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V/0662/2022

Überleitung der außerschulischen Angebote (OGS) der Bodelschwinghschule

Vorlagen 21.11.2022

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Anlage A

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Ansehen

Anlage 2_AWO_OGS-Konzept_Bodelschwinghschule

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Ansehen

Anlage 2_Outlaw_OGS-Konzept_Bodelschwinghschule

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 1 OGS-Kriterienkatalog

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Anlage 2_Kreisel e.V._OGS-Konzept_Bodelschwinghschule

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Ansehen

Anlage A

3962 Zeichen

Anlage A zur V/0662/2022 
Kurzüberblick 
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit dem Schulkonferenzbeschluss mehrheitlich 
vor, dem Träger Outlaw gGmbH für die Offenen Ganztagsschule in der städtischen, evangeli-
schen Bodelschwinghschule zum Schuljahr 2023/2024 zu übertragen. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Die Verwaltung wurde mit dem Antrag A-R/0039/2016 „Qualitätsoffensive die gute (offene) Ganz-
tagsschule“ beauftragt, ein Gesamtkonzept der Offenen Ganztagsschulen zu entwickeln und  
mehr als 25% der Offenen Ganztagsschulen in die Trägerschaft anerkannter freier Träger der 
Jugendhilfe überzuleiten. Der Rat hat daraufhin in seiner Sitzung vom 26.08.2020 mit der Vorlage 
V/330/2020 beschlossen, alle Offenen Ganztagsschulen sukzessive in die fr eie Trägerschaft zu 
überführen. 
 
Mit dem Erreichen dieser Werte werden wir die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden 
Bildungs-, Wissenschafts -, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und „Wir werden 
Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln. 
 
Die Verwaltung und die Bodelschwinghschule schlagen vor, dem Träger Outlaw die Trägerschaft 
für die Offene Ganztagsschule zum Schuljahr 2023/24 zu übertragen.  
 
Weitere Detailplanungen (Dienstvereinbarung) werden in Kooperation mit dem Träger, der Schul-
leitung und der Verwaltung vor der Übernahme getroffen. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0606 Kinder- und Jugendarbeit 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja x Nein   
Im beschlossenen Haushaltsplan 2023 enthalten? x Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja  Nein   
Bereits veranschlagt? x Ja  Nein   
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
x überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
„Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sind verpflichtet, Plätze für die Kinder und Jugendlichen 
im schulpflichtigen Alter bedarfsgerecht in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege vorzuhal-
ten (§24 Absatz 4 SGB III). 
 
Die Kommune kann diese Verpflichtung auch durch entsprechende Angebote an Schulen erfüllen, 
soweit die Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote nach den Grundsätzen des SGB VIII 
gestaltet werden (§5 Absatz 1 KiBiz).“ RdErl. D. Mini steriums für Schule und Weiterbildung v. 
23.12.2010 (ABI.NRW.01/11 S.38, berichtigt 02/11 S.85)

Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Münster gehört zu den am stärksten wachsende Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen 
städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzü-
ge 
im Basisszenario „Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort“ auf 326.000 Einwohner 
steigen. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachstum 
noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die wach-
sende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausf orderung, der sich 
Münster stellen muss. 
 
Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil des weite-
ren Ausbaus der Offenen Ganztagsschule (OGS). Alle Maßnahmen zum Ausbau der OGS orien-
tieren sich an der kleinräumigen Bevö lkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf aus-
gerichtet, eine familienfreundliche Stadtentwicklung zu fördern. 
 
Dazu trägt insbesondere der bedarfsgerechte Ausbau der OGS bei. Im Rahmen der unterschied-
lichen Arbeitsfelder der OGS werden wichtige As pekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachför-
derung und Qualifizierung differenziert berücksichtigt und unterstützen eine familien -freundliche 
Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der quantitative und qualitative Ausbau von Angeboten 
der Offenen Ganztagsschulen im Einklang mit der Ausrichtung als führender Wirtschaftsstandort.

Anlage 2_AWO_OGS-Konzept_Bodelschwinghschule

33106 Zeichen

BEREICH SCHULE
OGS-Konzeptz
Bodelschwinghschule Münsterz 
Konzept für das außerschulische Angebot    
der Offenen Ganztagsschule (OGS) im Rahmen
der Überleitung der OGS in freie Trägerschaft

KONZEPT FÜR DAS AUSSERSCHULISCHE ANGEBOT DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE (OGS) DER BODELSCHWINGHSCHULE
2      
1. Einleitung
Die OGS ist ein Ort, an dem sich die Kinder angenommen 
und wohl fühlen sollen. Dies ist die Grundlage für individu-
elle Entfaltung, für Gemeinschaftserleben und Lernmotiva-
tion. Um einen solchen Ort zu gestalten, sind alle Akteure 
mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten, ihrer Fachlichkeit 
und ihrer Persönlichkeit gefragt. Die OGS als gemeinsamer 
Lern- und Lebensraum soll dazu beitragen, dass die Kin-
der in ihrem Sozialverhalten gestärkt werden, lernen, ihre 
Bedürfnisse zu erkennen und zu benennen, und Möglichkei-
ten erhalten, sich einzubringen und mitzugestalten. Erzie-
hung, Bildung und Betreuung kann aber nur im Sinne der 
Kinder gelingen, wenn Eltern, schulische Akteure und auch 
externe Partner*innen mit einbezogen werden. Daher ist es 
uns ein besonderes Anliegen, unsere OGS-Teams mit fach-
licher Expertise, bestmöglichen Rahmenbedingungen und 
gemeinsamer Qualitätsentwicklung in ihrer täglichen Pra-
xis und ihren vielfältigen Aufgaben zu unterstützen.
1.1 Rahmenbedingungen
Die gesetzlichen Vorgaben für die Offene Ganztagsschule 
(OGS) regelt der Grundlagenerlass „Gebundene und offene 
Ganztagsschulen sowie außerunterrichtliche Ganztags- und 
Betreuungsangebote in Primarbereich und Sekundar stufe 
I“ des Landes NRW vom 23.12.2010 in der aktualisierten 
Fassung vom 16.02.2018. Der Runderlass fordert eine Öff-
nung von Schule, die sich in der Beteiligung von außer-
schulischen Partnern, der Einbeziehung von unterschied-
lichen Professionen in die pädagogische Arbeit und in der 
Erschließung und Nutzung des Sozialraums widerspiegelt.
1.2 Vorstellung der Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk 
Münsterland-Recklinghausen
Die Arbeiterwohlfahrt im Unterbezirk Münsterland-Reck -
linghausen ist bunt und vielfältig. In den Kreisen Reckling -
hausen, Coesfeld und Borken ist der Unterbezirk seit Jahren 
Kooperationspartner der Kommunen beim Ausbau des Ganz-
tagsbetriebs im Primarbereich sowie an den weiterführen -
den Schulen. An 68 Schulen werden in enger Abstimmung 
mit der Schulleitung ganztägige Lernarrangements erarbei -
tet, um das pädagogische Leitbild der (Offenen) Ganztags -
schule zu einer neuen Lernkultur umzusetzen. In der Stadt 
Münster ist die AWO seit vielen Jahren als Kooperationspart-
nerin für die Schulsozialarbeit an drei Grundschulen sowie 
an einer weiterführenden Schule tätig. Neben Trägerschaf -
ten im Bereich Schule bietet die AWO zahlreiche Angebote 
in Münster und Umgebung, dazu gehören neben Senioren -
wohnstätten ebenso Kitas, Jugendtreffs, integrative Ange -
bote oder Begegnungsstätten und diverse Hilfsangebote.
1.2.1 Das Leitbild der AWO
Die pädagogische Arbeit in der OGS orientiert sich am Leit-
bild der Arbeiterwohlfahrt. Die Grundwerte der AWO sind 
Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit, Toleranz und Soli-
darität. Dies bedeutet, dass die nationale oder konfessio-
nelle Zugehörigkeit bei den Zugangsvoraussetzungen zu 
den Einrichtungen der AWO keine Rolle spielt. Kulturelle 
INHALT
1. Einleitung ............................................. 2
1.1  Rahmenbedingungen ..............................2
1.2.  Vorstellung der Arbeiterwohlfahrt
       Münsterland-Recklinghausen ....................2
1.2.1 Das Leitbild der AWO ................................2
1.2.2 Die Anerkennung als freier Träger
 der Jugendhilfe ......................................3
1.3.  Die Bodelschwinghschule in Münster ...........3
2. Die Struktur im Offenen Ganztag ................ 3
2.1  Tagesablauf ...........................................3
2.2  Räumlichkeiten ......................................4
2.3  Öffnungszeiten .......................................4
2.4  Ferienangebote ......................................4
2.5  Anmeldeverfahren ..................................4
2.6  Übergang von der Kita in die OGS ...............4
3. Pädagogische Ausrichtung der AWO .............5
3.1  Inklusion .............................................. 5
3.2  Kinder mit Fluchthintergrund ....................5
3.3  Kinderschutz.......................................... 5
3.4  Elternarbeit ...........................................5
3.5  Beschwerdemanagement ......................... 5
3.6  Genderthematik .....................................5
4. Partizipation .......................................... 6
4.1  Kinder ..................................................6
4.2  Eltern/Sorgeberechtigte ............................6
4.3  Personal ............................................... 6
5. Qualitätsentwicklung ............................... 6
6. Kommunikationsstruktur .......................... 6
7. Zumsammenwirken unterschiedlicher
  Professionen ..........................................6
7.1 Das Team der AWO ...................................6
7.2  Innerschulische Kooperation .....................7
7.3  Schulsozialarbeit .................................... 7
7.4 Außerschulische Kooperation .....................7
7.5  Vernetzung im Sozialraum ........................ 7
8. Personalentwicklung ............................... 8
8.1  Fachkräftegewinnung und -ausbildung .......8
8.2  Bindung von 
	 Mitarbeiter*innen/Corporate	Benefits .......... 8
8.3  Fortbildungen ........................................8
9. Die AWO Unterbezirk Münsterland-
	 Recklinghausen-Spezifika ......................... 8
10. Anlagen ................................................ 8
 - Qualitätshandbuch „OGS in Vielfalt“
 - Schulsozialarbeit „Leistungs- und  
    Qualitätsbeschreibung Münster“
KONTAKT
AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen
Kathrin Sprenger
Bahnhofstraße 24
48249 Dülmen
Telefon: 02594 8932961
k.sprenger@awo-msl-re.de

KONZEPT FÜR DAS AUSSERSCHULISCHE ANGEBOT DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE (OGS) DER BODELSCHWINGHSCHULE
3      
Vielfalt gehört zu den Tatsachen unserer Gesellschaft und 
ist auch in der OGS ausdrücklich willkommen. Im sozialen 
Miteinander lernen die Kinder einander kennen und respek-
tieren. Die gemeinsamen Interessen der Kinder stehen im 
Mittelpunkt. Die AWO setzt sich dabei aktiv für das Errei-
chen von Chancengleichheit ein, indem sie die Inklusion in 
ihren Einrichtungen fördert und darüber hinaus zusätzli-
che Angebote zum Ausgleich von Benachteiligungen ent-
wickelt und anbietet.
1.2.2 Die Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe
Die Anerkennung des AWO Unterbezirks Münsterland-
Recklinghausen als Träger der Jugendhilfe existiert seit den 
60er Jahren und ist eine Anerkennung der Verbände der 
Freien Wohlfahrtspflege mit ihren Gliederungen. Für die 
AWO im Bezirk Westliches-Westfalen (seit dem 18. April 
1966) erstreckt sich die Anerkennung auf „ihre gegenwärtig 
und zukünftig angehörenden regionalen Untergliederun-
gen (Unterbezirke, Kreisverbände, Stadtverbände, Ortsver-
eine) im Lande Nordrhein-Westfalen“ (Bek. d. Ministeri-
ums für Arbeit, Gesundheit und Soziales v. 28.5.1990 - IV 
B 2 - 6104.0 (ab 29.7.2010 MFKJKS). Die Anerkennung 
ist auf der Website des Ministerium des Inneren des Lan-
des Nordrhein-Westfalen unter folgendem Link zu errei-
chen: https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_text_anzeigen?v_
id=61020161014172262530.
1.3 Die Bodelschwinghschule in Münster
An der Bodelschwinghschule wurden im Schuljahr 21/22 
203 Schüler*innen unterrichtet. Von ihnen besuchen 184 
Schüler*innen die Offene Ganztagsschule, 1 Kind nutzt die 
Bis-Mittag-Betreuung. Die Schule befindet sich um Stadt-
bezirk Mitte im Stadtteil Mauritz unweit des Franziskus-
Hospitals und des Kulturzentrums „Kreativ-Haus“ .
2. Die Struktur im Offenen Ganztag
Um ein optimales Bildungs- und Betreuungsangebot im 
Rahmen der Offenen Ganztagsschule zu bieten, haben sich 
bei der AWO bestimmte Strukturen etabliert:
2.1 Tagesablauf
Der Tagesablauf der Schüler*innen im Offenen Ganztag wird 
im Wesentlichen durch das gemeinsame Mittagessen, die 
Erledigung der Hausaufgaben in der Lernzeit, das Freispiel 
und die AG-Angebote strukturiert. Jeder dieser Bestandteile 
ist Teil des pädagogischen Konzeptes und erfährt demnach 
eine entsprechende Ausgestaltung.
Mittagessen
Das gemeinsame Mittagessen ist die elementare Grundlage 
für das Wohlbefinden der Kinder. Jedes Kind hat das Recht 
auf eine warme Mahlzeit am Tag. In der AWO wird diesem 
Recht entsprochen, indem das Mittagessen als verpflichten-
der und elementarer Bestandteil der OGS ausgestaltet wird. 
Denn der tägliche Mittagstisch dient nicht nur der reinen 
Nahrungsaufnahme, vielmehr hat er für das soziale Ler-
nen einen hohen Stellenwert. Die Kinder lernen verbindli-
che Tischregeln kennen, werden angehalten, Rücksicht zu 
nehmen, zu teilen und sich gegenseitig zu helfen. Beim Mit-
tagessen wird eine Esskultur vermittelt, bei der neben der 
Gemeinschaft auch eine gesunde und ausgewogene Ernäh-
rung eine wichtige Rolle spielt. Die Mahlzeiten sind kind-
gerecht und ausgewogen. Die Essenssituation bietet Raum 
für kommunikativen Austausch und sollte in gemütlicher 
Atmosphäre eingenommen werden.
Hausaufgaben
Die Rahmenbedingungen für die Hausaufgaben sind größ-
tenteils gesetzlich geregelt. Das gilt für den zeitlichen 
Umfang sowie für die Unterstützung durch Lehrerstunden. 
Grundsätzlich gelten bei der AWO folgende Grundsätze für 
die pädagogische Hausaufgabenbegleitung:
- Die Anfertigung der Hausaufgaben erfolgt in einem 
separaten (Klassen-)Raum in ruhiger Arbeitsatmosphäre.
- Die Hausaufgabenbegleitung ist keine Nachhilfe. Die 
Kinder werden angeleitet, ihre Hausaufgaben eigenstän-
dig zu erledigen.
- Lernen und Lesen finden zu Hause statt.
- Die Eltern tragen die letzte Verantwortung für die Erle-
digung der Hausaufgaben.
Über diese Grundsätze hinaus werden standortspezifische 
Absprachen zu Räumlichkeiten, Gruppengröße, Perso-
nal, Materialeinsatz sowie Regeln getroffen. Jeder Stand-
ort erstellt dadurch ein eigenes Hausaufgabenkonzept, wel-
ches allen Beteiligten bekannt gemacht wird. Dabei ist ein 
Dialog über Erwartungshaltungen, Umfang und Zielsetzung 
der Hausaufgaben unerlässlich.

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AG-Angebote und ganzheitliche Bildung
Die AGs finden in Zusammenarbeit mit Übungsleiter*innen 
und unterschiedlichen Institutionen (z.B. Musikschule oder 
Sportvereine) statt. Die Bandbreite der AGs reicht von Com-
puterkursen bis hin zu kreativen, musikalischen und sport-
lichen oder ökologischen Angeboten und richtet sich nach 
den Bedarfen und Interessen der Schüler*innen.
Freispiel
Neben den festen, angeleiteten Angeboten haben die Kinder 
auch immer die Möglichkeit, ihre Zeit frei zu gestalten. Wäh-
rend des Freispiels werden die Kinder zu intensiver Kommu-
nikation untereinander ermutigt. Neben der Kommunikation 
ist auch die Bewegung ein wichtiger Baustein in der sozialen 
Interaktion. Darüber hinaus ist das angeleitete Freispiel ein 
wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit, bei dem der 
Rahmen der gewählten Aktivität vom Betreuungspersonal 
gesetzt wird. Hierzu gehören beispielsweise Spiele im Freien, 
Koch- und Backaktivitäten oder ähnliches.
2.2  Räumlichkeiten
Die Kinder werden in der OGS der Bodelschwinghschule 
in sieben festen Gruppen betreut. Das Mittagessen wird 
im Speiseraum eingenommen und die Klassenräume wer -
den ebenfalls für die Erledigung der Hausaufgaben genutzt. 
Weitere Räumlichkeiten (z.B. Musikraum, Werkraum, Aula, 
Sporthalle) sind ebenso für die Nutzung im Nachmittagsbe-
reich vorgesehen.
2.3 Öffnungszeiten
Die OGS-Öffnungszeiten sind per Erlass geregelt. Danach 
beginnt die Zeit im Offenen Ganztag nach Unterrichts-
schluss, spätestens aber um 11:30 Uhr und endet frühestens 
um 15:00 Uhr, längstens bis 16:00 Uhr. Es wird erwartet, 
dass die Kinder in der Regel an fünf Wochentagen teil-
nehmen. Ausnahmen sind erlaubt, müssen jedoch von der 
Schulleitung im Voraus genehmigt werden. Eine ganztägige 
Öffnung der OGS kann in Ausnahmen wie bei Lehrerausflü-
gen oder Ganztagsfortbildungen der Lehrer*innen erfolgen. 
Auf Wunsch kann eine Frühbetreuung vor Schulbeginn 
ergänzt werden. Eine Randzeitenbetreuung von 7:00 Uhr 
und/oder bis 17:00 Uhr richtet sich nach den Bedarfen vor 
Ort, ebenso die Einrichtung einer Bis-Mittag-Betreuung.
2.4 Ferienangebote
Auch bei der Ferienbetreuung stehen die Bedarfe der Kin-
der im Vordergrund. Das bedeutet, dass umfassende Betreu-
ungszeiten mit attraktiven Ferienprogrammen angeboten 
werden. Neben gemeinsamen Aktivitäten steht den Kin-
dern genügend Freiraum zur Verfügung, um sich mit eige-
nen Ideen zu entfalten und auch Ruhephasen zu genießen. 
Die Ferien dienen dem zwanglosen Entdecken, dem Spiel 
und der Entspannung. Die Ferienbetreuung für die Kinder 
der OGS wird in der Regel mit Ausnahme von drei Wochen 
in den Sommerferien und der Zeit zwischen Weihnachten 
und Neujahr in allen Schulferien und an beweglichen Feri-
entagen angeboten. Sie findet an den Werktagen in der Zeit 
von 8:00-16:00 Uhr statt und kann individuell in Anspruch 
genommen werden.
Der Ferientag beinhaltet neben einer gestalteten Früh-
stückszeit und dem gemeinsamen Mittagessen pädagogi-
sche Angebote, die einem Ferienmotto folgen. Als Träger 
stehen wir aber auch neuen Konzepten, die sich für den 
Schulstandort bewährt haben, offen gegenüber. 
Auch eine trägerübergreifende Lösung mit anderen Stand-
orten ist denkbar, sodass die Eltern die Möglichkeit erhal-
ten, die Ferienbetreuung z.B. mit den Betreuungszeiten der 
Geschwisterkinder in Kindertagesstätten o.ä. abzustimmen.
2.5 Anmeldeverfahren
In der Regel sollten die Neuanmeldungen für das kom-
mende Schuljahr bis Ende Mai abgeschlossen sein. Soweit 
noch OGS-Plätze frei geblieben sind, haben Nachrücker*in-
nen bis zum 15.10. Zeit, sich für das laufende Schuljahr 
anzumelden. Sollte eine begrenzte Raumkapazität vorlie-
gen, können in Kooperation mit der Stadt Aufnahmekri-
terien festgelegt werden. Wird während des Schuljahres 
ein Platz in  der OGS frei, erfolgt ein Nachrückverfahren. 
Die Verträge sollen von den Eltern direkt mit der AWO 
geschlossen werden.
2.6 Übergang von der Kita in die OGS
Der Übergang von der Kita in die Offene Ganztags-
schule bedeutet zunächst den Wechsel von einem vertrau-
ten Lebensumfeld in einen neuen und fremden Lebens-
abschnitt. Ziel der OGS ist es dabei, Vorfreude zu wecken 
sowie Ängsten und Überforderungen vorab entgegenzuwir-
ken. Ein besonders Augenmerk liegt oftmals bei den Kin-
dern mit besonderen Förderbedarfen.

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3. Pädagogische Ausrichtung der AWO
Unter Bildung verstehen wir mehr als nur die Vermittlung 
und Verarbeitung positiven Wissens. Bildungsprozesse sind 
nur dann erfolgreich, wenn ein umfassendes und ganzheit-
liches Bildungsverständnis Grundlage des pädagogischen 
Handelns ist. Die Offene Ganztagsschule ist dabei eine 
Kombination von Schule und klassischen Angeboten der 
Jugendhilfe. Die pädagogische Ausrichtung ist ressourcen-
orientiert und darauf bedacht, den Kindern eine Teilnahme 
am OGS-Alltag zu ermöglichen, die positiv besetzt ist und 
die Kinder in der jeweiligen Entwicklung fördert. Der Pro-
zess der Inklusion ist damit bereits in unserem Grundver-
ständnis von OGS angelegt und wird stetig vorangetrieben.
3.1 Inklusion
Gemäß dem Index für Inklusion (Tony Booth und Mel Ain-
scow, 2003) ist es notwendig, die individuellen Barrieren 
für die Teilhabe zu erkennen und klar zu benennen, um 
sie im Anschluss auf ein Minimum zu reduzieren oder zu 
beseitigen. Diese Analyse ist auch bei der AWO ein ständi-
ger Arbeitsprozess, aus dem sich die weiteren Schritte auf 
unterschiedlicher Ebene ergeben:
Haltung/Wertvermittlung: Vermittlung gemeinschaftsfördern-
der Werte verbunden mit der Förderung der positiven Hal-
tung zu Inklusion.
Pädagogisches Konzept: Stetige Auseinandersetzung mit dem 
pädagogischen Konzept, um Bedürfnissen und Erfordernis-
sen gerecht zu werden.
Kommunikationsstrukturen/Vernetzung: Einrichtung und Aus-
bau eines multiprofessionellen Austauschs zur Etablierung 
einer verlässlichen Regelkommunikation
Fachwissen/Erfahrung: Effektiver pädagogischer Austausch 
und Fachberatungen
Qualitätsentwicklung: Kleinschrittige Vorgehensweise beim 
Abbau von Barrieren, um Arbeitsprozesse zu verbessern.
3.2 Kinder mit Fluchthintergrund
Kinder mit Fluchthintergrund sind durch ihre Flucht-
geschichte in besonderer Weise geprägt, müssen sich in 
Deutschland mit einer völlig neuen Lebenswelt zurechtfin-
den und verfügen dazu über keinerlei Deutschkenntnisse. 
Mit ihren unterschiedlichen Sozialisationswegen und reli-
giösen Prägungen bereichern die Kinder die OGS-Gruppe, 
indem sie die Neugierde anderer Kinder wecken und ihre 
Hilfsbereitschaft fördern. Innerhalb der AWO kann auf 
Erfahrungen und Materialien aus einem Zusatzprogramm 
für geflüchtete Kinder in Marl und Recklinghausen zurück-
gegriffen werden. Somit ist es möglich, schnelle und kom-
petente Integrationsangebote, auch mit Hilfe der Schulsozi-
alarbeit vor Ort, zu erarbeiten und umzusetzen. 
3.3 Kinderschutz
Das Thema Kinderschutz hat einen besonderen Stellenwert 
bei der AWO. Alle Teamleitungen und pädagogischen Fach-
kräfte wurden zu dem Thema geschult und sind mit dem 
Verfahren im Falle einer Kindeswohlgefährdung vertraut. 
Neben der fachlichen Qualifizierung wird so eine hohe Sen-
sibilisierung für den Kinderschutz gewährleistet. Unsere 
Stabstelle für Gewaltprävention steht dabei mit insofern 
erfahrenen Fachkräften für die Beratung und Begleitung 
unserer Mitarbeiter*innen zur Seite. Alle notwendigen Pro-
zesse und Formulare zur Umsetzung des Schutzauftrages 
bei Kindeswohlgefährdung sind auf der Homepage der AWO 
im internen Bereich hinterlegt und stehen den Mitarbei-
ter*innen jederzeit zur Verfügung.
3.4 Elternarbeit
Die Zusammenarbeit mit den Eltern in der OGS ist für den 
Erziehungsprozess der Kinder von großer Bedeutung. Unser 
Ziel ist es, Transparenz herzustellen, indem die Eltern Ein-
blick in die pädagogische Arbeit erhalten. Für uns ist es 
selbstverständlich, offen und ohne Vorurteile auf die Eltern 
einzugehen.
3.5 Beschwerdemanagement
Beschwerden werden in der AWO Unterbezirk Münsterland-
Recklinghausen sehr ernst genommen und sorgfältig bear-
beitet. In der Beschwerde liegt eine Chance, gemeinsam 
nach tragfähigen Lösungen zu suchen. Ein Prozess zum 
Beschwerdemanagement ist daher fest implementiert.
3.6 Genderthematik
Das Leitbild der AWO steht für Vielfalt in allen Bereichen. 
Aus diesem Grund bemüht sich die AWO Münsterland-
Recklinghausen um eine vielfaltssensible Sprache. Diese 
umfasst einen geschlechterneutralen Sprachgebrauch, der 
zur Gleichberechtigung der Geschlechter und zu einer inklu-
siven Sprache aller sexuellen und geschlechtlichen Identi-
täten beiträgt. In den Offenen Ganztagsschulen werden zu 
den koedukativen Angeboten auch spezielle Jungen- und 
Mädchenprojekte angeboten. Die Mitarbeiter*innen, die als 
Vorbilder fungieren, fördern damit den Austausch und sen-
sibilisieren die Kinder für dieses Thema.

