V/0320/2013
Feststellung des Jahresabschlusses und Verwendung des Jahresgewinns der citeq zum 31.12.2012
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Beschlussvorlage
4731 Zeichen
V/0320/2013 DER OBERBÜRGERMEISTER citeq Betrifft Feststellung des Jahresabschlusses und Verwendung des Jahresgewinns der citeq zum 31.12.2012 Beratungsfolge 27.06.2013 Werksausschuss der citeq Vorberatung 09.07.2013 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 10.07.2013 Hauptausschuss Vorberatung 10.07.2013 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: II. Finanzielle Auswirkungen: Der Jahresabschluss der citeq zum 31.12.2012 (Anlage) wird mit der Bilanzsumme von 38.336.274,05 € und einem Jahresüberschuss von 1.189.568,20 € festgestellt. 1. Der Jahresüberschuss 2012 in Höhe von 1.189.568,20 € wird wie folgt verwendet: 793.019,91 € werden an die Stadt Münster ausgeschüttet. An Rücklagen werden insgesamt 396.548,29 € gebildet. Diese setzen sich wie folgt zusammen: 1.1 Rücklage für die Verzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 331.548,29 €, 1.2 Rücklage für das in 2004 übernommene Kabel- und Telekommunikationsvermögen in Höhe von 65.000,00 €. 2. Der Lagebericht wird zur Kenntnis genommen. 3. Dem Werksausschuss der citeq wird für das Kalenderjahr 2012 Entlastung erteilt. Begründung: Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Münster , hat im Auftrag der citeq und mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt Nordrhein -Westfalen den Jahresabschluss und den Lagebericht des Kale n- derjahres 2012 geprüft. Di e geprüften Unterlagen sind gemäß § 15 der B etriebssatzung der citeq dem Werksausschuss sowie dem Rat vorzulegen. Zu 1.: Jahresabschluss 2012 Die Gewinn - und Verlustrechung für das Kalenderjahr 2012 vom 01.01.2012 bis 31.12.2012 weist einen Jahresüberschuss von 1.189.568,20 € auf. Dieses Ergebnis konnte erzielt werden, obwohl Vorlagen-Nr.: V/0320/2013 Auskunft erteilt: Herr Boenigk Ruf: 492 18 11 E-Mail: Boenigk@citeq.de Datum: 31.05.2013 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0320/2013 bereits eine Leistungsentgeltrückerstattung in Höhe von 1.107.133,67 € an die Kooperat ionspartner gemäß der Öffentlich -rechtlichen Vereinbarung (ÖrV) stattgefunden hat (Anteil Stadt Münster: 454.921,23 €), der Pensionsrückstellung die Veränderung in Höhe von 684.440,00 € zugeführt wurde, um den Pe n- sionsfall der in der citeq beschäftigten Beamten ausreichend abzudecken, der gesetzlichen Beihilferückstellung die Veränderung in Höhe von 267.188,00 € zugeführt wurde, um das stetig steigende Beihilferisiko der durch die citeq finanzierten Pensionäre und aktiven Bea m- ten auch künftig abdecken zu können. Zu 1.1: Um zu gewährleisten, dass die citeq künftig alle Pensionsansprüche befriedigen ka nn, wurde eine Vereinba- rung zwischen der Stadt Münster und der citeq getroffen, wonach sich die Stadt Münster verpflichtet, den Barwert der übertragenen Pensionslasten in Höhe von 6.630.965,85 € zu verzinsen (331.548,29 €). Für den Jahresabschluss 2012 der citeq wurde ein Zinssatz von 5,0 % zugrunde gelegt. Zu 1.2: Zwischen der Stadt Münster und der citeq wurde vereinbart, dass der Jahresüberschuss u. a. dafür verwe n- det wird, um jährliche Rücklagen in Höhe von 65.000,00 € für die Abschreibungen auf das zum 01.01.2004 übernommene Kabel- und Telekommunikationsvermögen einstellen zu können. Die citeq führt die Zinsen in Höhe von 331.548,29 €, die Veränderungen der Pensionsrückstellungen in Höhe von 684.440,00 €, die Veränderungen der Beihilferückstellungen in Höhe von 267.188,00 € und die Veränderung der Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von -90.132,00 € einem vom Amt für Finanzen und Beteiligungen verwalteten Fonds zu. Der nach Bildung der Rücklagen verbleibende Überschuss in Höhe von 793.019,91 € wird an die Stadt Münster ausgeschüttet. Prüfungsergebnis Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Münster , erteilt der citeq für das Kalende rjahr 2012 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Zu 2. Lagebericht 2012 Die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Münster, hat festgestellt, dass der Lagebericht gemäß § 25 der Eigenbetriebsverordnung NRW (EigVO NRW) in der aktuellen Fassung aufgestellt wurde, im Einklang mit dem Jahresabschluss steht und sonstige Angaben im Lagebericht keine falschen Vorstellungen von der Lage der eigenbetriebsäh n- lichen Einrichtung wecken. Der Lagebericht 2012 der citeq wird gem. § 26 der EigVO NRW zur Kenntnis genommen. Zu 3. Dem Werkausschuss der citeq wird für das Kalenderjahr 2012 Entlastung erteilt. Die Entlastung des B e- triebsleiters erfolgt gemäß § 5 Abs. 5 EigVO NRW in der nächsten Sitzung des Werksausschusses. I. V. Anlage: Bericht Jahresabschluss gez. Wolfgang Heuer Stadtrat
2012_Jahresabschlussbericht
66869 Zeichen
Jahresabschluss
Lagebericht
Geschäftsjahr 2012
Impressum
Herausgeberin
Stadt Münster
citeq
Redaktion
Peter Boenigk
Tel.: 0251/492-18 11
Fax: 0251/492-77 10
e-Mail:
boenigk@citeq.de
http://www.citeq.de
3
Jahresabschluss
Seite
Bilanz 4
Gewinn- und Verlustrechnung 6
Anhang 7
Anlage
Anlagennachweis 18
Lagebericht 19
4
Bilanz zum 31.12.2012
A K T I V S E I T E 31.12.2012 31.12.2011
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Software 2.288.620,00 2.460.117,00
2. Geleistete Anzahlungen 141.907,50 142.790,48
2.430.527,50 2.602.907,48
II. SACHANLAGEN
1. Fahrzeuge 32.010,00 45.240,00
2. Betriebs- u. Geschäftsausstattung 4.272.052,00 4.430.466,00
3. Anlagen im Bau 48.926,85 84.784,11
4.352.988,85 4.560.490,11
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 8.596,00 8.596,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 15.980.095,68 14.336.873,82
15.988.691,68 14.345.469,82
22.772.208,03 21.508.867,41
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE
Betriebsstoffe 46.795,54 58.295,87
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 118 .651,26 491.266,58
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2012 0,00 €
31.12.2011 0,00 €
2. Forderungen an die Stadt 14.306.888,23 13.344.790,53
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2012 6.630.965,85 €
31.12.2011 6.630.965,85 €
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 8.504,95
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2012 0,00 €
31.12.2011 0,00 €
4. Sonstige Vermögensgegenstände 120.421,13 124.253,39
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
31.12.2012 103.570,00 €
31.12.2011 100.527,00 € 14.545.960,62 13.968.815,45
III. SCHECKS, KASSENBESTAND, BUNDESBANK UND
POSTGIROGUTHABEN, GUTHABEN BEI
KREDITINSTITUTEN
Guthaben bei Kreditinstituten 1.923,51 0,00
14.594.679,67 14.027.111,32
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 969.386,35 1.258.874,77
38.336.274,05 36.794.853,50
5
P A S S I V S E I T E 31.12.2012 31.12.2011
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. STAMMKAPITAL 200.000,00 200.000,00
II. GEWINNRÜCKLAGEN
Zweckgebundene Gewinnrücklage 4.300.852,09 3.969.303,80
Sonstige Gewinnrücklage 1.020.000,10 955.000,10
III. JAHRESÜBERSCHUSS 1.189.568,20 1.637.122,66
6.710.420,39 6.761.426,56
B. SONDERPOSTEN AUS ZUSCHÜSSEN
DER ÖFFENTLICHEN HAND 3.614,00 4.353,00
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpfli chtungen 19.168.907,00 18.217.279,00
2. Steuerrückstellungen 5.555,10 2.845,34
3. Sonstige Rückstellungen 939.699,66 894.458,74
20.114.161,76 19.114.583,08
D. VERBINDLICHKEITEN
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 419.043,3 1 609.291,81
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2012 419.043,31 €
31.12.2011 609.291,81 €
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.035.059,83 1.107.589,66
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2012 1.035.059,83 €
31.12.2011 1.107.589,66 €
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt 2.071.027, 71 2.792.277,81
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2012 2.071.027,71 €
31.12.2011 2.792.277,81 €
4. Sonstige Verbindlichkeiten 7.982.947,05 6.405.331,58
a) davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
31.12.2012 7.982.947,05 €
31.12.2011 6.405.331,58 €
b) davon aus Steuern
31.12.2012 47.066,83 €
31.12.2011 43.690,32 €
11.508.077,90 10.914.490,86
38.336.274,05
36.794.853,50
6
Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr vom
1. Januar bis 31. Dezember 2012
2012 2012 2011
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 22.137.182,99 21.519.803,74
./. Rückerstattung ÖrV -1.107.133,67 -648.515,72
21.030.049,32 20.871.288,02
2. Sonstige betriebliche Erträge 91.972,13 175.051,17
3. Gesamtleistung 21.122.021,45 21.046.339,19
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebs-
stoffe und für bezogene Waren 144.262,05
116.581,64
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.207.550 ,19 5.873.653,15
6.351.812,24 5.990.234,79
5. Rohergebnis 14.770.209,21 15.056.104,40
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.935.714,19
5.842.677,33
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 1.634.845 ,48
2.707.625,44
davon für Altersversorgung: 7.570.559,67 8.550.302,77
2012: 793.049,05 €
2011: 1.901.309,52 €
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenst ände
des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.602.945,73 3.474.186,55
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.832.581,89 1.717.338,20
9. Betriebsergebnis 1.764.121,92 1.314.276,88
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 351.764,7 1 373.517,37
davon aus verbundenen Unternehmen
2012: 331.596,03 €
2011: 332.471,99 €
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 909.903,66 11.262,78
davon aus Abzinsung
2012: 896.018,00 €
2011: 0,00 €
12. Ergebnisse der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.205.982,97 1.676.531,47
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -35,35 37.902,08
14. Sonstige Steuern 16.450,12 1.506,73
16.414,77 39.408,81
15. Jahresüberschuss 1.189.568,20 1.637.122,66
7
Anhang
Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung
Der Jahresabschluss wurde gemäß den geltenden Vorsc hriften der Eigenbetriebsverordnung (EigVO NRW)
aufgestellt.
