V/0294/2024
Ringlinie (Linie 33/34) und Linie 14
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Anlage 1 Ringlinie_(33_34)_und_Linie 14
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1 Ausgangslage und Zielsetzung Im Zusammenhang mit der Angebotsreduzierung im Stadtbusverkehr wurde die Ringlinie 33/34 im Herbst 2022 einstell t. Mit der Wiederaufnahme von eingestellten Leistungen, wie beispielsweise dem 20‘ -Takt oder dem durchlaufenden Nachtbusverkehr am Wochenende, soll auch der Betrieb der Ringlinie im Jahr 2024 wieder aufgenommen werden. Dazu befinden sich die Stadtwerke Münster aktuell in einer europaweiten Ausschreibung der Verkehrsleistung für die Linie 33/34. Zielsetzung ist es, die Linie zum Oktober dieses Jahres wieder in Betrieb zu nehmen. Im Zusammenhang mit der Ausschreibung wurde die Linienführung und das Betriebskonzept der Ringlinie überprüft. Unter Berücksichtigung der Funktion der Ringlinie im Stadtbusnetz, den Belangen der Fahrgäste sowie der Sicherstellung eines verlässlichen und stabilen Betriebes wurde die Linienführung überplant und optimiert. Bestandsanalyse Die Einführung der Ringlinie 33/34 erfolgte im Zuge der Umsetzung der Maßnahmen des 3. Nahverkehrsplanes Stadt Münster im Oktober 2016. Einerseits sollten mit der Ringlinie dezentrale Umsteigeverbindungen von den Hauptachsen geschaffen werden, um den Hauptbahnhof zu entlasten, andererseits sollten im Innenstadtbereich über den zweiten Tangentenring erstmalig durchgehende Stadtbusverbindung angeboten werden. Dazu wurde die Ringlinie mit Einschleifung über den Hauptbahnhof konsequent über den zweiten Tangentenring geführt. An den Kreuzungspunkten mit den Hauptachsen wurden Umstiegshaltestellen eingerichtet. Da die Linien 33 bzw. 34 als Ringlinie mit laufender Fahrgastbesetzung konzipiert wurde und somit keine klassischen Start- bzw. Endhaltestellen hatte, wurde die Linie „durchlaufend“ ohne Pausen - bzw. Pufferzeiten betrieben. Zur Anbindung des Hauptbahnhofes wurden Stichfahrten mit Spitzkehren im Bereich der Urbanstraße durchgeführt. Aufgrund dieses Betriebskonzeptes war die Ringlinie von Beginn an extre m verspätungsanfällig. Fahrzeitverluste auf dem stauanfälligen Ring und durch die Einschleifungen bzw. Stichfahrten über den Hauptbahnhof konnten nicht durch Pausenzeiten kompensiert werden. Die Fahrzeuge liefen auf und ein stabiler Takt war nicht zu gewährleisten. Abbildung 1: Ringlinie / Linie 14 (2016) 2 Abbildung 2: Ringlinie / Linie 14 – Detailansicht (2016) Eine dadurch betrieblich notwendige Modifikation der Ringlinie erfolgte zum Fahrplanwechsel im Frühjahr 2019. Mit der Zielsetzung, die Verspätungen zu reduzieren und damit den Betrieb zu stabilisieren, wurden die Linien 33/34 zwischen Hauptbahnhof und Hohenzollernring über die Wolbecker Straße geführt. Die zeitaufwendigen Stichfahrten zum Hauptbahnhof mit Spitzkehre im Bereich der Urbanstraße entfielen somit. Der Hansaring wurde mit der Stadtbuslinie 14 bedient. Trotz der gestreckten Linienführung und dem Verzicht auf die Stichfahrten zum Hauptbahnhof blieb die Ringlinie verspätungsanfällig und ohne Verspätungspuffer betrieblich instabil. Eine stabile Taktlage für die Fahrgäste konnte nicht gewährleitstet werden. Je nach Verkehrslage liefen die Fahrzeuge auf und mussten durch das Eingreifen der Leitstelle wieder in den Takt gebracht werden. Durch den zusätzlich notwendigen Personalbedarf für Pausenablösungen stiegen zudem die Kosten. 