V/1144/2019
Landeswettbewerb "Mobil.NRW - Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum"
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Anlage A
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Anlage A zur V/1144/2019
Kurzüberblick
Am 14.11.2019 ist der Landeswettbewerb "Mobil.NRW - Modellvorhaben innovativer ÖPNV im
ländlichen Raum" vom NRW-Landesministerium veröffentlicht worden
(https://www.vm.nrw.de/presse/pressemitteilungen/Archiv-des-VM-2019/2019_11_15_OePNV-im-
laendlichen-Raum/index.php
Die Stadt Münster und die Stadtwerke Münster beabsichtigen sich mit dem Projekt „Hiltrup on
Demand AB“ zu bewerben. Dazu muss eine Projektskizze bei der Bezirksregierung Münster bis
zum 15. Januar 2020 eingegangen sein. Nach Auswahl der Projekte durch eine Jury im Februar
2020 muss ein bewilligungsfähiger Förderantrag spätestens am 1. April 2020 vorliegen. Die Auf-
nahme des Betriebs soll spätestens im 4. Quartal 2020 erfolgen. Die Projektlaufzeit beträgt min-
destens 2 Jahre, höchstens aber 3 Jahre.
Ziele/Teilziele/Zielerreichung
On-Demand-Shuttleverkehre sind innovative, digital gesteuerte Rufbus-Verkehre. Der Kunde be-
stellt und bezahlt seine Fahrt i.d.R. per Smartphone-App. Ein automatisiert arbeitender Algorith-
mus (Zentraleinheit auf dem Server) bildet aus den eingehenden Fahrtwünschen der Kunden
räumlich und zeitlich sinnvolle Fahrgemeinschaften.
On-Demand-Shuttleverkehre tragen dem Kundenwunsch und Trend nach immer mehr Individua-
lisierung des ÖPNV Rechnung. Durch eine optimierte Flächenerschließung und mehr Direktver-
bindungen verbessern sie das bestehende Nahverkehrsangebot eines Stadtteils. Als weitere Zie-
le gelten die Stärkung der Zu- und Abbringerfunktion zu Bahn und Bus sowie die Reduzierung
des privaten Pkw-Verkehrs und die damit verbundenen klimafreundlichen Effekte. Auch eine stär-
kere Kundenbindung und die Gewinnung von ÖPNV-Neukunden werden hierdurch angestrebt.
Finanzierung
Produktgruppe: 1201 Bereitstellung von Verkehrsflächen und Anlagen
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein
Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein
Im Entwurf des Haushaltsplan 2020 enthalten? X Ja Nein teilw.
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja Nein
Bereits veranschlagt? Ja X Nein
Pflichtigkeitsgrad
Die Maßnahme/Leistung
ist
vollständig
pflichtig
überwiegend
pflichtig
überwiegend
freiwillig
X Vollständig
freiwillig
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
Ein On-Demand-Shuttlesystems für die Alltags- und Freizeitmobilität in Münster-Hiltrup ist eine
neue und flexible Angebotsform die vollwertig in das bestehende ÖPNV-Angebot integriert werden
soll. Sie sichert kurze Wege zum ÖPNV System insgesamt und sichert damit, auch durch den Ein-
satz barrierefreier Fahrzeuge, eine gut Zugänglichkeit insbesondere auch für ältere Menschen bzw.
Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.
