V/0632/2022
Zukunftsstrategie für den Kongressstandort Münster
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage 3 - Ausführliche Dokumentation Workshop
34121 Zeichen
MIT TRADITION UND ZUKUNFT ENTWICKLUNG EINER ZUKUNFTSFÄHIGEN VERANSTALTUNGSLANDSCHAFT Innovationsverbund »Future Meeting Space« TRANSFERWORKSHOP MÜNSTER PRÄSENTATION: FUTURE MEETING SPACE »ZUKUNFTSSZENARIEN, ABLEITUNGEN UND ZUKUNFTSPOTENTIALE« TRANSFERWORKSHOP MÜNSTER INPUT & OUTCOME 1 REVIEW: WORKSHOP I AM 01.04.2022 »MÜNSTER´S USP´S UND FRAGESTELLUNGEN SOWIE IDENTIFIZIERTE HANDLUNGSFELDER« 2 ENTWICKLUNG DES LEITBILDS »STRATEGISCHES LEITBILD EINER VERANSTALTUNGSLANDSCHAFT FÜR DIE STADT MÜNSTER « 3 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN »KONREKTE TO-DO´S FÜR DIE STADT MÜNSTER«4 1 ZUKUNFTSSZENARIEN, ABLEITUNGEN UND POTENTIALE ERGEBNISSE DES FORSCHUNGSVERBUNDS FUTURE MEETING SPACE © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 4 FutureHotel _Business Events in a Post -Corona -Era Future Scenarios for the ecosystem of events CONFIDENTIAL: FOR INTERNAL USE ONLY! © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 5 Innovationsverbund »Future Meeting Space« Einflussfaktoren und identifizierte Schlüsselfaktoren MOBILITÄT LEBENSRAUM UND IMMOBILIEN NACHHALTIGKEIT ARBEITSWELT GESELLSCHAFT MARKT POLITISCHE RAHMENBEDINGUNGEN NEUE TECHNOLOGIEN VERANSTALTUNGSFORMATE WISSENSKULTUR Mikromobilität Multimodale Mobilität Geschäftsreisen Elektromobilität Stadtflucht Glokalisierung Smart Cities/Regions Innenstädte Megaurbane Räume Klimaneutrale Quartiere Urbane Resilienz City brand identity Reindustralisierung Smart Building Autarker Lifestyle Umwelt-bewusstsein Klimawandel Green Tech Generation Global Homeoffice Dritte Orte Workation Flexibilisierung Gender Shift Digital Nomads Neo-Tribes Wertekonformität Selbstoptimierung Achtsamkeit Gesundheits- bewusstsein Foodmentalismus Sicherheitsbedürfnis Diversität Generationenvielfalt Sharing Economy Plattform-ökonomie Fachkräfte- verfügbarkeit Digitalkompetenz Hygienevorschriften DSGVO-Gesetze Reisebeschränkungen Virtualität Social Networks Dataism Hybride Events VR/AR Technologien Machine Learning Cognitive Environments Gamification Erlebnisstreben Kreativorte Analoge Renaissance Digitale Wissenscluster Digitale Peergroups Lern-Netzwerke Event Hub Selbstorganisation Lebenslanges Lernen © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 6 Innovationsverbund »Future Meeting Space« Drei Zukunftsszenarien für das veränderte Ökosystem von Businessevents II. Diverse and flexible – the global community III. Green and aware – the net zero society I. Tried and trusted – renaissance of the real © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 7 #REGIONALFIRST AUSBAU DER REGIONALEN STÄRKEN; ABKEHR VON DER INTERNATIONALEN GEMEINSCHAFT DAS AUTO BLEIBT STATUSSYMBOL. SHARING WIRD NICHT AUSGEBAUT, DENN DER BESITZ BEHÄLT SEINEN STELLENWERT. »SPECKGÜRTEL« VON GROßSTÄDTEN VERSCHMELZEN MIT LÄNDLICHEM RAUM VALUE COMMUNITIES Unternehmen fordern eine Rückkehr zur Präsenz auf vorpandemisches Niveau. Homeoffice wird reduziert, das Arbeiten von Dritten Orten bleibt eine Ausnahme Der Veranstaltungsort gewinnt an Bedeutung aufgrund der Rückkehr zur Präsenz; wichtig sind Begegnungen und emotionale Erfahrungen # B A C K T O T H E O F F I C E EVENTLOCATIONS Innovationsverbund »Future Meeting Space« Szenario I – Tried and trusted – renaissance of the real © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 8 ALLES NEU UND ANDERS! EXPERIMENTIERFELDER WERDEN GESUCHT MAN SIEHT SICH ALS WELTBÜRGER EINER INTERNATIONALEN GEMEINSCHAFT #WE ARE ONE Remote arbeiten nimmt stark zu. Berufstätige fordern einen hohen Grad an Flexibilität und Freiheit – sowohl organisatorisch als auch inhaltlich # S I N N D E S L E B E N S Die Innenstadt wird Inszenierungsraum mit Möglichkeiten der Teilhabe an Gestaltungsprozessen und Kommunikationsorten STADT DES WISSENSHANDELS Globale Communities formieren sich zunehmend – auch mithilfe sozialer Netzwerke, die trotz einer analogen Renaissance weiterhin Bestand haben Innovationsverbund »Future Meeting Space« Szenario II – Diverse and flexible – the global community © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 9 NEUES ÖKOLOGIE-UND GESUNDHEITSBEWUSSTSEIN Eine gesunde, grüne Stadt mit einer neuen Symbiose aus natürlichen und künstlichen, menschengemachten Elementen URBANE DIVERSITÄT (…) urban farming und urban gardening zur Förderung einer regionalen Kreislaufwirtschaft Selbstversorgung wird zum neuen Supertrend (…) DIE NEUE LANDLUST Der Autoverkehr wird vielerorts verboten, stattdessen wird das Fahrradnetzwerk, sowie Fußgängerwege weiter ausgebaut #BIKELOVERS # F A R M E R S M A R K E T Tracking Systeme zum Messen der eigenen Gesundheitsdaten werden immer beliebter # s t a y h e a l t h y Innovationsverbund »Future Meeting Space« Szenario III – Green and aware – the net zero society © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 10 WELCHE SZENARIOÜBERGREIFENDEN ZUKUNFTSPOTENZIALE LASSEN SICH AUF DIE VERANSTALTUNG DER ZUKUNFT ÜBERTRAGEN? © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 11 NEUE ORTE EROBERN AUTHENTISCHE REGIONALITÄTS- KONZEPTE PLURALISIERUNG DER NUTZER- ANFORDERUNGEN ENTWICKLUNG EINER NEUEN DENKWEISE MODERNE MOBILITÄT UMGESTALTUNG BESTEHENDER STRUKTUREN POP-UP-EVENTS IM STÄDTISCHEN RAUM DIE MÖGLICHKEIT DES VIRTUELLEN RAUMS ENTWICKLUNG EINER NEUEN ESSKULTUR REGIONALES GESCHICHTEN- ERZÄHLEN AUSWEITUNG DES PRINZIPS "DER KUNDE IST KÖNIG PARTIZIPATIONSRÄUME UND DIY MÖGLICHKEITEN PERSÖNLICHE BERATUNG DURCH INTELLIGENTE SYSTEME SLOW EVENTS: NEUENTWICKLUNG DER LANGSAMKEIT TRACKING-SYSTEME: DER ANGEPASSTE (T)RAUM INTELLIGENTE GESTALTUNG VON MOBILITÄTSKETTEN DRITTE ORTE UND DIE NUTZUNG DER REISEZEIT STEIGERUNG DES NETZWERKWERTS DURCH GEMEINSAME MOBILITÄT Innovationsverbund »Future Meeting Space« Zukunftspotenziale - Gesamtübersicht © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 12 TRANSOFMRATION BESTEHENDER STRUKTUREN1 Trend zu einem Rückgang der Anzahl analoger Teilnehmer pro Veranstaltung aufgrund alternativer virtueller Teilnahmemöglichkeiten Veranstaltungshallen berücksichtigen die Umgestaltung bestehender Gebäudestrukturen aufgrund zunehmender Leerstände (intelligentes Recycling durch Umnutzungsstrategien) Konzept mit zentralen Fragestellungen: 1. Welchen Mehrwert kann die Halle für die Umgebung haben? 2. Welche Zielgruppe sollte zu den zukünftigen Nutzenden gehören? 3. In welcher Umgebung befindet sich die Halle? 4. Welches grundlegende gesellschaftliche Ziel verfolgt das Konzept? Innovationsverbund »Future Meeting Space« Zukunftspotenziale - NEUE ORTE EROBERN © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 13 POP-UP EVENTS IM URBANEN RAUM2 Rückläufige Besucherzahlen in den Innenstädten (E- Commerce) + rückläufige physische Veranstaltungen (alternative Angebote virtuell) Nutzung unkonventioneller Orte + Zwischennutzungsmodelle, temporäre Integration von Veranstaltungen, z.B. in leerstehenden Kaufhäusern oder kleineren Ladenlokalen Darüber hinaus können mit einem geeigneten Veranstaltungsformat "Teilnehmer zum Mitnehmen" gewonnen werden, die nicht mehr für Impulskäufe in die Städte strömen, sondern um Inspiration, Wissen und emotionale Erfahrungen zu konsumieren. Mikro-Events beleben andere bestehende Gebäude; Pop-up- Events als Gestaltungselement des öffentlichen Raums Innovationsverbund »Future Meeting Space« Zukunftspotenziale - NEUE ORTE EROBERN © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 14 REGIONALES STORYTELLING3 Erlebnisse können Geschichten schreiben, und diese Geschichten setzen sich in unserem Gedächtnis fest. Um das Erlebnis einzigartiger Momente für die Teilnehmer zu steigern, kann die Integration regionaler Aspekte unterstützen. Eine enge Beziehung zu städtischen Manufakturen kann zum Beispiel den Entdeckungsdrang der Teilnehmer fördern und zu ungeplanten Erfahrungen führen. Mehrwert von analogen Veranstaltungen: Sichtung von Mikrotrends und Übertragung auf einen größeren Kontext oder auf die eigenen Bedürfnisse. Innovationsverbund »Future Meeting Space« Zukunftspotenziale - AUTHENTISCHE REGIONALITÄTSKONZEPTE © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 15 PARTIZIPATIONSRAUM UND DIY- MÖGLICHKEITEN4 Partizipation schafft emotionale Verbundenheit, sowohl zur Veranstaltung als auch zum Gastgebenden Bei den Aufgaben eines Veranstaltenden handelt es sich mehr denn je um ein Community-Management oder um Medienschaffende mit der Fähigkeit, die richtigen Fragen an seine Community zu stellen und aus den gewonnenen Erkenntnissen eine Story zu kreieren. Als Ausgleich zu frontalen Präsentationen könnten Live- Workshops in Kleingruppen das Programm ergänzen, ebenso die Möglichkeit der Verfolgung von Experimenten von Start-ups kooperierender Fab-Labs und Makerspaces. Innovationsverbund »Future Meeting Space« Zukunftspotenziale - PLURALISIERUNG DER NUTZERANFORDERUNGEN © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 16 TRACKING SYSTEME: DER ANGEPASSTE (T)RAUM5 Bei einem Vertrauensgewinn seitens der Teilnehmenden sind Tracking-Systeme die Lösung zur Entwicklung und Umsetzung kognitiver Umgebungen sein. Mithilfe von intelligenten Systemen die Raumtemperatur sowie die Beleuchtungssituation je nach allgemeinem Aufmerksamkeitsgrad der Teilnehmenden gesteuert werden. Der Einsatz von smarten Technologien hilft, z. B. Hygienestandards in den Räumlichkeiten umzusetzen und während der gesamten Veranstaltungsdauer aufrecht zu erhalten oder das Risiko für Übergriffe z. B. terroristische Anschläge oder auch Cyber- Kriminalität zu minimieren. Innovationsverbund »Future Meeting Space« Zukunftspotenziale - ENTWICKLUNG EINER NEUEN DENKWEISE © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 17 SMARTE GESTALTUNG VON MOBILITÄTSKETTEN6 Um zukünftig weiterhin genügend analoge Teilnehmende zu gewinnen, muss bereits der Anfahrtsweg zu einem Event möglichst barrierefrei sein und unkompliziert durchgeführt werden können. Eine flächendeckende Integration von smarten Tools erforderlich, die ein einfaches