3 Abbildung 3: Ringlinie / Linie 14 (2019) Abbildung 4: Ringlinie / Linie 14 – Detailansicht (2019) Mit fast 5.000 Fahrgästen pro Werktag hat die Ringlinie grundsätzlich die Erwartungen erfüllt. Neben der Haltestelle Hauptbahnhof werden die Haltestellen Pumpenhaus/Lublinring und Dreifaltigkeitskirche – mit Umstieg von den Hauptachsen – sowie die Haltestelle Coesfelder Kreuz am intensivsten genutzt. Die stärkste Fahrgastnachfrage ist vor allem auf dem 4 nordwestlichen sowie auf dem südwestlichen Teilabschnitt des Ringes aus und in Richtung Coesfelder Kreuz festzustellen. Mit Umstieg von den Hauptachsen konnten mit der Ringlinie neue Verbindungen im Innenstadtbereich realisiert werden. Mit knapp 12 % des Fahrgastaufkommens ist der Hauptbahnhof zwar die am stärksten frequentierte Haltestelle, liegt damit aber deutlich unter den 16 % der gesamtstädtischen Bedeutung des Hauptbahnhofs für das gesamte Fahrgastaufkommen. Mit Ausnahme der Haltestellen Villa ten Hompel, St. Franziskus -Hospital, Langemarckstraße, Henriette -Son- Straße und Sperlichstraße werden die Haltestellen der Ringlinie auch durch mindestens eine weitere Stadtbuslinie in Direktfahrt an den Hauptbahnhof angebunden. Nur ca. 120 Fahrgäste nutzen die vorgenannten Haltestellen, um mit der Ringlinie zum Hauptbahnhof zu kommen. Verkehrliche, betriebliche und wirtschaftliche Bewertung Aus verkehrlicher Sicht kann, wie in der Analyse der Fahrgastverflechtungen dargelegt, auf eine Anbindung des Hauptbahnhofs mit der Ringlinie verzichtet werde n. Auch im Sinne der Funktion der Ringlinie ist eine konsequente Führung der Linie über den zweiten Tangentenring ohne Einschleifung Hauptbahnhof zielführender. Wie die Fahrgastzahlen zeigen, werden die dezentralen Umstiege von den Hauptachsen zur Entlastung des Hauptbahnhofs angenommen. Zudem werden innstädtischen Verbindungen – v. a. über Coesfelder Kreuz – geboten und angenommen, die nicht radial über den Hauptbahnhof führen. Auch aus betrieblicher Sicht sollte auf eine Bedienung des Hauptbahnhofs mit der Ringl inie verzichtet werden. Stichfahrten zum Hauptbahnhof sind grundsätzlich v. a. in Kombination mit der Spitzkehre Urbanstraße störanfälli g. Dies ist im Sinne eines stabilen Betriebes der Ringlinie wie auch aller anderen Stadtbuslinien unbedingt zu vermeiden. Grundsätzlich trägt jede Reduzierung von Fahrten in der Zu- bzw. Abfahrt zum Hauptbahnhof zur Verbesserung der betrieblichen Leistungsfähigkeit auf allen Buslinien in diesem Bereich bei. Aufgrund der störanfälligen Führung der Ringlinie über den Hauptbahnhof sowie die nicht vorhandenen Pausen- bzw. Pufferzeiten ist die Ringlinie mit ihrem „alten“ Betriebskonzept nicht fahrbar. Um einen stabilen Betrieb sicherzustellen, ist die Linie zu brechen, d. h. mit einer Start - und Endhaltestelle sowie mit entsprechenden Pausen- bzw. Pufferzeiten zu planen. Verspätungen können so kompensiert und ein stabiler Betrieb mit einer für die Fahrgäste stabilen Taktung (anders als in der Vergangenheit) gewährleistet werden. An den Haltepositionen am Hauptbahnhof ist aufgrund der Vielzahl und der engen Taktung v on Busan- bzw. -abfahrten die Einrichtung von Pausen- bzw. Pufferzeiten für die Ringlinie nicht möglich. Eine Bedienung der Haltestelle Hauptbahnhof mit anschließenden Ein - und Aussetzfahrten zum Betriebshalt auf dem Frie-Vendt-Platz ist aus verkehrlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht nicht darstellbar. Die Mehrkosten für die notwendigen Ein- und Aussetzfahrten über die Friedrich-Ebertstraße würden sich auf ca. 500.000€ pro Jahr belaufen. Zudem würden die Knoten Herwarthstraße / Von-Steuben-Straße und Von-Steuben-Straße / Hafenstraße durch mindestens 12 zusätzliche Leer - bzw. Betriebsfahrten belastet. Diese Fahrten würden die Leistungsfähigkeit für die anderen Stadt - und Regionalbuslinien in diesem neuralgischen Bereich in der Zu- bzw.