Beschlussvorlage
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V/1144/2019 V/1144/2019 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Landeswettbewerb "Mobil.NRW - Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum" Antrag der Stadt Münster „Hiltrup on Demand“ Beratungsfolge 21.11.2019 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wo h- nen Vorberatung 04.12.2019 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 11.12.2019 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Rat der Stadt Münster begrüßt das Förderprogramm des Landes NRW um den ÖPNV – ins- besondere auch im ländlichen Raum - unter Einbeziehung von Smart-City-Komponenten mit inno- vativen Ansätzen zu stärken. 2. Der Rat beschließt, dass die Stadt Münster das Projekt „Hiltrup on Demand AB“ durchführt und beauftragt die Verwaltung als ersten Schritt bis zum 15.01.2020 eine Projektskizze ein zureichen. Sollte das Projekt im Februar 2020 ausgewählt werden, wir d die Stadt nach Beschluss im Rat am 25.03.2020 bis zum 01.04.2020 einen Förderantrag stellen. Der Betrieb soll im 4. Quartal 2020 beginnen. 3. Der Rat verpflichtet sich bei einem positiven Entscheid die entsprechend Haushaltsmittel für die Jahre 2021 bis 2023 im Haushaltsplan 2021 bereitzustellen. 4. Möglicherweise erforderliche Haushaltsmittel in 2020 werden im Budget des Amtes 66 aufgefa n- gen. Amt für Mobilität und Tiefbau 21.11.2019 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Grimm Telefon: 492 66 00 Grimm@stadt-muenster.de - 2 - V/1144/2019 II. Finanzielle Auswirkungen Teilergebnisplan Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemer- kungen Produktgruppe 1201 Bereitstellung von Verkehrsflächen und -anlagen Zeile 13 Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 2020 200.000 Antrags- vorberei- tung Ergebnis 200.000 Die erforderlichen Mittel für die Antragsvorbereitung in Höhe von 200.000 € im Jahr 2020 werden aus dem Gesamtbudget der Produktgruppe 1201 finanziert. Sollte der Förderantrag durch das Land NRW im kommenden Jahr positiv beschieden werden, we r- den die benötigten Haushaltsmittel zur Umsetzung für die Jahre 2021 ff. im Rahm en der Aufstellung des Haushaltsplanentwurfs 2021 entsprechend eingeplant. Begründung: Am 14.11.2019 ist der Landeswettbewerb "Mobil.NRW - Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländli- chen Raum" vom NRW-Landesministerium veröffentlicht worden. Für den Landeswettbewerb gelten u. a. folgende Rahmenbedingungen: Antragsstellung muss durch die Gemeinde erfolgen Ländlicher oder suburbaner Raum Bevölkerungsdichte < 1.500 EW/km² Ganzwöchiger Betrieb, mind. 16 Stunden/Tag Barrierefreiheit Integration in das bestehende Tarifsystem (Ticketzuschlag max. 50 % eines Einzeltickets) Die Förderquote beläuft sich auf 75 %, max. 5 Mio. EUR. Die Projektskizze muss bei der Bezirksregierung Münster bis zum 15. Januar 2020 eingegangen sein. Nach Auswahl der Projekte durch ei ne Jury im Februar 2020 muss ein bewilligungsfähiger Fördera n- trag spätestens am 1. April 2020 vorliegen. Die Aufnahme des Betriebs soll spätestens im 4. Quartal 2020 erfolgen. Die Projektlaufzeit beträgt mindestens 2 Jahre, höchstens aber 3 Jahre. Die Stadt Münster und die Stadtwerke Münster beabsichtigen sich mit dem Projekt „Hiltrup on D e- mand AB“ zu bewerben. On-Demand-Shuttleverkehre sind innovative, digital gesteuerte Rufbus -Verkehre. Der Kunde bestellt und bezahlt seine Fahrt i.d.R. per Smartphone -App. Ein automatisiert arbeitender Algorithmus (Zen t- raleinheit auf dem