Die Bilanzansätze der Jahresabschlussbilanz zum 31.12.2011 wurden unverändert übernommen.
Erläuterungen zu den Positionen von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis,
Bilanzierung und Bewertung
a) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanla gen sind grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Her-
stellungskosten bewertet.
Immaterielle Vermögensgegenstände mit einem Nettoan schaffungswert bis 410,00 € werden als Trivialsoft-
ware im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.
Für Anlagenzugänge wurde ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung der be-
triebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angewendet. Es wur de grundsätzlich pro rata tempore abgeschrieben.
Geringwertige Anlagegüter mit Nettoanschaffungskosten bis 410,00 € wurden im Zugangsjahr voll abgeschrie-
ben; gleichzeitig wird ein fiktiver Abgang dieser geringwertigen Anlagegüter unterstellt.
Die Finanzanlagen sind am Bilanzstichtag zu Anschaffungskosten bewertet.
Die Vorräte wurden durch körperliche Bestandsaufnah me ermittelt und unter Beachtung des Niederstwertpr in-
zips bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert unter Berücksichtigung des er-
kennbaren Ausfallrisikos bewertet.
Die Rückstellungen für Pensionen sind versicherungsmathematisch unter Berücksichtigung der Generationen-
tafel der Heubeck AG, Köln 2005, angesetzt. Es wurd e das Teilwertverfahren angewendet und ein Rech-
nungszinsfuß von 5,0 % zu Grunde gelegt. Besoldungs- und Gehaltssteigerungen wurden nicht berücksichtigt.
Die Rückstellungen für Beihilfen wurden nach versic herungsmathematischen Grundsätzen ermittelt; es wur de
ein Rechnungszinsfuß von 5,0 % zu Grunde gelegt. Be i der Berechnung wird ebenfalls das Teilwertverfahr en
und ein durchschnittlicher Krankenkassentarif verwendet.
Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach v ersicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. A ls
Rechnungsgrundlage dienten die Generationentafeln d er Heubeck AG, Köln 2005; es wurde ein Rechnungs-
zinsfuß von 5,5 % zu Grunde gelegt.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkenn baren Risiken und sind mit dem Betrag angesetzt, de r
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
8
b) Angaben zu Positionen der Bilanz
Aktivseite
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im beigefügten Anlagennachweis auf S. 18 gezeigt.
Die Investitionen der citeq lagen im Jahr 2012 bei 4.889.200,91 €. Die Investitionen setzen sich wie folgt zu-
sammen:
Bezeichnung Investitionen
2012 in €
Investitionen
2011 in €
Investitionen
2010 in €
Software (SW) 895.773,24 1.123.715,92 637.916,07
Geleistete Anzahlung für SW 140.420,00 142.790,48 62.738,44
PKW 0,00 0,00 41.777,15
Technische Ausstattung 1 40.568,96 192.709,88 68.909,48
Mobiliar 2 8.938,92 164.753,93 14.349,95
Rechnersysteme 679.246,32 874.746,88 918.330,47
Monitore 122.111,63 138.261,60 193.740,95
Drucker, Plotter, Scanner 76.722,42 97.917,52 138.119,49
Sonstige DV-Peripheriegeräte 44.546,63 357.364,69 92.305,01
Router, Hub, Switch 133.209,34 234.824,60 313.830,93
DV-Netzkomponenten 342.138,56 170.624,09 25.625,52
TK-Anlagen, Komponenten 78.634,46 13.525,49 7.619,27
Telefax 0,00 0,00 2.670,60
GWG 634.741,72 378.407,85 338.854,46
Anlagen im Bau 48.926,85 35.376,83 138.114,43
Finanzanlagen 1.643.221,86 1.579.163,21 1.411.979,28
Summe 4.889.200,91 5.504.182,97 4.406.881,50
Die vorhandenen Anlagen der citeq konnten im Wesent lichen technisch und wirtschaftlich optimal genutzt
werden. Im Sinne einer sicheren Bewältigung der Aufgabenstellung sind sie zurzeit ausreichend dimensioniert.
Umlaufvermögen
Die Forderungen an die Stadt Münster belaufen sich auf 14.306.888,23 €. Darin enthalten sind im Wesentli-
chen Forderungen aus der gestundeten Abgeltung für übernommene, laufende und zukünftige Pensionsver-
pflichtungen von der Stadt Münster in Höhe von 6.630.965,85 € sowie kurzfristige Geldanlagen aus dem ÖrV-
Bereich (s. a. Gegenposten unter „sonstige Verbindlichkeiten“) in Höhe von 6.808.815,63 €, die Rücklage des
ÖrV-Bereichs in Höhe von 385.000,00 € sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i n Höhe von
146.997,83 €.
Im Wirtschaftsjahr erfolgte erstmals ein Ausweis un ter den liquiden Mitteln. Das betreffende Guthaben wurde
im Vorjahr unter den Forderungen an die Stadt Münster ausgewiesen.
1 Die Investitionen in die Technische Ausstattung umfasst i. W. die Klimaanlage für den Serverraum sowie LWL-Verbindungen zu
verschiedenen Einrichtungen der Stadt Münster.
2 Die Investitionen in das Mobiliar umfassen auch die Ausstattung der Systemräume mit Systemschränken.
9
Passivseite
Eigenkapital
01.01.2012
€
Zuführung
€
Entnahme
€
31.12.2012
€
Entwicklung des Eigenkapitals
Stammkapital 200.000,00 0,00 0,00 200.000,00
Gewinnrücklage 4.924.303,90 396.548,29 0,00 5.320.852,19
Jahresüberschuss 1.637.122,66 1.189.568,20 1.637.122,66 1.189.568,20
Summe 6.761.426,56 1.586.116,49 1.637.122,66 6.710.420,39
Nach § 12 der Betriebssatzung der citeq beträgt das Stammkapital 200.000,00 €.
Der Jahresüberschuss des Vorjahres wurde in Höhe vo n 396.548,29 € der Gewinnrücklage zugeführt. Der
verbleibende Betrag in Höhe von 1.240.574,37 € wurde an die Stadt Münster ausgeschüttet.
Der Jahresüberschuss des Wirtschaftsjahres 2012 der citeq beläuft sich auf 1.189.568,20 €.
Sonderposten
Die Auflösung des Sonderpostens aus Zuschüssen der öffentlichen Hand erfolgt analog zur Abschreibung d er
bezuschussten Anlagegüter.
Rückstellungen
Die Entwicklung der Rückstellungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
01.01.2012
€
Zuführung
€
Entnahme
€
Auflösung
€
31.12.2012
€
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen
Pensionsrückstellung 15.204.136,00 1.203.218,75 518.778,75 0,00 15.888.576,00
Rückstellung für
Beihilfeverpflichtung
3.013.143,00 342.250,17 75.062,17 0,00 3.280.331,00
Summe Pensionsrück-
stellungen und ähnliche
Verpflichtungen
18.217.279,00 1.545.468,92 593.840,92 0,00 19.168.907,00
10
Den Steuerrückstellungen wurde die voraussichtliche Ertragsteuerbelastung f ür das Wirtschaftsjahr 2012
zugeführt.
01.01.2012
€
Zuführung
€
Entnahme
€
Auflösung
€
31.12.2012
€
Sonstige Rückstellungen
Urlaub und Überstunden 470.529,08 469.144,91 470.529,08 0,00 469.144,91
Altersteilzeit 222.374,00 0,00 90.132,00 0,00 132.242,00
Ausstehende
Rechnungen 141.135,66
227.294,30 100.658,26 12.960,95 254.810,75
Archivierungskosten 39.000,00 1.000,00 0,00 0,00 40.000,00
Rechtsstreit 0,00 22.082,00 0,00 0,00 22.082,00
Jahresabschluss 21.420,00 21.420,00 21.420,00 0,00 21.420,00
Summe Sonstige
Rückstellungen 894.458,74 740.941,21 682.739,34 12.960,95 939.699,66
Verbindlichkeiten
Die erhaltenen Anzahlungen betragen 419.043,31 € für Leistungen, die in 2013 erbracht werden.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen der citeq belaufen sich auf 1.035.059,83 €.
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster belaufen sich auf 2.071.027,71 €.
Davon betreffen
• 204.372,80 € Bankverbindlichkeiten auf Konten, die von der Stadtkasse für die citeq geführt werden,
• 454.921,23 € Leistungsentgeltrückerstattung des ÖrV-Bereichs und
• 1.411.733,68 € Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Stadt Münster.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 7.982.947,05 € enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten
• gegenüber Kooperationspartnern (ohne Stadt Münster )
in Höhe von 6.808.815,63 € aus kurzfristigen Geld-
anlagen und 652.212,44 € Leistungsentgeltrückerstattung an Kunden des ÖrV-Bereichs,
• gegenüber dem Finanzamt in Höhe von 47.066,83 € (Umsatzsteuer) und
• ausstehende Rechnungen für aktivierte Vermögensgeg enstände (in Vorjahren erfolgte der Ausweis unter
den sonstigen Rückstellungen).
Für die Verbindlichkeiten bestehen die folgenden Restlaufzeiten :
davon mit einer Laufzeit
Verbindlichkeiten in T€ Gesamt bis 1 Jahr über 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen 419 419 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.035 1.035 0
Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Münster 2.071 2.071 0
Sonstige Verbindlichkeiten 7.983 7.983 0
Gesamt 11.508 11.508 0
11
c) Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrec hnung
Die Umsatzerlöse der citeq wurden durch Erträge mit Einrichtungen d er Stadt Münster, mit Kooperationspart-
nern und Dritten erzielt.