Wechseln zwischen Transportmitteln ermöglichen z. B. vom Flugzeug zum Shuttlebus und weiter zum Sharing Bike. Wesentlich ist die die Gestaltung einer individuellen Mobilitätskette, die bereits vor der Reise der Teilnehmenden klar definiert und gebucht ist und z.B. die Empfehlung von klimaneutralen Verkehrsmitteln enthält. Innovationsverbund »Future Meeting Space« Zukunftspotenziale – MODERNE MOBILITÄT © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 18 DRITTE ORTE UND DIE NUTZUNG DER REISEZEIT7 Zeit ist das wichtigste Gut der modernen Gesellschaft. Keine Zeit zu verschwenden, sondern möglichst jede Minute mit einer Aktivität zu füllen ist das gegenwärtige Ziel. Arbeiten in Cafés, in Bibliotheken, an Bahnhöfen oder in Verkehrsmitteln… dieser Ort wird als sogenannter »Dritter Ort« bezeichnet. Bei Veranstaltungen steigt die Erwartung der Teilnehmenden an die Bereitstellung von passenden Arbeitsplätzen z. B. in Form von Lounges oder Workbenches. Innovationsverbund »Future Meeting Space« Zukunftspotenziale – MODERNE MOBILITÄT © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 19 2 REVIEW: WORKSHOP AM 01.04.2022 »MÜNSTER´S USP´S UND FRAGESTELLUNGEN SOWIE IDENTIFIZIERTE HANDLUNGSFELDER« Hinweis: Im Folgenden wird das Messe- und Congress Centrum Halle Münsterland mit MCC abgekürzt © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 20 Innovationsverbund »Future Meeting Space« Authentische Werte/Standortfaktoren/ Münster‘s USP‘s © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 21 Innovationsverbund »Future Meeting Space« Authentische Werte/Standortfaktoren/Münster‘s USP‘s - Ergebniszusammenfassung KONGRESSLANDSCHAFT Authentische Orte in Münster zur Gestaltung einer Event-Map VERKEHR & WIRTSCHAFT Vielfältige Wirtschaftszweige & Entwicklung des ÖPNV-Netzwerks VIELFALT & INTERNATIONALITÄT Hohe Diversität in der Gesellschaft & großer Anteil junger Generation STADTBILD Die grüne Stadt der Welt mit einer langen Historie NATÜRLICHES UMFELD Ein grünes und urbanes Umfeld mit unterschiedlichen Qualitäten WISSENSCHAFT Die Stadt als ganzheitlicher Campus KULTUR Alternative Kunst- und Kreativszene mit aktiven Teilhabemöglichkeiten ASSOZIATIONEN Münster – die ewig junge Stadt mit einer Balance zwischen Neu und Alt © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 22 Innovationsverbund »Future Meeting Space« Authentische Werte/Standortfaktoren/Münster‘s USP‘s - Ergebniszusammenfassung VIELFALT & INTERNATIONALITÄT Unsere „Kompatibilität“ mit anderen Kulturen Internationale Bindung (FMO) 130 Nationen, viele Religionen (Vielfältigkeit) Leben jung + alt, heimisch und international STADTBILD Nicht zu groß/ (relativ) kurze Wege „Stadt der kurzen Wege“ Lebensqualität (kurze Wege, Infrastruktur, wenig Kriminalität, viel Grün) Fahrradstadt Lebenswürdigkeit Stadt der Welt Historische Altstadt Stadtbild (mittelalterliches & kulturhistorisches Stadtbild) Hafen (Szene) KONGRESSLANDSCHAFT Kongressinitiativen/ Kongressstandort (Historie seit 1648) Westfälische Tagungsorte (Mühlenhof, Friedensaal, Rathaus) „Dritte Orte“ VERKEHR & WIRTSCHAFT Starke Wirtschaft Mittelständische Unternehmen Verkehrslage in Deutschland und Westeuropa Netzwerk (gute Vernetzung innerhalb der Stadt aber auch zum Land) Erreichbarkeit (ÖPNV) © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 23 Innovationsverbund »Future Meeting Space« Authentische Werte/Standortfaktoren/Münster‘s USP‘s - Ergebniszusammenfassung KULTUR Kultur/Kulturviertel Alternative Kulturszene LWL Museum/Picasso / Skulpturen in der Stadt (Skulpturenprojekte) Geschichte Friedensstadt „Westfälischer Friede“ Tatort als Kulturgut und USP Viele kleine Nachhaltigkeitsinitiativen Kreative Stadtgesellschaft ASSOZIATIONEN Ewig junge Stadt Schönes Münsterland Westf. Küche/Regionale Spezialitäten (regionales, leckeres Essen/“Gute Stube“) Aasee Park Prinzipalmarkt Promenadenring Wasser Bewegung Liberalität Zoo Kirche NATÜRLICHE UMGEBUNG Naturnah Verknüpfung von Stadt & Land Urbanität und Landschaft (Urbane Vielfalt) Grünes, ländliches Umfeld Landwirtschaftliche Prägung WISSENSCHAFT 8 Hochschulen/ Wissenschaftsstadt/ Wissensstandort Studentenstadt/universitäre Szene Uni (Forschung & Wissenschaft) Forschung/Technologie Batterieforschung Münster ist ein Campus © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 24 Innovationsverbund »Future Meeting Space« Szenario I – Tried and trusted – renaissance of the real ALT VS. NEU Wie kann das alte „Gute“ erhalten bleiben und mit dem Neuen verbunden? Ist es nachhaltig das Bewährte zu erhalten? Was passiert, wenn alles bleibt wie es ist? Haben wir davon nicht schon genug? MCC NUTZUNG Welche Rolle spielt das MCC für den Standort/insgesamt die Region? Für wen ist das MCC? Welche Nutzungsszenarien hat das MCC noch zusätzlich? Muss das MCC nicht zukünftig maximal funktional/flexibel sein? Was leistet das MCC für die Münsteraner Gesellschaft? Ist das MCC ein für die Stadt relevanter Raum? MCC MARKETING Wie Veranstaltungen in dem MCC promoten? (übergreifendes Marketing) Wie MCC als Hotspot branden + bespielen? Wie bekommt man Kongressaussteller dazu ihre VA zu promoten? Wie nehmen wir die Bürger mit? Wie Identität für Münsteraner zum MCC schaffen? Ist der Name MCC noch Programm? © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 25 Innovationsverbund »Future Meeting Space« Szenario I – Tried and trusted – renaissance of the real SICHERHEIT Ist Sicherheit nicht schon ein USP in Münster? Wie schaffe ich Schutzräume in vorhandener Infrastruktur (oder Teilen davon)? Wie verbessern wir „Sicherheit“ im Allgemeinen? TECHNIK Ist die Bereitschaft für Tracking-Systeme vorhanden? Wie techn. (Cyber) + phys. (Gesundheit) effizient abbilden? Mit technischer Unterstützung? PARKFLÄCHEN Wie können wir ausreichen Parkflächen bis zum Kanal integrieren? Braucht das Szenario 1 für das MCC mehr (Park) -flächen, größere Räume? © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 26 Innovationsverbund »Future Meeting Space« Szenario II – Diverse and flexible – the global community QUARTIERSPEZISCHE VERANSTALTUNGSZONEN Als Quartier denken! Wie kann Aufenthaltsqualität geschaffen werden? Gibt es ausreichend Unterkünfte für veranstaltungsteilnehmende? Muss der Altstadt (Kern) noch einmal hinterfragt werden? (Regelungen/Verwaltung) „Quartierspezifische“ Veranstaltungszonen + manche Quartiere ohne Events? Welche Potenziale haben wir in diesem Bereich schon? Wie können Strukturen in der Verwaltung flexibler werden? MCC ALLGEMEIN Wie sollte „das MCC“ heißen? (Namensbildung) Kann Münster das? Wie teuer wird das? Was soll stattfinden? Welche Zielgruppen sollen angesprochen werden? Was bietet das MCC? Treffpunkt? (unser MCC oder für die ganze Welt) Kann man das MCC multifunktional gestalten? Was sind die einzigartigen Angebote? Welche Kapazitäten braucht es für die Veränderung? MOBILITÄT UND ANBINDUNG Welche Infrastruktur muss vernetzt werden? Nahbereiche vernetzen (zentraler Standort) Anwendbarkeit Mobilität: Wie kann sie nutzerfreundlich gestaltet werden? „Interessante Mobilität“ schaffen ÖPNV-Modell: Wie kann es auf Münster spezifisch angepasst werden? © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 27 Innovationsverbund »Future Meeting Space« Szenario II – Diverse and flexible – the global community (DIGITALE) VERNETZUNG Digital vernetzte Stadt schaffen Vom Bahnhof bis zum Eventort! Infos digital vorher übertragen! DIGITALE VERNETZUNG KOORDINATOR – Plattform bilden um Kultur und persönliches Interesse zu vernetzen Wie organisiert man ein übergreifendes Veranstaltungsnetzwerk? Vernetzung mit anderen Kongressstandorten in Deutschland AUTHENTIZITÄT Wie kann man trotz global/diverse/flexibel authentisch bleiben? Wie kann man Authentizität schaffen? Ort strahlt nicht Münster aus! Wie kann man Strahlkraft schaffen? Wie kann man das „Stadtgefühl“ übertragen? Was brauchen wir damit Menschen in Münster bleiben? KEHRSEITE DER MEDAILLE Verlieren wir das „Münsterland“? Was verliert Münster wenn man hyperflexibel wird? © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 28 Innovationsverbund »Future Meeting Space« Szenario III – Green and aware – the net zero society KONZEPT MCC Wie aufwendig ist eine Umwandlung des MCC für den gesamten Bereich? Ist das Konzept realistisch? Was wird sich an der Programmierung des MCC verändern? Was muss sich gestalterisch und funktional an den Gebäuden verändern? Was trägt zur besseren Sichtbarkeit bei? Output? Welchen Output bekomme ich bei einer Veranstaltung? MCC VORPLATZ Welche Aufenthaltsqualität benötigt der MCC-Vorplatz? Welche Funktionen muss der Vorplatz zukünftig haben? Wie soll der MCC-Vorplatz zukünftig heißen? STADTBILD Die Stadt als Tagungsraum Wie müssen Freiflächen aussehen? Einbindung Stadtplan II? Was machen wir mit dem Gasometer? © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 29 Innovationsverbund »Future Meeting Space« Szenario III – Green and aware – the net zero society VERNETZUNG & MOBILITÄT Überregionale Erreichbarkeit/Bahn/ICE-Anbindung des Kongressstandortes Münster? Welche Rolle spielt FMO für das Mobilitätskonzept? Benötigt das MCC eine eigene Haltestelle? Landeplatz für Flugtaxi/Drohne? Fahrrad-Parkhaus? Soll es einen fahrrad-verleih geben? Wie muss der Verkehr auf der Straße vor dem MCC geregelt werden? Wie wird zukünftig entschieden für oder gegen eine Dienstreise? Wie können die verschiedenen Veranstaltungsorte innerhalb der Stadt nachhaltig miteinander verbunden werden? Stärkere Vernetzung des MCC mit der Uni NACHHALTIGKEIT Bedeutet es mehr ökologische Veränderungen? Welche Durchmischung der Funktionalitäten begünstigen wir? Wird eine Angebot zur Kompensation des Co2-Abdrucks bei Veranstaltungen notwendig? Wie kann man regenerative Energien nutzen? Wie schaffen wir eine transparente Kommunikation für nachhaltige Veranstaltungen? Welche Rolle spielt Digitalisierung bei der Vermeidung von CO2? HYBRID & FLEXIBLE Flexible Nutzung? Morgens, Mittags, Abends Kann eine Messehalle ein hybrider Ort sein? FINANZIERUNG Wer finanziert? Wer bezahlt zukünftig die notwendigen Instruktionen? © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 30 3 ENTWICKLUNG DES LEITBILDS »STRATEGISCHES LEITBILD EINER VERANSTALTUNGSLANDSCHAFT FÜR DIE STADT MÜNSTER « Hinweis: Im Folgenden wird das Messe- und Congress Centrum Halle Münsterland mit MCC abgekürzt NACHHALTIGE, WISSENSCHAFTLICHE IMPULSE STADT ALS INSZENIERUNGSORT „räumliche Beziehung zur Innenstadt“ OFFEN DURCHLÄSSIG multifunktional + „sharing Räume“ Freie Bespielbarkeit PLAYGROUND EINZIGARTIGKEIT Anziehungspunkte AUSTAUSCH MIT DER WELT WANDELBAR = WUNDERBAR Vernetzung mit Bildungseinreichungen Grenzen aufbrechen NEUDEFINITION DES RAUMES „EIN STÜCK STADT“ AKTIVITÄTEN + FUNKTIONSBAUSTEINE STIMMEN NICHT MEHR ÜBEREIN z. B. Café + Arbeitsort, Museum + Nachbarschaftstreffpunkt 15-Minuten-Stadt URBAN + NATUR Distanz zum Wohnen! ! „Je diverser desto spannender“ * Events als Teil des Gesamtkontexts URBANE MANUFAKTUREN * * KURATIERUNG BEDENKEN GEMISCHTES GEWERBEGEBIET LEITBILD STADT MÜNSTER EVENT + KULTUR + LEBEN = QUARTIER „Kunst als Treiber?