Umsetzung der Fortschreibung des IHaK Neu-Tannenbusch
Mitteilungsvorlage 200529 vom 22.03.2020
Stand: Am 13.05.2020 im Ausschuss für Soziales, Migration, Gesundheit und Wohnen zur Kenntnis genommen.
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Mitteilungsvorlage öffentlich 200529 Der Oberbürgermeister —— Federführung: 50 Amt für Soziales und Wohnen Dezernat: Dez. V Umsetzung der Fortschreibung des IHaK Neu- Tannenbusch Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 21.04.2020 Kenntnisnahme Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz 22.04.2020 Kenntnisnahme Ausschuss für Soziales, Migration, Gesundheit und Wohnen 13.05.2020 Kenntnisnahme Mitteilung: Umsetzung der Fortschreibung des IHaK Neu-Tannenbusch Auf der Grundlage des Integrierten Handlungskonzeptes aus dem Jahr 2009 konnten insbesondere in den Handlungsfeldern A, Nachhaltige Erneuerungsstrategie für die Wohngebäude, und B, Orte der Kommunikation und Aktivität, in einem zehnjährigen Prozess der Sozialen Stadt Neu- Tannenbusch insbesondere zahlreiche bauliche Maßnahmen eingeleitet und größtenteils abgeschlossen werden. Aus den beiden genannten Handlungsfeldern werden auf Grundlage der im April 2019 beschlossenen Fortschreibung mittel- und langfristig weitere Maßnahmen verfolgt. Es sind dies - die Verbesserung der Wegebeziehungen und der Neubau eines nördlichen Bahnsteigzugangs an der Stadtbahnhaltestelle Tannenbusch-Mitte, - Maßnahmen des Studierendenwerkes Bonn zum Standort Hirschberger Straße und - die Vorplatzgestaltung am Tannenbusch-Center - Verbesserung der Wegebeziehungen – Umbau der Agnetendorfer Straße - Verbesserung der Wegebeziehungen incl. Wegeneugestaltung – Umbau des Brieger Weges Während die Planung des Neubaus des Schulzentrums voranschreitet, Maßnahmen zur Vorplatzgestaltung im Bereich des südlichen Zugangs zur Stadtbahnhaltestelle und auf der Fläche des ehemaligen Möbelhauses eingeleitet wurden und voraussichtlich bis 2023 abgeschlossen werden können, sind mit den Akteuren, die am Neubau eines nördlichen Bahnsteigzugangs an der Stadtbahnhaltestelle Tannenbusch-Mitte zu beteiligen sind, und mit dem Studierendenwerk noch weitere Verhandlungen zu führen. Seite 1 von 3 Seite 2 —— Im Mittelpunkt der Fortschreibung des IHaK Neu-Tannenbusch stehen darüber hinaus die Handlungsfelder C, D, E. - Handlungsfeld C Zweite Chance: Bildung und Beschäftigung, - Handlungsfeld D Aufwachsen und Ankommen mit Perspektive in Neu- Tannenbusch, - Handlungsfeld E Aktiv in der Nachbarschaft und für das Image des Stadtteils. Bereits im Rahmen der bisherigen Umsetzung des Förderprogramms Soziale Stadt gab es Aktivitäten in diesen Handlungsfeldern. So wurden seit der Eröffnung des Hauses Vielinbusch im Mai 2017 dort bislang 3 Personen auf der Grundlage des SGB II beschäftigt. Außerdem ist das vielfältige Programm des Hauses u.a. darauf ausgerichtet, mit Kursen und Angeboten niederschwellig Kompetenzen zu vermitteln, die persönliche Chancen zur Integration und zur Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt verbessern helfen. Insbesondere sprachliche Förderung über unterschiedliche Themenschwerpunkte findet hier statt. Auch das Beispiel Kaufland hat gezeigt, dass es gelingen kann, Bewohnerinnen und Bewohner in einen Arbeitsplatz zu vermitteln, wenn dieser im Stadtteil verortet ist. Die Wiedereröffnung des Tannenbusch-Einkauf- Centers nach seiner Sanierung 2017 führte in Einzelfällen zu neuen Beschäftigungsverhältnissen (Konkrete Zahlen über den