- Abfahrt zum Hauptbahnhof nochmal deutlich verschlechtern. Hinzu kommen Spitzkehren im Bereich Bahnhofstraße / Urbanstraße für die Fahrten der Ringlinie, die in den Haltestellenbereichen A bzw. B vor dem Hauptbahnhof enden. Zielkonzept Aus den vorgenannten verkehrlichen, betrieblichen und wirtschaftlichen Gründen soll die Ringlinie mit Wiederaufnahme des Betriebes zum Oktober 2024 gestreckt – ohne Einschleifung Hauptbahnhof – über die Hafenstraße und den Hansaring geführt werden. Auf der Hafenstraße / Nähe Ludgeriplatz w ird eine Haltestelle mit Betriebshalt eingerichtet. Dadurch erhält die Ringlinie einen Start- bzw. Endpunkt mit Pausen- und Pufferzeiten, über die Verspätungen kompensiert und ein stabiler Betrieb bzw. Takt gewährleis tet wird. Über diese Haltestelle besteht zudem der Umstieg von der Ringlinie auf bzw. von den Linien der Hauptachsen Weseler Straße und Hammer Straße , analog zu den Umstiegshaltestellen Hohenzollernring (Linie 2/10/R11/R13), Lublinring (Linie 6/8/17), Dreifaltigkeitskirche (Linie 15/16), Orléansring (Linie 9, R72/R73) oder Coesfelder Kreuz. 5 Die Linie 14, die aktuell mit Spitzkehre Hauptbahnhof über den Hansaring geführt wird, kann dann wieder über die Wolbecker Straße geführt werden. Die Vermeidung der Spitzkehren der Linie 14 mit entsprechenden Fahrten trägt dann auch zu einer Verbesserung der betrieblichen Abläufe am Hauptbahnhof und zur Entlastung bei. Abbildung 5: Zielkonzept Ringlinie / Linie 14 (ab Oktober 2024) Abbildung 6: Zielkonzept Ringlinie / Linie 14 - Detailansicht (ab Oktober 2024) 6 Mit Wiederaufnahme des Betriebes und mit der optimierten Linienführung ab Oktober 2024 soll die Ringlinie werktags und auch samstags im „stadtbus -üblichen“ 20‘ -Takt betrieben werden. Am Sonntag soll auf der Ringlinie ein 30‘ -Takt (vor Einstellung 40‘ -Takt) geboten werden. Im Zusammenhang mit der vorab beschriebenen Linienwegmaßnahme wird auch für die Linie 14 die Wiederaufnahme des 20‘-Taktes zum Oktober 2024 angestrebt. Im Rahmen der Ausschreibung der Ringlinie wird das vorab beschriebene Linien - bzw. Betriebskonzept berücksichtigt. Vorbehaltlich der Ergebnisse der Ausschreibung werden sich nach einer ersten Abschätzung die jährlichen Kosten für die Wiederaufnahme der Ringlinien mit der vorab erläuterten Linienführung bzw. Betriebskonzept auf ca. 1,5 Mio. Euro belaufen.
Anlage A
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Anlage A zur V/0294/2024 Kurzüberblick Aus den in der Vorlage genannten verkehrlichen, betrieblichen und wirtschaftlichen Gründen soll die Ringlinie mit Wiederaufnahme des Betriebes zum Oktober 2024 gestreckt – ohne Einschlei- fung Hauptbahnhof – über die Hafenstraße und den Hansaring geführt werden (vgl. Anlage 1). Auf der Hafenstraße wird eine Haltestelle mit Betriebshalt eingerichtet. Die Linie 14 wird nach Andienung des Hauptbahnhofes wieder über die Wolbecker Straße in Richtung Maikotten geführt. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die vorgeschlagenen Maßnahmen dienen dem primären Ziel einen möglichst störungsfreien Be- trieb der Ringlinie ab Wiederaufnahme im Herbst 2024 zu gewährleisten. Hiermit wird grundle- genden Kundenanforderungen in Bezug auf die Verlässlichkeit und somit Attraktivität des ÖPNV Rechnung getragen. Die Maßnahme dient mithin der Stärkung des Umweltverbundes. Für die Einrichtung einer zunächst provisorischen Betriebshaltestelle in der Hafenstraße fallen ausschließlich Markierungsarbeiten an. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig freiwillig Der Aufgabenträger Stadt Münster ist gemäß Regionalisierungsgesetz Nordrhein-Westfalen (RegG NRW) im Rahmen der Daseinsvorsorge verpflichtet, das ÖPNV-Angebot bei Bedarf fortzu- schreiben.