Folgende Leistungen wurden ausschließlich für die Stadt Münster erbracht:
Leistung
Durchschnitt
(Anzahl)
2012
Durchschnitt
(Anzahl)
2011
Durchschnitt
(Anzahl)
2010
Bereitstellung von Zentraleinheiten (PC, Notebooks, Thin
Client) 3.490 3.177 3.013
Bereitstellung von Monitoren und Beamern 3.170 3.026 2.734
Bereitstellung von Druckern / Plottern 1.391 1.194 1.1 88
Bereitstellung von Scannern 223 231 231
Bereitstellung von Sicherungssystemen 12 14 14
Bereitstellung von Telefaxgeräten 306 318 312
Bereitstellung von PDA/Blackberry 303 187 172
Bereitstellung von Telefongeräten / -einrichtungen und
mobile Telefonie 6.903 6.694 6.668
Abrechnung in €
Bereitstellung von Anwendungen (Software) 1.458.245,46 1.397.950,65 € 1.645.762,81 €
Bereitstellung von Hard- und Software gesamt 7.333.752,57 7.678.443,93 € 7.561.060,41 €
Folgende Leistungen wurden ausschließlich für den Medienentwicklungsplan der Stadt Münster erbracht:
Leistung
Durchschnitt
(Anzahl)
2012
Durchschnitt
(Anzahl)
2011
Durchschnitt
(Anzahl)
2010
Bereitstellung von Zentraleinheiten (PC, Notebooks) 3.0 59 3.028 3.008
Bereitstellung von Monitoren und Beamern 2.707 2.664 2.615
Bereitstellung von Druckern / Plottern 545 530 544
Bereitstellung von Scannern 157 158 157
Bereitstellung von sonstigen Geräten 3 20 20
Abrechnung in €
Bereitstellung von Systemen, Anlagen und Netzen 379.751,94 242.970,69 89.271,00
Bereitstellung von Hardware und Netzen gesamt 2.340.945,46 2.247.446,19 1.951.713,08 €
12
Folgende Dienstleistungen wurden im Rahmen der ÖrV für die Kooperationspartner und Dritte erbracht:
Aufgabenbereich Umsatzanteil vor Ausschüttung
2012 2011 2010
Personalwesen 11,73% 11,33% 8,59%
Statistik und Wahlen 1,72% 0,31% 1,69%
Kämmerei (SAP und Infoma NKF) 22,50% 23,94% 25,70%
Kasse (Verwaltungsvollstreckung) 0,24% 0,53% 0,97%
Steuern (Steuern und Abgaben) 4,75% 5,38% 5,73%
Liegenschaften 0,22% 0,22% 0 %
Sicherheit und Ordnung (Ausländerwesen, Verkehrs-
ordnungswidrigkeiten, Veterinärangelegenheiten, Ord-
nungsangelegenheiten, Führerscheinwesen)
7,29%
8,01% 7,78%
Einwohner- und Meldewesen 5,13% 4,35% 4,50%
Personenstand (Standesamt) 1,13% 0,67% 0,47%
Feuerschutz (Krankentransport) 0,35% 0,34% 0,49%
Schule und Kultur 0,11% 0,12% 0,11%
Büchereiwesen 0,13% 0,19% 0,17%
Musikschule 0,06% 0,06% 0,07%
Soziales (Sozialwesen) 10,97% 7,20% 7,54%
Jugend (Mündelgeld, Kostenermittlung Kindergärten,
Kindergartenverfahren, Jugendamtsverfahren) 2,66% 3,56% 5,24%
Gesundheitswesen 0,06% 0,07% 0,20%
Bauverwaltung 0,55% 0,43% 0,45%
Vermessung und Kataster 0,14% 0,26% 0,19%
Bauordnung 0,26% 0,34% 0,36%
Wohnungsförderung ( Wohnungswesen) 0,35% 0,55% 0,58%
Hochbau 0,23% 0,28% 0,26%
Tiefbau (Tiefbauinformation/Fäkalschlammentsorgung) 0,22% 0,18% 0,08%
Grünflächen (Friedhofswesen) 0,21% 0,16% 0,11%
Wirtschaftliche Betätigung
(Virenschutz, Datenbanken, IMSWare) 2,97%
3,36% 3,30%
Bereitstellung Server 0,45% 0,28% 0,29%
Betrieb, Unterhaltung von Netzen
(Allgemeine Leistungen, Abruf von Leistungen, Anbindung
von Nebenstandorten)
7,12%
7,36% 7,29%
Dienstleistungen
(DataClearing NRW, Krebsregister, Governikus) 5,28%
6,54% 2,29%
Dienste (Internet-Server/Nutzer, Internet-Leistungen nach
Angebot, Redaktionssystem, Virtuelle Poststelle, E-
Government)
7,77%
8,50% 9,80%
13
Aufgabenbereich Umsatzanteil vor Ausschüttung
2012 2011 2010
Dienstleistung / Betreuung (Betreuung fremder Syste-
me, Arbeitsstunden, Datensicherung, digitale Archivie-
rung, Dokumenten-Management-System)
0,68%
0,40% 0,46%
Pauschalen (Einwohnerpauschale u. a.) 4,72% 5,08% 5,29%
Summe über alle Aufgaben 100,00% 100,00% 100,00%
Zusammenstellung der Erträge
Die Leistungen wurden nach dem gültigen Preisverzeichnis abgerechnet.
Erträge Leistung 2012 in € 2011 in € 2010 in €
Dienstleistungen direkt für die Stadt Münster 7.333.752 ,57 7.678.443,93 7.561.060,41
Dienstleistungen für den Bereich Medienentwicklungsplan
der Stadt Münster 2.340.945,46
2.247.446,19 1.951.713,08
Dienstleistungen für die Kooperationspartner (Anteil Stadt
Münster) 4.440.239,25 4.063.408,59 4.013.446,97
Dienstleistungen für die Kooperationspartner (Dritte) 7.770.214,59 7.319.324,51 6.751.667,55
Sonstige Leistungen (Veranstaltungen, Schulungen, Bera-
terleistungen, kurzfristige Ausleihungen von Hardware) 252.031,12 211.180,52 271.469,76
Leistungsentgeltrückerstattung an die Kooperationspartner -1.107.133,67 -648.515,72 -880.052,69
Umsatzerlöse gesamt 21.030.049,32 20.871.288,02 19.669.305,08
Sonstige betriebliche Erträge (Veräußerung von Anlage-
vermögen, Versicherungserstattungen, Auflösung Sonder-
posten)
91.972,13
175.051,17 204.450,87
Finanzerträge 351.764,71 373.517,37 356.064,18
Erträge gesamt 21.473.786,16 21.419.856,56 20.229.820,13
Zusammenstellung der Aufwendungen
Aufwendungen Leistung 2012 in € 2011 in € 2010 in €
Materialaufwendungen 6.351.812,24 5.990.234,79 5.384.966,64
Personalaufwendungen 7.570.559,67 8.550.302,77 7.795.765,56
Abschreibungen 3.602.945,73 3.474.186,55 3.369.160,17
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.832.581,89 1.717.338,20 1.750.736,81
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 909.903,66 11.262,78 5.750,63
Steueraufwendungen 16.414,77 39.408,81 9.829,29
Aufwendungen gesamt 20.284.217,96 19.782.733,90 18.316.209,10
Die Materialaufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für die Unt erhaltung und Wartung der
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie der immate riellen Vermögensgegenstände und Aufwendungen für
Dienstleistungen und Datenleitungen.
14
Die Personalaufwendungen setzen sich aus den Regelzahlungen, Sonderzuwendun gen, Beihilfen, Versor-
gungsaufwendungen sowie vermögenswirksamen Leistung en zusammen. Für die tariflich Beschäftigten ent-
halten sie zusätzlich die Beiträge zu den Versorgun gskassen, Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicher ung
und pauschalierte Lohnsteuern.
Zu den Abschreibungen wird auf den beigefügten Anlagennachweis auf S. 18 verwiesen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Verwalt ungsleis-
tungen der Stadt Münster, Gebäudemieten sowie Aufwendungen für Porto.
Der Zinsanteil im Zuführungsbetrag für Pensions- un d Beihilferückstellungen wird erstmalig im Vergleic h zum
Vorjahr unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Dieser beläuft sich auf 896.018 €.
Unter den Steueraufwendungen werden Steuererstattungen in Höhe von 35,35 € gezeigt. Im übrigen werden
hier die sonstigen Steuern ausgewiesen.
Angaben zum Jahresergebnis
Im Wirtschaftsjahr 2012 wurde ein Jahresgewinn von 1.189.568,20 € erzielt, der gegenüber dem Vorjahr um
447.554,46 € gesunken ist. Die höheren Aufwendungen (501.484,06 €) konnten durch die gestiegenen Erträge
(53.929,60 €) nicht kompensiert werden. Der Jahresg ewinn wird zur Bildung der vereinbarten Rücklagen e in-
gesetzt. Der verbleibende Betrag wird nach den bisherigen Festlegungen an die Stadt Münster ausgeschüttet.
Personalausstattung
In der citeq waren in 2012 durchschnittlich beschäftigt:
Zeitpunkt Beamte Angestellte gesamt
(ohne Azubis)
nachrichtl.:
Azubis
31.03.2012 49 78 127 8
30.06.2012 49 76 125 8
30.09.2012 50 78 128 9
31.12.2012 50 76 126 9
Durchschnitt 50 77 127 9
Die citeq ist als Teil der Stadt Münster Mitglied d er Kommunalen Versorgungskassen Westfalen-Lippe (kv w).
Das Mitgliedsverhältnis ist ein privatrechtliches V ersicherungsverhältnis zwischen dem Arbeitgeber und der
kvw. Die kvw hat die Aufgabe, durch Versicherung de n Beschäftigten ihrer Mitglieder eine zusätzliche A lters-,
Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung na ch Maßgabe der Satzung und der dazu erlassenen
Durchführungsvorschriften zu gewähren.
