die Kontextindikatoren?
Ein Rückblick auf ausgewählte Kontextindikatoren
der Verstetigungsphase II – Berichtsjahr 2022
2
Kontextindikatoren 2022
Programmbeginn
Themenfeld 8
322631653140
29232855
2712
28022862
2958
30492996
2879
2744
26262603
2755
2845278327682785
2655
2838287629062835
294829242931
0
500
1000
1500
2000
2500
3000
3500
Personen
Bevölkerungsentwicklung in Kinderhaus-Brüningheide
1995 - 2022 (je 31.12. des Jahres)
Quelle: Stadtplanungsamt
Programmbeginn
3
Kontextindikatoren 2022
Themenfeld 8
32,3 32,8 32,7 32,2 31,4 30,6 30,2 30,7
29,7
27,1 26,4 25,7 25,9 26,2
25,2 24,9
15,6 15,5 15,4 15,3 15,0 15,0 14,9 15,0 15,1 15,2 15,2 15,1 15,1 15,1 15,1 15,2
7,8 8,0 7,7 7,2 7,0 7,0 6,9 7,1 7,6
9,0 9,1 9,4 9,8 9,5 10,0
11,1
17,4 17,6 17,6 17,4 16,9 17,0 17,0 17,0 16,9 17,0 17,1 17,2 17,4 17,7 17,9 17,9
5,0
10,0
15,0
20,0
25,0
30,0
35,0
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
Anteil in % der wohnberechtigter Bevälkerung
Entwicklung der Altersverteilung in ausgewählten Altersgruppen
2007 - 2022
631: unter 18 Jahren MS: unter 18 Jahren 631: 65 Jahre und älter MS: 65 Jahre und älter
Quelle: Stadtplanungsamt
4
Kontextindikatoren 2022
Themenfeld 8
1,87 1,88 1,89 1,87 1,86 1,86 1,87 1,89 1,88 1,89 1,87
1,91
2,14 2,13 2,12 2,12 2,09 2,08 2,06 2,05 2,05 2,04 2,03 2,06
2,65
2,61
2,57
2,65
2,60
2,52
2,43
2,39 2,40 2,38 2,37 2,35
1,82 1,82 1,81 1,80 1,80 1,81 1,80 1,81 1,81 1,80 1,79
1,91
1,70
1,80
1,90
2,00
2,10
2,20
2,30
2,40
2,50
2,60
2,70
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
Personen
Kinderhaus-Brüningheide: Durchschnittliche Haushaltegröße
2011 - 2022
62 Kinderhaus-Ost 63 Kinderhaus-West 631 Brüningheide MS gesamt
Quelle: Stadtplanungsamt
5
Kontextindikatoren 2020/2021
Themenfeld 8
-3,3
-4,2
-0,8
+ 3,7
+ 3,1
-0,6 -0,9
+ 1,1
-5,0
+ 5,1
+ 3,0
+ 2,1
-2,5
+ 2,5
-1,0
+ 0,2
-6,0
-4,0
-2,0
0,0
+ 2,0
+ 4,0
+ 6,0in % der wohnberechtigter Bevölkerung
1
Kinderhaus-Brüningheide: Wanderungssaldo 2007 - 2022
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
Quelle: Stadtplanungsamt
6
Kontextindikatoren 2022
Themenfeld 8
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
60,4 64,8 63,7 61,3 58,2 62,8 60,2 56,9 58,9 63,4
70,1 71,7 70,7 73,9 72,0 76,6
5,3
5,3 6,5 5,8
3,8
3,0 4,5
3,1 2,3
3,0
1,3 1,9 2,0 1,1 1,2
0,8
5,5
5,3 8,1 8,3
6,1
5,4 5,2
6,2 7,6
8,6 4,2 4,6 5,3 5,8 4,1
3,310,0 7,6 6,4 10,0
14,4 11,4 12,0 14,4 9,3
10,7 10,3 8,8 7,1
8,0
8,8 8,112,3 8,9 10,3 8,4 9,1 9,6 9,4 11,0 13,6
7,4 6,7 6,3 9,2 6,0 7,3 5,1
6,5 8,1 5,0 6,2 8,3 7,8 8,7 8,4 8,3 6,9 7,4 6,7 5,7 5,2 6,6 6,1
in % der wohnberechtigten Bevölkerung
Brüningheide: Umzüge, Zuzüge, Fortzüge 2007-2022*
keine Bewegung Umzug in 631 Zuzug aus MS Zuzug von außerhalb Fortzug in andere Stadtzelle MS Fortzug außerhalb MS
*ohne "Abmeldung von Amts wegen", inklusive unterjähriger Mehrfachumzüge Quelle: Stadtplanungsamt
7
Kontextindikatoren 2022
Themenfeld 8
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
76,6 77,6 82,5 79,7
67,1
82,8
73,9 77,0 78,4
0,8 0,9
1,4 0,6
1,0
1,4
1,5 0,9
7,33,3 5,5
3,4 4,0
7,2
6,5 5,2
8,1 5,5 5,1 6,1
9,6
4,5
6,4 6,8 8,3
6,1 4,9 3,9 4,7 8,0 3,8 5,3 3,9 6,0
Brüningheide: Umzüge, Zuzüge, Fortzüge 2022 im räumlichen Vergleich*
in % der wohnberechtigten Bevölkerung
keine Bewegung Umzug im Quartier Zuzug aus MS
Zuzug von außerhalb Fortzug in andere Stadtzelle MS Fortzug außerhalb MS
Quelle: Stadtplanungsamt*ohne "Abmeldung von Amts wegen", inklusive unterjähriger Mehrfachumzüge
8
Kontextindikatoren 2020/2021
Themenfeld 8
0
100
200
300
400
500
600
700
800
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
800 800 800 799 799 799 799
