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V/1144/2019

Landeswettbewerb "Mobil.NRW - Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum"

Vorlagen 20.11.2019

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 11.12.2019, TOP 41

Anlage A

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Beschlussvorlage

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Präsentation_On-Demand_Hiltrup

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Ansehen

Anlage A

2797 Zeichen

Anlage A zur V/1144/2019 
Kurzüberblick 
Am 14.11.2019 ist der Landeswettbewerb "Mobil.NRW - Modellvorhaben innovativer ÖPNV im 
ländlichen Raum" vom NRW-Landesministerium veröffentlicht worden 
(https://www.vm.nrw.de/presse/pressemitteilungen/Archiv-des-VM-2019/2019_11_15_OePNV-im-
laendlichen-Raum/index.php 
 
Die Stadt Münster und die Stadtwerke Münster beabsichtigen sich mit dem Projekt „Hiltrup on 
Demand AB“ zu bewerben. Dazu muss eine Projektskizze bei der Bezirksregierung Münster bis 
zum 15. Januar 2020 eingegangen sein. Nach Auswahl der Projekte durch eine Jury im Februar 
2020 muss ein bewilligungsfähiger Förderantrag spätestens am 1. April 2020 vorliegen. Die Auf-
nahme des Betriebs soll spätestens im 4. Quartal 2020 erfolgen. Die Projektlaufzeit beträgt min-
destens 2 Jahre, höchstens aber 3 Jahre. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
On-Demand-Shuttleverkehre sind innovative, digital gesteuerte Rufbus-Verkehre. Der Kunde be-
stellt und bezahlt seine Fahrt i.d.R. per Smartphone-App. Ein automatisiert arbeitender Algorith-
mus (Zentraleinheit auf dem Server) bildet aus den eingehenden Fahrtwünschen der Kunden 
räumlich und zeitlich sinnvolle Fahrgemeinschaften.  
On-Demand-Shuttleverkehre tragen dem Kundenwunsch und Trend nach immer mehr Individua-
lisierung des ÖPNV Rechnung. Durch eine optimierte Flächenerschließung und mehr Direktver-
bindungen verbessern sie das bestehende Nahverkehrsangebot eines Stadtteils. Als weitere Zie-
le gelten die Stärkung der Zu- und Abbringerfunktion zu Bahn und Bus sowie die Reduzierung 
des privaten Pkw-Verkehrs und die damit verbundenen klimafreundlichen Effekte. Auch eine stär-
kere Kundenbindung und die Gewinnung von ÖPNV-Neukunden werden hierdurch angestrebt.  
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 1201 Bereitstellung von Verkehrsflächen und Anlagen 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im Entwurf des Haushaltsplan 2020 enthalten? X Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja  Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja X Nein   
       
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung 
ist 
 vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
X Vollständig 
 freiwillig 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Ein On-Demand-Shuttlesystems für die Alltags- und Freizeitmobilität in Münster-Hiltrup ist eine 
neue und flexible Angebotsform die vollwertig in das bestehende ÖPNV-Angebot integriert werden 
soll. Sie sichert kurze Wege zum ÖPNV System insgesamt und sichert damit, auch durch den Ein-
satz barrierefreier Fahrzeuge, eine gut Zugänglichkeit insbesondere auch für ältere Menschen bzw. 
Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

Beschlussvorlage

12114 Zeichen

V/1144/2019 
V/1144/2019 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Landeswettbewerb "Mobil.NRW - Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum" 
Antrag der Stadt Münster „Hiltrup on Demand“ 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   21.11.2019 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wo h-
nen 
Vorberatung 
   04.12.2019 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 
   11.12.2019 Rat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster begrüßt das Förderprogramm des Landes NRW um den ÖPNV – ins-
besondere auch im ländlichen Raum - unter Einbeziehung von Smart-City-Komponenten mit inno-
vativen Ansätzen zu stärken. 
2. Der Rat beschließt, dass die Stadt Münster das Projekt „Hiltrup on Demand AB“ durchführt und 
beauftragt die Verwaltung als ersten Schritt bis zum 15.01.2020 eine Projektskizze ein zureichen. 
Sollte das Projekt im Februar 2020 ausgewählt werden, wir d die Stadt nach Beschluss im Rat am 
25.03.2020  bis zum 01.04.2020 einen Förderantrag stellen. Der Betrieb soll im 4. Quartal 2020 
beginnen.  
3. Der Rat verpflichtet sich bei einem positiven Entscheid die entsprechend Haushaltsmittel für die 
Jahre 2021 bis 2023 im Haushaltsplan 2021 bereitzustellen. 
4. Möglicherweise erforderliche Haushaltsmittel in 2020 werden im Budget des Amtes 66 aufgefa n-
gen. 
 