“ Open Gallery QUARTIERE OHNE GRENZEN Treffen I tagen I feiern I arbeiten LERNEN UND ERHOLEN „URLAUBSGEFÜHL“ „Bodenhaftung + Zukunft“ NEW WORK „Geschichten erzählen“ STORY LINE Darstellung der Story von Münster Wofür steht Münster? Ist die Halle Münster die Stadt im Kleinen? DRITTE ORTE COWORKING LEITBILD STADT MÜNSTER WISSENSCHAFT & STADT o Wissenschaft und Bildung sollen auch bei der Neuentwicklung eines Leitbilds für die Veranstaltungslandschaft in Münster eine große, übergeordnete Rolle spielen o Die Vernetzung und der enge Austausch mit Bildungseinrichtungen beispielsweise der Universität und Hochschule stehen im Vordergrund o Obwohl das MCC voraussichtlich nicht ausschließlich Veranstaltungen im Wissenschaftskontext ausrichten wird, ist die Bereitstellung von Flächen zur Steigerung des Wissenstransfers ein Baustein des übergeordneten Leitbilds o Konzepte zur Inszenierung von Austauschplattformen zum Wissenstransfer (Zwischen Wissenschaftlern – Gesellschaft – Studierenden - …) im Stadtkontext sind erwünscht, z. B. „Wissen vom Fass“, wissenschaftliche Vorträge in Cafés oder Kneipen o Um neben der Attraktivität als Bildungsstandort auch zukünftig attraktiv für potenzielle Arbeitnehmer und die Start-up Szene zu bleiben wird der Ausbau von „New Work“ Standorten angestrebt z. B. Coworking Spaces, flexibel gestaltbare Büroflächen und die Förderung von „Innovation Hubs“ # SCIENCECITY_MÜNSTER # STADT_DER_BILDUNG # DENKFABRIK # INNOVATION_HUB # COWORKING_NEWWORK LEITBILD STADT MÜNSTER LEBENDIGES QUARTIER & STADT o Leben, Arbeiten, Wohnen soll zukünftig zunehmend im Stadtbild Münster sichtbar werden. Ziel ist die Entwicklung lebendiger Quartiere mit einer 24/7 Belebung und der Reduzierung von „toten Ecken“ – auch in unmittelbaren Umfeld des MCC o Aufgrund aktueller Verordnungen ist die Entwicklung eines Wohnquartiers nahe des MCC nicht realisierbar, dennoch soll das Quartier lebendiger, nutzungsvielfältiger und mit der Kulturszene angereichert werden o Produktion verändert sich. Aufgrund sinkender Emissions- und Lärmbelastungen für die Umgebung ist es vorstellbar Produktionsstätten dauerhaft in die Innenstadt zu integrieren (Urbane Manufakturen) o Diese Überlegung ist auch für die Neuausrichtung des MCC interessant. Potenziale werden sowohl bei der Konzeption von Eventformaten für junge Start-ups als Netzwerkplattform gesehen, als auch bei der Integration einer vielfältigen Start-up Landschaft mit Produktion und Verkaufsräumen rund um das MCC o Allgemein strebt Münster heterogene Quartiere an: „Je diverser desto spannender“ beispielsweise nach dem Vorbild der 15-Minuten-Stadt # CULTURECLASH # LEBENDIG_UND_VIELFÄLTIG # URBAN_MANUFACTURES # VILLAGE_IN_THE_CITY # 24_HOURS_CITY LEITBILD STADT MÜNSTER WANDELBARE ORTE & STADT o Arbeiten im eigenen Zuhause, Lernen im Café, Begegnung in der öffentlichen Bibliothek, Funktionsbausteine einer Stadt stimmen in großen Teilen nicht mehr mit der ursprünglich festgelegten Aktivität überein. Aufgrund dessen muss der Raum neu definiert und neue Orte geschaffen werden. o Insgesamt möchte die Stadt Münster räumliche Grenzen aufbrechen und offene und durchlässige Raume entwickeln, die sich stetig verändern und den neuen Bedarfen der Nutzenden anpassen können. o Diese multifunktionalen „Sharing Räume“ können entweder zeitgleich mehrere Funktionen beinhalten z. B. Café + Coworking / Bibliothek + Meetingräume / Show Käserei + Eventspace oder so offen gestaltet sein, dass dort temporär über einen bestimmten Zeitraum hinweg jeweils andere Funktionen möglich sind z. B. heute Eis-Manufaktur – morgen Weihnachtswerkstatt (Pop-up Spaces) o Dafür müssen die Räume insbesondere so offen und „undefiniert“ gestaltet sein, dass sie für möglichst unterschiedliche Zwecke bespielt werden können, denn „Wandelbar = Wunderbar“ # POPUPSPACES # SHARINGRÄUME_SCHAFFEN # WANDELBARWUNDERBAR # MORE_THAN_ONESPACE # OPEN_AND_UNDEFINED LEITBILD STADT MÜNSTER INSZENIERUNGSRÄUME & STADT o Generell ist es das übergeordnete Ziel der Stadt Münster dauerhaft eine „Event Map“ zu entwickeln, die das Event-Geschehen nicht nur auf die Halle Münsterland beschränkt, sondern auch weitere Orte im Stadtkontext integriert. o Events können grundsätzlich an vielen unterschiedlichen Orten stattfinden. Entweder in bereits bestehenden Gebäudestrukturen oder in temporär integrierten Pop-up Spaces. o Kreative Orte sind aufgrund der Entwicklung zu kleineren Events mit weniger Teilnehmenden und alternativen Formaten gefragt. Zusätzlich kann die Innenstadt von Events im Kontext profitieren, das Stadtbild wird erweitert und die Innenstadt rückt als „Raum des Netzwerkens und Wissenshandel“ zurück in den Fokus o Die Stadt Münster legt Wert auf einen experimentellen Umgang mit Veranstaltungen, wozu die Erweiterung der Eventlocation zählt. Zur Umsetzung ist es notwendig ein interdisziplinäres Netzwerk mit mehreren Akteuren aufzubauen. Auch weitere Formate wie Open Gallery und insbesondere die Kulturszene sollten in das Projekt „Event Map“ eingebunden werden. # DIE_STAD_ALS_LOCATION # EXPERIMENTAL_LABS # WISSENSHANDEL # EVENTMAPPING # CREATIVESPACES LEITBILD STADT MÜNSTER NACHHALTIGKEIT, GRÜN & STADT o Der Stadt Münster ist die enge Beziehung von urbanem Umfeld und natürlicher Umgebung besonders wichtig. Mit zahlreichen Parks, Naherholungsgebieten und Naturschutzflächen ist das Stadtbild von überdurchschnittlich viel Grün geprägt. o Auch bei der Entwicklung eines neuen Zukunftsbilds für das MCC und das unmittelbare Umfeld spielt die Integration von grünen Elementen in dem MCC aber vor allem die Neugestaltung des Außenraums (Vorplatz) eine übergeordnet große Rolle. o Es ist vorstellbar Urban Farming/Gardening im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des MCC zu integrieren, außerdem könnten auf dem Vorplatz regelmäßig Food-Märkte stattfinden z. B. mit regionalen Produkten junger Unternehmen / „Vorplatz als Eventspace mitdenken“. o Um Münster nicht nur als grüne Stadt zu bewahren, sondern die Bemühungen zum Handeln im Namen des Klimaschutzes auszuweiten, möchte auch das MCC „grüner und nachhaltiger“ agieren z. B. in dem sie mehrere Nutzungen beherbergt und Leerstand reduziert, regionale Produkte anbietet oder langfristig klimaneutral wird. # GREENEVENTS # REGIONAL_SAISONAL # EVENTS_IN_DER_NATUR # FOODMARKET # GRÜN_GRÜNER_MÜNSTER 4 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN »KONREKTE TO-DO´S FÜR DIE STADT MÜNSTER« Hinweis: Im Folgenden wird das Messe- und Congress Centrum Halle Münsterland mit MCC abgekürzt HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN STRATEGISCHE HANDLUNGSFELDER CLUSTER LANDKARTE → IDENTIFIKATION VON Z. B. THIRD PLACES VERBINDUNGEN DER EINZELNEN LOCATIONS → MOBILITY CONCEPT STECKBRIEFE DRITTER ORTE MOBILITÄTSKONZEPT (15-MINUTEN-STADT) AKTEURE EINBINDEN / FLEXIBEL NUTZER-BEDARFSANALYSE NEUE MICE-PRODUKTE POTENZIALANALYSE → WAS KANN MÜNSTER AUFNEHMEN? HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN STRATEGISCHE HANDLUNGSFELDER WETTBEWERBSANALYSE ZIELGRUPPENANALYSE BEFRAGUNG VON UNTERNEHMEN POP-UP-ORTE IDENTIFIZIEREN BEST-PRACTICE-BEISPIELE ANSCHAUEN WELCHE „HILFSPROJEKTE“ GIBT ES? STANDORTANALYSE (NACHHALTIGKEIT, TECHNOLOGIE, GESUNDHEIT, …) WELCHE FUNKTIONSBAUSTEINE IM STADTRAUM EIGNEN SICH? Z. B. MUSEEN, HOTELS HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN STRATEGISCHE HANDLUNGSFELDER NAMENSGEBUNG MCC → IN DER EINBETTUNG DES QUARTIERS ROLLE VON BÜRGERN, UNTERNEHMEN UND STAKEHOLDERN DEFINITION VON URBANEM RAUM: MULTIFUNKTIONALITÄT / SHARING / … INSZENIERUNGSMÖGLICHKEIT DER STADT KONZEPT COWORKING-SPACE UNIVERSITÄTSEINBEZUG PRÜFEN → BEDEUTUNG WISSENSCHAFT KURATION/MODERATION VON THEMEN HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN INTERAKTION: BEFÜLLEN DER TEMPLATES Hinweis: Im Workshop wurden die hier sichtbaren Templates verwendet. Diese liegen im Original in der Dokumentation vor, wurden für die Auswertung im Folgenden jedoch jeweils auf einer Folie zusammenfassend dargestellt. HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN INTERAKTION: BEFÜLLEN DER TEMPLATES Hinweis: Im Workshop wurden die hier sichtbaren Templates verwendet. Diese liegen im Original in der Dokumentation vor, wurden für die Auswertung im Folgenden jedoch jeweils auf einer Folie zusammenfassend dargestellt. HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN POP-UP ORTE IDENTIFIZIEREN SKIZZIERUNG DER IDEE UND FRAGESTELLUNG POTENZIALE & CHANCEN RISIKEN & GEFAHREN ZIELERWARTUNG & OUTCOME VORGEHEN & ARBEITSSCHRITTE PARTIZIPATION Pop-up wichtiges Element Angebot an urbanen Events → Sammlung möglicher Orte für Pop-up Events (Brainstorming) Spannendes Setting Bewusstsein und Awareness Events in der Stadtgesellschaft Max. 3 Monate Brainstorming, Gestaltung von Journeys Best Practice Beispiele suchen Eigentümer*innen und Nutzer*innen Freiflächen vordefinieren Landkarte Ideenliste HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN POP-UP PILOTEN SKIZZIERUNG DER IDEE UND FRAGESTELLUNG POTENZIALE & CHANCEN RISIKEN & GEFAHREN ZIELERWARTUNG & OUTCOME VORGEHEN & ARBEITSSCHRITTE PARTIZIPATION