V/0774/2019
Zukunft der Wissenschaftsstadt: Perspektiven für den Schlossplatz und das Schlossareal
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Pfad: K:\Personal\Ruesenberg\Dateien\Sonstiges\61_1\Zukunft_Wissenschaftsstadt\Zukunft_Wissenschaftsstadt.dwg© Stadt Münster Plangebiet Letter of Intent (LoI)"Zukunft der Wissenschaftsstadt" mit Schlossareal Legende:Plangebiet "Letter ofIntent" Zukunft derWissenschaftsstadtSchlossareal Anlage 4 zur Vorlage Nr. V/0774/2019
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Antrag an den Rat Nr. A-R/00004/2013 CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster Fraktionsgeschäftsstelle M auritzstraße 7-8 . 48143 Münster T elefon (0251) 4 18 43-0 . Telefax (0251) 4 31 36 e -mail fraktion@cdu-ms.de . http://www.cdu-ms.de 28 . Januar 2013 Antrag Schlossplatzgestaltung voranbringen De r Rat der Stadt Münster möge beschließen: Die Verwaltung wird aufgefordert, die Diskussion um eine mögliche Aufwertung bzw. Gestaltung des Schlossplatzes zeitnah voranzubringen, indem mit den beteiligten Akteuren ein verbindlicher Handlungsrahmen erarbeitet und ggf. ein Konzept und ein Zeitplan zur Umsetzung erarbeitet wird. In eine mögliche konkrete Umgestaltung soll die Bürgerschaft frühzeitig eingebunden werden. Begründung: Die mögliche Aufwertung des münsterschen Schlossplatzes wird seit vielen Jahren in Münster diskutiert. Verschiedene Konzepte sind erarbeitet worden, von denen die meisten aus unterschiedlichen Gründen nicht umgesetzt werden konnten. Aktuell hat der Verein der Kaufmannschaft die Schaffung eines Barockgartens angeregt. Daher hat die CDU-Fraktion Anfang 2012 beantragt, den Planungsprozess unter Beteiligung aller Betroffenen voranzubringen. Mit der Berichtsvorlage 238/2012 hat die Planungsverwaltung die bisherigen Planungen zusammengefasst und dabei auf historische Erkenntnisse im Rahmen einer aktuellen Ausstellung zum Schlossplatz im Stadtmuseum verwiesen. Um einen Fortgang zu erreichen, sei eine „intensive Diskussion zwischen Politik, Bürgern und Fachleuten“ erforderlich. Diese soll nun zeitnah begonnen werden mit dem deutlichen Ziel, Klarheit über eine mögliche Nutzung zu erhalten. Daher soll die Verwaltung, um die Frage der weiteren Gestaltung voranzubringen, einen Runden Tisch mit den beteiligten Akteuren initiieren. Dazu zählen insbesondere der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW als Vertreter des Eigentümers, die Westfälische Wilhelms-Universität als direkte Anliegerin und Nutzerin des Schlosses, der Verein der Kaufmannschaft, die Sendbeschicker, die Stadtverwaltung und der Rat der Stadt Münster. Erstes Ziel soll es sein, die Frage der liegenschaftlichen Nutzung zu klären und anschließend mit der WWU Nutzungsoptionen festzulegen. Sollte dies erfolgreich abgeschlossen sein, soll die Planung in einem breiten bürgerschaftlichen Dialog fortgeführt werden. gez. S tefan Weber Gilbert Aldejohann Frank Baumann Sybille Benning Georg Berding Dieter von den Berg Heinz-Georg Buddenbäumer Olaf Dreßen Edgar Drüge Wolfhard Ediger Dr. Dietmar Erber Walter von Göwels Gilbert Hartmann Ludger Janning Bruno Kleine Borgmann Karl Kleine-Wilke Marliese Kosmider Teresa Küppers Franz-Pius Graf von Merveldt Christian Moll Andreas Nicklas Jürgen Ohm Robert Otte Karin Reismann Stefan-Alexander Roth H.-Dieter Sellenriek Barbara Stober Helga Welker Simone Wendland Peter Wolfgarten Anlage 1 zur Vorlage V/0774/2019
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Anlage 2 zur Vorlage V/0774/2019
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Anlage 3 zur Vorlage V/0774/2019
Beschlussvorlage
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Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Zukunft der Wissenschaftsstadt: Perspektiven für den Schlossplatz und das Schlossareal
Beratungsfolge
11.09.2019 Rat Einbringung
25.09.2019 Ausschuss für Liegenschaften, Wirtschaft und strategisches Fl ä-
chenmanagement
Vorberatung
01.10.2019 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung
02.10.2019 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wo h-
nen
Vorberatung
09.10.2019 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung
09.10.2019 Rat Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der Rat unterstreicht die große Bedeutung des Schlossplatzes und des Schlossareals für die wei-
tere Stadtentwicklung von Münster und für die Zukunft der Wissenschaftsstadt.
2. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass zur Erarbeitung von Perspektiven für den Schlosspla tz und das
Schlossareal ein raumstruktureller Ansatz zugrunde gelegt wird, der auf die Herausarbeitung von
Vernetzungs- und Verknüpfungspotenzialen zwischen Altstadt, Schlossplatz/ Schlossgarten und
westlich angrenzenden Wissensquartieren abzielt. Aus dem r aumstrukturellen Ansatz sollen Vo r-
schläge zur Aufwertung abgeleitet werden. Dabei gilt die Position, dass der Schlossplatz als Fes t-
platz für Münster frei von Bebauung bleiben soll.
3. Der Rat begrüßt ausdrücklich, dass der Schlossplatz und das Schlossareal in die Internationale
Ideenwerkstatt „Zukunft der Wissenschaftsstadt“ mit einem integrierten raumstrukturellen Pl a-
nungsansatz einbezogen werden.
4. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass der Schlossplatz und das Schlossareal in die vertiefende Ein-
schätzung für die Umsetzbarkeit des Musik -Campus-Konzeptes (V/0464/2019) einbezogen we r-
den.
5. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass in die Entwicklung von Perspektiven für den Schlossplatz und
das Schlossareal die Ergebnisse aus dem Prozess zum Integrierten Stadtentwicklungskonzep t
Stadtplanungsamt
04.09.2019
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Prof. Dr. Hauff
Telefon: 492-6135
HauffTho@stadt-
muenster.de
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Münster 2030 (insbesondere die Leithemen „Innenstadt ist mehr …“ und „Urbane Wissensquarti e-
re“) einbezogen werden.
6. Der Rat beauftragt die Verwaltung, die Ergebnisse der Internationalen Ideenwerkstatt „Zukunft der
Wissenschaftsstadt“ mit Bezug zum Schlossplatz und zum Schlossareal öffentlich vorzustellen und
mit den relevanten Akteurinnen und Akteuren öffentlich zu erörtern.
7. Der Antrag der CDU -Fraktion an den Rat A -R/0004/2013 „Schlossplatzgestaltung voranbringen“
(Anlage 1) wird damit aufgriffen und bei der weiteren Bearbeitung berücksichtigt.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Mit den vorstehenden Beschlusspunkten sind keine unmittelbaren finanziellen Auswirkungen ve r-
bunden.
Die finanziellen Auswirkungen werden beziffert und mit einer gesonderten Vorlage zum Beschluss
vorgelegt, wenn konkrete Maßnahmen abgeleitet und mit den beteiligten Akteuren abgestimmt sind.
Begründung:
Zu Beschlusspunkt 1: Große Bedeutung von Schlossplatz/Schlossareal für die weitere Stadt-
entwicklung und die Zukunft der Wissenschaftsstadt
Mit dem heutigen Schlossplatz (ehemaliger Schlossplatz und ehemaliger Hindenburgplatz) verfügt
Münster über einen der größten innerstädtischen Plätze Europas in sehr prominenter Lage. Dabei
bezieht sich die Bedeutung nicht nur auf den ei gentlichen Platz, sondern auch auf die angrenzende
Bebauung (v.a. Schloss), den Schlossgarten, die Promenade und die angrenzenden Bereiche, wie
z.B. das Gelände des ehemaligen Lindenhofes. Daher wird ergänzend zum Schlossplatz auch der
umgebende Bereich ei nschließlich des Schlossgartens betrachtet, der als „Schlossareal“ bezeichnet
wird. (vgl. Anlage 4).
Der Schlossplatz hat eine hohe stadthistorische, funktionale und stadträumliche Bedeutung. Hinzu
kommt die Bedeutung für das Image von Münster. Der Schlo ssplatz ist zentraler Bestandteil des hi s-
torisch gewachsenen Stadtgrundrisses. Es ist der Ort, an dem sich Geschichte manifestiert und noch
wahrnehmen lässt. Die Größe resultiert aus der Funktion als freies Schussfeld/Esplanade vor der
Zitadelle. Unter J.C. Schlaun wurden die Befestigungswerke abgebrochen und durch das Schloss mit
großzügigem Ehrenhof ersetzt. Schlaun formte die Residenzstadt mit dem Schlossplatz in zentraler
Funktion. Die an den Schlossplatz angrenzende Promenade mit den Torhäusern als Übergang in das
damalige Umland und der Schlossgarten, nun öffentlich und in Teilen Botanischer Garten, ergänzen
diese bedeutende stadthistorische Entwicklung.
Die westliche Raumkante des Schlossplatzes wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch Gebäude
mit einer öffentlichen Nutzung neu definiert, die den Duktus des Schlosses übernehmen. Der östl i-
chen Platzrand wird durch die für Münster typische, traditionalistische Wiederaufbauarchitektur, e r-
gänzt durch den H1 (Hörsaalgebäude Schlossplatz 46) mit seiner mo dernen, ornamentlosen Grund-
haltung, gebildet. Nach Süden begrenzt der großzügige Komplex des Landgerichts, der die Anei g-
nung des Platzes durch öffentliche Nutzungen im 19. Jahrhundert repräsentiert, den Platz.