 
Amt für Mobilität und Tiefbau 
 
21.11.2019 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Herr Grimm 
Telefon: 492 66 00 
Grimm@stadt-muenster.de

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V/1144/2019 
II. Finanzielle Auswirkungen  
 
Teilergebnisplan 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemer-
kungen  
Produktgruppe 1201 Bereitstellung von Verkehrsflächen 
und -anlagen 
   
Zeile 13 
 
Aufwendungen für Sach- und 
Dienstleistungen 2020 
 
 
200.000 
Antrags-
vorberei-
tung 
Ergebnis 
 
   200.000  
 
Die erforderlichen Mittel für die Antragsvorbereitung in Höhe von 200.000 € im Jahr 2020 werden aus 
dem Gesamtbudget der Produktgruppe 1201 finanziert. 
 
Sollte der Förderantrag durch das Land NRW im kommenden Jahr positiv beschieden werden, we r-
den die benötigten Haushaltsmittel zur Umsetzung für die Jahre 2021 ff. im Rahm en der Aufstellung 
des Haushaltsplanentwurfs 2021 entsprechend eingeplant.  
 
 
Begründung: 
 
Am 14.11.2019 ist der Landeswettbewerb "Mobil.NRW - Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländli-
chen Raum" vom NRW-Landesministerium veröffentlicht worden. 
 
Für den Landeswettbewerb gelten u. a. folgende Rahmenbedingungen: 
 
 Antragsstellung muss durch die Gemeinde erfolgen 
 Ländlicher oder suburbaner Raum 
 Bevölkerungsdichte < 1.500 EW/km² 
 Ganzwöchiger Betrieb, mind. 16 Stunden/Tag 
 Barrierefreiheit 
 Integration in das bestehende Tarifsystem (Ticketzuschlag max. 50 % eines Einzeltickets) 
 Die Förderquote beläuft sich auf 75 %, max. 5 Mio. EUR. 
 
Die Projektskizze muss bei der Bezirksregierung Münster bis zum 15. Januar 2020 eingegangen sein. 
Nach Auswahl der Projekte durch ei ne Jury im Februar 2020 muss ein bewilligungsfähiger Fördera n-
trag spätestens am 1. April 2020 vorliegen. Die Aufnahme des Betriebs soll spätestens im 4. Quartal 
2020 erfolgen. Die Projektlaufzeit beträgt mindestens 2 Jahre, höchstens aber 3 Jahre. 
Die Stadt Münster und die Stadtwerke Münster beabsichtigen sich mit dem Projekt „Hiltrup on D e-
mand AB“ zu bewerben. 
 
On-Demand-Shuttleverkehre sind innovative, digital gesteuerte Rufbus -Verkehre. Der Kunde bestellt 
und bezahlt seine Fahrt i.d.R. per Smartphone -App. Ein automatisiert arbeitender Algorithmus (Zen t-
raleinheit auf dem Server) bildet aus den eingehenden Fahrtwünschen der Kunden räumlich und zei t-
lich sinnvolle Fahrgemeinschaften. Dieses wird in der Fachwelt als Pooling bezeichnet.  
 
Eine feste Fahrplan - und Haltestellenbindung besteht nicht. Das Fahrpersonal des eingesetzten 
Kleinbusses bzw. Großraum -Pkws erhält seine Fahrtaufträge ebenfalls automatisiert in Echtzeit auf

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V/1144/2019 
einem Tablet-Computer am Fahrerarbeitsplatz. Befahren werden alle öffentlichen Straßen , gehalten 
wird je nach vorliegenden Kundenwünschen an bestehenden ÖPNV -Haltestellen und sogenannten 
„virtuellen“ Haltestellen, z.B. vorher festgelegten Straßenecken. Eine Haustürbedienung findet wegen 
zu großer Umwegfahrten in aller Regel nicht statt. 
 
On-Demand-Shuttleverkehre tragen dem Kundenwunsch und Trend nach immer mehr Individualisi e-
rung des ÖPNV Rechnung. Durch eine optimierte Flächenerschließung und mehr Direktverbindungen 
verbessern sie das bestehende Nahverkehrsangebot eines Stadtteils. Als weitere Ziele gelten die 
Stärkung der Zu- und Abbringerfunktion zu Bahn und Bus sowie die Reduzierung des privaten Pkw -
Verkehrs und die damit verbundenen klimafreundlichen Effekt e. Auch eine stärkere Kundenbindung 
und die Gewinnung von ÖPNV-Neukunden werden hierdurch angestrebt. 
 
