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V/0466/2022

Einrichtung einer zentralen Bündelungsstelle zum Themenkomplex Wasserstoff im Stadtkonzern Münster

Vorlagen 15.08.2022

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 07.09.2022, TOP 27.1

Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

16696 Zeichen

V/0466/2022 
V/0466/2022 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Einrichtung einer zentralen Bündelungsstelle zum Themenkomplex Wasserstoff im Stadtkonzern 
Münster 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   30.08.2022 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Vorberatung 
   01.09.2022 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Vorberatung 
   06.09.2022 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung 
   07.09.2022 Hauptausschuss Vorberatung 
   07.09.2022 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster bekräftigt die Notwendigkeit, sich frühzeitig und systematisch auf die 
Verwendung von Wasserstoff (H2) sowohl als Energieträger als auch für die stoffliche Nutzung 
vorzubereiten, um dadurch die Nutzung eines alternativen Energieträgers zu herkömmlichen 
Energiequellen sicherzustellen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, neue Wirtschaftszweige zu er-
schließen und durch die Vernetzung relevanter Akteur:innen in Wirtschaft und Wissenschaft die 
Standortqualität der Stadt und Region erhöhen zu können. Der Rat der Stadt Münster hebt da-
bei ausdrücklich hervor, dass im Zuge der städtischen Vorbereitung und Koordinierung der 
Wasserstoffaktivitäten, der Fokus auf „grünem Wasserstoff“ liegen soll. 
2. Der Rat der Stadt Münster beauftragt die Verwaltung, bis Ende des Jahres 2022 eine zentrale 
Bündelungsstelle im Stadtkonzern Münster zum Themenkomplex Wasserstoff zu benennen 
(Wasserstoff-Koordinator:in). Die Verwaltung wird beauftragt, hierfür mit der Geschäftsführung 
der Technologieförderung Münster GmbH entsprechende Gespräche aufzunehmen. Aufgabe 
der Bündelungsstelle ist es, bestehende Wasserstoff-Aktivitäten und mögliche Einsatzbereiche 
innerhalb des Stadtkonzerns Münster und innerhalb der Stadt Münster zusammenzutragen, An-
forderungen für eine ggf. erforderliche Infrastrukturplanung (z.B. Verlauf Pipelines) sowie Po-
tenziale einer nachhaltigen Vor-Ort-Produktion und einer Vor-Ort-Nutzung zu ermitteln, lokale 
und regionale Partner:innen zu vernetzen und mögliche Förderprogramme zu identifizieren.  
3. Der Rat der Stadt Münster beauftragt die Verwaltung, sich über die zentrale Bündelungsstelle in 
lokalen, regionalen sowie landes- und bundesweiten Wasserstoff-Netzwerken zu engagieren, 
Dezernat III/Smart City  
 
19.08.2022 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Herr Dr. Wolf 
Telefon: 492-7074 
w olf@stadt-muenster.de

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um bei der kommunalen Planung der Daseinsvorsorge und Infrastruktur sowie der Identifikation 
von nachhaltigen Anwendungsmöglichkeiten der Wasserstofftechnologie aktuelle Entwicklun-
gen berücksichtigen zu können.  
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
- 
 
 
 
 
Begründung: 
 
Ausgangslage und übergeordnete Zielsetzungen, Strategien und Aktivitäten im Bereich Was-
serstoff 
Die Wasserstoffwirtschaft ist in den letzten Jahren immer wichtiger für die Energiewende geworden. 
Wasserstoff lässt sich dank Brennstoffzellen in Strom und Wärme umwandeln. So  lassen sich u. a. 
Schwankungen im Stromnetz aus gleichen, Häuser beheizen und mit Elektrizität  versorgen sowie 
Fahrzeuge antreiben. Zudem bietet Wasserstoff eine zentrale Option für die  unerlässliche Speiche-
rung großer Mengen fluktuierender erneuerbarer Energien. Auch wenn Wasserstoff generell farblos 
ist, so ist der zukünftige Fokus auf „grün“ produzierten Wasserstoff“ elementar. Denn nur diese Vari-
ante wird rein aus regenerativen Energien produziert und ist somit in der Herstellung CO2-frei.   
 