Die in der Satzung festgelegten Voraussetzungen und Inhalte der Einzelversicherungsverhältnisse sowie die
Versicherungsleistungen richten sich nach den Besti mmungen des Tarifvertrages über die zusätzliche Alt ers-
versorgung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes – Altersvorsorge-TV – (ATV-K vom 01.03.2002).
Der Umlagesatz für 2012 beträgt 4,5 %, das Sanierungsgeld 3,0 %. Bemessungsgrundlage waren die Entgelte
nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst ( TVöD) vom 01.10.2005. Die Arbeitgeberaufwendungen f ür
die Kommunale Zusatzversorgungskasse Westfalen-Lippe (ZKW) betrugen 260.317,13 €.
15
Einzelheiten und Berichterstattung zum Personalaufwand
Der Personalaufwand in seinen einzelnen Aufwandskom ponenten geht aus der nachfolgenden Übersicht her-
vor:
Die Leistungen der citeq werden erbracht von durchs chnittlich 127 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie
9 Auszubildenden. Die Organisation der citeq ist aus dem als Anlage beigefügten Organigramm ersichtlich.
Beamte
Grundlage für die Besoldung der Beamten war das Bundesbesoldungsgesetz in der Fassung vom 31.08.2006
in Verbindung mit dem Landesbesoldungsgesetz NRW in der jeweils gültigen Fassung.
Tariflich Beschäftigte
Grundlage für die Entgelte der Beschäftigten war in 2012 der Tarifvertrag zur Überleitung der Beschäft igten
der kommunalen Arbeitgeber in den TVöD und zur Rege lung des Übergangsrechts (TVÜ-VKA) vom
13.09.2005 und der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD).
Aus- und Fortbildung
Die Mitarbeiter der citeq werden kontinuierlich wei tergebildet, um den Anforderungen gewachsen zu sein . Ins-
gesamt wurden dafür 139.333,66 € (Vorjahr: 143.076,15 €) aufgewandt.
d) Ergänzende Angaben
Die Finanzanlagen betreffen die von der citeq gehal tenen Anteile an dem von der Deka verwalteten VuS-
Münster-Fonds. Der Fonds ist als Spezial-Sonderverm ögen nach § 1 Nr. 1 in Verbindung mit § 2 Abs.1 und 3
Investmentgesetz zu qualifizieren. Zum 31.12.2012 s ind insgesamt 294.888 Anteile dieses Fonds im Umlauf;
hiervon hält die citeq Anteile im Volumen von 133.675 (= rd. 45 %). Dem in der Bilanz ausgewiesenen Buch -
wert der Anteile von 15.980 T€ steht ein Marktwert von 18.600 T€ gegenüber. Dieser Marktwert verteilt sich
auf Rentenpapiere (13.961 T€), Aktien ( 4.213 T€) sowie Kassenvermögen und Forderungen ( 426 T€). Aus-
schüttungen wurden nicht vorgenommen. Beschränkunge n in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe beste-
hen nicht.
Die citeq wird in den Gesamtabschluss der Stadt Münster zum 31.12.2012 einbezogen.
Das Honorar des Abschlussprüfers belief sich in 201 2 auf 22.887,03 € (Vorjahr: 21.856,49 €) und entfiel aus-
schließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.
Personalaufwand 2012
in €
2011
in €
2010
in €
Beamtenbezüge 2.414.758,33 2.539.150,88 2.409.939,30
Gehälter 3.498.684,37 3.235.254,86 3.013.059,58
Dienstaufwendungen für sonstige Beschäftigte 23.655,66 34.190,95 8.727,56
Veränderung Urlaubs- und Überstundenrückstellung -1.384, 17 34.080,64 -23.733,73
Zwischensumme 5.935.714,19 5.842.677,33 5.407.992,71
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversor-
gung und für Unterstützung 1.634.845,48
2.707.625,44 2.387.772,85
davon für Altersversorgung 793.049,05 1.901.309,52 1.696.852,19
Gesamtsumme 7.570.559,67 8.550.302,77 7.795.765,56
16
Zusammensetzung der Organe und Aufwendungen für Organe
Der Betriebsleiter der citeq ist Herr Stefan Schoenfelder.
Die Gesamtbezüge der Betriebsleitung betrugen in 2012 insgesamt: 104.260,06 €.
Für ehemalige Mitglieder der Betriebsleitung und ei ne Hinterbliebene wurden an Pensionen und Alterstei lzeit
131.865,38 € aufgewendet, worin der Zinsanteil für die Pensionsr ückstellungen enthalten ist. Für diesen Per-
sonenkreis bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.463.878 €.
Eine Informations- und Entscheidungspflicht der citeq besteht gegenüber folgenden Gremien:
Werksausschuss der citeq
Der Werksausschuss wurde im Jahr 2012 in 7 öffentlichen und 7 nicht-öffentlichen Sitzungen von der Betriebs-
leitung über die Entwicklung der citeq und alle wic htigen Angelegenheiten unterrichtet. Dabei hat er E ntschei-
dungen im Rahmen seiner Zuständigkeiten getroffen.
Die ordentlichen und stellvertretenden Mitglieder des Werksausschusses sind sämtlich in Münster wohnhaft.
Der Werksausschuss setzt sich am 31.12.2012 wie folgt zusammen (RH = Ratsherr, RF = Ratsfrau):
Ordentliche Mitglieder
Ratsmitglieder bzw. Sachkundige
Bürger/innen
Stellvertretende Mitglieder
Ratsmitglieder bzw. Sachkundige
Bürger/innen
1 RF Marliese Kosmider, Oberstu-
dienrätin (Vorsitzende)
1. RH Wolfhardt Ediger,
Berufssoldat
2. RF Anne Schulze Wintzler,
Verbraucherberaterin
(Stellvertr. Vorsitzende)
2. RH Thomas Fastermann,
wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Landtagsabge-
ordnete Svenja Schulze, freiberuflicher Grafiker und
Programmierer
3. RH Stefan-Alexander Roth,
Student
3. Marc Würfel-Elberg,
Selbständiger Pädagoge
4. Markus Schiermann,
Patientenverwaltungsleiter
4. Renate Buschermöhle,
kaufm. Angestellte
5. Sebastian Kroos,
Angestellter
5. Till Leckebusch,
Lektor, Fotojournalist
6. RH Otto Reiners,
Organisationsberater
6. Jürgen Lemke,
Dozent für Medientechnik
7. Markus Barenhoff,
Angestellter
7. Astrid Dominique von Viebahn,
Customer Sales Agent
8. RH Jens-Ulrich Lenski,
Student
8. Martin Gerhardy,
Jurist
Beratendes Mitglied gem. § 58 Abs. 1
S. 7 GO NRW
9. Andreas Laug,
Geschäftsführer
9. Ralf Henrichs,
Fraktionsgeschäftsführer
Beratende Mitglieder des Zentralausschusses für den Werksausschuss:
Der Kreisdirektor Joachim Gilbeau, Kreis Coesfeld und der Bürgermeister Heinz Öhmann, Stadt Coesfeld.
Zentralausschuss
Der Zentralausschuss entscheidet über alle wichtige n Angelegenheiten für den ÖrV-Bereich, so u. a. übe r
Umlagen, Produkte und deren Preise. Er hat im Jahr 2012 zweimal getagt.
17
Mitglieder
Alle Hauptverwaltungsbeamten der im Rahmen der öffe ntlich-rechtlichen-Vereinbarung beteiligten Koopera ti-
onspartner (Stimmanteil in Höhe des Finanzierungsanteils des Vorjahres).
Arbeitsausschuss
Der Arbeitsausschuss bereitet im Wesentlichen die B eschlüsse und Empfehlungen des Zentralausschusses
vor. Er hat im Jahr 2012 zweimal getagt.
Mitglieder
Jeweils eine Dienstkraft der für IT-Aufgaben zuständigen Organisationseinheit der Kooperationspartner.
Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Betriebsleitung schlägt vor, aus dem Jahresüber schuss einen Betrag in Höhe von 396.548,29 € (Zinse n
Pensionsrückstellung: 331.548,29 €; TK-Anlage: 65.0 00 €) in die Gewinnrücklagen einzustellen. Der Rest be-
trag in Höhe von 793.019,91 € ist an die Stadt Münster auszuschütten.
Münster, den 31.03.2013
citeq
Stefan Schoenfelder
18
Durch-
schnittl.
Rest-
buch-
wert
v.H.
14
16,91
24,13
100,00
Kennzahlen
Durch-
schnittl.
Abschrei-
bungs-
satz
v.H.
13
8,37
13,30
0,00
Restbuchwerte
am Ende des
vorange-
gangenen WJ
€
12
2.460.117,00
142.790,48
2.602.907,48
45.240,00
4.430.466,00
84.784,11
4.560.490,11
8.596,00
14.336.873,82
14.345.469,82
21.508.867,41
Restbuchwerte
am Ende des
WJ
€
11
2.288.620,00
141.907,50
2.430.527,50
32.010,00
4.272.052,00
48.926,85
4.352.988,85
8.596,00
15.980.095,68
15.988.691,68
22.772.208,03
Endstand
31.12.2012
€
10
11.939.527,26
0,00
11.939.527,26
109.197,25
13.573.908,00
0,00
13.683.105,25
0,00
0,00
0,00
25.622.632,51
Abgang (d.h.
ange
sammelte
Abschreibun-
gen auf die in
Spalte 4
ausgewiesenen
Beträge)
€
9
734.658,37
0,00
734.658,37
0,00
2.782.752,81
0,00
2.782.752,81
0,00
0,00
0,00
3.517.411,18
Zugang
(d.h. Abschrei-
bungen im WJ
2012)
€
8
1.203.375,22
0,00
1.203.375,22
13.230,00
2.386.340,51
0,00
2.399.570,51
0,00
0,00
0,00
3.602.945,73
Abschreibungen
Anfangsbe-
stand
01.01.2012
€
7
11.470.810,41
0,00
11.470.810,41
95.967,25
13.970.320,30
0,00
14.066.287,55
0,00
0,00
0,00
25.537.097,96
Endstand
31.12.2012
€
6
14.228.147,26
141.907,50
14.370.054,76
141.207,25
17.845.960,00
48.926,85
18.036.094,10
8.596,00
15.980.095,68
15.988.691,68
48.394.840,54
Umbuchungen
2012
€
5
137.018,98
-137.018,98
0,00
0,00
74.828,55
-74.828,55
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Abgang
2012
€
4
735.572,37
4.284,00
739.856,37
0,00
2.790.513,81
9.955,56
2.800.469,37
0,00
0,00
0,00
3.540.325,74
Zugang
2012
€
3
895.773,24
140.420,00
1.036.193,24
0,00
2.160.858,96
48.926,85
2.209.785,81
0,00
1.643.221,86
1.643.221,86
4.889.200,91
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangsbestand
01.01.2012
€
2
13.930.927,41
142.790,48
14.073.717,89
141.207,25
18.400.786,30
84.784,11
18.626.777,66
8.596,00
14.336.873,82
14.345.469,82
47.045.965,37
1
Immaterielle Vermögens-
gegenstände
Software
Geleistete Anzahlung
Sachanlagen
PKW
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Anlagen im Bau
Finanzanlagen
Beteiligungen
Wertpapiere des Anlagevermögens
Anlagennachweis
der citeq - Informations -Technologie für Kommunen
Posten des Anlagevermögens
I.
