V/0699/2022
Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Martinischule
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Anlage 2 Caritas_OGS_Konzept_Martinischule
56175 Zeichen
Offener Ganztag
Rahmenkonzept der Caritas Münster
Seite 2 Konzept OGS Caritas Münster
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften
Stand 11.2021
Inhalt
1. Trägerbeschreibung ............................................................................................................. 4
2. Der Offene Ganztag als integrierter Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe der
Caritas Münster ..................................................................................................................... 4
3. Rahmenbedingungen und Organisation ........................................................................ 5
3.1 Auftrag und Zielsetzung .............................................................................................. 5
3.2 Personal .......................................................................................................................... 6
3.3 Anmeldung und Betreuungszeiten ........................................................................... 7
3.4 Mittagessen .................................................................................................................... 7
3.5 Räume .............................................................................................................................. 8
4. Einblicke in pädagogische Handlungsfelder ................................................................. 8
4.1 Mittagessen .................................................................................................................... 8
4.2 Lernzeit ........................................................................................................................... 8
4.3 Freispiel .......................................................................................................................... 9
4.4 Angebote ......................................................................................................................... 9
4.5 Identität und Integration .......................................................................................... 10
4.6 Digitalisierung .............................................................................................................. 11
4.7 Musik ............................................................................................................................... 11
4.8 Ökologie ......................................................................................................................... 11
4.9 Partizipation ................................................................................................................. 11
5. Ferienbetreuung ................................................................................................................. 12
6. Kooperation ......................................................................................................................... 12
6.1 Mit Eltern ...................................................................................................................... 12
6.2 Innerhalb der Schule ................................................................................................. 13
6.3 Innerhalb der Caritas ................................................................................................. 13
6.4 Mit anderen Organisationen, Trägern und Verbänden ..................................... 14
6.5 Mit der Stadt Münster ................................................................................................ 14
7. Qualitätssicherung ............................................................................................................. 14
7.1 Einbindung der OGS in das Qualitätsmanagement der Caritas Münster ..... 14
7.2 Qualität in Bezug auf das Personal ........................................................................ 14
7.3 Kinderschutz ................................................................................................................ 15
7.4 Qualität über Strukturen .......................................................................................... 15
8. Zukunftsmusik und Ausblick ........................................................................................... 16
8.1 1 Schule – 1 Träger ...................................................................................................... 16
8.2 OGS als sozialraumorientiertes Angebot ............................................................. 16
8.3 Trägerinterne Fortbildungen ................................................................................... 16
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8.4 Schulübergreifende Zusammenarbeit ................................................................... 17
8.5 Diversität ....................................................................................................................... 17
8.6 Nachhaltigkeit .............................................................................................................. 17
8.7 Kultursensibilität ......................................................................................................... 17
8.8 Hybride Elternformate .............................................................................................. 18
8.9 Mobbing, Gewaltprävention, Umgang mit Gewalt zwischen Kindern ............ 18
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Unterstützende, wertschätzende, respekt- und vertrauensvolle Beziehungen sind
keine Sozialromantik, sondern unbedingte Grundlage dafür, dass Lernen und
Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler gelingen können.
(Kuhn/Fischer, 2014, S. 8, STEG-Studie)
1. Trägerbeschreibung
Die Caritas Münster setzt sich aus dem Caritasverband fü r die Stadt Münster e.V. und seinen ange-
schlossenen Gesellschaften zusammen. Neben der Kinder - und Jugendhilfe werden auch Angebote
aus dem Bereich der Altenhilfe, Fort- und Weiterbildung, Sozialen Beratung, Wohnungslosenhilfe und
Jugendberufshilfe angeboten.
Der Caritasverband für die Stadt Münster e.V. ist als Wohlfahrtsverband anerkannter Träger der freien
Jugendhilfe. Er hält seit über 50 Jahren ein dichtes Netz an Angeboten der Jugendhilfe in Münster vor,
das stetig weiterentwickelt wurde und s ich immer wieder an den Lebenswelten der Menschen in
Münster ausrichtet.
Über den Caritasverband für die Diözese Münster e.V. ist die Caritas Münster an die entsprechende
Fachberatung für Träger angebunden. Hierüber erfolg en insbesondere die fachliche und wirtschaft-
liche Fachberatung und die regelmäßige Fortbildung der Mitarbeitenden.
Die Caritas Münster beschäftigt auf dem Stadtgebiet ca. 1.000 hauptberufliche Mitarbeitende. Sie
verfügt über eine leistungsfähige Verwaltung, die insbesondere die Aufgaben d er Personalabrech-
nung, -entwicklung und des Recruitings, sowie die finanztechnische Bewirtschaftung hochwertig si-
cherstellen kann. Für die Arbeitsverhältnisse kommen die arbeitsvertraglichen Richtlinien der deut-
schen Caritas (AVR Caritas) zur Anwendung. Da rüber sind eine betriebliche Altersvorsorge über die
KZVK, eine Jahressonderzahlung, sowie ein Leistungsentgelt gesichert. Zudem bietet die Caritas
Münster ihren Mitarbeiter:innen zusätzlich ein Jobbike (Leezenleasing), ein Jobticket und ein Lebens-
arbeitszeitkontomodell an.
2. Der Offene Ganztag als integrierter Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe
der Caritas Münster
Das Leitbild der Caritas Münster formuliert unseren Zugang zu den Menschen eindeutig: „ Unser An-
liegen ist das Wohlergehen der Menschen, materiell, körperlich, geistig und seelisch. Wir stärken die
Selbsthilfekräfte der Menschen, fördern ihre Selbstständigkeit, achten und sichern ihre Würde und
Selbstbestimmung. (…) Wir nehmen jeden Menschen in seiner Einmaligkeit an, achten und berück-
sichtigen Unterschiede in Religion, Nationalität, Geschlecht, Alter und Ethnie sowie körperlichen und
geistigen Besonderheiten, unabhängig von sozialer Stellung und politischer Anschauung. (…)
Um diese Ziele zu erreichen, muss die Caritas in der Lebenswelt von Familien präsent sein. Der Offene
Ganztag ist mittlerweile zu einem wichtigen Teil dieser Lebenswelt geworden und so ist es konse-
quent, dass wir dort an entscheidender Stelle mitgestalten möchten. Wir wollen Kindern im Ganztag
Räume schaffen, sich und ihre Umwelt spielerisch zu entdecken. Wir nehmen Kinder als einzigartige
Personen an, mit ihrer Biografie, ihrem ethnischen Hintergrund, ihrer Familie und ih rem Lebensum-
feld. Wir helfen mit, eine Basis für die Entwicklung von Selbsteffizienz und Resilienz zu s chaffen. Wir
wollen Bildungs- und Entwicklungsanreize schaffen, den individuellen Lebensbedingungen und Be-
dürfnissen der Kinder entgegenkommen, und: wir möchten, dass Kinder bei uns Freunde finden, Spaß
haben, gerne miteinander spielen und arbeiten, sich s icher und gehalten fühlen, sich streiten und
vertragen und den Ganztag als guten Teil ihres Lebens empfinden.
So etwas schafft man nicht allein. Deshalb sind Zuverlässigkeit, Transparenz und von Vertrauen ge-
prägte Zusammenarbeit mit den staatlichen, kirchlichen und anderen Kooperationspartnern für uns
von großer Bedeutung. Ganz zentral sind dabei unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sie sind das
wertvollste Potential der Caritas: Sie prägen die Leistungsfähigkeit, die Kultur und das Ansehen des
Verbandes. Wir legen Wert auf hohe Fachlichkeit, entwickeln uns weiter, arbeiten wirtschaftlich und
nachhaltig.
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In der Struktur der Caritas Münster ist der Offene Ganztag als Teil der S chulnahen Jugendhilfe eng
mit einem nahezu vollständigen Angebot an Jugendhilfe verzahnt. So weisen etwa der Heilpädagogi-
sche Hort und die Erziehungsberatungsstelle umfassende Kenntnisse über die notwendigen Rah-
menbedingungen einer gelingenden Entwicklung von Grundschulkindern auf und haben ausgewie-
sene Expertise für die Fachberatu ng im O ffenen Ganztag. Mit der ambulanten und teilstationären
Jugendhilfe sind die Hilfen zur Erziehung nahezu komplett abgedeckt, sodass auch bei massiveren
Verhaltensproblemen von Kindern fachliches Wissen schnell abrufbar ist. Die Vernetzung dieser Hil-
fen in einer Abteilung ist eingeübt und der entsprechende fachliche Austausch ist kollegialer Alltag.
Durch die genaue Kenntnis solcher Hilfen beim OGS -Personal sind passgenaue Hinweise an Eltern
und die Anbahnung von niedrigschwelligem Kontakt jederzeit auch kurzfristig möglich. Die intensive
Nutzung dieser Ressourcen soll durch die Entwicklung von Intervisions- und Supervisionskonzepten
an der Schnittstelle von OGS und Jugendhilfe sichergestellt werden.
Ähnliches gilt auch für die eng e Verzahnung mit dem g roßen Migrationsdienst der Caritas Münster,
der auf kurzem Weg für die Fachberatung der Mitarbeiter:innen zur Verfügung steht und nicht nur
hilft Sprachbarrieren zu überwinden und das wertschätzende Miteinander verschiedener Kulturen zu
fördern, sondern auch konkrete Projekte etwa zur Antidiskriminierung anzustoßen.
Die Caritas Münster übernahm 201 6 ihren ersten O ffenen Ganztag in der jetzigen Kompass-Schule.
Im Jahr 2017 kamen die Ganztage der Paul-Schneider-Grundschule in Kinderhaus und der Matthias-
Claudius-Schule in Handorf hinzu.
Die Mitarbeiter:innen sind mittlerweile fast alle aus der Gestellung in einen Arbeitsvertrag bei der
Caritas gewechselt. Die Möglichkeit, zusätzlich zur Arbeit im Ganztag im Vormittagsbereich als Schul-
begleiter zu fungieren, wird zunehmend ermöglicht und genutzt. Damit können wir die hauptamtli-
chen Teilzeitarbeitsverhältnisse mit mehr Stunden versorgen . Die OGS-Koordinator:innen kooperie-
ren in einem Gremium mit der Bereichsleitung Schulnahe Jugendhilfe. In diesem Bereich finden sich
auch die anderen schulnahen Dienste wie die Schulbegleiter, die Schulsozialarbeit und die Förder-
inseln. Untereinander besteht ein strukturell abgesicherter Austausch und gemeinsame Fortbildun-
gen.
In Zukunft soll sich die OGS noch stärker als Teil eines Netzwerks präsentieren: v ielfältig verknüpft
mit den Akteuren im Stadtteil, als Standort verschiedener Beratungsangebote und mit einem moder-
nen Raumkonzept, das Elternarbeit und -bildung bedarfsgerecht umsetzt. Dies soll zunehmend auch
als digitale Medienbildung erfolgen. Insgesamt soll die OGS in der Kommunikation mit den Eltern
und Netzwerkpartnern den digitalen Wandel als Einrichtung aufgreifen und in den OGS -Alltag integ-
rieren. Für die pädagogische Arbeit bedeutet dies, die Kinder aktiv zu begleiten, sich die digitale Welt
zu erschließen und nutzbar zu machen. Als weitere n Schwerpunkt soll sich der Ganztag als Jugend-
hilfe-OGS entwickeln. Eingebettet in die vielfältigen Jugendhilfe-Dienste der Caritas Münster soll hier
Jugendhilfe-Knowhow strukturell in die Arbeit einfließen, und so das gängige Konzept der Fachbera-
tung erweitern.
3. Rahmenbedingungen und Organisation
Die Rahmenbedingungen für den Offenen Ganztag an Grundschulen in NRW ist im Runderlass des
Ministeriums für Schule und Weiterbildung weitestgehend festgelegt. Trotzdem gibt es Spielraum,
wie Träger innerhalb dieses Rahmens agieren und wie sie diesen auslegen.
3.1 Auftrag und Zielsetzung
Die Offene Ganztagsschule (OGS) bietet außerunterrichtliche Angebote in Ergänzung zum planm äßi-
gen Schulunterricht an. Kinder können das Angebot der OGS sowohl im Anschluss an den Unterricht,
an beweglichen Ferientagen sowie bei Bedarf auch in den Schulferien ganztägig wahrnehmen. In Ko-
operation mit einer Vielzahl von Partnern, insbesondere aus der Kinder- und Jugendhilfe, des Sports
und der Kultur soll sie zur Erfüllung des Bildungs -, Erziehungs- und Betreuungsauftrags eine ent-
sprechende Förderung für alle Kinder, insbesondere auch aus bildungsbenachteiligten Familien, er-
möglichen.
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Die offene Ganztagsschule eröffnet Schülerinnen und Schülern Hilfen zur Selbstständigkeit und Ei-
genverantwortung und unterstützt Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und in ihrer
Erziehungsarbeit (angelehnt an den Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom
23.12.2010).
Was bedeutet das für den Offenen Ganztag?
Miteinander:
Gestaltung der Offenen Ganztagsschule zu einem Lebens- und Aufenthaltsort, an dem sich Kinder
und Mitarbeiter:innen wohlfühlen und entwickeln können
Zugehörigkeit erfahren durch Gruppen- und Gemeinschaftserleben
Erleben und Tolerieren von Vielfalt im Sinne von unterschiedlichen individuellen und kulturellen
Voraussetzungen von Kindern und Mitarbeiter:innen durch Vorleben, Gespräche, Diskussion, ge-
lingende Konfliktklärung, AGs
Freies Spielen mit Freunden, Erweiterung des Bezugskreises durch gruppenübergreifende und
offene Angebote am Nachmittag
Entwicklung:
Räume schaffen sowohl für Bewegung als auch für Rückzug und Entspannung
Förderung von Selbstkompetenzen durch Gruppe, Freispiel und Angebote (Selbstvertrauen, -be-
wusstsein, -ständigkeit, -wirksamkeit, -kritik, -beherrschung)
Unterstützung bei dem Erlernen und Entwickeln von Eigenverantwortung und -Initiative z.B.
durch Partizipationsstrukturen
Erlernen von Verantwortungsübernahme für andere (z.B. Patenprojekte, Pausenbuddies) und für
die Natur (z.B. Gartenprojekte, Tiere, Pflanzen in Räumlichkeiten)
Freizeit und Bildung:
Förderung und Erhaltung der Lernfreude und -motivation durch Unterstützung und Begleitung in
den Lernzeiten, Schaffung von anregenden Gesprächen und Situationen
Schaffung von vielfältigen und unterschiedlichen Kommunikationsmöglichkeiten, -anlässen und
-erfordernissen für sprachliches und geistiges Lernen
Verzahnung von schulischem Vor - und Nachmittag zur ganzheitlichen Erziehung und Bildung
durch Kooperationsstrukturen und Absprachemöglichkeiten
Eltern:
Einbeziehung der Eltern/Erziehungsberechtigten für gelingende Erziehungs - und Bildungspart-
nerschaften über verschiedene Einbeziehungsmöglich keiten (z.B. OGS -Elternveranstaltungen,
Beteiligung an Festen, Mitwirkung bei Verantwortungsübernahme im Ganztag)
Verlässliche Betreuung für die beteiligten Familien
3.2 Personal
Die Caritas Münster beschäftigt im Offenen Ganztag analog den Münsterstandards OG S pro 25 Kin-
dern eine Gruppenleitung, die mindestens eine erzieherische Ausbildung haben muss. Die Koordina-
tion wird von einer sozialpädagogischen Fachkraft übernommen, die je nach Größe des Ganztages
für ihre Aufgaben freigestellt wird. Daneben werden als Unterstützung je nach Räumen und Konzept
des Offenen Ganztages unterschiedliche Stundenkontingente an studentische oder berufsfremde
Mitarbeiter:innen vergeben.
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Dabei achten wir auf eine möglichst große Zahl von Unterstützungskräften mit einem Stundenkon-
tingent von 20,5 Stunden. So wird das Team den Ansprüchen der Kinder auf feste Bezugspersonen
und Beziehungskontinuität gerecht, stellt aber auch genügend Personal und Angebote für die ver-
schiedenen Bedürfnisse der Kinder zur Verfügung. Je nach Anzahl der Kinder, die den Ganztag besu-
chen, braucht es eine bestimmte Anzahl von Mitarbeiter:innen, um für die Kinder ansprechbar zu
sein und sie durch den Tag zu begleiten.
Die Fachaufsicht wird von der Bereichsleitung Schulnahe Jugendhilfe der Caritas Münster ausgeübt.
Sie ist für die inhaltliche und strukturelle Qualität und Weiterentwicklung des Offenen Ganztages mit
verantwortlich. Honorarkräfte ergänzen das festangestellte Personal und führen spezielle Angebote
am Nachmittag durch. Alle Mitarbeiter:innen werden in einem Einarbeitungskonzept an die pädago-
gische Arbeit und die jeweiligen Aufgaben ihrer Stelle herangeführt.
Die für den Offenen Ganztag zur Verfügung stehende n Lehrer:innenstunden können sowohl für die
fachliche Begleitung der Lernzeit im Tandem mit OGS-Kräften als auch für Bildungs- oder Freizeitan-
gebote am Nachmittag genutzt werden. Gerade die letztere Möglichkeit führt zu informellen Kontakt-
und Beziehungsmöglichkeiten zu Kindern, was die Lehrer:in -Kind-Beziehung im Unterricht stärken
kann.
3.3 Anmeldung und Betreuungszeiten
Die Anmeldung für den Offenen Ganztag läuft über das Sekretariat der jeweiligen Schule, wo die
Betreuungsverträge der Caritas Münster hinterlegt sind. Die Betreuungszeiten sind üblicherweise:
OGS: nach der 4. Stunde bis 15:00 Uhr oder 16:00 Uhr
Übermittagsbetreuung: je nach Schule bis 13 Uhr oder Ende der 6. Stunde
Unterrichtsfreie Tage: 8:00 Uhr – 16:00 Uhr
Ferien: 6 Wochen Betreuung von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Randzeitenbetreuung je nach Bedarf und Personalkapazitäten an den jeweiligen Schulen ab 7:30
Uhr oder bis 17:00 Uhr
Für außerschulische Bildungsangebote, Therapien und Förderangebote oder außerordentliche fami-
liäre Ereignisse können die Schüler:innen nach Absprache mit der Schulleitung und Ko ordination
freigestellt werden. Regelmäßige oder einmalige Ausnahmen können sch riftlich beantragt werden,
die OGS-Koordination und Schulleitung stimmen sich über die Prüfung der Anträge ab.
3.4 Mittagessen
Es gibt täglich ein warmes Mittagessen für alle OGS-Kinder, je nach Schule als Warmanlieferung oder
frisch zubereitet nach cook & fre eze Verfahren im Konvektomaten. Es wird auf Wünsche der Kinder
sowie auf Ausgewogenheit, Auswahlmöglichkeiten, Berücksichtigung kultureller und gesundheitli-
cher Hintergründe geachtet. Auch ökologische Komponenten sowie ein regionaler Bezug sind uns
wichtig umzusetzen. Neben dem warmen Essen gibt es täglich frisches Obst und Gemüse. Wasser
steht den Kindern jederzeit zur Verfügung.
Die Caritas Münster unterstützt die Schulen nach Wunsch bei der Weiterentwicklung des Verpfle-
gungskonzepts und der Mittag essensgestaltung (z.B. über veränderte Raumnutzungskonzepte, zu-
sätzliche Warmanlieferung für bestimmte Gruppen).
Die Kosten für das Mittagessen belaufen sich derzei t auf max. 3 € pro Mittagessen. Das Mittagessen
wird zusätzlich zum OGS-Beitrag bezahlt.
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3.5 Räume
Die Grundschulen in Münster haben sehr unterschiedliche räumliche Voraussetzungen, auf die die
Caritas wenig Einfluss hat. Sie unterstützt die OGS-Teams bei der Weiterentwicklung ihrer Raumkon-
zepte in Absprache mit der Schulleitung. So können z.B. über die Doppelnutzung von Klassenräumen
oder anderen Arealen weitere Möglichkeiten für Spiel, Entspannung, Rückzug und Entzerrung gefun-
den und ausgestattet werden.
4. Einblicke in pädagogische Handlungsfelder
Die Konzeption der Caritas für Offene Ganztage versteht sich als grundlegendes Rahmenkonzept, das
sich nach den Erfordernissen und Gegebenheiten vor Ort, den Bedürfnissen und Bedarfen der Kinder
sowie den Ressourcen der Mitarbeiterschaft weiterentwickelt und entsprechend fortgeschrieben
wird. Dies geschieht i n einem gemeinsamen Prozess mit dem Team an der jeweiligen Schule, der
Fachberatung der Caritas und in enger Rückkopplung mit der Schulleitung.
4.1 Mittagessen
Das Mittagessen stellt eine wichtige Zeit im Tagesablauf dar. Es dient nicht nur der Nahrungsauf-
nahme und dem Sattwerden, sondern ist im Idealfall eine Zeit der Pause, des Gesprächs, des Zuhö-
rens, des miteinander Lachens und Teilens.
Es sollte ein angemessen großer Raum und genügend Zeit zur Verfügung stehen, so dass die Kinder
in Ruhe essen können und jede Klasse/Stufe eine bestimmte Essenszeit zur Verfügung hat. Begleitet
werden die Kinder von Bezugsmitarbeiter:innen, die sich sowohl um eine ruhige Atmosphäre küm-
mern als auch um das Erlernen von Abläufen, Tischkultur und Tischgesprächen.
Die Kinder werden in die Auswahl des Mittagessens mit einbezogen und übernehmen Verantwortung
bei der Erledigung von bestimmten Abläufen und Aufgaben (z.B. Hände waschen, Geschirr wegbrin-
gen, Platz saubermachen, nachmittags Rohkost und Obst verteilen).
4.2 Lernzeit
Eine weitere wichtige Struktur am Nachmittag ist Lernzeit. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, ihre
„Hausaufgaben“ oder Wochenpläne zu erledigen, Dinge nachzuarbeiten oder vorzubereit en, sodass
sie zu Hause möglichst nicht mehr viel Schulisches zu erledigen haben. Dies entlastet Elternhäuser,
da die Hausaufgaben oft ein Konfliktthema zwischen Eltern und Kindern sind.
Es gibt definierte Hausaufgabenzeiten, die entweder in der Schule vereinheitlicht oder pro Jahrgang
festgelegt sind. Die Zeiten sind für Kinder unterschiedlicher Jahrgänge verschieden. So kann die ver-
bleibende Zeit bei den Kindern der Schuleingangsphase noch dazu genutzt werden, den Nachmittag
zu besprechen und zu schauen, ob jedes Kind etwas zu tun oder jemanden zum Spielen hat.
In der Lernzeit sollen die Kinder so selbstständig wie möglich arbeiten und so viel Unterstützung wie
nötig bekommen. Sie werden dabei von pädagogischen Mitarbeiter:innen und Lehrer:innen begleitet.
Ziel der Lernzeit ist das Lernen von Selbstständigkeit bezogen auf die Vol lständigkeit und Organisa-
tion der Arbeitsmaterialien, das Bearbeiten der Aufgaben.
Die Eltern sind wichtige Personen bei der Unterstützung von Lernprozessen und der Motivation ihrer
Kinder. Sie werden über das Hausaufgabenheft von Lehrkräften und OGS -Mitarbeiter:innen infor-
miert und bekommen ein Feedback über die Arbeitsweise ihres Kindes. Wenn Kinder besondere
Schwierigkeiten haben oder spezielle Unterstützung benötigen wird gemeinsam mit Lehrer:in, Eltern
und gegebenenfalls Schulleitung über Lösungen oder weitere Hilfen nachgedacht und gesprochen.
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4.3 Freispiel
Dem freien Spiel wird in der OGS ein großer Stellenwert eingeräumt. Zum einen brauchen die Kinder
nach einem Vormittag mit Unterricht und Lernangeboten, dem Mittagessen und der Lernzeit einen
Rahmen, in dem sie selbstbestimmt entscheiden können, was sie wo und mit wem tun möchten.
Kinder möchten nicht immer unter direkter Beobachtung von Erwachsenen sein sondern sich ihre
eigenen Nischen schaffen.
Zum anderen lernen die Kinder im freien Spiel viel über sich selbst und andere:
Soziales Lernen (z.B. Fairness, Gemeinschaft, Zusammenhalt, Konflikte, Vertrauen, unterschiedli-
che Rollen bekleiden, Führen und Folgen)
Emotionales Lernen (z.B. Kennenlernen negativer und positiver Gefühle, sich lebendig fühlen,
Hilfe erfahren und Hilfe geben, Frustration aushalten, Unterstützung suchen bei Kindern oder
Erwachsenen)
Naturwissenschaftliche Erfahrungen machen (z.B. beim Bauen Hebelgesetze verstehen, beim
Spielen mit Wasser den Aggregatzustand „flüssig“ erleben, mathe matische Gesetze beim Ball-
spiel erkennen)
4.4 Angebote
Für die Gestaltung ihres Nachmittags können die Kinder aus einem breiten Angebot schöpfen und
entweder ihren Interessen nachgehen oder neue Erfahrungen machen. Es gibt tägliche, offene Ange-
bote, die für die Kinder frei wählbar sind und in der Regel von unseren Mitarbeiter:innen vorbereitet
und durchgeführt werden. Daneben gibt es die Möglichkeit, sich für AGs anzumelden, die wöchentlich
stattfinden und über einen bestimmten Zeitraum mit einer festen Gruppe laufen. Diese werden größ-
tenteils von Honorarkräften oder in Kooperation mit Vereinen, Organisationen und Verbänden
durchgeführt und über das Förderbudget finanziert. Es werden verschiedenste Themen angeboten,
die als Ideen von den Kindern kommen, vom OGS-Team oder seitens der Lehrer:innen oder der Schul-
leitung angeregt werden.
Hier einige Beispiele aus verschiedenen Schulen:
Bewegung Fußball
Tanzen/Zumba
Schwimmen
Motopädie
Reiten
Schulhofspiele
Kreativität Bandprojekt
Töpfern
Buchgestaltung
Digitale Stop-Motion-Filme
Tonstudio
Lebenspraktisch/ Öko-
logisch
Kochen und Backen
Gärtnern im Schulgarten (Obst- und Gemüseanbau)
Holzwerkstatt
Fahrradwerkstatt
Emotional/ Sozial Therapeutisches Reiten
Tiergestützte Pädagogik (z.B. Therapiehundeteam)
Motopädie
Geschlechtsspezifisch Jungenfußball
Mädchenfußball
Mädchengruppe (Identität und Rolle)
Spezielle Angebote für Jungs je nach Bedarf in der Gruppe
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Die Kinder wählen selbst, was sie gerne tun möchten, ob sie sich verpflichten wollen oder zunäc hst
von Tag zu Tag entscheiden. Die OGS-Mitarbeiter:innen achten darauf, einzelne Kinder unter Umstän-
den für bestimmte Projekte zu begeistern, besonders, wenn Kinder noch Unterstützungsbedarfe ha-
ben. So könnten Kinder, die motorische Schwierigkeiten haben, an Bewegungsangeboten teilnehmen
oder über die Motopädie ihre Fähigkeiten erweitern. Kinder, die sich schwertun im Lesen oder Rech-
nen könnten über andere Angebote spielerisch ihre Kompetenzen erweitern (z.B. beim Backen Re-
zepte Lesen; Zutaten zusammenrech nen; Waage benutzen; aufschreiben, wer welchen Pizzabelag
wünscht etc.) Kinder mit größeren Bedarfen können über die Kooperation mit der Förderinselkraft
(die an vielen Schulen schon vorhanden ist) eine intensivere Unterstützung bekommen z.B. hinsicht-
lich Wahrnehmung, emotionaler Stabilität, sozialem Lernen.
4.5 Identität und Integration
Die Identität der Kinder setzt sich durch verschiedene Merkmale zusammen, die stark vom soziokul-
turellen Hintergrund, aber auch von der Geschlechterrolle geprägt sind. Das betrifft jedes Kind, die-
jenigen mit einer sogenannten Migrationsvorgeschichte jedoch besonders. Dazu gehört eine sprach-
liche Förderung, aber auch, dass ein besonderes Augenmerk auf kulturelle Integration gelegt wird,
ohne dabei die in der Familie gelebte Kultur außer Acht zu lassen.
Aus diesem Grund soll die Sensibilität der Teams geziel t dahingehend gefördert werden, dass sie
Unterschiede wahrnehmen, eventuell entstehende Schwierigkeiten frühzeitig erkennen. Das Ziel soll
sein, Methoden zu nutzen, um diese Probleme anzugehen, aber auch mit der nötigen Fachkompetenz
unterstützen zu können, wenn es nötig ist.
Das Thema Genderidentität nimmt in der öffentlichen Wahrnehmung einen immer wichtigeren Stel-
lenwert ein. Dies ist auch in Schulen zunehmend der Fall. Die Aspekte der geschlechtlichen Entwick-
lung der Schülerinnen und Schüler betreffen und prägen auch das Leben in Schule und OGS. Deshalb
müssen diese auch in der Arbeit der OGS-Teams ernstgenommen und bearbeitet werden, sodass sich
die Identität der Kinder auch in dieser Hinsicht wertschätzend begleitet entfalten darf.