Seit Oktober 2017 prüfen und entwickeln die Stadt und Stadtwerke Münster die Erprobung eines On -
Demand-Shuttlesystems für die Alltags- und Freizeitmobilität in Münster-Hiltrup. Die neue und flexible 
Angebotsform soll vollwertig in das bestehende ÖPNV -Angebot integriert und zunächst als Pilotv er-
such über drei Jahre getestet werden. Zur Erlangung von Fördermitteln wurde schon frühzeitig mit 
dem NRW-Verkehrsministerium Kontakt aufgenommen. Dieses signalisierte großes Interesse an e i-
ner Unterstützung des Münsteraner Vorhabens. 
 
Die Planungen für das Projekt „Hiltrup -on-Demand“ stimmen mit den nunmehr vom NRW -
Verkehrsministerium vorgelegten Rahmenbedingungen des  Landeswettbewerbs überein. Der tes t-
weise Betrieb eines On -Demand-Shuttlesystems für Münster sieht barrierefreie Fahrzeuge mit mi n-
destens sechs Sitzplätzen (Großraum-Pkws bzw. Vans, bevorzugt mit elektrischem Antrieb) vor. Di e-
se sollen flächendeckend im Ve rsuchsgebiet (siehe weiter unten) zwischen einer Vielzahl „virtueller“ 
Haltestellen verkehren, die Erreichbarkeit des bestehenden ÖPNV-Haltestellennetzes verbessern und 
kurze Fußwege gewährleisten. Innerhalb des Versuchsgebietes sind im Regelfall Direktfah rten mög-
lich. Fahrten in andere Stadtteile erfordern einen Umstieg zwischen On -Demand-Shuttle und dem 
klassischen ÖPNV, sofern keine durchgehende Bus- oder Bahnlinie genutzt wird. 
 
Die Betriebszeiten des On -Demand-Shuttleverkehrs entsprechen den Angebotsze iten im Stadtbu s-
verkehr (Mo-Do: 05:00 bis 02:00 Uhr sowie Fr-Mo: ab 05:00 Uhr durchgehend bis Montag 02:00 Uhr). 
Um eine möglichst hohe Inanspruchnahme d es Shuttlesystems durch die Bürgerinnen und Bürger zu 
erzielen, wird als gemeinsamer Wunsch der Stadt und Stadtwerke Münster eine Integration in den 
ÖPNV-Tarif Münsters (ohne Aufpreis) angestrebt.  
 
Idealerweise erfolgt hierbei eine Fokussierung auf die beliebten elektronischen e -Tickets auf Chip -
Karte bzw. Smartphone. Diese wären im Shuttle maschinenlesbar  und würden das Fahrpersonal von 
Verkauf und Kontrolle entlasten. In anderen Großversuchen (z.B. Projekt IOKI in Hamburg) hat es 
sich ferner nach den ersten Betriebsmonaten als notwendig erwiesen, eine „Schutzgebühr“ für jede 
Bestellung zu erheben. Hierdur ch wird weitgehend verhindert, dass zwar Fahrten per App bestellt 
werden, der Kunde aber hinterher nicht erscheint. Eine solche eventuell später zu erhebende Schut z-
gebühr (auch zuweilen als „Komfortzuschlag“ bezeichnet) wird von den Förderrichtlinien ausdr ücklich 
bis zu einer Obergrenze zugelassen.  
 
Als größter Außenstadtteil und mit seinen sehr guten infrastrukturellen Einrichtungen verzeichnet 
Hiltrup den höchsten Binnenverkehrsanteil im Stadtbusverkehr. Ferner ist Hiltrup über das dichte Z u-
gangebot am Bahnhof und diverse Stadtbuslinien gut mit dem Stadtzentrum, anderen Stadtteilen und 
dem Umland verbunden. Ein On -Demand-Shuttlesystem im Großraum Hiltrup würde darüber hinaus 
das seit Jahren bestehende anrufpflichtige Taxibus -Angebot ablösen sowie aktuell noch bestehende 
Erschließungs- und Bedienungslücken schließen. Daher gilt der Stadtteil Hiltrup als idealtypischer 
Testraum.  
 
