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Tätigkeitsbericht der Ämter für Straßen und Verkehrsentwicklung und für Verkehrsmanagement 2019
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Anlage - Tätigkeitsbericht 2019
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Tätigkeitsbericht 2019 Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung Amt für Verkehrsmanagement Tätigkeitsbericht 2019 Die Oberbürgermeisterin Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung Amt für Verkehrsmanagement Gestaltung und Druck Zentrale Dienste der Stadt Köln Bildnachweis S. 7 (KVB/Christoph Seelbach), S. 14 (Pascal Nordmann), S. 68 (RheinEnergie AG), S. 71 (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur via CC BY-ND 2.0 13-US/244-20/66/400/09.2020 Tätigkeitsbericht 2019 Seite 3 Inhalt Vorwort der beiden Amtsleiter 4 Verkehrsplanung 6 Verkehrsentwicklungsplanung und ÖPNV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Parkraumkonzepte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Verkehrskonzept/Verkehrsuntersuchungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Nahmobilität/Radverkehrsförderung/Verkehrssimulation. . . . . . . . . . . . 15 Straßenerhaltung 27 Landpachtverträge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 Bauhof . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Parkbetriebsservice . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 Straßenzustandserfassung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 Verkehrszeichenkataster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 Zuständigkeitskataster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 Sauberes Köln Digital – „Reinigungskataster“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 Straßenplanung 37 Überbezirkliche Planungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55 Straßenbau 57 Aufgrabungskontrollmanagement. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57 Verkehrsmanagement 68 Öffentliche Beleuchtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 Stabsstelle Intelligente Verkehrssysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 Inbetriebnahme neuer Verkehrsinformationstafeln. . . . . . . . . . . . . . . . 72 Verkehrserhebungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 Wegweisung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 Schilderbrücken und Ausleger. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76 Planung und Ausführung von Lichtsignalanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . 76 Baustellenmanagement . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79 Genehmigte Baustellen und Container . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 Baustellenkontrolldienst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 Fahrwegbestimmung für Schwer- und Sondertransporte . . . . . . . . . . . . 81 Personalzahlen 82 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 83 Ankündigung neuer Busverbindungen auf der Ost-West-Achse . . . . . . . . 83 Verkehrssicherheitsarbeit 88 Finanzierung, Personal und Gremienarbeit 93 Tätigkeitsbericht 2019 Seite 4 Vorwort der beiden Amtsleiter „Der Wechsel allein ist das Beständige“ Arthur Schopenhauer Sehr geehrte Damen und Herren, 2019 war das Jahr der öffentlichen Klimabewegung. Viele Menschen sind welt- weit gemeinsam aktiv geworden, haben auf Straßen und an öffentlichen Plätzen mutig gegen Umweltverschmutzung, das heißt, für gesündere Lebensumstände demonstriert. Wirksame Antworten auf die Forderungen der Klimaaktivisten werden global als überlebenswichtig anerkannt. Auch wir in Köln stellen uns der Verantwortung und sorgen mit unserer täglichen Arbeit dafür, dass die Anforderungen an eine moderne Verkehrsentwicklung zugleich umweltbewusst und zukunftsfähig erfüllt werden. Deshalb arbeiten wir mit Kräften weiter an der Ausweitung von Angeboten im öffentlichen Nahverkehr, an Kooperationen mit Anbietern alternativer Verkehrsformen, an Sharing-Angeboten und am konse- quenten Ausbau einer sicheren und funktionierenden Fahrradinfrastruktur. Zur Verbesserung der Kapazitäten im öffentlichen Personennahverkehr haben wir auf der Ost-West-Verbindung im Verlauf der Aachener Straße temporäre Busspuren eingerichtet, auf denen seit Dezember zwei zusätzliche Linien dafür sorgen, dass zügig und umweltfreundlich zentrale Ziele erreicht werden. Zuvor haben wir in Höhe der P+R-Anlage Weiden die Steuerung der Ampel angepasst. Mit der Drosselung des morgendlichen Verkehrs wird der Verkehrsfluss auf der Aachener Straße verbessert, in Weiden treten weniger Staus auf und die Luft- belastung verringert sich. In Verbindung mit dem zusätzlichen Busangebot auf der Aachener Straße steigern wir das Interesse an alternativen Verkehrsmitteln. Unser Maßnahmenpaket dient gesünderen Lebensverhältnissen in der Stadt und führt zur Einhaltung der Stickoxid-Grenzwerte in Köln. Auch auf der Bergisch Gladbacher Straße sind wir im Sinne von Lärm- und Um- weltschutz aktiv geworden. Zwischen Mülheim und der Stadtgrenze in Dellbrück haben wir nahezu auf dem gesamten Streckenzug Tempo 30 eingeführt. In Verbindung mit angepassten Ampelschaltungen wird der Verkehrsfluss dadurch verbessert und die Lärm- und Schadstoffbelastung für Anwohnerinnen und Anwohner vermindert. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 5 Das Ampelerneuerungsprogramm auf der Luxemburger Straße zwischen Barbarossaplatz und Militärring konnten wir abschließen. Die alten Anlagen wurden mit der modernsten Steuergerätetechnik ausgestattet und arbeiten dank LED-Betrieb jetzt deutlich stromsparender und umweltfreundlicher. Umweltgerecht, gesundheitsfördernd und ungebrochen beliebt bleibt hier noch unbedingt das Fahrrad zu erwähnen. Unsere wichtigsten Projekte zur Förderung des Radverkehrs waren die Einrichtung einer Fahrradstraße auf dem Friesenwall und die Umsetzung der Radfahrstreifen auf dem Ring und auf dem Klettenberggürtel. Es gab viel zu tun, wir haben es angepackt und wünschen Ihnen nun einen informativen und unterhaltsamen Einblick in unsere vielfältige Arbeit. Klaus Harzendorf Patric Stieler Tätigkeitsbericht 2019 Seite 6 Verkehrsplanung Für das Gelingen der Verkehrswende benötigt die Stadt Köln gute Konzepte und einen langen Atem. Gerade in Köln stellt der äußerst begrenzte Raum die Verkehrs- planung vor große Herausforderungen. Die räumlichen Ressourcen müssen daher besonders effektiv genutzt werden. Die Abteilung „Verkehrsplanung“ ist den Weg in Richtung zukunftsfähiger, nachhal- tiger und umweltgerechter Mobilität auch in 2019 entschlossen weitergegangen. Beispielhaft werden an dieser Stelle einige zentrale Projekte und Konzepte der Abteilung, die sich in die Sachgebiete „Verkehrsentwicklungsplanung und ÖPNV“, „Parkraumkonzepte“, „Verkehrskonzepte/Verkehrsuntersuchungen“ und „Nahmobilität/Radverkehrsförderung/Verkehrssimulation“ gliedert, vorge- stellt: Verkehrsentwicklungsplanung und ÖPNV Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 wurden gemeinsam mit der KVB umfangreiche Maßnahmen umgesetzt. Diese basierten unter anderem auf der Basis des vom Rat beschlossenen 3. Nahverkehrsplans. So konnten beispiels- weise kurzfristig die Kapazitäten des Öffentlichen Personennahverkehrs auf der Ost-West-Achse gesteigert werden. Dafür wurden insgesamt drei neue Buslinien eingerichtet, die u. a. der Entlastung der Stadtbahnlinie 1 dienen. Zwei neue Buslinien (Linien 172 und 173) nehmen Fahrgäste aus Widdersdorf, Lövenich, Weiden und Junkersdorf auf und bringen sie ohne Umstiege in die Innenstadt. Auf der Aachener Straße wurde im Zuge der Umsetzung dieser Maßnahme erstmalig in Köln ein Bussonderfahrstreifen eingerichtet, der lediglich für Busse, für Taxis und für Elektrofahrzeuge reserviert ist. Für eine weitere Entlastung der Linie 1 sowie der stark frequentierten Buslinie 159 sorgt die neue Buslinie 171. Damit können von Mülheim und Kalk aus Ziele in der Innenstadt ohne Umstiege oder weite Fußwege erreicht werden. Mit Fertigung der Vorlagen zum Fahrplanwechsel 2019 wurden gleichzeitig bereits die nächsten Konzepte und Planungen für den kommenden Wechsel im Dezember 2020 angestoßen. In Ergänzung zum vorhandenen ÖPNV zählt hierzu das On-Demand System, mit dessen Vorbereitungen 2019 begonnen wurde und das schon im Jahr 2020 als Pilotprojekt eingeführt werden soll. Hierbei sollen Kleinbusse den Bürgerinnen und Bürgern in äußeren Stadtteilen Tätigkeitsbericht 2019 Seite 7 nachfrageorientiert sowie unabhängig von festen Routen und vorgegebenen Fahrplänen als zusätzliches Angebot zur Verfügung stehen. Einen positiven Trend für eine Verkehrswende in Köln offenbarte die Auswertung der Untersuchung „Mobilität in Deutschland“, die im Jahr 2019 in ihrer Gesamt- heit veröffentlicht wurde. So ist der Anteil des motorisierten Individualverkehrs von 43 % in 2006 a uf 35 % in 2017 ge sunken und liegt damit nur noch zwei Prozentpunkte über dem Zielwert des Strategiepapiers Köln mobil 2025 für 2025/2030. Dies ist insbesondere auf eine Zunahme des Radverkehrs zurückzu- führen, dessen Anteil von 12 % (2006) a uf 19 % de utlich zugelegt hat. Mit 25 % hat zudem der Anteil der zu Fuß zurückgelegten Wege leicht zugenommen. Der Wert von 21 % f ür den öffentlichen Verkehr ist identisch mit dem Wert von 2006. Die Förderung der Elektromobilität ist einer der Schlüssel für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Verkehrsentwicklung. Dafür müssen die Voraussetzun- gen zur Nutzung elektrisch betriebener Fahrzeuge geschaffen und fortlaufend verbessert werden. Auf Basis des Ratsbeschlusses zur Umsetzung von rund 400 öffentlichen Elektro-Ladepunkten für Pkw legte die Stadtwerke Köln GmbH der Stadt Köln Ende 2019 die ersten Anträge zur Genehmigung von Standorten für Ladestationen vor. Im Laufe des Jahres 2019 wurden intensive Vorbereitungen getroffen, um die Grundlagen zur Umsetzung des Ratsbeschlusses zur Erstellung eines Sustainable Urban Mobility Plans (SUMP) zu schaffen. Das mehrjährige Großprojekt wird im Jahr 2020 starten können. Ziel ist es, die Ausrichtung der Verkehrsentwick- lungsplanung für Köln und Umgebung mit Bürgerschaft, Verbänden, Politik und diversen Fachverwaltungen auszuloten, Maßnahmen zu definieren und über Tätigkeitsbericht 2019 Seite 8 Beschlüsse deren Umsetzung zu sichern. Der SUMP berücksichtigt die gegen- wärtigen und künftigen Mobilitätsbedürfnisse der Menschen und soll helfen, die Lebensqualität in Stadt und Umland zu verbessern. Es geht darum, Mobilität ganzheitlich zu betrachten und bestehende Konzepte sinnvoll zu verknüpfen und zu optimieren. Zudem wurden in 2019 gemeinsam mit dem Nahverkehr Rheinland, der DB AG und den benachbarten Kommunen die Konzepte zur Ausweitung einheitlicher Mobilstationen fortentwickelt. Parkraumkonzepte Mit der Planung und Umsetzung von Parkraumkonzepten möchte das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung in stark nachgefragten Gebieten verträgliche Lösungen für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer anbieten. Hierzu zählen beispielsweise die Interessen von Bewohnerinnen und Bewohnern, Kundinnen und Kunden, Lieferantinnen und Lieferanten, oder Besucherinnen und Besuchern. Eine nachfrage- und lösungsorientierte Ordnung des Parkrau- mes ist die Voraussetzung für ein funktionsfähiges, alle Ansprüche berücksich- tigendes städtisches Umfeld im öffentlichen Straßenland. Um dieses Umfeld vor übermäßiger Belastung durch den ruhenden Verkehr zu schützen, sollen Parkraumregelungen für eine optimale Nutzungsverteilung der städtischen Stellplätze sorgen. Ein zentrales Instrument dafür ist die Einrichtung und Erweiterung von Bewohner- parkgebieten. Im Kölner Stadtgebiet gibt es aktuell 47 Bewohnerparkgebiete. 21 Gebiete davon liegen in der Innenstadt, elf in Lindenthal, zwei in Mülheim, sechs in Nippes, eins in Kalk, vier in Ehrenfeld und zwei in Porz. Im Jahr 2019 wurden die Bewohnerparkgebiete Ehrenfeld I-IV und Lindenthal-Nord III/PIUS in Betrieb genommen. Die bestehenden Bewoh- nerparkgebiete werden fortlaufend betreut und optimiert. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 9 Für folgende Gebiete sind Parkraumkonzepte in der Planung, die Umsetzung ist geplant für 2020 und 2021: – Bayenthal I – Bayenthal II – Pauliviertel in Braunsfeld Für die nachfolgenden Stadtteile/Gebiete ist die Prüfung/Einrichtung von Be- wohnerparkgebieten in Vorbereitung: – Humboldt – Thielenbruch – Porz-Urbach – Zollstock I – Zollstock II – Zollstock III 1 Nördliche Neustadt 2 Agnesviertel I 3 Agnesviertel II 4 Kunibertsviertel 5 Eigelstein 6 Gereonsviertel 7 Belgisches Viertel 8 City-Martinsviertel 9 Nördlich Neumarkt 10 Georgsviertel 11 Griechenmarktviertel 12 Rathenauviertel 1 Humboldt-Gremberg 2 Longerich 3 Pauliviertel 4 Thielenbruch 5 Bayenthal I 6 Bayenthal II 7 8 9 Porz-Urbach I Porz-Urbach II 10 Zollstock I 11 Zollstock II Zollstock III 13 Severinsviertel 14 Pantaleonsviertel 15 Südlich Neustadt I 16 Südbahnhof 17 Südlich Neustadt II 18 Deutz I 19 Deutz II 20 Deutz III 21 Deutz V 22 Hohenlind 23 Lindenthal-Nord I 24 Lindenthal-Nord II 25 Lindenthal-Süd I 26 Lindenthal-Süd II 27 Nippes 28 Nippes I 29 Nippes II 30 Nippes III 31 Nippes IV 32 Nippes EAW 33 Porz-City 34 Porz-Grengel 35 Keupstraße 36 Weiden-Nord 37 Weiden-Süd 38 Hültzviertel 39 Mülheim 40 Kalk 41 Sülz-Nord I 42 Sülz-Nord II 43 Lindenthal-Nord III 44 Ehrenfeld I 45 Ehrenfeld II 46 Ehrenfeld III 47 Ehrenfeld IV 1 3 4 89 1011 1 2 5 6 7 8 9 10 11 1314 15 17 18 19 21 22 2324 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 44 45 46 47 7 12 Bestehende Bewohnerparkgebiete Bis 2022 geplante Bewohnerparkgebiete 4 1 57 4 4 3 59 4 5 2 6 16 EHRENFELD NIPPES LINDENTHAL Aachener Straße Venloer Straße LuxemburgerStraße Bonner Straße Berg. GladbacherStraße Frankfurter Straße RODENKIRCHEN KALK MÜLHEIM PORZ Bewohnerparkgebiete in Köln 203 43 Tätigkeitsbericht 2019 Seite 10 Beschlüsse zur Prüfung/Einrichtung von Bewohnerparkgebieten liegen für folgende weitere Stadtteile/Gebiete vor: – Buchforst – Buchheim – Dellbrück – Höhenberg – Klettenberg – Lindenthal-West – Longerich – Rodenkirchen I – Rodenkirchen II – Stammheim – Thielenbruch – Porz-Eil – Porz-Wahn – Stammheim Um das komplexe Thema „Bewohnerparken“ für Bürgerinnen und Bürger ver- ständlich und transparent zu machen, werden die Online-Informationen ständig aktualisiert. Interessierte Bürgerinnen und Bürger finden auf der städtischen Internetseite Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Thema. Ebenso zugänglich sind Pläne mit Erklärungen zu allen Bewohnerparkgebieten im Stadtgebiet und Informationen zur Beantragung der Bewohnerparkausweise. Im Rahmen des E-Government konnten in 2019 die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass interessierte Bürgerinnen und Bürger den Bewohner- parkausweis nunmehr nicht nur online beantragen, sondern ihn sich auch zu Hause selbst ausdrucken können. Darüber hinaus können sich Bürgerinnen und Bürger bei Fragen rund um das Thema Parken schriftlich an das Sachgebiet „Parkraumkonzepte“ oder telefonisch an die Servicenummer 115 beim Bürgertelefon wenden. Auf diese Weise wurden im Jahr 2019 insgesamt 925 schriftliche Anfragen vom Fachbereich beantwortet und damit rund 12,6 % mehr als im Vorjahr. Zudem wurden im Zeitraum zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober 2019 auf Grundlage des Beschlusses „Sitzen statt Parken“ der Bezirksvertretungen Innenstadt und Ehrenfeld wieder Stellplätze für die Außengastronomie zur Verfü- gung gestellt. Durch das Amt für öffentliche Ordnung als Genehmigungsbehörde wurden in insgesamt 34 Fällen, davon elf Erstanträge, Genehmigungen mit Auflagen zur Verkehrssicherheit erteilt. Zu den Auflagen zählen beispielsweise Tätigkeitsbericht 2019 Seite 11 gelbe, umlaufende Markierungen um die genehmigte Fläche sowie eine spezielle Sitzanordnung. Der Entwurf eines stadtweit gültigen Regelwerkes wurde zur Beratung und Beschlussfassung in die politischen Gremien eingebracht. Im Jahr 2019 wurde zudem die neue Fassung der Parkgebührenordnung auf den Weg gebracht. Sie trat am 21. November 2019 in Kraft. Außerdem wur - den auch in 2019 Anregungen und Vorschläge zur Verbesserung der beste - henden Rechtsvorschriften beim Deutschen Städtetag und beim zuständigen Ministerium eingereicht. Darüber hinaus wurden viele weitere Aufgaben im Jahr 2019 bewältigt. Dazu gehörte die Anordnung und Optimierung von Ladezonen, die Parkraum- bewirtschaftung in Geschäftsstraßen, die Auswertung und Bewertung von Verkehrserhebungen sowie die Entwicklung von Grundsätzen auf Grundlage des Elektromobilitätsgesetzes (EmoG). Ebenfalls in die Zuständigkeit des Sachgebiets fällt die Bereitstellung von Raum für Carsharing-Angebote. Bereits 2010 hat der Verkehrsausschuss beschlossen, dass Carsharing-Unternehmen unmittelbar an Verknüpfungspunkten mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) öffentliches Straßenland zur Verfügung gestellt wird. Neben der Firma Cambio, die bereits mehrere Stationen im Kölner Straßenland installiert hat und weiter ausbaut, hat sich mit der Firma Flinkster ein weiteres Unternehmen mit Stationen im öffentlichen Straßenland etabliert. Das Gesamtangebot der stationsgebundenen Carsharing-Anbieter beträgt zurzeit 560 Fahrzeuge. Inzwischen stehen insgesamt 32 Elektrofahrzeuge zur Verfügung. Die Stadt Köln stellt Stellplätze für Elektrofahrzeuge zwecks Förderung emissionsfreier Mobilitätsangebote kostenlos zur Verfügung. Aufgrund aktualisierter gesetzlicher Regelungen wird derzeit ein stadtweit gültiges Konzept zur Vergabe öffentlichen Verkehrsraumes an Carsharing-Anbieter entwickelt. Ziel ist es, hierdurch stationsgebundenes Carsharing in allen Stadtteilen anbieten zu können. Darüber hinaus bietet Share Now eine Fahrzeugflotte, die eine flexible Ergänzung zu den bisherigen Carsharing-Angeboten darstellt, sogenannte Freefloater. Gegenüber den bereits vorhandenen Carsharing-Angeboten unterscheiden sich diese Modelle insbesondere dadurch, dass keine spezielle Vormerkung für ein Fahrzeug erfolgt und auch keine ausgewiesenen Stationen für das Abstellen dieser Fahrzeuge existieren. Grundsätzlich werden diese Fahrzeuge regulär im öffentlichen Straßenland oder zum Teil auch in öffentlichen Parkhäusern geparkt. Dabei werden anfallende Parkgebühren in den festgelegten Geschäfts- Tätigkeitsbericht 2019 Seite 12 bereichen von den Betreibern der Fahrzeuge getragen. Die Abrechnung erfolgt automatisch über das Handyparksystem. Von diesen Anbietern werden circa 700 Fahrzeuge für deren Kunden bereitgehalten. Zur Förderung des privaten Carsharings wurde zum 1. März 2018 im Rahmen eines Pilotprojektes die Möglichkeit eröffnet, für ein Kraftfahrzeug Bewohnerparkaus- weise für unterschiedliche Bewohnerparkgebiete auszustellen. Im Jahr 2019 haben von dieser Möglichkeit 42 Bewohnerinnen und Bewohner Gebrauch gemacht. Diese Regelung wurde daher um weitere zwei Jahre verlängert. Aktuell werden im öffentlichen Straßenland der Stadt Köln 47 301 Stellplätze bewirtschaftet. Mit den Parkscheinautomaten wurden Erträge in Höhe von rund 20 Mio. Euro erzielt. Durch die ausgegebenen rund 51.600 Bewohnerparkaus- weise wurden weitere Erträge in Höhe von rund 1,9 Mio. Euro erzielt. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 13 Verkehrskonzept/Verkehrsuntersuchungen Die Abteilung „Verkehrskonzept/Verkehrsuntersuchungen“ begleitete im Rah- men von Bauleitplanung und Baugenehmigungsverfahren mehrere Verkehrsun- tersuchungen und Verkehrskonzepte sowohl für städtische Vorhaben als auch für Projekte von privaten Investoren. So wurden die laufenden und zukünftigen Großbaumaßnahmen im gesamten Stadtgebiet konzeptionell begleitet. Von den über 180 im Jahre 2019 bearbeiteten Projekten aus diesem Bereich wurden 50 für Schul- und KiTa-Bauten und 130 für die Entwicklung von Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen erarbeitet. Darüber hinaus wurden 64 Stellung- nahmen für Bauanträge und Bauvoranfragen fertiggestellt. Auf der Grundlage von politischen Beschlüssen wurden mehrere Verkehrs- konzepte und verkehrliche Untersuchungen erstellt und begleitet. Für einige Verkehrskonzepte, deren Erstellung die Politik beschlossen hat, wurden zudem Bürgerinformationsveranstaltungen durchgeführt. Bearbeitet und fortgeführt wurden in 2019 Verkehrskonzepte für große städte- bauliche Entwicklungsprojekte. Beispielhaft seien folgende Projekte erwähnt: – Parkstadt-Süd – Deutzer Hafen – Rondorf-Nordwest – Verkehrskonzept Altstadt – Ost-West-Achse – Kreuzfeld – Rahmenplanungsgebiet Braunsfeld – Mülheimer Süden – Gebiet Schanzenstraße Tätigkeitsbericht 2019 Seite 14 Anfang 2019 tagte zudem das sogenannte „Logistikforum“ in der Industrie- und Handelskammer zu Köln. Im Logistikforum wurden aktuelle Entwicklungen aus der Kölner Logistikwirtschaft sowie Zukunftsthemen der Logistik thema - tisiert. Das Logistikforum dient dem Austausch zwischen Wirtschaft, Politik, Verwaltung, der Wissenschaft und verschiedenen Fachverbänden, darunter Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Fachgruppe „Innovative Zustellung“ des Logistikforums hat beispielsweise Standortkriterien für Mikrodepots erarbeitet, d. h. Depots, von denen aus Paketdienste die Sendungen auf den letzten Metern zum Ziel bringen können. Diese Standortkriterien wurden im Rahmen einer intensiven Flächenrecherche fortlaufend überprüft und weiterentwickelt. Konkret wird die Verwirklichung von Mikrodepots sowie eines CityHubs, also einer größeren Logistikumschlagsfläche, geprüft, die als Pilotprojekte für Köln fungieren sollen. Bis Ende 2023 sollen ein CityHub sowie verschiedene Mikro - depots errichtet werden. Gemeinsam mit einer privaten Betreibergesellschaft sowie sechs interessierten Logistikunternehmen wird 2020 ein Betriebskonzept für ein CityHub erarbeitet. Ein Arbeitsschwerpunkt in 2019 war die Umsetzung des vom Finanz- und Verkehrsausschuss beschlossenen Förderkonzepts „Lastenräder für Köln“. Es sollte als Teil des Maßnahmenkatalogs im Green City Masterplan Anreize für einen emissionsfreien Warentransport schaffen. Das Förderprogramm wurde in hohem Maße beansprucht. Insgesamt wurden im Antragszeitraum (1. Halbjahr 2019) 958 Anträge zur Förderung von Lastenfahrrädern eingereicht. Mit den Anträgen wurden insgesamt 1.013 Lastenräder oder Lastenrad-Gespanne (Lastenrad mit Anhänger) beantragt. Fast die Hälfte der Anträge stammte von Unternehmen, freiberuflich Tätigen und selbstständigen Personen. Die Vielzahl der Anträge machte eine Erhöhung des Fördertopfs notwendig. Daher beschloss der Haupt- ausschuss am 5. August 2019 eine abschließende Erhöhung des Fördervolumens auf 1,9 Mio. Euro. Bis zum 28. Februar 2020 wurden Finanzmittel in Höhe von rund 1,7 Mio. Euro ausbezahlt, davon rund 1.5 Mio. Euro in 2019. Eine Fortfüh- rung der Lastenradförderung in 2020 ist geplant. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 15 Nahmobilität/Radverkehrsförderung/Verkehrssimulation Die Förderung des Radverkehrs war auch im Jahr 2019 eine der zentralen Aufgaben im Bereich Verkehr. Viele Maßnahmen im ganzen Stadtgebiet konnten umgesetzt werden. Von besonderer Bedeutung war die Umsetzung weiterer zukunftsweisen- der Maßnahmen im Rahmen des Radverkehrskonzeptes Innenstadt. Eine konkrete Verbesserung für den Rad- und Fußverkehr hat die Stadt Köln im vergangenen Jahr im südlichen Teil des Neumarktes umgesetzt: Durch die Aufstellung von Pollern an der Ecke Fleischmengergasse/Neumarkt wird dort die Einfahrt des Kfz-Verkehrs in die Fleischmengergasse verhindert. Der so ge - wonnene Raum steht nunmehr dem Fuß- und Radverkehr zur Verfügung. Die Maßnahme erhöht den Komfort auf der Radverkehrsroute, der bislang durch das große Aufkommen an wartenden Fußgängerinnen und Fußgängern sowie Radfahrenden eingeschränkt war. Die Fleischmengergasse wird täglich von bis zu 6.000 Radfahrenden genutzt und ist im Radverkehrskonzept Innenstadt Bestandteil einer bedeutenden Fahrradstraßenachse in Nord-Süd-Richtung. Durch die nun vorgenommenen Anpassungen erwartet die Stadt Köln eine Entspannung der Situation und eine Erhöhung des Komforts für den Fuß- und Radverkehr, insbesondere aus Richtung Griechenmarktviertel. Darüber hinaus ergänzen in der Fleischmengergasse 16 zusätzliche Fahrrad a bstellplätze das bereits vorhandene Angebot. Die Änderungen erfolgten im Vorgriff auf die Einrichtung einer Fahrradstraße, die voraussichtlich in 2020 dort installiert werden soll. Diese baulich relativ kleine Maßnahme war aber entscheidend Tätigkeitsbericht 2019 Seite 16 dafür, dass im Bereich des Neumarktes die Luftschadstoffwerte (Stickoxid) nunmehr eingehalten werden. Im Kernbereich der Ringe – auf dem Abschnitt zwischen Hohenstaufenring und Hansaring sowie ab dem Barbarossaplatz in Fahrtrichtung Norden – soll die jeweils rechte Kfz-Fahrspur in einen Radfahrstreifen umgewandelt und der Kfz-Verkehr in diesen Abschnitten auf einer Länge von insgesamt vier Kilometern künftig in Geradeaus-Richtung nur noch über eine Fahrspur abgewickelt werden. In rund 85 % der Abschnitte kann der Radverkehr auf einer komfortablen Radverkehrsanlage auf der Fahrbahn geführt werden. Das sieht die Beschlussvorlage vor, die die Verwaltung 2020 in die Bezirksvertretung Innenstadt, in den Verkehrsausschuss sowie in den Rat eingebracht hat. Die Um- setzung der radverkehrsfreundlichen Umgestaltung im Kernbereich der Ringe ist ab dem Sommer 2020 geplant. Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung und das Amt für Verkehrsmanagement haben vorab die verkehrstechnischen Auswir- kungen der einspurigen Kfz-Führung im Rahmen einer Verkehrsuntersuchung eingehend untersucht. In den meisten Abschnitten sind verträgliche Bedingungen zu erwarten oder können mit kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen hergestellt wer- den. Lediglich in drei Abschnitten sind bei einspuriger Führung unter den heutigen Verkehrsmengen unverträgliche Rückstauprobleme zu erwarten. In 2019 konnte zudem der Straßenumbau am wichtigen Verkehrsknotenpunkt Sachsenring/Ulrichgasse/Vorgebirgstraße und an der benachbarten Kreuzung Kartäuserwall/Ulrichgasse abgeschlossen werden. Die neue Gestaltung stellt einen Meilenstein für die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes Innenstadt dar und bringt insbesondere dem Rad- und Fußverkehr erhebliche Vorteile. Sie ist ein wich- tiger Baustein zur Verbesserung der Infrastruktur auf den beiden künftigen Haupt- achsen für den Radverkehr entlang der Ringe und auf der Nord-Süd-Verbindung durch die Innenstadt. Perspektivisch ist die Verlängerung der Radverkehrsführung im weiteren Verlauf der Ulrichgasse entlang von Tel-Aviv-Straße und Neuköllner- straße in Richtung Cäcilienstraße geplant. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 17 Auf dem Friesenwall hat die Verwaltung in 2019 eine Fahrradstraße eingerichtet. Oberbürgermeisterin Henriette Reker gab sie selbst am 31. Mai 2019 im Rahmen eines Pressetermins durch die Enthüllung des Verkehrsschildes „Fahrradstraße“ offiziell frei. Im Radverkehrskonzept Innenstadt wurden Standards für Fahrrad- straßen, wie Fahrbahnbreite, Vorfahrt an Kreuzungen und Piktogrammen defi- niert, die am Friesenwall konsequent angewendet wurden. Zudem wurden neben den Verbesserungen für den Radverkehr mit der Umsetzung des Vorhabens auch die Ansprüche und Bedürfnisse von zu Fuß Gehenden in die Umgestaltung einbezogen. Durch die Umwandlung von 50 Stellplätzen entstand neben einer breiteren Fahrbahn auch ein so genannter „Multifunktionsstreifen“, in dem zum Beispiel Fahrradabstellanlagen, eine Sitzbank mit kombinierten Pflanzkübeln oder Parkscheinautomaten Platz gefunden haben. Der Abschnitt auf dem Friesenwall stellt den Auftakt für die geplante Fahrrad- straßenachse auf den Kölner Wällen dar. Parallel zu den Ringen wird auf den Wällen sukzessive eine komfortable, sichere und schnelle Verbindung für den Radverkehr durch die Innenstadt geschaffen. Für die Einrichtung der Fahrradstraße Friesenwall wurde die Stadt Köln am 27. Februar 2020 mit dem zweiten Platz des Deutschen Fahrradpreises geehrt. Das Projekt mit der Überschrift „Verkehrsfläche neu verteilt – Fahrradstraße setzt neue Maßstäbe für zu Fuß Gehende und Radfahrende“ wurde in der Kategorie „Infrastruktur“ aus insgesamt 39 deutschlandweiten Projekten ausgewählt. In Zusammenarbeit mit einem externen Planungsbüro erarbeitet die Stadt Köln derzeit zudem ein Radverkehrskonzept für den Stadtbezirk Ehrenfeld. Die Bezirksvertretung Ehrenfeld hat am 3. Dezember 2018 das Radverkehrshaupt - netz für den Bezirk beschlossen. Basierend auf diesem Netz hat das Planungs - büro eine umfangreiche Bestandserfassung von allen Oberflächen und Breiten erstellt und im Anschluss eine entsprechende Bewertung vorgenommen. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 18 Aufbauend auf dem Radverkehrshauptnetz wurde ein Fahrradstraßennetz mit definierten Standards entwickelt. Des Weiteren wurden alle im Netz enthalte - nen Einbahnstraßen befahren und bewertet. Im Rahmen der weiteren Bearbei - tung des Radverkehrskonzeptes wurde erstmalig in diesem Zusammenhang eine Schülerbefragung durchgeführt. In dieser Befragung wurde der Quell- und Zielverkehr zur jeweiligen Schule vertieft untersucht. An vier Schulen haben aus jedem Jahrgang Schülerinnen und Schüler unter anderem Angaben zu ihrer Verkehrsmittelwahl oder zum Fahrradparken gemacht. Auf dieser Grundlage konnten bereits einige Maßnahmen zur Verbesserung des Schülerradverkehrs umgesetzt werden, beispielsweise Sanierungsmaßnahmen am Takufeld und an der Äußeren Kanalstraße zwischen Ossendorfer Straße und Iltisstraße. Am 3. September 2019 fand zudem der zweite Facharbeitskreis für das Rad- verkehrskonzept Ehrenfeld statt. Eingeladen waren die politischen Vertreter, Vereine, Initiativen, Verbände, Schulen und Interessengruppen. In Neuehrenfeld wurden die Ottostraße und die Nußbaumerstraße im Abschnitt zwi- schen Ehrenfeldgürtel und Ottostraße als Fahrradstraßen eingerichtet. Hierfür wurde der Straßenraum zugunsten des Radverkehrs neu aufgeteilt. Durch die neue Vertei- lung der Flächen und die angepasste Vorfahrtsregelung wurde eine komfortable und schnelle Verbindung für den Radverkehr geschaffen. Diese bietet insbesondere den Schülerinnen und Schülern der dort ansässigen Schulen mehr Sicherheit. Die Stadt Köln hat sich neben acht weiteren deutschen Städten erfolgreich um die Erprobung eines Grünpfeils für den Radverkehr beworben. Das Pilotprojekt wird seit Januar 2019 an drei ausgewählten Straßenecken in den Stadtbezirken Tätigkeitsbericht 2019 Seite 19 Innenstadt (Venloer Straße), Ehrenfeld (Subbelrather Straße) und Zollstock (Höninger Weg) umgesetzt. Die entsprechende Beschilderung ermöglicht Radfahrenden, nach vorherigem Anhalten auch bei roter Ampel vorsichtig rechts abzubiegen. Das Projekt ist zunächst auf die Dauer von einem Jahr beschränkt. In 2020 soll auf Basis der in Köln und in anderen deutschen Städten gewonnenen Erkenntnisse auf Bundesebene beschlossen werden, ob die Straßenverkehrsord- nung sowie weitere Vorschriften angepasst werden. Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung hat ein eigenes stadtweites Maß- nahmenprogramm „Kleine bauliche Anpassungen für Radfahrende“ angelegt. Kleinere Maßnahmen wie das Absenken von Bordsteinen oder der Rückbau von Umlaufsperren bedeuten für Radfahrende eine wesentliche Verbesserung des Fahrkomforts und haben so oftmals eine große Wirkung. Im Jahre 2019 konnten im Rahmen des Programms insgesamt 22 Einzelmaßnahmen mit 77 Absenkungen und einem Bauvolumen von rund 157.300 Euro umgesetzt werden. So wurde beispielsweise im Frühjahr 2019 mit einer Bordsteinabsenkung in der Kölner Innenstadt im Bereich Neumarkt/Apostelnstraße die Erreichbarkeit der Mittelstraße für Radfahrende verbessert. In Köln-Neuehrenfeld wurde an der Zufahrtsrampe zur Inneren Kanalstraße die Umlaufsperre durch Poller ersetzt und die Bordsteine abgesenkt. Die Umlaufsperre war insbesondere für Lasten- und sonstige Sonder- fahrräder ein Hindernis. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 20 Darüber hinaus wird derzeit die Umsetzung von vielen Einzelmaßnahmen zur Förderung des Radverkehrs vorbereitet. Beispielhaft zu nennen ist die Kreuzung Houdainer Straße/Hauptstraße in Köln-Zündorf. Insbesondere für Radfahrende, die aus Richtung Wahn und Libur in Richtung Leinpfad und Groov fahren, soll sich die Situation merklich verbessern. Die Planung sieht die Öffnung der Houdainer Straße und der Hauptstraße bis zum Burgweg für den gegenläufigen Radverkehr vor. Um Radfahrende vor entgegenkommenden Kraftfahrzeugen zu schützen, wird ein Fahrbahnteiler an der Ecke Hauptstraße/Houdainerstraße errichtet. Im weiteren Verlauf können Radfahrende komfortabel auf einem zwei Meter breiten Radfahrstreifen bis zum Burgweg fahren und von hier aus schnell an die Groov gelangen. Die Entwicklung von Konzepten für Radschnellwege war ein weiterer Arbeitsschwerpunkt in 2019. Die Erstellung eines Gutachtens für eine Konzeptstudie für mögliche Radschnellwegverbindungen innerhalb des Kölner Stadtgebietes wurde beauftragt. Am 1. April 2019 fand hierzu ein erster Facharbeitskreis statt, um Politik, Verbände und Initiativen frühzeitig in den Planungsprozess einzubinden. Im Facharbeitskreis wurden Korridore und Bewertungskriterien ermittelt. Im Sommer 2019 wurden mögliche Trassen innerhalb der Korridore für Radschnellwege bzw. Radschnellwegverbindungen befahren. Anschließend wurden die möglichen Trassenvarianten bewertet, um ein leistungsfähiges Netz von Radschnellwegen und Radschnellverbindungen zu erhalten. Derzeit erfolgt die Potenzialermittlung für die Vorzugstrassen und die Kosten-Nutzen-Analyse. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 21 Zudem hat die Stadt Köln in einem Kooperationsprojekt gemeinsam mit den Städten Leverkusen, Niederkassel, Rösrath und Troisdorf sowie dem Rheinisch- Bergischen Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis eine Machbarkeitsstudie für RadPend- lerRouten im rechtsrheinischen Köln in Auftrag gegeben. Für die Identifizierung leistungsfähiger Radschnellverbindungen wurden verschiede Trassen untersucht. Ziel der Studie ist die Ermittlung attraktiver und leistungsfähiger Pendlerrouten für Radfahrende zur weiteren Planung für die beteiligten Kommunen und Kreise. Im Ergebnis konnten vier Trassen für RadPendlerRouten, die von Köln sternen- förmig in die rechtsrheinischen Nachbarstädte führen könnten, identifiziert werden. Die Machbarkeitsstudie bescheinigt allen vier Routen eine grundsätzliche Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit sowie ein hohes Potenzial, um den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu forcieren. Mit Beschluss des Verkehrsausschusses im Sommer 2019 wurde die Machbarkeitsstudie beschlossen und die Verwaltung beauftragt, die bestehende Kooperation weiter fortzuführen und für die einzelnen Trassen die nächsten Planungsschritte einzuleiten. Darüber hinaus nimmt das Fahrradparken im Rahmen der Radverkehrsförde- rung eine Schlüsselrolle ein. Nur ein diebstahlsicher abstellbares und schnell verfügbares Fahrrad fördert den Umstieg auf den Umweltverbund. Neben der Schaffung von hochwertigen Fahrradabstellplätzen am Hauptbahnhof mit der Fahrradstation, an den Stadtbahnhaltestellen mit abschließbaren Fahrradboxen und überdachten Anlagen sowie an den Regionalbahnhöfen kommt der Schaffung von zusätzlichen Fahrradabstellplätzen in den Wohnquartieren eine Tätigkeitsbericht 2019 Seite 22 zentrale Bedeutung zu. Aus diesem Grund hat sich die Stadt Köln seit 2007 das Ziel gesetzt, jedes Jahr rund 1.000 zusätzliche Fahrradabstellplätze im öffentli- chen Raum bereit zu stellen . Dieses Ziel wurde mit über 2.000 neugeschaffenen Parkmöglichkeiten – wie in den Vorjahren – auch im Jahr 2019 wieder übertrof- fen. Arbeitsschwerpunkte waren die Kölner Innenstadt sowie die Stadtbezirke Lindenthal, Ehrenfeld und Nippes. In 2019 fortgeführt wurde das Radwegesanierungsprogramm. Es dient der Erneuerung und Umgestaltung von sanierungsbedürftigen Radwegen und Nebenanlagen. Im Rahmen der Maßnahmen werden aufgrund von beispielswei- se neuen Richtlinien, Regelwerken oder den Anforderungen der Barrierefreiheit Radwege, die nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen, angepasst. Diese werden beispielsweise verbreitert, in einem anderen Material ausgeführt oder mit taktilen Elemente ausgerüstet. Aktuell steht ein jährliches Budget von 2,5 Mio. Euro zur Verfügung. Ausgeführt in 2019 wurden folgende Maßnahmen: – Stadtbezirk Innenstadt: Alfred-Schütte-Allee zwischen Drehbrücke und Am Schnellert, Länge ca. 900 Meter – Stadtbezirk Porz: Dellbrücker Mauspfad zwischen Mielenforster Straße und Kreuzchesweg, Länge ca. 1.600 Meter, Straßenbaulast Straßen.NRW – Stadtbezirk Kalk: Brücker Mauspfad zwischen Kleinfeldchensweg und Lützerathstraße, Länge ca. 1.200 Meter, Straßenbaulast Straßen.NRW – Stadtbezirk Mülheim: Grengeler Mauspfad zwischen Waldstraße und Hirschgraben, Länge ca. 1.900 Meter, Straßenbaulast Straßen.NRW Tätigkeitsbericht 2019 Seite 23 In Ausführung (2019 und 2020) sind folgende Maßnahmen: – Stadtbezirk Innenstadt: Hohenstaufenring zwischen Schaafenstraße und Jahnstraße – Stadtbezirk Rodenkirchen: Heidekaul zwischen Sinziger Straße und Militärringstraße, Länge ca. 500 Meter, Fertigstellung Ende März 2020 – Stadtbezirk Ehrenfeld: Äußere Kanalstraße zwischen Iltisstraße und Borsigstraße, Länge ca. 800 Meter, Fertigstellung Ende Mai 2020 – Stadtbezirk Chorweiler: Oranjehofstraße zwischen Neusser Landstraße und Edsel-Ford-Straße, 1. Bauabschnitt, Länge ca. 900 Meter, Fertigstellung April 2020 – Stadtbezirk Porz: Grengeler Mauspfad zwischen Vorm Wald und Waldstraße, Länge ca. 100 Meter, Fertigstellung Mai 2020 – Stadtbezirk Mülheim: Flittarder Damm zwischen Vorm Wald und Waldstraße, Länge ca. 100 Meter, Fertigstellung Mai 2020. Die Ausführung folgender Maßnahmen wird vorbereitet für 2020: – Stadtbezirk Innenstadt: – Ubierring zwischen Am Bayenturm und Alteburger Straße – Fleischmengergasse zwischen Cäcilienstraße und Kleiner Griechenmarkt – Christophstraße Kaiser-Wilhelm-Ring und Tunisstraße – Magnusstraße zwischen Hohenzollernring und Tunisstraße – Lindenstraße/Lützowstraße – Stadtbezirk Rodenkirchen: Pionierpfad zwischen Bischofsweg und Bonner Straße, Länge ca.1.000 Meter – Stadtbezirk Ehrenfeld: – Radweg parallel A57 (zwischen Wöhlerstraße und Parkgürtel) Länge ca. 400 Meter – Querungsmöglichkeit Innere Kanalstraße (auf Höhe Fernmeldeturm) – Stadtbezirk Nippes: – Deichkronenwege Merkenich – Verbindungsweg Nordpark zwischen Xantener Straße und Nordpark, Länge ca. 280 Meter – Stadtbezirk Chorweiler: Regio Grün Radroute Auweiler zwischen Auweiler Weg und Pulheim, Länge ca. 750 Meter – Stadtbezirk Porz: Loorweg (zwischen Auf dem Loor und Loorweg 19) Länge ca. 650 Meter Tätigkeitsbericht 2019 Seite 24 Ein weiteres wichtiges Projekt in 2019 war die Beteiligung der Stadt Köln an dem Modellvorhaben „Aktive Mobilität in städtischen Quartieren“, das vom Bundes- institut für Bau-, Stadt- und Raumforschung gefördert wird. Es handelt sich dabei um ein Projekt aus dem Forschungsprogramm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt)“, das einen Schwerpunkt auf die Förderung des Fuß- und Radverkehrs legt. Mit dem Modellvorhaben sollen Verbesserungen für Radfah- rende und zu Fuß Gehende im Projektgebiet Altstadt-Süd gefördert werden. Insgesamt hat die Stadt Köln für ExWoSt einen Zuwendungsbescheid über eine Fördersumme von 225.000 Euro erhalten, wovon einige Projekte beispielhaft erläutert werden. So erprobt die Stadt Köln im Rahmen von ExWoSt derzeit die Förderung für Fahrradabstellmöglichkeiten auf Privat- grundstücken. Haus- beziehungsweise Wohnungseigentümerinnen und -eigentü- mer, die Interesse an der Einrichtung oder Verbesserung von Abstellmöglichkeiten für Fahrräder auf ihrem Privatgrundstück haben, können seit Herbst 2019 eine kostenlose Vorortberatung beantragen. Anschließend unterstützt die Stadt Köln die Investition gemeinsam mit dem Bundesin- stitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung mit einer Förderung von bis zu 50 % de r Erstellungs- und Materialkosten und maxi- mal 3.000 Euro je Maßnahme. Die Stadt Köln hat im Rahmen von ExWoSt im Severinsviertel zwei wohnortnahe Mobilstationen eingerichtet. In der Josephstraße und im Severinswall wird seit Sommer 2019 ein gebündeltes Angebot an Carsharing-Fahrzeugen, Fahrradab- stellmöglichkeiten, Leihrädern und Lastenleihrädern angeboten. Damit soll der Umstieg zu einem anderen Verkehrsmittel vereinfacht sowie der Verzicht auf das eigene Kraftfahrzeug und damit der Wechsel auf ein alternatives Verkehrsmittel gefördert werden. Das Angebot der Stationen richtet sich vornehmlich an die direkte Nachbarschaft im Severinsviertel. Damit unterscheidet sich das Konzept vom bisherigen Ansatz, Mobilstationen in der Nähe von Verknüpfungspunkten des öffentlichen Personennahverkehrs zu errichten. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 25 Zur Verbesserung der Situation für zu Fuß Gehende im Severinsviertel erarbeitet die Stadt Köln derzeit ein lokales Fußverkehrskonzept. Hierzu wird gemeinsam mit einem externen Planungsbüro, mit Verbänden sowie Anwohnenden vor Ort ein Maßnahmenkatalog entwickelt, der anschließend den politischen Gremien zur Beratung vorgelegt wird. In einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung im Bürgerhaus Stollwerck haben sich rund 30 Bürgerinnen und Bürger im Sommer 2019 mit der Stadt Köln und dem Planungsbüro zum Fußverkehr im Severinsviertel ausgetauscht. Auf Grundlage der Alltagserfahrungen verschie - dener Interessensgruppen konnten Schwachstellen für zu Fuß Gehende im Severinsviertel identifiziert werden. Zudem konnten Anregungen und Ideen über ein Online-Mitwirkungsportal eingereicht werden. Die Projektpartner waren zudem im August 2019 mit rund zehn Seniorinnen und Senioren sowie körperlich beeinträchtigten Personen im Rahmen eines „Fußverkehrschecks“ im Severinsviertel unterwegs. Der Fokus des Stadtteilspaziergangs lag auf den Alltagsproblemen älterer und bewegungseingeschränkter Menschen auf ihren Wegen zu Fuß sowie möglichen Problemlösungen. Der Entwurf eines auf den gesammelten Ideen basierenden Fußverkehrskonzepts wird in einer weiteren Veranstaltung mit Vertreterinnen und Vertretern aus den vorangegangenen Bürgerworkshops sowie Akteurinnen und Akteuren aus der Politik diskutiert. Anschließend wird das finalisierte Fußverkehrskonzept in die politischen Gremi- en gegeben. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 26 Ebenfalls zum Sachgebiet Nahmobilität gehört die Verkehrssimulation. Im Bereich Verkehrssimulation wurden gemeinsam mit dem Facharbeitskreis zum Radverkehrs- konzept Ehrenfeld verschiedene Kfz-Verkehrsführungsvarianten der Venloer Straße diskutiert. Im Fokus stand dabei die Reduzierung des Kfz-Verkehrs im Abschnitt zwischen der Inneren und Äußeren Kanalstraße. Mit Hilfe des Netzmodells der Stadt Köln wurden zuerst die Verkehrszusammensetzung und der Anteil des Durchgangs- verkehrs im betreffenden Abschnitt der Venloer Straße ermittelt. Anschließend wurden verschiedene Varianten der Verkehrsführung, darunter die Umsetzung einer Einbahnstraßenregelung, simuliert. In einer Vorher-Nachher-Gegenüberstellung konnten die zu erwartenden Verkehrsverlagerungen aufgezeigt werden. Aachener Straße 2000 4000 8000 Verkehrsabnahme Verkehrszunahme +2% +1.600 -55% -5.200 -57% -7.000 -46% -2.200 +2% +800 +4% +700 +3% +500 +10% +1.000 +2% +1.200 +8% +1.200 +8% +1.000 +12% +2.700 -30% -2.200 -56% -4.300 -70% -5.700+10% +1.800 +16% +1.700 +7% +1.000 +11% +1.300 +3% +1.000 +2% +400 Weitere Verkehrssimulationen wurden in 2019 für folgende Projekte durchgeführt: – Kölner Süden – Rheinquerspange Autobahn A 553 – Verkehrsführung Dillenburger Straße – Luftreinhalteplan: Verkehrssimulation der Großbauvorhaben – Auswirkungen der Umsetzung von 30 km/h an den Ringen Tätigkeitsbericht 2019 Seite 27 Straßenerhaltung Zur Abteilung Straßenerhaltung gehören der Bauhof mit seinen vielfältigen Tätig- keiten, der Aufgabenbereich StVO-Anordnungen sowie der Parkbetriebsservice und außerdem verschiedene Spezialaufgaben, wie die Reinigung der öffentlichen Flächen. Diese wird zum einen über die gebührenfinanzierte Reinigung gemäß der Straßenreinigungssatzung und zum anderen über eine haushaltsfinanzierte Reinigung durchgeführt. Die haushaltsfinanzierte Reinigung erfolgt in den Bereichen, wo keine satzungsgemäße Reinigung auf die Anlieger übertragen werden kann oder wo eine Reinigungsleistung erforderlich ist, die über die reguläre Satzungsleistung hinausgeht. Im Rahmen der Verwaltungsreform #WIRFÜRDIESTADT ist in einem Reform - projekt ein neuer, ab dem 1. Januar 2019 geltender Vertrag mit den AWB abgeschlossen worden. In diesem Vertrag sind die Leistungen der bisherigen Verträge zwischen den AWB und den einzelnen Dienststellen enthalten. Damit werden die bisherigen Verträge und Beauftragungen für Reinigungsleistun - gen, die die einzelnen Ämter jeweils für ihren Zuständigkeitsbereich separat abgeschlossen oder erteilt haben, nun in einem Vertrag im Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung zusammengefasst. Zu den hier betreuten Reinigungsleistungen gehört nach wie vor die Reinigung der Straßen, Wege und Plätze, die nicht satzungsgemäß gereinigt werden. Neu hinzugekommen sind insbesondere die Reinigung in den Bereichen, in denen das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Anlieger ist, die Reinigung der Tunnel vom Amt für Brücken Tunnel und Stadtbahnbau und die Reinigung nach Wochenmärkten. Die finanzielle Abwicklung der Graffitibeseitigungen durch die KASA ist ebenfalls neu hinzugekommen. Die Auftragsabwicklung und Anz- eigenerstellung wird weiterhin durch die Geschäftsstelle der KASA erledigt, mit der das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung in enger Abstimmung steht. So wurde 2019 beispielsweise der Ebertplatz samt Waschbetonwänden komplett gereinigt. Auf den Waschbetonwänden hatten sich im Laufe der Jahre Ablagerungen gesammelt, sodass diese mit Schlieren versehen waren und dunkel geworden sind. Durch die Reinigung stellt sich der Anblick des Ebertplatzes deutlich heller dar. Nach der Grundreinigung wurde eine regelmäßige Nassreini- gung beauftragt, um den neuerworbenen Zustand des Platzes aufrecht zu erhalten. Das Rathausumfeld wurde bislang satzungsgemäß gereinigt. Hierzu wurde Tätigkeitsbericht 2019 Seite 28 ein Erweiterungskonzept ausgearbeitet, so dass dieser Bereich nun neben der regulären Satzungsreinigung zusätzlich haushaltsfinanziert gereinigt wird. Dabei handelt es sich um Leistungen, die nicht durch die Satzungsreinigung abgedeckt sind, wie z. B. das Entfernen von tiefsitzenden Verschmutzungen durch Vegetati- on sowie Urinrückständen und Fäkalien. Somit soll der Ort dem Anspruch an die Repräsentationsadresse der Stadt Köln gerecht werden können. Die haushaltsfinanzierte Reinigung beinhaltet ebenfalls die Reinigung von Wochenmärkten. Die Marktveranstaltung auf dem Wilhelmplatz in Nippes ist die einzige, die sechs Mal wöchentlich stattfindet. Die zu reinigende Fläche stellte sich als problematisch dar. Täglich wurde eine hohe Menge an Müll vorge- funden. Die Entsorgung dieses Abfalls ist nicht Bestandteil der Reinigung nach Wochenmärkten, wurde somit über die Einzelleistungen zusätzlich abgerechnet und stellte eine regelmäßige hohe monatliche Summe dar. In Zusammenarbeit Tätigkeitsbericht 2019 Seite 29 mit dem Marktamt wurde aufgrund dessen intensiv an der Reduzierung der Mehrmengen gearbeitet. Dank der positiven geleisteten Arbeit sind seit Novem- ber 2019 keine Mehrmengen mehr angefallen. Im vergangenen Jahr wurde eine ausführliche Statistik zur haushaltsfinanzierten Reinigung verfasst. Diese gibt Auskunft über die monatlichen Ausgaben zu den jeweiligen Anlagen des Vertrages, der Ortsbegehungen sowie der dabei festgestellten Mängel. Basierend auf der regelmäßigen Monatsstatistik folgt eine Jahresübersicht. Somit ist für jeden ersichtlich, welche Leistungen im vergange- nen Jahr erbracht wurden. 0,00 € 500.000,00 € 1.000.000,00 € 1.500.000,00 € 2.000.000,00 € 2.500.000,00 € 3.000.000,00 € 3.500.000,00 € 4.000.000,00 € 4.500.000,00 € 641.666,04 € 4.146.125,18 € 87.156,00 € 634.149,13 € 408.921,99 € 64.833,55 € Jahresstatistik 2019 haushaltsfinanzierte Reinigung im Sachgebiet Grundsatzangelegenheiten 662/2 Anlage 1 - Kasa Anlage 2 - öffentliche Flächen Anlage 3 - Bauwerke Anlage 4 - Veranstaltungen Anlage 5 - Einzelleistungen Mehrmengen Wilhelmplatz Im Jahr wurden 280 Ortsbegehungen durchgeführt. Dabei wurden 95 Mängel festgestellt. Die Statistik dient unter anderem dazu, Mängel festzustellen, diese zu beheben und zu kontrollieren, ob die beauftragten Reinigungsleistungen auch auftragsmäßig erbracht wurden. Landpachtverträge Seit Dezember 2019 ist die Stelle des Sachbearbeiters Schifffahrt besetzt. Als erster Schritt erfolgte die Sichtung der vorhandenen Informationen, sowie deren Auswertung und Aufbereitung in verschiedenen Übersichten. Die Hauptaufgabe besteht darin, den Abschluss der Landpachtverträge für die Anlegestellen am links- und rechtsrheinischen Ufer im Kölner Stadtgebiet vorzubereiten. Wichtig ist hierbei herauszuarbeiten, welche Gestaltungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der verschiedenen Vorgaben, sowohl der gesetzlichen aus dem Natur- und Umweltschutz sowie dem Wasserrecht, als auch der stadtge- Tätigkeitsbericht 2019 Seite 30 stalterischen/politischen Vorgaben, zur Verfügung stehen. Um dies zu erfahren, sind Gespräche mit den jeweiligen Behörden geplant. Neben den Vorgaben sind natürlich die Sichtweisen der Betreiber der Anlegestellen zu hören und soweit wie nötig und möglich in die Gestaltung der Verträge einzuweben. Ein erster Termin hierfür fand im Jahr 2019 bereits statt. Bauhof Auf den beiden Kölner Bauhofstandorten in Braunsfeld und in Höhenberg sind derzeit ca. 133 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv. Sie kontrollieren und unterhalten die öffentlichen Straßen, Wege und Plätze und sorgen für die Aufrecht- erhaltung der Verkehrssicherheit. Dazu gehören die Beseitigung sowie Absicherung von Fahrbahn- und Gehwegschäden sowie die Unterhaltung aller Verkehrszeichen des gesamten Straßenmobiliars und sämtlicher Fahrbahnmarkierungen. Der Fachbereich der Fahrbahnmarkierung erhält zunehmend eine andere Ausrichtung, indem nicht nur unterhaltende Maßnahmen ergriffen, sondern bisweilen größere Projekte – insbesondere im Ausbau des Radverkehrsnetzes – markierungstech- nisch abgewickelt werden müssen. Hier waren die Projekte zur Einrichtung der Expressbuslinien und die ersten Maßnahmen zur Entschärfung der sogenannten „freilaufenden Rechtsabbieger“ Meilensteine für die beteiligten Bauhofmitarbeiter. Zunehmend befindet sich der Bauhof dadurch in einem derzeitigen Wandel der Organisationsstruktur; ein andauernder Prozess. 13% 39% 28% 20% Personal Bauhöfe Beschilderung Unterhaltung Wegebegeher Innendienst mit Leitung Tätigkeitsbericht 2019 Seite 31 Insgesamt 17.544 Straßenschäden (Vorjahr: 20.037) wurden im gesamten Kölner Stadtgebiet erfasst. 1.255 Schäden (2018: 1.251) stellten eine akute Gefahr dar. Insgesamt 13.671 Flächenschäden (2018: 12.125) und 6.167 Objektschäden (2018: 5.792) wurden behoben. Im Innendienst sorgen neben der Bauhofleitung derzeit 17 Mitarbeitende für den reibungsfreien Ablauf der anstehenden Aufgaben. Hierzu gehört auch das Vorhalten eines 24/7 Bereitschaftsdienstes, der zur Beseitigung der unmittelbaren Unfallgefahren stadtweit im Einsatz ist. Bei notwendigen Sondermaßnahmen wie Absperrungen für Demonstrationen, verkehrssichernde Maßnahmen im Hoch- wasserfall oder Winterdienst wird die Bereitschaft auf eine Präsenzbereitschaft auch außerhalb der Dienstzeiten ausgedehnt. Für die üblichen unterjährigen Sondermaßnahmen wie Demos und Veranstaltungen wurden allein ca. 6.352 Stunden (Vorjahr 5.000 Stunden) geleistet, davon ca. 41 % als Über stunden. 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 Jan. Feb. März April Mai Juni Juli Aug. Sep. Okt. Nov. Dez. Schadenentwicklung 2019 Prio 1 - neu Prio 1 - behoben Prio 2 - neu Prio 2 - behoben In vielen Fachbereichen war das Leistungs-Soll nur durch besonderen Einsatz und Mehrarbeit zu erreichen. Trotz zunehmender Maßnahmen und Aufgaben blieb die Anzahl der Mitarbeitenden des Bauhofes weitgehend konstant. Ziele, wie die drastische Reduzierung von Schäden, konnten aufgrund des fortbestehenden Personalmangels und der Personaleinsatzquote nicht erreicht werden. Zudem sind viele Einsatzfahrten des Bereitschaftsdienstes auch auf die Vorschädigungen der Kölner Straßen zurückzuführen. Ganzjährig sind im Rahmen von Stundenlohnarbei- ten auch bis zu vier Fremdfirmen im Auftrag des Bauhofes für die Straßenunterhal- tung im Einsatz. Alljährliche Schlaglochbeseitigungsaktionen im Frühjahr, die von den Bauhofmitarbeitenden auf freiwilliger Basis durchgeführt werden, versuchen den Mangel zu lindern. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 32 Auf den Bauhöfen werden elf Auszubildende als Facharbeitende im Bereich der Straßenwärterstellen ausgebildet. Alljährlich gibt es Kooperationen und Pro- jekte, bei denen Auszubildende auch im Ausland (Griechenland, Namibia, u. a.) weitere Erfahrungen in der Umsetzung von Projekten sammeln können. In Kooperation mit dem Rechts- und Versicherungsamt wurden 227 (2018: 218) Rechtsfälle mit Schadenersatzansprüchen von der Regressabteilung bearbeitet. Auch zahlreiche Sondereinsätze, bedingt durch Witterung (Sturm), Demonstra- tionen, Großveranstaltungen und Ereignisse wie Karneval, Kölner Lichter, CSD, Jeck im Sunnesching, Elfter im Elften, Silvester, Stadtteilfeste und zunehmende Bombenfunde gehören zum wiederkommenden umfangreichen Tätigkeitsfeld. Der Fuhrpark besteht aus 42 Fahrzeugen: Einfache Pkw (u.a. auch mit Elektroan- trieb) zur Streckenkontrolle, Lkw für Unterhaltungs- und Beschilderungsarbeiten sowie Spezialfahrzeuge wie Thermocontainer, Kehrmaschinen und Radlader. Alle Fahrzeuge können auch für den Einsatz im Winterdienst mit Aufsatzstreuer und Schneepflug umgerüstet werden. Die Fahrzeuge waren im Berichtsjahr 78.519 Stunden im Einsatz, mit einer zurückgelegten Wegstrecke von 528.789 km (2018: 405.029 km). Im Hochwasserfall wird gemeinsam mit den Stadtentwässerungsbetrieben AöR (StEB) für eine pegelstandsabhängige Verkehrssicherung gesorgt. Zudem wer- den jährlich stattfindende Hochwasser- und Sandsackfüllübungen unterstützt. Der Bauhof steht hier im direkten Kontakt zu den StEB. Eine weitere Aufgabe besteht darin, die Einrichtung der Tempo-30-Zonen und die Beschilderungsarbeiten der Parkraumbewirtschaftungsprojekte zu betreuen. Im Berichtsjahr wurde in Ehrenfeld ein großes, zweiteiliges Projekt - gebiet mit rund 189 Parkscheinautomaten und ca. 1.250 Schildern in 18 Wochen abgewickelt. Neben den üblichen, sich aus der Verkehrssicherungspflicht ergebenden Projekten, gab es außerhalb der Markierungsabteilung auch in den anderen Abteilungen nennenswerte Projekte, die über den Bauhof abgewickelt wurden. Als Beispiele: Die Einrichtung von Fahrradstraßen (Friesenwall, Zündorf-Libur), Beschilderungs- arbeiten im Rahmen der Einrichtung der Lkw-Durchfahrtsverbotszonen, Tempo 30 Beschilderung auf der Bergisch Gladbacher Straße, Umlastung der Zoobrücke sowie die Touristenbus-Verlagerung von der Komödienstraße in die Gereonstraße. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 33 Parkbetriebsservice Zur Bewirtschaftung öffentlicher Parkflächen werden in Köln Parkscheinautomaten (PSA) eingesetzt. Die Anzahl der im öffentlichen Straßenland aufgestellten PSA stieg im Laufe des Jahres 2019 von 2.534 auf 2.748. Der Ertrag aus der Parkraumbewirtschaftung lag 2019 bei rund 20 Mio. Euro. Der Anteil des Ertrages aus unbaren Zahlungsmitteln (Handyparken, Geldkarte und Debit- und Kreditkarten) betrug 3,96 Mio. Euro und stieg auf ca. 19,75 % (im Vorjahr 16,8 %) der G esamterträge. Im Berichtsjahr ist der erfolgreiche Austausch der abgeschriebenen PSA-Fabrikate fortgesetzt und die Bewohnerparkgebiete Lindenthal Nord III und Ehrenfeld I bis IV mit 207 PSA in Betrieb genommen worden. Zudem wurden im Bereich City/Martinsviertel, rund um den Kölner Zoo und in der nördlichen Neustadt alle vorhandenen Geräte durch neue PSA mit der Möglichkeit zur Debit- und Kreditkartenzahlung (rote Zonenmarkierung) ausgestattet. 2020 wird der Austausch abgeschriebener PSA-Fabrikate und die Umrüstung auf Geräte mit Kredit- und Debitkartenzahlung fortgesetzt. Zudem sollen die neuen Bewohnerparkgebiete Bayenthal I und II mit rund 100 PSA eingerichtet werden. Straßenzustandserfassung Als Grundlage für die Planung von Erhaltungsmaßnahmen spielt die Bewertung des Straßenzustandes eine wesentliche Rolle. Das primäre Ziel besteht dabei in einer Zusammenfassung der erhobenen Informationen zu einer überschaubaren Anzahl von repräsentativen Kenngrößen, die gezielte Erhaltungsmaßnahmen Tätigkeitsbericht 2019 Seite 34 ermöglichen und zugleich auch die Ziele der Straßenerhaltung repräsentieren: Erhaltung der Sicherheit, des Komforts und der Substanz sowie die Minimierung negativer Umwelteinflüsse und der Verkehrsbeeinträchtigung der Nutzer. Um ein effizientes Erhaltungsmanagement betreiben zu können, ist eine flächen- deckende und wirtschaftliche Straßenzustandserfassung und -bewertung unab- dingbar. Im Jahr 2019 wurde der Straßenraum des Bezirks Mülheim erfasst. Darauf aufbauend wird in den nächsten Jahren eine stadtweite Inventarisierung erfolgen. Verkehrszeichenkataster Der Aufbau eines Verkehrszeichenkatasters, das alle vorhandenen Verkehrszeichen im Stadtgebiet umfasst, ist ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Verkehrsab- wicklung. Eine Inventarisierung und Digitalisierung von Verkehrszeichen beinhaltet nicht nur den Standort der Verkehrszeichen, sondern auch den Typ beziehungswei- se die Kategorie sowie die Ausrichtung und gegebenenfalls den Text des Schildes. Diese Informationen ermöglichen eine schnelle und einfache Überprüfung der vorhandenen Verkehrszeichen und die Möglichkeit, die Sicherheit und die Ver- kehrsführung im Straßenverkehr zu verbessern. Zudem können innerbetriebliche Prozessabläufe vereinfacht und verbessert werden. Der Aufbau eines Verkehrszeichenkatasters wird weiterhin forciert. Nachdem die Inventarisierung der Schilder im Jahr 2019 abgeschlossen wurde, erfolgt nun die Weiterverarbeitung der Daten zur endgültigen Nutzung. Zuständigkeitskataster Bis heute existiert kein ämterübergreifendes Verzeichnis, in dem die Zuständigkei- ten für stadteigene Flächen eindeutig und nachvollziehbar geklärt sind. Das hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass unter anderem in den Bereichen betriebliche Unterhaltung/Verkehrssicherung, Instandsetzung, Neubau von und auf städtischen Liegenschaften keine eindeutige Zuordnung der Flächen zu einem (federführen- den) Amt möglich gewesen ist. Aufgabe ist es deshalb, in einem Register/Kataster für die Stadt Köln geklärte, ungeklärte und nicht eindeutig definierte Zuständigkeiten für städtische Flächen zu erfassen, zu dokumentieren und praktikable Lösungen für die Verwaltung dieser Flächen zu finden. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 35 Seit Ende des Jahres 2019 findet eine inhaltliche Strukturierung statt. Diese umfasst die Aufnahme der Anforderungen, Datenrecherche und Datensammlung sowie die Überprüfung der Flächen für die Unterhaltung und Instandsetzung von Liegenschaften des Amtes. Die Ergebnisse werden aktuell in einem Geo- Informationssystem-Projekt dokumentiert. Ziel ist die Schaffung eines Datenpools, der eine einfache Identifikation der Flächenzuständigkeit zulässt. Sauberes Köln Digital – „Reinigungskataster“ Mit dem Ziel einer nachhaltigen Verbesserung der Sauberkeit im Stadtgebiet wurde die haushaltsfinanzierte Reinigung im Amt für Straßen und Verkehrsent- wicklung gebündelt. Daraus resultierend wurde das Kooperationsprojekt „Sauberes Köln Digital“ zwischen der Stadt Köln und der AWB Abfallwirtschafts- betriebe Köln GmbH initiiert. Durch die Schaffung einer gemeinsamen, georeferenzierten Arbeitsgrund la ge sollen neben den einzelnen Reinigungsflächen, Reinigungsobjekten und dem städtischen Mobiliar die Zuständigkeiten und die vertraglich festgehaltenen Reinigungsleistungen eindeutig erfasst und in einem geeigneten Format visuali- siert werden. Neben der geplanten Verwendung des Reinigungskatasters als Informations - portal für Mitarbeitende der beteiligten Fachabteilungen und des Beschwer - demanagements sowie für Bürgerinnen und Bürger, finden zukünftig sowohl fachspezifische Softwarelösungen, als auch mobile Spezialanwendungen in den Themenbereichen Qualitätsmanagement, strategische Arbeitsplanung oder Auftragsverwaltung ihre Anwendung. Gleichzeitig ermöglicht das Kataster eine Identifikation von Standorten, an denen Reinigungsleistungen bislang nicht geregelt, über mehrere Verträge abgedeckt oder für die Dritte zuständig sind. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 36 Straßenplanung Stadtbezirk Innenstadt/Deutz Entwurfsplanung: Deutz-Mülheimer Straße: Umbau der westlichen Nebenanlagen (KM 3.0) Messekreisel/Zubringer B55a: Neubau einer Fußgängerbrücke Ausführungsplanung: Messe City Köln: Planung der inneren Erschließung Begleitung Maßnahmen Dritter: Technische Hochschule Deutz Deutz-Mülheimer Straße – Umbau westliche Nebenanlagen (KM 3.0) Stellungnahmen: 20 Stellungnahmen zu Bauanträgen 50 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Deutz-Mülheimer Straße Die Koelnmesse als Tochtergesellschaft der Stadt Köln plant eine bautechnische Modernisierung ihres Messegeländes. In diesem Zuge soll der bereits 1971 hergestellte, an das Messegelände angrenzende, Geh- und Radweg der Deutz- Mülheimer Straße umgeplant werden und dem derzeit geltenden Standard für einen internationalen Bedeutungsraum entsprechen. Derzeit verfügt die westliche Nebenanlage der Deutz-Mülheimer Straße über einen 2 m breiten Radweg und einen mindestens 2 m breiten Gehweg. Durch vorhandene Hochbeete, Verkehrsschilder, Werbeanlagen und weitere Einrichtungsgegenstände sind die Nebenanlagen nur eingeschränkt nutzbar und die entstehenden Engstellen führen zu Konflikten zwischen den Verkehrs - teilnehmenden. Ziel ist es, eine gestalterische und funktionale Aufwertung des öffentlichen Raums zu erlangen, die seiner internationalen Bedeutung gerecht wird und zukünftig große Besucherströme aufnehmen lässt. Um dieses Ziel erreichen zu können, werden die bestehenden Hochbeete ent- lang des Messegeländes entfernt und die freiwerdende Fläche wird dem Geh- und Radweg zugeschlagen. Der Gehweg wird so auf eine Breite von mindestens Tätigkeitsbericht 2019 Seite 37 3,75 m verbreitert und mittels Kleinpflasterstreifen baulich vom angrenzenden Radweg getrennt. Der straßenseitige Radweg wird auf eine durchgängige Breite von 2,25 m verbreitert und durch einen Möblierungsstreifen sicher von der Fahrbahn getrennt. In dem Möblierungsstreifen werden Einrichtungsgegen- stände wie Werbeanlagen, Verkehrsschilder und Bäume angeordnet, um die Nutzbreiten nicht einzuschränken und ein aufgeräumtes Bild des Straßenraums zu realisieren. Im Bereich des Messekreisels wird zudem eine neue Treppenanlage errichtet und die bestehende Brücke um eine Fußgängerbrücke erweitert. Durch diese beiden Maßnahmen wird das bereits errichtete neue Parkhaus P22a fußläufig besser an die Messehallen angeschlossen. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 38 Stadtbezirk Innenstadt Vorentwurfsplanung: Domumgebung Nord (2. BA): Umgestaltung Trankgasse Eifelwall (2. BA): Umgestaltung zwischen Luxemburger Straße und Gabelsberger Straße Tunisstraße: Umgestaltung zwischen Breite Straße und Brüderstraße Entwurfsplanung: Eifelwall/Luxemburger Straße (1. BA): Umgestaltung der Kreuzung Perlengraben (Höhe Mengelbergstraße), Einrichtung eines ebenerdigen Überwegs Cäcilienstraße: Lückenschluss Schutzstreifen für Radfahrer zwischen Hohe Straße und Nord-Süd Fahrt Ausführungsplanung: Via Culturalis: Umgestaltung Gürzenichstraße Aachener Straße: Expressbuslinie Teilprojekt Innenstadt Gereonstraße: Einrichtung eines neuen Haltepunktes für Touristenbusse Gereonswall: Bildungslandschaft Altstadt Nord Begleitung Maßnahmen Dritter: Neubau von DB Eisenbahnüberführungen (z. B. Luxemburger Straße und Zülpicher Straße) Ausbau S 11: S- Bahn Erweiterungen Hauptbahnhof und Bahnhof Deutz Stellungnahmen: 65 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 62 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Umgestaltung der Kreuzung Eifelwall/Luxemburger Straße, 1 BA Die Straßenflächen an der Südseite des Eifelwalls müssen neu geordnet und wiederhergestellt werden, da hier der gemeinsame Neubau des Historischen Archivs und des Rheinischen Bildarchivs seinen Platz findet. Da die Außenan - lagen des Historischen Archivs unmittelbar an die geplante Straßenbaumaß - nahme grenzen, stehen die beiden Maßnahmen in räumlicher und zeitlicher Abhängigkeit zueinander. Das betrifft insbesondere den Kreuzungsbereich Luxemburger Straße/Eifelwall und den neuen Vorplatz vor dem Historischen Archiv. Der Kreuzungsbereich muss daher zeitnah zur Fertigstellung der Außen - anlagen im Jahr 2021 umgebaut werden. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 39 Tätigkeitsbericht 2019 Seite 40 Stadtbezirk Rodenkirchen Vorentwurfsplanung: Sürther Straße: Umgestaltung zwischen Gesamtschule und Friedhof Adam-Riese-Straße/Kiesgrubenweg: Planung der inneren Erschließung, Planstraße 1 Unter den Birken/Kiesgrubenweg: Planung der inneren Erschließung, Planstraße 2 Entwurfsplanung: Streckenzug Weißer Straße: Rückbau von Lichtsignalanlagen im Rahmen des Programms „Alternative Betriebsformen“ Ausführungsplanung: Bayenthalgürtel/Alteburger Straße/An der Alteburger Mühle: Umgestaltung des Straßenraums Sürther Straße/Grüngürtelstraße: Planung eines Kreisverkehrs im Rahmen des Programms „Alternative Betriebsformen“ Mannesmannstraße: Planung einer Gehwegverbindung als Resterschließung Bahnhofstraße: Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung Engeldorfer Straße: Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung Kreisverkehr Bonner Straße/Koblenzer Straße: Optimierung zur Erhöhung der Verkehrssicherheit Begleitung Maßnahmen Dritter: Innere Erschließung Rondorf Nord-West: Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP) Stellungnahmen: 136 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 74 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Knotenpunkt Sürther Straße/Grüngürtelstraße: Die Bezirksvertretung Rodenkirchen beauftragte die Verwaltung im kombi- niertem Planungs- und Baubeschluss vom 11.11.2019 unter TOP 9.2.2, mit der Umgestaltung des Knotenpunktes Sürther Straße/Grüngürtelstraße in einen Kreisverkehr. Grund für die geplante Umgestaltung ist die Erhöhung der Ver- kehrssicherheit, die durch eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit im Bereich des Kreisverkehrs erreicht wird. Weiterhin reduziert die Umgestaltung die Abgas- und Lärmbelästigung im Knotenpunktbereich und die Wartungskosten durch den Wegfall der Lichtsignalanlage auf baulich bedingte Unterhaltungskos- ten. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 41 Der Kreisverkehr erhält auf der Sürther Straße und der Grüngürtelstraße jeweils zwei Fußgängerüberwege (Zebrastreifen). Die beiden geplanten Fußgän- gerüberwege über die Sürther Straße werden mit zusätzlichen Mittelinseln ausgestattet. Der Radverkehr wird vom gemeinsam genutzten Rad- und Gehweg vor dem zukünftigen Kreisverkehr auf die Sürther Straße geführt und durch den Kreisverkehr gelenkt. Der Kreisverkehr ist mit einer überfahrbaren Kreisinsel geplant, die unter anderem vom Linienbus überfahren werden kann. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 42 Stadtbezirk Lindenthal Vorentwurfsplanung: Berrenrather Straße/Universitätsstraße: Umgestaltung des Knotenpunktes Greinstraße: Überplanung des Straßenraums und der Stadtbahnquerung Luxem- burger Straße Entwurfsplanung: Berrenrather Straße: Umgestaltung zwischen Universitätsstraße und Sülzgürtel Dürener Straße/Universitätsstraße: Umgestaltung des Knotenpunktes Uniboulevard (3. BA): Umgestaltung des Albertus-Magnus-Platzes Ausführungsplanung: Berrenrather Straße: Lückenschluss Schutzstreifen zwischen Sülzgürtel und Neuenhöfer Allee Berrenrather Straße: Einrichtung einer Querungshilfe im Bereich des Grüngürtels Brauweilerweg/Vogelsanger Weg: Planung eines Minikreisverkehres im Rahmen des Programms „Alternative Betriebsformen“ Brücke Horbeller Straße/Rheinische Allee: Planung einer Brücke für Rad- und Fußverkehr Eupener Straße/Eschweiler Straße/Max-Wallraff-Straße: Maßnahmen zurVer- kehrsberuhigung Kölner Straße: Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung Hauptstraße/Leonhardsgasse/Blaugasse: Umplanung des Knotens im Rahmen des Programms „Alternative Betriebsformen“ Kinderheime (2. BA): Planung der inneren Erschließung. Brauweiler Straße: Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Bereich des S-Bahnhofes Begleitung Maßnahmen Dritter: Ludwig-Jahn-Straße, Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP) Werthmannstraße, VEP Am Nachtigallental, VEP Stellungnahmen: 151 Stellungnahmen zu Bauanträgen 111 weitere fachtechnische Stellungnahme Beispielprojekt: Verkehrsberuhigungsmanahmen entlang der Kölner Straße in Lövenich Die Bezirksvertretung Lindenthal beschloss am 11.03.2019, entlang der Kölner Tätigkeitsbericht 2019 Seite 43 Straße, zwischen Otterweg und Gewerbegebiet die vorhandene Verkehrssituati- on zu optimieren. Im Bestand gibt es auf Höhe der Grundschule und auf Höhe der Kita Vinzenzpark eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h. Die Umgestaltung sieht vor, dass im gesamten Planungsabschnitt, von Otternweg bis Kita Vinzenzpark, durchgängig die Beschränkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h ausgeweitet wird. Die Fahrbahnbreite von 9,5 m bzw. 7,5 m soll gegliedert werden. Hierzu werden 2 m breite, einseitige Einengungen eingerichtet, hinter denen teilweise Parkstän- de markiert werden. Weiterhin sind an den einmündenden Straßen vorgezogene Seitenräume vorgesehen. Hierdurch verringert sich die Überquerungslänge für den Fußverkehr über die Fahrbahn. Der vorhandene sehr schmale Fahrbahnteiler Höhe Fuchsweg muss zugunsten der vorgezogenen Seitenräume zurückgebaut werden. Auf Höhe des Fußweges in Verlängerung der Vinzenzallee ist eine linea- re Querungshilfe mit beidseitigen Fußgängerüberwegen (Zebrastreifen) geplant. Auf Höhe der Kita Vinzenzpark sind beidseitige Längsparkstreifen vorgesehen. Der nördliche Gehweg wird im Rahmen der erstmaligen Erschließung ab Haus- nummer 75 in Richtung Osten wieder hergestellt, damit die Fußgängerüberwe- ge und Längsparkstreifen auf der nördlichen Seite nutzbar sind. Östlich der Kita Vinzenzpark wird auf Höhe des Anschlusses des Vinzenzparks (Grünzug) ebenfalls eine lineare Querungshilfe angelegt. Vorausschauend kann, im Zuge der Umsetzung des Bebauungsplanes des nördlichen Grünzugs bzw. des Gymnasiums an der Zusestraße, die Querungshilfe als Fußgängerüberweg erweitert werden. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 44 Stadtbezirk Ehrenfeld Vorentwurfsplanung: Erlenweg: Umplanung zwischen Akazienweg und Sandweg Keplerstraße: Umplanung zwischen Vogelsanger Straße und Venloer Straße Mühlenweg: Umplanung zwischen Mathias-Brüggen-Straße und Westendstraße/Ossendorfer Weg Mühlenweg: Umplanung zwischen Mathias-Brüggen-Straße und Sandweg Vogelsanger Straße (2. BA): Umplanung zwischen Ehrenfeldgürtel und Oskar-Jäger-Straße Entwurfsplanung: Oskar-Jäger Straße: Umplanung zwischen Aachener Straße und Widdersdorfer Straße Takustraße, einschließlich Stichstraße: Umplanung zwischen Subbelrather Straße und Iltisstraße Ausführungsplanung: Auweilerweg: Gehweglückenschluss zwischen Obere Dorfstraße bis Unterführung BAB A1 Busnetzerweiterung im Bereich Helmholtzstraße: Bushaltestelle barrierefrei umgeplant Innere Kanalstraße/Höhe Fernmeldeturm: signalgeregelte Querungsmöglichkeit geplant Nußbaumerstraße/Herkulesstraße/Liebigstraße: Umplanung des Knotenpunk- tes im Rahmen des Programms „Alternative Betriebsformen“ Subbelrather Straße/Feuerwehrzufahrt in Höhe Hausnummer 2: Optimierung Feuerwehrzufahrt Venloer Straße/Auf dem Paulsacker: Umplanung der Einmündung Maßnahmen Dritter: Alter Güterbahnhof Ehrenfeld: Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP) Gewerbe- und Medienpark Am Butzweilerhof: Gehweg Ost zwischen Käthe- Paulus-Straße und Butzweilerhof-Allee Häuschensweg: VEP Hybrid Park/Mercedes-Allee: VEP Leyendecker Straße/Christianstraße: VEP Rochusplatz: Einrichtung einer Ladezone einschließlich angepasster Radver- kehrsführung geplant Straßenbaumkonzept Ehrenfeld: Mitwirkung beim Konzept zur Pflanzung neuer Straßenbäume Tätigkeitsbericht 2019 Seite 45 Stellungnahmen: 85 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 104 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Vogelsanger Straße (2 BA: Ehrenfeldgürtel bis Oskar-Jäger- Straße) Im Anschluss an die fertiggestellte Planung zur Umgestaltung der Vogelsanger Straße zwischen Innerer Kanalstraße und Ehrenfeldgürtel (1. Bauabschnitt), wird derzeit die Planung für die Umgestaltung für den sich anschließenden Abschnitt der Vogelsanger Straße zwischen Ehrenfeldgürtel und Oskar-Jäger-Straße (2. Bauabschnitt) erstellt. Die Planung konzentriert sich darauf, die Verkehrsführungen zu verbessern, insbesondere für zu Fuß Gehende und Radfahrende in Höhe der zukünftigen Heliosschule. Die Gehwege werden verbreitert und barrierefrei ausgestaltet. Für Radfahrende sind Schutzstreifen auf beiden Seiten der Fahrbahn sowie zusätzliche Aufstellflächen in den Knotenpunktbereichen vorgesehen. Ergänzend wird zur besseren Anbindung des Neubaus der Heliosschule an der Ecke Vogelsanger Straße/Ehrenfeldgürtel eine zusätzliche bauliche Querungs- möglichkeit über die Vogelsanger Straße angeboten. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 46 Stadtbezirk Nippes Vorentwurfsplanung: Neusser Straße (Niehler Kirchweg bis Lohsestraße): Umplanung Neusser Straße (2. BA): Simonskaul bis Kapuzinerstraße/Scheibenstraße: Umpla- nung Niehler Straße (Lis-Böhle-Park bis Florastraße): Umplanung Niehler Straße (Florastraße bis Xantener Straße): Umplanung Entwurfsplanung: Amsterdamer Straße/Xantener Straße: Umplanung Gebiet Göppinger Straße (1. BA: Ebersbacher Straße, Göppinger Straße, Hechinger Straße, Reutlinger Straße, Uracher Straße): Umplanung Robert-Perthel-Straße/Longericher Straße: Knotenpunkt als Kreisverkehr umgeplant Neue Kempener Straße: konzeptionelle Planung erstellt Ausführungsplanung: Escher Straße/Am Bilderstöckchen: Umplanung im Rahmen des Programms Alternative Betriebsformen Feldgärtenstraße, 2. BA (Hillesheimstraße bis Sebastianstraße): Erschließungs- maßnahme geplant Feldgärtenstraße, 3. BA (Sebastianstraße bis Haus-Nr. 127): Erschließungsmaß- nahme geplant Geestemünder Straße/Höhe Emdener Straße (Buslinie 124, Busnetzerweite- rung): Bushaltestelle barrierefrei umgeplant Geestemünder Straße (1. BA: Neusser Landstraße bis Industriestraße): Ergänzende Umplanung des Mittelstreifens zwischen Neusser Landstraße und Franz-Greiß-Straße Jesuitengasse von Amboßstraße bis Schmiedegasse: Umplanung angepasst Merheimer Straße (Rossbachstraße bis Friedrich-Karl-Straße): Knotenpunkte Theklastraße und Friedrich-Karl-Straße als Kreisverkehre umgeplant im Rahmen des Programms Alternative Betriebsformen sowie Umplanung des Streckenab- schnitts Neusser Straße/Bergstraße: Markierung im Knotenpunkt optimiert Neusser Straße von Wilhelm-Sollmann-Straße bis Mollwitzstraße (Bauabschnitt 2A: HGK-Brücke bis Simonskaul): Umplanung Niehler Gürtel/Höhe Haus.-Nr. 104 (Wendeanlage): Straßenraum optimiert Pastor-Wolff-Straße/Franz-Denhoven-Straße: Einmündungsbereich optimiert Tätigkeitsbericht 2019 Seite 47 Begleitung Maßnahmen Dritter: Clouth-Gelände (innere Erschließung und Wettbewerbsgebiet): Erschließungs- maßnahme betreut (VEP) Kapuzinerstraße/Neusser Straße: Umplanung für Platzfläche betreut Longericher Hauptstraße 73 – 75/Erschließung Kita: Erschließungsmaßnahme betreut Neusser Straße/Zulaufstrecke für KVB-Abstellanlage: Planung betreut Stellungnahmen: 80 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 43 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Amsterdamer Straße/Xantener Straße Um die zukünftigen verkehrlichen Ansprüche an dem Knotenpunkt Amsterda- mer Straße/Xantener Straße abwickeln zu können, sind folgende Optimierungen vorgesehen: Die westliche Zufahrt der Xantener Straße zum Knoten wird auf insgesamt drei Fahrstreifen aufgeweitet. Die Links- und Rechtsabbiegerstreifen werden getrennt. Der Linksabbieger der Amsterdamer Straße (südliche Zufahrt) erhält einen verlängerten Abbiegefahrstreifen. Die vorgezogene vorhandene Wendeumfahrt entfällt, stattdessen wird während der Linksabbiegephase das Wenden in Rich- tung Zoobrücke ermöglicht. Die Einbahnstraße Xantener Straße (Ost) wird für den Radverkehr geöffnet. Die Radverkehrsführung wird optimiert und der neuen Planung angepasst. Der Kreuzungsbereich wird mit taktilen Leitelementen ausgestattet. Die vorhandene veraltete Straßenbeleuchtung wird von der RheinEnergie AG komplett durch neue Beleuchtungsanlagen mit LED-Technik ersetzt. Die Lichtsignalanlage mit den zugehörigen elektronischen Komponenten, einschließlich der signaltechnischen Programmierung, wird der neuen Planung angepasst. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 48 Stadtbezirk Chorweiler Vorentwurfsplanung: Donatusstraße/Im Gewerbegebiet Pesch: Umplanung Ausführungsplanung: Alte Straße (St. Tönnis Straße bis Hackhauser Weg): Umplanung Bolligstraße (Delrather Straße bis Lievergesberg): Erschließungsmaßnahme geplant Mengenicher Straße/Longericher Straße/Johannisstraße: Umplanung im Rah- men des Programms Alternative Betriebsformen Schulstraße: Querungsmöglichkeit geplant Volkhovener Weg/Stallagsweg: Umplanung im Rahmen des Programms Alterna- tive Betriebsformen Begleitung Maßnahmen Dritter: Mörterweg: Mitwirkung an Konzeption Roggendorf/Thenhoven, Baugebiet südlich Baptiststraße: Mitwirkung an Kon- zeption (VEP) Damiansweg: Entwurfsplanung zur Erschließungsmaßnahme betreut (VEP) In den Kämpen: Erschließungsmaßnahme betreut (VEP) Parallelweg (Hackenbroicher Straße bis Sinnersdorfer Straße): Neuplanung betreut Swinestraße: Erschließungsmaßnahme betreut (VEP) Transgourmet, (Gewerbegebiet Feldkassel, 3. Bauabschnitt): Erschließungsmaß- nahme betreut (VEP) Stellungnahmen: 71 Stellungnahmen zu Bauanträgen, 43 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Donatusstraße/Im Gewerbegebiet Pesch In der Sitzung des Verkehrsausschusses am 10.09.2019 wurde die Verwaltung beauftragt, die Planungen für signaltechnische und straßenbauliche Optimie- rungen im Knotenpunkt Donatusstraße/Im Gewerbegebiet Pesch in Form einer Vollsignalisierung vorzunehmen. Die tägliche Gesamtverkehrsbelastung am Knotenpunkt Donatusstraße/Im Ge- werbegebiet beträgt nach einer Verkehrszählung aus dem Jahr 2016 etwa 20.000 Kfz/24h. Der Schwerlastverkehr auf der Donatusstraße hat einen Anteil von ca. 12 %, auf der Straße Im Gewerbegebiet Pesch wird ein Anteil von ca. 24 % er reicht. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 49 Auf Grund des hohen Schwerlastanteils sind die Belange des Radverkehrs be- sonders zu beachten. Die hohe Verkehrsbelastung führt dazu, dass die bisherige Führung des Radverkehrs aus Gründen der Verkehrssicherheit auch zukünftig innerhalb der Nebenanlagen in Form von baulichen Radwegen oder gemeinsa- men Geh- und Radwegen erfolgt. Um die Leistungsfähigkeit im Knoten zu verbessern, sind ausreichend dimensio- nierte Aufstellflächen für Linksabbieger erforderlich. Der freiablaufende Rechtsabbieger im Kreuzungsbereich wird aus Gründen der Übersichtlichkeit und einer geradlinigen Radverkehrsfühung zurückgebaut. Die Bushaltestellen im Knotenpunkt werden lagemäßig angepasst und barriere- frei ausgebaut. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 50 Stadtbezirk Porz Vorentwurfsplanung: Frankfurter Straße/Kaiserstraße: Anpassung der Spuraufteilung Frankfurter Straße/Fauststraße: Vorbereitung zur Einrichtung einer Signalanlage Entwurfsplanung: Platzfläche in Ensen: Aufwertung von zentralen Plätzen in Porz Erschließung Baugebiet Hinter Hoven in Langel (Überarbeitung der vorhandenen Planung) Ausführungsplanung: Friedensstraße/Akazienweg in Grengel (Planung eines Kreisverkehrs im Rahmen des Programms Alternative Betriebsformen) Wendeanlage Schubertstraße in Eil (Planung einer Restfläche) Vor den Feldern/Im Bodesfeld in Wahn (Herstellung einer Gehweganbindung) Hauptstraße/Steinstraße in Porz (Überarbeitung der Planung) Loorweg zwischen Hausnr. 27 und Unterm Berg in Langel (Planung eines Gehwegs) Mühlenweg in Urbach (Planung einer Verkehrsberuhigung) Begleitung Maßnahmen Dritter: Fuchskaule in Elsdorf: Betreuung Vorhabenbezogener Bebauungsplan Friedensstraße in Elsdorf: Betreuung Vorhabenbezogener Bebauungsplan Am Krausbaum: Betreuung Straßenplanung Stellungnahmen: 143 Stellungnahmen zu Bauanträgen 230 fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Friedensstraße/Akazienweg Die Kreuzung Friedensstraße/Akazienweg ist Bestandteil der Prioritätenliste 3 im Programm Alternative Betriebsformen. Die mittlerweile 35 Jahre alte und sanierungsbedürftige Lichtsignalanlage soll hier abgebaut und durch einen Kreisverkehr mit Mittelinsel und baulichen Querungshilfen mit Fußgängerüber- wegen ersetzt werden. Der Kreisverkehr weist einen Außendurchmesser von 28 m auf. Die Breite der Kreisfahrbahn beträgt 5,5 m und die Breite des Innenrings 3 m. Die Mittelinsel wird durch Flachbordsteine vom Innenring getrennt. Für die Gestaltung der Mittelinsel wird sich eine Patenschaft einsetzen. Fahrbahnteiler und Fußgängerüberwege werden angelegt und die Kreuzung wird mit taktilen Leitelementen ausgestattet. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 51 Stadtbezirk Kalk Vorentwurfsplanung: Sieversstraße: Umgestaltung des Straßenraums Entwurfsplanung: Abshofstraße: Umgestaltung des Straßenraums Ausführungsplanung: Hans-Schulten-Straße/Dattenfelder Straße: Planung eines Kreisverkehrs Alter Deutzer Postweg: Planung eines Geh- und Radweges Neuerburgstraße: Umgestaltung des Straßenraums Rolshover Straße/Sieversstraße: Planung einer Fußgängersignalanlage Kreuzung Rolshover Straße/Kalker Hauptstraße: Umgestaltung des Straßenraums Warendorfstraße: Planung einer Gehwegverlängerung Begleitung Maßnahmen Dritter: Ostmerheimer Straße: Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP) Rather See: VEP Ottoplatz 2/LVR: VEP Technische Hochschule Deutz Westerwaldstraße: Ökologische Revitalisierung Stellungnahmen: 117 Stellungnahmen zu Bauanträge 384 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Rolshover Straße Durch den Umzug des Betriebshofes der Abfallwirtschaftsbetriebe Köln (AWB) in die Dillenburger Straße war die Anpassung des Knotens Rolshover Straße/Kalk- Mülheimer-Straße/Kalker Hauptstraße erforderlich, um dem zukünftig höheren Verkehrsaufkommen gerecht zu werden. Der Verkehrsausschuss stimmte in seiner Sitzung am 11.12.2018 dem Baube- schluss für die Umgestaltung des Kreuzungsbereiches zu und gab die erforderli- chen investiven Mittel frei. Ursprünglich verfügte die Rolshover Straße im Kreuzungsbereich über drei Fahrspuren. Insbesondere durch fehlende Aufstellflächen für Linksabbieger kam es zu einem Rückstau auf der Rolshover Straße. Der Radverkehr wurde auf Tätigkeitsbericht 2019 Seite 52 baulichen Radwegen geführt und musste sich die Aufstellflächen mit den zu Fuß Gehenden teilen, wodurch es zu vermehrten Konflikten kam. Durch die Umgestaltung des Straßenquerschnitts konnte der Gehweg erheblich verbreitert werden. Der bestehende Parkstreifen entfiel bis Höhe Hausnummer 12. Hierdurch kann der Radverkehr jetzt mit einem 1,5 m breiten Schutzstreifen in beiden Richtungen auf der Fahrbahn geführt werden. Im Kreuzungsbereich erhielt der Radverkehr gesonderte Aufstellflächen, um die Konflikte mit dem motorisierten Verkehr zu reduzieren. Zusätzlich wurde ein neuer Fahrstreifen in der Rolshover Straße realisiert, um den durch Linksabbiegende entstehenden Rückstau zu vermeiden. Nach dem Umbau verfügt die Rolshover Straße über vier getrennte Fahrstreifen. Die Baumaßnahme wurde im September 2019 fertiggestellt. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 53 Stadtbezirk Mülheim Vorentwurfsplanung: Piccoloministraße: Planung eines Kreisverkehrs Piccoloministraße: Umgestaltung des östlichen Teilbereichs mit Verkehrssiche- rungsmaßnahme Jungbornweg: Planung im Rahmen einer Erschließungsmaßnahme Biegerstraße: Anordnung von Stellplätzen Colonia-Allee/Schlagbaumsweg: Planung eines Kreisverkehrs Sonnenscheinstraße: Planung im Rahmen einer Straßensanierungsmaßnahme Entwurfsplanung: Berliner Straße: Umgestaltung des Straßenraumes Frankenforster Straße: Planung im Rahmen einer Erschließungsmaßnahme Keupstraße: Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit Im Oberiddelsfeld: Planung im Rahmen einer Straßensanierungsmaßnahme Bergisch Gladbacher Straße/Steyler Straße: Umgestaltung des Knotenpunktes und des angrenzenden Straßenraumes Rendsburger Platz: Umgestaltung des Straßenraumes zur Erhöhung der Ver- kehrssicherheit Ausführungsplanung: Gewerbegebiet Dünnwalder Kommunalweg: Planung im Rahmen einer Erschlie- ßungsmaßnahme Hauswiesenweg: Planung im Rahmen einer Erschließungsmaßnahme Zeisbuschweg/Am Wildpark: Planung eines Kreisverkehrs Pützlachstraße: Planung im Rahmen einer Erschließungs- und Straßensanie- rungsmaßnahme Buschfeldstraße: Umgestaltung des Straßenraumes Ackerstraße: Planung im Rahmen einer Straßensanierungsmaßnahme Bergisch Gladbacher Straße zwischen Wasserwerkstraße und Grafenmühlenweg: Umgestaltung des Straßenraumes Adamsstraße: Planung im Rahmen einer Straßensanierungsmaßnahme Zeisbuschweg: Verlegung eines Buskaps Odenthaler Straße: Planung eines Fußgängerüberwegs Maßnahmen Dritter: Cologneo I Schanzenstraße Erschließungsgebiet Herler Straße Deutz-Quartiere Tätigkeitsbericht 2019 Seite 54 Stellungnahmen: 172 Stellungnahmen zu Bauanträgen 220 weitere fachtechnische Stellungnahmen Beispielprojekt: Zeisbuschweg, Verlegung eines Buskaps in Köln-Höhenhaus Die Bezirksvertretung Mülheim hat die Verlegung des nördlichen Buskaps „Im- bacher Weg“ beschlossen. Im Rahmen der Verlegung erfolgt die Verschiebung des nördlichen Buskaps nach Osten und dessen barrierefreier Ausbau. Hierzu wird ein Eingriff in das beste- hende Landschaftsschutzgebiet erforderlich werden, der durch entsprechende Ausgleichsmaßnahmen kompensiert wird. Des Weiteren wird ein Fußgängerüberweg platziert, damit insbesondere für Schulkinder eine verkehrssichere Querung des Zeisbuschwegs möglich ist. Auch wird der Zeisbuschweg in dem hier maßgebenden Bereich verbreitert, um die Verlegung des nördlichen Buskaps verkehrssicher umzusetzen. Zusätzlich zu den baulichen Maßnahmen wird die bestehende Straßenmarkie- rung angepasst und ergänzt. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 55 Überbezirkliche Planungen Vorbereitung der Planung: Frankfurter Straße in Buchheim: Umgestaltung zwischen Montanusstraße und Heidelberger Straße Rheinboulevard in Porz: Aufwertung und Umgestaltung Planung barrierefreier Ausbau von Bushaltestellen der Linie 127 im Stadtbezirk Ehrenfeld Planung barrierefreier Ausbau von Bushaltestellen der Linie 157 in den Stadtbe- zirken Kalk und Mülheim Entwurfsplanung, Vorbereitung der Ausführungsplanung: Multifunktionale Plätze in Porz-Ensen: Umgestaltung des Schützenplatzes und des Platzes an der Leidenhausener Straße Platz an der Herler Straße in Buchheim: Umgestaltung und städtebauliche Aufwertung Platz an Sankt Adelheid in Neubrück: Umgestaltung und städtebauliche Aufwertung Rochusplatz in Bickendorf: Umgestaltung und städtebauliche Aufwertung Planung barrierefreier Ausbau von Bushaltestellen der Linie 127 im Stadtbezirk Chorweiler Planung barrierefreier Ausbau von Bushaltestellen im Zusammenhang mit Radwegsanierung (Frankfurter Straße Buchheim, Gürtel Raderthal) Einrichtung von Ladeinfrastruktur für E-Autos im gesamten Stadtgebiet Einrichtung von Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Busse an den Halte- stellen Schüttewerk, Bocklemünd, Bahnhof Mülheim, Herler Straße Fortlaufende Themen: Koordination der Stellungnahmen zu externen Planfeststellungsverfahren Fortschreibung des Handbuchs der Straßenplanung Planungsthemen im Baustellenatlas Beispielprojekt: Umbau von zwei öffentlichen Platzflächen zu multifunktiona- len Freiräumen mit Retentionsfunktion (Eiler Schützenplatz und Platz an der Leidenhausener Straße) Die Maßnahmen sind Bestandteil des Integrierten Stadtentwicklungs - konzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“ und befindet sich in dem Sozialraum „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“. Die Maßnahme wird durch die Städtebauförderung des Bundes teilweise refinanziert. In Kooperation mit den Stadtentwässerungsbetrieben Köln werden der Platz an der Leidenhause - ner Straße sowie der Eiler Schützenplatz zu multifunktionalen Freiflächen mit Retentionsfunktion entwickelt. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 56 Der Platz an der Leidenhausener Straße wird neu gegliedert und mit unterirdi- schen Speicherkörpern ausgestattet, um bei Starkregenereignissen Retentions- volumen bereitzuhalten. Durch eine schattenspendende Pergola, Sitzbänke und eine teilweise Entsiegelung der Flächen wird die Aufenthaltsqualität gesteigert. Am Eiler Schützenplatz entsteht ein oberirdischer Retentionsraum, indem die Fläche für das jährlich stattfindende Schützenfest um 0,65 m abgesenkt wird. Durch die Anlage eines Spielplatzes sowie die Aufwertung der Grünflächen wird der Platz gestalterisch aufgewertet. Der derzeitige Schotterparkplatz wird befes- tigt und Fahrradstellplätze sind vorgesehen. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 57 Straßenbau Aufgrabungskontrollmanagement Im Aufgrabungskontrollmanagement werden die Arbeiten Dritter in öffentlichen Flächen kontrolliert. Bei diesen Arbeiten verlegen und reparieren die Versor- gungsträger Ver- und Entsorgungsleitungen in den Straßen. Im Jahr 2019 wurden 7.915 Aufgrabungen im öffentlichen Straßenland gemeldet. In 7.992 Fällen konnte die Verkehrssicherungspflicht, die für die Arbeiten an die Versorgungsträger übertragen worden ist, wieder von der Stadt Köln übernommen werden. Das Verhältnis von übernommenen zu gemeldeten Aufgrabungen liegt somit bei 101 %. Hie rdurch konnte die Zahl der Altlasten (noch nicht übernomme- ne Aufgrabungen, deren Ausführungszeitraum mehr als vier Wochen abgelaufen ist) weiter reduziert werden. Der Verlauf der Altlasten konnte in den letzten Jahren von rund 13.000 auf etwa 300 Altlasten reduziert werden, sodass diese Aufgabe nahezu abgeschlossen werden konnte. 8.684 Aufgrabungen wurden vor Ablauf der Gewährleistung bei einer Endkontrolle auf Mängel hin kontrolliert. 0 2.500 5.000 7.500 10.000 12.500 15.000Aufgrabungen [n] Aufgrabungsmeldungen Übernahmen Endkontrollen Altlasten (4W) Wenn es möglich und sinnvoll ist, werden größere Bereiche nach Aufgrabungen gemeinsam durch die Stadt Köln und die ausführenden Firmen in einer sog. „gemeinsamen Wiederherstellung“ erneuert. Aufgrabungen in Gehwegen, deren Oberfläche aus Asphalt besteht, sollen möglichst mit Gehwegplatten im Tätigkeitsbericht 2019 Seite 58 Format 30 x 30 x 8 cm in der Farbe Altgraphit geschlossen werden, wie es im Gestaltungshandbuch für Baumaßnahmen vorgesehen ist. Vorher Nachher Im Jahr 2019 wurden von der NetCologne zum Glasfaserausbau unter dem Namen „FTTB 4.0 Lindenthal“ ca. 40 km Tiefbau ausgeführt. Im Zuge dieser Maßnahme wurden dort, wo das Gefälle und die Entwässerungssituation es zuließen, beispielsweise in der Krautwigstraße bzw. in der Rautenstrauchstraße, die Gehwege in einer gemeinsamen Wiederherstellung mit 30 x 30 x 8 cm Platten in Altgraphit ausgeführt. Vorher Nachher Tätigkeitsbericht 2019 Seite 59 Stadtbezirk Innenstadt Umgestaltung Gilbachstraße inklusive Kreuzungsbereich Gilbachstraße/ Spichernstraße Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung hat den Querschnitt der Gilbachstraße optimiert. Die Gehwege sind beidseitig aufgeweitet und die Fahrbahn ist auf eine Breite von 3,50 m eingeengt. Durch die neue Aufteilung des Querschnittes wurde der parkende Verkehr vom westlichen Gehweg auf die Straße verlagert, sodass die Gehwege nun frei von Behinderungen sind und den Fußgängerinnen und Fußgängern damit mehr Fläche zur Verfügung steht. Im Bereich der Schule ist für die Schulkinder zusätzlich eine Querungshilfe auf einer Breite von ca. 10 m eingerichtet. Die vorgezogenen Gehwege verbessern die Sichtbarkeit der querenden Schüler erheblich. Um die Sichtverhältnisse im Kreuzungsbereich Gilbachstraße/Spichernstraße zu optimieren, sind an allen Überwegen die Gehwege aufgeweitet worden. Außerdem wurde die Fahrbahnbreite an den Überwegen reduziert und der parkende Verkehr aus dem unmittelbaren Kreuzungsbereich verdrängt. Des Weiteren wurden der bereits stillgelegte Rechtsabbieger vor dem Eingang zum Stadtgarten zurückgebaut, die Fläche dem Gehweg zugeordnet und die Reste der nicht mehr aktiven Ampelanlage entfernt. Im Zuge der Maßnahme hat die RheinEnergie die Beleuchtung erneuert. Ausführungszeit: Juni 2019 bis D ezember 2019 Baukosten: 740.000 Eur o Ausführende Firma: Eur ovia Teerbau GmbH Vorher Nachher Tätigkeitsbericht 2019 Seite 60 Stadtbezirk Rodenkirchen Erschließung Gewerbegebiet Claudiusstraße, Köln-Immendorf Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung und die Stadtentwässerungsbe- triebe haben das Bauvorhaben über eine gemeinsame Ausschreibung realisiert. So konnte in dem Gewerbegebiet östlich der Claudiusstraße, Köln-Immendorf, der Kanalbau und die Herstellung der Baustraßen gemeinsam ausgeführt werden. Im Norden des neuen Gewerbegebietes wurde zur Anbindung an das Straßen- netz der Kreisverkehr an der Ecke Giesdorfer Allee/Kiesgrubenweg ausgebaut. Ausführungszeit: Ap ril 2018 bis Mai 2019 Auftragssumme: 1,4 Mio . Euro Ausführende Firma: Blan dfort Tief-und Straßenbau GmbH & Co.KG Kreisverkehr Giesdorfer Allee/Kiesgrubenweg Vorher: Nachher: Tätigkeitsbericht 2019 Seite 61 Stadtbezirk Lindenthal Fahrbahnsanierung der Gleueler Straße von Mommsenstraße bis Lindenthalgürtel Aufgrund des vorhandenen Schadensbildes (wie Schlaglöcher, Risse etc.) hat das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung die Fahrbahn der Gleueler Straße von der Mommsenstraße bis zum Lindenthalgürtel im Vollausbau komplett erneuert. Die neue Fahrbahn ist in Asphaltbauweise hergestellt. Im Zuge dieser Arbeiten wurden ebenfalls die vorhandenen Entwässerungseinrichtungen wie Rinnen und Straßenabläufe saniert und teilweise erneuert. Als Besonderheit dieser Maßnahme bleibt festzuhalten, dass die Straßenbauar- beiten erfolgreich unter laufendem Betrieb der direkt an das Baufeld angrenzen- den Feuerwache 3 ausgeführt worden sind. Im Vorfeld der Arbeiten führte die Bauleitung mit der Leitung der Feuerwache enge Abstimmungen durch. Ausführungszeit: Juli bis Se ptember 2019 Auftragssumme: ca. 460.000 E uro Ausführende Firma: Dohme n GmbH & Co. KG Vorher: Nachher: Tätigkeitsbericht 2019 Seite 62 Stadtbezirk Ehrenfeld Einrichtung von neuen barrierefreien Buskaps in der Vogelsanger Straße und Helmholtzstraße Im Zuge der Busnetzerweiterung in Köln-Ehrenfeld verkehrt die Buslinie 139 auf der Vogelsanger Straße und der Helmholtzstraße. Aus diesem Grund war auf der Vogelsanger Straße in Höhe des ehemaligen Güterbahnhofs die Einrichtung einer neuen Haltestelle mit zwei Buskaps erforderlich. In dem Zusammenhang wurden auch auf der Helmholtzstraße zwei neue Buskaps hergestellt. Im Zuge dessen mussten im angrenzenden Kreuzungsbereich der Äußeren Kanalstraße, zur Schaffung einer Abbiegemöglichkeit für den Busverkehr, ein Fahrbahnteiler sowie die vorhandenen signaltechnischen Einrichtungen baulich angepasst werden. Zur Ertüchtigung der Fahrbahn im Hinblick auf die neuen Busverkehre erhielt die Helmholtzstraße eine neue Asphaltdeckschicht im Bereich zwischen Hausnummer 108 und der Äußeren Kanalstraße. Des Weiteren wurden im v. g. Bereich die vorhandenen Straßenabläufe und Schachtabdeckungen erneuert und ferner eine geplante Anpassung der öffentlichen Beleuchtungsanlage durch die RheinEnergie ausgeführt. Bauzeit: Juni b is August 2019 Baukosten: ca . 600.000 Euro Ausführende Firma: P hilipp Kutsch GmbH Tätigkeitsbericht 2019 Seite 63 Stadtbezirk Nippes Ausbau der Feldgärtenstraße in Köln-Niehl Die Feldgärtenstraße wurde im Abschnitt zwischen der Hillesheimstraße bis zur Sebastianstraße als Mischverkehrsfläche ausgebaut. In diesem Abschnitt ist die Feldgärtenstraße als eine Einbahnstraße ausgewiesen und für den Radverkehr in beiden Richtungen geöffnet worden. Zwei vorhandene öffentliche Stellplätze und das Baumbeet im Bereich der Einmündung Feldgärtenstraße/Sebastianstra- ße blieben erhalten. Im Bereich der Einmündung Feldgärtenstraße/Sebastian- straße sind zwei Sitzbänke an dem vorhandenen Baumbeet aufgestellt, entlang der Sebastianstraße sind sieben Fahrradständer eingerichtet worden. Bauzeit: Au gust bis Oktober 2019 Baukosten: ca. 120.000 E uro Ausführende Firma: He mmersbach Vorher Nachher Tätigkeitsbericht 2019 Seite 64 Stadtbezirk Chorweiler Erschließungsgebiet Krebelspfad Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung hat im Stadtteil Worringen die Wohnwege Heinz-Böggering-Straße, Josef-Gödecke-Straße, Jakob-Sturm-Straße und Anton-Tannenbaum-Straße des Erschließungsgebietes Krebelspfad erstmalig hergestellt. Das Gebiet wurde vollständig neu erschlossen und als verkehrsberuhigter Bereich angelegt. Bauzeit: Sep tember 2018 bis April 2019 Auftragssumme: ca. 780.000 E uro Ausführende Firma: Eur ovia Vinci GmbH Vorher Nachher Tätigkeitsbericht 2019 Seite 65 Stadtbezirk Porz Heinrich-Klein-Straße in Porz-Langel, Deckensanierung In der Heinrich-Klein-Straße hat das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung von der Lülsdorfer Straße bis zur Sandbergstraße eine Sanierung der Fahrbahnde- cke ausführen lassen. Der Zustand zeichnete sich durch eine Vielzahl von Rissen, Schlaglöchern, Unebenheiten und Wasseransammlungen aus. Die Fahrbahndecke wurde deshalb abgefräst und in Asphaltbauweise im gesamten Bauabschnitt erneuert. Weiterhin wurde die Straßenentwässerung durch den Einbau von zwei neuen Sinkkästen optimiert. Ausführungszeit: Juni 2019 Baukosten (Straßenbau): 50.000 Eur o Ausführende Firma: EUR OVIA Teerbau GmbH Vorher Nachher Tätigkeitsbericht 2019 Seite 66 Stadtbezirk Kalk Rolshover Straße/Kalker Hauptstraße, Umgestaltung der Kreuzung, 1 Bauabschnitt Aufgrund der Neuansiedlung der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) in der Christian-Sünner-Straße, hat sich die Stadt Köln verpflichtet, bis zum 31.12.2019 Verkehrsertüchtigungsmaßnahmen im Kreuzungsbereich der Rolshover Straße/ Kalker Hauptstraße durchzuführen, um den zusätzlichen Betriebsverkehr der AWB aufnehmen zu können. Aufgrund des engen Zeitfensters wurde die Baumaßnahme in zwei Bauabschnitte aufgeteilt und zunächst nur der 1. Bauabschnitt im Bereich der Rolshover Straße, von der Kalker Hauptstraße bis zur Johann-Mayer-Straße, ausgeführt. Dadurch erhielt dieser Abschnitt eine neue Fahrspuraufteilung und zur Verbesserung des Radverkehrs auch Fahrrad- bzw. Schutzstreifen, sowie Auf- stellflächen für Radfahrende. Nach dem Umbau stehen insgesamt vier getrennte Fahrspuren, einschließlich jetzt getrennt geführter Rechts- und Linksabbiege- spuren, zur Verfügung und sorgen so für einen besseren Verkehrsfluss und einen verminderten Rückstau auf der Rolshover Straße. Die Bauarbeiten konnten unter Vollsperrung und Ausnutzung der Sommerferien in einem Zeitraum von nur sieben Wochen umgesetzt und somit rechtzeitig abgeschlossen werden. Ausführungszeit: Juli bis Se ptember 2019 Baukosten: 420.000 Eur o Ausführende Firma: Wi lly Dohmen GmbH Vorher Nachher Tätigkeitsbericht 2019 Seite 67 Stadtbezirk Mülheim Hacketäuerstraße – Von-Sparr-Straße – Tiefentalstraße Fahrbahnsanierung in Verbindung mit Kanalbaumaßnahmen der Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) Im Rahmen der Kanalerneuerung durch die StEB hat das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung die Fahrbahnen der Hacketäuerstraße, Von-Sparr-Straße und Tiefentalstraße saniert, um durch die gemeinsame Ausführung Synergieeffekte nutzen und somit Kosten sparen zu können. Die Bauarbeiten mussten in vielen, relativ kleinen Bauabschnitten ausgeführt werden und haben deshalb einen Zeit- raum von ca. anderthalb Jahren in Anspruch genommen. Ausführungszeit: Okt ober 2017 bis April 2019 Baukosten: 180.000 Eur o (anteilig für 66) Ausführende Firma: Fr iedrich Wassermann GmbH Hacketäuer Straße Vorher Von-Sparr-Straße Nachher Vorher Nachher Tätigkeitsbericht 2019 Seite 68 Verkehrsmanagement Öffentliche Beleuchtung Die Stabstelle Öffentliche Beleuchtung ist die zentrale Adresse für alle Themen rund um die Beleuchtung der Stadt. In den unterschiedlichsten sowohl verwal- tungsinternen als auch externen wirtschaftlichen Anliegen zum Thema Licht, zeigt sich die Vielschichtigkeit des Aufgabengebietes. Mit der RheinEnergie AG, Eigentümerin der Beleuchtungsanlagen im öffentlichen Straßenland und Ver- tragspartnerin der Stadt Köln, erfolgen regelmäßige Abstimmungen in Bezug auf Wartungsfragen, Reparatureinsätze, Gestaltungsanliegen und Energiestandards. Der in Köln ausgerufene Klimanotstand in Verbindung mit den globalen Anfor- derungen an einen wirksamen Klimaschutz erzeugen hohe Ansprüche an eine energieeffiziente Stadtbeleuchtung. Das Konzept Schaffung von Lichtpassagen wurde 2019 mit der Illuminierung zweier Unterführungen erfolgreich fortgesetzt. Mit der Umsetzung soll der öffentliche Stadtraum qualitativ aufgewertet und das Sicherheitsgefühl in den Unterführungen erhöht werden. Im Dezember erstrahlte die Stahlkonstruktion der Unterführung Vorgebirgstraße/Ecke Bischofsweg in Zollstock im neuen türkisfarbenen Licht. Bereits seit 2015 waren die Tunnelleuchten auf weißes LED-Licht umgestellt, was schon seitdem eine deutlich verbesserte Lichtqualität mit sich brachte. Die Kosten für die Einrichtung der neuen Illuminierung beliefen sich auf rund 45.000 Euro. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 69 Zeitgleich mit der Beleuchtung des Bauwerks in Zollstock, wurde auch die Illumi- nierung der Kalker Bahnunterführung in der Trimbornstraße durchgeführt. Auch hier werden seitdem die Stahlkonstruktionen mittels LED-Lichtlinien in Türkis attraktiv hervorgehoben. Die Kosten der Installation beliefen sich auch hier auf rund 45.000 Euro. Z ur weiteren Umsetzung des Beleuchtungskonzeptes laufen Abstimmungen mit der RheinEnergie AG. Aufgrund anstehender Brückensanierungen durch die Deutsche Bahn AG sind zahlreiche Unterführungen zunächst jedoch von der Auswahl ausgeschlossen. Energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik Seit 2018 findet eine Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik statt. Dafür steht eine Mittelzuwendung in Höhe von einer Mio. Euro bereit. Der Zeit- ablauf im Programm Energetische Sanierung von 1.500 Leuchten und im Projekt Schaffung von Lichtpassagen: 2018/2019: Austausch der sanierungsbedürftigen Trilux-Leuchten in den Stadt bezirken 3 – 8. Illumination der Unterführungen Trimbornstraße und Vorgebirgstraße. 2019/2020: Austausch der hochwattierten Wabenleuchten (BMU-Förder- maßnahme „Klimaschutzprojekt“). Abstimmung weiterer Illuminationen von Unterführungen. 2020 – 2030: Austausch von 15.000 sanierungsbedürftigen Peitschenmasten und Überspannungen mit Langfeldleuchten. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 70 Umrüstung der Dombeleuchtung auf LED-Technik Eine besondere Vorreiterrolle nimmt die Stadt Köln mit der geplanten Umrüs- tung der Beleuchtung am Dom ein. Zusätzliche Mittel in Höhe von 2,3 Mio. Euro ermöglichen die Umrüstung der herkömmlichen Halogen-Metalldampflampen auf die neueste LED-Technik. Konzeptionell und praktisch erfolgt die Umsetzung durch die LichtKunstLicht AG gemeinsam mit der RheinEnergie AG innerhalb der nächsten zwei Jahre. https://www.signify.com/...gnify/en-aa/about/news/2020/20200316-signify-connected-lighting-brings-cologne-closer-to-becoming-germany-first-smart-city/koeln-dom-bruecke.jpg[25.03.2020 09:53:27] Unterstützung für den Klimaschutz und die Stärkung der Mädchenrechte Seit 2010 werden die vom WWF Deutschland initiierte Earth Hour sowie der jährlich stattfindende Weltmädchentag von Plan International unterstützt. Die Teilnahme wird auch in den kommenden Jahren als wichtiger Beitrag zum Klimaschutz sowie zur Stärkung der Rechte von Mädchen geleistet. Stabsstelle Intelligente Verkehrssysteme Aufgabe der Stabsstelle ist es Projekte in der Verkehrstechnik und im Verkehrsma- nagement, welche auf Bundes- oder EU-Ebene gefördert werden können, zu koor- dinieren und die Fördermittel zu beantragen. Die Projekte finden in den Bereichen Mobilität, Digitalisierung, neue Technologien und Systemlösungen Anwendung. 2019 wurden vorrangig Projekte innerhalb der Förderung „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bearbeitet. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 71 Im Rahmen des 4. Aufrufs „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ wurden für folgende Projekte Fördermittel beantragt: – DIGI 4-VSR – Ertüchtigung von Ampelanlagen vom Landesbetrieb Straßenbau NRW auf dem Kölner Stadtgebiet und Anschluss an den Verkehrsrechner der Stadt Köln, – DIGI 4-Dauerzählstellen – Erhebung und Nutzung von Mobilitätsdaten zur Intensivierung des Verkehrsmanagements mit Hilfe der Einrichtung von Dauerzählstellen an rund 80 Querschnitten, – DIGI 4-Mobilstationen – Einrichtung eines flächendeckenden Netzes von Mobilstationen im Kölner Stadtgebiet, – DIGI 4-GAT – Beschaffung von rund acht stationsgebundenen und zwei stationsgebundenen und mobil einsetzbaren Geschwindigkeitsanzeigetafeln zur Aufstellung an schutzbedürftigen Einrichtungen, – DIGI 4-Vario – Intensivierung des Verkehrsmanagements mit Hilfe von zehn weiteren Vario-Anzeigetafeln. Am 19. Dezember 2019 wurde in Berlin der erste Bewilligungsbescheid in Höhe von rund 1,2 Mio. Euro für zehn weitere Vario-Tafeln entgegen genommen. Bei allen Projekten oblag der Stabsstelle die Aufgabe der Antragstellung und der ämter- und stadtkonzernübergreifenden Koordinierung und Projektleitung. Förderbescheidübergabe im Bundesverkehrsministerium am 19. Dezember 2019. V. l. n. r.: Jörn Schwarze (KVB), Karsten Möring (MdB), Hartmut Sorich (Stadt Köln), Andreas Scheuer (Bundesverkehrsminister)“ Tätigkeitsbericht 2019 Seite 72 Inbetriebnahme neuer Verkehrsinformationstafeln Der Rat hat die Verwaltung im Mai 2016 beauftragt, die Variotafeln auf den Einfallstraßen im Stadtgebiet zu erneuern. Ausgestattet mit moderner Technik, sollen aktuelle Hinweise und Informationen zu Verkehrsbeeinträchtigungen auf den neuen Anzeigetafeln besser lesbar sein. Im Rahmen des vom Rat der Stadt Köln im Jahr 1990 beschlossenen Programms „Verkehrstechnik Köln (PVT Köln)“ wurde das Kölner Verkehrsleitsystem seit 1992 kontinuierlich aufgebaut. Ein Baustein dieses Systems sind die Verkehrsin- formationstafeln, die sogenannten Variotafeln, die an wichtigen Einfallstraßen positioniert wurden. Die bisher eingesetzten Tafeln waren teilweise bis zu 24 Jahre alt. Die Anzahl der Ausfälle und der notwendige Wartungsaufwand stiegen jährlich an, die Technik mit ihrem hohen Energieverbrauch war nicht mehr zeitgemäß. Zur Sicherstel- lung eines funktionierenden und umweltverträglichen Verkehrsleitsystems in Köln, ist die Erneuerung der Anzeigen in LED-Technik deshalb umgesetzt worden. Eine aktuelle Überprüfung der Tafel-Standorte bestätigt die bereits ursprünglich verfolgte verkehrspolitische Strategie: eine Verkehrskonzentration auf den Hauptachsen, eine Verkehrslenkung des einfließenden Verkehrs und die Priori- sierung des öffentlichen Personennahverkehrs mit Hinweisen zu Park-and-Ride- Möglichkeiten. Deshalb wurden die insgesamt 17 Variotafeln an den bewährten Standorten ausgetauscht. Moderne LED-Anzeigetechnik Die neuen Infotafeln sind mit sogenannten Glasfaser-Matrix-Anzeigen ausgestat- tet, die vergleichbar auch auf den Bundesautobahnen zum Einsatz kommen. Alle 17 neuen LED-Variotafeln haben die gleiche Anzeigematrix mit 112 x 224 Pixel, variieren aber hinsichtlich des Pixelabstandes und der mechanischen Abmes- sung. Die Gehäusefront bildet die Matrix. Für jeden Pixel ist ein Linsensystem in die Matrixplatte eingepresst, die die Lichtmischung der dahinter angeordneten LED durchführt und den Abstrahlwinkel des optischen Systems definiert. Eine Frontscheibe ist nicht mehr erforderlich. Die Anzeigen der zuvor eingesetzten Systeme lieferten nur monochrome Darstellungen und einen eingeschränkten Zeichensatz in Art und Umfang. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 73 Hohe Energieeffizienz Die eingesetzte LED-Technik ist in ihrer Lichtausbeute sehr hoch und damit für die Anzeige von Verkehrsinformationen bei jeder Wetterlage hervorragend geeignet. Die generelle Optimierung der Information durch Freitext und eine mehrfarbige Darstellung erhöhen die Qualität der Informationsweitergabe. Durch die günstigen Verbrauchswerte von teilweise weniger als 100 Watt pro Quadratmeter Anzeigefläche ist diese Technik eine gute Alternative zur bisher eingesetzten Glasfasertechnik im Verkehrsleitsystem Köln. Steuerung und Überwachung Auch die Zentrale zur Steuerung und Überwachung der Variotafeln wurde erneuert. Bestandteil der eingesetzten Software ist ein Editor, mit dem die auf den Variotafeln zu zeigenden Bilder erstellt, im System mit einer so genannten „Bitmap-ID“ gespeichert und zum Abruf bereit gestellt werden. Neben frei positionierbaren Grafik- und Textobjekten auf den Anzeigeflächen, können auch dynamische Daten wie die Anzeige freier Stellplätze in Parkzonen sichtbar gemacht werden. Die dazu benötigten dynamischen Daten werden über eine Schnittstelle zum Verkehrsmanagement-Rechner abgerufen. Kosten Die Gesamtkosten der Erneuerung belaufen sich auf 2,1 Mio. Euro. Die Maßnah- me wird im Förderprogramm „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ zu 50 Prozent durch das Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bezuschusst. Technische Daten der drei eingesetzten Schildertypen Tätigkeitsbericht 2019 Seite 74 Übersicht der Standorte S101 A559, Östl. Zubringer S110 B55a, Stadtautobahn S113 A555, Bonner Verteiler S114 A57, Stadtautobahn S115 Bergisch Gladbacher Straße, AS Dellbrück S116 B8, Düsseldorfer Straße S118 Mülheimer Zubringer S119 Militärring/Buschweg S120 Venloer Straße S121 Olpener Straße, Ortsgrenze Bergisch Gladbach S122 Östlicher Zubringer, Am Grauen Stein S124 Luxemburger Straße S125 Aachener Straße S130 Cäcilienstraße S131 Bayenstraße S132 Niederländer Ufer S133 Pfälzischer Ring Tätigkeitsbericht 2019 Seite 75 Verkehrserhebungen Die 787 durchgeführten Verkehrserhebungen teilen sich auf in 428 Knoten- stromzählungen, ca. 20 Staumessungen, 119 Radverkehrszählungen, 42 Fußgängerzählungen, 15 Parkraumerhebungen, drei Kennzeichenerfassungen sowie 140 Geschwindigkeits- und Querschnittsmessungen. Da die Einrichtung von Dauerzählstellen im Kölner Stadtgebiet geplant ist, er- folgte außerdem ein Test eines Video-Zählsensors mit Auswerteeinheit auf Basis einer KI (Künstliche Intelligenz), die bis zu acht Fahrzeugklassen unterscheiden kann. Die Auswertung dieses Tests steht noch aus. Wegweisung Im Rahmen der Bestandspflege wurden 149 Schilder und 31 seitliche Aufsteller erneuert. 45 Schilder mussten eingedreht werden, da sie durch äußere Einflüsse wie Sturm, Fahrzeuge mit Aufbauten usw. am Mast verdreht waren. Zudem wurden viele Schilder gereinigt. Die Erweiterung der Umweltzone wurde geplant, ausgeschrieben und in der Ausfüh- rung begleitet. An 140 Standorten wurden insgesamt 261 Schilder mit Umweltzonen- Beginn und -Ende aufgebaut. Im Bereich der alten Umweltzonenbegrenzung wurden an 58 Standorten 97 Schilder demontiert. Im Rahmen des Programms Verkehrstechnik Köln (PVT) wurden auf der Venloer und der Zülpicher Straße neue Wegweiser aufgestellt. Die Erneuerung belief sich an 13 Standorten auf insgesamt 42 Wegweiser. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 76 Schilderbrücken und Ausleger Neben den seitlich aufgestellten Wegweisern gibt es in Köln rund 120 Brü - cken, Ausleger und Doppelausleger mit Hinweisschildern. Sie unterliegen, wie Straßenbrücken, der regelmäßigen Bauwerksprüfung nach DIN 1076. Alle sechs Jahre müssen diese Bauwerke von speziell ausgebildeten Prüfinge - nieuren einer Hauptprüfung unterzogen werden, die eine Bewertung nach Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit beinhaltet. Zwischen diesen Hauptprüfungen erfolgt nach drei Jahren eine einfache Prüfung, die mit geringerem Prüfaufwand durchgeführt wird. Zusätzlich werden alle Bau - werke jährlich einer Sichtprüfung unterzogen und dabei auf offensichtliche Schäden hin untersucht. 2019 erfolgte an 40 Bauwerken eine Haupt-Prüfung nach DIN 1076. Eine Schil- derbrücke wurde aufgrund schlechter Bewertungen aus den Vorjahren erneuert, fünf wurden überarbeitet. Planung und Ausführung von Lichtsignalanlagen In Köln regeln 958 Ampeln den Verkehr. Davon befinden sich 863 in der Baulast der Stadt Köln. 2019 wurden 73 Optimierungen an den Kölner Ampelanlagen vorgenommen, 3072 Störungen wurden beseitigt und 124 Baustellensignalisie- rungen angeordnet. Außerdem wurden weit über 1.000 Hinweise und Anregun- gen von Bürgern bearbeitet. Die Ausgaben der Abteilung lagen insgesamt bei 10,85 Mio. Euro. Stellvertretend für die Vielzahl der bearbeiteten Bau- und Erneuerungsmaßnah- men im Folgenden eine kurze Beschreibung einiger Projekte die 2019 realisiert wurden: Erneuerung der Ampelanlagen Luxemburger Straße Auf der Luxemburger Straße wurden im Zeitraum von 2017 bis 2019 im Ab- schnitt zwischen Barbarossaplatz und Militärringstraße 20 Ampelanlagen mit einem Kostenvolumen von ca. 6,125 Mio. Euro erneuert. Die über 25 Jahre alten Anlagen wurden mit der modernsten Steuergerätetechnik ausgestattet. Für die unterschiedlichen tageszeitabhängigen Verkehrsbelastungen wurden mehrere verkehrsabhängige Signalprogramme mit entsprechenden Vorrang- schaltungen für die Stadtbahnen entwickelt. Die Auswahl dieser Programme erfolgt über den Verkehrsrechner. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 77 Die verbesserte Führung der Radfahrenden an den Knotenpunkten wurde durch eine eigene Radfahrersignali- sierung unterstützt. Darüber hinaus konnten die Grünzeiten für zu Fuß Gehende kom- fortabler gestaltet werden, teilweise mit der Möglichkeit zur Verlängerung der Grünzei- ten in Schulnähe mithilfe einer eigenen Videoerfassung. Zur Gewährleistung der Barri- erefreiheit wurden an allen Anlagen akustische Blinden- signalisierungen und taktile Bodenelemente installiert. Um schnellere Optimierungen im laufenden Betrieb zu gewährleisten, wurde die Programmierung der Signalprogramme durch eigenes Personal vorgenommen. Erneuerung der Ampelanlagen Ulrichgasse Mit Einrichtung eines Radfahrstreifens und Wegfall eines Fahrstreifens für den motorisierten Individualverkehr auf der Ulrichgasse wurden 2019 unter anderem die drei Ampelanlagen am Kartäuserwall, Sachsenring und an der Lothringer Straße baulich erneuert. Im Rahmen dieser Baumaßnahme wurden die drei Ampelanlagen neu geplant und mit einer koordinierten verkehrsabhängigen Steuerung ausgestattet. Der Fokus lag hierbei auf dem komplexen Knotenpunkt Ulrichgasse/Sachsenring, der aus insgesamt vier Teilknotenpunkten besteht und eine volle Stadtbahnbevor- rechtigung beinhaltet. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 78 Aufgrund der kurzen Knotenpunktabstände zwischen den drei Ampelanlagen kommunizieren diese untereinander und werden in allen Verkehrssituationen, ob mit oder ohne Stadtbahneingriff, mit festen Grünzeitversätzen geschaltet, so dass ein koordinierter Verkehrsablauf ermöglicht wird und möglichst keine Rückstaus auftreten. Mit Hilfe einer Mikrosimulation wurden die Verkehrsabläufe getestet und mit Blick auf Verkehrsqualität und Rückstau ausgewertet, bevor die Umsetzung vor Ort im Juni 2019 erfolgte. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 79 Inbetriebnahme der Zuflussdosierung auf der Aachener Straße Zur Einhaltung des Luftrein- halteplans wurden im Okto- ber 2019 auf der Aachener Straße in Weiden an einer bestehenden Ampelanlage Programme zur Zuflussdosie- rung ergänzt und in Betrieb genommen. Ziel war es, den Verkehr auf der Aachener Straße in Fahrtrichtung stadteinwärts zu reduzieren. Von deutlich über 1.000 Kraftfahrzeugen pro Stunde in der verkehrsrelevanten Morgenspitze, sollte die Anzahl der Fahrzeuge auf maximal 700 Kraftfahrzeuge pro Stunde verringert werden. Um diesen Zielwert zu erreichen, wurden die maximalen Grünzeiten für die stadteinwärts fahrenden Kraftfahrzeuge entsprechend gekürzt. Durch die Effekte der Zuflussdosierung sollen die Verkehrsteilnehmer zum Umstieg auf den öffentlichen Personen-Nahverkehr motiviert werden. Eine gleichzeitige Angebotserweiterung mit Bussen unterstützt dieses Ziel. Baustellenmanagement Neben zahlreichen bereits laufenden Projekten stehen auch in den nächsten Jahren in Köln viele aufwändige Sanierungs- und Erneuerungsvorhaben an, die zum Teil erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr haben werden. Der Start der Sanierungsarbeiten an der Mülheimer Brücke 2019 machte deutlich, wie wichtig die weitsichtige Koordination von Bauvorhaben ist. Pünktlich zum Beginn der Brückenarbeiten war die Leistungsfähigkeit des zuvor sanierten Kalker Tunnels wieder so weit hergestellt, dass der Verkehr auf dieser Ausweichroute ungehin- dert fließen kann. Über die großen Projekte hinaus gibt es viele kleinere Maßnahmen, die das Stadtbild und die Verkehrssituation täglich prägen. Anpassungen im Bereich der Arbeitsstättensicherheit, wie die Vergrößerung von Sicherheitsräumen auf Baustellen, haben Auswirkungen auf die beanspruchten Verkehrsflächen. Die Ausnutzung verkehrsschwacher Zeiträume ist hier ein geeignetes Planungsmittel Tätigkeitsbericht 2019 Seite 80 mit begrenzten Möglichkeiten. Während die Bauindustrie boomt, sind zur Mobilitätssicherung in einer Großstadt langfristige Abstimmung, umsichtige Planung und eine kluge stadtverträgliche Umsetzung die Mittel der Wahl. Im Baustellenmanagement bildet dieser Ansatz die Leitlinie. Hier stellt man sich täglich den Anforderungen aus intensiver öffentlicher Bauaktivität, wenn wichti- ge Infrastrukturvorhaben und Investorenprojekte umgesetzt werden. Begleitet durch die Verwaltungsreform wurde der Prozess einer Online-Antragstellung in die Wege geleitet. Außerdem wird im Rahmen aktiver Koordinationsprozesse geplant, eine Vernetzung von Baustelleninformationen über das Baustellenma- nagementsystem TIC Kommunal zu realisieren. Diese interkommunale Plattform fasst Daten zu Bauprojekten aus den beteiligten Kommunen zusammen, um eine bessere Koordination von Baustellen zu erreichen. Genehmigte Baustellen und Container Zur Durchführung von Baumaßnahmen Dritter sowie zur Aufstellung von Con- tainern auf öffentlichem Straßenland, wurden 22.841 Genehmigungs-Bescheide (Anordnungen nach der Straßenverkehrs-Ordnung) erteilt. Das sind 346 Beschei- de weniger als im Vorjahr. Die Einnahmen beliefen sich auf rund 4,1 Mio. Euro aus Verwaltungs- und Sondernutzungsgebühren. Das waren etwa 700.000 Euro mehr als im Vorjahr. 2.517 Container-Genehmigungen wurden insgesamt erteilt und rund 195.000 Euro an Verwaltungs- und Sondernutzungsgebühren festgesetzt. Zusätzlich sind 1.221 Container im Zusammenhang mit Jahresgenehmigungen aufgestellt worden. Baustellenkontrolldienst Der Baustellenkontrolldienst prüfte an ca. 1.100 Arbeitsstellen im öffentlichen Straßenland die Einhaltung der verkehrsrechtlichen Anordnung. In 37 Fällen wurde aufgrund eklatanter Verstöße oder illegaler Bautätigkeit ein Ordnungswidrigkei- ten-Verfahren eingeleitet. Darüber hinaus wurden 900 Bürgerbeschwerden zeitnah bearbeitet und 1.000 vergessene Verkehrsschilder und Absicherungen abgeräumt. Im Blick der Öffentlichkeit fanden wieder die Aktionen „Kölle entrümpeln“ statt. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 81 Dabei wurde in sechs Kölner Stadtteilen vergessenes Baustellenmaterial aufge- spürt und entfernt. Im Rahmen der Aktionen wurden 190 Schilder abgeräumt. Seit 2019 trägt der Baustellenkontrolldienst mit drei neu beschafften Elektro- fahrzeugen auch zum Klimaschutz bei. Fahrwegbestimmung für Schwer- und Sondertransporte Im Sachgebiet Schwer-und Sondertransporte werden Erlaubnisse für den Verkehr mit Fahrzeugen, deren Abmessungen, Achslasten oder Gesamtmassen die allgemein gesetzlich zugelassenen Grenzen überschreiten, erteilt. Zudem werden Erlaubnisse für die Beförderung von Gefahrgut auf Straßen im Stadtge- biet, außerhalb der Autobahnen, heraus gegeben. Die Erteilung der Fahrweger- laubnisse für Schwertransporte bildet den Schwerpunkt der Arbeit. 2019 wurden über 5.300 Erlaubnisse ausgestellt und ca. 25.200 Anhörungen veranlasst. Vor Erteilung einer Erlaubnis werden die angefragten Fahrstrecken auf ihre Eignung für den Transport geprüft. Dabei kooperieren alle betroffenen Behörden und Dienststellen im jeweiligen Zuständigkeitsbereich. Neben der Polizei werden beispielsweise das Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau, die Bezirksregierung und auch andere Kommunen, je nach Transport und Fahrweg, per Anhörung in die Prüfung eingebunden. Die Genehmigung erfolgt schließlich unter bestimmten Auflagen, wie Nachtfahrten, Alleinfahrten über Brücken mit Sperrung des Gegenverkehrs oder Polizeibegleitung. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 82 Zur Entlastung der Polizei werden mittlerweile sogenannte Verwaltungshelfer eingesetzt, die auf sechs konkret definierten Strecken unter strenger Maßgabe die sichere Transport-Begleitung gewährleisten. 2019 wurden insgesamt 34 Personen von sieben privaten Begleitunternehmen zu Verwaltungshelfern verpflichtet und gemeinsam mit der Polizei in die Besonderheiten der Strecken eingewiesen. Dadurch wurde die Polizei von 57 Transportbegleitungen entlastet. Darüber hinaus wurden Genehmigungen für Gefahrguttransporte, die nicht von der Allgemeinverfügung der Stadt Köln umfasst sind, erteilt. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 83 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Ankündigung neuer Busverbindungen auf der Ost-West-Achse Mit der Einführung zusätzlicher Buslinien auf der Ost-West-Achse wurden zum Fahr- planwechsel 2019/2020 die Kapazitäten im öffentlichen Personennahverkehr gesteigert. Dafür wurden Sonderfahrstreifen für Busse auf der Aachener Straße eingerichtet. Dass dafür jeweils eine Fahrspur temporär nur dem Busverkehr sowie Taxis und Elektro-Fahrzeugen zur Verfügung steht, wurde von den gewerb- lichen Anliegerinnen und Anliegern als sehr kritisch eingestuft. Deshalb gab es im Herbst in zwei Dialogforen die Gelegenheit Probleme zu erörtern, Anregungen zu platzieren und sich mit den Vor- und Nachteilen der Maßnahme auseinander zu setzen. Dafür wurden alle Gewerbetreibenden auf der Aachener Straße an zwei Abenden, rechtzeitig vor Einführung der neuen Regelungen, zum persönlichen Gespräch ins Bezirksrathaus Lindenthal einge- laden. Individuelle Bedürfnisse Einzelner wur- den erkannt und führten noch zu zahlreichen Anpassungen für den Park- und Lieferverkehr. Bevor die zusätzlichen Buslinien dann im Dezember in Betrieb gingen, wurden sämtliche Anwohnerinnen und Anwohner und Gewerbetreibenden auf der Aachener Straße und in den westlichen Stadtteilen Weiden, Widdersdorf und Lövenich über das neue Angebot informiert. Dafür wurden mehrere tausend Flyer verteilt und in den Stadtbahnen, an Haltestellen und in den KVB- Informationsstellen ausgelegt. Auch die betroffenen Autofahrenden wurden mit geeigneten Informationen zu den anstehenden Änderungen versorgt, durch Plakate, Infozettel und Verkehrs-Informationsscreens. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 84 Pressetermine und Pressekonferenzen In zahlreichen Terminen vor Ort und in Pressekonferenzen wurde die Öffent- lichkeit über unsere Projekte ausführlich informiert. Insbesondere geplante und durchgeführte Maßnahmen zur Stärkung alternativer Verkehrsmittel und zur Förderung des Radverkehrs gaben wiederholt Anlass zur Berichterstattung. Großen Anklang fand die Einrichtung einer Fahrradstraße auf dem Friesenwall im Mai. Der Austausch der sogenann- ten Varioscreens (Verkehrsin- formationstafeln), der Auftakt der Umbaumaßnahme auf der Vogelsanger Straße in Ehren- feld und die abendliche Illu- minierung der Unterführung Vorgebirgstraße sind weitere Beispiele für viele interessante Maßnahmen, die im Rahmen von Presseterminen vor Ort vorgestellt wurden. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 85 Buntes Fest für Kölner Kinder Gemeinsam mit der „Helfen ist Gold-Stiftung“ und dem Verein „Goldene Jungs“ haben wir im Mai eine Charity-Veranstaltung auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule als buntes Kinderfest ausgerichtet. Die Gäste, Kinder aus einkommensschwachen Familien, verbrachten einen vergnüglichen Nachmittag mit Musik von Janina und Fug, radelnd auf einem echten Verkehrsparcours. Am Rande wurden gegrillte Burger und Waffeln genossen und ein Magier zog Groß und Klein in seinen Bann. Alle Kinder erhielten am Ende des Tages einen kosten- losen Fahrradhelm. Die gespendeten Helme wurden aus Geldern der sogenannten Blitzeraffäre finanziert. Wegen eines nicht richtig ausgeschilderten Tempolimits waren viele Autofahrerinnen und Autofahrer im Jahr 2016 auf der Bundesautobahn 3 fälschlicherweise geblitzt und zur Kasse gebeten worden. Nicht zurück gefor- derte Strafen konnten der Verkehrssicherheitsarbeit zugeführt werden. Weitere Verteilaktionen von Fahrradhelmen für Kinder fanden im Juli am Odysseum in Kalk statt und im Rahmen kleinerer Aktionen durch soziale Netzwerkpartner. Insgesamt wurden 1.111 Fahrradhelme an Kölner Kinder verteilt. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 86 Pressetermin auf dem umgebauten Sachsenring Der Verkehrsknotenpunkt Ulrichgasse/Sachsenring/Vorgebirgstraße und die benachbarte Kreuzung Kartäuserwall/Ulrichgasse wurden ganz im Sinne des Fuß- und Radverkehrs umgebaut. Auf der Ulrichgasse wurde ein Fahrstreifen für den Radverkehr reserviert, der Rechtsabbieger in Fahrtrichtung Barbarossaplatz wurde entfernt und an beiden Kreuzungen wurden die vorhandenen Ampelan- lagen durch moderne Anlagen mit stromsparender LED-Technik und taktilen Leitelementen für sehbehinderte Menschen ersetzt. Dies nur als Auszug aus dem großen Maßnahmenbündel, das im Rahmen eines Pressetermins im Februar durch die Beigeordnete Andrea Blome vorgestellt und als erfolgreich umgesetzt erklärt wurde. Informationsveranstaltungen mit Bürgerbeteiligung Im Saal des Altenberger Hofs in Nippes wurde interessierten Bürgerinnen und Bürgern die aktuelle Planung für das Umbau-Projekt auf der Neusser Straße vorgestellt. Ebenfalls im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung wurden die Pläne für den Umbau der Merheimer Straße in Nippes vorgestellt. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 87 Diese Maßnahme soll in Kürze in Angriff genommen werden. Ungefähr 60 Leute folgten der Einladung ins Pfarrheim St. Quirinus in Nippes, um sich die Maßnah- me im Detail erläutern zu lassen. In beiden Fällen führte Bezirksbürgermeister Bernd Schößler durch den Abend. Die Details zu den Maßnahmen wurden von den Kolleginnen und Kollegen kompetent und anschaulich dargestellt. Pressemitteilungen, Anliegerinformationen, Internet und Social Media Rund 240 große und kleine Pressemitteilungen wurden im Lauf des Jahres formuliert und veröffentlicht. Auf rund 70 Maßnahmen wurden betroffene Anliegerinnen und Anlieger per Hauswurf-Information aufmerksam gemacht. Auch unsere zahlreichen mobilitätsrelevanten Internetbeiträge wurden stets aktualisiert und um neue Maßnahmen und Projekte ergänzt. Presseanfragen und Eingaben aus dem Bereich Social Media spielen mittlerweile eine zentrale Rolle in der Wissensvermittlung und Informationsverbreitung und stellen einen Großteil der täglichen Arbeit. Gemeinsam stark, auf dem Rad Fast 4.000 Menschen sind auch 2019 wieder dem Aufruf zum Stadtradeln gefolgt und haben drei Wochen lang so viele Wege wie möglich auf dem Fahrrad zurückgelegt. Damit waren nicht zuletzt dank der erfolgreichen Werbung für die Aktion noch mehr Radelnde für ihr Team, für ihre Stadt und die eigene Gesundheit aktiv als im Vorjahr. Auch die Mitarbeitenden waren wieder leicht zu begeistern und haben zahlreich am kollegialen Wettbewerb „Radeln Sie sich fit zur Arbeit“ teilgenommen. Beide Aktionen und alle erfolgreichen Teilneh- merinnen und Teilnehmer wurden im Rahmen großer Preisverleihungen im Historischen Rathaus gewürdigt. Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes zeichnete alle Gewinnerinnen und Gewinner aus. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 88 Verkehrssicherheitsarbeit Die Teilnahme am Straßen- verkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme. Diese Verantwortung allen Ver- kehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern bewusst und auf Gefahren und Risiken des Straßenverkehrs aufmerksam zu machen, ist ein wichtiges Anliegen der Verkehrssicherheitsarbeit, die auch im Jahr 2019 an vielen Stellen aktiv war. So konnten für die Bürgerinnen und Bürger auch in 2019 an zwei Sonntagen im September wieder kostenlose Fahrradchecks im Rheinpark angeboten werden. Fahrradmonteure stellten u. a. defekte Beleuchtungsanlagen, ausgeleierte Bremsen oder falsch montierte Fahrräder fest. Kleine Ausbesserungen wurden an Ort und Stelle durchgeführt. Auch in 2019 wurde die erfolgreiche Kampag- ne „Köln steht bei Rot“ fortgeführt. Im Januar und Oktober wiesen die lebendig gewordenen Ampelsymbole im Rahmen von groß angeleg- ten Citylight-Kampagnen auf die Bedeutung hin, die Ampelzeichen zu beachten und bei Rot stehen zu bleiben. Seit 2017 werden Geflüchtete im Rahmen des Projekts „Safewalkers“ über die Besonder- heiten und Gefahren des Großstadtverkehrs informiert. Mitarbeitende der RheinFlanke GmbH, die regelmäßig in den Flüchtlingsheimen Sport- und Spielveranstaltungen durchführen, wurden durch die Polizei als Multiplikatoren ausgebildet. Im 14-tägigen Rhythmus vermittelten Mitarbeitende des gemeinnützigen Vereins Verkehrskenntnisse an die Kinder in den Flüchtlingsheimen. Die Aktion zielt darauf ab, den Geflüchteten durch gezielten Verkehrsunterricht in Theorie und Praxis zu ermöglichen, sich sicher durch den Straßenverkehr zu bewegen und die wichtigsten Verkehrsregeln zu kennen. In 2019 wurden die Schulungen zudem auch auf den Unterricht in Schulen ausgeweitet. Die Stadt Köln unterstützt das Projekt finanziell. Köln steht bei Rot. Du gehörst dazu! Foto: Christoph Seelbach Tätigkeitsbericht 2019 Seite 89 Eine mittlerweile gute Tradition gewordene Verkehrssicherheitsaktion war in 2019 besonders gefragt: Das kostenlose Fahrradtraining für Seniorinnen und Senioren, das älteren Bürgerinnen und Bürgern die Reaktivierung ihrer Fahr- radfertigkeiten ermöglicht. Im Rahmen der Kurse werden sie ermutigt, sich auf dem Fahrrad wieder in den Großstadtverkehr zu trauen. Im Jahr 2019 wurden die Kurse aufgrund der großen Nachfrage von bislang zwei Wochenkursen auf fünf Wochenkurse aufgestockt. Auf Anregung der Seniorenvertretung Kalk wurde zudem auch ein Tageskurs anlässlich eines Senioren-Festes angeboten. Angelei- tet wurden die Kurse durch eine zertifizierte Radfahrlehrerin. Ein weiterer Schwerpunkt der Verkehrssicherheitsarbeit ist der „Tote Winkel“. Im Kölner Stadtgebiet ereignen sich immer wieder tragische Unfälle im Zusam- menhang mit diesem optischen Phänomen. Regelmäßig erinnern Kreuze und Blumen an verunglückte Fußgängerinnen und Fußgänger oder Radfahrende. Um Schulkinder für diese drohende Gefahr zu sensibilisieren, entwickelte der Arbeitskreis „Sicherheit im Straßenverkehr“ die Verkehrssicherheitsaktion „Toter Winkel“. Bei dieser Aktion wird Grundschulkindern auf einem Freigelände der Tote Winkel anhand eines mitgeführten Lkw demonstriert und das richtige Ver- halten in dieser Verkehrssituation besprochen. Die Kinder erhalten im Anschluss an die Stunde ein Faltblatt zu der Thematik. Nach der großen Auftaktaktion im März konnte die Aktion in insgesamt rund 280 Schulklassen durchgeführt werden. Dies stellt eine neue Rekordbeteiligung dar. Neben der Stadt Köln waren der ADAC und die Polizei vor Ort aktiv. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 90 Auch das Kölner Fahrradquiz wurde in 2019 wieder durchgeführt. 10 Fragen zu wichtigen Regeln rund um den Fahrradverkehr mussten korrekt beantwortet werden. So war beispielsweise gefragt, was unter dem „Holländischen Griff“ zu verstehen ist oder welche Regeln in Fahrradstraßen gelten. Verlost wurden attraktive Preise, zudem konnten Schulklassen ihre Klassenkasse aufbessern. Zum Schuljahresbeginn 2019/2020 wurde zudem an insgesamt neun Grundschulen im gesamten Stadtgebiet wieder eine Befragung der Eltern von Erstklässlern durchgeführt. Ziel der Aktion ist es, mögliche Gefahren auf den Schulwegen der Kinder zu identifizieren und nach Überprüfung der Örtlichkeiten zu beseitigen. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 91 Daneben fanden weitere Schwerpunktionen zum Schulstart statt. So wies die Megalight- Plakatkampagne „Wir sind wieder unter- wegs“ auf die Rücksichtnahme gegenüber Schulkindern hin. Damit die Akzeptanz der Geschwindig- keitsbeschränkungen vor Schulen erhöht wird, wurden nach den Sommer- und Herbstferien 2019 an zehn Tagen vor neun Schulen Messanlagen installiert. Eine Anzeige zeigte Tempoverstöße wegen zu schnellen Fahrens an. Die Verkehrssicherheitsarbeit ist federführend im Arbeitskreis „Sicherheit im Straßenverkehr“ sowie in anderen Arbeitskreisen tätig, beispielsweise im „Arbeitskreis Verkehrserziehung“ (AVEK) der Schulen. Im Rahmen dieser Beteiligung erfolgte im Jahr 2019 eine aktive Unterstützung der „Stadtmeis- terschaften“. Bei diesem Wettkampf, der vom AVEK jährlich veranstaltet wird, treten Einzel- und Gruppenfahrradfahrer der Schulen gegeneinander an. Es gilt, einen Parcours ohne Fehler zu überwinden. Durch dieses Training werden die Fähigkeiten im Radfahren sowie die generelle Mobilität der Schulkinder gefördert. Über eine besondere Förderung konnte sich in 2019 die Jugendverkehrsschule in Köln Nippes freuen. Dort waren die Fahrradhelme mittlerweile stark rampo - niert. Die Stadt Köln beschaffte neue Helme für die hier trainierenden Kinder und Jugendlichen sowie die Seniorinnen und Senioren, die die entsprechenden Kurse besuchen. Zu den wesentlichen Aufgaben der Verkehrssicherheitsarbeit gehört es, die regelmäßig stattfindenden Sitzungen der Unfallkommission vorzubereiten und zu leiten. Mitglieder sind Straßenbau-, Polizei- und Straßenverkehrsbehörde. In Köln sind daher die Polizei Köln und das Amt für Straßen und Verkehrsentwick- lung als ständige Vertretung an der Unfallkommission beteiligt. Die Oberbürgermeisterin Wir sind wieder unterwegs! Aufgepasst! Tätigkeitsbericht 2019 Seite 92 Auch Mitarbeitende des Amtes für Verkehrsmanagement nehmen an den Sitzungen teil. Die Bezirksregierung Köln, als zuständige Aufsichtsbehörde, ist nach Möglichkeit ebenfalls bei den Sitzungen der Unfallkommission dabei. Bei Bedarf können weitere Ämter, Institutionen oder beteiligte Verbände zu Sitzun - gen eingeladen werden. Aufgabe der Unfallkommission ist es, Unfallhäufungsstellen zu bewerten und zu beseitigen. Im Rahmen der Sitzung werden die Unfallhäufungsstellen im Hinblick auf Optimierungsmöglichkeiten diskutiert. Anschließend werden geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Unfälle beschlossen. Bei Bedarf werden entsprechende Örtlichkeiten auch in einem gemeinsamen Ortstermin der Unfallkommission besichtigt. Nach Festlegung der Beschlüsse sind die beteiligten Behörden zu einer zeitnahen Umsetzung der Maßnahmen verpflich - tet. Neben den Untersuchungen von Unfallhäufungsstellen untersucht die Unfallkommission auch Stellen, an denen sich tödliche Verkehrsunfälle ereignet haben. Hier erfolgen zeitnah zu dem tragischen Ereignis Ortstermine. Die dort gefassten Beschlüsse werden möglichst zeitnah umgesetzt. Im Jahr 2019 wurden sechs Sitzungen der Unfallkommission abgehalten und rund 50 Unfall - häufungsstellen sowie 24 Bereiche, in denen sich tödliche Unfälle ereigneten, besprochen und bearbeitet. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 93 Finanzierung, Personal und Gremienarbeit Die Finanzangelegenheiten sowohl von 66 – Amt für Straßen und Verkehrsentwick- lung als auch von 64 – Amt für Verkehrsmanagement werden zusammen betreut. Anlagevermögen Das Anlagevermögen beider Ämter zusammen beläuft sich zum 31.12.2019 auf rd. 693,8 Mio. Euro. Hiervon sind rd. 666,6 Mio. Euro dem Amt 66 zuzuordnen und rd. 27,2 Mio. Euro dem Amt 64. Bei dem Vermögen des Amtes 66 entfallen einschließlich der im Bau befindlichen Anlagen rd. 662,5 Mio. Euro auf das An- lagevermögen Straße und das Vermögen des Amtes 64 beinhaltet rd. 25,4 Mio. Euro für das Anlagevermögen Lichtsignalanlagen sowie weitere Verkehrssysteme. Finanzen Konsumtive Aufwendungen für Betrieb und Unterhaltung im Jahr 2019 zum Buchungsstand 31.12.2019 (66 und 64 zusammen): Öffentl. Beleuchtung 12.782.500 € Wartung Verkehrsflächen 16.712.300 € Lichtsignalanlagen 6.014.400 € Reinigung und Winterdienst 7.108.600 € Parkschein-automaten 1.190.200 € Sonstiges 1.210.800 € Beseitigung Unfallschäden 430.600 € Verkehrsleitzentrale und -einrichtungen 276.800 € Die gestiegenen Aufwendungen von rd. 2,2 Mio. Euro in 2018 auf rd. 7,1 Mio. Euro in 2019 im Bereich „Reinigung und Winterdienst“ stehen im Zusammen- hang mit dem Abschluss des neuen Reinigungsvertrages mit der AWB GmbH (Abfallwirtschaftsbetriebe). Dieser neue Vertrag führt zu einer Verbesserung der Sauberkeit. Darüber hinaus wird eine koordinierte Durchführung der Reinigungs- leistungen im Kölner Stadtgebiet angestrebt. Tätigkeitsbericht 2019 Seite 94 Investive Auszahlungen im Jahr 2019 zum Buchungsstand 31.12.2019 (66 und 64 zusammen): Neu- und Umbaumaßnahmen 4.995.600 € General- instandsetzungen 4.610.500 € Parkraum- bewirtschaftung 1.802.100 € Erschließung 2.859.200 € Verkehrstechnik 5.909.700 € Beschaffungen 1.685.500 € Personalzahlen 200 250 300 350 400 450 500 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2019 397 410 437 376 390 414 ENTWICKLUNG DER STELLEN UND DER MITARBEITENDEN -66- UND -64- Mitarbeitende besetzte Stellen Tätigkeitsbericht 2019 Seite 95 Verkehrsausschuss und Bezirksvertretungen (BV) Im Sachgebiet „Ausschuss- und BV-Angelegenheiten“ wird das jeweilige Sitzungsmanagement betreut. Hierzu gehören neben sehr umfangreichen Jahresberichten vor allem die Beantwortung von Anfragen, Stellungnahmen zu Anträgen, Mitteilungen der Verwaltung, Dringlichkeitsentscheidungen und die Fertigung von Beschlussvorlagen. Gremium Beantwor- tung von Anfragen Stellung- nahmen zu Anträgen Mitteil- ungen Beschluss- vorlagen Rat, Ausschüsse 42 1 48 75 BV Innenstadt 11 2 10 19 BV Rodenkirchen 20 0 7 3 BV Lindenthal 7 0 13 15 BV Ehrenfeld 8 0 17 11 BV Nippes 11 1 18 7 BV Chorweiler 14 0 8 4 BV Porz 16 0 21 6 BV Kalk 4 1 14 11 BV Mülheim 10 1 17 17 Insgesamt: 143 6 173 168 Außerdem wurde in dem Ausschuss für Anregungen und Beschwerden zu rund 129 Eingaben aus der Bürgerschaft Stellung genommen. Schwerpunkte waren die Themen Verkehrsberuhigung, Verkehrsführung und Verkehrssicherheit.
Mitteilung Ausschuss
1094 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/66/660/1 Vorlagen-Nummer 11.11.2020 3138/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 30.11.2020 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 03.12.2020 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 03.12.2020 Bezirksvertretung 7 (Porz) 03.12.2020 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 03.12.2020 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 07.12.2020 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 07.12.2020 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 08.12.2020 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 14.12.2020 Verkehrsausschuss 19.01.2021 Tätigkeitsbericht der Ämter für Straßen und Verkehrsentwicklung und für Verkehrsmanagement 2019 Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung und das Amt für Verkehrsmanagement haben für das zurückliegende Jahr 2019 einen Tätigkeitsbericht erstellt. Dieser gibt auf rund 95 Seiten einen infor- mativen Einblick in das umfangreiche Aufgabenspektrum sowie über beispielhaft ausgewählte Ar- beitsschwerpunkte des letzten Jahres. Der Tätigkeitsbericht wird zur Sitzung verteilt. Anlage Tätigkeitsbericht Gez. Blome
Beratungsverlauf (10)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
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Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3138/2020
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 01.12.2020
- Erstellt
- 28.10.2020 11:03