Die meisten Grunds chulen sind inzwischen Schulen des gemeinsamen Lernens. Kinder mit unter-
schiedlichsten persönlichen, familiären und kulturellen Vorgeschichten besuchen gemeinsam den
Unterricht und den Offenen Ganztag. Dort müssen dementsprechend sowohl Bildungsangebote au s
dem Vormittag aufgegriffen, fortgesetzt oder vertieft, als auch Angebote geschaffen werden, die Un-
terstützungs- und Förderungscharakter haben. Schulische Förderpläne können am Nachmittag wei-
tergeführt oder berücksichtigt werden. Das multiprofessionelle T eam der Schule, an dem auch die
OGS-Koordination teilnimmt, bespricht die Bedarfe und Unterstützungsmöglichkeiten einzelner Kin-
der.
Wenn es eine Förderinselstelle an der Schule gibt, kann für einzelne Kinder eine heilpädagogische
Unterstützung am Nachmitta g angeboten werden, insbesondere bzgl. Wahrnehmung, emotionaler
Stabilisierung oder sozialem Lernen. Hier wird besonders auf einen sicheren Rahmen, feste Struktu-
ren, Orientierung und Vertrauen geachtet. Die Kinder bekommen die Möglichkeit, sich selbst besser
kennenzulernen, sich auszuprobieren und zu lernen, im Rahmen der OGS mit An - und Herausforde-
rungen zurechtzukommen.
Absprachen zur Einbeziehung der Eltern sind wi chtig, damit eine Transparenz über die Arbeit mit
dem Kind hergestellt wird und die Eltern im besten Fall ihr Kind auch zu Hause angemessen unter-
stützen können.
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4.6 Digitalisierung
Digitale Medien haben auch schon im Grundschulalter teilweise einen hohen St ellenwert und üben
einen Einfluss auf kindliche Sichtweisen, Haltungen und Wertvorstellungen aus. Oft haben die Er-
wachsenen wenig Ahnung und Vorstellung von den „Influencer:innen“ und Inhalten, die die Kinder
im Netz ansehen.
Grundsätzlich geht es auch beim Benutzen von digitalen Inhalten darum, zu kommunizieren, die Welt
zu entdecken, sich zu messen, zu lernen, sich selbst darzustellen. Dies alles geschieht allerdings im
Wesentlichen ohne körperlich-sinnliche Erfahrungen und oft ungefiltert und ohne Beglei tung durch
Erwachsene.
Wir nutzen die positiven Aspekte der Medien über Angebote, die zum kreativen Umgang mit ihnen
anregen (z.B. Malen, Filmen, Fotografieren, Gestalten und E ntwickeln). Wir begleiten die Kinder kri-
tisch und nutzen Gesprächsmöglichkeiten , die sich aus den Erzählungen der Kind er ergeben. Neue
Medien werden als Möglichkeit bei der Lernzeit eingesetzt z.B. für die Recherche zu bestimmten The-
men. Die gute Ausstattung des Vormittags mit Tablets kann hier in Absprache mit den Lehrer:innen
genutzt werden.
Unsere OGS-Teams werden geschult, Wissen über Medien und Inhalte zu bekommen und eine eigene
Haltung zu entwickeln, die es ihnen ermöglicht, eine informierte Mittlerrolle zum Elternhaus für Ge-
spräche über dieses Thema einzunehmen.
Wichtig ist eine gute Abstimmung mit der Schule, um die genutzten Softwarelösungen der Schule
auch in der OGS aktiv unterstützen zu können, die Schülerinnen und Schüler sollen auch bei den
Hausaufgaben gut in Bezug auf digitales Lernen unterstütz t werden, wenn dies von der Schule vor-
gegeben ist. Diesbezüglich richtet sich das Fortbildungsangebot im Bereich Digitalisierung für unsere
Mitarbeitenden auch an den digitalen Angeboten der jeweiligen Schule aus.
4.7 Musik
Viele Schulen nehmen an den Projekten JeKiSS (Jedem Kind seine Stimme) oder JeKi (Jedem Kind sein
Instrument) teil. Diese Musikalität setzen wir am Nachmittag über Projekte fort (wie z.B. ein Band-
projekt oder darüber, da ss Singen auch als gemeinschaftsstiftende und Spaß machende Aktion im
Nachmittag integriert wird). Dafür finden wir Honorarkräfte, Kooperationspartner:innen aus den
Stadtteilen oder nutzen die Fähigkeiten und Interessen unserer eigenen Mitarbeiter:innen.
4.8 Ökologie
Nachhaltigkeit und ein sensibler, ressourcenschonender Umgang mi t der Natur sind vielen Kindern
schon in der Grund schule ein wichtiges Anliegen. Wir nutzen vorhandene Schulgärten für Projekte.
Gemüse und Obst kann angebaut und der Wachstums - und Gedeihprozess vom Säen/Pflanzen bis
zum Ernten miterlebt werden. Die Kinder lernen biologische und ökologische Zusammenhänge ken-
nen. Nahegelegene Wälder oder Naturgebiete werden für Ausflüge zum Naturerleben und zum Erfah-
ren von Natur als Entspannungs- und Kraftquelle genutzt.
4.9 Partizipation
Mit der Teilnahme am Offenen Ganztag wird die Schule für Kinder von einem Lern- zu einem Leben-
sort. Die altersangemessene Beteiligung der Kinder am Schulleben ist ein wichtiger Wohlfühlfaktor.
Wenn Kinder sich an der Schule den ganzen Tag grundsätzlich wohlfühlen, hat das eine starke Wir-
kung auf das Gelingen der Grundschulzeit. Die Kinder werden im Offenen Ganztag auf unterschiedli-
che Weise miteinbezogen:
Tägliche Runde nach der Lernzeit über strukturelle Themen (was am Tag oder in der Woche wich-
tig ist, welche Angebote nachmittags s tattfinden, wer wann wohin geht etc.) und persönliche
Themen (wer möchte mit wem s pielen, hat jeder jemanden zum S pielen, gibt es unbearbeitete
Konflikte oder Spannungen, die noch geklärt werden müssen etc.)
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Beteiligung an der Auswahl und Neubestellung von Spielmaterial
Beteiligung an Mittagessenswünschen
Kinderkonferenzen mit Klassen- oder OGS-Sprecher:innen
Verantwortungsübernahme für bestimmte Aufgaben (z.B. beim Mittagessen )
Grundsätzlich unterstützen wir das OGS -Team dabei, eine Haltung zu entwickeln oder weiter auszu-
bauen, die auch im alltäglichen, informellen oder unstrukturierten Kontakt gut hinhört und Gelegen-
heiten für Beteiligung und Selbstwirksamkeit auch beiläufig und selbstverständlich in den Alltag ein-
baut.
5. Ferienbetreuung
Alle OGS- Kinder haben einen Anspruch auf 6 Wochen Ferienbetreuung. Die Zeiten werden pro Schul-
standort festgelegt und sind für die Eltern verlässlich. Wenn es der Sozialraum erlaubt, gibt es eine
Kooperation zwischen den Grundschulen und den Trägern der O ffenen Kinder - und Jugendarbeit.
Auch mit den Kitas und Kindergärten im Einzugsgebiet soll sich nach Möglichkeit abgestimmt werden.
Es gibt eine Abfrage im Herbst eines jeden Jahres für den Bedarf im Schuljahr. Daran bemisst sich
der Personalbedarf, der mi t einer Gruppe eigener Fach - und Unterstützungskräfte sowie mit Hono-
rarkräften, studentischen Mitarbeiter:innen und Kooperationspartner:innen möglichst aus dem
Stadtteil abgedeckt wird.
Die Betreuung wird an der jeweiligen Schule durchgeführt. Die Kinder u nd Mitarbeiter:innen sollen
eine schöne und entspannte Zeit zusammen gestalten und verbringen. Viele Kinder genießen den
veränderten Tagesablauf, die ruhigere Atmosphäre und die Tatsache, da ss sie einfach spielen kön-
nen. Es finden Angebote und Ausflüge statt, sodass die Kinder eine abwechslungsreiche Zeit in den
Ferien erleben können. Auch hier w erden die Kinder im Vorfeld mit einbezogen, s odass ihre Vor-
schläge und Wünsche ins Programm eingebaut werden können.
6. Kooperation
Eine gute inhaltliche und strukturelle Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren an Schule
trägt wesentlich zum Gelingen von Schulkarrieren für Kinder als auch zu einem guten Schulklima
bei. Wenn das gelingt, fühlen Kinder sich wohl, sehen Eltern die Schule als vertrauenswürdigen
Partner für die Themen der Kinder/der Familie an, engagieren sich Mitarbeiter:innen.
6.1 Mit Eltern
Für eine gelingende Erziehungs - und Bildungspartnerschaft ist eine gute Kooperation zwischen El-
tern, Fach- und Lehrkräften von grundlegender Bedeutung. Die Fachkräfte der Schule stehen in der
Verantwortung, auf Eltern, unabhängig von ihrer Situation, wertschätzend, offen und freundlich zu-
zugehen. Wenn die Eltern eine positive Haltung gegenüber der Schule haben , wirkt sich das in der
Regel positiv auf die Kinder und die Arbeit mit ihnen aus. Eltern sollen nicht ihrer Erziehungsverant-
wortung enthoben, sondern am Entwicklungsprozess ihrer Kinder beteiligt werden. Dafür ist regel-
mäßiger, transparenter und zeitnaher Austausch zwischen Fachkräfte n und Eltern not wendig, der
nach Möglichkeit wenig anklagend, sondern beschreibend gestaltet werden sollte. Unterschiedliche
Informations- und Zugangswege stellen sicher, dass Eltern auch erreicht werden, wenn sie nicht al-
phabetisiert sind, kein Deutsch können oder selten an der Schule präsent sind.
Seite 13 Konzept OGS Caritas Münster
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften
Stand 11.2021
Auf unterschiedliche Art und Weise können die Eltern in den Ganztag einbezogen werden:
Einbindung in Gremien (z.B. OGS -Sprecher:innen in regelmäßigem Austausch mit der O GS-Koor-
dination)
Aktive Mitwirkung oder Verantwortungsübernahme für bestimmte Themen im Offenen Ganztag,
Einbindung in die konzeptionelle Weiterentwicklung (z.B. Teilnahme und/oder Mitgestaltung von
Festen, Aktionen, Ausflügen)
Partizipation bei der Weiterentwicklung der Bildungs- und Freizeitangebote
Individuelle Gesprächsangebote (z.B. beim Elternsprechtag, „Tür- und Angelgespräche“ in Abhol-
situationen, terminierte Elterngespräche zu bestimmten Themen bezüglich der Kinder)
6.2 Innerhalb der Schule
An der Grundschule gibt es unterschiedliche Berufsgruppen mit unterschiedlichen Aufgabenfeldern.
Für eine gute inhaltliche pädagogische Arbeit im Offenen Ganztag ist eine flüssige und transparente
Zusammenarbeit und Kommunikation von großer Bedeutung. Wenn alle Informationen gut ine inan-
dergreifen können Kinder möglichst einheitlich in ihren Themen, Entwicklungspotentialen und Ent-
wicklungsaufgaben unterstützt werden. Verschiedene Strukturen sind dabei hilfreich:
In einem Jour-fixe treffen sich Schulleitung und OGS-Koordination zu den gemeinsamen Themen
und Fragestellungen und als Schnittstelle in die jeweiligen Teams
Die OGS-Koordination nimmt an den relevanten Gremien der Schule teil (Lehrerkonferenz, Schul-
pflegschaft, Schulkonferenz)
Die Schulleitung besucht zu abgesprochenen Zeiten oder zu nachgefragten Themen das OGS -
Team
Lehrer:innenstunden werden im Offenen Ganztag eingesetzt für die Lernzeitbegleitung oder für
pädagogische Angebote
Es gibt ein multiprofessionelles Team (Sonderpädagogik, Schulsozialarbeit, Heilpädagogik,
Schulleitung, OGS-Leitung), welches gemeinsam auf Kinder mit beso nderem Bedarf guckt, Auf-
gaben, Zuständigkeiten und Absprachen trifft und weitertransportiert
Berufsübergreifende gemeinsame Fortbildungen oder pädagogische Thementage erhöhen die
Qualität der Zusammenarbeit und ein Miteinander auf Augenhöhe
Es gibt feste Ansprechpartner:innen im Ganztag für jede Klasse
6.3 Innerhalb der Caritas
Als Träger nimmt die Caritas Münster über die Bereichsleitung „Schulnahe Jugendhilfe“ die Fachbe-
ratung und inhaltliche Weiterentwicklung des OGS-Konzepts in ihre Verantwortung. Die OGS-Koordi-
natoren haben wöchentlich ein Team mit der Fachberatung, welches zum großen Teil per Vi deokon-
ferenz durchgeführt wird. Die jeweiligen OGS-Teams werden in größeren Abständen und zu bestimm-
ten pädagogischen Themen besucht.
Die Bereichsleitung ist in trägerinterne Gremienstrukturen eingebunden und der Abteilung „Jugend-
und Familienhilfen“ zugeordnet. Dadurch ergeben sich vielfältige Effekte, die den Kindern und Fami-
lien im Offenen Ganztag zu Gute k ommen. Unter anderem gibt es die Möglichkeit, bedarfsgerechte
Beratungs- und Unterstützungsangebote z.B. aus der Erziehungsberatungsstelle, den Frühen Hilfen,
der Schuldnerberatung, dem Migratio nsdienst, der Suchtberatung, den teilstationären oder ambu-
lanten erzieherischen Hilfen, gegebenenfalls unter Einbeziehung des KSD zu vermitteln.
Seite 14 Konzept OGS Caritas Münster
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. und angeschlossene Gesellschaften
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6.4 Mit anderen Organisationen, Trägern und Verbänden
Die Caritas arbeitet sowohl im Sozialraum der Schule als auch darüber hinaus mit unterschiedlichen
Kooperationspartner:innen zusammen. Die Vernetzung im Stadtteil mit Kulturschaffenden, Verbän-
den, Vereinen und Organisationen sorgt dafür, dass Kinder und Familien die Möglichkeiten zu Bil-
dung, Vereinsleben, Kunst und Kultur kennen und nutzen lernen. Mit freien Trägern, der Stadt Müns-
ter als öffentlicher Jugendhilfeträgerin, der Schulpsychologie und dem KSD sowie Einrichtungen aus
dem Gesundheitswesen arbeiten wir zusammen, um Eltern und Kinder in schwierigen Situationen
bedarfsgerecht und bestmöglich unterstützen zu können. Auch außerhalb des Sozialraums gibt es
Anbieter von unterschiedlichen A ktivitäten, mit denen wir kooperieren, um den Kindern breitgefä-
cherte Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten bieten zu können.
6.5 Mit der Stadt Münster
Es gibt eine lang jährige und kooperative Zusammenarbeit in unterschiedlichen Zusammenhängen
mit der Stadt Münster. Diese dient der inhaltlichen Auseinandersetzung und Weiterentwicklung des
Offenen Ganztages, der Di skussion aktueller Themen mit evtl. Handlungsableitung sowie der Quali-
tätssicherung:
Trägerkonferenzen mit der Stadt Münster und freien OGS-Trägern
Facharbeitskreise für OGS-Koordinator:innen
Inhaltliche Gremienarbeit zu bestimmten Themen
Teilnahmemöglichkeiten am städtischen Fortbildungsprogramm
Entwicklung gemeinsamer Absprachen und Haltungen
7. Qualitätssicherung
Um die fachliche Arbeit stets auf einem hohen Niveau und dem aktuellen Stand des Wissens halten
zu können, werden verschiedene Maßnahmen der Qualitätssicherung durchgeführt. Auch für den Kin-
derschutz sind festgelegte Verfahrensabläufe ein notwendiger Standard in Bezug auf Qualität und
zeitnahes Handeln.
7.1 Einbindung der OGS in das Qualitätsmanagement der Caritas Münster
Qualitätsmanagement bewerten wir als einen wesentlichen Erfolgsfaktor. Mit dem zentralen Q uali-
tätsmanagementsystem der Caritas Münster werden Festlegungen zur Unternehmenspolitik, zu Zie-
len und Strukturen, zu systematischen Abläufen, zu Prozessen sowie zu Überprüfungs - und Überwa-
chungsmaßnahmen getroffen. Damit soll eine ständige Verbesserung der Qualität der Dienstleistun-
gen als auch interner Abläufe erreicht werden. Ein wichtiges Ziel ist, die Qualität der Arbeit in den
Bereichen, Einrichtungen und Diensten auf einem hohen Niveau zu halten und an der Kunden - und
Mitarbeitendenzufriedenheit auszurichten. Zur Bearbeitung der Themen wurde ein e Arbeitsstruktur
etabliert, in der Mitarbeitende je nach Thema aus verschiedenen Teams oder innerhalb eines Teams
zusammenkommen und Verfahren und Konzepte erarbeiten.
In Bezug auf die Arbeit im offenen Ganztag bedeutet dies, dass einheitliche Qualitätsgrundsätze de-
finiert und regelmäßig überprüft werden. Inhalte und Konzepte der täglichen Arbeit werden inner-
halb der Teams reflektiert und bei Bedarf angepasst.
7.2 Qualität in Bezug auf das Personal
Mitarbeitenden werden regelmäßig Fort- und Weiterbildungen angeboten. Thematische Bedarfe kön-
nen sich dabei sowohl aus der täglichen Arbeit als auch aus Neuerungen bei gesetzlichen oder fach-
lichen Grundlagen ergeben. Wichtig ist uns dabei die Verzahnung mit der Schule in den Blick zu neh-
men, um ggfs. Themen im Bereich der Fort- und Weiterbildung bündeln zu können.
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Es werden zudem jährlich Mitarbeitendengespräche mit allen Mitarbeitenden geführt. Diese verbes-
sern die interne Kommu nikation und tragen so zu einer größeren Mitarbeitendenzufriedenheit bei.
Zudem können hier Potentiale erfasst werden, die die Entwick lung der Mitarbeitenden fördert und
eine strategische Personalentwicklung möglich werden lässt.
7.3 Kinderschutz
Die Caritas Münster verfügt über ein eigenes Institutionelles Schutzkonzept zur Sicherung eines
grenzachtenden Umgangs. Dies wird als Anlage zum Konzept mitgesendet.
Die Caritas Münster setzt die „Vereinbarung über die Zusammenarbeit zur Sicherung des Kindeswohls
zwischen den Grundschulen im Stadtgebiet Münster, dem Amt für Schule und Weiterbildung und dem
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien (Stand 15.07.2015)“ um. Im Schulterschluss mit der Schule
(§ 42 Schulgesetz NRW) wertet die OGS nach § 8a SGB VIII das Kindeswohl ein. Trägerintern wird eine
sogenannte Kinderschutzfachkraft hinzugezogen und alle Prozess schritte der Vereinbarung werden
eingehalten. Eltern/Sorgeberechtigte und der Kommunale Sozialdienst werden wie vorgesehen ein-
bezogen und beteiligt. Trägerintern gibt es für alle Mitarbeiter:innen im Rahmen des Institutionellen
Schutzkonzepts eine Fortbildung zur “Prävention sexueller Gewalt“.
Wenn es zu Anhaltspunkten von Kindeswohlgefährdung kommt, werden in einem abgesprochenen
Gremium (z.B. multiprofessionelles Team der Schule mit OGS-Kraft, OGS-Koordination, Schulsozial-
arbeit und Schulleitung) die Fakten zusammengetragen und darüber beraten, welche Schritte folgen.
Idealerweise gibt es an der Schule eine:n Kindeswohlbeauftragte:n, der oder die hi nzugezogen wer-
den kann.
7.4 Qualität über Strukturen
Es gibt verschiedene Strukturen innerhalb der Caritas, der Abteilung, des Bereiches und der jeweili-
gen OGS, die dafür sorgen, dass die Qualität gesichert und weiterentwickelt werden kann:
Für die Fachberatung Leitungswerkstatt (Fachberatung, 4 Mal im Jahr)
Abteilungskonferenz (Fachberatung monatlich)
Fachausschuss OGS Diözesancaritasverband (6 Mal im Jahr)
für die OGS-Koordination OGS-Koordinationsteam (mit Fachberatung wöchentlich)
OGS-Leitungssupervision (4-5 Mal jährlich)
Für das OGS-Team OGS Teamsitzungen mit Gruppenleitungen und Unterstüt-
zungskräften (wöchentlich)
OGS-Großteams (4-6 Mal jährlich)
Fach- oder Teamtag OGS gesamt (1 Mal jährlich)
Bei Bedarf Fachberatung im OGS-Team (zu bestimmten Themen, mehr-
mals im Jahr)
Steuergruppe OGS zur Weiterentwicklung des Konzepts
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Dazu gibt es Strukturen über die Stadt Münster zur Qualitätssicherung, an der entweder die OGS -
Koordinator:innen, die Fachberatung oder die Abteilungsleit ung Jugend -und Familienhilfen teil-
nimmt:
Für die Fachberatung Trägerkonferenz OGS
Qualitätszirkel zu bestimmten Themen
Für die OGS-Koordination Facharbeitskreis OGS
Fachtag OGS für alle Träger
Fachtag Förderinseln für alle Träger
Für das OGS-Team Fachtag OGS für alle Träger
Viele dieser Gremien (sowohl der Caritas als auch der Stadt Münster) finden aus Gründen der Zeiter-
sparnis inzwischen häufig digital statt. Es wird auf einen angemessenen Wechsel zwischen Präsenz -
und online-Veranstaltungen geachtet.
Darüber hinaus nehmen wir mit einer Schule am Projekt „Zukunft Ganztag sbetreuung!“ des BvkE
(Bundesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen e. V) von 2021 – 2023
teil.
8. Zukunftsmusik und Ausblick
Ein Konzept ist niemals ganz fertig und entwickelt sich z.B. aufgrund von entstehenden Bedarfen,
beobachtbaren Phänomenen, Fragen von Kindern, Eltern und Mitarbeiter:innen, geänderten Vorga-
ben oder neuer fachlicher Erkenntnisse immer weiter.
Im Folgenden werden Themen beschrieben, die der Caritas Münster als Entwicklungsthemen wich-
tig sind.
8.1 1 Schule – 1 Träger
Mit der Stadt Münster und der Schule zusammen bauen wir unsere OGS-Standorte sukzessive so
aus, dass wir an den jeweiligen Schulen alle Dienste anbieten, die in schulnaher Jugendhilfe tätig
sind (Schulsozialarbeit, Förderinsel, Schulbegleitung). Dies vereinfacht die Absprachen im Netz-
werk, es gibt klare Ansprechpartner:innen, die Informationen fließen schneller und flüssiger, es
sind nicht so viele unterschiedliche Termine nötig.
8.2 OGS als sozialraumorientiertes Angebot
Jede Schule ist verwurzelt in ihrem Quartier mit seinen Menschen, seinen Vereinen, seinen Themen
und Strukturen. Hier gilt es, Akteure zu finden, mit denen die OGS Kooperationsmöglichkeiten einge-
hen kann. Zum einen, um interessante AGs an Schulen anzubieten, zum anderen, um für die Kinder
im Stadtteil niederschwellig Bildungsangebote zu schaffen, die sich am Bedarf und an den Interessen
der Kinder orientieren. Auch braucht es eine Aufmerksamkeit für die Themen und Probleme, die El-
tern im Sozialraum bewegen. Eine Zielperspektive ist es, die vielfältigen Beratungsangebote der Cari-
tas (z.B. zu de n Themen Geld, Wohnen, Erziehung, Migration und Familienhilfe) niedrigschwellig für
die Eltern nutzbar zu machen. Denkbar sind Formate wie offene Sprechstunden oder Elterncafes.
8.3 Trägerinterne Fortbildungen
Die Caritas Münster kann über ihr eigenes Fortbildungsinstitut Inhalte für ihre ei genen OGS–Teams
anbieten und diese teilweise auch für die Kolleg:innen anderer Träger öffnen. Die Fortbildungen neh-
men die Bedarfe der Mitarbeiter:innen und die Themen an den Schulen auf und können sowohl in
Präsenz stattfinden als auch digitale Formate bedienen. Zum Thema „Grenzachtender Umgang“ und
Seite 17 Konzept OGS Caritas Münster
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„Prävention sexuell übergriffigen Verhaltens“ werden gerade Onlineformate geplant, die Mitarbei-
ter:innen individuell abrufen können und die dann in einer Präsenz veranstaltung nachbereitet wer-
den.
8.4 Schulübergreifende Zusammenarbeit
Die Caritas Münster ist sehr an schulübergreifender Kooperation interessiert, um Ressource n gut zu
nutzen und zu steuern. Dieses scheint besonders aktuell und wichtig für Krankheitsvertretungen, bei
der Ferienplanung oder Fortbildungsangeboten.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Personal mit einer bestimmten Fachrichtung übergreifend zu
beschäftigen, um bestimmten Themen der Kinder noch besser begegnen zu können (z.B. Anti-Gewalt-
training, Fair streiten, Theaterprojekte) oder das Personal zu bestimmten Themen zu unterstützen
(z.B. heilpädagogische Sicht auf Kinder, Kommunikation mit Kindern in schwierigen Situationen, Ge-
walt an Schule, Wichtigkeit von Angeboten für Mädchen und für Jungen).
8.5 Diversität
Die Gesellschaft in der wir leben verändert sich kontinuierlich und damit auch die Lebenswirklichkeit
und die Bedürfnisse von Kindern. M it den Familien der Kinder im Austausch zu sein bedeutet nicht
nur, den Eltern die Perspektive der Schule mitzuteilen, oder womöglich Anforderungen zu stellen,
sondern umgekehrt für die Schüler:i nnen und ihre Familien ansprechbar und offen zu sein und so
eine auf Vertrauen und Austausch basierende wechselseitig positive Beziehung herzustellen. Nur in
einer solchen, offenen Atmosphäre und unter Berücksichtigung der speziellen Bedürfnisse, kann die
ganz individuelle positive Entwicklung eines Kindes stattfinden.
8.6 Nachhaltigkeit
Der Deutsche Caritasverband (DCV) hat das Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2030 ausgeschrie-
ben. Die Caritas Münster hat diesbezüglich eine interne Arbeitsgruppe zum Thema Nachhaltigkeit
gegründet, die sich diesem Thema annimmt. Neben kurzfristigen Maßnahmen wie zum Beispiel der
Müllvermeidung bei Veranstaltungen werden aktuell auch weitere Maßnahmenpakete aufgelegt, die
das Ziel der Klimaneutralität unterstützen.
Ergebnisse der internen Arbeit der Caritas Münster werden zunehmend auch in den Arbeitsalltag der
Offenen Ganztage einfließen. Im Vordergrund steht dabei der ressourcenschonende Umgang mit
Energie und Materialien, aber auch neue Bildungsprojekte mit weiteren Kooper ationsträgern oder
die laufende Überprüfung unserer Lieferanten in Bezug auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit
sind wichtiger Bestandteil in diesem Projekt.
8.7 Kultursensibilität
Münster ist, aufgrund vieler Faktoren, sei es durch die Universität oder den Zuzug durch Migranten
aus verschiedensten Ländern, ein immer diverserer Schulstandort geworden und entwickelt sich im-
mer weiter. Der Bedarf an Kultur- und Sprachmittlung wird immer größer.
Für viele Familien ist der Kontakt zur Schule ihrer Kinder der einzige zum „typischen“ deutschen
Alltag. Hier prallen Welten voller Vorurteile und Missverständnisse aufeinander. Sich zu begegnen,
gehört zu werden und gut zu kommunizieren sind die besten Möglichkeiten viele Schwierigkeiten auf
Augenhöhe zu beheben und Lösungen zu finden.
Einerseits ist die Erwartung an den Anpassungswillen der Fami lien mit internationalem Hintergrund
in unserer Gesellschaft hoch. Andererseits fühlen sich die Mitarbeiter:innen oftmals im Umgang mit
den ihnen fremden Sprachen und Bräuche n unsicher und wissen nicht an wen sie sich mit ihren
Fragen wenden können.
Es ist daher unser Anliegen, Lösungen für Eltern und Betreuer:innen anzubieten und gezielt Ange -
bote zu schaffen. Diese können die Form von Workshops oder Vorträgen haben, aber au ch als per-
sönliche Beratung in Gesprächsform hybrid in Anspruch genommen werden. Wir haben im Verband
eine sozialpädagogische Fachkraft mit jahrelanger Erfahrung im Bereich der interkulturellen Bera-
tung zur Verfügung, die Teams in dieser Hinsicht schulen k ann oder zu Fallberatungen mit dieser
Fragestellung hinzugezogen werden kann.