744
225
306
333 333 333 333 333 334
Anzahl
Entwicklung des öffentlich geförderten Mietwohnungsbestandes in
Kinderhaus Brüningheide 2007- 2022 (A/WoFG, 1. Förderweg/II. WoBauG)
Quelle: Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung, Bearbeitung: Stadtplanungsamt
9
Kontextindikatoren 2022
Themenfeld 8
*
*Von den wenigen leerstehenden Wohnungen
befinden sich fast alle in einer Sanierungs-
maßnahme. Insofern kein struktureller Leerstand
11,1%
10,3%
8,0%
2,7% 2,5%
3,7%
6,0%
1,9% 1,7%
0,5% 0,3% 0,5% 0,5% 0,7% 0,3%
0%
2%
4%
6%
8%
10%
12%
Feb. 09 Okt. 09 Mrz. 10 Mrz. 11 Mrz. 12 Dez. 12 Dez. 13 Dez. 14 Dez. 15 Dez. 16 Dez. 17 Dez. 18 k.A Dez. 20 Dez. 21 Dez. 22
in % des Mietwohnungsbestandes
Entwicklung der Leerstandsquoten im Mietwohnungsbestand der
Wohnungsunternehmen in Kinderhaus-Brüningheide 2009 - 2022
Bearbeitung 61.1; Quelle: Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung
10
Kontextindikatoren 2022
Themenfeld 8
20,6
22,6
18,8 18,7 19,0 19,1
18,0
16,0
14,7
13,0 12,5 11,6 10,9
12,2
8,8
11,5
5,0 4,7 4,7 4,5 4,3 4,6 4,5 4,4 4,4 4,3 4,0 3,7 3,6 4,2 3,6 3,9
0
5
10
15
20
25
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
in % d. HW-Bevölkerung 18-u. 65 Jahre
Kinderhaus-Brüningheide: Arbeitslose (SGB II/III)*, 2007-2022
Kinderhaus-Brüningheide MS gesamt
Quelle: Stadtplanungsamt
*nicht vergleichbar mit der offiziellen Arbeitslosenquote: Anteil der bei der Agentur für
Arbeit gemeldeten Arbeitslosen an Erwerbspersonen (= Erwerbstätige + Arbeitslose)
Themenfeld 8 11
Kontextindikatoren 2022
11,5
5,2
7,9
5,3
3,5
9,1
10,7 10,6
3,9
0
2
4
6
8
10
12
14
16in % der HW-Bevölkerung 18-65 Jahre
*nicht vergleichbar mit der offiziellen Arbeitslosenquote
Arbeitslose (SGB II/III)* 2022 im räumlichen Vergleich
Quelle: Stadtplanungsamt
12
Kontextindikatoren 2022
Themenfeld 8
45,6 45,2
38,9
35,5
30,0 31,1
28,4
25,8 24,9
8,5 8,7 9,0 8,9 8,5 8,2 8,1 7,7 7,9
0
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
in % der HW-Bevölkerung < 65 Jahre
Kinderhaus-Brüningheide: Personen mit Bezug von Leistungen der
Grundsicherung (SGB II) 2014 - 2022
Kinderhaus Brüningheide Münster gesamt
Quelle: Stadtplanungsamt
Themenfeld 8 13
Kontextindikatoren 2022
24,9
12,3
17,6
12,5
8,3
24,6 25,1
26,7
7,9
0
5
10
15
20
25
30in % d. HW-Bevölkerung < 65 Jahre
Anteil Personen mit Bezug von Leistungen der
Grundsicherung (SGB II) im räumlichen Vergleich 2022
Quelle: Stadtplanungsamt
Themenfeld 8 14
Kontextindikatoren 2022
47,1 47,3
41,8
38,5
33,1 34,3
31,9
29,3 28,1
8,9 9,9 9,7 9,4 9,1 8,7 8,7 8,2 8,5
0
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
in % der WBV
Empfängerinnen und Empfänger sozialer Leistungen zur Existenzsicherung
2014 - 2022 (Grundsicherung SGB II, im Alter u. bei Erwerbsminderung, Hilfen zum Lebensunterhalt,
Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz)
Kinderhaus Brüningheide Münster gesamt
Quelle: Stadtplanungsamt
Themenfeld 8 15
Kontextindikatoren 2022
28,1
17,8
12,7
15,3
9,3
25,7 25,2 26,2
8,5
0
5
10
15
20
25
30in % der wohnberechtigten Bevölkerung
Anteil von Personen mit Bezug von Sozialen Leistungen zur
Existenzsicherung im räumlichen Vergleich 2022
Quelle: Stadtplanungsamt
16
Kontextindikatoren 2022
Themenfeld 8
59,1 59,2
53,5
50,6
38,1 38,4 37,5
35,2 35,6
0,0
10,0
20,0
30,0
40,0
50,0
60,0
70,0
2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
Anteil an WBV 0-14 Jahre
Kinderhaus-Brüningheide: Kinderarmut 2014 - 2022
(SGBII - Beziehende 0 -14 Jahre)
Quelle: Stadtplanungsamt
Themenfeld 8 17
Kontextindikatoren 2022
35,6
18,6
26,2
22,7
20,0
39,3
37,3
40,9
14,7
0,0
5,0
10,0
15,0
20,0
25,0
30,0
35,0