Potenziale von Pop-up an 1-3 Beispielen durchdenken Potenziale darstellen Denkräume öffnen Max. 3 Monate Aussteller*innen / Akteur*innen Catering Moderator*innen 1-3 konkrete realisierbare Ideen Rechtliche Fragen HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN MÜNSTER DU BIST ONE AND ONLY SKIZZIERUNG DER IDEE UND FRAGESTELLUNG POTENZIALE & CHANCEN RISIKEN & GEFAHREN ZIELERWARTUNG & OUTCOME VORGEHEN & ARBEITSSCHRITTE PARTIZIPATION Der schönste Weg, der nächste Weg, Weg fürs Flanieren Wie komme ich vom Zentrum zum Domplatz und zum Messe- und Kongresszentrum Clusterlandkarte „Schlendern“ / Willkommenskultur am Bahnhof Schlendern durch die Stadt, Anordnung von Sitzbänken auf der Strecke Differenzierung von Fahrrad und Fußgängerwegen Einbindung des Hamburger Tunnels als inszenierter heller freundlicher Weg Orte für Verweilung fixieren Schnelle Umsetzung mit zeitlicher Anpassung / App des Stadtraums Münster mit Funktionen Stadtevents z. B Tag der Entschleunigung Öffentlicher Ideenwettbewerb Studentenbeteiligung Miteinbeziehung von Fremdenführern Erleben einer historischen und nachhaltigen Stadt Erzeugung einer Liebeserwartung an die Stadt → Routenerarbeitung , Finanzierung , Einbindung Start-ups und Kreativwirtschaft, Entwicklung eines studentischen Wettbewerbs Überreglementierung überdenken Urbane Unbestimmtheiten zulassen HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN NEUE MICE-PRODUKTE SKIZZIERUNG DER IDEE UND FRAGESTELLUNG POTENZIALE & CHANCEN RISIKEN & GEFAHREN ZIELERWARTUNG & OUTCOME VORGEHEN & ARBEITSSCHRITTE PARTIZIPATION Sichtung von neuen Produkten → neue Produktideen von App bis zum Format Neue Märkte Max. 3 Monate Befragung Trendsetter / Mapping Unternehmen Anbieter (MICE Hotels u. a.) Liste an neuen MICE-Produkten ( Formate, DL, Apps,…) HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN QUARTIERSKONZEPT UND ROLLE MCC SKIZZIERUNG DER IDEE UND FRAGESTELLUNG POTENZIALE & CHANCEN RISIKEN & GEFAHREN ZIELERWARTUNG & OUTCOME VORGEHEN & ARBEITSSCHRITTE PARTIZIPATION Was kann die Halle dem Quartier geben? Zusammendenken von Quartier und Halle Welche Rolle kann das MCC übernehmen (z. B. Arbeitsort, Sport,…) Verbindung zum Quartier Welche Rolle kann Nutzungen aus dem Quartier übernehmen (Catering, Mobilität, Räume)? HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN VERBINDUNG DER ORTE ZU FUß/FAHRRAD SKIZZIERUNG DER IDEE UND FRAGESTELLUNG POTENZIALE & CHANCEN RISIKEN & GEFAHREN ZIELERWARTUNG & OUTCOME VORGEHEN & ARBEITSSCHRITTE PARTIZIPATION Landkarte = Steckbriefe = Verbindung Wie sieht das Messequartier 2035 aus? Bestandsaufnahme Identifikation bestehender Orte und Player Qualifizierungsmaßnahme Potenzialanalyse Zukünftige Bedarfe, die sich aus dem Umfeld ergeben Potenzialanalyse / Befragung IHK / UI / Reach Digital Hub Fragebogen entwickeln Open Data / Daten qualifizieren HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN KONGRESSE 2035 SKIZZIERUNG DER IDEE UND FRAGESTELLUNG POTENZIALE & CHANCEN RISIKEN & GEFAHREN ZIELERWARTUNG & OUTCOME VORGEHEN & ARBEITSSCHRITTE PARTIZIPATION Kunden und Anspruchsgruppen befragen Nicht nur Kongress! (Wohnen, Arbeiten, andere Ansprüche in Freizeit, Nachhaltigkeit,…) Erkenntnisse über New Work – Ansprüche bei Unternehmen IHK, Wissenschaft, Reach, bestehende Daten, einzelne Unternehmen (Brillux, Münsterland, ZEB,…) FOTOPROTOKOLL FOTOPROTOKOLL WORKSHOP I 1. APRIL 2022 DEFINITION VON URBANEM RAUM: MULTIFUNKTIONALITÄT / SHARING / … DEFINITION VON URBANEM RAUM: MULTIFUNKTIONALITÄT / SHARING / … FOTOPROTOKOLL WORKSHOP I 1. APRIL 2022 DEFINITION VON URBANEM RAUM: MULTIFUNKTIONALITÄT / SHARING / … FOTOPROTOKOLL WORKSHOP I 1. APRIL 2022 DEFINITION VON URBANEM RAUM: MULTIFUNKTIONALITÄT / SHARING / … FOTOPROTOKOLL WORKSHOP I 10. MAI 2022 DEFINITION VON URBANEM RAUM: MULTIFUNKTIONALITÄT / SHARING / … FOTOPROTOKOLL WORKSHOP I 10. MAI 2022 DEFINITION VON URBANEM RAUM: MULTIFUNKTIONALITÄT / SHARING / … FOTOPROTOKOLL WORKSHOP I 10. MAI 2022 FORSCHUNGSBEREICH ORGANISATIONSENTWICKLUNG UND ARBEITSGESTALTUNG Nobelstraße 12 70569 Stuttgart www.iao.fraunhofer.de Fraunhofer IAO Ansprechpartner Tilman Naujoks Telefon: +49 711 970 – 2086 tilman.naujoks@iao.fraunhofer.de Katharina Dienes Telefon: +49 711 970 – 5454 katharina.Dienes@iao.fraunhofer.de
Anlage 1 - Zielbild
14629 Zeichen
1 Münster als zukunftsfähiger Kongress- und Veranstaltungs-Standort Zielbild Münster – vom Kongress-Standort zum urbanen Event-Reallabor MCC – vom Kongress-Zentrum zum Event Hub und Inkubator 2 VORBEMERKUNGEN Das Zielbild ist das Ergebnis zweier Transfer-Work - shops im April und Mai 2022. Beide Workshops übertru- gen die Forschungsergebnisse des Innovationsver - bunds „Future Meeting Space“ (Fraunhofer IAO, German Convention Bureau e.V.) auf den Standort Münster. Der Forschungsverbund hatte auf Basis von Megatrend- Analysen drei Szenarien für die Entwicklung von Kon- gress-Standorten entwickelt. Diese in der vorliegenden Dokumentation des Innovationsverbunds erläuterten Szenarien waren in den Workshops das Sprungbrett für Debatten, wie sich Münster und das MCC positionieren sollte: Die beiden Workshops zeigten, dass die Megatrends in Gesellschaft und Branche dem Kongressstandort Münster deutlich in die Karten spielen. Eine Reihe von Potenzialen mit hohem Fit zur Marktentwicklung wurde aufgedeckt. Um diese Potenziale auch heben zu können und in Wert- schöpfung für das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland sowie in Entwicklungsimpulse für den Standort zu verwandeln, ist allerdings konsequentes strategisches Handeln zwingend. Workshop 2 formu - lierte Handlungsempfehlungen, um die Transformation einzuleiten. Zudem wurden dort die Positionierungsan- sätze zu einem Zielbild verdichtet. TRIED AND TRUSTED – renaissance of the real DIVERSE AND FLEXIBLE – the global community GREEN AND AWARE – the net zero society Der Workshop am 1. April 2022 Der Workshop am 10. Mai 2022 3 ÖFFNUNG 1 – VOM CLOSED SHOP ZUM URBANEN EVENTRAUM Egal welches der Future Meeting Space Szenarien greift – erfolgreiche Business Events erfordern künftig mehr als die funktionalen Basics: Der gut erreichbare, passende, digital befähigte Raum mit überzeugendem Service. Wir erleben die Emotionalisierung und Gamifi- cation von Kongressen und Tagungen. Es geht um Ge- samterlebnisse. Und die beziehen das Umfeld, den Stadtraum explizit ein. Besonders deutlich wird es bei der neu entstandenen Gattung der „Retreats“: Remote oder vorwiegend hybrid arbeitende Unternehmen laden jährlich oder quartalsweise ihre komplette Belegschaft zum teambildenden Event ein, weil man sich im Berufs- alltag eben nicht mehr täglich sieht. Das „Eventpro- gramm“ im (urbanen) Umfeld ist dabei kein Beiwerk, sondern Mittelpunkt der Veranstaltung. Der urbane Raum und sein Erleben werden zum Erfolgsfaktor für Business Events. Hier kann Münster Stärken ausspie- len. Und wird genau das forcieren. Dabei geht es eben nicht um eine maximale „Eventisierung“ des komplet- ten Stadtraums, sondern um kluges und vernetztes Management aller Orte und Ressourcen. Auch Retreat, also Ruhe und Rückzug, sind wichtige Dimensionen ei- nes Business Events als Erlebnis. Alle Akteure denken und handeln nicht mehr in den Grenzen ihrer Organisation, sondern vernetzt und kol - laborativ. Sie bilden „Pakete“ , in denen nicht aus - nahmsweise, sondern häufig mehrere Orte und Veran- stalter vorkommen. Als Orte dienen dabei nicht nur die klassischen Eventlocations. Der Trend zu Pop-Up- Events im Stadtraum ist in einem der attraktivsten 1. Das Quartier 2. Die Stadt 3. Das Umland Der urbane Erlebnisraum ist künftig nicht mehr Beiwerk für innovative Tagungsformate, sondern wesentlicher Bestandteil. Quelle: Stadt Münster – Amt für Kommunikation. Stadträume sicher gut zu Hause. Damit schaffen die Akteure gemeinsam Gesamterlebnisse, die für Busi- ness Event Teilnehmende schon auf der Reise nach Münster beginnen und erst aufhören, wenn der Teilneh- mende schon wieder zuhause ist. Dieses Mindset ist für Münster seit über 20 Jahren ge- lebte Praxis: Die Kongressinitiative, ein Netzwerk aus neun leistungsstarken Standortpartnern, von einem professionellen Kongressbüro bei Münster Marketing organisiert, lebt den Gedanken längst. Ihrer Arbeit ist es maßgeblich zu verdanken, dass Münster für die Zu- kunftsanforderungen eines vernetzten Angebots im Bereich des Geschäfts- und Tagungstourismus bestens gerüstet ist. Übrigens: auch der bislang wichtigste Kon- gress aller Zeiten bespielte bereits 1645 bis 1648 die komplette Stadt. Das Bespielen des Stadtraums ist auch für das MCC als Schlüsselakteur nichts Neues. Schon heute managt das MCC Weihnachts- oder Flohmärkte. Künftig wird das Spielfeld noch weniger am Tor Nord aufhören. Aus Perspektive des MCC lassen sich drei Kreise ziehen, die diesen Handlungsraum definieren: 4 Die Stadt der kurzen Wege Das entscheidende Komfortmerkmal: Kongressteil - nehmer wollen ihre Zeit weder in Expo-Ghettos noch in Shuttlebussen verbringen. Mit dem Leih-Bike oder der Rikscha erreicht man vom MCC aus den Prinzipalmarkt in 10, den Hafen in 4 Minuten. Weil es nicht nur um Entfernungen geht, sondern auch um die erlebte Qualität der Wege muss Münster Verbin- dungen aufwerten und attraktiver gestalten. Vor allem den Weg vom MCC zur Innenstadt. Die ökologisch-mobile Stadt Zum Veranstaltungsraum der kurzen Wege gehört auch die umweltverträgliche Erreichbarkeit für Besuchende – lokal, regional, überregional. Zugleich ist – nicht nur in der Transformationsphase – darauf zu achten, dass das MCC für eine Fülle konventioneller Veranstaltungs- formate vom Konzert bis zur Verbrauchermesse ausrei- chend Parkraum vorhält. Nicht nur, weil das MCC durch- gehend wirtschaftlich tragfähig agieren muss, sondern auch, weil das Oberzentrum als wichtigster Event- Standort des Münsterlands Boden gewinnen will und nicht verlieren darf. Die grüne Stadt Münster ist eine grüne Stadt mit grünem Umfeld. Grüne Plätze mit Aufenthaltsqualität sind auch für Besucher ein Schlüssel des Stadterlebnisses. Begrünte Dächer und Fassaden sind längst ökologische Notwendigkeit, bestimmen