Seite 18 Konzept OGS Caritas Münster
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8.8 Hybride Elternformate
Elternabende werden sehr unterschiedlich gut besucht, es scheint in den letzten Jahren schwieriger
geworden zu sein, Eltern abends für bestimmte Themen zu e rreichen. Wir können Elternabende on-
line oder hybrid durchführen, um auch Eltern zu erreichen, die sich keinen Babysitter leisten können
oder aus anderen persönlichen Gründen lieber nicht in Präsenz teilnehmen möchten.
8.9 Mobbing, Gewaltprävention, Umgang mit Gewalt zwischen Kindern
Die Caritas Münster ist seit längerem in der Gewaltprävention tätig und beschäftigt zwei Mitarbeiter,
die sich speziell diesem Thema widmen. Wir möchten für die Offenen Ganztage in unserer Träger-
schaft ein Konzept erarbeiten, wie mit dem Thema umgegangen werden kann und welche Strukturen
und Methoden hilfreich sind, um Gewalt vorzubeugen oder mit ihr umzugehen, wenn sie auftaucht.
Dies bezieht sich sowohl auf den Umgang zwischen den Kindern als auch auf die Ebene zwischen
Mitarbeitenden und Kindern (natürliches Machtverhältnis aufgrund von Alter, Größe und Position)
und den Umgang der Mitarbeiter:innen untereinander.
Kontaktdaten für Rückfragen oder Rückmeldungen:
Dr. Ralf Kaisen
Abteilungsleitung Kinder, Jugend- und Familienhilfen
Tel 0251 53009-338
ralf.kaisen@caritas-ms.de
Wire: @kaisen_caritas_ms
Christina Kleinefenn
Bereichsleitung Schulnahe Jugendhilfe
Tel 0251 53009-360
Mobil: 0170 5969796
christina.kleinefenn@caritas-ms.de
Wire: @kleinefenn_caritas_ms
Anlage 1 OGS-Kriterienkatalog
3167 Zeichen
Kriterienkatalog für die außerunterrichtlichen Angebote der Offenen Ganztagsschulen (OGS) Die Fachlichkeit des Trägers und sein pädagogisches Konzept werden anhand der nachfol- genden Auswahlkriterien ausgewertet. Den Kriterien sind jeweils zu beachtende Standards und Orientierungsrahmen zugrunde gelegt: Qualitätsstandards der Offenen Ganztagsschule in M ünster Entsprechende Erlasse des Landes NRW in den aktuel l gültigen Fassungen Pädagogisches Konzept/Leistungsbeschreibung Das Konzept, das die gesetzlichen Grundlagen (BASS) , aktuelle gesellschaftlichen Erforder- nisse und die Grundhaltung des Trägers sowie dessen Arbeitsweisen verdeutlicht, muss vor- liegen und ist Grundvoraussetzung für die Trägerschaft einer OGS. Querschnittsaufgaben Der Zuzug und die Integration von Migrantinnen und Migranten stellen an OGS-Träger beson- dere Anforderungen. Sprachliche und kulturelle Barr ieren müssen gemeistert, schnelle und kompetente Integrationsangebote erarbeitet und entwickelt werden. Gleiches gilt für die The- men der Inklusion von Kindern mit Behinderungen und der Genderthematik. Informelle und soziale Bildung als Querschnittsthema ist grundsätzlich enthalten. Zentrales Ziel von Bildung ist die Befähigung des Kindes, ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zu füh- ren und umfassend am sozialen und ökonomischen Leben und der gesellschaftlichen Entwick- lung partizipieren zu können. Mitbestimmung Der OGS-Träger soll ein beteiligungsorientiertes, p ädagogisches Konzept mit einem ange- messenen Maß an Partizipation darlegen. Kooperationsstrukturen Bereits vorhandene räumliche Bezüge zu bestehenden Einrichtungen im Sozialraum der Ein- richtung ermöglichen die Nutzung von Synergien, die die Wirtschaftlichkeit einer OGS erhö- hen. Sozialraumbezogene Angebote werden bedarfsgerecht aufeinander abgestimmt und wei- terentwickelt, wenn die Akteure des Sozialraums sich hierzu entsprechend vernetzen. Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen Die Anforderungen an Träger der Offenen Ganztagsschulen befinden sich, analog zur gesell- schaftlichen Entwicklung, laufend im Wandel. Neue Herausforderungen sind kontinuierlich mit neuen Antworten und Konzepten zu begegnen. Aus dies em Grund ist eine funktionierende und sich weiterentwickelnde Trägerstruktur eine not wendige Voraussetzung für den Betrieb einer OGS. Implementierte Qualitätsentwicklungs- und Sicherung sprozesse mit inkludierten Verfahrens- abläufen in Bezug auf den Kinderschutz und die Zusa mmenarbeit mit der städtischen OGS- Fachberatung ist ein notwendiger Standard. Besondere Merkmale des Trägers Bei diesem Kriterium können weitere besondere Angebote des Trägers in die Bewertung ein- fließen, die über die zuvor benannten Kriterien und Orientierungsrahmen nicht abgedeckt wer- den, jedoch eine Bereicherung für die Angebote der OGS darstellen. Gleichzeitig kann der Punkt der gewünschten Trägerpluralität/Trägervielfalt in Münster in der Bewertung berücksich- tigt werden sowie besondere Anforderungen, welche a us den Bedarfen der Schule und des Stadtteils entstehen. Stand: 02/2022
Anlage 2 Kolping_OGS_Konzept Martinischule
45216 Zeichen
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Konzept
Offene Ganztagsangebote
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Inhalt
1.Vorbemerkung ....................................................................................................................................... 3
2. Leitbild ................................................................................................................................................... 4
3. Ziele und Grundsätze ............................................................................................................................ 5
3.1 Sprache und Kommunikation .......................................................................................................... 6
3.2 Inklusion von Kindern mit Behinderung und Genderthematik ....................................................... 6
3.3 Integration von Migrantinnen und Migranten ................................................................................ 6
3.4 Bewegung, Spiel, Sport und Ruhe .................................................................................................... 7
3.5 Ernährung und Gesundheit .............................................................................................................. 7
3.6 Kulturelle Bildung ............................................................................................................................ 8
3.7 Natur und Umwelt ........................................................................................................................... 8
3.8 Hausaufgaben und Wochenplan ..................................................................................................... 8
3.9 Verkehrserziehung und Radfahrausbildung .................................................................................... 9
4. Rahmenbedingungen ............................................................................................................................ 9
4.1 Betreuungszeiten und Ferien .......................................................................................................... 9
4.2 Gestaltung der Gruppen ................................................................................................................ 10
4.3 Partizipation ................................................................................................................................... 11
4.4 Kooperationen ............................................................................................................................... 11
4.5 Zusammenarbeit mit den Eltern .................................................................................................... 12
4.6 Zusammenarbeit mit der Grundschule ......................................................................................... 13
4.7 Zusammenarbeit mit dem Schulträger .......................................................................................... 13
5. Personal ............................................................................................................................................... 13
5.1 Leitung, Koordination .................................................................................................................... 13
5.2 Qualifikation des Personals ........................................................................................................... 13
5.3 Personaleinsatz .............................................................................................................................. 14
5.4 Fortbildung des Personals ............................................................................................................. 14
6. Kinderschutz ........................................................................................................................................ 15
7. Qualitätssicherung .............................................................................................................................. 15
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1.Vorbemerkung
Ausgehend vom Schwerpunkt „Entschieden für Familie“ sieht das Kolpingwerk Diözesanverband
Münster Angebote der Übermittags- und Ganztagsbetreuung auch im Kontext der verbesserten
Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Jedoch müssen Schule und
Erziehung in erster Linie das Wohl des Kindes im Blick behalten. Unter diesem Gesichtspunkt sollten
die Angebote so gestaltet sein, dass sie die Kinder entsprechend ihrem Entwicklungsstand und ihrer
sozialen Reife fördern.
Die offene Ganztagsgrundschule „soll durch die Zusammenarbeit von Schule, Kinder- und Jugendhilfe
und weiteren außerschulischen Trägern ein neues Verständnis von Schule entwickeln. Sie sorgt für
eine neue Lernkultur zur besseren Förderung der Schülerinnen und Schüler. Sie fördert die
Zusammenarbeit von Lehrkräften mit anderen Professionen.“ (RdErl. Punkt 1.1)
Das Kolping-Bildungswerk ist anerkannter Träger der Jugendhilfe nach § 75 KJHG/SGB VIII.
In unserem Konzept orientieren wir uns an dem Modell „QUIGS 2.0 – Primar, Qualitätsentwicklung in
Ganztagsschulen“ und greifen Inhalte der einzelnen Module des Modells auf.
Das Kolping-Bildungswerk kooperiert in vielfältiger Weise mit Schulen im Münsterland.
Wir sind Träger der offenen Ganztagsgrundschule an der
Verbundgrundschule Milte-Einen
Brigidenschule Legden-Asbeck
der pädagogischen Übermittagsbetreuung in der Sekundarstufe an 11 Schulstandorten
der Schulsozialarbeit an 6 Schulstandorten
der sozialpädagogischen Betreuung in einem Internat
sowie einer U3-Betreuung
Die Mensa bzw. Essensausgabe organisieren wir an 4 Schulen.
An mehreren Schulstandorten sind Integrationshelfer und FSJ’ler tätig.
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2. Leitbild
Das Kolping Bildungswerk ist Teil des weltweiten Kolpingwerkes, das heute mit rund 450.000
Mitgliedern in mehr als 50 Ländern der Erde auf allen Kontinenten vertreten ist. Allen Kolping-
Einrichtungen gemeinsam ist der programmatische Anspruch ihrer Arbeit, den Adolph Kolping, der
große deutsche Sozialreformer, schon vor 150 Jahren geprägt hat:
„Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der Mensch.“
Eine Leitlinie, die auch die Aufgaben der Kolping- Bildungswerke prägt. Unter Bildung verstehen wir
einen den ganzen Menschen umfassenden lebenslangen Prozess, der den Menschen befähigen soll,
über die eigene persönliche Entfaltung hinaus zu einer aktiven Teilhabe am sozialen, politischen und
wirtschaftlichen Leben zu gelangen. Unsere Grundlage ist das Leitbild des Kolpingwerkes
Deutschland.
In unseren Angeboten geht es um mehr als Wissensvermittlung, es geht um einen ganzheitlichen
Bildungsansatz, um ein ganzheitliches Verständnis des Menschen. Es geht um Herz und Verstand. Wir
sehen den Menschen mit seinen Bedürfnissen und Interessen in seiner konkreten Lebenssituation. Wir
sehen ihn sowohl in seiner Individualität als auch in seinen sozialen Beziehungen. Für uns und die
Gestaltung unserer Bildungsangebote folgt daraus eine Haltung
die geprägt ist von Glaubwürdigkeit
partnerschaftlichem Umgang
Verbindlichkeit
Zuverlässigkeit.
Das Kolping-Bildungswerk übernimmt aus dieser Überzeugung heraus Verantwortung für Familien
und ihre Kinder. Mit der Übernahme der Trägerschaft der pädagogischen Übermittagsbetreuung
sichert sie den Kindern eine qualitative Vielfalt von Lern-, Handlungs-, Welt- und Ich-Erfahrungen, um
sie für das Leben jetzt und in der Zukunft stark zu machen. Alle Freizeit- und Förderangebote sollen
moralische, kulturelle und religiöse Werte sowie soziale Kompetenzen vermitteln und dienen der
Persönlichkeitsentwicklung des Kindes.
Mit den vielfältigen Angeboten werden somit auch Familien entlastet und unterstützt und sie bietet
gerade Frauen eine Erleichterung für die Teilhabe am beruflichen, sozialen und auch kulturellen
Leben.
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3. Ziele und Grundsätze
Mit unserem Angebot verfolgen wir das Ziel, Kinder individuell zu fördern – auf der Grundlage ihrer
jeweiligen Begabungen, Bedürfnisse und lebensweltlichen Rahmenbedingungen.
Offene Ganztagsangebote sollen die individuelle und soziale Entwicklung der Kinder stärken. Die
Kinder erhalten im Rahmen der Angebote die Möglichkeit, an einer erweiterten Form von Förderung
und Betreuung teilzunehmen. Betreuung in diesem Kontext bietet den Kindern abwechslungsreiche
und altersgemäße Beschäftigungs- und Förderangebote.
Kinder brauchen für ihre Entwicklung verlässliche Strukturen mit verlässlichen Freiräumen, Raum für
eigenständige Aktivitäten und Welterkundungen, auch in der Begegnung mit anderen Kindern. Kinder
wollen Wissen und Können erwerben und benötigen dabei Unterstützung, Anleitung und
Anerkennung durch die Erwachsenen.
Kinder haben Begabungen, von denen sie selbst oft nichts wissen oder ahnen, auch ihre Eltern nicht.
Sie brauchen das Erlebnis, dass ihnen jemand durch Wertschätzung und Förderung ihre Fähigkeiten
entlockt oder ihnen hilft, neue Begabungen zu entdecken. Vor allem Kinder, die zu Hause und in
ihrem Umfeld wenig herausgefordert und wenig bestätigt werden, können nicht immer das
Selbstvertrauen entwickeln, das erforderlich ist, um auch mit eher schwierigen Situationen
umzugehen. Kinder brauchen Ermutigung bei Misserfolg und Schwierigkeiten und Anerkennung bei
Erfolg.
Das Ganztagsangebot eröffnet neue Spielräume für soziales Lernen und praktisches Erproben und
Erfahren, es bietet vielfältige Lern- und Erfahrungsfelder. Dabei können spezifische Neigungen und
Interessen der Kinder verstärkt berücksichtigt werden und so den individuellen Bedürfnissen der
Kinder und der Entwicklung von Selbstwirksamkeit besser gerecht werden.
Leitziele sind:
- Erweiterung von Handlungskompetenzen im Gruppenleben, Stärkung von sozialen
und emotionalen Kompetenzen (Konfliktlösungsstrategien).
- Stabilisierung und weitere Festigung von erworbenen schulischen Fertigkeiten und
Kenntnissen (durch gezielte Förderung).
- Erweiterung von musischen, sportlichen und kreativen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
- Stärkung der Selbstverantwortung hinsichtlich der persönlichen Entwicklung (Kinder
stark machen).
- Ausbau und Kräftigung von lebenspraktischen Fertigkeiten (Kochen, Hygiene).
- Integration, Vermeidung von Ausgrenzung (andere Kulturen kennen lernen und
akzeptieren).
- Stärkung der positiven Gesamtpersönlichkeit des Kindes, auch im Hinblick auf die
Geschlechteridentität.
Die Übermittagsbetreuung und das Angebot der Ganztagsbetreuung…
- ermöglicht mehr Zeit für Bildung und Erziehung und individuelle Förderung (z.B. Förderung
zur Behebung individueller Lernschwächen);
- bietet Spiel- und Freizeitgestaltung sowie eine ergänzende Gestaltung des Schulalltages;
- sorgt für ein umfassendes pädagogisches Angebot, das sich an dem jeweiligen Bedarf der
Kinder und der Eltern orientiert (Freizeitangebote, Hausaufgabenbetreuung, usw.);
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- entlastet bei Bedarf die Eltern, die einer Berufstätigkeit nachgehen müssen/ wollen;
- zielt auf besondere Förderangebote für Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien und für
Kinder mit besonderen Begabungen ab sowie Angebote zur Stärkung der Familienerziehung;
- will sprachliche Unterstützung für ausländische Kinder geben.
Über die regulären Förder-, Betreuungs- und Freizeitangebote für alle Kinder können bei Bedarf
spezielle Fördermöglichkeiten vereinbart werden, z.B.
- besondere Förderangebote für Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien und für Kinder
mit besonderen Begabungen sowie Angebote zur Stärkung der Familienerziehung.
- Schulsozialarbeit (niederschwelliger Beratungsansatz – Angebote für Kinder als auch Eltern
und Lehrer*innen müssen individuell am jeweiligen Bedarf orientiert entwickelt werden).
- Lernberatung (" Lernen lernen").
3.1 Sprache und Kommunikation
Sprache ist Mittel zum Zweck; Sprache übermittelt Anliegen und Wünsche, schafft Austausch und
Umgangsformen. Ohne gemeinsame Sprache findet jedoch kein Austausch statt. Ohne gemeinsame
Sprache ist nur begrenzt eine Gemeinsamkeit zu schaffen. Die Entwicklung einer gemeinsamen
Sprache und eines gemeinsamen „Tons“ („Der Ton macht die Musik.“) wird von Kindern geradezu
erwartet, denn sie wollen – unabhängig vom „Ton“ ihrer Äußerungen – in der Gemeinschaft der
Großen und in ihrer Bezugsgruppe akzeptiert und verstanden werden.
Der Umgang und die Kommunikation in der Gruppe bietet zusätzliche Räume, Sprache ganzheitlich zu
erfahren, systematische Hilfen zu geben, Methoden der Aneignung zu entwickeln und sich über
Sprache auszutauschen. So erleben die Kinder Problemlösestrategien und Alternativen, wie man sich
selbst zu helfen weiß. Wenn sich Kinder gefragt und verstanden fühlen, beteiligen sie sich,
identifizieren sich mit der Gruppe, tragen zur Atmosphäre bei, haben weniger Angst und erlangen
soziale Kompetenzen.
Als eine pädagogische Leitlinie dient die „Gewaltfreie Kommunikation“ nach Marshall B. Rosenberg.
Die pädagogischen Mitarbeiter*innen der OGS werden an zwei Tagen im Schuljahr weitergebildet,
sodass nachhaltig erworbene Kenntnisse umgesetzt und bestehende weiter ausgebaut und gefestigt
werden können.
Hier finden wir die Ansätze für unsere professionelle innere Haltung zu den Eltern und den Kindern.
Weiterhin bietet uns die „Gewaltfrei Kommunikation“ in der Methodik und Didaktik die Leitlinie den
alltäglichen und herausfordernden Situationen in einer guten Balance zu begegnen.
3.2 Inklusion von Kinder mit Behinderung und Genderthematik
Vorbemerkung:
„Das Ziel „Wir werden eine inklusive“ Schule ist sicherlich ein eher diffuses und nicht klares
abzugrenzendes Ziel, das Unsicherheiten und vor allem Konflikte schürt (Mays, 2016, S. 74). Es muss
also im Hinblick auf die Entwicklung einer inklusiven Schulkultur darum gehen, schrittweise zu
erreichende realistische Meilensteine in klar abgegrenzten Zeitfenstern zu diskutieren und zu
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verabreden. …“ QUA-LiS NRW (Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule,
Inklusive Schulkultur – Arbeitshilfe mit den Reflexionsbögen und Impulsen für die schulische Praxis,
Soest 11/2020, S.8).
Um diesen Erwartungen gerecht zu werden, folgen wir dem QUA-LiS NRW und der Grundschule und
beziehen uns hier auch, wie das Institut, auf den Reflexionskreis (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung
& Schubert, 2014)
Grundsätzlich streben wir eine Arbeitsgruppe an, in den sich alle Akteure dieser Schule
zusammenfinden. Hier soll es im ersten Schritt um eine Erfassung gehen, was es an der Schule bereits
gibt und wie die bisherigen Erfahrungen gewesen sind. Im folgenden Schritt muss erfasst werden,
was wir für eine weitere Entwicklung an der Schule brauchen. Hier ist für uns besonders interessant,
die bisherigen Kooperationen zwischen Schule und Ganztag zu betrachten. An welchen Stellen
brauchen wir eine primäre Weiterentwicklung, ggf. mit einem externen Coaching oder einer
Prozessbegleitung. An dieser Stelle ist es von besonderer Bedeutung, Bezugspersonen sowohl im
Schulalltag als auch im Ganztag als durchgehende Begleitpersonen zu installieren, z.B. in Form von
Schulbegleiter*innen, Integrationskräften oder OGS-Mitarbeiter*innen mit erweiterten
Aufgabenbereichen. Hier gilt es eine genaue Vereinbarung für die gesonderten Aufgaben zu treffen.
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Eine nachhaltige Weiterentwicklung im laufenden Prozess sichert eine Arbeitsgruppe, die sich
regelmäßig trifft und Erfahrungen austauscht sowie schwierige Situationen benennt und abbaut.
3.3 Integration von Migrantinnen und Migranten
Auch hier gilt es gemeinsam eine abgestimmte Integration zwischen Lehrerschaft und Ganztag für die
Kinder mit Migrationshintergrund zu gestalten. Hier bietet sich eine Begleitung teilweise /
stundenweise am Vormittag und in den Differenzierungskursen etc. durch OGS-Mitarbeiter*innen an.
Somit haben die Kinder eine erwachsene Person sowohl im Vormittags-, als auch im
Nachmittagsbereich als Bezugsperson. Dies fördert eine positive verlässliche Beziehungsarbeit und
eine stetige Begleitung der Kinder, stellt aber auch ein Bindeglied zwischen den beiden Bereichen
dar, wodurch eine gut abgestimmte Kooperation zwischen Lehrerschaft und OGS-Bereich unterstützt
wird. Eine verbindende Stelle, die nicht nur den Blick auf die schulischen Inhalte hat, sondern eine
positive Haltung zu den unterschiedlichen kulturellen Identitäten mit sich bringt, hilft den Kindern
sich in unseren Welten zurecht zu finden. Des Weiteren kann diese*r Mitarbeiter*in schwierige
Situationen erkennen und dazu beitragen diese abzubauen. Besonders bei entstehenden Konflikten
kann diese Person aufgrund der Präsenz viel früher agieren und vermitteln.
Ein genaues Konzept für diese übergreifende Tätigkeit sollte mit Schule erarbeitet werden. Hier wird
vor allem die Frage zu stellen sein, was (neu) zugewanderte Kinder in der (Ganztags-) Grundschule
brauchen.
Sprachkurse
ein wertschätzendes Gegenüber
Verständnis
Sicherheit
Angenommen sein
Willkommen sein
Nur einige Stichwörter, die eine Richtung für die inhaltliche Arbeit einer solchen Kraft zeigen. Hier gilt
es zu erfassen, wo stehen wir, was haben wir schon, was läuft gut, was nicht und wo wollen wir hin.
3.4 Bewegung, Spiel, Sport und Ruhe
Kinder lieben Bewegung und brauchen Bewegung gemäß ihrem natürlichen Bewegungsdrang.
Bewegung, Spiel und Sport sind Grundlagen für die körperliche, geistige und emotionale Entwicklung
eines Kindes. Durch vielfältige Bewegungsangebote werden diese Entwicklungsprozesse positiv
beeinflusst. Kinder entdecken sich, ihre Umgebung und ihre soziale Rolle durch Laufen, Springen,
Kämpfen, Schwimmen, Werfen, Klettern, Rollen und Spielen zusammen mit Freunden.
Auf der anderen Seite gibt es bei vielen Kindern ernsthafte motorische Probleme. Es gibt Kinder, die
kaum Gelegenheit haben, sich auf der Straße, in der Natur zu bewegen, mit anderen Kindern Sport zu
treiben. Übergewicht und andere ernährungsbedingte Probleme, eingeengte räumliche Verhältnisse
im Wohnumfeld und auch eine unzureichende Wahrnehmung der eigenen körperlichen
Befindlichkeit beeinträchtigen Kinder in ihrem natürlichen Bewegungsdrang. Das wirkt sich auf
Lernfreude und Lernverhalten im Unterricht aus.
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Mädchen und Jungen zeigen Interesse für viele verschiedene Sportarten und brauchen
Gelegenheiten, diese kennen zu lernen und herauszufinden, welche am besten zu ihren Fähigkeiten
passen. Dies spielt zum einen im Sportunterricht eine wichtige Rolle, aber auch im
außerunterrichtlichen Schulsport und Angeboten zu Bewegung, Spiel und Sport im Ganztag. Hier
können die außerunterrichtlichen Bewegungsinteressen der Schülerinnen und Schüler verstärkt
Berücksichtigung finden. Die Kinder können ermutigt werden, auch sogenannte
geschlechtsuntypische Sportarten zu erproben.
Hierfür werden zwei pädagogische Mitarbeiter*innen zu Übungsleiter*innen im Breitensport über
den Landessportbund ausgebildet. Damit wird gewährleistet, dass eigene Sportangebote für die
Bedarfe und Wünsche der Kinder umgesetzt werden. Durch die Vorgabe des Landessportbunds
müssen die Übungsleiter*innen nach Erwerb der Lizenz alle vier Jahre an einer Weiterbildung
teilnehmen, womit die Qualitätssicherung für diesen Bereich gesichert ist. Es beinhaltet zudem die
Chance sich immer wieder neuen Themen und Bereichen zu widmen und somit über eine
Weiterentwicklung im Bewegungsbereich sowie auch im erlebnispädagogischen Bereich die
Angebote der OGS zu ergänzen. Ein weiterer Schritt ist es zu den Sportvereinen ein Netzwerk
aufzubauen und die Vereine dafür zu gewinnen, ihre Angebote für die Kinder vor Ort anzubieten.
Da sich die Grundschule mit dem Offenen Ganztag zu einem Lebensort entwickelt hat, dürfen die
Angebote nicht nur im dynamischen Bereich liegen, sondern die Kinder müssen auch sichere Räume
und Angebote haben, in denen sie sich zurückziehen können mit dem Ziel, Möglichkeiten zur Ruhe
und Ausgeglichenheit anzubieten. In der Praxis heißt dies, einen „Ruheraum oder -räume“ je nach
Bedarf zur Verfügung zu stellen. Hier gilt es auch den Kinderschutz zu berücksichtigen. Diese
„Ruhenischen“ werden auch auf dem Außengelände benötigt z.B. durch Sitzecken im Schatten, die
natürlich begrenzt sind, oder auch durch „outdoor Liegekissen“ als Angebote zum Ausruhen und zum
Dösen. Hierzu ergänzend sollten Angebote wie Traumreisen, Entspannungsübungen, etc. einen
festen Bestandteil haben.
3.5 Ernährung und Gesundheit
Essen und Trinken in der Schule ist heute unverzichtbarer Bestandteil des Schulalltags und
gleichzeitig verlagert sich der Einfluss auf die Essgewohnheiten und die Ernährungsbildung
zunehmend von der Familie in die Betreuungseinrichtung.
Gemeinsame Mahlzeiten vermitteln den Kindern ein Gemeinschaftsgefühl und leisten einen
wichtigen Beitrag zum sozialen Lernen. Die Mahlzeiten werden von gemeinsam erarbeiteten Regeln
und Ritualen bestimmt.
Es wird gemeinsam der Tisch gedeckt, gemeinsam gegessen und gemeinsam abgeräumt. Die
gemeinsamen Mahlzeiten sind der Ort nach einem Schultag, an dem Kinder reden, Erlebtes erzählen,
Fragen stellen und vieles mehr – ein buntes Treiben mit Regeln und Ritualen für die Mittagspause der
Kinder, gemeinsam mit den Erwachsenen.
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3.6 Kulturelle Bildung
Kulturelle Bildung setzt heute nicht mehr nur auf das Anschauen und Hören, sondern auf die eigenen
Aktivitäten der Kinder und Jugendlichen. „Anfassen erlaubt“– die Mitwirkung bei Konzeption und
Gestaltung – das ist der entscheidende Schritt zu einer kulturellen Bildung für Kinder, die die Kinder
gerade dadurch überzeugt, dass sie kulturelle Bildung von und mit Kindern ist.
Die Beteiligung der Kinder an der Auswahl, der Konzeption und der Ausgestaltung ist unverzichtbar,
in der außerschulischen Jugendarbeit und inzwischen auch in Schulen erprobt. Heterogenität ist eine
Chance. Kulturelle Bildung kann gezielt Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte, mit
besonderen Begabungen wie auch mit Behinderungen ansprechen und gemeinsame Lern- und
Kulturerfahrungen unterstützen und zur Integration beitragen.
3.7 Natur und Umwelt
Durch gezielte Angebote werden den Kindern unmittelbare Naturerfahrungen, Kenntnisse über
Umweltphänomene und deren Hintergründe, Gelegenheit zu Experimenten und zum Erlernen eines
vernünftigen Umgangs mit Ängsten, Risiken und vor allem der Vielfalt der sich oft genug
widersprechenden Informationen der Medien ermöglicht.
Es werden Gruppen angeboten, in denen sich die Kinder ausführlicher mit den Themen befassen, an
denen sie freiwillig aus eigener Motivation heraus teilnehmen. Die Gruppen werden von den
Mitarbeiter*innen angeleitet und begleitet. Hier wird eine Zusammenarbeit beispielsweise mit dem
verorteten NABU und anderen angestrebt. Dies bildet eine gute Basis um aktuelle Themen zu Natur
und Umwelt in Münster und Umgebung den Kindern näher zu bringen.
3.8 Hausaufgaben und Wochenplan
Mit der Frage, welchen Nutzen in der heutigen Zeit Hausaufgaben haben und wie sie umgesetzt
werden, beschäftigen sich immer mehr wissenschaftliche Studien in den letzten Jahrzehnten. Auch
wir versuchen diese Ergebnissen und Erkenntnissen im Rahmen unserer Möglichkeiten umzusetzen.