1.
2.
Summe immaterielle Vermögensgegenstän-
de
II.
1.
2.
3.
Summe Sachanlagen
III.
1.
2.
Summe Finanzanlagen
Gesamtsumme
19
Lagebericht
Die citeq erbringt Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie (IT) einschließlich der Kommunika-
tionstechnologie für die Stadt Münster, die übrigen Kooperationspartner der öffentlich-rechtlichen Ver einba-
rung über die gemeinsame Inanspruchnahme der eigenb etriebsähnlichen Einrichtung citeq der Stadt Münste r
und sonstigen Kunden im Rahmen des § 107 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen.
Zweck der Einrichtung
Zweck der Einrichtung ist die Optimierung des kommu nalen Leistungsangebotes der Fachämter für Bürgerin -
nen und Bürger durch eine bedarfsorientierte Gestaltung von IT-Dienstleistungen für die Ämter und Einrichtun-
gen der Stadtverwaltung Münster, für die öffentlich en Schulen im Rahmen des Medienentwicklungsplans
(MEP) und für die übrigen Kooperationspartner der ö ffentlich-rechtlichen Vereinbarung (ÖrV). Der Betri ebs-
zweck ist im Rahmen der gesamtstädtischen Zielsetzu ng der Stadt Münster und unter Beachtung einer wirt -
schaftlichen Leistungserbringung zu erfüllen.
Die Dienstleistungen der citeq gliedern sich in Pro dukte, Projekte und Einzelmaßnahmen. Der Oberbürger -
meister regelt die Zusammenarbeit zwischen den Ämtern und Einrichtungen der Verwaltung mit der citeq.
Doppelrolle der citeq
Die citeq beschäftigt als städtischer IT-Dienstleis ter für Kommunen, öffentliche Verwaltungen und dere n Ein-
richtungen ca. 127 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter . Der Jahresumsatz liegt bei ca. 21 Millionen Euro. Die
Doppelrolle der citeq als Querschnittsamt der Stadt Münster und externem Dienstleister für weitere Beh örden
stellt eine Besonderheit unter den kommunalen IT-Dienstleistern in Deutschland dar.
Als dienstleistendes Querschnittsamt
der Stadt Münster steuert und betreibt die citeq d ie Informations- und
Kommunikationstechnologie der Stadt Münster: Dazu z ählen alle städtischen Büroarbeitsplätze und die ko m-
munalen Fachanwendungen, die in einem sicheren und auf mehrere Standorte verteilten Rechenzentrum be-
trieben werden. Die Standorte sind untereinander so wie mit den städtischen Dienstgebäuden über citeq-
eigene Datenverbindungen vernetzt. Darüber hinaus betreibt die citeq die IT-Infrastruktur der mehr als 80 städ-
tischen Schulen der Stadt Münster im Rahmen des Med ienentwicklungsplans. Da die citeq neben ihrer IT-
Kompetenz auch über ein sehr umfassendes Wissen um die kommunalen Strukturen und Prozesse verfügt,
arbeitet sie bei der weiteren Optimierung der Verwa ltungsabläufe der Stadt Münster eng mit dem Persona l-
und Organisationsamt zusammen.
Als externer IT-Dienstleister
ist die citeq mit 20 umliegenden Kreis-, Stadt- un d Gemeindeverwaltungen über
eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung verbunden u nd erbringt für 400 weitere Behörden IT-Leistungen: Dazu
zählen neben weiteren Kommunalverwaltungen und kommunalen Einrichtungen auch Landes- und Bundesein-
richtungen. Auch das Bundesamt für Justiz, die Bund esagentur für Arbeit, das Bundesverwaltungsamt, das
Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen und ne uerdings auch die Gebühreneinzugszentrale der öf-
fentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ) beziehen IT-Services von der citeq.
Von der Doppelrolle als dienstleistendes Querschnittsamt und als externer Dienstleister profitieren sowohl die
Stadt Münster als auch ihre externen Kunden:
• Die Stadt Münster profitiert von der interkommunal en Zusammenarbeit über Synergien beim IT-Betrieb
und darüber hinaus von den Erfahrungen und Ideen de r Kooperationsverwaltungen, die in der gemeinsa-
men Arbeit der citeq mit ihren Kunden erschlossen werden.
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• Die externen Kunden profitieren vom Know-how der M itarbeiterinnen und Mitarbeiter der citeq, das sie in
ihrer Funktion als interner IT-Dienstleister der St adt Münster erwerben und – quasi nebenbei - in ihre Ar-
beit mit den Kooperationspartnern einbringen. Da di e citeq den gesamten IT-Bedarf der Großstadt Müns-
ter abdeckt, kann sie ihren externen Kunden grundsä tzlich sämtliche IT-Funktionen anbieten, die eine
Kommunalverwaltung benötigt. Dabei können die externen Kunden die citeq-Angebote ohne eine generel-
le Abnahmeverpflichtung nutzen.
Kooperation mit partnerschaftlich verbundenen Unternehmen und Kommunen
Der von einem starken Kostendruck geprägte kommunal e IT-Markt verlangt nach einer Intensivierung der i n-
terkommunalen Zusammenarbeit. Die citeq begreift di ese Herausforderung als Chance und arbeitet eng mit
anderen Kommunen und IT-Unternehmen zusammen.
Die citeq ist Mitglied im Dachverband kommunaler IT -Dienstleister in NRW (KDN) und der VITAKO (Bundes-
arbeitsgemeinschaft kommunaler IT-Dienstleister). Ü ber die Bündelung der Beschaffungen von Hard- und
Software innerhalb dieser Verbünde verbessert die citeq die Einkaufskonditionen für die notwendige Hard- und
Software. Die verteilten Fachkompetenzzentren des K DN bieten zudem eine hoch wirtschaftliche Betriebsl eis-
tung.
Im Rahmen ihrer Zusammenarbeit mit KDN und VITAKO p rofitiert die citeq vom Erfahrungsaustausch der Mit -
glieder und bringt sich aktiv in die Diskussionen um die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung ein. In das
Netzwerk sind auch die kommunalen Spitzenverbände eingebunden.
Die citeq arbeitet aktiv in der vom Münsteraner Obe rbürgermeister Markus Lewe Ende 2010 initiierten St ädte-
Kooperation zur Interkommunalen Zusammenarbeit der Großstädte in NRW mit. Ziel ist es, Aufgaben wirt-
schaftlicher und effektiver wahrnehmen zu können. Durch diese Zusammenarbeit sollen Kosten verringert und
Leistungen für die Bürger schneller und besser erbracht werden. In Münster wurden zehn Felder festgelegt, für
die eine Zusammenarbeit erfolgversprechend erschein t. So geht es unter Anderem um die gemeinsame Opti-
mierung von Arbeitsprozessen, einen städteübergreif enden Einkaufsverbund und darüber hinaus im Rahmen
von E-Government unter der Federführung der citeq u m die Möglichkeiten zur elektronischen Nutzung des
neuen Personalausweises. Einige NRW-Großstädte habe n bereits ihr Interesse an einer Zusammenarbeit
bekundet.
Zu Ende des Jahres 2012 ist ein Gemeinschaftsprojek t mit der ITEBO GmbH aus Osnabrück gestartet. Das
Projekt ist Teil der E-Government-Initiative des BM I, die das Ziel verfolgt, Projekte mit hohem Mehrwe rt und
Nachnutzungspotenzial durch Sachleistungen und Beratertage zu unterstützen.
Titel des Projekts „aus 2 mach 1“
Am Beispiel des Bewohnerparkausweises zeigt das Gem einschaftsprojekt, dass es möglich ist, mit einem
einzigen Online-Formular ein Antragsverfahren anzus toßen, für das bisher ein Hauptantrag und mehrere N e-
benanträge oder die Vorlage von Bescheinigungen erf orderlich waren. Im Hintergrund laufende automatisierte
Abgleiche ersetzen die bislang notwendigen manuellen Überprüfungen in der Verwaltung:
• Prüfung der Angaben zu Fahrzeug und Fahrzeughalter anhand der KFZ-Kennzeichen beim Kraftfahrt-
Bundesamt (KBA)
• Prüfung, ob die Adresse zur Beantragung eines Park ausweises in der städtischen Parkzone berechtigt
• Abgleich der Daten des Antragstellers mit der aktu ellen Bewohnerparkausweisdatenbank
Die Online-Anträge landen entscheidungsreif beim zuständigen Mitarbeiter. Bürgerinnen und Bürger profitieren
von komfortablen Anträgen, die fehlerfrei bei der V erwaltung eingehen; lästige und zeitraubende Nachfr agen
wegen falscher oder fehlender Angaben entfallen. Di e Verwaltung profitiert von optimierten Prozessen u nd
dem hohen Automatisierungsgrad mit verkürzten Bearb eitungszeiten und reduziertem Personalaufwand. Von
dem Gemeinschaftsprojekt mit der ITEBO wollen beide Partner nachhaltig profitieren:
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Wichtiges Nebenziel ist der Aufbau und der Betrieb von zwischen Osnabrück und Münster verteilten IT-
Infrastrukturen für das Angebot von wirtschaftliche n und gut verfügbaren Anwendungen für den neuen Per so-
nalausweis.