40,0
45,0Anteil an WBV 0-14 Jahre
Kinderarmut 2022 im räumlichen Vergleich
(SGB II - Beziehende 0 -14 Jahre )
Quelle: Stadtplanungsamt
Jahresbericht 2022 für das Maßnahmeprogramm Wohngebiet „Münster / Kinderhaus -Brüningheide“ – Verstetigungsphase II
„Soziale Stadt NRW“
Stadt Münster – Stadtplanungsamt
Anhang 5: Protokoll zum Reflexionsworkshop 2022
1
61.1 19.10.2022
Ergebnisniederschrift
zum Workshop Selbstevaluation „Maßnahmeprogramm Kinderhaus Brüning-
heide“ vom 16.08.2022
Veranstaltungsort: AGORA im Bürgerhaus Kinderhaus, Idenbrockplatz 8, 48159
Münster
Teilnehmende: siehe Anlage 1
1. Begrüßung
Herr Treutler begrüßt die Teilnehmenden, die erstmalig nach zwei Jahren coronabe-
dingter Pause wieder in einem Reflexionsworkshop persönlich zusammenkommen
und führte in die Veranstaltung ein. Neben dem Austausch über die Auswirkungen
der Corona-Pandemie auf die Durchführung der Projekte steht das Thema „Über-
gang Schule und Beruf bei Frauen und Mädchen in Kinderhaus“ im Mittelpunkt der
Veranstaltung.
Frau Weinlich, seit Februar 2021 Fachstellenleiterin der Sozialplanung im Amt 50,
begrüßt Frau Schmidt-Schleicher vom Amt für Gleichstellung und Frau Spahn und
Frau Vohrmann vom Jobcenter als Gäste und Unterstützerinnen der heutigen Veran-
staltung. Frau Schmidt-Schleicher wird über den gesamten Workshop hinweg als
Netzwerkerin und Ideengeberin agieren. Frau Spahn und Frau Vohrmann unterstüt-
zen die Veranstaltung durch einen Beitrag zum Thema Chancengleichheit von Frau-
en und Mädchen im Übergang Schule und Beruf.
Ablauf des Workshops:
14:00 Uhr Begrüßung und Einführung
14:10 Uhr Vortrag zum Thema Übergang Schule und Beruf bei Frauen und Mäd-
chen in Kinderhaus
14:30 Uhr Nachfragen und kurze Diskussion
14:45 Uhr Pause für Kaffee und Austausch
15:00 Uhr Vorstellung der Kartenabfrage durch die Projektakteure/innen
17:00 Uhr Ende
Die Darstellung der Projekte wird in diesem Jahr durch eine im Vorfeld versandte
Abfrage von vier Fragestellungen zu den letzten beiden pandemiegeprägten Arbeits-
jahren erfolgen.
1. Was waren die größten (Pandemie bedingten) Herausforderungen der letzten
zwei Jahre?
2. Was ist in Ihrem Arbeitsbereich besonders gut gelaufen? Was haben Sie aus
der Pandemie gelernt?
3. Was ist zur Reaktivierung der Bevölkerung geplant?
4. Welche speziellen Angebote für Frauen und Mädchen sind geplant?
Die Antworten der einzelnen Projektträger und Projektträgerinnen werden von den
Teilnehmenden im weiteren Verlauf an vorbereiteten Pinnwänden angeheftet, vorge-
stellt und diskutiert.
2
2. Vortrag zum Thema Übergang Schule und Beruf bei Frauen und Mäd-
chen in Kinderhaus (Anlage 2)
Frau Spahn referiert über das Thema Chancengleichheit von Frauen und Mädchen
auf dem Arbeitsmarkt (u.a. Unterschiede bei der Berufswahl, Überblick über den
Ausbildungsmarkt).
Anschließend gibt Frau Vohrmann einen Einblick in das operative Alltaggeschäft. Sie
erläutert Organisation, Zuständigkeiten, Angebotsportfolio des Jobcenters sowie die
individuelle Fallbearbeitung, indem sie ein anonymisiertes Beispiel aus der Bera-
tungspraxis mit Darstellung der Schul- und Erwerbsbiografie einer jungen Frau schil-
dert.
Im Anschluss an den Vortrag gibt es Raum für Fragen und Anregungen. Der Vortrag
wird sehr positiv aufgenommen. Aufgrund verschiedener Zuständigkeiten in der Be-
ratung (Jobcenter, KSD und weiterer Anbieter/innen) wird als Ergebnis der Diskussi-
on besonders die Notwendigkeit einer intensivierten Netzwerkarbeit als wichtig her-
ausgestellt, um zunehmend eine integrierte fallspezifische Bearbeitung und dauer-
hafte Begleitung zu ermöglichen.