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4. Partizipation
Damit der OGS-Alltag gelingen kann und alle Bedürfnisse 
berücksichtigt werden können, liegt uns das Miteinbeziehen 
aller Beteiligten sehr am Herzen.
4.1 Kinder
Kinder haben mitunter eine andere Wahrnehmung als 
Erwachsene und dadurch auch andere Bedarfe, die sich dem 
pädagogischen Betreuungspersonal nicht immer auf direk-
tem Wege erschließen. Aus diesem Grund ist die Partizipa-
tion der Kinder in Form von Frage-Antwort-Runden oder 
in einem OGS-Parlament ein wesentlicher Bestandteil der 
pädagogischen Arbeit vor Ort. So ist sichergestellt, dass die 
Bedarfe z.B. beim AG-Angebot, bei der Essensauswahl oder 
auch bei der Raumgestaltung berücksichtigt werden kön-
nen.
4.2 Eltern
Damit die Eltern einen Einblick in die pädagogische Arbeit 
der OGS bekommen, ist ein Elternabend, an dem das päda-
gogische Betreuungspersonal teilnimmt, obligatorisch. Dort 
wird über das pädagogische Konzept informiert und es gibt 
Gelegenheit, die Räumlichkeiten anzuschauen. Über Neu-
erungen und Änderungen informieren die Teamleitungen 
im Verlauf des Schuljahres durch schriftliche Elternmittei-
lungen. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, einen Termin 
für ein Elterngespräch mit der Teamleitung zu vereinbaren. 
Selbstverständlich sind auch Tür-und-Angel-Gespräche bei 
Abholung der Kinder mit der Gruppenleitung möglich.
4.3 Personal
Auch die Miteinbindung der Bedarfe der Mitarbeiter*in -
nen ist uns ein Anliegen. So soll das pädagogische Betreu-
ungspersonal je nach persönlichen Interessen AG-Ange -
bote planen und durchführen. Das Team bekommt dann 
die Möglichkeit, zusätzliche AG-Angebote durch externe 
Kooperationspartner anbieten zu können, falls die eigenen 
Mitarbeiter*innen nicht über die Qualifikation verfügen.
5. Qualitätsentwicklung
Die Qualitätsentwicklung hat einen großen Stellenwert bei 
der AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen. Sie 
ist sowohl strukturell durch den Qualitätszirkel und seine 
Unterarbeitsgruppen verankert als auch ständiger Teil der 
entsprechenden Sitzungen innerhalb des Bereiches Schule 
(Koordinationssitzung, Teamleitungsrunden, Teambespre-
chungen, Arbeitskreise mit pädagogischen Themenschwer-
punkten). Neben der AWO-internen Qualitätsentwicklung 
nehmen die OGS-Koordinator*innen und Teamleitungen 
auch an kommunalen Qualitätszirkeln teil. Dabei geht es 
insbesondere um die Fortschreibung von Konzepten, Perso-
nalentwicklung sowie Entwicklung von Vernetzungen. Ein 
Qualitätshandbuch für den Bereich Offenen Ganztagsschu-
len wurde bereits 2019 entwickelt und steht jeder Einrich-
tung und jedem*r Mitarbeiter*in zur Verfügung. Das Qua-
litätshandbuch wird fortlaufend durch die Ergebnisse der 
unterschiedlichen Qualitätszirkel ergänzt, vervollständigt 
und aktualisiert.
6. Kommunikationsstruktur
Die Regelkommunikation dient dem fachlichen Austausch, 
der Informationsweitergabe, einer reibungslosen Organi-
sation und der Qualitätsentwicklung. Im Bereich Schule 
umfasst die Regelkommunikation intern die Fachbereichs-
leitungsebene, die Koordinationsebene, die Ebene der 
Teamleitungen sowie die Teamsitzungen in der OGS vor Ort. 
Somit sind alle Mitarbeiter*innen des Bereiches durch die 
Kommunikationsstruktur vernetzt. Die Informationen und 
Bedarfe aus allen Gremien werden im Qualitätszirkel auf-
gegriffen und sind Grundlage für den Prozess der Quali-
tätsentwicklung. So ist gewährleistet, dass die Qualitätsent-
wicklung auf echte Bedarfe aus der Praxis vor Ort reagiert.
7. Zusammenwirken 
unterschiedlicher Professionen
Um eine optimale Betreuung im Offenen Ganztag sicherzu-
stellen, ist ein Zusammenwirken unterschiedlicher Profes-
sionen unumgänglich. Diese soll vor allem die Verzahnung 
des Vor- und Nachmittags zum Ziel haben, um ein ganz-
heitliches Bildungsangebot zu gewährleisten.
7.1 Das Team der AWO
Alle pädagogischen Mitarbeiter*innen des OGS-Teams sind 
bei der AWO angestellt. Zum pädagogischen Team in der Ein-
richtung zählen die OGS-Teamleitung, die pädagogischen 
Fachkräfte sowie die pädagogischen Ergänzungskräfte. Der 
Stundenumfang richtet sich gemäß OGS-Finanzierungs-
konzept der Stadt Münster nach den Qualitätsstandards 
der Offenen Ganztagschulen in Münster (V/0766/2018 vom 
14.09.2018), welche von Trägerseite vollumfänglich unter-
stützt und umgesetzt werden. Erweitert werden kann das 
Team im Rahmen der vorgegebenen Finanzierung durch 
sonstige Kräfte wie Berufspraktikant*innen, FSJler*innen 
Der Umgang mit der   
Corona-Pandemie in der OGS
Der Schutz der uns anvertrauten Kinder, unserer Mit -
arbeiter*innen sowie aller weiteren Beteiligten der 
OGS und der 8-1-Betreuung ist unser oberstes Gebot. 
Daher haben wir mit Beginn der Pandemie im Frühjahr 
2020 für alle relevanten Bereiche Hygiene-, Pande -
mie- und Notfallpläne entwickelt. Diese werden unter 
Maßgabe der jeweils geltenden Gesetze und Vorschrif-
ten fortlaufend aktualisiert und unseren Einrichtungen 
zentral zur Verfügung gestellt.

KONZEPT FÜR DAS AUSSERSCHULISCHE ANGEBOT DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE (OGS) DER BODELSCHWINGHSCHULE
7      
oder Bundesfreiwilligendienstler*innen. Mitarbeiter*innen 
in der Funktion einer Team- oder Gruppenleitung müs-
sen eine pädagogische Fachausbildung nachweisen. Für die 
Ergänzungskräfte sind eine pädagogische Weiterbildung 
oder Vorkenntnisse wünschenswert.
7.2 Innerschulische Kooperation
Für eine gelungene innerschulische Kooperation wird immer 
eine gleichberechtigte, multiprofessionelle Zusammenar -
beit auf Augenhöhe angestrebt. Die Schule ist ein wichtiger 
Bestandteil der Kinder, daher ist es von großer Bedeutung, 
beide Systeme als Einheit zu betrachten und entsprechend 
zu handeln. Durch die Festlegung im Erlass des Ministe -
riums für Schule und Weiterbildung, Lehrerstunden im 
Ganztag einzusetzen, wird das Ziel der Verzahnung von 
Vor- und Nachmittag gestärkt. Unterstützt wird diese Ver -
zahnung neben der gemeinsamen Konzepterarbeitung auch 
durch gemeinsame Fortbildungen oder wechselseitigen Aus-
tausch durch die Teilnahme von OGS-Personal an Konferen-
zen bzw. von Lehrer*innen an Teamsitzungen. Gemeinsame 
Gespräche über den Entwicklungsstand sind dabei für die 
Förderung der Vernetzung unerlässlich. Die Kommunikation 
innerhalb des Gesamtgefüges ist von zentraler Bedeutung. 
Dabei ist ein täglicher Austausch insbesondere von Schul -
leitung und Teamleitung oder ein Informationsgespräch mit 
festem Termin für Klassen- und Gruppenleitungen sinnvoll.
7.3 Schulsozialarbeit
Eine möglichst enge Kooperation der Offenen Ganztags -
schule mit der Schulsozialarbeit an der Bodelschwinghs -
chule ist unbedingt anzustreben. Aus diesem Grund wird 
sich die AWO auch auf die ausgeschriebene Stelle der Schul-
sozialarbeit bewerben, um sowohl eine innere Verzahnung 
zu gewährleisten und eine optimale soziale Bildung- und 
Betreuungssituation für die Kinder zu schaffen.
Die Schulsozialarbeit stellt ein erweitertes Unterstüt-
zungsinstrument für Kinder, Eltern und an Schule Tätigen 
dar. Die Aufgaben im Rahmen der „BuT-Schulsozialarbeit“ 
umfassend dabei Sprechstunden und Beratungseinheiten, 
Unterstützung bei der Beantragung von Leistungen aus 
dem Bildungs- und Teilhabepaket für Eltern, z.B. für Ver-
pflegungszuschüsse, und auch die Unterstützung für Bean-
tragungen von Leistungen für die Teilhabe am kulturellen 
Leben und zur Teilnahme an mehrtägigen Klassenfahrten 
und Tagesausflügen.
Unsere Mitarbeiter*innen in der Schulsozialarbeit koor-
dinieren und begleiten außerdem die schulnahe Lernförde-
rung. Die Schulsozialarbeit berät die Lehrer*innen, Lernför-
derkräfte und Eltern bzw. Sorgeberechtigten bezüglich der 
Lernförderung und steht bei Fragen oder Anliegen zu Ver-
fügung. Sie organisiert Treffen für die Lernförderkräfte, die 
dem Erfahrungsaustausch dienen, und steht im Kontakt mit 
den zuständigen Kräften des städtischen Fachamtes.
Nicht erst seit der Neustrukturierung und –Finanzierung 
der Schulsozialarbeit, leisten sozialpädagogische gruppen-
übergreifende Angebote der „klassischen Schulsozialarbeit“ 
wie beispielsweise AGs (Streitschlichter*innen, Coolnes-
Trainings), Projekte für Kinder mit erhöhtem Bedarf in den 
Entwicklungsbereichen Beziehungsgestaltung, Impulsre-
gulation, Kooperation und Selbstwahrnehmung, sowie die 
parallel zum Unterricht laufende Auszeit einen wichtigen 
Beitrag zum Entwicklungserfolg der Kinder.
Die konkreten Angebote und Inhalte der Schulsozial-
arbeit richten sich immer und zu allererst an den Bedar-
fen der zu unterstützenden Kinder und Schulstandorte aus. 
Dabei ist es unabdingbar, gemeinsam mit den Verantwortli-
chen vor Ort, passende Stelleninhaber*innen im Sinne einer 
langfristig angelegten Beziehungsarbeit zu finden und zu 
fördern.
Zur Vernetzung und Qualitätssicherung nehmen die Schul -
sozialarbeiter*innen an städtischen schulübergreifenden 
Arbeitskreisen teil. Zudem sind sie Teil eines trägerinter -
nen Arbeitskreises, der für die und mit den Schulsozialar -
beiter*innen der AWO in Münster gestaltet wird. Beispiele 
aus der Arbeit unserer Schulsozialarbeiter*innen in Münster 
sowie die Arbeitsprinzipien und Wirk-und Handlungsziele 
der Schulsozialarbeit entnehmen Sie bitte auch der Anlage 
„Leistungs- und Qualitätsbeschreibung Münster“ .
7.4 Außerschulische Kooperation
Die Kooperation der Offenen Ganztagsschule mit Jugend-
hilfe und außerschulischen Bildungspartnern ist ein wich-
tiger Bestandteil ihres Bildungsauftrags. Die Kooperationen 
mit dem Jugendamt, dem familienunterstützenden Dienst 
und den Beratungsstellen ist demnach ebenso selbstver-
ständlich wie mit Kindertagesstätten oder Familienzentren 
oder diversen Freizeiteinrichtungen der Jugendhilfe.
7.5 Vernetzung im Sozialraum
Die außerschulische Verzahnung in den Sozialraum för-
dert zusätzlich die Akzeptanz des regionalen Umfeldes für 
den Offenen Ganztag und bietet den Kindern eine Einbin-

KONZEPT FÜR DAS AUSSERSCHULISCHE ANGEBOT DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE (OGS) DER BODELSCHWINGHSCHULE
8      
dung in kommunale Einrichtungen und Vereine, die auch 
Basis für eine langfristige Verbindung sein kann. Die AWO 
ist dabei im Stadtgebiet Münster bereits stark engagiert: 
Neben dem Begegnungszentrum „Coerde mittendrin“, in 
dem Raum zum Austausch, zur Vernetzung und für Grup-
penangebote gegeben ist, ist die AWO ebenfalls Trägerin der 
Schulsozialarbeit drei Grundschulen und einer weiterfüh-
renden Schule in Münster.
8. Personalentwicklung
Die AWO sieht sich – auch im Hinblick auf den akuten 
Fachkräftemangel – in der Verantwortung, den Mitarbei-
ter*innen ein Arbeitsfeld zu bieten, in dem sie sich wohl-
fühlen und weiterentwickeln können.
8.1 Fachkräftegewinnung und –ausbildung
Um dem Fachkräftemangel auch zukünftig entgegenwir-
ken zu können, engagiert sich die AWO Unterbezirk Müns-
terland-Recklinghausen auch als Kooperationspartnerin 
von Hochschulen und Berufskollegs. In den dualen Studi-
engängen „Soziale Arbeit“ und „Kindheitspädagogik“ der 
IU Münster kann die Offene Ganztagsschule als Praxis-
ort ebenso fungieren wie in den PIA-Ausbildungsgängen 
der regionalen Berufskollegs. Die überregional eingerich-
tete Stellenbörse der AWO ermöglicht die Personalgewin-
nung im gesamten Bundesgebiet. Die Veröffentlichungen 
von Stellenanzeigen auf kommunalen Portalen, sozialen 
Netzwerken und in verschiedenen Printmedien und die gute 
regionale Vernetzung gewährleistet nach wie vor eine opti-
male Stellenbesetzung.
8.2 Bindung von Mitarbeiter*innen/Corporate Benefits
Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter*innen ist uns ein 
besonderes Anliegen und hat einen besonderen Stellenwert 
bei der AWO. Neben einer tariflichen Bezahlung und Mög-
V.I.S.D.P.
Melanie Queck (Geschäftsführerin)
AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen
Clemensstraße 2-4, 45699 Herten
FOTOS
istockphoto.com [2]: davidf, martin-dm
Stand: 07-2022
lichkeiten zur kollegialen Fall- und Fachberatung haben die 
Mitarbeiter*innen bei der AWO Münsterland-Recklinghau-
sen die Möglichkeit, von zahlreichen Corporate Benefits für 
den Freizeitbereich zu profitieren. Auch die Gelegenheit zur 
Nutzung eines „Jobbikes“ ist gegeben und wird durch die 
Mitarbeiter*innen gerne angenommen.
8.3 Fortbildungen
Die Fortbildung der Mitarbeiter*innen im Offenen Ganztag 
ist auf der einen Seite ein wichtiger Baustein der Quali-
tätsentwicklung, auf der anderen Seite tragen individuelle 
Entwicklungsmöglichkeiten zum Wohlbefinden der Mitar-
beiter*innen bei. Bei der Themenwahl und der Organisa-
tion der Fortbildungen werden die Bedarfe der OGS-Kin-
der und der Mitarbeiter*innen sowie die Besonderheiten der 
einzelnen Schulstandorte und Schulprofile berücksichtigt. 
Die AWO verfügt mit dem Lotte-Lemke-Bildungswerk mit 
Sitz im Lucy-Romberg-Haus in Marl über ein eigenes Fort- 
und Weiterbildungswerk, sodass hier die Möglichkeit einer 
engen Kooperation besteht und gewünschte Fortbildungs-
themen aufgenommen und zeitnah umgesetzt werden kön-
nen. Ergänzt wird das Fortbildungsangebot durch ein gutes 
Netzwerk und die enge Zusammenarbeit mit externen Refe-
rent*innen. Tandemfortbildungen von OGS-Mitarbeiter*in-
nen und Lehrer*innen sind ausdrücklich erwünscht, da diese 
zur weiteren Verzahnung von Schule und OGS beitragen.
9. Die AWO Unterbezirk Münsterland-
Recklinghausen-Spezifika
Für die Trägerschaft der Offenen Ganztagsschule der Kreuz -
schule ist die Arbeiterwohlfahrt als große Trägerin von zahl-
reichen Angeboten optimal geeignet. Die AWO Unterbezirk 
Münsterland-Recklinghausen ist nicht nur bildlich ein Träger 
„mit offenem Herzen“, sondern möchte mit allen Beteiligten 
die Trägerschaft der Offenen Ganztagsschule als Herzensan-
gelegenheit zum Wohle der Kinder und Familien erfüllen.
10. Anlagen
- Qualitätshandbuch „OGS in Vielfalt“
- Schulsozialarbeit „Leistungs- und   
Qualitätsbeschreibung Münster“

awo-msl-re.de

Anlage 2_Outlaw_OGS-Konzept_Bodelschwinghschule

87024 Zeichen

KONZEPT  
 
OGS  
BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
 
 
Stand: Juli 2022

SEITE 1 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
INHALTSVERZEICHNIS 
1 UNSERE MOTIVATION ............................... ...................................................................................... 3 
1.1 Warum passt Outlaw gut als Träger zur Bodelschw inghschule?...................................... 3 
2 TRÄGER .......................................... ..................................................................................................... 4 
2.1 Angebotsvielfalt .............................. ........................................................................................... 4 
2.2 „Outlaw macht Schule“ – Referenzen ............ ........................................................................ 5 
3 PÄDAGOGISCHE ARBEIT ............................. .................................................................................... 6 
3.1 Grundkonzept „Kita & More“..................... ............................................................................... 6 
3.2 Bild vom Kind ................................. .............................................................................................. 7 
3.3 Kinderrechte .................................. .............................................................................................. 7 
3.4 Partizipation ................................. ............................................................................................... 8 
3.5 Kinderkonferenz ............................... .......................................................................................... 8 
3.6 Integration/Inklusion ......................... ........................................................................................ 9 
3.7 Interkulturalität ............................. .............................................................................................. 9 
4 BIS-MITTAG-BETREUUNG ............................ ................................................................................. 10 
5 SCHULSOZIALARBEIT ............................... .................................................................................... 10 
6 STRUKTUR DES OFFENEN GANZTAGS ................... ................................................................... 10 
6.1 Tagesablauf außerhalb der Ferien (Regelbetrieb)  ........................................................... 10 
6.2 Hausaufgabenbetreuung ......................... ............................................................................. 11 
6.3 Fördergruppen ................................. ........................................................................................ 13 
6.4 AGs ........................................... ................................................................................................... 14 
6.5 Freizeitangebote im Alltag .................... ................................................................................ 14 
6.6 Ferienprogramm ................................ ...................................................................................... 15 
6.7 Gestaltung von Übergängen ..................... ............................................................................ 16 
6.8 Mittagessen ................................... ........................................................................................... 17 
7 PERSONAL ........................................ .............................................................................................. 17 
7.1 OGS-Koordinator:in ............................ ..................................................................................... 18 
7.2 Angestellte Mitarbeiter:innen ................. ............................................................................. 19 
7.3 Freie Mitarbeiter:innen ....................... ................................................................................... 20 
7.4 Hauswirtschaftskräfte ......................... ................................................................................... 20 
7.5 Fachgebietsleitung ............................ ...................................................................................... 20 
7.6 Teamsitzungen ................................. ........................................................................................ 20

SEITE 2 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
7.7 Fortbildung ................................... ............................................................................................ 21 
7.8 Ausbildungsort ................................ ......................................................................................... 22 
8 ZUSAMMENARBEIT MIT DER SCHULE ................... .................................................................... 22 
8.1 Schulleitung .................................. ............................................................................................ 22 
8.2 Lehrkräfte .................................... ............................................................................................. 23 
9 ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSPARTNERSCHAFT ........... ........................................................ 23 
9.1 Elternarbeit .................................. ............................................................................................. 23 
9.2 Elternmitgestaltung ........................... ..................................................................................... 24 
9.3 Anlassbezogene Elternabende ................... .......................................................................... 25 
10 VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF ............ ................................................................ 25 
10.1 Öffnungszeiten ............................... ......................................................................................... 25 
11 QUALITÄTSMANAGEMENT ............................ .............................................................................. 25 
11.1 Beschwerdemanagement ......................... ............................................................................ 26 
11.2 Kinderschutz ................................. ............................................................................................ 27 
12 NETZWERKARBEIT UND KOOPERATION ................. ................................................................ 27 
13 ANSPRECHPARTNER:INNEN .......................... ............................................................................. 29 
14 ORGANIGRAMM MÜNSTER ............................ ............................................................................. 30

SEITE 3 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
1 UNSERE MOTIVATION 
Das Kind steht im Mittelpunkt unseres pädagogischen  Handelns. Für ein gutes pädagogisches Han- 
deln sehen wir es für wichtig an, die offene Ganztagsschule als Institution im System Schule zu be- 
trachten. An diesem Ort soll ein (Zeit-) Raum erschaffen werden, der sich ganz nach den  Bedürfnis- 
sen der Kinder richtet, in dem sie sich frei entfalten können und Beziehungen zu anderen Kindern 
und den pädagogischen Fachkräften knüpfen. Um dies zu erreichen, braucht es (Zeit-)Räume zum 
Spielen, zum Träumen und zum kreativen Verwirklichen, in dem Kinder, ganz ohne Leistungsdruck 
die Welt spielerisch entdecken. Genau zu solch einem (Zeit-) Raum wollen wir, gemeinsam mit allen 
Akteuren im System Schule, allen voran den Kindern, die Offene Ganztagsschule gestalten. Eine 
enge Zusammenarbeit und Kooperation mit den Lehrer:innen, der Schulleitung und weiterem Schul- 
personal ist dabei für uns grundlegend.  
1.1  Warum passt Outlaw gut als Träger zur Bodelschwinghschule? 
Für uns als Träger ist die Trägerschaft einer OGS in Münster neu. Wir können aber auf vielfältige Er- 
fahrungen im OGS Bereich (großes Ag-Angebot und jahrelange Erfahrung im Bereich der Ferienbe- 
treuung in Münster und Trägerschaften im Ruhrgebiet) blicken. Genau aus diesem Grund sehen wir 
es als eine besondere Chance an, gemeinsam mit uns als frischer und neuer Träger, die gut laufende 
OGS weiter zu entwickeln. Wir sind offen für Neues und Innovatives und wünschen uns eine gemein- 
sam entwickelte Struktur für die OGS.  
Besonders das Personal sehen wir als wichtigste Ressource und sind bestrebt, gute, sichere und at- 
traktive Stellen zu entwickeln. Wir sind kreativ bei der Gestaltung von Stellenzusammenschnitten 
und können uns zum Beispiel die Kombination mit Schulbegleitung (Absprachen mit den bestehen- 
den Trägern) sehr gut vorstellen. Wir verstehen die Schule als Lebensraum der Kinder und stellen 
uns offene außerschulische Bildungsangebote am Schu lstandort vor. Besonders dieser Bereich kann 
(Drittmittelfinanziert) für eine Aufstockung der einzelnen Fachkraftstellen sorgen. Es braucht aus 
unserer Sicht eine individuelle Lösung für jede Schule und jeden Mitarbeiter:in, die wir gerne ge- 
meinsam entwickeln. Wir blicken auch hier auf viele Erfahrungen in Münster zurück und können den 
Mitarbeiter:innen gute Angebote machen.  
Der Sozialraum der Bodelschwinghschule liegt zentral und ist für uns als Träger strategisch gut gele- 
gen. Wir betreiben in Wolbeck einen BauSpielPlatz und in Sprakel ein Jugendzentrum und können 
im Rahmen von AG´s oder z.B. Klassentagen gute Angebote vorhalten. Wir haben verschiedene 
Teams (auch in der Innenstadt), die mit Honorarkräften, GFB´S und Übungsleiter:innen wie auch 
freien Mitarbeiter:innen arbeiten und in den unterschiedlichsten Einrichtungen AG´s anbieten, die 
wir auch auf die Bodelschwinghschule ausweiten können.  
Unser Träger verfügt über verschiedene interne Services, die allen Einrichtungen zur Verfügung ste- 
hen. Neben der pädagogischen Begleitung (Fachgebietsleitung) wird also auch durch die jeweiligen 
Fachabteilungen (Grafik, Marketing, Finanzbuchhaltung, Fundraising, Personalverwaltung, Qualität 
etc.) eine fachlich organisierte Begleitung gewährleistet und sorgt dafür, dass die Mitarbeiter:innen 
in den Einrichtungen mehr Zeit für die pädagogische Arbeit mit dem Kind zur Verfügung haben.  
Im weiteren Verlauf des Dokumentes können Sie unsere konzeptionellen Grundlagen für die OGS 
lesen. Uns ist wichtig, dass diese grundsätzlich als Ideen zu verstehen sind. Es ist uns ein Anliegen,

SEITE 4 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
die OGS als Teamaufgabe zu verstehen. Aus diesem Grunde sind wir uns bewusst, dass mit einer Trä- 
gerübernahme die bestehenden Betreuungsstrukturen u nd Konzeptionen bestand haben und sich 
nur dort sachbezogen verändern dürfen, wo sich das Team eine Veränderung wünscht.   
2 TRÄGER 
„Outlaw“ – so hieß der Zweimastschoner, mit dem alles begann und der als Namensgeber für unser 
1987 gegründetes Unternehmen fungierte. Auf dem Schiff und in zwei Wohngruppen im Münster- 
land wurden damals als besonders schwierig geltende Jugendliche betreut. Der Name steht seit Be- 
ginn für unser Bemühen, Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien zu ihrem Recht zu verhel- 
fen. Und zwar gerade dann, wenn sie sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Gewachsen 
aus dem Tätigkeitsfeld der erzieherischen Hilfen hat sich so ein breites Angebotsspektrum entwi- 
ckelt.  
Die Outlaw gGmbH ist ein freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im Paritätischen 
Wohlfahrtsverband. Dezentral über mehrere Bundeslän der organisiert bieten wir an den einzelnen 
Standorten sozialräumliche und flexibel organisierte Angebote an – konfessionell und weltanschau- 
lich unabhängig. Rund 2000 Mitarbeiter:innen arbeiten in verschiedensten Bereichen. Ob familien- 
analoge Wohngruppen, sozialpädagogische Lebensgemei nschaften und Erziehungsstellen, ob klassi- 
sche Kinder- und Jugendhilfe in Wohngruppen oder am bulante Betreuung, ob Kindertagesbetreu- 
ungsangebote, Jugendzentren, Schulverweigerungsproj ekte, Horte oder Mehrgenerationenpro- 
jekte – unser Ziel ist es immer, den Menschen, dort wo sie leben, so viele Chancen wie möglich zu 
eröffnen.  
2.1  Angebotsvielfalt 
An den einzelnen Standorten bieten wir sozialräumli che und flexibel organisierte Angebote. In 
Münster sind wir vielfältig aufgestellt. Hilfen zur Erziehung, Schulprojekte, Kitas, Familienzentren, 
freizeitpädagogische Arbeit mit Familien mit Flucht erfahrung, Fansozialarbeit, Streetwork, Interkul- 
turelle Angebote, Offene Kinder- und Jugendarbeit u nd auch enge Kooperationen mit Grundschu- 
len im Bereich der OGS. 
Hilfen zur Erziehung von Outlaw greifen genau dort, wo sie gebraucht werden: In den Anlaufstellen 
und Wohngemeinschaften, zu Hause in der Familie, in  familienanalogen Wohngruppen, sozialpäda- 
gogischen Lebensgemeinschaften und Erziehungsstellen. In Münster bieten wir eine Mädchenwohn- 
gruppe, Außenwohnplätze und eine Mädchen-Inobhutnahmestelle an. Wir bieten Hilfen zur Erzie- 
hung aus einer Hand und reagieren so auf sich ändernde Bedürfnisse junger Menschen, ohne dass 
es, wenn möglich, zu einem Wechsel der Einrichtung oder der Betreuungspersonen kommt. 
Kita & More 
Jedes Kind hat das Recht auf eine glückliche Kindheit und eine individuelle Förderung seiner Fähig- 
keiten und Potenziale – unabhängig von äußeren Rahm enbedingungen, Herkunft, Geschlecht, Woh- 
nort, Weltanschauung etc. Dafür stehen wir ein! In Münster sind wir Träger für acht bestehende 
Kitas und zwei weitere sind derzeit im Aufbau. Unsere Kitas sind alle Familienzentren, und wir bie- 
ten im Rahmen unseres Konzeptes in jeder Kita auch Kitasozialarbeit an. 
Kultur, Bildung, Freizeit 
Ob in der Schule, im Freizeittreff oder auf den Straßen und Plätzen: Wir gehen dorthin, wo die Kids

SEITE 5 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
und ihre Familien sind. In ihrem direkten Lebensumfeld möchten wir ihnen so viele Chancen wie 
möglich eröffnen – ob in der offenen Arbeit, in Jugend- und Stadtteilzentren, in Schulprojekten und 
Kooperationen, in der Mehrgenerationenarbeit, in klassischer mobiler und aufsuchender Arbeit und 
mit Ferien- und Begegnungsangeboten. Wir sind überzeugt, dass alle ein Recht auf Teilhabe und 
Entwicklung haben und betrachten die offene Kinder- und Jugendarbeit als Pflichtaufgabe gemäß § 
11 des SGB VIII - nicht als eine freiwillige Leistung.  
Wann immer möglich, setzen wir hier auch gezielt eigene Ressourcen ein. Gleichzeitig ist es unser 
Ziel, uns bei jugendhilfepolitischen Entscheidungen, Haushaltsdebatten und Prozessen der Jugend- 
hilfeplanung einzubringen, uns zu positionieren und diese im Sinne der Kinder, Jugendlichen und 
Familien zu gestalten. 
In Münster sind wir Träger von zwei Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der sozial- 
pädagogischen Fananlaufstelle von Preußen Münster, sowie Schulsozialarbeit an vier Schulstandor- 
ten. Unsere Angebote erstrecken sich von Jugendzentrums- und Bauspielplatzarbeit und Fansozial- 
arbeit über Schulsozialarbeit und verlässlichen Kooperationsangeboten im OGS-Bereich bis hin zu 
außerschulischen Bildungsarbeit an den unterschiedlichsten Standorten in Münster. Wir bieten frei- 
zeitpädagogische Angebote für Familien mit Fluchterfahrung und sind in vielen Stadtteilen sehr ak- 
tiv.  
Diese Vielfalt der unterschiedlichen Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe bedeutet für 
die verschiedenen Standorte und für unsere Mitarbei ter:innen eine bereichsübergreifende Vernet- 
zung, die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlichster Fachrichtung und da- 
her für unsere Klient:innen vor Ort die bestmöglichste Betreuung der Familien zu gewährleisten und 
die Qualität der pädagogischen Arbeit am jeweiligen Standort zu bereichern. 
2.2    „Outlaw macht Schule“ – Referenzen 
Ob Stärkung der Sozialkompetenz, individuelle schul ische Förderung, erlebnispädagogische Ange- 
bote, Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten o der Vermeidung von Schulabbrüchen: Mit 
unseren vielfältigen, bundesweiten Schulprojekten a rbeiten wir an der Schnittstelle von Schule und 
Jugendhilfe. Ziel ist es immer, den Kindern und Jugendlichen in ihrer schulischen Entwicklung so 
viele Chancen wie möglich zu eröffnen. 
NRW 
 Offene Ganztagsschulen: 
Seit dem 01. August 2010 betreibt die Outlaw gGmbH die OGS Regenbogenschule in Bo- 
chum-Höntrop und seit August 2015 sind wir Träger von insgesamt sechs OGS Standorten in 
Bochum. 
 
