Mandari Insight

V/0013/2012

Gestaltung der Schaltschränke im Bahnhofsviertel in Kooperation mit der Immobilien- und Standortgemeinschaft Bahnhofsviertel Münster e.V.

Vorlagen 04.01.2012

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0013-2012 Schaltschränke Anlage 2 - Broschüre

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0013-2012 Schaltschränke Anlage 1 - Standorte

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0013-2012 Schaltschränke Anlage 2 - Broschüre

20701 Zeichen

Schaltschränke
Ein Projekt der ISG Bahnhofsviertel Münster e.V.
mit dem Künstler Tobias Rehberger
Anlage 2
zur Vorlage V/0013/2012

Wir laden Sie ein!
Wir, die Immobilien- und Standortgemeinschaft Bahnhofsviertel Münster e.V. 
macht sich für eine Aufwertung des Standortes stark. Hier arbeiten wir Eigentümer und 
Geschäftsleute Hand in Hand an den Herausforderungen der Zukunft.
W
ir wollen ein attraktives und starkes Bahnhofsviertel und optimieren den Einzelhandelsstandort 
mit neuen Ideen.
W
ir entwickeln Konzepte für einen nachhaltigen Branchenmix an der Windthorststraße und im 
gesamten Quartier
.
Wir beraten Eigentümer, die ihr Objekt umbauen bzw. gestalterisch aufwerten wollen.
Wir unterstützen Einzelhändler, die ein geeignetes Ladenlokal suchen und beraten Eigentümer 
bei der Suche nach geeigneten Mietern.
Akteure  Immobilien- und Standortgemeinschaft Bahnhofsviertel e.V
 .   
 mit der Stadt Münster
 Dezernat für Planung, Bau und Marketing
 Dezernat für Bildung, Familie, Jugend, Kultur und Sport
Ansprechpartner  Dipl. Kfm. Peter Cremer
 Vorsitzender der Immobilien- Standortgemeinschaft Bahnhofsviertel e.V. 
 Hotel Kaiserhof Münster
, Bahnhofstraße 14-16, 48143 Münster
 Tel.: 0251 41780, Fax: 0251 4178666, E-Mail: info@p-cremer.de
Gefördert durch das Land NRW und die Stadt Münster

1
Im Vordergrund der gemeinsamen Arbeit stehen 
die Verbesserungen der städtebaulichen Situation 
sowie die Gestaltung des Stadtraumes. 
Erste 
Maßnahmen der erfolgreichen öffentlich-pri-
vaten 
Zusammenarbeit mit dem Ziel der Aufwertung 
des Quartiers sind bereits sichtbar und leuchten 
als „Lichtboulevard Bahnhofstraße“ seit dem 13. 
November 2009 weit in die Stadt. Im gemeinsa-
men 
Schulterschluss haben ISG und Stadt für die 
Bahnhofstraße eine optische Aufwertung erreicht, 
die in der öffentlichen Wahrnehmung außerordent-
lich positiv aufgefasst wird. 
Das 
Bahnhofsviertel ist gekennzeichnet durch 
seinen urbanen Charakter, der in dieser Form in 
Münster eine Alleinstellung bedeutet, die zentrale 
Lage und unmittelbare Nähe zur Altstadt sowie als 
bedeutendster Verkehrsknotenpunkt für das ge-
samte 
Münsterland. Jahrelang in der Entwicklung 
benachteiligt, von seinen Bewohnern vernach-
lässigt 
und von der Banalisierung der Angebote 
im Gewerbe betroffen, hat sich die Immobilien- 
und Standortgemeinschaft (ISG) Bahnhofsviertel 
Münster e.V. dieses Stadtraumes angenommen 
und gemeinsam mit der Stadt Münster seine 
Revitalisierung und Weiterentwicklung sowie posi-
tive Imagebildung angestoßen. 
Das 
Bahnhofsviertel versteht sich, neben seiner 
Funktion als Gewerbestandort, als Zentrum für kul-
turelle 
Lebensart. Dafür sind jedoch insbesondere 
eine hohe Aufenthalts- und Verweilqualität erforder-
lich. 
Seit 
2005 arbeitet die ISG Bahnhofsviertel Münster 
e.V. mit innovativen Projektideen und dem finanzi-
ellen, 
ideellen und personellen Engagement einer 
Vielzahl privater Akteure an der komplexen Aufgabe, 
die Chancen des Bahnhofsviertels aufzugreifen und 
Lösungen für die anstehenden Herausforderungen 
zu realisieren. 
�
ISG Lichtboulevard Bahnhofstraße
Initiativen zur Quartiersverbesserung 
DAS BAHNHOFSVIERTEL IN MÜNSTER

2
Ein zentrales Thema der Stadtgestaltung im Bahn-
hofsviertel sind die Schaltschränke, von denen 
insgesamt 
69 in unterschiedlicher Größe und 
Anordnung im Bahnhofsviertel zu finden sind.
Dabei handelt es sich um technische Einrichtungen 
- in ihrem Innenraum befinden sich Stromkabel 
zur Steuerung der Lichtsignalanlagen, des Kabel-
fernsehens und der Telekommunikation. Die Schalt-
schränke dominieren optisch den öffentlichen 
Raum, vor allem durch die Überplakatierung, durch 
Grafitti und Überschreibungen. 
Allein im Bahnhofsviertel sind dadurch zehn Hektar 
des öffentlichen Raumes bestimmt - ein Potenzial, 
über das man sich ärgern oder aber besser als de-
zentrale 
Ausstellungsfläche in Wert setzen kann.
SCHALTSCHRÄNKE IM BAHNHOFSVIERTEL 
Tobias Rehberger  I Fichte, 2003, anlässlich der 4. 
Echigo-T
sumari Kunst-Triennale, Matsudai / Niigita 
(Japan)

