V/0325/2012
Feststellung des Jahresabschlusses und Verwendung des Jahresgewinns der citeq zum 31.12.2011
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Beschlussvorlage
4489 Zeichen
V/0325/2012 DER OBERBÜRGERMEISTER citeq Betrifft Feststellung des Jahresabschlusses und Verwendung des Jahresgewinns der citeq zum 31.12.2011 Beratungsfolge 13.06.2012 Werksausschuss der citeq Vorberatung 21.06.2012 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 27.06.2012 Hauptausschuss Vorberatung 27.06.2012 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Der Jahresabschluss der citeq zum 31.12.2011 (Anlage) wird mit der Bilanzsumme von 36.794.853,50 € und einem Jahresüberschuss von 1.637.122,66 € festgestellt. 1. Der Jahresüberschuss 2011 in Höhe von 1.637.122,66 € wird wie folgt verwendet: 1.240.574,37 € werden an die Stadt Münster ausgeschüttet. An Rücklagen werden insgesamt 396.548,29 € gebildet. Diese setzen sich wie folgt zusammen: 1.1 Rücklage für die Verzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 331.548,29 €, 1.2 Rücklage für das in 2004 übernommene Kabel- und Telekommunikationsvermögen in Höhe von 65.000,00 €. 2. Dem Werksausschuss der citeq wird für das Kalenderjahr 2011 Entlastung erteilt. Begründung: Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Münster, hat im Auftrag der citeq und mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein -Westfalen den Jahresabschluss und den Lagebericht des Kale n- derjahres 2011 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gemäß § 15 der B etriebssatzung der citeq dem Werksausschuss sowie dem Rat vorzulegen. Zu 1. Jahresabschluss 2011 Die Gewinn - und Verlustrechung für das Kalenderjahr 2011 vom 01.01.2011 bis 31.12.2011 weist einen Jahresüberschuss von 1.637.122,66 € auf. Dieses Ergebnis konnte erzielt werden, obwohl Vorlagen-Nr.: V/0325/2012 Auskunft erteilt: Herr Boenigk Ruf: 492 18 11 E-Mail: Boenigk@citeq.de Datum: 15.05.2012 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0325/2012 bereits eine Leistungsentgeltrückerstattung in Höhe von 648.515,72 € an die Kooperationspartner gemäß der Öffentlich -rechtlichen Vereinbarung (ÖrV) stattgefunden hat (Anteil Stadt Münster: 259.017,16 €), der Pensionsrückstellung die Veränderung in Höhe von 1.105.450,00 € zugeführt wurde, um den Pensionsfall der in der citeq beschäftigten Beamten ausreichend abzudecken, der gesetzlichen Beihilferückstellung die Veränderung in Höhe von 157.558,00 € zugeführt wurde, um das stetig steigende Beihilferisiko der durch die citeq finanzierten Pensionäre und aktiven Bea m- ten auch künftig abdecken zu können. Zu 1.1 Um zu gewährleisten, dass die citeq künftig alle Pensionsansprüche befriedigen kann, wurde eine Vereinbarung zwischen der Stadt Münster und der citeq getroffen, wonach sich die Stadt Münster verpflichtet, den Barwert der übertragenen Pensionslasten in Höhe von 6.630.965,85 € zu verzinsen. Für den Jahresabschluss 2011 der citeq wurde ein Zinssatz von 5,0 % (331.548,29 €) zugrunde ge- legt. Zu 1.2 Zwischen der Stadt Münster und der citeq wurde vereinbart, dass der Jahresüberschuss u. a. dafür verwendet wird, um jährliche Rücklagen in Höhe von 65.000,00 € für die Abschreibungen auf das zum 01.01.2004 übernommene Kabel- und Telekommunikationsvermögen einstellen zu können. Die citeq ihrerseits verpflichtet sich, die Zinsen in Höhe von 331.548,29 €, die Veränderungen der Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.105.450,00 €, die Veränderungen der Beihilferückstellungen in Höhe von 157.558,00 € und in einen vom Amt für Finanzen und Beteiligungen verwalteten Fonds einzuzahlen. Der nach Bildung der Rücklag en verbleibende Überschuss in Höhe von 1.240.574,37 € wird an die Stadt Münster ausgeschüttet. Lagebericht 2011 Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Münster, hat festgestellt, dass der Lagebericht gemäß § 25 der Eigenbetriebsverordnung NRW (E igVO NRW) in der aktuellen Fassung aufgestellt wurde, im Ei n- klang mit dem Jahresabschluss steht und sonstige Angaben im Lagebericht keine falschen Vorstellungen von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung wecken. Prüfungsergebnis Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Münster , erteilt der citeq für das Kalende rjahr 2011 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Zu 2. Dem Werkausschuss der citeq wird für das Kalenderjahr 2011 Entlastung erteilt. Die Entlastung des B e- triebsleiters erfolgt gemäß § 5 Abs. 5 EigVO NRW in der nächsten Sitzung des Werksausschusses. I.V. gez. Heuer Anlagen: Bericht Jahresabschluss
11-12-31_Jahresabschluss_Bericht
63274 Zeichen
Jahresabschluss
Lagebericht
Geschäftsjahr 2011
Impressum
Herausgeberin
Stadt Münster
citeq
Redaktion
Peter Boenigk
Tel.: 0251/492-18 11
Fax: 0251/492-77 10
e-Mail:
boenigk@citeq.de
http://www.citeq.de
3
Jahresabschluss
Seite
Bilanz 4
Gewinn- und Verlustrechnung 6
Anhang 7
Anlage
Anlagennachweis 18
Lagebericht 19
4
Bilanz zum 31.12.2011
A K T I V S E I T E 31.12.2011 31.12.2010
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Software 2.460.117,00 2.502.885,00
2. Geleistete Anzahlungen 142.790,48 62.738,44
2.602.907,48 2.565.623,44
II. SACHANLAGEN
1. Fahrzeuge 45.240,00 59.889,00
2. Betriebs- u. Geschäftsausstattung 4.430.466,00 3.968.812,00
3. Anlagen im Bau 84.784,11 138.985,62
4.560.490,11 4.167.686,62
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 8.596,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 14.336.873,82
14.345.469,82 12.766.306,61
21.508.867,41 19.499.616,67
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE
Betriebsstoffe 58.295,87 66.488,40
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 491.266 ,58 331.893,24
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2011 0,00 €
31.12.2010 0,00 €
2. Forderungen an die Stadt 13.344.790,53 13.515.339,65
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2011 6.630.965,85 €
31.12.2010 6.630.965,85 €
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.504,95 13.172,79
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2011 0,00 €
31.12.2010 0,00 €
4. Sonstige Vermögensgegenstände 124.253,39 19.580,67
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2011 100.527,00 €
31.12.2010 0,00 € 13.968.815,45 13.879.986,35
14.027.111,32 13.946.474,75
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.258.874,77 700.739,16
36.794.853,50 34.146.830,58
5
P A S S I V S E I T E 31.12.2011 31.12.2010
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. STAMMKAPITAL 200.000,00 200.000,00
II. RÜCKLAGEN
Allgemeine Rücklage 4.924.303,90 4.527.755,61
III. GEWINN
Jahresüberschuss 1.637.122,66 1.913.611,03
6.761.426,56 6.641.366,64
B. SONDERPOSTEN AUS ZUSCHÜSSEN
DER ÖFFENTLICHEN HAND 4.353,00 3.362,00
C. RÜCKSTELLUNGEN
1.
Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtun-
gen 18.217.279,00
16.954.271,00
2. Steuerrückstellungen 2.845,34 16.387,26
3. Sonstige Rückstellungen 894.458,74 808.495,08
19.114.583,08 17.779.153,34
D. VERBINDLICHKEITEN
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 609.291,81 883.313,69
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2011 609.291,81 €
31.12.2010 883.313,69 €
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.1 07.589,66 686.023,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2011 1.107.589,66 €
31.12.2010 686.023,31 €
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt 2.792.277,81 1.733.230,75
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2011 2.792.277,81 €
31.12.2010 1.733.230,75 €
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.405.331,58 6.420.380,85
a) davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2011 6.405.331,58 €
31.12.2010 6.420.380,85 €
b) davon aus Steuern
31.12.2011 43.690,32 €
31.12.2010 127.980,19 €
10.914.490,86 9.722.948,60
36.794.853,50 34.146.830,58
6
Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr vom
1. Januar bis 31. Dezember 2011
2011 2011 2010
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 21.519.803,74 20.549.357,77
./. Rückerstattung ÖrV -648.515,72 -880.052,69
20.871.288,02 19.669.305,08
2. Sonstige betriebliche Erträge 175.051,17 204.450,87
3. Gesamtleistung 21.046.339,19 19.873.755,95
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebs-
stoffe und für bezogene Waren 116.581,64 136.537,77
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.873.653,15 5.248.428,87
5.990.234,79 5.384.966,64
5. Rohergebnis 15.056.104,40 14.488.789,31
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.842.677,33 5.407.992,71
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 2.707.625,44 2.387.772,85
davon für Altersversorgung: 8.550.302,77 7.795.765,56
2011: 1.901.309,52 €
2010: 1.696.852,19 €
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-
gegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen 3.474.186,55 3.369.160,17
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.717.338,20 1.750.736,81
9. Betriebsergebnis 1.314.276,88 1.573.126,77
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 373.517,37 356.064,18
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.262,78 5.750,63
12. Ergebnisse der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.676. 531,47 1.923.440,32
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 37.902,08 8.649,29
14. Sonstige Steuern 1.506,73 1.180,00
39.408,81 9.829,29
15. Jahresgewinn 1.637.122,66 1.913.611,03
Nachrichtlich:
Behandlung des Jahresgewinns
Abführung an den Haushalt der Stadt Münster 1.240.574,37 €
Einstellung in die Rücklagen 396.548,29 €
7
Anhang
Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung
Der Jahresabschluss wurde gemäß den geltenden Vorsc hriften der Eigenbetriebsverordnung (EigVO NW)
aufgestellt.