Münster 
 Kooperationsangebote mit zwei offenen Ganztagsschul en in Münster. Seit vielen Jahren 
sind wir mit dem Jugendzentrum Sprakel und auch dem  Bauspieltreff Holtrode Wolbeck in 
einer engen Kooperation mit den Grundschulen im Stadtteil verbunden und bieten wö- 
chentliche Angebote (bis zu sechs pro Woche) in unserer Einrichtung an. Wir sind verlässli- 
cher Partner, wenn es um Randzeiten bzw. Brückentag sbetreuungen geht. Ebenfalls können 
wir auf viele Jahre OGS-Ganztagsferienbetreuung zurückblicken.

SEITE 6 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
 Bildungsarbeit an Schulen: Cybermobbing@fairer Umgang im Netz (Münster). Das Projekt 
Cybermobbing findet zurzeit regelmäßig in der Realschule Wolbeck, dem Johann-Conrad-
Schlaun Gymnasium, der Gesamtschule Münster Mitte und dem Pascalgymnasium wie auch 
dem Schillergymnasium statt. Andere Schulen in Münster und Umgebung können das Pro- 
jekt buchen. 
 Außerschulische Bildungsangebote Programmierschmied e: In der Programmierschmiede 
lernen Kinder spielerisch den Umgang mit Computern. Mit Programmen wie Scratch oder 
Lego Mindstorms entdecken sie, was für Möglichkeiten Computerprogramme schaffen. Da- 
bei fertigen sie kleine Filme, Spiele oder programmieren einen Roboter so, dass er ge- 
wünschte Aufgaben bewerkstelligen kann. 
 AG-Angebote an der Hauptschule Münster Wolbeck: An zwei Nachmittagen in der Woche 
bieten Mitarbeiter:innen der Outlaw gGmbH und versc hiedene Kooperationspartner AGs 
aus verschiedenen Bereichen (Sport, Musik, kreatives Gestalten etc.) an. Alle Schüler:innen 
der Hauptschule Wolbeck nehmen verpflichtend an ein em Angebot teil. 
 Übermittagsbetreuung an der Realschule Wolbeck und Erich-Klausener-Realschule: Montags 
bis donnerstags von 13:20 Uhr bis 15:20 Uhr betreuen bis zu sieben pädagogische Mitarbei- 
ter:innen von Outlaw die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 8 der Realschule Wol- 
beck und Erich-Klausener-Realschule. Nach einem gemeinsamen Mittagessen können die 
Kinder zwischen einem kurzen kreativen, sportlichen, entspannenden oder aktiven Angebot 
wählen. Danach werden sie eine Stunde lang bei den Hausaufgaben begleitet. 
 
3 PÄDAGOGISCHE ARBEIT 
Die Offene Ganztagsschule stellt ein Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot für Grundschul- 
kinder dar. Die pädagogische Arbeit verfolgt das Ziel, Kinder in ihrer Selbst-, Sozial-, Sach- und Wer- 
tekompetenz zu fördern und zu stärken. Die Eltern erhalten durch die OGS ein zuverlässiges Betreu- 
ungsangebot, sowie eine Ergänzung und Unterstützung  in ihrer Erziehungsarbeit. Die pädagogische 
Gruppenarbeit, die Begleitung der Hausaufgaben, das gemeinsame Mittagessen sowie vielfältige 
AGs und Projekte aus verschiedenen Bildungsbereichen sind wichtige Bausteine unserer Arbeit. Un- 
ter Einbeziehung des sozialen und kulturellen Umfeldes der Schule unterstützen wir die Persönlich- 
keitsentwicklung eines jeden einzelnen Kindes. Die OGS soll ein geschützter Raum sein, in der die 
Kinder gemeinsam Lernen und ein friedvolles Miteina nder von allen Beteiligten vorgelebt bekom- 
men. Füreinander da sein, auf den anderen zu achten und niemanden auszugrenzen bilden die Basis 
unserer pädagogischen Arbeit in der OGS. 
3.1    Grundkonzept „Kita & More“  
Die Rahmenbedingungen für die Arbeit mit Kindern sind in Deutschland sehr unterschiedlich. Um 
dennoch in all unseren Einrichtungen eine gleich hohe Betreuungsqualität und die Beachtung der 
Outlaw-Prinzipien und -Werte zu garantieren, arbeiten alle Einrichtungen nach dem einheitlichen 
"Grundkonzept Kita & More". Dieses Konzept garantiert, dass die Qualität der Arbeit ständig gesi- 
chert, überprüft und weiterentwickelt wird. Wir erfüllen unseren Auftrag zur Bildung, Erziehung und 
Betreuung, indem wir jedes Kind unterstützen, sich zu einer selbstständigen, verantwortungsbe- 
wussten, gemeinschafts- und entscheidungsfähigen Persönlichkeit zu entwickeln – und wirken da- 
mit jeder Benachteiligung entgegen. An oberster Stelle steht die Sicherung des Kindeswohls.

SEITE 7 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
Unsere Prinzipien : 
 
Spielend lernen!  Bei uns finden alle Mädchen und Jungen vielfältige Bildungsanregungen, die ihre 
natürliche Freude am Entdecken und Lernen wecken.  
 
Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern:  Eltern sind Teil der kontinuierlichen Erzie- 
hung und Bildung ihrer Kinder und somit unsere "natürlichen" Bildungs- und Erziehungspartner.  
 
Sozialraum-Bezug:  Eine konsequente sozialräumliche Orientierung dien t der Verbesserung der Le- 
bensbedingungen für Kinder, Jugendliche und Familien. 
 
Integration und Inklusion:  Sowohl Integration als auch Inklusion sind wichtig e Grundlagen der pä- 
dagogischen Arbeit und Haltung bei Kita & More und bei Outlaw. Wo Menschen ausgegrenzt wer- 
den, ist Integration unbedingt erforderlich und Inklusion das Ziel.  
 
Geschlechterorientierung:  Unsere geschlechterdifferenzierte Pädagogik bietet Möglichkeiten, die 
eigene Geschlechteridentität kennenzulernen und Rol lenklischees zu hinterfragen.  
 
Partizipation und Kooperation:  Die Kinder in unseren Einrichtungen sollen ihrem Entwicklungs- 
stand entsprechend in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, beteiligt werden. 
 
Gestaltung von Übergängen: Sämtliche Übergangsprozesse werden von den pädagogi schen Mitar- 
beiterinnen und Mitarbeitern individuell begleitet - im engen Austausch mit den Eltern wird die Ba- 
sis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gelegt. 
 
Strukturelle und inhaltliche Qualität:  Wir legen Wert auf bestmögliche Aus- und Weiterbil dung 
unserer pädagogischen Fachkräfte, regelmäßigen fachlichen Austausch und Fachberatungen, team- 
orientiertes Arbeiten, ein klar definiertes Beschwerdemanagement und vieles mehr! 
 
3.2  Bild vom Kind 
Im Mittelpunkt steht das einzelne Kind mit seinen i ndividuellen Bedürfnissen, Interessen, Erfahrun- 
gen, Wünschen, Fähigkeiten und Schwächen. Hierbei lernt es auf seine spezielle Art und Weise und 
benötigt individuelle Unterstützung durch die Fachkräfte. 
Wir sehen Kinder als eigenständige Persönlichkeiten mit individuellen Eigenschaften und Fähigkei- 
ten und geben ihnen Impulse, damit sie die Möglichkeit haben, ihr eigenständiges Handeln zu entwi- 
ckeln. Sie bekommen von uns genügend Zeit, um sich in ihrem Selbstkonzept entfalten zu können. 
Wir stehen dem Kind begleitend zur Seite und schaffen den Rahmen, damit sich die Kinder zu eigen- 
ständigen Persönlichkeiten entfalten können. Kern unserer Arbeit liegt dabei im Beobachten, Zuhö- 
ren, Anregen, Herausfordern und Begleiten. Ziel mus s sein: jedes Kind hat Zugang zu einem auf sich 
selbst passenden Angebot 
3.3  Kinderrechte 
Kinderrechte sind Menschenrechte. Dieser Grundsatz sollte für alle Kinder auf der Welt gelten. Die 
Vereinten Nationen haben sich das zum Ziel gesetzt und die Rechte der Kinder in der Kinderrechts- 
konvention festgelegt. Das Abkommen wurde am 20. November 1989 von der Generalversammlung 
der Vereinten Nationen verabschiedet und ist am 2. September 1990 in Kraft getreten.

SEITE 8 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
Jedes Kind hat das Recht auf eine glückliche Kindheit und eine individuelle Förderung seiner Fähig- 
keiten und Potenziale – unabhängig von äußeren Rahm enbedingungen, Herkunft, Geschlecht, Woh- 
nort, Weltanschauung etc. Dafür stehen wir ein! 
Das von Outlaw selbst entwickelte Bilderbuch Mein Recht – in echt! vermittelt den Kindern ihre 
Rechte. Das Bilderbuch ist fester Bestandteil aller Outlaw OGSen. Jedes Kind bekommt ein 
Exemplar mit nach Hause und die Einrichtungen greifen das Thema immer wieder in Projekten, aber 
auch im Alltag (z.B. durch unsere Kinderrechtetafeln) auf. 
 
3.4  Partizipation 
Partizipation ist bei Outlaw keine Aufgabe, sondern eine Frage der Haltung. Wir sind grundsätzlich 
Partizipativ organisiert. Wir verstehen Partizipation als unabdingbar im Kontext der Demokratisie- 
rung unserer heranwachsenden Generation. In unseren  Einrichtungen schaffen die Fachkräfte die 
Voraussetzungen und geben Kindern den Raum, sich im  Alltag aktiv zu beteiligen und mitzubestim- 
men. Auf diese Weise lernen sie, ihr Leben eigenverantwortlich und gemeinschaftsfähig zu gestal- 
ten. Unser Ziel ist es, alle Kinder zu mündigen Individuen auszubilden. Dabei werden alle Kinder ent- 
sprechend ihres Alters- und Entwicklungsstandes mit einbezogen. Wir arbeiten nach dem vier Stu- 
fen Model nach R. Schröder, R. Hart und W. Gernert.  
 Informiert werden 
 Gehört werden 
 Mitbestimmen  
 Selbstbestimmen  
Sie lernen, eigene Wünsche und Interessen wahrzunehmen und zu formulieren. Gleichzeitig lernen 
sie, die Interessen der Gruppe zu beachten und zu akzeptieren. Die Gestaltung von solidarischen 
Entscheidungsprozessen wird den Kindern vermittelt. Ritualisierte Vorgehensweisen bspw. bei 
Mehrheitsentscheidungen gibt den Kindern die notwendige Sicherheit. 
Bei uns findet Partizipation unter anderem statt: 
 Mitgestaltung der OGS 
 Gestaltung von Regeln des Zusammenlebens 
 Verteilung von Ressourcen (Material, Geld, Zeit, etc.) 
 “Wo möchte ich spielen?”, “Mit wem möchte ich spielen?” 
 Auswahl des Mittagsessens 
 Entscheidungen über das eigene festgelegte Kinderbu dget 
 Kinderkonferenz 
 Thema der Ferienbetreuungswochen 
 Mitbestimmung bei der Auswahl der Ausflugsorte für z.B. Ferien 
 AGs – Inhalte & Teilnahme 
 
3.5  Kinderkonferenz 
Beteiligung der Kinder ist uns ein zentrales Anliegen. In unseren Einrichtungen nutzen wir Kinder- 
konferenzen als Instrument um Kinder an basisdemokr atischen Prozessen zu beteiligen. Gerne wür- 
den wir diese sofern gewünscht einführen und einmal monatlich stattfinden lassen. Die bestehen- 
den Beteilligungsstrukturen werden wir selbstverständlich beibehalten und prüfen, welche Teile

SEITE 9 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
ergänzt werden können. Wir begrüßen die städtischen Strukturen des Jugendrates in Münster, so- 
wie z.B. die bestehenden Beteiligungsstrukturen in unseren Kitas oder Jugendzentren, die wir 
gerne für den Schulalltag übertragen möchten. Wir können uns vorstellen, die Teilnehmer:innen des 
Jugendrates des Stadtbezirkes in das Programm mit ein zu binden, um Schüler:innen auf eben diese 
tolle demokratische Möglichkeit aufmerksam zu machen und zu zeigen, was für Kinder und Jugend- 
liche in Münster Mitbestimmung bedeuten kann.  
Über die gewählten Vertreter:innen der OGS wird zu Beginn des Schuljahres in einem vorangegan- 
genen Wahlkampf mit Steckbriefen und anschließender Stimmabgabe samt Auswertung entschie- 
den.  
Der/Die Vertreter:innen der Kinderkonferenz bilden das Sprachrohr und reden aktiv mit: 
 Feedback zum OGS-Alltag 
 Entscheidungen über Ressourcen (Zeit, Angebote, Mat erialien) 
 Ferienvorplanung 
 AG-Inhalte 
 uvm. 
 
 
3.6  Integration/Inklusion 
Wir verstehen Inklusion als eine Frage der Haltung unserer Mitarbeiter:innen. In unserer Einrichtung 
begegnen sich Mitarbeiter:innen, Kinder und Familien mit den unterschiedlichsten Biographien und 
Erfahrungen. Ziel ist es, dass die Kinder sich unabhängig von ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten ent- 
wickeln, die sie für das soziale und kulturelle Leben in unserer Gesellschaft benötigen. Daher brau- 
chen Kinder Erwachsene als Vorbild. Kinder sind von Geburt an vorurteilsfrei und sehen „Andersar- 
tigkeit“ als normale Gegebenheit an. So erleben sie die Mitarbeiter:innen als unterschiedlich und di- 
vers, akzeptierend und weltoffen. Offenheit, Akzeptanz, Einfühlungsvermögen, Toleranz, Respekt 
und Wertschätzung gegenüber vielfältigen Lebenseinstellungen und –formen bilden für uns die 
Grundlage.  
3.7  Interkulturalität 
Kinder, Familien und Fachkräfte aus unterschiedlichen Kulturen, Alters, Herkunft und Sprache prä- 
gen das Bild in unseren Einrichtungen, in der sich vielfältige Persönlichkeiten täglich begegnen. Wir 
erleben dieses als Bereicherung für das gemeinsame Leben in der OGS. Dieses erfordert Offenheit 
und ein respektvolles Miteinander aller Beteiligten.  
Die Mitarbeiter:innen spiegeln dieses in ihrer Haltung wieder und sind somit Wegbereiter:innen für 
Kinder, sich in einer multikulturellen Gesellschaft zu integrieren. Eine Outlaw OGS ist ein Ort, an 
dem Offenheit und die Achtung vor anderen Kulturen gelebt und die eigene kulturelle und religiöse 
Identität gewahrt wird.

SEITE 10 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
4 BIS-MITTAG-BETREUUNG 
Im Rahmen der Trägerschaft übernehmen wir die Organisation der Bis-Mittag-Betreuung ebenfalls. 
Hier wird das bestehende Personal der OGS durch zusätzliche Mitarbeiter:innen (NTK´s, Aushilfen 
usw.) ergänzt. Im Falle der Bodelschwinghschule gehen wir von wenigen Kindern in der Bis-Mittag-
Betreuung aus. Um diesen Kindern eine gute Zeit zu gestalten, schlagen wir vor, sie mit den OGS 
Kindern gemeinsam zu betreuen. Dies ist aus pädagogischer, organisatorischer und auch räumlicher 
Sicht sinnvoll. Die Betreuungszeit für Kinder in diesem Rahmen ist für Eltern nach den üblichen 
(durch die Kommune) festgelegten Gebühren kostenpfl ichtig. Darüber hinaus können sich Eltern 
z.B. bei Brückentagsangeboten anmelden (kostenpflichtig). Hier halten wir ein buntes Programm 
aus freizeitpädagogischen Angeboten und Ausflügen an unterschiedlichen Standorten vor. An die- 
sen Tagen würden wir Kooperationsangebote mit anderen Institutionen oder Einrichtungen im 
Stadtteil konzipieren. 
5 SCHULSOZIALARBEIT 
Im Rahmen der Übernahme der Trägerschaft würden wir  die 0,5 Std. -Stelle der Schulsozialarbeit 
ebenfalls übernehmen. Wir haben eine organisierte, trägerinterne Teamstruktur für die Schulsozial- 
arbeiter:innen und können daher gemeinsam mit dem T eam und der Teamleitung die neu geschaf- 
fene Stelle mit Inhalten und Arbeitsweisen ausgestalten. Ein besonderes Augenmerk wird darauf 
liegen auch diese Stelle mit einem individuellen Stellenzuschnitt zu gestalten, um für die/den beste- 
hende/n Mitarbeiter:in eine attraktive Stelle zu installieren. Die Schulsozialarbeiter:in wird eine Art 
Bindeglied darstellen und sowohl im Vormittags- als auch im Nachmittagsbereich tätig sein. Bei der 
Ausgestaltung der Stelle legen wir sehr viel Wert auf Austausch mit der Schulleitung, um möglichst 
passgenaue Angebote zu kreieren. 
6 STRUKTUR DES OFFENEN GANZTAGS 
Um einen Überblick der Offenen Ganztagsschule zu bekommen, wird im Folgenden der Ablauf und 
die Struktur dargestellt. Dies umfasst schulische Aktivitäten, Freizeitangebote und AGs.  
6.1  Tagesablauf außerhalb der Ferien (Regelbetrieb) 
Für die OGS  könnte der Tagesablauf folgendermaßen aussehen: 
Unterrichtsschluss bis Mittagessen 
Lehrer:innen und Gruppenleiter:innen begleiten den Übergang und tauschen sich über Themen und 
Konflikte aus. Jüngere Kinder können begleitet werden und ältere Kinder kommen selbstständig in 
die Räume der OGS. Die Übergänge in die ausgelagerten Räumlichkeiten werden durch einen/ eine 
Mitarbeiter:in verbindlich begleitet. Bis zum Mittagessen haben die Kinder Zeit für freies Spiel. Die 
Mitarbeiter:innen bieten in verschiedenen Räumen un d auf dem Hof kleine, kurzweilige und freiwil- 
lige Angebote an. 
Mittagessen 
Es wird in Gruppen gegessen. Diese Gruppen werden entsprechend der Teilnehmer:innenanzahl an- 
gepasst. Unsere Mitarbeiter:innen begleiten die Kin der beim Essen.

SEITE 11 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
Lernzeit 
Direkt nach dem Mittagessen (zu einer festen Zeit) findet die Lernzeit (Hausaufgabenzeit) durch 
feste Mitarbeiter:innen (Absprachen mit den Lehrer:innen) z.B. im Klassenraum statt. 
Freizeit 
Während der Betreuungszeit in der OGS haben die Kinder, außerhalb der verpflichtenden Angebote 
wie Hausaufgaben, die Möglichkeit, die verschiedenen (Funktions-)Bereiche zu nutzen, sich an freien 
Angeboten zu beteiligen oder zu spielen. Besonders wichtig ist uns, dass die Kinder viel Zeit drau- 
ßen verbringen. So sind täglich, unabhängig vom Wetter, immer ausreichend Angebote im Freien 
fest eingeplant. 
AGs 
Die AGs beginnen ab ca. 14:00 Uhr, und die Kinder nehmen, nach ihrer freiwilligen Wahl, an diesen 
verbindlich für ein Schulhalbjahr teil.  
Abholzeit 
Ab 15:00 Uhr besteht die Möglichkeit, die Kinder nach Hause zu entlassen. Absprachen bezüglich 
fester Abholzeiten zwischen 15:00 und 16:00 Uhr müs sen gemeinsam mit den Eltern und nach einer 
Standortanalyse getroffen werden. Die Eltern haben die Zeiten den Mitarbeiter:innen schriftlich o- 
der gegebenenfalls auch kurzfristig telefonisch mit geteilt.  
Nach der OGS-Zeit 
Um 16:00 Uhr endet der Betreuungstag der Kinder in der OGS. Im Anschluss an die OGS Zeit bieten 
wir Eltern eine Randzeitbetreuung an. Diese kann in Kooperation mit Einrichtungen im Stadtteil 
(Übergänge schaffen) oder in den Räumlichkeiten der Schule durch das Personal der OGS gestellt 
werden. Hierzu wird mit der Schulleitung je nach Bedarf der Kinder und ihren Eltern ein jährlich zu 
überprüfendes schulbezogenes Konzept erstellt. Einzelne Angebote können im Bereich der Rand- 
zeitenbetreuung kostenpflichtig sein. Die Mitarbeiter:innen der OGS werden durch die trägereigene 
Fundraisingabteilung bei der Einwerbung von Drittmitteln für den Schulstandort unterstützt.  
6.2  Hausaufgabenbetreuung 
Fester Bestandteil und weiterer Baustein im Alltag der OGS ist die Hausaufgabenbegleitung. Die 
Hausaufgabenzeit bietet den Schüler:innen ein intensives Lernfeld. Sie erhalten hierbei die Möglich- 
keit, sich im Bereich des eigenständigen und selbstverantwortlichen Lernens zu üben und weiterzu- 
entwickeln. Hierfür sind klare Organisationstrukturen und Rituale zwischen allen Bildungsakteuren 
abzusprechen. 
Während der Hausaufgabenzeit übernehmen Schüler:inn en Verantwortung für rücksichtsvolles Ar- 
beiten und stärken ihr Sozialverhalten. Sie lernen zügig, ordentlich und strukturiert zu arbeiten. Sie 
erlangen Routine und Kontinuität bei der Erledigung der Hausaufgaben. Schüler:innen erlernen 
Techniken zur Selbstkontrolle, erlangen Sicherheit in der Handlungsplanung und entwickeln Ver- 
trauen in sich selbst.

SEITE 12 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
Die fachliche Begleitung und Unterstützung in diese m komplexen Lernprozess obliegt den Leh- 
rer:innen und den OGS-Kräften. Hierfür sind eine transparente Aufgabenverteilung und Klärung der 
gegenseitigen Erwartungshaltung unabdingbar. Hierzu sind Absprachen hinsichtlich räumlicher, 
zeitlicher, organisatorischer, personenbezogener Ressourcen, sowie zum allgemeinen Regelver- 
ständnis während der Hausaufgabenzeit gemeinsam zu treffen und mit allen Beteiligten, besonders 
natürlich mit den Schüler:innen und Eltern, die Rahmenbedingungen zu kommunizieren. 
Uns ist es besonders wichtig, dass die Hausaufgabenzeit von qualifizierten Mitarbeiter:innen, ent- 
weder mit sozialpädagogischer Ausbildung oder einschlägiger Weiterbildung im Bereich Hausaufga- 
ben, übernommen wird. Sie haben ein pädagogisches Wissen über den Entwicklungsstand der jewei- 
ligen Alters- und Lernstufe, kennen die Formen möglicher Unterstützung und wenden diese an. Im 
besten Fall werden die Hausaufgaben durch den/die Lehrer:in durchgeführt und über die eingeplan- 
ten Lehrerstunden abgedeckt. Weiter sollen die Kind er Kontinuität während der Hausaufgabenbe- 
treuung erfahren, sodass ein ständiger Wechsel der Fachkräfte hierdurch weitgehend vermieden 
werden könnte. 
Unsere OGS-Hausaufgabenkräfte leisten im individuel len Lernprozess der Schüler:innen Hilfe zur 
Selbsthilfe und schaffen den Rahmen, in dem die Hausaugaben erledigt werden können. Ihr Aufga- 
benbereich sieht u.a. folgende Aufgaben vor: 
 Durch Einfühlungsvermögen sorgen sie für eine ruhig e und positive Arbeitsatmosphäre, in 
der die Kinder selbständig arbeiten können, geben bei Bedarf Impulse zur Problemlösung 
und leisten Hilfestellung bei Verständnisfragen. Sie motivieren die Kinder fortlaufend und 
beaufsichtigen die Lerngruppe. 
 Sie achten darauf, dass die Hausaufgabenzeit pünktlich beginnt und eingehalten wird. 
 Sie leiten die Kinder zu einem ordentlichen Arbeitsumfeld an, achten auf eine individuell 
sinnvolle Zeiteinteilung und sorgen dafür, dass die Kinder mit dem Material pfleglich umge- 
hen. 
 Die Einhaltung des friedvollen Miteinanders wird um gesetzt, die Regeln werden von allen 
Beteiligten eingehalten und auf Störungen von außen wird entgegengewirkt. 
 Sie fördern die Kinder in ihrer Selbständigkeit, sprechen wertschätzendes Lob und Anerken- 
nung zu den gezeigten Leistungen aus und unterstützen die sozialen Beziehungen unterei- 
nander. 
 Die Erledigungen der Aufgaben werden von den OGS-Kräften im genutzten Medium (Wo- 
chen-Planer, Aufgabenheft, o.Ä.) dokumentiert. 
 
Eine kleine Gruppengröße ist wünschenswert, und im besten Fall sind die Gruppen im Klassenver- 
bund organisiert und finden im eigenen Klassenraum statt. Wir überprüfen regelmäßig ob die Ver- 
teilung der Hausaufgabengruppen angemessen ist und passen den Personalschlüssel an die Bedarfe 
an. Wir halten es für sinnvoll, dass die erbrachten Leistungen während der Hausaufgabenzeit in ei- 
nem zentralen Medium wie z.B. Wochenplaner, Rückmeldeheft, usw. dokumentiert werden. 
Dadurch wird für alle Beteiligten transparent, wie die Hausaufgabenzeit genutzt werden konnte.  
Da Schüler:innen in den unterschiedlichsten Bereichen immer durch Erwachsene bewertet werden, 
ist unser Selbstverständnis der Bewertung bei den Hausaufgaben aus der Perspektive des Kindes 
gedacht, und wir legen Wert darauf, die individuelle Leistung des Kindes abzubilden und somit die 
individuelle Entwicklung aller Schüler:innen einzeln zu fördern. Die Schüler:innen sollen die Möglich-
keit haben, sich selbst einzuschätzen und sich in einem großen Maße selbst zu reflektieren. Dieser 
Reflexionsrahmen wird durch gemeinsame Gespräche mi t der Hausaufgabenbetreuer:in begleitet.

SEITE 13 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
Unsere Mitarbeiter:innen nehmen sich die Zeit, mit jeder/jedem Schüler:in ein kurzes reflexives Ge- 
spräch zu den Hausaufgaben zu führen. 
Wir bevorzugen ein Bewertungssystem, in dem die Schüler:innen sich zu folgenden Leitfragen äu- 
ßern können, ein: 
- Bin ich mit meiner Leistung zufrieden? 
- Habe ich meine Aufgaben erfüllen können? 
- Was war für mich leicht?  
- Was hat mich gefordert? 
- Was hat mir besonders Spaß gemacht?  
- Was war für mich nicht gut? 
- Wo möchte ich mich verbessern? 
- Was könnte mich unterstützen, um mein Vorhaben zu erreichen? 
 