aber zunehmend auch die erlebte Aufent- haltsqualität. Menschen fühlen sich in aufgeheizten Steinwüsten nicht mehr wohl. Wenn sich Menschen in Steinwüsten nicht mehr wohlfühlen, muss auch das MCC-Gelände grüner werden. Die Campus Stadt Neun Hochschulen und 60.000 Studierende prägen die Stadt. Hochschulen sind entscheidende Akteure des Kongressgeschehens. Sie liefern Eventthemen und schaffen eine diskursive Atmosphäre, in der Bildung und Begegnung – also auch Business Events – zuhause sind. Die diverse und internationale Stadt Eine Stadt der Toleranz mit Menschen aus 150 Natio- nen ist das Umfeld, in dem sich alle Besucher wohl füh- len. Eine Stadt der Begegnung muss besonderes Talent haben, neue Begegnungsformate zu kreieren. Die junge Stadt mit Geschichte Städte mit junger Bevölkerung und historischem Stadt- bild sind das Erkennungsmerkmal aller „Hotspots“ un- ter den Metropolen. Das Alte ist kein Gegensatz zur neuen digital-virtuell geprägten Wirklichkeit, sondern das, was Städten menschliches Maß und Authentizität verleiht. Die westfälischen Klassiker sind keine touris- tischen Auslaufmodelle, sondern der Boden, der die Stadt auch im Erleben der fortschrittlichsten Besu- chergruppen beliebt und authentisch macht. Die unternehmende Stadt Unternehmen und Organisationen sind nicht nur Auf- traggeber von Business Events, sondern auch Akteure. Sie – und ihre Ressourcen, also auch Tagungsräume oder Coworking Lounges – sind in die Netzwerkbildung einzubinden. Das große Potenzial der Stadt als Eventraum und Spielort für Business Events und ihr Selbstverständnis wird unter anderem in folgenden Schlagworten deutlich: 60.000 Studierende prägen die Stadt – einer der prägenden Faktoren für den Business Event Standort Münster. Quelle: Stadt Münster – Amt für Kommunikation. 5 ÖFFNUNG 2 – VOM PLATZHIRSCH ZUM EVENTHUB Wenn Events verstärkt raum- und institutionenüber - greifend gedacht, Ressourcen zusammen geschaltet werden, wenn Veranstalter und Anbieter zunehmend gemeinsam die gesamte Stadt bespielen, braucht es Makler und Koordinatoren des Angebots. Das MCC als Herzstück der Veranstaltungslandschaft bietet sich für diese Rolle an. Das MCC wird von der Location zum Makler, zum Eventhub. Raus aus der Messehalle! Durch Pop-Up- Flächen wird der Stadtraum temporär zum Veranstaltungsort. Quelle: Verbund „Future Meeting Space“ - © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart. Standorte von Business Events sind künftig keine funktionalen Inseln im Stadtraum mehr, sondern werden zum vitalen – und grünen – Mittelpunkt des Quartiers. Quelle: Verbund „Future Meeting Space“ - © Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart 6 Das MCC liegt im aktuell wohl spannendsten und dyna- mischsten urbanen Quartier der Stadt. Bisher aller - dings ist es eine auf ihren Zweck hin optimierte funkti- onale Insel, die nicht als „der“ alltägliche Mittelpunkt des Quartiers wahrgenommen wird. So wie das MCC künftig noch stärker in die Stadt und den Stadtraum wirkt, öffnet es sich stärker für die Stadt(gesellschaft). Es entwickelt sich vom funktionalen Closed Shop zum urbanen Kristallisationspunkt des Quartiers. Freiflä- chen mit urbaner Aufenthaltsqualität sollen 365 Tage im Jahr belebt sein, nicht nur bei Großkonzerten. Weil klassisch-analoge Business Meetings laut „Future Meeting Space“-Forschungen weniger häufig stattfin- den, nutzen Messe- und Kongresszentren Hallen und Räume um. Das MCC hat schon in den letzten Jahren als Impfzentrum oder Prüfungsraum aus der Not eine Tu- gend gemacht. Diese Erfahrung lässt sich ausbauen: Die Stadtgesellschaft soll den Raum und die Institution alltäglicher nutzen und erleben. Das fängt mit dem un- belebten Vorplatz an. Erst wenn das Gelände und seine Gebäude im Alltag genutzt und akzeptiert werden, wenn die Beziehungen zum Umfeld gestärkt sind, wird aus der funktionalen Insel ein emotionaler Mittelpunkt. ÖFFNUNG 3 – VON DER FUNKTIONALEN INSEL ZUM EMOTIONALEN MITTELPUNKT Bisher eine funktionale Insel aber nicht der integrale Mittelpunkt eines Quartiers: Das MCC Halle Münsterland. Quelle: MCC Halle Münsterland. 7 ÖFFNUNG 4 – AGILER INKUBATOR FÜR NEUE MICE*-PRODUKTE Eine umfassende Vernetzung aller Akteure wird nicht nur formal, sondern auch inhaltlich Ideen für neue MI- CE-Produkte kreieren. Das MCC muss dabei agiler Inku- bator sein. Münsters inhaltliche Kompetenzschwer - punkte (etwa Batterieforschung, Fahrradmobilität) liefern inhaltliche Ansatzpunkte für neue Business Events. Die Traditionen der Stadt (etwa Toleranz) kön- nen zu neuen Formaten inspirieren. Darüber hinaus ist aber der Standort für jeden Veranstalter und fast jedes Thema eines Business Events attraktiv, weil er ein ins- pirierendes Umfeld für jede Form von Begegnung von Retreat mit rekreationalen Schwerpunkt bis zum pul - sierenden Großereignis bietet. Weil sichere Prognosen zu zukunftsträchtigen Trendthemen kaum möglich sind, erfordert agil-innovatives Vorgehen des Netz- werks Risiko- und Investitionsbereitschaft der treiben- den Akteure. Selbst Scheitern muss erlaubt sein. * MICE steht für Meetings Incentives Conventions Exhibitions, und um- fasst den Teil des geschäftlichen Tourismus, der Tagungen, Incentives, Kongresse und Ausstellungen anbietet. Einige Themen für neue MICE*-Produkte sind in der Stadt der Toleranz, der Fahrradstadt, dem Standort für Batterieforschung vielleicht besonders naheliegend. Doch die allgemeinen Standortqualitäten machen Münster für jedes Business Event-Thema interessant. Auch für neue Themen, die wir heute noch gar nicht kennen. Quelle: Stadt Münster – Amt für Kommunikation. 8 Nächste Schritte – Handlungsempfehlungen aus Workshop 2 Robin Denstorff Stadtbaurat Münster/Aufsichtsrat Messe und Congress Centrum Halle Münsterland Peter Bensmann Aufsichtsrat Messe und Congress Centrum Halle Münsterland Meik Bruns Aufsichtsrat Messe und Congress Centrum Halle Münsterland Heinrich Götting Aufsichtsrat Messe und Congress Centrum Halle Münsterland Philipp Hagemann Aufsichtsrat Messe und Congress Centrum Halle Münsterland Jürgen Hartmann Aufsichtsrat Messe und Congress Centrum Halle Münsterland Christoph Kattentidt Aufsichtsrat Messe und Congress Centrum Halle Münsterland Ludger Overhues Aufsichtsrat Messe und Congress Centrum Halle Münsterland Josef Rickfelder Aufsichtsrat Messe und Congress Centrum Halle Münsterland Susanne Schulze Bockeloh Aufsichtsrat Messe und Congress Centrum Halle Münsterland Ahmad Alhamwi Betriebsausschuss Münster Marketing Rainer Bode Betriebsausschuss Münster Marketing Petra Dieckmann Betriebsausschuss Münster Marketing Sybille Schulemann-Adlhoch Betriebsausschuss Münster Marketing Angela Stähler Betriebsausschuss Münster Marketing Jana Windoffer Betriebsausschuss Münster Marketing Fabian Bannier Kongressinitiative Münster Renate Dölling Kongressinitiative Münster Enno Fuchs Kongressinitiative Münster Norbert Robers Kongressinitiative Münster Kathrin Freund Münster Marketing Petra Panske Münster Marketing Bernadette Spinnen Münster Marketing Marcus Altrogge Messe und Congress Center Halle Münsterland Miriam Figge Messe und Congress Center Halle Münsterland Ursula Paschke Messe und Congress Center Halle Münsterland Birgit Pacher German Convention Bureau Matthias Schultze German Convention Bureau Katharina Dienes Fraunhofer Institut IAO Tilman Naujoks Fraunhofer Institut IAO Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Rainer Maria Kresing Kresings Architektur Jörg Heithoff Heithoff & Companie Heike Döll-König NRW Tourismus Veit Lawrenz NRW Tourismus Matthias Schultze German Convention Bureau Birgit Pacher German Convention Bureau Katharina Dienes Fraunhofer Institut IAO Tilman Naujoks Fraunhofer Institut IAO Tobias Viehoff Kaufmannschaft Simone Harms Novotel / Ibis Budget Investhotel Renate Dölling Dehoga Westfalen Robin Denstorff Stadtbaurat Münster/Aufsichtsrat Messe und Congress Centrum Halle Münsterland Bernadette Spinnen Münster Marketing Petra Panske Münster Marketing Ursula Paschke MCC Halle Münsterland Teilnehmende des Workshops am 1. April 2022 Teilnehmende des Workshops am 10. Mai 2022 1. POP-UP ORTE IDENTIFIZIEREN, EVENT MAP KARTOGRAFIEREN, EVENTMODELLE PILOTIEREN 2. WEGE-LANDKARTE MIT VERBINDUNGEN, QUALITÄTEN UND SCHWÄCHEN (AUCH ANGSTRÄUMEN) KARTOGRAFIEREN 3. NEUE VIRTUELLE UND HYBRIDE MICE-PRODUKTE UND MICE-LÖSUNGEN SICHTEN UND VERPROBEN (IN KOOPERATION MIT BRANCHENEXPERTEN) 4. QUARTIERSKONZEPT MIT MCC ALS MEHRWERTGEBER UND DURCHLÄSSIGEM MITTELPUNKT DENKEN 5. MARKTSTUDIE NUTZERANFORDERUNGEN AN KONGRESSE 2035 AUF DEN WEG BRINGEN. 6. ERWEITERTE VERNETZUNG ALLER AKTEURE INITIIEREN
Anlage 4 - Ratsantrag A_R_0043_2021Gruene_SPD_Volt_Halle_Muensterland_fuer_die_Zukunft_nach_Corona_aufstellen
2424 Zeichen
Antrag an den Rat Nr.: A-R/0043/2021
Halle Münsterland für die Zukunft nach Corona
aufstellen
- Ratsantrag -
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:
Aufbauend auf dem Prozess zur Kongressinitiative Münster (V/0070/2021) wird die
Verwaltung beauftragt, Perspektiven für die MCC Halle Münsterland GmbH in ihren
Tätigkeitsbereichen (insb. Veranstaltungen und Messen) aufzuzeigen. Dabei sollen
folgende Aspekte berücksichtigt und geprüft werden:
Weitere Entwicklungen im Kongressbereich in Münster
Zukunft des Messestandorts sowie der Großveranstaltungen und zugehöriger
Infrastrukturbedarf
Mögliche Synergien im Stadtkonzern im Tätigkeitsfeld der GmbH,
insbesondere mit Blick auf eine verstärkte Kooperation mit Münster Marketing
Mögliche Eingliederung der Stadthalle Hiltrup in den Betrieb der GmbH
Stärkere Öffnung für die Stadtgesellschaft einschließlich möglicher neuer
Veranstaltungsangebote
Qualitative Evaluation der Eigenveranstaltungen und Weiterentwicklung der
Veranstaltungsformen
Nutzung der Außenbereich der Halle Münsterland, insbesondere für Open-Air-
Veranstaltungen
Wirtschaftliche Entwicklung der GmbH und Optimierungsmöglichkeiten
Ein entsprechender Bericht und mögliche Handlungsoptionen sollen dem
zuständigen Ausschuss (AWLFW) sowie dem Betriebsausschuss Münster Marketing
im Laufe des Jahres 2022 vorgelegt werden.