Die citeq ist einer von bundesweit drei Governikus Gold Partnern des Unternehmens bremen online servic es.
Bei der SAP ist die citeq im KDN-Verbund als SAP Customer Competence of Expertise registriert.
Im Bereich Personalabrechnungen hat die citeq in en ger Zusammenarbeit mit der Datenzentrale Baden-
Württemberg eine spezielle Version des SAP Kommunal masters Personal für die Verwaltungen in NRW ent-
wickelt. Über die bei der citeq installierte Anwend ung laufen jeden Monat 30 000 Personalabrechnungen. Da-
mit betreibt die citeq die größte Installation des DZ-Kommunalmasters Personal in NRW.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das größt e Kapital der citeq. Die citeq legt besonderen Wert auf die
Qualifizierung und Zufriedenheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bezieht sie in die Erarbeitung neuer
Strategien und Visionen aktiv mit ein.
Zur Erhaltung ihrer Leistungs- und Innovationsfähigkeit engagiert sich die citeq darin, qualifizierte Nachwuchs-
kräfte zu gewinnen und langfristig an das Unternehm en zu binden. Infotage und Aktionen wie der „Girls Day“
gewähren jungen Menschen einen Blick hinter die Kul issen. Außerdem bietet die citeq Praktikantenstelle n an
und wirbt damit auch für die Berufsbilder eines modernen IT-Dienstleistungsunternehmens.
Die citeq bildet aus und beschäftigte 2012 im Durch schnitt neun Auszubildende. Alle Auszubildenden dur ch-
laufen sämtliche relevanten Aufgabenbereiche und werden intensiv betreut. Das zahlt sich aus! So erzielen die
Auszubildenden der citeq in der Regel überdurchschn ittliche Abschlüsse und bleiben dann der citeq als be-
sonders qualifizierte Mitarbeiter erhalten. Mit der intensiven Förderung begegnet die citeq den Heraus forde-
rungen des demografischen Wandels und dem damit verbundenen Mangel an qualifiziertem Personal. Weitere
Maßnahmen sind die verstärkte Zusammenarbeit der IT -Dienstleister in NRW, so dass nicht mehr jeder IT-
Dienstleister alle Leistungen erbringen muss und der Ausbau des Images der citeq als attraktivem Arbeitgeber
durch Weiterbildung und eine angemessene Öffentlichkeitsarbeit.
Soziale Verantwortung
Die citeq ist sich ihrer sozialen Verantwortung bew usst. Wo immer möglich, verwendet die citeq recycel bare
Materialien und druckt auf Umweltpapier. Im Fuhrpark der citeq stehen zwei umweltfreundliche mit Gas b etrie-
bene Fahrzeuge. Zum Fuhrpark der citeq zählen auch drei Dienst-Fahrräder. Außerdem haben die Mitarbeite-
rinnen und Mitarbeiter der citeq die Möglichkeit, eigene Fahrräder während der Arbeitszeit witterungsgeschützt
unter zu stellen.
Bei dem Betrieb des auf mehrere Standorte verteilten Rechenzentrums achtet die citeq im Sinne von Green IT
auf den bewussten Umgang mit Ressourcen und tritt m it der Servervirtualisierung einem weiteren Anstieg des
Stromverbrauchs entgegen: Immer mehr Server werden als so genannte virtuelle Server betrieben. Dabei t eilt
sich ein Server, der nach außen hin als physischer Server erscheint, in Wirklichkeit gemeinsam mit and eren
virtuellen Servern eine Hardware. Die tatsächlich betriebenen (physischen) Systeme sind dadurch besser aus-
gelastet, insgesamt müssen weniger Rechner gekauft und betrieben werden.
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Beiträge zur Haushaltskonsolidierung der Stadt
Die citeq leistet – wie alle anderen städtischen Ämter auch - ihren Beitrag zu den Konsolidierungsbemühungen
der Stadt Münster. Bei allen durchaus sinnvollen Ei nsparungen, die innerhalb der IT realisierbar waren , darf
nicht übersehen werden, dass die IT selbst ein Werk zeug ist, mit dem die Verwaltung Abläufe optimieren und
somit Kosten einsparen kann. So können IT-Investiti onen höhere Einsparpotenziale in den Fachbereichen
erschließen, als sie selber an Kosten verursachen. Darüber hinaus erarbeitet die citeq Beiträge im Zus am-
menhang mit dem Handlungsprogramm 2012 – 2017 zur Konsolidierung des städtischen Haushalts.
Die citeq konnte in 2012 die Arbeit für die Stadt Münster und die Kooperationsverwaltungen erfolgreich fortset-
zen und sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt.
Infrastrukturmaßnahmen am und im Rechenzentrum wurden umgesetzt und weitere Fortschritte bezüglich der
Datensicherheit erzielt, die angesichts der zunehme nden Bedeutung und Abhängigkeit von der Information s-
technik und der gleichzeitig steigenden Gefährdung dringend geboten sind.
Besonders erfolgreich ist die citeq bei der Neukund engewinnung im Bereich personalwirtschaftlicher Anw en-
dungen. Nachdem der Echtbetrieb 2011 für die Stadt Wuppertal aufgenommen wurde, startete in 2012 der
Betrieb für die Stadt Hagen. Darüber hinaus ist die citeq mit weiteren Städten und Kreisverwaltungen ü ber
Möglichkeiten einer Ausweitung der Zusammenarbeit i m Bereich der personalwirtschaftlichen Anwendungen
im Gespräch.
Im Bereich E-Government wurden die Services von Dat aClearing NRW ausgebaut. Bei den E-Government-
Bürgerdiensten, die mit der weiteren Verbreitung de s neuen Personalausweises einen neuen Schub bekom-
men werden, hält die citeq mit ihren „Intelligenten eID-Formularen“ eine Spitzenposition. In einem wei teren
Schritt beteiligt sich die citeq an der E-Government-Initiative (EGI) des Bundesministeriums des Innern.
Dazu stellt die citeq auf der CeBIT gemeinsam mit d er ITEBO GmbH vor, wie Bürgerinnen und Bürger ein
Anliegen mit einem einzigen Antrag online erledigen können, für die bisher mehrere Anträge einzeln ges tellt
werden mussten.
Erfolgreich ist auch die Partizipationsplattform de r citeq, die neben Münster auch in weiteren Kommune n als
Bürgerhaushalt zum Einsatz gebracht wurde.
Infrastrukturmaßnahmen im Rechenzentrum
Die citeq betreibt am Standort Scheibenstraße 109 z wei Systemräume, in denen Server und Netzwerkkompo-
nenten gehostet werden. Die in 2012 durchgeführten Maßnahmen zur Ertüchtigung entschärfen auch die Situ-
ation in den vorhandenen Systemräumen in den Stadth äusern, deren Kapazitäten hinsichtlich Platz, Energ ie-
versorgung und Klimatisierungstechnik, seit einiger Zeit an ihre Grenzen stoßen.
Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (Netzersat zanlage) wird die energetische Versorgung absichern .
Wegen noch anstehender kleinerer Restarbeiten wird sie zu Beginn des Jahres 2013 in Betrieb genommen.
Der Standort und das technische IT-Konzept sind auf einen künftigen Verbund mit dem neu geplanten Data -
Center in der Feuerwache 1 am York-Ring ausgerichtet.
Der Umstieg auf eine neue Telekommunikationsanlage wurde vorbereitet.
Datenschutz und Datensicherheit
Im Jahr 2012 hat die citeq die in den Standards des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstech nik
(BSI) enthaltenen Empfehlungen zur Informationssicherheit kontinuierlich weiter umgesetzt.
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Das BSI hat ein Zertifizierungsschema entwickelt, d as die erfolgreiche Umsetzung von IT-Grundschutz na ch
außen transparent macht. Ziel der citeq ist es, im Rahmen der notwendigen Erreichung eines hohen Siche r-
heitsniveaus auch das Zertifikat nach IT-Grundschut z zu erlangen. Das IT-Grundschutz-Zertifikat des BS I
deckt die internationale Zertifizierungsnorm für In formationssicherheitsmanagementsysteme (ISO 27001) mit
ab.
Medienentwicklungsplan
Bereits mit der Aufstellung des ersten MEP im Jahr 2002 war dessen kontinuierliche Fortschreibung vorg ese-
hen, um den sich während der Umsetzungsphase des ME P ergebenden organisatorischen, technischen und
pädagogischen Anforderungen und Änderungen Rechnung zu tragen. Die Abstimmung erfolgte mit dem für
den medienpädagogischen Teil und die Finanzierung d es MEP verantwortlichen Amt 40. Die wesentlichen
Veränderungen sind:
• LWL-Schulanbindung / Bandbreitenerhöhung für weite rführende Schulen und Schulzentren
• Verbesserung der Leitungsqualität in allen Schulen
• Festlegung eines einheitlichen Monitorstandards
• Regelmäßige Reinvestition von Beamern und Druckern
• Ausweitung des gesicherten (Verwaltung) u. ungesic herten Speicherplatzes (Pädagogik)
• Erweiterung der Rechte für IT-Koordinationen
• WLAN in der Pädagogik
• Schulindividuelle Sperrung von Internetseiten
• Plattform für die Aktualisierung von Standard-Soft ware (PASS)
• Info-Displays für öffentliche Darstellungen von z. B. Vertretungsplänen
Weitere Themen werden/wurden im Rahmen von Projekten untersucht:
• Erweiterung der Ausstattung in Grundschulen um 100 PC/Notebooks (beschlossen)
• Pilotierung einer Kommunikationsplattform im erste n Quartal 2012
• Fortbildungen/Workshops für IT-Kontaktlehrer (erst malig in 2011 durchgeführt)
• Internetnutzung mit privaten Endgeräten über schul eigene Leitungen (abgeschlossen)
• Nutzung der Telekom@school-Anschlüsse für das päda gogische Internet
• Zugriff auf das pädagogische Netz / pädagogische M ails von Außerhalb
• Konsolidierung und Virtualisierung von Servern (in Umsetzung)
DZ-Kommunalmaster Personal NRW
Bei der Personalabrechnung auf Basis SAP-HCM hat di e citeq weitere Fortschritte erzielt. 2012 wurden m o-
natlich gut 30.000 Abrechnungsfälle im DZ-Kommunalm aster Personal NRW bearbeitet. Das Verfahren wurde
auf weitere Module der Personalwirtschaft ausgeweit et. Damit hat der Bereich der Personalwirtschaft se ine
strategische Position innerhalb des Produktangebots der citeq weiter ausgebaut.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft concunia aus Mü nster hat in 2012 den Betrieb der integrierten pers onal-
wirtschaftlichen Software SAP-HCM bei der citeq nach dem Prüfungsstandard der deutschen Wirtschaftsprüfer
IDW-PS 951 geprüft und bescheinigt. Hierbei handelt es sich um einen Prüfungsstandard des Instituts de r
Wirtschaftsprüfer zur „Prüfung des internen Kontrol lsystems beim Dienstleistungsunternehmen für auf da s
Dienstleistungsunternehmen ausgelagerte Funktionen“.