Ein wichtiges Ziel und die Vorgabe für die OGS ist es, dass die Kinder der Ganztagsbetreuung in der
Regel ihre Aufgaben in den dafür vorgesehenen und vorgegebenen Zeiten bei uns erledigen.
Die Hausaufgabenbetreuung ist natürlich keine Nachhilfe, dennoch unterstützen wir die Kinder dort
in den Bereichen in denen sie es benötigen. Die Kinder sollen in der Regel ihre Aufgaben selbständig
erarbeiten.
Wir fördern die Gruppen- und die Teamarbeit in den Betreuungszeiten, in denen sich die Kinder bei
gleichen Aufgaben finden und ein förderlicher gegenseitiger Austausch stattfindet. In bestimmten
überfordernden Situationen bilden die betreuenden Erwachsenen eine Lerngruppe und lösen dann
gemeinsam mit den Kindern die Aufgaben. Weiterhin soll es genug Raum und Ruhe geben um
ungestört in die Einzelarbeit zu gehen.
Die Arbeit mit einem Tagesplan und einem Wochenplan ist für die OGS ein großer Vorteil, so kann mit
vielen Situationen viel flexibler umgegangen werden, z.B. bei internen Angeboten für die Kinder
während der OGS-Zeit. Darüber hinaus kann die Motivation und Eigenverantwortung bei den Kindern
gestärkt werden. Die OGS wird sich in diesem Zusammenhang mit den Vorgaben der Schule
abstimmen und austauschen und ihr Angebot entsprechend anpassen und ergänzen.
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3.9 Verkehrserziehung und Radfahrausbildung
Die Grundschulen haben eine umfassende Verkehrserziehung während der Schulzeit und a uch dort
sehen wir unsere Verantwortung in der Kooperation mit der Grundschule, den Kindern und Eltern, die
morgens erworbenen Fähigkeiten im Parcours können am Nachmittag freiwillig wiederholt und damit
gefestigt werden. Auch die Motivation bei den Kinder n, durch das Vorführen erworbener Fähigkeiten
den Eltern gegenüber wird gesteigert. In gemeinsamen ergänzenden Einheiten können die Kinder sich
besser auf die Umwelt vorbereiten.
4. Rahmenbedingungen
Ein verlässliches und somit gelungenes Angebot stützt sich auf die gesicherte Basis von
organisatorischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen.
Die organisatorischen Rahmenbedingungen werden in den Kooperationsverträgen festgehalten.
Sie dienen zur Überprüfung des pädagogischen Konzepts.
4.1. Betreuungszeiten und Ferien
Das Angebot der Offenen Ganztagsschule bietet eine tägliche Betreuung an. Die Rahmenbedingungen
gibt das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen in seinem Runderlass
vor:
„5.1 Der Zeitrahmen des Ganztagsbetriebs gebundener Ganztagsschulen (§ 9 Absatz 1
SchulG) erstreckt sich unter Einschluss der allgemeinen Unterrichtszeit in der Regel auf mindestens
drei Unterrichtstage über jeweils mindestens sieben Zeitstunden, in der Regel von 8 bis 15 Uhr. Er
erhöht sich in erweiterten gebundenen Ganztagsschulen in der Regel auf jeweils mindestens vier
Unterrichtstage mit jeweils mindestens sieben Zeitstunden. Die Teilnahme aller Schülerinnen und
Schüler ist in diesem Zeitrahmen verpflichtend.
Gebundene und erweiterte gebundene Ganztagsschulen in der Sekundarstufe I führen über den für
alle Schülerinnen und Schüler verpflichtenden Zeitrahmen hinaus weitere außerunterrichtliche
Angebote durch, zum Beispiel nach 15 Uhr oder an weiteren Wochentagen. Die Teilnahme der
Schülerinnen und Schüler an diesen Angeboten ist in der Regel freiwillig. Die Schule kann diese
Angebote für einen Teil der Schülerinnen und Schüler als verpflichtend erklären. RdErl. d. Ministeriums
für Schule und Weiterbildung v. 23.12.2010 (ABl. NRW. 01/11 S. 38, berichtigt 02/11 S. 85)“
Ein Betreuungsplan wird mit der Schulleitung und dem kommunalen Träger vereinbart. Als Grundlage
hierfür werden die bestehenden Zeiten als Basis gesehen und geklärt, welche weiteren Bedarfe von
den Eltern mit integriert werden sollten. Dies beinhaltet auch eine Frühbetreuung und Modelle der
bis Mittagsbetreuung.
Die Betreuung wird an allen Tagen, an denen Lehrerfortbildungen, Elternsprechtage sowie weitere
schulische Veranstaltungen, an denen der Unterricht für die Schülerinnen und Schüler entfällt,
gewährleistet.
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Ein Ferienprogramm wird sich an dem bisher bestehenden Programm orientieren und ggf. erweitert,
angepasst sowie mit anderen Schulen kooperiert.
„5.5 In den Zeitrahmen sollen je nach Bedarf auch bewegliche Ferientage und Ferien einbezogen
werden, gegebenenfalls als schulübergreifendes Ferienprogramm.
RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 23.12.2010 (ABl. NRW. 01/11 S. 38, berichtigt
02/11 S. 85)“
4.2. Gestaltung der Gruppen
Gruppe als Grundstruktur: Kinder brauchen Strukturen. Um dem gerecht zu werden gehören die
Kinder einer festen Gruppe an, die den Kindern Halt, Orientierung und ein Gefühl der Zugehörigkeit
bietet. Die Gruppen werden von festen Bezugspersonen geführt.
Die Gruppengröße einer Gruppe in der Ganztagsbetreuung besteht aus maximal 25 Kindern. Bei
außerunterrichtlichen Angeboten, z.B. der Neigungsanbieter, richtet sich die Größe nach dem Inhalt.
Es kann also sein, dass weniger als 25 Kinder an einer Aktivität teilnehmen oder, z. B. bei
Sportangeboten oder bei Theatergruppen und Chören, auch mehr wie 25 Kinder teilnehmen.
Außerdem ist es auch möglich, Angebote für andere Kinder (z.B. bei speziellen Projekten) gegen
einen Kostenbeitrag zu öffnen.
Natürlich lassen sich nicht alle Bedürfnisse sofort erfassen und viele Geschehnisse im Alltag wird das
Team vor neue Herausforderungen und Bedarfe stellen. Hier wird durch die Begleitung des Kolping-
Bildungswerkes beraten und es werden weitere benötigte Angebote installiert. Grundlegend sind hier
auch die finanziellen Ressourcen in den nächsten Jahren. Auch tarifliche Entwicklungen im
Personalwesen müssen hier berücksichtigt werden. Genauso pädagogische Entwicklungen und die
Veränderung von Standards, die die finanziellen Ressourcen zusätzlich belasten. Hier sehen wir uns
im Gespräch, um die Möglichkeiten und Ressourcen der Investitionen für die Zukunft gemeinsam zu
gestalten.
Ausgehend von den oben genannten Handlungsfeldern, können beispielhaft praxisbezogene folgende
Angebote durchgeführt werden:
Angebote zur Konfliktlösung bzw. in der Art von „Coolnesstraining“
Aufklärung und Suchtprävention
Einheiten zu Erlebnispädagogik für eine positive Ausrichtung der Gruppendynamik, dem
Selbstwert und der Selbsteinschätzung
besondere kreative und musische Angebote im Bereich Tanzen, Werken, Malen und
Basteln
Selbstbehauptungskurse
Ausflüge in die Natur
Erste Hilfe für Kinder
Themenbezogene Projektwochen, die z.B. auf den Sachkundeunterricht aufbauen
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Theater- und Zirkuspädagogik
4.3. Partizipation
Aus unserer Sicht als außerschulischer Partner der Kinder- und Jugendarbeit besteht konkret die
Anforderung, den Grad von Freiwilligkeit, Wahlmöglichkeiten und Orientierung an den Interessen der
Kinder und Jugendlichen zu erhöhen. Denn die Ermöglichung von Partizipation ist ein Grundprinzip
unseres pädagogischen Handelns. Unser Ansatz ist geprägt von dem Leitgedanken, dass Kinder
Subjekte ihres eigenen Entwicklungs- und Bildungsprozesses sind.
Freiwilligkeit, die Ausrichtung der Angebote an den Interessen und Bedürfnissen von Kindern sowie
ihre Beteiligung an der Ausgestaltung der Angebote sind daher pädagogische Gebote, um ihre
Selbsttätigkeit zu ermöglichen und damit zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung beizutragen. Als Träger
der Kinder und Jugendhilfe sind wir nach SGB VIII auch als Träger von Ganztagsangeboten dazu
verpflichtet.
Die Vorgaben sollen mit einem oder mehreren OGS-Kinderteams umgesetzt werden, die sich zu
bestimmten Themen in Begleitung und Anleitung treffen. Die Kinder können sich selbst zu den
Themen melden, bei denen sie mitarbeiten möchten, aber auch angesprochen werden von anderen
Kindern oder Mitarbeiter*innen. Die Zusammenarbeit gestaltet sich projektorientiert und sendet ggf.
zu bestimmten Treffen in der Schule Abgesandte, die nach einer Vorbereitung zu einzelnen Themen
die Kinder der OGS vertreten (Mitbestimmungsrecht). Der Vorteil eines OGS-Kinderteams gegenüber
anderen Formen von Vertretungsgruppen ist, dass Kinder nicht ein ganzes Jahr die Vertreter sein
müssen, aber auch länger im Team als ein Schuljahr mitarbeiten können. Ein weiterer Vorteil besteht
darin, dass jedes Kind die Möglichkeit erhält, wenn es möchte, ein mitwirkender Teil von Partizipation
und Entwicklung an der Schule zu werden.
Die Basis um die Themen mit den Kindern zu erarbeiten soll bei größeren Aufgaben die Methode
„Zukunftswerkstatt“ angelehnt an R. Jungk, R. Lutz und N. Müllert. sein. Die Methode
„Zukunftswerkstatt“ motiviert Kinder im besonderen Maße und kann dabei gleichzeitig komplexe
Themen gut erarbeiten. An vielen Schulen sind schon eigene Modelle zur Mitbestimmung vorhanden.
Hier werden wir vor Ort besprechen, welche Angebote sich etabliert haben und welche ergänzt
werden ggf. verändert werden sollten.
4.4 Kooperationen
Ganztagsschule muss an den Bedarfen und der Lebensrealität der Kinder, Jugendlichen und Familien
ansetzen. Das bedeutet auch, sich vom reinen Lern- zum Lebensort zu entwickeln, sich dem
Sozialraum und außerschulischen Bildungspartnern zu öffnen und Zeiten und Räume für das Erleben
von Freizeit, Autonomie und Mitbestimmung zu öffnen. Für die Angebote im offenen Ganztag sind
das Know-how und die pädagogische Perspektive weiterer Partner hilfreich und stützend. Die Träger
und Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit, also Jugendeinrichtungen und Jugendverbände sind für
Ganztagsschulen wichtige potenzielle Partner. Sie können ihr umfangreiches Wissen zu den
Lebenslagen von Kindern und einen breiten Methodenschatz zur Gestaltung informeller und
nonformaler Lernangebote einbringen. Bei der Planung und Durchführung der Angebote sollten
somit örtliche Vereine und Verbände mit einbezogen werden. So können Sportangebote in
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Kooperation mit den Sportvereinen durchgeführt werden. Jugendverbände könnten ebenso
Angebote am Nachmittag durchführen.
Im Vorfeld ist es notwendig, Vorgespräche mit möglichen Kooperationspartnern und insbesondere
mit der Schule zu führen. In diesen und in späteren Gesprächen müssen Vorgehensweisen
gemeinsam geplant werden. Dies hat zudem einen Lerneffekt, denn alle Beteiligten können von den
anderen Kooperationspartnern lernen.
4.5 Zusammenarbeit mit den Eltern
Die Fachkräfte stehen den Eltern für Gespräche zur Verfügung. Elternabende und Kennenlern-
Nachmittage werden durchgeführt, nach Bedarf finden Elterngespräche statt. Die Eltern werden
durch unterschiedliche Informationen und Elternabende über den Inhalt und die Organisation einer
OGS sowie über die durch eine Anmeldung resultierenden Verpflichtungen ausführlich informiert. Es
ist wichtig, mit den Eltern einen möglichst engen Kontakt zu haben und sie begleitend oder, wenn
möglich, sie engagierend an der OGS teilhaben zulassen. Der Austausch mit ihnen kann im direkten
Kontakt oder auch bei Telefonaten erfolgen.
Aus Erfahrung empfinden viele Eltern gesetzte Elterntermine für die OGS eher als Belastung und /
oder Störung im Familienalltag. Diese Erfahrung zeigt uns, dass wir als Angebot andere Wege finden
müssen, die uns mit den Eltern motiviert zusammenführen. Um mit den Eltern in den Kontakt zu
kommen und zu bleiben, sollen die Veranstaltungen, Termin und Gespräche in den Alltag der Familie
gut integriert werden können. So sollten Angebote für Eltern auch direkt im Anschluss an die OGS-
Betreuung stattfinden, an denen Eltern Geschwisterkinder ggf. mitbringen können und dürfen.
Es ist selbstverständlich, die Rückmeldungen der Eltern über das eigene Kind, Kritik, Wünsche etc.
ernst zu nehmen und konstruktiv zu bewerten. Diese Transparenz führt zu einem hohen Maß an
Zufriedenheit und gewährleistet eine erfolgversprechende Zusammenarbeit. Im Anschluss an das
tägliche Betreuungsangebot werden die Kinder von ihren Eltern oder anderen, von den Eltern
bestimmten Personen, an der Schule abgeholt. Wenn die Kinder den Heimweg alleine antreten
sollen, benötigen die Mitarbeiter*innen eine schriftliche oder telefonische Einverständniserklärung
der Erziehungsberechtigten.
Um eine gute Kooperationsbasis mit den Eltern zu schaffen und zu halten, gilt es eine bestmögliche
Transparenz zum OGS-Angebot herzustellen und dies in allen Bereichen. Denkbar sind Begleitungen
im OGS-Alltag, Mitgestaltung durch den Elternbeirat (genau aufzeigen, welche Aufgaben hat der
Elternbeirat und wann sind die Termine), erfragen von Bedarfen, Wünschen und Bewertungen zum
Angebot der OGS (Evaluation).
Zum Erfassen der Zufriedenheit der Eltern bietet sich ein Fest zum Ende eines Schuljahres an, an dem
Familien mitwirken und teilnehmen können. Dies bietet eine gute Möglichkeit ins Gespräch zu
kommen und einen kleinen Fragebogen zu Bedarfen, Wünschen und Bewertungen anonym zur
Verfügung zu stellen.
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4.6 Zusammenarbeit mit der Grundschule
Wir streben eine innere bereichsspezifische Kooperationskultur mit der Grundschule auf allen
Ebenen an. Dies beinhaltet für uns einen engen Austausch und Abstimmung mit der Schulleitung, den
Lehrkräften und weiteren pädagogischen AkteurInnen (wie beispielsweise Schulsozialarbeiter*innen,
Integrationspädagog*innen und Schulbegleiter*innen).
4.7 Zusammenarbeit mit dem Schulträger
Zwischen dem Schulträger und dem Kolping-Bildungswerk findet ein regelmäßiger Austausch über die
Umsetzung des Angebotes, die Finanzierung sowie die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit statt.
5. Personal
Eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg des offenen Ganztagsangebotes ist fachlich
qualifiziertes und geeignetes Personal. Der Personaleinsatz wird quantitativ und qualitativ den
Anforderungen entsprechend gestaltet. Die Arbeitsbedingungen des Personals unterliegen den
arbeitsrechtlichen Anforderungen.
5.1 Leitung, Koordination
Das Kolping-Bildungswerk übernimmt
die Einstellung des Personals in Absprache mit der Schulleitung und dem Schulträger,
die Verwaltung und Koordination der Kooperationspartner,
die Dienst- und Fachaufsicht,
die Weiterentwicklung des Konzepts,
die Weiterentwicklung der Kooperationen,
die Evaluation zur Qualitätssicherung,
die Öffentlichkeitsarbeit,
weitere Qualifizierungen des Personals.
Die Leitung der OGS ist das Bindeglied zwischen der Verwaltung des Kolping-Bildungswerkes, der
Schulleitung und den Mitarbeitenden vor Ort. Aufgaben und Verantwortlichkeiten werden mit den
Beteiligten festgelegt und transparent kommuniziert.
5.2 Qualifikation des Personals
Die Qualifikation des Personals sowie die Intensität des jeweiligen Personaleinsatzes richten sich nach
dem Förder- und Betreuungsbedarf der Kinder und welches Vorgrabenprofil umgesetzt werden soll.
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5.3 Personaleinsatz
Das Kolping-Bildungswerk wird den Personaleinsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie er
bisher durch den bisherigen Träger der OGS vorgenommen wurde, fortführen und regelmäßig mit
dem Personal, der Schulleitung und dem Schulträger reflektieren und bedarfsorientiert anpassen.
Teamsitzungen
1x pro Monat trifft sich das Team der OGS zum Dienst-/ Fachgespräch mit dem Träger. Hier findet der
direkte Austausch über konkrete pädagogische und organisatorische Fragen und Absprachen statt.
„5.5 In den Zeitrahmen sollen je nach Bedarf auch bewegliche Ferientage und Ferien einbezogen
werden, gegebenenfalls als schulübergreifendes Ferienprogramm.
RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 23.12.2010 (ABl. NRW. 01/11 S. 38, berichtigt
02/11 S. 85)“
Die Betreuung wird an allen Tagen, an denen Lehrerfortbildungen, Elternsprechtage sowie weitere
schulische Veranstaltungen, an denen der Unterricht für die Schülerinnen und Schüler entfällt,
gewährleistet.
Ein Ferienprogramm wird sich an dem bisher bestehenden Programm orientieren und ggf. erweitert,
angepasst sowie mit anderen Schulen kooperiert.
Vertretungsregelungen
Die Vertretung wird mit den vorhandenen Kräften ggf. über Stundenkontingente vertraglich geregelt.
Für Notfälle hält das Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Münster Personal im Bereich Kinder und
Jugendarbeit, Familienbildung und berufliche Bildung vor.
5.4 Fortbildung des Personals
Die Fortbildung und weitere Qualifizierung des Personals wird vom Kolping-Bildungswerk
bedarfsgerecht geplant. Dazu wird der Fortbildungsbedarf gemeinsam mit den Mitarbeitenden und
unter Einbeziehung der Schule erhoben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen an den
Fortbildungsangeboten, Teamgesprächen und Konferenzen des Kolping-Bildungswerkes sowie an
externen Angeboten entsprechend der Fortbildungsplanung teil. Im Bedarfsfall können spezielle
Fortbildungsbedarfe auch durch die Kolping-Akademie angeboten werden.
6. Kinderschutz
Der Landtag hat bereits 2006 mit § 42 Abs. 6 Schulgesetz NRW (SchulG) beschlossen, dass von der
Schule jedem „Anschein von Vernachlässigung oder Misshandlung nachzugehen“ ist. Nordrhein-
Westfalen schuf damit als erstes Bundesland in einem Schulgesetz eine dem § 8a SGB VIII (Kinder-
und Jugendhilfegesetz) entsprechende Regelung. Zentrale Grundlage ist das in § 5 Abs. 2 (SchulG)
enthaltene Leitbild der Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe. Das 2012 in Kraft getretene
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Bundeskinderschutzgesetz konkretisiert und erweitert die bestehenden Regelungen zum
Kinderschutz. Es nennt ausdrücklich die Aufgaben aller Personen, die sich der Erziehung von
Kindern widmen. Auch die Aufgaben der Lehrkräfte im Kinderschutz werden formuliert. Hierzu
gehören unter anderem, dass sie bei Bekanntwerden gewichtiger Anhaltspunkte für eine
Kindeswohlgefährdung die Situation mit dem Kind bzw. dem Jugendlichen und ggf. den
Personensorgeberechtigten erörtern und auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken. Die
Jugendämter haben einen Beratungsauftrag.
Durch entsprechende Fortbildungen und Arbeitshilfen sollen die pädagogischen Fachkräfte
Handlungssicherheit beim Erkennen gewichtiger Anhaltspunkte und im weiteren gesetzlich
vorgeschriebenen Verfahren erhalten. In außerunterrichtlichen Ganztagsangeboten nehmen
pädagogische Fachkräfte vielfältige Facetten der ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen wahr.
Eine Chance und auch eine Herausforderung liegt darin, in der Ganztagsschule den
multiprofessionellen Blick von Lehr- und Fachkräften zu nutzen, um Gefährdungssituationen aus dem
Nahbereich und sozialen Umfeld von Schülerinnen und Schülern rechtzeitig zu erkennen und
entsprechend zu handeln.
Das Kolping-Bildungswerk handelt entsprechend der Ordnung zur Prävention gegen sexualisierte
Gewalt des Bistums Münster und schult alle Mitarbeitenden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im
offenen Ganztag müssen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.
7. Qualitätssicherung
Das Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Münster ist Träger der freien Jugendhilfe und seit 2008
im Bereich der Offenen Ganztagsschule und Schulsozialarbeit aktiv. Seit 2007 ist die Kolping-
Bildungswerk DV Münster GmbH als zugelassener Träger für die Förderung der beruflichen
Weiterbildung nach AZAV sowie nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.
Das Kolping-Bildungswerk hält eine leistungsfähige Verwaltung vor, die die pädagogischen Angebote
und Maßnahmen in ihren Abläufen unterstützt. Arbeitsplätze sind mit modernen Arbeitsmitteln
ausgestattet. Die Mitarbeiterinnen werden mit Laptop und Handy ausgestattet und in die technische
Infrastruktur (Mail-Server, zentrale Terminverwaltung, online-Dokumentenmanagementsystem)
eingebunden. Die regelmäßige Fortschreibung des Schulungsplanes sichert die hohe Qualifikation der
Mitarbeitenden.
Um eine hohe Qualität unserer Angebote zu erreichen und dauerhaft sicherzustellen, handeln wir
einheitlich und koordiniert. Unser Qualitätssicherungskonzept enthält deshalb die folgenden
Bestandteile:
einheitliche und verbindliche Information
Schnittstellenmanagement
klare Definition der Qualitätsstandards &-zielen
einheitliche Arbeitsunterlagen, Dokumente, Ordnungsmittel und Formulare
Qualifikation des Personals
eindeutige Benennung, Zuordnung und Abgrenzung der Zuständigkeiten
Planung, Anleitung und Kontrolle
Grundsatz einheitlichen Handelns
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Weiterbildung des Personals
Evaluation
Verstetigung durch Weiterentwicklung.
Verbindliche und allgemeingültige Unterlagen (z.B. Angebotskonzeption) werden in einem
Maßnahmeordner innerhalb unseres Dokumentenmanagementsystems hinterlegt und sind dort für
alle in der Maßnahme tätigen Mitarbeitenden zugänglich. Wir stellen sicher, dass alle Akteure auf
der Grundlage des gemeinsamen Konzeptes und unter Beachtung der verbindlichen und
allgemeingültigen Unterlagen arbeiten. Darüber hinaus werden Schnittstellen, insbesondere mit den
Kooperationspartnern definiert und beschrieben, um den Informationsfluss zu gewährleisten.
Mit den beteiligten Fachkräften finden regelmäßig Teamsitzungen statt. Unter anderem werden die
Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern und sich daraus ergebene Konsequenzen besprochen. Die
Teamsitzungen werden protokolliert. Die Dokumentenlenkung für diese Maßnahme erfolgt über
unser Dokumentenmanagementsystem „roXtra“.
Alle Arbeits- und Ablaufprozesse unterliegen einer permanenten Evaluation. So werden die Prozesse
und deren Ergebnisse ständig optimiert, Schwachstellen beseitigt und Fehler von vornherein
vermieden. Durch Audits werden die Dokumente und Unterlagen auf Aktualität und Effizienz
überprüft. Sie bilden somit den integralen Bestandteil einer systematischen Qualitätssicherung und
verpflichten gleichzeitig die Mitarbeiter*innen zu einer einheitlichen Umsetzung der Konzeption.
Anlage 2 SJK&C_OGS_Konzept_Martinischule
64861 Zeichen
„Den Kindern zugute – OGS mit Qualität und Erfahrung!“
© Juli 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
1996 - 2021
25 Jahre
Vorstand Geschäftsstelle Darlehnskasse Münster Eintra g im Vereinsregister:
Michael Fiege & Lennart von Kannen (Vorsitz) Harkortstraße 13 IBA N DE86 4006 0265 0018 4882 01 Amtsgericht Münster unter Nr. 3796
Dr. Stefan Schöppner, Simone Rahms 48163 Münster BIC: GENODEM1DKM Ste uer Nr. 336 0067 4400
Yvonne Rutz, Dr. Andreas Wagner Tel: 0251 74 76 702 Anerkan nter Träger der freien
Münster, den 01.07.2022
Motivationsschreiben auf die Ausschreibung der Martinischule Münster
„Den Kindern zugute – OGS mit Qualität und Erfahrung!“
Sehr geehrte Damen und Herren,
qualitativ hochwertige Betreuung im Rahmen eines Offenen Ganztags bedarf langjähriger Erfahrung und kontinu-
ierlicher Weiterentwicklung. Wir stehen für einen Ganztag aus Sicht der Kinder und schaffen ein attraktives Ange-
bot, indem wir unser Konzept am jeweiligen Sozialraum sowie der Lebenswelt der zu betreuenden Kinder ausrich-
ten.
Auf dieser Präambel basiert die Arbeit von Schule Jugend Kids & Co e.V. al s etabliertem freien Träger der offenen
Ganztagsbetreuung in Münster. Dies vorausgeschickt freuen wir uns darauf, die erfolgreiche Zusammenarbeit aus-
zubauen, den gemeinsamen Weg der stetigen Weiterentwicklung mit Ihn en fortzuführen und reichen daher hier-
mit unser Motivationsschreiben für die Martinischule in Münster ein.
Erste Berührungspunkte mit der Martinischule Münster gab es bereits im Juni & September 2020 durch eine Kon-
taktaufnahme und nachfolgende Gespräche mit der damaligen Schulleiterin Frau Hockmann sowie im Oktober des
Jahres mit dem damaligen OGS Team.
Aufbauend auf diesen Gesprächen ist die Martinischule für un s als Träger des Offenen Ganztages besonders inte-
ressant, hinzu kommt - im Sinne der Sozialraumorientierung – unsere Trägerschaft der offenen Ganztagsbetreuung
an der nahegelegenen Martin-Luther-Schule Münster. Es ist uns als OGS-Träger ein Anliegen, die von uns betreuten
Schulen ohne ein Konkurrenzdenken, als einen Schulverbund zu sehen. Dies ermöglicht, Synergien und Ressourcen
optimal zu nutzen (z.B. Umsetzung von AGs, Vertretungspool, Ferienbetreuung, Eins atz des multiprofessionellen
Teams). Seit diesem Schuljahr führen wir im Auftrag der Stadt Münster die Ferienbetreuung an diesem Schulstand-
ort durch.
Des Weiteren finden sich im Hinblick auf das Schulkonzept vielfältige Überschneidungen auf der inhaltlichen Ebene
in den Schwerpunkten Inklusion/Integration, der Partizipation, dem ganzhei tlichen Lernen, der psychischen Ge-
sundheit sowie der Relevanz multiprofessioneller Zusammenarbeit.
Unser Konzept berücksichtigt vollumfänglich die Qualitätsstandards der Stadt Mün ster sowie die Ausschreibungs-
kriterien für den Schulstandort und unterliegt dem Prozess einer ständi gen Qualitätssicherung. Es benennt i.W.
unsere pädagogischen Schwerpunkte und versteht sich als Bausatz aus verschiedenen Elementen zur strukturellen
und pädagogischen Gestaltung der Betreuung. Wir reichen Ihnen daher im Anhang unser Konzept für die Schulkin-
derbetreuung im Offenen Ganztag mit ein.
Aus unserer vielfältigen Erfahrung in Überleitungsprozessen, lie gt es in unserem ausdrücklichen Interesse, behut-
sam mit bereits bestehenden Betreuungsstrukturen und inhaltliche n Konzeptionen umzugehen, ggf. Handlungs-
bedarfe zu erkennen und gemeinsam mit allen Beteiligten zielgerichtet zu entwickeln. An dieser Stelle möchten
wir deutlich machen, dass das anhängige Konzept als Inspiration und Orientierun gshilfe dienen soll, ohne dabei
bereits bestehende Strukturen und Konzepte von Grund auf umzugestalten.