Begründung:
Die Corona-Pandemie hat die Arbeit der MCC Halle Münsterland GmbH nachhaltig
verändert und gezeigt, dass über eine zukünftige Nachcorona-Zeit für das MCC
nachzudenken ist. Der mit V/0070/2021 vorgesehene Prozess ist ein wichtiger
Bestandteil für diese zukünftige Ausrichtung. Doch auch über den Kongressbereich
11.05.2021
hinaus ist insbesondere die Zukunft der Bereiche Messe und weitere (Groß-
)Veranstaltungen offen. Deshalb ist es essenziell die Halle Münsterland als GmbH in
den Blick zu geben und ihre Perspektiven als Wirtschaftsunternehmen sowie ihre
Ausrichtung im Stadtkonzern zu überprüfen und die Einbindung in den Standort in
den Blick zu nehmen.
gez. gez. gez.
Albert Wenzel Marius Herwig Tim Pasch
Christoph Kattentidt Philipp Hagemann Helene Goldbeck
Carsten Peters Doris Feldmann
Dr. Rita Stein-Redent Lia Kirsch
Sylvia Rietenberg Ludger Steinmann
Jule Heinz-Fischer und Fraktion
Andrea Blome
Dr. Robin Korte
und Fraktion
Anlage 2 - Dokumentation Transferworkshops
19045 Zeichen
Dokumentation der Transferworkshops Münster am 01. April + 10. Mai 2022 // Innovationsverbund Future Meeting Space TRANSFERWORKSHOP MÜNSTER MIT TRADITION UND ZUKUNFT Entwicklung einer zukunftsfähigen Veranstaltungslandschaft im Tagungs- und Kongressbüro 1. Zielsetzung und Workshopaufbau Im Rahmen der Weiterentwicklung der Stadt Münster als zukunftsfähiger und innovativer Veranstaltungsstandort fanden im April (1. April 2022) und Mai (10. Mai 2022) zwei Visionsworkshops mit unterschiedlichen Teilnehmerkreisen statt. Zentrales Ziel der Workshop- Reihe stellte die gemeinsame Erarbeitung einer Zukunftsvision und der Definition von Handlungsempfehlungen zur Weiterarbeitung dar. Grundlage der Workshops bildeten die Forschungsergebnisse des Innovationsverbunds Future Meeting Space des Fraunhofer IAOs und des German Convention Bureau e. V. Die Forschungsergebnisse basierten auf drei entwickelten Zukunftsszenarien, dessen Entstehung Kernaufgabe der Forschungsphase V darstell ten. Auf Basis einer Megatrend Analyse mit unterschiedlichen Einflussfaktoren (z. B. Nachhaltigkeit, Homeoffice, Smart Mobility) konnten folgende Zukunftsszenarien identifiziert werden: • TRIED AND TRUSTED – renaissance of the real • DIVERSE AND FLEXIBLE – the global community • GREEN AND AWARE – the net zero society Diese Szenarien bildeten schlussendlich die Grundlage des Transfers der definierten Handlungsempfehlungen der Forschungsphase auf die Stadt Münster und den individuellen Kontext der Veranstaltungslandschaft. 2. Authentische Werte, Standortfaktoren und USP´s Im ersten Workshop lag der Fokus des Events insbesondere auf der Zusammenfassung von authentischen Werten, Standortfaktoren und USP´s von Münster in unterschiedlichen Themenbereichen und im Rahmen der drei beschriebenen Zukunftsszenarien. In einem kreativen Workshopve rfahren konnten vielfältige USP´s durch interdisziplinäre Expertengruppen zusammengetragen und im Anschluss in folgende Themenbereiche geclustert werden: KONGRESSLANDSCHAFT - Authentische Orte in Münster zur Gestaltung einer Event-Map Die Stadt Münster ist als Veranstaltungsort über die Stadtgrenzen hinaus etabliert und besitzt eine Strahlkraft in der Veranstaltungsbranche . D as M esse und Congress Centrum Halle Münsterland (MCC) stellt dabei das „Herzstück“ der Veranstaltungslandschaft dar. Auch zukünftig versteht sich d as MCC als wichtige Schnittstelle zwischen dem städtebaulichen Umfeld und Tagungen, Kongressen und Events mit seinen zusätzlichen temporären Nutzergruppen. Um das MCC in die Zukunft zu tragen und ein innovatives Gesamtkonzept zu entwickeln, stellten sich die Expertengruppen in den Kreativworkshops folgende Fragen: • Wie sollte „Halle Münsterland“ heißen? (Namensbildung) • Wie teuer wird die Umsetzung eines innovativen und zukunftsfähigen Gesamtkonzepts? Dokumentation der Transferworkshops Münster am 01. April + 10. Mai 2022 // Innovationsverbund Future Meeting Space • Welche Zielgruppen sollten in Zukunft mit dem neuen Konzept angesprochen werden? • Basierend auf der Definition der Zielgruppen: Welche Angebote sind mit einer Neuausrichtung verbunden? • Inwiefern kann man das MCC multifunktional gestaltet und welche Funktionen lassen sich ergänzen z. B. Coworking Space? Kann eine Messehalle ein hybrider Ort werden mit unterschiedlichen Nutzungen je nach Tageszeit? • Welche Kapazitäten und Kompetenzen sind zur Umsetzung der Veränderungen notwendig? • Wie organisiert man ein übergreifendes Veranstaltungsnetzwerk? Neben einem Wandel der Ausrichtung des MCCs soll der Veranstaltungsstandort Münster auch durch unterschiedliche kleinere Eventflächen im urbanen Kontext erweitert werden, um eine Art „Event Map“ zu erzeugen und das derzeitige Raumangebot durch authentische, einzigartige Orte zu ergänzen. Zusätzlich kann durch die Bildung von Schnittstellen zwischen Orten im Stadtraum und Events mit einem weiteren Grad der Belebung der Innenstadt und einer Steigerung der Identifizierung mit dem Standort Münster gerechnet werden. Um eine sogenannte „Event Map“ im Stadtraum zu generieren, stellen sich folgende zentrale Fragen: • Wie können stadtbezogene Eventflächen mit einer hohen Aufenthaltsqualität entwickelt werden? • Sollte die Verwaltung und Bespielung des Altstadtkerns nochmals hinterfragt werden? • Wie sehen „quartiersspezifische“ authentische Veranstaltungszonen genau aus? Gibt es auch Quartiere ohne Events z. B. reine Wohnquartiere? • Welche Potenziale gibt es in diesem Bereich bereits? VERKEHR & WIRTSCHAFT - Vielfältige Wirtschaftszweige & Entwicklung des ÖPNV-Netzwerks Auch im Bereich zentraler Mobilitätsmuster sowie im wirtschaftlichen Sektor konnten vielfältige USP´s für die Stadt Münster identifiziert werden, die in weiteren Schritten weiter aufgearbeitet werden sollten. Hauptmerkmal des innovativen Mobilitätskonzepts in Münster stellen das ausgebaute Fahrradnetzwerk sowie die Entwicklung des ÖPNV-Netzwerks dar. Insgesamt wurde sowohl die Vernetzung innerhalb der Stadt als auch zwischen dem ländlichen Raum und der Innenstadt als besonderer Wert der Stadt Münster erachtet. Bezogen auf die Gestaltung einer zukunftsfähigen Veranstaltungslandschaft in Münster sollte man s ich laut der Experten der Workshops mit folgenden Fragen auseinandersetzen: • Wie kann man „interessante Mobilität“ schaffen, um die Teilnehmenden vom Hauptbahnhof zum MCC und den anderen Eventlocations zu transportieren? • Wie können Nahbereiche (zentrale Standorte) so miteinander verknüpft sein, dass ein möglichst nutzerfreundliches Mobilitätsnetzwerk für Veranstaltungen entsteht? • Benötigt das MCC eine eigene Haltestelle? Oder einen Landeplatz für Flugtaxi/Drohnen, ein Fahrrad-Parkhaus mit Fahrradverleih? Münster bietet sowohl jungen Unternehmen als auch mittelständischen Unternehmen vorteilige Standortfaktoren, die mit unter durch die breit angelegte Bildungslandschaft unterstützt werden. Das starke Wirtschaftsnetz wird neben dem Mobilitätsb ereich als weiterer besondere USP der Stadt Münster genannt. Dokumentation der Transferworkshops Münster am 01. April + 10. Mai 2022 // Innovationsverbund Future Meeting Space VIELFALT & INTERNATIONALITÄT - Hohe Diversität der Gesellschaft & Anteil junger Generation Trotz der Bewahrung von Tradition und Historie schafft die Stadt Münster ein offenes Umfeld für Vielfalt und einer Willkommenskultur unterschiedlicher Nationen. Aufgrund der Hochschulen und Universitäten sowie der Ansiedelung vieler international tätiger Unternehmen, entwickelte sich Münster zu einer Stadt mit einer hohen Diversität in der Gesellschaft und einem großen Anteil junger Generationen. Die Kompatibilität mit anderen Kulturen und die Förderung internationaler Bindungen wird als wertvoller Aspekt und Stärke der Stadt wahrgenommen. In der Stadt Münster leben unterschiedliche Religionen und Kulturen zusammen, ebenso wie jüngere und ältere Generationen, gebürtige „Münsteraner*innen“ und Zugezogene. Toleranz und ein respektvoller Umgang miteinander unterstützen die Entwicklung einer starken, offenen und kreativen Stadtgesellschaft, die auch einen positi ven Einfluss auf die Veranstaltungslandschaft und die Veranstaltungsteilnehmenden hat. STADTBILD – Die grüne Stadt der Welt mit einer langen Historie Als besonderer Mehrwert der Stadt Münster wurde im Kontext des Kreativworkshops mit den Expertengruppen die unterschiedlichen räumlichen Qualitäten des Stadtbilds genannt. Denn trotz der derzeit 314.000 Einwohner*innen mit steigender Tendenz ist das Abbild Münsters von zahlreichen Grünflächen und natürlichen Umgebungen geprägt. Expert*innen schätzen an Münster insbesondere die (relativ) kurzen Wege und das „viele Grün“. Insgesamt wird Münster als „Die grüne Stadt der Welt mit einer langen Historie“ beschrie ben, die trotz Internationalität, kultureller Vielfalt und Innovationen über viele bauliche und soziale Traditionen verfügt. Als wesentlicher Baustein des urbanen Kontexts kann hier die historische Altstadt als einzigartiger Tourismusmagnet genannt werden. Auch das Kreativquartier im Hafenareal prägt das Stadtbild Münster zunehmend und stellt einen wichtigen Bestandteil der kreativen und lebendige Stadt dar. Das authentische, historische Stadtbild mit einer insgesamt hohen Aufenthaltsqualität stellt insbesondere bei der Entwicklung einer standortübergreifenden „Event Map“ ein großes Potenzial dar. NATÜRLICHES UMFELD - Ein grünes und urbanes Umfeld mit unterschiedlichen Qualitäten Die Nähe zu natürlicher Umgebung beschreibt laut Expert*innen das mitunter grö ßte Potenzial der Stadt Münster, weshalb es hier erneut Beachtung findet. Münster schafft durch die städtebauliche Verknüpfung der Parks und Freiflächen sowie öffentlichen, urbanen Plätze einen grünen Faden, der das Stadtbild massiv prägt. Die Mischung aus Urbanität und Landschaft wird von allen Workshopteilnehmenden als einzigartig und wertvoll in die USP´s mit aufgenommen. Auch