Die Bilanzansätze der Jahresabschlussbilanz zum 31.12.2010 wurden unverändert übernommen.
Erläuterungen zu den Positionen von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis,
Bilanzierung und Bewertung
a) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanla gen sind grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Her-
stellungskosten bewertet.
Immaterielle Vermögensgegenstände mit einem Nettoan schaffungswert bis 410,00 € werden als Trivialsoft-
ware im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.
Für Anlagenzugänge wurde ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung der be-
triebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angewendet. Es wur de grundsätzlich pro rata tempore abgeschrieben.
Geringwertige Anlagegüter mit Nettoanschaffungskosten bis 410,00 € wurden im Zugangsjahr voll abgeschrie-
ben; gleichzeitig wird ein fiktiver Abgang dieser geringwertigen Anlagegüter unterstellt.
Die Finanzanlagen sind am Bilanzstichtag zu Anschaffungskosten bewertet.
Die Vorräte wurden durch körperliche Bestandsaufnah me ermittelt und unter Beachtung des Niederstwertpr in-
zips bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert unter Berücksichtigung des er-
kennbaren Ausfallrisikos bewertet.
Die Rückstellungen für Pensionen sind versicherungsmathematisch unter Berücksichtigung der Generationen-
tafel der Heubeck AG, Köln 2005, angesetzt. Es wurd e das Teilwertverfahren angewendet und ein Rech-
nungszinsfuß von 5,0 % zu Grunde gelegt. Besoldungs- und Gehaltssteigerungen wurden nicht berücksichtigt.
Die Rückstellungen für Beihilfen wurden nach versic herungsmathematischen Grundsätzen ermittelt; es wur de
ein Rechnungszinsfuß von 5,0 % zu Grunde gelegt. Be i der Berechnung wird ebenfalls das Teilwertverfahr en
und ein durchschnittlicher Krankenkassentarif verwendet.
Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach v ersicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. A ls
Rechnungsgrundlage dienten die Generationentafeln der Heubeck AG, Köln 2005.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkenn baren Risiken und sind mit dem Betrag angesetzt, de r
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
8
b) Angaben zu Positionen der Bilanz
Aktivseite
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im beigefügten Anlagennachweis auf S. 18 gezeigt.
Die Investitionen der citeq lagen im Jahr 2011 bei 5.504.182,97 €. Die Investitionen setzen sich wie folgt zu-
sammen:
Bezeichnung Investitionen
2011 in €
Investitionen
2010 in €
Investitionen
2009 in €
Software (SW) 1.123.715,92 637.916,07 1.680.690,81
Geleistete Anzahlung für SW 142.790,48 62.738,44 31.959,58
PKW 0,00 41.777,15 20.400,00
Technische Ausstattung 1 192.709,88 68.909,48 20.553,24
Mobiliar 2 164.753,93 14.349,95 20.510,50
Rechnersysteme 874.746,88 918.330,47 1.009.237,26
Monitore 138.261,60 193.740,95 286.266,88
Drucker, Plotter, Scanner 97.917,52 138.119,49 84.672,13
Sonstige DV-Peripheriegeräte 357.364,69 92.305,01 55.369,07
Router, Hub, Switch 234.824,60 313.830,93 193.988,56
DV-Netzkomponenten 170.624,09 25.625,52 27.583,53
TK-Anlagen, Komponenten 13.525,49 7.619,27 11.365,72
Telefax 0,00 2.670,60 0,00
GWG 378.407,85 338.854,46 285.293,84
Anlagen im Bau 35.376,83 138.114,43 871,19
Finanzanlagen 1.579.163,21 1.411.979,28 1.926.849,87
Summe 5.504.182,97 4.406.881,50 5.655.612,18
Die vorhandenen Anlagen der citeq konnten im Wesent lichen technisch und wirtschaftlich optimal genutzt
werden. Im Sinne einer sicheren Bewältigung der Aufgabenstellung sind sie zurzeit ausreichend dimensioniert.
Umlaufvermögen
Die Forderungen an die Stadt Münster belaufen sich auf 13.344.790,53 €. Darin enthalten sind Forderungen
aus der gestundeten Abgeltung für übernommene, lauf ende und zukünftige Pensionsverpflichtungen von der
Stadt Münster in Höhe von 6.630.965,85 € sowie kurzfristige Geldanlagen aus dem ÖrV-Bereich (s. a. Gegen-
posten unter „sonstige Verbindlichkeiten“) in Höhe von 5.783.270,20 €, die Rücklage des ÖrV-Bereichs in Hö-
he von 385.000,00 € sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 187.704,64 €.
1 Die Investitionen in die Technische Ausstattung umfasst i. W. die Klimaanlage in der Scheibenstraße sowie LWL-Verbindungen zu
verschiedenen Einrichtungen der Stadt Münster.
2 Die Investitionen in das Mobiliar umfassen auch die Ausstattung der Systemräume mit Systemschränken.
9
Passivseite
Eigenkapital
01.01.2011
€
Zuführung
€
Entnahme
€
31.12.2011
€
Entwicklung des Eigenkapitals
Stammkapital 200.000,00 0,00 0,00 200.000,00
Gewinnrücklage 4.527.755,61 396.548,29 0,00 4.924.303,90
Jahresüberschuss 1.913.611,03 1.637.122,66 1.913.611,03 1.637.122,66
Summe 6.641.366,64 2.033.670,95 1.913.611,03 6.761.426,56
Nach § 12 der Betriebssatzung der citeq beträgt das Stammkapital 200.000,00 €.
Der Jahresgewinn der citeq beläuft sich auf 1.637.122,66 €.
Sonderposten
Die Auflösung des Sonderpostens aus Zuschüssen der öffentlichen Hand erfolgt analog zur Abschreibung d er
bezuschussten Anlagegüter.
Rückstellungen
Die Entwicklung der Rückstellungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
01.01.2011
€
Zuführung
€
Entnahme
€
Auflösung
€
31.12.2011
€
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen
Pensionsrückstellung 14.098.686,00 1.474.706,43 369.256,43 0,00 15.204.136,00
Rückstellung für
Beihilfeverpflichtung
2.855.585,00 204.324,39 46.766,39 0,00 3.013.143,00
Summe Pensionsrück-
stellungen und ähnli-
che Verpflichtungen
16.954.271,00 1.679.030,82 416.022,82 0,00 18.217.279,00
Den Steuerrückstellungen wurde die voraussichtliche Ertragsteuerbelastung f ür das Wirtschaftsjahr 2011
zugeführt.
01.01.2011
€
Zuführung
€
Entnahme
€
Auflösung
€
31.12.2011
€
Sonstige Rückstellungen
Urlaub und
Überstunden 436.448,44
470.529,08 436.448,44 0,00 470.529,08
Altersteilzeit 173.703,00 98.883,00 50.212,00 0,00 222.374,00
Ausstehende
Rechnungen 136.804,64
129.249,00 97.248,73 27.669,25 141.135,66
Archivierungskosten 40.000,00 0,00 1.000,00 0,00 39.000,00
Jahresabschluss 21.539,00 21.420,00 21.539,00 0,00 21.420,00
Summe Sonstige
Rückstellungen 808.495,08 720.081,08 606.448,17 27.669,25 894.458,74
10
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
Die erhaltenen Anzahlungen betragen 609.291,81 € für Leistungen, die in 2012 erbracht werden.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen der citeq belaufen sich auf 1.107.589,66 €.
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster belaufen sich auf 2.792.277,81 €.
Davon betreffen
• 935.039,02 € Bankverbindlichkeiten auf Konten, die von der Stadtkasse für die citeq geführt werden,
• 259.017,16 € Leistungsentgeltrückerstattung des ÖrV-Bereichs und
• 1.598.221,63 € Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Stadt Münster.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 6.405.331,58 € enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten
• gegenüber Kooperationspartnern (ohne Stadt Münster )
in Höhe von 5.783.270,20 € aus kurzfristigen
Geldanlagen und 389.498,56 € Leistungsentgeltrückerstattung an Kunden des ÖrV-Bereichs und
• gegenüber dem Finanzamt in Höhe von 43.690,32 € (Umsatzsteuer).
Für die Verbindlichkeiten bestehen die folgenden Restlaufzeiten :
davon mit einer Laufzeit
Verbindlichkeiten
Gesamt
T€
bis 1 Jahr
T€
über 5 Jahre
T€
Erhaltene Anzahlungen 609 609 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.108 1.108 0
Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster 2.792 2.792 0
Sonstige Verbindlichkeiten 6.405 6.405 0
Gesamt 10.914 10.914 0
c) Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrec hnung
Die Umsatzerlöse der citeq wurden durch Erträge mit Einrichtungen d er Stadt Münster, mit Kooperationspart-
nern und Dritten aus
• Bereitstellung von Hard- und Software,
• Bereitstellung des Datennetzes,
• gesondert abzurechnenden Dienstleistungen,
• Schulungen sowie
• sonstigen privatrechtlichen Leistungsentgelten
erzielt.
