2682/2017
Evaluierungsbericht zum Strategiepapier für ein ganzheitliches Toilettenkonzept in Köln
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Anlage 3 - INFA Bewertungsmatrix Toilettenstandorte
14089 Zeichen
INFA - Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management GmbH, Ahlen
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Bewertungssystematik für Standorte
öffentlicher Toiletten
Oktober 2013
INFA - Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management GmbH, Ahlen Seite 1
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Gliederung
1. Ausgangslage und Ziele
2. Bewertungssystematik
3. Datenerhebung
4. Zusammenfassung
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Ausgangslage und Ziele
derzeit sind in Köln 24 öffentliche Toilettenanlagen
in Betrieb
laut Ratsbeschluss soll die Bewirtschaftung neu geregelt werden
in Folge dessen sollen die AWB Köln ein Konzept zur
Bewirtschaftung öffentlicher Toilettenanlagen erarbeiten
(Standorte, Ausstattung, Betrieb mit Wartung und
Reinigung etc.)
hierbei sind zunächst ca. 30 Toiletten-Standorte über eine
einheitliche und nachvollziehbare Bewertungssystematik
zu identifizieren
die möglichen Standorte sollen in etwa 5 Cluster
eingeteilt werden, wobei für die bestehenden Standorte
bereits eine erste Clustereinteilung ausschließlich über
die Frequentierung vorgenommen wurde
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Gliederung
1. Ausgangslage
2. Bewertungssystematik
3. Datenerhebung
4. Zusammenfassung
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Bewertungssystematik
a) Aufbau
Bewertungsparameter zur Einordnung der Standorte in die
Cluster:
a. ermittelte Frequenzen
b. touristische Bedeutung
c. hohe Problematik „Wildpinkler“
d. verkehrsinfrastrukturelle Bedeutung (Knotenpunkt / Endhaltestellen)
e. Berücksichtigung der Belange der Menschen mit Behinderung
f. Berücksichtigung der Belange der Designkommission für eine harmonische
Stadtgestaltung
g. Gesamtversorgungssituation unter Einbeziehung vorhandener Angebote
h. Alternativen (im Rahmen von Angeboten von Geschäftsleuten [Gastronomie und
andere], Friedhöfen, öffentlichen Gebäuden, o. ä.)
i. Umgebung (soziale Kontrolle)
j. Eindrücke aus Besichtigung
k. Rohrleitungsstrecken für die Ver- und Entsorgungsleitungen (möglicher Kostenreiber)
Gruppierung dieser Bewertungsparameter in:
A: Frequentierung
B: Ausstattung
C: Versorgung / Ausweichmöglichkeiten
D: Kostenbedarf
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Bewertungssystematik
b) Nutzwertmatrix
Gruppe Gruppen-
Gewichtung Einzelparameter Parameter
Gewichtung
Bewertung
0 - 3 Kommentar Nutzwert
Ermittelte Frequenzen 1 3 3,0
Touristische Bedeutung 0,75 3 2,3
Problematik "Wildpinkler" 0,75 3 2,3
Verkehrsinfrastrukturelle Bedeutung
(Knotenpunkt / Endhaltestellen) 0,75 3 2,3
Berücksichtigung der Belange der Menschen mit
Behinderung 0,75 3 1,1
Berücksichtigung der Belange der Design-
kommission für eine harmonische Stadtgestaltung 0,5 3 0,8
Gesamtversorgungssituation unter Einbeziehung
vorhandener Angebote 0,5 3 0,8
Alternativen (im Rahmen von Angeboten von
Geschäftsleuten [Gastronomie und andere],
Friedhöfe, öffentlichen Gebäuden, o. ä.)
0,5 3 0,8
Umgebung (fehlende soziale Kontrolle mit erhöter
Vandalismusgefahr) 0,25 3 0,4
Eindrücke aus Besichtigung 0,5 3 0,8
Rohrleitungsstrecken für die Ver- und
Entsorgungsleitung (möglicher Kostentreiber) 0,25 3 0,4
14,6
Standortbewertung öffentlicher
Toilettenanlagen in der Stadt Köln
Gesamt
1
0,5
0,5
0,5
A
Frequen-
tierung
B
Ausstat-
tung
C
Versor-
gung/
Ausweich-
möglichkeit
D
Kosten-
bedarf
Nutzwertmatrix mit beispielhafter Eintragung der Höchstbewertungswerte = Höchstpunktzahl
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Bewertungsparameter werden über die Bewertungsmatrix
für jeden Toilettenstandort (bestehende oder potenziell
neue) bewertet
Ermittlung von Nutzwerten für jeden Parameter
Nutzwerte ermitteln sich aus
dem Gruppen-Gewichtungsfaktor
der Parameter-Gewichtung
der Punktebewertung des Parameters (0 bis 3 Punkte)
Addition aller Einzelnutzwerte ergibt den Gesamtnutzwert des
Standortes
auf Basis des Gesamtnutzwertes erfolgt die Einteilung
in die Cluster 1 - 5
Hinweis: Die Nutzwerte für die einzelne Standorte werden
dem zu Folge immer nach dem gleichen Prinzip ermittelt!
Bewertungssystematik
b) Nutzwertmatrix
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Einteilung der ermittelten Nutzwerte in Cluster
Cluster von bis
Cluster 1 14,6 12,3
Cluster 2 12,2 9,9
Cluster 3 9,8 7,4
Cluster 4 7,3 5,0
Cluster 5 4,9 0,0
Bewertungssystematik
c) Clustereinteilung
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Gliederung
1. Ausgangslage
2. Bewertungssystematik
3. Datenerhebung
4. Zusammenfassung
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die Punktebewertung der Parameter erfolgt über einzelne
Kriterien
für alle Parameter sind Kriterien definiert
z. T. Unterscheidung für bestehende und potenzielle Standorte
bei mehreren Kriterien pro Parameter kann entweder eine
Auswahl eines Leitkriteriums oder eine
Zusammenfassung/Verschneidung mit einer Gewichtung
untereinander erfolgen
Punktedefinition erfolgt über eine Kriterienabstufung
Datenerhebung
Bewertung der Parameter
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a. Ermittelte Frequenz
bestehender Standorte
potenzielle Standorte
Datenerhebung
Bewertung der Parameter – Gruppe A
3 2 1 0
- Frequentierung mit ÖPNV; z. B. > 15 Stops / h im Umkreis = 3 Punkte
(Ermittlung über KVB, z.B. vorhandene Unterlage zum Ranking Fahrgastunterstände)
> 15 Stops 14 - 10 Stops 9 - 5 Stops < 5 Stops
- Zählen der Frequentierung; z. B. Anzahl Passanten / h > 1.000 1.000 - 500 499 - 100 < 100
PunktevergabeKriterien
Umkreis = Radius von 500 m
3 2 1 0
- Zählen von Kontakten (in Anlehnung an Toilettenkonzept, S. 13 - 14;
nicht repräsentativ, Zählung zwischen 9 - 15 Uhr) > 1.000 Nutzer 500 - 1.000 Nutzer 75 - 500 Nutzer > 75 Nutzer
- verbrauchte Wassermenge m³ / d (Ermittlung über Stadtwerke)
(in Anlehnung an Toilettenkonzept, S. 13 - 14, linear hochgerechnet auf 24 Stunden) > 20 19,9 - 15 14,9 - 10 < 10
PunktevergabeKriterien
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b. Touristische Bedeutung
Datenerhebung
Bewertung der Parameter – Gruppe A
3 2 1 0
- Erhebung von Besucherzahlen touristischer Attraktionen in Besucher / h im Umkreis
(Ermittlung über Köln-Touristik) > 250 250 - 150 149 - 75 < 75
- Bewertung Anzahl tourischer Ziele / Sehenswürdigkeiten / Museen / Festwiesen im
Umkreis; z. B. > 5 Punkte im Umkreis = 3 Punkte > 5 Punkte 4 - 3 Punkte 2 - 1 Punkte 0 Punkte
PunktevergabeKriterien
Umkreis = Radius von 500 m
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c. hohe Problematik „Wildpinkler“
Datenerhebung
Bewertung der Parameter – Gruppe A
3 2 1 0
- Presserecherche mit anschließender Clusterung der Häufigkeit
(Ermittlung über die Stadt Köln; Hr. Timmer/Ordnungsamt) Cluster 1 Cluster 2 Cluster 3 Cluster 4
- Problemstellen ggf. über Homepage abfragen (Clusterung der Häufigkeit) Cluster 1 Cluster 2 Cluster 3 Cluster 4
Punktevergabe
Kriterien
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d. verkehrsinfrastrukturelle Bedeutung
(Knotenpunkt / Endhaltestellen)
Datenerhebung
Bewertung der Parameter – Gruppe A
3 2 1 0
- Bedeutung von Endpunkten / Knotenpunkten im Umkreis;
z. B. Anzahl Linien > 5 = 3 Punkte (Ermittlung über KVB) > 5 Linien 5 - 4 Linien 3 - 2 Linien ≤ 1 Linie
PunktevergabeKriterien
Umkreis = Radius von 500 m
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e. Berücksichtigung der Belange der Menschen
mit Behinderung
bestehender Standort
potenzieller Standort
Ausprägung als K.O. – Kriterium (Punktevergabe nur bei erfüllten
Kriterien laut Leitfaden/Norm)
Datenerhebung
Bewertung der Parameter – Gruppe B
3 2 1 0
- Kriterien aus Leitfäden / Normen werden erfüllt / nicht erfüllt (Erfüllungsgrad);
K.O.-Kriterium
alle Kriterien
werden erfüllt - - mind. 1 Kriterium wird
nicht erfüllt
PunktevergabeKriterien
3 2 1 0
- Bauvorgabe, falls der Standort als barrierefreie WC-Anlage ausgestattet werden soll
Kriterien können
baulich hergestellt
werden
- -
mind. 1 Kriterium kann
baulich nicht
hergestellt werden
PunktevergabeKriterien
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f. Berücksichtigung der Belange der Designkommission
für eine harmonische Stadtgestaltung
Unterteilung der Punktevergabe nach bestehenden und
potenziellen Standorten:
bestehender Standort = Punktevergabe orientiert an Ist-Situation
potenzieller Standort = Punktevergabe orientiert sich an der
Möglichkeit, das Kriterium baulich herzustellen
Datenerhebung
Bewertung der Parameter – Gruppe B
3 2 1 0
alle Kriterien werden
erfüllt
1 Kriterium wird
nicht erfüllt
2 Kriterien werden
nicht erfüllt
> 3 Kriterien werden
nicht erfüllt
Kriterien werden
erfüllt/ können baulich
hergestellt werden
1 Kriterium wird nicht
erfüllt / kann baulich
nicht hergestellt
werden
2 Kriterien werden nicht
erfüllt / können baulich
nicht hergestellt
werden
> 3 Kriterien werden
nicht erfüllt / können
baulich nicht hergestellt
werden
- Bewertung der Kriterien / Belange (Kriterienkatalog wird erstellt)
Punktevergabe
Kriterien
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g. Gesamtversorgungssituation unter Einbeziehung
vorhandener Angebote
Datenerhebung
Bewertung der Parameter – Gruppe C
3 2 1 0
- Anzahl alternativer Toilettenanlagen in Gastronomiebetrieben (nicht bei
HappyToiletKöln) im Umkreis differenziert nach Gebietsstrukturen (100 m City; 200 m
innenstadtnah; 300 m Mischbebauung; 400 m 1-2-Familienhausbebauung)
keine Anlage 1 - 2 Anlagen je nach
Gebietsstruktur
3 - 4 Anlagen je nach
Gebietsstruktur
> 4 Anlagen je nach
Gebietsstruktur
PunktevergabeKriterien
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h. Alternativen (im Rahmen von Angeboten von
Geschäftsleuten [Gastronomie und andere], Friedhöfe,
öffentlichen Gebäuden o. ä.)