Diese Leitfragen bieten den Schüler:innen die Möglichkeit, ihr eigenes Arbeiten bei den Hausaufga- 
ben zu reflektieren und zu bewerten. Es lässt sie selbst einschätzen, was sie schon gut können und 
in welchen Bereichen ihre eigenen Talente liegen.  
Die Form der Darstellung dieser o.g. Rückmeldung de r Schüler:innen darf durch ein Stempelsystem 
oder Ausformulierungen oder auch ein Ankreuzsystem durch die Schüler selbst entschieden wer- 
den. Hierzu stehen den Kindern verschiedene Methode n zur Verfügung. 
Eine zusätzliche Hausaufgaben-Lernzeit von ca. 15 Minuten wäre für uns, in Absprache mit den Leh- 
rer:innen nach der regulären Lernzeit vorstellbar, um einzelne Schüler:innen gezielt und individuell 
fördern zu können. 
Wir präferieren gemeinsame Gesprächssettings mit dem Lehrerkolleg:innen, die in einem festgeleg- 
ten Rhythmus stattfinden sollten, damit ein regelmäßiger Austausch und Feedback zur Hausaufga- 
benzeit entstehen kann. Unsere OGS-Hausaufgabenkräfte sollen hierbei ihre Erfahrungen zurück- 
melden, um eventuell notwendige erforderliche Veränderungsprozesse gemeinsam zu initiieren. 
Sofern es erwünscht ist, teilen wir unsere Erfahrungen mit einzelnen Schüler:innen gerne in gemein- 
samen Gesprächen mit den Eltern mit. Wiederkehrende Probleme mit den Hausaufgaben sollten un- 
bedingt in einem gemeinsamen Gespräch zwischen Lehr er:innen, OGS-Fachkräften und Eltern be- 
sprochen werden, um Lösungswege aufzudecken und erforderliche Vereinbarungen zu treffen. 
6.3  Fördergruppen 
In Absprache mit dem Lehrer:innen besteht die Mögli chkeit, dass im Vormittags- bzw. im frühen Mit- 
tagsbereich auch einzelne Schüler:innen in verschiedenen Bereichen von OGS-Kräften begleitet o- 
der gefördert werden. Besonders die Vernetzung von Vormittags- und Nachmittagspersonal ist 
wünschenswert. In Fällen von individuellen Lernanforderungen von einzelnen besonders herausfor- 
dernden Kindern ist auch eine Beschulung in den Räumlichkeiten des Jugendzentrums denkbar.

SEITE 14 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
6.4  AGs 
Die Arbeitsgemeinschaften (AGs) sind ein wichtiger Bestandteil der OGS-Arbeit am Nachmittag. Im 
Zeitraum von 14:00 bis 16:00 Uhr, mit eventuell unterschiedlicher Anfangs- und Endzeit, finden un- 
sere AGs statt. Wir achten bei der Auswahl der AGs auf Vielfältigkeit und binden die Kinder bei der 
Auswahl partizipativ mit ein, indem sie ihre Wünsche für mögliche AG-Inhalte uns vorab mitteilen 
und später aus der aufgestellten Angebotsliste frei wählen können. Die AGs werden von kompeten- 
ten freien Mitarbeiter:innen, den OGS-Kräften, den Lehrer:innen sowie von externen Kooperations- 
partnern geleitet. Wir achten auf ein gutes Maß von Kooperationen und eigenen Mitarbeitern, um 
eine möglichst hohe Vielfalt in den Angeboten (Sozialraumgedanke) und auch ein Höchstmaß der 
Verlässlichkeit zu generieren. Die Kinder und Familien erhalten eine Übersicht der verschiedenen 
AGs. Die Angebote sind breit gefächert und reichen von Kunst-AGs bis hin zu verschiedenen Sportar- 
ten und lebenspraktischen Aktivitäten, wie beispiel sweise Kochen, Werken und Forschen.  
Die Kinder können gemeinsam mit ihrer Familie und m it Unterstützung des OGS-Teams die AGs aus- 
wählen, an denen sie teilnehmen möchten. Die Lernanfänger entscheiden über ihre AG-Teilnahme 
erst nach der Eingewöhnungszeit in der OGS, entweder nach den Herbstferien oder zum Beginn des 
2. Schulhalbjahres. Für die Jahrgangsstufen Eins und Zwei und für alle neuen AGs ist ein Ausprobie- 
ren (Schnuppern) vorgesehen.  
Nach der Standortanalyse, selbstverständlich unter Einbeziehung der Kinder, wird über die Laufzei- 
ten der AGs abgestimmt. Die Teilnahme an den AGs erfolgt durch die Bestätigung der Eltern und ist 
für das Schulhalbjahr verbindlich.  
Mögliches AG-Programm der OGS: 
 Fußball-AG 
 Garten-AG 
 Kreativ-AG 
 Schach-AG 
 Spiele- und Bewegungs-AG 
 Turn-AG 
 Tanz-AG 
 Werk-AG 
 Forscher-AG 
 Trendsport-AG 
 Naturspiele-AG 
 Programmier-AG 
 
Die Aufzählungen sind Ideen für mögliche Kooperatio nen. Die bestehenden Kooperationen bleiben 
bestehen und werden durch unsere Ideen nach Bedarf und Möglichkeit ergänzt.  
6.5  Freizeitangebote im Alltag 
Einen hohen Stellenwert nimmt im Alltag der OGS die Förderung der Freizeitgestaltung ein. In die- 
ser Zeit erhalten Kinder selbstbestimmt die Möglichkeit, vielfältige Spiel- und Handlungserfahrun- 
gen zu sammeln und gleichzeitig ihre Sozialkompeten z zu erweitern. Sie entscheiden selbständig 
über Spielpartner, Spielort und Spielmaterial. In den Freispielphasen beachten und leben die Kinder 
die Regeln des sozialen Miteinanders. Sie übernehmen Verantwortung für sich selbst und andere. 
Die Mitarbeiter:innen erhalten gerade in der Freispielzeit die Möglichkeit, die Stärken und

SEITE 15 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
Schwächen der einzelnen Kinder zu beobachten. Aus den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich 
Rückschlüsse ziehen, aus denen die Mitarbeiter:innen Impulsangebote kreieren, bei denen die Kin- 
der individuell gefördert werden können.  
Während der Freispielzeit stehen den Kindern in verschiedenen (Funktions-) Räumen der OGS, sowie 
dem Außengelände verschiedene Impulsangebote zur Ve rfügung. Die Kinder erhalten hierbei die 
Möglichkeit zum jahrgangsübergreifenden Lernen, und es entstehen viele spontane altersunabhän- 
gige Spielgruppen und gemeinsame Aktivitäten. 
6.6  Ferienprogramm 
Ein weiterer wichtiger Baustein in der OGS ist die verlässliche Ferienbetreuung. Es ist die Zeit, in der 
die Kinder ohne den täglichen „Schulstress“ ihren Interessen und Neigungen nachgehen können. 
Das spannende und abwechslungsreiche Programm wird von den Mitarbeiter:innen, teils auch vorab 
partizipativ mit den Kindern, geplant und vorbereitet. Unser Ziel ist es, gerade auch in der Ferienbe-
treuung, den Kindern den Sozialraum zu eröffnen, um ihnen die vielfältigen und kostenfreien Frei- 
zeitmöglichkeiten in ihrer direkten Umgebung näher zu bringen. Die Eltern erhalten alle erforderli- 
chen Informationen zur Ferienbetreuung rechtzeitig und melden ihre Kinder zur Teilnahme schrift- 
lich an. Die Ferienbetreuung wird von den NTK´s, GFB und Übungsleiter:innen durchgeführt. Sie 
wird im Vorfeld der Ferien gemeinsam mit dem hauptamtlichen Personal organisiert und vorberei- 
tet. Als Träger können wir auf viele Jahre Erfahrung in Sprakel und Wolbeck zurückgreifen. In Zu- 
sammenarbeit mit den Teams unserer Standorte sind viele verschiedene Aktionen in großen Zeit- 
räumen denkbar. Wir gehen aktiv auf die derzeitigen Akteure in den jeweiligen Ferien zu und ergän- 
zen die schon bestehenden Angebote passgenau für den Sozialraum. 
Einzelne Projekte und Themenwochen werden auf die Bedürfnisse der Kinder hin abgestimmt. 
Spiele, Ausflüge und unterschiedliche Aktionen dürfen hierbei nicht fehlen, wobei im Vorfeld immer 
ein alternatives „Regenprogramm“ vorbereitet wird. Während der Schulferien ist die Betreuung der 
Kinder von 07:30 Uhr (Vereinbarkeit von Familie und  Beruf) bis min. 16:00 Uhr sichergestellt. Im An- 
schluss der Betreuung begleiten wir (sofern gewünscht) Übergänge in z.B. die Angebote der nahe- 
gelegenen offenen Angebote der anderen Stadtteilakt eure. 
Gestartet wird jeden Morgen mit dem Freispiel (bis 9:00 Uhr). Im Anschluss gibt es den gemeinsa- 
men Start in den Tag mit dem gemeinsamen Frühstück. In der Regel bringen die Kinder ihr Frühstück 
selber mit. Generell wird Obst und Rohkost den Kindern zum Frühstück angeboten. Anschließend 
haben die Kinder die Möglichkeit, die vorbereiteten Angebote interessensbezogen zu wählen und 
daran teilzunehmen. Jede Betreuungswoche steht bei uns unter einem Motto (z.B. Zirkus oder Pira- 
ten). Das Mittagessen wird gegen 12:30 Uhr gemeinsa m eingenommen. Die Abholzeiten ändern sich 
ggf. während der Ferienbetreuung auf Wunsch der Elternschaft. Einen Tag in der Woche macht die 
Gesamtgruppe einen größeren Tagesausflug. Exkursionen und kleine Ausflüge (z.T. in Kleingruppen) 
im Stadtteil dürfen selbstverständlich im Ferienprogramm nicht fehlen. Die Angebote und Ausflüge 
sind für die OGS Eltern grundsätzlich kostenlos.  
Mögliche Tagesausflüge: 
 Erlebnisbauernhof Bauer Bernd Borgholzhausen/Heupferdchen Lüdinghausen 
 Ketteler Hof 
 Wildfreigehege Saerbeck 
 Maxipark Hamm

SEITE 16 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
 Indoorspielplätze in der näheren Umgebung. 
 Planetarium 
 Zoo 
 Mühlenhof 
 Spielplatztage (z.B. an der Sentruper Höhe) 
 
6.7  Gestaltung von Übergängen 
Die Gestaltung von Übergängen zwischen Familie und Bildungseinrichtungen, aber auch innerhalb 
einer Einrichtung (z.B. Wechsel der Einrichtung in offene Einrichtungen wie Jugendzentren) und ins- 
besondere der Übergang von einer Kindertageseinrichtung in die Grundschule und die außerschuli- 
sche Betreuung der OGS haben eine wichtige Bedeutun g. 
Übergänge werden von allen Kindern und ihren Eltern in unterschiedlicher Intensität er- und gelebt 
und sind mit verschiedenen Emotionen, wie z. B. Unsicherheit, Angst, Neugierde, besetzt. Die Ein- 
schätzungen und Bedürfnisse aller Beteiligten werde n dabei von den pädagogischen Mitarbeiter:in- 
nen sehr ernst genommen. Geschaffene Sicherheiten, gewohnte Abläufe, Strukturen und Rituale 
sind Ausgangsbedingungen, die die Öffnung zu Neuem erleichtern können. Grundlage ist das ge- 
naue Beobachten der Kinder und konkrete Reflexionen im Team. 
In der OGS würden wir in der ersten Jahreshälfte einen ausführlichen Informationsabend für die El- 
tern der zukünftigen Lernanfänger:innen durchführen . Auch Einzeltermine für Familien, mit gleich- 
zeitiger Unterstützung beim Ausfüllen der Verträge und weiterer erforderlicher Dokumente, sind 
denkbar. 
Im Sommer, kurz vor den Ferien kann ein Kennenlern- Nach-/Vormittag, gerne auch in Kooperation 
mit der Grundschule, stattfinden. Die Kinder haben die Möglichkeit, die Räumlichkeiten und das 
Team der OGS kennenzulernen und verschaffen sich einen ersten Überblick. Besonders wichtig ist 
es uns, dass die Kinder auch individuelle Kennlernangebote wahrnehmen können. Hierzu vereinba- 
ren die Mitarbeiter:innen mit den Eltern individuel le Termine zum „reinschnuppern“. Wir stellen uns 
hier eine enge Kooperation mit den örtlichen Kindertagesstätten vor. 
Am ersten Betreuungstag in der OGS werden alle neuen Kinder von den Mitarbeiter:innen der OGS 
begrüßt. Jedes Kind erhält ein Namensschild, damit sie jederzeit angesprochen werden können. In- 
tensiv werden Ihnen die verschiedenen Spiel- und Lernbereiche vorgestellt, Regeln und Rituale der 
OGS vermittelt und die Möglichkeit gegeben, anzukom men. Ab der Einschulung werden die Lernan- 
fänger:innen in den ersten Wochen von Mitarbeiter:innen der OGS täglich, nach dem Unterricht, in 
den Klassen abgeholt und in die OGS begleitet.  
Wir favorisieren das Paten-Modell. Hier übernehmen Kinder der dritten oder vierten Klasse die Pa- 
tenschaft für einen Lernanfänger. Der Aspekt der hi erdurch erlernbaren soziale Kompetenzen steht 
dabei ebenso im Fokus wie das gute Ankommen der neuen Schüler:innen. 
Die Übergangsgestaltung der Viertklässler:innen zur weiterführenden Schule wird jedes Jahr mit 
einer großen Abschlussparty gefeiert. Die Schüler:innen werden in den Planungsprozess integriert. 
Umgesetzt wird dieses, in Rücksprache mit dem/der Klassenlehrer:innen, kurz vor den Sommerfe- 
rien. Nach Möglichkeit bauen wir eine enge Kooperation mit üblichen weiterführenden Schulen z.B. 
im Stadtteil Kinderhaus auf, um den Schüler:innen ein begleitendes Kennenlernen der neuen Schu- 
len zu ermöglichen.

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6.8  Mittagessen 
Die Mittagsverpflegung dient nicht nur der Nahrungsaufnahme, sondern fördert die soziale Ent- 
wicklung der Kinder. Das Decken und Abräumen des Ti sches wird gemeinsam mit den Kindern durch- 
geführt. Eine angenehm gestaltete Umgebung, ohne Störungen von außen sorgt für ein entspann- 
tes und genussvolles Essen ohne Zeitdruck. Die Kinder bedienen sich selbst und lernen dadurch 
Mengen einzuschätzen. Begleitet werden hierbei die Kinder von ein bis zwei Fachkräften. Diese 
schaffen unter anderem Raum für gemeinsame Tischgespräche und Informationsaustausch, unter- 
stützen die Kinder beim selbständigen Essen mit Messer und Gabel und geben, sofern erforderlich, 
Hilfestellung. 
Gesunde Ernährung ist für uns selbstverständlich. Zum einen verstehen wir unter gesund, dass es 
abwechslungsreich sein muss und zum anderen, dass das bereitgestellte Mittagessen durch täglich 
wechselndes Obst und Rohkost ergänzt wird. Ganztägi g steht den Kindern an der Getränkestation 
Mineralwasser und Tee zur Verfügung. Im Nachmittags bereich steht den Schüler:innen eine kleine 
Snackrunde, zudem es ebenfalls Obst und Rohkost gibt, zur Verfügung. 
Um sie an der Planung ihrer Ernährung teilhaben zu lassen, werden die Kinder an der Menüplanung 
aktiv beteiligt, hierzu gilt es ein tragfähiges Konzept mit den Kooperationspartnern innerhalb der 
Mensa zu erstellen. Wir stellen uns vor, dass die Kinder an einem oder zwei Tagen in der Woche mit- 
bestimmen können. Selbstverständlich beachten wir r eligiöse Hintergründe und Lebensmittelunver- 
träglichkeiten in unserem Speiseangebot. 
An der Auswahl des bestehenden Caterers halten wir fest und gehen davon aus, dass, das beste- 
hende Konzept viel Wert auf Nachhaltigkeit legt und dem „Zero Waste“ Gedanken nachkommt.  
Um die Abrechnung der Kosten für das Mittagessen kümmern wir uns mit unserer trägerinternen 
Finanzbuchhaltung. Die Gelder werden von uns als Träger direkt von den Eltern eingezogen und ver- 
waltet. 
 
7 PERSONAL 
Gutes Personal kann auch gute Arbeit machen. Wir sehen unsere Mitarbeiter:innen als wichtigste 
Ressource. Aus diesem Grund ist die qualifizierte Besetzung für uns ein wichtiges und zentrales 
Qualitätsmerkmal. Wir setzen auf qualifizierte Mitarbeiter:innen und legen viel Wert auf stetige 
Fort- und Weiterbildung.  
Wir bieten unseren Mitarbeiter:innen einen unbefristeten Arbeitsplatz, 30 Tage Urlaub, ein Vergü- 
tungssystem mit Stufenautomatik angelehnt an den TV öD mit den gleichen Gruppen und Stufen so- 
wie einer betrieblichen Altersvorsorge (arbeitgeberfinanziert).  
Darüber hinaus können unsere Mitarbeiter:innen attraktive und individuelle Weiterbildungs- und 
Entwicklungsmöglichkeiten, u.a. in unserem hausinternen Schulungszentrum (akademie lernbar) im 
Rahmen eines jährlichen festen Budgets für jede/n Mitarbeiter:in, nutzen. Bei uns ist es möglich, 
Corporate Benefits zu nutzen, und es gibt die Möglichkeit, ein BusinessBike zu leasen.

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7.1  OGS-Koordinator:in 
Die Stelle der OGS-Koordinator:innen erfordert mindestens eine abgeschlossene Ausbildung 
zum/zur staatlich anerkannten Erzieher:in oder ein sozialpädagogisches Studium. Die gesetzlichen 
Regelungen des Landes NRW sind zu wahren. Betriebsw irtschaftliches Grundverständnis sowie ein- 
schlägige Berufserfahrung innerhalb des Arbeitsfeldes oder einer vergleichbaren Einrichtung, in der 
die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten erworben wurden, sind erforderlich. Um Abwesenhei- 
ten und Krankheiten abzusichern, ist eine Vertretung trägerseits festgelegt. Diese wird in Abspra- 
che mit den Leiter:innen der Münsteraner Einrichtungen im gesamten Fachgebiet gesichert und ge- 
meinsam vereinbart (z.B. Tandemregelung).  
Die Aufgabenbereiche umfassen die Säulen der Netzwe rkarbeit, Führungsverantwortung, Personal- 
entwicklung, Pädagogik, Elternarbeit, Zusammenarbei t mit der Schule und die administrativen Tä- 
tigkeiten. 
Führungsverantwortung 
Hier besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der Fachgebietsleitung und der/des OGS-Koordi- 
nator:in. Sie repräsentiert den Träger und vertritt dessen Haltung und Werte nach außen. Sie setzt 
das Grundkonzept Kita & More sowie das Konzept der OGS um und lebt das Führungsleitbild mit sei- 
nen Grundsätzen („Wertschätzung und Kritikfähigkeit - essentiell für unser Miteinander“ oder „Un- 
sere Beziehungen – Konstruktiv und vertrauensvoll“) aktiv. Trägerinterne Belehrungen (Kinder- 
schutz, Hygiene, IfSG, usw.) setzt sie um und achtet darauf, dass alle Mitarbeiter:innen diese einhal-
ten. Gemeinsam mit der Fachgebietsleitung und der Schulleitung beteiligt sich der/die OGS-Koordi- 
nator:in an der Personalauswahl. 
Personalentwicklung 
Mit dem Ziel einer konstruktiven Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team sorgt die OGS Ko- 
ordinator:in für eine positive Teamatmosphäre und schafft hierdurch den erforderlichen Rahmen, 
um sich gemeinsam kritisch mit der pädagogischen Ar beit auseinanderzusetzen. Die Motivation der 
Mitarbeiter:innen, gerade auch hinsichtlich Fort- und Weiterbildung, obliegt ihrem Verantwortungs- 
bereich. Sie koordiniert die (pädagogischen) Abläufe aller Mitarbeiter:innen, plant und führt regel- 
mäßige Teambesprechungen durch und interveniert bei  eventueller Konfliktsituation, auch unter 
Einbeziehung der Fachgebietsleitung, professionell. Jährlich führt sie die trägerseits geforderten 
Mitarbeiter:innen-Gespräche und legt gemeinsam mit dem Mitarbeiter individuelle Zielvereinbarun- 
gen fest. 
Pädagogischer Aufgabenbereich 
Die Mitarbeit im OGS-Alltag ist für die OGS-Koordinator:in wichtig, damit sie einen Eindruck erhalten 
kann, wie die Pädagogik praktisch von den Mitarbeiter:in umgesetzt wird und in welchen Bereichen 
mögliche Umstrukturierungen oder Veränderungen sinn voll wären. Dadurch wird ein gemeinsames 
Planen der Bildungsarbeit sichergestellt. Weiter ist der/die OGS-Koordinator:in für die Sicherstel- 
lung der Aufsichtspflicht verantwortlich und klärt erforderliche Maßnahmen (z.B. Minderbesetzung 
des Personals wegen Krankheit) mit der Fachgebietsleitung ab. Die Weiterentwicklung der Konzep- 
tion, gemeinsam mit den Mitarbeiter:innen, gehört ebenfalls in ihren Aufgabenbereich. Elternzu- 
sammenarbeit als wichtige Säule der OGS versteht sie als Selbstverständlichkeit und bezieht die El- 
tern in die Arbeit der OGS mit ein. Die Bildung eines Elternbeirates ist hier wünschenswert und för- 
derlich. Regelmäßige Elternbriefe und andere Arten der Informationsweitergabe machen den Auf- 
trag der OGS für die Eltern transparent und unterstützen eine gelungene Kommunikation.

SEITE 19 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
Zusammenarbeit mit der Schule 
Der/Die OGS-Koordinator:in steht im engen und regelmäßigen Austausch mit der Schulleitung. Täg- 
liche Kurzabsprachen werden geführt. Die Teilnahme an Konferenzen ist ein wichtiger Bestandteil in 
der Zusammenarbeit. Gemeinsam werden Aktionen und F estlichkeiten geplant und umgesetzt. 
Sie/Er informiert die Schulleitung regelmäßig zu OGS-Abläufen und bezieht sie in ihre Planungen 
mit ein. Wenn es erwünscht ist, nimmt sie/er an Elterngesprächen teil. 
Administrative Tätigkeiten 
Das Führen der Barkasse und des Kassenbuches und di e betriebswirtschaftliche Verantwortung des 
OGS-Budgets obliegen der OGS-Koordinator:in. Sie/Er fertigt die Betreuungsverträge an, An- und 
Abmeldungen der Schüler:innen, sowie das Pflegen der Warteliste (bei Bedarf) führt sie/er durch. 
Unterstützt wird sie/er durch die internen Services (Personalverwaltung, Finanzbuchhaltung, 
Rechtsabteilung usw.) des Trägers. Anfragen seitens des Schulverwaltungsamtes werden durch 
der/die Koordinator:in bearbeitet. Freie Plätze werden auch kurzfristig neu vergeben. Der/Die OGS-
Koordinator:in gestaltet den Dienstplan, unter Berücksichtigung der gesetzlichen Auflagen und or- 
ganisiert die Urlaubsplanung aller Mitarbeiter:innen. 
Netzwerkarbeit 
Die Pflege der Kontakte im Sozialraum und darüber hinaus, genauso wie das Repräsentieren der 
OGS in der Öffentlichkeit (Stadtteilfeste) und die Teilnahme an Sozialraumkonferenzen, ist unab- 
dingbar für eine erfolgreiche Arbeit der OGS und li egt daher im Aufgabenbereich der OGS-Koordina- 
tor:in. Sie nimmt an allen relevanten AGs und AKs teil. 
Unterstützt wird der/die OGS-Koordinator:in bei der Wahrung und Umsetzung ihrer Aufgaben durch 
die Fachgebietsleitung des Trägers. Regelmäßig nimm t sie/er an den internen Leitungsrunden der 
Region NRW/NN bzw. Standort Münster teil und tauscht sich dort mit Leiter:innen anderer Einrich- 
tungen, aus den Bereichen OKJA, Schule und Fansozialarbeit, aus. 
7.2  Angestellte Mitarbeiter:innen 
Unsere Mitarbeiter:innen stellen für uns die wichtigste Ressource dar. Wir achten auf Mitarbeiter:in- 
nenpflege und legen bei unseren Mitarbeiter:innen Wert auf Reflexion und Austausch lokal aber 
auch überregional. Teamtage, Supervision und regelm äßige (auch fachbereichsübergreifende) Aus- 
tauschtreffen sind für uns selbstverständlich und zählen als Qualitätsmerkmal. 
Wir beschäftigen an unseren aktuellen OGS-Standorten Mitarbeiter:innen mit den unterschiedlichs- 
ten beruflichen Professionen und beruflichen Stationen. Sozialpädagogische Fachkräfte und Erzie- 
her:innen, Ergänzungskräfte, Mitarbeiter:innen als Quereinsteiger:innen ohne einschlägige Berufs- 
ausbildung in einem sozialpädagogischen Bereich.  
Wir erwarten von unseren Mitarbeiter:innen die Umsetzung des Trägergrundkonzeptes Kita & More 
und der OGS. Sie identifizieren sich mit den Werten und Haltungen des Trägers, füllen diese im All- 
tag in der OGS mit Leben, begegnen und begleiten Kinder auf ihrem Lebensweg mit Engagement 
und Leidenschaft. 
Die Ausgestaltung der Stellen verstehen wir partizipativ. Orientiert an den persönlichen Ressourcen 
eines/einer Mitarbeiter:in sind wir offen für individuelle Stellenzuschnitte. Es ist möglich, neben der

SEITE 20 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
Tätigkeit in der OGS auch noch weitere Aufgaben bei m Träger (oder auch Extern) zu übernehmen, 
um möglichst ansprechende Stellen zu schaffen und langfristig zu sichern. 
7.3  Freie Mitarbeiter:innen 
Die Übernahme und Durchführung verschiedener AGs wi rd unter anderem von freien Mitarbeiter:in- 
nen durchgeführt. Freie Mitarbeiter:innen haben ein en Honorarvertrag mit dem Träger. Unsere AG-
Kräfte bringen verschiedene berufliche Facetten und  Biographien mit, studieren zurzeit noch an der 
Universität/Fachhochschule, oder sind bereits aus dem aktiven Berufsleben ausgeschieden. Die/Der 
OGS-Koordinator:in trifft die Auswahl und die Beschäftigung der AG-Kräfte vor Ort. Die Inhalte der 
AG werden mit ihnen abgesprochen und reflektiert. Alle an der OGS tätigen Personen müssen ein 
erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Je nach den Bedarfen werden jährlich neue freie Mitarbei- 
ter:innen für AGs eingestellt bzw. die AG-Kräfte weiter beschäftigt. 
7.4  Hauswirtschaftskräfte 
Unsere Hauswirtschaftskräfte übernehmen in der OGS den Bereich der Vor- und Nachbereitung der 
Küche, halten die Hygienestandards ein und organisi eren das Mittagessen. Auch berufsfremde Mit- 
arbeiter:innen sind uns als Küchenkräfte willkommen . Bestehende Systeme werden genutzt und nur 
dort ergänzt, wo es nötig ist. 
7.5  Fachgebietsleitung 
Die Dienst- und Fachaufsicht über alle Einrichtungen der OGS, Schulsozialarbeit, Fansozialarbeit und 
OKJA in Münster wird vor Ort von einer Fachgebietsleitung übernommen. Dies bringt ein fachbe- 
reichsübergreifendes Austauschgremium auf Leitungsebene mit sich. Gemeinsamkeiten und Syner- 
gien können auch kurzfristig erkannt und genutzt we rden. Die Stelle der Fachgebietsleitung dient 
der übergeordneten, eigenständigen Leitung und Steuerung der Einrichtungen, ist Teil des mittle- 
ren Managements bei Outlaw. Sie steht im engen Kontakt mit der Gesamtleitung in Münster sowie 
der regionalen Geschäftsleitung. Die Fachgebietsleitung ist die direkte Ansprechperson für die Ein- 
richtungsleitungen sowie die Koordinator:innen. Sie nimmt punktuell an den Teamsitzungen der 
OGS teil und unterstützt bspw. in Krisensituationen den/die OGS-Koordinator:in und das Team. Wei- 
ter ist sie für die betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) und Budgetverwaltung verantwortlich. 
Auch die Personalgewinnung und Einstellung (gemeins am mit der Schulleitung) übernimmt die 
Fachgebietsleitung gemeinsam mit der Koordinator:in . Sie steht im regelmäßigen Kontakt, zur 
Schulleitung. In Abwesenheitszeiten des/der Koordinator:in übernimmt die Fachgebietsleitung ver- 
tretend die Zuständigkeiten und stellt die Rückkopplung zum Träger sicher. 
7.6   Teamsitzungen 
Gemeinsame Teamsitzungen tragen zu einem positiven Miteinander bei und steigern die qualitative 
Arbeit innerhalb der OGS. Wir streben die Durchführ ung wöchentlicher Kurzteambesprechungen (1 
Stunde) und einmal im Monat eine Langteambesprechun g (2,5 Stunden) an. Thematisiert werden in 
den Sitzungen u. a. folgende Inhalte: 
 Kollegiale Beratung 
 Fallbesprechungen 
 Dienstplanung  
 Planung des Ferienprogramms