Diese unterschiedlich ausgebildeten Platzkanten zeigen die zentrale Funktion des Schlossplatzes mit
seiner historischen Bedeutung. Er ist eingebunden in den historisch überlieferten Stadtgrundriss und
ein entscheidendes Bindeglied in der stadtgeschichtlichen Entwicklung des gewachsenen Stadtgrund-
risses.
Aus funktionaler Sicht kann unterschieden werden zwischen den wichtigen oberzentralen Einrichtu n-
gen, die an den Schlossplatz angrenzen, und der eigentlichen Nutzung der Platzfläche. Im ehemal i-
gen Schloss befindet sich das Hauptgebäude der Westfälisch en Wilhelms-Universität. Auch die hier
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direkt angrenzenden Gebäude beherbergen Universitätsinstitute und universitäre Verwaltungseinrich-
tungen. Im Botanischen Garten entsteht zurzeit durch den Umbau des ehemaligen Botanischen Inst i-
tuts das „Haus der Studie rendenservices“. Auch östlich grenzen an die Straße „Schlossplatz“ Unive r-
sitätsgebäude an (u.a. Hörsaalgebäude Schlossplatz 46 als multifunktionales Gebäude für Vorlesu n-
gen und Kulturveranstaltungen, Schlossplatz 34/vom -Stein-Haus). Als weitere oberzentral e Nutzun-
gen ist auf das Justizzentrum an der Südseite des Platzes mit Amtsgericht und Landgericht sowie auf
das Hauptquartier des Deutsch-Niederländischen Korps im Norden zu verweisen.
Die Nutzung des südlichen und nördlichen Schlossplatzes (sowie des an grenzenden Kalkmarktes) ist
durch den ruhenden Verkehr geprägt in Form von ca. 1.000 PKW Stellplätzen und bis zu 125 Reis e-
busparkplätzen. Aus Sicht des großen Imagepotenzials von Schloss, Schlossgarten und Schlossplatz
ist es besonders bedauerlich, dass di e gestalterischen Defizite des Schlossplatzes hier insbesondere
auch die Wahrnehmung der auswärtigen Besucherinnen und Besucher (z.B. des Weihnachtsmarktes)
beeinflussen. Andererseits besitzt der Schlossplatz als Fest - und Veranstaltungsplatz für die Mün s-
teranerinnen und Münsteraner sowie Gäste aus dem Münsterland und darüber hinaus große Bede u-
tung. Zu nennen sind insbesondere der Send, der Münster Marathon, der Münsterland Giro, das Tu r-
nier der Sieger, das Stadt -Schützenfest, der (Promenaden)Flohmarkt, zah lreiche weitere Veransta l-
tungen aus den Bereichen Sport, Kultur, Unterhaltung, und Gastronomie sowie die Nutzung als Zi r-
kus-Standort.
Des Weiteren bietet das Schlossareal auch wichtige Entwicklungspotenziale mit einer herausrage n-
den Lagequalität. Zu nenn en sind vor allem der Kalkmarkt, der Universitätsparkplatz südlich vom
Schloss und das Gelände des ehemaligen Lindenhofes. Dies sind wichtige Zukunftsstandorte, die
teilweise bereits im Leitplan Stadterneuerung (1989) angesprochen wurden. Auch sind diese Z u-
kunftsstandorte Gegenstand der Ersteinschätzung zur grundsätzlichen Umsetzbarkeit des Musik -
Campus-Konzeptes (V/0464/2019) (vgl. Begründung zu Beschlusspunkt 4).
Schloss und Schlossplatz grenzen direkt an die Altstadt, so dass hier eine große Lagegunst g egeben
ist. Der Schlossplatz besitzt zugleich eine Scharnierfunktion zwischen Altstadt und Universität. Bereits
seit langem wird gefordert, dass hier die Verknüpfung und Vernetzung verbessert werden soll, was
insbesondere auf die Verbindung vom Domplatz mi t dem Fürstenberghaus, den Universitäsmuseen
und dem Philosophikum über die Petrikirche als “Wahrzeichen“ der ersten Volluniversität und die Uni-
versitätsbibliothek, das Juridikum und das Hörsaalgebäude an der Bäckergasse bis zum Schlossplatz
bezogen wird.
Die Beschäftigung mit der „Zukunft der Wissenschaftsstadt“ im Rahmen des Integrierten Stadten t-
wicklungskonzeptes Münter 2030 (ISEK 2030) hat deutlich gemacht, dass der Schlossplatz und das
Schlossareal aber nicht nur eine Scharnierfunktion in Richtung Al tstadt besitzen, sondern ebenso in
Richtung der westlich angrenzenden Wissenschaftsquartiere. Den Beginn der „Westwanderung“
machte das Institut für Pharmazie, das 1959 westlich des Schlossgartens an der Hittorfstraße en t-
stand. Dieses wurde 2012 an der Corrensstraße neu gebaut, so dass der Altstandort nun für Nachfol-
genutzungen zur Verfügung steht (potenzieller Standort für den Musik-Campus). Insgesamt wurden in
den 1960er Jahren Schritt für Schritt zahlreiche naturwissenschaftliche Institute in das „neue“ natur-
wissenschaftliche Zentrum am Coesfelder Kreuz verlagert. Zusammen mit dem Klinikviertel (erste
Bauten ab 1915) hat sich hiermit ein nordwestlicher Bereich der Inneren Stadt entwickelt, der stark
durch Hochschulgebäude, Wissenschaftseinrichtungen und d ie Universitätskliniken geprägt ist. Hie r-
zu gehören auch das Fachhochschulzentrum an der Corrensstraße sowie der Wissenschaftspark (im
engeren Sinne zwischen Corrensstraße und Busso -Peus-Straße), der Technologiehof an der Me n-
delstraße und der Technologiepark südöstlich der Austermannstraße.