Vorstellung der Kartenabfrage durch die Projektakteure/innen
Folgende Projektakteure/innen berichteten über ihre Arbeit in 2020/2021:
Projekt-
Nr.
Projekte Berichtende
Person
Projektträger/in
1.04/1.05 Weiterentwicklung der
Kooperation zur Verbes-
serung der Wohnverhält-
nisse / Stärkung und Un-
terstützung der Mieter-
schaft
Rainer Leskow
Amt für Woh-
nungswesen und
Quartiersentwick-
lung
4.02 Integrationsarbeit vor Ort Thomas Koll-
mann stellvertre-
tend für Frau
Stolz
Begegnungszent-
rum Kinderhaus
e.V.
5.01 Wir verstehen uns Kai Weyer Kinderhauser Ar-
beitsloseninitiative
e.V.
5.04 Gesund aufwachsen in
Kinderhaus
Dr. Dagmar
Schwarte
Amt für Gesund-
heit, Veterinär- und
Lebensmittelange-
legenheiten
6.01 Schuldnerberatung vor
Ort
Bettina Krämer Diakonie Münster
6.02 Lebenswelten kennen
lernen
Daniela Stemmer
stellvertretend für
Nicole Berner,
Adelgund
Schmitz
Internationaler Kul-
turverein ATRIUM
e.V.
6.04 Jungenprojekt / Sport
gegen Gewalt
Benjamin Bunzel Begegnungszent-
rum Kinderhaus
e.V., Jugendsalon
6.05/6.06 Integrative Jugendsozial-
arbeit
Dieter Schmitz Amt für Kinder,
Jugendliche und
3
Familien
6.08 Drogenprävention Marlene Kamolz INDRO e.V.
7.1/7.2 Quartiersmanage-
ment/Quartiersfonds
Stefanie Rem-
mers, Lavinia
Stroe
Gebietsmoderation
Die nachfolgende Übersicht gibt die auf Stelltafeln gesammelten Antworten der Pro-
jektträger/innen auf die Kartenabfrage wieder (geordnet nach Projektnummern):
Was waren die größten (Pandemie bedingten) Herausforderungen der letz-
ten zwei Jahre?
1.04: Kontakt halten zu den Beteiligten (Mieterschaft und Wohnungsunterneh-
men); gemeinsame Aktionen planen und umsetzen; Imagewerkstatt Schlei-
fe: werben für die Teilnahme von Mieter/innen
1.05: Kontakt halten zur Mieterschaft; weitere zentrale Ansprechpartner/innen
finden; den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen nicht gerecht zu
werden
4.02: Gratwanderung zwischen Gesundheitsschutz und notwendiger Hilfe; Auf-
fangen von `Nach-Corona-Depressionen´!
5.01: die Nicht-Digitalisierbarkeit von Nachhilfe und Sprachkursangeboten; Weg-
fall entlastender und betreuender Angebote sorgte für hohe Abwesenheiten
erziehender Sprachkursteilnehmer/innen; zu Anfang der Pandemie: hohe
Unsicherheiten und Ängste der Klienten/innen
5.04: Bearbeitung der zahlreichen Infektionsfälle; Kitas und Schulen teilweise
geschlossen; Kinder /Familien mit hohen Bedarfen nur eingeschränkt er-
reichbar; viele Anlaufstellen waren geschlossen
6.01: hohe Nachfrage, viele Termine; bedarfsgerechte Beratung nicht in allen
Fällen möglich; Durchführung telefonischer Beratung oftmals mit Sprach-
schwierigkeiten verbunden; lange „Wege“, die die betroffenen in Kauf
nehmen müssen; schnelle Absprache vor Ort nicht möglich; eingeschränk-
te Erreichbarkeit von Behörden und Gläubigern; Zunahme psychisch er-
krankter Personen (Einsamkeitstendenzen); keine Digitalisierung in der Be-
ratung möglich, da Klienten/innen oft die Möglichkeiten fehlen; „Neues“ Kli-
entel: mehr Gewerbetreibende aus dem Kleingewerbe, Angestellte mit Ge-
haltseinbußen
6.02: (Eigen)motivation; keine Fahrten; Schließung
6.04: keine Planungssicherheit; Kontakt zu den Besuchern halten; Umsetzung
wechselnder Coronamaßnahmen; das Projekt Sport gegen Gewalt konnte
in seiner eigentlichen Form nicht stattfinden
6.06: Kontakte zu pflegen bzw. neue aufzubauen
6.07: Angebotsverbote – Sport war untersagt; Desinteresse der Zielgruppe
6.08: keine Jugendlichen angetroffen (weder auf der Straße, noch in Jugend-
zentren); keine Gruppen/keine geschlossenen Räume; Problematik Sprit-
zenautomat
7.1/7.2: Neue Kommunikationswege finden und etablieren; weniger persönlicher
4
Kontakt zu Akteuren/innen, Bewohnerschaft und untereinander; Ver-
schiebung der Prioritäten; Ausschluss von Personen ohne Technik; kei-
ne Feste, Gruppenfahrten keine Fördermöglichkeiten der Gebietsmo-
deration
Was ist in Ihrem Arbeitsbereich besonders gut gelaufen? Was haben Sie
aus der Pandemie gelernt?