SEITE 21 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
 Implementierung von Fort- und Weiterbildungen 
 Gemeinsame Zielsetzungen zur zukünftigen Ausrichtun g der OGS 
 Umsetzung gemeinsamer Aktivitäten mit den Eltern 
 Rückmeldung verschiedener Informationen von den Schulkonferenzen 
 Terminplanung 
 
Im Schuljahr werden ein bis zwei ganztägige Konzeptionstage stattfinden. Themen hierbei sind so- 
wohl trägerseits vorgegeben, als auch teamintern gewünscht. Vorbereitet werden diese in der Re- 
gel von der OGS-Koordinator:innen und Fachgebietsleitung. Inhalte in der Vergangenheit waren 
bspw. Kinderrechte, Raumgestaltung, Schlüsselprozesse, Partizipationsmethoden und konzeptionel- 
les Weiterdenken uvm. 
7.7  Fortbildung 
Der Träger legt besonderen Wert darauf, dass sich die Fachkräfte regelmäßig weiter- und fortbil- 
den. Die Bereitschaft hierzu wird bereits durch den geschlossenen Arbeitsvertrag von den Mitarbei- 
ter:innen abverlangt. Jede/r Mitarbeiter:in hat einen Fortbildungsetat zur Verfügung, welches nach 
Absprache mit der OGS-Koordinator:innen und Fachgebietsleitung ausgeschöpft werden soll. 
Akademie Lernbar: 
Unsere Mitarbeiter:innen genießen die Vorzüge einer internen Fortbildungs-Akademie, welche ein 
breites Spektrum an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt. 
Die Akademie Lernbar bietet u.a. folgende Fortbildungsinhalte an: 
 Kinderrechte, Kinderschutz, Partizipation für Kitas, OGS und Hilfen zur Erziehung 
 Interkulturalität in den unterschiedlichsten Kontexten der Kinder- und Jugendhilfe 
 Führen & Leiten 
 Kommunikation & Gesprächsführung 
 Methoden der Sozialen Arbeit 
 Kollegiale Beratung 
 Zertifikatskurs Kinderschutz §8a 
 Umgang mit digitalen Medien 
 
Um die pädagogischen Mitarbeiter:innen vor dem Hintergrund der vielfältigen und anspruchsvollen 
Anforderungen in ihrer Tätigkeit zu unterstützen, bieten wir ihnen regelmäßige Gelegenheit zum 
fachlichen Austausch z. B. auf den bundesweit stattfindenden Tagungen sowie Leitungskonferen- 
zen und regionalen Fachtagen, wie z.B. Kinderrechte, Marte Meo, usw.  
Die Mitarbeiter:innen erhalten hierdurch die Möglichkeit, durch Best Practice-Beispiele anderer 
Fachbereiche ihr eigenes Fachwissen zu erweitern. Jedes Team hat die Möglichkeit, individuelle 
Teamfindungsprozesse durch innovative erlebnispädagogische Angebote zu initiieren, um dadurch 
die Zusammenarbeit im Team zu fördern. 
Nicht jeder Teamfindungsprozess verläuft reibungslos und ohne die eine oder andere Schwierigkeit 
ab. Daher haben die Teams an unseren Standorten die  Möglichkeit, von der BMC-Ambulanz der 
Fachhochschule Münster in diesem Prozess begleitet und unterstützt zu werden. 
Die BMC-Ambulanz ist in Deutschland bislang einzigartig. Sie bietet den Teams die Möglichkeit, 
durch fortgeschrittene berufs- und lebenserfahrende Studierende des weiterbildenden

SEITE 22 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
Masterstudiengangs M.A. Beratung Mediation Coaching  (BMC) in Bezug auf das individuelle Anlie- 
gen eine Beratung, Mediation oder ein Coaching zu erhalten. Lehrende der Fachhochschule Münster 
begleiten die Studierenden eng, um einen qualitativ hochwertigen Prozess sicherzustellen. 
Teamcoaching, Teambildung und Konfliktklärung in den Teams sind dabei mögliche Einsatzgebiete 
der BMC-Ambulanz. Das Angebot der BMC-Ambulanz steh t exklusiv den Mitarbeiter:innen der Out- 
law gGmbH und einem anderen Träger der Kinder- und Jugendhilfe zur Verfügung. 
7.8  Ausbildungsort 
Die OGS als Ausbildungsort sehen wir als zentrales Instrument, die zukünftige Generation der Fach- 
kräfte zu fördern. Qualifizierte Mitarbeiter:innen übernehmen hierbei die Anleitung und stehen im 
engen Austausch mit den weiterführenden Schulen bzw . Fachschulen für Sozialpädagogik. Besonde- 
res Augenmerk liegt auch auf die Ausbildung angehender Sozialpädagog:innen im Rahmen eines 
Hochschulstudiums. Hier arbeiten wir eng mit den verschiedenen Fachbereichen der IU, FH und Ka- 
tho Münster zusammen. Die Ausbildung von Erzieher:i nnen im Berufsanerkennungsjahr ist uns be- 
sonders wichtig. Zeitgleich werden maximal zwei Praktikant:innen aufgenommen. Über die Auswahl 
wird gemeinsam mit der Schulleitung entschieden. 
8 ZUSAMMENARBEIT MIT DER SCHULE 
Die OGS stellt im Schulsystem eine zentrale Schnittstelle dar. Wir begleiten Kinder und Familien ak- 
tiv im Bildungsprozess und stellen ihnen die erforderlichen Ressourcen für ein erfolgreiches Lernen 
zur Verfügung. Zentrale Aufgabe ist es, dass alle Bildungsakteure entsprechende Ziele für ein ge- 
meinsames Schulleben verfolgen und Maßnahmen zur Fö rderung einer positiven Atmosphäre, wie 
z.B. gemeinsame Aktivitäten und Feierlichkeiten umsetzen. 
8.1  Schulleitung 
Ein vertrauensvoller und wertschätzender Umgang ist für die Zusammenarbeit der/die OGS-Koordi- 
nator:in mit der Schulleitung unabdingbar. Ein regelmäßiger Austausch, sei es in „Tür- und Angel-
Gesprächen“ und zu terminierten Besprechungen, sind  die Basis für eine gut funktionierende Arbeit 
im Schulbetrieb und in der OGS. Der/Die OGS-Koordinator:in verständigt sich fortlaufend mit allen 
zum Schulleben gehörenden Akteuren und transportier t die Informationen an die Mitarbeiter:innen 
der OGS. Ebenso werden die Informationen der OGS zu r Schulleitung und zum Lehrerkollegium wei- 
tergegeben. Die Teilnahme an Lehrer- und Schulkonferenzen ist selbstverständlich. Für eine gelun- 
gene Zusammenarbeit sehen wir die sporadische Teilnahme der Schulleitung an den Teambespre- 
chungen der OGS als förderlich an. Die Schulleitung hat bei der Personalauswahl ein Mitsprache- 
recht. Gerne führen wir gemeinsame Gespräche hinsichtlich erforderlicher Personaleinstellungen 
und halten Rücksprache bei der Aufnahme etwaiger Praktikanten:innen in der OGS. Der Informati- 
onsabend der neuen Lernanfänger:innen wird in Kooperation und gemeinschaftlicher Vorbereitung 
durchgeführt.

SEITE 23 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
8.2  Lehrkräfte 
Ein gemeinsamer Austausch und gegenseitige Unterstützung prägen die Zusammenarbeit der OGS-
Mitarbeiter:innen und den Lehrer:innen. Sofern es erforderlich sein sollte, nehmen die pädagogi- 
schen Mitarbeiter:innen gerne an Elterngesprächen mit den Lehrer:innen teil. Die Durchführung der 
Hausaufgabenbetreuung erfolgt in Kooperation mit den Lehrer:innen. Klare Absprachen, wie z.B. 
die Hausaufgabenbetreuung umzusetzen ist, sorgen bei Mitarbeiter:innen und Kindern für Struktur 
und geben Sicherheit. 
Sonderpädagog:innen und Schulsozialarbeiter:innen s ind weitere wichtige Kooperationspersonen 
im OGS Alltag und daher ist eine enge Zusammenarbeit äußerst wichtig. Ein regelmäßiger Aus- 
tausch z.B. zum Lernfortschritt einzelner Schüler:innen sollte erfolgen, und es könnten Absprachen 
hinsichtlich gemeinsamer Förderungsmöglichkeiten getroffen werden. 
9 ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSPARTNERSCHAFT 
Primär sind die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich. Eine enge Zusammenarbeit mit 
ihnen ist für uns daher selbstverständlich und für eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspart- 
nerschaft unerlässlich. Bei den unterschiedlichen Lebensbedingungen der Familie ist es uns wichtig, 
die Eltern zu stärken und ihnen zu verdeutlichen, dass wir uns als Partner in Frage der Erziehung und 
Bildung ihrer Kinder verstehen. Wir arbeiten mit den Eltern zum Wohle der Kinder zusammen. 
Die Einbeziehung und Mitwirkung der Eltern ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die pädago- 
gische Arbeit in der OGS. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet und unterstützt wer- 
den. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen nicht alleine.  
Wir orientieren uns an den Bedürfnissen der Familie und entsprechen nach Möglichkeiten den Wün- 
schen und Bedarf hinsichtlich der Gestaltung des Angebotes. Von unserem Angebot profitieren also 
nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern. 
Es ist für uns von großer Bedeutung, jedes Kind und seine Lebenssituation zu kennen und individuell 
zu berücksichtigen. Dafür sind regelmäßige Elterngespräche notwendig. Den Eltern soll ermöglicht 
werden, Fragen und Anregungen zu äußern. Gemeinsam können Vereinbarungen getroffen werden, 
die zur positiven Entwicklung des Kindes beitragen. 
9.1  Elternarbeit 
Eine vertrauensvolle und transparente Zusammenarbeit mit den Familien ist uns besonders wichtig. 
Ein enger Austausch, geprägt von Offenheit und Ehrlichkeit, bildet die notwendige Vertrauensbasis, 
um die bestmögliche Förderung für das Kind zu gewährleisten. Wir verstehen uns als familienergän- 
zende Einrichtung, in der die Familien im Bereich Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder un- 
terstützt werden. Wechselseitiger Respekt, Achtung und ein wertschätzender Umgang miteinander 
sind die Grundvoraussetzung für eine gelungene Erziehungs- und Bildungspartnerschaft. 
Die Einbeziehung und Mitwirkung der Eltern ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die pädago- 
gische Arbeit in unseren Einrichtungen. Eltern sollen bei der Erziehung ihrer Kinder entlastet und 
unterstützt werden. Wir beraten sie in Erziehungsfragen und lassen sie in schwierigen Situationen 
nicht alleine, z. B. bei der Suche nach Beratungsstellen. Unsere Vielfalt an unterschiedlichen

SEITE 24 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
Einrichtungen lässt uns bei vielen Beratungsthemen innerhalb unseres eigenen Trägers auf beste- 
hende Angebote zurückgreifen.  
Unsere bestehenden Kooperationen: 
 Amt für Kinder, Jugendliche und Familien – Fachabteilungen Kindertagespflege,  
Jugendförderung, OGS-Fachdienst 
 Caritasberatungsstelle 
 Zartbitter 
 Kinderschutzbund 
 Arbeitskreis Soziale Bildung 
 Jobcenter 
 
Selbstverständlich werden die schon bestehenden Koo perationen weitergeführt und durch unsere 
Ideen ergänzt. Es ist für uns von großer Bedeutung, jedes Kind und seine Lebenssituation zu kennen 
und individuell zu berücksichtigen. Dafür ist ein regelmäßiger Austausch wichtig. Im Elterngremium 
haben die Eltern ihre Vertretung. Von dort sollen Impulse ausgehen und in die OGS wirken. Wir wün- 
schen und freuen uns über die Mitarbeit der Familien in unserer Einrichtung im Rahmen ihrer Res- 
sourcen und Möglichkeiten. 
Erziehungs- und Bildungspartnerschaft verstehen wir als aktive Teilhabe von Eltern, aktives Zusam- 
menwirken von pädagogischen Fachkräften und Eltern, Familienberatung und Familienbildung und 
Unterstützung im Aufbau und Nutzung von Netzwerken.  
Modelle der Elternarbeit an unseren Standorten: 
 Planung und Durchführung verschiedener Feste 
 Familien-/Eltern-Café 
 Elternbriefe 
 “Neues aus der OGS” – Elternpost als Newsletter (mind. alle drei Monate) 
 Nachmittag der offenen OGS 
 Präsentation verschiedener AGs 
 Elternbeirat (Kooperation mit der Schulpflegschaft) 
 Beratungsangebote (in Präsenz und Digital) 
 Elterninformationsabende 
 
9.2  Elternmitgestaltung 
Für uns ist eine gute Elternarbeit geprägt von deren Mitgestaltungsmöglichkeiten. Für uns sind ei- 
genständige Elternversammlung denkbar, um besonders die Belange der OGS zu besprechen. In der 
Praxis muss dies auf Sinnhaftigkeit geprüft werden und eng mit Schulleitung und Schulpflegschaft 
abgesprochen sein, um nicht doppelte Strukturen zu schaffen. Wir stellen uns vor, dass einmal jähr- 
lich (meist im September bzw. nach Beginn des neuen  Schuljahres) eine Elternversammlung stattfin- 
det. Inhalte der Vollversammlung sind u.a. die Termine des 1. Schulhalbjahres, wichtige pädagogi- 
sche Informationen zum OGS-Geschehen und die Wahl dem/der Elternvertreter:innen (sofern nötig) 
und auch um Raum für Ideen und Kritik zu geben (nicht alle Eltern, die in der Schulpflegschaft sind 
haben ihre Kinder in der OGS angemeldet).

SEITE 25 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
9.3  Anlassbezogene Elternabende 
Thematische Informationsveranstaltungen, mit Theori e- und Praxisanteilen, ergänzen unser Ange- 
bot einer gewinnbringenden Elternarbeit. Verschiedene interessante Themen, die die Lebenswelt 
der Familien beschäftigen, werden von uns initiiert, aber auch durch Rückmeldungen des Elternbei- 
rates hin ausgesucht, vorbereitet und durchgeführt. Die Angebote sind grundsätzlich Kostenlos und 
können je nach Bedarf in Präsenz und Digital stattfinden. 
Unsere Beispiele für Elterninformationsabende: 
 Informationsabend für die neuen Lernanfänger:innen 
 Selbstbehauptung 
 Medienkonsum 
 Tischspiele neu entdeckt 
 Angemessene Freizeitgestaltung für Kinder im Grundschulalter 
 Taschengeld – wie mache ich es richtig. 
 Kinderrechte 
 
10  VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF 
Unser Angebot orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien und ermöglicht 
den Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Orientiert an den jeweiligen 
Standort reagieren wir, nach Auswertung regelmäßiger Bedarfsabfragen, in vorheriger Rücksprache 
mit der Schulleitung und dem Schulverwaltungsamt, und passen die Öffnungszeiten der OGS an.  
Flexibilität ist unsere Stärke – Randzeiten und Extrazeit sowie Frühbetreuung sind für uns grund- 
sätzlich selbstverständlich. Gerne bieten wir auch kurzfristig verlässliche Betreuungssettings für die 
Eltern an.  
10.1  Öffnungszeiten 
Eine Sicherstellung der Betreuungszeiten an der OGS Grundschule Sprakel würde zu folgenden Zei- 
ten vorgehalten werden: 
 OGS-Betreuung:  ab 11:15 Uhr bis 16:00 Uhr (je nach  Unterrichtsschluss) 
 Bis-Mittag-Betreuung:   ab 11:15 Uhr bis 13:30 Uhr (je nach Unterrichtsschluss) 
 Extrazeit    so wie Eltern einen Bedarf anmelden. 
 
Die Extrazeit kann z.B. durch eigenes Personal abgesichert werden. Denkbar sind für uns aber auch 
Kooperationsangebote mit und an anderen Einrichtung en (z.B. der Kinder- und Jugendarbeit) an 
den jeweiligen anderen Standorten. Hier würden wir den Übergang durch unser Personal verlässlich 
begleitet gestalten.  
 
11   QUALITÄTSMANAGEMENT 
Die Outlaw gGmbH verfügt über ein zentrales Qualitä tsmanagement, das hinsichtlich der strategi- 
schen Planung und Umsetzung unmittelbar der Geschäftsführung zugeordnet ist. Es gibt jährliche 
arbeitsfeldspezifische Qualitätszirkel, die Grundlage sind Verfahrensweisen und Standards zu

SEITE 26 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
entwickeln und Prozesse zu überprüfen und kontinuie rlich zu verbessern. Durch die dezentrale 
Struktur des Unternehmens kann so auf unterschiedli che regionale Rahmenbedingungen und in- 
terne Anforderungen sowie ggf. externe Vorgaben zur  QE flexibel passgenau reagiert werden.  
Als Teil der übergeordneten Qualitätsentwicklung wurden u.a. entwickelt: 
 Trägerkonzept 
 Grundkonzepte für die pädagogischen Arbeitsfelder 
 Schlüsselprozesse für die pädagogischen Arbeitsfelder 
 Internes Evaluationssystem für die Umsetzung von Sc hlüsselprozesse 
 Stellenprofile 
 Führungsleitbild 
 Personalentwicklungskonzept 
 Standards zur Einarbeitung von neuen Mitarbeiter:innen 
 Partizipationsstandards für Mitarbeiter:innen (Feedbackmanagement) 
 Partizipationsstandards für Adressat:innen (Beschwe rdemanagement) 
 Standards zum Kinderschutz (Dienstanweisungen) 
 Jahresplanung/Zielvereinbarungen 
 Mitarbeiter:innen-Befragung 
 
11.1  Beschwerdemanagement 
Für alle Einrichtungen der Outlaw gGmbH wurde bundesweit ein Mindeststandard für Beschwerde- 
möglichkeiten entwickelt. Individuelle und informel le Beschwerdemöglichkeiten werden zusätzlich 
weiterhin als Option vorgehalten. Der Mindeststandard besteht aus einem Beschwerdeflyer für Kin- 
der bzw. ihren Familien und dem Bilderbuch Mein Rec ht-in echt! Der Beschwerdeflyer nennt interne 
sowie externe Beschwerdestellen, an die die Kinder und ihre Familien sich bei Beschwerden wenden 
können. Das Bilderbuch erklärt den Kindern und ihren Familien, welche Rechte Kinder haben. Beide 
Broschüren erhalten die Familien mit der Begrüßungsmappe zur Aufnahme in die OGS und liegen an 
einem jederzeit für die Kinder und ihren Familien zugänglichen Ort aus.  
Eine Verfahrensbeschreibung regelt den Prozess der Beschwerdebearbeitung. Alle Beschwerden 
werden turnusmäßig ausgewertet; die Ergebnisse fließen in Planungsprozesse ein. 
Wir verstehen Beschwerden als ein wichtiges Instrument zur Sicherung bzw. Überprüfung der Quali- 
tät der pädagogischen Prozesse und als unverzichtba ren Bestandteil der professionellen Arbeitsbe- 
ziehung zwischen Fachkräften, Eltern und Kindern. Oberstes Ziel dabei ist, die Belange ernst zu neh- 
men, den Beschwerden nachzugehen, diese möglichst abzustellen und Lösungen zu finden, die alle 
mittragen können. Beschwerden können von Eltern und Mitarbeiter:innen in Form von Kritik, Ver- 
besserungsvorschlägen, Anregungen oder Anfragen wei tergegeben werden.  
Wir schaffen bewusste Gesprächsmöglichkeiten, die z um einem im direkten Gespräch mit der jewei- 
ligen Fachkraft oder OGS-Koordinator:innen jederzeit möglich ist und zum anderen auch Gruppen- 
angebote (Elternbeiratssitzungen) sein können. Ebenso können Anliegen an die Elternvertreter:in- 
nen oder die Fachgebietsleitung weitergeleitet werden. Selbstverständlich kann auch ein möglicher 
vorhandener Briefkasten für Anliegen jeder Art genu tzt werden.  
Besonderen Wert legen wir darauf, dass die Kinder eine Stimme bekommen. Wir schaffen auch hier 
bewusst Gesprächsanlässe und die Kinder haben die Möglichkeit, mit der Unterstützung der Fach- 
kräfte ihre Anliegen in der Kinderkonferenz anzubringen.

SEITE 27 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
11.2  Kinderschutz 
Eine besondere Anforderung stellt der Schutz von Kindern dar. Daher ist es wichtig, dass die Kinder 
gut beaufsichtigt sind, ihnen zugehört wird und sie ernst genommen werden. Falls es zu einem Ver- 
dacht oder Verfahren kommt, werden sie bis zum Ende durch unsere Mitarbeiter:innen begleitet. 
Kindeswohlgefährdung zu erkennen, kann sehr schwierig sein. Ein achtsamer Blick der Fachkräfte 
kann dazu beitragen, eine Kindeswohlgefährdung aufzudecken und somit abzuwenden. Durch trä- 
gerinterne, spezielle Schulungen, werden alle unsere Mitarbeiter:innen der OGS jährlich speziell zu 
dieser Thematik geschult.  
Nach § 8a SGB VIII sind alle Träger der freien Jugendhilfe verpflichtet, für den organisatorischen 
Rahmen des Schutzauftrages hinsichtlich einer Kindeswohlgefährdung zu sorgen. Vor jeder Einstel- 
lung wird ein erweitertes Führungszeugnis nach § 72a SGB VIII von allen Mitarbeitenden verlangt. 
Dies wird auch nach der Einstellung in regelmäßigen Abständen überprüft. Die Outlaw gGmbH hat 
eine Dienstanweisung auf dieser Grundlage erstellt, die die genaue Vorgehensweise bei Kindes- 
wohlgefährdung regelt. Sie gilt für alle pädagogisc hen Mitarbeiter:innen, die regelmäßig Kontakt 
mit Kindern, Jugendlichen und Familie haben.  Jede/r neue Mitarbeiter/in erhält die Dienstanwei- 
sung mit dem Arbeitsvertrag und im ersten Monat der  Tätigkeiten eine Belehrung zur Dienstanwei- 
sung durch dafür verantwortliche Leitungskräfte. In jeder Einrichtung ist die Dienstanweisung zu- 
gänglich. Das Verfahren der internen Dienstanweisung berücksichtigt dabei die jeweilig gültigen 
Vereinbarungen gemäß SGB VIII § 8a mit den öffentli chen Trägern der Jugendhilfe. 
Outlaw stellt innerbetrieblich erfahrene Fachkräfte, die im Verdachtsfall eine Besprechung mit den 
beteiligten Fachkräften durchführen. Dabei wird das Gefährdungsrisiko abgeschätzt, der Einbezug 
der Beteiligten besprochen und weitere Handlungsschritte werden festgelegt. 
Gerade der Umgang mit der Thematik Kindeswohlgefährdung bedarf eines abgestimmten, adäqua- 
ten Verfahrens zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. Das interne Verfahren bei dem Verdacht 
einer Kindeswohlgefährdung sieht vor, dass die verantwortliche Leitungskraft von der/dem pädago- 
gischen Mitarbeiter/in informiert wird, sobald die Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung vorlie- 
gen. Gemeinsam wird die Situation reflektiert, und es erfolgt eine Einschätzung darüber, welcher 
Handlungsbedarf besteht. Bestätigt sich der Verdach t, wird eine entsprechende Beratung nach § 8a 
durch die pädagogische Fachkraft organisiert, die den Hinweis erhalten hat bzw. durch eine damit 
beauftrage Person. In der Beratung erfolgt - begleitet durch die insoweit erfahrene Fachkraft - eine 
Gefährdungsabschätzung, sowie die daraus resultierende Planung des weiteren Vorgehens. Weiter- 
hin sind regelmäßige Erfolgskontrollen in Form von Beratungen durch mehrere Fachkräfte durchzu- 
führen, bis die Gefährdung abgewendet ist.  
Der sachgerechte Umgang mit Kindeswohlgefährdung erfordert eine sorgfältige Dokumentation. 
Diese dient der professionellen Bearbeitung sowie der rechtlichen Überprüfbarkeit.    
12   NETZWERKARBEIT UND KOOPERATION 
Outlaw steht für eine sozialräumliche Kinder- und Jugendhilfe. Unsere Einrichtungen sind elementa- 
rer Bestandteil der jeweiligen Sozialräume. Sie sind fester Bestandteil des öffentlichen Lebens und 
gleichzeitig geschützte Räume für Kinder. Es gehört zu den Aufgaben der pädagogischen Mitarbei- 
ter:innen, die Kinder mit ihrer räumlichen Umgebung vertraut und diese für sie altersgerecht be- 
greifbar zu machen. Für die Lebenswelt der Kinder ist zweierlei von großer Bedeutung: Zum einen

SEITE 28 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
die Kenntnis des Sozialraums und zum anderen das Wissen um die Ressourcen. Die Lebensweltori- 
entierung der Kinder in den Fokus zu nehmen heißt, die individuelle Ausgestaltung des Lebens der 
Kinder, aber auch der Eltern und Familien, zu berücksichtigen und zu respektieren. Die Lebenswel- 
ten hängen dabei auch von Lebensverhältnissen ab, die ihrerseits wiederum durch den Sozialraum 
geprägt oder bestimmt sein können. Unsere Kinder un d Familien profitieren von der Vernetzung im 
Stadtteil und von dem Zusammenschluss verschiedener  Kooperationspartner:innen. Verschiedene 
Fachdienste unterschiedlicher Profession lassen einen breiten Blickwinkel zu und helfen allen betei- 
ligten Akteuren, zum Wohle des Kindes und dessen Familien. bspw. durch kurzfristiges Intervenie- 
ren in Krisensituationen oder Installieren vielfältiger Unterstützungsangebote für die Familie. 
Der Ausbau unserer Netzwerke für die OGS ist elemen tarer Bestandteil unserer Arbeit und wird 
fortlaufend erweitert. 
Mögliche Netzwerke & Kooperationen: 
 Beratungsstellen 
 Einrichtungen der offenen Kinder und Jugendarbeit 
 Familienzentren in der näheren Umgebung  
 Jugendamt der Stadt Münster  
 Kitas im Sozialraum  
 Arbeitskreise im Sozialraum 
 Sozialdienst für Flüchtlinge – Flüchtlingsunterkünfte in der Nähe 
 Sportvereine im Sozialraum 
 Kirchengemeinden in der Nähe 
 
Die Vernetzung im stadtweiten Trägertreffen ist eine Selbstverständlichkeit. Unsere Mitarbeiter:in- 
nen bringen sich mit der Teilnahme an verschiedenen Arbeitskreisen der Stadt bzw. dem Stadtteil 
ein.

SEITE 29 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
13  ANSPRECHPARTNER:INNEN 
Wir freuen uns, wenn Sie Rückfragen, Ergänzungen oder Wünsche zu unseren in diesem Konzept 
verschriftlichten Inhalten haben. 
Das Konzept wurde von der Fachgebietsleitung Sebastian Geeraedts erarbeitet. 
 