Server) bildet aus den eingehenden Fahrtwünschen der Kunden räumlich und zei t- lich sinnvolle Fahrgemeinschaften. Dieses wird in der Fachwelt als Pooling bezeichnet. Eine feste Fahrplan - und Haltestellenbindung besteht nicht. Das Fahrpersonal des eingesetzten Kleinbusses bzw. Großraum -Pkws erhält seine Fahrtaufträge ebenfalls automatisiert in Echtzeit auf - 3 - V/1144/2019 einem Tablet-Computer am Fahrerarbeitsplatz. Befahren werden alle öffentlichen Straßen , gehalten wird je nach vorliegenden Kundenwünschen an bestehenden ÖPNV -Haltestellen und sogenannten „virtuellen“ Haltestellen, z.B. vorher festgelegten Straßenecken. Eine Haustürbedienung findet wegen zu großer Umwegfahrten in aller Regel nicht statt. On-Demand-Shuttleverkehre tragen dem Kundenwunsch und Trend nach immer mehr Individualisi e- rung des ÖPNV Rechnung. Durch eine optimierte Flächenerschließung und mehr Direktverbindungen verbessern sie das bestehende Nahverkehrsangebot eines Stadtteils. Als weitere Ziele gelten die Stärkung der Zu- und Abbringerfunktion zu Bahn und Bus sowie die Reduzierung des privaten Pkw - Verkehrs und die damit verbundenen klimafreundlichen Effekt e. Auch eine stärkere Kundenbindung und die Gewinnung von ÖPNV-Neukunden werden hierdurch angestrebt. Seit Oktober 2017 prüfen und entwickeln die Stadt und Stadtwerke Münster die Erprobung eines On - Demand-Shuttlesystems für die Alltags- und Freizeitmobilität in Münster-Hiltrup. Die neue und flexible Angebotsform soll vollwertig in das bestehende ÖPNV -Angebot integriert und zunächst als Pilotv er- such über drei Jahre getestet werden. Zur Erlangung von Fördermitteln wurde schon frühzeitig mit dem NRW-Verkehrsministerium Kontakt aufgenommen. Dieses signalisierte großes Interesse an e i- ner Unterstützung des Münsteraner Vorhabens. Die Planungen für das Projekt „Hiltrup -on-Demand“ stimmen mit den nunmehr vom NRW - Verkehrsministerium vorgelegten Rahmenbedingungen des Landeswettbewerbs überein. Der tes t- weise Betrieb eines On -Demand-Shuttlesystems für Münster sieht barrierefreie Fahrzeuge mit mi n- destens sechs Sitzplätzen (Großraum-Pkws bzw. Vans, bevorzugt mit elektrischem Antrieb) vor. Di e- se sollen flächendeckend im Ve rsuchsgebiet (siehe weiter unten) zwischen einer Vielzahl „virtueller“ Haltestellen verkehren, die Erreichbarkeit des bestehenden ÖPNV-Haltestellennetzes verbessern und kurze Fußwege gewährleisten. Innerhalb des Versuchsgebietes sind im Regelfall Direktfah rten mög- lich. Fahrten in andere Stadtteile erfordern einen Umstieg zwischen On -Demand-Shuttle und dem klassischen ÖPNV, sofern keine durchgehende Bus- oder Bahnlinie genutzt wird. Die Betriebszeiten des On -Demand-Shuttleverkehrs entsprechen den Angebotsze iten im Stadtbu s- verkehr (Mo-Do: 05:00 bis 02:00 Uhr sowie Fr-Mo: ab 05:00 Uhr durchgehend bis Montag 02:00 Uhr). Um eine möglichst hohe Inanspruchnahme d es Shuttlesystems durch die Bürgerinnen und Bürger zu erzielen, wird als gemeinsamer Wunsch der Stadt und Stadtwerke Münster eine Integration in den ÖPNV-Tarif Münsters (ohne Aufpreis) angestrebt. Idealerweise erfolgt hierbei eine Fokussierung auf die beliebten elektronischen e -Tickets auf Chip - Karte bzw. Smartphone. Diese wären im Shuttle maschinenlesbar und würden das Fahrpersonal von Verkauf und Kontrolle entlasten. In anderen Großversuchen (z.B. Projekt IOKI in Hamburg) hat es sich ferner nach den ersten Betriebsmonaten als notwendig erwiesen, eine „Schutzgebühr“ für jede Bestellung zu erheben. Hierdur ch wird weitgehend verhindert, dass