11
Folgende Leistungen wurden ausschließlich für die Stadt Münster erbracht:
Leistung
Durchschnitt
(Anzahl)
2011
Durchschnitt
(Anzahl)
2010
Durchschnitt
(Anzahl)
2009
Bereitstellung von Zentraleinheiten (PC, Notebooks, Thin
Client) 3.177 3.013 2.971
Bereitstellung von Monitoren und Beamern 3.026 2.734 2.677
Bereitstellung von Druckern / Plottern 1.194 1.188 1.2 02
Bereitstellung von Scannern 231 231 225
Bereitstellung von Sicherungssystemen 14 14 16
Bereitstellung von Telefaxgeräten 318 312 305
Bereitstellung von PDA/Blackberry 187 172 153
Bereitstellung von Telefongeräten / -einrichtungen 6. 694 6.668 6.451
Abrechnung in €
Bereitstellung von Anwendungen (Software) 1.397.950,65 € 1.645.762,81 € 1.927.303,13 €
Bereitstellung von Hard- und Software gesamt 7.678.443,93 € 7.561.060,41 € 7.828.971,63 €
Folgende Leistungen wurden ausschließlich für den Medienentwicklungsplan der Stadt Münster erbracht:
Leistung
Durchschnitt
(Anzahl)
2011
Durchschnitt
(Anzahl)
2010
Durchschnitt
(Anzahl)
2009
Bereitstellung von Zentraleinheiten (PC, Notebooks) 3.0 28 3.008 2.911
Bereitstellung von Monitoren und Beamern 2.664 2.615 2.520
Bereitstellung von Druckern / Plottern 530 544 556
Bereitstellung von Scannern 158 157 154
Bereitstellung von sonstigen Geräten 20 20 20
Abrechnung in €
Bereitstellung von Hardware gesamt 2.247.446,19 1.951.713,08 € 1.936.475,18 €
Die Leistungen Schulungen und Einrichtungen von Anlagen werden nach Aufwand abgerechnet.
12
Folgende Dienstleistungen wurden im Rahmen der ÖrV für die Kooperationspartner und Dritte erbracht:
Aufgabenbereich Umsatzanteil vor Ausschüttung
2011 2010 2009
Personalwesen 11,33% 8,59% 4,37%
Statistik und Wahlen 0,31% 1,69% 3,74%
Kämmerei (SAP und Infoma NKF) 23,94% 25,70% 26,44%
Kasse (Verwaltungsvollstreckung) 0,53% 0,97% 1,21%
Steuern (Steuern und Abgaben) 5,38% 5,73% 5,57%
Liegenschaften 0,22%
Sicherheit und Ordnung (Ausländerwesen, Verkehrs-
ordnungswidrigkeiten, Veterinärangelegenheiten, Ord-
nungsangelegenheiten, Führerscheinwesen)
8,01%
7,78% 7,95%
Einwohner- und Meldewesen 4,35% 4,50% 5,51%
Personenstand (Standesamt) 0,67% 0,47% 1,22%
Feuerschutz (Krankentransport) 0,34% 0,49% 0,61%
Schule und Kultur 0,12% 0,11% 0,13%
Büchereiwesen 0,19% 0,17% 0,17%
Musikschule 0,06% 0,07% 0,11%
Soziales (Sozialwesen) 7,20% 7,54% 7,76%
Jugend (Mündelgeld, Kostenermittlung Kindergärten,
Kindergartenverfahren, Jugendamtsverfahren) 3,56% 5,24% 5,08%
Gesundheitswesen 0,07% 0,20% 0,19%
Bauverwaltung 0,43% 0,45% 0,51%
Vermessung und Kataster 0,26% 0,19% 0,33%
Bauordnung 0,34% 0,36% 0,36%
Wohnungsförderung ( Wohnungswesen) 0,55% 0,58% 0,58%
Hochbau 0,28% 0,26% 0,27%
Tiefbau (Tiefbauinformation/Fäkalschlammentsorgung) 0,18% 0,08% 0,21%
Grünflächen (Friedhofswesen) 0,16% 0,11% 0,18%
Wirtschaftliche Betätigung
(Virenschutz, Datenbanken, IMSWare) 3,36%
3,30% 2,74%
Bereitstellung Server 0,28% 0,29% 0,27%
Betrieb, Unterhaltung von Netzen
(Allgemeine Leistungen, Abruf von Leistungen, Anbindung
von Nebenstandorten)
7,36%
7,29% 8,17%
Dienstleistungen
(DataClearing NRW, Krebsregister, Governikus) 6,54%
2,29% 2,42%
Dienste (Internet-Server/Nutzer, Internet-Leistungen nach
Angebot, Redaktionssystem, Virtuelle Poststelle, E-
Government)
8,50%
9,80% 7,94%
13
Aufgabenbereich Umsatzanteil vor Ausschüttung
2011 2010 2009
Dienstleistung / Betreuung (Betreuung fremder Syste-
me, Arbeitsstunden, Datensicherung, digitale Archivie-
rung, Dokumenten-Management-System)
0,40%
0,46% 0,53%
Pauschalen (Einwohnerpauschale u. a.) 5,08% 5,29% 5,43%
Summe über alle Aufgaben 100,00% 100,00% 100,00%
Zusammenstellung der Erträge
Die Leistungen wurden nach dem gültigen Preisverzeichnis abgerechnet.
Erträge Leistung 2011 in € 2010 in € 2009 in €
Dienstleistungen ausschließlich für die Stadt Münster 7.6 78.443,93 7.561.060,41 7.828.971,63
Dienstleistungen ausschließlich für den Bereich Medien-
entwicklungsplan der Stadt Münster 2.247.446,19
1.951.713,08 1.936.475,18
Dienstleistungen für die Kooperationspartner (Anteil Stadt
Münster) 4.063.408,59 4.013.446,97 4.085.613,85
Dienstleistungen für die Kooperationspartner (Dritte) 7.319.324,51 6.751.667,55 6.619.854,82
Sonstige Leistungen (Veranstaltungen, Schulungen, Bera-
terleistungen, kurzfristige Ausleihungen von Hardware) 211.180,52 271.469,76 243.121,28
Leistungsentgeltrückerstattung an die Kooperationspartner -648.515,72 -880.052,69 -636.778,05
Umsatzerlöse gesamt 20.871.288,02 19.669.305,08 20.077.258,71
Sonstige betriebliche Erträge (Veräußerung von Anlage-
vermögen, Versicherungserstattungen, Auflösung Sonder-
posten)
175.051,17
204.450,87 212.365,98
Finanzerträge 373.517,37 356.064,18 371.682,94
Erträge gesamt 21.419.856,56 20.229.820,13 20.661.307,63
Zusammenstellung der Aufwendungen
Aufwendungen Leistung 2011 in € 2010 in € 2009 in €
Materialaufwendungen 5.990.234,79 5.384.966,64 5.385.157,36
Personalaufwendungen 8.550.302,77 7.795.765,56 7.575.361,21
Abschreibungen 3.474.186,55 3.369.160,17 3.337.181,62
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.717.338,20 1.750.736,81 2.024.965,62
Die Materialaufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für die Unt erhaltung und Wartung der
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie der immate riellen Vermögensgegenstände und Aufwendungen für
Dienstleistungen und Datenleitungen.
14
Die Personalaufwendungen setzen sich aus den Regelzahlungen, Sonderzuwendun gen, Beihilfen, Versor-
gungsaufwendungen sowie vermögenswirksamen Leistung en zusammen. Für die tariflich Beschäftigten ent-
halten sie zusätzlich die Beiträge zu den Versorgun gskassen, Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicher ung
und pauschalierte Lohnsteuern.
Das Gesetz zur Anpassung der Dienst- und Versorgungsbezüge 2011/2012 im Land Nordrhein-Westfalen vom
05.04.2011 regelt bereits verbindlich eine Besoldun gs-/Versorgungserhöhung für das Jahr 2012, die bei den
Berechnungen zu den Pensionsrückstellungen 2011 berücksichtigt wurde.
Die ausgewiesenen Personalaufwendungen umfassen neb en den in 2011 hinzuerdienten Ansprüchen auch
den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der bereits zum 31.12.2010 bestehenden Pensions- und Beihilfeansprü-
che. Nach handelsrechtlichen Grundsätzen (§ 277 Abs . 5 HGB) muss dieser Aufwandsanteil der Rückstel-
lungszuführung gesondert unter den Zinsaufwendungen anstatt als Personalaufwand ausgewiesen werden.
Die vorliegenden versicherungsmathematischen Berechnungen enthalten keinen gesonderten Ausweis dieses
Zinsaufwands. Der im Schätzungswege ermittelte Zinsanteil im Zuführungsbetrag beläuft sich auf rd. 770 T€.
Zu den Abschreibungen wird auf den beigefügten Anlagennachweis auf S. 18 verwiesen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Verwalt ungsleis-
tungen der Stadt Münster, Gebäudemieten sowie Aufwendungen für Porto.
Angaben zum Jahresergebnis
Im Wirtschaftsjahr 2011 wurde ein Jahresgewinn von 1.637.122,66 € erzielt, der gegenüber dem Vorjahr um
276 T€ gesunken ist. Die höheren Aufwendungen (1.466 T€) konnten durch die gestiegenen Erträge
(1.190 T€) nicht vollständig kompensiert werden. De r Jahresgewinn wird zur Bildung der vereinbarten Rü ckla-
gen eingesetzt. Der verbleibende Betrag wird nach d en bisherigen Festlegungen an die Stadt Münster aus ge-
schüttet.