„Den Kindern zugute – OGS mit Qualität und Erfahrung!“
© Juli 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
1996 - 2021
25 Jahre
Vorstand Geschäftsstelle Darlehnskasse Münster Eintra g im Vereinsregister:
Michael Fiege & Lennart von Kannen (Vorsitz) Harkortstraße 13 IBA N DE86 4006 0265 0018 4882 01 Amtsgericht Münster unter Nr. 3796
Dr. Stefan Schöppner, Simone Rahms 48163 Münster BIC: GENODEM1DKM Ste uer Nr. 336 0067 4400
Yvonne Rutz, Dr. Andreas Wagner Tel: 0251 74 76 702 Anerkan nter Träger der freien
Ein Überleitungsprozess ist mit vielfältigen Erwartungen und Ide en aber ebenso mit einigen Unsicherheiten und
offenen Fragen verbunden. Als erfahrener Träger berücksichtigen wir deshalb jede Perspektive bestmöglich, indem
bereits weit im Voraus zum Stichtag moderierte Gespräche auf allen Ebene n stattfinden und der gesamte Prozess
durch feste Ansprechpartner:innen professionell, verlässlich und engmaschi g begleitet wird.
Als Träger des Offenen Ganztags sehen wir jede Schule zum einen mit ihren individu ellen schulscharfen Bedarfen,
zum anderen im Schulverbund mit allen weiteren Ganztagen in unserer T rägerschaft. Dieser Blick ermöglicht, Sy-
nergien und Ressourcen optimal zu nutzen. Hervorzuheben ist an d ieser Stelle unser multiprofessionelles Team ,
welches sich u.a. aus den Professionen Psychologie, Heilpädagogik sowie Zirkus- und Theaterpädagogik zusam-
mensetzt.
„Was bringt SJK Kids & Co. e. V. für die Martinischule Münster mit?“
- Erster freier OGS Träger in Münster seit 2006, seitdem kontinuierliche Weiterentwicklung
- Trägerschaft in der Schulkinderbetreuung an derzeit neun Standorten i n Münster und Senden
- multiprofessionelles Team im Schulverbund (z.T. Vormittagsbereich ein setzbar)
- Schulbegleitung und Inklusionshilfe
- Realisierung von Angeboten in Kooperation mit externen Partnern im Sozialraum
- Vorhalten eines Vertretungspools im Schulverbund
- verlässliche Ferienbetreuung
- Partizipation, Innnovation und Mitwirkung auf allen Ebenen
- Interne und externe Aus-, Weiter- und Fortbildungen
- Kontinuierliche Qualitäts- und Teamentwicklung
- Professionelles Management von Überleitungsprozessen
- Intensive A useinandersetzung mit dem Thema „Fachkräftegewinnung“ und erfolgreiche Konzepte zur
Personalakquise
- Nutzung einer großen Anzahl materieller Ressourcen (z.B. Lego- oder Entspan nungsbauwagen)
- Träger- und Verwaltungssitz in Münster, kurze Wege, gutes Netzwerk zu der Stadtverwaltung
- Nachhaltiges Denken und Handeln
- Engmaschige und persönliche Betreuung bzw. Fachberatung aller Standorte durch zwei hauptamtliche
Bereichsleitungen
Für unsere Mitarbeitenden u.a.:
- arbeitgeberfinanzierte private Krankenzusatzversicherung
- betriebliche Sport- & Gesundheitsförderung
- betriebliche Altersvorsorge
Für weiterführende Informationen kontaktieren Sie uns gerne, wir weisen darüber hinaus auf das beiliegende Kon-
zept sowie unsere Homepage: www.jugend-ms.de hin.
Wir freuen uns auf eine persönliche Vorstellung!
Mit freundlichen Grüßen
Nils Overkamp Dr. Sarah Honemann Michael Fiege
Bereichsleitung OGS Bereichsleitung multiprofessionelles Team Vorstand
Konzept für die außerschulische Betreuung
© Juni 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Unsere Visionen – Unsere Aufträge
Konzept für die außerschulische Betreuung
an der
Martinischule Münster
www.jugend-ms.de
Konzept für die außerschulische Betreuung
© Juni 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Vorwort
„Den Kindern zugute – OGS mit Qualität und Erfahrung!“
Zum einen geht es bei der Frage danach, was eine gu te Offene Ganztagsschule ausmacht
darum, Eltern eine verlässliche Betreuungsperspekti ve zu geben und zum anderen mit Blick
auf die Kinder bessere Teilhabechancen und den Abbau bestehender Bildungsungleichheit zu
ermöglichen.
Der Verein Schule Jugend Kids & Co e. V. hat sich d aher zum Ziel gesetzt, auf der Grundlage
seiner Prinzipen („Förderung von Kindern und Famili en“, Stärkung von Familien“, Sozial- und
Lebensraumorientierung“, „Werteorientierung“, „Part izipation“ und „Netzwerkarbeit“)
Kinder im außerschulischen Bereich ganzheitlich zur fördern und ihnen eine sichere,
strukturierte und vielfältige Umgebung zu bieten.
Durch die langjährige Erfahrung und kontinuierliche Weiterentwicklung in der
außerschulischen Betreuung ist es dem Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. möglich, sein
Konzept flexibel an die Gegebenheiten und Bedürfnis se der Martinischule anzupassen. Es ist
der Wunsch des Trägers, gemeinsam mit den Verantwor tlichen der Martinischule die
bestmögliche Gestaltung des Offenen Ganztages zu erarbeiten und diese stetig zu verbessern
und anzupassen.
Gerade im Hinblick auf den Rechtsanspruch auf eine ganztätige Betreuung im Jahr 2026 bedarf
es einer dynamischen und kontinuierlichen Qualitäts analyse, um den wachsenden
Herausforderungen gerecht zu werden. Gemeinsam mit dem schulischen und pädagogischen
Team möchte der Verein Schule Jugend Kids & Co e.V. sich diesen Herausforderungen stellen
und den Kindern eine qualitativ hochwertige Betreuung ermöglichen.
Konzept für die außerschulische Betreuung
© Juni 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Inhaltsverzeichnis
1. Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. ...................................................................... 1
1.1 Das pädagogisches Konzept von Schule Jugend Ki ds & Co e.V. ..................................... 1
1.2 Organisationsstruktur ........................ ............................................................................. 3
2. Das OGS-Konzept ........................................................................................................... 3
2.1 Die Kooperation zwischen schulischem und außer schulischem Personal ..................... 4
2.2 Betreuungsumfang ............................. ............................................................................ 5
2.3. Tagesablauf ................................. .................................................................................... 5
2.3.1 Gemeinsames Mittagessen .................... ........................................................................ 5
2.3.2 Lernzeit ................................... ........................................................................................ 5
2.3.3 Arbeitsgemeinschaften (AGs) ................ ......................................................................... 6
2.3.4 Freispiel .................................. ........................................................................................ 7
2.4 Räumlichkeiten ............................... ................................................................................ 7
2.5 Eigene Fußballliga ........................... ................................................................................ 8
3. Die Kinder ....................................................................................................................... 8
3.1. Konzept für den Übergang von der Kita in die OGS ....................................................... 9
4. Das Personal ................................................................................................................... 9
4.1 Fachkräftegewinnung und Ausbildung bei Schule Jugend Kids & Co e.V. ................... 10
4.2. Zusammensetzung der Teams ................... ................................................................... 11
4.3 Das multiprofessionelle Team ................. ..................................................................... 11
4.4. Ausblick: Bildung eines Sport- und Bewegungst eams ................................................. 11
5. Partizipation ................................................................................................................. 12
5.1. Kinder....................................... ..................................................................................... 12
5.2 Eltern/ Erziehungsberechtigte ............... ...................................................................... 12
5.3 Mitarbeiter*innen ............................ ............................................................................ 13
6. Integration und Inklusion ............................................................................................ 13
6.1 Das Inklusionskonzept von Schule Jugend Kids & Co e.V. ............................................ 13
7. Qualitätsmanagement ................................................................................................. 14
7.1 Teamentwicklung .............................. ........................................................................... 15
7.2 Fort- und Weiterbildungen .................... ....................................................................... 15
7.3. Supervision ................................. .................................................................................. 15
7.4 Dokumentation und Evaluation ................. .................................................................. 16
7.5. Kinderschutz ................................ ................................................................................. 16
7.6 FAQs ......................................... ..................................................................................... 16
Konzept für die außerschulische Betreuung
© Juni 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
8. Gesundheitsförderung und Nachhaltigkeit ................................................................ 16
8.1 Kinder........................................ .................................................................................... 17
8.2 Personal ..................................... ................................................................................... 17
9. Querschnittsaufgaben ................................................................................................. 18
10. Vernetzung ................................................................................................................... 18
11. Was macht den Verein Schule Jugend Kids & Co e .V. aus? ........................................ 19
11.1 Prinzipien eines gemeinnützigen Vereins ..... ............................................................... 19
11.2. Entstehungsgeschichte und Entwicklung von Sc hule Jugend Kids & Co e.V. ............... 19
11.3 Teamstruktur und Teamentwicklung ............ ............................................................... 19
11.4 Inhaltliche Schwerpunkte .................... ......................................................................... 19
11.5 Materielle Ausstattung ...................... ........................................................................... 20
1
Konzept für die außerschulische Betreuung
© Juni 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
1. Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V.
Der Grundstein für den Verein wurde 1995 von einer Gruppe Jugendlicher gelegt, die
gemeinsam mit ehrenamtlichen Mitarbeitenden einen T reffpunkt in einem alten Bauwagen
organisiert haben.
Aus dieser Initiative gründete sich bereits ein Jah r später ein Verein, der 1997 als Träger der
freien Jugendhilfe für die Stadt Münster anerkannt wurde. Dieser setze sich das Ziel, die offene
Kinder- und Jugendarbeit in Münster-Mecklenbeck zu fördern. Der Verein erweiterte 2005
sein Angebotsfeld um die Betreuung der Offenen Ganz tagsschule
1. Dieses entwickelt der
Träger seitdem sowohl qualitativ als auch quantitat iv konsequent weiter, so dass die
Betreuung der Kinder im Rahmen der OGS aktuell das Herzstück des Trägers ist. Im Jahr 2009
erfolgte eine Umbenennung des Vereins in „Schule Ju gend Kids & Co. e. V. 2“, der inzwischen
in ganz Münster und dem Umland aktiv ist.
Aktuell arbeitet der Träger schwerpunktmäßig in folgenden Bereichen:
Schulkinderbetreuung im Rahmen der OGS an fünf Grun dschulen der Stadt Münster und
vier Grundschulen in der Gemeinde Senden
Bis-Mittags-Betreuung (BMB) in fünf Grundschulen der Stadt Münster, vier Grundschulen
der Gemeinde Senden
Förderinsel an der Peter-Wust Schule
Schulsozialarbeit in den Grundschulen der Gemeinde Senden
Integrationshelfer und Schulbegleiter in den OGS Grundschulen der Stadt Münster
Ferienangebote an ca. acht Standorten in Münster und vier Grundschulen in Senden
Kinder- und Jugendangebote wie das Spielmobil, der Jugendtreff am Skaterplatz in
Mecklenbeck sowie der Jugendtreff in Gelmer
Firmenservice
Das Angebot „Kinder- und Jugendarbeit in Schule“
Einzelprojekte und Aktionen für Familien, Kinder und Jugendliche (www.jugend-ms.de)
1.1 Das pädagogisches Konzept von Schule Jugend Kids & Co e.V.
Die Offene Ganztagsgrundschule stellt sich dem Wandel der Gesellschaft. Die Bedingungen für
Familien, Lebensgemeinschaften, Sorgeberechtigte un d Kinder, ihren Alltag zu bewältigen,
ändern sich stetig. Diesen Herausforderungen stellt sich die Ganztagsgrundschule und bietet
einen verlässlichen Ort mit einem strukturierten Ta gesablauf, um Kinder ganzheitlich zu
fördern und fordern. Dies spiegelt sich in den Leit linien des Trägers wider. Die Angebote von
Schule Jugend Kids & Co e.V. richten ihren Fokus au f die individuellen Interessen und
1 Zum besseren Verständnis wird im folgenden Text „Offene Ganztagsschule“ durch das Kurzwort „OGS“
ersetzt.
2 „Schule Jugend Kids & Co e.V.“ wird teilweise durch „SJK & Co e.V.“ ersetzt.
2
Konzept für die außerschulische Betreuung
© Juni 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Bedürfnisse der uns anvertrauten Kinder, Jugendlich en und Familien. Um dies zu erreichen,
basiert unsere Arbeit auf den folgenden wesentlichen Punkten:
Förderung von Kindern und Jugendlichen
Mit den vielfältigen Angebotsstrukturen unterstützt der Träger die Persönlichkeitsentwicklung
und Lebensbewältigung von Heranwachsenden. Neben de r formellen Bildung als Teil des
offenen Ganztages, umspannen die Tätigkeitsfelder e benfalls den Bereich der informellen
Bildung.
Stärkung von Familie
Der Träger möchte Familien in ihren unterschiedlich en Lebenslagen unterstützen und eine
bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Dies gilt sowohl für die Kunden, als
auch die Belegschaft des Trägers.
Sozial- und Lebensraumorientierung
Schule Jugend Kids & Co e. V. orientiert sich mit s einer Arbeit an den unterschiedlichen
Gegebenheiten vor Ort und knüpft an die Bedürfnisse der Lebenswelt von Kindern,
Jugendlichen und Familien an.
Werteorientierung
Die Angebotsstruktur des Trägers ist frei von sämtl icher politischer, religiöser und sexueller
Weltanschauung. Hierzu zählen unter anderem Hautfar be, Sprache sowie nationale und
soziale Herkunft und Religion. Auf diesem Grundvers tändnis basierend wird ein alters-,
geschlechts- und ethnisch sensibler Umgang gelebt u nd darüber hinaus an unsere Kunden
weitergegeben.
Partizipation
Begründet durch den Aufbau und die Struktur eines a nerkannten Trägers der freien
Jugendhilfe, wie Schule Jugend Kids & Co e.V., ist ein wichtiger Bestandteil der Partizipation
bereits gegeben. Alle Zielgruppen sind Teil der Angebote. Durch deren aktive Beteiligung und
Einbeziehung wird die Realisierung der oben genannt en Punkte eins bis vier sowie ein
lebensweltbezogenes Arbeiten erreicht.
Netzwerkarbeit
Der Träger sieht sich als Teil eines ganzheitlichen Netzwerkes verschiedenster
Interessengruppen und Behörden sowie der öffentlich en und freien Jugendhilfe. Ein
partnerschaftlicher Austausch innerhalb des Netzwer kes zählt zu den Grundsätzen und dem
Selbstverständnis des Trägers.
Eine ausgewogene Belegschaft und die Unterstützung, Förderung und Pflege des Ehrenamtes
ist für den Träger von zentraler Bedeutung und stellt die Grundlage zur Erfüllung der Leitlinien
dar.
3
Konzept für die außerschulische Betreuung
© Juni 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
1.2 Organisationsstruktur
Schule Jugend Kids & Co e.V. wird den steigenden Ansprüchen einer ganzheitlichen Förderung
der Kinder im Rahmen der OGS durch sein multiprofes sionelles Team (siehe 4. Personal)
gerecht. Flache Hierarchien ermöglichen eigenverant wortliches Arbeiten sowie Transparenz
und kurze Kommunikationswege unter den Mitarbeiter* innen sowohl innerhalb als auch
zwischen den OGS-Teams.
2. Das OGS-Konzept
Jede Offene Ganztagsschule ist individuell und soll te auch so gestaltet werden. SJK & Co e.V.
stellt im Folgenden seine Grundlagen und eine mögli che Gestaltung des offenen Ganztages
vor.
SJK & Co e.V. gestaltet den Offenen Ganztag seiner Schulen anhand folgender Leitlinien:
Abbau bestehender Bildungsungleichheit
Verbesserung der Teilhabechancen für Kinder
Ganzheitliche Förderung der Kinder
Erwerb sozialer und emotionaler Kompetenzen
Erweiterung von musischen, sportlichen und kreativen Fähigkeiten und Fertigkeiten
Förderung der Selbstorganisation und die Partizipation der Kinder
Integration von Kindern mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung
4
Konzept für die außerschulische Betreuung
© Juni 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Inklusive Gestaltung der Betreuung
Verlässliche Betreuungsperspektive
Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Erziehungspartnerschaft mit den Eltern
Gendersensibilität
Kinderschutz
Rhythmisierung des Tagesablaufs
Ganztagsarbeit bedeutet Teamarbeit: vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der
Schulleitung und der Lehrerschaft auf Augenhöhe, um eine optimale Nutzung von
Synergien zu ermöglichen und den Kindern so einen r eibungslosen Übergang vom Vor-
zum Nachmittag zu ermöglichen.
Die Mitarbeiter*innen von SJK & Co e.V. versuchen stets jedes Kind als Individuum mit seinen
eigenen Bedürfnissen, Stärken und Schwächen wahrzun ehmen. Jedes Kind soll sich im
Ganztag wohl und angenommen fühlen. Das Bildungs- u nd Betreuungsangebot der Offenen
Ganztagsschule wird auf Basis der gesetzlichen Regelungen gestaltet. Es richtet sich nach den
Vorgaben des Schulgesetzes des Landes Nordrhein-Wes tfalens und des dazugehörigen
Grundlagenerlasses.
2.1 Die Kooperation zwischen schulischem und außerschulischem Personal
Die OGS wird von zwei unterschiedlichen Bildungspar tnerinnen bestimmt: der Schule am
Morgen und der Jugendhilfe im Anschluss an den Unte rricht. Beide Systeme basieren auf
eigenständigen Bildungsverständnissen und beruflich en Traditionen. Ihre Mitarbeitenden
haben in ihren Bereichen unterschiedlich viel Gesta ltungsfreiraum und Möglichkeiten. Die
außerschulische Betreuung im Ganztag gibt den Kindern die Möglichkeit, leistungsunabhängig
und wertungsfrei Erfolgserlebnisse zu erleben. Dies e wirken sich positiv auf die Entwicklung
des Selbstvertrauens und des Selbstwertgefühls der Kinder aus. Dabei spielen die Prinzipien
der Freiwilligkeit und Partizipation eine entscheidende Rolle.
Erklärtes Ziel des Trägers sind das gemeinsame Handeln aller Akteure, die den Schulalltag der
Kinder gestalten und begleiten: Lehrer*innen, Schul sozialarbeiter*innen, Schulassistenten*
innen, Lernhelfer*innen, Sonderpädagog(en)*innen so wie allen weiteren
Kooperationspartnern der OGS im jeweiligen Sozialraum. Durch diese Vernetzung kann für die
Kinder der optimale Raum geschaffen werden, damit sie sich entsprechend ihrer Begabungen,
Neigungen und Möglichkeiten entwickeln können. Dabe i spielen Transparenz,
Kommunikation und Absprachen zwischen den Akteuren eine entscheidende Rolle für das
Gelingen.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
© Juni 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
2.2 Betreuungsumfang
Den Familien der Ganztagskinder wird eine verlässli che Betreuung an fünf Tagen der Woche
geboten. Die Betreuung beginnt unmittelbar nach dem Unterrichtsende und endet, je nach
Bedürfnissen der Kinder und Eltern, um 15:00 Uhr bz w. 16:00 Uhr. Eine Betreuung an den
beweglichen Ferientagen und an Konferenztagen ist von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr gewährleistet.
Für Eltern, die aus beruflichen Gründen eine länger e Betreuung wünschen, kann eine
Betreuung bis 17:00 Uhr eingeführt werden.
Zudem kann eine ganztägige Ferienbetreuung vom Träg er angeboten werden. Diese
Betreuung ist offen für alle Kinder.
2.3. Tagesablauf
Die Kinder werden im Anschluss an den Unterricht vo m Team des Ganztages in Empfang
genommen. Zu Beginn haben sie die Möglichkeit sich auszutauschen, frei zu spielen oder sich
auszuruhen. Der weitere Tagesablauf der OGS setzt s ich aus den folgenden Grundelementen
zusammen:
2.3.1 Gemeinsames Mittagessen
Den Kindern wird eine warme, abwechslungsreiche und kindgerechte Mahlzeit serviert.
Zudem stehen täglich Rohkost, Obst und Wasser zur V erfügung. Besondere Bedürfnisse
können mit den Fachkräften der OGS abgesprochen werden. Da das Mittagessen eine wichtige
pädagogische Interaktion im Tagesablauf darstellt, wird es durch das pädagogische Personal
der OGS begleitet. Hierbei wird auf Ordnungs- und U mgangsregeln sowie auf die Förderung
sozialer Kompetenzen besonderer Wert gelegt. Übersc haubare Tischgruppen ermöglichen
Gespräche und Austausch. Nach dem Essen wird der Ta g besprochen, AGs angekündigt und
aktuelle Dinge besprochen. Die Kinder helfen der Kü chenkraft bei der Arbeit. Sie räumen ab,
reinigen die Tische und decken diese neu ein.
Die Kosten werden direkt vom Träger eingezogen. Akt uell werden die von SJK & Co e.V.
betreuten Schulen von Schnitkamp & Hesse aus Münste r beliefert. Eine Übernahme des
aktuellen Caterers ist selbstverständlich möglich.
2.3.2 Lernzeit
Die Lernzeit ist ein elementarer Bestandteil der pä dagogischen Arbeit in der OGS. Sie stellt
eine wichtige Schnittstelle zwischen dem Unterricht am Morgen und der Betreuung im
Rahmen des Ganztages dar.
SJK & Co e.V. hat sich intensiv mit der Gestaltung der Lernzeit auseinandergesetzt. Das
Lernzeiten-Konzept von SJK & Co e.V. kann bei Inter esse im Anhang eingesehen werden
(Anhang A).
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Konzept für die außerschulische Betreuung
© Juni 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
2.3.3 Arbeitsgemeinschaften (AGs)
Das OGS Team bietet vielfältige und wechselnde Arbe itsgemeinschaften (AGs) an. Bei der
Gestaltung werden die vorhandenen Ressourcen im Stamm-Team genutzt und gefördert. Die
AGs finden in Kleingruppen statt. Sie werden nach d en Interessen der Kinder konzipiert und
ausgerichtet (siehe 5.2). Die Kinder werden auf die se Weise in ihrem eigenen Handeln
unterstützt und ihre Kompetenzen gefördert. Darüber hinaus werden AGs angeboten, die
aktuellen Entwicklungen Rechnung tragen wie bspw. d er zunehmenden Digitalisierung
(„Video-AG“, „Bau und Einsatz einer Drohne“) oder d em Thema Nachhaltigkeit
(„Schulgarten“).
SJK & Co e.V. stellt zusätzlich die Mitarbeiter*inn en des multiprofessionellen Teams zur
Verfügung (siehe 4.3). Diese bieten AGs in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld an (z.B. „Theater-AG“)
an. Darüber hinaus werden externe spezialisierte Fa chkräfte bzw. Kooperationspartner
angefragt.
Der Träger SJK & Co e.V. verfügt darüber hinaus über reichhaltige materielle Ressourcen, wie
verschiedenen Bauwagen, Theaterausstattung, eine Drohne und vieles mehr.
Bei der Gestaltung der AG-Pläne wird darauf Wert ge legt, AGs im Schulverbund anzubieten
und somit die vorhandenen Ressourcen optimal nutzen zu können.
Im Folgenden wird exemplarisch eine Auswahl an AGs dargestellt.
Theater-AG
Kreativ AG
Kochen und Backen
Diverse Sportangebote in der Turnhalle, z. B. Fußball AG, Judo AG
Filme-AG
Hunde AG
Segel-AG
Reit AG
Entspannungs-AG, Yoga-AG
Es gibt Arbeitsgemeinschaften die den sportlichen ( z. B. Reiten, Fußball, Volleyball, Tanzen)
sowie den kreativen Bereich (z. B. Filzen, Film, Th eater, Nähen) abdecken. Spiel- und
Spaßangebote stehen neben Forschen und Lernen ebenf alls fest im AG-Plan. Mit der Filme-
AG sollen spielerisch die medialen Kompetenzen der Kinder gestärkt werden. Jedes Kind erhält
die Möglichkeit zur Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften. Je nach Ausrichtung finden diese als
geschlossene und offene Angebote statt. Es wird auf eine Mischung der Angebote geachtet,
um den verschiedenen Interessen und Begabungen der Kinder Rechnung zu tragen. Weiterhin
wird Wert darauf gelegt, dass den Kindern neben Ler nzeit, Mittagessen und
Arbeitsgemeinschaften Zeit für das wichtige und oft unterschätzte Freispiel (siehe 2.3.4)
bleibt.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
© Juni 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Ganz im Sinne der OGS werden die Inhalte des Vormit tags und des Nachmittags eng
miteinander verknüpft. Eine fachliche Verknüpfung e rgibt sich durch die Erledigung der
Hausaufgaben und die fachlichen Förderstunden der Lehrkräfte im Rahmen der OGS.
Vormittag Nachmittag
Unterricht in den Kernfächern
Sachunterricht
Förderunterricht
LRS-Förderung
Hausaufgaben
OGS-Förderstunden
LRS-Förderunterricht
Weitere, teilweise auch fächerübergreifende Verknüp fungen, ergeben sich durch die AG-
Angebote im Offenen Ganztag.
Vormittag Nachmittag
Arbeitsplan Deutsch
Theater AG
Lese AG
OGS Parlament
Arbeitsplan Sport
Sportangebote in der Turnhalle
Fußball AG
Volleyball AG
Zirkus AG
Tanz AG
Arbeitsplan Sachunterricht Garten AG/ Natur AG
2.3.4 Freispiel
Dem Freispiel kommt eine enorme Bedeutung zu. Insbe sondere in der heutigen Zeit, in der
die kindliche Entwicklung häufig von einer Vielzahl an Verpflichtungen in Form von
Freizeitaktivitäten und zunehmender Digitalisierung geprägt ist.
Im Freispiel wird Kindern die Möglichkeit gegeben, selbstbestimmt zu handeln und sich als
selbstwirksam zu erleben (siehe 5.2). In Abhängigkeit der täglichen Verfassung können Kinder
frei wählen. Freispiel bietet Raum zur Entschleunig ung und zum Rückzug. Zudem werden
Kinder im Freispiel nicht unmittelbar beobachtet.
2.4 Räumlichkeiten
Die Kinder werden in ansprechenden Gruppenräume bet reut. Diese sollten kindgerecht und
gemütlich eingerichtet sein. Die Ausstattung bietet den Kindern die Möglichkeit, sich mit
unterschiedlichem Spiel-, Lese- und Bastelmaterial zu beschäftigen. Weitere Klassenräume
werden für die Lernzeit genutzt. Der Schulhof wird mit seinen diversen Spiel- und
Bewegungsmöglichkeiten, wie Spielplatz, Tischtennis platte, Turnstangen und einer großen
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Konzept für die außerschulische Betreuung
© Juni 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Spielwiese genutzt. Hier können sich die Kinder frei entfalten. Eine Turnhalle ist ein wichtiger
Bestandteil der OGS Betreuung. Es ist wünschenswert, dass diese den Kindern an allen Tagen
zur Verfügung steht. Zudem verfügt SJK & Co e.V. üb er zwei umgebaute Bauwagen 3, die für
bestimmte Zeiträume den Schulen zur Verfügung stehen.
Der Träger ist erfahren in der Projektbegleitung vo n Neu- und Umbauten von OGS Räumen
sowie deren funktionaler Innenausstattung.
2.5 Eigene Fußballliga
In jeder Schule findet eine Fußball AG statt. Die a ngemeldeten Fußballkids trainieren
wöchentlich und treten während eines Schuljahres in einer Fußballmeisterschaft
gegeneinander an. Die Kinder werden mit unseren Ver einsfahrzeugen zu den jeweiligen
Schulen befördert. Am Ende des Schuljahres wird mit allen Kindern eine Fußballmeisterfeier
veranstaltet.
3. Die Kinder
Für immer mehr Kinder wird die OGS zu einem neuen Le bensmittelpunkt, an dem sie den
größten Teil ihres Tages verbringen. Schule als Ort des Lebens uns Lernens gewinnt
zunehmend an Bedeutung. Mit dem Rechtsanspruch auf einen Platz in der
Ganztagesbetreuung ab 2026 wird diese Tendenz vermutlich weiter zunehmen. Das bedeutet,
dass ein Weiterdenken der Betreuung im schulischen Kontext erfolgen muss, um den
vielfältigen Bedürfnissen und der Diversität der Ki nder gerecht werden zu können. Bei der
Beantwortung der Frage, was guten Ganztag ausmacht, ist es von großer Bedeutung, die
Kinderperspektive zu berücksichtigen. Kinder sind d ie Experten, wenn es um die Frage geht,
in welcher Umgebung sie sich wohl und aufgehoben fühlen.
Der Vor- und Nachmittagsbereich sollte an Ganztagss chulen fließend ineinander übergehen
und Synergien optimal genutzt werden. Bildung und E rziehung müssen in Ganztagsschulen
ganzheitlich erfolgen und neben der formellen Bildu ng die informelle Bildung unter der
besonderen Berücksichtigung der sozialen und emotionalen Bildung in den Fokus rücken, um
dem Erziehungsauftrag gerecht zu werden. Ziel ist i mmer die ganzheitliche Förderung der
anvertrauten Kinder.