Damit werden das Schloss als Symbol für die Westfälische Wilhelms -Universität und zugleich deren
Hauptsitz sowie der Schlossplatz zu zentralen Ankerpunkten und Scharnieren zwischen den Wisse n-
schaftsquartieren der Altstadt und den Wissenschaftsquartieren westlich des Schlossgartens (Anlage
4). Schloss, Schlossplatz und Schlossgarten werden zum Netzwerkknoten in dem stadträumlichen
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„Passepartout“, das im Rahmen der Bearbeitung des Letter of Intent „Zukunft der Wissenschaftsstadt“
eine raum - und gestaltwirksame Verknüpfung zwischen den Wissensquartieren schaffen soll (vgl.
Begründung zu Beschlusspunkt 2). Dieses bezieht ausdrücklich den Botanischen Garten mit ein, der
schon als „schönste Sackgasse Münsters“ tituliert wurde.
Aus dieser Perspektive muss das räumliche Gefüge des Schlossareals neu gedacht werden, wofür
die Internationale Ideenwerkstatt „Zukunft der Wissenschaftsstadt“ wesentliche Impulse liefern soll
(vgl. Begründung zu Beschlusspunkt 3). Hier wirken u.a. berei ts die Westfälische Wilhelms -
Universität und der Bau - und Liegenschaftsbetrieb NRW/Niederlassung Münster mit, so dass eine
enge Kooperation und der Wille zum gemeinsamen Handeln gegeben sind. Aus der Ideenwerkstatt,
aber auch der Standorteinschätzung im Ra hmen des Musik-Campus-Konzeptes sollen dann zusa m-
men mit den beteiligten Akteuren entsprechende Maßnahmen abgeleitet werden, die sich auch auf
die gestalterischen Defizite des Schlossplatzes und den Aufwertungsbedarf der öffentlichen Räume
beziehen werden. Damit kann dann auch der Bedeutung des Schlossplatzes und des Schlossareals
für das Image von Münster angemessen Rechnung getragen werden.
Zu Beschlusspunkt 2: Raumstruktureller Ansatz zur Erarbeitung von Perspektiven für den
Schlossplatz und das Schlossareal
Die Frage des Umgangs mit dem (großen) Schlossplatz (ehemals Hindenburgplatz) ist bereits viel-
fach diskutiert12, aber aus unterschiedlichen Gründen nie umgesetzt worden. Im Kern ging es um eine
Neugestaltung des Platzes und eine städtebauliche Aufwe rtung des zwischen Schloss und Altstadt
gelegenen, historisch bedeutenden Platzraumes.
Obwohl bei nahezu allen Diskussionen städtebauliche Überlegungen im Vordergrund standen, war
jedoch Konsens, dass die Neugestaltung des Schlossplatzes einen wesentliche n Beitrag für eine
bessere Verknüpfung von Altstadt und Universität leisten soll. Insbesondere wurde auf das große
Entwicklungspotenzial des Schlossplatzes als Bindeglied zwischen der „bürgerlichen Altstadt“ und der
„barocken Schlossanlage“ verwiesen.
Mit der vorliegenden Vorlage soll dieser raumstrukturelle Ansatz zur Erarbeitung von Perspektiven für
den Schlossplatz und das Schlossareal ausgebaut werden (vgl. Begründung zu Beschlusspunkt 1).
Im Kontext der Arbeiten zur „Zukunft der Wissenschaftsstadt“ w erden nicht nur die strukturellen Ve r-
netzungen und Verknüpfungen zwischen Altstadt und Schloss betrachtet, sondern insbesondere auch
die nordwestliche Fortsetzung über Schlossgarten/Botanischen Garten bis zum Coesfelder Kreuz und
darüber hinaus bis zum Wissenschafts- und Technologiepark (vgl. Anlage 3, Anlage 4).
So haben die Bestandsaufnahmen für den Letter of Intent „Zukunft der Wissenschaftsstadt“ verdeu t-
licht, dass zwischen den Wissenschaftsquartieren häufig keine Zusammenhänge bestehen, es an
komfortablen Wegeverbindungen mangelt, ein Defizit an gestalterisch prägnanten Freiräumen
herrscht sowie Orte der Begegnung und des Austausches fehlen. Als Konsequenz wird für eine Quali-
fizierung der Quartiere eine raum - und gestaltwirksame Verknüpfung gef ordert, ein stadträumliches
„Passepartout“. Dies soll vorrangig durch leistungsstarke und attraktive Vernetzungen und durch fre i-
raumplanerische Akzente erreicht werden. Hier übernehmen der Schlossplatz und das Schlossareal
als „Scharnier“ zwischen der Alts tadt und den westlich angrenzenden Wissensquartieren eine en t-
scheidende Funktion.