Personalausstattung
In der citeq waren in 2011 durchschnittlich beschäftigt:
Zeitpunkt Beamte Angestellte gesamt
(ohne Azubis)
nachrichtl.:
Azubis
31.03.2011 49 74 123 7
30.06.2011 49 73 122 7
30.09.2011 49 76 125 10
31.12.2011 49 75 124 10
Durchschnitt 49 75 124 9
Die citeq ist als Teil der Stadt Münster Mitglied d er Kommunalen Zusatzversorgungskasse Westfalen-Lipp e
(ZKW). Das Mitgliedsverhältnis ist ein privatrechtl iches Versicherungsverhältnis zwischen dem Arbeitge ber
und der ZKW. Die ZKW hat die Aufgabe, durch Versich erung den Beschäftigten ihrer Mitglieder eine zusät zli-
che Alters-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenen versorgung nach Maßgabe der Satzung und der dazu
erlassenen Durchführungsvorschriften zu gewähren.
Die in der Satzung festgelegten Voraussetzungen und Inhalte der Einzelversicherungsverhältnisse sowie die
Versicherungsleistungen richten sich nach den Besti mmungen des Tarifvertrages über die zusätzliche Alt ers-
versorgung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes – Altersvorsorge-TV – (ATV-K vom 01.03.2002).
Der Umlagesatz für 2011 beträgt 4,5 %, das Sanierungsgeld 3,0 %. Bemessungsgrundlage waren die Entgelte
nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst ( TVöD) vom 01.10.2005. Die Arbeitgeberaufwendungen f ür
die ZKW betrugen 240.667,70 €.
15
Einzelheiten und Berichterstattung zum Personalaufwand
Der Personalaufwand in seinen einzelnen Aufwandskom ponenten geht aus der nachfolgenden Übersicht her-
vor:
Die Leistungen der citeq werden erbracht von durchs chnittlich 124 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 9
Auszubildenden. Die Organisation der citeq ist aus dem als Anlage beigefügten Organigramm ersichtlich.
Beamte
Grundlage für die Besoldung der Beamten war das Bundesbesoldungsgesetz in der jeweils gültigen Fassung.
Tariflich Beschäftigte
Grundlage für die Entgelte der Beschäftigten war in 2011 der Tarifvertrag zur Überleitung der Beschäft igten
der kommunalen Arbeitgeber in den TVöD und zur Rege lung des Übergangsrechts (TVÜ-VKA) vom
13.09.2005 und der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD).
Aus- und Fortbildung
Die Mitarbeiter der citeq werden kontinuierlich wei tergebildet, um den Anforderungen gewachsen zu sein . Ins-
gesamt wurden dafür 143.076,15 € (Vorjahr: 156.980,18 €) aufgewandt.
d) Ergänzende Angaben
Die Finanzanlagen betreffen die von der citeq gehal tenen Anteile an dem von der Deka verwalteten VuS-
Münster-Fonds. Der Fonds ist als Spezial-Sonderverm ögen nach § 1 Nr. 1 in Verbindung mit § 2 Abs.1 und 3
Investmentgesetz zu qualifizieren. Zum 31.12.2011 s ind insgesamt 281.243 Anteile dieses Fonds im Umlauf;
hiervon hält die citeq Anteile im Volumen von 121.612 (= rd. 43 %). Dem in der Bilanz ausgewiesenen Buch -
wert der Anteile von 14.337 T€ steht ein Marktwert von 15.391 T€ gegenüber. Dieser Marktwert verteilt sich
auf Rentenpapiere (10.974 T€), Aktien ( 2.181 T€) sowie Kassenvermögen und Forderungen ( 2.236 T€). Aus-
schüttungen wurden nicht vorgenommen. Beschränkunge n in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe beste-
hen nicht.
Die citeq wird in den Gesamtabschluss der Stadt Münster zum 31.12.2011 einbezogen.
Das Honorar des Abschlussprüfers belief sich in 201 1 auf 21.856,49 € (Vorjahr: 21.974,06 €) und entfiel aus-
schließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.
Personalaufwand 2011
in €
2010
in €
2009
in €
Beamtenbezüge 2.539.150,88 2.409.939,30 2.318.983,11
Gehälter 3.235.254,86 3.013.059,58 2.863.986,10
Dienstaufwendungen für sonstige Beschäftigte 34.190,95 8.727,56 14.736,54
Veränderung Urlaubs- und Überstundenrückstellung 34.080, 64 -23.733,73 62.842,65
Zwischensumme 5.842.677,33 5.407.992,71 5.260.548,40
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversor-
gung und für Unterstützung 2.707.625,44
2.387.772,85 2.314.812,81
davon für Altersversorgung 1.901.309,52 1.696.852,19 1.605.265,09
Gesamtsumme 8.550.302,77 7.795.765,56 7.575.361,21
16
Zusammensetzung der Organe und Aufwendungen für Organe
Der Betriebsleiter der citeq ist Herr Stefan Schoenfelder.
Die Gesamtbezüge der Betriebsleitung betrugen in 2011 insgesamt: 100.845,24 €.
Für ehemalige Mitglieder der Betriebsleitung und ei ne Hinterbliebene wurden an Pensionen und Alterstei lzeit
131.213,02 € aufgewendet. Für diesen Personenkreis bestehen Pens ionsrückstellungen in Höhe von
1.431.054 €.
Eine Informations- und Entscheidungspflicht der citeq besteht gegenüber folgenden Gremien:
Werksausschuss der citeq
Der Werksausschuss wurde im Jahr 2011 in 6 öffentlichen und 6 nicht-öffentlichen Sitzungen von der Betriebs-
leitung über die Entwicklung der citeq und alle wic htigen Angelegenheiten unterrichtet. Dabei hat er E ntschei-
dungen im Rahmen seiner Zuständigkeiten getroffen.
Die ordentlichen und stellvertretenden Mitglieder des Werksausschusses sind sämtlich in Münster wohnhaft.
Der Werksausschuss setzt sich am 31.12.2011 wie folgt zusammen (RH = Ratsherr, RF = Ratsfrau):
Ordentliche Mitglieder
Ratsmitglieder bzw. Sachkundige
Bürger/innen
Stellvertretende Mitglieder
Ratsmitglieder bzw. Sachkundige
Bürger/innen
1 RF Marliese Kosmider, Oberstu-
dienrätin (Vorsitzende)
1. RH Wolfhardt Ediger,
Berufssoldat
2. RF Anne Schulze Wintzler,
Verbraucherberaterin
(Stellvertr. Vorsitzende)
2. RH Thomas Fastermann,
wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Landtagsabge-
ordnete Svenja Schulze, freiberuflicher Grafiker und
Programmierer
3. RH Stefan-Alexander Roth,
Student
3. Marc Würfel-Elberg,
Selbständiger Pädagoge
4. Markus Schiermann,
Patientenverwaltungsleiter
4. Renate Buschermöhle,
kaufm. Angestellte
5. Sebastian Kroos,
Angestellter
5. Till Leckebusch,
Lektor, Fotojournalist
6. RH Otto Reiners,
Organisationsberater
6. Jürgen Lemke,
Dozent für Medientechnik
7. Markus Barenhoff,
Angestellter
7. Astrid Dominique von Viebahn,
Customer Sales Agent
8. RH Jens-Ulrich Lenski,
Student
8. Martin Gerhardy,
Jurist
Beratendes Mitglied gem. § 58 Abs. 1
S. 7 GO NRW
9. Andreas Laug,
Geschäftsführer
9. Ralf Henrichs,
Fraktionsgeschäftsführer
Beratende Mitglieder des Zentralausschusses für den Betriebsausschuss:
Der Bürgermeister Dr. Bert Risthaus, Gemeinde Asche berg und die Bürgermeisterin Elisabeth Kammann,
Gemeinde Beelen.
Zentralausschuss
Der Zentralausschuss entscheidet über alle wichtige n Angelegenheiten für den ÖrV-Bereich, so u. a. übe r
Umlagen, Produkte und deren Preise. Er hat im Jahr 2011 zweimal getagt.
17
Mitglieder
Alle Hauptverwaltungsbeamten der im Rahmen der öffe ntlich-rechtlichen-Vereinbarung beteiligten Koopera ti-
onspartner (Stimmanteil in Höhe des Finanzierungsanteils des Vorjahres).
Arbeitsausschuss
Der Arbeitsausschuss bereitet im Wesentlichen die B eschlüsse und Empfehlungen des Zentralausschusses
vor. Er hat im Jahr 2011 zweimal getagt.
Mitglieder
Jeweils eine Dienstkraft der für IT-Aufgaben zuständigen Organisationseinheit der Kooperationspartner.
Münster, den 31.03.2012
citeq
Stefan Schoenfelder
18
Durch-
schnittl.
Rest-
buch-
wert
v.H.
14
18,49
24,48
100,00
45,72
Kennzahlen
Durch-
schnittl.
Abschrei-
bungs-
satz
v.H.