Datenerhebung
Bewertung der Parameter – Gruppe C
3 2 1 0
- Anzahl alternativer Toilettenanlagen in Gastronomiebetrieben (HappyToiletKöln) sowie
Friedhöfen und öffentl. Gebäuden im Umkreis differenziert nach Gebietsstrukturen (100
m City; 200 m innenstadtnah; 300 m Mischbebauung; 400 m 1-2-Familienhausbebauung)
keine Anlage 1 - 2 Anlagen je nach
Gebietsstruktur
3 - 4 Anlagen je nach
Gebietsstruktur
> 4 Anlagen je nach
Gebietsstruktur
Punktevergabe
Kriterien
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i. Umgebung (fehlende soziale Kontrolle mit
erhöhter Vandalismusgefahr)
Datenerhebung
Bewertung der Parameter – Gruppe D
3 2 1 0
- Abgleich mit bekannten "Littering-Standorten" mit Clusterung nach Häufigkeit/Menge Cluster 1 Cluster 2 Cluster 3 Cluster 4
- Eindrücke aus Besichtigung (Einsichtmöglichkeit in 4 Stufen) sehr gute
Einsichtmöglichkeit
mittlere
Einsichtmöglichkeit
schlechte
Einsichtmöglichkeit
keine
Einsichtmöglichkeit
PunktevergabeKriterien
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j. Eindrücke aus Besichtigung
Bewertung nur für bestehende Standorte möglich
Datenerhebung
Bewertung der Parameter – Gruppe D
3 2 1 0
- Kriterien laut Anlage zum derzeit vorliegenden Toilettenkonzept gut befriedigend akzeptabel schlecht
PunktevergabeKriterien
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k. Rohrleitungsstrecken für die Ver- und
Entsorgungsleitung (möglicher Kostentreiber)
Anschlusskosten hängen i. W. von den Faktoren
Rohrleitungslänge und Bebauungsstruktur (Hindernisse etc.) ab
Datenerhebung
Bewertung der Parameter – Gruppe D
3 2 1 0
- erwartete Anschlusskosten aufgrund von Rohrleitungen für Ver- und Entsorgung unter
Berücksichtigung von Erschwernissen durch die Bebauungsstruktur (bisherige
Anschlusskosten pro Toilettenanlage bei ca. 25.000 €)
< 25.000 € 25.000 - 35.000 € 35.001 - 45.000 € > 45.000 €
PunktevergabeKriterien
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Gliederung
1. Ausgangslage
2. Bewertungssystematik
3. Datenerhebung
4. Zusammenfassung
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Zusammenfassung
mit der erarbeiteten Bewertungsmatrix können alle
bestehenden und potenziellen Standorte für öffentliche
Toilettenanlagen in der Stadt Köln einheitlich und
nachvollziehbar bewertet werden
die ausgewählten Parameter und Kriterien umfassen alle in
diesem Zusammenhang zu berücksichtigende
Bewertungsmöglichkeiten
die Gewichtungen über die Gruppen und einzelnen Parameter
gewährleisten die Schwerpunktbildung im Rahmen der
Nutzwertmatrix
die einheitliche Vorgehensweise ermöglicht eine objektive
Vergleichbarkeit der Standorte untereinander
das Verfahren ist transparent und nachvollziehbar mit klar
definierten Regeln
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Dipl.-Ing. Rüdiger Reuter
( Projektleiter )
Telefon: 0 23 82 / 9 64 – 5 15
E-Mail: reuter@infa.de
M. Sc. Bernd Ewering
( Projektingenieur )
Telefon: 0 23 82 / 9 64 – 5 44
E-Mail: ewering@infa.de
Kontakt
Ihre Ansprechpartner:
20170828_Evaluierung Toilettenprojekt AWB GESAMT_FINAL
48998 Zeichen
Evaluierungsbericht (2014-2017)
zur Umsetzung des vom Rat der Stadt Köln beschlossenen
Strategiepapiers für ein ganzheitliches Toilettenkonzept in
Köln
Stadt Köln und AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH
Ulrike Willms, Stephanie Otto, Stefan Gerstmeier und Elena Seller
Stand: 28. August 2017
1
Inhalt
1. Einleitung & Hintergrund .................................................................................... 2
2. Ziel des Toilettenkonzeptes................................................................................ 3
3. Vorbereitender Abstimmungsprozess ................................................................ 4
4. Vorstellung Toilettentypen .................................................................................. 9
4.1. Standardtoiletten („Stein-auf-Stein“-Toiletten) ................................................. 9
4.2. Citytoiletten .................................................................................................... 10
4.3. Mobiltoiletten in Grünanlagen zur saisonalen Bereitstellung (Ostern bis
Saisonende).......................................................................................................... 10
4.4. Sog. „HappyToilet Köln“-Standorte in Gastronomie und Hotellerie ................ 11
4.5. Urinale ........................................................................................................... 11
5. Auswahl Standorte ........................................................................................... 13
5.1. Standardtoiletten („Stein-auf-Stein“-Toiletten) ............................................... 15
5.2. Citytoiletten .................................................................................................... 15
5.3. Mobile Toiletten in Grünanlagen .................................................................... 18
5.4. „Happy Toilet Köln“-Standorte ....................................................................... 21
6. Webseite und „App“ ......................................................................................... 22
7. Erkenntnisse .................................................................................................... 23
7.1. Frequentierung .............................................................................................. 24
7.1.1. Standardtoiletten („Stein-auf-Stein“-Toiletten) ............................................ 24
7.1.2. Citytoiletten ................................................................................................. 25
7.2. Umsatz / Kosten ............................................................................................ 27
7.3. Abstimmungsprozess .................................................................................... 28
7.3.1. Standortauswahl und Installation von Citytoiletten ...................................... 28
7.3.2. Drogen ........................................................................................................ 28
7.3.3. Vandalismus ............................................................................................... 30
7.3.4. Diebstähle ................................................................................................... 31
8. Fazit ................................................................................................................. 31
8.1. Wichtige Schritte zur Zielsetzung der Behindertenpolitik erfolgreich umgesetzt
.............................................................................................................................. 31
8.2. Sauberes Erscheinungsbild ........................................................................... 32
8.3. Finanzielle Auswirkungen und Ausblick ......................................................... 33
8.4. Schlussbemerkung ........................................................................................ 34
2
1. Einleitung & Hintergrund
Im Rahmen des Werbenutzungsvertrags zwischen der Stadt Köln und Stadtwerke
Köln (SWK) hatten die Konzessionäre Kölner Außenwerbung GmbH die Standardtoi-
letten und JC Decaux Deutschland GmbH die Citytoiletten in Köln betrieben. Der Ver-
trag war durch die Stadt Köln zum 31.12.2014 gekündigt worden. Der folgende We r-
benutzungsvertrag, der ab dem 01.01.2015 bis zum 31.12.2029 abgeschlossen
worden ist, sieht ein e erneute Kopplung zwischen dem Betrieb von öffentlichen To i-
letten und Außenwerberechten u.a. aus rechtlichen Gründen nicht mehr vor.
Die Verwaltung der Stadt Köln hat aus diesem Anlass die AWB im Juni 2013 geb e-
ten, ein langfristiges und ganzheitliches To ilettenkonzept für Köln auszuarbeiten.
Diese Ausarbeitung erfolgte zusammen mit dem Bauverwaltungsamt (62) der Stadt
Köln. Das "Strategiepapier für ein ganzheitliches Toilettenkonzept in Köln" wurde a b-
schließend in der Ratssitzung am 17. Dezember 2013 vom Stadtrat beschlossen
(2594/2013). Die AWB ist mit der Umsetzung des Konzeptes beauftragt worden. Der
Vertrag hierzu wurde im September 2014 mit dem Dezernat für Stadtentwicklung,
Planen, Bauen und Verkehr (Dez. VI) geschlossen. Formaler Auftraggeber der AWB
ist das Amt für Brücken , Tunnel und Stadtbahnbau (69) mit dem dafür gegründeten
„BgA Servizio“ (BgA = Betrieb gewerblicher Art).
Seit Übernahme der Leistungen wurden mehr als 150 Standorte durch AWB übe r-
prüft und zur Umsetzung vorgeschlagen.
Aktuell (Stand Aug. 2017) konnten davon 23 Standorte realisiert werden:
- 5 „Stein auf Stein“-Toiletten (s. Punkt 5.1. und 7.1.1.)
- 8 Citytoiletten davon 3 Einraumtoiletten und 5 Zweiraumtoiletten (s. Punkt 5.2.
und 7.1.2.)
- 10 Standorte mit Mobiltoiletten (28 Toilettenkabinen) (s. Punkt 5.3.)
Zudem sind
19 Standorte über „HappyToilet Köln“ (s. Punkt 5.4.) und
54 Toiletten in öffentlichen Gebäuden (s. toiletten.koeln)
mittlerweile zugänglich.