Abschluss dauerhafter Beschäftigungsverhältnisse können hierüber allerdings nicht vorgelegt werden). Einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Möglichkeiten des Aufwachsens mit Perspektiven in Neu-Tannenbusch bedeutete der Erwerb des Hauses Oppelner Straße 130 durch die VEBOWAG und seine Sanierung. Durch den Ankauf konnte die ehemalige Bundeszentrale der Arbeiterwohlfahrt als Zentrum für Beratungs- und Unterstützungsangebote ebenso wie für Kultur, Kommunikation, Begegnung und Integration dauerhaft gesichert werden. Neben dem Interkulturellen Bildungs- und Familienzentrum Vielinbusch, freien Trägern und Fachstellen wie Erwerbslosenstelle, Arbeitslosenzentrum und Verbraucherberatung, dem Fachdienst für Familien- und Erziehungshilfe des Amtes für Kinder, Jugend und Familie wurden hier aktuell für städtische Dienstleistungen (Schulpsychologischer Dienst und Erziehungsberatung) weitere Räumlichkeiten geschaffen. Trotz zahlreicher Verbesserungen im Stadtteil, die auch außerhalb von Tannenbusch über positive Berichterstattung wahrgenommen werden, besteht nach wie vor die Notwendigkeit, Nachbarschaft aktiv zu fördern, Gelegenheiten der Begegnung zu schaffen und offensiv für ein positives Image zu werben. Die Begegnungsfeste, Kinder- und Jugendsportfeste ebenso wie die Tannenbuschzeitung TBZ, die von Bewohnerinnen und Bewohnern erstellt wird, die jährliche Verleihung der Goldenen Tanne als Auszeichnung für persönliches Engagement in Tannenbusch und positive Beiträge der aktuellen Stunde des WDR leisten hierzu immer wieder wichtige Beiträge. Ein weiteres Instrument zur Stärkung von Empowerment und Förderung von Aktivitäten stellt der Stadtteilfonds dar, der zahlreiche kleinere und größere Projekte der Tannenbuscher Bevölkerung ermöglicht. Über die Mittel des Seite 2 von 3 Seite 3 —— Stadtteilfonds entscheidet eine Jury aus Bewohnerinnen und Bewohnern unter Federführung des Quartiersmanagements viermal jährlich. Um die eingeleiteten Prozesse zu verstetigen und weiterzuentwickeln werden 2020 folgende Maßnahmen durchgeführt. 1. Im 2. Quartal 2020 ist eine vom Quartiersmanagement moderierte Stadtteilkonferenz geplant. Vorgesehen ist es, in diesem Rahmen eine Bilanz des bisher durchgeführten Prozesses zu präsentieren, Impulse aus der Bewohnerschaft aufzunehmen und auf der Grundlage der in der Fortschreibung des IHaK festgehaltenen Schwerpunkte weitere Maßnahmen zu diskutieren. Für die Umsetzung sollen neben dem Quartiersmanagement weitere Partner und Akteure aus dem Stadtteil einbezogen werden. 2. In Kooperation mit Partnern im Quartier und dem Jobcenter sollen im Laufe des Jahres 2020 weitere Möglichkeiten zur Beschäftigung auch für Langzeitarbeitslose entwickelt werden. Hierbei sollen insbesondere Angebote quartiersbezogener Dienstleistungen geprüft werden. 3. Die Beantragung von Fördergeldern des ESF, des Bundesprogrammes „Demokratie leben“ sowie weiterer Fördergeber ist vorgesehen und wird jeweils geprüft. Die Verwaltung wird über die weiteren Aktivitäten zur Umsetzung des IHaK im Beirat Soziale Stadt regelmäßig berichten. Anlage/n Keine Seite 3 von 3
Beratungsverlauf
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22.04.2020
Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz
TOP 9.7, Kenntnisnahme. Ergebnis: zur Kenntnis genommen -
13.05.2020 zuletzt
Ausschuss für Soziales, Migration, Gesundheit und Wohnen
TOP 9.5, Kenntnisnahme. Ergebnis: zur Kenntnis genommen
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