1.04: Austausch per Telefon und E-Mail ist wichtiger geworden und funktionierte;
persönliche Treffen teilweise durchgeführt
1.05: Austausch per Telefon und E-Mail ist wichtiger geworden
4.02: Solidarität und Nachbarschaftshilfe; Impfquote im BGZ sehr hoch; Neu:
Homeoffice und digitale Angebote
5.01: hohe Bereitschaft zur Einhaltung von Hygieneregeln; hohe Flexibilität von
ehrenamtlichen, die soziale Komponente unserer Angebote ist nicht digita-
lisierbar
5.04: gute Zusammenarbeit mit Kitas /Schulen in Infektionsfällen; die aufsu-
chende Hilfe (Hebammen/Kinderkrankenschwester) konnte durchgehend
gewährleistet werden!
6.01: Netzwerkarbeit mit Kooperationspartnern war gut; Klienten/innen haben die
erforderlichen Schutzmaßnahmen gut angenommen; geduldig zu sein und
abwarten zu müssen; dass die Digitalisierung besser fortschreiten muss
6.02: mehr Ehrenamtliche Verlängerung der Öffnungszeiten (bis 22Uhr)
6.04: Kooperation bezüglich neuer Sportanlage (Umfrage, Treffen mit Jugendrat)
6.06: kaum komplette Unterbrechung der aufsuchenden Jugend(sozial)arbeit;
Vieles geht halt doch!
6.07: Bewegung war in der Pandemie nicht oben auf der To Do-Liste
6.08: mehr Digitalisierung und Netzwerkarbeit; Umstrukturierung geteilter Ar-
beitszeit; Sportprojekt: mehr attraktive Flächen für Jugendliche im öffentli-
chen Raum im Stadtteil
7.1/7.2: Neue und kreative Wege der Zusammenarbeit; Flexibilisierung der Ar-
beit durch Homeoffice, Erhöhung der Effizienz (Fahrzeiten, spontan Zu-
sammenschalten durch Videokonferenzen)
Welche speziellen Angebote für Frauen und Mädchen sind geplant?
4.02: Kurse Gesundheitsprävention/Gymnastik, Schwimmen und Ernährungsbe-
ratung
5.01: Keine, da die Sprachkurse 2021 93% Frauenanteil hatten und der Bedarf
nach Nachhilfe bei Mädchen in 2021 nur gering war (30%)
6.01: Aktuell keine; Angebot, mit einem gewünschten Thema „rund ums Geld“ in
spezielle Gruppen zu gehen
6.04: Weiterführung interkultureller Mädchenarbeit; Tanzangebot in Kooperation
mit dem Sozialpalast; Etat-Antrag 2023 gestellt!
6.02: Stricktreff im Atrium im Herbst/Winter
5
6.06: Keine
6.07: Keine
6.08: Keine, da zurzeit keine Nachfrage
7.1/7.2: Zusammenarbeit mit dem Frauenprojekt von FREIRAUM; erste Ideen
bei Parea zu Themenreihe für junge Frauen; Förderung für spezielle
Projekte durch die Gebietsmoderation möglich
Was ist zur Reaktivierung der Bevölkerung geplant?
1.04: Neue gemeinsame Maßnahmen organisieren (Imagewerkstatt, BGZ, Atri-
um Kultur): Int. Sommerfest, Weihnachtsmarkt, Blumenaktion, Ausflüge;
die Menschen müssen sich angesprochen fühlen
1.05: nächste Sitzung des Mieterrates im Herbst 2022; Teilnahme am Workshop
„Gestaltung Sprickmannplatz“
4.02: Bewohnerschaft ist bereits reaktiviert – zusätzliche Ausflüge und Aktivitä-
ten
5.01: Bewerbung der Projekte in der Lokalpresse, Internet und Schulen, insbe-
sondere um neue Ehrenamtliche zu gewinnen; Klienten/innenseitig besteht
bereits guter Kontakt
5.04: Termine der Beratungsstelle Frühe Hilfen in Sure Start Gruppe und Kitas;
Schulsprechstunden durch Schulärztin
6.01: Eine Reaktivierung ist nicht nötig, denn die Nachfrage ist hoch; das Ange-
bot der offenen Sprechstunde muss nochmals kommuniziert werde, even-
tuell noch einmal Mitteilung über Presse
6.02: Fahrten sobald möglich
6.04: Regelmäßige Vorhaltung unserer Angebote!; Umsetzung eines neuen An-
gebots (Tanzen, HipHop); Angebote der aufsuchenden Jugendsozialarbeit
laufen regulär und „Boxen am Block“ (neues Angebot Selbstbehauptung)
6.06: keine größeren Bemühungen; der soziale Raum wird wieder zum beliebten
Aufenthaltsbereich Klimaveränderung wirkt positiv verstärkend (bei zu
großer Hitze nicht!)