Perspektivisch bieten sich zudem Potenziale zur Bündelung und Begradigung von Stadtbus -Linien 
auf Hauptachsen („Metrobusse“) sowi e zur engen Verknüpfung des On -Demand-Shuttlesystems an 
wichtigen ÖPNV-Haltestellen („Mobilstationen“) mit Bus, Bahn und anderen Services (Leezenboxen, 
Carsharing etc.).

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V/1144/2019 
Im Rahmen der Projektvorbereitung wurden intensive Recherchen zu Praxisbeispielen anderer Städte 
angestellt sowie Empfehlungen von spezialisierten Softwareanbietern eingeholt. Diese haben deutlich 
gemacht, dass eine Mindestgröße (Betriebsgebiet, Einwohnerzahl, Anzahl der eingesetzten Fahrzeu-
ge) für ein attraktives On -Demand-Angebot erforderlich ist. Vor diesem Hintergrund wurden in einer 
Leistungssimulation mit der auf diesem Gebiet erfahrenen Firma door2door zwei unterschiedlich gr o-
ße Betriebsgebiete (A und AB) für den Pilotversuch entwickelt.  
 
Das Betriebsgebiet A basiert auf den Stadttei lgrenzen Hiltrups und wurde aufgrund der engen Ve r-
flechtungen um den benachbarten Stadtteil Amelsbüren sowie den Hansa -Business-Park und den 
Alexianer-Campus erweitert. Auf den ca. 20 km² würden etwa 25.400 Einwohner (1.268 Ew/km²) vom 
neuen Angebot profit ieren. Für das Gebiet ist der gleichzeitige Einsatz von bis zu fünf Shuttle -
Fahrzeugen vorgesehen. 
Im Betriebsgebiet A könnten bestehende Fahrgastverflechtungen gestärkt und bestehende Taxibus -
Linien durch das On -Demand-System abgelöst werden. Aus bestehen den Umsteigeverbindungen, 
z.B. zwischen Hiltrup und dem Hansa-Business-Park, würden zukünftig Direktverbindungen. 
 
Das größere Betriebsgebiet AB  umfasst das Betriebsgebiet A und erweitert dieses in nördlicher 
Richtung entlang der Weseler Straße (Mecklenbeck, Münster-Geist), der Hammer Straße (Berg Fidel) 
und des Albersloher Weges (Loddenheide). Das Gebiet umfasst ca. 40 km² und etwa 50.700 Einwoh-
ner (1.290 Ew/km²). Bis zu zehn Shuttle-Fahrzeuge sind für den gleichzeitigen Einsatz vorgesehen.  
Aufgrund des sternförmigen (radialen) Stadtbusnetzes mit Konzentration auf das Stadtzentrum we r-
den mit dem Betriebsgebiet  AB die  Verkehrsverflechtungen im suburbanen Raum sowie zwischen 
den Achsen besser abgedeckt und mehr Fahrgastpotenziale geschöpft. Das Gebiet ermögl icht mehr 
Direktverbindungen zwischen den Stadtteilen und zu den Arbeitsplatzschwerpunkten (Gewerbegebie-
te Loddenheide und Siemensstraße, Weseler Straße, Hansa-Business-Park).  
Zudem bieten Querverbindungen (Tangentialverkehre) z wischen den Haupteinfallstr aßen Weseler 
Straße, Hammer Straße und Albersloher Weg  und die Anbindung der Haltepunkte Mecklenbeck 
(Münster – Coesfeld), Amelsbüren (Münster – Dortmund) und Hiltrup (Münster – Hamm) den Ein- und 
Auspendlern verbesserte dezentrale Umsteigemöglichkeiten und verkürzte Reisezeiten. Aufgrund der 
Vielzahl der Anwendungsfälle bietet das Betriebsangebot AB eine sehr gute Bewertungsgrundlage für 
eine potenzielle Erweiterung des On-Demand-Shuttlesystems auf andere Stadtteile oder das gesamte 
Stadtgebiet. 
 
Vor dem H intergrund der Anwendungsfälle anderer Städte sowie den oben aufgeführten Vorteilen 
empfehlen das Amt für Mobilität und Tiefbau sowie die Stadtwerke eine Antragsstellung mit dem Be-
triebsgebiet AB und einer Projektlaufzeit von drei Jahren. 
 