Ganztagsschule bietet benachteiligten Kindern die M öglichkeit, am gesellschaftlichen Leben
teilzuhaben und die bestmögliche Förderung zu erhalten. Die Kinder haben die Möglichkeit im
Anschluss an den Unterricht in einer strukturierten und sicheren Umgebung zu lernen und
ihren Neigungen und Interessen spielerisch nachzugehen.
3 Zu diesem Zweck wurden von Schule Jugend Kids & Co e.V. 2019 zwei Bauwagen angeschafft, die als
Entspannungs- und Lego / Werkbauwagen ausgebaut wurden. Diese mobilen Räume sind im Rahmen des
Schulverbundes aller OGS Standorten von SJK & Co e.V. im Wechsel monatsweise an den Schulen stationiert.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
© Juni 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
3.1. Konzept für den Übergang von der Kita in die OGS
Dem Wechsel von der Kita in die Grundschule sieht e in Großteil der Vorschulkinder mit
Spannung, Neugierde und freudiger Erwartung entgege n. Nichtsdestotrotz handelt es sich
beim Übergang vom geschützten und spielerisch geprä gten Kita-Alltag in die Schule um ein
herausforderndes Ereignis für Kinder, das es zu bewältigen gilt.
Die große Schule, viele neue und oftmals unbekannte Kinder, neue Bezugspersonen, andere
und festere Strukturen fordern die Kinder heraus. U mso wichtiger ist es, die Kinder dort
abzuholen, wo sie aktuell stehen. Dies gilt in glei chem Maße für den Morgen, wie auch den
Nachmittag, den die Kinder im Offenen Ganztag verbr ingen. Entscheidend für das Gelingen
der Eingewöhnung ist es, die Kinder offen und herzl ich aufzunehmen und ihnen eine sichere
Umgebung zu bieten. Nur, wenn Kinder sich wohl und sicher fühlen, können sie sich
bestmöglich entfalten. Dies ist ein zentrales Anliegen von SJK & Co e.V.
Sollte es nötig sein, werden die Teams in den Schul en zu Beginn eines neuen Schuljahres
personell verstärkt.
Um den Übergang von der Kita in die Schule zu erlei chtern, können die Kinder beim „Tag der
offenen Tür“ die Schule und den Ganztagsbereich gem einsam mit ihren Eltern und Freunden
erkunden und schon die Räumlichkeiten und ersten neuen Gesichter kennenlernen.
Für die Eltern werden, neben dem „Tag der offenen Tür“, Elternabende angeboten, an denen
sie die pädagogische Leitung sowie die Teams der Sc hulen kennen lernen, die Konzepte von
SJK & Co e.V vorgestellt und von den Eltern Fragen gestellt werden können.
4. Das Personal
SJK & Co e.V. als Träger des Offenen Ganztages besc häftigt aktuell ca. 120 Mitarbeiter*innen
in seinen Ganztagsschulen. Bei der Zusammensetzung der Teams werden sowohl die fachliche
Qualifikation als auch die für die Betreuung von Ki ndern erforderlichen soft skills
berücksichtigt. Nur ein beständiges, motiviertes un d professionelles Team kann seinem
Erziehungs- und Bildungsauftrag gerecht werden. Die erforderlichen Qualifikationen und
Zusammensetzung der Teams richten sich nach den gesetzlichen Vorgaben, d.h. Einstellungen
werden nur bei entsprechender fachlicher Qualifikat ion vorgenommen. Die Stellen für
geringfügig Beschäftigte werden mit Studierenden de r sozialen Arbeit oder des Lehramts
sowie pädagogisch berufserfahrenen Personal besetzt. Alle Mitarbeitenden von Schule Jugend
Kids & Co e. V. sind verpflichtet, vor Aufnahme der Tätigkeit ein erweitertes polizeiliches
Führungszeugnis nach §72a SGBVIII vorzulegen.
Der Träger ist verantwortlich für die Personalverwa ltung sowie die Fach- und Dienstaufsicht.
Praktikanten und FSJler werden von den OGS-Leitungskräften angeleitet.
10
Konzept für die außerschulische Betreuung
© Juni 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Ein Überblick über die Bereiche und Zuständigkeiten von SJK & Co e.V. befindet sich in
Abschnitt 1.2 (Organisationsstruktur).
4.1 Fachkräftegewinnung und Ausbildung bei Schule Jugend Kids & Co e.V.
Der Träger SJK & Co e.V. steht gemeinsam mit weiter en freien Trägern und der städtischen
Trägerschaft vor der Herausforderung pädagogisch qu alifiziertes Fachpersonal in Zeiten des
Fachkräftemangels und des gleichzeitig rasant steig enden Bedarfs an schulischer
Ganztagesbetreuung für sich zu gewinnen. Ab dem Ink rafttreten des Rechts-Anspruchs auf
einen OGS-Platz 2026 wird sich die Situation weiter verschärfen. Diesem Trend versucht der
Träger bereits jetzt entgegenzuwirken.
Daher bildet das Thema der Fachkräftegewinnung und Ausbildung sowie die langfristige
Bindung der Fachkräfte einen durchgängigen Themenschwerpunkt bei SJK & Co e.V.
Die neuen Mitarbeiter*innen von SJK & Co e.V. werde n von erfahrenen Fachkräften
eingearbeitet und ins Team sowie die standortbezoge ne Arbeit eingeführt. Es besteht die
Möglichkeit sowohl das Team als auch die Schule zu wechseln, sollte dies gewünscht und
sinnvoll sein.
Die Struktur von SJK & Co e.V. ist durch flache Hie rarchien und kurze Kommunikationswege
gekennzeichnet.
Die fest angestellten Mitarbeiter*innen von SJK & C o e.V. profitieren von einer betrieblichen
arbeitgeberfinanzierten Altersvorsorge, betrieblich er Krankenzusatzversicherung, dem
betrieblich geförderten Sport- und Gesundheitsprogramm, Mitarbeitervergünstigungen sowie
weiteren Personalbenefits. Zudem bietet SJK & Co e. V. seinen Mitarbeiter*innen ein eigenes
Fortbildungsprogramm an (siehe 7.2).
Die Teams des Trägers weisen eine geringe Fluktuation auf.
SJK & Co e.V. bietet seit dem Sommer 2020 für die e igenen Unterstützungskräfte eine
Praxisintegrierte Ausbildung zum/r Erzieher*in (PiA ) an. Durch das Projekt „Fachkräfte
Offensive“ der Stadt Münster und anderen Städten wu rde die Ausbildung für Erzieher*innen
neu auf dem beruflichen Markt etabliert. Diese Ausbildung dient dazu das eigene pädagogisch
erfahrene, jedoch offiziell unausgebildete Personal fortzubilden und für die Aufgaben der OGS
zu professionalisieren. Dieser Bildungsgang vermitt elt eine fachschulische Ausbildung in
Verbindung mit einer vergüteten Anstellung in einer sozialpädagogischen Einrichtung den
Berufsabschluss „Staatlich anerkannte Erzieherin/ S taatlich anerkannter Erzieher“ über die
Praxisintegrierte Ausbildung (PiA). Die Ausbildungs dauer beläuft sich auf insgesamt 3 Jahre.
Eine Personalübernahme nach einem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung wird vom Träger
Schule Jugend Kids & Co. e. V. gewünscht. Durch die Ausbildung hat die Belegschaft die
Möglichkeit sich weiter fortzubilden, einen zertifizierten Abschluss zu erhalten und im Offenen
Ganztag als Gruppenleitung mit wachsender Verantwortung, tätig zu werden.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
© Juni 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Ausbildungen bei SJK & Co e.V. werden von der trägerinternen Ausbildungsleiterin begleitet.
4.2. Zusammensetzung der Teams
Der Offene Ganztage wird von einer Fachkraft mit ei nem Abschluss der Sozialen Arbeit/
Sonderpädagogik (Dipl./BA) oder gleichwertiger Qualifikation geleitet. Je nach Größe der OGS
werden Gruppenleitungen, Unterstützungskräfte und N iedrigteilzeitkräfte im Team
eingesetzt. Die Essensausgabe und das Küchenmanagem ent erfolgt durch separate
Küchenkräfte.
Die Arbeitszeiten der Mitarbeiter*innen orientieren sich an der Anzahl der Kinder in der OGS.
Eine Gruppengröße von 25 Kindern wird von einer Fac hkraft sowie einer Ergänzungskraft
betreut. Bei der Erstellung der Dienstpläne wird di e Vereinbarkeit von Familie und Beruf
berücksichtigt.
4.3 Das multiprofessionelle Team
SJK & Co e.V. beschäftigt zudem ein multiprofessionelles Team. Das multiprofessionelle Team
wird von einer promovierten Diplom-Psychologin gele itet. Zum Team gehören zwei B.Sc.
Psychologie, zwei Heilpädagoginnen (B.A./ schulische Ausbildung, eine Heilpädagogin mit der
Zusatzausbildung zur Reittherapeutin), ein Heilpäda goge (B.A.), eine Theater-/
Zirkuspädagogin (Dipl.Soz.Päd.), ein Theaterpädagog e (B.A) und eine Orthopädagogin (M.A.)
sowie ein Motopäde. Diese unterstützen das OGS-Pers onal schulscharf. Ab dem Schuljahr
22/23 wird unser Team durch Hündin „Lotta“ verstärkt, die sich aktuell noch in der Ausbildung
zum therapeutischen Begleithund befindet.
Die trägerinternen Psychologinnen stehen den Teams vor Ort beratend zur Seite. Zudem
nehmen die Psychologinnen bei Bedarf am Unterricht im Vormittagsbereich teil. Es ist ein
Anliegen des Trägers, das multiprofessionelle Team fortlaufend weiter zu entwickeln und
weitere Professionen zu integrieren.
Die Mitarbeiter*innen des multiprofessionellen Team s stehen im Bedarfsfall als
Vertretungskräfte für den laufenden Betrieb zur Verfügung.
4.4. Ausblick: Bildung eines Sport- und Bewegungsteams
Die zunehmende Digitalisierung, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung führen zu
einer zunehmend ungesunden kindlichen Entwicklung. Diese Entwicklung wurde durch die
Corona-Pandemie verstärkt. Um dieser entgegenzuwirk en und Kindern die Freude an
Bewegung (wieder-) entdecken zu lassen, arbeitet de r Träger aktuell an der Bildung eines
Sport- und Bewegungsteams, das gezielt zur motorisc hen Förderung der Kinder eingesetzt
wird. In gleichem Maße wird der Fokus auf soziale L ernprozesse gerichtet, die automatische
in Mannschafts- bzw. Gruppensituationen entstehen. Zudem bieten Sport und Bewegung die
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Konzept für die außerschulische Betreuung
© Juni 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Möglichkeit, sprachliche Barrieren abzubauen.
5. Partizipation
Die Partizipation aller Beteiligten stellt für den Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. als
gemeinnützigem Verein ein Grundprinzip dar (siehe 1.1).
5.1. Kinder
Die Rechte von Kindern sind ein elementarer Baustein der Arbeit von SJK & Co e.V. Kinder sind
die Experten für die Beantwortung der Frage, was eine gute Offene Ganztagsschule ausmacht.
Kinderpartizipation ist daher ein wichtiges Mittel, um die OGS im Sinne der Kinder zu
gestalten. Kinderpartizipation in der OGS ist zudem ein wichtiges Instrument auf dem Weg,
Kinder zu Verantwortung und Selbstständigkeit zu er ziehen. Die Kinder sollen erfahren, dass
sie ihre Umgebung mitgestalten können. Die Kinder m üssen darüber mitentscheiden dürfen,
wie sie ihre Zeit gestalten möchten. In einigen unserer OGS Schulen wurden Kinderparlamente
eingeführt, in denen die Kinder gemeinsam mit dem b etreuenden Personal über Regeln,
Verhalten, Arbeitsgemeinschaften, Mittagessen, Projekte, Ausflüge u. v. m. sprechen und ihre
Bedürfnisse äußern. Weiterhin existieren Wunsch-/Me ckerbriefkästen, in denen die Kinder
ihre Anregungen und Kritik zum OGS Ablauf benennen können. Diese werden dann
gemeinsam mit dem betreuenden Personal vor Ort disk utiert und nach Möglichkeit in den
OGS Tagesablauf integriert. Zu verschiedenen Zeitpunkten werden Interviews mit den Kindern
geführt, um ihre Wünsche aufzunehmen.
5.2 Eltern/ Erziehungsberechtigte
Die Zusammenarbeit mit den Eltern bzw. Erziehungsbe rechtigten ist ein wesentlicher
Bestandteil des Offenen Ganztags. Das Personal und die Eltern/ Erziehungsberechtigten
stehen nach Möglichkeit in ständigem Kontakt und Au stausch. Den Eltern/
Erziehungsberechtigten werden Einzelgespräche angeb oten. Einzelgespräche bieten die
Möglichkeit sich intensiv über das Kind auszutauschen und mit Eltern/ Erziehungsberechtigten
einen besonderen Handlungsbedarf festzustellen und zu erarbeiten. Zudem werden
gemeinsame Beratungsgespräche mit dem OGS Personal, den Lehrkräften, der Schulleitung
und den Schulsozialarbeitern*innen durchgeführt. Ziele der Elternarbeit sind die partizipative
Förderung der Zusammenarbeit, der Informationsausta usch sowie die Unterstützung der
Eltern in Betreuungs- und Erziehungsaufgaben. Insbe sondere soll die Elternarbeit eine Hilfe
zur Selbsthilfe ermöglichen.
Es erfolgt regelmäßig eine Abfrage zum Bedarf an Ferienbetreuungsangeboten.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
© Juni 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
5.3 Mitarbeiter*innen
Das OGS Personal ist partizipativ in die Organisati onsstruktur des Trägers eingebunden. In
regelmäßigen Teamsitzungen werden Anliegen der Mita rbeiter*innen besprochen und
gemeinsam Lösungsmöglichkeiten erarbeitet.
6. Integration und Inklusion
Ein inklusives Leitbild ist für uns ebenso eine Sel bstverständlichkeit wie die Integration aller
Kinder, mit besonderem Augenmerk auf Kinder mit Mig rationshintergrund. Der Offene
Ganztag bietet die Möglichkeit, spielerisch Kontakt mit anderen Kindern aufzunehmen und
somit sowohl sprachliche als auch kulturelle Barrieren zu überwinden.
Ein Herzstück des pädagogischen Konzepts von SJK & Co e.V. ist das für die Schulen
entwickelte Inklusionskonzept. Dieses wird im Folgenden dargestellt.
6.1 Das Inklusionskonzept von Schule Jugend Kids & Co e.V.
Auf der Grundlage der Ratifizierung der UN-Konventi on über Rechte von Menschen mit
Behinderungen und der Verpflichtung zur Entwicklung eines inklusiven Erziehungs- und
Bildungssystems (Artikel 24, 2009), entwickelt SJK & Co e.V. Konzepte zur ganzheitlichen
Betreuung und Förderung aller uns anvertrauten Kinder.
Inklusion bedeutet, jedes Kind mit seiner Persönlic hkeit und individuellen Geschichte
vorurteilsfrei willkommen zu heißen. Inklusive und integrative Betreuung zielt nicht allein auf
Kinder mit Behinderungen oder definiertem Förderbed arf im Sinne der AO-SF, sondern auch
auf jene mit Lernschwierigkeiten, Migrationshinterg rund und sozialen oder emotionalen
Unterstützungsbedarf. Jedes Kind wird mit seinen pe rsönlichen Voraussetzungen und
Bedürfnissen vorurteilsfrei angenommen, subjektorientierte begleitet und gefördert.
Grundlegend für das Gelingen einer optimalen Begleitung und Förderung im Ganztag ist eine
enge Zusammenarbeit mit dem schulischen Team, das d ie Kinder am Morgen begleitet. Nur
durch gelebte Kontinuität über den gesamten Schulta g der Kinder, kann der Raum für eine
vertrauensvolle Atmosphäre sowie die bestmögliche Unterstützung geschaffen werden.
Um den vielfältigen Belangen und Bedürfnissen der a nvertrauten Kinder gerecht zu werden,
gehört zu unserem Verein ein multiprofessionelles T eam aus psychologischen,
heilpädagogischen, motopädischen, sozialpädagogisch en und theaterpädagogischen
Fachkräften. Diese werden schulscharf eingesetzt, u m die Kolleginnen und Kollegen vor Ort
als zusätzliches Personal zu unterstützen.
Folgende Einstellungen und Methoden zur Weiterentwicklung der individuellen Förderung der
Kinder prägen die pädagogische Arbeit von SJK & Co e.V.:
Gelebte Akzeptanz und Toleranz
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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Wertfreier und leistungsunabhängiger Blick auf die Kinder
Gemeinsame Verantwortung für die ganzheitliche Förderung aller Kinder
Individuelle Förderpläne
Arbeiten an festgelegten Zielen anhand der Förderpl äne. Diese werden regelmäßig
überprüft und überarbeitet.
Therapeutische Unterstützung (z.B. Motopädie)
Gezielter Einsatz von multiprofessionellen Fachkräften
Individuelle Handlungsempfehlungen für die beteilig ten Personen vom
multiprofessionellen Team von SJK & Co e.V.
Festgelegter Personalbedarf „über den Nachmittag“ ( Heilpädagogen, Erziehende,
Mentoren, Intensivbetreuer/innen)
Vertraute Begleitung für den Übergang von Vor- zu Nachmittag inkl. kurzem Austausch
der beteiligten Akteure
Nutzen von Synergieeffekten zwischen Vor- und Nachmittagsbereich
Multiprofessionelle Teamsitzungen
Zusammenarbeit mit (heilpädagogischen) Einrichtungen und Diensten am Ort
Bedarfsgerechtes und differenziertes Angebot für die betreffenden Kinder, aber keine
Exklusion
Ressourcenorientierter Umgang mit den Kindern
Ermöglichung der Teilnahme an allen Angeboten, AGs und Kursen der OGS
Angepasstes Spiel- und Sportmaterial
Angepasste Räume (kleine Gruppenräume, Snoozle-Räum e, Lesezimmer, reizarme
Räume, Bewegungsräume, Werk- und Kunsträume usw.)
Eltern werden in die Planung und Unterstützung in d er OGS für das Kind einbezogen
soweit es zeitlich möglich und von ihnen zu leisten ist
7. Qualitätsmanagement
Um seinem Erziehungs- und Bildungsauftrag gerecht z u werden und die Qualität der
Betreuung zu sichern, legt der Träger SJK & Co e.V. großen Wert auf ein vielschichtiges
Qualitätsmanagement. SJK & Co e.V. orientiert sich in dieser Hinsicht an den
Qualitätsstandards der Stadt Münster.
Es finden regelmäßige Treffen innerhalb und zwischen den Teams sowie den Mitarbeitenden
der Abteilungsleitung, interne und externe Weiterbi ldungen, Supervisionen sowie
Dokumentation und Evaluation statt. Zudem nimmt der Träger an kommunalen und
bezirksbezogenen Qualitätszirkeln teil.
Die Fachberatung und Abteilungsleitung für die Mita rbeiter*innen wird durch qualifizierte
Fachkräfte sichergestellt.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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7.1 Teamentwicklung
Der Träger SJK & Co e.V. legt großen Wert auf fachl ich qualifizierte, beständige und
harmonische Teams. Durch flache Hierarchien wird de n Teams Gestaltungsspielraum
zugestanden, um auf die individuellen Bedürfnisse vor Ort eingehen zu können. Regelmäßige
Teamsitzungen der OGS-Leitungskräfte und der Gruppe nleitungen ermöglichen den
Austausch von Informationen sowie die Klärung von F ragestellungen, Fallberatungen und
organisatorischen Aspekten.
Regelmäßig finden zudem Teamsitzungen mit dem gesam ten pädagogischen OGS-Personal
der Schulen statt. Diese dienen zum Austausch, zur Reflexion und zur Organisation. Vor
Schuljahresbeginn wird an Teamtagen die Konzeption überprüft und überarbeitet. Die OGS
nehmen wöchentlich an Lehrer/innen-Konferenzen und Dienstbesprechungen teil, um die
Vernetzung mit dem Vormittag zu gewährleisten.
Jährliche Personalgespräche zwischen Bereichsleitun g, Projektleitung, OGS-Leitungskräften
und Gruppenleitern dienen der Überprüfung und Festlegung von Zielen
Im Rahmen der trägerinternen Qualitätssicherung wer den monatliche
Qualitätszirkel/Leitungsrunden der OGS-Leitungskräf te sowie der Leitung des
multiprofessionellen Teams unter Beteiligung der pä dagogischen Geschäftsführung
durchgeführt. Diesen dienen dem kollegialen Austausch und der Beratung. Zudem werden bei
den Leitungsrunden besondere Aktionen und ähnliches geplant.
Das multiprofessionelle Team (siehe 4.3) trifft sich ebenfalls monatlich zum Austausch und der
kollegialen Fallberatung.
Die Fachaufsicht obliegt der pädagogischen Geschäftsführung.
Das hauptamtliche Personal nimmt im Sinne des Wirks amkeitsdialogs an internen und
externen Arbeitskreisen teil.
7.2 Fort- und Weiterbildungen
Die Mitarbeiter*innen von SJK & Co e.V. haben die M öglichkeit sowohl interne als auch
externe Fortbildungen zu relevanten Themen zu besuc hen. Darüber hinaus nehmen die
Mitarbeitenden des Trägers regelmäßig am trägerinte rnen Fortbildungsprogramm teil (z.B.
Präventionsweiterbildung, Entwicklungspsychologie, Corona & Schule).
7.3. Supervision
Allen Teams stehen im Rahmen des Fortbildungsbudgets eine Möglichkeit zur Supervision zu.
Im Zuge der aktuellen Qualitätsentwicklung des Träg ers wird ab 2020 eine ständige
Supervision durch ein Institut aus Münster vorgehalten.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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7.4 Dokumentation und Evaluation
Die Mitarbeiter*innen des Ganztages werden in der F ührung von Dokumentations- und
Beobachtungsbögen geschult.
Dokumentation:
Führen von Dokumentations- und Beobachtungsbögen
Protokollierte Teamsitzungen
Mitarbeit an den Schulprogrammen der Schulen
Anwesenheitslisten
Unfallbögen
Evaluation:
Regelmäßiger Austausch zwischen den Lehrkräften & d en Mitarbeiter*innen des
Ganztages
Elternbefragungen
7.5. Kinderschutz
Der Träger weist eine zertifizierte Kinderschutzfac hkraft vor. Die interne
Kinderschutzbeauftragte steht allen Schulen zur Ver fügung und greift bei Verdacht auf
Kindeswohlgefährdung ein und unterstützt die Leitungskraft vor Ort.
Bei Fällen von Kindeswohlgefährdung findet in Abspr ache mit der Schulleitung und
Lehrkräften ein protokolliertes Verfahren nach § 8a SGB VIII statt. Hierbei arbeitet der Träger
eng mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien zusammen.
Im Rahmen der Personaleinstellungen wird besonders auf die Einhaltung der Vorgaben nach
§ 72 a SGB VIII geachtet. So ist die Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses
für alle Mitarbeitenden des Trägers (auch Praktikan ten und Ehrenamtliche) verpflichtend.
Zusätzlich unterschreibt jeder Mitarbeitende eine S elbstverpflichtungserklärung zur
Prävention von Beziehungsmissbrauch mit Personen, die von „Schule Jugend Kids & Co e. V.“
betreut werden. Alle Mitarbeitende sind verpflichte t an einer eintägigen, internen Schulung
zum Thema Kinderschutz teilzunehmen.
7.6 FAQs
Aktuell arbeiten die OGS-Leitungskräfte unter Betei ligung der Geschäftsleitung an zwei FAQ-
Katalogen (FAQs der Eltern/ Erziehungsberechtigten, FAQs der Mitarbeiter*innen).
8. Gesundheitsförderung und Nachhaltigkeit
Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. legt großen Wert auf Gesundheitsförderung und
Nachhaltigkeit. Beispielsweise setzt der Träger im Punkt Mobilität auf E-Bikes sowie E-Autos
und verfügt über ein eigenes Lastenrad. Als Träger der OGS mit Sitz in Münster und weiteren
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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Schulen in Münster, die bereits in der Trägerschaft von SJK & Co e.V. sind, sind nur kurze Wege
zurück zu legen. Dies unterstützt den Klimaschutz der Stadt Münster.
8.1 Kinder
Es ist ein zentrales Anliegen des Trägers, Kindern den wertschätzenden Umgang mit Nahrung
und Material zu vermitteln. Dazu gehört bspw. der U mgang mit Nahrungsmitteln beim
Mittagessen. Der Wunsch des Trägers ist es, Essen passend zu bestellen und ggf. am nächsten
Tag aufzubereiten. Schulgärten, die im Rahmen des Offenen Ganztags gepflegt werden, sollen
ebenfalls für das Thema „Ernährung“ sensibilisieren und dabei unterstützen, es ganzheitlich
wahrzunehmen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Thema Sport u nd Bewegung. Gerade angesichts der
zunehmenden Nutzung von digitalen Medien, dem oft d amit einhergehenden
Bewegungsmangel und falschen Ernährungsgewohnheiten spielen die Faktoren Sport und
Bewegung eine entscheidende Rolle für die gesunde E ntwicklung von Kindern. Verstärkt
wurde diese Dynamik im Verlauf der Corona-Pandemie.
Bei der Programm-Planung und Materialauswahl des Tr ägers werden diese Aspekte
berücksichtigt.
Zudem ist eine Sport- und Bewegungsteam antizipiert . Der Aufbau des Teams wird von der
Leitung des multiprofessionellen Teams geplant und durchgeführt, die fundierte
sportpsychologische Kenntnisse aufweist.
Selbstverständlich gehören zu einer gesunden Entwic klung die Stärkung sozialer und
emotionaler Kompetenzen. Dies geschieht im Alltag d er offenen Ganztagsbetreuung durch
eine wertschätzende und werte-vermittelnde Betreuun g durch die Mitarbeiter*innen.
Darüber hinaus ist das multiprofessionelle Team zur individuellen Förderung und Stärkung der
Kinder in den verschiedenen Bereichen zuständig.
8.2 Personal
Nur gesunde und motivierte Mitarbeiter*innen können sich optimal der Betreuung der uns
anvertrauten Kinder widmen. Daher legt der Träger g roßen Wert auf ein angenehmes
Arbeitsklima. Dazu gehören die Vereinbarkeit von Fa milie und Beruf, die Möglichkeit zu
regelmäßigem Austausch im Team sowie die Möglichkei t, Ideen einzubringen und an
Entscheidungen beteiligt zu werden.
Im Rahmen von Fortbildungen werden Team-Fortbildung en angeboten, um die
Zusammenarbeit und den Zusammenhalt im Team zu optimieren.
Die Mitarbeiter*innen von SJK & Co e.V. profitieren von einem umfangreichen betrieblich
geförderten Sport- und Bewegungsprogramm. Dazu zähl t bspw. die betriebliche
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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Krankenzusatzversicherung, die Nutzung eines E-Bikes oder die Übernahme der Kosten für die
Nutzung eines Fitness-Studio (siehe 4.1).
9. Querschnittsaufgaben
Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. stellt bei Bedarf Schulbegleiter/innen an den
Standorten in Münster sowie Schulsozialarbeiter/innen.
Zudem ist der Verein SJK & Co e.V. in der offenen Kinder- und Jugendarbeit aktiv (Jugendarbeit
in Schule, Kinder- und Jugendtreff bspw. am Skaterp latz in Mecklenbeck, Kinder- und
Jugendmobil, Angebote für Kinder mit Fluchterfahrung).
Eine verlässliche Ferienbetreuung an verschiedenen Standorten sowie ein Firmenservice
gehören ebenfalls zu den Angeboten von Schule Jugend Kids & Co e.V.
Zudem bietet der Träger SJK & Co e.V. im Rahmen der Elternarbeit die Möglichkeit eines
vertrauensvollen Erstkontakts bei Beratungswünschen . Der Träger vermittelt bei Bedarf ggf.
an spezialisierte Institutionen.
10. Vernetzung
Der Träger arbeitet eng mit den Sozialakteuren am j eweiligen Standort zusammen. An allen
OGS Standorten werden enge Kooperationen mit den ör tlichen Sportvereinen (z.B. Reiterhof
Stuft, Segelclub Hansa-Münster e.V.), städtischen u nd kirchlichen Einrichtungen, Vereinen
(z.B. Lebenshilfe Münster), heilpädagogischen Tagesgruppen und Kindertagesstätten gepflegt.
Im Rahmen der Qualitätsentwicklung ist es für Schule Jugend Kids & Co. e.V. sehr wichtig, eine
gute Zusammenarbeit mit den Schulträgern, Schulleit ungen und anderen Akteuren rund um
die Schulverwaltung zu führen. Die Teilnahme an reg ionalen und überregionalen
Qualitätszirkeln ist hier ein elementarer Baustein. Selbstverständlich ist für einen Träger der
freien Jugendhilfe die Kooperation mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
ebenfalls ein wichtiger Bestandteil zum Wohle der zu betreuenden Kinder und deren Familien.