zwar Fahrten per App bestellt werden, der Kunde aber hinterher nicht erscheint. Eine solche eventuell später zu erhebende Schut z- gebühr (auch zuweilen als „Komfortzuschlag“ bezeichnet) wird von den Förderrichtlinien ausdr ücklich bis zu einer Obergrenze zugelassen. Als größter Außenstadtteil und mit seinen sehr guten infrastrukturellen Einrichtungen verzeichnet Hiltrup den höchsten Binnenverkehrsanteil im Stadtbusverkehr. Ferner ist Hiltrup über das dichte Z u- gangebot am Bahnhof und diverse Stadtbuslinien gut mit dem Stadtzentrum, anderen Stadtteilen und dem Umland verbunden. Ein On -Demand-Shuttlesystem im Großraum Hiltrup würde darüber hinaus das seit Jahren bestehende anrufpflichtige Taxibus -Angebot ablösen sowie aktuell noch bestehende Erschließungs- und Bedienungslücken schließen. Daher gilt der Stadtteil Hiltrup als idealtypischer Testraum. Perspektivisch bieten sich zudem Potenziale zur Bündelung und Begradigung von Stadtbus -Linien auf Hauptachsen („Metrobusse“) sowi e zur engen Verknüpfung des On -Demand-Shuttlesystems an wichtigen ÖPNV-Haltestellen („Mobilstationen“) mit Bus, Bahn und anderen Services (Leezenboxen, Carsharing etc.). - 4 - V/1144/2019 Im Rahmen der Projektvorbereitung wurden intensive Recherchen zu Praxisbeispielen anderer Städte angestellt sowie Empfehlungen von spezialisierten Softwareanbietern eingeholt. Diese haben deutlich gemacht, dass eine Mindestgröße (Betriebsgebiet, Einwohnerzahl, Anzahl der eingesetzten Fahrzeu- ge) für ein attraktives On -Demand-Angebot erforderlich ist. Vor diesem Hintergrund wurden in einer Leistungssimulation mit der auf diesem Gebiet erfahrenen Firma door2door zwei unterschiedlich gr o- ße Betriebsgebiete (A und AB) für den Pilotversuch entwickelt. Das Betriebsgebiet A basiert auf den Stadttei lgrenzen Hiltrups und wurde aufgrund der engen Ve r- flechtungen um den benachbarten Stadtteil Amelsbüren sowie den Hansa -Business-Park und den Alexianer-Campus erweitert. Auf den ca. 20 km² würden etwa 25.400 Einwohner (1.268 Ew/km²) vom neuen Angebot profit ieren. Für das Gebiet ist der gleichzeitige Einsatz von bis zu fünf Shuttle - Fahrzeugen vorgesehen. Im Betriebsgebiet A könnten bestehende Fahrgastverflechtungen gestärkt und bestehende Taxibus - Linien durch das On -Demand-System abgelöst werden. Aus bestehen den Umsteigeverbindungen, z.B. zwischen Hiltrup und dem Hansa-Business-Park, würden zukünftig Direktverbindungen. Das größere Betriebsgebiet AB umfasst das Betriebsgebiet A und erweitert dieses in nördlicher Richtung entlang der Weseler Straße (Mecklenbeck, Münster-Geist), der Hammer Straße (Berg Fidel) und des Albersloher Weges (Loddenheide). Das Gebiet umfasst ca. 40 km² und etwa 50.700 Einwoh- ner (1.290 Ew/km²). Bis zu zehn Shuttle-Fahrzeuge sind für den gleichzeitigen Einsatz vorgesehen. Aufgrund des sternförmigen (radialen) Stadtbusnetzes mit Konzentration auf das Stadtzentrum we r- den mit dem Betriebsgebiet AB die Verkehrsverflechtungen im suburbanen Raum sowie zwischen den Achsen besser abgedeckt und mehr Fahrgastpotenziale geschöpft. Das Gebiet ermögl icht mehr Direktverbindungen zwischen den Stadtteilen und zu den Arbeitsplatzschwerpunkten (Gewerbegebie- te Loddenheide und Siemensstraße, Weseler Straße, Hansa-Business-Park). Zudem bieten Querverbindungen (Tangentialverkehre) z wischen den Haupteinfallstr aßen Weseler Straße, Hammer Straße und Albersloher Weg und die Anbindung der Haltepunkte Mecklenbeck (Münster – Coesfeld), Amelsbüren (Münster – Dortmund) und Hiltrup (Münster – Hamm) den Ein- und Auspendlern verbesserte dezentrale Umsteigemöglichkeiten und verkürzte Reisezeiten. Aufgrund der Vielzahl der Anwendungsfälle bietet das Betriebsangebot AB eine sehr gute Bewertungsgrundlage für eine potenzielle Erweiterung des On-Demand-Shuttlesystems auf andere Stadtteile oder das gesamte Stadtgebiet. Vor dem H intergrund der Anwendungsfälle anderer Städte sowie den oben aufgeführten Vorteilen empfehlen das Amt für Mobilität und Tiefbau sowie die Stadtwerke eine Antragsstellung mit dem Be- triebsgebiet AB und einer Projektlaufzeit von drei Jahren. Die prognostizierten Gesamtkosten wurden mit der Unterstützung des sehr erfahrenen Gutachterbü- ros Probst und Consorten im Rahmen eines Business Cases geschärft. Unter der Annahme einer dreijährigen Erprobung werden die Gesamtkosten des Projektes für das Betriebsgebiet A auf ca. 5, 2 Mio. EUR und für das Betriebsgebiet AB auf ca. 8, 6 Mio. EUR angenommen. Aufgrund der Förde r- richtlinien (Förderquote 75 %, max. 5 Mio. EUR) ergeben sich für die Betriebsgebiete folgende Ko s- tenschätzung inkl. jeweils städtischem Anteil: Betriebsgebiet A Betriebsgebiet AB geschätzte Gesamtkosten über 3 Jahre (in Mio. EUR) 5,2 8,6 städtischer Anteil über 3 Jahre (in Mio. EUR) 1,3 3,6 städtischer Anteil pro Jahr (in Mio. EUR) 0,4 1,2 - 5 - V/1144/2019 - 6 - V/1144/2019 i. V. gez. Denstorff Stadtbaurat Anlage A Anlage 1 – Präsentation
Präsentation_On-Demand_Hiltrup
5900 Zeichen
ÖPNV-Pilotprojekt: On Demand-Shuttlesystem in Münster On Demand - Die neue ÖPNV-Komponente 1) Ziele - On Demand in Münster 2) Einsatzgebiet für den dreijährigen Pilotbetrieb 3) Der Start: Wie könnte das Angebot aussehen? 4) Nächste Schritte - Finanzierung und Co. 2 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster On Demand - Die neue ÖPNV-Komponente 3 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster Stadtbus • Nachfragestarke Verflechtungen Taxibus & multimodale Angebote Heutiger ÖPNV in Münster Zukünftiger ÖPNV in Münster Stadtbus (Metrobus) • Aufgewerteter ÖPNV auf Hauptachsen On Demand-Systeme • Bedienung nachfrageschwacher Gebiete • Flächenerschließung Multimodale Angebote • Ergänzende multimodale Services an Mobilstationen Erprobung On Demand-System Ziele Erprobung einer flexiblen Angebotsform für die Alltags- und Freizeitmobilität in Münster im Großversuch Einfache Skalierbarkeit (Angebotsraum, Betriebszeiten, Tarif) Modernisierung des Bedarfsverkehrs (TaxiBus) Integration in das Nahverkehrsangebot Qualitative Verbesserung Flächenerschließung optimieren Zu- und Abbringerfunktion zu Bahn und Bus Reduzierung des MIV Kundenbindung und Gewinnung von Neukunden 4 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster © Stadtwerke Münster GmbH Pilotprojekt Hiltrup: Warum? Strukturelle Rahmenbedingungen Größter Stadtteil Münsters mit eng verflochtenen Nachbar-Stadtteilen Bahnhof Münster-Hiltrup mit regionaler und überregionaler Anbindung Gute Verknüpfungsmöglichkeiten mit dem Stadtbus-Netz Höchster Binnenverkehrsanteil im Stadtbus-Netz Optimierungspotenziale im Stadtbus-Netz Linienbündelung und -begradigung Rückbau von Überkapazitäten zugunsten On-Demand Flächenerschließung optimieren Geringe Akzeptanz Taxibus-Linien Anbindung an Stadtbus-Netz über Mobilstationen Erreichbarkeiten in Stadtquartieren und Außenbereichen verbessern 5 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster Pilotprojekt Hiltrup: Rahmenbedingungen Konzession nach § 42 (Linienverkehr) mit § 2.6 PBefG (Ausnahmetatbestand) wissenschaftliche