Des Weiteren spielen auch die Ergebnisse zur standörtlichen Ersteinschätzung zum Projekt Musik -
Campus eine wichtige Rolle, da eine zur Diskussion stehende Entwicklung des St andortes Hittorf-
1 Stadt Münster (Hg.) (2003): Kulturforum Westfalen. Dokumentation der Städtebaulichen Rahmenkonzeption.
Münster.
2 Berichtsvorlage V/0238/2012: SCHLOSSPLATZ (ehemals Hindenburgplatz) – Planungsgeschichte
/Städtebauliche Rahmenbedingungen mit Nutzungs- und Funktionsansprüchen.
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straße eine Attraktivierung der Wegebeziehung zwischen Schloss und Coesfelder Kreuz erfordern
und auch dem Schlossgarten/Botanischen Garten eine Verbindungsfunktion zuweisen würde
(V/0464/2019).
Aus diesem beschriebenen raumstrukturellen A nsatz, der wesentliche Impulse aus der Internation a-
len Ideenwerkstatt „Zukunft der Wissenschaftsstadt“ erhalten wird, sollen dann Vorschläge zur Au f-
wertung des Schlossareals abgeleitet werden. Dabei gilt als grundlegende Position, dass der
Schlossplatz als Festplatz für Münster frei von Bebauung bleiben soll.
Zu Beschlusspunkt 3: Schlossplatz/Schlossareal als Teil der Internationalen Ideenwerkstatt
„Zukunft der Wissenschaftsstadt“
Am 07.09.2018 haben Stadt Münster, Westfälische Wilhelms -Universität Münster, Fachhochschule
Münster, Universitätsklinikum Münster, Bau - und Liegenschaftsbetrieb NRW/Niederlassung Münster
und das Studierendenwerk Münster den Letter of Intent „Zukunft der Wissenschaftsstadt“ unterzeic h-
net (Anlage 3). Vor dem Hintergrund der dräng enden Flächenbedarfe der Hochschulen, der Wisse n-
schaftseinrichtungen und der wissenschaftsaffinen Unternehmen sowie einem deutlichen Wandel der
Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre ist es erklärtes Ziel der LoI -Partner, zu einer gemein-
sam getragenen s trategischen und räumlichen Entwicklung zu kommen sowie „Urbanität und neues
Leben“ in die häufig monofunktionalen Wissenschaftsquartiere zu bringen.
Das Plangebiet des LoI „Zukunft der Wissenschaftsstadt“ reicht vom Domplatz über den Schlos s-
platz/Schlossgarten und das Coesfelder Kreuz bis zur Steinfurter Straße, bis zu den Universitätsklin i-
ken und bis zur Scharnhorststraße/Ecke Torminbrücke. Damit sind der Schlossplatz und das Schloss-
areal integraler Bestandteil des LoI-Plangebietes (Anlage 4). Mit diesem Plangebiet kann dem bereits
lange formulierten Anspruch einer verbesserten Verbindung von Altstadt und Schloss nicht nur voll
umfänglich Rechnung getragen werden, sondern der Ausbau attraktiver Wegebeziehungen und Ve r-
netzungen Richtung Coesfelder Kreuz a ls wichtiges Ziel des LoI „Zukunft der Wissenschaftsstadt“
weiter gedacht werden.
Aufbauend auf den Vorarbeiten des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Münster 2030 (ISEK) ist
deutlich geworden, dass Lernen und Forschen im 21. Jahrhundert eine Abkehr von monofunktionalen
Wissensorten bedeutet und stattdessen die urbanen Qualitäten der Quartiere enorm an Bedeutung
gewinnen. Dies wurde auch im Rahmen des ISEK -Stadtforums „Urbane Wissensquartiere“ anhand
von Beispielen aus Heidelberg und Zürich nachdrückl ich bestätigt. In diesem Zusammenhang muss
es um eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität und den (Aus)Bau attraktiver Wegebeziehungen und
Vernetzungen zwischen den einzelnen Wissensquartieren gehen. Dies betrifft auch die Potenziale
des Schlossgartens/Botanischen Gartens.
Nachdem im Zuge der Bearbeitung des LoI „Zukunft der Wissenschaftsstadt“ zunächst eine B e-
standsaufnahme und –bewertung der vorhandenen Wissensquartiere, aktueller Planungen und mittel-
fristiger Entwicklungsabsichten erfolgte, wurden in einem zweiten Schritt gemeinsame Eckpunkte für
die zukünftige Entwicklung abgestimmt. Diese machen deutlich, dass eine raum- und gestaltwirksame
Verknüpfung benötigt wird, die durch attraktive Vernetzungen und freiraumplanerische Akzente e r-
reicht werden soll. H ier spielen Schlossplatz und Schlossgarten/Botanischer Garten aufgrund ihrer
zentralen Lage zwischen den Wissensquartieren der Altstadt und nordwestlichen Wissensquartieren
eine herausragende Rolle. Dies verdeutlicht, dass die Potenziale des Schlossplatzes und Schlossa-
reals nur durch einen integrierten raumstrukturellen Planungsansatz adäquat bearbeitet werden kö n-
nen.