13
8,71
12,07
0,00
7,38
Restbuchwerte
am Ende des
vorange-
gangenen WJ
€
12
2.502.885,00
62.738,44
2.565.623,44
59.889,00
3.968.812,00
138.985,62
4.167.686,62
0,00
12.766.306,61
12.766.306,61
19.499.616,67
Restbuchwerte
am Ende des
WJ
€
11
2.460.117,00
142.790,48
2.602.907,48
45.240,00
4.430.466,00
84.784,11
4.560.490,11
8.596,00
14.336.873,82
14.345.469,82
21.508.867,41
Endstand
31.12.2011
€
10
11.470.810,41
0,00
11.470.810,41
95.967,25
13.970.320,30
0,00
14.066.287,55
0,00
0,00
0,00
25.537.097,96
Abgang (d.h.
angesammelt
e
Abschreibun-
gen auf die in
Spalte 4
ausgewiesenen
Beträge)
€
9
213.430,36
0,00
213.430,36
0,00
1.989.871,27
0,00
1.989.871,27
0,00
0,00
0,00
2.203.301,63
Zugang
(d.h. Abschrei-
bungen im WJ
2011)
€
8
1.225.892,36
0,00
1.225.892,36
14.649,00
2.233.645,19
0,00
2.248.294,19
0,00
0,00
0,00
3.474.186,55
Abschreibungen
Anfangsbe-
stand
01.01.2011
€
7
10.458.348,41
0,00
10.458.348,41
81.318,25
13.726.546,38
0,00
13.807.864,63
0,00
0,00
0,00
24.266.213,04
Endstand
31.12.2011
€
6
13.930.927,41
142.790,48
14.073.717,89
141.207,25
18.400.786,30
84.784,11
18.626.777,66
8.596,00
14.336.873,82
14.345.469,82
47.045.965,37
Umbuchungen
2011
€
5
62.738,44
-62.738,44
0,00
0,00
89.578,34
-89.578,34
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Abgang
2011
€
4
216.760,36
0,00
216.760,36
0,00
2.007.286,95
0,00
2.007.286,95
0,00
0,00
0,00
2.224.047,31
Zugang
2011
€
3
1.123.715,92
142.790,48
1.266.506,40
0,00
2.623.136,53
35.376,83
2.658.513,36
8.596,00
1.570.567,21
1.579.163,21
5.504.182,97
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangsbestand
01.01.2011
€
2
12.961.233,41
62.738,44
13.023.971,85
141.207,25
17.695.358,38
138.985,62
17.975.551,25
0,00
12.766.306,61
12.766.306,61
43.765.829,71
1
Immaterielle Vermögens-
gegenstände
Software
Geleistete Anzahlung
Sachanlagen
PKW
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Anlagen im Bau
Finanzanlagen
Beteiligungen
Wertpapiere des Anlagevermögens
Anlagennachweis
der citeq - Informations -Technologie für Kommunen
Posten des Anlagevermögens
I.
1.
2.
Summe immaterielle Vermögensgegenstän-
de
II.
1.
2.
3.
Summe Sachanlagen
III.
1.
2.
Summe Finanzanlagen
Gesamtsumme
19
Lagebericht
Die citeq erbringt Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie (IT) einschließlich der Kommunika-
tionstechnologie für die Stadt Münster, die übrigen Kooperationspartner der öffentlich-rechtlichen Ver einba-
rung über die gemeinsame Inanspruchnahme der eigenb etriebs-ähnlichen Einrichtung citeq der Stadt Münster
und sonstigen Kunden im Rahmen des § 107 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen.
Zweck der Einrichtung
Zweck der Einrichtung ist die Optimierung des kommu nalen Leistungsangebotes der Fachämter für Bürgerin -
nen und Bürger durch eine bedarfsorientierte Gestaltung von IT-Dienstleistungen für die Ämter und Einrichtun-
gen der Stadtverwaltung Münster inkl. Medienentwick lungsplan (MEP) und die übrigen Kooperationspartner
der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung (ÖrV). Der Betriebszweck ist im Rahmen der gesamtstädtischen Z iel-
setzung der Stadt Münster und unter Beachtung einer wirtschaftlichen Leistungserbringung zu erfüllen.
Die Dienstleistungen der citeq gliedern sich in Pro dukte, Projekte und Einzelmaßnahmen. Der Oberbürger -
meister regelt die Zusammenarbeit zwischen den Ämtern und Einrichtungen der Verwaltung mit der citeq.
Doppelrolle der citeq
Die citeq beschäftigt als städtischer IT-Dienstleis ter für Kommunen, öffentliche Verwaltungen und dere n Ein-
richtungen ca. 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter . Der Jahresumsatz liegt bei ca. 20 Millionen Euro. Die
Doppelrolle der citeq als Querschnittsamt der Stadt Münster und externem Dienstleister für weitere Beh örden
stellt eine Besonderheit unter den kommunalen IT-Dienstleistern in Deutschland dar.
Als dienstleistendes Querschnittsamt der Stadt Müns ter steuert und betreibt die citeq die Informations - und
Kommunikationstechnologie der Stadt Münster: Dazu z ählen alle städtischen Büroarbeitsplatz-Endgeräte u nd
die kommunalen Fachanwendungen, die in einem sicher en und auf mehrere Standorte verteilten Rechenzent-
rum betrieben werden. Die Standorte sind untereinan der sowie mit den städtischen Dienstgebäuden über c i-
teq-eigene Datenverbindungen vernetzt. Darüber hina us betreibt die citeq die IT-Infrastruktur der mehr als 80
städtischen Schulen der Stadt Münster im Rahmen des Medienentwicklungsplans. Da die citeq neben ihrer IT-
Kompetenz auch über ein sehr umfassendes Wissen um die kommunalen Strukturen und Prozesse verfügt,
arbeitet sie bei der weiteren Optimierung der Verwa ltungsabläufe der Stadt Münster eng mit dem Persona l-
und Organisationsamt zusammen.
Als externer IT-Dienstleister
ist die citeq mit 20 umliegenden Kreis-, Stadt- un d Gemeindeverwaltungen über
eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung verbunden u nd erbringt für 400 weitere Behörden IT-Leistungen: Dazu
zählen neben weiteren Kommunalverwaltungen und kommunalen Einrichtungen auch Landes- und Bundesein-
richtungen. Auch das Bundesministerium für Justiz u nd das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Lan-
des NRW beziehen IT-Services von der citeq.
Von der Doppelrolle als dienstleistendes Querschnittsamt und als externer Dienstleister profitieren sowohl die
Stadt Münster als auch ihre externen Kunden:
• Die Stadt Münster profitiert von der interkommunal en Zusammenarbeit über Synergien beim IT-Betrieb
und darüber hinaus von den Erfahrungen und Ideen de r Kooperationsverwaltungen, die in der gemeinsa-
men Arbeit der citeq mit ihren Kunden erschlossen werden.
• Die externen Kunden profitieren vom Know-how der M itarbeiterinnen und Mitarbeiter der citeq, das sie in
ihrer Funktion als interner IT-Dienstleister der St adt Münster erwerben und – quasi nebenbei - in ihre Ar-
beit mit den Kooperationspartnern einbringen. Da di e citeq den gesamten IT-Bedarf der Großstadt Müns-
ter abdeckt, kann sie ihren externen Kunden grundsä tzlich sämtliche IT-Funktionen anbieten, die eine
Kommunalverwaltung benötigt. Dabei können die externen Kunden die citeq-Angebote ohne eine generel-
le Abnahmeverpflichtung nutzen.
20
Kooperation mit partnerschaftlich verbundenen Unternehmen und Kommunen
Der von einem starken Kostendruck geprägte kommunal e IT-Markt verlangt nach einer Intensivierung der i n-
terkommunalen Zusammenarbeit. Die citeq begreift di ese Herausforderung als Chance und arbeitet eng mit
anderen Kommunen und IT-Unternehmen zusammen.
Die citeq ist Mitglied im Dachverband kommunaler IT -Dienstleister in NRW (KDN) und der VITAKO (Bundes-
arbeitsgemeinschaft kommunaler IT-Dienstleister). Ü ber die Bündelung der Beschaffungen von Hard- und
Software innerhalb dieser Verbünde verbessert die citeq die Einkaufskonditionen für die notwendige Hard- und
Software. Die verteilten Fachkompetenzzentren des K DN bieten zudem eine hoch wirtschaftliche Betriebsl eis-
tung.
Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit mit KDN und VITAKO p rofitiert die citeq vom Erfahrungsaustausch der Mit -
glieder und bringt sich aktiv in die Diskussionen um die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung ein. In das
Netzwerk sind auch die kommunalen Spitzenverbände eingebunden.
Die citeq arbeitet aktiv in der vom Münsteraner Obe rbürgermeister Markus Lewe Ende 2010 initiierten St ädte-
Kooperation zur Interkommunalen Zusammenarbeit der Großstädte in NRW mit. Ziel ist es, Aufgaben wirt-
schaftlicher und effektiver wahrnehmen zu können. Durch diese Zusammenarbeit sollen Kosten verringert und
Leistungen für die Bürger schneller und besser erbr acht werden. In Münster wurden nun zehn Felder fest ge-
legt, für die eine Zusammenarbeit erfolgversprechend erscheint. So geht es u. a. um die gemeinsame Optimie-
rung von Arbeitsprozessen, einen städteübergreifend en Einkaufsverbund und darüber hinaus im Rahmen von
E-Government unter der Federführung der citeq um di e Möglichkeiten zur elektronischen Nutzung des neue n
Personalausweises.
Die citeq ist in 2011 der Landesinitiative zur Förd erung der Zusammenarbeit von Land und Kommunen in
NRW „d-NRW“ beigetreten und erschließt sich so die Möglichkeit, landesweite Angebote zu nutzen und sel bst
Angebote zu unterbreiten.
Die citeq ist einer von bundesweit drei Governikus Gold Partnern des Unternehmens bremen online servic es.
Bei der SAP ist die citeq als Customer Competence Center registriert.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das größt e Kapital der citeq. Die citeq legt besonderen Wert auf die
Qualifizierung und Zufriedenheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bezieht sie in die Erarbeitung neuer
Strategien und Visionen aktiv mit ein.