3
Das ist die Idee des Kunstprojektes Schalt-
schränke von Tobias Rehberger. 
Im 
Mittelpunkt des Kunstprojektes Schaltschränke 
steht das Gebiet um den Münsteraner Hauptbahnhof 
- der gebaute Raum ebenso wie das städtische 
Leben dort und seine Geschäftigkeit. Es beschäftigt 
sich mit der Rolle des Bahnhofsviertels innerhalb 
der gesamtstädtischen Struktur und widmet sich 
seinen Eigenarten und spürt der Identität dieses 
Ortes nach. 
Innerhalb 
des räumlichen Gefüges heutiger euro-
päischer 
Städte, gibt es wohl kaum einen Ort, der 
ähnliche hohe Geschwindigkeiten aufweist, wie 
ein Bahnhof und seine direkte Umgebung. Der 
Bahnhof ist der Knotenpunkt und das Drehkreuz 
vielfältiger Bewegungsströme und gleichermaßen 
Aufenthalts- und Repräsentationsplatz einer Stadt. 
Das Bahnhofsviertel in Münster ist von dieser 
Dynamik und den hieraus wachsenden und sich 
überlagernden Nutzungen ebenfalls stark geprägt. 
Das Kunstprojekt 
 Schaltschränke von Tobias 
Rehberger für das Bahnhofsviertel richtet sein 
Augenmerk 
nun auf ein verteiltes System, welches 
mehr als jedes andere greifbare Moment im städti-
schen 
Raum genau diese dynamische Vernetzung 
aufgreift. 
Tobias Rehberger I Caprimoon `99, 2000, Installation für 
das Projekt Kunstwegen - Der Vechte folgen, Nordhorn

4
Tobias Rehberger I Günter´s (wiederbeleuchtet), 1997, 
anlässlich der Ausstellung skulptur.projekte 1997, 
Münster 
Eduardo Chillida I T oleranz durch Dialog, 1993, Münster
Als deutlich sichtbare Hinweise auf das flächen-
deckend 
den gesamten Stadtraum durchziehen-
de 
unterirdische Versorgungsnetz der Strom- und 
Telefonsysteme, stehen auf den Gehwegen und 
auf Plätzen, dicht an der Hauswand, einzeln und in 
größeren Gruppen die bekannten Schaltschränke 
aus grauem Kunststoff. Sie sind Hinweis und bie-
ten 
Zugang in dieses verborgene System von 
Leitungen. 
Die 
Kunststoffschränke sind lediglich der sichtbare 
Teil des am weitesten verbreiteten Verbundnetzes, 
welches als ein rhizomartiges („vielwurzelig“ ver-
ästeltes 
System) Geflecht unseren bewohnten 
Lebensraum durchzieht und ihn organisiert. Im 
Zusammenhang mit dem Kunstprojekt im öffent-
lichen 
Raum des Bahnhofsviertels in Münster ist 
dieses Netz und die Schaltschränke als seine 
sichtbaren Zugänge weniger im Sinne einer star-
ren 
Gitter-Geometrie, sondern als ein fließendes 
System verzweigter Kanäle zu verstehen. 
Die 
ISG Bahnhofsviertel Münster e.V. hat in en-
ger 
Zusammenarbeit mit der Ausstellungshalle 
zeitgenössische Kunst Münster den Künstler 
Tobias Rehberger beauftragt, sich künstlerisch 
mit den Schaltschränken auseinander zu setzen,

5
Jorge Pardo I Pier, skulptur.projekte 1997, Münster
Bruce 
Naumann I Square Depression, skulptur.projekte  
2007, Münster
Claes 
Oldenburg I Giants Pool Balls, skulptur.projekte 
1977, Münster
Thomas 
Schütte I Kirschensäule, skulptur.projekte 1987, 
Münster
dabei die Identität des Viertels im Blick zu ha-
ben 
und das Projekt im Austausch und Dialog mit 
den Menschen im Bahnhofsviertel zu entwickeln. 
Dabei sollen alle künstlerischen Möglichkeiten, die 
Objekte als Medienfläche zu nutzen oder sie als 
Basis für skulpturale Arbeiten zu bearbeiten, offen 
bleiben. Gewünscht sind im Stadtraum sichtbare 
und erlebbare künstlerische Gestaltungen, die den 
Straßenraum prägen und dem Quartier ein Gesicht 
geben. 
Das 
Projekt von Tobias Rehberger im Bahn-
hofsviertel soll ein inspirierender „Störfaktor“ und 
zugleich ein gestaltendes Element sein, welches 
zum raumgreifenden Gesamtkunstwerk wird.

6
* Esslingen, Neckar, 1966
Hochschule für Bildende Kunst, Frankfurt am Main
Lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und Berlin
DER KÜNSTLER - 
TOBIAS REHBERGER 
Biografie
1987 - 1992 studierte an der Städelschule, 
Frankfurt/ am Main
1999 
Förderpreis zum Internationalen 
Preis des Landes Baden-Württem-
berg
2001  
Dix-Preis der Kunstsammlung 
Gera
2003  
Karl Ströher-Preis, Frankfurt am 
Main
seit 2001  
Professor der Staatlichen Hoch-
schule für Bildende Künste, Städel-
schule Frankfurt
2009 
Hans-Thoma-Preis des Landes 
Baden-Württemberg
 Golden Lion, 53. Biennale von 
V
enedig
 Hector Kunstpreis der Kunsthalle 
Mannheim
Der 
Künstler Tobias Rehberger, der 2009 an der 
Biennale in Venedig mit einer künstlerischen 
Inszenierung des Cafés vertreten war, ist bekannt 
für seine gattungsübergreifende Gestaltungsweise. 
Gerade in dem ästhetischen Bereich in dem sich 
die Funktionalität des Designs mit der Autonomie 
der Bildenden Kunst vermengt, hat Rehberger mit 
seiner Arbeitsweise Kunstwerke von großer Qualität 
und mit einer außergewöhnlichen, unverwechselba-
ren 
Formsprache hervorgebracht. Das für Münster 
geplante Projekt könnte in Anknüpfung an diese 
Werkreihe Modellcharakter erlangen. Es hat das 
Potential eine Synthese zwischen einem autonomen 
Kunstwerk und einem Stadtentwicklungsprozess 
herzustellen, zu moderieren und neu zu denken.
T
obias Rehberger ist in Münster kein Unbekannter: 
Sein Interesse an Interventionen, die sich im 
Schutzraum der Funktionalität und Normalität ent-
falten, 
wurde während der skulptur.projekte Münster 
1997 zu einem Publikumsmagneten: Auf dem Dach 
des Universitätsgebäudes H1 (Hindenburgplatz) 
hatte er ein „benutzbares“ Kunstwerk - eine Lounge 
mit Bar - inszeniert. 
Mit 
dem neuen Interventionsprojekt wird Rehberger 
15 Jahre später die veränderten Möglichkeiten von 
Funktionalität im öffentlichen Raum reflektieren. Im 
Fokus seiner Auseinandersetzung: Die unschönen 
Schaltschränke im Bahnhofsviertel, die er durch 
eine umfunktionierte oder erweiterte Nutzbarkeit