Durch die Umsetzung des Toilettenkonzeptes können 96 Toiletten insgesamt,
davon 59 barrierefrei bzw. behindertenfreundlich genutzt werden.
Die Suche „nach der nächsten Toilette“ wird durch die Internet - und Smart phone-
„App“ www.toiletten.koeln bzw. www.toilets.cologne (s. Punkt 6 und Anlage 1 – Web-
seite und „App“) deutlich vereinfacht.
Darüber hinaus befinden sich zahlreiche Citytoiletten, Ur inale und Mobiltoiletten in
der aktuellen Abstimmung innerhalb der Stadtverwaltung (s. Kapitel 5).
Im Folgenden werden die Erkenntnisse der Bewirtschaftung aller Toiletten in den
vergangenen 3 Jahren vorgestellt und erläutert.
3
2. Ziel des Toilettenkonzeptes
Das Ziel des Toilettenangebotes ist es, eine verbesserte Versorgung mit öffentlichen
Toiletten unter besonderer Berücksichtigung der Belange der Menschen mit Behinde-
rung zu erreichen. Es basiert auf fünf Angebotssäulen:
1. Fünf Standardt oilettenanlagen fest eingebaut in Gebäuden (auch “Stein –auf-
Stein“-Toiletten genannt), wie z. B. die Toilettenanlage Dom/Roncalliplatz
2. Bis zu 30 neue Citytoiletten mit barrierefreier Ausstattung
3. Behindertenfreundliche Mobiltoiletten in Grünanlagen zur saisonalen Berei t-
stellung
4. Sog. „Happy Toilet Köln“-Standorte in Gastronomie und Hotellerie
5. Prüfung alternativer Einsatzmöglichkeiten von Urinalen
Sowie Toiletten in öffentlichen Gebäuden, die im Rahmen der mobilen Toilettenwe b-
seite www.toiletten.koeln ebenfalls angezeigt werden.
Die Punkte 1 bis 3 und 5 übernimmt vertragsgemäß die AWB. Für die Vereinbarung
mit den Gastronomie- und Hotelbetreibern (Punkt 4) ist die Stadt Köln verantwortlich.
Die darüber hinaus in Museen, Rathäusern oder ähnlichen städtischen Gebäuden
existierenden öffentlichen Toiletten werden von den jeweiligen Verantwortlichen we i-
ter eigenständig betrieben.
4
3. Vorbereitender Abstimmungsprozess
Bereits in 2013 wurde mit dem Abstimmungsprozess zur Umsetzung eines ganzhei t-
lichen Toilettenkonzeptes durch die AWB begonnen.
Hierzu gehörten neben der Abstimmung zur G estaltung der Citytoiletten mit dem
Dezernenten Herrn Franz-Josef Höing, dem Stadtplanungsamt, dem Stadtraumm a-
nagement sowie dem Gestaltungsbeirat insbesondere der Austausch mit dem Behi n-
dertenbeauftragten der Stadt Köln zur Sicherstellung der Barrierefreiheit der neuen
Toilettenanlagen (s. Anlage 2 – Barrierefreie Gestaltung).
Hierbei wurde festgelegt , für Köln zwei Varianten (Einraumtoilette und Zweiraumto i-
lette) in RAL-Farbe 7016 (anthrazitgrau) in das Toilettenportfolio aufzunehmen:
a) Einraumtoilette
5
b) Zweiraumtoilette (mit Urinal)
Auf Grund der gemachten Erfahrungen sind 3 Untervarianten der Zweiraumtoilette
entwickelt worden , d ie je nach Urinal -Frequentierung in Anwendung gebracht we r-
den.
Urinalraum mit einem Einzelurinal (kleinste Variante):
6
Urinalraum mit einer Urinalrinne (mittlere Variante):
7
Urinalraum mit zwei Urinalrinnen (größte Variante):
Bei der Auswahl wurde ein hoher Standard verwendet und ein großer Wert auf die
Nutzerfreundlichkeit gelegt. Für beide Varianten gilt:
Vandalismushemmende Gesamtausführung
Zugangssteuerung über Münzautomat und mittels Euroschlüssel (CBF)
Automatische Eingangsschiebetür
ESG-Glasfassade und Innenwände mit Vollwärmeschutz
Elektrofußbodenheizung und Entlüftungssystem
WC-Topf aus Edelstahl mit automatischer WC-Sitzbrillenreinigung
Behindertengerecht gemäß DIN 18040-1
Behindertengerechte, unterfahrbare Waschtischsäule aus Edelstahl
2 Edelstahl-Kleiderhaken, davon ein Kleiderhaken auf der Höhe gemäß
DIN 18040
8
Edelstahl-Spritzenbehälter zum Abwurf von Spritzen, wandbündig einge-
baut
Blindenlesbare Notruftasten und Tasten für Türbedienung innen sowie
Schilder für Medien an der Waschtischsäule und WC in den Sprachen
deutsch und englisch
Separate Notrufanlage in der barrierefreien Kabine als Gegensprechanlage
per GSM Modul
Notentriegelungstasten für die Eingangstür in der Höhe gemäß DIN 18040-
1 und auf einer Höhe, die eine am Boden liegende Person erreichen kann
Je nach Variante zudem:
- Urinal aus Edelstahl mit darunter auf dem Boden befindlicher Edelstahl-
wanne mit diebstahlgesicherter Gitterrostabdeckung, inklusive Spülauto-
matik für das Urinal und die Edelstahlwanne
- Klappbare Babywickelauflage aus einem vandalismussicherem Material
Neben der optischen Gestaltung und der Berü cksichtigung der Belange der Men-
schen mit Behinderung ist für die Auswahl eines Toilettenstandortes zudem eine
Überprüfung der technischen Realisierbarkeit notwendig. Diese erfolgt vor Ort und
anhand der Leitungsaus künfte der RheinEnergie und Stadtentwässerungsbetriebe
Köln (StEB).
Um eine einheitliche Vorgehensweise der Standortauswahl für Köln sicher zu stellen,
wurde in Zusa mmenarbeit mit dem Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur -
Management GmbH (INFA) eine Bewertungsmatrix festgelegt ( s. Anlage 3 – INFA
Bewertungsmatrix Toilettenstandorte), die ebenfalls in der Ratsvorlage skizziert wu r-
de. Wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines geeigneten Standortes ist das Scorin-
gergebnis gemäß dieser Bewertungsmatrix.
Die Bewertungsparameter zur Einordnung der Standorte sind u. a.:
Ermittelte Frequenzen
Touristische Bedeutung
Hohe Problematik „Wildpinkler“
Verkehrsinfrastrukturelle Bedeutung (Knotenpunkt / Endhaltestellen)
Gesamtversorgungssituation unter Einbeziehung vorhandener Angebote
Umgebung (soziale Kontrolle)
9
4. Vorstellung Toilettentypen
Gemäß dem Toilettenkonzept gibt es fünf verschiedene Angebotssäulen:
4.1. Standardtoiletten („Stein-auf-Stein“-Toiletten)
Die fünf Standardtoiletten sind zum Jahreswechsel 2014/15 vom Vorbetreiber Kölner
Außenwerbung GmbH übernommen worden und werden seit dem 01.01.2015 durch
AWB betrieben. Für diese Toiletten wurde auf Wunsch der Stadt Köln die Kölner Ge-
sellschaft für Arbeits - und Berufsförderung m bH (KGAB) als Nachunternehmer der
AWB für die Präsenzbetreuung der Toiletten verpflichtet.
Kurz nach der Übernahme sind durch AWB bei den Standardtoiletten soweit notwen-
dig Modernisierungen, Reparatur en sowie die Installation fehlender Drehkreuze an
einem der Standorte durchgeführt worden. Im Laufe des Jahres 2015 wurde eine
Optimierung der Zugangsanlage der Toilette am Dom umgesetzt und ein modernes
„Speedgate“ eingebaut, um hier den bestmöglichen Service bieten zu können. Hie r-
durch konnte sowohl die Wartezeit der Nutzer deutlich reduziert werden, als auch die
Abrechnungssicherheit der erzielten Einnahmen weiter verbessert werden.
Die Toiletten sind zu der vertraglich festgelegten Öffnungszeit von morgens bis
abends zugänglich.
Die Nutzung kostet 50 Cent.
Für Behinderte, die im Besitz eines Euroschlüssels sind, ist die Nutzung an den dafür
geeigneten Anlagen kostenfrei.
„Stein-auf-Stein“-Toilette am Dom: Treppenabgang und Zugang via „Speedgate“
10
4.2. Citytoiletten
Nach Festlegung der Gestaltung und der technischen Ausstattung in Zus ammenar-
beit mit der Stadt Köln und unter besonderer Berücksichtigung der Barrierefreiheit ist
die erste Citytoilette (s. Anlage 4 – Bilder einzelner Citytoiletten) im Rahmen des P i-
lotprojekts im Dezember 2014 in Deutz aufgestellt und in Betrieb genommen worden.
Im Jahr 2015 sind weitere drei Pilotstandorte erschlossen worden. Während der P i-
lotphase sind die vier Citytoiletten mit etwas unterschiedlicher technischer Ausstat-
tung installiert worden, um die Modelle und die jeweiligen Standortbedürfnisse zu
testen.
Die Bewirtschaftung, Reinigung und technische Weiterentwicklung erfolgt durch die
AWB. Die Erkenntnisse im Dauerbetrieb wurden zudem für die Ausschreibung der
weiteren Citytoiletten genutzt, deren Zuschlag die Firma Hering Sanikonzept GmbH
aus Burbach erhalten hat.
4.3. Mobiltoiletten in Grünanlagen zur saisonalen Bereitstellung ( Ostern bis
Saisonende)
Die Nutzung des öffentlichen Raums , insb esondere in den Kölner Grünanlagen,
nimmt von Jahr zu Jahr weiter zu. Die Stadt Köln hat zur Verbesserung der Aufen t-
haltsqualität in den letzten Jahren deutlich in die Infrastruktur ( Unterflurbehälter, Pa-
pierkörbe, Grillaschebehälter, Bänke, etc.) investiert.