Mit dem Green Deal der Europäischen Union, der Nationalen Wasserstoffstrategie Deutschlands und 
der Wasserstoff-Roadmap Nordrhein-Westfalens sind die zentralen Weichenstellungen für die Nut-
zung und Infrastrukturplanung der Wasserstofftechnologie als eine wichtige Säule der Energiewende 
vorgenommen worden. Ferner hat sich jüngst der regulatorische Rahmen für den Ausbau und die 
Nutzung Erneuerbarer Energien auf Bundesebene („Osterpaket 2022“) geändert und perspektivisch 
ist dies auch auf Landesebene zu erwarten. Durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ist 
nochmals deutlich geworden, dass sich Deutschland auch von Gasimporten unabhängig machen 
muss. Hinzu kommen stark gestiegene Preise fossiler Brennstoffe, die nachhaltige Energieträger wie 
den grünen Wasserstoff attraktiver machen. 
Es wird davon ausgegangen, dass durch zahlreiche Unternehmen und Forschungsinstitute in der 
Stadt Münster große technologische Kompetenz vorhanden ist, um als Forschungs- und Wirtschafts-
standort bei der Entwicklung und der infrastrukturellen Einbindung von Wasserstofftechnologien aktiv 
teilzunehmen. Grüner Wasserstoff lässt sich jedoch nur dort am sinnvollsten produzieren, wo genü-
gend erneuerbare Energien zur Verfügung stehen, um die Wasser-Elektrolyse zu betreiben. Aktuell 
wird im Stadtgebiet Münsters keine adäquate Menge erneuerbarer Energien produziert, die für die 
Realisierung eines vollumfänglichen Wasserstoff-Versorgungssystems für die Stadt erforderlich wäre.  
Eine wichtige Zielsetzung ist es daher, die Entwicklung des Forschungs- und Wirtschaftsstandortes 
Münster hin zu einer Zulieferregion für die Wasserstoffwirtschaft zu unterstützen, um so wesentlicher 
Teil der zukünftigen Wertschöpfungskette zu sein. Dazu kann Münster als Universitätsstadt vor allem 
auf die Forschung und Entwicklung von Wasserstofftechnologien sowie auf die am Standort in Wirt-
schaft und Wissenschaft vorhandene (Energie-)Systemkompetenz setzen. 
Im Folgenden werden die übergeordneten Steuerungsmechanismen und ausgewählte Aktivitäten im 
Bereich der Wasserstoff-Wertschöpfungskette von der Bundesebene bis zur kommunalen Ebene zu-
sammengefasst.  
 
Bundesebene 
Die Bundesregierung hat im Jahr 2020 mit der Nationalen Wasserstoffstrategie den Fahrplan für den 
Markthochlauf einer Wasserstoff-Wirtschaft vorgelegt. Im Aktionsplan wurden 38 Maßnahmen festge-
halten, mit denen eine schnelle und zielgerichtete Umsetzung der Strategie gewährleistet werden soll.

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Aktuell wird eine an die aktuellen Rahmenbedingungen angepasste Neuauflage der Strategie erarbei-
tet, welche sowohl das Ambitionsniveau als auch die Verbindlichkeit des Papiers erhöhen soll. Das 
Osterpaket der Bundesregierung nimmt sich unter anderem auch den Wasserstoff-Markhochlauf zum 
Ziel. Um die fluktuierende Erzeugung aus erneuerbaren Energien zu verstetigen und die Speicherung 
in Wasserstoff und Rückverstromung in der Praxis zu erproben, sollen innovative Konzepte erneuer-
barer Energien mit lokaler wasserstoffbasierter Stromspeicherung gefördert werden. Zugleich sollen 
neue Biomethan- und neue KWK-Anlagen auf Wasserstoff ausgerichtet werden („H2-ready“). Neben 
dem Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie der Bundesre-
gierung fördert der Bund unter anderem die Beschaffung von Brennstoffzellen-Pkw und Kommunen 
bei der Einführung von Wasserstoff Modellregionen. 
 
Landesebene 
Das Land Nordrhein-Westfalen will den Aufbau einer zukunftsweisenden Wasserstoffwirtschaft be-
schleunigen und hat im November 2020 eine Wasserstoff-Roadmap bekanntgegeben. Bis 2025 ist 
unter anderem geplant, dass erste Großanlagen in Betrieb gehen, die ersten gut 100 Kilometer eines 
Pipeline-Netzes installiert werden und 400 Brennstoffzellen-Lkw auf die Straßen gebracht werden 
sollen. Laut Forschungszentrum Jülich wird der Wasserstoffbedarf in Nordrhein-Westfalen bis 2050 
auf 104 Terawattstunden pro Jahr steigen. 18 Terawattstunden davon können im Land selbst erzeugt 
werden. Die Landesregierung strebt daher zur Deckung des Bedarfs weitere internationale Partner-
schaften an. Kommunen werden aktuell durch das Land bei der Anschaffung von Brennstoffzellen-
Fahrzeugen mit bis zu 60 Prozent der Anschaffungskosten sowie Brennstoffzellen-Busse mit 60 Pro-
zent der Investitionsmehrkosten unterstützt.  
 