7
im Sinne einer künstlerischen Transformation 
verändern wird und als skulpturale Projekte des 
Stadtraumes dauerhaft präsentieren wird. 
Ausschlaggebend 
für die Wahl Rehbergers war 
insbesondere der Stellenwert, den Kommunikation 
und Partizipation, Humor und Ironie innerhalb 
seiner künstlerischen Herangehensweise ein-
nehmen. 
Diese Lust an Kommunikation hat 
Rehberger immer wieder und mit Vergnügen bei 
Projektverwirklichungen unter Beweis gestellt. 
Er sucht geradezu den Dialog mit den Initiatoren, 
Organisatoren und dem Publikum. Darüber hin-
aus 
begreift er das geplante Projekt selbst als eine 
Möglichkeit, modellhafte „Lösungen“ für eine ver-
schönernde 
Integration der Schaltschränke im ur-
banen Raum zu entwickeln. 
Ausgewählte Einzelausstellungen 
201
1  Junge Mütter und andere heikle Fragen, 
 Essl Museum, Klosterneuburg/Wien, A 
2010 flach, Plakate, Plakatkonzepte und 
Wandmalereien, 
 Museum für angewandte Kunst, Frankfurt 
am Main, D
2009 
Hector Kunstpreis der Kunsthalle 
Mannheim, D
 
Hans-Thoma-Preis des Landes Baden-
Württemberg, Bernau, D
 …my time is not your time, Kunstraum 
Innsbruck, Innsbruck, 
A 
2008 Die kein Henne-Ei-Problem-Wandmalerei, 
 Museum Ludwig, Köln, D (Kat.) 
 „The-chicken-and-egg-no-problem wall-
painting”
 
Stedelijk Museum, Amsterdam, NL
2007  On Otto, Fondazione Prada, Milano, I (Kat.)
2005 I die every day, 1. Cor. 15, 31, Palacio de 
Cristal, Museo Nacional 
 Centro de Arte, Reina Sofia, Madrid, E(Kat.) 
2004 Private Matters, Whitechapel Gallery, 
London, GB (Kat.)
 
Artsonje, Center, Seoul, ROK 
Tobias Rehberger I Raststatt Rio Bravo, 2007, Süddeutsche Zeitung Verlag, München

8
2003 “bitte danke”, Arbeiten von Tobias 
Rehberger aus der Sammlung Landesbank 
 
Baden-Württemberg, Galerie der Stadt 
Stuttgart, Stuttgart, D (Kat.) 
2002 Prescricoes, descricoes, receitas e recibos,
 Museu Serralves, Porto, P
 Night Shift, Palais de Tokyo, Paris, F
 T reballant/Trabajando/Arbeitend, Fundacio 
« „la Caixa“, Barcelona, E (Kat.) 
 
Deaddies, Galeria Civica d’Arte Moderna e 
Contemporanea, GAM, Torino, I (Kat.)
 Geläut - bis ichs hör , Museum für neue 
Kunst MKN, Karlsruhe, D (Kat.)  
2001 
Do Not Eat Industrially Produced Eggs, 
 Förderpreis zum Internationalen Preis des 
Landes Baden-Württemberg, 
 
Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, D 
 Luci diffuse, Viafarini, Milano, I 
 … (whenever you need me), Westfälischer 
Kunstverein, Münster, D (Kat.) 
2000 nana, neugerriemschneider, Berlin, D 
 The Sun from 
 Above, Museum of 
Contemporary Art, Chicago, USA
 Frac Nord-Pass de Calais, Dunkerque, F
 Jack Lemmon’
 s Legs and Other Libraries, 
 Friedrich Petzel Gallery, New York, USA 
1999 The Secret Bulb in Barry L., Galerie für 
zeitgenössische Kunst, Leipzig, D
 The Improvement of the Idyllic, Galeria 
Heinrich Ehrhardt, Madrid, E 
 
Sunny-side up, Matrix 180, University of 
California Berkeley Art Museum and 
 Pacific Film Archive, Berkeley, USA
 Standard Rad, Transmission Gallery, 
Glasgow, GB
 Nightprowler, De Vleeshal, Middelburg, NL 
1998 Moderna Museet, Stockholm, S (Kat.) 
 Kunsthalle Basel, CH (Kat.) 
 W
aiting room - Also? Wir gehen? Gehen 
wir!, Intervention 13, Sprengel Museum, 
 
Hannover, D
 Roomade, Office Tower Manhattan Center, 
Brüssel, B 
1996 
Suggestions from the Visitors of the Shows 
#74 and #75, Portikus, Frankfurt 
 
am Main, D (Kat.) 
 Peuè Seè e Faàgck Sunday Paàe, 
Kölnischer Kunstverein, Köln, D
1995 
9 Skulpturen, Produzentengalerie, Raum 
für Kunst, Hamburg, D 
 canceled projects, Museum Fridericianum, 
Kassel, D (Kat.) 
1994 
Goethe-Institut Yaoundé, Kamerun, CAM
1993 Sammlung Goldberg / The Iceberg 
Collection, Ludwig Forum für internationale 
 
Kunst, Aachen, D
1992 9 Skulpturen, Wohnung K. König, Frankfurt 
am Main, D 
Ausgewählte Gruppenausstellungen
2010 RUHR 2010, Emscher Park, Oberhausen, D
2009 Making Worlds, La Biennale die Venezia, 
Venedig, I (Kat.) 
 The quick and the dead, W alker Art 
 Sechzig Jahre. Sechzig W erke. Kunst aus 
der Bundesrepublik Deutschland von 
 
,49 bis ,09, Martin-Gropius-Bau, 
 Berlin, D (Kat.) 
 The Quick an the Dead, Walker Art 
Centerm, Minneapolis, USA (Kat.) 
2008 Interieur / Exterieur, Kunstmuseum 
Wolfsburg, D 
2007 Space for your Future, MOT - Museum of 
Contemporary Art, Tokyo, J
 Would It Be Nice ... Wishful Thinking in Art 
an Design, Centre d’Art Contemporain, 
 
Genève,CH
2006 Ordnung und Verführung, haus konstruktiv, 
Zürich, CH 
2005 
ARTE ALL’ ARTE 10, Arte Architettura 
Paesaggio, Poggiobonsi, Siena, I 
2004 
1. Internationale Biennale für zeitgenössi-
sche Kunst Sevilla, Sevilla, E (Kat.)
2003 
Micro-Utopias, 1. Bienal de Valencia, 
Valencia, E 
 Dreams an Conflicts - The Viewer’s 
Dictatorship, Biennale di Venezia, Venedig, I
2000 The Sky is the Limit, Taipeh - Biennale, 
Taipeh, RC
1999 Blow Away, 6 th International Caribbean 
Biennal, St. Kitts, Caribbean Islands
 Skulptur-Biennale 1999, Münster , D (Kat.) 
1998 1. Berlin Biennale, Berlin, D (Kat.) 
 manifesta2, Luxemburg, LU (Kat.) 
1997 skulptur.projekte in Münster,97, 
 Münster, D (Kat.) 
1996 Manifesta 1, Rotterdam, NL (Kat.)