Die Verbesserung der Toilettensituation vor Ort ist der nächste konsequente Schritt,
um mehr Qualität und Sauberkeit vor Ort zu ermögli chen. Hinsichtlich der Mobiltoilet-
ten fand diesbezüglich eine enge Abstimmung in Bezug auf die Gestaltung und
Standortsuche mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen (67) statt.
Auch hier wurde in Abstimmung mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt Köln
ebenfalls auf eine behindertenfreundliche Ausgestaltung Wert gelegt - jeder Standort
verfügt über eine Kabine die extra breit für Rollstuhlfahrer ist (s. Anlage 5 - Mobiltoi-
letten).
11
4.4. Sog. „HappyToilet Köln“-Standorte in Gastronomie und Hotellerie
Gemeinsam mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DeHoGa), dem Ein-
zelhandelsverband, der Industrie- und Handelskammer (IHK) und der KölnTourismus
GmbH wurde, orientiert an dem bundesweiten Konzept „Nette Toilette“, ein individu-
elles sog. „HappyToilet“-Konzept für Köln entwickelt. Danach erhalten Geschäftsleute
(Gastronomie und andere), die ihre Toiletten während den Öffnungszeiten der Öffent-
lichkeit zur Verfügung stellen von der Stadt eine Entschädigungspauschale von 600 €
bzw. für barrierefreie Toiletten 1.800 € jährlich sowie Informationsmat erial zur Dar-
stellung positiver Werbeeffekte und ein „Mitmach“-Logo zum Anbringen vor Ort.
Das Projekt wurde bereits im Rahmen einer Interi mslösung nach Inkrafttreten des
Haushalts 2013/2014 begonnen. Vorzugsweise wurden und werden teilweise mit U n-
terstützung der Bezirksvertretungen Angebote von Geschäftsleuten mit barrierefreien
Toiletten gesucht.
Mit dem Grundsatz Qualität vor Quantität und mit einem bevorzugten behindertenge-
rechten Toilettenangebot konnten dauerhafte Standorte vertraglich geschaffen we r-
den (s . Punkt 5.4.). Eine Erweiterung des Angebotes für das g esamte Stadtgebiet
wäre wünschenswert.
4.5. Urinale
Im Rahmen des Strategiepapiers für ein ganzheitliches Toilettenkonzept in Köln
(2594/2013) wurde mit Beschluss des Rates die Berücksichtigung von Urinalen
grundsätzlich in die Angebotspalette mit aufgenommen.
Priorität hatte neben der Übernahme der vorhandenen Toilettenanlagen zunächst die
Standortsuche bzw. die Prüfung von Standortvorschlägen der Bezirksvertretungen
für die Citytoiletten, die ein Angebot für alle Nutzerinnen und Nutzer bieten.
Auf Basis der im Rahmen der Evaluierung gemachten Erfahrungen wird die Install a-
tion von Urinalen an den Standorten, die nicht genügend Platz für die Citytoiletten
bieten, zur Eindämmung der Wildpinklerproblematik wie z. B. dem Domumfeld, aller-
dings dringend angeraten.
12
Mit dem Stadtraummanagement wurden die relevanten Eckdaten für die optische
Ausgestaltung besprochen. So wurde beispielsweise die nachstehende Ausgestal-
tung als mögliche Variante bereits positiv bewertet:
Quelle: Sanitronics International B.V.
In einer ersten Vorlage (1144/2017) zum Planungsbeschluss für die Neugestaltung
des Tunnels Johannisstaße im Rahmen der Fördermaßnahme "Via Culturalis und die
Quartiere der Domumgebung" , gefördert durch das Bundesprogramm "Nationale
Projekte des Städtebaus", wurde dieser Empfehlung für die Aufstellung von Urinalen
seitens des Stadtentwicklungs -/Verkehrsausschusses sowie der Bezirksvertretung
Innenstadt bereits gefolgt:
„Neben der baulichen Umgestaltung bedarf es einer verstärkten Sozialkontrolle sowie
weiteren flankierenden Maßnahmen wie zum Beispiel eines niedrigschwelligen To i-
lettenangebots im unmittelbaren Umfeld, um dauerhaft für einen der Örtlichkeit en t-
sprechenden Zustand des Johannisstraßentunnels zu sorgen. Um der zukünftigen
Verunreinigung des Tunnels entgegenzuwirken, soll im weiteren Verlauf der Planung
geprüft werden, ob eine Integration von öffentlichen Urinalen in den Mündungsbere i-
chen des Tunnels sinnvoll bzw. realisierbar ist.“
Jede auf hohem Niveau stadtgestalterisch (neu) gestaltete Fläche, die nicht durch ein
entsprechendes Angebot mit Citytoiletten oder eben aus Platzgrü nden mit Urinalen
weniger Verschmutzung insbesondere durch „Wildpinkeln “ erfährt, wird trotz Rein i-
gung wesentlich höhere Folgekosten für eine regelmäßige Sanierung nach sich zie-
hen.
13
5. Auswahl Standorte
Der Abstimmungsprozess für die Auswahl eines Standortes ist von einem hohen K o-
ordinationsaufwand seitens der AWB sowie des verantwortlichen Amtes der Stadt
geprägt. Neben baulichen und baurechtlichen Einschränkungen (Lei tungen, A b-
standsflächen usw.) bestehen zwingend zu berücksichtigende Vorgaben insbesonde-
re der Stadtgestaltung und oftmals des Denkmalschutzes.
Im Vorfeld der Aufstellung beispielsweise einer neuen Citytoilette und vor Abgabe
eines Baugenehmigungsantrags führt die AWB , unterstützt durch das Amt für Br ü-
cken, Tunnel und Stadtbahnbau (69), umfangreiche Abstimmungen mit den Fachäm-
tern/Bezirksvertretungen und die Koordination der externen Dienstleister (StEB,
RheinEnergie, Tiefbauunternehmer, Hersteller der Citytoiletten) durch. Diese Vorab-
stimmung ermöglicht es , die Ämterprüfung im Rahmen der Baugenehmigung in Te i-
len zu beschleunigen.
Workflow Abstimmung neuer Standorte
14
Dennoch werden im Normalfall mindestens 9 Monate bis zur vollständigen Klärung
eines Standortes bis zur Beschlussvorl age an die Politik benötigt , zzgl. der Zeit zur
Erteilung der Baugenehmigung, welche auch mehr als ein halbes Jahr dauern kann.
Für einzelne Standorte der Citytoiletten vergehen durch die Vielzahl von Prüfvorgän-
gen, Vorgaben und Wünschen der Verwaltung bzw. Politik somit bis zu zwei Jahre
für deren Realisierung (z. B. Markmannsgasse oder Jahnwiese).
Einige Standorte sind grundsätzlich möglich, können aber aus den Erfahrungen mit
der Drogenproblematik (siehe hierzu Punkt 7.3.1.) derzeit nicht realisiert werden.
15
5.1. Standardtoiletten („Stein-auf-Stein“-Toiletten)
Bei den Standardtoiletten fand neben der Übernahme der in Betrieb befindlichen
Standorte eine Prüfung zur Ertüchtigung früherer Standorte, wie z. B. Rudolfplatz und
Neumarkt statt. Auf Grund von unverhältnismäßig hohen Kosten für die Instandse t-
zung sowie der Unmöglichkeit eine Barrierefre iheit zu erreichen, wurde eine Umset-
zung jedoch verworfen.
5.2. Citytoiletten
Offizielle Eröffnung der ersten (Pilot-) Citytoilette Hohenzollernbrücke
Citytoilette in der Urbanstraße am 15.01.2015
In dieser Kategorie sind seit 2014 ca. 120 Standorte überprüft worden (s. Anlage 6 -
Standortwünsche). Ein Großteil entstammt der Prioritätenliste aus dem Kon zept
(2013). Zudem gibt es aus der Verwaltung und Politik regelmäßig Anfragen oder A n-
regungen zu den neuen Standorten, die dann durch die AWB und Stadt Köln zeitnah
überprüft werden.
Aktuell sind 8 Citytoiletten im Kölner Stadtgebiet installiert (s. Anlage 5 – Bilder ein-
zelner Citytoiletten):
1. Urbanstraße Ecke Mindener Straße / Rheinboulevard I
2. Krebsgasse1
3. Brüsseler Platz
4. Zülpicher Platz
5. Hohenzollernbrücke Deutz / Uferpromenade Rheinboulevard II
6. Markmannsgasse
7. Longerich / August-Haas-Straße
8. Marktplatz Urbach
1 Standort „Krebsgasse“ (Neumarkt) ist seit November 2015 wegen gravierender Drogenproblematik außer B e-
trieb.
16
Alle Citytoiletten sind 24 Std. zugänglich.
Die Nutzung kostet 50 Cent.
Die Urinalnutzung ist kostenfrei.
Für Behinderte im Besitz eines Euroschlüssels ist die Nutzung der Citytoiletten eben-
falls kostenfrei.
Die Bewirtschaftung und tägliche Reinigung führt die AWB selbständig durch.
Übersicht Standorte Citytoiletten gesamtstädtisch:
17
Übersicht Standorte Citytoiletten in der Innenstadt:
Weitere 16 Citytoiletten (bzw. Urinale als Alternative ) befinden sich in Umsetzung
oder in Abstimmung mit der Verwaltung:
Bez. Standort Toilettenvariante / Hinweis
1 An der Rechtsschule Einraum Citytoilette
1 Domumfeld, Tunnel Johannisstraße Keine Citytoilette möglich,
Prüfung: Urinal
1 Siegburger Straße / Rheinboulevard III Zweiraum Citytoilette
1 Severinswall / Chlodwigplatz Zweiraum Citytoilette
1
Yitzhak-Rabin-Platz
Keine Citytoilette möglich,
Prüfung: Urinal oder mobile Behinderten-
toilette
1 Rheinauhafen Einraum Citytoilette
2 Bahnhof Rodenkirchen Einraum Citytoilette
2 Bahnhof Sürth Einraum Citytoilette
3 Jahnwiese Zweiraum Citytoilette
18
3 Sülzburgstraße (Grünfläche) Einraum Citytoilette
5 Botanischer Garten Zweiraum Citytoilette/
BV Beschluss bereits vorhanden
6 Turkuplatz / Liverpooler Platz
Zweiraum Citytoilette (Baugenehmigung
für Turkuplatz am 18.07.2017 erteilt),
Prüfung Drogenproblematik und ggfls. Er-
gänzung Urinal am Übergang Liverpooler
zu Pariser Platz
7 Porzcity Einraum Citytoilette (bzw. Integration einer
Toilette in den Neubau)
8 Marktplatz. Brück / Ecke Gräfenhof Einraum Citytoilette
8 Marktplatz Humboldt Einraum Citytoilette
9 Dellbrücker Hauptstraße / Marktplatz Einraum Citytoilette
5.3. Mobile Toiletten in Grünanlagen
Mobiler Toilettenstandort am Aachener Weiher
In den Jahren 2013 und 2014 hat das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen
(67) die mobilen Toiletten im Rahmen eines Testbetriebs au fgestellt. Nach dessen
positiver Bewertung und der Entscheidung zur Fortführung der Leistung hat die AWB
die Beschaffung und Bewirtschaftung der mobilen Toiletten seit 2015 übernommen.