Begleitung Projektauftrag Bezirksregierung Münster Universität / Hochschule Betrieb Abstimmung Pilotversuch 6 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster Betriebsführung Stadtwerke Münster (Management, Disposition, Monitoring) Anpassungen im laufenden Betrieb Fahrzeuge: Leasing oder Kauf, mind. 6 Sitzplätze, barrierefrei, Stadtwerke-Design Haltestellen & virtuelle Haltestellen Betriebszeiten entsprechen den Angebotszeiten im Stadtbusverkehr Mo-Do: 05:00 bis 02:00 Uhr & Fr-Mo: ab 05:00 Uhr durchgehend bis Montag 02:00 Uhr Herausforderung: Größe bzw. Skalierung des Pilotprojektes Ermittlung der Betriebsparameter zum Pilotstart mittels Leistungssimulation*) Optimierung der Parameter im Rahmen der dreijährigen Erprobung Pilotprojekt Hiltrup: Startkonfiguration 7 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster Betriebskosten Fahrzeug- & Personalbedarf Größe & Eignung des Betriebsgebietes Betriebszeiten *) in Kooperation mit Fa. Door2Door, Berlin 8 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster Betriebsgebiet A 20,1 km² 25.410 Einwohner (1.268 Ew/km²) Bis zu 5 Fahrzeuge im gleichzeitigen Einsatz Optional: verstärkt in der HVZ Pilotprojekt Hiltrup: Startkonfiguration A oder AB? Betriebsgebiet AB 39,3 km² 50.686 Einwohner (1.290 Ew/km²) Bis zu 10 Fahrzeuge im gleichzeitigen Einsatz Optional: verstärkt in der HVZ Pilotprojekt Hiltrup: Zugang und Ticketing 9 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster Tarif Zugang Optional: Auskunft und Bestellung über Call Center Auskunft Bestellung Kommunikation Bezahlung Wirtschaftlichkeit ÖV-Integration Eigenständiger Komfortpreis Teilintegration Vollintegration*) *) Konzentration auf elektronische Produkte Pilotprojekt Hiltrup: Mögliche Fahrzeugtypen LEVC TX eCity Mercedes e-Vito Tourer e.Go Mover Kapazität 6 Sitzplätze 6 Sitzplätze 10 Sitzplätze, 5 Stehplätze Listenpreis ab 60.000 Euro ab 55.000 Euro ca. 72.000 Euro (Stand: 2017) Antrieb Elektromotor + benzinbetriebener Range Extender Elektromotor *auch als Dieselmotor erhältlich Elektromotor Reichweite 130 km (+500 km Range Extender) 156-186 km bis zu 10 h Barrierefreiheit serienmäßige Rollstuhlrampe nur als Sonderanfertigung ja Einsatzgebiete Hamburg, Offenbach, Aschaffenburg Berlin, Stuttgart, Offenbach Prototyp, Entwicklung & Produktion in Aachen 10 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster Pilotprojekt Hiltrup: Kostenszenarien 11 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster Jahr Kosten 1 1,81 Mio. € 2 1,68 Mio. € 3 1,65 Mio. € Summe 5,14 Mio. € Jahr Kosten 1 2,95 Mio. € 2 2,81 Mio. € 3 2,78 Mio. € Summe 8,54 Mio. € Städtischer Eigenanteil: 1.3 Mio. € über 3 Jahre Städtischer Eigenanteil: 3.6 Mio. € über 3 Jahre 2018/19 2019/20 2021+ Pilotprojekt Hiltrup: Zeitplan und Ausblick nach Klärung der Finanzierung 12 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster Umsetzungsreifes Konzept Abstimmung mit Bezirksregierung Simulation des Pilotversuches Umsetzungsauftrag für Gebiet A bzw. AB an Stadtwerke Münster Genehmigung, Ausschreibung & Vergabe Angebotsstart Optimierung von Parametern (Angebotsraum und Betriebszeiten) Optionale Übertragung auf weitere Stadtteile Modifikation des Busangebotes
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (5)
- Weseler Straße
- Hammer Straße
- Siemensstraße
- Albersloher Weg
- Loddenheide
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/1144/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 20.11.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37