9
Tobias Rehberger I U-Bahn-Station Marienplatz, 2005, München
T
obias Rehberger I Slinky springs to fame, Oberhausen 201 1
Tobias Rehberger I Mulhouse, W artehalle 2010
Tobias Rehberger I Mulhouse, Wartehalle 2010

10
Tobias Rehberger I Adipöse Enkelin, 2004, anlässlich 
des Ausstellung Braunschweig Parcours 2004
T
obias Rehberger I Montevideo, Mailand, New York, 
Moskau, Dubai, Singapur, Sao Paulo und T okio, 2003, 
Dresdner Bank, Frankfurt/Main
T
obias Rehberger I Bar Caffetteria - Palazzo delle Esposizione Giardini, Venezia 2009

11
In der ersten Phase bis Ende Februar 2012 
reicht Tobias Rehberger erste Skizzen und 
Ideenvorschläge ein. Die Vorschläge werden 
von der Fachjury bewertet, in der neben örtlichen 
Vertretern aus Kunst und Kultur, der Stadt sowie 
des Quartiers auch Professor König (Museum 
Ludwig, Kurator der skulptur.projekte münster) ver-
treten 
sein wird, sowie Vertreter des Ministeriums für 
Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr 
des Landes Nordrhein-Westfalen. Kuratiert wird das 
Projekt von Frau Dr. Gail Kirkpatrick, Leiterin der 
Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster. 
In der zweiten Phase werden die Einzelprojekte 
anschließend durch Tobias Rehberger konkretisiert 
und mit Umsetzungsvorschlägen versehen. Ziel ist 
die Realisierungsreife im Frühjahr/Sommer 2012. 
Begleitend 
zu dem Projekt findet ein internationa-
les 
Symposium statt, das den Bezug zu skulptur.
projekte Münster herstellt und sich mit Themen der 
Weiterentwicklung von Kunst und Öffentlichkeit, 
Kunst und Stadtentwicklung, Kunst und öffentli-
chem 
Diskurs sowie Kunst und Stadtraum ausein-
andersetzt. 
Außerdem wird das Projekt durch dis-
kursive 
und/oder narrative Veranstaltungsformate 
mit Themen der Stadtgeschichte und der histori-
schen 
und aktuellen Identität des Bahnhofsviertels 
begleitet. 
In 
der dritten Phase sollen ab Sommer 2012 
Ergebnisse im öffentlichen Raum realisiert sein. Bis 
Anfang 2013 sollen alle Objekte im Stadtraum reali-
siert sein und zur Entdeckung einladen. 
Anschließend 
ist eine Dokumentation der Arbeiten, 
des Prozesses, der Diskussion mit der Öffentlichkeit 
und den Akteuren im Bahnhofsviertel vorgesehen. 
Die Finanzierung soll überwiegend durch die ISG 
Bahnhofsviertel Münster e.V. mit ihren Sponsoren 
und Gönnern erfolgen, die als Eigenmittel min-
destens 50 % der erforderlichen Kosten zur Ver-
fügung stellen. Ergänzend sind Fördermittel des 
Landes NRW - Kunst- und Kulturförderung, Städte-
bauförderung - sowie der Stadt Münster avisiert. 
Für 
die Realisierung des Kunstprojektes Schalt-
schränke und begleitende Veranstaltungen entste-
hen 
Gesamtkosten von rund 500.000 Euro inklusive 
Mehrwertsteuer.  
DAS KUNSTPROJEKT
Phasen der Entstehung, 
Kooperationen und Finanzierung 
Entwicklung des Konzeptes - Ideenskizzen und Vorschläge
Das Konzept muss grundsätzlich umsetzbar und prüfbar sein.
Konkretisierung der V
orschläge - Herstellung Umsetzungsreife
Die Vorschläge müssen grundsätzlich umsetzbar sein und Rahmenvogaben beachten.
Internationales Symposium Kunst und Öffentlichkeit
W
eiterentwicklung von Kunst und Stadtentwicklung, Kunst im öffentlichen Diskurs 
sowie Kunst und Stadtraum
Umsetzung der V
orschläge im Bahnhofsquartier
Abgrenzung bzw. Aufteilung in Bereiche / Cluster wird im Projektverlauf durch das 
künstlerische Konzept bestimmt.
Präsentation der Ergebnisse im Bahnhofsquartier
Dokumentation der 
Arbeiten - Ausstellungskatalog
Begleitende Öffentlichkeitsarbeit
Prozess der Meinungsbildung, 
Arbeitsgespräche mit dem Künstler, 
Dokumentation der Arbeiten.
2012
2013
6
6
6
6
6

12
Sehr geehrter Herr Cramer, 
wie ich hörte, kommen die Vor-
bereitungen des von Ihnen initiier-
ten Schaltschränke Projekts voran.
Bei 
einem Treffen im Kaiserhof hab 
ich meine Skepsis zum Ausdruck 
gebracht, ob es gelingen kann 
die langweiligen Kästen für die 
Verbesserung des Bahnhofviertels 
einzusetzen. Mit der Bereitschaft 
von Tobias Rehberger, einem wirk-
lich 
innovativ operierenden Künstler 
im öffentlichen Außenraum, sich 
der Aufgabe anzunehmen, könn-
te 
kurioser Weise etwas wirklich 
Interessantes in Gang kommen. 
Ich 
wünsche Ihnen viele Mitstreiter 
–  auf mich können Sie zählen.
Mit solidarischen Grüßen 
Ihr Kasper König