Zur Erhaltung ihrer Leistungs- und Innovationsfähigkeit engagiert sich die citeq darin, qualifizierte Nachwuchs-
kräfte zu gewinnen und wenn möglich langfristig an das Unternehmen zu binden. Infotage und Aktionen wi e
der „Girls Day“ gewähren jungen Menschen einen Blick hinter die Kulissen. Außerdem bietet die citeq Pr akti-
kantenstellen an und wirbt damit auch für die Berufsbilder eines modernen IT-Dienstleistungsunternehmens.
Die citeq bildet aus und beschäftigte 2011 im Durch schnitt neun Auszubildende. Alle Auszubildenden dur ch-
laufen sämtliche relevanten Aufgabenbereiche und werden intensiv betreut. Das zahlt sich aus! So erzielen die
Auszubildenden der citeq in der Regel überdurchschn ittlich gute Abschlüsse. Die Auszubildenden, die in 2011
ihre Ausbildung beendeten, blieben der citeq als qualifizierte Arbeitskräfte auch weiterhin erhalten.
21
Soziale Verantwortung
Die citeq ist sich ihrer sozialen Verantwortung bew usst. Wo immer möglich, verwendet die citeq recycel bare
Materialien und druckt auf Umweltpapier. Im Fuhrpar k der citeq stehen seit 2009 zwei umweltfreundliche mit
Gas betriebene Fahrzeuge. In 2010 wurde ein Fahrzeu g mit konventioneller Antriebstechnologie durch ein en
mit Hybrid-Technologie ausgestatteten PKW ersetzt. Außerdem zählen auch vier Dienst-Fahrräder zum Fuhr -
park der citeq.
Bei dem Betrieb des auf mehrere Standorte verteilten Rechenzentrums achtet die citeq im Sinne von Green IT
auf den bewussten Umgang mit Ressourcen und tritt m it der Servervirtualisierung einem weiteren Anstieg des
Stromverbrauchs entgegen: Immer mehr Server werden als so genannte virtuelle Server betrieben. Dabei t eilt
sich ein Server, der nach außen hin als physischer Server erscheint, in Wirklichkeit gemeinsam mit and eren
virtuellen Servern eine Hardware. Die tatsächlich betriebenen (physischen) Systeme sind dadurch besser aus-
gelastet, insgesamt müssen weniger Rechner gekauft und betrieben werden.
Beiträge zur Haushaltskonsolidierung der Stadt Münster
Die citeq leistet – wie alle anderen städtischen Ämter auch - ihren Beitrag zu den Konsolidierungsbemühungen
der Stadt Münster. Bei allen durchaus sinnvollen Ei nsparungen, die innerhalb der IT realisierbar waren , darf
nicht übersehen werden, dass die IT selbst ein Werk zeug ist, mit dem die Verwaltung Abläufe optimieren und
somit erhebliche Kosten einsparen kann. So können IT-Investitionen höhere Einsparpotenziale in den Fachbe-
reichen erschließen. Insofern strebt die citeq Vere inbarungen mit dem Dezernat für Finanzen, Beteiligu ngs-
und Vermögensmanagement an, um auch künftig die finanzielle Ausstattung für die citeq zu sichern, die für die
Aufrechterhaltung einer modernen IT-Struktur bei der Stadt Münster notwendig ist.
Erfolgreich unterwegs
Die citeq konnte auch in 2011 ihren Erfolgskurs wei ter fortsetzen und sieht sich für die Zukunft gut a ufgestellt.
Die Arbeit für die Stadt Münster und die Kooperationsverwaltungen wurde erfolgreich fortgesetzt.
Infrastrukturmaßnahmen am und im Rechenzentrum wurden umgesetzt und weitere Fortschritte bezüglich der
Datensicherheit erzielt, die angesichts der zunehme nden Bedeutung und Abhängigkeit von der Information s-
technik und der gleichzeitig steigenden Gefährdung dringend geboten sind.
Die citeq hat die gesamte IT (Hard- und Software) f ür das neue kommunale Jobcenter Münster in 2011 ins tal-
liert. Das Jobcenter Münster konnte planmäßig zum 01.01.2012 den Betrieb aufnehmen. Insgesamt wurden an
drei Standorten ca. 260 Arbeitsplätze ausgestattet. Darüber hinaus wurde auch die Kreisverwaltung Warendorf
bei Einführung einer neuen Software zur Erfüllung ihrer neuen Aufgaben als Optionskommune unterstützt.
Zum Medienentwicklungsplan wurden Services ausgebaut und neue Angebote erstellt. Als Konsolidierungsbei-
trag wird im pädagogischen Bereich jetzt auch OpenOffice eingesetzt.
Besonders erfolgreich ist die citeq bei der Neukund engewinnung im Bereich personalwirtschaftlicher Anw en-
dungen. Nachdem die citeq die Stadt Münster und wei tere Bestandskunden im Jahr 2010 auf eine neue Soft -
ware umgestellt hatte, konnten weitere Software-Mod ule in Betrieb genommen und zusätzliche Kunden ge-
wonnen werden. 2011 wurde der Echtbetrieb für die S tadt Wuppertal und zum Jahr 2012 wird der Betrieb f ür
die Stadt Hagen aufgenommen. Darüber hinaus ist die citeq mit weiteren Städten und Kreisverwaltungen ü ber
Möglichkeiten einer Ausweitung der Zusammenarbeit i m Bereich der personalwirtschaftlichen Anwendungen
im Gespräch.
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Im Bereich E-Government wurden die Services von Dat aClearing NRW ausgebaut. Bei den E-Government-
Bürgerdiensten, die mit der weiteren Verbreitung de s neuen Personalausweises einen neuen Schub bekom-
men werden, hält die citeq mit ihren „Intelligenten eID-Formularen“ eine Spitzenposition. In einem wei teren
Schritt beteiligt sich die citeq nun an der Entwick lung und Bereitstellung einer so genannten „Ad-hoc“ Signatur
mit dem neuen Personalausweis.
Dazu stellt die citeq auf der CeBIT gemeinsam mit d er Firma procilon anhand eines „Antrags auf Gebäude -
vermessung beim Katasteramt“ vor, wie Bürgerinnen und Bürger Anträge online über das Internet stellen kön-
nen, die bislang in Papierform gestellt und eigenhändig unterschrieben werden mussten.
Sehr erfolgreich ist auch die Partizipationsplattfo rm der citeq, die in Münster, Nottuln, Beelen und w eiteren
Kommunen als Bürgerhaushalt zum Einsatz gebracht wurde.
Diese und weitere Beispiele für erfolgreiche Projek te der citeq finden sich im Tätigkeitsbericht der c iteq, den
die citeq für das Jahr 2011 erstmals verfasst hat.
Infrastrukturmaßnahmen im Rechenzentrum
Die citeq betreibt am Standort Scheibenstraße 109 z wei Systemräume, in denen Server und Netzwerkkompo-
nenten gehostet werden. Die in 2011 durchgeführten Maßnahmen zur Ertüchtigung entschärfen auch die Situ-
ation in den vorhandenen Systemräumen in den Stadth äusern, deren Kapazitäten hinsichtlich Platz, Energ ie-
versorgung und Klimatisierungstechnik, die seit einiger Zeit an ihre Grenzen gestoßen sind.
Die citeq hat im Rahmen einer Konzeptentwicklung / Standortbewertung für das Projekt “SAN Migration un d
Ausbau der Serverräume“ Maßnahmen zur Aufnahme von IT-Komponenten aus dem Stadthaus 3 geplant und
durchgeführt. Am Standort Scheibenstraße wurde ein separater Strom-Hausanschluss errichtet, über den eine
sichere Stromversorgung ausschließlich für die IT-Komponenten erfolgt und der auf die maximalen Ausbau ka-
pazitäten der beiden Systemräume ausgerichtet ist.
Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sichert di e energetische Versorgung ab. Die Kühlung und Klima ti-
sierung wurde durch eine Warm-Kaltgang-Abschottung sowie durch technische Redundanzen wesentlich ver-
bessert. Die Räume sind weitgehend hergestellt und in Betrieb. Mit der Beschaffung und der Inbetriebna hme
einer Netzersatzanlage wird die Maßnahme zu Mitte des Jahres 2012 abgeschlossen sein. Kleinere Restarbei-
ten erfolgen noch im Rahmen des Endausbaus. Der Sta ndort und das technische IT-Konzept sind auf einen
künftigen Verbund mit dem neu geplanten Systemraum in der Feuerwache 1 am York-Ring ausgerichtet.
Datenschutz und Datensicherheit
Im Jahr 2011 hat die citeq die in den BSI-Standards enthaltenen Empfehlungen zur Informationssicherhei t
kontinuierlich weiter umgesetzt. Einen Schwerpunkt bildete der BSI-Standard 100-2. Dieser Standard be-
schreibt im Rahmen der IT-Grundschutz-Vorgehensweis e das Erstellen eines Sicherheitskonzeptes, die Aus -
wahl angemessener Sicherheitsmaßnahmen und die Aufr echterhaltung und Verbesserung der Informationssi-
cherheit im laufenden Betrieb.
Das BSI hat ein Zertifizierungsschema entwickelt, d as die erfolgreiche Umsetzung von IT-Grundschutz na ch
außen transparent macht. Ziel der citeq ist es, im Rahmen der notwendigen Erreichung eines hohen Siche r-
heitsniveaus (nicht als Zusatzaufwand!) auch das Ze rtifikat nach IT-Grundschutz zu erlangen. Das IT-
Grundschutz-Zertifikat des BSI deckt die internatio nale Zertifizierungsnorm für Informationssicherheit smana-
gementsysteme (ISO 27001) mit ab.