E-Government – DataClearing NRW
Die citeq betreibt gemeinsam mit dem Partnerrechenz entrum KRZN Kamp-Lintfort seit 2006 den Dienst Da-
taClearing NRW, der von 80 Prozent der Kommunen und Kreise NRW sowie von einigen Kommunen in Nie-
dersachsen genutzt wird. Sowohl im Bereich DataClea ring NRW (government-to-government) als auch im
Bereich der elektronischen Bürgerservices wurden weitere Fortschritte erzielt.
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Die zentrale Aufstellung der für die OSCI-Kommunika tion erforderlichen IT-Systeme erschließt den betei ligten
Kommunen erhebliche wirtschaftliche Vorteile. Zur weiteren Kostensenkung tragen auch mehrere Landes- und
Bundesbehörden bei, die verschiedene Services von DataClearing NRW nutzen. Jährlich verzeichnet die citeq
für diesen Dienst einen Ein- und Ausgang von je ca. 3 Millionen Nachrichten für die angeschlossenen Ko m-
munen.
Seit dem 20. September 2012 werden auch die Meldung en an die Kindergeldkasse bei der Bundesagentur für
Arbeit mit dem DataClearing NRW Dienst übertragen. Die Umstellung auf das neue Verfahren vereinheitlic ht
verschiedene zuvor im Einsatz befindliche Verfahren und beseitigt bisher bestehende Medienbrüche.
Einkauf
Die citeq kann auf eine Vielzahl von Rahmenverträgen zurückgreifen (eigener Abschluss, Verträge im Rahmen
der interkommunalen Zusammenarbeit über den KDN-Dac hverband und Lieferverträge für öffentliche Auftrag -
geber). Durch die damit verbundene Bündelung der Ku ndenbedarfe konnten die Einkaufskonditionen für die
citeq und ihre Kunden erheblich verbessert werden.
E-Government - elektronische Bürgerdienste
Die elektronischen Bürgerdienste wurden in 2012 wei ter ausgebaut. Eine besondere Rolle kommt dabei dem
neuen Personalausweis mit seiner elektronischen Ide ntität zu. Beim Aufbau der elektronischen Bürgerdie nste
liegt die besondere Herausforderung in der Vielzahl der kommunalen Dienstleistungen. Kommunalverwaltun -
gen haben im Vergleich zu privatwirtschaftlichen Un ternehmen ähnlich hohe Fallzahlen – diese verteilen sich
jedoch auf einige tausend unterschiedliche Dienstle istungen: Das reicht von der Eheschließung über die Ein-
richtung und den Betrieb von Kindergärten und die B eantragung von Fischereierlaubnisscheinen bis hin z ur
Erlaubnis zur Sondernutzung öffentlicher Verkehrsflächen.
Die Vielzahl der kommunalen Dienstleistungen mit je weils speziellen IT-Systemen optimal zu unterstütze n,
stellt eine Herausforderung dar. Und da die einzeln en Bürgerinnen und Bürger im Schnitt nur ein bis zw ei Mal
pro Jahr mit ihrer Kommunalverwaltung in Kontakt tr eten, müssen die Schnittstellen zu den Ämtern - in der
Regel „Antragsformulare“ - besonders intuitiv und einfach zu bedienen sein.
In Münster wurde in 2012 der Bestand an intelligent en eID-Formularen weiter ausgebaut und die dahinter lie-
genden Prozesse weitgehend medienbruchfrei gestalte t. Über den neuen Online-Dienst "Mängelmeldung"
gingen in den ersten zwei Monaten bereits mehr als 300 Hinweise bei der Stadt Münster ein. Das sind me hr
als sonst in einem ganzen Jahr. Spitzenreiter in de r Statistik: 61 Meldungen bezogen sich auf defekte Leuch-
ten an Straßen, Geh- oder Radwegen. Jeweils mehr al s 20 Hinweise gab es auf lose Gehwegplatten und
Pflastersteine, auf ausgefallene Ampelsignale und auf Verkehrsschilder, die nach Meinung der Absender über-
flüssig sind.
Darüber hinaus ist die Öffentlichkeitsarbeit der ci teq als potentieller E-Government-Diensteanbieter fortgesetzt
worden. So sollen auch andere Kommunen von den Erfa hrungen der citeq profitieren. Die Systemarchitektu r
wichtiger E-Government-Dienste wurde von vornherein mandantenfähig konzipiert, so dass mehrere Kunden
mit dieser Lösung arbeiten können, ohne gegenseitig Einblick in die Daten oder Benutzerverwaltung zu e rhal-
ten. Das Konzept basiert auf einer offenen Plattfor m, mit der sich weitere Plattformen an die eID-Infr astruktur
der citeq anbinden lassen: Das bedeutet für die Her steller von Fachverfahren, dass sie ihre Anwendunge n an
die Services der citeq anbinden können.
Die Stadt Münster hat in 2012 ein neues Verfahren zum Vorausfüllen von Meldescheinen eingeführt:
Die Wegzugsgemeinde liefert ihre Meldedaten, die da nn automatisch in die entsprechenden Felder der An-
meldemaske der Meldesoftware fließen. Das spart Zei t und steigert die Qualität der Daten in den Kommun al-
registern.
25
Wirtschaftslage
2012 war für die citeq ein erfolgreiches Jahr. Der Umsatz des Vorjahres wurde übertroffen, allerdings sind
auch die Aufwendungen gestiegen, so dass das Betrie bsergebnis des Vorjahres nicht erreicht wurde. Die not-
wendigen und zukunftsichernden Investitionen konnte n aus dem Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkei t
finanziert werden. Weitere Kennzahlen können dem Tätigkeitsbericht der citeq entnommen werden.
Konzern Stadt Münster - citeq
Jahresergbnisse 2009 - 2012
Zeitvergleich
Nr. Angaben in T-Euro, % 2012 2011 2010 2009
1 Umsatzerlöse -21.030 -20.871 -19.669 -20.077
2 Bestandsveränder., aktivierte Eigenleistungen 0 0 0 0
3 Gesamtleistung -21.030 -20.871 -19.669 -20.077
4 Materialaufwand 6.352 5.990 5.385 5.385
5 Personalaufwand 7.571 8.550 7.795 7.575
6 sonstige betriebl. Aufwendungen 1.833 1.717 1.751 2.025
7 sonstige betriebliche Erträge -92 -175 -204 -212
8 Ergebnis vor Zinsen, Steuern u. AfA (EBITDA) -5.366 -4.789 -4.942 -5.304
9 Abschreibungen 3.603 3.474 3.369 3.337
10 Betriebliches Ergebnis (EBIT) -1.763 -1.315 -1.573 -1.967
11 Zinsergebnis 558 -362 -350 -346
12 Beteiligungsergebnis 0 0 0 0
13 sonstiges Finanzergebnis 0 0 0 0
14 Finanzergebnis 558 -362 -350 -346
15 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.205 -1.677 -1.923 -2.313
16 außerordentliches Ergebnis 0 0 0 0
17 Ergebnis vor Steuern (EBT) -1.205 -1.677 -1.923 -2.313
18 Steuern 16 40 10 90
19 Jahresüberschuss -1.189 -1.637 -1.913 -2.223
Kennzahlen
20 Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 127,00 124,00 118,00 117,00
21 Nettoumsatzrendite in % 5,7% 7,8% 9,7% 11,1%
22 Materialaufwandsquote in % -30,2% -28,7% -27,4% -26,8%
23 Personalaufwandsquote in % -36,0% -41,0% -39,6% -37,7%
24 Veränderungsrate der Umsatzerlöse in % 0,8% 6,1% -2,0% 4,9%
Geschäftsverlauf
Die citeq erzielt Umsätze in den Bereichen Münster, ÖrV und MEP, wobei die Stadt Münster mit ihren Ämt ern
und Einrichtungen als größter Kunde hervortritt. Di e Umsatzerlöse über alle Bereiche der citeq betrage n nach
Ausschüttung an die ÖrV-Kunden 21.030 TEuro und war en damit 159 TEuro höher als im Vorjahr. Als Ergeb-
nis im Geschäftsjahr 2012 konnte ein Überschuss von 1.190 TEuro erzielt werden.
26
I
Investitionen
2012 wurden Investitionen in Höhe von ca. 4.889 TEu ro getätigt. Diese flossen hauptsächlich in die Ers atzin-
vestitionen für PCs, Monitore, Drucker, Server und Netztechnik der Bereiche Münster und MEP sowie in d ie
Erweiterung und Ergänzung des Software Portfolios. Weitere Investitionsschwerpunkte waren, wie in den Jah-
ren zuvor auch, Investitionen in Finanzanlagen, die ausschließlich zur Rückdeckung der Pensions- und B eihil-
feverpflichtung erworben wurden.