Die prognostizierten Gesamtkosten wurden mit der Unterstützung des sehr erfahrenen Gutachterbü-
ros Probst und Consorten im Rahmen eines Business Cases geschärft.  Unter der Annahme einer 
dreijährigen Erprobung werden die Gesamtkosten des Projektes für das Betriebsgebiet A auf ca. 5, 2 
Mio. EUR und für das Betriebsgebiet AB auf ca. 8, 6 Mio. EUR angenommen. Aufgrund der Förde r-
richtlinien (Förderquote 75 %, max. 5 Mio. EUR) ergeben sich für die Betriebsgebiete folgende Ko s-
tenschätzung inkl. jeweils städtischem Anteil: 
 
 
Betriebsgebiet A Betriebsgebiet AB 
geschätzte Gesamtkosten 
über 3 Jahre (in Mio. EUR) 5,2 8,6 
städtischer Anteil  
über 3 Jahre (in Mio. EUR) 1,3 3,6 
städtischer Anteil  
pro Jahr (in Mio. EUR) 0,4 1,2

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V/1144/2019

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V/1144/2019 
i. V. 
 
 
 
gez. 
Denstorff 
Stadtbaurat 
 
Anlage A 
Anlage 1 – Präsentation

Präsentation_On-Demand_Hiltrup

5900 Zeichen

ÖPNV-Pilotprojekt: 
 
On Demand-Shuttlesystem 
in Münster

On Demand - Die neue ÖPNV-Komponente 
1) Ziele - On Demand in Münster 
2) Einsatzgebiet für den dreijährigen Pilotbetrieb 
3) Der Start: Wie könnte das Angebot aussehen? 
4) Nächste Schritte - Finanzierung und Co. 
 
 
 
2 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster

On Demand - Die neue ÖPNV-Komponente 
3 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster 
Stadtbus 
• Nachfragestarke Verflechtungen 
Taxibus & multimodale 
Angebote 
Heutiger ÖPNV in Münster 
 Zukünftiger ÖPNV in Münster 
Stadtbus (Metrobus) 
• Aufgewerteter ÖPNV auf Hauptachsen 
On Demand-Systeme 
• Bedienung nachfrageschwacher Gebiete 
• Flächenerschließung 
Multimodale Angebote  
• Ergänzende multimodale Services        
an Mobilstationen 
Erprobung On Demand-System

Ziele 
 Erprobung einer flexiblen Angebotsform für die Alltags-  
und Freizeitmobilität in Münster im Großversuch 
 Einfache Skalierbarkeit (Angebotsraum, Betriebszeiten, Tarif) 
 Modernisierung des Bedarfsverkehrs (TaxiBus) 
 Integration in das Nahverkehrsangebot 
 Qualitative Verbesserung  
 Flächenerschließung optimieren 
 Zu- und Abbringerfunktion zu Bahn und Bus 
 Reduzierung des MIV  
 Kundenbindung und Gewinnung von Neukunden 
4 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster 
© Stadtwerke Münster GmbH

Pilotprojekt Hiltrup: Warum? 
 Strukturelle Rahmenbedingungen 
 Größter Stadtteil Münsters mit eng verflochtenen Nachbar-Stadtteilen 
 Bahnhof Münster-Hiltrup mit regionaler und überregionaler Anbindung 
 Gute Verknüpfungsmöglichkeiten mit dem Stadtbus-Netz 
 Höchster Binnenverkehrsanteil im Stadtbus-Netz 
 
 Optimierungspotenziale im Stadtbus-Netz 
 Linienbündelung und -begradigung 
 Rückbau von Überkapazitäten zugunsten On-Demand 
 
 Flächenerschließung optimieren 
 Geringe Akzeptanz Taxibus-Linien 
 Anbindung an Stadtbus-Netz über Mobilstationen 
 Erreichbarkeiten in Stadtquartieren und Außenbereichen            
verbessern 
 
5 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster

Pilotprojekt Hiltrup: Rahmenbedingungen 
Konzession nach § 42 (Linienverkehr) 
mit § 2.6 PBefG (Ausnahmetatbestand) 
wissenschaftliche Begleitung 
Projektauftrag 
Bezirksregierung 
Münster 
Universität / 
Hochschule 
Betrieb 
Abstimmung Pilotversuch 
6 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster 
 Betriebsführung Stadtwerke Münster (Management, Disposition, Monitoring) 
 Anpassungen im laufenden Betrieb 
 Fahrzeuge: Leasing oder Kauf, mind. 6 Sitzplätze, barrierefrei, Stadtwerke-Design 
 Haltestellen & virtuelle Haltestellen 
 Betriebszeiten entsprechen den Angebotszeiten im Stadtbusverkehr 
Mo-Do: 05:00 bis 02:00 Uhr & Fr-Mo: ab 05:00 Uhr durchgehend bis Montag 02:00 Uhr