6.07: Fehlanzeige fehlende Finanzmittel, fehlendes Personal; vielfältige An-
gebote: SC Westfalia
6.08: Aufsuchende Arbeit; Teilnahme an Veranstaltungen im Stadtteil; Wieder-
aufnahme regelmäßiger Aktionstage im Wuddi
7.1/7.2: Parea als neues Mitglied der Gebietsmoderation spricht neue Zielgrup-
pen an; kleine Projekte organsiert von der allgemeinen Sozialberatung
um Bedarfe zu ermitteln; „alte“ Projekte (Sommerfest, Weihnachtsmarkt
etc.) evaluieren und bei positiver Evaluation wieder fördern; mehr „Wer-
bung“ für Fördermöglichkeiten
Nach dem Vortrag folgte eine ausführliche Diskussion, in der verschiedene inhaltli-
che Punkte vertieft wurden.
6
- Möglichkeiten der Digitalisierung von Beratung und Angeboten bzw. Nutzung
digitaler Angebote, Ausstattung des Stadtteils mit öffentlichem W-LAN wichtig!
- Fehlende Plätze /Aufenthaltsräume für Jugendliche
- Problem Personalschlüssel/ knappe Ressourcen insbesondere bei Beratungs-
leistungen und offener Kinder- und Jugendarbeit; Stellen oft nicht geschlechtsbe-
zogen besetztbar (Frauen für Mädchenprojekte, Männer für Jungenprojekte), Be-
setzung Abend- und Nachtstunden als Problem für offene Kinder- und Jugendar-
beit, aktuelle Vergütung kein großer Anreiz
- hohe Aktualität des Themenschwerpunkts ´Energiekosten´ bei der Schuldnerbe-
ratung
Frau Schmidt-Schleicher bietet den Anwesenden die Unterstützung des Amtes für
Gleichstellung bei der Konzipierung von Mädchenprojekten an und verweist auf das
Vorhandensein von Fördertöpfen. Sie regt konkret eine mögliche Kooperation mit
dem gemeinnützigen Sport- und Bildungsverein Move & Meet e.V.an. Das Ziel bei
Move & Meet e.V. ist es, kostengünstige oder kostenlose, bedarfsorientierte Sport-,
Begegnungs- und Bildungsangebote zu schaffen. Dabei richten sich die Angebote
besonders an Frauen und Mädchen mit Migrations- und Fluchterfahrung sowie an
Personen, die unterschiedliche Formen von Diskriminierung erfahren und im organi-
sierten Sport unterrepräsentiert sind.
Ausblick
Herr Treutler bedankt sich abschließend bei allen Teilnehmenden und gibt einen
Ausblick auf das weitere Vorgehen. Das Thema einer geschlechterdifferenzierten
Angebotskonzeption wird weiterverfolgt und stellt sich aus Sicht der Programmkoor-
dination als Daueraufgabe dar. Diesbezüglich bittet er die Anwesenden um kritische
Überprüfung, Modifizierung der Projekte und Schaffung neuer Angebote bei Bedarf.
Weiterhin ist auch das Thema Digitalisierung bei der Konzeption von Angeboten im
Blick zu behalten.
Zum weiteren Vorgehen wird vereinbart, dass das Sozialamt und das Stadtpla-
nungsamt als Ausrichter des Workshops die Ergebnisse der Veranstaltung dokumen-
tieren und in Bezug auf die Weiterentwicklung des Programms auswerten. Die Nie-
derschrift wird an die Teilnehmenden verschickt. Die Kontextdaten werden bereits
zeitnah vorab versandt (per Mail am 09.09.2022 erfolgt).
gez.
Simone Peuling-Heerstraß
Stadtplanungsamt
Anlagen
Teilnehmendenliste
Vortrag ´Chancengleichheit - Übergang Schule und Beruf, Fokus: Frauen und
Mädchen´
Institution Name
Amt für Bürger- und Ratsservice Milena Burkert
Amt für Bürger- und Ratsservice Stefanie Remmers
Amt für Gleichstellung Antje Schmidt-Schleicher
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit Wolfram Goldbeck
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Dieter Schmitz
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Gordon Müller
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Edeltraud Wiefel
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Katharina Grützmacher
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Nadine Lohmann
Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung Gabriele Regenitter
Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung Jost Bartkowiak
Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung Rainer Leskow
Begegnungszentrum Kinderhaus e.V. Benjamin Bunzel
Begegnungszentrum Kinderhaus e.V. Irina Rosin
Begegnungszentrum Kinderhaus e.V. Lothar Esser
Begegnungszentrum Kinderhaus e.V. Olga Stolz
Begegnungszentrum Kinderhaus e.V. Roland Erfurt
Begegnungszentrum Kinderhaus e.V. Thomas Kollmann
Caritasverband für die Stadt Münster Lavinia Stroe
Diakonie Münster Beratungs- und Bildungszentrum Bettina Krämer
Diakonie Münster Beratungs- und Bildungszentrum Markus Hopp
Gesundheits- und Veterinäramt Dr. Dagmar Schwarte
INDRO e.V. Marlene Kamolz
Internationaler Kulturverein ATRIUM e.V. Adelgund Schmitz
Workshop Maßnahmeprogramm Kinderhaus Brüningheide 2022 -
16.08.2022 - Anwesenheitsliste
Institution Name
Workshop Maßnahmeprogramm Kinderhaus Brüningheide 2022 -
16.08.2022 - Anwesenheitsliste
Internationaler Kulturverein ATRIUM e.V. Nicole Berner
Jobcenter Anita Vohrmann
Jobcenter Nina Spahn
Kinderhauser Arbeitsloseninitiative e.V. Kai Weyer
Kita Killingstraße Fatma Özdemir
Parea gGmbH Eva Bruns
Sozialamt Daniela Stemmer
Sozialamt Frank Treutler
Sozialamt Karin Weinlich
Sozialamt Maren Sophie
Danebrock
Stadtplanungsamt Dr. Grit Müller
Stadtplanungsamt Simone Peuling-
Heerstraß
Wohnungsgesellschaft WohnSieGer GbR Heike Siemann
1
Chancengleichheit
Fokus: Frauen und Mädchen
2
Chancengleichheit | Arbeitsmarkt
Frauen erzielen über den gesamten Lebensverlauf durchschnittlich
rund 50 % weniger Einkommen als Männer – was sind die Gründe?