Diese Aufgabe soll in einer Internationalen Ideenwerkstatt mit bis zu vier eingeladenen Büros bearbei-
tet werden. Ziel ist die Ideengenerieru ng in einem kooperativen Verfahren mit Beteiligung der Öffen t-
lichkeit und der zuständigen parlamentarischen Gremien. Bei den Büros werden Arbeitsgemeinscha f-
ten aus den Bereichen „Städtebau“ und „Freiraumplanung“ mit Fachberatung für Fragen der „Mobil i-
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tät“ und „Wissenschaftsbauten“ angestrebt. In der ersten Phase der Ideenwerkstatt soll das gesamte
Plangebiet bearbeitet werden. Für die zweite Phase wird in Abhängigkeit von den Ergebnissen der
ersten Phase angestrebt, einzelne Bereiche des Plangebietes vertie fend zu betrachten. Hier wäre es
denkbar, dass auch das Schlossareal einen Vertiefungsbereich bildet.
Es ist geplant, die Internationale Ideenwerkstatt möglichst noch im 4. Quartal 2019 durchzuführen, so
dass Ende des Jahres, spätestens Anfang nächsten Jahres bereits diesbezügliche Ergebnisse vorlie-
gen. Diese stehen dann sowohl zur abschließenden Bearbeitung des LoI „Zukunft der Wissenschafts-
stadt“ (z.B. für ein räumlich-funktionales Leitbild) als auch zur vertiefenden Bearbeitung von Teilberei-
chen des Pl angebietes zur Verfügung (z.B. Schlossareal). Ebenso könnten die Ergebnisse bei der
vertiefenden Bearbeitung der Standort einschätzung zum Musik -Campus-Projekt am Beispiel des
Standortes „Hittorfstraße“ unter Einbeziehung der standörtlichen Potenziale des „Schlossareals“ ge-
nutzt werden (siehe Begründung zu Beschlusspunkt 4).
Zu Beschlusspunkt 4: Schlossareal als Teil der Standortanalysen zum Musik-Campus-Projekt
Mit dem Gutachten der METRUM Managementberatung ist ein standortunabhängiges Nutzungs - und
Betreiberkonzept für einen Musik -Campus Münster vorgelegt worden. Auf dieser Grundlage hat die
Stadt Münster die Arbeitsgemeinschaft NetzwerkStadt (Prof. Dr. Selle)/scheuvens+wachten plus (Pro-
jektleitung Prof. K. Wachten) mit der Entwicklung von Kriterien für eine vergleichende Standortei n-
schätzung und eine standörtliche Ersteinschätzung beauftragt. In die Ersteinschätzung werden die
Standorte „Hittorfstraße/Ecke Einsteinstraße“ (Gelände der ehemaligen Pharmazie der WWU Mün s-
ter), „Hörster Parkplatz“ und „Schlossareal“ einbezogen (vgl. V/0464/2019).
Im Hinblick auf das Schlossareal ist ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass keinesfalls die Bebauung
des großen Schlossplatzes (ehemaliger Hindenburgplatz) angestrebt wird. Dieser soll als Festplatz
der Stadt ausdrücklich von Bebauung freigehalten werden. Vielmehr geht es um die Prüfung von a n-
grenzenden Standorten wie „Kalkmarkt“, „Universitäts-Parkplatz südlich des Schlosses “, „Lindenhof-
gelände“ und „Gelände der Westfälischen Schule für Musik “ (Himmelreichallee 50). Daher wird der
Begriff „Schlossareal“ für die Umgebung von Schloss und großem Schlossplatz verwendet. Die Initi a-
tive Schloss Platz Kultur 2020 fasst in ihrer Anregung das Schlossareal noch etwas weiter und b e-
zieht die angrenzende Altstadtflächen mit ein (insbesondere Hörsaalgebäude an der Bäckerga s-
se/Schlossplatz 46), den Bereich der Frauenstraße und Kalkmarkt mit Neutor) (vgl. Anlage 2).
Die Ersteinschätzung zur Standortanalyse Musik -Campus ist Teil der Vorlage V/0464/2019 „Musik -
Campus - Ouvertüre: Vielfältige Chancen für Münster“ (geplante Einbringung im Rat am 11.09.2019).
Der Standort „Hittorfstraße“ soll in einem nächsten Schritt durch eine vertiefende Analyse im Hinblick
auf grundsätzliche Entwicklungsbedingungen sowie planerische und städtebaul iche Fragen zur U m-
setzbarkeit des Musik-Campus-Konzeptes untersucht werden.
Zu Beschlusspunkt 5: Einbezug der Ergebnisse aus dem ISEK -Prozess (v. a. „Urbane Wi s-
sensquartiere“ und „Innenstadt ist mehr …“)
Zurzeit wird für Münster das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Münster 2030 (ISEK) bearbeitet 3.