Risikomanagement
Die citeq hat auf Grund ihrer besonderen Verpflicht ung zur Erhaltung des Vermögens und der Leistungsfä hig-
keit (§ 10 der überarbeiteten Eigenbetriebsverordnu ng EigVO) und entsprechend den für Aktiengesellscha ften
geltenden gesetzlichen Bestimmungen ein Risikomanag ementsystem aufgebaut. Ziel ist es, bestehende und
mögliche Risiken für alle Betriebsbereiche zu ident ifizieren, zu bewerten und strategische Maßnahmen z ur
Reduzierung und Vermeidung von Risiken zu planen, umzusetzen und deren Umsetzung zu kontrollieren.
Auf Grund der engen Beziehungen zur Stadt Münster a ls Hauptabnehmer der Leistungen der citeq, der lang -
jährigen Zusammenarbeit mit den Kooperationspartner n und der Kündigungsfrist von mindestens 18 Monaten
im Rahmen der ÖrV für Leistungen der citeq lässt si ch das unternehmerische Risiko zur Zeit als gering einstu-
fen.
Beihilferückstellungen
Aktuell sind 50 Beamte bei der citeq beschäftigt. W eitere 11 Versorgungsempfänger sind beihilfeberechtigt. In
einem schwerwiegenden Krankheitsfall entstehen für die citeq hohe Beihilfeleistungen, welche durch die gebil-
deten Rückstellungen nicht mehr abgedeckt werden un d dadurch die Liquidität der citeq deutlich verring ern
würden.
Drohende Umsatzsteuerpflicht für nicht hoheitliche Leistungen gegenüber anderen juristischen Per-
sonen des öffentlichen Rechts
In der Pressemitteilung Nr. 13 vom 15. Februar 2012 schreibt der Bundesfinanzhof (BFH) zum “Thema Umsa tz-
besteuerung der öffentlichen Hand“:
„Der BFH hat durch Urteil vom 10. November 2011 V R 41/10 entschieden, dass nachhaltig und gegen Entgelt
erbrachte Leistungen der öffentlichen Hand der Umsa tzsteuer unterliegen, wenn diese Tätigkeiten auf zi vil-
rechtlicher Grundlage oder - im Wettbewerb zu Priva ten - auf öffentlich-rechtlicher Grundlage ausgefüh rt wer-
den. Dabei reicht es aus, wenn die Nichtbesteuerung der öffentlichen Hand zu einer nicht nur unbedeute nden
Wettbewerbsverzerrung führen würde.
Diese, auf einem EuGH-Urteil von 2008 beruhende, ge änderte Sichtweise führt zu einer erheblichen Auswe i-
tung der Umsatzsteuerpflicht für die öffentliche Ha nd im Vergleich zur gegenwärtigen Besteuerungspraxi s der
Finanzverwaltung; sie kann sich bei Investitionsmaß nahmen aber auch zugunsten der öffentlichen Hand au s-
wirken.
Von allgemeinem Interesse ist die Klarstellung, das s auch sog. Beistandsleistungen, die zwischen juris tischen
Personen des öffentlichen Rechts wie z.B. Gemeinden erbracht werden, steuerpflichtig sind, sofern es sich um
Leistungen handelt, die auch von Privatanbietern erbracht werden können. Entgegen der derzeitigen Besteue-
rungspraxis können danach z.B. auch die Leistungen kommunaler Rechenzentren umsatzsteuerpflichtig sein.“
Der Deutsche Städtetag hat das vorgenannte Urteil i n einem eigenen Schreiben vom 19.11.2012 aufgegriffen.
Aktuell hat sich die Finanzverwaltung dafür ausgesp rochen, dass dieses Urteil vorerst nicht veröffentl icht wird
und somit auch nicht zur Anwendung gebracht wird. D er Deutsche Städtetag rechnet gegenwärtig mit einer
Veröffentlichung frühestens ab Herbst 2013. Die Ver öffentlichung des Urteils wird faktisch nur in Verb indung
mit einem begleitenden Anwendungsschreiben erfolgen können. Ein solches Anwendungsschreiben wird nicht
ohne ein vorheriges Anhörungsverfahren unter Beteil igung der kommunalen Spitzenverbände abgestimmt
werden, so dass die Kommunen mit einigem Vorlauf üb er den Zeitpunkt und die Marschrichtung des Anwen-
dungsschreibens informiert sein werden. Es wird dav on ausgegangen, dass bis mindestens 2017 die Kommu-
nen die Möglichkeit haben, weiterhin die bisherige Verwaltungspraxis anzuwenden.
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Auf Anfrage durch die Beteiligungsverwaltung der St adt Münster beim hiesigen Finanzamt wurde dieses Da -
tum bestätigt.
Vorjahresabschluss
Für den Jahresabschluss zum 31.12.2011 erteilte die Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft eine n
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Diesen hat d ie Gemeindeprüfungsanstalt in Herne unverändert mit
Datum vom 28.09.2012 in ihren eigenen abschließenden Vermerk übernommen.
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Zukunftsprognose
Die citeq hat sich 2012 mit nahezu konstanten Umsät zen gut am Markt behauptet. Auf Grund ihrer Integra tion
in die Stadt Münster als Hauptabnehmer der citeq-Le istungen und aufgrund der langfristig angelegten Zu -
sammenarbeit mit den Kooperationspartnern kann auch für die nähere Zukunft von einem stabilen Kernge-
schäft ausgegangen werden. Projekte in den Bereiche n Personalmanagement, Finanzwesen, Datenschutz
und Datensicherheit sowie E-Government weisen den Weg in die Zukunft.
Die IT-Lösungen der citeq verbessern die Verwaltung sarbeit der Stadt Münster kontinuierlich. Herauszuh eben
ist der in 2012 begonnene Aufbau und weitere Ausbau eines Informationsportals (Data-Warehouse) mit Kenn-
zahlen zur Unterstützung der Verwaltungssteuerung ebenso wie die in 2013 beginnende Neugestaltung des in
die Jahre gekommenen Intranets mit wesentlich erweiterten Funktionen (web 2.0 wie wiki, Foren, Selbstbedie-
nungsfunktionen und verbesserter Kommunikation).
Erste Schritte zur Einführung der elektronischen Re chnungseingangsbearbeitung bei der Stadt Münster we r-
den unternommen. Die im Jahr 2013 während der Pilot ierung bei der citeq gemachten Erfahrungen werden
den verwaltungsweiten Rollout ab dem Jahr 2014 unterstützen.
Beim Bürger-E-Government setzt die citeq weiter auf den Ausbau der Bürgerservices (elektronische Antra gs-
verfahren) und auf Lösungen zur besseren Einbeziehu ng der Bürgerinnen und Bürger (Partizipationsplattf orm
und Mängelmelder) sowie auf Open Data (Bereitstellung öffentlicher Daten zur freien Verwendung, z. B. für die
Entwicklungen von Apps durch Privatunternehmen).
Der schwierigen Haushaltslage entsprechend nutzt die citeq alle Möglichkeiten zur Kostensenkung im eigenen
Betrieb (z. B. Standzeitverlängerungen von Endgerät en oder Refill- statt Originalpatronen) und auf in terkom-
munale Kooperation (z. B. gemeinsamer Ausbau der el ektronischen Antragsverfahren im Rahmen der NRW-
Großstadtzusammenarbeit, die von Herrn Oberbürgerme ister Lewe initiiert wurde). Darüber hinaus leistet die
citeq Beiträge im Zusammenhang mit dem Handlungspro gramm 2012 – 2017 zur Konsolidierung des städti-
schen Haushalts.
Ein Großteil der citeq-Arbeitskraft wird in den kom menden Jahren allerdings durch die zwingend erforde rliche
Aktualisierung der IT-Infrastruktur der Stadt Münst er gebunden: Die Gebäudenetze und die Lichtwellenve rbin-
dungen zwischen den städtischen Gebäuden sind auszu bauen, neue Telefontechnik mit erweiterten Funktio-
nen einzuführen. Unaufschiebbar ist zudem die Migration des Serverbetriebssystems Novell und des Mail- und
Terminverwaltungssystems Groupwise in die Microsoft -Welt. Auch der Wechsel des PC-Betriebssystems und
der Microsoft-Office-Version sowie – in dessen Folge – auch ein erheblicher Teil der derzeit eingesetzten Soft-
wareprodukte steht an. Eine Verschiebung der Aktual isierungsprojekte ist aufgrund der Marktentwicklung, des
Alters der eingesetzten Komponenten und wegen der A ufkündigung eingesetzter Softwareversionen nicht
möglich.
Bei der Aktualisierung der IT-Systeme ist zu berück sichtigen, dass die Bedeutung der IT in den letzten Jahren
kontinuierlich zugenommen hat. Immer weniger Verwal tungsaufgaben können noch manuell erledigt werden,
immer größere Teile der Verwaltung sind bei einem A usfall der IT-Systeme nicht mehr arbeitsfähig. Dies er
gewachsenen und weiter wachsenden Bedeutung der IT- Systeme entsprechend ist durch den Einsatz höher-
wertiger und damit besser verfügbarer IT-Systeme Rechnung zu tragen.
Die derzeitigen Herausforderungen der citeq sind ge waltig: sie liegen in der Aktualisierung und Ertüch tigung
ihrer IT-Systeme bei einem gleichzeitigen Ausbau de r Bürgerdienste und einer verbesserten IT-Unterstüt zung
der verwaltungsinternen Prozesse.
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Die hoch motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der citeq sind Voraussetzung und Garant dafür, dass die
citeq diese Hochlastphase nicht nur überstehen, son dern sogar gestärkt aus ihr hervorgehen wird. Die c iteq
wird an ihren Aufgaben wachsen und die Stadt Münster zukünftig mit verbesserten IT-Systemen und effiziente-
ren IT-Service-Prozessen noch besser unterstützen.
Münster, den 31.03.2013
citeq
Stefan Schoenfelder
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Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- York-Ring
- Scheibenstraße 109z
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0320/2013
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 14.05.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37