Impressum
Herausgeber 
Immobilien- und Standortgemeinschaft 
Bahnhofsviertel Münster e.V
.
Stadt Münster
Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, 
V
erkehrsplanung
Münster Marketing
Bearbeitung
Dr
. Gail Kirkpatrick
Bernadette Spinnen
Andreas 
Thiel
Boris Vandeck
Gestaltung und Satz
Günter V
ennemann
Januar 2012
Bildnachweis
© Tobias Rehberger
courtesy neugerriemschneider, Berlin
Titelseite, 2, 3, 4, 6, 7, 9, 10, 13
 
Günter V
ennemann
Titelseite, Seite 1, 2, 3, 5
Dietmar Wirlitsch
Seite 1, 4, 5
Karlheinz Max Schmalzried
Seite 1
Gabi Sobotta
Rückseite
Geschäftsstelle büro frauns 
 kommunikation I planung I marketing
 Schorlemerstraße 4, 48143 Münster
Das Projekt „Schaltschränke“ von Tobias Rehberger 
im Bahnhofsviertel ist ein ambitioniertes Kunstprojekt 
für die ganze Stadt. 
Wir 
können es nur realisieren, wenn wir in erhebli-
chem 
Umfang Sponsoren einwerben. Gelingt dies, 
dann beteiligt sich auch die öffentliche Hand (Land 
NRW / Stadt Münster) an der Finanzierung. 
Als Initiator des Kunstprojektes ist die Immobilien- 
und Standortgemeinschaft Bahnhofsviertel (ISG) 
zuversichtlich, eine Sponsorenbeteiligung in Höhe 
AN UNSERE FÖRDERER
Tobias Rehberger I Raststatt Rio Bravo, 2007, Süddeutsche Zeitung Verlag, München
von rund 200.000 Euro zu erreichen. Das werden 
wir in Münster schaffen, da bin ich sicher! 
Dieser Mut hat bislang alle öffentlichen Förderer 
überzeugt und deshalb bitte ich Sie ganz persönlich 
mitzuhelfen, dass das Projekt gelingt und Münster 
nicht nur wegen der Skulptur.Projekte, sondern auch 
wegen der Ernsthaftigkeit der Auseinandersetzung 
mit dem Thema in den Zwischenjahren bemerkens-
wert wird und es bleibt. 
Ich danke Ihnen im V
oraus sehr herzlich
Ihr 
Peter Cremer

ISG

Beschlussvorlage

18947 Zeichen

V/0013/2012 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Gestaltung der Schaltschränke im Bahnhofsviertel in Kooperation mit der Immobilien- 
und Standortgemeinschaft Bahnhofsviertel Münster e.V. 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
24.01.2012 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
31.01.2012 Werksausschuss Münster Marketing Vorberatung 
02.02.2012 Kulturausschuss Vorberatung 
02.02.2012 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 
07.02.2012 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 
08.02.2012 Hauptausschuss Vorberatung 
08.02.2012 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster stimmt dem „Kunstprojekt Schalt schränke“ der  Immobilien- und Standortgemei n-
schaft (ISG) Bahnhofsviertel Münster e.V. zur künstlerischen Gestaltung der 69 Schaltschränke (und ggf. der 
Standortumgebung) im Bahnhofsviertel für einen Zeitraum von zehn Jahren zu. 
 
2. Der Rat beauftragt die Verwaltung,  
 
2.1 die ISG Bahnhofsviertel Münster e.V. bei der Realisierung der künstlerischen Gestaltung der Schal t-
schränke zu unterstützen. 
 
2.2 gemeinsam mit der ISG Bahnhofsviertel Münster e.V. sowie externen Fachleuten im Rahmen einer Ju-
ryentscheidung die einzureichenden Vorschläge des Künstlers  Prof. Tobias Rehberger zu würdigen 
und daraus gemeinsam mit dem Künstler ein entsprechendes Umsetzungs- und Realisierungskonzept 
zu entwickeln.  
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0013/2012 
Auskunft erteilt: 
Frau Kirkpatrick 
Frau Spinnen 
Herr Thiel 
Ruf: 
492 41 91 
492 27 00 
492 61 80 
E-Mail: 
Kirkpatrick@stadt-muenster.de 
Spinnen@stadt-muenster.de 
Thiel@stadt-muenster.de  
Datum: 
13.01.2012 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0013/2012 
 
2.3 die konkret ausgearbeiteten Gestaltungsvorschläge vor Realisi erungsbeginn der Bezirksvertretung 
Münster-Mitte, dem Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft und dem 
Kulturausschuss zur Kenntnis zu geben.   
 
3. Der Rat nimmt zur Kenntnis,  
 
3.1 dass die ISG Bahnhofsviertel Münster e.V. zur Durchführung des Kunstprojektes Schaltschränke einen 
Eigenanteil von 50% übernehmen wird, der ganz überwiegend durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und 
Sponsoring aufgebracht wird, 
 
3.2 dass die zur Realisierung eingeworbenen Städtebaufördermittel des Landes N RW aus dem Bewill i-
gungsbescheid Nr. 06/26/11 vom 29.11.2011 in einer Höhe von 40% der förderfäh igen Gesamtkosten 
an die ISG weitergeleitet werden, 
 
3.3 dass die gestalteten Objekte im Eigentum der ISG Bahnhofsviertel Münster e.V. stehen und von dieser 
während der Zweckbindungsfrist der Städtebaufördermittel unterhalten werden. Falls die ISG sich vor 
Ablauf der Zweckbindungsfrist auflöst, gehen die Kunstelemente in das Eigentum der Stadt Münster 
über. Die Schaltschränke selbst bleiben im Eigentum ihrer jewei ligen Besitzer, die ISG hat hieran nur 
die Nutzungsrechte für zehn Jahre erworben. 
   
II. Kosten/Folgekosten 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass für die Umsetzung des „Kunstprojektes Schal tschränke der ISG Bahnhofsviertel 
mit dem Künstler Tobias Rehberger “ der ISG Kosten in Höhe von etwa 500.000 € en tstehen, die durch Eigenmittel der 
ISG Bahnhofsviertel Münster e.V. (50%, d.h. 237.500 €), durch Stä dtebaufördermittel des Landes NRW (40%, d.h. 
190.000 €) sowie Mittel der Stadt Münster (10%, d.h. 47.500 €) ge tragen werden. 25.000 € wurden im Rahmen der 
Sparkassengewinnausschüttung bereits bereit gestellt. 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren:  
 
Teilergebnisplan 
 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgruppe 0401 Kulturmanagement / Kultur-
förderung 
   
Zeile 02 Zuwendungen und allgemeine 
Umlagen 
2012 - 2013 190.000  
Zeile 15 Transferaufwendungen 2012 - 2013 262.500  
 
Der Zuschuss für den Projektträger finanziert sich aus den Mit teln der Landesförderung (190.000 €), dem städt. Eige n-
anteil, den die Kunsthalle Münster erbringt (47.500 €) und den bereits ausgeschütteten Rückflussmitteln aus der Spa r-
kassengewinnausschüttung (25.000 €). Die Rückflussmittel der Spark asse wurden bereits im Jahr 2011  vereinnahmt. 
Eine entsprechende Aufwandsermächtigung soll in das Jahr 2012 übertragen werden. 
 