Des Weiteren besteht durch regelmäßige Teamsitzungen auf und zwischen den
verschiedenen Ebenen eine enge Vernetzung innerhalb des Vereins.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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11. Was macht den Verein Schule Jugend Kids & Co e.V. aus?
11.1 Prinzipien eines gemeinnützigen Vereins
Als gemeinnütziger Verein ist das Grundprinzip von Schule Jugend & Co e.V. das Wohl der
(Schul-) Gemeinschaft zu fördern. Dabei stehen selbstverständlich die Kinder im Mittelpunkt.
Aber auch ihre Eltern/ Erziehungsberechtigten, die pädagogischen Fachkräfte und das weitere
pädagogische sowie schulische Team gehören zur Schu lgemeinschaft. Schule Jugend Kids &
Co e.V. richtet den Fokus auf die Interessen und Be dürfnisse aller Beteiligten der
Schulgemeinschaft mit dem Ziel die bestmögliche Bet reuung für die Kinder im Rahmen der
OGS zu realisieren.
11.2. Entstehungsgeschichte und Entwicklung von Schule Jugend Kids & Co e.V.
Der Träger Schule Jugend Kids & Co e.V. hat sich vo n der Idee eine Jugendtreffs in Münster-
Mecklenbeck im Laufe der Zeit zu einem erfahrenen u nd etablierten freien Träger der
außerschulischen Betreuung in Münster und dem Umland entwickelt. SJK & Co e.V. profitiert
von der schrittweisen Annäherung an das Thema der O ffenen Ganztagsschule und dem
dadurch erworbenen Erfahrungsschatz. Inzwischen ist die Offene Ganztagsschule zum
Herzstück des Trägers geworden, welches SJK & Co e.V. kontinuierlich weiterentwickelt.
Der Träger „Schule Jugend Kids & Co. e. V.“ kann ei ne 17-jährige Erfahrung im OGS Bereich
aufweisen. Am 01.08.2006 wurde die erste Trägerscha ft einer OGS Schule in Münster
übernommen. Seitdem ist der Verein stetig gewachsen . Mittlerweile werden neun OGS
Grundschulen vom Träger betreut. Dem Träger ist es wichtig, die Individualität jeder Schule zu
bewahren, so dass das vorliegende Konzept jederzeit in Absprache mit der Schulleitung und
dem pädagogischen Team vor Ort angepasst werden kann.
Aufgrund der Erfahrungen bei einem Trägerwechsel ve rfügt der Träger über ausreichend
Knowhow bei der Übernahme des vorhandenen Personals. Falls erforderlich bzw. gewünscht
kann neues Personal gestellt werden.
11.3 Teamstruktur und Teamentwicklung
Schule Jugend Kids & Co e.V. ist ein gewachsener Ve rein, der durch flache Hierarchien und
Flexibilität gekennzeichnet ist. Durch regelmäßige Teamsitzungen innerhalb und zwischen den
OGS-Teams sowie auf unterschiedlichen Ebenen besteht eine enge Verzahnung zwischen den
Teams der Schulen und ein effizienter Erfahrungsaus tausch. Zudem werden regelmäßige
Weiterbildungen zu relevanten Themen angeboten.
11.4 Inhaltliche Schwerpunkte
Der Verein SJK & Co e.V. unterliegt als gemeinnütziger Verein den Grundprinzipien eines
solchen (siehe 1.1).
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Konzept für die außerschulische Betreuung
© Juni 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Darüber hinaus setzt der Träger Schwerpunkte in den Bereichen Inklusion und Intergration
(siehe 4.3 und 6.), Sport und Bewegung (siehe 4.4) sowie Partizipation (siehe 5.).
11.5 Materielle Ausstattung
Der Träger verfügt über eine Vielzahl an materiellen Ressourcen (z.B. Lego- und Snoozle-
Bauwagen, Bullis, Theater- und Zirkusequipment, digitale Ausstattung), die von den Schulen
genutzt werden können.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
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Anhang A
Das Lernzeitkonzept von Schule Jugend Kids & Co e.V.
Um ein ruhiges Umfeld zu schaffen, lernen die Kinde r nach Möglichkeit in Gruppen mit ca.
zehn Kindern derselben Altersstufe und haben feste Bezugspersonen. Erledigte Aufgaben
werden von den Mitarbeitenden stichprobenartig auf ihre Sorgfalt überprüft, abgehakt und
unterschrieben. Die Kontrolle der Richtigkeit der Hausaufgaben liegt jedoch weiterhin bei der
Lehrkraft und den Eltern. Schafft es ein Kind nicht , die Hausaufgaben innerhalb des
vorgesehenen Zeitraums zu erledigen, erfolgt eine R ückmeldung an die zuständige Lehrkraft
und die Eltern über das Hausaufgabenheft. Hierbei w ird auch festgehalten, ob die
Hausaufgaben für das Kind zu schwer bzw. zu umfangr eich waren oder, ob es auch an der
Arbeitshaltung des Kindes lag. Kinder, die eine int ensivere Unterstützung während der
Lernzeit benötigen, werden durch Lehrer/innen im Rahmen von Lehrerstunden unterstützt.
Die Hausaufgabenbetreuung soll die Eltern so weit w ie möglich entlasten, aber nicht aus der
Verantwortung entlassen. Dies bedeutet, dass die El tern weiterhin für eine inhaltliche
Überprüfung der Hausaufgaben sowie für Beratungsges präche mit den Lehrkräften bei
Lernschwierigkeiten zuständig sind.
Die Lehrkräfte
unterstützen die Kinder drei Stunden (bei einer Gru ppengröße von 25 Kindern) in der
Woche im OGS Förderunterricht.
schauen täglich ins Hausaufgabenheft, um die Notizen der Erziehungskräfte zu lesen.
stehen im regelmäßigen Austausch mit den pädagogischen Fachkräften.
Die pädagogischen Fachkräfte der OGS
sorgen für einen ruhigen Arbeitsplatz und eine positive Lernatmosphäre.
geben bei Bedarf Starthilfe.
achten auf eine sorgfältige und übersichtliche Heftführung.
vergewissern sich, dass alle Aufgaben erledigt wurden.
geben den Lehrkräften und Eltern eine qualifizierte Rückmeldung über die Bearbeitung
der Aufgaben und die dabei beobachteten Besonderheiten.
Die Kinder
notieren sich die Hausaufgaben.
arbeiten konzentriert und stören die anderen Kinder nicht.
bemühen sich selbständig zu arbeiten.
achten auf eine sorgfältige und übersichtliche Heftführung.
holen nicht erledigte und unvollständige Hausaufgaben nach.
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Konzept für die außerschulische Betreuung
© Juni 2022 Schule Jugend Kids & Co e.V.
Die Eltern/Erziehungsberechtigten
schauen täglich ins Hausaufgabenheft, um die Notizen der Erziehungskräfte zu lesen.
sollen mit dem Kind die Hausaufgaben durchschauen, um so die Arbeit der Kinder
wertzuschätzen und um Kenntnis über den Lern- und L eistungsstand des Kindes zu
erhalten.
entscheiden, ob die Hausaufgaben, die in der Hausau fgabenzeit nicht vollständig
erledigt wurden, zu Hause nachgearbeitet werden sollen.
erledigen die Leseaufgaben mit ihrem Kind.
Die OGS Kinder sollen durch die Lehrkräfte eine ind ividuelle, auf die Bedürfnisse der Kinder
zugeschnittene Förderung nutzen können. In diesen F örderstunden werden durch die
Lehrkräfte Leistungsdefizite und Inhalte des Vormit tags vertieft und gefestigt. Zudem gibt es
die Möglichkeit, eine Lernunterstützung durch das B ildungs- und Teilhabepaket zu
beantragen. Auch hier unterstützen die Koordinatore n der OGS sowie (sozial-)pädagogische
Fachkräfte der Schule die Eltern.
Schule Jugend Kids & Co e.V.
Harkortstraße 13
48163 Münster
Telefon: 0251 74 76 702
Web: www.jugend-ms.de
Mail: info@jugend-ms.de
Anlage 2 AWO_OGS_Konzept_Martinischule
30871 Zeichen
BEREICH SCHULE
OGS-Konzeptz
Martinischule Münsterz
Konzept für das außerschulische Angebot
der Offenen Ganztagsschule (OGS) im Rahmen
der Überleitung der OGS in freie Trägerschaft
KONZEPT FÜR DAS AUSSERSCHULISCHE ANGEBOT DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE (OGS) DER MARTINISCHULE
2
1. Einleitung
Die OGS ist ein Ort, an dem sich die Kinder angenommen
und wohl fühlen sollen. Dies ist die Grundlage für individu-
elle Entfaltung, für Gemeinschaftserleben und Lernmotiva-
tion. Um einen solchen Ort zu gestalten, sind alle Akteure
mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten, ihrer Fachlichkeit
und ihrer Persönlichkeit gefragt. Die OGS als gemeinsamer
Lern- und Lebensraum soll dazu beitragen, dass die Kin-
der in ihrem Sozialverhalten gestärkt werden, lernen, ihre
Bedürfnisse zu erkennen und zu benennen, und Möglichkei-
ten erhalten, sich einzubringen und mitzugestalten. Erzie-
hung, Bildung und Betreuung kann aber nur im Sinne der
Kinder gelingen, wenn Eltern, schulische Akteure und auch
externe Partner*innen mit einbezogen werden. Daher ist es
uns ein besonderes Anliegen, unsere OGS-Teams mit fach-
licher Expertise, bestmöglichen Rahmenbedingungen und
gemeinsamer Qualitätsentwicklung in ihrer täglichen Pra-
xis und ihren vielfältigen Aufgaben zu unterstützen.
1.1 Rahmenbedingungen
Die gesetzlichen Vorgaben für die Offene Ganztagsschule
(OGS) regelt der Grundlagenerlass „Gebundene und offene
Ganztagsschulen sowie außerunterrichtliche Ganztags- und
Betreuungsangebote in Primarbereich und Sekundarstufe
I“ des Landes NRW vom 23.12.2010 in der aktualisierten
Fassung vom 16.02.2018. Der Runderlass fordert eine Öff-
nung von Schule, die sich in der Beteiligung von außer-
schulischen Partnern, der Einbeziehung von unterschied-
lichen Professionen in die pädagogische Arbeit und in der
Erschließung und Nutzung des Sozialraums widerspiegelt.
1.2 Vorstellung der Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk
Münsterland-Recklinghausen
Die Arbeiterwohlfahrt im Unterbezirk Münsterland-Reck-
linghausen ist bunt und vielfältig. In den Kreisen Reckling-
hausen, Coesfeld und Borken ist der Unterbezirk seit Jah-
ren Kooperationspartner der Kommunen beim Ausbau des
Ganztagsbetriebs im Primarbereich sowie an den weiterfüh-
renden Schulen. An 68 Schulen werden in enger Abstim-
mung mit der Schulleitung ganztägige Lernarrangements
erarbeitet, um das pädagogische Leitbild der (Offenen)
Ganztagsschule zu einer neuen Lernkultur umzusetzen.
In der Stadt Münster ist die AWO seit vielen Jahren als
Kooperationspartnerin für die Schulsozialarbeit an drei
Grundschulen sowie an einer weiterführenden Schule tätig.
Neben Trägerschaften im Bereich Schule bietet die AWO
zahlreiche Angebote in Münster und Umgebung, dazu
gehören neben Seniorenwohnstätten ebenso Kitas, Jugend-
treffs, integrative Angebote oder Begegnungsstätten und
diverse Hilfsangebote.
1.2.1 Das Leitbild der AWO
Die pädagogische Arbeit in der OGS orientiert sich am Leit-
bild der Arbeiterwohlfahrt. Die Grundwerte der AWO sind
Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit, Toleranz und Soli-
darität. Dies bedeutet, dass die nationale oder konfessio-
nelle Zugehörigkeit bei den Zugangsvoraussetzungen zu
INHALT
1. Einleitung ............................................. 2
1.1 Rahmenbedingungen ..............................2
1.2. Vorstellung der Arbeiterwohlfahrt
Münsterland-Recklinghausen ....................2
1.2.1 Das Leitbild der AWO ................................2
1.2.2 Die Anerkennung als freier Träger
der Jugendhilfe ......................................3
1.3. Die Martinischule in Münster .....................3
2. Die Struktur im Offenen Ganztag ................ 3
2.1 Tagesablauf ...........................................3
2.2 Räumlichkeiten ......................................4
2.3 Öffnungszeiten .......................................4
2.4 Ferienangebote ......................................4
2.5 Anmeldeverfahren ..................................4
2.6 Übergang von der Kita in die OGS ...............4
3. Pädagogische Ausrichtung der AWO .............5
3.1 Inklusion .............................................. 5
3.2 Kinder mit Fluchthintergrund ....................5
3.3 Kinderschutz.......................................... 5
3.4 Elternarbeit ...........................................5
3.5 Beschwerdemanagement ......................... 5
3.6 Genderthematik .....................................5
4. Partizipation .......................................... 6
4.1 Kinder ..................................................6
4.2 Eltern/Sorgeberechtigte ............................6
4.3 Personal ............................................... 6
5. Qualitätsentwicklung ............................... 6
6. Kommunikationsstruktur .......................... 7
7. Zumsammenwirken unterschiedlicher
Professionen ..........................................7
7.1 Das Team der AWO ...................................7
7.2 Innerschulische Kooperation .....................7
7.3 Außerschulische Kooperation .....................7
7.4 Vernetzung im Sozialraum ........................ 7
8. Personalentwicklung ............................... 8
8.1 Fachkräftegewinnung und -ausbildung .......8
8.2 Bindung von
Mitarbeiter*innen/Corporate Benefits .......... 8
8.3 Fortbildungen ........................................8
9. Die AWO Unterbezirk Münsterland-
Recklinghausen-Spezifika ......................... 8
10. Anlagen ................................................ 8
- Qualitätshandbuch „OGS in Vielfalt“
KONTAKT
AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen
Kathrin Sprenger
Bahnhofstraße 24
48249 Dülmen
Telefon: 02594 8932961
k.sprenger@awo-msl-re.de
KONZEPT FÜR DAS AUSSERSCHULISCHE ANGEBOT DER OFFENEN GANZTAGSSCHULE (OGS) DER MARTINISCHULE
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den Einrichtungen der AWO keine Rolle spielt. Kulturelle
Vielfalt gehört zu den Tatsachen unserer Gesellschaft und
ist auch in der OGS ausdrücklich willkommen. Im sozialen
Miteinander lernen die Kinder einander kennen und respek-
tieren. Die gemeinsamen Interessen der Kinder stehen im
Mittelpunkt. Die AWO setzt sich dabei aktiv für das Errei-
chen von Chancengleichheit ein, indem sie die Inklusion in
ihren Einrichtungen fördert und darüber hinaus zusätzli-
che Angebote zum Ausgleich von Benachteiligungen ent-
wickelt und anbietet.
1.2.2 Die Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe
Die Anerkennung des AWO Unterbezirks Münsterland-
Recklinghausen als Träger der Jugendhilfe existiert seit den
60er Jahren und ist eine Anerkennung der Verbände der
Freien Wohlfahrtspflege mit ihren Gliederungen. Für die
AWO im Bezirk Westliches-Westfalen (seit dem 18. April
1966) erstreckt sich die Anerkennung auf „ihre gegenwärtig
und zukünftig angehörenden regionalen Untergliederun-
gen (Unterbezirke, Kreisverbände, Stadtverbände, Ortsver-
eine) im Lande Nordrhein-Westfalen“ (Bek. d. Ministeri-
ums für Arbeit, Gesundheit und Soziales v. 28.5.1990 - IV
B 2 - 6104.0 (ab 29.7.2010 MFKJKS). Die Anerkennung
ist auf der Website des Ministerium des Inneren des Lan-
des Nordrhein-Westfalen unter folgendem Link zu errei-
chen: https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_text_anzeigen?v_
id=61020161014172262530.
1.3 Die Martinischule in Münster
An der Martinischule wurden im Schuljahr 21/22 151 Schü-
ler*innen unterrichtet. Von ihnen besuchen 119 Schüler*in-
nen die Offene Ganztagsschule, 33 Kinder nehmen an der
Bis-Mittag-Betreuung teil. Die Schule befindet sich um
Stadtbezirk Mitte, direkt in der Innenstadt von Münster
unweit des Stadttheaters.
2. Die Struktur im Offenen Ganztag
Um ein optimales Bildungs- und Betreuungsangebot im
Rahmen der Offenen Ganztagsschule zu bieten, haben sich
bei der AWO bestimmte Strukturen etabliert:
2.1 Tagesablauf
Der Tagesablauf der Schüler*innen im Offenen Ganztag wird
im Wesentlichen durch das gemeinsame Mittagessen, die
Erledigung der Hausaufgaben in der Lernzeit, das Freispiel
und die AG-Angebote strukturiert. Jeder dieser Bestandteile
ist Teil des pädagogischen Konzeptes und erfährt demnach
eine entsprechende Ausgestaltung.
Mittagessen
Das gemeinsame Mittagessen ist die elementare Grundlage
für das Wohlbefinden der Kinder. Jedes Kind hat das Recht
auf eine warme Mahlzeit am Tag. In der AWO wird diesem
Recht entsprochen, indem das Mittagessen als verpflichten-
der und elementarer Bestandteil der OGS ausgestaltet wird.
Denn der tägliche Mittagstisch dient nicht nur der reinen
Nahrungsaufnahme, vielmehr hat er für das soziale Ler-
nen einen hohen Stellenwert. Die Kinder lernen verbindli-
che Tischregeln kennen, werden angehalten, Rücksicht zu
nehmen, zu teilen und sich gegenseitig zu helfen. Beim Mit-
tagessen wird eine Esskultur vermittelt, bei der neben der
Gemeinschaft auch eine gesunde und ausgewogene Ernäh-
rung eine wichtige Rolle spielt. Die Mahlzeiten sind kind-
gerecht und ausgewogen. Die Essenssituation bietet Raum
für kommunikativen Austausch und sollte in gemütlicher
Atmosphäre eingenommen werden.
Hausaufgaben
Die Rahmenbedingungen für die Hausaufgaben sind größ-
tenteils gesetzlich geregelt. Das gilt für den zeitlichen
Umfang sowie für die Unterstützung durch Lehrerstunden.
Grundsätzlich gelten bei der AWO folgende Grundsätze für
die pädagogische Hausaufgabenbegleitung:
- Die Anfertigung der Hausaufgaben erfolgt in einem
separaten (Klassen-)Raum in ruhiger Arbeitsatmosphäre.
- Die Hausaufgabenbegleitung ist keine Nachhilfe. Die
Kinder werden angeleitet, ihre Hausaufgaben eigenstän-
dig zu erledigen.
- Lernen und Lesen finden zu Hause statt.
- Die Eltern tragen die letzte Verantwortung für die Erle-
digung der Hausaufgaben.
Über diese Grundsätze hinaus werden standortspezifische
Absprachen zu Räumlichkeiten, Gruppengröße, Perso-
nal, Materialeinsatz sowie Regeln getroffen. Jeder Stand-
ort erstellt dadurch ein eigenes Hausaufgabenkonzept, wel-
ches allen Beteiligten bekannt gemacht wird. Dabei ist ein
Dialog über Erwartungshaltungen, Umfang und Zielsetzung
der Hausaufgaben unerlässlich.
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AG-Angebote und ganzheitliche Bildung
Die AGs finden in Zusammenarbeit mit Übungsleiter*innen
und unterschiedlichen Institutionen (z.B. Musikschule oder
Sportvereine) statt. Die Bandbreite der AGs reicht von Com-
puterkursen bis hin zu kreativen, musikalischen und sport-
lichen oder ökologischen Angeboten und richtet sich nach
den Bedarfen und Interessen der Schüler*innen.
Freispiel
Neben den festen, angeleiteten Angeboten haben die Kinder
auch immer die Möglichkeit, ihre Zeit frei zu gestalten. Wäh-
rend des Freispiels werden die Kinder zu intensiver Kommu-
nikation untereinander ermutigt. Neben der Kommunikation
ist auch die Bewegung ein wichtiger Baustein in der sozialen
Interaktion. Darüber hinaus ist das angeleitete Freispiel ein
wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit, bei dem der
Rahmen der gewählten Aktivität vom Betreuungspersonal
gesetzt wird. Hierzu gehören beispielsweise Spiele im Freien,
Koch- und Backaktivitäten oder ähnliches.
2.2 Räumlichkeiten
Die Kinder werden in der OGS der Aegidii-Ludgeri-Schule
in festen Gruppen betreut. Das Mittagessen wird im Spei -
seraum eingenommen und die Klassenräume werden eben -
falls für die Erledigung der Hausaufgaben genutzt. Weitere
Räumlichkeiten (z.B. Musikraum, Werkraum, Aula, Sport -
halle) sind ebenso für die Nutzung im Nachmittagsbereich
vorgesehen.
2.3 Öffnungszeiten
Die OGS-Öffnungszeiten sind per Erlass geregelt. Danach
beginnt die Zeit im Offenen Ganztag nach Unterrichts-
schluss, spätestens aber um 11:30 Uhr und endet frühestens
um 15:00 Uhr. Die reguläre Öffnungszeit endet um 16:00
Uhr. Es wird erwartet, dass die Kinder in der Regel an fünf
Wochentagen teilnehmen. Ausnahmen sind erlaubt, müssen
jedoch von der Schulleitung im Voraus genehmigt werden.
Eine ganztägige Öffnung der OGS kann in Ausnahmen wie
bei Lehrerausflügen oder Ganztagsfortbildungen der Leh-
rer*innen erfolgen. Auf Wunsch kann eine Frühbetreuung
vor Schulbeginn ergänzt werden. Eine Randzeitenbetreu-
ung von 7:00 Uhr und/oder bis 16:30 Uhr richtet sich nach
den Bedarfen vor Ort, ebenso die Einrichtung einer Bis-Mit-
tag-Betreuung.
2.4 Ferienangebote
Auch bei der Ferienbetreuung stehen die Bedarfe der Kin-
der im Vordergrund. Das bedeutet, dass umfassende Betreu-
ungszeiten mit attraktiven Ferienprogrammen angeboten
werden. Neben gemeinsamen Aktivitäten steht den Kin-
dern genügend Freiraum zur Verfügung, um sich mit eige-
nen Ideen zu entfalten und auch Ruhephasen zu genießen.
Die Ferien dienen dem zwanglosen Entdecken, dem Spiel
und der Entspannung. Die Ferienbetreuung für die Kinder
der OGS wird in der Regel mit Ausnahme von drei Wochen
in den Sommerferien und der Zeit zwischen Weihnachten
und Neujahr in allen Schulferien und an beweglichen Feri-
entagen angeboten. Sie findet an den Werktagen in der Zeit
von 8:00-16:00 Uhr statt und kann individuell in Anspruch
genommen werden.
Der Ferientag beinhaltet neben einer gestalteten Früh-
stückszeit und dem gemeinsamen Mittagessen pädagogi-
sche Angebote, die einem Ferienmotto folgen. Als Träger
stehen wir aber auch neuen Konzepten, die sich für den
Schulstandort bewährt haben, offen gegenüber.
Auch eine trägerübergreifende Lösung mit anderen
Standorten ist denkbar, sodass die Eltern die Möglichkeit
erhalten, die Ferienbetreuung z.B. mit den Betreuungszei-
ten der Geschwisterkinder in Kindertagesstätten o.ä. abzu-
stimmen.
2.5 Anmeldeverfahren
In der Regel sollten die Neuanmeldungen für das kommende
Schuljahr bis Ende Mai abgeschlossen sein. Soweit noch
OGS-Plätze frei geblieben sind, haben Nachrücker*innen bis
zum 15.10. Zeit, sich für das laufende Schuljahr anzumel-
den. Sollte eine begrenzte Raumkapazität vorliegen, kön-
nen in Kooperation mit der Stadt Aufnahmekriterien festge-
legt werden. Wird während des Schuljahres ein Platz in der
OGS frei, erfolgt ein Nachrückverfahren. Die Verträge sol-
len von den Eltern direkt mit der AWO geschlossen werden.
2.6 Übergang von der Kita in die OGS
Der Übergang von der Kita in die Offene Ganztags-
schule bedeutet zunächst den Wechsel von einem vertrau-
ten Lebensumfeld in einen neuen und fremden Lebens-
abschnitt. Ziel der OGS ist es dabei, Vorfreude zu wecken
sowie Ängsten und Überforderungen vorab entgegenzuwir-
ken. Ein besonders Augenmerk liegt oftmals bei den Kin-
dern mit besonderen Förderbedarfen.
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3. Pädagogische Ausrichtung der AWO
Unter Bildung verstehen wir mehr als nur die Vermittlung
und Verarbeitung positiven Wissens. Bildungsprozesse sind
nur dann erfolgreich, wenn ein umfassendes und ganzheit-
liches Bildungsverständnis Grundlage des pädagogischen
Handelns ist. Die Offene Ganztagsschule ist dabei eine
Kombination von Schule und klassischen Angeboten der
Jugendhilfe. Die pädagogische Ausrichtung ist ressourcen-
orientiert und darauf bedacht, den Kindern eine Teilnahme
am OGS-Alltag zu ermöglichen, die positiv besetzt ist und
die Kinder in der jeweiligen Entwicklung fördert. Der Pro-
zess der Inklusion ist damit bereits in unserem Grundver-
ständnis von OGS angelegt und wird stetig vorangetrieben.
3.1 Inklusion
Gemäß dem Index für Inklusion (Tony Booth und Mel Ain-
scow, 2003) ist es notwendig, die individuellen Barrieren
für die Teilhabe zu erkennen und klar zu benennen, um
sie im Anschluss auf ein Minimum zu reduzieren oder zu
beseitigen. Diese Analyse ist auch bei der AWO ein ständi-
ger Arbeitsprozess, aus dem sich die weiteren Schritte auf
unterschiedlicher Ebene ergeben:
Haltung/Wertvermittlung: Vermittlung gemeinschaftsfördern-
der Werte verbunden mit der Förderung der positiven Hal-
tung zu Inklusion.
Pädagogisches Konzept: Stetige Auseinandersetzung mit dem
pädagogischen Konzept, um Bedürfnissen und Erfordernis-
sen gerecht zu werden.
Kommunikationsstrukturen/Vernetzung: Einrichtung und Aus-
bau eines multiprofessionellen Austauschs zur Etablierung
einer verlässlichen Regelkommunikation
Fachwissen/Erfahrung: Effektiver pädagogischer Austausch
und Fachberatungen
Qualitätsentwicklung: Kleinschrittige Vorgehensweise beim
Abbau von Barrieren, um Arbeitsprozesse zu verbessern.
3.2 Kinder mit Fluchthintergrund
Kinder mit Fluchthintergrund sind durch ihre Flucht-
geschichte in besonderer Weise geprägt, müssen sich in
Deutschland mit einer völlig neuen Lebenswelt zurechtfin-
den und verfügen dazu über keinerlei Deutschkenntnisse.
Mit ihren unterschiedlichen Sozialisationswegen und reli-
giösen Prägungen bereichern die Kinder die OGS-Gruppe,
indem sie die Neugierde anderer Kinder wecken und ihre
Hilfsbereitschaft fördern. Innerhalb der AWO kann auf
Erfahrungen und Materialien aus einem Zusatzprogramm
für geflüchtete Kinder in Marl und Recklinghausen zurück-
gegriffen werden. Somit ist es möglich, schnelle und kom-
petente Integrationsangebote, auch mit Hilfe der Schulsozi-
alarbeit vor Ort, zu erarbeiten und umzusetzen.
3.3 Kinderschutz
Das Thema Kinderschutz hat einen besonderen Stellenwert
bei der AWO. Alle Teamleitungen und pädagogischen Fach-
kräfte wurden zu dem Thema geschult und sind mit dem
Verfahren im Falle einer Kindeswohlgefährdung vertraut.
Neben der fachlichen Qualifizierung wird so eine hohe Sen-
sibilisierung für den Kinderschutz gewährleistet. Unsere
Stabstelle für Gewaltprävention steht dabei mit insofern
erfahrenen Fachkräften für die Beratung und Begleitung
unserer Mitarbeiter*innen zur Seite. Alle notwendigen Pro-
zesse und Formulare zur Umsetzung des Schutzauftrages
bei Kindeswohlgefährdung sind auf der Homepage der AWO
im internen Bereich hinterlegt und stehen den Mitarbei-
ter*innen jederzeit zur Verfügung.
3.4 Elternarbeit
Die Zusammenarbeit mit den Eltern in der OGS ist für den
Erziehungsprozess der Kinder von großer Bedeutung. Unser
Ziel ist es, Transparenz herzustellen, indem die Eltern Ein-
blick in die pädagogische Arbeit erhalten. Für uns ist es
selbstverständlich, offen und ohne Vorurteile auf die Eltern
einzugehen.