Die mobilen Toiletten werden saisonal in ausgewählten, stark frequentierten städt i-
schen Grünanlagen aufgestellt und dienen in erster Linie dem Bedarf an Toiletten
während der sog. „Grillsaison“.
19
Die Toiletten sind jeweils als Doppelstandort mit einer Normal - und einer behinde r-
tenfreundlichen Kabine sowie einer umlaufenden Einhausung a us resistenten du n-
kelbraunen Siebdruckplatten errichtet.
Die hellen und geräumige n Toiletten sind ohne Kanalanschluss nutzbar. Das licht-
durchlässige Dach und der rutschfeste Boden sorgen für ausreichenden Nutzungs-
komfort.
Die AWB führt hierbei die Standortprüfung und -planung, die Beschaffung, die opera-
tive Abwicklung und die tägliche Reinigung durch. Die Entsorgung der Inhalte des
Fäkalientanks erfolgt aktuell in Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister.
Im Vertrag mit der Stadt Köln war zunächst die Aufstellung in der Zeit 01.05. bis
15.09. eines Jahres vereinbart. Bereits aus der Erfahru ng der 1. Saison ist man wet-
terabhängig zu einer flexibleren Planung übergegangen: Die Bereitstellung wurde auf
Ostern vorverlegt und der Abbau der Toiletten wird mit dem Amt für Brücken , Tunnel
und Stadtbahnbau (69) abgestimmt, um auf ggfs. länger anhaltendes schönes Wetter
reagieren zu können. Darüber hinaus wird für einzelne Standorte empfohlen, diese
ganzjährig in Betrieb zu belassen. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine ausreiche n-
de Frequentierung und soziale Kontrolle in den Wintermonaten.
Die Standorte in den ursprünglichen 7 Grünanlagen sind entsprechend dem ermitte l-
ten Bedarf erweitert worden, so dass in 2017 die mobilen Toiletten in 10 Grünanla-
gen mit insg. 28 Toilettenkabinen aufgestellt wurden. Hierbei handelt es sich immer
um sog. Doppelstandorte. Die Nutzung der Mobiltoiletten ist (bauartbedingt) kosten-
frei.
1. Aachener Weiher (3 Doppelstandorte)
2. Deutzer Brücke (6 T oilettenkabinen) in 2017, ab 201 8 Wegfall geplant, durch
Realisierung der Citytoiletten-Anlage Siegburger Straße / Rheinboulevard III)
3. Poller Wiesen Nord Drehbrücke
4. Poller Wiesen Süd Südbrücke
5. Rodenkirchener Riviera West
6. Rodenkirchener Riviera Ost
7. Merheimer Platz
8. Nippeser Tälchen
9. Merheimer Heide Pilz
10. Merheimer Heide Spielplatz
20
Übersicht Standorte Mobiltoiletten:
Als weitere Standorte werden aktuell geprüft:
Bez. Standort Toilettenvariante / Hinweis
2 Rheinufer lrh südlich Rheinauhafen Doppelstandort / Höhe Haltestelle
Bayenthalgürtel / ganzjährig
2 Vorgebirgspark
2 Doppelstandorte
(Spielplatz Süd und Querstraße durch
Park)
2 Rheinufer Sürth, Anlegestelle Fähre
zur Groov, Treidelpfad Doppelstandort
2 Friedenswald Doppelstandort
4 Butzweilerhofallee Doppelstandort
4 Ehrenfeld / Barth.-Schink-Str. Einzelstandort, am Rande des Spiel-
platzes / ganzjährig
4 Endhaltestelle Bocklemünd / P+R Doppelstandort
5 Niehler Damm / Spielplatz Einzelstandort / ganzjährig
7 Rheinufer rrh / Poller Wiesen südlich
Südbrücke: km 685 Einzelstandort / ganzjährig
21
7
Rheinufer rrh / Poller Wiesen südlich
Südbrücke: Weidenweg Höhe Cam-
pingplatz
Einzelstandort / ganzjährig
7 Freizeitanlage Groov Doppelstandort
7 Gut Leidenhausen, Spielplatz Doppelstandort
7 Bahnhof Wahn Doppelstandort
9 Mülheimer Stadtgarten am Spielplatz Doppelstandort
9 Rheinboulevard in Mülheim / Höhe
Brücke über Hafenzufahrt Doppelstandort / ganzjährig
9 Endhaltestelle Thielenbruch Doppelstandort
5.4. „Happy Toilet Köln“-Standorte
Die in der nachstehenden Zusammenfassung ersichtlichen „HappyToilet“-
Vertragspartner (Stand August 2017) stehen während deren Öffnungszeiten der Ö f-
fentlichkeit zur Verfügung:
Bez. Vertragspartner Adresse Verfügbarkeit
1 Bürgergemeinschaft Rathenau-
platz e.V.
Rathenauplatz 30,
50674 Köln
April bis Sep-
tember
1 Claudius Therme GmbH &
Co.KG
Sachsenbergstr. 1,
50679 Köln ganzjährig
1 Brauhaus Früh am Dom; Cölner
Hofbräu P.Josef Früh KG
Am Hof 12 bis 18,
50667 Köln ganzjährig
1 Früh em Veedel; Cölner Hofbräu
P.Josef Früh KG
Chlodwigplatz 28,
50678 Köln ganzjährig
1 Dom Hotel am Römerbrunnen Komödienstraße 54,
50667 Köln ganzjährig
1 Globetrotter; Globetrotter Aus-
rüstung GmbH
Richmodstraße 10,
50667 Köln ganzjährig
1 Gloria; Gastro-Event GmbH Apostelnstraße 11,
50667 Köln ganzjährig
1 Kolpinghotel am Römerturm
GmbH
St.Apern-Straße 32,
50667 Köln ganzjährig
1 Leone im Rheinauhafen Kranhaus Süd, Im Zoll-
hafen 24, 50678 Köln ganzjährig
1 Reissdorf am Hahnentor; Vino-
mobile GmbH
Hahnenstraße 24,
50667 Köln ganzjährig
2 Brauhaus Quetsch Hauptstr. 7, 50996 Köln ganzjährig
3 Sylter Eiscafe; Dieter Maraite Goethe Str. 2, 50858
Köln ganzjährig
4 Buman & Sohn; BHLS Gastro-
nomie Gmbh
Bartholomäus-Schink-
Str. 2, 50825 Köln ganzjährig
4 CrossFit Cologne GmbH Maarweg 132, 50825
Köln ganzjährig
22
4 Kletterfabrik Köln; Kletterfabrik
Köln GmbH
Oskar-Jäger-Str. 173,
50825 Köln ganzjährig
5 Em Goldene Kappes; Cölner
Hofbräu P.Josef Früh KG
Neusser Straße 295,
50733 Köln ganzjährig
7 Poller Fischhaus, Lalaramdin-
sangi Schneider
Weidenweg 46, 51105
Köln
April bis Sep-
tember
7 Poller Haus Siegburger Straße 371,
51105 Köln ganzjährig
9 Wald-Camping; Freies Ortskartell
Dünnwald e.V.
Peter-Baum-Weg 20,
51069 Köln ganzjährig
6. Webseite und „App“
Seit 2015 gibt es das Informationsportal der AWB über das komplette Angebot öffent-
licher Toiletten in Köln.
Aufrufbar über www.toiletten.koeln in Deutsch bzw. über www.toilets.cologne in
englischer Sprache.
Die Webseite ist in Abstimmung mit der Stadt Köln entstanden und für mobile Endge-
räte (Handys und Tablets) optimiert . Sie vermittelt mit Hilfe der Koordinaten schnell
und einfach den Weg zur nächsten Toilette.
Zudem können zahlreiche Sonderfunktionen angezeigt werden, beispielweise
barrierefreie Toiletten
kostenlose Toiletten
Toiletten in Grünanlagen
23
Toiletten mit Babywickeltisch
24 h-Toiletten
öffentliche Toiletten in Gastronomiebetrieben im Rahmen von „Happy Toilet Köln“
Über Feedback und Kontakt können zudem Anregungen oder Kritik platziert werden.
Die Betreuung der Webseite erfolgt durch die AWB (Details zu abrufbaren Servic e-
leistungen s. Anlage 6 – Webseite und „App“)
Die Daten werden zudem auf „Offene Daten Köln“ zur Verfügung gestellt.
7. Erkenntnisse
Neben der vorab eingehend beschriebenen Auswahl der Toiletten und Standorte war
auch die operative Umsetzung des nachhaltigen Toilettenkonzep tes durch verschie-
dene Phasen geprägt. In jeder Phase war es wichtig, Verbesserungspotential ausz u-
loten, zahlreiche Beteiligte einzubinden, intensive Abstimmungen durchzuführen und
tagtäglichen einen hohen Servicelevel zu garantieren.
Diese Vorgehensweise war Garant für eine erfolgreiche Umsetzung und hohe Nu t-
zerzufriedenheit. Wie hat Bezirksbürgermeister Hupke es bei der Eröffnung der er s-
ten Citytoilette in 2015 formuliert: „Ich war überrascht von dem tollen Standard der
Citytoiletten, die auch im Vergleich mit anderen Städten mehr als mithalten können –
hier spielt Köln eindeutig in der Champions League.“ Als Vertreter der Menschen mit
Behinderung hat Herr Ladenberger vom ZSL -Köln seine Eindrücke von der neuen
Citytoilette als „bedeutenden Fortschritt“ zusammengefasst.
In diesem Kapitel werden neben den gewonnenen Erkenntnissen auch kritische E r-
folgsfaktoren aufgezeigt.
