V/0336/2012
Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der AWM für das Wirtschaftsjahr 2011
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Beschlussvorlage
4917 Zeichen
V/0336/2012
DER OBERBÜRGERMEISTER
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
Betrifft
Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der AWM für das Wirtschaftsjahr 2011
Beratungsfolge
06.06.2012 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Vorberatung
21.06.2012 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung
27.06.2012 Hauptausschuss Vorberatung
27.06.2012 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der in der Anlage beigefügte Jahresabschluss der AWM für das Geschäftsjahr 2011 (B ilanz,
GuV und Anhang) wird festgestellt.
2. Der Lagebericht (Anlage) wird zur Kenntnis genommen.
3. Der von den AWM erwirtschaftete Jahresüberschuss beträgt 2.532.923,35 €.
Davon werden
der allgemeinen Rücklage 1.602.502,85 €
dem allgemeinen Haushalt 883.111,01 €
dem SOPO AWM-Dienstleistungen 6.695,84 €
dem SOPO aus BGA Photovoltaik-Überschüssen 15.849,65 €
der Gebührenüberschuss-Rückstellung Straßenreinigung 2.752,00 €
der Gebührenüberschuss-Rückstellung Containerdienst 22.012,00 €
zugeführt.
4. Dem Werksausschuss wird für das Wirtschaftsjahr 2011 Entlastung erteilt.
Vorlagen-Nr.:
V/0336/2012
Auskunft erteilt:
Frau Eichwald
Ruf:
6052-43
E-Mail:
Eichwald@awm.stadt-muenster.de
Datum:
11.05.2012
Öffentliche Beschlussvorlage
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V/0336/2012
Begründung:
Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Essen hat im Auftrag de r AWM mit Zu-
stimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein -Westfalen den Jahresabschluss und den L a-
gebericht des Wirtschaftsjahres 2011 geprüft. Die geprüften Unterlagen sind gem. § 14 der B e-
triebssatzung dem Werksauschuss und dem Rat vorzulegen.
1. Jahresabschluss 2011
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.555.860,87 T€ erhöht.
Die Umsatzerlöse 2011 betrugen insgesamt rd. 49.879 T€
Davon entfielen auf die
Abfallwirtschaft
Abfallabfuhr 34.164 T€
Abfalldeponierung/-verwertung 1.960 T€
Problemabfälle 36 T€
DSD-Bereich 1.838 T€
Stadtreinigung 4.850 T€
Winterdienst 1.582 T€
Nebengeschäfte 5.449 T€
Der Jahresüberschuss in Höhe von 2.532.923,35 € resultiert in Höhe von 358.329,63 €
aus dem Unterschied zwischen den gesetzlichen Grundlagen der Gebührenka lkulation und
den Ansätzen der Handelsbilanz, in Höhe von 1.266.222,01 € aus der kalkulatorischen Verzi n-
sung, in Höhe von 373.273,69 € aus der Verzinsung liquider Mittel, in Höhe von 15.849,65 €
aus dem Überschuss des BGA -Photovoltaikanlage, in Höhe von 6.695,84 € aus dem Übe r-
schuss des BGA-AWM-Dienstleistungen, in Höhe von 432.712,93 aus dem Überschuss der üb-
rigen Nebengeschäfte und in Höhe von 79.839,60 € aus Anlageabgängen.
Die Gesamtinvestitionen lagen im Jahr 2011 bei 3.648 T€. Davon wurden 1.013 T€ in Anlagen
der Stadtreinigung, 1.093 T€ in Anlagen der Abfallwirtschaft und 484 T€ in Grundstücke mit Be-
triebs- und anderen Bauten investiert. Der verbleibende Anteil in Höhe von 337 T€ entfällt auf
Betriebs- und Geschäftsausstattung, immaterielle Vermögensgegenstände sowie in Hö he von
721 T€ auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau.
Gemäß § 4 der EigVO wird dem Werksausschuss für das Wirtschaftsjahr 2011 Entlastung
erteilt.
Die Entlastung der Werkleitung erfolgt gemäß § 5 Abs. 5 Satz 2 EigVO vom 16. November
2004 durch den Werksa usschuss. Hiermit wird sich der Werksausschuss in seiner nächsten
planmäßigen Sitzung befassen.
2. Lagebericht
Zum Lagebericht wurde seitens der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
festgestellt, dass dieser entsprechend § 25 EigVO aufgest ellt worden ist, im Einklang mit dem
Jahresabschluss steht und die sonstigen Angaben im Lagebericht keine falsche Vorstellung
von der Lage des Eigenbetriebes erwecken.
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V/0336/2012
3. Prüfungsergebnis
Die Ernst & Young GmbH Wir tschaftsprüfungsgesellschaft erteilt den AWM für das Wirtschaftsjahr
2011 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Die weiteren Einzelheiten zum Jahresabschluss 2011 können den beigefügten Unterlagen entnom-
men werden.
Darüber hinaus werden die Abschlussergebnisse vom Prüfungsleiter der Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in der Werksausschusssitzung am 06.06.2012 im Rahmen einer
Jahresabschlussbesprechung im Einzelnen erläutert.
I.V.
gez.
Reinkemeier
Stadtkämmerer
Anlagen:
Jahresabschluss der AWM (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang)
Lagebericht
Anlage
63820 Zeichen
Geschäftsjahr Jahresabschluss Lagebericht 2011 Saubere Lösung Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss | 1 Jahresabschluss | Lagebericht Geschäftsjahr 2011 Saubere Lösung Saubere Lösung 2 | Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss Impressum Herausgeberin Stadt Münster Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Rösnerstraße 10 48155 Münster awm@stadt-muenster.de www.awm.muenster.de Mai 2012, 500 Konzept X & Y Design und Kommunikation | Münster Druck Thiekötter Druck GmbH & Co. KG 48157 Münster Jahresabschluss Seite Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Inhalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Bilanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 – 5 Gewinn- und Verlustrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 – 24 I. Allgemeine Angaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 III. Bilanzerläuterungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung . . . . . . . . . . . . 13 V. Ergänzende Angaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 VI. Anlagen Anlagennachweis [Anlage 1] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 – 23 Gewinn- und Verlustrechnung nach Betriebszweigen [Anlage 2] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Lagebericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 – 31 I. Geschäftsverlauf und Lage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 II. Neuere rechtliche Rahmenbedingungen und betriebsrelevante Marktentwicklungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 III. Ertragslage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 IV. Vermögens- und Finanzlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 V. Nachtragsbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 VI. Risikomanagement . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 VII. Prognosebericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 VIII. Sonstiges . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 Bestätigungsvermerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss | 3 Inhalt Saubere Lösung 4 | Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss Aktivseite 31.12.2011 31.12.2010 EUR EUR EUR A. ANLAGEVERMÖGEN I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Konzessionen und Software 35.021,32 52.452,39 II. SACHANLAGEN 1. Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten 12.688.502,09 13.276.076,23 2. Anlagen der Stadtreinigung 2.726.198,24 2.372.286,82 3. Anlagen der Abfallwirtschaft 5.246.018,39 5.406.405,38 4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 915.375,87 849.327,55 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 720.814,71 476.923,19 22.296.909,30 22.381.019,17 III. FINANZANLAGEN 1. Wertpapiere des Anlagevermögens 8.993.693,01 8.992.118,49 2. Sonstige Ausleihungen 1.500.000,00 1.500.000,00 10.493.693,01 10.492.118,49 32.825.623,63 32.925.590,05 B. UMLAUFVERMÖGEN I. VORRÄTE 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 896.952,53 470.256,28 2. Fertige Erzeugnisse und Waren 99.436,51 103.607,30 996.389,04 573.863,58 II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.714.820,03 2.424.067,10 2. Forderungen an die Stadt Münster 3.179.583,65 6.201.083,78 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 31.12.2011: 1.271.838,81 € [31.12.2010: 3.584.598,91 €] 3. Sonstige Vermögensgegenstände 164.191,93 200.256,24 6.058.595,61 8.825.407,12 III. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN 21.737.270,56 17.774.897,64 28.792.255,21 27.174.168,34 C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 158.144,08 120.403,66 61.776.022,92 60.220.162,05 Saubere Lösung Bilanz zum 31.12.2011 Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss | 5 Saubere Lösung Passivseite 31.12.2011 31.12.2010 EUR EUR EUR A. EIGENKAPITAL I. STAMMKAPITAL 500.000,00 500.000,00 II. RÜCKLAGEN Allgemeine Rücklagen 10.627.831,90 9.504.691,85 III. JAHRESÜBERSCHUSS Jahresüberschuss 2.532.923,35 2.131.472,04 13.660.755,25 12.136.163,89 B. SONDERPOSTEN AUS ÜBERSCHÜSSEN 862.373,42 813.182,30 AWM-DIENSTLEISTUNGEN C. SONDERPOSTEN AUS PHOTOVOLTAIK-ÜBERSCHÜSSEN 44.859,76 36.108,53 D. RÜCKSTELLUNGEN 1. Rückstellungen für Pensionen 1.851.651,00 1.783.418,00 2. Steuerrückstellungen 47.209,00 49.565,00 3. Sonstige Rückstellungen a] Gebührenüberschüsse 9.043.392,81 7.644.080,80 b] Übrige 33.783.213,48 34.451.197,22 44.725.466,29 43.928.261,02 E. VERBINDLICHKEITEN 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 548.862,80 823.248,11 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 31.12.2011 : 277.962,80 € [31.12.2010: 281.516,79 €] 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.604.721,20 1.590.008,59 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 31.12.2011 : 1.604.721,20 € [31.12.2010: 1.590.008,59 €] 3. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster 327.498,34 892.490,61 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 31.12.2011 : 327.498,34 € [31.12.2010: 892.490,60 €] 4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.485,86 699,00 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 31.12.2011 : 1.485,86 € [31.12.2010: 699,00 €] 2.482.568,20 3.306.446,31 61.776.022,92 60.220.162,05 Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2011 2010 vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 EUR EUR EUR EUR 1. Umsatzerlöse 49.878.897,17 50.091.165,26 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 1.147,10 - 736,70 3. Sonstige betriebliche Erträge 2.164.446,84 2.597.049,96 davon Inanspruchnahme der Rückstellungen aus Gebührenüberschüsse 2011: 502.930,76 € [2010: 462.639,46 €] 52.044.491,11 52.687.478,52 4. Materialaufwand a] Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs- stoffe und für bezogene Waren 3.956.927,08 3.662.041,21 b] Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.719.657,24 20.248.161,28 22.676.584,32 23.910.202,49 5. Personalaufwand a] Löhne und Gehälter 12.033.540,23 11.477.572,58 b] Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.603.961,58 3.370.284,01 davon für Altersversorgung: 15.637.501,81 14.847.856,59 2011: 1.143.664,54 € [2010: 1.028.865,73 €] 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.748.111,23 3.861.089,58 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.674.760,93 6.869.706,82 davon Zuführung zu Rückstellungen für Gebührenüberschüsse: 2011: 1.899.540,48 € [2010: 3.069.179,26 €] 48.736.958,29 49.488.855,48 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 541.662,42 414.960,86 davon aus verbundenen Unternehmen 2011: 822,23 € [2010: 155,84 €] davon Erträge aus Abzinsung: 2011: 140.419,16 € [2010: 229.160,74 €] 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.218.826,72 1.395.873,09 davon Aufwendungen aus der Abzinsung 2011: 1.193.559,35 € [2010: 1.360.286,72 €] 10.Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.630.368,52 2.217.710,81 11.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 38.760,00 32.244,00 12.Sonstige Steuern 58.685,17 53.994,77 13.Jahresüberschuss 2.532.923,35 2.131.472,04 Nachrichtlich: Behandlung des Jahresüberschusses a] zur Einstellung in die Allgemeine Rücklagen 1.602.502,85 1.123.140,05 b] zur Zuführung in den allgemeinen Haushalt 883.111,01 918.060,34 c] zur Zuführung zum Sonderposten aus Photovoltaik-Überschüssen 15.849,65 13.100,25 d] zur Zuführung zum Sonderposten aus Überschüssen AWM-Dienstleistungen 6.695,84 77.171,40 e] zur Zuführung zur Gebührenüberschuss-Rückstellung Straßenreinigung 2.752,00 f] zur Zuführung zur Gebührenüberschuss-Rückstellung Abfallwirtschaft 22.012,00 6 | Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss Saubere Lösung Gewinn- und Verlustrechnung I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der eigenbetriebsähnlichen Ein - richtung Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) wurde nach den Vorschriften der Eigenbetriebsverord - nung NRW in Verbindung mit den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Um die unternehmens- und branchenspezifischen Be - sonderheiten der AWM abbilden zu können, wird in der Bilanz gemäß § 265 Abs. 5 HGB auf der Aktivseite eine Untergliederung des Sachanlagevermögens um die An - lagen der Stadtreinigung und der Abfallwirtschaft und auf der Passivseite eine Untergliederung der Sonstigen Rückstellungen in Rückstellungen für Ge bührenüber - schüsse und Übrige Rückstellungen vorgenommen. Darüber hinaus wurde die Passivseite um die Positionen „Sonderposten aus Überschüssen AWM-Dienst - leistungen und Sonderposten aus Photovoltaik-Über- schüssen“ erweitert. In dem Sonderposten aus AWM- Dienstleistungen sind die Sonderposten aus dem BGA- DSD, BGA-Straßenreinigung und BGA-Containerdienst zusammen gefasst. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Ge - samtkostenverfahren aufgestellt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmetho - den maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sach - anlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Es wurde die lineare Ab - schreibungsmethode unter Zugrundelegung der be - triebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angewendet. Geringwertige Anlagegüter werden im Jahr des Zu - gangs voll abgeschrieben. Die Abschreibungen des 3. Bauabschnitts der ZDM II werden auf Basis des ermittelten verbleibenden Rest - verfüllvolumens leistungsabhängig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Wertpapiere zu An - schaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Sonstigen Ausleihungen betreffen ein Genussrecht, welches ebenfalls zu Anschaffungs - kosten angesetzt worden ist. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstel lungs - kosten bzw. zu gleitenden Durchschnittspreisen ange- setzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichti - gungen Rechnung getragen. Der Sonderposten aus Überschüssen AWM-Dienst - leistungen enthält die Überschüsse aus Vorjahren aus dem BGA-DSD, BGA-Straßenreinigung sowie dem BGA- Containerdienst. Die Rückstellungen für Pensionen sind zum versiche- rungsmathematisch ermittelten Barwert unter Berück - sichtigung der Richttafeln von Prof. Dr. K. Heubeck, Köln, Richttafeln 2005 G, gem. § 22 Abs. 3 EigVO NRW ange- Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss | 7 Anhang für das Wirtschaftsjahr 2011 Saubere Lösung setzt und bewertet, es wurde ein Rechnungs zins fuß von 5 % zugrunde gelegt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstel - lungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und sind grundsätzlich mit dem Betrag angesetzt, der nach ver- nünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Bewertung erfolgt mit dem notwendigen Erfüllungs- betrag. Die Rückstellungen für Beihilfen wurden nach versiche- rungsmathematischen Grundsätzen gem. § 22 Abs. 3 EigVO NRW ermittelt, es wurde ein Rechnungszinsfuß von 5 % zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Gebührenüberschüsse werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt, der sich nach vorsichtiger kaufmännischer Bewertung ergibt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach ver - sicherungsmathematischen Grundsätzen durch das Personalamt der Stadt Münster unter Verwendung des Programms „HPR Haessler Pensionsrückstellungen Kommunal“ ermittelt. Die Rückstellung für Altersteilzeit wird mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abge- zinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 3 Jahren ergibt. Dieser beläuft sich zum 31.12.2011 auf 4,09 % (VJ 4,07 %). Bei der Bewertung wird eine durchschnittliche Kostensteigerung in Höhe von 1,66 % (VJ 1,58 %) unterstellt. Die Rückstellung für die Rekultivierung und Nachsorge der ZDM I und II (im Folgenden als Deponierückstellung bezeichnet) basiert auf einem aktualisierten Gutachten der ECONUM Unternehmensberatung GmbH aus 2010. Die gebührenrechtliche Refinanzierung der in der Ver - gangenheit noch nicht erwirtschafteten Rückstellungs - anteile wurde an den voraussichtlichen Ablagerungs - zeitraum des dritten Bauabschnitts der ZDM II ange- passt und ein Nutzungszeitraum von noch 5 Jahren (VJ 12 Jahre) bis 2015 zugrunde gelegt. Die Deponierückstellungen werden unter Anwendung der Neuregelungen des BilMoG mit dem nach vernünf- tiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfül - lungsbetrag angesetzt. Dieser berücksichtigt auch die zukünftigen Preis- und Kostensteigerungen unter Ver - wendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht worden ist. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 8 | Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss Saubere Lösung III. Bilanzerläuterungen Aktivseite Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im beige- fügten Anlagennachweis (Anlage 1 des Anhangs) ge - zeigt. Zum Bilanzstichtag werden geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau mit 721 T€ ausgewiesen. Es han- delt sich hierbei in erster Linie um zwei Stahlhallen, Fahrzeuge und den Bau des Recyclinghofes Kinderhaus. Die Anlagen werden in 2012 fertig gestellt werden Für das Jahr 2012 sind Investitionen in Höhe von 5.827 T€ geplant. Von diesen Neu- und Reinvestitionen entfallen 1.399 T€ auf die Stadtreinigung und 3.635 T€ auf den Bereich der Abfallwirtschaft. Der verbleibende Anteil in Höhe von 793 T€ betrifft überwiegend Neu- und Ersatz - investitionen in gemeinsame Anlagen. Die Finanzie rung soll über Abschreibungen und Eigenmittel erfolgen. Die vorhandenen Anlagen im Bereich der Stadtreini - gung und Abfallwirtschaft konnten im Wesentlichen technisch und wirtschaftlich optimal genutzt werden. Im Sinne einer sicheren Bewältigung der Aufgaben - stellung sind sie ausreichend dimensioniert. Umlaufvermögen Vorräte Der Posten Vorräte enthält im Wesentlichen Lager - material. Forderungen an die Stadt Münster Die Forderungen an die Stadt resultieren mit 299 T€ aus Lieferungen und Leistungen, mit 2.607 T€ aus der Einstandsverpflichtung in Höhe des Rückstellungsbe - darfs für die Nachsorge der ZDM I und II, soweit diese bisher nicht über die Gebührenbedarfsberechnung erfasst wurden, 88 T€ Rückforderung von Abwasser ge - bühren, 184 T€ aus dem Cash Pooling sowie mit 1 T€ aus sonstigen Forderungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vor - jahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss | 9 Saubere Lösung Passivseite Eigenkapital Das Eigenkapital belief sich zu Beginn des Wirtschafts - jahres auf 12.136.163,89 €. Gemäß Ratsbeschluss vom 13.07.2011 wurde von dem Jahresüberschuss 2010 (2.131.472,04 €) ein Anteil in Höhe von 1.123.140,05 € der Allgemeinen Rücklage zugeführt, 77.171,40 € in den Sonderposten aus Überschüssen AWM-Dienst - leistungen sowie 13.100,25 € in den Sonderposten aus Photovoltaik-Überschüsse eingestellt. Das Eigenkapital erhöht sich um den Jahresüberschuss 2011 in Höhe von 2.532.923,35 €. Das Eigenkapital beträgt damit zum 31. Dezember 2011 13.660.755,25 €. Rückstellungen Die Rückstellungen haben sich im Wirtschaftsjahr 2011 wie folgt entwickelt: * In der Zuführung sind 1.036 T€ Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen ent- halten. 10 | Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss Saubere Lösung 31.12.2010 Inanspruchnahme [ I ] Zuführung* 31.12.2011 Auflösung [A] Verrechnung [V] TEUR TEUR TEUR TEUR 1. Rückstellungen für Pensionen 1.784 104 [ I ] 172 1.852 2. Steuerrückstellungen 49 38 [ I ] 36 47 3. Sonstige Rückstellungen 42.095 2.822 [ I ] 4.147 42.826 594 [A] –––––– ––––––––– –––––– –––––– Summe Rückstellungen 43.928 3.558 4.355 44.725 Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich um Rückstellungen für Beihilfen und Altersteilzeit (655T€), die Nachsorge/Rekultivierung der ZDM I und II (29.912 T€), ungewisse Verbindlichkeiten (2.103 T€), Urlaubs- und Überstundenansprüche (1.113 T€) sowie Rückstellungen aus Gebührenüberschüssen (9.043 T€). Von den Rückstellungen aus Gebührenüberschüssen entfallen 8 T€ auf die Straßenreinigung-ALT (erwirt- schaftet vor 1999), 17 T€ auf die Straßenreinigung-NEU, 4.280 T€ auf die Abfallwirtschaft-ALT (erwirtschaftet vor 1999) und 4.739 € auf die Abfallwirtschaft-NEU. Rückstellung für Gebührenüberschüsse vor Inkraft - treten des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG) Aus der Inanspruchnahme des Beibehaltungswahl - rechtes im Zusammenhang mit den Neuregelungen des BilMoG zum 1. Januar 2010 resultiert im Jahresab - schluss 2011 eine Überdeckung in Höhe von 991T€ (VJ 1.156 T€). Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss | 11 Saubere Lösung Verbindlichkeiten Für die Verbindlichkeiten bestehen die folgenden Restlaufzeiten: Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster be treffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Liefe - rungen und Leistungen. Besicherungen für Verbindlichkeiten bestehen nicht. 12 | Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss Saubere Lösung davon mit einer Laufzeit Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre TEUR TEUR TEUR TEUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 549 278 271 0 [31.12.2010] [823] [281] [542] [ 0] Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.605 1.605 0 0 [31.12.2010] [1.590] [1.590] [0] [0] Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster 327 3 2 700 [31.12.2010] [892] [892] [0] [0] Sonstige Verbindlichkeiten 1 100 [31.12.2010] [1] [1] [0] [0] _____ _____ _____ _____ Gesamt 2.482 2.211 271 0 [31.12.2010] [3.306] [2.764] [542] [0] IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung für jeden Betriebs - zweig ist als Anlage 2 dem Anhang beigefügt. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse enthalten Gebühreneinnahmen und Einnahmen aus privatrechtlichen Entgelten. Von den Umsatzerlösen entfallen 37.998 T€ auf die Abfallwirtschaft; davon betreffen 34.164 T€ die Abfall - abfuhr, 1.960 T€ die Abfalldeponierung, 1.838 T€ den DSD-Bereich und 36 T€ die Sonderabfälle. Weitere Um - satzerlöse entfallen in Höhe von 4.850 T€ auf die Straßen reinigung sowie 1.582 T€ auf den Winterdienst. Auf die Nebengeschäfte in allen Betriebsbereichen ent- fallen Erlöse in Höhe von 5.449 T€. Abfallwirtschaft Abfallabfuhr Die den Umsatzerlösen zu Grunde liegenden Leistungen im Abfallabfuhrbereich entsprechen der Anzahl der tat- sächlichen Behälterentleerungen auf der Grundlage der jeweiligen monatlichen Behälterbestände. Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss | 13 Saubere Lösung Abfalldeponierung/-verwertung Die den Umsatzerlösen zu Grunde liegenden Leistungen im Abfalldeponierungs/-verwertungsbereich sind der nachfolgenden Anlieferungsstatistik zu entnehmen. Stadtreinigung Die den Umsatzerlösen Stadtreinigung zu Grunde lie- genden Leistungen sind der nachfolgenden Leistungs - übersicht zu entnehmen. All gemeine Stadtreinigung 14 | Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss Saubere Lösung Altholz Bioabfälle Grünabfälle H aus-/Sperrmüll Straßenkehrricht/ nicht verwertbar MBRA/ Kompostierung Istmenge in Mg 3.823 16.546 16.155 49.634 5.980 Planmenge in Mg 3.800 17.402 18.000 49.910 5.514 Abweichung in Mg 23 - 856 - 1.845 - 276 466 Jahresabschluss in Euro 114.684,60 3.884.029,76 726.977,70 14.880.297,18. 639.822,55 Planungsgröße in Euro 114.000,00 4.163.000,00 810.000,00 14.963.000,00 590.000,00 Abweichung in Euro 684,90 - 278.970,24 - 83.022,30 - 82.702,82 49.822,55 Abweichung in % 0,60 - 6,70 - 10,25 - 0,55 8,44 2011 Vorjahr Kehrmeter Kehrmeter Vollreinigung [insgesamt] 814.684 795.822 Fahrbahnreinigung [wöchentlich] 280.648 268.831 Fahrbahnreinigung [14-täglich] 278.107 270.515 Reinigung von ca. 816 Kilometern Rad- und Gehwegen und 31.115 qm Flächenreinigung (Abendreinigung in der Stadt). Bezüglich der Tarifstatistik wird auf die beschlossene Gebührensatzung zur Abfallabfuhr und Straßenreini - gung verwiesen. Sonderleistun gen - Neujahrsreinigung - Eurocityfest, Hafenfest, Karneval sowie weitere Veranstaltungen - Sonderreinigungen für städt. Ämter (Schulamt, Amt für Immobilienmanagement, Tiefbauamt, Sportamt, Amt für Grünflächen und Umweltschutz) - Flohmarktreinigungen - Reinigung für private und gewerbliche Auftraggeber (z. B. Betriebsgelände, Parkplätze) Winterdienst Der Winterdienst wurde planmäßig durchgeführt. Per 31.12.2011 waren 5 große (Großteil der verfügbaren Kräfte), 5 mittlere (> 5 Streufahrzeuge) sowie 25 kleinere Einsätze (bis 5 Streufahrzeuge) erforderlich. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u. a. Er - träge aus dem Bereitschaftsdienst, aus der Werkstatt, aus der Photovoltaikanlage, aus dem Abgang von Ge - genständen des Anlagevermögens, Pacht- und Miet - einnahmen, aus der Inanspruchnahme der Rückstellung aus Gebührenüberschüssen sowie Erträge aus der Auf - lösung von sonstigen Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von 590 T€ periodenfremde Erträge. Materialaufwand Der Materialaufwand beinhaltet die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von 3.957 T€ sowie Aufwendungen für bezoge- ne Leistungen in Höhe von 18.720 T€. Abschreibungen Die Abschreibungen betrugen 2011 3.748 T€. Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss | 15 Saubere Lösung 2011 Vorjahr Streugutverbrauch Mg Mg Streusalz 837,61 2.797,09 Lava-Granulat 11,40 1.489,15 Brechsalz 0,00 607,17 Splitt 0,00 3.850,51 Saubere Lösung 16 | Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss Personalaufwand Am 31.12.2011 waren 348 Mitarbeiter einschließlich Aus - zubildende bei den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster beschäftigt. Für 2011 ergibt sich folgende Entwicklung: Gehälter Grundlage für die Gehaltsabrechnung ist seit dem 01.10.2005 für alle Bediensteten eine einheitliche Ent- gelttabelle nach dem TVöD in der jeweils gültigen Fassung. Beamtenbesoldung Grundlage der Bezüge war das Landesbesoldungsge - setz in der jeweils gültigen Fassung. Die AWM sind als Teil der Stadt Münster Mitglied der Kommunalen Zusatzversorgungskasse Westfalen-Lippe (ZKW). Zweck der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Die ZKW hat mit der Stadt Münster in einer Beteiligungs- vereinbarung festgelegt, dass alle Arbeitnehmer zu ver- sichern sind, die nach dem Tarifvertrag über die Versor - gung der Arbeitnehmer des Bundes und der Länder sowie von Arbeitnehmern kommunaler Verwaltungen und Betriebe zu versichern wären. Der derzeitige Um - lagesatz beträgt 7,5 %. Beschäftigte Nachrichtlich Zeitpunkt [ohne Azubis] Azubis 31.03.2011 321 11 30.06.2011 324 11 30.09.2011 334 14 31.12.2011 334 14 Durchschnitt 2011 328,25 12,50 Saubere Lösung Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss | 17 Der Personalaufwand in seinen einzelnen Aufwands - komponenten geht aus der nachfolgenden Übersicht hervor: Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten 1.336 T€ Wertberichtigungen zu Forderungen an die Stadt aus der Rekultivierung und Nachsorge für die ZDM I und II (soweit diese über die Gebührenbedarfs - berechnung erzielt wurden), 618 T€ Zuführung in die Rückstellung der ZDM II 3. BA, 848 T€ Aufwendungen für Verwaltungsleistungen der Stadt Münster sowie 1.970 T€ sonstige allgemeine Betriebs- und Verwal tungs - aufwendungen sowie 1.900 T€ Zuführung zu Rück - stellungen für Gebührenüberschüsse in den Be reichen Straßenreinigung und Abfallwirtschaft, die in Höhe von 586 T€ periodenfremde Aufwendungen enthalten. 2011 2010 Veränderung Veränderung zum Vorjahr zum Vorjahr EUR EUR EUR in Prozent Beschäftigungsentgelte 11.616.197,89 11.116.481,69 + 499.716,20 4,50 Beamtenbezüge 195.375,67 192.019,05 + 3.356,62 1,75 Veränderungen Urlaubs- und Überstundenrückstellungen + 220.019,67 + 79.480,84 + 140.538,83 176,82 Veränderung Rückstellung für Altersteilzeit + 1.947,00 + 89.591,00 - 87.644,00 - 97,83 Gesamt 12.033.540,23 11.477.572,58 + 555.967,65 4,84 Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung 2.331.494,99 2.180.298,22 + 151.196,77 6,93 Gruppenversicherung 74.707,29 72.266,24 + 2.441,05 3,38 Veränderungen Urlaubs- und Überstundenrückstellungen + 39.675,70 + 20.281,34 + 19.394,36 95,63 Veränderung Rückstellung für Altersteilzeit + 389,00 + 17.917,00 - 17.528,00 - 97,83 2.446.266,98 2.290.762,80 + 155.504,18 6,79 Beiträge zur Zusatzversorgungskasse 950.484,58 903.378,99 + 47.105,59 5,21 Zuführung zur Pensionsrückstellung 172.125,61 119.071,07 + 53.054,54 44,56 Veränderungen Urlaubs- und Überstundenrückstellungen + 20.967,35 + 2.383,67 + 18.583,68 779,62 Veränderung Rückstellung für Altersteilzeit + 87,00 + 4.032,00 - 3.945,00 - 97,84 1.143.664,54 1.028.865,73 + 114.798,81 11,16 Aufwendungen für Beihilfen und Unterstützungen 14.030,06 50.655,48 - 36.625,42 - 72,30 Gesamt 3.603.961,58 3.370.284,01 + 233.677,57 6,93 V. Ergänzende Angaben Zusammensetzung der Organe und Aufwendungen für Organe Werkleitung Alleiniger Werkleiter ist Herr Diplom-Geograph Patrick Hasenkamp. Werksausschuss Der Werksausschuss setzt sich wie folgt zusammen: 18 | Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss Saubere Lösung Ordentliche Mitglieder Stellvertretende Mitglieder Ratsmitglieder bzw. Sachkundige Bürger/innen 1. RH Frank Baumann 1. RH Heinz Georg Programmierer Buddenbäumer Diplomagraringenieur 2. RH Gilbert Hartmann 2. RH Olaf Dreßen Bankkaufmann Rechtsanwalt 3. RH Dr. Dietmar Erber 3. RH Bruno Kleine Borgmann Dipl.-Chemiker Lehrer am Berufskolleg 4. RH Horst Kisnat 4. BM Karin Reismann Polizeibeamter Rentnerin 5. Ludger Albacht 5. Karl-Hans Sonnabend Interim-Manager Dipl.-Ingenieur 6. RH Lars Wieneke 6. RH Dr. Michael Jung Selbstständiger Beamter 7. RF Maria Winkel 7. Martin Treder Kauffrau in der Techn. Angestellter Grundstücks- und Wohnungswirtschaft 8. Andreas Ahrenbog 8. Wilfried Denz Techn. Angestellter freiberuflicher [bis 22.02.2011] Umweltberater Ordentliche Mitglieder Stellvertretende Mitglieder Burckhard Schmitz Sonderschullehrer [ab 13.07.2011] 9. RH Gerhard Joksch 9. RH Stefan Kubel [Vorsitzender] Jurist Stadtplaner 10. RF Dr. Rita Stein-Redent 10. Thomas Marczinkowski Wissenschaftl. Mitarbeiterin Fraktionsgeschäftsführer 11. RH Hans Varnhagen 11. RF Carola [stellvertr. Vorsitzender] Möllemann-Appelhoff Dachdeckermeister Studienrätin 12. RF Iris Toulas 12. Mathias Meczele Dipl.-Ing. für Ver- und Entsorgungstechnik Beschäftigtenvertreter/innen 13. Hugo Tork 13. Monika Holtmann Fachstellenleiter Chemielaborantin technische Angelegenheiten 14. Karsten Markfort 14. Roland Krüger Disponent Ver- und Entsorger 15. Rolf Kuschel 15. Theodor Froning Mitarbeiter Lager / Kraftfahrer Materialwirtschaft 16. Rainer Eisen 16. Udo Gehring Werkstattleiter Ver- und Entsorger 17. Thomas Giesbert 17. Ralf Dunker Kfz-Meister Ver- und Entsorger 18. Gregor Koprowski 18. Derek Ashby Kfz-Mechatroniker Dipl.-Ingenieur [BM = Bürgermeister | RF = Ratsfrau | RH = Ratsherr] Gewinnverwendungsvorschlag Die Werkleitung schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss 2011 in Höhe von 2.532.923,35 € einen Anteil in Höhe von 250.000,00 € aus der Konsolidierungsvereinba - rungen Nr. 244 sowie 633.111,01 € aus der kalkulatori- schen Verzinsung an den Haushalt der Stadt Münster abzuführen. Weiter wird vorgeschlagen, 6.695,84 € in den Sonder - posten aus Überschüssen AWM-Dienstleistungen, 15.849,65 € in den Sonderposten aus Photovoltaik- Überschüssen, 2.752,00 € in die Rückstellung Straßen - reinigung, 22.012,00 € in die Rückstellung Abfallwirt - schaft sowie 1.602.502,85 € in die allgemeine Rücklage der AWM einzustellen, wobei gemäß Ratsbeschluss V/0743/2009 vom 09.12.2009 383.111,00 € in 2012 dem städtischen Haushalt zuzuführen sind und 140.419,06 € Erträge aus der Abzinsung von Gebühren - überschüssen darstellen, denen in den folgenden 3 Jahren spiegelbildliche Aufwendungen aus der korrespon- dierenden Aufzinsung gegenüber stehen. Münster, 31. März 2012 Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Patrick Hasenkamp Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss | 19 Saubere Lösung Der Werkleitung wurden im Geschäftsjahr Gesamtbe - züge in Höhe von 102.713,14 € gewährt. Für die Pensionäre und Hinterbliebenen der früheren Amtsleitung wurden an Pensionen 28.314,04 € aufge- wendet. Für sie bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 382.199,00 €. Die Mitglieder des Werksausschusses erhalten keine Vergütung von den AWM. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Ver pflich tungen Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. Es bestehen wesentliche langfristige finanzielle Ver - pflichtungen aus vertraglichen Vereinbarungen für die Restabfallbehandlung bis zum 31.12.2015. Eine betrags- mäßige Angabe dieser finanziellen Verpflichtungen ist nicht möglich, da die Höhe insbesondere von den zu - künftig angelieferten Mengen abhängig ist. Kurzfristige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 1.433 T€ ergeben sich aus dem Bestellobligo per 31.12.2011 für investive Maßnahmen, deren Fertig - stellung bzw. Lieferung in 2012 erfolgt. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Verpflichtungen für den Bau des Recyclinghofes Kinderhaus (167 T€), der Schmutz - wasseraufbereitungsanlage (106 T€), von zwei Stahl - bauhallen (324 T€), aus Bestellungen von Abfall be - hältern (276 T€) und Müllfahrzeugen (468 T€) sowie sonstiger Auftragsvergaben (92 T€). Honorar des Abschlussprüfers Das für den Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirt - schaftsprüfungsgesellschaft, Essen, im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamthonorar beträgt 57 T€. Hiervon entfallen auf die Abschlussprüfung 46 T€ und auf sonsti- ge Beratung 11 T€. Saubere Lösung 20 | Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten Zugänge Abgänge Umbuchungen 01.01.2011 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen AiB 31.12.2011 + ./. + ./. + / ./. EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Konzessionen 4.668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 + 0,00 4.668,00 2. Software 498.724,47 11.553,49 0,00 0,00 0,00 + 0,00 510.277,96 503.392,47 11.553,49 0,00 0,00 0,00 + 0,00 514.945,96 II. Sachanlagen 1. Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten 37.616.315,14 483.987,81 0,00 0,00 0,00 + 83.844,77 38.184.147,72 2. Anlagen der Stadtreinigung 6.794.790,96 1.012.516,14 452.032,49 0,00 0,00 + 0,00 7.355.274,61 3. Anlagen der Abfallwirtschaft 19.492.252,20 1.092.882,57 714.796,06 0,00 0,00 + 383.200,23 20.253.538,94 4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.797.813,62 325.768,76 135.183,36 0,00 0,00 + 8.925,00 2.997.324,02 5. Geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau 476.923,19 719.861,52 0,00 0,00 0,00 - 475.970,00 720.814,71 67.178.095,11 3.635.016,80 1.302.011,91 0,00 0,00 0,00 69.511.100,00 III. Finanzanlagen Wertpapiere des Anlagevermögens 8.992.118,49 1.574,52 0,00 0,00 0,00 + 0,00 8.993.693,01 Sonstige Ausleihungen 1.500.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 + 0,00 1.500.000,00 Summe 78.173.606,07 3.648.144,81 1.302.011,91 0,00 0,00 0,00 80.519.738,97 I. Stadtreinigung 1. Konzession 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2. Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten 142.101,00 44.844,84 0,00 0,00 0,00 + 83.844,77 270.790,61 3. Anlagen der Stadtreinigung 6.794.790,96 1.012.516,14 452.032,49 0,00 0,00 + 0,00 7.355.274,61 4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 64.978,94 39.564,94 2.293,19 0,00 0,00 + 0,00 102.250,69 Summe 7.001.870,90 1.096.925,92 454.325,68 0,00 0,00 + 83.844,77 7.728.315,91 VI. Anlagen Anlagennachweis der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster zum 31.12.2011 [Anlage 1] Saubere Lösung Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss | 21 [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen Zugänge Abgänge durchschn. durchschn. 01.01.2011 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen 31.12.2011 31.12.2011 01.01.2011 AfA-Satz RBW +. / . +. / . EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR v. H. v. H. 4.668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4.668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 446.272,08 28.984,56 0,00 0,00 0,00 475.256,64 35.021,32 52.452,39 5,68 6,86 450.940,08 28.984,56 0,00 0,00 0,00 479.924,64 35.021,32 52.452,39 5,63 6,80 24.340.238,91 1.155.406,72 0,00 0,00 0,00 25.495.645,63 12.688.502,09 13.276.076,23 3,03 33,23 4.422.504,14 658.604,72 452.032,49 0,00 0,00 4.629.076,37 2.726.198,24 2.372.286,82 8,95 37,06 14.085.846,82 1.636.469,79 714.796,06 0,00 0,00 15.007.520,55 5.246.018,39 5.406.405,38 8,08 25,90 1.948.486,07 268.645,44 135.183,36 0,00 0,00 2.081.948,15 915.375,87 849.327,55 8,96 30,54 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 720.814,71 476.923,19 0,00 100,00 44.797.075,94 3.719.126,67 1.302.011,91 0,00 0,00 47.214.190,70 22.296.909,30 22.381.019,17 5,35 32,08 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8.993.693,01 8.992.118,49 0,00 100,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.500.000,00 1.500.000,00 0,00 100,00 45.248.016,02 3.748.111,23 1.302.011,91 0,00 0,00 47.694.115,34 32.825.623,63 32.925.590,05 4,65 40,77 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 52.108,15 12.332,72 0,00 0,00 0,00 64.440,87 206.349,74 89.992,85 4,55 76,20 4.422.504,14 658.604,72 452.032,49 0,00 0,00 4.629.076,37 2.726.198,24 2.372.286,82 8,95 37,06 26.228,33 13.605,31 2.293,19 0,00 0,00 37.540,45 64.710,24 38.750,61 13,31 63,29 4.500.840,62 684.542,75 454.325,68 0,00 0,00 4.731.057,69 2.997.258,22 2.501.030,28 8,86 38,78 22 | Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss Saubere Lösung [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten Zugänge Abgänge Umbuchungen 01.01.2011 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen AiB 31.12.2011 + ./. + ./. + / ./. EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR II. Abfall- und Wertstoffwirtschaft 1. Konzession 4.668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 + 0,00 4.668,00 2. Software 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 + 0,00 0,00 3. Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten 24.564.795,36 62.876,37 0,00 0,00 0,00 + 0,00 24.627.671,73 4. Anlagen der Abfallwirtschaft 19.484.252,20 1.092.882,57 714.796,06 0,00 0,00 + 383.200,23 20.245.538,94 5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 649.658,21 97.610,04 17.029,58 0,00 0,00 + 8.925,00 739.163,67 Summe 44.703.373,77 1.253.368,98 731.825,64 0,00 0,00 + 392.125,23 45.617.042,34 III. Allgemeine und Zentrale Betriebe 1. Software 498.724,47 11.553,49 0,00 0,00 0,00 + 0,00 510.277,96 2. Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten 12.909.418,78 376.266,60 0,00 0,00 0,00 + 0,00 13.285.685,38 3. Abfall- und Wertstoffwirtschaft 8.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 + 0,00 8.000,00 4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.083.176,47 188.593,78 115.860,59 0,00 0,00 + 0,00 2.155.909,66 5. Finanzanlagen 10.492.118,49 1.574,52 0,00 0,00 0,00 + 0,00 10.493.693,01 Summe 25.991.438,21 577.988,39 115.860,59 0,00 0,00 +0,00 26.453.566,01 IV. Anlagen im Bau 1. Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten 83.844,77 428.330,56 0,00 0,00 0,00 - 83.844,77 428.330,56 2. Straßenreinigung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 + 0,00 0,00 3. Abfall- und Wertstoffwirtschaft 393.078,42 291.530,96 0,00 0,00 0,00 - 392.125,23 292.484,15 4. Allgemeine und zentrale Bereiche 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 Summe 476.923,19 719.861,52 0,00 0,00 0,00 - 475.970,00 720.814,71 Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss | 23 Saubere Lösung [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen Zugänge Abgänge durchschn. durchschn. 01.01.2011 Zugänge Abgänge durch Umgruppierungen 31.12.2011 31.12.2011 01.01.2011 AfA-Satz RBW +. / . +. / . EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR v. H. v. H. 4.668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4.668,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 18.588.728,68 697.917,01 0,00 0,00 0,00 19.286.645,69 5.341.026,04 5.976.066,68 2,83 21,69 14.081.246,82 1.635.669,79 714.796,06 0,00 0,00 15.002.120,55 5.243.418,39 5.403.005,38 8,08 25,90 343.293,28 76.631,32 17.029,58 0,00 0,00 402.895,02 336.268,65 306.364,93 10,37 45,49 33.017.936,78 2.410.218,12 731.825,64 0,00 0,00 34.696.329,26 10.920.713,08 11.685.436,99 5,28 23,94 446.272,08 28.984,56 0,00 0,00 0,00 475.256,64 35.021,32 52.452,39 5,68 6,86 5.699.402,08 445.156,99 0,00 0,00 0,00 6.144.559,07 7.141.126,31 7.210.016,70 3,35 53,75 4.600,00 800,00 0,00 0,00 0,00 5.400,00 2.600,00 3.400,00 10,00 32,50 1.578.964,46 178.408,81 115.860,59 0,00 0,00 1.641.512,68 514.396,98 504.212,01 8,28 23,86 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 10.493.693,01 10.492.118,49 0,00 100,00 7.729.238,62 653.350,36 115.860,59 0,00 0,00 8.266.728,39 18.186.837,62 18.262.199,59 2,47 68,75 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 428.330,56 83.844,77 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 292.484,15 393.078,42 0,00 100,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 720.814,71 476.923,19 0,00 100,00 Saubere Lösung 24 | Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss Gewinn- und Verlustrechnung nach Betriebszweigen für Gesamt Allgem. Bereich Stadtreinigung Abfallwirtschaft das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 EUR EUR EUR EUR 1. Umsatzerlöse 49.878.897,17 4.111.880,78 6.432.575,70 39.334.440,69 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 1.147,10 0,00 