Regionale Ebene 
Im Jahr 2019 richtete die Bezirksregierung Münster eine Working Group Wasserstoff ein, die sich 
seitdem mit Information, Sensibilisierung, Vernetzung und Unterstützung der Akteure im Regierungs-
bezirk auseinandersetzt. Zur regionalen Vernetzung widmete die Bezirksregierung Münster sich im 
Herbst 2021 dem Thema Wasserstoff mit über 200 Partnern aus Wirtschaft, Forschung, Verwaltung 
und Politik. Ziel des ersten Wasserstoff-Gipfels für den Regierungsbezirk Münster war es, für die 
Chancen und Herausforderungen einer Wasserstoff-Wirtschaft im Regierungsbezirk zu sensibilisieren 
und gemeinsam an den derzeit offenen Fragestellungen weiterzuarbeiten. Für Oktober 2022 ist von 
Seiten der Bezirksregierung Münster ein zweiter Wasserstoffgipfel geplant. 
Im Münsterland sind auch die Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf vernetzend im Be-
reich Wasserstoff aktiv. Die Kreise Borke, Coesfeld und Warendorf nahmen gemeinsam am Förder-
wettbewerb HyLand teil. Der Kreis Steinfurt hat 2020 als NRW-Modellregion bereits ein Feinkonzept 
für Wasserstoff-Mobilität erarbeitet. Das Konzept umfasst konkrete Geschäftsmodelle, Maßnahmen 
und Meilensteine. In Saerbeck wird aktuell eine Fabrik für die Massenfertigung von Elektrolyseuren 
für grünen Wasserstoff errichtet. 
Mit Blick auf die regionale Wasserstoffinfrastruktur soll ab 2024 im Westmünsterland ein Verteilnetz 
entstehen, das an die GET H2 Nukleus Pipeline anschließt. Industriebetriebe, die eine Umstellung von 
Erdgas auf Wasserstoff planen, und Tankstellen sollen so kontinuierlich mit Wasserstoff versorgt 
werden. Lokale Produzenten von grünem Wasserstoff sollen in das Netz einspeisen können.  
 
Auswahl von Wasserstoff-Stakeholdern im Stadtkonzern sowie Wissenschaft und Wirtschaft 
 Technologieförderung: Die Technologieförderung Münster GmbH ist Ansprechpartnerin für alle 
Fragen der Technologie- und Innovationsförderung in Münster. Ziel der Technologieförderung 
soll es zukünftig sein, gemeinsam mit Partner:innen vor Ort, Münsters Profil als anerkannten 
Forschungs- und Technologiestandort für die Wasserstoff-Wertschöpfungskette auszubauen.  
 SWMS: Die Stadtwerke Münster (SWMS) erproben und nutzen bereits Wasserstofftechnolo-
gien im Bereich Mobilität (H2-Bus im Testbetrieb) und Wärme (Brennstoffzellenheizung Kita 
„Am Gievenbach“ im Testbetrieb).  
 AWM: Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) planen aktuell die Anschaffung von zwei 
wasserstoffbetriebenen Müllfahrzeugen. Zukünftig könnten sich neben der Nutzung von Was-
serstoff im Fuhrpark auch kleinteilige Produktionsmöglichkeiten für Wasserstoff ergeben.