Herausforderung: Größe bzw. Skalierung des Pilotprojektes  
 Ermittlung der Betriebsparameter zum Pilotstart mittels Leistungssimulation*)  
 
 
 
 
 
 
 Optimierung der Parameter im Rahmen der dreijährigen Erprobung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Pilotprojekt Hiltrup: Startkonfiguration 
7 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster 
Betriebskosten Fahrzeug- & Personalbedarf 
Größe & Eignung des 
Betriebsgebietes 
Betriebszeiten 
*) in Kooperation mit Fa. Door2Door, Berlin

8 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster 
Betriebsgebiet A  
 20,1 km² 
 25.410 Einwohner (1.268 Ew/km²) 
 Bis zu 5 Fahrzeuge im gleichzeitigen Einsatz 
 Optional: verstärkt in der HVZ 
Pilotprojekt Hiltrup: Startkonfiguration A oder AB? 
Betriebsgebiet AB  
 39,3 km² 
 50.686 Einwohner (1.290 Ew/km²) 
 Bis zu 10 Fahrzeuge im gleichzeitigen Einsatz 
 Optional: verstärkt in der HVZ

Pilotprojekt Hiltrup: Zugang und Ticketing 
9 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster 
Tarif 
 Zugang 
Optional: 
Auskunft und 
Bestellung über 
Call Center 
Auskunft  
Bestellung 
Kommunikation 
Bezahlung 
Wirtschaftlichkeit 
ÖV-Integration 
Eigenständiger Komfortpreis 
Teilintegration 
Vollintegration*) 
 
*) Konzentration auf elektronische Produkte

Pilotprojekt Hiltrup: Mögliche Fahrzeugtypen 
LEVC TX eCity Mercedes e-Vito Tourer e.Go Mover 
Kapazität 6 Sitzplätze 6 Sitzplätze 10 Sitzplätze, 5 Stehplätze 
Listenpreis ab 60.000 Euro ab 55.000 Euro ca. 72.000 Euro (Stand: 2017) 
Antrieb Elektromotor  
+ benzinbetriebener Range Extender 
Elektromotor 
*auch als Dieselmotor erhältlich Elektromotor 
Reichweite 130 km (+500 km Range Extender) 156-186 km bis zu 10 h 
Barrierefreiheit serienmäßige Rollstuhlrampe nur als Sonderanfertigung ja 
Einsatzgebiete Hamburg, Offenbach, Aschaffenburg Berlin, Stuttgart, Offenbach Prototyp, Entwicklung & Produktion in 
Aachen 
10 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster

Pilotprojekt Hiltrup: Kostenszenarien 
11 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster 
Jahr Kosten 
1 1,81 Mio. € 
2 1,68 Mio. € 
3 1,65 Mio. € 
Summe 5,14 Mio. € 
Jahr Kosten 
1 2,95 Mio. € 
2 2,81 Mio. € 
3 2,78 Mio. € 
Summe 8,54 Mio. € 
Städtischer Eigenanteil: 1.3 Mio. € über 3 Jahre Städtischer Eigenanteil: 3.6 Mio. € über 3 Jahre

2018/19 
 2019/20 
 2021+ 
Pilotprojekt Hiltrup: Zeitplan und Ausblick 
 
nach Klärung der Finanzierung 
12 Pilotprojekt: On Demand-System in Münster | 21.11.2019 | Stadt & Stadtwerke Münster 
  Umsetzungsreifes 
Konzept 
 Abstimmung mit 
Bezirksregierung 
 Simulation des 
Pilotversuches 
 Umsetzungsauftrag für 
Gebiet A bzw. AB an 
Stadtwerke Münster 
 Genehmigung, 
Ausschreibung & Vergabe 
 Angebotsstart 
 Optimierung von Parametern 
(Angebotsraum und 
Betriebszeiten) 
 Optionale Übertragung auf 
weitere Stadtteile 
 Modifikation des Busangebotes

Beratungsverlauf (3)

21.11.2019 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen
TOP 9.6 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
04.12.2019 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 36 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
11.12.2019 Rat
TOP 41 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (5)

  • Weseler Straße
  • Hammer Straße
  • Siemensstraße
  • Albersloher Weg
  • Loddenheide

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/1144/2019
Typ
Vorlagen
Datum
20.11.2019
Erstellt
06.10.2020 14:37