2.786,10 - 1.639,00 3. Sonstige betriebliche Erträge 2.164.446,84 616.807,28 537.118,55 1.010.521,01 davon Inanspruchnahme der Rückstellungen aus Gebührenüberschüsse: Stadtreinigung: 492.000,00 € Abfallwirtschaft: 0,00 € 4. Materialaufwand 22.676.584,32 1.179.999,93 1.577.085,86 19.919.498,53 a] Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs- stoffe und für bezogene Waren [742.570,15] [893.348,79] [2.321.008,14] b] Aufwendungen für bezogene Leistungen [437.429,78] [683.737,07] [17.598.490,39] 5. Personalaufwand 15.637.501,81 3.725.286,53 2.833.567,68 9.078.647,60 a] Löhne und Gehälter [2.805.877,50] [2.199.766,58] [7.027.896,15] b] Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung [919.409,03] [633.801,10] [2.050.751,45] davon für Altersversorgung: 1.143.664,54 € 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.748.111,23 671.594,50 684.542,75 2.391.973,98 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.674.760,93 2.507.528,77 71.491,39 4.095.740,77 davon Zuführung zu Rückstellungen für Gebührenüberschüsse: 1.899.540,48 € [35.642,59] [1.863.897,88] 8. Zinsen und ähnliche Erträge 541.662,42 0,00 41.473,70 500.188,72 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.218.826,72 40.018,37 0,00 1.178.808,35 Verrechnung des allgemeinen Bereichs - 3.895.415,23 1.611.561,34 2.283.853,89 10.Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.630.368,52 499.675,19 235.705,03 1.894.988,30 11.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 38.760,00 38.760,00 0,00 0,00 12.Sonstige Steuern 58.685,17 5.656,77 12.676,38 40.352,02 13.Jahresüberschuss 2.532.923,35 455.258,42 223.028,65 1.854.636,28 Nachrichtlich: Behandlung des Jahresüberschusses a] zur Einstellung in die Allgemeine Rücklage 1.602.502,85 b] zur Zuführung in den allgemeinen Haushalt 883.111,01 c] zur Zuführung zum Sonderposten aus Photovoltaik-Überschüssen 15.849,65 d] zur Zuführung zum Sonderposten aus Überschüssen AWM-Dienstleistungen 6.695,84 e] zur Zuführung zur Gebührenüberschuss-Rückstellung Straßenreinigung 2.752,00 f] zur Zuführung zur Gebührenüberschuss-Rückstellung Abfallwirtschaft 22.012,00 [Anlage 2] Saubere Lösung Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss | 25 Lagebericht I. Geschäftsverlauf und Lage Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster sind seit 1996 eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung der Stadt Münster entsprechend den Vorschriften der Gemeinde - ordnung für das Land Nordrhein-Westfalen. Sie werden gemäß der Eigenbetriebsverordnung sowie nach den Bestimmungen der Betriebssatzung für die Abfallwirt - schaftsbetriebe Münster geführt. Dem Eigenbetrieb einschl. etwaiger Hilfs- und Nebenbetriebe obliegen die Stadtreinigung und Abfallwirtschaft (Sammlung, Trans - port, Verwertung und Entsorgung von Abfällen im Sinne des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes, Aufstel - lung und Umsetzung des kommunalen Abfallwirt - schaftskonzeptes) im gesamten Stadtgebiet. Der Eigenbetrieb orientiert sich umfassend an den vom Rat der Stadt Münster beschlossenen ökologischen Zielsetzungen der Abfallwirtschaft sowie gleicherma- ßen an den Belangen der Nutzer/Gebührenzahler im Hinblick auf die Gestaltung der Kosten-Nutzen-Relation des Leistungsangebotes. Diese Aufgabe konnte auch im Jahr 2011 erfolgreich erfüllt werden. Zur Dokumentation der Unternehmensziele und zur be - trieblichen Steuerung setzen die AWM ein Balanced Scorecard System (BSC) ein, das die betrieblichen Einzel - ziele der zertifizierten betrieblichen Management - systeme (ISO 9001:2008 Qualitäts,-, ISO 14001:2004 Umwelt-, und OHSAS 1001:2007 Arbeitsschutzmanage - ment) kennzahlengestützt zusammenführt. Eines der Kernziele der AWM besteht weiterhin in der Sicherung sozialverträglicher Gebühren für die hoheit- lichen Kernaufgaben Abfallentsorgung und Straßen rei - nigung unter Beibehaltung bürgerorientierter Dienst - leistungsangebote mit dem hohen Qualitätsstandard der AWM. Aufgrund der wirtschaftlich angespannten Haushalts - lage bei der Stadt Münster wird eine angemessene Ei - genkapitalverzinsung berücksichtigt, die bei der Ge - bührenkalkulation für die Stadtreinigungs- und Abfall - gebühren der AWM durch die Berechnung kalkulatori- sche Zinsen finanziell realisiert wird. Wesentliche längerfristige Verträge bestehen mit: - der REMONDIS GmbH & Co. KG über den Betrieb der MBRA. Der Grundvertrag wurde am 22.12.2000 abge- schlossen. Die Laufzeit des Vertrages beträgt 10 Jahre nach endgültiger Abnahme der Anlage und endet am 31. Mai 2015. - der Stadtwerke Münster GmbH über die allgemeine Stromlieferung und die Stromlieferung für die Sicker - wasserbehandlungsanlage. Diese Verträge wurden bis zum 31.12.2013 verlängert. - der Stadtwerke Münster GmbH über den Bau und Be - trieb der Bioabfallvergärungsanlage. Der Vertrag läuft vom 14.06.1996 bis zum 31.12.2016. - der Stadtwerke Münster GmbH über die Nutzung von Deponie- und Klärgas. - der Stadtwerke Münster GmbH über die Energieein - speisung aus der Photovoltaikanlage. - der Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH über ein Genussrecht an der Photovoltaikanlage auf der ZDM II. in Münster-Coerde. Die Laufzeit des Genussrechts endet am 31.12.2030. - der REMONDIS GmbH & Co. KG über den Verkauf der von AWM bereitgestellten Papier, Pappen und Karto - nagen. Der Vertrag läuft vom 01.01.2007 bis zum 31.12.2011. nachrichtlich: Mit der Reiling MS.Recycling GmbH wurde mit einer Laufzeit vom 01.01.2012 bis 31.12.2013 ein Vertrag über den Verkauf der von AWM bereitgestellten Papier, Pappen und Kartonagen abgeschlossen. 26 | Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss Saubere Lösung II. Neuere rechtliche Rahmenbedingungen und betriebsrelevante Marktentwicklungen Nach insgesamt zwei Jahren Arbeit an der Umsetzung der EU-Abfallrahmenrichtlinie (AbfRRL, 12.2008) hat der Bundesrat nach zweimaliger Befassung des Ver - mitt lungsausschusse am 10.02.2012 das neue Kreis - lauf wirtschaftsgesetz verabschiedet. Das Gesetz tritt zum 01.06.2012 in Kraft. Demnach ist z. B. bis 2015 die getrennte Sammlung und Verwertung von Papier, Metall, Glas, Kunststoffen und Bioabfällen landesweit einzuführen. Bis 2020 sind mindestens 65 Gew.- % aller Siedlungsabfälle wieder zu verwerten. Gleichzeitig wird mit einer neuen fünfstufigen Abfall - hierarchie der stofflichen Verwertung grundsätzlich Vorrang gegenüber den sonstigen Verwertungsmaß - nahmen gegeben. Zur Erreichung der Ziele und zur Verbesserung der Recyclingquote sieht das geplante neue Kreislaufwirt - schaftsgesetz als wesentlichen Baustein die Einführung einer Wertstofftonne vor. In den ergänzenden Aus - führungen des BMU zum Arbeitsentwurf wird die Wert- stofftonne als gemeinsame Erfassung von Verpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen beschrieben. An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass die AWM mit der haushaltsnahen Sammlung von Papier und Bio - abfällen sowie dem effizienten und dichten Recycling - hofkonzept bereits heute diese zukünftigen Forde rungen des Gesetzgebers auch im Hinblick auf die geforderten Recyclingquoten erfüllen. Zur Ergänzung der heutigen Wertstofferfassung im Kunststoff- und Metallbereich wurden Anfang des Jahres zusätzliche Container für die Verwertung von Hartkunststoffen auf den beiden zentralen Recycling - höfen an der Eulerstraße und im Entsorgungszentrum eingeführt und es wird in 2012 in zwei Modellgebieten unter wissenschaftlicher Begleitung durch das INFA eine kommunale Wertstofftonne für die gemeinsame Erfassung von Verpackungs- und Nichtverpackungs - wertstoffen eingeführt. Die „gewerbliche Sammlung“ von Haushaltsabfällen zur Verwertung war das zentrale und für Kommunal - unternehmen durchaus bestandsgefährdende Konflikt - thema des nunmehr abgeschlossenen Gesetzge bungs - verfahrens für ein neues Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG). Nach einer Verständigung mit den Kommunalen Spitzen verbänden und dem VKU konnte letztendlich im Vermittlungsverfahren eine gegenüber dem ursprüng- lichen Gesetzesentwurf der Bundesregierung deutlich kommunalfreundlichere Regelung und eine Verbesse - rung der öffentlich-rechtlichen Rechtsposition erreicht werden. Der Vermittlungsausschuss hat sich auf eine Neu - fassung der Regelungen zu der „gewerblichen Samm - lung“ verständigt. Grundlage der Verständigung sind die Modifizierungen und Präzisierungen der