Dabei wurden u.a. die „Zukunft der Innenstadt“ und die „Zukunft der Wissenschaftsstadt“ als wichtige
Leitthemen herausgearbeitet. Im Hinblick auf die „Zukunft der Innenstadt“ besteht Konsens, dass d ie-
se „weitergedacht“ werden muss und räumlich selbstverständlich auch das Schlossareal einbezieht.
Auf der anderen Seite ist die Innenstadt auch funktional weiterzudenken, u.a. als Alltagsort der Müns-
teranerinnen und Münsteraner. Hier spielen die Hochschul einrichtungen und das studentischen L e-
ben eine wichtige Rolle.
Die Bedeutung des LoI „Zukunft der Wissenschaftsstadt“ für die Umsetzung des ISEK -Leitthemas
3 Weitere Informationen sind zu finden unter: www.zukunft -muenster.de.
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„Urbane Wissensquartiere“ wurde in der Begründung zu Beschlusspunkt 3 bereits ausführlich erlä u-
tert. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass die Westfälische Wilhelms -Universität ausdrücklich das
standörtliche Ziel verfolgt, das Schloss und den Schlossbereich als Zentrum der Westfälischen Wi l-
helms-Universität zu stärken.
Zu Beschlusspunkt 6: Öffentliche Vorstellung und Erörterung der Ergebnisse der Internationa-
len Ideenwerkstatt „Zukunft der Wissenschaftsstadt“ mit Bezug zum Schlos s-
platz/Schlossareal
Wie in der Begründung zu Beschlusspunkt 3 ausgeführt, sind Schlossplatz und Schlossareal Teil des
Arbeitsgebietes der Internationalen Ideenwerkstatt „Zukunft der Wissenschaftsstadt“ und werden hier
als integraler Bestandteil mit einem raumstrukturellen Ansatz einbezogen. Vertiefende Erkenntnisse
zum Schlossplatz und Schlossareal könnte darüber hinaus die zw eite Phase der Ideenwerkstatt li e-
fern.
Weite Teile der Ideenwerkstatt sollen öffentlich stattfinden. Um die Ergebnisse der Ideenwerkstatt
insbesondere auch für die Entwicklung von Perspektiven für den Schlossplatz und das Schlossareal
zu nutzen, soll hierzu eine thematisch fokussierte öffentliche Vorstellung stattfinden. Auf dieser Basis
sollen die Impulse mit den relevanten Akteurinnen und Akteuren öffentlich erörtert werden. Hier sollen
insbesondere auch die Möglichkeiten zur Umsetzung, deren zeitliche P erspektiven und deren Fina n-
zierbarkeit einbezogen werden. In diesem Zusammenhang sind insbesondere auch die Ergebnisse
der vertiefenden Standorteinschätzung zum Musik -Campus-Konzept für die Hittorfstraße einschlie ß-
lich der Potenziale des Schlossareals einzubeziehen.
Zu Beschlusspunkt 7: Berücksichtigung des Antrags an den Rat A -R/0004/2013 der CDU -
Fraktion
Mit den Beschlussvorschlägen dieser Vorlage wird der Antrag der CDU -Fraktion „Schlossplatzgestal-
tung voranbringen“ (A -R/0004/2013) aufgegriffen und bei der weiteren Bearbeitung berücksichtigt.
Ziel des Antrages ist es, u.a. basierend auf dem Sachstand zu den bisherigen Planungen
(V/0238/2012) mit den beteiligten Akteuren einen verbindlichen Handlungsrahmen zur Aufwertung
des Schlossplatzes zu erarbeiten und in eine mögliche konkrete Umgestaltung die Bürgerschaft frü h-
zeitig einzubinden (Anlage 1).
Mit den Beschlussvorschlägen der vorliegenden Vorlage werden die Überlegungen zur Aufwertung
und Umgestaltung des Schlossplatzes in einen raumstrukturellen Ans atz eingebettet, der den Ra h-
men zur Ableitung von Maßnahmen bieten soll. Dies wird mit den beteiligten Akteuren geschehen, die
zum Teil bereits LoI -Partner sind (WWU Münster, BLB NRW/Niederlassung Münster). Hierzu bieten
die Internationale Ideenwerkstatt und die geplante öffentliche Erörterung entsprechende Formate.
Die Initiative Schloss Platz Kultur 2020 regt nach § 24 GO NRW an, das Schlossareal Münster durch
einen Ideenwettbewerb konzeptionell zu entwickeln und in Richtung Altstadt als alternativen Sta ndort
für einen Musik-Campus zu prüfen“ (Anlage 2). In der Begründung wird u.a. ausgeführt, dass Stadt
und Universität durch neue öffentliche Räume verknüpft und Kultur und Wissenschaft in Münster e r-
lebbar gemacht werden sollen. Hierzu werden eine umfassen de, integrierte Erneuerungsstrategie
gefordert und konkrete standörtliche Vorschläge gemacht4.