Frauen…
…haben mehr und längere Erwerbspausen
…arbeiten häufiger und länger in Teilzeit
...arbeiten häufiger in Berufen mit geringerer Bezahlung
oder fehlenden Aufstiegsoptionen
…werden häufig für gleichwertige Arbeitsleistung geringer bezahlt
…sind seltener in Führungspositionen tätig
3
Chancengleichheit | Arbeitsmarkt
Herausforderungen und Gefahren:
Berufsorientierung und Berufswahl
Übergang Schule – Beruf
Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Erziehung, Pflege)
Erwerbslosigkeit
Altersarmut
Soziale Teilhabe
Arbeitsmarkt
4
Chancengleichheit | Berufswahl
Berufswahl
• Rund 65 % der Berufe sind überproportional männlich besetzt
• Rund 25 % der Berufe werden überwiegend von Frauen ausgeübt
Geschlechterverhältnis ausgewogen?
Nur in jedem zehnten Berufsfeld!
5
Chancengleichheit | Berufswahl
Betriebliche
Ausbildungen
Unter 100 Auszubildenden sind…
62 Männer + 38 Frauen
Berufsbildende
Schulen
Unter 100 Auszubildenden sind…
72 Frauen + 28 Männer
Schulen des Gesundheitswesens in Münster (2020): 76 % Frauen
6
Chancengleichheit | Berufswahl
Überblick: Berufswahl in Münster
Datenquelle: Statistik Bundesagentur für Arbeit, Juli 2022.
Mit einem Anteil von 36 % sind Frauen in der Gesamtgruppe der
Bewerbenden aus Münster unterrepräsentiert. Dies entspricht dem
landesweiten Trend.
Bewerbende 2021/2022
Gesamt 1.167
Männer 747 64 %
Frauen 420 36 %
7
Chancengleichheit | Berufswahl
TOP 10 der Berufswünsche – Sicht der Bewerber*innen - Männer
Datenquelle: Statistik Bundesagentur für Arbeit, Juli 2022.
0 10 20 30 40 50 60
Koch
Maler/ Lackierer
Automobilkaufmann
Industriekaufmann
Elektroniker/ Energie-/Gebäudetechnik
Verkäufer
Tischler
Fachinformatiker
Kaufmann Einzelhandel
KfZ-Mechaniker/ PKW-Technik
39 %
8
Chancengleichheit | Berufswahl
TOP 10 der Berufswünsche – Sicht der Bewerber*innen - Frauen
Datenquelle: Statistik Bundesagentur für Arbeit, Juli 2022.
0 10 20 30 40 50 60 70 80
Industriekauffrau
Tiermedizinische Fachangestellte
Immobilienkauffrau
Veranstaltungskauffrau
Verkäuferin
Friseurin
Zahnmedizinische Fachangestellte
Kauffrau Einzelhandel
Kauffrau Büromanagement
Medizinische Fachangestellte
53 %
9
Chancengleichheit | Ausbildungsmarkt
Überblick: Ausbildungsmarkt in Münster
Datenquelle: Statistik Bundesagentur für Arbeit, Juli 2022.
Hinweis: Das Ausbildungs- und Berichtsjahr umfasst den Zeitraum vom 01.10. bis 30.09.
des Folgejahres – ist also noch nicht beendet!
Bewerbende 2021/2022 2020/2021 2019/2020
Gesamt 1.167 1.139 1.190
Davon: „Versorgt“
(ggf. mit Alternative) 899 890 843
Gemeldete Stellen 2.380 2.165 2.026
Stellen je Bewerber/in 2,0 1,9 1,7
10
Chancengleichheit | Ausbildungsmarkt
Überblick: Ausbildungsmarkt in Münster
Datenquelle: Statistik Bundesagentur für Arbeit, Juli 2022.
Hinweis: Das Ausbildungs- und Berichtsjahr umfasst den Zeitraum vom 01.10. bis 30.09.
des Folgejahres – ist also noch nicht beendet!
