A-R/0008/2026

Handlungsempfehlungen und Leitlinien zur Beleuchtung

Antrag an den Rat 03.02.2026

KI-Zusammenfassung

Mehrere Ratsfraktionen fordern die Münsteraner Verwaltung auf, die stadtweite Beleuchtung systematisch zu erfassen und neue Leitlinien zu entwickeln. Ziel ist es, Unsicherheitsgefühle in der Nacht zu reduzieren und die Verkehrssicherheit für Radfahrerinnen und Fußgänger zu erhöhen – ohne dabei die Belange von Natur und Artenschutz aus den Augen zu verlieren. Besonders an den Ein- und Ausfallstraßen der Stadt sollen Verbesserungen vorgenommen werden.

Konkret soll die Verwaltung zunächst ermitteln, wo in Münster die Beleuchtung unzureichend ist und sich Menschen unsicher fühlen. Gleichzeitig soll geprüft werden, wo bestehende Straßenlaternen auf sogenannte adaptive Beleuchtung umgerüstet werden können – eine Technologie, die die Lichtintensität automatisch an das tatsächliche Verkehrsaufkommen anpasst. In neuen Baugebieten soll von vornherein dimmbare Beleuchtung installiert werden, die nachts heruntergedimmt werden kann. Die Finanzierung dieser Maßnahmen könnte über Fördergelder erfolgen, weshalb die Verwaltung entsprechende Möglichkeiten prüfen soll.

Besonders innovativ ist der Plan zur Bürgerbeteiligung: Neben dem Fachwissen der Verwaltung sollen die Menschen in Münster aktiv mit einbezogen werden. Über digitale SmartCity-Tools wie die App Survey123 können Bürgerinnen und Bürger niedrigschwellig dunkle Orte und sogenannte Angsträume melden. Diese interaktive Datenbetrachtung soll sicherstellen, dass die Verbesserungen dort ankommen, wo sie tatsächlich gebraucht werden.

Langfristig versprechen die Antragstellerinnen und Antragsteller nicht nur sicherere Wege, sondern auch einen positiven Effekt für die Umwelt. Durch die schrittweise Umstellung auf intelligente, energieeffiziente Beleuchtungssysteme soll die Lichtverschmutzung (also die übermäßige Abstrahlung künstlichen Lichts in die Nacht) reduziert werden. Die Verwaltung soll die gesammelten Daten auswerten und dem Rat anschließend konkrete Handlungsempfehlungen vorlegen.

A-R-0008-2026

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A-R-0008-2026

2351 Zeichen

Münster, 03.02.2026 
Ratsantrag 
Handlungsempfehlungen und Leitlinien zur Beleuchtung 
 
1. Die Verwaltung wird beauftragt, die stadtweite Beleuchtung anzupassen und entsprechende 
Leitlinien zu entwickeln. Ziel ist der Abbau von Angsträumen und die Gewährleistung der 
Verkehrssicherheit für den Rad- und Fußverkehr unter Berücksichfigung der Belange des Natur- 
und Artenschutzes, besonders an Ein- und Ausfallstraßen. 
2. Hierfür soll erhoben werden, wo unzureichend beleuchtete Orte in der Stadt sind. Zudem soll 
überprüft werden, wo Beleuchtung auf adapfive Beleuchtung umgestellt werden kann. Neue 
Baugebiete sollen eine dimmbare Beleuchtung erhalten, die entsprechend den Nachtzeiten 
herunter gedimmt oder auf adapfive Beleuchtung umgestellt werden kann. Die Möglichkeit 
dies mit Fördergeldern umzusetzen, soll in die Prüfung mit einfließen. 
3. Bei der Erhebung der Daten soll neben dem Verwaltungsfachwissen auch eine interakfive, 
niedrigschwellige Erhebung von Daten durch die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern 
ermöglicht werden. Die Befragung kann mit Hilfe der SmartCity-Methoden (wie zum Beispiel 
Survey123) durchgeführt werden. 
 
Begründung: 
Um den Ansprüchen der Bürger*innen in den Nachtstunden Rechnung zu tragen, soll die Stadt die 
Beleuchtung der Stadt erfassen und evaluieren. Hierbei sollen die Bürger*innen die Möglichkeit 
erhalten, sich akfiv einzubringen und Angsträume, unzureichend ausgeleuchtete Straßenzüge, Wege, 
Bereiche und Plätze angeben können. 
Durch den Ausbau intelligenter, energieeffizienter Beleuchtungssysteme an dunklen, viel 
frequenfierten Wegen, können Aufenthaltsorte und Wegebeziehungen gestärkt werden, die objekfiv 
sicherer sind und sich subjekfiv sicher anfühlen. 
Darüber hinaus soll insgesamt durch die schriftweise Umstellung auf intelligente Beleuchtungssysteme 
perspekfivisch die Lichtverschmutzung im Stadtgebiet verringert werden. Bei neu installierter 
Beleuchtung sollen künftig grundsätzlich dimmbare, adapfive Beleuchtungssysteme installiert werden. 
Die Ergebnisse sollen ausgewertet und dem Rat in einer Vorlage mit einer Handlungsempfehlung der 
Verwaltung präsenfiert werden. 
 
gez. 
Dr. Leandra Praetzel  Lia Kirsch   Maren Berkenheide 
Andrea Blome   Stephan Brinktrine  Helene Goldbeck 
und Frakfion   und Frakfion   und Frakfion 
Antrag an den Rat Nr. A-R/0008/2026

Beratungsverlauf (1)

11.02.2026 Rat
TOP 22.8 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

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Details

Aktenzeichen
A-R/0008/2026
Typ
Antrag an den Rat
Datum
03.02.2026
Erstellt
03.02.2026 15:25