24
7.1. Frequentierung
Die Toiletten werden jährlich von hundert Tausenden Nutzern aufgesucht.
In 2016 waren es bei den Standardtoiletten und Citytoiletten mehr als eine Mi l-
lion Toilettenbesucher.
Ergänzend hierzu gibt es noch zahlreiche Besucher der M obiltoiletten in Grünanla-
gen. Nach Stichprobenerhebungen sind dies mehrere zehn Tausende pro Jahr.
(Valide Zahlen hierzu liegen jedoch nicht vor, da diese nicht mittels Zählwerk erfasst
werden.)
7.1.1. Standardtoiletten („Stein-auf-Stein“-Toiletten)
Insgesamt nutzen jährlich fast 500.000 Personen die Toiletten dieser Kategorie.
Eine der am meisten frequentierten Anlagen in ganz Deutschland ist die Toilette am
Dom mit etwa 390.000 Nutzern in 2016.
Die anderen Anlagen werden deutlich seltener frequentiert, wobei die Venloer Straße
das Schlusslicht mit ca. 11.000 Besuchern in 2016 ist.
25
7.1.2. Citytoiletten
Auch die Citytoiletten werden sehr gut frequentiert. In 2016 konnten mehr als
530.000 Nutzer gezählt werden. Insbesondere an den Standorten Brüsseler Platz
und Zülpicher Platz konnte durch das kombinierte Angebot von barrierefreien Toile t-
ten und Hochfrequenzurinal eine sehr hohe Nutzerzahl realisiert werden.
Hierbei ist besonders hervorzuheben, dass an den beiden Standorten Zülpicher
und Brüsseler Platz dadurch die langjährige Wildpink elproblematik gelöst wer-
den konnte.
4.460
103.700
420
Zülpicher Platz
(Nutzerzahlen Januar bis Juli 2017)
Standard
Urinal
Behinderte
26
Auch zu speziellen Anlässen mit besonders intensiver Nutzung haben sich die City-
toiletten mit der ausgewählten technischer Ausstattung bewährt:
Citytoilette am Zülpicher Platz 11.11.2015
6.100
111.000
330
Brüsseler Platz
(Nutzerzahlen Januar bis Juli 2017)
Standard
Urinal
Behinderte
27
7.2. Umsatz / Kosten
Prognose Gesamtkosten 2017
Auf Basis der bisherigen Erfahrungen ist in 2017 mit Gesamtkosten in Höhe von ca.
940.000 € (netto) zzgl. 90.000 € (netto) für die zusätzliche KGAB Streife (s. Punkt
7.3.2) auszugehen.
Gem. Vertrag rechnet AWB die Konditionen analog des LSP Testates aus 2014 ab,
der Festpreis unterliegt hierbei lediglich einer Preisglei tung gem. der Fortentwicklung
der kalkulationsrelevanten Kosten, wie z.B. Löhne.
Der Vertrag sieht die Möglichkeit einer einmaligen Preisanpassung zum 01.01.2018
auf Basis der erfolgten Evaluierung vor. Hierbei zeichnen sich aktuell folgende ma ß-
gebliche Kostenveränderungen ab.
Preisanstieg Herstellung von Citytoiletten
Aufgrund von zahlreichen besonderen Wünsche seitens der Verwaltung/Politik bzgl.
der Ausgestaltung und Standortwahl, die erst nach der Genehmigung des Toilette n-
konzeptes entstanden sind sowie aus der Praxis erwachsener Notwendigkeit der
technischen Anpassungen, verändert sich der Preis gegenüber dem Konzept:
Erhöhung der Anschaffungskosten der 2 Raum Citytoiletten mit max. Urina l-
ausstattung (neue Subversion) von ca. 25.000 €/einmalig sowie Erhöhung de r
Montagekosten von bis zu 5.000 €/einmalig.
Preisanstieg Unterhalt
Die in Erstkalkulation angenommene Reinigungsdauer von pro Toilette (City - und
Mobiltoiletten) war deutlich niedriger angesetzt und entspricht u. a. wegen der Hinter-
lassenschaften der Drogenkonsumenten nicht der tatsächlichen Zeitaufwendung. Um
eine qualitative Reinigung durchzuführen, benötigt das AWB-Reinigungsteam je nach
Anlage zwischen 30 min und 1 Stunde. Zudem ist an Standorten mit Drogenprobl e-
matik eine zusätzliche Streife durch KGAB notwendig.
Erhöhter Reinigungsbedarf zur Sicherung der Servicequalität bei den Cityto i-
letten von bis zu ca. 1.000 €/Monat sowie Zusatzkosten in Höhe von ca. 9.000
€/Monat für die KGAB Streife.
28
7.3. Abstimmungsprozess
7.3.1. Standortauswahl und Installation von Citytoiletten
Wie vorab näher erläutert, konnten trotz intensiver Suche von neuen Standorten bi s-
lang keine 30 Citytoiletten realisiert werden.
Zwischenbilanz:
Geeignete Standorte für Citytoiletten insbesondere in der Innenstadt zu finden
ist schwierig.
Alternative Lösungen in Form von Urinalen und Mobiltoiletten ist in einigen
Fällen die einzige Möglichkeit, ein ausreichendes Angebot zu schaffen bzw.
Wildpinkeln zu reduzieren.
Eine Beschleunigung der Auswahl / Genehmigung scheint auf Grund der zah l-
reichen Zuständigkeiten und trotz koordinierter verwaltungsinterner Vorab-
stimmung nicht immer möglich. Eine Verbesserung im Rahmen der Verwa l-
tungsreform wäre wünschenswert.
Da sich zwischen Vorabstimmung inkl. entsprechender Vororttermine und der
finalen Zustimmung im Bauantrag teilweise noch Änderungen ergeben, wird
die Bestellung der Citytoilette erst nach erfolgter Baugenehmigung vorg e-
nommen. Die Lieferzeit für die Citytoiletten betragen in der Regel 3 Monate.
7.3.2. Drogen
Eine große Hürde bei der Umsetzung ist die Drogen- und Obdachlosenproblematik.
Insbesondere durch die zweckentfremdende Nutzung der Citytoilette in der Kreb s-
gasse (Neumarkt) durch die D rogenkonsumenten, Dealer und weitere nicht „Norma l-
nutzer“ ist der Erfolg des Toilettenkonzeptes als Angebot für die eigentliche Zielgru p-
pe in Frage gestellt worden.
Die verschiedenste n Maßnahmen technischer und organisatorischer Art sowie die
Zusammenarbeit mit der Polizeiwache Innenstadt und dem Ordnungsamt haben
nicht zu einer Verbesserung der Situation geführt. Diese Toilette ist aufgrund des
hohen Risikos 2 für die „Normalnutzer“ und das AWB -Personal im November 2015
außer Betrieb genommen worden.
Die Wiedereröffnung dieses Standortes hängt von der Umsetzung des „Drogenhilf e-
angebots mit Drogenkonsumraum am Neumarkt“ (Ratsbeschluss vom 28.06.2016)
ab, von dem eine Entlastung der Drogensituation am Neumarkt erwartet wird.
Seit 2016 ist auch an anderen Citytoiletten-Standorten der stetige Zuwachs der Dr o-
genproblematik zu beobachten.
2 Verletzung und ggf. Krankheitsansteckung an benutzten Spritzen und zerbrochenen Flaschen; aggressives Ve r-
halten ggü. den „Normalnutzer“.
29
Dabei werden die Toiletten als „Fixerstube“ und nächtliche Schlafstelle missbraucht,
stark verunreinigt und die „Normalnutzer“ dadurch abgeschreckt. An 3 Standorten im
innerstädtischen Bereich musste als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme eine Ko n-
trollstreife durch die KGAB eingerichtet werden. 3 Es ist davon auszugehen, dass di e-
se Kontrollstreife dauerhaft benötigt und ggf. auf andere Standorte ausgeweitet wird.
Die jährlichen Kosten hierzu liegen aktuell bei ca. 90.000 € (netto).
Bei einer Feststellung des Missbrauchs oder beim Vorfinden der Personen, die in der
Kabine Drogen konsumieren, wird die Polizei gerufen. Der Objektbetreuer der AWB
pflegt zudem einen r egelmäßigen Austausch mit dem Amt für öffent liche Ordnung
(mit den Kräften vor Ort) sowie mit der Polizei.
Die personalbesetzten Stein-auf-Stein-Toiletten sind im geringeren Maß von Droge n-
konsumenten frequentiert. Aber auch hier ist oftmals der unterstütz ende Einsatz von
Ordnungsamt und Polizei erforderlich und stellt die Reinigungskräfte in der Tagesar-
beit zeitweise vor große Herausforderungen. Zudem müssen an einigen Standorten
vor der Öffnung der Toilettenanlage die Hinterlassenschaften der Nacht vor den Toi-
letteneingängen entfernt werden. Dies betrifft insbesondere die Toilette am Dom,
Ebertplatz und Stapelhaus.
Zwischenbilanz:
Die AWB ist bei der Bewirtschaftung der Toiletten stark von einem ungelösten
gesamtstädtischen Problem als Dritte Seite betroffen, die aktuell im erhebl i-
chen Umfang dessen Folgen und Schaden mitträgt. Aus diesem Grund wird in
die Prüfroutine eine Abfrage beim Gesundheitsamt zur Einschätzung der G e-
fährdungslage vorgenommen und bei der Entscheidungsfindung berücksic h-
tigt.
Bis zur konkreten Umsetzung einer umfassenden städtischen Lösung
zum Drogenhilfeangebot bzw. zum Umgang mit Drogenkonsumenten
wird von einer Installation der Citytoiletten an diesen Standorten abg e-
sehen.
Aktuell handelt es sich um folgende Standorte:
- Wiener Platz
- Mülheimer Stadtgarten
- Appellhofplatz
- Ostheim (KVB-Haltestelle)
- Trimbornstraße
Diese Standorte waren zwar in der Abstimmung mit den Stakeholdern als
sinnvoll und machbar identifiziert worden, sind jedoch auf Grund der Droge n-
problematik aktuell nicht umsetzbar.