Fachgebietsleitung - Sebastian Geeraedts 
Outlaw gGmbH 
Idenbrockplatz 27 
48159 Münster  
 
Mobil 0176 22 81 77 10 
sebastian.geeraedts@outlaw-ggmbh.de  
 
 
Gesamtleitung – Friedhelm Höfener (kommissarischer Gesamtleiter) 
Outlaw gGmbH 
Johan Krane Weg 18 
48159 Münster 
 
Telefon: 0251-3835660 
friedhelm.hoefener@outlaw-ggmbh.de   
 
Outlaw gGmbh 
Johann-Krane-Weg 18 
48149 Münster 
 
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SEITE 30 KONZEPT – BODELSCHWINGHSCHULE 
 
 
14  ORGANIGRAMM MÜNSTER

Beschlussvorlage

8771 Zeichen

V/0662/2022 
V/0662/2022 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Überleitung der außerschulischen Angebote (OGS) der Bodelschwinghschule 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   24.01.2023 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
   31.01.2023 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 
   07.02.2023 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit 
und Ordnung 
Vorberatung 
   09.02.2023 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 
   14.02.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung 
   15.02.2023 Hauptausschuss Vorberatung 
   15.02.2023 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der städti-
schen, evangelischen Bodelschwinghschule, Gutenbergstraße 14, zum Schuljahr 2023/2024 ab 
dem 01.08.2023 dem Kinder- und Jugendhilfeträger Outlaw gGmbH. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: 
 
Teilergebnisplan 
 
 Nr. Bezeichnung  Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen  
 
Produktgruppe 0602 Kinder- und Jugendarbeit    
Zeile 15 Transferaufwendungen 2023 236.630,-  
 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
03.01.2023 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Herr Paschert 
Telefon: 492-5890 
paschert@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0662/2022 
Derzeit sind Personalaufwendungen im städtischen Haushalt in der o.g. Produktgruppe in Höhe von 
236.630,- € veranschlagt. Für den Fall des Betriebsübergangs werden anstelle der Personalaufwen-
dungen Sachaufwendungen bis maximal in dieser Höhe anfallen.  
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
Der Rat der Stadt Münster hat mit der Vorlage V/0330/2020 die sukzessive Überleitung der Offenen 
Ganztagsschulen zu den Trägern der freien Jugendhilfe beschlossen.  Die freien Jugendhilfeträger 
haben seitdem die Möglichkeit, ihr grundsätzliches und verbindliches Interesse an einer Übernahme 
der Trägerschaft einer oder mehrerer Offener Ganztagsschulen in  Münster zu bekunden. Über die 
jeweils konkrete Überleitung einer Schule werden diese Träger informiert  und können sich schul-
scharf bewerben. 
 
Um die Schul - und Elternbeteiligung sicherzustellen, wird das Ergebnis der Trägerauswahl in der  
Schulkonferenz vor den politischen Gremien vorgestellt. Der anschließende Schulkonferenzbeschluss 
ist Bestandteil dieser Beschlussvorlage. 
 
2. Bodelschwinghschule 
 
Die städtische, evangelische Bodelschwinghschule befindet sich im Stadtbezirk Mitte, im Stadtteil 
Mauritz-West. Die Aufnahmekapazität der Schule ist auf zwei Eingangsklassen festgelegt. Der Rat 
hat mit der Vorlage V/0647/2021 einen Baubeschluss zur Erweiterung der Bodelschwinghschule zur 
3-Zügigkeit gefasst. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist zum Schuljahr 2024/2025 geplant. 
Seit 2006/2007 wird die Schule als Offenen Ganztagss chule geführt. Im Schuljahr 2022/2023 besu-
chen 205 Schüler*innen die Schule in 8 Klassen, davon 183 Kinder die OGS Angebote (89,3%) und 1 
Kind das BMB Angebot. 
 
Das multiprofessionelle Team besteht aus sechs Fachkräften, einer Erzieherin im Berufsanerken-
nungsjahr und einer Auszubildenden in der praxisintegrierten Ausbildung (PIA), drei Unterstützungs-
kräften und 18 Niedrigteilzeitkräften. 
 
 
3. Bewerbungen 
 
Im Juni 2022 wurden alle interessierten Träger über die Absicht, die Bodelschwinghschule zum 
01.08.2023 an einen Träger der freien Jugendhilfe überzuleiten, schriftlich informiert. Die Träger hat-
ten bis zum 31.07.2022 die Möglichkeit, ihr Konzept anhand des in der Anlage 1 angefügten Kriteri-
enkatalogs einzureichen. Folgende Träger haben sich beworben: 
 
 AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen 
Der AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen ist als anerkannter Jugendhilfeträger seit vielen 
Jahren in der Schulkind -Betreuung engagiert und verfügt hier über vielfältige Erfahrungen. In den  
Kreisen Recklinghausen, Coesfeld und Borken betreut er über 7.000 Schüler*innen an 67 Standorten 
im Rahmen der Offenen Ganztagsschulen und der verlässlichen Bis -Mittag-Betreuung. Daneben be-
gleitet er an 24 Schulen Schüler*innen im Rahmen von Sekundarstufen I Projekten. An vier münster-
schen Schulen ist er Träger der Schulsozialarbeit. Er ist derzeit nicht als Träger einer OGS in Münster 
tätig.

- 3 - 
V/0662/2022 
 Kreisel e.V. 
Im Jahr 1987 gründete sich der Kreisel e.V. aus einer Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende und 
bietet bis heute in Emsdetten als Kontakt - und Beratungsstelle für Mütter, Väter und Kinder in unter-
schiedlichen Familienformen Beratung und Unterstützung an. Seit 2005 etablierte er sich als aner-
kannter Jugendhilfeträger an sechs Offenen Ganztagsschule und der offenen Kinder- und Jugendar-
beit im Kreis Steinfurt. Zum Schuljahr 2017/20218 übe rnahm der Träger erstmals in Münster eine  
Offene Ganztagsschule und ist seither Träger der außerunterrichtlichen Angebote der Offenen Ganz-
tagsschule an der Grundschule Wolbeck -Nord, der Melanchthonschule und seit dem 01.08.2022 an 
der Kardinal-von-Galen-Schule. 
 
 Outlaw gGmbH 
Die Outlaw gGmbH ist ein anerkannter Jugendhilfeträger und in der klassischen Kinder- und Jugend-
hilfe in Wohngruppen, in ambulanten Betreuungsformen, in der Kindertagesbetreuung, in Jugendzen-
tren und in Schulprojekten tätig. In Münster betreibt Outlaw zurzeit sieben Kindertageseinrichtungen. 
Darüber hinaus verfügt der Träger über Erfahrungen in Trägerschaften der Offenen Ganztagsschulen 
in Bochum. Er ist derzeit nicht als Träger einer OGS in Münster tätig.  
 
Die Verwaltung und die Schulleitung haben die eingereichten Konzepte gesichtet. Für die Auswahl 
der Bewerbungen war  der Kriterienkatalog handlungsleitend. Von allen Bewerbern werden die vom 
Rat der Stadt Münster beschlossenen OGS-Qualitätsstandards akzeptiert und in ihren Konzeptionen 
umgesetzt. Alle Träger haben ein Konzept vorgelegt, das die wesentlichen Eckpunkte ihrer pädagogi-
schen Ausrichtung darlegt: 
 
- Pädagogisches Grundverständnis / Leitbild 
- Gesundheitsförderung 
- Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern 
- Kinderschutz 
- Querschnittsaufgaben der Jugendhilfe 
- Sozialraumorientierung 
- Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
 
 
4. Auswahlverfahren 
 
Nach dem Bewerbungsschluss und der Sichtung der eingereichten Unterlagen wurde durch die  
Schulleitung, der OGS-Koordinator*in und der Verwaltung entschieden, die beiden Träger Kreisel e.V. 
und Outlaw gGmbH für ein Bewerbungsgespräch einzuladen. 
 
Im September 2022 wurde mit beiden Trägern jeweils auf Grundlage des Kriterienkatalogs ein struk-
turiertes Bewerbungsgespräch geführt. Die gemeinsame Aufgabe von Verwaltung und Schulleitung  
bestand darin, aus den beiden Bewerbungen und den sich anschließenden Gesprächen unter gleich-
wertiger Würdigung der Fachlichkeit einen Beschlussvorschlag für die Schulkonferenz zu erstellen. 
 
 
5. Gesamtbewertung  
 
Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit ein em hohen Konsens vor, Outlaw gGmbH  die 
Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der städtischen, evangelische Bodelschwinghschule 
zu übertragen. Der Vorschlag wurde von der Schulkonferenz am 14.09.2022 beschlossen.

- 4 - 
V/0662/2022 
Der Träger hat ein umfassendes, pädagogisches Konzept vorgelegt. Der Träger verfügt über vielfälti-
ge Erfahrungen im Bereich der Offenen Ganztagsschulen im Ruhrgebiet sowie der kinderpädagogi-
schen Angebote von Kita und Offener Kinder - und Jugendarbeit. Er hat darüber hinaus im Bewer-
bungsverfahren seine hohe Kompetenz sehr fundiert dargestellt, seine Leistungen überzeugend prä-
sentiert und insbesondere ein passgenaues Konzept für die Bodelschwinghschule erläutert. Die Trä-
gerübernahme durch Outlaw eröffnet der Bodelschwinghschule die Möglichkeit, von den bereits vor-
handenen Erfahrungen des Trägers zu profitieren. Der Träger sichert ein Vertretungskonzept sowie 
eine verlässliche OGS-Ferienbetreuung an der Schule zu und stellt eine erfahrene Fachberatung zur 
Verfügung. 
 
Die Schule gewinnt mit der Überleitung der ganztägigen außerschulischen Angebote an Outlaw einen 
verlässlichen und überaus engagierten Partner in der Jugendhilfe. In Münster ist es ist es für den  
Träger die erste Trägerschaft einer Offenen Ganztagsschule. Er ist zum Schuljahr 2023/2024 außer-
dem vorgeschlagen für die Trägerschaft an der Marienschule Hiltrup. 
 
 
In Vertretung  
 
gez. 
Thomas Paal 
Stadtdirektor 
 
Anlagen: 
Anlage A 
Anlage 1 Kriterienkatalog 
Anlage 2 Konzepte der Bewerbungen 
 
 
Hinweis: 
Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der einzelnen Träger (Anlage 2) stehen ausschließlich als 
pdf-Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download unter der Vorlagennummer 
V/0662/2022 zur Verfügung.

Anlage 1 OGS-Kriterienkatalog

3167 Zeichen

Kriterienkatalog 
für die außerunterrichtlichen Angebote der  
Offenen Ganztagsschulen (OGS) 
 
Die Fachlichkeit des Trägers und sein pädagogisches  Konzept werden anhand der nachfol- 
genden Auswahlkriterien ausgewertet. Den Kriterien sind jeweils zu beachtende Standards 
und Orientierungsrahmen zugrunde gelegt: 
 
 Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschule in M ünster 
 
 Entsprechende Erlasse des Landes NRW in den aktuel l gültigen Fassungen 
 
Pädagogisches Konzept/Leistungsbeschreibung  
Das Konzept, das die gesetzlichen Grundlagen (BASS) , aktuelle gesellschaftlichen Erforder- 
nisse und die Grundhaltung des Trägers sowie dessen Arbeitsweisen verdeutlicht, muss vor- 
liegen und ist Grundvoraussetzung für die Trägerschaft einer OGS. 
 
Querschnittsaufgaben 
Der Zuzug und die Integration von Migrantinnen und Migranten stellen an OGS-Träger beson- 
dere Anforderungen. Sprachliche und kulturelle Barr ieren müssen gemeistert, schnelle und 
kompetente Integrationsangebote erarbeitet und entwickelt werden. Gleiches gilt für die The- 
men der Inklusion von Kindern mit Behinderungen und  der Genderthematik. Informelle und 
soziale Bildung als Querschnittsthema ist grundsätzlich enthalten. Zentrales Ziel von Bildung 
ist die Befähigung des Kindes, ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zu füh- 
ren und umfassend am sozialen und ökonomischen Leben und der gesellschaftlichen Entwick- 
lung partizipieren zu können.  
 
Mitbestimmung  
Der OGS-Träger soll ein beteiligungsorientiertes, p ädagogisches Konzept mit einem ange- 
messenen Maß an Partizipation darlegen. 
 
Kooperationsstrukturen 
Bereits vorhandene räumliche Bezüge zu bestehenden Einrichtungen im Sozialraum der Ein- 
richtung ermöglichen die Nutzung von Synergien, die  die Wirtschaftlichkeit einer OGS erhö- 
hen. Sozialraumbezogene Angebote werden bedarfsgerecht aufeinander abgestimmt und wei- 
terentwickelt, wenn die Akteure des Sozialraums sich hierzu entsprechend vernetzen. 
 
Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 
Die Anforderungen an Träger der Offenen Ganztagsschulen befinden sich, analog zur gesell- 
schaftlichen Entwicklung, laufend im Wandel. Neue Herausforderungen sind kontinuierlich mit 
neuen Antworten und Konzepten zu begegnen. Aus dies em Grund ist eine funktionierende 
und sich weiterentwickelnde Trägerstruktur eine not wendige Voraussetzung für den Betrieb 
einer OGS. 
Implementierte Qualitätsentwicklungs- und Sicherung sprozesse mit inkludierten Verfahrens-
abläufen in Bezug auf den Kinderschutz und die Zusa mmenarbeit mit der städtischen OGS-
Fachberatung ist ein notwendiger Standard. 
 
Besondere Merkmale des Trägers 
Bei diesem Kriterium können weitere besondere Angebote des Trägers in die Bewertung ein- 
fließen, die über die zuvor benannten Kriterien und Orientierungsrahmen nicht abgedeckt wer- 
den, jedoch eine Bereicherung für die Angebote der OGS darstellen. Gleichzeitig kann der 
Punkt der gewünschten Trägerpluralität/Trägervielfalt in Münster in der Bewertung berücksich- 
tigt werden sowie besondere Anforderungen, welche a us den Bedarfen der Schule und des 
Stadtteils entstehen. 
Stand: 02/2022

Anlage 2_Kreisel e.V._OGS-Konzept_Bodelschwinghschule

60972 Zeichen

3 
 
Pädagogisches Rahmenkonzept 
als Bewerbung im Interessenbekundungsverfahren für die 
außerschulischen Angebote der Offenen Ganztagsschulen 
(OGS) 
Offene Ganztagsgrundschule im Primarbereich 
Bodelschwinghschule 
 
erstellt und vorgelegt von 
 
 
 
Friedrichstraße 1-2, 48282 Emsdetten 
Telefon: 02572 88260 
www.kreisel-emsdetten.de 
info@kreisel-emsdetten.de 
 
 
  
Juli 2022

4 
 
Inhalt 
TRÄGERDARSTELLUNG UND EINLEITUNG ............................................... 5 
1. RAHMENBEDINGUNGEN ....................................................................... 8 
1.1 Rechtliche und Strukturelle Grundlagen .......................................................... 8 
1.2 Finanzierung .................................................................................................... 8 
1.2 Personal ........................................................................................................... 9 
1.3 Betreuungszeiten ....................................................................................... 10 
1.4 Gruppengröße ............................................................................................... 11 
1.5 Versicherungsschutz...................................................................................... 11 
2 SCHULE UND SOZIALRAUM ............................................................... 11 
3 LEITGEDANKE ..................................................................................... 13 
4 ZIELGRUPPE UND ZIELE .................................................................... 14 
4.1 Zielgruppe ...................................................................................................... 14 
4.2 Ziele ............................................................................................................... 14 
5 DIE SÄULEN DES PÄDAGOGISCHEN HANDELNS IN DER OGS ..... 15 
5.1 Säule OGS - Kinder ....................................................................................... 17 
5.2 Säule OGS - Eltern ........................................................................................ 19 
5.3 Säule OGS – Schule ...................................................................................... 20 
5.4 Säule OGS - außerschulische Kooperationspartner ...................................... 21 
6. TAGESSTRUKTUR IM OFFENEN GANZTAG ......................................... 22 
6.1 Mittagessen ................................................................................................... 23 
6.2 Lernzeiten / Hausaufgabenbetreuung ............................................................ 23 
6.3 Nachmittagsangebote .................................................................................... 24 
7. KOOPERATION MIT JUGENDHILFE ...................................................... 26 
    7.1 Schulsozialarbeit ...................................................................................... 236 
8. KINDERSCHUTZ ...................................................................................... 28 
9. QUALITÄTSENTWICKLUNG ................................................................... 30 
9.1 Strukturelle Qualität ....................................................................................... 30 
9.2 Inhaltliche Qualität ......................................................................................... 30 
9.3 Ergebnisqualität ............................................................................................. 31

5 
 
Trägerdarstellung und Einleitung 
 
Der Kreisel e.V. ist ein gemeinnütziger, nach den Bestimmungen des Kinder - und Jugend-
hilfegesetzes anerkannter, freier Träger der Jugendhilfe. Der Verein ist weder parteipol i-
tisch noch konfessionell gebunden und Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrt s-
verbandes. Zwei hauptamtliche Vorstände verantworten die Geschäfte und Berei che des 
Kreisel e.V., welcher aktuell 200 Mitarbeiter:innen beschäftigt. 
Im Jahr 1987 gründete sich der Kreisel e.V. aus einer Selbsthilfegruppe für Alleinerziehen-
de und bietet bis heute in Emsdetten als Kontakt- und Beratungsstelle für Mütter, Väter und 
Kinder in unterschiedl ichen Familienformen in folgenden Bereichen gemäß des SGB VIII 
Beratung und Unterstützung an:  
§ 16 I (allgemeine Förderung der Erziehung), § 17 I (paarstabilisierende Beratung bei Part-
nerschaftskonflikten), § 17 II  (Trennung– und Scheidungsberatung), §§ 18 I, 18 III  (Bera-
tung bei Sorgerechts- und Umgangsfragen) sowie seit 2006 Begl eitung in familiengerichtli-
chen Verfahren gemäß SGB VIII § 50 in Delegation der Jugendämter  der Stadt Emsdetten 
und des Kreises Steinfurt. 
Beginnend im Jahr 2005 etablierte sich ein weiteres Aufgabenfeld und stellt heute den 
größten Fachbereich des Kreisel e.V. dar - die Offene Ganztagsbetreuung. Inzwischen ist 
der Kreisel e.V. für die Sicherstel lung der Betreuung der Kinder an vier  Grundschulen in 
Emsdetten, nämlich an der Johannesschule, der Schule Hollingen,  der Emmanuel -von-
Ketteler Schule und der Josef schule, sowie der Grundschule Wolbeck -Nord, der M elan-
chthon-Grundschule in Münster -Coerde und ab August 2022 für Kardinal -von-Galen 
Grundschule in Münster -Handorf, sowie ebenfalls  ab August 2022 der Gangolf -
Grundschule und der Wichern- Grundschule in Nordwalde verantwortlich. Die Paul -
Gerhardt-Schule arbeitet bereits seit vielen Jahren inklusiv nach dem  Konzept des gemein-
samen Lernens (GL). Ein neues und innovatives Konzept bietet die Flexible Betreuung an 
der Paul -Gerhard-Schule in Mettingen, wo die ehemali ge OGS und die ehemalige Bis -
Mittag-Betreuung zusammengeführt wurden. An der Josefschule, der Emmanuel -von-
Ketteler Schule und der Grundschule Wolbeck-Nord bieten wir zusätzlich zur OGS auch die 
Bis-Mittag-Betreuung an. 
Darüber hinaus ist der Kreisel e.V. seit 2006 Träger der Offenen Ganz tagsbetreuung im 
Förderschulbereich – aktuell für die Pet er-Pan- Förderschule in Rheine mit den Depen-
dancen Emsdetten und Dörenthe mit dem Förderschwerpunkt Sprachentwicklung sowie für 
die Michael -Ende-Schule in Borghorst  und in Lenger ich mit dem Förders chwerpunkt der 
emotionalen und sozialen Entwicklung.  Ab August 2022 kommt die Grüterschule als För-

6 
 
derschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen an den Standorten Rheine und Mettingen 
dazu. 
Im Jahr 2012 konnte der Kreisel e.V. eine Erweiterung seines Tätigkeitsfeldes mit der B e-
auftragung durch das Kreisjugendamt Steinfurt für Vereinsvormundschaften verzeichnen.  
Seit 2013 gewährleistet der Kreisel e.V. an der Käthe-Kollwitz Realschule in Emsdetten die 
inklusive Übermittagsbetreuung für Schüler:innen mit und ohne Förderbedarf im Sekund-
arbereich. 
Ebenfalls seit 2013 ist er zudem als Träger für die Offene Kinder- und Jugendarbeit in 
Emsdetten zuständig und somit für das Jugendzentrum  „Treffpunkt 13drei“ verantwort-
lich.  
Seit 2021 übernimmt der Kreisel e.V. die Trägerschaft für Schulbegleitungen an der Me-
lanchthonschule in Münster. D urch die Tätigkeitserweiterung an der Melanchthonschule 
ergeben sich sehr viele Synergieeffekte für die Kinder wie für die Mitarbeiter:innen. Den 
Mitarbeiter:innen können wir mehr Stunden anbieten, wo mit wir sie längerfristig binden 
können. Durch den stabi len Mitarbeiter:innenstamm erleben die Kinder die Betreuer:innen 
beständig, was die Beziehungsarbeit fördert.  
Das Motto des Kreisel e.V. lautet „Stabilität durch Bewegung“. Das meint, dass sich das 
Leben ständig in Veränderung befindet und Lebensphasen bewältigt werden müssen, 
wodurch zuweilen auch Krisen verursacht werden können. Wir verstehen Krise als Entwick-
lungsaufgabe und als Chance. Nicht das starre Festhalten an alten Mustern, sondern viel-
mehr das Einlassen auf Veränderung und die kontinuierliche B ewegung ermöglichen eine 
gesunde Stabilität. Der Kreisel e.V. lebt als Organisation aktiv dieses Motto, was an hand 
der oben aufgezeigten Entwicklung des Vereins deutlich wird. 
Unser Selbstverständnis - Stabilität durch Bewegung -  hat wesentlich zu unserem Erfolg 
bezüglich der Offenen Ganztagsbetreuung beigetragen.  Der Ausbau  von offenen Ganz-
tagsgrundschulen ist ein landesweites sozialpolitisches Bestreben mit hohen Innovations-
ansprüchen, ab 2026 mit Rechtsanspruch, das  auf die konzeptionell organisierte Zus am-
menarbeit von Eltern, Kindern, Schule, Jugendhilfe, Kultur und Sport setzt. Da bisher noch 
keine landesweit einheitlichen Qualitätsstandards erlassen wur den bzw. zwischen den un-
terschiedlichen an der Bildung, Erziehung, Förderung und Betreuung beteiligten Professio-
nen existieren, ist dieses Vorhaben  auf die Bereitschaft zum Dialog angewiesen. Im B e-
wusstsein um diese Ausgangslage ist der Kreisel e.V. als Tr äger von offenen Ganztags-
grundschulen bestrebt, mit allen Betei ligten auf eine gelingende Kooperation, Präzisierung 
und Fortschreibung der pädagogischen Ganztagskonzeption hinzuwirken. 
Die offene Ganztagsgrundschule stellt sich den Herausforderungen der si ch wandelnden 
Lebenswelt, bietet einen verlässlichen Ort und einen regelmäßigen Tagesablauf . Sie trägt

7 
 
mit ihren A ngeboten dazu bei, dass  die individuelle ganzheitliche Bildung der Kinder  und 
Jugendlichen, die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, der Selbst - und Sozialkompetenzen, 
ihrer, Talente, Fertigkeiten und ihr Wissenserwerb systematisch gestärkt werden.  
 
Die Offene Ganztagsbetreuung steht für 
 bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, 
 erleichterte Rückkehr von Frauen in den Beruf, 
 Minderung sozialer Probleme in Familie und Schule, 
 Erziehungspartnerschaft mit Eltern/Erziehungsberechtigten, 
 Unterstützung von Familien in anspruchsvollen Lebenssituationen, 
 Förderung der Demokratiefähigkeit der Schüler:i nnen durch das Grundprinzip der 
Partizipation, 
 Teilhabe der Kinder an Bildung und Förderangeboten, 
 Teilhabe der Kinder an kulturellen, musisc hen, sportiven und gemeinwohlorientier-
ten Angeboten, 
 Akzeptanz und Wertschätzung kultureller und persönlicher Diversitäten. 
  
Die Gesellschaft ist gekennzeichnet von ei nem stetigen Wandel, wel cher eine permanente 
Anpassung der Rahmenbedingungen zur Bewälti gung des Al ltags für Familien, Lebensge-
meinschaften, Sorgeberechtigte und Kinder erfordert. Die aktuellen konzeptionellen Rah-
menbedingungen der Offenen Ganztagsbetreuung des Kreisel e.V. werden im ersten Kap i-
tel dargelegt.  
Im zweiten Kapitel wird der Leitgedanke, der unserer Arbeit im Kontext der Offenen Ganz-
tagsbetreuung zugrunde liegt, kurz erläutert. Das dritte Kapitel benennt die Ziele, um dann 
darauffolgend im vier ten Kapitel unser pädagogisches Handeln darzulegen. Das Kapitel 
fünf beschäftigt sich mi t der Tagesstruktur im Offenen Ganztag. Die letzten beiden K apitel 
zeigen auf, wie der Kreisel e.V. seine Verantwortung in Bezug auf Kooperation mit der J u-
gendhilfe und Qualitätsmanagement wahrnimmt.

8 
 
 
1. Rahmenbedingungen 
 
 1.1 Rechtliche und Strukturelle Grundlagen 
 
Die rechtliche und strukturelle Grundlage des Konzepts richtet sich nach dem Runde rlass 
des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 16.02.2018 / Erlas s 12-63 Nr. 2 „Ge-
bundene und Offene Ganztagsschulen sowie außerunterrichtlicher Ganztags - und Betreu-
ungsangebote im Primar - und Sekundarstufe I“  und den Qualität sstandards der Offenen 
Ganztagsschule in Münster. Diese Ausrichtung beinhaltet bereits alle relevanten rechtlichen 
Grundlagen sowohl des SchulG, des KJFöG, als auch des SGB VIII. Wir ve rpflichten uns, 
alle dort genannten Rahmenbedingungen zu beachten und die Verbesserung der Bildungs-
qualität, den Ausbau der individuellen Förderung, die Vereinbarkeit  von Familie und Beruf 
sowie die konstruktive Kooperation mit Schule und außerschulischen Partnern zu verfolgen. 
 
 1.2 Finanzierung 
 
Raum-, Sach -, Overhead-  und Personalkosten werden zu 100 % durch den Schulträger 
finanziert. Der Kreisel e.V. schließt mit den Eltern der am offenen Ganztagsbetrieb t eilneh-
menden Kinder eine Betreuungsvereinbarung ab, woraufhin die Elternbeiträge durch den

9 
 
Schulträger Stadt Münster erhoben werden. Die Entscheidung über die Aufnahme in das 
Angebot trifft die Schule in Absprache mit dem Schulträger sowie dem OGS-Träger. 
 