Diese und weitere Informationen zum Thema „IT-Sicherheit – Ausbau des IT-Sicherheitsmanagements“ finden
sich auch im Tätigkeitsbericht der citeq 2011.
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Medienentwicklungsplan
Der Medienentwicklungsplan (MEP) in der Fassung der Fortschreibung aus dem Jahr 2007 wurde im Jahr
2011 unter Einbeziehung sämtlicher Veränderungen au f den aktuellen Stand gebracht. In diesem Zusammen-
hang wurden auch Projekte zur Veränderung des MEP initiiert und teilweise abgeschlossen.
Bereits mit der Aufstellung des ersten MEP im Jahr 2002 war dessen kontinuierliche Fortschreibung vorg ese-
hen, um den sich während der Umsetzungsphase des ME P ergebenden organisatorischen, technischen und
pädagogischen Anforderungen und Änderungen Rechnung zu tragen. Die Abstimmung erfolgte mit dem für
den medienpädagogischen Teil und die Finanzierung d es MEP verantwortlichen Amt 40. Die wesentlichen
Veränderungen sind:
• LWL-Schulanbindung / Bandbreitenerhöhung für weite rführende Schulen und Schulzentren
• Verbesserung der Leitungsqualität in allen Schulen
• Festlegung eines einheitlichen Monitorstandards
• Regelmäßige Reinvestition von Beamern und Druckern
• Ausweitung des gesicherten (Verwaltung) u. ungesic herten Speicherplatzes (Pädagogik)
• Erweiterung der Rechte für IT-Koordinationen
• WLAN in der Pädagogik
• Schulindividuelle Sperrung von Internetseiten
• Plattform für die Aktualisierung von Standard-Soft ware (PASS)
• Info-Displays für öffentliche Darstellungen von z. B. Vertretungsplänen
Weitere Themen werden/wurden im Rahmen von Projekten untersucht:
• Erweiterung der Ausstattung in Grundschulen um 100 PC/Notebooks (beschlossen)
• Bereitstellung einer Kommunikationsplattform (Pilo tierung im ersten Quartal 2012)
• Fortbildungen/Workshops für IT-Kontaktlehrer (erst malig in 2011 durchgeführt)
• Internetnutzung mit privaten Endgeräten über schul eigene Leitungen (abgeschlossen)
• Nutzung der Telekom@school-Anschlüsse für das päda gogische Internet
• Zugriff auf das pädagogische Netz / pädagogische M ails von Außerhalb
• Konsolidierung und Virtualisierung von Servern (in Umsetzung)
DZ-Kommunalmaster Personal NRW
Bei der Personalabrechnung auf Basis SAP-HCM hat di e citeq weitere Fortschritte erzielt. Ab Anfang 201 1
wurden monatlich gut 25.000 Abrechnungsfälle im DZ- Kommunalmaster Personal NRW bearbeitet. Das Ver-
fahren wurde auf weitere Module der Personalwirtsch aft ausgeweitet. Damit hat der Bereich der Personal wirt-
schaft seine strategische Position innerhalb des Produktangebots der citeq weiter ausgebaut.
E-Government – DataClearing NRW
Die citeq betreibt gemeinsam mit dem Partnerrechenz entrum KRZN Kamp-Lintfort seit 2006 den Dienst Da-
taClearing NRW, der von 80 Prozent der Kommunen und Kreise NRW sowie von einigen Kommunen in Nie-
dersachsen genutzt wird. Sowohl im Bereich DataClea ring NRW (government-to-government) als auch im
Bereich der elektronischen Bürgerservices wurden weitere Fortschritte erzielt.
Die zentrale Aufstellung der für die OSCI-Kommunika tion erforderlichen IT-Systeme erschließt den betei ligten
Kommunen erhebliche wirtschaftliche Vorteile. Zur weiteren Kostensenkung tragen auch mehrere Landes- und
Bundesbehörden bei, die verschiedene Services von DataClearing NRW nutzen.
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Jährlich verzeichnet die citeq für diesen Dienst ei nen Ein- und Ausgang von je ca. 3 Millionen Nachric hten für
die angeschlossenen Kommunen. Im Jahr 2011 wurde de r Dienst XhD für den elektronischen Aufenthaltstite l
zur Datenübermittlung an die Bundesdruckerei, der D ienst XAusländer zur Kommunikation zwischen den Aus-
länderbehörden sowie der Dienst Zensus zur Übermitt lung der Meldedaten der NRW-Kommunen an das sta-
tistische Landesamt IT.NRW im Rahmen des Zensus 2011 in Betrieb genommen.
Einkauf
Die citeq kann auf eine Vielzahl von Rahmenverträge n (eigener Abschluss, Verträge im Rahmen der inter-
kommunalen Zusammenarbeit über den KDN-Dachverband und Lieferverträge für öffentliche Auftraggeber)
zurückgreifen. Durch die damit verbundene Bündelung der Kundenbedarfe konnten die Einkaufskonditionen
für die citeq und ihre Kunden erheblich verbessert werden.
Daneben haben sich auch die qualitativen Anforderun gen im Einkauf in den vergangenen Jahren erheblich
verändert. Auslöser sind hier insbesondere die Vorg aben der EU im Vergabewesen, das IT-Vertragsrecht u nd
die komplexen Ausschreibungen.
E-Government - elektronische Bürgerdienste
Die elektronischen Bürgerdienste wurden in 2011 wei ter ausgebaut. Eine besondere Rolle kommt dabei dem
neuen Personalausweis mit seiner optionalen elektronischen Identität (eID) und der qualifizierten elektronische
Signatur zu. Beim Aufbau der elektronischen Bürgerd ienste liegt die besondere Herausforderung in der V iel-
zahl der kommunalen Dienstleistungen. Kommunalverwa ltungen haben im Vergleich zu privatwirtschaftliche n
Unternehmen ähnlich hohe Fallzahlen – diese verteil en sich jedoch auf einige tausend unterschiedliche
Dienstleistungen: Das reicht von der Eheschließung über die Einrichtung und den Betrieb von Kindergärt en
und die Beantragung von Fischereierlaubnisscheinen bis hin zur Erlaubnis zur Sondernutzung öffentliche r
Verkehrsflächen.
Die Vielzahl der kommunalen Dienstleistungen mit je weils speziellen IT-Systemen optimal zu unterstütze n,
stellt eine Herausforderung dar. Und da die einzeln en Bürgerinnen und Bürger im Schnitt nur ein bis zw ei Mal
pro Jahr mit ihrer Kommunalverwaltung in Kontakt tr eten, müssen die Schnittstellen zu den Ämtern - in der
Regel „Antragsformulare“ - besonders intuitiv und einfach zu bedienen sein.
In Münster wurden in 2011 die Voraussetzungen gesch affen, sich online mit dem neuen Personalausweis be i
der Stadtverwaltung zu authentifizieren. Die ersten intelligenten eID-Formulare wurden im Februar 2011 auf
der CeBIT präsentiert. Mittlerweile wurde der Besta nd an intelligenten eID-Formularen ausgebaut und di e da-
hinter liegenden Prozesse weitgehend medienbruchfrei gestaltet.
Angesichts der Vielzahl der Antragsverfahren ist vo n einer mehrjährigen Ausbauzeit auszugehen. Darüber
hinaus ist Öffentlichkeitsarbeit bei münsterschen E inrichtungen als potentielle eID-Diensteanbietern u nd den
Bürgerinnen und Bürgern erforderlich.
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Wirtschaftslage
2011 war für die citeq ein erfolgreiches Jahr. Der Umsatz des Vorjahres wurde übertroffen, allerdings sind
auch die Aufwendungen gestiegen, so dass das Betrie bsergebnis des Vorjahres nicht erreicht wurde. Die not-
wendigen und zukunftsichernden Investitionen konnte n aus dem Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkei t
finanziert werden. Weitere Kennzahlen können dem Tätigkeitsbericht der citeq entnommen werden.
Berichterstattung zur Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage
Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz-
und Liquiditätsanalyse 2011 2010 2009 2008
Aufbereitete Bilanzsumme T € 32.749 30.893 29.988 27.089
Eigenkapital T € 5.521 5.124 4.836 4.634
Eigenkapitalquote (Eigenkapital /
Gesamtkapital) %
17 17 16 17
Anlagevermögen T € 21.505 19.496 18.472 16.193
Investitionen in das
Anlagevermögen T €
5.504 4.407 5.656 5.557
Anlagenintensität (Nettoanlage-
vermögen / Gesamtvermögen) %
66 63 62 60
Goldene Finanzierungsregel
(Langfristiges Vermögen / Lang-
fristiges Kapital)
1,18 1,18 1,22 1,18
net working capital (Kurzfristiges
Vermögen – kurzfristiges Fremd-
kapital)
T €
-4.335 -4.009 -4.451 -3.421
Cash Flow aus laufender Ge-
schäftstätigkeit T €
5.845 6.243 7.717 7.015
Geschäftsverlauf
Die citeq erzielt Umsätze in den Bereichen Münster, ÖrV und MEP, wobei die Stadt Münster mit ihren Ämt ern
und Einrichtungen als größter Kunde hervortritt. Di e Umsatzerlöse über alle Bereiche der citeq betrage n nach
Ausschüttung an die ÖrV-Kunden 20.871 TEuro und war en damit 1.202 TEuro höher als im Vorjahr. Als Er-
gebnis im Geschäftsjahr 2011 konnte ein Überschuss von 1.637 TEuro erzielt werden.