Die Mittel werden, soweit sie noch nicht im Haushaltsplan veranschlagt sind, im Rahmen der flexiblen Haushaltsführung 
(§ 9 der Haushaltssatzung) bereitgestellt.

- 3 - 
V/0013/2012 
Begründung: 
 
 
Die Ausgangssituation  
Das Bahnhofsviertel Münster ist der urbanste Stadtraum im Gebiet der Stadt Münster. Die Immobilien - und Standortge-
meinschaft Bahnhofsviertel Münster e.V. hat sich dieses Stadtraumes ang enommen und geme insam mit der Stadt 
Münster seine Revitalisierung und Entwicklung – incl. Imagebildung - angestoßen. Erste Maßnahmen dieser positiven 
Zusammenarbeit sind mit dem Lichtboulevard Bahnhofstr aße bereits sichtbar und haben eine Aufwertung erreicht, die 
von Allen außerordentlich positiv bewertet wird.  
 
Ziel dieses gemeinschaftlichen Handelns ist die Aufwertung und die Werterhaltung des Immob ilienbestandes und des 
Handelsstandortes Bahnhofsviertel. Mit innovativen Projektideen und dem finanziellen sowie ideellen Engagement einer 
Vielzahl privater Akteure stellt sich die ISG der komplexen Aufgabe, die Chancen des Bahnhofsviertels aufzugreifen und 
Lösungen für die anstehe nden Herausforderungen zu realisieren. Im Vordergrund der gemeinsamen Arbeit stehen die 
konsequente Verbesserung der Wettbewerbssituation des Quartiers sowie Verbesserungen in der Gestaltung des Stadt-
raumes. 
 
Bereits im September 2007 hat die ISG in einem Schreiben an die Mitglieder des Rates und der Bezirksvertretung Müns-
ter-Mitte ihre grundsätzlichen Ideen für die Gestaltung der Schaltschränke im öffentlichen Raum vorgelegt. Für den we i-
teren Weg der Qua rtiersentwicklung und Imagebildung sieht die ISG Chancen in einer begleitenden Verbesserung des 
öffentlichen Raumes durch „Kunst im öffentlichen Raum “. Dies soll aber nicht bedeuten, dass das Bahnhofsviertel z u-
sätzlich mit Kunstwerken „ge staltet“ werden soll. Der Ansatz ist ein anderer, der sich sehr mit dem eigenen Standort 
beschäftigt und aus der vorhandenen Situation heraus eine Lösung anbietet. 
 
 
Das Projekt 
Als Stadt mit einer der qualitätsvollsten Sammlungen von Kunst im öffentlichen Raum findet Münster mittlerweile wel t-
weite Beachtung. Die alle 10 Jahre stattfindenden Skulpturprojekte haben wesentlich zu diesem Ruf beigetragen. Aber 
auch zwischenzeitlich sind wichtige Skulpturen im öffentlichen Raum der Stadt Münster entstanden. Mit  „Schaltschrän-
ke“ soll ein neues Kunstprojekt realisiert werden, das die Tradition der Kun st im öffentlichen Raum der Stadt fortsetzt. 
Dieses Projekt ist entstanden au s einer Initiative zur Weiterentwicklung der besonderen Lebens qualität des Bahnhof s-
viertels und s oll für diese Zielsetzung einen entscheidenden Beitrag leisten. Für die Realisierung des Projektes gilt 
grundsätzlich die Rücksichtnahme auf die besondere Iden tität dieses Viertels. Denn g erade das Bahnhofsviertel gilt ja 
per se als der lebendige Knotenpunkt und als das Drehkreuz vielfältiger Bewegung sströme von Menschen schlechthin. 
Es ist der Ort, an dem verschiedenste urbane Aktivitäten - von Handel bis Reise n, von Hektik bis Erholung, aber auch 
von harter Realität und Sehnsucht - ihren Ausdruck finden. 
 
Als materieller Gegenstand des Projektes gilt eine künstlerische Auseinandersetzung mit den 69 Schal tschränken, die 
sich an  39 Standorten (vgl. Anlage 1) im gesamten Bahnhofsviertel befinden. Diese zumeist recht unansehnlichen O b-
jekte im dortigen Stadtbild sind der sichtbare Teil eines unterirdischen Versorgungsnetzes der Strom - und Telefonsyste-
me, die sich wie ein rhizomartiges Geflecht durch den städtisch en Lebensraum ziehen und ihn versorgen. Die Bede u-
tung der Schaltschränke im Sinne einer Sichtbarmachung dieses lebenswichtigen Verbundnetzes soll der anregende 
Katalysator für die Realisierung eines außergewöhnlichen Kunst projektes werden. Als raumgreifendes Gesamtkunst-
werk soll das Projekt Schaltschränke ein ästhetisches Ergebnis der Auseinandersetzung mit der Identität und Dynamik 
des Bahnhofsviertels und des Selbstverständnisses zeitgenössischen Lebens in der Stadt zum Ausdruck bringe n. Das 
Projekt soll zum Nachdenken anregen und zugleich diesem Stadtviertel eine ganz besondere visuelle Akzentui erung 
verleihen. Gefragt ist ein Kunstwerk, das die besonderen Bedürfnisse einer nachhaltigen stadtplanerischen En twicklung 
berücksichtigt und zugleich künstlerisch inspirierende kritische Reflektionen freisetzt. 
 