 1.2 Personal 
 
Der Kreisel e.V. gewährleistet,  Personal nur nach den im Leistungsver zeichnis benannten 
Bedingungen der Stadt Münster einzustellen. Das hauptamtliche Personal ist pädagogisch 
qualifiziert und hat für die Funktion der Koordination eine Berufsausbildung als Sozialpäda-
gog:in oder vergleichbar und für die Stelle der Gruppenleitung eine Berufsausbildung min-
destens als staatlich anerkannte:r Erzieher:in oder vergleichbar.   
Für die Bodelschwinghschule, mit derzeit 184 Kindern in den Offenen Ganztagsgruppen, ist 
der/die freigestellte Koordinator: in für die Verwaltung und Teamleitung mit ca. 34 Wochen-
stunden eingeplant. Für die Gruppen wird je eine Gruppenleitung (Erzieher:in) mit ca. 21 
Wochenstunden eingesetzt, wobei der Stundenumfang für die Durchführung einer eigenen 
Ferienbetreuung an der  Bodelschwinghschule und/oder bei Bedarf für eine Randzeitbe-
treuung, bei vorliegender Eignung auch für eine Schulbegleitung im Vormittag, erhöht wer-
den kann.   
Pro Gruppe ist eine w eitere pädagogische  Unterstützungskraft mit 20,5 W ochenstunden 
vorgesehen. Darüber hinaus wird angebotsentsprechendes Personal wie z.B. Honorarkräf-
te, Praktikant:innen und Studierende adäquat eingeplant.  Wir achten verantwortungsbe-
wusst darauf, dass Praktikant:innen und Honorarkräfte eine adäquate Anleitung und Struk-
tur erfahren, damit sie fachlich geschult werden und gleichzeitig einen persönlichen Meh r-
wert für sich selbst erfahren können.  
Die für die Ganztagsbetreuung zur Verfügung stehenden Lehrkräfte werden sinnvoll hi n-
sichtlich ihrer Qualifizierung in außerunterricht lichen Angeboten und in Absprache mit der 
Schulleitung eingesetzt. Diese können di e Begleitung der Lernzeit, Durchführung einer ge-
sonderten Förderung von Ki ndern oder die Durchführung von besonderen Angeboten aus 
dem Bereich Musik, Sport, Kreativität oder Naturwissenschaften einschließen.  
Die Fachaufsicht wird inhaltlich und strukturel l durch unsere Führungskräfte in Form einer 
Fachbereichsleitung gewährleistet. Diese steht in einem permanenten Austausch zur Koor-
dinator:in der OGS und zur Schulleitung der Schule. Darüber hinaus steht sie als erste A n-
sprechperson für den Schulträger zur Ve rfügung und unterrichtet regelmäßig den Vorstand 
des Kreisel e.V. bezüglich des Sachstands und der Bedarfe. 
Das Personal legt vor Aufnahme seiner Tätigkeit ein erweitertes Führungszeugnis (gem. § 
30a Absatz 1 Bundeszentralregistergesetz) sowie einen Impfnachweis über einen vollstän-

10 
 
digen Masernschutz vor. Im Übrigen gilt § 72 a SGB VIII. Außerdem wird das Personal vor 
erstmaliger Aufnahme seiner Tätigkeit und anschließend mindestens im Abstand von zwei 
Jahren über die gesundheitlichen Anforderungen und Mitwirkungspflichten nach § 34 Infek-
tionsschutzgesetz beziehungsweise bei Personal im Küchen-  und Mensenbereich nach §§ 
43 und 44 Infektionsschutzgesetz belehrt.  
Für den Fall von längeren Krankheit sausfällen des Personals organisiert  der Träger eine 
entsprechende Vertretung, um die Betreuung sicher zu stellen. 
Für Mitarbeiter:innen in der offenen Ganztagsgrundschule sind arbeit sfeldspezifische Fort- 
und Weiterbildungen vorgesehen und werden durch den Träger im Rahmen der finanziellen 
Möglichkeiten systematisch gefördert. 
Außerdem stehen mehrere Antiaggressions - und Coolnesstrainer zur Verfügung, um di e 
Standortteams im Konfliktumgang zu schulen und bei der Erstellung von Konflikthand-
lungsplänen zu unterstützen.  
Darüber hinaus erfreut sich der Kreisel e.V. über eine langjährige und multiprofessionelle 
Mitarbeiterschaft, die sich standortübergreifend vernetzt. 
 
1.3 Betreuungszeiten 
 
Der Zeitrahmen offener Ganztagsschulen im Primarbereich (§ 9 Absatz 3 SchulG) erstreckt 
sich in der Regel an allen Unterrichtstagen bis  16 Uhr, mindestens aber bis 15 Uhr. Durch 
eine Randzeitenbetreuung besteht die Möglichkeit , die Betreuungszeit bis 17 Uhr zu ver-
längern. Auch eine Frühbetreuung ist grundsätzlich möglich. Der Zeitrahmen in außerunter-
richtlichen Ganztags- und Betreuungsangeboten (§ 9  Absatz 2 SchulG) orientiert sich an 
den jeweiligen Bildungs -, Erziehungs - und Betr euungsbedarfen. Mit der Anmeldung und 
Aufnahme besteht für das Kind somit eine Teilnahmepflicht, die sich in der R egel über fünf 
Wochentage bis mindestens 15.00 Uhr erstreckt.  
An beweglichen Ferientagen und Fortbildungstagen ist die Betreuung ab 8.00 Uhr bis 16.00 
Uhr bzw. bis 17:00 Uhr gewährleistet.  
Der Kreisel e.V. bietet in seinen Einrichtungen für Schüler:innen eine Ferienbetreuung an 
mindestens 6 Ferienwochen im Schuljahr an. 
Für außerschulische Bildungsangebote, Therapien und Förderangebote oder außerorden t-
liche familiäre Ereignisse können die Schüler :innen nach Absprache mit der Schulleitung 
und Koordination freigestellt we rden. Die Beantragung von regelmäßi gen und einmaligen 
Ausnahmen erfolgt schriftlich mit Hilfe eines Antragsformulars, welches d urch Schulleitung 
und Koordination geprüft und genehmigt wird. Der explizite Verfahrensweg bezüglich einer

11 
 
Freistellungsbeantragung durch die Eltern/Sorgeberechti gten ist gemeinsam zwischen 
Schulleitung und Koordination zu entwickeln. 
 
 1.4 Gruppengröße 
 
Eine Gruppe umfasst 25 Schüler:i nnen, die bevorzugt im teiloffenen Konzept betreut we r-
den. Hierbei existiert eine feste Gruppenbindung, welche wir für die Grundschule Sprakel 
zwecks Orientierung und Strukturierung für zielführend halten. Gleichwohl kann die  Ange-
botsstruktur in der Regel gruppenübergreifend gestaltet werden. Passend zu den Angebo-
ten werden homogene oder gemischte Kleingruppen in Bezug auf Alter und G eschlecht 
gebildet. Die konkrete Ausgestaltung wird schulscharf gemeinsam mit den Akteuren vor Ort 
vorgenommen und adäquat angepasst , ebenso natürlich na die Bedingungen der Pande-
mie. 
 
 1.5 Versicherungsschutz 
 
Der Versicherungsschutz richtet sich nach dem  Runderlass „Offene Ganztagsschule im 
Primarbereich“ des Ministeriums für Schule und Weiterbil dung vom 26.01.2006 in der der-
zeitigen Fassung . Die außerunterrichtlichen Angebote im Rahmen der OGS gelten als 
schulische Veranstaltungen. 
 
2 Schule und Sozialraum 
 
Die Bodelschwinghschule liegt im Stadt bezirk Mitte als evangelische Grundschule im süd-
östlichen Bereich des Stadtzentrums . Soziodemografisch ist der Stadtteil ein typischer in-
nenstädtischer Wohnbereich, mit überwiegender Mehrfamilienhausbebauung.  
Die OGS der Bodelschwinghschule besteht z. Zt. aus 184 Kindern, dazu kommt 1 Kind in 
der Bis Mittag Betreuung. Der Ausbau zur 3 -Zügigkeit ist beschlossen, der Baubeginn ge-
plant. Vor Ort arbeiten bereits viele Akteure am gemeinsamen Gelingen des außerschul i-
schen Bildungsauftrags zusammen, so bestehen Kooperationen mit den Sportvereinen vor 
Ort sowie anderen Bildungsträgern. Diese Vernetzung soll nicht nur aufrechterhalten wer-
den, sondern wird bei Übernahme der Trägerschaft durch den Kreisel e.V. weiter intens i-
viert.

12 
 
An der Durchführung und Weiterentwicklung des außerunterrichtlichen Ganztagsangebotes 
sind verschiedene Kooperationspartner beteiligt, um eine differenzierte Angebotspalette zu 
schaffen. Die OGS unterstützt die Öffnung von Schule zum Sozialraum und den dort tätigen 
Akteuren und erschließt ein Netzwerk der Zusammenarbeit mit Vereinen und Personen. 
Wir streben Kooperationen mit Allgemeinen Musikschulen, Kunstpädagogen, Entspan-
nungspädagogen, Jugendverbänden (freiwillige Feuerwehr, DRK, Pfadfinder etc.) und Ei n-
richtungen im S ozialraum (Museen, Bücherei) an. Nach § 1 Abs. 3 SGB VIII zielen diese 
Angebote effizienter, entwicklungsförderlicher Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen darauf 
hin, für die Kinder und ihre Familien eine positive Lebenswelt zu schaffen und notwendige 
und geeignete Hilfen zu installieren. 
In regelmäßigen Netzwerktreffen zwischen O GS und den außerschulischen Kooperations-
partnern werden Zielrichtung, Qualität und Effizienz entwickelt und überprüft. Dazu gehört 
die gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung, die miteinander abgestimmte Durchfüh-
rung und Auswertung der Angebote, die ress ourcenorientierte Zusammenarbeit und Kl ä-
rung von Zuständigkeiten und Verantwortung, die Rhythmisierung der Zusammenarbeit und 
die gemeinsame Qualitätssicherung und -entwicklung. Selbstverständlich nehmen Vertreter 
des Kreisel e.V. hierzu an allen relevanten Arbeitskreisen regelmäßig teil. 
Durch die enge Verzahnung mit den Kitaleitungen vor Ort stellt der Kreisel einen sanften 
Übergang sicher. Dies wird bereits in den Arbeitskreisen z. B. am Standort Emsdetten prak-
tiziert. Ein Einblick in die Arbeit der OGS kann beispielsweise bei einer Sitzung des Arbeits-
kreises in der OGS Einrichtung gewährt werden. 
Aufgrund der engen Verzahnung von Kreisel, OGS und Schule und den damit verbundenen 
Themenfeldern ist eine enge Kooperation mit den Beratungsstellen und sozialen Institutio-
nen vor Ort unerlässlich. Gemeinsam mit den Gremien der Stadt  und den Akteuren vor Ort 
werden aktuelle Entwicklungen und Bedarfslagen besprochen und Lösungen erarbeitet. 
Dazu nutzen wir a ls langjährig erfahrener Träger der Kinder - und Jugendhilf e im Kreis 
Steinfurt die vorhandenen Strukturen. 
Synergieeffekte entstehen durch die anderen OGS-Trägerschaften in Münster, z. B. Kardi-
nal-von-Galen Schule in Handorf, welche bereits  durch den Kreisel e.V. betrieben werden. 
Zum Beispiel ist die gemeinsame Nutzung eines Angebots für heil therapeutisches Reiten 
auf Gut Kinderhaus möglich.  
Die Integration der Kinder mit internationalem Hintergrund steht für die Arbeit des Kreisel 
e.V. im Vordergrund. Dabei schöpfen wir aus dem Know-how unserer langjährigen eigenen 
Flüchtlingsprojekte. Das multikulturelle Arbeiten wird dort unter anderem auch in der Diver-
sität des kulturellen und sprachlichen Hintergrunds der Mitarbeiter :innen deutlich, welche

13 
 
bereits bei der Personalakquise und Profildefinition für Bewerber:innen entsprechend be-
rücksichtigt wird. 
 
3 Leitgedanke 
 
Der Kreisel e. V. möchte eine Verknüpfung von Bildung, Erziehung und Betreuung scha f-
fen, wobei sich das Kind im Zentrum des Handelns bef indet. Davon ausgehend entwickelt 
das Team in der Praxis eine Pädagogik, die vom Kinde ausgeht. Diese wird nicht als starre, 
unveränderliche Theorie verstanden, sondern in einer fortlaufenden Auseinan dersetzung 
mit den Bedürfnissen der Kinder hinterfr agt, weiterentwickelt und überprüft . Jedes Kind 
bringt eine eigene Geschic hte mit. Indem das Team signalisiert: „Wir akzeptieren dich so 
wie du bist.“, hat das Kind die besten Voraussetzungen für eine positive Entwicklung. Das 
Kind wird nicht im Blick auf eine Normvorstellung, sondern als Individuum mit eigenen Fä-
higkeiten, Stärken und Schwächen verstanden. Ein positives und ressourcenorientiertes 
Menschenbild prägt dab ei die Haltung der Mitarbeiter:i nnen. Das bedeutet einen A nsatz, 
der die Trennung von der  Person und seiner Handlung voraussetzt. Die wertschätzende 
Akzeptanz einer Person unabhängig von Herkunft, Religion und Weltanschau ung oder von 
sozialen und kognitiven Hintergründen öf fnet Ressourcen und Kompetenzen. Dementspr e-
chend stellt Inklusion für uns ein Selbstverständnis dar – wir verstehen unsere Verantwor-
tung darin, Rahmenbedingungen für eine würdevolle und der Menschen- und Kinderrechts-
konvention entsprechenden Lebenswelt zu erarbeiten. 
Wir sind davon überzeugt, dass pädagogische Arbeit nur dann  mit dieser Haltung möglich 
ist, wenn die damit verbundenen Werte für die Beschäftigten innerhalb der Einrichtung e r-
lebbar sind –  die Organisationskultur also kongruent zur erklärten pädagogischen Haltung 
wahrgenommen wird. Unser Ziel ist es, nicht nur Kindern einen positiven Lebensraum zu 
schaffen, in dem sie sich wertgeschätzt , akzeptiert und gefördert fühlen, sondern auch un-
seren Mitarbeiter:innen eine „berufliche Heimat“ zu ermöglichen. Unser Selbstverständnis -  
Stabilität durch Bewegung - hat wesentlich zum Erfolg unserer pädagogischen Arbeit beige-
tragen. Dieser ist insbesondere durch Partizipation von Mitarbeiter:innen erfolgt und gleic h-
zeitig durch deren Befähigung, aufgrund von organisierten Entscheidungsprozessen, eine 
angemessene Mitwirkung der Kinder z u unterstüt zen. Dies setzt eine gesunde Fehler-
freundlichkeit voraus, wonach Fehler vor allem als wichtige Evaluationsimpulse und Qual i-
tätsentwicklung verstanden werden.

14 
 
4 Zielgruppe und Ziele 
 
4.1 Zielgruppe 
 
Das Angebot der offenen Ganztagsgrundschul e ric htet sich an Grundschüler :innen der 
Klassen 1 bis 4. Voraussetzung ist, dass die Kinder durch die Eltern verbindlich angemeldet 
werden und der zu zahlende Beitrag (einkommensgestaffelt) geleistet wird.  
Unter Einbeziehung von gezielten Unterstützungsangeboten und zusätzlichen Ressourcen 
wird selbstverständlich auch die OGS-Teilnahme von Kinder n mit individuellen Förderbe-
darfen begrüßt.  
 
4.2 Ziele 
 
Die Kinder erhalten in der offenen Ganztagsgrundschule auf der Grundlage einer ganzhei t-
lichen Erziehung und den pädagogischen Leitsätzen des Schulprogramms die Möglichkeit, 
an einer erweiterten Form von Förderung und Betreuung über den regulären Unterricht s-
rahmen hinaus teilzunehmen. 
Die grundsätzlichen Leitziele der OGS des Kreisel e.V. definieren sich wie folgt: 
• Erweiterung von musischen, sportiven, kreativen und lebenspraktische n Fähigkeiten 
und Fertigkeiten 
• Ermöglichung von mehr Zeit für Bildung und Erziehung, individuelle Förderung, Spiel- 
und Freizeitgestaltung sowie eine bessere Rhythmisierung  des Schultages und der 
Lernzeiten 
• Gewährleistung eines umfassenden Angebotes, das sich partizipativ an den jeweil i-
gen Bedarfen der Kinder und Eltern orientiert und die informelle Bildung fördert 
• Förderung der Demokratiefähigkeit der Schüler:innen durch das Grundpri nzip der 
Partizipation 
• Unterstützung für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
• Unterstützung der Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung 
• Förderung der Akzeptanz und Wertschätzung kultureller Diversitäten 
• Förderung der Integration von Kindern und  Familien mit M igrationshintergrund inklu-
sive der Sprachbildung in der deutschen Sprache

15 
 
• Schaffung einer wertschätzenden und ressourcenorientierten Lebenswelt für alle Ki n-
der – unabhängig von ihrem sozialen und geograf ischen Hintergrund und von ihren  
körperlichen, seelischen und kognitiven Ressourcen 
• Förderung des sozialen Lernens und der informellen Bildung 
• Ermöglichung und Förderung der Kooperation von Schule und Kinder- und Jugendhil-
fe (Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW), um positiv e Syner-
gieeffekte konstruktiv und effektiv nutzbar zu machen. 
 
Zentral bei der Förderung der Persönlichkeitsentwicklung ist das Bestreben, die  Eigenver-
antwortung und Selbstorganisation der Kinder anzuregen, so dass sie durch die Erfah rung 
von Selbstwirksamkeit zu ganzheitlich kompetenten Lernenden heranwachsen. 
 
 
5 Die Säulen des pädagogischen Handelns in der 
OGS 
 
Folgende Aspekte stellen die Säulen unseres pädagogischen Handelns dar: 
• Gestaltung des Alltags im Austausch zwischen OGS und Kindern, 
• Erzieherische Zusammenarbeit zwischen OGS und Eltern, 
• Ergänzung des Bildungsauftrags im Austausch zwischen der OGS und Schule, 
• Zusammenarbeit zwischen der OGS und außerschulischen Kooperations-
partner:innen 
 
Diese Säulen gestalten und entwickeln in dynamischen Prozessen  das pädagogische Han-
deln der OGS und beruhen auf systemisch wechselseitige Beziehungen, die durch partiz i-
pierende Prinzipien genutzt werden. 
Zum Aufbau einer tragfähigen Identifikation mit der offenen Ganztag sgrundschule ist eine 
wertschätzende Beachtung und Einbeziehung der Ideen und Initiativen der  Eltern, Leh-
rer:innen, sowie insbesondere der zu betreuenden Kinder wichtig.

16 
 
 
 
Der Grundsatz der Partizipation ist bereits in der Phase der Konzeptentwicklung berüc k-
sichtigt und wird in der Begleitung und Ev aluation des Ganztagsbetriebes konsequent wei-
tergeführt. Die zustande komm enden Erfahrungen und Ergebnisse der Beteiligung, Mitwi r-
kung und Zusammenarbeit sind für den Prozess der Entwicklung und Fortschrei bung der 
offenen Ganztagsgrundschule, besonders für  die inhaltliche und methodische Gestal tung, 
von besonderer Bedeutung.  
In dieser Perspektive heißt Kooperation: 
• gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung 
• miteinander abgestimmte Durchführung und Auswertung 
• ressourcenorientierte Zusammenarbeit und Klärung von Zuständigkeiten und Verant-
wortung 
• Rhythmisierung der Zusammenarbeit 
• gemeinsame Qualitätssicherung und -entwicklung. 
 
Das Zusammenwirken der Beteiligten bedarf einer  Beteiligungsstruktur, die geprägt ist von 
einem kontinuierlichen Austausch aller Akteure und der Bereitschaft zur Weiterentwicklung. 
Diese S truktur wird anhand der genannten Säulen des pädagogischen Handelns im Fol-
genden dargelegt.

17 
 
5.1 Säule OGS - Kinder 
 
In der OGS des Kreisel e.V. gilt das Prinzip der Bildungs - und Erziehungspartnerschaft, in 
der die Kinder die OGS als Ort der Partizipation  erleben. Sie lernen i n haltgebenden und 
entwicklungsförderlichen Strukturen demokratische Mitbestimmung, die dem Alter ange-
messen sind. Sie gestalten aktiv den Alltag m it, übernehmen adäquate Aufgaben und Ver-
antwortungsbereiche und entwickeln in verschiedenen Beteiligungsformen Ideen und Lö-
sungen. 
Die Schüler :innen können zum einen ihre Kompetenz zur Selbststeue rung entsprechend 
ihren Möglichkeiten entwickeln, zum anderen erfahren sie die Gleichwertigkeit aller Kinder.  
Hierzu werden entsprechende Beteiligungsformen genutzt. Die Kinder bestimmen zum Bei-
spiel die Gestaltung des Gruppenraumes mit, sie bringen eigene Ideen ein und wi rken an 
deren Umsetzung mit. Ebenso liefern Projekte oder neue  Anschaffungen zusätzliche An-
lässe dafür, die Kinder aktiv und mitentscheidend einzubeziehen.  
Die Kinderkonferenz, der Schülerrat oder das Kinderparlament  bietet Kindern einen ver-
lässlichen Rahmen, innerhalb dessen sie dauerhaft und regelmäßig eingeladen sind, an der 
Gestaltung des Offenen Ganztages mitzuwirken. 
Als Träger des offenen Ganztages an der Förderschule für Sprache des Kreises Steinfurt 
Peter Pan mit den Standorten Rheine, Emsdetten und Dörenthe entwickelte der Kreisel 
e.V. das Konzept der sprachfördernden Grundhaltung  für die Mitarbeiter:innen. 
Ausgehend von einer entsprechenden Kö rperhaltung und Aufmerksamkeit über die 
Untermalung der Konversation mit Gesten hin zu Empathie und Toleranz bei 
Sprachunsicherheiten und der Überprüfung eigener Sprachgewohnheiten r eicht dieses 
Schulungsprogramm und wird zu einer inneren Haltung der Mitarbeiter. 
Diese Grundhaltungen findet sich in den vielfältigen Angeboten zur Sprachförderung am 
Nachmittag wieder, Sprachförderung findet somit durchgängig im Alltag statt.  Beispielhaft 
sind hier di e Angebote Bücherei AG, Lesepaten, Kindersprechtag, Theater AG und Chor 
erwähnt. 
Die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund ist dem Kreisel e.V. seit jeher 
ein besonderes Anliegen. Nicht nur verfügen wir aufgrund unserer langjährigen Erfahrung 
als Anbieter von Maßnahmen für Geflüchtete in Emsdetten über eine entsprechende 
Kompetenz, sondern achten bereits bei der Auswahl der Mitarbeiter auf eine 
entsprechende interkulturelle Kompetenz, die durch Schulungen kontinuierlich erweitert 
wird. Darüber hinaus werden bei entsprechendem Bedarf passgenaue 
Sprachförderangebote über den Honorartopf angeboten. Die Mitarbeiter der OGS sind hier

18 
 
in enger Vernetzung mit dem Vo rmittag, wir bieten in unseren Ferienprogrammen Deutsch 
als Zweitsprache (DAZ) an. 
Dabei liegt der Fokus auf Integration unter Beachtung der eigenen kulturellen Identität. 
Unterschiedliche Feste und ihre Hintergründe finden im Rahmen überkonfessioneller 
Bildung im Alltag der OGS Beachtung. 
Eine wesentliche Grundlage der Integrati on ist die Überwindung von Sprachbarrieren  
und der Kontakt zu anderen Kindern. Daher erachten wir es als sinnvoll, Geflüchteten 
Kindern bei der Schulanmeldung grundsätzlich einen Platz in der OGS zu vergeben. Somit 
ist gewährleistet, dass sie schnell Konta kte knüpfen und mit der deutschen Sprache 
vertraut werden. Die Eltern werden mit Unterstützung von Mitarbeitern und Ehrenamtlichen 
möglichst in ihrer Heimatsprache über den Alltag der OGS informiert und in vielfältige 
Aktivitäten miteingebunden. Dabei unterstützen wir Projekte, in denen eine Kultur z.B. über 
eine Koch AG vorgestellt wird. 
Schon bei der Auswahl der Mitarbeiter:innen achten wir auf interkulturelle Kompetenzen  
und ermutigen Mitarbeiter:innen mit internationalem Hintergrund gezielt, Angebote für d ie 
Schulkinder zu entwickeln und anzubieten. Hierbei profitieren wir von der Erfahrung unserer 
Mitarbeiter:innen im interkulturellen Austausch, zum Beispiel entstehen Synergien wie 2021 
bei der Gedenkwoche unseres Jugendtreffs 13drei in Emsdetten, bei der es um Aktivitäten 
des NS-Regimes vor der eigenen Haustür ging. Die Ausstellung, die uns vom Zentrum Yad 
Vashem in Israel zur Verfügung gestellt wurde, ist für alle Altersgruppen geeignet und 
verbleibt in unserem Eigentum. Hieraus speisten sich eine Viel zahl von Works hops zum 
jüdischen Leben und Kultur, wie z.B. jüdisches Essen oder jüdische Mode, die auch in der 
OGS eingesetzt werden können. 
Unsere Mitarbeiter verstehen Inklusion tatsächlich als eine grundlegende innere Haltung, 
was sie in die Lage versetzt, dies den Kindern aktiv vorzuleben. Dabei fokussieren sie nicht 
auf di e Defizite, sondern auf die besonderen Stärken dieser Kinder und etablieren aktiv 
Spielpartnerschaften mit anderen Kindern. 
Die Mitarbeiter verfügen über eine grundsätzlich systemisc he und wertschätzende Haltung 
den Kindern gegenüber.  Als Methode sei beispielhaft die Durchführung der AG „Starke 
Mädels“ erwähnt, die Durchführung von Coolness- Trainings durch unser eigenes Team 
von AAT - Trainer:innen. Der Einsatz von Belohnungs - und Vers tärkersystemen ist den 
Mitarbeitern aus der Arbeit im Kontext der Sozialen und emotionalen Förderung als 
fundiertes Mittel geläufig. Durch Fortbildung, Supervision und Intervision entwickeln wir 
ständig den „Methodenkoffer“ unserer Mitarbeiter weiter. 
Der Einsatz von ausgrenzenden Maßnahmen wird nur als letztes Mittel und auch nur kurz - 
bis mittelfristig erfolgen.  Wenn es zum Ausschluss aufgrund von schwierigem Verhalten

19 
 
kommt, finden begleitend, häufig gemeinsam mit den Lehrkräften, Ausschluss - und 
Wiederkehrgespräche s tatt. Der Fokus liegt hier immer in der Deeskalation und 
Wiedergutmachung, nicht in der Strafe. 
 
 
5.2 Säule OGS - Eltern 
 
Im Rahmen der gemeinsamen Verantwortung nimmt die Zusammena rbeit von Elternhaus 
und OGS einen hohen Stellenwert ein.  
Die Grundlage dieser Zusammenarbeit bildet der Betreuungsvertrag, in dem die koopera-
tive Zusammenarbeit, die pädagogischen Maßnahmen und die grundsätzlichen Rahmen-
bedingungen formuliert sind. 
Durch einen regelmäßigen Kommunikationsfluss gestaltet sich eine Bildungs- und Er-
ziehungspartnerschaft mit den Eltern, die eine Mitgestaltung des Offenen Ganztags und 
gleichzeitig den Blick auf das Kind fördert.  
Zudem herrscht ein regelmäßiger Kommunikationsfluss zwischen den Mitarbeiter:innen und 
den Eltern über vereinfachte Informationssysteme, wie zum Beispiel einem Hausaufgaben-
heft, regelmäßigen Elternbriefen oder einer Programmvorschau. Im Alltag kann nied-
rigschwellig die Abholphase zum Austausch mit den Eltern genutzt werden. Dies dient der 
Kontaktpflege und der e her alltäglichen Informationen hinsichtlich des Tagesverlaufs  oder 
hinsichtlich situativer Besonderheiten. Am Nachmittag sind die Fachkräfte in der Regel tele-
fonisch erreichbar.

20 
 
Darüber hinaus sind weitere Unterstützungsangebote vorgesehen, wie individuelle Eltern-
gespräche - gerne auch in Kooperation mit Schule und anderweitigen Institutionen, Sprech-
zeiten oder Elternsprechtage.  
Diese lösungsorientierten Kommunikationsformen unterstützen Eltern dabei, eine opt imale 
Förderung für ihre Kinder zu gestalten . Werden von den Eltern weitergehende Einzel - 
oder Fami liengespräche außerhalb des schulischen und betreuenden Kontextes ge-
wünscht, vermittelt das Personal der OGS den Kontakt zu entsprechenden Angeboten der 
Jugendhilfe und Jugendarbeit , Dies geschieht s elbstverständlich unter Berücksichtigung 
des Datenschutzes. Somit werden niedr igschwellige Zugänge zu Hilfen für Familien in den 
Fragen und Herausforderungen der Erziehung gewährleistet und eine konstruktive Erzi e-
hungspartnerschaft gelebt. 
Die Fachkräfte der offe nen Ganztagsgrundschulen gestalten mehrmals im Schuljahr ge-
meinsame Freizeitaktivitäten für Kinder und Eltern, die unter  besonderen Mottos stehen. 
Der Träger erschließt für Eltern und Sorgeberechtigte weitere Angebote, z. B.:  Wochen-
endaktion an der Schule für Familien, damit auch stark eingespannte berufstätige Eltern die 
Möglichkeit für Spiel, Spaß, Gespräche, Kontakte und ggf. Unterstützung erfahren: 
 Freizeitaktionen, wie das OGS-Sommerfest, der Kreisel  - Kinderkulturtag oder das 
Familienpicknick) 
 Veranstaltungen und Vorträge zu Themen wie Erziehung / Lernen / Familie / Part-
nerschaft 
 Hinweise auf Veranstaltungen anderer Jugendhilfeträger und Jugendverbände oder 
Vereine 
 Elterncafés, bei denen die Wünsche, Fragen und Vorschläge der Eltern erfragt wer-
den und die Möglichkeit zum Austausch mit den Fachkräften vor  Ort und anderen 
Eltern gegeben ist. 
Der Kreisel e.V. installiert eine Elternvertretung für die Gruppen eines jeden Standortes , 
worauf unter anderem im folgenden Punkt näher eingegangen wird. 
 