3 Brüsseler Platz, Zülpicher Platz, Urbanstr.
30
7.3.3. Vandalismus
Citytoiletten
Vandalismusschäden bei Citytoiletten treten gelegentlich durch mechanische B e-
schädigungen an den Fassaden (angeschlagene Glasfassadenscheiben), in den I n-
nenräumen (z. B. abgerissene Seitstützen für Menschen mit Behinde rung) und in
Form von abgerissenen oder verbeulten Türen auf.
Graffitis sind selten zu beobachten und dank der Fassaden aus Sicherheitsglas in
den meisten Fällen leicht zu entfernen.
Vandalismusschäden an Citytoiletten
Mobiltoiletten
Bei den mobilen Toiletten halten sich die Schä den noch im Rahmen. In den verga n-
genen 2 Jahren sind die mobilen Toiletten durch Brandstiftung einmal beschädigt
worden.
An einem Standort waren die Kabinen und Umhausung vollständig ausgebrannt, so
dass eine kurzfristige Ersatzbeschaffung notwendig war.
Vandalismusschäden an Mobiltoiletten
31
7.3.4. Diebstähle
In der Anfangsphase wurden bei den Citytoiletten wie Standardtoiletten die Münza u-
tomaten vermehrt aufgebrochen und die Münzkassetten entwendet. Die Strafanze i-
gen haben zu keinem Ergebnis geführt, keiner der Täter konnte ermittelt werden.
In Abstimmung mit dem Hersteller wurden entsprechende technische Aufrüstungen
bei den Citytoiletten in 2016 vorgenommen, seither wurde bei Toiletten dieser Bauart
ein gescheiterter Einbruchsversuch registriert.
8. Fazit
Trotz aller Herausforderungen und in Teilen verzögerten Umsetzung, kann ein positi-
ves Zwischenfazit gezogen werden.
Dies drückt sich zum einen in den zahlreichen überprüften- bzw. bereits realisierten
neuen Standorten und dem hohen Infrastruktur - und Reinigungsstandard aus. Und
zum anderen durch das durchweg positive Feedback der diversen Nutzergruppen
sowie der Möglichkeit eine nachhaltige Verbesserung der Toilettensituation in Kö ln
zu schaffen.
8.1. Wichtige Schritte zur Zielsetzung der Behindertenpolitik erfolgreich umg e-
setzt
Auszug aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft B e-
hindertenpolitik zum Toilettenkonzept:
„Dabei sollen folgende Notwendigkeiten in dem Konzept ergänzt bzw. berüc k-
sichtigt werden: Insbesondere das Konzept „Nette Toilette“ soll erneut aufg e-
griffen werden. Der Anteil der barrierefreien Toiletten mit uneingeschränkter
zeitlicher Nutzbarkeit ist erheblich zu erhöhen. Die Verwaltung soll darstellen,
wie das Angebot von öffentlichen barrierefreien Toiletten, die auch abends
und am Wochenende nutzbar sind, unverzüglich verbessert werden kann und
soll. Die Aufstellung und der Betrieb von mindestens 30 barrierefreien öffentl i-
chen Toiletten muss kurzfristig realisiert werden. Die Stadtarbeitsgemeinschaft
Behindertenpolitik soll ab sofort an der Erarbeitung und Weiterentwicklung des
Konzeptes beteiligt werden. Insbesondere, da die Stadtarbeitsgemeinschaft
Behindertenpolitik in 2007 den Anstoß zur Konzeptentwicklung gegeben hat.“
Zwischenbilanz:
Der Rat hat mit seinem Beschluss zum Toilettenkonzept insbesondere die Interessen
der Behindertenverbände gestärkt. Auch wenn die gesetzte Zielmarke bzgl. der City-
toiletten noch nicht erreicht ist,
32
etwa 3.000 Nutzungen von Menschen mit Behinderung wurden in 2016 im B e-
reich der Standard- bzw. Citytoiletten registriert
die „Stein-auf-Stein“-Toiletten wurden ab 01.01.2015 von der AWB überno m-
men und damit das Angebot weiterhin sichergestellt (s. auch Punkt 5.1.)
die bereits installierten Citytoiletten bieten in hoch frequentierten Bereichen die
gewünschte Nutzung rund um die Uhr (s. auch Punkt 5.2.)
der saisonale Anteil der behindertengerechten Angebote von Mobiltoiletten in
Grünflächen während der Sommermonate wurde durch das Konzept im B e-
stand gesichert und deutlich erweitert (s. auch Punkt 5.3.)
so bieten die bisher dauerhaft ermöglichten „HappyToilet Köln “-Angebote (s.
auch Punkt 4.4. und 5.4.) zu 80% ein behindertengerechtes Angebot.
Vertreterinnen und Vertreter der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik haben
von Anfang an zuverlässig die Umsetzung des Konzeptes mit wesentlichen Impulsen
und wichtigen Hinweisen zur Ausgestaltung, Möblierung und Beschriftung der Citytoi-
letten wie auch zur Standortauswahl konstruktiv unterstützt.
8.2. Sauberes Erscheinungsbild
Die generelle Stadtsauberkeit ist einer der am stärksten negativ gesehenen Punkte
bei einer Vielzahl von Bewertungen Kölns durch Besucher, Bewohner, Wirtschaft und
Politik.
Zwischenbilanz:
Das neue Angebot an Toiletten und deren gute Akzeptanz, insbesondere auch
bei den Menschen mit einer Behinderung, hat demgemäß einen positiven E f-
fekt für Köln.
An neuralgischen Stellen innerhalb des Stadtgebietes, z.B. Brüsseler Platz,
tragen die Citytoiletten insbesondere beim Thema Wildpinkeln zur Entschä r-
fung bei. Obschon am Brüsseler Platz zuvor ein Urinal von JC Decaux g e-
standen hat, sind seit Inbetriebnahme der neuen Citytoilette im Sommer 2015
keine Anzeigen bzgl. des Wildpinkelns in Privatgärten mehr durch die Polizei
aufzunehmen. Das Wildpinkeln hat demgemäß deutlich abgenommen.
In den hochfrequentierten Bereichen, z. B. am Rheinufer (Altstadt) und am
Rheinboulevard, sprechen die hohen Besucherzahlen deutlich dafür, dass das
Toilettenangebot hier dringend notwendig war.
Der Wunsch nach einem „Mehr“ an Angeboten wird durch zahlreiche Zuschrif-
ten von Bürgerinnen und Bürgern bzw. auch aus dem Bürgerhaushalt unte r-
mauert. Die Resonanz zum vorhandenen Angebot ist durchweg positiv, ein
hoher baulicher Standard sowie attestierte Sauberkeit im Erscheinungsbild,
bilden die Kernaussagen.
Beschwerden gibt es weiter im erheblichen Maße zum Thema „Wildpinkeln“.
33
Nach der Erfahrung aus der Bewirtschaftung und aus der Bewertung der zah l-
reichen Standorte ist die Installation von Urinalen im Stadtgebiet daher eine
sinnvolle und notwendige Maßnahme. Eine Citytoilette lässt sich aus techn i-
schen Gründen nicht immer realisieren, meistens wegen der dichten Beba u-
ung oder anderen baulichen Umständen. Dies betrifft auch Standorte, wo eine
Toilette dringend gebraucht wird – an ausgewiesenen „Wildpinkelecken“ wie z.
B. im Umfeld des Hauptbahnhofs (Trankgasse, Johannisstr.), S -Bahn-Station
Trimbornstraße, aber auch in anderen Stadtarealen. Hier ist ein Urinal eine
technisch machbare Alternative zu einer Citytoilette, da die Urinale deutlich
weniger Platz benötigen.
8.3. Finanzielle Auswirkungen und Ausblick
Auf Grund der zeitlich teilweise deutlich verzögerten Umsetzung aus den zuvor g e-
nannten Gründen wurden die für das Projekt ursprünglich angesetzten Umsatzerlöse,
Investitionsmittel und Personalressourcen noch nicht erreicht bzw. ausgeschöpft.
Zwischenbilanz:
Die Einrichtung eines „Betriebes gewerblicher Art“ (BgA Servizio) zum
01.01.2015 war nach den bisherigen Erkenntnissen eine sinnvolle Maßnahme.
Die bisherigen Verzögerungen sind auch von Vorteil:
Erfahrungswerte aus Nutzerfrequenzen und Vandalismus Schäden an den
ersten Anlagen konnte bei der Ausschreibung der Toilettenanlagen berüc k-
sichtigt werden.
Der grob geschätzte Reinigungsaufwand wurde zur Sicherstellung der Se r-
vicequalität mit dann gesicherten Erkenntnissen erhöht.
Die gewonnenen Erkenntnisse zur Drogenszene verhindern weitere temporäre
Schließungen von schon installierten Citytoiletten, wie in der Krebsgasse.
Die vorhandenen Citytoiletten bedürfen weiterhin einer kontinuierlichen Ko n-
trolle, die derzeit durch AWB sowie Kräfte der KGAB flankiert von Ordnung s-
amt und Polizei sichergestellt wird.
Die Empfehlung zusätzlich Urinale an neur algischen Punkten der Stadt aufz u-
stellen kann uneingeschränkt aus den gewonnenen Erkenntnissen unterma u-
ert werden.
Die Ausweitung von Mobiltoiletten in Grünanlagen sowie an Standorten, an
denen aus baulichen Gründen keine Installation von Citytoiletten mög lich ist,
wird fortgeführt. Hierzu gehört auch ggfls. die Ausweitung der Aufstellzeiten.
Das durch die Verzögerungen im Budget bisher abbildbare Kostenvolumen wird u n-
ter Berücksichtigung der oben aufgeführten veränderten Kostenfaktoren in Absti m-
mung mit der Kämmerei je Haushaltsjahr angepasst.
34
8.4. Schlussbemerkung
Das „gesamtstädtische Strategiepapier für ein ganzheitliches Toilettenkonzept in
Köln“ bietet für die in der Umsetzung zu berücksichtigenden Meinungen, Beschwe r-
den, Ideen und Einwände aus Pol itik, Behindertenverbänden, Verwaltung, Presse
und von den Bürgerinnen und Bürgern eine sinnvolle und flexible Handlungsgrundl a-
ge.
Die Bündelung der Kompetenzen und Ressourcen in einer klugen erfolgreichen A b-
stimmung zwischen AWB und Stadt sind Garant fü r ein an Qualität, hohen Nutzerzu-
friedenheit und sauberes Erscheinungsbild ausgerichtetes Toilettenangebot.