die landwirtschaftliche Prägung findet als authentischer Wert und Standortfaktor große Beachtung bei der Entwicklung eines authen tischen Umfelds für eine Veranstaltungslandschaft von morgen. WISSENSCHAFT - Die Stadt als ganzheitlicher Campus Münster zählt mit insgesamt neun Hochschulen und 200 Studierenden auf 1.000 Einwohnern zu den bedeutendsten Wissenschaftsstädten Deutschlands. Die Universität und das Klinikum stellen die größten Arbeitgeber der Region dar. Die 60.000 Studierenden prägen das Stadtbild Münsters durch eine lebendige universitäre Szene, die sich nicht nur auf die Campusstrukturen der Bildungseinrichtungen beschränkt, sondern darüber hinaus einen erheblichen Einfluss auf das Stadtbild hat. Neben einer jungen Kulturszene mit einem lebendigen und vielfältigen Nachtleben, bieten die vielen Studierenden der unterschiedlichen Hochschulen insbesondere zum Entgegenwirken des aktuellen Fachkräftemangels für Unternehmen ein großes Potential. Bereits heute bildet die Wissenschaft durch eine dynamische Wissenschaftskommunikation eine wichtige Stütze der vielfältigen Veranstaltungslandschaft. Mit diversen Veranstaltungsformaten beispielsweise Ausstellungen, Vortragsreihen, Science -Pubs oder Wissenschaftsfestivals werden Dokumentation der Transferworkshops Münster am 01. April + 10. Mai 2022 // Innovationsverbund Future Meeting Space die Inhalte der Wissenschafts - und Forschungsbereiche in die Stadtgesellschaft getragen und bereichern das Ökosystem Münster. Dadurch wurde der Wissenschaftssektor mehrheitlich als einer der bedeutendsten USP´s der Stadt Münster genannt. Da die wissenschaftlichen Einrichtungen auch zukünftig eine wichtige Rolle in der Gestaltung der Veranstaltungslandschaft Münster darstellen sollen, stellen sich die Expert*innen de r Workshopgruppen insbesondere die Frage: • Inwiefern kann eine stärkere Vernetzung der Halle Münsterland, der zukünftigen Event - Map und der wissenschaftlichen Einrichtungen beispielsweise der Universität aussehen und aktiv gestaltet werden? KULTUR - Alternative Kunst- und Kreativszene mit aktiven Teilhabemöglichkeiten Die wissenschaftliche Prägung der Stadtgesellschaft beeinflusst auch das Kulturviertel sowie das kulturelle Angebot der Stadt. Laut Expert*innen ist die Stadt Münster mit seiner alternativen Kunstszene und zahlreichen Museen wie beispielsweise dem LWL Museum und Skulpturenprojekten im öffentlichen Raum über die Stadtgrenzen hinaus als Kulturstätte bekannt. Zudem ergänzen weitere alternative Kulturangebote die Stadt Münster unter anderem der regelmäßig stattfindende Tatort in Münster, dessen Ermittlungsteam viele mit Münster assoziieren, sowie viele kleine Nachhaltigkeitsinitativen, die ebenfalls einen Beitrag zur kreativen Stadtgesellschaft leisten. Aufgrund der hohen Vielfältigkeit, Lebendigkeit und dem dynamischen Geschehen bewerteten die Expertengruppen des Kreativworkshops das Kulturgut als einen wesentlichen USP der Stadt. ASSOZIATIONEN - Münster – die ewig junge Stadt mit einer Balance zwischen Neu und Alt Neben den Assoziationen der Stadt Münster mitzahlreichen Kulturangeboten, einer hohen wissenschaftlichen Expertise, der Naturnähe, einer jungen Gesellschaft oder dem historischen Kontext der Altstadt, wurden im Verlauf des Kreativworkshops weitere Assoziationen gesammelt, die insbesondere Besucher*innen mit der Stadt in Verbindung bringen. Hier wurde unter anderem auch die westfälische Küche, regionale Spezialitäten, der Aasee und weitere Wasserelemente z. B. das Hafenareal sowie der Zoo Münsters genannt. I m Zentrum der Diskussionen standen kontinuierlich die einzigartige Balance zwischen „Altem“ und „Neuem“ in der Stadtgesellschaft und dem urbanen Kontext. Denn obwohl Münster durch den hohen Anteil an Studierenden durchaus als „ewig junge Stad“ bekannt ist, legt sie viel Wert auf die Historie und den Erhalt von Tradition und Kultur. In Bezug auf die Entwicklung der Veranstaltungslandschaft von morgen stellten sich im Zusammenhang mit der Diskrepanz zwischen „Altem“ und „Neuem“ immer wieder folgende Fragen: • Wie kann das alte „Gute“ erhalten bleiben und mit dem Neuen verbunden werden? Ist es nachhaltig das Bewährte zu erhalten? • Wie kann man trotz Globalisierung/Diversität/Flexibilität authentisch und einzigartig bleiben? Wie kann Authentizität gestaltet werden? 3. Identifizierte Handlungsfelder und konkrete Empfehlungen Im weiteren Prozessverlauf zur Gestaltung einer zukunftsfähigen und innovativen Veranstaltungslandschaft der Stadt Münster, wurden neben dem ersten Kreativworkshop ein weiterer ganztägiger Transfe rworkshop durchgeführt. Zentrales Ziel des Workshops stellte die Entwicklung von konkreten Handlungsempfehlungen auf Basis der zuvor bearbeiteten USP´s von Münster und den dazugehörigen notwendigen Fragestellungen für die Veranstaltungsbranche Dokumentation der Transferworkshops Münster am 01. April + 10. Mai 2022 // Innovationsverbund Future Meeting Space dar. Die Grundlage der ermittelten Handlungsfelder- und Empfehlungen beinhaltete die folgende fundamentale Frage: Welche weiteren Handlungsschritte und konkreten Umsetzungsstrategien sind erforderlich, um Münsters USP´s vorteilig in der Vision der Veranstaltungslandschaft von morgen zu verorten? Die Sammlung von Handlungs empfehlungen in unterschiedlichen Handlungsfeldern erfolgte in intensiver Kleingruppenarbeit. Dabei standen jeder Gruppe Templates zur Verfügung, die bereits eine organisierte Steckbriefstruktur beinhalteten, um das gemeinsame Arbeiten zu vereinfachen. Nachfolgend sind einige der unterschiedlichen Handlung sempfehlungen zusammenfassend dargestellt. Das detaillierte Ergebnisprotokoll kann der Ergebnispräsentation entnommen werden. Diese beschreibt zusätzlich zur grundlegenden Idee der Handl ungsempfehlung die Potenziale/Chancen, Risiken/Gefahren, das Vorgehen und die Arbeitsschritte, Partizipationsmöglichkeiten sowie die Zielerwartung. 1. HANDLUNGSEMPFEHLUNG: POP-UP ORTE IDENTIFIZIEREN Pop-up Orte, das heißt temporäre Veranstaltungsorte, stellen ein wichtiges Element in der Gestaltung der zukünftigen Event Map dar. Um ein Angebot urbaner, temporär nutzbarer Eventflächen zu entwickeln, wird in erster Linie eine Zusammenfassung mit möglichen Orten benötigt. 2. HANDLUNGSEMPFEHLUNG: POP-UP PILOTEN Nach der Identifizierung von möglichen Pop -up Orten für temporäre Events im Stadtraum, sollte die Entwicklung von 2 -3 Reallaboren erfolgen , um die Eventmodelle experimentell zu Testen und Erfahrungen in der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung zu sammeln. 3. HANDLUNGSEMPFEHLUNG: MÜNSTER DU BIST ONE AND ONLY Um die temporären Eventorte miteinander zu verbinden und eine allgemeine Steigerung der Attraktivität von Fußgängerwegen zu schaffen, sollt e eine „Schlender -Landkarte“ konzipiert werden, die, Informationen zu Spazierwegen in Münster bereitstellt. Die Karte sollte auch Lösungen für Angsträume schaffen z. B. den Hamburger Tunnel und mit Kunstinstallationen dagegenwirken. 4. HANDLUNGSEMPFEHLUNG: NEUE MICE-PRODUKTE Um einen Überblick über neue, innovative MICE -Produkte, insbesondere im Bereich digitaler und technologiebasierter Lösungen zu erhalten, ist eine Sichtung von neuen Formaten, App -Lösungen etc. in Zusammenarbeit mit Branchenexperten notwendig. 5. HANDLUNGSEMPFEHLUNG: QUARTIERSKONZEPT UND ROLLE MCC Das MCC stellt auch in der zukünftigen Veranstaltungslandschaft ein zentrales Element dar. Aufgrund dessen ist die Entwicklung eines ganzheitlichen Quartierskonzept in und um das MCC wesentlich zur weiteren gesamten Bearbeitung. Im Fokus steht auch die Frage, welchen Mehrwert das MCC der unmittelbaren Umgebung geben kann. 6. HANDLUNGSEMPFEHLUNG: VERBINDUNG DER ORTE ZU FUß/FAHRRAD Um die einzelnen Event Spaces zukünftig miteinander zu verbinden und eine nutzerfreundliche, unkomplizierte Mob ilitätslösung zu generieren, die, die Teilnehmenden bereits am Hauptbahnhof Münster in Empfang nimmt, ist die Konzeption einer multimodalen Verkehrs -Map erforderlich, die einen Schwerpunkt auf Fußgänger, Fahrräder und weitere nachhaltige Mobilitätsmittel setzt. 7. HANDLUNGSEMPFEHLUNG: KONGRESSE 2035 Grundlage der Entwicklung einer zukünftigen Veranstaltungslandschaf t stellen die veränderten Nutzeranforderungen dar. Vor diesem Hintergrund sollten sowohl Kunden als auch Anspruchsgruppen befragt werden, die allerdings nicht nur Kongressbeteiligte beinhalten, sondern vielfältige Experten zu aktuellen Mega Trends befragen. Dokumentation der Transferworkshops Münster am 01. April + 10. Mai 2022 // Innovationsverbund Future Meeting Space 8. Ausblick und Next Steps Neben der Entwicklung von konkreten Handlungsempfehlungen folgte innerhalb des zweiten Transferworkshops auch in ersten Schritten die Konzeption eines Leitbilds für die Stadt Münster in Bezug auf die Veranstaltungslandschaft. Die Vision stellt auf einer Meta-Ebene die wichtigsten Themenfelder dar, dessen weitere Bearbeitung unbedingt erforderlich ist. Die erarbeiteten Handlungsempfehlungen auf Basis der USP´s, authentischen Werte und Standortfaktoren der Stadt Münster stellen die Grundlage für die konkrete weitere Entwicklung der Veranstaltungslandschaft dar (Wobei die weitere Konkretisierung des Leitbild ebenfalls als zusätzliche Handlungsempfehlung gesehen w erden kann). Um die Veranstaltungslandschaft weiter zu Formen und die Handlungsstränge in ein ganzheitliches Ökosystem zu überführen wird der regelmäßige Austausch in einem interdisziplinären Kontext mit unterschiedlichen Expert*innen und Zielgruppen der Stadt Münster empfohlen. Da die zukünftige Veranstaltungslandschaft das Gesamtbild der Stadt prägen wird ist eine gemeinsame Entwicklung mit allen Ebenen der Stadtgesellschaft erforderlich. Des Weiteren ist es denkbar in kleineren Reallaboren erste Testansätze zu neuen Veranstaltungsorten und Formaten zu realisieren und Erfahrungswerte für den weiteren Prozessverlauf zu sammeln.