Wie bereits im Rahmen der Begründung zu den Beschlusspunkten 3, 5 und 6 ausgeführt, wird das
Schlossareal integriert im Rahmen der Internationalen Ideenwerksta tt „Zukunft der Wissenschaft s-
stadt“ mitbearbeitet. Darüber hinaus erfolgt die Prüfung eines Teils der konkreten standörtlichen Vo r-
schläge zur Aufwertung des Schlossareals im Zuge der standörtlichen Einschätzung zum Musik -
4 Initiative Schloss Platz Kultur 2020 (Hg:).) (2018): Schloss Platz Kultur 2020. Konzept zur En twicklung des
Schlossareals Münster. Münster.
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Campus-Projekt (V/0464/2019). Somit wird die Anregung aufgegriffen und bei der weiteren Erarbe i-
tung von Perspektiven für den Schlossplatz und das Schlossareal wie auch bei der standört lichen
Einschätzung des Musik-Campus-Konzeptes berücksichtigt.
I.V.
gez.
Denstorff
Stadtbaurat
Anlagen:
Anlage 1: Antrag der CDU -Fraktion an den Rat Nr. A -R/00004/2013 „Schlossplatzgestaltung v o-
ranbringen“
Anlage 2: Anregung der Initiative Schloss Platz Kultur 2020 gemäß § 24 Gemeindeordnung NRW
Nr. 2019 – 00075 „Schlossareal Münster durch einen Id eenwettbewerb konzeptionelle entwickeln
und in Richtung Altstadt als alternativen Standort für einen Musikcampus prüfen“
Anlage 3: Letter of Intent (LoI) „Zukunft der Wissenschaftsstadt“ (Unterzeichnete Fassung vom
07.09.2018)
Anlage 4: Übersichtskarte „Plangebiet LoI Zukunft der Wissenschaftsstadt“ mit „Schlossareal“
Anlage A
3009 Zeichen
Anlage A zur V/0774/2019 Kurzüberblick Beschluss zur Erarbeitung von Perspektiven für den Schlossplatz und das Schlossareal mit ei- nem integrierten raumstrukturellen Ansatz, der in die Internationale Ideenwerkstatt „Zukunft der Wissenschaftsstadt“ eingebunden ist. Das Plangebiet reicht vom Domplatz über den Schloss- platz/Botanischen Garten bis Coesfelder Kreuz und darüber hinaus. Gesucht wird ein stadträum- liches Passepartout mit dem Schlossareal als zentralem Anker. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die Erarbeitung von Perspektiven für den Schlossplatz und das Schlossareal stärkt das stadtstra- tegische Ziel einer „integrierten räumlichen Gesamtentwicklung der urbanen Wissenschaftsstadt mit höchster Lebensqualität“. Damit werden folgende Leitorientierungen aus dem ISM-Prozess verfolgt: Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungs- standorte in Europa Wir werden als Wirtschaftsstandort die Stadt des dynamischen Mittelstandes in Nordrhein- Westfalen Wir werden als ein kulturelles Zentrum unseres Landes Projekte mit internationaler Ausstrah- lung entwickeln Wir werden das unverwechselbare Stadtbild bewahren und die City als Ort der Begegnung, als Marktplatz und als Motor der Stadtentwicklung stärken Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi- ckeln Finanzierung Produktgruppe: 09.01. Stadt- und Regionalentwicklung, Stadtplanung Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig X überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig frei- willig Die Durchführung der Internationalen Ideenwerkstatt „Zukunft der Wissenschaftsstadt“, aus der Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung des Schlossplatzes/Schlossareals“ abgeleitet werden soll, ist Gegenstand des am 07.09.2018 unterzeichnete Letter of Intent „Zukunft der Wis- senschaftsstadt“ (Stadt Münster, WWU Münster, FH Münster, UKM, Studierendenwerk Münster, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW/Niederlassung Münster). Dieser Letter of Intent setzt die Grundsatzbeschlüsse zu den MünsterZukünften 20|30|50 um (V/0494/2016 in Verbindung mit V/1063/2016). Grundsätzlich sind die finanziellen Aufwendungen im Hinblick auf die Bearbeitung des Letter of Intent „Zukunft der Wissenschaft“ in ihrer Höhe zu beeinflussen. Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Die Erarbeitung von Perspektiven für den Schlossplatz und das Schlossreal hat keine unmittelba- re Relevanz für Querschnittsthemen. Die Themen „Demografie“, „Gleichstellung“, „Inklusion“, „Klimaschutz“ und „Migration werden auf der Ebene des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Münster 2030 (ISEK) als Grundsatzthemen und bei der Ableitung von Maßnahmen zur Aufwer- tung des Schlossareals in der konkreten Umsetzung berücksichtigt.
Beratungsverlauf (6)
Beschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich abgelehnt
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (14)
- Bäckergasse
- Hittorfstraße
- Corrensstraße
- Austermannstraße
- Steinfurter Straße
- Scharnhorststraße
- Einsteinstraße
- Himmelreichallee 50
- Schlossplatz 34
- Busso-Peus-Straße
- Schlossgarten
- Frauenstraße
- Domplatz
- Neutor
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Details
- Aktenzeichen
- V/0774/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 19.08.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37