5.3 Säule OGS – Schule 
 
Die OGS als integrierter Bestandteil  von Schule bietet er weiterte Möglichkeiten, alle 
Dimensionen der Förderung und des Unterrichts durch eine Verknüpfung mit 
außerschulischen Angeboten zu vertiefen und zu bereichern. Ein verantwortliches 
Zusammenwirken im Rahmen der gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsarbeit und somit

21 
 
ein kontinuierlicher Austausch  zwischen den Lehrkräften und dem pädagogischen 
Personal der OGS verstehen wir als selbstverständlich.  
Wir fördern und pflegen gemeinsame Wertehaltungen, wir integrieren Erfahrungen, Rituale, 
Methoden und Vereinbarungen aus dem Klassen-  und Schulleben in die OGS und wir 
knüpfen an dem im Unterricht Erlerntem an. Hierzu werden den Fachkräften der OGS das 
Schulprogramm, die Lehrpläne und Unterricht shilfen sowie ggf. vorhandene weitere 
Materialien zur Verfügung gestellt. Ein persönlicher und kollegialer Austausch zwischen 
OGS und Schule findet auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Foren statt: Die 
OGS Koordina tor:in tauscht sich täglich m it der Schulleitung und der Verwaltung aus . 
Außerdem nimmt die OGS Koordinator:in oder eine Gruppenleitung in der Regel an Schul-, 
Lehrer- und Fachkonferenzen  sowie bei Bedarf an Fallbesprechungen sowie an 
Elternsprechtagen teil.  
Regelmäßig stattfindende Treffen von Lehrkräften und den Gruppenleitungen der OGS 
dienen dem Austausch in fachlichen, organisatorischen und individuellen Fragen. Die 
Möglichkeit zur gegenseitigen Hospitation des Schulunterrichts und des OGS -Alltags ist 
wechselseitig gegeben. Lehrkräfte der Schule beteiligen sich ebenso an der Gestaltung des 
Ganztags, beispielsweise durch eine Beratung bei der Organisation und Durchführung von 
Förderangeboten, durch das Anbieten von AG‘s sowie durch die Begleitung der Lernzeit.  
Mindestens einmal pr o Jahr findet ein Gespräch zwischen dem Vorstand des Kreisel e.V. 
und der Schulleitung statt. 
Es besteht eine schulinterne Elternvertretung für die Gruppen der offenen Ganztagsgrund-
schule. Bei Bedarf können als weitere Mitglieder die Schulleitung und die Leit ung des Trä-
gers teilnehmen. Der konkrete Zuständigkeits - und Aufgabenka talog für die Elternvertr e-
tung wird zwischen der jeweiligen Elternvertretung und dem Träger abgestimmt. 
Für eine solche Kooperation sind wechselseitige Beteiligungs - und Mitwirkungsformen not-
wendig, die schulintern zu verabreden sind. 
5.4 Säule OGS - außerschulische Kooperationspartner 
 
An der Durchführung und Weiterentwicklung des außerunterrichtlichen Ganztagsangebotes 
sind verschiedene Kooperationspartner beteiligt, um eine differenzi erte Angebotspalette zu 
schaffen. Die OGS unterstützt die Öffnung von Schule zum Sozialraum und den dort tätigen 
Akteuren und erschließt ein Netzwerk der Zusammenarbeit mit Vereinen und Personen.  
Die bisher schon bewährten Kooperationen innerhalb des S ozialraums, möchten wir gerne 
weiterfortführen und ausbauen.

22 
 
In regelmäßigen Netzwerktreffen zwischen OGS und den außerschulischen Kooperat i-
onspartnern werden Zielrichtung, Qualität und Effizienz entwickelt und überprüft. Dazu ge-
hört die gemeinsame Planung und Konzeptentwicklung, die miteinander abgestimmte 
Durchführung und Auswertung der Angebote, die ressourcenorientierte Zusammenarbeit 
und Klärung von Zuständigkeiten und Verantwortung, die Rhythmisierung der Zusammen-
arbeit und die gemeinsame Qualitätssicherung und -entwicklung.  
Kooperationspartner sind im Allgemeinen Sportver eine, Musikschulen, Kunstpädagogen, 
Entspannungspädagogen, Jugendverbände (freiwillige Feuerwehr, DRK, Pfadfinder etc.) 
und städtische Einrichtungen (Museen, Bücherei).  
Nach § 1 Abs. 3 SGB VIII zielen diese Angebote effizienter, entwic klungsförderlicher Hilfs- 
und Unterstützungsmaßnahmen darauf hin, für die Kinder und ihre Familien eine positive 
Lebenswelt zu schaffen und notwendige und geeignete Hilfen zu installieren. 
 
6. Tagesstruktur im Offenen Ganztag 
 
Für die Entwicklung der außerunterrichtlichen Angebote werden aus Sicht des Trägers vier 
grundsätzliche Kriterien vorausgesetzt: 
 
• Die Angebote sind standortbezogen und sozialraumorientiert. 
• Die unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder werden bei der Planung der An-
gebote berücksichtigt.  
• Die Verlässlichkeit bzw. Kontinuität bei der inhaltlichen und zeitlichen Gestaltung ist 
gesichert. 
• Der Einsatz von qualifiziertem Personal ist gewährleistet. 
 
Die Angebote im Rahmen der Ganztags grundschule basieren auf einem breiten Aufgaben-
verständnis. In gebundenen und ungebundenen Angeboten können Schülerinnen und 
Schüler umfangreiche Erfahrungen sammeln, vielfältige Kompetenzen erwerben und ler-
nen, ihre Freizeit sinnerfüllt zu gestalten. Somi t weisen die Angebote über das Spek trum 
curricular definierter Unterrichtsziele hinaus. 
So kommen in Arbeitsgemeinschaften allgemeine Kompetenzen zur Lebensbewältigung 
zum Tragen, ebenso werden spezielle Neigungen und Interessen entwickelt. 
Bei der Zusammenstellung der Angebote ist zu berücksichtigen, dass die Kinder im Ganz-
tag auch didaktisch -methodisch unstrukturierte G elegenheiten benötigen. Dort können sie 
nach Belieben einzeln oder mit Freunden entspannen, sprechen und spielen. Sie verar bei-

23 
 
ten Eindrück e u nd schöpfen Energie. Den Schülerinnen und Schülern stehen in diesen 
Freispielphasen anregende Materialen zur Verfügung, so dass sie sich ihr Wissen u nd 
Können in einem Prozess der Selbstbildung aneignen. 
Die konkreten Angebote in der offenen Ganztagsgrunds chule setzen sich aus drei Grunde-
lementen zusammen, nämlich aus dem Mittagessen, den Lernzeiten / Hausaufgabenbe-
treuung und den Nachmittagsangeboten. 
 
6.1 Mittagessen 
 
Vor dem Mittagessen findet eine Gruppenbesprechung statt. Die Gruppenbesprechung 
dient dazu, die Gemeinschaft zu stärken und aktuelle Anliegen der Gruppe zu klären. Des 
Weiteren wird der Tagesablauf besprochen, ggf. Gruppenkonflikte thematisiert und mögli-
che Wünsche der Kinder eingebracht.  
Das Mittagessen wird von einem Essensanbieter angeliefert und entspricht den Grundsä t-
zen einer ausgewogenen und kindgerechten Ernährung. Spezielle Nahrungsmittelunver-
träglichkeiten oder einzuhalten de Diäten und kulturelle Besonderheiten können von den 
Eltern bzw. Sorgeberechtigten mit den Fachkräften der  offenen Ganztagsgrundschule ab-
gestimmt werden. Die Kinder werden an den Aufgaben beteiligt, die im Zusammenhang mit 
dem Mittagessen entstehen, z.B. Spei seplanerstellung, Tischdecken und – abräumen. Die 
Kosten werden in Absprache mit dem Cateringunternehmen festgelegt. 
Die Kinder nehmen ihr Mittagessen in ihrer jeweiligen festen OGS-Gruppe ein. Somit wird 
eine angenehme Atmosphäre geschaffen, in der die Kinder Zeit zum Erzählen haben und 
eine angemessene Tischkultur entwickeln können.  
Feste Absprachen und Regeln während des Mittagessens ermöglichen es den Kindern, 
Eigenverantwortung und Selbstständigkeit zu erlernen und soziales Lernen in der Gruppe 
zu üben. 
 
6.2 Lernzeiten / Hausaufgabenbetreuung 
 
Während der sich anschließenden Lernzeit werden die Kinder in kleinen Gruppen durch 
unsere Mitarbeiter:innen, Lehrkräfte oder Honorarkräfte bei der Erledigung der Hausaufga-
ben begleitet und bei Bedarf individuell unterstützt (Lernzeit). Die Kinder erledigen ihre 
Hausaufgaben in einem dafür vorgesehenen Raum in der Regel selbständig. Für Fragen 
stehen die OGS-Mitarbeiter:innen ggfs. auch die Lehrer:innen zur Verfügung.

24 
 
Das Personal achtet auf: 
• eine selbstständige Arbeitshaltung 
• die Förderung und Forderung der einzelnen Kinder 
• eine ruhige Arbeitsatmosphäre 
• die Einhaltung von Arbeitstechniken und Lernstrukturen  
 
Besonderes Augenmerk legen wir auf Selbstständigkeit und selbstorganisiertes Lernen. 
Das bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihre Aufgaben über-
nehmen. Sie lernen ihre Arbeitsmaterialien zu organisieren, sie strukturieren die ihnen zur 
Verfügung stehende Zeit und sie nutzen unterschiedliche Lernquellen. Das Fachpersonal, 
die Lehrkräfte und andere Beauftragte stehen den Kindern beratend bei diesem Lernpro-
zess zur Verfügung.  
Grundvoraussetzung f ür ein solches Lernarrangement ist die Akzeptanz der Verantwor-
tungsteilung auf die beteiligten Personengruppen. Auch die Eltern müssen in ihrer Veran t-
wortung am Lernprozess beteiligt und informiert werden. Zwischen denen am Lernprozess 
Beteiligten herrscht Transparenz bezüglich der Verantwortungsteilung. Um dies zu gewähr-
leisten und zu unterstützen wird das Hausaufgabenheft als Kommunikationsmittel zwischen 
Eltern, Lehrkräften und Personal genutzt. Hier schreiben die Kinder täglich ihre Hausaufg a-
ben auf und die Fachkräfte geben ein Feedback über die Arbeitsweise der Schüler  und 
Stand der Erledigung der Aufgaben.  
Selbstorganisiertes Lernen ist ein Prozess, der es Schülerinnen und Schülern schrittweise 
ermöglicht, selbstständig und selbstverantwortlich zu lernen und zu arbeiten. 
Bei besonderem Forder - oder Förderbedarf von Ki ndern wird Kontakt zum Lehrpersonal, 
Eltern und gegebenenfalls gemeinsam zu anderen Institutionen gesucht. 
 
6.3 Nachmittagsangebote 
 
Die differenzierte inhaltliche und methodisc he Ausgestaltung der Angebote wird unter Ei n-
beziehung der Wünsche und Vorstellungen von Kindern, Eltern und Lehrkräften geplant.  
Aus dem Bereich der Methoden werden solche verstärkt eingesetzt, die die Eigenaktivität 
und Experimentierfreudigkeit der Ki nder fördern u nd gruppenbezogenes Lernen unterstü t-
zen. Bevorzugt sind somit Projektarbeit, Werkstattarbeit und soziale Gruppenarbeit. Durc h-
geführt werden sie von unserem Personal, aber auch von Honorarkräften und von qualif i-
zierten Kräften aus Vereinen.

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Grundsätzlich gilt, dass die Angebotspalette einerseits den Erwerb von Fähigkeiten, Wissen 
und Kompetenzen ermöglicht und zudem Modelle für das außerschulische Freizeitverhalten 
aufzeigt. Andererseits müssen die Besonderheiten der Ganztagsstruktur berücksich tigt 
werden und Rückzugsmöglichkeiten bestehen. 
Der Kreisel e.V. hält eine Angebot spalette in seinem Programm für die offene Ganztag s-
grundschule vor, die folgende Themenbereiche umfasst: 
• Kreativangebote, Konstruktionsangebote 
• Musische bzw. theaterpädagogische Angebote 
• Bewegung, Spiel und Sport 
• Psychomotorik, kompensatorischer Sport 
• Strategie- und Denkspiele 
• Entspannungsangebote 
• begabungs- und interessensgeleitete Angebote 
• Forder- und Förderangebote 
• Gruppennachmittage 
• und vieles mehr 
 
Wie bereits beschrieben ist es dem Träger wichtig, dass die außerunterrichtlichen Angebo-
te im Sozialraum verankert werden. Der Kreisel e.V. bemüht sich um konstruktive Koopera-
tionen in der Nachbarschaft und im Stadtgebiet. Um möglichst in allen Bereichen Angebote 
vorzuhalten, werden die Wochenpl äne ca. halbjährlich nach den individuellen Wünschen 
und Interessen der Kinder und der sozialräumlichen Bedingungen angepasst.  
 
 
6.4 Ferienbetreuung 
 
Während der Ferien bietet der Kreisel e.V. den Kindern eine sechswöchige Ferienbetreu-
ung in den Räumen der OGS an. Die Ferienbetreuung kann direkt in der OGS wochenwei-
se gebucht werden. Für OGS Kinder entstehen keine zusätzlichen Kosten. Gerne dürfen 
sich auch Kinder der Schule anmelden, die keinen OGS Vertrag haben. Der Elternbei trag 
kann auf den Kinderseiten der Stadt Münster eingesehen werden  und wird durch den Trä-
ger eingesammelt.

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Jede Ferienwoche hat ihr eigenes Motto. Die Mottos sind so gewählt, dass die Kinder auf 
möglichst vielen unterschiedlichen Ebenen, wie z.B. sportlich, kreativ, m usikalisch, theater-
pädagogisch einen Zugang zu dem jeweiligen Thema finden. Ein fe ster Bestandteil der 
Ferienwochen sind Ausflüge. So können Kinder ihren Sozialraum erkunden und auch E r-
fahrungen außerhalb des Sozialraumes machen. 
Themen können z.B. sein: Jahr eszeitliche Angebote, Olympiaden, Wasserwelten, Wir e r-
kunden den Wald, Wir entdecken den Bauernhof  oder künstlerische Arbeiten für die Schul-
gemeinschaft. 
  
7. Kooperation mit Jugendhilfe 
 
Die Konzeptentwicklung der offenen Ganztagsgrundschule setzt auf die  Zusammenarbeit 
von Schule und Jugendhilfe. Aus dieser Zusammenarbeit e rwachsen besondere Chancen 
für eine qualitativ angemessene Betreu ung und Förderung von Kindern. Die Kooperation 
verbindet zwei fachliche Perspektiven -  die der Schulpädagogik und die der Sozialpädago-
gik. 
So kann die Jugendhilfe in die offene Ganztagsgrundschule bewährte und praxiserprobte 
Qualitätsmodule einbringen. Diese sind unter anderem 
• Erfahrungen mit individueller Stärkung von Kindern 
• Erfahrungen mit Interaktions- und Kommunikationsansätzen zur Stärkung des sozia-
len Verhaltens 
• Erfahrungen mit familienorientierter Beratung und Unterstützungen bis hin zu Hilfen 
zur Erziehung 
• Kooperation mit dem Jugendamt als Steuerungsorgan beim Aufbau kommunaler Bil-
dungslandschaften 
• Kooperation mit dem Jugendamt als Vernetzungsinstanz für informelle Bildungspro-
zesse 
• Kooperation mit dem Jugendamt als Steuerung der Hilfen zur Erziehung. 
 
Der Träger Kreisel e.V. setzt sich ein, diese Elemente in die konkrete Arbeit an den Schu-
len einflie ßen zu lassen,  um die wertvo llen Ressour cen zu nutzen.  So engagiert er sich 
verlässlich in  relevanten Facha rbeitskreisen, Trägerkonferenzen, Fachtagungen sowie in 
regionalen und landesweiten Qualitätszirkeln und Arbeitsgruppen.

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7.1 Schulsozialarbeit 
 
 
 
„Systemisches Denken in der Schulsozialarbeit ist für alle Beteiligten in der Schule nutz-
bringend und zugleich ein innovativer Ansatz für Schule selbst, wenn sie die Beziehungs - 
und Kommunikationsebenen konstruktiv beleben und fördern sowie Sinn herleiten möchte.“ 
(Just, Anette: Systemische Schulsozialarbeit; Carl Auer 2021, S. 10) 
 
In einem Spannungsfeld zwischen den Bedürfnissen von Schüler:innen und ihren Familien, 
Schulpersonal und relevanter Umwelt schaffen unsere Schulsozialarbeiter:innen Klarheit 
und Beziehung, Partizip ation und Beratung.  Sie schaffen Zugänge, Kooperationen und 
nicht zuletzt Synergien zwischen Schule, Jugendhilfe und Klient:innen. Dabei gehen sie von 
einem klar fundierten Denkansatz aus, beraten Einzelne, Familien uns Teams, fördern so-
ziales Lernen, intervenieren bei Krisen und unterstützen eine konstruktive Streit - und Kom-
munikationskultur. 
Im rahmen ihrer städtischen V ernetzung bilden sie sich fort, reflektieren ihr Handeln und 
stoßen über ihre Vertretungen auch politisches Handeln an.

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8. Kinderschutz 
 
Im Kreisel e.V. herrs cht absolute Einigkeit bei allen Beteiligten, dass ein funktionierender 
Kinder- und Jugendschutz ein Grundbaustein der Organisation ist, auf dem alle weiteren 
Angebote basieren. 
 
Daher trifft der Träger aktiv Maßnahmen, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen, 
auch und besonders in Bezug auf sexualisierte Gewalt, in seinen Einrichtungen weiter zu 
verbessern. Wir erstellen und führen als Träger mit allen Abteilungen ein Schutzkonzept 
unter Beteiligung aller relevanten Nutzergruppen, Mitarbeiter:innen und  weiteren Akteuren. 
Dieses Konzept ist in stetiger Ent wicklung und Anpassung begriffen, und bildet  
die Ethik der Mitarbeiter:innen, wie auch die Haltung des Trägers in  
der Sicherung des Kindeswohles ab. Ebenso erachten wir eine hohe Transparenz bezüg-
lich des Kinderschutzkonzeptes im Innen und im Außen für s ehr wichtig, da dadurch zum 
einem Handlungssicherheit geschaffen und zum anderen Prävention betrieben wird.  
 
Die Fachbereichsleitungen und OGS-Koordinator:innen üben auf der Basis einer professio-
nellen Zusammenarbeit mit den Fachkräften vor Ort die Fachbe ratung und Fachaufsicht in 
allen Teilsystemen des Unternehmens aus. Sie bemühen sich um ein vertrauensvolles 
Verhältnis zu den Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen, um auch für diese als A n-
sprechpersonen zur Verfügung zu stehen. Sie halten vor dem Hintergrund eines system i-
schen Grundverständnisses Kontakt zum Helfersystem und kommunizieren regelmäßig mit 
relevanten Nutzergruppen. 
In unserer Einrichtung ist ein lebendiges Beschwerdewesen gewünscht. W ir nehmen Be-
schwerden ernst und können somit sich anbahnende Schwierigkeiten frühzeitig identifizi e-
ren.  
In allen Bereichen des Kreisel e.V. sind Kinder und Jugendliche vor Gefahren  
für ihr Wohl zu schützen. Es gilt, ein tragfähiges System zu schaffen, dass diesen  
Schutz gewährleistet, aber auch auf Meldungen eingehen und diese einschätzen  
kann, wenn diese Abweichungen und Gefährdungen des Schutzes aufzeigen.  
Diese Grundlage für die Betreuung der Kinder - und Jugendlichen bildet das  
Leitbild des Trägers un d ist ebens o Grundlage für die Achtung des Kindeswohls  
aller betreuten Kinder- und Jugendlichen. Der Sicherstellung des Schutzes unserer Kinder 
und Jugendlichen kommt in unserer Einrichtung also eine hohe Bedeutung zu. Wir nutzen 
dezidierte, nachhaltig wi rksame und strukturell gesicherte Instrumente, um den Kinder-
schutz sicherzustellen.

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Hierzu hat der Kreisel e.V. unter anderem Kooperationsvereinbarungen nach  
§ 8a mit den Kommunen geschlossen. Der Träger stellt durch geeignete eigene Maßnah-
men sicher, dass alle sei ne Fachkräfte über gewichtige Anhaltspunk te für das mögliche 
Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung unterrichtet sind.  
Darüber hinaus wurden und werden für die  
Arbeitsfelder eigene Handlungsempfehlungen mit spezifischen Indikatoren zur  
Wahrnehmung gewichtiger Anhaltspunkte im Sinne eines Schutzk onzeptes entwickelt. Der 
Kreisel e.V. beschäftigt mehrere Kinderschutzfachkräfte und fördert kontinuierlich die Aus-
bildung weiterer insoweit erfahrener Fachkräfte. Aufgabe dieser Kinderschutzfachkräfte ist 
es, nach § 8a Abs. 4 SGB VIII die einzelnen Einric htungen und Teams bei der Gefähr-
dungseinschätzung zu beraten.  
Der Vorstand des Kreisel e.V. gewährleistet, dass die Kinderschutzfachkraft in Ausübung 
ihrer besonderen Tätigkeit frei und unabhängig agieren kann, losgelöst aus der eigentlichen 
Trägerhierarchie. 
Über die Vorhaltung von Kinderschutzfachkräften hinaus, ist für den Kreisel e.V. der pr ä-
ventive Ansatz von hoher Bedeutung. Demzufolge haben wir massiv in Zusatzausbildungen 
der Beschäftigten auch im Bereich AAT und CT investiert. Durch deren Multipli kationsauf-
trag wird eine Sensibilisierung der Erwachsenen und der Kinder in Bezug auf eine ausge-
wogene Balance zwischen Nähe und Distanz gefördert. Auch das Entwickeln von Konflik t-
handlungsplänen ist da mit fundiert sichergestellt, was allen Beteiligten hohe Handlungss i-
cherheit bietet. 
Ebenso verstehen wir unseren Schwerpunkt auf Partizipation der Kinder und Jugendlichen 
im Sinne von Selbstwirksamkeit als präventive Arbeit. Das Sensibilisieren und Schaffen von 
Angeboten in Bezug auf Kinderrechte gemäß der EU -Konvention dient ebenfalls der Pr ä-
vention und somit dem Kinderschutz. 
Abschließend sei ausdrücklich betont, dass der Vorstand und der Aufsichtsrat des Kreisel 
e.V. das Schutzkonzept, welches im Rahmen des LWL-geförderten Projekts „Schutzraum 
Kreisel e.V.“ entstanden ist, als strategisch fundierten Kinderschutz mit Verankerung in der 
Organisationskultur verstanden und gelebt wissen will. Die Darstellung nach Außen dient 
somit weniger der Performance, sondern explizit  der Transparenz und demzufolge des 
Schutzes der Kinder und Jugendlichen sowie der Organisation als solche.

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9. Qualitätsentwicklung 
 
Der Kreisel e.V. legt großen Wert auf eine prozesshafte Qualitätsent wicklung. Wir unter-
scheiden in Struktur-, Inhalt- und Ergebnisqualität. 
9.1 Strukturelle Qualität  
 
Die strukturelle Qualität wird mittels de r Leistungsvereinbarung gemeinsam mit dem Schul-
träger geregelt und ist bereits unter den Punkten Finanzierung, Personal, Räu-
me/Ausstattung, Betreuungszeiten, Grup pengröße und Versicherungsschutz beschrieben. 
An dieser Stelle sei lediglich der Verweis zu den entsprechenden Punkten gestattet. 
 
 9.2 Inhaltliche Qualität  
 
Das OGS-Konzept wird regelmäßig evaluiert und kontinuierlich fortgeschrieben. Alle be-
reits genannten „Säulen der OGS“ sowie der Schul träger werden inhaltlich daran beteiligt. 
Dabei erfolgt stetig ein Abgleich mit der pädagogischen Praxis und daraus folgend gegebe-
nenfalls Anpassungen. Die Teamarbeit ist elementarer Bestandteil der Arbeit und dient der 
Planung und Weiterentwicklung des gemeinsam en pädagogischen Prozesses. Die päda-

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gogische Arbeit ist im Team anhand w öchentlicher Teambesprechungen organisiert. Die 
individuellen Kompetenzen der Mit arbeiter:innen werden sinnvoll eingesetzt. Benöti gte 
Ressourcen zur Reflexion und Supervision werden in einem angemessenen Umfang be-
reitgestellt. Für ein notwendiges Krisenmanagement  kennen die pädagogischen Mitarbei-
ter:innen die internen und externen Kommunikations - und Meldewege und arbeiten nach 
dem Mehr-Augen-Prinzip. Interne und externe Hilfeangebote s ind bekannt und werden bei 
Bedarf im Rahmen der Krisenintervention genutzt. Zur Sicherung des Kindeswohls ge-
währleisten wir ein protokolliertes Verfahren nach §8a (SGBVIII). Wir stellen innerbetrieb-
lich insoweit erfahrene Kinderschutz-Fachkräfte zur Verfügung. Zur Qualifizierung unse-
res Personals sind externe arbeitsfeldspezifische Fort- und Weiterbildungen vorgesehen  
und werden im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten gefördert. Zu unserem Qualität s-
standard zählt auch eine jährliche interne Fortbildung zu aktuellen Themen für alle eigenen 
Mitarbeiter:innen und für externe Fachkräfte.  
Der Kreisel e.V. verfügt zudem bereits über einen qualifizierten Mitarbeiterpool mit unte r-
schiedlichen Zusatzqualifikationen wie zum Beispiel Inklusionsfachkräfte, Lernberater :in, 
Medientrainer:in, Anti -Aggressivitäts- und Coolness-Trainer:in, Erlebnispädagog:in, tierge-
stütze Therapeut :in, Tanztherapeut:in, Ernährungsberater :in und  systemische F amilien-
therapeut:in. Eine viel fältige inte rdisziplinäre Nu tzung der Qualifikationen wird unter den 
einzelnen Standorten, Fachbereichen und weiteren Vernetzungen ermöglicht.  
Auch ist der Kreisel e. V. daran interessiert in bereits existierenden Arbeitsgremien und 
Fachtagungen mitzuwirken bzw. solche zu initiieren. 
 9.3 Ergebnisqualität  
 
In jährlich geführten Qualitätsdialogen  mit der Schule und dem Schulträger, werden Jah-
resplanungen und Ziele entsprechend der Leistungs - und Qualitätsvereinbarungen formu-
liert, operationalisiert und mit  entsprechenden Indikatoren zur Messbarkeit der Zieler rei-
chung konkretisiert. Die erarbeiteten Indikatoren w erden rhythmisiert evaluiert. Die Ergeb-
nisse werden zur Generierung von Steuerungsimpulsen und zur Entwicklung neuer und 
weiterführender Ziele genut zt. Sie die nen der kritischen Reflexion der eigenen Ar beit und 
Wirksamkeit und sie dienen als Grundlage für die Angebotsplanungen und die Optimi e-
rungsprozesse. In diesem Zuge führen wir in vierjährigen Abständen Befragungen der  Kin-
der, Eltern und Lehrer:innen durch, und nutzen die Erhebungen für die Evaluation unserer 
Arbeit.

Beratungsverlauf (7)

24.01.2023 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.7 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
31.01.2023 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 6 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
07.02.2023 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit und Ordnung
TOP 8 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
09.02.2023 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 11 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
14.02.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 6.7 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
15.02.2023 Hauptausschuss
TOP 17.2 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
15.02.2023 Rat
TOP 25.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (8)

  • Gutenbergstraße 14
  • Friedrichstraße 1
  • Idenbrockplatz 27
  • Johann-Krane-Weg 18
  • Sentruper Höhe
  • Bahnhofstraße 24
  • Kinderhaus
  • Holtrode

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Details

Aktenzeichen
V/0662/2022
Typ
Vorlagen
Datum
21.11.2022
Erstellt
21.10.2022 15:00