Investitionen
2011 wurden Investitionen in Höhe von ca. 5.504 TEu ro getätigt. Diese flossen hauptsächlich in die Ers atzin-
vestitionen für PCs, Monitore, Drucker, Server und Netztechnik der Bereiche Münster und MEP sowie in d ie
Erweiterung und Ergänzung des Software Portfolios. Weitere Investitionsschwerpunkte waren, wie in den Jah-
ren zuvor auch, Investitionen in Finanzanlagen, die ausschließlich zur Rückdeckung der Pensions- und B eihil-
feverpflichtung erworben wurden.
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Risikomanagement
Die citeq hat auf Grund ihrer besonderen Verpflicht ung zur Erhaltung des Vermögens und der Leistungsfä hig-
keit (§ 10 der überarbeiteten Eigenbetriebsverordnu ng EigVO) und entsprechend den für Aktiengesellscha ften
geltenden gesetzlichen Bestimmungen ein Risikomanag ementsystem aufgebaut. Ziel ist es, bestehende und
mögliche Risiken für alle Betriebsbereiche zu ident ifizieren, zu bewerten und strategische Maßnahmen z ur
Reduzierung und Vermeidung von Risiken zu planen, umzusetzen und deren Umsetzung zu kontrollieren.
Auf Grund der engen Beziehungen zur Stadt Münster als Hauptabnehmer der Leistungen der citeq, der lang-
jährigen Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern und der Kündigungsfrist von mindestens 18 Monaten
im Rahmen der ÖrV für Leistungen der citeq lässt sich das unternehmerische Risiko zur Zeit als gering einstu-
fen.
Drohende Umsatzsteuerpflicht für nicht hoheitliche Leistungen gegenüber anderen juristischen Per-
sonen des öffentlichen Rechts
In der Pressemitteilung Nr. 13 vom 15. Februar 2012 schreibt der Bundesfinanzhof (BFH) zum “Thema Umsa tz-
besteuerung der öffentlichen Hand“:
„Der BFH hat durch Urteil vom 10. November 2011 V R 41/10 entschieden, dass nachhaltig und gegen Entgelt
erbrachte Leistungen der öffentlichen Hand der Umsa tzsteuer unterliegen, wenn diese Tätigkeiten auf zi vil-
rechtlicher Grundlage oder - im Wettbewerb zu Priva ten - auf öffentlich-rechtlicher Grundlage ausgefüh rt wer-
den. Dabei reicht es aus, wenn die Nichtbesteuerung der öffentlichen Hand zu einer nicht nur unbedeute nden
Wettbewerbsverzerrung führen würde.
Diese, auf einem EuGH-Urteil von 2008 beruhende, ge änderte Sichtweise führt zu einer erheblichen Auswe i-
tung der Umsatzsteuerpflicht für die öffentliche Ha nd im Vergleich zur gegenwärtigen Besteuerungspraxi s der
Finanzverwaltung; sie kann sich bei Investitionsmaß nahmen aber auch zugunsten der öffentlichen Hand au s-
wirken.
Von allgemeinem Interesse ist die Klarstellung, das s auch sog. Beistandsleistungen, die zwischen juris tischen
Personen des öffentlichen Rechts wie z.B. Gemeinden erbracht werden, steuerpflichtig sind, sofern es sich um
Leistungen handelt, die auch von Privatanbietern erbracht werden können. Entgegen der derzeitigen Besteue-
rungspraxis können danach z.B. auch die Leistungen kommunaler Rechenzentren umsatzsteuerpflichtig sein.“
Die citeq wird die Diskussionen zu diesem Thema gem einsam mit dem Amt für Finanzen und Beteiligungen
beobachten. Dazu wurde der Kontakt mit dem Finanzam t Münster aufgenommen. Das Finanzamt Münster
erwartet, dass das Bundesministerium für Finanzen ( BMF) ein Schreiben mit bundesweiter Regelung verfas st
und vermutlich auch einen Leistungskatalog definiert, welche Leistungen hoheitlich sind und welche nicht. Zum
jetzigen Zeitpunkt geht die citeq davon aus, dass r ückwirkend die Leistungen nicht umsatzsteuerpflicht ig wer-
den. Vermutlich ist mit einer Steuerpflicht ab 2013 zu rechnen. Die ÖrV-Partner werden regelmäßig umfassend
informiert.
Vorjahresabschluss
Für den Jahresabschluss zum 31.12.2010 erteilte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. von der Hardt &
Partner einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk . Diesen hat die Gemeindeprüfungsanstalt in Herne
unverändert mit Datum vom 29.08.2011 in ihren eigenen abschließenden Vermerk übernommen.
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Zukunftsprognose
Die citeq hat sich 2011 mit nahezu konstanten Umsät zen gut am Markt behauptet. Auf Grund ihrer Integra tion
in die Stadt Münster als Hauptabnehmer der citeq-Le istungen und aufgrund der langfristig angelegten Zu -
sammenarbeit mit den Kooperationspartnern kann auch für die nähere Zukunft von einem stabilen Kernge-
schäft ausgegangen werden. Projekte in den Bereiche n Personalmanagement, Finanzwesen, Datenschutz
und Datensicherheit sowie E-Government weisen der citeq den Weg in die Zukunft.
Der schwierigen Haushaltslage in den Kommunen begeg net die citeq mit der Innovationskraft ihrer Mitarb eite-
rinnen und Mitarbeiter und neuen IT-Lösungen, welche die Effektivität der Verwaltungsarbeit steigern. Darüber
hinaus nutzt die citeq auch im eigenen Betrieb alle Möglichkeiten zur Kostensenkung und erschließt wei tere
Möglichkeiten der interkommunalen Kooperation.
Über Web 2.0 Angebote erhalten die Kommunen einen u nmittelbaren Zugang zu den Ideen und dem Wissen
der Bürgerinnen und Bürger und beteiligen diese an politischen Diskussionen. Für die Anforderungen der
Stadt Münster hat die citeq eine Plattform zur Bürg erbeteiligung entwickelt und bietet diese nun über ihren
ursprünglichen Einsatzzweck hinaus auch weiteren öf fentlichen Einrichtungen zur Nutzung an. Die Plattf orm
kommt sowohl bei der Stadt Münster als auch bei Kooperationspartnern innerhalb der ÖrV und darüber hinaus
zum Einsatz und soll zukünftig sowohl für internen als auch externen Web 2.0-Anwendungen als Plattform
dienen.
Im Bereich DataClearing NRW und bei der Einführung neuer Anwendungen für den neuen Personalausweis
wird die citeq weiter zu den Vorreitern zählen. Ein e besonders hohe Wertschöpfung für die Kommunen erz ielt
sie mit ihren intelligenten eID-Formularen, die dafür sorgen, dass elektronisch eingereichte Anträge von Bürge-
rinnen und Bürgern in einer hohen Qualität bei der Verwaltung ankommen. Eine weitere Aufwertung erfahr en
die Formulare mit der Möglichkeit, online gestellte Anträge mit so genannten „Ad-hoc“ Signaturen elektronisch
zu unterschreiben. Um die Akzeptanz der elektronisc hen Identität und die flächendeckende Ausweitung de s
Angebots an Anwendungen rund um den neuen Personala usweis fördern, tritt die citeq zudem für eine ver-
stärkte Zusammenarbeit der Kommunen und ihrer IT-Dienstleister sowie für Standardisierungen ein.
Im Jahr 2012 werden die E-Governmentdienste weiter ausgebaut, integrierte Fachamtsverfahren eingeführt
und erste Schritte in Richtung des Aufbaus eines perspektivisch stadtweiten Dokumentenmanagementsystems
unternommen. Weitere Schwerpunkte werden im Bereich der Infrastruktur liegen: Die Gebäudenetze und die
Lichtwellenverbindungen zwischen den städtischen Ge bäuden sind massiv auszubauen. IP-Telefone mit neu-
en Funktionen ersetzen die bisherigen Telefone und die TK-Anlagen. Unaufschiebbar ist zudem die Migrat ion
des Serverbetriebssystems Novell und des Mail- und Terminverwaltungssystems Groupwise in die Microsoft -
Welt.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Herstellung eines sicheren und aufgrund der gestiegenen Abhängi gkei-
ten notwendigerweise verfügbaren IT-Betriebs immer aufwändiger wird.
Münster, den 31.03.2012
citeq
Stefan Schoenfelder
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Organigramm der citeq
Stand: 01.10.2011
Betriebsleitung
IT-Management
(stellv. Betriebsleitung)
IT-Anwendungs-
entwicklung/
-betreuung
IT-Systeme
Assistenz / Referenz der
Betriebsleitung
Projekte
Öffentlichkeitsarbeit
Softwareentwicklung,
Dokumentenmanage-
ment
Datenschutz
Netze, Infrastruktur
Server,
Datenbanken
Client, IT-Service
IT-Planung Stadt
Münster,
Kundenberatung,
IT-Standards
Wirtschaftsplan,
Buchhaltung
Einkauf
Lager
Finanzverfahren für die
Städte Münster und
Hamm
- SAP
Finanzverfahren für Krei-
se, kreisangehörige
Städte und Gemeinden
- Infoma newsystem
ko mmunal -
Personalwirtschaftliche
Anwendungen,
SAP-Basis
Sonstige
Anwendungen
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Scheibenstraße 109z
- York-Ring
- Asche
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0325/2012
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 23.04.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37