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 KLENKO: Die städtische Koordinierungsstelle für Klima und Energie (KLENKO) initiiert, beglei-
tet und realisiert Maßnahmen für Klimaschutz und -anpassung, sodass Münster bereits bun-
desweit für seine Klimaarbeit bekannt ist. 
 Stabsstelle Smart City: Die Stabsstelle Smart City arbeitet an der Schnittstelle zwischen Ver-
waltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu Themen und Projekten der intelli-
genten Stadtentwicklung. Der Einsatz von Technologien und innovativen Methoden, der im 
Rahmen des Ausbaus der Wasserstoff-Infrastruktur notwendig wird, weist Überscheidungen 
mit dem Aufgabenfeld der Stabstelle auf.  
 FH Münster: Am Fachbereich Energie Gebäude Umwelt der FH Münster wird seit 20 Jahren 
zu anaeroben Konversionsprozesse geforscht und entwickelt. Ziel des Projekts HyTech ist es, 
die Grundlage zur Implementierung von Pilotanlagen zur Biowasserstofferzeugung mittels 
dunkler Fermentation zu schaffen sowie wirtschaftliche Nutzungsmöglichkeiten des Biowas-
serstoffs zu demonstrieren. 
 FFB: Die Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB) am Standort Müns-
ter soll zum Zentrum der Entwicklung einer modernen und skalierbaren Batteriezellproduktion 
für Deutschland und Europa werden. Vor dem Hintergrund der notwendigen Sektorenkopp-
lung hat auch das FFB zukünftig eine wichtige Rolle in der lokalen Wasserstoff-
Wertschöpfungskette. 
 Westfalen AG: Die Westfalen Gruppe seit mehr als 40 Jahren mit Wasserstoff-Wirtschaft aktiv. 
Sie produziert Wasserstoff selbst und versorgt Kunden auf Wunsch auch mit grünem Wasser-
stoff. Bislang wird im Stadtgebiet Münster eine Wasserstofftankstelle betrieben. 
 
 
Zu Beschlusspunkt 1: frühzeitige und systematische Vorbereitung auf das Thema Wasserstoff 
Erklärtes Ziel der Stadt Münster ist es, die Energiewende erfolgreich umzusetzen, bis zum Jahr 2030 
klimaneutral zu werden, den lokalen CO²-Ausstoß schnell und nachhaltig zu reduzieren sowie die 
Lebensbedingungen der Bevölkerung und die Standortqualität insgesamt zu verbessern. In Ergän-
zung zu einer reinen Elektrifizierung birgt die grüne Wasserstofftechnologie vor dem Hintergrund ei-
ner resilienten und klimafreundlichen Energieinfrastruktur auch in der Stadt Münster mittel- bis lang-
fristig ein zukunftsweisendes Potential für die Realisierung der Sektorenkopplung im Spannungsdrei-
eck von politischen Klimaschutzzielen, Wirtschaftlichkeit und Ökologie.  
Mittelfristiges Ziel der Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Wasserstoff ist es, ein lokales 
Netzwerk für Kooperationen und Projekte aufzubauen sowie konkrete Vorhaben einzuleiten. Langfris-
tig sollen die konzernweiten Aktivitäten zum Themenkomplex Wasserstoff strategisch gesteuert wer-
den können. Die Position des/der Wasserstoff-Koordinators/in soll erforderliche Strukturen aufzeigen, 
kann dies aber zunächst nur koordinierend vorbereiten. Der Fokus der zukünftigen Netzwerk- und 
Koordinationsarbeit auf „grünen Wasserstoff“ wird mit der teilweise stark negativen Klimawirkung der 
weiteren Wasserstoff-Produktionsmethoden begründet, die im Folgenden aufgeführt sind.  
 Grauer Wasserstoff wird mittels Dampfreformierung meist aus fossilem Erdgas hergestellt. 
Dabei entstehen rund 10 Tonnen CO² pro Tonne Wasserstoff. Das CO² wird in die Atmosphä-
re abgegeben. 
 Blauer Wasserstoff ist grauer Wasserstoff, bei dessen Entstehung das CO² jedoch teilweise 
abgeschieden und im Erdboden gespeichert wird (CCS, Carbon Capture and Storage). Maxi-
mal 90 Prozent des CO² sind speicherbar. 
 Türkiser Wasserstoff ist Wasserstoff, der über die thermische Spaltung von Methan (Me-
thanpyrolyse) hergestellt wird. Anstelle von CO² entsteht dabei fester Kohlenstoff. Das Verfah-
ren der Methanpyrolyse befindet sich derzeit noch in der Entwicklung. 
 
 
Zu Beschlusspunkt 2: Einrichtung einer zentralen Bündelungsstelle im Stadtkonzern Münster 
Neben ersten Pilotprojekten und konkreten Nutzungen der Wasserstofftechnologie (s. oben) in der 
Stadt Münster gibt es bislang noch keine übergeordnete Koordination bzw. Ansprechperson zum

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Thema Wasserstoff. Daher wird vorgeschlagen, eine zentrale Ansprechperson zum Thema Wasser-
stoff mit Sitz in der Technologieförderung Münster zu benennen. Die Koordination wird in der Wahr-
nehmung ihrer Aufgaben unter anderem dezentral durch die konzernweite Zuarbeit unterstützt.  
 