Nach Ratsbeschluss wird der Zuwendungsvertrag zwischen der Stadt Münster und der ISG Bahnhofsvie rtel Münster 
e.V. geschlossen. Ab diesem Zeitpunkt geht die Zuständigkeit für das Projekt Schal tschränke formal auf die ISG über, 
welche dann die bisher von der Stadt durchgeführten vorbereitenden Arbeiten und den erreic hten Verfahrensstand 
übernimmt. Die ISG ihrerseits wird auf der Basis der Vorüberlegungen die endgültige Vergab eentscheidung treffen und 
den Künstler Tobias Rehberger nach entsprechender Angebotsabgabe mit künstlerischen Leistungen beauftragen.

- 4 - 
V/0013/2012 
Die Beauftragung eines Künstlers mit der Erarbeitung von Vorschlägen zur Gestaltung der Schaltschränke  und a n-
schließender Jurybewertung ist eine Auftragsvergabe zur Erfüllung des Zuwendungszwecks. Der Bewill igungsbescheid 
verlangt die Anwendung der Vergabevorschriften in Kombination mit dem Gemeindehaushaltsrecht und den sich daraus 
ergebenden Vergabegrundsätzen. Diese Vergabevorschriften sind neben den Aussag en und Auflagen des Bewill i-
gungsbescheides Bestandteil des Zuwendungsvertrages zwischen der Stadt Münster und der ISG Bahnhof sviertel 
Münster e.V.  
 
Die Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen (VOF) ist bei dem Projekt Schaltschränke einschlägig. Verg eben wird 
eine selbständig ausgeübte künstlerische Tätigkeit, die nicht vorab eindeutig und erschöpfend beschri eben werden 
kann. Bei künstlerischen Dienstleistungen handelt es sich um sogenannte nachrangige Dienstlei stungen im Sinne von 
Anhang I Teil B Kat egorie 26 der VOF. Für diese Dienstleistungen muss kein Wettbewerbsverfahren durchgeführt we r-
den.  
Bei Vergabe entsprechender Leistungen sind gemäß § 1 Abs. 3 VOF allein die §§ 6 Abs. 2 bis 7 und 14 der VOF zu 
beachten. Insofern beschränken sich die vergab erechtlichen Anforderungen an einen öffentlichen Auftraggeber bei der 
Vergabe einer nachrangigen Dienstleistung im Wesentlichen auf die Bekanntmachung über die Auftragserteilung. Dieser 
Verpflichtung wird die ISG nach Auftragserteilung nachkommen.  
 
 
Der Künstler 
Der international anerkannte Künstler Prof. Tobias Rehberger ist eingeladen worden, ein Konzept und dessen Durchfüh-
rung für das Projekt Schaltschränke zu realisieren. Gerade sein ausgeprägtes Interesse an gattungsübergreifenden 
Gestaltungsweisen macht ihn zur idealen Wahl für diese künstlerische Aufgabe. In dem ästhetischen Bereich, wo sich 
die Funktionalität des Designs mit der Autonomie der bildenden Kunst ve rmengt, hat Rehberger mit seiner Arbeitsweise 
Kunstwerke von großer Qualität und mit einer außergewöhnlichen, unverwechselbaren Formensprache hervorgebracht. 
 
Tobias Rehberger (vgl. Anlage 2) ist in Münster kein ganz Unbekannter mehr. Sein Interesse an Interventionen, die sich 
im Schutzraum der Funktionalität und Normalität entfalteten, wurde w ährend der Skulpturprojekte Münster 1997 zu e i-
nem Publikumsmagneten: Auf dem Dach des Universitätsgebäudes am H1 (Hindenburgplatz) hatte er ein „benutzbares“ 
Kunstwerk – eine Lounge mit Bar - inszeniert. Als weltweit anerkannter Künstler, Professor und Pro rektor der Städe l-
schule in Frankfurt - hat Rehberger 2009 auch für die Biennale in Venedig einen Bei trag realisiert, welcher der künstleri-
schen Inszenierung eines Cafés folgte.  
 
Das für Münster geplante Projekt konnte in Anknüpfung an diese  „Nutz-Kunstwerke“ Modellcharakter erlangen, denn es 
hat das Potenzial, die symbiotische Synthese eines autonomen Kuns twerkes mit einem durch Praktikabilität geprägten 
Stadtentwicklungsprozess zu „moderieren“ und neu zu denken. Mit dem neuen Interventionsprojekt im Bahn hofsbereich 
wird Rehberger die Möglichkeit bekommen, 15 Jahre nach seiner Hindenburgplatz -Arbeit die veränderten Möglichkeiten 
von Funktionalität im öffentlichen Stadtraum zu reflektieren. Im Fokus ist anzunehmen, dass der Künstler die Schal t-
schränke durch eine umfunktionierte oder erweiterte Nutzbarkeit im Sinne einer künstlerischen Transformation verä n-
dern wird. 
 
Ausschlaggebend für die Wahl Rehbergers war insbesondere der Stellenwert von Kommunikation und Part izipation, 
Humor und Ironie innerhalb seiner künstlerischen Herangehensweise einnimmt. Die Lust an Kommunikation hat Re h-
berger immer wieder und mit Vergnügen bei Projektverwirklichungen unter Beweis g estellt. Denn er sucht gerade den 
Dialog mit den Initiatoren, Organisatoren und dem Publikum. Darüber  hinaus begreift er das geplante Projekt selbst als 
eine Möglichkeit, modellhafte „Lösungen“ für eine verschöne rte Integration der Schaltschränke im urbanen Raum zu 
entwickeln. 
 
 
Der Projektverlauf 
 
Phase 1 
Im Frühjahr 2012 soll Tobias Rehberger erste Idee n für die künstlerische Gestaltung von drei bis vier Schal tschränken 
entwickeln, die er in Form von Skizzen oder Modellen vorstellt. Ein Fachgremium wird die Vorschläge sichten und in 
einem Dialog mit dem Künstler über die Weiterentwicklung der Gestaltungs vorgänge eine Entscheidung treffen. Mitglie-
der der Jury sind Vertreter der Stadt, des Quartiers sowie Experten aus dem Bereich bildende Kunst.