Beschlussvorlage
9206 Zeichen
V/0632/2022 V/0632/2022 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Zukunftsstrategie für den Kongressstandort Münster Beratungsfolge 17.11.2022 Betriebsausschuss Münster Marketing Vorberatung 01.12.2022 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Vorberatung 07.12.2022 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung 14.12.2022 Hauptausschuss Vorberatung 14.12.2022 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat nimmt die Ergebnisse aus dem Erarbeitungsprozess „Münster als zukunftsfähiger Kongress- und Veranstaltungsstandort“ (siehe Anlagen) zur Kenntnis und würdigt sowohl die wissenschaftliche Expertise als auch die umfangreiche Beteiligung durch Expertinnen und Experten aus Münster. 2. Der Rat beschließt die Strategie der Öffnung (Zielbild) als Handlungsrahmen für die künftige Entwicklung des Kongressstandorts (Anlage 1 - Zielbild). 3. Der Rat beauftragt die Verwaltung, das Netzwerk der Kongressinitiative auf der Basis des erarbeiteten Entwicklungskonzepts weiter zu entwickeln und die im Zielbild skizzierten Hand- lungsempfehlungen aufzugreifen (Anlage 2 – Dokumentation Transferworkshops, Nächste Schritte - Handlungsempfehlungen aus dem Workshop 10.05.2022). 4. Der gemeinsame Ratsantrag A-R /0043/2021 „Halle Münsterland für die Zukunft nach Corona aufstellen“ der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL, der SPD-Fraktion und der Ratsgruppe Volt (Anlage 4 - Ratsantrag) ist damit erledigt. II. Finanzielle Auswirkungen: Keine Münster Marketing 04.11.2022 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Spinnen Telefon: 492-2700 spinnen@stadt-muenster.de - 2 - V/0632/2022 Begründung: Zu 1: Zukunftsstrategie für den Kongressstandort Münster Die Kongressinitiative Münster und als einer ihrer Partner, das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland, haben gemeinsam das Anliegen des o. g. Ratsantrages aufgenommen und eine um- fangreiche, wissenschaftlich gestützte Entwicklungsperspektive für den Kongressstandort Münster erarbeitet. Dies erfolgte in einem Forschungsverbund mit ausgewählten anderen Kommunen, aber auch Leistungspartnern aus dem touristischen Umfeld, organisiert vom German Convention Bureau (GCB) und begleitet durch das Fraunhofer-Institut. Die Studie trifft in Form von entwickelten Zukunfts- szenarien Aussagen zu möglichen Zukunftstrends im Tagungs- und Kongressgeschäft, die für ganz Deutschland Geltung haben. Für Münster sind in zwei Transferworkshops Ableitungen erarbeitet wor- den, aus denen sich erkennbare Zukunftsoptionen für das Tagungs- und Kongressgeschäft in unserer Stadt ergeben. Zu der Erarbeitung dieser Strategie haben zahlreiche Expertinnen und Experten aus unserer Stadt, aber auch die relevanten politischen Gremien, beigetragen (s. Anlage 2, S. 8). Zu 2: Das Zielbild Aus den Ergebnissen der verschiedenen Workshops ist unter Moderation des GCB und des Fraun- hofer-Instituts, unter Beteiligung verschiedener örtlicher Expertinnen und Experten, aber auch der Geschäftsführerin des NRW Tourismus, ein speziell auf unsere Stadt zugeschnittenes Zielbild entwi- ckelt worden (s. Anlage 2). Die entwickelten Zukunftsszenarien für den Tagungstourismus in Deutschland ergeben für Münster eine im Prinzip äußerst positive Ausgangssituation: Die Stadt der kurzen Wege und der starken Leis- tungsanbieter (Messe und Congress Centrum Halle Münsterland, Hotels, Hochschulen, Stadt, ÖPNV, Handel…), die in der seit Jahren starken und erfolgreichen Kongressinitiative vernetzt arbeiten, die grüne Stadt mit hoher Lebensqualität, die Wissenschaftsstadt mit ausgewiesenen Kompetenzen in verschiedenen zukunftsrelevanten Forschungsfeldern (Batterie, Medizin und Public Health, Green Technologies, Mobilitätskonzepte der Zukunft...) bietet schon heute vieles von dem, was Tagungs- ausrichter/innen in der Zukunft von einem Standort erwarten. Dass der G7 Gipfel in Münster stattfin- det, ist dafür ein belastbares und sehr besonderes Beispiel. Der Kongressstandort Münster wird, um zukunftsfähig zu bleiben, daher keine 180 Grad-Drehung benötigen, sondern mit der konsequenten Strategie der Öffnung von Räumen und Nutzungen und der verstärkten Vernetzung vorhandener An- gebote bereits die wichtigsten Weichenstellungen für die Zukunft vornehmen können. Konsequenzen für das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland als zentraler Akteur der Messe- und Tagungsdestination Die Entscheidung für eine Strategie der Öffnung und der Vernetzung wird auch Konsequenzen für die anstehenden Weichenstellungen und Planungen des Messe und Congress Centrums Halle Münster- land haben - sowohl inhaltlich-konzeptionell (Ausrichtung, Programm und Selbstverständnis) als auch räumlich-gestalterisch. Das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland der Zukunft wird in die- sem Konzept nicht als programmatischer Solitär in der Veranstaltungs- und Tagungslandschaft der Stadt und als räumlicher Solitär im Hafengebiet verortet, sondern vielmehr als Netzwerkknoten, oder als sog. HUB, der mit seiner Umgebung im lebendigen Austausch steht und mit ihr zusammen agiert. Aus diesem Grund war das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland in den kompletten Ent- wicklungsprozess einbezogen und trägt ihn inhaltlich mit; der Aufsichtsrat hat wie der Betriebsaus- schuss Münster Marketing an einem Transferworkshop teilgenommen und berät seinerseits über das Zielbild für den Kongressstandort und vor allem über seine Auswirkungen auf die Zukunft des Messe und Congress Centrums Halle Münsterland. Die konkrete Ausgestaltung der Entwicklungsstrategie für das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland ist Aufgabe der künftigen Geschäftsführung, der Gesellschaft und des sie begleitenden Aufsichtsrates. - 3 - V/0632/2022 Zu 3: Die Kongressinitiative und ihre zukünftigen Aufgaben Ein Ergebnis der umfangreichen Studien zur Zukunft des Tagungs- und Kongresstourismus in Deutschland ist die Bestätigung des Weges, den die Kongressinitiative Münster/land in den letzten Jahrzehnten gegangen ist. Das überaus belastbare und praktisch-programmatische Bündnis der neun Partner der Kongressinitiative (Messe und Congress Centrum Halle Münsterland, Westfälische Wil- helms-Universität, FH Münster, DEHOGA, Stadtwerke, Wirtschaftsförderung Münster, FMO, Münster- land e.V. und geschäftsführend Münster Marketing mit dem Kongressbüro ) und der ebenfalls dazu gehörenden über 90 Partner/innen aus den verschiedensten Bereichen der Leistungsträger/innen der Stadt, die alle sowohl Leistungen erbringen als auch von der Standortstärke profitieren, ist das Ge- heimnis des Erfolgs am Standort. Die Kongressinitiative hat erkennbar dazu beigetragen, dass Müns- ter für den Zukunftswettbewerb der Kongressdestinationen in Deutschland gut gerüstet ist. In den nächsten Jahren gilt es, die formulierte Entwicklungsstrategie hin zu mehr Netzwerk und Ko- operation deutlich zu verstärken. Dazu ist es im ersten Schritt erforderlich, das bereits bestehende Netz genauer zu analysieren und seine Stärken und Schwächen festzustellen. U. a. stellen sich Fra- gen wie: Wo funktionieren Wegeverbindungen zwischen Räumen nicht? Welche zusätzlichen Mobili- tätsangebote müssen und können wir Tagungsveranstalter/innen anbieten? Welche interessanten und besonderen Räume gibt es, die vielleicht nicht vorrangig, aber auch für Meetings und Tagungen nutzbar wären? Wie organisieren wir eine bestmögliche, auch digital angelegte Kommunikation des kompletten Angebotes für die MICE-Branche (Fachbegriff: Abkürzung für: Messen, Incentives, Con- gress, Events)? Für die Hafenentwicklung insgesamt ergibt sich die Frage, wie das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland als Mehrwertgeber und durchlässiger Mittelpunkt für das Quartier funktionieren kann: Was braucht es dazu an Umfeldentwicklung (mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität, andere Raumqualitäten…)? Welches Parkangebot kann wo vorgehalten werden, damit davon möglichst viele Anrainer profitieren und keine zusätzlichen Flächenbedarfe entstehen? Welche Synergien lassen sich zwischen den Hawerkamp-Akteuren, den Festivalveranstalter/innen und dem Messe und Congress Centrum Halle Münsterland herstellen, um Münster als attraktiven Veranstaltungsort für hochkarätige Outdoor-Veranstaltungen weiter zu entwickeln? Welche noch nicht mit konkreten Nutzungen belegten Potential- Und Erweiterungsflächen müssen vorgehalten werden? Die Frage einer möglichen Einbindung der Stadthalle Hiltrup in den Betrieb der GmbH Messe und Congress Centrum Halle Münsterland wird im Rahmen der Weiterentwicklung des Zukunftskonzeptes für den Messe- und Kongressstandort geprüft. Die Kongressinitiative wird die im Leitbild formulierten Handlungsempfehlungen sukzessive im Rah- men ihrer Möglichkeiten umsetzen. I.V. gez. Denstorff Stadtbaurat Anlagen: Anlage 1 Zielbild Anlage 2 Dokumentation Transferworkshops Anlage 3 Ausführliche Dokumentation Workshop Anlage 4 Gemeinsamer Ratsantrag A -R /0043/2021 „Halle Münsterland für die Zukunft nach Corona aufstellen“ der Frak- tion Bündnis 90/Die Grünen/GAL, der SPD -Fraktion und der Ratsgruppe Volt
Anlage A
2098 Zeichen
Anlage A zur V/0632/2022 Kurzüberblick Die Vorlage umfasst die Ergebnisse einer wissenschaftlich gestützten Entwicklungsperspektive für den Kongressstandort Münster und leitet daraus ein Zielbild für den Kongresstandort Münster ab. Es empfiehlt eine Strategie der Öffnung und gibt konkrete Hand lungsempfehlungen für das Tagungs - und Kongressge- schäft. Die Kongressinitiative und das Messe u. Congress Centrum Halle Münsterland werden diese wei- terentwickeln, die Handlungsempfehlungen aufgreifen und somit die wichtigsten Weichenstellungen für die Wettbewerbsfähigkeit in der Zukunft vornehmen. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit der Vorlage werden die Ziele „Wir werden einer der führenden Bildungs -, Wissenschafts -, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa „ „Wir werden als Wirtschaftsstandort die Stadt des dynamischen Mittelstands in Nordrhein -Westfalen“ „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens - und Erlebnisqualität weiterentwickeln“ verfolgt (Leitorientierungen aus dem ISM Prozess) Das Teilziel lautet: Entwicklung einer Entwicklungsstrategie für den Messe -, Kongress- und Tagungsstand- ort Münster. Zielerreichung: Das Projekt hat mit der Verabschiedung des Zielbildes mit dieser Vorlage einen klaren Start. Die Handlungsempfehlungen sollen in den nächsten 2 bis 3 Jahren kontinuierlich umgesetzt werden. Finanzierung Produktgruppe: 15 02 Stadtmarketing (MM) Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja x Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig x vollständig freiwillig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Klimaschutz – Ausrichtung des Geschäftstourismus auf Klimaneutralität und Nachhaltigkeit Inklusion – Ausrichtung an den Ansprüchen eines barrierefreien Geschäftstourismus Das Konzept des Tagungs- und Kongressstandorts für Münster orientiert sich grundsätzlich an den 17 SDG (UN).
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Nobelstraße 12
- Prinzipalmarkt
- Domplatz
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0632/2022
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 11.10.2022
- Erstellt
- 10.10.2022 11:51