 
Zu Beschlusspunkt 3: Engagement in Wasserstoff-Netzwerken 
Für die Stadt Münster ist es sinnvoll zu prüfen, inwiefern die zahlreichen Netzwerke, Initiativen und 
Förderprojekte zum Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft auf Bundes- und Landesebene als Chance 
zur Lösung von Herausforderungen im Klimaschutz und Stärkung der ansässigen Wirtschaft in Müns-
ter genutzt werden können. Im Rahmen der regionalen und lokalen Vernetzung sollen Stakeholder 
aus allen Bereichen der Wasserstoff-Wertschöpfungskette zusammengebracht werden. Eine Einbin-
dung der Landkreise des Münsterlandes sowie weiterer Akteure – auch vor dem Hintergrund der Er-
gebnisse der Wasserstoffgipfel der Bezirksregierung Münster – ist klimapolitisch sinnvoll und aus-
drücklich gewünscht.  
Die systemische Bestandsanalyse der Verbraucherseite bei der Sektorenkopplung in der Stadt Müns-
ter und die Identifizierung von relevanten Unternehmen und Sektoren (Stadtwerke, Agrarindustrie, 
Wohnungswirtschaft, Wissenschaftsbetriebe, etc.) spielt eine wichtige Rolle für die zukünftige Vernet-
zung. Ziel des Netzwerkes ist ein offener Austausch zwischen interessierten Unternehmen, For-
schungseinrichtungen und sonstigen Institutionen. Dabei soll über Veranstaltungen und Förderaufrufe 
berichtet, Forschungsergebnisse präsentiert und eine Plattform geschaffen werden, um potenzielle 
Kooperationspartnerschaften zu bilden und gemeinsame Projektideen zu entwickeln. 
 
 
Zu Beschlusspunkt 4: Ratsantrag Nr. A-R/0031/2021 der CDU-Fraktion 
Der Ratsantrag der CDU-Fraktion „Grünen Wasserstoff für Münster nutzbar machen – Münster baut 
professionelle Strukturen für die Zukunftstechnologie grüner Wasserstoff aus“ ist mit dieser Vorlage 
aufgegriffen und erledigt.  
 
 
 
 
 
i.V. 
 
gez. Robin Denstorff 
Stadtbaurat

Anlage A

1602 Zeichen

Anlage A zur V/0466/2022
Kurzüberblick
Mit der Vorlage wird ein Grundsatzbeschluss für die Bündelung des Know-hows zur Produktion,
Nutzung und Infrastruktur des Energieträgers Wasserstoff im Konzern Münster vorbereitet und die
zukünftige Vernetzung aller relevanten Wasserstoff-Stakeholder in der Stadt und der Region
angestrebt.
Ziele/Teilziele/Zielerreichung
Mit der Vorlage werden die Ziele „Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts-,
Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und „Wir werden als Wirtschaftsstandort die
Stadt des dynamischen Mittelstandes in Nordrhein-Westfalen“ verfolgt.
Finanzierung
Produktgruppe: - -
Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja Nein x
Auswirkungen auf den Finanzplan Ja Nein x
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein x teilw.
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein x teilw.
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja Nein x
Bereits veranschlagt? Ja Nein x
-
Pflichtigkeitsgrad
Die Maßnahme/Leistung ist vollständig
pflichtig
überwiegend
pflichtig
überwiegend
freiwillig
X vollständig
freiwillig
-
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
Das Querschnittsthema Klimaschutz wird maßgeblich berührt. Der Energieträger Wasserstoff ist
ein flexibel einsetzbarer und leicht transportierbarer Energieträger. Wenn er mit erneuerbaren
Energien hergestellt wird, ist er zudem klimafreundlich. Wasserstoff ist somit ein Energieträger,
der potenziell in vielen Anwendungsfällen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

Beratungsverlauf (5)

01.09.2022 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung
TOP 5.4 Vorberatung
Zur Sitzung
06.09.2022 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 9.1.1 Vorberatung
Zur Sitzung
07.09.2022 Hauptausschuss
TOP 19.1 Vorberatung
Zur Sitzung
07.09.2022 Rat
TOP 27.1 Entscheidung
Zur Sitzung
Vorberatung

Orte (1)

  • Am Gievenbach

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Details

Aktenzeichen
V/0466/2022
Typ
Vorlagen
Datum
15.08.2022
Erstellt
29.07.2022 17:28