sogenannten Gleichwertig - keitsklausel in § 17 Abs. 3 KrWG, die den kommunalen Interessen weit entgegen kommen und im Ergebnis dazu führen, dass die gewerbliche Sammlung von Haushaltsabfällen entgegen der ursprünglichen Absicht der Bundesregierung nicht ausgeweitet wird. Die öffentlichen Interessen, die einer gewerblichen Sammlung entgegen gehalten werden können, sind nunmehr im Gesetz deutlich akzentuiert worden und für den praktischen Gesetzesvollzug geeignet: § 17 Abs. 3 Satz 1 – 3 KrWG: „Überwiegende öffentliche Interessen nach Absatz 2 Satz 1 Nummer 4 stehen einer gewerblichen Samm - lung entgegen, wenn die Sammlung in ihrer konkreten Ausgestaltung, auch im Zusammenwirken mit anderen Sammlungen, die Funktionsfähigkeit des öffentlich- rechtlichen Entsorgungsträgers, des von diesem beauf- tragten Dritten oder des auf Grund einer Rechtsveror - dnung nach § 25 eingerichteten Rücknahmesystems gefährdet. Eine Gefährdung der Funktionsfähigkeit des öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers oder des von diesem beauftragten Dritten ist anzunehmen, wenn die Erfüllung der nach § 20 bestehenden Ent sorgungs - Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss | 27 Saubere Lösung pflichten zu wirtschaftlich ausgewogenen Bedingungen verhindert oder die Planungssicherheit und Organisa - tionsverantwortung wesentlich beeinträchtigt wird. Eine wesentliche Beeinträchtigung der Planungssicher - heit und Organisationsverantwortung des öffentlich- rechtlichen Entsorgungsträgers ist insbesondere anzu- nehmen, wenn durch die gewerbliche Sammlung 1. Abfälle erfasst werden, für die der öffentlich-rechtli- che Entsorgungsträger oder der von diesem beauf- tragte Dritte eine haushaltsnahe oder sonstige hoch- wertige getrennte Erfassung und Verwertung der Abfälle durchführt, 2. die Stabilität der Gebühren gefährdet wird oder 3. die diskriminierungsfreie und transparente Vergabe von Entsorgungsleistungen im Wettbewerb erheblich erschwert oder unterlaufen wird.“ „Satz 3 Nummer 1 und 2 gilt nicht, wenn die vom ge - werblichen Sammler angebotene Sammlung und Ver - wertung der Abfälle wesentlich leistungsfähiger ist als die von dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger oder dem von ihm beauftragten Dritten bereits ange- botene oder konkret geplante Leistung. Bei der Be ur tei - lung der Leistungsfähigkeit sind sowohl die in Bezug auf die Ziele der Kreislaufwirtschaft zu beurteilenden Kriterien der Qualität und der Effizienz, des Umfangs und der Dauer der Erfassung und Verwertung der Ab - fälle als auch die aus Sicht aller privaten Haushalte im Gebiet des öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers zu beurteilende gemeinwohlorientierte Servicegerechtig - keit der Leistung zugrunde zu legen. Leistungen, die über die unmittelbare Sammel- und Verwertungsleistung hinausgehen, insbesondere Entgeltzahlungen, sind bei der Beurteilung der Leistungsfähigkeit nicht zu be - rücksichtigen.“ Damit sind die Versuche, mittels der „gewerblichen Sammlung“ die Liberalisierung der Hausmüllentsor - gung durchzusetzen, gescheitert. Die gewerbliche Sammlung bleibt ein sehr eng umgrenzter Ausnahme - tatbestand von der grundsätzlich geltenden Überlas- sungspflicht für Abfälle aus privaten Haushaltungen. Durch die restriktive Fassung von § 17 Abs. 3 KrWG wird darüber hinaus sichergestellt, dass die Sammlung von Wertstoffen aus privaten Haushaltungen den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern im steuer- rechtlichen Sinne weiterhin eigentümlich und vorbehal- ten ist. Steuerrechtliche Risiken, die mit der ur sprüng- lichen Gesetzesfassung für die Kommunen verbunden waren, können nunmehr als ausgeschlossen gelten. Aufgrund des hohen Leistungsniveaus der AWM-Dienst- leistungen in der Abfallwirtschaft mit der flächen - deckenden haushaltsnahen Erfassung von Wert stoffen und dem ergänzenden dichten Netz an Recyclinghöfen ist ein Nachweis zur Höherwertigkeit einer „gewerb- lichen Sammlung“ in Münster faktisch nicht zu erbrin- gen. Im Bereich der Abfallsammlung und -verwertung ist damit im Ergebnis für die AWM eine angemessene Planungssicherheit für die in 2012 anstehende Weiter - entwicklung des kommunalen Abfallwirtschaftskon - zeptes für die Stadt Münster erreicht worden, so dass die dem Rat der Stadt Münster avisierte Gebühren - stabilität bzw. -senkung in den nächsten fünf Wirt - schaftsjahren erreicht werden kann. 28 | Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss Saubere Lösung III. Ertragslage Der von den AWM erwirtschaftete Jahresüberschuss stieg im Vergleich zum Vorjahr von 2.131 T€ auf 2.533 T€. Dies ist maßgeblich auf die positive Entwicklung der Gesamtaufwandssituation zurück zu führen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse um 212 T€ (- 0,42 %) zurück gegangen. Die Reduzierung der Umsatzerlöse resultiert in erster Linie aus den geringe- ren Winterdienstumsatzerlösen. In Korrelation zu den Winterdienstumsatzerlösen sanken aufgrund des mil- deren Winters auch die Materialdirektverbräuche. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in der Ver - gleichs betrachtung zum Vorjahr um 433 T€ (- 16,66 %) gesunken. Im Wesentlichen ist dies auf eine geringere Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 217 T€ (- 26,88 %) sowie geringere andere betriebliche Erträge in Höhe von 423 T€ (- 83,81 %) zurück zu führen. Die Reduzierung der betrieblichen Aufwendungen um 752 T€ im Vergleich zum Vorjahr resultiert überwie- gend im Bereich der Materialaufwendungen in Höhe von - 1.233 T€ aus geringeren Winterdienst-Pauschalen, Streumitteln. Die sonstigen betrieblichen Aufwendung und Abschreibungen reduzierten sich insgesamt um 308 T€. Aufgrund der gestaffelten Entgelterhöhung und Zuführung zu den Urlaubs- und Überstundenrückstel- lungen stiegen die Personalkosten um 790 T€ (+ 5,32 %). Die Veränderung des Finanzergebnisses im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 304 T€ basiert zum einen auf der kongruenten Berechnungsbasis und auf den niedri- geren zinsähnlichen Aufwendungen aufgrund der Auf- zinsung von Deponierückstellungen. IV. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1.556 T€ (2,58 %) gestiegen. Auf der Aktivseite der Bilanz ist ein Rückgang des Anlagevermögen, bedingt durch die getätigten Abschreibungen, in Höhe von 100 T€ (- 0,30 %) zu verzeichnen, dem gegenüber steht jedoch ein Anstieg des Umlaufvermögen um 1.618 T€ (5,95 %) durch die Zunahme der liquiden Mittel in Höhe von 3.962 T€. Auf der Passivseite der Bilanz erhöhte sich das Eigenkapital um 1.524 T€. Die Rücklagen der AWM ha - ben sich gegenüber dem Vorjahr um die Gewinnzu füh - rung (1.123 T€) des Jahres 2010 erhöht. Die Überschüsse aus den BGA DSD, Straßenreinigung und Containerdienst wurden dem Sonderposten AWM- Dienstleistungen und die Überschüsse aus dem BGA Photovoltaik dem Sonderposten aus Photovoltaik-Über- schüssen zugeführt. Die Rückstellungen liegen 797 T€ über Vorjahresniveau. Der Rückstellung für Gebührenüberschüsse wurden 1.399 T€ zugeführt. Die Verbindlichkeiten insgesamt haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 824 T€ verrin- gert. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster reduzierten sich um 565 T€ und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten um 274 T€ redu- ziert werden. Mit der Stadt Münster besteht seit Januar 2003 eine sogenannte Cash-Pool-Management-Vereinbarung, mittels derer die Liquiditätsströme der Stadt und ihrer Beteiligungen optimiert werden. Im Rahmen dieser Vereinbarung wurde den AWM ein unverändertes Kassenkreditvolumen von 500 T€ eingeräumt. Die Gesamtinvestitionen lagen im Jahr 2011 bei 3.648 T€. Davon wurden 1.013 T€ in Anlagen der Stadtreinigung, 1.093 T€ in Anlagen der Abfallwirtschaft und 484 T€ in Grundstücke mit Betriebs- und anderen Bauten inve- stiert. Der verbleibende Anteil entfällt in Höhe von 337 T€ auf Betriebs- und Geschäftsausstattung und immate- rielle Vermögensgegenstände sowie in Höhe von 721 T€ auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Die vorgenannten Investitionen wurden aus eigenen Mitteln finanziert. Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss | 29 Saubere Lösung Die Stabilität und Liquidität der AWM ist bei einer An - lagendeckung von 171,52 % vollständig durch mittel- und langfristig zur Verfügung stehendes Eigenkapital und Fremdkapital finanziert. Auch die Anlagendeckung durch Eigenkapital weist mit 41,62 % einen relativ hohen Wert auf. Die Liquidität II (kurzfristige Liquidität) beträgt am Bilanzstichtag 19.872 T€ und weist damit weiterhin eine hohe Überdeckung auf. Das kurzfristige realisierbare Schuldendeckungspo - tential deckt in vollem Umfang das kurzfristige Fremd - kapital. Die Eigenkapitalquote beträgt – ohne Betrach - tung des Sonderpostens aus Überschüssen AWM-Dienst- leistungen und Photovoltaik-Überschüssen – zum Bi lanz- stichtag 22,11 %, die kurzfristige Fremdkapitalquote 8,86 %. Die AWM waren und sind jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können. V. Nachtragsbericht Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Wirtschaftsjahres 2011 eingetreten, die eine Auswirkung auf die im Jahresabschluss darge- stellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. 30 | Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss Saubere Lösung VI. Risikomanagement Um bestehenden und möglichen Risiken für das Unter - nehmen frühzeitig und wirksam begegnen zu können, haben die AWM im Jahr 2001 ein Risikomanagement - system eingeführt. Dieses entspricht den Maßgaben des am 01.05.1998 in Kraft getretenen Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) sowie dem § 10 der mit Wirkung vom 24.11.2004 in Kraft getretenen EigVO NRW. Das Risikomanagement bei den AWM vollzieht sich in drei aufeinander aufbauenden Abschnitten, der Risiko - inventur, der Risikobewertung und der Risikofrüherken - nung und -handhabung. Zur Risikofrüherkennung wurden Kennzahlen definiert und Toleranzgrenzen festgelegt. Alle erkannten Risiken für das Unternehmen werden kontinuierlich beobach- tet und bewertet. Der Risikobericht 2011/2012 ist er - stellt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden keine neuen Risiken inventarisiert. Als wesentliche Risiken wurden identifiziert: - Änderung der Politik; - Änderung der Wettbewerbssituation; - Änderung der Rechtslage; - Strategische Ausrichtung geht nicht konform mit Rahmenbedingungen; - Es findet keine Marktbeobachtung statt; - Es liegt kein Leistungs- und Produkt-Portfolio vor; - Dienstleistungsvertrag enthält Rechtsfehler; - Es kommt zu Haftpflichtschäden über 26 Mio. € Versicherungssumme; - Nicht versicherte Schäden auf dem Betriebshof; - Erstellung/Fortschreibung Abfallwirtschaftskonzept (AWK)/Abfallwirtschaftsplan (AWP); - Umsetzung des Abfallwirtschaftkonzeptes; - Korruption und Unterschlagung. Um mögliche aus den Risiken resultierende Schäden zu vermeiden, zu verringern oder zu kompensieren, sind geeignete Vorsorgemaßnahmen getroffen worden. VII. Prognosebericht Neben den gebührenfinanzierten Betriebsbereichen haben die gewerblichen Geschäftsfelder der AWM eine finanziell und prozessual unterstützende Funktion: Sie tragen zur Minderung der Gebührenlasten im Bereich der privaten Haushalte bei und können darüber hinaus Potenziale für Konsolidierungsbeiträge an die Stadt Münster bieten. Diese Einschätzung aus dem Lagebericht der AWM für das Geschäftsjahr 2009 schlägt sich auch in 2011 ange- sichts der schwierigen Haushaltssituation der Stadt Münster im wirtschaftlichen Ergebnis der AWM nieder, da die AWM bis zum Jahr 2012 insgesamt 2 Mio. € an Erträgen zur Konsolidierung des städtischen Haushaltes zuführen werden. Die bereits in den Vorjahren formulierte Voraussetzung eines neudefinierten unternehmerischen Handlungs - rahmens für die AWM wird in 2012 weiterverfolgt. In Begleitung von Ernst & Young und der Kanzlei Gruneberg Rechtsanwälte aus Köln werden zur Zeit die Grund lagen für die Weiterentwicklung AWM in eine Anstalt des Öffentlichen Rechts analysiert und mit dem städtischen Beteiligungsmanagement diskutiert. Um langfristige Effekte auf die Entwicklung der Abfall- und Straßenreinigungsgebühren einschätzen zu können, wird mit dem Wirtschaftsplan der AWM grundsätzlich eine mindestens fünfjährige Vorausschau aufgestellt. Diese sieht nach Abschluss des Geschäftsjahres 2011 für die Folgejahre auch unter Berücksichtigung der Ein - beziehung von kalkulatorischen Zinsen und den vorge- sehenen Ertragsabführungen an den städtischen Haus - halt Gebührenstabilität für die Straßenreinigung und die Abfallwirtschaft vor. Ausblick auf die Weiterentwicklung des kommunalen Abfallwirtschaftskonzeptes 1. Einführung einer kommunalen Wertstofftonne in Münster Um die Erfolge bei der getrennten Erfassung und Ver - wertung von Wertstoffen in Münster über die beste- henden Behältersysteme und Recyclinghöfe weiter zu erhöhen, werden die AWM in Münster zum 01.09.2012 für ein Jahr in zwei Modellgebieten in Münster-Hiltrup und im nördlichen Stadtbereich eine Wertstofftonne unter kommunaler Trägerschaft einführen und das Mo - dellprojekt vom INFA in Ahlen wissenschaftlich auswer- ten lassen. 2. Klimaschutzorientierte Weiterentwicklung der Ab- fallbehandlung in Münster Mit einer Studie des Öko-Institut/Ressource Abfall wurde die Bilanz der Beiträge der Abfallwirtschaft in Münster zum Klimaschutz für die Jahre 1990 und 2007 vorgelegt. Mit detailliert untersuchten Szenarien für das Jahr 2020 sind dabei auch die zukünftigen Auswirkungen einzelner Optimierungsszenarien für die zukünftige Abfallbehand - lung ermittelt worden. Die Untersuchungsergebnisse wurden der Politik im Werksausschuss der AWM vorgestellt und werden nun- mehr seit Frühjahr 2012 in einem interfraktionell besetz- ten Arbeitskreis unter Moderation der AWM mit dem Ziel analysiert, ein konsensual tragfähiges neues Abfallwirt - schaftskonzept (AWK) unter Beibehaltung von Sortier- und Biogastechnologie für die Stadt Münster ab dem Jahr 2015 zu erarbeiten. VIII. Sonstiges Die AWM haben im Wirtschaftsjahr 2011 die öffentliche Zwecksetzung im Sinne des § 107 ff. der Gemeinde - ordnung NRW erfüllt. Die Geschäfte wurden im Sinne der gültigen Satzungen durchgeführt. Münster, den 31. März 2012 Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Patrick Hasenkamp Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss | 31 Saubere Lösung Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfungs gesellschaft Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: „ Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster, Münster, für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahres abschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwor - tung der Werkleitung der eigenbetriebsähnlichen Ein - richtung. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buch füh - rung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB und § 106 GO NRW unter Beachtung der vom Insti tut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deut - schen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresab - schluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungs- mäßiger Buchführung und durch den Lagebericht ver- mittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertrags - lage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicher - heit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungs - handlungen werden die Kenntnisse über die Geschäfts - tätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungs grund - sätze und der wesentlichen Einschätzungen der Werk - leitung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresab - schlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grund - lage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresab - schluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen ent- sprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertrags - lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. Der Lage - bericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, ver- mittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu - treffend dar.“ Essen, 16. Mai 2012 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Schlüter Wirtschaftsprüfer Willkens Wirtschaftsprüfer 32 | Geschäftsbericht 2011 | Jahresabschluss Saubere Lösung Bestätigungsvermerk Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Rösnerstraße 10 48155 Münster Telefon: 0251/6052 - 53 Telefax: 0251/6052 - 48 awm@stadt-muenster.de www.awm.muenster.de Recyclingpapier aus 100 % Altpapier X&Y Design | Münster Saubere Lösung
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Eulerstraße
- Rösnerstraße 10
- Kinderhaus
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0336/2012
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 25.04.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37