- 5 - 
V/0013/2012 
Nach dem derzeitigen Stand gehören dem Fachgremium folgende Personen an: 
 Melanie Bono, stv. Direktorin des LWL Landesmuseums für Kunst- und Kulturgeschichte 
 Peter Cremer, Vorsitzender ISG Bahnhofsviertel Münster e.V. 
 Dr. Andrea Hanke, Beigeordnete für Bildung, Familie, Jugend, Kultur und Sport der Stadt Münster 
 Karl Jasper, stv. Abteilungsleiter Stadtentwicklung un d Denkmalpflege im Ministerium für Wirtschaft, Energie, 
Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW 
 Dr. Gail Kirkpatrick, Leiterin der Kunsthalle Münster und Kuratorin des Projektes Schaltschränke 
 Prof. Kasper König, Kurator der skulptur.projekte, ehemaliger Direktor Ludwig Museum Köln 
 Kathrin Luz, Fachperson für Kulturkommunikation 
 Hartwig Schultheiß, Stadtdirektor und Beigeordneter für Planung, Bau und Marketing der Stadt Münster 
 Bernadette Spinnen, Leiterin Münster Marketing 
 
Phase 2 
Im Spätsommer 2012 findet die Phase der Realisierung statt. Dieser Umsetzungsprozess wird begleitet von einer fachl i-
chen Interessensgemeinschaft (Vertreter aus folgenden Institutionen und Bereichen nehmen daran teil: LWL Landesmu-
seum, Kunstakademie Münster, MSA Münster School of  Architecture, Westfälischer Kunstverein, Museum für Lac k-
kunst, Gestaltungsbeirat Münster, Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehr, Dezernent für Planungs - und Bau-
koordination) die kontinuierlich über die Entwicklung des Projektes informiert wird. Sie hat die Aufgabe, die größ eren 
Fachkreise und die interessierten Bürger der Stadt über den Verlauf und die Bedeutung des Proje ktes in Kenntnis zu 
setzen. 
 
Phase 3 
Im Winter 2012 ist ein internationales Symposium in Kooperation mit dem LWL  Landesmuseum geplant, das sich mit 
den Themen der Weiterentwicklung von Kunst und Öffentlichkeit der Beziehung zwischen Kultur und Stadten twicklung 
und der Definition und Notwendigkeit einer städtischen Identität auseinandersetzen wird. Darüber hinaus we rden im 
Herbst/Winter 2012 Veranstaltungen zu Themen der Stadtg eschichte und der historischen und aktuellen Identität des 
Bahnhofsviertels angeboten. 
 
Phase 4 
Im Winter 2012 oder Frühjahr 2013 soll das fertige Kunstprojekt von Tobias Rehberger feierlich ei ngeweiht werden. Es 
ist vorgesehen, dass das Kunstwerk für eine Mindestdauer von 10 Jahren aufgestellt bleibt. Die ISG hat mit den vier 
Eigentümern der Schaltschränke (Unitymedia NRW GmbH, Telekom Netzproduktion GmbH, Stadtwerke Münster GmbH, 
Tiefbauamt der Stadt Münster) entsprechende Nutzungsverträge geschlossen. 
 
Die Finanzierung 
Anhand vergleichbarer Projekte wurde – auch für den Städtebauförderantrag - eine Kostenschätzung erstellt. Ausg e-
hend von einer möglichen Einteilung der 69 Schaltschränke an 39 Standorten in 7 Stadtbereiche sog. Cluster wurde für 
jedes Cluster eine entsprechende Größenordnung für den Material - und Herstellungsaufwand kalkuliert. Dazu kommen 
die allgemeinen Kosten für das Verfahren, das Bearbeitungshonorar für die Entwicklung der Ideen und Konzept e, das 
Künstlerhonorar für die Realisierungsphase sowie die Honorare und Sp esen für die Jurymitglieder, sofern diese nicht 
ehrenamtlich tätig werden.  
 
Die Finanzierung erfolgt mit einem erheblichen Anteil durch privates Engagement der ISG Bah nhofsviertel Münster e.V., 
die durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsorenbeiträge 50% der erforderlichen Gelder zur Verfügung stellen we r-
den. Als Projektträger übernimmt die ISG umfassend die fina nzielle Verantwortung für die Realisierung des Vorhabens. 
Dabei ist f ür den Erfolg maßgeblich, dass die erforderlichen eigenen Finanzmittel in Höhe von 237.500 € sukzessive 
aufgebracht werden und die Spenden und Sponsorenbeiträge entsprechend dem Projektverlauf abgerufen werden kö n-
nen.  
 
Für die Projektdurchführung werden f ür das Projekt Schaltschränke Städtebaufördermittel des Landes NRW eingesetzt, 
die in Höhe von 190.000 € mit dem Zuwendungsbescheid vom 29.11.2011 der Stadt Münster projektbezogen zur Verf ü-
gung gestellt wurden. Diese werden gemeinsam mit den Eigenmitteln der Stadt Münster in Höhe von 47.500 € und dem 
Zuschuss aus der Sparkassen -Gewinnausschüttung 25.000 € an die ISG weitergeleitet. Die Auszahlung dieser öffentl i-
chen Finanzierungsanteile erfolgt nach Projektfortschritt für fälli ge Zahlungen und jeweilig anteilig mit den einzusetze n-
den Eigenmitteln des Vereins.

- 6 - 
V/0013/2012 
Bei dem Projekt Schaltschränke der ISG Bahnhofsviertel werden privates Engagement und private F inanzressourcen 
zusätzlich für die Entwicklung zentraler Stadtbereiche verwe ndet. Im Rahmen öffentlich -privater Partnerschaften prof i-
tiert die Stadt Münster vom starken bürgerschaftlichen E ngagement im Bahn hofsviertel und steigert damit ihren den 
Stellenwert. 
 
 
 
I.V.     I.V. 
 
gez.     gez.  
Schultheiß    Hanke 
Stadtdirektor    Stadträtin 
 
 
 
 
 
 
 
 
Anlage 1 – Übersicht Schaltschränke und Cluster im ISG Gebiet  
Anlage 2 – Broschüre „Schaltschränke: Ein Projekt der ISG Bahnhofsviertel Münster e.V. mit dem         
                   Künstler Tobias Rehberger“

0013-2012 Schaltschränke Anlage 1 - Standorte

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Beratungsverlauf (7)

24.01.2012 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 4.6 Anhörung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung
31.01.2012 Werksausschuss Münster Marketing
TOP 6 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: vertagt

Zur Sitzung
02.02.2012 Kulturausschuss
TOP 5 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung
02.02.2012 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 5.9 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung
07.02.2012 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 4.4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung
08.02.2012 Hauptausschuss
TOP 13 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung
08.02.2012 Rat
TOP 17 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Windthorststraße
  • Bahnhofstraße 14
  • Schorlemerstraße 4
  • Marienplatz

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0013/2012
Typ
Vorlagen
Datum
04.01.2012
Erstellt
06.10.2020 14:37