Beschlussvorlage
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V/0294/2024 V/0294/2024 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Ringlinie (Linie 33/34) und Linie 14 – Optimierung der Linienführung im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme des Angebotes Beratungsfolge 15.05.2024 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Be- hinderungen Vorberatung 28.05.2024 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 05.06.2024 Ausschuss für Verkehr und Mobilität Vorberatung 19.06.2024 Hauptausschuss Vorberatung 19.06.2024 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Die betriebliche Wiederaufnahme der Ringlinie (Linien 33/34) zum Oktober 2024 wird zur Kenntnis genommen. 2. Der Rat beschließt die optimierte Linienführung der Ringlinie sowie der Linie 14. 3. Der Rat beschließt zugunsten des optimierten Betriebes der Ringlinie die Einrichtung einer provisorischen Betriebshaltestelle an der Hafenstraße/ Nähe Ludgeriplatz. II. Finanzielle Auswirkungen: Für den städtischen Haushalt ergeben sich aufgrund der unternehmensinternen Finanzierung aus dem Beschluss zum Öffentlichen Dienstleistungsauftrag (ÖDA) für die Linienänderung grundsätzlich keine unmittelbaren finanziellen Auswirkungen. Für die Einrichtung der zunächst provisorischen Betriebshaltestelle fallen ausschließlich Markie- rungsarbeiten an. Begründung: Nachdem die Ringlinie (Linie 33/34) im Zuge der Angebotsreduzierung des Stadtbusangebotes im Jahr 2022 eingestellt werden musste, ist nun eine Wiederaufnahme des Betriebes zum 28. Oktober Amt für Mobilität und Tiefbau 10.05.2024 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Hausegger Telefon: 492-6503 Hausegger@stadt- muenster.de - 2 - V/0294/2024 2024 geplant. Im Rahmen des Ausschreibungsprozesses ist die Linienführung und das Betriebskon- zept der Ringlinie überprüft worden. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass das Konzept einer stetigen Durchbindung am Hauptbahnhof – mit einer durchgehenden Fahrgastbe- setzung – zu erheblichen betrieblichen Problemen führt. Problematisch bei einer Ringlinie ist, dass Fahrzeitverluste bei einer durchgängigen Führung über den Hauptbahnhof ohne Pausen- bzw. Puf- ferzeiten nicht kompensiert werden können. Die Fahrzeuge laufen auf und ein stabiler Takt ist für die Fahrgäste nicht zu gewährleisten. Vor diesem Hintergrund erfordert der Betrieb der Ringlinie die Ein- richtung eines natürlichen Brechpunktes, an dem Pausen - und Pufferzeiten gewährleistet werden können. Aus verkehrlicher Sicht kann auf eine Anbindung des Hauptbahnhofs mit der Ringlinie verzichtet wer- den. Mit Ausnahme der Haltestellen Villa ten Hompel, St. F ranziskus-Hospital, Langemarckstraße, Henriette-Son-Straße und Sperlichstraße werden die Haltestellen der Ringlinie auch durch mindes- tens eine weitere Stadtbuslinie in Direktfahrt an den Hauptbahnhof angebunden . Insgesamt nur ca. 2,5 % der Fahrgäste (120 Fahrgäste/Tag) nutzen die vorgenannten Haltestellen, um mit der Ringlinie zum Hauptbahnhof zu kommen. Mit der Auflassung des Hauptbahnhofs ist es notwendig die Betriebshaltestelle der Ringlinie – im Sin- ne der Funktion der Ringlinie – auch als Umstiegshaltestelle zu etablieren. Die Einrichtung der Be- triebshaltestelle auf der Hafenstraße, Nähe Ludgeriplatz würde einen fußläufig akzeptablen Umstieg auf die Linien der Hauptachsen Weseler Straße und Hammer Straße ermöglichen (analog zu den Umstiegshaltestellen Hohenzollernring, Lublinring, Orleansring oder Coesfelder Kreuz). Unter Berücksichtigung bestehender Fahrgastverflechtungen wird daher vorgeschlagen, die Ringlinie mit Wiederaufnahme des Betriebes gestreckt – ohne Einschleifung am Hauptbahnhof – über die Ha- fenstraße und den Hansaring zu führen. In diesem Zusammenhang wird die Einrichtung einer zu- nächst provisorischen Betriebshaltestelle an der Hafenstraße in der Nähe des Ludgeriplatzes unter Wegfall von drei bis vier Pkw-Stellplätzen empfohlen (vgl. Anlage 2). Die konsequente Führung der Ringlinie über die Innenstadttangente