Bewerbende 2021/2022 2020/2021 2019/2020
Gesamt 1.167 1.139 1.190
Davon: „Unversorgt“
(keine Alternative) 268 249 347
Unbesetzte Stellen 770 583 643
Unbesetzte Stellen je
unversorgte/r Bewerber/in 2,9 2,3 1,9
11
Chancengleichheit | Ausbildungsmarkt
Nachfrage und Versorgungslücken in Münster
Problem: Missverhältnis heute – Fachkräftemangel morgen
Datenquelle: Statistik Bundesagentur für Arbeit, Juli 2022.
Ausbildungsstellen (betrieblich) Nachfrage
(Stellen)
Nicht
besetzt
Kaufmann/-frau Büromanagement 144 43
Bankkaufmann/-frau 144 0
Medizinische/r Fachangestellte/r 140 59
Kaufmann/-frau Einzelhandel 129 53
Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r 89 41
Verkäufer/in 85 42
12
Einblicke in den operativen Bereich….
Wie arbeiten wir mit den jungen Frauen?
Das Jobcenter Münster arbeitet sozialraumorientiert; am Standort
Idenbrockplatz arbeiten wir für die Stadtteile Kinderhaus, Coerde
und Sprakel
Spezialisierte Jobcoaches; Zuständigkeit ab Zugang mit 15 Jahren
bis max. 28 Jahre, danach weitere Betreuung im gleichen Team
damit eine „warme Übergabe“ erfolgt (am Standort Kinderhaus 4
Jobcoaches)
Zusammenarbeit mit den vor Ort tätigen Streetworkern und
Mitarbeitern des Jugendsalons im Rahmen der Arbeit zum
§16h SGB II
Beteiligung an „kein Abschluss ohne Anschluss“
Mitarbeit in der Jugendberufskooperation
13
Auszüge aus unserem Angebotsportfolio
Clearingstelle U25 (aufsuchende Sozialarbeit zur
Kontaktwiederherstellung)
„gemma!“ (vorrangig für junge Frauen zwischen 16 und 27 Jahren;
Berufsorientierung und Qualifizierung in Hauswirtschaft und
Floristik)
Weitere Angebote, um die Berufsschulpflicht zu erfüllen
(Kombination aus Besuch der Berufsschule und beruflicher
Qualifizierung, auch Vorbereitung auf den Hauptschulabschluss
möglich)
Alle Maßnahmen sind in Kombination mit sozialpädagogischer
Begleitung möglich
14
Beispiele aus der Praxis
Wir möchten Ihnen unsere Zusammenarbeit
mit den jungen Frauen aus der Brüningheide
anhand von exemplarischen Beispielen
aus den letzten Jahren näher bringen!
Vielen Dank
für Ihre
Aufmerksamkeit!
Anlage 1 - Förderung im Jahr 2022
1679 Zeichen
Anlage 1 zur Vorlage V/0554/2023
Maßnahmeprogramm Wohngebiet Kinderhaus-Brüningheide
168.210,00 €
Projekt-Nr. Projekte Projektträger Städtische
Förderung
1.05 Nachbarschaftsstärkung und
Mieter/innen-Schulung Amt für Wohnungswesen 1.000,00 €
2.02 Spiel- und Freizeitzone Amt für Grünflächen und Umweltschutz 6.000,00 €
4.02 Integrationsarbeit vor Ort Begegnungszentrum Sprickmannstraße
e.V. 47.130,00 €
5.01 / 5.03 Wir verstehen uns Kinderhauser Arbeitslosen Initiative KAI
e.V. 30.000,00 €
5.04 Gesund Aufwachsen in Kinderhaus Amt für Gesundheit, Veterinär- und
Lebensmittelangelegenheiten 10.000,00 €
6.01 Schuldnerberatung vor Ort Diakonie Münster e.V. 43.080,00 €
6.02 Kulturprojekte: Interkulturelle
Veranstaltungsreihe ATRIUM e.V.
Internationaler Kulturverein ATRIUM
e.V. 2.000,00 €
7.01 Quartiersmanagement 1.200,00 €
7.02 Quartiersfond 1.200,00 €
GESAMT 141.610,00 €
Projekt-Nr. Projekte Projektträger Städtische
Förderung
6.04 Jungenprojekt / Sport gegen Gewalt Begegnungszentrum Sprickmannstraße
e.V. 1.100,00 €
6.05 / 6.06 Integrative Jugendsozialarbeit /
Mobile Jugend(sozial)arbeit
Amt für Kinder, Jugendliche und
Familien 19.450,00 €
6.07 Sport und Bewegung Amt für Kinder, Jugendliche und
Familien 3.300,00 €
6.08 Drogenprävention INDRO e.V. 2.750,00 €
GESAMT 26.600,00 €
Sozialamt
Förderung im Jahr 2022 - Gesamt
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Gebietsmoderation / Sozialamt
Beratungsverlauf (9)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (10)
- Josef-Beckmann-Straße 5
- Sprickmannstraße 31
- Killingstraße 15
- Diesterwegstraße
- Sprickmannplatz 1
- Idenbrockplatz 8
- Brüningheide 168
- Kinderhaus 52
- Langebusch
- Nordmark
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0554/2023
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 19.10.2023
- Erstellt
- 14.09.2023 17:50