3.5 Beschwerdemanagement
Beschwerden werden in der AWO Unterbezirk Münsterland-
Recklinghausen sehr ernst genommen und sorgfältig bear-
beitet. In der Beschwerde liegt eine Chance, gemeinsam
nach tragfähigen Lösungen zu suchen. Ein Prozess zum
Beschwerdemanagement ist daher fest implementiert.
3.6 Genderthematik
Das Leitbild der AWO steht für Vielfalt in allen Bereichen.
Aus diesem Grund bemüht sich die AWO Münsterland-
Recklinghausen um eine vielfaltssensible Sprache. Diese
umfasst einen geschlechterneutralen Sprachgebrauch, der
zur Gleichberechtigung der Geschlechter und zu einer inklu-
siven Sprache aller sexuellen und geschlechtlichen Identi-
täten beiträgt. In den Offenen Ganztagsschulen werden zu
den koedukativen Angeboten auch spezielle Jungen- und
Mädchenprojekte angeboten. Die Mitarbeiter*innen, die als
Vorbilder fungieren, fördern damit den Austausch und sen-
sibilisieren die Kinder für dieses Thema.
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4. Partizipation
Damit der OGS-Alltag gelingen kann und alle Bedürfnisse
berücksichtigt werden können, liegt uns das Miteinbeziehen
aller Beteiligten sehr am Herzen
4.1 Kinder
Kinder haben mitunter eine andere Wahrnehmung als
Erwachsene und dadurch auch andere Bedarfe, die sich dem
pädagogischen Betreuungspersonal nicht immer auf direk-
tem Wege erschließen. Aus diesem Grund ist die Partizipa-
tion der Kinder in Form von Frage-Antwort-Runden oder
in einem OGS-Parlament ein wesentlicher Bestandteil der
pädagogischen Arbeit vor Ort. So ist sichergestellt, dass die
Bedarfe z.B. beim AG-Angebot, bei der Essensauswahl oder
auch bei der Raumgestaltung berücksichtigt werden kön-
nen.
4.2 Eltern
Damit die Eltern einen Einblick in die pädagogische Arbeit
der OGS bekommen, ist ein Elternabend, an dem das päda-
gogische Betreuungspersonal teilnimmt, obligatorisch. Dort
wird über das pädagogische Konzept informiert und es gibt
Gelegenheit, die Räumlichkeiten anzuschauen. Über Neu-
erungen und Änderungen informieren die Teamleitungen
im Verlauf des Schuljahres durch schriftliche Elternmittei-
lungen. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, einen Termin
für ein Elterngespräch mit der Teamleitung zu vereinbaren.
Selbstverständlich sind auch Tür-und-Angel-Gespräche bei
Abholung der Kinder mit der Gruppenleitung möglich.
4.3 Personal
Auch die Miteinbindung der Bedarfe der Mitarbeiter*in-
nen ist uns ein Anliegen. So soll das pädagogische Betreu-
ungspersonal je nach persönlichen Interessen AG-Ange-
bote planen und durchführen. Das Team bekommt dann
die Möglichkeit, zusätzliche AG-Angebote durch externe
Kooperationspartner anbieten zu können, falls die eigenen
Mitarbeiter*innen nicht über die Qualifikation verfügen.
5. Qualitätsentwicklung
Die Qualitätsentwicklung hat einen großen Stellenwert bei
der AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen. Sie
ist sowohl strukturell durch den Qualitätszirkel und seine
Unterarbeitsgruppen verankert als auch ständiger Teil der
entsprechenden Sitzungen innerhalb des Bereiches Schule
(Koordinationssitzung, Teamleitungsrunden, Teambespre-
chungen, Arbeitskreise mit pädagogischen Themenschwer-
punkten). Neben der AWO-internen Qualitätsentwicklung
nehmen die OGS-Koordinator*innen und Teamleitungen
auch an kommunalen Qualitätszirkeln teil. Dabei geht es
insbesondere um die Fortschreibung von Konzepten, Perso-
nalentwicklung sowie Entwicklung von Vernetzungen. Ein
Qualitätshandbuch für den Bereich Offenen Ganztagsschu-
len wurde bereits 2019 entwickelt und steht jeder Einrich-
tung und jedem*r Mitarbeiter*in zur Verfügung. Das Qua-
litätshandbuch wird fortlaufend durch die Ergebnisse der
unterschiedlichen Qualitätszirkel ergänzt, vervollständigt
und aktualisiert.
Der Umgang mit der
Corona-Pandemie in der OGS
Die aktuelle Situation, hervorgerufen durch den pan -
demischen Ausbruch des Corona-Virus, betrifft alle
Lebensbereiche und stellt insbesondere auch alle im
Umfeld von Schule tätigen Personen vor neue Heraus-
forderungen. Diesen stellen wir uns im AWO Unter -
bezirk Münsterland-Recklinghausen täglich auf allen
Ebenen.
Der Schutz der uns anvertrauten Kinder, unserer
Mitarbeiter*innen sowie aller weiteren Beteiligten der
OGS und der 8-1-Betreuung ist unser oberstes Gebot.
Daher haben wir mit Beginn der Pandemie im Frühjahr
2020 für alle relevanten Bereiche Hygiene-, Pande -
mie- und Notfallpläne entwickelt. Diese werden unter
Maßgabe der jeweils geltenden Gesetze und Vorschrif-
ten fortlaufend aktualisiert und unseren Einrichtungen
zentral zur Verfügung gestellt.
Durch die enge Kooperation von Schulverwaltung,
Schulleitungen und Betreuungsteams sowie unsere
transparente Kommunikation mit den Eltern ist sicher-
gestellt, dass alle beteiligten Akteure über die Maß -
nahmen informiert sind. Ein informativer Austausch
mit dem Gesundheitsamt ist für uns ebenso selbstver-
ständlich wie die digitale Ausstattung der Teams vor
Ort mit Laptops inklusive Programmen für die digitale
Kommunikation, um einrichtungsübergreifende Kon -
takte zu reduzieren.
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6. Kommunikationsstruktur
Die Regelkommunikation dient dem fachlichen Austausch,
der Informationsweitergabe, einer reibungslosen Organi-
sation und der Qualitätsentwicklung. Im Bereich Schule
umfasst die Regelkommunikation intern die Fachbereichs-
leitungsebene, die Koordinationsebene, die Ebene der
Teamleitungen sowie die Teamsitzungen in der OGS vor Ort.
Somit sind alle Mitarbeiter*innen des Bereiches durch die
Kommunikationsstruktur vernetzt. Die Informationen und
Bedarfe aus allen Gremien werden im Qualitätszirkel auf-
gegriffen und sind Grundlage für den Prozess der Quali-
tätsentwicklung. So ist gewährleistet, dass die Qualitätsent-
wicklung auf echte Bedarfe aus der Praxis vor Ort reagiert.
7. Zusammenwirken
unterschiedlicher Professionen
Um eine optimale Betreuung im Offenen Ganztag sicherzu-
stellen, ist ein Zusammenwirken unterschiedlicher Profes-
sionen unumgänglich. Diese soll vor allem die Verzahnung
des Vor- und Nachmittags zum Ziel haben, um ein ganz-
heitliches Bildungsangebot zu gewährleisten.
7.1 Das Team der AWO
Alle pädagogischen Mitarbeiter*innen des OGS-Teams sind
bei der AWO angestellt. Zum pädagogischen Team in der Ein-
richtung zählen die OGS-Teamleitung, die pädagogischen
Fachkräfte sowie die pädagogischen Ergänzungskräfte. Der
Stundenumfang richtet sich gemäß OGS-Finanzierungs-
konzept der Stadt Münster nach den Qualitätsstandards
der Offenen Ganztagschulen in Münster (V/0766/2018 vom
14.09.2018), welche von Trägerseite vollumfänglich unter-
stützt und umgesetzt werden. Erweitert werden kann das
Team im Rahmen der vorgegebenen Finanzierung durch
sonstige Kräfte wie Berufspraktikant*innen, FSJler*innen
oder Bundesfreiwilligendienstler*innen. Mitarbeiter*innen
in der Funktion einer Team- oder Gruppenleitung müs-
sen eine pädagogische Fachausbildung nachweisen. Für die
Ergänzungskräfte sind eine pädagogische Weiterbildung
oder Vorkenntnisse wünschenswert.
7.2 Innerschulische Kooperation
Für eine gelungene innerschulische Kooperation wird
immer eine gleichberechtigte, multiprofessionelle Zusam-
menarbeit auf Augenhöhe angestrebt. Die Schule ist ein
wichtiger Bestandteil der Kinder, daher ist es von großer
Bedeutung, beide Systeme als Einheit zu betrachten und
entsprechend zu handeln. Durch die Festlegung im Erlass
des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Lehrer-
stunden im Ganztag einzusetzen, wird das Ziel der Verzah-
nung von Vor- und Nachmittag gestärkt. Unterstützt wird
diese Verzahnung neben der gemeinsamen Konzepterarbei-
tung auch durch gemeinsame Fortbildungen oder wechsel-
seitigen Austausch durch die Teilnahme von OGS-Personal
an Konferenzen bzw. von Lehrer*innen an Teamsitzungen.
Gemeinsame Gespräche über den Entwicklungsstand sind
dabei für die Förderung der Vernetzung unerlässlich. Die
Kommunikation innerhalb des Gesamtgefüges ist von zen-
traler Bedeutung. Dabei ist ein täglicher Austausch insbe-
sondere von Schulleitung und Teamleitung oder ein Infor-
mationsgespräch mit festem Termin für Klassen- und
Gruppenleitungen sinnvoll.
7.3 Außerschulische Kooperation
Die Kooperation der Offenen Ganztagsschule mit Jugend-
hilfe und außerschulischen Bildungspartnern ist ein wich-
tiger Bestandteil ihres Bildungsauftrags. Die Kooperationen
mit dem Jugendamt, dem familienunterstützenden Dienst
und den Beratungsstellen ist demnach ebenso selbstver-
ständlich wie mit Kindertagesstätten oder Familienzentren
oder diversen Freizeiteinrichtungen der Jugendhilfe.
7.4 Vernetzung im Sozialraum
Die außerschulische Verzahnung in den Sozialraum för-
dert zusätzlich die Akzeptanz des regionalen Umfeldes für
den Offenen Ganztag und bietet den Kindern eine Einbin-
dung in kommunale Einrichtungen und Vereine, die auch
Basis für eine langfristige Verbindung sein kann. Die AWO
ist dabei im Stadtgebiet Münster bereits stark engagiert:
Neben dem Begegnungszentrum „Coerde mittendrin“, in
dem Raum zum Austausch, zur Vernetzung und für Grup-
penangebote gegeben ist, ist die AWO ebenfalls Trägerin der
Schulsozialarbeit drei Grundschulen und einer weiterfüh-
renden Schule in Münster.
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8. Personalentwicklung
Die AWO sieht sich – auch im Hinblick auf den akuten
Fachkräftemangel – in der Verantwortung, den Mitarbei-
ter*innen ein Arbeitsfeld zu bieten, in dem sie sich wohl-
fühlen und weiterentwickeln können.
8.1 Fachkräftegewinnung und –ausbildung
Um dem Fachkräftemangel auch zukünftig entgegenwir-
ken zu können, engagiert sich die AWO Unterbezirk Müns-
terland-Recklinghausen auch als Kooperationspartnerin
von Hochschulen und Berufskollegs. In den dualen Studi-
engängen „Soziale Arbeit“ und „Kindheitspädagogik“ der
IU Münster kann die Offene Ganztagsschule als Praxis-
ort ebenso fungieren wie in den PIA-Ausbildungsgängen
der regionalen Berufskollegs. Die überregional eingerich-
tete Stellenbörse der AWO ermöglicht die Personalgewin-
nung im gesamten Bundesgebiet. Die Veröffentlichungen
von Stellenanzeigen auf kommunalen Portalen, sozialen
Netzwerken und in verschiedenen Printmedien und die gute
regionale Vernetzung gewährleistet nach wie vor eine opti-
male Stellenbesetzung.
8.2 Bindung von Mitarbeiter*innen/Corporate Benefits
Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter*innen ist uns ein
besonderes Anliegen und hat einen besonderen Stellenwert
V.I.S.D.P.
Melanie Queck (Geschäftsführerin)
AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen
Clemensstraße 2-4, 45699 Herten
FOTOS
istockphoto.com [2]: davidf, martin-dm
Stand: 07-2022
bei der AWO. Neben einer tariflichen Bezahlung und Mög-
lichkeiten zur kollegialen Fall- und Fachberatung haben die
Mitarbeiter*innen bei der AWO Münsterland-Recklinghau-
sen die Möglichkeit, von zahlreichen Corporate Benefits für
den Freizeitbereich zu profitieren. Auch die Gelegenheit zur
Nutzung eines „Jobbikes“ ist gegeben und wird durch die
Mitarbeiter*innen gerne angenommen.
8.3 Fortbildungen
Die Fortbildung der Mitarbeiter*innen im Offenen Ganztag
ist auf der einen Seite ein wichtiger Baustein der Quali-
tätsentwicklung, auf der anderen Seite tragen individuelle
Entwicklungsmöglichkeiten zum Wohlbefinden der Mitar-
beiter*innen bei. Bei der Themenwahl und der Organisa-
tion der Fortbildungen werden die Bedarfe der OGS-Kin-
der und der Mitarbeiter*innen sowie die Besonderheiten der
einzelnen Schulstandorte und Schulprofile berücksichtigt.
Die AWO verfügt mit dem Lotte-Lemke-Bildungswerk mit
Sitz im Lucy-Romberg-Haus in Marl über ein eigenes Fort-
und Weiterbildungswerk, sodass hier die Möglichkeit einer
engen Kooperation besteht und gewünschte Fortbildungs-
themen aufgenommen und zeitnah umgesetzt werden kön-
nen. Ergänzt wird das Fortbildungsangebot durch ein gutes
Netzwerk und die enge Zusammenarbeit mit externen Refe-
rent*innen. Tandemfortbildungen von OGS-Mitarbeiter*in-
nen und Lehrer*innen sind ausdrücklich erwünscht, da diese
zur weiteren Verzahnung von Schule und OGS beitragen.
9. Die AWO Unterbezirk Münsterland-
Recklinghausen-Spezifika
Für die Trägerschaft der Offenen Ganztagsschule der Mar -
tinischule ist die Arbeiterwohlfahrt als große Trägerin von
zahlreichen Angeboten optimal geeignet. Die AWO Unter -
bezirk Münsterland-Recklinghausen ist nicht nur bildlich
ein Träger „mit offenem Herzen“, sondern möchte mit allen
Beteiligten die Trägerschaft der Offenen Ganztagsschule als
Herzensangelegenheit zum Wohle der Kinder und Familien
erfüllen.
10. Anlagen
- Qualitätshandbuch „OGS in Vielfalt“
awo-msl-re.de
Beschlussvorlage
9661 Zeichen
V/0699/2022 V/0699/2022 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Überleitung der außerunterrichtlichen Angebote (OGS) der Martinischule Beratungsfolge 24.01.2023 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 31.01.2023 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 07.02.2023 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit und Ordnung Vorberatung 09.02.2023 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 14.02.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Vorberatung 15.02.2023 Hauptausschuss Vorberatung 15.02.2023 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Rat der Stadt Münster überträgt die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der städti- schen, katholischen Martinischule zum Schuljahr 2023/2024 ab dem 01.08.2023 dem Kinder - und Jugendhilfeträger Schule, Jugend, Kids und Co e.V. II. Finanzielle Auswirkungen: Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: Teilergebnisplan Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 0602 Kinder- und Jugendarbeit Zeile 15 Transferaufwendungen 2023 ff 175.510 € Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 03.01.2023 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Paschert Telefon: 492-5890 paschert@stadt-muenster.de - 2 - V/0699/2022 Derzeit sind Personalaufwendungen im städtischen Haushalt in der o.g. Produktgruppe in Höhe von 175.510,- € veranschlagt. Für den Fall des Betriebsübergangs werden anstelle der Personalaufwen- dungen Sachaufwendungen bis maximal in dieser Höhe anfallen. Begründung: 1. Ausgangslage Der Rat der Stadt Münster hat mit der Vorlage V/0330/2020 die sukzessive Überleitung der Offenen Ganztagsschulen zu den Trägern der freien Jugendhilfe beschlossen. Die freien Jugendhilfeträger haben seitdem die Möglichkeit, ihr grundsätzliches und verbindliches Interesse an einer Übernahme der Trägerschaft einer oder mehrerer Offener Ganztagsschulen in Münster zu bekunden. Über die jeweils konkrete Überleitung einer Schule werden diese Träger informiert und können sich schul- scharf bewerben. Um die Schul - und Elternbeteiligung sicherzustellen, wird das Ergebnis der Trägerauswahl in der Schulkonferenz vor den politischen Gremien vorgestellt. Der anschließende Schulkonferenzbeschluss ist Bestandteil dieser Beschlussvorlage. 2. Martinischule Die städtische, katholische Martinischule befindet sich im Stadtbezirk Mitte, im Stadtteil Martini. Die Aufnahmekapazität der Schule ist auf zwei Eingangsklassen festgelegt. Seit 2004/2005 wird die Schule als OGS geführt. Im Schuljahr 2022/2023 be suchen 181 Schüler*innen die Schule in 7 Klas- sen, davon 140 Kinder die OGS Angebote (77,3%) und 25 Kinder 13,8%) die sogenannte Bis-Mittag- Betreuung (BMB). Das multiprofessionelle Team besteht zurzeit aus fünf Fachkräften, einem Erzieher im Berufsaner- kennungsjahr, drei Unterstützungskräften und 16 Niedrigteilzeitkräften. 3. Bewerbungen Im Juni 2022 wurden alle interessierten Träger über die Absicht, die Martinischule zum 01.08.2023 an einen Träger der freien Jugendhilfe überzuleiten, schriftlich informier t. Die Träger hatten bis zum 31.07.2022 die Möglichkeit, ihr Konzept anhand des in der Anlage 1 angefügten Kriterienkatalogs einzureichen. Folgende Träger haben sich beworben: AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen Die AWO ist als anerkannte Trägeri n der freien Jugendhilfe seit vielen Jahren in der Schulkind - Betreuung engagiert und verfügt hier über vielfältige Erfahrungen. In den Kreisen Recklinghausen, Coesfeld und Borken betreut sie über 7.000 Schüler*innen an 67 Standorten im Rahmen der Offenen Ganztagsschulen und der verlässlichen Bis -Mittag-Betreuung. Daneben begleitet sie an 24 Schulen Schüler*innen im Rahmen von Sekundarstufen I Projekten. An vier münsterschen Schulen ist sie Trägerin der Schulsozialarbeit. Sie ist derzeit noch nicht als Trägerin einer OGS in Münster tätig. Caritasverband für die Stadt Münster e.V. Der Caritasverband für die Stadt Münster e.V. wurde 1969 gegründet. Der Verband unterhält ein brei- tes Hilfe- und Beratungsangebot, um die Menschen in Münster in den unterschiedlichsten Lebensla- gen zu unterstützen. Die Hilfen werden stadtteilorientiert in s ieben Caritas vor Ort -Beratungsstellen angeboten. Der Träger ist bereits an der Kompass Schule, Matthias -Claudius-Schule Handorf, Paul- Schneider-Schule, Thomas-Morus-Schule, Davertschule und der Grundschule Sprakel als Träger der OGS tätig. Darüber hinaus ist er mit einem breit aufgestellten Fachbereich „Schulnahe Jugendhilfe“ - 3 - V/0699/2022 als Träger an seinen Schulstandorten mit den Förderinseln, der Schulsozial arbeit und der Schulbe- gleitung gem. § 35a SGB VIII beauftragt. Kolping-Bildungswerk Diozösanverband Münster GmbH Das Kolpingwerk Diözesanverband Münster ist ein katholischer Sozialverband mit rund 38.500 Mit- gliedern in 250 Kolpingfamilien (Stand 2018). Damit ist das Kolpingwerk Münster der mitgliederstärks- te Diözesanverband Deutschlands. Das Kolping-Bildungswerk ist ein anerkannter Träger der Jugend- hilfe und kooperiert in vielfältiger Weise mit Schulen im Münsterland. Es ist Träger der offenen Ganz- tagsschule an der Verbundgrundschule Milte -Einen und der Brigidenschule Legden -Asbeck. Es ist zudem beauftragt mit der pädagogischen Übermittagsbetreuung in der Sekundarstufe an 11 Schul- standorten, für Schulsozialarbeit an sechs Schulstandorten und der sozialpädagogischen Betreuung in einem Internat. Als OGS-Träger ist das Kolping-Bildungswerk in Münster bislang nicht tätig. Schule, Jugend, Kids & Co e.V. Aus einer Initiative Jugendlicher gründete sich der Verein ursprünglich mit dem Ziel, offene Kinder - und Jugendarbeit in Münster-Mecklenbeck anzubieten. Im Jahr 2005 übernahm der Träger die Offene Ganztagsschule an der Peter -Wust-Schule und ist seit 2009 OGS -Träger an der Pleisterschule und seit 2017 ebenfalls OGS-Träger der Grundschule Loevelingloh sowie an vier Schulen in Senden im Kreis Coesfeld. Am 01.08.2021 hat der Träger die OGS -Trägerschaft der Martin-Luther-Schule und zum 01.08.2022 die Trägerschaft an der Margaretenschule übernommen. Der Träger zeichnet sich darüber hinaus seit vielen Jahren durch seine stadtweiten, ganztägigen Ferienangebote an mehreren Grundschulen im Stadtgebiet aus. Die Verwaltung und die Schulleitung haben die eingereichten Konzepte gesichtet. Für die Auswahl der Bewerbungen waren hierbei die in der Anlage 1 beigefügten Kriterien handlungsleitend. Von allen Bewerbern werden die vom Rat der Stadt Münster beschlossenen OGS-Qualitätsstandards akzeptiert und in ihren Konzeptionen umgesetzt. Alle Träger haben ein Konzept vorgelegt, das die wesentlichen Eckpunkte ihrer pädagogischen Ausrichtung darlegt: - Pädagogisches Grundverständnis / Leitbild - Gesundheitsförderung - Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern - Kinderschutz - Querschnittsaufgaben der Jugendhilfe - Sozialraumorientierung - Organisationsstruktur und qualitätssichernde Maßnahmen 4. Auswahlverfahren Nach dem Bewerbungsschluss und der Sichtung der eingereichten Unterlagen wurde von Schullei- tung, OGS-Koordinator*in und Verwaltung entschieden, alle Träger für ein Bewerbungsgespräch ein- zuladen. Im September 2022 wurde mit den Trägern jeweils auf Grundlage des Kriterienkatalogs ein struktu- riertes Bewerbungsgespräch geführt. Die gemeinsame Aufgabe von Verwaltung und Schulleitung bestand darin, aus den Bewerbungen und den sich anschließenden Gesprächen unter gleichwertiger Würdigung der Fachlichkeit einen Beschlussvorschlag für die Schulkonferenz zu erstellen. 5. Gesamtbewertung Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit hohem Konsens vor, Schule, Jugend, Kids und Co e.V. die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule in der Martinischule zu übertragen. Diesem Vor- schlag wurde in der Schulkonferenz am 05.09.2022 gefolgt. Ein Schulkonferenzbeschluss liegt vor. - 4 - V/0699/2022 Der Träger hat ein umfassendes, pädagogisches Konzept vorgelegt. Er hat darüber hinaus im Be- werbungsverfahren seine hohe Kompetenz sehr fundiert dargestellt, seine Leistungen überzeugend präsentiert. Der Träger ist seit einigen Jahren bereits durch seine OGS-Ferienbetreuung an der Schu- le bekannt. Die Trägerübernahme durch Schule, Jugend, Kids und Co eröffnet der Martinischule die Möglichkeit, von der weiteren OGS -Trägerschaft im Kreuzviertel an der Mart in-Luther-Schule und der ebenfalls zum 01.08.2022 geplanten Übernahme der Trägerschaft an der Kreuzschule zu profitieren. Der Trä- ger sichert damit ein gegenseitiges Vertretungskonzept aller drei Standorte sowie eine verlässliche OGS-Ferienbetreuung im Sozialraum zu und stellt eine erfahrene Fachberatung zur Verfügung. Die Schule gewinnt mit der Überleitung der ganztägigen außer schulischen Angebote an Schule, Jugend, Kids und Co e.V. einen verlässlichen und überaus engagierten Partner mit einem hohen Erfahrungswissen als Kooperationspartner von Offenen Ganztagsschulen. Die Zustimmung des Rates vorausgesetzt, hat Schule, Jugend, Kids und Co e.V. damit zum 01.08.2022 an sieben Offe- nen Ganztagsschulen in Münster die OGS-Trägerschaft. i.V. gez. Thomas Paal Stadtdirektor Anlagen: Anlage A Anlage 1 Kriterienkatalog Anlage 2 Konzepte der Bewerbungen Hinweis: Die umfangreichen Bewerbungsunterlagen der Träger (Anlage 2) stehen ausschließlich als pdf- Dateien im Ratsinformationssystem der Stadt Münster als Download unter der Vorlagennummer V/0699/2022 zur Verfügung.
Anlage A
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Anlage A zur V/0699/2022 Kurzüberblick Die Verwaltung und die Schulleitung schlagen mit dem Schulkonferenzbeschluss einstimmig vor, dem Träger Schule, Jugend, Kids und CO e.V. für die Offenen Ganztagsschule in der Martini- schule zum Schuljahr 2023/2024 zu übertragen. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die Verwaltung wurde mit dem Antrag A-R/0039/2016 „Qualitätsoffensive die gute (offene) Ganz- tagsschule“ beauftragt, ein Gesamtkonzept der Offenen Ganztagsschulen zu entwickeln und mehr als 25% der Offenen Ganztagsschulen in die Trägerschaft anerkannter fre ier Träger der Jugendhilfe überzuleiten. Der Rat hat daraufhin in seiner Sitzung vom 26.08.2020 mit der Vorlage V/330/2020 beschlossen, alle Offenen Ganztagsschulen sukzessive in die freie Trägerschaft zu überführen. Mit dem Erreichen dieser Werte werden wir die ISM Leitziele „Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts -, Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Europa“ und „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln. Die Verwaltung und die Schulkonferenz der Martinischule schlagen vor, dem Träger Schule, Ju- gend, Kids und Co e.V. die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule zum 01.08.2023 zu übertragen. Weitere Detailplanungen (Dienstvereinbarung) werden in Kooperation mit dem Träger, der Schul- leitung und der Verwaltung vor der Übernahme getroffen. Finanzierung Produktgruppe: 0602 Kinder- und Jugendarbeit Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2023 enthalten? x Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja Nein Bereits veranschlagt? x Ja Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig X überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig freiwillig „Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sind verpflichtet, Plätze für die Kinder und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter bedarfsgerecht in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege vorzuhal- ten (§24 Absatz 4 SGB III). Die Kommune kann diese Verpflichtung auch durch entsprechende Angebote an Schulen erfüllen, soweit die Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote nach den Grundsätzen des SGB VIII gestaltet werden (§5 Absatz 1 KiBiz).“ RdErl. D. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 23.12.2010 (ABI.NRW.01/11 S.38, berichtigt 02/11 S.85) Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Münster gehört zu den am stärksten wachsende Städten in Nordrhein-Westfalen. Nach aktuellen städtischen Vorausberechnungen könnte die Bevölkerung bis 2030 ohne starke Flüchtlingszuzü- ge im Basisszenario „Dynamischer Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort“ auf 326.000 Einwohner steigen. Unter Berücksichtigung zus ätzlicher Flüchtlingszuwanderungen könnte das Wachstum noch deutlich stärker ausfallen und Münster in 2030 bis zu 347.000 Einwohner zählen. Die wach- sende Stadt, die alle Bereiche des Lebens betrifft, ist eine zentrale Herausforderung, der sich Münster stellen muss. Die demographische Entwicklung der Stadt Münster ist ein grundlegender Bestandteil des weite- ren Ausbaus der Offenen Ganztagsschule (OGS). Alle Maßnahmen zum Ausbau der OGS orien- tieren sich an der kleinräumigen Bevölkerungsprognose der Stadt Münster und sind darauf aus- gerichtet, eine familienfreundliche Stadtentwicklung zu fördern. Dazu trägt insbesondere der bedarfsgerechte Ausbau der OGS bei. Im Rahmen der unterschied- lichen Arbeitsfelder der OGS werden wichtige Aspekte wie Barrierefreiheit, Inklusion, Sprachför- derung und Qualifizierung differenziert berücksichtigt und unterstützen eine familienfreundliche Entwicklung in Münster. Weiterhin steht der quantitative und qualitative Ausbau von Angeboten der Offenen Ganztagsschulen im Einklang mit der Ausrichtung als führender Wirtschaftsstandort.
Beratungsverlauf (7)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (4)
- Harkortstraße 13I
- Bahnhofstraße 24
- Loevelingloh
- Kinderhaus
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Details
- Aktenzeichen
- V/0699/2022
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 31.10.2022
- Erstellt
- 31.10.2022 10:02