trägt auf diese Weise zu einer stärkeren Entlastung des Haupt- bahnhofes und damit zu einer Verbesserung der betrieblichen Leistungsfähigkeit aller Stadtbuslinien bei. Analog zur geänderten Linienführung der Ringlinie soll die Linie 14 nach Be dienung des Haupt- bahnhofes wieder über die Wolbecker Straße aus und in Richtung Mauritz geführt werden. Durch diese Maßnahme werden zusätzlich bestehende Spitzkehren am Hauptbahnhof vermieden. Als Alternativlösung wurde die Einrichtung einer Start-/Endhaltestelle am Hauptbahnhof bzw. am Frie- Vendt-Platz geprüft. Dies ist aus verkehrlicher, betrieblicher und wirtschaftlicher Sicht mit Problemen verbunden. Die Mehrkosten für die notwendigen Ein - und Aussetzfahrten über die Friedrich -Ebert- Straße würden sich auf ca. 500.000 € pro Jahr belaufen. Zudem würden die Knoten Herwarthstraße / Von-Steuben-Straße und Von-Steuben-Straße / Hafenstraße durch mindestens 12 zusätzliche Leer - bzw. Betriebsfahrten pro Stunde belastet. Diese Fahrten würden die Leistungsfähigkeit für die ande- ren Stadt - und Regionalbuslinien in diesem neuralg ischen Bereich in der Zu - bzw. Abfahrt zum Hauptbahnhof nochmals deutlich verschlechtern. Hinzu kommen Spitzkehren im Bereich Bahnhof- straße / Urbanstraße für die Fahrten der Ringlinie, die in den Haltestellenbereichen A bzw. B vor dem Hauptbahnhof enden. Die Einrichtung einer Haltestelle mit Betriebshalt auf dem Frie -Vendt-Platz bei gestreckter Führung der Ringlinie über die Hafenstraße stellt keine akzeptable Lösung dar. Auf dem Frie -Vendt-Platz müsste eine separate neue Haltestelle inklusive Hochboard eingerichtet werden. Fahrgäste, die diese Haltestelle zum Ein- bzw. Ausstieg nutzen, brauchen eine gesicherte Zuwegung über den Platz, der von rangierenden Bussen oder auch PKW’s befahren wird. Dies ist ohne einen umfassenden Umbau – zu Lasten der Stellplatzkapazität – nicht realisierbar. Zudem ist eine Anfahrt bzw. Abfahrt des Frie- Vendt-Platzes über die Hafenstraße und Frie-Vendt-Straße bzw. Friedrich-Ebert-Straße nur mit einem erheblichen Fahrzeitaufwand (Mehrkosten) möglich. Die Enge des Platzes und die zu fahrenden Kur- ven sind für Fahrten mit Fahrgästen nicht geeignet. In Fahrtrichtung Ludgeriplatz muss von der Ha- fenstraße links in die Fr ie-Vendt-Straße abgebogen werden. Dieses Abbiegen läuft konträr zum Linksabbiegen der Linien 6, 8, 14 und 17 und ist mit Vorrang für den ÖPNV durch diesen Knoten nicht - 3 - V/0294/2024 zu leisten. Es folgt in engen Kurven das Linksabbiegen auf den Frie-Vendt-Platz und beim Einsetzen der Fahrt mit Linkseinbiegen auf die Friedrich -Ebert-Straße und das Einbiegen auf die Hafenstraße. Die Gegenrichtung ist von den gleichen zeitaufwendigen und für den Fahrgast sehr unkomfortablen Abbiegevorgängen gekennzeichnet. Zudem kommt es in dem gesamten Bereich rund um die Knoten Hafenstraße / Friedrich -Ebert-Straße und Hafenstraße / Frie -Vendt-Straße insbesondere in der Hauptverkehrszeit zu erheblichen Rückstauungen im Kfz-Verkehr, die das Abbiegen der Ringlinie auf den Frie-Vendt-Platz nur mit erheblichen Fahrzeitverlusten ermöglichen. Für eine vertiefende Erläuterung und Begründung der Beschlussvorschläge wird auf die Anlage 1 dieser Vorlage verwiesen. i.V. gez. Robin Denstorff Stadtbaurat Anlagen: Anlage A Anlage 1: Vertiefende Erläuterung zur erforderlichen Anpassung der Linien 33/34 und 14 Anlage 2: Lageplan provisorische Start/Endhaltestelle Hafenstraße
Anlage 2 Betriebshalt_Hafenstraße
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Anlage 2 zur Vorlage V/0294/2024
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (16)
- Urbanstraße
- Wolbecker Straße
- Langemarckstraße
- Von-Steuben-Straße
- Hafenstraße
- Hammer Straße
- Friedrich-Ebert-Straße
- Hansaring
- Hohenzollernring
- Lublinring
- Henriette-Son-Straße
- Sperlichstraße
- Herwarthstraße
- Bahnhofstraße
- Weseler Straße
- Ludgeriplatz
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0294/2024
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 26.04.2024
- Erstellt
- 25.04.2024 10:31