Dem ursprünglichen Beschluss des Rates entsprechend sollte dieses Angebot in den
nächsten Jahren kontinuierlich zu einem bedarfsgerechten und den jeweiligen Rah-
menbedingungen angepasstes Niveau ausgebaut werden.
Ein weiterer Evaluationsbericht würde den Gremien im Herbst 2020 vorgestellt we r-
den.
Fotonachweis: wenn nicht anders vermerkt - alle AWB
Anlage 6 - Standortwünsche
3471 Zeichen
Evaluierungsbericht Toilettenkonzept 1 Anlage 6 – Standortwünsche Nr. Standortwünsche Citytoiletten der Bezirksvertretungen Stadtbezirk 1 Alter Markt 1 2 Am Domhof 1 3 Am Hof 1 4 An der Rechtschule 1 5 Apostelnstraße 1 6 Auf dem Brand 1 7 Bechergasse 1 8 Belgisches Viertel 1 9 Breite Straße 1 10 Breslauer Platz 1 11 Brüsseler Platz 1 12 Chlodwigplatz 1 13 Dompropst-Ketzer-Straße 1 14 Ehrenstraße/Breite Straße 1 15 Friesenplatz 1 16 Glockengasse 1 17 Habsburgerring 1 18 Hämergasse 1 19 Hansaring 1 20 Herzogstraße 1 21 Heumarkt 1 22 Hohe Pforte 1 23 Hohe Straße 1 24 Hohenzollernring 1 25 Kaiser-Wilhelm-Ring 1 26 Kardinal-Höffner-Platz 1 27 Kleine Budengasse 1 28 Komödienstraße 1 29 Krebsgasse 1 30 Ludwigstraße 1 31 Marspfortengasse 1 32 Marzellenstraße 1 33 Minoritenstraße 1 34 Neumarkt 1 35 Rheinauhafen 1 36 Rheinpark 1 37 Rheinufer (Altstadt) 1 38 Rudolfplatz 1 39 Trankgasse 1 40 Uferpromenade 1 1 Evaluierungsbericht Toilettenkonzept 2 41 Uferpromenade 2 1 42 Uferpromenade zw. Hyatt und ehem. Lufthansagebäude 1 43 Volksgarten 1 44 Zülpicher Platz 1 45 Zülpicher Straße 1 46 Bahnhof Bayenthal 2 47 Bahnhof Godorf 2 48 Bahnhof Rodenkirchen 2 49 ehem. Bahnhof Sürth 2 50 Friedenspark 2 51 Friedhof Steinneuerhof Kapellenstraße 2 52 Herthaplatz 2 53 Kirmesplatz Kapellenstraße 2 54 Kirmesplatz Weiß 2 55 Marktplatz Sürth 2 56 Maternusplatz 2 57 Mathiaskirchplatz 2 58 Meschenich 2 59 Reiher Straße/Adlerstraße 2 60 Rheinufer Bayenthal 2 61 Rheinufer Sürth 2 62 Auerbachplatz 3 63 Decksteiner Weiher 3 64 Dürener Straße 3 65 Friedhof Müngersdorf 3 66 Friedhof Widderdorf Turmgasse 3 67 Hermeskeiler Platz 3 68 Marktplatz Auerbachplatz 3 69 Marktplatz Klettenberggürtel 3 70 Marktplatz Lindenthal 3 71 Sülzburgstraße 3 72 Umfeld Jahnwiese 3 73 Umfeld S-Bahn Lövenich 3 74 Umfeld S-Bahn Müngersdorf 3 75 Umfeld Stadion 3 76 Rochuskapelle / Westcenter 4 77 Rund um den Ehrenfelder Bahnhof 4 78 Venloer Straße 4 79 Nebeneingang Zoo / Pionierstraße 5 80 Neusser Str. / Kempener Str. 5 81 Nippeser Tälchen / Altenberger Hof 5 82 Verkehrsknotenpunkt Geldernstraße 5 83 Verkehrsknotenpunkt Johannes-Rings-Straße 5 Evaluierungsbericht Toilettenkonzept 3 84 Verkehrsknotenpunkt Parkgürtel 5 85 Verkehrsknotenpunkt Wilhelm-Sollmann-Straße 5 86 Wilhelmplatz 5 87 Erholungsgebiet Stöckheimer Hof (Pescher See) 6 88 Escher See 6 89 Fühlinger See P2 6 90 Prüfung Urinal Fühlinger See für P2 6 91 Stöckheimer Hof (Pescher See) 6 92 Alfred-Schütte-Allee 7 93 Anlegestelle Rheinufer 7 94 Freizeitanlage Groov 7 95 Freizeitanlage Porz-Langel 7 96 Gut Leidenhausen 7 97 Linder Mauspfad 7 98 Markt Kalk (Spielplatz) 7 99 Marktplatz Brück / Ecke Gräfenhof 7 100 Marktplatz Humboldt 7 101 Marktplatz Urbach 7 102 Ortsmitte Porz-Eil (neu, gem. dem Standortvorschlag der BV Dez.13) 7 103 Porz-Eil 7 104 Porz-Markt 7 105 Endhaltestelle Linie 9 (Königsforst) 8 106 Erker Mühle 8 107 Markt Kalk, Spielplatznähe 8 108 Marktplatz Brück/Ecke Grafenhof 8 109 Marktplatz Humboldt ggü. St. Engelbert 8 110 Marktplatz Köln-Vingst 8 111 Ostheim / Frankfurter Straße 8 112 Trimbornstr. S-Bahn-Station 8 113 Merheimer Heide 9 114 Berliner Straße/Mülheim 9 115 Dellbrücker Hauptstraße / Marktplatz / S-Bahn 9 116 Frankfurter Straße / Bahnhof 9 117 Merheimer Heide 9 118 Mülheimer Stadtgarten 9 119 Olpener Str. / Kieskauler Weg 9 120 Waldecker Straße/Marktplatz 9
Anlage 1 - Webseite und App
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Evaluierungsbericht Toilettenkonzept 1 Anlage 1 – Webseite und „App“ www.toiletten.koeln / www.toilets.cologne Evaluierungsbericht Toilettenkonzept 2
Anlage 5 - Mobiltoiletten
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Evaluierungsbericht Toilettenkonzept 1 Anlage 5 – Mobiltoiletten (Beispiele) Aachener Weiher (am Museum) Merheimer Heide Spielplatz Evaluierungsbericht Toilettenkonzept 2 Innenansicht
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/69/693 Vorlagen-Nummer 12.09.2017 2682/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Umwelt und Grün 14.09.2017 Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln 14.09.2017 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 14.09.2017 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 18.09.2017 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 18.09.2017 Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 19.09.2017 Gesundheitsausschuss 19.09.2017 Stadtentwicklungsausschuss 21.09.2017 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 21.09.2017 Finanzausschuss 25.09.2017 Gestaltungsbeirat 25.09.2017 Bezirksvertretung 7 (Porz) 26.09.2017 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 05.10.2017 Wirtschaftsausschuss 09.10.2017 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 09.10.2017 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 09.10.2017 Verkehrsausschuss 10.10.2017 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 19.10.2017 Ausschuss Soziales und Senioren 09.11.2017 Evaluierungsbericht zum Strategiepapier für ein ganzheitliches Toilettenkonzept in Köln Am 17.12.2013 hat der Rat dem Vorschlag der Verwaltung (2594/2013) mit einem Strategiepapier für ein ganzheitliches Toilettenkonzept in Köln einstimmig zugestimmt. 2 Neben Interimsmaßnahmen ab 2014 sollte damit der Aufbau eines Toilettenangebotes nach Beendi- gung der Kopplung des Angebotes mit dem Werbenutzungsvertrag ab 01.01.2015 sichergestellt wer- den. Nach einem Erfahrungszeitraum von 3 Jahren sollte mit einem Erfahrungsbericht neben der Validie- rung der Kosten auch eine Bewertung hinsichtlich Nutzung, Auslastung und Nachfrage getroffen wer- den. Diese Analyse soll einen Ausblick geben, ob und in welchem Umfang die bisherigen Standorte sowie die Inbetriebnahme weiterer Toilettenanlagen notwendig und sinnvoll sind. Aufgrund einiger Einzelnachfragen aus den politischen Gremien wird bereits jetzt der in der Anlage beigefügte Evaluationsbericht (einschließlich 2014 bis 2017) zur Umsetzung des beschlossenen Stra- tegiepapiers vorgelegt. Anlagen Gez. Blome
Anlage 4 - Bilder einzelner Citytoiletten
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Evaluierungsbericht Toilettenkonzept 1 Anlage 4 – Bilder einzelner Citytoiletten Urbanstr./Mindener Str. Krebsgasse Evaluierungsbericht Toilettenkonzept 2 Brüsseler Platz Zülpicher Platz Evaluierungsbericht Toilettenkonzept 3 Hohenzollernbrücke Deutz / Uferpromenade Rheinboulevard Markmannsgasse Evaluierungsbericht Toilettenkonzept 4 Longerich/August-Haas-Str. Marktplatz Urbach
Anlage 2 - Barrierefreie Gestaltung
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Evaluierungsbericht Toilettenkonzept
1
Anlage 2 – Barrierefreie Gestaltung
In Abstimmung mit der Behi ndertenvertretung der Stadt Kö ln wurde in persönlichen
Gesprächen als auch Vor-Ort Terminen die bestmögliche Umsetzung für Köln geprüft.
Hierzu sind zahlreiche Gestaltungs- und Bauelemente angepasst oder entwickelt worden,
um die Citytoiletten in Köln barrierefrei
1 herzustellen:
1 Barrierefreiheit bedeutet nicht nur erleichterte Nutzung für die Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, z.B.
Rollstuhlfahrer und Personen mit Geh-, Seh- oder Gleichgewi chtsstörungen, sondern auch für Personen mit Kleinkindern
(Kinderwagen) oder mit Rollatoren.
Evaluierungsbericht Toilettenkonzept
2
Beim Betätigen einer Notruftaste:
Automatische Türöffnung (gem. DIN-VDI Richtlinien)
Akustisches Signal – lauter Piepton (Zusatzinstallation)
Optisches Signal – Alarmlic ht außen (Zusatzinstallation)
Beratungsverlauf (18)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2682/2017
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 12.09.2017
- Erstellt
- 29.08.2017 12:48